Test / Testbericht: OCZ ARC100-25SAT3 480GB SATA 3 SSD

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Während die Speicherkapazitäten für SSDs stetig steigen sinken die Preise dennoch immer weiter und wir bewegen uns langsam aber sicher in einem Bereich, in der auch geräumige Laufwerke der Solid-State Familie für den nicht allzu großen Geldbeutel machbar sind. Vor allem für Gamer ist dies immer interessanter, da sie nun die flotten Datenraten und Zugriffszeiten für mehr als nur Ihr heimisches Betriebssystem ausnutzen können. Ob die Vector ARC100-25SAT3 der Firma OCZ mit der Konkurrenz mithalten kann, erfahrt ihr bei uns im Test.

Verpackung / Lieferumfang

Typisch für eine SSD, kommt auf die OCZ Vector ARC100 in einer schlichten, kleinen Pappschachtel zu euch nach Hause. Neben der SSD befindet sich noch ein Quick-Start Guide, sowie der Garantie-Hinweis mit dabei. Weiteres Zubehör sucht ihr allerdings vergebens. Dafür ist die SSD sicher verpackt. Gehalten wird Sie von zwei Schalen aus Kunststoff, die die SSD sogar vor Stoßschäden schützen sollten.

Unser getestet Modell ordnet sich mit seinen 480 Gigabyte preislich zwischen einer Samsung SSD 850 Evo 500GB sowie einer Corsair LX 512GB ein. Lediglich die 120 Gigabyte- sowie die 240 Gigabyte-Version der OCZ ARC100 kann sich mit günstigeren Preisen markant von den Mitbewerbern absetzen.

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Aussehen / Verarbeitung

Zahlreiche SSDs bestehen entweder aus Kunststoff oder sehr dünnem Aluminium. OCZ setzt bei der Vector ARC100 vielmehr auf dickes Alu, was die SSD nicht nur robust, sondern auch wertig macht. Dadurch eignet sich der kleine Flash-Speicher hervorragend für externe Laufwerke oder Notebooks, da das Gehäuse bereits von vornherein geschützt ist. Auch die Verarbeitung kann sich sehen lassen. Wir konnten keinerlei Ecken oder scharfe Kanten rund um die SSD erkennen. Auch die Spaltmaße sind durchweg zufriedenstellend. Das blau/silberne Design wird vor allem Moddern mit weiß/blauen Gehäusen gefallen, da sich die SSD wunderbar in das Farbschema integrieren lässt. Die Oberseite ist dabei blau lackiert und wird lediglich vom Schriftzug des Herstellers sowie des Logos durchzogen. Den Rest des Äußeren Gehäuses lässt OCZ silber und unauffällig.

Sollte doch einmal ein Defekt auftreten, so bietet OCZ mit der „ShieldPlus“-Garantie einen schnellen und einfachen Austausch. Innerhalb der dreijährigen Garantiezeit, bietet euch der Hersteller einen 1:1 Austausch eurer SSD. Dafür meldet Ihr euch beim Support und gebt eure Seriennummer der SSD durch. Stellt sich heraus, dass ein Defekt vorliegt, wird euch umgehend eine nagelneue SSD zugeschickt. Damit hält OCZ die Ausfallzeiten so gering wie möglich und garantiert euch einen schnellen und unkomplizierten Wechsel, ohne Zwischenhändler oder Ähnlichem.

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Technik / Software

Die ARC100-25SAT3 könnt ihr mit entweder 120GB, 240GB oder, wie bei unserem Sample, mit 480GB Speicherkapazität erwerben. Mit einer Bauhöhe von 7mm (Passt demnach auch in flache Notebooks und Ultrabooks!) und dem von SSDs bereits gewohnten Formfaktor von 2.5 Zoll (6.4 cm) bringt das flotte Speichermedium 109 Gramm auf die Waage und entspricht damit so ziemlich dem Standard. Der MLC-Speicher stammt von Toshiba und wird mit einer Strukturbreite von 19 nm gefertigt. Als Controller kommt der von OCZ hoch angepriesene Barefoot 3 M10 zum Einsatz. Dieser läuft unter einer speziell optimierten, OCZ-eigenen Firmware, die die Performance des Speichermediums auch im voll-beschriebenen Zustand erhöhen soll.

Die Laufzeit wird mit 2 Millionen Stunden angegeben, oder um es für den Benutzer verständlicher zu machen, 20 GB an Schreibvorgängen täglich unter normalen Nutzungsbedingungen. Um Fehler zu erkennen, bevor sie zum Problem werden, wird natürlich auch SMART-Technologie unterstützt. Die SSD wird wie gewohnt über SATAIII angebunden, laut Hersteller sind so maximale Lese- und Schreibraten von 490 MB/s und 450 MB/s möglich.

Weiterhin unterstützt die SSD Verschlüsselung unter 256-bit AES-Standard.

OCZ-ARC-100-Vergleichstabelle

Leistung

Die Leistung der ARC 100 hält sich im Vergleich mit der Konkurrenz eher im mittleren Bereich auf. Um die Messwerte zu veranschaulichen haben wir uns den Ergebnissen der Tests der Corsair Force LX 512GB sowie der SanDisk Pro Extreme 480 GB bedient. Beim sequentiellen Schreiben setzt sie sich leistungstechnisch knapp vor die Corsair-SSD, wird allerdings dafür beim sequentiellen Lesen wieder von eben dieser abgehängt und kann nicht so ganz mithalten. Jedoch reichen beide nicht an die Leistung der SanDisk Pro heran. Auffallen kann die OCZ ARC100 besonders im Langzeittest über 12 Stunden. Besonders in diesem Test lässt sich das Verhalten einer SSD über einen längeren Betriebszeitraum hinweg simulieren. Dabei geht es nicht vordergründig darum, dass die SSD 12h am Stück lief, vielmehr ist die reine Betriebszeit an sich relevant. Hier zeigte die ARC 100 konstant schnelle Werte und konnte mit ihrer Performance überzeugen. Viele Modelle der Konkurrenz schneiden hier schlechter ab, denn die anfänglich sehr hohen Werte fallen meist bereits nach wenigen Betriebsstunden rapide ab. Dies ist für fast alle SSD-Nutzer recht ärgerlich, denn in der Regel nutzt man eine SSD ja über Monate bzw. Jahre hinweg.
Neben den Maximalwerten für 100% Lesen und 100% Schreiben, welche aus Marketing-Gründen immer besonders fett auf den Verpackungen stehen, ist aber insbesondere der Mixed Workload im Alltag wichtig. Oftmals laufen Schreib- und Leseprozesse gleichzeitig ab, was wiederum die Raten einbrechen lässt. Hier hat OCZ ebenfalls angesetzt und verspricht auch bei gemischten Aufgaben konstant hohe Werte.

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Mixed Workload

Mixed Workload 2

12h test

4K Random Write (12h-Dauertest)

 

Fazit

Die OCZ ARC 100 ist eine solide und schnelle SSD, die sich nicht sonderlich von der Konkurrenz abhebt, aber vor allem im kleineren Speicherbereich ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis bietet. Wie Ihr sehen könnt, sind die Schreib- sowie Leseraten konstant hoch und auch der Langzeittest zeigte, dass die OCZ ARC 100 ein stetiger Begleiter im PC oder Notebook sein kann. Zwar bleiben die Geschwindigkeiten ein wenig hinter unseren getesteten Modellen, doch bietet vor allem das 120 Gigabyte- und auch das 240 Gigabyte-Modell ein nahezu perfektes Preis-Leistungsverhältnis. Mit grade einmal 60 Euro für die 120 Gigabyte- und rund 90 Euro für die 240 Gigabyte Version, ist die OCZ ARC100 ein wahres Schnäppchen, für alle, die mehr Performance aus ihrem Rechner herausholen möchten. Aber auch die 480 Gigabyte-Variante bietet euch ausreichend Leistung zu einem annehmbaren Preis. Neben den IOPS-Werten zahlt Ihr hier weniger für die rohe Performance, wie beispielsweise bei der Crucial MX100, sondern viel mehr für die Haltbarkeit sowie die „ShieldPlus“-Garantie, die Ihr keinesfalls außer Acht lassen solltet. Habt ihr schon einmal einen Garantiefall miterlebt, werdet ihr euch über den unkomplizierten Austausch bei OCZ sicherlich freuen, vor allem, da Ihr keine Rechnung benötigt, sondern ausschließlich die Seriennummer der SSD.

Die 120 Gigabyte- sowie 240 Gigabyte Modelle der OCZ ARC100 erhalten von uns, aufgrund ihres günstigen Preises unseren PreisTIPP-Award.

PreisTIPP Award

OCZ ARC100 480GB

OCZ ARC100 480GB

Positiv

  • - Gute Langzeitperformance
  • - Robustes Gehäuse
  • - Hohe Verarbeitung
  • - Günstiger Anschaffungspreis (120GB & 240GB)
  • - 1:1 Austausch mit ShieldPlus Garantie

Negativ

  • - 480GB Version etwas zu teuer für die Leistung

Hier könnt ihr Preise vergleichen.

André

Veröffentlicht von

Als angehender Fachinformatiker im Bereich Systemintegration beschäftige ich mich natürlich nicht nur während der Arbeitszeit mit Computern und allem was dazugehört. Wie in dieser Branche üblich bin ich hauptsächlich nachtaktiv und natürlich auch Zocker aus Leidenschaft - Am liebsten Strategie- und Simulationsspiele. Zusätzlich dazu bezeichne ich mich voller Stolz als Handyenthusiast, Serienjunkie und Schlafzimmergitarrist.

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