Test / Testbericht: Sandisk Extreme Pro 480 Gigabyte

Waren sie anfangs für die meisten Spieler noch viel zu teuer, so fristen SSDs heute lange kein Nischendasein mehr. Auch SanDisk weiß, was Spielern gefällt und bringt mit der neuen Extreme Pro eine SSD auf den Markt, die das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen soll. Die neue Extreme Pro setzt vor allem auf Langlebigkeit und brachiale Performance, die sich der Hersteller aktuell aber auch noch mit einem brachialen Preis bezahlen lässt. Da bleibt die Frage: Ist die SSD so gut, wie sie verspricht oder doch nur ein teurer Marketing-Gag?

Lieferumfang & Verpackung

Wie von SSDs gewohnt, fällt der Lieferumfang eher mager aus. Neben der SSD selbst liegt noch ein technischer Hinweis sowie der Garantiezettel mit im kleinen Karton. Die Sandisk Extreme Pro ist zudem normal verpackt und mit einer Klarsichthülle vor Wettereinflüssen geschützt. Anderweitige Schutzmaßnahmen traf der Hersteller nicht. Das Design der Verpackung ist auffällig schwarz/rot und signalisiert die typischen Sandisk-Extreme-Farben. Auf der Vorderseite erkennt ihr auf den ersten Blick die Lese- und Schreibraten. Preislich ordnet sich die Sandisk Extreme Pro aktuell noch auf den ersten Plätzen ein. Mit rund 280 Euro (Stand 30.07.2014) ist die SSD wahrlich kein Schnäppchen und somit zurzeit auch eines der teuersten erhältlichen SSDs. Doch müssen wir dem kleinen Flash-Speicher zugute halten, dass der Käufer eine 10-jährige Garantie erhält. Somit seid ihr auf lange sich abgesichert.

Corsair-Force-LX-512GB-Preise

Aussehen & Verarbeitung

Die Sandisk Extreme Pro ist, wie viele ihrer Kollegen, in einfachem Schwarz gehalten, was auf der Oberseite durch einen Aufkleber aufgelockert wird. Auf dem Aufkleber seht ihr den Namen und den Hersteller. Das „Extreme Pro“ leuchtet in auffallend goldenen Lettern. Die Unterseite wird von einem weiteren großflächigen Aufkleber bedeckt, der zusätzlich die Seriennummer und wenige Informationen zur SSD bereithält. Vom allgemeinen Design her wirkt die Sandisk Extreme Pro nicht ganz so hochwertig wie z.B. die Corsair Force LX mit ihrem Brushed-Alu-Look, doch ist das Design einer SSD sowieso eher zweitrangig. Die Verarbeitung kann sich hingegen sehen lassen: Keinerlei grobe Spaltmaße, Ecken oder Kanten.

Technik

Die Extreme Pro von Sandisk könnt ihr mit 240, 480 und 960 Gigabyte kaufen. Ihre Bauhöhe beträgt 7 mm und das Gewicht ist mit 57 Gramm angenehm leicht. Der MLC-Speicher wird in 19 nm gefertigt und stellt eine Gemeinschaftsproduktion mit Toshiba dar. Auf der Platine sitzen, nicht wie bei der Corsair Force LX große 128 Gigabyte Chips, sondern kleinere 64 Gigabyte Modelle. Als Steuerungschip kommt ein Marvell 88SS9187 zum Einsatz. Unsere Test-SSD verfügt über 1024 MB DDR3 Cache und kann zusätzlich auf eine weitere Cache-Stufe, den nCache zurückgreifen. In der Regel sollten bei der Bestückung von 8 x 64 Gigabyte Speicherchips eine Kapazität von 512 Gigabyte herauskommen. Sandisk nutzt einen Teil dieses Speichers jedoch als schnelleren Zwischenspeicher, wodurch sich 480 Gigabyte ergeben. Dadurch soll die Schreib- und Leserate von kleinen Datenblöcken beschleunigt werden. Sollte die SSD einmal zu warm werden, drosselt sie sich, Temperatur bedingt, selbst und schützt somit vor einem Defekt.

Leistung

Die Leistung der Sandisk Extreme Pro ist sehr gut bis spitze und kann sich vor allem in den theoretischen Benchmarks vor die Corsair Force LX setzen. Im Kopiertest zeigte sie sich nahezu genauso schnell und erreichte auch identische Zeiten. Durchgeführt haben wir den Kopiertest mit einem Corsair Flash Voyager GTX mit 256 Gigabyte Speicher. Kopiert wurde eine 11 Gigabyte große Einzeldatei sowie ein Ordner mit mehr als 65.000 Dateien. Ihre wahren Stärken spielt die Extreme Pro jedoch erst aus, sobald sie randvoll ist. Im Test zeigte sich die SSD von ihrer schnellsten Seite, wenn der Speicher fast voll belegt war. Hier konnte Sie schnellere Schreib- und Leseraten erreichen als im leeren Modus – beeindruckend! Darunter muss jedoch die Zugriffszeit leiden, die hier auf fast 0,2 Sekunden ansteigt.

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Persönliches Fazit

Entwickelt und gebaut für Gamer mit hohen Ansprüchen, so in etwa lautet der Leitsatz von Sandisk, wenn es um die Sandisk Extreme Pro geht. Zweifelsohne ist die Extreme Pro eine schnelle SSD mit reichlich Speicher. Auch die Kopierleistung bei großen Dateien konnte uns überzeugen. Wirklich erstaunt waren wir jedoch von der konstanten Dauerleistung. Bleiben andere SSDs oftmals gleich schnell oder werden sogar langsamer, legt die Sandisk Extreme Pro sogar noch einmal eine Schippe drauf und beschleunigt ihre Raten. Wäre die Sandisk Extreme Pro aktuell nicht derart teuer, könnten wir sie empfehlen. Leider war aber auch die Alltagspraxis nicht immer die Beste und lag sogar immer hinter der Corsair Force LX. Die Performance passt, aber der Preis treibt einem Spieler die Tränen in die Augen. Mit 280 Euro ist die Extreme pro aktuell noch viel zu teuer. Legt ihr 40 Euro mehr drauf, erhaltet ihr bereits zweimal die Crucial MX100 mit 512 Gigabyte. Sobald sich der Preis bei 200 Euro einpendelt, kann aber zugeschlagen werden. Ob Gamer nun eine Sandisk oder eine Crucial SSD nehmen ist jedoch egal, die Leistung unterscheidet sich im Gaming nicht grundlegend.

Positiv:

+ super Schreib- und Leseraten
+ hervorragende Dauerperformance
+ schöne Verarbeitung
+ 10 Jahre Garantie

Negativ:

– viel zu hoher Preis
– Zugriffszeiten steigen bei starker Auslastung rapide an

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 Euer Hardblox-Team

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