Kategorie: 1.7.2 Lautsprecher

Teufel Mediadeck Unboxing und Test – DER Lautsprecher für den PC und GAMER?

Teufel will dem seinem neuen mediadeck vor allem PC-User ansprechen. Das neue Mediadeck ist kompakt und findet somit seinen Platz unter jedem Monitor. Ausgestattet mit zwei Subwoofern sowie kräftigen Speakern, soll es Filmfans aber auch Gamern gefallen. Ich habe mir das System einmal im Video angeschaut, ein wenig Musik damit gehört und natürlich auch gezockt. Weiterlesen

Test / Testbericht: Microlab FC20 2.1 System

Guter Sound am PC ist, nicht nur von Spielern, auch für viele Arbeitstiere und Multimediafans ein elementarer Bestandteil. Wir konnten bereits verschiedene günstige sowie auch teurere Systeme testen, doch klaffte dazwischen immer eine große Lücke. Mit dem heutigen Testbericht präsentieren wir euch das Microlab FC20 Soundsystem, das auf 2 Satelliten und einen Subwoofer vertraut und mit rund 85 Euro für viele schon zu „gehobeneren“ PC-Systemen gehört. Doch wie schlägt sich das Microlab im Vergleich zu der Branchenkonkurrenz von Edifier oder Teufel?

Wie klein und kompakt das Microlab F20 ist, merkt ihr bereits, wenn es bei euch zu Hause ankommt. In einem kleinen weißen Karton hausen die beiden Satelliten. Unmittelbar darunter sitzt der putzige Subwoofer-Würfel. Neben den nötigen 3,5mm Klinke-Kabeln befinden sich noch diverse Zettelchen und Hefte im Paket. Auch eine kabellose, runde Fernbedienung wird mitgeliefert. Optische oder coaxiale Kabel sucht man vergebens, benötigt man allerdings auch nicht zwingend.

Beim Design muss sich das Microlab FC20 nicht verstecken, das bewies schon das H200 vom gleichen Hersteller. Die Satelliten sind mit rund 20 Zentimetern Höhe und rund 8,5 Zentimetern Breite größer als die von kleinen Billig-Systemen, nehmen allerdings nicht zu viel Platz auf dem Tisch weg. Auch die maximale Tiefe von rund 8,5 Zentimetern sollte Besitzern kleinerer Tische kein Dorn im Auge sein. Der untere Frontbereich der Satelliten erstrahlen im schwarzen Klavierlack und ziehen Fingerabdrücke magisch an. Die Abdeckung der Mittel- und Hochtöner ist dunkelgrau und besteht aus Kunststoff. In die Abdeckung wurden als Muster kleine Rauten integriert, die die Speaker ansprechender aussehen lassen. Das Gehäuse besteht ebenfalls aus Kunststoff und gleicht sich mit der gleichen Farbe an die Abdeckung an. Der Fuß der Satelliten lässt den Speacker in der Luft schweben und weist ähnliche Materialeigenschaften auf, wie der Rest der Box.

Wer nicht sehr viel Platz hat, der wird sich auch über den kleinen Subwoofer freuen. Passend zu den Satelliten ist auch dieser dunkelgrau, besteht allerdings vollständig aus einem Holz-Chassis. Lediglich der Tieftöner wird von einer Plastik-Abdeckung geschützt und hebt sich mit seiner schwarzen Oberfläche etwas vom Rest des Subwoofers ab. Auf der Rückseite befindet sich das I/O-Panel mit dem Klinken-Anschluss sowie den Steckern für die Satelliten.

Die Steuereinheit ist eine kleine, runde Tischbedienung, die kabellos via Bluetooth mit dem System verbunden wird. Sie hat einen Durchmesser von ca. 7,5 Zentimetern und ist mit 88 Gramm auch nicht sonderlich schwer. Die kleine Bedienung ist schwarz und auf ihrer Oberseite prangt in kleinen Buchstaben der Herstellername. Auf der Unterseite erhält man Zugang zur Batterieklappe mit zwei AAA-Batterien, die die Steuereinheit lange Zeit mit Strom versorgen. Im Dauertest bei 3-4 Stunden täglicher Nutzung hielten die mitgelieferten Batterien ca. 2 Monate durch ohne zu schwächeln. Das Durchhaltevermögen kann natürlich je nach Batterien variieren. Um auf dem Tisch nicht zu verrutschen, brachte der Hersteller zusätzlich kleine Gummistreifen auf der Unterseite der Bedienung an.

Dass die Verarbeitungsqualität der Microlab-Lautsprecher auf einem guten Niveau ist, bewies bereits das H-200 aus einem früheren Test. Auch das Microlab FC20 hat eine sehr gute Qualität, sieht man einmal von den stark Kunststoff-lastigen Lautsprechern ab. Dennoch hat man es hier mit vernünftigem Kunststoff zu tun, der stabil und ausgereift wirkt. Kleinere Unebenheiten sind trotzdem enthalten, man spürt sie aber nur bei direktem Abtasten einzelner Übergänge. Scharfe Kanten oder Grade konnten wir im Test an unserem Modell nicht feststellen. Gewünscht hätten wir uns eine etwas schönere, bedienbare Steuereinheit. Diese ist ebenso plastiklastig wie die Lautsprecher, wirkt aber unpassend, da ihre Qualität nicht an die Speaker heranreicht. Das Gewicht ist etwas zu niedrig, um diese ausreichend auf dem Tisch zu binden und auch das obere Steuerrad ist sehr wackelig und wirkt etwas schwammig. Das Ansprechverhalten für die Lautstärke-Steuerung ist stark verzögert, wodurch die Regelung über den PC wesentlich angenehmer ist. Die maximale Reichweite liegt mit nicht einmal 2 Metern auf einem ungewöhnlich schlechten Niveau, wodurch sich das System nur sehr stark eingeschränkt für Heimkino eignet.

Soundcheck

Musik – Saltatio Mortis: Eulenspiegel – Folk Rock

Eulenspiegel von Saltatio Mortis ist ein Folk-Rock Song, der in jedem Soundcheck von uns verwendet wird. Dudelsäcke reizen die Speaker und fordern das letzte von ihnen. Das Microlab FC20 verrichtet im Soundcheck eine solide Arbeit und kann sich hören lassen. Auf normaler Zimmerlautstärke können die Mitten und Höhen überzeugen, wirken aber nicht 100%ig ausgewogen. Der Subwoofer bleibt auf auf einer normalen Lautstärke noch zurückhaltend. Dreht man das System lauter, sollte der Subwoofer auf ein Minimum heruntergeregelt werden, da dieser sehr stark im Vordergrund steht. Auch die Satelliten bekommen es beim Gesang mit der Angst zu tun, wodurch die Klarheit nicht immer gegeben ist.

Musik – ZAZ: Je Veux – Pop

Je Veux von Zaz ist ein fröhlicher Song aus dem Bereich Pop, der über Höhen und Tiefen verfügt. Der Refrain wird von einer Art Tröte bestimmt, während der Bass nebenher brummt. Das Microlab FC20 kann den Song zufriedenstellend wiedergeben, auch wenn der Subwoofer hier merklich im Vordergrund steht. Eine richtige Ausgewogenheit schafft das System auch bei geregeltem Subwoofer kaum, da die Regelung aufgrund der ungenauen Fernbedienung etwas schwierig ausfällt. Die Höhen und Mitten sind hingegen in Ordnung.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Für unseren Reggae/HipHop-Bereich kommt Sean Paul mit Got2Luv u zum Einsatz. Eine Frauenstimme gepaart mit tiefen Bässen entlocken so manchem System kleine Schweißperlen. Das Microlab FC20 kann sich in diesem Bereich aber hören lassen. Hier machen die im Mittelpunkt stehenden Bässe richtig Spaß und untermauern mit trockenen, tiefen Bässen den Gesang. Lediglich der Refrain könnte etwas ausgewogener sein, was aber für ein System dieser Preisklasse noch voll in Ordnung ist. Wie schon in den anderen Songs festgestellt, gehen die Mitten und Höhen im dicken Bass oftmals viel zu stark unter.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Bass Cannon ist, wie der Name schon sagt, der perfekte Basscheck für einen Subwoofer. Der kleine Woofer des Microlab kann mit 50 Hz – 18 kHz einen ansprechenden Druck erzeugen, wenn er in vielen Ebenen auch sehr trocken bleibt. Aufgrund des eher mageren Volumens sind vor allem tiefe Ebenen nicht ausgewogen, was wir aber von einem System dieser Preisklasse auch nicht weiter erwarten. Freuen können wir uns besonders über die Pegelfestigkeit des kleinen Woofers, da er in keinem Bereich anfing zu dröhnen oder zu rauschen.

Filme – Gladiator – Qualität HD 720p

Gladiator lebt von hektischen Kampfszenen, aber auch ruhigen Szenen, die selbst Heimkinoanlagen nicht immer perfekt wiedergeben können. Erstaunt sind wir besonders vom Detailgrad der ruhigen und langsamen Gesprächsszenen. Der Subwoofer tritt hier gekonnt in den Hintergrund und Gespräche wirken hochwertig und klar. Das Blatt wendet sich hingegen sehr schnell, sobald es zu den Kampfszenen kommt. Hier bebt der Woofer unnötig vor sich hin und das Kampfgetümmel verwandelt sich in ein unausgewogenes Durcheinander. Für ein 2.1-System dieser Preisklasse bleibt die Qualität dennoch auf einem gekonnt guten Niveau.

Spiele – Battlefield 4

Wie schon der Vorgänger lebt auch Battlefield 4 von seinen Klangkulissen und kann mit Granateneinschlägen und ratternden MGs so manches Gamer-Zimmer in ein Schlachtfeld verwandeln. Der dominierende Bass des Microlab FC20 kann in Battlefield 4 ein wunderbares Klangerlebnis erzeugen, was den Shooter zu einem echten Highlight macht. Die Ortung ist aufgrund der beiden Satelliten nicht sehr einfach, jedoch hören sich Bombeneinschläge und Schüsse kräftig und trocken an. Leider fehlt das Mittendrin-Gefühl etwas, was andere 2.1-Systeme wesentlich besser vermitteln können.

Persönliches Fazit:

Nun konnten wir uns schon zahlreiche Lautsprecher unter 100 Euro anhören, die vor allem für PC-Spieler perfekt geeignet sind. Das Microlab FC20 ist qualitativ hochwertig, verfügt über gute technische Eigenschaften und ist zudem noch ansprechend designed. Etwas schade ist hingegen die enorme Verwendung von Kunststoff an den Lautsprechern und der „Fernbedienung“, die kaum fern ist. Dennoch ist das Microlab FC20 für einen PC-Spieler durchaus geeignet, wenn er vernünftigen Spiele-Sound wünscht und die Bedienung nicht zu weit vom System entfernt liegt. Die Bässe sind trocken und die Höhen klar. Leider lassen vor allem die Mitten etwas zu wünschen übrig, was bei 80 Euro etwas schade ist, aber trotzdem noch vertretbar. Dennoch bleibt die Frage im Raum: Ist das System so viel besser, als gleichpreisige Systeme? Unserer Meinung nach, leider nicht. Auch wenn es dem Speedlink Gravity 2.1 vor allem an Qualität mangelt, hat es einen guten Sound. Auch das Wavemaster Moody kann für weniger Geld einen ansprechenden Klang aufbringen. Große Vorteile hat das Microlab FC20 im Vergleich zu günstigeren Mitbewerbern also nicht wirklich – bis auf einen ticken besseren Sound und eine bessere Qualität. Da das System für rund 80 Euro bei Amazon jedoch günstiger als das Logitech Z623 ist, das ähnliche Klangeigenschaften aufweist, gibt es unseren Preis/LeistungsTIPP Award.

Preis Leistungs Tipp Award

Positiv:

– saubere Verarbeitung
– kein Rauschen der Satelliten/Subwoofers
– trockener Bass
– gute HipHop/Reggea-Eigenschaften

Negativ:

– Reichweite der Bedienung viel zu gering (rund 2 Meter)
– Fernbedienung zu klapprig / Lautstärkereglung sehr ungenau
– Subwoofer oftmals zu stark im Vordergrund
– Mitten etwas vom Subwoofer übertönt
– hoher Kunststoffanteil

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Euer Hardbloxx-Team

Test / Testbericht: oneConcept HI-2018 und HI-2028

Oft muss sich günstige Hardware von weniger bekannten Herstellern nicht vor der Konkurrenz der Großen verstecken. Ob nun Smartphones oder Tablets, viele kleine und unbekannte Hersteller konnten hier schon überzeugen. Doch wie sieht es bei Boxensystemen aus? Dieser Frage möchten wir heute nachgehen und haben uns zwei 2.1 Systeme von oneConcept für euch angeschaut. Beide Systeme sind im Niedrigpreissegment angesiedelt, das HI-2018 liegt bei einem Preis von etwa 25 Euro und das HI-2028 bei etwa 23 Euro.

HI-2018 (11)HI-2028 (9)

Ihr seid skeptisch, ob solch günstige Systeme etwas taugen? Dann geht es euch genauso wie uns. Ob es sich nun bei den Systemen um Preis- /Leistungskracher handelt oder ob ihr besser die Finger davon lasst, möchten wir heute für euch herausfinden.

Technische Daten

BezeichnungoneConcept HI-2018oneConcept HI-2028
System2.12.1
RMS Subwoofer15 Watt15 Watt
RMS Satelliten2x 5 Watt2x 5 Watt
Gesamtleistung25 Watt25 Watt
Frequenzgang40Hz – 20kHz40Hz – 20kHz
Signal Rauschabstand> 70 dB> 70 dB
Kanaltrennung> 45 dB> 45 dB
BesonderheitenBlau beleuchtete Lautstärkeregelung

 

Wie ihr anhand der Daten sehen könnt, unterscheiden sich die beiden Systeme auf technischer Seite kaum. Auch der Lieferumfang ist bei beiden Systemen identisch. Mit im Karton liegen neben dem 2.1 System selbst nur ein 3,5 Klinke-Anschlusskabel und ein Handbuch. Die Lautsprecherkabel zu den Satelliten sind fest verlötetet.

Doch schauen wir uns nun die beiden Systeme mal genauer an.

oneConcept HI-2018

Das HI 2018 ist das teurere und auch größere der beiden Systeme. Die Satelliten bestehen aus einem mit schwarzer Folie beklebtem Gehäuse und einer schwarzen Membran, mit welcher die Lautsprecher selbst überzogen wurden. Die Verarbeitung ist gut und das Material der kantigen Lautsprecher fühlt sich gut an. Zu beanstanden gibt es hier nichts, wenn auch die Gummifüße auf der Unterseite unregelmäßig aufgeklebt wurden. Dies bringt der Optik und dem Ton jedoch keine Nachteile.

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Auf den Subwoofer kann man die gute Verarbeitung nicht ganz übertragen, denn dieser wirkt durch das graue Kunststoffelement rund um das Reflex-Rohr etwas billig. Auch die Verarbeitung ist hier vor allem an den Kanten nicht so gut wie bei den Satelliten. Hier sitzt die Folie, die aufgeklebt wurde nicht Stoß auf Stoß.
Auch die Kunststofffüße, auf denen der Subwoofer steht, haben unerklärlicherweise an der Befestigungsstelle einen unschönen störenden Schlitz. Unter diesen Füßen wurden Gummipads aufgeklebt, um den Subwoofer vom Untergrund zu entkoppeln und ein Verrutschen zu vermeiden.
Die Chinch-Anschlüsse und die Bedienelemente liegen auf der Rückseite. Darunter der Ein- und Ausschalter sowie die Lautstärkereglung für den Subwoofer. Sie sitzen fest und lassen sich angenehm bedienen. Die Lautstärke der Satelliten wird an der Front an einem großen Potentiometer über dem Reflexrohr geregelt, welches im Betrieb blau leuchtet.

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Sobald man das System aufgestellt und angeschlossen hat, wird natürlich das Einschalten fällig. Doch sobald dies geschehen ist, macht sich Ernüchterung breit. Ein starkes Brummen ist hier unmittelbar wahrnehmbar – unabhängig der gewählten Lautstärke und unabhängig von einem eingesteckten Kabel. Und auch wenn ein Ton wiedergegeben wird ist das Brummen noch vorhanden und wird erst ab einer gewissen Lautstärke übertönt. Es fällt dann nur noch in leisen Passagen auf.
Bei Zimmerlautstärke klingt das HI-2018 dann recht ausgewogen und gibt hier kaum Grund zur Beanstandung. Dreht man die Lautstärke jedoch weiter in Richtung Anschlag nach oben, gehen ab mittlerer Lautstärke Bässe verloren und Höhen beginnen stark zu zischen. Das Gesamte Klangbild beginnt zu dröhnen und wird in diesem Bereich sehr unangenehm. Ein dauerhafter Betrieb ist auf diesem Level nicht zu empfehlen.
Bei lauten Bassschlägen ist zudem noch ein starkes Rappeln im Gehäuse des Subwoofers wahrnehmbar. Um ein loses Teil dürfte es sich dabei jedoch nicht handeln, da bei leichtem Schütteln des ausgeschalteten Subwoofers hier nichts zu hören ist.

oneConcept HI-2028

Beim HI-2028 kommen Satelliten zum Einsatz, die sehr viel kleiner sind. Sie stehen schräg auf dem Untergrund. Das Gehäuse wirkt hier billiger, da überall glatter Kunststoff zum Einsatz kommt, der Kratzer und Fingerabdrücke regelrecht anzieht. Auch hier wurden die eigentlichen Lautsprecher mit einer schwarzen Membran überzogen, die sich über die gesamte Front erstreckt. Der Subwoofer ist etwas größer als beim HI-2018 und macht einen wertigeren Eindruck. Vor allem durch den Kunststoff um das Reflexrohr. Hier wird nicht der billig wirkende grau gefärbte Kunststoff verwendet, sondern eine glänzende chromähnliche Abdeckung. Auch steht der Subwoofer nicht auf solch hohen Füßen über dem Untergrund. Hier wurden nur schmale Gummipads verwendet, um den Subwoofer zu entkoppeln. Die Bedienelemente und Anschlüsse liegen bei diesem Modell alle auf der rechten Seite des Gehäuses. Nutzt man also nicht die Lautstärkereglung des Abspielgeräts, muss man am Subwoofer vorbeigreifen um Einstellungen vornehmen zu können.

HI-2028 (6)HI-2028 (2)

Das zuvor aufgetretene Brummen und Rappeln des Subwoofers haben die beiden Systeme glücklicherweise nicht gemeinsam. Was die Klangwiedergabe jedoch angeht, ähneln sich die beiden sehr. Denn auch beim HI-2028 macht es ab einer gewissen Lautstärke keinen Spaß mehr zuzuhören, da dann fast nur noch schrilles Kratzen und Zischen herauszuhören ist. Zwar weniger stark ausgeprägt, aber noch immer sehr störend.

Bei näherer Betrachtung der Lautsprecherkabel beider Systeme fällt auf, dass diese zwar in den Satelliten fest verlötet sind, aber das Kabel selbst nicht am Gehäuse befestigt wurde. So könnt ihr bei beiden Systemen das Kabel in das Gehäuse hineinschieben und wieder herausziehen. Was sich zuerst praktisch anhört, um überflüssiges Kabel zu verstecken, sollte jedoch vermieden werden. Auch relativiert sich dies, wenn man sich die sehr kurze Kabellänge anschaut. Denn sobald ihr den Subwoofer unter den Schreibtisch auf den Boden stellt und die Satelliten dann auf den Schreibtisch wandern, seid ihr bei der Positionierung stark eingeschränkt. In unserem Test mussten wir den Subwoofer mittig unter den Schreibtisch stellen, um die Satelliten rechts und links vom Monitor abstellen zu können. Auch dann standen die Kabel bereits unter starkem Zug und eine andere Positionierung war kaum möglich.
Die Lautsprecherkabel sind also bei beiden Systemen mit einer Länge von knapp über einem Meter viel zu kurz geraten. Hier sollten mindestens 50 cm mehr drin sein, denn ein Austauschen der Kabel ist ohne weiteres nicht möglich. Die Markierung von + und – ist unserer Meinung nach bei fest verlöteten Kabeln ebenfalls nicht notwendig und sieht auch noch bescheiden aus.

HI-Comp (1)HI-Comp (3)

Eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Soundsysteme ist die blaue LED, die euch sagt, dass das System im Betrieb ist. Beim HI-2028 sitzt diese LED jedoch nicht in der Lautstärkereglung an der Front, sie wurde separat bei dem Bedienpanel an der rechten Seite angebracht. Beide LEDs leuchten sehr hell und sorgen so in dunklen Zimmern für eine Festbeleuchtung.
Einen Standby-Modus besitzen die beiden nicht, ihr solltet also auf eine schaltbare Steckdosenleiste zurückgreifen, falls ihr nicht immer den Ein- und Ausschalter am Subwoofer suchen möchtet.

Doch wenden wir uns nun unseren Testtiteln zu. Abgespielt wurde alles bei etwa mittlerer Lautstärke bei Satelliten und Subwoofer und einem 50% Pegel am PC.

Musik – Saltatio Mortis: Eulenspiegel – Folk Rock

Zu Beginn ließen wir unseren Folk Rock Titel mit Dudelsackklängen und hoher Stimme im Gesang auf die kleinen Systeme los. Die Soundausgabe bei gleichzeitigem Spielen des Dudelsacks und Gesang sorgen leider bei beiden Systemen für ein unangenehmes Kratzen, auch bei sehr geringer Lautstärke. Wird beides unabhängig voneinander im Song wiedergegeben, treten keine Probleme auf. Durch diese fehlende Dynamik sind beide Systeme für Fans dieser Musikrichtung jedoch leider ungeeignet.

Musik – ZAZ: Je Veux – Pop

Die kräftige Stimme der Sängerin ist bei beiden Systemen klar verständlich und bringt dem Hörer gute Laune, doch der Bass lässt vor allem im Refrain sehr zu wünschen übrig und ist kaum vorhanden. Auch durch volles Aufdrehen der Basslautstärke ändert sich an diesem Bild kaum etwas. Störende Geräusche, wie beim Vorgängertitel von Saltatio Mortis gab es hier hingegen nicht. Das HI-2028 zeigt hier im direkten Vergleich eine etwas bessere Leistung und hört sich dank geringfügig stärkerem Bass etwas besser an.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Bass Cannon, der Schreck günstiger Systeme zeigt, wie so oft, auch den beiden oneConcept Modellen eiskalt ihre Grenzen. Der Bass wird beim HI-2018 zwar zart wiedergegeben, aber für Fans von Elektromusik ist das viel zu schwach. Gleiches Bild ergibt sich beim HI-2028, wo der Bass zwar etwas kräftiger ist, aber noch immer keinen Bassfetischisten annähernd zufrieden stellen wird.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Auch hier sieht es beim HI-2018 ähnlich aus, wie bei den vorherigen Titeln. Die Gesänge sind stets gut verständlich, aber der schwache Bass sorgt für ein unausgewogenes Klangbild, wodurch der Song zwar durchaus anhörbar ist, aber leider keine Feierlaune aufkommt. Im Vergleich ist der Klang des HI-2028 viel ausgewogener, da der Bass etwas kräftiger ist und Höhen klarer sind.

Spiele – Battlefield 3

Battlefield 3 setzte in mehrerer Hinsicht Maßstäbe. Unter anderem beim Sound, wo knackige Kugeleinschläge und Explosionen inmitten von Kampfgeschrei sehr zur Spielatmosphäre beitragen. In kleinen Einzelgeplänkel hat das HI-2018 keine Probleme mit dem Sound. Werden die Gefechte jedoch größer und das Donnern von Jets wird von heftigen Explosionen in den Hintergrund gerückt, so gehen viele Details verloren und die Explosionen sowie Maschinengewehrfeuer versinken in einem einzigen Tonmatsch. Auch Die Befehle und Schreie der Kameraden werden dann unsauber wiedergegeben und beginnen in Gefechten schnell zu kratzen. Mit Blick auf das HI-2028 werden die Gefechte deutlich angenehmer, denn hier gibt es weniger Kratzen und Dröhnen, auch die Kampfschreie sind besser verständlich, wenn auch nicht perfekt.

Filme – Gladiator – Qualität HD 720p

In Gladiator erwarten euch epische Gefechte und epische Musik. Schwerter krachen gegeneinander und Streitwagen brettern durch die Arena. Doch trifft mehreres davon in einer Szene aufeinander, bekommen unsere Testkandidaten arge Probleme. Hier beginnen beide bei jubelnder Meute und gleichzeitiger Orchester-Musik schnell zu dröhnen. Gleiches gilt bei Kämpfen, wenn die Klingen der Gladiatoren aneinander krachen.  Ruhige Szenen geben jedoch keinen Grund zur Beanstandung und lassen den Zuhörer tief in den Film eintauchen.

Persönliches Fazit

Jeder kennt die kleinen blechernen Lautsprecher vom Elektronikmarkt um die Ecke, die für etwas Musik und Filme ausreichen. Anders sieht es mit den getesteten Modellen auch nicht aus, wobei ihr hier ein 2.1 System erhaltet. Wir haben es mit Systemen im Preisbereich von 20-25 Euro zu tun, also was bleibt abschließend zu sagen? Wer ein günstiges System sucht, mit dem man lediglich etwas Musik abspielen möchte, der kann getrost zugreifen, vorausgesetzt man ist kein Klang-Fetischist.

Da es sich beim oneConcept HI-2018 scheinbar um ein Montagsmodell handelt (ständiges Brummen), müssen wir dessen Wertung außen vor lassen. Wenn es also eines der beiden Systeme sein soll, greift ihr besser zum oneConcept HI-2028, da dieses im Vergleich zum teureren Schwesterprodukt die durchweg bessere Leistung und Klangqualität bietet. Zu beachten gilt jedoch auch hier, dass es, wenn ihr auf viel und kräftigen Bass steht oder gerne laut Musik hört, leider Einschränkungen in Form von Störgeräuschen, fehlendem „Wumms“ und fehlender Dynamik bei lauten Klängen gibt.

Sound für 20€ ist voll in Ordnung. Darum gibt es den PreisTIPP.

Preis Tipp Award

Positiv:

–          kompakte Systeme

–          günstig

Negativ:

–          nicht für hohe Lautstärken geeignet

–          kaum Dynamik vorhanden

–          Brummen und Rappeln des Subwoofers (HI-2018)

–          zu kurze Lautsprecherkabel

 

Wer Interesse an den Lautsprechern für den PC hat, kann sie hier kaufen.

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Euer Hardbloxx-Team

Test / Testbericht: LC-Power Vibro Bluetooth Lautsprecher

Kofferradios und MP3-Player waren vor 10 Jahren noch das Maß aller Dinge, heute sterben sie langsam immer mehr aus? Doch warum? Smartphones dienen heutzutage als Quelle für Fotos, Musik und Internetschnittstelle. Passend dazu haben viele Hersteller auch Bluetooth-Lautsprecher im Angebot, die so manches Kofferradio oder MP3-Player überflüssig machen. Von portablen Musikwürfeln bis hin zu Küchen- oder Wohnzimmerutensilien. Einer dieser Hersteller ist der Gehäuse- und Netzteilhersteller LC-Power. Neben seiner Hardware bietet das deutsche Unternehmen nun auch den kleinen LC-Power Vibro an, der seinen Untergrund als Resonanzkörper nutzt und sich somit als Küchenradio-Ersatz etablieren möchte. Doch kann das kleine Vibrationswunder zum musikalischen Höhepunkt verhelfen?

Lieferumfang / Verpackung:

Der LC-Power Vibro kommt in einer kleinen Papp-Schachtel zu euch ins Haus. Bereits bei der Entgegennahme des kleinen Paketes wunderten wir uns über das hohe Gewicht. Mit seinen 6,3 Zentimetern Höhe und 5,3 Zentimetern Tiefe ist er mit 330 Gramm ein richtiges Schwergewicht. Hervorgerufen wird dieses Gewicht vor allem durch das Aluminium-Gehäuse und natürlich der verbauten Technik. Im Karton befindet sich zusätzlich noch ein USB-Ladekabel, an dem ebenfalls ein 3,5mm Klinke-Anschluss vorhanden ist.


Verarbeitung / Aussehen:

Viel können wir zu der Verarbeitung nicht sagen, außer dass sie wirklich einsame Spitze ist. Das Gehäuse ist makellos und sauber gefertigt. Hier erkennt man keine Kanten und auch keine Ecken. Der Fuß des Vibro wackelt nicht und sitzt fest am Körper des Kleinen. Das Aluminiumgehäuse ist durchweg schwarz, wobei der Körper Mantel matt- und die Oberseite glänzend ist. Warum hier ausgerechnet Klavierlack genutzt wurde, können wir nicht nachvollziehen, da die Oberseite dadurch Fingerabdrücke magisch anzieht. Der Mantel wird durch zwei silberne Streifen aufgehübscht. Etwa mittig des LC-Power Vibro wurde ein USB-Anschluss, der on/Off/Bluetooth-Schalter und die Status-LED angebracht. Der Schalter ist bei unserem Testsample gut verarbeitet und lässt sich knackig bedienen. Bewegen wir den Schalter auf das Bluetooth-Symbol benötigen wir allerdings etwas mehr Kraft und der Vibro knackt recht laut.

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Funktion:

Ihr könnt euch aussuchen, ob ihr den Vibro mit eurem Smartphone oder MP3-Player via 3,5mm Klinke-Kabel verbindet oder per Bluetooth paired. Das Pairing funktioniert denkbar einfach. Der Schalter wird nach recht auf „Bluetooth“ gelegt. Am Smartphone aktiviert ihr ebenfalls Bluetooth und sucht nach neuen Geräten. Nachdem ihr den Vibro dann angewählt habt, könnt ihr ihn bereits als Lautsprecher nutzen. Der Vibro hat aufgrund seiner geringen Größe keinen eigenen Resonanzraum für den Tieftöner. Über den Fuß nutzt der kleine Lautsprecher den Gegenstand auf dem er steht als Resonanzkörper. Dadurch erzeugt er je nach Unterlage ein unterschiedliches Klangerlebnis. Begeistert sind wir ebenfalls von der enormen Bluetooth-Reichweite. Selbst nach ca. 10 Metern Entfernung, spielte der LC-Power Vibro unsere Songs noch völlig verlustfrei ab. Auch die Akkulaufzeit ist angemessen. Der Hersteller gibt mit geringer Lautstärke ca. 21 Stunden an. Auf höchster Lautstärke-Stufe sinkt dieser Wert jedoch auf 3-4 Stunden. Im Test hielt der kleine mit unterschiedlicher Lautstärke ca. 14 Stunden durch. Nach dieser Zeit verabschiedet sich der kleine mit einem etwas nervtötendem Piepsen in den Ruhestand und möchte aufgeladen werden.

Klang:

Den Vibro schickten wir, wie immer, durch unseren Songparcour. Doch dieses Mal reicht ein kurzer Soundcheck zu verschiedenen Songs, da wir es nicht mit einem großen Soundsystem zu tun haben. Der Vibro selbst hat aufgrund seiner Eigenschaft einen recht kräftigen Bass, für solch einen kleinen Lautsprecher. Am stärksten ist er, wenn der Vibro auf einen Tisch gestellt wird. Auf Kartons etc, schwächt die Vibration etwas ab. In kräftigen bass-lastigen Elekro- oder Technosongs kann der Vibro voll überzeugen. Er gibt einen kräftigen Bass wieder und das bei seinem geringen Platzbedarf. Leider lassen jedoch seine Höhen und Mitten sehr zu wünschen übrig. Vor allem Folk-Rock oder Metal wird beim kleinen Vibro schnell zu einem Einheitsbrei, stellt man die Lautstärke zu hoch. Auf einer normalen Zimmerlautstärke sind Stimmen und Instrumente annehmbar zu verstehen. Wer jedoch wert auf klaren Gesang legt, der wird beim Vibro etwas enttäuscht. Als Mobiler Begleiter für den Park kann der Vibro auch nur eingeschränkt genutzt werden. Da immer ein ausreichend voluminöser Resonanzkörper benötigt wird, um dem Kleinen einen guten Sound zu entlocken, sollte man für Outdoor-Musik einen anderen Lautsprecher dabei haben.

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Persönliches Fazit:

Der LC-Power Vibro macht einfach Spaß, das müssen wir schon zugeben. Vor allem das Experimentieren mit dem Kleinen ist eine Nachmittagsbeschäftigung, da er sich auf verschiedenem Untergrund auch unterschiedlich anhört. Am besten hat uns jedoch der Einsatz auf dem Küchentisch gefallen, da hier am meisten Platz als Resonanzkörper genutzt werden konnte. Elektro-Songs und allgemein sehr basslastige Lieder konnte der kleine Vibro knackig und kräftig wiedergeben und zeigt damit, dass auch Zwerge Power haben. Auch die Wiedergabequalität von Metal, HipHop und Rock konnte überzeugen, wenn auch nur auf geringerer Lautstärke. Wird das Smartphone zu laut gestellt, verkommt Metal leider zu einem Einheitsbrei. Wer nicht unbedingt die Bluetooth-Funktionalität benötigt, sollte sich einmal den Lasmex S-01 Musikwürfel anschauen.

Als Küchenradioersatz lohnt sich der LC-Power Vibro dennoch, da es aktuell kein normales Radio oder einen anderen Bluetooth Lautsprecher mit dieser Bass-Qualität gibt. Es sei aber gesagt, dass sich der Vibro in erster Linie für Bassliebhaber eignet, die nur wenig Platz für andere Boxen haben.! Metalfans geben lieber etwas mehr Geld aus. Für einen aktuellen Marktpreis von rund 37 Euro ist der Vibro aber ganz klar ein Hardbloxx-PreisTIPP.


Preis Tipp Award

Positiv:

– sehr klein
– hervorragend verarbeitet
– lange Akkulaufzeit
– In Hinblick auf die Größe, kräftiger Bass auf einem Tisch
– günstiger Preis

Negativ:

– dumpfe Höhen und Mitten
– stark eingeschränkt für Metal- und Rock-Fans
– schwierige Handhabung Unterwegs (Karton oder anderer Resonanzkörper wird benötigt)

Wenn ihr Interesse am LC-Power Vibro habt, dann kauft ihn bei Amazon und unterstützt uns.

Den besten Preis findet ihr hier.

Hier findet ihr einen Test vom Lasmex Beatblocc und dem Antec SP1.

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

Test / Testbericht: Lasmex Beatblocc vs. Antec SP1

Mobile Mukke ist doch einfach was Feines, das kann man nicht leugnen. Ob ihr nun draußen am Strand seid, im Stadtpark picknicken geht oder einfach nur eine Fahrradtour macht, Musik darf nirgends fehlen. Kofferradios und fette Soundmaschinen sind Vergangenheit, heute nutzt man die Power auf kleinstem Raum. Doch sind auch Kabel zwischen Smartphones und kleinen Lautsprechern immer nervig. Zudem ziehen diese meistens den Akku des Telefons leer. Findige Ingenieure haben dafür jedoch eine Antwort parat – Bluetooth-Lautsprecher! Diese kleinen Wunder empfangen eure Musik vom Smartphone kabellos und geben diese dann wieder. Strom gibt es über einen integrierten Akku. Doch gibt es hier auch wieder eindeutige Unterschiede zwischen den Modellen. Damit wir diese einmal herausfinden, haben wir uns zwei Modelle von Lasmex und Antec angeschaut.

Antec SP1

Das Antec SP1 kommt in einer durchsichtigen und massiven Verpackung aus Kunststoff zu euch nach Hause. Durch die obere Abdeckung erkennt ihr bereits den Lautsprecher, darunter befindet sich das Lieferzubehör. Dazu gehört beim Antec SP1 ein sehr dünnes USB-Kabel, ein AUX-Kabel und diverse Zettelchen für die Garantie und zum Akku. Eine kleine Bedienungsanleitung liegt ebenso bei.

Den Antec SP1 gibt es für farbenfroh Musikliebhaber in verschiedenen Farben. Schwarz/rot, weiß/rot und knallgrün zählen hier zu den aktuellen Lieblingen. Wir hatten Glück und erhielten das knallgrüne Modell, dass sich perfekt in jeden Park und jede Wiese integriert. Mit einem Gewicht von 353 Gramm gehört es im Test eher zur Schwergewichtsklasse. Hervorheben muss man jedoch die enorme Wertigkeit, die durch die Verarbeitung und das Gewicht zustandekommt. Das SP1 wirkt sehr stabil und weist eine hervorragende Verarbeitung auf. Die einzelnen Knöpfe und Schalter lassen sich einfach und ohne viel Druck bedienen. Schließt ihr das Ladekabel an, leuchtet am Powerschalter eine kleine LED. Auf der Ober- und Unterseite des Sp1 befindet sich ein Meshgitter für die Lautsprecher, die direkt darunter sitzen. Damit kein Schmutz eindringen kann, wurden diese mit einer Art Matte zusätzlich noch „abgedichtet“- hier hat jemand mitgedacht. Für den Schutz des Innenlebens sorgt ein dicker Gummirand, der in unserem Fall grasgrün erstrahlt. Auf der Vorderseite sitzen drei Knöpfe. Zwei für die Lautstärke (Plus und Minus) und einer für das Pairing mit anderen Geräten. Zusätzlich erkennt ihr noch ein kleines Loch neben den Knöpfen, dieses dient euch als Mikrofon. Auf der rechten Seitenfläche sitzt der Powerhebel, ein AUX-Eingang für 3,5mm Klinke und ein Anschluss für ein Mini-USB-Kabel, um den Akku zu laden. Wo wir schon einmal beim USB-Kabel sind, schmeißt es weg und nehmt was Vernünftiges. Es ist ein dünnes, feines, plattes Kabel, das wohl nicht lange halten wird. Man merkt im Vergleich zu anderen Mini-USB-Kabeln schnell, dass die Versorgung wesentlich schlechter beim mitgelieferten Kabel ist als bei dickeren und wertigeren. Mit dem Ladekabel unseres Galaxy S3, war der Akku 45 Minuten schneller voll.

Die Akkulaufzeit gibt Antec mit ca. 10 Stunden an. Abhängig wird das jedoch von der genutzten Musikart und der Lautstärke gemacht. Eine 10 stündige Tour auf höchster Lautstärke steht der kleine nicht durch.

Das paaren oder auch „pairing“ funktionierte im Test mit dem Antec SP1 schnell und unkompliziert. Beim Einschalten gibt das Sp1 einen Ton von sich, der signalisiert, das er an ist. Genauso, wenn es gepaart oder ausgeschaltet wird.

Lasmex Beatblocc

Beim Lasmex Beatblocc geht uns immer wieder das Herz auf, wenn wir die Verpackung und den Lieferumfang sehen. Der Hersteller gibt sich hier wirklich immer viel Mühe, was wir bewundern. Keine hässliche Blisterpackungen oder billige Kabel. Öffnet ihr den massiven karton, strahlt euch bereits der Beatblocc entgegen. Unter ihm liegt ein starkes, ummanteltes Aux- und USB-Kabel. Eine Bedienungsanleitung und diverse Zettelchen sind ebenso dabei.

Vergleicht man den Beatblocc mit dem Antec SP1 kommt die kleine Lasmex-Box eher langweilig daher. Es gibt ihn nur in einer Farbe – schwarz. Wer auf frische und ausgefallene Farben steht, wird hier wohl nicht auf seine Kosten kommen. Vorteilhaft ist jedoch, dass der Beatblocc etwas schlanker ist als sein Konkurrent. Zusätzlich ist er mit ca. 270 Gramm auch noch eine ganze Ecke leichter und lässt sich somit sehr gut transportieren. Auch der Beatblocc ist ringsherum mit einer Gumischicht ummantelt, die den Kleinen vor Stürzen schützen soll. Oben und unten erkennt ihr ein Mesh-Gitter, dass die innere Technik schützt. Jedoch befindet sich hier nicht wie beim SP1 eine Schutzmatte über den Speakern. Auf der Oberseite wurden zudem die kleinen Knöpfe in das Mesh-Gitter eingelassen. Wenn wir etws kritisch sein möchten, können wir hier den ersten Verarbeitungsfehler erkennen, da die Knöpfe nicht gerade und regelmäßig in ihren Löchern stecken. Die Bedienung ist jedoch knackick und mit einem guten Feedback verbunden. Auch die restliche Verarbeitung entlang des Gehäuses ist ansprechend, jedoch nicht ganz auf dem Niveau des SP1. Das erkennt man auch recht schnell daran, dass sich die Gummimembran des Beatblocc leichter lösen lässt als beim grünen Konkurrenten. An der Seiten hat der Beatblocc ebenfalls einen Mini-USB-Anschluss, den Powerschalter und einen AUX-Eingang. Zum Paaren mit einem Gerät müsst ihr einfach die „Viereck-Taste“ lange gedrückt halten, bis die LED im Gerät blinkt.

Lustigerweise gibt es ebenso große Gemeinsamkeiten bei den Geräten. So nutzen beide Anbieter anscheinend die gleiche Software oder die gleiche Platine, da die Statustöne bei beiden Geräten identisch sind. Jedoch unterscheiden sich beide enorm im Soundbereich und hier ist der Unterschied wirklich enorm. Zudem weisen beide Geräte einen typisch penetranten Geruch auf, der wohl vom verwendeten Gummi stammt.

Musik – Saltatio Mortis: Eulenspiegel – Folk Rock

Folk-Rock und Metal gehören zu den Musikgenres, die vor allem mobile Boxen richtig ärgern. Die Stimme des Sängers ist klar und sehr hoch und auch die Dudelsäcke reizen die kleinen Lautsprecher oftmals enorm.

Der Lasmex Beatblocc kann in diesem Genre voll abräumen. Man merkt dem Kleinen schnell an, dass er es auf ein breites Musikspektrum abgesehen hat. Der Song wird auf der mittleren Lautstärke hervorragend und klar wiedergegeben. Aufgrund dieser Abstimmung auf die Höhen fehlt es dem Beatblocc jedoch etwas an Kraft, was vor allem in höheren Bereichen schnell in Scheppern ausartet. Dafür sind auf einer normalen Lautstärke die Instrumente und auch die Stimmen klar zu erkennen.

Dem Antec SP1 merkt man in diesem Song sofort seine Stilrichtung an. Hier wurde ganz klar auf Tiefen gesetzt, die unseren Eulenspiegel-Song massiv zusetzen. Der Sound ist sehr dumpf und wenig ausgeglichen. Antec setzt hier sehr stark auf Tiefen, weniger auf Höhen und Mitten. Eulenspiegel hört sich auf
einer geringen Lautstärke noch ganz ok an, wird jedoch immer breiiger, je lauter der Song gestellt wird. Metalfans also aufgepasst!

Musik – ZAZ: Je Veux – Pop

Auch Zaz ist ein Song, der so manchem mobilen Laustsprecher, aber auch ganze Soundsysteme schnell zum Weinen bringt. Der Refrain kann schnell scheppern oder kreischen – also perfekt für einen Soundcheck.

Der Lasmex Beatblocc zeigt sich erneut von seiner ausgewogenen, wenn auch blechernen Seite. Je Veux von ZAZ ist erneut sehr ausgewogen, jedoch mit Schwächen im Tiefenbereich. Vorteil daran ist jedoch, dass die Höhen wesentlich besser zur Geltung kommen und der Beatblocc somit auch lauter gestellt werden kann. Selbst auf höchster Lautstärke ist der Song noch annehmbar zu verstehen, wenn auch viel zu blechern. Wer eher auf hörbaren Gesang steht, macht hier unterwegs nichts falsch.

Der Antec SP1 wirft seinen bassigen Schatten auch bei Zaz wieder voraus. Die hohe Stimme der Sängerin kann nicht vollständig überzeugen, da die Basstrimmung viel zu enorm ist. Die Stimme ist dumpf und wenig ausgewogen. Auch die Instrumente sind wenig überzeugend und können dem Song nicht die nötige Brillanz verpassen.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Bei Sean Paul kommt es sehr auf das eigene Gehör an, hier ist der Vergleich beider System sehr unterschiedlich.

Der Lasmex Beatblocc hat weiterhin einen klaren Sound und die Sänger sind gut herauszuhören. Auch die einzelnen Instrumente sind erkennbar, auch wenn Sie auf höheren Lautstärken zu einem scheppernden Einheitsbrei verkommen. Die Ausgewogenheit ist aber wieder einmal sehr gut für solch einen kleinen Lautsprecher. Dennoch fehlen erneut etwas die Tiefen, wodurch das leichte Scheppern schnell zustandekommt.

Der Antec SP1 bringt hier wirklich sehr gute Tiefen zum Vorschein, die knackig und trocken sind. Der reine Song ohne Gesang würde den SP1 diesen Vergleich locker gewinnen lassen. Leider merkt man jedoch erneut, dass die einzelnen Sänger viel zu dumpf sind und der SP1 zu stark auf den Bass getrimmt wurde.

Zusätzlich zur Eigenschaft der Musikschleuder lassen sich beide Modelle als Freisprecheinrichtung nutzen. Dies solltet ihr jedoch nur im Ausnahmefall nutzen, da es eher eine nette Zusatzoption mit Telefon selbst ist. Es ist schön, dass beide die Funktion haben, jedoch ist die Qualität nicht berauschend. Von Verzögerungen bis hin zu eher geringer Sprachqualität ist hier alles dabei.

Persönliches Fazit:

Ich liebe den mobilen Sound, das ist ganz klar. Ob ich bisher im Urlaub am Strand gelegen oder im Stadtpark gepicknickt habe, mein Musikwürfel wich nicht mehr von meiner Seite. Doch stellt sich mir nun die Frage, würde ich meinen Würfel gegen ein Bluetoothlautsprecher eintauschen, nur um auch Radio etc. hören zu können? Persönlich: Nein! Beide Systeme haben im Vergleich zu den Musikwürfeln immer noch Schwächen. Zu unausgewogen ist noch der Klang durch die Bluetoothübertragung. Wobei hier aber beide Hersteller ihr Bestes gegeben haben. Doch welches Gerät ist nun das bessere? Ganz eindeutig wurde beim Beatblocc auf eine breite Masse gesetzt. Ihr könnt von Metal bis Elektro wirklich alles hören. Die Höhen sind gut, die Tiefen zwar etwas schwach auf der Brust, dafür aber pegelfester. Der Antec SP1 ist DIREKT VERGLICHEN, kein Konkurrent für das Lasmex Modell. Viel zu bassig wurde der Kleine hier entwickelt. Die Höhen sind dumpf und auch vom Mittenbereich ist wenig zu erkennen. Vor allem Metal- und Rockfans sollten hier die Finger von lassen und lieber zum Lasmex Beatblocc greifen. Wer jedoch ausschließlich Elektro ohne Gesang hört, kann bedenkenlos zum SP1 greifen.

Doch wer ist nun Sieger dieses Tests? Aufgrund des breiten Spektrums entscheiden wir uns definitiv für den Lasmex Beatblocc. Er setzt sich in allen Genres vor den SP1 von Antec, da er wirklich den ausgewogeneren Klang bietet.

Der Lasmex Beatblocc ist daher unser Testsieger. Fairness halber vergeben wir jedoch bei beiden Geräten keinen Award, da wir von beiden nicht 100%ig überzeugt sind. Wartet lieber noch etwas, bis die Kinderkrankheiten bei der Bluetoothübertragung beseitigt sind. Mit dem Lasmex S-01 seid ihr zudem wesentlich besser aufgehoben. Kein Bluetooth, jedoch Mini-SD Speicherkarte. Wollt ihr dennoch ein Bluetoothmodell, dann greift gerne zum Beatblocc, erwartet aber bitte kein Basswunder, da Ausgeglichenheit hier auf der Liste ganz oben stand.

Positiv:

Lasmex Beatblocc:

– ausgewogenerer Klang in allen Bereichen
– höhere Lautstärke
– Lieferumfang ist hochwertiger
– wesentlich günstiger als SP1

Antec SP1:

– sehr gute Verarbeitung
– frische Farbauswahl
– stärkerer Bass als beim Konkurrenten

Negativ:

Lasmex Beatblocc:

– scheppernd auf höheren Lautstärken (unsausgewogene Höhen)
– nervendes „Welcome to Beatblocc“ beim Einschalten
– strenger Gummigeruch (verfliegt nach einigen Tagen)
– etwas schlechtere Verarbeitung als beim SP1

Antec SP1:

– dumpfe Höhen, kaum Mitten
– ungeeignet für viele Musikgenres, außer Elektro
– strenger Gummigeruch (verfliegt nach einigen Tagen)

Den besten Preis für den Lasmex Beatblocc gibt es hier
Den Antec SP1 findet ihr günstig hier.

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

Test / Testbericht: Speedlink Gravity XE 2.1 Lautsprecher

Knackiger Sound für nen Fuffi? Das geht nicht! Das sagen wir uns immer wieder, wenn ein neues, günstiges Lautsprecher-Sample in der Redaktion eintrifft. Hersteller unterbieten sich hier gegenseitig im Preis, jedoch auch oft in Qualität und Leistung. Was bei dem einen wie klappernde Blechdosen klingt, ist beim anderen ein Preis-/Leistungskracher mit knackigem Bass. Auch dieses Mal haben wir wieder ein sehr günstiges PC-Lautsprechersystem erhalten, dieses Mal von Speedlink. Das Gravity XE 2.1 kostet lediglich 50€, kommt mit 2 Plastesatelliten und einem recht großen Subwoofer daher und will die Konkurrenz aus den Spielzimmern vertreiben. Doch schafft es das kleine Schwarze wirklich? Weiterlesen, wenn ihr es wissen wollt!

Das Speedlink Gravity XE 2.1 wird speedlinktypisch verpackt und kommt in dem klassischen weiß, roten Karton daher. Für das schnelle Mitnehmen im Elektronikfachmarkt hat Speedlink den Karton zudem in großer Kofferform mit Griff konstruiert. Der Lieferumgfang ist mit den Satelliten, einer Kabelfernbedieunung und dem Subwoofer preistypisch und geht voll in Ordnung.

Für den Schutz der Satelliten sorgen zwei Kunststoffpolster ringsherum. Nach dem Auswickeln der Lausprecher strahlte uns bereits richtig feiner schwarzer Klavierlack entgegen. Persönlich, müssen wir hier sagen, gefällt uns dieser Stil nicht. Nach Rücksprache mit Speedlink erfuhren wir jedoch, dass dies tatsächlich Sinn macht, da sich viele dieses Schwarz wünschen – gut! Sei es wie es sei, wir mögen es nicht. Die Verarbeitung der Satelliten ist jedoch sehr gut, auch wenn sie aus Plastik sind. Hier erhaltet hier abgerundete Kanten und eine saubere Box. Auf der Front der Satelliten platzierte der Hersteller ein silbernes Schutzgitter, das ebenso aus Kunststoff besteht. Insgesamt ist das Design der Lausprecher ok, trotz des schwarzen Glanzes. Auch die Verkabelung der Satelliten hat Speedlink hier vernünftig und hochwertig realisiert, auch wenn die Kabel für den einen oder anderen Tisch etwas zu kurz sein könnten. Im Test ist zudem aufgefallen, dass die Satelliten auf höherer Lautstärke hörbar rauschen, wenn keine Soundquelle gewählt wurde.



Um die Regelung der Systemlautstärke kümmert sich eine kleine, putzige und runde „Fernbedienung“, die nicht so fern, jedoch ausreichend verkabelt ist. Bei der Bedienung merkt man jedoch schnell den Preis des Systems, denn die Bedienung weist diverse Schwächen auf. Das Drehen des Knopfes erweist sich mit einer Hand etwas schwierig, da sie ein wenig schwerfällig ist. Auch wenn die Bodenplatte mit einer gut gemeinten Anti-Rutsch-Fläche überzogen ist, leistet sie nicht unbedingt viel, sodass die Bedienung gerne über den Tisch rutscht. Vorteilhaft ist jedoch, dass ihr direkt Anschlüsse für euer Headset an der kleinen Station habt. Was sich der Hersteller jedoch bei der Verkabelung gedacht hat, ist uns schleierhaft. So müsst ihr die Satelliten an den Subwoofer anstecken, zusätzlich die Bedienung an den Woofer und von der Bedienung geht letztendlich das Kabel in euren PC. Da fragt man sich doch ganz ehrlich, was der Ingenieur sich hierbei gedacht hat? Das hätte man auch einfacher haben können. Letztendlich verrichtet die Kabelbedienung jedoch ihren Dienst.

Was natürlich immer am wichtigsten bei kleinen Systemen ist, ist der Subwoofer. Ganz klar sind viele Satelliten Stereotypen in dieser Preisklasse und der Sub holt hier an Design und Technik oftmals einiges raus. Auch beim Gravity kann der Subwoofer ein schönes Gesamtbild erzeugen. Er ist sehr groß, aus Holz und ansprechend designed. Auch wenn wir hier erneut bösen Klavierlack entdecken mussten, steht der Sub meistens unter dem Tisch und fällt dadurch nicht weiter auf. Auf der Rückseite kann die Gesamtlautstärke des Systems, der Bass und die Treblestufe eingestellt werden. Zudem befinden sich Anschlüsse für die Lautsprecher und die Fernbedienung auf der Rückseite. Die Front besticht durch erwähnten Klavierlack, der jedoch im Betrieb von einer weißen LED-Leiste durchzogen wird und somit dem Design noch einiges Gutes will. Damit der Sub bei etwas basslastigeren Titeln nicht durch das Zimmer hüpft, steht er auf gummierten Füßchen. Alles in allem kann sich der Woofer in Sachen Design und Verarbeitung sehen lassen. Das Gesamtsystem hat eine Leistung von 25,5 Watt RMS und reicht somit für den Zockertisch aus. Der Subwoofer ist ein Aktivmodell mit Bassreflexeigenschaft.

Musik – Saltatio Mortis: Eulenspiegel – Folk Rock

Saltatio Mortis ist wie immer unser Startkandidat für den Bereich Rock/Folk Rock. Die klare und hohe Stimme des Sängers, gepaart mit den Dudelsackklängen bringen so manches System ins Schwitzen. Das Speedlink Gravity XE 2.1 verrichtet hier eine ausgesprochen gute Arbeit für diese Preisklasse. Die Stimme des Sängers ist klar und deutlich. Einzelne Instrumente sind vernünftig herauszuhören und auch der Bass arbeitet hier kräftig und störfrei. Wichtig ist jedoch, dass ihr das System auf euer Gehör anpasst. Bass nicht zu kräftig, Treble auf 1/3 und die Lautstärke keinesfalls zu hoch. Das System ist sehr laut und kann in diesen hohen Lautstärkebereichen nicht mehr klar übertragen. Alles in allem ist die gebotene Leistung im Folk-Rock Bereich aber überraschend gut – vorausgesetzt, die Einstellungen stimmen.

Musik – ZAZ: Je Veux – Pop

Das Wetter bringt aktuell nur schlechte Laune und Trübsinn in die Köpfe der Menschen. Was da hilft? Je Veux von Zaz, eines der Gute-Laune-Lieder, die wir in jedem Test immer wieder gerne hören. Ihre Stimme, gefolgt vom Refrain reizt die Satelliten und der Bass lässt das Herz springen. Das Speedlink Gravity sprang mit Zaz um die Wette und konnte ihr „Je veux“ klar und deutlich übertragen und das auch in etwas höherer „Zimmerlautstärke“ (schönen Gruß an dieser Stelle an meine Nachbarn). Was gefehlt hat, waren die Tiefen. Ab und zu kam ein merkliches Dröhnen vom Sub, der die eine oder andere Frequenz etwas verriss. Dennoch, auf diesem Preisniveau kann man auch im Pop-Bereich nicht meckern.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Yeah! hier kommen alle Fans fetter Bässe und leerer Geldbeutel voll auf ihre Kosten. Sean Paul gehört mit seinem Song Got2Luv U zu den Probesongs, die gerne den Bass ausreizen und der Subwoofer wirklich zeigen muss, was er kann. Und tatsächlich hatten wir noch KEIN System in dieser Preisklasse, das diesen Song so hervorragend übertragen konnte. Selbst auf höheren Lautstärken (nicht Maximum) hat der Song Spaß gemacht und der Bass knallte duch den Testraum. Wichtig ist aber auch hier wieder die Einstellung. Bei Songs wie diesem könnt ihr den Bass ruhig etwas weiter aufdrehen, Treble etwas runter und die Party kann beginnen.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Bass Cannon machte bereits in der Vergangenheit so manch einem Subwoofer Beine, im wortwörtlichen Sinne. Jedoch konnte bisher noch kein günstiges System den Song voller Kraft übertragen, jedes Mal war der Sub einfach viel zu schwach. Das Speedlink Gravity XE 2.1 leistet auch hier eine klasse Arbeit und knallt die fetten Bässe geradezu aus dem kleinen Holzwürfel. Abgesehen von den Satelliten, die hier eher in den Hintergrund rücken, vibriert sich der Sub hier voll in die Herzen aller Elektroliebhaber.

Filme – Gladiator – Qualität HD 720p

Ob schnelle Kampfszenen oder ruhige Momente, Gladiator hat sie alle. Dadurch ist der Film eine perfekte Testgrundlage für jedes System. Schnell erkennt man hier jedoch den Preis des Systems in hektischen Kampfszenen, da vor allem Hintergrundgeräusche und Schwerterklirren in der Masse der Geräusche untergehen. Doch müssen wir hier auch wieder den Preis bedenken. Dafür, dass wir hier von 50€ reden, arbeitet das Gravity ausgesprochen Solide. Wirklich begeistern können Gespräche und ruhigere Szenen. Die Satelliten sprechen hier eine deutliche Sprache und lassen euch hervorragend in die Szenen eintauchen. Unser Tipp: Nehmt den Bass etwas herunter, dann kommt es weniger zu starkem Dröhnen in Kampfszenen.

Spiele – Battlefield 3

Battlefield 3 lebt von seiner Klangkulisse, Explosionen und MG-Salven. Da muss entweder ein perfektes Headset oder ein Soundsystem ran. Wem das Geld fehlt, der wird aber auch schnell mit dem Gravity zufrieden sein. Aufgrund der 2.1 Eigenschaften kommt die Ortung von Panzern oder Soldaten zwar meist zu spät bis garnicht, jedoch ist die Gesamtkulisse einsame Spitze. Vor allem Explosionen und Gewährschüsse knallen vernünftig. Wer sich jedoch ein dickes Beben erhofft, wird enttäuscht sein, 50€ sind immerhin 50€. Kleiner Tipp: Bass voll aufdrehen=geil!

Persönliches Fazit:

Irgendwie weiß ich nicht, wie ich mit dem Speedlink Gravity umgehen soll. Auf der einen Seite stehen diese Plastiksatelliten im Klavierlackdesign und auf der anderen Seite produziert das System einen Sound, der aus einem 50€ System definitiv nicht zu vermuten ist. Klar, die Satelliten sind ohne den Bass austauschbar. Klar, es handelt sich um verdammt viel Plastik. Und natürlich merkt man, dass es 50€ kostet. Der erste gestartete Song war Saltatio Mortis und die ersten paar Sekunden kam uns das System stereotypisch vor. Als dann der Song richtig anfing, gab es aus dem Nachbarzimmer nur ein vornehmliches „Wow!“ von unserem Lektorat zu hören. Und das ist es auch – WoW! Nicht, dass ich das Speedlink Gravity jetzt hypen möchte, nicht dass ich es auf eine Stufe mit einem hochwertigen Teufel oder Edifier System stellen möchte – keinesfalls. Doch ganz klar muss ich zugeben, was hier für 50€ aus dem System entgegenschallt, das schafft manch anderer Hersteller nicht. Wenn ihr also etwas Geld sparen wollt und trotzdem guten Klang wünscht, dann greift hier für diesen Fuffi ruhig zu – ihr macht nichts falsch. Wer jedoch denkt, ein System sollte sich keine Schnitzer erlauben oder wer lieber auf hochwertigere Holzboxen steht, der sollte auf jedenfall noch einmal 100€ drauflegen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist beim Gravity jedoch hervorragend gewählt.

Positiv:

– knackiger und sauberer Bass (Preiskategorie)
– saubere Soundwiedergabe der Satelliten
– Preis
– Besonders geeignet für Gaming und basslastige Songs

Negativ:

– sehr viel Kunstoff (Satelliten und Sub)
– schwarzer Klavierlack
– unnötig komplizierte Verkabelung
– leichtes Rauschen der Satelliten ohne Soundquelle
– weniger geeignet für absolute Heimkino- und Metalfans

Für einen Preis von 50€ gibt es jedoch klar eine Kaufempfehlung und unseren Preis/LeistungsTIPP Award!


Preis Leistungs Tipp Award

Das Speedlink Gravity XE 2.1 gibt es bei Amazon aktuell ab 50€.

Wollt ihr unser Testsample? Dann holt es euch in unserem Sampleshop.

Den besten Preis gibt es wie immer hier.

Zum diskutieren, führt wie immer der beste Weg ins Forum.

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

Test / Testbericht: Edifier C6XD

Nachdem Edifier uns bereits einmal beeindruckt hat, versucht es der Audiohersteller nun ebenso mit dem etwas günstigerem C6XD. Wie auch das S550 will das C6XD die heimischen 4 Gamerwände erobern. Aufgrund der kompakteren Bauweise will Edifier ein System anbieten, das im Spielezimmer und im Wohnzimmer Platz finden soll. Dabei setzt der Hersteller auf ein großes Bedienpanel, einen sehr kleinen Subwoofer und große Holzsatelliten. Ob die Rechnung aufgeht und wie sich das System im Vergleich zum großen Bruder anhört, klären wir in unserem Testbericht.

Das Edifier C6XD kommt nicht wie die große Variante in zwei verschiedenen Kartons zu euch nach Hause, sondern in einem kompakten, jedoch schweren Paket. Beim ersten Blick auf die Kiste dachten wir, dass Edifier hier den Subwoofer vergessen haben muss. Beim Auspacken erkannten wir jedoch einen kleinen kompakten Würfel, den wir vom Lautsprecherhersteller so nicht gewohnt waren. Im restlichen Lieferumfang finden wir ein 3,5mm Klinkenkabel, das Stromkabel, ein Installationshandbuch und sogar ein optisches Verbindungskabel. Hier kann sich manch anderer Hersteller gerne einmal eine Scheibe abschneiden. Die Lautsprecherkabel sind bereits mit den Satelliten Verbunden.

Die Satelliten des C6XD erinnern in ihrer Form etwas an die des großen Bruders, jedoch sind sie leichter und nicht ganz so wertig verarbeitet. Die schwarzen Würfel bestehen komplett aus Holz und haben lediglich eine kleine Plastikeinheit als Hochtöner sichtbar platziert. Bei allen Boxen ist der Hochtöner außerhalb der vorderen Abdeckung angebracht und somit sichtbar. Die Frage stellt sich uns jedoch, ob es gut aussehen soll oder ob eher der Nutzen an erster Stelle stand, den Hochtöner separat zu platzieren. Stylefaktor hat das Design in unseren Augen eher weniger, jedoch muss das natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Die vordere Abdeckung der Satelliten wurde vom Hersteller zudem fest mit dem Gehäuse verklebt. Ihr könnt sie leider nur komplett entfernen und benötigt dafür zusätzliches Werkzeug. Solltet ihr darüber nachdenken, beachtet bitte, dass damit eure Garantie verloren gehen würde, da ihr die Lautsprecher damit zerstört. Auf der Rückseite der Satelliten und des Centers befinden sich zusätzlich die Soundkabel, die fest mit dem Gehäuse verbunden sind.

Eine richtige Wucht ist die Soundstation, die Edifier euch hier mit ins Paket legt. Ca. 1 1/2 mal größer als ein Laustsprecher, fällt diese besonders schnell ist Auge. Jedoch ist die Größe von Nutzen, da sich zahlreiche Anschlüsse auf der Rückseite befinden. Der eine wird sich denken: „Was soll ich mit solch einer fetten Station?“ Aber bedenkt natürlich, dass der Subwoofer dadurch passiv wird und der gesamte Verstärker in die Station gesteckt wurde. Somit habt ihr im unteren Bereich der Station die Anschlüsse für eure Lautspecher und den Subwoofer. Der obere Bereich verfügt über die analogen und digitalen Anschlüsse für eure Soundquellen. Neben den obligatorischen Chinch-Anschlüssen findet ihr hier noch eine optische Buchse wieder. Zudem habt ihr SD-Karten und USB-Slots für externe Speichermedien. Auf der rechten Seite der Station gibt es zusätzlich noch einen Kopfhörer und Mikrofonanschluss für euer Headset. Auf gleicher Höhe, jedoch auf der Front sitzt das gut lesbare LC-Display. Im Wiedergabemodus wird dieses gedimmt und sobald ihr an der Station herumstellt, leuchtet es stärker auf. Genau mittig platzierte der Hersteller die Bedieneinheit des Soundsystems. Neben einem riesigen Drehregler für die Lautstärke, den Subwoofer und andere Einstellmöglichkeiten.

Ringsherum um den Regler erkennt ihr zudem einen roten LED-Ring, der die Bedienung auch im Dunkeln vereinfachen soll. Die Verarbeitung der Station ist ok, wirkt aufgrund des Plastikgehäuses jedoch wirklich billig. Auch die Station des teureren Edifier S550 war bereits aus Plastik, jedoch steigt der Eindruck beim C6XD gewaltig, da die Einheit wesentlich größer und präsenter ist. Zudem sollte der Style der Station bedacht werden, da er wirklich Geschmackssache ist. Die einzelnen Knöpfe, die ringsherum um den Regler platziert wurden, lassen sich alle knackig und hervorragend bedienen und erreichen. Jedoch ist im Test aufgefallen, dass viele Knöpfe beim ersten Mal nicht reagiert haben. Vor allem der Powerknopf stand während des gesamten Tests mit uns auf Kriegsfuß. Das System lässt sich wesentlich besser mit der mitgelieferten Fernbedienung bedienen. Und wenn wir schon einmal dabei sind, die Fernbedienung ist wirklich spitze. Ihr könnt die Kanäle steuern, die einzelnen Intensitäten regeln und auch die Radiokanäle wechseln. Nutzt ihr das C6XD als PC-System, achtet darauf, dass die Station ein paar Zentimeter von euch entfernt steht, da die Fernbedienung ansonsten direkten Sichtkontakt braucht. Sobald ihr ein paar Meter entfernt seid, erreicht das Signal die Station auch, wenn ihr die Fernbedienung zur Seite haltet. Wer bereits vorneweg ein bisschen Feuer für die Fernbedienung mitbestellen will, das kleine Werkezug wird von einer CR2025 3Volt Batterie befeuert.

Der Subwoofer ist, wie bereits eingangs erwähnt, ein kleiner, unauffälliger Würfel, der sich hervorragend in jedes Zimmer integriert. Er ist genauso groß wie der des wesentlich kompakteren Wavemaster Moody Systems und sollte auch in Gamingzimmern kein Problem darstellen. Da es sich um einen Passivwoofer handelt, habt ihr keinerlei Anschlüsse bzw. der Verstärker ist direkt verbaut. Auf der Rückseite läuft lediglich das Audiokabel die die Station nach außen. Die Front wurde ebenso mit der gleichen Abdeckung versehen, wie sie auch bei den Satelliten zum Einsatz kommt. Jedoch passt sie sich eher der Form der Station an und läuft zur Mitte hin nach innen zusammen. Wer sich das Design hat einfallen lassen, wollte beim C6XD wohl wirklich mal experimentieren.

Begeistert hat uns die Ausstattung und Kompatibilität des Edifier C6XD, denn hier bleiben kaum Wünsche offen. Neben den Standard-Chinchanschlüssen könnt ihr eine weitere Audioquelle über den optischen Anschluss ansteuern. Zusätzlich bleibt auf der rechten Seite oder am hinteren Ende noch Platz für einen MP3 Player, ein Smartphone oder ähnliches. Und als wäre das noch nicht genug, könnt ihr weitere Musik von einer SD-Karte und einen USB Stick abspielen. Wer jedoch lieber die Radiocharts hört, wird ebenso froh mit dem Edifier C6XD, da ihr mit dem System zusätzlich ein Radio mitgeliefert bekommt, da ein FM-Empfänger eingebaut ist. Somit habt ihr die Möglichkeit, bis zu 27 Kanäle abzuspeichern. Ein richtiges Highlight wäre noch ein Internetstream gewesen, über den ihr auch Onlineradio hören könntet, jedoch kann man bekanntlich nicht alles haben.

Bei der reinen Wattzahl wird der eine oder andere sicherlich die Nase rümpfen. Klar bieten einige andere Systeme mehr Watt pro Euro, doch ist die reine Zahl nicht alles. Die Satelliten des Edifier C6XD vertrauen auf jeweils 8 Watt RMS Leistung, der Center schafft 10 Watt und der Subwoofer kommt auf knackige 38 Watt. Edifier ist hier so fair und gibt keine „unwahren“ PMPO Werte an, sondern arbeitet mit der wesentlich effektiveren RMS-Variante. Der Rauschabstand liegt im Raum der 85dBA. Der Subwoofer vertraut auf einen 16,6cm Treiber, bei dem eine Impedanz von 4 Ohm angegeben wird. Die Satelliten und der Center setzen hingegen auf einen 7,8cm Tieftöner mit einer Impedanz von 6Ohm, bzw. 8Ohm beim Centerspeaker. Die Hochtöner der Satelliten und des Centers sind 1,9cm große Seidenhochtonkegel mit einer Impedanz von 6Ohm.

Der Aufbau und das Aufstellen des Edifier C6XD war recht leicht und sehr unkompliziert. Die einzelnen Front- und Rear-Speaker werden einfach an die Einheit angeschlossen. Dabei muss lediglich darauf geachtet werden, dass ihr die richtigen Kanäle verwendet, die jedoch auf der Rückseite der Einheit gekennzeichnet wurden. Die Kabel der Frontlautsprecher und das des Centers sind mit ca. 2,2 Meter ausreichend lang. Auch die Kabel der Rear-Speaker sind mit ca. 9 Metern sehr gut und ausreichend bemessen. Der Subwoofer hat aufgrund der kompakten Maße keine Schwierigkeit, sich in das Gamingzimmer einzuleben. Lediglich die Station braucht einen vernünftigen Platz und etwas mehr Raum. Denkt am besten daran, die Station ca. 1 Meter von euch entfernt stehen zu haben, wenn ihr sie mit der Fernbedieung bedienen wollt. Wer die Satelliten an der Wand aufhängen möchte, wird schnell an die Grenze stoßen, da keine Montagevorrichtung vorhanden ist. Hier müsst ihr dann selbst Hand anlegen.

Doch genug der leeren Worte, kommen wir endlich zum Soundcheck!

Musik – Saltatio Mortis: Eulenspiegel – Folk Rock

Wie immer ist Saltatio Mortis mit Eulenspiegel unser Vorzeigesong für den Folk-Rock-Part. Dudelsäcke, Flöten, Schlagzeug und Gitarre unterstützen den Gesang des Frontmanns. Natürlich muss hier alles stimmen, da vor allem Dudelsackmusik schnell kreischig werden kann. Auf normaler Zimmerlautstärke haut das gesamte System wirklich wahnsinnig rein. Stimmen und Instrumente sind wirklich sehr gut herauszuhören und auch der Bass untermauert den Song perfekt. Wichtig ist es jedoch, die einzelnen Lautsprecher genau auf den Song abzustimmen. Schaltet ihr die Rear-Speaker zu laut und die Front zu leise, kann der Song schnell zu einem Brei werden und vor allem auf höherer Lautstärke nur noch matschig klingen. Die Bassstufe solltet ihr ebenso nicht zu hoch setzen, auch wenn der kleine Würfel einen dicken, trockenen Tiefgang produziert.

Musik – ZAZ: Je Veux – Pop

Zaz macht immer wieder Spaß anzuhören. Ein fröhliches Pop-Lied, dass gerne mal den Subwoofer etwas reizt aber durch den Refrain auch einige Lautsprecher zum Weinen bringen kann. Das Edifier C6XD leistet hier erhofft hohe Audioqualität. Auch wenn der Subwoofer auf Stufe 0 etwas flach klingt, kann er das Lied dennoch sehr gut mit tiefen Wellen bestücken. Mit etwas mehr Kraft auf höheren Stufen kommt aber auch für Bassliebhaber mehr Freude auf. Was hier aus dem kleinen Würfel herausgepresst wird, ist kaum vorstellbar. Aber auch Gesang und Instrumente können sich hören lassen und begeistern uns den gesamten Song über.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Got2Luv U ist ein hervorragender Test für alle Soundbereiche eines Systems, aber vor allem der Bass kann hier mal richtig ausgereizt werden, und Leute, das wird er! Wir hätten uns aus dem kleinen Woofer niemals eine solche Stärke vorgestellt. Verglichen mit dem wesentlich größeren S550 Woofer, kommt aus dem C6XD etwas mehr Druck. Leider merkt man das in höheren Lautstärke-Regionen recht schnell, wenn der Song viel Tiefgang hat, doch auf normaler Zimmerlautstärke und ohne Vibrationen der gesamten Außenhaut verschafft das Edifier C6XD dem Song reichlich Druck – geil!

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Bass Cannon ist unser Standardtest, den wir für jeden Basstest nutzen. Dicker Basssound mit geilen Höhen brachten bisher reichlich Systeme zum kapitulieren. Das Edifier C6XD macht in den normalen Einstellungen ohne Anhebung der Bassintensität eine durchschnittliche Figur und die Bässe kommen dezent, aber sauber aus dem System herausgesprudelt. Hebt ihr jedoch die Bassstufe auf das Maximum an, bescherrt euch das C6XD eine Gänsehaut, die auch morgen noch vibrieren wird. Für ein 250€ System kann das kleine Edifier hier eine Menge aus sich selbst rausholen und punktet mit einer hammerharten Bassumgebung.

Filme – Gladiator – Qualität HD 720p

Gladiator vereint hastige Kampfszenen mit ruhigen Momenten und eignet sich somit perfekt für einen Soundcheck im Heimkinobereich. Gladiator hat mit dem Edifier C6XD wirklich sehr viel Spaß gemacht. Wichtig ist jedoch, dass ihr auch hier die einzelnen Lautsprecher nicht zu stark aufdrehen solltet, ansonsten gehen Kampfgeräusche schnell im Getümmel unter. Jedoch müsst ihr das richtige Maß für euch selbst entscheiden. Der Center-Speaker leistet im Filmebereich wirklich sehr viel und macht eine verdammt gute Figur. Stimmen werden glasklar übermittelt und bleiben immer im Vordergrund. Um das Gesamtpaket abzurunden, arbeitet der Subwoofer vernünftig im Hintergrund und weiß auch, wann er losgrollen soll. Ab und zu geschah es jedoch im Film, dass der Bass auch auf normaler Stufe zu kräftig war und somit zu stark losbebte. Das war kurzzeitig störend, kam jedoch nicht allzu oft vor.

Spiele – Battlefield 3

Viele spielen Battlefield 3 natürlich mit dem Headset, um sich mit den Teamkameraden per Teamspeak abzusprechen. Manch einer will sein Battlefield jedoch im Gamingzimmer erleben und das „Mittendringefühl“ dabei genießen. Vor allem die hervorragende Klangkulisse kann in Battelfield absolut punkten. Als wir das Spiel das erste Mal starteten, machte sich eine große Ernüchterung breit. Kaum Sound, wenig Details und der Bass war kaum spürbar. Um Battlefield 3 richtig genießen zu können, empfehlen wir euch, die gesamten Lautsprecher im Zimmer hochzuregeln und dem Center etwas Kraft zu entziehen. Damit Explosionen sich auch so anhören, müsst ihr zudem den Bass auf die höchste Stufe hochdrehen, was ihr dann erlebt, wird euch staunen lassen. Das Edifier C6XD kann das Spieleerlebnis dann mal so richtig verbessern.

Persönliches Fazit:

Brüllwürfel ist definitiv nicht gleich Brüllwürfel, das mussten wir schon oft miterleben. Edifier kombiniert im C6XD große Satelliten mit einem „Miniatursubwoofer“, der in jedes Zimmer passt. Ein Verstärker sorgt zusätzlich für die Steuerung und die Soundausgabe auf allen Kanälen. Das Feld im Bereich der 250€ ist hart umkämpft. Ob Logitech, Teufel oder andere Hersteller, im günstigen Gamingbereich wollen alle mitmischen. Doch wer kann da überzeugen? Kann sich Edifier hier wirklich durchsetzen? Meiner Meinung nach, definitiv! Der Sound ist wirklich einsame Spitze in dieser Preisklasse, da kann man nicht meckern. Die Verarbeitung der Holzboxen ist ebenso auf hohem Niveau und zeigt vor allem der Plastikkonkurrenz den Finger. Lediglich das Design ist etwas gewöhnungsbedürftig, doch hier muss jeder für sich selbst entscheiden. Ihr bekommt ein Soundsystem mit sehr guter Leistung für wenig Geld, einer sehr guten Ausstattung und kompakten Maßen, was will man als Gamer und Soundliebhaber denn mehr? Meiner Meinung nach, würde ich noch vor dem Logitech Z906 zu diesem Edifier System greifen, da mir die Station und auch die Verarbeitung persönlich viel besser gefallen.

Positiv:

– gute Verarbeitung
– sehr viele Anschlussmöglichkeiten
– gute Höhen und Mitten der Satelliten, kräftiger Bass
– Kompakte Maße des Subwoofers
– enorm viele Anschlussmöglichkeiten

Negativ:

– sehr große Station mit „billigem“ Plastiklook
– störrische Bedienung der Knöpfe an der Station

Den besten Preis gibt es wie immer hier.

Oder unterstützt uns und kauft das System bei Amazon. Aktuell kostet das Edifier C6XD rund 260€

Aufgrund der gebotenen Leistung, kombiniert mit dem relativ geringen Preis, vergeben wir hier unseren Preis-LeistungsTIPP Award.


Preis Leistungs Tipp Award

Test / Testbericht: Audioengine A2

Muss es denn immer eine fette Surround-Anlage im Gamingzimmer sein? Können kleine Soundboxen nicht auch etwas mehr aus sich rausholen, als es anfangs scheint? Das wollen wir mit unserem heutigen Testbericht zum Audioengine A2 herausfinden. Der Hersteller aus Hong Kong entwickelt mit seinen Produkten besonders hochwertige und hervorragende Produkte – sagt er selbst. Wirklich besonders ist, dass Audioengine alle Bauteile, vom Woofer bis zum Gehäuse, selbst fertigt – hier wird nichts gebranded. Doch können die Audioengine-Boxen denn wirklich halten, was sie versprechen? Vor allem das Preissegment von ca. 180€ ist ein harter Brocken für Stereosysteme. Wir sind sehr gespannt. Wie sich die Lautsprecher im Test schlagen, lest ihr weiter unten.

Das Audioengine A2 kommt in einer sehr gut gesicherten Verpackung bei uns an. Die beiden Lautsprecher sind fest und wacklungssicher verpackt. Besonders hervorstechen können die Stoffbeutel, in denen die Lautsprecher sitzen. Diese weichen stark von der Standardfolie ab und wissen zu gefallen. Direkt darüber befindet sich in einem kleinen Beutel das Zubehör, das mit einem 3,5″mm Klinke- und einem Klinke auf Cinch-Adapter spärlich, aber dennoch normal ausgestattet ist. Weitere Kabel sucht man vergebens, da das Lautsprechersysteme über keine weiteren Anschlüsse verfügt.

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Die Lautsprecher des Audioengine A2 passen mit ihrem schlichten Design und ihrer „Miniatur-Statur“ perfekt in jedes Zimmer. Ob Küche, Arbeits- oder Gamingzimmer, viel Platz nehmen die Kleinen mit ihren kompakten Maßen von 15,8cm Höhe, 10,2cm Breite und 13,9cm Tiefe (ohne Kabel) nicht ein. Und genau diese Maße machen den größten Charme der kleinen aus, denn dadurch wirken sie eher zurückhaltend und unauffällig in jeder Einrichtung. Beide Lautsprecher wurden in schwarz-matt designed. In der Front erkennt man lediglich den Mitten-/Tieftöner und den Hochtöner. Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse der Lautsprecher. Hier findet ihr lediglich einen 3,5mm Klinkenanschluss für eure Quellen wieder. Eine Verwendung mehrerer Quellen ist ohne Umstecken leider nicht möglich. Zudem verfügt der aktive Lautsprecher noch über einen Lautstärkeregler, aber eine Fernbedienung werdet ihr vergebens suchen.

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Die Lautsprecher setzen auf bekannte Neodymmagnete, die durch Ferrofluiden gekühlt werden, wodurch der 7cm Subwoofer befeuert wird. Für die absoluten Hardcore-Hörer unter euch, die ihre Boxen bis zur Unendlichkeit aufdrehen, ist das Audioengine A2 besonders geeignet, da der Subwoofer aus festem Kevlar besteht. Der Stoff ist bekannt aus der Schutzindustrie und dient nicht selten in Schusswesten und ähnlichem. Dadurch lassen sich die Lautsprecher lange Zeit sehr sicher auf höchster Lautstärke betreiben. Damit die Lautsprecher dem Druck auch standhalten, besteht das gesamte Gehäuse aus Holz. Das werdet ihr auch sehr schnell beim Gewicht merken, da der aktive Part 1,6KG und der passive Part 1,4KG wiegt. Genau genommen bestehen die Chassis aus MDF, was zu deutsch mitteldichte Holzfaserplatten sind. Damit auch störende Handywellen draußen bleiben, erhielten die Innenwände der Lautsprecher eine spezielle Abschirmung von äußeren Einflüssen. Im Test funktionierte dies problemlos und eingehende oder ausgehende Anrufe wurden perfekt abgeschirmt, was Störgeräusche gar nicht erst entstehen ließ.
Insgesamt könnt ihr dem Audioengine A2 pro Lautsprecher 15Watt RMS entlocken. In den Spitzen sind auch 30 Watt laut Papier möglich.

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Die Verarbeitung der Audioengine-Lautsprecher ist hervorragend, was mit der Verpackung anfing, macht mit der Technik weiter. Die einzelnen Ecken und Kanten der Boxen sind hervorragend verarbeitet, weisen keine Ecken oder Kanten auf und wurden sehr gut verarbeitet. Die Anschlüsse lassen sich schnell und einfach verbinden. Dafür liegt ein Audiokabel bereits im Lieferumfang bei. Damit sich die einzelnen Anschlüsse nicht zu schnell abnutzen, wurden diese vergoldet. Auch die Unterseite der Lautsprecher kann sich sehen lassen. Auch wenn die schweren Klötzer allein durch ihr Gewicht fest stehen, sorgt eine Schaumstoffmatte auf der Unterseite für zusätzlichen festen Stand.

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Doch natürlich wollt ihr genau wissen, was die beiden nun Leisten und das wollen wir natürlich auch. Also auf geht es zum Soundcheck!

Musik – Folk Rock – Saltatio Mortis: Eulenspiegel

Für den ersten Check kommt erneut Saltatio Mortis mit Eulenspiegel zum Einsatz. Der Song entlockt dem Audioengine A2 einen vernünftigen Sound und die Klangkulisse kann auf einer normalen Zimmerlautstärke überzeugen. Leider ist die Stimme des Sängers leicht im Hintergrund und wird sehr kräftig vom dröhnenden Bass überdeckt. Wer gerne Rock und Metal auf maximaler Lautstärke hört, wird hier wohl etwas zurückschrecken. Es fehlt dem Audioengine A2 an Kraft in mittleren und hohen Bereich, der letztendlich durch den zu kräftigen Bass auch noch überdeckt werden. Ein Bassregler wäre hier wirklich sehr angebracht.

Musik – Pop – Zaz: Je Veux

Zaz ist mit Je Veux ein wunderbares Gutelaunelied an warmen Frühlingstagen – passend also für einen aktuellen Soundcheck. Was uns hier von dem Audioengine A2 entgegengeworfen wird, ist ok, jedoch nichts, was in dieser Preisklasse hervorsticht. Wie schon bei Saltatio erkannt, rücken Stimmen etwas zu sehr in den Hintergrund und der Bass dominiert den Song. Wäre da nicht das leicht untersetzte Dröhnen, könnte man damit noch leben. Auch hier wäre ein Bassregler unbedingt notwendig. Auf normaler Zimmerlautstärke verringert sich das Dröhnen und die Stimme kann wieder etwas mehr überzeugen, dennoch bleiben die A2-Lautsprecher hinter den Erwartungen zurück.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Wo man Bass braucht, da ist er dann auch. Hier kommt wirklich Freude auf, denn der Bass ist knallhart und trocken. Für ein Stereosystem kommt hier ein wirklich hervorragender Sound aus den Lautsprechern. Auch auf höchster Lautstärke können wir kein Dröhnen vernehmen und die Tiefen bleiben erstaunlich pegelfest. Lediglich die Höhen schwächeln in den höheren Lautstärkebereichen etwas und neigen dazu, ein wenig zu kreischen.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Bass Cannon bringt so manchen Subwoofer zum Zittern, doch unser Audioengine A2 lässt das völlig kalt. Doch nicht, weil der Bass so hervorragend ist, sondern eher weil er einfach zu gering vorhanden ist. Gut, für 2.0 Systeme ist er immer noch gut, jedoch in der Preisklasse einfach viel zu schwach. Da kann der Miniatur-Resonanzkörper einfach nicht viel rausholen. Die Höhen können zwar auch auf hoher Lautstärke überzeugen, dennoch klingt der Song viel zu lasch.

Spiele – Battlefield 3

Wie wir schon oft gesagt haben, lebt Battlefield 3 von seiner Soundkulisse und diese kommt durch das Audioengine A2 wirklich hervorragend zum Vorschein. Es muss natürlich nicht immer ein dickes Surroundsystem sein. Explosionen und Schüsse klingen wirklich hervorragend, knackig und trocken. Großartige Höhen braucht ein Spiel wie Battlefield ja Gott sei dank nicht. Die Ortung geht in Ordnung, auch wenn wir bereits Besseres gehört haben. Alles in allem eignen sich die A2-Lautsprecher sehr gut zum Spielen.

Persönliches Fazit

Wenn Stereolautsprecher eine Preisbarriere von ca. 100€ durchbrechen, gehen sofort die Alarmglocken bei uns an. Es gibt zahlreiche Lautsprecher, die natürlich ihr Geld wert sind und man gerne einen Aufpreis dafür zahlt, dann natürlich auch weit jenseits der 100€-Marke. Leider gibt es auch Lautsprecher, bei denen man sich fragt, wie der Preis zustande kommt. So ging es uns auch mit dem Audioengine A2. Die Lautsprecher sind hervorragend verarbeitet, setzen auf hochwertige Materialien und können sich hören lassen. Auch wenn die Soundqualität in Rock und Metal nicht berauschend ist, so kann sie im Reggea- und HipHop-Bereich doch überzeugen. Dennoch müssen wir sagen, dass der Preis für viele nicht gerechtfertigt sein wird – so auch für uns nicht. Für 100€ mehr gibt es bereits qualitativ hochwertigere Surroundsysteme. Wem jedoch der Platz fehlt, der wird auch mit dem Teufel Concept B20 zufrieden sein, das eine ähnliche Leistung hat, jedoch wesentlich preisgünstiger ist. Das Fehlen einer Fernbedienung und die umständliche Lautstärkeregelung auf der Rückseite der Boxen sind ebenso kleinere Schnitzer, die in der Preisklasse nicht sein sollten.

Positiv:

– sehr kompakte Bauweise
– super Verarbeitung
– schlichtes Design
– guter HipHop-/Reggea-Sound

Negativ:

– zu teuer
– dröhnender Bass in Rock und Metal
– keine Fernbedieung / umständliche Lautstärkereglung

Mit einem Kauf des Audioengine A2 macht ihr defitniv nichts falsch, gebt jedoch sehr viel Geld für die gebotene Leistung aus. Wer guten Sound aus kleinen Boxen für die Küche benötigt, kann natürlich zugreifen. Bei Amazon ist das Audioengine A2 für ca. 180€ gelistet.

Den günstigsten Preis gibt es wie immer hier.

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

Test / Testbericht: Wavemaster Moody 2.1 Soundsystem

Könnt ihr euch noch an unseren letzten Test zum Wavemaster Stax erinnern? An das kleine, putzige 2.1 System für das Büro? Obwohl wir nett und freundlich zu ihm waren, hat es uns seinen großen Bruder auf den Hals gehetzt – das Wavemaster Moody. Doch will der große Bruder nicht den Arbeitsplatz erobern, sondern eher als günstige Multimedia und Gamingvariante auf dem heimischen Tisch glänzen. Mit einem etwas größeren Subwoofer, mehr Leistung und größeren Membranen will das Moody zeigen, was in ihm steckt. Nachdem bereits das Stax für seinen Preis gezeigt hat, was in ihm steckt, sind wir noch gespannter, was das Moody zu bieten hat. Ihr auch? Dann lest unbedingt unseren Test.

Satelliten: je 7 cm Wide Range Treiber mit Phase-Plug

Subwoofer: 16,5 cm Langhub-Tieftöner

Integrierter Verstärker mit 3 Kanälen

Ausgangsleistung (RMS): Subwoofer 35 Watt,
Satelliten 2 x 15 Watt

Frequenzbereich: Subwoofer 30 – 150 Hz;
Satelliten 150 Hz – 20.000 Hz

Kabel-Fernbedienung für ON/OFF (Standby), Lautstärkeregler, Kopfhörer-Anschluss, separaten
Line-In und Mikrofonanschluss

Satellitenlautsprecher in kompakter Bauweise mit Wandaufhängung und abnehmbaren Schutzabdeckungen

Subwoofer im Holzgehäuse mit Bassreflex-Technologie

Bass-, und Höhenregler und Netzschalter

Internes Netzteil (230 Volt)

Anschluss: 3,5 mm Stereo Klinkenstecker oder Cinch

Maße (BHT): Satelliten = 90 x 145 x 103 mm,
Subwoofer = 245 x 248 x 275 mm

Schon beim kleineren Stax haben wir uns gewundert, dass ein Soundsystem doch kleiner sein kann, als gedacht. Das Moody macht es nicht anders. Als das Paket ankam, freute sich nicht nur der Postbote, denn mit gerade einmal 8 Kilogramm Gesamtgewicht, gehört das Moddy eher zu den Sound-Fliegengewichten. Die Verpackung ähnelt stark der seiner Mitmusikanten und ist im edlen weiß gehalten. Der Lieferumfang ist identisch mit seinem kleinen Bruder und mit einem Aux-Kabel, Handbuch, den Boxen, dem Sub und einer Kabelfernbedieung vollkommen in Ordnung. Auch hier müssen wir wieder an den geringen Preis denken.

Das Wavemaster Moody verfügt über zwei Satelliten-Lautsprecher, die nichts Auffälliges an sich haben. Sie sind schlicht, klein und einfach gestaltet. Die schwarze Frontabdeckung mit dem Wavemaster-Logo passt sich perfekt an den Rest der schwarzen Box an. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Abdeckung ebenso entfernen. Dies funktionierte bei unserem Testsystem sehr leicht – für unseren Geschmack etwas zu leicht, da die Abdeckung lediglich mit Kunststoffstiften eingesteckt wurde. Wird die Box transportiert, kann es also dazu kommen, dass die vordere Abdeckung einfach abfällt – also vorsichtig sein. Damit die Satelliten nicht auf dem Tisch hin und her rutschen, stehen sie auf erhöhten spitzen Kunststofffüßen, die zusätzlich einen Gummistopper erhielten. Besonderer Halt wird dadurch jedoch nicht geboten, reicht für die kleinen Boxen aber aus. Dass die Satelliten zudem aus Kunststoff bestehen, sollte ebenso niemanden in dieser Preisklasse stören. Eine Holzbox würde den Preis enorm erhöhen. Unter der Abdeckung erkennen wir die 7cm großen Wide Range Treiber mit Phase Plug. Diese Vorrichtung ist eine vorgeschaltete Kompressionskammer, die vor allem den Höhen zugutekommen soll. Auf beide Satelliten fallen insgesamt 15 Watt der Gesamtleistung. Die allgemeine Verarbeitung der beiden Boxen geht für diese Preisklasse in Ordnung, abgesehen von dem sehr lockeren Frontgitter.

    

Der Subwoofer des Moody passt perfekt unter jeden Gamerschreibtisch und bietet neben seiner bassigen Eigenschaft noch die perfekte Eigenschaft einer Fußbank, denn der Subwoofer verfügt über eine angenehme, platzsparende Würfelform, die in jede Ecke passt. Mit seinen geringen Maßen von 245 x 248 x 275 mm gehört er zwar zu den kleinsten seiner Art, schafft aber dennoch einen schönen sauberen Bass. Die Membran befindet sich nicht, wie vom Stax bekannt, an der Seite, sondern an der Front. Über eine externe Kühlung an der Rückseite verfügt der Kleine nicht, hat es aber auch nicht nötig. Das Rückseitige Panel gleicht dem des Stax und ist übersichtlich aufgebaut. Angesteckt werden hier die Kabelfernbedienung, die Sateliten und das Aux-Kabel für den PC. Über einen optischen oder koaxialen Ausgang verfügt das Moody nicht, braucht es aber in seiner Klasse auch nicht unbedingt. Eine weitere Soundquelle könnt ihr auf Wunsch an der Tischfernbedienung anschließen. Auch der Sub des Moody verfügt über einen Konus Langhub-Tieftöner und versucht somit, alles Mögliche aus sich rauszuholen.

     

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist eine kreisrunde Kabelfernbedienung. Wobei man weniger von einer Fernbedienung sprechen kann, als von einer kleinen Station. Lediglich die Lautstärke lässt sich mit Hilfe eines großen, breiten, silbernen Drehrades regeln. Der Bass muss separat direkt am Subwoofer verstellt werden. Doch habt ihr die Möglichkeit, an dieser Station weitere Geräte anzuschließen. So könnt ihr mit einem Aux-Kabel noch einen MP3 Player, ein Smartphone oder andere Geräte koppeln und von diesen eure gewünschten Lieder abspielen. Somit eignet sich das Moody auch hervorragend für Gartenpartys. Ebenso findet ihr einen 3,5er Klinkenanschluss für Mikrofon und Kopfhörer. Von der Verarbeitungsseite wirkt die Station ebenso hochwertig wie der Subwoofer. Durch das relativ hohe Gewicht steht sie fest auf dem Tisch und kann auch nicht so leicht verrückt werden, da auch hier Schaumstofffüße platziert wurden. Eine kleine blaue LED signalisiert den Betrieb. Im Standby-Modus erlischt auch die LED und mutet das System. Für das etwas teurere Moody hätten wir uns jedoch eine kabellose Fernbedienung gewünscht oder wenigstens die Möglichkeit, den Bass direkt an der Station zu regeln.

Doch mal wieder genug vom technischen Geplänkel, denn ihr wollt sicher wissen, wie das Moody klingt.

Musik – Folk Rock – Saltatio Mortis: Eulenspiegel (mittlere Bassstufe)

Bei Saltatio Mortis handelt es sich um eine Folk Rock Band mit mittelalterlich, harten Klängen. Dudelsäcke harmonieren mit E-Gitarre und Schlagzeug. Natürlich ist dies eine Soundkategorie, die vor allem die Satelliten richtig ausreizen. Das Moody hat den Song erstaunlich pegelfest wiedergegeben. Auf einer normalen Zimmerlautstärke klingt der Bass trocken, dröhnt nicht und kann vernünftig überzeugen. Dreht man doch einmal etwas lauter auf, schafft es das Moody, bis ca. 60% mitzuhalten. Danach merkt man merklich ein leichtes Bassdröhnen und die Stimmen gehen im Subwoofer unter. Hier sollte dringend der Bass geregelt werden. Auch die Satelliten kommen in hohen Lautstärkebereichen an ihre Grenzen und vermischen die Instrumente.

Musik – Pop – Zaz: Je Veux (mittlere Bassstufe)

Hier können wir annähernd das Gleiche wie beim Stax schreiben. Begeistert sind wir auch bei Zaz wieder von den klaren Höhen und dem angenehmen Stimmen, auch wenn sich die Satelliten merklich blechern anhören. Die Instrumente befinden sich auf normalen Stufen angenehm im Hintergrund und die Sängerin ist wunderbar zu verstehen. Doch auch hier will der Subwoofer nicht so, wie der Song es gerne hätte. Schon auf geringeren Stufen, dröhnt der Woofer merklich und überdeckt das Lied. Um eine angenehme Wiedergabe zu gewährleisten, solltet ihr den Bass auch hier unter 50% regeln, vor allem, wenn ihr gerne mal etwas lauter hört.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U (mittlere Bassstufe)

Trockene Bässe sind für Wavemastersysteme eine feine Sache – sie wurden merklich darauf getrimmt. Sean Pauls Got2Luv U drückt den Bass durch den kleinen Sub trocken und pegelfest nach außen. Der Kleine erlaubt sich erst in höheren Lautstärken merkliche Schnitzer. Negativpunkt bei diesem Song sind vor allem die Satelliten, die fast tastbar blechern klingen. Auf normaler Zimmerlautstärke geht der Sound vollkommen in Ordnung, patzt jedoch bei einer höheren Lautstärke.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon (mittlere Bassstufe)

Tja, was sollen wir hier sagen. Bass Cannon ist ein reiner Song für Bassfetischisten, die ihre eigene Haut vibrieren lassen wollen. Das ist mit dem Moody leider nicht möglich. Auch wenn der Bass wunderbar trocken und pegelfest in normalen Lautstärkebereichen bleibt, fehlt dennoch der zitternde Tiefenbass. Doch müssen wir fair bleiben und die geringe Größe des Subs mitbedenken. Für Freunde von extremer Bassmassage ist das Moody jedoch nicht geeignet.

Filme – Centurion Fight or Die (mittlere Bassstufe)

Centurion: Fight or Die handelt von einer Schar Römer, die 117 v. Christus in den schottischen Hochländern vom dort ansässigen Volk gehetzt werden. Auch hier ähnelt das Moody stark seinem kleinen Bruder. Man merkt, dass es nicht für den Multimediaeinsatz gedacht ist. Vor allem hitzige Schlachten mit klirrenden Schwertern, bebendem Bass und schreienden Menschenmassen werden schnell zu einem Brei. Wie wir schon beim kleinen Vertreter sagten, sollte das Moody eher für den normalen Seriengebrauch herhalten, da es hierfür eine sehr gute Stimmenwiedergabe bietet.

Spiele – Battlefield 3 (Dreiviertel Bassstufe)

Yay! Leute hier knallt es mal richtig – logisch, es ist kein dicker, bebender Subwoofer von einer Edifier oder Bose Anlage, doch für ein 70€ Gamingsystem spielt das Moody hier in einer erstklassigen Liga oben mit. Vor allem wenn ihr den Bass hochdreht, die Lautstärke etwas erhöht und dann durch Caspian Border rennt, fliegen euch MG-Salven um die Ohren. Die Satelliten sind hier nebensächlich, bringen aber Fußgetrappel und Schüsse wunderbar rüber. Für einen Gamer mit kleinem Geldbeutel überzeugt aber vor allem der trockende Bass, der Gewehrschüsse trocken und brummig herausballert.

Persönliches Fazit:

Puuuuuuh – beim Moody ist es nun wirklich schwierig, da es langsam in Preisklassen geht, wo die Konkurrenz bereits stark wütet. Doch ganz klar ist das Moody der große Bruder vom Stax. Die Satelliten verrichten ihre Arbeit, wie sie es sollen und der Sub kommt ebenso kräftig in Erscheinung. Doch stören uns nun für 20€ mehr doch etwas mehr die kleineren Dinge, wie keine kabellose Fernbedienung oder die etwas blechernen Satelliten in verschiedenen Musikstilen. Jedoch sind es dennoch nur 70€ für ein super System – und das ist es vor allem für den nicht ganz so liquiden Gamer. Jeder Spieler, der knalligen Sound über ein Soundsystem liebt, jedoch nicht die nötigen Mittel für ein dickes System von Edifier hat, wird mit dem Wavemaster Moody in keiner Weise enttäuscht. Aktuell gibt es das Wavemaster Moody für einen Preis von rund 70€ bei Amazon.

Positiv:

– geringe Größe
– Preis/Leistungs-Verhältnis
– astreine Spieleleistung in der Klasse
– Pegelfester Subwoofer bei Zimmerlautstärke

 

Negativ:

– Kunststoffsatelliten
– keine kabellose Fernbedienung
– blecherne Wiedergabe bei versch. Film und versch. Musikstilen
– wackelige Abdeckung der Satelliten

 

Trotz einiger Kritikpunkte verdient sich das Moody dennoch einen Preis/Leistungsaward, da für den aktuellen Preis von 70€ kein anderes System wesentlich besser ist. Alternativen zum Moody fangen ab 100€ an.

Den günstigstens Preis findet ihr wie immer hier.

Hier könnt ihr im Forum darüber diskutieren.

Test / Testbericht: Wavemaster Stax 2.1 Soundsystem

Kennt ihr das auch, wenn ihr auf Arbeit sitzt und der Tag trister nicht sein kann? Draußen regnet es, es ist grau, kalt und nass, die Arbeit ist langweilig und ihr wartet einfach nur, bis die 8 Stunden um sind? Probiert´s mal mit Gemütlichkeit – und das mit etwas Musik. Denn jede langweilige und triste Situation kann leicht mit etwas Musik aufgeheitert werden. Doch will man auf Arbeit auch kein dickes 5.1 System stehen haben. Selbst im Heimbüro passt zwischen Akten und Schreibtische nicht unbedingt ein fetter Subwoofer. Aus diesem Grund haben wir uns einmal das Wavemaster Stax zur Brust genommen. Das 2.1 System möchte mit seinem geringen Preis und seiner schlanken Form vor allem Büros erobern. Doch was kann das kleine System wirklich? Kann man für einen Preis von ca. 50€ wirklich viel erwarten oder sollte man erst gar nichts erwarten? Lest die Antworten im folgenden Test.

Satelliten: je 2 x 2,54 cm Breitbandlautsprecher mit Mylar Membran

Subwoofer: 12,5 cm Langhub-Tieftöner

Ausgangsleistung (RMS): Subwoofer 22 Watt, Satelliten 2 x 10 Watt

Frequenzbereich: Subwoofer 30 – 150 Hz; Satelliten 150 Hz – 20.000 Hz

Anschluss: 3,5 mm Stereo Klinkenstecker oder Cinch

Maße (BHT): Satelliten = Ø 100 x 205 mm,
Subwoofer = 185 x 263 x 232 mm

Als das Wavemaster Stax zu uns in die Redaktion kam, dachten wir zuerst, wir haben es mit einem Headset zu tun. Das in solch einem kleinen Karton tatsächlich ein 2.1 System wohnen kann, war uns erst nach dem Auspacken klar. Vernünftig verpackt fanden wir also im kleinen Karton die stylischen Stabboxen, den putzigen Subwoofer und eine kreisrunde Fernbedienung. Verpackt war das ganze einwandfrei, sodass auch ein Transport dem System kaum etwas anhaben sollte. Zum weiteren Lieferumfang gehörte noch ein Handbuch. Bei 50€ wünschen wir uns aber auch nichts mehr, weiterer Umfang wäre einfach zu viel des Guten.

Die Satellitenboxen des Stax sind wirklich ein kleines Highlight. Die kleinen, schlanken Stabboxen passen einfach auf jeden Schreibtisch, ohne dass sie störend wirken. Die Boxen bestehen aus Kunststoff, das an der Front silber und auf der Rückseite schwarz lackiert wurde. Damit das Design auch etwas schwungvoll wirkt, bekamen die Kleinen auch eine leicht ovale Form, die oben wie abgeschnitten wirkt. Dadurch stehen auch keine eckigen Klötzer auf dem Schreibtisch. Ab der oberen Hälfte wurden zwei 2,54cm große Lautsprecher platziert, die auf eine Mylar-Membran setzen. Diese Art von Membranen zeichnen sich durch ihre enorme Festigkeit und Widerstandsfähigkeit aus. Beide Membranen werden zusätzlich durch ein gekreuztes Kunststoffgitter geschützt. Sollte ein Kunde dann einmal den letzten Nerv rauben, so braucht man nicht zimperlich sein, denn die Lautsprecher stehen auf sehr großen Füßen. Somit können die kleinen nicht umfallen und Schaden nehmen. Auf der Rückseite der großen, runden Metallfüße wurden Schaumstofffüßchen verbaut, sodass die Lautsprecher auch nicht herumrutschen. Am unteren Ende der Satelliten befindet sich schließlich das Audiokabel, welches sich einwandfrei mit dem Subwoofer verbinden lässt, da es ausreichend lang ist. Die Verarbeitung der Satelliten geht für den Preis in Ordnung. Natürlich werden Kunstofflautsprecher niemals an die Wertigkeit eines Holzsatelliten heranreichen, doch wollen wir für 50€ mal nicht kleinlich sein. Kleinere Büros und auch kleine Kinderzimmer werden es begrüßen, dass die Satelliten ebenso an der Wand angebracht werden können.

Der Subwoofer ist ein wirklich süßer und putziger Geselle. Es handelt sich weniger um einen Woofer, als um eine Schatzkiste. Denn was aus diesem kleinen Würfel für Kraft entweichen kann, ist nahezu unglaublich. Mit seinen Maßen von 185 x 263 x 232 mm gehört er eher zu den Liliputanern der Subs und kann dennoch mit dem einen oder anderen mithalten. Zum Einsatz kommt ein 12,5cm großer Langhub-Subwoofer, wie man ihn auch oftmals in modernen hochpreisigen Modellen findet. Natürlich ist das Modell im Stax ein kleines, abgespecktes Modell, jedoch mit ausreichend Kraft für den Arbeitseinsatz. In der Front des Subs befindet sich das Luftloch, was den Bass-Reflex Sub ausmacht. An der Rückseite befinden sich letztendlich die nötigen Anschlüsse. Nicht wie von anderen Systemen bekannt, werden die Satelliten per Audio angeschlossen, sondern erhielten von Werk bereits einen Chinch-Anschluss. Zudem könnt ihr auf der Rückseite den Bass nach euren Wünschen anpassen. Besonders begeistert waren wir jedoch vom Holzgehäuse des Subs, da dieser für seinen Preis wertig und gut verarbeitet wirkt. Durch seine schlanken Maße passt er zudem perfekt in jede Lücke, Ecke oder Nische eines Zimmers. Leider eignet er sich durch seine geringe Auflagefläche nicht so gut als Hocker, doch man kann ja nicht alles haben 😉

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist eine kreisrunde Kabelfernbedienung. Wobei man weniger von einer Fernbedienung sprechen kann, als von einer kleinen Station. Lediglich die Lautstärke lässt sich mit Hilfe eines großen, breiten, silbernen Drehrades regeln. Der Bass muss separat direkt am Subwoofer verstellt werden. Doch habt ihr die Möglichkeit an dieser Station weitere Geräte anzuschließen. So könnt ihr mit einem Aux-Kabel noch einen MP3 Player, ein Smartphone oder andere Geräte koppeln und von diesen eure gewünschten Lieder abspielen. Somit eignet sich das Stax auch hervorragend für Gartenpartys. Ebenso findet ihr einen 3,5er Klinkenanschluss für Mikrofon und Kopfhörer. Von der Verarbeitungsseite wirkt die Station ebenso hochwertig wie der Subwoofer. Durch das relativ hohe Gewicht steht sie fest auf dem Tisch und kann auch nicht so leicht verrückt werden, da auch hier Schaumstofffüße platziert wurden. Eine kleine blaue LED signalisiert den Betrieb. Im Standby-Modus erlischt auch die LED und mutet das System.

Doch was ist wie immer das wichtigste an einem Soundsystem? Genau! Der Sound! Und den haben wir wieder mit reichlich Musik, Battlefield 3, und einer Blu-Ray getestet.

Musik – Folk Rock – Saltatio Mortis: Eulenspiegel

Bei Saltatio Mortis handelt es sich um eine Folk Rock Band mit mittelalterlich, harten Klängen. Dudelsäcke harmonieren mit E-Gitarre und Schlagzeug. Natürlich ist dies eine Soundkategorie, die vor allem die Satelliten richtig ausreizen. Tatsächlich können die Satelliten hier überzeugen und Höhen und Mitten glasklar wiedergeben. Erst wenn die Lautstärker über 50-60% steigt, werden die einzelnen Instrumente zu einem Brei und man kann nur noch Stimmen hören. Bei normaler Zimmerlautstärke ist der Mix aus Höhen, Mitten und Bass jedoch perfekt.

Musik – Pop – Zaz: Je Veux

Hier müsst ihr ganz klar auf die Einstellungen achten. Zaz ist ein fröhlicher Pop-Song, der auch gerne etwas in bassigere Regionen geht und durch den Gesang die Höhen, Mitten und auch den Bass in Frequenzen ausreizt, die nicht jedes System gut beherrscht. Und tatsächlich kommt das Stax hier auf höheren Soundstufen etwas ins Schwitzen. Die Höhen bleiben klar, wie sie es auch bei Saltatio Mortis waren, doch wird der Bass bei zunehmender Stufe immer dröhnender, ohne merklich kräftig zu sein. Wenn ihr gerne Pop hört, dann lasst die Bass-Stufe auf 50% und regelt das System nicht zu hoch. Aber auch hier gilt, für eine normale Zimmerlautstärke kann das Stax klar überzeugen, nur Bassfetischisten werden nicht auf ihre Kosten kommen.

Musik – Reggae/HipHop – Sean Paul: Got2Luv U

Bei Sean Paul waren wir wirklich begeistert. Für ein 50€ System kann das kleine Stax echt reinhauen. Der Bass bleibt trocken ohne großartig zu übersteuern und die Satelliten bringen die Stimmen und Instrumente klar zur Geltung. Auch wenn der Song etwas lauter gedreht wird, nimmt die Wiedergabe nur gering in ihrer Qualität ab. Aber auch hier gilt wieder, mit dem Bass sollte nicht übertrieben werden, dafür reicht einfach das Volumen des kleinen Subs nicht aus.

Musik – Elektro – Flux Pavillion: Bass Cannon

Hier erwarteten wir grausame Ergebnisse, da schon viele Systeme hier gescheitert sind. Umso überraschter waren wir, als wir eine super Wiedergabe miterleben durften. Natürlich kommt auch hier der Subwoofer nicht an größere Modelle ran, dafür erlaubt er sich für seine geringe Größe kaum Aussetzer. Er bleibt trocken, stabil und powered den Bass raus. Doch erwartet keinesfalls einen bebenden Tieffrequenz-Sub, das kann der Kleine wahrlich nicht, doch für seine Größe schafft er eine super Wiedergabe.

Filme – Centurion Fight or Die

Centurion: Fight or Die handelt von einer Schar Römer, die 117 v. Christus in den schottischen Hochländern vom dort ansässigen Volk gehetzt werden. Durch die actiongeladenen Szenen und Kampfeinlagen werden Soundsysteme hier oftmals an ihre Grenzen gebracht. Da es sich bei dem Stax um ein 2.1 System handelt, kann es die Vorteile einer Blu-Ray leider nicht perfekt ausspielen, hier fehlt einfach die Tiefe des Sounds. Ganz klar werden zwar die Stimmen und auch Kampfgefechte, wie Schwertklirren einwandfrei übertragen. Doch kommt es zu großen Schlachten mit Kampfmusik, merkt man, wie die Satelliten und der Subwoofer kämpfen müssen. Für normale Serien wie How I met your Mother oder Big Bang Theory reicht das Stax aber allemal aus. Auch Blu-Rays sind natürlich keine Schwäche des Kleinen, jedoch sollte man hier auf die Filmauswahl und die Größe des Kleinen achten.

Spiele – Battlefield 3

Wie auch bei der Blu-Ray kann in Battlefield auch kein richtiges Feeling aufkommen. Dann schlägt eben mal eine Granate neben euch ein und ihr denkt euch, was da plötzlich so gesummt hat. Battlefield 3 wartet mit den besten Soundeffekten im Genre auf, jedoch kann das kleine Stax es nicht rüberbringen. Höhen und Mitten sind erneut sehr gut, jedoch fehlt es hier einfach am Bass – so macht das ganze eher weniger Spaß. Wer aber vor allem auf Rollenspiele, Adventures etc. setzt, der wird auch mit dem Stax seine Freude haben.

persönliches Fazit:

Es ist süß, es ist putzig und es sollte an keinem Arbeitsplatz fehlen – das Wavemaster Stax. Das kleine, schlanke System ist nicht nur in Sachen Design ganz groß, sondern kann auch mit einem klaren, natürlichen und kräftigen Sound in dieser Preisklasse aufwarten. Natürlich sollte man keine Wunder erwarten, wenn man das Stax auf seinen Schreibtisch stellt, doch muss man ganz klar sagen, dass teurere Systeme vor allem im Höhen- und Mittenbereich schon schlechter abgeschnitten haben. Die Satelliten arbeiten sauber und der Subwoofer erlaubt sich selten eine Schwäche, auch wenn er aufgrund der Größe oftmals zu schwach ist. Für einen aktuellen Preis von lächerlichen 50€ ist das Wavemaster Stax eine klare Kaufempfehlung für Büros und Kinderzimmer. Selten erlebt man ein derart kleines, leichtes und stylishes System, das sich auch noch gut anhört. Wavemaster hat hier super Arbeit geleistet und darum gibt es auch unseren PreisTIPP-Award.



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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

Test / Testbericht: Monster Beats Solo, Urbanears Plattan & Arctic P402

Seit es mobile Musik gibt, ist der Sound unterwegs nicht mehr wegzudenken. Erst waren die Player riesig (Kassetten), dann noch riesiger (CDs) dann wurden sie wieder kleiner (MP3s) und nun rennt fast jeder mit seinem Taschencomputer, genannt „Smartphone“ herum. Nichtsdestotrotz ist der mobile Sound wichtiger denn je, da man sich mit seinen Lieblingssongs die Zeit in der Straßenbahn, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Chillen im Park bestens vertreiben kann. Aber auch die Kopfhörer machten eine enorme Entwicklung durch. Kennt ihr noch diese hässlichen, alten? Die mit Bügel? Gott sei Dank kamen dann die In-Ear-Hörer, doch irgendjemand kam dann wieder auf die Idee: „Hey – lass uns doch wieder einen auf Retro machen“ und die Bügelkopfhörer bekamen eine Reunion. Doch dieses Mal zielen die Musikschleuder auf Design, Tragekomfort und vor allem auf fetten Sound ab. Wir haben uns einmal drei Kopfhörer vorgenommen. Den Anfang macht das 27€ teure Arctic P402, gefolgt vom 55€ teuren Urbanears Plattan und die preisliche Speerspitze bildet das Monster Beats Solo by Dr. Dre für ca. 150€. Wie sich die Kontrahenten geschlagen haben, lest ihr weiter unten.

Arctic P402 – Das Sparsame

Wie ihr bereits im Video sehen könnt, kommt das kleine, leichte Headset in einer durchsichtigen Plastikverpackung daher. Somit kann das Headset zu kleinen Teilen bereits im Laden bestaunt werden. Im Lieferumfang des Arctic P402 liegt nicht viel bei, außer ein kleines Benutzerhandbuch – doch für 27€ erwarten wir auch keine großartigen Beigaben. Als wir die Kopfhörer das erste Mal in den Händen hielten, staunten wir nicht schlecht, denn es ist wirklich extrem leicht – also wirklich sehr leicht, jedoch ohne billig zu wirken. Alle Teile sitzen an ihren Stellen, nichts klappert oder steht hervor. Hier wurde vor allem für den mobilen Einsatz designt. Der Kopfbügel des Arctic wirkt hingegen nicht so angenehm, jedoch auch nur, wenn man ihn in der Hand hält.

Auf dem Kopf sind die beiden Riemen kaum spürbar und liegen sanft auf. Auch nach langem Tragen spürt man durch das geringe Gewicht keine großartigen Druckpunkte. Besonders angenehm sind vor allem auch die Ohrpolster, die, nebenbei gesagt, recht groß ausfallen für ein mobiles Headset. Hier solltet ihr aufpassen, wenn ihr kleine Ohren habt, da die Muscheln dann „ohrumschließend“ sind. Das kann bei empfindlichen Musikliebhabern zu Druckstellen am Ohr führen. Auf größeren Ohren liegen die Polster sanft und kaum spürbar auf. Das Arctic P402 ist an den Seiten zusätzlich für verschiedene Kopfgrößen verstellbar. Dazu dienen metallerne Bügel an den Seiten der Ohrmuschen und am Bügel. Das Verstellen funktioniert sehr leicht und bleibt hervorragend in der gewünschten Position.

Im Test passte es auf einen kleinen Frauenkopf genauso gut, wie auf Bujakas Riesenschädel. Auch sanftes Headbangen war bei beiden Testprobanden problemlos möglich. Das angebrachte Mikrofon befindet sich ca. 15cm unterhalb der Ohrmuschel an einem sehr dünnen Kabel mit Klinkenanschluss. Die Mikrofonqualität des P402 ist ausgezeichnet. Für den PC Einsatz empfanden wir das Kabel zu kurz, für Smartphones in der Hosentasche ist es jedoch perfekt bemessen. Für Unterwegs lässt sich das Arctic P402 sehr gut um den Hals legen, möchte man mal keine Musik hören.

Urbanears Plattan – Das Putzige

Das Urbanears Plattan ist wahrlich ein kleines putziges Headset, das fängt bei der minimalistischen Verpackung an, zieht sich über den Herzsticker im Lieferumfang und endet letztendlich bei den Kopfhörern selbst. Doch wie heißt das Sprichwort – „Klein aber oho!“. Und das ist es tatsächlich. Die Verarbeitung des Plattan ist wirklich hervorragend. Es ist ebenfalls sehr leicht und somit sehr angenehm zu tragen. Der Kopfbügel ist dezent gepolstert und mit schwarzem Stoff überzogen – das wirkt nicht nur angenehm auf dem Kopf, sondern sieht auch noch sehr gut aus. Auch hier können die Ohrmuscheln an den Seiten über Metallbügel verstellt werden. Das funktioniert etwas schwerer als beim Arctic Modell, jedoch nicht störend. Genau dadurch bleibt es ebenso sehr starr, ist es einmal eingestellt. Die Ohrmmuscheln des Plattan sind mit einem Durchmesser von 5cm sehr klein und sind auch bei kleinen Ohren aufliegend. Ein Störfaktor beim Plattan ist der extrem feste Druck auf den Ohren, dadurch sitzt es zwar sehr fest, jedoch macht es einen langen Musikgenuss fast unmöglich. Nach ein bis 2 Stunden sind Ohrmuschelschmerzen vorprogrammiert. Für kleine Köpfe sollte dies ein kleineres Problem sein. Wer jedoch über einen großen Kopf verfügt und gerne lange Musik hören möchte, wird hier nicht ganz zufrieden sein.

Absolutes Highlight ist die Verarbeitung des Plattan, denn hier sitzt ebenso wie beim Arctic Modell alles an seinem Platz. Alles in allem merkt man hier auch den Aufpreis von ca. 30€, da es noch etwas wertiger wirkt. Auch das Kabel ist stärker und ebenso mit einem Stoffgeflecht ummantelt. Genauso wie beim P402 von Arctic ist auch hier das Mikrofon 15cm unter der Ohrmuschel. Das Mikrofon enthält zudem noch einen Play-/Pause-Button. Das Kabel ist genauso lang wie beim günstigeren Konkurrenten und somit auch für PCs nur eingeschrenkt und für Smartphones perfekt bemessen. Möchtet ihr mit dem Musikhören zwischenzeitlich aufhören, dann legt es euch keinesfalls um den Hals, jedenfalls wenn ihr gerne atmet. Da das Plattan sehr klein ist, ist es auch nur für ganz zarte dünne Hälse zu empfehlen.

Monster Beats Solo by Dr. Dre – Der Yuppie

Die Monster Beats Solo sind eine schwierige Kategorie, da sie recht teuer sind und man beim ersten Auspacken den Grund des Preises erfragt. Der Kopfbügel ist ein starrer Plastikbügel, der auf der Unterseite gepolstert ist. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um weiche Schaumstoffpolster, sondern um etwas festere Gummielemente. Die Ohrmuscheln des Beats Solo sind nicht rund wie bei seinen Kollegen, sondern Oval. Nach oben strecken sich die Muscheln etwa 7cm und in die Breite etwa 5,5cm. Da die Ohrmuscheln nicht ausschließlich nach unten und oben schwenkbar sind, sondern auch nach links und rechts, sind sie ebenso sehr klapprig. Das mindert etwas den Qualitätseindruck. Dafür passen sich die Beats solo hervorragend an die Ohrmuscheln an. Der Tragekomfort ist sehr unterschiedlich und kommt stark auf die Kopfgröße an. Auf großen Köpfen sitzen die Beats Solo angenehm fest, jedoch nicht zu stark.

Auf kleinen Köpfen halten die Kopfhörer überhaupt nicht. Unser weiblicher Testkandidat nickte einmal kurz und die Kopfhörer fielen schnurstracks zu Boden – uncool, wenn das auf Straßen oder Wegen passiert. Durch den Plastikbügel wirken die Beats auch nicht ihrem Preis entsprechend. Für 150€ erwartet man eine bessere Verarbeitung als bei einem 27€ oder 50€ Headset, doch leider ist das hier nicht der Fall. Auch der Tragekomfort ist nicht auf dem Niveau der beiden Konkurrenten. Hier kann sogar das 27€ teure Arctic P402 punkten, welches sich wesentlich fester und angenehmer auf dem Kopf anfühlt. Doch wo kann das Beats Solo denn Punkten? Vor allem können wir Pluspunkte für den Lieferumfang geben, da hier wesentlich mehr zugelegt wurde als bei den anderen beiden Modellen. Eine schicke Tasche, ein weiteres Kabel und zahlreiche Handbücher liegen dem Headset bei.

Auch das Mikrofon ist wesentlich benutzerfreundlicher, da hier nicht nur der normale Eingang vorliegt, sondern auch ein Lautstärkeregler und ein Play-/Pause-Button untergebracht wurde. Das Kabel des Beats Solo ist zudem das Beste der drei Kontrahenten.

Das Wichtigste – der Soundcheck

Folk Rock – Saltatio Mortis: Eulenspiegel

Viele Dudelsäcke, wenig Bass, Trommeln und Gitarren, das macht den Folk Rock aus. Nicht jedes Audiogerät kann hier Punkten, da hier auf wesentliche Merkmale gesetzt wird.

Arctic P402:

Der Soundcheck mit Saltatio Mortis verlief mit dem Arctic P402 solide. Die Höhen und Mitten waren gut wahrnehmbar und auch ein dezenter Bass war zu merken, doch auch wenn diese Songs nicht so viel Bass haben, fehlt es dennoch ein wenig an kräftigen Tiefen. Dafür klingen die Stimmen etwas lebloser, für 27€ jedoch auf ganz hohem Niveau. Gut heißen müssen wir vor allem die Feinheit und die Ausgewogenheit des Klanges, kein Übersteuern, kein Kreischen.

Urbanears Plattan:

Das Urbanears Plattan verrichtet seine Arbeit beim Song Eulenspiel wirklich sehr gut. Vor allem etwas bassigere Regionen des Songs werden sehr gut untermalt und hervorgehoben. Der Klang ist auch im Mittenbereich sehr sauber und ausgewogen. Lediglich die Höhen leiden etwas unter dem etwas stärkeren Bass, was den Gesang etwas in den Hintergrund rücken lässt.

Monster Beats Solo by Dr. Dre:

Das Monster Beats Solo ist vom Klang etwa auf dem Niveau des Plattan. Es erlaubt sich nur wenige Schnitzer, ist jedoch noch ein wenig bassiger eingestellt als das Urbanears, wodurch auch hier die Stimmen etwas in den Hintergrund rücken. Dennoch ist der allgemeine Klang sehr voll und angenehm, es fühlt sich sehr „raumausfüllend“ an.

Pop – Zaz: Je Veux

Pop ist am weitesten verbreitet unter den Musikliebhabern und wird auch unterwegs gerne angehört. Für unseren Test haben wir das französische Lied von Zaz gewählt und hüpften mit den Kopfhörern auf dem Kopf durch unser Büro.

Arctic P402:

Das Arctic P402 arbeitet hier sehr angenehm und Stimmen sind wieder sehr gut zu erkennen. Leider ist das günstige 27€ Headset aber in seiner Bassleistung zu schwach, um den Popgenuss richtig rüberzubringen. Natürlich sind Tiefen vorhanden, wer es jedoch gerne etwas stärker und dröhnender mag, wird hier enttäuscht. Dafür erlaubt sich das Arctic P402 keine Schnitzer, kein Übersteuern und es verschluckt keine Töne.

Urbanears Plattan:

Das Urbanears ist ein sehr lautes Headset – lauter noch als seine Kontrahenten. Aus diesem Grund wirkt vor allem Je Veux oftmals sehr übersteuert und kreischend. Einzelne Szenen sind schmerzhaft wahrnehmbar, jedoch auch nur, wenn man sich direkt darauf konzentriert. Alles in allem ist das Urbanears ein super Headset für Popmusik, da Bass und Höhen/Mitten sehr gut wiedergegeben werden. Schade das es jedoch leicht übersteuert, wenn man zu laut aufdreht.

Monster Beats Solo by Dr. Dre:

Das Beats Solo ist klanglich gleich mit dem Plattan, jedoch gering leiser, wodurch es nicht übersteuert. Die Basswiedergabe ist sehr angenehm, die Höhen und Mitten werden wahnsinnig sauber wiedergegeben und Stimmen sind klar wahrnehmbar. Wer es gerne etwas bassiger mag, kommt hier wirklich auf seine Kosten.

Persönliches Fazit:

Es ist natürlich immer sehr schwer, Produkte aus verschiedenen Preisklassen miteinandern zu vergleichen und daraus einen Entschluss zu ziehen. Doch muss man immer wieder feststellen, dass viele Produkte grundlos gehyped werden oder einfach nicht dem entsprechen, was sie kosten – doch der Reihe nach.

Das Arctic P402 ist für 27€ ein wahnsinnig gutes Headset. Es ist absolut angenehm zu Tragen, spielt Musik aller Genres ohne Schnitzer ab, gibt Filme perfekt auf Smartphones wieder und kann mit einem klaren Mikrofon überzeugen. Besonders gefallen hat uns aber das geringe Gewicht und der allgemeine Tragekomfort. Auch nach mehreren Stunden fühlte sich das P402 nicht unangenehm an und war schon fast verschwunden. Bei 27€ mecker ich nicht rum, kann man bei dieser Leistung auch überhaupt nicht, da es einfach nicht gerechtfertigt wäre. Das Arctic P402 bekommt unsere absolute und uneingeschränkte Kaufempfehlung für den kleinen Geldbeutel und anspruchsvolle Komfortliebhaber. Darum gibt es auch unseren PreisTIPP-Award.


Das Urbanears Plattan hat mich sehr überrascht. Es ist ein wirklich gutes Headset, für einen moderaten und fairen Preis. Die Soundwiedergabe befindet sich auf einem sehr hohen Niveau und kann in vielen Lagen mit dem wesentlich teureren Monster Beats Solo mithalten. Auch die Verarbeitung glänzt mit einer wahrlichen Liebe zum Detail. Das Urbanears Plattan ist das Headset für anspruchsvolle Musikliebhaber, deren Kopf jedoch nicht so groß sein sollte. Für den Dauereinsatz ist das Plattan nicht konzipiert. Für die gebotene Leistung und die Verarbeitung gibt es unseren Preis/LeistungsTipp.


Das Monster Beats Solo ist ebenso ein sehr gutes Headset, in welchem jedoch der Preis nicht in der Technik oder der Verarbeitung steckt, sondern eher in der Verpackung, dem Lieferumfang und dem Namen. Klanglich ist es auf dem Niveau des günstigeren Urbanears Plattan und in Sachen Komfort liegt es weit hinter dem wesentlich günstigeren Arctic P402. Natürlich macht man mit dem Monster Beats Solo by Dr. Dre nichts falsch, jedoch bekommt man für wesentlich weniger Geld die gleiche Leistung und besseren Komfort – dafür muss man keine 150€ ausgeben.

Alles in allem hat dieser Test wieder einmal gezeigt, dass Preis nicht gleich Qualität ist. Überrascht hat das extrem günstige Arctic P402. Im Normalfall denkt man sich, dass für 27€ nicht viel erwartet werden kann, doch Arctic beweist uns hier das Gegenteil. Für ein kleines Taschengeld bietet es ausgewogenen Klang, ein super Mikrofon und eine sehr angenehme Tragequalität. Wer ein neues Headset sucht und nicht viel Geld ausgeben möchte, der kommt am Arctic P402 nicht vorbei. Das Arctic P402 kann in Sachen Sound mit dem Monster Beats Solo by Dr. Dre und dem Urbanears Plattan mithalten. In puncto Tragekomfort empfanden wir das P402 sogar als bestes Headset im Test.

Wer gerne etwas mehr Geld ausgeben kann, der sollte sich unbedingt das Urbanears Plattan anschauen. Hier erhaltet ihr für ca. 55€ ein Headset mit einem sehr ausgewogenen und guten Klang. Das Urbanears Plattan ist in diesem Testbericht unser Testsieger und distanziert sich vor allem sehr stark vom Monster Beats Solo.

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

Test / Testbericht: Edifier S730 & S550

Es ist die Frage eines jeden PC-Spielers – 2.1, 5.1 oder doch nur ein Headset? Klar, ein Headset stört den Nachbarn nicht und ist ab gewissen Preisklassen auch sehr angenehm zu tragen. Doch will man nicht auch mal einen Film schauen? Den Bass so laut aufdrehen, dass die Nachbarn unter einem eine kostenlose Massage bekommen? Selbst wenn man einfach nur durch die Gefilden grauer Vorzeit schreiten mag oder seine Kontrahenten im MG-Feuer untergehen hören möchte. Ein Soundsystem ist und bleibt das A und O im PC- und Heimkino-Bereich. Wir haben uns bereits des öfteren mit verschiedenen Lösungen beschäftigt. Dieses Mal haben wir jedoch etwas Großes, Edles und Teures bei uns stehen – die beiden Systeme von Edifier S730 und S550. Dabei handelt es sich um ein 2.1 System (S730) und ein 5.1 System (S550). Doch warum machen wir nicht zwei Testberichte daraus, sondern schreiben dazu einen Artikel? Ganz einfach! Beide Systeme ähneln sich im Aussehen, in der Ausstattung und auch im Sound sehr stark. Doch was braucht man wirklich? Was kommt in einem 13m² oder 22m² großen Zimmer besser? Surroundanlage oder reicht doch ein 2.1 System? Wie kommt das 5.1 System zur Geltung? Grausame, quählende Fragen, die wir in unserem Testbericht klären.

Ich habe bereits mitgeteilt, dass ich vor einigen Wochen nach Dresden gezogen bin. Schon vorher war ich bei meinen Postboten verhasst – doch nun wohne ich 3 Stockwerke höher. Der Paketdienst weigerte sich konsequent, die beiden Systeme alleine nach oben zu tragen. Also musste ich mit anpacken! Das 5.1 System Edifier 550 befindet sich in zwei gesonderten Verpackungen. Die 5 Boxen, die Kabel und das Bedienpanel befinden sich in einem separaten Karton. Der Subwoofer wurde bei dem S550 separat verpackt – und das ist auch gut so! Allein der Subwoofer wiegt satte 25,8 Kilogramm. Die 5 Boxen + das Zubehör haben zusätzlich ein beachtliches Gewicht von 11,7 Kilogramm. Edifier verpackte alle Bauteile jedoch sehr fest und sicher, sodass Schäden von Anfang an ausgeschlossen werden können. Das 2.1 System Edifier S730 befindet sich in einem einzigen Karton und kommt auf „lächerliche“ 30 Kilogramm. Auch hier sind alle Teile perfekt und sicher verpackt. Jede Box hat, wie auch beim Edifier S730, seine eigene Kammer aus Schaumstoff. Die Verpackung sieht nich spektakulär aus, lediglich ein brauner Karton mit der Modellbezichnung dient als Herberge für die Systeme – doch ist der Inhalt wichtiger als das Äußere.

Lieferumfang Edifier S730:

2x Boxen
1x Subwoofer
1x Betriebspanel
1x Fernbedienung
1x Coax-Kabel
2x Audio-Kabel (2,50 Meter)
1x Chinch-Kabel

Lieferumfang Edifier S550:

4x Satelliten
1x Centerspeaker
1x Subwoofer
1x Betriebspanel
1x Fernbedienung
1x Chinchkabel
5x Audiokabel ( 3x 2,50 Meter, 2x 8 Meter)
3x Adapterkabel für Klinke (Center, Satelliten, Subwoofer)

Der Lieferumfang ist bei beiden Systemen gut gewählt und auch üppig. Die Kabel sind gut verpackt in kleinen Tütchen untergebracht und sind somit optimal von Außeneinflüssen geschützt. Die Kabel kommen aus dem weit entfernten Osten, was man an den chinesischen/japanischen oder ähnlichen Zeichen sehr gut erkennen kann. Der Lieferumfang des S730 ist wesentlich besser als der Umfang des 5.1 Probanden. Beim 2.1 System erhält man nicht ausschließlich Chinch-Kabel, sondern zusätzlich noch ein Coax-Kabel. Auch wenn das S730 über einen optischen Ausgang verfügt, wird jedoch kein geeignetes Anschlusskabel mitgeliefert. Dem S550 liegt ein breites, gut verarbeitetes Chinchkabel bei. Zusätzlich bekommt ihr 3 Adapter für den Anschluss am PC für den Centerspeaker, die Satelliten und den Subwoofer. Jeder Stecker ist mit der richtigen Farbe für Soundanschlüsse gekennzeichnet (grün, orange und blau). Zum weiteren Lieferumfang gehören bei beiden Systemen die Audiokabel, um Subwoofer mit den Lautsprechern zu verbinden. Die beiden Kabel für das S730 sind mit 2,50 Metern perfekt gewählt und passen somit auf jeden Zockertisch und eignen sich zusätzlich für die Anbauwand. Die Kabel des S550 sind mit 3x 2,50 Metern und 2x 8 Metern ebenso gut bemessen, auch wenn wir in unserem großen Testraum Probleme hatten. Die beiden Außensatelliten reichten leider nicht in unsere Ecken im Zimmer, sodass eine Box direkt neben unserer Anbauwand stand. Die Kabel für die Rear-Speaker sind mit acht Metern absolut ausreichend gewählt und reichen selbst für 20-25 Quadartmeter große Zimmer.

Verstecken brauchen sich die Edifier S730 und S550 auch im Bereich des Aussehens nicht. Die Satelliten der beiden Systeme ähneln sich sehr stark. Sie sind mit 20,4cm x 15,1cm x 10,6cm (H x T x B) identisch und unterscheiden sich nur in ihrer Musterung. Die Lautsprecher des S730 sind glatt und glänzen mit ihrem Klavierlack auf jedem Schreibttisch und in jeder Anbauwand. Die Satelliten des S550 haben eine Art „Wet-Look“ und sehen aus, als wären auf ihnen Wassertropfen, die ebenfalls in einem glänzenden Schwarz erstrahlen. Beides ist etwas für das Auge, jedoch Geschmackssache. Viele werden dieses Design verfluchen, da es Staub und Fingerabdrücke magisch anzieht. Andere werden den edlen Eindruck einer starren Holzbox vorziehen – uns gefällt das Design jedoch sehr, da es perfekt ins Wohnzimmer passt. Die Front der Boxen wurde mit den obligatorischen Lautsprecherfronten bedeckt, die sich mit etwas Kraft leicht entfernen lassen. Dahinter erstrahlt ein 25mm Hochtöner mit einer Abschirmung von 6 Ohm. Direkt darunter erkennt ihr den 82mm Mitteltöner mit einer Abschirmung von 4 Ohm. Die beiden Chassis sind perfekt in das Holzgehäuse des Lautsprechers eingearbeitet und lassen keine störenden Kanten oder Unebenheiten erkennen. Die Ecken der Boxen sind leicht abgerundet und verleihen dem Lautsprecher einen sauberen Eindruck. Auf der Hinterseite erkennt ihr die Plus/Minus Anschlüsse für die Audiokabel. Die Boxen des S730 und des S550 sind identisch.

Die Subwoofer der beiden Systeme sind ebenso identisch. Hier waren wir beim Auspacken wirklich begeistert! Groß, größer Edifier S550/S730 Sub – geil! Da erahnt man bereits beim Anschauen, dass hier ein harter Bass rauskommen muss. Die Front des 25 Kilo Monstrums wird von einem Metallgitter verziehrt, das von innen nach außen in dezenten Wellen designed wurde. Diese Wellen geben dem Sub ein ansprechendes Äußeres. Vor allem die Verarbeitung kann hier überzeugen, da keine nervenden Kanten oder Metallspäne emporragen. Die Mitte ziert eine silberne Kunststoffblende, die sich angenehm in das schwarze Gitter integriert. Auch der Rand rings um das Gitter ist Silber und bietet eine schön anzusehende Einheit mit dem Gitter und der Mitte. Auf der Stirnseite prangert der Edifier Schriftzug und signalisiert „A Passion of Sound“. Hinter dem Gitter befindet sich die 10 Zoll Aktivmembran mit einer 8 Ohm Abschirmung. Unterstützt wird die Frontmembran von zwei weiteren Passivmembranen an den Seiten. Durch diese Zusammensetzung verteilt sich der Bass angenehm im Raum und der Subwoofer schafft es, sogar tiefe Bässe sauber zu übertragen.

Edifier S550 – nur analog

Der Subwoofer gehört mit seinen 39,7cm x 48,9cm x 36,7cm zu den größeren Probanden und hat somit genug Volumen für saubere Bässe. Der schwere Sub steht auf 4 kleinen Gummifüßen und ist somit nicht leicht zu bewegen. Wenn er steht, dann steht er. Auf der Rückseite befindet sich großflächig ein Kühlkörper, um den Verstärker zu kühlen. Der Kühlkörper ist wirklich sehr großzügig gewählt und wird im Betrieb nicht einmal handwarm – doch lieber etwas größer als ein Brutkasten im Zimmer. Auf der Rückseite befinden sich zudem noch die Anschlüsse für die Satelliten und den Center-Speaker. Nebenbei wird hier ebenfalls das Stromkabel, die Chinch-Kabel und das Stromkabel angeschlossen. Doch wo kommt das Koax- oder optische Kabel ran? Einfache Antwort – nirgends. Das S550 verfügt lediglich über analoge Chinch-Anschlüsse für 2.1 oder 5.1. Da macht es das S730 wesentlich besser, hier finden wir neben zwei Chinch-Anschlüssen noch einen optischen und einen koaxialen Anschluss und das, obwohl das System lediglich über 3 Kanäle verfügt – unserer Meinung nach unverständlich.

Die Kontrollstation der beiden Modelle sieht von außen gleich aus, hat jedoch verschiedene Anschlussmöglichkeiten. Das Panel des S730 passt nur an selbiges und arbeitet daher auch nur mit diesem zusammen. Geliefert werden die Panel gut verpackt mit einem breiten Standfuß aus Kunststoff. Der Standfuß hält das Panel durch Gummistreifen auf der Unterseite sicher und standfest. Mittig der Station befindet sich das silberne Einstellrädchen, das auch als Knopf dient, um zwischen den einzelnen Satellitenstufen, der Helligkeiten und der Subwoofer- und Bassstufe umzuschalten. Im unteren Bereich könnt ihr lediglich zwei Knöpfe erkennen – zum einen den Powerknopf auf der linken und den Inputknopf auf der rechten Seite. Einfacher lassen sich die Systeme jedoch mit der Fernbedienung steuern. Bei dieser handelt es sich um eine kleine scheckkartenähnliche Steuerungseinheit. Zugegeben, eine kleine Fernbedienung nimmt wenig Platz in Anspruch und ist leicht zu verstauen. Leider ist jedoch das Handling dadurch leicht eingeschränkt, sodass die kleine Scheckkarte nicht sehr sicher in der Hand liegt. Dennoch lässt sich die Anlage hervorragend damit steuern. Die Bedienungen sind bei beiden Systemen ähnlich aufgebaut. Jedoch sind die einzelnen Knöpfe bei dem 2.1 System S730 mit + und – bei den Einstellungen gekennzeichnet.

Das Heimkinosystem S550 hat dies nicht, sodass man hier separat noch einmal nachregeln muss. Das liegt vor allem daran, dass die Fernbedienung klein gehalten werden sollte und man beim S550 die einzelnen Boxen steuern und stumm schalten kann. Dadurch kann man das Sounderlebnis noch klarer steuern. Die kleinen Helfer werden mit einer CR2025 3V Batterie befeuert. Besonders angenehm ist, dass sich das blaue Displaylicht der Kontrollstationen leicht verwalten lässt. Am Tag kann die Displayhelligkeit so wesentlich höher geschraubt werden, dass man alles perfekt lesen kann und in der Nacht wird das Display einfach dunkler gestellt, damit man sich beim TV Schauen nicht blenden lässt. Nebenbei muss noch erwähnt werden, dass das Display eine hervorragende Qualität aufweist. Die Schrift ist sehr gut zu erkennen und die Leuchtintensität ist nahezu im perfekten und angenehmen Bereich.

Im Normalfall können wir immer sehr viel zur Verarbeitung der einzelnen Systeme schreiben. Oftmals findet man einen Designschnitzer, eine störende Kante oder einen ungeraden Schliff. Bei den Systeme von Edifier suchen wir jedoch vergebens. Egal ob wir die einzelnen Satelliten näher betrachten oder den Subwoofer, alles sitzt hier an der gewohnten Stelle ohne Kanten oder Ecken, das ist wirklich wahnsinn. Hier können sich andere Hersteller eine Scheibe abschneiden. Vor allem die Kontakte für die Audiokabel sind knackig und halten die einzelnen Kabel bombenfest. Genauso verhält es sich mit den mitgelieferten Kabeln. Fein ummantelt fühlen sie sich an, als bestünden sie nur aus einem Material. Die Stecker selbst sind nicht vergoldet, sondern „nur“ vernickelt, sind jedoch genauso hochwertig wie das gesamte System. Lediglich bei der Kontrollstation hätte sich Edifier etwas Edleres einfallen lassen können. Hier prangert neben einem schönen System eine Kunststoffstatue. Doch liegt natürlich auch hier wieder die Schönheit im Auge des Betrachters. Auch wenn die Stationen beider Systeme aus reinem Plastik bestehen, bestechen sie durch Funktionaltität und das wirklich gute Display.

Ein kleiner Kritikpunkt, den wir hier jedoch noch einwerfen müssen ist, dass ihr die Systeme nie richtig Stumm schalten könnt. Selbst auf der Volume-Stufe 0 könnt ihr weiterhin Musik und Stimmen hören. Das System wird nie richtig in den Mute-Zustand versetzt, wenn ihr den Sound runteregelt. Lediglich die „Mute“-Taste umgeht dies und schaltet die Systeme absolut stumm. Gefallen hat uns jedoch die „Fade“-Funktion. Beim Einschalten der Systeme wird die Musik abgestuft lauter. Sprich, sobald ihr die Systeme einschaltet, ist der Sound nicht sofort da, sondern steigt im Volumen an – ebenso verhält es sich beim Ausschalten der Systeme.

Doch genug der trägen Worte – kommen wir zum Sound. Vorneweg müssen wir wirklich zugeben, dass die Tests mit den Systemen großen Spaß gemacht haben. Am besten kamen die Systeme im Gamingbereich zur Geltung – knallend, zitternd und schreiend preschten wir durch zahlreiche Welten.

Diablo 3

Diablo 3 macht mit beiden Systemen enormen Spaß. Das S730 brachte alle Töne hervorragend zur Geltung, auch wenn die Soundqualität im Spiel eher niedrig eingestellt war. Hier sprang der Sound, je nach Richtung, von einer Box zur anderen. Ein Mittendringefühl wird hier jedoch nicht vermittelt. Viele Systeme schaffen es hier, ein 3D-Gefühl zu implizieren, das S730 leider nicht. Dafür sind die Töne einwandfrei zu hören. Und auch der Bass arbeitet pegelfest und knallhart. Jeder Schlag auf ein Monster wandert durch Mark und Bein.

Um das S550 perfekt nutzen zu können, muss die Soundqualität auf „viel“ gestellt werden. Somit werden alle Kanäle freigeschalten und Diablo läuft surround. Natürlich macht es mit einem 5.1 System noch mehr Spaß, durch die Welten zu streifen. Aufgrund der gleichen Technik kommen auch hier Höhen, Mitten und tiefe Bässe perfekt zur Geltung. Einzig der eingeschränkte Platz des Center-Speakers schmälert das Surroundgefühl ein wenig. Da er direkt vor euch stehen muss, kommt er nicht so gut zur Geltung. Auch der Soundwechsel zwischen den Boxen ist nicht immer einwandfrei, wodurch Stimmen plötzlich von hinten kommen können, der NPC jedoch direkt vor einem steht.

Die Soundqualität bei Diablo 3 ist bei beiden Systemen auf ganz hohem Niveau. Dicke Bässe, klare Mitten und Höhen lassen die Teufelshatz Wirklichkeit werden.

Battlefield 3

Battlefield 3 testeten wir als erstes mit dem 2.1 System Edifier S730. Battlefield 3 zählt aktuell zu den Spielen, mit dem stärksten Sounderlebnis und das wusste scheinbar auch der Subwoofer. Pistolenschüsse, MG-Feuer oder Handgranaten, der Subwoofer des S730 lies Mark und Bein erschüttern. Hier spürte man wirklich, dass man auf dem Schlachtfeld ist. Und auch die beiden Boxen konnten klare Klänge übertragen. Doch leider fehlte hier das Mittendrin-Gefühl. Das S730 schaffte es leider nicht, einen geeigneten 3D-Effekt hervorzubringen.

Beim S550 – dem Surroundprobanden sah das ganze schon anders aus. Hier stockte uns der Atem. Battlefield war wortwörtlich ein Battlefield – bei uns Zuhause. Jets flogen über unsere Köpfe, rechts hinter uns ratterte ein MG und wir befolgten Anweisungen direkt vom Center-Speaker aus. Nebenbei knallte der Subwoofer ein Feuerhagel heraus, das uns erschüttern lies. Man kann wirklich viel hören, doch das S550 macht aus diesem Spiel ein absolutes High-Light.

Die Soundqualität bei Battlefield 3 ist beim S550 der pure Wahnsinn. Scheppernd, krachend und schreiend fühlt man sich wie auf dem Schlachtfeld und bekommt es bei dieser Realität mit der Angst zu tun

Elder Scrolls 5: Skyrim

Skyrim ist seit langem das Fantasy- und Mittelalter Rollenspiel. Eine wunderbare Story gekreuzt mit einem perfekt abgestimmten Questsystem und wunderschönen Klängen. Aus diesem Grund mussten wir auch mit den Edifier System durch die Wälder und Täler des Rollenspiels wandern. Skyrim war wirklich sehr schwierig einzuschätzen. Aufgrund der ruhigen angenehmen Klänge beim Wandern, konnte das 5.1 System S550 natürlich einen schönen Surroundklang erzeugen, jedoch erst bei voller Stufe. Alles, was unter der maximalen Stufe lag, war kaum wahrnehmbar. Hier muss das System separat hochgeregelt werden, wenn der Sound stärker aus den hinteren Satelliten quällen soll. Die Qualität der Wiedergabe ist jedoch atemberaubend, auch wenn nicht das gute Surroundgefühl wie bei Battlefield entsteht.

Das S730 ist qualitativ genauso stark wie sein großer Bruder, verteilt den Sound jedoch angenehmer und ausreichend für ein Rollenspiel. Der Mehrpreis für das S550 wäre im Falle von Skyrim oder anderen Rollenspielen nicht gerechtfertigt. Vor allem, da das S730 einen schönen, ausgeglichenen Klang erzeugt und die Soundeffekte zwischen den beiden Satelliten ausgezeichnet hin- und her wirft. Der reine Klang ist jedoch bei beiden System erneut verzerrungsfrei und klar zu verstehen. Vor allem der dezente Subwoofer bringt ein Lächeln auf die Lippen.

Skyrim war auf dem Edifier S550 schön anzuhören, jedoch reicht hier auch das S730 locker aus. Auf beiden Systemen hören sich die mystischen Klänge jedoch gleichermaßen ausgewogen und angenehm an.

Filme – Centurion: Fight or Die BluRay 1080p

Centurion: Fight or Die handelt von einer Schar Römer, die 117 v. Christus in den schottischen Hochländern vom dort ansässigen Folk gehetzt werden. Durch die actiongeladenen Szenen und Kampfeinlagen werden Soundsysteme hier oftmals an ihre Grenzen gebracht – jedoch nicht alle. Im BluRay Bereich kann erneut das S550 punkten, da die Soundverteilung wieder auf höchstem Niveau ist. Besonders hervorzuheben ist der klar verständliche Center-Speaker, der Stimmen glasklar überträgt. Die hinteren Satelliten beschallen mit Pferdegetrappel und Grillenzirpen den Raum und die Frontboxen versetzen den Raum in ein scharlachrotes Getümmel. So macht BluRay schauen wirklich Spaß. An keinem Punkt im Film dachten wir uns: „Oh, das war jetzt zu viel für die kleinen Membranen“, da selbst laute Szenen noch gut hörbar übertragen werden. Einziger Kritikpunkt hier ist ebenfalls wieder die hohe Lautstärke des Center Speakers am PC.

Die BluRay war mit dem S730 ebenso schön anzusehen, jedoch nicht das Spektakel, dass wir mit dem S550 zuvor erlebten. Hier lohnt sich ein Aufpreis allemal.

Serien – How I met your Mother DVD

Wer nicht der Filmfan ist, sondern viel lieber auf eine gute Serie zurückgreift, der ist mit dem S730 bestens aufgehoben. Der Aufpreis auf das große 5.1 System ist nicht hörbar, da die Satelliten im Hintergrund kaum bis gar nicht zur Geltung kommen. Zudem hört sich eine Serie aus 2 Lautsprechern einfach passgenauer an. Kleine Empfehlung jedoch von unserer Seite: Schaut ihr euch die Serien gerne etwas lauter an, regelt den Subwoofer etwas nach unten, da bassige Stimmen sonst etwas überladen wirken. Die Soundqualität nimmt in den Höhen nicht sonderlich ab, wird jedoch vom Subwoofer zu stark untermauert.

Hier trennen sich die beiden Systeme enorm. Wo das S730 für Serien locker ausreicht, ist das S550 ein klasse System für die BluRay. Schaut ihr jedoch nur DVD-Versionen lohnt sich der zusätzliche Platz kaum.

Musik – Saltatio Mortis: Eulenspiegel – Folk Rock

Hier können beide Systeme ihren wahren Glanz abgeben. Bei Saltatio Mortis handelt es sich um eine Folk Rock Band mit mittelalterlich, harten Klängen. Dudelsäcke harmonieren mit E-Gitarre und Schlagzeug. Natürlich ist dies eine Soundkategorie, die vor allem die Satelliten richtig ausreizen. Und tatsächlich, schaffen es beide Systeme, den Song verzerrungsfrei wiederzugeben. Keine Soundpatzer, keine Aussetzer und auch keine Übersteuerung. Der Bass ist auf der mittleren Stufe (O) grundsolide und nicht zu penetrant. Der Surroundklang des S550 ist angenehm und erzeugt ein gutes Gesamtbild, ist jedoch nicht sehr stark wahrnehmbar. Der Center-Speaker überträgt die Stimmen glasklar, während die beiden Frontlautsprecher die Dudelsäcke und E-Gitarren knallhart wiedergeben.

Musik – ZAZ: Je Veux – Pop

Je Veux von Zaz hat wirklich Spaß gemacht anzuhören. Es ist an sich bereits ein wahnsinniges Gute-Laune-Lied, dass mit den beiden Edifier Systemen noch besser wird. Stimmen kommen glasklar aus allen Satelliten und der Subwoofer untermauert zusätzlich den Song. Das Edifier S550 kann hier aber erneut, wie auch bei Saltatio Mortis, nicht besser eingestuft werden als der kleine Bruder, da der Surroundklang ebenso nicht hörbar zur Geltung kommt. In allen Varianten und Einstellungen konnten beide Systeme jedoch perfekt punkten.

Musik – Simple Plan feat Sean Paul: Summer Paradise – Pop-Punk feat. Reggae

Wie soll ich hier am besten anfangen, außer: Sehr Geil! Weniger wegen des Surroundklangs, denn erneut kann das S550 hier nicht punkten, auch wenn es zwei zusätzliche Boxen besitzt. Doch wirklich Spaß macht es, da der Center den Gesang wunderbar entgegenwirft, während die Instrumente perfekt auf die beiden Außenlautsprecher gelegt werden. In der normalen Stufe ist uns der zurückhaltende Bass jedoch etwas zu gering und kann getrost nach oben geschraubt werden. Hier ziehen wir im Musikbereich das S550 vor, auch wenn kein Raumklang entsteht. Die Übetragungsqualität ist bei beiden Systemen jedoch erneut wunderbar.

Musik – Flux Pavilion: Bass Canon

Bass Canon ist der optimale Song für einen Basscheck der Systeme – kräftiger Dubstep, der die Subwoofer ordentlich ausreizt. Unsere Vermutung nach den letzten Songs hat sich bei Bass Canon bewahrheitet. Im Bass-Test sind die Subwoofer der Edifier S550 und S730 sehr schwach aufgestellt. Hier kann das enorme Volumen der beiden Kisten kaum auftrumpfem. Tiefe, bebende Bässe werden zwar erzeugt, jedoch nicht so bebend, wie gewünscht und erwartet. Pluspunkt jedoch ist, dass die Bassqualität selbst angenehm ist, selbst auf der höchsten Subwooferstufe. Wer gerne Techno, Dubstep und Trance hört, der wird sich an den sauberen Bässen erfreuen, wer jedoch absolut knallharte Bässe erwartet, die Mark und Bein erschüttern, wird etwas enttäuscht sein.

Im Musikbereich trumpfen beide Systeme auf und zeigen, dass es Soundsysteme gibt, die einfach (fast) alles können. Höhen, Mitten und Tiefen ohne Patzer – respekt! Leider ist der Subwoofer für absolute Bassliebhaber zu schwach bemessen.

Persönliches Fazit:

Viel gesehen, viel erlebt und viel gehört – was Edifier hier mit dem S730 und dem S550 abliefert, ist wirklich weltklasse. Selten haben wir solch glasklare Höhen und saubere Bässe vernommen. Es ist wahnsinn, dass sich das System mit wirklich jedem Medium perfekt auseinandersetzen kann und alle Soundquellen zu unserer vollsten Zufriedenheit wiedergegeben hat. Ob es sich nun um Metal, Rock, Pop, BluRays oder ums Zocken handelt. Es macht Spaß, das MG-Feuer donnern zu hören, es macht Spaß, den Fantasyklängen in Skyrim zu lauschen und es macht verdammt viel Spaß, den Kopf zu harten Tönen zu bewegen. Egal ob leise oder laut, die Satelliten verrichten eine tolle Arbeit und das bei beiden Systemen. Lediglich für absolute Bassfetischisten werden diese Systeme nichts sein, da der Bass zwar äußerst sauber arbeit, jedoch im Vergleich zu anderen Systemen dezent im Hintergrund bleibt. Die Nachbarn lassen sich dennoch nerven, jedoch werden Fensterscheiben heil bleiben.

Doch wie sind nun die einzelnen Einsatzzwecke zu betrachten? Welches System lohnt sich denn wirklich am meisten?

Uns persönlich hat das 2.1 System S730 für den PC am besten gefallen. Nicht alleine wegen seinem verdammt guten Klang – nein, den hat sein großer Bruder ebenso gut, vielmehr wegen seinem guten Klang für diese Klasse und die damit verbundene Kompaktheit im Vergleich zum 5.1 System. Zahlreiche andere Systeme bieten Plastikbrüllwürfel, MiniSubwoofer und übersteuernden Sound. Das S730 arbeitet am PC sauber, glasklar und kann sich hören lassen. Ob ihr nun zocken wollt, Musik hört oder einen Film nebenbei laufen habt, es kommt einfach nur geil rüber. Zudem nimmt das System mit seinen zwei Boxen nicht ganz so viel Platz im Spielezimmer ein. Ein Kritikpunkt des S550 ist zudem der analoge Anschluss. Koaxial und Optisch hätten das System vor allem für den Heimkinogebrauch weit nach vorn katapultiert.
Doch muss ich trotzdem sagen, für alle unter euch, die Spiele wie Battlefield 3 oder Modern Warfare spielen, wird das S550 der absolute Hammer sein. Ich habe in meinem Leben schon viele PC-Systeme gehört, ich habe auch schon viele Spiele mit diversen Systemen gespielt, doch was das S550 hier leistete, war im Shooterbereich der absolute Oberhammer! Battlefield 3 fühlte sich an, als wäre man mittendrin, direkt auf dem Schlachfeld, direkt im Helikopter. Für alle Shooterspieler á la BF3, MW3 gilt, mit dem S550 werdet ihr die Spiele erleben, wie ihr sie noch nie erlebt habt.

Empfehlung für Musik, Serien und Rollenspielfans mit wenig Platz: Edifier S730 für ca. 365€ bei Amazon

Empfehlung für BluRays und Shooterspieler mit reichlich Platz: Edifier S550 für ca. 375€ bei Amazon

Beide Systeme sind wahnsinnig stark. Persönlich würde ich, noch vor anderen Systemen, zu Edifier greifen. Soundqualität und Verarbeitung sind für diesen Preis absolut perfekt und bestens für den PC geeignet. Dafür vergeben wir unseren LeistungTIPP Award.



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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Bujaka

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Test / Testbericht: Microlab H200

Krachen, brummen und beben muss es. Nach einer Explosion auf dem Schlachtfeld müssen die Fensterscheiben klirren, im Wald von Elwynn muss man Gedanken schweifen lassen und im Survival Horror vor Angst zittern. Das alles macht ein wirklich gutes Soundsystem aus. Dabei muss es nicht unbedingt Surround sein. Viele 2.0 und 2.1 Systeme schaffen es bereits, die Atmosphäre um den Spieler herum in ein Feld der Träume zu verwandeln. Im heutigen Test haben wir das stylische H200 von Microlab Technology. Der Hersteller für hochwertige Soundlösungen vereint im H200 Style mit 2.1 Klang. Wie sich der Drilling im Test geschlagen hat, wie brummend er das MG rüberbringen konnte, zeigen wir euch im Testbericht.
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Preview / Test / Testbericht: Logitech Z906

Da wir eine der ersten Seiten sind, haben wir uns entschlossen den Test auf Deutsch und Englisch zu verfassen. Über folgenden Link erreicht Ihr unseren englischen Testbericht zum Logitech Z906. Because we are one of the first sites to test the Logitech Z906, we decided to do the test in german, aswell as in english. Follow this link to see our english Review of the Logitech Z906:

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