Test / Testbericht: Noiseblocker eLoop – Bionische Lüfter im Test

Noiseblocker-eLoop-1

Nachdem wir uns bereits mit der neuen bionischen Technik von Noiseblocker auseinandergesetzt haben, erreichten uns die ersten Modelle vor wenigen Tagen. Endlich war es soweit. Wir konnten die neue Technik in unseren eigenen Händen halten. Diese Lüfter sind nicht nur Lüfter, sie wurden vom Staat mitfinanziert und die Forschung wurde auf eine neue Ebene gehoben – alles Made in Germany. Noiseblocker ist sehr stolz auf das fertige Produkt und hat Medien und Presse in alarmbereitschaft versetzt. Doch können die neuen Quirle denn halten was sie versprechen? Lüfter, die die Luft leiser machen? Gibt es so etwas? Viele Fragen. Die passenden Antworten findet ihr im Testbericht. Für den Test halten die Modelle Noiseblocker eLoop B12-1 und B12-2 her. Beide Modelle arbeiten mit unterschiedlichen Drehzahlen.

Datentabelle


Doch was genau ist die Bionik denn eigentlich? Kennt ihr Klettverschlüsse? Wusstet ihr, dass diese einfache Vorgehensweise, eure Schuhe festzuschnüren ebenso aus der Bionik stammt? Die Technik des Verschlusses wurde von der Klettfrucht abgeschaut und schnürt heute eure Schuhe fest. Auch unsere heutigen Transportmittel hoch oben in der Luft gehören zur Bionik. Die Gebrüder Wright schauten sich die Flügeltechnik ihrer ersten Flugmaschinen von großen Vögeln ab und optimierten die Technik für den Menschen. Das Wort Bionik setzt sich schlussendlich aus den Begriffen Biologie und Technik zusammen. Die Bionik ist also nichts anderes als Naturphänomene, die in unsere moderne Technik übertragen wurden. Noiseblocker fährt nun gleich und hat seine neue innovative Lüftertechnik mit bionischen Eigenschaften kombiniert.

Zum Einsatz kommt hier der Schlaufenrotor, wie es ihn schon seit einigen Jahren gibt. Das System am Rotor ist einfach. Bei einem herkömmlichen Lüfter- oder Flügeldesign enstehen Verwirbelungen an den Enden, welche Geräusche produzieren. Jeder kennt diese Geräusche von Helikoptern, die mit ihrem Lärm noch hunderte Meter unter ihnen enorme Lautstärke produzieren. Dies Rotorblätter der Helis erzeugen durch ihre Geschwindigkeit enorme Luftverwirbelungen an den Enden, wodurch es zum bekannten „Knallen“ des Helikopters kommt. Durch das neue Blattdesign des Schlaufenmotors kann dies nicht passieren, da die Lüfterblätter an den Enden miteinander verbunden sind.

Diese verbundene Technik stammt aus dem Tierreich und wurde ebenso wie das Flugzeug aus dem Reich der Vögel entnommen. Zwar ähneln deren Flügel nicht unbedingt den Lüftern, dennoch ist die Technik, die dahinter steckt annähernd gleich. Zuerst wurde der normale Flügelschlag eines Adlers beobachtet, aufgezeichnet und in die Technik übernommen. Nach und nach kamen weitere Ideen und Eigenschaften hinzu, die dieses Beispiel aus der Natur noch verfeinerten – die bionischen Lüfter bekamen also ihr jetziges Design.

Ein normaler Flügel eines Lüfters ist oben und unten unterschiedlich aufgebaut. Die Unterseite ist oftmals glatt und die Oberseite leicht gewölbt. Dadurch entsteht ein Unter- und Überdruck, der sich zum Ende des Flügels aufrollt und dadurch eine Verwirbelung entstehen lässt. Genau hier muss die Bionik ansetzen. Genau wie bei vielen Vögeln wird die Luft nicht an den Spitzen der Lüfter zusammengepresst und verwirbelt, nein, hier wird die Luft durch eine einheitliche Form und Verbindung zur nächsten Feder/zum nächsten Flügel aufgespaltet und es entstehen mehrere kleinere Verwirbelungen. Dadurch kommt es nicht dazu, dass ein großer Zusammenstoß der Luft stattfindet, sondern viel mehr viele Kleine. Möglich ist dies durch die einheitliche Tragfläche des Rotorblattes. Normale Lüfter haben mehere einzelne Lüfterblätter, die NB-eLoop hingegen verfügen über ein gesamtes Lüfterblatt, das an den Enden verbunden ist und somit diese Verwirblungen aufspaltet.

Designtechnisch hat sich bei den eLoop im Vergleich zur Multiframe und BlackSilentPro Serie einiges getan. Waren die alten Lüftermodelle noch schwarz/violett bzw. komplett schwarz, kommen die neuen eLoop nun in schwarz/weißem Design daher. Vor allem Besitzer eines schwarzen oder weißen Gehäuses können hier also schon vom Stylefaktor bedenkenlos zugreifen. Der Rahmen der eLoop ist vollkommen schwarz und an den Ecken wurden graue Gummientkoppler eingesetzt und das auch gleich beidseitig. Dadurch entsteht kein nerviges Montieren von Entkopplern oder Gummirahmen. An der Vorderseite der Lüfter platzierte der Hersteller kleine punktuelle Erhebungen, die kreisförmig um den Rotor herumwandern. Auch die Streben in der Mitte sind schwarz und kräftig und schützen das glänzende, weiße Lüfterblatt vor Schäden. Das Lüfterblatt selbst ist komplett geschlossen, so wie es bei einem Schlaufenrotor auch sein sollte. Von außen nach innen ziehen sich kleine Einkerbungen entlang der einzelnen Blätter, um die Luftaufnahme zu optimieren.

Wie bei allen Modellen von Noiseblocker sieht man nun auch bei den neuen eLoop Modellen, dass hier „Made in Germany“ dahintersteckt. Die Verarbeitung der Lüfter ist ganz große Klasse – und das ohne zu übertreiben. Der Rahmen wirkt kräftig und stabil und die Lüfterblätter fein und ausgeglichen. Noiseblocker hat sich bei den neuen bionischen Modellen keinen Schnitzer erlaubt. Auch die mitgelieferten Kabel sind sauber ummantelt und leicht zu verlegen, da sie nicht unnötig starr sind.

Doch kommen wir nun zum wichtigsten Punkt – der Leistung.

Die Leistung der beiden getesteten Lüfter ist, beachtet man ihre Lautstärke, wirklich der Wahnsinn. Ob es sich nun um das schnellere Modell, den B12-2 handelt, der mit 1300 Umdrehungen den Kühler durchlüftet oder ob der kleinere B12-1 die Wärme transportiert. Wirklich beeindruckend ist die Leistung vor allem bei dieser geringen Lautstärke. Begeistert hat uns dabei das größere Modell – der B12-2. Mit maximal 1300 Umdrehungen pro Minute belüftet er unseren großen CPU-Kühler mit 12 Volt mindestens genauso gut wie der wesentlich größere und lautere Noctua Lüfter. Hervorzuheben ist besonders, dass der Lüfter lediglich aus direkter Nähe zu hören ist. Bereits nach ca. 30cm Abstand kann man keinen Ton mehr wahrnehmen – atemberaubend. Aber auch das kleinere Modell schafft es mit seinen 800 Umdrehungen die CPU perfekt zu kühlen – noch besser hier: Der Lüfter ist schon nach ca. 5cm Entfernung nicht mehr hörbar – wahnsinn!

System und Testmethodik:

Prozessor: Intel Ivy Bridge i7 3770
CPU-Kühler: Noctua NH-C14

Der Prozessor wurde nicht übertaktet und mit Prime95 mehrmals voll unter Last gesetzt. Wir haben uns für einen großen Kühlkörper entschieden, da wir die genaue Kraft im Vergleich zu einem 14cm Lüfter testen wollten. ANMERKUNG: Im Normalfall ist für den B12-1 keine Drossellung vorgesehen, da er bereits mit 12 Volt wahnsinnig leise und nahezu unhörbar ist. Im Test haben wir es dennoch gemacht.


Persönliches Fazit:

Ich liebe neue Technologien. Ich liebe auch die Begeisterung, die dahintersteckt und vor allem Innovation bietet. Noiseblocker hat es endlich geschafft, den PC-Markt gehörig aufzumischen. Die neuen Bionischen Lüfter sind in „Lautstärke“ (kann man so garnicht mehr nennen) und Leistung absolute Spitzenklasse. Viel mehr kann man dazu nicht sagen. Wenn nun die Konkurrenzhersteller in dieser Preisklasse nicht mitziehen, wird Noiseblocker leichtes Spiel haben und mit seinem bionischen Monopol wohl davon rennen.

Wir geben eine absolute und uneingeschränkte Kaufempfehlung für die beiden Modelle Noiseblocker eLoop B12-1 und eLoop B12-2. Kauft die Lüfter, wenn ihr neue braucht, sparrt euch das Geld für teure Lüftersteuerungen oder Adapter. Die Lüfter bieten eine sehr gute Kühlleistung, bei moderatem Preis und perfekter Stille.

Für diese Leistung erhalten beide Lüfter unseren LeistungsTIPP-Award. Daumen hoch!


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Euer Hardbloxx-Team

News erstellt von Hardbloxx.Bujaka

Stephan

Veröffentlicht von

Ich liebe Zocken! Ich liebe Technik und ich liebe es darüber zu berichten. Wenn ihr hier nichts von mir lest, dann stehe ich für Hardbloxx vor der Kamera und mache Unboxings oder andere Videos rund um das Thema Hardware und Gaming. Ansonsten esse ich gerne und schaue mir die Welt an, gerne auch beides gleichzeitig :D

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Colossus II - Vom Desktop zur "Workstation"

  2. Hallo,
    danke für den Test. Ich kapiere ihn nicht. Die Diagramme sind nicht ausreichend beschriftet. Ich vermute es sind Temperaturen?
    Gibt es Lautstärkendiagramme? Ich vermute Nein.

    Danke.

    Gruß Manne

    • Stephan

      Hallo Manne,

      danke für dein Kommentar. Du hast Recht, die Diagramme sind unzureichend beschriftet. Das werden wir schnellstmöglich ändern. Es sollen Temperaturen sein.

      Lautstärkediagramme gibt es bei uns nie, da wir keine Schalldichtenräume haben. Wir haben versucht, die Lautstärke zu messen, jedoch gab es durch Außeneinflüsse enorme Abweichungen. Darum bringen Diese Messungen bei uns leider nichts.

      Beste Grüße

      STephan/Bujaka

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