Test / Testbericht: Corsair Force LX 512 GB SSD

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Die Preise für SSDs fallen weiter und weiter und allmählich werden auch große Modelle attraktiver und vor allem für Gamer interessant. Passt auf eine 80 oder 120 GB SSD maximal das Betriebssystem und einige Programme, so finden auf einem 512 GB großen Modell bereits zahlreiche Games ihren Platz. Wir haben uns einmal die neue Corsair Force LX mit 512 GB Speicher angeschaut und durch unseren Testparcours gejagt. Ob die SSD ihre Schreib- und Lesewerte, die sie verspricht, halten kann, erfahrt ihr weiter unten.

Verpackung & Lieferumfang

Wie auch bei vielen anderen Modellen, ist der Lieferumfang eher mager. Hier bieten nur wenige Hersteller wie z.B. Kingston einen größeren Lieferumfang. Corsair legt seiner Force LX lediglich einen Garantie-Hinweis mit in die kleine Verpackung. Die Hülle selbst ist ein kleines Papp-Gebilde, das die SSD vor Außeneinflüssen schützen soll. Vor Stößen ist die SSD hingegen nicht gesichert, da sie sich in keiner Schutzschachtel oder Schaumstoffsicherung befindet. Preislich ordnet sich die Corsair Force LX zurzeit weit hinter den Dauerbrennern Crucial MX100 und Samsung SSD 840 Evo ein. Während die Crucial mit einem unglaublichen Preis-/Leistungs-Verhältnis punktet, muss sich die Corsair mit 9 Cent mehr pro Gigabyte die Blöße geben. Verglichen mit der neuen Sandisk Extreme Pro ist die Corsair jedoch noch ein „Schnäppchen“.

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Aussehen und Verarbeitung

Im typischen Schwarz und lediglich mit einem Aufkleber auf der Vorderseite versehen, bleibt die Corsair Force LX eher unauffällig. Besonders schön anzusehen ist der Metall-Look, der bei der SSD verwendet wird. Im Brushed-Alu Design wirkt die SSD ansehnlich und hochwertig. Auf dem Aufkleber erkennt ihr neben der Seriennummer noch den Namen und die Größe der SSD. Auch die Verarbeitung braucht sich im Vergleich zur Konkurrenz nicht verstecken. Die Spaltmaße sind durchgehend perfekt. Ecken und Kanten konnten wir ebenfalls keine entdecken. Überrascht waren wir über das geringe Gewicht von 56 Gramm. Zwar sind SSDs von Haus aus nicht schwer, aber das niedrige Gewicht ist vor allem für Notebooks ein positiver Punkt.

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Technik & Software

Anstatt auf einen herkömmlichen und weit verbreiteten SandForce-Chipsatz, setzt die Corsair Force LX auf einen Silicon Motion SM2246EN Chip, den der Hersteller speziell für große SSDs entwickelt hat. Insgesamt sind vier MLC NAND Speichermodule mit einer Größe von 128 Gigabyte verbaut. Angebunden sind diese über SATA 3, jedoch ist die Corsair Force LX ebenfalls zu SATA 2 kompatibel. Laut Silicon Motion erreichen die Chips bis zu 538 MB/s lesend und 450 MB/s schreibend. Corsair selbst gibt die verbauten Speichermodule mit 560 MB/s lesend und 560 MB/s schreibend an. Laut Silicon Motion erreicht der SM2246EN Chip zudem 67.000 random read IOPS und 65.000 random write IOPS. Im Vergleich zu anderen Chips soll zudem die Leistungsaufnahme etwa 30% geringer sein, als bei anderen SSDs mit anderen Chips.

Ein weiteres Goodie ist die Software, die ihr auf der Corsair Webseite herunterladen könnt. Hier erhaltet ihr nicht nur einen Überblick über die Eigenschaften der SSD, sondern auch über den Zustand und über eventuelle Fehler. Zudem könnt ihr mit der Software eure SSDs anständig „tunen“ und Speicherplatz freiräumen. Schön ist, dass die Software mit allen handelsüblichen SSDs zusammenarbeitet. Ob wir nun eine Corsair, Kingston oder Sandisk angeschlossen hatten, die Software ist mit jedem Modell kompatibel. Etwas unansehnlich, aber auch eher unwichtig, ist das Design und die Anordnung der einzelnen Menüpunkte. Hier hätte sich der Entwickler etwas mehr Mühe geben können.

Leistung

Die Leistung der Corsair Force LX kann man als durchschnittlich gut bezeichnen. Leider muss sie sich einer Crucial MX100 oder einer Samsung 840 Evo geschlagen geben, doch ist die Leistung immer noch ausreichend. Man erwartet jedoch bei einem derart hohen Preis etwas mehr Power. Als hervorragend können wir aber die Praxis-Eigenschaften der SSD bezeichnen. Den Kopiertest machten wir mit dem Corsair Flash Voyager GTX 256 Gigabyte, von dem wir einmal eine große Datei kopierten und einmal einen Ordner mit mehr als 65.000 Dateien. Die Corsair Force LX machte beim Kopieren eine gute Figur und schloss den Test bereits nach 5 Minuten und 40 Sekunden ab. Erfreulich sind zudem auch die konstanten Datenraten bei voll bestückter SSD. Wie AS SSD zeigt, bleibt die Geschwindigkeit auch bei einer freien Kapazität von 200 Gigabyte und von 20 Gigabyte konstant. Lediglich die Zugriffszeit beim Lesen steigt an, was im Alltag nicht erkennbar war.

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Persönliches Fazit

Die Corsair Force LX hat es mit ihren 512 Gigabyte wirklich sehr schwer, denn sie ist zurzeit einfach noch zu teuer. Zwar bietet die SSD sehr gute Lese- und gute Schreibraten, doch sind diese für den aktuellen Preis von rund 210 Euro einfach nicht zufriedenstellend. Richtig attraktiv wird die Corsair Force LX SSD, sobald ihr Preis unter 170€ fällt und somit Schnäppchenjäger anspricht. Ist es soweit, können wir auch eine volle Kaufempfehlung aussprechen. Aktuell ist man mit einer Crucial oder Samsung SSD jedoch wesentlich günstiger und sogar schneller unterwegs.

Positiv:

+ sehr leicht und kompakt gebaut
+ hochwertiges Material
+ ansprechende Alltags-Performance

Negativ:

– aktuell noch zu teuer für die Geschwindigkeit

Hier könnt ihr Preise vergleichen.

Hier könnt ihr die SSD auf Amazon kaufen.

Stephan

Veröffentlicht von

Ich liebe Zocken! Ich liebe Technik und ich liebe es darüber zu berichten. Wenn ihr hier nichts von mir lest, dann stehe ich für Hardbloxx vor der Kamera und mache Unboxings oder andere Videos rund um das Thema Hardware und Gaming. Ansonsten esse ich gerne und schaue mir die Welt an, gerne auch beides gleichzeitig :D

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