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GamesCom 2013: Age of Wonders 3



Auf der GamesCom konnten wir einige Worte mit den Jungs von Triumph Studios (Age of Wonders, Overlord) wechseln. Das Team aus den Niederlanden arbeitet zurzeit kräftig an seinem neusten Titel, Age of Wonders 3, welches von Fantasy 4X Fans seit mindestens einem  Jahrzehnt herbei gewünscht wird.

Aber möchte man über Age of Wonders schreiben, so sollte man als erstes einmal erklären, was das überhaupt ist. Das Genre der 4X-Spiele war nämlich in der letzten Dekade nicht gerade gut vertreten und die paar Spiele, die in diesem Bereich überhaupt rausgekommen sind, waren nicht in Fantasywelten angesiedelt, sondern eher im Gegenteiligen.


Das beste zweier Welten

Zu erklären, was Age of Wonders ist, das schafft man mit Sicherheit nicht ohne eine weiter Größe der Rundenstrategie mit ins Boot zu holen. Nämlich Civilization. Nun stellt euch vor, jemand versetzt Civilization in eine mittelalterliche Welt und fügt dem Mix auch noch eine ganze Menge Tolkien hinzu. Dann erhält er – ja, richtig geraten, Master of Magic.

Master of Magic bot seiner Zeit alles, was Civilization hatte, und noch mehr. Der Spieler durfte nicht nur auf einer riesigen Weltkarte ein umfassendes Imperium aufbauen, sondern gleich auf zwei. Da diese Karten zufallsgeneriert waren, war der Wiederspielwert enorm. Was nicht zufällig generiert war, war der Charakter, der den Spieler verkörperte. Dieser durfte aus einer enormen Menge von Fähigkeiten frei nach Laune zusammen gebastelt werden. Der Spielspaß war schier grenzenlos. Leider wurde es nach Master of Magic eine ganze Weile still um das Genre der Fantasy 4X-Spiele. Glücklicher weise gab es in dieser stillen Zeit Heros of Might and Magic!

Heroes of Might and Magic verschob den Fokus vom Aufbau eines Imperiums zu den taktischen Gefechten. Ein weiterer grundlegender Unterschied zu den 4X Fantasy-Spielen bestand darin, dass der Spieler seine Geschichte nicht mehr selbst schrieb, sonder einer vorgegebenen Storyline folgte. Auch die Karten waren nicht mehr zufällig generiert, sondern liebevoll so designt, dass die erzählte Geschichte eine Heimat finden konnte.

Etwa 10 Jahre nach dem Debüt von Heroes of Might and Magic und Master of Magic erscheint unter der Flagge von Triumph Studios Age of Wonders. Es verwebt geschickt die besten Elemente aus Master of Magic und Heroes of Might and Magic zu einen Meisterwerk der 4X Fantasy-Spiele. Spieler können entweder in einer von zwei Kampagnen dem Kampf der Wächter gegen den Kult der Stürme folgen, oder in einem der zahlreichen Szenarien ein Reich nach ihrer eigenen Vorstellung erschaffen.
Die Kampagne war ein besondere Leckerbissen. Der Spieler wurde immer wieder vor die Wahl gestellt, wie er weiter agieren wollte.  Und je nachdem, wie die Entscheidungen ausfielen, unterschied sich natürlich auch das Ende.
Eine weiter Besonderheit von Age of Wonders waren die detaillierten Beschreibungen der Helden und Einheiten im Spiel. Ein interessierter Spieler konnte Stunden damit zubringen, einfach nur die genialen ingame Texte zu lesen ohne dass ihm jemals langweilig werden würde.
Dadurch und durch die Tatsache, dass alle Karten von Hand erstellt waren, wirkte die Welt mehr als nur lebendig. Alles in allem war Age of Wonders ein echter Überraschungshit, der von noch zwei weiteren Spielen gekrönt wurde, bevor es dann fast sieben Jahre still um die Serie wurde.


Willkommen in der Digitalen Zauberwelt

In den sieben Jahren, in denen es still um Age of Wonders wurde, entwickelte es sich zum echten Geheimtipp.  Jede Spielesammlung, in der es enthalten war, hielt sich nicht lange in den Geschäften. Und auch der Preis auf Handelsplattformen wie eBay stieg stätig an.

Die geringe Stückzahl, in der Age of Wonders vorhanden war und der sich über fast eine Dekade aufbauende Hype, verschafften dem digitalen Release der Age of Wonders Spiele einen unglaublichen Absatz, der schlussendlich die Entwicklung von Age of Wonders 3 überhaupt erst möglich machte.

Veteranen der Serie werden sich auch in Age of Wonders 3 sofort zu Hause fühlen. Das Grundgerüst, auf dem gebaut wird, steht immerhin schon seit sieben Jahren. Triumph Studios setzt auf einen geschickten Mix aus Innovation und Tradition! Age of Wonders 3 vereint in sich das Beste aus seinen Vorgängern und fügt für sich selbst  noch einige großartige Neuerungen hinzu.
Die Entwickler aus den Niederlanden haben ihren Fans genau zugehör – das wird schon in den ersten paar Minuten der Präsentation klar. Wurden Goldminen und andere Orte früher noch im Stil von Heroes of Might and Magic erobert, so müssen diese nun in der eigenen Domäne liegen, damit man in den Genuss des glitzernden Minerals kommt. Damit gehören die nervigen Guerillaaktionen, in denen man schnell in das Gebiet eines Feindes reitet und Orte einnimmt, die man gar nicht halten kann, endlich der Vergangenheit an. In Age of Wonders 3 soll es um ernstzunehmende Konflikte gehen. Natürlich kann man immer noch dafür sorgen, dass das wertvolle Mineral nicht in den Kassen des Gegner landet. Dafür muss man die Mine aber blockieren. Auf diese Weise öffnen sich eine Vielzahl strategischer Möglichkeiten.
Man könnte den Feind beispielsweise dazu zwingen, seine Armee aus der schützenden Stadt heraus zu bewegen, um die Blockade eines wichtigen Rohstoffs zu brechen.

Eine weiter Neuerung, die von vielen Fans gewünscht wurde, sind die zufallsgenerierten Karten. Ganz im Stil von Master of Magic soll es nun möglich sein, jede Partie auf Neuland zu spielen.  Aber keine Sorge, Fans der handgefertigten Karten gehen natürlich nicht leer aus. Die Jungs von Triumph Studios haben uns versichert, dass es auch in Age of Wonders 3 eine ausgiebige Kampagne, sowie zahlreiche Szenarien geben wird.

Augenzwinkernd verriet uns einer der Designer, dass der Kampf zwischen Natur und Technik eine zentrale Rolle in der Geschichte von Age of Wonders 3 einnehmen wird. Zu diesem Wwecke wurde auch das Gesinnungssystem komplett überarbeitet. Nicht mehr die Rasse, die man steuert, bestimmt, ob man gut oder böse ist. Es ist viel wichtiger, wie man im Spiel handelt. Brennt man beispielsweise jede Stadt nieder, die man erobert, fällt das Gesinnungsbarometer rasch in den Keller. Was für Auswirkungen das letzten Endes im Spiel haben wird, wollte man uns noch nicht verraten.


Fazit

Der Termin bei Triumph Studios war großartig. Ich gebe zu, dass ich Zweifel an Age of Wonders 3 hatte. Zu oft habe ich in den letzten Jahren miterleben müssen, wie Spiele aus der guten alten Zeit auf den Massenmarkt zugeschnitten wurden und übersimplifiziert ihren Charakter verloren.
Aber davon ist bei Age of Wonders 3 nichts zu entdecken. Die Rundengefechte haben Tiefgang und die Weltkarten strotzen nur so vor wichtigen Orten, die es zu erobern gilt. Ich kann es kaum noch abwarten, bis die erste Testversion in unsere Redaktion flattert!

Aber bis dahin halten wir euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden!

Gefällt euch Age of Wonders 3 genauso gut? Oder habt ihr etwas zu kritisieren? Diskutiert mit uns im Forum!

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Euer Hardbloxx-Team
Beitrag erstellt von Hardbloxx.Nishi

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