Kategorie: 1.5.1.2 Wasser

Raijintek Triton CORE im Test

Nach vielerlei CPU-Kühlern aus der Fraktion der Luftkühlung befassen wir uns im folgenden Artikel mal wieder mit den Vertretern des kühlen beziehungsweise kühlenden Nasses – den Wasserkühlungen. Schließlich ist die Antec H2O 1250 inzwischen auch schon etwas her. Nun befassen wir uns aber genauer gesagt mit der Raijintek Triton in der CORE Fassung. Diese Version wird ohne Lüfter ausgeliefert und man hat so die freie Wahl und kann die Luftschaufler ganz nach dem persönlichen Gusto aussuchen. Unsere Wahl fiel dabei auf die BitFenix Spectre PRO LED (120mm).Das Besondere an der Raijintek Triton: Sie wird nicht nur ab Werk mit einem durchsichtigen Gehäuse der Pumpe und durchsichtigen Schläuchen geliefert. Der Lieferumfang enthält darüber hinaus auch noch Färbemittel für die Kühlflüssigkeit in den Farben Rot, Grün und Blau.

Wie sich die Raijintek Triton CORE in der Praxis schlägt und ob sie auch in Sachen Leistung punkten kann und mit der Beleuchtung und den Färbemitteln nicht nur den farbenfrohen Pfau mimt, um über etwaige Schwächen hinwegzutäuschen, verrät im Folgenden unser Test.

Weiterlesen

Test/Testbericht: Antec H2O 1250

Ein Problem, mit dem sich jeder Gamer und Hardware-Enthusiast auseinandersetzen muss, ist die Kühlung seiner verbauten Komponenten. Dabei ist die Auswahl erdrückend groß. Denn egal ob Luftkühlungen, AiO-Wasserkühlungen oder Custoum-Wasserkühlungen – in jeder Sparte gibt es eine Vielzahl an Herstellern mit einer Menge an Produkten. Zuletzt hatten wir die Kompaktwasserkühlung Nepton 240M von Cooler Master im Test. Nun dürfen wir auch Antecs Wasserkühlung H2O 1250 testen. Mit den innovativen Veränderungen möchte Antec dieses Gesamtpaket noch leistungsfähiger und leiser machen als vergleichbare Produkte. Ob ihnen das gelungen ist oder nicht, wollen wir nun in unserem ausführlichen Test ermitteln.

Technische Daten

Model-NameKÜHLER H2O 1250
CPU-Sockel UnterstützungIntel LGA 2011 / 1366 / 1150 /1155 / 1156 / 775
AMD Sockel FM2 / FM1 / AM3+ / AM3 / AM2
Abmessungen Pumpe + Lüfter120 x 120  x 50 mm
Radiator Abmessungen280 x 120 x 27 mm
Radiator MaterialAluminum
Lüfter Geschwindigkeit600~2400 RPM
Anschluss4-Pin und USB
Lüfter Spannung12 VDC
Pumpe Spannung12 VDC
Schlauchlänge300 mm
Gewicht1,3 kg

Verpackung & Lieferumfang

Der schwarz-blaue Karton verdeutlicht gut, wozu der Inhalt der Verpackung dienen soll. Auch das aufgedruckte Bild auf der Vorderseite verbreitet ein eisiges Gefühl. Auf der schmalen Seite der Verpackung finden sich alle wichtigen Kenngrößen der Wasserkühlung. Vom Gewicht über die Größe bis hin zur Geschwindigkeit der Lüfter erhält man alle Informationen, die einen als potentiellen Käufer interessieren. Auf der Rückseite bewirbt Antec die einzelnen Features der Pumpe und bietet dem Kunden ein jeweils passendes Bild dazu. Um einen breiten Kundenstamm abzudecken wurden die Beschreibungen in acht verschiedenen Sprachen verfasst.
Widmen wir uns nun dem Inneren des Kartons. Neben der Wasserkühlung selbst finden wir eine CD, eine Bedienungsanleitung, sowie das entsprechende Montagematerial für die verschiedenen Intel- und AMD-Sockel. Die Bedienungsanleitung wurde ebenfalls in acht verschiedenen Sprachen verfasst, darunter auch Deutsch. Die Bedienungsanleitung erklärt leicht verständlich die Installation der Wasserkühlung. Die detaillierten Abbildungen machen unerfahrenen Bastlern die Arbeit noch ein wenig leichter. Mit dieser Hilfe kann jeder, der eine Schraube in die Wand bekommt, die Antec H2O 1250 installieren. Insgesamt fällt der Lieferumfang also sehr marginal aus.

Antec H2O 1250 (2)
Antec H2O 1250 (1)

Verarbeitung & Design

Bei der H20 1250 geht Antec ganz neue Wege was die Gestaltung einer All-in-One-Wasserkühlung angeht. Bisher wich kaum ein Hersteller davon ab, eine Pumpe direkt auf dem Wärmeübertrager anzubringen, welcher dann auf die CPU geschnallt wird. Doch Antec setzt nun darauf, die Pumpen an den 240mm Aluminium-Radiatior auszulagern und gleich zwei davon einzusetzen. Dadurch soll die Kühlleistung steigen und gleichzeitig die Lautstärke sinken. Durch die Entkopplung wird weniger Resonanz auf dem Mainboard erzeugt, was die Pumpengeräusche auf ein Minimum beschränken soll. Die Pumpen sitzen also nun vor den 120 mm Lüftern, welche auf dem Radiator angebracht sind. Durch die verbaute Halterung, welche sowohl Pumpen als auch Lüfter fixiert, lassen sich die darunterliegenden Lüfter im Prinzip nicht tauschen. Denn wenn man eigene Lüfter anbringen würde, müsste man die Pumpen an einem anderen Ort unterbringen. Dieses Vorhaben wäre wahrscheinlich nur schwer bis gar nicht umzusetzen. Daraus ergibt sich das Problem, dass man die AIO-Kühlung im Falle eines Lüfterdefektes beim Hersteller einschicken müsste, anstatt einfach selbst einen anderen Lüfter zu installieren. Doch die neue Technik hat noch eine weitere Schattenseite. Sowohl Lüfter als auch Pumpen werden gemeinsam von einem 4-Pin Anschluss mit Strom versorgt. An sich stellt dies erst einmal kein Problem dar, doch wenn man die Lüfter in der Drehzahl über die Spannung regulieren möchte, bleiben schon bei weniger als 800 RPM die Pumpen stehen. Dies sollte aber in jedem Fall vermeiden werden, da sonst der Prozessor schnell überhitzt. Eine Regelung über eine analoge Lüftersteuerung ist also nur bedingt zu empfehlen.

Antec H2O 1250 (4)
Antec H2O 1250 (14)

Durch die ausgelagerten Pumpen ist die kreisrunde Einheit, welche auf die CPU geschraubt wird, deutlich schlanker geworden. Auf dem weißen Kunststoffkreis der CPU-Einheit hat Antec sein Logo aufgedruckt. Wenn die Wasserkühlung fertig installiert ist, leuchtet dieser Kreis in verschiedenen wählbaren Farben und ist somit ein echter Blickfang. Zwischen der Kühleinheit und dem Radiator befinden sich ca. 30 cm Schlauch. In so manchem Gehäuse könnte das die Wahl der Radiatorposition durchaus einschränken, doch für die Installation an der Oberseite des Gehäuse reicht die Schlauchlänge allemal aus.
Das stabile Kunststoffgehäuse und die großflächige Kupferplatte der Kühleinheit hinterlassen einen wertigen Eindruck. Die Schläuche wurden fest mit den drehbaren 90°-Winkeln verbunden. In den Übergangsbereichen hat Antec extra Schrumpfschläuche angebracht, um sicherzustellen, dass die Verbindungen auch dicht bleiben. In der selben Art und Weise ist auch die Schlauchverbindung zum Radiator gearbeitet. Die Aluminiumfinnen des Radiators sind ausreichend stabil und scharfe Kanten oder Grate konnten wir keine entdecken. Auch die Lüfter sowie Pumpeneinheiten sind sehr stabil gefertigt und weisen keine Verarbeitungsrückstände auf. In Sachen Verarbeitungsqualität hat Antec bei der H2O 1250 wirklich gute Arbeit geleistet.

Antec H2O 1250 (5)
Antec H2O 1250 (10)

Installation

Für die Installation des der CPU-Einheit setzt Antec auf einen universellen Befestigungsring, welcher sowohl für AMD-Sockel als auch für Intel-Sockel geeignet ist. Man schiebt die vier Stellglieder an die gewünschte Position und fixiert sie anschließend mit den Sicherungsclips. So kann man sichergehen, dass beim späteren Verschrauben nichts mehr verrutscht. Auch die beigelegte Backplate ist sowohl für AMD- als auch für Intel-Sockel verwendbar. Die Platte wurde auf beiden Seiten beschriftet, sodass man schnell erkennen kann, wie herum man sie für das jeweilige System anbringen muss. Dafür werden zunächst die vier kleinen Metallbuchsen eingesetzt. Hierbei muss beim Intel-Sockel auf die korrekte Position der Buchsen geachtet werden. Auf der Backplate werden zwei schmale Klebestreifen angebracht, um die Platte am Board zu fixieren. Diese Lösung bereitete uns bei der späteren Montage jedoch einige Probleme. Denn ohne weiteres ließ sich die Platte nicht mehr entfernen. Selbst mit großem Kraftaufwand war die Backplate nicht vom Mainboard zu entfernen. Also mussten wir mit einem Fön die Klebestreifen erst ordentlich aufheizen, bis sie sich endlich lösten. Nach der Deinstallation blieben aber reichlich Kleberückstände auf dem Mainboard zurück.
Für die weitere Installation wird der Befestigungsring durch Aufsetzen und Verdrehen mit der Kühleinheit kombiniert. Das Konstrukt wird nun auf die CPU gesetzt und mit den entsprechenden Schrauben gegen die Backplate verschraubt. Mancher fragt sich an dieser Stelle vielleicht, ob wir nicht etwas vergessen hätten. Doch nein, wir haben nichts vergessen. Die Wärmeleitpaste muss bei der ersten Installation nicht extra aufgebracht werden. Antec hat die Kühlereinheit bereits ab Werk mit einer Wärmeleitpaste versehen. Abschließend wird natürlich noch der Radiator im Gehäuse verschraubt. Insgesamt konnten wir bei der Installation der Antec 1250 keine Probleme feststellen. Die Arbeit ging schnell und einfach von der Hand. Die größte Herausforderung war die Unterbringung der vielen Kabel. Allein aus der Kühleinheit führen vier Kabel heraus, von denen sich zwei noch einmal splitten. Hier hätten wir uns eine elegantere Lösung gewünscht. Denn gerade in Hinblick auf die offen liegenden Lüfter ist es wichtig, die Kabel ordentlich und sicher zu verstauen.

Software

Auf der mitgelieferten CD befindet sich neben der Bedienungsanleitung Antecs Software zur Steuerung und Konfiguration der Wasserkühlung. Die Software hört auf den Namen „Antec Grid“ und bietet eine sehr überschaubare Startoberfläche. Auf einen Blick kann der Nutzer sich schnell über den Status der Kühlung informieren. Im linken Bereich der Oberfläche wird die Drehzahl der Lüfter dargestellt und im rechten Bereich kann man die Temperatur ablesen. Hierbei ist zu beachten, dass es sich bei der angezeigten Temperatur um die Wassertemperatur des Systems handelt und nicht um die CPU-Temperatur! In der oberen Leiste findet man Buttons, welche die Drehzahl der Lüfter regulieren. Im Leise-Modus drosselt die Software die Lüfter auf etwa 900 RPM herunter. Im Extrem-Modus laufen die Lüfter mit der maximalen Drehzahl von 2211 Umdrehungen. Wählt man den manuellen Modus, so verändert sich die Oberfläche und man erhält einen Schieberegler, mit dem man die Drehzahl in 200er- bzw 300er-Schritten anpassen kann.

extrem Antec H2O 1250
manuell Antec H2O 1250

Mit der Schaltfläche „Diagramm“ lässt sich ein Fenster öffnen, welches entweder die Wassertemperatur oder die Lüfterdrehzahl aufzeichnet und grafisch darstellt.
Mit einem Klick auf dem Button „LED“ erhält man die Möglichkeit, die LED-Beleuchtung der Kühleinheit anzupassen. Standardmäßig ist die Option „Flüssigkeit-Temperaturgesteuert“ aktiviert. Man definiert einfach Werte für eine niedrige und eine hohe Temperatur und schon kann man mit einem Blick ins Gehäuse feststellen, ob das Wasser der Kühlung eher warm oder kühl ist. Mit der Option „Benutzerdefiniert“ kann jedoch auch eine beliebige Farbe fest eingestellt werden.

diagramme Antec H2O 1250
led Antec H2O 1250

Mit der letzten Schaltfläche „Einstellungen“ kann die Farbe der Softwareoberfläche angepasst und die Sprache ausgewählt werden. Desweiteren kann man festlegen, ob die Software beim Systemstart minimiert ausgeführt werden soll.
Abschließend kann man sagen, dass die Software sehr einfach gehalten ist, aber dennoch alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten bietet. Im gesamten Testverlauf hatten wir keine Probleme mit der Software. Das möchten wir Antec an dieser Stelle auch zugute halten, denn so mancher Hersteller bringt einen mit seiner Software an den Rande des Wahnsinns.

Leistung

Was nützt einem die schönste und am besten verarbeitete Wasserkühlung, wenn sie nicht ordentlich das tut was sie soll – nämlich Kühlen. Um zu überprüfen, wie leistungsfähig die Wasserkühlungen sind, lasten wir die CPU mit dem allseits bekannten Tool Prime95 aus. Nach 15 Minuten unter dem „in-place-large-FFTs“ Test entfalten die Prozessoren ihre maximale Wärmeentwicklung. Zu diesem Zeitpunkt ermitteln wir aus allen Kerntemperaturen den Mittelwert und messen gleichzeitig die Lautstärke des Gesamtsystems.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i5 4670k @ 4,5GHz
  • CPU-Kühler: Antec H2O 1250
  • RAM: 16GB Kingston HyperX Black 1600 MHz
  • Mainboard: Asus Z97 Gryphon
  • Systemspeicher: Kinston SSDNow V300 240GB
  • Netzteil: Seasonic SSR-750RM 750Watt
  • Gehäuse: Cooler Master HAF Stacker 935

Mit Hilfe dieses Tests erhielten wir für die Antec H2O 1250 folgende Werte.

CPU Temps Last Antec H2O 1250
CPU Temps Idle Antec H2O 1250
CPU Temps Mittelwerte Antec H2O 1250
Lautstärke 40cm Abstand Antec H2O 1250

Schon während des Tests hatten wir das subjektiv das Gefühl, dass die Antec H2O 1250 in allen Drehzahlstufen relativ laut ist. Die Messungen bestätigten diesen Eindruck und bescheinigten der Antec AIO ähnlich schlechte Lautstärkewerte wie die der CoolerMaster Nepton 280L. Alles über 50% Lüftergeschwindigkeit war selbst durch ein dickes Gamingheadset wahrnehmbar. Unter maximaler Drehzahl hätte man nicht differenzieren können, ob in dem Gehäuse eine Wasserkühlung oder ein Fön verbaut wurde. Angenehm überrascht waren wir von den Pumpen; diese arbeiteten angenehm leise und weisen kein nerviges Fiepen auf.

Nachdem die Antec H2O sich nicht unbedingt als Leisetreter herausstellte, hofften wir zumindest auf gute  Temperaturen. Doch auch hier lag die Kompaktwasserkühlung hinter den bisher gestesten Modellen. Am größten war der Unterschied bei 50% Lüftergeschwindigkeit. Hier wurde die CPU unter Last ganze 8,75°C wärmer als bei der zuletzt getesteten CoolerMaster Nepton240M. Als beste Option erwies sich die vollautomatische Reglung über PWM. Wenn man die ganze Wasserkühlung PWM geregelt arbeiten lässt, stellt sich unter Last eine Temperatur von 63,5° Celsius ein. Die wurden mit vergleichsweise leisen 44 dB(A) erreicht.

Nun stellt sich die Frage, warum die Antec H20 1250 trotz gewisser Lautstärke so verhältnismäßig schlecht kühlt. Wenn man einen genaueren Blick auf die Lüfter wirft und sich vor Augen führt, dass für Radiatore Lüfter mit hohem statischen Druck benötigt werden, wird einem so einiges klar. Die Lüfter ragen zu zwei Dritteln aus dem Lüftergehäuse heraus. Wenn die Lüfter sich drehen und Druck aufbauen, entweicht dieser nicht wie eigentlich gewollt durch den Radiator hindurch, sondern zur Seite hin. Damit wird ein erheblicher Anteil des Luftstromes einfach zur Seite weggeblasen, anstatt dass er das Wasser kühlt. Die Lautstärke ist vermutlich dem Design der Lüfter geschuldet. Doch aufgrund der schon erwähnten kombinierten Aufnahme von Pumpe und Lüfter lassen sich auch nicht einfach leisere Lüfter einsetzen.

Fazit

Antec hat mit der H2O 1250 den Schritt zu einem komplett neuen Design von All-In-One-Wasserkühlungen gewagt. Die Überlegungen und Möglichkeiten sollten der Kompaktwasserkühlung viele Verbesserungen bescheren. Die beiden verbauten Pumpen bieten dem System enorm viel Leistung und dank des Abstands zum Prozessor sollten noch niedrigere Temperaturen möglich sein. Leider bilden die Lüfter der Kühlung das größte und weitreichendste Problem. Zum einen sind die Lüfter im Vergleich zu anderen Kompaktwasserkühlungen recht laut und zum anderen schaffen sie es nicht, das durch den Radiator fließende Wasser ausreichend zu kühlen. Da das Gehäuse der Lüfter viel zu klein dimensioniert wurde, gelangt ein Großteil des Luftstromes nicht durch den Radiator, sondern wird zur Seite weggedrückt. Insgesamt sinkt damit der statische Druck der Lüfter und die Kühlleistung des Gesamtsystems fällt ab. Doch das alles wäre kein Problem, wenn man die Lüfter einfach austauschen könnte. Da sich Pumpe und Lüfter sowohl die Befestigung als auch die Stromversorgung teilen, macht Antec einen Umbau nahezu unmöglich. Diese Verkettung von unglücklichen Umständen trübt das Gesamtbild der H2O 1250. In Sachen Verarbeitungsqualität und Software hat Antec wirklich gute Arbeit geleistet. Hier könnte sich so mancher Hersteller noch etwas abschauen. Beim derzeitigen Amazon-Preis von 88,36 € lohnt es sich für Interessenten einer Kompaktwasserkühlung dieser Größe, sich die teurere Corsair H100i oder die nur minimal teurere CoolerMaster Nepton 240M anzuschauen. Wir hoffen, dass Antec dieses Konzept ein weiteres Mal aufgreift und im nächsten Versuch das Potential voll ausschöpft.

 

Antec H2O 1250

88,36€
Antec H2O 1250

Positiv

  • - Einfache Installation
  • - Übersichtliche und funktionelle Software
  • - Gute Verarbeitungsqualität

Negativ

  • - Nicht austauschbare Lüfter
  • - Kombinierte Stromversorgung von Lüfter und Pumpe
  • - Schon ab 50% der Lüfterdrehzahl deutlich hörbar
  • - Kühlleistung bei 50% Lüftergeschwindigkeit

Hier Preise vergleichen!

Euer Hardbloxx-Team

Test / Testbericht: Cooler Master Nepton 240M

Schmaler, kleiner, kompakter, aber dennoch leistungsstark. Darum dreht sich nahezu alles in der heutigen Technikwelt. Da müssen auch die Kompakt-Wasserkühlungen von heute noch kompakter werden und „abspecken“, damit sie dieser Forderung der heutigen Zeit gerecht werden. So wird aus der Cooler Master Nepton 280L (wir testeten) kurzerhand die Cooler Master Nepton 240M Kompakt-Wasserkühlung – aus Large, mach Medium! So haben auch die Besitzer von Mini-Systemen eine mehr als faire Chance einfach und schnell an eine Wasserkühlung oberhalb der 120er- oder 140er-Klasse zu kommen. Natürlich hat sie aber nicht nur an Größe abgenommen, sondern man verspricht sich auch durch das kleine Facelift mit der einen oder anderen Änderung mehr Leistung hinsichtlich der Kühlung und mehr Komfort hinsichtlich der Installation und der Lautstärke des Gesamtpakets von Pumpe und Lüftern. Cooler Master setzt hierbei vor allem auf eine kräftigere Pumpe, die neuen hauseigenen Silencio Lüfter, einen mitgelieferten Entkopplungsrahmen und mehr, zu dem wir später noch kommen. 

Testsystem

CPUIntel Core i5 4670K @ 4,3 GHz
MainboardASUS Z87M-PLUS
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (Intel HD Graphics 4600)
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSDKingston HyperX 3K 120GB
NetzteilSeasonic G-750/ 750 Watt Gold zertifiziert
GehäusePhobya Benchtable
KühlerCooler Master Nepton 240M
BetriebssystemWindows 7 Professional 64bit

Technische Daten

Model-NameRL-N24M-24PK-R1
CPU-Sockel UnterstützungIntel LGA 2011 / 1366 / 1150 /1155 / 1156 / 775
AMD Sockel FM2 / FM1 / AM3+ / AM3 / AM2
Abmessungen Kühler-Pumpen-Einheit75 x 69.7 x 49.1 mm
Radiator Abmessungen274 x 119 x 38 mm
Radiator MaterialAluminum
Lüfter Abmessungen120x120x25mm
Lüfter Geschwindigkeit800~2000RPM (PWM) ± 10%
Lüfter Luftdurchsatz16,5~765CFM ± 10%
Lüfter Lutfdruck0.48~4,8mm H2O ± 10%
Lüfter Lebenserwartung160.000h
Lüfter Laustärke (dB-A)6,5~27 dB(A)
LagertypLoop Dynamic Bearing (LDB)
Anschluss4-Pin
Lüfter Spannung12 VDC
Pumpe Lebenserwartung70,000h
Pumpe Lautstärke<15 dB(A)
Pumpe Spannung12 VDC
Pumpe Leistungsaufnahme4.8W

Ob sich der Facelift gelohnt hat oder ob die Schönheits-OP nur Pfusch war, wird sich in unserem Test herausstellen.

Lieferumfang

Die Cooler Master Nepton 240M Kompakt-Wasserkühlung kommt in einer recht breiten und dicken Verpackung daher, die sich beim Handanlegen auf den ersten Eindruck hin als sehr robust erweist. Der Karton hält sich fast komplett in Schwarz. Einzige Ausnahme bilden die Oberseite und ein Seitenteil in dunklem Pink. Diese beiden Flächen werden auch sonst nur von dem Firmen- und Produktnamen, den kompatiblen Sockeln und den Spezifikationen in silberner Schrift geziert. Anders hingegen die Frontseite des Kartons. Hier prangt direkt ein großes Produktfoto zusammen mit Logos über die Haupt-Features, die da wären 5 Jahre Garantie, wartungsfreier Betrieb, robuste FEP-Schläuche und die ultrafeinen Mikrokanäle, welche die Oberfläche im Sinne der Kühlung auf das Doppelte anwachsen lassen. Darüber hinaus werden in ebenfalls silberner Schrift, nebst einmal mehr Firmen- und Produktname, auch weitere Features erwähnt. Hauptaugenmerk mag dabei auf den neuen hauseigenen Cooler Master Silencio Lüftern liegen, auf welche wir später noch genauer eingehen werden. Auf der Rückseite findet man noch die technischen Zeichnungen mit den Abmessungen des Radiators und der Kühler-Pumpen-Einheit und eine etwas hochgegriffene Performance-Test-Grafik, die wir ebenfalls später etwas genauer beleuchten werden. Auf der Unterseite der Verpackung finden sich weitere Angaben zu den einzelnen Firmensitzen auf den verschiedenen Kontinenten und was man so alles mit dem Karton und der Verpackung anstellen kann, zum Beispiel recyclen – wow! In diesem Sinne genug von der Hülle, widmen wir uns dem Kern!

Die Lasche an der Seite herausgezogen öffnet man den Karton der Cooler Master Nepton 240M nicht wie die meisten anderen Kartons dieser Größe  in Schatztruhen-Manier und klappt den Deckel nach oben weg, sondern man öffnet den Karton der Länge nach seitlich. Direkt darunter verbirgt sich erst einmal eine dünne Schaumstoffmatte, die das Transportgut vor Stößen von oben schützt – vorbildlich! Unter dieser Schutzmatte befindet sich, fein säuberlich in einzelnen Tüten verpackt und sicher in passgenau geformten Presskarton gesteckt, der restliche Inhalt. Dieser wäre das Kompakt-Wasserkühlungs-System mit CPU-Kühler, Pumpe, Leitungen und Radiator (Aluminium), zwei der neuen 120mm Cooler Master Silencio Lüfter mit 240er Entkopplung (Gummi), ein PWM Y-Adapterkabel, Montagematerial für Intel-Sockel ( 775, 1156, 1156, 1150, 2011) und AMD-Sockel (AM3(+), AM2, FM1, FM2), eine bebilderte Installationsanleitung, der Garantieschein und eine kleine Tube der hauseigenen Cooler-Master-Wärmeleitpaste.

Insgesamt ist der Lieferumfang in Ordnung. Besonders das beliegende Y-Kabel gefällt uns, da nicht alle aktuellen Boards – vor allem die kleineren Vertreter wie µATX oder mITX – immer genügend Anschlüsse bereithalten. Andere Hersteller legen manchmal noch einen Schraubendreher bei. Darauf muss man hier zwar verzichten, das ist aber nicht weiter schlimm, da der Gebrauch von Werkzeug dank thumbscrew-ähnlichen Teilen fast schon entfällt.

Cooler Master Nepton 240M_3

Verarbeitung

Wie die sorgfältige Verpackung mit extra Tüten für jedes Bauteil und, im Falle der Kühler-Pumpen-Einheit und des Radiators, der Antikondensationsbeutel vermuten lassen, wird hier durchweg gründlich gearbeitet und auf jedes Detail geachtet. Dies bestätigt sich dann auch bei der genaueren Untersuchung der Verarbeitung der Cooler Master Nepton 240M Kompakt-Wasserkühlung und des beiliegenden Montagematerials..

Scharfe Kanten, Grate, Kratzer im Lack oder gar gänzlich unlackierte Flächen lassen sich weder am Radiator noch der Kühlplatte oder dem Montagematerial finden – perfekt! Auch sämtliche Anschlüsse der Schläuche sind fest an ihrem Platz. Da wackelt nichts, was nicht soll, obgleich man die herausragenden Verbindungsstücke für die Schläuche am Radiator und der Pumpeneinheit selbst für bestmögliches Installationsverhalten um 180° seitlich drehen kann. Dies geht komplett ohne wackelige Stellen – ausgezeichnet! Auch die robusten Schläuche aus dem sogenanntem Flour-Ethylen-Propylen-Kunststoff (kurz: FEP) sind einerseits stabil, andererseits aber auch so flexibel, dass die Installation ohne Kraftaufwand vonstattengehen kann und man nicht befürchten muss, dass bei vermeintlich auftretender Spannung irgendwo etwas bricht oder ein Anschluss abrutscht – toll!

In der CPU-Kühler-Einheit selbst, auch wenn wir das natürlich nun nicht so genau beleuchten können, wurde ebenfalls eine leistungssteigernde Technologie untergebracht: Mikrokanäle. Gegenüber sonstigen Kühlern, auch wenn hier bereits mit 100% Kupfer mit hervorragender Wärmeleitfähigkeit gearbeitet wird, sorgen diese Mikrokanäle für eine Verdopplung der Oberfläche  (beispielsweise gegenüber älteren Cooler Master Modellen)sowie für eine Vervielfachung der Oberfläche (gegenüber so manchem Konkurrenz-Produkt) und so für weitaus mehr Platz zum Wärmetausch. Darüber hinaus besitzt die Cooler Master Nepton 240M im Vergleich zum Vorgänger Nepton 280L auch über eine stärkere Pumpe, die ebenfalls im Kühlblock sitzt. Statt einer Leistungsaufnahme von 2,8W im Falle der Nepton 280L zapft sich die Pumpe der Nepton 240M 4,8W ab.

Der Clou des Kühlblocks: Wie auch schon beim Vorgänger sind hier weiße LEDs verbaut. Diese lassen den Schriftzug „Cooler Master“ und den Rahmen, sprich das Cooler Master Logo, bei Betrieb in durchgehendem, hellen, weißen Licht erstrahlen – anschaulich!

Cooler Master Nepton 240M_13
Cooler Master Nepton 240M_10

Der dritte große Abschnitt einer Kompakt-Wasserkühlung ist der Radiator. Im Falle der Cooler Master Nepton 240M handelt es sich, wie der Name schon sagt, um ein 240er Modell. Das heißt, dass das hier im Normalgebrauch mit dem Lieferumfang zwei 120mm Lüftern zum Einsatz kommen. Diese können aber noch um zwei weitere Lüfter auf der anderen Seite des Radiators erweitert werden. Im Vergleich zur Nepton 280L kommen jedoch bei der Nepton 240M nicht die JetFlo-Lüfter zum Einsatz, die bei unserem vorangegangenen Test für Unmut sorgten. Stattdessen schickt Cooler Master mit der neuen Silencio-Reihe neue Lüfter ins Rennen. Die haben im Gegensatz zu den JetFlo-Lüftern wieder einen quadratischen Rahmen, mit 160.000h eine viermal so hohe Lebenserwartung wie die JetFlo-Lüfter und als wohl wichtigster Punkt ein Loop Dynamic Bearing (kurz: LDB). Das heißt, dass sie selbstschmierend flüssig-gelagert sind und so die Geräuschemission seitens des Lagers deutlich verringert wird. Damit schrumpft die Lautstärken-Angabe bereits von maximal 39 dB(A) auf nur noch 27 dB(A).

Der Clou des Radiators: Was bei der Nepton 280L noch beanstandet wurde, wurde bei der Nepton 240M prompt umgesetzt. So liegt der Cooler Master Nepton 240M Kompakt-Wasserkühlung ein 240er Entkopplungsrahmen aus Gummi bei, der sich wie ein Rahmen um die Lüfter legt und so die Übertragung der Schwingungen auf den Radiator ausmerzen soll – klasse!

Abschließend kann man zur Verarbeitung sagen, dass sie wahrlich rundum gelungen ist und man nicht nur auf den ersten Blick ein sehr hochwertiges und sehr gut verarbeitetes Gesamtprodukt erhält, bei dem man sich nicht nur auf den Einbau und das erste Anlassen freut, sondern auch schon ins Schwärmen darüber geraten kann, wie gut es sich wohl in einem Case mit Seitenfenster machen wird – traumhaft!

Cooler Master Nepton 240M_11
Cooler Master Nepton 240M_15

Installation

Wie bereits schon erwähnt, läuft die Installation fast komplett ohne Werkzeug ab, da fast alle Bauteile einen thumbscrew-artigen Charakter aufweisen. Einzig die Halterungen für den Kühlkörper am Mainboard-Aufbau müssen sowohl am Kühlkörper selbst, wie auch auf der Unterkonstruktion am Mainboard verschraubt werden. Die bebilderte Installationsanleitung lässt dabei eigentlich keine Fragen offen, da sie nicht nur groß genug, leicht verständlich und hochwertig gedruckt ist, sondern viele Teile auch bereits schon vorgefertigt geliefert werden. So muss man beispielsweise die Schrauben, welche für den Halt des Kühlkörpers an der Unterkonstruktion sorgen, nicht mehr mühselig in die Bohrungen einfädeln. Diese sind bereits vorinstalliert. Möchte man den Kühler auf einen anderen Sockel schrauben, zieht man die Schrauben einfach etwas nach oben, entgegen der unteren Feder, und lässt sie bei der passenden Bohrung für den Sockel wieder einrasten – genial!

Doch so viel Lob, wie sich Montageanleitung und Einfachheit der Installation verdient haben – und man auch fast schon voll des Lobes für Cooler Master ist, da sie ihre Hausaufgaben soweit eindeutig gemacht haben – so schnell bekommt man auch wieder einen kleinen Dämpfer. Die mitgelieferte Wärmeleitpaste ist nach wie vor die gleiche Paste und zieht sich zäh wie Kaugummi. Für alle Liebhaber und Anhänger der Verstreich-Methode ein einziger Graus. Hier sollte man sich entweder an eine andere Methode der Auftragung machen oder zu einer anderen Wärmeleitpaste mit anderer Viskosität greifen.

Cooler Master Nepton 240M_17
Cooler Master Nepton 240M_18

Leistung

In Punkto Leistung trumpft die Cooler Master Nepton 240M recht ordentlich auf und es zeigt sich, dass Cooler Master mit dem Facelift der Nepton 280L einen ordentlichen Schritt nach vorn machte. Nicht nur, dass die Nepton M240 mit vielen größeren Kühlsystemen locker mithalten kann, sie macht dies auch noch bei wesentlich geringerer Lärmemission. So zeigt sich einmal mehr, dass ein kürzerer Radiator – insofern er dafür in der Dicke zulegt – durchaus auch seine Vorzüge gegenüber den größeren Brüdern haben kann und in Sachen Leistung ordentlich auf das Gaspedal treten kann. Nicht zuletzt ist dies – vor allem hinsichtlich der verminderten Lärmemission – sicherlich auch ein Verdienst der neuen Cooler-Master-Silencio-Lüfter und der beigelegten Entkopplung.

Durch das veränderte Design der Silencio-Lüfterreihe zurück zum gänzlich quadratischen Rahmen für eine bessere Auflage am Radiator und einem besseren Abschluss zur Seite hin, in Kombination mit dem Entkopplungsrahmen aus Gummi, welcher gleichsam auch noch wie eine Abdichtung für den Luftstrom zur Seite hin dient, kann sich die Kühlleistung allemal sehen lassen.

Wo die Lüfter bei der Netpon 280L noch negativ auffielen, kann man beim Vergleich mit den neuen Lüftern der Nepton 240M schon fast sagen, dass diese schnurren wie ein Kätzchen – zumindest bis circa 70%. Zwar sind sie bei den getesteten 75% im offenen Gehäuse (Bench-Table) direkt neben dem Sitzplatz auch deutlich wahrnehmbar, allerdings nur in einem solchen Ausmaß, dass man wohl bei einem geschlossenen Gehäuse unter dem Tisch davon ausgehen kann, dass dies nicht sonderlich störend sein kann. Lediglich bei vollen 100% der Lüfterdrehzahl sind die Silencio-Lüfter so ganz und gar nicht mehr still, wenn auch im Vergleich noch immer relativ ruhig. Dennoch wird man sie bei vollen 100% auch in einem geschlossenen Gehäuse unter dem Tisch hören. Dies ist jedoch vernachlässigbar, da der PWM-Modus die Lüfter, selbst bei Volllast unter unseren Test-OC-Bedingungen, keinesfalls auf 100% hochgehen. Die eigentlich schon empfohlene Pflicht eines Lüfterwechsels, wie noch beim Vorgänger Nepton 280L, entfällt hier also komplett.

Positiv fällt auch die Pumpe auf, welche zwar weiterhin das relativ hohe und dauerhafte Fiepen von sich gibt, dieses aber von den Silencio-Lüftern selbst schon durch deren leises Frischluft Schaufeln mit einem angenehmeren Geräusch überdeckt wird.

Cooler Master Nepton 240M_Benches_1 Cooler Master Nepton 240M_Benches_2 Cooler Master Nepton 240M_Benches_3

Persönliches Fazit

Die Cooler Master Nepton 240M überzeugte uns in vielerlei Hinsicht und Cooler Master beweist einmal mehr ein Herz für die Käufer und Nutzer ihrer Hardware. Schließlich haben sie in fast allen Punkten, die man vorher noch kritisieren musste, nachgebessert. Darüber hinaus sprechen der hohe Verarbeitungsstandard, das einfache Installationssystem in Verbindung mit einer hervorragenden Anleitung und die stets neu eingebrachten technischen Innovationen für sich. All jene, die sich (noch) nicht an eine Custom-Wasserkühlung wagen wollen, sind mit der Cooler Master Nepton 240M auf jeden Fall sehr gut beraten. Zwar büßt man vielleicht im direkten Vergleich mit dem Vorgänger oder anderen Modellen dieser Größen- bzw. Preisklasse das eine oder andere Grad Celsius an Kühlleistung ein, aber man spart sich dafür eine Menge an Lärmemission. Ein fairer Tausch, vor allem für Silent-Enthusiasten. Wenn man dann noch bedenkt, dass es diesen Spaß für unter 100€ gibt, was derzeit noch recht wenig Auswahl bei Dual Fan Radiatoren lässt, ist das eine feine Sache!

Positiv
+ sehr gute Verarbeitungsqualität
+ leichtgängige Montageanleitung
+ sehr gute Kühlleistung im Vergleich zur Lärmemission
+ sehr leiser Betrieb
Negativ
– bei 100% noch immer laute Lüfter
– schlecht zu verarbeitende Wärmeleitpaste

Für die dargebotene Leistung in Sachen Kühlung bei gleichsam recht ruhigem Betrieb, die sehr gute Verarbeitung kombiniert mit einem äußerst einfachen Installationssystem und dem relativ geringen Preis, verdient sich die Cooler Master Nepton 240M allemal den Hardbloxx Preis/Leistungs-Tipp Award.

PreisLeistungsTIPP Award

Euer Hardbloxx-Team

Hier Preise vergleichen!

Test / Testbericht: Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple

Ganz im Sinne unseres Ausbaus des Wasserkühlungssegments auf unserer Seite testen wir nicht nur Kompakt-Wasserkühlungssets oder Custom Wasserkühlungssets, sondern auch Einzelteile für alle Aufrüster, Umrüster, Bastler und DIY-Fans. Den Anfang macht hierbei eine Komponente, die ihrem Namen alle Ehre macht – der Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple Radiator. Wie auch schon das Set von einem unserer vorangegangenen Tests zum Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC-XT Komplettset, entspringt auch dieses Monster von einem Radiator der ausgewählten NexXxos-Reihe aus dem Hause Alphacool. Was der Koloss mit einem Kampfgewicht von stattlichen 3,367kg in Sachen Kühlleistung auf die Waage wirft, sehen wir uns einmal genauer an.

Abmessungen (L x B x H)585 x 182 x 85 mm
Gewicht (ohne Lüfter)3,367 kg
Anschlüsse7x G1/4 Gewinde
Lüfter3 (nicht im Lieferumfang enthalten)
LüftergewindeM3
Material innenHauptanteil Kupfer
Material außenGehäuse: Stahl – Gewinde: Messing – Kammern: Kupfer
FarbeSchwarz
Druckgetestet1,5 bar
Lieferumfang
  • Radiator
  • 12x M3 30mm Inbusschrauben
  • 12x M3 35mm Inbusschrauben
  • Inbusschraubenschlüssel

Verpackung/Lieferumfang

Die Verpackung fällt ganz typisch für Alphacool aus und weicht kaum von den Standard-Verpackungen ab, wie sie beispielsweise auch schon beim von uns getesteten Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT Komplett-Set zum Zuge kam. Der Aufdruck hält sich überwiegend in äußerst dunklen Farben und ist darüber hinaus recht wenig informativ – schließlich weiß man ja schon vorher, was man sich da für ein ganz spezielles Einzelteil besorgt hat. Der Karton hingegen ist äußerst robust und widerstandsfähig, sodass der Inhalt bestens geschützt ist. Allerdings staunt man dann auch nicht schlecht, wenn man diesen Klopper leibhaftig vor sich hat und in Händen hält – einerseits natürlich über die beachtliche Größe, andererseits über das stattliche Gewicht.

Der Lieferumfang ist ebenso sehr überschaubar. So verbirgt sich in der Verpackung ein fein säuberlich, in Luftpolsterfolie gebetteter Radiator mit den typischen blauen Gummidichtungen in den Anschlussöffnungen sowie je separat verpackte M3 30mm Inbusschrauben (insgesamt 12 Stück, zu je 4 Schrauben pro Tüte/Lüfter), M3 35mm Inbussschrauben (insgesamt 12 Stück, zu je 4 Schrauben per Tüte/Lüfter), ein Inbussschraubenschlüssel passend zu den beiliegenden Inbusschrauben und 5 Verschlussschrauben (Kupfer), um die übrigen Anschlüsse sicher zu verschließen.

Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_9
Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_2

Material und Verarbeitung

In Sachen Material besteht der Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple Radiator, wie eigentlich alle Radiatoren von Alphacool, zum größten Teil aus Kupfer. Dies bringt den Radiatoren von Alphacool – und natürlich auch der Monsta-Serie das Prädikat „Full Copper“ ein. Alle Hauptelemente, nicht nur die Finnen und Kanäle, sondern  auch die Vorkammern sind aus Kupfer. Dies bringt schon allein seitens der verwendeten Materialien ein Leistungsplus, wo andere Radiatoren auf der Strecke bleiben, weil sie nicht auf Kupfer setzen. Ummantelt wird das viele Kupfer im Inneren von einem robusten und stabilen Stahlgehäuse. Die Gewinde bestehen aus Messing und sind mit den üblichen blauen Dichtungsgummis versehen.

In Sachen Verarbeitung weißt der Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple Radiator die von Alphacool übliche hohe Qualität auf. Das Stahlgehäuse weist keinerlei scharfe oder unschöne Ecken bzw. Kanten auf und die dicke Lackschicht ist schön gleichmäßig und makellos aufgetragen. Auch gegenüber Fingerabdrücken zeigt sich der Lack wenig anfällig – top! Natürlich sind die Kammern und Lamellen im Inneren nur im äußeren Bereich lackiert, um der Optik des Ganzen ein edles Schwarz zu geben. Blickt man jedoch aus verschiedenen Winkeln in die Kammern, kann man deutlich das Kupfer erkennen. So wird natürlich die Wärmeabfuhr nicht beeinträchtigt. Die Gewinde sind allesamt ausgezeichnet verarbeitet und entgratet. Sie fassen sowohl die Anschlüsse für Schläuche, wie auch die Verschlusskappen problemlos und halten auch absolut dicht – vorbildlich!

Monsta vs. Non-Monsta

Doch was zeichnet nun eigentlich die Radiatoren der Monsta-Serie aus und was unterscheidet sie von den herkömmlichen Radiatoren? Schließlich gibt es davon ja nicht nur den von uns getesteten und gigantischen 180mm Triple. Die Monsta-Serie zeichnet sich vor allem durch die größeren Abmessungen aus. So weisen Monsta-Radiatoren, im Vergleich zu den üblichen Radiatoren mit einer Stärke von 60mm, eine Stärke von 80mm auf. So hat sich herausgestellt, dass dies einen wesentlich besseren Durchfluss als bei den schmaleren Brüdern zum Ergebnis hat. Darüber hinaus heißt es nicht nur: Je höher die Drehzahl, desto besser die Kühlleistung. Schon bei geringen Drehzahlen zeigt diese Lösung ein besseres Ergebnis auf. Dies geht sogar soweit, dass bei über 1200rpm  die 80mm-Modelle an einem Radiator mit 60mm Stärke mit einem Lüfter herankommen – beeindruckend!

Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_8
Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_5

Leistung

Nun, was soll man bei einem Radiator mit solchen Ausmaßen schon sagen? Schließlich spricht der Koloss für sich. Er hat eine außerordentliche Leistung sowie, für den Normalverbraucher, grenzenlose Kapazitäten unter der Haube. Die CPU-Temperatur stieg trotz unseres erweiterten Overclocking (@4,5GHz) gegenüber unseren üblichen CPU-Luftkühler- und CPU-Kompaktwasserkühler-Testverfahren (@4,3GHz) nicht über die 60°C Marke. Dabei war es ganz egal, ob die ohnehin sehr langsam und laufruhigen 180mm Phobya G-Silent 18 700rpm Red LED (nicht im Lieferumfang enthalten) mit gerade einmal – per Mainboard-Software ausgelesenen – 736 rpm nun bei vollen 100% oder 75% Leistung liefen. Einen Testdurchlauf mit 50% Leistung, wie für unser Testverfahren üblich, machten die Lüfter jedoch nicht mit. Sie brauchen eine Grundversorgung von mindestens 7V, um ihren Dienst überhaupt anzutreten. Hinsichtlich der ohnehin sehr guten Kühlleistung und dem so gut wie nicht hörbarem Betrieb mit gerade einmal 6,9 dbA (75%) beziehungsweise 13,9 dbA ist (100%) dies jedoch auch zu vernachlässigen.

Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_graph_1Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_graph_2Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_graph_3Alphacool NexXxoS Monsta 180mm Triple_graph_4

Fazit

Groß, größer, Monsta! Mit dem Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple Radiator bekommt man nicht nur ein wahres Monster von den Abmessungen her, sondern auch hinsichtlich der Kapazitäten und der Leistung. Selbst mit einem luxuriösen und dekadenten High-End-System wird dieser Radiator wohl spielend fertig, ohne dass man sich mit den Temperaturen ein Süppchen kochen könnte. Einziges Manko ist wohl die Größe, welche den Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple Radiator wohl aus jedwedem Gehäuse verbannt, denn er passt nicht einmal in ein HAF Stacker 935 Big Tower. Es ist also entweder nur ein externer Gebrauch möglich oder mit viel Fantasie auch ein Highlight für jeden Modder und Bastler.

Positiv:

+ außerordentliche Leistung
+ massig Reserven
+ sehr gute Verarbeitung
+ definitiv ein Eyecatcher
Negativ:

– Größe

Den Alphacool NexXxos Monsta 180mm Triple gibt es derzeit bei Aquatuning.de zu einem Preis von glatten 160,- €.

Euer Hardbloxx-Team

Hier Preise vergleichen!

Test / Testbericht: CoolerMaster Nepton 280L Kompakt-Wakü

Sicherlich spielen viele leidenschaftliche Zocker und Overclocking-Anfänger mit dem Gedanken, sich eine Wasserkühlung zuzulegen. Deutlich bessere Kühleigenschaften bei weniger Lautstärke, lautet da meist das erklärte Ziel. Leider gibt es in der Regel aber zwei große Probleme bei diesem Vorhaben: Zum einen kann eine richtige Custom-Wakü schnell 500€ und mehr verschlingen, zum anderen hat auch nicht jeder den nötigen Platz im Gehäuse, um solch eine doch recht komplexe Apparatur bei sich unterzubringen. Genau in diese Marktlücke drängen in letzter Zeit immer mehr Hersteller mit ihren sogenannten Kompakt-Wasserkühlungen. Dabei wird fast immer ein vorinstalliertes System geliefert, welches sich nur der CPU annimmt und nicht erweiterbar ist. Genau um solch ein Modell soll es in diesem Test gehen. Die Nepton 280L aus dem Hause CoolerMaster setzt dabei auf einen 280er Radiator und zwei hauseigene 140mm JetFlo-Lüfter. Ob das reicht, um vor allem im Vergleich zu den großen Luftkühlern auftrumpfen zu können, werden wir nun im folgenden Test herausfinden.

Coolermaster_Nepton_280L_5
Coolermaster_Nepton_280L_11

 

Technische Daten

Model-NameRL-N28L-20PK-R1
CPU-Sockel UnterstützungIntel LGA 2011 / 1366 / 1150 /1155 / 1156 / 775
AMD Sockel FM2 / FM1 / AM3+ / AM3 / AM2
Abmaße75 x 69.8 x 49.1mm
Radiator Abmaße311x139x30mm
Radiator MaterialAluminum
Lüfter-Abmaße140x140x25mm *unterstützt auch 120mm
Lüfter-Geschwindigkeit800~2000RPM (PWM) ± 10%
Lüfter-Luftdurchsatz54~122.5CFM ± 10%
Lüfter-Lutfdruck0.7~3.5mm H2O ± 10%
Lüfter-Lebenserwartung40,000h
Lüfter-Laustärke (dB-A)21~39 dB(A)
LagertypRillen-Gleitlager
Anschluss4-Pin
Lüfter-Spannung12 VDC
Lüfter-Strom0.3A
Lüfter-Leistungsaufnahme3.6W
Pumpen-Lebenserwartung70,000h
Pumpen-Lautstärke<25 dB(A)
Pump-Spannung12 VDC
Pumpen-Leistungsaufnahme2.9W

Lieferumfang

Die Nepton kommt in einem relativ großvolumigen Karton daher. In typischer Cooler-Master-Manier wirkt das Ganze bereits von außen schon sehr hochwertig. Mattschwarz und Lila als vorherrschende Farben und dazu ein paar Bilder des fertigen Systems bilden einen schönen ersten Eindruck. Richtig gut ist, dass auf der Rückseite die gesamten Abmaße bzw. technischen Daten des Systems aufgezeichnet sind. Wer sich also fragt, ob das Ganze denn wirklich ins Gehäuse passt, findet bereits hier alle relevanten Information bzw. könnte man natürlich auch die Herstellerseite besuchen. Optisch etwas weniger reizvoll gestaltet sich das Innenleben des Nepton 280L Kartons. Dort beherbergt eine graue Presskartonpappe (oder auch als Eierkarton-Pappe bekannt) alle notwendigen Teile. Der Innenkarton ist vielleicht nicht ganz so hübsch anzusehen, erfüllt seinen Zweck aber vorbildlich. Alles ist sicher verstaut und fixiert. Gleichzeitig ist sie auch noch umweltfreundlich – da freut sich das grüne Gamer-Herz.

Coolermaster_Nepton_280L_4

Folgendes befindet sich im Karton:

  • Radiator mit Aluminiumfinnen, schwarz lackiert
  • 2x 140mm Cooler Master JetFlo Lüfter
  • PWM Y-Kabel
  • Vorinstalliertes Kühlungsbundle: CPU-Kühler, Pumpe, Leistungen, Radiator
  • Montagematerial für Intel (So. 775, 1156, 1156, 1150, 2011) und AMD (So. AM(+), AM3(+))
  • Bebilderte Installationsanleitung
  • Garantieschein
  • Wärmeleitpaste

Insgesamt geht der Lieferumfang in Ordnung, besonders das extra Y-Kabel gefällt uns, da nicht alle aktuellen Bords immer genügend Anschlüsse bereithalten. Andere Hersteller legen manchmal noch einen Schraubendreher bei. Darauf muss man hier aber leider verzichten.

Verarbeitung

Während die Umverpackung bereits einen ersten guten Eindruck vermittelt, schauen wir uns nun das Kühlsystem an sich etwas näher an, denn vermutlich ist die Verpackung nicht der Grund, warum man bspw. auf Amazon knapp 110€ für diesen Kühler bezahlt hat.

Scharfe Kanten, Grate oder gar unlackierte Flächen lassen sich an der CoolerMaster Nepton 280L nicht finden. Auch die Anschlüsse sehen sehr stabil aus und lassen sich am CPU-Kühler sogar um 180° drehen, sodass eine optimale Anpassung möglich ist. Der Schlauch, der den Prozessoraufsatz mit dem 280mm Radiator (daher der Name) verbindet, ist aus sogenanntem FlourEthylenPropylen-Kunststoff (kurz: FEP) gefertigt. Somit wird sichergestellt, dass die verstärkten Leitungen knickresistent, langlebig, stabil und dennoch flexibel sind. Dieses Konzept wurde wirklich optimal umgesetzt und wird so hoffentlich auch bei zukünftigen Kühlergenerationen übernommen.

Coolermaster_Nepton_280L_10

Auch im CPU-Kühler selbst wurden einige Raffinessen untergebracht, auf die man kurz eingehen sollte. Neben der Tatsache, dass dieser komplett aus hochwärmeleitendem Kupfer besteht, wurde die Oberfläche im Inneren „microfein geriffelt“ gestaltet, sodass das vorbeiströmende Fluid ebenfalls mehr Wärme abtransportieren kann und das Kühlergebnis so nochmals deutlich gesteigert werden kann. Die Pumpe, die ebenfalls im Kühlblock sitzt, bietet eine um 35% gesteigerte Förderleistung und sorgt so für ordentlichen Druck unter der Haube. Als kleines Gimmick befindet sich ein weißes LED-Band auf der Oberseite des gesamten Blocks, der dem Anwender signalisiert, dass er hier ein exklusives CoolerMaster Produkt in seinem Rechner verbaut hat.

Coolermaster_Nepton_280L_6
Coolermaster_Nepton_280L_8

Der dritte große Abschnitt einer Kompakt-Wasserkühlung ist der Radiator. Im Falle der CoolerMaster Nepton 280L handelt es sich um ein 280er Modell. Das bedeutet, dass das gesamte Konstrukt mit zwei 140mm Lüftern bestückt werden kann. Bei unserem Testexemplar können außerdem auch noch 120er untergebracht werden. Man muss sich also nicht unbedingt zwei gute 140er Modelle kaufen, wenn man bereits im Besitz der kleineren Exemplare ist. Nebenbei bemerkt, kann man die Nepton 280L sogar beidseitig bestücken, sodass insgesamt 4 Lüfter für einen optimalen Airflow sorgen können. Im Lieferumfang sind allerdings nur zwei 140er JetFlo-Exemplare aus eigenem Hause dabei. Leider liegt bei der Montage selbiger auch der erste Kritikpunkt. Zumindest bei unserem Testsample waren die Befestigungslöcher auf dem Radiator mit lackiert. Das bedeutet, dass die Schrauben bei der ersten Lüftermontage sehr schwer „rein gehen“. Da kann der normale Durchschnittsanwender schon ins Grübeln kommen, ob das da so alles richtig ist, wie er den Lüfter gerade befestigt. Beim zweiten Anlauf gingen dann aber alle Schrauben locker rein. Die Lüfter selbst sind überaus stabil gestaltet und sorgen laut Hersteller dank eines speziellen Designs und gummierten Ecken für einen überaus guten Luftdurchsatz bei geringer Lautstärke. Aber dazu später mehr.

Kurzum kann man sagen, dass die prinzipielle Verarbeitung des CoolerMaster-Produkts sehr zufriedenstellend ist. Davon können sich andere Hersteller noch eine Scheibe abschneiden.

Installation

Aber die beste Verarbeitung bringt nichts, wenn das Installationssystem nicht ordentlich durchdacht ist. Wie die Installation genau von statten geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Video:

Insgesamt ist die Installation sehr einfach und lässt eigentlich keine Fragen offen. Und genau dies ist ja eben einer der Vorteile einer Kompakt-Wakü gegenüber einer ausgewachsenen Custom-Wasserkühlung. Man bekommt einfach ein vorgefertigtes System geliefert und muss sich nicht mehr besonders viele Gedanken um die Position des Ausgleichsbehälters, Pumpe und Co. machen. Trotzdem gibt es ein paar Besonderheiten, auf die wir noch einmal kurz eingehen wollen. Als erstes muss man noch ein lobendes Wort zu der Installationsanleitung loswerden. Einfach top! Große Bilder, gute Druckqualität, leicht verständlich, knapp und doch ist alles Wichtige dabei. Genau so sollte jede Anleitung sein.

So viel Lob, wie sich die Montageanleitung verdient, so sehr reißt es die mitgelieferte Wärmeleitpaste wieder rein. Diese lässt sich ungefähr genauso gut auf der CPU verteilen, wie ein festgetretener Kaugummi auf der Schuhsohle. Die Kühlleistung ist zwar ganz okay, wie sich später herausstellte, aber die Verstreichbarkeit ist katastrophal. Wer sich hier Frustration ersparen will, greift am besten gleich zu einer der zahlreichen Alternativen.

Weiterhin muss man bei der Lüftermontage etwas aufpassen. Leider stehen die einzelnen Lüfterblätter etwas über den Rand hinaus. Das bedeutet, dass man sie nicht zwischen Radiator und Gehäusewand setzen kann.

Testsystem

CPUIntel Core i5 4670k @4,3GHz @1,25V
MainboardGigabyte G1.Sniper Z87
GrafikkarteMSI GTX 780Ti Twin Frozr Gaming
Arbeitsspeicher8GB Corsair Vengeance DDR3 2133MHz
SystemspeicherKinston SSDNow V300 240GB
NetzteilSeasonic SSR-750RM 750Watt
GehäuseCoolerMaster HAF Stacker 935
BetriebssystemWindows 8.1
LautstärkemessgerätVoltcraft SL-100
Temperatur-AuslesetoolCoreTemp (Version 1.0 RC6 64bit)
CPU-AuslastungstoolPrime95 (Version 27.9, build1)

Leistung

Doch worauf kommt es bei einem Prozessorkühler am meisten an? Natürlich auf die Leistungsfähigkeit! Lieber schlecht verpackt und ein hässliches Aussehen, dafür aber eine gute Kühlleistung, als anders herum.

Um die CPU auf Temperatur zu bringen, verwenden wir das allseits bekannte Tool Prime95 und lassen dort etwa 15min den „in-place-large-FFTs“-Test laufen, um die maximale Wärmeentwicklung des Prozessors zu erhalten. Danach wird aus allen Kerntemperaturen der Mittelwert gebildet. Gleichzeitig messen wir dabei noch die Lautstärke des Gesamtsystems.

Herausgekommen ist dabei folgendes:

Temperaturen Last Nepton 280L

Temperaturen IdleIdle Nepton 280L

Temperaturen Mittelwerte Nepton 280L

Lautstärke Nepton 280L

Letztlich kann man mit der Kühlleistung der CoolerMaster Nepton 280L durchaus zufrieden sein, wobei wir uns doch etwas mehr vorgestellt hätten. Ein Grund hierfür dürften auch die Lüfter sein. Das Design der Lüfterblätter ist vielleicht dafür ausgelegt, einen hohen Druck zu erzeugen, nur müsste dafür der Rahmen auch auf der kompletten Seitenlinie auf dem Radiator aufliegen, damit die Luft wirklich durch die Kühllamellen gepresst wird und nicht seitlich entweichen kann. Im Falle der JetFlo-Lüfter ist dies aber leider nicht so. Hier liegen lediglich die Ecken auf. Ein Entkopplungssystem, ähnlich wie bei Noiseblocker, würde da Abhilfe schaffen.

Wo wir schon bei dem Thema Lüfter sind: Selbst für eingefleischte Hardcore-Zocker mit Monster-Headsets sind diese definitiv viel zu laut. Selbst bei 35% Lüfterdrehzahl sind sie noch deutlich zu hören und steigern sich bis hin zu 100% ins Unerträgliche hinein. Auch die Anlaufspannung der Lüfter muss sehr hoch sein, denn erst bei eingestellten 55% der maximal-Drehzahl beginnen sich die Rotoren zu drehen. Danach kann auch lediglich bis 35% heruntergeregelt werden, bevor wieder alles stehen bleibt. Schade. Unserer Meinung nach ist beim Kauf der Nepton 280L ein Lüfterwechsel definitiv Pflicht!

Positiv überrascht hat uns hingegen das Geräusch der Pumpe. Trotz maximalen 6500rpm ist bis auf einen relativ hohen Fiepton, der aber sehr schnell zwischen den anderen Lüftergeräuschen untergeht, nichts zu hören. Lediglich absolute Silent-Enthusiasten dürften sich daran stören.

Fazit

Die CoolerMaster Nepton 280L konnte uns in vielen Bereichen sehr überzeugen. Eine sehr gute Verarbeitung, ein leichtes und intuitives Montagesystem sowie eine gute Kühlleistung sprechen definitiv für diese Kompakt-Wakü. Wobei man aber sagen muss, dass die Kühlleistung nicht unbedingt wesentlich besser ist, als bei anderen Kompakt-Wasserkühlungen dieser Klasse, zumal die Lüfter fast doppelt so laut sind als bei vergleichbaren Produkten. Momentan liegt das günstigste Amazon-Angebot bei etwa 110€, was ebenfalls eher einem guten Durchschnittspreis entspricht. Festhalten können wir demnach, dass der einzige wirklich gravierende Negativpunkt, den wir in unserem Test feststellen konnten, die mitgelieferten turbinenartigen 140mm JetFlo-Lüfter betrifft, die nach unserer Meinung viel zu laut sind. Wir empfehlen definitiv einen Lüfterwechsel, wenn man sich für diese sonst recht gute Kühllösung entscheidet.

Positiv
+ gute Verarbeitungsqualität
+ top Montageanleitung
+ gute Kühlleistung
Negativ
– sehr laute Lüfter
– schlecht zu verarbeitende Wärmeleitpaste

Unterstützt unserer Seite und kauft die CoolerMaster Nepton 280L HIER auf Amazon!

Andernfalls könnt ihr HIER die Preise vergleichen!

Euer Hardbloxx-Team

Testbericht erstellt durch Hardbloxx.Robin

Test / Testbericht: Phobya Pure Performance Kit 360LT

Liebe Hardbloxx-Fans und Freunde der Wasserkühlungen,

manche suchen bei diesem Wetter und diesen Temperaturen die Sonnenstrahlen, andere meiden sie und suchen nach Abkühlung und wieder andere kümmern sich lieber für die Kühlung des Liebsten – des PCs! Wir können jedenfalls an dieser Stelle nur sagen: Es kommt Großes auf euch zu, denn bei uns schlug unlängst ein massives Paket ein – das Phobya Pure Performance Kit 360LT! So befassen wir uns einmal mehr damit, in den dunklen, finsteren Katakomben unseres Testlabors, diverse Hardware zu quälen und zu prüfen, als uns der Sonne hinzugeben.

Wer ist Phobya, fragt ihr euch? Zunächst einmal Asche auf euer Haupt, wenn ihr einen der Wasserkühlungs-Experten schlechthin nicht kennen solltet. Zum anderen ist Phobya im eigentlichen Sinne gar keine Firma, sondern vielmehr ein Zusammenschluss von mehreren Firmen, Herstellern, Entwicklern, Designern und Technologieinhabern. Wozu das Ganze? Um für euch nach einheitlichen und strengen Qualitätsrichtlinien innovative, leistungsstarke, qualitative sowie hochwertige Produkte zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben.

 

Phobya Pure Performance Kit 360LT:

1x Phobya CPU-Cooler UC-2 LT Intel 775,1155,1156,1366,2011 – Black Edition
1x Phobya G-Changer 360 V.2Mainboard
1x Phobya DC12-260 12Volt Pumpe
1x Phobya Balancer 250 black nickel
3x Phobya G-Silent 12 1500rpm Red LED (120x120x25mm)
1x 3-fach Y-Adapter für die Lüfterkabel
7x 13/10mm (10×1,5mm) Anschraubtülle G1/4 – black nickel
1x 13/10mm (10×1,5mm) Anschraubtülle 90° drehbar G1/4 – black nickel
1x 2,8m Masterkleer Schlauch PVC 13/10mm (3/8″ID) – schwarz
1x Phobya ZuperZero Clear 1000ml
1x Schlauchabschneider
1x ATX Überbrückungsstecker
1x gedruckte Anleitung und Phobya Aufkleber

Ob das Phobya Pure Performance Kit 360LT wirklich die reine Leistung bringt oder doch eher im Sumpf der faulen Versprechen hängen bleibt, erfahrt ihr in unserem Test.

Verpackung und Lieferumfang:

Wie von Phobya oder auch anderen Custom Komplett-Kits gewohnt, kommt auch das Phobya Pure Performance Kit 360LT in einem großen Karton mit Tragegriff, welcher fast schon mehr einem kleinen Koffer oder einer Tragetasche gleichkommt. Der Karton ist zwar an sich sehr dünnwandig, dafür aber äußerst fest und stabil. Ansonsten hält er sich von der Aufmachung her sehr dezent, schließlich handelt es sich um einen Universalkarton für alle größeren Sets aus dem Hause Phobya. Lediglich der Firmenname, das Firmenlogo, die Internetadresse der Firma sowie die allgemeinen Features der Firma und des Inhalts sind abgebildet. Letztere werden dabei durch kleine Symbole extra hervorgehoben und umfassen hohe Performance und Overclocking selbst unter hoher Belastung, Phobya Qualitätsgarantie, die neueste Kühlungstechnologie, die Erweiterbarkeit des Kits und ein Hinweis auf den Do-it-yourself-Zusammenbau. Zusätzlich wird kurz und allgemein, ebenfalls mit Symbolen, auf den Inhalt aufmerksam gemacht, der da wäre: CPU-Kühlerblock, Radiator, Lüfter, Ausgleichsbehälter, Pumpe, Schlauch, Anschraubtüllen und Bedienungsanleitung. Auf weiteren Inhalt, wie beispielsweise die Kühlflüssigkeit, den 24-Pin ATX Überbrückungsstecker, das 3-fach Y-Adapterkabel für die Lüfter und den Schlauchabschneider wird nicht weiter eingegangen. Diese werden lediglich über den Produktaufkleber auf der Seite des Universal-Kartons erwähnt, auf welchem sich neben der genauen Produktbezeichnung, in unserem Fall eben „Phobya Pure Performance Kit 360LT“, noch eine genaue Inhaltsliste in Deutsch, Englisch und Französisch, ein kleines Produktfoto und ein Barcode wiederfinden.

Öffnet man den Karton, so findet man in seinem Inneren, fein säuberlich in bester Tetris-Manier gestapelt, die Einzelteile jeweils für sich extra verpackt in einem eigenen Phobya Karton wieder. Möglicherweise entstandene Lücken  wurden bestens dafür genutzt beispielsweise den Schlauch, den ATX-Überbrückungsstecker und die Anschraubtüllen, welche lediglich nur in Plastikbeuteln verpackt sind, sicher zu verstauen – top! Alles in allem sind alle Teile jedoch gut durch die stabilen Kartons, Plastikfolien und teils auch noch durch Schaumstoff (Ausgleichsbehälter und CPU-Kühlkörper) bestens geschützt – vorbildlich!

Phobya Pure Performance Kit 360LT_1
Phobya Pure Performance Kit 360LT_2

Ausstattung und Technik:

Wie auch schon bei unserem letzten CPU-Kühler-Test des Noctua NH-15, dem Nachfolger des renommierten Noctua NH-14, kommen auch hier beim Phobya Pure Performance Kit 360LT einige Verbesserungen und bekannte Komponente nun in der Version 2.0 zum Einsatz. So basiert beispielsweise der neue CPU-Kühler UC-2 LT auf dem Testsieger CPU-Kühler Phobya UC-1 Extreme (Messingversion) beziehungsweise dem zweiten Platz Phobya UC-1 LT (Kunststoffversion). Wo der Phobya UC-1 noch durch die durch Phobya patentierte Mikrokanalrückführungstechnologie überzeugte, übertrifft der Phobya UC-2 LT diesen noch durch strömungstechnisch optimierte Verbesserungen des hauseigenen Kühlungssystems im Inneren. Der Kühler verfügt über eine 56x56mm große Vollkupfer-Bodenplatte mit einer Mikro-Schlitzstruktur, welche zu den fortschrittlichsten am Markt zählt und es Wärmeleitpasten jeglicher Viskosität ermöglicht, eine bläschen- und lückenfreie Schicht für die Abfuhr der Wärme zu bilden und somit Abwärme noch besser von der CPU wegzuleiten. Im Inneren des Kühlkörpers sind auf einer Fläche von circa 35 x 31,3mm ganze 68 Kühlkanäle mitsamt dazwischenliegenden Lamellen untergebracht. Darüber liegt eine 1mm dicke Zwischenebene, welche einerseits die Funktion erfüllt, dass über den sich in der Mitte befindlichen zentrischen Einspritzschlitz das Wasser senkrecht zur restlichen Schlitzstruktur in die Kühlkanäle eingespritzt wird. Andererseits befinden sich auf der Unterseite der Zwischenebene die Wasserrückführungskanäle, die so angeordnet sind, dass der Durchfluss gesteigert wird. Darüber hinaus sorgt diese Anordnung auch noch für Querströmungen, welche zusätzlich Mikroverwirbelungen in und über den Kühllamellen verursachen. Diese Verwirbelungen steigern natürlich durch erhöhte Wärmeaufnahme der Kühlflüssigkeit die Kühlleistung noch weiter.

Auch der Phobya G-Changer Radiator kommt in diesem Bundle in der Version 2.0 daher. Hier wurde viel Messing durch wärmetechnisch günstigeres Kupfer ersetzt, um die Kühlungsleistung noch weiter zu steigern. Beispielsweise sind nun nicht nur die Lamellen, sondern auch die Kühlkanäle selbst sowie die Vorkammer des Radiators aus Kupfer.

Diese Neuerungen werden durch weitere altbekannte, bewährte und beliebte Einzelteile wie dem Phobya Balancer 250 black nickel (Ausgleichsbehälter), die Phobya DC12-260 12Volt Pumpe, die Phobya G-Silent 12 1500rpm Red LED (120mm Lüfter) und der Phobya ZuperZero Clear 1000ml (Kühlflüssigkeit) zum Phobya Pure Performance Kit 360LT abgerundet. Wie man sieht, wird hier, im Gegensatz zu unserem letzten Test vom DIY-Wasserkühlungsset (Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT), verstärkt darauf gesetzt, alle Teile nur aus einer Hand zu beziehen bzw. selbst herzustellen.

Phobya Pure Performance Kit 360LT_14
Phobya Pure Performance Kit 360LT_11

Verarbeitung:

In Sachen Verarbeitung gibt es beim Phobya Pure Performance Kit 360LT eigentlich keinen Raum für Kritik. Einzig eine Schraube für die Halterung des CPU-Kühlers war an der Spitze etwas krumm und an der Basis, wohl durch die Spannung, ebenfalls etwas unförmig. Nach einem festen Anziehen der Mutter vor dem eigentlichen Einbau hat sich das Problem jedoch, bis auf ein, zwei schwergängigere Umdrehungen der Mutter an dieser Stelle, gelöst. Die etwas krumme Spitze der Schraube fällt später nicht mehr auf.

Ansonsten finden sich weder beim Radiator, noch beim CPU-Kühler oder den Anschraubtüllen irgendwelche scharfen Kanten, Fehler im Lack oder schlecht entgratete Stellen. Auch die Innengewinde des Radiators, des Ausgleichbehälters und des CPU-Kühlers sowie der Pumpe sind bestens gefräst und so lassen sich die Anschraubtüllen oder Verschlusskappen problemlos und mit einem dichten Abschluss hineindrehen. Der schwarze Schlauch ist schlieren-, kratz- und knickfrei und weist bei genauerer Untersuchung keinerlei Bläschen durch dünnere oder lichtdurchlässigere Stellen und ebenso keine milchigen oder weißen Stellen auf. Er macht einen robusten Eindruck und neigt bei kleinen Radien eher dazu, sich erst einmal etwas in sich zu verdrehen und dennoch leitend zu sein, als direkt abzuknicken und den Fluss zu unterbrechen. Dem Radiator konnte man bei der reinigenden Spülung vor der Installation auch so gut wie keine sich lösenden Produktionsrückstände entlocken. Die Lüfter sorgen mit ihrem durchsichtigen Rahmen und ebenso durchsichtigen, aber rot getönten, Rotoren – inklusive Blick auf das Innere – und vier roten LEDs natürlich auch optisch für eine effektvolle Darbietung.

Phobya Pure Performance Kit 360LT_12
Phobya Pure Performance Kit 360LT_19

Installation:

Wie bei so ziemlich allen DIY-Wasserkühlungssets, gestaltet sich die Installation beim Phobya Pure Performance Kit 360LT vielleicht auf den ersten Blick als Herausforderungen, in Anbetracht all der Teile und der wie immer wenig aussagenden Installationsanleitung. Diese liegt im Falle dieses Kits zwar ausgedruckt und dreisprachig bei, befasst sich aber mit Ausnahme der Installation des CPU-Kühlers, recht knapp und wortkarg mit der üblichen Installation, von Bildern ganz zu schweigen. Lediglich im Falle des CPU-Kühlers gibt es eine Abbildung, aus welcher dafür aber umso besser hervorgeht, in welcher Reihenfolge man welches Einzelteil anbringen muss. Die restlichen Anweisungen sind zwar leicht verständlich, bringen aber unter Umständen einen Laien nicht unbedingt weiter. Sofern der CPU-Kühler jedoch einmal sitzt, ist die halbe Miete schon gezahlt. Nun muss man nur noch darauf achten, dass die Pumpe unterhalb – und nicht auf gleicher Höhe oder gar oberhalb – des Ausgleichbehälters installiert wird. Als empfohlene Reihenfolge der Installation wird, ausgehenden von der Pumpe, eben Pumpe – CPU – Radiator – Ausgleichsbehälter genannt. Das kann man natürlich durchaus so stehen lassen. Hat man also die einzelnen Teile installiert, kann man sich auch schon daran machen, die nicht gebrauchten Ein- und Ausgänge mit den Verschlusskappen zu verschließen, die anderen Öffnungen mit den Anschraubtüllen zu versehen sowie den Schlauch entsprechend abzumessen und mit dem glücklicherweise mitgelieferten Schlauchschneider zurechtzuschneiden und anzubringen – fertig! Die einzelnen Schritte gehen, insofern man sich der kompletten Installation bewusst wurde, sehr leicht von der Hand und zu keiner Zeit gibt es Komplikationen. Schließlich geht die Installation, bis auf die Anbringung des Radiators und des CPU-Kühlers, auch vollkommen werkzeugfrei von der Bühne. Für Radiator und CPU-Kühler liegt aber ein entsprechender Innensechskant-Schlüssel dem Lieferumfang bei. Man ist also, bis auf eine etwas spärliche Anleitung, rundum sorglos bedient – top!

Phobya Pure Performance Kit 360LT_4
Phobya Pure Performance Kit 360LT_17Phobya Pure Performance Kit 360LT_17Phobya Pure Performance Kit 360LT_17

Leistung:

Testsystem

CPUIntel Core i5 4670K @4,3 Ghz
MainboardAsus Maximus VI Formula
GrafikkarteIntel HD Graphics 4600 (integrierte GPU)
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
FestplatteKingston HyperX 3K 120GB SSD
NetzteilSeasonic G-750/ 750 Watt Gold zertifiziert
GehäusePhobya WaCoolIt Benchtable
KühlerPhobya CPU-Cooler UC-2 LT
BetriebssystemWindows 7 Professional 64bit

 

Ausgestattet mit einer Phobya DC12-260 12Volt Pumpe mit einer Förderhöhe von 2,6m bringt das Phobya Pure Performance Kit 360LT natürlich jede Menge Power unter der Haube mit. Für die einfache CPU-Kühlung ohne weitere Komponenten mag dies fast schon überdimensioniert sein, was auch unser Test mit den üblichen Bedingungen beweist. Aber wer hat schon nicht gern ordentlich Luft nach oben? Schließlich ist das Set ja auch dafür ausgelegt, beliebig erweitert zu werden, sei dies mit einem GPU-Kühler, RAM-Kühler, Mainboard-Kühler oder allem zusammen.

Die Pumpe braucht, um überhaupt erst anzuspringen, eine Mindestversorgung von 8V. Sie brummt aber auch bei voller 12V Versorgung, mit einer guten Entkopplung und gutem Untergrund des Gehäuses vorausgesetzt, erstaunlich leise ihre Arbeit verrichtend vor sich hin. Die Lüfter sind passend dazu bei 50% mit ca. 6 dbA praktisch lautlos und steigern sich dann über die 75% mit hörbarem, aber nicht störendem Dienst bis hin zu deutlich vernehmbarem Luft Schaufeln bei 100%, mit aber noch immer vergleichsweise leisen 35,7dbA.

Die Kühlleistung ist, wie die Grafiken jedoch veranschaulichen, bei jedweder Kombination der Versorgung ausgezeichnet. Wie bereits erwähnt, besteht hier viel Luft nach oben und so wird vermutlich auch eine Einspeisung eines GPU-Kühlers oder dergleichen nur wenig an den Temperaturen rütteln. Schließlich wird das Phobya Pure Performance Kit 360LT erst mit mächtig viel Arbeit das volle Potential ausschöpfen können. Schließlich ist man im Idle praktisch nahezu mit der Raumtemperatur gleich auf, wohingegen unter Last die 60°C kaum erreicht beziehungsweise nur geringfügig überschritten werden – beeindruckend!

Phobya Pure Performance Kit 360LT_meassure_1Phobya Pure Performance Kit 360LT_meassure_3Phobya Pure Performance Kit 360LT_meassure_2

Persönliches Fazit:

Mit dem Phobya Pure Performance Kit 360LT bekommt man einen Wasserkühlungs-Baukasten, der sich im wahrsten Sinne des Wortes gewaschen hat. Feinste handverlesene Einzelteile ergeben ein großes Gesamtes, welches seinem Namen alle Ehre macht: Performance!

Beeindruckend neben dem großen Radiator und der Kühlleistung – in Verbindung mit den Eye-Catcher-Lüftern – ist vor allem, dass die Pumpe selbst bei 12V mehr leise vor sich hin brummt als lautstark zu dröhnen oder zu fiepsen. Da macht DIY wieder so richtig Spaß und man würde sich am liebsten gleich gerne durch die Shops klicken, um GPU-Kühler, RAM-Kühler und Mainboard-Kühler zu ordern und dazu zu klemmen.

Mit rund 175 Euro hat das Kühlungssystem zwar einen stolzen Preis, aber man bekommt dafür brachiale und dennoch ruhige Leistung, welche noch spielend auf viele weitere Komponente auszubauen ist.

Positiv:

– außerordentliche Kühlleistung
– großzügig erweiterbar durch enorme Leistung
– selbst unter Volllast recht ruhige Pumpe

Negativ:

– Lüfter bei 100% Leistung relativ laut
– Kabel der Pumpe unter Umständen etwas kurz und non-sleeved (im Gegensatz zum Rest)

Für die dargebotene Leistung, bei der die Hardware ihrem Namen alle Ehre macht und den geliebten PC mit purer Performance so kühl hält, verdient sich das Phobya Pure Performance Kit 360LT allemal unseren Hardbloxx Leistungs-Tipp-Award.

LeistungsTIPP Award

Zu kaufen gibt es das Phobya Pure Performance Kit 360LT bei aquatuning.de zu einem Preis von derzeit 174,99€. Daneben gibt es auch noch drei kleinere und sogar noch eine größere Variante des Kits. Schaut doch mal vorbei!

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Enermax Liqtech 120X

Das Enermax Liqtech 120X Kühlungssystem wurde für die Bedürfnisse leistungsstarker und übertakteter Gaming-PCs sowie Workstations entwickelt. Von außen trumpft das kompakte Kühlungssystem mit einem matt-schwarzen Aluminium-Design und dezenten roten Akzenten auf. Wie bei aktuellen CPU-Luftkühlern wurden die Aluminiumlamellen separat auf die Heatpipes gesetzt. Diese Lösung vergrößert die Kontaktfläche im Vergleich zu konventionellen Konstruktionen und erhöht die Leistungskapazität.

Dazu gibt es von Enermax zwei Twister-Pressure-Lüfter, die auf dem patentierten und langlebigen Twister-Lager basieren (100.000 Stunden MTBF). Diese erreichen einen hohen statischen Druck und eine optimale Balance zwischen Kühlleistung und Geräuschentwicklung. Der Clou: Dank eines Schalterchens nahe des Rotors vom Lüfter, der sogenannten APS-Funktion (“Adjustable Peak Speed”), lassen sich die Drehzahlen schnell und einfach über drei Stufen von flüsterleise bis volle Power anpassen.

Neben der äußeren Schokoladenseite tut sich aber auch im Inneren so einiges, denn hier arbeitet eine geräuscharme Pumpe mit einem langlebigen Keramiklager. Die Kupferkühlplatte basiert auf der patentierten Shunt-Channel-Technologie von Enermax. Ein breiter Kanal in der Mikrolamellenstruktur erhöht die Durchflussgeschwindigkeit und eliminiert Hotspots.

Lieferumfang


2x High-Pressure-Twister-Lüfter
1x Universelle Backplate für Intel- und AMD-Plattformen
4x Abstandshalter
2x Halterungen für Intel-Plattformen
2x Halterungen für AMD-Plattformen
4x Montageschrauben inkl. Abstandshaltern für Intel-LGA-2011-Sockel
1x Unterlegrahmen für Intel-LGA-775-Sockel
4x Entkopplungsplatten für AMD-Sockel
4x Montageschrauben
4x Federschrauben
8x Lüfterschrauben
8x Gehäuseschrauben
1x Dow-Corning Wärmeleitpaste (TC-5121)
1x Y-Kabel für PWM-Lüfter


Wie sich die Kompakt-Wasserkühlung Enermax Liqtech 120X in der Praxis schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.

Enermax_Liqtech_120X_1
Enermax_Liqtech_120X_2

Verpackung/Lieferumfang:

Die Verpackung der Enermax Liqtech 120X zeigt sich von der düsteren und kalten Seite, welche schon einmal einen Vorgeschmack auf die Leistung geben soll. Nebst der Kompakt-Wasserkühlung lässt sich nämlich im Hintergrund ein Eck eines kalten Kellers mit Betonwänden erahnen. So wird der recht robuste und hochwertig bedruckte Karton von der Farbe Schwarz dominiert. Aufgelockert wird diese Finsternis durch Akzente in Rot, welche den Firmennamen, die Features und ein Seitenteil mit einer Kurzbeschreibung des Produkts umfassen.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich nochmals ein Produktbild, während auf der Rückseite der Verpackung eine detaillierte Beschreibung der Features in einer Auflistung, der Abmessungen mit technischen Zeichnungen und der Spezifikationen in Form einer Tabelle zum Liegen kommen. Alles in allem macht die Schutzhülle der Enermax Liqtech 120X einen sehr wertigen Eindruck. Nicht nur der Druck ist von hoher Qualität, auch der Karton an sich scheint recht stabil und steckt wohl mehr als nur einen Sturz locker weg – vorbildlich!

Geöffnet wird der Karton, indem man an einer Seite an einer Lasche zieht und so das Seitenteil, welches über die Frontseite mit dem anderen Seitenteil verbunden ist, in einem Stück aufklappt. Direkt darunter verbirgt sich zunächst noch eine kleine Matte aus Schaumstoff, um zusätzlich gegen Stoß- und Druckeinwirkung zu schützen. Schließlich befindet sich direkt unterhalb dieses Schaumstoffs, passgenau in einer Passform aus Pappe eingebettet, die Enermax Liqtech 120X sauber und akkurat verpackt. Die Befestigungsmaterialien haben dabei einen eigenen kleinen Karton und die beiden beigelegten High-Pressure Twister Lüfter ihre eigene Kammer in der Pappe. So ist alles vorbildlich aufgeräumt und ein jedes Teil hat seinen Platz und ist schnell zur Hand.

So befinden sich neben der Enermax Liqtech 120X Kompakt-Wasserkühlung noch zwei High-Pressure Twister Lüfter, vier Abstandhalter, vier Montageschrauben, vier Federschrauben, je acht Lüfter- und Gehäuseschrauben, eine kleine Tube Dow-Corning Wärmeleitpaste (TC-5121), ein Y-Kabel für die PWM-Lüfter und eine universelle Backplate für AMD und Intel mit zusätzlichem Unterlegerahmen für Intel LGA 775 Sockel, extra Montageschrauben mit Abstandhalter für Intel LGA 2011 Sockel und vier Entkopplungsplatten für AMD-Sockel.

Der Clou: Die Abstandhalter dienen gleichzeitig als Haltehilfe für die Backplate, damit einem diese bei der Installation nicht abhaut oder übermäßig festgehalten werden muss und auch eine horizontale Installation spielend möglich ist – doch hierzu später mehr.

 

Enermax_Liqtech_120X_3
Enermax_Liqtech_120X_7

 

Verarbeitung:

Der erste wertige Eindruck bestätigt sich auch, nachdem wir die Enermax Liqtech 120X von der Pappe und den Folien befreit haben. Die Kompakt-Wasserkühlung kommt in edlem Schwarz daher, welches mit den beiden roten Gummistreifen für das Entkoppeln der Lüfter an Vorder- und Rückseite des Radiators etwas von Rally-Streifen eines kraftvollen und sportlichen Autos hat. Ein Vorbote der Leistung? Wir werden sehen!

Die Lackierung ist makellos bis in jeden Winkel des Radiators und des Kühlers trotz aller Riffel und den vielen Winkeln an den jeweiligen Oberflächen. Das Schwarz ist richtig satt, dunkel und, mit Ausnahme der Schläuche, glänzend. Hier gibt es absolut nichts zu beanstanden.

Scharfe Kanten, verbogene Lamellen oder unsauber verbundene Stücke sucht man bei der Enermax Liqtech 120X ebenfalls vergeblich. Dies trifft auf den Radiator und den Kühler genauso zu wie auf die Lüfter. Als zusätzliche Aufwertung sind alle Kabel bis hin zum beiliegenden Y-Kabel mit einem schwarzen Sleeve umflochten.

Überwiegend kommt Metall zum Einsatz. Dies reicht von der Backplate über die meisten Befestigungsmaterialien bis hin zu Radiator und Kühler. Im Falle des Radiators wurde Aluminium eingesetzt, bei der Kühlerplatte natürlich Kupfer. Plastik kommt recht wenig zum Einsatz und wenn doch, ist es ebenso hochwertig verarbeitet oder optisch ansprechend und alles andere als langweilig in Form gebracht. Selbst die Gummistreifen am Radiator geben keinen Grund zur Beanstandung und bleiben sicher und fest an ihrem Platz ohne überzustehen, zu kurz zu sein oder schräg geschnitten worden zu sein – alles in allem sehr hochwertig!

Weitere Innovationen aus dem Hause Enermax liegen hier zum einen bei den Lüftern. Diese verfügen neben der ohnehin bequemen PWM-Regelung zusätzlich noch einen Schalter, mit dem man die maximale Drehzahl für den jeweiligen Modus vorgeben kann. Zur Wahl stehen dabei die Modi Silent (max. 1300 rpm), Performance (max. 2000 rpm) und Overclock (max. 2500 rpm).

Andererseits verfügt der Radiator über einen anderen Aufbau, um höhere Kühlleistung und bessere Wärmeabfuhr zu gewehrleisten. So ist er einerseits dicker als übliche 120-Radiatoren und verfügt andererseits über eine nahtlose Struktur, wodurch in beiden Fällen seine Leistung gesteigert wird.

Enermax_Liqtech_120X_13
Enermax_Liqtech_120X_14

Installation:

Einerseits ist die Installation der Enermax Liqtech 120X ohne sonderlich großen Aufwand zu bewältigen. Schließlich besteht sie im Falle des Radiators ja nur darin, die Lüfter anzubringen, wobei eine Seite gleichzeitig mit einem Lüfter und mit dem Gehäuse verbunden wird. Der Radiator besitzt dabei sogar bereits vorinstallierte rote Gummistreifen, auf welchen die Lüfter zu liegen kommen und gleichzeitig entkoppelt werden – praktisch!

Andererseits ist die Installation des Kühlers auch nicht sonderlich schwer. Nachdem man die Backplate mit den vier in die richtige Bohrung geschobenen Montageschrauben am Sockel eingefädelt hat, kann man das Festhalten bald schon getrost sein lassen. Dank der ausgetüftelten Platzhalter, die im Inneren wie ein Zahnrad mit regelmäßigen Ausbuchtungen versehen sind, bleibt die Backplate fest an ihrem Platz. So lässt sich nicht nur in der Horizontalen prima arbeiten – klasse!

Nun bringt man noch die beiliegende Wärmeleitpaste auf die CPU auf, entfernt die Schutzfolie des Kühlers und fädelt diesen mit den Ösen der Halterungsklammern auf die Montageschrauben. Der nächste Schritt besteht darin, die vier Federschrauben gleichmäßig anzuziehen. Nun muss man nur noch die beiden PWM-Kabel der Lüfter per beiliegenden Y-Kabel sowie den 3-poligen Stecker der Pumpe am Mainboard anbringen und schon ist die Installation fertig. Diese ging somit schneller und leichter von der Hand als bei anderen von uns bereits unter die Lupe genommene Kompakt-Wasserkühlungen. Natürlich tragen einerseits die recht flexiblen Schläuche sowie die recht mobilen Verbindungsstücke von Schläuchen zu Kühler und andererseits die Riffel in den Oberflächen ihren Teil dazu bei. Das spart nicht nur Zeit, sondern schont auch die Nerven und ist darüber hinaus sehr komfortabel – sehr schön!

Enermax_Liqtech_120X_12
Enermax_Liqtech_120X_15

Leistung:

Testsystem:

CPUIntel Core i5 4670K @4,3 Ghz
MainboardMSI Z87I
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (Intel HD Graphics 4600) und ASUS Matrix HD7970 Platinum
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSDKingston HyperX 3K 120GB
NetzteilSeasonic G-750/ 750 Watt Gold zertifiziert
GehäusePhobya Bechtable
BetriebssystemWindows 7 Professional 64bit

Messgeräte: Schalldruck (Lautstärke): Voltcraft SL-100

Die Enermax Liqtech 120X mag zwar durchaus etwas lauter sein, als die erst kürzlich von uns getestete Zalman Reserator 3 Max Dual, doch ist sie noch immer recht ruhig und macht das minimale Plus an Lautstärke mit einem dicken Plus an Kühlleistung wieder wett. Die Modi „Silent“ und „Performance“ der Lüfter sind allemal leise beziehungsweise noch gut zu ertragen. Dem Modus „Overclock“ ist jedoch in Sachen Lautstärke nichts Gutes abzugewinnen, obgleich dieser noch eine Schippe auf die Kühlleistung legt.

Enermax_Liqtech_120X_temps1b Enermax_Liqtech_120X_temps3

Die in den Grafiken gezeigten Werte beziehen sich rein auf den Betrieb des Wasserkühlung-Komplettsystems mit einer an der Pumpe angelegten Spannung von standardgemäßen 12V über den 3PIN-Anschluss. Da die Pumpe ohnehin erstaunlicherweise selbst bei dieser maximalen Versorgung praktisch lautlos läuft, sind wohl andere Versorgungswerte für die Pumpe zu vernachlässigen.

Persönliches Fazit:

Mit der Enermax Liqtech 120X Komplett-Wasserkühlung schlagen nicht nur die Herzen der Silent-Fans höher. Nicht nur, dass die Pumpe praktisch lautlos läuft, auch die Lüfter – mit Ausnahme von Volllast im Overclock-Modus – verrichten ihre Arbeit recht ruhig. Die Kühlleistung bleibt dabei jedoch längst nicht auf der Strecke, sondern erzielt äußerst zufriedenstellende Ergebnisse. Vor allem wenn man bedenkt, dass es sich hier nur um einen kleinen Radiator handelt.

Positiv:

–        praktisch lautlose Pumpe
–        sehr flexible Schläuche und Verbindungen zum Kühler
–        recht mühelos erweiterbar durch Befüllungsöffnung und äußerst starker Pumpe

Negativ:

–       sehr deutlich hörbare Lüfter bei Maximaldrehzahl im Overclock-Modus, teils nerviges Fiepsen

Für die dargebotene Leistung in Sachen Kühlleistung für solch ein kleines 120er-Modell einer Kompakt-Wasserkühlung, dem innovativen Radiator und der dabei praktisch lautlosen Pumpe verdient sich die Enermax Liqtech 120X allemal unseren Hardbloxx Leistungs-Tipp Award.

LeistungsTIPP

Unterstützt uns und kauft die Enermax Liqtech 120X Kompakt-Wasserkühlung direkt bei amazon.de versandkostenfrei für derzeit nur 85,83 €.

Euer Hardbloxx-Team

Hier Preis vergleichen.

 

Test/Testbericht: Zalman Reserator 3 Max Dual

Wasserkühlungen drängen immer mehr auf den Kühlermarkt und stellen eine ernste Alternative gegenüber etablierten Luftkühlern dar. Enthusiasten greifen oft zu selbst zusammengestellten Systemen mit unterschiedlichen Komponenten. Doch diese Systeme bekommen eine immer stärker werdende Konkurrenz durch All-in-one-Lösungen. An diesem Komplettsystem haben auch immer mehr Zocker Interesse. Denn sie erwarten eine ordentliche Kühlleistung und zum Teil auch weniger Platzbedarf. Doch wenn es um eine leise Kühlung geht, machen laute Lüfter und Pumpen Silent-Fans oft einen Strich durch die Rechnung.

Wie viele Hersteller möchte auch Zalman mit seinem neuen Reserator 3 Max Dual mit einer hocheffizienten Kühlung bei geringer Geräuschentwicklung punkten. Zalman ist ein südkoreanisches Unternehmen, welches es sich zur Hauptaufgabe gemacht hat, eure heißen Rechenmaschinen ordentlich abzukühlen. Durch ein spezielles rundes Design waren und sind Zalman-Komponenten sofort von der Konkurrenz zu unterscheiden. Doch was macht Zalman beim Reserator 3 Max Dual anders als eben diese Konkurrenz? Und was bringen euch diese Unterschiede? Erfahrt es in unserem Test!

Zalman-Reserator-3-Max-Dual-2
Zalman-Reserator-3-Max-Dual-7

Zalman Reserator 3 Max Dual

Der Reserator 3 Max Dual kommt in 240mm Bauweise und unterscheidet sich in einigen Punkten von anderen Lösungen. Zum einen wäre hier das eigene Design des Radiators, welches gegenüber dem kleineren 120mm Reserator 3 Max in doppelter Ausführung zum Einsatz kommt. In der getesteten Dual Version laufen zwei Kupfer-Pipes durch je einen inneren und äußeren runden Radiator. So kommt anstatt eines vierfachen Kühlpfades ein achtfacher Kühlpfad zu Stande. Durch dieses einzigartige Radiator-Design hebt sich der Zalman Reserator 3 Max Dual stark von seiner Konkurrenz ab und hinterlässt bereits optisch einen bleibenden Eindruck.

Zalman Reserator 3 Max Dual off (1)
Zalman Reserator 3 Max Dual off (2)

Als Kühlmittel kommt eine eigens entwickelte Flüssigkeit mit Nanopartikeln zum Einsatz. Diese soll eine bessere Wärmeabfuhr, vor allem bei hohen Temperaturen, gewährleisten. Durch Mikrolamellen aus Kupfer wird die entstehende Wärme im Wasserblock über der CPU aufgenommen und an das Nanofluid weitergegeben.

Durch Öffnungen an den Seiten des Radiators soll je nach Art des Einbaus Kühlluft in Richtung der Spannungswandler und auf andere Komponenten gelangen und auch dort für bessere Temperaturen sorgen.

Ein weiterer Vorteil sind die Montageausleger, welche euch einen einfacheren Einbau in das Gehäuse eurer Wahl ermöglichen sollen und euch gleichzeitig die Möglichkeit bieten, den kompletten Kühler etwas versetzt zu montieren. So können mögliche Kollisionen mit anderen Bauteilen oder dem Mainboard verhindert werden.

Zalman Reserator 3 Max Dual off (3)Datentabelle:

Maße:276 x 77,5 x 142 mm (B x H x T)
Maße Radiator:76 x 73 x 122 mm (B x H x T)
Lüfter:2 x 120mm (23,2 – 46,6 dB(A) 1.000 – 2.300 U/Min)
Luftdurchsatz:96 m³/h
Schlauchlänge:ca 30 cm
Pumpe:Integriert
Material:Wasserblock Kupfer, Radiator vernickeltes Kupfer
Gewicht:1426 Gramm
Stromanschluss:4 PIN (Lüfter), 3 PIN (Pumpe)
Sockel:Sockel: Intel 2011, 1155, 1156, 1150, 1366, 775
AMD FM2+, FM2, FM1, AM3+, AM3, AM2+, AM2
Lieferumfang:Befestigungszubehör; Wärmeleitpaste; Befestigungsanleitung

Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung des Reserator ist schlicht schwarz, führt die wichtigsten Leistungsmerkmale des Kühlers auf und zeigt ihn in verschiedenen Ansichten. Im Inneren des Pappkartons wird er fest in einem zusammengeklippten Kunststoff-Tray gehalten. Neben der Einbauanleitung und der Wärmeleitpaste liegt das Montage-Zubehör für die gängigen Sockel aus dem Hause AMD und Intel in einem Tütchen bei.

Zalman-Reserator-3-Max-Dual-1
Zalman-Reserator-3-Max-Dual-11

Wie in den meisten Komplettsets ist auch beim Reserator 3 Max Dual die Kühlflüssigkeit bereits im Kühlkreis enthalten, wodurch das Einfüllen wegfällt. Der Kühler ist also sofort für den Einsatz in eurem Rechenknecht bereit.

Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität ist gut, scharfe Kanten gibt es an unserem Reserator 3 Max Dual nicht. Nahezu alle Bereiche des transparenten Kunststoffgehäuses und der Lüfter fühlen sich sehr gut an. Sogar die durch den Kunststoff verdeckten Lamellen des Radiators sind angenehm glatt. Leider sind einige der Lamellen leicht verbogen, was sich jedoch nicht negativ auf die Leistung auswirken sollte und auch optisch kaum auffällt.

Zalman-Reserator-3-Max-Dual-3
Zalman-Reserator-3-Max-Dual-10

Das Kunststoffgehäuse um die Radiatoren ist jedoch nicht sehr verwindungssteif, weshalb ihr eim Festdrehen der Lüfterschrauben oder beim Befestigen in eurem Gehäuse mit etwas Gefühl vorgehen solltet, um nichts zu beschädigen oder gar abzubrechen. Etwas mehr Material hätte hier sicherlich nicht geschadet.

Installation

Zum Einbau nehmt ihr euch am besten die mitgelieferte mehrsprachige und bebilderte Installationsanleitung zur Hand. Die deutsche Übersetzung ist zwar mehr schlecht als recht und lässt euch eher schmunzeln, als dass sie behilflich ist. Aber Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte und zeigen euch, wie der Zusammenbau zu erfolgen hat.

Zuerst montieren wir die passende Klemmplatte für unseren Sockel, die mit insgesamt 8 Schrauben am Wasserblock befestigt wird. Danach werden die passenden Schrauben in die Rückplatte eingesteckt. Zusätzlich soll auf die Rückplatte noch ein vorgefertigtes Stück Klebeband aufgetragen werden. Unserer Einschätzung nach soll dieses für einen Abstand zum Mainboard sorgen und gleichzeitig ein Verrutschen der Rückplatte verhindern.

Nach dem Auftragen der Wärmeleitpaste wird dann der Wasserblock mit der Rückplatte verschraubt und der Radiator kann mit den 4 Auslegern an der gewünschten Position im Gehäuse angebracht werden. Durch diese Ausleger ist es einfacher, den Radiator zu befestigen und bei Bedarf in Querrichtung zu verschieben.

Zalman-Reserator-3-Max-Dual-4
Zalman-Reserator-3-Max-Dual-6

Der Clou beim Zusammenbau ist, vorher genau zu prüfen, wo ihr eure Komponenten einbauen möchtet. Denn dementsprechend solltet ihr alles im Voraus bereits richtig ausgerichtet haben. Wichtig ist dies vor allem bei dem Wasserblock. Ist die Schlauchlänge ausreichend? Oder sollte er doch um 90 oder gar 180 Grad gedreht eingebaut werden?

Nachdem alles festgeschraubt wurde, muss nun noch die Pumpe und die Lüfter in die Stromversorgung eingebunden werden. Bei den Lüftern handelt es sich um zwei 120mm-Exemplare, die per Y-Kabel an einen 4-poligen Lüfteranschluss gesteckt werden. Dieses Y-Kabel ist in den Rahmen des Reserators integriert, wodurch ihr nur einen Stecker an die Stromversorgung anschließen müsst. Beim Lüftertausch könnt ihr dieses Kabel ebenfalls nutzen und euer Gehäuse so etwas aufgeräumter gestalten. So werden dann auch beide Lüfter gleich gesteuert und entsprechend nur eine Drehzahl zurückgemeldet. Die Pumpe benötigt einen 3-poligen Lüfteranschluss und ist dementsprechend auch nicht per PWM regelbar. Hier kann die Fördergeschwindigkeit durch Änderung der Versorgungsspannung variiert werden.

Zalman-Reserator-3-Max-Dual-5
Zalman-Reserator-3-Max-Dual-8

Insgesamt gab es keine Probleme bei unserem Einbau, alle Gewinde waren sauber geschnitten und die Kabel und Schläuche waren alle lange genug.

Wenn ihr zu alternativen Lüftern greifen möchtet, solltet ihr darauf achten, dass die Lüfter nur einseitige Montagebohrungen haben, um beim Zusammenbau nicht zu verzweifeln.

Leistung

Unser Testsystem

CPUIntel Core i5 4670K @4,3 Ghz
MainboardMSI Z87I
Grafikkarteintegrierte Grafikeinheit des Prozessors (Intel HD Graphics 4600) und ASUS Matrix HD7970 Platinum
ArbeitsspeicherKingston HyperX Blu Black 8GB 1600MHz
SSDKingston HyperX 3K 120GB
NetzteilSeasonic G-750/ 750 Watt Gold zertifiziert
GehäusePhobya Bechtable
BetriebssystemWindows 7 Professional 64bit

Messgeräte: Schalldruck (Lautstärke): Voltcraft SL-100

Betrachten wir nun das Wichtigste eines CPU-Kühlers, seine Kühlleistung und die Lautstärkentwicklung. Hier kann der Reserator 3 Max Dual für Silent-Freunde und auch Overclocker gleichermaßen in die engere Auswahl kommen, denn er konnte in jeder getesteten Disziplin überzeugen. Mit blau leuchtender Pumpe und Lüftern bringt er euch auch bei einer niedrigen Lüfterdrehzahl Power und fährt am Drehzahllimit ordentlich auf. Falls ihr also euren Prozessortakt in die Höhe treiben möchtet, wird euch diese Kompaktwasserkühlung bei maximaler Lüfter- und Pumpendrehzahl tatkräftig unterstützen. Kühlere Temperaturen hatten wir bisher in unserem neuen Testsystem noch nicht erreicht. Neben der Kühlleistung setzt bei maximaler Drehzahl auch die Lautstärke Maßstäbe, jedoch im negativen Sinn.

Zalman Reserator 3 Max Dual Temp

Zalman Reserator 3 Max Dual MW

Zalman Reserator 3 Max Dual dba

Wir ließen die Pumpe im Test durchgehend auf 12V laufen, da sie auch dort bereits angenehm leise vor sich hin pumpt. In direkter Umgebung der Pumpe ist dann zwar ein leises Brummen hörbar, was aber unter Normalbedingungen nicht wahrnehmbar ist. Die Pumpe selbst läuft bereits ab etwa 7V Versorgungsspannung. Die Temperaturen lagen hier im Schnitt etwa 9 Grad höher als bei 12V. Ein immer noch sehr gutes Ergebnis. Im Testbetrieb war in unregelmäßigen Abständen ein leises Gluckern im Bereich der Pumpe zu hören, was auf kleine Luftbläschen im geschlossenen Kühlkreislauf hindeuten kann.

Persönliches Fazit

Der Zalman Reserator 3 Max Dual ist ein extrem leistungsfähiger Kühler. Er ist der stärkste Kühler, den wir bisher in unserem Testsystem verbaut hatten und hält unseren auf 4,3 Ghz übertakteten Core i5 auf maximal 65°C bei kleinster Lüfterdrehzahl. Und dabei ist er kaum hörbar. Er eignet sich gleichermaßen für Silent-Fans und Enthusiasten im OC-Bereich.

Für derzeit etwa 115€ ist der Kühler bei Caseking vorbestellbar und bietet jede Menge Leistung pro Euro. Falls ihr eine Wasserkühlung als Komplettset in Betracht ziehen solltet, könnte der Zalman Reserator 3 Max Dual der perfekte Kühler für euch sein.

Ohne Wenn und Aber verleihen wir ihm unseren LeistungsTIPP-Award.

LeistungsTIPP für den Zalman Reserator 3 Max Dual

Positiv

– enorme Kühlleistung

– unter Normalbedingungen angenehm leise

– leises Pumpengeräusch

Negativ

– sehr laute Lüfter bei Maximaldrehzahl

– Installationsanleitung kaum brauchbar

– Unregelmäßiges Gluckern

Euer Hardbloxx-Team

Test / Testbericht: Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT

In den heutigen glasigen und durchsichtigen Zeiten mit viel Einblick in den heimischen PC, welcher zunehmend mit Wasserkühlungen betrieben wird, werden auch Kabel- und Schlauchmanagement immer größer geschrieben. Schließlich soll das Innere ja auch vorzeigbar, aufgeräumt und ästhetisch sein – vor allem von und für Enthusiasten. Warum dann nicht auch in Sachen Wasserkühlungen kompakte, platzsparende und raffinierte Lösungen wählen?

Eine kompakte Kühlung ist die Frage? Das Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT Komplett-Wasserkühlungsset für Enthusiasten und Hobby-Schrauber ist die Antwort. Handverlesene und erlesene Komponenten der Extraklasse, einzeln verpackt zu einem Baukasten für „große Kinder“ der besonderen Art.

So ergibt sich für den einen oder anderen die mühsame Suche nach den entsprechenden Einzelteilen. Denn das übernimmt die namhafte Größe in Sachen Wasserkühlungen Alphacool für einen. Der Vorteil gegenüber den geschlossenen Systemen liegt wohl eindeutig in der freizügigen Erweiterbarkeit und der Installation frei nach eigenem Ermessen.

Wie sich das Komplett-System Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT in der Praxis geschlagen hat, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Datentabelle:

Maße des Ausgleichesbehälters:191 x 148 x 43 mm (LxBxH; ohne Pumpe)
Maße des Radiators:120 x 120 x 25 mm (LxBxH)
Maße des Lüfters:157 x 124 x 46 mm (LxBxH)
Lüfter:1 x 120mm (20dB/A)
Schlauchlänge:3000 mm (Meterware)
Luftdurchsatz96 m³/h
Stromanschluss:3 PIN (Lüfter), 3 PIN / 4PIN Molex (Pumpe)
Sockel:Intel-Sockel  775, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011
AMD-Sockel AM2, AM2+, AM3, AM3+
Lieferumfang:1x 120mm Lüfter; 24PIN ATX-Überbrückungsstecker; offenes Wasserkühlungssystem mit Radiator, Schlauch, Kühlplatte und Pumpe; Befestigungszubehör; Wärmeleitpaste; Befestigungsanleitung

 

Verpackung/Lieferumfang:

Die Verpackung des Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT Komplett-Pakets gestaltet sich eher schlicht und standardisiert. Schließlich geht es hier ja um das Komplett-Paket einer quasi Custom-Lösung von einer Wasserkühlung und vermutlich ist die Packung – bis auf den Schriftzug, welcher den Inhalt genauer beschreibt – recht gleich.

So zeigt sich die Verpackung größtenteils recht schlicht und einfach sowie gleichmäßig gehalten, sprich Vorderseite, Rückseite und eine der beiden schmalen Außenseiten. Auf diesen dreien wird ganz allgemein der Verpackungsinhalt beziehungsweise die Hersteller optisch angegeben. Auf der anderen schmalen Außenseite geht man etwas mehr ins Detail und listet den Inhalt genauer auf.

Dieser sieht beim Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT wie folgt aus:

– 1x Alphacool NexXxoS XP³ Light – Acetal Edition – Intel/AMD
– 1x Alphacool Repack – Laing DDC – 5,25 Bay Station
– 1x Laing DDC-Pumpe 12V DDC-1T
– 1x Alphacool NexXxoS XT45 Full Copper 120mm
– 3x Alphacool Schlauch AlphaTube HF 13/10 (3/8″ID) – Klar (= 3m Schlauch)
– 6x 13/10 (10×1,5mm) Anschraubtülle G1/4 – Schwarz matt
– 1x 120mm Lüfter ca. 1300rpm ( 120x120x25mm )
– 1x Kühlflüssigkeit Clear 1000ml
– 1x ATX-Überbrückungsstecker (24 Pin)

Nachdem man den Deckel der Packung geöffnet hat, offenbaren sich auch all jene Einzelteile sauber und einzeln verpackt im Bauch der großen Verpackung.

Der Clou: Die Kühlflüssigkeit befindet sich geschützt in einer Schaumstofffolie und ist dann noch in einer verschlossenen Plastiktüte verpackt, damit auch wirklich nichts während des Transports auslaufen kann.

Die anderen Bauteile sind, wie bereits erwähnt, alle einzeln und für sich in Kartons, Tütchen oder Plastikverpackungen gefasst. Im Falle der CPU-Kühler-Einheit wird diese auch zusätzlich noch von einem Schaumstoff geschützt. Ebenso liegt der Ausgleichsbehälter aus Plexiglas sicher geschützt in Schaumstofffolie in seinem Karton – top!

Alphacool Komplett-Wasserkühlung_1Alphacool Komplett-Wasserkühlung_2

Verarbeitung:

Das Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT Komplett-Wasserkühlungsset gibt in Sachen Verarbeitung recht wenig zur Beanstandung her.

Das eine oder andere Gewinde am Radiator wirkt etwas unsauber gefräst und beim Reindrehen einer Verschlusskappe fällt dies auch ein wenig auf, wie sich später zeigen wird, hält aber trotzdem alles dicht.

Der Schlauch zeigt keinerlei milchige Stellen von möglichen Knicken oder Quetschungen, die während des Transports oder der Herstellung entstanden sein könnten. Auch weist er keinerlei Bläschen oder sonstige Mängel auf.

Die Tüllen für den Schlauch sind ebenfalls sauber gearbeitet und lackiert. Die Schraubgewinde sind alle leichtgängig und machen einen soliden Eindruck.

Wahrer Blickfang und hohe Herstellungskunst ist wohl der Ausgleichsbehälter aus Plexiglas. Vollkommen klar und durchsichtig, ebenfalls ohne Mängel und Makel, zeigt sich hier eine Herstellung auf hohem Niveau. Selbst um die Bohrungen für die Schrauben herum sieht man keine Risse, kein abgeplatztes Stückchen, keine Brüche und keine sonstigen Verunreinigungen – ein Augenschmaus!

Einzig die Alphacool Logos auf dem Ausgleichsbehälter und der CPU-Kühler-Einheit könnten etwas robuster und besser angebracht sein. Das dünne Blech lässt sich leicht von den Ecken anheben, wenn es dies im schlimmsten Fall nicht schon von alleine tut, und kann so schnell für unschöne Knicke und Falten sorgen.

Alphacool Komplett-Wasserkühlung_10Alphacool Komplett-Wasserkühlung_3

Installation:

Eine Installationsanleitung, die man gut gebrauchen könnte, gibt es in diesem Sinne eigentlich nicht im Verpackungsinhalt. Stattdessen wird auf den Shop von aquatuning.de verwiesen, in welchem man auf der Produktseite ein Installationsvideo (auf English) findet.

Dieses geht zwar nicht allzu weit ins Detail, vermittelt aber durchaus alles Wissenswerte. Ein Laie mag aber dennoch etwas Schwierigkeiten damit haben, vor allem wenn es mit den Englischkenntnissen nicht ganz so gut steht, wie es eigentlich sollte.

Wichtig bei Wasserkühlungen dieser Art ist aber auch, dass man sie vor dem endgültigen Betrieb ausreichend durchspült. Vor allem im Radiator können sich Produktionsrückstände verstecken und diese gilt es auszuspülen, sonst macht unter Umständen die Pumpe recht bald einen Abflug.

Ansonsten geht die Installation spielend von der Hand. Schließlich muss man nicht lange überlegen, wo man nun den Ausgleichsbehälter und die Pumpe unterbringt. Diese beiden bilden einfach eine Einheit für einen 5,25“-Laufwerksschacht und fertig ist die Laube – top!

Eine geübte Hand vermag es vielleicht auch mit einem einfachen Teppichmesser oder ähnlichem, saubere und gerade Schnitte für die benötigten Schlauchstücke zu schneiden. Ich persönlich gehe jedoch auf Nummer sicher und verwende einen Schlauchschneider. So ist das Kapitel Schläuche nach dem Abmessen auch schnell erledigt.

Die Tüllen sind einwandfrei und halten den Schlauch hervorragend und dicht fest. Die CPU-Kühler-Einheit ist schnell und einfach installiert ist und sitzt sicher und fest.

Alles in allem natürlich ein Riesenspaß für jeden Hardware-Enthusiasten und Hobby-Bastler. Mit einem minimalen Maß an Erfahrung und Fingerfertigkeit sowie Verständnis von Hardware geht der Einbau wirklich spielend von der Hand – insofern man das richtige Gehäuse und das richtige Motherboard besitzt. Mit unserem Testsystem lief soweit jedenfalls alles glatt.

Alphacool Komplett-Wasserkühlung_7Alphacool Komplett-Wasserkühlung_9

Leistung:

Testsystem:

Prozessor: Intel Core i5-2500K @4,3GHz
RAM: 8GB Kingston Hyper X 1600Mhz DDR3 Ram
Mainboard: Asus Sabertooth Z77
Gehäuse: Xilence Interceptor
Netzteil: Xilence XQ Series 1000W R4

 

Alphacool Komplett-Wasserkühlung_temps1Alphacool Komplett-Wasserkühlung_temps2Alphacool Komplett-Wasserkühlung_temps3

 

Eine manuelle Versorgung per Adapter mit weniger als 12V – hier bleiben ja meist nur die gängigen 7V- und 5V-Adpater übrig – ist bei der leistungsstarken Pumpe nicht möglich. Diese benötigt mindestens eine Spannung von ca. 9,7V, um überhaupt erst ihren Dienst anzutreten.

 

Hierfür benötigt man also eine Lüftersteuerung, welche eben diese Rahmbedingungen in der Regulation erfüllt. Ansonsten braucht man eine gute 5,25“-Laufwerksentkopplung, ein gedämmtes Gehäuse oder entsprechende Zusatzteile für die Pumpe, um sie nach Bedarf laufruhiger zu bekommen.

Einer manuellen Ansteuerung der Lüfter auf 5V und 7V Versorgungsspannung steht aber natürlich nichts im Wege. Da aber der Lüfter ohnehin relativ ruhig läuft, auch wenn er bei 12V Spannung dem einen oder anderen zu laut sein mag, ist dies nicht zwingend von Nöten, um die volle Kühlleistung auszuschöpfen.

 

Persönliches Fazit:

Mit dem Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT Wasserkühlungs-Set bekommt man gleich drei Wünsche auf einmal erfüllt: Spannung, Spiel und Kühlung. Die beiliegende 12V Pumpe hat eine enorme Leistung und könnte spielend einen Ausbau der Wasserkühlung im geliebten System verkraften. Natürlich geht dies nicht ohne eine gewisse Geräuschentwicklung und da die Pumpe etwas mehr als 9V zum Anlaufen braucht, ist die Regelung hier auch so eine Sache.

Sollte man jedoch ein Gehäuse mit guter Entkopplung für die 5,25″-Laufwerksschächte oder gar ein gedämmtes Gehäsuse besitzen, sollte sich das Lautstärken-Problem auch alsbald in Luft auflösen.

Alles in allem also eine sehr solide Prestige-Wasserkühlung mit ordentlich Leistung für alle Hardware-Enthusiasten und auch all jene, mit SLI/Crossfire-Lösungen mit angebundener Wasserkühlung.

 

Positiv:

–        enorm leistungsstarke Pumpe
–        praktischer Ausgleichsbehälter mit angebauter Pumpe für 5,25“-Laufwerkschacht
–        Optik

Negativ:

–        Pumpe benötigt ordentliche Entkopplung des 5,25“ Laufwerkschachts
–        Lüfter bei 12V für manch einen zu laut

 

Für die brachiale Leistung der Pumpe und die handverlesenen qualitativ hochwertigen Einzelbestandteile dieses Sets, welche perfekt zusammen harmonieren und ein ordentliches System ergeben, gibt es von uns den Hardbloxx-Leistungs-Tipp Award.


Leistungs Tipp Award
Den besten Preis für das Alphacool NexXxos Cool Answer 120 DDC/XT Wasserkühlungs-Set findet ihr wie immer hier oder ihr bestellt sie euch direkt bei amazon.de.

Platz für Fragen, Anregungen und Diskussionen bietet wie immer unser Forum.

 

(Hier Kommentare abgeben!)

Euer Hardbloxx-Team
Test / Testbericht erstellt von MisterGentleman