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Test / Testbericht: Samsung Serie 5 Ultra 535U3C



Unterwegs muss es oftmals schnell gehen. Coffee2Go, Burger und natürlich auch das Surfen. Smartphones und Tablets haben uns hier das Leben wirklich schon sehr erleichtert. Doch was ist, wenn ich unterwegs doch mal zocken will? Wenn ich in der Uni sitze und Testberichte schreiben muss? Wenn ich auf einer Messe einem Kunden etwas vorführen will oder wenn ich am Strand einfach nur Musik dudeln lasse? Dafür sind Tablets nur eingeschränkt nutzbar, da sie oftmals über zu wenig Leistung verfügen. Seit der Einführung der Ultrabooks hat sich das Blatt jedoch gewendet. Kleine, schnelle Gesellen, mit denen sich fast alles anstellen lässt. Doch ist der Name Ultrabook nur für Geräte mit Intel-Prozessor gedacht. Wir haben heute jedoch ein Pendant von Samsung im Test, das ein Ultrabook ist, sich aber nicht direkt nennen darf! Denn es setzt auf einen AMD-Trinity A6 Prozessor. Was der Kleine kann und was er nicht kann, könnt ihr im folgenden Testbericht lesen.

Das Samsung-Pseudo-Ultrabook kommt in einem schlichten, weißen kofferartigen Karton zu euch nach Hause. Es ist vernünftig in Schaumstoff verpackt und hat kein Spiel, um zu wackeln. Der Lieferumfang ist Windows 8- und preistypisch. Lediglich das Stromkabel liegt bei – das wars. Es ist wirklich schade, dass es keine Software-CDs mehr gibt oder andere Beigaben – aber hey, wir sprechen hier von nicht einmal 500€.

Technik

Das Samsung Serie 5 Notebook setzt in unserer Konfiguration auf einen AMD-Trinity Prozessor mit der Bezeichnung A6 4455. Es handelt sich um einen Dual Core Prozessor, der in 32nm Fertigung entstanden ist. Er taktet mit 2,1 GHz und kann sich via “Turbo” auf bis zu 2,6GHz hochtakten. Zusammen mit dem Prozessor befindet sich die mobile Grafikeinheit 7500G unter dem Heatspreader.

Doch was hat es mit dem Trinity auf sich? Im Endeffekt ist es ein überarbeiteter Bulldozer, der jedoch über eine bessere pro-MHz-Leistung verfügt. Einher geht dies jedoch mit weiterhin höheren Taktraten. Vor allem kommt hier auch das AMD-bekannte Modulsystem zum Einsatz. Es befinden sich zwar zwei Integer Einheiten, jedoch nur eine FPU auf dem Kern. Eine FPU ist eine Gleitkommaeinheit – sprich ein richtiger, “echter” Prozessor. Somit kann man auch beim Trinity nicht direkt von zwei Kernen sprechen. Bei der Grafikeinheit kommt ein 7500G Chip zum Einsatz, der sich mit der FPU unter dem Heatspreader versteckt. Identisch dazu ist die 7640G – jedenfalls was den Aufbau angeht. Die 7500G taktet deutlich niedriger und rechnet lediglich mit 327 MHz im Chip. Bei großer Leistungsabfrage kann sich der Chip jedoch auf 424MHz hochtakten.


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Wirklich nachvollziehen können wir jedoch die Festplatte nicht. Beim RAM setzt Samsung auf die hauseigenen Riegel und verbaut 2x 4GB DDR3 Arbeitsspeicher. Doch warum muss es eine Hitachi-Platte sein? Warum bleibt Samsung nicht bei der hauseigenen Marke. Nicht dass die Platte langsam wäre, nein das ist sie nicht, aber dennoch hätten wir uns eine Samsung-Platte gewünscht. Mit ihrer Performance kann die Hitachi-Platte jedoch trotzdem überzeugen. Etwas störend empfanden wir das gelegentliche Klackern der Festplatte.


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Klein, putzig und praktisch!

Die gesamte Samsung Serie 5 erhielt das gleiche Design und kann damit im Endeffekt überzeugen. Das Notebook/Ultrabook ist durchweg Silbergrau und somit relativ schlicht gehalten. Keine besonderen Merkmale fallen hier designtechnisch ins Auge. Auf dem grauen Kunststoffdeckel prangert bekannterweise der Samsung-Schriftzug. Klappt ihr das Gerät auf, erscheint ein 13,3 Zoll großer matter Bildschirm. Das Aufklappen des Gerätes geht leicht von der Hand und fühlt sich stabil an – hier klappert oder wackelt nichts. Die Schaniere haben kaum Spiel und greifen fest am Gehäuse. Das Gehäuse ist gut verarbeitet und weist keinerlei Makel auf. Sauer aufstoßen könnten jedoch die Spaltmaße an den Rändern. Diese sind zwar konstant und sauber, jedoch zeigen andere Hersteller hier bereits Modelle ohne sichtbare Spaltmaße. Doch das ist und bleibt Geschmackssache.


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Drehen wir das Gerät um, erkennen wir ebenso eine Kunststoffabdeckung, unter der sich die austauschbare Hardware befindet. Hier haben wir Zugriff auf den Arbeitsspeicher und die Festplatte. Zudem erreichen wir den Prozessorlüfter, der sich per Hand reinigen lässt. Das ist gut durchdacht, da sich andere Ultrabooks nur schwer öffnen lassen, um Bauteile auszutauschen oder das Gerät zu reinigen. Nachteil an der Kunstoffklappe ist jedoch die Stabilität – nicht im weichen, sondern eher im harten Sinne. Die Klappe lässt sich dermaßen schwer öffnen, dass ihr vorsichtig sein müsst und darauf achten solltet, dass ihr die kleinen Plastezähnchen für die Verankerung nicht verletzt.

An der dicksten Stelle ist das Samsung Serie 5 lediglich 17,6mm dick und verjüngt sich bis zu 14,9mm an der dünnsten Stelle. Mit einem Gewicht von genau 1489 Gramm gehört es im Ultrabook-Segment nicht zu den Fliegengewichten, ist jedoch leichter als diverse Geräte der Konkurrenz. Aufgrund der kompakten Maße ist das Samsung-Gerät jedoch schnell in jeder Tasche verstaut. Nicht ganz nachvollziehen können wir jedoch die Akkulaufzeit. Lediglich 3:34 Stunden hält das Ultrabook im mobilen Einsatz mit Office und Firefox Surfen aus. Danach ging dem Kleinen langsam die Puste aus. Die versprochenen 7 Stunden vom Hersteller konnten wir hier nicht ausmachen, egal was wir probierten.

Besonders positiv fällt jedoch das Display auf – weniger durch seine Qualität als durch seine entspiegelnde Eigenschaft. Hier trifft Samsung wirklich jeden Geschmack. Auch wenn das Display recht leucht- und kontrastarm ist, so nutzt ein entspiegeltes Display im mobilen Einsatz wirklich jedem. Aufgefallen ist uns zudem, dass der Bildschirm etwas ungleichmäßig ausgeleuchtet ist. So ist die obere linke Ecke etwas dunkler gewesen, als die rechte. Doch das soll uns nun nicht stören. Alles in allem ist Samsung in dieser Preisklasse mit seinem Display fast konkurrenzlos. Als Anschlussmöglichkeiten bietet uns Samsung hier normale Kost, jedoch für ein Notebook für Unterwegs, komplett ausreichend. 2x USB 2.0, 1x USB 3.0, HDMI und ein SD-Karten Slot gehören bei jedem Gerät dieser Klasse zum guten Ton. Vorteilhaft ist auch der LAN-Anschluss, der sich unbenutzt in das schmale Design integriert. Das kann er durch einen Klappmechanismus. Nutzt ihr den Steckplatz wird die Klappe einfach nach unten geöffnet – super Idee!


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Doch kommen wir zu den Officeeigenschaften. Diese betrachten wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Vorerst jedoch einmal das Positive – die Tastatur ist ein wahrer Traum. Ein knackiger Anschlag gepaart mit einer kaum wahrnehmbaren Lautstärke machen das Samsung-Gerät zu einem super Begleiter für die Uni oder die Arbeit. Doch was hat sich der Hersteller beim Touchpad gedacht? Nicht nur, dass man förmlich mit dem Finger daran festklebt, es eher unempfindlich ist und mit leicht feuchten Fingern nicht umgehen kann, knacksen die Tasten erheblich laut. Warum verbaut Samsung eine solch leise und schöne Tastatur und zerstört den Eindruck mit Touchpadtasten, die einem brechenden Knäckebrot gleichen? Das haben wir bereits besser gesehen. Wir empfehlen darum immer eine Maus dabei zu haben, es sei denn, ihr könnt euch daran gewöhnen.

Soundtechnisch kann sich das kleine Samsung-Pseudo-Ultrabook echt sehen lassen. Na klar, es ist keine Surroundmaschine, doch tatsächlich ist es lauter als manch größeres Gerät. Für einen Film unterwegs oder für etwas Musik reicht der Kleine auf jedenfall. Die Soundqualität geht in Ordnung und kann sich hören lassen. Zu laut sollte man die Lautstärke jedoch nicht nach oben drehen, da es dann bei verschiedenen bassigen Titeln zum Knacksen kommt.

Leistungsaufnahme/Temperaturen

Die Temperaturen und die Leistungsaufnahme sind für ein solch kleines Gerät auf dem höchsten Niveau – negativ gesehen. Die Temperaturen erreichen selbst beim Surfen schnell Regionen, die auf Dauer nicht ok sind. Alleine beim betrachten von Hardbloxx.de heulte der kleine Lüfter hörbar auf und der Prozessor erreichte Temperaturen von 58°C. Das ist für normales Surfen eindeutig zu viel. Die Leistungsaufnahme lag dabei bei 25 Watt – im Verhältnis zu der gebotenen Leistung eindeutig zu viel. Wie erkennbar ist, zieht ein Intel Core i3 3210 lediglich 25 Watt, bei einer höheren Leistung. Auch die restlichen Temperaturen und die Leistungsaufnahme waren durchweg zu hoch. 41 Watt beim Diablo 3 Spielen und 74°C beim GPU-Stresstest sind nicht ok. Zieht man noch die Lüfterlautstärke hinzu, merken wir schnell, wo das Geld gespart wurde. Ein großes Plus müssen wir dem Samsung Serie 5 jedoch beim Gehäuse zusprechen. Auch wenn die Temperaturen schnell ins Unermessliche steigen, bleibt die Handballenauflage durchweg schön kühl. Ob beim Zocken, beim Surfen oder beim Filme Schauen, im Test erwärmte sich die Auflage nicht ein einziges Mal. Auch die Oberseite direkt über dem Prozessor wurde lediglich lauwarm. Ganz anders sah es natürlich dann auf der Unterseite aus, jedoch ist dies bei den Temperaturen kein Wunder.


LeistungsaufnahmeTemperaturen

Leistungstest – Benchmarks:

In den Benchmarks zeigte uns das Pseudo-Ultrabook, was es kann. Auch wenn die Leistung des Prozessors nicht das Gelbe vom Ei ist und die Grafikeinheit langsamer ist als eine HD4000, so ist das Preis/Leistungsverhältnis für uns entscheidend. Und hier muss sich das Samsung Serie 5 nicht verstecken. Der A6 Prozessor kann ausreichend beschleunigen und reicht für Office-Aufgaben locker aus.


PCMark07Cinebench Samsung

3D Mark11

3D Mark Vantage

Leistungstest – Spiele

Battlefield 3

Jeder, der Battlefield 3 als Teil seines Lebens sieht, der sollte hier nun wegklicken…, denn das Samsung Serie 5 ist für dieses Spiel einfach nicht gemacht. Selbst auf den niedrigsten Einstellungen konnten wir den Titel nicht ruckelfrei zum Laufen bringen. Durschnittlich zogen wir mit 9-16 Frames durch die Landschaften und ruckelten unsere Gegner zu Tode. Dennoch waren wir begeistert, dass das Spiel überhaupt startete.


Battlefield 3 Mittlere DetailsBattlefield 3 Niedrige Details

Diablo 3

Hier kommen alle Teufelfans auf ihre Kosten. Denn Diablo 3 lief auf der maximalen Auflösung hervorragend und machte auch sehr viel Spaß. Auf mittleren Einstellungen konnte der kleine Trinity A6 Diablo ausreichend beschleunigen, fiel aber zwischenzeitlich in der Framerate nach unten, dies geschah häufig bei größeren Gegnerhorden. Auf niedrigen Einstellungen war das Spiel letztendlich auch bei riesigen Horden von Gegnern vernünftig spielbar und konnte uns mit durchschnittlichen 22-26 FPS voll überzeugen. Nur selten brach die Leistung auf 17 FPS ein.


Diablo 3 Hoch mittel DetailsDiablo 3 niedrig mittel Details

Guild Wars 2

Hier sah es ähnlich wie bei Diablo 3 aus. Auf mittleren Einstellungen lief das MMO vernünftig, brach jedoch an verschiedenen Stellen etwas ein. Auf niedrigen Einstellungen sah Guild Wars jedoch weiterhin sehr gut aus und war ruckelfrei spielbar. Wir konnten auf den geringsten Einstellungen aber mit maximaler Auflösung keine Ruckler feststellen – klasse! Durchschnittlich war es uns möglich, das neue MMO mit Mittleren Details auf 22-28 FPS zu spielen.


GW2 Mittlere DetailsGW2 Niedrige Details

Counter Strike: Global Offensive

Endlich können wir auch mal wieder einen vernünftigen Counter Strike Titel in unsere Spieletests einbeziehen. Auch wenn CS:GO nicht der beste Titel ist um die Leistung verschiedener Geräte auszureizen, so eignet sich das Spiel dennoch für Ultrabooks, da es auch unterwegs Spaß macht. CS:GO war mit dem Samsung Serie 5 wunderbar zu spielen. Vorerst haben wir uns an die Hohen Details gewagt und waren hier schon beeindruckt, dass CS:GO problemlos darauf läuft. Leider gab es ab und an auch Ruckler, jedoch war das Spielen möglich. Durchschnittlich lief CS:GO auf 22-24 FPS auf Hohen Details. Mit Mittleren Details stieg der Spielspaß noch weiter und wir konnten mit durchschnittlich 26-32 FPS spielen.


CSGO Hohe DetailsCSGO Mittlere Details

Persönliches Fazit.

Ein Sub-Notebook der Ultrabookklasse. Was Samsung mit der Serie 5 in Kombination mit den Trinity Prozessoren abliefert, kann sich sehen lassen. Gut, natürlich müssen wir dazu sagen, dass dieses Gerät vor kurzem noch 600€ gekostet hat. Für diesen Preis hätten wir das Serie 5 mit A6 Prozessor niemals empfohlen. Seit geraumer Zeit bieten verschiedene Händler das Pseudo-Ultrabook jedoch für unter 500€ an. Samsung listet es aktuell sogar für 475€ ohne Versand. Was sollen wir dazu noch sagen? Es kostet gerade einmal 100€ mehr als ein Netbook, hat dafür aber eine wesentlich höhere Leistung, ein größeres, entspiegeltes Display und eine wunderbare Tastatur. Auch wenn uns vor allem die Leistungsaufnahme und die Temperaturen nicht gefallen haben, haben wir hier einen Preis-Leistungsknaller vor uns. Für Office-Aufgaben, gelegentliches Surfen und das ein oder andere Spiel zwischendurch können wir das Samsung Serie 5 Ultra 535U3C uneingeschränkt empfehlen. Klarkommen muss man lediglich mit dem lauten Lüfter und dem Touchpad. Hat man sich aber daran erst einmal gewöhnt, erhält man ein wunderbar ausgestattetes Gerät für einen Spottpreis.

Postiv:

- Preis

- entspiegeltes Display

- verhältnismäßig gute Spieleperformance (Preisklasse)

- sehr gute Tastatur

- wunderbare Verarbeitung

Negativ:

- zu lauter Lüfter

- schwacher Akku

- sehr hohe Temperaturen

Für einen aktuellen Amazon-Preis von 475€ geben wir unsere uneingeschränkte Kaufempfehlung. Aufgrund der gebotenen Leistung und Verarbeitung erhält das Samsung Serie 5 Ultra 535U3C unseren Preis/LeistungsTIPP Award.


Preis Leistungs Tipp Award

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

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