Test/Testbericht: EpicGear Blade Gamingmaus und Hybrid Pad Mousepad

EpicGear-Blade-Beitragsbild

Nachdem wir bereits die DeziMator Gamingtastatur von EpicGear testen durften, haben wir nun die Möglichkeit bekommen, uns eine Gamingmaus des noch recht jungen Unternehmens anzuschauen. Passend zur Blade, wie die Maus genannt wird, haben wir außerdem mit dem Hybrid Pad ein Mousepad bekommen, mit dem wir die Gamingmaus gleich einmal antesten können. Preislich gesehen ist die Blade von EpicGear ziemlich im Mittelfeld zu finden und kostet so um die 35 Euro, das EpicGear Hybrid Pad für HDST Large, wie es offiziell heißt, ist ab knapp 20 Euro zu bekommen. Dabei haben wir die beiden Produkte auf Herz und Nieren geprüft und insbesondere ihren Nutzen für Games angschaut, denn schließlich wurden die beiden genau dafür entwickelt.

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EpicGear-Blade-Beitragsbild

 

Design und Material

Beginnen wir mit der Verpackung, denn die ist bereits durchaus hochwertig und sorgt dafür, dass beim Transport weder Maus noch Pad irgendwelche Makel bekommen können. Das Auspacken geht schnell und bequem, sodass man nicht erst stundenlang mit einer Schere oder anderen Hilfsmitteln arbeiten muss. Das Erste, was bei der Blade auffällt, ist das Gewicht. Sie ist sehr leicht, was eine große Umstellung beim Spielen bedeutet, wenn man zuvor mit einer schweren Maus agiert hat – doch dazu später mehr. Sie besteht aus sehr stabilem Hartkunststoff und ist in einem klassischen Schwarz gehalten, das mit einzelnen Partien in Rot schöne Akzente setzt. So ist zum Beispiel im unteren Bereich, auf dem der Handballen aufliegt, das typische EpiGear-Zeichen (EG) in einem knalligem Rot vorhanden, das schön von der schwarzen Grundierung hervorsticht und der Maus einen gewissen „Eye-Catcher“ verleiht. Außerdem gibt es das beleuchtete Mausrad, das in zehn verschiedenen Farben leuchten kann, abhängig von der gewählten DPI-Stufe. DPI geht dabei von 2000 auf der höchsten Stufe runter bis zu 30, einstellbar mit zwei Buttons, die direkt hinter dem Mausrad sind. Dabei mag man zunächst denken, dass dies beim intensiven Spielen stören wird, doch liegen die beiden direkt in der Lücke zwischen Zeige- und Mittelfinger, sodass dies beim Spielen überhaupt nicht auffällt. Allgemein ist die Blade ergonomisch geformt und passt perfekt für jede rechte Hand, Linkshänder haben allerdings Pech gehabt. Hinzu kommen zwei zusätzliche Tasten direkt an der Kuhle, in der sich der Daumen einlegt. Diese können frei eingesetzt werden und sorgen zum Beispiel bei vielen Browsern dafür, dass man bequem die Seiten vor und zurück wechseln kann. Außerdem verspricht der Hersteller eine Langlebigkeit der sieben Tasten, die bis zu fünf Millionen Klicks schaffen sollen.

Verfügbare Farbe:
Material:
DPI:
Tasten:
Gewicht (mit Kabel):
Gewicht (ohne Kabel):
Kabellänge:
Installation:
Schwarz
Kunststoff
2000
7
322 Gramm
93 Gramm
1.8 Meter
Plug-and-Play, kein Treiber vorhanden

Das Hybrid Pad für HDST Large ist sehr einfach verpackt. Es wurde zusammengerollt im stabilen Karton verschickt. Das macht dem Pad allerdings nichts aus, denn es ist sehr flexibel und bietet trotzdem eine stabile Unterlage. Das liegt daran, dass es auf der Unterseite mit Gummi beschichtet ist und so eine rutschfeste Auflage bildet. Auf der Oberseite ist es hingegen mit einem hochwertigen Stoff beschichtet, der für eine nahezu reibungsfreie Oberfläche sorgt. Das Pad ist ebenfalls in den selben Farben wie die Maus gehalten und hat neben der schwarzen Grundierung einige Schriftzüge in Rot. Die Maße sind 30 x 42 x 0,3 Zentimeter und bei einem Gewicht von 200 Gramm gehört es durchaus zu den schwereren seiner Größe – was wiederum den hochwertigen Materialien zuzuschreiben ist, die verarbeitet worden sind.

Verfügbare Farben:
Material:
Gewicht:
Größe:
Schwarz
Gummi, Kunststoff
200 Gramm
30 x 42 x 0,3 cm

Gaming-Check

Unabhängig vom Untergrund kann die Blade von EpicGear durchgehend punkten. Sowohl auf einem minderwertigem Stoffpad, dem Hybrid Pad, als auch auf einem normalen Holzschreibtisch ohne Unterlage können sehr gute Resultate erzielt werden. Ein sicherer Stand, eine gute Traktion sowie eine schnelle Gleitgeschwindigkeit sorgen dafür, dass die Blade eine perfekte Maus zum intensiven Spielen von Videospieltiteln ist. Egal ob Shooter, Point’n’Click-Adventure oder Hack’n’Slay, alles wird problemlos genutzt und der Sensor kommt mit jedem Untergrund klar. Auch die Maustasten haben einen sehr angenehmen Druckpunkt und bieten auf der einen Seite die Möglichkeit, sehr schnell hintereinander gedrückt zu werden, können auf der anderen Seite jedoch auch perfekt für gezielte Einzelklicks (zum Beispiel bei Shootern) eingesetzt werden. Allerdings bringt die Blade ohne das Gewicht des Kabels lediglich 93 Gramm auf die Waage, was im Vergleich zu anderen Mäusen sehr wenig ist. Das bedeutet für viele, die schwerere Mäuse gewohnt sind, zunächst einmal eine große Umstellung. Natürlich kann man durch das Zehn-Stufen-System der Maus direkt die perfekte DPI-Einstellung für sich selbst finden, doch muss man sich etwas eingewöhnen, bevor man perfekt zielen kann. Das ist zwar nichts Schlechtes, doch lösen andere Hersteller das Problem zum Beispiel damit, dass sie einige Gewichte mitliefern, die man optional in die Maus einbauen kann. Das ist zwar kein Muss, aber „nice to have“.

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Durch den harten Kunststoff hat man einen sehr guten Grip, auch nach stundenlanger Nutzung. Allerdings ist das Material etwas anfällig für fettige Finger und Staub, sodass man ab und zu mal drüber wischen muss. Ein wenig nervig ist hingegen das Kabel der Maus. Es wurde nämlich mit festem Kunststoff ummantelt, was an und für sich eine gute Sache ist und Kabelbrüchen oder ähnlichem vorbeugt und außerdem das Gesamtbild der hochwertig erscheinenden Maus unterstreicht. Aber manchmal – zum Beispiel in wilden Shooter-Partien oder beim wilden Herumklicken in Diablo III – stößt das Kabel an Tastatur, Lautsprecher oder ähnlichem. Da es durch die Ummantelung wesentlich starrer ist als normale einfache Mauskabel, kommt es so dazu, dass man ein wenig hängen bleibt und dadurch ein paar Klicks daneben setzt. Das geschieht zwar nicht oft und zumindest kann man theoretisch das Kabel rechtzeitig so positionieren, dass das nicht passiert, doch manchmal kommt es einfach zu diesem Problem. Und genau dann ist das nervend. So ist die Ummantelung des Kabels nun mal ein zweischneidiges Schwert, dass seine Vor- und Nachteile hat.

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Das EpicGear Hybrid Pad für HDST Lage hingegen konnte auf ganzer Linie überzeugen. Wer einfach nicht auf die großen Mauspads steht oder ständig den Schreibtisch mit irgendwas überfüllt hat, der kommt mit der Größe perfekt zurecht und stößt nicht ständig an Bücher, Testmuster oder Teekannen. Die Materialien sind sehr hochwertig, es ist absolut rutschfest und sieht gut aus. Jede darauf getestete Maus funktionierte problemlos und man kann es schnell einpacken, zusammenrollen oder einfach in die Hosentasche packen. Wenn man sich auf hohem Niveau beklagen möchte, dann kann man feststellen, dass sich an den Rändern, wo Ober- auf Unterseite trifft, gerne Staub fängt. Denn dort schaut etwas von dem Schaumgummi heraus, aus dem das weiche Pad gemacht ist. Theoretisch hätte man dort den Stoffüberzug erweitern können, aber wie gesagt, das sind Kleinigkeiten, die eigentlich niemanden stören dürften.

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Persönliches Fazit

Das Preis-Leistungs-Verhältnis der beiden Produkte ist wohl unschlagbar: Mit um die 35 Euro findet man nur sehr schwer eine vergleichbare Maus auf diesem Niveau. Natürlich gibt es Core-Gamer, die noch mehr Maustasten oder noch höhere DPI-Einstellungen möchten, doch die müssen dementsprechend auch mehr ausgeben. Für dieses Preissegment kann die Blade von EpicGear komplett überzeugen und dürfte jedem Gamer gefallen. Das gleiche gilt für das Hybrid Pad, das nicht nur hochwertig aussieht, sondern sich auch so anfühlt. Wer mit der Größe zufrieden ist, der wird wohl nichts auszusetzen haben, denn es ist flexibel, rutschfest und dabei angenehm im Gefühl. Selbst nach vielen Stunden vor dem PC spürt man keine Probleme am unteren Handballen, der auf dem weichen Material ruht. Wir können die beiden Gaming-Utensilien mit gutem Gewissen wirklich jedem empfehlen, der sich in diesem Preissegment umschaut. Holt euch doch die Blade Gamingmaus bei Amazon für circa 35 Euro oder das Hybrid Pad für knapp 20 Euro.

Blade Gamingmaus

Positiv:
+ zehn DPI-Stufen
+ sieben Tasten
+ hochwertiges Material
+ gute ergonomische Form
+ sehr angenehme Gleiteigenschaften
+ kein Treiber

Negativ:
– Kabel etwas zu starr
– keine Gewichte, um die Maus schwerer zu machen

Hybrid Pad

Positiv:
+ gummierte rutschfeste Unterseite
+ angenehmer Stoff auf der Oberseite
+ flexibel und zusammenrollbar

Negativ:
– Ränder anfällig für Staub

PreisLeistungsTIPP

 

Hier die Preise für die Blade vergleichen, hier für das Hybrid Pad.

Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

Felix Rau

Veröffentlicht von

Als Chefredakteur kümmert sich Felix nicht nur um tägliche News und Tests aus dem Bereich Hardware und Videospiele, sondern kümmert sich um alles, was so anfällt. In seiner Freizeit spielt er gerne Rollen- und Action-Spiele, ist aber auch mit MOBAs, Shootern und Sportspielen vertraut. PC und PS4 sind derzeit die bevorzugten Plattformen, doch letztendlich kommt es nicht darauf an, worauf man spielt, sondern wie.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Die Form sieht gut aus … aber ich habe im letzten Jahr 5 Gaming Mäuse von Amazon bestellt und wieder zurückgeschickt weil mich keine überzeugt hatte, auch nicht die teuren Pro Gaming Modelle um die 100 Euro … immer war mir der kleine Finger im weg oder ich hatte mit der Hand zuwenig gripp … oder sie war für meine recht großen Hände zu tief/flach … mit was ich grad ganz gut zurechtkomme ist die Roccat Savu … weißt du zufällig ob die von der Größe her etwa gleich sind?

    • Stephan

      Moin Gaming Freak, sorry für die späte Antwort :)

      Die Savu hatten wir bisher noch nicht im Test, somit können wir zur Ergonomie nicht viel sagen. Privat kann ich dir aber die Logitech G400 empfehlen. Diese und den Vorgänger nutze ich zusammen nun seit über 10 Jahren (MX518 läuft immer noch).

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