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Preview: Hearthstone - Heroes of Warcraft



Ein sehr heißes Thema aktuell ist das neue free-to-play Trading Card Game "Hearthstone - Heroes of Warcraft" von Blizzard Entertainment. Für das Spiel wurde seitens Blizzard extra ein eigenes kleines Studio eröffnet. Am 16. August 2013 startete die Closed Beta in den USA. Mittlerweile ist es auch in Europa soweit. Wir sind natürlich auch dabei und wollen euch schon einmal einen Einblick in den kommenden Blizzard-Titel geben.

Erste Gehversuche

Wenn man das Spiel zum ersten Mal startet, bekommt man ein etwas anderes Tutorial vorgesetzt. Ihr kämpft in mehreren Duellen gegen den Computer und lernt von Mal zu Mal etwas mehr dazu. Das resultiert dann darin, dass ihr eure erste Klasse, „den Magier“ freischaltet. Danach könntet ihr auch direkt loslegen. Ihr könnt aber auch zuerst die anderen acht verfügbaren Klassen freispielen. Dies gestaltet sich denkbar einfach: Ihr müsst Duelle gegen Computergegner spielen. Je nachdem gegen welche Klasse ihr antretet, wird diese nach einem Sieg freigeschaltet.

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Jede Klasse besitzt ein Basisdeck. Dieses genügt zum Spielen, aber die richtig guten Karten sind natürlich nicht enthalten. Ihr beginnt also damit, nach und nach die Basiskarten freizuspielen und könnt euch für Ingame-Gold oder für Echtgeld Premium-Booster kaufen. Diese Premium-Booster enthalten unterschiedlich seltene Karten. Mit genügend Glück ist auch einmal eine sehr seltene Karte dabei. Gold bekommt ihr für das Abschließen täglicher Quests. Die Quests bestehen meist darin, dass ihr eine gewisse Anzahl an Siegen erreichen müsst, um die Belohnung zu erhalten.

Wenn ihr dann einen gewissen Kartenpool zur Verfügung stehen habt, könnt ihr euch daran machen und euer eigenes Deck zusammenstellen. Dies ist ebenso wie die restlichen Spielmechaniken denkbar einfach gehalten: Ihr sucht euch eure Lieblingsklasse aus und fügt dann insgesamt dreißig Karten aus eurer Sammlung hinzu.

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Habt ihr nun also euer Deck gebaut oder euch doch für ein Basisdeck entschieden, geht es los und ihr schreitet zur Tat.

Duellieren leicht gemacht

Wie bereits erwähnt, gibt es die Möglichkeit, gegen KI-Gegner ins Feld zu ziehen. Dass dies aber auf lange Sicht nicht wirklich fordernd ist, sollte jedem klar sein. Deswegen gibt es auch noch zwei andere Modi, in denen ihr endlich eure Decks erproben könnt: Die Arena und das normale Spiel.

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Die Arena ist etwas Besonderes in Hearthstone. Hier könnt ihr unabhängig von euren Deckbuilder-Künsten Duelle ausfechten. Der Modi funktioniert so, dass ihr euch eine von drei Klassen aussucht und darauf jeweils drei Karten zur Wahl habt, aus denen ihr eine auswählt. Diese kommt in euer Arenadeck. Habt ihr das Deck mit dreißig Karten gefüllt, kann es auch schon losgehen. Ihr begebt euch auf die Suche nach Gegnern, welche nach demselben Prinzip ihr Deck aufgebaut haben. Solltet ihr drei Mal mit diesem Arenadeck verlieren, wird das Deck gelöscht und ihr bekommt entsprechend eurer Siege eine Belohnung. Zu den Belohnungen gehören neben Karten auch Booster-Packs. Um an der Arena teilnehmen zu können, benötigt ihr reales Geld oder erspieltes Gold. Die Teilnahme kostet 1,79 Euro oder 150 Gold.

Der normale Spielmodus teilt sich auf in unbewertete und bewertete Spiele.

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Die unbewerteten Spiele sind dem Üben gleichzusetzen, nur dass ihr online gegen andere Spieler antretet und nicht gegen KI-Gegner. Die gewerteten Spiele hingegen beschaffen euch einen Medaillenrang. Dieser steigt, wenn ihr Spiele gewinnt. Es soll später möglich sein, diese Medaillen auch anderen Spielern zu zeigen, um zu unterstreichen, was man bereits erreicht hat.

Das Spielprinzip ist bei jedem Modus das gleiche: Euer Held hat dreißig Lebenspunkte und euer Ziel ist es, diese Lebenspunkte länger zu behalten, als euer Gegner. Zu Beginn zieht ihr drei Karten, wenn ihr den ersten Zug inne habt oder vier Karten, wenn ihr erst als zweiter am Zug seid. Ihr habt die Wahl und könnt die Karten der ersten Hand austauschen, wenn ihr zum Beispiel nur Karten auf der Hand hättet, welche viel Mana kosten.

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Beide Spieler beginnen mit einem Mana. Dieses wird Zug um Zug erhöht bis zu einem Maximum von zehn. Ab dem Punkt müsst ihr pro Zug mit euren zehn Mana wirtschaften. Die Karten reichen von null Mana-Karten bis hin zu zehn Mana-Karten. Alles ist vertreten, was ihr auch beim Zusammenstellen eures Decks beachten solltet.

Wie in jedem Sammelkartenspiel wird daraufhin abwechselnd ausgespielt. Es gibt verschiedene Arten von Karten, die wichtigsten sind allerdings die Zauber- und Kreaturenkarten. Es gibt verschiedene Arten an Zaubern, von Heilungszaubern über Schadenszaubern ist einiges Lohnenswertes dabei. Die Kreaturen bilden das Rückgrat eures Spiels und entscheiden häufig über Sieg oder Niederlage.

Kreaturen oder auch Diener können zudem eigene Fähigkeiten besitzen. Am wichtigsten und häufigsten sind die Spott- und Ansturmfähigkeit. Spott sorgt dafür, dass euer Gegner zuerst die Kreaturen mit Spott angreifen muss, bevor er an eurem Helden Schaden verursachen kann. Ansturm wiederum bedeutet, dass die Kreatur die Einsatzverzögerung umgeht. Einsatzverzögerung ist in Sammelkartenspielen üblich und bedeutet, dass ihr eine gespielte Kreatur nicht in einem Zug auspielen und mit ihr angreifen könnt. Die Kreatur muss also im Normalfall eine Runde warten, bis sie losstürmen kann.

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Darüber hinaus gibt es noch etliche Kreaturenfähigkeiten. Von Heilungen bis hin zu Buffs für verbündete Kreaturen findet sich auch hier eine große Anzahl an abwechslungsreichen Möglichkeiten für eure Deckzusammenstellung.

Aus Fehlern lernen

Jede Klasse besitzt eine eigene Fähigkeit, welche jeweils zwei Mana kostet. Der Schamane kann Totems erstellen, der Hexenmeister kann zwei seiner Lebenspunkte opfern und eine Karte ziehen und der Jäger kann dem gegnerischen Helden zwei Schaden zufügen. Diese Fähigkeiten sind passend zur Klasse gewählt. Der Priester zum Beispiel hat die Fähigkeit der Heilung. Diese Fähigkeiten können jeweils einmal pro Zug eingesetzt werden.

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Wir haben uns zu Beginn mit dem Jäger angefreundet und ein Deck erstellt. Nach den ersten Versuchen wurde uns aber relativ schnell klar, dass unser Deck nicht wirklich zum Siegen geeignet ist. Dieses Szenario widerholt sich einige Male mit den unterschiedlichen Klassen. Man muss sich gut überlegen, welche Karten man in sein Deck holt, um das ganze Duell über immer stark genug zu sein. Man merkt aber schnell, wo der Fehler liegt und kann dies nach dem Duell ausbessern.

Ebenso steht bei jedem Zug die Überlegung an, was man am sinnvollsten anstellt. Greift man den gegnerischen Helden an oder vernichtet man lieber die Kreatur, die mit jedem Diener auf dem Feld stärker wird? Benutze ich meinen Feuerballzauber oder spiele ich doch lieber den Eisenpelzgrizzly? Diese Fragen stellen sich während eines Matches andauernd und ihr habt die Aufgabe, euch nach Möglichkeit immer für das Richtige zu entscheiden - oder müsst mit den Konsequenzen leben.

Der Background

Hintergrund zum Spiel ist bekannterweise das Warcraft-Universum. Demnach ist das komplette Spiel von Warcraft beeinflusst. Alt eingesessene World of Warcraft-Spieler werden einige Zauber und Kreaturen wiedererkennen. Auch die Charaktere, die Pate für die jeweilige Klasse stehen, wie zum Beispiel Rexxar als Jäger oder Jaina als Magierin sind für Warcraftkenner keine Unbekannten.

Die interaktiven Spieltische sind genauso von der Warcraft-Welt beeinflusst. Unter anderem gibt es einen Pandaria- und einen Sturmwindtisch. Je nach Spielfeld könnt ihr mit diesem interagieren. Ihr habt zum Beispiel ein kleines Katapult, welches ihr benutzen könnt oder ihr dürft mit einem Greif spielen. All dies hat keinerlei Einfluss auf das Spielgeschehen, verleiht dem Spiel aber trotzdem eine Menge Authentizität.

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Der Stil des Spieles ist dem von World of Warcraft natürlich sehr ähnlich. Die Kneipenatmosphäre, die aufkommen soll, wird auch sehr gut umgesetzt.

Unsere Einschätzung

Wir fanden unseren Ausflug in die Welt von Hearthstone wirklich spannend und fesselnd. Es macht Spaß, die kurzen Runden (im Schnitt um die zehn Minuten) zu spielen und sich Runde um Runde neue Dinge einfallen zu lassen, wie man sein Deck verbessern kann.

Die Anzahl an Karten hat uns bisher überzeugt und sorgt dafür, dass man recht selten auf Gegner mit exakt dem gleichen Deck trifft. Jeder kann seine Art und seinen Stil durchsetzen. Durch die Kürze der Runden bietet es sich an, Hearthstone für Zwischendurch immer wieder anzuwerfen. Wenn man gerade auf den Freund wartet, der mit einem reden will oder wenn man einfach nicht weiß, was man tun soll.

Die Umsetzung der Warcraft-Atmosphäre und den Warcraft-Inhalten ist richtig gut gelungen. Wir als alte World of Warcraft-Hasen fühlten uns sofort heimisch.

Natürlich sprechen wir hier über eine Closed Beta, die vermutlich nicht 100%ig das fertige Spiel repräsentiert, trotzdem sind wir bisher vom Erfolg des Spieles überzeugt.

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Euer Hardbloxx-Team
Bericht erstellt von Hardbloxx.Lunerock

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