Schenker XMG A305 im Test

Schenker XMG A305

Große Leistung, kleine Fläche. Mit dem A305 bringt Schenker Technologies ein kleines Gerät mit mächtig Power auf den Markt. Der kräftige i7 aus dem Hause Intel sowie die GTX960M müssen bei diesem Notebook ein wenig zusammenrücken, denn wir haben es hier mit einer Displaygröße von nicht einmal 14 Zoll zu tun – ein echtes Mobilitätswunder. Ob ihr auf das Renn-Pony beim Pferderennen setzen könnt, erfahrt ihr jetzt bei uns im Test.

Technische Daten

ProzessorIntel Core i7-4710MQ @ 2,5 GHz
GrafikkarteNVIDIA GeForce GTX960M 2048MB GDDR5 VRAM
Speicher8GB DDR3-RAM PC3-12800 (1600 MHz), max. 32 GB
Display13.3 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, IPS, entspiegelt
Festplatten1 x 1000GB SATA-III 5400U/Min WD Blue 9,5mm (WD10JPVX)
1 x 128GB mSATA SSD Crucial M550 (CT128M550SSD3)
SoundHD Audio, Sound Blaster® X-FI® MB3, ONKYO 2.1 Speaker-System
Schnittstellen6-in-1 Cardreader (MMC/RSMMC/SD/Mini SD/SDHC/SDXC), HDMI out, Kopfhörer, Mikrofon, RJ-45 Netzwerkanschluss, 1x USB 2.0, 3x USB 3.0, VGA
KommunikationRealtek RTL8168/8111 PCI-E Gigabit Ethernet Adapter
Abmessungen330 x 227 x 31,9 mm (B x T x H)
Gewicht2,0kg inkl. Akku
Akku8 Zellen Li-Ionen Akku 5600 mAh
Externes Netzteil120 Watt

Verpackung/Lieferumfang

Die Verpackung, in der wir unser Sample erhielten, ist ähnlich wie schon beim SCHENKER XMG P505 komplett in mattschwarz gehalten. Lediglich auf der Oberseite ist der XMG-Schriftzug in dem markanten Grün aufgedruckt. In dem Karton wird das Notebook selbst von zwei Teilen Styropor gehalten und ist in einer Stoffhülle verpackt, die das Notebook vor Staub und ähnlichen äußeren Einflüssen schützt.

Das enthaltene Zubehör ist zufriedenstellend: Neben Netzteil, Kaltgerätekabel und einigen Gehäuseschrauben zum Ersatz sind ebenfalls noch ein Mikrofasertuch zum Reinigen und sogar ein XMG-Schlüsselanhänger enthalten.

Aussehen/Design

Das kleine Gerät kommt ganz schick daher. Auf der Innenseite ist es dunkelgrau/anthrazitfarben gehalten. Das Gehäuse selbst besteht komplett aus Kunststoff, die Außenseite ist jedoch mit einer gummierten Oberfläche überzogen. Dadurch wird das Notebook zum einen um einiges griffiger und wird als netter Nebeneffekt noch vor unschönen, schmierigen Fingerabdrücken bewahrt. Auf dem Deckel ist das XMG-Logo glänzend hervorgehoben, ein weiteres Mal finden wir es auf der Innenseite am Displayrand.

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Die Ecken des Notebooks sind leicht angewinkelt, wodurch es noch kompakter wird, als es ohnehin schon ist. Lediglich die vordere Kante ist etwas spitz und hinterlässt nach längerer Benutzung unschöne Abdrücke am Handgelenk. Diesen Effekt konnten wir bereits nach etwa einer halben Stunde feststellen. Dies ist jedoch ein Problem, welches viele Notebooks dieses Anwendungsbereichs haben. Wir empfehlen daher eine weiche Unterlage für die Handballen.

Mit einer Höhe von gerade mal 3,2 cm und einem Kampfgewicht von 2 Kilogramm ist es ohne Zweifel als echtes Mobilitätswunder anzusehen. Dennoch ist es sehr robust und gut verarbeitet. Die Displayscharniere sind trotz des geringen Gewichts genau richtig eingestellt, dass sich das Display einhändig aufklappen lässt, und trotzdem macht es auf uns einen sehr stabilen Eindruck. Im geschlossenen Zustand lässt sich der Deckel von oben nur wenig eindrücken.

Ausstattung

Was die Schnittstellen angeht, ist das XMG A305 gut ausgestattet. Insgesamt stehen uns drei USB 3.0-Ports und eine USB 2.0-Schnittstelle sowie ein 6- in 1 Cardreader zur Verfügung, der die Formate MMC, RSMMC, SD, Mini-SD, SDHC und SDXC unterstützt. Zusätzlich dazu haben wir einen HDMI-out, einen Kopfhörer- sowie einen Mikrofonanschluss und die RJ-45 Buchse für Netzwerkkabel. Wer einen externen Monitor nicht über HDMI anschließen kann oder möchte, hat ebenfalls noch einen VGA-Anschluss zur Verfügung. Um das Notebook vor Diebstahl zu schützen, ist noch ein Anschluss für ein Kensington-Lock verbaut.

Schenker XMG A305

Die linke Seite des XMG A305…

Schenker XMG A305

…und die rechte Seite.

Wir empfinden die Anschlussvielfalt als angemessen, wer jedoch einen kritischen Blick auf dessen Anordnung wirft, dem werden einige kleine Kritikpunkte auffallen. Alle wirklich wichtigen Anschlüsse sind auf eine Seite verteilt. Wer beispielsweise vorhat, eine Maus, externe Tastatur und Monitor an das Notebook anzuschließen, wird schnell bemerken, dass sich nun unangenehmer Kabelsalat geformt hat. Ein Rechtshänder hätte in diesem Falle einige Schwierigkeiten, eine Maus zu verwenden.

Wartung/Aufrüstung

Die Wartung und Aufrüstung gestaltet sich beim Schenker XMG A305 spielbar einfach. Nach dem Lösen der Gehäuseschrauben lässt sich das komplette Backcover entfernen und ermöglicht sofortigen Zugriff auf alle wichtigen Bauteile des Notebooks. Der große Lüfter, der sowohl CPU als auch GPU kühlt, befindet sich direkt an der Oberfläche und lässt sich so denkbar einfach reinigen. In unserem Testsample sind bereits beide RAM-Bänke belegt. Sollten wir jedoch den RAM austauschen müssen, wäre auch das ein Kinderspiel.

Im Auslieferungszustand waren bei unserem Sample eine von zwei m.2-Schnittstellen belegt. Über den freien Slot könnten wir entweder sogar noch eine weitere, passende SSD einbauen und dann beide der Datenträger im RAID-Betrieb laufen lassen, um entweder mehr Speicherplatz oder mehr Datensicherheit durch Redundanz zu erreichen. Zusätzlich bietet Schenker ein LTE-Modul für die Schnittstelle an, um Nutzen von dem schnellen Mobilnetzwerk zu machen.

Der Akku ist weder verklebt, noch verschraubt, sondern lässt sich einfach auf der Hinterseite einstecken. Das erleichtert einerseits den Austausch im Falle eines Defekts, zusätzlich kriegen wir so die Möglichkeit, einen Ersatzakku mit uns zu führen, sollte uns unterwegs mal der Saft ausgehen.

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Eingabegeräte

Aufgrund des verkleinerten Gehäuses mussten die Eingabegeräte verständlicherweise ein wenig zusammenrücken, was die Qualität allerdings nicht mindert.

Das Touchpad ist relativ klein und fühlt sich, von der Oberfläche her zu urteilen, wie der Rest des Gehäuses an und ist damit sehr glatt. Dennoch ist es sehr präzise und erlaubt trotz der geringen Größe eine genaue und vor allem schnelle Bedienung. Mit installierter Treibersoftware sind auch einige Gesten zur Steuerung verfügbar. Beim Ziehen mit zwei Fingern lassen sich Internetseiten scrollen, mit einer Kneifgeste lässt sich die Zoomstufe von beispielsweise Bildern oder Dokumenten verändern. Die Maustasten sind gut ausbalanciert und bieten einen klar spürbaren Druckpunkt, erzeugen aber keine lauten oder gar störenden Klickgeräusche.

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Die Tastatur besitzt eine Chiclet-Bauweise. Das bedeutet, dass zwischen den individuellen Tasten immer ein kleiner Abstand ist. Das bietet beim Tippen den Vorteil, dass die Tasten leichter zu unterscheiden sind, was besonders bei kleineren Tastaturen wie dieser hier Sinn ergibt. Aus Platzgründen wurde hier auf einen Nummernblock verzichtet.

Im Großen und Ganzen handelt es sich bei der Tastatur um ein Standardlayout, was bedeutet, dass die Positionierung und Größe der jeweiligen Tasten einer gewöhnlichen Desktop-Tastatur gleich sind. Lediglich die Enter-Taste ist hier ein wenig geschrumpft, was aber beim Tippen nach kurzer Zeit bereits nicht mehr auffällt. Auch Nutzer des Zehnfingersystems werden bei dieser Tastatur auf Ihre Kosten kommen, schon nach kurzer Eingewöhnungszeit war es uns beim Testen möglich, relativ schnell und fehlerfrei zu schreiben.

Die Tasten an sich besitzen einen relativ leichten Druckpunkt, der allerdings klar spürbar istund so ein zufriedenstellendes Feedback bietet. Noch dazu ist die Tastatur sehr leise und mit einer weißen Hintergrundbeleuchtung ausgestattet, die das Tippen im Dunkeln zum Kinderspiel macht.

Display

In unserer Konfiguration verfügt das XMG A305 über ein 1920 x 1080 (FullHD) IPS-Display. Durch die recht hohe Auflösung in Kombination mit der kleinen Displaygröße ergibt sich hier eine enorme Pixeldichte, wodurch Bildschirminhalte sehr klar erkennbar sind.

Wem die Auflösung nicht ausreicht, der hat ebenfalls die Möglichkeit ein WQHD-Display verbauen zu lassen. Damit würde die Auflösung dann auf 2560 x 1440 Bildpunkte steigen. Ob solch eine Auflösung jedoch bei dieser Displaygröße praktikabel wäre und ob die verbaute Grafikleistung ein solches Anzeigerät rechtfertigt, ist unserer Meinung nach jedoch fraglich.

Davon mal abgesehen ist das Display von guter Qualität. Das IPS-Konzept funktioniert hervorragend und liefert eine gute Blickwinkelstabilität von allen Seiten. Die durchschnittliche Leuchtdichte von 346 cd/m² reicht vollkommen aus, um auch bei Sonneneinstrahlung noch Bildschirminhalten erkennen zu können. Noch dazu punktet das Display des XMG A305 mit einem guten Kontrastwert von 1094:1.

Würden wir nach Mängeln suchen, würde uns lediglich die etwas schwache Farbtemperatur des Displays auffallen. Dieser liegt mit 6078K ein wenig entfernt vom Optimalwert von 6500K und hält sich damit im etwas wärmeren Spektrum der Farbdarstellung auf. Dennoch werden Farben klar und schön dargestellt.

Schenker XMG A305

Leistung CPU

Als Hauptrecheneinheit kommt in unserem Sample des XMGA305 ein Intel Core i7-4710MQ mit einem Basistakt von 2.5 GHz zum Einsatz. Dieser bietet insgesamt 4 physische Kerne, womit wir dank Hyperthreading-Technologie insgesamt 8 Threads zur Verfügung haben. Diese teilen sich allesamt 6 MB von Intel’s schnellem Smart-Cache.

Durch die Turbo-Boost-Funktion bekommt der Prozessor in performancehungrigen Szenarien noch einmal einen kleinen Schub und taktet auf maximal 3.5 GHz hoch.

Typisch für Prozessoren der Haswell-Familie ist auch der i7-4710MQ mit einer 22 nm-Bauart gefertigt und bietet eine TDP von maximal 47 Watt. Bei der integrierten Grafiklösung handelt es sich um die Intel HD-Graphics 4600 die in einem Bereich 400 bis 1150 MHz taktet. In Anwendungen, die keine große Grafikleistung erfordern, schaltet sich durch nVIDIA-Optimus-Technologie die dedizierte Grafikkarte ab und die integrierte Grafiklösung springt ein. Das hilft, den Stromverbrauch des Notebooks zu senken.

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

Die CPU verfügt noch über einige erwähnungswerte Zusatzfunktionen wie etwa die Wireless-Display-Technologie, die es ermöglicht, den Bildschirminhalt drahtlos auf unterstützte Geräte widerzuspiegeln.

Durch Intel vPro-Technik wird das System bereits auf Hardwareebene unterstützt, um sich gegen Viren, Rootkits oder ähnliches zu wehren. Die komplette Spezifikation des i7-4710MQ findet ihr auf der offiziellen Produktseite von Intel.

Um die Leistung der CPU angemessen vergleichen zu können, verwenden wir im Folgenden das Programm CineBench in der Version R15. Dieses Programm rendert eine fotorealistische Szene mithilfe von verschiedensten Algorithmen, um alle Bereiche der CPU zu testen. Auf Wunsch kann das Programm auch nur einen einzelnen Prozessorkern verwenden. Am Ende des Tests wird ein Punktwert ausgegeben und mit anderen Ergebnissen aus der CineBench-Datenbank verglichen. Um selbst Vergleiche zu ziehen, bedienen wir uns hier den Testergebnissen von einigen unserer früheren Notebooktests. Dargestellt sind die Werte des Schenker XMG P505 (i7-4710HQ @ 2,5 GHz), Acer Aspire V15 Nitro (i7-4710HQ @ 2,5 GHz), Schenker XMG U705 (Intel Core i5-4690S @ 3.2GHz) und Nexoc G733.Color (i7-4910MQ @ 2.90GHz).

Leistung GPU

Für die Grafiklösung setzt Schenker beim XMG A305 auf die NVIDIA GeForce GTX960M. Diese ist eine DirectX-11-Grafikeinheit, die in einem Bereich von 1097 bis 1176 MHz taktet. Insgesamt stehen uns hier 2048 MB des schnellen GDDR5-Grafikspeichers zur Verfügung.

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

3DMark belastet die Grafikeinheit mit verschiedenen Verwendungsszenarien und rendert dabei mehrere Stenen, um am Ende einen brauchbaren Punktwert auszugeben. Von diesem lassen sich allerdings keine direkten Parallelen zur Gamingleistung ziehen, jedoch ist er ein wichtiger Anhaltspunkt, um die Grafik-Performance mit der anderer Notebooks vergleichen zu können.

Zusätzlich dazu testen wir noch mit dem Unigine Heaven Benchmark in der Version 4.0. Dieser rendert ebenfalls mehrere Szenen mit jeweils unterschiedlichen Systemeinstellungen und gibt am Ende einen Punktwert sowie die durchschnittlichen Frames pro Minute (FPS) an.

Zur Veranschaulichung der Ergebnisse haben wir mal wieder die Testwerte unserer früheren Tests herangezogen. Dargestellt sind das Schenker XMG P505 (NVIDIA GeForce GTX970M), Acer Aspire V15 Nitro (NVIDIA GeForce GTX860M), Schenker XMG U705 (NVIDIA GeForce GTX965M) und das Nexoc G733.Color (2 x GTX980M SLI).

Was die reine GPU-Leistung angeht, reiht sich das XMG A305 leistungstechnisch genau zwischen dem Acer Aspire V15 Nitro und dem XMG U705 ein und liegt stets leicht hinter dem größeren Bruder von Schenker. Beispielsweise liegt unser Sample in 3DMark in Version 11 sowie 13 um 500-700 Punkte zurück, jedoch immer 200-400 Punkte über dem Aspire V Nitro. Die GTX960M des A305 übertrumpft hier also die GTX860M des Acer problemlos.

Hauptspeicher

Insgesamt sind zwei Festplatten im Schenker XMG A305 verbaut: Eine Crucial M550 SSD (CT128M550SSD3) mit 128 GB Speicher und eine Western Digital Blue (WD10JPVX) mit 1000 GB Speicherkapazität.

Die SSD liefert in unserem Test zufriedenstellende Werte. Die respektiven Lese-/Schreibraten von 495,87 MB/s und 324,06 MB/s machen das Notebook zwar nicht zum Überflieger, doch für eine SSD die über SATA angebunden ist statt über M.2 sind das schon gute Ergebnisse. Vor allem die, in unserem Test wiederholbar feststellbare, hohe sequentielle Leserate des Datenträgers ist an dieser Stelle zu loben. Insgesamt ermöglicht die SSD eine flotte und angenehm flüssige Bedienung auf dem Desktop sowie kurze Ladezeiten bei Games.

Schenker XMG A305

Ähnlich sieht es auch bei der Festplatte aus. Die Festplatte der Firma Western Digital dreht mit 5.400 Umdrehungen pro Minute und verfügt über einen Cache von 8 MB. Die Lese-/Schreibraten liegen bei dieser mit jeweils 105,7 MB/s und 102 MB/s liegen leicht über dem Durchschnitt und fügen dem Notebook eine flotte und dazu noch geräumige Datenablage hinzu.

Schenker XMG A305

Systemleistung

Im Folgenden testen wir das Zusammenspiel der gesamten Soft- und Hardware des Systems. Hierfür bedienen wir uns des Programms PCMark in der Version 7 und 8. PCMark ist ein Performance-Benchmarking-Tool, welches die unterschiedlichen Bereiche des Notebooks belastet und verschiedene Verwendungsszenarien, wie beispielsweise Bildbearbeitung oder Surfen im Web durchspielt. Am Ende wird uns hier ein Punktwert ausgegeben. Um diesen zur Schau zu stellen greifen wir wieder auf die Testergebnisse unserer anderen Notebooks zurück. Dargestellt werden das Schenker XMG P505 (NVIDIA GeForce GTX970M), Acer Aspire V15 Nitro (NVIDIA GeForce GTX860M), Schenker XMG U705 (NVIDIA GeForce GTX965M) und das Nexoc G733.Color (2 x GTX980M SLI).

Gaming-Performance

Um die Gamingleistung des Schenker XMG A305 beurteilen zu können, haben wir 12 Games aus diesem und letztem Jahr mit verschiedenen Systemeinstellungen intensiv getestet um so die durchschnittlichen Frames pro Sekunde herauszufinden – darunter auch den AAA+ Actiontitel GTA V.

Um die Werte zur Schau zu stellen, bedienen wir uns an dieser Stelle mal wieder den Daten einiger unserer früheren Notebooktests. Dargestellt werden das Schenker XMG P505 (NVIDIA GeForce GTX970M), Acer Aspire V15 Nitro (NVIDIA GeForce GTX860M), Schenker XMG U705 (NVIDIA GeForce GTX965M) und das Nexoc G733.Color (2 x GTX980M SLI).

Im Großen und Ganzen ist die Gamingleistung des A305 mit dem Schenker XMG U705 (GTX965M) zu vergleichen. In den meisten der getesteten Games liegt unser Testsample mit der GTX960M leicht hinter dem U705. Die einzige Ausnahme ist hier Crysis 3, wo wir stets 3 – 5 mehr Bilder pro Sekunde messen konnten. Höchstwahrscheinlich ist die stärkere Performance hier auf kleinere Treiberinkompatibilitäten zurückzuführen, die das U705 in diesem Fall leicht ausbremsen.

Grundsätzlich liegt das XMG A305 jedoch stark vor dem Acer Aspire V15 (GTX860M). Auf mittleren Systemeinstellungen hatten wir bei unserem Sample konsistent 3 – 10 Frames mehr pro Sekunde.

Lautstärke/Temperatur im Betrieb

Was die Geräuschemission angeht, macht das Notebook unserer Meinung nach eine eher durchschnittliche Figur.

Im Idle-Betrieb schlägt sich das Notebook hervorragend, die Lüfter laufen mit 34,2 dB/A angenehm leise vor sich hin. Bei Aufgaben, die keine große Performance erforden, wie z.B. Textbearbeitung, Surfen im Netz oder auch nur dem Verweilen auf dem Desktop schalten die Lüfter teilweise sogar komplett ab und das Notebook gibt keinen Ton mehr von sich.

Ganz anders hingegen sieht es bei Belastung aus. In unserem Volllast-Test mit Prime95 und dem Grafikbenchmark FurMark fing das A305 ordentlich an zu pusten. Unser Messgerät gab hier am höchsten Punkt stolze 53,9 dB/A aus und macht das kleine Notebook damit zum lautesten von denen, die wir bereits getestet haben. Alles über 50 dB/A wird vom menschlichen Gehör als störend angesehen und lässt sich nur schwer durch Ablenkung ausblenden. Ein guter Kopfhörer kann hier unter Umständen Abhilfe schaffen.

Dieser krasse Unterschied zum Idle-Betrieb dürfte wohl auf die leistungsstarke Hardware verbunden mit dem kleinen Gehäuse zurückzuführen sein. Dadurch, dass alle Komponenten ein wenig enger zusammenrücken müssen, staut sich automatisch mehr Wärme an und das Notebook regelt die Lüfter stärker nach oben.

Im Gaming-Test mit Battlefield 4 auf hohen Grafikeinstellungen relativierte sich das Ganze noch einmal. Mit einer durchaus annehmbaren Lautstärke von 48,4 dB/A reiht sich das A305 mehr oder weniger bei der Konkurrenz mit ein und ist nur minimal lauter als das Schenker XMG P505, und minimal leiser als das Nexoc G733.Color.

Um die Wärmeemissionen auswerten zu können, haben wir sowohl im Idle, als auch bei Volllast die Oberflächentemperatur des Notebooks sowie auch die inneren Sensoren genau im Auge behalten.

Schenker XMG A305

Oberseite im Idle

Schenker XMG A305

Unterseite im Idle

Schenker XMG A305

Oberseite bei Last

Schenker XMG A305

Unterseite bei Last

Grundsätzlich ist festzustellen, dass sich das A305 insgesamt auf der Oberseite stärker erwärmt als am Boden. Am auffälligsten ist dieser Effekt leider genau in der Mitte der Tastatur, die sich während unserer Testphase am stärksten erhitzt hat. Gerade dort ist die Temperatur enorm spürbar, wenn auch nicht zwingend unangenehm beim Tippen. Ähnlich verhielt es sich beim Mauspad, welches sich ebenfalls stark erwärmte.

Die Unterseite hingegen gibt im Wärme-Test eine gute Figur ab. An keiner Stelle überschreitet das Notebook hier jemals die 40°C-Marke und ließ sich stets komfortabel auch auf dem Schoß bedienen.

Die internen Temperaturen zeigen uns ein ähnliches Bild. Die CPU wird im Volllast-Test nach einer Stunde etwa 96°C warm und hält sich dann dort. Das ist gerade noch im tolerierbaren Bereich. alles ab 100°C wäre hier als besorgniserregend anzusehen.

Immerhin steckt der i7-4710MQ diese Temperatur gut weg. Temperaturbedingte Effekte wie Throttling (Herabsetzen der Taktfrequenz aufgrund zu hoher Wärmeemission) oder gar Abstürze sind während unserer Tests nicht aufgetreten.

Schenker XMG A305

Lautsprecher

Das Lautsprechersystem ist, wie wir es bereits vom Schenker XMG P505 und XMG U705 gewohnt sind, von Onkyo realisiert und von exzellenter Qualität. Mithilfe der vorinstallierten SoundBlaster-Software lässt sich der Sound noch weitestgehend den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Schenker XMG A305

Wer sich mit Lautsprecheranlagen bei Notebooks auseinandersetzt, wird oft von eher blechernen Höhen und nicht vorhandenen Tiefen geplagt. Dies ist hier nicht der Fall. Schenker setzt beim A305 auf eine 2.0 Konfiguration der Lautsprecher, welche in unserem Test sehr gute Dienste leistet. Die Höhen sind klar und präzise und auch bei hohen Lautstärken wirkt der Sound nicht verzerrt.

Selbstverständlich ist dies nicht mit einer richtigen Anlage oder einem guten Stereokopfhörer gleichzustellen, doch verglichen mit der Konkurrenz schlägt sich das A305 in dem Punkt Sound um Längen besser.

Energieverwaltung/Akkuleistung

Die Leistungsaufnahme haben wir mithilfe eines BaseTech-Wattzählers für die Steckdose ermittelt. Im Idle verbraucht das Schenker XMG A305 lediglich 23 Watt, was einen sehr guten Wert für Geräte dieser Leistungsklasse darstellt. Teilweise haben wir dies wohl der nVidia-Optimus-Technologie zu verdanken. Diese schaltet in Situationen mit geringen Rechenanforderungen die GPU komplett ab und lässt jegliche Grafikberechnungen von der CPU durchführen, um Strom einzusparen.

Bei voller Auslastung mit FurMark und CPU-Benchmarking-Tool Prime95 genehmigt sich das Notebook gerade einmal 118 Watt. Das mag zwar nach viel klingen, in Anbetracht der verbauten Hardware stellt es jedoch einen guten Wert dar. Mit letztlich durchschnittlich 94 Watt im Gamingbetrieb bei einer Battlefield 4-Session zeigt sich das Notebook verglichen mit der Konkurrenz jedoch sparsam.

Im XMG A305 ist ein 8 Zellen Li-Ionen Akku mit 5600 mAh verbaut, die Akkulaufzeit wird auf der Herstellerseite und im Datenblatt mit fünf- bis fünfeinhalb Stunden angegeben.

Um die Akkulaufzeit angemessen beurteilen zu können, haben wir mehrere Szenarien durchgespielt. Zum einen der Idle-Test, bei dem wir die Bildschirmhelligkeit auf die niedrigste Stufe stellen und WLAN abschalten, um die längste mögliche Laufzeit zu erreichen. Im Kontrast dazu haben wir das Tool BatteryEater verwendet. Dieses lastet jeden Bereich des Notebooks so stark wie möglich aus, um den Akku so schnell wie möglich zu leeren. Hier ist zu erwähnen, dass solch ein Verbrauch bei normaler Benutzung selten erreicht wird. Der Test dient lediglich dazu, sozusagen einen absoluten Worst-Case darzustellen. Hinzu kommen noch die normalen Leistungstests, einmal beim Surfen im Internet mit gelegentlicher Videowiedergabe und der Test bei Filmwiedergabe.

Unser Test konnte uns positiv überraschen und zeigt das kleine Notebook als relativ langatmig, im Idle hält sich das Notebook wacker bei knappen 7 Stunden Laufzeit und konnte uns damit durchaus überzeugen. Auch im Volllast-Test hielt das Notebook länger durch als die Konkurrenz.

Zwar ist diese Laufzeit kein Meilenstein, sichert sich jedoch den ersten Platz bei den Notebooks, die wir bis jetzt testen konnten.

Fazit

Beim XMG A305 wurde der Qualitätsstandard, den wir von Schenker bereits gewohnt sind, wieder einmal erreicht. Vor allem durch die geringe Größe, das niedrige Gewicht und die gute Akkuleistung in Anbetracht der verbauten Hardware konnte das Notebook bereits einige Pluspunkte sammeln.

Das Gehäuse, wenn auch aus Kunststoff gefertigt, fühlt sich hochwertig an und ist gut verarbeitet, durch die gummierte Oberfläche wird das Notebook sehr griffig. Vor allem aber fühlt es sich robust an, wie sich vor allem an dem vergleichsweise stabilen Displaydeckel spüren lässt.

Auch bei der Hardware bleiben kaum Wünsche offen. Die Kombination von Core i7-4710MQ und GeForce GTX960M ist leistungsstark genug für die meisten Games und gleichzeitig sparsam genug, um auch im Mobilbetrieb relativ lange Spaß an dem Notebook zu haben. Wem diese Leistung nicht reichen sollte, hat im Konfigurationsassistenten von Schenker die Möglichkeit, auch eine stärkere CPU wie etwa den i7-4910MQ zu verbauen. Wer das Bedürfnis nach mehr Grafikleistung hat, dem können wir das Schenker XMG P505 nur wärmstens ans Herz legen. Den Testbericht dazu findet ihr ebenfalls bei uns.

Mängel stellen wir hauptsächlich bei der Kühlung fest. Die Oberflächentemperatur kann bei hoher Last schon stark ansteigen, und der Blick auf die internen Temperaturen ergibt ein ähnliches Bild. Während das in Anbetracht der verbauten Hardware und der geringen Gehäusegröße zwar verständlich ist, resultieren die starken Kühlanforderungen in einer relativ hohen Lautstärke bei Last.

Dennoch konnte uns das Schenker XMG A305 mit der gebotenen Akkulaufzeit und der Performance beim Gaming vollends überzeugen und hat sich unseren Hardbloxx.de-Leistungstipp redlich verdient.

Schenker XMG A305

Schenker XMG A305

1305,- €
Schenker XMG A305

Positiv

  • - Hohe Akkulaufzeit
  • - Gute Gamingleistung
  • - Hohe Mobilität durch geringe Größe
  • - Hochwertige Eingabegeräte
  • - Gutes Soundsystem
  • - Hohe Wartbarkeit
  • - Hochwertige Verarbeitung

Negativ

  • - Recht starke Erwärmung bei Last
  • - Lautes Kühlsystem

Euer Hardbloxx-Team

André

Veröffentlicht von

Als angehender Fachinformatiker im Bereich Systemintegration beschäftige ich mich natürlich nicht nur während der Arbeitszeit mit Computern und allem was dazugehört. Wie in dieser Branche üblich bin ich hauptsächlich nachtaktiv und natürlich auch Zocker aus Leidenschaft - Am liebsten Strategie- und Simulationsspiele. Zusätzlich dazu bezeichne ich mich voller Stolz als Handyenthusiast, Serienjunkie und Schlafzimmergitarrist.