Kategorie: 1.5 Kühlung & Modding

Auf dieser Seite erhaltet Ihr aktuelle Testberichte über verschiedene Kühler, Lüfter, Moddingzubehör usw.

Nanoxia Special N.N.V. 120 Lüfter im Test

Heute haben wir den Nanoxia Special N.N.V. 120 PWM für Euch im Test. Nanoxia kennen viele PC-Liebhaber vor allem durch extrem gute Gehäuse, wie etwa die der Deep Silence Serie oder auch aus dem Bereich der Wasserkühlungen. Doch der deutsche Hersteller hat noch wesentlich mehr zu bieten. Neben allerlei Zubehörteile führte man bisher auch zwei eigene Lüfterserien, welche nun um eine Dritte ergänzt werden. Hatte Nanoxia bisher eher die Mittelklasse im Blick, so will man nun den Angriff auf das Premium-Segment starten. Mit etablierten Größen à la Noiseblocker, Noctua oder auch be quiet! ist der Markt bereits hart umkämpft. Dennoch sollen die kürzlich vorgestellten Special N.N.V Lüfter aus dem Hause Nanoxia hier neue Maßstäbe setzen. Wie dies geschafft werden soll und ob dies wirklich gelingt, erfahrt ihr hier in unserem Kurztest. Weiterlesen

Raijintek Triton CORE im Test

Nach vielerlei CPU-Kühlern aus der Fraktion der Luftkühlung befassen wir uns im folgenden Artikel mal wieder mit den Vertretern des kühlen beziehungsweise kühlenden Nasses – den Wasserkühlungen. Schließlich ist die Antec H2O 1250 inzwischen auch schon etwas her. Nun befassen wir uns aber genauer gesagt mit der Raijintek Triton in der CORE Fassung. Diese Version wird ohne Lüfter ausgeliefert und man hat so die freie Wahl und kann die Luftschaufler ganz nach dem persönlichen Gusto aussuchen. Unsere Wahl fiel dabei auf die BitFenix Spectre PRO LED (120mm).Das Besondere an der Raijintek Triton: Sie wird nicht nur ab Werk mit einem durchsichtigen Gehäuse der Pumpe und durchsichtigen Schläuchen geliefert. Der Lieferumfang enthält darüber hinaus auch noch Färbemittel für die Kühlflüssigkeit in den Farben Rot, Grün und Blau.

Wie sich die Raijintek Triton CORE in der Praxis schlägt und ob sie auch in Sachen Leistung punkten kann und mit der Beleuchtung und den Färbemitteln nicht nur den farbenfrohen Pfau mimt, um über etwaige Schwächen hinwegzutäuschen, verrät im Folgenden unser Test.

Weiterlesen

Noctua NH-C14S im Test

Nachdem wir erst vor Kurzem mit dem NH-D15S eine geschrumpfte Version eines renommierten Kühlers aus dem Hause Noctua hatten, werfen wir nun direkt einen weiteren Blick auf die nächste verkleinerte Version: dem Noctua NH-C14S. Wie schon beim NH-D15S hat natürlich auch der NH-C14S mit dem Noctua NH-C14 einen großen Bruder, in dessen Fußstapfen man treten möchte. Dieses Mal handelt es sich jedoch nicht um einen Tower-Kühler, sondern um einen Top-Flow Kühler, wie der ebenfalls kürzlich getestete BeQuiet! Dark Rock TF. Das „S“ steht auch in diesem Fall für „Small“, denn auch hier wurden an so manchen Ecken und Enden im Sinne der Kompatibilität einige Millimeter eingespart. Wie sich der nächste kleine Bruder in Sachen Leistung schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.

Weiterlesen

Noctua NH-D15S im Test

Nachdem bereits der Noctua NH-D15 nicht nur bei unserem Test auf voller Linie überzeugen konnte und sogar den begehrten Pwned-Award absahnte, schickt das österreichische Designer-Team von Noctua nun den kleinen Bruder ins Rennen: den Noctua NH-D15S. Das „S“ steht dabei für „Small“, denn es wurde an so manchen Ecken und Enden einige Millimeter wett gemacht. Außerdem besitzt der Noctua NH-D15S einen asymmetrischen Aufbau für höchste Kompatibilität in Sachen Arbeitsspeicher und Grafikkarten. Ob der kleine Bruder in Sachen Leistung in die Fußstapfen des großen Bruders treten kann oder ob das „S“ auch für eine schmalere Leistung steht, erfahrt ihr in unserem Test. Weiterlesen

Noctua NH-C14S im Unboxing

Es ist schon eine Ewigkeit her, seitdem ich meinen letzten Kühler ausgepackt habe! Nun ziehe ich gleich mit zwei neuen, richtig fetten Modellen nach und zeige euch die neuen Noctua NH-C14S und NH-D15S Kühler. Den Anfang macht das kleinere und kompaktere Modell, den ich sofort aus seinem Karton befreien musste. Demnächst folgen noch weitere Videos zum Einbau sowie der Kühlleistung und Lautstärke des Kühlers. Auch das Unboxing des Noctua NH-D15S wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

BeQuiet Dark Rock TF im Test

Erst vor wenigen Tagen haben wir euch den BeQuiet Shadow Rock LP vorgestellt und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Hersteller bei diesem Produkt erstklassige Arbeit geleistet hat. Heute soll es um den großen Bruder gehen. Mit dem Dark Rock TF hat BeQuiet einen Highend TopFlow-Kühler vorgestellt, welcher mit einer maximalen TDP von fulminanten 220W fertig werden soll. Ob er dabei auch genauso leise bleibt wie der kleine Shadow Rock LP und ob er sich auch von der Konkurrenz abheben kann, werden wir in diesem Test herausfinden. Los geht’s!

be-quiet-dark-rock-tf-14

be-quiet-dark-rock-tf-13

be-quiet-dark-rock-tf-15

be-quiet-dark-rock-tf-3

Weiterlesen

BeQuiet Shadow Rock LP im Test

Nachdem BeQuiet bereits vor einigen Jahren der Einstieg in den CPU-Kühlermarkt gelungen ist, wird das Portfolio seither beständig ausgebaut. Zuerst waren es hauptsächlich sehr große und besonders leise Highend-Boliden, mit denen sich das Unternehmen einen Namen in der Branche machen konnte. Doch die Zeiten ändern sich und der Trend geht inzwischen in eine andere Richtung. Die Systeme werden immer kleiner. Dies bedeutet, dass auch die Kühler schrumpfen müssen und da BeQuiet auch in diesem Segment ein Stück vom Kuchen abhaben will, wurde nun der neue Shadow Rock LP vorgestellt. Klein, mit aktuell etwa 35€ vergleichsweise günstig und vor allem sehr leise soll er sein. Ob das reicht, um sich von starken Konkurrenten wie dem von uns getesteten Cryorig C1 oder auch der Thermalright AXP-Serie absetzen zu können, werden wir in dem folgenden Test für euch klären. Auf geht’s!

be-quiet-shadow-rock-lp-11

be-quiet-shadow-rock-lp-12

be-quiet-shadow-rock-lp-13

Weiterlesen

Test / Testbericht: Raijintek Tisis Doppelturm-Kühler

Im heutigen Test geht es um das aktuelle CPU-Kühler-Topmodell aus dem Hause Raijintek. Mit dem riesigen Doppel-Turm-Kühler „Tisis“ wagt der erst 2013 gegründete taiwanesische Hersteller einen Frontalangriff auf den Markt der Highend-Luftkühler und will dabei nicht nur mit der schieren Größe überzeugen, sondern gleichzeitig auch mit einigen technischen Innovationen und einem günstigen Preis aufwarten. Wir haben den „Tisis“ durch unseren Testparcours gejagt und werden nun klären, ob es sich dabei nur um leere Versprechungen handelt oder ob Raijintek doch in der Oberliga angekommen ist und mit Boliden wie bspw. dem Noctua NH-D15 mithalten kann.

 

Rajintek Tisis 7

Rajintek Tisis 8

Technische Daten Kühler

ProduktnameTisis / Tisis Black
Produktnummer0R100001 / 0R100013
Größe (L x B x H)140 x 130 x 166,5 mm
Gewicht (ohne Lüfter)1050 g
MaterialSockel: Nickel-Kupfer
Lamellen: Aluminium
Heatpipes (Anzahl/Durchmesser)5 Stück a 8mm
SockelkompatibilitätIntel-Sockel: 2011, 1156, 1366, 1155, 1150, 775
AMD-Sockel: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+

Technische Daten Lüfter

Produkt NameBoreas α
Produkt Nummer0R400009~0R400011
Dimensionen [LxHxB]140x150x25 mm (mit 120er Montagelöchern)
Eingangsspannung12V (0,13A)
Startspannung7 V
Geschwindigkeit600-1000 R.P.M. [PWM kontrolliert]
LagertypGleitlager
Air Flow70.2 CFM [Max.]
Air Pressure0.9 mmH2O [Max.]
Lebensdauer50,000 Stunden
GeräuschkulisseMax. 23.0 dB(A)
Anschluss4 pin mit PWM
Gewicht160 g

Verpackung & Lieferumfang

Raijintek liefert den Tisis in einer firmentypischen Verpackung aus. Die zentrale Farbe ist hierbei ein knalliges Rot, welches sich über den gesamten Karton erstreckt. Auf der Front prangt ein großes Bild vom Kühler selbst und vermittelt so einen ersten schönen Eindruck von dem, was man sich da gekauft hat. Natürlich finden auch der Modellname sowie der Firmenname Platz auf der Vorderseite. Die anderen Seiten zeigen neben weiteren Impressionen des Kühlgiganten noch einige Herstellerversprechen, sowie natürlich die oben bereits aufgeführten technischen Details. Insgesamt macht die glänzende Verpackung von außen einen guten und wertigen Eindruck.

Rajintek Tisis 1
Rajintek Tisis 2

Schaut man jedoch ins Innere, erlebt manch einer vielleicht eine kleine Enttäuschung. Schlicht wackelig oben aufgelegt in einem Plastiktütchen, welches wiederum in einer dünnen Kartonummantelung steckt, findet sich der Lieferumfang. Dieser beinhaltet im Einzelnen folgendes:

  • 8x Antivibrations-Gummis
  • 2x Lüfter-Halteklammern
  • Montagezubehör für die verschiedenen Sockel
  • 1x Wärmeleitpaste
  • 1x Installationsanleitung

Rajintek Tisis 6

Das war es dann aber auch schon. Unter dem Montagezubehör findet sich dann der Kühlkörper mit eingesteckten (nicht vormontierten) Lüftern wieder. Dieser liegt aber auch wieder relativ locker und kann ohne Probleme hin und her klappern. Lediglich der Sockel ist nochmals in eine leichte Kartonage eingehüllt.

Rajintek Tisis 5

An diesem Punkt muss man ganz klar sagen, dass sich hier deutlich zeigt, dass Raijintek nach Einsparmöglichkeiten gesucht hat. Wird der Kühler ohne Umverpackung nur in seiner OVP verschickt, kann es leicht zu Transportschäden kommen. Hier haben andere (teurere) Hersteller gezeigt, dass das auch um einiges besser geht.

Ansonsten ist der Lieferumfang auch eher schmal gehalten. Es ist zwar alles dabei, was unbedingt nötig ist, aber eben auch kein Bisschen mehr. Viele Hersteller legen wenigstens noch ein Y-Kabel bei, um beide Lüfter an einem Port betreiben zu können oder liefern Adapter zur Spannungsreduzierung mit. Cryorig hat bspw. bei dem von uns getesteten R1 Universal gezeigt, dass auch bei geringen Mehrkosten ein riesiger Lieferumfang enthalten sein kann.

Die Bedienungsanleitung ist zwar recht klein gehalten, aber durch die gute Druckqualität immer noch gut zu lesen. Aufgrund des guten Zusammenspiels aus Bildern und Text sollte es auch für einen Laien leicht möglich sein, den Tisis zu montieren. Neben Deutsch stehen zusätzlich auch noch acht andere Sprachen zur Verfügung.

Aussehen & Design

Schauen wir uns nun die Lüfter und den Kühlkörper an sich etwas genauer an. Den vernickelten Kupfersockel durchlaufen insgesamt fünf mächtige, ebenfalls vernickelte Kupferheatpipes. U-förmig führen diese durch die Bodenplatte und münden kurz darauf in jeweils einen der beiden Kühltürme. Auffällig ist bei diesen, dass sie nicht identisch sind wie man es eigentlich von anderen großen Doppelturm-Kühlern à la Noctua NH-D15 usw. gewohnt ist

Rajintek Tisis 4

Der vordere Turm ist etwas schmaler als der hintere. Außerdem sind dessen Seiten offen und nicht mit Zacken übersäht. Zusätzlich befinden sich noch drei verschiedene Lüfter-Montagemöglichkeiten am vorderen Tower. Zwei Lüfter können parallel mit den Haltegummis am Turm befestigt werden. Alternativ dazu kann man den Rotor zwischen den beiden Türmen aber auch mit normalen Halteklammern fixieren.

Der hintere Tower ist, wie bereits erwähnt, breiter gebaut, an den Seiten geschlossen und in Luftstromrichtung sind außerdem die Lammen gezackt. Es ist Platz für einen Lüfter an der Rückseite, welcher über Haltegummis montiert werden kann.

Betrachtet man den Tisis von oben, fällt einem sofort der enorme Durchmesser der fünf Heatpipes auf. Satte 8mm misst jede von ihnen im Durchmesser. Viele andere Hersteller setzen hier auf 6 oder sogar nur 4mm Varianten. Weniger schön ist, dass die Enden der Heatpipes keine Abdeckkappen bekommen haben, um die unschöne Trennung der Heatpipes zu verbergen. Auch hier wurde vermutlich auf eine kostengünstige Produktion gesetzt.

Zuletzt noch ein paar Worte zu den verbauten Lüftern. Es handelt sich bei den mitgelieferten Exemplaren und zwei 140mm-Lüfter mit 120er Montagelöchern. Beide sind natürlich im typischen Raijintek-Design gehalten, d.h. im Einzelnen: Roter Rahmen, weiße Rotorblätter und Nabe und in der Mitte das große Firmenlogo. Um eine bessere Geräuschkulisse zu ermöglichen, sind die einzelnen Lüfterblätter an der Unterseite gezackt. Somit verringern sich die Luftverwirbelungen und die Lautstärke sinkt. Leider ist nur einer der beiden Lüfter via PWM regulierbar.

Ausstattung & Technik

Auch wenn der Raijintek Tisis ohne Frage ein sehr schön anzusehender Kühler ist, so braucht es heutzutage schon mehr, um auch bei der Leistung überzeugen zu können. Oftmals sind nicht unbedingt die schwersten und größten Kühler am Ende die Testsieger, sondern die mit der ausgefeiltesten Technik und hier will der Hersteller ebenfalls punkten.

Auch wenn es in der Highend-Region fast schon zum Standard zählt, muss man trotzdem positiv hervorheben, dass alle fünf Heatpipes mit dem Sockel verlötet sind. Fein nebeneinander in gleicher Höhe aneinandergereiht wird so ein optimaler Wärmeübergang an dieser Stelle garantiert. Was uns auch schon zum nächsten Thema bringt. Im Regelfall setzen die Kühlerspezialisten auf viele kleine Heatpipes. Acht Stück oder gar zehn werden inzwischen verbaut. Raijintek widersetzt sich hier bewusst diesem Trend und sorgt stattdessen dafür, dass fünf gewaltige 8mm-Heizrohre den Sockel durchziehen. Mehr hätten hier dann auch keinen Platz mehr gehabt. Vorstellbar ist, dass dadurch mehr Wärme in die Kühllamellen gelangt, da somit mehr „Heatpipefläche“ direkt über dem heißesten Teil der CPU sitzt.

Rajintek Tisis 9

Die Finnen selbst sind ebenfalls mit den Heatpipes verlötet und dies ist in dieser Preisregion doch eher selten anzutreffen. Nichtsdestotrotz ist das natürlich um einiges besser, als wenn die Lamellen wie eigentlich üblich nur verpresst werden. Da kann sich selbst der 10€ teurere R1 Universal noch eine Scheibe von abschneiden. 42 dieser Kühlflächen sind insgesamt pro Turm vorzufinden. Der Abstand zwischen jeder Einzelnen ist mit etwa 2,5mm groß genug um auch mit langsam drehenden Lüftern ohne großen statischen Druck noch gut kühlen zu können. Selbst ein passiver Betrieb bei einer entsprechenden CPU wird so möglich.

Beim Blick von oben auf den Kühler fallen dem aufmerksamen Betrachter viele kleine Lufteinlässe auf. Diese befinden sich auf jeder Lamelle und sollen laut Hersteller den Airflow begünstigen.

Insgesamt bleibt es aber ein recht klassischer Kühler. Innovationen findet man eher im kleineren Stil wie bspw. bei den riesigen Heatpipes.

Verarbeitung

Nun könnte man denken: „Irgendeinen Nachteil muss der Kühler doch haben, wenn er 25 – 30€ weniger kostet als ein vergleichbares Highend-Modell.“

Neben der Verpackung und dem Lieferumfang ist natürlich die Verarbeitungsqualität hier ein entscheidender Faktor um Kosten einzusparen. Scharfe Kanten gibt es am Tisis kaum zu beklagen. Lediglich die Kühllamellen haben hier und da einen minimalen Grat. Dies ist aber wirklich nicht weiter schlimm. Gravierender ist jedoch, dass jeweils die ersten und letzten Finnen pro Kühlturm zum Klappern neigen. Die oberen dabei mehr als die unteren. Das ist sehr schade, denn das wirkt nicht nur billig, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf den Betrieb. Dazu aber später mehr.

Rajintek Tisis 10

Durch die sehr massiven Heatpipes ist es nur schwer möglich, die beiden Tower gegeneinander zu verbiegen. Derartige Probleme sind beim Tisis also nicht zu erwarten. Alle Schraubgewinde und Löcher sind ordentlich gefertigt und ermöglichen so eine reibungslose Montage.

Absolute Makellosigkeit wie beim Branchenkönig NH-D15 kann man hier natürlich nicht erwarten. Bis auf die lockeren Finnen macht der Kühlkörper aber einen sehr soliden und wertigen Eindruck.

Selbiges setzt sich bei den Lüftern fort. Der Rahmen und der Rotor sind stabil ausgelegt, sodass auch die Grobmotoriker unter uns keine Angst haben müssen, dass sie etwas zu fest anpacken. Der wertige Eindruck wird nochmals dadurch unterstrichen, dass die Kabel mit einer ausreichend flexiblen Ummantelung versehen sind. Besonders für Modder dürfte hierbei nocj interessant sein, dass Bohrungen für eine etwaige LED-Beleuchtung im Rahmen bereits vorhanden sind.

Installation & Montage

Insgesamt sollte ein Kühler immer so gestaltet sein, dass er erstens eine gute Kompatibilität zu den zahlreichen Plattformen aufweist und zweitens auch leicht montiert werden kann. Um Letzteres soll es nun gehen.

Wie oben bereits erwähnt, ist die bebilderte Montageanleitung sehr gut gelungen. Auch ein Laie kann mit ihrer Hilfe ohne größere Probleme den Kühler installieren. Aber gerade völligen Neuanfänger sei gesagt: Eine zweite Person ist bei diesem Kühler definitiv hilfreich.

Bei allen Kühlern dieser Größe ist eine eigene Backplate im Montagematerial enthalten um die Last auf dem Board gleichmäßig zu verteilen. So auch bei unserem Raijintek Tisis. Leider ist das mitgelieferte Modell vollständig aus Plastik und macht auch keinen besonders wertigen Eindruck. Das heißt aber nicht, dass sie ihre Aufgabe nicht gut erfüllen könnte. Ein nächster kleiner Kritikpunkt liegt bei dem Bügel, welcher den eigentlichen Kühlkörper erst auf dem Mainboard festspannt. Leider sind die dafür nötigen Schrauben nicht mit diesem verbunden, so wie es bei einigen anderen Kühlern der Fall ist. Dies hat zur Folge, dass sich das Einfädeln der kleinen Schräubchen durchaus zum Geduldsspiel entwickeln kann. Hat man diese kleinen Hindernisse überwunden, bleibt nur noch die Montage der Lüfter und auch hier gibt es einen Kritikpunkt. Die Idee mit der völligen Entkopplung der Lüfter mit den Antivibrations-Gummis ist eigentlich gut, aber praktisch entsteht daraus wieder eine Fummelarbeit vom Feinsten. Dies gilt besonders für den Fall, wenn man das Mainboard bei der Montage im Gehäuse eingebaut lässt. Wenn aber einmal alles sitzt, dann funktioniert die Entkopplung wunderbar.

Des Weiteren ist uns noch eine weitere Sache bei der Montage aufgefallen. Der Kühler war nur in einer Richtung voll kompatibel mit unserem ITX-Mainboard. Wer also vorhat, diesen gewaltigen Kühler in einem winzigen System unterzubringen, sollte sich vorher genau informieren.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass das Montage-System insgesamt leider nicht an das totale Musterbeispiel einen Cryorig C1 oder R1 herankommt, aber es ist dennoch gut zu gebrauchen und auch Anfänger werden damit klarkommen.

Leistung

Nun aber endlich zu den wirklich wichtigen Dingen. Wie gut kühlt der Raijintek Tisis unseren Prozessor runter? Unser Testsystem besteht aus den üblichen Komponenten:

CPUIntel Core i5 4670k @4,3GHz @1,25V
MainboardZ97I-PLUS
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (Intel HD Graphics 4600)
Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston HyperX DDR3 1600MHz
SystemspeicherKingston SSDNow V300 240GB
NetzteilSeasonic SSR-750RM 750Watt
GehäuseCoolerMaster HAF Stacker 935
BetriebssystemWindows 8.1 (64bit)
LautstärkemessgerätVoltcraft SL-100
Temperatur-AuslesetoolCoreTemp (Version 1.0 RC6 64bit)
CPU-AuslastungstoolPrime95 (Version 27.9, build1) – 15min „Large FFTs“

Anmerkung zu nachfolgenden Diagrammen: Die Ergebnisse von NH-D15, V8-GTS, Cryorig R1 Universal, Cryorig C1 sowie Raijintek Tisis lassen sich nicht zu 100% miteinander vergleichen. Der Noctua NH-D15 wurde noch nach unseren alten Testmustern bewertet. Dies bedeutet, dass damals eine geringere Kernspannung bei der CPU anlag und die Wärmeentwicklung damit noch nicht so hoch war, wie bei unseren aktuellen Kühlertests. Aus organisatorischen Gründen ließ sich das leider nicht vermeiden. Wir bitten, dies zu entschuldigen. Trotz dieses Unterschiedes geben die Diagramme dennoch einen deutlichen Hinweis darauf, in welcher Leistungsregion sich die Kühler befinden.

Rajintek Tisis Kerntemperaturen Last

Rajintek Tisis Kerntemperaturen Idle

Rajintek Tisis Kerntemperaturen Mittelwerte

Nun ist es ja so, dass die meisten Menschen einem relativen Neuling auf dem Markt erst einmal skeptisch gegenüberstehen. Besonders wenn damit geworben wird, dass man den Preis sehr niedrig halten will. Hat Raijintek also auch bei der Kühlleistung kräftig gespart? NEIN! Definitiv nicht. In puncto Kühlleistung konnte der Tisis ohne Wenn und Aber überzeugen. Er ist so gut, dass er sogar am Thron von Boliden wie dem Noctua NH-D15 rüttelt und das, wie gesagt, bei einem etwa 30% niedrigeren Preis! An dieser Stelle kann man Raijintek wirklich nur gratulieren.

Rajintek Tisis Lautstärke

Wer nun glaubt, dass sich der Tisis die enorme Kühlleistung mit einer extremen Lautstärke erkauft, der irrt sich erneut. Auch hier kann der taiwanesische Hersteller überzeugen. Die 140mm-Lüfter arbeiten leise und kraftvoll. Selbst bei Volllast, die bei PWM-Steuerung vermutlich nie erreicht wird, hört man nur den Luftstrom an sich, was selbst ohne Headset von den meisten wohl nicht als störend wahrgenommen wird. Die Frequenz ist recht tief und wird somit als angenehmer wahrgenommen als ein hochfrequentes Geräusch bei gleicher Lautheit. In unserem Test drehten die Lüfter im PWM-Modus mit maximal 850 RPM. Dies entsprach einem leichten Rauschen. Sobald aber Ingame-Sound ertönt, ist dieses nicht mehr zu hören. Im Idle liefen die Lüfter dann mit 680RPM und waren damit nahezu unhörbar. Insgesamt erlaubt sich Raijintek beim Thema Geräuschentwicklung nur einen einzigen kleinen Patzer: Wie bereits erwähnt sind die oberen und unteren Lamellen des Kühlers etwas locker. Dies führt hin und wieder zu einem Klappergeräusch, welches durch den Luftstrom verursacht wird. Schade, aber dies muss natürlich nicht bei jedem Exemplar der Fall sein.

Persönliches Fazit

Raijintek wirbt damit, sehr gute Produkte zum günstigen Preis liefern zu können. Günstig ist der Tisis auf jeden Fall, denn mit 58€ ist der Kühler in diesem Leistungssegment ein absolutes Schnäppchen. Natürlich muss der Hersteller dafür an einigen Punkten sparen. So ist der Lieferumfang doch recht klein ausgefallen und die Verpackung des Tisis lässt ebenfalls einige Wünsche offen. Auch beim Montagesystem wurde gespart, sodass ungeübte Käufer hier vermutlich einiges an Geduld aufbringen müssen. Dies sind aber eigentlich alles Kleinigkeiten. Wirklich fatal wäre es, wenn sich diese Sparanstrengungen auch bei der Kühlleistung wiederspiegeln würden. Dies ist jedoch definitiv nicht der Fall. Der Raijintek Tisis hält unseren übertakteten Prozessor so kühl wie kaum ein anderer unserer getesteten Luftkühler und das bei einer Geräuschentwicklung, die sogar absolute Silentfetischisten zufriedenstellen dürfte. Wir können diesen Kühler wirklich bedenkenlos zum Kauf empfehlen. Wichtig ist nur, dass ihr vorher auf Nummer sicher geht, dass dieses Monstrum auch in euer Gehäuse passt. Mit 166mm Höhe überragt er die meisten seiner Kontrahenten deutlich. Wer mehr Wert auf eine perfekte Verarbeitung oder ein deutlich besseres Montagesystem legt, der sollte lieber zu den etwas teureren Modell wie dem Cryorig R1 Universal oder dem Noctua NH-D15 greifen.

Aufgrund dessen, dass Raijintek hier ein äußerst überzeugendes Produkt abgeliefert hat und dabei auch den Preis im Auge behält, bekommt der Raijintek Tisis heute von uns den Preis-Leistungsaward!

PreisLeistungsTIPP Award

Raijintek Tisis

59,99€
Raijintek Tisis

Positiv

  • - sehr hohe Kühlleistung
  • - ausgewogenes Preis-/Leistungsverhältnis
  • - leise Standardlüfter
  • - entkoppelte Lüftermontage

Negativ

  • - Sicherungsmaßnahmen in der Verpackung
  • - geringer Lieferumfang
  • - leichte Verarbeitungsmängel

HIER Preise vergleichen!

Euer Hardbloxx-Team

Testbericht erstellt durch hardbloxx.Robin

Test/Testbericht: Antec H2O 1250

Ein Problem, mit dem sich jeder Gamer und Hardware-Enthusiast auseinandersetzen muss, ist die Kühlung seiner verbauten Komponenten. Dabei ist die Auswahl erdrückend groß. Denn egal ob Luftkühlungen, AiO-Wasserkühlungen oder Custoum-Wasserkühlungen – in jeder Sparte gibt es eine Vielzahl an Herstellern mit einer Menge an Produkten. Zuletzt hatten wir die Kompaktwasserkühlung Nepton 240M von Cooler Master im Test. Nun dürfen wir auch Antecs Wasserkühlung H2O 1250 testen. Mit den innovativen Veränderungen möchte Antec dieses Gesamtpaket noch leistungsfähiger und leiser machen als vergleichbare Produkte. Ob ihnen das gelungen ist oder nicht, wollen wir nun in unserem ausführlichen Test ermitteln.

Technische Daten

Model-NameKÜHLER H2O 1250
CPU-Sockel UnterstützungIntel LGA 2011 / 1366 / 1150 /1155 / 1156 / 775
AMD Sockel FM2 / FM1 / AM3+ / AM3 / AM2
Abmessungen Pumpe + Lüfter120 x 120  x 50 mm
Radiator Abmessungen280 x 120 x 27 mm
Radiator MaterialAluminum
Lüfter Geschwindigkeit600~2400 RPM
Anschluss4-Pin und USB
Lüfter Spannung12 VDC
Pumpe Spannung12 VDC
Schlauchlänge300 mm
Gewicht1,3 kg

Verpackung & Lieferumfang

Der schwarz-blaue Karton verdeutlicht gut, wozu der Inhalt der Verpackung dienen soll. Auch das aufgedruckte Bild auf der Vorderseite verbreitet ein eisiges Gefühl. Auf der schmalen Seite der Verpackung finden sich alle wichtigen Kenngrößen der Wasserkühlung. Vom Gewicht über die Größe bis hin zur Geschwindigkeit der Lüfter erhält man alle Informationen, die einen als potentiellen Käufer interessieren. Auf der Rückseite bewirbt Antec die einzelnen Features der Pumpe und bietet dem Kunden ein jeweils passendes Bild dazu. Um einen breiten Kundenstamm abzudecken wurden die Beschreibungen in acht verschiedenen Sprachen verfasst.
Widmen wir uns nun dem Inneren des Kartons. Neben der Wasserkühlung selbst finden wir eine CD, eine Bedienungsanleitung, sowie das entsprechende Montagematerial für die verschiedenen Intel- und AMD-Sockel. Die Bedienungsanleitung wurde ebenfalls in acht verschiedenen Sprachen verfasst, darunter auch Deutsch. Die Bedienungsanleitung erklärt leicht verständlich die Installation der Wasserkühlung. Die detaillierten Abbildungen machen unerfahrenen Bastlern die Arbeit noch ein wenig leichter. Mit dieser Hilfe kann jeder, der eine Schraube in die Wand bekommt, die Antec H2O 1250 installieren. Insgesamt fällt der Lieferumfang also sehr marginal aus.

Antec H2O 1250 (2)
Antec H2O 1250 (1)

Verarbeitung & Design

Bei der H20 1250 geht Antec ganz neue Wege was die Gestaltung einer All-in-One-Wasserkühlung angeht. Bisher wich kaum ein Hersteller davon ab, eine Pumpe direkt auf dem Wärmeübertrager anzubringen, welcher dann auf die CPU geschnallt wird. Doch Antec setzt nun darauf, die Pumpen an den 240mm Aluminium-Radiatior auszulagern und gleich zwei davon einzusetzen. Dadurch soll die Kühlleistung steigen und gleichzeitig die Lautstärke sinken. Durch die Entkopplung wird weniger Resonanz auf dem Mainboard erzeugt, was die Pumpengeräusche auf ein Minimum beschränken soll. Die Pumpen sitzen also nun vor den 120 mm Lüftern, welche auf dem Radiator angebracht sind. Durch die verbaute Halterung, welche sowohl Pumpen als auch Lüfter fixiert, lassen sich die darunterliegenden Lüfter im Prinzip nicht tauschen. Denn wenn man eigene Lüfter anbringen würde, müsste man die Pumpen an einem anderen Ort unterbringen. Dieses Vorhaben wäre wahrscheinlich nur schwer bis gar nicht umzusetzen. Daraus ergibt sich das Problem, dass man die AIO-Kühlung im Falle eines Lüfterdefektes beim Hersteller einschicken müsste, anstatt einfach selbst einen anderen Lüfter zu installieren. Doch die neue Technik hat noch eine weitere Schattenseite. Sowohl Lüfter als auch Pumpen werden gemeinsam von einem 4-Pin Anschluss mit Strom versorgt. An sich stellt dies erst einmal kein Problem dar, doch wenn man die Lüfter in der Drehzahl über die Spannung regulieren möchte, bleiben schon bei weniger als 800 RPM die Pumpen stehen. Dies sollte aber in jedem Fall vermeiden werden, da sonst der Prozessor schnell überhitzt. Eine Regelung über eine analoge Lüftersteuerung ist also nur bedingt zu empfehlen.

Antec H2O 1250 (4)
Antec H2O 1250 (14)

Durch die ausgelagerten Pumpen ist die kreisrunde Einheit, welche auf die CPU geschraubt wird, deutlich schlanker geworden. Auf dem weißen Kunststoffkreis der CPU-Einheit hat Antec sein Logo aufgedruckt. Wenn die Wasserkühlung fertig installiert ist, leuchtet dieser Kreis in verschiedenen wählbaren Farben und ist somit ein echter Blickfang. Zwischen der Kühleinheit und dem Radiator befinden sich ca. 30 cm Schlauch. In so manchem Gehäuse könnte das die Wahl der Radiatorposition durchaus einschränken, doch für die Installation an der Oberseite des Gehäuse reicht die Schlauchlänge allemal aus.
Das stabile Kunststoffgehäuse und die großflächige Kupferplatte der Kühleinheit hinterlassen einen wertigen Eindruck. Die Schläuche wurden fest mit den drehbaren 90°-Winkeln verbunden. In den Übergangsbereichen hat Antec extra Schrumpfschläuche angebracht, um sicherzustellen, dass die Verbindungen auch dicht bleiben. In der selben Art und Weise ist auch die Schlauchverbindung zum Radiator gearbeitet. Die Aluminiumfinnen des Radiators sind ausreichend stabil und scharfe Kanten oder Grate konnten wir keine entdecken. Auch die Lüfter sowie Pumpeneinheiten sind sehr stabil gefertigt und weisen keine Verarbeitungsrückstände auf. In Sachen Verarbeitungsqualität hat Antec bei der H2O 1250 wirklich gute Arbeit geleistet.

Antec H2O 1250 (5)
Antec H2O 1250 (10)

Installation

Für die Installation des der CPU-Einheit setzt Antec auf einen universellen Befestigungsring, welcher sowohl für AMD-Sockel als auch für Intel-Sockel geeignet ist. Man schiebt die vier Stellglieder an die gewünschte Position und fixiert sie anschließend mit den Sicherungsclips. So kann man sichergehen, dass beim späteren Verschrauben nichts mehr verrutscht. Auch die beigelegte Backplate ist sowohl für AMD- als auch für Intel-Sockel verwendbar. Die Platte wurde auf beiden Seiten beschriftet, sodass man schnell erkennen kann, wie herum man sie für das jeweilige System anbringen muss. Dafür werden zunächst die vier kleinen Metallbuchsen eingesetzt. Hierbei muss beim Intel-Sockel auf die korrekte Position der Buchsen geachtet werden. Auf der Backplate werden zwei schmale Klebestreifen angebracht, um die Platte am Board zu fixieren. Diese Lösung bereitete uns bei der späteren Montage jedoch einige Probleme. Denn ohne weiteres ließ sich die Platte nicht mehr entfernen. Selbst mit großem Kraftaufwand war die Backplate nicht vom Mainboard zu entfernen. Also mussten wir mit einem Fön die Klebestreifen erst ordentlich aufheizen, bis sie sich endlich lösten. Nach der Deinstallation blieben aber reichlich Kleberückstände auf dem Mainboard zurück.
Für die weitere Installation wird der Befestigungsring durch Aufsetzen und Verdrehen mit der Kühleinheit kombiniert. Das Konstrukt wird nun auf die CPU gesetzt und mit den entsprechenden Schrauben gegen die Backplate verschraubt. Mancher fragt sich an dieser Stelle vielleicht, ob wir nicht etwas vergessen hätten. Doch nein, wir haben nichts vergessen. Die Wärmeleitpaste muss bei der ersten Installation nicht extra aufgebracht werden. Antec hat die Kühlereinheit bereits ab Werk mit einer Wärmeleitpaste versehen. Abschließend wird natürlich noch der Radiator im Gehäuse verschraubt. Insgesamt konnten wir bei der Installation der Antec 1250 keine Probleme feststellen. Die Arbeit ging schnell und einfach von der Hand. Die größte Herausforderung war die Unterbringung der vielen Kabel. Allein aus der Kühleinheit führen vier Kabel heraus, von denen sich zwei noch einmal splitten. Hier hätten wir uns eine elegantere Lösung gewünscht. Denn gerade in Hinblick auf die offen liegenden Lüfter ist es wichtig, die Kabel ordentlich und sicher zu verstauen.

Software

Auf der mitgelieferten CD befindet sich neben der Bedienungsanleitung Antecs Software zur Steuerung und Konfiguration der Wasserkühlung. Die Software hört auf den Namen „Antec Grid“ und bietet eine sehr überschaubare Startoberfläche. Auf einen Blick kann der Nutzer sich schnell über den Status der Kühlung informieren. Im linken Bereich der Oberfläche wird die Drehzahl der Lüfter dargestellt und im rechten Bereich kann man die Temperatur ablesen. Hierbei ist zu beachten, dass es sich bei der angezeigten Temperatur um die Wassertemperatur des Systems handelt und nicht um die CPU-Temperatur! In der oberen Leiste findet man Buttons, welche die Drehzahl der Lüfter regulieren. Im Leise-Modus drosselt die Software die Lüfter auf etwa 900 RPM herunter. Im Extrem-Modus laufen die Lüfter mit der maximalen Drehzahl von 2211 Umdrehungen. Wählt man den manuellen Modus, so verändert sich die Oberfläche und man erhält einen Schieberegler, mit dem man die Drehzahl in 200er- bzw 300er-Schritten anpassen kann.

extrem Antec H2O 1250
manuell Antec H2O 1250

Mit der Schaltfläche „Diagramm“ lässt sich ein Fenster öffnen, welches entweder die Wassertemperatur oder die Lüfterdrehzahl aufzeichnet und grafisch darstellt.
Mit einem Klick auf dem Button „LED“ erhält man die Möglichkeit, die LED-Beleuchtung der Kühleinheit anzupassen. Standardmäßig ist die Option „Flüssigkeit-Temperaturgesteuert“ aktiviert. Man definiert einfach Werte für eine niedrige und eine hohe Temperatur und schon kann man mit einem Blick ins Gehäuse feststellen, ob das Wasser der Kühlung eher warm oder kühl ist. Mit der Option „Benutzerdefiniert“ kann jedoch auch eine beliebige Farbe fest eingestellt werden.

diagramme Antec H2O 1250
led Antec H2O 1250

Mit der letzten Schaltfläche „Einstellungen“ kann die Farbe der Softwareoberfläche angepasst und die Sprache ausgewählt werden. Desweiteren kann man festlegen, ob die Software beim Systemstart minimiert ausgeführt werden soll.
Abschließend kann man sagen, dass die Software sehr einfach gehalten ist, aber dennoch alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten bietet. Im gesamten Testverlauf hatten wir keine Probleme mit der Software. Das möchten wir Antec an dieser Stelle auch zugute halten, denn so mancher Hersteller bringt einen mit seiner Software an den Rande des Wahnsinns.

Leistung

Was nützt einem die schönste und am besten verarbeitete Wasserkühlung, wenn sie nicht ordentlich das tut was sie soll – nämlich Kühlen. Um zu überprüfen, wie leistungsfähig die Wasserkühlungen sind, lasten wir die CPU mit dem allseits bekannten Tool Prime95 aus. Nach 15 Minuten unter dem „in-place-large-FFTs“ Test entfalten die Prozessoren ihre maximale Wärmeentwicklung. Zu diesem Zeitpunkt ermitteln wir aus allen Kerntemperaturen den Mittelwert und messen gleichzeitig die Lautstärke des Gesamtsystems.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i5 4670k @ 4,5GHz
  • CPU-Kühler: Antec H2O 1250
  • RAM: 16GB Kingston HyperX Black 1600 MHz
  • Mainboard: Asus Z97 Gryphon
  • Systemspeicher: Kinston SSDNow V300 240GB
  • Netzteil: Seasonic SSR-750RM 750Watt
  • Gehäuse: Cooler Master HAF Stacker 935

Mit Hilfe dieses Tests erhielten wir für die Antec H2O 1250 folgende Werte.

CPU Temps Last Antec H2O 1250
CPU Temps Idle Antec H2O 1250
CPU Temps Mittelwerte Antec H2O 1250
Lautstärke 40cm Abstand Antec H2O 1250

Schon während des Tests hatten wir das subjektiv das Gefühl, dass die Antec H2O 1250 in allen Drehzahlstufen relativ laut ist. Die Messungen bestätigten diesen Eindruck und bescheinigten der Antec AIO ähnlich schlechte Lautstärkewerte wie die der CoolerMaster Nepton 280L. Alles über 50% Lüftergeschwindigkeit war selbst durch ein dickes Gamingheadset wahrnehmbar. Unter maximaler Drehzahl hätte man nicht differenzieren können, ob in dem Gehäuse eine Wasserkühlung oder ein Fön verbaut wurde. Angenehm überrascht waren wir von den Pumpen; diese arbeiteten angenehm leise und weisen kein nerviges Fiepen auf.

Nachdem die Antec H2O sich nicht unbedingt als Leisetreter herausstellte, hofften wir zumindest auf gute  Temperaturen. Doch auch hier lag die Kompaktwasserkühlung hinter den bisher gestesten Modellen. Am größten war der Unterschied bei 50% Lüftergeschwindigkeit. Hier wurde die CPU unter Last ganze 8,75°C wärmer als bei der zuletzt getesteten CoolerMaster Nepton240M. Als beste Option erwies sich die vollautomatische Reglung über PWM. Wenn man die ganze Wasserkühlung PWM geregelt arbeiten lässt, stellt sich unter Last eine Temperatur von 63,5° Celsius ein. Die wurden mit vergleichsweise leisen 44 dB(A) erreicht.

Nun stellt sich die Frage, warum die Antec H20 1250 trotz gewisser Lautstärke so verhältnismäßig schlecht kühlt. Wenn man einen genaueren Blick auf die Lüfter wirft und sich vor Augen führt, dass für Radiatore Lüfter mit hohem statischen Druck benötigt werden, wird einem so einiges klar. Die Lüfter ragen zu zwei Dritteln aus dem Lüftergehäuse heraus. Wenn die Lüfter sich drehen und Druck aufbauen, entweicht dieser nicht wie eigentlich gewollt durch den Radiator hindurch, sondern zur Seite hin. Damit wird ein erheblicher Anteil des Luftstromes einfach zur Seite weggeblasen, anstatt dass er das Wasser kühlt. Die Lautstärke ist vermutlich dem Design der Lüfter geschuldet. Doch aufgrund der schon erwähnten kombinierten Aufnahme von Pumpe und Lüfter lassen sich auch nicht einfach leisere Lüfter einsetzen.

Fazit

Antec hat mit der H2O 1250 den Schritt zu einem komplett neuen Design von All-In-One-Wasserkühlungen gewagt. Die Überlegungen und Möglichkeiten sollten der Kompaktwasserkühlung viele Verbesserungen bescheren. Die beiden verbauten Pumpen bieten dem System enorm viel Leistung und dank des Abstands zum Prozessor sollten noch niedrigere Temperaturen möglich sein. Leider bilden die Lüfter der Kühlung das größte und weitreichendste Problem. Zum einen sind die Lüfter im Vergleich zu anderen Kompaktwasserkühlungen recht laut und zum anderen schaffen sie es nicht, das durch den Radiator fließende Wasser ausreichend zu kühlen. Da das Gehäuse der Lüfter viel zu klein dimensioniert wurde, gelangt ein Großteil des Luftstromes nicht durch den Radiator, sondern wird zur Seite weggedrückt. Insgesamt sinkt damit der statische Druck der Lüfter und die Kühlleistung des Gesamtsystems fällt ab. Doch das alles wäre kein Problem, wenn man die Lüfter einfach austauschen könnte. Da sich Pumpe und Lüfter sowohl die Befestigung als auch die Stromversorgung teilen, macht Antec einen Umbau nahezu unmöglich. Diese Verkettung von unglücklichen Umständen trübt das Gesamtbild der H2O 1250. In Sachen Verarbeitungsqualität und Software hat Antec wirklich gute Arbeit geleistet. Hier könnte sich so mancher Hersteller noch etwas abschauen. Beim derzeitigen Amazon-Preis von 88,36 € lohnt es sich für Interessenten einer Kompaktwasserkühlung dieser Größe, sich die teurere Corsair H100i oder die nur minimal teurere CoolerMaster Nepton 240M anzuschauen. Wir hoffen, dass Antec dieses Konzept ein weiteres Mal aufgreift und im nächsten Versuch das Potential voll ausschöpft.

 

Antec H2O 1250

88,36€
Antec H2O 1250

Positiv

  • - Einfache Installation
  • - Übersichtliche und funktionelle Software
  • - Gute Verarbeitungsqualität

Negativ

  • - Nicht austauschbare Lüfter
  • - Kombinierte Stromversorgung von Lüfter und Pumpe
  • - Schon ab 50% der Lüfterdrehzahl deutlich hörbar
  • - Kühlleistung bei 50% Lüftergeschwindigkeit

Hier Preise vergleichen!

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Cryorig R1 Universal

Erst vor kurzem hatten wir den kompakten Cryorig C1 im Haus. Dieser konnte mit kleinen Abmaßen und effizienter Kühlung punkten. Damit war er für kleine kompakte Systeme perfekt geeignet. Doch so mancher Gamer setzt lieber auf ein großräumiges Big-Tower-Gehäuse. Die verbaute leistungsfähige Hardware soll dabei möglichst kühl arbeiten. Für diesen Zweck hat das junge Unternehmen Cyorig den R1 Universal entwickelt. Der Dual-Tower-Kühler soll zu einer breiten Menge von Systemen kompatibel sein und auch die stärksten CPUs zuverlässig kühlen. Ob der Cryorig R1 Universal dieses Versprechen einhalten kann, soll der folgende Test zeigen.

Technische Daten

Kühlkörper:

Sockelkompatibilität:Intel: LGA 2011, LGA 1156, LGA 1366, LGA 1155, LGA 1150, LGA 775AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+
Maße (BxTxH):140mm x 168,3mm x 130mm
Gewicht (ohne Lüfter):936 Gramm
Gewicht (mit Lüftern):1181 Gramm
Heatpipes:7 x 6 mm
Material:reines Kupfer mit Nickel beschichtet (Boden/Heatpipes), Aluminium (Kühlrippen)
Lamellenabstand / -anzahl(Kühlkörper 1)2,4 mm / 42 Stück
Lamellenabstand / -anzahl(Kühlkörper 2)1,8 mm / 53 Stück
Maximale RAM – Höhe41,5 mm

Lüfter:

XF140 – LüfterXT140 – Lüfter
Höhe140 mm140 mm
Breite140 mm140 mm
Tiefe25,4 mm13 mm
Drehzahlbereich700 – 1300 RPM +/- 10%700 – 1300 RPM +/- 10%
Geräuschniveau19 – 23 dBa20 – 24 dBa
Luftdurchsatz76 CFM65 CFM

Verpackung & Lieferumfang

Cryorig-R1-Universal-1
Cryorig-R1-Universal-2

 

Die Verpackung des Cryorig R1 Universal ist in dem typischen blau-schwarz-weißen Design gehalten, welches wir bereits vom Cryorig C1 kennen. Auf der Vorderseite des Kartons findet man eine Abbildung des Lüfter sowie die Artikelbezeichnung und die enthaltene Farbvariante. Auf der Oberseite befindet sich das Firmenlogo mit dem entsprechenden Slogan „research idea gear“. Auf der rechten Seite stehen 3 kurze Texte, welche die Kompatibilität, die einfache Installation und den geräuscharmen Betrieb des Kühlers bewerben. Cryorig behauptet in dem Text zur Installation, dass der Kühler in nur 5 Minuten montiert ist. Wenn man das Montagesystem von manchen Herstellern kennt, ist dies ein gewagter Wert. Doch wir werden sehen, ob wir diese Zeit einhalten können. Auf der Rückseite befindet sich eine ausführliche und detaillierte Liste an technischen Details. Die ganze Verpackung ist minimalistisch gehalten und wirkt mit ihrer klassischen Art edel und durchdacht.

Nach dem Öffnen des Kartons stößt man direkt auf eine kleine flache Pappbox, welche das gesamte Zubehör enthält. Cryorig hat sich dafür etwas einfallen lassen und den gesamten Inhalt des Kartons oben aufgedruckt. So kann man schnell auf einem Blick erfassen, welche Teile darin zu finden sind. Trotz der kleinen Schachtel sind darin folgende Dinge enthalten:

  • Kühlkörper
  • 140mm PWM Lüfter XT140
  • 140mm PWM Lüfter XF140
  • Montagekits für Sockel von Intel und AMD inklusive Backplate
  • je 2 Halteklammern für zusätzliche Lüfter
  • Vibrationsdämpfer
  • eine Spritze mit CP9 Wärmeleitpaste
  • ein alkoholhaltiges Reinigungstuch
  • eine Produktregistierkarte
  • ein Kreuzschraubendreher
  • ein PWM Y-Adapter

Unter dem kleinen Karton mit dem Zubehör erreicht man endlich das Herzstück der Verpackung, den Kühlkörper selbst. Dieser ist in eine Folie eingeschweißt. Die beiden Lüfter sind bereits vorinstalliert. Zusammenfassen kann man das, was Cryorig mit dem R1 an Verpackung und Lieferumfang bietet, als durchweg gelungenes Paket. Die hochwertige Verpackung und das System dahinter sind gut durchdacht und an Zubehör wurde auch nicht gespart.

Aussehen & Design

Die Zeiten, bei denen man Seitenteile mit Sichtfenster nur bei Moddern fand, sind längst vorbei. Viele Gamer haben direkte Sicht auf das Innenleben ihres Computers. Aus diesem Grund sollte nicht nur die Verpackung eines Kühlers stilvoll aussehen, sondern auch der Kühler selbst. Die Kühltürme des Cryorig R1 sind zweifarbig gehalten. Der hintere Teil wurde jeweils schwarz lackiert und der unlackierte Teil wurde mit einem weißen Plastikrahmen versehen, der gleichzeitig als Halterung für die Lüfterklammern dient. Mit diesem Schwarz-Weiß-Design zieht der Cryorig R1 die Blicke auf sich, wirkt aber gleichzeitig nicht zu übertrieben. Der weiße Kunststoffrahmen verpasst dem Ganzen eine leichte Mesh-Optik.

Cryorig-R1-Universal-8
Cryorig-R1-Universal-17

Aus der Grundplatte des Kühlers führen jeweils sieben Heatpipes in einen der zwei Kühltürme. Dabei fällt auf, dass die Kühltürme nicht mittig über der Grundplatte angeordnet sind. Dieses unübliche Design hat jedoch einen besonderen Grund. Durch die asymmetrische Position und den schmalen Frontlüfter ragt der Kühler nicht über die RAM-Slots auf dem Mainboard. Dadurch ist man in der Höhe nicht beschränkt und kann selbst RAM-Riegel mit großen Kühlkörpern verwenden. An solch guten Ideen erkennt man, dass bei Cyrorig Mitarbeiter am Werk sind, die vorher viele Jahre bei bekannten Herstellern wie Prolimatech, Thermalright und auch Phanteks gearbeitet haben. Auf der Grundplatte des Kühlers ist außerdem das Montagesystem vorinstalliert. Dieses besteht aus zwei schwarz-lackierten Kreuzschlitzschrauben, welche dank eines Anschlages auf der Gegenseite nicht ganz aus der Platte herrausgedreht werden können. Das Tolle an dieser Variante ist, dass die Schrauben beim Montieren oder Demontieren nicht herrausfallen. Auch hier hat Cryorig mitgedacht und den einen oder anderen Kunden vor einem Nervenzusammenbruch bewahrt.

Widmen wir uns nun den 140 Millimeter großen Lüftern des Cryorig R1 Universal. An dem Lüfter sind standardmäßig zwei Lüfter verbaut. Der dickere XF140 sitzt in der Mitte zwischen den Kühltürmen und der schmalere, nur 13mm starke XT140 an der Front des Kühlers. Beide basieren auf einem grauen Gehäuse mit einem schwarzen Rotor. Die Flügel des Rotors sind überwiegend matt gehalten, der Anfang und das Ende eines jeden Blattes ist jedoch glänzend. Auf der Nabe des Rotos findet man, wie bei jedem Hersteller, das Logo. In den abgerundeten Ecken befinden sich schwarze Gummipads, welche die Vibrationen des Lüfters dämpfen sollen. Insgesamt bietet der Cryorig R1 Universal ein sehr rundes und schönes Gesamtbild. Interessant ist auch der Fakt, dass auf dem Cryorig R1 Universal auch ein dritter Lüfter Platz hat. Die dafür benötigten Halteklammern sind bereits im Lieferumfang enthalten. Auf der Rückseite kann sowohl der schmale XF140, als auch der breitere XT140 Lüfter montiert werden.

Ausstattung & Technik

Cryorig-R1-Universal-14
Cryorig-R1-Universal-13

Was nützt einem jedoch ein Kühler der super aussieht, aber kaum besser kühlt als der Boxed-Kühler? Um dem entgegenzuwirken, besitzt der Cryorig R1 gleich sieben Heatpipes mit einem Durchmesser von sechs Millimetern. Diese sind in der vernickelten Kupfergrundplatte eingelassen und sitzen nicht direkt auf der CPU auf. Für einen optimalen Wärmeübergang wurden die Heatpipes mit der Grundplatte verlötet. Damit die große Menge an Heatpipes in die Bodenplatte passt, wurden die Heatpipes in einem konvexen Bogen angeordnet. Nur so lässt sich diese hohe Anzahl an Heatpipes auf die vorhandene Fläche verteilen, ohne dass sie sich dabei überdecken. Drei der Heatpipes führen in den silbernen Teil der Kühltürme und vier der Heatpipes liegen in dem schwarzen Bereich. In den Kühltürmen sind die Heatpipes nicht in Reihe angeordnet, sondern jeweils etwas versetzt. Da sich die Wärme von den Heatpipes radial ausbreitet, wird so eine gleichmäßigere Wärmeverteilung und damit eine effizientere Kühlung erreicht.

Cryorig-R1-Universal-11
Cryorig-R1-Universal-16

Desweiteren hat sich Cryorig etwas Neues bei der Anordnung der Kühlfinnen überlegt. Bei fast allen Kühlern sind die Kühlfinnen in gleichem Abstand positioniert. Bei dem Cryorig R1 Universal hingegen haben die Kühlfinnen im unlackierten Teil einen Abstand von 2,4 Millimetern und im schwarz-lackierten Teil einen Abstand von 1,8 Millimetern. Durch diese Verjüngung zum Ende der Kühltürme ergibt sich aus den Gesetzen der Strömungsmechanik eine höhere Ausströmgeschwindigkeit. Dadurch kann die warme Luft schneller aus dem Kühlkörper transportiert werden. Außerdem müssen die Lüfter durch diese Anordnung weniger Druck aufbringen, was wiederum der Lautstärke zugutekommt. Denn im Regelfall sind Lüfter mit einem höheren statischen Druck lauter, als Lüfter die einen geringeren Druck erzeugen. Dank dieses Vorteils und des verwendeten HPLN-Gleitlagers, liegt der Geräuschpegel der Lüfter bei maximal 24 dBa.

Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität des Cryorig R1 Universal liegt auf einem sehr gutem Niveau. Der ganze Kühler wirk sehr stabil und alle Teile sind so fest miteinander verbunden, dass nichts klappert. Wenn die weißen Kunststoffrahmen montiert sind, gibt es keine scharfen Kanten an dem Kühler. Nur die obersten unlackierten Kühlfinnen unter den Abdeckungen sind etwas scharfkantiger. Dies sollte jedoch kein Problem darstellen, da die Kunststoffabdeckung im Regelfall nicht entfernt werden muss. Ansonsten konnten wir keinerlei weitere Mängel feststellen. Besonders gut gefiel uns, dass die Enden der Heatpipes nicht einfach aus dem Kühler ragen, sondern von einer kleinen Überlappung der schwarzen Kühlfinnen verdeckt werden. Durch diesen kleinen Trick wird das klare und schöne Design des Kühlers nicht gestört.

Installation

Wie schon am Anfang beschrieben, wirbt Cryorig damit, dass der Kühler in 5 Minuten montiert sein soll. Wenn man nicht erst die Bedienungsanleitung in jeder vorhanden Sprache durchliest und das Mainboard bereits aus dem Gehäuse ausgebaut wurde, lässt sich diese Zeit sogar etwas unterbieten. Wer noch nie einen Kühler oder Ähnliches montiert hat, wird wahrscheinlich ein paar Minuten länger brauchen. Doch dank der verständlichen und gut bebilderten Montageanleitung kann selbst ein Laie den Cryorig R1 Universal schnell und sicher installieren. Im Vergleich zum bereits von uns getesteten Cryorig C1 wurde beim R1 nachgebessert. Denn im Lieferumfang ist jetzt zusätzlich eine Installationsanleitung in Deutsch und Polnisch vorhanden. Wenn die Backplate auf das Mainboard aufgebracht wurde und der Grundrahmen mit den Rändelschrauben befestigt wurde, ist der Großteil der Arbeit erledigt. Nun muss nur noch die Wärmeleitpaste auf die CPU aufgetragen und der Kühler aufgesetzt werden. Dieser wird über die zwei Kreuzschlitzschrauben auf dem Grundrahmen verschraubt. dazu muss der mitgelieferte Schraubendreher durch die Kühlfinnen zu den Schrauben geführt werden. Uns gefällt, dass Cryorig mitgedacht hat und somit ein Verschrauben auch bei montierten Lüftern möglich ist. Zu den Lüftern sei gesagt, dass die angebrachten Halteklammern sehr straff sitzen und ein Demontieren der Lüfter damit nur im ausgebauten Zustand möglich ist. Auf Mainboards mit Intel-Sockel kann der Kühler dank der 2 einzelnen Befestigungsschienen so gedreht werden, dass die Abluft entweder nach hinten oder nach oben aus dem Gehäuse geblasen wird. Selbst bei Mainboards mit AMD-Sockel ist das Drehen des Kühlers aufgrund des besonderen Grundrahmens möglich. Das ist jedoch alles andere als selbstverständlich. Denn bei vielen Herstellern ist das Drehen des Kühlers auf AMD-Sockeln nicht möglich, da die Bohrungen für die Backplate unsymmetrisch auf dem Mainboard angeordnet sind. Das macht einen weiteren Pluspunkt für die Konstrukteure aus dem Team von Cryorig.

Cryorig-R1-Universal-4
Cryorig-R1-Universal-3

Leistung:

Widmen wir uns nun der Königsdisziplin unserer Kühler-Test, den Benchmarks. Nur anhand der Benchmarks werden wir sehen, wie sich der Cryorig R1 Universal in Sachen Leistung gegen die Konkurrenz behaupten kann. Die Benchmarks werden dabei mithilfe des folgenden Testsystems durchgeführt:

CPUIntel Core i5 4670k @4,3GHz @1,25V
MainboardGigabyte G1.Sniper Z87
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (Intel HD Graphics 4600)
Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston HyperX DDR3 1600MHz
SystemspeicherKingston SSDNow V300 240GB
NetzteilSeasonic SSR-750RM 750Watt
GehäuseCoolerMaster HAF Stacker 935
BetriebssystemWindows 8.1 (64bit)
LautstärkemessgerätVoltcraft SL-100
Temperatur-AuslesetoolCoreTemp (Version 1.0 RC6 64bit)
CPU-AuslastungstoolPrime95 (Version 27.9, build1) – 15min

Anmerkung zu nachfolgenden Diagrammen: Die Ergebnisse von NH-D15, V8-GTS und Cryorig C1 sowie R1 lassen sich nicht zu 100% miteinander vergleichen. Der Noctua NH-D15 wurde noch nach unseren alten Testmustern bewertet. Dies bedeutet, dass damals eine geringere Kernspannung bei der CPU anlag und die Wärmeentwicklung damit noch nicht so hoch war, wie bei unseren aktuellen Kühlertests. Aus organisatorischen Gründen lies sich das leider nicht vermeiden. Wir bitten dies zu entschuldigen. Trotz dieses Unterschiedes geben die Diagramme dennoch einen deutlichen Hinweis darauf, in welcher Leistungsregion sich die Kühler befinden.

Cryorig R1 Universal 1 Kerntemp IDLE
Cryorig R1 Universal Kerntemp Last
Cryorig R1 Mitteltemp
Cryorig R1 Universal Lautstärke

Aus dem Temperaturdiagramm für den Idle-Modus ist erkennbar, dass sich die Temperaturen für die jeweiligen Lüfterdrehzahlen nur gering unterscheiden. Das liegt ganz einfach daran, dass der große Kühler die CPU im Idle auch komplett passiv kühlen könnte und die Lüfter somit kaum einen Effekt zeigen. Anders sieht es aus, wenn man die CPU voll auslastet. Hier würde eine passsive Kühlung ganz sicher nicht mehr ausreichen. Doch schon mit nur 50% der maximalen Lüfterdrehzahl, kühlt der Cryorig R1 Universal den Prozessor auf 61°C herunter. Der noch etwas größere Noctua NH-D15 schafft da 6,1°C weniger. Jedoch muss hier eben bedacht werden, dass der NH-D15 mit weniger CPU-Spannung getestet wurde. Das heißt, unter aktuellen Testbedingungen würde der Unterschied sicher etwas geringer ausfallen. Auch ist aus dem Vollast-Diagramm zu erkennen, dass der Unterschied von 75% zu 100% Lüfterdrehzahl nur bedingt mehr Kühlleistung bringt.

Auf der Lautstärkeseite hingegen konnten wir bei maximaler Drehzahl ganze 6,4 dBa mehr messen als unter 75% der maximalen Drehzahl. Demnach ist es also eine Überlegung wert, ein paar Grad mehr zu akzeptieren und dafür einen leiseren Kühler zu genießen. Overclocker, die den Kühler voll ausreizen, werden jedoch nicht um die maximale Lüfterdrehzahl herumkommen. Die Lautsträke bei der höchsten Lüfterdrehzahl liegt bei 42,5 dBa. Im Vergleich zu den anderen Kühlern erzielt der Cryorig damit einen sehr guten Wert. Doch nicht nur der reine Schalldruck ist entscheidend, sondern auch die Art des Lüftergeräusches. Das Geräusch unter Vollast der Lüfter lässt sich am ehesten als etwas lauteres Rauschen bezeichnen. Dieses wird hauptsächlich durch die Strömung zwischen den Kühlfinnen verursacht. Dieses Rauschen ist bei gleicher Lautstärke in jedem Falle angenehmer als das unangenehme Pfeifen, welches so manch anderer Kühler von sich gibt.

Persönliches Fazit

Wie auch bei dem von uns getesten Cryorig C1 handelt es sich sich bei dem Cryorig R1 Universal um einen gut durchdachten, innovativen und schön aussehenden Kühler. Das nur 1 Jahr alte Unternehmen hat es geschafft, uns mit neuen Ideen, wie dem asymmetrischen Aufbau, der ungewohnten Anordnung der Heatpipes oder auch den unterschiedlichen Abständen zwischen den Kühlfinnen, zu begeistern. Der Cryorig R1 Universal kann mit gängigen Konkurrenten wie dem Noctua NH-D 15 gut mithalten. Er erreicht nicht ganz die Leistungswerte des Noctua-Kühlers, doch ist er ganze 20€ günstiger und bietet, jenseits des beige-braunen Designs, ein edleres Aussehen, was für Besitzer von Gehäuse mit Sichtfenster durchaus wichtig sein könnte. Die Installation des Kühlers ging schnell und einfach von der Hand. Auch beim Lieferumfang hat Croyrig sich ins Zeug gelegt und mehr als nur die nötigsten Teile beigelegt. Einer der entscheidenden Vorteile des R1 Universal ist jedoch die Verwendbarkeit von RAM-Riegeln in sämtlichen Baugrößen. So können Gamer auch RAM-Riegel mit großen Kühlkörpern verwenden und gleichzeitig auf einen großen Twin-Tower Luftkühler setzen. Wir konnten nahezu nichts Negatives an dem R1 Universal feststellen. Für den nächsten Kühler könnte Cryorig gern leichtgängigere Halteklammern verwenden und die Lautstärke der Lüfter noch ein wenig senken – dann hätten wir wirklich gar nichts mehr zu meckern. Natürlich hat sich der Cryorig R1 Universal nach diesem Test unseren Leistungstipp-Award verdient. Wer das Prachtstück kaufen möchte, bekommt ihn aktuell für 69,00€.

LeistungsTIPP Award

Cryorig R1 Universal

69,00 €
Cryorig R1 Universal

Positiv

  • - gute Verarbeitungsqualität
  • - einfache und schnelle Montage
  • - gute Kühlleistung
  • - großer Lieferumfang

Negativ

  • - zu straffe Halteklammern

Test / Testbericht: Cryorig C1

Mit dem Thermalright AXP-100 Muscle sowie AXP-200 Muscle haben wir uns vor einiger Zeit schon einmal zwei sehr kleine leistungsfähige CPU-Kühler angeschaut. Der Trend zu immer kleineren und dennoch leistungsfähigen System scheint nicht zu stoppen. Der Absatz von extrem flachen Top-Blow-Kühlern boomt wie nie zuvor. Zu verdanken ist dies wohl den verstärkt eingesetzten HTPCs, welche jedes Wohnzimmer in eine wahre Multimedia-Launch verwandeln können. Um sich diesen Absatzmarkt nicht entgehen zu lassen, schickt nun auch der noch relativ unbekannte und erst 2013 gegründete Hersteller CRYORIG einen entsprechenden Boliden ins Rennen. Mit dem Cryorig C1 soll der Markt ordentlich aufgemischt werden. Ob dies gelingen kann, werden wir in folgendem Test klären.

Cryorig_C1_15
Cryorig_C1_16

Technische Daten

SockelkompatibilitätIntel: LGA 2011, LGA 1156, LGA 1366, LGA 1155, LGA 1150, LGA 775AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+
Höhe (Lüfter)13 mm
Breite (Lüfter)140 mm (mit 120er Montagelöchern)
Tiefe (Lüfter)140 mm (mit 120er Montagelöchern)
Drehzahlbereich XT140700 – 1300 RPM +/- 10%
Geräuschniveau XT14020 – 24 dB(A)
Luftdurchsatz XT14065 CFM
Heatpipes6x 6 mm
Lamellendicke0,4 mm
Lamellenabstand / -anzahl(Hauptkühlkörper)1,8mm / 56 Stück
Lamellenabstand / -anzahl(Sekundärkühlkörper)1,4mm / 35 Stück
maximale RAM-Höhe42 mm
Höhe (Kühler + Lüfter)74 mm
Breite (Kühler + Lüfter)140 mm
Tiefe (Kühler + Lüfter)144,5 mm
Gewicht (Kühler)539 g
Gewicht (Kühler + Lüfter)628 g
MaterialKupfer (Boden und Heat-Pipes), Aluminium (Kühlrippen), verlötet & vernickelt
Lüfter-Kompatibilität140x150x25 (mit 120x120x25 Montagelöchern), 140x140x25 (mit 120x120x25 Montagelöchern), 120x120x25 & gleiche Lüfter mit 13mm Stärke
Garantie 3 Jahre

Verpackung & Lieferumfang

Schauen wir uns zunächst an, wie der Kühler zu Hause ankommt. Der ca. 15x20x15cm große Karton ist im blau-schwarz-weißen Firmendesign gehalten. Cryorig – „research idea gear“ so lautet der Schriftzug auf der überraschend schlicht gehaltenen Hauptansicht (Oberseite) der Verpackung. Auf den Seitenflächen finden sich neben den obligatorischen technischen Daten zu Kühler und mitgeliefertem Lüfter auch die Sockelkompatibilitätssymbole. Selbstverständlich sind auch noch ein paar Werbesprüche zu finden. Besonders aufgefallen ist uns dabei, dass bereits auf dem Karton damit geworben wird, dass die Montage in lediglich fünf Minuten erledigt sein soll?!? Challenge accepted! Im weiteren Verlauf werden wir sehen, ob dies zu machen ist.

Cryorig_C1_1
Cryorig_C1_12

Öffnet man nun die drei Haltelaschen, kann man einen ersten Blick ins Innere werfen. Doch das erste, das man erblickt, ist nicht der Kühler selbst, sondern eine weitere Abdeckung, auf welcher ein großes Foto des C1 gedruckt ist. Räumt man auch dieses kleine Hindernis aus dem Weg, kommt man immer noch nicht zum Ziel, denn nun folgt zunächst eine flache Pappbox mit sämtlichen Zubehör. Praktisch: Auf deren Oberseite ist der Lieferumfang inklusive Teilenamen gedruckt, sodass bspw. leicht zu erkennen ist, welche Teile man für welchen Sockel benötigt. Entfernt man nun auch diese kleine Einlage, erreicht man endlich den letzten Karton mit dem Kühler selbst. Erst kommt der Lüfter zum Vorschein und anschließend der eingeschweißte Kühlkörper.

Cryorig_C1_11
Cryorig_C1_2

Eines kann man wirklich sagen: An der Verpackung wurde hier nicht gespart. Selten hatten wir ein so gut durchdachtes Kartonsystem in der Hand und als würde das nicht reichen, ist die Verpackung dank Recycling-Karton auch noch extra umweltfreundlich. Mithalten kann hier nur der von uns getestete Noctua NH-D15.

Folgendes ist im Lieferumfang enthalten:

  • Top-Flow-Kühler Cryorig C1
  • 140mm PWM Lüfter XT140
  • Montagematerial für alle gängigen Sockel von Intel und AMD
  • Schrauben für 13mm und 25mm hohe Lüfter
  • Eine  Spritze mit CP9 Wärmeleitpaste
  • Ein großer Kreuzschraubendreher
  • Eine Product Registration Card

Am Ende kann man nur sagen, dass allein schon die Verpackung einen sehr guten und sehr hochwertigen Eindruck hinterlässt. Obwohl das Unternehmen noch sehr jung ist, wurde hier vorbildliche Arbeit geleistet. Da merkt man eben doch, dass eine Vielzahl der Mitarbeiter bereits in anderen großen Firmen einiges an Erfahrung sammeln konnten.

Aussehen & Design

Nachdem uns der C1 eigentlich schon mit der bloßen Umverpackung in Entzücken versetze, kommen wir nun zum Design des eigentlichen Kühlers. Klar ist dies ein Thema, bei dem man es nie allen recht machen kann. Die einen mögen es eher futuristisch und extravagant, für andere sollte der Kühler lieber dezent und unauffällig sein. Cryorig hat sich hier für einen messerscharfen schwarz-weißen Transformer-Style entschieden. Uns gefällt er, weil er zwar frisch und futuristisch wirkt, aber dennoch nicht kitschig rüberkommt. Aber wie gesagt, bei diesem Thema haben 100 Leute sicherlich 150 verschiedene Meinungen.

Objektiv betrachtet ergibt sich definitiv ein hochwertiges Bild beim C1. Aus der vernickelten Kupfergrundplatte führen sechs Heatpipes in den oberen größeren Kühlkörper aus Aluminiumfinnen. Vier dieser Heatpipes sind als U-Form ausgelegt und gehen auf der anderen Seite des Grundplatte in einen zweiten kleineren Kühlkörper aus schwarz eloxiertem Kühllamellen. Viele Hersteller setzen beim Wärmeabtransport auf das Direct-Touch-Prinzip, welches bei dem von uns getesteten Cryorig C1 allerdings nicht verwendet wurde. Hier liegen alle sechs Heatpipes in einer Linie nebeneinander in der Grundplatte. Sie nehmen somit die Wärme nicht direkt von der CPU auf. Dies hat einen Vor- und einen Nachteil. Der Nachteil ist, dass so die erzeugte Wärme nur auf einem „Umweg“ abgeleitet wird. Dies ist weniger effektiv, als wenn die Heatpipes direkt auf dem Heatspreader aufliegen würden. Der Vorteil ist natürlich, dass man so eine extrem plane Oberfläche am Kühlerboden erreichen kann, was sich wiederum positiv auf den Wärmeübergang auswirkt. Ebenfalls am Kühlerboden befestigt ist das vorinstallierte Montagesystem. Zwei schwarze gefederte Schrauben sorgen hier für ausreichend Anpressdruck. Durch eine speziell geformte Unterlegscheibe können diese Schrauben nicht abfallen. Vielen Dank Cryorig, dies kann einiges an nervtötender Arbeit ersparen.

Gehen wir etwas höher zum Hauptkühlkörper auf welchem wohl meist das Hauptaugenmerkt liegt. In der Mitte wurden extra zwei Freiräume gelassen um die Schrauben unter dem Kühler leicht erreichen zu können. Gesäumt sind sie Aluminiumfinnen mit einem schwarz lackierten Metallrahmen an welchem auch der Lüfter festgeschraubt wird. Zusätzlich dient diese Ummantelung natürlich auch als Schutz. Die Kühllamellen laufen so nicht mehr Gefahr durch kleine Unachtsamkeiten verbogen zu werden. Auf diesem Metallrahmen wiederum sitzt noch ein Pendant aus weißem Kunststoff, welcher,  nach unserer Meinung mit Erfolg, schlicht die Optik noch etwas aufhübschen soll.

Letztlich noch ein paar Worte zum mitgelieferten Lüfter. Der Cryorig XT140 ist ein nur 13mm starker 140er Lüfter, welcher sogar noch über eine PWM-Steuerung verfügt. Der Rahmen aus grauem Kunststoff enthält in den abgerundeten Ecken die Aufnahmepunkte für die Befestigungsschrauben, welche dank einer Gummieinlage auch noch vibrationshemmend wirken. Die einzelnen Lüfterblätter haben eine vorwiegend matte Oberfläche, nur am Ende und auf der Nabenseite glänzt die Oberfläche in schwarz. Die Nabe selbst ist natülich mit dem Cryorig-Logo belegt.

Ausstattung & Technik

Nun soll es um die inneren Eigenschaften gehen, wobei wir ganz unten anfangen wollen. Die von der CPU abgegebene Wärme wird über eine plan-geschliffene vernickelte Kupferbodenplatte aufgenommen und an insgesamt sechs 6mm-Heatpipes weitergegeben. Dies geht hier besonders gut, denn im Gegenteil zu zahlreichen 08/15-Kühlern hat sich Cryorig hier die Mühe gemacht und die einzelnen Heatpipes mit der Grundplatte verlötet. Dies ermöglicht einen deutlich besseren Wärmeübergang, ist in der Produktion aber auch deutlich aufwendiger und somit teurer, was letztlich auch der Käufer zu spüren bekommt. Diese sechs Kupferheatpipes, welche ebenfalls vernickelt sind, führen in den Hauptkühlkörper, in dem sie auf eine neuartige Weise mit 56 jeweils 1,8mm voneinander entfernten Aluminiumlamellen verpresst sind. Damit konnte der Wärmeübergang gegenüber herkömmlichen Methoden um 10% gesteigert werden. Vermutlich aus Kostengründen wurde hier leider auf eine erneute Verlötung verzichtet. Dies ist vom Prinzip her der klassische Aufbau eines jeden Top-Blow-Kühlers, doch Cryorig beweist Innovationsvermögen und hat sich noch etwas einfallen lassen, um die Kühlleistung weiter zu steigern. Unter dem Hauptkühlkörper befindet sich ein weiterer kleiner Lamellenblock aus schwarz-eloxierten Alublechen, welche nur noch einen Abstand von 1,4mm aufweisen. Dies ist nicht etwa ein Fertigungsfehler, sondern ist durchaus so gewollt. Durch die unterschiedlichen Abstände zwischen den einzelnen Lamellen wird die Luft nach unten hin beschleunigt und kann somit die abgegebene Wärme schneller abtransportieren. Selbst die schwarze Einfärbung erfüllt einen thermischen Zweck und trägt aufgrund physikalischer Gesetzmäßigkeiten zu einem besseren Wärmeübergang bei.

Cryorig_C1_9
Cryorig_C1_8
Cryorig_C1_6
Cryorig_C1_5

Selbstverständlich reicht die natürliche Konvektion aber letztlich nicht aus, um die CPU über diesen Kühler passiv zu kühlen. Aus diesem Grunde legt Cryorig seinem kleinsten Spross auch einen hauseigenen 140mm-Lüfter bei. Dieser ist nur 13mm hoch und unterstreicht die hervorragende Eignung für kleine Systeme und Kleinstsysteme mit wenig Platzangebot.

Cryorig_C1_10
Cryorig_C1_3

Verarbeitung

Die Qualität des gesamten Konstrukts ist von vorn bis hinten absolut vorbildlich. Kein Klappern, keine Produktionsrückstände, keine scharfen Kanten. Sämtliche Kühllamellen sind ausreichend dick, um nicht bei der ersten Berührung zu verbiegen und sind außerdem nochmals durch einen äußeren Metallrahmen geschützt. Alle Gewinde sind leichtgängig und selbst alle Heatpipes haben einen sauberen Abschluss. Letzteres wird nicht einmal bei Noctua so penibel umgesetzt. Aus unserer Sicht lässt sich wirklich nichts finden, was das sanfte Bastlerherz verärgern könnte. Die Verarbeitungsqualität wirkt fast schon unheimlich – unheimlich gut!

Installation

„Bauen Sie den Kühler in fünf einfachen Schritten in lediglich 5 Minuten ein!“ So lautet in etwa der Slogan, mit dem Cryorig für eine kinderleichte Montage wirbt. Geht man davon aus, dass das Mainboard bereits frei liegt, dann ist diese Aussage nicht einmal gelogen, auch wenn man nicht trödeln darf, um in dem Zeitrahmen zu bleiben. Diejenigen, die noch nie einen Kühler montiert haben, brauchen aber auch keine Angst zu haben. Die Montageanleitung ist ausführlich und gut bebildert. Aber leider liegt hier nun doch ein kleiner Kritikpunkt. Die Anleitung ist nur in Englisch und Japanisch. Aber auch wer keiner der beiden Sprachen mächtig ist, sollte anhand der Bilder zügig zum Ziel kommen. Wichtig ist dabei lediglich darauf zu achten, in welcher Ausrichtung man den Cryorig C1 aufsetzt. Dies hängt vor allem vom verbauten Arbeitsspeicher (RAM) ab. Normal hohe Riegel ohne extra Heatspreader stellen kein Problem dar. Dort ragt der Kühler einfach drüber und kühlt diese sogar mit. Wenn man einen anderen RAM verwendet, sollte man den Kühler um 180° drehen, denn dadurch, dass der Kühlerboden außermittig angebracht ist, liegen nun die RAM-Slots nahezu frei.

Unser Hardware-Redakteur benötigte im Übrigen 3min 26s, um den Kühler auf das Mainboard zu schnallen – inklusive Mainboar-Ausbau. Aber dies nur so am Rande.

Cryorig_C1_14
Cryorig_C1_13

Leistung

Nun aber zu dem, was bei einem Kühler eigentlich das Wichtigste ist: Wie gut kühlt der Cryorig C1 unsere Test-CPU? Kann er vielleicht sogar mit deutlich größeren Modellen mithalten? Was nützt die beste Verarbeitung und das schönste Design, wenn der Prozessor am Ende trotzdem den Hitzetod stirbt?

Unser Testsystem sieht dabei wie folgt aus:

CPUIntel Core i5 4670k @4,3GHz @1,25V
MainboardGigabyte G1.Sniper Z87
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (Intel HD Graphics 4600)
Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston HyperX DDR3 1600MHz
SystemspeicherKingston SSDNow V300 240GB
NetzteilSeasonic SSR-750RM 750Watt
GehäuseCoolerMaster HAF Stacker 935
BetriebssystemWindows 8.1 (64bit)
LautstärkemessgerätVoltcraft SL-100
Temperatur-AuslesetoolCoreTemp (Version 1.0 RC6 64bit)
CPU-AuslastungstoolPrime95 (Version 27.9, build1) – 15min

Anmerkung zu nachfolgenden Diagrammen: Das Ergebnisse von AXP-200, V8-GTS und dem C1 lassen sich nicht zu 100% miteinander vergleichen. Der AXP-200 wurde noch nach unseren alten Testmustern bewertet. Dies bedeutet, dass damals eine geringere Kernspannung bei der CPU anlag und die Wärmeentwicklung damit bei weitem noch nicht so hoch war, wie bei unseren aktuellen Kühlertests. Aus organisatorischen Gründen lies sich das leider nicht vermeiden. Wir bitten dies zu entschuldigen. Trotz dieses kleinen Unterschieds geben die Diagramme dennoch eine deutliche Richtung vor und zeigen, in welcher Leistungsregion man sich befindet.

Cryorig_C1_Idle_Temp

Cryorig_C1_Last_Temp

Cryorig_C1_Mittelwerte_CPU

Was sagen uns diese Temperaturdiagramme? Sie zeigen, dass auch ein sehr kleiner Kühler noch in der Lage sein kann, einen übertakteten Prozessor auf einem annehmbaren Temperaturniveau zu halten. Logisch, mit einem großen Towerkühler kann auch ein Cryorig C1 nicht mithalten. In seiner Klasse allerdings, bei den Low-Profile-Kühlern, macht er eine sehr gute Figur. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem der generelle Vorteil von Top-Blow-Kühlern gegenüber den normalen Tower-Kühlern. Modelle wie der Cryorig C1 kühlen durch die Bauform nicht nur die CPU, sondern auch alle restlichen Komponenten rund um die CPU. Spannungswandler, RAM uvm. wird so deutlich besser belüftet.

Cryorig_C1_Lautstaerke

Bei der Lautstärke ist ein deutlicher Knick zwischen 100% und 75% zu sehen. Der Lautstärkezuwachs ist offensichtlich nicht linear zur Drehzahl. Doch was hier dramatisch aussieht, ist in Wahrheit nicht weiter schlimm, denn selbst bei voller Lüftergeschwindigkeit ist die Geräuschentwicklung ertragbar und nicht sonderlich störend. Wer ein Headset auf den Ohren hat, wird vermutlich gar nichts mehr davon mitbekommen. Die Lautstärke geht von unhörbar über leicht säuselnd bis hin zu einem leichten Rauschen. Klackernde, hochfrequente oder auch andersartig nervtötende Töne sind nicht zu hören.

Persönliches Fazit

Es ist absolut erstaunlich, was ein so junges Unternehmen auf die Beine stellen kann. Viele der großen und namhaften Hersteller könnten sich bei einigen Modelle hier noch eine gehörige Scheiben abschneiden. Insbesondere die Verarbeitungsqualität ist auf einem derart hohen Niveau, dass man regelrecht ins Schwärmen kommen könnte. Alles, was man für eine einfache und schnelle Montage braucht, liegt bei und ist sauber verpackt. Hier hat Cryorig wirklich vorbildliche Arbeit geleistet. Was die Kühlleistung angeht, wären vermutlich noch ein paar Reserven drinnen gewesen, aber dann wäre dies womöglich wieder zu Lasten der Kompatibilität gegangen. Schon jetzt ist es erstaunlich, dass ein neuer Kühler noch den Sockel 775 unterstützt. Wer trotzdem die Kühlleistung noch etwas steigern will, kann auch einen normal hohen Lüfter installieren, denn die nötigen Schrauben dafür liegen bereits bei. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist wie so oft der Preis. Mit rund 55€ für so einen kleinen Kühler ist der C1 nicht gerade ein Schnäppchen. Hier muss man sich gut überlegen, ob man das Geld wirklich in die Hand nehmen will oder ob einem vielleicht doch ein deutlich günstigerer Scythe Big Shuriken 2 reicht, der dann aber natürlich einige Nachteile mit sich bringt. Wir können für diesen Kühler für all jene, die großen Wert auf Qualität in jeder Hinsicht legen, eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

Positiv:
+ vorbildliche Verarbeitungsqualität
+ großer Lieferumfang
+ gute Kühlleistung
+ geringe Lautstärke
+ schnelle, einfache, flexible Montage
Negativ:
– etwas überhöhter Preis

 Aufgrund des traumhaften Gesamtpakets hat sich der Cryorig C1 unseren LEISTUNGSTIPP-Award redlich verdient!

LeistungsTIPP Award

Unterstützt uns und kauft den Cryorig C1 HIER auf Amazon.

Oder ihr vergleicht HIER die Preise.

Test / Testbericht: Cooler Master Nepton 240M

Schmaler, kleiner, kompakter, aber dennoch leistungsstark. Darum dreht sich nahezu alles in der heutigen Technikwelt. Da müssen auch die Kompakt-Wasserkühlungen von heute noch kompakter werden und „abspecken“, damit sie dieser Forderung der heutigen Zeit gerecht werden. So wird aus der Cooler Master Nepton 280L (wir testeten) kurzerhand die Cooler Master Nepton 240M Kompakt-Wasserkühlung – aus Large, mach Medium! So haben auch die Besitzer von Mini-Systemen eine mehr als faire Chance einfach und schnell an eine Wasserkühlung oberhalb der 120er- oder 140er-Klasse zu kommen. Natürlich hat sie aber nicht nur an Größe abgenommen, sondern man verspricht sich auch durch das kleine Facelift mit der einen oder anderen Änderung mehr Leistung hinsichtlich der Kühlung und mehr Komfort hinsichtlich der Installation und der Lautstärke des Gesamtpakets von Pumpe und Lüftern. Cooler Master setzt hierbei vor allem auf eine kräftigere Pumpe, die neuen hauseigenen Silencio Lüfter, einen mitgelieferten Entkopplungsrahmen und mehr, zu dem wir später noch kommen. 

Testsystem

CPUIntel Core i5 4670K @ 4,3 GHz
MainboardASUS Z87M-PLUS
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (Intel HD Graphics 4600)
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSDKingston HyperX 3K 120GB
NetzteilSeasonic G-750/ 750 Watt Gold zertifiziert
GehäusePhobya Benchtable
KühlerCooler Master Nepton 240M
BetriebssystemWindows 7 Professional 64bit

Technische Daten

Model-NameRL-N24M-24PK-R1
CPU-Sockel UnterstützungIntel LGA 2011 / 1366 / 1150 /1155 / 1156 / 775
AMD Sockel FM2 / FM1 / AM3+ / AM3 / AM2
Abmessungen Kühler-Pumpen-Einheit75 x 69.7 x 49.1 mm
Radiator Abmessungen274 x 119 x 38 mm
Radiator MaterialAluminum
Lüfter Abmessungen120x120x25mm
Lüfter Geschwindigkeit800~2000RPM (PWM) ± 10%
Lüfter Luftdurchsatz16,5~765CFM ± 10%
Lüfter Lutfdruck0.48~4,8mm H2O ± 10%
Lüfter Lebenserwartung160.000h
Lüfter Laustärke (dB-A)6,5~27 dB(A)
LagertypLoop Dynamic Bearing (LDB)
Anschluss4-Pin
Lüfter Spannung12 VDC
Pumpe Lebenserwartung70,000h
Pumpe Lautstärke<15 dB(A)
Pumpe Spannung12 VDC
Pumpe Leistungsaufnahme4.8W

Ob sich der Facelift gelohnt hat oder ob die Schönheits-OP nur Pfusch war, wird sich in unserem Test herausstellen.

Lieferumfang

Die Cooler Master Nepton 240M Kompakt-Wasserkühlung kommt in einer recht breiten und dicken Verpackung daher, die sich beim Handanlegen auf den ersten Eindruck hin als sehr robust erweist. Der Karton hält sich fast komplett in Schwarz. Einzige Ausnahme bilden die Oberseite und ein Seitenteil in dunklem Pink. Diese beiden Flächen werden auch sonst nur von dem Firmen- und Produktnamen, den kompatiblen Sockeln und den Spezifikationen in silberner Schrift geziert. Anders hingegen die Frontseite des Kartons. Hier prangt direkt ein großes Produktfoto zusammen mit Logos über die Haupt-Features, die da wären 5 Jahre Garantie, wartungsfreier Betrieb, robuste FEP-Schläuche und die ultrafeinen Mikrokanäle, welche die Oberfläche im Sinne der Kühlung auf das Doppelte anwachsen lassen. Darüber hinaus werden in ebenfalls silberner Schrift, nebst einmal mehr Firmen- und Produktname, auch weitere Features erwähnt. Hauptaugenmerk mag dabei auf den neuen hauseigenen Cooler Master Silencio Lüftern liegen, auf welche wir später noch genauer eingehen werden. Auf der Rückseite findet man noch die technischen Zeichnungen mit den Abmessungen des Radiators und der Kühler-Pumpen-Einheit und eine etwas hochgegriffene Performance-Test-Grafik, die wir ebenfalls später etwas genauer beleuchten werden. Auf der Unterseite der Verpackung finden sich weitere Angaben zu den einzelnen Firmensitzen auf den verschiedenen Kontinenten und was man so alles mit dem Karton und der Verpackung anstellen kann, zum Beispiel recyclen – wow! In diesem Sinne genug von der Hülle, widmen wir uns dem Kern!

Die Lasche an der Seite herausgezogen öffnet man den Karton der Cooler Master Nepton 240M nicht wie die meisten anderen Kartons dieser Größe  in Schatztruhen-Manier und klappt den Deckel nach oben weg, sondern man öffnet den Karton der Länge nach seitlich. Direkt darunter verbirgt sich erst einmal eine dünne Schaumstoffmatte, die das Transportgut vor Stößen von oben schützt – vorbildlich! Unter dieser Schutzmatte befindet sich, fein säuberlich in einzelnen Tüten verpackt und sicher in passgenau geformten Presskarton gesteckt, der restliche Inhalt. Dieser wäre das Kompakt-Wasserkühlungs-System mit CPU-Kühler, Pumpe, Leitungen und Radiator (Aluminium), zwei der neuen 120mm Cooler Master Silencio Lüfter mit 240er Entkopplung (Gummi), ein PWM Y-Adapterkabel, Montagematerial für Intel-Sockel ( 775, 1156, 1156, 1150, 2011) und AMD-Sockel (AM3(+), AM2, FM1, FM2), eine bebilderte Installationsanleitung, der Garantieschein und eine kleine Tube der hauseigenen Cooler-Master-Wärmeleitpaste.

Insgesamt ist der Lieferumfang in Ordnung. Besonders das beliegende Y-Kabel gefällt uns, da nicht alle aktuellen Boards – vor allem die kleineren Vertreter wie µATX oder mITX – immer genügend Anschlüsse bereithalten. Andere Hersteller legen manchmal noch einen Schraubendreher bei. Darauf muss man hier zwar verzichten, das ist aber nicht weiter schlimm, da der Gebrauch von Werkzeug dank thumbscrew-ähnlichen Teilen fast schon entfällt.

Cooler Master Nepton 240M_3

Verarbeitung

Wie die sorgfältige Verpackung mit extra Tüten für jedes Bauteil und, im Falle der Kühler-Pumpen-Einheit und des Radiators, der Antikondensationsbeutel vermuten lassen, wird hier durchweg gründlich gearbeitet und auf jedes Detail geachtet. Dies bestätigt sich dann auch bei der genaueren Untersuchung der Verarbeitung der Cooler Master Nepton 240M Kompakt-Wasserkühlung und des beiliegenden Montagematerials..

Scharfe Kanten, Grate, Kratzer im Lack oder gar gänzlich unlackierte Flächen lassen sich weder am Radiator noch der Kühlplatte oder dem Montagematerial finden – perfekt! Auch sämtliche Anschlüsse der Schläuche sind fest an ihrem Platz. Da wackelt nichts, was nicht soll, obgleich man die herausragenden Verbindungsstücke für die Schläuche am Radiator und der Pumpeneinheit selbst für bestmögliches Installationsverhalten um 180° seitlich drehen kann. Dies geht komplett ohne wackelige Stellen – ausgezeichnet! Auch die robusten Schläuche aus dem sogenanntem Flour-Ethylen-Propylen-Kunststoff (kurz: FEP) sind einerseits stabil, andererseits aber auch so flexibel, dass die Installation ohne Kraftaufwand vonstattengehen kann und man nicht befürchten muss, dass bei vermeintlich auftretender Spannung irgendwo etwas bricht oder ein Anschluss abrutscht – toll!

In der CPU-Kühler-Einheit selbst, auch wenn wir das natürlich nun nicht so genau beleuchten können, wurde ebenfalls eine leistungssteigernde Technologie untergebracht: Mikrokanäle. Gegenüber sonstigen Kühlern, auch wenn hier bereits mit 100% Kupfer mit hervorragender Wärmeleitfähigkeit gearbeitet wird, sorgen diese Mikrokanäle für eine Verdopplung der Oberfläche  (beispielsweise gegenüber älteren Cooler Master Modellen)sowie für eine Vervielfachung der Oberfläche (gegenüber so manchem Konkurrenz-Produkt) und so für weitaus mehr Platz zum Wärmetausch. Darüber hinaus besitzt die Cooler Master Nepton 240M im Vergleich zum Vorgänger Nepton 280L auch über eine stärkere Pumpe, die ebenfalls im Kühlblock sitzt. Statt einer Leistungsaufnahme von 2,8W im Falle der Nepton 280L zapft sich die Pumpe der Nepton 240M 4,8W ab.

Der Clou des Kühlblocks: Wie auch schon beim Vorgänger sind hier weiße LEDs verbaut. Diese lassen den Schriftzug „Cooler Master“ und den Rahmen, sprich das Cooler Master Logo, bei Betrieb in durchgehendem, hellen, weißen Licht erstrahlen – anschaulich!

Cooler Master Nepton 240M_13
Cooler Master Nepton 240M_10

Der dritte große Abschnitt einer Kompakt-Wasserkühlung ist der Radiator. Im Falle der Cooler Master Nepton 240M handelt es sich, wie der Name schon sagt, um ein 240er Modell. Das heißt, dass das hier im Normalgebrauch mit dem Lieferumfang zwei 120mm Lüftern zum Einsatz kommen. Diese können aber noch um zwei weitere Lüfter auf der anderen Seite des Radiators erweitert werden. Im Vergleich zur Nepton 280L kommen jedoch bei der Nepton 240M nicht die JetFlo-Lüfter zum Einsatz, die bei unserem vorangegangenen Test für Unmut sorgten. Stattdessen schickt Cooler Master mit der neuen Silencio-Reihe neue Lüfter ins Rennen. Die haben im Gegensatz zu den JetFlo-Lüftern wieder einen quadratischen Rahmen, mit 160.000h eine viermal so hohe Lebenserwartung wie die JetFlo-Lüfter und als wohl wichtigster Punkt ein Loop Dynamic Bearing (kurz: LDB). Das heißt, dass sie selbstschmierend flüssig-gelagert sind und so die Geräuschemission seitens des Lagers deutlich verringert wird. Damit schrumpft die Lautstärken-Angabe bereits von maximal 39 dB(A) auf nur noch 27 dB(A).

Der Clou des Radiators: Was bei der Nepton 280L noch beanstandet wurde, wurde bei der Nepton 240M prompt umgesetzt. So liegt der Cooler Master Nepton 240M Kompakt-Wasserkühlung ein 240er Entkopplungsrahmen aus Gummi bei, der sich wie ein Rahmen um die Lüfter legt und so die Übertragung der Schwingungen auf den Radiator ausmerzen soll – klasse!

Abschließend kann man zur Verarbeitung sagen, dass sie wahrlich rundum gelungen ist und man nicht nur auf den ersten Blick ein sehr hochwertiges und sehr gut verarbeitetes Gesamtprodukt erhält, bei dem man sich nicht nur auf den Einbau und das erste Anlassen freut, sondern auch schon ins Schwärmen darüber geraten kann, wie gut es sich wohl in einem Case mit Seitenfenster machen wird – traumhaft!

Cooler Master Nepton 240M_11
Cooler Master Nepton 240M_15

Installation

Wie bereits schon erwähnt, läuft die Installation fast komplett ohne Werkzeug ab, da fast alle Bauteile einen thumbscrew-artigen Charakter aufweisen. Einzig die Halterungen für den Kühlkörper am Mainboard-Aufbau müssen sowohl am Kühlkörper selbst, wie auch auf der Unterkonstruktion am Mainboard verschraubt werden. Die bebilderte Installationsanleitung lässt dabei eigentlich keine Fragen offen, da sie nicht nur groß genug, leicht verständlich und hochwertig gedruckt ist, sondern viele Teile auch bereits schon vorgefertigt geliefert werden. So muss man beispielsweise die Schrauben, welche für den Halt des Kühlkörpers an der Unterkonstruktion sorgen, nicht mehr mühselig in die Bohrungen einfädeln. Diese sind bereits vorinstalliert. Möchte man den Kühler auf einen anderen Sockel schrauben, zieht man die Schrauben einfach etwas nach oben, entgegen der unteren Feder, und lässt sie bei der passenden Bohrung für den Sockel wieder einrasten – genial!

Doch so viel Lob, wie sich Montageanleitung und Einfachheit der Installation verdient haben – und man auch fast schon voll des Lobes für Cooler Master ist, da sie ihre Hausaufgaben soweit eindeutig gemacht haben – so schnell bekommt man auch wieder einen kleinen Dämpfer. Die mitgelieferte Wärmeleitpaste ist nach wie vor die gleiche Paste und zieht sich zäh wie Kaugummi. Für alle Liebhaber und Anhänger der Verstreich-Methode ein einziger Graus. Hier sollte man sich entweder an eine andere Methode der Auftragung machen oder zu einer anderen Wärmeleitpaste mit anderer Viskosität greifen.

Cooler Master Nepton 240M_17
Cooler Master Nepton 240M_18

Leistung

In Punkto Leistung trumpft die Cooler Master Nepton 240M recht ordentlich auf und es zeigt sich, dass Cooler Master mit dem Facelift der Nepton 280L einen ordentlichen Schritt nach vorn machte. Nicht nur, dass die Nepton M240 mit vielen größeren Kühlsystemen locker mithalten kann, sie macht dies auch noch bei wesentlich geringerer Lärmemission. So zeigt sich einmal mehr, dass ein kürzerer Radiator – insofern er dafür in der Dicke zulegt – durchaus auch seine Vorzüge gegenüber den größeren Brüdern haben kann und in Sachen Leistung ordentlich auf das Gaspedal treten kann. Nicht zuletzt ist dies – vor allem hinsichtlich der verminderten Lärmemission – sicherlich auch ein Verdienst der neuen Cooler-Master-Silencio-Lüfter und der beigelegten Entkopplung.

Durch das veränderte Design der Silencio-Lüfterreihe zurück zum gänzlich quadratischen Rahmen für eine bessere Auflage am Radiator und einem besseren Abschluss zur Seite hin, in Kombination mit dem Entkopplungsrahmen aus Gummi, welcher gleichsam auch noch wie eine Abdichtung für den Luftstrom zur Seite hin dient, kann sich die Kühlleistung allemal sehen lassen.

Wo die Lüfter bei der Netpon 280L noch negativ auffielen, kann man beim Vergleich mit den neuen Lüftern der Nepton 240M schon fast sagen, dass diese schnurren wie ein Kätzchen – zumindest bis circa 70%. Zwar sind sie bei den getesteten 75% im offenen Gehäuse (Bench-Table) direkt neben dem Sitzplatz auch deutlich wahrnehmbar, allerdings nur in einem solchen Ausmaß, dass man wohl bei einem geschlossenen Gehäuse unter dem Tisch davon ausgehen kann, dass dies nicht sonderlich störend sein kann. Lediglich bei vollen 100% der Lüfterdrehzahl sind die Silencio-Lüfter so ganz und gar nicht mehr still, wenn auch im Vergleich noch immer relativ ruhig. Dennoch wird man sie bei vollen 100% auch in einem geschlossenen Gehäuse unter dem Tisch hören. Dies ist jedoch vernachlässigbar, da der PWM-Modus die Lüfter, selbst bei Volllast unter unseren Test-OC-Bedingungen, keinesfalls auf 100% hochgehen. Die eigentlich schon empfohlene Pflicht eines Lüfterwechsels, wie noch beim Vorgänger Nepton 280L, entfällt hier also komplett.

Positiv fällt auch die Pumpe auf, welche zwar weiterhin das relativ hohe und dauerhafte Fiepen von sich gibt, dieses aber von den Silencio-Lüftern selbst schon durch deren leises Frischluft Schaufeln mit einem angenehmeren Geräusch überdeckt wird.

Cooler Master Nepton 240M_Benches_1 Cooler Master Nepton 240M_Benches_2 Cooler Master Nepton 240M_Benches_3

Persönliches Fazit

Die Cooler Master Nepton 240M überzeugte uns in vielerlei Hinsicht und Cooler Master beweist einmal mehr ein Herz für die Käufer und Nutzer ihrer Hardware. Schließlich haben sie in fast allen Punkten, die man vorher noch kritisieren musste, nachgebessert. Darüber hinaus sprechen der hohe Verarbeitungsstandard, das einfache Installationssystem in Verbindung mit einer hervorragenden Anleitung und die stets neu eingebrachten technischen Innovationen für sich. All jene, die sich (noch) nicht an eine Custom-Wasserkühlung wagen wollen, sind mit der Cooler Master Nepton 240M auf jeden Fall sehr gut beraten. Zwar büßt man vielleicht im direkten Vergleich mit dem Vorgänger oder anderen Modellen dieser Größen- bzw. Preisklasse das eine oder andere Grad Celsius an Kühlleistung ein, aber man spart sich dafür eine Menge an Lärmemission. Ein fairer Tausch, vor allem für Silent-Enthusiasten. Wenn man dann noch bedenkt, dass es diesen Spaß für unter 100€ gibt, was derzeit noch recht wenig Auswahl bei Dual Fan Radiatoren lässt, ist das eine feine Sache!

Positiv
+ sehr gute Verarbeitungsqualität
+ leichtgängige Montageanleitung
+ sehr gute Kühlleistung im Vergleich zur Lärmemission
+ sehr leiser Betrieb
Negativ
– bei 100% noch immer laute Lüfter
– schlecht zu verarbeitende Wärmeleitpaste

Für die dargebotene Leistung in Sachen Kühlung bei gleichsam recht ruhigem Betrieb, die sehr gute Verarbeitung kombiniert mit einem äußerst einfachen Installationssystem und dem relativ geringen Preis, verdient sich die Cooler Master Nepton 240M allemal den Hardbloxx Preis/Leistungs-Tipp Award.

PreisLeistungsTIPP Award

Euer Hardbloxx-Team

Hier Preise vergleichen!

Test / Testbericht: Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple

Ganz im Sinne unseres Ausbaus des Wasserkühlungssegments auf unserer Seite testen wir nicht nur Kompakt-Wasserkühlungssets oder Custom Wasserkühlungssets, sondern auch Einzelteile für alle Aufrüster, Umrüster, Bastler und DIY-Fans. Den Anfang macht hierbei eine Komponente, die ihrem Namen alle Ehre macht – der Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple Radiator. Wie auch schon das Set von einem unserer vorangegangenen Tests zum Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC-XT Komplettset, entspringt auch dieses Monster von einem Radiator der ausgewählten NexXxos-Reihe aus dem Hause Alphacool. Was der Koloss mit einem Kampfgewicht von stattlichen 3,367kg in Sachen Kühlleistung auf die Waage wirft, sehen wir uns einmal genauer an.

Abmessungen (L x B x H)585 x 182 x 85 mm
Gewicht (ohne Lüfter)3,367 kg
Anschlüsse7x G1/4 Gewinde
Lüfter3 (nicht im Lieferumfang enthalten)
LüftergewindeM3
Material innenHauptanteil Kupfer
Material außenGehäuse: Stahl – Gewinde: Messing – Kammern: Kupfer
FarbeSchwarz
Druckgetestet1,5 bar
Lieferumfang
  • Radiator
  • 12x M3 30mm Inbusschrauben
  • 12x M3 35mm Inbusschrauben
  • Inbusschraubenschlüssel

Verpackung/Lieferumfang

Die Verpackung fällt ganz typisch für Alphacool aus und weicht kaum von den Standard-Verpackungen ab, wie sie beispielsweise auch schon beim von uns getesteten Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT Komplett-Set zum Zuge kam. Der Aufdruck hält sich überwiegend in äußerst dunklen Farben und ist darüber hinaus recht wenig informativ – schließlich weiß man ja schon vorher, was man sich da für ein ganz spezielles Einzelteil besorgt hat. Der Karton hingegen ist äußerst robust und widerstandsfähig, sodass der Inhalt bestens geschützt ist. Allerdings staunt man dann auch nicht schlecht, wenn man diesen Klopper leibhaftig vor sich hat und in Händen hält – einerseits natürlich über die beachtliche Größe, andererseits über das stattliche Gewicht.

Der Lieferumfang ist ebenso sehr überschaubar. So verbirgt sich in der Verpackung ein fein säuberlich, in Luftpolsterfolie gebetteter Radiator mit den typischen blauen Gummidichtungen in den Anschlussöffnungen sowie je separat verpackte M3 30mm Inbusschrauben (insgesamt 12 Stück, zu je 4 Schrauben pro Tüte/Lüfter), M3 35mm Inbussschrauben (insgesamt 12 Stück, zu je 4 Schrauben per Tüte/Lüfter), ein Inbussschraubenschlüssel passend zu den beiliegenden Inbusschrauben und 5 Verschlussschrauben (Kupfer), um die übrigen Anschlüsse sicher zu verschließen.

Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_9
Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_2

Material und Verarbeitung

In Sachen Material besteht der Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple Radiator, wie eigentlich alle Radiatoren von Alphacool, zum größten Teil aus Kupfer. Dies bringt den Radiatoren von Alphacool – und natürlich auch der Monsta-Serie das Prädikat „Full Copper“ ein. Alle Hauptelemente, nicht nur die Finnen und Kanäle, sondern  auch die Vorkammern sind aus Kupfer. Dies bringt schon allein seitens der verwendeten Materialien ein Leistungsplus, wo andere Radiatoren auf der Strecke bleiben, weil sie nicht auf Kupfer setzen. Ummantelt wird das viele Kupfer im Inneren von einem robusten und stabilen Stahlgehäuse. Die Gewinde bestehen aus Messing und sind mit den üblichen blauen Dichtungsgummis versehen.

In Sachen Verarbeitung weißt der Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple Radiator die von Alphacool übliche hohe Qualität auf. Das Stahlgehäuse weist keinerlei scharfe oder unschöne Ecken bzw. Kanten auf und die dicke Lackschicht ist schön gleichmäßig und makellos aufgetragen. Auch gegenüber Fingerabdrücken zeigt sich der Lack wenig anfällig – top! Natürlich sind die Kammern und Lamellen im Inneren nur im äußeren Bereich lackiert, um der Optik des Ganzen ein edles Schwarz zu geben. Blickt man jedoch aus verschiedenen Winkeln in die Kammern, kann man deutlich das Kupfer erkennen. So wird natürlich die Wärmeabfuhr nicht beeinträchtigt. Die Gewinde sind allesamt ausgezeichnet verarbeitet und entgratet. Sie fassen sowohl die Anschlüsse für Schläuche, wie auch die Verschlusskappen problemlos und halten auch absolut dicht – vorbildlich!

Monsta vs. Non-Monsta

Doch was zeichnet nun eigentlich die Radiatoren der Monsta-Serie aus und was unterscheidet sie von den herkömmlichen Radiatoren? Schließlich gibt es davon ja nicht nur den von uns getesteten und gigantischen 180mm Triple. Die Monsta-Serie zeichnet sich vor allem durch die größeren Abmessungen aus. So weisen Monsta-Radiatoren, im Vergleich zu den üblichen Radiatoren mit einer Stärke von 60mm, eine Stärke von 80mm auf. So hat sich herausgestellt, dass dies einen wesentlich besseren Durchfluss als bei den schmaleren Brüdern zum Ergebnis hat. Darüber hinaus heißt es nicht nur: Je höher die Drehzahl, desto besser die Kühlleistung. Schon bei geringen Drehzahlen zeigt diese Lösung ein besseres Ergebnis auf. Dies geht sogar soweit, dass bei über 1200rpm  die 80mm-Modelle an einem Radiator mit 60mm Stärke mit einem Lüfter herankommen – beeindruckend!

Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_8
Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_5

Leistung

Nun, was soll man bei einem Radiator mit solchen Ausmaßen schon sagen? Schließlich spricht der Koloss für sich. Er hat eine außerordentliche Leistung sowie, für den Normalverbraucher, grenzenlose Kapazitäten unter der Haube. Die CPU-Temperatur stieg trotz unseres erweiterten Overclocking (@4,5GHz) gegenüber unseren üblichen CPU-Luftkühler- und CPU-Kompaktwasserkühler-Testverfahren (@4,3GHz) nicht über die 60°C Marke. Dabei war es ganz egal, ob die ohnehin sehr langsam und laufruhigen 180mm Phobya G-Silent 18 700rpm Red LED (nicht im Lieferumfang enthalten) mit gerade einmal – per Mainboard-Software ausgelesenen – 736 rpm nun bei vollen 100% oder 75% Leistung liefen. Einen Testdurchlauf mit 50% Leistung, wie für unser Testverfahren üblich, machten die Lüfter jedoch nicht mit. Sie brauchen eine Grundversorgung von mindestens 7V, um ihren Dienst überhaupt anzutreten. Hinsichtlich der ohnehin sehr guten Kühlleistung und dem so gut wie nicht hörbarem Betrieb mit gerade einmal 6,9 dbA (75%) beziehungsweise 13,9 dbA ist (100%) dies jedoch auch zu vernachlässigen.

Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_graph_1Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_graph_2Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_graph_3Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_graph_4

Fazit

Groß, größer, Monsta! Mit dem Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple Radiator bekommt man nicht nur ein wahres Monster von den Abmessungen her, sondern auch hinsichtlich der Kapazitäten und der Leistung. Selbst mit einem luxuriösen und dekadenten High-End-System wird dieser Radiator wohl spielend fertig, ohne dass man sich mit den Temperaturen ein Süppchen kochen könnte. Einziges Manko ist wohl die Größe, welche den Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple Radiator wohl aus jedwedem Gehäuse verbannt, denn er passt nicht einmal in ein HAF Stacker 935 Big Tower. Es ist also entweder nur ein externer Gebrauch möglich oder mit viel Fantasie auch ein Highlight für jeden Modder und Bastler.

Positiv:

+ außerordentliche Leistung
+ massig Reserven
+ sehr gute Verarbeitung
+ definitiv ein Eyecatcher
Negativ:

– Größe

Den Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple gibt es derzeit bei Aquatuning.de zu einem Preis von glatten 160,- €.

Euer Hardbloxx-Team

Hier Preise vergleichen!

Test / Testbericht: Cooler Master V8 GTS

In Zeiten von ITX-Systemen, Notebooks und Tablets ist das Thema Modding etwas in den Hintergrund geraten. Kühler bleiben zwar groß und wuchtig, dennoch setzt der Großteil der Hersteller auf ein und dasselbe Konzept. Viele Kühler ähneln sich stark und haben daher kaum großartige Besonderheiten oder Auffälligkeiten. Der Cooler Master V8 GTS ist da anders. Der Kühler will vor allem Modding-Fans gefallen und weiß mit einem außergewöhnlichen Design zu gefallen. Doch ist die Frage, ob der V8 GTS tatsächlich ein Sportwagen oder doch viel mehr ein Trabant ist.

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung des Cooler Master V8 GTS passt sich an das typische CM-Design an. Die Hauptfarben sind purpur und schwarz und auf der Vorderseite prangt der Kühler in seiner vollen Pracht. Seitlich erkennt ihr die wichtigsten technischen Merkmale und auf der Rückseite erhaltet ihr einige Informationen zum Kühler selbst. Zum Lieferumfang gehört neben den Installations-Kits für zahlreiche Sockel noch eine kleine Tube Wärmeleitpaste aus eigenem Haus und ein kleiner Schraubenschlüssel für das Festdrehen der Schrauben. Zudem ist noch die Installations-Anleitung mit im Karton. Der Kühler selbst sitzt fest und sicher zwischen zwei dicken Schaumstoffpolstern, die Schäden hervorragend vermeiden.

Cooler-Master-V8-GTS-12
Cooler-Master-V8-GTS-1

Aussehen & Design

Das Design des Cooler Master V8 GTS paralysiert und hebt sich stark von anderen Kühlern ab. Doch fangen wir einmal unten an und hangeln uns entlang des Kühlers nach oben. Die Grundplatte besteht aus vernickelten Kupfer und beherbergt bereits den ersten Teil des Befestigungsmechanismus. Die Heatpipes gehen nicht via Direct Touch in die Grundplatte über, sondern verlaufen vielmehr darüber, wodurch sie die Wärme nicht unmittelbar vom Prozessor aufnehmen, sondern vielmehr über die Grundplatte. Die sechs massiven Heatpipes verteilen sich nach oben laufend auf drei Kühlkörper. Jeweils eine Heatpipe durchläuft auf der linken und rechten Seite zwei kleinere Kühlblöcke. Mittig durchstreifen die Pipes einen wesentlich größeren und massiveren Kühlkörper. Zwischen den beiden Freiräumen befindet sich jeweils ein Cooler Master eigener Lüfter, der die Luft durch die drei Kühlkörper schiebt. Die Lüfter stattete der Hersteller ab einem drittel der Höhe mit roten LEDs aus. Ein Großteil des Kühlkörpers wird von einer massiven Abdeckung aus Kunststoff bedeckt. Die markanten Formen dieser Abdeckung richten sich nach der Motorabdeckung eines Sportwagens. Durch die Luftlöcher auf der Oberseite dringt zudem das rote Licht nach außen, was einen unglaublich guten Eindruck hinterlässt. Auf der Oberseite prangt zusätzlich das Cooler-Master-Logo.

Cooler-Master-V8-GTS-7
Cooler-Master-V8-GTS-4

Verarbeitung

Als wir den Cooler Master V8 GTS das erste Mal auspackten, dachten wir nur „Ohje, ein Haufen Plaste“, doch der erste Eindruck verbesserte sich beim Untersuchen des Kühlers immer mehr. Der Kunststoff ist fest und sehr stabil, wackelt oder klappert nicht und sieht zudem noch markant und aufregend aus. Weiterhin konnten wir nicht eine scharfe Kante oder einen noch so kleinen Grad ausmachen. Hier hat Cooler Master beim Material sehr gute Arbeit geleistet. Einziger Wermutstropfen: Die LEDs sind mit Heißkleber festgeklebt, der sich beim Anschrauben des Kühlers leicht löste. Den LEDs schadete dies jedoch nicht, sie hielten weiterhin fest am Lüfter. Ebenso hochwertig und frei von Fehl und Tadel sind die drei Kühlkörper mit ihren massiven und sauberen Kühllamellen. Die Lamellen lassen ebenso wenig Grund zur Beanstandung zu, wie die sauber verarbeiteten Heatpipes, die sich von der Grundplatte durch die Kühlkörper nach oben schlängeln. Schnell erkennen wir hier den Preis in der Verarbeitung wieder. Wen der Kunststoff stört, der muss bedenken, dass die Abdeckung nicht ausschließlich dem Design, sondern auch der Optimierung des Luftstroms dient. An die Verarbeitungsqualität eines Noctua NH-D15 kommt aber auch der Cooler Master V8 GTS nicht heran. Ebenso verhält es sich mit den Montagekits des Kühlers. Diese sind zwar gut verarbeitet und wirken auch ausreichend stabil, aber dennoch müssen sie sich mit den Bauteilen des NH-D15 messen, der in einer ähnlichen Preisklasse hausiert. Vergessen wir einmal den direkten Vergleich, fällt das Zubehör aber ebenso hochwertig aus, wie der Kühler selbst. Schrauben lassen sich butterweich festdrehen und Ecken und Kanten sind ebenfalls keine feststellbar.

Cooler-Master-V8-GTS-10
Cooler-Master-V8-GTS-9

Installation

Ein Hardware-Redakteur sieht in seinem Leben so manchen Kühler und muss versuchen, diesen so gut wie möglich zu befestigen. Manch ein Kühler macht einem das Leben leicht und manch ein Kühler will den netten Hardware-Redakteur einfach nur ärgern. Der Cooler Master V8 GTS zählt eher zu den letzteren Modellen. Um den Kühler einzubauen, ist es notwendig, das gesamte Mainboard auszubauen. Ohne den Ausbau habt ihr kaum bis keine Chancen, den Kühler anzubringen. Habt ihr das Board schließlich aus dem Gehäuse befreit, ist die Installation eher das kleinere Übel. Von unten setzt ihr die Rückplatte an das Board und befestigt diese mit speziellen und im Lieferumfang enthaltenen Holschrauben, die nach oben hin über ein Gewinde verfügen. Am Kühler selbst bringt ihr die Haltestreben an, die ihr mit einer kleinen Schraube von unten befestigt. Nachdem etwas Wärmeleitpaste auf dem Heatspeader des Prozessors ist, legt ihr den V8 GTS darauf und greift zum, im Lieferumfang enthaltenen, Schraubenschlüssel. Und ab hier wird es etwas nervig und tricky, denn auf die zuvor angebrachten Holschrauben müsst ihr nun Muttern zur entgültigen Befestigung anbringen. Aufgrund der Größe und Breite des Kühlers stellt sich dieser Vorgang jedoch als äußerst knifflig heraus. Damit ihr absolute Verfügungsgewalt habt, müsst ihr den RAM und wenn möglich auch sämtliche Kabel, die von Lüftern oder dem Stromanschluss zum Mainboard gehen, entfernen. Danach könnt ihr die Schrauben mit dem Schraubenschlüssel immer für wenige Millimeter festdrehen. Geübte Bastler sollten den Kühler mit Ausbau des Mainboards in 10-15 Minuten eingebaut haben. Laien, die noch nie zuvor einen Kühler verbaut haben, könnten weit mehr als 20 Minuten damit verbringen, das Monstrum auf dem Prozessor zu platzieren.

Cooler-Master-V8-GTS-13
Cooler-Master-V8-GTS-11

Ausstattung & Technik

Technisch macht der Cooler Master V8 GTS einiges her, denn seine acht 6mm breiten Heatpipes leiten die Wärme direkt von der Grundplatte auf die drei Kühlkörper weiter und verteilen die Wärme somit hervorragend auf den ganzen Kühlkörper. Zudem sorgt eine Vapor-Chamber (Dampfkammer) für die Verteilung der erwärmten Luft, wodurch eine hohe punktuelle Erwärmung vermieden wird. Auch hierbei verteilt sich die Luft und kann von den beiden Lüftern abtransportiert werden. Die Lüfter stammen aus eigenem Hause und bewegen sich laut Cooler Master zwischen 600 – 1600 Umdrehungen pro Minute. Laut dem Asus Fan-Utility liegt die maximale Drehzahl bei 1527 RPM. Die Lautstärke gibt Cooler Master mit 16 – 36 dB (A) sehr positiv an.

Leistung

Der Cooler Master V8 GTS will nicht nur durch reichlich Kühlfläche punkten, sondern auch mit zwei starken Lüftern, die die warme Luft kontinuierlich wegschaufeln. Bei 100% drehen die beiden Quirle mit 1527 RPM und halten unseren auf 4,3 GHz getakteten Prozessor auf einem angenehmen, wenn auch nicht perfekten, Temperatur-Niveau. Ab einer Drehzahl von 75%, steigen die Temperaturen leicht an, dafür werden die Lüfter wesentlich ruhiger und unauffälliger. Bei 50% Lüfterdrehzahl, pendelt der V8 GTS sich bereits bei einer annähernd perfekten Lautstärke ein und bleibt unauffällig im Hintergrund. Lediglich die Temperaturen steigen recht stark an und unser übertakteter Intel Core i5 4670K erreicht zu hohe Temperaturen. In diesem Bereich eignet sich der Kühler letztendlich nur für Modder, die gegen Lautstärke empfindlich sind.

Cooler-Master-V8-GTS-Idle-Temperaturen

Cooler-Master-V8-GTS-Last-Temperaturen

Cooler-Master-V8-GTS-Mittelwerte-Temperaturen

Cooler-Master-V8-GTS-Lautstärke

Persönliches Fazit

Alleine die Tatsache, dass wir es beim Cooler Master V8 GTS mit einem richtigen Modding-Kühler zu tun haben, der die Meinungen spalten wird, lässt uns etwas lächeln. In Zeiten von immer weniger auffälliger Hardware und edlem Design, ist Cooler Master einer der mutigen Hersteller, die sich noch an ausgefallene Designs herantrauen. Vor allem die rote Beleuchtung wird so manchen PC-Bastler gefallen. Die Kühlleistung des V8 GTS kann zwar für seine Preisklasse nicht mit einem Noctua NH-D15 mithalten, doch bewegt sie sich auf einem ausreichendem Niveau. Sehr schade ist hingegen, dass der V8 GTS solch ein Störenfried ist. Die guten Temperaturen erkauft sich der Hersteller mit sehr lauten und auffälligen Lüftern, die vor allem bei maximaler Drehzahl ohrenbetäubend wirken. Regelt ihr die Drehzahl jedoch auf 50% herunter, erhaltet ihr einen besonderen, ruhigen und vernünftig kühlenden Kühlkörper, der vor allem in Gehäuse wie dem Aerocool GT-S passt. Den V8 GTS könnt ihr aktuell für rund 80€ bei Amazon kaufen. Wer sein Geld anstatt in das Aussehen lieber in Verarbeitung, leisere Lüfter und ein unauffälligeres Design investieren möchte, der sollte sich in dieser Preisklasse eher den Noctua NH-D15 anschauen, der zudem noch wesentlich besser kühlt.

Positiv:

+ auffälliges und mutiges Design
+ gute Verarbeitung
+ vernünftige Kühlleistung unter 100%

Negativ:

– sehr laute Lüfter
– hoher Preis
– umständliche Installation bei eingebautem Mainboard

Hier könnt ihr Preise vergleichen.

Test / Testbericht: CoolerMaster Nepton 280L Kompakt-Wakü

Sicherlich spielen viele leidenschaftliche Zocker und Overclocking-Anfänger mit dem Gedanken, sich eine Wasserkühlung zuzulegen. Deutlich bessere Kühleigenschaften bei weniger Lautstärke, lautet da meist das erklärte Ziel. Leider gibt es in der Regel aber zwei große Probleme bei diesem Vorhaben: Zum einen kann eine richtige Custom-Wakü schnell 500€ und mehr verschlingen, zum anderen hat auch nicht jeder den nötigen Platz im Gehäuse, um solch eine doch recht komplexe Apparatur bei sich unterzubringen. Genau in diese Marktlücke drängen in letzter Zeit immer mehr Hersteller mit ihren sogenannten Kompakt-Wasserkühlungen. Dabei wird fast immer ein vorinstalliertes System geliefert, welches sich nur der CPU annimmt und nicht erweiterbar ist. Genau um solch ein Modell soll es in diesem Test gehen. Die Nepton 280L aus dem Hause CoolerMaster setzt dabei auf einen 280er Radiator und zwei hauseigene 140mm JetFlo-Lüfter. Ob das reicht, um vor allem im Vergleich zu den großen Luftkühlern auftrumpfen zu können, werden wir nun im folgenden Test herausfinden.

Coolermaster_Nepton_280L_5
Coolermaster_Nepton_280L_11

 

Technische Daten

Model-NameRL-N28L-20PK-R1
CPU-Sockel UnterstützungIntel LGA 2011 / 1366 / 1150 /1155 / 1156 / 775
AMD Sockel FM2 / FM1 / AM3+ / AM3 / AM2
Abmaße75 x 69.8 x 49.1mm
Radiator Abmaße311x139x30mm
Radiator MaterialAluminum
Lüfter-Abmaße140x140x25mm *unterstützt auch 120mm
Lüfter-Geschwindigkeit800~2000RPM (PWM) ± 10%
Lüfter-Luftdurchsatz54~122.5CFM ± 10%
Lüfter-Lutfdruck0.7~3.5mm H2O ± 10%
Lüfter-Lebenserwartung40,000h
Lüfter-Laustärke (dB-A)21~39 dB(A)
LagertypRillen-Gleitlager
Anschluss4-Pin
Lüfter-Spannung12 VDC
Lüfter-Strom0.3A
Lüfter-Leistungsaufnahme3.6W
Pumpen-Lebenserwartung70,000h
Pumpen-Lautstärke<25 dB(A)
Pump-Spannung12 VDC
Pumpen-Leistungsaufnahme2.9W

Lieferumfang

Die Nepton kommt in einem relativ großvolumigen Karton daher. In typischer Cooler-Master-Manier wirkt das Ganze bereits von außen schon sehr hochwertig. Mattschwarz und Lila als vorherrschende Farben und dazu ein paar Bilder des fertigen Systems bilden einen schönen ersten Eindruck. Richtig gut ist, dass auf der Rückseite die gesamten Abmaße bzw. technischen Daten des Systems aufgezeichnet sind. Wer sich also fragt, ob das Ganze denn wirklich ins Gehäuse passt, findet bereits hier alle relevanten Information bzw. könnte man natürlich auch die Herstellerseite besuchen. Optisch etwas weniger reizvoll gestaltet sich das Innenleben des Nepton 280L Kartons. Dort beherbergt eine graue Presskartonpappe (oder auch als Eierkarton-Pappe bekannt) alle notwendigen Teile. Der Innenkarton ist vielleicht nicht ganz so hübsch anzusehen, erfüllt seinen Zweck aber vorbildlich. Alles ist sicher verstaut und fixiert. Gleichzeitig ist sie auch noch umweltfreundlich – da freut sich das grüne Gamer-Herz.

Coolermaster_Nepton_280L_4

Folgendes befindet sich im Karton:

  • Radiator mit Aluminiumfinnen, schwarz lackiert
  • 2x 140mm Cooler Master JetFlo Lüfter
  • PWM Y-Kabel
  • Vorinstalliertes Kühlungsbundle: CPU-Kühler, Pumpe, Leistungen, Radiator
  • Montagematerial für Intel (So. 775, 1156, 1156, 1150, 2011) und AMD (So. AM(+), AM3(+))
  • Bebilderte Installationsanleitung
  • Garantieschein
  • Wärmeleitpaste

Insgesamt geht der Lieferumfang in Ordnung, besonders das extra Y-Kabel gefällt uns, da nicht alle aktuellen Bords immer genügend Anschlüsse bereithalten. Andere Hersteller legen manchmal noch einen Schraubendreher bei. Darauf muss man hier aber leider verzichten.

Verarbeitung

Während die Umverpackung bereits einen ersten guten Eindruck vermittelt, schauen wir uns nun das Kühlsystem an sich etwas näher an, denn vermutlich ist die Verpackung nicht der Grund, warum man bspw. auf Amazon knapp 110€ für diesen Kühler bezahlt hat.

Scharfe Kanten, Grate oder gar unlackierte Flächen lassen sich an der CoolerMaster Nepton 280L nicht finden. Auch die Anschlüsse sehen sehr stabil aus und lassen sich am CPU-Kühler sogar um 180° drehen, sodass eine optimale Anpassung möglich ist. Der Schlauch, der den Prozessoraufsatz mit dem 280mm Radiator (daher der Name) verbindet, ist aus sogenanntem FlourEthylenPropylen-Kunststoff (kurz: FEP) gefertigt. Somit wird sichergestellt, dass die verstärkten Leitungen knickresistent, langlebig, stabil und dennoch flexibel sind. Dieses Konzept wurde wirklich optimal umgesetzt und wird so hoffentlich auch bei zukünftigen Kühlergenerationen übernommen.

Coolermaster_Nepton_280L_10

Auch im CPU-Kühler selbst wurden einige Raffinessen untergebracht, auf die man kurz eingehen sollte. Neben der Tatsache, dass dieser komplett aus hochwärmeleitendem Kupfer besteht, wurde die Oberfläche im Inneren „microfein geriffelt“ gestaltet, sodass das vorbeiströmende Fluid ebenfalls mehr Wärme abtransportieren kann und das Kühlergebnis so nochmals deutlich gesteigert werden kann. Die Pumpe, die ebenfalls im Kühlblock sitzt, bietet eine um 35% gesteigerte Förderleistung und sorgt so für ordentlichen Druck unter der Haube. Als kleines Gimmick befindet sich ein weißes LED-Band auf der Oberseite des gesamten Blocks, der dem Anwender signalisiert, dass er hier ein exklusives CoolerMaster Produkt in seinem Rechner verbaut hat.

Coolermaster_Nepton_280L_6
Coolermaster_Nepton_280L_8

Der dritte große Abschnitt einer Kompakt-Wasserkühlung ist der Radiator. Im Falle der CoolerMaster Nepton 280L handelt es sich um ein 280er Modell. Das bedeutet, dass das gesamte Konstrukt mit zwei 140mm Lüftern bestückt werden kann. Bei unserem Testexemplar können außerdem auch noch 120er untergebracht werden. Man muss sich also nicht unbedingt zwei gute 140er Modelle kaufen, wenn man bereits im Besitz der kleineren Exemplare ist. Nebenbei bemerkt, kann man die Nepton 280L sogar beidseitig bestücken, sodass insgesamt 4 Lüfter für einen optimalen Airflow sorgen können. Im Lieferumfang sind allerdings nur zwei 140er JetFlo-Exemplare aus eigenem Hause dabei. Leider liegt bei der Montage selbiger auch der erste Kritikpunkt. Zumindest bei unserem Testsample waren die Befestigungslöcher auf dem Radiator mit lackiert. Das bedeutet, dass die Schrauben bei der ersten Lüftermontage sehr schwer „rein gehen“. Da kann der normale Durchschnittsanwender schon ins Grübeln kommen, ob das da so alles richtig ist, wie er den Lüfter gerade befestigt. Beim zweiten Anlauf gingen dann aber alle Schrauben locker rein. Die Lüfter selbst sind überaus stabil gestaltet und sorgen laut Hersteller dank eines speziellen Designs und gummierten Ecken für einen überaus guten Luftdurchsatz bei geringer Lautstärke. Aber dazu später mehr.

Kurzum kann man sagen, dass die prinzipielle Verarbeitung des CoolerMaster-Produkts sehr zufriedenstellend ist. Davon können sich andere Hersteller noch eine Scheibe abschneiden.

Installation

Aber die beste Verarbeitung bringt nichts, wenn das Installationssystem nicht ordentlich durchdacht ist. Wie die Installation genau von statten geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Video:

Insgesamt ist die Installation sehr einfach und lässt eigentlich keine Fragen offen. Und genau dies ist ja eben einer der Vorteile einer Kompakt-Wakü gegenüber einer ausgewachsenen Custom-Wasserkühlung. Man bekommt einfach ein vorgefertigtes System geliefert und muss sich nicht mehr besonders viele Gedanken um die Position des Ausgleichsbehälters, Pumpe und Co. machen. Trotzdem gibt es ein paar Besonderheiten, auf die wir noch einmal kurz eingehen wollen. Als erstes muss man noch ein lobendes Wort zu der Installationsanleitung loswerden. Einfach top! Große Bilder, gute Druckqualität, leicht verständlich, knapp und doch ist alles Wichtige dabei. Genau so sollte jede Anleitung sein.

So viel Lob, wie sich die Montageanleitung verdient, so sehr reißt es die mitgelieferte Wärmeleitpaste wieder rein. Diese lässt sich ungefähr genauso gut auf der CPU verteilen, wie ein festgetretener Kaugummi auf der Schuhsohle. Die Kühlleistung ist zwar ganz okay, wie sich später herausstellte, aber die Verstreichbarkeit ist katastrophal. Wer sich hier Frustration ersparen will, greift am besten gleich zu einer der zahlreichen Alternativen.

Weiterhin muss man bei der Lüftermontage etwas aufpassen. Leider stehen die einzelnen Lüfterblätter etwas über den Rand hinaus. Das bedeutet, dass man sie nicht zwischen Radiator und Gehäusewand setzen kann.

Testsystem

CPUIntel Core i5 4670k @4,3GHz @1,25V
MainboardGigabyte G1.Sniper Z87
GrafikkarteMSI GTX 780Ti Twin Frozr Gaming
Arbeitsspeicher8GB Corsair Vengeance DDR3 2133MHz
SystemspeicherKinston SSDNow V300 240GB
NetzteilSeasonic SSR-750RM 750Watt
GehäuseCoolerMaster HAF Stacker 935
BetriebssystemWindows 8.1
LautstärkemessgerätVoltcraft SL-100
Temperatur-AuslesetoolCoreTemp (Version 1.0 RC6 64bit)
CPU-AuslastungstoolPrime95 (Version 27.9, build1)

Leistung

Doch worauf kommt es bei einem Prozessorkühler am meisten an? Natürlich auf die Leistungsfähigkeit! Lieber schlecht verpackt und ein hässliches Aussehen, dafür aber eine gute Kühlleistung, als anders herum.

Um die CPU auf Temperatur zu bringen, verwenden wir das allseits bekannte Tool Prime95 und lassen dort etwa 15min den „in-place-large-FFTs“-Test laufen, um die maximale Wärmeentwicklung des Prozessors zu erhalten. Danach wird aus allen Kerntemperaturen der Mittelwert gebildet. Gleichzeitig messen wir dabei noch die Lautstärke des Gesamtsystems.

Herausgekommen ist dabei folgendes:

Temperaturen Last Nepton 280L

Temperaturen IdleIdle Nepton 280L

Temperaturen Mittelwerte Nepton 280L

Lautstärke Nepton 280L

Letztlich kann man mit der Kühlleistung der CoolerMaster Nepton 280L durchaus zufrieden sein, wobei wir uns doch etwas mehr vorgestellt hätten. Ein Grund hierfür dürften auch die Lüfter sein. Das Design der Lüfterblätter ist vielleicht dafür ausgelegt, einen hohen Druck zu erzeugen, nur müsste dafür der Rahmen auch auf der kompletten Seitenlinie auf dem Radiator aufliegen, damit die Luft wirklich durch die Kühllamellen gepresst wird und nicht seitlich entweichen kann. Im Falle der JetFlo-Lüfter ist dies aber leider nicht so. Hier liegen lediglich die Ecken auf. Ein Entkopplungssystem, ähnlich wie bei Noiseblocker, würde da Abhilfe schaffen.

Wo wir schon bei dem Thema Lüfter sind: Selbst für eingefleischte Hardcore-Zocker mit Monster-Headsets sind diese definitiv viel zu laut. Selbst bei 35% Lüfterdrehzahl sind sie noch deutlich zu hören und steigern sich bis hin zu 100% ins Unerträgliche hinein. Auch die Anlaufspannung der Lüfter muss sehr hoch sein, denn erst bei eingestellten 55% der maximal-Drehzahl beginnen sich die Rotoren zu drehen. Danach kann auch lediglich bis 35% heruntergeregelt werden, bevor wieder alles stehen bleibt. Schade. Unserer Meinung nach ist beim Kauf der Nepton 280L ein Lüfterwechsel definitiv Pflicht!

Positiv überrascht hat uns hingegen das Geräusch der Pumpe. Trotz maximalen 6500rpm ist bis auf einen relativ hohen Fiepton, der aber sehr schnell zwischen den anderen Lüftergeräuschen untergeht, nichts zu hören. Lediglich absolute Silent-Enthusiasten dürften sich daran stören.

Fazit

Die CoolerMaster Nepton 280L konnte uns in vielen Bereichen sehr überzeugen. Eine sehr gute Verarbeitung, ein leichtes und intuitives Montagesystem sowie eine gute Kühlleistung sprechen definitiv für diese Kompakt-Wakü. Wobei man aber sagen muss, dass die Kühlleistung nicht unbedingt wesentlich besser ist, als bei anderen Kompakt-Wasserkühlungen dieser Klasse, zumal die Lüfter fast doppelt so laut sind als bei vergleichbaren Produkten. Momentan liegt das günstigste Amazon-Angebot bei etwa 110€, was ebenfalls eher einem guten Durchschnittspreis entspricht. Festhalten können wir demnach, dass der einzige wirklich gravierende Negativpunkt, den wir in unserem Test feststellen konnten, die mitgelieferten turbinenartigen 140mm JetFlo-Lüfter betrifft, die nach unserer Meinung viel zu laut sind. Wir empfehlen definitiv einen Lüfterwechsel, wenn man sich für diese sonst recht gute Kühllösung entscheidet.

Positiv
+ gute Verarbeitungsqualität
+ top Montageanleitung
+ gute Kühlleistung
Negativ
– sehr laute Lüfter
– schlecht zu verarbeitende Wärmeleitpaste

Unterstützt unserer Seite und kauft die CoolerMaster Nepton 280L HIER auf Amazon!

Andernfalls könnt ihr HIER die Preise vergleichen!

Euer Hardbloxx-Team

Testbericht erstellt durch Hardbloxx.Robin