Kategorie: 2.1 PC

Star Wars Battlefront im Test

Bitte beachten: Dies ist ein Kooperationstest mit CallofDutySeries.de!

Kaum ein anderer Shooter wurde so gehypt wie Starwars Battlefront aus dem Hause EA. Die Erwartungen waren spätestens seit der Gamescom hoch und der Releasetermin im November, inmitten vieler anderer A-Titel zeugt wiederholt von breiter Brust. Ich habe mir das Game nun ein paar Tage zu Gemüte geführt und möchte Euch an dieser Stelle einfach mal mit meinen Gedanken dazu belästigen.

Darth Papa is online. Ich gestehe, ich liebe Shooter und ich spiele diese besonders gerne mit Tastatur und Maus. Deshalb war ich nicht schlecht erstaunt als ich nach der Installation des Games in den Einstellungen auf den ersten Blick die Einstellungen für das Keyboard nicht finden konnte. Dieser Part ist für mich von imenser Wichtigkeit, da ich einen Großteil meiner Zockerkariere vor allem den Nummernblock strapaziert habe. ( an dieser Stelle ein Dankeschön an meinen ausladenden Schreibtisch ) Aber hier? Ich finde nur das Gamepad! – Glücklicherweise fand ich dann beim sinnlosen durchklicken der verfügbaren Optionen unter Tastenbelegung doch noch den heiligen Gral der Einstellungen und konnte mich so doch noch auf das Spiel an sich freuen und vorbereiten.

Wenn ich an Star Wars denke habe ich epische Schlachten im Kopf und erinner mich an die eine oder andere Episode aus dem Game, genug Stoff um einer Vielzahl an Kampagnen Leben einzuhauchen und dafür zu sorgen das man sich in den Film versetzt fühlt. Aber wahrscheinlich waren es so viele mögliche Ideen das man sich in der Redaktion nicht einigen konnte und daher diesen Teil einfach weg ließ und dafür einfach einzelne Missionen kreierte. Nun ja, zumindest hat man hier die Möglichkeit endlich herauszufinden wofür das Pad gedacht ist, in den Trainingsmissionen muss man sich doch mit einigem an Flug- und Fahrzeug auseinandersetzen, welche derart aggressiv auf die Tastatur reagieren das ein Controller tatsächlich Sinn macht. So wird auch der PC schleichend konsolisiert.

Der wirklich interessante Part an diesem Singleplayer ist an sich nur, dass man ihn nicht ganz alleine durchstehen muss, sondern zumindest bei den aktiven Gefechten einen Mate einbinden kann. Dies hilft besonders, da die Gefährlichkeit der Gegner weniger durch effektives Vorgehen denn durch schiere Masse und teilweise recht heftige Kugelresidenz begründet ist. Da zählt eine weitere Laserwaffe an der Seite doch weit mehr als vorerst erahnt, vor allem wenn man den Schwierigkeitsgrad ein wenig hebt.Irgendwann hat selbst der beste Singleplayer seinen Reiz verloren, alles wurde gewonnen was zu gewinnen war und man sucht die echte Herausforderung. Dafür gibt es den Multiplayer, der Part der ein Game für längere Zeit am Leben hält oder halten kann. Um bei der derzeitigen Schwemme an guten Titeln auch nur einigermaßen bestehen zu können muss man die Kundschaft so lange fesseln dass sie auch geneigt sind weiteres Kartenmaterial als DLC zu erwerben. Mit den Vorschusslorbeeren in der Hinterhand hat dieser Titel einen recht guten Vorsprung gegenüber den Marktbegleitern, schauen wir mal ob dieser auch bis in Ziel hält.

Den gesamten Test inklusive Bilder findet ihr bei unseren Freunden von CallofDutySeries.de

StarCraft 2: Legacy of the Void im Test

Der Bereich der Echtzeitstategiespiele (Real Time Strategy = RTS) ist tatsächlich sehr übersichtlich und an der Spitze steht unangefochten das StarCraft-Franchise – danach kommt erst einmal sehr lange gar nichts. Mit StarCraft 2: Legacy of the Void ist nun das bereits zweite Add-On erschienen, das die Grundgeschichte der Hauptversion um einige neue Einheiten, Spielmodi und natürlich eine weitere Kampagne erweitert und darüber hinaus auch vermehrt auf Casual-Spieler setzen möchte, die zusammen mit einem Freund das Spielerlebnis erleben wollen. Vorab sei schon einmal verraten, dass uns das Add-On gefällt, wir haben allerdings auch einige Kleinigkeiten zu beklagen.

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In Between im Test

Plattformer gehören heutzutage zu den beliebtesten Games im Indie-Genre. Sei es Super Meat Boy oder ähnliche Titel, in der Vergangenheit konnten bereits einige Unternehmen große Erfolge mit ihren Titeln feiern. Umso schwieriger wird es für Newcomer, etwas Neues und Aufregendes auf den Markt zu bringen. Das Studio gentlymad versucht dies mit ihrem Titel In Between auf eine ganz besondere Weise. Inwiefern In Between bei uns punkten konnte, erfahrt Ihr im Test.

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Devils & Demons im Test

Mit dem Spiel Devil & Demons ist nun auf Steam eine Umsetzung für ein Handy-Game erschienen, die sich nun also auch auf dem PC durchsetzen möchte. Dafür setzen die Entwickler vor allem auf Altbekanntes und versuchen gar nicht erst das Rollenspiel als eigene PC-Version umzusetzen, sondern bieten lediglich eine Portierung an. Ob dieses Prinzip tatsächlich aufgehen kann und ob die verschiedenen technischen Aspekte, die auf dem Tablet und Handy so viel Spaß machen, auch auf den PC übertragen werden können – und sollten – erfahrt ihr in unserem Testbericht.

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Galactic Inheritors im Test

Vielleicht habt ihr mal von Master of Orion gehört: Der Großvater aller rundenbasierten Strategiespiele; 1993 auf Diskette herausgekommen und spielbar auf DOS und MacOS. Galactic Inheritors ist ganz klar daran angelehnt und so als 4X Strategiespiel zu klassifizieren: explore, expand, exploit, exterminate. Auf Deutsch also in etwa auskundschaften, ausbreiten, ausbeuten, ausrotten. Vom Aussehen her würde es jedenfalls in die 90er passen. Galactic Inheritors, von dem kleinen schwedischen Studio Crispon, ist frisch aus der Early-Access-Phase und bietet das typische Erobere-eine-Galaxie-Szenario mit Menschen und noch ein paar Aliens als Fraktionen. Es gibt eine gute, wenn auch lückenhafte deutsche Übersetzung mit Humor. Eine kleine Besonderheit: Diplomatie ist eng mit Medienkontrolle verknüpft. Krieg und Frieden wird über Werbespots entschieden. Weiterlesen

Test/Testbericht: Solarix

Wie uns die Vergangenheit der Videospiel- und Film-Branche gezeigt hat, kann man aus der Kombination Science Fiction und Horror ein richtig gutes Endprodukt zaubern. Sei es die Alien-Reihe oder Dead Space, bei beiden Reihen handelt es sich um knallharte Horror- und Thriller-Kost. Dem Entwickler Pulsetense Games hat dieses Szenario wohl auch sehr gefallen, denn mit Solarix bringt das Studio einen Titel, der genau auf diese Kombination aufbaut. Inspiriert von diversen Sci-Fi Filmen soll Solarix den psychologischen Survival-Horror auf die heimischen Monitore zaubern. Wie gut das geklappt hat, klären wir in unserem Test zu dem Sci-Fi Spiel. Weiterlesen

Test/Testbericht: Dungeons 2

Wenn man heutzutage an Kult-Spiele denkt, dann kommt man nicht daran vorbei, unter anderem das 1997 erschienene Echtzeit-Strategiespiel Dungeon Keeper zu nennen. Die originellen Schauplätze und das parodistische Umfeld sorgten dafür, dass das Spiel schnell zu einem großen Erfolg wurde und einen zweiten Teil bekam. Sogar ein dritter Teil war in Planung, wurde jedoch niemals fertig gestellt. Im Jahr 2011 erschien dann Dungeons, das als spiritueller Nachfolger von Dungeon Keeper gefeiert wurde und nun mit Dungeons 2 einen zweiten Teil erhält, der jedoch weit über die früheren Gameplay-Elemente hinaus geht. Während der erste Teil nämlich nicht jeden überzeugen konnte, soll der zweite Teil sich auf alte Stärken besinnen und neue Innovationen mit diesen vereinen. Ob dies gelingt könnt ihr im folgenden Test erfahren.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Das Böse wurde besiegt – vorerst

Die Geschichte von Dungeons 2 beginnt an einem Punkt, an dem „Das absolut Böse“, wie eure Rollenbeschreibung lautet, das Gute fast gänzlich besiegt hat. Doch in einer allerletzten Schlacht gelang es einigen guten Helden, den Protagonisten zu bannen und in einen Dungeon einzuschließen. Nun seid ihr nur noch ein Schatten eurer selbst und müsst Aufgaben durch eure sklavischen Diener erledigen lassen. Dafür könnt ihr auf Orks, Goblins und Trolle zurückgreifen und mit diesen Gold und Mana sammeln und eure Kriege führen. Dabei ist euer Ziel eigentlich ganz klar: Ihr wollt Rache nehmen an all den guten Helden, die euch von eurem fiesen und gemeinen Sieg abgehalten und euch gebannt haben. Doch natürlich reicht das nicht aus, um euren Hass auf alles Gute zu stillen. Stattdessen möchtet ihr jede Umgebung in ein Höllenloch verwandeln, Einhörner und Feen niedermetzeln sowie alle Menschen und Zauberer aus dem Land vertreiben. Wenn ihr die Kampagne spielt, dann werdet ihr Level per Level immer mächtiger, lernt neue Einheiten zu unterwerfen und Zauber einzusetzen.

Während die Rahmenhandlung jetzt nicht besonders spannend klingt und auch in den unterschiedlichen Abschnitten immer nur ein wenig vorangetrieben wird, so gibt es doch einen Grund, warum die Story so unglaublich unterhaltsam ist: Der Erzähler leitet euch nicht nur durch eure Kampagne und hilft mit Rat und Tat, sondern besitzt einen unglaublich guten Humor und wirbt zum Beispiel zwischendurch ganz unverschämt für Kalypso Media, die das Spiel publishen, macht sich ganz demütig über euch lustig oder weist mit witzigem Nachdruck auf eure aktuellen Ziele hin. Das ist nicht nur sehr amüsant und unterhaltsam, sondern sorgt auch dafür, dass man sich tatsächlich auf die Erzählungen und Zwischenrufe freut. Jede Formulierung ist dabei perfekt ausgeführt und eine Mischung aus Kindererzählung und Comedy für Erwachsene.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeon Keeper Redux?

Grundsätzlich kann man Dungeons 2 in zwei Teilgebiete einteilen. Beginnen wir mit dem ersten Gameplay-Teil, der sich mit dem Dungeon-Management beschäftigt: In eurem Dungeon selbst könnt ihr mit Hilfe einer riesigen Hand verschiedene Aktionen ausführen, allerdings eure untertänigen Diener nicht direkt steuern. So heuert ihr zwar Goblins, Nagas und andere Viecher an, doch könnt ihr ihnen lediglich grobe Befehle erteilen. Schnodderlinge sind zum Beispiel eure Arbeiter und wenn ihr Wände einreißen möchtet, so wählt ihr eine Wand aus und dann wird sich ein Schnodderling dorthin begeben und die Wand einreißen. Habt ihr eine Brauerei errichtet, wird dort ein Schnodderling ständig Bier herstellen und habt ihr eine Goldader markiert, so bauen eure Schnodderlinge dort Gold ab, wenn ihr keine anderen Aufgaben verteilt habt. Ähnlich funktioniert es mit den anderen vier Einheiten: Goblins arbeiten in der Tüftlerhöhle und produzieren dort Werkzeugkisten, die ihr für Forschung und dem Bau von Fallen braucht. Besitzt ihr jedoch nur eine Bau-O-Mat und mehrere Goblins, kann auch nur ein Goblin arbeiten, während der Rest entweder kleinere Einheiten ärgert oder nur herumsteht. Nagas bauen Mana ab, mit dem ihr Zaubersprüche erforscht, Zauber sprechen könnt und das ihr als Ressource braucht, um eine höhere Anzahl von Einheiten rekrutieren zu können.

Orks hingegen sind als Soldaten geboren…gezüchtet…berufen worden. Wenn ihr sie nicht zum Wachschutz einteilt, werden sie vor allem Bier trinken oder Goblins, Nagas und Schnodderlinge ärgern, wodurch diese langsamer arbeiten. Trolle hingegen sind die größten Einheiten im Spiel und arbeiten an der Schmiede, wo sie dann später im Spiel die Verbesserungen für eure Einheiten entdecken können. Allerdings wählt ihr dann lediglich das Upgrade aus, woraufhin sich eine untätige Einheit in Bewegung setzt und zum Arbeitsplatz läuft. In der Theorie könnt ihr auch die Einheit immer hochheben und dort absetzen, um ein paar Sekunden Zeit zu sparen. Habt ihr genug Boshaftigkeit gesammelt, so könnt ihr euren Dungeon einige Male upgraden, wodurch weitere Gebäude und Verbesserungen freigeschaltet werden. Um Boshaftigkeit zu sammeln, müsst ihr jedoch an der Oberfläche gegen die netten und guten Einheiten antreten, womit wir dann zum zweiten Teilgebiet des Gameplay kommen.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Echtzeit-Strategie vom Feinsten

Wenn ihr eine Einheit hochnehmt und direkt am Eingang eures Dungeons absetzt, so wird sie an die Oberfläche gehen. An der Oberfläche spielt sich Dungeons 2 dann jedoch genau wie ein RTS und erinnert ein wenig an Warcraft 3, denn dort könnt ihr direkt eure Einheiten steuern und sobald sie ihr zweites Upgrade erhalten haben, können sie zudem auch Spezialfähigkeiten einsetzen. Einheiten-Upgrades müssen jedoch erst antrainiert werden, wofür ihr in eurem Dungeon eine Arena errichten müsst. Dafür lernen eure Nagas zum Beispiel das Heilen von Einheiten, Trolle schmeißen mit Steinen und Orks werden zu Ork-Häuptlingen und sind immun gegen das Verzaubern von Feen und Einhörnern. Außerdem besitzen sie einen Kriegsschrei, der andere Einheiten aus der Verzauberung holt. Dieser Aspekt des Spiels ist absolut gut gelungen und selbst gegen den Computer braucht ihr ein wenig Geschick, um das höchstmögliche Potential eurer Einheiten auszureizen. So kämpft ihr euch durch die Gebiete und jedes Mal, wenn ihr ein paar Einheiten vom Gegner erledigt habt, wechselt das Terrain vom grünen und gutem Fantasy-Leben zur Hölle auf Erden. Genau, wie ihr, das ultimative Böse, es haben möchtet.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Gemeinsam oder gegeneinander kämpfen

Es gibt tatsächlich auch einen Multiplayer, der jedoch recht einfach gestaltet ist. So könnt ihr zum Beispiel selbst ein Spiel hosten oder einem Spiel eurer Freunde beitreten und habt dann die Auswahl zwischen ein paar wenigen Karten sowie ein paar verschiedenen Spielmodi: 1vs1, FFA und 2vs2 sind möglich, doch mehr als vier Spieler auf einmal können nicht teilnehmen. Außerdem könnt ihr nur einstellen, ob ihr Death Match, King of the Hill oder einen anderen Modi möchtet, wenn ihr selbst der Host seid. In so einem Fall müssen eure Mitspieler direkt joinen, indem ihr ihnen die Spiel-ID zuschickt. Möchtet ihr jedoch mit fremden Spielern spielen, so könnt ihr lediglich „Schnelles Spiel“ wählen und dürft zumindest im Moment noch warten. Und warten. Und noch mehr warten, denn niemand scheint sich derzeit großartig für den Multiplayer zu interessieren. Sollte die Community jedoch mehr daran interessiert sein, könnte man bestimmt eine ordentliche Ladder-Funktion oder ähnliches nachreichen, denn genug Potential dafür hat der RTS-Aspekt auf jeden Fall.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Witzig und voller Liebe

Es ist schwer, den Witz und das Herzblut zu beschreiben, die die Entwickler in Dungeons 2 haben fließen lassen. Der bereits erwähnte Erzähler ist nur die Spitze des Eisberges und so ist die Atmosphäre selbst einfach nur richtig gut. Dazu passt auch die Grafik, die sehr bunt ist und mit vielen kleinen Details überzeugen kann. Die Animationen sind ebenfalls gut gelungen und wenn man wirklich etwas kritisieren möchte, dann das es zu wenig verschiedene Einheiten-Modelle gibt. Fünf böse Einheiten, noch einmal so viele Gute und ab und zu trefft ihr auf Spinnen und Ratten, die in eurem Dungeon hausen und eigentlich nur kostenlose Erfahrungspunkte für eure Truppen darstellen. So gut der RTS-Teil auch ist, so langwierig ist doch der Dungeon-Part, in dem ihr eure Truppen aufbaut, Gold sammelt und euch vor den Wellen der guten Angreifer schützt. Zumindest manchmal. So ein Spiel kann durchaus mal 45 Minuten und länger dauern, denn bis ihr genug Upgrades habt, um den Endboss einer Mission zu erledigen, vergeht eben sehr viel Zeit. Vor allem, wenn ihr zunächst nicht einschätzen könnt, wie stark eure Einheiten sein müssen, um andere Einheiten zu erledigen. Später geht zwar alles etwas schneller, doch trotzdem fühlt sich Dungeons 2 eher wie ein Casual-Game an und nicht wie ein reines RTS.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

 

Persönliches Fazit

Die Singeplayer-Spiele machen richtig viel Spaß: Ihr könnt herumprobieren, die schöne Story der Kampagne erleben oder in den Szenarien zeigen, aus welchem Holz ihr geschnitzt seid. Vor allem der Erzähler, aber auch der gesamte Sound an sich sorgen für eine gute Atmosphäre und die Grafik passt sich dieser perfekt an. Das Einheiten-System ist recht einfach und verständlich und wenn ihr an der Oberfläche kämpft, könnt ihr mit ein wenig RTS-Skill durchaus den einen oder anderen Vorteil herausholen. Die Fallen sind zwar ganz witzig und sorgen für ein bisschen Tower-Defense-Feeling, doch werdet ihr sie in den seltensten Fällen tatsächlich großflächig einsetzen. Alles in allem ist Dungeons 2 ein einfach richtig gutes Spiel, das sich jedoch eher an casual-orientierte Spieler richtet und den Strategie-Part nur ein wenig anreißt. Wenn man wirklich etwas bemängeln möchte, ist es die Anzahl der spielbaren Einheiten und Völker, doch ist das schon wirklich Meckern auf hohem Niveau. Wenn ihr also Dungeon Keeper mochtet und nun nach einem würdigen Nachfolger sucht, der darüber hinaus einige innovative Ideen mitbringt, dann schlagt hier getrost zu. Ihr werdet nicht enttäuscht werden.

Dungeons 2

Dungeons 2
85.2
85.166666666667

Gameplay

85 / 100

Das casual-orientierte Gameplay macht richtig viel Spaß.

    Story

    84 / 100

    Vor allem der Erzähler sorgt für perfekte Atmosphäre während der Geschichte.

      Grafik

      80 / 100

      Alles sieht super aus, lediglich manchmal ist die Kamera-Einstellung etwas doof.

        Sound

        87 / 100

        Der Sound unterstützt das Spiel perfekt und ist sehr variantenreich.

          Umfang

          86 / 100

          Eine stundenlange Kampagne, Multiplayer und ein paar Solo-Szenarien sorgen für einige Stunden Spielspaß.

            Spielspaß

            89 / 100

            Manchmal gibt es Passagen, in denen man zu lange auf Gold warten muss, doch sonst macht es richtig viel Spaß.

              Positiv

              • - sehr putzige Grafik
              • - RTS- und Aufbau-Spiel in einem
              • - viele Zaubersprüche
              • - cooler Erzähler
              • - mit sehr viel Witz konzipiert

              Negativ

              • - manchmal schlechte Kamera-Einstellungen
              • - lediglich fünf Einheiten

              Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

              Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

              Euer Hardbloxx-Team

              Test/Testbericht: GTA 5 [PC]

              Es dauerte über anderthalb Jahre bis GTA 5 den Sprung von der PlayStation 3 und Xbox 360 auf den PC schaffte. Zwischenzeitlich gab es natürlich auch den Release für die aktuelle Konsolengeneration, doch die PC-Version brauchte einfach eine sehr lange Zeit. Endlich ist es so weit und auch wir haben es uns nicht nehmen lassen, den Titel ausführlich zu testen und die vielen verschiedenen Dinge in Los Santos zu erleben. Wie uns das alles gefallen hat, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

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              Totgeglaubte leben länger

              Für den Fall, dass ihr die Geschichte von GTA 5 noch nicht mitbekommen habt, gibt es hier eine kleine aber feine Zusammenfassung: Das Ganze beginnt mit dem Raubüberfall einer Bank, nahe der kanadischen Grenze zu den USA. Vier Bankräuber sind dort in einer kleinen Provinz unterwegs und zunächst läuft alles sehr glatt, doch schnell treffen die vier auf zunächst lokalen Widerstand in Form der örtlichen Polizei, die jedoch schneller als vermutet von weiteren Einheiten unterstützt wird. Was sauber geplant wurde, entwickelt sich nun sehr schnell zu einer Schießerei und Verfolgungsjagd, die dann auf einem Bauernhof den Höhepunkt findet – drei der Bankräuber werden scheinbar erschossen, während lediglich Trevor Philips fliehen kann. Neun Jahre später ist jedoch einer der scheinbar Erschossenen – Michael Townley – recht lebendig und lebt in der fiktiven Großstadt Los Santos in dem fiktiven US-Bundesstaat San Andreas ein recht angenehmes Leben, denn schließlich konnte er die Beute des Überfalls gut investieren. Allerdings ist er nun ein recht klischeehafter Ex-Gangster, der sich mit dem Leben schwer tut und seine Frau beim Fremdgehen mit dem Tennis-Trainer erwischt.

              Der zweite Hauptcharakter des Spiels ist Franklin Clinton, ein Gang-Mitglied, der zunächst für einen zwielichtigen Autoverkäufer arbeitet und Autos zurückbringt, deren Wucherraten von den Kunden nicht mehr bezahlt werden können. So trifft er unter anderem auf Michael, dessen Sohn in dem Autohaus ebenfalls eingekauft hatte. Nachdem Michael jedoch Franklin zwingt, durch die Frontscheibe des Ladens zu fahren, verliert Franklin den Job, freundet sich aber recht schnell mit dem Ex-Gangster an und möchte von ihm lernen und außerdem mit ihm arbeiten. So beginnen die beiden mit den ersten Jobs, wodurch jedoch nicht nur die Medien, sondern auch Trevor auf seinen totgeglaubten Partner aufmerksam wird. Ein Jahrzehnt nach dem schief gelaufenen Überfall begibt sich Trevor, der ein absoluter Psychopath ist, nach Los Santos und sucht dort Michael auf. Gemeinsam beginnen die drei nun weitere Überfälle zu planen und durchzuführen, finden sich jedoch schnell in einer Fehde zwischen dem FIB (das sehr stark an das FBI erinnert) und der IAA (die sehr stark an die CIA erinnert) wieder und müssen sich darüber hinaus mit der Privatarmee Merryweather (die sehr stark an die Privatarmee Blackwater erinnert) herumschlagen. Nachdem ihr dann viele Überfälle durchgeführt und einige hundert Menschen auf eurem Weg dorthin umgenietet habt, könnt ihr zwischen einem von drei Enden wählen. Wenn ihr euch während des Spielens vollkommen auf die Hauptgeschichte konzentriert und nichts anderes unternehmt, so seid ihr nach 18 bis 20 Stunden damit durch. Doch mal ehrlich: Wer spielt GTA und nutzt nicht die unglaublich vielfältigen Möglichkeiten?

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              Automobile und andere Vehikel

              Mit GTA 5 erscheint nun der mittlerweile fünfte Teil der Serie und enthält ebenso wie die ersten zehn Spiele natürlich wieder eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln. Zunächst einmal sind da die unglaublich vielen unterschiedlichen Automobil-Modelle, die von alten Schrottkarren über Klassiker und Sportwagen bis hin zu relativ aktuellen Serienfahrzeugen eine große Palette an möglichen Fortbewegungsmitteln bietet. Das Gute daran ist: Ihr könnt jedes Auto, das ihr während eures Abenteuers seht, klauen und eurem Fuhrpark hinzufügen. Doch natürlich könnt ihr in dem neuesten GTA-Ableger nicht einfach nur mit Autos herumfahren. Wenn ihr lieber Lust auf eine schöne Motorrad-Tour habt, so findet ihr auch hier einige unterschiedliche Modelle, die ordentlich Spaß mit sich bringen und vor allem im dichten Verkehr der Autobahn und Großstadt schnell voran kommen. Dazu kommen auch einige Quad-Bikes, Fahrräder und natürlich auch ein paar sehr große, schwere und unhandliche Trucks, die ihr durch die Straßen von Los Santos fahren dürft.

              Wenn ihr allerdings eher auf U-Boote steht, mit einem Hubschrauber oder einem Kampf-Jet umherfliegen möchtet, so ist das auch kein Problem, sofern ihr die richtigen Orte aufsucht und dort das gewünschte Vehikel stehlt. Dank einer unglaublich schönen Grafik könnt ihr euch außerdem – wenn ihr die entsprechende PC-Leistung besitzt – auch einfach mal zurücklehnen und einen Ausflug in die äußeren Gebiete der Karte machen. Dann spielt sich GTA 5 nämlich fast wie eine Fahr-Simulation, in der ihr einfach die Schönheit der Umgebung genießt und dabei Auto fahren könnt.

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              Schießen, prügeln und töten

              Bei all der Schönheit der Umgebung dürft ihr allerdings nicht vergessen, dass GTA 5 ein Action-Titel ist, in dem ihr die Hälfte der Spielzeit damit verbringt, Leute und Firmen zu berauben, Waffen einzusetzen und hunderte von Polizisten, Soldaten und Wachleute abzuknallen. Manchmal trifft es auch unschuldige Zivilisten und manchmal fühlt ihr euch auch schlecht dabei, dass das Spiel nun einen Abschuss von euch fordert, obwohl doch die zu tötende Person gar nichts gemacht hat. Natürlich habt ihr auch eine große Auswahl an verschiedenen Waffen, die bei unterschiedlichen Handfeuerwaffen beginnt und euch dann später im Spiel auch richtige Sturm-Gewehre und Scharfschützen-Gewehre in die Hand gibt. Außerdem könnt ihr auch einige Utensilien einkaufen und so zum Beispiel Giftgas oder Sprengstoff einsetzen, wodurch ihr euch in verschiedenen Missionen einen Vorteil erspielt. Dazu kommen außerdem Schutzwesten, die ganz offensichtlich in den Schießereien nützlich sind und euch mehr als einmal das Leben retten werden. Manchmal reicht es allerdings auch, wenn ihr die Leute mit eurer Faust trefft, denn zumindest scheinbar sterben die Leute bereits nach einem Schlag. Welches Training eure Figur dafür absolviert, möchte man gar nicht erst wissen.

              Apropos Training: Auch dieses Mal könnt ihr wieder eure Charaktere in GTA Rollenspiel-mäßig aufbessern und Werte wie Ausdauer oder Zielgenauigkeit erhöhen. Dafür müsst ihr natürlich die verschiedenen Trainings absolvieren und zum Beispiel Joggen gehen, Rad fahren oder auf dem Schießstand die verschiedenen Aufgaben erledigen und dabei Highscores einfahren. Dort könnt ihr tatsächlich sehr viele Stunden verbringen und einfach nur trainieren.

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              Gemeinsam auf Beutezug

              Während die Story und der Singleplayer-Mode natürlich enorm unterhaltsam sind, ist doch vor allem der Multiplayer die Langzeitmotivation des Spiels. Dort bekommt ihr eine eigene, kleine Story, die recht lose vor den Ereignissen der Hauptgeschichte spielt. Nachdem ihr dort euren eigenen Charakter erstellt habt, könnt ihr anfangen und Missionen absolvieren, die euch mit Geld und Erfahrungspunkte belohnen. Sobald ihr dann Level 12 erreicht habt, so könnt ihr mit den Raubzügen beginnen und euch Autos sowie eine Wohnung kaufen. Raubzüge sind für bis zu vier Spieler kreiert und dort beginnt ihr zunächst genau wie im Story-Modus mit Beschaffungsmissionen, in denen ihr Fahrzeuge stehlt, Waffen besorgt oder ähnliche Aufgaben erledigt, bevor ihr dann mit dem eigentlichen Raubzug beginnt. Am Ende gibt es noch einmal viel Geld, das ihr wiederum in andere Raubzüge, Häuser und Autos investieren könnt.

              Der Multiplayer macht tatsächlich richtig viel Spaß, vor allem, wenn ihr mit drei Freunden unterwegs seid und gemeinsam via Teamspeak oder ähnliches kommuniziert. Dann könnt ihr euch nämlich perfekt absprechen, verschiedene Strategien ausprobieren und gemeinsam wilde Schießereien erleben. Die Raubzüge spielen sich ein wenig wie Payday 2 und fordern von euch oftmals auch Stealth-Aufträge, in denen ihr ähnlich wie in Payday 2 nicht entdeckt werden dürft.

              Radio, Ego-Perspektive und Sonnenuntergänge

              Die technische Seite von GTA 5 ist genauso, wie man es erwarten würde: Die Grafik ist absolut Top-Notch und das Spiel sieht einfach unglaublich gut aus. Dafür erwartet es allerdings auch eine Menge an Leistung, wenn ihr also nicht die entsprechende Hardware besitzt, müsst ihr euch mit weniger zufrieden geben. Dann sieht ein Straßenrennen oder ein Sonnenuntergang zwar nicht mehr ganz so gut aus, ist jedoch grafisch immer noch besser als manch anderes Spiel auf dem PC. Auch die Sound-Kulisse ist wieder einmal absolute Spitze und so könnt ihr nicht nur immer passende Sounds genießen, sondern außerdem eine große Palette an Radio-Sendern anhören. Diese strotzen dann nicht nur vor alten und neuen Liedern, sondern bieten außerdem auch eine witzige Quelle an Nachrichten, die sich auf euren Stand der Story einstellt und oftmals über eure Raubzüge und Mordanschläge berichtet. Mit der PC-Version neu eingeführt wurde außerdem die Ego-Perspektive, die euch das Gefühl eines Ego-Shooters geben soll. Die Idee ist eigentlich ganz nett, doch passt sie nicht wirklich zu dem Titel und mir persönlich hat sie auch nicht gefallen. Man hat im Vergleich zur 3rd-Person-View wesentlich weniger Übersicht, was vor allem in hitzigen Schusswechseln sehr schlecht ist. Gerade in Verbindung mit dem Deckungsystem kommt es da immer wieder zu hakligen Situationen, in denen man nicht ordentlich um die Ecke oder über Mauern sehen kann.

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              Berechtigte Kritik an GTA 5?

              Grundsätzlich gibt es zwei große Kritikpunkte an dem Spiel, die man nennen muss. Beginnen wir mit dem kontroversesten der beiden: Rockstar Games ist immer wieder in der Kritik, da ihr Spiel eben auf (sinnloses) Töten ausgelegt ist. Zum Beispiel werdet ihr immer wieder beim Autofahren die Kontrolle verlieren und einfache Passanten umfahren. Oder ihr schießt – absichtlich oder nicht – auf Zivilisten, die eigentlich nur ihrem normalen Leben nachgehen. Dazu kommt die Story, die von euch Dinge fordert, die vielleicht nicht für jeden so leicht umzusetzen sind. Wenn ihr in den letzten 18 Monaten die Presse verfolgt habt, wird euch nicht entgangen sein, dass es unter anderem eine Szene im Spiel gibt, die euch dazu zwingt, einen unschuldigen HiFi-Spezialisten zu foltern, indem ihr seine Zähne ausreißt, seinen Intim-Bereich mit einer Rohrzange bearbeiten und Stromschläge nutzt, um Antworten zu bekommen. Dazu kommt noch eine unglaublich derbe Sprache und Frauen kommen nicht sehr gut weg. Außerdem werden enorm viele (Rassen)Klischees verwendet. Auf der anderen Seite kann man so viel Gesellschaftskritik finden, die ihm Radio, den Dialogen und dem Verhalten von Charakteren wiedergespiegelt wird, dass man die Satire fast schmecken kann. Rockstar Games polarisiert mit ihrem Titel, aber man darf letztendlich nicht vergessen, dass es sich hier nur um ein Videospiel handelt.

              Der zweite Kritikpunkt ist selbstverständlich die KI, die in sehr vielen Fällen einfach nur stupide agiert. Damit ist nicht einmal die künstliche Intelligenz während der Schießereien gemeint, die dort immerhin Deckung sucht, jedoch nur dank der Überzahl zum Problem werden kann. Betrachtet man das Verhalten auf der Straße, möchte man oftmals weinen oder einfach hilflose Passanten abknallen: Viele Autofahrer ignorieren euch komplett und wechseln einfach die Spur, biegen über Kreuzungen ab oder fahren sogar über rote Ampeln, nur um euch zu nerven. Der Kritikpunkt ist schon seit fast 20 Jahren vorhanden und irgendwie hat man nicht das Gefühl, dass es hier eine Verbesserung gegeben hat. Vor allem in den Straßenrennen oder bei Verfolgungsjagden ist dies nämlich extrem frustrierend.

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]

              Persönliches Fazit

              Auf dem PC macht GTA 5 eine noch bessere Figur als auf der Konsole. Es ist ohne Zweifel das bisher beste Grand Theft Auto und macht einfach nur enorm viel Spaß. Der Story-Modus ist super, der Multiplayer ist genial und selbst wenn ihr nicht der Story folgt, könnt ihr hunderte Stunden in den vielen Nebenmissionen verbringen. So könnt ihr Yoga ausüben, auf dem Schießstand trainieren, Taxi fahren, als Paparazzi den VIPs nachjagen oder in ihre Häuser einbrechen und für ein paar alte Menschen Gegenstände stehlen. Es gibt so viel abseits der Geschichte zu erleben, dass ihr selbst nach der Geschichte noch stundenlang weiterspielen könnt, ohne den Multiplayer auch nur anzufassen.

              Dazu kommt eine enorm gute Grafik, ein riesiger Fuhrpark und Drogen, Außerirdische und noch so viel mehr, das ihr vermutlich erst nach Stunden per Zufall entdecken werdet. Natürlich muss sich Rockstar Games die Kritik gefallen lassen, dass unnötig viel Brutalität im Spiel zu finden ist, doch das muss jeder für sich selbst entscheiden. Es ist schade, dass man so lange auf die PC-Version warten musste, doch es hat sich tatsächlich gelohnt. GTA 5 ist immer noch eines der besten Spiele und unangefochtener Führer seines Genres.

              GTA 5 [PC]

              GTA 5 [PC]
              92.7
              92.666666666667

              Gameplay

              89 / 100

              Der einzige Kritikpunkt ist die schwache KI, die vor allem in Schusswechseln und beim Autofahren auffällt.

                Story

                89 / 100

                Folter und Gewalt mag nicht jedem gefallen, doch die Charaktere sind richtig gut kreiert, jedoch etwas klischeehaft.

                  Grafik

                  95 / 100

                  Wenn ihr die passende Hardware habt, könnt ihr eine hervorragende Leistung erwarten.

                    Sound

                    95 / 100

                    Viele unterschiedliche Radiosender und eine gute Atmosphäre sorgen für einen perfekten Sound.

                      Umfang

                      96 / 100

                      Multiplayer, Story-Modus und Nebenquests sorgen ohne Probleme für hundert Stunden und mehr an Unterhaltung.

                        Spielspaß

                        92 / 100

                        Wären die Aussetzer der KI nicht vorhanden, wäre GTA 5 vielleicht das beste Spiel aller Zeiten.

                          Positiv

                          • - Multiplayer mit bis zu drei Freunden
                          • - tiefe Story
                          • - unzählige Nebenaufträge
                          • - riesiger Fuhrpark
                          • - viele Waffen
                          • - riesiges Gebiet

                          Negativ

                          • - KI hat viele Aussetzer
                          • - Folter und Gewalt mag nicht jedem gefallen

                          Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                          Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

                          Euer Hardbloxx-Team

                          Test/Testbericht: Albedo: Eyes from Outer Space

                          First Person-Elemente kombiniert mit Adventure und Puzzle; das Ganze schön drapiert um ein Setting, das wie eine Hommage an die Sci-Fi-Filme der 60er Jahre anmutet und schon habt ihr die Grundzutaten für Albedo: Eyes from Outer Space. Tentakel-Monster und eine geheimnisvolle Forschungsstation, auf der nicht alles mit rechten Dingen zugeht machen das Menü perfekt. Die Ein-Mann-Produktion verspricht knifflige Rätsel und trashige Actionszenen; wir haben uns den Titel einmal näher angesehen und verraten euch in unserem Testbericht, was hier auf euch zukommt.

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Gestatten? Mein Name ist John T. Longy

                          Ihr schlüpft in die Rolle von John T. Longy, seines Zeichens Nachtwächter auf der geheimen Forschungsstation Jupiter. Hier werden allerhand Experimente durchgeführt, unter anderem mit dem Raum-Zeit-Gefüge. Euer Job in der Hochsicherheitsanlage ist nicht besonders ereignisreich, bis euch eines Nachts plötzlich die halbe Station um die Ohren fliegt. Ihr findet euch im Keller des Gebäudes wieder, zwischen Schutt und allerhand Gerümpel. Es hat einen Grund, wieso der Untertitel des Spiels „Eyes from Outer Space“ lautet und den erfahrt ihr direkt, nachdem die Tür zum ersten Raum sich öffnet. Eine große Kreatur mit Tentakeln und einem einzigen, riesigen Auge bricht herein und als ihr sie heldenhaft erschlagen könnt, löst es sich mit einem erheiternden „Plopp!“ und kullert im Raum herum. Für mich persönlich das Highlight an diesem Spiel.

                          Eure Mission lautet jedenfalls: Herausfinden, was auf der Station passiert ist, woher die merkwürdigen Tentakel-Wesen kommen und ob irgendjemand auf der Station diese Misere überlebt hat, von euch einmal abgesehen. Und so macht ihr euch tapfer auf den Weg durch die ramponierten Räume der Einrichtung.

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Tentakel-Monster und herumkullernde Augen

                          Genretechnisch kann man Albedo: Eyes from Outer Space bei Adventure und Puzzle verorten, doch hin und wieder kommt auch etwas Action hinzu. Nämlich zum Beispiel dann, wenn ihr euch einem dieser merkwürdigen Tentakelmonster gegenüber seht. Ihr durchstreift in First-Person-Perspektive die verschiedenen Räume und deckt nebenbei immer mehr Geheimnisse der Station auf. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad könnt ihr dazu ein Hint-System nutzen, das euch hin und wieder Tipps zukommen lässt, wenn ihr nicht weiterkommt. Zum Einen durch Kommentare des Protagonisten, zum anderen, indem interagierbare Gegenstände grün hervorgehoben werden.

                          Zusätzlich zu dem typischen Adventure-Ablauf begegnet ihr hin und wieder auch kleinen Spielereien in Puzzle-Manier. So müsst ihr beispielsweise Schlösser knacken oder ein Gewusel aus verschiedenen Rohren wieder funktionstüchtig machen. Diese Puzzle-Einlagen könnt ihr allerdings auch überspringen, wenn sie euch zu schwierig oder zu lästig werden.

                          Die Steuerung ist ein wenig umständlich. Mit dem Mausrad könnt ihr durch euer sich stetig füllendes Inventar scrollen, mit der rechten Maustaste holt ihr einen Gegenstand hervor. Habt ihr diesen in der Hand, könnt ihr wiederum mit dem Mausraus verschiedene Optionen anwählen, die mit dem Item möglich sind, beispielsweise Anschauen, Werfen, Essen und so weiter. Mit der linken Maustaste führt ihr die Aktion dann durch. Die einzelnen Aktionen sind auch durch unterschiedliche Tasten ausführbar.

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          No shit, Sherlock

                          Für ein Adventure ist es notwendig, dass die Rätsel Sinn machen und zumindest rückblickend nachvollziehbar sind. Diesen Punkt nimmt dieser Titel allerdings nicht immer besonders genau, was man vor allem an den Kommentaren des Protagonisten merkt, mit denen er euch auf den richtigen Weg führen will. Manchmal führt ein Kommentar zwar zum richtigen Punkt, hat aber keinen Zusammenhang zum Rätsel oder nimmt sogar etwas vorweg, was ihr noch gar nicht sehen konntet. Achtung, Spoiler! Um diesen Umstand genauer zu erklären, wird das erste Rätsel aus dem ersten Raum genauer ausgeführt – wer hier vorab nichts zu lesen möchte, sollte den Rest dieses Absatzes besser überspringen!

                          Um den ersten Raum verlassen zu können, müsst ihr zunächst einmal das Monster, das von außen an die Tür hämmert, loswerden. Messerscharf folgert John T. Longy, dass das Monster nach der Ratte verlangt, die sich ebenfalls im Raum befindet. Woher er das weiß? Keine Ahnung, besser nicht genau nachfragen. Um also das Monster zu beseitigen, sollen wir einen wackligen Getränkeautomaten umwerfen; hierfür platzieren wir eine Mausefalle vor dem Automaten, um den Nager als Köder zu fangen. Allerdings läuft die Ratte nicht in die Falle. Erst, als wir noch zusätzlich ein Seil um den Automaten binden, wird getriggert, dass die Ratte in die Falle geht und das Monster durch die Tür bricht. Bis dahin habe ich mich jedenfalls verzweifelt gefragt, warum das Mistvieh von Ratte nicht in die Falle geht; aufheben ging nicht mehr.

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Nutzt die Grafikeinstellungen!

                          Nicht immer sind die Rätsel gut nachzuvollziehen und zum Teil sind sie auch verbuggt. So konnten wir einmal einen Schaltplan nicht mehr aufheben, nachdem wir ihn fallengelassen hatten. Allerdings war der Schaltplan unentbehrlich für ein Rätsel und musste mit zu eben diesem Rätsel genommen werden, um ihn dort lesen und es lösen zu können. Zusätzlich müsst ihr auf eure Gesundheit achten. Eure Lebenspunkte werden euch nämlich nur beim Speichern im Menü angezeigt; eine Lebensleiste gibt es nicht. Werdet ihr von einem Tier gebissen oder einem Monster angegriffen, verliert ihr Lebenspunkte. Sinken diese auf Null, heißt es Game Over und ihr müsst am letzten Speicherpunkt neu starten.

                          Beim ersten Start mit diesem Spiel ist mir binnen einer halben Stunde ernsthaft übel geworden durch Motion Sickness – und ich bin da eigentlich absolut nicht zart besaitet. Motion Blur, ein Nachrucken des Kopfes bei jeder Bewegung, eine sehr dunkle Grundeinstellung und verwaschene Texturen sind einfach keine besonders angenehme Kombination auf Dauer und zumindest ich hatte auch nach etwas Feintuning an den Einstellungen noch immer Probleme. Selbst auf höchsten Einstellungen sieht das Spiel einfach nicht besonders gut aus und ist an vielen Stellen vor allem viel zu dunkel. Die hochgelobte Physik-Engine ist ebenfalls nicht gerade beeindruckend; ob Karton oder großes Metall-Fass, alles hebt ihr locker-flockig auf und werft es, als wäre es aus Watte.

                          Insgesamt hält der Titel 20 verschiedene Räume bereit und etwa acht Stunden Gameplay. Die Sprachausgabe erfolgt ausschließlich auf Englisch, wobei ihr auswählen könnt, ob ihr britisches oder amerikanisches Englisch bevorzugt. Untertitel könnt ihr auch auf Deutsch haben, allerdings ist die Sprache ohnehin nicht sonderlich komplex und die Sprecher reden langsam und deutlich. Wer also solide mit Englisch zurechtkommt, sollte hier keinerlei Probleme haben.

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Persönliches Fazit

                          Eigentlich war ich sehr gespannt auf den Titel. 60er Jahre Science-Fiction B-Movies als Inspiration, Tentakelmonster mit riesigen Augen und eine Forschungsstation voller Wissenschaftler, von denen man nicht sicher sein kann, woran sie eigentlich forschen – das klang nach trashigem Spaß. Als ich schrieb, dass die herumkullernden Augen für mich das Highlight am Spiel wären, hätte ich auch deutlicher schreiben können „das einzige Highlight“, denn abgesehen davon ist mir das Spiel einfach nur mörderisch auf die Nerven gegangen. Die Vertonung ist bestenfalls mittelmäßig, die Grafik selbst auf höchsten Einstellungen wirklich nicht gut und der bunte Strauß an optischen Features wie Motion Blur, etc ist einfach nur übelkeiterregend. Hinzu kommt, dass einige Rätsel verbuggt sind und selbst mit dem Hilfesystem nicht immer Sinn machen, was in einem Adventure schlichtweg nicht sein sollte. Insgesamt war ich schwer enttäuscht; statt trashigem Humor bekam ich lustlos gesprochene Texte mit hin und wieder eingetreuten Witzchen, deren Bart bis zum Boden reicht. Dazu ist auch die Steuerung nicht übermäßig benutzerfreundlich. Zusammengefasst war die Idee für das Spiel wirklich gut und vielversprechend, aber die Umsetzung mehr als enttäuschend.

                          Albedo: Eyes from Outer Space

                          Albedo: Eyes from Outer Space
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                          Gameplay

                          49 / 100

                          Teilweise verbuggt, etwas umständliche Steuerung

                            Story

                            65 / 100

                            Interessante Hintergrundgeschichte, die aber nur schwer in Fahrt kommt

                              Grafik

                              41 / 100

                              Verwaschene Texturen und viel zu viel Schnickschnack wie Motion Blur, Leuchteffekte, etc

                                Sound

                                53 / 100

                                Durchschnittlich, fällt überhaupt nicht auf

                                  Umfang

                                  60 / 100

                                  Acht Stunden sind solide, mehr Bewegungsfreiheit wäre aber schön gewesen

                                    Spielspaß

                                    42 / 100

                                    Ziemlich enttäuschend, einzig die Easter Eggs und herumkullernde Augen waren interessant

                                      Positiv

                                      • - Nette Puzzle-Einlagen
                                      • - Schöne Idee mit interessanter Inspiration
                                      • - Wählbarer Schwierigkeitsgrad mit Hintsystem

                                      Negativ

                                      • - Verwaschene Texturen, durchschnittliche bis schlechte Grafik
                                      • - Teilweise verbuggt
                                      • - Vertonung hätte besser sein können
                                      • - Kaum Atmosphäre

                                      Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                      Wenn ihr euch selbst ein Bild machen wollt, könnt ihr Albedo: Eyes from Outer Space für 14,99 Euro auf Steam kaufen, der Release ist am 23. April.

                                      Euer Hardbloxx-Team

                                      Test/Testbericht: In Verbis Virtus

                                      Immer wieder versuchen Entwickler abseits der bereits beschrittenen Wege ein Gameplay zu nutzen, das ein wenig ungewöhnlich ist, aber trotzdem für viel Spaß und Spannung sorgt. So auch das Indie-Adventure-Spiel In Verbis Virtus, das neben der gewohnten Mischung aus Tastatur und Maus auch noch das Mikrofon aktiv in das Spielgeschehen mit einbindet. Klingt zunächst etwas ungewöhnlich, macht aber schnell viel Spaß. Ob davon abgesehen der Titel auch sonst noch Punkte sammeln kann, verraten wir euch im folgenden Test.

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      Ein alter Tempel voller mystischer Rätsel

                                      Die Geschichte von In Verbis Virtus ist genauso undurchsichtig und mystisch wie es die verschiedenen Rätsel auf den ersten Blick sind: Ihr landet notgedrungen mitten in der Wüste und schleppt euch in einen alten Tempel, der scheinbar zu einem uralten Volk gehört. Damit jedoch nicht genug seid ihr auch auf einmal in der Lage die Sprache der Götter, Maha’ki, zu verstehen und selbst zu sprechen. Das ist ganz praktisch, denn mit dieser Sprache könnt ihr nach und nach Zaubersprüche lernen, die euch dabei helfen, die verschiedenen Fallen und Rätsel des Tempels zu umgehen und immer tiefer in ihn vorzudringen. Außerdem trefft ihr auch immer wieder auf Monster, die euch nicht gerade wohlgesonnen sind und euch einfach angreifen, wenn ihr in ihre Nähe kommt. Nach und nach erfahrt ihr dabei immer mehr über die uralte Macht, die in dem Tempel haust, könnt jedoch zunächst nicht wirklich viel über euch selbst herausfinden. Ihr erfahrt lediglich, dass euer Protagonist ein Archäologe gewesen ist, der bereits vorab viele Artefakte untersuchte, die mit den alten Göttern in Verbindung gebracht werden. Allerdings gibt es überall verstreute Bücher und Inschriften, die euch mit näheren Informationen zu alten Geschichten füttern und so nach und nach ein Bild zeichnen. Später erfahrt ihr zudem, dass auch eure verstorbene Frau anscheinend etwas mit dem Mysterium zu tun hat, denn sie gab euch auf ihrem Sterbebett ein Amulett, das ihr immer bei euch tragt und das euch im Tempel weiterhilft.

                                      Dabei ist In Verbis Virtus kein klassisches Adventure, denn es gibt keinerlei Dialoge und die Story selbst wird eben nur sehr spröde weitergeführt. Ab und zu gibt es mal einen Eintrag aus der Vergangenheit, doch wirklich detailliert ist das auch nicht. So könnt ihr lediglich einzelne Bruchstücke finden und versuchen, daraus eine Übersicht zu kreieren.

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      Rätsel, Zaubersprüche und eine uralte Macht

                                      Sobald ihr den Tempel betreten habt, wird klar, dass In Verbis Virtus ein Rätsel-Abenteuer aus der Ego-Perspektive ist. Ihr könnt Inschriften und ähnliches per Knopfdruck auslösen, woraufhin diese euch entweder mit Informationen oder neuen Zaubersprüchen versorgen. Zunächst sind die Rätsel eigentlich relativ einfach: Sobald ihr den Licht-Spruch gelernt habt, könnt ihr Licht erzeugen und damit Orte erforschen, die sonst stockfinster sind. Als nächstes lernt ihr den Lichtstrahl, mit dem ihr auf der einen Seite die ersten Monster erledigt, auf der anderen Seite aber auch einige uralte Geräte wieder per Zauberhand zum Funktionieren bringt und euch so zum Beispiel Steine für eine Brücke an die richtige Stelle organisiert. Später werden die Rätsel allerdings etwas komplexer und oftmals müsst ihr auch verschiedene Zaubersprüche miteinander kombinieren, um eine Aufgabe zu lösen und weitere Räume erforschen zu können.

                                      Die Kämpfe gegen die Monster sind nicht besonders herausfordernd, denn erstens sind die meisten Viecher richtig lahm und zweitens sehr berechenbar. Alle Zaubersprüche können jedoch nur per Stimme aktiviert werden, wofür ihr ein funktionierendes Mikrofon braucht. In eurem Tagebuch werden alle Zauber festgehalten und per Klick könnt ihr euch dort auch die Aussprache vorlesen lassen. Sprecht ihr dann diese Worte nach, so wird der Effekt ausgelöst. Das Ganze funktioniert sehr einfach, unkompliziert und richtig gut. Natürlich hätte man alle Zaubersprüche auch einfach auf Tasten legen können, doch ist die Nutzung des Mikrofons wirklich ein gelungenes Gimmick, das dem Spiel eine Alleinstellungs-Note gibt. Habt ihr euch erst einmal daran gewöhnt, dann schreit ihr bei Monsterangriffen den passenden Zauber in euer Mirkofon und erschreckt damit eure Umwelt genauso wie euch selbst. Allerdings müsst ihr auf eine sehr exakte Aussprache achten, denn sprecht ihr nicht klar genug, wird der Zauberspruch nicht erkannt.

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      Trial and Error

                                      Zunächst möchte ich an dieser Stelle auf Spoiler-Gefahr hinweisen, wenn ihr also keine Geheimnisse gelüftet haben möchtet, so überspringt diesen Teil. Ein wichtiger Punkt, den man bei all den cleveren Rätseln jedoch nicht vergessen darf, ist die Tatsache, dass viel über das „Trial and Error“ Prinzip läuft. Ein Beispiel: Nachdem ihr euren zweiten Zauberspruch erlangt habt, könnt ihr in einen Raum gelangen, in dem sich eine Schlucht befindet, die einst mit einer Brücke überwunden werden konnte. Diese Brücke schwebt jetzt jedoch weiter unten herum und natürlich geht ihr davon aus, dass ihr mit euren bisherigen Zaubersprüchen auf die andere Seite gelangen könnt. Allerdings ist dies nicht möglich, was ihr auch einseht, nachdem ihr viele Minuten lang herumprobiert habt. Die Lösung ist recht einfach: Ihr müsst zurückgehen, eine andere Abzweigung nehmen und zunächst einen weiteren Zauberspruch erlernen, mit dem ihr dann Runen auslösen könnt. Wenn ihr das jedoch vorher nicht wisst, müsst ihr eben erst einmal viel Zeit vergeuden, bis ihr diesen Lösungsweg findet.

                                      Das mag vielleicht dem einen oder anderen nichts ausmachen und man kann selbstverständlich argumentieren, dass dies eben zu dem Spielkonzept dazu gehört. Allerdings sorgt das auf der anderen Seite dafür, dass man bei einem Rätsel, bei dem man nicht sofort weiterkommt, zunächst einmal wieder zurück geht und alles absucht, denn vielleicht hat man ja schon wieder einen Zauberspruch oder eine Abzweigung übersehen. So geht eben sehr viel Zeit für das Suchen von Sachen drauf, die gar nicht existieren – oder eben nur manchmal.

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      Ein atmosphärisches Highlight

                                      Was an der Story fehlt, macht die Atmosphäre von In Verbis Virtus jedoch wieder wett: Es gibt eine echt schöne Grafik, die zwar hier und da ein wenig grobkantig wirkt, dafür jedoch sehr bunt und an den richtigen Stellen düster wirkt. Allgemein hängt ständig eine gewisse Gefahr in der Luft, als ob euch irgendwann irgendjemand von hinten überrascht oder ihr auf einmal vor einer der Gottheiten steht. Tatsächlich trefft ihr eben auch hier und da auf ein paar Monster, wodurch die Anspannung, die man beim Spielen verspürt, noch ein wenig verstärkt wird. Dabei liegt der Fokus jedoch ganz klar auf den verschiedenen Rätseln, die absolut clever inszeniert sind und einiges an Gehirnschmalz von euch fordern. Ein weiterer Grund für die richtig dichte Atmosphäre ist zudem der Sound, der auf jedem Level überzeugen kann: Die seichte Hintergrundmusik tritt nur dann ein, wenn es auch wirklich passt, doch oftmals seid ihr mit einer Stille konfrontiert, die ebenfalls zu einer gewissen Anspannung führt. Darüber hinaus hört ihr bereits viele Sachen, bevor ihr sie sehen könnt: Das gilt unter anderem für einige Monster, aber auch für Wasserfälle oder andere Spektakel, die es tief unten im Tempel zu entdecken gibt. Überhaupt könnt ihr ständig und überall wirklich schöne Details finden, die man so tief unter der Erde gar nicht erwarten würde.

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                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      In Verbis Virtus

                                      Persönliches Fazit

                                      Es gibt nicht viele Spiele der letzten Zeit, die mich atmosphärisch wirklich überzeugt haben. In Virtus Verbis ist eines davon, was jedoch eher weniger an der Story und viel mehr an allem anderen liegt. Die Grafik ist echt schön anzusehen und der Sound ist richtig gut gelungen, aber auch das Ambiente an sich gepaart mit den wenigen Monstern und den mitunter schwierigen Rätseln tragen ihren Teil bei und sorgen für ein rundum gutes Spiel. Ein wenig frustrierend ist das „Trial and Error“-Prinzip, das zu oft zum Einsatz kommt, denn manchmal kommt man mit Logik einfach nicht weiter. Auch das Fehlen eines Hilfesystems mag nicht jedem gefallen, ebenso wie die zugegebenermaßen einfachen Kämpfe mit den Monstern. Trotzdem ist In Verbis Virtus ein absolut gelungenes Spiel, das ich jedem Adventure-Fan ans Herz legen möchte. Das Gimmick mit der Nutzung des Mikrofons ist letztendlich nur das: Ein Gimmick, das zwar witzig ist, aber auch ohne hätte das Spiel prima funktioniert.

                                      In Verbis Viruts

                                      In Verbis Viruts
                                      82
                                      82

                                      Gameplay

                                      83 / 100

                                      Manchmal hakt die Stimmerkennung, ansonsten ein durch und durch gelungenes Gameplay mit vielen komplexen Rätseln.

                                        Story

                                        60 / 100

                                        Nicht wirklich tief, nur hier und da ein paar Storyfetzen.

                                          Grafik

                                          84 / 100

                                          Lediglich hier und da ein paar unsaubere Kanten, doch ansonsten sieht alles unglaublich schön aus.

                                            Sound

                                            97 / 100

                                            Der Sound trägt einfach perfekt zur Atmosphäre bei und ist richtig gut gelungen.

                                              Umfang

                                              80 / 100

                                              Viele Zaubersprüche, Rätsel und mehrere Kapitel sorgen für einige Stunden Spielspaß.

                                                Spielspaß

                                                88 / 100

                                                Vor allem die dichte Atmosphäre macht In Verbis Virtus zu einem der besten Adventures der letzten Zeit.

                                                  Positiv

                                                  • - dichte Atmosphäre
                                                  • - Mikrofon-Benutzung
                                                  • - viele Rätsel
                                                  • - schöner Sound
                                                  • - farbenfrohe Grafik

                                                  Negativ

                                                  • - viel Trial and Error
                                                  • - man kann viel unnütz Zeit verschwenden
                                                  • - man muss sehr klar sprechen für Spracherkennung

                                                  Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                  Wenn ihr möchtet, dann holt euch In Verbis Virtus doch direkt bei Steam.

                                                  Euer Hardbloxx-Team

                                                  Test/Testberich: Shelter 2

                                                  Das Leben als Luchs ist ein hartes. Die Jungen aufziehen, ständig auf der Jagd sein und sich entscheiden, ob die Beute den Jungen gebracht oder selbst verspeist werden soll. Raubtiere können dem Nachwuchs ebenso gefährlich werden wie der nagende Hunger, wenn die Jagd erfolgreich war. Wind und Wetter fordern ebenfalls ihren Tribut und jede Entscheidung hat Folgen. In Shelter 2 schlüpft ihr in die Rolle einer Luchsmutter und erlebt all das, was das Leben als solche ausmacht. Was das so simpel klingende Spielkonzept alles mit sich bringt, erfahrt in unserem Testbericht.

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Der Kreislauf des Lebens

                                                  Shelter 2 folgt dem Leben eines jungen Luchsweibchens undbeginnt dabei sehr dramatisch. Trächtig und schwerfällig muss sie in der Dunkelheit vor einem Rudel Wölfe fliehen und im Schutz einer Höhle ihre Jungen zur Welt bringen. Fortan gilt es, vier hungrige Mäuler zu stopfen und auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten. Der Titel tritt damit im Wesentlichen in die Fußstapfen seines Vorgängers, in dem ihr als Dachsmutter euren Nachwuchs beschützen und sicher durch den Wald geleiten musstet. Jedes der Jungen hat ein Namen, den ihr aber nach Belieben ändern könnt.

                                                  Sobald der Nachwuchs geboren ist, besteht eure Aufgabe darin, auf die Jagd zu gehen und eure Kleinen mit Beute zu versorgen. Zu Beginn sind die Jungen natürlich noch zu klein, um euch zu begleiten. Entsprechend müsst ihr nach der erfolgreichen Jagd immer wieder zur Höhle zurückkehren. Am Anfang hab ihr ein weitläufiges Areal mit Wiese und ein paar Sträuchern um euch herum. Kaninchen und ab und an mal eine Maus sind die Hauptnahrungsquelle für euch und eure Jungen. Als Luchs seid ihr natürlich deutlich schneller und wendiger als ein Dachs und als Raubtier habt ihr abgesehen von Wölfen nichts weiter zu befürchten. Eine Ausdauerleiste gibt vor, wie lange ihr einem Beutetier hinterherhetzen könnt. Ist sie schließlich leer, muss die Luchsin erschöpft einhalten und Kraft tanken. Wenn euch ein Beutetier zwischen die Zähne gerät, habt ihr zudem immer die Wahl – verfüttert ihr es an eure Jungen oder fresst ihr selbst, um eure Ausdauerleiste zu füllen. Ein wirkliches Dilemma ergibt sich daraus allerdings nicht, denn die Ausdauerleiste füllt sich immer wieder auf die Hälfte, wenn ihr bloß ein wenig ausruht.

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Einfache Mechanik

                                                  Die Jagd selbst ist nur am Anfang wirklich fordernd. Wenn ihr die Bewegungsmuster der einzelnen Beutetiere erst einmal kennengelernt habt, fällt die ganze Sache deutlich einfacher aus. Mit einem Druck auf die Shift-Taste wird gesprintet, mit der Leertaste könnt ihr springen. Mit der rechten Maustaste könnt ihr Witterung aufnehmen. Dabei wird die Umgebung kurzzeitig verdunkelt und Beutetiere rot hervorgehoben. Gerade im dichten Wald ist das durchaus praktisch, denn hier versperren Büsche und Bäume natürlich oft die Sicht. Zudem werden dann einige Symbole zur Orientierung sichtbar. Ein einzelner Baum markiert euren Unterschlupf, mehrere Bäume den Wald. Mit der linken Maustaste lasst ihr ein erlegtes Tier fallen. Außerdem könnt ihr mit der linken Mauste (vorausgesetzt, ihr tragt nichts im Maul) auch eure Jungen heranrufen.

                                                  Die Jagd läuft allerdings technisch nicht ganz einwandfrei; hin und wieder bleibt ihr dusselig an Felsen hängen oder ihr erwischt das Beutetier einfach nicht, obwohl Maul und Karnickel sich mehrfach gekreuzt haben. Auch die Kamerasteuerung ist etwas fummelig; ihr könnt sie ein wenig heben oder senken, indem ihr mit die Maus nach vorn oder zurück bewegt. Gerade aber während der Jagd, wenn schnelle Richtungswechsel erforderlich sind, passiert es häufig, dass ihr die Einstellung unbeabsichtigt verändert.

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Leben und Überleben

                                                  Die große Welt von Shelter 2 lädt zum Entdecken ein. Sobald ihr eure Jungen genug gepäppelt habt, sind sie groß und stark genug, um euch maunzend und quiekend auf der Jagd zu begleiten. Dabei ist es ein wenig störend, dass die Umgebung die Kleinen komplett ignoriert. Läuft einmal eines beispielsweise in die Nähe eines Kaninchens, so hat das absolut keine Auswirkung.

                                                  Abgesehen von der Jagd gibt es auch wenig zu befürchten, vom Hungertod der kleinen Luchse einmal abgesehen. Dies ist nicht nur das Kernelement, sondern letztlich auch das einzige Spielelement überhaupt. Bringt ihr nicht genügend Beute heran, werden die Jungen schwächer, bis sie schließlich nicht mehr Schritt halten können. Solange sie klein genug sind, könnt ihr sie dann nötigenfalls noch ein Stück weit im Maul tragen. Stehen die Knirpse gut im Futter, sind ihre Fellfarben kräftig und das Maunzen laut. Mit zunehmendem Mangel wird das Miauen allerdings leiser und verzweifelter, bis es schließlich verstummt.

                                                  Die verschiedenen Gebiete geben dabei unterschiedlich viel Wild her. Im Wald könnt ihr beispielsweise häufiger auf Rehe treffen oder auch mal einen Vogel aus dem Baum schütteln. Abgesehen davon gibt es aber keine weiteren Beute- oder Raubtiere, denen ihr begegnen könnt. Dafür könnt ihr im Spiel verschiedene Sammelobjekte finden. Zweige, Blumen oder Blätter sind überall in der Welt verstreut und werden per Nasenstupser eingesammelt. Allerdings habt ihr davon keinen Vorteil, wenn ihr nicht gerade auf das Sammeln an sich steht.

                                                  Habt ihr eine Episode durchgespielt und euren Wurf durchgebracht, bis er schließlich auf eigenen Pfoten und selbstständig unterwegs ist, könnt ihr mit einem neuen Zweig des Stammbaums weitermachen. Auf magische Weise sind dann scheinbar alle Jungen weiblich, sodass ihr die freie Wahl habt, mit wem ihr als nächstes einen Wurf aufziehen möchtet. Was ihr von der Karte aufgedeckt habt, bleibt euch dabei erhalten, sodass Folgedurchgänge wesentlich leichter zu bestreiten sind, da ihr nun wisst, wo ihr reiche Beute findet und wo das Gelände zu unwegsam ist.

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Interessanter Grafikstil

                                                  Der große Pluspunkt des Spiels ist seine eigenwillige Grafik, die mit den gemusterten Texturen schon sehr künstlerisch anmutet. Die Entwickler haben hier bewusst nicht auf eine Vielzahl von Polygonen zurückgegriffen, sondern halten den Stil minimalistisch und kantig. Das muss nicht jedem gefallen, eine optische Abwechslung bietet Shelter 2 allemal. Auch das dynamische Wettersystem und der Wechsel der Jahreszeiten ist sehr schön anzusehen und beeinflusst das Spiel. So verringert sich bei starkem Regen die Sicht oder weiße Kaninchen sind auf dem frostigen Boden nur schlecht zu sehen. Musikalisch ist der Titel tatsächlich schon fast meditativ. In die Klänge der Natur mischen sich sanfte Klaviertöne oder ruhige Trommeln und sorgen so dafür, dass gedanklich ein bisschen die Zeit stehenbleibt.

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2

                                                  Persönliches Fazit

                                                  Als Katzenhalterin ist mir der Titel stellenweise schon näher gegangen, als ich eigentlich zugeben möchte. Im ersten Durchgang habe ich zweimal ein Junges nur knapp vor dem Verhungern bewahren können, beim dritten Mal war es dann zu groß, um noch getragen zu werden. Weit und breit keine Beute zu finden und als ich endlich mit einem Kaninchen zurückkehrte, war es zu spät. Beim zweiten Durchgang hatte ich allerdings die Jagdtechnik schon gut genug drauf und das Ernähren machte keine großen Schwierigkeiten mehr. Damit ist dem Spiel dann allerdings auch die letzte Herausforderung abhanden gekommen, denn nach dem gefühlt hundertsten Kaninchen wird es irgendwann einfach langweilig. Als Luchs steht man zu weit oben im der Nahrungskette, um Fressfeinde fürchten zu müssen. Letztendlich hat das Spiel einen mutigen Ansatz und bietet ein Konzept außerhalb der Norm, verliert allerdings ob der fehlenden Schwierigkeiten und Herausforderungen schnell seinen Reiz. Den ersten Durchgang hat man innerhalb von zwei bis drei Stunden erledigt; der zweite bietet nichts Neues, sofern man nicht schrittweise das Gebiet genauer erkunden möchte. Die Collectibles sind ziemlich nutzlos und zumindest ich hatte keine Motivation, die Dinger ernsthaft zu suchen. Für 14,99 Euro wird da insgesamt leider etwas wenig geboten. Schade eigentlich, denn der Ansatz ist sehr interessant und hätte mit etwas mehr Ausbau etwa durch getriggerte Events oder mehr Fressfeinde auch sehr spannend werden können.

                                                  Meine Katzen bekamen nach der ersten Spielsession übrigens eine Extraportion Leckerchen…

                                                  Shelter 2

                                                  Shelter 2
                                                  67.5
                                                  67.5

                                                  Gameplay

                                                  69 / 100

                                                  Einfaches Spielprinzip, das allerdings an einigen Stellen hakt

                                                    Story

                                                    52 / 100

                                                    Außer der Aufzucht der Jungen gibt es keine Story

                                                      Grafik

                                                      90 / 100

                                                      Sehr schöner und außergewöhnlicher Grafikstil

                                                        Sound

                                                        89 / 100

                                                        Naturklänge mischen sich mit sanften Tönen

                                                          Umfang

                                                          47 / 100

                                                          Letztlich kann man die Hauptstory beliebig oft wiederholen mit einem der aufgezogenen Jungen

                                                            Spielspaß

                                                            58 / 100

                                                            Das Konzept begeistert zunächst, verliert aber ob der Monotonie schnell an Reiz

                                                              Positiv

                                                              • - Interessantes Konzept
                                                              • - Außergewöhnlicher Grafikstil
                                                              • - Spielumgebung macht Lust auf Erkundung

                                                              Negativ

                                                              • - Zu wenig Herausforderung
                                                              • - Technisch nicht ganz sauber
                                                              • - Praktisch keine Story

                                                              Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                              Shelter 2 könnt ihr für 14,99 Euro auf Steam kaufen.

                                                              Euer Hardbloxx-Team

                                                              Test/Testbericht: Undefeated

                                                              Erinnert ihr euch noch daran, wie ihr damals auf dem SNES die Rollenspiele geliebt und stundenlang vor dem Bildschirm gesessen habt, um der unglaublich spannenden Story zu folgen? Nein? Das macht nichts, denn mit Undefeated erscheint nun ein JRPG, das in die Fußstapfen von Chrono Trigger, Final Fantasy und Co treten möchte und dazu nicht nur das Gameplay von damals wieder aufleben lässt, sondern ganz nostalgisch auch die Grafik der damaligen Zeit nutzt. Ob das Konzept tatsächlich aufgeht oder in der heutigen Zeit einfach nicht modern genug ist, haben wir euch im folgenden Test festgehalten.

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Rekruten, stillgestanden!

                                                              Die Geschichte in Undefeated beginnt überhaupt nicht fantastisch, wie man das vielleicht von einem Rollenspiel der heutigen Zeit erwarten würde. Stattdessen werden Marcus, Bastien und Fela zu ihrem Wehrdienst eingezogen und müssen die nächsten zwei Jahre im Dienste einer Armee kämpfen, zu der sie ein eher schlechtes Verhältnis haben. Fela zum Beispiel stammt aus einem reichen Haus und eigentlich hätte ihr Vater sie freikaufen können, doch schickte er sie mit den Worten „Das wird dir mal gut tun“ ins Feld. Dort angekommen, wollte Fela unbedingt Magierin werden, denn dafür besitzt sie schließlich ein Talent – allerdings keinerlei Erfahrung, sodass sie sofort in die Fernkampfeinheit gesteckt wird. Bastien hingegen ist durch und durch Gourmet und Koch und möchte eigentlich sein eigenes Restaurant aufmachen und dort tausende von Rezepten ausprobieren. Ständig denkt er ans Essen und redet über all die verschiedenen Rezeptideen, die er so hat. Marcus hingegen ist zwar der geborene Anführer, steht allerdings der Regierung und der Armee sehr kritisch gegenüber – denn seiner Meinung nach kümmern sich die hochrangigen Mitglieder nicht ums Volk, sondern nur um sich selbst. Außerdem sind Wehrpflichtige sowieso nicht gerne gesehen, denn die Berufssoldaten sind besser ausgebildet und würden auch wesentlich mehr verdienen, wenn es die neuen Rekruten nicht geben würde. So ecken sie eigentlich überall an und sind bereits zu Beginn ihres Wehrdienstes stark frustriert.

                                                              Dieser Frust verschwindet allerdings relativ schnell, als klar wird, dass ein größeres Übel in der Welt aufgetaucht ist: Während des Kampftrainings trifft die Dreiergruppe das erste Mal auf ein mutiertes Tier, das sich bis ins Herz des Landes verirrt hat. Eigentlich leben die Mutanten nämlich im Wasteland und bleiben normalerweise auch unter sich. Nun ziehen die drei Neulinge allerdings zusammen mit Captain Jeneva los, um in einem äußeren Bezirk die Lage zu erfahren – und treffen dort auf ein Massaker: Sämtliche Soldaten und Stadtbewohner wurden von den Mutanten ermordet. Das Wasteland oder was auch immer die Mutation von Tieren und Pflanzen verursacht, scheint also jetzt auch die Zivilisation erreicht zu haben. Eine wirkliche Erklärung dafür gibt es noch nicht und als ihr Kommandant die Gruppe ins Wasteland schicken möchte, wurde dort bereits eine Spezialeinheit abkommandiert, die niemanden durchlässt. Von nun an müsst ihr also herausfinden, was die Regierung versteckt, was das mit Schürfrechten im Wasteland zu tun hat und euch durch Intrigen, Monster und eure eigene Vergangenheit kämpfen.

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Mit viel Humor und Herzblut

                                                              Einer der wichtigsten Aspekte bei den Rollenspielen der 80er und 90er Jahre des letzten Jahrhunderts waren vor allem die wunderbaren Charaktere, die witzigen Dialoge sowie die fesselnde Geschichte. Auch in Undefeated trifft man auf all dies, obwohl es etwas dauert, bis die Story richtig in Fahrt kommt. Dann ist die Geschichte allerdings wirklich fesselnd und ihr werdet ständig und überall Passanten ansprechen, denn viele kleine Details erfahrt ihr nur so nebenbei, wenn ihr mit Unbeteiligten sprecht. Natürlich könnt ihr auch so eine der 16 Side-Quests annehmen. Wenn ihr in den Gebieten außerhalb unterwegs seid, so werdet ihr außerdem alles absuchen, denn nur so kommt ihr an Gold, Items und könnt einen der 25 geheimen Räume finden, die euch die stärksten Waffen und Rüstungen bringen können. Auch die humoristischen Passagen sind sehr witzig: So machen sich die Charaktere zum Beispiel ständig über die Konventionen der Rollenspiel-Welt lustig und fragen sich, wie genau eigentlich die ganzen Kisten mit Items in die Gebiete kommen oder warum Diebe Gold in Baumstümpfen verstecken und es dann dort vollkommen vergessen. Auf die Frage, warum man in Undefeated kein Gold von Monstern bekommt, antwortet ein Charakter ganz süffisant: „Was, glaubst du denn, Monster würden Geldbeutel mit sich herumtragen?“, was als ganz klarer Hinweis angesehen werden darf, dass in anderen Rollenspielen Monster eben Gold als Loot hinterlassen. Man merkt, dass die Entwickler tatsächlich selbst große Fans der Oldschool-RPGs sind und sich viele Gedanken diesbezüglich gemacht haben.

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Oldschool mit klassischen Ansätzen

                                                              Das Gameplay an sich ist absolut den alten Spielen nachempfunden und bietet eigentlich keine neuen Elemente. Eure Skills lernt ihr zum Beispiel allein durch den Level-Aufstieg, Einfluss auf die Entwicklung eurer Charaktere habt ihr also keine. Zu Beginn des Spiels könnt ihr außerdem auswählen, ob ihr die potentiellen Kämpfe auf der Karte seht oder diese unsichtbar sein sollen. Wählt ihr ersteres, so besteht manchmal die Möglichkeit, den Monstern einfach davonzurennen, was bei unsichtbaren Aufeinandertreffen nicht möglich ist. Auch die Kämpfe laufen absolut klassisch ab: Zunächst habt ihr die Wahl zwischen dem Kampf, der Flucht und Auto, wobei letzteres bedeutet, dass alle eure Charaktere einfach nur mit ihrer Waffe angreifen. Wählt ihr Flucht, so könnt ihr zwar abhauen, doch die meisten Monster verfolgen euch direkt, es ist also nicht wirklich sinnvoll, diese Möglichkeit zu wählen. Habt ihr euch dann für den Kampf entschieden, so könnt ihr weitere Einstellungen treffen und einen einfachen Waffenangriff ausführen, eine Spezialfähigkeit ausführen, Magie nutzen, euch schützen oder Items einsetzen. Für Spezialfähigkeiten braucht ihr TP, die ihr durch Angriffe oder genommenen Schaden aufladet, Magie hingegen benötigt MP, die durch Tränke oder einfache Regeneration aufgefrischt werden. Lebenspunkte können ebenfalls durch Schlafen in einem Gasthaus oder an diversen anderen Orten aufgefüllt werden, aber auch Tränke, Magie und andere Items helfen dabei.

                                                              Items findet ihr ganz allgemein sehr oft, denn überall sind Holzkisten oder ähnliches zu finden, die mit Loot vollgestopft sind. Monster lassen kein Gold zurück, sondern ebenfalls Items, die euch entweder heilen, diverse Statusveränderungen wie Schlaf, Vergiftung, Blindheit und ähnliches verschwinden lassen oder einfach nur bei einem Händler verkauft werden können. Wie ihr schon seht, nutzt Undefeated auch hier das absolut klassische Element und setzt auf die typischen Statusveränderungen, die in so ziemlich jedem Oldschool-JRPG benutzt werden. Apropos Elemente: Auch hier orientiert sich das Spiel an den Größen der früheren Zeit und setzt bei offensiver Magie auf verschiedene Elemente wie Feuer, Wasser, Eis und Blitz. Einige Monster sind besonders anfällig gegen ein Element, haben dafür jedoch eine hohe Resistenz gegenüber einem anderen. Dadurch könnt ihr – mit dem Einsatz der richtigen Zauber natürlich – in Kämpfen einen Vorteil erringen und mehr Schaden verursachen. Die Monster selbst unterscheiden sich auch stark voneinander, wobei ihr pro Gebiet nur auf drei bis vier verschiedene Typen trefft. Natürlich gibt es auch immer wieder besonders starke Zwischengegner, die euch herausfordern. Ihr könnt zu Beginn des Spiels übrigens einen von vier Schwierigkeitsgraden auswählen, der sich insofern auf das Spiel auswirkt, als dass die Stats von den Monstern wesentlich höher sind, je schwieriger ihr spielen wollt.

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Früher war nicht immer alles besser

                                                              Kommen wir nun zu dem Teil, der wohl auch der größte Kritikpunkt für viele Spieler sein wird: Der technische Aspekt ist eben nicht auf dem Level, das man heutzutage erwarten würde. Undefeated hätte tatsächlich so oder ähnlich bereits vor 25 Jahren erscheinen können und es hätte sich wohl kaum etwas geändert. Die Steuerung bietet zum Beispiel die Möglichkeit, komplett mit der Maus zu spielen, nur die Tastatur zu benutzen oder eine Mischung aus beidem zu wählen. Leider fehlt die Unterstützung für einen GamePad komplett, wodurch das Oldschool-Feeling allerdings erst wirklich perfekt geworden wäre. Die Grafik ist ebenfalls sehr einfach und obwohl sie absolut nicht schlecht aussieht, erinnert der Titel eben eher an ein SNES-Spiel aus den 90er Jahren und nicht an einen Titel, der im Jahr 2015 den Markt erobern will. Die 2D-Grafik mit einfachen Darstellungen und Animationen dürfte eben nicht jedem gefallen, aber das ist natürlich absolut eine Frage des Geschmacks. Auch der Sound fällt in genau die gleiche Kategorie und passt zwar super zum Spiel, muss allerdings auch wirklich gemocht werden. So ist die Hintergrundmusik zwar schön, aber wer die Titel der früheren Zeit gespielt hat, wird bestimmt die eine oder andere Übereinstimmung finden.

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated

                                                              Persönliches Fazit

                                                              Die Mission „Oldschool“ wurde von Undefeated absolut erfüllt: Die Story ist fesselnd und unterhaltsam, die Charaktere sind echt gut kreiert und überzeugen durch Tiefe, Humor und haben einen kritischen Blick auf die Gesellschaft. Die Kämpfe sind zwar nicht innovativ, aber oftmals spaßig und gehören eben zu so einem Spiel einfach dazu. Grafisch ist das Spiel zwar immer noch auf dem Stand der 90er Jahre, sieht jedoch trotzdem echt gut aus und passt eben perfekt zu dem Oldschool-Feeling. Letztendlich muss man sich einfach selbst die Frage stellen, ob man noch einmal auf der Nostalgie-Welle schwimmen möchte. Wenn man das nämlich will, ist Undefeated ein echt gutes Spiel, das euch noch einmal das Gameplay der früheren Zeit nacherleben lässt. Wenn ihr allerdings ein neumodisches Spiel erwartet, solltet ihr lieber die Finger davon lassen. Für Liebhaber ist der Titel jedoch unumwunden zu empfehlen und ist ein absoluter Glücksgriff.

                                                              Undefeated

                                                              Undefeated
                                                              85
                                                              85

                                                              Gameplay

                                                              81 / 100

                                                              Viel Oldschool-Feeling, das richtig Spaß macht, allerdings kaum neue eigene Ideen.

                                                                Story

                                                                90 / 100

                                                                Kommt erst langsam in Fahrt, ist dann allerdings sehr fesselnd, vor allem dank des guten Charakter-Designs.

                                                                  Grafik

                                                                  69 / 100

                                                                  Sieht aus wie SNES-Grafik mit einer höheren Auflösung - was nicht jedem gefallen wird.

                                                                    Sound

                                                                    85 / 100

                                                                    Passende Geräusche und schöne Hintergrundmusik, allerdings ist keine Synchro vorhanden.

                                                                      Umfang

                                                                      91 / 100

                                                                      25 geheime Räume, 16 Sidequests, vier Schwierigkeitsgrade, viele Monster und viele Stunden Spielzeit sorgen lange für Spaß.

                                                                        Spielspaß

                                                                        94 / 100

                                                                        Wenn man auf Oldschool-JRPGs steht, ist Undefeated ein absoluter Glücksgriff.

                                                                          Positiv

                                                                          • - vier Schwierigkeitsgrade
                                                                          • - absolutes Oldschool-Feeling
                                                                          • - fesselnde Story
                                                                          • - sehr viel Humor
                                                                          • - gutes Charakter-Design

                                                                          Negativ

                                                                          • - keine GamePad-Unterstützung
                                                                          • - nur wenig originelle Ideen
                                                                          • - Monsterkämpfe werden nach einiger Zeit langweilig

                                                                          Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                                          Wenn ihr möchtet, dann holt euch Undefeated doch direkt bei Steam.

                                                                          Euer Hardbloxx-Team

                                                                          Test/Testbericht: Finding Teddy 2

                                                                          2013 brachte Indie-Entwickler Storybird das Point-and-Click-Adventure Finding Teddy auf Steam heraus. In diesem muss ein kleines Mädchen feststellen, dass des Nachts ein Monster aus ihrem Schrank herausgekommen ist, um ihren geliebten Teddy an sich zu nehmen. Natürlich macht sich das Mädchen sofort auf den Weg, ihren treuen Kuschelkumpan zu suchen und findet sich in einer mysteriösen Fantasie-Welt wieder, die sie durch ihren Schrank betreten kann; Narnia lässt grüßen. Finding Teddy 2 knüpft nicht unmittelbar an den Vorgänger an und geht auch bei seinem Spielkonzept neue Wege. Ob der Titel ebenso begeistern kann wie der erste Teil, klären wir in unserem Testbericht.

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Mit Teddy durch dick und dünn

                                                                          Auch Finding Teddy 2 startet mit einer tapferen Protagonistin. Nichtsahnend spielt unsere Heldin mit ihrer Spielkonsole, als plötzlich der Strom ausfällt. Dem müssen wir natürlich nachgehen (gleich nachdem wir uns mit Schwert und Schild bewaffnet haben) und so machen wir uns schnurstracks auf in den Keller. Doch anstelle eines Sicherungskastens finden wir dort unseren Teddy, der durch eine mysteriöse, leuchtende Tür davonschwebt. Da gibt es nicht viel Federlesen; wir gehen natürlich hinterher und finden uns plötzlich in einer fantastisch-düsteren Welt wieder.

                                                                          Von hier an lässt uns das Spiel erst einmal eine Weile ratlos stehen. Teddy schwebt als Lichtquelle hinter uns her und wir müssen einen Weg zurück nach Hause finden, doch so viel sei verraten – der Titel macht schon bald seinem Namen alle Ehre.

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Neue Wege, neues Glück

                                                                          Wie schon erwähnt, weichen die Entwickler bei Finding Teddy 2 vom Konzept des Vorgängers ab. Anstelle von Point-and-Click-Adventure versteht sich der Titel als Vertreter des Metroidvania-Genres. Jump’n’Run-Passagen wechseln sich ab mit teilweise kniffligen Rätseln. Dabei stellen sich uns verschiedene Monster entgegen, die wir mit eurem Schwert vermöbeln können.

                                                                          Insbesondere zu Beginn des Spiels macht sich allerdings erst einmal Ratlosigkeit breit, denn ihr habt keinerlei Anweisung oder Erklärung für das weitere Vorgehen. So findet ihr beispielsweise Blöcke und Symbole, habt aber noch keine Ahnung, was ihr damit anfangen sollt.

                                                                          So richtig Sinn bekommt das Spiel erst ab einem bestimmten Punkt, wenn uns ein Musikinstrument in die Hände fällt. In dieses Musikinstrument müssen insgesamt zwölf Blöcke mit Runen platziert werden, die daraufhin als Tasten fungieren und Töne erzeugen. Gespielt wird standardmäßig mit Controller, doch auch die Steuerung mit Tastatur ist möglich. Die Tastenbelegung könnt ihr nicht ändern und so ist die Bewegung mit Tastatur etwas ungewohnt. Während ihr mit WASD lauft, springt und euch duckt, könnt ihr mit P springen und mit L angreifen. Drückt ihr zweimal in die gleiche Richtung, beginnt ihr zu Rennen, was außerdem stärkere Angriffe ermöglicht.

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Miep miep mööp möp?

                                                                          Als ihr schließlich in ein Dorf mit lustigen, kleinen Kreaturen gelangt, wird schnell klar, dass in diesem Spiel einzig über Musik kommuniziert wird. Durch Zuhören lernt ihr, welche Tonfolgen welche Wörter ergeben und diese werden unmittelbar in euer Lexicom (ja, es heißt wirklich so) übertragen. Die Melodien sind auch der Schlüssel zu vielen Rätseln, denn häufig muss eine bestimmte Tonfolge an einem bestimmten Ort gespielt werden, um beispielsweise riesige Kreaturen darum zu bitten, beiseite zu treten oder um Türen zu öffnen.

                                                                          Mit der Zeit bekommt ihr weitere Fertigkeiten dazu und könnt dann beispielsweise einen Wandsprung benutzen oder schwimmen. Es empfiehlt sich außerdem, regelmäßig im einzigen Shop des Spiels vorbeizuschauen, um verbesserte Waffen oder mehr Lebenspunkte zu kaufen.Diese bekommt ihr im Austausch für bunte Murmeln, die ihr von besiegten Gegnern aus aus zerschlagenen Krügen erhaltet. Allerdings gibt sich das Spiel mit der Verteilung etwas geizig; wirklich nennenswerte Beträge bekommt ihr nur, wenn ihr einen Boss besiegt oder eine verborgene Truhe gefunden habt. Beim Shop könnt ihr Gegenstände quasi auf Raten abbezahlen. Hierfür stellt ihr euch unter den gewünschten Gegenstand und drückt die entsprechende Taste für den Transfer. Nun werden euch Murmeln abgezogen, bis der Zähler auf Null sinkt oder ihr die Taste loslasst. Wann immer ihr größere Beträge auf eurem Konto anhäuft, solltet ihr diese beim Shop abliefern, auch wenn die Murmeln noch nicht ausreichen, um den gewünschten Gegenstand zu kaufen, denn wenn ihr zu oft sterbt, verliert die Murmeln; beim Händler bleiben sie jedoch gutgeschrieben, wenn ihr sie einmal ausgegeben habt.

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Grips und Ausdauer

                                                                          Für Finding Teddy 2 braucht ihr neben etwas Grips für die Rätsel vor allem jede Menge Ausdauer und ein sehr gutes Orientierungsvermögen. Es gibt keine Karte und nur ganz wenige Teleportations-Punkte, sodass ihr verdammt viel Strecke zurücklegen müsst, wenn ihr beispielsweise eine neue Fähigkeit bekommen habt und nun Passagen nutzen könnt, die vorher unüberwindbar waren. Wenn ihr euch dann mal in der Tür vertut, müsst ihr eine Menge Zeit mitbringen und böse Zungen könnten behaupten, der Titel würde nur deshalb etwa 20 Stunden Spielinhalt bieten, weil etwa ein Drittel davon nur auf mehr oder minder sinnlose Lauferei entfällt. Am besten macht ihr beim Spielen regelmäßig Screenshots von „verdächtigen“ Plätzen oder legt euch etwas zu Schreiben bereit, denn nicht selten findet ihr die Runen für Melodien an ganz anderen Plätzen als ihr sie auch tatsächlich braucht. Nicht immer ist klar, wo welche Tonfolge nun gespielt werden muss, um weiterzukommen.

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Manchmal fungiert euer Lexikom auch nicht nur als Nachschlagewerk für die Noten, sondern auch zum Übersetzen von Schriftzeichen. Hier heißt es, aufmerksam sein und darauf achten, wo sich Zeichen verbergen könnten. Außerdem ist euer musikalisches Gehör gefragt, denn im Laufe des Spiels begegnen euch immer wieder Glühwürmchen, die mit einer kleinen Tonfolge auf sich aufmerksam machen. Diese könnt ihr oft schon von weitem hören und wenn ihr sie findet, müsst ihr die Melodie nach Gehör nachspielen. Für den Spielverlauf ist das nicht essenziell; dies ist aber auch besser so, denn wenn ihr mit Musikrätseln nicht vertraut seid oder schlicht weg die Melodien nicht gut erkennen könnt, steht ihr gut und gern mal einige Minuten in der Gegend herum und probiert Töne aus.

                                                                          Retro-Look und hübsche Melodien

                                                                          Der Titel präsentiert sich in einer liebevoll gemachten Pixel-Grafik, die je nach Dungeon sehr abwechslungsreich zeigt. Ihr durchstreift glitzernde Kristall-Paläste, dichtgewachsene Wälder oder ein prachtvolles Anwesen. Farbwahl und Ausgestaltung der Dungeons schaffen eine interessante und ansehnliche Kulisse und erzeugen eine düstere Atmosphäre. Einzig, dass in manchen Korridoren ganz nah herangezoomt wird, ist manchmal etwas anstrengend, weil das Bild dann schlicht zu grobkörnig wirkt.

                                                                          Die Musik ist passend dazu in 16-Bit-Akustik gehalten und unterstreicht die dunkle und fantastische Atmosphäre. Je nach Dungeon wirkt der Soundtrack mal verspielt und mal getragen, aber nie fehl am Platz.

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Finding Teddy

                                                                          Persönliches Fazit

                                                                          Generell mag ich es ja, wenn ich in Spielen nicht für jeden Schritt an die Hand genommen werde und schon Titel wie Super Mario konnte ganz ohne Dialog vermitteln, worum es geht. Finding Teddy 2 lässt einen allerdings erstmal in seiner Spielwelt stranden. Noch bevor man weiß, was auch nur die Hälfte des Inventars/Charakterbogens bedeutet, hat man schon Gegenstände gefunden, die für den Spielverlauf essentiell sind, ohne dass man das eigentlich weiß. Erst mit dem Erhalt des Musicoms wird klar, worauf das Ganze hinauslaufen soll.

                                                                          Ich persönlich fand das dann doch arg wenig Information für den Anfang und auch die Kombination aus „keine Karte“ und „nur sehr wenige Teleporter“ ist nicht übermäßig günstig, wenn ihr keinen guten Orientierungssinn habt. Durch den Wechsel von Melodie-Rätseln und Jump’n’Run-Einlagen ändert das Spiel je nachdem seine Geschwindigkeit und manch einer könnte sich durchaus davon ausgebremst fühlen. Mir jedenfalls hat die Mischung gut gefallen und dass das Prinzip mit den Tonfolgen mal vorwärts und mal rückwärts als Übersetzung funktioniert, gefiel mir wirklich gut. Außerdem mag ich Musikrätsel, das muss ich zugeben. Die Spielmechanik ist sauber umgesetzt und das Spiel ist an einigen Passagen zwar durchaus knifflig, aber nie wirklich unfair. So bekommt ihr von Krügen und Gegnern beispielsweise häufiger Gesundheitspunkte anstelle von Murmeln, wenn eure Leiste sich geleert hat. Zudem sind die Dungeons liebevoll gestaltet und schön anzusehen. Wer also Metroidvania-Titel mag und etwas Geduld mitbringt, wird mit diesem Titel bestimmt Freude haben.

                                                                          Finding Teddy 2 ist noch bis zum 9. April vergünstigt für 11,99 Euro bei Steam zu  haben. Wenn ihr Finding Teddy und Finding Teddy 2 im Bundle kauft, bekommt ihr beide Spiele zusammen ebenfalls bis zum 9. April für 13,59 Euro.

                                                                          Finding Teddy 2

                                                                          Finding Teddy 2
                                                                          83
                                                                          83

                                                                          Gameplay

                                                                          88 / 100

                                                                          Spielt sich leicht und sauber

                                                                            Story

                                                                            71 / 100

                                                                            Abgesehen vom offensichtlichen Ziel wird man etwas plump ins Geschehen geworfen

                                                                              Grafik

                                                                              86 / 100

                                                                              Liebevolle und abwechslungsreiche Pixelgrafik

                                                                                Sound

                                                                                85 / 100

                                                                                Atmosphärische und passende klangliche Untermalung

                                                                                  Umfang

                                                                                  79 / 100

                                                                                  Mit etwa 20 Stunden Spielumfang ist man lange beschäftigt

                                                                                    Spielspaß

                                                                                    89 / 100

                                                                                    Spaßiges und sauber umgesetztes Prinzip, das nie unfair wird

                                                                                      Positiv

                                                                                      • - Viel Umfang
                                                                                      • - Ansprechende Pixel-Grafik
                                                                                      • - Schöne Soundkulisse
                                                                                      • - Interessante Musikrätsel

                                                                                      Negativ

                                                                                      • - Am Anfang herrscht zunächst große Ratlosigkeit
                                                                                      • - Sehr, sehr viel Lauferei für Menschen mit schlechtem Orientierungssinn

                                                                                      Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                                                      Habt ihr Interesse an diesem Titel, dann kauft ihn bei Steam.

                                                                                      Euer Hardbloxx-Team

                                                                                      Test/Testbericht: Etherium

                                                                                      Der Kosmos. Unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Trotzdem scheint sich immer irgendwie alles in der Nähe der Erde abzuspielen. Auch in Etherium hat die Menschheit bereits ihren Platz im Weltraum gefunden und sich in Form des „Konsortiums“ zusammengeschlossen. Dabei handelt es sich um eine böse Firma, der Menschenleben grundsätzlich nichts wert sind. Natürlich gibt es auch einen interstellaren Krieg und überall Außerirdische. Klingt also nach einer guten Basis für ein Echtzeit-Strategie-Spiel, weshalb wir uns auch dazu entschlossen haben, Etherium näher zu betrachten. Was dabei herausgekommen ist, erfahrt ihr in unserem Test.

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Alle 1.000 Jahre…

                                                                                      Die Geschichte von Etherium mag etwas wirr klingen, doch das muss ja erst einmal grundsätzlich nichts schlechtes sein: Alle 1.000 Jahre erscheint im Universum ein außerdimensionales Wesen, das sich lediglich ganz kurz manifestiert, um dann auf sechs Planeten im Kosmos seine Eier abzulegen. Diese Eier sind jedoch für die Menschheit sowie für zwei weitere Rassen sehr wertvoll, schließlich enthalten nur sie das wertvolle Erz Etherium. Da jedoch niemand teilen möchte, beginnt ein Krieg, in dem um die Vorherrschaft und die Schürfrechte gekämpft wird. Denn Etherium ist die wichtigste Energiequelle im Universum, sodass niemand darauf verzichten möchte. Also dürft ihr im Eroberungsmodus, der auch als Kampagne bezeichnet werden kann, eine der drei Fraktionen wählen: Zunächst ist da das Konsortium, das in einer wohl nicht zu weit entfernten Zukunft die Menschheit beherrscht und mit militärischen Truppen einst große Macht und Einfluss gewinnen konnte. Außerdem nutzte es das Schattennetzwerk, bei dem es sich um eine Gruppe von Spionen, Attentätern und Söldnern handelt, um die eigenen Machenschaften durchsetzen zu können.

                                                                                      Die zweite große Rasse im Universum sind die Intari, die sich selbst als „Die Erwachten“ bezeichnen und zu den ältesten Rassen überhaupt zählen. Sie kämpfen schon seit vielen Zyklen mit um das Etherium und beten außerdem das ominöse, außerdimensionale Wesen an. In seinem Namen führen sie außerdem höchst brutale Kreuzzüge durch und sind außerdem durch das sogenannte Ritual des Erwachens in der Lage, die Zukunft vorhersehen zu können. Die dritte Partei im derzeitigen Krieg um das Erz ist das Vektiden-Reich: Auch diese haben bereits einige Zyklen der Etherium-Kriege hinter sich und sind dann schließlich zu dem Schluss gekommen, dass sie sich verändern müssen, wenn sie nicht verlieren wollen. Also haben sie kurzerhand ihr Bewusstsein in von Etherium gespeiste Lebenszellen transferiert und diese dann in mächtige Exoskellete verpflanzt. Dadurch wurden sie zwar enorm stark, leben nun jedoch in einer ständigen Abhängigkeit von Etherium, wodurch jede Niederlage umso verheerender für sie ist. Die Geschichte selbst wird dabei vor allem über eine Erzählerstimme sowie passende Bilder vorangetrieben, Zwischensequenzen in Form von Videos gibt es nur ganz selten.

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Viel zu lernen du noch hast

                                                                                      Bevor ihr mit dem Real-Time-Strategy (RTS) Spiel voll durchstartet, ist es durchaus sinnvoll, das Tutorial zu starten und so die Grundkenntnisse, wie Steuerung, Einheitenbau oder Forschung zu verstehen. Das ist alles nicht sonderlich komplex, sodass ihr auch sehr schnell beginnen könnt, die Kampagne zu spielen. Dort wählt ihr zunächst eine der drei Hauptfraktionen aus und könnt dann im Namen der gewählten Rasse in den Krieg ziehen. Allerdings solltet ihr gerade zu Beginn der Kampagne die Tutorial-Funktion weiter nutzen, denn diese gibt euch dann immer wieder zwischendurch nützliche Hinweise und Tipps. Das Spielprinzip ist dabei recht einfach: Zunächst erstellt ihr auf eurem Hauptplaneten ein Raumschiff, fliegt dann damit zu einem der sechs Planeten, könnt dort gegebenenfalls erste Raumschlachten gegen fremde Raumschiffe führen und euch somit einen kleinen Vorteil verschaffen und schickt dann eure Landungseinheit auf den Planeten. Dort wählt ihr ein noch nicht erobertes Gebiet aus und schon beginnt die Schlacht.

                                                                                      Zu Beginn jeder Schlacht habt ihr lediglich eure Basis-Station. Dort bildet ihr dann eure ersten „Siedler“ aus, also eine Einheit, die in der Lage ist, die verschiedenen Gebiete auf der Karte einzunehmen. Die Karte selbst ist in verschiedene Gebiete unterteilt, die sich zwar in der Größe unterscheiden, allerdings vor allem aufgrund eines Etherium-Vorkommens wichtig sind, das eben nicht in jedem Gebiet vorhanden ist. Ihr schickt also eure Siedler-Einheit zu einem sogenannten Monolithen, auf dem dann eine Zwischenbasis errichtet werden kann, woraufhin ihr im Falle eines Etherium-Vorkommens dort eine Mine errichten könnt. Etherium ist die Währung im Spiel, die ihr auch benötigt, um Einheiten anzufordern und Verbesserungen in euren Basen einzubauen. Letzteres ist recht wichtig, um später im Mid- und Lategame eine Chance zu haben. Mit den Verbesserungen könnt ihr zum Beispiel schneller Etherium abbauen, eure Technologie auf die nächste Stufe bringen, einen Raumhafen installieren oder eine Sternenkanone installieren, die die Schilde eurer Gegner angreift. Allerdings hat jede eurer Basen nur eine bestimmte Anzahl an Erweiterungsplätzen frei: Eure Hauptbasis besitzt davon fünf, die anderen können entweder drei oder einen Platz haben. Es ist also wichtig, genau zu entscheiden, wo ihr welche Erweiterung einbaut und euch somit taktische Vorteile schafft.

                                                                                      NEW_Etherium-05

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Technologie und Logistik

                                                                                      Insgesamt könnt ihr fünf Technologiestufen erreichen, wobei jede Stufe euch neue Vorteile bringt. So könnt ihr zum Beispiel Befehle freischalten, die dann gegen Befehlspunkte, die über Zeit generiert werden, aktiviert werden können. Diese Befehle rufen zum Beispiel einen Beschuss vom Himmel auf ein bestimmtes Gebiet ab, erhöhen kurzzeitig die Geschwindigkeit von Einheiten oder bringen euch per Klick etwas Etherium ein. Je höher eure Stufe in Technologie ist, desto besser sind eure Einheiten auch ausgerüstet und können zum Beispiel einen Schild aktivieren, der sie dann vor viel Schaden bewahrt. Natürlich müsst ihr für jede Stufe auch eine Erweiterung in einer eurer Basen bauen, was nicht nur teuer ist, sondern auch Zeit kostet und euch einen Platz für andere Erweiterungen versperrt. So müsst ihr also immer entscheiden, was gerade aus taktischer Sicht für euch am sinnvollsten ist und ob ihr lieber noch warten sollt, bis ihr die nächste Stufe erreicht.

                                                                                      Ebenfalls sehr wichtig ist zudem die Logistik-Stufe, denn je höher diese ist, desto mehr Einheiten könnt ihr gleichzeitig einsetzen. Eure Grundstufe erlaubt euch nämlich nur vier Einheiten gleichzeitig zu kontrollieren, während mit jeder Erweiterung drei weitere Plätze freigeschaltet werden. Aber auch hier ist natürlich immer die Frage, ob das investierte Etherium in einer weiteren Stufe richtig aufgehoben ist und ob ihr wirklich noch mehr Plätze braucht. Gerade in den Spielen gegen die KI solltet ihr hier nicht zu hoch ansetzen, denn der Computer spielt sehr aggressiv und tauscht gerne seine Einheiten mit den euren ab. So bleibt euch nur selten Zeit eine große Armee aufzubauen und anzugreifen. Immerhin kommen eure Einheiten so schnell an Erfahrungspunkte und steigen im Rang auf, wodurch sie selbst besser treffen und selbst schlechter getroffen werden können. Noch ein Wort zur KI: Diese agiert zwar sehr aggressiv, ist aber nicht besonders clever. Allerdings könnt ihr hier den Schwierigkeitsgrad ändern, wodurch sich der Computer zwar nicht intelligenter verhält, euch dafür jedoch noch mehr Einheiten um die Ohren haut.

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Der Aufbau der Armee

                                                                                      Natürlich sind die Einheiten selbst für ein RTS enorm wichtig und hierbei setzt Etherium auf eine sehr übersichtliche Auswahl: Ein paar Infanterieeinheiten, ein paar Panzer, ein paar fliegende Geräte und dazu Verteidigungstürme machen die gesamte taktische Kraft aus, die euch zur Verfügung steht. Je nach gewählter Fraktion habt ihr natürlich verschiedene Einheiten zur Auswahl, die von euch auch ein anderes taktisches Verständnis verlangen: Das Vektiden-Reich kann zum Beispiel Mörsertruppen einsetzen und damit ordentlich Schaden über eine große Distanz verursachen, während die Intari zum Beispiel den Leichten Läufer einsetzen können, der extrem wirkungsvoll und schnell gegen Infanterie agiert. Auch die Befehle sind natürlich von Rasse zu Rasse unterschiedlich und bieten euch ebenfalls verschiedene strategische Herangehensweisen. Wie ihr eure Armee aufbaut, bleibt natürlich grundsätzlich euch überlassen, doch ist oftmals ein Mix aus verschiedenen Einheiten zu empfehlen. Natürlich müsst ihr auch hier und da mal eure Einheiten aus der Schusslinie ziehen, doch da die Kämpfe recht langsam sind, sollte das selbst für Anfänger kaum ein Problem sein. Einen kleinen Vorteil könnt ihr außerdem durch die richtige Nutzung des Geländes erlangen: Schwieriges Gelände, wie Ruinen und Wälder, verlangsamen euch zwar, sind dafür jedoch auch perfekt zur Tarnung vor Flugzeugen und bieten außerdem Schutz bei Feuergefechten. Setzt der Gegner jedoch Aufklärungsfahrzeuge ein, kann er euch trotzdem finden.

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Real Time Strategy in Echtzeit

                                                                                      Ein RTS-Spiel lebt natürlich davon, dass ihr innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen müsst: Greife ich an oder ziehe ich mich zurück? Welche Befehle helfen mir jetzt, um eine bestimmte Situation für mich zu entscheiden? Welche Erweiterung ist derzeit sinnvoll und welche brauche ich später? Für all diese Fragen habt ihr oftmals nur Sekunden Zeit und braucht natürlich, um eure Entscheidung effektiv umsetzen zu können, eine entsprechende Steuerung. In Etherium nutzt ihr Genre-mäßig einen Mix aus Maus und Tastatur, wobei letztere vor allem auf Grund der Hotkeys wichtig ist. Außerdem habt ihr Zugriff auf typische Gameplay-Elemente wie Waypoints, Angriffsformationen oder das Binden von Truppen an die Zahlen-Tasten. Schade ist, dass ihr im Einheiten- und Erweiterungsmenü nicht ebenfalls Hotkeys nutzen könnt und euch stattdessen mit der Maus durcklicken müsst.

                                                                                      Grafisch ist Etherium im Mittelfeld einzugliedern: Alle Animationen laufen flüssig und wenn man in einen Kampf zoomt, so kann man tatsächlich schöne Bewegungen und Effekte sehen. Allerdings ist das Zoomen recht sinnfrei, da man dann keinerlei Übersicht mehr hat. Eine Einheit ist eine Division, die aus mehreren Soldaten oder Fahrzeugen besteht und dadurch recht klein wirkt. Ansonsten sind viele Objekte zwar farblich schön, doch recht grob und nicht besonders detailliert erstellt worden. Man merkt, dass Zeit – und wohl auch Geld – bei der Entwicklung gespart wurde. Dabei sieht nichts wirklich schlecht aus, sondern man hat immer das Gefühl, dass eben zweckmäßig gearbeitet wurde. Gleiches gilt für den Sound, der immer passend ist und die Effekte geräuschvoll untermalt, jedoch niemals wirklich heraussticht. Lediglich die Erzählerstimme ist wirklich als Pluspunkt zu sehen.

                                                                                      Natürlich gibt es auch einen Multiplayer, den ihr nutzen könnt, um in 1vs1 oder 2vs2 Schlachten gegen menschliche Spieler anzutreten. Das macht zwar durchaus mal für zwischendurch Spaß, allerdings fehlt hier leider die Action, die man zum Beispiel in StarCraft 2 bekommt. Das liegt vor allem daran, dass Fehler in der Positionierung von Truppen schnell verziehen werden, denn letztendlich habt ihr wirklich viel Zeit, um zu reagieren. Also kommt es eher auf die richtige Wahl von Einheiten sowie ein gutes Ressourcen-Management an und weniger darauf, wann ihr wie und wo angreift.

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium

                                                                                      Persönliches Fazit

                                                                                      Am besten sieht man Etherium wohl als unterhaltsames Echtzeit-Strategie-Spiel für zwischendurch. Der Eroberungsmodus macht durchaus Spaß und wird euch bestimmt für einige Stunden beschäftigen. Auch der Multiplayer ist mal ganz witzig, vor allem, wenn man mit einem Freund zusammen in die Schlacht zieht. Doch wirklich Potential für Langzeitspaß ist nicht vorhanden, was größtenteils an der Geschwindigkeit des Spiels liegt, aber auch an den Möglichkeiten für Strategien: Wirklich Raum für schnelle Taktiken oder verrückte Ideen ist nicht vorhanden. Spaß macht es trotzdem, sodass man durchaus mal in den Titel hineingucken sollte. Wenn ihr allerdings auf Tiefgang hofft und eine Alternative zu StarCraft oder WarCraft möchtet, dann solltet ihr lieber die Finger davon lassen.

                                                                                      Etherium

                                                                                      Etherium
                                                                                      73.7
                                                                                      73.666666666667

                                                                                      Gameplay

                                                                                      74 / 100

                                                                                      Unterschiedliche Einheiten und ein verständliches Erweiterungssystem, aber langsame Kämpfe.

                                                                                        Story

                                                                                        70 / 100

                                                                                        Passende Story, etwas langweilig erzählt.

                                                                                          Grafik

                                                                                          75 / 100

                                                                                          Flüssige Animationen und gute Objekte, die vor allem sehr zweckmäßig aussehen.

                                                                                            Sound

                                                                                            79 / 100

                                                                                            Gute Erzählerstimme, allerdings sonst kaum auffällig.

                                                                                              Umfang

                                                                                              73 / 100

                                                                                              Viele Stunden Kampagne und dazu noch Mutliplayer für 1vs1 und 2vs2 Gefechte.

                                                                                                Spielspaß

                                                                                                71 / 100

                                                                                                Witzig und unterhaltsam für zwischendurch, hat allerdings kein Langzeitspaß-Potential.

                                                                                                  Positiv

                                                                                                  • - drei verschiedene Fraktionen
                                                                                                  • - schneller Einstieg ins Spiel
                                                                                                  • - verständliches Tutorial
                                                                                                  • - aggressive KI
                                                                                                  • - gute Steuerung per Maus und Tastatur

                                                                                                  Negativ

                                                                                                  • - KI agiert nicht sehr clever
                                                                                                  • - kaum Möglichkeiten für verschiedene Taktiken
                                                                                                  • - keine Langzeitmotivation vorhanden

                                                                                                  Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

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