Kategorie: 1.1.2 Mäuse

Sharkoon Shark Zone M50 Gaming Maus und P40 Mauspad: Ein Preis-Leistungsknaller im Test (Video)

Einst als Billiganbieter von PC-Peripherie verschrien, verfolgt Sharkoon inzwischen eine nachhaltigere Strategie. In den letzten Jahren zählt mehr das Preis-/Leistungsverhältnis, denn der reine Verkaufspreis. Viele neue Produkte haben infolge dieser Management-Entscheidung deutlich an Qualität zugelegt ohne jedoch den Preis zu sehr ansteigen zu lassen. Die beiden neusten Produkte aus dem Hause Sharkoon folgen nun wieder diesem Konzept und zeigen einmal mehr, dass günstig nicht gleich minderwertig sein muss. Mit der Shark Zone M50 Gaming Maus soll der hart umkämpfe Markt nun ordentlich aufgemischt werden. Um dieses Unterfangen umsetzen zu können, haben sich die Taiwaner einiges einfallen lassen. Dank dem auffälligen Design hebt sich der Nager sofort von der Konkurrenz ab. Das Farbschema folgt dabei dem Shark Zone typischen Schwarz-Gelb Kontrast. Weiterhin legte der Hersteller großen Wert auf eine ergonomische Gestaltung der M50, sodass diese perfekt in der Hand liegt. Aber auch unter der Haube bietet die neue Maus handfeste solide Technik. Mit dem Avago ADNS-9800 Sensor sind bis zu 8200 DPI drin. Abgerundet wird das Paket durch wechselbare Seitenteile.

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Asus ROG Gladius Gaming-Maus im Test

Der taiwanesische Hersteller Asus ist vor allem für die Produktion von Grafik- und Soundkarten, Notebooks und Hauptplatinen sowie für Monitore und Computergehäuse bekannt. Allerdings hat Asus mit „Republic of Gamers“ (ROG) eine reine Gaming-Peripherie-Sparte geschaffen und möchte mit der ROG Gladius nun eine Maus in die Gamer-Häuser bringen, die mit einer hohen Qualität und ebenso guter Technik überzeugen kann. Wir haben die Maus getestet und verraten euch in den folgenden Zeilen, wo ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen liegen.

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EpicGear Cyclops X Gaming Maus im Test

Bereits seit einiger Zeit ist EpicGear auf dem Peripherie-Markt unterwegs und hat sich vor allem auf Mäuse spezialisiert, die preislich im mittleren Segment angesiedelt sind. Die neueste Ausgabe nennt sich „Cyclops“ und ist eine etwas größere Gaming-Maus, die im schwarzen Design mit der typischen roten Beleuchtung allein optisch bereits überzeugen kann. Ob sie auch technisch zu punkten weiß, haben wir für euch im folgenden Test festgehalten.

Technische Daten

  • 5.000 DPI IR-LED Sensor
  • extrem niedrige Lift-Off-Distance
  • Abtastrate zwischen 125 und 1.000 Hz
  • 6 programmierbare Tasten
  • 5 Gaming-Profile
  • 1,8 Meter langes Kabel
  • vergoldeter USB-Anschluss
  • 110 Gramm Gewicht (ohne Kabel)
  • bis zu 130 ips Tracking-Geschwindigkeit

Lieferumfang und Verpackung

Die Verpackung der Cyclops X ist im typischen EpicGear-Stil gehalten und besitzt einen schwarzen Grundton. Auf der Vorderseite ist ein Bild der Maus, das jedoch nicht das aktuelle Produkt zeigt, sondern etwas aufgepeppt wurde, in Blau-Weiß glänzt und darüber hinaus einige Flammen an den Seiten besitzt. Die Vorderseite kann aufgeklappt werden und gibt dann einen Blick auf die Maus frei, die in Hartplastik liegt. Außerdem ist auf der Innenseite der aufklappbaren Vorderseite noch ein Abbild der Maus, auf der einige wichtige Punkte markiert wurden: Dazu zählt das On-The-Fly-Adjustment der vier einstellbaren DPI-Profile oder der zusätzliche Grip an der rechten Seite der Maus, mit der man durch den Daumen etwas mehr Druck beim Spielen ausüben kann. Auf den beiden Außenseiten ist jeweils ein Schriftzug mit dem Namen der Maus zu sehen, während auf der Rückseite einige wichtige technische Details in zwölf verschiedenen Sprachen festgehalten wurden. Dort kann man dann über den Sensor oder die Abtastrate Informationen finden.

Der Lieferumfang ist sehr übersichtlich, denn neben der Maus an sich ist lediglich ein kleines Flugblatt in der Größe von ungefähr DIN-A5 vorhanden, das als Quick Starter Guide fungiert. Dort sind die einzelnen Tasten aufgezeichnet und werden in ihrer Default-Programmierung erklärt. Eine Software-CD vermisst man vergeblich, allerdings kann man natürlich das entsprechende Programm direkt von der Hersteller-Webseite herunterladen.

EpicGear Cyclops

EpicGear Cyclops X

EpicGear Cyclops

EpicGear Cyclops X

Design und Aussehen

Die Gaming-Maus wurde ganz klar für Rechtshänder designt, was direkt beim ersten Blick auf die Maus auffällt: Vor allem von vorn kann man sehen, dass sie ergonomisch perfekt für Rechtshänder konzipiert wurde und eben speziell gebogen ist. Auf der linken Innenseite ist eine Extra-Einbuchtung für den Daumen, die zusätzlich noch mit perforiertem Hartgummi ausgelegt wurde, um für zusätzlichen Grip sorgen zu können. Das gleiche Material ist noch einmal auf der rechten Außenseite vorhanden, um dort für Ring- und kleinen Finger noch einmal etwas mehr Halt bieten zu können. Die Cyclops X selbst ist in einem matten Schwarz gehalten und besitzt einige rot beleuchtete Highlights: Zunächst einmal den Cyclops X-Schriftzug am rechten unteren Ende des Hinterteils, außerdem noch das EpicGear-Symbol, das mitten auf der Hinterseite prangt. Darüber hinaus ist das Mausrad beleuchtet und auch die vier LEDs, die unten links die DPI-Profile anzeigen, wurden mit demselben Rot versehen. Dazu sind die beiden Haupttasten links und recht etwas gewölbt, um sich perfekt der rechten Hand anpassen zu können. Das Mauskabel ist ebenfalls mit komplett schwarzem Kunststoff umwickelt und passt damit zum Gesamtbild.

Verarbeitung

An sich ist die Cyclops X ganz ordentlich verarbeitet, allerdings gibt es zwei große Kritikpunkte, die hier erwähnt werden müssen: Zunächst einmal besitzt die rechte Maustaste einen unangenehmen Druckpunkt und gerade in Shootern oder Rollenspielen ist man sich in hektischen Momenten nicht sicher, ob man gerade die rechte Maustaste gedrückt hat oder nicht. Die linke Maustaste hingegen hat einen absolut angenehmen Druckpunkt und gibt genug Feedback, weshalb man sich natürlich fragen muss, warum die rechte Maustaste nicht ebenso eingestellt ist. Der zweite, etwas kleinere Kritikpunkt ist die Taste zum Wechseln der fünf verschiedenen Gaming-Profile, die übrigens über unterschiedliche Farben am Mausrad angezeigt werden. Auch hier sind das Feedback und der Druckpunkt nicht optimal. Dafür kann das Mausrad von der Verarbeitung her absolut überzeugen: Die Gummibeschichtung sorgt für ein angenehmes Handling und ist sehr angenehm beim Scrollen. Die Beschichtung der Maus ist möglicherweise etwas zu glatt, doch das hängt natürlich von den eigenen Bedürfnissen ab.

EpicGear Cyclops

EpicGear Cyclops X

EpicGear Cyclops

EpicGear Cyclops X

Technische Details

Aus technischer Sicht ist die Cyclops X von EpicGear eine grundsolide Gaming-Maus des mittleren Preisbereiches: Das beginnt bereits beim Sensor, der zwischen 50 und 5.000 DPI in 50er Stufen die verschiedenen DPI-Einstellungen ermöglicht – und zwar sowohl auf der X- als auch auf der Y-Achse. Insgesamt sieben Tasten hat die Maus zu bieten, von denen ihr sechs Stück frei programmieren könnt. Dafür habt ihr die Möglichkeit, aus einem riesigen Fundus an Funktionen zu wählen. Natürlich könnt ihr auch die USB Report-Rate einstellen und zwischen 125, 250, 500 und 1.000 Hertz wählen. Ihr könnt sogar die Scroll-Geschwindigkeit des Mausrades einstellen und auch die Lift-Off Distanz oder Angle Snapping euren Wünschen anpassen. Der Sensor nutzt die neue IR-LED Technologie und konnte sowohl auf einem Gaming-Mauspad als auch auf einem einfachen Holztisch eine gute Leistung bringen und stets überzeugen. Natürlich könnt ihr dank einer entsprechenden Taste mittig hinter dem Mausrad die DPI-Einstellungen On-The-Fly verändern und so zum Beispiel in Shootern mehr oder weniger DPI für gewisse Situationen nutzen.

EpicGear-Cyclops-Software

EpicGear-Cyclops-X-Software

EpicGear Cyclops

EpicGear Cyclops X

Installation und Software

Die Installation der Gaming-Maus ist extrem einfach, da sie über Plug-and-Play verfügt und somit den Treiber von alleine installiert, sobald sie in den USB-Anschluss gesteckt wird. Möchtet ihr jedoch ein paar weitere Einstellungen vornehmen und zum Beispiel DPI ändern oder sonstige Gaming-releveante Sachen umstellen, dann könnt ihr euch von der offiziellen Homepage von EpicGear die entsprechende Software herunterladen. Diese ist eigentlich recht übersichtlich gestaltet und ebenso verständlich aufgebaut: Der erste Reiter „Main Control“ lässt euch die sechs Tasten nach euren Wünschen programmieren und ihr könnt dort die DPI-Einstellungen für die vier verschiedenen On-The-Fly-Profile ändern. Der zweite Reiter „Performance“ lässt euch dann eine ganze Reihe weiterer Einstellungen vornehmen und so dürft ihr dort die USB Report Rate ändern, die Scroll-Geschwindigkeit des Mausrades wählne, die Doppelklick-Geschwindigkeit der linken Maustaste einstellen und die Beschleunigung festlegen. Außerdem könnt ihr mit dem LED Power Saving Mode Strom sparen, indem ihr je nach Wahl nach 60 oder 120 Sekunden die Beleuchtung ausschaltet. Diese schaltet sich automatisch wieder ein, sobald ihr die Maus bewegt.

Ihr könnt zudem auch die Lift Off Distanz euren Bedürfnissen anpassen und dabei fast stufenlos wählen, allerdings werden hier keine harten Zahlen genannt, sondern ihr müsst auf einer Skala von „Low“ über „Mid“ bis „High“ eure Wahl treffen. Gleiches gilt für das Angle Snapping und wenn ihr den Tracking-Winkel für die X- und Y-Achse justieren möchtet, dann könnt ihr diesen zwischen -30 bis +30 Grad anpassen. Der dritte Reiter „Macro“ erlaubt euch, selbst Macros zu erstellen und zu verwenden, während der vierte Reiter „Support“ eure Software Up-To-Date hält und euch die Möglichkeit bietet, EpicGear via Webseite oder Facebook zu finden. Die Software von EpicGear soll an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gelobt werden, denn sie bietet eine extrem gute Übersicht für all die vielen Einstellungsmöglichkeiten. Ihr könnt insgesamt fünf Gaming-Profile anlegen und sogar bei Bedarf die Beleuchtung komplett ausschalten.

EpicGear Cyclops

EpicGear Cyclops X

EpicGear Cyclops

EpicGear Cyclops X

Handhabung

Wie bereits erwähnt, wurde die Cyclops X perfekt für Rechtshänder ergonomisch ausbalanciert und liegt dort auch recht gut in der Hand – zumindest, wenn ihr relativ große Hände besitzt. Denn der Körper an sich ist relativ groß und so müsst ihr einen entsprechenden Griffstil nutzen. EpicGear selbst empfiehlt den Palm- oder Claw-Grip, solltet ihr jedoch eine andere Griffhaltung haben, so wird euch die Maus ungewohnt vorkommen. Ebenfalls ungewohnt ist das Mausrad, das etwas arg klein geraten ist und dadurch erreicht man es manchmal zu schwer. Mit 110 Gramm ist die Maus zudem etwas zu leicht für ihre Größe, was jedoch natürlich eine Geschmacksfrage ist: Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn man zum Beispiel zusätzliche Gewichte hätte einfügen können – allerdings ist das bei einer Maus von dieser Preisklasse nicht unbedingt zu erwarten. Was sehr gefällt, ist die zusätzliche Mulde für den Daumen und auch der Gummi an den Außenseiten für zusätzlichen Grip sorgt für ein paar Pluspunkte. Alles in allem ist die Cyclops X etwas arg groß und muss dementsprechend genutzt werden.

EpicGear Cyclops

EpicGear Cyclops X

EpicGear Cyclops

EpicGear Cyclops X

Persönliches Fazit

Für knapp 40 Euro bekommt man mit der Cyclops X von EpicGear eine grundsolide Maus, die sich vor allem durch die unglaublich gute Software auszeichnet. Hier und da sind ein paar gute Design-Entscheidungen getroffen worden, während andere nicht gänzlich überzeugen. Das Aussehen ist sehr schick, allerdings muss man eben das EpicGear-Rot mögen. Das einzige wirkliche Manko in unserem Test war die rechte Maustaste, die sich lange nicht so gut wie ihr linkes Pendant angefühlt hat. Die Verarbeitung ist davon abgesehen vollkommen in Ordnung und wer eine einfache Gaming-Maus sucht, die nicht allzu viel kosten darf, der ist bei der Cyclops X gut dabei – solange man große Hände besitzt. Für kleine Hände hingegen dürfte die Maus nicht geeignet sein. Letztendlich bekommt man also eine grundsolide Maus, die darüber hinaus jedoch nicht viele Innovationen oder Besonderheiten mit sich bringt.

Cyclops X

Cyclops X

Positiv

  • - 1,8 Meter langes Kabel
  • - sechs programmierbare Tasten
  • - extra Gummibeschichtung für mehr Grip
  • - zusätzliche Mulde für den Daumen
  • - sehr gute Software

Negativ

  • - etwas kleines Mausrad
  • - Feedback der rechten Maustaste zu gering

Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz ist eigentlich dafür bekannt, dass sie leicht futuristische und etwas ausgefallene Gaming-Peripherie herstellen. Mit der R.A.T.-Reihe führen sie eine ganze Menge an unterschiedlichen Mäusen in das hart umkämpfte Feld, die sich nicht nur im Preis, sondern auch ein wenig im Design und in der jeweiligen technischen Leistung unterscheiden. Mit der Office R.A.T. erscheint nun erstmals eine Maus, die sowohl für PC-Spiele als auch für das Arbeiten am Arbeitsplatz gedacht ist und mit Hilfe der Bluetooth-Funktion Platz am Schreibtisch sparen soll. Wir haben uns die Maus ganz genau angeguckt und verraten euch, ob sie in beiden Bereichen gut abschneiden kann.

Technische Daten

  • 140 Gramm Gewicht
  • schwarz glänzende Farbe
  • per AA-Batterie betrieben
  • unterstützt Bluetooth Smart
  • Track-on-Glass Sensor verbaut
  • bis zu einem Meter kabellos nutzbar
  • 10 programmierbare Bedienelemente
  • für Android 4.4 und neuer nutzbar

Lieferumfang und Verpackung

Die Verpackung ist im typischen Mad Catz–Stil gehalten und zunächst fällt auf der Front natürlich das Bild der Maus an sich auf. Neben dem Mad Catz-Logo ist außerdem ein Hinweis enthalten, dass die Office R.A.T. eine kabellose Maus ist, die über Bluetooth Smart verfügt und außerdem das typische, verstellbare Hinterteil besitzt. Die Bluetooth Smart Funktion wird per Bild auf der Seite noch ein wenig näher erklärt, während die Rückseite zwei weitere Bilder der Maus beinhaltet, die zudem noch mit ein paar Bullet-Points näher erklärt werden. Dazu gehört unter anderem die Präzisionskontrolle, die für Bildbearbeitungsprogramme gedacht ist oder die vordefinierten, integrierten Tastenkürzel, die für Office-Anwendungen gedacht sind. Öffnet man die Verpackung, fällt als erstes der schwarze Kunststoffbeutel in die Hand, mit dem man die Maus in einem Aktenkoffer oder einem Rucksack transportieren kann. Dieser wirkt zwar etwas sehr grob und das Material fühlt sich nicht wirklich hochwertig an, doch erfüllt der Beutel seinen Zweck. Neben dem Beutel ist natürlich auch die Maus selbst in der Verpackung zu finden, zusätzliche Software vermisst man hingegen. Diese kann natürlich von der Webseite des Herstellers heruntergeladen werden.

Da die Maus nicht per Kabel mit Strom versorgt wird, wurde als Energiequelle eine AA-Batterie mitgeliefert, die einfach in die Office R.A.T. gesteckt wird. Den USB Nano Dongle findet man direkt in der Maus selbst, denn er steckt auf der Unterseite in ihr drin. Das ist echt praktisch, wenn man die Maus viel auf Reisen mitnimmt, denn so geht er nie verloren. Neben dem obligatorischen, kurzen Handbuch mit ein paar Sicherheitshinweisen und ähnlichem sind außerdem ein paar Mad Catz-Aufkleber im Lieferumfang vorhanden, die man zum Beispiel auf die Maus kleben kann, wenn man das möchte.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Design und Aussehen

An dem Design der R.A.T. Mäuse scheiden sich schon immer die Geister: Manchen gefällt das futuristische Design, die vielen Flügel und Winkel sowie die ungewöhnlich angebrachten Tasten, andere hingegen können damit gar nichts anfangen. Letztendlich übernimmt hier der persönliche Geschmack. Gleiches gilt natürlich auch für den schwarzen Klavierlack, mit dem die Office R.A.T. überzogen ist und durch den sie sehr stark glänzt. Die Maus besitzt in dieser Version zwei Flügel, einer davon dort, wo der rechte Daumen an den Seitentasten aufliegt, einen weiteren direkt links neben der linken Maustaste, sodass die dortige Taste bequem per Zeigefinger genutzt werden kann. Damit ist auch schon klar, dass die Office R.A.T. eine ganz klare Rechtshändermaus ist. Auf der Unterseite wurde eine Metallplatte verbaut, die für ein wenig Stabilität und ein gewisses Gewicht sorgt, wodurch die Maus recht angenehm mit ihren 140 Gramm in der Hand liegt. Neben dem Mausrad zwischen der linken und rechten Maustaste gibt es noch ein weiteres, das hinter der linken Maustaste liegt und am besten per Daumen bedient wird. Natürlich kann man auch bei dieser R.A.T.-Version das Hinterteil ausfahren und somit abhängig von der Größe der Hand die perfekte Auflage für den Handballen schaffen.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Verarbeitung

Es gibt nicht wirklich viel Negatives, das sich über die Verarbeitung dieses Mad Catz Produktes sagen lässt: Die Tasten sind richtig gut verarbeitet und geben bei der Nutzung ein gutes Feedback. Die einzelnen Teile sind absolut hochwertig und die beiden Mausräder besitzen dank zusätzlicher Gummibeschichtung ebenfalls eine sehr gute Haptik. Wenn man auf sehr hohem Niveau meckern möchte, dann muss man die linke Flügeltaste sowie die mittlere Maustaste nennen, die vergleichsweise recht hart in der Nutzung sind und ein schlechteres Feedback als die anderen Tasten haben. Die Batterie wird in eine Röhre unter dem ausfahrbaren Hinterteil geschoben, die mit einem drehbaren Deckel verschlossen wird. Dieser Deckel ist – einmal abgenommen – etwas schwer wieder aufzuschrauben und man muss eher mit Gewalt als mit Geschick arbeiten. Allerdings soll eine Batterie auch ein ganzes Jahr halten, sodass man wohl mit diesem Problem nicht so oft konfrontiert wird. Positiv hingegen muss das vordere Mausrad erwähnt werden, das mit dem typischen 4D-Effekt versehen wurde und sich zusätzlich nach links und rechts kippen lässt, wodurch man zum Beispiel auf eine nächste Seite blättern oder zwischen Bildern wechseln kann. Ihr solltet außerdem damit rechnen, die Maus regelmäßig zu reinigen, denn der schwarze Klavierlack zieht natürlich den Staub enorm an.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Technische Details

Zwar ist die Office R.A.T. auch für den Gaming-Bereich nutzbar, allerdings nur sehr stark eingeschränkt. Dinge wie DPS, Polling-Rate oder das Erstellen von Gaming-Profilen sucht man vergeblich. Stattdessen muss man mit den Windows-Einstellungen arbeiten und diese nach seinen Wünschen anpassen. Somit kann man die DPS-Einstellungen des Sensors zwar nicht direkt ändern, doch dafür soll er auf so ziemlich jeder Unterlage funktionieren und sogar auf Glas einsetzbar sein. Während wir keinen Glastisch in der Redaktion besitzen, funktionierte die Maus allerdings problemlos auf Holz, Porzellan oder einem Mauspad. Für eine zusätzliche Präzisionskontrolle wurde außerdem eine entsprechende Taste unter den rechten Daumentasten angebracht. Durch den Druck auf diese Taste wird die Geschwindigkeit noch einmal um 50 Prozent reduziert, was natürlich in Shootern sehr sinnvoll ist, allerdings auch am Arbeitsplatz zum Beispiel für Bildbearbeitung eingesetzt werden kann. Ein Wort noch zur Reichweite: Diese wird mit einem Meter angegeben, allerdings solltet ihr so nahe wie möglich an den Empfänger gehen, denn sonst schwächelt das Signal schnell.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Installation und Software

Da das neueste Mad Catz-Produkt per Bluetooth angeschlossen wird, müsst ihr nicht viel einstellen oder großartig installieren. Stattdessen könnt ihr einfach die Maus auf der Unterseite anschalten und dann mit einem passenden Gerät verbinden. Dazu zählen Computer, die Windows 8 oder 8.1 nutzen. Außerdem können Android-Geräte verbunden werden, die mit der Version 4.4 oder höher laufen. Solltet ihr allerdings ältere Betriebssysteme verwenden, müsst ihr auf den USB Nano Dongle zurückgreifen: Dieser wird per USB in das entsprechende Gerät eingesteckt und schon wird der Treiber automatisch installiert. Dadurch kann man auch PC-Systeme mit Windows 7 und Vista einsetzen oder Android-Geräte mit Android 3.0 und höher. Problematisch ist es allerdings derzeit mit Mac-Computern, die oftmals nicht unterstützt werden. Solltet ihr also einen Mac nutzen, solltet ihr lieber die Finger von der Maus lassen.

Habt ihr euch die Software von der Hersteller-Webseite heruntergeladen, so dürft ihr außerdem die zehn Tasten frei programmieren und jeder eure Wunschfunktion zuweisen. Das funktioniert einwandfrei und unkompliziert, selbst ohne großartige Vorkenntnisse dürfte man mit dem Programm zurechtkommen. Schade ist halt, dass man DPI und Polling-Rate nicht ändern kann, während das bei anderen R.A.T.-Modellen problemlos funktioniert. Dafür könnt ihr dort den neuesten Treiber herunterladen, verschiedene Profile vom Hersteller bekommen, eine Wissensdatenbank aufrufen und auch direkt ein Ticket übermitteln, wenn ihr Fragen und Anregungen habt. Außerdem soll im Reiter „Einstellungen“ auch die Batteriebetriebszeit angezeigt werden, was bei uns jedoch nicht funktionierte – dort wurden nämlich Null Prozent angezeigt, obwohl eine neue Batterie eingesetzt wurde.

Office-RAT-Software - 03
Office-RAT-Software - 01

Handhabung

Ergonomie und Nutzungskomfort stehen bei der R.A.T.-Serie von Mad Catz ganz oben auf der Liste und auch bei der Office-Version hat sich dies nicht geändert: Die Maus liegt richtig angenehm in der Hand, der zusätzliche Flügel am Daumen ist sehr angenehm, wenn der Finger dort ruht und die beiden Mausräder sind ebenfalls absolute Spitzenklasse. Wer größere Hände hat, kann zudem durch ein paar einfache Handgriffe das Hinterteil weiter ausfahren und damit die Maus verlängern. Die Rechtshändermaus besitzt zudem ein echt angenehmes Gewicht, obwohl 140 Gramm natürlich für eine Maus recht leicht ist. Kritikpunkt ist definitiv die Flügeltaste neben der linken Maustaste, denn diese kann man sehr schwer erreichen und betätigen. Dafür muss man nämlich relativ viel Druck ausüben und wenn man nicht gleichzeitig Daumen gegensteuert, verschiebt man lediglich die Maus auf dem Untergrund und nutzt nicht die Taste. Wesentlich besser sind die Daumentasten zu erreichen, die in der Default-Funktion zum Beispiel vor- und zurückblättern. Auch die Taste zur Präzisionskontrolle ist mit dem Daumen angenehm zu erreichen und besitzt eine gute Größe sowie ein weiches, aber sehr angenehmes Feedback. Ein weiteres kleines Feedback ist das Daumen-Mausrad, das auch ein wenig zu weit innen liegt und dadurch nicht einfach zu erreichen ist.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Mad Catz Office R.A.T.

Persönliches Fazit

Mit der Office R.A.T. möchte Mad Catz eine Gaming-Maus auf den Markt bringen, die nicht nur edel aussieht, sondern auch für das Arbeiten am Arbeitsplatz gedacht ist. Das gelingt allerdings überhaupt nicht, denn als Gaming-Maus hat diese Version keine Daseinsberechtigung. Stattdessen bekommt man eine solide Maus, die über viele zusätzliche Funktionen verfügt, die sich jedoch nicht an Gamer richten, sondern eben für die Arbeit am PC gedacht sind. Gerade bei Video- und Bildbearbeitungen sind die zusätzlichen Funktionen gut zu gebrauchen, aber auch bei der regelmäßigen Nutzung von Office oder ähnlichen Programmen wird man sich über die zehn frei programmierbaren Tasten freuen. Natürlich muss man sich fragen, ob diese Komfort-Funktionen den Preis von knapp 100 Euro rechtfertigen. Auch ist es sehr schade, dass Mad Catz keinen Support für Mac-Nutzer anbietet. Die Installation mit oder ohne dem beiliegenden Nano Dongle funktioniert einwandfrei, doch ist die Reichweite eben sehr eingeschränkt. Alles in allem ist die Office R.A.T. eben eine Business-Maus, die keinen Kabelsalat verursacht und dank Bluetooth Smart schnell an vielen Geräten eingesetzt werden kann.

Office R.A.T.

Office R.A.T.

Positiv

  • - gute Verarbeitung
  • - einfache Installation
  • - gute Ergonomie
  • - futuristischer Look
  • - ausfahrbares Hinterteil
  • - USB Nano Donger im Lieferumfang vorhanden
  • - zehn programmierbare Tasten

Negativ

  • - keine Gaming-Maus
  • - DPS, Polling-Rate etc. können nicht verändert werden
  • - geringe Bluetooth-Reichweite

Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Ozone Argon Ocelote World und MVP Mauspad

Ozone ist eine junge europäische Firma, die es sich auf die Fahne geschrieben hat, innovatives Gamingzubehör zu entwickeln. Mit der neuen Ocelote World Serie bringt Ozone wieder neue Peripherie auf den Markt. Diese Serie wurde von dem League of Legends-Spieler Carlos „Ocelote“ Rodriguez mit designt. So erhält auch die schon bekannte Ozone Argon ein Ocelote World Update. Ozone wirbt damit, dass ihre Produkte perfekt für Gamer geeignet sind, da sie von Gamern entwickelt werden. Ob wir diese Aussage so unterschreiben können oder ob das nur gutes Marketing ist, werden wir nach unserem Test feststellen. Die Argon Ocelote World werden wir zusammen mit Ozones Mauspad MVP testen.

Technische Details:

  • Avargo Sensor Typ ADNS-9800 mit 8200 CPI
  • „On the Fly“ CPI Einstelleungen: 800/1800/4000/8200 CPI
  • anpassbare Reaktionszeit: 2/65/125/190/255 ms
  • anpassbare Abtastrate: 125/250/500/1000Hz
  • Haupttasten mit Omron Schaltern
  • 9 programmierbare Tasten
  • 128kb internen Speicher
  • 1,8 m Kabellänge
  • Gewicht: 125 g + optional: 4 x 4,5 g

Lieferumfang und Verpackung:

Alle Verpackungen der Ocelote World Serie sind gekennzeichnet du ein markantes Schwarz/Orange-Design. Auf der Vorderseite befindet sich eine große Abbildung der Maus sowie vier kurze Hauptfeatures, die in Englisch erklärt werden. Auf der rechten Seite der Verpackung findet man einige Worte des Progamers Carlos Rodriguez. Er sagt selbst, dass er zwar kein Experte ist, wenn es um Diskussionen über CPI, Sensoren und ähnliches geht. Doch er weiß, womit sich gut spielen lässt. So hat er mit dem Ozone Team verschiedene Designs und Sensoren ausprobiert und die Argon Ocelote geschaffen.

Argon Ocelote World
Argon Ocelote World 2

Auf der Rückseite hat Ozone eine weitere Abbildung der Maus aufgebracht und die wichtigsten Features dargestellt. Die Beschreibungen sind hier ebenfalls in Englisch gehalten. Darunter befindet sich eine kurze Zusammenfassung der elementaren Funktionen in acht weiteren Sprachen, darunter auch Deutsch. Der Karton ist sehr hochwertig und stabil gearbeitet. An die Maus kommt man, indem man die Verpackung nach oben aufklappt und die Abdeckung der Maus entfernt. Neben der Maus selbst befinden sich eine Anleitung, eine kleine Software-CD sowie ein Mini-Täschchen, welches die Zusatzgewichte enthält. Uns gefällt die Verpackung gut und auch an dem Lieferumfang haben wir nichts auszusetzen.

Design und Aussehen:

Die Form der Argon Ocelote World ist dieselbe wie die der eigentlichen Ozone Argon. Bei der Farbgestaltung setzt die neue Variante jedoch auf ein auffälliges Schwarz-Orange-Design. Die Seiten, die Seitentasten, die CPI-Schalter und auch Teile der Front sind in knalligem Orange gefärbt.

Argon Ocelote World 5
Argon Ocelote World 14

Der restliche Mauskörper besteht aus einer mattschwarzen Oberfläche. Längs zur linken Maustaste wurde eine dezenter „Ocelote World“-Schriftzug aufgebracht. Die Maus ist absolut symmetrisch geformt und bietet jeweils zwei Maustasten auf beiden Seiten der Maus. Die Linkshänder dieser Welt werden Ozone sicherlich dafür danken. Sobald die Maus via USB-Kabel mit Strom versorgt wird, leuchtet auf dem Mausrücken das Ozone-Logo in oranger Farbe auf. Des weiteren ziehen sich zwei beleuchtete Streifen entlang der Seiten des Mausrückens. Neben der obligatorischen Beleuchtung des Zwei-Wege-Mausrades hat Ozone auf eine weitere Beleuchtung in der Front verzichtet. Die Farbe der LEDs kann in der Software nicht konfiguriert werden. Man muss also die orange Beleuchtung mögen oder sie deaktivieren.

Argon Ocelote World 8
Argon Ocelote World 16

Verarbeitung:

Bei der Verarbeitung hat Ozone großen Wert auf die verwendeten Materialien gelegt. Die Softtouchoberfläche schmeichelt regelrecht der Hand und scheint trotzdem sehr widerstandsfähig zu sein. Die gummierten Seitenflächen sind ebenfalls sehr widerstandsfähig. Weniger angenehm war der anfangs strenge Geruch nach Plastik und Gummi. Dieser legte sich zum Glück nach einigen Tagen. Entlang der Kanten konnten wir keine Grate feststellen und auch die Spaltmaße sind klein und gleichmäßig. Das Kabel der Maus wurde mit Stoff ummantelt. Dank der guten Flexibilität lässt es sich leicht verlegen und leistet keinen Widerstand beim Bewegen der Maus. Der USB-Stecker selbst wurde vergoldet, um eine bessere Signalleitung zu gewährleisten. Gerade bei hohen Abtastraten und kurzen Reaktionszeiten ist die Datenmenge, welche eine Maus sendet, nicht zu vernachlässigen. Die zwei Teflonfüße am Boden der Maus wurden fest verklebt und lassen sich selbst mit größerer Krafteinwirkung nicht lösen.

Technische Details:

Auf der technischen Seite wurde bei der Argon Ocelote World nichts im Vergleich zur Argon verbessert oder geändert. Im Klartext bedeutet das für euch, ihr bekommt einen Avago Sensor vom Typ ADNS 9800. Dieser ist mittlerweile in den meisten Mäusen verbaut, unter anderem findet ihr ihn auch in der Turtle Beach Grip 500. Der Sensor bietet eine maximale Auflösung von 8200 CPI. Die Auflösung lässt sich dabei in 100er Schritten einstellen und in verschiedenen Stufen für das jeweilige Profil speichern. Diese Speicherfunktion wird von dem internen 128kB großen Speicher ermöglicht. Er bietet genügend Platz für bis zu fünf verschiedene Profile. Der Sensor bietet ab Werk eigentlich die Möglichkeit, die Lift of Distance zu konfigurieren. Ozone hat diese Funktion aber nicht in der Software integriert. Daher muss der Nutzer auf das eigentlich tolle Feature verzichten. Mittlerweile ist es zwar weitestgehend bekannt, doch wir möchten auch an dieser Stelle darauf ´hinweisen, dass der ADNS-9800-Sensor eine nicht abschaltbare positive Mausbeschleunigung aufweist. Laut Datenblatt beträgt diese 5%. Im Test mit der Maus konnten wir nach mehreren Versuchen eine mittlere Abweichung von ca 4,4 % positiver Mausbeschleunigung ermitteln. Ob man sich daran nun stört oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden. Des Weiteren bietet der Avago-Sensor eine anpassbare Polling-Rate (Abfragerate) von 125 Hz, 250 Hz, 500 Hz und 1000 Hz. Bei der höchsten Abfragerate von 1000 Hz würde der Zwischenspeicher also jede Millisekunde abgerufen werden. Damit also ergibt sich eine theoretische Latenz von 1 ms. In der Praxis ist ein Wert ab 2 ms als realistisch anzusehen.

Software:

Die Argon Ocelote World bedient sich einer eigenen Software, welche sich von der der normalen Argon deutlich unterscheidet. Den Treiber kann man über die mitgelieferte Mini-CD oder per Download installieren. Wenn möglich, empfiehlt sich der Download von der Ozone-Hompage, da ihr so immer den aktuellsten Treiber bekommt. Der erste Reiter bietet die Möglichkeit, die Beleuchtungsoptionen der Maus zu konfigurieren. Da, wie schon beschrieben, die Farbe der Maus sich nicht verändern lässt, kann man hier die LEDs nur dauerhaft aktivieren, pulsieren lassen oder komplett deaktivieren. Im zweiten Reiter „Sensitivity“ lässt sich im oberen Bereich die Mausbeschleunigung anpassen. Aufgrund der hardwareseitigen Mausbeschleunigung lässt sich der Regler jedoch nicht auf 0 % stellen.

Software Argon Ocelote World 2
Software Argon Ocelote World 1

Unter der Option der Mausbeschleunigung befinden sich weitere Regler. Mit diesen lassen sich die insgesamt vier CPI-Stufen konfigurieren. Für jede Stufe kann in 100er Schritten ein Wert zwischen 100 CPI und 8200 CPI festgelegt werden. Diese konfigurierten Stufen lassen sich im Spiel „On-The-Fly“ über die CPI-Tasten wechseln. Der mittlere der fünf Reiter beherbergt die „System Settings“. Hier findet man alle Einstellungen, die im Zusammenhang mit den Windows-Mauseinstellungen stehen. Sowohl die Doppelklickgeschwindigkeit als auch die Zeigergeschwindigkeit können hier nach eigenem Belieben angepasst werden. Außerdem kann in diesem Menü noch die Geschwindigkeit des Mausrades reguliert werden.

Software Argon Ocelote World 4
Software Argon Ocelote World 3

Der vorletzte Menüpunkt „Advanced Settings“ beherbergt Einstellungen für die Polling Rate und den „On-To-Go Speed“. Letztere gibt die Latenz an, mit der die Maus Daten an den PC sendet. Diese Einstellung dürfte vor allem für Anwender von schnellen Makros interessant sein. Zu guter Letzt gibt es da noch den Bereich mit der Bezeichnung „Button Settings“. Dort könnt ihr jede Taste nach euren eigenen Vorstellungen belegen und umkonfigurieren. Überrascht waren wir allerdings, als wir feststellen mussten, dass die rechten Seitentasten als Rechtshänder deaktiviert sind. Umgekehrt stehen dem Linkshänder die linken Seitentasten nicht mehr zur Verfügung. Damit bietet die Ozone Argon Ocelote World in der Praxis nur sieben programmierbare Tasten statt der versprochenen neun Tasten.

Handhabung:

Schon nach wenigen Minuten der Benutzung stellt man schnell fest, dass Ozone mit Carlos Rodriguez eine gute Wahl getroffen hat, um die Argon zu optimieren. Die Maus liegt perfekt in der Hand und bietet dank der gummierten Seiten einen hervorragenden Grip. Alle Tasten an der Maus sind leicht zu erreichen. Die CPI-Tasten sind dagegen so angeordnet, dass man sie nicht ohne weiteres unbeabsichtigt betätigt. Bei den Schaltern für die Haupttasten setzt Ozone auf die bekannten Omron-Switches. Diese bieten einen sauberen Druckpunkt und liefern so dem Gamer das richtige Feedback. Der Betätigungsweg der Maustasten ist bei der Argon Ocelote World extrem gering. Schon nach etwas mehr als einem Millimeter lösen die Schalter aus. So sind hohe Klickkadenzen auch für ungeübte Gamer kein Problem. Allerdings ist die benötigte Kraft zum Auslösen eines Klicks etwas höher als bei vergleichbaren Modellen. Die Maus eignet sich durch ihre Formgebung besonders für Spieler mit Palm- oder Claw-grip. Die Softtouchoberfläche sorgt auch nach vielen Stunden für den nötigen Halt an den Fingerspitzen. Im Test mussten wir feststellen, dass wir mit der Maus schnell schwitzige Hände bekamen. Das kann aber natürlich auch an der besonders intensiven Spielrunde und unseren schwachen Nerven gelegen haben. Die Maus bietet im Ausgangszustand ein moderates Gewicht von 125 Gramm. Da das einigen Gamern zu wenig sein könnte, packt Ozone noch vier Gewichte mit je 4,5 Gramm dazu. So kann jeder das Gewicht ganz nach seinem Belieben anpassen. Diese Idee ist schon seit längerer Zeit gängige Praxis und findet bei vielen Herstellern Anwendung.

Argon Ocelote World 9
Argon Ocelote World 11

Doch Ozone scheint in der Gestaltung des Halters am Boden der Maus ein Fehler unterlaufen zu sein. Sobald man Gewichte in den Halter einlegt, klappern diese bei jeder Bewegung in der Aufnahme. Das stört nicht nur aufgrund des nervigen Geräusches, sondern auch durch das spürbare Anschlagen am Gehäuse. Da es sich bei unserem Exemplar anscheinend um keinen Einzelfall handelt, sollte Ozone hier dringend nachbessern. Die Teflon-Füße am Boden der Maus lassen die Maus leicht und ungehindert gleiten. Die Argon Ocelote World konnte auf dem Mauspad, auf der Schreibtischunterlage und auch auf dem Tisch selbst eine gute Präzision liefern. Natürlich empfiehlt es sich, trotzdem ein Mauspad zu verwenden, da so der Gleit- und Haftwiderstand auf ein Minimum reduziert werden.

Mauspad:

MVP Ocelote World
MVP Ocelote World 1

Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle auch kurz das Mauspad MVP von Ozone vorstellen. Es handelt sich dabei um ein Softtouchmauspad mit Stoffoberfläche. Mit dem Abmaßen von 35,5 cm x 25,5 cm x 0,4 cm bietet das Mauspad reichlich Platz. Gerade für Low-Sens (geringe CPI)-Spieler ist das große Mauspad perfekt. Doch auch High-Sens-Spieler kommen auf ihre Kosten. Denn das Mauspad leistet nur einen extrem geringen Widerstand.

MVP Ocelote World 2
MVP Ocelote World 4

Sowohl die Haft- als auch die Gleitreibung sind so gering, dass flüssige Mausbewegungen kein Problem sind. Die thermobehandelte Mikrofaseroberfläche bietet Mäusen mit hoher Auflösung genau den richtigen Untergrund, um präzise zu arbeiten. Die Unterseite des Mauspads ist gummiert und bietet dank des feinen Profils reichlich Halt. Ein Verrutschen des Mauspads ist damit praktisch ausgeschlossen.

Persönliches Fazit:

Mit Hilfe von Carlos Rodriguez hat Ozone es geschafft, eine Maus zu produzieren, bei der Materialwahl, Verarbeitungsqualität und Ergonomie im Mittelpunkt stehen. Die gummierten Seitenteile und die griffige Softtouchoberfläche verleihen der Maus den nötigen Grip, um auch in hektischen Situationen sicher in der Hand zu liegen. Die Form schmeichelt der Hand und ist dank der symmetrischen Gestaltung sowohl für Rechtshänder als auch für Linkshänder geeignet. Dank des Faches im Boden lässt sich die Maus mit vier 4,5 Gramm Gewichten beladen. Jedoch liegt hier auch einer der Schwachpunkte der Maus. Denn der Verschluss wirkt etwas billig und klappert während des Betriebes nervig im Gehäuse hin und her. Mit den Omron-Schaltern und dem ADNS-9800-Sensor ist die Maus auf dem aktuellen technischen Stand und bietet mehr als genug Leistung. Die Software hat Ozone übersichtlich gestaltet. Jedoch fehlt in der Software die Möglichkeit, die Lift of Distance der Maus zu konfigurieren. Außerdem muss man sich bei der Belegung der Tasten mit sieben anstelle von neun Tasten zufrieden geben. Die Maus bekommt man aktuell für etwa 59€. Wer mit den kleinen Schwächen der Maus leben kann, erhält ein kraftvolles Paket, welches vor allem durch seine Ergonomie glänzt. Daneben erhält der ambitionierte Gamer mit dem MVP-Mauspad eine qualitativ hochwertige Unterlage. Mit ganzen 20 € schlägt das Mauspad allerdings ganz gut zu Buche. Bedenkt man jedoch die enorme Größe, relativiert sich der Preis ganz schnell. Von uns bekommen sowohl die Maus als auch das Mauspad von Ozone einen Preis-/Leistungstipp.

PreisLeistungsTIPP Award

Vielen Dank an Caseking.de für die Bereitstellung des Musters.

Ozone Argon Ocelote World

59,91 €
Ozone Argon Ocelote World

Positiv

  • - Ergonomie
  • - präziser und schneller Sensor
  • - für Links- und Rechtshänder geeignet
  • - übersichtliche Software
  • - wertige Verpackung

Negativ

  • - klapperndes Gewichtsfach
  • - fehlende Lift of Distance Option in Software
  • - zwei der vier Seitentasten nicht verwendbar

Hier Vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Turtle Beach Grip 500

Turtle Beach ist ein Hersteller, der bisher hauptsächlich im Audio-Bereich tätig war und eher für seine Headsets bekannt ist. Nun hat der Hersteller mit der Grip 500 die erste Maus veröffentlicht. Die Maus schlägt mit einer UVP von nicht ganz 90 € zu Buche und bietet dafür einen ADNS-9800 Sensor, drei Seitentasten, einen Profilspeicher sowie eine symmetrische Form. Heute wollen wir im Test ermitteln, ob Turtle Beach mit der Grip 500 ein guter Einstieg gelungen ist, oder ob man lieber auf ein ähnliches Konkurrenzprodukt zurückgreifen sollte.

Technische Daten:

  • Avago/Pixart ADNS – 9800 Sensor
  • Abtastrate von 100 – 8.200 cpi
  • Lift-Off-Distance: 0,5 –  2,5 mm
  • Taster: Omron-Taster mit Lebenszeit von 20 Mio. Klicks
  • 7 Tasten insgesamt, davon drei linksseitig
  • Rote Beleuchtung mit anpassbarer Farbe des Mausrades
  • 1,95 Meter langes Kabel
  • 5 konfigurierbare Profile
  • Gewicht: ca. 104 Gramm

 

Lieferumfang und Verpackung:

Die Maus erhält man in einem schwarz-grauen Karton. Auf diesem findet man neben einem Bild der Maus das Logo von Turtle Beach und den Namen der Maus in goldener Schrift. Auf der Rückseite ist eine kurze Übersicht über die Features  in acht verschieden Sprachen zu sehen und eine kleine Abbildung zur verwendeten Software. Turtle Beach hat sich, wie auch manch anderer Hersteller, für eine Verpackung entschieden, welche sich aufklappen lässt. Der Deckel des Kartons lässt sich in diesem Fall nach links aufklappen und wird durch einen kleinen Magneten geschlossen gehalten. Der Clou – man kann sich die Maus nicht nur anschauen, sondern sogar probefühlen. An den Maustasten befindet sich ein Ausschnitt im Plastik, sodass man sich einen Eindruck von der Mausoberfläche und auch vom Feedback der Maustasten machen kann. Uns gefällt die Idee und dem ein oder anderen Interessenten dürfte diese Möglichkeit bei der Entscheidung zum Kauf verhelfen. Der Lieferumfang ist hingegen sehr überschaubar. Neben der Maus befindet sich in der Verpackung lediglich eine kurzer Quick Start Guide. Eine CD mit der entsprechenden Software oder anderes Zubehör sucht man vergebens. Bei der angesetzten UVP von knapp 90€ hätten wir hier mehr erwartet.

die Verpackung der Turtle Beach Grip 500

aufklappbare Front mit anfassbaren Tasten

Design und Aussehen

Von außen betrachtet macht die Gaming Maus einen edlen Eindruck. Die verwendete Softtouchoberfläche dürfte mit ihrer matt schwarzen Farbe einen erheblichen Beitrag dazu leisten. Um das Mausrad und den CPI-Schalter herum wurde ein wenig schwarzes Plastik in Hochglanzoptik verwendet. Dieser kleine Blickfänger lockert das ansonsten eher klassisch gehaltene Design etwas auf. Die Form der Grip 500 ist symmetrisch gehalten. Daher bewirbt Turtle Beach die Maus wahrscheinlich auch mit dem Slogan „Grip 500 leaves no hand behind“. Die Lage der Tasten wiederum macht die Benutzung der Maus für Linkshänder schwierig. Alle drei Zusatztasten wurden auf der linken Seite der Maus angebracht. Warum hier nicht mindestens eine Taste auf die rechte Seite verlegt wurde, werden wohl nur die Designer von Turtle Beach wissen.

Turtle Beach Grip 500 05

linke Seite der Grip 500 mit 3 Tasten

Durch diesen Punkt ist die Maus für Linkshänder nur bedingt zu empfehlen. Steckt man die Maus an den PC an, zeigen sich die beleuchteten Bereiche der Grip 500. Das Logo auf dem Mausrücken, das Mausrad und die Front sind bei dieser Gaming-Maus beleuchtet. Die Front und das Logo leuchten dauerhaft in roter Farbe. Die beiden LEDs in der Front sitzen hinter einem Meshgitter. Dieses vermittelt in gewisser Weise das typische Gamingflair und ist ein guter Kontrast zum ansonsten klassischen Design. Von den drei beleuchteten Bereichen lässt sich nur das Mausrad über die Software in seiner Farbe konfigurieren. Eine Möglichkeit zur Anpassung der anderen beleuchteten Bereiche wäre sicher auch eine nette Ergänzung gewesen. Das Mausrad dient, wie bei vielen Mäusen, gleichzeitig als dritte Maustaste und besitzt ein gummiertes Profil. Hinter dem Mausrad befindet sich der CPI-Schalter, mit welchem sich die Abtastrate in vier Stufen verstellen lässt. Der Schalter zum Wechseln zwischen den konfigurierbaren Profilen hingegen befindet sich an der Unterseite der Maus. Damit ist es leider nicht möglich, während des Spielens das Profil ohne Unterbrechung zu wechseln.

Die Grip 500 Gamingmaus mit aktivierter beleuchtung

beleuchtetes Mausrad und CPI - Schalter der Grip 500

Verarbeitung:

Auf den ersten Blick scheint die Grip 500 wirklich gut verarbeitet zu sein. Auch bei genauerem Hinsehen konnten wir nur  kleine Mängel entdecken. Negativ fiel uns lediglich der Bereich hinter dem CPI-Schalter auf. Dort lässt sich das Gehäuse ca. 1 mm eindrücken. Ansonsten ist das Gehäuse der Maus äußerst solide. Wir konnten auch keine scharfen Kanten oder Grate an der Maus feststellen.

der angenehm geformte Mausrücken mit Herstellerlogo

Unterseite der Maus mit Sensor, Gleitfüßen und Profiltaste

Unterseite der Maus mit Sensor, Gleitfüßen und Profiltaste

Die Softtouchoberfläche ist gleichmäßig gearbeitet und lässt sich leicht reinigen. Bei dem ca. 2 Meter langen Kabel wurde auf eine Stoffummantelung verzichtet. Das flexible und leicht zu verlegende gummierte Kabel besitzt eine Verstärkung am Eingang zu Maus. Diese dient dazu, Kabelbrüchen vorzubeugen. Bei den beiden Schaltern für linke und rechte Maustaste setzt Turtle Beach auf Omron-Schalter des Typs D2FC-F-7N, welche eine Lebensdauer von ca. 20 Millionen Klicks aufweisen. Das sollte selbst für Vielzocker ausreichen, um einige Jahre über die Runden zu kommen. Alle anderen Tasten an der Maus besitzen Schalter unbekannten Typs. Doch wir konnten erfreut feststellen, dass alle Schalter eine ähnliche Haptik aufweisen, wodurch sich ein homogenes Bediengefühl ergibt. Die Teflonfüße der Maus sind fest verklebt und lassen sich an keiner Ecke lösen. Die Spaltmaße der Maus sind eng und gleichmäßig. In Sachen Verarbeitung hat Turtle Beach wieder einmal gute Arbeit geleistet.

Technische Details:

Von der technischen Seite ist die Grip 500 auf dem aktuellen Stand. Neben dem weit verbreiteten Pixart-Sensor vom Typ ADNS – 9800 besitzt die Maus einen internen Speicher, sowie eine anpassbare Poling-Rate. Der Sensor arbeitet mit einer Abtastrate von 100 bis 8200 dpi. Diese Abtastrate lässt sich 50 cpi-Schritten für X- und Y-Achse getrennt einstellen. Die Abtastrate kann dann in vier verschiedenen Leveln gespeichert werden und so über die CPI-Taste gewechselt werden. Für geübte Gamer, die absolute Präzision wünschen, dürfte sich die Nutzung einer Maus mit dem ADNS-9800 Sensor erübrigt haben. Denn von Werk aus weist der Sensor eine nicht abschaltbare Mausbeschleunigung von ca 5% aus. Dies erschwert ein extrem schnelles und exaktes Aiming stark. Für die meisten Zocker, die nicht alle zwei Wochen an einem ESL-Turnier teilnehmen, dürfte dies jedoch eher uninteressant sein. Im Versuch konnten wir eine Abweichung von ca 4,1 % positiver Mausbeschleunigung ermitteln. Im weiteren Test arbeitete der Sensor bis 6000 cpi präzise auf allen Oberflächen. Wir haben dabei ein Textilpad von Ozone, eine Schreibtischunterlage aus Leder, sowie den blanken Holztisch getestet. Bei höheren cpi-Zahlen- speziell bei 8200 cpi- mussten wir ein Jittern (Bewegung des Mauszeigers, die nicht aus der Bewegung der Maus resultiert) feststellen. Reduzierte man die Mausgeschwindigkeit in den Windowseinstellungen, reduzierte sich das Jittern auf ein Minimum. Die Poling-Rate ist in den Stufen 125 Hz, 250 Hz, 500 Hz und 1000 Hz einstellbar. Des Weiteren lässt sich beim ADNS-9800 Sensor die Lift of Distance (kurz LOD) einstellen. Mit dieser legt ihr fest, ab welcher Entfernung zum Mauspad keine Mausbewegung mehr aufgezeichnet wird. Wichtig ist das vor allem dann, wenn ihr die Maus nachsetzen müsst und dabei den Mauszeiger / das Fadenkreuz nicht bewegen wollt. Hier mussten wir bei der Turtle Beach Grip 500 aber ein sehr interessantes und markantes Problem feststellen. Ab der zweitkleinsten Stufe reagierte die Maus nicht mehr. Nur wenn man die Maus mit aller Kraft auf das Pad presste, war eine kleine Bewegung möglich. Es scheint fast so, als könnte man die LOD so klein wählen, dass der Abstand zu Mauspadoberfläche zu groß ist, als das eine Bewegung registriert wird. Wir hoffen, dass Turtle Beach mit einem Software-Update etwas gegen dieses Problem unternimmt.

Software:

Die Software erhält der Nutzer der Maus auf der Hersteller-Website. Nach der einfachen und schnellen Installation kann man einen ersten Blick auf die Software werfen. Schon auf den ersten Blick wird klar, dass die Software angenehm übersichtlich gestaltet wurde. Rechts habt ihr drei Reiter zur Auswahl, die euch in die jeweiligen Hauptmenüpunkte navigieren. In den Performance Settings könnt ihr die Abtastrate, die Lift of Distance, die Polingrate und die Doppelklick-Geschwindigkeit anpassen.

Grip 500 Software 1
Grip 500 Software 2

Im darunter liegenden Menüpunkt „Illumination Options“ könnt ihr die Beleuchtung der Maus konfigurieren. Es kann hier für das Mausrad eine von 16,8 Millionen Farben für jedes verfügbare Profil festgelegt werden. So könnt ihr schnell erkennen, welches Profil ihr gerade angewählt habt. Des Weiteren lässt sich in diesem Menü die Beleuchtungsart konfigurieren. Der Modus der Beleuchtung ist im Gegensatz zur Farbe auch für das Logo und die Frontbeleuchtung anpassbar. Zur Auswahl stehen die Optionen: OFF, Steady, Breathing und Battle. Wenn ihr die Battle-Funktion aktiviert, ist das Mausrad standardmäßig unbeleuchtet. Je schneller ihr nun klickt desto heller leuchtet das Rad in der vorher gewählten Farbe. Den Sinn und Zweck dieser Funktion möchten wir an dieser Stelle nicht genauer hinterfragen und freuen uns einfach über die ungewöhnliche Beleuchtungsmethode. Hinter dem dritten großen Menüpunkt verbirgt sich der Makro-Editor. Hier könnt ihr wie gewohnt Makros anlegen und diese unter einem Makronamen speichern. Im Homescreen der Software lassen sich die verschiedenen Profile auswählen und die Tastenbelegungen konfigurieren. Hier könnt ihr normale Mausbefehle, Tastaturbefehle, Multimediabefehle und auch die angelegten Makros einbinden. Viel mehr gibt es auch nicht zu der Software zu sagen. Sie ist übersichtlich, funktionell und arbeitet, abgesehen vom Problem mit der Lift of Distance, fehlerfrei.

Grip 500 Software 3
Grip 500 Software 4

Handhabung:

In der Handhabung der Maus fällt zunächst das geringe Gewicht auf. Als sehr angenehm empfanden wir den Schwerpunkt, der sich knapp hinter der Mitte befindet. Die Softtouchoberfläche wird ihrem Namen definitiv gerecht und schmeichelt der Hand regelrecht. Ein weiterer Vorteil der Softtouchoberfläche ist der gute Grip dank der Gummierung. Die Maus liegt sehr gut in der Hand und ist aufgrund ihrer Form vorwiegend für den Palm-grip und den Claw-grip ausgelegt. Selbst ein Fingertip-grip ist aufgrund des geringen Gewichts der Maus möglich, jedoch gibt es für diese Art bessere Mäuse. Wir bedienten uns beim Test der Maus des Palm-grips und waren vollkommen zufrieden. Die Maus liegt sicher in der Hand und gleitet dank ihrer Füße agil über das Mauspad. Im ausführlichen Spieletest konnten wir alle Tasten gut erreichen und hatten keine Probleme mit Fehleingaben. Besonders gefiel uns die Lage der Tasten zum Wechseln der CPI-Profile. Denn diese ist schnell erreichbar, wird aber beim Spielen nicht aus Versehen gedrückt. Die Maustasten geben ein gutes Feedback, wenngleich uns der Betätigungsweg etwas lang vor kam. Das Mausrad hat sehr weiche Rastungen und ist leichtgängig. Für Vielscroller optimal, für Zocker eine Frage der Gewöhnung. Denn mit dem leichtgängigen Mausrad kann es schon einmal passieren, dass man aus Versehen über einen Waffenslot hinausscrollt.

Persönliches Fazit:

Turtle Beach bewirbt seine erste Maus mit allerlei markanten Werbesprüchen. Mit der Grip 500 hat es der Hersteller geschafft, eine gut verarbeitete Maus auf den Markt zu bringen, welche äußerst angenehm in der Hand liegt. In dem symmetrisch geformten Gehäuse arbeitet die weit verbreitete ANDS-9800-Sensorik. Diese arbeitet präzise und liefert ausreichend Leistung für die meisten Gamer. Lediglich die nicht abstellbare positive Mausbeschleunigung könnte Progamern ein Dorn im Auge sein. Die Software wurde übersichtlich gestaltet und arbeitet bis auf das Problem mit der Lift of Distance fehlerfrei. Die Gamingmaus wurde vom Hersteller mit einer UVP von 87,44€ angesetzt. Dieser Preis wäre aufgrund des geringen Lieferumfangs und des fehlenden hervorstechenden Produktmerkmals zu hoch gegriffen. Auf dem Markt hat sich jedoch dementsprechend ein geringerer Preis von ca. 67 € etabliert. Für diesen Preis bekommt ihr eine solide Maus, die durch einfache Bedienung und Zuverlässigkeit punktet. Turtle Beach bekommt daher von uns einen Preisl/Leistungstipp für seine Maus.

PreisLeistungsTIPP

 

Grip 500

66,47 €
Grip 500

Positiv

  • - Saubere Verarbeitung
  • - Angenehme Oberfläche
  • - Gute Ergonomie
  • - Gute Gleiteigenschaften
  • - Langlebige Omron-Schalter in Haupttasten

Negativ

  • - Feste positive Mausbeschleunigung von 5%
  • - Profilumschalter auf der Unterseite
  • - Bug in Software beim Einstellen der Lift of Distance

Hier könnt ihr Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx – Team

Test/Testbericht: Speedlink Kudos Z-9 Gaming Mouse

Speedlink ist bereits seit vielen Jahren im Geschäft und kennt sich sehr gut aus, wenn es um PC-Peripherie und Gaming-Produkte geht. Da ist es kein Wunder, dass die Ansprüche und Erwartungen an die neueste Gaming-Maus, die Kudos Z-9, dementsprechend hoch sind. Auch wir waren natürlich gespannt auf die Maus und haben sie uns vorgenommen und ordentlich durchgetestet. So viel sei schon mal vorab verraten: Sie hält das, was sie verspricht!

Technische Daten:

  • 137 Gramm Gewicht
  • 4 Wege Mausrad
  • bis zu 8.200 dpi
  • 64 Farben für die Profilindikatorleiste
  • 150 ips Tracking-Geschwindigkeit
  • 125 bis 1.000 Hz Polling-Rate
  • Haupttasten mit Omron Switches
  • 9 programmierbare Tasten
  • 1,8 Meter langes Kabel

Lieferumfang und Verpackung:

Die Verpackung der Speedlink Kudos Z-9 ist farblich genauso gehalten wie die Maus selbst: In einem schicken Schwarz und Rot wird auf der Vorderseite ein Bild der Maus selbst gezeigt. Darüber hinaus sind dort direkt die wichtigsten Punkte zu sehen. Dazu gehört zum Beispiel die Auflösung des Laser-Sensors, die Anzahl der programmierbaren Tasten sowie die Länge des Kabels und Ähnliches. Ein Highlight der Verpackung ist, dass man die Front aufklappen kann und damit einen direkten Blick auf die in Plastik verpackte Maus bekommt. Auf der Innenseite der Front sind einige Details zur vorhandenen Software zu sehen, die viele verschiedene Einstellungsmöglichkeiten bietet. Auf der Rückseite sind noch einmal ein paar Informationen in 14 verschiedenen Sprachen aufgelistet. Zum Lieferumfang gehört neben der eigentlichen Gaming-Maus außerdem noch ein Quick-Install-Guide, der euch erste Tipps zur Nutzung gibt sowie eine CD, auf der die Software enthalten ist. Gerade letzteres gefällt sehr gut, denn viele Hersteller bieten heutzutage lediglich einen Download über die hauseigene Webseite an. Somit ist eine Software-CD schon fast eine Rarität geworden.

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Design und Aussehen:

Rein äußerlich betrachtet wirkt die Gaming-Maus von Speedlink sehr edel, was vor allem an dem metallenen Rot als Hauptfarbe sowie den schwarzen Highlights an den Tasten, in der Mitte und den Seiten liegt. Damit hat sie den klassischen Look ihrer „Schwestern“ – wie zum Beispiel der Prime Z-DW oder der Decus – beibehalten. Das Design an sich orientiert sich ebenfalls von der Linienführung her an den anderen Modellen, doch gibt es ganz klare Unterschiede in der Form: Die Kudo Z-9 liegt einfach richtig gut in der Hand und vor allem die Daumenmulde an der linken Seite ist sehr angenehm, um einen festen Griff beim Spielen zu haben. Auf dem Rücken wurde ein Schriftzug auf dem roten Untergrund aufgetragen, der „Kudos Z-9 Gaming Mouse“ lautet. Den Name des Herstellers wurde links neben dem Mausrad angebracht. Die Unterseite ist komplett in Schwarz gehalten und dort wurde sogar die Adresse vermerkt, unter der man Speedlink finden kann. Auffällig sind zudem die vier zusätzlichen Tasten in der Mitte, die frei programmierbar sind. Darüber hinaus wurden zwei Daumentasten verbaut, die mittlerweile einfach zu jeder guten Gaming-Maus gehören. Ein weiteres kleines Designer-Highlight sind die verbauten LEDs: Sowohl das Mausrad, als auch ein schmaler Streifen in der Mitte sowie die Wahl des dpi-Profils (durch vier kleine rote Lampen) werden beleuchtet. Der schmale Streifen kann zudem per Software die Farbe wechseln, wobei man kann zwischen 64 Farben wählen kann. Allgemein macht das Produkt zwar einen sehr kompakten Eindruck, was aber absolut kein Nachteil ist – ganz im Gegenteil.

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Verarbeitung:

Wenn man die Maus das erste Mal in die Hand nimmt, fällt sofort auf, dass sie sehr leicht ist. Mit einem Gewicht von knappen 137 Gramm ist sie sehr leicht – ob das gefällt, ist allerdings eher eine Frage der persönlichen Vorlieben. Es hat sich zumindest nicht negativ auf die Nutzung ausgewirkt, allerdings ist es definitiv eine Umstellung, wenn man zuvor eine schwerere Maus gewöhnt war. Als Material wurde vor allem Hartplastik verwendet, das sich angenehm anfühlt. Für etwas bessere Traktion bei der Nutzung wurde die Seiten etwas verstärkt. Für die Haupttasten wurden Omron Switches verbaut, die eine sehr hohe Lebensdauer besitzen und für präzise Klicks gedacht sind. Auch der Druckpunkt der Tasten wurde optimiert, sodass sie perfekt für Gaming genutzt werden können. Ein großer Pluspunkt ist das Kabel, das nicht nur mit 1,8 Meter eine gute Länge besitzt, sondern auch mit flexiblem Kunststoff ummantelt wurde. Der USB-Anschluss wurde vergoldet und soll so für eine noch schnellere Übertragungsrate sorgen. Für zusätzliche Stabilität an den gängigen Kabelbruchstellen (Anschluss zur Maus und zum USB) wurde auch gesorgt, sodass dort nichts passieren sollte. Hier merkt man ganz klar, dass Speedlink nicht erst seit kurzem in der Branche tätig ist, sondern ganz genau weiß, auf welche Kleinigkeiten man achten muss. Ein nettes kleines Gimmick ist das 4D-Mausrad, wobei das „D“ für „Direction“ (englisch = Richtung, Weg) steht. Man kann es nämlich auch noch nach links und nach rechts neigen und bekommt dadurch zusätzliche Tasten zur Nutzung.

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Technische Details:

Auf der technischen Sicht besitzt die Gaming-Maus alles, was man von einem Produkt dieser Preisklasse erwartet. Das beginnt mit dem empfindlichen Sensor, der zwischen 50 und 8.200 dpi auflösen kann und sehr genau agiert. Wir haben für unserem Test verschiedene Untergründe getestet und sowohl auf einem hochwertigen Maus-Pad, auf einem einfachen Holztisch, als auch auf einem billigem Mauspad konnte die Maus jederzeit sehr gut performen. Ebenfalls perfekt auf das Gaming ausgelegt wurden die Zero-Time-Response-Tasten, die – wie der Name schon verraten mag – sehr schnell das umsetzen, was passiert. Außerdem kann man zwischen einer Polling-Rate von 125 bis 1.000 Hz wählen, was dem heutigen Standard entspricht. Ebenfalls dem Standard gemäß vorhanden ist ein interner Speicher, auf dem ihr eure Gaming-Profile und -Einstellungen abspeichern könnt – der interne Speicher beträgt 56 kbit. Ein absolutes Novum in der Branche ist allerdings, dass man alle Einstellungen, die ihr mit der Software am PC ändern könnt, auch einfach per App wechselt – und das sogar mitten im Spiel. Wenn ihr ein Android- oder iOS-fähiges Gerät besitzt, könnt ihr einfach bequem die Einstellungen wechseln, die euch gerade als sinnvoll erscheinen und könnt nach der Bestätigung sofort die Auswirkungen sehen.

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Software:

Nachdem ihr die Software-CD eingelegt habt, läuft die Installation problemlos, sodass die Software schnell geöffnet ist. Dort habt ihr dann die Möglichkeit, zwischen vier Optionen zu wählen: Tasten, Sensor, Makro-Editior und Einstellungen. Im ersten Bereich könnt ihr die Tastaturbelegung frei wählen und habt eine große Auswahl an möglichen Verwendungen der Tasten. Außerdem könnt ihr dort fünf verschiedene Profile erstellen, denn schließlich hat ein Shooter-Spieler andere Anforderungen an eine Gaming-Maus als zum Beispiel ein Strategie-Spieler. Außerdem ist dort der Button „Funktionsliste“ zu finden, der es euch ermöglicht, einen Einblick in alle möglichen Funktionen und deren Funktionsweisen zu bekommen. Zudem könnt ihr hier für jedes Profil eine von 64 Farben auswählen, die dann in der LED-Beleuchtung der Maus auftaucht. Ein Kritikpunkt ist allerdings, dass man die Beleuchtung selbst nicht ausschalten kann. Auch ist ein Atmungs-Effekt voreingestellt, der ebenfalls nicht geändert oder ausgeschaltet werden kann. Wenn man also dort etwas ändern möchte oder einfach keine Lust auf eine Beleuchtung hat, hat man leider Pech gehabt.

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Kudos-Z-9-Software - 02

Im zweiten Reiter könnt ihr den Sensor einstellen und dort vier dpi-Profile erstellen. Von 50 bis 8.200 dpi ist alles möglich – solange ihr in 50er Schritten wählt. Außerdem besteht die Möglichkeit, die X- und Y-Achse unabhängig von einander einzustellen. Der Marko-Editor sollte ebenfalls recht selbsterklärend sein, denn dort habt ihr die Möglichkeit, Makros zu erstellen und diese dann für euren Shooter, RPG oder was auch immer anzuwenden. Der letzte Punkt in der Software heißt „Einstellungen“ und dort könnt ihr einmal die USB-Abfragerate auswählen, wobei ihr acht Möglichkeiten habt: 125, 142, 166, 200, 250, 333, 500 und 1.000 Hz können so gewählt werden. Darüber hinaus könnt ihr die Linien-Einrastung ein- und ausschalten, DPI/Profil-Anzeige (OSD) bei Bedarf aktivieren und die Mausbeschleunigung deaktivieren – falls ihr dies denn möchtet. Auch könnt ihr die Treibereinstellungen zurücksetzen, wiederherstellen und sichern.

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Kudos-Z-9-Software - 03

Handhabung:

Die generelle Handhabung der Gaming-Maus ist, wenn ihr mit dem geringen Gewicht klarkommt, wirklich sehr gut. Zwar fehlen Noppen an den Seiten, die für zusätzlichen Grip sorgen würden, allerdings sind uns beim Test keine negativen Erlebnisse auf Grund von fehlendem Grip aufgefallen. Stattdessen liegt die Kudos Z-9 immer gut in der Hand und insbesondere die Daumenmulde ist echt angenehm. Eine gute Ergonomie ist ebenfalls vorhanden, allerdings ist die Maus ganz klar auf Rechtshänder ausgelegt, sodass Linkshänder die Finger – oder besser die Hand – davon lassen sollten. Die Daumentasten sind ebenfalls sehr gut zu erreichen, was man jedoch von den zusätzlichen Tasten in der Mitte nicht behaupten kann. Direkt hinter dem Mausrad liegt die Taste für das Gaming-Profil und direkt dahinter die Taste für die dpi-Profile. Während man diese beiden noch relativ sicher erreichen kann und während des Spielens eher selten nutzen wird, gibt es direkt neben der Gaming-Profil-Taste links und rechts noch zwei weitere Tasten, die in den Default-Einstellungen für „lauter“ und „leiser“ der Soundkulisse sorgen. Habt ihr diese anderweitig belegt, sind sie allerdings reichlich schwer zu bedienen, da ihr eure Finger recht weit krümmen müsst, um sie zu erreichen. Damit fallen sie für hektische Shooter, RPGs und RTS-Spiele leider aus. Dafür ist das Mausrad wieder lobenswert, denn es besitzt eine hervorragende Haptik, eine passende Größe und lässt sich sehr angenehm bedienen.

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Persönliches Fazit

Wie bereits in der Einleitung angedeutet, bringt die Kudos Z-9 von Speedlink genau das mit, was man von ihr erwartet: Eine hervorragende Ergonomie (für Rechtshänder), hochwertige Tasten und eine Technik, die auf dem neuesten Stand ist. Die Idee mit der Nutzung einer App ist zwar echt nett, wird allerdings wohl eher selten eingesetzt werden. Die Verarbeitung ist grundsolide und auch die Software besitzt alle Funktionen, die man eigentlich erwarten würde. Für den Preis erwartet man also genau diese Leistung, weshalb wir auch den Preis-Leistungs-Award vergeben. Allerdings hätten wir uns noch ein paar Kleinigkeiten mehr gewünscht – zum Beispiel das Ausschalten der Beleuchtung oder des Beatmungs-Effektes. Auch die zwei Zusatztasten in der Mitte liegen nicht optimal, aber immerhin besitzt die Maus zwei weitere Tasten – das ist nicht bei jedem Modell in der Preisklasse gegeben. Auch das Kabel soll noch einmal lobend erwähnt werden, das eine gute Länge besitzt und sowohl flexibel als auch stabil ist. Das geringe Gewicht ist Geschmackssache, doch wer so etwas möchte, kann getrost zugreifen – denn die Kudos Z-9 macht ihre Sache wirklich gut!

PreisLeistungsTIPP Award

Kudos Z-9

Kudos Z-9

Positiv

  • - Software im Lieferumfang vorhanden
  • - schickes Design
  • - fünf Gaming-Profile
  • - vier dpi-Profil
  • - sehr gute Ergonomie
  • - langes, flexibles Kabel
  • - Omron Haupttasten

Negativ

  • - Beleuchtung nicht ausschaltbar
  • - zusätzliche Mitteltasten schwer erreichbar

Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Logitech G302 Daedalus Prime MOBA Gaming-Maus

In den letzten Jahren ist das Genre Multiplayer Online Battle Arena – oder kurz MOBA – erheblich gewachsen. League of Legends ist als Klassenprimus das größte Videospiel der westlichen Welt, aber auch Titel wie DotA 2, Smite und andere Vertreter haben dafür gesorgt, dass diese Videospielsparte sehr populär geworden ist. Da war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis Peripherie für genau dieses Genre produziert wird. Die Logitech G302 Daedalus Prime wurde ganz speziell für MOBA-Titel entwickelt und wird ganz offiziell von WildTurtle, einem professionellen League-of-Legend-Spieler empfohlen. Grund genug für uns, die Maus mal genauer zu betrachten und unsere Ergebnisse mit der Maus in einem Test festzuhalten.

Technische Daten:

  • 6 programmierbare Tasten
  • 122 Gramm Gewicht
  • bis zu 5 im Spiel wählbare Empfindlichkeitsstufen
  • Lasersensor mit 240 bis 4.000 DPI
  • maximale Beschleunigung von 20G²
  • maximale Geschwindigkeit von 3m/s²
  • USB-Signalrate von 1.000 Hz

Lieferumfang und Verpackung:

Die Verpackung der G302 Deadalus Prime ist recht spartanisch gehalten. Das beginnt mit dem blau-schwarzen Karton, der relativ klein ist und gerade genug Platz für die Maus bietet. Immerhin ist er sehr schön designt worden und besitzt auf der Frontseite ein transparentes Bild der Maus, mit dem man auf die innere Technik gucken kann. Auf der Rückseite wurden einige Bullet-Points aufgelistet. Darüber hinaus ist dort neben einem kleineren Bild der Vorderfront auch ein Foto sowie ein Statement von WildTurtle abgebildet. In diesem Statement preist er die schnelle Reaktion und die guten Tasten an und macht eben ein wenig Werbung für die Maus. Auf den Seiten selbst sind noch ein paar Stichpunkte in 15 verschiedenen Sprachen aufgezählt, die einige technische Daten preisgeben und zum Beispiel die technischen Details der Abtastung, Gleitfähigkeit und Reaktion näher definieren. Öffnet man den Karton, kann man einfach den Inhalt herausziehen. Dabei handelt es sich einmal um die Maus selbst, die in einem vorgestanzten Hartplastikgehäuse liegt und einfach herausgenommen werden kann. Zusätzlich sind noch zwei obligatorische Beipackzettel enthalten, die Sicherheitshinweise in vielen Sprachen sowie den Hinweis auf die Support-Webseite enthalten. Auf dieser Webseite bekommt man dann Zugriff auf die Software für die Gaming-Maus, die nicht im Lieferumfang im Sinne einer CD enthalten ist. Das war es allerdings auch schon, denn neben Karton, Maus, Hartplastikschale sowie zwei Beipackzetteln ist nichts weiter vorhanden.

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Design & Aussehen:

Sobald man die Logitech-Maus zum ersten Mal anfasst, fällt zunächst auf, dass sie recht klein ist. Selbst für normal große Hände ist sie etwas kurz geraten, sodass sie nicht perfekt in der Hand liegt. Dafür wurde sie ergonomisch designt, wodurch sowohl Links-, als auch Rechtshänder die gleichen Nutzungsbedingungen haben. Sie ist komplett in Schwarz gehalten, lediglich auf dem „Hinterteil“ ist das Logitech-Zeichen mit durchsichtigem Plastik eingefügt worden. Nutzt man die Beleuchtung aus dem Inneren, so wird dieses Logo angestrahlt und leuchtet in einem hellen Blau. Gleiches gilt für die beiden hinteren Seiten, die eine Art Gitternetz besitzen, das ebenfalls durch die Innenbeleuchtung leuchtet. Die komplette Maus besteht aus glattem, matten Hartplastik, mit der Ausnahme eines Mittelstreifens, der lackiert wurde und sich deshalb optisch vom Rest abheben kann. Auf der Unterseite ist neben dem Sensor der Name der Maus aufgedruckt worden – ebenfalls im gleichen Blau wie die Beleuchtung. Außerdem sind kleine „Füße“ zu sehen, die das Gleiten über verschiedene Ebenen verbessern sollen. Das Mausrad wurde passend zur Größe der Gaming-Maus ebenfalls recht klein gehalten, der DPI-Knopf ist direkt dahinter angesiedelt worden. Hinzu kommen noch zwei Daumentasten, die ebenfalls relativ schmal sind. Abgesehen von der Beleuchtung hat die Maus jedoch keinerlei farbliche Highlights. Schade ist außerdem, dass die Bleuchtung nicht frei wählbar ist, sondern nur eine Farbe vorgegeben wurde. Immerhin besitzt sie einen „Atmungs-Effekt“, der pulsierend immer heller beziehungsweise dunkler wird.

Verarbeitung:

Der erste Eindruck ist entscheidend und wenn man zum ersten Mal die Gaming-Maus in der Hand hält, wirkt sie zunächst billig. Das liegt vor allem am Material, denn es wurde sehr leichtes Plastik verbaut, um die G302 Daedalus Prime so leicht wie möglich zu halten. Auch wurde die Oberfläche nicht angeraut, um zusätzlichen Grip zu ermöglichen. Auch die bereits erwähnten Daumentasten sind nicht perfekt, denn während die hintere Daumentaste noch eine ordentliche Größe besitzt, ist die vordere Taste wirklich sehr schmal geraten. Das Mausrad ist ebenfalls recht klein, doch fällt dies zumindest nicht negativ auf. Außerdem merkt man hier eine hochwertige Verarbeitung, denn das Scrollen funktioniert absolut perfekt und in unserem Test sind keinerlei Probleme aufgetreten. Direkt über dem Mausrad liegt die DPI-Taste, mit der man zwischen den bis zu fünf einstellbaren Gaming-Profilen wechseln kann. Diese besitzt einen angenehmen Druckpunkt und ist recht leicht zu erreichen, sodass man auch beim Spielen auch in recht hektischen Situationen nach Bedarf entscheiden kann, welches Profil man gerade nutzen möchte. Der erste Eindruck täuscht jedoch, denn tatsächlich sind die einzelnen Bestandteile der Gaming-Maus nicht billig. Die Maustasten sollen zum Beispiel laut Herstellerangaben bis zu 20 Millionen Klicks schaffen, was eine wirklich recht ordentliche Zahl ist, die eine lange Lebensdauer verspricht. Trotzdem wirkt sie auf Grund ihres Gewichts reichlich fragil.

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Technische Details:

Aus technischer Sicht hat Logitech einiges zu bieten: Der optische Gaming-Sensor nutzt zum Beispiel die exklusive Delta-Zero-Technologie aus eigenem Hause und soll für eine schnelle und sehr genaue Abtastung sorgen. Dabei kann man via Software frei Einstellen, welche DPI-Settings man haben möchte – zumindest, wenn diese im Spektrum von 240 bis 4.000 liegen. Die vier möglichen Stufen werden dabei in 80er Schritten gewählt. Die maximale Beschleunigung des Sensors liebt dabei bei 20 G² und die maximale Geschwindigkeit bei 3 m/s², was im Vergleich mit anderen Mäusen dieser Preisklasse Durchschnitt ist. Für eine möglichst schnelle Reaktion sorgt eine USB-Signalrate von 1.000 Hz. Die Maustasten sollen bis zu 20 Millionen Klicks schaffen und die kleinen Füße auf der Unterseite der Maus haben eine Lebensdauer von mindestens 250 Kilometern. Außerdem wurde die linke sowie die rechte Maustaste mit einer Federspannung versehen, um zusätzlich die Reaktionseigenschaften sowie die Haptik zu verbessern. Wer möchte, kann zudem alle sechs Tasten der Maus komplett neu programmieren und damit für die eigenen Zwecke perfekt anpassen. In unserem Test wurde die Maus auf verschiedenen Untergründen getestet. Dabei konnte sie perfekte Ergebnisse auf einem Stoff-Mauspad erzielen. Auf reinem Holz oder Hartplastik-Mauspads bieten die Füße auf der Unterseite zu wenig Grip.

Software:

Die Software zur G302 Daedalus Prime ist sehr übersichtlich gehalten und bietet einige Einstellungsmöglichkeiten. Auf der Startseite der Software kann man wählen, ob man auf der Maus gespeicherte Profile verwende will oder lieber auf dem Computer gespeicherte Profile verwenden möchte. Wählt man die zweite Option, so kann man für jedes auf dem Computer befindliche Spiel neue Gaming-Profile erstellen und die sechs Maustasten individuell anpassen. In der Rubrik „Zeigereinstellungen“ kann man die DPI-Emfindlichkeiten für die einzelnen Stufen einstellen sowie die Anzahl der Stufen bestimmen und eine Standard-Stufe zuweisen. Bis zu fünf Stufen und minimal eine sind dabei wählbar. Auch die Signalrate kann in diesem Bereich verändert werden: 125, 250, 500 oder 1.000 Hz sind die vier wählbaren Einstellungen. Außerdem ist dort wählbar, ob man eine zusätzliche Beschleunigung wünscht, um die Zeigerpräzision zu erhöhen.

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In der dritten Sparte sind die möglichen Änderungen für die Beleuchtung zu finden. So kann man diese für das Logo sowie für die Seiten einzeln ein- beziehungsweise ausstellen, die Helligkeit wählen und die Gebühr verändern. Bei der Gebühr handelt es sich um die Schnelligkeit, mit der der pulsierende Effekt von dunkel nach hell und umgekehrt wechselt. Außerdem hat man die Möglichkeit, die Helligkeit für Logo und Seite einzeln zu ändern und somit nur eines davon zu nutzen -wenn man das denn möchte. Auch ein Schlafmodus ist aktivierbar und kann nach einer änderbaren Anzahl von Minuten eintreten. In der vierten und letzten Sparte kann man eine besondere Funktion der Logitech-Software finden. Dort kann eine Heatmap erstellt werden, die genau zeigt, wie oft, schnell und wie lange man die verschiedenen Tasten der Maus genutzt hat. Wer möchte kann außerdem noch ein paar Einstellungen zur Software selbst vornehmen, allerdings beeinflussen diese Einstellungen nicht die Maus.

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Handhabung:

Natürlich ist es für eine Gaming-Maus enorm wichtig, dass man mit ihr auch gut klar kommt. Wenn ein schlechtes Gefühl beim Spielen vorhanden ist, so wird man sich recht fix für eine andere Maus entscheiden. Bei diesem Logitech-Produkt hängt die Handhabung jedoch ganz stark davon ab, wie groß die Hände sind, die sie nutzen wollen. Denn ansonsten macht sie alles richtig: Sie ist ergonomisch geformt und damit für Links- und Rechtshänder nutzbar, die linke und rechte Maustaste haben einen angenehmen Druckpunkt, das Mausrad ist zwar klein, fällt aber überhaupt nicht negativ auf. Lediglich die vordere Daumentaste ist zu schmal geraten. Die Maus ist sehr leicht, was auch nicht jedem gefallen wird. Natürlich wurde die G302 Daedalus Prime vor allem bei MOBA-Spielen getestet, denn schließlich ist das ihr primäres „Jagdgebiet“ und konnte dort absolut gute Ergebnisse erzielen. Gleiches gilt auch für Shooter, RPGs und andere Spiele, denn technisch ist die Maus absolut fit. Nur wurde sie eben für eher kleinere Hände konzipiert, sodass man sich genau überlegen muss, ob sie zu den eigenen Händen passt. Auch fehlen weitere zusätzliche Tasten, denn um eine wirkliche MOBA-Maus zu sein, sollte sie doch mehr Macros ermöglichen. Davon abgesehen, liegt sie gut in der Hand und auch der DPI-Schalter ist leicht zu erreichen.

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Persönliches Fazit

Wenn die Logitech G302 Daedalus Prime nicht den Zusatz „MOBA Gaming Maus“ enthalten würde, würde sich wohl niemand beschweren. Denn es handelt sich um eine durch und durch solide Gaming-Maus für eher kleinere Hände, die technisch ordentliche Leistungen bringt. Doch sie besitzt nun einmal diesen Zusatz und deshalb ist es wichtig, die Frage zu stellen, was genau sie eigentlich zur perfekten MOBA-Maus macht. Sie wurde sehr leicht konzipiert, doch ist das Mausgewicht eben Geschmackssache und absolut nicht ausschlaggebend für ein Videospiel. Das Design ist ebenfalls nicht besonders effektiv, sondern eben einer normalen Gaming-Maus entsprechend. Die Anzahl der Tasten ist schon fast ein wenig zu gering, denn lediglich sechs programmierbare Maustasten sind vorhanden. Die Beleuchtung ist natürlich cool, aber hilft auch nicht beim Spielen. Letztendlich ist dieses Logitech-Modell also nur eine ganz normale Gaming-Maus, die euch niemals einen Vorteil bei MOBA-Spielen geben wird. Wer darüber hinweg sehen kann, kann hier zuschlagen – solange man über passende Hände verfügt oder mit kleineren Mäusen problemlos spielen kann.

G302 Daedalus Prime

Ab 46,45
G302 Daedalus Prime

Positiv

  • - coole Beleuchtung
  • - guter optischer Sensor
  • - ergonomisch gebaut
  • - für kleine Hände geeignet
  • - hohe Langlebigkeit

Negativ

  • - für große Hände ungeeignet
  • - lediglich sechs programmierbare Tasten
  • - vordere Daumentaste sehr schmal

Ihr könnt hier die Preise vergleichen

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Lioncast LM30

Eine neue Maus soll euer Zockerherz höher schlagen lassen? Aber welche soll es werden? Eine MMO-Maus oder doch eine ganz normale Gamingmaus? Fällt eure Wahl auf erstere, steht ihr inzwischen vor einer immer stärker wachsenden Auswahl an Herstellern und Modellen.
Einer der Hersteller ist Lioncast, ein noch recht junges deutsches Unternehmen aus Berlin. Zum Repertoire von Lioncast gehört neben Gaming-Mäusen auch allerlei Gamingzubehör der verschiedensten Bereiche. Ob für Playstation und Xbox-Konsolen oder für den heimischen PC könnt ihr von Gamepads, über Tastaturen und Headsets bis hin zu hübschen USB-Kabeln nahezu alles im hauseigenen Online-Shop und bei verschiedenen Händlern finden.

Mit der Lioncast LM30 möchten euch die Berliner abseits der großen alteingesessenen Hersteller mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis überzeugen. Der Nager soll bei der Tastenbelegung und der Beleuchtung frei konfigurierbar sein und ist aktuell auch zum Kampfpreis erhältlich. Wir haben uns die MMO-Maus für euch mal etwas näher angeschaut und sagen euch, ob die Lioncast LM30 nur ein kleiner unscheinbarer Mäuserich oder doch ein richtiger Berliner Bär ist.

Technische Daten:

– Avago 9800 Laser Sensor mit 16.400 DPI
– Abastrate bis zu 1000 Hz
– 1ms Reaktionszeit
– 5 programmierbare DPI-Stufen
– 19 Tasten
– modifizierbare Beleuchtung
– modifizierbares Gewicht
– Soft-Touch-Oberfläche
– vergoldeter USB-Anschluss

Lieferumfang & Verpackung

Die LM30 wird in einem kleinen, handlichen schwarzen Karton geliefert. Dieser zeigt euch neben dem Lioncast-Schriftzug mit integriertem Löwen-Logo die Maus selbst in verschiedenen Posen, sowie alle wichtigen Infos und technischen Daten auf Deutsch wie auf Englisch. Die Vorderseite des Kartons ist mit Klettverbindern verschlossen, wodurch ihr die Verpackung aufklappen und so bereits einen Blick auf die MMO-Maus werfen könnt. Unterhalb der Maus könnt ihr hier bereits einen kleinen runden Behälter ausmachen. Diese kleine runde Dose bietet euch Platz für kleine Gewichte, mit deren Hilfe ihr das Gewicht eurer Maus je nach Bedarf anpassen könnt.

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Beim Auspacken der Maus und des Zubehörs gibt es keine Probleme, denn auf unnötig komplizierte Verpackungstechniken wird verzichtet. So lässt sich der neue Nager stressfrei und ohne Schweißausbrüche aus seinem Karton befreien. Im Karton wird die LM30 nämlich einzig von einer zweiteiligen Kunststoffschale in Position gehalten.
Nach dem Auspacken sticht dann auch sofort das USB-Kabel ins Auge. Blau-Schwarz ummantelt repräsentiert es die Farben von Lioncast. Schaut ihr euch nun das Gewichte-Case an, fällt auf, dass die Schaumstoffpolsterung im Inneren leer ist und keine Gewichte darin vorhanden sind. Wie sich später herausstellen wird, sind diese bereits alle in der Maus eingesetzt. Unterschiedliche Gewichte gibt es nicht, alle der acht kleinen zylinderförmigen Schwermacher sind identisch ausgeführt. Zusätzlich findet ihr im Lieferumfang ein dünnes Handbuch und eine kleine Treiber-CD.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch der etwas aufdringliche Chemiegeruch der Maus, der uns etwas erhalten blieb. Nach etwa zwei bis drei Tagen ist uns der Geruch aber nicht mehr aufgefallen.

Design & Aussehen

Äußerlich setzt Lioncast mit der LM30 auf ein eher unauffälligeres Design, zumindest im Vergleich mit der erst kürzlich von uns getesteten Mad Catz MMO TE. Das Design geht eher in Richtung der Nager aus dem Hause Roccat, welche meist schwarz/grau und mit vielen LED-Elementen ausgestattet sind.
Die Oberfläche der LM30 ist mattschwarz gehalten und wurde gummiert, um euch einen besseren und angenehmeren Halt zu bieten. Diese Soft-Touch-Oberfläche findet ihr, ausgenommen von den Zusatztasten und der Unterseite, auf dem gesamten Gehäuse.

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Das Herzstück der Lioncast LM30 sind die zwölf beleuchteten MMO-Tasten seitlich im Bereich des Daumens. Diese sind in drei Viererreihen eingeteilt. Zur besseren Bedienbarkeit sind diese wiederum in zwei Sechsergruppen angeschrägt und passen sich so eurem Daumen ergonomisch an. Unter den MMO-Tasten gibt es einen kleinen Steg, wo ihr euren Daumen ablegen könnt. Ergonomisch geformt ist auch die gegenüberliegende Seite sowie die gesamte Oberseite mit linker und rechter Maustaste. Insgesamt liegen, bis auf euren kleinen Finger, alle Finger auf dem Nagergehäuse auf. Der kleine Finger liegt ohne ergonomische Anpassungen einfach am Rand der Maus an.

Auf der Oberseite findet ihr, neben der obligatorischen linken und rechten Maustaste und dem Mausrad, vorne links noch eine weitere längliche Taste, die mit dem Zeigefinger zu bedienen ist. Das Mausrad mit Gummiprofil hat seitlich zwei helle Ringe, die im Betrieb leuchten. Hinter dem Mausrad liegen zwei Tasten mit weiß aufgedruckten Pfeilen, welche sich zum Ändern der DPI-Einstellung anbieten. Direkt links daneben befinden sich vier blaue LEDs, welche eure aktuelle DPI-Einstellung anzeigen. Auf dem aus mehreren Elementen zusammengesetzten Mausrücken findet ihr dann das runde Lioncast-Logo.

Am vorderen Rand des Nagers läuft das Gehäuse spitz auf das Mauskabel zu, bis es kurz davor wieder in einer kleinen Stufe in Richtung des Mausrades zurück springt. Dadurch erhält die Front eine etwas ungewohnte Form.
Direkt darunter findet ihr ebenfalls wieder Beleuchtungs-LEDs, die als Art Scheinwerfer fungieren und euren Schreibtisch beziehungsweise euer Mauspad dezent anleuchten. Viel bringt euch diese Beleuchtung zwar nicht, stellt aber eine Art Alleinstellungsmerkmal dar, welches man sonst wohl eher selten finden wird. Durch die Scheinwerfer, zusammen mit den gerade beschriebenen Stufen, erhält die LM30 einen etwas aggressiveren Blick.

Apropos Leuchten, die Zwölf Daumentasten und das Lioncast-Logo sind ebenfalls beleuchtet und lassen sich per Software in der Farbe anpassen. Das Mausrad leuchtet zwar auch, ist aber leider nicht frei anpassbar. Nur durch das Wechseln der Profile könnt ihr hier zwischen den Farben Blau, Lila, Rot, Gelb und Grün wechseln.

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Doch nun zur Unterseite, wo zwei große Gleitpads den Laser und das Gewichtefach umschließen. Letzteres könnt ihr durch eine Drehbewegung des Deckels öffnen. Die Gewichte sitzen hier direkt im Deckel umringt von Schaumstoff, der einen festen Sitz verspricht und ein Rasseln der Gewichte bei schnellen Bewegungen verhindert. Die acht zylinderförmigen Gewichte sind alle gleich schwer, wodurch eine Gramm-Kennzeichnung entfällt. Zu guter Letzt wurde neben dem Laser noch eine Taste zum Profilwechseln angebracht. Schwer und nur durch die Fingerspitze erreichbar, ist hier ein ungewolltes Bedienen nahezu unmöglich. Der Laser selbst ist zusätzlich noch von einem Kunststoffring eingefasst.

Verarbeitung

Ein angenehmes Klicken und eine griffige stabile Oberfläche lassen die Verarbeitung in einem sehr guten Licht erscheinen und ergänzen das konsequente Mausdesign hervorragend. Die Druckpunkte der Tasten sind gut gewählt, sodass auch bei hastigen Bewegungen die Gefahr eines ungewollten Tastendrucks minimiert wird. Die Tasten mit den härtesten Druckpunkten sind die zwölf Daumentasten. Das mit blauem und schwarzem Stoff ummantelte USB-Kabel fühlt sich hochwertig an und ist angenehm flexibel, wodurch es sich auch mit seiner Länge von etwa 1,90m gut verlegen lässt. Die Spaltmaße an den Tasten und den Gehäuseübergängen sind gleichmäßig, jedoch leuchtet an einer Stelle auf dem Mausrücken leider die Beleuchtung der Daumentasten durch. Gleiches findet ihr zwischen den „Scheinwerfern“ am USB-Kabel. Hier sind die Spalten auch etwas größer, was aber nur bei genauem Hinsehen auffällt.

Als nächstes widmen wir uns dem Masrad. Einem Normalnutzer wird es wohl kaum auffallen, aber ihr als technikverliebter Gamingfan werdet es sicherlich schnell bemerken. Es dreht zwar angenehm leise seine Runden, beim Klicken neigt es sich jedoch leicht nach links, was man auch spüren kann. Wirklich störend ist es jedoch nicht. Da ärgert ihr euch sicherlich etwas mehr über die ungleichmäßige Beleuchtung des Mausrads.
Die Unterseite des Nagers ist matt gehalten und dadurch unempfindlicher gegenüber Kratzern als eine glänzende Oberfläche.

Software

Was wäre eine Gaming-Maus ohne Software? Nur eine ganz normale Maus. Umso wichtiger ist eine gute und einfach zu bedienende Software, um euch die Möglichkeit zu geben, alle Funktionen eurer Maus zu nutzen.

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Natürlich hat Lioncast eine eigene Software programmiert, um euch Zugang zu frei belegbaren Tasten und einstellbarer Beleuchtung zu geben. Die Software ist auf vier Seiten aufgeteilt. Die erste Seite bietet euch allgemeine Einstellungsmöglichkeiten, also alles, was die Tastenbelegungen, Makros und die Abtastrate angeht. Die Abtastrate des Sensors könnt ihr in Viererschritten von 125Hz bis 1000Hz einstellen und auch die Scroll- sowie die Zeigergeschwindkeit lässt sich hier anpassen. Neben den Standardfunktionen könnt ihr die einzelnen Tasten auch mit „Kopieren“ oder „Einfügen“, mit Steuerungen für euren Mediaplayer, mit Kombos und Makros frei belegen.

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Seite zwei widmet sich ganz der Auflösung des Sensors. Hier habt ihr fünf nahezu stufenlose Schieberegler, die euch von 50 bis 16400 DPI den gewünschten Wert einstellen lässt. Eingeschränkt seid ihr hier nur durch die vorgegebenen 50-DPI-Schrittweite.

Unter dem Licht-Reiter könnt ihr, wie der Name schon sagt, die Beleuchtung der Maus einstellen. Dazu zählt die Helligkeit der LEDs, die Lichtfarbe, welche ihr in der gesamten Farbpalette aussuchen könnt und die Möglichkeit, ein pulsierendes Licht einzustellen. Wie bereits beschrieben, könnt ihr die Farbe des Mausrads leider nur durch das Laden eines anderen Profils wechseln. Die Anzeige der DPI-Stufe  in den Stufen 2-5 leuchtet in einem sehr grellen Blau, in Stufe 0 ist sie ausgeschaltet.

Auf der vierten und letzten Seite gibt es lediglich Informationen zur Softwareversion und die Anschrift von Lioncast. Weitere Einstellmöglichkeiten, wie beispielsweise die Lift-Off-Distance hat Lioncast in der Software nicht berücksichtigt. Auch das Starten von Software lässt sich nur schwierig einrichten. Das Speichern von Makros und Belegen von Tastaturtasten geht hingegen sehr leicht von der Hand.
Auf jeder der Seiten könnt ihr die Einstellungen in den entsprechenden Profilen abspeichern und die Einstellungen übernehmen. Insgesamt lässt sich die Software leicht bedienen, deckt aber nur die Grundfunktionen einer modernen Gamingmaus ab. Zusatzfeatures gibt es keine.

Handhabung

Die Lioncast LM30 MMO-Gamingmaus wurde ergonomisch an die rechte Hand angepasst, wodurch ihr als Rechtshänder sowohl mit kleinen, als auch mit größeren Händen keine Probleme bei der Bedienung der Standardtasten haben solltet. Anders sieht es bei den zwölf MMO-Tasten aus, hier sind die vorderen Tasten 1-6 noch gut erreichbar, die hinteren 7-12 jedoch weniger. Hier müsst ihr euren Daumen ein wenig verkrampfen oder umgreifen. Am besten legt ihr eure weniger oft benutzten Funktionen auf die hinteren sechs MMO-Tasten.

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Bei den möglichen Untergründen konnten wir keine wirklichen Einschränkungen feststellen. Mausbewegungen wurden sowohl auf dem hauseigenen Mauspad Deimos, als auch auf Stoff-Pads der Konkurrenz, einer günstigen Schreibtischplatte eines schwedischen Möbelhauses und auch einem Metall-Mauspad sehr genau übertragen. Einzig auf einer Glasoberfläche wollte sich der Mauszeiger auf unserem Bildschirm einfach nicht bewegen.

Vor allem das Lioncast-Deimos-Mauspad ist für die Verwendung prädestiniert. Hier habt ihr sehr viel Platz und die LM30 gleitet perfekt über den beschichteten Stoff des Pads. Für knapp 10€ ist das Deimos eine sehr gute Ergänzung bei ebenso guter Verarbeitung.

Beim Spielen macht sich, je nach Titel, die Vielzahl der Tasten positiv bemerkbar. Hier könnt ihr diverse Kombinationen und Aktionen, die ihr vorher überall auf der Tastatur verteilt hattet praktisch direkt am Daumen positionieren. Vorteile bringen die Tasten auch in professioneller Software wie bei Photoshop, wo ihr oft genutzte Aktionen und Fenster einfach und schnell erreichen könnt. Doch auch wenn ihr die 19 Tasten nicht alle benötigt, die LM30 gibt auch beim Spielen von Shootern oder im Alltag eine gute Figur ab, denn die nicht genutzten Tasten stören keineswegs. Für letztere Einsatzzwecke gibt es jedoch viel Konkurrenz, die auch schon günstiger zu haben ist.

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Persönliches Fazit

Für den normalen User oder Zocker, die eher weniger auf MMORPGs stehen, ist die Lioncast LM30 zwar ebenfalls eine sehr gute Maus, aber die vielen nicht benötigten Tasten der totale Overkill. Hier solltet ihr dann lieber abwägen, ob nicht ein anderer Nager die bessere Wahl ist. Doch wenn ihr gerne viele Tasten mit unterschiedlichen Funktionen und Makros belegen möchtet und dann auch noch MMORPG-Games spielt, ist der Berliner Spross womöglich genau das Richtige für euch. Viele Einstellmöglichkeiten, gute Verarbeitung und einen aktuell hervorragenden Preis bietet euch die Lioncast LM30. Ein kleiner Kritikpunkt ist das Mausrad, welches beim Betätigen etwas schräg abtaucht und sich leider nicht in Sachen Beleuchtung so gut anpassen lässt wie der Rest des Nagers. Auch die grellen DPI-LEDs stören ein wenig, werden aber meist durch eure Hand abgedeckt.

Das Problem der LM30 ist nicht sie selbst, sondern die ebenfalls sehr starke Konkurrenz. Zu dem seit einigen Wochen anhaltenden Angebotspreis von unter 40€ ist sie aber die wohl günstigste MMO-Maus, die ihr aktuell kaufen könnt und dadurch kann sie die Konkurrenz ins Abseits drängen.

Eine Kaufempfehlung hat sich der Berliner Nager dadurch redlich verdient. Nicht nur MMO-Fans, sondern auch jeder andere, der viele Maustasten belegen möchte, kann hier bedenkenlos zugreifen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Preis bleibt, denn zum normalen Preis von knapp 60€ ist die Konkurrenz wieder stärker und bietet euch meist auch mehr in Sachen Software und Einstellungsmöglichkeiten.

Für die aktuellen 40€ die euch die Lioncast LM30 kostet, hat sie sich mit der gebotenen Leistung und Preis/Leistungs-Award redlich verdient.

PreisLeistungsTIPP Award

für die Lioncast LM30

Lioncast LM30

38,95
Lioncast LM30

Positiv

  • - 19 frei belegbare Tasten
  • - angenehme Ergonomie
  • - personalisierbare Beleuchtung
  • - günstig
  • - unauffälliges Design

Negativ

  • - Mängel bei Mausrad, Neigung und Beleuchtung
  • - starker Geruch nach dem Auspacken

Hier könnt ihr Preise der Lioncast LM30 vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Rapoo VPRO V900

Gaming-Mäuse sollen vor allem das Spielen erleichtern und Vorteile durch ihre Nutzung bringen. Zusatztasten, ergonomische Formen und flexible DPI-Einstellungen gehören in der heutigen Zeit schon längst zum Standard der Mäuse und sollen jeden Gamer überzeugen. Gerade Mittelklassen-Mäuse sind derzeit enorm populär. Genau in diese Sparte fällt auch die VPRO V900. Wir haben uns das Eingabegerät mal etwas genauer angeschaut und sagen euch in unserem Test, wo die Vorzüge, aber auch die Nachteile der Maus liegen.

Technische Daten:

  • VPRO-Lastersensor mit bis zu 8200 DPI
  • 1 ms Reaktionszeit
  • 12.000 FPS
  • 10,8 Megapixel
  • 1000 Hz USB-Polling-Rate
  • 680 Gramm Gewicht
  • 4 frei einstellbare DPI-Profile
  • fünf programmierbare Gaming-Profile

Lieferumfang und Verpackung

Die Verpackung der VPRO V900 überzeugt bereits optisch durch ihre Größe und Qualität: Die Box ist wirklich gigantisch gehalten und besteht aus stabiler Pappe. Die Frontseite kann wie ein Buch aufgeklappt werden und bietet dann einen Blick auf die, in durchsichtigem Plastik verpackte, Gaming-Maus. Um an das Produkt selbst zu gelangen, muss man nicht erst umständlich die Verpackung öffnen, sondern kann ganz bequem an der Unterseite an einem Stoff-Band ziehen und dann die Verpackung aufklappen. Somit kann der Inhalt unkompliziert nach unten rutschen, um ihn in Empfang zu nehmen. Die Maus selbst ist zunächst von Plastik umgeben, das mit blauer Pappe ausgelegt wurde. Außerdem gibt es eine zusätzliche schwarze Box, die ebenfalls aus harter Pappe besteht und in der das Handbuch beziehungsweise der Quick-Starter-Guide sowie eine CD mit Software enthalten ist. Diese Box ist so groß wie die Außenverpackung und besitzt ein sehr edles Design. Die Vorderseite der Verpackung zeigt ein Bild der Maus sowie den V900-Schriftzug. Auf der Rückseite sowie den beiden anderen Seiten sind die wichtigsten Key-Features noch einmal aufgezählt und näher erklärt – und zwar in sechs verschiedenen Sprachen. So erfährt man unter anderem etwas über die „Rasante Reaktion“, die „Exakte Bewegungserfassung“ und die „Intelligente Impulsbeleuchtung mit 16 Millionen Farben“. Zusätzlich zur eigentlichen Verpackung wurde der vergoldete USB-Anschluss mit einem Hartplastikschutz versehen.

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VPRO-V900-Laser-Gaming-Maus-4

Design & Aussehen:

Die VPRO V900 von Rapoo wurde ergonomisch designt und ist sowohl für Links-, als auch für Rechtshänder problemlos nutzbar. Sie ist in einem edlen, matten Schwarz gehalten, während in der Mitte vom hinteren Ende bis hoch zum Mausrad ein schmaler Streifen aus grauem Aluminium angebracht wurde, auf dem das Rapoo-Firmenzeichen sowie ein LED für die vier verschiedenen DPI-Stufen eingearbeitet wurde. Zwischen dem Mausrad und dieser Schiene liegt die DPI-Taste, mit der man problemlos per Druck auf selbiger zwischen den Profilen wechselt. Das Mausrad besitzt eine normale Größe, ist ebenfalls in Schwarz gehalten und hat zudem unter der äußeren Farbschicht in Richtung der Mausradmitte einen grau-durchsichtigen Streifen, bei dem die Impulsbeleuchtung durchscheint. Auf der linken Seite sind zwei Daumentasten angebracht. Ein Spalt zwischen der linken Maustaste und diesen Daumentasten bietet ebenfalls Einblick auf die besagte Impulsbeleuchtung. Die dynamische Beleuchtung leuchtet jedes mal auf, sobald eine Aktion wie das Betätigen des Mausrades oder einer der Tasten durchgeführt wird. Insgesamt sieben Tasten sind auf der Maus zu finden, die außerdem frei über die mitgelieferte Software belegt werden können. Gleiches gilt auch für die Bleuchtung, die man je nach Bedarf in der Software ändern kann und die eine Auswahl von bis zu 16 Millionen Farben bietet. Auf der Unterseite der VPRO V900 ist der Sensor zu finden sowie ein Schalter für die fünf programmierbaren Gaming-Profile. Auf der Unterseite prangt das VPRO-Markenzeichen, neben der linken Maustaste wurde ein V900-Schriftzug in Grau aufgedruckt. Die beiden auf der Maus verbauten LEDs (auf der Unterseite für die Gaming-Profile, auf der Oberseite für die DPI-Profile) leuchten in drei verschiedenen Farben: Blau, Rot und Grün.

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VPRO-V900-Laser-Gaming-Maus-5

Verarbeitung:

Die Verarbeitung der Rapoo-Gaming-Maus ist absolut hochwertig. Das beginnt mit der verwendeten Softtouch-Oberfläche, die über der gesamten Oberfläche mit Ausnahme des silbernen Mittelstreifens aufgebracht wurde. Sie fühlt sich nicht nur besonders angenehm an, sondern bietet darüber hinaus auch genügend Grip beim Spielen. Die linke und rechte Außenseite besteht aus einer mit kleinen Noppen perforierter Oberfläche, auf der Daumen und Ringfinger beziehungsweise kleiner Finger angenehm ruhen können und bei Bedarf zusätzliche Traktion in hektischen Situationen bieten können. Abgerundet werden die beiden Außenseiten mit einer lackierten Fläche am hinteren Ende, die edel aussieht und sich auch so anfühlt. Auch die beiden Daumentasten wurden mit der gleichen Lackierung beschichtet und lassen sich einfach bedienen. Das Mausrad wurde mit Hartgummi überzogen und besitzt einen angenehmen Widerstand, der ein leichtes Scrollen ermöglicht. Alle Tasten besitzen einen sinnvollen Druckpunkt und das Ergebnis der Nutzung ist immer zufriedenstellend – unabhängig davon, ob man eine oder mehrere Tasten gleichzeitig drückt. Die gesamte Außenhülle der VPRO V900 besteht aus stabilem und hochwertigem Kunststoff, sodass man ein sicheres Gefühl beim Spielen hat und auch ruhig mal etwas rabiater mit der Maus umgehen kann, ohne dass man gleich Schäden befürchten muss. In diesem Bereich gibt es wirklich nichts auszusetzen.

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VPRO-V900-Laser-Gaming-Maus-9

Technische Details:

Rapoo setzt bei der Gaming-Maus auf den VPRO-Gaming-Lasersensor der neuste Generation (powered by Avago), der ein Spektrum von 100 bis 8.200 DPI sowie eine Bildverarbeitungsrate von 12.000 FPS ermöglicht. Die vier DPI-Profile sind in jeweils 100er Schritten einstellbar. Der Sensor besitzt eine Erfassungsgeschwindigkeit von 3,81 m/s und soll damit auch besonders schnellen Spielern eine Plattform bieten, allerdings ist diese Geschwindigkeit im Vergleich mit anderen Modellen der mittleren Preisklasse eher unterer Durchschnitt. Darüber hinaus wurde ein V-Power3 Gaming Chip verbaut, der mit einem 32-Bit-ARM-Core-Prozessor arbeitet und dafür sorgen soll, dass der Input der Maus besonders schnell verarbeitet wird. Der Prozessor arbeitet mit 60 Mhz und die Maus besitzt eine USB-Übertragunszeit von 1ms. Die Mauszeiger wurden mit VPRO-Switches ausgestattet, die aus OMRON-Komponenten bestehen und eine Lebenszeit von mehreren tausend Klicks besitzen. Außerdem wurde ein On-Board-Speicher verbaut, der die fünf einstellbaren Gaming-Profile mit jeweils drei Unterprofilen abspeichert und diese per Knopfdruck durchwechselt. Die Beleuchtung überzeugt durch ein LED-Multicolor-System, das bis zu 16 Millionen Farben anzeigen kann, die man frei mit der Software wählt. Bei unserem Test wurde die Gaming-Maus auf verschiedenen Mauspads sowie auf einem Schreibtisch und Büchern als Untergrund ausprobiert. In jedem Fall konnte sie überzeugende Leistungen liefern.

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VPRO-V900-Laser-Gaming-Maus-11

Software:

Im Lieferumfang enthalten ist eine CD mit der benötigten Software für die VPRO V900 von Rapoo. Wer möchte, kann allerdings auch direkt die neuesten Updates und Software von der Webseite des Herstellers herunterladen. Die Software ist in vier Bereiche aufgeteilt und leider nur in einer englischen Version vorhanden. Im Bereich „Button“ werden die sieben Maustasten angezeigt und dort können den jeweiligen Tasten zudem auch gleich neue Funktionen zugewiesen, wenn man das denn möchte. Dabei hat man die Auswahl zwischen Tastenkombinationen, weiteren Mausfunktionen, Win8-Funktionen, Basic-Funktionen und einigen mehr. Außerdem werden die fünf Gaming-Profile für alle vier Reiter eingestellt, die jeweils drei Unterprofile besitzen. Natürlich kann man den einzelnen Profilen auch einen eigenen Namen geben, um sie besser unterscheiden zu können. Im zweiten Abschnitt „Control“ hat man die Möglichkeit, die vier verschiedenen DPI-Settings den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Im Bereich von 100 bis 8.200 können so in 100er Schritten die DPI-Profile genutzt werden. Wer möchte, kann außerdem die X- und Y-Achse separat einstellen. Im gleichen Reiter ist die Laster-Distanz-Kontrolle zu finden, die von 0 bis 30 in 5er-Schritten angezeigt wird. Außedem hat man die Polling-Rate zu wählen: Diese kann entweder bei 125 Hz, 250 Hz, 500 Hz oder 1.000 Hz liegen.

VPRO-V900-Software - 01
VPRO-V900-Software - 04

Die dritte Sparte „Light“ bietet die Möglichkeit, die dynamische LED-Beleuchtung den eigenen Wünschen anzupassen und aus den 16 Millionen Farben die auszuwählen, die man einsetzen möchte. Dabei kann man vier verschiedene LED-Kontrollmöglichkeiten wählen (aus, ein, atmen und APM Atem-Mode). Wer möchte, kann außerdem direkt die Farben aussuchen (indem man in die Farbspalte die Zahlen für Rot, Grün und Blau schreibt), sich aus dem Farbspektrum die Lieblingsfarbe heraussuchen oder voreingestellte Farben wählen. In der vierten Spalte „Macro“ hat man die Möglichkeit, selbst Macros zu erstellen, diese zu verwalten und bei Bedarf wieder zu löschen. Die Software zur VPRO V900 ist wirklich sehr übersichtlich gestaltet und bietet eine recht intuitive Bedienung. Trotzdem hätten wir uns gewünscht, dass man im Programm ein Handbuch aufrufen kann, um bei Bedarf noch einmal die eine oder andere Funktion genauer nachzulesen.

VPRO-V900-Software - 03
VPRO-V900-Software - 02

Handhabung:

Letztendlich helfen all die technischen Errungenschaften und alle die schönen Design-Elemente nichts, wenn man einfach nicht mit der Gaming-Maus zurechtkommt. Wie bereits erwähnt, wurde die VPRO V900 ergonomisch aufgebaut und ist für Links- wie für Rechtshänder problemlos einsetzbar. Sie liegt wirklich gut in der Hand und ist perfekt für mittelgroße Hände geeignet. Aber auch mit kleinen oder großen Händen kann man die Maus bequem bedienen, was vor allem an ihrer perfekten Krümmung liegt, durch die man die Hand flexibel auflegen kann. Außerdem weiß auch ihre Länge und Breite zu gefallen, die genau im richtigen Rahmen liegt und dafür sorgt, dass man auch bei actionreichen Spielen ohne größeren Kraftaufwand zurechtkommt. Das Gewicht korreliert mit der Größe und sorgt dafür, dass die Maus weder zu schnell noch zu langsam agiert. Die Maustasten haben einen angenehmen Druckpunkt. Vor allem die linke und rechte Maustaste können in Shootern punkten, da man mit ihnen auch schnell hintereinander klicken kann, ohne dass Probleme auftreten. Das einzige, was leicht negativ auffällt, ist die Lage der DPI-Taste, mit der man zwischen den eingestellten Profilen wechselt: Sie liegt einfach etwas zu weit vom Mausrad entfernt, sodass man sie nicht leicht erreichen und gerade in hektischen Szenen nicht die DPI-Einstellung wechseln kann. Wer also bei Shootern regelmäßig zwischen verschiedenen DPI-Zahlen wechselt, der wird bei der Maus Schwierigkeiten bekommen. Ansonsten funktioniert alles einwandfrei.

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Persönliches Fazit

Von Mäusen im Feld der preislichen Mittelklasse erwarte ich eine angenehme Handhabung, die wichtigsten Tasten, ein gut funktionierendes Mausrad sowie eine qualitativ hochwertige Verarbeitung der Materialien, sodass die Gaming-Maus auch in etwas hektischeren und rabiaten Szenen nicht sofort den Geist aufgibt. All das bietet die VPRO V900 von Rapoo und kann darüber hinaus durch eine intuitive Software punkten. Zwar gibt es, von den zwei Daumentasten abgesehen, keinen zusätzlichen Schnickschnack, doch das erwarte ich bei einer Maus von diesem Preis auch nicht. Die ergonomische Form ist durchdacht und sorgt dafür, dass man auch nach vielen Stunden keine Probleme im Handgelenk spürt. Möchte man wirklich etwas Negatives über die Maus erwähnen, dann ist das wohl der DPI-Knopf, der nur schwer beim Spielen erreicht werden kann, sowie die Gaming-Profil-Taste, die auf der Unterseite angebracht ist. Die LED-Beleuchtung ist eine nette Idee, fällt jedoch beim Spielen selbst kaum auf, da man eh auf den Bildschirm schaut und selten auf die Maus. Letztendlich bekommt man mit der VPRO V900 eine grundsolide Gaming-Maus, die auf zusätzliche Funktionen verzichtet und sich auf ihre Core-Eigenschaften konzentriert – und diese absolut perfekt umsetzt. Leistung und Preis sind also perfekt aufeinander abgestimmt, weshalb wir auch den Preis-Leistungs-Award für die Gaming-Maus vergeben.

PreisLeistungsTIPP Award

 

VPRO V900

Ab 59€
VPRO V900

Positiv

  • - hochwertige Verarbeitung
  • - LED-Beleuchtung
  • - vier vorpgroammierbare DPI-Profile
  • - fünf einstellbare Gaming-Profile
  • - Software-CD enthalten
  • - ergonomische Form

Negativ

  • - DPI-Taste ungünstig gelegen
  • - Taste für Gaming-Profile am Unterboden

Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Mad Catz M.M.O. TE

Als PC-Gamer möchte man natürlich ein möglichst optimales Gear für die eigenen Bedürfnisse nutzen. Allerdings hat sich das im Bereich Mäuse bisher eher auf Shooter-optimierte Produkte mit besonders ergonomischen Formen beschränkt. Die M.M.O. TE aus dem Hause Mad Catz beschreitet jetzt Neuland und ist von Form und Funktionsweise vor allem auf MMO-Spiele ausgelegt worden. Wir haben uns die Gaming-Maus mal näher angeschaut und sie auf Herz und Nieren überprüft. Wie genau sie dabei abschneiden konnte, könnt ihr in unserem Test lesen.

Technische Daten:

  • 4 DPI-Stufen
  • DPI-Bereich: 100 bis 8200 (in 25 DPI Schritten)
  • 50 G Beschleunigung
  • Dynamische Abfragerate bis zu 1000 Hz
  • Bis zu 6 m/s (240 ips) Nachführgeschwindigkeit
  • 0,2 mm – 1 mm Abhebehöhe
  • 20 Programmierbare Bedienelemente
  • 3 Profilmodi
  • Gewicht: 100 g (ohne Kabel)
  • Glatte PTFE Füße
  • Vergoldeter Anschluss

Lieferungumfang und Verpackung:

Die Verpackung der Mad Catz M.M.O. TE wurde sehr kompakt gehalten. Das beginnt bereits bei der Größe der Verpackung, die etwas größer als eine Handfläche ist und perfekt ihre Bestimmung erfüllt, indem sie die Gaming-Maus umschließt. Der Karton besteht aus drei Teilen, wobei der äußere Teil einfach vom Innengehäuse abgezogen werden kann und als zusätzliche Informationsplattform fungiert: Auf der Vorderseite ist ein Bild der Maus zu sehen, sowie einige erste Fakten, wie die 60 programmierbaren Befehle und der 8.200 DPI Laser-Sensor. Auf der Rückseite wurden drei Key-Features aufgedruckt. Sie verweisen auf die anpassbare Länge und Abhebehöhe, die zwölf positionsoptimierten M.M.O.-Tasten sowie die Präzisionszieltaste, die über eine schnelle Einstellung der Cursor-Empfindlichkeit verfügt. Auf den Seiten wurden zudem einige wichtige technische Daten aufgelistet. Unter dieser Ummantelung ist der eigentliche Karton verborgen, in dem die Maus aufbewahrt wird und der auf der Vorderseite im Innenraum mit Schaumstoff gepolstert wurde, um so die Maus ein wenig vor Transportschäden zu schützen. Die Mad Catz M.M.O. TE befindet sich in einem Pappgehäuse und kann aus diesem sehr leicht entfernt werden. Als Zusätze finden sich drei verschiedene Dinge: Eine Kurzanleitung, die sich hinter dem Karton befindet und einen ersten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Maus bietet. Außerdem findet man ein Zettel mit Warnhinweisen und Kontaktinformationen für den technischen Support und als drittes ein Blatt mit einem großen sowie fünf kleinen Mad-Catz-Aufklebern, die man zum Beispiel auf die Maus kleben kann.

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Design & Aussehen:

Die M.M.O. TE erinnert vom äußerlichen Eindruck her sehr stark an die R.A.T. TE – Reihe von Mad Catz und besticht durch ein futuristisches Design: Eine schwarze Grundierung wird durch blaue Highlights aufgefrischt und zudem wurden einige LEDs verbaut, die als Anzeige für die DPI-Einstellung beziehungsweise das verwendete Profil fungieren. Zusätzlich wurden der Name der Maus sowie das Mad-Catz-Symbol auf der Oberseite aufgefärbt. Grundsätzlich kann man die Maus in vier Teile aufstückeln: Die Unterseite, die Oberfläche mit den Maustasten, dem Mausrad und den Tasten zur Modus- beziehungsweise DPI-Einstellung, die linke Seite mit den zwölf zusätzlichen M.M.O.-Tasten sowie die Auflage des Handballens. Letztere kann ausgefahren werden. Dazu muss man lediglich den Schalter rechts unter der Auflage eindrücken und ziehen – schon wird die Auflagefläche größer und Spieler mit großen Händen können die Maus problemlos nutzen. Grundsätzlich ist die M.M.O. TE jedoch selbst in der Default-Einstellung sehr groß geraten, sodass man wirklich nur in Ausnahmefällen diese Funktion nutzen muss. Auf der Unterseite ist der neue Sensor von Philips zu finden und man kann auch von hier aus das Mausrad sehen. Dort, wo normalerweise der Daumen liegt, besitzt die M.M.O. TE zwölf Makro-Tasten, die entweder mit der Software von Mad Catz oder direkt im bevorzugten Spiel mit Funktionen belegt werden können. Die oberste Reihe besteht aus drei, die zweite Reihe aus vier und die letzte Reihe aus fünf Tasten.

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Die Oberfläche ist ist recht übersichtlich designt und bietet zunächst neben den zwei normalen Maustasten zwei weitere Micro-Tasten, die zum Mausrad hin angebracht wurden und ebenfalls frei programmierbar sind. Das Mausrad ist recht groß geraten und lässt sich dadurch angenehm bedienen. In der Mitte hinter dem Mausrad ist der DPI-Knopf angebracht, mit dem man durch einen Druck zwischen vier verschiedenen DPI-Einstellungen wechseln kann. Auf der rechten Seite, neben der rechten Maustaste, wurde eine weitere kleine Taste angebracht, die frei programmierbar ist und für den kleinen Finger gedacht sein sollte. Je nach Handgröße nutzt man jedoch eher den Ringfinger für diese Taste. Neben der linken Maustaste wurde ein kleiner Flügel angebracht, der auf der Außenseite vier LEDs besitzt, die die derzeitige DPI-Stufe anzeigen. Auf der Innenseite des Flügels wurde ein weiteres LED auf einer Taste verbaut. Drückt man diese Taste, so wechselt das LED die Farbe (rot – blau – lila) und außerdem das programmierbare Profil. Die Mad Catz M.M.O. TE ist in vier verschiedenen Farben käuflich: Von uns getestet wurde die Maus in schwarz-matt mit blauen Highlights. Darüber hinaus gibt es sie noch in schwarz glänzend, mit roten und weißen Highlights, sowie in weiß mit schwarzen und roten Highlights und in rot, dann lediglich mit schwarzen Highlights. Je nach Farbgebung wirkt das Design immer etwas anders, jedoch immer futuristisch und ungewohnt schick.

Verarbeitung:

Bereits beim ersten Handauflegen wird klar, dass auch bei der M.M.O. TE eine Softtouchoberfläche benutzt wurde. Diese fühlt sich sehr angenehm an und sorgt dafür, dass man einen guten Grip bekommt, ohne dass sich ein klebriges Gefühl auf der Hand ergibt. Dafür muss man jedoch damit leben, dass sich nach einer gewissen Zeit Fettrückstände in Form von Fingerabdrücken nicht vermeiden lassen. Lediglich die beiden Micro-Tasten an den Innenseiten der linken und rechten Maustaste stechen etwas hervor, da sie lackiert wurden und sich dadurch anders anfühlen. Das Hartplastik wurde überall abgerundet, sodass man keine scharfen Kanten finden kann. Das Mausrad wurde mit Hartgummi überzogen und lässt sich sehr einfach bedienen, allerdings hat es sich bei unserem Exemplar immer wieder ein wenig verhakt, wodurch der Fluss beim Scrollen gestört wurde. Durch etwas erhöhten Krafteinsatz wird diese kleine Blockade zwar überwunden, fällt jedoch negativ auf. Die Tasten selbst haben einen sehr guten Druckpunkt und egal, ob man die normalen Maustasten oder die vielen zusätzlichen Tasten drückt, das Ergebnis ist immer zufriedenstellend. Der Unterboden wurde aus durchsichtigem, blau gefärbtem Plastik gefertigt und wurde stabil an das Gehäuse geschraubt. Die ausziehbare Handballenauflage besitzt zwar mehrere Stufen, allerdings muss man einiges an Feingefühl aufwenden, wenn man nicht die erste oder letzte Stufe nutzen will – denn ein richtiges Wählen der verschiedenen Stufen gibt es leider nicht. So muss man ein wenig schieben und ruckeln, bis man ein Klick-Geräusch hört. Das Mauskabel wurde mit einem Mantel aus Kunststoff überzogen und ist dadurch sehr gut gegen äußere Einflüsse geschützt, bleibt aber weiterhin flexibel und leicht zu biegen, wodurch beim Zocken keinerlei Probleme auftreten.

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Technische Details:

Bei den neuesten Gaming-Mäusen setzt Mad Catz auf die neue Sensortechnologie von Philips: Der Laser nutzt den Doppler-Effekt in Verbindung mit zwei einzelnen Laserdioden, wodurch Bewegung noch präziser erkannt werden soll. Diese Technologie hat den Vorteil, dass der Sensor auf jedem Untergrund fehlerfrei funktionieren soll und sich automatisch an die Gegebenheiten der Oberfläche anpasst. In unserem Test wurden neben unterschiedlichen Mauspads auch ein Holztisch sowie ein einfaches Buch benutzt und alle Oberflächen wurden problemlos bewältigt. Allerdings raten wir zu einem Mauspad, denn vor allem dem Holzschreibtisch fehlte doch stark der Grip, was ein sinnvolles Zocken und Zielen fast unmöglich gemacht hat. Dies liegt insbesondere an den kleinen Füßen, die lackiert sind und einfach über den Holzuntergrund gleiten. Der Sensor selbst arbeitet mit einer Maximalgrenze von 8.200 DPI und die vier verschiedenen DPI-Modi lassen sich im Bereich von 25 bis 8.200 in 25er Schritten frei wählen. Dadurch wird eine maximale Beschleunigung von 50G (490,45 m/s²) sowie eine maximale Geschwindigkeit von 6 m/s erreicht. Um die maximale USB-Signalrate von 1.000 MHz auch nutzen zu können, hat man den USB-Stecker vergoldet. Um eine lange Lebensdauer gewährleisten zu können, wurden die linke und rechte Maustaste mit OMRON-Tasten versehen, die bis zu fünf Millionen Klicks aushalten können. Das ist eine durchschnittliche Lebensdauer, andere Hersteller in diesem Preissegment schaffen jedoch eine bessere Klickzahl.

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Software:

Um auch wirklich jede technische Meisterleistung der M.M.O. TE von Mad Catz nutzen zu können, sollte man sich natürlich auch ein wenig mit der Software auseinandersetzen. Allerdings wird das Programm nicht direkt beim Kauf mitgeliefert, sondern muss zunächst gesondert von der Webseite des Herstellers heruntergeladen werden. Außerdem ist es sinnvoll, den neuesten Treiber für die Maus direkt mit herunterzuladen, denn sonst kann es passieren, dass die Software die ansonsten funktionierende Maus einfach nicht erkennt. Wurde das alles ausgeführt, kann man direkt mit der Software starten und sieht sich drei Sparten am oberen Rand des Fensters gegenüber: Programmierung, Einstellungen und Support. Im Menü „Programmierung“ hat man die Möglichkeit, die einzelnen Tasten mit verschiedenen Shortcuts zu belegen. Davon stehen 44 zur Auswahl und bieten zum Beispiel die Möglichkeit, dass per Tastendruck die Lautstärke lauter beziehungsweise leiser gemacht wird. Aber auch die Suchfunktion, Hinein- beziehungsweise Hinauszoomen sowie das Weiterleiten einer Email können auf die 20 programmierbaren Tasten gelegt werden. Auch wichtige Tasten der Tastatur, wie zum Beispiel F1 bis F12, Alt und Strg sowie Zahlen und wichtige Buchstaben sind auf die Maustasten übertragbar – insgesamt 79 Tastatur-Tasten können auf die Maus gelegt werden. Es gibt sogar die Möglichkeit, selbst Befehle zu erstellen und diese auf eine Taste zu legen. Insgesamt könnt ihr so drei verschiedene Profile erstellen.

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Im Bereich „Einstellungen“ habt ihr dann die Möglichkeit, verschiedene Settings umzustellen und euren eigenen Bedürfnissen anzupassen. Das beginnt mit den DPI-Einstellungen, bei denen ihr vier verschiedene DPI-Level auswählen könnt, die ihr dann bequem per DPI-Taste hinter dem Mausrad wählt. Stört euch jedoch diese Taste aus irgendeinem Grund, dann könnt ihr sie auch einfach mit Hilfe der Software ausschalten und sie dann als zusätzliche Macro-Taste verwenden. Mit der Sparte „Präzisionszielfunktion“ könnt ihr die Präzisionstaste umstellen, die auf der linken Seite bei den zwölf M.M.O.-Tasten in der mittleren Reihe ganz vorne zu finden ist und eure Mausgeschwindigkeit um einen von euch festgelegten Prozentsatz senkt. Das ist besonders bei Shootern sinnvoll, wenn ihr zum Beispiel mit einem Scharfschützengewehr agiert und kurzzeitig weniger Geschwindigkeit braucht. Im nächsten Abschnitt könnt ihr den Stromverbrauch einstellen, was vor allem dann sinnvoll ist, wenn ihr unterwegs seid und an einem Laptop ohne Stromzufuhr spielt. Dort habt ihr die Wahl zwischen drei Einstellungsmöglichkeiten, arbeitet ihr jedoch mit Stromzufuhr oder müsst nicht auf den Batteriestatus achten, dann wählt am besten immer die höchste Einstellung. Im Bereich „Abhebehöhe“ könnt ihr wählen, ab welcher Höhe der Sensor sich ausschalten soll. Dabei habt ihr die Wahl zwischen 02,mm, 0,35mm, 0,7mm und 1mm. Im letzten Abschnitt, der Sensordämpfung, können die Messwerte des Sensorenversatzes korrigiert werden, was besonders dann wichtig ist, wenn eine Stoffunterlage genutzt wird oder Schallschwingungen auftreten. Im Reiter „Support“ habt ihr die Möglichkeit, ein paar Videos zur Handhabung anzuschauen, das Handbuch zu finden und natürlich den Support von Mad Catz zu erreichen.
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Handhabung:

Eine gute Gaming-Maus muss in vielen Bereichen überzeugen: Die Technik ist wichtig, aber auch das Design, die Software und die Verarbeitung. Doch all das ist nichts wert, wenn man am Ende einfach nicht mit der Maus zurechtkommt. Die Handhabung macht tatsächlich bei der M.M.O. TE einen mitunter negativen Eindruck. Das liegt vor allem daran, dass die Maus mit ihren 20 Tasten einfach sehr unübersichtlich ist und ihrem eigentlichen Sinne – nämlich Zeit zu sparen und die Nutzung von Macros und Shortcuts angenehmer zu gestalten – nicht zu 100 Prozent nachkommen kann. Das beginnt mit den zwölf Tasten auf der Daumenseite, die relativ klein sind und die man in der Hitze des Gefechts zu grobschlächtig im Gebrauch sind. Die M.M.O. TE sieht sich eben als eine Gaming-Maus, die vor allem für MMO-Spiele eingesetzt werden soll. Ob man nun Shooter, RPG oder MOBA spielt, oftmals hat man nur wenige Sekunden – wenn überhaupt – Zeit, um zu reagieren. Bis man in der Lage ist, innerhalb dieses kurzen Zeitraums zu wissen, auf welcher Taste welche Funktion gespeichert wurde und diese dann mit dem Daumen auch noch zu finden, vergehen mehr als nur ein paar Stunden Training. Es ist nicht unmöglich, diese Tasten zu ihrem vollen Potential zu nutzen, doch sollte man mit einige hundert Stunden Zeit rechnen, um dies tatsächlich auch vollbringen zu können. Die zusätzliche Taste für den kleinen Finger ist ebenfalls einfach zu weit von der Hand weg und da die M.M.O. TE nicht ergonomisch geformt wurde, nutzt man diese Taste wohl niemals. Praktisch hingegen sind die Micro-Tasten in den beiden Haupttasten sowie die DPI-Taste, die man gerade im Gaming-Bereich immer wieder nutzen wird. Allerdings ist die Maus – gerade für Shooter – etwas zu grob und wird dort wohl nur in den wenigsten Fällen eingesetzt werden. Sollte man sich jedoch an das Mausdesign gewöhnen, dann ist die Präzesionszieltaste eine willkommene Zusatzfunktion in vielen Shooter-Spielen.

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Persönliches Fazit

Eine Gaming-Maus ist mehr als nur die Summe ihrer Teile: Alles muss miteinander funktionieren und sich ergänzen. Das schafft die M.M.O. TE von Mad Catz jedoch nur teilweise. Sie überzeugt durch ein ansprechendes und futuristisches Design und eine hohe Qualität bei der Verarbeitung. Auch aus technischer Sicht kann man ihr nichts vorwerfen, denn vor allem mit den vielen Einstellungsmöglichkeiten durch die Software, dürfte wohl jeder das passende Profil für die eigenen Bedürfnisse erstellen können. Das größte Problem hat die Maus allerdings bei der Handhabung, denn die zwölf M.M.O.-Tasten sind zu klein und zu dicht nebeneinander angeordnet, um sie einfach zu benutzen. Die Taste für den kleinen Finger ist nahezu unerreichbar. Somit nutzt man in den meisten Fällen statt der 20 Tasten nur etwas mehr als die Hälfte – was durchaus in Ordnung ist, aber eben nicht genug für eine Gaming-Maus, die sich ganz speziell auf M.M.O.-Spiele ausgerichtet hat. Sie besitzt ein sehr großes Potential, das man allerdings wohl kaum zu 100 Prozent ausreizen wird. Allerdings kann sie mit den Funktionen, die man auch tatsächlich nutzt, überzeugen und zusätzlich durch einen guten Sensor sowie eine ausfahrbare Handballenauflage punkten. Wer also eine grundsolide Gaming-Maus mit etwas Schnick-Schnack sucht, der kann getrost zuschlagen.

Mad Catz M.M.O. TE

Mad Catz M.M.O. TE

Positiv

  • - intuitive Software
  • - hohe Empfindlichkeit
  • - Präzisionszielhilfe
  • - solide Verarbeitung
  • - futuristisches Design
  • - ausfahrbare Handballenauflage

Negativ

  • - schlechtes Handling der Tasten
  • - keine Software-CD
  • - immer leuchtende LEDs

Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Mad Catz R.A.T. TE

Die R.A.T.-Serie aus dem Hause Mad Catz ist für die meisten Gamer kein unbeschriebenes Blatt. Mit der R.A.T. TE Gaming Maus erweitert Mad Catz die Serie um eine Maus, die aktuelle High-End-Technik verbaut hat und trotzdem bezahlbar sein soll. Gerade professionelle Gamer sollen mit ihr in Wettbewerben bestens gerüstet sein. Ob man die gebotenen 8200 CPI in der Praxis jedoch wirklich braucht, wie gut die neue Sensortechnologie ist und was die R.A.T. TE noch alles kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Technische Daten:

– Philips Doppler Laser Sensor mit maximal 8200 CPI
– maximale Beschleunigung 490,45 m/s²
– maximale Zeigergeschwindigkeit: 6 m/s
– dynamische Abtastrate bis zu 1000 Hz
– 4 programmierbare DPI-Stufen
– 9 programmierbare Tasten
– Kontroll-LED für unterschiedliche Profilmodi
– vergoldeter USB-Anschluss

Lieferumfang & Verpackung:

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Die Mad Catz R.A.T. TE kommt in einem äußerst kompakten Karton daher. Auf der Vorderseite der Verpackung findet man eine Abbildung der Maus, sowie ihre entscheidenden Merkmale. Jeder, der es genauer wissen möchte, findet zu den jeweiligen Features genauere Erläuterungen auf der Rückseite der Verpackung. Der Karton ist überwiegend im weiß-grauen Design gehalten. Nur ein paar wenige Farbelemente in Blau ziehen den Blick auf sich. Doch ist es wohl entscheidender, was in der Verpackung ist als auf. Wenn man den Karton geöffnet hat, sieht man zuerst die R.A.T. TE vor sich. Unter dieser befindet sich eine kleine Tüte mit dem restlichen Lieferumfang. Dieser fällt jedoch eher marginal aus. Ein kleiner Zettel mit den Garantiehinweisen, ein kleiner Papierbogen mit verschieden großen Mad-Catz-Aufklebern sowie ein Quick Start Guide sind darin enthalten. Der Quick Start Guide enthält die wichtigsten Informationen zur Installation und Bedienung in 9 verschiedenen Sprachen. Unter anderem findet man darauf einen Hinweis, wo man die Treibersoftware auf der Homepage downloaden kann, denn dem Lieferumfang liegt keine Software-CD bei. Das hier auf jegliche Zugaben wie Ersatzgleitfüße oder Ähnliches verzichtet wurde, ist schade.

Design & Aussehen:

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Wer schon einmal eine Maus der R.A.T.-Serie gesehen hat, sieht sofort, dass die TE in dieselbe Familie gehört. Die R.A.T. TE besticht durch ihr aggressives und cyborgähnliches Design. Der Grundaufbau ist dem der R.A.T. 7 und 9 sehr ähnlich. Die Maus besteht im Prinzip aus vier Elementen. Dem Hauptteil mit Maustasten, Unterboden und Mittelstück, der verstellbaren Handballenauflage sowie den zwei Seitenteilen. Bei den Vorgängermodellen waren neben der Handballenauflage auch die Seitenteile sowohl im Winkel, als auch in ihrer Position anpassbar. Diese Funktion ist mit der R.A.T. TE leider nicht gegeben. Die Seitenteile sind fest verbaut und lassen sich nicht in ihrer Position verändern. Die Handballenauflage lässt sich jedoch, wie gewohnt, in verschiedenen Stufen anpassen. Dadurch ist die Maus für kleine, aber auch sehr große Hände bestens geeignet. Bei großen Händen könnte eventuell die flache Bauweise etwas störend sein. Das kommt aber ganz auf die eigenen Vorlieben an. An dem Seitenteil, auf dem der Daumen liegt, befinden sich drei der programmierbaren Tasten. Durch die anpassbare Handballenauflage lassen sich diese nach entsprechender Konfiguration sehr gut erreichen. Die beiden länglichen Tasten sind zu Beginn nicht belegt. Der runden Taste an der Seite ist aber schon mit Installation der Software eine Funktion zugeordnet. Bei ihr handelt es sich um die Taste für den Präzisionszielmodus. Mit dieser Funktion kann die Cursor-Empfindlichkeit während des Drückens gesenkt werden. Dadurch soll ein genaueres Zielen ermöglicht werden.

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Eine weitere Taste, die bereits mit Funktionen vorkonfiguriert wurde, sitzt hinter dem Mausrad. Das Besondere an dieser Taste ist, dass sie über zwei Schalter verfügt. Damit fungiert sie als Art Kippschalter. Mithilfe dieser Taste kann die Sensor-Empfindlichkeit in vier Stufen angepasst werden. Drückt man die Taste oben, wird die nächst größere und unten die nächst kleinere Stufe gewählt. Die letzte zusätzliche Taste befindet sich links von der linken Maustaste. Mit ihr lassen sich die verschiedenen Profilmodi wechseln, welche durch die entsprechenden LED-Farben Rot, Lila und Blau gekennzeichnet sind. Die Signal-LED ist dabei direkt in der Taste angebracht. Ein andere Position währe hilfreicher gewesen, denn während der Bedienung ist diese LED fast nie einzusehen. Die R.A.T. TE ist in drei verschiedenen Farbvariationen erhältlich. Zur Verfügung stehen die Farben Weiß, Rot, mattes und glänzendes Schwarz. Diese Farbbezeichnungen sind aber etwas irreführend, da die Maus immer aus zwei oder drei Farben besteht. So ist die matt-schwarze Variante unsere vorliegende Version mit blauen und schwarzen Elementen. Alle Versionen, bis auf die glänzend schwarze R.A.T TE, besitzen eine gummierte Softtouchoberfläche. Eines haben alle vier Farbvariationen gemeinsam. Sie sind alle samt genauso auffällig wie das exklusive Design der Mad Catz R.A.T. TE.

Verarbeitung:

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Die Softtouchoberfläche fühlt sich ausgesprochen gut an. Sie ist nicht klebrig wie so manch andere Maus und bietet trotzdem hervorragenden Grip. Die Spaltmaße an der Maus sind eng gehalten und absolut gleichmäßig. Auf der Fläche, auf der die Hand aufliegt, konnten wir keine scharfen Kannten entdecken. Auf der Unterseite war das leider nicht der Fall. Die komplette Auflagefläche ist ringsherum scharfkantig. Würde die Maus nicht auf den Gleitfüßen liegen, müsste man sich ernsthafte Sorgen um sein Mauspad machen. Das extrem geringe Gewicht von nur 90 Gramm konnte nur durch den Einsatz von Plastik realisiert werden. Das verwendete Material auf der Oberseite wirkt dabei absolut hochwertig. Das durchsichtige Material am Unterboden hingegen wirkt regelrecht billig. Im Ganzen kommt etwas der Eindruck auf, dass Mad Catz bei der R.A.T. TE auf den nicht dauerhaft sichtbaren Teil weniger Wert gelegt hat als auf den Rest. Ob so etwas stört oder nicht, hängt ganz von dem Nutzer ab. Doch wenn eine Maus die ganze Zeit knarzt und knackt, ist das wahrscheinlich für keinen erfreulich. Um so ärgerlicher ist es, dass die R.A.T. TE sich genau mit diesem Problem herumschlagen muss. Wenn man die Hand auf die Maus legt und auch nur ganz leichten Druck auf das linke Seitenteil oder die Handballenablage ausübt, gibt die Maus starke Knarzgeräusche von sich. Auch durch das Drücken der seitlichen Tasten wird dies verursacht. Die Geräusche entstehen, wenn die einzelnen Teile der Maus an den gummierten Kabeln reiben. Diese Kabel ziehen sich quer durch die Maus und verbinden die Schalter der einzelnen Elemente mit der Hauptplatine im Unterboden der Maus. Wären die Seitenteile und der Mausrücken so fest und stabil wie bei den Vorgängermodellen, könnte man dieses Problem vermeiden. Desweiteren mussten wir an der verstellbaren Handballenauflage ein deutliches Spiel feststellen. Selbst im arretierten Zustand lässt sich die Ablage zu stark ankippen. Auch mussten wir in den innen liegenden Bereichen Unregelmäßigkeiten in der Beschichtung feststellen. Diese beeinflussen die Handhabung in keinster weise, sehen aber unschön aus.

Technische Details:

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Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten setzt die R.A.T. TE auf einen neuen Sensor von Philips. Dieser Laser besteht aus zwei einzelnen Laserdioden, welche mithilfe des Doppler-Effektes Bewegungen erkennen können. Der große Vorteil ist, dass diese Technologie auf nahezu jedem Untergrund präzise funktioniert und sich automatisch an die vorhandene Oberfläche anpasst. Aufgrund des Funktionsprinzips gibt es jedoch ein Problem, welches „Z-Axis Bug“ genannt wird. Das Problem zeigt sich beim Anheben oder Senken der Maus durch ein Verziehen des Mauszeigers. Die R.A.T. TE kann diesen Effekt durch die niedrige Lift Of Distance von nur 0,2 mm aber sehr gut ausgleichen. Der Sensor arbeitet mit einer maximalen Auflösung von 8200 CPI. Dieser Wert lässt sich im Bereich von 100 – 8200 CPI in 25er Schritten anpassen. Mit dieser Auflösung ermöglicht der Philips Doppler Laser Sensor eine maximale Geschwindigkeit von 6 m/s bei einer maximalen Beschleunigung von 50G (490,45 m/s²). Die USB-Signalrate der R.A.T. TE gibt Mad Catz mit bis zu 1000 MHz an. Damit diese Übertragung verlustfrei geschieht und die Bandbreite voll genutzt werden kann, wurde der USB-Stecker vergoldet. Bei den Schaltern unter der linken und rechten Maustaste setzt Mad Catz auf OMRON-Schalter, welche einen extrem kurzen Betätigungsweg bieten. Der Hersteller verspricht eine Lebensdauer von bis zu fünf Millionen Klicks. Andere Hersteller in diesem Preissegment bieten ausdauerndere Schalter an.

Software:

Neben der verbauten Technik und der Form einer Gaming-Maus spielt die verwendete Software eine große Rolle. Wenn man die Software auf der Herstellerseite heruntergeladen hat und sie zum ersten Mal startet, erwartet einen ein sehr einfaches und übersichtliches Interface. Die Software ist in drei große Kategorien unterteilt, welche über die Felder am oberen Rand des Fensters gewählt werden. Unter der Schaltfläche Programmierung findet man ein Menü, in dem man schnell und einfach die vorhandenen Tasten der Maus via Drag & Drop mit Funktionen und Makros belegen kann. Diese Tastenbelegungen lassen sich für drei verschiedene Profile konfigurieren. Neben den vorgefertigten Makros bietet die Software außerdem die Möglichkeit, eigene Makros zu erstellen.

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Software Mad Catz RAT TE 2

Die zweite Schaltfläche beherbergt alle Einstellungen, die man am Sensor und dessen Ansprechverhalten vornehmen kann. Im ersten Reiter „Mausreaktion“ kann man die Empfindlichkeit von 100-8200 CPI festsetzten. Dabei lässt sich jeweils ein Wert pro DPI-Stufe festlegen. Somit könnt ihr vier verschiedene Werte konfigurieren. Im nächsten Reiter „DPI-Schalter“ kann festgelegt werden, ob der Kippschalter hinter dem Mausrad als DPI-Schalter fungieren soll oder ob man ihn lieber als zusätzlich programmierbare Taste verwenden möchte. Genauso einfach und doch entscheidend ist die „Präzisionszielfunktion“. Mit dieser Einstellung wird festgelegt, um wie viel Prozent die Empfindlichkeit des Sensors gesenkt werden soll, solange man die Präzisionsziel-Taste betätigt.

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Software Mad Catz RAT TE 4

Falls ihr die Maus unterwegs an einem Laptop verwenden möchtet, ist vielleicht auch die „Stromverbrauch“-Einstellung interessant für euch. Wer seinen Akku schonen möchte und gerade nicht zockt, der wählt die Niedrig-Option. Für alle Gamer mit Tower PC oder Laptop, der nur am Netzteil hängt, entfällt diese Frage. Hier kann immer die Hoch-Option ausgewählt werden. Unter dem vorletzten Reiter findet man die Einstellungen zur Abhebehöhe (Lift of Distance). Je kleiner der gewählte Wert, desto eher registriert der Sensor keine Bewegungen mehr beim Anheben der Maus. Besonders entscheidend ist diese Einstellung, wenn ihr die Maus nachsetzen müsst, aber der Mauszeiger sich nicht bewegen soll. Gerade durch den angesprochene Z-Axis Bug sollte hier ein eher kleiner Wert gewählt werden. Schließlich kann man im letzten Punkt über die Sensordämpfung entscheiden. Damit wird festgelegt, ob und wie stark die Maus einen eventuell auftretenden Versatz korrigieren soll. Die letzte große Hauptkategorie bildet der Support-Bereich. Hier findet ihr eine eine ausführliche Anleitung zur Software sowie einige Videos mit nützlichen Tipps zu den verschiedenen Einstellungen. Doch jeder der schon einmal die Software einer Gamingmaus gesehen hat, wird sich schnell in dem Mad Catz Interface zurechtfinden.

Handhabung:

Eine Maus soll gut aussehen und präzise sein. Sie muss aber vor allem eines, sie muss funktionieren. Das heißt, dass Zusammenspiel von Design, verbauter Technik und vorhandenen Funktionen sollte harmonieren. Ob diese Anforderung erfüllt wird, testen wir unter realen Bedingungen im Praxistest. Neben dem Zocken von einigen Runden Counter Strike Global Offensive, Battlefield 4 und anderen schnellen Shootern, stehen dabei auch Anwendungen wie Photoshop oder einfache Officearbeiten auf dem Plan. Die hohe Empfindlichkeit kommt High-Sens-Spielern zugute und gerade in schnellen Games kann die R.A.T. TE ihre Vorteile voll ausspielen. In Spielen wie Battlefield 4 verwenden die wenigsten extreme CPI-Werte jenseits der 5000er Marke. Doch auch in diesen Spielen konnte die R.A.T. TE punkten. Die Präzisionziel-Taste ist ein extrem hilfreiches Mittel, wenn man sich einmal daran gewohnt hat. Ich spiele seit vielen Jahren die Aufklärer-Klasse in Battlefield und muss sagen, dass ich diese Funktion nicht mehr missen möchte. Die Möglichkeit, mich im normalen Geschehen mit hohen CPI-Werten schnell drehen zu können und gleich danach einen Kopfschuss auf sehr hohe Distanz setzen zu können, ohne irgendwelche Profile wechseln zu müssen, ist mehr als angenehm. Dabei kann jeder selbst anpassen, wie stark die Empfindlichkeit herabgesetzt wird. Aufgrund des geringen Gewichtes der Maus benötigt man etwas länger, um sich an das Handling der R.A.T. TE zu gewöhnen. Doch das geringe Gewicht und die glatten PFTE-Gleitfüße sorgen auch nach vielen Stunden für ein entspanntes Handgelenk. Auch die verstellbare Handballenablage sorgt dafür, dass die Hand nach längeren Einsätzen nicht schmerzt. Die Bedienung des Kippschalter hinter dem Mausrad ging schwerer von der Hand, als zuvor vermutet. Im Kampfgeschehen war es schwer, die Taste sicher zu bedienen. Oft schaltete man in die falsche Richtung, da zwischen den beiden Schaltpunkten nur ein sehr kleiner Positionsunterschied liegt. Überzeugen konnten uns auch die verbauten OMRON-Schalter der linken und rechten Maustaste. Aus den extrem kurzen Schaltwegen und der leichten Betätigungskraft resultiert eine sehr hohe Klickgeschwindigkeit. Beim Feuern mit einer halbautomatischen Waffe können so deutlich höhere Kadenzen erreicht werden.

Persönliches Fazit:

Mit der R.A.T. TE wollte Mad Catz eine Maus anbieten, die speziell für den E-Sportsbereich geeignet ist. Vom Pro-Gamer auf Turnieren bis hin zum Hobbygamer auf einer LAN, sollte jeder top ausgerüstet sein. Im Vordergrund stand dabei Mobilität, Leistung und Präzision. Mit dem altbewährten Design von Mad Catz R.A.T. wurde auch bei der TE in Sachen Ergonomie alles richtig gemacht. Die Maus liegt super in der Hand und ist sowohl für kleine, als auch für große Hände geeignet. Mit dem verbauten Philips-Doppler-Lasersensor bietet die R.A.T. TE Leistung satt. Das unweigerliche Problem des „Z-Axis Bug“ bekommt Mad Catz durch die extreme geringe Lift Off Distance von 0,2mm, gut in den Griff. Von der technischen und ergonomischen Seite hat Mad Catz also alles richtig gemacht. Leider sind Mängel bei der Verarbeitung so gravierend, dass die R.A.T. TE ihrem Anspruch nicht gerecht wird. Für eine Maus in diesem Preissegment und diesen Anforderungen reicht die Qualität der TE nicht aus. Für alle, die das Design und das Prinzip hinter der Mad Catz R.A.T TE mögen und nicht die vollen 8200 CPI benötigen, ist die R.A.T. 7 eine wirkliche Alternative. Sie kostet in etwa dasselbe wie die TE, bietet jedoch eine deutlich bessere Verarbeitungsqualität bei noch mehr Konfigurierbarkeit. Wem die Verarbeitung eher unwichtig ist und wer die starke Leistung der Mad Catz R.A.T. TE bevorzugt, der bekommt die Maus bei Amazon für aktuell 74,40€.

Positiv:
+ hohe Empfindlichkeit
+ intuitive, übersichtliche Software
+ praktische Präzisionszieltaste
+ anpassbare Lift of Distance
+ schnell reagierende Maustasten
    mit Omron-Schalter
Negativ:
– fehlende Software-CD
– Knarzgeräusche bei nur mäßiger Belastung
– Spiel trotz arretierter Handballenablage
– ungleichmäßige Beschichtung

Hier könnt ihr die Preise zur Mad Catz R.A.T. TE vergleichen

Oder ihr kauft die Mad Catz R.A.T. TE bei Amazon.

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: SteelSeries Sensei Wireless

Lange waren sie verpönt und auch heute hat so mancher ihnen gegenüber Vorurteile – die Rede ist von Funk-Gamingmäusen. Der Inputlag und die Unzuverlässigkeit haben Funkmäuse lange Zeit von den Gamermauspads ferngehalten. Doch diese Zeiten haben sich geändert. Neue Technologien, starke Akkus und schnelle Übertragungsraten erlauben es heute, mit bestimmten Funkmäusen zu zocken. Die Steelseries Sensei Wireless ist eine von ihnen. Ob die Wireless-Variante auch so gut ist wie die von uns getestet Sensei mit Kabel und ob es sich lohnt, den doch üppigen Preis zu zahlen, werdet ihr in unserem Test erfahren.

Technische Daten:

  • Pixart ADNS 9800 Sensor mit maximalen 8200 CPI
  • 1000 Hz Abtastrate und 1 ms Reaktionszeit
  • kabellos dank moderner Funktechnologie
  • beleuchtete Ladestation aus Aluminium
  • Beleuchtung der Maus und Basisstation mit 16.8 Millionen Farben
  • für Links- und Rechtshänder geeignet

Lieferumfang & Verpackung:

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Wie auch bei der Kabelvariante steckt die Sensei Wireless in einem anthrazitfarbenen Karton. Auf der Vorderseite sieht man eine große Abbildung der Maus sowie den Namen des guten Stückes. Auf der Rückseite findet der potentielle Käufer alle wichtigen Informationen in den Sprachen Englisch, Deutsch und Französisch. Öffnet man den Karton, stößt man zuerst auf die Abdeckung mit dem großen SteelSeries-Logo. Diese enthält ein kleines Handbuch sowie einen SteelSeries-Aufkleber. In dem Karton unter der Abdeckung findet man neben der eigentlichen Maus noch ein USB-Kabel, welches unter einer kleinen Klappe versteckt wurde. Damit dieses nicht übersehen wird, ist die Klappe mit einem „USB-Cable“-Schriftzug versehen. Am Boden der Verpackung findet man schließlich die Basisstation der SteelSeries Sensei Wireless. Eine Software-CD gehört leider nicht zum Lieferumfang. Hier hätten wir angesichts des hohen Preises etwas mehr erwartet.

Design und Aussehen:

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Die dänischen Designer von SteelSeries bleiben sich auch bei der Sensei Wireless treu und behalten ein sehr dezentes, aber elegantes Design bei. Das Gehäuse ist fast komplett in Schwarz gehalten. Nur die silbernen Aluminiumelemente rund um das Mausrad sowie das Steelseries-Logo auf dem Mausrücken setzen ein paar Akzente. In der Formgebung wurde, wie bei allen SteelSeries-Mäusen, auf Experimente verzichtet. Ein schlichtes, rundes und ergonomisches Design steht hier im Vordergrund. Dank ihrer Form ist die Sensei Wireless sowohl für Links-, als auch für Rechtshänder geeignet. SteelSeries setzt bei dem Design der Sensei Wireless auf Understatement. Auf den ersten Blick sieht man der Maus die Auslegung auf das Gaming definitiv nicht an. Doch genau das ist jahrelange Steelseries-Tradition. Im Vergleich zur Sensei mit Kabel wurde die Oberfläche überarbeitet. Die glatte Metalloberfläche wurde durch eine matte Softtouchoberfläche ersetzt. Die Sensei Wireless ist somit deutlich griffiger. Softtouchoberflächen sind immer ein wahrer Magnet für Fingerabdrücke. Doch die Oberfläche der Sensei Wireless scheint sehr empfindlich, was dies betrifft. Nach nicht einmal einer Stunde Benutzung sieht man deutliche Abdrücke von Handballen und Fingern. Diese speckigen Flecken lassen sich zu dem nur schwer entfernen.

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Beim Kauf einer neuen Maus steht oft die Frage im Raum, ob die Maus zu groß oder zu klein für die Hand ist. SteelSeries hat es bei der Sensei Wireless geschafft, dieses Problem weitestgehend aus der Welt zu schaffen. Dank der starken Wölbung und gleichzeitig langgezogenen Form lässt sich die Maus mit kleinen, aber auch großen Händen hervorragend bedienen. Dieses universelle Layout wurde auch bei der Anordnung der Zusatztasten beibehalten. Die 2 Zusatztasten an der Seite der Maus sind links und rechts vorhanden. Damit bleiben auch Linkshändern die 2 Zusatztasten erhalten.

Die Basisstation besteht zum Großteil aus Aluminium. Durch das ordentliche Gewicht ( 292 Gramm ) und die Gummibeschichtung am Boden steht die Basisstation absolut sicher auf dem Tisch. Die Stelle, an der die Maus zum Laden abgelegt werden soll, ist etwas vertieft, sodass die Maus wie von allein an die richtige Position rutscht. Ob die Maus zum Laden korrekt aufgelegt wurde, erkennt man zusätzlich am Pulsieren der Beleuchtung der Basisstation.

Verarbeitung:

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Auch mit der Sensei Wireless bekommt man die gewohnt gute Verarbeitungsqualität aus der SteelSeries-Schmiede. Alle Spaltmaße an Basistation und Maus sind eng und gleichmäßig gehalten. Auch wenn man an der Maus etwas fester zupackt, knarzt oder knackt nichts an dem Gehäuse. Obwohl das Mausgehäuse überwiegend aus Plastik besteht, fühl sie sich dank der Softtouchoberfläche hochwertig an. Bei der Gewichtsanpassung scheint SteelSeries der Sensei Wireless ein paar Gramm extra spendiert zu haben, denn mit 116 Gramm bringt sie mehr auf die Wage als andere Mäuse in ihrer Größe. Das Aluminiumgehäuse der Basisstation sieht schön aus und fühlt sich sehr angenehm an, die Kanten wurden mit Fasen versehen. Wir konnten keine scharfen Stellen oder gar Grate entdecken

Technische Details:

Das Herzstück der SteelSeries Sensei Wireless ist ein Pixart ADNS 9800 Laser-Sensor, welcher eine Auflösung von 8200 CPI besitzt. Diese lässt sich in 50er Schritten bis auf minimal 50 CP senken. Desweiteren spendierte Steelseries der Sensei Wireless einen kleinen ARM-Prozessor, welcher es ermöglicht, die Empfindlichkeit via Interpolation auf 16400 CPI zu verdoppeln. Der Sensor ermöglicht mit diesen Auflösungen eine maximale Geschwindigkeit von 3,81 m/s bei einer maximalen Beschleunigung von 30G (294,3 m/s²).  Die USB-Signalrate gibt SteelSeries mit maximal 1000 Hz an. Damit liegt die Sensei Wireless gleich auf mit dem Großteil der aktuellen Gamigmäuse. Bei der Verbindung zwischen Maus und Basisstation kommt ein Funknetz mit einer Bandbreite von 2,4 GHz zum Einsatz. Betrieben wird die kabellose Maus von einem fest verbauten Akku, welcher die Maus bis zu 20 Stunden mit Strom versorgen soll. Doch Sensei hat sich auch für den Fall, dass der Akku einmal leer ist, etwas cleveres ausgedacht. Das Micro-USB-Kabel, welches die Basisstation mit dem PC verbindet, kann ohne Probleme an die Maus gesteckt werden, wo es sicher einrastet. Definitiv eine sehr sinnvolle Ergänzung, die SteelSeries hier vorgenommen hat. Eine Maus muss in ihrem Leben viele Klicks aushalten, gerade bei Gamern kommen da in kurzer Zeit eine Menge zusammen. Nach den Angaben von SteelSeries sollen die hauseigenen Schalter 3 mal länger als bei der kabelgebundenen Sensei durchhalten. Damit hätten die Schalter der Sensei Wireless eine Lebenserwartung von rund 30 Millionen Klicks.

Software:

Die SteelSeries Engine 3 ist die Kommandozentrale der Sensei Wireless. Es gibt nichts an der Maus, was man nicht konfigurieren kann. Bei einigen Herstellern ist die Software fehlerhaft oder so unübersichtlich, dass man damit nicht arbeiten möchte. Mit der SteelSeries Engine 3 zeigt SteelSeries, was sie an Know-how in den vergangenen Jahren gesammelt haben. Die Software ist übersichtlich und intuitiv gestaltet.

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Auf der linken Seite findet ihr eine Liste aller erstellten Profile. Falls noch kein Profil angelegt wurde, kann über Schaltfläche „+Neu“ ein Profil angelegt werden. Besonders praktisch ist die Funktion, dass die Profile mit Anwendungen verknüpft werden können. Das bedeutet ihr könnt für jedes Game andere Einstellungen und Makros festlegen und das nervige Wechseln zwischen den Profilen entfällt. In einem Profil stehen euch 8 konfigurierbare Tasten zur Verfügung. Jedoch zählen dazu auch die linke sowie rechte Maustaste. Effektiv bleiben euch also 6 programmierbare Tasten. Die Funktion der Tasten legt man fest, indem man die Taste anklickt und in dem Dropdown-Menü die gewünschte Funktion auswählt. Dabei kann man zwischen Maustastenbefehlen, Tastaturbefehlen, Multimediabefehlen, Makros sowie Applikationsarten wählen.

Makro-Editoren können eine kleine Wissenschaft sein und einem den letzten Nerv rauben. SteelSeries hat es geschafft, einen soliden und extrem simplen Makro-Editor zu erstellen. Sobald die Aufnahme gestartet ist, führt man die gewünschte Befehlskette aus und beendet die Aufnahme. Das Programm erkennt automatisch die Zeitabstände zwischen den Eingaben und speichert diese. Sollten die Werte zum Beispiel nicht exakt mit Cooldowns von Angriffen, Zaubern, Buffs und Co. übereinstimmen, können die Timings per Klick angepasst werden.

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Über die interaktive Abbildung der Sensei Wireless in der Mitte des Fensters könnt ihr nicht nur die Tasten anpassen, sondern auch die Farben der LEDs konfigurieren. Es lassen sich  die Farben der Basisstation, des SteelSeries-Logos und die des Mausrads einstellen. Für jede dieser LED-Gruppen könnt ihr einen von drei Effekten wählen. Der Batteriestand-Effekt gibt euch durch die Beleuchtung eine Information über den Ladezustand des integrierten Akkus. Somit bleibt einem das Rätseln, wann die Maus auf die Ladestation muss, erspart. Außerdem kann es einem so nicht passieren, dass mitten im entscheidenden Match der Akku leer ist. Entscheidet man sich dafür, dass die LED gleichbleibend aktiviert sein soll, kann man sich für eine von 16,8 Millionen verschiedenen Farben entscheiden. Die drei beleuchteten Bereiche können dabei unterschiedliche Farben annehmen. Der „Atmen-Effekt“ sorgt für ein Pulsieren der LEDs. Wie schnell diese pulsieren sollen, kann über das Menü angepasst werden.

Neben diesen Grundeinstellungen könnt ihr auch direkt das Ansprechverhalten des Sensors anpassen. Die Empfindlichkeit lässt sich für 2 feste Profile im Bereich von 50 bis 16400 CPI (Counts per Inch) in 50er Schritten frei anpassen. Der native Empfindlichkeitsbereich der Sensei Wireless geht dabei aber nur bis 8.200 CPI. Die Erweiterung auf 16300 CPI erfolgt durch Interpolation. Auch nach reichlichen Überlegungen ist uns kein realistisches Einsatzszenario für eine solch extreme Auflösung eingefallen. Denn selbst bei der Nutzung von drei 4K Monitoren bietet der Bereich bis 8200 CPI wahrscheinlich mehr als genug Empfindlichkeit.

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SteelSeries hat bei der Sensei Wireless eine wichtige Änderung im Vergleich zu kabelgebundenen Variante vorgenommen. Die Mausbeschleunigung sowie die Verzögerung lassen sich nun über die Software komplett deaktivieren. Auch die Lift-of-Distance kann von 1 Millimeter bis 5 Millimeter gewählt werden. Mit dieser Einstellung legt man fest, bis zu welcher Entfernung zur Oberfläche der Sensor eine Bewegung registriert. Eine geringe Lift-of-Distance sorgt also dafür, dass man beim Nachsetzen der Maus den Cursor nicht verschiebt. Die Angle-Snapping-Funktion erfasst die Bewegung des Mauszeigers und begradigt diese Bewegungen. Dadurch lässt sich der Mauszeiger exakter auf einer geraden Linie bewegen. Diese Funktion soll es ermöglichen, einen laufenden Gegner leichter beim Snipern zu verfolgen. Die Signale der Maus werden dabei jedoch so extrem verfälscht, dass selbst auf der geringsten Stufe ein gutes Aiming unmöglich wird.

Mit den Stromspareinstellungen könnt ihr die Standby-Zeiten an eure Nutzungsgewohnheiten anpassen und somit effektiv Strom sparen. Der Beleuchtungs-Smartmodus deaktiviert außerdem die Beleuchtung des SteelSeries-Logos, sobald ihr eure Hand auf der Maus liegen habt.

Handhabung:

Neben der Bewertung von Form und verbauter Technik steht natürlich auch das Testen unter realen Bedingungen auf dem Plan. Nach ein paar Proberunde hatten wir die optimalen Einstellungen gefunden und so ging es in einige Schlachten von CS:GO, Battlefield 4 und ARMA III. In schnellen Shootern wie CS:GO und Battlefield Team-Death Match Maps kann die Sensei Wirless mit ihrer hohen Auflösung und den leichtgängigen Gleitfüßen punkten. Senkt man die Empfindlichkeit herab, erhält man dank der nativen 8200 CPI, eine fast schon chirurgische Präzision beim Schießen auf lange Distanzen. Die Angle-Snapping-Einstellung war für uns im Praxiseinsatz nicht zu gebrauchen. Das Fadenkreuz bewegt sich bei Aktivierung wie auf einem Raster. Ein genaues gutes Aiming ist damit unmöglich. Insgesamt kommt man mit der Sensei Wireless, dank ihrer dezenten Form, sehr schnell zurecht. Man braucht kaum Zeit, um sich an das Handling zu gewöhnen. Die Sensei Wireless ist für eine Maus ohne anpassbare Gewichte mit 200 Gramm relativ schwer. Doch mit Hilfe der extrem glatten Gleitfüße ist eine gleichmäßige Bewegung jederzeit gewährleistet. Dass das Designkonzept der Sensei Wireless durchdacht ist, konnten wir nach mehreren Stunden Dauereinsatz bestätigen. Wir hatten keine Probleme mit verschwitzten oder verkrampften Händen und die Maus lag jederzeit sicher in der Hand. Bei den verbauten Schaltern an der linken und rechten Maustaste spürt man einen deutlichen Druckpunkt. Die Tasten sind nicht so leichtgängig wie bei manch anderer Maus, bieten jedoch einen extrem kurzen Betätigungsweg. Der integrierte Akku hat mit durchschnittlichen Energiespareinstellungen ca. 18 Stunden durchgehalten. Mit den richtigen Einstellungen sind sicherlich auch die angegebenen 20 Stunden möglich.

Persönliches Fazit:

Die Sensei Wireless ist eine typische SteelSeries Maus. Von außen scheint sie recht unspektakulär, doch unter der Haube steckt hochwertige Technik. Auch wenn das Design manchen etwas langweilig ernscheint, wurde bei der Formgebung sehr auf Ergonomie geachtet. Dank ihrer Geometrie ist die Sensei Wireless für Links- und Rechtshänder geeignet, sowie auch für kleine und große Hände. Neben der Verarbeitung hat uns die Software der Maus gut gefallen. Alle Einstellungen sind übersichtlich und sinnvoll angeordnet. Der Nutzen der einen oder anderen Funktion ist zwar fragwürdig, doch zwingt einen ja niemand, diese Features zu verwenden. SteelSeries hat die bekannten Mängel der kabelgebundenen Sensei, wie ein zu glattes Gehäuse oder die nicht deaktivierbare Mausbeschleunigung aufgegriffen und überarbeitet. Das einzige, was wir zu bemängeln haben, ist die fehlende Software-CD, die Anfälligkeit für Flecken aufgrund der Softtouchoberfläche sowie der doch sehr hoch gegriffene Preis. Wer eine kabellose Gamingmaus sucht, die gut verarbeitet ist und hochwertige Technologie bietet, der bekommt die Sensei Wireless aktuell für 119,99€.

LeistungsTIPP Award
Positiv:
+ gute Verarbeitung
+ hohe Präzision
+ sehr gute Software
+ auch kabelgebunden nutzbar
+ ausdauernder Akku
+ für Links- und Rechtshänder geeignet
+ viele Konfigurationsmöglichkeiten
Negativ:
– hoher Preis
– fehlende Software – CD
– empfindliche Softtouchoberfläche

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Euer Hardbloxx-Team

Test / Testbericht: Zowie FK1 Gamingmaus

Heute gibt es etwas aus dem Hause Zowie zum Testen. Während bei unseren letzten Tests vor allem die Softwareeigenschaften der Mäuse im Vordergrund standen, stellt die FK1 sich sehr puristisch dar: Keine Software, kein Schnick-Schnack an Beleuchtung. Ob das dennoch beim Gaming Spaß macht und wie sich die Zowie FK1 im Alltag schlägt, das erfahrt ihr, weniger puristisch dargestellt, in diesem Testbericht.

 Technische Daten

Die Zowie Fk1 kommt mit einem optischen Sensor, dem Avago 3310. Abtastrate und DPI sind an der Maus direkt einstellbar. Kurz im Überblick hier die wichtigsten Daten:

  • Avago 3310 Sensor mit 400 – 3200 dpi
  • Lift-Off Distanz von ~ 1,5mm
  • Einstellbare Abtastrate von 125 – 1000Hz
  • 2 Zusatztasten, je nach Bedienung ob Links- oder Rechtshändermaus
  • Beschichtete, griffige Oberfläche
  • 90g Gewicht
  • Länge: 128mm
  • Breite vorn: 62mm
  • Breite hinten: 67mm
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Lieferumfang

Auf den ersten Blick sieht die Verpackung der Zowie FK1 wenig vielversprechend aus – ein weißer, simpler Karton, mit allerlei Beschriftungen in verschiedenen Sprachen sowie Abbildungen von der FK1. Die deutschsprachige Ausgabe der Eigenschaften ist präzise und kurz gefasst auf der Rückseite versteckt. Desweiteren sollte man den Karton nie wegwerfen, da er zugleich auch das Handbuch darstellt! Da die FK1 keine Treiber besitzt, werden Einstellungen, wie der Links- Rechtshändermodus mittels Tastenkombinationen eingestellt. Im Karton selbst befinden sich die Maus in gut verpacktem Zustand, ein Zowie-Aufkleber sowie ein Ersatzpaar Gleitfüße. Alles in allem ist die Verpackung recht spartanisch, aber es fehlt nichts.

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 Design und Verarbeitung

Die FK1 ist sehr gut verarbeitet, ihre großflächigen Elemente fügen sich sehr passgenau zusammen und vermitteln damit einen wertigen Eindruck. Knarzen, Klappern oder anderweitige Geräusche sind der Zowie-Maus völlig fremd. Ihr anthrazitfarbenes Äußeres passt mit dem gelben Logo und dem Mausrad zusammen – auch ohne Beleuchtung ein stimmiger Anblick. Die anthrazitfarbene Oberfläche ist ein sehr griffiger und angerauter Kunststoff, sehr ähnlich der Soft-Touch-Oberfläche der steelseries Rival. Die obere Hülle der Maus wird ab der Mitte von der linken und rechten Maustaste geteilt. Das sorgt einerseits für weniger Teile, sowie für einen edlen Eindruck. Die FK1 besitzt insgesamt vier Zusatztasten, von denen aber nur jeweils zwei aktiviert sind, in Abhängigkeit der Verwendung als Links- oder Rechtshänder. Während der Großteil des Gehäuses aus dem raueren Kunststoff besteht, sind die beiden Daumentasten aus glänzendem und leicht rutschigem Kunststoff.

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Die Unterseite enthält noch eine Taste mitsamt Anzeige-LED zum Umschalten der DPI, sowie die Einlegeformen der Gleitfüße. Damit gibt sie sich unspektakulär, jedoch ebenso gut verarbeitet wie von oben.

Da die Zowie FK1 im Vergleich zur A4-Tech bloody TL8A quasi nur aus einem Teil besteht, ist ihr Gesamteindruck homogener. Sie schmiegt sich der Hand sehr gut an und liegt damit auf demselben Spitzenniveau wie die steelseries Rival, die diesbezüglich Spitzenreiter ist. Ihre Wölbung passt sehr gut zur Haltung der Hand und mit ihrer Länge bietet sie sowohl Klauengriffhaltung, als auch entspannteres Handauflegen an. Egal ob für große Hände, wie die unserer Hardware-Redakteure oder kleinere – die Zowie stellt stets eine sehr angenehme Maus dar. Im Vergleich zum Vorgänger, der FK, wurde die FK1 vorn und hinten nochmals etwas verbreitert und insgesamt in die Länge gezogen. Auch wenn die FK nicht von uns getestet wurde, gibt die geschwungenere und überarbeitete Form der FK1 ein sehr gutes Bild ab und bietet damit ein wirklich gelungenes Design, welches sich sehr gut an der Hand des Gamers orientiert.

Bis auf die LED an der Unterseite, die Rückmeldung über die DPI gibt, verzichtet die Zowie FK1 leider auf jegliche weitere Beleuchtung. Dadurch wird das puristische Konzept fortgesetzt und somit der Fokus der Augen auf den Bildschirm gerichtet.

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Insgesamt bietet die Zowie FK1 eine sehr gute Haptik und Ergonomie. Damit kann sie sich hinsichtlich der Griffigkeit mit der steelseries Rival messen, die diesbezüglich die bisherige Spitze darstellte.

Software

Zowie nimmt dem Spieler hier Parameter zum Feinjustieren der Maus ab. Die FK1 setzt damit ihr puristisches Konzept fort und funktioniert ohne Einrichtung. Die Einstellungen einzelner Mausparameter, wie Tastenbelegung, Snesorbeschleunigungen und weitere, stehen dem Gamer daher nicht zur Verfügung.

Handhabung

Bereits beim Betrachten des Designs fällt auf, dass die Zowie FK1 sehr gut in der Hand liegt. Die Frage ist daher wie gut das Gesamtkonzept beim Zocken abschneidet? Die Griffigkeit ist hervorragend und hält auch lange an, dafür leidet die Zowie wiederum am selben Problem wie viele andere Mäuse: Man kommt mit ihr einfach ungeheuer ins Schwitzen. Während die Finger vorn noch genügend Luft und damit Platz zum Zirkulieren besitzen, entstehen dort, wo der Handballen aufliegt bisweilen recht große Schweißflecken. Das sorgt während des Zockens für leichte Unannehmlichkeiten hinsichtlich der Griffigkeit und Haptik der Maus. Sobald man die Hand wegnimmt, verdunstet die Feuchtigkeit jedoch binnen einer halben Minute, sodass diesbezüglich die Oberfläche bereits optimiert wurde.

Vorbildlich sind die Tasten an der FK1. Die 2 Haupttasten geben eine angenehme Rückmeldung und das vollgummierte Mausrad ist sehr griffig. Die 2 Daumentasten sind gut versteckt und recht rutschig – was sich aber beim Zocken eher angenehm darstellt. Sind die Tasten nichts Wichtigem belegt , stören sie während des Spiels nicht und der Daumen kann willkürlich darüber rutschen, ohne unbeabsichtigte Aktionen zu bezwecken. Sollten diese Tasten jedoch von euch ingame genutzt werden, ist das rutschige Verhalten selbstverständlich eher kontraproduktiv. Da die Zowie FK1 aber eher für FPS-Gamer gemacht ist und ohne Makros und Sonstiges auskommt, dürfte der erste Fall der durchaus häufigere sein.

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Der Avago 3310 Sensor leistet solide Arbeit, obgleich die Mäuse anderer Hersteller immer größere DPI- und CPI-Zahlen ermöglichen, greift Zowie hier auf weniger zurück. Ob und inwiefern aber eine hohe DPI-Zahl für das eigene Spielerlebnis notwendig ist, obliegt natürlich euch als Gamer. Die 1600 und 3200 DPI stellen für FPS Gamer durchaus häufige Einstellwerte dar, wobei dies natürlich eine Frage des persönlichen Spielstils ist. Vorteil dieses Sensors ist natürlich die nicht vorhandene Beschleunigung, d.h. die präzise 1:1 Umsetzung der Bewegung der FK1 auf dem Pad. Dadurch entsteht kein veränderter Eindruck während des Zockens, gerade im Vergleich zur steelseries Sensei, die bereits nativ beschleunigt war und mit zusätzlichen Beschleunigungseinstellungen aufwartete, ist das Bewegungsgefühl besser nachzuvollziehen.

Bei zu weichen Gamepads kann es übrigens zu einem „Versinken“ der Maus aufgrund der geringen Bodenfreiheit kommen. Die ohnehin sehr niedrigen Gummifüße geben dabei, genauso wie das Mauspad, federnd nach, was zu einem kompletten Aufsetzen der Maus führen kann. Wenngleich das in diesem Test nicht aufgetreten ist, sollte hierbei einen kleiner Check des eigenen Mauspads erfolgen, falls es zu unerwarteten Fehlfunktionen kommt.

Im Alltag schlägt sich die FK1 aufgrund ihrer Länge sehr gut. Da dort nicht auf den Klauengriff zurückgegriffen werden muss, kann hier die Hand entspannt auf der Maus abgelegt werden. Sie eignet sich also nicht nur zum Gaming, sondern auch als Arbeitstier – sehr löblich. Die 3200DPI geben auch im Bereich der 3D-Software genügend Abtastungen, um ein angenehmes Arbeiten zu ermöglichen. Weiterhin ist die Zowie FK1 trotz ihres symmetrischen Aufbaus ergonomisch für beide Hände geformt, sodass auch ein Ermüden der Hand vermieden wird.

Persönliches Fazit

Die Zowie FK1 erinnert ein wenig an Einen, der mit einem Messer zu einer Schießerei kommt. Ihr Design und ihre Funktionen sind puristisch. Sie legt damit das Können des Spielers wieder in seine Hände – und nicht in seine Einstellungen am PC. Das ist eine sehr ehrenhafte Ansicht, die sich auch mit der Philosophie von Zowie sehr gut deckt. Apropos Deckung, die FK1 ist bezüglich der Griffigkeit mitsamt der steelseries Rival auf dem Spitzenplatz – beide Mäuse wollen sich kaum von der Hand lösen und machen damit das Gaming zu einem fantastischen Erlebnis. Hierbei legt Zowie bei der FK1 auch ihr Hauptaugenmerk auf: Ihr puristisches Design und ihre Technik sind nicht auf Firlefanz und Schnick-Schnack ausgelegt, sondern auf das Spielerlebnis, und das macht sie gut!
Bis zu diesem Punkt überzeugt die Zowie FK1 mit ihrer etwas unorthodoxen und puristischen Herangehensweise. Der Preis ist mit rund 60€ bei caseking.de ähnlich dem der steelseries Rival. Für den Leistungs Award fehlen uns aber wenigstens die gegebene Möglichkeit sowohl Licht als auch die Maus selbst und ihre Parameter an unseren Spielstil anzupassen. Da uns aber von vornherein Einstellungen der Maus hinsichtlich der Feinjustierungen abgenommen werden, verleihen wir ihr keinen Leistungsaward. Eine Kaufempfehlung könne wir für alle Puristen, Freunde des schlichten Designs und all jene, die gar nicht erst in Versuchung kommen möchten, ewig viele Treibereinstellungen auszuprobieren, aber bedenkenlos geben!

Positiv:
+ hervorragende Griffigkeit
+ sehr gute Verarbeitung
+ konsequent durchgesetztes Konzept
+ beidhändig nutzbar
+ gute Gleitfähigkeit
Negativ:
– keine Treibereinstellungen möglich
– keine Gewichtsanpassung

Test / Testbericht A4-Tech bloody TL8A

Bei A4-Tech vermutet man eher eine Firma, die sich mit der Herstellung von DIN A4-Papier beschäftigt, aber weit gefehlt. Das Unternehmen produziert schon seit einigen Jahren Peripheriegeräte und auch Gamingausrüstung. Dabei sind die Produkte eher im Mid-Consumer-Bereich angesiedelt, preislich attraktiver als die Premium Hersteller. Ob der Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal!“ hier zutrifft, werden wir im Test mit unserer bloody TL8A herausfinden.

Technische Daten

Die TL8A ist mit einem Avago 9800 Laser Sensor ausgestattet, den wir noch aus dem Test der Tesoro Gandiva kennen. Weiterhin gibt es einen internen Mausspeicher, über den die verschiedenen Einstellungen des Programms gespeichert werden. Alle sonstigen Daten gibts hier kurz im Überblick

  • 100 – 8200 DPI einstellbar
  • 160KB interner Speicher
  • Anpasspare Abtastrate 125- 1000MHz
  • bis 150 Inch pro Sekunde Verfolgsgeschwindigkeit
  • Lasergesteuerte Abtastung mit 12.000 FPS
  • Omron Schalter mit 20 Millionen Klicks Lebensdauer
  • Metallgleitfüße
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Lieferumfang

Die bloody TL8A kommt in einem anthrazitfarbenen Karton, der metallfarben bedruckt ist. Auf allen Seiten sind Spezifikation wie auch Einzelheiten zum Aufbau der Maus gedruckt – sehr löblich. Beim Aufklappen gibt es einen ersten Blick auf die Maus, die gut verpackt in ihrer Plastikabdeckung sitzt, sowie auf die verschiedenen Möglichkeiten, die die Software hinsichtlich der Mausanpassung bietet. Hier wirbt A4-Tech  auch mit den Einstellungen zur Rückstoßminimierung und den Snipermodi. Darüber dann mehr im Kapitel Software. Ansonsten bietet TL8A ein umflochtenes und daher recht starres Kabel, eine Scheckkarte mit dem Link zur Downloadsoftware und 2 Sticker mit dem bloody-Logo. Der Lieferumfang ist daher im Vergleich zu anderen Herstellern recht gut, lediglich die Scheckkarte mit dem Downloadlink vermittelt ein wenig Lieblosigkeit.

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Design und Verarbeitung

Die bloody TL8A macht auf den ersten Blick einen vernünftigen Eindruck, das Design ist sicherlich Geschmacksfrage, aber insgesamt ist das Ganze durchaus durchdacht. Fangen wir von vorn an: Die linke und rechte Maustaste sind gummiert und haben während des gesamten Tests sehr hohe Griffigkeit bewiesen und sehen auch bisher nicht abgenutzt aus. Das Mausrad ist ebenfalls in der Mitte gummiert und bietet daher genauso guten Halt wie die beiden Tasten links und rechts davon. Der Daumen findet bei der TL8A auf einer kleinen Ablage Platz, welche zusätzlich noch mit Rippen versehen ist. Das sorgt dafür, dass die Griffigkeit etwas erhöht wird, aber vor allem der Schweiß besser abtransportiert wird. Gut positioniert sind die 2 Daumentasten, welche größentechnisch unauffällig, aber denn noch leicht zu erreichen sind. Dort, wo normalerweise der Handballen aufliegen sollte, ist ein mattschwarzer Kunststoff, der ebenfalls hohe Griffigkeit beweist und daher vom Material her geeignet ist. Zwischen den zwei Maustasten und der Handballenauflage befindet sich ein Absatz, wodurch dort eine gewisse Luftzirkulation zustandekommt, die wie beim Daumen das Schwitzen insgesamt etwas unterdrückt. Das fällt im Vergleich zum Test der SteelSeries Sensei deutlich angenehmer auf.

Suboptimal ist jedoch die Gesamtgröße der TL8A, da sie zu für große Hände doch etwas zu klein ist, sodass man einen etwas anstrengenderen „Klauengriff“ anwenden muss, um den Handballen ebenfalls mit auf der Maus unterzubringen. Weiterhin gestalten sich zwar die zusätzlichen Tasten 1, n, 3 und 4 in der Achse des Mausrades als clever, jedoch sind 1 und n mit dem Mechanismus sehr unangenehm gelöst. Die Tasten 3 und 4 hingegen lassen sich schnell und einfach bedienen. Die Maus ist durch ihre Rippen und inhomogene Oberfläche etwas schmutzanfälliger als ihre Pendants, ein wenig Pflege wird also essenziell. Dafür ist, wie oben erwähnt, der Schwitzgrad und die Gesamtgriffigkeit auf einem sehr hohen Level!

Unterhalb der zwei Maustasten befinden sich zwei rote Fenster, durch die mittels LED ein rotes pulsierendes Licht auftaucht. Von oben betrachtet sieht die TL8A dann ein wenig wie ein Gesicht mit 2 grimmigen Augen aus. Vom LED-Licht der „Augen“ wird dann auch noch das bloody-Logo auf der Handballenauflage leicht angeleuchtet. Ansonsten ist das Mausrad in Abhängigkeit der eingestellten Tastenfrequenz/Schussrate dezent in rot, gelb, grün oder blau beleuchtet. Damit ist die bloody TL8A farbtechnisch kein Feuerwerk auf dem Schreibtisch, sondern hebt sich lediglich aufgrund ihres Designs etwas ab.

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Insgesamt macht die bloody TL8A einen guten Eindruck. Es knarzt zwar nichts, jedoch spürt man bei näherer Betrachtung, dass aufgrund der verschiedenen Materialien und der einhergehenden Inhomogenitäten einige Spalte und Haptikunterschiede zustandekommen. Die Handballenauflage lässt sich bei größerem Druck ganz leicht in der Maus versenken. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt, denn während des Betriebs fällt das in keinster Weise auf.

Software

Die Software der bloody TL8A ist gewöhnungsbedürftig, insbesondere da sie optisch ein wenig lieblos programmiert wirkt. Bevor wir überhaupt etwas einstellen, müssen wir einen der 4 Cores wählen. Jeder Core enthält mehr oder weniger Einstellmöglichkeiten. Core 1 enthält kaum welche, Core 3 und 4  stellen die Spitze der Einstellbarkeit dar. Mit dem Wissen, dass man nicht alles einstellen muss, kann man als FPS-Gamer aber getrost immer den Core 3 wählen. Für RPG-Spieler ist Core 4 gedacht, der zusätzliche Makros unterstützt.

Im Core 3 erhalten wir in den oberen Reitern Zugriff auf die folgenden Punkte:

Core-Wahl
  • Ultra Guns
  • Buttons
  • Sensitivity
  • Guard
  • About
  • Oscar Macro
  • Headshot

Im Ultra Guns Menü können die Mehrfachschusseinstellungen und Snipereinstellungen der Maus eingestellt werden. Mittels der Tasten 1, n, 3 und 4 kann somit ein 1fach- oder Mehrfach-Schuss ausgelöst werden. Die Tasten n bis 4 können dabei individuell belegt werden. Weiterhin kann hier zwischen den Modi 1 und 4 Unterschieden werden, Details sind auf dem Bild vermerkt. Zusätzlich gibt es noch einen Snipermodus, bei dem die Maus beim Gedrückthalten der rechten Maustaste die DPI verändert, um darüber ein präziseres Zielen zu ermöglichen. Hierbei gibt es 4 verschiedene Modi, die ihr auf dem Bild erkennen und dann im Spiel anwenden könnt. Dieser Modus kommt dem manuellen DPI Umschalten nahe, bloß das hier zusätzlich noch die Mausbeschleunigung manipuliert werden kann.

ultra-guns

Im Button Menü werden den einzelnen Tasten ihre einzelnen Befehle zugeordnet. Ähnlich unspektakulär ist das Sensitivity Menü, in dem Abtastrate, DPI Einstellung, Sensorkalibrierung und Klickgeschwindigkeit eingestellt werden. Leider ist aber insbesondere die DPI-Einstellung sehr unangenehm gelöst, da man mit dem Schalter zwischen den 1-n-Tasten eine Art Doppelklick machen muss. Dies sorgt bisweilen für Frustration, da man dafür sehr schnelle und kleine Finger haben sollte. Wer also häufig „on the Fly“ die DPI einstellen möchte, für den könnte das ein K.O.-Kriterium sein!

Tastenzuweisung-bloody
DPI-bloody

Das Guard Menü enthält allerlei Einstellungen, sollte eure A4-Tech-Maus funkbasierend sein. Im About Menü bekommt man die aktuelle Softwareversionsnummer und den Hinweis, dass A4 Tech jahrelang an dieser Software gearbeitet hat und sie sich jetzt an einem finalen Stand befindet… so so.

Spannender hält sich da schon das Oscar Makro Menü, das mit einer Fülle von Möglichkeiten zur Programmierung einlädt. Hier können komplexe Tastaturbefehle eingegeben und bearbeitet werden, um diese dann in Tastenbelegungen der Maus wiederzugeben. Dabei stehen dem Benutzer vor allem vielfältige Möglichkeiten zur einzelnen Makrosteuerung bei, wie beispielsweise, dass der Befehl erst beim Loslassen, statt beim Drücken beginnen soll.

makro-bloody

Das letzte Reitermenü heißt Headshot und behandelt eine Reihe von… sagen wir mal grenzwertigen Cheatmaßnahmen. Hier gibt es für diverse Spiele wie CounterStrike bereits vorkonfigurierte Treiber für die Waffen. Sollte man mit diesen nicht zufrieden sein, so lassen sich auch explizite Dateien anlegen, in denen der Rückstoß der Waffe horizontal und vertikal kompensiert werden kann. Da ich mich persönlich von solchen Programmen und Möglichkeiten distanziere, werde ich hierbei auch nicht erwähnen, ob und wie gut diese Funktionen sind. Nichtsdestotrotz ist es Bestandteil der Software und soll daher hier erwähnt werden.

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headshot_bloody1

Insgesamt bietet die bloody TL8A ein zwar optisch wenig reizvolles, aber durchaus umfassendes Konzept zur Anpassungsfähigkeit der Maus an.

Handhabung:

Nachdem wir uns in der Software unsere TL8A angepasst haben, gilt es natürlich die Maus auch auf dem Schlachtfeld zu testen. Hierfür haben wir uns wieder für eine Runde Battlefield 4 entschieden, um dort die verschiedenen Waffentypen wie Sniper, Pistolen und Gewehre mit allen Funktionen zu testen. Insgesamt bietet die Maus eine sehr solide Performance. Gewöhnt man sich einmal an die Klauenhaltung der Hand, flitzt die TL8A sehr gut über das Mauspad. Hierbei sind vor allem die metallenen Gleitfüße sehr angenehm, da sie hervorragend zum Handling der Maus passen. Die Problematik des Schwitzens ist allerdings im Vergleich zur steelseries Rival oder Sensei aufgrund des Designs besser gelöst. Die Hand bleibt auch nach stundenlangem Zocken sehr griffig mit der Maus verbunden – löblich.

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TL8A_rear_unlight

Die DPI-Umschaltung „on the fly“ schnell im Spiel zu machen, ist allerdings nahezu unmöglich. Hierfür muss man einen Doppelklick mit der 1-n-Taste machen, welche aufgrund ihrer Größe jedoch gar nicht dazu geeignet ist. Leider ließ es sich daher nicht vermeiden, stets mit konstanter DPI-Zahl zu spielen und die DPI-Umschaltung nicht zu nutzen. Das ist sehr ärgerlich, insbesondere da hier das Potenzial des Avago 9800 Sensors mit seiner hohen DPI-Zahl liegt. Die Umschaltung zwischen den Einzel- oder Mehrschussmodi hingegen funktioniert tadellos. Aufgrund der Tastenanbringung kommt es hier auch nicht zur unabsichtlichen Betätigung der Tasten. Im Spiel selbst zeigt das Feature interessante Ergebnisse. Im Battlefield funktionierte dieses Feature zwar an allen Waffen, jedoch war der von der Waffe vorgegeben Dreifachschuss beispielsweise wesentlich schneller. Bei der Verwendung von Pistolen oder Maschinenengewehren konnte hier jedoch mit einem Dreifachschuss durchaus gute Erfolge erzielt werden. Wer hofft, aus den Einfachschuss-Scharfschützengewehren 3 Schüsse zu entlocken, muss aber enttäuscht werden. Witziges Detail ist, dass wenn man in Battlefield Munitionskisten oder Medipacks wirft, fliegen zwar mehrere davon, aber nur eine landet auch auf dem Boden. EA hat hier einem eventuellen Glitch den Riegel vorgeschoben.

Insgesamt ist zwar die Klauenhaltung etwas unangenehm, aber das Zielen mit der bloody TL8A funktioniert sehr gut. Nach kurzer Eingewöhnung bleiben die Leistungen hinsichtlich Präzision und intuitiver Bedienung nur wenig hinter den Leistungen der steelseries Rival oder Sensei zurück.

Persönliches Fazit:

Die bloody TL8A macht vieles richtig, der Avago 9800 Sensor ist klasse, die Omron Schalter und Metallgleitfüße versprechen ein langes und frustfreies Spielerlebnis. Gleichzeitig ist das Design zwar Geschmackssache, aber durchaus funktional, da die Griffigkeit besser als bei der Sensei ist. Auch die Software verspricht diverse Möglichkeiten zur Anpassung der Maus. Auf der anderen Seite sind es die Details, die das Erlebnis etwas trüben. Die Maus ist insgesamt etwas zu klein hinsichtlich der Auflagefläche, die Software zwar leistungsfähig aber nicht sonderlich liebevoll und verständlich gestaltet. Die Zahlentasten sind praktisch angebracht, der Aufwand, die DPI zu ändern, ist  jedoch viel zu hoch. Insgesamt ist die bloody TL8A auf gar keinen Fall eine schlechte Maus und kann vor allem im Bezug auf ihren 35€ Preis mehr als überzeugen. Ihr möchtet euch die TL8A kaufen, dann untertützt Hardbloxx indem ihr auf folgendem Link kauft =)

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Positiv:
+ gute Verarbeitung

+ hochwertige Komponenten
+ sehr gute Haftung der Hand
+ Geringes Schwitzen
+ Anpassungsmodi
+ Preis
Negativ:
– Handling für das Umschalten der DPI
– Software etwas lieblos
– schmutzanfällig
– kein Gewicht einstellbar

Zusammenfassend sagen wir, dass es zu einem reinen Leistungsaward nicht reicht, aber die TL8A verdient sich stolz und zurecht den Preis-Leistungs-Award im Bezug auf den 35€ Preis!

PreisLeistungsTIPP Award

 Euer Hardbloxx-Team

Testbericht erstellt durch Hardbloxx.Phoenix