Test / Testbericht: LC-Power Vibro Bluetooth Lautsprecher

Kofferradios und MP3-Player waren vor 10 Jahren noch das Maß aller Dinge, heute sterben sie langsam immer mehr aus? Doch warum? Smartphones dienen heutzutage als Quelle für Fotos, Musik und Internetschnittstelle. Passend dazu haben viele Hersteller auch Bluetooth-Lautsprecher im Angebot, die so manches Kofferradio oder MP3-Player überflüssig machen. Von portablen Musikwürfeln bis hin zu Küchen- oder Wohnzimmerutensilien. Einer dieser Hersteller ist der Gehäuse- und Netzteilhersteller LC-Power. Neben seiner Hardware bietet das deutsche Unternehmen nun auch den kleinen LC-Power Vibro an, der seinen Untergrund als Resonanzkörper nutzt und sich somit als Küchenradio-Ersatz etablieren möchte. Doch kann das kleine Vibrationswunder zum musikalischen Höhepunkt verhelfen?

Lieferumfang / Verpackung:

Der LC-Power Vibro kommt in einer kleinen Papp-Schachtel zu euch ins Haus. Bereits bei der Entgegennahme des kleinen Paketes wunderten wir uns über das hohe Gewicht. Mit seinen 6,3 Zentimetern Höhe und 5,3 Zentimetern Tiefe ist er mit 330 Gramm ein richtiges Schwergewicht. Hervorgerufen wird dieses Gewicht vor allem durch das Aluminium-Gehäuse und natürlich der verbauten Technik. Im Karton befindet sich zusätzlich noch ein USB-Ladekabel, an dem ebenfalls ein 3,5mm Klinke-Anschluss vorhanden ist.


Verarbeitung / Aussehen:

Viel können wir zu der Verarbeitung nicht sagen, außer dass sie wirklich einsame Spitze ist. Das Gehäuse ist makellos und sauber gefertigt. Hier erkennt man keine Kanten und auch keine Ecken. Der Fuß des Vibro wackelt nicht und sitzt fest am Körper des Kleinen. Das Aluminiumgehäuse ist durchweg schwarz, wobei der Körper Mantel matt- und die Oberseite glänzend ist. Warum hier ausgerechnet Klavierlack genutzt wurde, können wir nicht nachvollziehen, da die Oberseite dadurch Fingerabdrücke magisch anzieht. Der Mantel wird durch zwei silberne Streifen aufgehübscht. Etwa mittig des LC-Power Vibro wurde ein USB-Anschluss, der on/Off/Bluetooth-Schalter und die Status-LED angebracht. Der Schalter ist bei unserem Testsample gut verarbeitet und lässt sich knackig bedienen. Bewegen wir den Schalter auf das Bluetooth-Symbol benötigen wir allerdings etwas mehr Kraft und der Vibro knackt recht laut.

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Funktion:

Ihr könnt euch aussuchen, ob ihr den Vibro mit eurem Smartphone oder MP3-Player via 3,5mm Klinke-Kabel verbindet oder per Bluetooth paired. Das Pairing funktioniert denkbar einfach. Der Schalter wird nach recht auf „Bluetooth“ gelegt. Am Smartphone aktiviert ihr ebenfalls Bluetooth und sucht nach neuen Geräten. Nachdem ihr den Vibro dann angewählt habt, könnt ihr ihn bereits als Lautsprecher nutzen. Der Vibro hat aufgrund seiner geringen Größe keinen eigenen Resonanzraum für den Tieftöner. Über den Fuß nutzt der kleine Lautsprecher den Gegenstand auf dem er steht als Resonanzkörper. Dadurch erzeugt er je nach Unterlage ein unterschiedliches Klangerlebnis. Begeistert sind wir ebenfalls von der enormen Bluetooth-Reichweite. Selbst nach ca. 10 Metern Entfernung, spielte der LC-Power Vibro unsere Songs noch völlig verlustfrei ab. Auch die Akkulaufzeit ist angemessen. Der Hersteller gibt mit geringer Lautstärke ca. 21 Stunden an. Auf höchster Lautstärke-Stufe sinkt dieser Wert jedoch auf 3-4 Stunden. Im Test hielt der kleine mit unterschiedlicher Lautstärke ca. 14 Stunden durch. Nach dieser Zeit verabschiedet sich der kleine mit einem etwas nervtötendem Piepsen in den Ruhestand und möchte aufgeladen werden.

Klang:

Den Vibro schickten wir, wie immer, durch unseren Songparcour. Doch dieses Mal reicht ein kurzer Soundcheck zu verschiedenen Songs, da wir es nicht mit einem großen Soundsystem zu tun haben. Der Vibro selbst hat aufgrund seiner Eigenschaft einen recht kräftigen Bass, für solch einen kleinen Lautsprecher. Am stärksten ist er, wenn der Vibro auf einen Tisch gestellt wird. Auf Kartons etc, schwächt die Vibration etwas ab. In kräftigen bass-lastigen Elekro- oder Technosongs kann der Vibro voll überzeugen. Er gibt einen kräftigen Bass wieder und das bei seinem geringen Platzbedarf. Leider lassen jedoch seine Höhen und Mitten sehr zu wünschen übrig. Vor allem Folk-Rock oder Metal wird beim kleinen Vibro schnell zu einem Einheitsbrei, stellt man die Lautstärke zu hoch. Auf einer normalen Zimmerlautstärke sind Stimmen und Instrumente annehmbar zu verstehen. Wer jedoch wert auf klaren Gesang legt, der wird beim Vibro etwas enttäuscht. Als Mobiler Begleiter für den Park kann der Vibro auch nur eingeschränkt genutzt werden. Da immer ein ausreichend voluminöser Resonanzkörper benötigt wird, um dem Kleinen einen guten Sound zu entlocken, sollte man für Outdoor-Musik einen anderen Lautsprecher dabei haben.

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Persönliches Fazit:

Der LC-Power Vibro macht einfach Spaß, das müssen wir schon zugeben. Vor allem das Experimentieren mit dem Kleinen ist eine Nachmittagsbeschäftigung, da er sich auf verschiedenem Untergrund auch unterschiedlich anhört. Am besten hat uns jedoch der Einsatz auf dem Küchentisch gefallen, da hier am meisten Platz als Resonanzkörper genutzt werden konnte. Elektro-Songs und allgemein sehr basslastige Lieder konnte der kleine Vibro knackig und kräftig wiedergeben und zeigt damit, dass auch Zwerge Power haben. Auch die Wiedergabequalität von Metal, HipHop und Rock konnte überzeugen, wenn auch nur auf geringerer Lautstärke. Wird das Smartphone zu laut gestellt, verkommt Metal leider zu einem Einheitsbrei. Wer nicht unbedingt die Bluetooth-Funktionalität benötigt, sollte sich einmal den Lasmex S-01 Musikwürfel anschauen.

Als Küchenradioersatz lohnt sich der LC-Power Vibro dennoch, da es aktuell kein normales Radio oder einen anderen Bluetooth Lautsprecher mit dieser Bass-Qualität gibt. Es sei aber gesagt, dass sich der Vibro in erster Linie für Bassliebhaber eignet, die nur wenig Platz für andere Boxen haben.! Metalfans geben lieber etwas mehr Geld aus. Für einen aktuellen Marktpreis von rund 37 Euro ist der Vibro aber ganz klar ein Hardbloxx-PreisTIPP.


Preis Tipp Award

Positiv:

– sehr klein
– hervorragend verarbeitet
– lange Akkulaufzeit
– In Hinblick auf die Größe, kräftiger Bass auf einem Tisch
– günstiger Preis

Negativ:

– dumpfe Höhen und Mitten
– stark eingeschränkt für Metal- und Rock-Fans
– schwierige Handhabung Unterwegs (Karton oder anderer Resonanzkörper wird benötigt)

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Hier findet ihr einen Test vom Lasmex Beatblocc und dem Antec SP1.

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

Kategorie 1 Hardwaretests, 1.7 Audio, 1.7.2 Lautsprecher, Imageslider
Stephan

Ich liebe Zocken! Ich liebe Technik und ich liebe es darüber zu berichten. Wenn ihr hier nichts von mir lest, dann stehe ich für Hardbloxx vor der Kamera und mache Unboxings oder andere Videos rund um das Thema Hardware und Gaming. Ansonsten esse ich gerne und schaue mir die Welt an, gerne auch beides gleichzeitig :D