INKUBUS 300µ im Test

INKUBUS Beitragsbild

Heute haben wir mal wieder etwas ganz Besonders für euch! Es ist ein einzigartiges Stilprodukt mit dem man nebenbei sogar noch (mit ein paar Einschränkungen) zocken kann. Monate an Arbeit wurden investiert, um dieses kleine Wunderwerk zu entwickeln und zwar nicht von einem Großkonzern wie sonst üblich, sondern von einem ehemaligen Design-Studenten aus Nordrhein-Westfalen. Mit unendlich viel Ausdauer entstand so über die Zeit ein Würfelgehäuse, welches in Sachen Design und Verarbeitungsqualität nur wenig Konkurrenz zu fürchten hat. Die Rede ist von Sebastian Voß, welcher in zahlreichen Foren wohl eher als „Weltenspinner“ bekannt ist und von seinem INKUBUS 300µ-Projekt. Der kleine Cube mit einer Kantenlänge von gerade einmal 207mm ist inzwischen sogar frei verkäuflich und somit für „fast“ jedermann zu haben. Denn eines gleich vorne weg: Billig und Kleinserie mit höchsten Qualitätsansprüchen passen nun einmal nicht zusammen. Vertrieben wird der INKUBUS 300µ allerdings nicht als reines Gehäuse, sondern vielmehr als ein fein abgestimmtes Komplettsystem auf Basis von Intel oder auch AMD. Mit der Gründung der INKUBUS UG wurde letztlich aus einem Hobby und der Liebe zum perfekten Gehäuse ein Beruf. Ein Schritt mit Risiken, keine Frage, doch wer es nicht versucht, der hat schon verloren, wie es so schön heißt. In unserem heutigen Test wird sich zeigen, ob der Würfel mit seinem Innenleben wirklich so gut ist und wie nahe das Konzept an ein „perfektes“ Gehäuse, sofern dieses überhaupt existiert, herankommt. Los geht’s!

Ausstattungsvarianten und technische Daten

Den INKUBUS 300µ gibt es in drei verschiedenen Varianten zu kaufen, welche sich an verschiedenen Grundausrichtungen orientieren.

Inkubus 300µ

Die Einstiegsvariante des Würfel-Komplettsystems ist vorwiegend für Multimedia-Aufgaben gedacht. Musik, UHD-Filme, Streaming und leichte Spielchen vom Sofa aus stellen hier das Hauptaugenmerk dar.

Prozessor (CPU/APU)AMD A10 – 7800 (Quadcore 4x 3.5 GHz)
CPU – KühlerNoctua NH-L9a
MainboardASRock FM2A88X-ITX+
Arbeitsspeicher (RAM)8GB (2x4GB) DDR3 2133MHz
Netzteil (PSU)BeQuiet SFX2 300W 80+ Bronze
Solid State Drive (SSD)Crucial MX-200 120GB
Hard Disk Drive (HDD)HGST 1TB 5400RPM
Preisab 1250€

Inkubus 300µ – Kreator

Die nächsthöhere Ausbaustufe basiert auf einem Intel-System. Dank des eDRAM-Speichers und der deutlich höheren CPU-Leistung des Intel Core i5-5675C eignet sich diese Variante auch für Grafik-/Videobearbeitung. Als repräsentativer Business-PC auf dem Schreibtisch, macht der INKUBUS 300µ natürlich in jeder Version auch Einiges her.

Prozessor (CPU/APU)Intel Core i5-5675C (Quadcore 4x 3,1 GHz)
CPU – KühlerNoctua NH-L9i
MainboardASRock Z97E-ITX/ac
Arbeitsspeicher (RAM)8GB (2x4GB) DDR3 1600MHz
Netzteil (PSU)BeQuiet SFX2 300W 80+ Bronze
Solid State Drive (SSD)Crucial MX-200 256GB
Hard Disk Drive (HDD)HGST 1TB 5400RPM
Preisab 1500€

Inkubus 300µ – Primus

In dieser Ausstattungsvariante bekommt man so ziemlich das Beste, was man im Consumer-Bereich derzeitig auf kleinem Raum unterbringen kann. Dank der enormen CPU-Leistung fällt es schwer diesen Rechner unter Normalbedingungen an seine Grenzen zu bringen!

Prozessor (CPU/APU)Intel Core i7-5775C (Quadcore 4x 3.3 GHz mit Hyper-Threading)
CPU – KühlerNoctua NH-L9i
MainboardASRock Z97E-ITX/ac
Arbeitsspeicher (RAM)16GB (2x8GB) DDR3 1600MHz
Netzteil (PSU)BeQuiet SFX2 300W 80+ Bronze
Solid State Drive (SSD)Crucial MX-200 512GB
Hard Disk Drive (HDD)HGST 2TB 5400RPM
Preisab 1850€

Im Allgemeinen kann man im Online-Shop zusätzlich zur Grundausstattung die einzelnen Varianten noch weiter an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Mehr Festplattenspeicher, eine größere SSD oder auch mehr RAM stellen kein Problem dar, sofern das Kleingeld stimmt. Weiterhin gelten für alle Varianten die allgemeinen Außenmaße von 207x207x207mm (~8,8l Volumen), ein Verbrauch von ~20W (Idle) bis ~110W (Volllast) und ein Gewicht von 4,5kg. Zusätzlich steht jeder Käufer vor der Wahl, ob er lieber das „Schwebe-Design“ oder doch eher die Version mit vier CNC-gefrästen farblich anpassbaren Standfüßen bevorzugt.

Lieferumfang und Verpackung

Der Würfel kommt bei euch in einem vergleichsweise unscheinbaren, dezent designten Karton, welcher im Inneren mit einer schwarzen Antistatikpappe ausgekleidet ist, sicher an.

In puncto Lieferumfang zeigt sich, dass das Team hinter dem INKUBUS 300µ anders ist, als man es von den großen etablierten Herstellern kennt. Eine Treiber-CD mit uralten Versionen? Fehlanzeige! Es liegt ein USB-Stick – Willkommen im 21. Jahrhundert – im Scheckkartenformat bei. Darauf befindet sich eine Windows 10 Version, aktuelle Treiber sowie das Handbuch. Zusätzlich liegen der Lieferung in ausgedruckter Form die Garantiebestimmungen und ein persönliches (!) Informationskärtchen bei. Weiterhin bekommt man natürlich ein Kaltgerätekabel, eine WLAN-Antenne für das Board, ein paar Schräubchen, einen Schlüsselanhänger, zwei Aufkleber um die Systemplatte zu kennzeichnen und eine HDD-Schutzfolie. Ein kleine Aufmerksamkeit in Form einer RitterSport-Tafel rundet das Paket ab.

Äußeres Design – Stilvoll und funktional

Das Design des INKUBUS 300µ ist so einfach wie genial – ein Würfel. Schlicht, elegant und absolut zeitlos. Eine abgeschrägte Ecke mit Power-Button, welcher im Übrigen beliebig beleuchtet bestellt werden kann, sorgt weiterhin für das gewisse Etwas. Doch nicht nur der Power-Button kann personalisiert werden, auch der gesamte Rest des hübschen Außenkleids ist anpassbar. Als Farben steht gegen Aufpreis die gesamte RAL-Palette, egal ob matt oder glänzend, zur Verfügung und wer es noch extravaganter mag, der kann sich den INKUBUS 300µ auch als Plexiglas-Version bestellen, wovon dann wiederum zig Varianten möglich sind. Hier sollte wirklich jeder etwas Passendes finden.

Rendering by Sebastian Voß (Weltenspinner)

Rendering by Sebastian Voß (Weltenspinner)

Weiter geht es auf der Rückseite. Die hintere Abdeckung, welches sozusagen auch als „Wartungsluke“ dient, erfüllt auch noch eine wirklich wichtige Funktion. Mit ihm wird das SFX-Netzteil an Ort und Stelle gehalten. Eingerahmt wird das Marken-Netzteil aus dem Hause BeQuiet von insgesamt vier Hot-Swap Festplatteneinschüben für 2,5“-Laufwerke. Ob diese mit HDDs oder SSDs bestückt werden, ist dem System egal. Eine Ebene tiefer befindet sich ein großer Lufteinlass, wodurch vorwiegend das Netzteil mit Frischluft versorgt wird. Angenehmer Nebeneffekt: Hinter dem Mainboard kann sich kein Wärmestau entwickeln. Noch einen Schritt weiter unten befindet sich die I/O-Blende mit zahlreichen Anschlüssen. Da die Größe dieser Blende genormt ist, kann man so schön erahnen, wie klein der INKUBUS 300µ eigentlich ist. Aufgrund dessen, dass die Front, sofern es bei einem Würfel überhaupt – DIE – Front gibt, völlig clean ist und somit keinerlei Anschlüsse besitzt, müssen alle externen Geräte auf der Rückseite eingebunden werden. In unserem Testexemplar werkelt ein ASRock FM2A88X-ITX+ Mainboard, welches wirklich sehr gut ausgestattet ist und somit eine maximale Konnektivität bietet. Im Einzelnen stehen zur Verfügung:

  • 1x VGA
  • 1x DVI-D
  • 1x HDMI 1.4
  • 1x HDMI-In
  • 2x USB 3.0
  • 4x USB 2.0
  • 1x Gigabit-LAN
  • 1x eSATA 6Gb/s
  • 5x Klinke
  • 1x S/PDIF (optisch)
  • 1x PS/2
  • WLAN 802.11a/b/g/n
  • Bluetooth 4.0

Dies sollte für so ziemlich jeden „normalen“ Anwendungsfall reichen und mehr ist auf dieser kleinen Fläche auch wirklich nicht unterzubringen.

Noch ein Wort zu den Rändelschrauben, denn hier ist Vorsicht geboten. Wer doch einmal in das Innere seines INKUBUS 300µ schauen möchte, muss unbedingt darauf achten, dass er beim Wiederzusammensetzen der Einzelteile die richtigen Schrauben an den dafür vorgesehen Stellen verwendet. Es gibt zwei Typen von Rändelschrauben, welche sich zwar optisch ähneln, aber im Gewinde unterscheiden. Wer hier grobmotorisch vorgeht, kann leicht einen Schraubengang zerstören.

Rendering by Sebastian Voß (Weltenspinner)

Rendering by Sebastian Voß (Weltenspinner)

Nun haben sich vielleicht schon einige gefragt, ob der Cube-PC nicht auch ordentlich gekühlt werden muss? Die Antwort lautet: Ja, natürlich muss er das und dies geschieht über den Boden des Gehäuses. Hier hat ein 140mm-Lüfter aus dem Hause Noctua (NF-A14 PWM) seinen Platz gefunden und belüftet so mit extrem geringen Drehzahlen das gesamte Gehäuse. Wer möchte, kann hier auch ein beliebiges anderes Modell im 140mm- oder auch 120mm-Format anbringen. Auf einen Staubfilter wurde seitens des Herstellers verzichtet. Auf Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass dieser schlicht nicht nötig sei. Durch die „hängende“ Anordnung des Mainboards und weil der PC normalerweise nicht auf dem Boden steht, sammelt sich so gut wie kein Staub im Inneren. Außerdem würde die Lautstärke steigen und die Effizienz des Lüfters sinken,  wenn man einen Staubfilter verwendet. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, kann aber natürlich, wie bei jedem andere Gehäuse auch, ein entsprechendes Exemplar nachrüsten.

Innerer Aufbau – Unkonventionell, aber genial

Außen hui, innen pfui! Oder etwa doch nicht? Ohne ein gut durchdachtes Innenraumkonzept, würde man so einen kleinen Würfel niemals ordentlich gekühlt bekommen. Daher ist es unumgänglich hier ein paar Gedanken mehr zu investieren. Man sollte sogar noch weiter gehen. Der Aufbau und die Strukturierung des Innenraums haben in der Planungsphase vermutlich am meisten Zeit in Anspruch genommen.

Wie man beim Anblick der Rückwand bereits vermuten konnte, bedient sich der INKUBUS 300µ des inzwischen immer beliebter werdenden Zweikammern-Systems. Anders als üblich bildet hier aber nicht ein separater Mainboardtray, sondern das Mainboard selbst, die Trennschicht. Es ist etwa in der Mitte kopfüber in das Gehäuse eingebaut. Dies hat viele Vorteile. Erstens lässt es sich vergleichsweise einfach ein- und ausbauen und zweitens wird es so von beiden Seiten (!) mit Frischluft versorgt. Letztlich kommt man so auch nach der Montage noch an das Board ran und muss dafür lediglich den Lüfter im Boden ausbauen. Klasse Arbeit!

Über dem Mainboard sitzen das Netzteil und die Festplatteneinschübe. Außerdem lassen sich hier wunderbar alle überflüssigen Kabel verstauen. Apropos Kabel: Diese sind ab Werk alle hervorragend verlegt und sorgen so nur für eine minimale Behinderung des Luftstroms. Wer unbedingt selbst einmal Hand anlegen will an seinem INKUBUS 300µ, sollte unbedingt darauf achten, dass bereits vor dem Mainboard-Einbau alles sauber und ordentlich verlegt ist und die Kabel nach dessen Montage nur noch angesteckt werden müssen. Versäumt man diesen Schritt, endet das in einer Fummelei, die man seinen größten Feinden nicht wünscht.

Kurzum: Der Innenraum überzeugt auf ganzer Linie. Das Volumen ist optimal ausgenutzt, sodass man bei gleichbleibend guter Belüftung kaum mehr hätte unterbringen können.

Verarbeitungsqualität – Made in Germany

Wie eingangs bereits kurz angeschnitten, gibt es wirklich kaum Produkte im IT-Bereich, welche mit der Verarbeitungsqualität des INKUBUS 300µ mithalten können. Laut Aussage von Sebastian Voß war es eines der Kernziele bei diesem Case, dass der Eindruck „wie aus einem Guss“ entstehen soll. Es ist erstaunlich, aber obwohl der Cube aus vielen Einzelteilen besteht, erkennt man außen keinen einzigen Spalt. Der INKUBUS 300µ wirkt tatsächlich so, als ob er aus einem einzigen Block bestehen würde. Ziel erreicht!

Durch eine spezielle Art der Lackierung fühlt sich das Gehäuse von außen sehr hochwertig an. Zusätzlich ist die Oberfläche Fingerabdruck abweisend.

Auch von sonstigen Mängeln ist auf der Außenseite absolut nichts zu sehen. Leichte Mängel sind nur auf der normalerweise nicht sichtbaren Innenseite zu entdecken. Kinderkrankheiten à la scharfe Kanten, Produktionsreste und so weiter, wie dies hin und wieder bei diversen Durchschnittsgehäusen der Fall ist, sind nirgendwo zu finden. Zugegeben: Bei dem Preis sollte man dies auch erwarten können.

Leistung satt? Ein klares Jein!

Genug der äußeren und inneren Schönheit. Nun geht es ans Eingemachte! Nur ein nett anzusehender PC soll der INKUBUS 300µ definitiv nicht sein. Wie viel Leistung steckt in dem kleinen Zwerg? Was ist möglich und was nicht? Um diesen Fragen nachzugehen, haben wir einige Tests laufen lassen, welche sowohl Überraschungen als auch Enttäuschungen zu bieten hatten. Doch eines nach dem anderen.

Um einen allgemeinen Überblick zu gewinnen, haben wir zunächst einige synthetische Benchmarks laufen lassen. Die Frage nach der Gaming-Tauglichkeit beantworten dieses Tests nur bedingt. Sie schaffen aber eine gute Vergleichbarkeit, da stets die exakt gleiche Last auf die Komponenten gegeben wird. Wird nutzen hier den 3DMark11 sowie dessen modernere Version 3DMark13.

3DMark11

3DMark11-P INKUBUS 300µ

3DMark11-X INKUBUS 300µ

3DMark13

3DMark - Sky Diver INKUBUS 300µ

3DMark - Firestrike INKUBUS 300µ

Das Ergebnis war zu erwarten. Mit aktuellen Gaming-Maschinen mit dedizierter Grafikkarte kann der INKUBUS 300µ nicht mithalten. Die Performance reicht aber auf jeden Fall aus um alle „Anwendungen des täglichen Bedarfs“ schnell und ruckelfrei auszuführen. Office-Anwendungen sowie Video-Streaming und -Wiedergabe bis hin zu 4K-Auflösungen sind kein Problem. Die CPU-Rohleistung reicht auch für flüssige Foto- und Filmbearbeitung aus, auch wenn speziell hierfür wohl eine der anderen Ausstattungsvarianten noch besser geeignet wäre.

Für all diejenigen unter euch, die vielleicht auch einmal ein kleines Spielchen zwischendurch wagen wollen, haben wir ebenfalls etwas in petto.

Gaming Benches INKUBUS 300µ

Man sieht deutlich, dass Spiele mit eher geringen Anforderungen auch auf maximalen Details stets flüssige Bildraten aufweisen. Senkt man die Details etwas ab, erhöht sich entsprechend die Bildrate.

Wo liegen also die Grenzen? Für aktuelle AAA-Titel ist das System völlig ungeeignet. Getestet haben wir es mit Battlefield 4. Bei 1080p-Auflösung und niedrigsten Grafikeinstellungen erreichten wir im Test etwa 25-30FPS. Hektische Shooter machen bei dieser Bildrate keinen Spaß mehr und die Belastung der Augen ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Erst bei einer Auflösung von 1280×1024 Pixel kommt man in einen annehmbaren Bereich von >40 FPS. Ob man in dieser Auflösung wirklich spielen möchte, sei jedem selbst überlassen. Anders mag es bei Strategie-Spielen aussehen, da man hier mitunter auch mit ~30FPS noch zufrieden sein kann.

Der Begriff GAMING-PC trifft auf den INKUBUS 300µ jedenfalls nur bedingt zu.

Lautstärke, Verbrauch und Temperaturen

Konzipiert ist der kleine Würfel vor allem als Office- und HTPC. Aus diesem Grunde lag bei der Entwicklung die zweite Kernforderung bei einer minimal möglichen Lautstärke. Getestet wurde daher natürlich auch diese bei realen Bedingungen im Abstand von etwa 50cm.

Lautstärke INKUBUS 300µ

Der INKUBUS 300µ ist das erste Gerät in unserer Redaktion, was es geschafft hat, den Grenzbereich unseres Schallpegel-Messgeräts arg in Bedrängnis zu bringen. Der geeichte Bereich beginnt nämlich erst bei 30dB(A). Im Leerlauf und bei Teillast ist der Würfel-PC kaum zu hören. Nur ein leichtes Säuseln ist vernehmbar. Sobald andere Geräusche hinzukommen, wie etwa von Musik oder Filmsound, bekommt man vom INKUBUS 300µ nichts mehr mit. Zu verdanken ist dies vor allem der ab Werk im BIOS eingerichteten Lüftersteuerung, welche nur ganz sanft die Drehzahlen von Gehäuse- und CPU-Lüfter erhöht und dennoch die Temperaturen auf einem annehmbaren Niveau hält. Dies ist allerdings auch nicht besonders schwer, denn der AMD A10-7800 weißt lediglich eine TDP von 65W auf. Wie im Diagramm zu sehen, sind daher auch die Temperaturen weit weg von kritischen Werten. In firmeninternen Tests stellte sich heraus, dass auch deutlich hitzigere APUs, wie beispielsweise der AMD A10-7870K mit einer TDP von 95W, kein Problem darstellen. Angesichts unserer Messungen erscheint dies absolut realistisch.

Temperaturen INKUBUS 300µ

Letztlich gibt es nur noch ein Kriterium, was bei einem HTPC oder auch Office-Rechner absolut stimmen muss und das ist der Verbrauch. Diese PCs laufen viele Stunden am Stück und wer hier nicht auf die Leistungsaufnahme achtet, bekommt unter Umständen eine etwas unerwartete Stromrechnung. Beim INKUBUS 300µ können wir allerdings Entwarnung geben. Die Werte sind absolut vorbildlich.

Leistungsaufnahme INKUBUS 300µ

Persönliche Meinung und Fazit

Welchen Eindruck hinterlässt der INKUBUS 300µ also bei uns? Ganz einfach – einen Phänomenalen! Selten hatten wir bisher ein Produkt in unserer Redaktion, was uns derart überzeugt hat. Dazu beigetragen hat eine Verarbeitungsqualität auf allerhöchstem Niveau, eine Lautstärke, welche selbst Silent-Liebhaber zufriedenstellen dürfte sowie ein geringer Stromverbrauch im Alltag. Zusätzlich lässt sich die Optik des außergewöhnlichen Würfelgehäuses in allen nur erdenklichen Farben gestalten oder gleich in Plexiglas fertigen. Die Leistung reicht für jede Lebenslage locker aus, lediglich Hardcore-Gamer sollten bei AAA-Titeln zumindest damit rechnen, dass die Grafikdetails teils extrem reduziert werden müssen, um flüssige Bildraten zu erreichen. Letztlich ist dies aber auch nicht die Zielgruppe des Produkts. So bleibt am Ende für den interessierten Käufer nur ein wirkliches Manko und das sind die Anschaffungskosten. Klar ist: Qualität hat ihren Preis und da es sich um eine Kleinserie handelt, kann man auch nicht mit der Preisgestaltung eines Massenprodukts argumentieren. Jeder INKUBUS 300µ entsteht in Handarbeit, in Deutschland und mit Liebe zum Detail. Jeder ist mehr oder minder ein Einzelstück und genau diese Exklusivität können Massenprodukte nicht bieten. Wer also das nötige Kleingeld hat, kann zweifelsohne bedenkenlos zugreifen und nach etwa zwei Wochen Produktionszeit seinen eigenen kleinen Wunderwürfel in den Händen halten. Für die Zukunft würden wir uns lediglich noch eine Variante wünschen, welche zu einem entsprechend niedrigeren Preis, völlig ohne Hardware geliefert wird, sodass auch weniger betuchte Hardware-Freunde in den Genuss eines INKUBUS 300µ kommen können.

Der INKUBUS 300µ hat in seinem Zielgebiet als repräsentativer Business-Computer und HTPC auf ganzer Linie überzeugt. Aufgrund der gebotenen Leistung können wir daher besten Gewissens unseren begehrten Leistungstipp-Award verleihen.

LeistungsTIPP Award

INKUBUS 300µ

ab 1250€
INKUBUS 300µ

Positiv

  • - extrem gute Verarbeitung
  • - leise in jeder Situation
  • - geringe Abmaße
  • - stark personalisierbar
  • - Made in Germany

Negativ

  • - gehobener Preis

Euer Hardbloxx-Team

Testbericht erstellt durch Hardbloxx.Robin

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