Kategorie: 1.4.2 Grafikkarten

Test / Testbericht: Nvidia Geforce GTX 960

Nachdem bereits die Geforce GTX 970 und auch die GTX 980 für reichlich Wirbel gesorgt haben, schiebt Nvidia nun die Geforce GTX 960 nach und möchte damit vor allem den Mittelklasse-Bereich abdecken und gegen AMDs R9 270 und R9 270X kämpfen. Dabei geht es vorrangig nicht nur um mehr Bilder pro Sekunde, sondern auch um die optimierte Leistungsaufnahme und neue Funktionen, die die GTX 960 mitbringt. Wir haben uns in ein Meer aus Games und Benchmarks gestürzt und zeigen euch hier die Vor- und Nachteile der neuen Karte. Die Karten wurden uns freundlicherweise vom Händler PlayIT zur Verfügung gestellt.

Technische Details

Die Geforce GTX 960 hat technisch einiges zu bieten. Um dies einmal anschaulich zu machen, haben wir die technisches Details in einer Tabelle formal zusammengetragen. Außerdem haben wir, um die technischen Daten bestmöglich vergleichen zu können, mit der GTX 970 das nächstbessere Modell und mit der GTX 760 quasi den Vorgänger, herangezogen. So kann man sich bereits bei den technischen Daten ein gutes Bild davon machen, was für ein Stück Technik einen hier erwartet. Unser Testmodell weist jedoch andere Taktraten auf als die Referenz von Nvidia. Unter der Tabelle findet ihr die Spezifikationen unserer Palit Geforce GTX 960 OC.

ChipGM206 (GTX 960)GM204 (GTX 970)GK104 (GTX 760)
Chiptakt1126 MHz (Boost Clock: 1178 MHz)1050 MHz (Boost Clock: 1178 MHz)980 MHz (Boost Clock: 1033 MHz)
Transistoren2.94 Milliarden5,2 Milliarden3,54 Milliarden
Speicher2GB GDDR5, 1752 MHz (7010 MHz), 128-bit, 112 GB/s4GB GDDR5, 1750 MHz (7000 MHz), 256-bit, 224 GB/s2GB GDDR5, 1500 MHz (6000 MHz), 256-bit, 192,2 GB/s
Shader-Einheiten/TMUs/ROPs1024/64/321664/104/641152/96/32
Textur-Füllrate72,1 GigaTexels/s109 GigaTexels/s94,1 GigaTexels/s
Fertigung28nm28nm28nm
Leistungsaufnahme120W (TDP)145W (TDP)170W (TDP)
DirectX12.012.011.2
OpenGL4.44.44.3
OpenCL1.21.21.1
Shader Modell5.05.05.0
SchnittstellePCIe 3.0 x16PCIe 3.0 x16PCIe 3.0 x16
BauweiseDual-SlotDual-SlotDual-Slot
Kühlung1x Radial-Lüfter1x Radial-Lüfter1x Radial-Lüfter
Anschlüsse3x DisplayPort 1.2, HDMI 1.4a, Dual-Link DVI3x DisplayPort 1.2, HDMI 1.4a, Dual-Link DVI2x DVI, DisplayPort 1.2, HDMI 1.4a
Externe Stromversorgung1x 6-Pin PCIe2x 6-Pin PCIe2x 6-Pin PCIe

Bereits bei den technischen Daten sind einige Parallelen zum größeren Modell, der GTX 97o, zu erkennen. Allerdings gibt es auch diverse, grundlegende Unterschiede. Den größten stellt hierbei wohl der Chip dar. Findet man auf der GTX 970, wie beim großen Bruder GTX 980, mit dem GM204 noch das momentane Top-Modell der Maxwell-Generation, hat Nvidia der GTX 960 den neu entwickelten GM206-Chip spendiert. Hierbei handelt es sich um einen Mittelklasse-Chip, der zwar leistungsschwächer als eine GM204 ist, aber trotzdem durchaus gaming-tauglich sein soll. Der Takt des Chips bestätigt diese Aussage zunächst. Mit 1126 MHz Standardtakt und sogar ganzen 1178 MHz im Boost-Modus, ist die GTX 960 bestens gerüstet, um diverse Videospiele auf höheren Grafikeinstellungen zu packen. Beschränkt durch den kleineren Chip, befinden sich im GM204 nur 2,94 Milliarden Transistoren und damit gerade einmal knapp 57% im Gegensatz zu der Anzahl auf dem GM204. Daraus resultieren ebenfalls die reduzierten Shader-Einheiten. Sind davon im GM204 noch 1664 Stück enthalten, welche von 104 TMUs und 64 ROPs unterstützt werden, wurden diese im GM206 auf 1024 Textureinheiten, 64 TMUs und 32 ROPs reduziert, woraus sich sicherlich eine geringere Leistung ergibt. Doch auch beim Speicher wurde bei der GTX 960 gespart. Mit 2 Gigabyte GDDR5-Speicher, der mit 7010 MHz an einem 128-bit Interface angebunden ist, kann die GTX 960 zwar beim Speichertakt mit der GTX 970 mithalten, muss sich aber bei der Speichergröße und dem Speicher-Interface mit der Hälfte geschlagen geben. Schlussendlich hat die GTX 960 auch bei der Textur-Füllrate mit 72,1 GigaTexels pro Sekunden, im Vergleich zu 109 GigaTexels pro Sekunde der GTX 970, das Nachsehen.

Nvidia Geforce GTX 960

Nvidia Geforce GTX 960

Nvidia Geforce GTX 960

Nvidia Geforce GTX 960

Wagt man den Vergleich mit dem Vorgängermodell, der GTX 760, so sieht es zunächst selbst da nicht allzu gut für das neue Maxwell-Modell aus. Rein theoretisch hat die GTX 960 hier, bis auf den neuen Chip und dem verbauten Grafikspeicher, meist das Nachsehen gegenüber der GTX 760. Umso interessanter wird es hier, inwiefern der neue Chip mit seiner angepriesenen Effizienz ein Ass ausspielen kann. Doch schaut man über die Leistung hinaus, so findet man bei der GTX 960 auch diverse Vorteile gegenüber dem größeren Bruder und dem Vorgänger. Die TDP (Thermal Design Power) von 120 Watt hat die bereits sehr guten Werte der GTX 970 noch einmal stark getoppt. Doch neben dem Strom, den ihr dadurch noch einmal mehr spart, habt ihr mit der GTX 960 auch bei der Wahl eures Netzteils deutlich mehr Freiraum. Verlangten vergangene Modelle in dieser Preis- und Leistungsklasse meist zwei 6-pin-PCIe-Anschlüsse, begnügt sich die GTX 960 mit gerade einmal einem 6-pin-PCIe-Anschluss. Hier sieht man einen unglaublichen Sprung von früheren auf die neue Maxwell-Generation. Abseits von diesen Leistungsdaten findet man auf dem Datenblatt diverse Angaben zu APIs, wie DirectX 12. Auch die GTX 960 unterstützt die kommende Schnittstelle von Microsoft und nebenbei natürlich auch OpenGL bis 4.4 und OpenCL bis 1.2. Abgerundet wird das Ganze von einer angemessenen Auswahl an Anschlüssen, die euch die GTX 960 bietet. Mit einem DisplayPort-Anschluss, einem HDMI- und zwei Dual-Link DVI Ports (1x DVI-D & 1x DVI-I) finden sich hier genug Möglichkeiten, die GTX 960 mit eurem Monitor zu verbinden.

Nvidia Geforce GTX 960

Nvidia Geforce GTX 960

Nvidia Geforce GTX 960

Nvidia Geforce GTX 960

Abseits der technischen Daten bietet Nvidia mit der GTX 960 auch diverse andere, neue Funktionen. Diese möchten wir euch im Folgenden erläutern.

Gameworks
Natürlich ist es auch das Ziel von Nvidia, für PC-Spieler ein bestmögliches Spielerlebnis zu schaffen. Dafür stellt Nvidia mit ihrem hauseigenen Gameworks eine große Bibliothek an Software-Tools bereit, die es Spiele-Entwicklern deutlich einfacher machen soll, ihre Spiele abzustimmen und atemberaubende Grafik-Effekte mit einzubinden. Bisher unterstützen schon einige Spiele diese Bibliothek und 2015 sollen noch weitere dazukommen.

Die „Sweet Spot“-GPU
Laut Nvidia fällt die GPU der GTX 960 perfekt in das sogenannte Sweet-Spot-Segment. Dabei handelt es sich um Grafikkarten, die die meisten Gamer auf Steam verwenden. Momentan sind das die GTX 660 und GTX 760 und deshalb möchte man diesen Spielern eine Möglichkeit bieten, mit der GTX 960 ein sinnvolles und für sie passendes Hardware-Upgrade durchführen zu können. Außerdem bietet die GTX 960 das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für MOBA-Spieler. So lässt sich beispielsweise League of Legends perfekt auf einer GTX 960 in 4K-Auflösung spielen. Mithilfe von Downsampling lässt sich diese Auflösung sogar auf 1080p-Monitoren erzielen.

Neue Video Engine
Wie schon bei der GTX 980, unterstützt auch die GTX 960 die neue Display-Engine von Nvidia. Dieses lässt euch auf bis zu vier Monitoren Auflösungen bis hin zu 5K-Auflösung betreiben. Um auch Heimkino-Anwender für die GTX 960 zu begeistern, hat Nvidia ihr die H.265-Unterstützung spendiert. Dabei unterstützt die GTX 960 sowohl Encoding, als auch Decoding. Außerdem bietet die GTX 960 native Unterstützung von HDCP 2.2.

MFAA
Ein ganz besonderes Feature für die GTX 960 ist das sogenannte MFAA. Dabei handelt es sich um eine spezielle Art des Anti-Aliasing, welches bisher ausschließlich von den neuen Maxwell-Grafikkarten Nvidia’s unterstützt wird. MFAA arbeitet deutlich effizienter als das allseits bekannt MSAA und bietet dennoch die gleiche oder teils sogar bessere Grafik-Qualität. Mit ein paar kleinen Ausnahmen sind alle Videospiele, welche mit DirectX 10 oder DirectX 11 arbeiten, kompatibel mit MFAA. Um den Spielern diese Funktion so zugänglich, wie nur möglich, zu machen, hat Nvidia sie nun sogar in das hauseigene Programm GeForce Experience integriert. Dadurch lässt sich MFAA per Tastendruck an- oder ausschalten.

Testszenario

Da wir keine Referenzkarte von Nvidia erhielten und diesen Test weitestgehend der Performance sowie der Leistungsaufnahme widmen, werden wir den Part „Kühlung & Temperaturen“ sowie „Overclocking“ in diesem Test rauslassen. Da wir eine „OC“-Variante von Palit bekamen, zogen wir ebenfalls eine übertaktete Version der Geforce GTX 760 als Vergleich hinzu. Nach diesem Test folgen weitere Kartentests der Board-Partner als Vergleich. Da wir die Karten erst 24 Stunden vor Veröffentlichung erhielten, konnten wir leider keine AMD-Karte direkt mit der neuen Geforce GTX 960 vergleichen. Hierfür stehen euch die Daten unseres Tests der AMD R9 270X Toxic von Sapphire zur Verfügung. Wir werden in den nächsten Tagen einen unmittelbaren Vergleich hinterherschieben. Als Treiber stand uns die Version 347.25 zur Verfügung.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i5 4670k @ 4,5GHz
  • CPU-Kühler: Noctua NH-D15
  • RAM: 16GB Kingston HyperX Black 1600 MHz
  • Mainboard: Asus Z97 Gryphon
  • Systemspeicher: Kinston SSDNow V300 240GB
  • Netzteil: Seasonic SSR-750RM 750Watt
  • Gehäuse: Corsair Air 540

Theoretische Benchmarks

Für die Einordnung der Grafikkarte nutzen wir, wie auch in unseren anderen Grafikkarten-Tests, die Standardprogramme wie 3D Mark 13, 11 und auch den Unigine Heaven. Zwar spiegeln diese Werte oftmals nicht die tatsächliche Gaming-Leistung wieder, doch geben sie euch einen kurzen Einblick in die Sparte der Grafikkarte und in welchem Gebiet sich der Pixelschubser genau einordnen lässt. Die Werte belegen, dass die Geforce GTX 960 einer älteren Geforce GTX 760 klar überlegen ist, wobei die Kluft in niedrigeren Auflösungen größer ist, als in hohen Grafikdetails. Dass der Unterschied im „Extreme“ Benchmark sinkt, liegt weitestgehend an dem halbierten Speicherinterface von 128 Bit.

Geforce-GTX-960-3DMark-2011-Performance

Geforce-GTX-960-3DMark-2011-Extreme

Geforce-GTX-960-3DMark-2013-Sky-Diver

Geforce-GTX-960-3DMark-2013-Fire-Strike

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Geforce-GTX-960-3DMark-2013-Fire-Strike-Ultra

Geforce-GTX-960-Unigine-Heaven-Basic

Geforce-GTX-960-Unigine-Heaven-Extreme

Spiele Benchmarks

Um die tatsächliche Leistung der Geforce GTX 960 herausfinden, haben wir die Grafikkarte durch zehn Spiele gejagt und dabei jeweils sechs verschiedene Einstellungen vorgenommen. Von FullHD bis 2560 x 1440 sowie pro Auflösung drei verschiedene Presets von Mittel bis Maximal. In manch einem Spiel ist die neue Geforce GTX 960 seinem Vorgänger markant überlegen und kann diesen Vorteil in sämtlichen Presets auch beibehalten. Bestes Beispiel ist hier Battlefield 4 in FullHD- sowie WQHD-Auflösung. Die Geforce GTX 960 hat hier in sämtlichen Einstellungen einen deutlichen Vorsprung. Besonders in WQHD mit maximalen Einstellungen macht es sich durch ein wesentlich flüssigeres Spielerlebnis bemerkbar.

Geforce-GTX-960-Battlefield4-FHD

Geforce-GTX-960-Battlefield4-WQHD

Auch Thief zeigte sich im Test von der neuen Grafikkarte sichtlich beeindruckt und wurde stets ruckelfrei wiedergegeben. Besonders in den hohen Presets mit besserer Kantenglättung und besseren Texturen ist der Unterschied zum Vorgänger ausreichend, um das Spiel ruckelfrei darzustellen.

Geforce-GTX-960-Thief-FHD

Geforce-GTX-960-Thief-WQHD

Bei Spielen wie Metro Last Light oder Watch Dogs in WQHD ist der Vorsprung der neuen Karte allerdings nicht sehr stark ausgeprägt. Die Geforce GTX 960 hatte hier sichtliche Probleme, sich gegen die GTX 760 zu behaupten und lieferte im Benchmark weitestgehend identische Werte. In Ryse: Son of Rome war die Geforce GTX 960 sogar etwas langsamer als die ältere Karte und bekam bei einer höheren Auflösung deutliche Probleme, das Bild ruckelfrei darzustellen. Hier wird das 128-Bit Speicherinterface zu einem spürbaren Flaschenhals.

Geforce-GTX-960-Metro-Last-Light-FHD

Geforce-GTX-960-Metro-Last-Light-WQHD

Geforce-GTX-960-Ryse-Son-of-rome-FHD

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Um die Karte etwas zu reizen, wählten wir in Watchdogs bewusst eine Einstellung von 2X MSAA bis 8x MSAA. Wie deutlich zu erkennen ist, reicht die Leistung für die maximalen Einstellungen nicht aus, ob es sich dabei um eine GTX 760 oder um die neue GTX 960 handelt.

Geforce-GTX-960-Watchdogs-FHD

Geforce-GTX-960-Watchdogs-WQHD

In Tomb Raider fiel uns zwischenzeitlich vor allem ein Problem mit der Stabilität des Spiels auf. Vom Wechseln von den „hohen“ Einstellungen in „maximale“ Einstellungen, beendete sich das Spiel bei uns stets selbst. Dies geschah ausschließlich mit der Geforce GTX 960 und mit keiner anderen, uns verfügbaren, Karte. Ob es sich hierbei um Treiberprobleme handelt oder ob die Karte selbst Probleme mit dem Spiel hat, können wir aktuell noch nicht sagen.

Geforce-GTX-960-Tomb-Raider-FHD

Geforce-GTX-960-Tomb-Raider-WQHD

Geforce-GTX-960-Far-Cry4-FHD

Geforce-GTX-960-Far-Cry4-WQHD

Auch Dragon Age Origin hatte bei uns kleinere Schwierigkeiten, was aber anscheinend am Treiber lag. Der 347.25 scheint noch nicht 100%ig mit allen Spielen zu funktionieren, da wir mit der Geforce GTX 960 als auch der GTX 760 starke Frame Drops hatten. Diese traten meist nur in „hohen“ Einstellungen auf. Konnten wir das Spiel erst mit 50 Frames spielen, so brach die Leistung zwischenzeitlich auf weniger als 15 Bilder pro Sekunde ein. Nachvollziehbar war das Phänomen in der kurzen Zeit für uns leider nicht.

Geforce-GTX-960-Dragon-Age-Inquisition-FHD

Geforce-GTX-960-Dragon-Age-Inquisition-WQHD

Geforce-GTX-960-Company-of-Heroes2-FHD

Geforce-GTX-960-Company-of-Heroes2-WQHD

Geforce-GTX-960-Bioshock-Infinite-FHD

Geforce-GTX-960-Bioshock-Infinite-WQHD

Leistungsaufnahme

Der Hauptpunkt für eine Neuanschaffung bzw. eine Aufrüstung von einer älteren Karte, wie der GTX 660 oder der GTX 560, soll weitestgehend auch die verbesserte Leistungsaufnahme sein. Laut Nvidia liegt die TDP der neuen Geforce GTX 960 bei lediglich 120 Watt, wodurch die Grafikkarte auch nur einen 6-Pin-Anschluss benötigt. Und auch unser Test zeigte, dass die Karte bei gleichzeitig mehr Leistung eine wesentliche geringere Leistungsaufnahme hat. Zwar ist der Unterschied im Idle spürbar geringer, doch im Gaming und auch unter Last zeigt sich ein enormer Unterschied zwischen GTX 760 und der Geforce GTX 960.

Geforce-GTX-960-Leistungsaufnahme

Lautstärke

Einhergehend mit der geringeren TDP von 120 Watt weist die Geforce GTX 960 zusätzlich eine unglaubliche Laufruhe auf. Auf unserer Palit Geforce GTX 960 wurde ein Referenzkühler von Nvidia genutzt, der stets zurückhaltend und langsam lief. Laut Nvidia sollen Partnerkarten erscheinen, die während des Spielens gänzlich auf die aktive Belüftung verzichten können. In einer Entfernung von 15 cm zur Grafikkarte produzierte sie lediglich 45,8 db (A), während die Geforce GTX 760 vom Hersteller KFA² (unser Vergleichsmodell) auf satte 61,7 anstieg. Das zeigt, dass die Boardpartner hier eine große Spannweite an Möglichkeiten haben, die Karte besonders Silent-Fans näherzubringen.

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Temperatur

Kühler im Referenzdesign von Nvidia gelten gemeinhin nicht als das Nonplusultra, doch kann der Lüfter der Geforce GTX 960 durchaus eine angenehme Temperatur erzeugen. Wie auch die Lautstärke liegt das vor allem an der geringen Leistungsaufnahme des neuen Chips. Selbst nach einem  einstündigen Stresstest sowie einer längeren Zock-Session stiegen die Temperaturen nie über 75 °C mit Referenzkühlung. Boardpartner haben hier demnach die Möglichkeit, besonders leise und schöne Kühlmöglichkeiten zu entwickeln.

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Nvidia Geforce GTX 960

Nvidia Geforce GTX 960

Nvidia Geforce GTX 960

Nvidia Geforce GTX 960

Persönliches Fazit

Die Einführung von neuen Grafikkarten ist natürlich immer schwierig, vor allem wenn sie sich in einer Preisklasse jenseits von 200 Euro eingliedern. Auf der Haben-Seite steht eindeutig die geringere Leistungsaufnahme und die gleichzeitig erhöhte Leistung im Vergleich zu einer Geforce GTX 560/660/760. In fast allen Benchmarks zeigte sich die neue Geforce GTX 960 als klarer Sieger im Vergleich zu unserer GTX 760 von KFA und das trotz geringerer Spezifikationen. Zwar sank mit zunehmender Auflösung der Vorsprung, manchmal mitunter deutlich, doch konnte die neue Grafikkarte in zahlreichen Spielen einen großen Vorsprung herausholen, der manchmal den Unterschied zwischen „ruckeln“ und „flüssig“ ausmachte.

Aber inwiefern würde sich der Kauf für einen AMD-User lohnen? Denn hier müssen wir ganz klar sagen – gar nicht. Verglichen mit der Sapphire R9 270X Toxic stellt sich heraus, dass die neue Geforce GTX 960 mal etwas langsamer und mal etwas schneller ist, bei nahezu gleicher Leistungsaufnahme unter Last. Insbesondere in den maximalen Einstellungen sowie bei hoher Auflösung zeigt sich das 128-Bit Speicherinterface als eindeutiger Flaschenhals. Weiterhin erhaltet ihr eine AMD R9 270X aktuell ab 160 Euro im Design eines Boardpartners mit werkseitiger Übertaktung. Und der Bereich jenseits der 200 Euro wird von AMDs R9 280X bestens ausgefüllt, die eine bessere Leistung für den gleichen Preis wie eine Geforce GTX 960 bietet.

Solltet ihr allerdings noch Besitzer einer GTX 560/660 sein und ihr wollt eure Stromrechnung etwas senken, die Grafikleistung erhöhen und auf jeden Fall bei Nvidia bleiben, lohnt sich die Neuanschaffung definitiv. Nicht nur, dass ihr mit der Geforce GTX 960 auch einen Monitor mit höherer Auflösung nutzen könnt, ihr spielt dabei auch weitestgehend ruckelfrei. Die demnach gestiegene Leistung bei gleichzeitig gesunkener Leistungsaufnahme ist, wie schon bei der GTX 970, eine Paradebeispiel für Grafikkarten. Die neue Geforce GTX 960 soll als Standard-Ausführung ab einem Preis von 199,00 Euro in den Handel gelangen. Bei PlayIT erhaltet ihr unsere übertaktete Testkarte aktuell für den gleichen Preis.

Geforce GTX 960

Geforce GTX 960

Positiv

  • - geringe TDP/deutlich verbesserte Leistungsaufnahme
  • - Vorsprung zu GTX 560/660
  • - kühl und leise
  • - viel Spielraum für Boardpartner
  • - Ausreichend Power für FullHD und oft WQHD

Negativ

  • - 128-Bit Speicherinterface
  • - wenig Vorsprung zur AMD R9 270X und weit unter 280X
  • - Preis/Leistung noch unangemessen

Vielen Dank an PlayIT für die Testkarten!

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Test / Testbericht: KFA² (Galax) GTX760 EX OC V2

Als wir vor kurzem die Sapphire R9 270X Toxic getestet haben, kamen wir schon einmal zu dem Schluss, dass es für aktuelle Games nicht immer das aktuelle Highend-Spitzenmodell für mehrere 100€ sein muss. Vielmehr zeigte sich, dass man, zumindest auf AMD-Seite, auch mit Karten unter 200€ glücklich werden kann. Nun sehen wir uns einmal auf der anderen Seite um und schauen, ob NVIDIA da mithalten kann. Gerade auch mit Blick darauf, dass in nicht allzu ferner Zukunft neue Modelle auf den Markt kommen sollen, lohnt es, sich hier genauer hinzuschauen. Erstens fallen die Preise stark, sobald eine neue Generation auf dem Markt ist und zweitens dürfte diese sehr kleine Karte auch für Mini-Power-Systeme geeignet sein. In unserem heutigen Test untersuchen wir ein Modell aus dem Hause KFA². In Zukunft wird man diesen Hersteller allerdings unter dem Namen Galax finden. Nichtsdestotrotz gehen wir mit der KFA² GTX 760 EX OC (V2) nun aber der Frage nach, ob auch hier flüssiges Spielen in Full-HD möglich ist. Auf geht’s!

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Lieferumfang

Wie immer in unseren Tests soll es zuerst um die Beilagen gehen. KFA² setzt bei der Verpackung,  wie bei allen Karten, auf das firmeneigene Design des kapuzentragenden Totenschädels mit Gasmaske. Schlüsselfeatures wie 2048MB GDDR5, PHYSX und DRIECTX 11 prangen auf der Front. Wie üblich ist der Rest des Außenkartons überzogen mit zahlreichen technischen Daten, weiteren Funktionen und auch das obligatorische Eigenlob darf natürlich nicht fehlen.

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Im Inneren befindet sich nochmals eine schwarze Kartonage, in welcher sich der gesamte restliche Lieferumfang befindet. Sicher eingebettet in Schaumstoff und einer Anti-Statik-Folie, erblickt man nun auch erst einmal die eigentliche Grafikkarte. Unser erste Gedanke dabei war: Wow, die ist ja niedlich! Das liegt daran, dass wir zwar mit einer kleinen Karte gerechnet hatten, aber das sie so klein wirken würde, hätten wir nicht gedacht. In einem großen Big-Tower würde sie sicherlich verloren aussehen, dafür ist sie aber natürlich perfekt geeignet für ein Mini-ITX-System. Neben der Karte befindet sich natürlich auch noch weiteres Zubehör in der Kiste:

  • 2x Stromadapter 4Pin-Molex auf 6PIN-PCIe
  • 1x Treiber- und Software-CD
  • 1x Adapter DVI-I auf VGA
  • 1x Quick-Installation-Guide

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Dass man auf Seiten des Lieferumfangs bei einer Karte unter 200€ nicht besonders viel erwarten darf, sollte jedem klar sein, der sich solch eine Karte zulegen möchte. Sicher hätte man sich mehr wünschen können, aber alles, was unbedingt nötig ist, liegt bei. Schön wäre noch ein Converter von HDMI auf VGA oder etwas Ähnliches gewesen. Einen Spiele-Key kann man in dieser Preisklasse ebenfalls nicht erwarten, wobei dies aber auf der Seite von AMD schon hin und wieder vorgekommen ist.

Technische Daten

Kommen wir nun zu den schnöden trockenen Zahlenwerten, welche allerdings einen ersten Eindruck vermitteln können, in welcher Leistungsklasse man sich befindet. Da in diversen Foren immer wieder zu lesen ist, dass die GTX 760 nur eine umgelabelte GTX 670 sei, werden wir hier dieser Frage nachgehen und beide Karten gegenüberstellen.

ModellNVIDIA GTX 760 (Referenzmodell)KFA² GTX 760 EX OC (V2)NVIDIA GTX 670 (Referenzmodell)
Chip (GPU)GK104(GK104-225-A2)GK104(GK104-225-A2)GK104(GK104-325-A2)
Chiptakt (Base/Boost)980/1033MHz1072/1137MHz915/980MHz
Speicher2048MB GDDR52048MB GDDR52048MB GDDR5
Speichertakt1.502 MHz1502 MHz1502 MHz
Shader-Einheiten / TUMs / ROPs1152 / 96 / 321152 / 96 / 321344 / 112 / 32
Rechenleistung Single2258 GFLOPs2348 GFLOPs2459 GFLOPs
Fertigung28nm28nm28nm
Leistungsaufnahme170 Watt>170 Watt175 Watt
DirectX111111
OpenGL4.14.14.1
ObenCL1.11.11.1
Shader Modell5.05.05.0
SchnittstellePCIe 3.0 x16PCIe 3.0 x16PCIe 3.0 x16
BauweiseDual-SlotDual-SlotDual-Slot
Kühlung1x Radiallüfter2x Axiallüfter (75mm)1x Radiallüfter
Anschlüsse2x DVI, HDMI, DisplayPort2x DVI, HDMI, DisplayPort2x DVI, HDMI, DisplayPort
Externe Stromversorgung2x 6-Pin PCIe2x 6-Pin PCIe2x 6-Pin PCIe
Abmessungen24,13×11,11cm17×11,11cm24,13×11,11cm

Nach dieser kleinen Zusammenstellung kann man leicht sehen, dass die GTX760 eben keine GTX670 ist. Klar, beide Pixelbeschleuniger basieren prinzipiell auf demselben GK104-Chip, jedoch ist dieser in unterschiedlichen Versionen verbaut, was letztlich natürlich auch Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat. Aber zurück zum eigentlichen Thema, der KFA² GTX760 EX OC V2.

KFA² GTX 760 EX OC V2

Hinter dem vergleichsweise langen Namen steckt tatsächlich auch einiges an technischen Änderungen gegenüber einer normalen GTX760 im Referenzdesign. Doch neben den vielen Änderungen gibt es auch einiges, worauf KFA² keinen Einfluss hat, bzw. was gegenüber dem Referenzdesign unangetastet blieb.

Dies betrifft bspw. dem GPU-Chip. Der GK104 kam bereits in der GTX 600er Reihe zum Einsatz und wird in einer weiter verbesserten Form auch auf der GTX 760 eingesetzt. 1152 Shader-Einheiten mit 3,54 Milliarden Transistoren sorgen auf einer Fläche von 294mm² für ein flüssiges Spieleerlebnis.

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KFA GTX 760 16

Damit diese Grafikkarte auch mit ausreichend Strom versorgt werden kann, kommen, wie auch beim Referenzdesign, zwei 6-PIN PCIe Stromanschlüsse zum Einsatz. Somit kann die GTX 760 maximal 225Watt (75W PCIe-Slot + 2x 75W 6-Pin-Anschluss) verbrauchen. In der Realität kommt man allerdings kaum über 180W. Es gibt also noch etwas Spielraum für eventuelle Übertaktungsvorhaben.

KFA GTX 760 8

Das erste, auf das ein Gamer schaut, ist der GPU-Takt. Hier hat KFA² bereits ordentlich ab Werk übertaktet. Der Basis-Takt steigt von mageren 980MHz an und durchbricht mit seinen 1072MHz nun die magische 1GHz-Grenze. Damit ist der Grundtakt der Karte nun schon höher als der Boost-Takt der Standardversion. Das zeigt eindeutig, dass NVIDIA hier absichtlich die Karte beschnitten hat, um die nächststärkere Karte, die GTX770, leistungstechnisch etwas mehr abzugrenzen. Aber dies hat dem Hersteller natürlich nicht gereicht und so wurde auch noch etwas am Boost-Limit gedreht. 1137MHz stehen nun auf der Uhr.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der verwendete Speicher. Leider werden hier immer wieder unwissende Kunden von Marketingexperten in die Irre geführt. Oft liest man von ultraschnellen und riesigen 4GB Speicher auf einer winzigen Low-Budget-Karte. Am besten noch die veraltete GDDR3-Variante, damit die Karte trotzdem noch möglichst billig in der Produktion bleibt. Man muss es an dieser Stelle einfach noch einmal sagen. Beim Thema Grafikspeicher gibt es eine einfache Faustregel: Wer auf EINEM Bildschirm mit MAXIMAL FullHD zockt, braucht in der Regel nicht mehr als 2GB VRAM. Lediglich einige aufwendige Grafikmods brauchen mehr Speicher. Abgesehen davon haben auch alle heute erhältlichen Karten unter 150€ definitiv nicht genügend Rechenpower, um solch große Speichermengen überhaupt nutzen zu können. Im Gegenteil: Es gibt sogar einige Beispiele, in denen Grafikkarten mit 2GB schneller waren als das gleiche Modell mit bspw. 4GB Speicher. Also lasst euch nicht für dumm verkaufen. In unserem Forum findet ihr zum Beispiel immer hilfsbereite, nette Community-Mitglieder und Redakteure, die euch gern bei der Suche nach der für EUCH passenden Grafikkarte unterstützen.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. KFA² bestückt ihren Pixelbeschleuniger mit 2GB großen GDDR5-VRAM, welcher über ein 256bit breites Speicherinterface angebunden ist. Von der Taktrate hat der Hersteller allerdings die Finger gelassen. Diese liegt immer noch bei 1502MHz. Ob da noch mehr möglich ist, werden wir im Overclocking-Teil herausfinden.

Ein weiterer grundlegender Aspekt, woran selbst jeder Laie unterschiedliche Grafikkarten voneinander unterscheiden kann, ist natürlich die Kühllösung. Sicherlich ist den meisten das klassische Nvidia-Referenzdesign bekannt: Ein Radiallüfter saugt Luft aus dem Gehäuse an und drückt diese durch die Kühlrippen, welche unter einer Abdeckung sitzen, nach außen. Diese Kühllösung hat einen großen Vorteil: Die von der Grafikkarte erwärmte Luft wird sofort nach außen abgeführt. Insbesondere bei sehr kleinen und schwach belüfteten System kann dies sehr wichtig sein. Im Großen und Ganzen dauert es aber in der Regel nicht sehr lange, bis die verschiedenen Partner von NVIDIA mit eigenen Kühllösungen auf den Markt drängen. Zumeist werden dann ein bis drei Axiallüfter verwendet. Diese sind leistungsfähiger und vor allem deutlich leiser. Dabei geht allerdings der Vorteil verloren, dass die warme Abluft sofort abtransportiert wird. Normalerweise ist dies aber unproblematisch, da beinahe alle aktuellen Gehäuse über genügend Belüftungsmöglichkeiten verfügen. KFA² hat hier natürlich auch etwas auf die Beine gestellt und bietet nun auch auf der GTX760 EX OC V2 einen eigenen Kühler an. Doch wie ist dieser aufgebaut? Den Kern bilden drei 6mm starke Kupferheatpipes, welche über eine kleine Kupferplatte die Wärme der GPU direkt abführen und in insgesamt 45 Aluminiumfinnen verteilen. Zwei 75mm-Axiallüfter sorgen hierbei für eine ausreichend gute Belüftung. Insgesamt bleibt die Karte inklusive Kühllösung im Zwei-Slot-Format.

KFA GTX 760 12
KFA GTX 760 11

Wichtig für alle, die vielleicht dennoch nach einer anderen Kühllösung Ausschau halten: KFA² hat für ihre EX-OC-Version das PCB des Referenzdesigns benutzt. Damit sollte es zu keinerlei Inkompatibilitäten kommen.

KFA GTX 760 13

Die Dualslotblende beherbergt wie immer zahlreiche Monitoranschlüsse. In unserem heutigen Fall wird eine vollwertige HDMI-Buchse sowie ein Displayport-Anschluss (DP) geboten. Weiterhin stehen ein DVI-D und ein DVI-I Port zur Verfügung. HDMI-, DP- und DVI-D-Anschlüsse sind dabei rein digital und können nur digitale Monitore ansteuern. Die DVI-I Buchse kann beides. Sie gibt sowohl ein digitales, als auch ein analoges Signal aus.

KFA GTX 760 9

Als weiter Anschluss stehen noch zwei SLI-Schnittstellen zur Verfügung, sodass sogar Triple-SLI-Gespanne möglich sind.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i5 4670k @ 4,5GHz
  • CPU-Kühler: Noctua NH-D15
  • RAM: 8GB Corsair Vengeance DDR3 2133MHz
  • Mainboard: Gigabyte G1.Sniper Z87
  • Systemspeicher: Kinston SSDNow V300 240GB
  • Netzteil: Seasonic SSR-750RM 750Watt
  • Gehäuse: Cooler Master HAF Stacker 935

Benchmarks

Nachdem man nun einen ersten Eindruck davon hat, was die KFA² GTX 760 EX OC in der Theorie leisten kann, folgen nun einige Belastungstests.

Als erstes haben wir drei der bekanntesten synthetischen Benchmarks für euch. Diese haben mit der realen Spielwelt zwar nicht viel gemein, sind allerdings bestens geeignet, um eine objektive und reproduzierbare Vergleichbarkeit unter verschiedenen Grafikkarten herzustellen.

Unigine Heaven 4.0 3DMark 13 3DMark 11

Man sieht deutlich, dass es ein harter Kampf zwischen den direkten Konkurrenten R9 270X und GTX 760 ist. Im Schnitt kommt allerdings heraus, dass die AMD-Variante bei einem etwas geringerem Preis etwas mehr Leistung bietet. Soweit zur Theorie. Schauen wir uns nun an, was dies in der Praxis bedeutet. Zu diesem Zweck haben wir uns sieben aktuelle Spielekracher herausgesucht und die KFA² GTX 760 EX OC V2 im echten Gamer-Alltag ausprobiert. Neu dabei ist diesmal „Watchdogs“, was fast alle momentan erhältlichen Grafikkarten ordentlich ins Schwitzen bringt. Getestet wurde dabei jedes Game in den zwei verschiedenen Einstellungen „Ultra“ und „Hoch“. Herausgekommen ist dabei Folgendes:

BF4 high

BF4 low


Thief high

Thief low


CoH2 high

CoH2 low


Bioshock Infinite high

Bioshock Infinite low


Metro LL high

Metro LL low


GW2 high

GW2 low


Watchdogs high Watchdogs low

Die Tests zeigen uns deutlich, dass es keine 600€-Grafikkarte braucht, um aktuelle Games zu spielen. Besser noch: Bei den meisten Spielen muss man nicht einmal auf Grafikqualität verzichten, um ein flüssiges Spielerlebnis genießen zu können. Theoretisch kann ein menschliches Auge nicht mehr als 24 Bilder pro Sekunde wahrnehmen. Dies bedeutet, dass es theoretisch nur 24FPS bedarf, damit das Bild flüssig ist. Je schneller das Gameplay allerdings ist, umso mehr sollte man auf diese Zahl jedoch noch aufschlagen, damit es sich auch wirklich flüssig „anfühlt“. Ein Battlefield 4 bspw. wirkt erst ab 35FPS richtig flüssig. Ein Strategiespiel kommt meist auch mit weniger aus. Über 30FPS sollten es aber immer sein.

Aufpassen sollte man weiterhin auf diverse Programmierfehler in den Spielen. Deutlich sieht man dies bei „Bioshock Infinite“ und „Metro Last Light“. Die Minimal-FPS liegen hier bei allen Grafikkarten etwa auf demselben Niveau. Dies zeigt, dass es hin und wieder Stellen in Spielen gibt, welche einfach schlecht programmiert sind. Da nützt einem auch die beste Grafikkarte nichts.

Overclocking

Übertakten ist immer ein sehr heikles Thema. Oft genug ist es schon vorgekommen, dass Karten ins Jenseits befördert wurden, weil sich deren Besitzer überschätzt haben. Also auch hier noch einmal der dringende Rat: Wer seine Karte übertaktet, verliert die Garantie! Ihr solltet also definitiv wissen, was ihr tut oder das nötige Kleingeld besitzen, um sich im Zweifel eine neue Karte zulegen zu können.

Mit einigen Tricks wie Spannungsanhebung, BIOS-Editierung und Anhebung des Powertargets haben wir der KFA² GTX 760 EX OC noch ein paar MHz entlocken können. Letztlich standen dabei 1215MHz Grundtakt und 1275MHz im Boost-Modus zur Verfügung.

Auch beim Speicher konnte man noch einiges rausholen. 1700MHz statt der 1500MHz im Auslieferungszustand können nun ihre Leistung entfalten.

Was in der Theorie beachtlich klingt, verliert in der Praxis aber schnell seinen Reiz. In Battlefield 4 lieferte die übertaktete Karte gerade einmal zwei (!) Bilder pro Sekunde mehr. Wunder sollte man also nicht erwarten.

Aus unserer Sicht macht es demnach kaum Sinn, dafür die Garantie zu verlieren und jede Menge Zeit aufzuwenden.

Stromverbrauch, Lautstärke und Temperaturen

Hierbei sollte man unbedingt wissen, das alle drei Variablen unmittelbar miteinander verknüpft. Das liegt daran, dass eine hohe Leistungsaufnahme auch zu einer hohen Abwärme führt. Zwar werden hier die Karten immer besser und energieeffizienter, doch gilt immer noch, dass ein Großteil der eingesetzten Energie nicht etwa zum Rechnen verwendet, sondern schlicht in Wärme umgesetzt wird. Dies erfordert eine bessere Kühlung, welche meist durch erhöhte Lüfterdrehzahlen realisiert wird und somit natürlich recht laut sein können. Doch schauen wir uns mal an, wie sich die KFA² GTX 760 EX OC im Vergleich schlägt.

 Verbrauch Temperatur Lüfter Lautstärke

Deutlich zeigt sich zunächst, dass der schlechte Nachruf auf AMD bzw. das Hervorheben der Stromspareigenschaften bei NVIDIA nicht unbedingt gerechtfertigt ist. Man muss deutlich differenzieren. Alle aktuellen Karten haben im Idle dank diverser Stromsparmodi in etwa den selben Stromhunger. Unter Last sieht das anders aus. Hier ist in der Leistungsregion der GTX 760 sogar AMD vorn. Geht man höher, wendet sich das Blatt und NVIDIA liegt wieder vorne. Aus diesem Grunde kann man also keine pauschale Aussage treffen.

Mit 77°C ist die KFA² GTX 760 EX OC V2 geade noch im grünen Bereich, denn bereits ab 80°C kann sie den regulären Boosttakt von 1137MHz nicht mehr halten und geht zurück in den Grundtakt. In einem schlechter belüfteten Gehäuse wird es also öfter vorkommen, dass sich die Karte nicht bis ans Maximum hochtaktet. Dies ist insofern schade, da der Lüfter noch einige Reserven hätte.

Was uns auch schon zum nächsten Punkt bringt: Die Lautstärke. Diese ist im Idle-Modus völlig in Ordnung. Ein leichtes Säuseln ist vernehmbar, mehr nicht. Unter Last ändert sich dieses Bild. Die Karte ist auf jeden Fall gut hörbar. Das Säuseln verwandelt sich in ein Brausen, was je nach dem, wo der PC positioniert ist, sogar noch unter einem Headset wahrnehmbar ist. Trotzdem muss man sagen, dass es sich bei der Tonhöhe um kein besonders nerviges Kreischen handelt. Daher ist die Geräuschkulisse gut zu ertragen und beim Gaming kaum störend.

Persönliches Fazit

Aus unserer Sicht bietet KFA² mit dieser Karte letztlich einen grundsoliden Pixelbeschleuniger und auch, wenn es wohl in nicht allzu ferner Zukunft die nächste Generation von Mittelgrafikkarten gibt, bleibt speziell diese Karte sehr interessant. Eine äußerst geringe Baugröße macht sie insbesondere für kleine Systeme sehr attraktiv. Dazu kommt, dass sie mit einem leistungsstarken relativ leisen Kühlsystem ausgestattet ist, was deutlich höhere Taktraten ermöglicht. Auch der Stromverbrauch, gemessen an der Leistung, hält sich in Grenzen. Wer also kein Highend sucht bzw. dafür nicht das nötige Kleingeld besitzt, kann hier ruhigen Gewissens zugreifen. Da die schnellere AMD R9 270X im Mittel aber bei einem günstigeren Preis etwas mehr Leistung bietet, hat die KFA² GTX 760 EX OC V2 leider unseren Preis-Leistungs-Award verfehlt. Aktuell erhält man diese Karte für etwa 215€ auf Amazon.

Positiv:
+ sehr geringe Abmaße
+ gute OC-Möglichkeiten
+ ausreichend Leistung für aktuelle Titel
Negativ:
– relativ hohes Geräuschniveau unter Last
– etwas schwächer als günstigere AMD R9 270X
– hohe Leistungsaufnahme im Vergleich zur R9 270X

Unterstützt uns und kauft die KFA² (Galax) GTX 760 EX OC V2 HIER auf Amazon.

Oder ihr vergleicht ganz einfach erstmal HIER die Preise.

Euer Hardbloxx-Team

Testbericht erstellt durch Hardbloxx.Robin

Test / Testbericht: MSI GeForce GTX 780Ti 3GB TWIN FROZR GAMING

Das Beste ist geradeso gut genug für euch? Ihr seid auf der Suche nach einer Grafikkarte, die brachiale Performance mit möglichst geringer Lautstärke verbindet? Wenn dies euer Ziel ist, dann haben wir vielleicht die perfekte Lösung für euch. Die GeFore GTX 780TI Gaming von MSI mit Werksübertaktung und hauseigenem flüsterleisen Twin-Frozr-IV-Kühler bietet laut Herstellerangaben genau dies und noch vieles mehr. Ein Pixelbeschleuniger par excellence – so das Versprechen. In unserem ausführlichen Test werden wir klären, ob dies möglicherweise doch etwas überheblich ist oder ob wir dem voll und ganz zustimmen können und vielleicht sogar noch überrascht werden. Auf geht’s!

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Lieferumfang

Schon die Verpackung der MSI Gaming-Maschine macht keinen Hehl daraus, was man sich da gekauft hat. Schwarz, Weiß und Rot sind die dominierenden Farben im durchaus stimmig wirkenden Designkonzept. Wie auf allen MSI-Gaming-Artikeln prangt auch hier das riesige Drachensymbol auf der Front. Das knallrote OC-Logo in der unteren linken Ecke macht sofort klar, hier wurde kräftig an der Taktschraube gedreht. Später mehr dazu. Mit dem Namen der Grafikkarte war es das aber auch schon alles auf der Vorderseite. Ein wie wir finden sehr gelungenes aufgeräumtes Design. Die obligatorischen Lobeshymnen auf das Produkt und Technikraffinessen findet man dann natürlich trotzdem, aber nur an den Seiten und der Rückseite. So solllte es überall sein – sehr schön.

Doch nun genug zum Karton, immerhin ist dies nicht der Grund, weshalb man knapp 600€ beim Händler seines Vertrauens gelassen hat. Zieht man den Innenkarton aus der glänzenden Hülle, sieht man erst einmal nur eine große schwarze Box und einen kleinen Zwischenkarton, in dem sämtliches Zubehör untergebracht ist. Das wäre im Einzelnen:

  • Adapter DVI/VGA
  • Software-CD
  • Adapter 6-Pin auf 8-Pin PCIe-Stromstecker
  • Adapter 4-Pin-Molex auf 6-Pin PCIe-Stromstecker.
  • Quick-Start-Anleitung

Bei einer 600€ Karte könnte man natürlich auch mehr erwarten, aber alles Nötige ist dabei. Schielt man jedoch zur Konkurrenz, wird man schnell merken, dass es bei einigen Herstellern doch noch etwas mehr zu holen gibt. Game-Bundles, Poster, HDMI-Adapter, um einige Beispiele zu nennen. Schade, das wäre das Pünktchen auf dem „i“ gewesen, aber grundsätzlich ist der Lieferumfang natürlich in Ordnung.

Technische Daten

Immer wieder einen Blick wert, ist die Tabelle der formalen Leitungs- und Eckdaten. Als kleinen Vergleich zu unserer MSI GTX 780TI Gaming haben wir hier die Daten der GTX Titan heran gezogen, welche mit etwa 1000€ noch einmal rund  1/3 teurer ist. Die Unterschiede sind so minimal bzw. nicht relevant, dass dieser Aufpreis in den meisten Fällen wohl nicht gerechtfertigt ist.

ChipGK110 (GTX 780TI)GK110 (GTX Titan Black)
Chiptakt1020MHz Core (Boost Clock:1085MHz) (OC mode)980MHz Core (Boost Clock:1046MHz) (Gaming mode)876MHz Core (Boost Clock:928MHz) (Silent mode)889MHz (Boost Clock: 980MHz)
Speicher3GB GDDR5, 1750MHz (7000MHZ), 384bit, 336GB/s6GB GDDR5, 1750MHz (7000MHZ), 384bit, 336GB/s
Shader-Einheiten/TMUs/ROPs2880/240/482880/240/48
Rechenleistung5875GFLOPS (Single), 245GFLOPS (Double)5120GFLOPS (Single), 1300GFLOPS (Double)
Fertigung28nm28nm
Leistungsaufnahme>250W (TDP)250W (TDP)
DirectX11.211.2
OpenGL4.44.4
OpenCL1.11.1
Shader Modell5.05.0
SchnittstellePCIe 3.0 x16PCIe 3.0 x16
BauweiseDual-SlotDual-Slot
Kühlung2x Axial-Lüfter (100mm)1x Axial-Lüfter
Anschlüsse2x DVI, HDMI 1.4a, DisplayPort 1.22x DVI, HDMI 1.4a, DisplayPort 1.2
Externe Stromversorgung1x 8-Pin PCIe, 1x 6-Pin PCIe1x 8-Pin PCIe, 1x 6-Pin PCIe
Abmessungen266x129x38mm267x112x35mm

Die MSI GeForce 780TI TWIN FROZR Gaming

Nachdem wir uns bisher hauptsächlich mit dem äußeren Erscheinungsbild der MSI 780Ti Gaming beschäftigt haben, widmen wir uns nun dem Innenleben des Pixelbeschleunigers. Klar ist, dass alleine die technischen Daten schon eine sehr deutliche Sprache sprechen. Doch als ob die Rohleistung einer „normalen“ GTX 780TI noch nicht genug wäre, musste MSI hier natürlich noch einmal einiges drauflegen. Nicht zuletzt auch, um den happigen Preis von knapp 600€ zu rechtfertigen.

Als erstes sollte man sich das Credo GPU-Takt anschauen, denn dies ist der einzige Unterschied zu einer normalen GTX 780Ti. Dank des hervorragenden Kühlsystems Twin Frozr konnte der Hersteller hier kräftig an der Taktschraube drehen. Der Basistakt wurde von 876MHz auf 1020MHz aufgebohrt und als ob das noch nicht reichen würde, hat man natürlich auch den Boosttakt noch einmal deutlich  von 928 auf 1085MHz erhöht. Dies entspricht im Mittel etwa einer Steigerung von 16,5%. Dies sind allerdings nur die offiziellen Werte, die jede MSI GTX 780Ti erfüllt. In unserem Test zeigte sich, dass die Karte beim Gaming selbstständig stabile 1124MHz erreicht. Lediglich in synthetischen Benchmarks (bspw. FurMark) hielt sich die Karte mit 1097MHz relativ nah an der Herstellervorgabe.  Dies ist damit zu erklären, dass sich der Boost-Takt nach der Momentanleistungsaufnahme sowie der aktuellen Temperatur richtet und Benchmarks bekanntermaßen die Grafikkarten ans Limit bringen. In unserem Fall begann der Takt nach etwa sieben Minuten zu sinken, da dort 73°C erreicht wurden und dies offenbar als Grenzwert eingestellt wurde. Ein weiterer Knackpunkt liegt scheinbar bei 80°C, denn hier wurden in unserem Test letztlich die vom Hersteller angegebenen 1085MHz erreicht. Dabei muss aber gesagt werden, dass sich 80°C nur schwer erreichen lassen, wenn man nicht gerade eine ITX-System bei 30°C Raumtemperatur ohne Gehäusebelüftung betreibt.

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Der einzige wirkliche Konkurrent in Sachen Leistung ist die R9 290X aus dem Hause AMD. Je nachdem, welches Anforderungsprofil man hat, liegt mal die eine und mal die andere Karte vorne. Vor allem, wenn es um Auflösungen jenseits von Full-HD geht kann sich die R9 290X absetzen. Dies verdankt sie einem breiteren Speicherinterface und einem größeren Speicher. Die MSI GTX 780Ti kann hier nämlich „nur“ mit 384bit und 3GB GDDR5 Videospeicher dienen.

Wie bereits erwähnt, sind alle anderen Taktungen gleich geblieben gegenüber dem Referenzmodell. Der ambitionierte Overclocker könnte beim Speicher allerdings sicherlich noch etwas rausholen. Dennoch bitte immer schön dran denken: Die Garantie der 600€-Karte ist dann futsch! Overclocking sollte bei dieser Karte jedoch sowieso nur für die allerwenigsten User ein Thema sein, denn immerhin schlummert unter dem Kühler ein fast vollständig ausgebauter Chip der GK110-Baureihe. Ledigleich die GTX Titan Black hat hier noch das Privileg, den letzten kleinen Rest noch voll ausschöpfen zu dürfen. Wie gesagt, trotzdem sollten alle Spiele auf dem Markt mindestens in Full-HD keinerlei Probleme bereiten.

Auf dem 561mm² großen Chip haben desweiteren 2880 Streamprozessoren mit unglaublichen 7100Mio Transistoren Platz. Möglich wird das durch die geringe Strukturbreite von nur 28nm. Dies sind im übrigen auch jene technischen Daten, auf welche MSI keinerlei Einfluss hat.

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Was uns dann auch schon zum Thema bringt – der Kühler. MSI vertraut hier auf das bewährte Custom-Modell aus eigenem Hause. Der Twin-Frozr-IV-Kühler setzt auf ein Dual-Lüfter-Konzept mit zwei 100mm großen Radiatoren, welche in unserem Test mit maximal 2900rpm erreichten. Damit die Wärme optimal von der GPU abgeführt werden kann, kommen, wie bei vielen anderen Herstellern, einige Heatpipes zum Einsatz. Im Falle des Twin-Frozr-Kühlers säumen hier die beiden äußeren mit einer Größe von stolzen 10mm drei „kleinere“ 8mm Heatpipes. Diese übertragen die Wärme auf 54 Aluminium-Lamellen, welche letztlich durch die Umgebungslusft gekühlt werden. Zwei essentielle Dinge sind noch zu erwähnen. MSI hat sich bei ihrem Kühler die Mühe gemacht und die einzelnen Lamellen mit den Heatpipes verlötet. Dies sorgt für einen deutlich besseren Wärmeübergang, ist aber leider kein Standard bei den Herstellern. Weiterhin lässt sich die sehr gute Verarbeitung des Kühlers hervorheben. Es gibt keine scharfen Ecken und Kanten, kein Klappern und keine labil wirkenden Elemente. Außerdem ist der Kühlkörper vergleichsweise klein. Wer also ein SLI-System plant oder die MSI GTX 780Ti Gaming in einem kleinen Gehäuse unterbringen muss, sollte hier relativ wenig Probleme bekommen. Ein Kritikpunkt bleibt aber auch bei diesem Kühler. Wie fast alle Custom-Designs, hat man auch hier den Nachteil, dass die erwärmte Luft nicht effektiv aus dem Gehäuse transportiert wird, sondern lediglich in das Case gewirbelt wird. Eine gute Gehäusebelüftung ist also Pflicht.

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Den Strom bezieht die MSI GTX 780Ti Twin Frozr Gaming über einen 8Pin sowie einen 6Pin PCIe Stromadapter. Insgesamt kann sie so also 300Watt (75W PCIe, 75W 6Pin, 150W 8Pin) aus der Steckdose saugen. In unserem Test zeigte sich allerdings, dass diese Marke bei weitem noch nicht ausgereizt wird.

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Als Anschlüsse stehen jeweils einmal DisplayPort 1.2 und HDMI 1.4a zur Verfügung. Hinzu kommen zwei DVI-Buchsen, einmal als DVI-D und einmal als DVI-I.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i5 4670k @ 4,5GHz
  • CPU-Kühler: Noctua NH-D15
  • RAM: 8GB Corsair Vengeance DDR3 2133MHz
  • Mainboard: Gigabyte G1.Sniper Z87
  • Systemspeicher: Kinston SSDNow V300 240GB
  • Netzteil: Seasonic SSR-750RM 750Watt
  • Gehäuse: Cooler Master HAF Stacker 935

Benchmarks

Schauen wir uns zuerst die synthetischen Benchmarks an. Da die Testbedingungen stets identisch sind, kann man damit gut Systeme untereinander vergleichen. Über die echte Spieleleistung sagen diese Benches aber recht wenig aus.

3DMark 11

Unser erster Benchmark ist der schon etwas in die Jahre gekommene 3DMark 11 aus dem Hause Futuremark. Die gewählten Einstellungen sind dabei selbsterklärend. In blau seht ihr den P-Score und in orange den X-Score des Gesamtsystems.

3DMark 2013

Die seit Februar 2013 auf dem Markt befindliche und aktuellste Version des 3DMarks musste bei uns natürlich ebenfalls durch den Testparcours. Auch hier wurden die jeweiligen Voreinstellungen gewählt und die Punktzahl bezieht sich, wie gewohnt, auf das Gesamtsystem. Hinzuzufügen ist noch, dass bei den Ice-Storm-Tests extrem hohe FPS-Zahlen von weit über 1000FPS erreicht wurden. Wie fast alle Grafikkarten begann auch die von uns getestete MSI GTX 780Ti Twin Frozr Gaming leicht zu fiepen.

Unigine Heaven 4.0

Mit dem Unigine Heaven Benchmark in der Revision 4 hat es auch ein synthetischer Test in unseren Ablauf geschafft, der ausnahmsweise mal nicht aus dem Hause Futuremark, sondern von der UNIGINE Corp. stammt.

Einstellung Ultra:

  • API: DirectX 11
  • Quality: Ultra
  • Tesslation: Extreme
  • AA: x8
  • Fullscreen: On
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • API: DirectX 11
  • Quality: Medium
  • Tesslation: Normal
  • AA: x2
  • Fullscreen: On
  • Resolution: 1680*1050

Nun aber genug des theoretischen Vorgeplänkels. Was können unsere Testkarten in realen Games wirklich stämmen? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir für euch insgesamt sechs aktuelle Spieleblockbuster in die Bahn geworfen und jeweils in Full-HD und in 1680*1050 Pixel getestet.

Battlefield 4 (1920x1080 + Ultra Einstellungen) Battlefield 4 (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Battlefield 4 ist einer der bekanntesten und meist gespielten Multiplayer-Shooter der vergangenen Monate und bekannt dafür, dass es dem heimischen Rechner einiges abverlangen kann. Das Spiel lässt sich von vorn bis hinten wunderbar flüssig spielen und das in den absoluten ULTRA-Einstellungen. Wer will, kann sogar noch VSYNC aktivieren. Dann sind die FPS auf 60 Bilder pro Sekunde quasi eingefroren und die Grafikkarte wird nur zu etwa 60% ausgelastet. Das spart Strom. Außerdem sinken die Temperatur und der Lärmpegel deutlich. Unsere Einstellungen sind hier wieder recht einfach, denn es sind die gewöhnlichen Voreinstellungen in der jeweiligen Auflösung.

Thief (1920x1080 + Ultra Einstellungen) Thief (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Thief, das Schleichspiel aus dem Hause Looking Glass Studios, Ion Storm Austin und Eidos Montreal lässt das Herz von so manchem Möchtegerndieb höher schlagen. Framedrops konnten wir keine feststellen, sodass man das Game immer ruckelfrei genießen kann. In diesem Spiel haben wir uns wieder zweier Presets bedient. Einmal die Voreinstellung “sehr hoch” in Full-HD und zum anderen “hoch” in 1680*1050 Pixeln.

Company of Heroes 2 (1920x1080 + Max Einstellungen) Company of Heroes 2 (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Das nächste Spiel ist die Fortsetzung eines echten Klassikers – Company Of Heros 2. Insgesamt sind die Framerate-Schwankungen hier sehr gering, sodass man im Großen und Ganzen auch in den Ultra-Einstellungen ein flüssiges Spiel haben kann. Kleinere Hänger sind aber möglich bei größeren Explosionen.

Eine Voreinstellung ist bei CoH2 leider nicht möglich, daher nun die gewählten Einstellungen für euch:

Einstellung Ultra:

  • Bildauflösung im Spiel: 1
  • Bildqualität: Maximum
  • AA: Hoch
  • Texturdetails: Höher
  • Schneedetails: Hoch
  • Physik: Hoch
  • Auflösung: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Bildauflösung im Spiel: 1
  • Bildqualität: Hoch
  • AA: Mittel
  • Texturdetails: Hoch
  • Schneedetails: Mittel
  • Physik: Mittel
  • Auflösung: 1680*1050

Bioshock Infinite (1920x1080 + Ultra Einstellungen) Bioshock Infinite (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Der am 26. März 2013 erschienene dritte Teil der Serie ist in unserem Test das erste Game, in dem man klar sehen kann, dass die reine Rohleistung einer Grafikkarte nicht alles ist. Das Spiel muss auch entsprechend gut programmiert sein, um von der Hardware ordentlich wiedergegeben werden zu können. Im Benchmarkverlauf schwanken die FPS recht stark. Besonders Situation mit hoher Beleuchtung/Schatten sind besonders aufwändig zu berechnen. Die Min-FPS haben hier allerdings nicht allzu viel zu bedeuten, denn diese wurden zu Testbeginn gemessen, wenn man unmittelbar in den Bench einsteigt und haben somit keinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Leider lies sich dieser Fehler nicht ausklammern. Prinzipiell haben also alle drei Karten kein Problem mit dem Game.

Als Einstellungen für den Gaming-Benchmark wurde hier Folgendes gewählt:

Einstellung Ultra:

  • Preset: UltraDXX11_DDOF
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Preset: High
  • Resolution: 1680*1050

Metro Last Light (1920x1080 + Ultra Einstellungen) Metro Last Light (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Ähnlich verhält es sich beim nächsten Titel in der Runde. Der Action-Grusel-Kracher Metro Last Light ist einer der anspruchsvollsten Titel, den es momentan gibt. Auch wenn die durchschnittlichen FPS vermuten lassen, dass man dieses Game in Ultra-Einstellungen mit der MSI GTX 780Ti Gaming spielen könnte, so sieht die Realität doch anders aus. Ein flüssiges Spielerlebnis ist leider nicht möglich. Besonders in Sequenzen mit Explosionen und stark beleuchteten Objekten bricht die Framerate ein. Schade.

Unsere Einstellungen haben wir folgendermaßen gewählt:

Einstellung Ultra:

  • DirectX 11
  • 1920*1080
  • Quality: Very High
  • Texture Filtering: AF 16X
  • Motion Blur: Normal
  • SSAA: On
  • Tesslation: Very High

Einstellung Medium:

  • DirectX 11
  • 1680*1050
  • Quality: High
  • Texture Filtering: AF 4X
  • Motion Blur: Normal
  • SSAA: On
  • Tesslation: High

Guild Wars 2 (1920x1080 + Ultra Einstellungen) Guild Wars 2 (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Als letztes hat es Guild Wars 2 in unser Ensemble geschafft. Auch wenn das MMORPG auf den ersten Blick nicht besonders aufwendig wirkt, verlangt es aber letztlich doch einiges an Grafikleistung. Dies liegt womöglich auch daran, dass die Engine noch auf DirectX 10 basiert. Mit der MSI-Karte steht einem flüssigen Spielerlebnis aber nichts im Wege.

In Sachen Grafikoptionen haben wir uns für Folgendes entschieden:

Einstellung Ultra:

  • Animation: Hoch
  • AA: FXAA
  • Umgebung: Hoch
  • LOD-Distanz: Ultra
  • Reflexionen: Alle
  • Texturen: Hoch
  • Render Sampling: Supersampling
  • Schatten: Ultra
  • Shaders: Hoch
  • Postprocessing: Hoch
  • Charaktermodell-Limit: Am höchsten
  • Charaktermodell-Qualität: Am höchsten
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Animation: Mittel
  • AA: off
  • Umgebung: Mittel
  • LOD-Distanz: Hoch
  • Reflexionen: Gelände und Himmel
  • Texturen: Mittel
  • Render Sampling: Nativ
  • Schatten: Hoch
  • Shaders: Mittel
  • Postprocessing: Niedrig
  • Charaktermodell-Limit: Hoch
  • Charaktermodell-Qualität: Hoch

Overclocking

Beim Thema Overclocking kommt man bei der MSI GTX 780TI Gaming in einen Zwiespalt. Da die Karte bereits mit den Standardeinstellungen unter Volllast zu throtteln beginnt, macht es wenig Sinn, hier ohne Spannungserhöhung oder ähnlichem noch an der Taktschraube der GPU zu drehen. Da dies allerdings auf 98% der Gaming-Overclocker zutrifft, wollen wir es dann auch dabei belassen. Am Rande sei aber erwähnt, dass man bei der Karte mit einer Anhebung des Powertargets und weiterem noch einiges rausholen kann.

Anders sieht es beim Speicher aus. Ohne Probleme konnten wir hier 1922MHz erreichen. Das entspricht einer Steigerung von knappen 10%. Warum MSI hier von Haus aus die Finger davon gelassen hat, ist uns ein Rätsel.

Wie immer müssen wir aber auch an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen: Bei jeglichen Übertaktungsversuchen geht die Garantie verloren! Bitte ändert hier nur etwas an den Einstellungen, wenn ihr wisst, was ihr tut bzw. wenn ihr den Verlust einer 600€-Karte verkraften könnt

Stromverbrauch, Lautstärke und Temperaturen

Verbrauch (Watt)

Kommen wir als erstes zur Leistungsaufnahme. Tradtionell liegt Nvidia hier vor AMD. Auch in unserem Test konnte dies bestätigt werden. Trotz etwa 25% mehr Grafikleistung gegenüber der 280X ist der Stromverbrauch nicht übermäßig viel größer. Im Gegenteil: Teils kann die MSI GTX 780Ti die giftige AMD-Karte sogar unterbieten.

Temperaturen

Lüftergeschwindigkeiten

Lautstärke

Stromverbrauch, Lautstärke und Temperaturen hängen unmittelbar zusammen! So lautet der allgemeingültige Leitsatz. Doch MSI zeigt hier eindrucksvoll, was technisch machbar ist. Denn auch wenn Lautstärke und Lüfterdrehzahlen ähnlich sind wie bei der R9 280X, welche wir noch als nervtötend und laut beschrieben haben, kommen wir hier zu einem anderen Schluss. Klar hört man die Karte unter Last, aber das Geräusch ist keineswegs nervend. Ist es bei der Toxic-Karte noch ein lautes Kreischen, könnte man den Ton des MSI-Modells eher als rauschend beschreiben. Es ist  nicht störend. Selbst ohne Headset kann man bequem zocken. Im Idle bzw. beim Filme Schauen oder ähnlichem kann man den Twin-Frozr-IV-Kühler schlicht als unhörbar einstufen. Genauso sollte es sein. Weiter so!

Persönliches Fazit

Kommen wir zu unserem Fazit. MSI hat mit dieser Karte wieder ein mehr als überzeugendes Produkt abgeliefert. Das steht fest. Für die Karte, die im allgemeinen derzeit für etwa 600€ auf Amazon erhältlich ist, spricht natürlich die enorme Rechenpower. Aber auch die relativ aggressive Werksübertaktung die in der Garantie mit inbegriffen ist, spricht für dieses Modell. Trotzdem hält sich die Leistungsaufnahme doch ziemlich in Grenzen. Dies ist vermutlich auch ein Grund dafür, dass wir auch von der hervorragenden Geräuschkulisse voll überzeugt waren. Es ist lediglich der Preis, der einen erst einmal schlucken lässt, zumal man im Lieferumfang leider nur den Standard vorfindet. Wenn das nötige Taschengeld aber vorhanden ist, werden sowohl Silent-Enthusiasten als auch Core-Gamer definitiv glücklich mit dieser Karte. Unsere Redaktion kann die MSI GTX 780Ti Twin Frozr Gaming auf jeden Fall zum Kauf empfehlen.

Positiv
+ hohe Übertaktung
+ grandiose Leistung
+ sehr geringe Lautstärke
+ moderater Verbrauch
Negativ
– hoher Anschaffungspreis
– lediglich Standardlieferumfang

Für die dargebotene Leistung und den tollen Kühler verdient sich die MSI GTX 780Ti Twin Frozr Gaming allemal unseren Hardbloxx LeistungsTIPP-Award.

LeistungsTIPP Award

Unterstützt uns und kauf die Karte HIER auf Amazon! Ansonsten könnt ihr HIER die Preise vergleichen!

Euer Hardbloxx-Team

Testbericht erstellt durch Hardbloxx.Robin

Test / Testbericht: Sapphire R9 280X Toxic 3GB

Darf’s ein bisschen mehr sein? Wem das Standardmodell der R9 280X Serie zu langsam ist, aber das nötige Kleingeld für die High-End-Modelle nicht hat, der versucht für gewöhnlich mit starker Übertaktung noch die letzten Leistungsreserven aus der Hardware herauszuquetschen. Leider birgt dies auch eine Vielzahl an Risiken, die man allzu leicht unterschätzt. Die Garantie erlischt, die Karte kann gegrillt werden und dabei noch andere Komponenten mit in den Tod reißen und und und. Genau da setzt Sapphire an und bietet dem Kunden eine sehr stark übertaktete Variante R9 280X mit besserem Kühldesign an – volle Herstellergarantie versteht sich! Natürlich ist das nicht ganz kostenlos, aber allemal günstiger, als in höhere Leistungsklassen zu investieren. In unserem Test werden wir herausfinden, ob sich dieser Aufpreis lohnt oder ob es sich dabei doch eher um einen Marketing-Gag handelt.

Sapphire-R9-280X-Toxic-1
Sapphire-R9-280X-Toxic-7
Sapphire-R9-280X-Toxic-5
Sapphire-R9-280X-Toxic-9

Lieferumfang

Die Verpackung der R9 280X Toxic ist wie bei allen „giftigen“ Karten in einem schwarz-orangen Design gehalten. Auf der Front prangt natürlich der übermächtige Sapphire Schriftzug in der Name der Karte: R9 280X Toxic. Wie üblich sind an den Seiten und der Rückseite die übrigen technischen Raffinessen und Details untergebracht. Öffnet man den Karton, in dem die Umverpackung seitlich abgestreift wird, kommt als erstes die über allem thronende Karte selbst zum Vorschein. Da die 280X denselben Kühler verwendet wie die kürzlich von uns geteste Sapphire R9 270X Toxic ist sie natürlich genauso montrös. Auch hier konnten wir es kaum fassen, welche Ausmaße diese Karte annimmt. Kramt man weiter im Karton, findet man natürlich auch den Zubehörkasten. Inhaltlich hat sich hier aber wenig getan:

  • 2x Adapter-Strom 6-Pin PCIe auf 4-Pin Molex
  • Crossfire-Brücke
  • Quick-Installation-Guide
  • Adapter miniDP/DP
  • HDMI-Kabel 1,8m
  • Software-CD

Statt des DVI-/VGA-Adapters liegt nun der Displayportadapter bei. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich hier um eine 300€-Karte handelt, hätte man auch mehr erwarten können. Viele Hersteller legen, insbesondere in dieser Preisregion, noch ein Spiel oder ähnliches bei. Dafür hat es bei Sapphire anscheinend nicht mehr gereicht. Selbst ein DVI-/VGA-Adapter wird von vielen auch heute noch gebraucht, etwa für kleine Zweitmonitore usw. Schade, aber letztlich kann man auch hier sagen: Die Grundausstattung ist vorhanden. Nicht mehr und nicht weniger.

Technische Daten

Zum besseren Vergleich findet ihr hier die Daten von gleich zwei Boliden aus der jüngeren Vergangenheit. So könnt ihr leichter erkennen, worin Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Toxic-Modellen R9 280X und R9 270X liegen.

ChipTahiti XTL (R9 280X)Pitcairn (R9 270X)
Chiptakt1100MHz, Boost: 1150MHz1100MHz, Boost: 1150MHz
Speicher3GB GDDR5, 1600MHz (6400MHz), 384bit2GB GDDR5, 1500MHz (6000MHz), 256bit
Shader-Einheiten/TMUs/ROPs2048/128/321280/80/32
Rechenleistung4506GFLOPS (Single), 1127GFLOPS (Double)2816GFLOPS (Single), 176GFLOPS (Double)
Fertigung28nm28nm
Leistungsaufnahme250W (TDP), NA (Leerlauf)185W (TDP), 10.43W (Leerlauf)
DirectX11.211.2
OpenGL4.34.3
OpenCL1.21.2
Shader Modell5.05.0
SchnittstellePCIe 3.0 x16PCIe 3.0 x16
BauweiseDual-SlotDual-Slot
Kühlung3x Axial-Lüfter (2x 92mm + 80mm)3x Axial-Lüfter (2x 92mm + 80mm)
Anschlüsse2x DVI, HDMI 1.4a, 2x Mini DisplayPort 1.22x DVI, HDMI 1.4a, DisplayPort 1.2
Externe Stromversorgung2x 8-Pin PCIe2x 6-Pin PCIe
Abmessungen308x113x41mm308x113x41mm

Die Sapphire R9 280X Toxic

Beleuchten wir nun die technischen Daten etwas näher und finden so heraus, wo genau Sapphire angesetzt hat, um auch die letzten Leistungsreserven aus der Referenzkarte herauszukitzeln. Als erstes fällt das Hauptaugenmerk sofort auf die GPU-Taktrate, sprich: Wie viele Berechnungsvorgänge werden pro Sekunde eingeleitet. Ursprünglich lag dieser Wert bei 850MHz Grundtakt bzw. 1000MHz im Boost-Modus. Dies war Sapphire nicht genug, denn hier wurde der Takt auf 1100MHz respektive 1150MHz erhöht. Dies entspricht im Mittel einer Steigerung um 16,3%. Aber Achtung: Diese Steigerung ist nicht proportional zur Endgrafikleistung. Fakt ist aber, dass dies zusammen mit anderen Faktoren den Unterschied machen kann zwischen knapp unspielbar und einem geradeso flüssigen Spielerlebnis.

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Um mehr Leistung aus der Karte zu bekommen, ist die GPU-Taktrate natürlich nicht alles. Ebenfalls sehr wichtig ist der Speicher. Auf der Sapphire R9 280X Toxic sind davon ganze 3GB des modernen GDDR5-Speichers verbaut, welche über ein 384bit Interface angebunden sind. Auch dieser VRAM besitzt eine Taktfrequenz, die unter normalen Umständen bei 1500MHz liegt. Bei unserer Karte wurde aber auch hier kräftig an der Taktschraube gedreht, sodass nun 1600MHz auf der Uhr stehen bzw. mit einem Multiplikator von 4 werden daraus nun satte 6400MHz Effektivtakt. Zusammen ist dies auf jeden Fall ausreichend um alles in FULL-HD darzustellen und auch höhere Auflösungen sind dank des relativ großen Speicherinterfaces möglich.

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Abgesehen von GPU- und Speichertakt gibt es aber natürlich auch noch einige Größen, die für die Leistung einer Grafikkarte entscheidend sind, auf die Sapphire aber keinerlei Einfluss hat. Auf jeder R9 280X  sorgen 2048 Streamprozessoren mit 4300Mio Transistoren für genügend Rechenpower und das auf einer DIE-Fläche von nur 352 Quadrtatmillimetern. Möglich ist dies durch das moderne Fertigungsverfahren mit einer Strukturbreite von 28nm.

Bei der Stromversorgung hat Sapphire wieder aufgerüstet. Standardmäßig setzt die R9 280x auf einen 6-Pin- und einen 8-Pin- Anschluss. Der Hersteller stockt wegen der Übertaktung hier auf und stattet die Toxic-Variante mit zwei 8-Pin-Anschlüssen aus. Theoretisch kann die Karte jetzt also 375W (75W PCIe + 150W pro 8-Pin) aus der Steckdose saugen. In der Praxis wird dies allerdings nicht erreicht.

Irgendwie muss man dieses Monstrum natürlich auch kühlen und dank der Übertaktung ist der Aufwand hierfür sogar noch größer als bei der Standardvariante. Wie bei der „kleineren“ R9 270X Toxic setzt Sapphire auch bei der R9 280X auf den bewährten TRI-X-Kühler aus eigenem Hause. Aus einem Kupferkern, der die Wärme direkt von der GPU aufnimmt, führen drei mächtige Heatpipes in den eigentlichen Kühler aus Aluminiumfinnen. Da die natürliche Konvektion erwärmter Luft bei dieser enormen Wärmeentwicklung nicht mehr ausreicht, muss hier aktiv belüftet werden. Dies geschieht durch zwei 85mm Lüftern und einem mittig gelegenen 75mm Lüfter. Ob dieser Kühler auf der R9 280X Toxic genauso gut arbeitet wie auf dem kleinen Schwestermodell, wird sich noch zeigen.

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Der nächste Punkt ist die Frage nach der Anschlussvielfalt. Hier kann die Sapphire R9 280X Toxic mit 2x DVI, einmal HDMI 1.4a und zweimal Mini DisplayPort 1.2 auftrumpfen. Durch AMDs Eyefinity-Technologie können so auch mehrere Monitore gleichzeitig benutzt werden bzw. zu einem zusammengeschlossen werden.

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Ein weiterer guter Grund sich diese Karte zu kaufen, ist die Unterstützung von Mantle. Diese Programmierschnittstelle, welche in direkter Konkurrenz zu Microsofts DirectX 11 steht, holt in vielen Spielen nochmals einige FPS mehr raus. Natürlich nur, wenn dass Spiel auch auf der Mantle-Kompatibilitätsliste steht. Ein typisches Beispiel hierfür wäre Battlefield 4, wo im Schnitt etwa 15FPS mehr drin sind. Mantle wird übrigens von der gesamten R9-200er Serie unterstützt und selbst einige der Karten der älteren 7000er Reihe können damit umgehen.

Wem das immer noch zu viel Geld ist, für den haben wir hier noch einen echten Geheimtipp: Der unmittelbare Vorgänger der R9 280X ist die HD7970 in der GHz-Edition. Beide Grafikkarten besitzen als Grundlage denselben Chip und unterscheiden sich nur minimal voneinander. Böse Zungen behaupten sogar, dass nur eine Umlabelung stattgefunden hat. Auch in diversen Benchmarks sind beide Karten etwa gleichauf. Dies ist im Übrigen nicht nur bei AMD so. Auch Nvidia hat bei manchen Modellen ihrer GTX 700er Serie etwas geschummelt. Hoffen wir, dass dies nicht zu einem neuen Trend wird, um zu vertuschen, dass sich echte Innovationen nur noch selten ausmachen lassen. Fakt ist jedenfalls: Am Ende bekommt man beinahe dieselbe Leistung für einige Euros weniger!

Testsystem

Prozessor: Intel Core i5 4670k @ 4,5GHz

CPU-Kühler: Noctua NH-D15

RAM: 8GB Corsair Vengeance DDR3 2133MHz

Mainboard: Gigabyte G1.Sniper Z87

Systemspeicher: Kinston SSDNow V300 240GB

Netzteil: Seasonic SSR-750RM 750Watt

Gehäuse: Cooler Master HAF Stacker 935

Benchmarks

Schauen wir uns zuerst die synthetischen Benchmarks an. Da die Testbedingungen stets identisch sind, kann man damit gut Systeme untereinander vergleichen. Über die echte Spieleleistung sagen diese Benches aber recht wenig.

3DMark 11Unser erster Benchmark ist der schon etwas in die Jahre gekommene 3DMark 11 aus dem Hause Futuremark. Die gewählten Einstellungen sind dabei selbsterklärend. In blau seht ihr den P-Score und in orange den X-Score des Gesamtsystems.

3DMark 2013Die seit Februar 2013 auf dem Markt befindliche und aktuellste Version des 3DMarks musste bei uns natürlich ebenfalls durch den Testparcour. Auch hier wurden die jeweiligen Voreinstellungen gewählt und die Punktzahl bezieht sich, wie gewohnt, auf das Gesamtsystem. Hinzuzufügen ist noch, dass bei den Ice-Storm-Tests extrem hohe FPS-Zahlen von weit über 1000FPS erreicht wurden. Wie fast alle Grafikkarten begann auch die von uns getestete Sapphire R9 280X Toxic hier stark an zu fiepen.

Unigine Heaven 4.0Mit dem Unigine Heaven Benchmark in der Revision 4 hat es auch ein synthetischer Test in unseren Ablauf geschafft, der ausnahmsweise mal nicht aus dem Hause Futuremark, sondern von der UNIGINE Corp. stammt.

Einstellung Ultra:

  • API: DirectX 11
  • Quality: Ultra
  • Tesslation: Extreme
  • AA: x8
  • Fullscreen: On
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • API: DirectX 11
  • Quality: Medium
  • Tesslation: Normal
  • AA: x2
  • Fullscreen: On
  • Resolution: 1680*1050

Nun aber genug des theoretischen Vorgeplänkels. Was können unsere Testkarten in realen Games wirklich stämmen? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir für euch insgesamt sechs aktuelle Spieleblockbuster in die Bahn geworfen und jeweils in Full-HD und in 1680*1050 Pixel getestet.

Battlefield 4 (1920x1080 + Ultra Einstellungen)Battlefield 4 (1680x1050 + hohe Einstellungen)Battlefield 4 ist einer der bekanntesten und meist gespielten Multiplayer-Shooter der vergangenen Monate und bekannt dafür, dass es dem heimischen Rechner einiges abverlangen kann. Das Spiel lässt sich selbst ohne Mantle flüssig von vorn bis hinten spielen. Mit aktiviertem Mantle sind nochmals 10-15FPS mehr drin. Unsere Einstellungen sind hier wieder recht einfach, denn es sind die gewöhnlichen Voreinstellungen in der jeweiligen Auflösung.

Thief (1920x1080 + Ultra Einstellungen)Thief (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Thief, das Schleichspiel aus dem Hause Looking Glass Studios, Ion Storm Austin und Eidos Montreal lässt das Herz von so manchem Möchtegerndieb höher schlagen. Framedrops konnten wir keine feststellen, sodass man das Game immer ruckelfrei genießen kann. In diesem Spiel haben wir uns wieder zweier Presets bedient. Einmal die Voreinstellung „sehr hoch“ in Full-HD und zum anderen „hoch“ in 1680*1050 Pixeln.

Company of Heroes 2 (1920x1080 + Max Einstellungen)Company of Heroes 2 (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Das nächste Spiel ist die Fortsetzung eines echten Klassikers – Company Of Heros 2. Insgesamt sind die Framerate-Schwankungen hier sehr gering, sodass man im Großen und Ganzen auch in den Ultra-Einstellungen ein flüssiges Spiel haben kann. Kleinere Hänger sind aber möglich bei größeren Explosionen.

Eine Voreinstellung ist bei CoH2 leider nicht möglich, daher nun die gewählten Einstellungen für euch:

Einstellung Ultra:

  • Bildauflösung im Spiel: 1
  • Bildqualität: Maximum
  • AA: Hoch
  • Texturdetails: Höher
  • Schneedetails: Hoch
  • Physik: Hoch
  • Auflösung: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Bildauflösung im Spiel: 1
  • Bildqualität: Hoch
  • AA: Mittel
  • Texturdetails: Hoch
  • Schneedetails: Mittel
  • Physik: Mittel
  • Auflösung: 1680*1050

Bioshock Infinite (1920x1080 + Ultra Einstellungen)Bioshock Infinite (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Der am 26. März 2013 erschienene dritte Teil der Serie ist in unserem Test das erste Game, in dem man klar sehen kann, dass die reine Rohleistung einer Grafikkarte nicht alles ist. Das Spiel muss auch entsprechend gut programmiert sein, um von der Hardware ordentlich wiedergegeben werden zu können. Im Benchmarkverlauf schwanken die FPS recht stark. Besonders Situation mit hoher Beleuchtung/Schatten sind besonders aufwändig zu berechnen. Die Min-FPS haben hier allerdings nicht allzu viel zu bedeuten, denn diese wurden zu Testbeginn gemessen, als man unmittelbar in den Bench einsteigt und haben somit keinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Leider lies sich dieser Fehler nicht ausklammern. Prinzipiell haben also alle drei Karten kein Problem mit diesem Game.

Als Einstellungen für den Gaming-Benchmark wurde hier Folgendes gewählt:

Einstellung Ultra:

  • Preset: UltraDXX11_DDOF
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Preset: High
  • Resolution: 1680*1050

Metro Last Light (1920x1080 + Ultra Einstellungen)Metro Last Light (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Ähnlich verhält es sich beim nächsten Titel in der Runde. Der Action-Grusel-Kracher Metro Last Light ist einer der anspruchsvollsten Titel, den es momentan gibt. Auch wenn die durchschnittlichen FPS vermuten lassen, dass man dieses Game in Ultra-Einstellungen mit der Sapphire R9 280X Toxic spielen könnte, so sieht die Realität doch anders aus. Ein flüssiges Spielerlebnis ist leider nicht möglich. Besonders in Sequenzen mit Explosionen und stark beleuchteten Objekten bricht die Framerate ein. Schade.

Unsere Einstellungen haben wir folgendermaßen gewählt:

Einstellung Ultra:

  • DirectX 11
  • 1920*1080
  • Quality: Very High
  • Texture Filtering: AF 16X
  • Motion Blur: Normal
  • SSAA: On
  • Tesslation: Very High

Einstellung Medium:

  • DirectX 11
  • 1680*1050
  • Quality: High
  • Texture Filtering: AF 4X
  • Motion Blur: Normal
  • SSAA: On
  • Tesslation: High

Guild Wars 2 (1920x1080 + Ultra Einstellungen)Guild Wars 2 (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Als letztes hat es Guild Wars 2 in unser Ensemble geschafft. Auch wenn das MMORPG auf den ersten Blick nicht besonders aufwendig wirkt, verlangt es aber letztlich doch einiges an Grafikleistung. Dies liegt womöglich auch daran, dass die Engine noch auf DirectX 10 basiert. Prinzipiell steht mit der Sapphire R9 280X Toxic einem flüssigen Spielerlebnis aber nichts im Wege.

In Sachen Grafikoptionen haben wir uns für Folgendes entschieden:

Einstellung Ultra:

  • Animation: Hoch
  • AA: FXAA
  • Umgebung: Hoch
  • LOD-Distanz: Ultra
  • Reflexionen: Alle
  • Texturen: Hoch
  • Render Sampling: Supersampling
  • Schatten: Ultra
  • Shaders: Hoch
  • Postprocessing: Hoch
  • Charaktermodell-Limit: Am höchsten
  • Charaktermodell-Qualität: Am höchsten
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Animation: Mittel
  • AA: off
  • Umgebung: Mittel
  • LOD-Distanz: Hoch
  • Reflexionen: Gelände und Himmel
  • Texturen: Mittel
  • Render Sampling: Nativ
  • Schatten: Hoch
  • Shaders: Mittel
  • Postprocessing: Niedrig
  • Charaktermodell-Limit: Hoch
  • Charaktermodell-Qualität: Hoch

Overclocking

Kommen wir nun zum Punkt des Übertaktens. Vorweg sei gleich gesagt, dass wir uns durchaus darüber bewusst sind, dass man sich eine Karte, wie die von uns hier getestete Sapphire R9 280X Toxic, nicht holt, um diese noch weiter zu overclocken. In der Regel kauft diese Karte jemand, der sich nicht mehr „die Hände schmutzig machen will“ und damit auch noch sämtliche Garantieansprüche verliert.

Trotzdem wollten wir natürlich wissen, was hier im speziellen möglich ist. Nach einigem hin und her haben wir letztlich einen GPU-Takt von 1203MHz erreicht und zwar ohne eine Spannungserhöhung. Mehr war daher nicht zu machen, da der Kühler schon mit den Werkseinstellungen ordentlich werkeln muss. Beim Speicher konnten wir ebenfalls noch einiges rausholen. Hier lag das Endergebnis bei 1653MHz. Dies ist insofern erstaunlich, wenn man sich nochmal ins Gedächtnis ruft, was eine R9 280X für Standardwerte aufweist. Und es wäre bei einem anderen Kühler sicherlich noch mehr drin gewesen.

An dieser Stelle müssen wir aber noch einmal darauf hinweisen, dass bei jeglichen Versuchen in diese Richtung natürlich die Garantieansprüche verloren gehen. Da die ohnehin schon sehr hohe Lautstärke aber dank Zusatzoverclockings nochmals gesteigert wurde, empfehlen wir diesen Schritt aber niemandem – zumindest nicht mit diesem Kühler.

Stromverbrauch, Lautstärke und Temperaturen

Verbrauch (Watt)

Der Verbrauch ist leicht über dem von uns erwarteten Wert. Besonders wenn man bedenkt, dass eine GTX 780Ti noch einmal deutlich stärker ist und dabei genauso viel oder gar weniger Leistung benötigt.

Temperaturen

Lüftergeschwindigkeiten

Nachdem wir von dem Kühler auf der Sapphire R9 270X mehr als begeistert waren, hatten wir eigentlich erwartet, dass er auch auf der 280X super Arbeit verrichtet. Dies ist allerdings nicht der Fall. Sind die Lüfter im Desktop-Betrieb noch leise säuselnd, entwickeln sie sich unter Last zu einem tösenden Monstrum. Hier merkt man, dass die 280X etwa 100W mehr verbraucht, wovon offensichtlich viel in Wärme umgewandelt wird.

Lautstärke

Was sich bei der Lüfterdrehzahl bereits vermuten ließ, wird nun selbstverständlich auch bei der Lautstärkemessung bestätigt. Unter Last ist die Sapphire R9 280X Toxic selbst unter einem Headset noch deutlich wahrnehmbar. Ohne Headset wird dieser Sturm unterm Schreibtisch einfach nervig. Schade.

Fazit

Mit der R9 280X Toxic hat Sapphire eine Karte ins Rennen geschickt, die jeder normalen R9 280X deutlich überlegen ist. Die 285€, die die Karte momentan auf Amazon kostet, sind also nicht nur dem Markennamen geschuldet. Höhere Taktraten, gute Übertaktbarkeit, eine Backplate und viele weitere Kleinigkeiten sprechen definitiv für einen Kauf. Ob einem der Aufpreis von knapp 55€ gegenüber einer normalen R9 280X wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Insbesondere Silent-Fanatiker werden mit dieser Karte sicherlich nicht glücklich. Auch unser Redaktionsteam befindet diese Karte für eindeutig zu laut unter Last. Das ist schlicht nicht mehr zeitgemäß. Alle anderen, die nur auf die Leistung schauen, werden hier aber definitiv auf ihre Kosten kommen.

Positiv

+ hohe Taktraten
+ hohe Leistung
+ viele Anschlussmöglichkeiten
+ gut übertaktbar

Negativ

– Lautstärke unter Last
– erhöhte Leistungsaufnahme
– Preis zu hoch ohne Beigaben

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Euer Hardbloxx-Team

Testbericht erstellt von Hardbloxx.Robin

Test/Testbericht: Sapphire R9 270X Toxic 2GB

Welcher Gamer kennt das Problem nicht: Große Marken, große Grafikkarten und vor allem große Preise können einem schnell die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Oftmals ist der Geldbeutel schneller leer als erwartet und man fragt sich, wie man diesem Dilemma entgehen kann.Viele Gamer lassen allerdings eine Frage außer Acht: Wie viel Leistung brauche ich eigentlich wirklich, um aktuelle Spiele flüssig darstellen zu können? Oftmals muss es gar nicht das absolut Beste sein, was der Markt momentan hergibt. Auch Mittelklasse-Karten im Gaming-Bereich haben inzwischen ausreichend Dampf unter der Haube, um den Durchschnittsgamer glücklich zu machen. Natürlich reicht die Leistung dann nicht für Jahre aus, aber das muss sie auch gar nicht, denn bei Preisen um 200€ statt 600€ und mehr für High-End-Modelle kann man sich auch öfter mal was Neues gönnen und ist am Ende womöglich auch noch insgesamt günstiger dran.

Genau um solch ein Modell der Mittelklasse soll es in unserem heutigen Test gehen. Die Sapphire Radeon R9 270X Toxic besitzt einen hochgezüchteten Curacao XT Chipsatz, 2GB GDDR5 Speicher und vieles mehr. Zusammen reicht dies bei FullHD-Auflösung locker aus, um so ziemlich alle aktuellen Titel flüssig in sehr hohen Einstellungen darzustellen – eine entsprechende CPU und genügend RAM vorausgesetzt.

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Lieferumfang

Ein knalliges Orange ziert die Verpackung der 270x Toxic aus dem Hause Sapphire. Schon jetzt lässt sich erahnen, dass die Karte absolut giftig ist und bspw. in einem Bürorechner absolut nichts zu suchen hat. Unterstützt wird dieser Eindruck von den vielen kleinen und größeren Schriftzügen auf dem Karton, die der Hersteller so geschickt platziert und farblich unterlegt hat, dass sie interessierten Kunden direkt ins Auge fallen. Doch genug über die Kartonage geschwafelt, das ist nun wirklich nicht das Wichtigste, wenn man knapp 200€ in dieses Prachtstück investiert hat. Öffnet man die Umverpackung, kommt ein brauner (echt hässlicher) Innenbehälter zum Vorschein. Ob dieses Ding zum Umweltschutz beiträgt oder einfach nur dem Sparhammer zum Opfer fiel – wer weiß das schon. Hoffen wir, dass es zumindest wegen der Umwelt so aussieht. Öffnet man nun auch den Innenkarton, fällt der Blick sofort auf das Monstrum. Anders kann man es wirklich nicht beschreiben. Es ist definitiv eine der größten Karten, die wir je in der Redaktion liegen hatten. Absolut schickes Design, absolut passend zur Namensgebung, aber eben auch absolut gigantisch. Jeder Käufer sollte sich dessen, am besten vor der Bezahlung, bereits bewusst sein. Unter der R9 270X Toxic kommt schließlich noch eine kleine schmale Kiste zum Vorschein, die zu aller Überraschung doch relativ gut mit Zubehör gefüllt ist. Dies besteht aus Folgendem:

  • 2x Adapter-Strom 6-Pin PCIe auf 4-Pin Molex
  • Crossfire-Brücke
  • Quick-Installation-Guide
  • Adapter DVI/VGA
  • HDMI-Kabel 1,8m
  • Software-CD

Inbesondere ein HDMI-Kabel ist eher selten beigelegt, vor allem in dieser Preisklasse. Das gefällt! Einziges Manko ist ein fehlender Code für ein Game. Bei vielen anderen Anbietern von AMD-Karten ist dies mit dabei. Aber wie immer im Leben kann man wohl manchmal nicht alles haben. Insgesamt hinterlässt der Lieferumfang aber dennoch einen guten Eindruck. Alles Nötige ist dabei.

Technische Daten

Schauen wir uns als erstes die technischen Daten an. Daraus lässt sich gut ableiten, mit was wir es hier zu tun haben. Als kleinen Vergleich findet ihr hier auch gleich die Daten der R9 280X Toxic aus gleichem Hause.

ChipTahiti XTL (R9 280X)Pitcairn (R9 270X)
Chiptakt1100MHz, Boost: 1150MHz1100MHz, Boost: 1150MHz
Speicher3GB GDDR5, 1600MHz (6400MHz), 384bit2GB GDDR5, 1500MHz (6000MHz), 256bit
Shader-Einheiten/TMUs/ROPs2048/128/321280/80/32
Rechenleistung4506GFLOPS (Single), 1127GFLOPS (Double)2816GFLOPS (Single), 176GFLOPS (Double)
Fertigung28nm28nm
Leistungsaufnahme250W (TDP), NA (Leerlauf)185W (TDP), 10.43W (Leerlauf)
DirectX11.211.2
OpenGL4.34.3
OpenCL1.21.2
Shader Modell5.05.0
Schnittstelle 270PCIe 3.0 x16PCIe 3.0 x16
BauweiseDual-SlotDual-Slot
Kühlung3x Axial-Lüfter (2x 92mm + 80mm)3x Axial-Lüfter (2x 92mm + 80mm)
Anschlüsse2x DVI, HDMI 1.4a,2x Mini DisplayPort 1.22x DVI, HDMI 1.4a, DisplayPort 1.2
Externe Stromversorgung2x 8-Pin PCIe2x 6-Pin PCIe
Abmessungen308x113x41mm308x113x41mm

Die Sapphire Radeon R9 270X Toxic

Wie man in den technischen Daten schon sieht, kommt die Sapphire R9 270X Toxic mit etwas weniger daher als die R9 280X und gehört damit in den Bereich der gehobenen Mittelklasse, was man nicht zuletzt auch am Preis erkennen kann. Was als erstes auffällt, ist der stark erhöhte Takt (Rate der Berechnungsvorgänge pro Sekunde) der GPU (Graphics Processing Unit) der Toxic-Variante der R9 270X. Kommt die Standardvariante gerade einmal auf  1000MHz, hat Sapphire hier ganze Arbeit geleistet und die Taktfrequenz auf anständige 1100MHz erhöht. Aber Achtung: Mit einer Taktsteigerung von 10% muss nicht zwangsläufig auch ein Leistungsplus von um die 10% erreicht werden. In der Regel ist dies deutlich weniger und absolut anwendungsabhängig. Es kann aber zum Beispiel den Unterschied machen, ob man in einem Spiel knapp unspielbare 22 FPS (Frames Per Second) oder gerade so ausreichende 28 Bilder pro Sekunde hat. Der GPU-Takt ist aber natürlich noch nicht alles.

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Ein weiteres Kernelement, um jeder Aufgabe gewachsen zu sein, ist der Speicher (bzw. auch VRAM genannt) den jede moderne Grafikkarte besitzt. Auf der Sapphire R9 270X Toxic sind davon satte 2GB verbaut. Standardmäßig taktet dieser bei allen R9 270X Modellen mit 1400MHz, doch auch hier hat Sapphire etwas nachgeholfen, sodass nun 1500MHz zur Verfügung stehen. Mit einem Multiplikator von 4 macht dies am Ende recht ordentliche 6000MHz Effektivtakt. Auch die Anbindung des Speichers an die GPU (Speicherinterface) ist ein entscheidender Faktor. Je breiter das Interface ist, umso besser. Mit steigender Auflösung wird dieses Kriterium immer wichtiger, da bei geringeren Pixeldichten ein Großteil durch die hohe Taktfrequenz des nach heutigen Standards verbauten GDDR5-Speichers ausgeglichen werden kann. Auch hierfür ist also wichtig, genau zu wissen, für was man seine Grafikkarte verwenden möchte. Bis FULL-HD sollte ein 256Bit-Interface, wie bei unserer R9 270X, locker ausreichen. Geht es darüber oder gar in den Bereich vonn 4K-Auflösungen reicht dies nicht mehr.

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Das dritte große Kriterium zur Grafikkartenauswahl sind die Shader-Einheiten (oder auch Stream Processing Units genannt), welche letztlich für die tatsächliche Berechnung von 3D-Welten zuständig sind. In der Regel gilt: Je mehr, desto besser! In unserem Falle besitzt die R9 270X 1280 Stück davon. Dies ist im übrigen bei allen R9 270X der Fall, da dies eine chipgebundene Größe ist. Da kann auch Sapphire oder sonst irgendein anderer Hersteller nichts dran ändern.

Weiter geht’s mit der Stromversorgung. Standardmäßig setzt die R9 270x, wie auch unsere Toxic-Variante, hier auf zwei 6-Pin-Anschlüsse. Zusammen mit der Stromversorgung vom PCIe-Slot kann die Grafikkarte so 225Watt (75W PCIe; 75W pro 6PIN) an Leistung aufnehmen. Laut unserem Test (s.u.) solllte dies mehr als ausrechen, da sich die von uns gemessenen Werte stets auf das Gesamtsystem beziehen und nicht nur auf die Graka.

Wie bei allen elektronischen Bauteilen wird leider nicht die gesamte eingesetzte elektrische Energie in „Rechenkraft“ umgesetzt. Ein Großteil wird in Wärme umgewandelt und muss abgeführt werden. Hier hat sich Sapphire wieder etwas Spezielles überlegt und den TRI-X Kühlkörper entwickelt. Dieser besteht aus einer Kupferbodenplatte (sehr gute Wärmeleitfähigkeit), in welchem insgesamt 3 Heatpipes münden. Diese Wärmeleitrohre (2x 8mm und 1x 10mm Durchmesser) transportieren die Wärme in zwei Kühlkörper: ein etwas kleinerer auf der Seite der Bildschirmanschlüsse und ein weit ausladender auf der gegenüberliegenden Seite. Da die natürliche Konvektion (Aufsteigen erwärmter Luft) in diesen Leistungsregionen nicht mehr ausreicht, wird diese durch drei zusätzliche Lüfter unterstützt bzw. erzwungen. Mittig sitzt ein 70mm Lüfter, rechts und links davon je ein Exemplar mit 85mm Durchmesser. Zusammen halten sie die Karte bei angenehmer Lautstärke vergleichsweise kühl. Wer also besonderen Wert auf die Lautstärke seines PCs legt, sollte hier genauer hinsehen. Ebenfalls zur Kühleinrichtung gehört bei der Sapphire R9 270x Toxic eine sogenannte Backplate (Metallplatte auf der Rückseite der Grafikkarte). Diese ist vor allem im Leistungsbereich dieser Grafikkarte recht selten anzutreffen. Leider wird aus Kostengründen meist weggelassen. Die Platte sorgt auf der einen Seite dafür, dass sich die abgegebene Wärme der GPU und anderer Komponenten besser verteilt. Der andere und deutlich wichtigere Aspekt ist aber der, dass damit die Stabilität der Karte deutlich erhöht wird. Nicht selten kommt es vor, dass sich Grafikkarten aufgrund der schweren Kühlkörper und der Wärmeeinwirkung bei Betrieb im Laufe der Zeit verziehen. Dabei kann es an den Lötstellen und auch im PCB (printed circuit board oder auch Leiterplatte) zu Spannungsrissen kommen, die zu einem Defekt der Karte führen. Meist hat man das Glück, dass dies unmittelbar nach Ablauf der Garantiezeit passiert. Daher gilt: Wenn man die Wahl hat zwischen einer Karte mit Backplate und einer ohne, so sollte man stets die mit besagter Verstärkung wählen.

Sapphire_R9_270X_Toxic_2
Sapphire_R9_270X_Toxic_9
Sapphire_R9_270X_Toxic_17
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Auf die Wärmeentwicklung und damit natürlich auch auf die Kühlung hat im übrigen auch die Strukturbreite der GPU einen Einfluss. Der Grafikchip der R9 270X (Codename Pitcairn) ist im 28 nm Verfahren hergestellt. Dies bedeutet, dass die winzigen Leiterbahnen in der GPU nur 28nm von einander entfernt sind. Somit passen erstens mehr Recheneinheiten auf die gleiche Fläche und zweitens wird so weniger Spannung für den Betrieb benötigt. Dies senkt wiederum die Wärmeabgabe und damit ist der Kühlaufwand geringer. Im Endeffekt bedeutet dies, dass bei weniger Wärmeentwicklung mehr Rechenpower zur Verfügung gestellt werden kann.

Der nächste Punkt ist die Frage nach der Anschlussvielfalt. Dies richtet sich natürlich wieder danach, welche Gegebenheiten ihr bei euch vorfindet. Neuere Monitore unterstützen zumeist HDMI oder zumindest DVI. Von der Auflösungsübertragbarkeit nehmen sich beide kaum etwas, beide können ohne Probleme FULL-HD und mehr übertagen. Wichtig ist dabei nur, dass DVI keine Tonsignale transportieren kann, HDMI hingegen schon. Solltet ihr in eurem Bildschirm also integrierte Lautsprecher haben und diese auch nutzen wollen, ist es sinnvoll, nach Möglichkeit ein HDMI-Kabel zu benutzt. So erspart man sich etwas Kabelsalat, da ja ein Kabel wegfällt. Ansonsten kann man aber natürlich auch ein zusätzliches Audio-Kabel an Soundkarte und Bildschirm/Boxen benutzen. VGA wäre der schlechteste Übertragungsweg. Hier ist eine maximale Auflösung von Full-HD (1920*1080 Pixel) möglich. Ton kann mit diesem Standard ebenfalls nicht übertragen werden. Neben diesen drei Schnittstellen besitzt unsere Sapphire R9 270X auch noch den Display-Port-Anschluss. Kurz gesagt: Dies ist der direkte Konkurrent zu HDMI.  Qualitätsunterschiede gibt es zwischen den beiden letzteren keine, die relevant wären. Welchen der beiden Anschlüsse man benutzt, hängt vom persönlichen Geschmack und anderen Umständen (wie z.B. dem Anschluss des Monitors) ab.

Sapphire_R9_270X_Toxic_3

Ein weiteres schönes Feature, dass alle aktuellen AMD-Karten beherrschen, ist das sogenannte Eyefinity. Dies ist eine eigens von AMD entwickelte Technik (Nvidia hat inzwischen nachgezogen), um mehrere Monitore anzuschließen. So kann man bspw. drei Monitore an eine Karte anschließen und diese dann zu einem „zusammenschließen“. Ein Spiel wie Battlefield 4 läuft dann über drei Monitore. Zumindest bei aufwendigen Games wird die R9 270X (auch in der Toxic-Version) hier aber schnell an ihre Grenzen stoßen, denn die Auflösungen gehen dann natürlich schnell über Full-HD hinaus. Je nachdem, um welches Spiel es sich handelt bzw. in welchen Detailgrad man das Spiel zocken möchte, sollte man auf jeden Fall mindestens zu einer R9 280X oder noch höher (R9 290, R9 290X, R9 295X2) greifen.

Letztlich bietet diese Karte eine ganze Reihe an Features, die andere Grakas mit dem selben Chip nicht bieten. Und auch wenn man GPU- und VRAM-Takt selbst einstellen kann, verliert man damit die Garantie vom Hersteller. Das weiß auch Sapphire und legt einen dementsprechenden Preis zugrunde. Kostet eine normale R9 270X etwa 150€, muss man für die Toxic Variante mindestens 185€ hinlegen. Ob es einem dies wert sein sollte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir befinden diese Preissteigerung für durchaus gerechtfertigt.

Wem das immer noch zu viel Geld ist, für den haben wir hier noch einen echten Geheimtipp: Der unmittelbare Vorgänger der R9 270X ist die HD7870. Beide Grafikkarten besitzen als Grundlage denselben Chip und und unterscheiden sich nur minimal voneinander. Böse Zungen behaupten sogar, dass nur eine Umlabelung stattgefunden hat. Dies ist im Übrigen nicht nur bei AMD so. Auch Nvidia hat bei manchen Modellen ihrer GTX 700er Serie etwas geschummelt. Am Ende bekommt man beinahe dieselbe Leistung für einige Euros weniger!

Testsystem

Prozessor: Intel Core i5 4670k @ 4,5GHz

CPU-Kühler: Thermalright Archon SB-E X2

RAM: 8GB Corsair Vengeance DDR3 2133MHz

Mainboard: Gigabyte G1.Sniper Z87

Systemspeicher: Kinston SSDNow V300 240GB

Netzteil: Seasonic SSR-750RM 750Watt

Gehäuse: HAF Stacker 935

Benchmarks

Schauen wir uns zuerst die synthetischen Benchmarks an. Wichtig ist dabei, dass diese nur etwas über die Rohleistung des PC-Systems aussagen. Ein System, was hierbei schlechter abschneidet als ein anderers, kann in Spielen wiederum besser dastehen. Prinzipiell kann man mit diesen Tools aber sehr gut Systeme untereinander vergleichen, da die Testbedingungen stets identisch sind.

3DMark 11Unser erster Benchmark ist der schon etwas in die Jahre gekommene 3DMark 11 aus dem Hause Futuremark. Da er aber einer der am weitesten verbreiteten Tools ist, haben wir unsere Testkandidaten trotzdem nochmal durch den Test gejagt. Die gewählten Einstellungen sind dabei selbsterklärend. In blau seht ihr den P-Score und in orange den X-Score des Gesamtsystems.

3DMark 2013Die seit Februar 2013 auf dem Markt befindliche und aktuellste Version des 3DMarks musste bei uns natürlich ebenfalls durch den Testparcour. Auch hier wurden die jeweiligen Voreinstellungen gewählt und die Punktzahl bezieht sich wie gewohnt auf das Gesamtsystem. Hinzuzufügen ist noch, dass bei den Ice-Storm-Tests extrem hohe FPS-Zahlen von weit über 1000FPS erreicht wurden. Wie fast alle Grafikkarten begann auch die von uns getestete Sapphire R9 270X Toxic hier leicht an zu fiepen.

Unigine Heaven 4.0Mit dem Unigine Heaven Benchmark in der Revision 4 hat es auch ein synthetischer Test in unseren Ablauf geschafft, der ausnahmsweise mal nicht aus dem Hause Futuremark, sondern von der UNIGINE Corp. stammt. Mit diesem kleinen Tool kann man wirklich die gesamte Leistungsfähigkeit von DirectX 11 Karten erfahren.

Einstellung Ultra:

  • API: DirectX 11
  • Quality: Ultra
  • Tesslation: Extreme
  • AA: x8
  • Fullscreen: On
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • API: DirectX 11
  • Quality: Medium
  • Tesslation: Normal
  • AA: x2
  • Fullscreen: On
  • Resolution: 1680*1050

 

Nun aber genug des theoretischen Vorgeplänkels. Was können unsere Testkarten in realen Games wirklich stämmen? Um dieser Frage nachzugehen, haben wir für euch insgesamt sechs aktuelle Spieleblockbuster in die Bahn geworfen und jeweils in Full-HD und in 1680*1050 Pixel getestet.

Battlefield 4 (1920x1080 + Ultra Einstellungen)Battlefield 4 (1680x1050 + hohe Einstellungen)Battlefield 4 ist einer der bekanntesten und meist gespielten Multiplayer Shooter der vergangenen Monate und bekannt dafür, dass dieses Game dem heimischen Rechner einiges abverlangen kann. Wohl gemerkt: „kann“, denn in geringeren Einstellungen ist es durchaus auch mit kleinen Multimedia-PCs spielbar. Unserer Einstellungen sind hier wieder recht einfach, denn es sind die gewöhnlichen Voreinstellungen in der jeweiligen Auflösung. Klar zu erkennen ist, dass selbst die kleinste der drei Karten, die Sapphire R9 270X Toxic, dieses Spiel problemlos schafft. Die Aufösungsskala wurde für diesen Vergleichstest auf 100% belassen. Den vielen Vorwürfen aus der Community zum Trotz, scheint BF4 aber doch recht gut programmiert zu sein, denn wirkliche Framedrops gibt es kaum, wie man an den Min-FPS Werten sehen kann. Hinzu kommt, dass die Minimal-FPS sehr an den Durchschnittswert liegen. Dies deutet auf eine relativ konstante Frame-Rate hin und spricht ebenfalls für die Arbeit der Programmierer.

Thief (1920x1080 + Ultra Einstellungen)Thief (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Thief, das Schleichspiel aus dem Hause Looking Glass Studios, Ion Storm Austin und Eidos Montreal lässt das Herz von so manchem Möchtegerndieb höher schlagen. Frustrierend wird es erst, wenn es im falschen Moment zu einem FPS-Einbruch kommt und ihr (natürlich nur) deswegen geschnappt werdet. Um dem zu entgehen, haben wir auch dieses Game mit in unseren Parkour aufgenommen. Auch hier haben eigentlich alle drei Kandidaten keinerlei Probleme, obwohl die Sapphire R9 270X Toxic hier doch langsam an ihre Grenzen stößt. In diesem Spiel haben wir uns wieder zweier Presets bedient. Einmal die Voreinstellung „sehr hoch“ in Full-HD und zum anderen „hoch“ in 1680*1050 Pixeln.

Company of Heroes 2 (1920x1080 + Max Einstellungen)Company of Heroes 2 (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Das nächste Spiel ist die Fortsetzung eines echten Klassikers. Company Of Heros 2 ist aufgrund einiger Umstände (noch) nicht ganz so beliebt wie das Original, auch wenn es hardwareseitig keine zu großen Ansprüche stellt. Selbst die „kleine“ R9 270X kann hier im Mittel alles flüssig darstellen, wenn auch gerade so. Mit gelegentlichen kleinen Hängern muss man dann allerdings leben, wenn es unbedingt die maximal mögliche Grafikeinstellung sein soll. Eine Voreinstellung ist bei CoH2 leider nicht möglich, daher nun die gewählten Einstellungen für euch:

Einstellung Ultra:

  • Bildauflösung im Spiel: 1
  • Bildqualität: Maximum
  • AA: Hoch
  • Texturdetails: Höher
  • Schneedetails: Hoch
  • Physik: Hoch
  • Auflösung: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Bildauflösung im Spiel: 1
  • Bildqualität: Hoch
  • AA: Mittel
  • Texturdetails: Hoch
  • Schneedetails: Mittel
  • Physik: Mittel
  • Auflösung: 1680*1050

 

Bioshock Infinite (1920x1080 + Ultra Einstellungen)Bioshock Infinite (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Der am 26. März 2013 erschienene dritte Teil der Serie ist in unserem Test das erste Game, in dem man klar sehen kann, dass die reine Rohleistung einer Grafikkarte nicht alles ist. Das Spiel muss auch entsprechend gut programmiert sein, um von der Hardware ordentlich wiedergegeben werden zu können. Die Min-FPS sind hier also sehr wahrscheinlich nicht der Schwäche der Graka zuzuordnen, sondern einem Fehler seitens des Entwicklers. Wie man an den durchschnittlichen Frames per Second sehen kann, haben nämlich alle drei Testprobanten prinzipiell überhaut kein Problem, hier ein sauberes, flüssiges Spielerlebnis auf den heimischen Bildschirm zu zaubern. Als Einstellungen für den Gaming-Benchmark wurde hier folgendes gewählt:

Einstellung Ultra:

  • Preset: UltraDXX11_DDOF
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Preset: High
  • Resolution: 1680*1050

 

Metro Last Light (1920x1080 + Ultra Einstellungen)Metro Last Light (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Der nächste Titel in der Runde ist der Action-Grusel-Kracher Metro Last Light, das im Allgemeinen in der Zockercommunity als stimmungsvolles, grafisch sehr gelungenes, aber daher leider auch ressourcen-hungriges Game wahrgenommen wird. Auch unser Benchmark zeigt, dass da durchaus etwas dran ist. Will man mit der Sapphire R9 270X Toxic das Game wirklich in seiner ganzen Pracht genießen, könnte es durchaus schwierig werden. Abgesehen davon gibt es anscheinend auch hier leider ein paar Schwächen in der Programmierung. Unsere Einstellungen haben wir folgendermaßen gewählt:

Einstellung Ultra:

  • DirectX 11
  • 1920*1080
  • Quality: Very High
  • Texture Filtering: AF 16X
  • Motion Blur: Normal
  • SSAA: On
  • Tesslation: Very High

Einstellung Medium:

  • DirectX 11
  • 1680*1050
  • Quality: High
  • Texture Filtering: AF 4X
  • Motion Blur: Normal
  • SSAA: On
  • Tesslation: High

 

Guild Wars 2 (1920x1080 + Ultra Einstellungen)Guild Wars 2 (1680x1050 + hohe Einstellungen)

Als letztes hat es Guild Wars 2 in unser Ensemble geschafft. Auf den ersten Blick erscheint dieses MMORPG zwar recht schön in Szene gesetzt, aber vom Gesamteindruck her wirkt es nicht so, als ob es besonders anspruchsvoll in Sachen Rechenleistung wäre. Aber weit gefehlt: In Wahrheit bringt es unsere hier getestete Sapphire R9 270X Toxic ziemlich ins Schwitzen, auch wenn wirkliche Ruckler, selbst auf höchsten Einstellungen, ausbleiben sollten. In Sachen Grafikoptionen haben wir uns für folgendes entschieden:

Einstellung Ultra:

  • Animation: Hoch
  • AA: FXAA
  • Umgebung: Hoch
  • LOD-Distanz: Ultra
  • Reflexionen: Alle
  • Texturen: Hoch
  • Render Sampling: Supersampling
  • Schatten: Ultra
  • Shaders: Hoch
  • Postprocessing: Hoch
  • Charaktermodell-Limit: Am höchsten
  • Charaktermodell-Qualität: Am höchsten
  • Resolution: 1920*1080

Einstellung Medium:

  • Animation: Mittel
  • AA: off
  • Umgebung: Mittel
  • LOD-Distanz: Hoch
  • Reflexionen: Gelände und Himmel
  • Texturen: Mittel
  • Render Sampling: Nativ
  • Schatten: Hoch
  • Shaders: Mittel
  • Postprocessing: Niedrig
  • Charaktermodell-Limit: Hoch
  • Charaktermodell-Qualität: Hoch

Overclocking

Kommen wir nun zum Punkt des Übertaktens. Vorweg sei gleich gesagt, dass wir uns durchaus darüber bewusst sind, dass man sich eine Karte, wie die von uns hier getestete Sapphire R9 270X Toxic, nicht holt, um diese noch weiter zu overclocken. In der Regel kauft diese Karte jemand, der sich nicht mehr „die Hände schmutzig machen will“ und damit auch noch sämtliche Garantieansprüche verliert. Trotzdem wollten wir natürlich wissen, was hier im speziellen möglich ist. Besonders die sehr guten Temperaturwerte der Karte ließen bereits vermuten, dass hier noch einiges möglich ist. Am Ende kamen wir ohne große Probleme sofort auf knappe 1200MHz, mit einer minimalen Spannungsanhebung waren letztlich maximale stabile 1248MHz erreichbar. Einen ähnlichen großen Spielraum konnten wir auch beim Speicher ausmachen. Letztlich kamen wir hier bei einem Wert von 1597MHz raus. Dies ist insofern sehr erstaunlich, wenn man sich denn einmal die Standardwerte der R9 270X vor Augen führt. Dies sind nämlich „nur“ glatte 1000MHz GPU-Takt, gepaart mit 1400MHz Speicherfrequenz. Dies entspricht also einer Steigerung von 24,8 respektive 14,1% an Taktsteigerung. Aber auch hier sei nochmals gesagt, dies muss nicht der tatsächlichen Leistungssteigerung entsprechen. Da jeder Chip unterschiedlich ist, muss es außerdem nicht sein, dass man mit jeder Toxic diese sehr hohen Werte erreicht. Weiterhin darf man sich auch nicht den negativen Eigenschaften verschließen. So stehen der erhöhten FPS-Zahl ein größerer Stromverbrauch und eine geringere Lebenserwartung der Grafikkarte gegenüber. Daraus ergibt sich ein erhöhter Kühlaufwand, welcher in aller Regel mit einer höheren Lautstärke einhergeht. Bei solch einem Unterfangen ist also sowohl Vorsicht, als auch Vernunft gefragt.

Stromverbrauch, Lautstärke und Temperaturen

Verbrauch (Watt)

In Sachen Verbrauch tritt genau das ein, was wir auch erwartet hatten. Natürlich verbraucht die Sapphire R9 270X Toxic unter Last deutlich weniger als ihr großer Bruder bzw. die GTX 780Ti. Zwei Sachen sind jedoch sehr auffällig: Zum einen scheint die Endleistung der Karte völlig egal zu sein, wenn es um den Idle-Verbrauch moderner Grafikkarten geht. Dies ist vor allem den inzwischen üblichen Sparmodi zu verdanken (dynamische Takt-/Spannungssenkung). Auf der anderen Seite steht die R9 270X aber auch sehr gut da in Sachen Last-Stromverbrauch. Sie verbraucht etwa 100Watt weniger als ihre Konkurrenten, ist dabei im Schnitt aber nicht einmal 20% langsamer als bspw. die R9 280X aus gleichem Hause. Dies bedeutet, dass der Watt/Leistung-Wert deutlich besser sein dürfte als bei den beiden anderen Modellen, inbesondere gegenüber besagter Sapphire R9 280X Toxic.

Temperatur-Lüftergeschwindigkeit

Da die Leistungsaufnahme unmittelbar mit der Wärmeabfuhr zusammenhängt, erklärt sich natürlich auch, wie die oben abgebildeten Temperaturen zu Stande kommen. Es ist kaum zu glauben, aber die Sapphire R9 270X Toxic bleibt ganze 15°C kühler als das nächst größere Modell und die Lüfter müssen dafür auch nur etwa halb so viel arbeiten. Hier zeigt sich ganz klar, was 100W mehr Leistungsaufnahme bei gleichem Kühler für Folgen haben.

Lautstärke

Was sich bei der Lüfterdrehzahl bereits vermuten ließ, wird nun selbstverständlich auch bei der Lautstärkemessung bestätigt. Sowohl im Desktop-Betrieb als auch unter Last hinterlässt die Sapphire R9 270X Toxic einen tadellosen Eindruck. Was man im Idle-Modus schlicht nur als unhörbar beschreiben kann, wird unter Last lediglich zu einem leichten Säuseln, das in jeglichem Schlachtengetümmel untergeht. Bravo Sapphire – so sieht ein hervorragendes Kühlkonzept aus!

Persönliches Fazit

Sapphire hat mit der R9 270X Toxic eine stark übertaktete Version von AMDs neuem Mittelklasse-Modell auf den Markt gebracht, das bei Amazon für einen immerhin recht stolzen Preis von knapp 200€ zu haben ist. Bevor man sich aber gleich von dem, zugegeben sehr hohen, Preis für eine 270X-Karte abschrecken lässt, sollte man aber doch einmal auf die Haben-Seite schauen. Stark erhöhte Taktraten, ein super Kühlkonzept und ein umfangreicher Lieferumfang sprechen durchaus für diese Karte. Selten hatten wir eine so ausgewogene Kombination aus Verbrauch und Leistung in unserer Redaktion zum Testen. Prinzipiell lassen sich alle aktuellen Spiele auf FULL-HD und maximalen Einstellungen darstellen. Von daher können wir für dieses Produkt nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

Insgesamt hat sich dieses Schmuckstück unseren PREIS/LEISTUNGSTIPP-Award absolut verdient! Weiter so Sapphire! Wir wollen auf jeden Fall mehr davon!

Positiv:

  • kühl und leise
  • gute Leistung
  • wenig Verbrauch
  • gut übertaktbar

Negativ:

  • sehr lang
  • leichtes Spulenfiepen bei hohen FPS

 

PreisLeistungsTIPP Award

 

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Test / Testbericht: Asus Matrix HD7970 Platinum

Viele Gamer lassen sich nicht mit Mittelklasse-Grafikkarten oder Prozessoren abspeisen und möchten gerne immer das Neueste und Schnellste in ihrem Rechenknecht verbauen. Da gibt es schnelle SLI- und Crossfire-Verbünde mit bis zu vier Grafikkarten, Dual-GPU-Lösungen und ausgewählte Grafikprozessoren der Boardpartner, die von Werk übertaktet wurden und gegenüber dem Referenzmodell noch mehr Leistung nach oben bieten sollen. Eines dieser Modelle ist die Asus HD7970 Matrix Platinum. Dieses Grafikmonster bietet euch neben höheren Taktraten noch weitere Möglichkeiten, das Beste aus der Karte herauszuholen.
Was die Asus 7970 Matrix Platinum leistet und welche Möglichkeiten sie bietet, wollen wir euch im heutigen Test zeigen.

Lieferumfang

Der Lieferumfang der Grafikkarte fällt sehr umfangreich aus. Im Karton liegen ein DVI-HDMI- sowie ein DVI-VGA-Adapter, eine Crossfire-Brücke, ein Stromadapter (zwei PCI-E 6pol auf ein PCI-E 8pol), ein Kühlkörper für die Spannungsregler, der zum Einsatz kommen soll, wenn ihr den originalen Kühler gegen ein anderes Modell austauscht, und zusätzlich liegen noch Kabel bei, mit denen sich bei geeignetem Mainboard von Asus die Spannungen der Grafikkarte hardwareseitig einstellen lassen. Eine weitere nette Zugabe ist das Mauspad im Diablo 3 Design.

Asus Matrix HD7970-P (25)



Technische Daten

GrafikchipAMD Radeon HD 7970
Bus StandardPCI Express 3.0
SpeicherGDDR5 3GB
GPU-TaktBoost: 1100 MHz
Base : 1050 MHz
Speichertakt6600 MHz ( 1650 MHz GDDR5 )
RAMDAC400 MHz
Speicheranbindung384-bit
Anschlüsse2x DVI, 4x Displayport



Die Asus Matrix HD7970 Platinum

… bietet auf technischer Seite alles was das Gamer- und Overclockerherz höher schlagen lässt. Unter dem mächtigen Triple-Slot-Kühler mit DirectCU II Kühltechnik verbirgt sich der in 28nm gefertigte Tahiti XT2-Chip, eine Weiterentwicklung des Tahiti XT, der in den ersten Radeon HD7970-Modellen zum Einsatz kam. Diese Tahiti XT2-Grafikkarten sind aktuell unter anderem als Ghz-Editionen von verschiedenen Boardpartner im Handel erhältlich. Beim XT2-Chip ist zwar auf technischer Seite alles gleich geblieben, jedoch wurde es durch eine verbesserte und effizientere Fertigung möglich, die Chips mit einem höheren Turbotakt von hier 1100Mhz (Standard 1050Mhz) in der getesteten Platinum-Version auszustatten und so auch sogar etwas Luft nach oben zu schaffen. In den Werkseinstellungen der Nicht-Platinum sind hier 1000Mhz und im Turbo 1050Mhz voreingestellt. Die Platinum bietet euch also bereits standardmäßig einen knapp 20% höheren Chiptakt gegenüber den ersten HD7970 im Referenzdesign.

Asus Matrix HD7970-P (04)Doch die 28,5 cm lange Matrix HD7970 von Asus legt noch weiter zu. Durch die optimierte Spannungsversorgung mit 20 Phasen bekommen Overclocker hier ein optimales Werkzeug in die Hand gelegt, um den Stromhunger bei noch höheren Taktraten stillen zu können. Aus diesem Grund sieht das Grafikmonster auch eine Stromversorgung durch zwei 8polige PCI-E Stecker vor, was eine Gesamtleistungsaufnahme von bis zu 375 Watt ermöglichen soll.



Zusätzlich bietet VGA-Hotwire bei vorhandenem kompatiblen „Republic of Gamers“-Mainboard aus dem Hause Asus die Möglichkeit, die Spannungen hardwarebasiert über das Asus UEFI-Bios oder die Windows Software Ai Suite II zu verändern.
Auch direkt während des Benchmark-Tests oder des Spielens lässt sich die Spannung über Taster direkt am PCB einstellen, ohne Umwege über UEFI oder Tuning-Software. Der aktuelle Spannungslevel wird hier anhand von LEDs angezeigt und vor zu hohen Spannungen wird an dergleichen gewarnt.
Asus verspricht bei der Matrix HD7970 Platinum bei entsprechender Kühlung GPU-Taktraten von bis 1700Mhz ermöglichen.

Asus Matrix HD7970-P (34)Ab Werk wird die Grafikkarte über den mächtigen DirectCU II Kühler gekühlt. Durch ihn werden insgesamt 3 Slots belegt. Er besitzt zwei 100mm-Lüfter in einem schwarzen ihn umfassenden Gehäuse. In dieses Gehäuse wurde der Asus-Matrix-Schriftzug eingearbeitet, wobei der Matrix-Teil je nach Belastung der GPU in einer anderen Farbe leuchtet. Dies reicht von hellem blau bei wenig oder keiner Belastung bis hin zu lila und rot bei extremer Belastung. Sehr anschaulich ist dies bei einem Seitenteil mit Sichtfenster.





Um der gesamten Grafikkarte mit dem wuchtigen Kühler mehr Stabilität zu verleihen und hohe Temperaturen besser an die Umgebung abgeben zu können wurde neben der Kühlplatte auf der Oberseite des PCBs noch eine Metallplatte auf dessen Rückseite montiert. Durch diese wird das Grafikmonster perfekt in Position gehalten und eine Verwindung im PCIe-Slot ist nicht möglich.

Asus Matrix HD7970-P (33)


Nachdem die Grafikkarte eingebaut wurde und euer Netzteil sie mit Strom versorgt, wird über LEDs angezeigt, ob die PCIe-Stromversorgung angeschlossen ist. Fehlt ein Stecker, leuchtet die LED rot. Ist alles in bester Ordnung, leuchten beide LEDs grün. Ein Ebenfalls nettes Feature der Asus Matrix HD7970 Platinum.






Testsystem

Asus Matrix HD7970-P (04)Bei unserem Testsystem kommt ein auf 4Ghz übertakteter Intel Core i5 2500K zum Einsatz. Dieser wird von 8GB DDR3-RAM unterstützt. Bei unserem Mainboard handelt es sich um ein MSI Z77A-G43. Das Betriebssystem Windows 8 sowie die Testsoftware und Spiele sind auf einer Samsung 830 SSD installiert.
Für eine ausreichende Stromzufuhr sorgt unser ModXStream 700Watt Netzteil aus dem Hause OCZ.

Die Spieletests haben wir in FullHD mit maximalen Details durchgeführt. 3DMark Vantage und 11 wurden je einmal mit Performance und Extremeinstellungen inklusive CPU-Test durchlaufen.

Die Temperaturen wurden je nach 15 Minuten Volllast und Idle aufgezeichnet. Für Volllast sorgte bei der Temperaturmessung und der Messung der Leistungsaufnahme das Programm FurMark.

Performance

3D Mark 11 / Vantage

Asus Matrix HD7970-P (60)
Asus Matrix HD7970-P (59)

Benchmarks sind eine Sache für sich, diese sind realitätsfern und spucken euch nur einen Vergleichswert aus, dennoch geben die 3D Marks einen ersten Anhaltspunkt, wo sich Grafikkarten und Prozessoren leistungsmäßig einordnen werden.
Und hier ordnet sich unser Testkandidat bereits ohne Übertaktung ganz weit oben ein und liegt mal knapp ober oder unter der GTX 670 aus dem Hause Nvidia.

Battlefield 3

Asus Matrix HD7970-P (57)

Maximale Details, volle Auflösung, keine Ruckler und flüssiges Gameplay, so sollte man Battlefield 3 erleben. Mit der Matrix HD7970 Platinum von Asus ist das kein Problem. Durchschnittlich mehr als 64 Bilder pro Sekunde sind hervorragend und der Punktehatz auf den Schlachtfeldern steht nichts im Wege.

 

Dirt 3

Asus Matrix HD7970-P (56)

Bereits die Vorgängergeneration mit der Radeon HD6950 stellte Dirt 3 mit knapp 100 Bildern pro Sekunde schon längst ruckelfrei dar. Doch auch dieser exzellente Wert wurde von unserem Probanden mit weiteren 15 Bildern mehr überboten. Mit Spitzenraten von 130 Bildern pro Sekunde macht es richtig Spaß, Etappen überall auf dem Globus zu fahren.

 

Metro 2033

Asus Matrix HD7970-P (58)

Eines der anspruchsvollsten Spiele in Sachen Atmosphäre und Hardware ist das Spiel Metro 2033 und deshalb ziehen wir den Titel aus dem Jahr 2010 trotz des bereits erschienen Nachfolgers auch an dieser Stelle wieder als Vergleich heran.
Ist man alleine in den Tunneln der Moskauer Metro unterwegs, gab es schon bei der letzten Generation von Grafikkarten keine Hänger mehr, kommen jedoch viele Gegner und unterschiedliche Lichtquellen ins Bild, sackte die Framerate bei vielen GPUs in ruckelnde Bereiche ab.
Alles Schnee von gestern, denn die  Asus Matrix HD7970 Platinum lieferte unserem Monitor mindestens 45 bei einem Durchschnitt von 53 Bildern pro Sekunde, auch in den anspruchsvollsten Gefechten.

 

Overclocking

Asus wirbt mit GPU-Taktraten von bis 1700Mhz, was fast doppelt so viel ist, wie der Standardtakt des ersten Tahiti XT-Chips bietet. Also ran an die Spannungen und Taktraten und probieren, ob die Triple-Slot DirectCu II-Kühlung für das Beworbene bereits ausreichend dimensioniert ist.
Doch bereits nach 1260 Mhz Chiptakt machten sich leider erste Grafikfehler bemerkbar und bei 1290 Mhz lief unser Proband instabil und das System stürzte ab.
Beim Grafikspeicher waren ebenfalls keine merklich höheren Taktraten möglich. Ohne Fehler konnten wir diesen um weitere 110Mhz auf 1760Mhz hochtakten.
Zumindest mit der durch Asus montierten DirectCu II Kühllösung konnten wir also die versprochenen Werte nicht erreichen. Mit einer noch stärker dimensionierten Kühlung wie beispielsweise Wasserkühlungen können ambitionierte Overclocker hier sicherlich noch etwas mehr erreichen.
Doch auch die bei uns erreichten Taktraten sorgten je nach Spiel für einen weiteren Leistungsschub von bis zu 20%. Auch kratzte unser Testmodell beim 3D Mark 11 an den magischen 10.000 Punkten, lag aber am Schluss leider knapp darunter.

Asus Matrix HD7970-P (64)
 

Asus Matrix HD7970-P (63)

Im OC-Vergleich haben wir uns dann noch zwei weitere aktuelle Titel angesehen und mit der Radeon HD 6950 unseres Testsystems verglichen.

Metro – Last Light

Asus Matrix HD7970-P (65)

Wie bereits im Vorgänger findet man in Metro Last Light einen grafisch sehr anspruchsvollen Titel. Die Licht- und Schatteneffekte wurden gegenüber dem Vorgänger weiter verbessert, wodurch leistungsfähigere Hardware Vorteile bringt. Unsere Radeon HD 6950 hat hier schon ihre Schwierigkeiten und die Matrix HD 7970 rendert ebenfalls langsamer als im Vorgänger. Im Durchschnitt hatten wir bei OC eine Frameratesteigerung von 41 auf 43, im Vergleich zu ruckelnden 19 bei unserer HD 6950. Maximale Grafikeinstellungen stellen hier für die Asus Matrix HD 7970 Platinum also auch keine Probleme dar.

Tomb Raider 2013

Asus Matrix HD7970-P (66)

Das Remake um die Geburt von Lara Croft, wie wir sie kennen, ist grafisch auf sehr hohem Niveau und zwingt viele Grafikkarten in die Knie.
Ein Grund mehr, das Spiel in unseren Vergleich mit aufzunehmen. Hier beweist sich ebenfalls die sehr starke Matrix HD 7970 mit einer Steigerung von 45 auf 49 der durchschnittlichen Frames beim Übertakten. Unsere ältere HD 6950 schafft hier gerade einmal ruckelige 25 fps.
Beim Aktivieren von TressFX, der neuen Verbesserung bei der Darstellung von Haaren, versagt die HD 6950 mit 11 fps. Unser Testmodell rutscht auf noch problemlose 42 fps ab. Zurückzuführen ist dies auf die Optimierung von TressFX auf Graphics Core Next, die neue Architektur der 7000er Serie. Aus diesem Grund haben wir TressFX im Benchmark deaktiviert.

Falls ihr noch weiter gehen möchtet, gibt euch Asus die bereits angesprochenen Möglichkeiten. Durch 20 Phasen, gut erreichbare Spannungsmesspunkte, Einstellen der Spannungen direkt am PCB und den Reset-Taster, der die Matrix HD7970 Platinum wieder auf die Standardeinstellungen zurücksetzt, haben ambitionierte Overclocker genug Freiraum, der nur durch die bereits erwähnte DirectCU II Kühlung begrenzt wird.

Stromverbrauch, Lautstärke und Temperaturen

Asus Matrix HD7970-P (62)

Der Gesamtstromverbrauch unseres Testsystems lag mit der Matrix HD7970 im Idle bei angenehmen 67 Watt. Unter Volllast der Grafikkarte genehmigte es sich dann 376 Watt, was beim Overclocking jedoch lange nicht genügte. Erst mit satten 82 Watt mehr und somit insgesamt 458 Watt war der Stromhunger unseres Systems erst gestillt. Mit 100% CPU-Last stieg der Gesamtverbrauch dann noch weiter auf 575 Watt an.

Asus Matrix HD7970-P (61)

Durch die DirectCu II Kühlung wurde der Chip im Idle mit 35 Grad gerade mal handwarm und der Lüfter war nicht wahrnehmbar. Unter Last stieg die Temperatur auf noch akzeptable 73 Grad und die Lüftung kündigte sich langsam an, jedoch bei einer nicht als störend zu empfindenden Drehzahl von 60%. Durch den Turbo-Taster am PCB ließen wir den Lüfter dann unter voller Leistung laufen. Dies resultierte in einer enormen Lautstärke und einer Temperatur von 67 Grad. Nach dem Übertakten wurde der Chip unter Last, ebenfalls bei 100% Lüfterdrehzahl, bereits 88 Grad heiß. Auch mit geschlossenen Kopfhörern ist der Lüfter hier deutlich hörbar.
100% Drehzahl sind bei den vorhandenen 100mm Lüftern nur für die hartgesottenen unter uns wirklich ertragbar und nicht zu empfehlen.

 

Persönliches Fazit

Nun sind wir am Ende unseres Tests der Asus Matrix HD7970 Platinum angelangt. Das Ergebnis des Modells kann sich wirklich sehen lassen. Keine Grafikkarte in unserem Testlabor erzielte bisher so gute Ergebnisse. Dies gepaart mit einem ordentlichen Lieferumfang und einer langen, vor allem für Overclocker interessanten, Featureliste entspräche einer vollen Kaufempfehlung. Wäre da nicht der Preis, denn dieser hat es in sich. 100 Euro mehr als Ghz-Modelle anderer Hersteller sind unserer Meinung nach nicht berechtigt, denn auch diese verfügen über ein hohes Übertaktungspotenzial und dürften auch unter Normalbedingungen die Taktraten unserer Matrix erreichen.
Ein weiterer Negativpunkt ist die vormontierte Kühllösung. Diese ist zwar für die Standard-Taktraten bestens geeignet, doch beim Übertakten stößt sie schnell an ihre Grenzen.

Dennoch, die Asus Matrix HD 7970 Platinum sucht in den Tiefen des Hardbloxx-Testlabors ihresgleichen … vergeblich.
Aus diesem Grund steht trotz des vergleichsweise hohen Preises dem wohlverdienten Leistungsaward nichts im Wege.

Leistungs Tipp Award

Positiv:

– Leise im Desktop-Betrieb und unter Normalbedingungen
– Großer Lieferumfang
– Enorm viele Features, dadurch …
– … viele OC-Möglichkeiten
– Sehr hohe Grafikleistung

Negativ:

– Hoher Preis
– Kühler ist nur für wenig OC geeigneit
– 3 Slots werden belegt
– Hohe Leistungsaufnahme

Den günstigsten Preis finder ihr auf Geizhals.at. Und Platz für Diskussionen bietet euch unser Forum.

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Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Fonzy

Test / Testbericht: MSI GTX 570 Twin Frozr III

In den letzten Tagen und Wochen erschienen mit Battlefield 3, Call of Duty Modern Warfare 3 und Skyrim einige grafische Knaller. Doch was ist, wenn der heimische PC die Titel nicht in den Griff bekommt? Nerviges Ruckeln? 800x600er Auflösung auf einem Full-HD Monitor? Grausam! Eine neue Grafikkarte muss her. Doch leise muss sie sein, schnell und darf nicht so viel kosten wie ein Kleinwagen. Der Boardpartner MSI hat hier eine Lösung parat – die MSI GTX 570 Twin Frozr III. Obwohl der Chip selbst bereits älter als ein Jahr ist, gehört die Karte noch heute zu der Sperrspitze im Einzelchipbereich. Lediglich die beiden High-End Modelle aus dem eigenen Hause und aus dem Hause AMD übertrumpfen die GTX 570. Um Lautstärke und Geschwindigkeit jedoch zu optimieren, entwickelte MSI ein eigenes Kühldesign und stieg mit erhöhten Taktraten nach vorn. Wie sich die Karte in unserem Test geschlagen hat, erfahrt Ihr, indem Ihr weiter lest.
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Test / Testbericht: PowerColor HD6790

Der High-End Markt der heutigen Grafikkarten wird von den Herstellern gehegt und gepflegt. Ob AMD oder Nvidia, beide möchten sie die Schnellste haben. Doch ist dieser Bereich der Bildbeschleuniger nur wenig gefragt. Ein sehr geringer Anteil aller Grafikkartenkäufer, nimmt mehr als 300-400€ in die Hand und genehmigt sich ein Grafikmonstrum. Der wirkliche Kampf wird in der Mittelklasse ausgetragen – hier schenken sich beide Hersteller nichts. Ein Faustschlag folgt auf den anderen und Nvidia fechtet weiter gegen den langjährigen Konkurrenten AMD. Als AMD vor einigen Jahren die beliebte HD5770 auf den Markt brachte und Nvidia nur wenig entgegenbringen konnte, musste man sich neue Strategien ausdenken. Nvidia versuchte es Anfang diesen Jahres mit der neuen GTX550 Ti – und scheiterte. Leistung, Lautstärke und Stromhunger enttäuschten auf ganzer Linie. AMD rieb sich derweil die Hände und wusste genau: Wir machen es besser! Kurze Zeit später folgte die HD6790 und brachte die Grafikwelt gehörig durcheinander. Anfangs war klar: Das ist die neue HD5770! Doch dies war ein Irrtum. Die HD6790 schloss die Lücke zwischen der neuen HD6770 und der sehr beliebten HD6850. Sie galt als direkte Offensive gegen die GTX 460 von Nvidia und sollte diese von ihrem pompösen Mittelklassethron stoßen. Wie die HD6790 den Bereich unterhalb einer HD6850 zu erobern versucht und was man für rund 100€ wirklich erwarten kann, zeigt unser heutiger Test.

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Test / Testbericht: 2x Radeon HD6850

Seid der Radeon 5000er Reihe von AMD ist der Grafik- und Prozessorchiphersteller ein starker Konkurrent Nvidias. Lange Zeit hatten Nvidia Karten die Benchmarkkrone auf. Seit der Einführung der neuen 6000er Reihe hat sich der Markt jedoch stark verändert. AMD wirbt nicht mit teuren Pixelmonstern, sondern vereint gute Leistung mit angemessenen Preisen. Vor allem die 6000er Reihe beweist, dass dies der richtige Weg zu sein scheint. Den Anfang der 6000er Serie machen die kleineren HD6850, dicht gefolgt von den 6870ern. Das High End Segment bedient AMD mit der HD6950 und der HD6970. Wir wollen uns heute den Karten der HD6850er Reihe näher widmen. Diese kleinen Pixelschubser gibt es bereits ab 140€ und und befinden sich somit auf dem Preistreppchen einer Nvidia GTX 460. Auf den folgenden Seiten erläutern wir Euch die technische Seite, zeigen Benchmarks und erläutern unseren Spieleindruck. Denn das ist es, was vor allem entscheidend ist. Wie spielt es sich mit den neuen AMD Kärtchen? Ist es notwendig, eine „backofengleiche“ GTX580 zu besitzen oder eine HD6990, für die ein kleines Wasserkraftwerk nötig wird?

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