Tolino Page im Test

Mit dem Tolino Page hat Thalia das Angebot an hauseigenen Produkten weiter ausgebaut. Wir haben den günstigen eReader auf den Prüfstand gestellt und ausgetestet. Mehr dazu erfahrt Ihr hier!

 

Viel Lesespaß für wenig Geld mit dem Tolino Page?

Zahlreiche eReader versuchen immer wieder als eigenständiges System einen Tablet-PC zu ersetzen. Von vorinstallierten Apps bis hin zum freuen Betriebssystem samt App-Store, mit dem man tausende Spiele und Programme herunterladen kann. Doch oftmals ist dann auch der Preis auf dem Niveau eines Tablets oder die Leistung oder das Display sind unzureichend für den eigentlichen Sinn – das Lesen. Der Tolino Page hingegen bringt es auf den Punkt – er ist ein eReader durch und durch. Kaum Apps, keine Möglichkeit weitere herunterzuladen und auch keine Funktionen, die mit Tablet-PCs konkurrieren wollen. Viel mehr macht der Tolino Page das, was er soll – eBooks anzeigen und in fremde Welten hineinziehen. In diesem Testbericht erfahren Sie, ob sich der kleine eReader lohnt oder ob selbst 70 Euro zu viel sind.

Der Tolino Page bringt es auf den Punkt – Lieferumfang, Design und Techniktolino_page

Dass eReader, egal welcher Preisklasse, niemals einen atemberaubenden Lieferumfang bieten ist bekannt und auch normal, denn was soll bei einem Gerät, dass ausschließlich zum Lesen gedacht ist auch enthalten sein? Auch der Tolino Page bringt lediglich ein USB-Ladekabel sowie einen Garantieschein mit. Gespart hat der Hersteller an der Bedienungsanleitung, welche jedoch unkompliziert online abrufbar ist. Weiterhin lässt sich der Page derart einfach bedienen, dass eine Anleitung nicht notwendig ist. Etwas schade ist hingegen, dass auch die Verpackung den Eindruck erweckt, dass gespart wurde. Zwar ist das kein Punkt, der bei uns in die Bewertung eingeht, eine etwas besser verarbeitete Verpackung wäre jedoch wünschenswert gewesen.

Dass nicht nur an der Verpackung oder dem Lieferumgang gespart wurde, merkt man auch schnell an dem Gehäuse des Tolino Page. Zwar ist das Kunststoffhervorragend verarbeitet und auch die Knöpfe lassen sich gut bedienen, aber dennoch macht der eReader keinen hochwertigen Eindruck. Doch muss das nicht an minderer Qualität liegen, sondern kann auch beabsichtigt sein, um den Tolino Page so leicht wie möglich zu bauen. Trotzdem erreicht der Reader satte 165 Gramm, was für einen eReader nicht zu sehr wenig, aber auch nicht zu viel ist. Andere Modelle bringen hier weit mehr auf die Waage. Verglichen mit dem InkBook Classic 2, der hochwertiger wirkt und dennoch leichter ist, kann der Page nur bedingt überzeugen. pic_page_technischedaten

Doch ist das Design und das Material eine Seite, die Hardware und die Ausstattung ist eine andere und für viele Bücherwürmer sicher auch viel entscheidender. Damit Eingaben und das Blättern der Seiten im Buch möglichst schnell bearbeitet werden, verwendet der Hersteller den beliebten Freescale i.MX6 Prozessor mit 1 GHz Takt. Dieses Modell kam auch schon in vorherigen Modellen zum Einsatz und arbeitete stets flott und zufriedenstellend. Zusammen mit 512 Megabyte kann der Page eine ordentliche Hardware Ausstattung vorweisen. Bücher finden derweil ihren Platz auf dem 4 Gigabyte großen internen Speicher, der nicht mit einer SD-Karte erweitert werden kann. Stattdessen stehen Ihnen 25 Gigabyte Speicher in der Cloud zur Verfügung, die sich allerdings nur mit einer aktiven Internetverbindung nutzen lassen. Auch die Kompatibilität mit anderen Dateiformaten ist eingeschränkt. So können nur EPUB, PDF, TXT, Adobe DRM-fähiges Material sowie eBooks der öffentlichen Leihbibliotheken wiedergegeben werden. Gelesen wird dabei auf einem E Ink Carta Display mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixel.

Schnell und sehr Anwenderfreundlich – die Bedienung

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Ein Markenzeichen des Tolino ist das schlafende oder schmunzelnde Gesicht auf dem Display, das dem Anwender immer zum Lächeln bringt. Nach dem Einschalten fällt als erstes auf, dass der Tolino Page sich nahezu selbst einrichten möchte. Die „ersten Schritte“ sind im Handumdrehen bearbeitet, sodass der Lesespaß schnell beginnen kann. Der Prozessor arbeitet dabei sehr schnell, sodass Eingaben sofort umgesetzt werden. Auch Ghosting konnten wir im Test selten bis gar nicht erkennen. Weiterhin überzeugte auch der sensible Touchscreen, der dafür sorgt, dass man schnell durch die Bibliothek oder durch ein Buch blättern kann. Hinzu kommt eine fabelhafte Ergonomie des Tolino Page. Der breite Rahmen an der unteren Seite, sowie das schmale Gehäuse sorgen für ein langes Lesevergnügen, ohne dass Ermüdungserscheinungen auftreten.

Fazit:

Nach dem ersten Auspacken hatten wir gemischte Gefühle beim Tolino Page. Die Verpackung lies erst einmal kein großartiges Gerät erwarten und auch die Haptik des kleinen eReader begeisterte Anfangs nicht. Doch nach dem ersten Einschalten merkte man schnell, auf was sich der Page konzentriert – die Bedienung. Eingaben werden schnell bearbeitet, es tritt kein Ghosting auf und das Display lässt sich wunderbar ablesen. Das macht den Tolino Page zu einem erstklassigen Begleiter für jeden, der einfach nur Lesen möchte. Wer damit leben kann, dass nur wenig Speicherplatz vorhanden ist, der sich nicht aufrüsten lässt, der kann beim Tolino Page zugreifen. Wer viel jedoch einen eReader sucht, der noch Apps beherrscht und etwas flexibler ist, der sollte sich weiter umschauen, denn dafür ist der Page eindeutig nicht gemacht.

Positiv:

  • Günstiger Preispic_tolino_blur_r3
  • Gut ablesbares Display
  • Schnelle Bearbeitung von Eingaben
  • Keinerlei Ghosting
  • Gute Ergonomie

Negativ:

  • Wenig Speicherplatz
  • Haptik könnte besser sein
  • Keine Apps, App-Store oder Ähnliches

 

Euer Cpt_Phasma

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Kategorie 1 Hardwaretests
Cpt_Phasma

Hey zusammen! :) Mein Name ist Robin (Spitzname: Cpt_Phasma), ich bin 18 Jahre alt und besuche noch die Schule. Auch wenn mich der Informatikunterricht immer kalt ließ, beschäftige ich mich in meiner Freizeit viel mit PC-Hardware und Software. Besonders am Übertakten von PC-Komponenten habe ich viel Spaß. :D

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