Test / Testbericht: Xilence M612 Pro



Heutige Prozessoren haben aufgrund ihrer enormen Leistung eine hohe Wärmeentwicklung. Normale “Boxed” Kühllösungen reichen längst nicht mehr aus, diese Leistung leise zu kühlen. Der deutsch-chinesische Hersteller Xilence beschäftigt sich von Anfang an mit dieser Materie und hat bisher den günstigen Bereich der Silent-Kühler abgedeckt, möchte nun aber weiter vordringen und den High-End Markt bedienen. Schaffen möchte Xilence dies mit dem M612 pro.

Vorwort:

In diesem Test möchten wir Euch nicht mit ewig langen Tabellen und Vergleichen zwischen 30 verschiedenen Kühlern quälen. Dies soll ein Vergleichstest sein, mit dem wir den Unterschied zwischen einer guten Kühllösung (in unserem Fall Alpenföhn Groß Clockner) und einer High-End Kühlung (M612 pro) aufzeigen wollen.

Unser Testsystem:

Intel Core2Quad Q9450
AsRock P43DE
2x 2GB GEiL DDR2 800 RAM Black Dragon Series
Wärmeleitpaste: Zalman Thermal Grease

Datentabelle:

Maße: 140mm x 73,5mm x 169,5mm (B x T x H)
Lüfter: 140mm (120er Halterung)
Lüfterdrehzahl: 700-1200 rpm
Stromanschluss: 4 PIN
Sockel: 775, 1155, 1156, 1366, 939, 940, AM2/+/AM3
Lieferumfang: 140mm Lüfter, Kühlkörper, Lüfterklammern, Befestigungszubehör;
Wärmeleitpaste; Befestigungsanleitung

Verarbeitung/Installation/Austattung

Dank der sehr guten Verarbeitung ist die Installation des Kühlkörper kein Problem. Nach etwa 10 Minuten sitzt der Kühler fest auf dem Sockel. Die Ausstattung lässt keine Wünsche offen, da er auf alle aktuellen Sockelsysteme passt. Wichtig! Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen M612 Pro zu kaufen, sollte ausreichend Platz im Gehäuse haben. In unserem Sharcoon Rebel 9 Economy mussten wird das Netzteil ausbauen um genug Platz zu gewährleisten.

Performance

In unserem Vergleich mit dem Groß Clockner kann der Xilence glänzen. Wo der Alpenföhn bei 50% Lüfterdrehzahl bereits schlapp macht, bringt der Xilence sehr gute Temperaturwerte. Im Idle Modus oder wenn man lediglich im Internet surft oder Officearbeiten erledigt, kann der Lüfter des Xilence sogar komplett ausgeschalten werden. Selbst dann liefert er noch sehr gute Temperaturwerte. Den Test führten wir mit dem Programm Prime95 durch. Bei 100% Kernauslastung erhielten wir die folgenden Werte. In unserem Gehäuse liefen währenddessen keine anderen Lüfter.

Laustärke

Da wir noch kein Messgerät zum Testen der Lautstärke zur Verfügung haben, können wir Euch hier nur unseren eigenen Eindruck schildern. In unserem Gehäuse werkelt ein 120mm Lüfter im Netzteil, ein Accelero 2 auf der Grafikkarte und der Xilence.
Bei voller Lüfterdrehzahl ist aus dem Gehäuse ein leichtes Rauschen zu vernehmen, regelten wir die Drehzahl allerdings 50% runter, verschwand das Rauschen und wir hörten lediglich unser Netzteil.
Ein Surren konnten wir selbst nicht heraushören, auch nicht bei 100%. Die Lautstärke hängt auch sehr vom Gehäuse ab.

persönliches Fazit

Kann man eine starke CPU sein Eigen nennen, die noch immer von einem Boxed Kühler oder einem Billigkühler belüftet wird, sollte man über eine Investition in einen neuen Kühler nachdenken.
Xilence hat hier einen großen Schritt gewagt und möchte mit Größen wie dem Prolimatech Super Mega oder Zalmann CNPS 9900 mithalten. Für den Anfang ist dies auch gut gelungen, nur fehlt noch etwas feintuning.
Im direkten Vergleich mit günstigeren Kühlern ist der Xilence aber eine Alternative zu anderen teuren Kühllösungen. Eine UVP von 49,90€ finden wir für die Kühlleistung angemessen. Ab diesem Preis ist der Kühler auch bei Amazon erhältlich.  Xilence hat für den Anfang alles richtig gemacht und ist auf dem besten Wege, ganz oben mitzuspielen.

Euer Hardbloxx Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka


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