Test/Testbericht: Biostar A68N-5000

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Natürlich tummeln sich neben den vielen Gaming- und OC-Boliden noch viele weitere Hardware-Lösungen auf dem Markt. Nicht nur noch immer brandaktuell und bei vielen eine Überlegung wert, sondern mehr und mehr im Kommen sind nach wie vor auch Media-PCs oder HTPCs. Wozu auch immer nur ewig lange Kabel durch das ganze Zimmer oder das Haus verlegen, wenn man auch schon ein Media-Center in der Größe einer Spielekonsole, eines Receivers und dergleichen haben kann? Daneben braucht man natürlich auch in Sachen Office-Arbeit nicht gerade ein High-End-PC mit Triple SLI und DIY-Custom-Wasserkühlung. Da kommen kompakte System-on-a-Chip-Mainboards (SoC) gerade recht.

Wir haben für euch einen Blick auf das Biostar A68N-5000 geworfen, ein besonders kompaktes Mainboard im mITX-Format mit einer AMD A-4 APU und einem bereits vorinstallierten Kühler. Dabei setzt Biostar neben der Tatsache, dass man mit diesem Mainboard binnen weniger Handgriffe und wenigen weiteren Komponenten bereits startklar ist, auf das „Biostar 6+ Experience“ System, auf welches wir später noch genauer eingehen werden. Soviel sei jedoch gesagt, dass sich dahinter ein Plus für Audio, Video, Geschwindigkeit, Schutz, Langlebigkeit und Do-it-yourself (DIY) verbirgt.

Wie sich das Biostar A68N-500 in der Praxis macht, ob sich dahinter wirklich ein kleiner Alleskönner für den heimischen Unterhaltungsbereich verbirgt oder hier doch nur ein falscher Hase aus dem Hut gezaubert wird, erfahrt ihr in unserem Test.

Testsystem:

CPUAMD A4-5000 @ 1,5 GHz (onboard)
MainboardBiostarA68N-5000
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (ATI Radeon HD 8330 Graphic)
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSDKingston HyperX 3K 120GB
NetzteilBe quiet! Straight Power 550W
GehäusePhobya Benchtable
KühlerVorinstallierter Kühler
BetriebssystemWindows 8.1 64bit

Technische Daten:

Prozessoronboard AMD Fusion APU A4-5000 @ 1,5 GHz
ChipsatzNA
Arbeitsspeicher2 x DIMM, DDR3(L) 1600/1333/1066/800 MHz Non-ECC, un-buffered Memory (max. 16GB)
GrafikAMD Radeon HD8330 Graphics (onboard), max. Memory Share bis zu 2GB
unterstützt DX11.1
unterstützt HDCP
VGA Output1 x HDMI
1 x VGA Port
Erweiterungsschächte1 x PCIe 2.0 (x4)
Speichersystem3 x SATA 6Gb/s-Schnittstellen
LAN AnschlussRealtek RTL8111G – 10/100/1000 Controller
WLAN Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac (unterstützt Dualband Frequenz 2.4/5 GHz)
AudioRealtek ALC662 6-Channel HD Audio
USB-Schnittstellen2 x USB 3.0 Schnittstellen (Gehäuserückseite), 2 x USB 2.0/1.1 Schnittstellen (Gehäuserückseite), 2x USB 2.0 Header (intern)
Besondere FeaturesWindows 8 Ready
Supports Solid capacitor
Supports BIOS-Flasher
Supports Charger Booster
Supports BIOS Online Update+ weitere Biostar Exclusive Features (siehe unten)

Verpackung & Lieferumfang:

Kleines Format, kleiner Karton! Da macht auch das Biostar A68N-5000 im mITX-Format keine Ausnahme. Der Karton ist einerseits äußerst robust und stabil, andererseits hochwertig bedruckt. Dieser hält sich im Wesentlichen in hellen bis weißen Farbtönen im Hintergrund und ist sonst hinsichtlich des Aufdrucks, vor allem durch die verschiedenen Feature-Logos, recht bunt zusammengewürfelt. Hauptaugenmerk – durch goldene Farbtöne hervorstechend – ist das „Biostar 6+ Experience“ System. Dieses verspricht mit dem Plus an Audio, Video, Geschwindigkeit, Schutz, Langlebigkeit und Do-it-yourself (DIY) einiges und sorgt als Eyecatcher für die Aufmerksamkeit des Nutzers. Ein Produktfoto sucht man auf der Front, ebenso wie auf der Rückseite, jedoch vergebens. Die Hinterseite der Verpackung erläutert einem manche Features etwas genauer, wie beispielsweise das wasserfeste PCB, den Schutz vor elektrostatischer Entladung, den kühleren Betrieb durch besondere Low RDs(on) MOSFETS und die Smart Speed LAN Software Unterstützung. Ansonsten finden sich hier nochmals die Feature Logos der Front. Eine klare Botschaft für ein kleines, aber feines und funktionelles wie feature-reiches SoC Mainboard.

Unter dem Deckel der Verpackung verbirgt sich dann auch schon gut geschützt das SoC Mainboard und der recht überschaubare weitere Verpackungsinhalt, welcher aus einer Treiber- und Software-CD, der Schnellinstallations-Anleitung, zwei 6.0 GB/s SATA-Kabel sowie einem I/O Shield besteht. Das Biostar A68N-5000 SoC Mainboard selbst befindet sich eingepackt in einer Anti-Statik-Folie, die beiden SATA-Kabel sowie das I/O-Shield sind ebenfalls einzeln in einer normalen Plastikfolie verpackt. Die Treiber- und Software-CD liegt geschützt in dem Quick Installation Guide. Das war es dann auch schon mit dem Inhalt des Kartons. Eine Wi-Fi-Antenne, eine WLAN-Möglichkeit oder Ähnliches – wie man es sich für ein solches Board erhoffen würde – gibt es leider nicht. Schade!

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Aussehen & Design:

Das Biostar A68N-5000 SoC Mainboard kommt mit einem schönen schwarzen PCB in Hochglanz daher. Darauf zeichnen sich in Grau die Leitungsbahnen und in kontrastreichem Weiß die Linien für den Sitz der einzelnen Komponenten ab. Der bereits vorinstallierte und nicht allzu üppig ausfallende Passivkühler, welcher um einen Lüfter (nicht im Verpackungsinhalt enthalten) erweiterbar ist, strahlt hingegen edel in Gold. Die beiden RAM-Slots – die Arbeitsspeicher bis DDR3 1600MHz fassen – sowie der PCIe x16 Slot (Version 2.0, 4x Anbindung) sind in der Farbe Gelb gefasst und fügen sich so perfekt in das edle Bild aus schwarzer PCB und goldenem Kühler ein. Die beiden 6.0 GB/s SATA-Anschlüsse sind hingegen ebenfalls schlicht in Schwarz gehalten und gut erreichbar unterhalb des Kühlers platziert. Ebenfalls schwarz sind die beiden Anschlüsse (24-pin und 4-pin), welche das Board mit Strom versorgen. Auch diese sind mit ausreichend Abstand zum Kühler und gut erreichbar platziert. Dabei findet man den 4-pin-Anschluss links und den 24-pin-Anschluss rechts auf der Höhe des Passivkühlers. Die beiden Lüfteranschlüsse für optionale Frischluftschaufler finden wir zum einen unterhalb des Biostar-Schriftzugs relativ mittig auf dem Board, zum anderen direkt neben dem 24-pin-Stromanschluss. Beide haben auch ausreichend Spiel um sich herum, sodass eine Lüfterinstallation selbst bei bereits angeschlossenem Stromkabel kein Problem darstellt. Die Anschlüsse für das Front-Panel befinden sich ebenfalls gut erreichbar an der rechten unteren Ecke des PCBs und sind, insofern man eine Erweiterung mit einer dedizierten Grafikkarte in Erwägung zieht, bei bereits installierter Erweiterungskarte unter Umständen etwas schwer zu erreichen. Da man aber in der Regel in diesem Fall ohne Grafikkarte arbeitet oder nur ein kleines Modell verwenden würde, kann davon abgesehen werden.

Die einzige etwas schwer erreichbare Stelle dürfte unter Umständen, für all diejenigen, die mit Feinarbeit nicht viel am Hut haben, die BIOS-Batterie darstellen. In Aufsicht wird diese ein gutes Stück vom Passivkühler verdeckt.

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Verarbeitung:

In Anbetracht des geringen Preises und dem Verwendungszweck dieser kleinen Allzweckwaffe würde man vielleicht vermuten, dass man an der Qualität oder der Verarbeitung gespart hätte. Allgemein würde wohl niemand mit so einem schönen schwarzen und glänzenden PCB mit gelben beziehungsweise goldenen Highlights rechnen. Darüber hinaus wurde darauf geachtet, dass die Optik nicht leidet, sondern auch das Layout äußerst stimmig ist. Der Passivkühler sitzt, trotz Push-Pin-Verbindung, bombenfest. Alle weiteren Bauteile sitzen ebenfalls fest an ihrem Platz und auch bei den rückseitigen Anschlüssen wackeln weder die Verkleidung, noch die darunter liegenden Buchsen. Es wurden auch am gesamten Board und den Anschlüssen weder Grate, noch scharfe Kanten oder unsauber verarbeitete Komponenten gefunden – dafür beide Daumen nach oben!

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Technische Details:

In Sachen der APU bei dem Biostar A68N-5000 setzt Biostar auf den AMD A4-5000 der „Kabini“-Reihe mit vier Kernen und einem Grundtakt von 1500MHz, welcher alle Windows Versionen auch in 64bit bis Windows 8.1 unterstützt. In Sachen Grafikleistung besitzt das Biostar A68N-5000 in unserer Version eine integrierte AMD Radeon HD 8330 Graphic Lösung, auf deren Leistung wir später noch genauer eingehen werden.

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Das Biostar A68N-5000 setzt, neben der kompakten Bauweise und dem fast schon „ready-to-go“-System, auch auf ihr „Biostar 6+ Experience“-Programm. Doch was hat es damit auf sich? Wir bringen Licht in das Dunkel der ominösen hauseigenen Spezialprogramme der Hersteller:

1. Audio+

Der Realtek ALC662 6-Channel HD Audio Codec stellt qualitativ hochwertigen HD-Sound mit einem Minimum an Verlust von Wiedergabegüte bereit.

2. Video+

Zum einen unterstützt das kleine Board DirectX 11.1, zum anderen bietet es auch mit der Unterstützung von Direct3D 11.1 nicht nur 3D-Wiedergabe, sondern auch ein grundlegendes Render-System mit  Direct3D 10 APIs und Direct3D 11 APIs. Es stellt somit auch einen umfassenden High-Speed Software Rasterizer zur Verfügung. Unterstützt wird dies zusätzlich durch den onboard integrierten HDMI-Anschluss mit HDCP.

3. Speed+

Die Speerspitze bildet in diesem Punkt wohl die SmartSpeedLAN-Software als Kontrollstation für die Überwachung und die Feinabstimmung des Netzwerkverhaltens des PCs. Einerseits kann man hier über ein leichtgängiges und benutzerfreundliches GUI ganz automatisch mit vorgefertigten Profilen für Gaming, Media Streaming, Kommunikation oder Surfen Einstellungen vornehmen, andererseits kann man aber natürlich auch manuell eine Feinabstimmung machen. Ein weiterer und sehr komfortabler Punkt des „Speed+“ ist der Charger Booster. Egal in welchem S-Zustand sich der PC befindet (PowerON, Standby, Susped to RAM, Supsend to Disk oder PowerOFF), kann man unabhängig davon externe Geräte wie Tablet oder Smartphone laden. Der Ladevorgang geht dabei sogar um bis zu 42% schneller (v.a. Apple Geräte, getestet durch Biostar selbst) als bei anderen Ladestationen ohne die Charger-Booster-Technologie. Last but not least zählen natürlich noch die schnellen 6Gb/s SATA-Verbindungen, die schnelle Dual-Channel-DDR3-1600 RAM-Möglichkeit sowie das Vorhandensein von schnellen USB3.0-Schnittstellen zum „Speed+“ dazu.

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4. Protection+

Mit einem wesentlich dichteren Glasgewebe des PCBs wirkt man der Feuchtigkeitsaufnahme aus der Umgebung entgegen und sorgt so für eine wasserfeste und wasserdichte Platine. Durch diese Feuchtigkeit können nämlich unerwünschte CAFs (conductive anodic filaments), also leitfähige Bahnen entstehen, wo keine sein sollten. Ebenso sorgen die speziellen Low RdsOn P-Pak MOSFETs mit acht Pins, statt der meist üblichen drei Pins, für eine signifikante Erniedrigung des Energieverlusts und der Betriebstemperatur. Dies sorgt natürlich auch für einen stabileren und sichereren Betrieb. Darüber hinaus setzt Biostar hier ebenfalls auf sogenannte X.D.Cs (eXtreme Durable Capacitors). Diese sorgen mit einem geringen ESR (Equivalent Series Resistance) und hoher Belastbarkeit für eine gleichbleibende Versorgung der CPU mit Strom. Dies bewirkt eine längere Lebenserwartung der Kondensatoren um einen Faktor von bis zu 6,25.

5. Durable+

Wichtigster Punkt des gewissen Extras an Schutz bietet wohl auch hier einmal mehr die ESD Protection, also der Schutz vor elektrostatischer Entladung. Dies wird vor allem durch extra Chips an den rückseitigen Anschlüssen gewährleistet, da es auch bereits ungewollt zu ESDs beim Anschließen von USB-Geräten oder Ähnlichem kommen kann. Ein weiterer Punkt stellt der OV/OC/OH-Dreifachschutz dar, welcher gegen zu hohe Spannungen, sprich Over-Voltage (OV), Überstrom, sprich Over-Current (OC) und zu hoher Wärme- beziehungsweise Hitzebelastung, sprich Over-Heat (OH) schützt. Daneben gibt es aber auch noch weitere softwareseitige Schutzmechanismen, wie einen BIOS Virus Schutz, welcher Alarm schlägt, wenn ein unbefugter Überschreibungsvorgang beispielsweise an Boot-Sektoren vorgenommen wird. Zu guter Letzt sorgt das USB Polyswitch Device für eine Regulierung der fließenden Ströme bei mehreren angeschlossenen Peripherie-Geräten, egal ob USB 2.0 oder USB 3.0, und so für den Schutz der Hardware.

6. DIY+

Den letzten Punkt des „Biostar 6+ Experience“-Systems stellt das Do-it-yourself-Programm dar. Dies beinhaltet ein sehr leichtgängiges und benutzerfreundliches UEFI BIOS, ein sauberes und schnell zu erreichendes Layout der Onboard-Anschlüsse sowie die BIO-Remote-2-Technologie und die BIO-Flash-Technologie. Diese beiden Technologien sorgen für eine unkomplizierte Wiederherstellung funktionierender BIOS-Einstellung und ein schnelles Upgrade.

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Leistung

Für die Bestimmung der Leistung des Systems und der Harmonie der Komponenten untereinander, vor allem im Sinne des System-on-a-Chip-Prinzips, haben wir, wie auch bei den Tests der großen Hauptplatinen, die Programme 3DMark, SiSoft Sandra (CPU Benchmarks), Cinebench R11.5, Cinebench R15, WinRAR (Benchmark), TrueCrypt (Benchmark) verwendet. Gerade im Falle der Cinebench Benchmarks wurde dabei explizit auf die Verwendung einer Grafikkarte verzichtet, um die reine Kommunikationsleistung des Mainboards mit der integrierten Grafikeinheit zu testen.

Da das Biostar A68N-5000, nicht nur durch die passiv gekühlte Bauweise, nicht gerade für Overclocking ausgelegt ist und seitens des BIOS auch keine Möglichkeiten liefert, wurde davon in diesem Test abgesehen. Die Leistung wurde rein „out of the box“ beurteilt.

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Die schlechten Werte in Sachen Energieeffizienz bei dem SiSoft Sandra Benchmark sind wohl entweder auf eine Software-seitige Inkompatibilität oder einen Hardwaredefekt zurückzuführen. Genauer konnten wir das Problem jedoch nicht einkreisen, da das Biostar A68N-5000 sonst problemlos seine Arbeit verrichtet hat und die üblichen Benchmarks ebenfalls problemlos abliefen. Wir bitten daher von diesem Faktor abzusehen und sich in Sachen Energieeffizienz und vor allem Energieverbrauch mehr an den Punkt „Leistungsaufnahme“ zu orientieren. Dieser in Verbindung mit den anderen Testergebnissen bestätigt, dass die Energieeffizienz auch keinesfalls bei „Null“ liegen kann.

Office, Media, Gaming

Mit der SSD unseres Testsystems (Kingston HyperX 3K 120GB) in Betrieb genommen, fährt das Biostar A68N-5000 ebenso rasant hoch wie herunter. Dafür gedacht und dafür gemacht verrichtet es auch sowohl Media Aufgaben, als auch Browsing, Bild-, Musik- und Videowiedergabe zügig, ruckelfrei und in hoher Qualität. Microsoft Word, Excel, PowerPoint und andere Office-Programme werden spielend verarbeitet und selbst etwas anspruchsvollere Bildbearbeitung wie Photoshop packt das kleine Brettchen.

In Sachen Gaming haben wir uns für einen Kurztest mit Diablo III entschieden und konnten bei der höchstmöglichen Auflösung (1920x1080x60 (16:9)) mit allgemeinen Grafikeinstellungen auf „low“ beziehungsweise „gering“ sogar im Schnitt mit 15 FPS spielen (min. FPS 10 / max. FPS 20). Das ist natürlich nicht absolut frei von Micro-Ruckeln, aber immerhin kann man mit dem Biostar A68N-5000 auch das ein oder andere Ründchen zwischendurch zocken.

UEFI

Das Biostar UEFI BIOS ist im Falle des Biostar A68N-5000 äußerst übersichtlich und leichtgängig. Einstellungsmöglichkeiten werden schnell gefunden und die Übersicht ist auch für einen Laien klar verständlich.

BIO Remote 2

Mit der BIO-Remote-2-Software werden mobile Endgeräte zu einem Remote Controller umgewandelt. So kann man spielend einfach den PC per Fernsteuerung überwachen und kontrollieren.

BIO Flash

Die BIO-Flash-Treiber sorgen ganz einfach dafür, dass man beim Hochfahren des Computers mit einem einfachen Tastendruck, in diesem Falle F12, in ein gesondertes BIOS-Flash-Menü kommt. Dieses gestaltet dann das Flashen von BIOS kinderleicht. Man muss nur ein Laufwerk, meistens einen USB-Stick, mit den entsprechenden Files auswählen und das Biostar A68N-5000 übernimmt den Rest des Flash-Prozesses ganz von allein.

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Leistungsaufnahme

In Sachen Leistungsaufnahme kann sich das Biostar A68N-5000 durchaus sehen lassen. Dafür, dass es sich für all das, wofür es konzipiert ist, mit Bravour und Schnelligkeit meistert und dabei die Arbeit auch noch äußerst zuverlässig verrichtet, ist der Energieverbrauch praktisch ein Witz. Für all jene, die ihren Office-PC oder ihren HTPC mit mehr Hardware als nötig betreiben, wäre hier ein Umdenken eindeutig angebracht, denn dies spart nicht nur Geld bei der Anschaffung, sondern schont den Geldbeutel auch noch merklich bei der Stromrechnung – top!

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Persönliches Fazit

Das Biostar A68N-5000 macht hinsichtlich der Aufgaben, für welche es konzipiert und erdacht wurde, nahezu alles richtig. Alltägliche Office-Arbeiten laufen äußerst flüssig ab, Media und Streaming gehen schnell und ohne Ruckeln in sehr hoher Qualität vonstatten und selbst etwas Gaming ist drin (auch wenn es dafür nicht ausgelegt ist). Das „Biostar 6+ Experience“-System trumpft dabei natürlich stark auf. Daneben ist das Layout und das edle schwarz-gold-gelbe Erscheinungsbild ein wahrer Blickfang. Dies überrascht nicht nur, sondern verblüfft und überzeugt in dieser Preiskategorie allemal. Das Biostar UEFI BIOS ist ebenso leichtgängig und übersichtlich wie beispielsweise die Smart-Speed-LAN-Software zur Kontrolle und Überwachung der LAN-Aktivitäten und -Prioritäten. Wenn man nun noch bedenkt, dass man dieses System durch eine dedizierte Grafikeinheit erweitern kann, lässt sich damit doch schon ziemlich viel anstellen. Damit ist es nicht nur für Sparfüchse und Bürohengste eine Überlegung wert. Schade ist nur, dass Biostar nicht noch eine WLAN- beziehungsweise Wi-Fi-Lösung mit eingebracht hat. Das wäre aber auch schon der einzige Punkt, den man hier verbessern könnte.

Für die dargebotene Leistung, wenn man bedenkt wofür das Produkt eigentlich gedacht und gemacht ist, zu solch einem schmalen Preis, hat sich das Biostar A68N-5000 allemal unseren Hardbloxx Preis/Leistungstipp Award verdient!

PreisLeistungsTIPP Award

Biostar A68N-5000

69,90 €
Biostar A68N-5000

Positiv

  • - edles Erscheinungsbild
  • - sehr funktionelles Layout
  • - stets im niedrigen Temperaturen, trotz passivem Kühler
  • - spitzen Preis-/Leistungsverhältnis

Negativ

  • - keine integrierte WLAN-/Wi-Fi-Lösung

Euer Hardbloxx-Team

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Tobias

Veröffentlicht von

Der Mann fürs Grobe! Seit August 2012 fester Bestandteil des Teams, den man auch nicht so schnell wieder los wird - ähnlich hartnäckig wie Kaugummi an der Schuhsohle, nur wesentlich nützlicher ;D Von der Wiege an Games- und Technik-Begeisterter. Später wurden daraus Hobby-Schrauber, -PC-Doktor, -PC-Berater und (Wannabe-)Pro-Gamer ^^ Derzeitiges Projekt - unschwer zu erkennen - ist: League of Legends!

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Es wird hier von möglichem „Overclocking“ gesprochen.
    Leider konnte ich dazu im UEFI/BIOS nichts finden.
    Man konnte es nur „untertackten“, nicht übertakten :(
    Oder habe ich da was übersehen?

    • Tobias

      Hallo Holger,

      Overclocking wie man es im großen Stil von anderen Boards kennt, ist mit dem Biostar A68N-5000 nicht möglich und wurde hier auch im eigentlichen Sinne nicht angesprochen. BIOS bietet jedenfalls keine OC Möglichkeiten. Man kann lediglich die Timings des RAM anpassen und – wie du schon richtig erwähnt hast – mit Undervoltage arbeiten, um das System hinsichtlich der Energieeffizienz noch besser zu gestalten. Ob es Software-seitige Lösungen direkt von Biostar zu diesem Board für ein effektives Overclocking gibt, wage ich mal zu bezweifeln 😉 Dafür ist das Brett ja auch gar nicht ausgelegt. Ich hoffe, ich konnte dir helfen :)

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