Test/Testbericht: The Witcher 3: Wild Hunt [PS4]

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Der dritte Teil der Witcher-Reihe ist endlich da und The Witcher 3: Wild Hunt wurde nicht nur im Vorfeld enorm gehypt, sondern war bereits vor dem Release für viele Fans der Serie das Spiel des Jahres. Dabei führt es nicht nur die Geschichte der ersten beiden Teile fort, sondern soll außerdem durch viele Neuerungen und eine enorm schöne Grafik punkten können. Wir haben uns selbstverständlich auch gefragt, ob die Entwickler halten, was sie versprechen und verraten euch in den folgenden Zeilen unsere Meinung zum Titel.

The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3: Wild Hunt

Der König ist tot, lang lebe der König

Die Geschichte von The Witcher 3: Wild Hunt spielt sechs Monate nach dem zweiten Teil, doch wenn ihr bisher die ersten beiden Titel nicht gespielt habt, dann werdet ihr trotzdem die meisten Sachen verstehen. Hier und da fehlen dann zwar Hintergrundinformationen zur Vergangenheit des Protagonisten Geralt oder zu den Figuren, die bereits in den ersten beiden Spielen auftreten durften, doch kommt dies eher selten vor. Solltet ihr jedoch etwas Zeit investieren wollen, könnt ihr das Meiste im Glossar noch einmal nachlesen. In der Geschichte selbst befindet ihr euch wieder in einer fiktiven, mittelalterlichen Fantasywelt, die sich derzeit im Wandel befindet. Eigentlich befindet sie sich immer im Wandel, doch dieses Mal scheint sie im Chaos zu versinken, denn das Kaiserreich Nilfgaard überfällt die nördlichen Königreiche und legt alles in Schutt und Asche. Das hat allerdings ein paar positive Auswirkungen für den Hexer Geralt, denn all die Mächtigen, die ihn früher für ihre eigenen Zwecke missbrauchen wollten, sind nun tot oder verstecken sich vor der neuen Macht. Allerdings trifft Geralt jedoch schon sehr bald auf andere hochrangige Vertreter der Königreiche und findet sich erneut in einem Geflecht aus Intrigen wieder. Ach ja: Und Ciri ist wieder da.

Ciri war vor langer Zeit als Auszubildende bei den Hexern unterwegs und wurde von Geralt höchstpersönlich unterrichtet. Wenn ihr das Tutorial absolviert, dann werdet ihr auf sie treffen und so einen Blick auf ein junges Mädchen werfen dürfen, das langsam dazu ausgebildet wird, gegen die schlimmsten Monster der Welt zu kämpfen. Solltet ihr die ersten Teile gespielt haben, dann kennt ihr natürlich Ciri. Genau dieses Mädchen ist nun erwachsen geworden und so ist Geralts erste große Aufgabe, sie zu finden und zurück zu ihrem Vater zu bringen. Nachdem er im zweiten Teil sein Gedächtnis nun fast komplett wieder erlangt hat, möchte er sich außerdem auf die Suche nach den Leuten begeben, die er aus seinem früheren Leben kennt.

Was sich hier in wenigen Zeilen lesen lässt, ist allerdings nur der Auftakt für ein riesiges Spektakel, denn wer möchte, kann die Haupthandlung in circa 25 Stunden durchspielen – doch wer möchte das schon? Es gibt unzählige Nebenquests, zu jedem Dialog können viele zusätzliche Fragen gestellt werden, die zusätzliche Informationen mit sich bringen. Es gibt ständig Geheimnisse zu entdecken und Menschen müssen gerettet werden. Außerdem gibt es natürlich noch das eine oder andere Monster, das euch mit Sicherheit länger aufhalten wird. Wenn ihr also möchtet, dann könnt ihr auch problemlos 80 Stunden in dem Spiel verbringen und unzählige zusätzliche Inhalte finden, die die Story erweitern.

The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3: Wild Hunt

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The Witcher 3: Wild Hunt

Monster, Menschen und andere Feinde

Ein wichtiger Aspekt in The Witcher 3: Wild Hunt sind natürlich die vielen Monster, denn der Job eines Hexers ist nun einmal das Erledigen von Viechern, die durch die Welt ziehen und Menschen töten. Dabei trefft ihr auf einige Monster, die ihr bereits aus den alten Teilen kennt, andere sind jedoch neu und fordern euch auf eine bisher unbekannte Weise: Geister, Ghoule, Ertrunkene und Wölfe sind dabei nur das Grundgerüst der mystischen Viecher, die sich euch in den Weg stellen werden. Fast jeder Gegner hinterlässt zudem auch Loot, das ihr entweder verkaufen könnt oder für euer Handwerk braucht. Natürlich gibt es auch wieder Zwischenmonster, die von euch einen härteren Kampf und Vorbereitung fordern. Die Vorbereitung sieht meistens so aus, dass ihr zunächst ein paar Informationen über das jeweilige Monster einholt. Als Beispiel (Achtung: Spoiler!) erzählen wir von dem Greifen, der das erste Zwischenmonster darstellt und bei dem ihr zunächst einmal das Nest finden müsst. Dort erfahrt ihr dann, dass es sich um ein Männchen handelt und dass es nun sinnlos umherwandert und keinem Schema mehr folgt. Außerdem schaut ihr bei einer Kräuterkundigen vorbei, um dort ein bestimmtes Kraut zu bekommen, das das Monster anlocken wird. Nachdem ihr noch ein paar Tränke per Alchemie zusammengebraut habt, stellt ihr euch dann dem Kampf.

Jeder Hexer hat zwei Schwerter dabei, wobei das Silberschwert gegen die Monster gedacht ist und das Eisenschwert allem dem Garaus macht, was humanoid aussieht. Darüber hinaus könnt ihr auch auf Bomben zurückgreifen, die ihr wie Granaten auf eure Gegner schmeißt oder damit auch Monsterbauten aushebt und außerdem habt ihr neuerdings Zugriff auf eine Armbrust, mit der ihr zum Beispiel unter Wasser kämpft oder fliegende Gegner vom Himmel holt. Außerdem gibt es natürlich wieder die fünf Zeichen, mit denen ihr eure fünf Zaubersprüche ausführt und so unter anderem eine physische Druckwelle wirkt oder einen Schild um euch herum aufbaut. Jeder dieser Zaubersprüche ist gegen bestimmte Gegner besonders sinnvoll und da die Kämpfe gegen einige Gegner recht anspruchsvoll sind, ist es durchaus klug, die Schwachpunkte der Monster herauszufinden. Dazu müsst ihr lediglich einen Blick in das Kompendium werfen, denn dort könnt ihr dann herausfinden, welche Bestien wie bekämpft werden müssen. Dazu werden Zauber, Bomben und Tränke angezeigt, die sehr effektiv sind, sodass ihr euch perfekt vorbereiten könnt, wenn ihr möchtet. Wenn ihr nicht möchtet, könnt ihr natürlich auch einfach losrennen und draufhauen und euch mit dem intelligenten Ausweichsystem einen Vorteil verschaffen. Gerade bei den schweren Gegnern ist abhängig vom Schwierigkeitsgrad davon abzuraten, denn sonst werdet ihr nicht selten einen alten Spielstand laden müssen.

The Witcher 3: Wild Hunt

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Alchemie und Handwerk

Ein wichtiger Aspekt in The Witcher 3: Wild Hunt ist wie bereits in den Vorgängern die Alchemie. Ihr könnt in dem neuesten Teil Tränke herstellen, die für jede Situation geeignet sind: Einige erhöhen eure Kraft gegen bestimmte Monstertypen, andere heilen euch oder eure Ausdauer, mit der ihr dann die Zauber sprechen könnt. Wiederum andere sorgen für mehr Schaden von bestimmten Zaubersprüchen. Für die Zaubertränke braucht ihr natürlich die passenden Ingredienzen, wobei ein Großteil aus den Kräutern besteht, die ihr überall auf der Welt finden könnt. Zusätzlich braucht ihr immer noch mindestens eine besondere Zutat, die zum Beispiel das Gehirn eines Ertrunkenen ist oder von anderen speziellen Monstern stammen muss. Dafür erhaltet ihr dann eine bestimmte Anzahl an Tränke, die ihr in einen Quickslot stecken könnt, um dann im Kampf schnell darauf zugreifen zu können. Sind alle Stacks aufgebraucht, könnt ihr meditieren und dann die Stacks wieder auffüllen, wenn ihr genug alkoholische Getränke im Gepäck habt. Das ist enorm praktisch, denn so müsst ihr nicht ständig die selben Tränke brauen.

Neben der Alchemie könnt ihr euch auch Vorteile durch das Handwerk holen: Bei jedem Waffen- und Rüstungsschmied findet ihr nicht nur einen zusätzlichen Buff für euren Helden, sondern könnt dort darüber hinaus auch neue Items schmieden und diese verbessern. Auch hier braucht ihr, ähnlich wie bei der Alchemie, bestimmte Zutaten, die ihr entweder finden oder bei Händlern erwerben könnt. Außerdem ist es möglich, bestimmte Items zu zerlegen und dadurch an die Materialien zu kommen, die ihr benötigt. Dabei gilt: Je besser das jeweils gecraftete Item ist, desto komplexer ist auch die Herstellung und desto mehr müsst ihr an Zeit und Geld für die entsprechenden Materialien investieren. Allerdings lohnt es sich wirklich, immer wieder mal bei den Waffen- und Rüstungsschmieden vorbeizugucken und eure Ausrüstung aufzubessern.

The Witcher 3: Wild Hunt

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Erfahrungspunkte und Skill-Level

Natürlich ist The Witcher 3: Wild Hunt in erster Linie ein Rollenspiel, was sich auf der einen Seite durch die enorm interessante und echt lange Story ausdrückt. Auf der anderen Seite gibt es auch typische Rollenspielelemente, wie das Sammeln von Erfahrungspunkten. Es lohnt sich also definitiv, wenn man so viele Nebenquests wie möglich mitnimmt, um zusätzliche Items und Erfahrung zu bekommen. Für jedes Level-Up erhält man dann einen Skillpunkt, den man in einen der fünf Skill-Trees investieren kann. Im ersten Skillbaum erhöht ihr eure verschiedenen Kampffähigkeiten und könnt zum Beispiel kurzzeitig die Zeit beim Zielen mit der Armbrust verlangsamen oder mehr Schaden im Nahkampf austeilen. Der zweite Ast verbessert eure Zauber, während der dritte Skilltree eure alchemistischen Fähigkeiten verbessert. Der vierte Zweig hingegen ist für die allgemeine Schiene wie Handwerk, Verhandlungen und ähnliches gedacht, während der fünfte Baum euch dann zusätzliche Fähigkeiten für eure Mutagene bietet. Letztere sind besonders stark, aber werden auch nur durch seltene Zwischenmonster freigeschaltet. Außerdem könnt ihr die Mutagene mit den anderen Fähigkeiten kombinieren und dadurch ihren Effekt verstärken: Wenn ihr also das grüne Mutagen einsetzt, dann wird eure Gesundheit um 50 Punkte erhöht. Für jeden Alchemistenskill werden weitere 50 Punkte hinzugefügt und ihr könnt so maximal drei Skills für insgesamt 200 Lebenspunkte verknüpfen. Dadurch habt ihr ein wenig Einfluss auf die Art und Weise, wie ihr Geralt im Kampf spielen möchtet.

Erfahrungspunkte sammelt ihr allerdings nicht nur durch das Lösen von Haupt- und Nebenquests, sondern ihr könnt hier und da immer wieder ein paar zusätzliche Punkte bekommen. Wenn ihr zum Beispiel in einem Dialog besonnen vorgeht und einen Kampf vermeidet oder auch einfach, indem ihr die Wälder durchstreift und Monster tötet. Hier und da trefft ihr dann auf ein zusätzliches Versteck und könnt dadurch ebenfalls noch ein paar Punkte mitnehmen. Trotzdem dauert das Leveln im Spiel recht lang, sodass ihr selbst nach zehn Stunden noch nicht über Level zehn hinaus seid – abhängig davon, wie viel Sightseeing ihr so macht.

The Witcher 3: Wild Hunt

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The Witcher 3: Wild Hunt

Schönheit in Perfektion?

Der grafische Aspekt von The Witcher 3: Wild Hunt ist natürlich so eine Sache, denn die Entwickler haben zugegeben, dass auf dem PC die Grafik etwas heruntergefahren wurde, damit die Konsolen mithalten können. Auf der PlayStation 4 sieht das Spiel auf jeden Fall einfach richtig gut aus und selbst wenn auf dem PC mehr möglich gewesen wäre, so ist das Spiel einfach nur wunderschön. Sobald man durch den Wald reitet oder sich in den Kampf gegen die realistisch wirkenden Monster begibt, fühlt man sich einfach wohl und hat Spaß mit den satten Farben, den ruckelfreien Sequenzen und flüssigen Animationen. Das einzige Manko sind die Ladezeiten, wenn man die Gebiete wechselt oder einen Spielstand neu laden muss, denn dann dauert das Ganze auf der PlayStation 4 etwas.

Richtig gut ist außerdem die Soundkulisse, die bei der wunderbaren Musik beginnt, über die authentischen Kampf-, Monster- und Wassersounds führt und bei der echt guten Synchronisation endet – selbst in der deutschen Version findet man schöne Dialoge und die Zwischensequenzen machen auch Spaß, obwohl durchaus hier und da ein paar überspielte Tonsamples zu finden sind. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist zudem die Steuerung mit dem PS4-Gamepad: Wer am PC Maus und Tastatur benutzt, wird sich gerade in den Kämpfen ein wenig schwammig fühlen, doch auf der PlayStation 4 funktioniert das einwandfrei. Sogar die Menüführung geht absolut schnell von der Hand und Kämpfen, Reiten und Schwimmen funktioniert perfekt.

The Witcher 3: Wild Hunt

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The Witcher 3: Wild Hunt

Persönliches Fazit

Es ist schwer, etwas Negatives über The Witcher 3: Wild Hunt zu sagen, denn Story, Gameplay, Umfang und Grafik sind einfach richtig gut. Die Story ist fesselnd und es gibt so viel nebenbei zu sehen, dass es eigentlich nie langweilig wird. Die Kämpfe sind spannend und anspruchsvoll, Alchemie und Handwerk machen Spaß und sind immer wieder sinnvoll und wer möchte, kann 80 und mehr Stunden im Spiel verbringen. Natürlich gibt es hier und da ein paar kleinere Fehler, doch im Großen und Ganzen hat das Spiel die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern noch übertroffen. Zwar ist das Jahr noch lang, doch kann ich absolut nachvollziehen, warum viele Spieler bereits jetzt vom „Spiel des Jahres“ reden, wenn sie Witcher 3 erwähnen. Ich kann mich diesem Urteil nur anschließen und jedem dazu raten, das Spiel auszuprobieren und ihm eine Chance zu geben. Denn viele Spieler brauchen erst einmal 20 Stunden, bevor sie richtig in dem Titel drin sind und dann nicht mehr aufhören können. Meine Meinung: Kaufen, spielen, genießen!

The Witcher 3: Wild Hunt

The Witcher 3: Wild Hunt
92.7
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Gameplay

92 / 100

Alchemie, Handwerk, Kämpfe und Quests machen einfach enorm viel Spaß!

    Story

    95 / 100

    Eine unterhaltsame Hauptstory mit einer riesigen Menge an Nebenquests.

      Grafik

      89 / 100

      Auf der PlayStation 4 sieht Witcher 3 einfach richtig gut aus.

        Sound

        91 / 100

        Die deutsche Snychro ist manchmal nicht ganz treffend, sonst jedoch immer gut.

          Umfang

          94 / 100

          Man kann locker 80 Stunden und mehr im Spiel verbringen und stets etwas Neues finden.

            Spielspaß

            95 / 100

            Das beste Witcher aller Zeiten und ein würdiger Abschluss der Triologie.

              Positiv

              • - viele unterschiedliche Quests
              • - jedes Monster ist anders zu bekämpfen
              • - die Hauptstory weiß zu fesseln
              • - viele Stunden Spielzeit
              • - verschiedene spielbare Charaktere
              • - eine riesige Weltkarte

              Negativ

              • - manchmal schwache deutsche Synchro
              • - unter Wasser ist die Steuerung etwas zu behäbig

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              Euer Hardbloxx-Team

              Felix Rau

              Veröffentlicht von

              Als Chefredakteur kümmert sich Felix nicht nur um tägliche News und Tests aus dem Bereich Hardware und Videospiele, sondern kümmert sich um alles, was so anfällt. In seiner Freizeit spielt er gerne Rollen- und Action-Spiele, ist aber auch mit MOBAs, Shootern und Sportspielen vertraut. PC und PS4 sind derzeit die bevorzugten Plattformen, doch letztendlich kommt es nicht darauf an, worauf man spielt, sondern wie.

              3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

              1. Tja… ich kann diese Euphorie leider so gar nicht nachvollziehen. Ich spiele es auf der PS4 und da ist es eher mau. Die Grafik strotzt nur so von Pop Ups und NPC´s hängen regelmäßig in der Luft oder versinken halb im Boden so dass von Immersion keine Rede sein kann. Selbst der erste Auftraggeber steht oben hinter seinem Tisch nur knapp unter der Kante, so dass es eher lächerlich wirkt und die ganze vorherige Cutszene gleich mit abwertet.
                Dazu kommt, dass die Schrift selbst auf einem 55 Zöller im Abstand von 2,5 Metern unlesbar ist. Da die Texte mitunter wichtig sind und die Navigation durch die ohnehin enorm unübersichtlichen Menüs dadurch noch zusätzlich erschwert wird ein klarer Punkt der Abwertung (wenn nicht gar 2). Ja… sie wollen es patchen – haben sie aber noch nicht!

                Die Steuerung finde ich auch eher mittelprächtig. Sie ist ähnlich indirekt wie z.B. bei Battlefield und so kommt nie das Gefühl totaler Kontrolle auf. Dazu kommt, dass Geralt an jedem kleinen Kronleuchter oder Baumstümpfchen regelmäßig hängenbleibt was die Navigation durch die Level teilweise zur Qual verkommen lässt.

                Der Sound ist gut, aber die deutsche Synch ist grauenhaft (allein der Hauptsprecher wirkt schon, as und da ist die Übersetzung seines Pferds von „Roach“ zu „Plötze“ noch eine der weniger störenden aber dennoch erbärmlichen Dinge. Also ist englisch Pflicht.
                Dazu kommt, dass der Titel enorm mainstreamig verkauft wird, der Einstieg in die Story und insbesondere das Level-System aber derart kompliziert ist, dass Nicht-Rollenspieler definitiv überfordert sein werden. Insofern ein klarer Spartentitel aber kein Massenprodukt, denn das Spiel fordert absolute Hingabe und eine besondere Auseinandersetzung mit der Thematik und den Mechanismen. Da fand ich Bloodborne – trotz bockschwerem Gameplay – deutlich Einsteigerfreundlicher. Vielleicht kann man es nicht anders lösen, aber ich hätte mir gewünscht, dass es auch einen Schwierigkeitsgrad mit fordernden Kämpfen aber deutlich weniger Parametern gegeben hätte, denn so ist es ein Spiel, was man ständig spielen muss – nach 1 Woche Abstinenz darf man sich komplett von vorne einarbeiten.
                So wie das Spiel JETZT daher kommt, wäre es ein Ende 70er Anfang 80er Kandidat und deutlich schlechter als etwa Bloodborne.

                • Felix Rau

                  Also diese ständigen Grafik-Fehler hatte ich beim Testen auf der PS4 überhaupt nicht. Klar, hier und da mal ein Glitch, aber wirkliche Überlappung von Objekten etc. gabs bei mir nicht. Das mit der kleinen Schrift ist natürlich ein Problem, wenn man zu weit weg sitzt.

                  Auch bei der Steuerung hatte ich ein anderes Empfinden. Ab und zu etwas schwammig, klar, aber wenn man nicht ständig durch enge Häuser sprintet, bin ich da auch vollkommen zurecht gekommen.

                  Was hat dich denn genau an dem Level-System gestört? Beziehungsweise was war dir zu komplex? Ich fand gerade das Levle-System war das, was mir zu einfach erschienen ist. Ich find ganz im Gegenteil nämlich, dass Witcher 3 „zu wenig“ Rollenspiel im Vergleich mit anderen Titeln ist, aber er ist eine konsequente Weiterentwicklung der ersten beiden Teile.

              2. Pingback: News: The Witcher 3: Wild Hunt bekommt neues DLC mit Durchschlagskraft - Hardbloxx

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