Kategorie: 1.7.1 Headsets & Kopfhörer

TTesports Shock 3D 7.1 Unboxing und erste Vorstellung

Ich habe das TTesports Shock 3D 7.1 Gaming Headset erhalten und für euch ausgepackt. Am PC zeige ich euch noch die Qualität des Mikrofons und natürlich den Treiber. Auch wenn der erste Eindruck sehr plastiklastig ist, schlägt sich das Headset im Klang- und Mikrofontest äußerst gut. Doch schaut euch am besten das Video dazu an! 😀 Weiterlesen

Ozone Blast Ocelote World im Test

Zuletzt hatten wir die Ozone Argon Ocelote World im Test. Neben der Maus hat der Hersteller aber auch das Blast Headset neu aufgesetzt und es mit der Hilfe von Carlos „Ozelote“ Rodriguez optimiert. Bereits in unserem Unboxing hatten wir einen ersten Blick auf das Ozone Blast Ocelote World mit virtuellem Surround-Sound geworfen. Neben dem Surround-Sound bietet das Headset eine markante Optik und diverse nette Features. Wie sich das Headset in unserem Test schlägt und ob es den Titel „Gaming Headset“ verdient, erfahrt ihr jetzt.

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Lasmex H-95 Kopfhörer im Test

Richtig gute Kopfhörer zeichnen sich nicht nur durch eine ordentliche Qualität in den Materialien, sondern vor allem natürlich durch die Wiedergabe von Tönen aus. Lasmex führt mit dem H-95 einen Kopfhörer ins Feld, der höchst professionell und sehr dynamisch sein möchte. Dafür wurden nicht nur hochwertige Materialien verwendet, sondern auch die Technik kann zumindest den Zahlen nach überzeugen. Wir haben uns das Produkt mal näher angeschaut und verraten euch in unserem Test, wo die Vor- und Nachteile liegen.

Die Bilder wurden uns freundlicherweise von Soundgeeks.de zur Verfügung gestellt. Weiterlesen

Speedlink Medusa XE Stereo Gaming Headset im Test

Ein gutes Gaming-Headset muss nicht nur durch guten Tragekomfort, starke Lautsprecher und eine solide Verarbeitung der Materialien glänzen, sondern auch ein einwandfrei funktionierendes Mikrofon haben. Speedlink möchte mit dem Medusa genau so ein Produkt auf den Markt bringen, ohne dass die potentiellen Käufer zu tief in die Tasche greifen müssen. Wir haben uns das Headset mal genauer angeguckt und verraten euch in unserem Test, ob Speedlink hält, was sie versprechen. Weiterlesen

Creative SB Inferno Gaming-Headset im Test

Ein Gaming-Headset, das sowohl für die Nutzung am PC als auch für die PlayStation 4 geeignet ist, klingt zunächst einmal nach einem wirklich guten Deal. Denn mal ehrlich, nur sehr selten wird man an beiden Plattformen gleichzeitig sitzen und dann zwei verschiedene Headsets benötigten. Gerade aus diesem Grund haben wir uns das Creative SB Inferno Gaming-Headset mal genauer angeguckt und wollten wissen, ob man tatsächlich ein gutes und günstiges 2-in-1 Angebot bekommt oder ob es sich bei dem Gerät um nichts Halbes und nichts Ganzes handelt. Näheres dazu findet ihr in unserem Test.

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Verpackung & Lieferumfang

Rein optisch kann die Verpackung bereits voll überzeugen, was in erster Linie an der echt schicken Front liegt. Die Packung ist in einem schwarzen Grundton gehalten und zeigt auf der Vorderseite das ebenfalls schwarze Headset, das von roten Flammen eingefasst wird. Dazu ist natürlich das Sound Blaster und das Creative Logo sowie ein Hinweis auf die Verwendung für die PlayStation 4 vorhanden. Außerdem sind drei Bulletpoints zu sehen, die auf den „satten Klang“, den „bequemen Sitz“ und auf den „analogen Anschluss“ hinweisen. Dreht man die Verpackung auf die Rückseite, so fällt dort als erstes das Sichtfenster auf, mit dem man schon von außen einen Blick auf das Headset an sich bekommt. Außerdem ist direkt daneben eine Aussage von William „Scarra“ Li, einem League of Legends Profi, zu finden, der erneut die bereits auf der Vorderseite genannten Punkte als Vorteile nennt und darauf hinweist, dass das Headset perfekt für Gamer geeignet sein soll. Dort drunter sind ebenso wie auf der Seite weitere Bulletpoints zu finden, die die bereits genannten Punkte noch weiter ausführen und zum Beispiel auf die 40 mm Full-Spectrum-Treiber oder die „gepolsterten, ergonomisch geformten Hörmuscheln“ hinweisen.

Öffnet man dann die Verpackung und zieht das in einer Plastikschale liegende Headset heraus, so findet man dort neben dem eigentlichen Produkt außerdem ein Mikrofon, das an dem Creative SB Inferno Gaming-Headset angebracht werden kann, indem man es einfach in die passende Buchse einsteckt. Ebenso ist ein Splitterkabel zu finden, mit dem man das am Headset hängende Kabel auch in die Audio- und Mikrophon-Buchse stecken kann. Darüber hinaus sind noch drei Zettel im Lieferumfang enthalten: Einer davon weist darauf hin, dass man drei Monate zusätzliche Garantie bekommt, wenn man sein Produkt bei Creative registriert. Der zweite klärt über die Rechte und Pflichten der weltweiten Garantie auf, während der dritte einen sehr kurzen Überblick über die Funktionsweise des Headsets darstellt.

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Aussehen und Design

Leider ist bereits das Aussehen des Creative SB Inferno Gaming-Headset recht billig, was vor allem daran liegt, dass überall an Material gespart wurde. Die Kopfhörer an sich sind sehr schmal und reichen gerade so, um ein durchschnittlich großes Ohr bequem abzudecken. Für den versprochenen angenehmen Tragekomfort soll wohl die Stoffummantelung sorgen, die jedoch ebenfalls nicht besonders hochwertig wirkt und sowohl an den beiden Ohrenmuscheln sowie als Kopfschutz am Bügel benutzt wird. Der Bügel selbst ist ebenfalls wirklich sehr schmal und wirkt dadurch etwas fragil. Ganz interessant sind die Kopfhörer an sich, da sie etwas über 45 Grad schwenkbar sind und sich damit den verschiedenen Ohrenstellungen anpassen lassen. Natürlich lässt sich der Bügel auch ausfahren, um damit den verschiedenen Größen eines menschlichen Kopfes angepasst zu werden. Ganz schön wirkt allerdings die Farbgebung des Ganzen, denn während das Headset in einem schwarzen Grundton gehalten ist, sind einzelne Metallik-Rot schimmernde Highlights an der Außenseite der Hörer zu sehen. Auf der Innenseite ist die Membran mit rotem Stoff überzogen und auch das rote Kabel bietet eine farbliche Alternative zu dem Grundschwarz.

Verarbeitung und Material

Wie bereits im letzten Absatz angedeutet, ist eher weniger die Verarbeitung, sondern vor allem das Material an sich das Problem des Creative SB Inferno Gaming-Headsets: Der Stoff an den Ohrenmuscheln und am Bügel zieht nicht nur schnell Staub und andere Schmutzpartikel an, sondern franst auch leicht nach wenigen Stunden der Nutzung aus. Ansonsten besteht der Kopfhörer aus Hartplastik, das zwar einen recht stabilen, dennoch billigen Eindruck erweckt. Immerhin ist das ansteckbare Mikrophon in Ordnung und kann problemlos in die richtige, den eigenen Bedürfnissen zuträgliche, Position gebogen werden, wo es auch stabil verharrt. Das Kabel an sich ist in Ordnung, doch die Übergänge vom Kabel zum Headset und zur zwischengeschalteten Bedienung von Lautstärke und dem Mikrophon sind lediglich mit weichem Kunststoff umgeben. Das sorgt dafür, dass man dort am ehesten einen Kabelbruch bekommen wird, obwohl gerade diese Stellen wesentlich besser verstärkt und geschützt werden sollten. Die Bedienungseinheit am Kabel wirkt dafür sehr stabil und auch die Klammer zum Anklippen an das Shirt hinterlässt einen soliden Eindruck. Das Rad zur Einstellung der Lautstärke ist robust und kann präzise in beide Richtungen gedreht werden, sodass man bei der Findung der richtigen Lautstärke kein Problem bekommt.

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Ergonomie & Tragekomfort

Tatsächlich ist der Tragekomfort des Gaming-Headsets zunächst in Ordnung, doch recht schnell lässt sich ein gewisser Druck spüren, der auf den Kopf ausgeübt wird. Das liegt daran, dass die elastische Feder im Bügel zu streng eingestellt ist und nicht stark genug nachgibt, um auch größere Köpfe passend zu unterstützen. Fährt man dann jedoch den Bügel weiter aus, um für etwas Entlastung zu sorgen, so wird auch die Oberseite der Ohrmuscheln mit angehoben und sitzt nicht mehr fest auf den Ohren. Letztendlich sollte man einen eher kleinen bis durchschnittlich großen Kopf besitzen, um einen guten Sitz zu bekommen. Hat man jedoch einen etwas größeren Kopf, bekommt man schnell Schmerzen auf den Ohren. Auch sind die Ohrmuscheln einfach zu klein, um angenehm für jede Form und Größe funktionieren zu können. Wie bereits erwähnt sind die Kopfhörer um bis zu 45° drehbar, was als Pluspunkt vermerkt wird. Eine Geschmackssache ist wohl das Mikrophon, denn das kann zwar einfach ein- und ausgestöpselt werden, hängt jedoch ständig vor dem Gesicht herum, da man es nicht hoch- oder herunterklappen kann. Wer sich also an so etwas stört, muss das Mikrophon immer wieder herausziehen und auf die Seite legen, bis es wieder gebraucht wird. Leicht problematisch ist außerdem die Länge des Kabels, denn mit 1,60 Meter kann man je nach Konfiguration des Schreibtisches und des Standorts des PCs schon schnell Probleme bekommen. Da hilft dann auch oftmals das 18cm lange Splitterkabel nicht weiter. Wer das Headset sogar an die PlayStation 4 im Wohnzimmer anschließen möchte, kommt mit 1,60 Meter ebenfalls nicht sehr weit. Wenigstens ist es mit einem Gesamtgewicht von 200 Gramm recht leicht.

Technische Details

Technisch möchte das Creative SB Inferno Gaming-Headset mit größzügigen 40 Millimeter Full-Spectrum-Treibern überzeugen, die angeblich perfekt auf das Gaming abgestimmt wurden und auch kleinste Details wiedergeben sollen. So ganz funktioniert das jedoch nicht, wie ihr auch weiter unten detailliert im Soundcheck lesen könnt. Der Klang ist oft recht dumpf, davon abgesehen kann sich der Frequenzbereich jedoch sehen lassen: Zwischen 20 und 20.000 Hertz liegt dieser nämlich und gibt damit viele verschiedene Töne wieder. Ebenso reicht die Leistung aus, wenn ihr eher im Casual-Bereich unterwegs seid und nicht gerade in Counterstrike die Schritte eurer Gegner hören müsst. Immerhin kann der Klinken-Stecker sowie das Splitterkabel überzeugen, mit dem man das Headset bequem und unkompliziert anschließt. Außerdem sollen auch einige Mobilgeräte mit dem Headset nutzbar sein, eine genaue Liste ist jedoch nicht zu finden. Außerdem kann man aus dem eben genannten Grund auch mit einer etwas niedrigeren Impedanz rechnen, doch auch hier bleibt Creative einen genauen Wert schuldig.

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Soundcheck

Bitte Beachten! Sound nimmt jeder Mensch unterschiedlich wahr, weshalb ein Soundcheck immer stark subjektiv ist. Wir versuchen, unseren Eindruck der einzelnen Headsets so objektiv wie möglich zu vermitteln. Wir sind audiophil und hören verschiedene Töne sehr genau. Was für uns perfekt oder nicht perfekt klingt, kann für einen anderen das komplette Gegenteil sein!

Rock / Folk Rock: Saltatio Mortis – Eulenspiegel (295 Kbit/s)
Das Besondere an dem Rock-Folk-Song Eulenspiegel von Saltatio Mortis ist, dass ein sehr breites Spektrum an verschiedenen Instrumenten genutzt wird, um einen schönen Klang zu erzeugen. Aus diesem Grund eignet sich der Song auch perfekt, um die Schwächen des Headsets aufzuzeigen: Während das Schlagzeug, der Sänger sowie die E-Gitarre passend wiedergegeben werden, sind vor allem die hohen Töne der Dudelsäcke und der Flöten nur unsauber zu hören. Entweder sind sie zu leise oder sorgen bei höherer Lautstärke für ein Kratzen in der Musik. Außerdem dröhnen die Kopfhörer schnell, sobald man eine bestimmte Lautstärke erreicht.

Metal / Power Metal: Hammerfall – Hammerfall (Songname = Bandname) (192 Kbit/s)
Das vielleicht bekannteste Lied der Metal-Gruppe Hammerfall ist unter dem Bandnamen bekannt geworden und besitzt schnelle und harte Gitarrenriffs sowie ein prägnantes Schlagzeug. Auch hier sind die Probleme des Inferno von Creative schnell erkennbar: Die helle Stimme des Sängers ist zwar klar zu hören, doch E-Gitarre und Schlagzeug vermischen leider schnell zu einem Brei und enden in einem leichten Dröhnen.

Pop: Zaz – Je Veux (320 Kbit/s)
Zaz konnte mit Je Veux einen wunderbaren Sommerhit landen, der allein durch den Beat zum Tanzen auffordert. In Kombination mit der klangvollen Stimme und den untermalenden Instrumenten sorgt das Lied sehr schnell für gute Laune. Das Lied wird passend wiedergegeben, wenn auch hier die allgemeine Dumpfheit zu hören ist. Die verbauten Lautsprecher haben hier allerdings keine Probleme mit Höhen und Tiefen und alle Musikinstrumente sind hörbar, wirken aber eben wie durch einen Schleier gespielt.

Elektro: Flux Pavillion – Bass Cannon (216 Kbit/s)
Flux Pavillion nutzt gerade im Intro zu Bass Cannon eine schnelle Klangwiedergabe, um dann mit Bass und schrillen Tönen eine originelle Sequenz zu erschaffen. Das Lied überfordert allerdings das Headset komplett und nur wer sehr genau hinhört, kann die verschiedenen Zwischensequenzen heraushören. Leider hört man oft nur ein durchgehendes Dröhnen und wenn das Lied wieder auf das Xylophon wechselt, ist ein gewisses Nachdröhnen vorhanden.

Klassik: Beethoven – Für Elise (201 Kbit/s)
„Für Elise“ gehört auch heute noch zu den bekannteste Werken des deutschen Künstlers Beethoven und kann durch die klassische Klaviermusik immer noch überzeugen. Mit den verschiedenen Tönen und Geschwindigkeiten hat das Inferno Gaming-Headset zwar keine Probleme, allerdings muss man auch hier erneut darauf hinweisen, dass die Melodie wirkt, als ob sie hinter einem schweren Vorhang gespielt wird. Leider wirkt sich das negativ auf den Genuss des Musikstücks aus, das durch die klaren Töne auftrumpfen will.

Spiele: Counter-Strike – Global Offensive
Bereits seit einiger Zeit ist Counter Strike – Global Offensive zu einem der wichtigsten eSports-Spiele aufgestiegen. Für erfolgreiche Runden braucht man jedoch nicht nur eine gute Kommunikation mit den Teammitgliedern, sondern muss darüber hinaus auch in der Lage sein, zu identifizieren, woher Schüsse kommen. Außerdem kann man normalerweise auch Schritte von Gegnern hören, was jedoch mit dem getesteten Headset nicht immer funktioniert. Da eine ständige Dumpfheit den Sound überschattet, ist es oftmals schwer, Schritte hinter Wänden zu hören und richtig zuzuordnen. Für Casual-Runden, in denen Geräusche jedoch nicht so wichtig sind, ist das Headset geeignet.

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Mikrofon

Das Mikrofon funktioniert leider überhaupt nicht so, wie man es erwarten würde. Zumindest scheint es bei uns Fehler gegeben zu haben, die auch nicht mit den neuesten Treibern oder anderen Tricks behoben werden konnten. Denn das Mikro ist nicht nur wirklich leise, sondern verzerrt die Stimme auch sehr stark. Oftmals sogar so sehr, dass man damit seine Mitspieler nur stört und ihnen nicht mit hilfreichen Tipps zur Verfügung stehen kann. Hört euch am besten unser Soundbeispiel dazu an, um euch selbst einen Überblick zu schaffen:

Konkurrenzvergleich

Zum Vergleich nehmen wir das HS-260 von Func, das preislich gesehen zwar 30 Euro teurer ist, in der Qualität zumindest in der Theorie jedoch nicht wesentlich besser sein sollte. Allerdings ist es ganz klar das bessere Headset und kann qualitativ in jedem Bereich überzeugen: Das Headset von Creative besitzt ein wesentlich schlechteres Mikrophon und auch die Wiedergabe von Sounds ist durchgehend dumpfer, was gerade bei hellen Tönen sehr stark auffällt. Der Bass ist sehr ähnlich, dafür ist das Func in dem mittleren Bereich jedoch wieder vorne. Auch der Tragekomfort ist beim Func größer, gerade, wenn man keinen kleinen Kopf besitzt. Außerdem besitzt das Func-Headset dicke und recht weiche Ohrpolster, während Creative eher auf eine härterer Abdeckung setzt.

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Persönliches Fazit

Es ist für mich recht schwierig, das Creative SB Inferno Gaming-Headset wirklich als Gaming-Headset anzusehen, denn in allen Bereichen ist es einfach nicht gut genug, um als solches durchzugehen. Ja, man kann es an der PlayStation 4 anschließen und natürlich besitzt es ein schönes Design mit einer schicken Farbgebung, aber das reicht eben nicht. Mein Kopf ist scheinbar zu groß für angenehmen Tragekomfort und die Technik weiß auch nicht zu überzeugen. Wer keinen besonderen Wert auf ein gutes Mikrophon oder besonders guten Sound legt, der bekommt für knapp 40 Euro ein Headset, das dann gerade so befriedigend ist. Allerdings sollte man „Gaming“ dann wirklich nicht zu ernst nehmen, denn dafür reicht die Leistung beim besten Willen nur ganz schwach aus. Das Mikrophon hingegen ist eine wirkliche Enttäuschung, denn es war in unserem Test viel zu leise und verzerrte die Stimme zu stark. Wer also mit diesen Fehlern kein Problem hat und lieber ein preiswertes Headset möchte, der kann zugreifen. Alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen.

Creative SB Inferno Gaming-Headset

Creative SB Inferno Gaming-Headset

Positiv

  • - schöne Optik
  • - Splitterkabel vorhanden
  • - kann an PS4 angeschlossen werden

Negativ

  • - extrem schlechtes Mikrofon
  • - nur für kleine Köpfe geeignet
  • - dumpfe Soundwiedergabe
  • - Ohrenpolster fühlen sich schnell unangenehm an

Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Turtle Beach Ear Force Recon 100

Headsets gibt es auf dem Markt wie Sand am Meer. Die Kosten für ein Headset variieren dabei von spottbillig bis nahezu unbezahlbar. Neben den großen bekannten Herstellern tauchen auch immer wieder neue Firmen am Gamerhorizont auf. Turtle Beach eroberte vor einigen Jahren den Markt und ist mittlerweile ein wichtigster und großer Hersteller von Gaming-Zubehör jeglicher Art. Auf der Gamescom 2014 stellte Turtle Beach die neuen Modelle Ear Force Recon 100 und Ear Force Recon 320 vor. Dem Einsteigermodell Recon 100 möchten wir uns heute widmen und herausfinden, was das günstige Headset bietet.

Lieferumfang & Verpackung

Die Verpackung besticht durch ihre schlichte und dennoch ansprechende Gestaltung. Auf der Front ist eine Abbildung des Headsets zu sehen, sowie das Firmenlogo und der Produktname. Auf der Rückseite sind die wichtigsten Features mit Bildern erläutert und der Lieferumfang wird kurz aufgelistet. Auf der Seitenfläche sind mit kurzen Stichpunkten die wichtigsten Features in acht verschiedenen Sprachen erläutert. Auf Spielereien wie ein aufklappbares Fenster hat Turtle Beach verzichtet und es bei einem schlichten Karton belassen. Widmen wir uns nun dem Inhalt der Verpackung. Unter einer durchsichtigen Plastikhaube verborgen befindet sich das Headset und eine Menge an einzelnen Teilen. Neben dem Headset selbst finden wir ein Mikrofon, ein 3,5mm Klinken-Kabel, ein langes Splitter-Kabel, einen Quick Start Guide in Englisch sowie einen Turtle Beach-Aufkleber. Es ist also nichts Außergewöhnliches in der Verpackung zu finden. Doch es gefällt uns gut, dass Turtle Beach auch bei dem günstigen Einsteigermodell eine Kurzanleitung beilegt und sogar einen Sticker mit hinzupackt. Da haben wir bei wesentlich teureren Headsets schon weniger in der Verpackung gefunden.

Verpackung des Turtle Beach Ear Force Recon 100

das zweite Kabel ist ein 1,2 Meter langer Y-Spliter

Aussehen & Design

Bei dem Ear Force Recon 100 setzt Turtle Beach auf ein typisches Schwarz-Rot-Design wie man es bei Gaming Zubehör des Öfteren findet.  Sowohl beim Kopfbügel als auch bei dem Großteil der Ohrmuscheln wurde auf schwarzen Kunststoff mit Hochglanzoptik gesetzt. Ob einem dieses fingerabdruckanfällige Finish gefällt, liegt wohl immer im Auge des Betrachters. In den Kopfbügel wurde der Schriftzug des Herstellers in eine texturierte Oberfläche eingelassen. Auf der Kopfseite wird der Bügel durch ein Schaumpolster bedeckt, welches mit Stoff überzogen wurde. In gleicher Art und Weise wurden auch die beiden Ohrpolster der Hörmuscheln gearbeitet.

die Ohrmuscheln lassen sich drehen und passen sich somit gut dem Kopf an

lediglich der äußere  Rahmen ist in mattem Schwarz gehalten

Zum Wohl der Gamer setzte Turtle Beach bei dem Stoff nicht auf krabbelndes und für Ohrwasser sorgendes Fleece wie so manch andere Hersteller. Der netzartige Bezug ist luftdurchlässig und fühlt sich angenehm an. Das verwendete Schaummaterial der Polster ist nicht zu weich aber auch nicht zu fest, so dass auch Brillenträger keine Probleme beim tragen des Headsets bekommen. Leider lassen sich die Polster des Recon 100 nicht von den Ohrmuscheln trennen, daher wird man auf eine gründliche Reinigung der Polster wohl oder übel verzichten müssen.

die Ohrmuscheln sind innen mit rotem Stoff verkleidet und tragen das Turtle Beach Logo

Klinkenanschluss und Mirkofonanschluss an der linken Hörmuschel

Das Innere der Hörmuscheln wurde mit rotem Stoff ausgekleidet und bietet, wie auch das Turtle Beach Logo außen, einen schönen Farbakzent. Generell hat Turtle Beach nicht mit Eigenwerbung gegeizt und selbst auf das Mikrofon seinen Namen aufgedruckt. Doch wem dies nicht gefällt und wer das Mikrofon nicht dringend benötigt, der kann es auch einfach entfernen. Das Mikrofon ist wie auch das Audiokabel mit einem 3,5 mm Klinkenanschluss an den linken Hörer angeschlossen. Damit lässt sich das Headset auch ohne weiteres als normaler Kopfhörer im Alltag verwenden. Dass auch das Audiokabel ansteckbar ist, hat uns in diesem Preissegment überrascht. Denn in den meisten Fällen sind solche Features nur hochpreisigen Headsets vorbehalten. Doch Turtle Beach gewährt auch seinen Einsteigern eine einfache Austauschbarkeit im Falle eines Kabelbruches. Das gefällt uns gut und verdient ein Lob an dieser Stelle. Wo wir gerade beim Kabel sind, lohnt es sich einen genaueren Blick darauf zu werfen. Denn Turtle Beach hat sich für zwei von jeweils 1,1 Meter Länge entschieden. Das erste Kabel besitzt am Anfang und am Ende einen vierpoligen 3,5 mm-Klinkenstecker. Das heißt, es wird über den einen Stecker sowohl Stereosignal als auch Mikrofonsignal geleitet. Damit könnte man es auch an kombinierte Audiobuchsen anstecken wie sie in Smartphones oder Tablets zu finden sind. Des Weiteren ist in diesem Kabel die Fernbedienung angebracht, mit der man das Mikrofon muten und die Lautstärke regulieren kann. Für die Benutzung am PC verwendet man das zweite Kabel, welches das Signal von dem vierpoligen Stecker auf zwei  dreipolige Stecker splittet. Damit erhält man die üblichen zwei 3,5 mm-Klinkenstecker für Kopfhörer und Mikrofon. Bei der Verwendung beider Kabel stehen einem also 2,2 Meter Kabel zur Verfügung. Das ist eine beachtliche Länge und sollte auf für den größten Schreibtisch locker ausreichen.

das zweite Kabel ist ein 1,2 Meter langer Y-Spliter

Fernbedienung des Recon 100 zum Muten und Lautstärke regulieren

Verarbeitung & Material

Der verwendete Kunststoff macht einen nicht all zu hochwertigen Eindruck. Jedoch konnten wir, bis auf die Stelle an der sich der Kopfbügel verstellen lässt, keine scharfen Kanten oder Grate am Recon 100 feststellen. Das Material im Inneren des Kopfbügels ist ebenfalls Kunststoff. Wenn man das Headset größer stellt, kommt ein sehr dünner profilierter Kunststoffbügel zum Vorschein. Dieser ist ziemlich filigran und sieht nicht aus, als würde er den Rageanfall von einem waschechten Gamer überleben.  Die verwendeten Materialien bei den Ohrpolstern gehen hingegen absolut in Ordnung.

der Kopfbügel ist dünn und aus Kunststoff

die Polster sind aus einem netzartigen atmungsaktiven Stoff

Bei einem so günstigen Einsteigermodell wäre es wohl etwas zuviel des Guten Leder oder ähnliches zu erwarten. Bei den Kabeln verzichtet Turtle Beach auf eine Stoffummantelung und setzt stattdessen auf ein ziemlich dickes und steifes Kabel. Da das Kabel so steif ist, übertragen sich die Geräusche, wenn das Kabel an der Kleidung oder am Tisch reibt, stark auf die Kopfhörer. Wahrnehmbar ist das zum Glück nur, wenn man gerade keinen Sound wiedergibt. Insgesamt kann man sagen, dass das Recon 100 gut verarbeitet wurde und die Materialien dem Preisniveau entsprechen.

Ergonomie & Tragekomfort

Auf den ersten Blick sieht das Turtle Beach Recon 100 minimalistisch aus und lässt nicht den Tragekomfort vermuten, den das Headset bietet. Dank der angenehmen Polster an Kopfbügel und Hörern hatten wir auch nach mehreren Stunden ein gutes Gefühl beim Tragen. Allerdings braucht das Headset ein bis zwei Tage, um wirklich angenehm zu sein. Denn frisch ausgepackt ist der Anpressdruck des Kopfbügels ein wenig zu hoch. Dieses Problem gibt sich aber schon nach wenigen Tagen. Dank der sich drehenden Ohrmuscheln passt sich das Headset gut dem Kopf an und drückt an keiner Stelle. Potentielle Käufer sollten sich jedoch vor Augen halten, dass das Recon 100 nicht unbedingt für große Köpfe geeignet ist. Sobald der Kopf etwas größer ist als der Durchschnitt, muss man den Bügel auf die maximale Größe einstellen. Auf der kleinsten Stufe hingegen könnten auch Kinder das Headset ohne Probleme tragen.
Die Kabellänge ist mit insgesamt 2,4 Metern mehr als ausreichend. Selbst bei einem großen Schreibtisch bleibt genügend Bewegungsfreiheit, um ungestört zocken zu können.

Technische Details

Der Sound wird im Ear Force Recon 100 von zwei 50 Millimeter großen Neodymium-Treibern erzeugt. Diese sollen für volles Klangspektrum sorgen und den Frequenzereich von 20 Hz bis 20 kHz abdecken. Das hochsensible Mikrofon besitzt eine unidirektionale Charakteristik und lässt sich vom Headset abnehmen. Wir hätten uns für das Mikro einen Ploppschutz gewünscht, da es bei maximaler Empfindlichkeit viele Nebengeräusche mit einfängt. Alle 3,5 mm-Klinkenstecker wurden vergoldet, um einen verlustfreien Signaltransport zu gewährleisten. Mit einem Gesamtgewicht von gerade einmal 399 Gramm ist das Recon 100 ein echtes Leichtgewicht unter den Headsets.

Soundcheck

Bitte beachten! Sound nimmt jeder Mensch unterschiedlich wahr, weshalb ein Soundcheck immer stark subjektiv ist. Wir versuchen, unseren Eindruck der einzelnen Headsets so objektiv wie möglich zu vermitteln. Wir sind audiophil und hören verschiedene Töne sehr genau. Was für uns perfekt oder nicht perfekt klingt, kann für einen anderen das komplette Gegenteil sein!

Rock / Folk Rock: Saltatio Mortis – Eulenspiegel (295 Kbit/s)

Der Folk-Rock-Song von Saltatio Mortis stellt hohe Ansprüche an die Qualität der Soundwiedergabe. Der bunte Mix aus E-Gitarren, Schlagzeug, Dudelsäcken und Pfeifen sorgt dafür, dass viele Töne gleichzeitig abgespielt werden. Mit dem breiten Klangspekturm kommt das Recon 100 weitestgehend klar. Die Dudelsäcke sowie die E-Gitarren kommen gut zu Geltung. Die Mitten und die Tiefen sind deutlich stärker als die Höhen, dadurch werden die Pfeifen in einigen Parts in den Hintergrund gedrängt.

Metal / Power Metal: Hammerfall – Hammerfall (Songname = Bandname) (192 Kbit/s)

Hammerfall macht mit seinem gleichnamigen Song richtig Druck. Die harten Gitarrenklänge werden von schnellen Doublebass-Passagen begleitet. Das Headset hat in diesem Song deutliche Probleme mit den schnellen Bassschlägen. Es ist nur ein dumpfes Grollen zu vernehmen. Wirklich differenzierte und kraftvolle Bassschläge schafft das Recon 100 leider nicht. Die Mitten und der Gesang werden kraftvoll wiedergegeben. Doch sie drängen abermals die hohen Gitarrenklänge in den Hintergrund.

Pop: Zaz – Je Veux (320 Kbit/s)

Unser Gute-Laune-Lied Je Veux von Zaz sorgt mit seinen schwingenden Tonlagen, den vielen Klangelementen und der charakteristischen Stimme dafür, dass es nicht nur gut ins Ohr geht, sondern auch so manches Headset an seine Grenzen treibt. Das Ear Force Recon 100 schlägt sich bei diesem Song wirklich gut. Die Stimme der Sängerin dringt klar ins Ohr und die Höhen schaffen es, nicht einzubrechen. Bei hoher Lautstärke begann die Stimme der Sängerin etwas zu kratzen. Jedoch war die Wiedergabe dann so laut, dass sich diese Lautstärke kaum jemand dauerhaft antun würde.

Elektro: Flux Pavillion – Bass Cannon (216 Kbit/s)

Tiefe anhaltende Bässe, schrille Elektropassagen gepaart mit Xylophonklängen machen den Track von Flux Pavillion aus. Sowohl den weichen Bass als auch die durchdringenden Höhen werden sauber wiedergegeben. Auch die Vocals arbeitet das Recon 100 klar heraus. Elektro-Tracks dürften die Stärken des Recon 100 sein, solange der Bass nicht zu trocken sein muss.

Klassik: Beethoven – Für Elise (201 Kbit/s)

Bei den abertausenden Musikrichtungen der heutigen Zeit möchten wir uns auf auch auf ein klassisches Werk wie „Für Elise“ von Beethoven besinnen. Die tieferen Klänge des Pianos legen sich im Verhältnis schwer über die hohen Töne und dämpfen somit die Klänge und auch den Hörspaß. Die sanften und leiseren Töne werden gefühlt weniger gut übertragen als es bei den kräftigeren Tönen der Fall ist.

Spiele: Battlefield – Battlefield 4

Nun aber wollen wir uns dem eigentlichem Zweck eines Gaming-Headsets widmen: dem Zocken. Battlefield 4 bietet eine grandiose Soundkulisse und stellt damit hohe Anforderungen an ein Headset. Fahrzeuggeräusche, Schüsse und Rufe der Soldaten werden gut wiedergegeben und vermitteln das Gefühl mitten drin statt nur dabei zu sein. Explosionen von Granaten, Raketen oder Panzergeschossen hingegen klingen zu dumpf und weich. Der Bass könnte hier trockener und härter sein. Bei Shootern wie Battlefield, Counter Strike und Co. ist die Möglichkeit der akustischen Ortung genau so wichtig wie das Sounderlebnis. Mit dem Recon 100 von Turtle Beach gelang uns dies gut. Sowohl Schüsse als auch Schritte konnten ohne Probleme einer Richtung zugeordnet werden. Wer auf diesen Punkt sehr viel Wert legt, sollte sich unter Umständen das Recon 360 mit Surround Sound näher anschauen.

Mikrofon

Turtle Beach gibt an, bei dem Recon 100 ein hochsensibles Mikrofon verbaut zu haben. Dies konnten wir schnell bestätigen. Sowohl im Teamspeak als auch bei der Aufnahme überzeugte das Recon 100 mit einer guten Lautstärke. Dabei war die Mikrofonverstärkung in den Systemeinstellungen natürlich deaktiviert. Doch wie so oft gilt, wo Licht ist, ist auch Schatten. Aufgrund der hohen Sensibilität werden auch Störgeräusche verstärkt aufgenommen. Dadurch kommt es bei dem Headset öfters zu Plopp- und Atemgeräuschen. Mit einem Stoffüberzug hätte Turtle Beach hier eventuell Abhilfe schaffen können. Da im Falle eines Mikrofontests Töne viel mehr sagen als Worte, haben wir einen Text mit den unterschiedlichen Mikrofonen der bisher getesteten Headsets eingelesen.

Persönliches Fazit

Die stoffbezogenen Ohrpolster, die gute Verarbeitung und auch die drehbaren Höhrmuscheln sorgen beim Recon 100 für einen guten Tragekomfort. Selbst bei langen Zockersessions gewährt das Headset ein angenehmes Tragegefühl. Auch hat uns gut gefallen, dass sich sowohl Mikrofon als auch Kabel entfernen lassen. Dank des zweiteiligen Kabels mit vierpoligem Anschluss im ersten Teil, ist das Headset auch mit Mobilgeräten wie Smartphones oder Tablets kompatibel. Bei der Musikwiedergabe hat sich das Turtle Beach Headset ganz gut geschlagen. Kleinere Schwächen mussten wir ihm bei den Bässen und bei leisen Tönen bescheinigen. Die Tiefen sind zu weich und überdecken an mancher Stelle andere Töne. Beim Gaming machte das Headset eine gute Figur. Hier hätten wir uns lediglich etwas intensivere Explosionen gewünscht. Alles in allem ist das Ear Force Recon 100 ein solides Headset, welches seinen Preis wert ist. Interessenten mit größerem Kopf sollten sich jedoch nach einer Alternative wie dem Func HS-260 umschauen, da der Kopfbügel des Recon 100 ziemlich klein geraten ist.

  

Turtle Beach Recon 100

49,99 €
Turtle Beach Recon 100

Positiv

  • - gute Verarbeitungsqualität
  • - hoher Tragekomfort
  • - abnehmbares Mikro und Kabel
  • - vierpoliger Klinkenanschluss für Mobilgeräte
  • - drehbare Ohrmuscheln

Negativ

  • - dünner Kopfbügel
  • - weiche und matschige Tiefen
  • - nicht für große Köpfe geeignet

Hier  könnt ihr aktuelle Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx – Team

Test/Testbericht: CM Storm Resonar

Ein gutes Headset ist für einen Zocker mindestens genau so wichtig wie eine gute Maus oder eine gute Tastatur. Doch auch unterwegs möchte der ein oder andere ordentlichen Sound genießen. Das CM Storm Resonar ist ein In-Ear-Headset, welches als Nachfolger für das CM Storm Pitch antritt. Es soll sowohl zum Spielen, als auch zum Musik Hören bestens geeignet sein. Außerdem verspricht die patentierte BassFX-Technologie eindrucksvolle Bässe trotz der kleinen Treiber. Ob das Headset dadurch zum kleinen Klangwunder wird, oder ob es sich dabei vielleicht nur um einen Marketingtrick handelt, wollen wir heute für euch herausfinden.

Verpackung & Lieferumfang

CM Storm Resonar

CM Storm Resonar

 

Das CM Storm Resonar Headset ist ein einer kleinen, weitestgehend schwarzen Box verpackt. Auf der Vorderseite ist eine Abbildung des Headsets auf den Karton geklebt, unter welcher der silber glänzende Aufdruck des Produktnamen zu finden ist. Auf der Rückseite geben vier Bilder Auskunft über den Lieferumfang des Headsets. Darunter werden in englischer Sprache die wichtigsten Features des Headsets beworben. Gefallen hat uns der etwas versteckte Klappmechanismus. Die rechte Seite der Box wird von einem kleinen Magneten fixiert. Wenn man diese löst, klappt die Vorderseite der Box beiseite und man erhält einen Blick auf die Kopfhörer und deren Hardcase. Desweiteren befinden sich auf der Innenseite Angaben zu den technischen Daten und ein Diagramm, das den Effekt der BassFX-Technologie verdeutlichen soll.
Der Lieferumfang des Sets besteht aus einer schwarzen Transportbox, einem Y-Adapter, welcher als Splitter für Mikrofon und Kopfhörer dient, austauschbare Ear Tip in mehreren Größen sowie eine ausführliche Bedienungsanleitung in englischer Sprache.

Aussehen & Design

Der Grundkörper der CM Storm In Ears besteht aus schwarz eloxiertem Aluminium, auf welchem der Herstellername zu sehen ist. CM Storm hat es dem Benutzer leicht gemacht und die Kopfhörer mit farbigen Ringen markiert. Der linke Hörer trägt die blaue Markierung und der rechte Hörer die rote Markierung. Das ewige Rätseln, welcher Hörer auf welche Seite gehört, hat damit endgültig ein Ende. Um ganz sicher zu gehen, hat CM Storm am gummierten Kabeleingang extra noch ein R und ein L eingeprägt. Die Rückseiten der Kopfhörer bilden die Drehräder, mit denen man den Bass entweder normal wiedergibt oder ihn durch die BassFX-Technologie verstärkt. Verbunden wird das In-Ear-Headset über ein 1,3 Meter langes rotes Flachbandkabel, an dessen Ende ein 3,5mm Klinkenanschluss sitzt. Das Flachbandkabel fühlt sich hochwertig an und sorgt dafür, dass sich das Headset weniger schnell verknotet. Am Kabel des linken Hörers befindet sich eine kleine Fernbedienung, mit der man Anrufe entgegennehmen und auch Musik abspielen kann. Voraussetzung dafür ist selbstverständlich ein geeignetes Endgerät. In unserem Fall haben wir diese Funktionen mit einem Nokia Lumia 830 überprüft und konnten keinerlei Probleme feststellen. Außerdem besitzt die Fernbedienung ein eingebautes Mikrofon, mit welchem ihr telefonieren oder eben chatten könnt.

CM Storm Resonar

CM Storm Resonar

Der 3,5 mm Klinkenstecker wurde vergoldet und besitzt, wie auch die Höhrer selbst, ein Aluminiumgehäuse. Dieses besteht allerdings mehr oder weniger aus einer aufgesteckten Hülse, welche mit dem darunter liegenden Kunststoff verklebt wurde. Bei unserem Exemplar hat diese Klebeverbindung nur schwach gehalten. Denn nach wenigen Benutzungen löste sich die Hülse. Die Headsets werden in großer Stückzahl produziert und unterliegen, wie jedes andere Gerät, einer gewissen Serienstreuung. Nach weiteren Recherchen gehen wir schlussendlich von einem Einzelfall aus.

CM Storm Resonar

CM Storm Resonar

Die Hardcase-Transportbox des CM Storm Resonar ist ein weiteres schönes Gimmick, welches den Gesamteindruck abrundet. Die Box ist gut Verarbeitet und verfügt im Inneren über ein kleines Netz, in welchem der Y-Splitter und die zusätzlichen Ear Tips untergebracht sind. Unserer Meinung nach eine wirklich praktische Sache, da somit ausgeschlossen ist, dass ihr das Zubehör beim Öffnen der Box verliert.

Ergonomie & Tragekomfort

Durch die aus Aluminium gefertigten Gehäuse und das dickere Flachbandkabel hat das CM Storm Resonar ein etwas höheres Gewicht von 21,4 Gramm. Beim Tragen stört das jedoch nicht. Vorraussetzung dafür ist jedoch die richtige Wahl der Ear-Tip-Größe. Wer zu große Ear-Tips verwendet, muss möglicherweise ein unangenehmes Druckgefühl in Kauf nehmen. Bei zu kleinen Tips hingegen rutschen die Höhrer schnell aus dem Ohr. Die richtige Wahl der Ear-Tips ist aber auch ausschlaggebend für die Klangqualität des Headsets. Das rote Flachbandkabel ist deutlich dicker und widerstandsfähiger als die dünnen Kabel von günstigen Headsets. Dadurch kommt es seltener zu Kabelbrüchen und das Kabel verfitzt sich nicht so schnell. Doch das dickere Kabel hat auch einen kleinen Nachteil. Es ist deutlich störrischer und nicht so flexibel wie ein Rundkabel. Wir empfehlen daher das Kabel des Headsets unter der Kleidung zu tragen. Denn wenn das Kabel an Jacke oder Pullover kratzt, übertragen sich diese Geräusche über das Kabel direkt ans Ohr.

Technische Details

Das CM Storm Resonar verfügt über 8mm Treiber, welche mit der patentierten BassFX-Technolgie versehen sind. Denn die BassFX-Technolgie verändert den Sound nicht über irgendwelche Equalizer-Einstellungen sondern genau dort, wo der Sound entsteht, nämlich an den Treibern. Mit dem Drehrad auf den Hörern kann die Position des Treibers im Inneren verändert werden. Durch das sich verändernde Volumen ergibt sich ein unterschiedliches Resonanzverhalten, welches die Ursache für den Klangunterschied ist. CM Storm geht damit einen interessanten Weg, ob das Resultat überzeugen kann, werden wir noch in unserem Klangtest sehen. Die Treiber des Headsets sollen einen Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz abdecken. Die Impedanz beträgt laut Datenblatt 20 Ohm.
Das in die Fernsteuerung integrierte Mikrofon mit Kugelcharakteristik weist eine Sensibilität von -44 dB (+/- 4 dB) auf und arbeitet im Frequenzbereich von 100 bis 10000 Hz. Das Signal-Rausch-Verhältnis beläuft sich auf mindestens 58 dB(A).

Soundcheck

Bitte Beachten! Sound nimmt jeder Mensch unterschiedlich wahr, weshalb ein Soundcheck immer stark subjektiv ist. Wir versuchen, unseren Eindruck der einzelnen Headsets so objektiv wie möglich zu vermitteln. Wir sind audiophil und hören verschiedene Töne sehr genau. Was für uns perfekt oder nicht perfekt klingt, kann für einen anderen das komplette Gegenteil sein!

Rock / Folk Rock: Saltatio Mortis – Eulenspiegel (295 kbit/s)

Wir haben Saltatio Mortis mit Eulenspiegel seit jeher in unserem Soundcheck, denn die Kombination aus Dudelsäcken, E-Gitarren und Schlagzeug verlangt den Headsets in Sachen Dynamik alles ab. Mit deaktivierter BassFx-Technologie bringt das CM Storm einen sehr ausgewogenen neutralen Klang mit sich. Hohe Töne von Dudelsäcken und Pfeifen gibt das Headset glasklar wieder. Auch die Tiefen werden angenehm differenziert wiedergegeben. Nur in den Mitten hat das Headset ein wenig zu kämpfen. Darunter leiden vor allem die Parts mit Gesang und E-Gitarren im Hintergrund. Aktiviert man die BassFX-Technolgie, werden die Mitten noch mehr verschluckt und die Tiefen verlieren an Details. Für diese Musikrichtung bringt die BassFX-Technologie also keine Vorteile.

Metal / Power Metal: Hammerfall – Hammerfall (192 kbit/s)

Harte Gitarren-Riffs und schnelle Doublebass-Parts. Ja bei Hammerfall geht es richtig zur Sache. In den Parts mit Schlagzeug und Gesang kann das CM Storm auf voller Länge überzeugen. Gerade mit den schwierigen Doublebass-Passagen kommt das Headset sehr gut zurecht. Die Gitarren sind uns auch bei diesem Song etwas zu unsauber. Aktiviert man die BassFX-Technologie, gewinnt die Stimme des Sängers deutlich an Kraft und die Bässe schlagen noch direkter zu. Leider verschlucken die breiteren Tiefen noch mehr Details der mittleren Tonlagen.

Pop: Zaz – Je Veux (320 kbit/s)

Je Veux von Zaz ist immer wieder eine Freude beim Testen eines Headsets. Das Lied strotzt vor Lebensfreude und fordert unsere Testexemplare durch den hohen Dynamikumfang heruas. Das CM Storm Resonar läuft bei diesem Song zur Bestform auf. Die hohe Stimme meistert das Headset ohne Probleme und auch die kleinsten Details in den Instrumenten hört man glasklar heraus. Nach wenigen Sekunden möchte man aufspringen und durch den Raum tanzen. Doch daran hinderte uns zum Glück das Kabel. Mit aktivierter BassFX-Technologie gewinnt das Lied noch etwas mehr Dynamik und wirkt insgesamt etwas weicher.

Elektro: Flux Pavillion – Bass Cannon (216 kbit/s)

Im Elektrokracher von Flux Pavillion lässt das CM Storm deutlich spüren, dass es auf den Gamingbereich optimiert wurde. Die Bässe schlagen hier gnadenlos zu und übertrumpfen damit zu oft die Vocals. Gerade mit aktiviertem BassFX sind die Tiefen zu stark und verschlucken sehr viele Details. Die hohen Xylophon-Töne kann das Resonar jedoch sehr sauber wiedergeben.

Klassik: Beethoven – Für Elise (201 kbit/s)

Lassen wir nun etwas Kultur walten und widmen uns Beethovens wohl bekanntestem Stück „Für Elise“. In dem klassischen Stück müssen die Headsets ihre Balance unter Beweis stellen. Das CM Storm Resonar glänzte mit glasklaren Höhen und detailreichen Tiefen. Die matschigen Mitten verhindern jedoch den wahren Musikgenuss. Mit aktiviertem BassFX wird die Situation nur noch verschlimmert. Die angehobenen Tiefen legen sich über die Mitten und lassen diese vollends untergehen.

Spiele: Counterstrike – Global Offensive

Auch im neuen Ableger der Counterstrike-Reihe ist es enorm wichtig, den Gegner akustisch orten zu können. Denn das Wissen, ob hinter der Ecke ein Gegner auf einen wartet oder nicht, entscheidet meist über Leben und Tod. Das CM Storm Resonar erledigte in der Hinsicht seine Aufgabe sehr gut. Natürlich kann man die Leistung nicht mit einem Surroundsound-Headset vergleichen, doch das sollte dem potentiellen Kunden schon vor dem Kauf klar sein. Die Klangkulisse wird eindrucksvoll wiedergegeben und Explosionen und Schüsse bekommen mit aktiviertem BassFX noch mehr Kraft. Beim Zocken ist die BassFX-Technologie durchaus eine gelungene Sache.

Mikrofon

Das Mikrofon des CM Storm Resonar bietet eine ausreichende Qualität bei guter Lautstärke. Die Stimmen werden wenig bis gar nicht verzerrt und Hintergrundgeräusche dringen nur in Maßen durch. Für den Kommunikationspartner wird es jedoch unangenehm, wenn das Mikrofon an der Kleidung reibt. Denn dann ist außer lautem Kratzen nicht mehr viel zu hören.

Persönliches Fazit

Es ist, wie bei vielen Dingen im Leben, eine Eier legende Wollmilchsau gibt es leider nicht. Ebenso gibt es kein Headset, welches guten Musikgenuss mit neutralem Klang bietet und gleichzeitig ein super Gaming-Headset ist. Das CM Storm Resonar ist zum Musik Hören definitiv geeignet. Bei den meisten Musikrichtungen lässt man die BassFX-Technologie aber besser deaktiviert. Jedoch werden echten Musikenthusiasten die Mitten auch mit der Standardeinstellung zu matschig sein. Im Gamingversuch waren wir überrascht von der Kraft der kleinen In-Ears. Die gewaltige Soundkulisse wurde eindrucksvoll wiedergegeben und lies richtig Laune aufkommen. Das Headset sitzt auch nach langem Tragen angenehm im Ohr und fühlt sich sehr hochwertig an. Zusammenfassend kann man sagen, dass es für viele Gamer, die zum Beispiel oft mit dem Laptop unterwegs sind, eine echte Alternative ist. Denn mit dem CM Storm hat man immer zugleich Kopfhörer für Musik und ein Gaming-Headset dabei. Im Gegenzug muss man sich jedoch auf den Kompromiss bei der Klangqualität einlassen. Für alle Gamer, die genau so etwas suchen, gibt es das CM Storm Resonar bereits ab 45,33€ bei Amazon zu kaufen. In Bezug auf diesen günstigen Preis ist die Klangqualität, die Verarbeitung sowie die Flexibilität sehr gut. Daher hat sich das CM Storm Resonar unseren Preis-/Leistung-Tipp verdient.

PreisLeistungsTIPP Award

 

CM Storm Resonar

45,33
CM Storm Resonar

Positiv

  • - neutraler Klang bei deaktiviertem BassFX
  • - gute Verarbeitungsqualität
  • - mit Transportcase und Y-Splitter
  • - gut fürs Gaming geeignet

Negativ

  • - kleinere Schwächen bei den Mitten
  • - BassFX-Rad schwergängig

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euer Hardbloxx – Team

Test/Testbericht: Gigabyte Force H3X

Gaming-Headsets sollen eigentlich nur zwei Dinge erledigen: Die perfekte Wiedergabe von Geräuschen sowie eine ungetrübte Kommunikation via eingebautem Mikrofon. Aber natürlich ist auch der Tragekomfort sehr wichtig. Die Grundvoraussetzungen dafür bringt das Gigabyte Force H3X schon einmal mit. In unserem Test haben wir es auf Herz und Nieren überprüft und können euch nun näher berichten, wo genau die Vor- beziehungsweise Nachteile des Headsets liegen.

Verpackung & Lieferumfang

Rein optisch gesehen, ist die Verpackung des Force H3X ein absolutes Highlight und weiß durch eine elegante Form- und Farbgebung zu überzeugen. Das beginnt bereits mit der Außenhülle, die in einem schicken Schwarz gehalten ist und auf der Vorderseite ein Fenster besitzt, mit dem man einen Blick auf das in dickem Plastik eingeschweißte Headset bekommt. Direkt daneben ist auf der Front ein Abbild des Headsets vorhanden, das mit einem leichten blauen Schimmer „gehighlightet“ wurde. Darüber hinaus ist ein Hinweise mit der Aufschrift „Extreme Bass“ sowie eine Plakette vorhanden, die auf die 500mm Lautsprecher hinweist. Während die beiden Seiten relativ schlicht gehalten sind, ist vor allem die Rückseite interessant, denn dort werden einige wichtige Funktionen des Produkts aufgelistet und näher erklärt. Dazu gehören zum Beispiel das faltbare Design, die 360 Grad drehbaren Kopfhörer sowie das ausziehbare Mikrophon. Sobald man die Verpackung am oberen Ende geöffnet hat, kann man das Headset einfach mitsamt des Hartplastiks herausnehmen und aus diesem auslösen. Mit im Lieferumfang enthalten sind zudem noch ein schwarzer, aus Stoff bestehender, Sack mit einem Auge als Emblem, in dem man das Headset aufbewahren und herumtragen kann. Außerdem ist noch ein hochwertiges Putztuch enthalten, das zum Reinigen des Headsets gedacht ist. Eine Bedienungsanleitung sucht man leider vergebens und auch Software oder Ähnliches ist nicht vorhanden.

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Aussehen und Design

Beim Aussehen fällt zunächst auf, dass das Force H3X von Gigabyte recht schmal designt wurde und dadurch auch vom Gewicht her nicht besonders schwer ist. Der Bügel ist ebenfalls recht schmal, genauso wie die Kofhörer an sich. Diese besitzen jedoch eine Sechs-Kanten-Form und sind dadurch perfekt für das menschliche Ohr geeignet. Das fällt erst beim Aufsetzen auf, denn dann umschließen die Ohrmuscheln das Ohr perfekt und isolieren es sehr schalldicht. Aufgeklappt sieht das Gigabyte-Headset wie ein ganz normaler Gaming-Kopfhörer aus, doch mit ein wenig Druck können die gepolsterten Boxen nach innen geklappt werden. Dadurch ist die gesamte Konstruktion sehr kompakt und kann sehr einfach und bequem transportiert werden – zum Beispiel im mitgeliefertem Stoffsack. Ebenfalls recht witzig ist das Mikrophon versteckt: Das wurde nämlich im linken Kopfhörer eingelassen und kann bei Bedarf ausgezogen werden. Allerdings ist das Kabel relativ kurz, sodass es nicht, wie bei anderen Headsets, bis vor das Gesicht reicht, sondern schon bei der Wange endet. Das Kabel ist ebenfalls relativ schmal und flexibel, wirkt darüber hinaus jedoch sehr fragil – vor allem an den Anschlüssen. Zur Kontrolle von Lautstärke und Mikrophon wurde ein Bedienungsteil integriert, mit dem man stufenlos die Lautstärke einstellen kann und das Mikrophon ein- beziehungsweise ausschaltet. Zudem sind die Kopfhörer um 360 Grad drehbar, sodass man sie perfekt der Stellung der eigenen Ohren anpassen kann.

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Verarbeitung und Material

Beim benutzten Material gibt es kaum negative Sachen zu nennen: Das Headset besteht im Außengerüst aus edlem Hartplastik, das sowohl am Bügel, als auch an den Kopfhörern selbst sehr stabil wirkt. Um mehr Komfort gewährleisten zu können, wurde an der oberen Innenseite des Bügels eine Polsterung verbaut, das die Schädeldecke ein wenig vom Hartplastik trennt und so auch nach Stunden der Nutzung mögliche schmerzhafte Probleme verhindert. Wesentlich fragiler wirken hingegen die Scharniere an den beiden Seiten, mit denen die Kopfhörer eingeklappt werden können. Allerdings konnten wir dort während unseres Testes keine Probleme feststellen. Noch fragiler wirkt allerdings das Kabel, mit dem Audio- und Mikrofoneingang angeschlossen werden: Es wurde mit einem recht dünnen Plastik überzogen, was zumindest augenscheinlich so aussieht, als ob es bei größeren Belastungen sofort nachgeben würde. Gerade die Übergänge von Headset zum Kabel, zu den Anschlüssen sowie zu der Bedienung für Lautstärke und Mikrophon sehen so aus, als ob dort schnell ein Kabelbruch entstehen könnte. Andere Hersteller arbeiten mit verstärktem Kunststoff, was auch wesentlich effektiver ist. Der im Kabel integrierte Regler ist sehr stabil und angenehm in der Nutzung, jedoch ist die auf der Rückseite befindliche Klammer nur sehr schwer an der Kleidung zu befestigen, da sie einfach nur aufgesteckt werden kann und kein Klipp-Verschluss besitzt.

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Ergonomie & Tragekomfort

Dass der erste Eindruck täuschen kann, konnten wir in unserem Test mal wieder feststellen: Zunächst sah das Force H3X sehr minimalistisch aus, weshalb man zunächst vermuten könnte, dass sich dies negativ auf den Tragekomfort auswirkt. Allerdings konnten wir feststellen, dass die Polsterung absolut ausreichend ist und genau die Stellen am Kopf schützt, die auch nach vielen Stunden Spielzeit beansprucht werden. Der Kopfhörer kann bei Bedarf ausgefahren werden, wodurch das Headset für kleine wie für große Köpfe geeignet ist. Das Kunstleder wurde perfekt ausgepolstert, wodurch die Hörer ein sehr angenehmes Gefühl hinterlassen und den Tragekomfort erhöhen. Wie bereits erwähnt, sind sie zudem um 360 Grad drehbar, wodurch man die Stellung perfekt an die eigenen Ohren anpassen kann. Das sorgt  für eine hervorragende Ergonomie. Mit einem Gewicht von 310 Gramm ist es recht leicht, was ebenfalls dazu beiträgt, dass man es stundenlang nutzen kann, ohne mit Problemen rechnen zu müssen. Etwas enttäuschend ist die Kabellänge, die bei zwei Metern liegt und damit lediglich dafür geeignet ist, das Headset direkt am PC einzusetzen. Wer also von der Couch aus spielen möchte oder sich einfach mal etwas weiter zurücklehnen will, um einen Film zu genießen, hat hier mitunter schon Probleme.

Technische Details

Im Headset wurden zwei 50mm Neodymium-Magnet-Lautsprecher verbaut, die für einen leistungsstarken Klang sorgen sollen und einen Frequenzbereich von 20 Hz bis zu 20 KHz abdecken. Die Sensitivität der Lautstärke liegt bei 118 dB. Das unidirektionale Mikrofon ist für eine möglichst klare Sprachkommunikation gedacht. Es besitzt vier 2.0mm Treiber und arbeitet mit einer Frequenzwiedergabe von 100Hz im Minimum bis hoch zu 10 KHz. Der maximale Power-Input liegt bei 50 mW. Außerdem können die beiden 3,5mm-Anschlüsse überzeugen, die für maximale Leistung vergoldet wurden und für einen verlustfreien Signaltransport gedacht sind. Mit den 310 Gramm Gewicht ist es außerdem sehr leicht geraten, wodurch es angenehm auf dem Kopf sitzt. Ein USB-Adapter gehört nicht zum Lieferumfang. Die Impedanz liegt bei 32 Ohm.

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Soundcheck

Bitte Beachten! Sound nimmt jeder Mensch unterschiedlich wahr, weshalb ein Soundcheck immer stark subjektiv ist. Wir versuchen, unseren Eindruck der einzelnen Headsets so objektiv wie möglich zu vermitteln. Wir sind audiophil und hören verschiedene Töne sehr genau. Was für uns perfekt oder nicht perfekt klingt, kann für einen anderen das komplette Gegenteil sein!

Rock / Folk Rock: Saltatio Mortis – Eulenspiegel (295 Kbit/s)

Der Folk-Rock-Song Eulenspiegel von Saltatio Mortis ist ein sehr anspruchsvoller Song, denn der Mix aus E-Gitarren, Schlagzeug, Dudelsäcken und Pfeifen sorgt dafür, dass viele verschiedene Töne gleichzeitig abgespielt werden. Dudelsäcke und die rockigen Teile kann das Headset sehr ordentlich wiedergeben, wenn auch alles leicht dumpf klingt. Allerdings nimmt der dumpfe Sound mit erhöhter Lautstärke etwas ab. Recht schwach werden jedoch die Pfeifen wiedergegeben, die einfach im Hintergrund des restlichen Mixes zu verschwinden scheinen.

Metal / Power Metal: Hammerfall – Hammerfall (Songname = Bandname) (192 Kbit/s)

„Hammerfall“ von der gleichnamigen Band gehört zu den bekanntesten Songs der Gruppe und kann vor allem durch die harten und ehrlichen Riffs der E-Gitarre überzeugen. Während bei diesem Lied Schlagzeug und Sänger sehr klar zu hören sind, hat man allerdings bei den Gitarren-Parts erneut mit einer gewissen Dumpfheit zu kämpfen, die auch durch eine Änderung an der Lautstärke diesmal nicht besser wird. Dafür kommt der Bass in einigen Sequenzen wirklich schön hervor.

Pop: Zaz – Je Veux (320 Kbit/s)

Der poppige Song Je Veux von Zaz ist ein unterhaltsames Lied, das Lust auf Tanzen macht. Eine markante und hohe Stimme, in Verbindung mit schwingenden Tonlagen sorgt dafür, dass er der perfekte Song zum Testen der Sound-Bauteile ist. Probleme hat das Force H3X bei diesem Song eigentlich nicht, selbst beim etwas schrillen Refrain und bei hoher Lautstärke treten keine Probleme auf – abgesehen von der etwas dumpfen Wiedergabe, wie sie vor allem bei der Stimme der Sängerin zu hören ist. Die Musikinstrumente sind dafür recht klar hörbar.

Elektro: Flux Pavillion – Bass Cannon (216 Kbit/s)

Vor allem die schnellen Klänge, in Verbindung mit sehr schrillen Passagen und einem tiefen Bass sind die Grundpfeiler des Lieds Bass Cannon von Flux Pavillion. Das Force H3X von Gigabyte kann hier auftrumpfen und den Bass sowie die schrillen Sequenzen sehr schön wiedergeben. Dafür verschwindet jedoch der sprachliche Part immer wieder deutlich hinter den musikalischen Geräuschen. In den Passagen, in denen das Xylophon zu hören ist, findet sich dann auch wieder die Dumpfheit wieder, die schon bei den anderen Liedern aufgetreten ist.

Klassik: Beethoven – Für Elise (201 Kbit/s)

Als eines der bekanntesten Werke von Beethoven ist „Für Elise“ perfekt geeignet, um auch instrumentelle Musikstücke auf dem Headset zu testen. Das Stück zeigt allerdings auch ganz klar die Schwächen auf, die beim Force H3X vorhanden sind: Gerade die hohen Töne werden sehr dumpf wiedergegeben und verwandeln den Klanggenuss zu einem Klangdesaster. Auch merkt man, dass kräftige Töne wesentlich effektiver übertragen werden, als dies bei den leisen und sanften Tönen der Fall ist.

Spiele: Counter-Strike – Global Offensive

In dem neuesten Ableger der Counter-Strike-Serie muss man nicht nur stark mit seinen Teammitgliedern kommunizieren, sondern auch möglichst effektiv hören, wo genau der Gegner schießt und läuft. Bezüglich der Lautstärke der Töne gibt es hier kein Problem und so kann man problemlos feststellen, von welcher Seite die Geräusche kommen. Doch auch hier wirken die Sounds sehr dumpf, was vor allem bei langen Salven aus den Waffen auffällt. Wer sich daran gewöhnen kann und möchte, hat jedoch im Vergleich zu anderen Headsets dieser Preisklasse keinen Nachteil.

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Mikrofon

Der vielleicht größte Kritikpunkt am Gigabyte Force H3X ist das Mikrofon. Es ist in der linken Seite des Headsets eingelassen und kann bei Bedarf ungefähr acht Zentimeter herausgezogen werden. Allerdings lässt die Qualität der Sprachwiedergabe stark zu wünschen übrig, wie ihr in unserem Soundbeispiel feststellen könnt. Selbst bei höchstmöglicher Lautstärke, ist die Wiedergabe der Stimme sehr leise und leicht verzerrt.

Konkurrenzvergleich

Als Vergleichs-Headset nehmen wir das HS-260 von Func, das preislich gesehen in einer ähnlichen Liga wie das Force H3X spielt. Es besitzt ein wesentlich besseres Mikrofon, das durch eine sehr klare und störungsfreie Wiedergabe punktet, während das Produkt von Gigabyte nicht voll überzeugen kann. Zwar besitzen beide eine gute Wiedergabe des Basses, doch ab der Mitte übernimmt das Func ganz klar die Führung in der Qualität und kann diese auch bei hohen Tönen problemlos behalten. Die Materialien sind hochwertiger als beim Gigabyte-Modell und vor allem der Bügel sowie das Kabel sind einfach viel stabiler. Beim Tragekomfort selbst sind beide Headsets wieder gleich auf, gehen jedoch auf eine unterschiedliche Art und Weise an das Problem heran: Das Func kann durch besonders dicke und weiche Ohrpolster überzeugen, während das Gigabyte etwas fester ist, sich aber trotzdem angenehm anfühlt.

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Persönliches Fazit

Vor allem das geringe Gewicht und die verwendeten Materialien sorgen dafür, dass das Gigabyte Force H3X einen hohen Tragekomfort besitzt und sich sehr angenehm an den Ohren anfühlt. Die Möglichkeit, es einfach zusammenzuklappen und bequem in die Stofftüte zu stecken, ist ein netter Gimmick. So kann man es platzsparend zur nächsten LAN transportieren. Weniger schön ist hingegen das Kabel, das wirklich sehr fragil wirkt, sowie das echt schlechte Mikrofon. Außerdem hat man immer wieder einige dumpfe Töne beim Abspielen von Filmen, Musik oder Ingame. Daran kann man sich mit Sicherheit gewöhnen, ob man das allerdings möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Für ein Headset dieser Preisklasse ist das alles aber definitiv zu wenig. Bessere Lautsprecher, ein wesentlich besseres Mikrofon sowie ein stabiles Kabel wäre das Mindeste, was man erwarten würde – das macht auch die gute Ergonomie und der Tragekomfort nicht mehr wett. Wer also ein hochwertiges Gaming-Headset haben möchte, der sollte lieber die Finger davon lassen. Zugreifen kann man, wenn man in erster Linie einen hohen Komfort sucht und mit den anderen Fehlern leben kann.

Gigabyte Force 3HX

Ab 85,16 Euro
Gigabyte Force 3HX

Positiv

  • - gute Ergonomie
  • - angenehmer Tragekomfort
  • - einklappbar
  • - guter Regler für Lautstärke und Mikrofon

Negativ

  • - sehr schlechtes Mikrofon
  • - oftmals dumpfe Geräuschwiedergabe
  • - schlechte Qualität des Kabels
  • - recht schmaler Bügel

Preise könnt ihr hier vergleichen

Euer Hardbloxx-Team

Test / Testbericht: Func HS-260 Gaming Headset

Nachdem Func bereits mit seiner MS-3 den Siegeszug im Gaming-Bereich antrat, schickt der Hersteller weitere Produkte nach. So bietet Func mittlerweile eine günstige mechanische Tastatur, diverse Mousepads und natürlich auch ein Gaming-Headset. Das HS-260 möchte, wie auch die anderen Produkte, im Preis/Leistungs-Segment die Krone gewinnen. Doch ist die Frage, was das rund 65 Euro teure Headset taugt und ob sich Func im hart umkämpften Markt durchsetzen kann.

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung des Func HS-260 ist, nicht sehr Gaming-typisch, unauffällig und zeitlos designed, was einen sehr guten Ersteindruck auf uns machte. Das Material ist dick und fest und schützt das Innere des Kartons zuverlässig. Wer schon im Laden einen ersten Blick auf das Headset erhaschen möchte, der kann die Vorderseite nach außen aufklappen. Hinter der Front erhaltet ihr dann zusätzlich noch einen kurzen technischen Überblick, bevor der Karton endgültig aufgerissen wird. Der Lieferumfang ist für diesen Preisbereich vorbildlich. Neben dem Headset liegen außerdem das optional ansteckbare Mikrofon, ein hochwertiges Audiokabel, austauschbare Ohrpolster aus Kunstleder sowie das Handbuch und die Produkt-Registrierungskarte-Karte im Karton. Besonders die Ohrpolster sind für ein Headset dieser Preisklasse einen Pluspunkt wert.

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Technische Details

Beim Func HS-260 handelt es sich um ein Stereo Gaming-Headset mit geschlossener Bauweise. Die Bauart unterstützt nicht nur den Druck des Basses, sondern verleiht dem HD-260 auch eine hervorragende mobile Eigenschaft, da Töne nur geringfügig nach außen dringen. Als Treiber kommen zwei 50mm große Modelle zum Einsatz, die euch von beiden Seiten mit Tief-, Mittel-, und Hochtönen beschallen. Das HS-260 von Func ist demnach ein reines Stereo-Gaming-Headset. Die Impedanz liegt bei 32 Ohm und der durchschnittliche Frequenzbereich bei normalen 20 – 20.000 Hz. Mit einer Kabellänge von 3 Metern sollten auch keinerlei Barrieren beim Zocken oder bei der mobilen Nutzung entstehen. Anschließen könnt ihr das HS-260 über zwei 3,5 mm Klinkestecker. Ein USB-Adapter ist nicht im Lieferumfang enthalten. Das maximale Gewicht mit Mikrofon beträgt angenehme 365 Gramm, wodurch sich auch eine Langzeitnutzung eignet. Zusammengefasst sind die technischen Details grundsolide und reihen sich in Standard-Headsets dieser Preisklasse ein. Da das HS-260 auch ein hervorragender Kopfhörer für unterwegs ist, hätten wir uns zum langen 3 Meter Kabel allerdings noch ein kürzeres 1,5 Meter Kabel gewünscht, doch man kann bekanntlich nicht alles haben.

Kopfhörertypgeschlossene Bauweise, Stereo
Treiber50 mm
Frequenzbereich20 – 20.000 Hz
Impedanz32 Ohm
Kabellänge3 Meter
Anschlüsse2x 3,5 mm Klinke, Audio, Mikrofon
Gewicht365 Gramm
ZubehörHandbuch, Registrations-Karte, Mikrofon, Audiokabel, Ohrpolster aus Kunstleder

Aussehen und Design

Der Fokus des HS-260 liegt ganz klar auf einem zeitlosen und nicht-gaming-markanten Design, doch dafür ist Func bekannt, was man sehr schön an den Gaming-Mäusen erkennen kann. Schon die Verpackung zeigt, dass wir es eher mit einem edlen und stylischen Headset zu tun bekommen, als mit einem Klavierlack-Bomber. So sind die Außenseiten der Ohrmuscheln schwarz-matt und unauffällig gehalten. Der Kunststoff ist mit einer gummi-artigen und rauhen Oberfläche überzeugen und bietet beim Aufnehmen des Headsets einen sehr guten Grip. Hinter dem Schutz der Ohrmuschel erkennen wir eine chromfarbige Umrundung des Treibers, der von einem ebenso chrom-artigen Gitter geschützt wird. Die linke Seite des Headsets beherbergt das sehr flexibel einstellbare Mikrofon, das zwar etwas kurz und dünn ausfällt, dafür aber herrlich weich einstellbar ist. Die riesigen Ohrpolster sind werkseitig mit einem schwarzen Stoff ummantelt, der nicht nur beim Anfassen, sondern auch beim Aufsetzen des Headsets eine gute Figur macht. Alternativ könnt ihr die Stoff-Polster auch gegen Kunstleder-Modelle austauschen, die euch Func bereits von Anfang an ins Paket legt. Der Durchmesser der Polsterung selbst beträgt ordentliche 2,7 cm. Doch wer denkt, dass das schon groß ist, der wird beim Gesamtdurchmesser der Ohrmuscheln aufhorchen. Satte 10 Zentimeter sind die Ohrmuscheln breit und eignen sich daher nicht nur für kleine und mittlere, sondern auch für unglaublich große Ohren. Die Tiefe ist mit 1,9 cm im Durchschnitt. Im Test berührten unsere Ohren das weiche, innere Stoffpolster der Ohrmuscheln kaum und wenn, dann nur sehr sanft.

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Der Kopfbügel passt sich mit seinem dunklen Silberton perfekt an das zeitlose Schwarz der Ohrmuscheln an, auch wenn man ihm das Kunststoff sehr deutlich ansieht. Die Lackierung ist dennoch schön anzusehen und anders als Klavierlack von anderen Headsets, sehen wir keinerlei Fingerabdrücke oder Schmutz. Doch wo wir grade beim Schmutz sind, dieser wird von den Ohrmuscheln ziemlich stark angezogen. Zwar sind auch hier Fingerabdrücke kaum erkennbar, doch zeichnet sich Staub und anderer Schmutz sehr schnell an den Polstern und an der Außenseite der Muscheln ab. Erfreulich ist dafür, dass sich dieser mit einem schnellen Fingerwisch schnell entfernen lässt. Doch zurück zum Kopfbügel und dem daran angebrachten Kopfpolster. Dieses ist, anders als die Ohrmuscheln, bereits mit Kunstleder überzogen und rund 1,7 Zentimeter dick. Im gebogenen Zustand messen wir eine Breite von 10,7 Zentimetern. Begeistert sind wir zudem vom Größenverhältnis. Zwar wirken die riesigen Ohrmuscheln etwas überdimensioniert, spielen im Komfort jedoch ihre Stärken aus. Das gesamte Headset ist hingegen minimalistisch und klein gehalten, was wiederum die Nutzung mit Smartphones verbessert. Vergleichen mit dem Tesoro Kuven oder dem Cooler Master Sirus C ist das Func HS-260 eine Miniatur-Ausführung im Gaming-Bereich. Ebenso positiv erscheint auch das geringe Gewicht von 360 Gramm, was die Langzeitnutzung noch einmal erheblich verbessert.

Das USB Kabel des Func HS-260 wirkt sehr dünn, dafür aber straff und reißfest. Begünstigt wird die Stabilität vor allem durch die Stoff-Ummantelung, die das Kabel schützt und vor Aufwickeln schützt. Die Ummantelung ist hauptsächlich schwarz, wird aber von orangen Zügen aufgelockert. Die Klinken-Stecker sind normal groß, ebenso schwarz und mit einer orangen Umrandung versehen. Damit ihr den richtigen Stecker in die richtige Buchse steckt, sind die vergoldeten Anschlüsse zusätzlich grün und rosa markiert. Ersteres signalisiert den Stecker für den Audio-Eingang und zweiteres für das Mikrofon.

Verarbeitung und Materialien

In der Regel dürften viele von einem Headset in der Preisklasse von 65 Euro nicht viel erwarten, doch beim HS-260 ist der Eindruck etwas anders. Natürlich setzt auch dieses günstige Gaming-Headset durchweg auf günstigen Kunststoff und auf Kunstleder, doch sind die Materialien gut gewählt und hervorragend verarbeitet. Es gibt keinerlei Kanten, Ecken oder klappernde Bereiche, die uns die Tränen in die Augen treiben. Hier waren schon teurere Headsets schlechter verarbeitet. Etwas betrübt ist unser Blick in Sachen Kopfbügel, da sich dieser sehr weich anfühlt und leicht verbiegen lässt. Auch die Schiene für das Verstellen der Größe könnte früher oder später zum Nachteil des Headsets werden. Hier ist lediglich eine Kunststoff-Schiene im Einsatz, die zudem noch sehr locker ist. Der Bügel lässt sich von der Halterung der Ohrmuscheln problemlos einige Millimeter nach außen biegen. Wer hier nicht aufpasst, dem bricht die Schiene schnell aus der Verankerung. Alles in allem macht das Func HS-260 jedoch einen grundsoliden und, in dieser Preisklasse, hervorragend verarbeiteten Eindruck. Das Einstecken des Mikrofons und auch des Audiokabels hakt nicht und machte im Test auch keine anderen Probleme.

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Tragekomfort

Die dicken Ohrpolster sind das Kriterium, das dieses Headset in seinem Preisbereich auf die vorderen Plätze katapultiert, denn sie sind nicht nur angenehm weich, sondern auch unglaublich angenehm am Kopf. Das Material kratzt nicht und bildet auch kaum Fussel, die sich vom Stoff lösen. Unterstützt wird der gute Eindruck noch zusätzlich vom Kopfpolster, das ebenso zärtlich auf dem Kopf aufliegt. Erst nach über einer Stunde empfanden wir das Kopfpolster als etwas störend, wodurch wir eine kurze Pause brauchten. Auch nach langem Zocken konnten wir keinerlei Druckstellen oder Schmerzen ausmachen. Die Polster mit der Kunstleder-Ummantelung fühlen sich herrlich weich und komfortabel an. Subjekiv gesehen gefielen uns die Stoffpolster im direkten Vergleich etwas besser. An heißen Tagen sind diese auch etwas angenehmer, da sie nicht am Gesicht und der Haut festkleben.

Soundcheck

Bitte Beachten! Sound nimmt jeder Mensch unterschiedlich war, weshalb ein Soundcheck immer stark subjektiv ist. Wir versuchen unseren Eindruck der einzelnen Headsets so objektiv wie möglich zu vermitteln. Wir sind audiophil und hören verschiedene Töne sehr genau. Was für uns perfekt oder nicht perfekt klingt, kann für einen anderen das komplette Gegenteil sein! Die Soundqualität testen wir mit einer Creative Sound Blaster Omni USB-Soundkarte

Musik – Folk Rock – Saltatio Mortis: Eulenspiegel

Eulenspiegel von Saltatio Mortis ist ein Folk-Rock-Song, der so manchen Headsets und Soundanlagen ordentlich einheizt. Dudelsäcke, Pfeifen und harte E-Gitarren wollen immer störungsfrei wiedergegeben werden. Natürlich darf es auch dabei nicht beim Druck fehlen. Das Func HS-260 macht hier eine unglaublich gute Figur, was man in dieser Preisklasse nur selten erlebt. Verglichen mit dem QPAD QH-85 fehlt es zwar etwas an klaren Höhen und Gesang und hohe Töne wirken etwas dumpf, dafür übersteuert oder kreischt nichts. Der Bass untermauert sanft aber bestimmt den Sänger, der ohne zu scheppern einwandfrei auf eure Ohren übertragen wird. Zusammengefasst ein durchschnittlich gutes Ergebnis für den Folk-Rock-/Metal-Bereich.

Musik – Pop – Zaz: Je Veux

Je Veux von Zaz ist ein fröhliches Lied aus dem Pop-Bereich, der uns schon oftmals umherspringen ließ. Die Sängerin hat eine markante und leicht schwingende, hohe Stimme, die nicht jedes Sound-Bauteil hervorragend übermittelt. Der Refrain wird von einer schrillen Tröte bestimmt, die so manches Headset ins Schwitzen bringt. Das HS-260 von Func zeigt sich auch hier wieder von einer guten, wenn auch etwas dumpfen Seite. Die Sängerin ist jedoch gut verständlich und auch die Tröte wird im Refrain niemals kreischend. Wie auch im Folk-Rock-Song untermauert der Bass den Song, ist in diesem Bereich allerdings etwas präsenter. Selbst auf höchster Lautstärke ist der Song noch einwandfrei verständlich, auch wenn der Gesang schnell etwas scheppernd wird, doch dies hält sich sehr in Grenzen. Auch die Modelle von QPAD konnten hier keine erkennbar bessere Figur machen.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Sean Paul mit Got 2 Luv U gehört zu unseren Standard-Songs für den Bereich Reggea/Hip-Hop. In seinem Refrain vereint er eine hohe Frauenstimme mit den Reggea-/Hip-Hop-Eigenschaften von Sean Paul. Drückende Bässe und hohe Passagen verlangen einiges ab. Hier merkt man ganz besonders, wo das Steckenpferd des HS-260 liegt, denn der angenehme, aber kräftige Bass kann sich hier hören lassen. Der Gesang ist einwandfrei, während Mitten sehr gut zur Geltung kommen. Richtige Bass-Fetischisten kommen zwar nicht auf ihre Kosten, wer aber auf ausgewogenen Sound steht, der wird das HS-260 definitiv für diesen Einsatz mögen.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Flux Pavillion knallt euch mit Bass Cannon die Bässe förmlich um die Ohren. Hier merkt man ganz genau, welches Headset Tiefen beherrscht und welches Headset nur noch scheppert. Und wie schon bei Sean Paul aufgefallen, liegt das HS-260 ganz weit oben, wenn es um den Bass geht. Die Tiefen sind trocken und bringen eure Ohren zum Wackeln. Auch das Logitech G35 kann mit seinen tiefen Bässen hier nicht mithalten. Lediglich das QPAD QH-90 konnte uns mit ähnlich trockenen Bässen im Gaming-Headset-Sektor überzeugen.

Filme – The Last Samurai (ab Minute 24 – Kampf im Wald)

Last Samurai verfügt sowohl über hektische und schnelle Szenen sowie über ruhige und sprachlastige Minuten. Wir starten unseren Test ab Minute 24, als es zum ersten Showdown im Wald kommt. Als Stereo-Headset hat das Func HS-260 wenig zu lachen. Hier konnten uns bereits zahlreiche andere Headsets mehr überzeugen. Oftmals gingen Stimmen und Zwischengeräusche in Hintergrundgeräuschen unter. Zwar wirkt die Hintergrundmusik impulsant, aber das Mittendrin-Gefühl in Schlachten ist zu gering und lässt keine Gänsehaut zu. Hier überzeugte sogar das etwas schlechtere Cooler Master Sirus C oder etwa die QPAD Modelle. Nichtsdestotrotz könnt ihr auch mit dem Func HS-260 Filme schauen, nur erwartet kein Kino-Feeling.

Spiele – Battlefield 3

In Battlefield zeigt das Func HS-260, was es wirklich kann und wo es zu Hause ist. Kanonenschläge sind kräftig, aber nicht übertrieben und auch die Ortung von Panzern und Flugzeugen funktioniert tadellos und unkompliziert. Hier macht das Zocken richtig Spaß. Vor allem Sniper-Schüsse sind uns mit ihrer Kraft positiv aufgefallen. Selbst Gaming-Headsets wie das Sirus C von Cooler Master oder das Tesoro Kuven konnten keinen derartig kräftigen und klaren Sound übertragen.

Mikrofon

Das Mikrofon des HS-260 von Func ist in Ordnung, wenn auch nicht das beste, das wir bisher im Test hatten. Zwar ist es wesentlich besser als das Mikro des Sirus C von Cooler Master, aber dennoch ist es aufgrund seiner Basslastigkeit etwas unnatürlicher als das Mikrofon des Logitech G35. Doch Töne sagen viel mehr als Worte, weshalb wir hier einen Text mit den unterschiedlichen Mikrofonen eingelesen haben.

Persönliches Fazit

Gut und günstig schreibt sich nicht nur manch ein Lebensmittelhersteller auf die Fahne. Auch Func kann mit seinem HS-260 Gaming-Headset auf ganzer Linie überzeugen. Selten hatten wir einen Kopfhörer dieser Preisklasse, der einen derart hochwertigen Eindruck machte und auch noch unsere Test-Songs so gut wiedergegeben hat. Wirklich begeistert sind wir dabei vom Gaming-Erlebnis, dass mit dem HS-260 auf neue Dimensionen gehoben wird. Natürlich existieren Headsets, die immernoch einen Funken mehr Leistung und einen Ton mehr herausholen können, doch kosten diese oftmals mehr als 65 Euro. Func präsentiert mit dem HS-260 demnach einen absoluten Allrounder, der nicht nur hinsichtlich Gaming, sondern auch im Musik-Bereich und im mobilen Sektor eine gute Figur macht. Und als wäre das nicht genug, ist auch der Tragekomfort auf Dauer angenehm, wenn auch das Kopfpolster im Dauertest etwas negativ aufgefallen ist.

Für einen Preis von rund 55 Euro (gebraucht) bei Amazon hat sich das Func HS-260 unseren Preis/LeistungsTIPP redlich verdient!

PreisLeistungsTIPP Award

Positiv:

+ schöne, große und weiche Ohrmuscheln
+ auswechselbare Ohrpolster (Kunstleder/Stoff)
+ sehr gute Verarbeitung
+ langes Audiokabel
+ flexibles Mikrofon
+ klasse Gaming Sound

Negativ:

– extrem viel Kunststoff, der an manchen Stellen etwas wackelig wirkt
– Kopfpolster nach über 1 Stunde etwas unangenehm

Hier könnt ihr Preise vergleichen.

Test / Testbericht: Cooler Master CMStorm Sirus C Gaming Headset

Auch wenn die Maus und die Tastatur die wichtigste Waffe eines Gamers sind, so darf der gute Sound einfach nicht fehlen. Wenn man den Gegner schon aus vielen Metern Entfernung hören kann, verschafft dies oftmals den nötigen Vorteil, den ein Spieler für den Sieg braucht. Gute Gaming-Headsets sollen diesen Vorteil verschaffen und ein Klangerlebnis wie im Kino versprechen, genau wie das neue Sirus C von Cooler Master. Und als wäre das nicht genug, ist das CM Storm Sirus C noch mit der Xbox 360, PS3 und PS4 kompatibel. Ob wir hier tatsächlich ein Klangwunder auf den Ohren haben oder nur wieder Blechbüchsen scheppern, erfahrt ihr im Test.

Lieferumfang und Verpackung

Der Lieferumfang ist, wie bei vielen anderen Headsets anderer Hersteller, sehr eingeschränkt und kann kaum überzeugen. Der nötige Garantiehinweis und ein kleines Handbuch liegen dem Headset werkseitig bei. Der USB-Anschluss samt Soundkarte ist bereits fest am Headset installiert. Für den Anschluss am Fernseher oder der Konsole liefert Cooler Master die nötigen Adapter-Kabel mit. Die Verpackung ist typischer Standard und reiht sich in aktuelle Headsets ein. Die Front ist mit einer Plastikfolie versehen, damit der erste Blick direkt auf das Headset fallen kann. Der Rest des Kartons ist ansprechend designed und bietet dank seines festen Materials ausreichend Schutz, auch beim Versand. Den gesamten Lieferumfang seht ihr in unserem Unboxing-Video.

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Technische Details

Das Cooler Master Sirus C ist ein 2.2 Headset, das speziell für das Zocken am PC und der Konsole entwickelt wurde. Beide Seiten enthalten zwei verschieden große Treiber, die sich um die Soundausgabe kümmern. Für die Höhen und Mitten sorgt ein 44mm Treiber mit einer Impedanz von 50 Ohm. Die Empfindlichkeit der Haupteinheit beträgt 118 dB (+-3dB) bei 1 Khz. Der Woofer-Treiber hat einen Durchmesser von 40mm und eine Impedanz von 32 Ohm. Die Empfindlichkeit des Woofers beträgt 116 dB (+-3dB) bei 1 KHz. Der Frequenzbereich des Sirus C liegt zwischen 100 Hz und 10,000 Hz. Mit einer Kabellänge von 3 Metern eignet sich das Cooler Master Sirus C für eine barrierefreie Nutzung am PC. Für den Anschluss an der Konsole kann das Kabel für den einen oder anderen jedoch etwas zu kurz sein.

Aussehen und Design

Unauffällig, wenn auch etwas glänzend, richtet sich das Cooler Master Sirus C weniger an Design-Fetischisten, als an normale Gamer, die es unauffällig mögen. Das Headset ist durchweg schwarz matt oder glänzend. Die äußeren Ohrmuscheln sind mittig matt-schwarz und gummiert. Etwa Mittig befindet sich ein kleines Mesh-Gitter, das das Design etwas auflockert und dem Subwoofer dient, der darüber seinen Druck ausgleichen kann. Unmittelbar über diesem Gitter prangt der Schriftzug „CM Storm“ und wird vom weiß beleuchteten Logo hervorgehoben. An den Seiten der äußeren Ohrmuschel platzierte Cooler Master schwarze Klavierlack-Bauteile, die Fingerabdrücke bereits bei einmaliger Berührung abzeichnen. Auch die Umrandung der Ohrmuschel ist durchweg mit Klavierlack versehen. Die Innenseiten sind hingegen schwarz-matt und weisen keinerlei Fingerabdrücke auf. Beim Übergang zum Kopfbügel platzierte der Hersteller drei leichte Erhebungen, die beim Einstellen des Kopfbügels besseren Halt gewährleisten. Der Kopfbügel selbst schmiegt sich mit dem inneren Matt-Schwarz und dem äußeren Klavierlack perfekt an die Ohrmuscheln an. Mittig des Bügels ist kaum erkennbar der Schriftzug „CM Storm“ eingelassen. Auf der Innenseite befindet sich das Kopfpolster mit einer Länge von 10,7 cm und einer Breite von 4,5 cm. Die Höhe des Polsters beträgt 2,7 cm. Die linke Seite des Headsets beherbergt das Mikrofon, das anders als der Rest des Headsets, über keinen Klavierlack verfügt. An der Spitze integrierte CM Storm eine starke weiße LED, die anzeigt, ob das Mikrofon angeschaltet ist. Wird das Mic nach oben geklappt, erlischt diese LED und signalisiert die Deaktivierung.

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Etwas überrascht waren wir beim Auspacken von der unglaublichen Größe des Cooler Master Sirus C, die so manch anderes großes Headset in die Tasche steckt. Im direkten Vergleich ist das Sirus C 20-30% größer als ein Logitech G35 oder ein Tesoro Kuven. Beide erwähnten Modelle gehören bereits zu den größeren Modellen und eignen sich besonders für große Köpfe.

Einen sehr guten Eindruck macht das Kabel des CM Storm, das mit einem schwarzen Stoffgeflecht ummantelt wurde. Nach ca. 52 cm vom Headset aus, erreicht das Kabel die USB-Soundkarte und somit die Steuereinheit, an der ihr die Lautstärke verstellen, das Mikro deaktivieren und von PC auf Konsole umschalten könnt. Auch die Chat-Lautstärke lässt sich über ein separates Wahlrad ändern. Leider besteht auch die Oberseite dieser Einheit aus schwarzem Klavierlack und zieht somit Fingerabdrücke magisch an. Damit die Soundkarte beim Spielen nicht wie wild umherbaumelt, könnt ihr sie dank eines Klippers an euer Shirt oder am Tisch festmachen. Wegen des geringen Gewichts ist die Soundkarte am Shirt kaum spürbar und schränkt euch nicht in eurer Bewegung ein.

Verarbeitung und Materialien

Überwiegend besteht das Sirus C aus mattem oder glänzendem schwarzem Klavierlack und ziert dieses von oben bis unten. Positiv dabei ist, dass es gut verarbeitet ist und keinerlei Kanten oder wackelnde Stellen aufweist. Besonders positiv fallen dabei die Ohrmuscheln und das Kopfpolster auf. Beide sind angenehm weich und fest verankert. Trotz des festen Sitzes der Ohrmuscheln, lassen sich diese mit einem bestimmten Ruck leicht vom Headset entfernen und bei Bedarf auch reinigen. Auch das Kabel kann mit seiner Ummantelung überzeugen und rollte sich im Test nur gering bis gar nicht von selbst ein. Der gute Eindruck der Verarbeitung reißt auch beim Mikrofon nicht ab, das sich aufgrund des weichen Gummis hervorragend einstellen lässt. Das Mikrofon verharrt ebenso gut im 90° Winkel wie auch völlig durchgestreckt an seiner Position. Ein wenig zu bemängeln ist, beim überwiegenden Einsatz von Kunststoff, das Gewicht von 467 Gramm. Headsets wie das Func HS260 oder das Logitech G35 wiegen ca. 100 Gramm weniger.

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Tragekomfort

Ein Riesen-Headset benötigt einen Riesenkopf. Getestet haben wir das Headset auf einem großen Männerkopf und einem kleinen Frauenkopf. Auf ersterem hielt es eingeschränkt fest und wackelte nur bei schnellen Bewegungen zur Seite. Vom Kopf fiel es erst bei einem schnellen Nicken. Auf dem kleinen Frauenkopf fand das Sirus C keinen Halt und hielt sich nur durch bloßes Auflegen auf den Kopf fest. Bei einer kleinen Bewegung rutschte es vom Kopf herunter. Spieler mit großen Köpfen dürfen sich dafür auf unglaublich weiche und angenehme Stoffpolster freuen, die sich weich aber bestimmend an die Ohren anpassen. Auch das Kopfpolster liegt angenehm auf dem Kopf auf, bleibt aber durchgehend spürbar. Etwas störend ist die Tatsache, dass das Sirus C durchweg hörbar rauscht, sobald kein Sound abgespielt wird. Andere Headsets haben das ebenfalls, jedoch nicht derart markant. Spielt ihr demnach keinen Ton ab und seid etwas anfällig gegen Störgeräusche, empfehlen wir euch, das Headset zwischenzeitlich abzusetzen.

Soundcheck

Bitte Beachten! Sound nimmt jeder Mensch unterschiedlich war, weshalb ein Soundcheck immer stark subjektiv ist. Wir versuchen unseren Eindruck der einzelnen Headsets so objektiv wie möglich zu vermitteln. Wir sind audiophil und hören verschiedene Töne sehr genau. Was für uns perfekt oder nicht perfekt klingt, kann für einen anderen das komplette Gegenteil sein!

Musik – Folk Rock – Saltatio Mortis: Eulenspiegel

Eulenspiegel von Saltatio Mortis ist ein Folk- bzw. Mittelalter-Rock Song, der so manches Headset stark ausreizt. Die Stimme des Sängers ist relativ hoch und kräftig und die Dudelsäcke pfeifen markant im Hintergrund. Das Sirus C macht hier eine durchschnittliche Figur, bleibt aber weit hinter dem Logitech G35 und den beiden Qpad QH-85 und QH-90 zurück. Tiefen sind nur sehr schwach ausgeprägt und Hintergrundgeräusche verschwimmen, besonders bei maximaler Lautstärke, schnell mit dem Gesang, welcher etwas blechern und kraftlos klingt. Auf mittlerer Lautstärke wird der Song annehmbar, wenn auch nicht ausreichend gut übertragen. Alles in allem liegt das Sirus C hier weit hinter den oben erwähnten Modellen.

Musik – Pop – Zaz: Je Veux

Je Veux von Zaz ist ein fröhliches Lied aus dem Pop-Genre, das selbst den griesgrämigsten Couch-Potatoe aus dem Sofa hebt. Die Stimme der Sängerin ist hoch und außergewöhnlich für einen Headset-Test. Unterstützt wird dies noch von einer Tröte im Refrain, die zahlreiche Headsets zum Schwitzen bringt. Und wie auch bei Saltatio Mortis fehlt es dem Sirus C einfach an „Bumms“ und Stärke. Dies betrifft nicht allein den Bass, sondern auch die Mitten. Je lauter der Song gestellt wird, desto mehr verschwimmen die Höhen und die Mitten miteinander. Hier machte sogar das Tesoro Kuven eine bessere Figur. Zudem klingt die Stimme der Sängerin etwas blechern und wenig ausgewogen.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Got2Luv U von Sean Paul bietet eine Mischung aus Reggea und HipHop und somit dicke Beats, die im Refrain von einer Frauenstimme unterstützt werden. In der Regel benötigt diese Art der Musik einen angenehm dicken Bass und gute Höhen. In beiden zeigt sich das Sirus C sehr zurückhaltend, aber dennoch schafft es das Headset aus dem Hause Cooler Master eine bessere Figur zu machen als in den Songs davor. Sean Pauls Stimme klingt ausgewogen und auch der Bass kommt angenehm, wenn auch ohne Kraft, rüber. Lediglich der Refrain, an dem die Sängerin einsetzt, klingt blechern und wird auf sehr hoher Lautstärke unausgewogen. Als Vergleich machte das Logitech G35 eine wesentlich bessere Figur, aber auch das Tesoro Kuven konnte hier mehr überzeugen. Dennoch liefert das Sirus C eine grundsolide Leistung, ohne starke negative oder positive Aspekte.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Bass Cannon ist die wahre Bass-Kanone in unserem Testfeld, die zeigt, wie fett der Subwoofer eines Headsets oder einer Soundanlage ist. Wie sich der erste Eindruck in den vorherigen Sounds bereits bestätigte, fehlt dem Sirus C einfach der „Bumms“ und somit die Kraft, auch tiefe Töne stark rüberzubringen. Die Tiefen sind zwar ausgewogen, aber wenig kräftig, eher auf dem Niveau einer normalen offenen Bauweise. Dagegen sind die Höhen zu gering und unausgewogen. Hier machten selbst offene Headsets wie das Teufel Aureol Real oder das Qpad QH-85 eine bessere Gesamtfigur.

Filme – The Last Samurai (ab Minute 24 – Kampf im Wald)

Last Samurai gehört zu den Filmen, die ruhige Momente mit hektischen vereinen und somit alles abdecken, was ein Headset oder ein Soundsystem können muss. Ab der Minute 24 kommt es zum ersten Kampf gegen die Samurais und die Umgebung wechselt von absoluter Stille in ein hektisches Gefecht. Das Sirus C überträgt dabei Stimmen kraftlos und blechern auf die Ohren, schafft es jedoch, ein unglaublich gutes Raumgefühl zu erzeugen. Hintergrundgeräusche sind effektlos, dafür aber gut zu verstehen. Im direkten vergleich mit dem Logitech G35 muss sich das Sirus C aber aufgrund der blechernen Stimmen geschlagen geben. Auch die Modelle von Qpad oder das Teufel Aureol Real machten hier eine wesentlich bessere Figur.

Spiele – Battlefield 3

Battlefield 3 lebt von seiner Klangkulisse und überzeugt mit Gewehrsalven und Granateneinschlägen. Das Cooler Master Sirus C zeigt sich hier grundsolide und kann vor allem im Bereich der Ortung voll überzeugen. Zwar schaffen dies auch Headsets wie das Speedlink Medua 5.1, jedoch gehört dieses auch zu den „vollwertigen“ Surround-Headsets, die 6 echte eingebaute Lautsprecher haben. Die Grundeigenschaft des Sirus C, die Soundwiedergabe in Spielen, kann das Headset gut meistern, auch wenn es wieder keine besonders positiven Aspekte aufzeigt. Für unseren Geschmack hätten Granaten und Schüsse etwas kräftiger sein können.

Mikrofon

Das Mikrofon des Sirus C macht, im Vergleich mit anderen Headsets dieser Klasse, eine normale Figur. Der Sound ist relativ dumpf, dafür aber verständlich. Auch hier können wir den direkten Vergleich mit dem Logitech G35 heranziehen, das ein wesentlich besseres Mikrofon hat. Für den besseren Vergleich haben wir die Mikrofon-Qualität für euch mittels einiger eingesprochener Sätze veranschaulicht.


Persönliches Fazit

Das Cooler Master Sirus C ist groß, schwer und wertig verbaut. Es macht von außen einen grundsoliden Eindruck und kann auch vom Design überzeugen, wären da nicht die großflächigen Klavierlack-Ebenen, die Fingerabdrücke magisch anziehen. Dafür sind die Ohrpolster und auch das Kopfpolster angenehm und fallen selbst beim langen Tragen nicht negativ auf. Leider eignet sich das Sirus C überwiegend nur für große Köpfe, da es im Vergleich zu manch anderem Modell enorm groß und schwer ist. Etwas enttäuscht waren wir von der Sound- und Mikrofonqualität. Zugegeben, wir haben es hier mit einem 75-Euro-Headset zu tun, jedoch sollte auch ein Headset dieser Preisklasse schon einiges richtig machen. Dem Sirus C fehlt es in vielen Ebenen an Ausdrucksstärke und Klangleistung. Dafür kann es im Bereich der Ortung voll überzeugen. Wer ein grundsolides Gaming-Headset sucht, kann beim Sirus C zuschlagen. Wer jedoch etwas mehr Wert auf Musik und Filme legt, der sollte sich einmal abseits des Weges umschauen und zu Modellen wie dem QPAD QH-85/QH-90 oder dem Logitech G35 greifen.

Positiv

+ solide Bauweise und gute Verarbeitung
+ guter „Surround-Sound“ und dadurch Ortung
+ angenehme Polsterung an den Ohren und dem Kopf

Negativ

– sehr groß und schwer
– viel Klavierlack
– Musikleistung in allen Bereichen verbesserungswürdig
– dumpfes Mikrofon

Hier könnt ihr Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Tesoro Kuven

Tesoro ist ein junges Unternehmen, welches sich die Herstellung von Gaming-Peripherie auf die Fahne geschrieben hat. Die Produktpalette reicht von Mäusen, Mauspads, über Tastaturen bis hin zu Headsets. Eine Maus und eine Tastatur von Tesoro haben wir bereits getestet, nun folgt auch der Test des Headsets von Tesoro, dem Kuven. Ob das Headset überzeugen konnte und ein Geheimtipp ist oder eher ein Fall von Geldverschwendung, das werdet ihr in diesem Test erfahren.

Technische Daten:

–  USB – Soundkarte mit 7.1 Virtual Surround Sound 
– 50 mm Treiber-Einheiten 
– Geschlossenes Headset 
– Abnehmbare & Komfortable Ohrmuscheln 
– Lautstärkeregler mit Mikrofon-Stummschaltung 
– Einstellbarer Kopfbügel aus Leder 
– Aluminiumplatte mit Laser graviertem Tesorologo 
– 1.45mm dickes geflochtenes Kabel 
– 2m Verlängerungskabel 
– 2 zu 1-Y-Kabel 

Design und Verarbeitung: 

Schon von weitem sieht man an der Verpackung, dass es sich um ein Tesoro-Produkt handeln muss, denn der Karton ist im tesorotypischen schwarz-violetten Design gehalten und macht schnell auf sich aufmerksam. Der Karton bietet ein Sichtfenster auf der Vorderseite, sodass der Käufer genau sieht, was er da erworben hat. Öffnet man die Verpackung und entnimmt den Inhalt, so begegnen einem zuerst das 2 Meter lange Verlängerungskable sowie das beigelegte Y-Kabel. Das Headset ist mit kleinen Drähten sicher auf dem inneren Karton fixiert. Ersteinmal vom Karton gelöst, erkennt man, wie massig und imposant das Headset ausgelegt ist.

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Tesoro bleibt hier seiner Produktlinie treu und setzt auf kantige, auffällige und futuristische Formen. Das Design macht sofort klar, dass es sich hierbei um ein Gamingheadset ohne Kompromisse handelt. Die Ohrmuscheln sind im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern nicht rund oder oval geformt, sondern ähnlich wie ein Rhombus. Auf die Ohrmuscheln sind Aluminiumplatten verschraubt, welche den futuristischen Eindruck untermauern. Sowohl das Plastikgehäuse, als auch die Aluminumplatten fühlen sich gut an und sind sauber verarbeitet. Die Polster der Ohrmuscheln bieten selbst großen Ohren ausreichend Platz und sind gut gepolstet. Die Ohrmuscheln üben dank der großen Auflagefläche keinen großen Druck auf den Kopf aus. Außerdem schließen sie am Kopf sauber ab und eliminieren damit die meisten Umgebungsgeräusche. Doch so wie sie die Umgebungsgeräusche eliminieren, verhindern sie auch jede Luftzirkulation, was wiederum bei höheren Temperaturen schnell zu schwitzenden Ohren führt. Doch Tesoro hat hier ein wenig vorgesort. Sollten die Polster zu verschwitzt oder dreckig sein, lassen sich diese von den Ohrmuscheln entfernen und leicht säubern.

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Ebenso wie die Ohrenmuscheln, ist der Kopfbügel sehr weich gepolstert. Der Bügel besteht aus Metall und bietet damit die nötige Stabilität und Sicherheit. Alle Polster an dem Headset sind mit einem Kunstleder überzogen. Der Kopfbügel lässt sich in der Größe verstellen und bietet klar definierte Rastpunkte. Obwohl der Kopfbügel verstellbar ist, bleibt das Headset selbst auf der kleinsten Größe überdurchschnittlich groß für ein Headset. Das ist Segen und Fluch zugleich, denn auf kleineren Köpfen hat das Tesoro Kuven kaum halt und rutscht schnell vom Kopf. Für Personen mit normalen bis großen Köpfen ist das Headset sehr gut. Es sitzt sicher und ist auch nach 5 Stunden auf dem Kopf immer noch bequem, ohne an irgendeiner Stelle zu drücken. Das Mikrofon läss sich an der Ohrmuschel drehen und ist flexibel gehalten, sodass es nach Belieben vor dem Mund positioniert werden kann. Am Anfang ist das Gummi zwar etwas starr, doch nach ein, zwei Versuchen bleibt das Mikrofon an der richtigen Stelle. Das Mikrofon ist nicht abnehmbar, was wir bei einem so auffälligen, reinrassigen Gamingheadset aber auch nicht als notwendig ansehen.

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Soundcheck:

Gutes Aussehen und saubere Verarbeitung allein machen jedoch noch lange kein gutes Headset. Noch viel wichtiger ist die Klangqualität und diese prüfen wir wie immer in unserem Soundcheck.

Musik – Folk Rock – Saltatio Mortis: Eulenspiegel

Saltatio Mortis hat nicht umsonst einen festen Platz in unserem Soundcheck gefunden. Eine sehr klare Stimme und Dudelsäcke verlangen den Headsets in Höhen und Mitten alles ab. Den Gegenpart bilden die harten Gitarreneinlagen und der knackige Bass. In den Höhen und Tiefen kommt das Tesoro Kuven gut mit und kann die Töne differenziert wiedergeben. In den Mitten zeigt sich das Headset jedoch eher schwach, sodass die Melodie sehr matschig wird. Was auch sofort auffiel: Das Headset lässt sich so laut drehen, dass es richtig in den Ohren schmerzt. Problematisch wird das, wenn das Headset nicht benutzt wird und der Regler unabsichtlich verstellt wird. Wird dann ein Lied abgespielt oder ein Game gestartet, muss das Trommelfell kräftig leiden. Ab 75% der maximal Lautstärke lässt die Klangqualität extrem nach, denn die Mitten werden noch matschiger und dazu gesellen sich dann stark übersteuernde Höhen.

Musik – Pop – Zaz: Je Veux In der Kathegorie Pop nutzen wir den Song „Je Veux“ von Zaz. Je Veux verlangt den Headsets ebenfalls einiges ab. Das Headset bringt die Tiefen nicht zu sehr in den Vordergrund, sodass der Gesang nicht untergeht. In den Höhen werden die Effekte sehr exakt wiedergegeben. Selbst sehr leise Hintergundinstrumente lassen sich gut heraushören. Im Gegensatz zu Saltatio Mortis Eulenspiegel machen die Mitten in diesem Pop-Song keine Probleme. Insgesamt bietet sich ein stimmiges und angenehmes Klangbild. Im Zusammenspiel mit den gut dämmenden Ohrpolstern vergisst man schnell alles um sich herum.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Sean Paul ist bekannt für heiße Beats und sichert sich aus diesem Grund einen Platz in unserer Soundcheck-Liste. Wie schon vermutet, fällt der Bass sehr angenehm aus. Die Beats sind gut differenziert. Wo viele Headsets nur Matsch liefern, überzeugt das Tesoro Kuven dank der geschlossenen Bauweise mit knackigen Bässen, welche sich jedoch nicht zu sehr in den Vordergrund drängen. Der Gesang von Sean Paul und Alexis geht dadurch nicht unter und hebt sich sauber von der Melodie ab. Trotz des hohen Dynamikumfangs bleibt das Headset in der Spur und übersteuert nicht.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon Electro mit richtig hartem Bass, schwierigen Höhen und extrem dominanten Mitten. Das alles zeichnet den Track Bass Cannon aus und zwingt die meisten Headsets in die Knie. Der Bass ist nicht zu matschig und die Höhen werden trotz der hohen Dynamik klar dargestellt. Die harten Dubstep Parts lassen den Bass jedoch zu sehr untergehen. Er kann sich nicht stark genug durchsetzen und das richtige Kicken des Basses vermissen wir ebenfalls. Hier schneiden andere Headsets besser ab. Electro/Dubstep scheint nicht gerade die Königsdisziplin des Tesoro Kuven zu sein.

Filme – The Last Samurai

The Last Samurai zeichnet sich durch schnelle actionreiche Kampfszenen, aber auch ruhige Dialoge aus. In beiden Bereichen bietet das Tesoro Kuven ein gutes Klangerlebniss. Die Qualtiät der Dialoge ist sehr gut und in den Kampfszenen hat man das Gefühl, direkt dabei zu sein. Insgesamt war uns die Wiedergabe ein klein wenig zu basslastig. Natürlich bietet ein Headset nicht das gleiche Filmerlebnis wie eine Heimkino-Anlage, doch bei Filmmaterial mit 5.1-Tonspur macht sich der virtuelle Surround-Sound des Headsets positiv bemerkbar.

Spiele – Battlefield 4

Das Tesoro Kuven versteht sich als reinrassiges Gaming Headset. Um zu testen, was das Headset kann, schicken wir Battlefield 4 in das Rennen, welches mit seiner atemberaubenden Klangkulisse immer wieder begeistert. Dank des virtuellen 7.1-Surround-Sounds macht das Zocken mit dem Headset richtig Spaß. Dreht man dann noch das Headset richtig auf, hat man das Gefühl, man würde auf dem Schlachtfeld liegen. Natürlich bietet das virtuelle 7.1 nicht nur guten Sound, sondern verschafft einem auch taktische Vorteile. Die Möglichkeit, Gegner akustisch zu orten, besteht mit dem Headset, jedoch ist dies mit einem echten Surround-Sound-Headset präziser. Um das virtuelle 7.1. nutzen zu können, muss das Kuven über die mitgelieferte USB-Soundkarte verbunden werden. In den Treibereinstellungen aktiviert man nur noch die Option „Virtuelle 7.1-Lautsprecher“ und schon kann es losgehen.

Fazit:

Das Headset bietet ein auffallendes und außergewöhnliches Design. Nicht jeder mag die futuristische Ausrichtung, doch uns konnte die Optik überzeugen. Das Headset ist sehr gut verarbeitet und bietet dank des metallenen Kopfbandes eine gute Stabilität. In Sachen Ergonomie sind die angenehm weichen und dicken Polster an Ohren und Kopfbügel hervorzuheben. Problematisch wird es, wenn man einen etwas kleineren bis normalen Kopf hat. Denn durch die ungewöhnliche Größe des Headsets, kann es schnell verrutschen. Im Gegenzug ist es wahrscheinlich genau das Richtige für alle mit größerem Kopf. Im Soundcheck hat es sich überwiegend gut geschlagen, auch wenn man bei den Mitten ein paar Abstriche machen muss. In der wichtigsten Kategorie für ein Gaming-Headset, dem Spielen, konnte das Tesoro Kuven überzeugen und bietet ein realistisches Klangerlebnis dank virtuellem Surround-Sound. Falls ihr also auf der Suche nach einem Gaming-Headset seit, was ruhig etwas größer ausfallen darf, können wir euch das Tesoro Kuven empfehlen. Mit aktuell 69,00€ ist das Headset auch relativ günstig und verdient sich somit unseren Preis-/Leistungstipp.

Positiv: 

  • langes Kabel dank 2m Verlängerung
  • futuristisches/innovatives Design
  • sehr weiche Ohr- und Kopfbügelpolster
  • gute Basswiedergabe
  • virtueller 7.1-Surround-Sound
  • geeignet für große Köpfe

Negativ:

  • Mitten etwas matschig
  • auf kleinen bis normalen Köpfen verrutscht es schnell

Den besten Preis zum Tesoro Kuven findet ihr hier.

Oder ihr kauft bei Amazon und unterstüzt uns.

PreisLeistungsTIPP

 Euer Hardbloxx – Team

Test/Testbericht: Bitfenix Flo

Bitfenix kennen einige von euch vielleicht als Hersteller für Gehäuse und Lüfter, doch Bitfenix hat auch ein eigenes Headset im Angebot. Das Bitfenix Flo ist als PC-Headset und gleichtzeitg als normaler Kopfhörer gedacht. Theoretisch also ein echter Allrounder. Ob das Konzept aufgeht, erfahrt ihr hier in unserem Test.

Bitfenix Flo 3
Bitfenix Flo 9

Technische Daten

  •  40 mm, Neodymium-Magnet Treiber
  • Gewicht: 200g
  • Frequenzgang: 20-20.000 Hz
  • Impendanz: 68 Ohm
  • Empfindlichkeit: 96 dB(A) / 1 mW
  • Kabellänge: 2 m (1m Audiokabel und 1m Kabel mit Lautstärkeregler)
  • Kabelfernbedienung
  • vergoldete 3,5mm Stecker
  • flexibles abnehmbares Mikrofon

Design und Verarbeitung:

Das Bitfenix Flo bekommt man in einer schwarzen Verpackung und Sichtfenster in der Front. Damit könnt ihr euch das Headset vor dem Kauf schon einmal genauer anschauen. Die Verpackung ist nicht einfach nur schwarz, sondern imitiert schwarz eloxiertes Aluminium, was einen echt coolen Effekt erzeugt. Neben dem Sichtfenster ist das Headset noch einmal abgebildet. Im Hintergrund des Bildes sind Farbspritzer eingearbeitet, welche die zur Auswahl stehenden Farben repräsentieren. In der Verpackung findet sich, einzeln abgepackt, das Headset, die Kabel, das Mikrofon und eine Bedienungsanleitung.

Das Headset selbst ist sehr schlicht gehalten. Es hat die typisch ovale Ohrmuschelform und einen sehr schmalen Bügel. Auf den Ohrmuscheln is das Bitfenix-Logo in Chromoptik aufgebracht. In der selben Art und Weise sind auch die Zierleisten um die Ohrmsucheln herum gestaltet. Auf weitere Designelemente verzichtet Bitfenix, denn schließlich soll das Headset als normaler Kopfhörer dienen.

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Bitfenix Flo 4

Die Oberfläche des Bitfenix Flo ist eine gute Mischung aus normaler Plastikoberfläche und Softtouch. Bei einem Headset ist diese Mischung eine gute Idee von Bitfenix gewesen, denn so  wirkt das Headset nicht so weich wie manch andere Soft-Touch Oberfläche. Das Headset fühlt sich damit wesentlich stabiler und wertiger an. Wenn man jedoch etwas genauer hinschaut, erkennt man leider einige Stellen, an denen die Verarbeitung zu wünschen übrig lässt. An den Plastikteilen zum Einstellen der Headsetgröße mussten wir unschöne Kanten und größere Spaltmaße festellten.

Die Polsterung der Ohrmuscheln ist Bitfenix gut gelungen. Das Leder fühlt sich angenehm an und auch nach längerem Tragen schwitzt man nicht. Die Polster sind weich genug gehalten, sodass auch Brillenträger keine Probleme bekommen, dazu trägt auch der sanfte Anpressdruck bei. Kein Vergleich zu so manchem Gaming-Headset, welches einem förmlich den Kopf zerdrückt. Die Polsterung am Kopfbügel fällt überraschenderweise minimal aus. Winzig kleine Polster ohne großen Widerstand polstern den Kopfbügel. Wenn man das Headset aufsetzt, wird einem aber klar, dass die Polsterung auch nicht wirklich nötig ist, da das Headset mit 299 Gramm kaum Druck ausübt. Der Kopfbügel an sich ist außerdem elastisch und sorgt damit für ein angenehmes Tragegefühl. Durch seine From und die leichte Bauweise sorgt das Bitfenix Flo für einen sehr guten Tragekomfort.

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Viele Bedienelemente oder Spielereien sucht man an dem Bitfenix Flo vergeblich. An der rechten Ohrmuschel befinden sich zwei 3,5mm Buchsen. Die erste ist für das ansteckbare Mikrofon gedacht und die zweite für das Audiokabel mit Lautstärkeregler.  Das Mikrofon zum Anstecken ist relativ starr und lässt sich nur wenig in Richtung Mund biegen. Die etwas größere Entfernung machte aber keinerlei Probleme. Beim Chat über Skype und Teamspeak war die Sprachübertragung durchweg sehr gut.

Soundcheck:

Musik – Folk Rock – Saltatio Mortis: Eulenspiegel

Saltatio Mortis spielt in unseren Soundchecks immer mit. Die klare Stimme und die Dudelsäcke verlangen den Headsets in Höhen und Mitten alles ab. Den Gegenpart bilden die harten Gitarreneinlagen und der knackige Bass. Schon bei den Höhen übersteuert das Bitfenix Flo relativ schnell. Die Mitteltöne und der Gesang werden klar wiedergegeben. Sobald jedoch der Gitarrensound einsetzt, ist es vorbei. Einzelne Töne sind dann nicht mehr zu unterscheiden. Alles verliert sich in einem Scheppern und Knarzen. Wenn man bei der Lautstärke nicht über 50% geht, hält sich dies noch im Rahmen. Für Freunde der lauten Musik sieht es jedoch schlecht aus. Schon im Intro übersteuern die Lautsprecher heftig und das Klangbild besteht nur noch aus blechernem Scheppern.

Musik – Pop – Zaz: Je Veux

Für den Pop-Bereich wählen wird Je Veux von Zaz. Hier konnte das Bitfenix Flo mehr überzeugen. Der Gesang wird klar wiedergegeben und untermalt wird dieser vom sanften Bass. Das Flo ist ausgewogen in der Basswiedergabe gestaltet, sodass er nicht die Melodie überlagert. In den Höhen gehen ein paar feine Effekte hinter den dominierenden Mitten verloren. Bei der Lautstärke besteht aber auch hier das Problem, dass die Lautsprecher übersteuern. Die sonst so schöne Stimme von Zaz schlägt dann schnell in ein unangenehmes Kreischen um.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Sean Paul, bekannt für fette Beats, bei denen man nicht Still halten kann, reiht sich ebenfalls in unseren Test ein. Der Bass ist nicht zu schwach und auch nicht zu stark, jedoch fehlt es ihm an Struktur. Er ist ein sehr undifferenziertes Gemisch und unserer Meinung nach einfach zu schwammig. Bei der Gesangeinlage von Sean kann das Bitfenix Flo wieder mit klarem Text punkten. In den Parts, wo Alexis singt, sieht die Sache ganz anders aus. Die Stimme kann sich hier nicht gegen den Bass durchsetzen, da die Lautsprecher diese Dynamik nicht mehr schaffen.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Electro mit richtig fettem Bass und schwierigen Höhen. Ihr könnt es euch vielleicht schon vorstellen. Der Todestrack für dieses Headset. Hier geht nichts mehr. Die Dubstebparts mit ihrem mechanischen Sound kratzen in den Ohren und die Höhen übersteuern wie verrückt. Der Bass ist zwar kräftig, aber auch extrem matschig. Electro ist ganz sicher nicht die Königsdisziplin des Bitfenix Flo

Filme – The Last Samurai

The Last Samurai bildet unseren Filmtest. Dabei müssen die Headsets zeigen, ob sie in den Dialogen eine gute Sprachwiedergabe bieten können und ob sie genügend Dynamik für die Kampfszenen besitzen. Wie aus den Soundtests schon zu erahnen war, stellt die Sprachqualität kein Problem für das Bitfenix Flo dar. Den Dialogen kann man mit sehr guter Soundqualität folgen. Doch in den Kampfszenen kommt wenig Freude auf. Hier besteht dasselbe Problem wie bei der Musikwiedergabe: Die Töne sind nicht differenziert genug und Stimmen gehen im Kampfgetöse komplett unter. Desweiteren wirkt die Wiedergabe einfach zu flach. Für das Mittendrin-Gefühl fehlt es dem Headset an Raumklang.

Spiele – Battlefield 3

 Auch wenn das Bitfenix Flo kein ausgeschriebenes Gaming-Headset ist, muss es sich im Spieletest in Battlefield 3 beweisen. Insgesamt ist die Soundwiedergabe dabei zufriedenstellend. Für ein intensives Spielerlebnis, bei dem man denkt, mitten im Kampf zu sein, fehlt es, wie auch im Film, an Raumklang. Die Möglichkeit, Feinde über die Schrittgeräusche zu Orten bietet das Headset, doch dafür  waren geschulte Ohren notwendig. Mit echten Gamingheadsets geht dies wesentlich einfacher und präziser.

 Fazit

Urteile über Headsets sind immer schwierig, da jeder seine eigenen Klangvorlieben hat. Doch das Knarzen und Kreischen eines übersteuernden Headsets findet mit Sicherheit keiner von euch angenehm. Um diesem Problem aus dem Weg zugehen, muss man das Bitfenix Flo sehr leise betreiben. Die Höhen übersteuerten zu oft und der Bass war uns zu matschig. Beim Design hat sich Bitfenix Mühe gegeben, doch an der Verarbeitung könnte noch etwas gefeilt werden. Alles in allem hätten wir uns bei einem Preis von aktuell 63,92€ mehr erwartet. In dieser Preisklasse gibt es definitiv bessere Headsets.

Positiv:

  • schönes Design
  • leichtes Headset
  • sehr langes Kabel
  • abnehmbares Mikrofon
  • gute Sprachqualität des Mikrofons
  • Kabelfernbedienung

Negativ:

  • teilweise unschöne Verarbeitung
  • häufiges Übersteuern der Höhen
  • zu matschiger Bass

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Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: Creative Soundblaster Evo Wireless

Ein kabelloses Headset, welches ihr am Handy, am PC oder an der PlayStation 4 betreiben könnt, ist nichts Ungewöhnliches. Wenn dieses Headset jedoch auch noch virtuellen 7.1 Surround Sound bietet, wird die Sache schon interessanter. Diese Funktion verspricht Soundblasters Evo Wireless. Ob das Headset wirklich die eierlegende Wollmilchsau oder nicht mehr als etwas heiße Luft ist, werden wir für euch herausfinden. 

Technische Daten:

  • 40mm Treiber
  • 1,2 m Klinken-Kabel / 1,8m Mikro-USB Kabel oder Bluetooth
  • Impendanz: 29 Ohm
  • 20-20000 Hz
  • Integriertes Mikrofon
  • Empfindlichkeit: 102dB/mW
  • Fernbedienung an der Ohrmuschel

Design und Verarbeitung:

Soundblaster Evo 2
Soundblaster Evo 1

Was sofort an diesem Headset auffällt, ist seine sehr kompakte Bauweise. Für ein Headset mit 40mm Treibern ist das Soundblaster Evo Wirless erstaunlich schlank gehalten. Doch verstecken will sich das Headset, trotz seiner geringen Größe, ganz bestimmt nicht. Mit den Hauptfarben Schwarz und Rot werden deutliche Signale gesetzt. Das Zusammenspiel von glänzendem Rot mit Metallic-Effekt und Mattschwarz passt perfekt zusammen. Die Chromringe auf den Ohrmuscheln machen das Gesamtbild perfekt. An dem Evo Wireless werden Detailverliebte sicherlich gefallen finden.

Die Verarbeitung des Headsets ist in aller Hinsicht als sehr gut zu bezeichnen. Es gibt keine scharfen Kanten oder Kratzer, das Leder der Ohrmuscheln fühlt sich hochwertig an und die Nähte sehen auch sehr gut aus. Das einzige, was uns etwas störte, war das knarzende Geräusch beim Biegen des Bügels.

Soundblaster Evo 4
Soundblaster Evo 5

Beim Design der Ohrmuscheln hat Creativ ganze Arbeit geleistet. Die Hörer in geschlossener Bauweise können um 120° gedreht werden. Damit ist es zum einen möglich, das Headset flach in der Aufbewahrungstasche zu verstauen, zum anderen drücken die Hörer nicht, wenn man es um den Hals liegen hat. Neben der Rotation können die Ohrmuscheln nach innen geklappt werden, wodurch ein noch geringeres Packmaß ermöglicht wird.

Der Kopfbügel ist in mattem Schwarz gehalten und bietet ein weiches Lederpolster. Wie fast alle Headsets ist auch das Soundblaster Evo Wireless am Bügel verstellbar. Die unterschiedlichen Größen rasten, im Gegensatz zu vielen Headsets, sauber ein und verstellen sich nicht aus Versehen. Wenn man den Bügel etwas vergrößert, kommt eine Metallschiene zum Vorschein, die dem Headset die nötige Stabilität bietet.

Die Ohrpolster sind sehr hochwertig verarbeitet. Bei vielen Headset liegt hier der Schwachpunkt, doch das Soundblaster Evo scheint das Wort „Schwäche“ nicht zu kennen. Das Leder fühlt sich angenehm an und die Ziernähte sind ebenfalls fehlerfrei. Die Innenseite der Hörer ist mit einem rotem Stoff überspannt und rundet damit das Farbbild ab.

Bedienung:

Dem Evo Wireless liegt keine Fernbedienung bei, da das Headset über die Knöpfe an der rechten Ohrmuscheln bedient wird. Dort findet ihr einen On/Off-Knopf, einen Vor- und Zurückknopf und ein Lautstärkerad. Die große runde Fläche ist ebenfalls mit Funktionen belegt. Die Knöpfe sind klein und dezent gehalten, um das Desgin nicht zu stören. Bei aufgesetztem Headset lassen sie sich, trotz der geringen Größe, ohne Probleme bedienen. Beim Musik Hören dient die große Taste als Play- und Pausetaste und beim Telefonieren könnt ihr damit Anrufe entgegennehmen oder auch beenden.

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Das Headset lässt sich durch eine 3,5mm Klinke oder durch ein Mirko-USB-Kabel mit einem Ausgabegerät verbinden. Dafür muss das Headset nicht angeschaltet werden. Ihr müsst nur das entsprechende Kabel mit Headset und Gerät verbinden, schon geht es los. Oder aber ihr nutzt die Möglichkeit, das Headset via Bluetooth / NFC (Near Field Communication) drahtlos mit einem Gerät zu verbinden. In dem Fall muss natürlich der integrierte Akku geladen sein. Wenn dieser geladen ist, haltet ihr die Anschalt-Taste kurz gedrückt, woraufhin die integrierten LEDs blau leuchten. Nun müsst ihr nur noch euer Gerät mit dem Headset verbinden. Sollte euer Gerät NFC unterstützen, reicht es, dieses in die Nähe des Headsets zu halten. Die Verbindung wird dann automatisch via Bluetooth hergestellt. Wenn euer Gerät NFC nicht unterstütz, müsst ihr die Verbindung manuell herstellen. Dazu aktiviert ihr Bluetooth und wählt in den Einstellungen das Headset an. In der Regel wird diese Verbindung gespeichert. Das heißt, beim nächsten Mal genügt es, beide Geräte einzuschalten und sie verbinden sich automatisch. Ob eine erfolgreiche Verbindung zustande gekommen ist, erkennt ihr daran, dass das Headset jetzt in einem dezenten Rot leuchtet. Wenn die Verbindung aufgebaut ist, reißt sie im Normalfall auch nicht wieder ab, denn selbst bei einer Entfernung von 10 Metern, durch mehrere Wände, blieb das Signal stabil. Mit vollgeladenem Akku und 50% Lautstärke hielt das Headset 7,8 Stunden durch, bevor ihm der Strom ausging.

Das Headset bietet euch außerdem ein integriertes Mikrophon. Damit könnt ihr mit dem Headset telefonieren und auch am PC chatten. Sowohl auf PC, als auch auf dem Smartphone, ist die Stimme sehr klar und deutlich. Jedoch muss dafür, auf Smartphone und PC, die Soundblaster – Software installiert sein. Sollte das nicht der Fall sein kann es passieren, dass der Ton sehr blechern ist.

Soundcheck:

Musik – Folk Rock – Saltatio Mortis: Eulenspiegel

Saltatio Mortis bringen mit Eulenspiegel einen sehr anspruchsvollen Folk-Rock Song in den Test. Das Lied lebt von der klaren Stimme des Sängers und den Dudelsäcken. Diese Kombination hat bei unseren Tests so manches Headset in die Knie gezwungen. Doch das Soundblaster Evo kann darüber nur müde lächeln. Die Höhen und Mitten sind kristallklar und heben sich sehr gut von den Tiefen ab. Auch bei den härteren Gitarrensounds bekommt das Headset keine Probleme. Das Evo Wireless bietet einen guten räumlichen Klang, wodurch man das gewisse „Mittendrin-Gefühl“ bekommt.

Musik – Pop – Zaz: Je Veux

Als Pop-Vertreterin haben wir Zaz gewählt. Je Veux verlangt den Headsets auch einiges ab. Das Headset bringt die Tiefen nicht zu sehr in den Vordergrund, sodass der Gesang nicht verloren geht. In den Höhen werden die Effekte sehr exakt wiedergegeben, selbst sehr leise Hintergundinstrumente lassen sich gut heraushören. Das Soundblaster Headset macht richtig Spaß bei diesem Lied und schnell hat einen der Rhytmus gepackt. Wen es dann nicht mehr auf dem Stuhl hält, kann auch direkt lostanzen. Denn dank Bluetooth besteht keine Stolpergefahr.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

It’s Reggea-Time. Sean Paul mischt in unseren Tests ebenfalls immer mit. Der Bass ist wieder einmal sehr gut, denn wo viele Headsets nur Matsch produzieren, kann das Evo mit knackigen Bässen punkten. Der Gesang von Sean Paul rückt leider etwas in den Hintergund, da sich die tiefe Stimme nicht wirklich aus dem Bass abheben kann. Sobald aber die Stimme von Alexis einsetzt, sieht die Welt wieder anders aus. Trotz des hohen Dynamikumfangs bleibt das Headset in der Spur und übersteuert nicht.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Den Elektro-Part bestreitet Flux Pavillion mit Bass Cannon. Bei diesem Track lässt das kleine Evo Wireless ordentlich die Muskeln spielen. Der Bass ist sehr kraftvoll. Doch es ist kein dumpfes Dröhnen, ganz im Gegenteil: die Bässe kicken ordentlich. Dabei gibt es kein Übersteuern und auch den hohen Tönen lässt das Evo die Chance hindurchzudringen.

Filme – The Last Samurai

The Last Samurai zeichnet sich durch schnelle aktionreiche Kampfszenen, aber auch ruhige Dialoge aus. In beiden Disziplinen schlägt sich das Soundblaster Evo hervorragend. Die Qualtiät der Dialoge ist extrem gut und in den Kampfszenen hat man das Gefühl, direkt dabei zu sein. Insgesamt war uns die Wiedergabe ein klein wenig zu basslastig. Über den Equalizer kann man dem aber leicht entgegenwirken, da die 40mm Treiber auf Veränderungen am Equalizer sehr sauber reagieren.

Spiele – Battlefield 3

Auch wenn das Soundblaster Evo Wireless kein Gaming-Headset ist, musste es sich im Spieletest in Battlefield 3 beweisen. Dank des virtuellen 7.1 Surround Sound macht das auch richtig Spaß. Dreht man dann noch das Headset richtig auf, hat man das Gefühl, man würde auf dem Schlachtfeld liegen. Wenn die Kugeln nahe an einem vorbei fliegen, kommt es schon einmal vor, dass man den Kopf beiseite nimmt. Die Möglichkeit, Gegner akkustisch zu Orten, besteht mit dem Headset, jedoch ist dies mit einem echten Surround-Sound-Headset präziser. Um das virtuelle 7.1. am Evo nutzen zu können, muss dieses per USB-Kabel mit dem PC verbunden sein. Leider ist das Kabel etwas zu starr, sodass es beim Tragen stört. Wer auf das virtuelle 7.1. verzichten kann, hat jedoch die Möglichkeit, das Headset auch bequem über das 3,5mm-Klinken-Kabel zu verbinden.

Fazit

Als Hardware-Tester müssen unsere Ohren des öfteren grausame Dinge ertragen. Doch das Soundblaster Evo Wireless bot statt Ohrenschmerzen ein super Klangerlebniss. Bei der Musikwiedergabe waren wir positiv überrascht. Man vergaß teilweise, dass es sich beim Evo um ein Bluetooth-Headset handelt. Das Headset bietet eine große Dynamik und stellt Höhen sowie Tiefen sauber dar. Beim Gaming-Test machte das Headset ebenfalls eine gute Figur und punktet mit dem virtuellem 7.1.-Effekt. Viele Hersteller schicken Headsets ins Rennen, bei denen einem die Haare zu Berge stehen. Doch Soundblaster bietet mit seinem Evo Wireless ein kleines kompaktes Headset, welches den Namen „Alleskönner“ verdient hat. Außerdem bekommt es auf Grund seiner sehr guten Leistung unseren Leistungstipp. Die Qualität in Klang und Verarbeitung lässt sich Soundblaster zwar mit aktuell 157,43€ gut bezahlen, jedoch ist der Preis unserer Meinung nach durchaus gerechtfertigt.

Positiv:

  • sehr gute Verarbeitung
  • klarer Sound
  • angenehmer Tragekomfort
  • vielfältig einsetztbar

Negativ:

  • je nach persönlichem Empfinden etwas zu basslastig
  • zu starres USB-Kabel

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LeistungsTIPP

Euer Hardbloxx-Team

Test / Testbericht: Tritton Kunai für WiiU

An der Konsole zu zocken ist eine wunderbare Angelegenheit, wenn da nicht die lernende Freundin sitzen würde. Schüsse, rasche Soundtrackwechsel und Schwerterklirren können da mit der Zeit wirklich nervig werden. Gott sei Dank gibt es jedoch Hersteller wie Tritton, die sich diesem Problem angenommen haben. Für zahlreiche Konsolen gibt es bereits kabellose oder Kabelheadsets. Doch sind viele teuer und ihr Geld nicht wert. Wirklich günstige Kopfhörer sind hingegen kein qualitatives Aushängeschild für den Hersteller. Tritton will mit dem Kunai jedoch ein preisgünstiges und gutes Headset in eure Zockerhöhlen bringen. Das Kunai gibt es bereits kabellos für die PS3 und die PSVita. Unser Modell ist ein spezielles Nintendo-Headset, das sich an das Gamepad und den 3DS anschließen lässt. Wie sich das Kunai im Test geschlagen hat, lest ihr im Testbericht.

Die Verpackung des Tritton Kunai ist ordentlich gestaltet und schlicht gehalten. Auf der Vorderseite erkennt ihr bereits die WiiU-Fähigkeit. Nach dem Aufklappen erstrahlt vorerst das Mikrofon und die zugehörige Bedieunungsanleitung. Darunter befindet sich schließlich das Headset. Ihr bekommt hier keine Verlängerungen oder Adapterkabel mitgeliefert, da das Headset wirklich ausschließlich für die WiiU und den 3DS gedacht ist.



Unsere Headset-Variante besticht vor allem durch die auffällige Farbgebung. Das Kunai gibt es in rot, schwarz und weiß. Wir erhielten für unseren Test die rote Variante, die besonders schick aussieht. Der Kopfbügel und die Ohrmuscheln sind außen mit glänzendem Lack überzogen. Nachteil ist hier mal wieder, dass Fingerabdrücke schneller erkennbar sind als auf einer matten Oberfläche. Auf dem roten Lack hält sich dies jedoch noch in Grenzen. Auf dem schwarzen Modell werdet ihr eure Abdrücke wesentlich schneller erkennen können.

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Die Ohrmuscheln des Kunai sind nicht rund, sondern eckig gestaltet. Dies hat jedoch keinen ergonomischen Hintergrund, sondern ist lediglich für das Design des Kopfhörers. Auch die restlichen Akzente setzt Tritton etwas eckiger hervor, so ist der Kopfbügel etwas kantiger gestaltet, ebenso wie die die Ohrmuscheln. Das gesamte Headset besteht aus Kunststoff, wodurch es zwar leicht wird, jedoch auch seine Wertigkeit etwas mindert. Vor allem im Bereich der verstellbaren Ohrmuscheln erkennt man hier kleinere Verarbeitungsschnitzer, da die einzelnen Stufen etwas wacklig sind. Alles in allem weist das Kunai jedoch eine vernünftige Verarbeitung auf. Ob es die weichen Ohrmuscheln sind oder der Kopfbügel, wirkliche Kanten oder wacklige Komponenten konnten wir nicht finden. Am ca. 1 Meter langen Kabel befindet sich zusätzlich eine kleine Fernbedienung, über die ihr die Lautstärke regeln könnt und zusätzlich noch das Mikrofon aktiviert oder deaktiviert. Apropos Mikrofon, dieses könnt ihr bei Bedarf abnehmen, wodurch sich die Nutzung für unterwegs verbessert. Damit das Mikrofon jedoch nicht während des Betriebs abfällt oder locker wird, lässt es sich in seinem Steckplatz verschrauben. Sehr gut gefallen hat uns der Mikrofonarm, welcher sich in jede beliebige Position biegen lässt und auch in dieser bleibt.

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Anfangs waren wir etwas skeptisch, was den Tragekomfort angeht, da die Ohrmuscheln wirklich sehr klein sind und auch das Polster vom Kopfbügel nicht gerade einen sehr guten Eindruck macht. Aufgrund des Gewichts und des eher angenehmen Anpressdrucks des Headsets fühlt das Tritton Kunai sich jedoch sehr gut auf dem Kopf an. Der Strom wird während des Betriebs vom Gamepad oder des Handhelds gezogen. Jedoch ist die Leistungsaufnahme nicht besonders hoch. Das Gamepad benötigt im Ladezustand genau 8 Watt. Ist es aufgeladen, zieht es nur noch 3 Watt. Nach dem Anschließen des Headsets, gab es keinerlei Veränderung in der Leistungsaufnahme. Somit benötigt das Kunai weniger als 1 Watt im Betrieb. Dies macht sich auch in der Akkulaufzeit bemerkbar, da es kaum Veränderungen gab.

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Normalerweise müssten wir das Kunai in unserem Soundcheck lediglich durch einen Gamingparcour schicken, da es auch vom Hersteller ausschließlich für die WiiU und den 3DS freigegeben ist. Doch ein Headset mit 3,5mm Klinkeanschluss eignet sich dennoch perfekt für die Verwendung am MP3-Player oder gar am PC. Aus diesem Grund gibt es trotz Gamingheadset einen gewohnten Soundcheck mit Musik, dieses mal jedoch etwas verkürzter. Bitte beachtet jedoch, dass das Kabel des Kunai lediglich 1 Meter lang ist. Das ist auch so gewollt!

Soundcheck:

geprüfte Songs:

Saltatio Mortis – Eulenspiele
Zaz – Je Veux
Sean Paul – Gut2LuvU
Flux Pavilion – Bass Cannon

Im Soundcheck merkte man dem Kunai schnell an, dass es sich um ein Gamingheadset handelt, da der Bass doch recht kräftig und herausstechend war. Dennoch konnten sich die Höhen in allen Bereichen vernünftig hervorkämpfen. Etwas zu kämpfen hatte das Kunai mit Saltatio Mortis, da hier die Höhen am stärksten in den Hintergrund gerieten. Spaß gemacht hat es hingegen mit Sean Paul und Flux Pavilion, da die kräftigen und bebenden Tiefen dem Headset ordentlich Druck verliehen. Für diese Preisklasse waren wir zudem von der Pegelfestigkeit erstaunt, die das Kunai aufbrachte. Hier haben schon teurere Modelle viel eher versagt. Wer also beim Zocken an der Konsole auch gerne mal Musik vom Handy hört, wird hier keine Probleme haben.

Spiele:

Final Fantasy VIII Playstation Vita – PS Classics

Wie wir bereits erwähnten, eignet sich das Kunai aufgrund der 3,5mm Klinke auch für andere Handhelds oder Smartphones. Also haben wir uns nicht lumpen lassen und das gute Stück direkt an unsere PS Vita angeschlossen. Da wir Nostalgiker sind, kam auch direkt ein absoluter PSOne Klassiker zum Einsatz – Final Fantasy VIII. Und hier macht das spielen direkt Spaß. Das Kunai zieht zwar den Strom direkt von der PS Vita, ist jedoch für den mobilen Einsatz ausgelegt, wodurch die Akkulaufzeit nicht zu stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Trotz der geringeren Leistungsaufnahme kann das Kunai hier voll überzeugen. Die einzelnen Soundtracks kommen störungsfrei und kräftig rüber. Ob Tiefen oder Höhen, nichts kreischt oder leiert – hervorragend für diese Preisklasse.

Super Mario Bros U

Auch beim hüpfenden Italiener konnte das Kunai mit seinem guten Sound weiterhin überzeugen. Wesentlich besser als das Gamepad selbst konnte das Tritton Kunai den kleinen Klempner durch die Gegend hüpfen lassen. Der Soundtrack hörte sich ebenso vernünftig an, wie auch die einzelnen Spring-Sounds. Einzig die Lautstärke könnte dem einen oder anderen nicht ganz gefallen, da das Volumen, Gamepad bedingt, etwas gering ausfällt. Es reicht zwar, um Umgebungsdetails abzuschirmen, jedoch nicht, um euch das Trommelfell platzen zu lassen. Persönlich hat uns die Lautstärke jedoch gereicht.

Persönliches Fazit.

Zocken macht nur richtig Spaß, wenn der Sound auch stimmt. Niemand möchte klanglos durch die Welten hüpfen, Monster schnetzeln oder Autorennen fahren. Doch ist das manchmal ein Problem, wenn der Mitbewohner oder die Freundin gerade lernen, lesen oder TV schauen wollen. Zudem macht es viel mehr Spaß, wenn man sich mit seinen Onlinemitspielern auch unterhalten kann. Das Mikrofon macht einen guten Eindruck und lässt sich einwandfrei verstellen. Die Klangqualität des Kunai-Headsets ist in dieser Preisklasse ebenso hervorragend. Schnell stellt man zwar fest, dass hier der Gamingsound und weniger Multimediaeigenschaften an erster Stelle stand, dennoch gibt es auch Musik vernünftig wieder. Das Kunai ist recht basslastig, hat jedoch auch ausreichende Höhen zu bieten. Für Spiele also sehr gut ausbalanciert. Für einen aktuellen Preis von ca. 40€ ist das Tritton Kunai eine klare Kaufempfehlung für eure Konsole daheim oder den Handheld für unterwegs.

Aufgrund des guten Preises und der angenehmen Leistung, hat sich das Tritton Kunai unseren Preis/LeistungsTIPP verdient.


Preis Leistungs Tipp Award

Bei Amazon gibt es das Kunai aktuell ab 40€.

Den besten Preis gibt es wie immer hier.

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

Test / Testbericht: QPAD QH-85 und QH-90

Mensch, was haben wir uns auf die schöne pinke Tastatur von Qpad aus der Maniquere Serie gefreut und wollten diese natürlich als erstes testen. Leider konnte man uns jedoch kein Sample zur Verfügung stellen, weshalb wir mit zwei aktuellen Headsets vorlieb nehmen mussten. Qpad ist in Skandinavien bereits für High-End-Peripherie für Zocker bekannt und etabliert sich nun auch in Deutschland immer mehr und fährt zahlreiche Erfolge ein. Doch wie sieht es mit dem Sound-Bereich aus? Können die Skandinavier hier denn ebenfalls überzeugen oder ist es nur wieder einmal ein kläglicher Versuch eines Herstellers im Multimedia-Bereich mitzumischen? Mit den Headsets QH-85 und QH-90 will der Hersteller den Multimedia-Bereich und auch den Gaming-Bereich im Preisbereich um 100€ abdecken. Dabei setzt das QH-85 auf eine offene Bauweise für ausgeglicheneren Klang und das QH-90 will mit seiner geschlossenen Bauweise vor allem Gamer in seinen Bann ziehen. Was beide Headsets genau leisten, erfahrt ihr im Test.

Kopfhörer QH-85

Wandlerart Dynamisch Ø53mm
Ohrmuschel / Cup offen
Frequenzbereich 15Hz – 25KHz
Impedanz 60 Ω pro System
Schalldruckpegel 92 ±3 dB
Gesamte harmonische Verzerrung < 2%
Belastbarkeit 250 mW
Kopfhörer ohrumschließend
Umgebungsgeräuschdämpfung ungefähr 10 dBA
Kopfbügeldruck 5 N
Gewicht mit Mikrofon und Kabel 350g
Leitungslängen und Typ 1m + 2m Erweiterung + 10cm iPhone
Anschlüsse Mini-Stereo (3,5mm)

Mikrofon

Wandlerart Kondensator (Rückelektret)
Funktionsprinzip Druckgefälle
Richtcharakteristik kardioid
Energieversorgung Tonaderspeisung
Versorgungsspannung 2 V
Stromaufnahme Max 0,5 mA
Impedanz ≤2.2 kΩ
Leerlaufspannung bei f = 1 kHz 20 mV / Pa
Frequenzbereich 20 – 20.000 Hz
Gesamte harmonische Verzerrung 2% bei f = 1 kHz
Schalldruckpegel 105 dB (THD< 1,05 bei 1 Khz)
Mirkofonausgang -39 ± 3dB
Länge Mikrofongalgen 150mm (inkl. Schwanenhals)
Kapseldurchmesser Ø6*5mm
Anschlüsse Mini-Stereo (3,5mm)

Kopfhörer QH-90

Wandlerart Dynamisch Ø53mm
Ohrmuschel / Cup geschlossen
Frequenzbereich 15Hz-25KHz
Impedanz 60 Ω pro System
Schalldruckpegel 98 ±3 dB
Gesamte harmonische Verzerrung
< 2%
Belastbarkeit 150 mW
Kopfhörer ohrumschließend
Umgebungsgeräuschdämpfung ungefähr 20 dBA
Kopfbügeldruck 5 N
Gewicht mit Mikrofon und Kabel 350g
Leitungslängen und Typ 1m + 2m Erweiterung + 10cm iPhone
Anschlüsse Mini-Stereo (3,5mm)

Mikrofon

Wandlerart Kondensator (Rückelektret)
Funktionsprinzip Druckgefälle
Richtcharakteristik kardioid
Energieversorgung Tonaderspeisung
<Versorgungsspannung 2 V
Stromaufnahme Max 0,5 mA
Impedanz ≤2.2 kΩ
Leerlaufspannung bei f = 1 kHz 20 mV / Pa
Frequenzbereich 100 – 12.000 Hz
Gesamte harmonische Verzerrung 2% bei f = 1 kHz
Schalldruckpegel 105 dB (THD< 1,05 bei 1 Khz)
Mirkofonausgang -39 ± 3dB
Länge Mikrofongalgen 150mm (inkl. Schwanenhals)
Kapseldurchmesser Ø6*5mm
Anschlüsse Mini-Stereo (3,5mm)

Lange Zeit hat es einfach keinen Spaß mehr gemacht, manch ein Produkt auszupacken. Es wird an allen Ecken und Enden gespart und die Verpackungen und vor allem der Lieferumfang fielen im Laufe der Jahre immer kläglicher aus. Aus diesem Grund standen uns fast die Tränen in den Augen, als wir die beiden Headsets von Qpad erhielten. Zwei wunderschöne und massive Kartons beherbergen die beiden Headsets. Eine Innenschrift im Karton beglückwunscht uns zudem, für den Kauf der Headsets – hier fühlt man sich tatsächlich noch geschätzt. Zum Lieferumfang gehören dann zusätzlich einige Adapterkabel, eine Verlängerung, die Steuereinheit und das Mikrofon. Die Headsets selbst werden von einem festen Schaumstoffkissen perfekt geschützt.


Vom Aussehen sind beide Headsets nahezu identisch. Die Farbgebung ist komplett in schwarz gehalten. Lediglich an den Seiten der Ohrmuscheln und auf dem Kopfpügel erkennt man mit dem Logo und dem QPAD-Schriftzug hellere Farbgebungen. Doch ganz genau muss hier auf den Schriftzug auf dem Kopfbügel eingegangen werden, da dieser nicht draufgeklebt oder draufgedruckt wurde. In sauberer Arbeit wurde hier der Schriftzug eingenäht. Das ist nicht nur verdammt hochwertig, sondern auch noch stylish. Der restliche Kopfbügel besteht aus weichem Kunststoff und wurde mit Kunstleder überzogen. Dadurch wirkt er sehr weich und angenehm, vor allem das Kopfpolster kann dadurch überzeugen. An den Seiten erkennt ihr zusätzlich den Qpad-Schriftzug und die Modellbezeichnung. In den Kopfbügel wurden zwei gabelartige Metallhalterungen für die Ohrmuscheln integriert. Klar hochwertig zum einen, jedoch auch etwas schwerer als pures Plastik. Im direkten Test machte sich das jedoch nicht negativ bemerkbar. Die Ohrmuscheln sind auch die einzigen Bestandteile, an denen sich die beiden Modelle unterscheiden. Das QH-85 verfügt über ein Mesh-Design an den Außenseiten und samtige, schwarze Ohrpolster. Das QH-90 hat hingegen eine glatte Oberfläche und die Ohrpolster wurden mit Kunstleder überzogen. Unserer persönlichen Meinung nach sieht das QH-85 aufgrund des Mesh-Design und der Ohrpolster wesentlich wertiger und cooler aus. Doch muss das natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Es ist wirklich sehr selten, dass wir an einem Headset in puncto Verarbeitung nichts Negatives finden können. Wir haben bzgl. der Verarbeitung die beiden QPAD Modelle mit einem HiFi-Kopfhörer von Philips verglichen (Fidelio X1 – ca. 280€). Es gab einfach nichts, das uns bei den QPAD Modellen negativ aufgefallen ist. Der Kopfbügel macht einen wertigen Eindruck, ist weich und angenehm zu tragen. Die Aufhängung für die Ohrpolster ist metallisch und massiv und die Ohrpolster selbst suchen Ihresgleichen in der Verarbeitung. Hier gibt es einfach kein Manko in dieser Preisklasse. Auch das Mikrofon lässt sich hervorragend anstecken und abnehmen. Die Bewebungen des Mikrofon-Arms sind weich und bleiben in der gewünschten Position.

Die Qualität des Mikrofon kann bei beiden Modellen als durchschnittlich bezeichnet werden. Das Mikrofon muss sehr nah an den Mund geführt werden, damit der Gesprächspartner vernünftig zu verstehen ist. Die Übertragung ist ok, jedoch nicht auf dem Preisniveau des Headsets. Hier sollte QPAD noch einmal nachbessern. Ein Großer Vorteil der beiden Headsets sind die zusätzlichen Kabel und das abnehmbare Mikrofon, da aus den Headsets somit ganz schnell ein normaler HiFi-Kopfhörer für unterwegs gemacht werden kann. Der sehr gute Tragekomfort unterstützt dies noch einmal. Die Headsets fühlen sich angenehm auf dem Kopf an, der Anpressdruck ist angenehm und dennoch sitzt das Headset fest auf dem Kopf. Das Kopfpolster ist nur leicht wahrnehmbar und die Ohrmuscheln umschließen wirklich sehr sanft die Ohren. Im direkten Vergleich haben uns hier die QH-85 noch etwas besser gefallen als die mit Kunstleder überzogenen Polster des QH-90. Natürlich muss aber jeder selbst die Erfahrung machen, welcher Stoff ihm persönlich besser gefällt. Beim QPAD QH-90 ist zudem aufgefallen, das bei höchster Lautstärke ein leichtes Pfeifen auftritt.

Soundcheck:

Musik – Folk Rock – Saltatio Mortis: Eulenspiegel

Und wieder einmal kommt unser Lieblings-Folk-Rock-Lied von Saltatio Mortis zum Einsatz. Dudelsäcke, E-Gitarre und Schlagzeug unterstützen die eindrucksvolle Stimme des Sängers. Das QPAD QH-90 macht vor allem im Gesang einen wirklich sehr guten Eindruck. Die Stimme des Sängers kommt 1A zum Vorschein und hört sich glasklar an. Hintergrundinstrumente werden ebenso sehr gut übertragen. Leichte Schwierigkeiten hat das QPAD QH-90 jedoch mit den Dudelsäcken, die sehr dezent ins Kreischende rutschen. Die geschlossene Bauweise unterstützt vor allem den Bass noch einmal und bringt einen druckvollen, jedoch nicht zu übertriebenen Klang zum Vorschein.

Das QPAD QH-85 schlägt sich wiederum anders als sein Bruder. Der Vorteil der offenen Bauweise kommt vor allem bei Folk und Metal zum Vorschein. Mitten und Höhen sind sehr klar und hören sich hervorragend an. Die leicht kritisierten dezent kreischenden Dudelsäcke sind beim QH-85 nicht wahrnehmbar. Was etwas fehlt, ist der leichte Druck, der jedoch einem Folk- und Metalliebhaber nicht zu sehr stören sollte. Selbst auf höchster Lautstärke bleibt das QH-85 erstaunlich pegelfest. Lediglich an speziellen Punkten des Gesangs scheppert die Stimme des Frontmans der Band etwas.

Musik – Pop – Zaz: Je Veux

Das französische Pop-Lied von Zaz ist ein hervorragender Testkandidat für Gesang und seichten Bass. Und dies zaubert uns das QH-90 hervorragend auf unsere Ohren. Hätten wir das Kabel nicht zu kurz gewählt für den PC, wären wir am liebsten durch unseren Testraum gesprungen. Bässe sind kräftig und trocken, jedoch nicht übersteuert oder dröhnend. Die Stimme der Sängerin ist sehr klar und hebt sich hervorragend von den Instrumenten ab. Selbst kleinere Geräusche sind sehr gut zu verstehen.

Nach dem Aufsetzen des QH-85 mussten wir kurz stutzen und vorerst noch einmal die Headsets wechseln. Die Unterschiede beider Headset sind hier wirklich sehr marginal. Lediglich einen Hauch weniger Bass, lediglich ein Ticken mehr Höhe. Im Endeffekt macht das QH-85 aber noch eine leicht bessere Figur als sein Bruder, da vor allem die Höhen bei nur dezenterem Bass klarer sind. Vor allem Zusatzinstrumente sind noch einen Zacken stärker herauszuhören.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Got2Luv QPAD QH-90? Oh ja! Reggae und HipHop lebt natürlich vom Beat, Leute und den spürt ihr durch Mark und Bein beim QH-90. Hier macht die geschlossenen Bauweise richtig Spaß und die Bässe lassen die Hüften auf dem Zockerstuhl kreisen. Höhen sind vernünftig wahrnehmbar und das selbst auf höchster Lautstärke. Besonderes Augenmerk liegt aber eindeutig auf dem kräftig, trockenen Bass des Headsets. Hier kommen alle Hip-Hop-Freunde auf ihre Kosten, die gerne auf dicken Beat aber dennoch auf eine ordentliche Soundwiedergabe setzen. Lediglich die Höhen an besonders grellen Stellen könnten mehr Pegelfestigkeit vertragen, doch wollen wir mal nicht auf zu hohem Niveau weinen.

Eindeutig muss das QH-85 in Sachen Mächtigkeit hier leicht zurückstecken. Zwar ist der Bass weiterhin vorhanden, jedoch nicht ganz so kräftig, wie das QH-90. Doch natürlich haben offene Headsets immer den besonderen Vorteil, eine ausgewogenere Kombination aus Bass und Mitten/Höhen zu besitzen. Diese Ausgewogenheit lässt sich natürlich auch beim QH-85 erkennen. Der Bass ist trocken und macht nicht einmal den Ansatz zu übersteuern. Die Entscheidung in diesem Segment hängt ganz stark vom eigenen Gehör ab – Ausgewogenheit oder trockener Druck? Die bessere Musik-Eigenschaften hat dann doch die Ausgewogenheit.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Es ist selten, dass Headsets diesen Titel auf höchster Lautstärke übertragen, ohne eine unangenehme Vibration im eigenen Ohr zu produzieren. Das QH-90 drückt hier einen sehr trockenen und fetten Bass durch seine Ohrmuscheln und wird so manchen Elektro-Fan so richtig aufheizen. Mehr kann hierzu nicht geschrieben werden – absoluter Bass-Kopfhörer mit trockenem Bass. Wer jedoch auf absolute Vibration der Schädeldecke steht, der wird dennoch enttäuscht.

Tja so ist das halt – offene Bauweise = „weniger Bass“ und das ist ein Hauptgrund, welcher das QH-85 sehr schnell für den einen oder anderen Elektro-Fan disqualifizieren wird. Der Song wird hervorragend und glasklar übertragen, natürlich fehlt aber der fette und trockene Bass dahinter. Vorsicht ist also für jeden geboten, der den Druck auf den Ohren liebt.

Filme – The Last Samurai

The Last Samurai verfügt über sehr ruhige, aber auch über hektische Kampfszenen. Beide Headsets aus dem Hause QPAD können hier sehr gut überzeugen und schenken sich wirklich nur sehr wenig. Wo das QH-90 vor allem in Szenen mit bedrohlicher Musik auftrumpfen kann, zeigt sich das offene QH-85 als besseres Filmtalent, da Hintergrundgeräusche hervorragend zur Geltung kommen und vor allem Gespräche perfekt übertragen werden. Das QPAD QH-85 ist somit das eindeutig bessere Film-Talent der Gebrüder QPAD-QH.

Spiele – Battlefield 3

Battlefield 3 lebt von seiner Soundkulisse, das habe ich bereits oft geschrieben und dabei bleibe ich auch. Battlefield 3 ist ein Shooter, der seine Explosionen, die Ortung von Feinden und ratternde MGs einfacht braucht. Und hier trumpft eindeutig das QH-90 auf. Die dicken Bässe machen im Spiel einfach Spaß und übertönen auch Fußgetrappel nicht. Die Ortung einzelner Fahrzeuge, Helikopter und Verbündeter funktioniert einwandfrei und macht Lust auf mehr. Das offene QH-85 muss hier gehörig einstecken, auch wenn die Details des Spiels viel mehr zum Vorschein kommen. Ich will Explosionen und keine Knallerbsen in Battlefield.

Persönliches Fazit:

Sound ist immer eine Sache für sich. Manch ein Hersteller bringt gerne mal ein Produkt auf den Markt, das uns die Tränen in die Augen treibt und manch ein Hersteller entwickelt mit verschiedenen Produkten Baldrian für die Seele. QPAD ist uns mit seinen Headsets QH-85 und QH-90 definitiv freundlich gesonnen und möchte im Headset-Markt richtig dick mitmischen. Und schafft es QPAD denn auch? Was eine Frage – natürlich! Die beiden Kopfhörer, die uns die Skandinavier hier anbieten, sind nicht nur technisch auf höchstem Niveau, sondern bringen auch noch Emotionen rüber. Ob es die Verpackung ist, ob es die Verarbeitung ist oder gar die Einsatzmöglichkeiten der beiden, in dieser Preisklasse sind die QH-Modelle ohne Fehl und Tadel. Klar, hier mal ein kleines Knistern, hier mal etwas Kreischen und dann sind da noch die eher durchschnittlichen Mikrofone, doch sind dies wirklich nur Kleinigkeiten zwei astreiner Headsets im Preisbereich von 100€.

Doch was ist nun das richtige für wen? Eindeutig katapultiert sich die offene Bauweise des QH-85 in der Multimedia-Liste an die Spitze. Die Soundwiedergabe war durchweg auf hohem Niveau und auch Filme konnte das Headset hervorragend wiedergeben. Da wird euch die offene Bauweise wirklich zugutekommen. Wer also sehr viel Musik hört, skyped und Filme schaut, der sollte unbedingt beim QH-85 zugreifen.

Das geschlossene QH-90 hingegen ist das perfekte Gamer-Headset. Kräftiger Bass, super Höhen und eine ordentliche Ortung machen aus dem QH-90 einen perfekten Zockerbegleiter. Natürlich bleibt die Multimedia-Wiedergabe auch auf einem guten Niveau, jedoch hinter dem Bruder etwas zurück.

Was wir uns persönlich noch wünschen würden, ist eine eigene Gestaltungsmöglichkeit der Headsets. Da wir selber Zocker sind, konnte das QH-90 am meisten überzeugen. Jedoch haben uns die Ohrpolster und das Design des QH-85 besser gefallen. Unser Wunsch also an QPAD: Lasst den Käufer doch am besten selbst das Design oder wenigstens die Ohrmuscheln aussuchen.

Nichtsdestotrotz, für 100€ erhaltet ihr hier mit beiden Headsets wirklich sehr hochwertige Modelle mit einer nahezu perfekten Soundwiedergabe in ihrer Preisklasse. Für beide Modelle gibt es also unseren LeistungsTIPP-Award.


Leistungs Tipp Award
Positiv:

– sehr gute Verarbeitung
– gutes Zubehör
– angenehmer Tragekomfort
– glasklarer Sound
– Multimediafähigkeit sogar für unterwegs
– Preis/Leistungs-Verhältnis

Negativ:

– durchschnittliches Mikrofon
– leichtes Pfeifen beim QH-90 auf höchster Lautstärke (nur ohne Soundwiedergabe hörbar)

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

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