Kategorie: 1.5.1.1 Luft

Nanoxia Special N.N.V. 120 Lüfter im Test

Heute haben wir den Nanoxia Special N.N.V. 120 PWM für Euch im Test. Nanoxia kennen viele PC-Liebhaber vor allem durch extrem gute Gehäuse, wie etwa die der Deep Silence Serie oder auch aus dem Bereich der Wasserkühlungen. Doch der deutsche Hersteller hat noch wesentlich mehr zu bieten. Neben allerlei Zubehörteile führte man bisher auch zwei eigene Lüfterserien, welche nun um eine Dritte ergänzt werden. Hatte Nanoxia bisher eher die Mittelklasse im Blick, so will man nun den Angriff auf das Premium-Segment starten. Mit etablierten Größen à la Noiseblocker, Noctua oder auch be quiet! ist der Markt bereits hart umkämpft. Dennoch sollen die kürzlich vorgestellten Special N.N.V Lüfter aus dem Hause Nanoxia hier neue Maßstäbe setzen. Wie dies geschafft werden soll und ob dies wirklich gelingt, erfahrt ihr hier in unserem Kurztest. Weiterlesen

Noctua NH-C14S im Test

Nachdem wir erst vor Kurzem mit dem NH-D15S eine geschrumpfte Version eines renommierten Kühlers aus dem Hause Noctua hatten, werfen wir nun direkt einen weiteren Blick auf die nächste verkleinerte Version: dem Noctua NH-C14S. Wie schon beim NH-D15S hat natürlich auch der NH-C14S mit dem Noctua NH-C14 einen großen Bruder, in dessen Fußstapfen man treten möchte. Dieses Mal handelt es sich jedoch nicht um einen Tower-Kühler, sondern um einen Top-Flow Kühler, wie der ebenfalls kürzlich getestete BeQuiet! Dark Rock TF. Das „S“ steht auch in diesem Fall für „Small“, denn auch hier wurden an so manchen Ecken und Enden im Sinne der Kompatibilität einige Millimeter eingespart. Wie sich der nächste kleine Bruder in Sachen Leistung schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.

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Noctua NH-D15S im Test

Nachdem bereits der Noctua NH-D15 nicht nur bei unserem Test auf voller Linie überzeugen konnte und sogar den begehrten Pwned-Award absahnte, schickt das österreichische Designer-Team von Noctua nun den kleinen Bruder ins Rennen: den Noctua NH-D15S. Das „S“ steht dabei für „Small“, denn es wurde an so manchen Ecken und Enden einige Millimeter wett gemacht. Außerdem besitzt der Noctua NH-D15S einen asymmetrischen Aufbau für höchste Kompatibilität in Sachen Arbeitsspeicher und Grafikkarten. Ob der kleine Bruder in Sachen Leistung in die Fußstapfen des großen Bruders treten kann oder ob das „S“ auch für eine schmalere Leistung steht, erfahrt ihr in unserem Test. Weiterlesen

Noctua NH-C14S im Unboxing

Es ist schon eine Ewigkeit her, seitdem ich meinen letzten Kühler ausgepackt habe! Nun ziehe ich gleich mit zwei neuen, richtig fetten Modellen nach und zeige euch die neuen Noctua NH-C14S und NH-D15S Kühler. Den Anfang macht das kleinere und kompaktere Modell, den ich sofort aus seinem Karton befreien musste. Demnächst folgen noch weitere Videos zum Einbau sowie der Kühlleistung und Lautstärke des Kühlers. Auch das Unboxing des Noctua NH-D15S wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

BeQuiet Dark Rock TF im Test

Erst vor wenigen Tagen haben wir euch den BeQuiet Shadow Rock LP vorgestellt und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Hersteller bei diesem Produkt erstklassige Arbeit geleistet hat. Heute soll es um den großen Bruder gehen. Mit dem Dark Rock TF hat BeQuiet einen Highend TopFlow-Kühler vorgestellt, welcher mit einer maximalen TDP von fulminanten 220W fertig werden soll. Ob er dabei auch genauso leise bleibt wie der kleine Shadow Rock LP und ob er sich auch von der Konkurrenz abheben kann, werden wir in diesem Test herausfinden. Los geht’s!

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BeQuiet Shadow Rock LP im Test

Nachdem BeQuiet bereits vor einigen Jahren der Einstieg in den CPU-Kühlermarkt gelungen ist, wird das Portfolio seither beständig ausgebaut. Zuerst waren es hauptsächlich sehr große und besonders leise Highend-Boliden, mit denen sich das Unternehmen einen Namen in der Branche machen konnte. Doch die Zeiten ändern sich und der Trend geht inzwischen in eine andere Richtung. Die Systeme werden immer kleiner. Dies bedeutet, dass auch die Kühler schrumpfen müssen und da BeQuiet auch in diesem Segment ein Stück vom Kuchen abhaben will, wurde nun der neue Shadow Rock LP vorgestellt. Klein, mit aktuell etwa 35€ vergleichsweise günstig und vor allem sehr leise soll er sein. Ob das reicht, um sich von starken Konkurrenten wie dem von uns getesteten Cryorig C1 oder auch der Thermalright AXP-Serie absetzen zu können, werden wir in dem folgenden Test für euch klären. Auf geht’s!

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Test / Testbericht: Raijintek Tisis Doppelturm-Kühler

Im heutigen Test geht es um das aktuelle CPU-Kühler-Topmodell aus dem Hause Raijintek. Mit dem riesigen Doppel-Turm-Kühler „Tisis“ wagt der erst 2013 gegründete taiwanesische Hersteller einen Frontalangriff auf den Markt der Highend-Luftkühler und will dabei nicht nur mit der schieren Größe überzeugen, sondern gleichzeitig auch mit einigen technischen Innovationen und einem günstigen Preis aufwarten. Wir haben den „Tisis“ durch unseren Testparcours gejagt und werden nun klären, ob es sich dabei nur um leere Versprechungen handelt oder ob Raijintek doch in der Oberliga angekommen ist und mit Boliden wie bspw. dem Noctua NH-D15 mithalten kann.

 

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Technische Daten Kühler

ProduktnameTisis / Tisis Black
Produktnummer0R100001 / 0R100013
Größe (L x B x H)140 x 130 x 166,5 mm
Gewicht (ohne Lüfter)1050 g
MaterialSockel: Nickel-Kupfer
Lamellen: Aluminium
Heatpipes (Anzahl/Durchmesser)5 Stück a 8mm
SockelkompatibilitätIntel-Sockel: 2011, 1156, 1366, 1155, 1150, 775
AMD-Sockel: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+

Technische Daten Lüfter

Produkt NameBoreas α
Produkt Nummer0R400009~0R400011
Dimensionen [LxHxB]140x150x25 mm (mit 120er Montagelöchern)
Eingangsspannung12V (0,13A)
Startspannung7 V
Geschwindigkeit600-1000 R.P.M. [PWM kontrolliert]
LagertypGleitlager
Air Flow70.2 CFM [Max.]
Air Pressure0.9 mmH2O [Max.]
Lebensdauer50,000 Stunden
GeräuschkulisseMax. 23.0 dB(A)
Anschluss4 pin mit PWM
Gewicht160 g

Verpackung & Lieferumfang

Raijintek liefert den Tisis in einer firmentypischen Verpackung aus. Die zentrale Farbe ist hierbei ein knalliges Rot, welches sich über den gesamten Karton erstreckt. Auf der Front prangt ein großes Bild vom Kühler selbst und vermittelt so einen ersten schönen Eindruck von dem, was man sich da gekauft hat. Natürlich finden auch der Modellname sowie der Firmenname Platz auf der Vorderseite. Die anderen Seiten zeigen neben weiteren Impressionen des Kühlgiganten noch einige Herstellerversprechen, sowie natürlich die oben bereits aufgeführten technischen Details. Insgesamt macht die glänzende Verpackung von außen einen guten und wertigen Eindruck.

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Schaut man jedoch ins Innere, erlebt manch einer vielleicht eine kleine Enttäuschung. Schlicht wackelig oben aufgelegt in einem Plastiktütchen, welches wiederum in einer dünnen Kartonummantelung steckt, findet sich der Lieferumfang. Dieser beinhaltet im Einzelnen folgendes:

  • 8x Antivibrations-Gummis
  • 2x Lüfter-Halteklammern
  • Montagezubehör für die verschiedenen Sockel
  • 1x Wärmeleitpaste
  • 1x Installationsanleitung

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Das war es dann aber auch schon. Unter dem Montagezubehör findet sich dann der Kühlkörper mit eingesteckten (nicht vormontierten) Lüftern wieder. Dieser liegt aber auch wieder relativ locker und kann ohne Probleme hin und her klappern. Lediglich der Sockel ist nochmals in eine leichte Kartonage eingehüllt.

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An diesem Punkt muss man ganz klar sagen, dass sich hier deutlich zeigt, dass Raijintek nach Einsparmöglichkeiten gesucht hat. Wird der Kühler ohne Umverpackung nur in seiner OVP verschickt, kann es leicht zu Transportschäden kommen. Hier haben andere (teurere) Hersteller gezeigt, dass das auch um einiges besser geht.

Ansonsten ist der Lieferumfang auch eher schmal gehalten. Es ist zwar alles dabei, was unbedingt nötig ist, aber eben auch kein Bisschen mehr. Viele Hersteller legen wenigstens noch ein Y-Kabel bei, um beide Lüfter an einem Port betreiben zu können oder liefern Adapter zur Spannungsreduzierung mit. Cryorig hat bspw. bei dem von uns getesteten R1 Universal gezeigt, dass auch bei geringen Mehrkosten ein riesiger Lieferumfang enthalten sein kann.

Die Bedienungsanleitung ist zwar recht klein gehalten, aber durch die gute Druckqualität immer noch gut zu lesen. Aufgrund des guten Zusammenspiels aus Bildern und Text sollte es auch für einen Laien leicht möglich sein, den Tisis zu montieren. Neben Deutsch stehen zusätzlich auch noch acht andere Sprachen zur Verfügung.

Aussehen & Design

Schauen wir uns nun die Lüfter und den Kühlkörper an sich etwas genauer an. Den vernickelten Kupfersockel durchlaufen insgesamt fünf mächtige, ebenfalls vernickelte Kupferheatpipes. U-förmig führen diese durch die Bodenplatte und münden kurz darauf in jeweils einen der beiden Kühltürme. Auffällig ist bei diesen, dass sie nicht identisch sind wie man es eigentlich von anderen großen Doppelturm-Kühlern à la Noctua NH-D15 usw. gewohnt ist

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Der vordere Turm ist etwas schmaler als der hintere. Außerdem sind dessen Seiten offen und nicht mit Zacken übersäht. Zusätzlich befinden sich noch drei verschiedene Lüfter-Montagemöglichkeiten am vorderen Tower. Zwei Lüfter können parallel mit den Haltegummis am Turm befestigt werden. Alternativ dazu kann man den Rotor zwischen den beiden Türmen aber auch mit normalen Halteklammern fixieren.

Der hintere Tower ist, wie bereits erwähnt, breiter gebaut, an den Seiten geschlossen und in Luftstromrichtung sind außerdem die Lammen gezackt. Es ist Platz für einen Lüfter an der Rückseite, welcher über Haltegummis montiert werden kann.

Betrachtet man den Tisis von oben, fällt einem sofort der enorme Durchmesser der fünf Heatpipes auf. Satte 8mm misst jede von ihnen im Durchmesser. Viele andere Hersteller setzen hier auf 6 oder sogar nur 4mm Varianten. Weniger schön ist, dass die Enden der Heatpipes keine Abdeckkappen bekommen haben, um die unschöne Trennung der Heatpipes zu verbergen. Auch hier wurde vermutlich auf eine kostengünstige Produktion gesetzt.

Zuletzt noch ein paar Worte zu den verbauten Lüftern. Es handelt sich bei den mitgelieferten Exemplaren und zwei 140mm-Lüfter mit 120er Montagelöchern. Beide sind natürlich im typischen Raijintek-Design gehalten, d.h. im Einzelnen: Roter Rahmen, weiße Rotorblätter und Nabe und in der Mitte das große Firmenlogo. Um eine bessere Geräuschkulisse zu ermöglichen, sind die einzelnen Lüfterblätter an der Unterseite gezackt. Somit verringern sich die Luftverwirbelungen und die Lautstärke sinkt. Leider ist nur einer der beiden Lüfter via PWM regulierbar.

Ausstattung & Technik

Auch wenn der Raijintek Tisis ohne Frage ein sehr schön anzusehender Kühler ist, so braucht es heutzutage schon mehr, um auch bei der Leistung überzeugen zu können. Oftmals sind nicht unbedingt die schwersten und größten Kühler am Ende die Testsieger, sondern die mit der ausgefeiltesten Technik und hier will der Hersteller ebenfalls punkten.

Auch wenn es in der Highend-Region fast schon zum Standard zählt, muss man trotzdem positiv hervorheben, dass alle fünf Heatpipes mit dem Sockel verlötet sind. Fein nebeneinander in gleicher Höhe aneinandergereiht wird so ein optimaler Wärmeübergang an dieser Stelle garantiert. Was uns auch schon zum nächsten Thema bringt. Im Regelfall setzen die Kühlerspezialisten auf viele kleine Heatpipes. Acht Stück oder gar zehn werden inzwischen verbaut. Raijintek widersetzt sich hier bewusst diesem Trend und sorgt stattdessen dafür, dass fünf gewaltige 8mm-Heizrohre den Sockel durchziehen. Mehr hätten hier dann auch keinen Platz mehr gehabt. Vorstellbar ist, dass dadurch mehr Wärme in die Kühllamellen gelangt, da somit mehr „Heatpipefläche“ direkt über dem heißesten Teil der CPU sitzt.

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Die Finnen selbst sind ebenfalls mit den Heatpipes verlötet und dies ist in dieser Preisregion doch eher selten anzutreffen. Nichtsdestotrotz ist das natürlich um einiges besser, als wenn die Lamellen wie eigentlich üblich nur verpresst werden. Da kann sich selbst der 10€ teurere R1 Universal noch eine Scheibe von abschneiden. 42 dieser Kühlflächen sind insgesamt pro Turm vorzufinden. Der Abstand zwischen jeder Einzelnen ist mit etwa 2,5mm groß genug um auch mit langsam drehenden Lüftern ohne großen statischen Druck noch gut kühlen zu können. Selbst ein passiver Betrieb bei einer entsprechenden CPU wird so möglich.

Beim Blick von oben auf den Kühler fallen dem aufmerksamen Betrachter viele kleine Lufteinlässe auf. Diese befinden sich auf jeder Lamelle und sollen laut Hersteller den Airflow begünstigen.

Insgesamt bleibt es aber ein recht klassischer Kühler. Innovationen findet man eher im kleineren Stil wie bspw. bei den riesigen Heatpipes.

Verarbeitung

Nun könnte man denken: „Irgendeinen Nachteil muss der Kühler doch haben, wenn er 25 – 30€ weniger kostet als ein vergleichbares Highend-Modell.“

Neben der Verpackung und dem Lieferumfang ist natürlich die Verarbeitungsqualität hier ein entscheidender Faktor um Kosten einzusparen. Scharfe Kanten gibt es am Tisis kaum zu beklagen. Lediglich die Kühllamellen haben hier und da einen minimalen Grat. Dies ist aber wirklich nicht weiter schlimm. Gravierender ist jedoch, dass jeweils die ersten und letzten Finnen pro Kühlturm zum Klappern neigen. Die oberen dabei mehr als die unteren. Das ist sehr schade, denn das wirkt nicht nur billig, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf den Betrieb. Dazu aber später mehr.

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Durch die sehr massiven Heatpipes ist es nur schwer möglich, die beiden Tower gegeneinander zu verbiegen. Derartige Probleme sind beim Tisis also nicht zu erwarten. Alle Schraubgewinde und Löcher sind ordentlich gefertigt und ermöglichen so eine reibungslose Montage.

Absolute Makellosigkeit wie beim Branchenkönig NH-D15 kann man hier natürlich nicht erwarten. Bis auf die lockeren Finnen macht der Kühlkörper aber einen sehr soliden und wertigen Eindruck.

Selbiges setzt sich bei den Lüftern fort. Der Rahmen und der Rotor sind stabil ausgelegt, sodass auch die Grobmotoriker unter uns keine Angst haben müssen, dass sie etwas zu fest anpacken. Der wertige Eindruck wird nochmals dadurch unterstrichen, dass die Kabel mit einer ausreichend flexiblen Ummantelung versehen sind. Besonders für Modder dürfte hierbei nocj interessant sein, dass Bohrungen für eine etwaige LED-Beleuchtung im Rahmen bereits vorhanden sind.

Installation & Montage

Insgesamt sollte ein Kühler immer so gestaltet sein, dass er erstens eine gute Kompatibilität zu den zahlreichen Plattformen aufweist und zweitens auch leicht montiert werden kann. Um Letzteres soll es nun gehen.

Wie oben bereits erwähnt, ist die bebilderte Montageanleitung sehr gut gelungen. Auch ein Laie kann mit ihrer Hilfe ohne größere Probleme den Kühler installieren. Aber gerade völligen Neuanfänger sei gesagt: Eine zweite Person ist bei diesem Kühler definitiv hilfreich.

Bei allen Kühlern dieser Größe ist eine eigene Backplate im Montagematerial enthalten um die Last auf dem Board gleichmäßig zu verteilen. So auch bei unserem Raijintek Tisis. Leider ist das mitgelieferte Modell vollständig aus Plastik und macht auch keinen besonders wertigen Eindruck. Das heißt aber nicht, dass sie ihre Aufgabe nicht gut erfüllen könnte. Ein nächster kleiner Kritikpunkt liegt bei dem Bügel, welcher den eigentlichen Kühlkörper erst auf dem Mainboard festspannt. Leider sind die dafür nötigen Schrauben nicht mit diesem verbunden, so wie es bei einigen anderen Kühlern der Fall ist. Dies hat zur Folge, dass sich das Einfädeln der kleinen Schräubchen durchaus zum Geduldsspiel entwickeln kann. Hat man diese kleinen Hindernisse überwunden, bleibt nur noch die Montage der Lüfter und auch hier gibt es einen Kritikpunkt. Die Idee mit der völligen Entkopplung der Lüfter mit den Antivibrations-Gummis ist eigentlich gut, aber praktisch entsteht daraus wieder eine Fummelarbeit vom Feinsten. Dies gilt besonders für den Fall, wenn man das Mainboard bei der Montage im Gehäuse eingebaut lässt. Wenn aber einmal alles sitzt, dann funktioniert die Entkopplung wunderbar.

Des Weiteren ist uns noch eine weitere Sache bei der Montage aufgefallen. Der Kühler war nur in einer Richtung voll kompatibel mit unserem ITX-Mainboard. Wer also vorhat, diesen gewaltigen Kühler in einem winzigen System unterzubringen, sollte sich vorher genau informieren.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass das Montage-System insgesamt leider nicht an das totale Musterbeispiel einen Cryorig C1 oder R1 herankommt, aber es ist dennoch gut zu gebrauchen und auch Anfänger werden damit klarkommen.

Leistung

Nun aber endlich zu den wirklich wichtigen Dingen. Wie gut kühlt der Raijintek Tisis unseren Prozessor runter? Unser Testsystem besteht aus den üblichen Komponenten:

CPUIntel Core i5 4670k @4,3GHz @1,25V
MainboardZ97I-PLUS
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (Intel HD Graphics 4600)
Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston HyperX DDR3 1600MHz
SystemspeicherKingston SSDNow V300 240GB
NetzteilSeasonic SSR-750RM 750Watt
GehäuseCoolerMaster HAF Stacker 935
BetriebssystemWindows 8.1 (64bit)
LautstärkemessgerätVoltcraft SL-100
Temperatur-AuslesetoolCoreTemp (Version 1.0 RC6 64bit)
CPU-AuslastungstoolPrime95 (Version 27.9, build1) – 15min „Large FFTs“

Anmerkung zu nachfolgenden Diagrammen: Die Ergebnisse von NH-D15, V8-GTS, Cryorig R1 Universal, Cryorig C1 sowie Raijintek Tisis lassen sich nicht zu 100% miteinander vergleichen. Der Noctua NH-D15 wurde noch nach unseren alten Testmustern bewertet. Dies bedeutet, dass damals eine geringere Kernspannung bei der CPU anlag und die Wärmeentwicklung damit noch nicht so hoch war, wie bei unseren aktuellen Kühlertests. Aus organisatorischen Gründen ließ sich das leider nicht vermeiden. Wir bitten, dies zu entschuldigen. Trotz dieses Unterschiedes geben die Diagramme dennoch einen deutlichen Hinweis darauf, in welcher Leistungsregion sich die Kühler befinden.

Rajintek Tisis Kerntemperaturen Last

Rajintek Tisis Kerntemperaturen Idle

Rajintek Tisis Kerntemperaturen Mittelwerte

Nun ist es ja so, dass die meisten Menschen einem relativen Neuling auf dem Markt erst einmal skeptisch gegenüberstehen. Besonders wenn damit geworben wird, dass man den Preis sehr niedrig halten will. Hat Raijintek also auch bei der Kühlleistung kräftig gespart? NEIN! Definitiv nicht. In puncto Kühlleistung konnte der Tisis ohne Wenn und Aber überzeugen. Er ist so gut, dass er sogar am Thron von Boliden wie dem Noctua NH-D15 rüttelt und das, wie gesagt, bei einem etwa 30% niedrigeren Preis! An dieser Stelle kann man Raijintek wirklich nur gratulieren.

Rajintek Tisis Lautstärke

Wer nun glaubt, dass sich der Tisis die enorme Kühlleistung mit einer extremen Lautstärke erkauft, der irrt sich erneut. Auch hier kann der taiwanesische Hersteller überzeugen. Die 140mm-Lüfter arbeiten leise und kraftvoll. Selbst bei Volllast, die bei PWM-Steuerung vermutlich nie erreicht wird, hört man nur den Luftstrom an sich, was selbst ohne Headset von den meisten wohl nicht als störend wahrgenommen wird. Die Frequenz ist recht tief und wird somit als angenehmer wahrgenommen als ein hochfrequentes Geräusch bei gleicher Lautheit. In unserem Test drehten die Lüfter im PWM-Modus mit maximal 850 RPM. Dies entsprach einem leichten Rauschen. Sobald aber Ingame-Sound ertönt, ist dieses nicht mehr zu hören. Im Idle liefen die Lüfter dann mit 680RPM und waren damit nahezu unhörbar. Insgesamt erlaubt sich Raijintek beim Thema Geräuschentwicklung nur einen einzigen kleinen Patzer: Wie bereits erwähnt sind die oberen und unteren Lamellen des Kühlers etwas locker. Dies führt hin und wieder zu einem Klappergeräusch, welches durch den Luftstrom verursacht wird. Schade, aber dies muss natürlich nicht bei jedem Exemplar der Fall sein.

Persönliches Fazit

Raijintek wirbt damit, sehr gute Produkte zum günstigen Preis liefern zu können. Günstig ist der Tisis auf jeden Fall, denn mit 58€ ist der Kühler in diesem Leistungssegment ein absolutes Schnäppchen. Natürlich muss der Hersteller dafür an einigen Punkten sparen. So ist der Lieferumfang doch recht klein ausgefallen und die Verpackung des Tisis lässt ebenfalls einige Wünsche offen. Auch beim Montagesystem wurde gespart, sodass ungeübte Käufer hier vermutlich einiges an Geduld aufbringen müssen. Dies sind aber eigentlich alles Kleinigkeiten. Wirklich fatal wäre es, wenn sich diese Sparanstrengungen auch bei der Kühlleistung wiederspiegeln würden. Dies ist jedoch definitiv nicht der Fall. Der Raijintek Tisis hält unseren übertakteten Prozessor so kühl wie kaum ein anderer unserer getesteten Luftkühler und das bei einer Geräuschentwicklung, die sogar absolute Silentfetischisten zufriedenstellen dürfte. Wir können diesen Kühler wirklich bedenkenlos zum Kauf empfehlen. Wichtig ist nur, dass ihr vorher auf Nummer sicher geht, dass dieses Monstrum auch in euer Gehäuse passt. Mit 166mm Höhe überragt er die meisten seiner Kontrahenten deutlich. Wer mehr Wert auf eine perfekte Verarbeitung oder ein deutlich besseres Montagesystem legt, der sollte lieber zu den etwas teureren Modell wie dem Cryorig R1 Universal oder dem Noctua NH-D15 greifen.

Aufgrund dessen, dass Raijintek hier ein äußerst überzeugendes Produkt abgeliefert hat und dabei auch den Preis im Auge behält, bekommt der Raijintek Tisis heute von uns den Preis-Leistungsaward!

PreisLeistungsTIPP Award

Raijintek Tisis

59,99€
Raijintek Tisis

Positiv

  • - sehr hohe Kühlleistung
  • - ausgewogenes Preis-/Leistungsverhältnis
  • - leise Standardlüfter
  • - entkoppelte Lüftermontage

Negativ

  • - Sicherungsmaßnahmen in der Verpackung
  • - geringer Lieferumfang
  • - leichte Verarbeitungsmängel

HIER Preise vergleichen!

Euer Hardbloxx-Team

Testbericht erstellt durch hardbloxx.Robin

Test/Testbericht: Cryorig R1 Universal

Erst vor kurzem hatten wir den kompakten Cryorig C1 im Haus. Dieser konnte mit kleinen Abmaßen und effizienter Kühlung punkten. Damit war er für kleine kompakte Systeme perfekt geeignet. Doch so mancher Gamer setzt lieber auf ein großräumiges Big-Tower-Gehäuse. Die verbaute leistungsfähige Hardware soll dabei möglichst kühl arbeiten. Für diesen Zweck hat das junge Unternehmen Cyorig den R1 Universal entwickelt. Der Dual-Tower-Kühler soll zu einer breiten Menge von Systemen kompatibel sein und auch die stärksten CPUs zuverlässig kühlen. Ob der Cryorig R1 Universal dieses Versprechen einhalten kann, soll der folgende Test zeigen.

Technische Daten

Kühlkörper:

Sockelkompatibilität:Intel: LGA 2011, LGA 1156, LGA 1366, LGA 1155, LGA 1150, LGA 775AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+
Maße (BxTxH):140mm x 168,3mm x 130mm
Gewicht (ohne Lüfter):936 Gramm
Gewicht (mit Lüftern):1181 Gramm
Heatpipes:7 x 6 mm
Material:reines Kupfer mit Nickel beschichtet (Boden/Heatpipes), Aluminium (Kühlrippen)
Lamellenabstand / -anzahl(Kühlkörper 1)2,4 mm / 42 Stück
Lamellenabstand / -anzahl(Kühlkörper 2)1,8 mm / 53 Stück
Maximale RAM – Höhe41,5 mm

Lüfter:

XF140 – LüfterXT140 – Lüfter
Höhe140 mm140 mm
Breite140 mm140 mm
Tiefe25,4 mm13 mm
Drehzahlbereich700 – 1300 RPM +/- 10%700 – 1300 RPM +/- 10%
Geräuschniveau19 – 23 dBa20 – 24 dBa
Luftdurchsatz76 CFM65 CFM

Verpackung & Lieferumfang

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Die Verpackung des Cryorig R1 Universal ist in dem typischen blau-schwarz-weißen Design gehalten, welches wir bereits vom Cryorig C1 kennen. Auf der Vorderseite des Kartons findet man eine Abbildung des Lüfter sowie die Artikelbezeichnung und die enthaltene Farbvariante. Auf der Oberseite befindet sich das Firmenlogo mit dem entsprechenden Slogan „research idea gear“. Auf der rechten Seite stehen 3 kurze Texte, welche die Kompatibilität, die einfache Installation und den geräuscharmen Betrieb des Kühlers bewerben. Cryorig behauptet in dem Text zur Installation, dass der Kühler in nur 5 Minuten montiert ist. Wenn man das Montagesystem von manchen Herstellern kennt, ist dies ein gewagter Wert. Doch wir werden sehen, ob wir diese Zeit einhalten können. Auf der Rückseite befindet sich eine ausführliche und detaillierte Liste an technischen Details. Die ganze Verpackung ist minimalistisch gehalten und wirkt mit ihrer klassischen Art edel und durchdacht.

Nach dem Öffnen des Kartons stößt man direkt auf eine kleine flache Pappbox, welche das gesamte Zubehör enthält. Cryorig hat sich dafür etwas einfallen lassen und den gesamten Inhalt des Kartons oben aufgedruckt. So kann man schnell auf einem Blick erfassen, welche Teile darin zu finden sind. Trotz der kleinen Schachtel sind darin folgende Dinge enthalten:

  • Kühlkörper
  • 140mm PWM Lüfter XT140
  • 140mm PWM Lüfter XF140
  • Montagekits für Sockel von Intel und AMD inklusive Backplate
  • je 2 Halteklammern für zusätzliche Lüfter
  • Vibrationsdämpfer
  • eine Spritze mit CP9 Wärmeleitpaste
  • ein alkoholhaltiges Reinigungstuch
  • eine Produktregistierkarte
  • ein Kreuzschraubendreher
  • ein PWM Y-Adapter

Unter dem kleinen Karton mit dem Zubehör erreicht man endlich das Herzstück der Verpackung, den Kühlkörper selbst. Dieser ist in eine Folie eingeschweißt. Die beiden Lüfter sind bereits vorinstalliert. Zusammenfassen kann man das, was Cryorig mit dem R1 an Verpackung und Lieferumfang bietet, als durchweg gelungenes Paket. Die hochwertige Verpackung und das System dahinter sind gut durchdacht und an Zubehör wurde auch nicht gespart.

Aussehen & Design

Die Zeiten, bei denen man Seitenteile mit Sichtfenster nur bei Moddern fand, sind längst vorbei. Viele Gamer haben direkte Sicht auf das Innenleben ihres Computers. Aus diesem Grund sollte nicht nur die Verpackung eines Kühlers stilvoll aussehen, sondern auch der Kühler selbst. Die Kühltürme des Cryorig R1 sind zweifarbig gehalten. Der hintere Teil wurde jeweils schwarz lackiert und der unlackierte Teil wurde mit einem weißen Plastikrahmen versehen, der gleichzeitig als Halterung für die Lüfterklammern dient. Mit diesem Schwarz-Weiß-Design zieht der Cryorig R1 die Blicke auf sich, wirkt aber gleichzeitig nicht zu übertrieben. Der weiße Kunststoffrahmen verpasst dem Ganzen eine leichte Mesh-Optik.

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Aus der Grundplatte des Kühlers führen jeweils sieben Heatpipes in einen der zwei Kühltürme. Dabei fällt auf, dass die Kühltürme nicht mittig über der Grundplatte angeordnet sind. Dieses unübliche Design hat jedoch einen besonderen Grund. Durch die asymmetrische Position und den schmalen Frontlüfter ragt der Kühler nicht über die RAM-Slots auf dem Mainboard. Dadurch ist man in der Höhe nicht beschränkt und kann selbst RAM-Riegel mit großen Kühlkörpern verwenden. An solch guten Ideen erkennt man, dass bei Cyrorig Mitarbeiter am Werk sind, die vorher viele Jahre bei bekannten Herstellern wie Prolimatech, Thermalright und auch Phanteks gearbeitet haben. Auf der Grundplatte des Kühlers ist außerdem das Montagesystem vorinstalliert. Dieses besteht aus zwei schwarz-lackierten Kreuzschlitzschrauben, welche dank eines Anschlages auf der Gegenseite nicht ganz aus der Platte herrausgedreht werden können. Das Tolle an dieser Variante ist, dass die Schrauben beim Montieren oder Demontieren nicht herrausfallen. Auch hier hat Cryorig mitgedacht und den einen oder anderen Kunden vor einem Nervenzusammenbruch bewahrt.

Widmen wir uns nun den 140 Millimeter großen Lüftern des Cryorig R1 Universal. An dem Lüfter sind standardmäßig zwei Lüfter verbaut. Der dickere XF140 sitzt in der Mitte zwischen den Kühltürmen und der schmalere, nur 13mm starke XT140 an der Front des Kühlers. Beide basieren auf einem grauen Gehäuse mit einem schwarzen Rotor. Die Flügel des Rotors sind überwiegend matt gehalten, der Anfang und das Ende eines jeden Blattes ist jedoch glänzend. Auf der Nabe des Rotos findet man, wie bei jedem Hersteller, das Logo. In den abgerundeten Ecken befinden sich schwarze Gummipads, welche die Vibrationen des Lüfters dämpfen sollen. Insgesamt bietet der Cryorig R1 Universal ein sehr rundes und schönes Gesamtbild. Interessant ist auch der Fakt, dass auf dem Cryorig R1 Universal auch ein dritter Lüfter Platz hat. Die dafür benötigten Halteklammern sind bereits im Lieferumfang enthalten. Auf der Rückseite kann sowohl der schmale XF140, als auch der breitere XT140 Lüfter montiert werden.

Ausstattung & Technik

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Was nützt einem jedoch ein Kühler der super aussieht, aber kaum besser kühlt als der Boxed-Kühler? Um dem entgegenzuwirken, besitzt der Cryorig R1 gleich sieben Heatpipes mit einem Durchmesser von sechs Millimetern. Diese sind in der vernickelten Kupfergrundplatte eingelassen und sitzen nicht direkt auf der CPU auf. Für einen optimalen Wärmeübergang wurden die Heatpipes mit der Grundplatte verlötet. Damit die große Menge an Heatpipes in die Bodenplatte passt, wurden die Heatpipes in einem konvexen Bogen angeordnet. Nur so lässt sich diese hohe Anzahl an Heatpipes auf die vorhandene Fläche verteilen, ohne dass sie sich dabei überdecken. Drei der Heatpipes führen in den silbernen Teil der Kühltürme und vier der Heatpipes liegen in dem schwarzen Bereich. In den Kühltürmen sind die Heatpipes nicht in Reihe angeordnet, sondern jeweils etwas versetzt. Da sich die Wärme von den Heatpipes radial ausbreitet, wird so eine gleichmäßigere Wärmeverteilung und damit eine effizientere Kühlung erreicht.

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Desweiteren hat sich Cryorig etwas Neues bei der Anordnung der Kühlfinnen überlegt. Bei fast allen Kühlern sind die Kühlfinnen in gleichem Abstand positioniert. Bei dem Cryorig R1 Universal hingegen haben die Kühlfinnen im unlackierten Teil einen Abstand von 2,4 Millimetern und im schwarz-lackierten Teil einen Abstand von 1,8 Millimetern. Durch diese Verjüngung zum Ende der Kühltürme ergibt sich aus den Gesetzen der Strömungsmechanik eine höhere Ausströmgeschwindigkeit. Dadurch kann die warme Luft schneller aus dem Kühlkörper transportiert werden. Außerdem müssen die Lüfter durch diese Anordnung weniger Druck aufbringen, was wiederum der Lautstärke zugutekommt. Denn im Regelfall sind Lüfter mit einem höheren statischen Druck lauter, als Lüfter die einen geringeren Druck erzeugen. Dank dieses Vorteils und des verwendeten HPLN-Gleitlagers, liegt der Geräuschpegel der Lüfter bei maximal 24 dBa.

Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität des Cryorig R1 Universal liegt auf einem sehr gutem Niveau. Der ganze Kühler wirk sehr stabil und alle Teile sind so fest miteinander verbunden, dass nichts klappert. Wenn die weißen Kunststoffrahmen montiert sind, gibt es keine scharfen Kanten an dem Kühler. Nur die obersten unlackierten Kühlfinnen unter den Abdeckungen sind etwas scharfkantiger. Dies sollte jedoch kein Problem darstellen, da die Kunststoffabdeckung im Regelfall nicht entfernt werden muss. Ansonsten konnten wir keinerlei weitere Mängel feststellen. Besonders gut gefiel uns, dass die Enden der Heatpipes nicht einfach aus dem Kühler ragen, sondern von einer kleinen Überlappung der schwarzen Kühlfinnen verdeckt werden. Durch diesen kleinen Trick wird das klare und schöne Design des Kühlers nicht gestört.

Installation

Wie schon am Anfang beschrieben, wirbt Cryorig damit, dass der Kühler in 5 Minuten montiert sein soll. Wenn man nicht erst die Bedienungsanleitung in jeder vorhanden Sprache durchliest und das Mainboard bereits aus dem Gehäuse ausgebaut wurde, lässt sich diese Zeit sogar etwas unterbieten. Wer noch nie einen Kühler oder Ähnliches montiert hat, wird wahrscheinlich ein paar Minuten länger brauchen. Doch dank der verständlichen und gut bebilderten Montageanleitung kann selbst ein Laie den Cryorig R1 Universal schnell und sicher installieren. Im Vergleich zum bereits von uns getesteten Cryorig C1 wurde beim R1 nachgebessert. Denn im Lieferumfang ist jetzt zusätzlich eine Installationsanleitung in Deutsch und Polnisch vorhanden. Wenn die Backplate auf das Mainboard aufgebracht wurde und der Grundrahmen mit den Rändelschrauben befestigt wurde, ist der Großteil der Arbeit erledigt. Nun muss nur noch die Wärmeleitpaste auf die CPU aufgetragen und der Kühler aufgesetzt werden. Dieser wird über die zwei Kreuzschlitzschrauben auf dem Grundrahmen verschraubt. dazu muss der mitgelieferte Schraubendreher durch die Kühlfinnen zu den Schrauben geführt werden. Uns gefällt, dass Cryorig mitgedacht hat und somit ein Verschrauben auch bei montierten Lüftern möglich ist. Zu den Lüftern sei gesagt, dass die angebrachten Halteklammern sehr straff sitzen und ein Demontieren der Lüfter damit nur im ausgebauten Zustand möglich ist. Auf Mainboards mit Intel-Sockel kann der Kühler dank der 2 einzelnen Befestigungsschienen so gedreht werden, dass die Abluft entweder nach hinten oder nach oben aus dem Gehäuse geblasen wird. Selbst bei Mainboards mit AMD-Sockel ist das Drehen des Kühlers aufgrund des besonderen Grundrahmens möglich. Das ist jedoch alles andere als selbstverständlich. Denn bei vielen Herstellern ist das Drehen des Kühlers auf AMD-Sockeln nicht möglich, da die Bohrungen für die Backplate unsymmetrisch auf dem Mainboard angeordnet sind. Das macht einen weiteren Pluspunkt für die Konstrukteure aus dem Team von Cryorig.

Cryorig-R1-Universal-4
Cryorig-R1-Universal-3

Leistung:

Widmen wir uns nun der Königsdisziplin unserer Kühler-Test, den Benchmarks. Nur anhand der Benchmarks werden wir sehen, wie sich der Cryorig R1 Universal in Sachen Leistung gegen die Konkurrenz behaupten kann. Die Benchmarks werden dabei mithilfe des folgenden Testsystems durchgeführt:

CPUIntel Core i5 4670k @4,3GHz @1,25V
MainboardGigabyte G1.Sniper Z87
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (Intel HD Graphics 4600)
Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston HyperX DDR3 1600MHz
SystemspeicherKingston SSDNow V300 240GB
NetzteilSeasonic SSR-750RM 750Watt
GehäuseCoolerMaster HAF Stacker 935
BetriebssystemWindows 8.1 (64bit)
LautstärkemessgerätVoltcraft SL-100
Temperatur-AuslesetoolCoreTemp (Version 1.0 RC6 64bit)
CPU-AuslastungstoolPrime95 (Version 27.9, build1) – 15min

Anmerkung zu nachfolgenden Diagrammen: Die Ergebnisse von NH-D15, V8-GTS und Cryorig C1 sowie R1 lassen sich nicht zu 100% miteinander vergleichen. Der Noctua NH-D15 wurde noch nach unseren alten Testmustern bewertet. Dies bedeutet, dass damals eine geringere Kernspannung bei der CPU anlag und die Wärmeentwicklung damit noch nicht so hoch war, wie bei unseren aktuellen Kühlertests. Aus organisatorischen Gründen lies sich das leider nicht vermeiden. Wir bitten dies zu entschuldigen. Trotz dieses Unterschiedes geben die Diagramme dennoch einen deutlichen Hinweis darauf, in welcher Leistungsregion sich die Kühler befinden.

Cryorig R1 Universal 1 Kerntemp IDLE
Cryorig R1 Universal Kerntemp Last
Cryorig R1 Mitteltemp
Cryorig R1 Universal Lautstärke

Aus dem Temperaturdiagramm für den Idle-Modus ist erkennbar, dass sich die Temperaturen für die jeweiligen Lüfterdrehzahlen nur gering unterscheiden. Das liegt ganz einfach daran, dass der große Kühler die CPU im Idle auch komplett passiv kühlen könnte und die Lüfter somit kaum einen Effekt zeigen. Anders sieht es aus, wenn man die CPU voll auslastet. Hier würde eine passsive Kühlung ganz sicher nicht mehr ausreichen. Doch schon mit nur 50% der maximalen Lüfterdrehzahl, kühlt der Cryorig R1 Universal den Prozessor auf 61°C herunter. Der noch etwas größere Noctua NH-D15 schafft da 6,1°C weniger. Jedoch muss hier eben bedacht werden, dass der NH-D15 mit weniger CPU-Spannung getestet wurde. Das heißt, unter aktuellen Testbedingungen würde der Unterschied sicher etwas geringer ausfallen. Auch ist aus dem Vollast-Diagramm zu erkennen, dass der Unterschied von 75% zu 100% Lüfterdrehzahl nur bedingt mehr Kühlleistung bringt.

Auf der Lautstärkeseite hingegen konnten wir bei maximaler Drehzahl ganze 6,4 dBa mehr messen als unter 75% der maximalen Drehzahl. Demnach ist es also eine Überlegung wert, ein paar Grad mehr zu akzeptieren und dafür einen leiseren Kühler zu genießen. Overclocker, die den Kühler voll ausreizen, werden jedoch nicht um die maximale Lüfterdrehzahl herumkommen. Die Lautsträke bei der höchsten Lüfterdrehzahl liegt bei 42,5 dBa. Im Vergleich zu den anderen Kühlern erzielt der Cryorig damit einen sehr guten Wert. Doch nicht nur der reine Schalldruck ist entscheidend, sondern auch die Art des Lüftergeräusches. Das Geräusch unter Vollast der Lüfter lässt sich am ehesten als etwas lauteres Rauschen bezeichnen. Dieses wird hauptsächlich durch die Strömung zwischen den Kühlfinnen verursacht. Dieses Rauschen ist bei gleicher Lautstärke in jedem Falle angenehmer als das unangenehme Pfeifen, welches so manch anderer Kühler von sich gibt.

Persönliches Fazit

Wie auch bei dem von uns getesten Cryorig C1 handelt es sich sich bei dem Cryorig R1 Universal um einen gut durchdachten, innovativen und schön aussehenden Kühler. Das nur 1 Jahr alte Unternehmen hat es geschafft, uns mit neuen Ideen, wie dem asymmetrischen Aufbau, der ungewohnten Anordnung der Heatpipes oder auch den unterschiedlichen Abständen zwischen den Kühlfinnen, zu begeistern. Der Cryorig R1 Universal kann mit gängigen Konkurrenten wie dem Noctua NH-D 15 gut mithalten. Er erreicht nicht ganz die Leistungswerte des Noctua-Kühlers, doch ist er ganze 20€ günstiger und bietet, jenseits des beige-braunen Designs, ein edleres Aussehen, was für Besitzer von Gehäuse mit Sichtfenster durchaus wichtig sein könnte. Die Installation des Kühlers ging schnell und einfach von der Hand. Auch beim Lieferumfang hat Croyrig sich ins Zeug gelegt und mehr als nur die nötigsten Teile beigelegt. Einer der entscheidenden Vorteile des R1 Universal ist jedoch die Verwendbarkeit von RAM-Riegeln in sämtlichen Baugrößen. So können Gamer auch RAM-Riegel mit großen Kühlkörpern verwenden und gleichzeitig auf einen großen Twin-Tower Luftkühler setzen. Wir konnten nahezu nichts Negatives an dem R1 Universal feststellen. Für den nächsten Kühler könnte Cryorig gern leichtgängigere Halteklammern verwenden und die Lautstärke der Lüfter noch ein wenig senken – dann hätten wir wirklich gar nichts mehr zu meckern. Natürlich hat sich der Cryorig R1 Universal nach diesem Test unseren Leistungstipp-Award verdient. Wer das Prachtstück kaufen möchte, bekommt ihn aktuell für 69,00€.

LeistungsTIPP Award

Cryorig R1 Universal

69,00 €
Cryorig R1 Universal

Positiv

  • - gute Verarbeitungsqualität
  • - einfache und schnelle Montage
  • - gute Kühlleistung
  • - großer Lieferumfang

Negativ

  • - zu straffe Halteklammern

Test / Testbericht: Cryorig C1

Mit dem Thermalright AXP-100 Muscle sowie AXP-200 Muscle haben wir uns vor einiger Zeit schon einmal zwei sehr kleine leistungsfähige CPU-Kühler angeschaut. Der Trend zu immer kleineren und dennoch leistungsfähigen System scheint nicht zu stoppen. Der Absatz von extrem flachen Top-Blow-Kühlern boomt wie nie zuvor. Zu verdanken ist dies wohl den verstärkt eingesetzten HTPCs, welche jedes Wohnzimmer in eine wahre Multimedia-Launch verwandeln können. Um sich diesen Absatzmarkt nicht entgehen zu lassen, schickt nun auch der noch relativ unbekannte und erst 2013 gegründete Hersteller CRYORIG einen entsprechenden Boliden ins Rennen. Mit dem Cryorig C1 soll der Markt ordentlich aufgemischt werden. Ob dies gelingen kann, werden wir in folgendem Test klären.

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Cryorig_C1_16

Technische Daten

SockelkompatibilitätIntel: LGA 2011, LGA 1156, LGA 1366, LGA 1155, LGA 1150, LGA 775AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+
Höhe (Lüfter)13 mm
Breite (Lüfter)140 mm (mit 120er Montagelöchern)
Tiefe (Lüfter)140 mm (mit 120er Montagelöchern)
Drehzahlbereich XT140700 – 1300 RPM +/- 10%
Geräuschniveau XT14020 – 24 dB(A)
Luftdurchsatz XT14065 CFM
Heatpipes6x 6 mm
Lamellendicke0,4 mm
Lamellenabstand / -anzahl(Hauptkühlkörper)1,8mm / 56 Stück
Lamellenabstand / -anzahl(Sekundärkühlkörper)1,4mm / 35 Stück
maximale RAM-Höhe42 mm
Höhe (Kühler + Lüfter)74 mm
Breite (Kühler + Lüfter)140 mm
Tiefe (Kühler + Lüfter)144,5 mm
Gewicht (Kühler)539 g
Gewicht (Kühler + Lüfter)628 g
MaterialKupfer (Boden und Heat-Pipes), Aluminium (Kühlrippen), verlötet & vernickelt
Lüfter-Kompatibilität140x150x25 (mit 120x120x25 Montagelöchern), 140x140x25 (mit 120x120x25 Montagelöchern), 120x120x25 & gleiche Lüfter mit 13mm Stärke
Garantie 3 Jahre

Verpackung & Lieferumfang

Schauen wir uns zunächst an, wie der Kühler zu Hause ankommt. Der ca. 15x20x15cm große Karton ist im blau-schwarz-weißen Firmendesign gehalten. Cryorig – „research idea gear“ so lautet der Schriftzug auf der überraschend schlicht gehaltenen Hauptansicht (Oberseite) der Verpackung. Auf den Seitenflächen finden sich neben den obligatorischen technischen Daten zu Kühler und mitgeliefertem Lüfter auch die Sockelkompatibilitätssymbole. Selbstverständlich sind auch noch ein paar Werbesprüche zu finden. Besonders aufgefallen ist uns dabei, dass bereits auf dem Karton damit geworben wird, dass die Montage in lediglich fünf Minuten erledigt sein soll?!? Challenge accepted! Im weiteren Verlauf werden wir sehen, ob dies zu machen ist.

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Öffnet man nun die drei Haltelaschen, kann man einen ersten Blick ins Innere werfen. Doch das erste, das man erblickt, ist nicht der Kühler selbst, sondern eine weitere Abdeckung, auf welcher ein großes Foto des C1 gedruckt ist. Räumt man auch dieses kleine Hindernis aus dem Weg, kommt man immer noch nicht zum Ziel, denn nun folgt zunächst eine flache Pappbox mit sämtlichen Zubehör. Praktisch: Auf deren Oberseite ist der Lieferumfang inklusive Teilenamen gedruckt, sodass bspw. leicht zu erkennen ist, welche Teile man für welchen Sockel benötigt. Entfernt man nun auch diese kleine Einlage, erreicht man endlich den letzten Karton mit dem Kühler selbst. Erst kommt der Lüfter zum Vorschein und anschließend der eingeschweißte Kühlkörper.

Cryorig_C1_11
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Eines kann man wirklich sagen: An der Verpackung wurde hier nicht gespart. Selten hatten wir ein so gut durchdachtes Kartonsystem in der Hand und als würde das nicht reichen, ist die Verpackung dank Recycling-Karton auch noch extra umweltfreundlich. Mithalten kann hier nur der von uns getestete Noctua NH-D15.

Folgendes ist im Lieferumfang enthalten:

  • Top-Flow-Kühler Cryorig C1
  • 140mm PWM Lüfter XT140
  • Montagematerial für alle gängigen Sockel von Intel und AMD
  • Schrauben für 13mm und 25mm hohe Lüfter
  • Eine  Spritze mit CP9 Wärmeleitpaste
  • Ein großer Kreuzschraubendreher
  • Eine Product Registration Card

Am Ende kann man nur sagen, dass allein schon die Verpackung einen sehr guten und sehr hochwertigen Eindruck hinterlässt. Obwohl das Unternehmen noch sehr jung ist, wurde hier vorbildliche Arbeit geleistet. Da merkt man eben doch, dass eine Vielzahl der Mitarbeiter bereits in anderen großen Firmen einiges an Erfahrung sammeln konnten.

Aussehen & Design

Nachdem uns der C1 eigentlich schon mit der bloßen Umverpackung in Entzücken versetze, kommen wir nun zum Design des eigentlichen Kühlers. Klar ist dies ein Thema, bei dem man es nie allen recht machen kann. Die einen mögen es eher futuristisch und extravagant, für andere sollte der Kühler lieber dezent und unauffällig sein. Cryorig hat sich hier für einen messerscharfen schwarz-weißen Transformer-Style entschieden. Uns gefällt er, weil er zwar frisch und futuristisch wirkt, aber dennoch nicht kitschig rüberkommt. Aber wie gesagt, bei diesem Thema haben 100 Leute sicherlich 150 verschiedene Meinungen.

Objektiv betrachtet ergibt sich definitiv ein hochwertiges Bild beim C1. Aus der vernickelten Kupfergrundplatte führen sechs Heatpipes in den oberen größeren Kühlkörper aus Aluminiumfinnen. Vier dieser Heatpipes sind als U-Form ausgelegt und gehen auf der anderen Seite des Grundplatte in einen zweiten kleineren Kühlkörper aus schwarz eloxiertem Kühllamellen. Viele Hersteller setzen beim Wärmeabtransport auf das Direct-Touch-Prinzip, welches bei dem von uns getesteten Cryorig C1 allerdings nicht verwendet wurde. Hier liegen alle sechs Heatpipes in einer Linie nebeneinander in der Grundplatte. Sie nehmen somit die Wärme nicht direkt von der CPU auf. Dies hat einen Vor- und einen Nachteil. Der Nachteil ist, dass so die erzeugte Wärme nur auf einem „Umweg“ abgeleitet wird. Dies ist weniger effektiv, als wenn die Heatpipes direkt auf dem Heatspreader aufliegen würden. Der Vorteil ist natürlich, dass man so eine extrem plane Oberfläche am Kühlerboden erreichen kann, was sich wiederum positiv auf den Wärmeübergang auswirkt. Ebenfalls am Kühlerboden befestigt ist das vorinstallierte Montagesystem. Zwei schwarze gefederte Schrauben sorgen hier für ausreichend Anpressdruck. Durch eine speziell geformte Unterlegscheibe können diese Schrauben nicht abfallen. Vielen Dank Cryorig, dies kann einiges an nervtötender Arbeit ersparen.

Gehen wir etwas höher zum Hauptkühlkörper auf welchem wohl meist das Hauptaugenmerkt liegt. In der Mitte wurden extra zwei Freiräume gelassen um die Schrauben unter dem Kühler leicht erreichen zu können. Gesäumt sind sie Aluminiumfinnen mit einem schwarz lackierten Metallrahmen an welchem auch der Lüfter festgeschraubt wird. Zusätzlich dient diese Ummantelung natürlich auch als Schutz. Die Kühllamellen laufen so nicht mehr Gefahr durch kleine Unachtsamkeiten verbogen zu werden. Auf diesem Metallrahmen wiederum sitzt noch ein Pendant aus weißem Kunststoff, welcher,  nach unserer Meinung mit Erfolg, schlicht die Optik noch etwas aufhübschen soll.

Letztlich noch ein paar Worte zum mitgelieferten Lüfter. Der Cryorig XT140 ist ein nur 13mm starker 140er Lüfter, welcher sogar noch über eine PWM-Steuerung verfügt. Der Rahmen aus grauem Kunststoff enthält in den abgerundeten Ecken die Aufnahmepunkte für die Befestigungsschrauben, welche dank einer Gummieinlage auch noch vibrationshemmend wirken. Die einzelnen Lüfterblätter haben eine vorwiegend matte Oberfläche, nur am Ende und auf der Nabenseite glänzt die Oberfläche in schwarz. Die Nabe selbst ist natülich mit dem Cryorig-Logo belegt.

Ausstattung & Technik

Nun soll es um die inneren Eigenschaften gehen, wobei wir ganz unten anfangen wollen. Die von der CPU abgegebene Wärme wird über eine plan-geschliffene vernickelte Kupferbodenplatte aufgenommen und an insgesamt sechs 6mm-Heatpipes weitergegeben. Dies geht hier besonders gut, denn im Gegenteil zu zahlreichen 08/15-Kühlern hat sich Cryorig hier die Mühe gemacht und die einzelnen Heatpipes mit der Grundplatte verlötet. Dies ermöglicht einen deutlich besseren Wärmeübergang, ist in der Produktion aber auch deutlich aufwendiger und somit teurer, was letztlich auch der Käufer zu spüren bekommt. Diese sechs Kupferheatpipes, welche ebenfalls vernickelt sind, führen in den Hauptkühlkörper, in dem sie auf eine neuartige Weise mit 56 jeweils 1,8mm voneinander entfernten Aluminiumlamellen verpresst sind. Damit konnte der Wärmeübergang gegenüber herkömmlichen Methoden um 10% gesteigert werden. Vermutlich aus Kostengründen wurde hier leider auf eine erneute Verlötung verzichtet. Dies ist vom Prinzip her der klassische Aufbau eines jeden Top-Blow-Kühlers, doch Cryorig beweist Innovationsvermögen und hat sich noch etwas einfallen lassen, um die Kühlleistung weiter zu steigern. Unter dem Hauptkühlkörper befindet sich ein weiterer kleiner Lamellenblock aus schwarz-eloxierten Alublechen, welche nur noch einen Abstand von 1,4mm aufweisen. Dies ist nicht etwa ein Fertigungsfehler, sondern ist durchaus so gewollt. Durch die unterschiedlichen Abstände zwischen den einzelnen Lamellen wird die Luft nach unten hin beschleunigt und kann somit die abgegebene Wärme schneller abtransportieren. Selbst die schwarze Einfärbung erfüllt einen thermischen Zweck und trägt aufgrund physikalischer Gesetzmäßigkeiten zu einem besseren Wärmeübergang bei.

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Selbstverständlich reicht die natürliche Konvektion aber letztlich nicht aus, um die CPU über diesen Kühler passiv zu kühlen. Aus diesem Grunde legt Cryorig seinem kleinsten Spross auch einen hauseigenen 140mm-Lüfter bei. Dieser ist nur 13mm hoch und unterstreicht die hervorragende Eignung für kleine Systeme und Kleinstsysteme mit wenig Platzangebot.

Cryorig_C1_10
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Verarbeitung

Die Qualität des gesamten Konstrukts ist von vorn bis hinten absolut vorbildlich. Kein Klappern, keine Produktionsrückstände, keine scharfen Kanten. Sämtliche Kühllamellen sind ausreichend dick, um nicht bei der ersten Berührung zu verbiegen und sind außerdem nochmals durch einen äußeren Metallrahmen geschützt. Alle Gewinde sind leichtgängig und selbst alle Heatpipes haben einen sauberen Abschluss. Letzteres wird nicht einmal bei Noctua so penibel umgesetzt. Aus unserer Sicht lässt sich wirklich nichts finden, was das sanfte Bastlerherz verärgern könnte. Die Verarbeitungsqualität wirkt fast schon unheimlich – unheimlich gut!

Installation

„Bauen Sie den Kühler in fünf einfachen Schritten in lediglich 5 Minuten ein!“ So lautet in etwa der Slogan, mit dem Cryorig für eine kinderleichte Montage wirbt. Geht man davon aus, dass das Mainboard bereits frei liegt, dann ist diese Aussage nicht einmal gelogen, auch wenn man nicht trödeln darf, um in dem Zeitrahmen zu bleiben. Diejenigen, die noch nie einen Kühler montiert haben, brauchen aber auch keine Angst zu haben. Die Montageanleitung ist ausführlich und gut bebildert. Aber leider liegt hier nun doch ein kleiner Kritikpunkt. Die Anleitung ist nur in Englisch und Japanisch. Aber auch wer keiner der beiden Sprachen mächtig ist, sollte anhand der Bilder zügig zum Ziel kommen. Wichtig ist dabei lediglich darauf zu achten, in welcher Ausrichtung man den Cryorig C1 aufsetzt. Dies hängt vor allem vom verbauten Arbeitsspeicher (RAM) ab. Normal hohe Riegel ohne extra Heatspreader stellen kein Problem dar. Dort ragt der Kühler einfach drüber und kühlt diese sogar mit. Wenn man einen anderen RAM verwendet, sollte man den Kühler um 180° drehen, denn dadurch, dass der Kühlerboden außermittig angebracht ist, liegen nun die RAM-Slots nahezu frei.

Unser Hardware-Redakteur benötigte im Übrigen 3min 26s, um den Kühler auf das Mainboard zu schnallen – inklusive Mainboar-Ausbau. Aber dies nur so am Rande.

Cryorig_C1_14
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Leistung

Nun aber zu dem, was bei einem Kühler eigentlich das Wichtigste ist: Wie gut kühlt der Cryorig C1 unsere Test-CPU? Kann er vielleicht sogar mit deutlich größeren Modellen mithalten? Was nützt die beste Verarbeitung und das schönste Design, wenn der Prozessor am Ende trotzdem den Hitzetod stirbt?

Unser Testsystem sieht dabei wie folgt aus:

CPUIntel Core i5 4670k @4,3GHz @1,25V
MainboardGigabyte G1.Sniper Z87
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (Intel HD Graphics 4600)
Arbeitsspeicher2x 4GB Kingston HyperX DDR3 1600MHz
SystemspeicherKingston SSDNow V300 240GB
NetzteilSeasonic SSR-750RM 750Watt
GehäuseCoolerMaster HAF Stacker 935
BetriebssystemWindows 8.1 (64bit)
LautstärkemessgerätVoltcraft SL-100
Temperatur-AuslesetoolCoreTemp (Version 1.0 RC6 64bit)
CPU-AuslastungstoolPrime95 (Version 27.9, build1) – 15min

Anmerkung zu nachfolgenden Diagrammen: Das Ergebnisse von AXP-200, V8-GTS und dem C1 lassen sich nicht zu 100% miteinander vergleichen. Der AXP-200 wurde noch nach unseren alten Testmustern bewertet. Dies bedeutet, dass damals eine geringere Kernspannung bei der CPU anlag und die Wärmeentwicklung damit bei weitem noch nicht so hoch war, wie bei unseren aktuellen Kühlertests. Aus organisatorischen Gründen lies sich das leider nicht vermeiden. Wir bitten dies zu entschuldigen. Trotz dieses kleinen Unterschieds geben die Diagramme dennoch eine deutliche Richtung vor und zeigen, in welcher Leistungsregion man sich befindet.

Cryorig_C1_Idle_Temp

Cryorig_C1_Last_Temp

Cryorig_C1_Mittelwerte_CPU

Was sagen uns diese Temperaturdiagramme? Sie zeigen, dass auch ein sehr kleiner Kühler noch in der Lage sein kann, einen übertakteten Prozessor auf einem annehmbaren Temperaturniveau zu halten. Logisch, mit einem großen Towerkühler kann auch ein Cryorig C1 nicht mithalten. In seiner Klasse allerdings, bei den Low-Profile-Kühlern, macht er eine sehr gute Figur. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem der generelle Vorteil von Top-Blow-Kühlern gegenüber den normalen Tower-Kühlern. Modelle wie der Cryorig C1 kühlen durch die Bauform nicht nur die CPU, sondern auch alle restlichen Komponenten rund um die CPU. Spannungswandler, RAM uvm. wird so deutlich besser belüftet.

Cryorig_C1_Lautstaerke

Bei der Lautstärke ist ein deutlicher Knick zwischen 100% und 75% zu sehen. Der Lautstärkezuwachs ist offensichtlich nicht linear zur Drehzahl. Doch was hier dramatisch aussieht, ist in Wahrheit nicht weiter schlimm, denn selbst bei voller Lüftergeschwindigkeit ist die Geräuschentwicklung ertragbar und nicht sonderlich störend. Wer ein Headset auf den Ohren hat, wird vermutlich gar nichts mehr davon mitbekommen. Die Lautstärke geht von unhörbar über leicht säuselnd bis hin zu einem leichten Rauschen. Klackernde, hochfrequente oder auch andersartig nervtötende Töne sind nicht zu hören.

Persönliches Fazit

Es ist absolut erstaunlich, was ein so junges Unternehmen auf die Beine stellen kann. Viele der großen und namhaften Hersteller könnten sich bei einigen Modelle hier noch eine gehörige Scheiben abschneiden. Insbesondere die Verarbeitungsqualität ist auf einem derart hohen Niveau, dass man regelrecht ins Schwärmen kommen könnte. Alles, was man für eine einfache und schnelle Montage braucht, liegt bei und ist sauber verpackt. Hier hat Cryorig wirklich vorbildliche Arbeit geleistet. Was die Kühlleistung angeht, wären vermutlich noch ein paar Reserven drinnen gewesen, aber dann wäre dies womöglich wieder zu Lasten der Kompatibilität gegangen. Schon jetzt ist es erstaunlich, dass ein neuer Kühler noch den Sockel 775 unterstützt. Wer trotzdem die Kühlleistung noch etwas steigern will, kann auch einen normal hohen Lüfter installieren, denn die nötigen Schrauben dafür liegen bereits bei. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist wie so oft der Preis. Mit rund 55€ für so einen kleinen Kühler ist der C1 nicht gerade ein Schnäppchen. Hier muss man sich gut überlegen, ob man das Geld wirklich in die Hand nehmen will oder ob einem vielleicht doch ein deutlich günstigerer Scythe Big Shuriken 2 reicht, der dann aber natürlich einige Nachteile mit sich bringt. Wir können für diesen Kühler für all jene, die großen Wert auf Qualität in jeder Hinsicht legen, eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

Positiv:
+ vorbildliche Verarbeitungsqualität
+ großer Lieferumfang
+ gute Kühlleistung
+ geringe Lautstärke
+ schnelle, einfache, flexible Montage
Negativ:
– etwas überhöhter Preis

 Aufgrund des traumhaften Gesamtpakets hat sich der Cryorig C1 unseren LEISTUNGSTIPP-Award redlich verdient!

LeistungsTIPP Award

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Test / Testbericht: Cooler Master V8 GTS

In Zeiten von ITX-Systemen, Notebooks und Tablets ist das Thema Modding etwas in den Hintergrund geraten. Kühler bleiben zwar groß und wuchtig, dennoch setzt der Großteil der Hersteller auf ein und dasselbe Konzept. Viele Kühler ähneln sich stark und haben daher kaum großartige Besonderheiten oder Auffälligkeiten. Der Cooler Master V8 GTS ist da anders. Der Kühler will vor allem Modding-Fans gefallen und weiß mit einem außergewöhnlichen Design zu gefallen. Doch ist die Frage, ob der V8 GTS tatsächlich ein Sportwagen oder doch viel mehr ein Trabant ist.

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung des Cooler Master V8 GTS passt sich an das typische CM-Design an. Die Hauptfarben sind purpur und schwarz und auf der Vorderseite prangt der Kühler in seiner vollen Pracht. Seitlich erkennt ihr die wichtigsten technischen Merkmale und auf der Rückseite erhaltet ihr einige Informationen zum Kühler selbst. Zum Lieferumfang gehört neben den Installations-Kits für zahlreiche Sockel noch eine kleine Tube Wärmeleitpaste aus eigenem Haus und ein kleiner Schraubenschlüssel für das Festdrehen der Schrauben. Zudem ist noch die Installations-Anleitung mit im Karton. Der Kühler selbst sitzt fest und sicher zwischen zwei dicken Schaumstoffpolstern, die Schäden hervorragend vermeiden.

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Aussehen & Design

Das Design des Cooler Master V8 GTS paralysiert und hebt sich stark von anderen Kühlern ab. Doch fangen wir einmal unten an und hangeln uns entlang des Kühlers nach oben. Die Grundplatte besteht aus vernickelten Kupfer und beherbergt bereits den ersten Teil des Befestigungsmechanismus. Die Heatpipes gehen nicht via Direct Touch in die Grundplatte über, sondern verlaufen vielmehr darüber, wodurch sie die Wärme nicht unmittelbar vom Prozessor aufnehmen, sondern vielmehr über die Grundplatte. Die sechs massiven Heatpipes verteilen sich nach oben laufend auf drei Kühlkörper. Jeweils eine Heatpipe durchläuft auf der linken und rechten Seite zwei kleinere Kühlblöcke. Mittig durchstreifen die Pipes einen wesentlich größeren und massiveren Kühlkörper. Zwischen den beiden Freiräumen befindet sich jeweils ein Cooler Master eigener Lüfter, der die Luft durch die drei Kühlkörper schiebt. Die Lüfter stattete der Hersteller ab einem drittel der Höhe mit roten LEDs aus. Ein Großteil des Kühlkörpers wird von einer massiven Abdeckung aus Kunststoff bedeckt. Die markanten Formen dieser Abdeckung richten sich nach der Motorabdeckung eines Sportwagens. Durch die Luftlöcher auf der Oberseite dringt zudem das rote Licht nach außen, was einen unglaublich guten Eindruck hinterlässt. Auf der Oberseite prangt zusätzlich das Cooler-Master-Logo.

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Verarbeitung

Als wir den Cooler Master V8 GTS das erste Mal auspackten, dachten wir nur „Ohje, ein Haufen Plaste“, doch der erste Eindruck verbesserte sich beim Untersuchen des Kühlers immer mehr. Der Kunststoff ist fest und sehr stabil, wackelt oder klappert nicht und sieht zudem noch markant und aufregend aus. Weiterhin konnten wir nicht eine scharfe Kante oder einen noch so kleinen Grad ausmachen. Hier hat Cooler Master beim Material sehr gute Arbeit geleistet. Einziger Wermutstropfen: Die LEDs sind mit Heißkleber festgeklebt, der sich beim Anschrauben des Kühlers leicht löste. Den LEDs schadete dies jedoch nicht, sie hielten weiterhin fest am Lüfter. Ebenso hochwertig und frei von Fehl und Tadel sind die drei Kühlkörper mit ihren massiven und sauberen Kühllamellen. Die Lamellen lassen ebenso wenig Grund zur Beanstandung zu, wie die sauber verarbeiteten Heatpipes, die sich von der Grundplatte durch die Kühlkörper nach oben schlängeln. Schnell erkennen wir hier den Preis in der Verarbeitung wieder. Wen der Kunststoff stört, der muss bedenken, dass die Abdeckung nicht ausschließlich dem Design, sondern auch der Optimierung des Luftstroms dient. An die Verarbeitungsqualität eines Noctua NH-D15 kommt aber auch der Cooler Master V8 GTS nicht heran. Ebenso verhält es sich mit den Montagekits des Kühlers. Diese sind zwar gut verarbeitet und wirken auch ausreichend stabil, aber dennoch müssen sie sich mit den Bauteilen des NH-D15 messen, der in einer ähnlichen Preisklasse hausiert. Vergessen wir einmal den direkten Vergleich, fällt das Zubehör aber ebenso hochwertig aus, wie der Kühler selbst. Schrauben lassen sich butterweich festdrehen und Ecken und Kanten sind ebenfalls keine feststellbar.

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Installation

Ein Hardware-Redakteur sieht in seinem Leben so manchen Kühler und muss versuchen, diesen so gut wie möglich zu befestigen. Manch ein Kühler macht einem das Leben leicht und manch ein Kühler will den netten Hardware-Redakteur einfach nur ärgern. Der Cooler Master V8 GTS zählt eher zu den letzteren Modellen. Um den Kühler einzubauen, ist es notwendig, das gesamte Mainboard auszubauen. Ohne den Ausbau habt ihr kaum bis keine Chancen, den Kühler anzubringen. Habt ihr das Board schließlich aus dem Gehäuse befreit, ist die Installation eher das kleinere Übel. Von unten setzt ihr die Rückplatte an das Board und befestigt diese mit speziellen und im Lieferumfang enthaltenen Holschrauben, die nach oben hin über ein Gewinde verfügen. Am Kühler selbst bringt ihr die Haltestreben an, die ihr mit einer kleinen Schraube von unten befestigt. Nachdem etwas Wärmeleitpaste auf dem Heatspeader des Prozessors ist, legt ihr den V8 GTS darauf und greift zum, im Lieferumfang enthaltenen, Schraubenschlüssel. Und ab hier wird es etwas nervig und tricky, denn auf die zuvor angebrachten Holschrauben müsst ihr nun Muttern zur entgültigen Befestigung anbringen. Aufgrund der Größe und Breite des Kühlers stellt sich dieser Vorgang jedoch als äußerst knifflig heraus. Damit ihr absolute Verfügungsgewalt habt, müsst ihr den RAM und wenn möglich auch sämtliche Kabel, die von Lüftern oder dem Stromanschluss zum Mainboard gehen, entfernen. Danach könnt ihr die Schrauben mit dem Schraubenschlüssel immer für wenige Millimeter festdrehen. Geübte Bastler sollten den Kühler mit Ausbau des Mainboards in 10-15 Minuten eingebaut haben. Laien, die noch nie zuvor einen Kühler verbaut haben, könnten weit mehr als 20 Minuten damit verbringen, das Monstrum auf dem Prozessor zu platzieren.

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Ausstattung & Technik

Technisch macht der Cooler Master V8 GTS einiges her, denn seine acht 6mm breiten Heatpipes leiten die Wärme direkt von der Grundplatte auf die drei Kühlkörper weiter und verteilen die Wärme somit hervorragend auf den ganzen Kühlkörper. Zudem sorgt eine Vapor-Chamber (Dampfkammer) für die Verteilung der erwärmten Luft, wodurch eine hohe punktuelle Erwärmung vermieden wird. Auch hierbei verteilt sich die Luft und kann von den beiden Lüftern abtransportiert werden. Die Lüfter stammen aus eigenem Hause und bewegen sich laut Cooler Master zwischen 600 – 1600 Umdrehungen pro Minute. Laut dem Asus Fan-Utility liegt die maximale Drehzahl bei 1527 RPM. Die Lautstärke gibt Cooler Master mit 16 – 36 dB (A) sehr positiv an.

Leistung

Der Cooler Master V8 GTS will nicht nur durch reichlich Kühlfläche punkten, sondern auch mit zwei starken Lüftern, die die warme Luft kontinuierlich wegschaufeln. Bei 100% drehen die beiden Quirle mit 1527 RPM und halten unseren auf 4,3 GHz getakteten Prozessor auf einem angenehmen, wenn auch nicht perfekten, Temperatur-Niveau. Ab einer Drehzahl von 75%, steigen die Temperaturen leicht an, dafür werden die Lüfter wesentlich ruhiger und unauffälliger. Bei 50% Lüfterdrehzahl, pendelt der V8 GTS sich bereits bei einer annähernd perfekten Lautstärke ein und bleibt unauffällig im Hintergrund. Lediglich die Temperaturen steigen recht stark an und unser übertakteter Intel Core i5 4670K erreicht zu hohe Temperaturen. In diesem Bereich eignet sich der Kühler letztendlich nur für Modder, die gegen Lautstärke empfindlich sind.

Cooler-Master-V8-GTS-Idle-Temperaturen

Cooler-Master-V8-GTS-Last-Temperaturen

Cooler-Master-V8-GTS-Mittelwerte-Temperaturen

Cooler-Master-V8-GTS-Lautstärke

Persönliches Fazit

Alleine die Tatsache, dass wir es beim Cooler Master V8 GTS mit einem richtigen Modding-Kühler zu tun haben, der die Meinungen spalten wird, lässt uns etwas lächeln. In Zeiten von immer weniger auffälliger Hardware und edlem Design, ist Cooler Master einer der mutigen Hersteller, die sich noch an ausgefallene Designs herantrauen. Vor allem die rote Beleuchtung wird so manchen PC-Bastler gefallen. Die Kühlleistung des V8 GTS kann zwar für seine Preisklasse nicht mit einem Noctua NH-D15 mithalten, doch bewegt sie sich auf einem ausreichendem Niveau. Sehr schade ist hingegen, dass der V8 GTS solch ein Störenfried ist. Die guten Temperaturen erkauft sich der Hersteller mit sehr lauten und auffälligen Lüftern, die vor allem bei maximaler Drehzahl ohrenbetäubend wirken. Regelt ihr die Drehzahl jedoch auf 50% herunter, erhaltet ihr einen besonderen, ruhigen und vernünftig kühlenden Kühlkörper, der vor allem in Gehäuse wie dem Aerocool GT-S passt. Den V8 GTS könnt ihr aktuell für rund 80€ bei Amazon kaufen. Wer sein Geld anstatt in das Aussehen lieber in Verarbeitung, leisere Lüfter und ein unauffälligeres Design investieren möchte, der sollte sich in dieser Preisklasse eher den Noctua NH-D15 anschauen, der zudem noch wesentlich besser kühlt.

Positiv:

+ auffälliges und mutiges Design
+ gute Verarbeitung
+ vernünftige Kühlleistung unter 100%

Negativ:

– sehr laute Lüfter
– hoher Preis
– umständliche Installation bei eingebautem Mainboard

Hier könnt ihr Preise vergleichen.

Test/Testbericht: Noctua NH-D15

Die Firma Noctua mit den typischen Lüftern mit braunem Rotor und beigem Rahmen ist seit je her bekannt für seine ausgezeichneten Kühler. Mit dem NH-D15 bringt Noctua nun ihr neues Flaggschiff-Modell, einen Dual-Tower Kühler der Eliteklasse. Natürlich ist die Basis für die neue Speerspitze des österreichischen Premium-Herstellers keine geringere als der legendäre NH-D14.

Kleiner Einschub für alle, die sich schon einmal gefragt haben, woher der Name Noctua stammt und warum sie eine Eule als Firmenlogo haben: Der Steinkauz, Athene noctua, ist das Symbol der griechischen Göttin Athene. Diese steht für Weisheit, Wissenschaft und Strategie. Daneben symbolisiert die Eule bis heute Klugheit und Besonnenheit. Ihre auch im Dunkeln scharfe wie ruhige Beobachtung, der lautlose Flug, der effiziente wie ökonomische Krafteinsatz und der präzise Angriff dienen als Vorbildfunktion für das Team rund um Noctua und ihre Produkte.

Dies fließt einmal mehr in den neuesten Genie-Streich eben dieses Teams ein und so strebt der NH-DH15 nach ultimativer Kühlleistung bei höchster Laufruhe. Durch einige Verbesserungen wie beispielsweise sein breiteres Heatpipe-Layout, eine erweiterte Heatpipe-Anordnung und zwei NF-A15 140mm Premium-Lüfter mit PWM-Unterstützung für vollautomatische Geschwindigkeitsregelung (statt der 120mm und 140mm Variante wie der NH-D14) kann der NH-D15 die Effizienz des NH-D14 nochmals verbessern. Natürlich sind auch beim Noctua NH-D15 das bewährte SecuFirm2 Profi-Montagesystem, Noctuas renommierte NT-H1 Wärmeleitpaste und satte 6 Jahre Herstellergarantie.

Ob das neue Schmuckstück NH-D15 aus dem Hause Noctua wahrlich ein Juwel ist oder doch nur Modeschmuck ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Testsystem

CPUIntel Core i5 4670K @4,3 Ghz
MainboardAsus Maximus VI Formula
GrafikkarteIntel HD Graphics 4600 (integrierte GPU)
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
FestplatteKingston HyperX 3K 120GB SSD
NetzteilSeasonic G-750/ 750 Watt Gold zertifiziert
GehäusePhobya WaCoolIt Benchtable
KühlerNoctua NH-D15
BetriebssystemWindows 7 Professional 64bit

Zum Einstieg gibt es eine Übersicht der Eigenschaften des Noctua NH-D15. Schnell sollte auffallen, dass die neue Spitze aus dem Hause Noctua in Sachen Kompatibilität keinen Wunsch offen lässt, ein stattliches Kampfgewicht auf die Waage bringt und auch mit Zubehör nicht spart.

Spezifikationen

SockelkompatibilitätIntel LGA2011 (Square ILM), LGA1156, LGA1155, LGA1150 & AMD AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+ (Backplate erforderlich)
Höhe (ohne Lüfter)165 mm
Breite (ohne Lüfter)150 mm
Tiefe (ohne Lüfter)135 mm
Höhe (mit Lüfter)165 mm
Breite (mit Lüfter)150 mm
Tiefe (mit Lüfter)161 mm
Gewicht (ohne Lüfter)1000 g
Gewicht (mit Lüfter)1320 g
MaterialKupfer (Boden und Heat-Pipes), Aluminium (Kühlrippen), verlötet & vernickelt
Lüfter-Kompatibilität140x150x25 (mit 120x120x25 Montagelöchern), 140x140x25 (mit 120x120x25 Montagelöchern), 120x120x25
Lieferumfang
  • 2x NF-A15 PWM Premium Lüfter
  • 2x Low-Noise Adapter (L.N.A.)
  • Y-Kabel
  • NT-H1 high-end Wärmeleitpaste
  • SecuFirm2 Montage-Kit
  • Noctua Case-Badge aus Metall
Garantie6 Jahre
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Noctua NH-D15_5

Verpackung/Lieferumfang:

So groß wie das Kampfgewicht mit 1,32 kg (bei installierten Lüftern), so bullig kommt auch die Verpackung daher. Manch einer könnte vielleicht denken, dass sich dort etwas anderes als nur ein CPU-Kühler verbirgt. Das Äußere der Verpackung des Noctua NH-D15 CPU-Kühlers wird in gewohnter Manier von weiß und braun dominiert. Der Schriftzug des Produktnamens ist dabei jedoch nicht nur aufgedruckt, sondern erhaben wie bei einem Reliefdruck – hochwertig! Auf dem Deckel und der Rückseite findet sich neben dem Namen ein QR-Code zum Scannen, über welchen man auf die mobile Informationsseite gelangt. Die meisten dieser Informationen finden sich natürlich aber auch auf dem großen Karton wieder. So stehen beispielsweise die Main-Features listenartig auf der Front, zusammen mit dem von Noctua gewohnten silbernen Sticker, welcher meist das Hauptargument hervorheben soll. In diesem Falle ist dies, dass es sich hierbei um den Nachfolger des renommierten Noctua NH-D14 handelt. Die linke Seite des Kartons liefert eine kurze und prägnante Produktbeschreibung in neun unterschiedlichen Sprachen, darunter natürlich auch deutsch und englisch. Die rechte Seite des Kartons wird von den Spezifikationen, Abmessungen und den technischen Zeichnungen geziert. Auf der großen Rückseite des Kartons sind alle 11 Features des Kühlers aufgelistet, darunter beispielsweise exzellente Komponentenkühlung, das SecuFirm 2 Mounting System oder die verbreiterte Lamellenstruktur in Verbindung mit einem erweiterten Heatpipe-Layout.

Alles in allem ist die Verpackung rein äußerlich sehr hochwertig. Der Karton ist sehr stabil, hochwertig bedruckt und lässt eigentlich keine Fragen zum Inhalt offen – einzige Ausnahme: Wie so oft fehlt ein Produktfoto des ganzen Prachtstücks.

Ein Blick in das Innere des großen Kartons verrät, dass dieser Stauraum der recht großen Verpackung einerseits gebraucht wird und andererseits bestens genutzt wurde. Die Befestigungsmaterialien für Intel- und AMD-Sockel sind separat in kleinen Kartons untergebracht, ebenso wie der zweite Lüfter und die zusätzlichen Kabel, die Wärmeleitpaste, sonstiges Werkzeug und natürlich der Dual-Tower Kühler selbst.  Die per Tetris-Manier passgenau in den Karton gestapelten Kartons werden durch Schaumstoffplatten stoßsicher gedämmt und fest am Platz gehalten. So ist alles ordentlich verpackt und geschützt, man findet alles, was man braucht äußerst zügig und muss nicht lange suchen – klasse!

Der Clou: Für alle Liebhaber und solche, die dies gern zeigen, liegt dem Verpackungsinhalt ein hochwertiges Case-Badge aus Metall bei.

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Verarbeitung:

Der Noctua NH-D15 steht natürlich in Sachen Verarbeitung seinen Vorgängern in nichts nach und so gibt es auch in diesem Fall auf den ersten Blick eigentlich nichts zu bemängeln. Die Lamellen weisen allesamt, trotz der Tatsache, dass sie äußerst dünn und mehrfach ausgebuchtet sind, keine scharfen Ecken oder Kanten auf. Lediglich die Stabilität könnte bei einer etwas ungeübten Hand bei der Installation der Lüfter auf engem Raum ein wenig leiden. Der Kühler an sich erweist sich aber gut in der Handhabung für die spätere Installation, zeigt sich jedoch schon mit der ersten Berührung als extrem empfindlich gegenüber Abdrücken. Vor allem an den Seitenflächen, welche sich aus den im 90°-Winkel gebogenen Lamellen zusammensetzen und daher mehrere Lücken haben, könnte sich dies als ungeschickt erweisen – schade!

Die vernickelte Bodenplatte aus Kupfer ist dagegen schön gleichmäßig mit den von Nocuta bekannten Micro-Grooves versehen, welche die Verteilung von selbst hochviskosen Wärmeleitpasten optimiert. Ansonsten ist die Bodenplatte darüber hinaus äußerst rein und weist weder Rückstände, noch irgendwelche Kratzer oder Schlieren auf. Dies macht den Ärger mit den Abdrücken auch schon wieder wett. Das Design des Noctua NH-D15 mit seiner Bauhöhe von 165mm sowie 150mm in der Breite und 161mm in der Tiefe mag für die allermeisten ATX-Mainboards den gebotenen Platz für einen CPU-Kühler bestens ausnutzen. Aber auch all jene kleinere Mainboards, welche die Grafikkarte nicht direkt als erste Erweiterungskarte verbaut haben, sollten mit diesem Dual-Tower-Kühler keine Probleme haben. Die ebenfalls aus vernickeltem Kupfer bestehenden sechs Heatpipes sind hochwertig verarbeitet, weisen keinerlei Produktionsfehler oder Macken durch das Biegen oder Beschichten auf und enden, was die vier mittleren Pipes angeht, alle symmetrisch in den Endkappen. Die beiden äußeren enden bereits etwas eher, sodass ein Bild einer abfallenden Linie zu den Außenseiten hin entsteht – edel! Die Lamellen aus Aluminium sitzen ebenfalls alle akkurat in Reih und Glied. Keine ist vorab verbogen, verkratzt oder verschmiert und so fügt sich ein Bild der perfekten Verarbeitung zusammen.

Die Kehrseite der Medaille bildet lediglich, im Falle der Lamellen, die  recht hohe Anfälligkeit für Fingerabdrücke und Schlieren. Im Falle der obersten Lamelle und gleichzeitig dem Sitz des Firmenlogos auf beiden Towern mag dies jedoch noch verkraftbar sein.

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Ausstattung/Technik:

Tauchen wir etwas tiefer in die Materie ein und befassen uns damit, was der Noctua NH-D15, nicht nur gegenüber dem Vorgänger, hinsichtlich der technischen Seite bietet. Basierend auf dem vielfach ausgezeichneten NH-D14 liegt die Latte natürlich dementsprechend hoch. So bekam der NH-D15 auch ein recht umfangreiches Facelift.

Sowohl die Heatpipes als auch die Lamellen sind breiter aufgefächert, die Lamellen allgemein um 10mm von 140mm auf 150mm verbreitert und das asymmetrische Design noch weiter ausgebaut worden, um eine verbesserte Wärmeabfuhr zu ermöglichen. So enden die beiden Tower nach außen hin nicht in der üblichen Grundform des NH-D14, sondern haben noch eine weitere Ausbuchtung zu den Außenseiten hin beziehungsweise zurückgezogene untere Kühlrippen. Diese bieten in erster Linie im Einzellüfterbetrieb 62mm Platz für hohe Speichermodule. Andererseits kann im Doppellüfterbetrieb der äußere Lüfter ohne nennenswerten Kühlleistungsverlust höher angebracht werden, um dadurch die gleiche RAM-Kompatibilität zu gewehrleisten. Damit wären wir auch schon bei einem weiteren Punkt, denn anders als beim NH-D14 kommt der NH-D15 mit zwei gleichgroßen NF-A15 140mm Dual-Lüftern daher. Der Clou an diesen Lüftern ist, dass Noctua die SSO-Technologie (Self-Stabilising Oil-Pressure = selbststabilisierende Öldruck-Lager) noch weiter verbessert, um eine noch bessere Stabilisierung, Präzision und Haltbarkeit zu erzielen.

Nebst diesen Neuerungen verfügt der NH-D15 natürlich weiterhin über das ausgezeichnete SecuFirm2-Montagesystem, eine erweiterte Komponentenkühlung dank der an der Unterseite über die Lamellen hinausragenden Lüfter,  PWM Unterstützung und Low-Noise Adapter, die renommierte und hauseigene NT-H1 Wärmeleitpaste sowie extrem hohe Sockel-Kompatibilität mit gewohnt gutem Service.

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Installation:

Wie schon beim Vorgänger NH-D14 und auch bei vielen anderen Kühlern aus dem Hause Noctua ist die Installation, dank dem hauseigenen und bewährten SecuFirm2-Mounting-System und einer sehr leichtgängigen Anleitung, denkbar einfach. Im Falle des NH-D15 sind die Schrauben bereits in der Backplate vormontiert und man muss diese nur noch an sein Mainboard stecken. Auf der anderen Seite kommen wie gewohnt die Abstandhalter aus Plastik auf die Schrauben, welche die beiden für das SecuFirm2-typischen Querverstrebungen platziert werden. Wie üblich werden diese durch dicke Muttern in Thumbscrew-Manier befestigt. Auf diese Unterkonstruktion wird der Kühler mit der bereits an der Bodenplatte vorinstallierten Schraubvorrichtung angebracht. Durch das Dual-Tower-Design muss man im Falle des NH-D15 jedoch nicht mit dem Schraubenzieher durch die quadratischen Aussparungen in den Kühllamellen fahren, sondern hat genug Platz und Sicht. Dennoch liegt der SecuFirm2-typische Schraubendreher dem Verpackungsinhalt bei. Danke SecuFirm2 für einfachste und schnellste Installation eines CPU-Kühlers – Never change a running system!

Der Lüfter zwischen den beiden Tower-Kühlkörpern ist zwar bereits vorinstalliert, es empfiehlt sich aber, ihn für die Installation abzunehmen, da er den Zugang zu den Schrauben sehr erschwert. Installation und Deinstallation gestalten sich aber mit den Klammern zum Einspannen an den Lamellen der Kühlkörper als einfach und leichtgängig. Die beiden Lüfter werden danach noch fix per Y-Kabel mit dem Mainboard verbunden, um beide Lüfter über das gleiche PWM-Signal zu steuern (und bei Bedarf kann auch noch ein Low-Noise-Adapter dazwischen geklemmt werden, um statt per PWM einfach per erzwungener niedriger Volt-Versorgung beide Lüfter leise vor sich hin summen zu lassen).

Der Clou: Der zweite Lüfter könnte bei gleicher Installationshöhe wie der Lüfter zwischen den beiden Kühl-Towern zwar mit dem Arbeitsspeicher (RAM) kollidieren, die Größe und das Design der Kühlkörper erlauben es jedoch, die Lüfter auch etwas nach oben versetzt bei gleicher Kühlleistung zu installieren – top!

Vorsicht gilt bei Inte- LGA2011-Benutzern, da es für Intel LGA 2011 zwei unterschiedliche Typen von CPU-Kühler-Befestigungen (ILM  = Independent Loading Mechanism) gibt. Für den Noctua NH-D15 benötigt ihr den Square ILM. Habt ihr einen Narrow ILM, könnt ihr diesen Kühler leider nicht nutzen.

Vorsicht gilt auch bei AMD-Benutzern: Ihr braucht eine AMD Standard-Backplate mit vier Schraubstutzen wie ihr sie hier sehen könnt, da ihr den Kühler sonst nicht befestigen könnt.

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Leistung:

Die in den Grafiken gezeigten Werte beziehen sich sowohl auf den Betrieb des Noctua NH-D15 mit einem installierten Lüfter, als auch mit zwei installierten Lüftern. In beiden Fällen wurden jeweils mit Drehzahlen von 50%, 75% sowie 100% der Maximal-Drehzahl und natürlich mit automatisiertem Betrieb per PWM-Anschluss gearbeitet. Die Vergleichstabelle mit 5V, 7V und 12V haben wir hinzugefügt um einen Anhaltspunkt im Vergleich zu haben, da die Prozentzahlen natürlich nicht direkt mit der Volt-Versorgung korrelieren.

Darüber hinaus geht deutlich hervor, dass der Noctua NH-D15 im unteren Drehzahl Bereich zwar nicht gar so gut kühlt wie bei manueller Ansteuerung, aber die Temperaturen natürlich dennoch alles andere als besorgniserregend sind. Außerdem kann man feststellen, dass mit zunehmender Drehzahl, vor allem im oberen Bereich, die Lautstärke zwar fast schon exponentiell zunimmt, aber ebenso die Kühlleistung auch sehr viel Luft nach oben hat. Im Falle des Vergleichs von 100% zu PWM sind das sogar ganze 10°C Unterschied! Da ohnehin diese hohen Drehzahlen kaum bis gar nicht erreicht werden, da die Lüfter im PWM-Betrieb einen hervorragenden Dienst leisten, kann man die deutliche Hörbarkeit im oberen Drehzahl-Bereich auch getrost bei Seite lassen.

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Persönliches Fazit:

Gut, besser, Noctua! Der Noctua NH-D15 schafft auf ganzer Linie genau das, wofür er konzipiert wurde. Er übertrifft den Vorgänger NH-D14 in Sachen Kühlleistung und Laufruhe. Darüber hinaus sorgt er durch sein ausgeklügeltes Design und die größeren Lüfter zusätzlich für eine Komponentenkühlung des Mainboards. Abgerundet wird das Ganze natürlich durch das bewährte und einfache SecuFirm2 Befestigungssystem und den renommierten Noctua Lüftern im typischen Braun-Beige-Design. Zwar kann er sein wahres Potential wohl erst unter schweißtreibenden OC-Bedingungen ausspielen, für den Normalgebrauch bekommt  man jedoch mit dem NH-D15 einen Kühler, der Seinesgleichen sucht.

Für derzeit rund 90€ bekommt man eine CPU-Luftkühlung, welche vermutlich auch einige Wasserkühlungen sowohl in Sachen Performance, wie auch bei der Lautstärke tief in den Schatten stellt.

Positiv:
–        sehr leiser Betrieb
–        enorm hohe Kühlleistung
–        exzellente Verarbeitung

Negativ:
–        Kühlkörper extrem empfindlich für Abdrücke und Schlieren

Für die dargebotene ausgezeichnete Leistung mit viel Luft nach oben bei praktisch flüsterleisem Betrieb (PWM) verdient sich der Noctua NH-D15 unseren äußerst seltenen Hardbloxx PWND-Award mit einer klaren MUST-HAVE-Kaufempfehlung.

PWND Award

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Euer Hardbloxx-Team

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Test/Testbericht: Thermalright AXP-200 Muscle

Der Thermalright AXP-200 war zwar gut, aber nicht gut genug für euch? Ihr stoßt bei der derzeit stattfindenden Bewegung von immer kleineren und leistungsfähigeren Gerätschaften mit eurer Hardware an die Grenzen der Kühlleistung? Kein Problem! Thermalright schafft mit dem neuen Thermalright AXP-200 Muscle Abhilfe und verpasst dem renommierten Vorgänger ein Facelift inklusive Leistungsschub. Sollte eurem CPU-Kühler in eurem Mini-System also die Luft ausgehen oder schon ausgegangen sein, wäre es vielleicht eine Überlegung wert, den Thermalright AXP-200 Muscle zu bändigen. Das ausdauernde, kleine Kraftpaket auf eurem Rechenknecht könnte womöglich die gewünschte Besserung bringen. Neben dem stärkeren Lüfter wurden vor allem auch Verbesserungen hinsichtlich der Abmessungen des Kühlkörpers vorgenommen.

Thermalright weiß seit der Unternehmensgründung vor mehr als einem Jahrzehnt im Jahr 2001 zu Überraschen und zu begeistern. Nicht umsonst verschworen sie sich damals der Entwicklung professioneller Kühllösungen für den PC. Viele ihrer Innovationen definieren heute die Standards in diesem Bereich. So setzte Thermalright viele Meilensteine für die Geschichte der CPU-Kühlung. Von diesen profitieren auch andere Firmen und sie bauen auch darauf auf.

Wie sich der „muskulöse“ große Bruder Thermalright AXP-200 Muscle schlägt und ob ihn unser Testsystem und unsere Testbedingungen ins Schwitzen brachten oder nicht, verrät euch unser Test.

Testsystem:

CPU: Intel Core i5 4670K (@4,2GHz)
Mainboard: Asus Maximus Impact
Arbeitsspeicher: Kingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSD: Kingston HyperX 3K 120GB
Netzteil: Seasonic G-750 / 750 Watt Gold Zertifiziert
Gehäuse: Phobya Benchtable
Kühler: Thermalright AXP-200 Muscle

Datentabelle:

Maße ohne Lüfter:Maße mit Lüfter:150 x 140 x 60mm (LxBxH)150 x 140 x 73mm (LxBxH)
Lüfter:1x TY-14013 Lüfter (150x140x13mm; optional auch 150x140x25mm)
Gewicht ohne Lüfter:430 Gramm (mit Lüfter: 526 Gramm)
LuftdurchsatzLautstärkeMaterial59,77~109,62 m³/h21,7~30,6 dbAVernickeltes Kupfer / Aluminium
Stromanschluss:4 PIN-PWM
Sockel:Intel-Sockel 775, 1155, 1156, 1366, 1150
AMD-Sockel AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2
Lieferumfang:140mm Lüfter; Kühlkörper; Befestigungszubehör;
Wärmeleitpaste; Befestigungsanleitung;

 

Verpackung/Lieferumfang:

Im Gegensatz zum direkten Vorgänger, dem auch bereits von uns getesteten Thermalright AXP-200, kommt der Thermalright AXP-200 Muscle keinesfalls in einer schlichten, braunen und nicht gerade vielsagenden Verpackung. Die Box erstrahlt in knalligem Rot und kräftigem Hochglanz-Schwarz. Nun zieren auch nicht nur der Firmenname und die Artikelbezeichnung den Karton, sondern es prangen auch Produktfotos, Main-Features und Spezifikationen auf dem Karton, wie sich das für ein Kraftpaket gehört. Schön mit dem prahlen, was man hat – Daumen hoch!

Die Verpackung scheint, auch nicht zuletzt durch den Aufdruck, stabiler, widerstandfähiger und alles in allem wertiger. Thermalright hat hier also deutlich mehr auf die Werbefläche „Verpackung“ gesetzt. Man preist auf diesem Weg auch gleichsam das Produkt an oder lässt das Kraftpaket mit den Muskeln spielen. Doch nicht nur außen, sondern auch innen hat sich etwas getan. Eine einfache Plastikverschalung ersetzt den gewohnten strammen Käfig aus Schaumstoff. Dieser ist nur noch in der Form vorhanden, dass er den eigentlichen Kühler von Lüfter sowie der Bedienungsanleitung und den Befestigungsmaterialien separiert und alle Teile für sich schützt. Hier wurde innen an dem gespart, was man außen aufgetragen hat. Das Plastik scheint zwar sehr dünn und eher minderwertig, doch hält es im Inneren alles fest an seinem Platz. Darüber hinaus bietet es zwischen Inhalt und Außenwand des Kartons eine recht große Knautschzone, um etwaige Stöße von unsanftem Transport abzufangen – also nochmal gut gegangen.

Der Verpackungsinhalt wurde etwas geschmälert. Neben den üblichen und gewohnten Dingen der Kühler aus dem Hause Thermalright wie allerlei Schrauben, Muttern mit Innengewinde auf beiden Seiten, Unterlegscheiben, Halterungsrahmen, Wärmeleitpaste und der Installationsanleitung befinden sich weder ein optionaler Befestigungsrahmen für einen größeren Lüfter noch eine Backplate im Paket. Das optionale Upgrade mit einem leistungsfähigeren Lüfter wird in diesem Fall mit den beliegenden längeren Schrauben vollzogen. So ist der optional stärkere Lüfter nicht unbedingt größer im Durchmesser, sondern lediglich höher. So wird gewehrleistet, dass der passgenaue Formfaktor des Kühlkörpers für kleine Systeme eingehalten wird. Dem AXP-200 Muscle liegt der hauseigene TY-14013BW mit speziellen Abmessungen (150x140x13mm) bei. Dieser kann aber auch durch sämtliche 120mm oder – wenn man so will – viele 140mm ersetzt werden. Die Bohrungen am Kühler entsprechen einer 120mm Fassung. Man sollte allerdings darauf achten, wenn man sich für einen weiteren Schub an Kühlung entscheidet, ob mit dem höheren Lüfter auch noch genug Platz im Mini-System vorhanden ist.

Wie bereits erwähnt, befindet sich unter dem zwischen zwei Schaumstoffplatten gepackten Lüfter, welcher bei der Muscle Version als Erkennungsmerkmal einen schwarzen Rahmen und einen weißen Rotor besitzt, das eigentliche Herzstück des Päckchens – der AXP-200 Muscle CPU-Kühler. Dieser hat das bewährte, innovative und T-förmige „Down Draft“ Kühlerdesign beibehalten. Dieses Top-Blower-Design sorgt nebst CPU-Kühlung mit dem senkrechten Luftstrom auf das Mainboard auch für eine Kühlung der umliegenden Bauteile. Im Vergleich zum Vorgänger änderten sich die Enden der Heatpipes vom klobigen Kolben-Design zu einem spitzen Patronenhülsen-Design.

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Thermalright AXP-200 Muscle_3

Verarbeitung:

Der Thermalright AXP-200 Muscle CPU-Kühler lässt im Allgemeinen wenig bis gar keine Kritik zu. Alle der 49 Aluminium-Lamellen weisen durchweg keine scharfen oder verbogenen Kanten und keinerlei zerkratzten Flächen auf. Die 6x6mm vernickelten Kupfer-Heatpipes sind ebenfalls anstandslos, sowohl in die Lamellen, wie auch in die ebenfalls vernickelte Kupfergrundplatte eingefasst. Die neuen Formen der Enden der Heatpipes in Pistolenpatronen-Form runden das Bild einer herausragenden Verarbeitung ab.

Wie für Thermalright üblich, wird der große Lamellenkörper an der Oberseite durch eine bereits vorinstallierte Klammer an der Oberseite der Grundplatte gestützt. Die beiden Rahmen an den Seiten dieses Lamellenkörpers unterstützen den Airflow, und damit auch die Kühlung, zusätzlich. Die Luft wird quasi gezwungen, in der Mitte hindurch an den Lamellen vorbeizutreten und sich unten ohne vielerlei Verwirbelungen gleichermaßen zu den Seiten hin auszubreiten – ein äußerst durchdachtes System!

Die meisten Änderungen spielen sich, nebst dem stärkeren Lüfter und den auffälligen Enden der Heatpipes, wohl im Bereich der Abmessungen des Kühlkörpers ab. Statt in der Breite glatte 140mm zu messen, sind es nun nur noch glatte 139,53mm. In der Länge schrumpfte er ebenfalls von glatten 153mm auf 149,99mm. Durch die schlankeren Spitzen der Heatpipes stieg die Höhe vom Grund der Bodenplatte zur Stoßkante der Heatpipe-Spitzen von ehemals circa 42mm auf 44,15mm. Durch diese Veränderungen wird Kollisionen mit anderer Hardware noch mehr aus dem Weg gegangen.

Der sehr dünne Thermalright Lüfter ist ebenfalls von der Verarbeitung her sehr gelungen. Die Rotorblätter weisen ebenfalls keine scharfen Kanten auf und das Lager scheint ebenfalls hochwertig. Beim ersten Start gab es zwar ein kurzes Pfeifen, jedoch legte sich dieses sogleich wieder und der Lüfter schnurrte brav wie ein Kätzchen vor sich hin. Die für einen Thermalright Standard-Lüfter, welcher dem Verpackungsinhalt direkt beiliegt, ungewohnten neuen Farben sorgen mit schwarzem Rahmen und weißem Rotor für Abwechslung. In der Summe ergeben die neuen Formen und Farben ein, allein schon von der Optik her, edles Stück Hardware.

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Installation:

Neben der Tatsache, dass dem Thermalright AXP-200 Muscle im Gegensatz zu seinem Vorgänger die Backplate fehlt, gestaltet sich die Installation sehr ähnlich bis identisch. Dank der beiliegenden und gewohnt leichtgängigen Anleitung und dem von Thermalright ebenso bekannten Befestigungssystem, geht die Anbringung recht einfach von der Hand. Trotz der Neuerungen wurde aber die Handhabung der Querverstrebung bei der Muscle-Version leider kaum verbessert.

Vom kühlerlosen Mainboard beziehungsweise der kühlerlosen CPU bis zum fertig installierten CPU-Kühler Bedarf es aber nur wenige Schritte. Man steckt einfach robuste Unterlegscheiben aus Plastik auf die Schrauben, zum Schutz des Mainboards. Diese steckt man dann einfach durch die dafür vorgesehene Bohrungen am Mainboard und macht sie auf der anderen Seite mit den gewohnten Muttern mit Innengewinde auf der Oberseite fest. Auf diese Muttern kommt im nächsten Schritt der Halterungsrahmen.

Genau wie bei unserem vorangegangenen Test des Vorgängers AXP-200 kommt auch beim Thermalright AXP-200 Muscle wieder die verflixte Querverstrebung zum Zuge. Diese erfordert etwas mehr Fingerspitzengefühl, da die Schrauben bis auf die Bohrungen in der Querverstrebung selbst keinerlei Führung haben. Man muss also passgenau die Gewinde des Halterungsrahmens treffen. Ansonsten springen die Schrauben wieder heraus oder die ganze Querverstrebung verrutscht. Falls dies nicht gleich passiert, kann es einem auch noch später beim Anziehen der Schrauben widerfahren – ärgerlich!

Man braucht zwar nicht unbedingt weiteres Werkzeug wie einen magnetischen Schraubenzieher oder gar eine gebogene Pinzette, doch erleichtern diese einem die Arbeit ungemein – da ist noch Luft nach oben für Verbesserungen!

Die Installation des Lüfters gestaltet sich dagegen wieder denkbar einfach. Man legt ihn passgenau auf den Kühler, setzt die Schrauben ein und zieht sie fest – fertig! Da es sich auch um einen Slim-Lüfter handelt, bleibt der Schraube auch wenig Möglichkeit, sich irgendwo anders zu platzieren, außer im Gewinde. Gleichzeitig bietet der Slim-Lüfter aber noch genug Halt, um die Schraube nicht herausfallen zu lassen. Wie bereits erwähnt, ist es auch das gleiche Spiel, wenn man einen leistungsstärkeren Lüfter installieren möchte, denn den optionalen größeren Rahmen wie beim AXP-200 gibt es bei der Muscle-Version nicht. Man nutzt einfach die beiliegenden längeren Schrauben.

Platz für weitere Lüfter bietet der AXP-200 Muscle, wie auch alle anderen Modelle der AXP-200- und AXP-100-Serie, jedoch nicht. Wie auch von den anderen Modellen gewohnt, braucht er diese Option eigentlich auch gar nicht. Schließlich wurde er genau dafür konzipiert.

Was den RAM angeht, so sind beim Thermalright AXP-200 Muscle wohl nur RAM-Sticks ohne oder nur bedingt in die Höhe gehenden Kühlkörpern zu verwenden. Zumindest was die ersten beiden RAM-Slots auf den meisten, wenn nicht allen Mainboards angeht. Wegen seiner doch recht flächigen Ausmaße kommt er sonst mit diesen ins Gehege. Im Falle des Test-Mainboards ASUS Impact kann der Kühler, bedingt durch den Aufbau an der Oberseite, nur in eine von den beiden möglichen Richtungen installiert werden. Dabei blockiert er jedoch den PCIe-Anschluss der Grafikkarte, so dass eine normale Installation einer dedizierten Grafikkarte weg fällt – schade!

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Leistung:

Nach der leider noch immer etwas fummeligen Installation der Querverstrebung und so letzten Endes des Kühlers wird man jedoch im Standard-Betrieb – und noch mehr im OC-Betrieb – feststellen, dass sich die Mühe gelohnt hat. Im PWM-Betrieb unter Overclocking @4,2GHz hält der Thermalright AXP-200 Muscle den Prozessor praktisch lautlos auf 26,2°C. Unter Last bleibt die Temperatur mit 69,5°C unter der 70°C Marke. Anders als der Lüfter des ebenfalls neuen Thermalright AXP-100 Muscle lässt sich der Lüfter des Thermalright AXP-200 Muscle auch mit manueller Ansteuerung auf 5V betreiben. Selbst hier bleiben die Temperaturen mit im Schnitt 75,5°C noch fern der 80°C-Marke. Wohl gemerkt, es handelt sich um einen HTPC- beziehungsweise Mini-System-Kühler. Eine manuelle Ansteuerung von 7V beziehungsweise 12V bringen weder den AXP-200 Muscle, noch den Prozessor auch nur annähernd ins Schwitzen. Die Temperaturen betragen hier nur 71,2°C beziehungsweise gerade einmal nur 63,2°C. Das sind satte 8°C Unterschied, obgleich der Lüfter bei vollen 12V zwar hörbar, aber nicht störend laut seine Arbeit verrichtet – Respekt!

Thermalright AXP-200 Muscle Temps

Thermalright AXP-200 Muscle Temps_2

Persönliches Fazit:

Der Thermalright AXP-200 Muscle schlägt sich, als eigentliche Lösung für kleine bis Mini-Systeme, wacker und kann äußerst gut auch mit großen Kontrahenten mithalten. Dabei ist er optisch sehr ansprechend, verrichtet seine Arbeit leise und sehr zuverlässig. Wie man Thermalright kennt, wird er sich bestimmt auch preislich wieder äußerst attraktiv gestalten und so kann man guten Gewissens zugreifen, ehe man einen wesentlich teureren und klobigeren Kühler heranzieht.

Alles in allem also ein durchaus empfehlenswerter und überzeugender Kühler, nicht nur für den HTPC und Mini-PC-Sektor, der gegenüber seinem Vorgänger wohl ein Stück weit mehr die Muskeln spielen lässt.

Positiv:

– gute Kühlleistung bei gleichzeitig geringem Gewicht
– sehr flach und trotzdem wenig Kollisionen mit Hardware
– zügige Installation

Negativ:

– unter Umständen Blockierung des PCIe-Slots
– nur in zwei (bzw. einer) Ausrichtung installierbar

Für die dargebotene Kühlung auf kleinstem Raum – selbst in Sachen Overclocking und wenn man bedenkt, dass es sich hierbei eigentlich um einen HTPC- beziehungsweise Mini-System-Kühler handelt – hat sich das kleine Kraftpaket allemal unseren Hardbloxx Leistungs-Award verdient. Die mögliche Blockierung des PCIe-Slots ist dabei vernachlässigbar, da in einem HTPC oder Mini-System eine starke dedizierte Grafikkarte eher zweitrangig ist. Außerdem gibt es ja bekanntermaßen andere Möglichkeiten für den Anschluss als die Karte direkt in den Slot zu stecken.

LeistungsTIPP

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Thermalright AXP-100 Muscle

Alles wird immer kleiner, schmaler, leichter oder dünner. Dieser Werdegang macht auch immer weniger vor dem heimischen PC Halt. Aber nicht nur in Sachen einfacher HTPCs oder der heimischen Spielekonsole, nein, auch in Sachen Gaming-Rechner oder OC-Wunder wird die entsprechende Hardware vermehrt immer kleiner. Mehr Leistung erfordert natürlich auch mehr Kühlung und so entschloss sich Thermalright zu einer Neuauflage beziehungsweise einer verbesserten Version des renommierten AXP-100. Sie entwarfen kurzerhand eine Version mit dem gewissen Extra an Kühlleistung, den Thermalright AXP-100 Muscle. Wer den Vorgänger schon kannte, weiß, hier ist wahrlich ein sehr kleiner Kühler, fast schon in der Boxed-Liga der Kühler, am Start. Anders als diese protzen der Thermalright AXP-100 und der neue Thermalright AXP-100 Muscle mit deutlich mehr Kühlleistung. Neben dem stärkeren Lüfter wurden vor allem auch Verbesserungen hinsichtlich der Abmessungen des Kühlkörpers vorgenommen.

Seit der Unternehmensgründung vor mehr als einem Jahrzehnt im Jahr 2001 hat sich Thermalright der Entwicklung professioneller Kühllösungen für den PC gewidmet. Viele ihrer Innovationen definieren heute die Standards in diesem Bereich. So setzte Thermalright vielerlei Meilensteine für die Geschichte der CPU-Kühlung.

Wie diese genau aussieht und was sich damit so alles machen lässt, verrät unser Test.

Testsystem:

CPU: Intel Core i5 4670K (@4,0 bzw. @4,2GHz)
Mainboard: Asus Maximus Impact
Arbeitsspeicher: Kingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSD: Kingston HyperX 3K 120GB
Netzteil: Seasonic G-750 / 750 Watt Gold Zertifiziert
Gehäuse: Phobya Benchtable
Kühler: Thermalright AXP-100 Muscle

Datentabelle:

Maße ohne Lüfter:Maße mit Lüfter:119 x 105 x 44mm (LxBxH)119 x 105 x 58mm (LxBxH)
Lüfter:1x TY-100BW (108x101x14mm; optional auch 108x101x25mm)
Gewicht ohne Lüfter:260 Gramm (mit Lüfter: 306 Gramm)
LuftdurchsatzLautstärkeMaterial27,2~75,6 m³/h22~30 dbAVernickeltes Kupfer / Aluminium
Stromanschluss:4 PIN-PWM
Sockel:Intel-Sockel 775, 1155, 1156, 1366, 1150
AMD-Sockel AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2
Lieferumfang:TY-100BW Lüfter; Kühlkörper; Befestigungszubehör;
Wärmeleitpaste; Befestigungsanleitung;

 

Verpackung/Lieferumfang:

Im Gegensatz zum direkten Vorgängern oder auch seinen Geschwistern, wie beispielsweise dem bereits von uns getesteten Thermalright AXP-200, kommt der Thermalright AXP-100 Muscle in einer bei Weitem nicht mehr so schlichten Verpackung. Einzig geblieben ist die Größe des Päckchens, welches einem sogleich vermittelt, dass sich hier zwar kein großes, aber gewiss ein leistungsfähiges Kraftpaket im Inneren versteckt. Nicht nur der Firmenname und die Artikelbezeichnung zieren zwei der Seiten des Kartons, sondern es kamen auch noch jeweils Produktfotos hinzu. Außerdem finden sich nun auch kleine Bildchen mit Schriftzug für die Main-Features des Kühlers auf der einen und die Spezifikationen auf der gegenüberliegenden Seite. Die Verpackung ist ansonsten in den Farben Schwarz und Rot gehalten. Die Schriftzüge der „Muscle“-Version sind eindeutig aggressiv und deuten die extra Portion Kraft an – ganz im Sinne einer Muckibude oder Proteinshakes. Thermalright hat hier also deutlich mehr auf eine plakative und anziehende Verpackung gesetzt als bei den vergangenen Kühler-Versionen. Doch nicht nur außen, auch innen hat sich etwas getan. Statt des gewohnten Schaumstoffs rund herum sowie den einzelnen durch weitere Schaumstoffplatten getrennten Kammern, kommt nunmehr eine Plastikschale zum Zuge, welche den Kühlkörper sicher fasst und durch genug Luft zwischen Plastik und Karton vor Stößen schützt. Der mitgelieferte Lüfter sowie die Befestigungsmaterialien und die Anleitung liegen auch alle sicher voneinander getrennt und geschützt durch die gewohnten, aber nun dünneren, Schaumstoffplatten bei.

Neben den üblichen Verdächtigen des Verpackungsinhalts, wie allerlei Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben, Rahmen, Wärmeleitpaste und der Installationsanleitung befindet sich im Paket allerdings kein optionaler Befestigungsrahmen für einen größeren Lüfter. Im Sinne des schlanken Formfaktors und im Hinblick auf den Einsatz in einem mITX-System liegen stattdessen nur längere Schrauben bei, mit denen man einen optionalen höheren Lüfter befestigen kann. Dem AXP-100 Muscle liegt nämlich der hauseigene TY-100BW mit speziellen Abmessungen (108x101x14mm) bei. Dieser kann aber auch durch einen anderen leistungsfähigeren 100mm Lüfter ersetzt werden, um noch mehr Leistung in Sachen Kühlung aus dem Thermalright AXP-100 Muscle herauszuholen. Man muss bei einem Wechsel des Lüfters jedoch die neuen Abmessungen und den Platz im Gehäuse stets im Auge behalten. So oder so versetzen einen die innovatiten Thermalright-Lüfter nicht nur auf den ersten Blick in Erstaunen. Sie sind gerade einmal doppelt so hoch wie das zugehörige PWM-Anschlusskabel dick ist und verfügen, trotz ihrer Größe, über einen respektablen Luftdurchsatz und eine geringe Lautstärke – Respekt!

Unter dem Lüfter verbirgt sich dann in einer eigenen Schaumstoff-Kammer das eigentliche Herzstück, der Thermalright AXP-100 Muscle Kühler im bewährten, innovativen und T-förmigen „Down Draft“ Kühlerdesign, wie auch die großen Brüder der AXP-200 Serie und der AXP 100 Vorgänger. Dieses Design sorgt nebst CPU-Kühlung mit dem senkrechten Luftstrom auf das Mainboard auch für eine Kühlung der umliegenden Bauteile, trotz des kompakten Faktors. Dieser wurde im Vergleich zum Vorgänger sogar noch kompakter, da der Lüfter nun an den Seiten mit dem Rahmen des Kühlers abschließt und an der Ober- und Unterkante die Heatpipes und deren Enden ebenfalls nicht überragt. Außerdem wichen die schön anzusehenden Endkappen der Heatpipes, welche wie der Kopf eines Kolbens in einem Motor aussahen, nun kleineren Kappen mit der Form von Spitzen einer Pistolenpatrone. Dies soll der Optik jedoch keinen Abbruch tun, denn der kleine Kraftprotz bringt einen dennoch zum Lächeln, nicht nur weil er so süß und klein ist. Er macht nach seinem Facelift optisch eine gute Figur.

Thermalright AXP-100 Muscle_1
Thermalright AXP-100 Muscle_11

Verarbeitung:

Der Thermalright AXP-100 Muscle Kühler gibt in Sachen Verarbeitung eigentlich keinerlei Raum für Kritik. Es ist zwar schade, dass die Enden der Heatpipes nicht mehr so schön sind, wie die des alten Kühlers, doch ist dies wohl auch eine Geschmackssache. Es mindert auf jeden Fall nicht die Leistung und sorgt darüber hianus für weitere Platzersparnis sowie für weniger Hitzestau in diesen dicken Enden. Alle der 40 Aluminium-Lamellen weisen durchweg keine scharfen oder verbogenen Kanten auf. Die 6x6mm vernickelten Kupfer-Heatpipes sind ebenfalls makellos in die Lamellen und in die vernickelte Kupfergrundplatte eingefasst und haben durch die neuen, über die letzte Lamelle herausragenden, Enden ein schönes Finish bekommen. Diese Neuerungen ergeben ein Bild einer sehr hochwertigen Verarbeitung auf respektablem kleinstem Raum.

Blickt man von oben durch die Lamellen auf die Oberseite der Grundplatte, spiegelt sich dort gebürstetes Aluminium wieder, welches mit einem Hologramm des Firmenlogos, dem Firmenname und der Produktionsnummer des Kühlers versehen ist. Dieses Gimmick verschwindet zwar nach dem Einbau in die ewigen Tiefen des Gehäuses, zeugt aber ebenso von einer hochwertigen Verarbeitung. Die Lamellen werden wie gewohnt durch eine bereits vorinstallierte Klammer an der Oberseite der Grundplatte gestützt. Auch die sich an beiden Rändern des Kühlers befindlichen Leisten sind nach wie vor vorhanden, um weiterhin den Airflow zu unterstützen.

Die meisten Änderungen spielen sich, nebst dem stärkeren Lüfter und den auffälligen Enden der Heatpipes, wohl im Bereich der Abmessungen des Kühlkörpers ab. Statt in der Breite 105,47mm zu messen, sind es nun nur noch glatte 105mm. In der Länge schrumpfte er ebenfalls von 121,1mm auf glatte 119mm. Durch die schlankeren Spitzen der Heatpipes stieg die Höhe vom Grund der Bodenplatte zur Stoßkante der Heatpipe-Spitzen von ehemals 30,35mm auf 32,15mm. Durch diese Veränderungen wird Kollisionen mit anderer Hardware noch mehr aus dem Weg gegangen.

Der äußerst schmale Thermalright Lüfter ist ebenfalls von der Verarbeitung her sehr gelungen und fügt sich perfekt in das Bild des schlanken Kühlers ein. Auch der Lüfter weist weder am Rahmen, noch an den Rotorblättern keinerlei scharfe Kanten auf. Ebenso sucht man hier vergeblich nach dem einen oder anderen Grat als Herstellungs- und Verarbeitungsrückstand – toll!

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Installation:

Dank der beiliegenden und gewohnt leicht verständlichen Anleitung und einem ähnlich gängigen Befestigungssystem, wie man es beispielsweise von Noctua-Kühlern gewohnt ist, geht die Installation  recht schnell und einfach von der Hand. Anders als beim Vorgänger oder den Modellen der AXP-200er Serie gibt es bei der Muscle Version jedoch keine Backplate mehr. Man steckt einfach Schrauben mit einer robusten Unterlegscheibe aus Plastik durch die Bohrungen und macht sie auf der anderen Seite mit den Muttern und Innengewinde auf der Oberseite fest. Auf diese Muttern kommt im Folgenden der Halterungsrahmen.

Ähnlich wie auch schon in vielen unserer vorangegangenen Tests, wie beispielsweise dem Xigmatek Dark Knight oder dem Alpenföhn Matterhorn PURE sowie auch den anderen Thermalright AXP-100 und AXP-200 Modellen, kommt auch beim Thermalright AXP-100 wieder eine weitere Querverstrebung zum Zuge, welche den Kühler auf der CPU hält. Letztere erfordert jedoch etwas Fingerspitzengefühl, da die Schrauben bis auf die Bohrungen in der Querverstrebung selbst keinerlei Führung haben und man passgenau die Gewinde des Halterungsrahmens treffen muss. Ansonsten springen die Schrauben wieder heraus oder die ganze Querverstrebung verrutscht – ärgerlich!

Man braucht zwar im Gegensatz zu den Vorgängern beziehungsweise den anderen Modellen nicht unbedingt weiteres Werkzeug, wie beispielsweise einen magnetischen Schraubenzieher oder gar eine gebogene Pinzette, doch waren die Verbesserungen hier so gering, dass noch Luft nach oben ist. Man geht zwar schon in die richtige Richtung, doch wäre hier eine noch komfortablere Installation durchaus wünschenswert.

Die Installation des Lüfters gestaltet sich dagegen wieder denkbar einfach, auch trotz des speziellen Formats. Doch was soll dieses andere Format schon groß ändern? Richtig, nur die Abstände der Bohrungen. Da es sich auch um einen Slim-Lüfter handelt, bleibt der Schraube eigentlich auch keine Luft, sich irgendwo anders hin zu „verdünnisieren“. Wie bereits erwähnt, ist es auch das gleiche Spiel, wenn man einen leistungsstärkeren Lüfter installieren möchte, nur dass man dafür die beiliegenden längeren Schrauben verwenden muss.

Platz für weitere Lüfter bietet der AXP-100 Muscle nicht und diese braucht er eigentlich auch gar nicht. Schließlich wurde er genau dafür konzipiert.

Was den RAM angeht, so sind beim Thermalright AXP-100 auch RAM-Bänke mit höheren Kühlern möglich. Wegen seiner geringen Ausmaße kommt er mit seinen umliegenden „Nachbarn“ nicht ins Gehege. Bei so manchem mITX-Mainboard mag aber vielleicht nur der äußere der beiden RAM-Slots von einem RAM-Riegel mit hohem Kühlkörper belegt werden. Der CPU-Kühler sitzt nämlich bei dem RAM-Slot nahe des CPU-Sockels schon bereits bei einem RAM-Riegel mit eng anliegendem Kühlkörper fast schon auf.

Thermalright AXP-100 Muscle_3
Thermalright AXP-100 Muscle_16

 

Nach der – trotz der Änderungen am Design – noch immer etwas fummeligen Installation der Querverstrebung an den Halterungsrahmen wird man jedoch bald feststellen, dass sich die kleine Mühe für den noch kleineren Kühler durchaus gelohnt hat. Im PWM-Betrieb schaufelt er die Luft nahezu lautlos über die Lamellen und hält den Prozessor selbst unter OC-Bedingungen (@4,2GHz) mit 71,7°C gänzlich fern der 80°C Marke. Bei manueller Ansteuerung per 7V beziehungsweise 12V steht der Thermalright AXP-100 Muscle „seinen Mann“ und präsentiert seinen „prallen Bizeps“. Hier drückt er die Temperatur bei OC-Bedingungen noch mit 69,5°C beziehungsweise 66,0°C unter die 70°C-Marke. Im Normalbetrieb beziehungsweise Turbo-Modus des Mainboards ohne weitere OC-Vorkehrungen liegen die Werte mit im Schnitt 4°C weniger noch deutlich darunter. Einziger Wehrmutstropfen: Der Lüfter lässt sich nicht per Adapter auf 5V herunterregeln, da er mindestens circa 6V braucht, um überhaupt anzuspringen. Bei voller 12V Versorgung ist er zwar recht gut hörbar, aber arbeitet dennoch im gut erträglichen Bereich und einer angenehmen Frequenz. Das geht wesentlich schlimmer, schriller oder lauter. Im PWM-Betrieb und bei 7V arbeitet er praktisch unhörbar. Die unten angeführten Angaben von „non-OC“ beziehen sich auf den normalen Turbo-Modus des Mainboards des Testsystems und nicht den Modus „Normal“. Gemeint ist lediglich, dass hierfür kein manuelles Overclocking betrieben wurde.

Thermalright AXP-100 Muscle Temps

Thermalright AXP-100 Muscle Temps_2

Persönliches Fazit:

Der Thermalright AXP-100 Muscle überzeugt nach seinem Facelift und der extra Portion Power auf ganzer Linie. Klein, kräftig und mit der Möglichkeit zum Aufrüsten bietet er alles, was man für ein Mini-System in Sachen CPU-Kühler haben möchte – vielleicht sogar noch etwas mehr. Statt zu ächzen wie die Bullen in der Muckibude, schnurrt er dabei auch noch leise wie ein Kätzchen vor sich hin. Sollte man es mit dem Overclocking nicht zu hoch treiben, bekommt man hier ein hervorragendes Stück Hardware, welches in jedem Falle zu keinem Nachbarschaftsstreit auf dem Mainboard führt.

 

Positiv:

 

– sehr klein, kompakt, leicht und einfach in der Handhabung
– für die Größe eine herausragende Kühlleistung
– sehr laufruhig, selbst bei 12V noch gut akzeptabel

Negativ:

– kein 5V Betrieb möglich (wobei es vernachlässigbar wäre)
– nur in 2 Ausrichtungen installierbar

Für die dargebotene Kühlung auf kleinstem Raum – selbst in Sachen Overclocking und wenn man bedenkt, dass es sich hierbei eigentlich um einen HTPC- beziehungsweise Mini-System-Kühler handelt – hat sich das kleine Kraftpaket allemal unseren Hardbloxx Leistungs-Award verdient.

LeistungsTIPP

 

 

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: 4 CPU-Kühler im Vergleich

Moderne Prozessoren arbeiten immer effizienter und erreichen eine immer besser werdende Leistung bei gleichzeitig sinkender Leistungsaufnahme. Dennoch sollten Prozessoren weiterhin durch starke Kühler auf niedrigen Temperaturen gehalten werden. Gerade übertaktete Prozessoren, die im Vergleich zum Standardtakt sehr viel mehr Abwärme erzeugen, müssen ausreichend gekühlt werden. Um euch die Wahl etwas leichter zu machen, haben wir uns vier aktuelle CPU-Kühler zu Preisen von etwa 35 bis 70 Euro angeschaut.

Wir testen für euch einen Prolimatech Basic 81, der ab 37,90€ zu haben ist, einen Raijintek EreBoss ab 34,90€ und mit dem NH-U12S und NH-U14S zwei Modelle von Noctua ab 59,90€ und 69,90€.

Noctua NH-U12SNoctua NH-U14SProlimatech Basic 81Raijintek EreBoss
BauartTower

Tower

Doppel TowerTower
Abmessungen125x158x71mm150x165x78mm130x158x75mm140×110,5x160mm
Gewicht

580g (755g mit Lüfter)

770g (925g mit Lüfter)

748g808g
Lüfter120x120x25mm140x140x25mm120x120x25mm140x150x13
Drehzahl300-1500 1/min300-1500 1/min600-1600 1/min650-1400
Max. Volumenstrom93,4m³/h140,2 m³/h/96,1 m³/h
Schalldruck22,4dB(A)24,6 dB(A)/28 dB(A)
Sockel1150, 1155, 1156, 2011, AM2, AM2+, AM3+, FM1, FM2, FM31150, 1155, 1156, 2011, AM2, AM2+, AM3+, FM1, FM2, FM2+1150, 1155, 1156, 2011, AMD-Sockel nur mit opt. Kit775, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011, FM1, FM2, FM2+, AM2, AM2+, AM3, AM3+
Heatpipes5666
Garantie6 Jahre6 Jahre//

 Raijintek EreBoss

Der EreBoss wurde in Deutschland designt und stellt das Flaggschiff der Kühlerserie aus dem Hause Raijintek dar. Er möchte vor allem durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis überzeugen.

Raijin ist ein Gott in der japanischen Kultur und Religion, genauer gesagt handelt es sich hier um den Donnergott. Erebos entstammt hingegen der griechischen Mythologie und bezeichnet den Gott der Finsternis. Euch erwartet also aufgrund der Namensgebung allem Anschein nach ein göttlicher Kühler, der von nichts aufzuhalten zu sein scheint. Durch seine Abmessungen und sein Gewicht von 808g ohne Lüfter ist er bereits ein Monstrum, mit dem man sich besser nicht anlegen sollte.
Durch sechs Kupferheatpipes, welche die 34 sehr dünnen Kühllamellen durchdringen, wird die entstehende Wärme vom Heatspreader abgeführt. Die oberste Kühllamelle ist auf ihrer gesamten Fläche lediglich an den Befestigungspunkten des Kühlers und etwa mittig unterbrochen. Durch dieses Loch erreicht ihr bei der späteren Montage die Schraube zur Befestigung des Kühlkörpers. Dieses Loch zieht sich auch durch alle der restlichen Lamellen, doch diese wurden zur Optimierung des Airflows mit 47 weiteren Löchern versehen.
Unterstützt wird dieser Kühlkoloss von einem zierlichen 13mm dünnen 140mm-Lüfter mit rotem Rahmen und weißen Rotorblättern.

Raijintek EreBoss (5)
Raijintek EreBoss (6)

Der Kühler kommt mit allerlei Zubehör in einer optisch ansprechenden, bunten Verpackung mit vielen Produktbildern.
In Sachen Verarbeitung kann der Kühler leider nicht so ganz überzeugen. An den Rändern der Kühllamellen und den dort vorhandenen Lüfterbefestigungen besteht durch scharfe Kanten und abstehenden Grat eine leichte Verletzungsgefahr. Auch die Backplate, die zur Kühlermontage hinter dem Mainboard befestigt wird, kann nicht überzeugen. Diese besteht aus einfachem Kunststoff und hat ebenfalls leicht scharfe Kanten. Beim Einbau solltet ihr also etwas besser auf eure Finger achten, um euch nicht zu schneiden. Hier besteht seitens Raijintek also auf jeden Fall Nachholbedarf.

Wenn ihr dann zum Einbau schreitet, fallen zuerst die vielen Einzelteile auf, die im Lieferumfang des EreBoss enthalten sind. Geschuldet ist dies der Kompatibilität zu allen derzeit gängigen Sockel von AMD und Intel. Weiter liegen noch acht Befestigungsgummis bei, um neben dem mitgelieferten Lüfter auch einen weiteren optionalen Lüfter zu befestigen oder eben diesen zu ersetzen. Die mitgelieferte Wärmeleitpaste reicht für maximal einen Einsatz. Da sie auch nur in einem Tütchen und nicht in einer verschließbaren Spritze beiliegt, ist eine mehrfache Nutzung ohnehin nicht möglich.

Raijintek EreBoss (7)
Raijintek EreBoss (16)

Der eigentliche Einbau des EreBoss ist leicht fummelig zu bewerkstelligen, da die Backplate keine integrierten Gewinde oder ähnliches hat. Hier müssen die Schrauben in einer Führung gehalten werden, um dann gleichzeitig von der Oberseite des Mainboards mit Muttern befestigt zu werden. Die Platten, die im Anschluss für Intel-Sockel montiert werden müssen, haben Langlöcher, in denen die Schrauben zum Festziehen verrutschen können. Je nachdem, wie ihr diese dann festzieht, sitzt der Kühler am Ende leicht schief. Bei einem AMD-Sockel habt ihr dieses Manko hingegen nicht, da nur eine Montageposition verfügbar ist.

Raijintek EreBoss (18)
Raijintek EreBoss (20)

Bevor ihr dann den großen Kühlkörper festschraubt, solltet ihr testen, in welcher Richtung ihr ihn montieren möchtet. Er ist frei drehbar, wobei der Kühlkörper selbst versetzt ist und nicht mittig über dem Heatspreader sitzt. So könnt ihr bei Platzmangel durch hohe Kühler des RAM oder der Spannungswandler den EreBoss gedreht montieren. Um ihn dann auch in der gewünschten Position befestigen zu können, benötigt ihr einen sehr langen Schraubenzieher, der separat im Lieferumfang enthalten sein sollte. Als letztes wird dann der Lüfter montiert, den ihr ebenfalls bei Platzmangel drehen könnt und so einen Zentimeter in der Bauhöhe spart. Natürlich könnt ihr hier jeden anderen Lüfter befestigen. Insgesamt liegen Befestigungsgummis für zwei Lüfter bei. Durch diese Gummis wird der Lüfter auch gleich vom Kühler entkoppelt, um Vibrationen zu vermeiden.

Prolimatech Basic 81

In Sachen Premium-Kühler hat sich Prolimatech schon länger bewährt und sich einen Namen gemacht. Doch das Einsteiger- oder Mittelklasse-Segment war bisher unangetastet und dies möchten die Taiwanesen mit ihrer Basic-Reihe nun nachholen. Die gute Kühlleistung der Hochleistungskühler möchten sie zu einem niedrigen Preis anbieten.

Die Basic-Reihe besteht aktuell aus fünf Modellen, wobei der von uns getestete Prolimatech Basic 81 das Topmodell darstellt. Das besondere an ihm ist seine Dual-Tower-Bauweise, durch welche die Aluminium-Kühllamellen beider Seiten physisch voneinander getrennt wurden. Die einzige Verbindung besteht durch die sechs vernickelten Kupfer-Heatpipes in U-Form.

Prolimatech Basic 81 (2)
Prolimatech Basic 81 (6)

Im Standardlieferumfang des in schlichter schwarzen Verpackung kommenden Kühlers findet ihr neben dem ebenfalls schwarzen 120mm Lüfter und insgesamt acht Lüfterklammern lediglich das Montagezubehör für derzeit gängige Intel-Sockel. Falls ihr den Kühler auf AMD Prozessoren nutzen möchtet, müsst ihr euch das passende Retention-Modul separat mitbestellen. Acht Lüfterklammern wurden mitgeliefert, um statt zwei 120mm Lüftern auch zwei 140mm Exemplare verwenden zu können. Der mitgelieferte Lüfter dreht mit maximalen 1600 Umdrehungen pro Minute und ist so der schnellste im Testfeld. Die Wärmeleitpaste kommt in einer kleinen Spritze, wodurch bei sparsamen Umgang auch Mehrfachanwendungen möglich sind.

Die Verarbeitung des Kühlers lässt sich als akzeptabel bezeichnen, aber sie ist nicht perfekt. Denn scharfe Kanten konnten wir leider auch hier an den Kühllamellen finden. Abstehenden Grat sucht man beim Basic 81 hingegen vergeblich. Was uns bei unserem Testprobanden nicht gefiel, war die Unterseite des Heatspreaders. Diese war bereits nach dem Auspacken verkratzt, was je nach Blickwinkel mehr oder weniger auffiel. Ob dies ein Produktionsfehler ist oder ob alle Exemplare verkratzt sind, konnten wir nicht feststellen, weshalb wir von einer Ausnahme ausgehen. Insgesamt ist der Prolimatech Basic 81 ein recht kleiner und unauffälliger Kühler, dessen Gewicht mit 748g jedoch recht hoch ausfällt.

Prolimatech Basic 81 (16)
Prolimatech Basic 81 (15)

Der Zusammenbau ist beim Prolimatech Basic 81 leider nicht selbsterklärend, weshalb auch hier die entsprechende mitgelieferte Anleitung zum Einsatz kommt. Nach etwas Gefummel und Festziehen der Schrauben bemerkten wir, dass die ganze Konstruktion doch schon recht wackelig ist. Nach mehrmaligem Bemühen der Anleitung und erneutem Zusammenbau das gleiche Resultat. Doch wenn ihr euch den Aufbau des Montagekits dann genauer anschaut, seht ihr, dass dieses Rumgewackel auch so geplant und gewollt sein könnte, denn durch das Aufsetzen und Verschrauben des Kühlers verspannt sich das Kit von selbst und alle Einzelteile stützen sich gegenseitig ab. Das Resultat: Nichts wackelt mehr und der Kühler sitzt bombenfest. Eine entsprechende Erläuterung in der Anleitung wäre hier jedoch von Vorteil gewesen.

Prolimatech Basic 81 (20)
Prolimatech Basic 81 (19)

Noctua NH-U12S und NH-U14S

Unsere beiden Noctua-Kühler im Testfeld sind aus österreichischer Entwicklung entsprungen. Noctua gilt schon lange als einer der Top-Hersteller in Sachen Kühlleistung, Lieferumfang und Anwenderfreundlichkeit. Das und nichts anderes sollen auch unsere beiden Testprobanden NH-U12S und U14S für 120mm und 140mm Lüfter bieten. Zum üppigen Lieferumfang der beiden Kühler gehören Montagekits für nahezu alle AMD- und Intel-Sockel, die momentan erhältlich sind. Daneben liegen noch Entkopplungsgummis und Klammern für optionale Zusatzlüfter, ein Low-Noise-Adapter für niedrigere Lüfterdrehzahlen, ein Schraubendreher und die renommierte Noctua NT-H1 Wärmeleitpaste bei. Angenehm ist bei beiden Noctua auch die einzelne Verpackung der unterschiedlichen Montagekits und des Zubehörs. Hier kommt ihr so schnell also nicht durcheinander und könnt AMD- und Intel-Zubehör voneinander trennen. Die mitgelieferten Lüfter sind aus eigener Produktion und auch separat im Handel erhältlich.

Noctua NH-U12S (13)Noctua NH-U12S
Noctua NH-U14S (17)Noctua NH-U14S
Noctua NH-U12S (3)Noctua NH-U12S
Noctua NH-U14S (4)Noctua NH-U14S

Der Aufbau beider Kühler gestaltet sich ähnlich. Beides sind Towerkühler mit vernickelten Kupfer-Heatpipes und Aluminiumlamellen. Beim U12S kommen fünf Heatpipes zum Einsatz, der U14S bietet sechs. Insgesamt ist der größere U14S mit seinen 770g auch schwerer als sein kleiner Bruder, der 560g auf die Waage bringt. Der U12S ist anhand der Abmessungen und des Gewichts der kleinste Kühler im Testfeld. Der Kühlkörper selbst ist hier nur minimal größer als der zugehörige 120mm Lüfter mit Standardabmessungen. Durch seine geringe Größe eignet er sich vor allem für kleinere Gehäuse. Der große Bruder benötigt hingegen mit seiner ähnlich schmalen Bauform etwas mehr Platz.

Bei dem mitgelieferten 120mm Lüfter des NH-U12S handelt es sich um den Noctua NF-F12 PWM mit einer maximalen Drehzahl von 1500 1/min und einem maximalen Luftdurchsatz von 93,4 m³/h. Der NH-U12S hingegen kommt mit dem größeren NF-A15 PWM 140mm Lüfter, welcher bei gleicher maximalen Drehzahl 140,2 m³ Luft pro Stunde befördert. Montiert werden die entkoppelten Lüfter bei beiden Modellen durch die mitgelieferten Klammern und können bei Bedarf durch Zusatzlüfter auf der gegenüberliegenden Seite ergänzt werden.

Noctua NH-U12S (9)Noctua NH-U12S
Noctua NH-U14S (3)Noctua NH-U14S

Die Verarbeitung der beiden Österreicher ist hervorragend. Die Kühllamellen bieten hier, wie der Rest des Kühlers, keinerlei Verletzungsrisiko. Bei dem Zubehör und auch den Lüftern setzt sich dieser Eindruck weiter fort. Eine gewohnt sehr gute Verarbeitung und hochwertige Materialien erwarten euch also auch beim Kauf eines der getesteten Noctua-Kühler.

Auch die Anwenderfreundlichkeit bei der Montage ist eines der Features, welche Noctua seinen Kunden bieten möchte. Das bewährte SecuFirm2 Montagesystem kommt auch hier zum Einsatz und der Kühler sitzt nach wenigen Handgriffen fest auf eurem Mainboard. Selbst wer wenig Übung mit der Montage von CPU-Kühlern hat, wird hier wohl keine Anleitung benötigen.

Noctua NH-U12S (10)Noctua NH-U12S
Noctua NH-U14S (15)Noctua NH-U14S
Noctua NH-U12S (12)Noctua NH-U12S
Noctua NH-U14S (14)Noctua NH-U14S

Performance

In Sachen Zusammenbau und Verarbeitung haben die Noctua-Kühler erneut überzeugt. Doch wie sieht es bei der Kühlleistung aus? Denn das ist neben dem Preis meist eines der wichtigsten Kaufargumente für euch. Und genau dort sollen die 40-50% günstigeren Modelle aus dem Hause Prolimatech und Raijintek punkten.

Um den Kühlern auch ordentlich etwas abzuverlangen, kam unser auf 4,3 Ghz übertaktetes Testsystem zum Einsatz. Unter Prime95 führten wir dann In-place Large FFTs Berechnungen durch, um die maximale Wärmeentwicklung und die maximale Leistungsaufnahme zu erreichen. Die Temperaturen wurden jeweils nach 15 Minuten Last und Leerlauf aufgezeichnet. Neben dem CPU-Lüfter war im Testsystem kein weiterer Lüfter im Einsatz, der das Messergebnis beeinflussen könnte.

CPU: Intel Core i5 4670K @4,3 Ghz
Mainboard: Asus Maximus VI Formula
Grafikkarte: Asus HD 7970-P Matrix GHz Edition
Arbeitsspeicher: Kingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSD: Kingston HyperX 3K 120GB
Netzteil: Seasonic G-750 / 750 Watt Gold Zertifiziert
Gehäuse: Phobya WaCoolItBenchtable
Kühler: Standardmäßig Thermalright Archon

CPU-Kühler

Mittelwerte

Im Leerlauf nehmen sich alle unserer Kühler des Tests nicht viel, sie liegen auf einem sehr niedrigen und gleichmäßigen Niveau. Wenn wir hier dennoch einen Sieger benennen müssten, wäre es der Noctua NH-U14S, der im Temperaturmittel 0,13°C knapp vor dem Raijintek EreBoss liegt.

Unter Last setzt sich der Noctua NH-U14S von den anderen Kühlern dann etwas weiter ab. Er liegt etwa 1,3°C vor dem nächsten Konkurrenten, dem Prolimatech EreBoss. Er überholt hier auch unseren standardmäßig montierten Kühler des Testsystems. Der Herausforderer aus dem Hause Prolimatech und auch der Noctua NH-U12S können hier leider nicht mithalten. Letzterer bietet in den meisten Messungen die schlechteste Kühlleistung im Feld.

Die Lautstärke der Lüfter ist bei 5V und 7V durchweg angenehm, erst bei 12V werden sie hörbar. Am lautesten empfanden wir hier den Lüfter des Prolimatech Basic 81, der neben dem Laufgeräusch noch ein wahrnehmbares Schleifen mit sich brachte. Doch auch der Lüfter des EreBoss kann nicht gänzlich überzeugen. Bei ihm ist in leisen Umgebungen durchweg ein zartes Rattern hörbar, welches unter 12V noch deutlicher wird. Ergänzung 17.12.13: Nach Rücksprache mit Raijintek sollte das Lüfterrattern inzwischen behoben sein.
Die beiden Noctua-Lüfter sind ebenfalls beide erst ab 12V wahrnehmbar, wobei der größere NF-A15 bei der maximalen Drehzahl etwas lauter ist, dabei aber auch sehr viel mehr Luft bewegt.
Falls ihr standardmäßig die reine PWM-Regelung verwenden möchtet, werden die Lüfter aller Kühler im Test je nach Gehäuse erst unter hoher Last hörbar sein. Hier überzeugten bei Lautstärke und Kühlleistung die Exemplare von Noctua.

Persönliches Fazit

Vorweg können wir behaupten, dass jeder der getesteten Kühler eine ausreichende Kühlleistung bietet, um euren Prozessor nicht den Hitzetod sterben zu lassen. Beim Kauf solltet ihr euch also überlegen, ob ihr Wert auf Komfort legt oder ob ihr Geld sparen möchtet. Denn beides gleichzeitig bieten unsere Testprobanden leider nicht.

Die beste Leistung im Test brachte uns der Noctua NH-U14S mit seinem starken 140mm Lüfter. Ein einfacher Zusammenbau und hohe Qualität bei Verarbeitung und Material bietet euch Noctua neben einer hervorragenden Kühlleistung. Das hochwertige Zubehör rundet das Paket perfekt ab. Wenn ihr einen sehr guten Kühler sucht, keine Abstriche machen möchtet und auch der hohe Preis weniger wichtig ist, könnt ihr bedenkenlos zum Noctua NH-U14S greifen. Zu aktuell 69,90 Euro könnt ihr ihn unter anderem bei Amazon erwerben. Schade ist, dass Noctua aber nicht gleich einen zweiten Lüfter für eine noch bessere Perfomance beilegt. Beim günstigeren NH-C14 und vielen weiteren Kühlern aus eigenem Hause liegen beispielsweise zwei Lüfter bei.

Positiv

–          Einfacher und schneller Einbau

–          Beste Kühlleistung im Test

–          Angenehm leise bei 5V und 7V

–          Zubehör

Negativ

–          Preis

–          Deutlich hörbar unter 12V

Leistungs Sieger Award

für den Noctua NH-U14S

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Der kleinere Bruder, der Noctua NH-U12S, konnte in unserem Vergleich leider nicht ganz überzeugen. Er bietet zwar das gleiche Paket in Sachen Lieferumfang und Anwenderfreundlichkeit wie der Große, bei der Kühlleistung müsst ihr hier jedoch Abstriche machen. Ohne Übertaktung oder bei weniger starken Prozessoren könntet ihr jedoch auch mit ihm zufrieden sein, wenn ihr bereit seid, den Preis von aktuell etwa 59,90€ zu zahlen.

Positiv

–          Einfacher und schneller Einbau

–          Leisester Kühler im Test

–          Kleine Bauweise

–          Zubehör

Negativ

–          Preis

–          Schlechteste Kühlleistung im Test

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Der Prolimatech Basic 81 bietet eine gute Performance bei einem Preis von derzeit 37,90 Euro bei Caseking. Beim Komfort und auch bei der Qualität müsst ihr hier jedoch Abstriche machen, dafür aber nicht bei der Kühlleistung. Denn hier hat Prolimatech gezeigt, dass sie auch günstige Kühler bauen, die heißen Prozessoren Herr werden können. Doch in der normalen Version kann der Basic 81 dies leider nur auf Intel-Sockeln. Sobald ihr ein AMD-System mit dem Kühler ausstatten möchtet, wird ein passendes Retention-Modul zu einem Preis von etwa 10€ nötig. Dadurch landet der Kühler in einer höheren Preisregion, wo die bessere Konkurrenz ihm das Leben schwer macht.

Positiv

–          Preis für Intel-Sockel

–          Gute Kühlleistung

 Negativ

–          Zusatzkosten für AMD-Sockel

–          Verarbeitung

–          Montage

–          Lüfterschleifen

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In Sachen Preis-Leistung hat uns der Raijintek EreBoss am besten gefallen. Wer genug Platz für den mächtigen Kühler hat und auch nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann hier zuschlagen. Ihr bekommt mit dem EreBoss einen Kühler, der zwar in Sachen Verarbeitung nicht ganz überzeugt und den einen oder anderen Kratzer an euren Fingern hinterlassen kann, aber eurer CPU dennoch angenehme Temperaturen bei einer geringen Lautstärke beschert. In dieser Hinsicht liegt er nur knapp hinter dem Führenden. Für 34,90€ könnt ihr unseren Preis-Leistungssieger derzeit bei Caseking kaufen.

Positiv

–          Gute Kühlleistung

–          Günstigster Kühler im Test

 Negativ

–          Sehr groß

–          Verarbeitung

–          Montage

–          Lüfterrattern (sollte bei neuen Lieferungen behoben sein)

Preis Leistungs Tipp Awardfür den Reijintek EreBoss

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Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Thermalright AXP-200

Klein, kleiner, mITX! Oder vielleicht doch eher HTPC? Egal wie man diese Frage für sich auch beantworten mag, Fakt heutzutage ist, dass die Systeme meist immer kleiner werden und dadurch auch immer weniger Platz im Inneren für alle Komponente bieten. Trotz des Platzmangels aber noch genug Kühlung zu erbringen, das ist Aufgabe der Hersteller von Low Profile-Kühlern. Aus dem Hause Thermalright kommt mit dem neuen AXP-200 genau eine solche Lösung für Klein- und Kleinstsysteme.

Wie sich der Nachkömmling des renommierten AXP-100 auf der CPU so schlägt und ob er dabei nicht doch selbst ins Schwitzen gerät, verrät unser Test.

Datentabelle:

Maße ohne Lüfter:Maße mit Lüfter:150 x 140 x 60mm (LxBxH)150 x 140 x 73mm (LxBxH)
Lüfter:1x 140mm (optional auch 150mm)
Gewicht ohne Lüfter:475 Gramm (mit Lüfter: 565 Gramm)
Luftdurchsatz109,6 m³/h
Lautstärke30,6 dbA
MaterialVernickeltes Kupfer / Aluminium
Stromanschluss:4 PIN-PWM
Sockel:Intel-Sockel 775, 1155, 1156, 1366, 2011, 1150
AMD-Sockel AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1
Lieferumfang:140mm Lüfter; Kühlkörper; Befestigungszubehör;
Wärmeleitpaste; Befestigungsanleitung;

Verpackung/Lieferumfang:

Der Thermalright AXP-200 kommt in einer äußerst schlichten Verpackung daher. Ein kleines aber feines braunes Karton-Würfelchen mit schwarzem Aufdruck, welcher über den Inhalt informiert. Kurz und knapp mit dem Nötigsten: Name, Bezeichnung und Gebrauchsart auf zwei der vier Seiten sowie das Thermalright Logo mit Schriftzug mittig auf dem Deckel. Ein Produktfoto, etwaige Spezifikationen oder eine Auflistung der Besonderheiten sucht man hier vergebens – muss ja aber auch nicht sein. Von daher kommen wir gleich zum interessanteren Teil – dem Inhalt.

In diesem Sinne also den Deckel des Würfels geöffnet und die passgenaue weiße Box mit dem Befestigungsmaterial bestaunt, welche sich direkt unter dem Deckel wie angegossen in das Kartoninnere einfügt. Das Befestigungsmaterial beinhaltet – nebst den üblichen Verdächtigen wie allerlei Schrauben, Muttern, Fassungen, einer Backplate, Wärmeleitpaste und der Installationsanleitung auch zusätzlich einen optionalen Befestigungsrahmen für 150mm Lüfter, beispielsweise den empfohlenen Thermalright TY-150. Hat man die Box dank praktischer Einbuchtungen, in welche man die Finger stecken kann, herausgehoben, trifft man auf den in Schaumstoff gebetteten hauseigenen 140 mm Thermalright-Lüfter TY-14013 im Slim-Desgin. Auf den ersten Blick versetzt einen der Lüfter schon in Erstaunen, ist er doch gerade vielleicht einmal doppelt so hoch, wie das zugehörige PWM-Anschlusskabel dick ist – alle Achtung!

Unter dem Lüfter verbirgt sich dann in einer eigenen Schaumstoff-Kammer das eigentliche Herzstück, der Thermalright AXP-200 Kühler im bewährten T-förmigen „Down Draft“ Kühlerdesign. Dieses Design sorgt nebst CPU-Kühlung mit dem senkrechten Luftstrom auf das Mainboard auch für eine Kühlung der umliegenden Bauteile, trotz des kompakten Faktors – top!

Verarbeitung:

Der Thermalright AXP-200 Kühler gibt in puncto Verarbeitung eigentlich keinerlei Angriffsfläche für Kritik. Alle der 49 Aluminium-Lamellen weisen durchweg keine scharfen Kanten auf, die 6x6mm vernickelten Kupfer-Heatpipes sind ebenfalls einerseits in die Lamellen und andererseits in die vernickelte Kupfergrundplatte makellos eingefasst und ergeben so ein Bild einer augenschmeichelnden Verarbeitung.

Das T-förmige „Down Draft“ Design des Kühlers wird zum einen durch eine bereits vorinstallierte Klammer an der Oberseite der Grundplatte gestützt, zum anderen befinden sich an beiden Rändern des Kühlers zusätzliche Leisten, welche den Airflow noch weiter unterstützen. So wird die Luft quasi gezwungen, in der Mitte hindurch an den Lamellen vorbeizutreten und sich unten ohne vielerlei Verwirbelungen gleichermaßen zu den Seiten hin auszubreiten – ein äußerst durchdachtes System!

Der äußerst schmale Thermalright Lüfter ist ebenfalls von der Verarbeitung her sehr gelungen und fügt sich perfekt in das Bild des schlanken Kühlers ein. Auch der Lüfter weist keinerlei scharfe Kanten auf, weder am Rahmen noch an den Rotorblättern. Ebenso nach dem einen oder anderen Grat an Herstellungs- und Verarbeitungsrückstand sucht man hier vergeblich – toll!

Installation:

Dank der beiliegenden und leicht verständlichen Anleitung und einem ähnlich gängigen Befestigungssystem, wie man es beispielsweise von Noctua Kühlern gewohnt ist, geht die Installation zunächst recht schnell und einfach von der Hand. Schnell sind die richtigen Bohrungen in der Backplate, welche zusätzlich durch Plastikringe gedämmt wird, für die Schrauben und den jeweiligen Sockel gefunden. Darauf folgen Muttern mit einem Innengewinde, auf welche ein Rahmen angebracht wird, der wiederum die Halterung für den Kühler darstellt.

Ähnlich wie auch schon in vielerlei vorangegangenen Tests von uns, zum Beispiel dem Xigmatek Dark Knight oder dem Alpenföhn Matterhorn PURE, kommt auch beim Thermalright AXP-200 eine weitere Querverstrebung zum Zuge, welche den Kühler auf der CPU hält. Diese sitzt zwar einigermaßen fest auf der Bodenplatte des Kühlers auf, besitzt aber nur zwei äußerst kleine Bohrungen für die beiden Schrauben. Hier stößt man auch schon auf eine Komplikation der Installation. Ohne einen magnetischen Schraubenzieher tut man sich hier etwas schwer, die Schrauben auf Anhieb in die dafür vorgesehenen Gewindebohrungen zu bekommen. Da hilft auch die Aussparungen in den Lamellen leider wenig, welche zwar genau den Weg zu den Bohrungen frei machten, aber einem darüber hinaus auch nicht helfen, die Schrauben ordentlich und auf Anhieb versenken zu können. Weiteres Werkzeug nebst Schraubenzieher, falls nicht magnetisch, ist hier also unabdingbar. Das ist verbesserungsbedürftig!

Die Installation des Lüfters gestaltet sich ebenfalls denkbar einfach, über vier Bohrungen in den Leisten am Rand der Lamellen und vier typische Bohrungen im Rahmen des Lüfters. Ähnlich läuft es auch ab, wenn man den Erweiterungsrahmen für den 150mm Lüfter installieren möchte. Das ganze Spiel erweitert sich dann lediglich um die passgenauen Bohrungen für den 140mm Lüfter im Rahmen und eben die etwas weiter auseianderliegenden Bohrungen im Rahmen für den 150mm Lüfter – schnell und einfach, wie es sein muss!

Weitere Anschlussmöglichkeiten für weitere Lüfter sind beim Thermalright AXP-200 nicht gegeben und braucht es eigentlich auch nicht, wie die folgenden Testergebnisse noch zeigen werden.

Was den RAM angeht, so sind beim Thermalright AXP-200 lediglich RAM-Bänke gänzlich ohne beziehungsweise nur mit einem flachen Kühlkörper zu verwenden. Ansonsten wird man wohl – vermutlich auch unabhängig des Mainboards – auf Kollisionskurs mit dem Kühler gehen. Da es sich hier ja aber um einen eigentlichen HTPC beziehungsweise Mini-System-Kühler handelt, spielt das natürlich eher weniger eine Rolle.

Leistung:

Testsystem:

Prozessor: Intel Core i5-2500K @4,2GHz
RAM: 8GB Kingston Hyper X 1600Mhz DDR3 Ram
Mainboard: Asus Sabertooth Z77
Gehäuse: Xilence Interceptor
Netzteil: Xilence XQ Series 1000W R4

Thermalright Graph_1Thermalright Graph_2

Nach dem etwas fummeligen Anziehen der beiden Schrauben der Halterungsplatte an die Unterkonstruktion des Kühlers wird man jedoch bald feststellen, dass sich die kleine Mühe für den noch kleineren Kühler durchaus gelohnt hat. Wie auch schon in unserem anderen HTPC-Kühler Test haben wir natürlich auch den Thermalright AXP-200 erschwerte Bedingungen mit unserem übertakteten Testsystem aufgebrummt. Im PWM-Betrieb schaufelt er die Luft nahezu lautlos über die Lamellen und bringt dabei eine sehr gute Kühlleistung mit sich. Auch bei manueller Ansteuerung per 5V, 7V beziehungsweise 12V steht der Thermalright AXP-200 in Sachen Kühlung den größeren Geräten wenig nach (5V Idle/Last: 32,0°C / 63,5°C; 7V Idle/Last: 31 °C/60,5°C). Manch anderes Gerät machte da im unteren Volt-Bereich eine wesentlich schlechtere Figur, vor allem wenn man bedenkt, dass dieser Kühler im eigentlichen Sinne für HTPC oder Mini-Systeme ausgelegt ist. Die Geräuschentwicklung kann sich auch bei 7V sowie 12V noch gut hören lassen und sollte selbst für empfindliche Ohren keinen Störfaktor darstellen.

Persönliches Fazit:

Der Thermalright AXP-200 sieht mit seiner kompakten Bauform nicht nur gut aus, sondern verrichtet seine Arbeit auch sehr überzeugend bei durchweg angenehm leisem Betrieb. Bei einem Preis von um die 50 Euro bekommt man ein ordentliches Kraftpaket, welches sich problemlos selbst an bullige Mainboards passgenau schmiegt und so manch andere Kühler ohne Probleme in den Schatten stellt, selbst aus dem Nicht-HTPC-Bereich.

Dank der automatischen PWM-Steuerung ist er dabei auch denkbar leise und es Bedarf keiner manuellen Ansteuerung zu Gunsten höherer Volt und höherer Kühlleistung.

Alles in allem ein mehr als nur empfehlenswerter und überzeugender Kühler, nicht nur für den HTPC und Mini-PC-Sektor – beeindruckend!

Positiv:

–        durchweg angenehm leiser Betrieb
–        sehr kompakte und durchdachte Bauform
–        außerordentlich gute Kühlleistung

Negativ:

–        etwas umständliche Installation ohne Magnet-Schraubenzieher

Für die erbrachte Leistung verdient er sich allemal unseren Hardbloxx Leistungstipp-Award.

Leistungs Tipp Award

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den besten Preis für den Thermalright AXP-200 findet ihr wie gewohnt hier oder ihr bestellt ihn euch direkt bei amazon.de.

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Euer Hardbloxx-Team
Test / Testbericht erstellt von MisterGentleman