Test / Testbericht: Acer Aspire V15 Nitro Black Edition

Acer Aspire V15 Nitro Black Edition - VN7-591G-77A9

Ein echter Allrounder? Im Dezember 2014 brachten Acer ihr neues Aspire V15 Nitro Black Edition auf den Markt. Es handelt sich hier um ein Performance-Notebook, das sich hauptsächlich an mobile Gamer richtet und mit leistungsstarker Hardware auf den ersten Blick durchaus besticht. Auf der Herstellerseite wird es als ‚Das Gaming-Notebook für ein Leben auf der Überholspur‘ beschrieben. Ob das Notebook denn nun tatsächlich autobahntauglich ist oder auf dem Standstreifen liegen bleibt, finden wir in unserem Test heraus.

Technische Daten

ProzessorIntel Core i7-4710HQ @ 2.50GHz
GrafikkarteNVIDIA GeForce GTX860M 2048MB GDDR5 VRAM
Speicher8192MB DDR3-RAM PC3-12800 (1600 MHz), max. 32 GB
Display15,6 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, IPS, Entspiegelung via Sony Comfy-View Technologie
Festplatten1x Kingston SNS8100S32128GD M.2 SSD 128 GB
1x Western Digital WD10JPVX-22JC3T0 HDD 1000 GB
SoundHD Audio, Dolby-Digital-Home System, 4 Lautsprecher
SchnittstellenSD-Kartenleser, RJ45 Port (LAN), 3x USB 3.0, HDMI (with HDCP), Kombinierter Audio Ein-/Ausgang
Kommunikation10 / 100 / 1000 Mbit / s Base - TX Ethernet LAN: Realtek RTL8168/8111 PCI-E Gigabit Ethernet Adapter, WLAN: Qualcomm Atheros AR5BWB222
Abmessungen389 x 257 x 24 mm (B x T x H)
Gewicht2,4kg
Akku3 Zellen Lithium-Ionen-Akku, Kapazität 4450 mAh
Externes Netzteil135W

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung des Notebooks ist durchweg sehr schlicht gehalten. Wir finden einen mattschwarzen Karton vor, der auf den ersten Blick das Notebook selbst und Netzteil sowie ein Kaltgerätekabel beinhaltet. Freunde von viel Zubehör dürften hier enttäuscht werden, denn der Lieferumfang ist vergleichsweise bescheiden. Enthalten sind tatsächlich nur das Notebook sowie das dazugehörige Netzteil, ein Handbuch und eine Schnellstartanleitung, die unter anderem die Vorgehensweise für die Herstellung einer Verbindung zum Internet beschreibt. Immerhin eine CD für Gerätetreiber hätten wir uns noch gewünscht. Diese sind jedoch selbstverständlich in der Support-Abteilung auf der Website von Acer frei zum Download verfügbar.

Aussehen & Design

Müssten wir das Aspire V15 Nitro mit einem Begriff beschreiben, würde uns spontan das Wort „edel“ durch den Kopf schießen. Es ist komplett aus mattschwarzem Kunststoff gefertigt und gerade einmal 24 Millimeter hoch, ein guter Wert für ein Gerät mit solch leistungsstarker Ausstattung. Zusätzlich dazu ist die Unterseite in Richtung Rand abgeflacht, was das Gerät noch flacher wirken lässt, als es ohnehin schon ist. Durch die abgerundeten Ecken wirkt das Notebook auf dem Tisch nicht klobig. Die Oberfläche ist leicht gummiert und bietet ein angenehmes Bediengefühl, ist jedoch schon nach kurzer Zeit ein wenig anfällig für Fingerabdrücke. Einen netten Kontrast dazu stellt der Deckel dar, denn dieser ist mit einer linierten Textur versehen. Das macht das Gerät unheimlich griffig, so dass man beim Tragen nicht das Gefühl bekommt, es würde einem gleich aus der Hand rutschen. Die hintere Seite sowie die Displayscharniere sind in Silber gehalten, und mittig darauf lässt sich der eingravierte Schriftzug ‚Aspire V Nitro‘ erkennen. Auf dem Deckel selbst findet man auf der rechten Seite noch einmal das Acer-Logo.

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Wir sind von der Verarbeitung des Aspire soweit überzeugt. Das Display ist durch den Deckel gut geschützt, dieser ist ausreichend stabil und gibt bei Druck nur leicht nach. An den Rändern lässt er sich leicht verbiegen, allerdings nicht stark genug, als dass es bedenklich wäre. Die Scharniere sind sehr präzise und schwergängig, sodass das Display bei kleineren Erschütterung nicht wackelt.

Ein Manko, das aber viele Notebooks besitzen, ist die relativ spitze vordere Kante, die bei längerer Benutzung recht unangenehm in die Handgelenke drückt. Das wurde in unserem Test schon nach etwa einer halben Stunde Benutzung spürbar. Vor allem wenn ihr auf dem Sofa sitzt und zocken möchtet, merkt ihr die spitze Kante nach einigen Minuten deutlich am Handballen. Eine weiche Auflage ist hier empfehlenswert.

Ausstattung

Was die Schnittstellen des Notebooks angeht, beschränkt sich Acer nur auf das Nötigste. Wir finden einen Steckplatz für ein Kensington-Schloss an der linken Seite und drei USB3.0-Steckplätze, HDMI-Out, Gigabit-Ethernet RJ45, einen kombinierten Audio-Input/Output-Klinkensteckplatz sowie den Anschluss für das Netzteil an der rechten Seite. Als WLAN-Modul ist der schnelle Atheros AR5BWB222-Chip der Firma Qualcomm eingebaut. In unserem Testumfeld stand das Testgerät etwa zehn Meter vom Router entfernt mit einer dicken Ziegelwand dazwischen, dennoch lag unsere Konnektivität stets bei Werten über 90 Prozent.

Die Anschlussvielfalt ist zufriedenstellend, alles Wichtige ist enthalten und der Standardbenutzer dürfte nichts vermissen. Die Platzierung dieser Anschlüsse hingegen finden wir etwas unsinnig. Dadurch dass beinahe alle Anschlüsse auf der rechten Seite sind, wird es für den leidenschaftlichen Mausbenutzer und Rechtshänder nach Anschluss eines externen Monitors und der Maus selbst schon echt eng. Der Netzstecker bei unserem Testsample ist ein 90°-Winkelstecker. Auch das könnte Probleme darstellen, wenn der Nutzer sein Notebook über ein Netzwerkkabel mit Internet versorgt. Durch dieses wäre nun kein Platz mehr für den Stromstecker in dieser Richtung. Wir sind also gezwungen, das Netzkabel nach hinten zu legen, was streng genommen in bestimmten Situationen die Bewegungsfreiheit einschränken könnte.

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Die linke Seite beherbergt ein Kensington-Lock-Anschluss…

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…und die rechte Seite den Rest.

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Die hintere Seite mit den Lüftungsschlitzen

Unser Testsample war vorinstalliert mit Windows 8.1 in der 64-Bit Version. Direkt nach dem ersten Start waren einige Anwendungen von Acer installiert, unter anderem eine Testversion von McAfee Internet Security und Microsoft Office 2013. Durch einige Zusatzprogramme von Acer wirkt das Notebook etwas überladen und wird durch den enorm vollen Systemstart auch etwas ausgebremst. Vor allem McAfee hat in unserem Test sehr genervt.

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Wartbarkeit

Leider ist im Aspire V Nitro keine Wartungsklappe eingebaut. Im Falle einer Wartung oder einer Aufrüstung muss das Gehäuse komplett geöffnet werden. Dies ist jedoch zum Glück ohne Probleme möglich. Nach dem Aufschrauben hatten wir direkten Zugang zur SSD, der Festplatte, dem Akku sowie dem WLAN-Modul. Bei einem RAM-Defekt wäre es allerdings nötig, das Mainboard komplett auszubauen, da sich die RAM-Bänke von uns aus gesehen auf der Unterseite befinden. Die Lüfter sind ohne drastische Maßnahmen erreichbar und lassen sich demzufolge einfach säubern. Leider lies sich das Gehäuse auch nicht vollständig entfernen, da es fest am Display und den Scharnieren angebracht war. So könnt ihr das Notebook bei einer Reinigung oder einem Hardware-Tausch immer nur zu einem gewissen Teil (ca. 60-70°) öffnen. Notebooks wie das Schenker XMG P505 machen es dem geneigten Aufrüster hier wesentlich einfacher.

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Eingabegeräte

Als Mauslösung wurde bei dem Aspire V15 Nitro ein sogenanntes Clickpad verbaut, also ein Touchpad, welches technisch gesehen eine große Maustaste ist. Dadurch dass sich das Pad an jeder beliebigen Stelle klicken lässt, geht die Benutzung viel flüssiger und intuitiver von der Hand als bei einem gewöhnlichen Mauspad. Zusätzlich dazu ist die einhändige Benutzung stark erleichtert, da nun keine Fingerakrobatik mehr nötig ist, um die Maustasten zu erreichen. An das Bedienkonzept haben wir uns sehr schnell gewöhnt. Die ‚Taste‘ an sich hat einen leichten Druckpunkt und gibt ein deutlich hörbares und spürbares Feedback. Leider ist der Druckpunkt über das Pad verteilt unterschiedlich: Je näher man der Tastatur mit dem Finger kommt, desto mehr Kraft wird für einen Klick benötigt. Am obersten Rand ist eine präzise Nutzung also nur mit viel Mühe möglich. Abgesehen davon reagiert es sehr flott und bietet eine gute Empfindlichkeit.

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Als Tastaturlösung setzt Acer diesmal auf ein Chiclet-Keyboard mit Standardlayout, die Tasten wurden also nicht unnötig verschoben oder verkleinert, um sich an die oftmals kleinere Größe von Notebooks im Vergleich zu normalen Tastaturen anzupassen. Aber es gibt Ausnahmen: Die Pfeiltasten sind verkleinert worden und die Tasten des Nummernblocks sind etwas schmaler als die normalen Tasten. Tippen mit zehn Fingern ist nach kurzer Eingewöhnungszeit jedoch ohne große Schwierigkeiten möglich. Das Auslösen der Tasten erfordert nicht viel Druck, wir hätten uns hier etwas mehr Feedback gewünscht. Stellenweise wirkt die Tastatur ein wenig klapprig. Vertipper kamen zu Beginn schon häufiger vor, da zum Beispiel die Kleiner-als-Taste beinahe nahtlos an der linken Shift-Taste sitzt. Auch beim Zocken benötigten wir eine kurze Eingewöhnung, da das geringe Feedback der Tasten anfangs etwas ungewöhnlich war. Doch nach wenigen Minuten hatten wir uns in sämtlichem Spielen dran gewöhnt.

Die Tastatur wird von einer roten Hintergrundbeleuchtung bestrahlt, die sich allerdings nicht in Stufen regeln lässt. Es ist lediglich möglich, an- oder abzuschalten.

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Display

Unser Nitro ist mit einem 15,6 Zoll großen Full-HD LCD mit IPS-Technologie der Firma LG ausgerüstet. Auf dem offiziellen Datenblatt wird die Comfy-View-Technologie als Feature angegeben, was jedoch nichts anderes bedeutet, als dass das Display entspiegelt wurde. Unser Testsample besitzt eine native Auflösung von 1920 x 1080px, je nach Wunsch können wir jedoch auch das selbe Notebook mit 4K UHD-Auflösung (3840 x 2160px) konfigurieren. Dank der HD-Auflösung werden Bildschirminhalte schön scharf dargestellt. Mit einem Kontrastwert von 623 : 1 ist das IPS-Display zwar im Mittelfeld anzusehen, doch trotzdem nicht auf der Höhe manch anderer Wettbewerber, die ein kontraststärkeres Display bieten. Bei der Helligkeitsmessung kamen wir auf einen Höchstwert von 264 cd/m², unsere tiefste Messung ergab 239 cd/m². Damit ist das Display ausreichend hell, um auch draußen und bei Tageslicht Bildschirminhalte zufriedenstellend erkennen zu können. Mit einer Farbtemperatur von 5914K kommt das Display des Aspire nicht an den Optimalwert von 6500K heran und zeigt dadurch auch einen leichten Gelbstich. Dieser war nach unserer Kalibrierung allerdings kaum noch sichtbar. Dank IPS-Technologie ist eine gewisse Blickwinkelstabilität gegeben, lediglich bei einer kritischen Betrachtung von oben lässt sich ein leicht milchiger Schleier erkennen.

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 Leistung CPU

Im Aspire V15 Nitro ist der rasante Intel Core i7-4710HQ eingebaut, der mit 2.5GHz Basistakt reichlich Leistung für Spiele und Anwendungen liefert. Die vier Kerne teilen sich gemeinsam insgesamt 6MB Intel Smart-Cache und per HT-Technologie werden noch einmal 4 virtuelle Kerne zusätzlich simuliert. Für besonders rechenlastige Aufgaben legt die CPU den Turbomodus ein und taktet noch einmal 1GHz höher als normal. Typisch für Prozessoren der Haswell-Serie besitzt er eine 22nm-Strukturbreite und legt eine TDP von 47 Watt an den Tag. Als Grafikeinheit ist die Intel HD Graphics 4600 im Prozessor integriert, welche im Bereich von 400MHz bis 1200MHz läuft.

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Der Prozessor unterstützt zahlreiche Zusatzfunktionen wie die Intel-Wireless-Display-Technologie, mit der drahtloses Streaming des Bildschirminhalts auf unterstützte Geräte ermöglicht wird. Ebenfalls nützlich ist die Thermal-Monitoring-Technik, die mithilfe eines On-Die-Temperatursensors das System bei bedrohend hohen Temperaturen vor Ausfällen schützt, indem sie den Energieverbrauch der CPU nach Bedarf senkt. In unserem Belastungstest konnten wir jedoch keine ausreichend hohe Temperatur produzieren, um thermisches Throttling (Herabsetzen der Taktfrequenz) festzustellen. Die komplette Spezifikation für Technikbegeisterte findet sich hier.

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Selbst nach einer Stunde Belastung mit FurMark und Prime95 war kein thermisches Throttling festzustellen.

Um Vergleichswerte für die CPU zu erlangen, verwenden wir im Folgenden das Programm CineBench Version R15. CineBench rendert eine fotorealistische Szene und bedient sich dabei verschiedenen Algorithmen, um alle Bereiche der CPU zu testen. Hinterher wird ein Punktwert ausgegeben und denen von anderen Prozessoren aus deren Datenbank gegenübergestellt. Zu Vergleichszwecken haben wir die Testergebnisse des Schenker XMG P505 herangezogen, welches ebenfalls mit einem i7-4710HQ ausgerüstet ist.

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Leistung Grafikkarte

Als Grafikbeschleuniger hat Acer dem Aspire V15 Nitro die flotte GeForce GTX 860M der Firma NVIDIA spendiert, die zusammen mit der Intel HD Graphics 4600 im Optimus-Betrieb laufen. Optimus ist eine Technologie von nVidia, die den beiden Grafikeinheiten verschiedene Aufgaben zuweist: Die integrierte Grafiklösung kümmert sich um den Alltagsbetrieb und ist darauf ausgelegt, bei nicht-performanceaufwändigen Aufgaben Akkuleistung zu sparen, während die GTX 860M für grafikhungrige Anwendungen wie Computerspiele eingesetzt wird. Sie taktet in dem Bereich von 1.030 – 1.100 MHz und kann über insgesamt 2GB schnellen GDDR5-Videospeicher verfügen.

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Um die Performance mit anderen Systemen vergleichen zu können, verwenden wir den Synthetischen Benchmark 3DMark in jeweils der Version 2013 und 2011.

3DMark belastet die Grafikeinheit mit verschiedensten Verwendungsszenarien und rendert mehrere Szenen, um am Ende einen brauchbaren Punktwert auszugeben. Von diesem Wert lässt sich zwar noch keine Parallele zur direkten Leistung beim Gaming ziehen, ist jedoch wertvoll, um die allgemeine Leistung des Sytems beurteilen zu können.

Zur Veranschaulichung haben wir zusätzlich zu dem Nitro die Punktwerte des Schenker XMG P505 dargestellt.

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Hauptspeicher

In unserem Testsample ist eine 128 GB SSD von Kingston sowie eine 1000 GB HDD von Western Digital verbaut. Acer bietet hier jedoch reichlich Alternativen an, sollte einem das Speicherplatzangebot nicht ausreichen – ob 256 GB SSD oder doch ein 2 TB Festplattenlaufwerk, die Möglichkeit ist auf jeden Fall gegeben.

Zieht man von der Speicherkapazität der SSD den Platz ab, der für interne Funktionen frei bleiben muss, haben wir noch effektiv 119GB zur freien Verwendung – nach der Installation von Windows 8.1 und den zahlreichen Anwendungen von Acer bleiben uns noch etwa 97,3GB tatsächlicher freier Speicherplatz.

Die SSD ist über die flotte m.2 Schnittstelle angebunden und ermöglicht uns zufriedenstellende Datenraten und schnelle Zugriffszeiten. Die Bedienung im Alltag geht also – wie von SSD gewohnt – zügig von der Hand. Sequenzielle Lese-/Schreibraten von 467,83 MB/s und 324,8 MB/s sind gute Werte, die mit einer SSD, die über eine herkömmliche SATA-Schnittstelle angeschlossen ist, kaum zu erreichen wären.

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Was den Massenspeicher angeht, so hat Acer dem Aspire V15 Nitro eine Western Digital Blue Mobile verpasst, die über eine herkömmliche SATA-Schnittstelle angebunden ist. Die Festplatte arbeitet flott und überraschend leise, bei normaler Verwendung waren kaum störende Klickgeräusche vernehmbar. Unsere Geschwindigkeitsmessung erreichte einen Höchstwert von 114,6MB/s beim Lesen und 112,3MB/s beim Schreiben, was für ein herkömmliches Festplattenlaufwerk gute Werte sind.

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Systemleistung

Mithilfe des Benchmarking-Tools PCMark lässt sich das Zusammenspiel der Hardware bewerten, um das System als Ganzes vergleichen zu können. Zur Veranschaulichung der Werte haben wir wieder einmal die Testergebnisse des Schenker XMG P505 herangezogen.

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Gaming-Performance

Was die Leistung im Gaming-Bereich angeht, muss sich das Aspire V Nitro vor der Konkurrenz nicht verstecken. Der Großteil der von uns getesteten Spiele war bei einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten und mittleren bis hohen Details flüssig spielbar. Lediglich bei enorm hohen Detailstufen oder jenseits von vierfachem Antialiasing ging der GTX860M die Puste aus. Extrem anspruchsvollen Gamern würden wir daher empfehlen, zu einem Notebook mit mindestens dem größeren Bruder, der GTX970M, zu greifen.

Wir haben jedes Spiel mit jeweils drei Presets auf Performance getestet und dabei sowohl die maximalen Einstellungen in jedem Spiel (höchste Detailstufe, bestes Antialiasing), als auch weniger grafikhungrige Voreinstellungen mit teilweise reduzierten Details und Antialiasing geprüft.

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Lautstärke & Temperatur

Die Lautstärke blieb bei Alltagsaufgaben wie z.B. Surfen in Google Chrome konstant bei 34,1 db(A) und ist damit leise genug, dass man sich nach kurzer Zeit bereits daran gewöhnt hat und die Lüftergeräusche ausblendet. Bei geringer Last, beispielsweise auf dem Windows-Desktop, schalten die Lüfter sogar zeitweise komplett ab und das Acer verstummt vollständig.

Unter Last sind natürlich höhere Lautstärkepegel zu erwarten, doch selbst diese halten sich beim Aspire V15 Nitro im Rahmen des Erträglichen auf. Bei unserem Volllasttest mit Prime95 und FurMark gleichzeitig waren konstant 42,2 db(A) zu messen, was mit Blick auf die erbrachte Leistung ein sehr guter Wert ist. Im Volksmund werden Geräusche unter 50 db(A) zwar als deutlich warnehmbar, jedoch nicht als aktiv störend beschrieben.

Um die Hitzeemission des Aspire zu bewerten, haben wir jeweils im Idle und bei Volllast (FurMark und Prime95) Temperaturmessungen an der Ober- und Unterseite des Gehäuses durchgeführt, um darzustellen, wie sich das Notebook an verschieden Stellen unterschiedlich erhitzt.

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Temperaturen auf der Oberseite bei normaler Last

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Temperaturen auf der Oberseite bei voller Last

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Temperaturen auf der Unterseite bei normaler Last

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Temperaturen auf der Unterseite bei voller Last

Diese Werte konnten uns durchaus überzeugen. Die heißeste Stelle an der Unterseite hatte bei Last gerade einmal eine Temperatur von 36,8°C. Das ist zwar spürbar warm, allerdings wurde die Benutzung auf dem Schoß an keinem Punkt unangenehm. Ein wenig anders sah es auf der oberen Seite aus, diese schien bei Last tatsächlich wärmer zu werden als die Unterseite. Am meisten spürten wir das in der Mitte des Geräts, hier stieg die Temperatur schon auf 40,6°C an. Daran verbrennt sich zwar keiner die Finger, recht angenehm ist die Bedienung in diesem Fall dann aber auch nicht mehr. Immerhin blieb die Handballenauflage während des gesamten Tests unter der 30°C-Marke und verschonte unsere Handgelenke vor zu großer Hitze.

Auch der Blick auf die internen Temperaturen lässt kaum zu Wünschen übrig. Trotz des nur 24 Millimeter hohen Gehäuses und der relativ leisen Belüftung schafft es das Nitro, auch bei Vollgas einen kühlen Kopf zu bewahren. Der i7-4710HQ erreichte unter Volllast einen Höchstwert von 72°C, alles ab 90°C – 100°C wäre hier die Schmerzgrenze gewesen. Die GTX860M erhitzte sich im FurMark-Test auf maximal 78°C und liegt damit auch noch in einem vertretbarem Bereich.

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Lautsprecher

In dem Aspire ist ein von Acer nicht näher spezifiziertes Dolby-Soundsystem integriert. Insgesamt sind 4 Lautsprecher eingebaut, die rundum einen angenehmen Klang von sich geben. Vor allem die hohe Maximallautstärke konnte uns überzeugen. Über die vorinstallierte Dolby Digital Plus-Software lassen sich verschiedene Voreinstellungen für Klang auswählen, u.a. für Filme, Spiele oder Musik. Es lassen sich ebenso eigene Voreinstellungen erstellen.

Alles in allem tut das Soundsystem das, was es soll, und das recht gut. Vorsicht ist bei hohen Lautstärken geboten, bei starkem Bass und hoher Lautstärke neigen die Lautsprecher zu starkem Übersteuern und der Klang wird verzerrt. Abhilfe kann hier geschaffen werden, indem man eine Voreinstellung mit niedrigerem Basspegel auswählt.

Energieverwaltung & Akkuleistung

Den Energieverbrauch ermittelten wir mithilfe eines BaseTech-Zählers für die Steckdose. Im Idle-Betrieb verbraucht das Acer schlanke 17 Watt, was für Geräte dieser Leistungsklasse bereits einen guten Wert darstellt. Bei voller Auslastung durch unseren Test mit Prime95 und FurMark stellte sich der Verbrauchszähler im Durchschnitt auf ca. 101 ein. In unserem Gaming-Test genehmigte sich die Kombination aus i7-4710HQ und GTX860M um die 96 Watt. Das ist zwar nicht wenig, aber ein durchaus positiver Wert, wenn man die verbaute Hardware in Betracht zieht.

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Um die Akkulaufzeit zu testen haben wir mehrere Szenarien durchgespielt: Die normale Verwendung im Alltag (Surfen über Google Chrome, gelegentlich Videowiedergabe aus dem Internet) bei minimaler Bildschirmhelligkeit, die durchgehende Videowiedergabe bei mittlerer Helligkeit und FullHD-Auflösung sowie einen Volllast-Test mit dem Tool BatteryEater. Dieses beansprucht jeden Bereich des Notebooks so stark wie möglich und zielt darauf ab, den Akku so schnell wie möglich zu leeren. Dieser Test lässt keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Akkulaufzeit bei gemischtem Betrieb ziehen, da das Gerät niemals so stark belastet werden würde – dieser Test ist also sozusagen der Worst-Case.

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Fazit

Mit dem Acer Aspire V Nitro ist Acer mal wieder ein überzeugendes Gaming-System gelungen, für das man nicht einmal allzu tief in die Brieftasche greifen muss. Viele Pluspunkte konnte das Notebook mit dem schicken und vor allem dünnen Gehäuse sammeln, welches beim Bedienkomfort kaum Wünsche offen lässt.

Die Eingabegeräte reagieren präzise und ausgewogen, sodass Vielschreiber wie auch Gamer hier ihre Freude finden. Zwar benötigen Spieler etwas Eingewöhnungszeit, da das Feedback der Tasten verhältnismäßig gering ausfällt, doch kann die Tastatur danach durchaus gefallen. Hinzu kommt die rote Hintergrundbeleuchtung, die nicht nur im Dunkeln jedem Spieler weiterhilft, sondern zusätzlich noch stylish aussieht. Das Display kann mit guter Helligkeit und angenehmem Kontrast sowie einer natürlicher Farbdarstellung punkten, auch wenn wir einen leichten Gelbstich verzeichneten. Zudem wird es optimal durch den gut verarbeiteten Rückdeckel geschützt, der angesichts der dünnen Verarbeitung überraschend viel Widerstand gegen Druck bietet. Wem die FullHD-Auflösung nicht ausreicht, kann ebenso das gleiche Notebook mit 4K-UHD-Display erwerben.

Was die Hardware angeht, lässt die Kombination von i7-4710HQ und GTX 860M kaum zu wünschen übrig. Die meisten Spiele ließen sich durchweg auf der maximalen Auflösung spielen, wenn man auf die höchsten Details und stärkstes Antialiasing verzichten kann. Die Wärme, die dabei entsteht, wird sehr gut abgeführt und das Gehäuse wurde in unserem Test nie so heiß, dass die Bedienung unzumutbar wäre. Auch die internen Temperaturen von CPU und GPU überzeugten uns.

Einige wenige Kleinigkeiten sind dennoch zu bemängeln: Die Verteilung der Schnittstellen könnte für einige Anwender Probleme bereiten, da sich alle Anschlüsse auf der rechten Seite befinden und so leicht Kabelsalat entstehen kann. Bei der Tastatur hätten wir uns ein wenig mehr Feedback gewünscht und die vordere Kante am Notebook ist etwas spitz und drückt bereits nach kurzer Zeit recht unangenehm in die Handgelenke.

Durch starke Hardware, gepaart mit einem gut durchdachtem und optisch ansprechendem Gehäuse wird das Acer Aspire V15 Nitro Black Edition zum optimalen Begleiter für den mobilen Gamer. Für die ausgewogene Leistung bei annehmbaren Preis hat sich das Notebook unseren Preis-/LeistungsTIPP redlich verdient.

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Positiv

  • - vernünftige Tastatur mit roter Hintergrundbeleuchtung
  • - dünnes, griffiges Gehäuse
  • - robuster Displaydeckel
  • - angenehm gummierte Oberfläche
  • - geringe Hitzeentwicklung sowohl intern, als auch extern
  • - vergleichsweise geringe Lüfterlautstärke
  • - ausreichend Power für zahlreiche Games und Anwendungen

Negativ

  • - alle Schnittstellen auf einer Seite
  • - relativ spitze vordere Kante
  • - Tastatur bietet zu wenig Feedback

Hier könnt ihr Preise des Acer Aspire V15 Nitro Black Edition vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team