Test / Testbericht: Raidmax Blackstorm

Raidmax-Blackstorm-5

Massiv und gewaltig trohnt das neue Gehäuse der Firma Raidmax auf unserer Testplattform für Gehäuse und zeigt sich unbeeindruckt zwischen Gehäusen anderer Hersteller. Die Firma fertigt bereits seit 1988 hochwertige Gehäuse, Netzteile und Kühlkomponenten. Das neue Blackstorm befindet sich im mittleren Preissegment versch. Moddingcases und setzt auf neue und aufregende Ideen. Wir freuen uns, Euch dieses besondere Gehäuse heute präsentieren zu dürfen.

Datentabelle

Format:ATX
Art:Computercase
Farbe:schwarz, blau
Abmessungen:520mm (L)x 205mm (B) x 480mm (H)
Netzteilstandart:ATX:
Einbauschächte:4 x 5.25″ Laufwerkseinschübe extern;
1 x 3.5″ Laufwerkseinschub extern;
5 x 3.5″ Laufwerkseinschub intern
Möglichkeiten für Lüfter:120mm hinten (verbaut, blaue Lüfterblätter);
120mm Lüfter hinter der Front(verbaut, blau leuchtend);
120mm oder 180mm seitlich (optional); 80mm rechte Seite (optional, seitlich der Festplatten)
Besonderheiten:Front HD Audio; Front USB; Front e-SATA;
davon 2x 2.0 USB; 2x 3,5mm Klinkenbuchse;
Power- und Resetschalter; Aufklappbare Seitenteile mit Schanieren

Verarbeitung/Handling

Die Verarbeitung des Blackstorm ist sehr hochwertig. Auch wenn das massive Metall einen erheblichen Einfluss auf das Gewicht des Cases nimmt, sind wir froh darüber. Ein wackliges oder dünnes Blech verbreitet, vor allem unter LAN-Gängern, Angst und Schrecken und lässt beim Transport die Fingernägel immer kürzer werden. Wo wir schon einmal beim Gewicht sind: dies befindet sich mit fast 10 Kilogramm (9,8KG) ebenfalls auf sehr hohem Niveau und verschafft uns beim Transport einen ungewollten Fitnessstudio-Effekt. Hier sollte man sich selbst die Frage stellen, was man denn wirklich möchte. Dünnes, instabiles Blech gebündelt mit einem leichten Gewicht oder ein massives stabiles Gehäuse, das die Kalorien der Pizza von der LAN Party nahezu verschwinden lässt.

Die Kanten, Einschnitte, und Ausfresungen des Blackstorm können ebenfalls ganz vorn mitspielen. Laufwerke und Festplatten lassen sich butterweich einschieben und stoßen auf keinerlei Widerstand. Vor allem bei günstigen Gehäusen muss man immer eine Packung Pflaster neben sich liegen haben, jedoch nicht beim Blackstorm. Das Gehäuse kann man darum als handzahm betrachten. Der Einbau Vom Mainboard verlief ebenfalls sehr einfach, vor allem weil die Abstandsschrauben bereits vorinstalliert waren. Somit konnten wir uns diesen nervigen Arbeitsschritt sparen.

Auch wenn die Front des Gehäuses nur aus Kunststoff besteht, integriert sie sich perfekt in das Metallgehäuse und wirkt auf den ersten Blick wie Metall. Erst nach den ersten Berührungen stellt man die wahre Herkunft fest. Die Laufwerksblenden bestehen dagegen jedoch aus Metall. Ebenso das Gitter der Front, hinter dem sich ein gut aussehender, blau leuchtender Lüfter befindet. Die Laufwerksblenden wurden ebenfalls für den Bastler mit Zeitnot entworfen und bieten eine Art Schalter, mit dem man die Blende mit einem kurzen Handgriff entfernen kann. Super Idee, Raidmax!

Erweiterbarkeit/Anschlussmöglichkeiten

Dass das Blackstorm ein Gehäuse für den zeitlosen Geschäftsmann oder für den ungeduldigen Aufrüster ist, merken wir auch nach dem, sehr einfachen, Öffnen des Cases. Ob es die werkszeuglose Installation der Laufwerke ist oder das Platzieren der Festplatten, alles dient dem blitzschnellem Einbau.
Die Anschlussmöglichkeiten für Laufwerke befinden sich im normalen Bereich. So kann das Blackstorm bis zu 4x 5,25″ Laufwerke und 6x 3,5″ Laufwerke beherbergen. Gewünscht hätten wir uns jedoch noch eine Möglichkeit für eine 2,5″ SSD, aber man kann bekanntlicht nicht alles haben.

Das Einschieben der Festplatten geht beim Blackstorm auch locker von der Hand, da der Festplattenkäfig um 90° gedreht werden kann und somit aus dem Seitenteil herausschaut. Dies macht das Aufrüsten von Festplatten besonders einfach und man muss sich nicht damit herumplagen, seine Grafikkarte oder andere Komponenten auszubauen. Einen festen Sitz erhalten die Festplatten mit den mitgelieferten Schienen, die im Handumdrehen an die Platte angesteckt sind und fest im Käfig sitzen. Bedenken muss man lediglich, dass eine Nutzung des unteren Festplattenkäfigs, die Wahl der Grafikkarte einschränkt. Von den hinteren Blenden bis zur Festplatte hatten wir maximal 24,2cm Platz und stießen bereits an die Festplatte. Hier sollte man die Festplatte weiter Oben oder Unten platzieren, um auch große Karten nutzen zu können.

Besonders hervorzuheben ist ebenfalls die Möglichkeit, einen 80mm Lüfter nachzurüsten. Dieser wird auf der rechten Seite des Gehäuses in einem kleinem Käfig platziert, sorgt für eine verbesserte Belüftung der Festplatten und unterstützt somit den in der Front befindlichen 120mm Lüfter.

Weitere Lüfter befinden sich in der Front und im hinteren Bereich des Cases. Der Frontlüfter hat eine Größe von 120mm und leuchtet unauffällig blau. Dadurch kommt, vor allem von vorn betrachtet, ein cooler Effekt zustande. Der Lüfter leitet angenehm kühle Luft in das Gehäuse hinein. Der 120mm Lüfter im hinteren Bereich leitet die Wärme aus dem Gehäuse heraus, verfügt zwar über keine LEDs dafür aber über blaue Lüfterblätter.
Im Seitenteil befinden sich Bohrungen für einen weiteren 120mm oder sogar für einen 180mm Lüfter. Hier hätten wir uns ein vorinstalliertes Modell gewünscht. Besonders hervorheben möchten wir jedoch den guten Luftstrom der Lüfter. Beide drehen angenehm leise und generieren einen perfekten Luftstrom.

Gut platziert finden wir die USB und Klinke-Anschlüsse auf dem vorderen Gehäusedach. Diese Position gefällt uns selbst im Test immer sehr gut, da sie schnell und einfach erreichbar sind. Natürlich auch nur, wenn der Rechner nicht unter einem Computertisch steht. Für diese Nutzer wird die Platzierung im oberen Teil sicher etwas umständlich, da der Rechner immer vorgezogen werden muss. Auf der linken und rechten Seite der Anschlüsse befindet sich der Power- und Resetknopf. Beide lassen sich einwandfrei betätigen, sind nicht schwerfällig oder schwammig.

Aussehen/Besonderheiten

Die Besonderheit des Tower ist eine interessante Idee, die jedoch noch ausgebaubt werden kann. Beide Seitenteile verfügen jeweils über einen Griff, mit dem man die Seitenwände öffnen und nach unten aufklappen kann. Schaniere halten die Teile am Gehäuseboden fest. Auf Wunsch können die Seitenwände mit kurzen, ruckartigen Bewegungen vom Tower entfernt werden. Vor allem die Möglichkeit, die rechte Seite aufzuklappen, ist für Aufrüster und Bastler interessant. Löst man die nötigen Kabel, kann man das Mainboard samt Komponenten nach außen legen. Dies ist besonders gut für Kühler, die über Push-Pins verfügen. Hier kann der Kühler einfach ausgetauscht werden. Leider sind wir bei dem Test auf eine kleine Barierre gestoßen, die Raidmax noch ausgleichen sollte. Handelt es sich um einen großen Kühler, besteht keine Möglichkeit mehr, die Seitenwand auszuklappen, da der Kühler gegen einen Metallträger für das Netzteil stößt. Somit lohnt sich die Technik nur für kleine Kühler, wie die von Xilence.

Auch wird das Kabelmanagement dadurch erheblich eingeschränkt bzw. komplett aufgehoben, da man bereits verlegte Kabel beim Ausklappen wieder lösen muss. Verzichtet man aber auf das Gimmick mit der ausklappbaren Seitenwand, können Kabel sauber verlegt werden und das Gehäuse wird zu einem starken Begleiter im PC-Alltag. Einen separaten Kabelschacht hätten wir uns trotzdem noch gewünscht.


Persönliches Fazit

Die Arbeit mit dem Raidmax hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Durch die enorme Vielfallt und das sehr gute Platzangebot im Gehäuseinneren konnten wir unsere Komponenten spielend leicht verstauen. Die kleinen Gimmicks machen das Gehäuse für uns als Bastler noch interessanter, da die Möglichkeit der ausklappbaren Wände einwandfrei funktioniert und unsere Arbeit beschleunigt hat. Wir hoffen aber das Raidmax noch etwas nachbessert, was die Position des Netzteils angeht. Findet dieses noch seinen Platz im unteren Teil des Gehäuses, kann auch die rechte ausklappbare Seite für hohe Turmkühler super genutzt werden. Ansonsten erhält man mit dem Blackstorm ein solides Gehäuse mit ansprechendem Design und arbeitserleichternden Gimmicks. Für eine UVP von 79,99€ können wir es für Bastler und Normalanwender empfehlen, die großen Wert auf Design und arbeitserleichternde Gimmicks legen. Die aktuellen Preise liegen bei Amazon zurzeit leider über der UVP, sind jedoch noch im angenehmen Rahmen.

Euer Hardbloxx Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka


2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hi Johnny,

    auf der Rückseite hast du so viele Anschlüsse, wie dein Mainboard hat. Hier kommt es ja auf dein Board an. Das Gehäuse hat nur Front-Anschlüsse :-)

    Beste Grüße

    Stephan/Bujaka

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