Test / Testbericht: Arctic MC001-DVDS MiniPC

Klein, leicht und stromsparend – heutige Devisen, die ein PC, Notebook oder Smartphone aufweisen muss. Der Trend geht seit den Netbooks weiter nach vorn und die Rechenmaschine kann kleiner nicht mehr sein. Doch nicht nur die beliebte Größe ist entscheidend, auch der Stromverbrauch ist wichtig. Viele denken bereits an „GreenIT“. Hier zählt vor allem die jährliche Stromabrechnung mit rein, zudem ist es einfach ökologischer. Arctic hat den Trend aufgegriffen und entwickelte mit der MC001-Serie einen MiniPC für Jedermann. Ob OfficePC mit SSD oder Multimedia mit BluRay Laufwerk, bei der MC001-Serie bleiben keine Wünsche offen. In unserem Testbericht prüfen wir den MC001-DVDS mit DVD Brenner und 120GB SSD. Diese Version zielt vor allem auf den Arbeitsplatz ab. Wie sich der kleine geschlagen hat, zeigen wir euch in unserem Testbericht.

CPUDual Core Intel Atom D525 (1.8GHz)
GraphicsATI Mobility Radeon HD 5430, 512MB GDDR3
ChipsetIntel NM10
Memory4GB DDR3 1333MHz
Storage120GB 2.5”
SATA II SSD
OSMicrosoft Windows 7 Home Premium 32-bit
LanguageEnglish, German, Spanish, French, Czech
Portuguese(brasil), Portuguese(Portugal), Hungarian, Italian
Swedish, Polish, Slovak, Russian, Dutch
Language (Continued)Bulgarian, Danish, Romanian, Ukrainian, Norwegian
Arabic, Hebrew, Croatian, Japanese
Chinese(simplified), Chinese(traditional Hong-Kong)
Chinese (traditional Taiwan)
ODDDVD-RW 24x
LAN10/100/1000 Ethernet
Wireless LANIEEE 802.11 b/g/n
Front I/O PortsIR receiver x 1
USB 3.0 port x 2
3.5mm stereo I/O jack x 2 (Headphone, Mic)
4-in-1 memory card reader x 1
Rear I/O Ports3.5mm audio I/O jack x 6 (7.1 OUT x 4, LINE IN x 1, Mic x 1)
SPDIF port/optical x 1
VGA port x 1
HDTV interface x 1 (HDTV cable included)
Ethernet RJ45 port x 1
USB 2.0 port x 5
DC power jack x 1
AudioOnboard analog stereo high-definition audio (ALC892)
7.1- Dolby True HD or DTS HD Master Audio (HDMI)
Optical Digital S/PDIF audio output
TV TunerDVB-T (optional)
Power Supply19V DC 60W
Volume1.5 L
Dimensions (Product)w/o stand: 143 L x 40 W x 266 H mm
w/ stand: 161 L x 65 W x 275 H mm
Dimensions (Packaging)205 L x 130 W x 329 H mm
Eingeschränkte Garantie2 Jahre
UPCEU Plug: 0872767004382
UK Plug: 0872767004313
US Plug: 0872767004245
ArtikelnummerDPACO-MC11212-GB
EAN-Code
Gewicht2.6 kg

 

Das Auspacken des MC001-DVDS war eine Freude für sich, anders kann man es nicht beschreiben. Die Verpackung ist Arctic-typisch im schlichten weiß gehalten. Auf der Vorderseite zeigt sich der kleine PC, auf der Rückseite gibt es zusätzlich einige detaillierte Bilder. Doch ist die Verpackung eher uninteressant – also geöffnet und herausgezogen. Angestrahlt wurden wir von einem buchähnlichem Etwas, dass anfangs nicht an einen PC erinnerte. Doch ein Buch mit LAN-Anschluss? Ungewöhnlich! Auch der Lieferumfang zauberte uns ein Lächeln auf die Lippen. Eine WLAN-Antenne, eine DVB-T Antenne und ein herstellereigenes HDMI Kabel lagen mit im Paket. Noch besser fanden wir jedoch das externe Netzteil. Dieses erinnerte uns an kleine Netbooks und signalisierte uns ebenfalls, dass der kleine PC wohl kaum viel Strom verbrauchen muss, wenn lediglich ein 60 Watt Netzteil dabei liegt – doch langsam. Zusätzlich möchten wir noch eine besondere Aufmerksamkeit auf das Handbuch lenken. Dieses ist leider nicht mit im Lieferumfang enthalten, kann jedoch auf der Herstellerseite heruntergeladen werden. Im Handbuch erklärt Arctic die Einrichtung und die Handhabe mit dem MC001 ausführlich und sehr gut. Zudem sind zu allen Arbeitsschritten Screenshots verfügbar. Lediglich das Zurücksetzen des MC001 ist ein graus und so schnell nicht getan. Auch die Erklärung im Handbuch ist etwas dürftig.

Auch die weitere Betrachtung des MC001-DVDS ließ uns dauerhaft grinsen, denn stylisch ist er schon, der Kleine. Mit seinen geringen Maßen von 205mm Länge x 130mm Tiefe x 329mm Höhe passt er auf jeden Arbeitsplatz, in jedes Bücherregal oder einfach in das Schubfach. Die rechte Seite des PCs glänzt in einem tiefschwarzen Klavierlack, auf dem mittig das Arctic-Logo prangert. So gut der Klavierlack jedoch auch auchsieht, ist diese Seite ein wahrer Magnet für Fingerabdrücke und Staub. Wer seinen PC schätzt, wird pausenlos damit beschäftigt sein, ihn zu reinigen. Darüber befinden sich 3 Lüftungsschlitze. Diese Seite besteht aus reinem Kunststoff. Dieser schwarze Klavierlack zieht sich bis auf die Frontseite und nimmt diese zu 2/3 ein. Die linke Seite besteht aus dickem, silbernem Aluminium, das die Front zu 1/3 einnimmt. Auf der Alu-Seite befinden sich im oberen Bereich zusätzlich vier Lüftungsschlitze. Doch warum hat Arctic die gesamte linke Seite mit teurerem Aluminium ausgestattet und nicht mit billigem Kunststoff? Natürlich für die Kühlung, denn die gesamte MC001-Serie ist passiv gekühlt und verfügt über keinerlei bewegliche Teile. Die großflächige Aluminiumseite kann somit die Wärme an die Umgebung abführen.

Wie gut das funktioniert, seht ihr weiter unten. Für den sicheren Stand des MC001-DVDS sorgt ein breiter Aluminiumfuß, der etwas breiter als der gesamte PC ist. Ein Großteil der Fläche wurde mit Schaumstoff beklebt, damit der Kleine nicht rutscht. Mittig vom Fuß erkennt ihr den Windows 7 Lizenzaufkleber mit dem Produktkey. Im oberen Bereich ist der MC001 komplett geöffnet, um auch hier die aufsteigende Wärme entweichen zu lassen. Lediglich drei Aluminium- und fünf Kunststoffstreben sorgen für die Stabilität. Im hinteren Bereich befinden sich zahlreiche Anschlüsse, zu denen wir gleich kommen. Die Anschlüsse wurden dabei etwa 1,7cm tief in den PC gesetzt, um sie zu verbergen.

Die Frontseite bestückte Arctic mit gut erreichbaren Anschlüssen. Damit der MC001-DVDS jedoch unauffällig und edel aussieht, wurden die Anschlüsse direkt auf der Klavierlackseite verborgen. Ob Powerknopf, DVD-Laufwerk oder Audioanschlüsse, alles wurde in schwarz gehalten. Somit eignet sich der MC001-DVDS vor allem für Büroarbeitsplätze. Die Anschlüsse in der Front sind üppig und gut platziert. Von oben nach unten findet ihr den kleinen Powerknopf, zwei USB 3.0 Anschlüsse, Audio- und Mikrofoneingänge und einen SD-Kartenleser. Direkt daneben sitzt das Slimtype-Laufwerk mit DVD-Brennfunktion. Das Highlight hier sind vor allem die beiden USB 3.0 Ports. Der PowerKnopf lässt sich leicht betätigen und leuchtet im Powermodus in einem angenehmen Blauton. Das Laufwerk lässt sich wie ein Notebook-Laufwerk verwenden. Betätigt man den Knopf, springt es heraus und die DVD kann eingelegt werden. Danach wird es einfach hereingedrückt.

Ein Blick auf die Rückseite verrät uns, dass der Kleine noch mehr kann. Das eine so kleine Fläche so viel Platz hat, war uns nicht bewusst. Auch erkennt man hier die multimedialen Eigenschaften sehr gut. Auch wenn der DVDS eher auf den Officeeinsatz abzielt, freut sich jeder Anwender über die Möglichkeiten. Denn nicht nur zum Arbeiten eignet sich der Kleine, auch Multimedia macht er perfekt mit. So gibt es nicht ausschließlich einen analogen Audioanschluss, sondern noch einen digitalen mit optischen Eingang. Möchte man sein Audiosignal lieber zusammen mit dem Bildsignal übertragen, hilft der HDMI-Anschluss weiter. So kann ein Monitor über den analogen VGA-Port angeschlossen werden und ein weiterer über den HDMI-Port samt Sound. Somit spart man an engen Arbeitsplätzen zusätzlich Platz, da keine großen Kabelbäume entstehen. Auch im Bereich Datenübertragung kann man komplett auf Kabel verzichten. Denn neben dem normalen Gigabit LAN-Anschluss steht es euch frei, den MC001-DVDS mit eurem WLAN zu verbinden. Vom normalen Standard b/g bis hin zur schnellen n-Verbindung könnt ihr somit platzsparend surfen. Um die Verbindung zum Router zu verbessern, liegt eine Antenne im Paket. Diese kann einfach und schnell im unteren Bereich festgeschraubt werden. Damit auch genug Platz für eure Peripherie bleibt, können bis zu fünf USB-Geräte zusätzlich angeschlossen werden. Unser Testgerät verfügte zusätzlich noch über einen DVB-T Anschluss mit externer Antenne. So kann man sich während der Arbeitszeit perfekt vom Stress ablenken lassen. Direkt darunter befindet sich der Anschluss für das Stromkabel.

Bevor wir jedoch anfingen, mit dem DVDS zu arbeiten, wollten wir einen Blick ins Innere werfen. Hierbei ist zu sagen, dass sich der MiniPC sehr leicht öffnen lässt. Lediglich fünf Schrauben halten die Seitenteile am Körper zusammen und sitzen dennoch sehr fest. Das Entfernen hakte etwas, war jedoch mit etwas Gefühl problemlos zu meistern. Das erste, was man erblicken kann, ist der riesige Kühlkörper im oberen Bereich. Dieser besteht aus dicken Aluminiumlamellen, die mit zwei dicken Kupferheatpipes durchzogen werden. Der Kühlkörper nimmt 1/3 des gesamten Volumens in Anspruch.

Für die Wärmeleitfähigkeit sorgt zusätzlich ein großflächiges Wärmepad. Dadurch wird die Wärme verbessert an das Aluseitenteil abgegeben. Unter dem Kühlkörper sitzt der Grafikchip, der im Betrieb die meiste Hitze produziert. Unter dem Kühlkörper befinden sich die RAM-Riegel im SO-DIMM Format. Hier vertraut Arctic auf TeamGroup Arbeitsspeicher mit 1333MHz Taktung.

Darunter erkennt ihr die Spannungswandler, die ebenfalls über einen eigenen kleinen Aluminiumkühlkörper verfügen. Dieser wurde jedoch nicht auf den Wandlern platziert, sondern direkt an der Seitenwand, um die Wärme besser aufnehmen und ableiten zu können. Für die Wärmeübertragung sorgt hier richtige Wärmeleitpaste und keine Pads. Unter den Spannungswandlern sitzt der Intel Atom D525 Prozessor. Dieser wird von einem Aluminiumkörper gekühlt. Hier kommen wieder Wärmeleitpads für den Wärmetransport zum Einsatz. Darunter seht ihr zusätzlich die kleineren Bauteile wie BIOS-Batterie und DVB-T Zusatzmodul. Die einzelnen Bauteile werden von einem Elitegroup Mainboard getragen, das speziell für die MC001 PC-Serie entwickelt wurde. Auf der Rückseite sitzt eine 120GB große SSD und das Slimtype Laufwerk. Auch die SSD kommt von TeamGroup. Dabei handelt es sich um eine Xtreem S1 SSD. Das Laufwerk ist ein DVD A DS8A5S von LiteOn.

Doch gehen wir einmal etwas tiefer in die technische Materie. Als Rechenknecht im MC001-DVDS werkelt ein Intel Atom D525 Prozessor. Auch wenn der Prozessor bereits zwei Jahre auf dem Buckel hat, eignet er sich noch perfekt für kleine PCs und Netbooks. Der Atom D525 taktet mit 1,8GHz und verfügt über zwei Prozessorkerne. Seine Besonderheit ist jedoch, dass er ebenfalls über HyperThreading verfügt. Somit kommt er auf vier Threads. Für Multitasking-Anwendungen eignet sich der Atom somit ausgezeichnet. Zusätzlich unterstützt er die Befehlssätze SSE1-3, leider noch kein SSE4. Zudem kann er bereits mit 64-Bit Systemen umgehen.

Der Grafikchip ist ein mobiler AMD HD 5430 Chip mit 512MB GDDR3 VRAM. Den Chip gibt es zusätzlich noch mit schnellerem GDDR5, jedoch leider nicht im MC001. Gefertigt wird der Chip im 40nm Verfahren. Der Grafikchip setzt auf 16 5D Shadercluster. Somit kommt der kleine Chip auf insgesamt 80 Shader und siedelt sich somit in der Einsteigerklasse an. Der Chip taktet mit 550 MHz und der Speicher mit 800MHz. Die Speicherbandbreite liegt durch den DDR3 Speicher nur bei 64-Bit. Wie die ganze 5000er Serie, unterstützt auch der HD 5430 DirectX 11.

Die SSD ist eine TeamGroup Xtreem S1 mit 120GB Speicherplatz. Sie setzt auf einen SandForce SF-1222 Controller und liefert somit zackige Transferraten von 285MB/s lesen und 275MB/s schreiben – natürlich nur auf dem Papier. Was die SSD wirklich leistet seht ihr weiter unten. Angeschlossen ist sie über das SATA II Interface. Die Lebenszeit gibt der Hersteller mit ca. 1.500.000 Stunden an. Herstellergarantie habt ihr 3 Jahre. Die Geschwindigkeit der SSD ist in der oberen Mittelklasse anzusiedeln. Die Schreib- und Leseraten konnten uns im Test überzeugen und passen perfekt zu einem Office PC.
Auch der Arbeitsspeicher ist von TeamGroup. Hier vertraut Arctic auf einen DDR3 Speicher mit 1333MHz Taktung. Der Ram ist SO-DIMM und somit normaler Notebook RAM. Die Timings der Riegel belaufen sich auf 9-9-9-25. Die Leistung der RAM-Riegel befindet sich auf einem guten Niveau und konnte im Bereich der Speicher Latenzzeit sogar eines unserer Testkits von Mushkin schlagen. Das Mushkin Kit ist ein DDR3 1600MHz Kit und bringt eine Latenzzeit von 70,8ns auf die Waage. Das TeamGroup Kit im MC001 DVDS schaffte eine Latenzzeit von 68,9ns.

Zum Mainboard gibt es leider wenige Informationen, da es ein OEM Produkt aus dem Hause Elitegroup ist. Der Großteil der Chips, die darauf verbaut werden, sind aus anderem Hause bekannt. So liefert das Board selbst keinen eigenen USB-Chip, sondern setzt auch hier auf das Renesas Pendant aus dem Hause NEC.

Doch genug der Plauderei und stupiden Beschreibung. Kommen wir nun zum tatsächlichen Einsatz. Das erste Einschalten war für uns eine Katastrophe, da wir dachten, dass unser Sample defekt sei. Der Powerknopf leuchtete, doch nichts war zu hören. Ein PC, der absolut geräuschlos funktioniert, ist uns kaum noch bekannt. Umso schöner war es, als plötzlich der Arctic Startbildschirm erschien. Kurze Zeit später wechselte dieser zum Windows-Ladebildschirm und wir waren hocherfreut, dass wir kein Betriebssystem installieren müssen. Hier dauerte es nun eine kleine Weile, da sich Windows zum ersten Mal lebendig fühlte. Direkt danach leitete das MC001-DVDS seine Ersteinrichtung ein. Wie im normalen Installationsvorgang werdet ihr nun erst einmal gefragt, welche Sprache ihr denn sprecht und wie ihr heißt – nach nicht einmal 3-5 Minuten könnt ihr jedoch bereits arbeiten. Während der Installation werdet ihr auch nach dem WLAN-Schlüssel gefragt. Der MC001 verbindet sich nach der Eingabe direkt selbst mit eurem Netzwerk.

Die nächste Überaschung war der aufgeräumte Arbeitsplatz und die voll zur Verfügung stehende SSD. Sehr viele Hersteller lieben es, ihre Windows-Systeme mit unnötigem Balast zu bestücken. Arctic geht hier einen anderen Weg, denn auf dem MC001 ist fast nichts installiert – bis auf das Betriebssystem natürlich. Lediglich das große Codec-Paket „klite“ ist enthalten und sorgt von Anfang an für eine perfekte Wiedergabe der Medien. Da kein Programmmüll mitgeliefert wird, ist auch die SSD in einem guten Zustand – was den Speicherplatz betrifft. Lediglich 9GB wurden für Windows reserviert, der Rest steht euch zur freien Verfügung. Beim Betriebssystem wunderten wir uns Anfangs etwas. Der MC001 DVDS wird von Haus aus mit 4GB RAM ausgestattet. Installiert ist jedoch nur ein 32 bit Windows. Dadurch kann die volle RAM-Pracht nicht ausgereizt werden. Hier hätte man unserer Meinung etwas freundlicher vorgehen können. Wie Arctic uns jedoch mitteilte, sei dies kein versehen sondern Absicht. Da sich der DVDS an Büroanwender richtet, ist der Sinn hinter einem 64bit System nicht gegeben, da viele Programme unter 32 Bit schneller laufen.

Dadurch konnten wir reichlich Spiele installieren und noch einige Filme auf das gute Stück packen. Sehr gut gefiel uns auch das Laufwerk von LiteOn. Flüsterleise spielt es eure Film-DVDs ab – kein Rauschen oder Rattern. Auch Vibrationen bleiben aus. Die reine Arbeitsgeschwindigkeit mit dem MC001 DVDS ist ausgeprochen gut. Man merkt kaum, dass es sich hierbei um einen langsamen Atom Prozessor handelt. Dies verdankt der MiniPC der schnellen SSD im Inneren. Im normalen Alltagsgebrauch gab es kaum Ladezeiten oder Ruckler im Arbeitsverlauf. Auch das Surfen mit mehreren Tabs war problemlos möglich. Doch nicht nur für das Büro eignet sich der Kleine. DVD-Filme spielt das DVDs ohne zu murren. Lediglich mit großen mkv-Dateien in 1080p hat er zu kämpfen. Unser Full-HD Video konnte hier leider nicht ruckelfrei abgespielt werden. Alles was darunter liegt, macht das DVDS problemlos mit, so lief unser 720p mkv Video problemlos und flüssig ab. Die einzige große Schwäche zeigt das DVDS, wenn es um rechenintensive Arbeiten geht. Das Packen einer 8GB großen Datei wird somit zur zeitfressenden Aufgabe. Unter zwei Stunden ist dies nicht möglich. Die Startzeit vom Einschalten bis hin zum Windows Desktop dauerte 49 Sekunden mit einer vollen SSD.

Der Stromverbrauch des MC001 DVDS ist sehr gut. Hier werden vor allem Büros und Arbeitszimmer auf ihre Kosten kommen. Der normale Standardverbauch lag im Idle bei lediglich 24 Watt. Unter Vollast stieg der Wert auf läppische 32 Watt an. Verglichen mit normalen Arbeits PCs rauscht der MC001 hier davon.

Begeistert waren wir vor allem von den Temperaturen. Auch wenn sich im DVDS alles auf kleinstem Raum befindet, kann das Kühlsystem doch überzeugen. Der große Kühler im Inneren und die Aluminiumseite können einen Großteil der Wärme perfekt abgeben. Dadurch erwärmt die Außenseite des PCs jedoch sehr stark, wird jedoch nie wirklich heiß. Beachtet man zudem, dass währenddessen kein nerviger Lüfter stört, kann man die Konstruktion durchaus als perfekt bezeichnen. Arctic hat hier wirklich seine Hausaufgaben gemacht und kann an seine Spezialisierung als Kühlerhersteller anknüpfen. Die SSD blieb im Test durchweg auf ihren 30°C – egal ob Idle oder Vollast. Der Prozessor konnte uns mit seinen Idle Temperaturen von 34°C beeindrucken. Während des Arbeitens, stiegen die Temperaturen auf 44°C an. Unter absoluter Volllast brachte es der D525 auf maximale 61.5°C ein beachtlicher Wert für einen passiv gekühlten PC. Auch der Grafikchip hielt sich in angenehmen Grenzen. Wurde er nicht gefordert, erreichte er lediglich 58°C. Unter Volllast mit dem Furmark brachten wir den Chip auf „geringe“ 75°C. Das zeigt, dass die Kühlkonstruktion sehr gut funktioniert.

Benchmarks:

Jeder PC muss seinen Weg durch unseren Benchmarkparcour gehen. Die Werte vergleichen wir mit anderen Notebookprozessoren und Grafikchips. Der Cinebench beweißt erneut, dass die reine Rechenkraft des Atom D525 nicht die beste ist. Er unterliegt einem AMD E-350 deutlich. Große Rechenleistungen wie das Konvertieren eines Filmes oder Bildbearbeitung sollte man daher nicht unbedingt mit dem MC001 durchführen – es sei denn man hat starke Nerven.

Auch Spiele dürfen natürlich nicht zu kurz kommen. Denn nach der Arbeit kommt das Vergnügen. So sollte jeder KleinstPC auch eingeschränkt zum Spielen fähig sein. Und das ist der MC001 DVDS definitiv, auch wenn man natürlich nicht viel erwarten kann. Als Testspiele nutzten wir das beliebte World of Warcraft und Counter Strike Source. Größere Spiele sind mit dem DVDS nicht möglich.

World of Warcraft:

WoW lief auf niedrigen Einstellungen und einer Auflösung von 1680×1050 problemlos bei 24-27 Frames. Erst in Sturmwind brach die Leistung massiv ein und vor dem Auktionshaus begann die Diashow mit 7 Frames. Dies war jedoch nur in Sturmwind der Fall. Beim fröhlichen Questen außerhalb lief  WoW ruckelfrei und mit maximal 30 Frames. Höher sollte man mit der Auflösung jedoch nicht gehen, da mit FullHD und niedrigen Einstellungen WoW nur schlecht spielbar ist. >Hier kommen wir dauerhaft auf unter 15 Frames.

Counter Strike Source:

Auch CSS lief problemlos bei 1600×900. Hier kann man getrost die Einstellungen auf Mittel lassen und sogar noch 4x AA und 4x AF hinzuschalten. Erst sobald die ersten Rauch- und Blendgranaten fliegen, wackelt die Framerate und fällt auf rund 20 Frames. Wirklich stark ruckelnd wird es jedoch nie und die Framerate bleibt immer auf einem guten Niveau. Erst wenn die Auflösung auf FullHD angehoben wird, kann man kaum noch vernünftig spielen.

Persönliches Fazit:

Ob Arbeiten, Filme Schauen oder eine kleine Partie World of Warcraft, das Arctic MC001 DVDS ist ein wahrer Glanz in jedem Zimmer. Egal ob im Büro, im Kinderzimmer oder im Wohnzimmer, durch die geringe Größe und das stylische Äußere, passt das MC001 perfekt in jedes Ambiente. Doch nicht nur das Aussehen verhilft dem Kleinen zu einem besonderen Platz im Herzen eines jeden Anwenders. Beeindruckend ist zusätzlich die Größe gekoppelt mit der gebotenen Leistung und Temperaturen. Der Intel Atom D525 arbeitet im Office Bereich zufriedenstellend und auch der Grafikchip sorgt dafür, dass man an Regentagen keine Langeweile bekommt. Doch das wirkliche Highlight ist und bleibt die schnelle SSD im Inneren. Diese zeichnet den MC001 DVDS aus und verleiht ihm eine zackige Arbeitsgeschwindigkeit. Ob zum Surfen mit mehreren Tabs, Musik Hören und Filme Schauen, der MC001 eignet sich perfekt für jedes Einsatzgebiet. Doch nicht nur zum Arbeiten können wir den MC001 empfehlen. Vor allem als Medienserver kann er überzeugen. Durch seine passive Kühlung kann er geräuschlos 24 Stunden am Tag betrieben werden und strapaziert kaum den Geldbeutel durch einen hohen Stromverbrauch. Das DVDS-Modell ist und bleibt dennoch ein absoluter Arbeits-PC. Arctic hat den MC001 noch in verschiedenen Varianten mit BluRay oder normaler Ausstattung im Sortiment. Hier ist für jeden etwas dabei. Leider ist das DVDS aktuell nicht bei Amazon erhältlich. Hier gibt es zurzeit nur die BluRay Variante für 499€ oder die normale Variante für 219€. Auf der Herstellerseite kann das Arctic MC001 DVDS jedoch für 525€ bestellt werden – ein fairer Preis für diese Ausstattung. Wir hatten auf jedenfall unseren Spaß mit dem MC001 DVDS und überreichen dem Kleinen aufgrund seiner Arbeitsgeschwindigkeit, den Temperaturen und dem Style unseren LeistungsTIPP Award.

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

Kategorie 1 Hardwaretests, 1.3 Komplettsysteme
Stephan

Ich liebe Zocken! Ich liebe Technik und ich liebe es darüber zu berichten. Wenn ihr hier nichts von mir lest, dann stehe ich für Hardbloxx vor der Kamera und mache Unboxings oder andere Videos rund um das Thema Hardware und Gaming. Ansonsten esse ich gerne und schaue mir die Welt an, gerne auch beides gleichzeitig :D

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