Test/Testbericht: Logitech G302 Daedalus Prime MOBA Gaming-Maus

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In den letzten Jahren ist das Genre Multiplayer Online Battle Arena – oder kurz MOBA – erheblich gewachsen. League of Legends ist als Klassenprimus das größte Videospiel der westlichen Welt, aber auch Titel wie DotA 2, Smite und andere Vertreter haben dafür gesorgt, dass diese Videospielsparte sehr populär geworden ist. Da war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis Peripherie für genau dieses Genre produziert wird. Die Logitech G302 Daedalus Prime wurde ganz speziell für MOBA-Titel entwickelt und wird ganz offiziell von WildTurtle, einem professionellen League-of-Legend-Spieler empfohlen. Grund genug für uns, die Maus mal genauer zu betrachten und unsere Ergebnisse mit der Maus in einem Test festzuhalten.

Technische Daten:

  • 6 programmierbare Tasten
  • 122 Gramm Gewicht
  • bis zu 5 im Spiel wählbare Empfindlichkeitsstufen
  • Lasersensor mit 240 bis 4.000 DPI
  • maximale Beschleunigung von 20G²
  • maximale Geschwindigkeit von 3m/s²
  • USB-Signalrate von 1.000 Hz

Lieferumfang und Verpackung:

Die Verpackung der G302 Deadalus Prime ist recht spartanisch gehalten. Das beginnt mit dem blau-schwarzen Karton, der relativ klein ist und gerade genug Platz für die Maus bietet. Immerhin ist er sehr schön designt worden und besitzt auf der Frontseite ein transparentes Bild der Maus, mit dem man auf die innere Technik gucken kann. Auf der Rückseite wurden einige Bullet-Points aufgelistet. Darüber hinaus ist dort neben einem kleineren Bild der Vorderfront auch ein Foto sowie ein Statement von WildTurtle abgebildet. In diesem Statement preist er die schnelle Reaktion und die guten Tasten an und macht eben ein wenig Werbung für die Maus. Auf den Seiten selbst sind noch ein paar Stichpunkte in 15 verschiedenen Sprachen aufgezählt, die einige technische Daten preisgeben und zum Beispiel die technischen Details der Abtastung, Gleitfähigkeit und Reaktion näher definieren. Öffnet man den Karton, kann man einfach den Inhalt herausziehen. Dabei handelt es sich einmal um die Maus selbst, die in einem vorgestanzten Hartplastikgehäuse liegt und einfach herausgenommen werden kann. Zusätzlich sind noch zwei obligatorische Beipackzettel enthalten, die Sicherheitshinweise in vielen Sprachen sowie den Hinweis auf die Support-Webseite enthalten. Auf dieser Webseite bekommt man dann Zugriff auf die Software für die Gaming-Maus, die nicht im Lieferumfang im Sinne einer CD enthalten ist. Das war es allerdings auch schon, denn neben Karton, Maus, Hartplastikschale sowie zwei Beipackzetteln ist nichts weiter vorhanden.

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Design & Aussehen:

Sobald man die Logitech-Maus zum ersten Mal anfasst, fällt zunächst auf, dass sie recht klein ist. Selbst für normal große Hände ist sie etwas kurz geraten, sodass sie nicht perfekt in der Hand liegt. Dafür wurde sie ergonomisch designt, wodurch sowohl Links-, als auch Rechtshänder die gleichen Nutzungsbedingungen haben. Sie ist komplett in Schwarz gehalten, lediglich auf dem „Hinterteil“ ist das Logitech-Zeichen mit durchsichtigem Plastik eingefügt worden. Nutzt man die Beleuchtung aus dem Inneren, so wird dieses Logo angestrahlt und leuchtet in einem hellen Blau. Gleiches gilt für die beiden hinteren Seiten, die eine Art Gitternetz besitzen, das ebenfalls durch die Innenbeleuchtung leuchtet. Die komplette Maus besteht aus glattem, matten Hartplastik, mit der Ausnahme eines Mittelstreifens, der lackiert wurde und sich deshalb optisch vom Rest abheben kann. Auf der Unterseite ist neben dem Sensor der Name der Maus aufgedruckt worden – ebenfalls im gleichen Blau wie die Beleuchtung. Außerdem sind kleine „Füße“ zu sehen, die das Gleiten über verschiedene Ebenen verbessern sollen. Das Mausrad wurde passend zur Größe der Gaming-Maus ebenfalls recht klein gehalten, der DPI-Knopf ist direkt dahinter angesiedelt worden. Hinzu kommen noch zwei Daumentasten, die ebenfalls relativ schmal sind. Abgesehen von der Beleuchtung hat die Maus jedoch keinerlei farbliche Highlights. Schade ist außerdem, dass die Bleuchtung nicht frei wählbar ist, sondern nur eine Farbe vorgegeben wurde. Immerhin besitzt sie einen „Atmungs-Effekt“, der pulsierend immer heller beziehungsweise dunkler wird.

Verarbeitung:

Der erste Eindruck ist entscheidend und wenn man zum ersten Mal die Gaming-Maus in der Hand hält, wirkt sie zunächst billig. Das liegt vor allem am Material, denn es wurde sehr leichtes Plastik verbaut, um die G302 Daedalus Prime so leicht wie möglich zu halten. Auch wurde die Oberfläche nicht angeraut, um zusätzlichen Grip zu ermöglichen. Auch die bereits erwähnten Daumentasten sind nicht perfekt, denn während die hintere Daumentaste noch eine ordentliche Größe besitzt, ist die vordere Taste wirklich sehr schmal geraten. Das Mausrad ist ebenfalls recht klein, doch fällt dies zumindest nicht negativ auf. Außerdem merkt man hier eine hochwertige Verarbeitung, denn das Scrollen funktioniert absolut perfekt und in unserem Test sind keinerlei Probleme aufgetreten. Direkt über dem Mausrad liegt die DPI-Taste, mit der man zwischen den bis zu fünf einstellbaren Gaming-Profilen wechseln kann. Diese besitzt einen angenehmen Druckpunkt und ist recht leicht zu erreichen, sodass man auch beim Spielen auch in recht hektischen Situationen nach Bedarf entscheiden kann, welches Profil man gerade nutzen möchte. Der erste Eindruck täuscht jedoch, denn tatsächlich sind die einzelnen Bestandteile der Gaming-Maus nicht billig. Die Maustasten sollen zum Beispiel laut Herstellerangaben bis zu 20 Millionen Klicks schaffen, was eine wirklich recht ordentliche Zahl ist, die eine lange Lebensdauer verspricht. Trotzdem wirkt sie auf Grund ihres Gewichts reichlich fragil.

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Technische Details:

Aus technischer Sicht hat Logitech einiges zu bieten: Der optische Gaming-Sensor nutzt zum Beispiel die exklusive Delta-Zero-Technologie aus eigenem Hause und soll für eine schnelle und sehr genaue Abtastung sorgen. Dabei kann man via Software frei Einstellen, welche DPI-Settings man haben möchte – zumindest, wenn diese im Spektrum von 240 bis 4.000 liegen. Die vier möglichen Stufen werden dabei in 80er Schritten gewählt. Die maximale Beschleunigung des Sensors liebt dabei bei 20 G² und die maximale Geschwindigkeit bei 3 m/s², was im Vergleich mit anderen Mäusen dieser Preisklasse Durchschnitt ist. Für eine möglichst schnelle Reaktion sorgt eine USB-Signalrate von 1.000 Hz. Die Maustasten sollen bis zu 20 Millionen Klicks schaffen und die kleinen Füße auf der Unterseite der Maus haben eine Lebensdauer von mindestens 250 Kilometern. Außerdem wurde die linke sowie die rechte Maustaste mit einer Federspannung versehen, um zusätzlich die Reaktionseigenschaften sowie die Haptik zu verbessern. Wer möchte, kann zudem alle sechs Tasten der Maus komplett neu programmieren und damit für die eigenen Zwecke perfekt anpassen. In unserem Test wurde die Maus auf verschiedenen Untergründen getestet. Dabei konnte sie perfekte Ergebnisse auf einem Stoff-Mauspad erzielen. Auf reinem Holz oder Hartplastik-Mauspads bieten die Füße auf der Unterseite zu wenig Grip.

Software:

Die Software zur G302 Daedalus Prime ist sehr übersichtlich gehalten und bietet einige Einstellungsmöglichkeiten. Auf der Startseite der Software kann man wählen, ob man auf der Maus gespeicherte Profile verwende will oder lieber auf dem Computer gespeicherte Profile verwenden möchte. Wählt man die zweite Option, so kann man für jedes auf dem Computer befindliche Spiel neue Gaming-Profile erstellen und die sechs Maustasten individuell anpassen. In der Rubrik „Zeigereinstellungen“ kann man die DPI-Emfindlichkeiten für die einzelnen Stufen einstellen sowie die Anzahl der Stufen bestimmen und eine Standard-Stufe zuweisen. Bis zu fünf Stufen und minimal eine sind dabei wählbar. Auch die Signalrate kann in diesem Bereich verändert werden: 125, 250, 500 oder 1.000 Hz sind die vier wählbaren Einstellungen. Außerdem ist dort wählbar, ob man eine zusätzliche Beschleunigung wünscht, um die Zeigerpräzision zu erhöhen.

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In der dritten Sparte sind die möglichen Änderungen für die Beleuchtung zu finden. So kann man diese für das Logo sowie für die Seiten einzeln ein- beziehungsweise ausstellen, die Helligkeit wählen und die Gebühr verändern. Bei der Gebühr handelt es sich um die Schnelligkeit, mit der der pulsierende Effekt von dunkel nach hell und umgekehrt wechselt. Außerdem hat man die Möglichkeit, die Helligkeit für Logo und Seite einzeln zu ändern und somit nur eines davon zu nutzen -wenn man das denn möchte. Auch ein Schlafmodus ist aktivierbar und kann nach einer änderbaren Anzahl von Minuten eintreten. In der vierten und letzten Sparte kann man eine besondere Funktion der Logitech-Software finden. Dort kann eine Heatmap erstellt werden, die genau zeigt, wie oft, schnell und wie lange man die verschiedenen Tasten der Maus genutzt hat. Wer möchte kann außerdem noch ein paar Einstellungen zur Software selbst vornehmen, allerdings beeinflussen diese Einstellungen nicht die Maus.

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Handhabung:

Natürlich ist es für eine Gaming-Maus enorm wichtig, dass man mit ihr auch gut klar kommt. Wenn ein schlechtes Gefühl beim Spielen vorhanden ist, so wird man sich recht fix für eine andere Maus entscheiden. Bei diesem Logitech-Produkt hängt die Handhabung jedoch ganz stark davon ab, wie groß die Hände sind, die sie nutzen wollen. Denn ansonsten macht sie alles richtig: Sie ist ergonomisch geformt und damit für Links- und Rechtshänder nutzbar, die linke und rechte Maustaste haben einen angenehmen Druckpunkt, das Mausrad ist zwar klein, fällt aber überhaupt nicht negativ auf. Lediglich die vordere Daumentaste ist zu schmal geraten. Die Maus ist sehr leicht, was auch nicht jedem gefallen wird. Natürlich wurde die G302 Daedalus Prime vor allem bei MOBA-Spielen getestet, denn schließlich ist das ihr primäres „Jagdgebiet“ und konnte dort absolut gute Ergebnisse erzielen. Gleiches gilt auch für Shooter, RPGs und andere Spiele, denn technisch ist die Maus absolut fit. Nur wurde sie eben für eher kleinere Hände konzipiert, sodass man sich genau überlegen muss, ob sie zu den eigenen Händen passt. Auch fehlen weitere zusätzliche Tasten, denn um eine wirkliche MOBA-Maus zu sein, sollte sie doch mehr Macros ermöglichen. Davon abgesehen, liegt sie gut in der Hand und auch der DPI-Schalter ist leicht zu erreichen.

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Persönliches Fazit

Wenn die Logitech G302 Daedalus Prime nicht den Zusatz „MOBA Gaming Maus“ enthalten würde, würde sich wohl niemand beschweren. Denn es handelt sich um eine durch und durch solide Gaming-Maus für eher kleinere Hände, die technisch ordentliche Leistungen bringt. Doch sie besitzt nun einmal diesen Zusatz und deshalb ist es wichtig, die Frage zu stellen, was genau sie eigentlich zur perfekten MOBA-Maus macht. Sie wurde sehr leicht konzipiert, doch ist das Mausgewicht eben Geschmackssache und absolut nicht ausschlaggebend für ein Videospiel. Das Design ist ebenfalls nicht besonders effektiv, sondern eben einer normalen Gaming-Maus entsprechend. Die Anzahl der Tasten ist schon fast ein wenig zu gering, denn lediglich sechs programmierbare Maustasten sind vorhanden. Die Beleuchtung ist natürlich cool, aber hilft auch nicht beim Spielen. Letztendlich ist dieses Logitech-Modell also nur eine ganz normale Gaming-Maus, die euch niemals einen Vorteil bei MOBA-Spielen geben wird. Wer darüber hinweg sehen kann, kann hier zuschlagen – solange man über passende Hände verfügt oder mit kleineren Mäusen problemlos spielen kann.

G302 Daedalus Prime

Ab 46,45
G302 Daedalus Prime

Positiv

  • - coole Beleuchtung
  • - guter optischer Sensor
  • - ergonomisch gebaut
  • - für kleine Hände geeignet
  • - hohe Langlebigkeit

Negativ

  • - für große Hände ungeeignet
  • - lediglich sechs programmierbare Tasten
  • - vordere Daumentaste sehr schmal

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Euer Hardbloxx-Team

Felix Rau

Veröffentlicht von

Als Chefredakteur kümmert sich Felix nicht nur um tägliche News und Tests aus dem Bereich Hardware und Videospiele, sondern kümmert sich um alles, was so anfällt. In seiner Freizeit spielt er gerne Rollen- und Action-Spiele, ist aber auch mit MOBAs, Shootern und Sportspielen vertraut. PC und PS4 sind derzeit die bevorzugten Plattformen, doch letztendlich kommt es nicht darauf an, worauf man spielt, sondern wie.

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