Test / Testbericht: MSI GeForce GTX 780Ti 3GB TWIN FROZR GAMING

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Das Beste ist geradeso gut genug für euch? Ihr seid auf der Suche nach einer Grafikkarte, die brachiale Performance mit möglichst geringer Lautstärke verbindet? Wenn dies euer Ziel ist, dann haben wir vielleicht die perfekte Lösung für euch. Die GeFore GTX 780TI Gaming von MSI mit Werksübertaktung und hauseigenem flüsterleisen Twin-Frozr-IV-Kühler bietet laut Herstellerangaben genau dies und noch vieles mehr. Ein Pixelbeschleuniger par excellence – so das Versprechen. In unserem ausführlichen Test werden wir klären, ob dies möglicherweise doch etwas überheblich ist oder ob wir dem voll und ganz zustimmen können und vielleicht sogar noch überrascht werden. Auf geht’s!

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Lieferumfang

Schon die Verpackung der MSI Gaming-Maschine macht keinen Hehl daraus, was man sich da gekauft hat. Schwarz, Weiß und Rot sind die dominierenden Farben im durchaus stimmig wirkenden Designkonzept. Wie auf allen MSI-Gaming-Artikeln prangt auch hier das riesige Drachensymbol auf der Front. Das knallrote OC-Logo in der unteren linken Ecke macht sofort klar, hier wurde kräftig an der Taktschraube gedreht. Später mehr dazu. Mit dem Namen der Grafikkarte war es das aber auch schon alles auf der Vorderseite. Ein wie wir finden sehr gelungenes aufgeräumtes Design. Die obligatorischen Lobeshymnen auf das Produkt und Technikraffinessen findet man dann natürlich trotzdem, aber nur an den Seiten und der Rückseite. So solllte es überall sein – sehr schön.

Doch nun genug zum Karton, immerhin ist dies nicht der Grund, weshalb man knapp 600€ beim Händler seines Vertrauens gelassen hat. Zieht man den Innenkarton aus der glänzenden Hülle, sieht man erst einmal nur eine große schwarze Box und einen kleinen Zwischenkarton, in dem sämtliches Zubehör untergebracht ist. Das wäre im Einzelnen:

  • Adapter DVI/VGA
  • Software-CD
  • Adapter 6-Pin auf 8-Pin PCIe-Stromstecker
  • Adapter 4-Pin-Molex auf 6-Pin PCIe-Stromstecker.
  • Quick-Start-Anleitung

Bei einer 600€ Karte könnte man natürlich auch mehr erwarten, aber alles Nötige ist dabei. Schielt man jedoch zur Konkurrenz, wird man schnell merken, dass es bei einigen Herstellern doch noch etwas mehr zu holen gibt. Game-Bundles, Poster, HDMI-Adapter, um einige Beispiele zu nennen. Schade, das wäre das Pünktchen auf dem „i“ gewesen, aber grundsätzlich ist der Lieferumfang natürlich in Ordnung.

Technische Daten

Immer wieder einen Blick wert, ist die Tabelle der formalen Leitungs- und Eckdaten. Als kleinen Vergleich zu unserer MSI GTX 780TI Gaming haben wir hier die Daten der GTX Titan heran gezogen, welche mit etwa 1000€ noch einmal rund  1/3 teurer ist. Die Unterschiede sind so minimal bzw. nicht relevant, dass dieser Aufpreis in den meisten Fällen wohl nicht gerechtfertigt ist.

ChipGK110 (GTX 780TI)GK110 (GTX Titan Black)
Chiptakt1020MHz Core (Boost Clock:1085MHz) (OC mode)980MHz Core (Boost Clock:1046MHz) (Gaming mode)876MHz Core (Boost Clock:928MHz) (Silent mode)889MHz (Boost Clock: 980MHz)
Speicher3GB GDDR5, 1750MHz (7000MHZ), 384bit, 336GB/s6GB GDDR5, 1750MHz (7000MHZ), 384bit, 336GB/s
Shader-Einheiten/TMUs/ROPs2880/240/482880/240/48
Rechenleistung5875GFLOPS (Single), 245GFLOPS (Double)5120GFLOPS (Single), 1300GFLOPS (Double)
Fertigung28nm28nm
Leistungsaufnahme>250W (TDP)250W (TDP)
DirectX11.211.2
OpenGL4.44.4
OpenCL1.11.1
Shader Modell5.05.0
SchnittstellePCIe 3.0 x16PCIe 3.0 x16
BauweiseDual-SlotDual-Slot
Kühlung2x Axial-Lüfter (100mm)1x Axial-Lüfter
Anschlüsse2x DVI, HDMI 1.4a, DisplayPort 1.22x DVI, HDMI 1.4a, DisplayPort 1.2
Externe Stromversorgung1x 8-Pin PCIe, 1x 6-Pin PCIe1x 8-Pin PCIe, 1x 6-Pin PCIe
Abmessungen266x129x38mm267x112x35mm

Die MSI GeForce 780TI TWIN FROZR Gaming

Nachdem wir uns bisher hauptsächlich mit dem äußeren Erscheinungsbild der MSI 780Ti Gaming beschäftigt haben, widmen wir uns nun dem Innenleben des Pixelbeschleunigers. Klar ist, dass alleine die technischen Daten schon eine sehr deutliche Sprache sprechen. Doch als ob die Rohleistung einer „normalen“ GTX 780TI noch nicht genug wäre, musste MSI hier natürlich noch einmal einiges drauflegen. Nicht zuletzt auch, um den happigen Preis von knapp 600€ zu rechtfertigen.

Als erstes sollte man sich das Credo GPU-Takt anschauen, denn dies ist der einzige Unterschied zu einer normalen GTX 780Ti. Dank des hervorragenden Kühlsystems Twin Frozr konnte der Hersteller hier kräftig an der Taktschraube drehen. Der Basistakt wurde von 876MHz auf 1020MHz aufgebohrt und als ob das noch nicht reichen würde, hat man natürlich auch den Boosttakt noch einmal deutlich  von 928 auf 1085MHz erhöht. Dies entspricht im Mittel etwa einer Steigerung von 16,5%. Dies sind allerdings nur die offiziellen Werte, die jede MSI GTX 780Ti erfüllt. In unserem Test zeigte sich, dass die Karte beim Gaming selbstständig stabile 1124MHz erreicht. Lediglich in synthetischen Benchmarks (bspw. FurMark) hielt sich die Karte mit 1097MHz relativ nah an der Herstellervorgabe.  Dies ist damit zu erklären, dass sich der Boost-Takt nach der Momentanleistungsaufnahme sowie der aktuellen Temperatur richtet und Benchmarks bekanntermaßen die Grafikkarten ans Limit bringen. In unserem Fall begann der Takt nach etwa sieben Minuten zu sinken, da dort 73°C erreicht wurden und dies offenbar als Grenzwert eingestellt wurde. Ein weiterer Knackpunkt liegt scheinbar bei 80°C, denn hier wurden in unserem Test letztlich die vom Hersteller angegebenen 1085MHz erreicht. Dabei muss aber gesagt werden, dass sich 80°C nur schwer erreichen lassen, wenn man nicht gerade eine ITX-System bei 30°C Raumtemperatur ohne Gehäusebelüftung betreibt.

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Der einzige wirkliche Konkurrent in Sachen Leistung ist die R9 290X aus dem Hause AMD. Je nachdem, welches Anforderungsprofil man hat, liegt mal die eine und mal die andere Karte vorne. Vor allem, wenn es um Auflösungen jenseits von Full-HD geht kann sich die R9 290X absetzen. Dies verdankt sie einem breiteren Speicherinterface und einem größeren Speicher. Die MSI GTX 780Ti kann hier nämlich „nur“ mit 384bit und 3GB GDDR5 Videospeicher dienen.

Wie bereits erwähnt, sind alle anderen Taktungen gleich geblieben gegenüber dem Referenzmodell. Der ambitionierte Overclocker könnte beim Speicher allerdings sicherlich noch etwas rausholen. Dennoch bitte immer schön dran denken: Die Garantie der 600€-Karte ist dann futsch! Overclocking sollte bei dieser Karte jedoch sowieso nur für die allerwenigsten User ein Thema sein, denn immerhin schlummert unter dem Kühler ein fast vollständig ausgebauter Chip der GK110-Baureihe. Ledigleich die GTX Titan Black hat hier noch das Privileg, den letzten kleinen Rest noch voll ausschöpfen zu dürfen. Wie gesagt, trotzdem sollten alle Spiele auf dem Markt mindestens in Full-HD keinerlei Probleme bereiten.

Auf dem 561mm² großen Chip haben desweiteren 2880 Streamprozessoren mit unglaublichen 7100Mio Transistoren Platz. Möglich wird das durch die geringe Strukturbreite von nur 28nm. Dies sind im übrigen auch jene technischen Daten, auf welche MSI keinerlei Einfluss hat.

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Was uns dann auch schon zum Thema bringt – der Kühler. MSI vertraut hier auf das bewährte Custom-Modell aus eigenem Hause. Der Twin-Frozr-IV-Kühler setzt auf ein Dual-Lüfter-Konzept mit zwei 100mm großen Radiatoren, welche in unserem Test mit maximal 2900rpm erreichten. Damit die Wärme optimal von der GPU abgeführt werden kann, kommen, wie bei vielen anderen Herstellern, einige Heatpipes zum Einsatz. Im Falle des Twin-Frozr-Kühlers säumen hier die beiden äußeren mit einer Größe von stolzen 10mm drei „kleinere“ 8mm Heatpipes. Diese übertragen die Wärme auf 54 Aluminium-Lamellen, welche letztlich durch die Umgebungslusft gekühlt werden. Zwei essentielle Dinge sind noch zu erwähnen. MSI hat sich bei ihrem Kühler die Mühe gemacht und die einzelnen Lamellen mit den Heatpipes verlötet. Dies sorgt für einen deutlich besseren Wärmeübergang, ist aber leider kein Standard bei den Herstellern. Weiterhin lässt sich die sehr gute Verarbeitung des Kühlers hervorheben. Es gibt keine scharfen Ecken und Kanten, kein Klappern und keine labil wirkenden Elemente. Außerdem ist der Kühlkörper vergleichsweise klein. Wer also ein SLI-System plant oder die MSI GTX 780Ti Gaming in einem kleinen Gehäuse unterbringen muss, sollte hier relativ wenig Probleme bekommen. Ein Kritikpunkt bleibt aber auch bei diesem Kühler. Wie fast alle Custom-Designs, hat man auch hier den Nachteil, dass die erwärmte Luft nicht effektiv aus dem Gehäuse transportiert wird, sondern lediglich in das Case gewirbelt wird. Eine gute Gehäusebelüftung ist also Pflicht.

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Den Strom bezieht die MSI GTX 780Ti Twin Frozr Gaming über einen 8Pin sowie einen 6Pin PCIe Stromadapter. Insgesamt kann sie so also 300Watt (75W PCIe, 75W 6Pin, 150W 8Pin) aus der Steckdose saugen. In unserem Test zeigte sich allerdings, dass diese Marke bei weitem noch nicht ausgereizt wird.

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Als Anschlüsse stehen jeweils einmal DisplayPort 1.2 und HDMI 1.4a zur Verfügung. Hinzu kommen zwei DVI-Buchsen, einmal als DVI-D und einmal als DVI-I.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i5 4670k @ 4,5GHz
  • CPU-Kühler: Noctua NH-D15
  • RAM: 8GB Corsair Vengeance DDR3 2133MHz
  • Mainboard: Gigabyte G1.Sniper Z87
  • Systemspeicher: Kinston SSDNow V300 240GB
  • Netzteil: Seasonic SSR-750RM 750Watt
  • Gehäuse: Cooler Master HAF Stacker 935

Benchmarks

Schauen wir uns zuerst die synthetischen Benchmarks an. Da die Testbedingungen stets identisch sind, kann man damit gut Systeme untereinander vergleichen. Über die echte Spieleleistung sagen diese Benches aber recht wenig aus.

3DMark 11

Unser erster Benchmark ist der schon etwas in die Jahre gekommene 3DMark 11 aus dem Hause Futuremark. Die gewählten Einstellungen sind dabei selbsterklärend. In blau seht ihr den P-Score und in orange den X-Score des Gesamtsystems.

3DMark 2013

Die seit Februar 2013 auf dem Markt befindliche und aktuellste Version des 3DMarks musste bei uns natürlich ebenfalls durch den Testparcours. Auch hier wurden die jeweiligen Voreinstellungen gewählt und die Punktzahl bezieht sich, wie gewohnt, auf das Gesamtsystem. Hinzuzufügen ist noch, dass bei den Ice-Storm-Tests extrem hohe FPS-Zahlen von weit über 1000FPS erreicht wurden. Wie fast alle Grafikkarten begann auch die von uns getestete MSI GTX 780Ti Twin Frozr Gaming leicht zu fiepen.

Unigine Heaven 4.0

Mit dem Unigine Heaven Benchmark in der Revision 4 hat es auch ein synthetischer Test in unseren Ablauf geschafft, der ausnahmsweise mal nicht aus dem Hause Futuremark, sondern von der UNIGINE Corp. stammt.

Einstellung Ultra:

  • API: DirectX 11
  • Quality: Ultra
  • Tesslation: Extreme
  • AA: x8
  • Fullscreen: On
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • API: DirectX 11
  • Quality: Medium
  • Tesslation: Normal
  • AA: x2
  • Fullscreen: On
  • Resolution: 1680*1050

Nun aber genug des theoretischen Vorgeplänkels. Was können unsere Testkarten in realen Games wirklich stämmen? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir für euch insgesamt sechs aktuelle Spieleblockbuster in die Bahn geworfen und jeweils in Full-HD und in 1680*1050 Pixel getestet.

Battlefield 4 (1920x1080 + Ultra Einstellungen) Battlefield 4 (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Battlefield 4 ist einer der bekanntesten und meist gespielten Multiplayer-Shooter der vergangenen Monate und bekannt dafür, dass es dem heimischen Rechner einiges abverlangen kann. Das Spiel lässt sich von vorn bis hinten wunderbar flüssig spielen und das in den absoluten ULTRA-Einstellungen. Wer will, kann sogar noch VSYNC aktivieren. Dann sind die FPS auf 60 Bilder pro Sekunde quasi eingefroren und die Grafikkarte wird nur zu etwa 60% ausgelastet. Das spart Strom. Außerdem sinken die Temperatur und der Lärmpegel deutlich. Unsere Einstellungen sind hier wieder recht einfach, denn es sind die gewöhnlichen Voreinstellungen in der jeweiligen Auflösung.

Thief (1920x1080 + Ultra Einstellungen) Thief (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Thief, das Schleichspiel aus dem Hause Looking Glass Studios, Ion Storm Austin und Eidos Montreal lässt das Herz von so manchem Möchtegerndieb höher schlagen. Framedrops konnten wir keine feststellen, sodass man das Game immer ruckelfrei genießen kann. In diesem Spiel haben wir uns wieder zweier Presets bedient. Einmal die Voreinstellung “sehr hoch” in Full-HD und zum anderen “hoch” in 1680*1050 Pixeln.

Company of Heroes 2 (1920x1080 + Max Einstellungen) Company of Heroes 2 (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Das nächste Spiel ist die Fortsetzung eines echten Klassikers – Company Of Heros 2. Insgesamt sind die Framerate-Schwankungen hier sehr gering, sodass man im Großen und Ganzen auch in den Ultra-Einstellungen ein flüssiges Spiel haben kann. Kleinere Hänger sind aber möglich bei größeren Explosionen.

Eine Voreinstellung ist bei CoH2 leider nicht möglich, daher nun die gewählten Einstellungen für euch:

Einstellung Ultra:

  • Bildauflösung im Spiel: 1
  • Bildqualität: Maximum
  • AA: Hoch
  • Texturdetails: Höher
  • Schneedetails: Hoch
  • Physik: Hoch
  • Auflösung: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Bildauflösung im Spiel: 1
  • Bildqualität: Hoch
  • AA: Mittel
  • Texturdetails: Hoch
  • Schneedetails: Mittel
  • Physik: Mittel
  • Auflösung: 1680*1050

Bioshock Infinite (1920x1080 + Ultra Einstellungen) Bioshock Infinite (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Der am 26. März 2013 erschienene dritte Teil der Serie ist in unserem Test das erste Game, in dem man klar sehen kann, dass die reine Rohleistung einer Grafikkarte nicht alles ist. Das Spiel muss auch entsprechend gut programmiert sein, um von der Hardware ordentlich wiedergegeben werden zu können. Im Benchmarkverlauf schwanken die FPS recht stark. Besonders Situation mit hoher Beleuchtung/Schatten sind besonders aufwändig zu berechnen. Die Min-FPS haben hier allerdings nicht allzu viel zu bedeuten, denn diese wurden zu Testbeginn gemessen, wenn man unmittelbar in den Bench einsteigt und haben somit keinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Leider lies sich dieser Fehler nicht ausklammern. Prinzipiell haben also alle drei Karten kein Problem mit dem Game.

Als Einstellungen für den Gaming-Benchmark wurde hier Folgendes gewählt:

Einstellung Ultra:

  • Preset: UltraDXX11_DDOF
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Preset: High
  • Resolution: 1680*1050

Metro Last Light (1920x1080 + Ultra Einstellungen) Metro Last Light (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Ähnlich verhält es sich beim nächsten Titel in der Runde. Der Action-Grusel-Kracher Metro Last Light ist einer der anspruchsvollsten Titel, den es momentan gibt. Auch wenn die durchschnittlichen FPS vermuten lassen, dass man dieses Game in Ultra-Einstellungen mit der MSI GTX 780Ti Gaming spielen könnte, so sieht die Realität doch anders aus. Ein flüssiges Spielerlebnis ist leider nicht möglich. Besonders in Sequenzen mit Explosionen und stark beleuchteten Objekten bricht die Framerate ein. Schade.

Unsere Einstellungen haben wir folgendermaßen gewählt:

Einstellung Ultra:

  • DirectX 11
  • 1920*1080
  • Quality: Very High
  • Texture Filtering: AF 16X
  • Motion Blur: Normal
  • SSAA: On
  • Tesslation: Very High

Einstellung Medium:

  • DirectX 11
  • 1680*1050
  • Quality: High
  • Texture Filtering: AF 4X
  • Motion Blur: Normal
  • SSAA: On
  • Tesslation: High

Guild Wars 2 (1920x1080 + Ultra Einstellungen) Guild Wars 2 (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Als letztes hat es Guild Wars 2 in unser Ensemble geschafft. Auch wenn das MMORPG auf den ersten Blick nicht besonders aufwendig wirkt, verlangt es aber letztlich doch einiges an Grafikleistung. Dies liegt womöglich auch daran, dass die Engine noch auf DirectX 10 basiert. Mit der MSI-Karte steht einem flüssigen Spielerlebnis aber nichts im Wege.

In Sachen Grafikoptionen haben wir uns für Folgendes entschieden:

Einstellung Ultra:

  • Animation: Hoch
  • AA: FXAA
  • Umgebung: Hoch
  • LOD-Distanz: Ultra
  • Reflexionen: Alle
  • Texturen: Hoch
  • Render Sampling: Supersampling
  • Schatten: Ultra
  • Shaders: Hoch
  • Postprocessing: Hoch
  • Charaktermodell-Limit: Am höchsten
  • Charaktermodell-Qualität: Am höchsten
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Animation: Mittel
  • AA: off
  • Umgebung: Mittel
  • LOD-Distanz: Hoch
  • Reflexionen: Gelände und Himmel
  • Texturen: Mittel
  • Render Sampling: Nativ
  • Schatten: Hoch
  • Shaders: Mittel
  • Postprocessing: Niedrig
  • Charaktermodell-Limit: Hoch
  • Charaktermodell-Qualität: Hoch

Overclocking

Beim Thema Overclocking kommt man bei der MSI GTX 780TI Gaming in einen Zwiespalt. Da die Karte bereits mit den Standardeinstellungen unter Volllast zu throtteln beginnt, macht es wenig Sinn, hier ohne Spannungserhöhung oder ähnlichem noch an der Taktschraube der GPU zu drehen. Da dies allerdings auf 98% der Gaming-Overclocker zutrifft, wollen wir es dann auch dabei belassen. Am Rande sei aber erwähnt, dass man bei der Karte mit einer Anhebung des Powertargets und weiterem noch einiges rausholen kann.

Anders sieht es beim Speicher aus. Ohne Probleme konnten wir hier 1922MHz erreichen. Das entspricht einer Steigerung von knappen 10%. Warum MSI hier von Haus aus die Finger davon gelassen hat, ist uns ein Rätsel.

Wie immer müssen wir aber auch an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen: Bei jeglichen Übertaktungsversuchen geht die Garantie verloren! Bitte ändert hier nur etwas an den Einstellungen, wenn ihr wisst, was ihr tut bzw. wenn ihr den Verlust einer 600€-Karte verkraften könnt

Stromverbrauch, Lautstärke und Temperaturen

Verbrauch (Watt)

Kommen wir als erstes zur Leistungsaufnahme. Tradtionell liegt Nvidia hier vor AMD. Auch in unserem Test konnte dies bestätigt werden. Trotz etwa 25% mehr Grafikleistung gegenüber der 280X ist der Stromverbrauch nicht übermäßig viel größer. Im Gegenteil: Teils kann die MSI GTX 780Ti die giftige AMD-Karte sogar unterbieten.

Temperaturen

Lüftergeschwindigkeiten

Lautstärke

Stromverbrauch, Lautstärke und Temperaturen hängen unmittelbar zusammen! So lautet der allgemeingültige Leitsatz. Doch MSI zeigt hier eindrucksvoll, was technisch machbar ist. Denn auch wenn Lautstärke und Lüfterdrehzahlen ähnlich sind wie bei der R9 280X, welche wir noch als nervtötend und laut beschrieben haben, kommen wir hier zu einem anderen Schluss. Klar hört man die Karte unter Last, aber das Geräusch ist keineswegs nervend. Ist es bei der Toxic-Karte noch ein lautes Kreischen, könnte man den Ton des MSI-Modells eher als rauschend beschreiben. Es ist  nicht störend. Selbst ohne Headset kann man bequem zocken. Im Idle bzw. beim Filme Schauen oder ähnlichem kann man den Twin-Frozr-IV-Kühler schlicht als unhörbar einstufen. Genauso sollte es sein. Weiter so!

Persönliches Fazit

Kommen wir zu unserem Fazit. MSI hat mit dieser Karte wieder ein mehr als überzeugendes Produkt abgeliefert. Das steht fest. Für die Karte, die im allgemeinen derzeit für etwa 600€ auf Amazon erhältlich ist, spricht natürlich die enorme Rechenpower. Aber auch die relativ aggressive Werksübertaktung die in der Garantie mit inbegriffen ist, spricht für dieses Modell. Trotzdem hält sich die Leistungsaufnahme doch ziemlich in Grenzen. Dies ist vermutlich auch ein Grund dafür, dass wir auch von der hervorragenden Geräuschkulisse voll überzeugt waren. Es ist lediglich der Preis, der einen erst einmal schlucken lässt, zumal man im Lieferumfang leider nur den Standard vorfindet. Wenn das nötige Taschengeld aber vorhanden ist, werden sowohl Silent-Enthusiasten als auch Core-Gamer definitiv glücklich mit dieser Karte. Unsere Redaktion kann die MSI GTX 780Ti Twin Frozr Gaming auf jeden Fall zum Kauf empfehlen.

Positiv
+ hohe Übertaktung
+ grandiose Leistung
+ sehr geringe Lautstärke
+ moderater Verbrauch
Negativ
– hoher Anschaffungspreis
– lediglich Standardlieferumfang

Für die dargebotene Leistung und den tollen Kühler verdient sich die MSI GTX 780Ti Twin Frozr Gaming allemal unseren Hardbloxx LeistungsTIPP-Award.

LeistungsTIPP Award

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Euer Hardbloxx-Team

Testbericht erstellt durch Hardbloxx.Robin

Robin

Veröffentlicht von

Ich bin Robin, 24 Jahre jung und begeisterter Hobby-Bastler und Zocker. Irgendwie kann ich nie die Finger von meinem Rechner lassen, auch wenn mir das Sprichwort "Never change a running system!" dabei öfter hinterher in den Sinn gekommen ist als mir lieb ist. :D Seit 2013 bin ich nun Redakteur bei Hardbloxx.de und befasse mich hauptsächlich mit PC-Peripherie und Hardware.

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