Kategorie: 1.2.2 Netzteile

Test/Testbericht: Cooler Master G550M

Kraftvoll, modular und dennoch günstig. Dies hat sich Cooler Master sicherlich gedacht, als sie die Ziele der GM-Netzteilreihe festgelegt hatten. Die GM-Reihe ist der günstigste Einstieg in die modulare Netzteilwelt von Cooler Master und bietet euch eine 80 PLUS Bronze Zertifizierung in den Leistungen 450, 550, 650 und 750 Watt, was sich natürlich im Endkundenpreis bemerkbar macht. Neben diesem Preisvorteil verspricht der Hardware-Hersteller aus Taiwan eine optimierte Luftzirkulation und stabile Spannungen. Ob diese Vorsätze auch bei beim Kunden ankommen und ob das Netzteil auch angenehm leise arbeitet, möchten wir im Test des Cooler Master G550M für euch herausfinden.

Technische Daten

BauartATX
Kabel:semi-modular
Maße:150x86x140 mm (BxHxT)
Lüfter:120mm
Effizienz:80 Plus Bronze (bis zu 88%)
+5V:20A
+3,3V:20A
5V + 3,3V kombiniert:Max. 100 W
12V42A max 504 W
-12V:0,3A, 3,6 W
+5VSB:2,5A, 12,5 W
Leistung kombiniert550 W

 Verpackung und Lieferumfang

Geliefert wird euch das Cooler Master G550M in einer einfachen, aber doch stabilen Pappverpackung. Diese gibt euch alle wichtigen Informationen zum Netzteil. Vorbildlich ist die Polsterung des Netzteils, hier wurde ebenfalls Pappe verwendet und auf umweltschädliches Styropor oder Schaumstoff verzichtet. Nachdem ihr das, dennoch gut gepolsterte, Netzteil ausgepackt habt, werdet ihr sofort dessen Gewicht merken, denn entgegen vieler anderer Netzteile ist das G550M ein richtiges Leichtgewicht.

Cooler-Master-G550M (1)
Cooler-Master-G550M (2)

Beim weiteren Auspacken findet ihr den zusätzlichen Lieferumfang im Karton. Dieser ist zwar einfach gehalten, enthält aber alles Wichtige. Ein Netzkabel, drei modulare Kabel, vier Schrauben und eine Kurzanleitung. Praktische Kabelbinder oder ein Säckchen für nicht benötigte Kabel sind leider nicht enthalten, der Lieferumfang ist also recht knapp und auf das Nötigste reduziert.

Aussehen und Verarbeitung

Äußerlich ist das G550M recht unspektakulär, das Gehäuse ist komplett schwarz lackiert und lediglich die weißen Aufdrucke des Cooler-Master-Logos, die Aufkleber an den Seiten und die Steckerbeschriftung auf der Rückseite hellen das Gehäuse etwas auf. Der verbaute 120mm Lüfter versteckt sich hinter einem leicht nach innen versetzten eckigen Lüftergitter. Das Gitter besteht aus einer Vielzahl wabenförmiger Öffnungen, was für ein großes Verhältnis zwischen den Öffnungen und dem Gehäuse sorgt. Dadurch wird die bewegte Luft wenig gebremst und das Entstehen von Verwirbelungen sowie daraus folgenden Lärm verringert.

An festen Anschlüsse bietet das Netzteil den ATX-Stromstecker, einen 8-Pin EPS Stecker und ein PCIe-Kabel mit zwei 8-Pin Anschlüssen. Modular sind hingegen nur die Kabel für zusätzliche Komponenten wie sechs Mal Sata, drei Mal 4-Pin Molex und einen Anschluss für ein Floppy. Aufgeteilt sind diese auf drei Kabelstränge, wodurch am Netzteilgehäuse immer einer frei bleibt. Warum Cooler Master ein Kabel zu wenig mitliefert und dadurch den Eindruck erweckt, es würde etwas fehlen, können wir nicht nachvollziehen. Dennoch sollten die meisten von euch mit den vorhandenen Steckern locker auskommen. Die Stecker sitzen fest im Gehäuse und wurden von außen verschraubt, ein Vorteil des von Cooler Master verwendeten 3D-Designs. Dazu später mehr.

Cooler-Master-G550M (9)
Cooler-Master-G550M (6)

Bei den nicht abnehmbaren Kabeln für CPU, Mainboard und Grafikkarte kommen entgegen dem derzeitigen Schwarztrend die Standardfarben Rot, Gelb und Schwarz für die einzelnen Leiter zum Einsatz. Die modularen Kabel hingegen folgen dem Trend und sind komplett schwarz. Zusätzlich kommen sie in flacher Ausführung ohne zusätzliche Ummantelung daher, was euch bei der Kabelverlegung zugutekommt, aber beim Verlegen etwas Vorsicht erfordert. Ohne zusätzliche Ummantelung sind sie nämlich anfälliger gegenüber scharfen Kanten und Quetschungen. Die festen Kabel wurden hingegen gewohnt mit schwarzem Stoff vollummantelt.

Im Konkurrenzvergleich liegt die Kabellänge im Mittelfeld, je nach Gehäuse kann es hier demnach etwas knapp werden, wenn ihr beispielsweise das Netzteil am Boden montiert und das CPU-Kabel sauber hinter dem Mainboardträger verlegen möchtet. Bei großen Gehäusen solltet ihr also vielleicht noch Verlängerungen der Kabel mit einplanen.

Cooler-Master-G550M-Kabellaenge

Das Gewicht des Netzteils hat es schon angekündigt, bei der Materialwahl greift Cooler Master auf dünnen Stahl zurück. Dadurch ist es zwar leichter, macht aber auch einen etwas weniger wertigen, fast schon klapprigen Eindruck.

Bei der äußeren Verarbeitung gibt es ebenfalls leichte Mängel. An manchen Stellen ist der Gehäuselack weniger dicht und die Grundierung wird sichtbar. Da ein Netzteil aber sowieso normal in einem PC-Gehäuse steckt ist dies, genau wie das geringe Gewicht, weniger schlimm. Im Gegenteil, die wenigen LAN-Gänger unter euch wird es womöglich auch freuen, mindestens eine leichtere Komponenten im Gehäuse zu haben.

Ansonsten gibt es in Sachen Verarbeitung und Materialwahl keine Beanstandungen. Scharfe Kanten konnten wir ebenfalls keine feststellen.

Innere Werte

Im Inneren bietet Cooler Master hochwertige Komponenten und eine vorbildliche Verarbeitung. Die Elektronik basiert auf 12V Single Rail und DC/DC-Technik und bringt bis zu 504 Watt auf der 12V Schiene. Alle anderen Spannungen werden also aus der 12V Spannung umgewandelt, wodurch der Schaltungsaufwand verringert und die Effizient erhöht wird. Die bei vielen Premium-Netzteilen verwendeten japanischen Elektrolyt-Kondensatoren kommen bei unserem G550M nicht zum Einsatz, hier greift Cooler Master auf Komponenten des taiwanesischen Herstellers CapXon zurück, zumindest beim Primärkondensator.

Schlechte Lötpunkte konnten wir nach dem Öffnen des Gehäuses keine ausmachen. Vor allem die wichtigen DC/DC-Schaltungen und die Hauptversorgung sind recht massiv ohne kalte Lötstellen ausgeführt.

Cooler-Master-G550M (14)
Cooler-Master-G550M (13)

Das von Cooler Master angepriesene 3D-Design des Innenaufbaus ist hier schnell zu erkennen. Denn anstatt Kabel- oder Drahtbrücken, die Schaltungskomponenten und Stecker miteinander verbinden, wurde beispielsweise der Platinenteil, der zu den modularen Steckern führt, direkt mit der Hauptplatine verlötet. So sollen der Übergangswiderstand und damit auch die Wechselwirkungen verringert werden. Ein weiterer Aspekt ist die dadurch besser werdende Luftzirkulation innerhalb des Netzteils.

Für die Luftzirkulation sorgt der D12BH-12 Lüfter von Yateloon Electronics. Dieser soll maximal 2300 Umdrehungen in der Minute schaffen und dabei bis zu 149 m³ Luft pro Stunde fördern können. Laut Cooler Master wird der Lüfter bis 50% Netzteilauslastung mit etwa 800 Umdrehungen laufen, welche sich bei steigender Auslastung proportional auf bis 2000 Umdrehungen erhöht. Zur maximalen Lautstärke werden leider keine Angaben gemacht. Ein Grund mehr, die Lautstärkeentwicklung im Leistungstest zu messen. Angeschlossen wurde der Lüfter lediglich über einen 2-Pin-Anschluss weshalb eine Drehzahlüberwachung nicht möglich ist. Der Lüfter wird deshalb über das anliegende Spannungsniveau gesteuert.

Cooler Master G550MAlle wichtigen Schutzschaltungen sind beim Cooler Master G550M verbaut, um bei Fehlfunktionen den entstehenden Schaden zu minimieren.

Überspannungsschutz (OVP)Ja
Unterspannungsschutz (UVP)Ja
Überlastschutz (OLP)Ja
Überlastschutz (OPP)Ja
Schutz vor Stromspitzen (OCP)Ja
Kurzschlussschutz (SCP)Ja
Überhitzungsschutz (OTP)Ja

 

Performance

Zur Spannungsmessung kam das Multimeter Voltcraft VC150 zum Einsatz. Die Messwerte wurden direkt an der entsprechenden Ader in den Steckern gemessen. Die Leistungsaufnahme des Testsystems ohne Monitor wurde mit dem Voltcraft Energy Check 3000 und die Lautstärke mit dem Voltcraft SL-100 erfasst. Um bei der Lautstärkemessung keine verfälschten Ergebnisse zu erhalten, wurden die Lüfter der Grafikkarte und des CPU-Kühlers kurzzeitig manuell auf Null heruntergefahren und wir führten die Messung ohne weitere Lärmquellen durch.

CPUIntel Core i5 4670K @4,3 Ghz
MainboardAsus Maximus VI Formula
GrafikkarteASUS Matrix HD 7970 Platinum
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSDKingston HyperX 3K 120GB
GehäusePhobya WaCoolIt Benchtable
KühlerThermalright Archon
BetriebssystemWindows 8.1 Professional 64bit

Cooler-Master-G550M-Spannungen

Bei den Spannungen bietet sich ein gemischtes Bild. Mal liegen sie über der Konkurrenz und mal darunter. Große und gravierende Abweichungen gibt es keine, da sich die Spannungen jederzeit innerhalb des Toleranzbereichs bewegen. Bei 5 und 3,3 Volt bietet es mitunter die stabilsten Spannungen der bisher getesteten Netzteile.

Cooler-Master-G550M-Leistungsaufnahmejpg

Die recht hohe Leistungsaufnahme unter Last ist der Bronze-Zertifizierung und der dadurch geringeren Effizienz des Netzteils geschuldet. Mit 463 Watt unter Last liegt es im Mittelfeld der bisher getesteten Netzteile dieser Leistungsklasse. Geschlagen wird es hier nur vom Enermax Revolution X’t 530, welches jedoch Gold zertifiziert wurde und auch einige Euronen höher angesiedelt ist.
Die Leistungsaufnahme des G550M im Leerlauf unterbietet die Konkurrenz immerhin um 3-4 Watt.

Cooler-Master-G550M-Lautstaerke

Die Lautstärke des Netzteils ist hingegen höher als bei den getesteten Modellen aus dem Hause LEPA und Enermax. Nicht nur subjektiv war das Netzteil stärker wahrnehmbar, auch in der Messung ergaben sich Werte, die um 3-4 dB(A) höher lagen. Geschuldet sein dürfte dies dem verbauten Lüfter, der durch seine hohe Drehzahl und große Luftbewegungen für ordentliche Luftbewegung sorgt. Aus dem geschlossenen Gehäuse ist das Netzteil dadurch leider leicht hörbar. Elektronische Störgeräusche oder ein Rattern konnten wir hingegen nicht feststellen, wodurch sich das Netzteil nur durch das Surren des Lüfters bemerkbar macht. Unter Last wird das G550M nochmal etwas lauter, sollte bei euch aber durch einen noch lauteren CPU- oder GPU-Lüfter übertönt werden.

 

Persönliches Fazit

Dem G550M von Cooler Master fehlt etwas, was es merkbar von der Konkurrenz abhebt. So bleibt es zwar ein gutes Netzteil mit moderner Technik wie der DC/DC-Technik und dem 3D Design der Platine, aber den entscheidenden Kaufgrund liefert es dadurch noch nicht. Der Umstand, dass es auch etwas lauter arbeitet als die Mitbewerber, macht es nicht besser.  Wenn ihr die integrierte Grafikeinheit eurer CPU nutzen möchtet, beispielsweise in einem HTPC, solltet ihr auch berücksichtigen, dass das PCIe-Kabel nicht abnehmbar ist und euch dann womöglich wichtigen Platz im kleinen schlichten Gehäuse wegnimmt – der Nachteil teilmodularer Netzteile.
Somit bleibt das Cooler Master G550M mit Bronze-Zertifizierung für derzeit etwa 60€ zwar kein super Schnäppchen, kann aber durch stabile Spannungen und 5 Jahre Herstellergarantie punkten. Wer ein paar Taler mehr ausgeben kann, sollte lieber zu einem effizienteren und etwas leiseren Netzteil wie dem von uns getesteten Enermax Revolution X’t greifen. Wer jedoch ein günstiges und teilmodulares Netzteil sucht, kann gerne zum Cooler Master G550M greifen. Viel falsch machen könnt ihr hier nicht, aber Wunder solltet ihr aufgrund der Bronze-Zertifizierung und der daraus folgenden vergleichsweise hohen Leistungsaufnahme natürlich nicht erwarten.

Cooler Master G550M

Cooler Master G550M

Positiv

  • - günstig
  • - 5 Jahre Garantie
  • - 3D Circuit Design
  • - gute Verarbeitung
  • - niedrige Leistungsaufnahme im Leerlauf

Negativ

  • - geringe Modularisierung
  • - 3 modulare Kabel für 4 Stecker
  • - magerer Lieferumfang
  • - Lüfter hörbar
  • - hohe Leistungsaufnahme unter Last

Hier Preise vergleichen!

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: be quiet! Straight Power 10 800 Watt

Die Straight-Power-Netzteilreihe von be quiet! ist vor allem in Deutschland ein Verkaufserfolg und im mittleren Preissegment angesiedelt. Die neue 10er Reihe bietet euch gegenüber den Vorgängern in drei Bereichen besonders erwähnenswerte Neuerungen. Ein Straight-Power 10 soll leiser sein, stabilere Spannungen bieten und euch bei gleichem Preis mehr Leistung bringen. Und so hat be quiet! die Leistung auf die nächsten vollen 100 Watt aufgerundet. Anstatt 580 und 680 Watt erwarten euch also nun beispielsweise 600 und 700 Watt. Je nach Leistung habt ihr auch die Wahl zwischen einem Netzteil mit oder ohne Kabelmanagement.

Sind die neuen Netzteile ein gute Weiterentwicklung oder sind sie nur ein aufgewärmtes Straight Power 9? Wir schauen uns das neue 800-Watt-Modell mit Kabelmanagement im heutigen Test genauer an.

be-quiet-straight-power-10-800 (1)
be-quiet-straight-power-10-800 (2)

Technische Daten

BauartATX
Kabel:abnehmbar
Maße:150x86x160 mm (BxHxT)
Lüfter:135mm
Effizienz:80 Plus Gold (bis 93%)
+5V:25A
+3,3V:25A
5V + 3,3V kombiniert:Max. 160 W
12V88A max 780 W
-12V:0,5A, 6 W
+5VSB:3A, 15 W

Lieferumfang und Verarbeitung

Blieb bei all diesen Verbesserungen die gewohnte Verarbeitungsqualität von be quiet! auf der Strecke? Dies können wir zumindest teilweise verneinen, denn die Verarbeitung ist gewohnt hervorragend. Denn es sind auch weiterhin Verbesserungen möglich, wie beispielsweise eine andere grobere Gehäuse-Beschichtung anstatt der Verwendeten. Diese zieht Fingerabdrücke magisch an und kann auch bei Unachtsamkeit recht schnell verkratzt werden. So geschah es auch bei uns. Bereits wenige Sekunden nach dem Auspacken konnten wir einen kleinen Kratzer am Gehäuse feststellen. Ob dieser nun schon während der Fertigung entstand oder erst bei uns, lässt sich im Nachhinein schlecht feststellen. Passieren sollte es jedenfalls nicht beim ersten vorsichtigen Anfassen. Ein anderes Äußeres wie beispielsweise beim Enermax Revolution X’t hätte uns als weitere Verbesserung ebenfalls gefallen. Dennoch überzeugt die Materialwahl und die gesamte Verarbeitung.

be-quiet-straight-power-10-800 (3)
be-quiet-straight-power-10-800 (7)

Die abnehmbaren Kabel unseres 800-Watt-Modells sind schwarz ummantelt und, genau wie auch das Netzteilgehäuse selbst, sehr gut verarbeitet. Auch die Kabellängen entsprechen den Angaben von be quiet! und sind mehr als ausreichend dimensioniert. Probleme solltet ihr hier bei Gehäusen in Standard-Bauform und -Größe keine haben.

be-quiet-straight-power-10-800-kabel

Bei der Verpackung wurde hingegen leider etwas gespart, zumindest wenn man sie mit der hauseigenen Dark-Power-Reihe vergleicht. Denn dort machte es sogar schon Spaß, das Netzteil auszupacken. Die Verpackung des Straight Power 10 lässt sich hingegen als rein zweckmäßig bezeichnen. Das Netzteil, die abnehmbaren Kabel, vier Schrauben, zwei Kabelbinder und ein kleines mehrsprachiges Handbuch liegen im einfach gestalteten Karton, mehr nicht – braucht man aber auch eigentlich nicht. Schaumstoffhalterungen und Tüten oder Säckchen für die nicht benötigten Kabel haben es leider nicht in den Lieferumfang geschafft.

Unser Unboxing-Video zum be quiet! Straight Power 10 800 Watt findet ihr hier.

Beschreibung

Das 800-Watt-Exemplar schafft es wie alle weiteren Vertreter der Straight Power 10 Reihe in ein 160mm kurzes Gehäuse. Dieses bietet bis auf den neuen, weiter verbesserten Silentwings-3-Lüfter in 135mm-Bauform und die länglichen Lüftergitter äußerlich keine Besonderheiten.
Diese Lüftergitter werden nun schon seit einiger Zeit in Netzteilen von be quiet! verbaut und sollen für einen geringeren Luftwiderstand und damit auch für eine geringere Geräuschentwicklung beim Einsaugen der Luft sorgen. Verstärkt wird dies durch den kantigen und trichterförmigen Lüfterrahmen des Silentwings 3, der fast die komplette Gehäuseseite einnimmt. Denn durch diesen Rahmenaufbau gelangt bei gleicher Drehzahl mehr Luft in das Netzteilinnere.

Alle weiteren wichtigen Neuerungen der Straight-Power-10-Serie, wie die verbesserte Spannungsstabilität und der neue 6-Pol Motor des Lüfters findet ihr in unserem Launchartikel.

Neben dem Anschluss für den Kaltgerätestecker und dem Ein-/Ausschalter findet ihr auf der gegenüberliegenden Innenseite noch die modularen Anschlüsse. Dazu zählt ein aufteilbarer P8-Anschluss für eure CPU, vier Anschlüsse für mehrere Laufwerke und andere Peripherie, die mit Sata oder 4-Pol Molex betrieben werden und zwei PCIe-Anschlüsse mit je zwei 6+2 Pol verbinden. Solltet ihr auch noch ein Floppy nutzen, ist auch hier das benötigte Anschlusskabel enthalten.

Performance

Zur Spannungsmessung kam das Multimeter Voltcraft VC150 zum Einsatz. Die Messwerte wurden direkt an der entsprechenden Ader in den Steckern gemessen. Die Leistungsaufnahme des Testsystems ohne Monitor wurde mit dem Voltcraft Energy Check 3000 und die Lautstärke mit dem Voltcraft SL-100 erfasst. Um bei der Lautstärkemessung keine verfälschten Ergebnisse zu erhalten, wurden die Lüfter der Grafikkarte und des CPU-Kühlers kurzzeitig manuell auf Null heruntergefahren und dann die Messung ohne weitere Lärmquellen durchgeführt.

be-quiet-straight-power-10-800-bautiefe

Durch die Standardlänge von 160mm machte uns das Straight Power 10 beim Einbauen in unser Testsystem keinerlei Probleme. Solltet ihr in eurem Gehäuse jedoch direkt hinter dem Netzteil eine Trennwand oder eine andere Begrenzung haben, empfehlen wir euch, die für euer System benötigten Kabel schon vor dem eigentlichen Netzteil-Einbau anzuschließen. So geht ihr nachträglichen Platzproblemen aus dem Weg.

be-quiet-straight-power-10-800-spannung

Bei den Spannungen gehört das Straight Power 10 zur Premiumklasse. Die eingesetzten Techniken zur Spannungsstabilisierung funktionieren sehr gut, wodurch die größte Abweichung im Idle und unter Last gerade einmal 0,09 V betrug.

be-quiet-straight-power-10-800-leistung

Die Leistungsaufnahme ist sehr gut und wurde unter Last nur durch das Platinum zertifizierte Corsair AX760i geschlagen. Im Idle bietet es sogar den bisher geringsten Verbrauch unserer Testprobanden.
Der Wert im Standby liegt leider außerhalb des Messbereichs unseres Messgeräts und wird nur der Vollständigkeit halber angegeben.

be-quiet-straight-power-10-800-lautst

Die Verbesserungen bei der Geräuschentwicklung haben sich bewährt, denn das be quiet! Straight Power 10 mit 800 Watt ist stets sehr leise und nur wahrnehmbar, wenn man das Ohr direkt an das Lüftergitter hält. Im Gehäuse wird es also gar nicht mehr hörbar sein.

Persönliches Fait

Be quiet! hat es wieder gemacht, ein nahezu perfektes Netzteil noch ein Stückchen weiter zu perfektionieren. Die Leistungsdaten und die gemessenen Werte können sich genauso sehen lassen, wie die sehr niedrige Geräuschentwicklung und die hervorragende Verarbeitung.

Die Straight-Power-10-Serie, speziell mit dem von uns getesteten 800-Watt-Vertreter gehört bei jeder Netzteilanschaffung in eure engere Auswahl, denn viel mehr geht hier nicht. Außer einer schöneren Verpackung und einer anderen Gehäusebeschichtung gibt es für uns aktuell keinen Verbesserungsbedarf. Wir sind gespannt, wann und ob wir den neuen Silentwings-3-Lüfter und die Verbesserungen auf technischer Seite auch in der Dark-Power-Reihe, der Premium-Reihe von be quiet!, begrüßen dürfen.

Be quiet! hat sich mit dem Straight Power 10 800W vor allem in Bezug auf die sehr niedrige Lautstärke und die Stabilität der Spannungen unter Last erneut unseren Leistungsaward verdient. Für derzeit etwa 130€ könnt ihr den kraftvollen Energiespender unter anderem bei Amazon kaufen.

Positiv

+ sehr gute Verarbeitung
+ sehr leise
+ leistungsstark
+ hohe Spannungsstabilität
+ Schutzmechanismen-Vollausstattung
+ 5 Jahre Garantie

Negativ
– Gehäuselackierung verkratzt schnell
– lieblose Verpackung und Lieferumfang

 LeistungsTIPP Awardfür das be quiet! Straight Power 10 800 Watt

Direkt bei Amazon kaufen

Hier Preise vergleichen

 

Euer Hardbloxx-Team

Test / Testbericht: Corsair AX760i

Corsair ist schon einige Jahre auf dem Markt präsent. Das ursprüngliche Geschäft von hochwertigen Speichermodulen wurde in den letzten Jahren immer weiter auf verschiedene weitere Gebiete ausgebaut. Heute sind neben Gaming-Peripherie, Gehäusen und Kühlern auch Netzteile verschiedenster Preiskategorien von Corsair erhältlich. Die Speerspitze der Netzteilsparte bildet die AXi-Reihe, welche euch hohe Leistungsbereiche und zahlreiche Zusatzfeatures bietet. Wir schauen uns heute das mit 760 Watt Kleinste der Großen an, das Corsair AX760i.

BauartATX
Kabel:Vollmodular
Maße:150x86x160 mm (BxHxT)
Lüfter:120mm
Effizienz:80 Plus Platinum (bis 94%)
+5V:25A
+3,3V:25A
5V + 3,3V kombiniert:Max. 125 Watt
12V63,3A max 759,6W
-12V:0,8A, 9,6W
+5VSB:3A, 15W

 

Lieferumfang

Das Corsair AX760i kommt in einer einfachen schwarzen Verpackung mit weißen und roten Akzenten. Zusätzlich zum äußeren Karton kommt auch ein robusterer schwarzer Innenkarton zum Einsatz. In diesem wird es durch Schaumstoff gepolstert und durch ein Säckchen weiter vor äußeren Einflüssen geschützt. Die modularen Kabel und das zahlreiche Zubehör findet ihr daneben in der mitgelieferten Tasche. Wer es beim Kauf des AX760i nicht gemerkt hat, erfährt spätestens beim Auspacken, dass das Corsair AX760i vollmodular ist. Das heißt, alle Kabel inklusive der Mainboard-Stromversorgung sind abnehmbar.

Durch die vollmodulare Bauweise des Netzteils erwartet euch in der Tasche eine sehr hohe Anzahl an Kabeln. Mehr als 15 Kabel unterschiedlicher Längen und Ausfertigungen liegen bei. Darunter ist auch in einem silbernen Tütchen das Zubehör zum Anschließen von Corsair Link – doch dazu später mehr. Zu den genauen Kabellängen und Steckern bietet Corsair ein eigenes Dokument an. Zusätzlich liegen auch ein Handbuch, Montageschrauben, Kabelbinder, eine Garantiekarte und die Anleitung zum Download von Zusatzsoftware bei. Das nach dem Zusammenbau nicht mehr benötigte Zubehör könnt ihr hier nach dem Einbau wieder problemlos in der mitgelieferten Tasche unterbringen, um später nichts suchen zu müssen.

Corsair_AX760i (7)
Corsair_AX760i (8)

Die mitgelieferten Kabel und Stecker sind komplett schwarz gehalten und teilweise ummantelt. Einzig die Stromversorgung für eure Laufwerke, Lüfter und SSDs kommen ohne Ummantelung. Dadurch bleiben diese angenehm flach und können beispielsweise ohne viel Platzbedarf auf der Rückseite eures Mainboard-Trägers verlegt werden. Die wichtigsten Kabellängen haben wir euch hier im Konkurrenzvergleich aufgezählt.

Corsair_AX760i (13)

Hier seht ihr, dass die Kabel alle in recht langer Ausfertigung beiliegen. Nur das bereits von uns getestete be quiet! Dark Power Pro 10 legt hier noch einen drauf. In unserem Unboxing zum Corsair AX760i seht ihr das Netzteil und das Zubehör in bewegten Bildern.

Beschreibung

Trotz seiner hohen Leistung, Anschlussvielfalt und Kühlkonzepts hat es Corsair geschafft, das AX760i in einem 160mm langen Gehäuse unterzubringen, weshalb ihr die Länge bei der Gehäusewahl kaum berücksichtigen müsst. Probleme sollte es hier keine geben.

Corsair_AX760i (12)

Äußerlich lässt sich das Corsair AX760i als schickes, schlichtes Netzteil ohne besondere Auffälligkeiten bezeichnen. Das leicht gewellte Gehäuse wurde schwarz beschichtet und besitzt auch sonst nur schwarze Elemente. Einzig die Typenschilder und aufgeklebten Bezeichnungen bringen etwas rot-weiße Farbe ins Spiel. So schmiegt sich der Stromlieferant perfekt in dunkle Gehäuseinnenräume ein. Wie bei unserem kürzlich getesteten Netzteil von be quiet! kommt auch beim AX760i ein Lüftergitter aus geraden Streben zum Einsatz, welches aber durch einen Ring und das mittige Corsair-Logo verstärkt wird.

Auf der Anschlussseite findet ihr insgesamt 15 Buchsen für eure modularen Kabel. Dazu zählen je 6 Anschlüsse für Peripherie und Laufwerke, 6 für CPU und GPU, 2 für euer Mainboard und ein letzter für Corsair Link. Mit dabei ist auch ein Selbsttest-Taster mit LED daneben. Ist euer Netzteil mit dem Stromnetz verbunden, könnt ihr durch diese Taste das Netzteil auch ohne angeschlossene Komponenten auf grundsätzliche Funktion testen.

Corsair_AX760i (4)
Corsair_AX760i (3)

Bis zu 93,57% Effizienz soll das Platinum zertifizierte Netzteil bieten, wohlgemerkt bei etwa 50% Auslastung. Dadurch werden der Stromverbrauch und die entstehende Abwärme gesenkt, die Lebensdauer verlängert und euer Geldbeutel auf Dauer geschont. Umgesetzt wurde die Effizienz durch die Wahl hochwertiger Komponenten, wie dem Panasonic Primärkondensator welcher mit 420V und 105° spezifiziert ist, und durch die sekundärseitige Verwendung von Schraubverbindungen, welche gegenüber verlöteten stromführenden Leitern einen geringen Kontaktwiderstand besitzen. Durch diesen geringeren Widerstand wird der Spannungsabfall verringert, was der Effizienz zugutekommt. Im niedrigen Lastbereich kann dadurch das Netzteil komplett passiv betrieben werden.

Corsair_AX760i-EFFICIENCY
Corsair_AX760i-FAN-NOISE

Erstmals bietet Corsair mit der AXi-Reihe die Kombination aus digitalem Signalprozessor und Corsair-Link-Technologie für eine noch bessere Systemüberwachung und Steuerung eures Netzteils. Durch den Corsair-Link-Anschluss direkt am Netzteil könnt ihr es per mitgelieferten Kabeln und Adaptern mit einem der internen USB-Konnektoren eures Mainboards verbinden. Wenn ihr dann die Corsair-Link-Software von der offiziellen Seite herunterladet und installiert, könnt ihr im Anschluss direkt in Windows die aktuelle Leistungsaufnahme, Temperaturen, die Effizienz und die Spannungsstabilität überprüfen. Auch die Temperaturen der CPU und GPU gibt das Tool aus. Besitzer von aktuellen Corsair-Wasserkühlungen freuen sich an dieser Stelle, denn auch diese kann mit gleicher Software überwacht und gesteuert werden.

Corsair_AX760i_Link2
Corsair_AX760i_Link1

Bei dem verwendeten Lüfter greift Corsair auf ein 120mm Modell aus dem Hause Yate Loon zurück, dieser verspricht bei der maximalen Drehzahl von 1035 1/min eine Netzteillautstärke von 23,5 dB(A).

Neben guter Leistung ist von einem Premium-Netzteil auch Sicherheit zu erwarten. Entsprechend wichtige Schutzschaltungen vermissen wir beim Corsair AX760i nicht. Gegen Überlastung, Überstrom, Überspannung, Unterspannung, Kurzschluss und gegen zu hohe Temperaturen ist das Netzteil gesichert. Im Fall der Fälle wird also nicht nur das Netzteil selbst, sondern auch eure Hardware gegen Störungen und Fehler geschützt.

Performance

CPUIntel Core i5 4670K @4,3 Ghz
MainboardAsus Maximus VI Formula
GrafikkarteASUS Matrix HD 7970 Platinum
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSDKingston HyperX 3K 120GB
GehäusePhobya WaCoolIt Benchtable
CPU-KühlerNoctua NH-D15
BetriebssystemWindows 7 Professional 64bit

Zur Spannungsmessung kam das Multimeter Voltcraft VC150 zum Einsatz. Die Messwerte wurden direkt an der entsprechenden Ader in den Steckern gemessen. Die Leistungsaufnahme des Testsystems ohne Monitor wurde mit dem Voltcraft Energy Check 3000 und die Lautstärke mit dem Voltcraft SL-100 erfasst. Um bei der Lautstärkemessung keine verfälschten Ergebnisse zu erhalten, wurden die Lüfter der Grafikkarte und des CPU-Kühlers kurzzeitig manuell heruntergefahren und dann die Messung ohne weitere Lärmquellen durchgeführt.

Aufgrund der Standardlänge von 160mm machte uns das Netzteil beim Einbau in unser Testsystem keinerlei Probleme. Falls in eurem Gehäuse jedoch unmittelbar hinter dem Netzteil eine Trennwand oder eine andere Begrenzung vorhanden sein sollte, empfehlen wir euch, die für euer System benötigten Kabel schon vorm Netzteil-Einbau anzuschließen, um nicht im Nachhinein mit Platzproblemen kämpfen zu müssen.

Corsair_AX760i (9)

Bei den Spannungen gehört das AX760i mit zur Premiumklasse. Wie gewohnt fallen die Spannungen unter Last leicht ab, liegen aber immer sehr nah am Sollwert.

Corsair_AX760i (10)

Die Leistungsaufnahme ist sehr vorbildlich, die Platinum-Zertifizierung und die Wahl der Komponenten zeigen hier einen unter Last sehr niedrigten Verbrauch. Nur das ebenfalls Platinum zertifizierte Seasonic G 750, welches wir standardmäßig in unserem Testsystem verwenden, kann hier noch mithalten – wird aber dennoch vom AX760i  unterboten.

Corsair_AX760i (11)

Die Lautstärke des AX760i war zu jeder Zeit im Test angenehm. Beträgt die Auslastung unter 20%, läuft das Netzteil im passiven Betrieb ohne Lüfter. Steigt die Leistung auf höhere Bereiche, schaltet der Lüfter ein und dreht angenehm leise seine Runden. In unmittelbarer Nähe ist hier ein leises Laufgeräusch hörbar, bei geschlossenem Gehäuse hingegen konnten wir den Lüfter nicht mehr wahrnehmen. Das bestätigt auch die Messung von nur 20,8dB(A) unter Last.

Corsair Link   

Corsair_AX760i_Link3
Corsair_AX760i_Link4

In der Praxis stellten wir fest, dass Corsair Link zwar ein sehr nettes Tool ist, man sich aber nicht unbedingt auf die ausgegebenen Werte verlassen kann. Denn die uns teilweise angezeigte Effizienz von 99% unter Last steht zum einen im Widerspruch zum offiziellen Datenblatt und zum anderen im Widerspruch zum derzeitigen Stand der Technik. Denn 99% Effizienz sind aktuell leider noch nicht realisierbar. Ihr solltet die angezeigten Daten der Software also nur als Richtlinie sehen und nicht als real vorhandenen Wert. Auch die angezeigten Spannungswerte unterscheiden sich von unseren eigenen Messewerten

Persönliches Fazit

Mit der AXi-Reihe hat Corsair zweifelsohne eine sehr gute Netzteilreihe am Markt. Unser AX760i ist extrem leise und läuft bei einer Belastung von unter 20% sogar unhörbar im passiven Betrieb. Die Verarbeitung des Netzteilgehäuses und des Zubehörs gibt keinen Grund zur Beanstandung. Langlebigkeit verspricht Corsair durch die hochwertige Komponentenwahl, die hohe Effizienz und die dadurch resultierenden niedrigeren Temperaturen. Dessen ist sich Corsair bewusst und spendiert euch eine 7-jährige Garantie.

Negativ fiel uns die Corsair Link-Software auf, im Grunde ist die Idee der direkten Anzeige der Netzteildaten sehr gut, aber leider entsprechen die Werte nicht der Realität. Wer bei der Kontrolle der Daten auf Nummer sicher gehen möchte, greift hier dennoch zu externen Mitteln. Berücksichtigt man diesen Nachteil, ist Corsair Link leider nichts weiter als eine nette aber wenig nützliche Spielerei.

So bleibt dem AX760i trotz der sonst hervorragenden Leistung gegenüber der ähnlich teuren Konkurrenz kaum noch ein Alleinstellungsmerkmal. Wer das Corsair AX760i kaufen möchte bekommt dennoch ein sehr gutes Netzteil und kann derzeit für etwa 172€ unter anderem bei Amazon zuschlagen.

Aufgrund der sehr guten Leistung und den nahezu perfekten Werten, hat sich das Corsair AX760i dennoch unseren LeistungsTIPP-Award verdient.

LeistungsTIPP Award

Positiv

+ praktische Corsair Link Software…
+ hohe Spannungsstabilität
+ leistungsfähig
+ leise mit passivem Betrieb
+ lange Kabel
+ 7 Jahre Garantie

Negativ

– … die jedoch falsche Werte ausgibt
– keine Besonderheiten neben Corsair Link
– hoher Preis

Hier Preise vergleichen.

Hier bei Amazon kaufen.

Euer Hardbloxx-Team

 

 

Test / Testbericht: be quiet! Dark Power Pro 10 850 Watt

80Plus Platinum, 850 Watt, modernste Technik, modulare Kabel und extrem leise. Das alles sind Features, die euch als Fans hochwertiger Netzteile das Herz höher schlagen lassen und diese Features möchte euch be quiet! mit dem Dark Power 10 850 Watt Netzteil bieten. Be quiet! ist der größte Netzteilproduzent auf dem deutschen Markt und punktet gegenüber der Konkurrenz oft mit leisen Produkten und Service. Ob uns der High-End-Stromlieferant mit 80Plus Platinum Zertifizierung aus dem Hause be quiet! in Sachen Features, Lieferumfang und Leistung überzeugen konnte, erfahrt ihr im Test.

Technische Daten

BauartATX
Kabel:teilmodular
Maße:150x86x180 mm (BxHxT)
Lüfter:135mm
Effizienz:80 Plus Platinum (bis zu 94%)
+5V:25A
+3,3V:25A
5V + 3,3V kombiniert:Max. 140 Watt
12V2x30A, 2x45A max 840W (kombiniert)
-12V:0,5A, 6W
+5VSB:3A, 15W

Lieferumfang

Das be quiet! Dark Power Pro 10 kommt in einer edlen schwarzen und schlicht gehaltenen Verpackung. Jedes Teil im Lieferumfang hat seinen Platz im übersichtlich aufgeteilten und gut gepolsterten Karton. Die modularen Kabel hat be quiet! in einem separaten, ebenfalls schwarzen, Karton mit Deckel verstaut. So bekommt ihr bereits beim Auspacken einen Vorgeschmack davon, in welche Richtung ihr euer Gehäuseinneres gestalten könnt – nett anzusehen und alles gut verstaut.

BeQuiet_DPP10_850 (1)
BeQuiet_DPP10_850 (2)

 

Insgesamt ist der Lieferumfang sehr ordentlich, weshalb es euch an modularen Anschlussmöglichkeiten nicht mangeln sollte. Als Beispiel nennen wir 6 mal 6+2 Pin PCIe- und 9 SATA- beziehungsweise 7 4-Pin Molex-Anschlussmöglichkeiten ohne weitere Adapter. Die Kabel sind alle in unterschiedlichen Längen und abseits der PCIe-Kabel auch in unterschiedlichen Zusammenstellungen enthalten. So könnt ihr je nach zurückzulegender Strecke und benötigten Anschlussmöglichkeiten das passende Kabel nutzen. Die möglichen Zusammenstellungen der Stecker und Längen sind auf der offiziellen Produktseite oder dem beiliegenden Handbuch zu entnehmen.

Wer die Vielfalt des Lieferumfangs auch gerne in bewegten Bildern sehen möchte, dem empfehlen wir unser Unboxing-Video zum 850 Watt Dark Power Pro 10.

Beschreibung

Leise, leistungsfähig und viele Anschlussmöglichkeiten, das teilmodulare Hochleistungsnetzteil soll in jeder Hinsicht überzeugen und keine Kompromisse eingehen. Durch eigens entwickelte Features und Techniken, für hohe Leistungsbereiche auf insgesamt vier 12V-Schienen, wird einiges an Platz im Inneren benötigt. Daher ist das Netzteil mit 180mm auch 20mm länger als Standardnetzteile. Diese Überlänge solltet ihr bei der Gehäusewahl berücksichtigen.

BeQuiet_DPP10_850_Bautiefe

Die optimierte Leistungselektronik bringt euch eine 80Plus Platinum Zertifizierung mit einer Effizienz von bis zu 94%, wodurch der Stromverbrauch und auch die entstehende Abwärme gesenkt wird. Ermöglicht wird dies durch die Verwendung von hochwertigen Komponenten wie den 105 Grad Elektrolytkondensatoren aus dem Hause Nippon Chemi-Con.

BeQuiet_DPP10_850_Effizienz

Doch auch äußerlich ist das schwarz lackierte be quiet! Dark Power Pro 10 ein Hingucker. Ins Auge stechen sofort die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten und das Lüftungsgitter. Letzteres kennen wir schon von anderen Netzteilen aus dem Hause be quiet!. Es ist nicht wie gewohnt ein richtiges Gitter, sondern besteht aus einzelnen, glänzenden Stahlstreben in Längsrichtung. Durch die geringere Fläche wird die Entstehung von Luftgeräuschen gemindert. Was auf den ersten Blick nützlich erscheint und auch edel aussieht, kann aber in der Praxis dem einen oder anderen unvorsichtigen Schrauber Probleme bereiten, denn durch die recht großen Zwischenräume zwischen den Streben können Fremdkörper wie einzelne Kabel hindurch flutschen und dem Lüfter in die Quere kommen. Wohlgemerkt nur bei unvorsichtigen Schraubern und auch nur, wenn das Netzteil über dem Mainboard platziert wird. Denn wenn ihr Erfahrung im Zusammenbau von Rechnern habt, oder aber ein Gehäuse mit unten liegendem Netzteil euer Eigen nennt, wird wohl kaum ein Kabel oder andere Bauteile in diesem Bereich des Gehäuses ein Problem verursachen können.

BeQuiet_DPP10_850 (4)
BeQuiet_DPP10_850_640x320

 

Das vordere und hintere Ende des Netzteils wurde mit einem dicken Gummipuffer versehen. So kommt das Netzteil nicht direkt mit eurem Gehäuse in Kontakt und die Entstehung von Vibrationsgeräuschen und Rattern wird erschwert. Dieser Gummipuffer ist direkt in das Netzteilgehäuse integriert und lässt sich nicht ohne weiteres entfernen.

Insgesamt 14 Buchsen für modulare Kabel gibt es an der Rückseite des Netzteils. Dazu zählen vier für die 12V-Schienen, fünf für eure Peripherie, vier für Lüfter und ein Anschluss für eure CPU. Direkt daneben wird das nicht modulare 24 Pin Mainboardkabel durch eine Gummitülle aus dem Netzteil-Gehäuse hinausgeführt, wodurch ein zu scharfes Abknicken und ein an dieser Stelle möglicherweise resultierender Kabelbruch verhindert wird. Alle anderen Kabelstränge sind abnehmbar und können je nach Bedarf angeschlossen oder auch wieder entfernt werden.

BeQuiet_DPP10_850 (8)
BeQuiet_DPP10_850 (14)

 

Die Buchsen zum Anschließen der Kabel sitzen, bis auf eine Ausnahme, richtig fest im Gehäuse. Dabei handelt es sich um einen der Lüfter-Stecker, welcher leider etwas wackelig ist. Störend sollte das eigentlich nicht sein, aber wenn ihr eure Komponenten oft tauschen solltet, ist ein Defekt an dieser Stelle auf Dauer nicht unwahrscheinlich. Da aber sonst alles bombenfest sitzt, ist anzunehmen, dass es sich hierbei nur um eine Ausnahme und nicht um einen Serienfehler handelt. Außerdem gibt es jedoch keine Mängel in der Verarbeitung und ihr dürft euch auf Premium-Qualität freuen.

Bei den verbauten Lüftern kommen hauseigene 135mm große Exemplare der SilentWings-Reihe mit der Bezeichnung BQT T13525-XF20 zum Einsatz. Diese bieten ein optimiertes stromlinienförmiges Design der Lüfterblätter, um die Entstehung von Windgeräuschen zu mindern. Die Fluid Dynamic Lager mit Kupferkern sollen eine angenehme Laufruhe bieten und mit der integrierten Motorsteuerung soll zusätzlich für einen leisen Netzteilbetrieb gesorgt werden. Hier bleibt sich be quiet! dem Motto treu und möchte euch äußert leise Hardware liefern. Versprochen wird eine Geräuschentwicklung von maximal 24,2 dB(A) bei 100% Last und 2000 Umdrehungen pro Minute. Wie schnell der Lüfter seine Runden dreht, wird durch einen Temperatursensor im Netzteilinneren gesteuert. Durch die Lüfteranschlüsse am Netzteil können auch weitere Lüfter in eurem Rechner direkt durch das Netzteil gesteuert werden. Diese sind jedoch auf vier Stück begrenzt, da pro Lüfteranschluss nur ein Exemplar betrieben werden soll.

BeQuiet_DPP10_850_Luefter

Insgesamt vier 12V Schienen liefert euch be quiet! mit der neuen High-End-Netzteil-Reihe. Diese teilen sich auf zwei 30A Schienen und zwei 45A Schienen auf. Multi-GPU- oder Multi-CPU-Systeme stellen also kein Problem für das Netzteil dar. Die vier 12V Schienen können aber auch durch den am Netzteil angebrachten, Overclocking Key getauften, Anschluss zu einer einzigen Schiene zusammengefasst werden, wodurch ihr extrem leistungshungrige Verbraucher anschließen könnt. Durch das Zusammenschalten erhöht sich die maximale Leistungsaufnahme dann bei 12V auf 840W. Den Overclocking Key könnt ihr durch den mitgelieferten Jumper dauerhaft setzen, oder durch die ebenfalls beiliegende Slotblende mit dem entsprechenden Switch. Durch diese müsst ihr beim Setzen des Keys euer Gehäuse nicht extra öffnen und könnt bei ausgeschaltetem Rechner von außen schneller auf die volle Leistung umschalten.

BeQuiet_DPP10_850_Kabellaenge

Oft sparen Netzteilhersteller bei der Kabellänge für eure internen Komponenten und es ist dann sehr ärgerlich, wenn in dem sonst so aufgeräumten Gehäuse eine Kabelverlängerung nötig wird. Beim Dark Power Pro 10 850 braucht ihr aber keine Sorgen zu haben, solange ihr keinen übergroßen Big-Tower nutzt. Denn die Kabel sind alle ausreichend lang. Sie sind sogar mit die längsten, die wir in unseren bisherigen Netzteiltests messen durften. Vor allem die 70cm lange Spannungsversorgung der CPU hat uns sehr gut gefallen. Einem ordentlichen Kabelmanagement steht hier also nichts im Wege.

Neben guter Leistung ist von einem Premium-Netzteil auch Sicherheit zu erwarten. Entsprechend wichtige Schutzschaltungen vermissen wir beim be quiet! genauso wenig, wie den obligatorischen An- und Ausschalter am Netzteil. Insgesamt ist das be quiet! Dark Power Pro 10 gegen Überlastung, Überstrom, Überspannung, Unterspannung, Kurzschluss und gegen zu hohe Temperaturen gesichert. Das verspricht einen hervorragenden Schutz der Netzteilelektronik und eurer Komponenten im PC.

Performance

CPUIntel Core i5 4670K @4,3 Ghz
MainboardAsus Maximus VI Formula
GrafikkarteASUS Matrix HD 7979 Platinum
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSDKingston HyperX 3K 120GB
GehäusePhobya WaCoolIt Benchtable
CPU-KühlerNoctua NH-D15
BetriebssystemWindows 7 Professional 64bit

Zur Spannungsmessung kam unser Multimeter Voltcraft VC150 zum Einsatz. Die Messwerte wurden direkt an der entsprechenden Ader in den Steckern gemessen. Die Leistungsaufnahme des Testsystems wurde mit dem Voltcraft Energy Check 3000 und die Lautstärke mit dem Voltcraft SL-100 erfasst. Um bei der Lautstärkemessung keine verfälschten Ergebnisse zu erhalten, wurden die Lüfter der Grafikkarte und des CPU-Kühlers kurzzeitig manuell heruntergefahren und dann die Messung ohne weitere Lärmquellen durchgeführt

Der Einbau des 180mm langen Netzteils kann sich bei kleineren Gehäusen als schwierig erweisen, weshalb euer Gehäuse hier genug Platz bieten sollte. Gegebenenfalls solltet ihr auch die benötigten modularen Kabel bereits im Vorraus anschließen. Die Befestigung des Netzteils erfolgt mithilfe von vier Schrauben direkt im Gummirahmen des Netzteils. Während unseres Tests entstanden keine Vibrationen, die auf das Netzteil zurückzuführen waren.

BeQuiet_DPP10_850_Spannungen

Aufgrund der vier 12V Schienen haben wir uns die Spannungen auf allen Schienen auch separat angeschaut. Im Konkurrenzvergleich bildeten wir den Mittelwert der gemessen Spannungen. Insgesamt legt be quiet! etwas höhere Spannungen an, die sich dann unter Last dem Sollwert annähern. Die bisher von uns getestete Konkurrenz liegt meist etwas näher am Sollwert. Die größten Abweichung konnten wir auf den 12V Schienen messen. Auf 5V und 3,3V liegen die Spannungen sehr nah am Optimum.

IdleLast
12V112,23V12,10V
12V212,18V12,09V
12V312,30V12,15V
12V412,12V12,01V

BeQuiet_DPP10_850_Leistung

Bei unserem Testsystem wird das be quiet! Dark Power Pro 10 mit etwas mehr als 50% seiner Nennleistung ausgelastet. Laut Datenblatt sollte in diesem Bereich auch die maximale Effizienz von knapp 94% erreicht werden. In der Praxis liegt der Verbrauch unter Last minimal höher als bei den bisher getesteten Konkurrenten der gleichen Zertifizierung.

BeQuiet_DPP10_850_Lautst

Bei der Lautstärkeentwicklung macht be quiet! seinem Namen gewohnt alle Ehre. Im Idle ist das Netzteil nicht hörbar. Einzig zarte Windgeräusche sind hörbar, wenn ihr euer Ohr direkt an das Lüftungsgitter haltet. Bei steigender Last steigt auch die Lautstärke in hörbare Bereiche. Aus dem geschlossenen Gehäuse wird das Dark Power Pro 10 mit 850 Watt nur in den seltensten Fällen heraushörbar sein, da es von den lauteren CPU- und GPU-Kühlern übertönt wird. Unsere Messungen ergaben exzellente 19,8 dB(A) im Idle und 20,6 dB(A) unter Last. Auf diesem Level liegt bei uns bisher lediglich das Corsair AX760i.

Persönliches Fazit

Mit dem be quiet! Dark Power Pro 10 mit 850 Watt erhaltet ihr ein hervorragendes und auch extrem leises modulares Netzteil. Optisch und featureseitig schießt be quiet! hier aus allen Rohren und geht wenig bis gar keine Kompromisse ein. Auch der Overclock Key wird Enthusiasten sehr gut gefallen und gibt ihnen ein mächtiges Werkzeug zur Hand, um starke GPUs oder gar Grafikkarten mit zwei GPUs bei Übertaktung mit genug Power versorgen zu können.

Einziger Wermutstropfen ist die Spannungsstabilität und der gemessene Verbrauch, welche dem Premiumpreis des Netzteils leider nicht zu 100% gerecht werden. Zwar bleiben die Werte immer innerhalb der Spezifikationstoleranzen und die Leistungsaufnahme liegt nur knapp über der Konkurrenz, aber dass es auch noch ein kleines Stückchen besser geht, zeigt eben genau diese, zum Teil auch günstigere, Konkurrenz.

Bleibt zum Schluss nur zu sagen, dass ihr mit dem be quiet! Dark Power Pro 10 mit 850 Watt ein extrem leistungsfähiges Netzteil erhaltet, welches euch beim Erstellen eines SLI- oder Crossfire-Systems sehr gute Dienste leisten wird. Auch die enorm hungrige Radeon R9 295X2 kann hier bedenkenlos eingesetzt werden. Erhältlich ist das be quiet! Dark Power Pro 10 850 Watt unter anderem bei Amazon für derzeit etwa 210 Euro . Wer bereit ist, diesen doch recht hohen Preis zu zahlen, bekommt dafür ein Sorglos-Paket, welches auch in einigen Jahren noch zu den besten Netzteilen zählen wird. Und falls es dann einmal Probleme mit dem Netzteil geben sollte, bietet euch be quiet! eine Garantie von 5 Jahren und einen 48h Austauschservice.

Leistung in jeglicher Hinsicht wird hier groß geschrieben, weshalb unser Leistungsaward beim be quiet! Dark Power Pro 10 850 sehr gut aufgehoben ist.

LeistungsTIPP Award

Positiv

+          sehr Leistungsfähig
+          sehr leise
+          lange Kabel
+          vier 12V Schienen mit OCK
+          5 Jahre Garantie

Negativ

–          Preis

Euer Hardbloxx-Team

Direkt bei Amazon kaufen.

Hier Preise vergleichen.

 

 

Test/Testbericht: Enermax Revolution X’t 530

Enermax, ein Hersteller der bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten auf dem Netzteilmarkt präsent und für seine qualitativ hochwertigen Komponenten bekannt ist, bringt mit der Revolution X’t Netzteil-Reihe den Nachfolger der Revolution87+ Reihe auf den Markt. Was hat sich im Vergleich zum Vorgänger verändert? Vor allen Dingen der Preis, denn dieser wurde vom Beginn an bereits um einiges günstiger angesetzt. Auch die Effizienz wurde von durchschnittlich 89% auf 92% verbessert. Den günstigen Preis erkauft sich Enermax durch günstigere Bauteile wie Spannungswandlern und Kondensatoren. Günstiger und effizienter – was sich auf dem Papier gut anhört, muss sich aber erst in der Praxis beweisen. Ob das Revolution X’t 530 dies schafft, erfahrt ihr in unserem heutigen Test.

Technische Daten

BauartATX
Kabel:teilmodular
Maße:150x86x160 mm (BxHxT)
Lüfter:139mm
Effizienz:80 Plus Gold (87-93%)
+5V:20A
+3,3V:20A
5V + 3,3V kombiniert:Max. 100 Watt
12V43A, 516W
-12V:0,8A, 9,6W
+5VSB:3A, 15W

Anschlüsse

Fest
Mainboard:1x 24-Pin, 1x 4+4-Pin
PCI Express:2x 6+2-Pin
 
Modular
PCI Express:nicht im Lieferumfang
Komponenten:4 x4P Molex, 1xFloppy, 8xSATA

Lieferumfang

Beim Lieferumfang gibt es nichts zu bemängeln, jedoch auch nichts Besonders hervorzuheben. Falls ihr jedoch oft mit den Kabel eures Rechners rumhantiert und sich das Netzkabel schon einmal unfreiwillig gelöst hat, kann der mitgelieferte CordGuard euch das Leben dahingehend womöglich etwas erleichtern. Mit Hilfe dieses kleinen Drahtkonstrukts könnt ihr den Kaltgerätestecker direkt am Netzteil gegen Herausrutschen sichern.

Betrachtet ihr die Anschlüsse des Netzteils und die mitgelieferten modularen Kabel etwas näher, dann fällt auf, dass unserem 530 Watt Vertreter der Serie ein Kabel fehlt und so ein Steckplatz im Netzteil frei bleibt. Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Kabel zur Stromversorgung eurer Grafikkarte. Wer im Voraus das Datenblatt auf der Herstellerseite von Enermax studiert hat, wird hier eine Abweichung finden. Denn entgegen dortiger Aussagen ist der vorhandene Strang mit zwei PCIe-6+2-Anschlüssen nicht modular, sondern genau wie der 24polige Mainboardstecker und der 4+4pol Anschluss der CPU fest verbunden.

Ihr möchtet wissen, wie unser erster Eindruck war? Dann schaut euch dazu auch gerne unser Unboxing-Video zum Enermax Revolution X’t an.

Enermax_Revolution_XT (1)
Enermax_Revolution_XT (6)

Beschreibung

Das Enermax Revolution X’t 530 kommt in einer ordentlich gepolsterten Verpackung und fällt bereits beim Auspacken ins Auge, denn das Netzteil selbst ist im Gegensatz zum Großteil seiner Konkurrenten schwarz-matt pulverbeschichtet und verhindert so unschöne Fingerabdrücke und Kratzer. Gleichzeitig fühlt sich das Netzteil durch die einhergehende Griffigkeit sehr gut an und unterstreicht in Sachen Verarbeitung den guten Namen, den Enermax in der Netzteilbranche inne hat. Auch bei den Kabeln und Steckern gibt sich Enermax keine Blöße. Alles sitzt fest und ist perfekt verarbeitet. Durch die verwendeten schwarzen Flachbandkabel ohne zusätzliche Ummantelung lassen sich diese zwar einfach und bequem in eurem Gehäuse verlegen, sind dadurch jedoch anfälliger gegenüber Quetschungen und anderen Beschädigungen.
Enermax_Revoxt530_Kabellaenge

Die Kabellänge ist für die meisten Gehäuse ausreichend und ermöglicht so eine ordentliche Kabelführung. Vor allem die Kabellänge zum Mainboard gilt es hier hervorzuheben.

Enermax_Revoxt530_Bautiefe

Bei der Baugröße gibt es keine Besonderheiten, unser Testkandidat sortiert sich mit seinen 160mm im Bereich der Konkurrenz ein.

Obwohl es sich bei unserem Revolution X’t 530 in Sachen Leistung um das zweitkleinste Modell der Reihe handelt, kommt auch hier der große 13,9mm Lüfter zum Einsatz. Abgedeckt wird der Lüfter mit einem Lüftergitter, welches einige Millimeter aus dem Gehäuse herausragt. Dadurch wird das Netzteil an dieser Stelle etwas dicker. Bei dem verbauten Lüfter kommt das patentierte Twister Lager zum Einsatz, welches für eine angenehme Laufruhe sorgen soll und auch bei den hauseigenen Lüftern wie dem T.B. Silence verwendet wird. Hinzu kommt die SpeedGuard-Technik, die für eine geringere Lüfterdrehzahl im Bereich von 0-50% Netzteilauslastung sorgt. Durch HeatGuard wird auch nach dem Ausschalten des Rechners noch 30-60 Sekunden restliche aufgewärmte Luft aus dem Gehäuse befördert. So erhitzt sich die Netzteilelektronik nicht durch die noch vorhandene warme Luft, wodurch eine längere Lebenszeit der Bauteile ermöglicht wird.

Enermax_Revolution_XT (5)
Enermax_Revolution_XT (7)

In einer der wichtigsten Disziplinen, der Leistung, welche auf der 12V-Schiene abgegeben werden kann, schafft unser Enermax Revolution X’t ordentliche 516 Watt. Hungrige Grafikkarten und übertaktete CPUs sollten hier kein Problem darstellen. Für Crossfire und SLI-Systeme solltet ihr euch hingegen etwas stärkere Netzteile anschauen. Da aber hier sowieso nur zwei PCIe-Anschlüsse vorhanden sind, wird so zumindest der Überlastung durch Grafikkarten ein Riegel vorgeschoben.Enermax_Revolution_XT (8)

Die Effizienz soll laut Enermax bis zu 93% betragen, wohlgemerkt bei etwa 50% Auslastung. In niedrigeren und höheren Lastfällen soll die Effizienz auf etwa 87-89% fallen. Für das 80Plus Gold-Zertifikat sind diese Werte jedoch ausreichend. Je höher die Effizienz ist, desto geringer wird der Energieverlust bei der Umwandlung der 230V Netzspannung auf die internen Spannungen, wie zum Beispiel 5V, 3,3V oder 12V. Der entstehende Energieverlust macht sich dann in Abwärme bemerkbar, die aus dem Gehäuse hinausbefördert werden muss. Je besser die Effizienz ist, desto weniger Arbeit hat eure Kühlung und die Stromrechnung bleibt ebenfalls niedriger.

Enermax_Revolution_XT (4)
Enermax_Revolution_XT_640x320

Dem Enermax Revolution X’t 530 dürfen natürlich auch sicherheitsrelevante Funktionen nicht fehlen und so sind Schutzmechanismen gegen Überspannung, Überhitzung, Überlastung und Kurzschluss mit an Bord. Auf einen Überstromschutz hat Enermax hingegen verzichtet. Dieser Fall von Überlastung tritt jedoch nur in extrem seltenen Fällen auf. Schwankungen in der Netzspannung können hingegen durch den Leistungskorrekturfaktor von 0,99 sehr effektiv ausgeglichen werden. Auch die neuen Intel-Haswell-Stromsparfunktionen C6 und C7 werden ebenfalls unterstützt.

Performance

CPUIntel Core i5 4670K @4,3 Ghz
MainboardAsus Maximus VI Formula
GrafikkarteASUS Matrix HD 7979 Platinum
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSDKingston HyperX 3K 120GB
GehäusePhobya WaCoolIt Benchtable
KühlerThermalright Archon
BetriebssystemWindows 7 Professional 64bit

Zur Spannungsmessung kam das Multimeter Voltcraft VC150 zum Einsatz. Die Messwerte wurden direkt an der entsprechenden Ader in den Steckern gemessen. Die Leistungsaufnahme des Testsystems ohne Monitor wurde mit dem Voltcraft Energy Check 3000 und die Lautstärke mit dem Voltcraft SL-100 erfasst. Um bei der Lautstärkemessung keine verfälschten Ergebnisse zu erhalten, wurden die Lüfter der Grafikkarte und des CPU-Kühlers kurzzeitig manuell heruntergefahren und dann die Messung ohne weitere Lärmquellen durchgeführt.

Enermax_Revoxt530_Spannungen

Die Spannungen, welche uns das Revolution X’t 530 liefert, liegen alle innerhalb der Spezifikationstoleranzen und bieten teilweise nur sehr geringe Abweichungen von den Nennspannungen. Unter Last gibt es ebenfalls nur geringe Schwankungen in den wichtigen Bereichen. Die heutzutage eher nebensächliche -12V-Schiene hat hier die größte Abweichnung, aber ebenfalls innerhalb der Toleranzen. Stabilere Werte wären möglicherweise durch die hochwertigeren Bauteile, die noch in der Revolution87+-Reihe zum Einsatz kamen, möglich.

Enermax_Revoxt530_Leistung

In Sachen Leistung schlägt sich das Enermax Revolution X’t sehr gut und beschert entsprechend seiner Effizienz von bis zu 92% ordentliche Ergebnisse unter Last und im Leerlauf. Dabei liegt es auf dem Niveau seiner Konkurrenten mit gleichem oder gar einem besseren Zertifikat. Das LEPA MaxBron B550M, welches im gleichen Leistungsbereich liegt, aber durch seine Bronze-Zertifizierung eine geringere Effizienz bietet, wird hier um einige Watt geschlagen.

Enermax_RevoXT_530_Laut

Bei der Lüftung des Netzteils sollte man durch den großen 139mm Lüfter eine angenehme Geräuschkulisse erwarten. Insgesamt war der Lüfter unseres Testsamples auch angenehm leise, jedoch trübte ein kontinuierliches Rattern das Gesamtbild und dies ist bereits im niedrigen Drehzahlbereich deutlich hörbar. Nach Rücksprache mit Enermax erhielten wir ein neues Testsample, welches dieses Rattern nicht mehr aufwies. Hier schnurrte der Lüfter angenehm leise vor sich hin und die Messungen der Lautstärke ergaben bessere Werte als mit defektem ratterndem Lüfter. In direkter Umgebung des Netzteils ist der Lüfter zwar dennoch hörbar, im eingebauten Zustand ist das Revolution X’t 530 aber nur mit Mühe wahrnehmbar.

Persönliches Fazit

Keine Frage, das Enermax Revolution X’t 530 ist ein sehr gutes Netzteil mit zahlreichen Features und ordentlichen Testergebnissen. Doch der in unserem ersten Testmodell verbaute Lüfter trübte das sonst sehr positive Ergebnis. Ob der Defekt während des Transports entstand oder ob der Lüfter ab Werk bereits defekt war, lässt sich nicht nachvollziehen. Falls ihr von einem fehlerhaften Lüfter betroffen sein solltet empfehlen wir euch einen Austausch, denn unser Ersatznetzteil gab diesbezüglich keinen Grund zur Beanstandung. Für Silent-Enthusiasten, die am liebsten alles passiv kühlen, dürfte aber auch das Austauschmodell doch noch etwas zu laut sein. Der Normaluser hingegen, bekommt einen sehr leisen Stromlieferanten.

Mit Besonderheiten wie HeatGuard und SpeedGuard bietet euch Enermax nicht nur auf dem Papier praktische Features, denn auch in der Praxis bieten diese Technologien Vorteile. Bessere Temperaturen, eine geringere Lautstärke im Niedriglastbereich und eine längere Lebensdauer dürft ihr dadurch erwarten.

Den Aufpreis gegenüber Konkurrenzmodellen, den ihr hier für das 80Plus Gold-Zertifikat drauflegen müsst ist zwar recht hoch, wird sich nach einigen Stunden bezahlt machen. Nicht nur auf eurer Stromrechnung, sondern auch bei der Wärmeentwicklung. Auch in Sachen Features und Verarbeitung macht sich der Aufpreis bezahlt.

Wenn euch eine hochwertige Verarbeitung, gute Leistungs- und Spannungswerte sowie eine geringe Lautstärkeentwicklung wichtig sind, erhaltet ihr mit dem Enermax Revolution X’t 530 ein sehr gutes Netzteil, welches bei Amazon aktuell ab etwa 90€ erhältlich ist. Für diese Investition bekommt ihr hohe Qualität und Premiumleistung.

 

Positiv:

– sehr gute Leistungswerte

– hervorragende Verarbeitung und Optik

– nützliche Features

Negativ:

– Unterschiede zwischen Netzteil und Datenblatt

– könnte noch etwas leiser sein

Vergleicht die Preise auf Geizhals oder kauft bei Amazon und unterstützt uns dadurch.

(Hier Kommentare abgeben!)

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: LEPA MaxBron B550M

Beim Rechnerkauf wird meist darauf geachtet, viel Leistung für möglichst wenig Geld zu bekommen. Leise sollte das Ganze dann natürlich auch noch sein. Bei einer solch wichtigen Komponente wie dem Netzteil wird jedoch häufig gespart. Doch hier bietet sich auf lange Sicht ebenfalls ein hohes Einsparpotential. Und zwar nicht beim Kauf eines günstigen Noname-Netzteils mit hohen Leistungsdaten, sondern bei ausgewogenen Netzteilen, deren Leistung möglichst perfekt auf euer System abgestimmt ist.

Gelegenheitsspieler beispielsweise, die nicht die stärksten High-End-Grafikkarten nutzen, kommen bereits mit weit weniger als 500 Watt zurecht. Soll ein Crossfire- oder SLI-System mit mehreren Grafikkarten aufgebaut werden, sind hingegen Netzteile ab 700 Watt empfehlenswert. Doch den meisten unter euch wird wohl ein Netzteil im Rahmen von 500 bis 550 Watt mehr als ausreichend sein. Das LEPA MaxBron 550 soll mit seiner 80Plus Bronze Zertifizierung 88% Effizienz bieten und würde demnach bereits reichen.

Doch kann das Netzteil abseits vom Datenblatt überzeugen? Erfahrt es in unserem Test.

Technische Daten

BauartATX
Kabel:teilmodular
Maße:150x86x160 mm (BxHxT)
Lüfter:120mm
Effizienz:80 Plus Bronze (über 88%)
+5V:15A
+3,3V:21A
5V + 3,3V kombiniert:Max. 103 Watt
12V45,5A, 546W
-12V:0,3A, 3,6W
+5VSB:2,5A, 12,5W

Anschlüsse

Fest
Mainboard:1x 20+4-Pin, 1x 4+4-Pin
 
Modular
PCI Express:2x 6+2-Pin
Komponenten:4 x4P Molex, 1xFloppy, 5xSATA

Unboxing und Lieferumfang

Im Lieferumfang sind neben dem Netzteil mit rotem Gummirahmen noch fünf modulare Kabel, ein Kaltgerätestecker, ein zweiter schwarzer Gummirahmen, zwei Klettkabelbinder, ein Aufbewahrungssäckchen und vier Standard-Befestigungsschrauben enthalten. Wenn ihr das Netzteil und das mitgelieferte Zubehör anschauen möchtet, dürft ihr euch auch gerne unser Unboxing-Video anschauen.

Beschreibung

Das LEPA MaxBron 550 gefällt bereits beim Auspacken. Ein angemessen hoher Lieferumfang inklusive einem roten und schwarzen Gummirahmen zur Entkopplung sowie Klettkabelbindern sind in seiner Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Auch in Sachen Verarbeitung kann das schwarz-matt lackierte Netzteil überzeugen. Die Kanten werden bereits ab Werk durch den roten Gummirahmen abgedeckt. Das Gehäuse darunter und alle Kabel sind inklusive der Steckverbinder und der Ummantelung sauber verarbeitet und geben keinen Grund zur Beanstandung. Doch beim Anfassen des Netzteils solltet ihr auf saubere Finger achten, denn der Lack zieht Fingerabdrücke regelrecht an.

LEPA_MaxBron_B550M (4)
LEPA_MaxBron_B550M (3)

Wie auch beim kleineren 450Watt Modell kommt auch bei unserem MaxBron 550 ein 120mm Lüfter zum Einsatz, welcher die Elektronik im Inneren des Netzteils ausreichend kühlen soll. Bei den stärkeren Ablegern der MaxBron-Reihe wird hingegen ein größerer 135mm Lüfter eingesetzt. In jedem Fall besitzen die Lüfter aber ein hydraulisches Lager, das für eine angenehme Laufruhe sorgen soll.

Das teilmodulare System des MaxBron umfasst die Anschlüsse für Grafikkarte und Peripherie wie Festplatten, SSDs und Laufwerke. Die Kabel für Mainboard und CPU sind nicht abnehmbar. Insgesamt lassen sich ohne weiteres Zubehör fünf SATA-Laufwerke, ein Floppy und vier Komponenten mit 4pol Molex-Anschluss betreiben. Wem das nicht reicht, muss sein Kabelmanagement noch um Y-Adapter der entsprechenden Kabel erweitern.

LEPA_MaxBron_B550M (5)
LEPA_MaxBron_B550M (6)

Bei eurer Grafikkarte darf hier auch ein sehr leistungsfähiges Exemplar zum Einsatz kommen, da zwei 6+2 Pol PCIe Anschlüsse vorhanden sind und auf der 12V Schiene bis zu 546Watt an Leistung abgegriffen werden kann. So kommt auch unsere hungrige Radeon HD 7970 Matrix voll auf ihre (Strom-)Kosten. Es ist zwar noch ein weiterer Anschluss für PCIe am Netzteil vorhanden, doch um diesen nutzen zu können, fehlt im Lieferumfang ein entsprechendes weiteres Kabel. Zu Recht, denn wenn eure Grafiklösung vier Anschlüsse benötigt, dürfte das MaxBron schnell an seine Leistungsgrenzen stoßen oder überlastet werden.

LEPA_B550M_Bautiefe

Die Größe des MaxBron 550 orientiert sich mit 160mm am derzeitigen Standard und so sollte in den meisten Gehäusen Platz zum Einbau vorhanden sein. Solltet ihr jedoch ein großes Gehäuse besitzen und müsst lange Wege vom Netzteil zum Mainboardanschluss zurücklegen, könnte das entsprechende Kabel womöglich mit knapp 50cm ein Stückchen zu kurz sein. Hier solltet ihr bereits im Voraus die Kabellänge einplanen und gegebenenfalls eine Verlängerung kaufen.

LEPA_B550M_Kabellaenge

Eine hohe Netzteileffizienz sorgt für einen geringeren Energieverlust durch die interne Schaltelektronik und weniger Abwärme, die durch den Lüfter nach außen befördert werden muss. Das LEPA MaxBron 550 bietet eine Effizienz von 88%, wodurch 88% der Leistung die das Netzteil aufnimmt an die internen Komponenten eures Rechenknechtes weitergegeben werden können.

Neben dieser Effizienz von 88% gibt es auf elektrischer Seite noch weitere Features wie Schutzmechanismen gegen Überlastung, Kurzschluss und der Leisungs-Korrektur-Faktor von 0,99, der eingangsseitige Spannungsschwankungen ausgleichen kann. Zusätzlich werden auch die Energiesparmechanismen C6 und C7 der neuen Intel-Haswell-Generation durch die Load-Stabilizer-Technologie unterstützt.

Performance

CPUIntel Core i5 4670K @4,3 Ghz
MainboardAsus Maximus VI Formula
GrafikkarteASUS Matrix HD 7979 Platinum
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSDKingston HyperX 3K 120GB
GehäusePhobya WaCoolIt Benchtable
KühlerThermalright Archon
BetriebssystemWindows 7 Professional 64bit

Zur Spannungsmessung kam das Multimeter Voltcraft VC150 zum Einsatz. Die Messwerte wurden direkt an der entsprechenden Ader in den Steckern gemessen. Die Leistungsaufnahme des Testsystems ohne Monitor wurde mit dem Voltcraft Energy Check 3000 und die Lautstärke mit dem Voltcraft SL-100 erfasst. Um bei der Lautstärkemessung keine verfälschten Ergebnisse zu erhalten, wurden die Lüfter der Grafikkarte und des CPU-Kühlers kurzzeitig manuell heruntergefahren und dann die Messung im Abstand von 40cm vom Luftauslass des Netzteils durchgeführt.

LEPA_B550M_Spannungen

Betrachtet man die Spannungen der einzelnen Bereiche, lässt sich feststellen, dass diese im Vergleich mit anderen Netzteilen im Leerlauf leicht erhöht sind, sich aber unter Last den Sollwerten annähern. Sie bleiben jederzeit im vorgeschriebenen Toleranzbereich. Eng wird es nur bei der nur selten benötigten -12V Ausgangsspannung. Dort beträgt der Toleranzbereich nicht +/- 5%, sondern lässt mit +/- 10% höhere Abweichungen zu. Ohne diese Großzügigkeit seitens des Netzteilstandards wäre die dortige Spannungsmessung außerhalb des Gültigkeitsbereiches.

LEPA_B550M_Leistung

Die Leistungsaufnahme des MaxBron 550 ist unter Last, bedingt durch seine geringere Effizienz, leicht höher als bei den anderen getesteten Netzteilen mit höherer Effizienz. Ein Nachteil, den ihr beim Kauf eines günstigeren Netzteils mit höheren Laufzeitkosten in Kauf nehmen müsst. Im Standby zieht das Netzteil in etwa genauso viel Leistung aus der Steckdose wie seine Kontrahenten in gleicher oder auch in höheren Klassen.

LEPA_B550M_Laut

Nichts nervt mehr als ein dauerhaftes lautes Rauschen eines Lüfters im Idle-Betrieb eines PCs, doch in dieser Disziplin braucht sich das LEPA MaxBron 550 nicht zu verstecken. Es ist zwar in direkter Umgebung des Lüfters hörbar, aber weder nervend noch störend. Wer auf ein leises System Wert legt, kann also auch hier zuschlagen. Nebengeräusche wie Fiepen der Spulen oder ratternde Lüfter gab es bei unserem Testkandidaten keine. Einzig ein sehr leises angenehmes Rauschen lässt sich entlocken, welches nur unter Last minimal lauter wird.

Persönliches Fazit

Das LEPA MaxBron B550M macht einen hochwertigen Eindruck und bestätigt diesen auch in unseren Messungen, denn alle Werte liegen innerhalb der Toleranzen des ATX-Standards. Durch die Bronze-Zertifizierung liegt der Verbrauch zwar leicht höher als bei Konkurrenten mit besseren Gold- oder gar Platinum-Zertifikaten, dafür ist es jedoch auch günstiger in der Anschaffung als diese Netzteile. Hier gilt es abzuwägen, ob euch eine kurzfristige oder langfristige Ersparnis wichtiger ist.

Insgesamt können wir dem teilmodularen LEPA MaxBron B550M aufgrund der angenehm leisen Lautstärkeentwicklung, des guten Lieferumfangs und des günstigen Preises ab derzeit etwa 55€ unsere Kaufempfehlung aussprechen. Hier bekommt ihr etwas fürs Geld und das LEPA MaxBron B550M unseren Preistipp-Award. Für Sparfüchse, die wenig Kompromisse eingehen möchten genau das Richtige. Das LEPA MaxBron ist auch für serzeit etwa 58€ bei Amazon erhältlich.

Positiv:

–          ordentlicher Lieferumfang

–          gute Verarbeitung

–          leise

–          Spannungen innerhalb der Toleranz

Negativ:

–          erhöhte Leistungsaufnahme durch Effizienz

–          Kabel für Mainboard und CPU etwas kurz

–          -12V Spannung nah an Toleranzgrenze

PreisTIPPfür das LEPA MaxBron B550M

Den besten Preis für das LEPA MaxBron B550M ihr auf Geizhals.at. Ihr könnt auch direkt bei Amazon kaufen und uns unterstützen.

Schnellcheck: Antec High Current 750 Pro

Es war einmal… vor langer, langer Zeit… der letzte Netzteil-Test auf Hardbloxx. Doch heute wollen wir diese Rubrik mit einem kleinen Schritt langsam aber sicher wieder zum Leben erwecken und euch auch in diesem Bereich wieder vermehrt mit Tests und Berichten versorgen. Schließlich handelt es sich hierbei auch um einen wichtigen Teil hin zum rund laufenden großen Ganzen. Den Start macht nach der langen Verschnaufpause das „High Current 750 Pro“ aus dem Hause des Hardware-Giganten ANTEC.

Wer sollte sich schließlich besser für eine Wiederbelebung dieser Rubrik eignen, als solch ein alteingesessener Hardware-Riese, dessen Säulen anfänglich Gehäuse und eben Netzteile gewesen sind? Hier ist Qualität auf hohem Niveau zu erwarten.

Wie diese im Detail aussehen mag, erfahrt ihr in unserem Schnellcheck.

Datentabelle

Maße:180x86x150 mm (BxHxT)
Lüfter:135mm
Effizienz:80 Plus Gold (ca. 88% im Durchschnitt)
Standart:ATX/ATX12V
Lebenserwartung:100.000 Stunden
Gewicht:2,5 kg
Lautstärke:12 db(A) bei 20% bis 50%; 33 db(A) bei 100%
Energie Spezifikation
+5V:25A
+3,3V:25A
5V + 3,3V kombiniert:Max. 150 Watt
12V1 und 12V2:40A
12V kombiniert:Max. 744 Watt
-12V:0,5A
+5VSB:3,0A

Anschlüsse

Mainboard:1x 8-Pin, 1x 20+4-Pin, 1x 4+4-Pin
PCI Express:4x 6+2-Pin
Komponenten:6x 4-Pin-5,25”, 1x 4-Pin-3,5”, 9x 15-Pin SATA
 
Antec Current Pro 750_3
Antec Current Pro 750_10

Beschreibung

Das Antec High Current 750 Pro macht einen grundsoliden Eindruck und zeigt sich dank Kabelmanagement sehr benutzer- und platzfreundlich. Gleichzeitig sorgt man so auch für einen besseren Airflow im Gehäuse und somit auch eine bessere Kühlung, da keine unnötigen Kabel im Gehäuse umherhängen. Die Verarbeitung ist hochwertig und lässt soweit keine Wünsche offen, einzig das Gehäuse des Netzteils ist äußerst anfällig für Fingerabdrücke. Da man ein Netzteil aber nach dem Einbau eigentlich kaum noch anfassen muss, sollte dies wohl das geringste Problem sein.

Dank umfangreichen Features, darunter aktive Blindstromkompensation, Schutz vor Stromspitzen (OCP), Überspannungsschutz (OVP), Überlastschutz (OLP/OPP), Kurzschlussschutz (SCP) und Überhitzungsschutz (OTP) sind sowohl das Netzteil, so wie auch die damit verbundene Hardware, auf der sicheren Seite. Hier wird es einem also nicht so schnell passieren, dass bei einem Gewitter, plötzlichen Stromschwankungen in der Hausleitung oder sonstigen höheren Mächten auf einmal die Lichter vor der Nase ausgehen.

Anschlüsse sind sehr üppig vorhanden und nur die wenigsten Benutzer sollten hier an ihre Grenzen stoßen, selbst im Hinblick auf Multi-Grafikkarten Systeme. So kann man ohne Probleme oder Kabel- beziehungsweise Anschlussnot bis zu neun SATA Festplatten und sechs 5,25“-Laufwerke und ein 3,5“-Laufwerk anschließen. Von den neuesten Blu-Ray-Laufwerken bis hin zur guten alten Diskette können sämtliche Lesegeräte ohne weiteres Zubehör mit Strom versorgt werden.

Durch die vier 6+2-poligen Stecker können auch neue Grafikkarten ohne zusätzlichen Adapter angeschlossen werden. Das Netzteil ist sowohl SLI- wie auch CrossFire-zertifiziert und bietet mit den vier Anschlüssen genug Optionen dafür.

Das Antec High Current 750 Pro verfügt über eine durchschnittliche Effizienz von rund 88% und ist somit 80+ GOLD verifiziert. Dadurch bleibt der Energieverlust denkbar gering, ebenso wie die Abwärme. Daher bekommt auch der 135mm Lüfte recht wenig zu tun und bleibt durchweg in Idle, wie auch in Last nahezu unhörbar leise – beeindruckend!

Antec Current Pro 750_7
Antec Current Pro 750_8

Testsystem

Prozessor: Intel Core i5-2500K @4,2GHz + Noctua NH-C14
Grafikkarte: XFX HD 6950 800M 1024MB GDDR5 @Arctic Accelero Xtreme Plus II
RAM: 8GB Kingston Hyper X 1600Mhz DDR3 RAM
Mainboard: Asus Sabertooth Z77
Gehäuse: Xilence Interceptor
Festplatte: Seagate Barracuda 7200 1TB

Antec_VersorgungsspannungAntec_Verbrauch_1Antec_Verbrauch_2

Die gemessenen Testwerte wurden alle mit einem Multimeter genommen, da diese wesentlich genauer arbeiten als vergleichsweise digitale Netzteil-Testgeräte. Die Werte liegen eigentlich alle, bis auf die rote Ader, im sehr guten Ist-Bereich nahe dem angegebenen Soll-Wert. Gegenüber dem Vergleichsnetzteil Xilence XQ Series 1000W ist das Antec High Current 750 Pro vor allem unter Last deutlich sparsamer und verbraucht hier mehr als 30 Watt weniger. Die Werte „Lüfter“ und „Solo“ ergeben sich aus Messungen des Netzteils nur in Verbindung mit einem Lüfter zur Abnahme der einzelnen Messwerte je Ader (Molex und 20+4 Hauptversorungsschiene) beziehungsweise dem Netzteil ohne jedwede Hardware im ausgeschalteten Zustand am Netz. Der gemessene Wert von 0 Watt im Falle des Xilence XQ Series 1000W Netzteils steht für einen Wert zwischen 0 und 0,2 W und liegt außerhalb des Messbereichs des Multimeters.

Multimeter_1
Multimeter_2

Persönliches Fazit

Das Antec High Current 750 Pro sieht nicht nur gut aus, es ist auch sehr gut verarbeitet, was das Gehäuse, die Innereien und die Kabel sowie deren Verbindungen angeht. Dabei liefert es mehr als genug Power um ein High End-Rechner ohne Probleme betreiben zu können und ist dabei gegenüber so manchen, teilweise auch hochwertigeren, Kontrahenten auch noch sparsamer. Durch die hohe Effizienz halten sich der Energieverlust und die Wärmeentwicklung in Grenzen und die Lautstärke somit im Keller. Lediglich ein paar Kabel mit etwas weniger Anschlüssen wären vielleicht wünschenswert gewesen, wenn diese auch bei den heutigen Geräten zur aussterbenden Art gehören.

Alles in allem ist das Antec High Current 750 Pro jedoch durchweg empfehlenswert und sollte einem viele, viele ruhige Stunden des Zockens bescheren können.

Positiv:

–        sehr gute Verarbeitung
–        flüsterleise
–        angegebene Werte halten, was sie versprechen
–        vergleichsweise sparsam

Negativ:

–        empfindlich auf Fingerabdrücke

Für diese durchweg überzeugende, leise und zugleich kraftvolle wie sparsame Leistung verdient sich das Antec High Current 750 Pro allemal unseren Hardbloxx Leistungs-Tipp.

Leistungs Tipp Award

Den besten Preis für das Antec High Current 750 Pro findet ihr wie immer hier oder ihr unterstützt uns und bestellt es euch direkt über amazon.de.

(Hier Kommentare abgeben!)

Euer Hardbloxx-Team
Kurztest erstellt von MisterGentleman

Kurztest / Testbericht: OCZ ModXStream-Pro 600 Watt

Bei einem Belastungsdurchgang während eines Grafikkartentests, hat sich vor kurzem eines unserer Netzteile verabschiedet. Ein neues musste her, das die enorme Belastung von High End Grafikkarten ohne weiteres wegstecken kann. Nach kurzer Überlegung haben wir uns für das OCZ ModXStream Pro mit 600 Watt entschieden. Seid geraumer Zeit konzentriert sich der Speicherhersteller nicht mehr ausschließlich auf RAM Module, sondern auch auf SSDs und Netzteile. Besonders in der Gamerszene sind OCZ Produkte gefragt, da sie für Durchhaltevermögen und Qualität stehen.

Weiterlesen