Test / Testbericht: Schenker XMG P505 (Clevo P651SE)

Schenker Technologies XMG P505

„Eine Revolution des Pro-Gaming“ – so beschreibt Schenker seinen neuen 15-Zoll-Boliden und schickt damit das XMG P505 offiziell ins Rennen. Die Schenker Technologies GmbH ist ein deutsches Unternehmen mit Firmensitz in Leipzig und stellt frei konfigurierbare Notebooks auf Basis von Clevo-Barebones her. Auch das Marketing und die Assemblierung geschehen Inhouse. Dabei spezialisieren sie sich auf den Business- und Gaming-Bereich. Mit dem XMG P505 haben wir ein Gaming-Notebook der oberen Preisklasse vor uns, welches wir nun im Folgenden u.a. auf seine Leistung bei Spielen mit High-End-Grafik testen.

Technische Daten

ProzessorIntel Core i7-4710HQ @ 2.50GHz
GrafikkarteNVIDIA GeForce GTX970M 3072MB GDDR5 VRAM
Speicher8192MB DDR3-RAM PC3-12800 (1600 MHz), max. 32 GB
Display15,6 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, IPS, entspiegelt
Festplatten1x M600 MTFDDAV256MBF M.2 SSD 256 GB
1x ST1000LM024 Seagate Samsung Spinpoint M8 HDD 1000 GB
SoundHD Audio, Sound Blaster® X-FI® MB3, ONKYO 2.0 Speaker-System
SchnittstellenKartenleser, RJ45 Port (LAN), 4x USB 3.0 (1x mit Power-Off Ladefunktion, 1x eSATA/USB-Combo-Port), 2x MiniDisplay port 1.2, HDMI (with HDCP), Kopfhörerausgang, Audioeingang, Mikrofoneingang, S / PDIF (optisch)
Kommunikation10 / 100 / 1000 Mbit / s Base - TX Ethernet LAN: Realtek RTL8168/8111 PCI-E Gigabit Ethernet Adapter, WLAN: Intel Dual Band Wireless-AC 3160NGW 802.11a / b / g / n /ac + Bluetooth 4.0 (optional), UMTS (optional), 2.0 MP Videokamera, eingebautes Mikrofon
Abmessungen385 x 271 x 25 mm (B x T x H)
Gewicht2,5kg
Akku4 Zellen Lithium-Ionen-Akku, Kapazität 59200 mWh
Netzteil180W Netzteil, 170 x 85 x 35 mm (L x B x H), 850g

Verpackung & Lieferumfang

Das Notebook wird von zwei großen Seitenteilen aus Styropor im mattschwarzen Karton gehalten und ist noch zusätzlich in einer dünnen Stoffhülle eingepackt. Direkt daneben befindet sich das Netzteil sowie Stromkabel, welche ebenfalls in einem großen Stück Styropor stecken. Lose in dem Karton finden wir noch eine Tüte mit ein wenig Zubehör – mit Betonung auf wenig: Hier gibt es ein ausführliches Benutzerhandbuch, ein Ausdruck unserer Garantieinformationen, eine Treiber-CD, 4 Gehäuseschrauben und ein Mikrofasertuch zum Reinigen.

Aussehen & Design

Sobald wir das Notebook von der Verpackung befreit haben, konnten wir uns einen ersten Eindruck verschaffen. Das schicke, mattschwarze Gerät hat eine Höhe von gerade einmal 2,5cm. Die Kanten sind leicht angewinkelt, wodurch es auf dem Tisch weniger sperrig wirkt und auf dem Rückdeckel finden wir noch einmal das XMG-Logo in schwarzglänzender Schrift, welche auf den ersten Blick nicht auffällt, sich aber im richtigen Licht von der matten Oberfläche abhebt. Im Allgemeinen ist das Gehäuse komplett aus Metall, wodurch das Notebook einen sehr stabilen und robusten Eindruck macht. Richtet man jedoch einen kritischen Blick auf den Deckel, werden einem einige kleinere Dinge auffallen: Zum ersten ist die Umrandung des Displays nicht wie der Rest des Gehäuses aus Metall, sondern aus Kunststoff. Dies macht den Deckel etwas flexibel, was wir merkten, als wir leichten Druck an den Rändern des Notebooks ausübten. Schon mit wenig Kraftaufwand ließ sich der Deckel verformen, was bei der geringen Dicke allerdings normal ist. Drückt man zudem, im geschlossenen Zustand, leicht auf die Oberseite des Displaydeckels, verformt dieser sich ebenfalls etwas. Als großen Negativpunkt können wir das dennoch nicht ankreiden, da sich viele Mitbewerber dieser mobilen Gaming-Sparte etwa gleich verhalten.

Wer gerne auf dem Bett oder der Couch sitzt und dabei zocken möchte, dem empfehlen wir eine weichere Unterlage für die Handballenauflage. Die vordere Kante des XMG P505 ist ein wenig spitz geraten und kann somit beim längeren Spielen unangenehm am Unterarm drücken. Wirklich auffällig empfanden wir es aber erst nach rund 20-30 Minuten.

Schenker Technologies XMG P505

Schenker Technologies XMG P505

Das Notebook kommt mit einem Gewicht von 2590 Gramm daher, was allerdings bei einem Gerät für diesen Anwendungsbereich vollkommen vertretbar ist. Auch bei längerer Benutzung auf dem Schoß fällt das Gewicht nicht negativ auf. Etwas umständlicher kann es dagegen mit dem schweren Netzteil werden, das 850 Gramm auf die Waage bringt, doch dadurch auch relativ sicher auf dem Tisch oder dem Fußboden liegt.

Ausstattung

Was die Schnittstellen angeht, ist das XMG P505  von Schenker Technologies gut ausgestattet. Zur Verfügung stehen uns drei Audiobuchsen (Kopfhörer, Mikrofon und ein S/PDIF Audioeingang), ein Kartenlesegerät(MMC/SD) sowie vier USB-3.0-Ports, von denen einer als eSATA-/USB-Kombination realisiert wurde. Für die Bildausgabe an einen externen Monitor besitzt das Notebook zwei MiniDisplayport-Anschlüsse der Version 1.2, die Auflösungen bis 3840 x 2160 Bildpunkte darstellen können, außerdem einen HDMI-Anschluss, welcher auch HDCP-Verschlüsselung unterstützt, um entsprechend kopiergeschützte Medien wiedergeben zu können. Zusätzlich verfügt es als spezielles Feature über einen SIM-Kartensteckplatz, damit wir auch unterwegs mit dem Internet verbunden sein können.

P505 - Linke Seite

Die linke Seite mit HDMI, 1 x USB3.0 und 2 x DisplayPort 1.2.

P505 - Rechte Seite

Die rechte Seite mit Audioanschlüssen, Cardreader, Simkartensteckplatz, 2 x USB3.0, RJ45 und Kensington Lock.

P505 - Hinterseite

Hinten finden wir den Anschluss für das Netzteil sowie eine USB3.0/eSATA-Kombination.

Wir sind mit der Vielfalt der Anschlüsse zufrieden, schön wäre es dennoch gewesen, wenn diese statt in der Mitte weiter in Richtung des Hecks vom Gerät platziert wären. Ein Linkshänder, der eine externe Maus sowie einen externen Bildschirm verwendet, wäre in seiner Bewegungsfreiheit mit der Maus durch Kabel stark eingeschränkt.

Zum Diebstahlschutz ist das Gerät mit einem Kensington-Anschluss an der rechten Seite ausgestattet. Vor Datenklau schützt ein biometrischer Fingerabdruck-Scanner, welcher in unserem Test schnell und stets zuverlässig auf die eigenen Finger reagierte.

Wer das XMG P505 gerne später noch aufrüsten möchte, der freut sich über die relativ einfache Möglichkeit, an die Hardware zu gelangen. Wenn man die 15 Gehäuseschrauben an der Unterseite löst, lässt sich die Bodenplatte entfernen und gibt damit Zugriff auf das gesamte Mainboard, sodass der Tausch von Teilen oder die Aufrüstung denkbar einfach ist. Aufrüstpotential ist hier in ausreichendem Maß vorhanden. Im Auslieferungszustand kam unser Testsample mit einer von zwei belegten RAM-Bänken sowie einer von zwei belegten M.2-Schnittstellen, sodass wir noch eine zusätzliche SSD nachrüsten könnten. Wer gerne schnelleres Internet unterwegs nutzen möchte, kann auch ein LTE-Modul über die freie M.2-Schnittstelle anbinden. Der Akku ist lediglich mit Schrauben am Mainboard befestigt, wodurch er sich im Falle eines Defekts problemlos tauschen lässt.

P505 - Hardware
P505 - Festplatte
XMG P505 - CPU-Lüfter
XMG P505 CPU-Kühlblock

 

XMG P505 - GPU-Lüfter
XMG P505 - SSD
XMG P505 - RAM-Bänke
XMG P505 - WLAN-Modul

Das WLAN-Modul ist ein Intel Dual Band Wireless-AC 3160NGW, das im Test ansprechende Werte lieferte. Unsere Testumgebung war etwa zehn Meter vom Router entfernt mit einer dicken Ziegelwand dazwischen, dennoch lag die Signalstärke stets über 90%.

Im Shop von Schenker oder PlayIT habt ihr die Möglichkeit, das XMG P505 samt Windows 8.1 zu bestellen. Direkt beim Hersteller könnt ihr die Notebooks außerdem frei konfigurieren.

Eingabegeräte

Schon beim ersten Blick auf das Schenker XMG P505 fällt das große Touchpad auf. Dieses hat eine Diagonale von 12,5 Zentimetern und bietet damit massig Platz, um z.B. Im Spiel eine Drehung durchzuführen, ohne den Finger vom Pad heben zu müssen. Auch Multitouch-Gesten wie Ein- und Auszoomen beim Zusammenkneifen von zwei Fingern oder Scrollen werden unterstützt.

XMG P505 - Touchpad & Fingerprint-Sensor

Die Oberfläche des Touchpads ist ähnlich griffig wie das Gehäuse und liefert ein sehr angenehmes Bedienerlebnis. Wichtig ist die Installation der korrekten Treibersoftware. Durch die Standardtreiber von Windows werden keine Multitouch-Gesten unterstützt und das Touchpad reagiert sehr unempfindlich. Die Verwendung der offiziellen Gerätetreiber, die im Support-Bereich im Online-Shop von Schenker zum Download angeboten werden, schaffte schnell Abhilfe.

Die beiden Maustasten haben einen leichtgängigen Druckpunkt, welcher jedoch nicht eindeutig spürbar ist und die Verwendung etwas schwammig wirken lässt. Sie produzieren jedoch keine störenden Klickgeräusche. Aufgrund der Größe des Touchpads kommen Fehleingaben durch den Handballen beim Tippen oder Spielen durchaus vor. Daher ist es empfehlenswert, das Touchpad je nach Bedarf mithilfe der Funktionstasten (Fn + F1) abzuschalten.

Die Tastatur mit Nummernblock besitzt eine weiße Hintergrundbeleuchtung, dessen Helligkeit sich über die Funktionstasten in drei Stufen regeln lässt (stark, schwach, aus). Für den Gamer, der seine Wurzeln vergessen hat, sind die WASD-Tasten jeweils mit einem roten Pfeil gekennzeichnet.

XMG P505 - Tastatur
XMG P505 - WASD
XMG P505 - Ziffernblock

Die Tasten an sich sind sauber verarbeitet und liefern beim Schreiben längerer Texte ein angenehmes Tippgefühl. Die Größe der individuellen Tasten beträgt 15 x 15 Millimeter und der Abstand untereinander um die 3 Millimeter. Ob einem die Größe zuspricht oder nicht, ist natürlich Geschmackssache. Der Widerstand beim Tastendruck ist durchgehend sehr präzise und für eine klassische Rubberdome-Tastatur klar spürbar.

Die Tastatur hat ein Standard-Layout. Das bedeutet, keine der Tasten wurde unnötig verkleinert und auch das Tippen mit dem Zehnfingersystem ist, nach kurzer Eingewöhnungszeit, ohne große Schwierigkeiten möglich. Eine kleine Ausnahme ist der Ziffernblock, hier wurde ein wenig geschoben, um Platz für die Pfeiltasten zu schaffen.

Display

Unser Sample bestrahlt unser Sichtorgan mit einem 15,6 Zoll (39,6cm) großen, entspiegeltem Full-HD (1920 x 1080) Display mit IPS-Panel. Im Konfigurationsassistenten können wir jedoch auch Displays mit höheren Auflösungen auswählen. Alternativ zur unserer Variante können wir unser Notebook entweder mit WQHD+ (2880 x 1620) oder sogar 4K QFHD (3840 x 2160) ausrüsten. Die Option mit 4K wird hingegen nicht als entspiegelte Version angeboten. Ob sich ein Display mit höherer Auflösung als Full-HD für dieses Gerät lohnt, ist fraglich, da die verbaute GTX970M bei Auflösungen jenseits der unsrigen wohl gründlich ins Schwitzen kommen sollte.

Mit einem Kontrastwert von 1233 : 1 konnte uns das Display des XMG P505 durchaus überzeugen, wenngleich uns die Ausleuchtung nicht gänzlich zufrieden stellen konnte. Hier erreichen wir als Höchstwert gerade einmal 254 cd/m², während der tiefste Wert bei 180 cd/m² liegt. Vergleichen wir die Messwerte mit denen anderer Samples desselben Modells, fallen uns starke Schwankungen auf – warum nun gerade unser Gerät mit einer derart schwachen Ausleuchtung zu kämpfen hat, konnten wir im Test nicht feststellen. Laut Schenker Technologies handelt es sich bei unserem Sample um ein Vorserienmodell, welches ein noch nicht ganz marktreifes Display nutzt. Wenn man also vor der Kaufentscheidung steht, sollte man diese Werte zwar durchaus in Betracht ziehen, allerdings nicht auf die Goldwaage legen. Am besten ist es hier, sich selbst von der Qualität zu überzeugen, wenn das möglich ist. Als relativ angenehm empfanden wir die Farbtemperatur, die mit 6302K fast an den optimalen Wert von 6500K heranreicht.

Für Innenräume ist das Display ausreichend hell, wenn man nicht gerade mit dem Rücken zum Fenster sitzt und die Sonne auf das Display strahlt. Farben werden lebhaft und schön dargestellt. Aufgrund der Full-HD-Auflösung werden Bildschirminhalte klar und scharf angezeigt, Textinhalte sind auch bei kleineren Textgrößen noch klar lesbar. Dank des IPS-Panels ist das Display sehr blickwinkelstabil: Inhalte lassen sich auch bei stark geneigtem Display noch gut und ohne Farbveränderung erkennen.

Sämtliche Werte wurden mit einem Xrite 1Display Pro Kolorimeter durchgeführt.

XMG P505 - Ausleuchtungsdaten

Leistung CPU

Genug geschwafelt! So schön dieses Notebook von Schenker Technologies auch sein mag, kommt es uns doch mehr auf die innere Schönheit an.

Als Prozessor kommt bei unserem Testsample der Intel Core i7-4710HQ mit 2.5 GHz zum Einsatz. Dieser bietet uns vier physische sowie vier virtuelle Kerne, die sich alle 6MB Intel Smart-Cache teilen. Mithilfe der Turbo-Boost-Funktion lief der Prozessor in hardwarehungrigen Anwendungen auf bis zu 3.50GHz hoch. Wie schon von anderen Haswells bekannt, ist er in der 22nm-Struktur gefertigt und hat eine TDP von 47 Watt. Was den Grafikchip angeht, ist der starke Intel HD Graphics 4600 integriert, der im Bereich von 400MHz bis 1200MHz taktet.

XMG P505 - CPU-Z
XMG P505 - CPU-Z
XMG P505 - CPU-Z
XMG P505 - CPU-Z
XMG P505 - CPU-Z

Nennenswerte Zusatzfunktionen des Prozessors sind die Intel-Wireless-Display-Technologie, die das drahtlose Streamen des Bildschirminhalts auf kompatible Geräte ermöglicht, sowie die Intel vPro-Technik, die zusätzlichen Schutz vor Sicherheitsbedrohungen wie Rootkits, Viren und Malware bietet. Die komplette Produktspezifikation für Technikbegeisterte findet sich hier. Interessanterweise konnten wir selbst bei längeren Belastungstests kein thermisches Throttling (Herabsetzen der Taktfrequenz bei hohen Temperaturen) feststellen. Bei unserem 2-Stündigen Testlauf mit Prime95 taktete der Prozessor durchgehend mit 2.7GHz.

Um die CPU-Leistung zu testen, verwenden wir im Folgenden das Programm CineBench in der Version R15. Dieses Programm rendert eine fotorealistische Szene mithilfe von verschiedensten Algorithmen und kann auf Wunsch alle oder auch nur einen einzelnen Prozessorkern verwenden. Am Ende des Tests liefert es eine Punktzahl und vergleicht diese mit anderen Testwerten aus deren Datenbank. Um Vergleiche zu ziehen, haben wir uns diesen Werten bedient und den i7-4770K (Desktop Prozessor) mit 4.4 GHz sowie den i7-3720QM mit 2.6 GHz ausgewählt.

XMG P505 - CineBench R15.0 Single-Core-Benchmark
XMG P505 - CineBench R15.0 Multi-Core-Benchmark

Unser i7-4710HQ reiht sich bei beiden Tests in das gute Mittelfeld der i7-Prozessoren ein. Während der Test lief, haben wir die Prozessortaktrate stets im Auge behalten. Aufgefallen ist uns, dass die versprochenen 3.50GHz mithilfe der Turbo-Boost Technik nur im Single-Core Benchmark erreicht wurden. Im Multi-Core-Modus taktete er nicht höher als 3.30GHz.

Leistung Grafikkarte

Als Grafikbeschleuniger kommt in unserem Testgerät die NVIDIA GeForce GTX 970M zum Einsatz. Dies ist eine DirectX-11-Grafikeinheit, die im Oktober 2014 auf den Markt kam. Darauf verbaut ist der GM204-Grafikchip der Maxwell-Klasse von NVIDIA, der in 28nm-Struktur gefertigt ist. Dem Chip stehen 3072MB des schnellen GDDR5-Videospeichers zur Verfügung, die an einem Speicherinterface mit einer Breite von 192 Bit angebunden sind. Der Basistakt liegt hier bie 924MHz zzgl. Boost. Die TDP der GTX970M liegt bei 100 Watt, aufgrund von variablen Taktraten erreicht die Grafikkarte jedoch eine höhere Energieeffizienz als vergleichbare Modelle. Bei Arbeiten, die nicht grafikintensiv sind, kann man die GPU mithilfe von NVIDIA Optimus-Technologie auch komplett abschalten und die gesamte Arbeit der Prozessorgrafik überlassen, um Energie zu sparen.

XMG P505 - GPU-Z
XMG P505 - GPU-Z

Zum Testen der reinen Grafikleistung kamen die Programme Unigine Heaven 4.0 sowie 3DMark 2011 und 2013 zum Einsatz. Die Werte lassen zwar keine direkten Parallelen zur Gaming-Leistung ziehen, sind allerdings ein wertvoller Anhaltspunkt, um die Grafikeinheit mit anderen Systemen vergleichen zu können.

Wir haben drei Tests mit Unigine ausgeführt, bei jedem wurden die Einstellungen angepasst. Dabei haben wir uns an den vorgegebenen Presets orientiert. Alle Tests sind mit der DirectX11-Technik Tesselation durchgeführt worden. Hinterher wurden uns jeweils eine Punktzahl und die durchschnittliche FPS des Benchmark-Tests ausgegeben.

XMG P505 - Unigine Heaven 4.0 Benchmark
XMG P505 - Unigine Heaven 4.0 Benchmark

Beim Test mit 3DMark 2011 haben wir jeweils den Performance- sowie den Extreme-Benchmark einmal durchgeführt. Diese beanspruchen mehrere Bereiche der Grafikeinheit, unter anderem auch Physikdarstellung.

XMG P505 - 3DMark11 Benchmark

3DMark2013 arbeitet nach dem gleichen Konzept wie die 2011-Version des Programms, hier kamen die Benchmarks „Fire Strike“ und „Skydiver“ zum Einsatz.

XMG P505 - 3DMark13 Benchmark

Hauptspeicher

Ach, ich hol mir noch schnell ‚ne Tasse Kaffee während mein Notebook startet… Keine Chance. Denn vom Drücken des Powerknopfes bis zum Login-Bildschirm des Betriebssystems vergehen gerade einmal 17,4 Sekunden. Das haben wir der schnellen M600 M.2 der Firma Micron zu verdanken. Die 256GB-große SSD ist über die m.2-Schnittstelle angebunden, wodurch sie schnelle Datenraten garantiert. Mit einer sequentiellen Leserate von 522,01 MB/s und einer sequentiellen Schreibrate von 334,16 MB/s kann die Performance dieser SSD durchaus überzeugen. Auch der Praxistest zeigte, dass das XMG P505 stets schnell auf Eingaben reagiert und auch Games innerhalb weniger Sekunden öffnet.

XMG P505 - AS SSD Benchmark

Zusätzlich zu der SSD befindet sich in unserem Sample eine Seagate Samsung Spinpoint M8 mit einer Kapazität von 1TB. Diese dreht mit 5400RPM und besitzt einen Cache von 6MB. Im CrystalDiskMark erreichten wir eine Leserate von 101,5 MB/s sowie eine Schreibrate von 99,4 MB/s, was für eine herkömmliche HDD schon gute Werte darstellt.

XMG P505 - CrystalDiskMark

Systemleistung

Um das Zusammenspiel der Hardware bewerten zu können, haben wir als abschließenden Test noch einmal mit PCMark Version 7 und 8 getestet. PCMark ist ein Performance-Benchmarking-Tool, welches die Systemleistung in Alltagsaufgaben bewertet und uns einen Wert gibt, der uns das System mit anderen vergleichen lässt.

XMG P505 - PCMark 7 Benchmark
XMG P505 - PCMark 8 Benchmark

Gaming-Performance

Kommen wir nun zum tatsächlichen Praxistest. Wie wird sich das XMG P505 von Schenker Technologies im Spieletest schlagen? Wir haben weder Kosten, Mühen noch Downloadbandbreite gescheut und für euch elf grafikintensive Titel auf Performance und Spielbarkeit getestet. Wir haben für jedes Game drei Presets (höchste, hohe, mittlere Grafikeinstellungen) erstellt, um die Performance des P505 so weit wie möglich für jedes Spiel zu testen. Die jeweiligen Einstellungen waren bei jedem Spiel natürlich verschieden, wir haben jedoch in jedem Test mit einer Auflösung von 1920 x 1080 gearbeitet. Zwischen den Presets änderte sich hauptsächlich das Antialiasing (achtfach, vierfach, zweifach, wo möglich) sowie die Detailstufe, die sich im Spiel selbst einstellen ließ.

XMG P505 - Game Benchmark: Alien Isolation
XMG P505 - Game Benchmark: Battlefield 4
XMG P505 - Game Benchmark: Bioshock Infinite
XMG P505 - Game Benchmark: Company of Heroes 2
XMG P505 - Game Benchmark: Crysis 3
XMG P505 - Game Benchmark: Dragon Age Inquisition
XMG P505 - Game Benchmark: Far Cry 4
schenker-xmg-p505-benchmark-metro-last-light-redux-1
XMG P505 - Game Benchmark: Ryse Son of Rome
XMG P505 - Game Benchmark: Thief
XMG P505 - Game Benchmark: Tomb Raider 2013

Lautstärke & Temperatur im Betrieb

Was die Geräuschemission angeht, macht das Notebook unserer Meinung nach eine eher durchschnittliche Figur. Im Idle-Betrieb ergab unsere Messung einen Wert von 35,8db (15cm Abstand). Dies ist zwar hörbar, für das menschliche Gehör allerdings in einem Bereich, in dem wir das Geräusch nach kurzer Zeit ausblenden und es so nicht als störend empfinden. Bei kleineren Alltagsaufgaben, wie z.B. Surfen in Google Chrome, blieben die Lüfter konstant angenehm leise. Unter Last ergaben unsere Messungen da schon etwas anderes. Bei Volllast (Systemauslastung mit FurMark und Prime95 parallel laufend) heulten die Lüfter auf und wir erreichten einen Wert von 52,2db, was dann schon sehr deutlich hörbar war. Töne über 50db werden im Allgemeinen von unserem Gehör als störend wahrgenommen. Im Gamingbetrieb (Battlefield 4, hohe Grafikeinstellungen) brachte es das Notebook auf 47,5db, was trotz der hohen Wahrnehmbarkeit ein annehmbarer Wert für ein Gaming-Notebook ist. Vergleicht man die Lautstärke mit anderen Gaming-Notebooks, reiht sich das XMG P505 jedoch nahtlos in die Reihen ein, sodass es hier kaum Auffälligkeiten im Gaming-Bereich gibt.

XMG P505 - Lautstärkeemissionen

Um die Hitzeemission des Notebooks auszuwerten, haben wir jeweils im Idle und bei Volllast (FurMark und Prime95) Temperaturmessungen an mehreren Stellen der oberen und unteren Seite des Gehäuses durchgeführt, um zu zeigen, wie es sich an verschiedenen Stellen erhitzt.

XMG P505 - Temperatur im Idle Oben

XMG P505 – Temperatur im Idle auf der Oberseite.

XMG P505 - Temperatur Idle Unten

XMG P505 – Temperatur im Idle auf der Unterseite.

XMG P505 - Temperatur Volllast Oben

XMG P505 – Temperatur bei Volllast auf der Oberseite.

XMG P505 - Temperatur Volllast Unten

XMG P505 – Temperatur bei Volllast auf der Unterseite.

Aus diesen Werten lässt sich durchaus ein positives Fazit ziehen: Eine Temperatur von 42°C am Unterboden ist zwar warm, aber nicht zu warm, als dass die Benutzung auf dem Schoß unangenehm werden würde. Ein besonderes Plus verdient unserer Meinung nach die Handballenauflage: Auch nach langer Benutzung blieb diese unter der 35°C-Marke und fühlte sich durchweg angenehm kühl an.

Bei einem Blick auf die internen Temperaturen von Prozessor und Grafikkarte gibt es ebenso wenig zu bemängeln. Das Kühlsystem des Notebooks führt die Hitze der Komponenten gut ab und lässt den i7-4710HQ nicht heißer als 90° werden. Alles ab 100°C wäre in diesem Bereich als grenzwertig anzusehen.

XMG P505 - Temperaturen Intern

XMG P505 – Temperaturen Intern

Lautsprecher

Um dem Notebook eine Stimme zu verleihen, setzt der Hersteller Clevo im P505 wieder auf ein 2.0 Soundsystem von Onkyo. Sound ist ein sehr subjektives Thema, bei der Schönheit eher im Ohr des Betrachters liegt. Ganz neutral betrachtet, leistet das Soundsystem aber sehr gute Dienste. Die Lautsprecher liefern auch bei hoher Lautstärke einen klaren, präzisen Klang und blechernes Scheppern gibt es hier nicht. Ein Subwoofer ist bei dem Gerät nicht enthalten. Das fällt aber nicht sonderlich auf. Natürlich ist das Onkyo-Soundsystem keinesfalls mit einem guten Kopfhörer oder einer vollwertigen Anlage mit Subwoofer zu vergleichen, aber betrachtet man es als das, was es ist, macht es seine Sache im Vergleich zu herkömmlichen Notebooks hervorragend und bietet ein ausgewogenes Klangerlebnis sowie eine gute maximale Lautstärke.

Energieverwaltung & Akkuleistung

Die Leistungsaufnahme ermittelten wir mit einem BaseTech-Zähler für die Steckdose. Im Idle genehmigte sich das Schenker XMG P505 36 Watt, was für die Ausstattung einen normalen Wert darstellt. Bei voller Auslastung mit dem Furmark und Prime95 schwankte die Auslastung zwischen 175 – 210 Watt, pendelte sich im Durchschnitt allerdings bei rund 185 Watt ein. Mit 130 Watt im Gaming zeigt sich das XMG P505 zwar als hungrig, für die Kombination aus GTX 970M und i7-Prozessor aber durchaus unauffällig.

XMG P505 - Leistungsaufnahme

Die Königsdisziplin: Akkulaufzeit. Im Notebook verbaut ist ein 60Wh-Lithium-Ionen-Akku, dessen Laufzeit Schenker mit 4-5 Stunden bei geringer Last angibt. Wir haben neben dem Idle und der normalen Verwendung im Alltag noch einen Volllast-Test mit dem Tool BatteryEater gemacht. BatteryEater führt Arbeiten durch, die den PC an beinahe das Maximale der Leistungsgrenze bringen und zielt darauf ab, den Akku so schnell wie möglich zu leeren. An dieser Stelle sollten wir erwähnen, dass ein Notebook selten so durchgehend ausgelastet wird, wie bei Benutzung dieses Tools – dieser Test ist nur dafür da, um zu zeigen, wie lange der Akku im Worst-Case durchhalten würde.

XMG P505 - Akkulaufzeit

Fazit

Schenker Technologies hat beim XMG P505 unserer Meinung nach vieles richtig gemacht. Gut gefallen hat uns, wenn wir den Blick mal kurz nicht auf den biegsamen Deckel richten, vor allem das Gehäuse. Komplett aus Metall gefertigt macht das Notebook einen robusten Eindruck und die Handballenauflage bleibt beim Zocken stets angenehm kühl. Zudem ist es nur 2,5cm hoch und passt damit wirklich in jede Tasche.

Auch an den Eingabegeräten konnten wir weitestgehend keine Mängel erkennen. Nach der Installation der Treibersoftware des Touchpads ließ sich dieses präzise und effizient bedienen und besitzt zudem eine angenehme Größe. Ebenso überzeugt die Tastatur mit spürbarem, präzisem Feedback und einem sinnvoll gestalteten Layout.

Die Hardware des Notebooks lässt unserer Meinung nach wenig zu wünschen übrig. Mit dem i7-4710HQ und der GTX970M im Gepäck kann man kaum etwas falsch machen, selbst neuere Spieletitel mit aufwendiger Grafik ließen sich in unserem Test mit hohen FPS-Zahlen genießen und wir mussten dafür auch keinen verbrannten Schoß in Kauf nehmen.

Im Großen und Ganzen merkt man dem XMG P505 seinen Wert tatsächlich an. Es gibt nur wenige Kleinigkeiten, die einen mobilen Gamer etwas stören könnten. So müssen wir in unserem Test das Display bemängeln, das aufgrund seiner geringen Leuchtintensität nicht wirklich für den mobilen Einsatz oder die Verwendung im Freien tauglich ist. Auch die etwas unangenehme Kante und der weiche Displayrahmen sind uns im Test aufgefallen, auch wenn dies nur Kleinigkeiten sind. Ein großer Vorteil ist vor allem die 24 monatige Garantie, die euch Schenker bietet. Andere Händler, die Clevo-Barebones nutzen geben meist nur 12 Monate. Die 24 Monate Garantie erhaltet ihr auch bei PlayIT, von denen wir das Sample erhielten.

Dank der starken Hardware und dem robusten und edlen Gehäuse, ist das XMG P505 von Schenker nicht nur ein perfekter mobiler Begleiter, sondern kann auch den Desktop-PC daheim voll ersetzen. Ob Gaming, Arbeiten oder Streaming-Maschine, mit dem XMG P505 solltet ihr in allen Lebenslagen keinerlei Probleme bekommen. Sollte euch die Leistung, die unser Testsample aufweist, nicht reichen so könnt ihr bei Schenker von Anfang an einen stärkeren Prozessor, eine schnellere Grafikkarte oder mehr Arbeitsspeicher wählen.

Das Schenker XMG P505 konnte uns mit seiner Leistung komplett überzeugen und hat daher unseren LeistungsTIPP-Award redlich verdient.

LeistungsTIPP

Schenker Technologies XMG P505

1599,99€
Schenker Technologies XMG P505

Positiv

  • - Gehäuse komplett aus Metall
  • - starke Hardware
  • - hohe Wartbarkeit
  • - Potential zum Aufrüsten vorhanden
  • - angenehme Tastatur
  • - großes Touchpad
  • - gutes Soundsystem von Onkyo

Negativ

  • - Displaybeleuchtung vergleichsweise schwach
  • - etwas geringe Auflösung des Touchpads

Hier könnt ihr Preise des Schenker XMG P505 vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team