Kategorie: 2.1.1 Action & Adventures

Star Wars Battlefront im Test

Bitte beachten: Dies ist ein Kooperationstest mit CallofDutySeries.de!

Kaum ein anderer Shooter wurde so gehypt wie Starwars Battlefront aus dem Hause EA. Die Erwartungen waren spätestens seit der Gamescom hoch und der Releasetermin im November, inmitten vieler anderer A-Titel zeugt wiederholt von breiter Brust. Ich habe mir das Game nun ein paar Tage zu Gemüte geführt und möchte Euch an dieser Stelle einfach mal mit meinen Gedanken dazu belästigen.

Darth Papa is online. Ich gestehe, ich liebe Shooter und ich spiele diese besonders gerne mit Tastatur und Maus. Deshalb war ich nicht schlecht erstaunt als ich nach der Installation des Games in den Einstellungen auf den ersten Blick die Einstellungen für das Keyboard nicht finden konnte. Dieser Part ist für mich von imenser Wichtigkeit, da ich einen Großteil meiner Zockerkariere vor allem den Nummernblock strapaziert habe. ( an dieser Stelle ein Dankeschön an meinen ausladenden Schreibtisch ) Aber hier? Ich finde nur das Gamepad! – Glücklicherweise fand ich dann beim sinnlosen durchklicken der verfügbaren Optionen unter Tastenbelegung doch noch den heiligen Gral der Einstellungen und konnte mich so doch noch auf das Spiel an sich freuen und vorbereiten.

Wenn ich an Star Wars denke habe ich epische Schlachten im Kopf und erinner mich an die eine oder andere Episode aus dem Game, genug Stoff um einer Vielzahl an Kampagnen Leben einzuhauchen und dafür zu sorgen das man sich in den Film versetzt fühlt. Aber wahrscheinlich waren es so viele mögliche Ideen das man sich in der Redaktion nicht einigen konnte und daher diesen Teil einfach weg ließ und dafür einfach einzelne Missionen kreierte. Nun ja, zumindest hat man hier die Möglichkeit endlich herauszufinden wofür das Pad gedacht ist, in den Trainingsmissionen muss man sich doch mit einigem an Flug- und Fahrzeug auseinandersetzen, welche derart aggressiv auf die Tastatur reagieren das ein Controller tatsächlich Sinn macht. So wird auch der PC schleichend konsolisiert.

Der wirklich interessante Part an diesem Singleplayer ist an sich nur, dass man ihn nicht ganz alleine durchstehen muss, sondern zumindest bei den aktiven Gefechten einen Mate einbinden kann. Dies hilft besonders, da die Gefährlichkeit der Gegner weniger durch effektives Vorgehen denn durch schiere Masse und teilweise recht heftige Kugelresidenz begründet ist. Da zählt eine weitere Laserwaffe an der Seite doch weit mehr als vorerst erahnt, vor allem wenn man den Schwierigkeitsgrad ein wenig hebt.Irgendwann hat selbst der beste Singleplayer seinen Reiz verloren, alles wurde gewonnen was zu gewinnen war und man sucht die echte Herausforderung. Dafür gibt es den Multiplayer, der Part der ein Game für längere Zeit am Leben hält oder halten kann. Um bei der derzeitigen Schwemme an guten Titeln auch nur einigermaßen bestehen zu können muss man die Kundschaft so lange fesseln dass sie auch geneigt sind weiteres Kartenmaterial als DLC zu erwerben. Mit den Vorschusslorbeeren in der Hinterhand hat dieser Titel einen recht guten Vorsprung gegenüber den Marktbegleitern, schauen wir mal ob dieser auch bis in Ziel hält.

Den gesamten Test inklusive Bilder findet ihr bei unseren Freunden von CallofDutySeries.de

Test/Testbericht: Solarix

Wie uns die Vergangenheit der Videospiel- und Film-Branche gezeigt hat, kann man aus der Kombination Science Fiction und Horror ein richtig gutes Endprodukt zaubern. Sei es die Alien-Reihe oder Dead Space, bei beiden Reihen handelt es sich um knallharte Horror- und Thriller-Kost. Dem Entwickler Pulsetense Games hat dieses Szenario wohl auch sehr gefallen, denn mit Solarix bringt das Studio einen Titel, der genau auf diese Kombination aufbaut. Inspiriert von diversen Sci-Fi Filmen soll Solarix den psychologischen Survival-Horror auf die heimischen Monitore zaubern. Wie gut das geklappt hat, klären wir in unserem Test zu dem Sci-Fi Spiel. Weiterlesen

Test/Testbericht: GTA 5 [PC]

Es dauerte über anderthalb Jahre bis GTA 5 den Sprung von der PlayStation 3 und Xbox 360 auf den PC schaffte. Zwischenzeitlich gab es natürlich auch den Release für die aktuelle Konsolengeneration, doch die PC-Version brauchte einfach eine sehr lange Zeit. Endlich ist es so weit und auch wir haben es uns nicht nehmen lassen, den Titel ausführlich zu testen und die vielen verschiedenen Dinge in Los Santos zu erleben. Wie uns das alles gefallen hat, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

Totgeglaubte leben länger

Für den Fall, dass ihr die Geschichte von GTA 5 noch nicht mitbekommen habt, gibt es hier eine kleine aber feine Zusammenfassung: Das Ganze beginnt mit dem Raubüberfall einer Bank, nahe der kanadischen Grenze zu den USA. Vier Bankräuber sind dort in einer kleinen Provinz unterwegs und zunächst läuft alles sehr glatt, doch schnell treffen die vier auf zunächst lokalen Widerstand in Form der örtlichen Polizei, die jedoch schneller als vermutet von weiteren Einheiten unterstützt wird. Was sauber geplant wurde, entwickelt sich nun sehr schnell zu einer Schießerei und Verfolgungsjagd, die dann auf einem Bauernhof den Höhepunkt findet – drei der Bankräuber werden scheinbar erschossen, während lediglich Trevor Philips fliehen kann. Neun Jahre später ist jedoch einer der scheinbar Erschossenen – Michael Townley – recht lebendig und lebt in der fiktiven Großstadt Los Santos in dem fiktiven US-Bundesstaat San Andreas ein recht angenehmes Leben, denn schließlich konnte er die Beute des Überfalls gut investieren. Allerdings ist er nun ein recht klischeehafter Ex-Gangster, der sich mit dem Leben schwer tut und seine Frau beim Fremdgehen mit dem Tennis-Trainer erwischt.

Der zweite Hauptcharakter des Spiels ist Franklin Clinton, ein Gang-Mitglied, der zunächst für einen zwielichtigen Autoverkäufer arbeitet und Autos zurückbringt, deren Wucherraten von den Kunden nicht mehr bezahlt werden können. So trifft er unter anderem auf Michael, dessen Sohn in dem Autohaus ebenfalls eingekauft hatte. Nachdem Michael jedoch Franklin zwingt, durch die Frontscheibe des Ladens zu fahren, verliert Franklin den Job, freundet sich aber recht schnell mit dem Ex-Gangster an und möchte von ihm lernen und außerdem mit ihm arbeiten. So beginnen die beiden mit den ersten Jobs, wodurch jedoch nicht nur die Medien, sondern auch Trevor auf seinen totgeglaubten Partner aufmerksam wird. Ein Jahrzehnt nach dem schief gelaufenen Überfall begibt sich Trevor, der ein absoluter Psychopath ist, nach Los Santos und sucht dort Michael auf. Gemeinsam beginnen die drei nun weitere Überfälle zu planen und durchzuführen, finden sich jedoch schnell in einer Fehde zwischen dem FIB (das sehr stark an das FBI erinnert) und der IAA (die sehr stark an die CIA erinnert) wieder und müssen sich darüber hinaus mit der Privatarmee Merryweather (die sehr stark an die Privatarmee Blackwater erinnert) herumschlagen. Nachdem ihr dann viele Überfälle durchgeführt und einige hundert Menschen auf eurem Weg dorthin umgenietet habt, könnt ihr zwischen einem von drei Enden wählen. Wenn ihr euch während des Spielens vollkommen auf die Hauptgeschichte konzentriert und nichts anderes unternehmt, so seid ihr nach 18 bis 20 Stunden damit durch. Doch mal ehrlich: Wer spielt GTA und nutzt nicht die unglaublich vielfältigen Möglichkeiten?

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

Automobile und andere Vehikel

Mit GTA 5 erscheint nun der mittlerweile fünfte Teil der Serie und enthält ebenso wie die ersten zehn Spiele natürlich wieder eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln. Zunächst einmal sind da die unglaublich vielen unterschiedlichen Automobil-Modelle, die von alten Schrottkarren über Klassiker und Sportwagen bis hin zu relativ aktuellen Serienfahrzeugen eine große Palette an möglichen Fortbewegungsmitteln bietet. Das Gute daran ist: Ihr könnt jedes Auto, das ihr während eures Abenteuers seht, klauen und eurem Fuhrpark hinzufügen. Doch natürlich könnt ihr in dem neuesten GTA-Ableger nicht einfach nur mit Autos herumfahren. Wenn ihr lieber Lust auf eine schöne Motorrad-Tour habt, so findet ihr auch hier einige unterschiedliche Modelle, die ordentlich Spaß mit sich bringen und vor allem im dichten Verkehr der Autobahn und Großstadt schnell voran kommen. Dazu kommen auch einige Quad-Bikes, Fahrräder und natürlich auch ein paar sehr große, schwere und unhandliche Trucks, die ihr durch die Straßen von Los Santos fahren dürft.

Wenn ihr allerdings eher auf U-Boote steht, mit einem Hubschrauber oder einem Kampf-Jet umherfliegen möchtet, so ist das auch kein Problem, sofern ihr die richtigen Orte aufsucht und dort das gewünschte Vehikel stehlt. Dank einer unglaublich schönen Grafik könnt ihr euch außerdem – wenn ihr die entsprechende PC-Leistung besitzt – auch einfach mal zurücklehnen und einen Ausflug in die äußeren Gebiete der Karte machen. Dann spielt sich GTA 5 nämlich fast wie eine Fahr-Simulation, in der ihr einfach die Schönheit der Umgebung genießt und dabei Auto fahren könnt.

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

Schießen, prügeln und töten

Bei all der Schönheit der Umgebung dürft ihr allerdings nicht vergessen, dass GTA 5 ein Action-Titel ist, in dem ihr die Hälfte der Spielzeit damit verbringt, Leute und Firmen zu berauben, Waffen einzusetzen und hunderte von Polizisten, Soldaten und Wachleute abzuknallen. Manchmal trifft es auch unschuldige Zivilisten und manchmal fühlt ihr euch auch schlecht dabei, dass das Spiel nun einen Abschuss von euch fordert, obwohl doch die zu tötende Person gar nichts gemacht hat. Natürlich habt ihr auch eine große Auswahl an verschiedenen Waffen, die bei unterschiedlichen Handfeuerwaffen beginnt und euch dann später im Spiel auch richtige Sturm-Gewehre und Scharfschützen-Gewehre in die Hand gibt. Außerdem könnt ihr auch einige Utensilien einkaufen und so zum Beispiel Giftgas oder Sprengstoff einsetzen, wodurch ihr euch in verschiedenen Missionen einen Vorteil erspielt. Dazu kommen außerdem Schutzwesten, die ganz offensichtlich in den Schießereien nützlich sind und euch mehr als einmal das Leben retten werden. Manchmal reicht es allerdings auch, wenn ihr die Leute mit eurer Faust trefft, denn zumindest scheinbar sterben die Leute bereits nach einem Schlag. Welches Training eure Figur dafür absolviert, möchte man gar nicht erst wissen.

Apropos Training: Auch dieses Mal könnt ihr wieder eure Charaktere in GTA Rollenspiel-mäßig aufbessern und Werte wie Ausdauer oder Zielgenauigkeit erhöhen. Dafür müsst ihr natürlich die verschiedenen Trainings absolvieren und zum Beispiel Joggen gehen, Rad fahren oder auf dem Schießstand die verschiedenen Aufgaben erledigen und dabei Highscores einfahren. Dort könnt ihr tatsächlich sehr viele Stunden verbringen und einfach nur trainieren.

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

Gemeinsam auf Beutezug

Während die Story und der Singleplayer-Mode natürlich enorm unterhaltsam sind, ist doch vor allem der Multiplayer die Langzeitmotivation des Spiels. Dort bekommt ihr eine eigene, kleine Story, die recht lose vor den Ereignissen der Hauptgeschichte spielt. Nachdem ihr dort euren eigenen Charakter erstellt habt, könnt ihr anfangen und Missionen absolvieren, die euch mit Geld und Erfahrungspunkte belohnen. Sobald ihr dann Level 12 erreicht habt, so könnt ihr mit den Raubzügen beginnen und euch Autos sowie eine Wohnung kaufen. Raubzüge sind für bis zu vier Spieler kreiert und dort beginnt ihr zunächst genau wie im Story-Modus mit Beschaffungsmissionen, in denen ihr Fahrzeuge stehlt, Waffen besorgt oder ähnliche Aufgaben erledigt, bevor ihr dann mit dem eigentlichen Raubzug beginnt. Am Ende gibt es noch einmal viel Geld, das ihr wiederum in andere Raubzüge, Häuser und Autos investieren könnt.

Der Multiplayer macht tatsächlich richtig viel Spaß, vor allem, wenn ihr mit drei Freunden unterwegs seid und gemeinsam via Teamspeak oder ähnliches kommuniziert. Dann könnt ihr euch nämlich perfekt absprechen, verschiedene Strategien ausprobieren und gemeinsam wilde Schießereien erleben. Die Raubzüge spielen sich ein wenig wie Payday 2 und fordern von euch oftmals auch Stealth-Aufträge, in denen ihr ähnlich wie in Payday 2 nicht entdeckt werden dürft.

Radio, Ego-Perspektive und Sonnenuntergänge

Die technische Seite von GTA 5 ist genauso, wie man es erwarten würde: Die Grafik ist absolut Top-Notch und das Spiel sieht einfach unglaublich gut aus. Dafür erwartet es allerdings auch eine Menge an Leistung, wenn ihr also nicht die entsprechende Hardware besitzt, müsst ihr euch mit weniger zufrieden geben. Dann sieht ein Straßenrennen oder ein Sonnenuntergang zwar nicht mehr ganz so gut aus, ist jedoch grafisch immer noch besser als manch anderes Spiel auf dem PC. Auch die Sound-Kulisse ist wieder einmal absolute Spitze und so könnt ihr nicht nur immer passende Sounds genießen, sondern außerdem eine große Palette an Radio-Sendern anhören. Diese strotzen dann nicht nur vor alten und neuen Liedern, sondern bieten außerdem auch eine witzige Quelle an Nachrichten, die sich auf euren Stand der Story einstellt und oftmals über eure Raubzüge und Mordanschläge berichtet. Mit der PC-Version neu eingeführt wurde außerdem die Ego-Perspektive, die euch das Gefühl eines Ego-Shooters geben soll. Die Idee ist eigentlich ganz nett, doch passt sie nicht wirklich zu dem Titel und mir persönlich hat sie auch nicht gefallen. Man hat im Vergleich zur 3rd-Person-View wesentlich weniger Übersicht, was vor allem in hitzigen Schusswechseln sehr schlecht ist. Gerade in Verbindung mit dem Deckungsystem kommt es da immer wieder zu hakligen Situationen, in denen man nicht ordentlich um die Ecke oder über Mauern sehen kann.

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

Berechtigte Kritik an GTA 5?

Grundsätzlich gibt es zwei große Kritikpunkte an dem Spiel, die man nennen muss. Beginnen wir mit dem kontroversesten der beiden: Rockstar Games ist immer wieder in der Kritik, da ihr Spiel eben auf (sinnloses) Töten ausgelegt ist. Zum Beispiel werdet ihr immer wieder beim Autofahren die Kontrolle verlieren und einfache Passanten umfahren. Oder ihr schießt – absichtlich oder nicht – auf Zivilisten, die eigentlich nur ihrem normalen Leben nachgehen. Dazu kommt die Story, die von euch Dinge fordert, die vielleicht nicht für jeden so leicht umzusetzen sind. Wenn ihr in den letzten 18 Monaten die Presse verfolgt habt, wird euch nicht entgangen sein, dass es unter anderem eine Szene im Spiel gibt, die euch dazu zwingt, einen unschuldigen HiFi-Spezialisten zu foltern, indem ihr seine Zähne ausreißt, seinen Intim-Bereich mit einer Rohrzange bearbeiten und Stromschläge nutzt, um Antworten zu bekommen. Dazu kommt noch eine unglaublich derbe Sprache und Frauen kommen nicht sehr gut weg. Außerdem werden enorm viele (Rassen)Klischees verwendet. Auf der anderen Seite kann man so viel Gesellschaftskritik finden, die ihm Radio, den Dialogen und dem Verhalten von Charakteren wiedergespiegelt wird, dass man die Satire fast schmecken kann. Rockstar Games polarisiert mit ihrem Titel, aber man darf letztendlich nicht vergessen, dass es sich hier nur um ein Videospiel handelt.

Der zweite Kritikpunkt ist selbstverständlich die KI, die in sehr vielen Fällen einfach nur stupide agiert. Damit ist nicht einmal die künstliche Intelligenz während der Schießereien gemeint, die dort immerhin Deckung sucht, jedoch nur dank der Überzahl zum Problem werden kann. Betrachtet man das Verhalten auf der Straße, möchte man oftmals weinen oder einfach hilflose Passanten abknallen: Viele Autofahrer ignorieren euch komplett und wechseln einfach die Spur, biegen über Kreuzungen ab oder fahren sogar über rote Ampeln, nur um euch zu nerven. Der Kritikpunkt ist schon seit fast 20 Jahren vorhanden und irgendwie hat man nicht das Gefühl, dass es hier eine Verbesserung gegeben hat. Vor allem in den Straßenrennen oder bei Verfolgungsjagden ist dies nämlich extrem frustrierend.

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]

Persönliches Fazit

Auf dem PC macht GTA 5 eine noch bessere Figur als auf der Konsole. Es ist ohne Zweifel das bisher beste Grand Theft Auto und macht einfach nur enorm viel Spaß. Der Story-Modus ist super, der Multiplayer ist genial und selbst wenn ihr nicht der Story folgt, könnt ihr hunderte Stunden in den vielen Nebenmissionen verbringen. So könnt ihr Yoga ausüben, auf dem Schießstand trainieren, Taxi fahren, als Paparazzi den VIPs nachjagen oder in ihre Häuser einbrechen und für ein paar alte Menschen Gegenstände stehlen. Es gibt so viel abseits der Geschichte zu erleben, dass ihr selbst nach der Geschichte noch stundenlang weiterspielen könnt, ohne den Multiplayer auch nur anzufassen.

Dazu kommt eine enorm gute Grafik, ein riesiger Fuhrpark und Drogen, Außerirdische und noch so viel mehr, das ihr vermutlich erst nach Stunden per Zufall entdecken werdet. Natürlich muss sich Rockstar Games die Kritik gefallen lassen, dass unnötig viel Brutalität im Spiel zu finden ist, doch das muss jeder für sich selbst entscheiden. Es ist schade, dass man so lange auf die PC-Version warten musste, doch es hat sich tatsächlich gelohnt. GTA 5 ist immer noch eines der besten Spiele und unangefochtener Führer seines Genres.

GTA 5 [PC]

GTA 5 [PC]
92.7
92.666666666667

Gameplay

89 / 100

Der einzige Kritikpunkt ist die schwache KI, die vor allem in Schusswechseln und beim Autofahren auffällt.

    Story

    89 / 100

    Folter und Gewalt mag nicht jedem gefallen, doch die Charaktere sind richtig gut kreiert, jedoch etwas klischeehaft.

      Grafik

      95 / 100

      Wenn ihr die passende Hardware habt, könnt ihr eine hervorragende Leistung erwarten.

        Sound

        95 / 100

        Viele unterschiedliche Radiosender und eine gute Atmosphäre sorgen für einen perfekten Sound.

          Umfang

          96 / 100

          Multiplayer, Story-Modus und Nebenquests sorgen ohne Probleme für hundert Stunden und mehr an Unterhaltung.

            Spielspaß

            92 / 100

            Wären die Aussetzer der KI nicht vorhanden, wäre GTA 5 vielleicht das beste Spiel aller Zeiten.

              Positiv

              • - Multiplayer mit bis zu drei Freunden
              • - tiefe Story
              • - unzählige Nebenaufträge
              • - riesiger Fuhrpark
              • - viele Waffen
              • - riesiges Gebiet

              Negativ

              • - KI hat viele Aussetzer
              • - Folter und Gewalt mag nicht jedem gefallen

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              Euer Hardbloxx-Team

              Test/Testbericht: Albedo: Eyes from Outer Space

              First Person-Elemente kombiniert mit Adventure und Puzzle; das Ganze schön drapiert um ein Setting, das wie eine Hommage an die Sci-Fi-Filme der 60er Jahre anmutet und schon habt ihr die Grundzutaten für Albedo: Eyes from Outer Space. Tentakel-Monster und eine geheimnisvolle Forschungsstation, auf der nicht alles mit rechten Dingen zugeht machen das Menü perfekt. Die Ein-Mann-Produktion verspricht knifflige Rätsel und trashige Actionszenen; wir haben uns den Titel einmal näher angesehen und verraten euch in unserem Testbericht, was hier auf euch zukommt.

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Gestatten? Mein Name ist John T. Longy

              Ihr schlüpft in die Rolle von John T. Longy, seines Zeichens Nachtwächter auf der geheimen Forschungsstation Jupiter. Hier werden allerhand Experimente durchgeführt, unter anderem mit dem Raum-Zeit-Gefüge. Euer Job in der Hochsicherheitsanlage ist nicht besonders ereignisreich, bis euch eines Nachts plötzlich die halbe Station um die Ohren fliegt. Ihr findet euch im Keller des Gebäudes wieder, zwischen Schutt und allerhand Gerümpel. Es hat einen Grund, wieso der Untertitel des Spiels „Eyes from Outer Space“ lautet und den erfahrt ihr direkt, nachdem die Tür zum ersten Raum sich öffnet. Eine große Kreatur mit Tentakeln und einem einzigen, riesigen Auge bricht herein und als ihr sie heldenhaft erschlagen könnt, löst es sich mit einem erheiternden „Plopp!“ und kullert im Raum herum. Für mich persönlich das Highlight an diesem Spiel.

              Eure Mission lautet jedenfalls: Herausfinden, was auf der Station passiert ist, woher die merkwürdigen Tentakel-Wesen kommen und ob irgendjemand auf der Station diese Misere überlebt hat, von euch einmal abgesehen. Und so macht ihr euch tapfer auf den Weg durch die ramponierten Räume der Einrichtung.

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Tentakel-Monster und herumkullernde Augen

              Genretechnisch kann man Albedo: Eyes from Outer Space bei Adventure und Puzzle verorten, doch hin und wieder kommt auch etwas Action hinzu. Nämlich zum Beispiel dann, wenn ihr euch einem dieser merkwürdigen Tentakelmonster gegenüber seht. Ihr durchstreift in First-Person-Perspektive die verschiedenen Räume und deckt nebenbei immer mehr Geheimnisse der Station auf. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad könnt ihr dazu ein Hint-System nutzen, das euch hin und wieder Tipps zukommen lässt, wenn ihr nicht weiterkommt. Zum Einen durch Kommentare des Protagonisten, zum anderen, indem interagierbare Gegenstände grün hervorgehoben werden.

              Zusätzlich zu dem typischen Adventure-Ablauf begegnet ihr hin und wieder auch kleinen Spielereien in Puzzle-Manier. So müsst ihr beispielsweise Schlösser knacken oder ein Gewusel aus verschiedenen Rohren wieder funktionstüchtig machen. Diese Puzzle-Einlagen könnt ihr allerdings auch überspringen, wenn sie euch zu schwierig oder zu lästig werden.

              Die Steuerung ist ein wenig umständlich. Mit dem Mausrad könnt ihr durch euer sich stetig füllendes Inventar scrollen, mit der rechten Maustaste holt ihr einen Gegenstand hervor. Habt ihr diesen in der Hand, könnt ihr wiederum mit dem Mausraus verschiedene Optionen anwählen, die mit dem Item möglich sind, beispielsweise Anschauen, Werfen, Essen und so weiter. Mit der linken Maustaste führt ihr die Aktion dann durch. Die einzelnen Aktionen sind auch durch unterschiedliche Tasten ausführbar.

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              No shit, Sherlock

              Für ein Adventure ist es notwendig, dass die Rätsel Sinn machen und zumindest rückblickend nachvollziehbar sind. Diesen Punkt nimmt dieser Titel allerdings nicht immer besonders genau, was man vor allem an den Kommentaren des Protagonisten merkt, mit denen er euch auf den richtigen Weg führen will. Manchmal führt ein Kommentar zwar zum richtigen Punkt, hat aber keinen Zusammenhang zum Rätsel oder nimmt sogar etwas vorweg, was ihr noch gar nicht sehen konntet. Achtung, Spoiler! Um diesen Umstand genauer zu erklären, wird das erste Rätsel aus dem ersten Raum genauer ausgeführt – wer hier vorab nichts zu lesen möchte, sollte den Rest dieses Absatzes besser überspringen!

              Um den ersten Raum verlassen zu können, müsst ihr zunächst einmal das Monster, das von außen an die Tür hämmert, loswerden. Messerscharf folgert John T. Longy, dass das Monster nach der Ratte verlangt, die sich ebenfalls im Raum befindet. Woher er das weiß? Keine Ahnung, besser nicht genau nachfragen. Um also das Monster zu beseitigen, sollen wir einen wackligen Getränkeautomaten umwerfen; hierfür platzieren wir eine Mausefalle vor dem Automaten, um den Nager als Köder zu fangen. Allerdings läuft die Ratte nicht in die Falle. Erst, als wir noch zusätzlich ein Seil um den Automaten binden, wird getriggert, dass die Ratte in die Falle geht und das Monster durch die Tür bricht. Bis dahin habe ich mich jedenfalls verzweifelt gefragt, warum das Mistvieh von Ratte nicht in die Falle geht; aufheben ging nicht mehr.

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Nutzt die Grafikeinstellungen!

              Nicht immer sind die Rätsel gut nachzuvollziehen und zum Teil sind sie auch verbuggt. So konnten wir einmal einen Schaltplan nicht mehr aufheben, nachdem wir ihn fallengelassen hatten. Allerdings war der Schaltplan unentbehrlich für ein Rätsel und musste mit zu eben diesem Rätsel genommen werden, um ihn dort lesen und es lösen zu können. Zusätzlich müsst ihr auf eure Gesundheit achten. Eure Lebenspunkte werden euch nämlich nur beim Speichern im Menü angezeigt; eine Lebensleiste gibt es nicht. Werdet ihr von einem Tier gebissen oder einem Monster angegriffen, verliert ihr Lebenspunkte. Sinken diese auf Null, heißt es Game Over und ihr müsst am letzten Speicherpunkt neu starten.

              Beim ersten Start mit diesem Spiel ist mir binnen einer halben Stunde ernsthaft übel geworden durch Motion Sickness – und ich bin da eigentlich absolut nicht zart besaitet. Motion Blur, ein Nachrucken des Kopfes bei jeder Bewegung, eine sehr dunkle Grundeinstellung und verwaschene Texturen sind einfach keine besonders angenehme Kombination auf Dauer und zumindest ich hatte auch nach etwas Feintuning an den Einstellungen noch immer Probleme. Selbst auf höchsten Einstellungen sieht das Spiel einfach nicht besonders gut aus und ist an vielen Stellen vor allem viel zu dunkel. Die hochgelobte Physik-Engine ist ebenfalls nicht gerade beeindruckend; ob Karton oder großes Metall-Fass, alles hebt ihr locker-flockig auf und werft es, als wäre es aus Watte.

              Insgesamt hält der Titel 20 verschiedene Räume bereit und etwa acht Stunden Gameplay. Die Sprachausgabe erfolgt ausschließlich auf Englisch, wobei ihr auswählen könnt, ob ihr britisches oder amerikanisches Englisch bevorzugt. Untertitel könnt ihr auch auf Deutsch haben, allerdings ist die Sprache ohnehin nicht sonderlich komplex und die Sprecher reden langsam und deutlich. Wer also solide mit Englisch zurechtkommt, sollte hier keinerlei Probleme haben.

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Persönliches Fazit

              Eigentlich war ich sehr gespannt auf den Titel. 60er Jahre Science-Fiction B-Movies als Inspiration, Tentakelmonster mit riesigen Augen und eine Forschungsstation voller Wissenschaftler, von denen man nicht sicher sein kann, woran sie eigentlich forschen – das klang nach trashigem Spaß. Als ich schrieb, dass die herumkullernden Augen für mich das Highlight am Spiel wären, hätte ich auch deutlicher schreiben können „das einzige Highlight“, denn abgesehen davon ist mir das Spiel einfach nur mörderisch auf die Nerven gegangen. Die Vertonung ist bestenfalls mittelmäßig, die Grafik selbst auf höchsten Einstellungen wirklich nicht gut und der bunte Strauß an optischen Features wie Motion Blur, etc ist einfach nur übelkeiterregend. Hinzu kommt, dass einige Rätsel verbuggt sind und selbst mit dem Hilfesystem nicht immer Sinn machen, was in einem Adventure schlichtweg nicht sein sollte. Insgesamt war ich schwer enttäuscht; statt trashigem Humor bekam ich lustlos gesprochene Texte mit hin und wieder eingetreuten Witzchen, deren Bart bis zum Boden reicht. Dazu ist auch die Steuerung nicht übermäßig benutzerfreundlich. Zusammengefasst war die Idee für das Spiel wirklich gut und vielversprechend, aber die Umsetzung mehr als enttäuschend.

              Albedo: Eyes from Outer Space

              Albedo: Eyes from Outer Space
              51.7
              51.666666666667

              Gameplay

              49 / 100

              Teilweise verbuggt, etwas umständliche Steuerung

                Story

                65 / 100

                Interessante Hintergrundgeschichte, die aber nur schwer in Fahrt kommt

                  Grafik

                  41 / 100

                  Verwaschene Texturen und viel zu viel Schnickschnack wie Motion Blur, Leuchteffekte, etc

                    Sound

                    53 / 100

                    Durchschnittlich, fällt überhaupt nicht auf

                      Umfang

                      60 / 100

                      Acht Stunden sind solide, mehr Bewegungsfreiheit wäre aber schön gewesen

                        Spielspaß

                        42 / 100

                        Ziemlich enttäuschend, einzig die Easter Eggs und herumkullernde Augen waren interessant

                          Positiv

                          • - Nette Puzzle-Einlagen
                          • - Schöne Idee mit interessanter Inspiration
                          • - Wählbarer Schwierigkeitsgrad mit Hintsystem

                          Negativ

                          • - Verwaschene Texturen, durchschnittliche bis schlechte Grafik
                          • - Teilweise verbuggt
                          • - Vertonung hätte besser sein können
                          • - Kaum Atmosphäre

                          Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                          Wenn ihr euch selbst ein Bild machen wollt, könnt ihr Albedo: Eyes from Outer Space für 14,99 Euro auf Steam kaufen, der Release ist am 23. April.

                          Euer Hardbloxx-Team

                          Test/Testbericht: In Verbis Virtus

                          Immer wieder versuchen Entwickler abseits der bereits beschrittenen Wege ein Gameplay zu nutzen, das ein wenig ungewöhnlich ist, aber trotzdem für viel Spaß und Spannung sorgt. So auch das Indie-Adventure-Spiel In Verbis Virtus, das neben der gewohnten Mischung aus Tastatur und Maus auch noch das Mikrofon aktiv in das Spielgeschehen mit einbindet. Klingt zunächst etwas ungewöhnlich, macht aber schnell viel Spaß. Ob davon abgesehen der Titel auch sonst noch Punkte sammeln kann, verraten wir euch im folgenden Test.

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          Ein alter Tempel voller mystischer Rätsel

                          Die Geschichte von In Verbis Virtus ist genauso undurchsichtig und mystisch wie es die verschiedenen Rätsel auf den ersten Blick sind: Ihr landet notgedrungen mitten in der Wüste und schleppt euch in einen alten Tempel, der scheinbar zu einem uralten Volk gehört. Damit jedoch nicht genug seid ihr auch auf einmal in der Lage die Sprache der Götter, Maha’ki, zu verstehen und selbst zu sprechen. Das ist ganz praktisch, denn mit dieser Sprache könnt ihr nach und nach Zaubersprüche lernen, die euch dabei helfen, die verschiedenen Fallen und Rätsel des Tempels zu umgehen und immer tiefer in ihn vorzudringen. Außerdem trefft ihr auch immer wieder auf Monster, die euch nicht gerade wohlgesonnen sind und euch einfach angreifen, wenn ihr in ihre Nähe kommt. Nach und nach erfahrt ihr dabei immer mehr über die uralte Macht, die in dem Tempel haust, könnt jedoch zunächst nicht wirklich viel über euch selbst herausfinden. Ihr erfahrt lediglich, dass euer Protagonist ein Archäologe gewesen ist, der bereits vorab viele Artefakte untersuchte, die mit den alten Göttern in Verbindung gebracht werden. Allerdings gibt es überall verstreute Bücher und Inschriften, die euch mit näheren Informationen zu alten Geschichten füttern und so nach und nach ein Bild zeichnen. Später erfahrt ihr zudem, dass auch eure verstorbene Frau anscheinend etwas mit dem Mysterium zu tun hat, denn sie gab euch auf ihrem Sterbebett ein Amulett, das ihr immer bei euch tragt und das euch im Tempel weiterhilft.

                          Dabei ist In Verbis Virtus kein klassisches Adventure, denn es gibt keinerlei Dialoge und die Story selbst wird eben nur sehr spröde weitergeführt. Ab und zu gibt es mal einen Eintrag aus der Vergangenheit, doch wirklich detailliert ist das auch nicht. So könnt ihr lediglich einzelne Bruchstücke finden und versuchen, daraus eine Übersicht zu kreieren.

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          Rätsel, Zaubersprüche und eine uralte Macht

                          Sobald ihr den Tempel betreten habt, wird klar, dass In Verbis Virtus ein Rätsel-Abenteuer aus der Ego-Perspektive ist. Ihr könnt Inschriften und ähnliches per Knopfdruck auslösen, woraufhin diese euch entweder mit Informationen oder neuen Zaubersprüchen versorgen. Zunächst sind die Rätsel eigentlich relativ einfach: Sobald ihr den Licht-Spruch gelernt habt, könnt ihr Licht erzeugen und damit Orte erforschen, die sonst stockfinster sind. Als nächstes lernt ihr den Lichtstrahl, mit dem ihr auf der einen Seite die ersten Monster erledigt, auf der anderen Seite aber auch einige uralte Geräte wieder per Zauberhand zum Funktionieren bringt und euch so zum Beispiel Steine für eine Brücke an die richtige Stelle organisiert. Später werden die Rätsel allerdings etwas komplexer und oftmals müsst ihr auch verschiedene Zaubersprüche miteinander kombinieren, um eine Aufgabe zu lösen und weitere Räume erforschen zu können.

                          Die Kämpfe gegen die Monster sind nicht besonders herausfordernd, denn erstens sind die meisten Viecher richtig lahm und zweitens sehr berechenbar. Alle Zaubersprüche können jedoch nur per Stimme aktiviert werden, wofür ihr ein funktionierendes Mikrofon braucht. In eurem Tagebuch werden alle Zauber festgehalten und per Klick könnt ihr euch dort auch die Aussprache vorlesen lassen. Sprecht ihr dann diese Worte nach, so wird der Effekt ausgelöst. Das Ganze funktioniert sehr einfach, unkompliziert und richtig gut. Natürlich hätte man alle Zaubersprüche auch einfach auf Tasten legen können, doch ist die Nutzung des Mikrofons wirklich ein gelungenes Gimmick, das dem Spiel eine Alleinstellungs-Note gibt. Habt ihr euch erst einmal daran gewöhnt, dann schreit ihr bei Monsterangriffen den passenden Zauber in euer Mirkofon und erschreckt damit eure Umwelt genauso wie euch selbst. Allerdings müsst ihr auf eine sehr exakte Aussprache achten, denn sprecht ihr nicht klar genug, wird der Zauberspruch nicht erkannt.

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          Trial and Error

                          Zunächst möchte ich an dieser Stelle auf Spoiler-Gefahr hinweisen, wenn ihr also keine Geheimnisse gelüftet haben möchtet, so überspringt diesen Teil. Ein wichtiger Punkt, den man bei all den cleveren Rätseln jedoch nicht vergessen darf, ist die Tatsache, dass viel über das „Trial and Error“ Prinzip läuft. Ein Beispiel: Nachdem ihr euren zweiten Zauberspruch erlangt habt, könnt ihr in einen Raum gelangen, in dem sich eine Schlucht befindet, die einst mit einer Brücke überwunden werden konnte. Diese Brücke schwebt jetzt jedoch weiter unten herum und natürlich geht ihr davon aus, dass ihr mit euren bisherigen Zaubersprüchen auf die andere Seite gelangen könnt. Allerdings ist dies nicht möglich, was ihr auch einseht, nachdem ihr viele Minuten lang herumprobiert habt. Die Lösung ist recht einfach: Ihr müsst zurückgehen, eine andere Abzweigung nehmen und zunächst einen weiteren Zauberspruch erlernen, mit dem ihr dann Runen auslösen könnt. Wenn ihr das jedoch vorher nicht wisst, müsst ihr eben erst einmal viel Zeit vergeuden, bis ihr diesen Lösungsweg findet.

                          Das mag vielleicht dem einen oder anderen nichts ausmachen und man kann selbstverständlich argumentieren, dass dies eben zu dem Spielkonzept dazu gehört. Allerdings sorgt das auf der anderen Seite dafür, dass man bei einem Rätsel, bei dem man nicht sofort weiterkommt, zunächst einmal wieder zurück geht und alles absucht, denn vielleicht hat man ja schon wieder einen Zauberspruch oder eine Abzweigung übersehen. So geht eben sehr viel Zeit für das Suchen von Sachen drauf, die gar nicht existieren – oder eben nur manchmal.

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          Ein atmosphärisches Highlight

                          Was an der Story fehlt, macht die Atmosphäre von In Verbis Virtus jedoch wieder wett: Es gibt eine echt schöne Grafik, die zwar hier und da ein wenig grobkantig wirkt, dafür jedoch sehr bunt und an den richtigen Stellen düster wirkt. Allgemein hängt ständig eine gewisse Gefahr in der Luft, als ob euch irgendwann irgendjemand von hinten überrascht oder ihr auf einmal vor einer der Gottheiten steht. Tatsächlich trefft ihr eben auch hier und da auf ein paar Monster, wodurch die Anspannung, die man beim Spielen verspürt, noch ein wenig verstärkt wird. Dabei liegt der Fokus jedoch ganz klar auf den verschiedenen Rätseln, die absolut clever inszeniert sind und einiges an Gehirnschmalz von euch fordern. Ein weiterer Grund für die richtig dichte Atmosphäre ist zudem der Sound, der auf jedem Level überzeugen kann: Die seichte Hintergrundmusik tritt nur dann ein, wenn es auch wirklich passt, doch oftmals seid ihr mit einer Stille konfrontiert, die ebenfalls zu einer gewissen Anspannung führt. Darüber hinaus hört ihr bereits viele Sachen, bevor ihr sie sehen könnt: Das gilt unter anderem für einige Monster, aber auch für Wasserfälle oder andere Spektakel, die es tief unten im Tempel zu entdecken gibt. Überhaupt könnt ihr ständig und überall wirklich schöne Details finden, die man so tief unter der Erde gar nicht erwarten würde.

                          In Verbis Virtus

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                          In Verbis Virtus

                          In Verbis Virtus

                          Persönliches Fazit

                          Es gibt nicht viele Spiele der letzten Zeit, die mich atmosphärisch wirklich überzeugt haben. In Virtus Verbis ist eines davon, was jedoch eher weniger an der Story und viel mehr an allem anderen liegt. Die Grafik ist echt schön anzusehen und der Sound ist richtig gut gelungen, aber auch das Ambiente an sich gepaart mit den wenigen Monstern und den mitunter schwierigen Rätseln tragen ihren Teil bei und sorgen für ein rundum gutes Spiel. Ein wenig frustrierend ist das „Trial and Error“-Prinzip, das zu oft zum Einsatz kommt, denn manchmal kommt man mit Logik einfach nicht weiter. Auch das Fehlen eines Hilfesystems mag nicht jedem gefallen, ebenso wie die zugegebenermaßen einfachen Kämpfe mit den Monstern. Trotzdem ist In Verbis Virtus ein absolut gelungenes Spiel, das ich jedem Adventure-Fan ans Herz legen möchte. Das Gimmick mit der Nutzung des Mikrofons ist letztendlich nur das: Ein Gimmick, das zwar witzig ist, aber auch ohne hätte das Spiel prima funktioniert.

                          In Verbis Viruts

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                          Gameplay

                          83 / 100

                          Manchmal hakt die Stimmerkennung, ansonsten ein durch und durch gelungenes Gameplay mit vielen komplexen Rätseln.

                            Story

                            60 / 100

                            Nicht wirklich tief, nur hier und da ein paar Storyfetzen.

                              Grafik

                              84 / 100

                              Lediglich hier und da ein paar unsaubere Kanten, doch ansonsten sieht alles unglaublich schön aus.

                                Sound

                                97 / 100

                                Der Sound trägt einfach perfekt zur Atmosphäre bei und ist richtig gut gelungen.

                                  Umfang

                                  80 / 100

                                  Viele Zaubersprüche, Rätsel und mehrere Kapitel sorgen für einige Stunden Spielspaß.

                                    Spielspaß

                                    88 / 100

                                    Vor allem die dichte Atmosphäre macht In Verbis Virtus zu einem der besten Adventures der letzten Zeit.

                                      Positiv

                                      • - dichte Atmosphäre
                                      • - Mikrofon-Benutzung
                                      • - viele Rätsel
                                      • - schöner Sound
                                      • - farbenfrohe Grafik

                                      Negativ

                                      • - viel Trial and Error
                                      • - man kann viel unnütz Zeit verschwenden
                                      • - man muss sehr klar sprechen für Spracherkennung

                                      Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                      Wenn ihr möchtet, dann holt euch In Verbis Virtus doch direkt bei Steam.

                                      Euer Hardbloxx-Team

                                      Test/Testbericht: Finding Teddy 2

                                      2013 brachte Indie-Entwickler Storybird das Point-and-Click-Adventure Finding Teddy auf Steam heraus. In diesem muss ein kleines Mädchen feststellen, dass des Nachts ein Monster aus ihrem Schrank herausgekommen ist, um ihren geliebten Teddy an sich zu nehmen. Natürlich macht sich das Mädchen sofort auf den Weg, ihren treuen Kuschelkumpan zu suchen und findet sich in einer mysteriösen Fantasie-Welt wieder, die sie durch ihren Schrank betreten kann; Narnia lässt grüßen. Finding Teddy 2 knüpft nicht unmittelbar an den Vorgänger an und geht auch bei seinem Spielkonzept neue Wege. Ob der Titel ebenso begeistern kann wie der erste Teil, klären wir in unserem Testbericht.

                                      Finding Teddy

                                      Finding Teddy

                                      Finding Teddy

                                      Finding Teddy

                                      Mit Teddy durch dick und dünn

                                      Auch Finding Teddy 2 startet mit einer tapferen Protagonistin. Nichtsahnend spielt unsere Heldin mit ihrer Spielkonsole, als plötzlich der Strom ausfällt. Dem müssen wir natürlich nachgehen (gleich nachdem wir uns mit Schwert und Schild bewaffnet haben) und so machen wir uns schnurstracks auf in den Keller. Doch anstelle eines Sicherungskastens finden wir dort unseren Teddy, der durch eine mysteriöse, leuchtende Tür davonschwebt. Da gibt es nicht viel Federlesen; wir gehen natürlich hinterher und finden uns plötzlich in einer fantastisch-düsteren Welt wieder.

                                      Von hier an lässt uns das Spiel erst einmal eine Weile ratlos stehen. Teddy schwebt als Lichtquelle hinter uns her und wir müssen einen Weg zurück nach Hause finden, doch so viel sei verraten – der Titel macht schon bald seinem Namen alle Ehre.

                                      Finding Teddy

                                      Finding Teddy

                                      Finding Teddy

                                      Finding Teddy

                                      Neue Wege, neues Glück

                                      Wie schon erwähnt, weichen die Entwickler bei Finding Teddy 2 vom Konzept des Vorgängers ab. Anstelle von Point-and-Click-Adventure versteht sich der Titel als Vertreter des Metroidvania-Genres. Jump’n’Run-Passagen wechseln sich ab mit teilweise kniffligen Rätseln. Dabei stellen sich uns verschiedene Monster entgegen, die wir mit eurem Schwert vermöbeln können.

                                      Insbesondere zu Beginn des Spiels macht sich allerdings erst einmal Ratlosigkeit breit, denn ihr habt keinerlei Anweisung oder Erklärung für das weitere Vorgehen. So findet ihr beispielsweise Blöcke und Symbole, habt aber noch keine Ahnung, was ihr damit anfangen sollt.

                                      So richtig Sinn bekommt das Spiel erst ab einem bestimmten Punkt, wenn uns ein Musikinstrument in die Hände fällt. In dieses Musikinstrument müssen insgesamt zwölf Blöcke mit Runen platziert werden, die daraufhin als Tasten fungieren und Töne erzeugen. Gespielt wird standardmäßig mit Controller, doch auch die Steuerung mit Tastatur ist möglich. Die Tastenbelegung könnt ihr nicht ändern und so ist die Bewegung mit Tastatur etwas ungewohnt. Während ihr mit WASD lauft, springt und euch duckt, könnt ihr mit P springen und mit L angreifen. Drückt ihr zweimal in die gleiche Richtung, beginnt ihr zu Rennen, was außerdem stärkere Angriffe ermöglicht.

                                      Finding Teddy

                                      Finding Teddy

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                                      Miep miep mööp möp?

                                      Als ihr schließlich in ein Dorf mit lustigen, kleinen Kreaturen gelangt, wird schnell klar, dass in diesem Spiel einzig über Musik kommuniziert wird. Durch Zuhören lernt ihr, welche Tonfolgen welche Wörter ergeben und diese werden unmittelbar in euer Lexicom (ja, es heißt wirklich so) übertragen. Die Melodien sind auch der Schlüssel zu vielen Rätseln, denn häufig muss eine bestimmte Tonfolge an einem bestimmten Ort gespielt werden, um beispielsweise riesige Kreaturen darum zu bitten, beiseite zu treten oder um Türen zu öffnen.

                                      Mit der Zeit bekommt ihr weitere Fertigkeiten dazu und könnt dann beispielsweise einen Wandsprung benutzen oder schwimmen. Es empfiehlt sich außerdem, regelmäßig im einzigen Shop des Spiels vorbeizuschauen, um verbesserte Waffen oder mehr Lebenspunkte zu kaufen.Diese bekommt ihr im Austausch für bunte Murmeln, die ihr von besiegten Gegnern aus aus zerschlagenen Krügen erhaltet. Allerdings gibt sich das Spiel mit der Verteilung etwas geizig; wirklich nennenswerte Beträge bekommt ihr nur, wenn ihr einen Boss besiegt oder eine verborgene Truhe gefunden habt. Beim Shop könnt ihr Gegenstände quasi auf Raten abbezahlen. Hierfür stellt ihr euch unter den gewünschten Gegenstand und drückt die entsprechende Taste für den Transfer. Nun werden euch Murmeln abgezogen, bis der Zähler auf Null sinkt oder ihr die Taste loslasst. Wann immer ihr größere Beträge auf eurem Konto anhäuft, solltet ihr diese beim Shop abliefern, auch wenn die Murmeln noch nicht ausreichen, um den gewünschten Gegenstand zu kaufen, denn wenn ihr zu oft sterbt, verliert die Murmeln; beim Händler bleiben sie jedoch gutgeschrieben, wenn ihr sie einmal ausgegeben habt.

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                                      Finding Teddy

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                                      Grips und Ausdauer

                                      Für Finding Teddy 2 braucht ihr neben etwas Grips für die Rätsel vor allem jede Menge Ausdauer und ein sehr gutes Orientierungsvermögen. Es gibt keine Karte und nur ganz wenige Teleportations-Punkte, sodass ihr verdammt viel Strecke zurücklegen müsst, wenn ihr beispielsweise eine neue Fähigkeit bekommen habt und nun Passagen nutzen könnt, die vorher unüberwindbar waren. Wenn ihr euch dann mal in der Tür vertut, müsst ihr eine Menge Zeit mitbringen und böse Zungen könnten behaupten, der Titel würde nur deshalb etwa 20 Stunden Spielinhalt bieten, weil etwa ein Drittel davon nur auf mehr oder minder sinnlose Lauferei entfällt. Am besten macht ihr beim Spielen regelmäßig Screenshots von „verdächtigen“ Plätzen oder legt euch etwas zu Schreiben bereit, denn nicht selten findet ihr die Runen für Melodien an ganz anderen Plätzen als ihr sie auch tatsächlich braucht. Nicht immer ist klar, wo welche Tonfolge nun gespielt werden muss, um weiterzukommen.

                                      Finding Teddy

                                      Finding Teddy

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                                      Manchmal fungiert euer Lexikom auch nicht nur als Nachschlagewerk für die Noten, sondern auch zum Übersetzen von Schriftzeichen. Hier heißt es, aufmerksam sein und darauf achten, wo sich Zeichen verbergen könnten. Außerdem ist euer musikalisches Gehör gefragt, denn im Laufe des Spiels begegnen euch immer wieder Glühwürmchen, die mit einer kleinen Tonfolge auf sich aufmerksam machen. Diese könnt ihr oft schon von weitem hören und wenn ihr sie findet, müsst ihr die Melodie nach Gehör nachspielen. Für den Spielverlauf ist das nicht essenziell; dies ist aber auch besser so, denn wenn ihr mit Musikrätseln nicht vertraut seid oder schlicht weg die Melodien nicht gut erkennen könnt, steht ihr gut und gern mal einige Minuten in der Gegend herum und probiert Töne aus.

                                      Retro-Look und hübsche Melodien

                                      Der Titel präsentiert sich in einer liebevoll gemachten Pixel-Grafik, die je nach Dungeon sehr abwechslungsreich zeigt. Ihr durchstreift glitzernde Kristall-Paläste, dichtgewachsene Wälder oder ein prachtvolles Anwesen. Farbwahl und Ausgestaltung der Dungeons schaffen eine interessante und ansehnliche Kulisse und erzeugen eine düstere Atmosphäre. Einzig, dass in manchen Korridoren ganz nah herangezoomt wird, ist manchmal etwas anstrengend, weil das Bild dann schlicht zu grobkörnig wirkt.

                                      Die Musik ist passend dazu in 16-Bit-Akustik gehalten und unterstreicht die dunkle und fantastische Atmosphäre. Je nach Dungeon wirkt der Soundtrack mal verspielt und mal getragen, aber nie fehl am Platz.

                                      Finding Teddy

                                      Finding Teddy

                                      Finding Teddy

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                                      Persönliches Fazit

                                      Generell mag ich es ja, wenn ich in Spielen nicht für jeden Schritt an die Hand genommen werde und schon Titel wie Super Mario konnte ganz ohne Dialog vermitteln, worum es geht. Finding Teddy 2 lässt einen allerdings erstmal in seiner Spielwelt stranden. Noch bevor man weiß, was auch nur die Hälfte des Inventars/Charakterbogens bedeutet, hat man schon Gegenstände gefunden, die für den Spielverlauf essentiell sind, ohne dass man das eigentlich weiß. Erst mit dem Erhalt des Musicoms wird klar, worauf das Ganze hinauslaufen soll.

                                      Ich persönlich fand das dann doch arg wenig Information für den Anfang und auch die Kombination aus „keine Karte“ und „nur sehr wenige Teleporter“ ist nicht übermäßig günstig, wenn ihr keinen guten Orientierungssinn habt. Durch den Wechsel von Melodie-Rätseln und Jump’n’Run-Einlagen ändert das Spiel je nachdem seine Geschwindigkeit und manch einer könnte sich durchaus davon ausgebremst fühlen. Mir jedenfalls hat die Mischung gut gefallen und dass das Prinzip mit den Tonfolgen mal vorwärts und mal rückwärts als Übersetzung funktioniert, gefiel mir wirklich gut. Außerdem mag ich Musikrätsel, das muss ich zugeben. Die Spielmechanik ist sauber umgesetzt und das Spiel ist an einigen Passagen zwar durchaus knifflig, aber nie wirklich unfair. So bekommt ihr von Krügen und Gegnern beispielsweise häufiger Gesundheitspunkte anstelle von Murmeln, wenn eure Leiste sich geleert hat. Zudem sind die Dungeons liebevoll gestaltet und schön anzusehen. Wer also Metroidvania-Titel mag und etwas Geduld mitbringt, wird mit diesem Titel bestimmt Freude haben.

                                      Finding Teddy 2 ist noch bis zum 9. April vergünstigt für 11,99 Euro bei Steam zu  haben. Wenn ihr Finding Teddy und Finding Teddy 2 im Bundle kauft, bekommt ihr beide Spiele zusammen ebenfalls bis zum 9. April für 13,59 Euro.

                                      Finding Teddy 2

                                      Finding Teddy 2
                                      83
                                      83

                                      Gameplay

                                      88 / 100

                                      Spielt sich leicht und sauber

                                        Story

                                        71 / 100

                                        Abgesehen vom offensichtlichen Ziel wird man etwas plump ins Geschehen geworfen

                                          Grafik

                                          86 / 100

                                          Liebevolle und abwechslungsreiche Pixelgrafik

                                            Sound

                                            85 / 100

                                            Atmosphärische und passende klangliche Untermalung

                                              Umfang

                                              79 / 100

                                              Mit etwa 20 Stunden Spielumfang ist man lange beschäftigt

                                                Spielspaß

                                                89 / 100

                                                Spaßiges und sauber umgesetztes Prinzip, das nie unfair wird

                                                  Positiv

                                                  • - Viel Umfang
                                                  • - Ansprechende Pixel-Grafik
                                                  • - Schöne Soundkulisse
                                                  • - Interessante Musikrätsel

                                                  Negativ

                                                  • - Am Anfang herrscht zunächst große Ratlosigkeit
                                                  • - Sehr, sehr viel Lauferei für Menschen mit schlechtem Orientierungssinn

                                                  Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                  Habt ihr Interesse an diesem Titel, dann kauft ihn bei Steam.

                                                  Euer Hardbloxx-Team

                                                  Preview: Victor Vran

                                                  Das Entwickler-Studio Haemimont Games hat schon wirklich viele Genres bedacht und sich zum Beispiel mit der Tropico-Reihe in die Herzen von Strategie-Aufbauspielern programmiert. Mit Imperium Romanum folgte man dieser Richtung zwar etwas, legte dort allerdings schon wesentlich mehr Wert auf die RTS-Aspekte. Mit The First Templar widmete man sich hingegen dem Action-RPG. Derzeit arbeiten die Entwickler jedoch an Victor Vran, einem Hack’n’Slay-Titel, der zunächst in die Fußstapfen von Diablo zu treten scheint, dann jedoch eine neue Richtung einschlägt. Wir haben uns die Early Access-Version des Titels mal genauer angeguckt und verraten euch unseren Eindruck im Test.

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Von Freunden und anderen Dämonen

                                                  Der Held in Victor Vran heißt – wer hätte sich das denken können – Victor Vran und erinnert zumindest optisch sehr stark an den berühmten Monsterjäger Van Helsing. Auch seine Profession ist recht ähnlich, denn auch er ist Dämonenjäger und als solcher derzeit in dem leicht ungemütlichen Ort Zagoravia gelandet. In der Welt der Dämonenjäger ist die Stadt jedoch besser als „die verfluchte Stadt“ bekannt, denn dort sind überall Monster zu finden. Also ein Traum für jeden abenteuerlustigen Jäger, doch tatsächlich ist Victor nicht freiwillig dort. Stattdessen traf er kurz vorher auf seinen totgeglaubten Freund Adrian. Dieser ist nun ein fieser Dämon und teleportiert Victor kurzerhand in die Stadt, ohne jedoch nähere Gründe zu nennen. Natürlich lässt unseren Protagonisten die Situation in der Stadt nicht kalt, weshalb er seine Dienste der dortigen Herrscherin anbietet – und sich auf die Jagd von Monstern begibt. Darüber hinaus möchte er natürlich auch herausfinden, was mit Adrian passiert ist und seinen Freund retten – oder ihn zumindest besiegen und von seinem Leiden befreien.

                                                  Wenn ihr jetzt auf noch mehr Story gehofft habt, so muss ich eure Hoffnung allerdings direkt negieren: Bisher haben die Entwickler lediglich ein Grundgerüst der Geschichte geschaffen, allerdings noch nicht wirklich viele Details hinzugefügt. So ist das nun einmal in einer Early Access, was auch in Ordnung geht und lediglich bei den Quests auffällt. Denn es gibt noch nicht wirklich viele Quests und diese sind auch noch nicht besonders illustriert oder gar mit Zwischensequenzen versehen. Immerhin gehen die Entwickler mit diesem Defizit offen um und erklären dies direkt am Anfang des Spiels. Daumen hoch für diese Offenheit!

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Auf die Monster, fertig, los…

                                                  Am besten beschreibt man Victor Vran wohl als klassisches Hack’n’Slay mit frischen Ideen. Das beginnt mit der WASD-Steuerung und einer frei schwenkbaren 360 Grad-Kameraführung. Ebenfalls sehr praktisch ist, dass man gleich zwei Waffengattungen auf einmal anlegen kann, wodurch man per Knopfdruck einfach zwischen Fern- und Nahkampf wechselt. Allerdings gibt es derzeit sowieso nur drei verschiedene Waffengattungen (Fernkampfwaffen, schnelle Schwerter und schwere Hammer), wodurch die Auswahl nicht so groß ist. Allerdings spielen sich die drei Gattungen komplett unterschiedlich, wodurch man die Wahl zwischen drei verschiedenen Spielstilen hat. Diese übersichtliche Handhabung von Dingen zieht sich übrigens durchs ganze Spiel: So wird euer Inventar zum Beispiel nicht ständig mit irgendwelchem Müll vollgestopft, den ihr eh nur beim Händler verkauft. Das sorgt einerseits dafür, dass man nicht alle zehn Minuten in die Stadt teleportieren muss, andererseits freut man sich über jeden Drop und hofft auf eine bessere Waffe. Rüstungsteile gibt es derzeit auch nicht, was ebenfalls für eine gute Übersicht sorgt. Ich benutze übrigens „übersichtlich“ und nicht „wenig“, denn tatsächlich fällt das nicht-Vorhandensein von in anderen Hack’n’Slay-Titeln üblichen Items nicht negativ auf, sondern verbessert das Spielgefühl. Neben Waffen könnt ihr noch Gold, Tränke, Overdrive-Fähigkeiten sowie Schicksalskarten finden, wobei jede Kategorie einen eigenen Reiter im Inventar hat, was eben für Übersicht sorgt.

                                                  Schicksalskarten sind als Buffs zu sehen, von denen ihr zwei gleichzeitig anlegen könnt. Diese erhöhen dann zum Beispiel eure Lebenspunnkte, sorgen für mehr Fernkampfschaden oder erhöhen eure kritische Trefferchance. Auch hier könnt ihr also euren Helden nach eurem eigenen Vorbild formen und damit euren eigenen Spielstil wählen. Eine weitere Möglichkeit, um den persönlichen Stil beim Spielen zu wählen, sind die Outfits. Diese haben unterschiedliche Verteidigungswerte, unterscheiden sich aber vor allem in der Art und Weise, wie ihr euren Overdrive generiert. Dabei handelt es sich um eure Leiste für eure speziellen Dämonenfähigkeiten, mit denen ihr zum Beispiel einen riesigen Bumerang auf eure Gegner werft oder Meteoriten vom Himmel regnen lasst. Zunächst könnt ihr nur eine dieser Fähigkeiten anlegen, ab Level 8 kommt eine zweite hinzu. Neben diesen beiden Spezialfähigkeiten besitzt jede Waffe zudem noch zwei Fähigkeiten, die für Schadens-Burst sorgen. Die Schrotflinte schießt einen einzelnen Sniper-Schuss auf einen Gegner oder kann einen Flächenschaden verursachen, während der Hammer unterschiedliche AoE-Attacken besitzt.

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Gegen die Monster dieser Welt

                                                  Obwohl die Story-Seite des Spiels noch nicht so stark ausgeprägt ist, heißt das jedoch nicht, dass ihr bisher in der Early Access-Version noch keinen Content bekommt. Ganz im Gegenteil: Zwar seid ihr etwas auf euch gestellt, wenn es darum geht die verschiedenen Dungeons zu finden und zu erforschen, doch per Blick auf die Übersichtskarte könnt ihr direkt sehen, wohin ihr euch begeben müsst, um den nächsten Dungeon zu finden. In jedem Gebiet habt ihr außerdem fünf zusätzliche Aufträge, die ihr erledigen sollt und die dann mit zusätzlicher Erfahrung, Gold und Loot aufwarten. Diese unterscheiden sich recht stark voneinander und verlangen von euch manchmal einfache Sachen, die zum Beispiel die Zerstörung von zehn Spinnen-Nestern oder das finden von drei Geheimnissen in dem Gebiet. Manche Aufgaben sind schon schwerer und verlangen das Erledigen von Zwischenbossen oder restriktieren euch auf eine einzelne Waffengattung. Andere Aufgaben hingegen sind richtig schwer und so müsst ihr zum Beispiel innerhalb einer bestimmten Zeit eine bestimmte Anzahl von Gegnern töten oder bei einem bestimmten Kampf eure Dämonenfähigkeiten nicht einsetzen. Das alles macht unglaublich Spaß und fordert euch unterschiedlich stark. Euren Loot bekommt ihr übrigens größtenteils von diesen Quests sowie stärkeren Monstern, von den „Trash“-Monstern droppt meistens nur etwas Gold oder mal ein Heiltrank. Allerdings fällt beim Spielen schnell auf, dass Fernkampf wesentlich effektiver und einfacher als Nahkampf ist und ihr letzteren eher als Unterstützung nutzt. Hier muss eine bessere Balance gefunden werden.

                                                  Monster allgemein sind natürlich ein sehr wichtiges Thema in Victor Vran, denn die meiste Zeit verbringt ihr eben im Kampf gegen sie. Grundsätzlich kann man die verschiedenen Gegner in vier verschiedene Kategorien einteilen:

                                                  1. Der einfache Trash, der mit einigen wenigen Schlägen bereits erledigt ist
                                                  2. Etwas stärkerer Trash, der schon über einige Fähigkeiten sowie mehr Lebenspunkte verfügt
                                                  3. Zwischenbosse, die meistens mit vielen Trash-Gegnern umher laufen und bereits viel Bewegung und Taktik von euch fordern
                                                  4. Endbosse, die euch minutenlang fordern und mitunter richtig schwer sind

                                                  Gerade die letzte Kategorie ist der Grund, warum mir Victor Vran richtig gut gefällt: Natürlich mach es Spaß, die Trash-Monster abzuschlachten und die fünf Quests pro Gebiet zu erledigen, doch die Endbosse verlangen euch einfach alles ab. Ihr müsst nicht nur die Angriffe verstehen und passend reagieren, sondern zudem eine Taktik entwickeln, wie ihr sie bekämpft. Nicht immer ist der Nahkampf passend, nicht immer sollte man zum Fernkampf wechseln. Die Kämpfe gegen diese Endbosse sind eine richtige Herausforderung und machen einfach Spaß.

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Innovativ und schön

                                                  Ein absoluter Pluspunkt ist die Steuerung, die sich recht stark von anderen Hack’n’Slay-Titeln unterscheidet: Zunächst einmal bewegt man Victor per WASD, was zwar zunächst an eine Konsolensteuerung erinnert, aber nicht negativ auffällt – ganz im Gegenteil. Sobald man sich erst einmal daran gewöhnt hat, funktioniert die Steuerung richtig gut und auch das Zielen per Maus ist absolut intuitiv. Praktisch ist außerdem, dass man nur in die gewollte Richtung zielen muss und dann per Auto-Aim die Gegner trifft. Dabei wird automatisch der Gegner anvisiert, der am nächsten ist. Möchte man einen weiter hinten stehenden Gegner per Fernkampf angreifen, so muss man ihn direkt anzielen. Ebenfalls innovativ ist das Springen per Leertaste, mit dem ihr von Wand zu Wand springt und so Häuser oder andere Vorsprünge erklimmen könnt. Dadurch sind kleine Jump’n’Run-Einlagen vorhanden, die das Gameplay etwas auflockern. Habt ihr euch außerdem daran gewöhnt, per Knopfdruck zwischen euren beiden angelegten Waffen zu wechseln, könnt ihr schnell verschiedene Kombinationen für ordentlich Schaden nutzen.

                                                  Auch grafisch weiß Victor Vran zu überzeugen, auch wenn hier und da noch einige Fehler zu finden sind. Für einen Early Access-Titel, der noch etwas Zeit bis zum angepeilten Release hat, ist die Grafik allerdings schon richtig gut. Da stört es nicht, wenn sich ab und zu ein paar Objekte überlagern oder sich ein Gegner hinter einer Ecke verhakt. Die Animationen sehen schon jetzt richtig gut aus und die vielen Gebiete wissen durch eine enorme Vielfalt zu punkten. Gleiches gilt für den Sound, der überhaupt nicht auffällt – was letztendlich nur bedeutet, dass er perfekt das Spielgeschehen unterstützt und so ein authentisches Gefühl hervorruft. Gerade beim Sound kann man dem Spiel wirklich nichts vorwerfen.

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Victor Vran [Early Access]

                                                  Persönliches Fazit

                                                  Es kommt selten vor, dass ich einen Early Access-Titel vorbehaltlos empfehle, aber die Entwickler von Victor Vran haben bisher wirklich gute Arbeit geleistet. Zwar gibt es hier und da noch ein paar Kritikpunkte, wie das Balancing der Waffen oder einige Grafik-Bugs, doch wenn die bisherige Gangart bis zum angepeilten Release im Sommer 2015 beibehalten wird, dann bin ich davon überzeugt, dass der Titel ein absoluter Hit wird. Schade ist allerdings, dass kein Multiplayer vorhanden ist. Die Steuerung ist innovativ und sorgt für viel Action, die Story ist zwar derzeit noch etwas rar, aber soll ebenfalls schon bald per Update aufgebessert werden. Die Kämpfe gegen die Endbosse sind ein absolutes Highlight und darüber hinaus kann das Spiel mit einer Übersicht punkten, von denen sich andere große Titel eine Scheibe abschneiden können. Bisher könnt ihr schon einige Stunden Spielzeit bekommen, später soll auch hier wohl noch weiterer Content folgen. Wenn ihr also auf Hack’n’Slay steht und einen guten Vertreter der Sparte sucht, dann schaut doch mal in die Early Access rein – und habt einfach Spaß mit gutem Gemetzel.

                                                  Victor Vran

                                                  Victor Vran
                                                  86.2
                                                  86.166666666667

                                                  Gameplay

                                                  87 / 100

                                                  Viele innovative Ideen sorgen für frischen Wind im Hack'n'Slay-Genre

                                                    Story

                                                    79 / 100

                                                    Die ersten Ansätze sind echt gut, allerdings ist bisher noch nicht viel Story vorhanden.

                                                      Grafik

                                                      83 / 100

                                                      Echt schöne Grafik, die hier und da noch Bugs aufzeigt.

                                                        Sound

                                                        90 / 100

                                                        Authentische Geräusche sorgen für eine passende Atmosphäre.

                                                          Umfang

                                                          85 / 100

                                                          Wenige Story-Quests, doch gibt es schon viele Gebiete, viele (End)Gegner sowie viele unterschiedliche Aufgaben.

                                                            Spielspaß

                                                            93 / 100

                                                            Ein richtig gutes Hack'n'Slay-Spiel, das mit guten Ideen und hervorragender Übersicht punktet.

                                                              Positiv

                                                              • - kaum Trash-Items
                                                              • - fünf Aufgaben pro Gebiet
                                                              • - viele unterschiedliche Gegner
                                                              • - herausfordernde Endgegner
                                                              • - perfekte Steuerung

                                                              Negativ

                                                              • - ein paar Grafik-Bugs
                                                              • - Balancing der Waffengattungen

                                                              Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                              Wenn ihr möchtet, schaut euch Victor Vran doch als Early Access Version bei Steam an.

                                                              Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

                                                              Euer Hardbloxx-Team

                                                              Test/Testbericht: Trapped Dead: Lockdown

                                                              Wenn das Diablo-Franchise mit Left 4 Dead ein Kind bekommen würde, dann könnte das zumindest in der Theorie wie Trapped Dead: Lockdown aussehen. Das Spiel vereinigt nämlich das typische Hack’n’Slay-Prinzip von Diablo mit dem Multiplayer-Zombie-Spaß aus Left 4 Dead, hat allerdings – und das sei vorab schon einmal verraten – viele Fehler, die die gute Idee trüben. Wir haben uns das Indie-Game mal etwas näher angeschaut und verraten euch in unserem Test, wo die Stärken und Schwächen liegen.

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Von Zombies und anderen Untoten

                                                              Wenn man an die Entstehung von Zombies denkt, so fallen ein paar oft genutzte Konzepte ein. Das wohl bekannteste davon ist, dass ein (möglicherweise verrückter) Mediziner im Labor an einem Virus gearbeitet hat, der dann (absichtlich oder nicht) in die Welt entschwindet. Genau das erwartet euch auch Story-technisch in Trapped Dead: Lockdown, denn dort trefft ihr auf eine Welt, die von einem mutierten Zombie-Virus verändert wurde. Ihr gehört zu den wenigen Überlebenden und müsst euch ständig mit großen, kleinen, schnellen und langsamen Zombies auseinandersetzen. Diese wollen euch – ebenfalls genretypisch – auffressen und euch in Zombies verwandeln. Wobei das Eine dem anderen in der Theorie zwar widerspricht, in der Praxis jedoch kein Problem zu sein scheint. Eure Aufgabe ist also ganz klar – auch wenn sie so detailliert gar nicht erklärt wird: Ihr müsst den Verursacher der Seuche finden, ihn aufhalten und nebenbei die Welt retten. Also irgendwie, denn einmal Zombie, immer Zombie. Aber den kläglichen Rest der Menschheit zu retten, wäre schon mal ein Anfang.

                                                              Um diese Aufgabe erledigen zu können, könnt ihr entweder alleine oder mit bis zu drei menschlichen Mitstreitern durch die verschiedenen Level ziehen und müsst recht generische Quests absolvieren. Ein Beispiel: Irgendwann kommt ihr in ein Level, das wie eine kleine Vorstadtsiedlung aussieht. Überall stehen Autos herum, mit denen ihr durch den Vorstadtort fahren könnt und am besten jeden Zombie überfahrt, den ihr auf eurem Weg trefft. Natürlich sind Zombies nicht besonders clever und so ist es eigentlich kein Problem, jeden einzelnen Untoten zu erwischen – es sei denn, sie halten Maschinengewehre in der Hand, denn dann werden sie auf einmal zu den Killern, die man aus so manchem schlechten 80er-Jahre Film kennt. Sie treffen dann nämlich mit jedem Schuss und euer Auto explodiert mit viel Spektakel – mit euch darin, natürlich. Solltet ihr einmal sterben, so beginnt ihr am letzten Speicherpunkt und könnt einfach ohne Verluste von XP, Gold oder ähnliches weitermachen. Seid ihr also dann in dieser Stadt unterwegs, ist eure erste Aufgabe, einen Überlebenden zu finden. Dieser schickt euch dann durch die komplette Stadt, um fünf Gegenstände zu finden: Ein Handy, ein Laptop und ähnliches wichtiges Zeug, das man unbedingt nach der Zombie-Apokalypse brauchen kann. Habt ihr all das eingesammelt und zurückgebracht, müsst ihr ein bestimmtes Auto finden, damit ihr abhauen könnt – denn natürlich fährt man als Überlebender des Weltuntergangs nicht mit jeder Karre. Habt ihr dieses Auto gefunden, müsst ihr jedoch die Stadt noch einmal absuchen – denn es fehlt ein Autoschlüssel. Jedes andere umherstehende Auto kann einfach so in Beschlag genommen werden, nur dieses eine nicht.

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Rollenspiel mit viel Action?

                                                              Doch nicht nur die Quests sind reichlich generisch gestaltet, auch der Rollenspiel-Part ist nicht wirklich interessant: Zu Beginn des Spiels könnt ihr euch eine von fünf Klassen auswählen, die auf die Bezeichnungen Marine, Metzger, Exorzist, Assassine und Marshal hören. Diese unterscheiden sich zwar grob in den Fähigkeiten, die sie während des Spiels lernen können, doch der größte Unterschied liegt vor allem in den Waffen, die sie tragen können. Denn als Exorzist greift man zum Beispiel auf magische Kreuze und ab und an auf eine Armbrust zurück, während der Assassine eher Handfeuerwaffen bevorzugt. Der Metzger hingegen verlässt sich voll und ganz auf Nahkampfwaffen und rennt einfach in die Gegner rein, um ihnen mit Beilen und Schwertern auf den Leib zu rücken. Die Vielfalt ist in der Theorie super, doch schon schnell kristallisiert sich heraus, dass lediglich Nahkämpfer und der Marine mit der Schrotflinte sinnvoll sind – und überhaupt Schaden machen. Während diese nämlich später im Spiel zwei bis drei Angriffe für einen Gegner brauchen, muss der Exorzist gleich 15 Angriffe einplanen – was in keinem Verhältnis steht.

                                                              Immerhin die Kämpfe sollten Spaß machen, denn ihr könnt ja immer noch auf eure verschiedenen Skills zurückgreifen. Spielt ihr allerdings im Multiplayer – was bei diesem Spiel absolut bevorzugt werden sollte – so habt ihr als Fernkampf-Held ein großes Problem: Eure Angriffe prallen am Rücken eurer Nahkämpfer einfach ab und erreichen gar nicht erst die Feinde. Das ist absolut schwachsinnig, denn in vielen Leveln kämpft ihr euch durch enge Häuser, Abwassertunnel oder Gassen und seid nun einmal darauf angewiesen, dass euer Nahkämpfer mit den vielen Lebenspunkten vorne steht und den Schaden von euch abwendet. Da ihr allerdings in solchen Fällen selbst keinen Schaden macht, kommt ihr euch einfach nutzlos vor – was ihr eben auch seid. Auch viele andere Sachen sind sehr nervig und trüben den Spielspaß: So schießen Soldaten am Rand von Gebieten ohne Vorwarnung auf euch und sorgen somit für euren verfrühten Tod. Die Geschichte ist wahrscheinlich, dass ihr als potentiell infiziert eingestuft werdet und sie kein Risiko eingehen wollen – was zwar story-technisch Sinn macht, euch jedoch trotzdem immer wieder unerwartet trifft und eben tötet.

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Keine Apokalypse ohne Händler

                                                              Jeder, der schon einmal ein post-apokalyptisches Spiel in den Händen hatte, der weiß, dass selbst nach dem Ende der Menschheit überall noch Händler stehen werden. Das ist auch in Trapped Dead: Lockdown nicht anders: Mindestens einmal pro Level trefft ihr auf Händler, die anscheinend ein Mittel besitzen, das sie vor den Zombies schützt. Gut für sie und gut für euch, denn bei eben jenen Händlern könnt ihr all die Items verkaufen, die von den Gegner-Horden fallen gelassen werden. Mit dem Gold kauft ihr euch Munition und ab und zu mal eine bessere Rüstung – doch grundsätzlich hat das Gold eigentlich keinerlei Wert, sodass ihr schnell einen großen – und sinnlosen – Haufen davon angesammelt habt. Grundsätzlich findet ihr nämlich bessere Waffen und Rüstungsgegenstände bei den Gegnern, sodass ihr fast nur verkauft und selten einkauft. Etwas schade ist, dass die Boss-Gegner, die ihr so trefft, keinerlei spezielles Loot fallen lassen. Die Kämpfe gegen sie sind schon sehr anspruchslos, da sie einfach mehr Lebenspunkte besitzen und mehr Schaden austeilen, als dies ihre kleineren untoten Brüder machen. Da wäre es doch ganz schön gewesen, wenn sie wenigstens andere positive Effekte mit sich bringen. Tatsächlich konnten die meisten Boss-Gegner während unseres Tests auch vom Metzger alleine erledigt werden, während die anderen drei Mitspieler noch auf der Suche nach dem Boss waren. Denn nur der Host selbst bekommt eine visuelle Anzeige auf dem Radar, wohin man sich nun wenden muss. Als Mitspieler ist man einfach aufgeschmissen.

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Liegt Schönheit im Auge des Betrachters?

                                                              Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Trapped Dead: Lockdown ein Indie-Game ist, das nicht viel Budget besessen hat. Das merkt man leider an jeder Ecke: Überall sind kleinere Bugs zu finden und viele Funktionen für eine ordentliche Multiplayer-Partie fehlen. Auch die Grafik ist dementsprechend kein Highlight, denn viele Level sehen sehr generisch aus und nutzen immer wieder die gleichen Animationen, Farben und Objekte. Auch die Gegner sehen eigentlich immer gleich aus, was nach 25 und mehr Leveln doch recht langweilig wird. Am besten sieht man das geringe Budget wohl an den Zwischenszenen, denn hier fehlt es einfach an Detailreichtum. Immerhin passt der Sound in dieses Gesamtkonzept, denn auch hier sind viele generische Sounds zu finden, die sich durchs ganze Spiel ziehen. Da ist es schon fast eine Wohltat, dass man nach gut drei Stunden das erste Mal durch ist. Eine wirkliche Motivation, das Spiel noch einmal anzufassen, gibt es auch nicht.

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Persönliches Fazit

                                                              Es kommt nicht oft vor, dass ich einem Videogame gar nichts Positives abringen kann, doch Trapped Dead: Lockdown fällt wohl in diese rare Kategorie. Die Grafik besitzt einige Glitches und ist sehr generisch, das Gameplay ist ebenfalls nicht abwechslungsreich und die Charaktere sind in keiner Weise ausbalanciert. Eine sehr geringe Spielzeit ist auch nicht lobenswert und obwohl das Game zu dem Hack’n’Slay-Genre gehört, trefft ihr selten auf mehr als drei Gegner auf einmal. Wenn man unbedingt etwas Positives finden möchte, so kann man wohl den Multiplayer erwähnen, denn zu viert kann man sich gemeinsam besser über das Spiel aufregen. Fünf verschiedene Klassen ist auch okay, obwohl diese eben wie Tag und Nacht sind – zumindest, was den Einfluss auf die Kämpfe angeht. Seit meinem Test wurden zwar einige Updates herausgebracht, die einige (grafischen) Probleme verbessert haben, doch das ändert nicht viel. Sehr schade, denn die Idee ist eigentlich schon gut, nur an der Umsetzung mangelt es. Wer also ein Diablo-Klon sucht, der sollte lieber zum Original greifen – oder zu jedem anderen Titel.

                                                              Trapped Dead: Lockdown

                                                              Trapped Dead: Lockdown
                                                              62.2
                                                              62.166666666667

                                                              Gameplay

                                                              60 / 100

                                                              Recht generisch in jeder Phase, immerhin spielen sich die fünf Klassen unterschiedlich.

                                                                Story

                                                                58 / 100

                                                                Zombies, Post-Apokalypse und böse Wissenschaftler - nicht neu und nicht sonderlich spannend umgesetzt.

                                                                  Grafik

                                                                  71 / 100

                                                                  Viele dunkle, matschige Farben und Texturen, die sich ebenfalls durch ganze Spiel ziehen.

                                                                    Sound

                                                                    76 / 100

                                                                    Zombie-Sounds wirken passend, wenn auch hier mehr Abwechslung wünschenswert gewesen wäre.

                                                                      Umfang

                                                                      44 / 100

                                                                      Nur drei Stunden Spielzeit reichen bei weitem nicht, dafür gibt es ein paar Rollenspiel-Elemente und fünf verschiedene Klassen.

                                                                        Spielspaß

                                                                        64 / 100

                                                                        Solo fast nicht vorhanden, doch mit drei Freunden kommt immer wieder mal Spielspaß auf.

                                                                          Positiv

                                                                          • - bis zu vier Spieler im Multiplayer
                                                                          • - fünf verschiedene Klassen

                                                                          Negativ

                                                                          • - generisches Gameplay
                                                                          • - matschige Grafik
                                                                          • - viele Bugs
                                                                          • - Gold ist schnell sinnlos
                                                                          • - End-Bosse nicht anspruchsvoll

                                                                          Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                                          Solltet ihr trotzdem Interesse an Trapped Dead: Lockdown haben, so könnt ihr den Titel bei Steam finden.

                                                                          Euer Hardbloxx-Team

                                                                          Test/Testbericht: Battlefield Hardline [PC]

                                                                          Bis jetzt war DICE Entwickler der erfolgreichen Shooter-Reihe Battlefield. Nun hat die Entwicklerfirma Visceral Game das Ruder übernommen und bringt mit Battlefield Hardline den neuesten Ableger des Multiplayer-Shooters. Doch die Dead Space-Macher hatten das übliche Kriegssetting satt und versuchen eine neue Schiene: Den Kampf zwischen Polizei und Verbrecher. Ob Battlefield dieser Settingwechsel steht und ob der neueste Titel der Reihe ein würdiger Nachfolger von Battlefield 4 ist, erfahrt ihr in unserem Testbericht zur PC-Version von Battlefield Hardline.

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          Melden uns zum Dienst

                                                                          Obwohl der Fokus der Battlefield-Reihe wohl eher auf dem Multiplayer-Modus liegt, bringt auch Battlefield Hardline eine Kampagne mit sich. Hier verkörpern wir den Polizisten Nick Mandoza, der sich zusammen mit seiner neuen Partnerin Khai Minh Dao um den Drogenkrieg in Miami kümmert. Die Kampagne bringt dabei erstaunlich viele, für Battlefield eher unübliche, Schleicheinlagen mit sich. So können wir einzelne Ziele mit einer geworfenen Patronenhülse auf uns aufmerksam machen oder von uns ablenken. Wir können auch unsere Polizeimarke vorzeigen, damit Verdächtige ihre Waffen fallen lassen und wir sie festnehmen können. Die Kampagne ist zwar in vorgegebene Level unterteilt und bringt auch Schlauchlevel mit sich, teilweise können wir uns jedoch frei im Level bewegen. Neben der Hauptmission haben wir auch die Möglichkeit, mit unserem Scanner nach Beweismitteln für offene Fälle zu suchen. Schließen wir diese Fälle ab, erhalten wir neben Erfolgen auch Kisten mit Gegenständen für den Multiplayer-Modus. Visceral Games hat keine Mühen gescheut und für die Kampagne einige namhafte Schauspieler eingeladen, unter anderem Nicholas Rodriguez (bekannt aus CSI Miami und Melrose Place) und Kelly Hu (CSI NY, Hawaii Five-0) für die beiden Hauptrollen. Die Umsetzung der Schauspieler im Spiel ist gut gelungen und so macht die Grafikumsetzung der Kampagne teilweise einen besseren Eindruck als der Multiplayer. Die Story ist leider trotz der guten Charaktere vorhersehbar und besitzt zu offensichtliche Plot-Twists. Leider sind sowohl die Schleichpassagen als auch die Schießereien nicht unbedingt fordernd, da die KI-Gegner dann doch nicht intelligent genug handeln, häufig zu leicht umgangen werden können und nicht zusammenarbeiten. Zwar ist die Kampagne teilweise sehr gut inszeniert, das Spielen des Einzelspielermodus‘ ist aber kein Muss.

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          Mehr oder weniger neue Multiplayer – Schlachten

                                                                          Dass die Stärke von Battlefield eher im Multiplayer-Modus liegt als in der Kampagne, ist klar bekannt. Battlfield Hardline bringt derzeit acht verschiedene Spielmodi auf neun mittelgroßen bis riesigen Karten mit sich. Leider muss man sagen, das Repertoire an Spielmodi ähnelt sehr stark dem von Battlefield 3 und 4, Eroberung und Team Deathmatch wurden 1:1 übernommen, in Überfall versuchen die Verbrecher zwei Tresore zu knacken und die Taschen an einen Abgabeort zu bringen, was sehr stark an Rush erinnert. Die 5vs5-Duelle wie bei Defuse erhalten wir in den Spielmodi Rettung und Fadenkreuz. In Rettung müssen die Polizisten Geiseln befreien und an einen Zielort bringen oder alle Verbrecher ausschalten und bei Fadenkreuz müssen die Verbrecher einen Verräter ausschalten, während die Polizisten versuchen müssen, dies verhindern. In beiden Spielmodi gibt es keinen Respawn, was für kurze Spielrunden sorgt. Etwas Abwechslung bringen die beiden Spielmodi Hotwire und Blood Money. In Hotwire werden die Eroberungspunkte mobil, wir müssen Autos stehlen und diese in Bewegung halten, um Punkte zu erhalten. So verteilt sich die Action auf der Karte etwas und man ist immer unterwegs. In Blood Money hat jedes Team einen Bus und muss Geld von einem zentralen Punkt in ihren eigenen Bus schaffen. Allerdings kann das gegnerische Team auch den eigenen Bus plündern, was die Action auf drei Punkte verteilt. Durch die kleinen Karten bei Blood Money ist das Spiel jedoch meist so chaotisch, dass man nach dem Spawnen und kurzem Laufen im Kugelhagel stirbt, sowohl als Anfänger als auch als Veteran. Zusätzlich hat sich das komplette Spieltempo erhöht, was diesem Spielmodus nicht wirklich gut tut. Außerdem wurde die Rolle der Fahrzeuge etwas entschärft, was einige taktische Finesse der Vorgänger zunichte macht.

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          Der Kampf um das Balancing

                                                                          Zwar wurde etwas mehr Fokus auf Truppenkämpfe ohne Fahrzeuge gelegt, dies nimmt jedoch etwas die Taktik aus dem Spiel, die sonst in Battlefield sehr wichtig war, und wirkt daher teilweise eher wie ein Call of Duty als wie ein Battlefield-Titel. Auch das Balancing musste etwas dran glauben, so hat der Mechaniker keine ausschlaggebenen Waffen gegen Fahrzeuge mehr, was vor allem Hubschrauber teils unberechenbar und unaufhaltbar macht. Mit den neuen Ausrüstunggegenständen sollte zwar ein wenig frischer Wind in den Kampf gebracht werden (u.a. Kletterhaken und Seilrutschen), dies geht jedoch in den sehr hektischen Gefechten unter und wird kaum benutzt. Das Unlock-System wurde angepasst und macht es uns nun möglich, jegliche Waffen der Klassen freizuschalten, ohne vorher mit Waffen spielen zu müssen, die wir nicht benutzen wollen. In den Multiplayer-Kämpfen erspielen wir uns Geld, mit denen wir uns neue Waffen freikaufen können. Einzig die Aufsätze und Zielfernrohre müssen wir uns immer noch durch die jeweilige Waffe erspielen, indem wir eine bestimmte Anzahl an Gegnern erledigen. Die Grafik von Battlefield Hardline ist nicht unbedingt groß verbessert worden im Vergleich zu Battlefield 4, jedoch durch die Frostbite Engine immer noch sehr schön anzusehen. Die neuen Maps bieten auch neue Levolution-Elemente mit sich. So bekommen wir es auf der Karte Dustbowl zum Beispiel mit einem Sandsturm zu tun, wodurch wir kaum etwas sehen können. Außerdem hat auf der Karte Entgleisung das Einstürzen der Brücke die namensgebende Entgleisung eines Zuges zur Folge. Wie schon in den Vorgängern ist vor allem die Soundkulisse sehr real gehalten und das Waffenhandling ist immer noch eines der besten im Shooter-Bereich. Wie schon in den Vorgängern funktioniert die Serversuche wieder über den Browser und die Seite Battlelog. Die Server stammen sowohl von EA als auch von der Community. Außerdem scheint Battlefield Hardline noch kleine Probleme mit dem Netcode zu haben, so hatten wir manchmal das Gefühl, dass eigentlich klare Treffer nicht gezählt wurden und andere Treffer nicht richtig angezeigt wurden.

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          BattlefieldHardline

                                                                          Persönliches Fazit

                                                                          Schon bei Ankündigung des neuen Entwicklers musste man sich um den Verbleib der Battlefield-Reihe eigentlich keine Sorgen machen. So bot DICE beispielsweise immer noch Hilfe bei der Entwicklung von Battlefield Hardline an. Das neue Setting sorgt zwar für etwas frischen Wind im Einzelspielermodus, man darf aber keine Revolution des Spielprinzips im Multiplayer erwarten. Dafür wurden zu viele Spielmodi aus den Vorgängern übernommen und Hardline fühlt sich teilweise wirklich eher wie ein Call of Duty an als wie ein Battlefield, vor allem durch die sehr hektischen Spielmodi. Der Singleplayer ist zwar ganz nett, ist aber kein Kaufgrund und er wird wohl eher für die zusätzlichen Gegenstände im Multiplayer durchgespielt als für die Story. Der Multiplayer-Modus bietet zwar wieder viele Spielstunden Spaß durch die acht Spielmodi und neun Karten, dennoch haben wir das Gefühl, wir haben alles schon irgendwie, irgendwo mal gesehen. Das heißt nicht, dass Battlefield Hardline ein schlechtes Spiel ist, im derzeitigen Zustand bevorzuge ich allerdings eher Battlefield 4 mit seinen DLCs, den teilweise einzigartigen Spielmodi und dem dann doch deutlich angepassteren Balancing. Abschließend kann man sagen, an einigen Spielrunden Hardline gibt es nichts aussetzen, vor allem der Hotwire Spielmodus macht sehr viel Spaß und trotz ständiger Tode finde ich auch an Blood Money meinen Gefallen. Man kann nur hoffen, dass das Balancing noch angepasst wird und die DLCs einige frische, neue Spielmodi mit sich bringen. Die Premiumversion schreit ja schon nach einigen herunterladbaren Zusatzinhalten mit neuen Karten, Waffen und Spielmodi.

                                                                          Battlefield Hardline [PC]

                                                                          Battlefield Hardline [PC]
                                                                          83.8
                                                                          83.833333333333

                                                                          GAMEPLAY

                                                                          85 / 100

                                                                          Sehr gutes Waffenhandling, spaßige, bekannte Spielmodi, etwas zu schnell für Battlefield-Verhältnisse

                                                                            STORY

                                                                            70 / 100

                                                                            Vorhersehbare Story Marke CSI-Irgendwas, sehr offensichtliche Plot-Twists in der Kampagne

                                                                              GRAFIK

                                                                              90 / 100

                                                                              Keine Revolution zum Vorgänger, aber dennoch nicht schlecht dank Frostbite Engine

                                                                                SOUND

                                                                                93 / 100

                                                                                Gute, stimmungsvolle Musik und Schusssounds, sowie Soundeffekte

                                                                                  UMFANG

                                                                                  80 / 100

                                                                                  Bereits bekannte und teilweise 1:1 übernommene Spielmodi, kurze, recht langweilige Kampagne, neun gute Karten

                                                                                    SPIELSPASS

                                                                                    85 / 100

                                                                                    Solides Gameplay, keine Revolution der Shooterszene, aber immernoch ein Battlefield

                                                                                      Positiv

                                                                                      • - sehr gutes Waffenhandling
                                                                                      • - Frostbite Engine bringt sehr gute, moderne Grafik
                                                                                      • - gute Levolution-Elemente in den Karten
                                                                                      • - jegliche Waffen durch Ingame-Währung freischaltbar

                                                                                      Negativ

                                                                                      • - sehr langweilige, vorausschaubare Kampagne
                                                                                      • - teilweise 1:1 übernommene Spielmodi aus den Vorgängern
                                                                                      • - Netcode-Probleme

                                                                                      Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                                                      Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

                                                                                      Euer Hardbloxx-Team

                                                                                      Test/Testbericht: Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas

                                                                                      Ursprünglich für iOS entwickelt, findet das Adventure Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas nun auch auf den PC. Für viele gilt dies bereits als eine Art The Legend of Zelda außerhalb einer Konsole. Vor allem mit dem Titel The Legend of Zelda: Wind Waker wird Oceanhorn in vielerlei Hinsichten verglichen. Damit muss Oceanhorn in große Fußstapfen treten, denn Nintendo’s Pendant setzt die Messlatte hier sehr hoch. Wir haben uns Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas einmal selbst angeschaut. Wie sich das Adventure geschlagen hat und ob es dem Vergleich mit dem Spiel rundum den Helden der Zeit gerecht wird, soll euch unser Test zeigen.

                                                                                      Oceanhorn – Mehr als nur eine Sage

                                                                                      Unser kleiner, namenloser Held ist wirklich nicht zu beneiden. Er muss mit seinem Vater allein auf einer Insel wohnen, da er vor langer Zeit seine Mutter verlor. Eines Tages macht sich dann auch noch der Vater des Helden auf und kehrt nicht mehr zurück. Schuld an diesen Ereignissen ist das namensgebende Monster Oceanhorn. Der Vater hatte sich aufgemacht, den kleinen Jungen vor dem Monster zu bewahren, denn Oceanhorn verbreitet ausschließlich Tod und Zerstörung in der Welt. Unser Held traut dem Ganzen nicht so recht und macht sich kurzerhand selbst auf den Weg, um nach seinem Vater und dem sagenumwobenen Monster Oceanhorn zu suchen.

                                                                                      Eine Story-Offenbarung sollte man an dieser Stelle nun nicht erwarten. Die Geschichte um Oceanhorn ist recht oberflächlich gehalten und trägt nur einen kleinen Teil zum Spielerlebnis bei. Zwar findet man hier nicht das altbekannte und mittlerweile auch altbackene Prinzip „Die Prinzessin retten“ vor, allerdings geht das Ganze schon recht stark in diese Richtung. Überflüssig ist die Geschichte hinter Oceanhorn bei Weitem nicht, Story-Fanatiker sollten hier nur keinen unglaublichen Tiefgang erwarten. Für ein Videospiel dieses Genres geht die Hintergrundgeschichte definitiv in Ordnung und ist an verschiedenen Stellen auch recht interessant.

                                                                                      Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas (4)
                                                                                      Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas (6)

                                                                                      Link? Bist du es?

                                                                                      Schon zum Anfang des Spiels lassen sich diverse Parallelen zum allseits bekannten Helden der Zeit erhaschen. Wir starten, zunächst ohne jegliche Ausrüstung, auf einer Insel, die zugleich auch das Zuhause unseres Helden darstellt. Ohne besagte Ausrüstung kann man sich natürlich nicht auf machen, um den eigenen Vater, weit draußen auf den Meeren der Welt, zu finden. Deswegen führt uns Oceanhorn zu Anfang schließlich in eine Höhle, wo wir unser eigenes Schwert und einen Schild finden. Ausreichend ausgerüstet, um das Böse zu bekämpfen, bekommen wir von einem Inselbewohner auch noch ein Boot zur Verfügung gestellt. Damit steht uns nichts mehr im Weg und wir ziehen los, um die Meere und damit die Welt von Oceanhorn zu erkunden.

                                                                                      Wo man auch hinschaut, das Spiel erinnert einfach an unglaublich vielen Stellen an das Genre-Vorbild The Legend of Zelda. Doch das sollte nicht negativ verstanden werden. Es versucht nicht nur einfach, so zu wirken, sondern macht das alles auch noch richtig gut. Man findet in Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas verschiedene Ausrüstungs-Gegenstände, die man allesamt an verschiedenen Stellen im Spiel benötigt. Das Prinzip ist zwar simpel, aber macht einfach Spaß.

                                                                                      Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas (23)
                                                                                      Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas (38)

                                                                                      Erkunder der Meere

                                                                                      Neben der Hauptgeschichte gibt es in Oceanhorn noch einige weitere Dinge zu tun. Denn auf vielen Inseln, die ihr in Oceanhorn bereist, erwarten euch neben neuen Dungeons meist auch einige Menschen. Diese haben nicht selten kleine, interessante Nebenaufgaben für euch. So bekommt ihr für das Abschließen jener teilweise etwas Gold oder andere Belohnungen. Zusätzlich zu den Nebenaufgaben der Bewohner gibt es auch inselbezogene Quests. Schließt ihr diese ab, erwarten euch überwiegend Erfahrungspunkte in Form von blauen Kristallen. Mit diesen steigt ihr im Abenteurer-Level auf. Jedes Mal, wenn ihr ein neues Level erreicht, belohnt euch das Spiel mit verschiedenen Boni. So könnt ihr beispielsweise durch ein Level-Up mehr Pfeile oder Bomben bei euch tragen.

                                                                                      Die verschiedenen Inseln in Oceanhorn müssen zunächst erst einmal entdeckt werden. Um dies zu erreichen, müsst ihr euch mit den unzähligen NPCs in Oceanhorn verständigen. Diese berichten des Öfteren von Gerüchten oder Ähnlichem, rundum einer Insel. Haben wir dann endlich die nötigen Informationen erlangt, steht uns die jeweilige Insel im Steuerungs-Bildschirm unseres Bootes zur Verfügung. Eine andere Möglichkeit bietet die Flaschenpost, welche in Oceanhorn an einigen Stränden angeschwemmt wird. Sind wir dann auf dem Weg, um eine neue Insel zu erkunden, erinnert das Spiel ein wenig an The Legend of Zelda: Wind Waker. Denn auch in Oceanhorn werden die kurzen Wege zwischen den Etappen von einer Bootsfahrt über das Meer begleitet.

                                                                                      Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas (41)
                                                                                      Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas (43)

                                                                                      Fantastische musikalische Begleitung

                                                                                      Eine ungeheuerliche Grafikpracht sollte man bei Oceanhorn definitiv nicht erwarten. Die Welt ist schön und liebevoll gestaltet und die Auflösung lässt sich sogar bis zu 4K hoch stellen. Trotzdem bleibt Oceanhorn immer noch ein Port der Mobile-Plattform iOS und das sieht man ihm an einigen Stellen auch an. Manche Texturen sind nicht gut aufgelöst und an einigen Stellen lässt sich klare Treppchenbildung erkennen. Abgesehen von diesen Schwächen liefert Oceanhorn jedoch ein stimmiges Gesamtpaket ab. Grafik-Fanatiker werden hier nicht auf ihre Kosten kommen, Liebhaber von stimmigen Spielwelten finden hier aber ein gefundenes Fressen.

                                                                                      Wo die Grafik nicht an allen Punkten überzeugen kann, sticht der Soundtrack von Oceanhorn in allen Belangen heraus. Die Stücke passen einfach perfekt zu jeder Situation im Spiel und man kann ganz klar die Handschrift der Komponisten Kinji Ito und Nobuo Uematsu erkennen. Letzterer war unter anderem für die Musik hinter vielen Final Fantasy-Spielen verantwortlich und hat auch hier wieder eine erstaunlich gute Arbeit verrichtet. Nicht nur einmal haben wir einfach ein kleines Päuschen in den Städten von Oceanhorn eingelegt, nur um dem stimmigen Soundtrack zu lauschen.

                                                                                      Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas (2)
                                                                                      Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas (8)

                                                                                      Persönliches Fazit

                                                                                      Lieber gut geklaut als schlecht selbst gemacht – das haben sich wohl auch die Entwickler gedacht und mit Oceanhorn ein unglaublich stimmiges Adventure auf die Beine gestellt. Oceanhorn strotzt nur so von Elementen, die man bereits aus Spielen wie The Legend of Zelda kennt und dennoch macht es einfach nur eine extrem gute Figur. Lang ist es her, dass ich ein Adventure gespielt habe, wo die einzelnen Elemente so gut und stimmig miteinander verschmolzen waren wie bei Oceanhorn. Es mag nicht viele Neuheiten für euch bereithalten und auch keine Offenbarung in Sachen Story-Telling sein, aber das muss Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas auch gar nicht.
                                                                                      Mich als großer Fan der The Legend of Zelda-Reihe hat Oceanhorn direkt in seinen Bann gezogen und bis zum bitteren Ende gefesselt. Da schaut man dann auch gern einmal über eine Geschichte hinweg, die anfangs keinen großen Tiefgang bietet. Ihr seid Adventure-Fan und besitzt einen einigermaßen potenten Rechner? Dann auf, öffnet euer Steam und kauft euch dieses Meisterstück! Ihr werdet definitiv nicht enttäuscht.

                                                                                      Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas

                                                                                      Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas
                                                                                      85
                                                                                      85

                                                                                      Gameplay

                                                                                      90 / 100

                                                                                      Abwechslungsreiches Gameplay im Stile des Vorbildes weiß zu überzeugen.

                                                                                        Story

                                                                                        80 / 100

                                                                                        An sich recht interessante Geschichte, der anfangs allerdings ein klein wenig Tiefgang fehlt.

                                                                                          Grafik

                                                                                          80 / 100

                                                                                          Schöne, aufgebesserte Grafik, der man den Port von iOS an einigen Stellen leider ansieht.

                                                                                            Sound

                                                                                            90 / 100

                                                                                            Völlig authentischer Soundtrack, der euer Abenteuer jederzeit begleitet.

                                                                                              Umfang

                                                                                              85 / 100

                                                                                              Einige sammelbare Gegenstände halten euch an der Stange und auch die Hauptgeschichte bietet einen soliden Umfang.

                                                                                                Spielspaß

                                                                                                85 / 100

                                                                                                Mit einigen, sehr kleinen Ausnahmen bleibt Oceanhorn größtenteils sehr fair, fordert aber eure grauen Zellen dennoch des Öfteren.

                                                                                                  Positiv

                                                                                                  • - Abwechslungsreiches Gameplay á la The Legend of Zelda
                                                                                                  • - Stimmig und liebevoll gestaltete Spielwelt
                                                                                                  • - Überragend guter Soundtrack
                                                                                                  • - Solide Spielzeit für ein Adventure
                                                                                                  • - Durchweg fair, bei Bosskämpfen oder Rätseln aber auch fordernd

                                                                                                  Negativ

                                                                                                  • - Story mit recht wenig Tiefgang
                                                                                                  • - Grafik sieht man den Port teilweise an

                                                                                                  Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

                                                                                                  Euer Hardbloxx-Team

                                                                                                  Test/Testbericht: Evolve [PC]

                                                                                                  Die Geschichte ist schon Jahrtausende alt, doch immer wieder wird sie herausgeholt und aufs Neue erzählt: Ein paar Helden – in diesem Fall Jäger – ziehen aus, um gegen große, beinahe unbesiegbare fast mythische Figuren – in diesem Fall die Monster – zu kämpfen. Wir haben bereits in der Alpha von Evolve mitgemischt und uns natürlich auch nicht die Beta entgehen lassen. Trotzdem waren wir sehr gespannt auf die finale Version, die wir trotz unserer Vorerfahrung stundenlang getestet haben. Unsere Meinung zu dem Koop-Shooter könnt ihr im folgenden Test erfahren.

                                                                                                  Der Menschheit Nemesis

                                                                                                  In einer weit entfernten Zukunft hat sich die Menschheit technisch so weit entwickelt, dass es auch Außenposten auf weit entfernten Planeten gibt. Shear ist einer dieser Planeten und wurde als Forschungs-Kolonie eingerichtet. Doch etwas geht schief und außerirdische Monster machen sich auf dem Planeten breit, töten die meisten Kolonisten und zerstören die Einrichtungen. Nun schlägt die Stunde von William Cabot, einem Kämpfer, der eigentlich schon im Ruhestand ist. Trotzdem lässt er sich dazu überreden, noch einmal zurückzukommen und stellt ein Team aus Jägern zusammen, die mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten den Monstern den Garaus machen sollen. Darunter sind verdiente Kriegsveteranen, aber auch Roboter, Psychopathen und Söldner. Viel mehr Story gibt es allerdings in Evolve auch nicht, denn eigentlich bewegt ihr euch einfach nur auf verschiedenen Karten und kämpft entweder im Vierer-Team gegen das Monster – oder ihr übernehmt selbst die Rolle des ungezogenen Außerirdischen und lasst euch jagen – bis die Jäger selbst die Gejagten werden. Warum ihr eigentlich als Monster unterwegs seid und was eure Motivation ist, wird nicht wirklich klar, doch das fällt auch nicht wirklich negativ auf. Stattdessen habt ihr einfach Spaß am Spiel und versucht die verschiedenen Klassen und Taktiken richtig einzusetzen.

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Die Truppe stellt sich vor

                                                                                                  In Evolve gibt es vier verschiedene Jägerklassen (Medic, Trapper, Assault und Support), sowie das bereits erwähnte Monster. Pro Rolle gibt es drei verschiedene Charaktere, die ihr wählen könnt, die sich zwar nicht grundsätzlich unterscheiden, aber dennoch verschiedene Strategien von euch erfordern. Der Medic hat natürlich die Aufgabe, das Team am Leben zu erhalten und kann dafür entweder direkte Heilfähigkeiten einsetzen oder schnell die gefallenen Kameraden wiederbeleben. Die Hauptaufgabe des Trappers ist es, das Monster aufzuspüren und seine Bewegungsfähigkeit einzuschränken. Das funktioniert einmal mit einer Arena aus Energie, die das Monster nicht verlassen kann, aber auch mit Harpunen und ähnlichem, die das Monster kurzzeitig festhalten. Der Assault soll vor allem Schaden austeilen und kann dafür auf eine ganze Reihe an offensiven Fähigkeiten zurückgreifen. Der Support hingegen ist eine Art „Mädchen für alles“ und schützt einerseits mit einem Schild seine Team-Mitglieder, kann aber auch einen Raketen-Strike vom Himmel rufen, das Monster finden oder sich unsichtbar machen und gefallene Teamkameraden wiederbeleben.

                                                                                                  Die drei Varianten pro Klasse unterscheiden sich allerdings nicht in der Hauptfähigkeit: So kann zum Beispiel jeder Trapper eine Arena stellen oder jeder Medic kann einen Heil-Spruch benutzen. Dafür besitzt ein Trapper jedoch ein Haustier, das auf den Namen Daisy hört und eine Art Hund in außerirdischer Form ist, das die Fährte des Monsters erschnüffeln kann. Ein anderer Trapper nutzt stattdessen seismische Sensoren, von denen er fünf auf der Karte verteilen kann. Sobald das Monster in Reichweite ist, erscheint ein optisches Signal, das anzeigt, dass das Monster dort ist. Der dritte Trapper nutzt Tracking-Pfeile, mit denen das Monster angezeigt wird, selbst wenn es abhaut. Diese Pfeile können auch auf die Fauna der Karte geschossen werden und sobald das Monster eines der Tiere verspeist, wird auch der Tracking-Pfeil verspeist – und die Hunter wissen ganz genau, wo das Monster ist. Jede Klasse spielt sich also anders, aber auch die einzelnen Charaktere unterscheiden sich stark voneinander. Natürlich spielen sich auch die drei Monster komplett unterschiedlich, sodass ihr immer eine andere Taktik entwickeln müsst.

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Siegen mit Strategie und Taktik

                                                                                                  Übernehmt ihr die Rolle des Monsters, habt ihr zwei Möglichkeiten zu gewinnen: Ihr könnt euch darauf konzentrieren, die Jäger zu jagen und zu töten – oder ihr erreicht die dritte Evolutionsstufe und könnt dann ein Relais zerstören. Die Evolutionsstufen sind deshalb wichtig, weil ihr mit jeder neuen Stufe neue Fähigkeiten als Monster bekommt, alte verstärkt und darüber hinaus mehr Lebenspunkte und Angriffsstärke erhaltet. In der ersten Stufe seid ihr sehr fragil und solltet lieber vor den Jägern fliehen. Die zweite Stufe soll euch in etwa auf eine Ebene mit den Jägern bringen und mit der dritten Evolutionsstufe seid ihr im Vorteil, könnt allerdings natürlich immer noch verlieren. Um aufzusteigen, müsst ihr die auf der Karte verteilte Fauna jagen, erlegen und auffressen. Wenn ihr genug gegessen habt, könnt ihr aufsteigen – doch solltet ihr euch verstecken, denn während der Evolution seid ihr einige Sekunden verwundbar und könnt euch nicht bewegen. Finden euch die Jäger in dieser Zeit, können sie viel Schaden anrichten, bevor ihr überhaupt in den Kampf ziehen könnt. Also solltet ihr lieber strategisch denken und euch gute Positionen aussuchen, um den Kampf zu starten – oder euch weiterzuentwickeln. Denn auch die Jäger werden verschiedene Taktiken anwenden, um euch in die Ecke zu treiben, einzufangen und am Ende zu erledigen.

                                                                                                  Neben dem normalen Modus, in dem ihr entweder das Monster jagen oder als solches das Power-Relais oder die Jäger vernichten müsst, gibt es auch noch drei weitere Modi, die ihr per Zufallsprinzip nutzen könnt: Im Nest-Modus müsst ihr sechs verschiedene Eier finden, die auf der Map verteilt sind und von den Jägern innerhalb von 18 Minuten zerstört werden müssen. Das Monster hat die Aufgabe, die Jäger davon abzuhalten und kann außerdem aus einem der Eier einen Minion schlüpfen lassen, der dann an der Seite des Monsters kämpft. In der Rettungs-Mission werden auf der Karte zufällig Kolonisten verteilt, die vom Monster gefunden und getötet werden müssen. Die Jäger haben hingegen die Aufgabe, die Kolonisten wiederzubeleben und ihnen einen sicheren Heimweg zu ermöglichen. Wer als erstes fünf Kolonisten rettet – oder tötet – gewinnt die Runde. Der vierte Modus heißt „Verteidigung“. Dort übernimmt ein Spieler ein bereits voll entwickeltes Monster, sowie verschiedene kleine Monster und muss versuchen, ein Raumschiff zu zerstören, bevor dieses vollständig aufgeladen wurde. Die Jäger hingegen müssen dies verhindern.

                                                                                                  Ihr habt die Wahl, entweder den normalen Quick-Match-Modus zu wählen, in dem ihr ganz normal 4-gegen-1 spielt und das Monster jagen und töten müsst. Oder ihr wählt den Evacuation-Modus, in dem ihr fünf Spiele hintereinander in einem zufällig gewählten Modus spielen müsst. Gewinnt eure Gruppe, so habt ihr in der nächsten Runde einen Vorteil und bekommt zum Beispiel als Jäger zusätzliche automatisch agierende Geschütztürme, während ihr als Monster die Flora auf eurer Seite habt, die Giftgas verströmt und damit die Jäger schädigt. Die letzte Runde ist hingegen immer der Verteidigungs-Modus.

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Spaß und Frust vereint

                                                                                                  Obwohl Evolve echt viel Spaß macht, gibt es auch einige negative Punkte, die wir euch nicht verschweigen möchten. Das beginnt mit dem Matchmaking, das scheinbar nur abhängig von eurem Level ist. Erfahrungspunkte sammelt ihr, indem ihr spielt: Wenn ihr Schaden verursacht, gibt das Erfahrung. Wenn ihr eure Fähigkeiten benutzt, gibt das Erfahrung. Wenn ihr überlebt, jemand wiederbelebt oder einfach nur ein Spiel abschließt, dann gibt das Erfahrung. Wenn ihr nicht mit bis zu drei Freunden spielt und damit zusammen mit – oder gegen – fremde Spieler zockt, so müsst ihr darauf hoffen, dass die anderen wissen, was sie tun. Oder eben nicht, denn wenn die Jäger keine Ahnung haben, was zu tun ist, dann habt ihr als Monster ein einfaches Spiel. Es ist sehr frustrierend, wenn ihr bereits 50 Spiele absolviert habt und trotzdem auf Spieler trefft, die noch nie eine bestimmte Rolle gespielt haben. Außerdem könnt ihr nicht sicher sein, dass ihr die Rolle bekommt, die ihr spielen möchtet: Zu Beginn wählt ihr die Gewichtung aus, die die Rollen für euch haben. Möchtet ihr also lieber Trapper spielen, setzt ihr dies an Platz Eins und wenn ihr die Rolle des Monsters nicht mögt, so setzt ihr dieses auf Platz Fünf – und müsst eben mitunter trotzdem als Monster spielen. Das führt dazu, dass viele Spieler einfach direkt zu Beginn des Spiels eben jenes verlassen. Als „Bestrafung“ können sie dann 60 Sekunden lang kein neues Spiel betreten.

                                                                                                  Ein weiterer wirklich großer Punkt ist das Balancing der Rollen und Charaktere: Bei den Jägern verhält es sich eher so, dass die später freigeschalteten Charaktere komplexer und wesentlich schwieriger als die ersten Jäger sind, dafür jedoch keinen zusätzlichen „Bonus“ mit sich bringen. Bei den Monstern verhält sich dies genau umgekehrt, denn dort ist das erste Monster, der Goliath, eher schwach im Vergleich zu den später freigeschalteten Versionen. Vor allem der Ghost ist schnell, wendig und besitzt ein so starkes Skillset, dass gerade unerfahrene Spieler keinerlei Chance haben, ihn überhaupt einzufangen. Zwar wurde im Vergleich zur Alpha und Beta schon viel getan, doch das Balancing ist noch lange nicht vollendet. Da stören die kleineren Probleme mit den Servern schon fast gar nicht mehr.

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Persönliches Fazit

                                                                                                  Evolve kann dadurch punkten, dass der Shooter eine gute Idee besitzt, die wirklich hervorragend umgesetzt wurde. Das 4-gegen-1 Prinzip ist unterhaltsam und auch wenn man nach einigen Spielen schnell die Lust verliert, so wird man ein paar Tage später doch bestimmt wieder anfangen. Die verschiedenen Modi sind witzig, doch bisher fehlt noch die Option, sie einzeln anzuwählen, was wirklich unschön ist. Ebenfalls unschön ist das Balancing, das noch ordentlich Arbeit benötigt. Dafür spielen sich die verschiedenen Klassen sehr unterschiedlich und machen Spaß. Selbst die verschiedenen Klassen-Charaktere unterscheiden sich genug, so dass man immer wieder mal zwischen ihnen wechseln wird.

                                                                                                  Die beste Performance liefert Evolve allerdings, wenn man zusammen mit drei weiteren Freunden auf die Jagd geht und sich strategisch abspricht. Dann kann man sogar ein perfekt aufeinander abgestimmtes Team wählen und dem Monster das Leben richtig schwer machen. Mit zufälligen Mitspielern ist es allerdings eine Glücksache, ob sie wissen, worauf sie achten müssen. Doch in so einem Fall habt ihr natürlich immer die Möglichkeit, auf das Monster zurückzugreifen und euch selbst gegen die Jäger zu stellen. Sehr schön ist zudem, dass kommende Karten und Modi kostenlos angeboten werden. Mit den DLCs erhaltet ihr lediglich neue Skins sowie die neuen Klassen-Charaktere. Wir können Evolve nur jedem empfehlen, denn es macht einfach richtig viel Spaß!

                                                                                                  Evolve [PC]

                                                                                                  Evolve [PC]
                                                                                                  84.5
                                                                                                  84.5

                                                                                                  Gameplay

                                                                                                  85 / 100

                                                                                                  Lediglich das Balancing performt teilweise schlecht.

                                                                                                    Story

                                                                                                    71 / 100

                                                                                                    Ein Setting auf einem fremden Planeten in einer fernen Zukunft - mehr gibt es nicht.

                                                                                                      Grafik

                                                                                                      90 / 100

                                                                                                      Alles ist sehr detailliert und sieht echt schön aus, ohne zu hohe Ansprüche an die Hardware zu haben.

                                                                                                        Sound

                                                                                                        95 / 100

                                                                                                        Sound ist sehr wichtig auf der Jagd und erfüllt diesen Zweck perfekt.

                                                                                                          Umfang

                                                                                                          79 / 100

                                                                                                          Vier Spielmodi und fünf Klassen mit je drei Charakteren - ist in Ordnung, aber auch nicht die Welt.

                                                                                                            Spielspaß

                                                                                                            87 / 100

                                                                                                            Auch hier stört lediglich das Balancing, sonst macht Evolve echt viel Spaß.

                                                                                                              Positiv

                                                                                                              • - VIele unterschiedliche Charaktere
                                                                                                              • - Unterhaltsames Spielprinzip
                                                                                                              • - Gute Koop-Umsetzung
                                                                                                              • - Schöne Grafik
                                                                                                              • - Sehr einfache Steuerung

                                                                                                              Negativ

                                                                                                              • - Mitunter schlechtes Balancing
                                                                                                              • - Einige serverseitige Probleme

                                                                                                              Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                                                                              Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

                                                                                                              Euer Hardbloxx-Team

                                                                                                              Test/Testbericht: Dying Light [PC]

                                                                                                              Bereits seit einigen Jahren sind Zombies ein fester Bestandteil der Pop-Kultur und auch in Video-Spielen sind sie schon lange kein Novum mehr. Trotzdem möchte Techland mit ihrem neuestem Spiel Dying Light das Rad neu erfinden – und einen Meilenstein in dem Shooter-Genre setzen. Das ließ jedenfalls die Spitze des Entwicklerteams vorab verkünden, weshalb wir unbedingt den Titel unter die Lupe nehmen wollten. Ob es sich tatsächlich um einen wichtigen Shooter der Geschichte handelt oder das Spiel nur ein weiterer Zombie-Titel ist, erfahrt ihr nun in unserem Test.

                                                                                                              Dying Light - PC-Version

                                                                                                              Dying Light – PC-Version

                                                                                                              Dying Light - PC-Version

                                                                                                              Dying Light – PC-Version

                                                                                                              Ein Ticket in die Hölle

                                                                                                              Die Geschichte von Dying Light spielt in Harran, einer fiktiven Großstadt, in der ein Virus ausgebrochen ist. Die Welt reagierte sofort und dämmte die Stadt ein, doch was genau im Inneren vor sich geht, weiß eigentlich niemand so genau. Nur, dass einige Menschen überlebt haben und sich gegen die Zombies zu Wehr setzen. Natürlich heißen die Zombies in diesem Spiel „Befallene“, doch das ändert nichts daran, was sie sind und was sie im Sinn haben: Menschen fressen. Natürlich gibt es auch in Harran Ärzte und Forscher, die an einem Heilmittel arbeiten und schon recht nahe an der Lösung sind. Auch die GRE, eine Hilfsorganisation mit militärischem Hintergrund, arbeitet mit an diesem Problem. Allerdings wird die Formel von Kadir Suleimann gestohlen – einem ehemaligen Mitglied der GRE und außerdem wichtige politische Figur in Harran. Suleimanns Bruder wurde bei Ausbruch des Virus infiziert und konnte nicht gerettet werden, wofür Kadir die GRE verantwortlich macht. Das Problem ist: Die Formel kann in ihrer unfertigen Form auch als Waffe eingesetzt werden, wenn sie in die falschen Hände gerät. Also muss ein Spezialist in diese Hölle geschickt werden, der die Zombie-Horden überlebt und den Auftrag ausführen kann. Ein Mann, der mit allen Wassern gewaschen ist. Ein Mann wie Kyle Crane – der Protagonist und eure Spielfigur.

                                                                                                              Also springt ihr mutig aus einem Flugzeug und landet per Fallschirm irgendwo in der Stadt – nur um direkt auf den Mob zu treffen, der euch umbringen möchte. Als ihr euch mit eurer Pistole wehrt, kommen allerdings die Zombies angerannt – denn Zombies werden von lauten Geräuschen angezogen. Die bösen Buben verschwinden, doch ihr seht euch einem besonders aggressivem Zombie gegenüber und eure Mission ist scheinbar bereits von Anfang an gescheitert. Glücklicherweise erscheinen in der letzten Sekunde ein Mann und eine Frau, die euch retten, allerdings überlebt der Mann diese Aktion nicht. Vom Mob verprügelt, durch einen Zombie-Biss infiziert und von eurer Retterin gehasst, erwacht ihr drei Tage später wieder im „Turm“. Dabei handelt es sich um ein großes Hochhaus, das nun als Basis für einige Überlebende fungiert. Zunächst werdet ihr nur als „31“ angesprochen, denn ihr seid der 31. Infizierte im Turm. Damit ihr bleiben dürft, müsst ihr allerdings einige Aufgaben erledigen – und natürlich dürft ihr auch euren eigentlichen Auftrag nicht vergessen. So bleibt ihr via Funkgerät mit euren Auftraggebern in Kontakt und informiert sie regelmäßig über euren Fortschritt.

                                                                                                              Um in dem Höllenloch als Infizierter zu überleben, müsst ihr und alle anderen regelmäßig Antizin nehmen. Das Medikament heilt euch zwar nicht, doch es hält immerhin die Symptome auf. Glücklicherweise schickt die GRE regelmäßig Flugzeuge in das Gebiet, die dann Kisten voll mit Antizin abwerfen. Nicht so glücklich ist hingegen, dass die bösen Jungs – in Form von Kadir Suleimann und seiner Crew – wesentlich schwerer bewaffnet sind und außerdem keine Skrupel haben, jeden zu töten, der die Kisten anfassen will. Ihr übernehmt schon bald die Aufgabe, so eine Kiste zu bergen und vor dem Warlord an das Medikament zu kommen. Allerdings erhaltet ihr vom Oberkommando den Befehl, das Antizin zu zerstören, damit ihr euch dem Warlock nähern könnt – und damit die Formel zurück bekommt. Zwar kommen schon erste Zweifel in euch hoch, denn das Zerstören der Medikamente kann den Tod für viele Menschen bedeuten, doch noch folgt ihr den Befehlen der GRE. Die Frage ist allerdings, wo genau ihr die Grenze ziehen werdet.

                                                                                                              Dying Light - PC-Version

                                                                                                              Dying Light – PC-Version

                                                                                                              Dying Light - PC-Version

                                                                                                              Dying Light – PC-Version

                                                                                                              Zombiesschnetzeln schwer gemacht

                                                                                                              Das Spielprinzip von Dying Light ist eigentlich ganz einfach: Ihr bekommt Aufträge, müsst von A nach B laufen, dort die Aufgabe erfüllen und danach wieder zurück zum Auftraggeber gehen. Dabei durchquert ihr ein Gebiet, das stark an Assassin’s Creed erinnert. Auch die Art und Weise wie ihr euch bewegt, erinnert stark an das Spiel, denn ihr könnt zwar auf den zombie-verseuchten Straßen umherlaufen, sicherer ist es jedoch, wenn ihr mit Hilfe eurer Parkour-Skills über die Dächer der Stadt springt. Dafür könnt ihr Gebäude hochklettern, euch an Rohren hangeln und viele andere Wege benutzen, um an euer Ziel zu gelangen. Das Ganze funktioniert allerdings aus der Ego-Perspektive, wodurch man annehmen könnte, dass es sich bei Dying Light tatsächlich um einen Shooter handelt. Allerdings werdet ihr nur sehr selten auch wirklich eine Waffe abfeuern. Stattdessen kämpft ihr gegen die Zombie-Massen vor allem mit Nahkampfwaffen: Zunächst beginnt ihr mit einem Wassserohr, einer Rohrzange oder einem Messer, könnt dann jedoch später auch riesige Hammer, Schwerter und Ähnliches kaufen. Selbstverständlich könnt ihr auch Gewehre finden oder kaufen, doch die Sache mit den Feuerwaffen ist, dass sie eben viel Krach machen – und Krach lockt Zombies an. Das ist keine gute Sache, denn Munition ist knapp und gegen viele Zombies habt ihr kaum eine Chance – vor allem, wenn es sich nicht um die dumme Variante handelt.

                                                                                                              Denn es gibt viele verschiedene Varianten der Untoten: Die normale, stupide Variante hat keinerlei Fähigkeiten, kann nicht klettern, ist sehr langsam und wenn ihr auf einen Bus steigt oder über einen Zaun klettert, dann habt ihr sie schon abgehängt. Doch es gibt auch fiesere Varianten, wie zum Beispiel sehr schnelle Zombies, vor denen ihr nicht wegrennen könnt, da sie schneller sind, als ihr es seid. Andere Zombies können klettern, sodass ihr euch nicht auf Dächern vor ihnen verstecken könnt. Wiederum andere Zombies waren im früheren Leben mal Polizisten und können immer noch einen Schlagstock halten und besitzen auch wesentlich mehr Lebenspunkte. Eine weitere Variante sind Zombies, die einfach explodieren und dabei Schaden verursachen. Zwischendurch trefft ihr auch immer wieder auf Zwischengegner-Zombies, die eine bestimmte Strategie erfordern. Sobald es jedoch Nacht wird, ist ein vollkommen anderes Spielprinzip gefragt, denn dann erscheinen die sogenannten Alpträume in der Stadt: Große, schnelle und äußerst tödliche Monster, die euch jagen und töten, sobald sie euch sehen. Eure einzige Möglichkeit liegt nachts darin, dass ihr euch über die Dächer schleicht, keinerlei Krach macht und allen Gefahren ausweicht. Besonders interessant wird das übrigens, wenn ihr im Koop-Modus unterwegs seid: Bis zu drei weitere Freunden können eurem Spiel beitreten und dann begebt ihr euch – ähnlich wie in Left for Dead – auf gemeinsame Zombieschnetzeleien.

                                                                                                              Dying Light - PC-Version

                                                                                                              Dying Light – PC-Version

                                                                                                              Dying Light - PC-Version

                                                                                                              Dying Light – PC-Version

                                                                                                              Craften und Skillen – das Leben eines Infizierten

                                                                                                              Das Leben in der Zombie-Stadt verlangt jedoch nicht nur, dass ihr euch mit verschiedenen Untoten auseinander setzt oder die Story verfolgt, sondern ihr müsst auch die vielen Nebenquests erledigen, die euch mit Erfahrung und Boni versorgen. Außerdem könnt ihr überall Sicherheitszonen freischalten, nachdem ihr sie von den Zombie-Insassen befreit habt. Dort könnt ihr dann schlafen, wodurch der aktuelle Tageszyklus (Tag oder Nacht) übersprungen wird. Außerdem werdet ihr in der Zone wiederbelebt, die euch am nächsten ist. Erfahrung ist allgemein sehr wichtig, denn damit könnt ihr eure drei Skill-Trees verbessern: Der Überlebensrang steigt, indem ihr Quests erledigt oder Leuten auf der Straße helft. Dann könnt ihr neue Crafing-Rezepte herstellen, doch dazu gleich mehr. Der zweite Fähigkeitenbaum enthält die Wendigkeitsstufe: Wenn ihr Parkour-Manöver wie Klettern, Springen und Ähnliches ausführt, dann erhaltet ihr dafür Erfahrungspunkte, die ihr wiederum in Kampf-Aktionen ummünzt. So lernt ihr einen Sprung-Kick, wie ihr Zombies als Sprungbrett nutzt oder wie ihr aus dem Rennen herausrutscht. Der dritte Baum nennt sich „Kraftstufe“ und wird durch das Kämpfen mit Gegnern verbessert – und verbessert dann eure Attacken und Waffen.

                                                                                                              Auch Craften an sich ist ein wichtiger Bestandteil des Spieles: Ihr könnt jeden erledigten Gegner durchsuchen und findet mal etwas Geld, mit dem ihr Gegenstände bei einem der vielen Händler kaufen könnt. Manchmal findet ihr aber auch Crafting-Material, mit dem ihr zunächst nur einfache Dinge, wie Dietriche, Medi-Kits oder Böller herstellt. Später lernt ihr allerdings, wie ihr eure Waffen verbessert und richtig krasse Sachen herstellt. Natürlich könnt ihr auch überall Dinge finden. So sind zum Beispiel in Häusern oder auf Dächern Kisten versteckt, die euch mit Items überraschen. Bei manchen davon müsst ihr allerdings erst das Schloss knacken, was mit Hilfe eines Dietrichs geschieht – dabei müsst ihr allerdings nicht viel lernen, sondern nur etwas Feingefühl besitzen. So sammelt ihr – ähnlich wie zum Beispiel in Fallout: New Vegas – schnell viel unnützes Zeug mit ein, das ihr vielleicht irgendwann einmal gebrauchen könntet.

                                                                                                              Dying Light - PC-Version

                                                                                                              Dying Light – PC-Version

                                                                                                              Dying Light - PC-Version

                                                                                                              Dying Light – PC-Version

                                                                                                              Schön, verlorene Welt

                                                                                                              Kommen wir jetzt zu dem Teil des Spieles, der zumindest derzeit für richtig viel Ärger sorgt: Die Grafik und der Sound. Eigentlich sieht Dying Light richtig gut aus: Es gibt enorm viele Details, eine sehr realistische und abwechslungsreiche Umgebung, wirklich viel Blut und enorm kreative Zombies. All das sieht unglaublich gut aus – wurde aber anscheinend nicht besonders effektiv programmiert. Denn selbst Spieler mit richtig teuren Systemen beschweren sich in den offiziellen Kanälen darüber, dass sie starke Perfomance-Einbrüche haben. Auch wir hatten während unseres Tests damit zu kämpfen und mussten immer wieder die grafischen Details herunterstellen. Bei JEDER Zwischenszene reduzieren sich die sowieso schon geringen FPS auf Null und es dauert einige Sekunden, bis das Spiel wieder funktioniert – wodurch ihr ganz gerne die ersten ein bis zwei Sätze verpasst. Auch gibt es immer wieder Abstürze des Spiels, was sich allerdings zum Großteil dadurch beheben lässt, dass man im Fenster- und nicht im Vollbild-Modus spielt. Auch wenn man gegen bestimmte Zombies kämpft (oft genannt: der Säure-Zombie), reduziert sich die Bildrate sehr stark, wodurch man enorme Probleme beim Kämpfen bekommt. Das ist nicht nur nervig, sondern absolut nicht vereinbar mit einem AAA-Titel.

                                                                                                              Auch der Sound ist ein zweischneidiges Schwert, denn immerhin gibt es eine durchgängige passende deutsche Lokalisierung, die allerdings nicht immer Lippensynchron wirkt. Das kann natürlich auch an den FPS-Einbrüchen in den Zwischensequenzen liegen. Ansonsten ist die Lokalisierung okay, wenn auch die Dialoge manchmal sehr anstrengend und auf „zu cool“ getrimmt wirken. Der Protagonist bringt immer wieder Einzeiler, die er sich auch sparen könnte und manchmal hört man Dialoge, die man lieber nicht hören möchte. So erzählt ein Passant zum Beispiel den Witz: „Wie steigt ein Zombie die Treppe herunter? Stück für Stück!“, gefolgt von einem gekünstelt wirkendem Lachen. Auch passt die Stimmlage nicht immer zur echt tollen Mimik der Charaktere. Dafür ist die Geräuschkulisse meistens sehr passend, allerdings hört man auch oftmals Zombies in der Nähe, wenn diese noch relativ weit entfernt sind, was sehr nervend sein kann.

                                                                                                              Dying Light - PC-Version

                                                                                                              Dying Light – PC-Version

                                                                                                              Dying Light - PC-Version

                                                                                                              Dying Light – PC-Version

                                                                                                              Persönliches Fazit

                                                                                                              Wirklich revolutioniert hat Dying Light das Shooter-Genre nicht. Es ist fraglich, ob man das Spiel überhaupt als Shooter sehen möchte, denn immerhin nutzt man fast nur Nahkampfwaffen – aber wenn man die alten Resident Evil Spiele als Shooter sehen möchte, so passt der Begriff auch hier. Am besten beschreibt man Dying Light allerdings als eine Mischung aus vielen verschiedenen, bereits bekannten Games: Ein wenig Assassin’s Creed, etwas DayZ, dazu eine Priese Fallout: New Vegas und ein Stück Mirror’s Edge. Dazu gibt man ein bisschen Splinter Cell sowie etwas GTA und am Ende kommt eben das Spiel heraus, das man nun in Deutschland leider nicht mehr kaufen kann, da es indiziert wurde. Es gibt zwar wirklich einige brutale und sehr blutige Szenen, doch meiner persönlichen Meinung nach ist die Indizierung wirklich übertrieben.

                                                                                                              Die Jungs und Mädels von Techland haben das Rad nicht neu erfunden und einen Meilenstein der Videospielgeschichte sehe ich auch nicht in dem Spiel – dafür wurde einfach zu viel überall geklaut. Doch immerhin wurde richtig gut geklaut, denn das Spiel macht absolut Spaß, besitzt eine unterhaltsame Story und hat mit über 50 Stunden Spielzeit einen mehr als ordentlichen Umfang. Wären nur die Probleme mit dem Sound, der Grafik und der Performance nicht, würde der Titel bestimmt an der 90er-Wertung kratzen können. So müssen wir allerdings viele Punkte abziehen. Zwar sind schon einige Updates erschienen, doch wurde die Spielbarkeit nicht verbessert. Bei einem Vollpreisspiel erwartet man einfach viel mehr. Davon abgesehen macht der Titel echt richtig viel Laune. Solltet ihr die Möglichkeit haben, den Titel zu spielen, nutzt diese. Denn er ist auf jeden Fall unterhaltsam.

                                                                                                              Dying Light [PC]

                                                                                                              Dying Light [PC]
                                                                                                              82.2
                                                                                                              82.166666666667

                                                                                                              Gameplay

                                                                                                              90 / 100

                                                                                                              genau das richtige Maß zwischen verschiedenen Dingen und unnötigem Zeug

                                                                                                                Story

                                                                                                                89 / 100

                                                                                                                sehr unterhaltsam und interessant, vor allem das Charakter-Design überzeugt

                                                                                                                  Grafik

                                                                                                                  70 / 100

                                                                                                                  Sie sieht zwar schön aus, aber viele Performance-Einbrüche und Spielcrashes geben ordentlich Punktabzug.

                                                                                                                    Sound

                                                                                                                    75 / 100

                                                                                                                    vollständige deutsche Lokalisierung, allerdings gerade in den Zwischensequenzen fehlt manchmal die Lippensynchronität.

                                                                                                                      Umfang

                                                                                                                      88 / 100

                                                                                                                      Viele Nebenmissionen und über 50 Stunden Spielzeit sind absolut ordentlich.

                                                                                                                        Spielspaß

                                                                                                                        81 / 100

                                                                                                                        Auch hier trüben die Performance-Einbrüche den super Spielspaß.

                                                                                                                          Positiv

                                                                                                                          • - drei Skill-Trees
                                                                                                                          • - schöne und flüssige Animationen
                                                                                                                          • - einen Haufen an Nebenquests
                                                                                                                          • - schöne Mimik und viele Details
                                                                                                                          • - viele Crafting-Rezepte
                                                                                                                          • - verschiedene Waffen-Aufwertungen
                                                                                                                          • - 4-Mann-Koop-Modus

                                                                                                                          Negativ

                                                                                                                          • - FPS-Einbrüche
                                                                                                                          • - unnötige Spielabstürze
                                                                                                                          • - mitunter schlechte Soundkulisse

                                                                                                                          Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                                                                                          Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

                                                                                                                          Euer Hardbloxx-Team

                                                                                                                          Test / Testbericht: Far Cry 4

                                                                                                                          Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,
                                                                                                                          willkommen auf Ihrem persönlichen Erlebnis- und Abenteuerurlaub im malerischen Kyrat inmitten des Himalayas. Unser reichhaltiges Unterhaltungsprogramm überzeugt durch zahlreiche Aufgaben und Erkundungsgebiete, interessante Sehenswürdigkeiten und dramatische Showeinlagen. Bestaunen Sie unsere reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Doch seien Sie vorsichtig: Hier kann es schnell Kugeln regnen und Granaten gewittern. Verpassen Sie also nicht unser einmaliges Exklusivangebot. Rufen Sie noch heute an und fragen Sie nach unserem “Far Cry 4”- Angebot. Kyrat erwartet Sie!
                                                                                                                          Ihr Tourismusverein Kyrat

                                                                                                                          Eine letzte Bitte

                                                                                                                          Eigentlich wollten wir ja nur der gute Sohn sein und den letzten Wunsch unserer Mutter erfüllen. Diese ist bedauerlicherweise kürzlich gestorben. Sie möchte allerdings nicht irgendwo begraben werden – ihre Asche soll in ihrer alten Heimat, Kyrat, in einem ominösen Tempel verstreut werden. Na, so schwer kann das doch nicht werden. Doch schon auf der Hinfahrt kommen erste Zweifel an diesem simplen Plan: Der Bus wird von schwer bewaffneten Soldaten gestoppt und soll untersucht werden. Doch die Lage eskaliert und schon befinden wir uns in einem kurzen Schusswechsel. Nur das plötzliche Auftauchen eines ominösen Charakters sorgt für Ruhe. Er stellt sich uns als selbsternannter König des Landes vor, kurz nachdem er einen seiner Soldaten mit einem Dolch die Kehle aufgeschlitzt hat, und lädt uns spontan zum Essen ein. Wie könnten wir da nur wiederstehen?
                                                                                                                          Bei einem romantischen Essen in seiner Burg lösen sich dann die Wirren: In Kyrat herrscht Krieg. Die königlichen Truppen unter der Leitung ihres Königs, unserem Gastgeber Pagan Min, haben das Land größtenteils übernommen. Blöderweise kämpfen Einheimische gegen die Besatzung und sorgen für Chaos und Unruhen. Wir sind also genau in einen Bürgerkrieg geraten. Noch dazu stellt sich herraus, das einer unserer Begleiter einer jener Rebellen ist.

                                                                                                                          Far Cry 4 (50)
                                                                                                                          Far Cry 4 (27)

                                                                                                                          Als der große König durch ein plötzliches Telefonat abgelenkt ist, können wir schließlich fliehen, nicht zuletzt dank der Unterstützung anderer Rebellen, die zur Rettung geeilt sind. Sie bringen uns schließlich weit weg von der Festung in ihr geheimes Rebellenlager und weisen uns in ihren Plan ein. Der größte Teil des Landes ist von Pagans Wachen besetzt. Sie versklaven Menschen, nehmen Geiseln und bauen Drogen an, um den Krieg zu finanzieren. Der gewünschte Ort für Mutters Beerdigung liegt leider mitten in dem am stärksten besetzten Gebiet. Es kommt also, wie es kommen musste: Als unfreiwilliger Teil der Rebellion müssen wir uns langsam den Weg zurück zu Pagans Festung erkämpfen.

                                                                                                                          Bei diesem Aufstand kristallisieren sich schnell zwei Anführer heraus. Zum einen wäre da der autoritäre Sabal. Er möchte Kyrat wieder zu alter Stärke verhelfen. Er setzt auf traditionelle Wege, die Besetzung zu beenden. Die andere hört auf den Namen Anita. Sie möchte mit dem befreiten Kyrat stärker aus der Kriese hervorgehen und setzt dabei auch auf unkonventionelle Methoden. Zu allem Überfluss haben alle große Erwartungen an uns. Angeblich war unser Vater nämlich selber Widerstandskämpfer, als der Krieg um Kyrat los ging. Kaum sind wir im beschaulichen Dort angekommen, werden wir auch schon direkt wieder losgeschickt. Ganz alleine sollen wir einen feindlichen Außenposten übernehmen. Na dann mal los!

                                                                                                                          Die Ein-Mann-Armee

                                                                                                                          Das grundlegende Spielprinzip bleibt dem seines Vorgängers weitestgehend treu. Praktisch im Alleingang durststreifen wir das Land, nehmen feindliche Anlagen und Festungen ein und gewinnen so nach und nach die Kontrolle über das besetzte Gebiet zurück. Dabei können wir die Spielwelt frei nach Lust und Laune erkunden und stolpern dabei praktisch im Vorbeigehen über allerlei Aufgaben und Missionen. Abseits davon gibt es auch noch Storymissionen, die den Verlauf der Geschichte vorantreiben. Aber wie gehen wir nun vor?

                                                                                                                          Far Cry 4 (18)
                                                                                                                          Far Cry 4 (34)

                                                                                                                          Zunächst verschaffen wir uns auf der Übersichtskarte einen Eindruck von der Lage. Eigentlich wären hier alle wichtigen Standorte, Missionen und andere interessante Dinge verzeichnet, leider ist diese aber zu Beginn von einem weißen Nebel überdeckt. Die Lösung für dieses Problem wird uns auch direkt als erstes mitgeteilt: Wir müssen Funktürme unter unsere Kontrolle bringen. Von diesen Sendemasten aus verschickt Pagan nämlich seine Propaganda und hält so das Gebiet. Also hin da.

                                                                                                                          Die Funktürme funktionieren dabei genauso wie beispielsweise die Aussichtsposten in Assassins Creed: Nach dem wir die mehr oder weniger starken Wachen ausgeschaltet haben, beginnt eine Kletteranlage zur Spitze des Funkturms. Nachdem wir dort den Sender deaktiviert haben, erhalten wir in einem kurzen Rundblick die wichtigsten Orte in der Region. Außerdem ist der entsprechende Teil jetzt vom weißen Nebel befreit und wir können uns gut orientieren.
                                                                                                                          Neben seinen Funktürmen hat der König natürlich auch noch andere Einrichtungen, um seine Gebiete zu kontrollieren. Dazu gehören hauptsächlich die Außenposten, die das umliegende Gebiet mit Soldaten versorgen. Wenn wir also einen Bereich komplett zurückgewinnen wollen, müssen wir zunächst diese kleinen Anlagen erobern. Und wie in einem Shooter nicht anders üblich, machen wir das mit Waffengewalt. Dennoch haben wir verschiedene Optionen beim Vorgehen.

                                                                                                                          Die Erste ist dabei auch gleich die Einfachste: Wir stürmen schwer Bewaffnet durch den Haupteingang und schießen auf alles, das zurückschießt. Dabei haben wir zunächst eine sehr übersichtliche Auswahl zwischen kleinen Handfeuerwaffen und kleineren Sturmgewehren wie die AK. Im Verlauf des Spiels und durch Freischalten der Funktürme erweitert sich unser Inventar aber nach und nach. Bei dieser “Hau-drauf-Methode“ hilft auch der Umstand, dass sich die Soldaten des Königs nicht sehr clever anstellen. Zwar suchen sie immer Deckung, das aber auch gerne auf der uns zugewandten Seite. Hinzu kommt, dass jeder Außenposten über einen Alarmknopf verfügt. Sobald wir entdeckt werden, kommt Verstärkung, die es auch zu besiegen gilt.

                                                                                                                          Far Cry 4 (11)
                                                                                                                          Far Cry 4 (15)

                                                                                                                          Um das zu umgehen, gilt es, keine Aufmerksamkeit zu erregen. Mit dem Kopf durch die Wand ist das kaum möglich, also lieber auf die leise Tour: Zu Beginn spähen wir erstmal von einer sicheren Postion das Lager aus. Dabei hilft uns eine Kamera. Mit ihr markieren wir Einheiten oder interessante Objekte. Die sind dann fortan klar sichtbar zu sehen – sogar durch Wände hindurch – und wir können ihre Schritte vorausahnen. Wir schleichen uns also langsam heran. Wir können entweder mit leisen Geschossen arbeiten, wie etwa dem Bogen oder einer schallgedämpften Waffe. Später bekommen wir durch Fähigkeiten Meuchelangriffe, sogenannte Takedowns hinzu. So können wir unaufmerksame Soldaten einfach von hinten erstechen, vollkommen lautlos und unbemerkt. Anschließend können wir sie auch noch verstecken, um keinen Verdacht bei anderen Wachen zu erregen. Wenn wir das Lager auf diese lautlose Art einnehmen, erhalten wir dafür deutlich mehr Erfahrungspunkte, allerdings dauert es auch länger und ist entsprechend schwieriger. Dafür macht es aber mächtig Spaß, einen Wachposten nach dem anderen lautlos auszuschalten.

                                                                                                                          Eine dritte Möglichkeit bietet sich hin und wieder durch eingesperrte Wildtiere wie etwa Elefanten oder Raubkatzen. Einfach aus sicherer Entfernung das Gatter aufschießen und schon erledigen die Tiere den Rest. Aber Vorsicht, schließlich unterschieden die wilden Vierbeiner nicht zwischen Freund und Feind.
                                                                                                                          Ist der Außenposten erst einmal eingenommen, schalten wir damit automatisch einen weiteren Stützpunkt frei. Diese dienen im Spiel als Schnellreisefunktion – wir können einfach auf der Karte einen eroberten Stützpunkt anklicken und gelangen sofort dahin. Ferner können wir dort schlafen, um die Tageszeit zu ändern oder aber unsere Munitions- und Waffenvorräte auffüllen.

                                                                                                                          Mehr zu tun, mehr zu sehen

                                                                                                                          Wie erwähnt, wächst die Auswahl an möglichen Waffen, aber auch anderen netten Spielzeugen wie Granaten und Sprengsätze zunehmend im Spiel. Leider sind wir aber anfangs recht schwach ausgerüstet, sodass wir nicht allzu viel tragen können. Zum Glück bietet die heimische Tierwelt genug, um das zu ändern. Wir können nämlich auch Gegenstände herstellen, die unsere Transportmenge erhöhen: Waffengürtel erlauben uns mehrere Primärwaffen mitzunehmen, der Beuterucksack erhöht die Menge an Plunder, Munitionsbeutel bieten mehr Stauraum für Magazine und so weiter. Wir suchen uns also im entsprechenden Reiter unseren Wunschgegenstand aus und bekommen direkt angezeigt, welche Ressourcen dafür von Nöten sind. Dabei handelt es sich meistens um Felle bestimmter Tiere. Nun müssen wir nur noch auf der Übersichtskarte Ausschau halten – dort sind die Vorkommen der Tiere eingezeichnet – und können uns dann auf die Jagd begeben. Sind die ersten kleinen Tiere dabei noch leicht zu erlegen, wird dies bei großen Wildtieren schon deutlich schwieriger. Wichtig ist auch, dass wir das Tier nicht allzu sehr beschädigen. Das Fell eines Wolfs, der von einer Granate erlegt wurde, ist nicht wirklich zu gebrauchen. Auch hier hilft wieder der lautlose Bogen, mit dem wir die Beute bequem aus der Distanz erlegen können.

                                                                                                                          Far Cry 4 (16)
                                                                                                                          Far Cry 4 (41)

                                                                                                                          So ausgestattet können wir uns den alltäglichen Problemen der Einwohner von Kyrat widmen. Und die haben in der Tat viel zu tun. So bleibt auch abseits der Hauptmissionen viel Platz für verschiedene Aufgaben. Denn in jedem neu gewonnenen Außenposten kommen wieder neue Bewohner mit ihren Problemen. Leider bleiben die Aufgaben vom Prinzip her immer gleich. So gibt es nur eine geringe Menge verschiedener Missionstypen, die immer wieder mit neuen Bedingungen und neuen Orten aufgesetzt werden. Es gibt Geiselnahmen, bei denen wir einige Soldaten ausschalten und ihre Gefangenen befreien müssen, ohne dabei Alarm auszulösen, andernfalls werden die Geiseln einfach hingerichtet. Es gibt Sammelaufträge, bei denen wir lediglich ein besonderes Tier mit einer fest vorgegebenen Waffe erledigen müssen. In den Attentatsaufträgen müssen wir in einem Lager den Hauptmann ausfindig machen, mit einer ebenfalls fest vorgegebenen Waffe erledigen und anschließend ein Beweisstück mitnehmen. Diese Art Aufträge erstrecken sich auch außerhalb der Außenposten und tauchen immer mal wieder in Form von Zufallevents auf: Ein Konvoi muss gestoppt und zerstört werden, ein Bote auf dem Weg zum nächsten Lager angefangen oder aber eine Lieferung Waffen aufgehalten und an die Rebellen übergeben werden. Obwohl sich die Aufgaben vom Prinzip schnell wiederholen, machen sie dennoch Spaß. Hauptsächlich deswegen, weil wir jedes Mal ein neues Vorgehen ausprobieren und möglichst perfekt die Aufgabe abschließen wollen. Doch wozu das alles?

                                                                                                                          Natürlich um ein reines Gewissen zu haben, weil wir so vielen Bewohnern geholfen haben, hauptsächlich aber um Erfahrungspunkte abzustauben. Und die gibt es, besonders am Anfang, massig und an jeder Ecke. Sogar für das erreichen gewisser Orte. Mit genug Punkten schalten wir Talentpunkte frei, die wir in Talente investieren können. Dabei unterschieden sie sich grob in Offensiv- und Defensivfähigkeiten.
                                                                                                                          Die Defensiven gewähren etwa mehr Leben oder bessere Rüstung, Resistenzen gegen Feuer oder Sprengfallen, stellen mehr Leben her oder lassen uns bessere Spritzen bauen. Mit denen wiederum können wir einfacher Leben wieder gewinnen oder sie geben uns kurzzeitig Boni, etwa mehr Schaden durch unsere Waffen, weniger erlittenen Schaden oder aber die Möglichkeit, Wildtiere in der Nähe aufzuspüren, um sie einfacher zu jagen.
                                                                                                                          Der offensive Bereich lehrt uns unter anderem auch die oben erwähnten Takedowns und außerdem eher offensive Fähigkeiten. Die Takedowns lassen sich außerdem spezialisieren, zum Beispiel mit weiteren Kombinationsmöglichkeiten.

                                                                                                                          Das Ganze ist zwar gut und schön, letzten Endes wollen wir aber in der Geschichte weiterkommen. Und da bieten sich uns tatsächlich zwei verschiedene Wege. Wie erwähnt, haben wir bei unserem Vorgehen jeweils die Wahl zwischen den beiden Anführern des Widerstands. Sie verfolgen ihre eigenen Ziele bei der Befreiung von Kyrat und stehen sich dabei oft genug gegenseitig im Weg. In einem Fall wollen wir etwa eine besetzte Moonfarm zurückerobern. Dabei können wir uns entscheiden: Zerstören wir die komplette Farm gleich mit und sorgen so für ein drogenfreies Land oder übernehmen wir die Farm einfach und sorgen so für eine stabile Wirtschaft? Wie wollen wir uns entscheiden? Welchen Weg wir gehen, bestimmt auch den weiteren Fortgang der Geschichte, generell unterscheidet sie sich aber nur in wenigen Punkten. Sie sorgen aber wenigstens dafür, dass wir uns moralisch nach unseren Vorstellungen entwickeln wollen. Setzen wir auf Kultur oder schauen wir doch lieber in die Zukunft? Wer weiß.

                                                                                                                          Far Cry 4 (38)
                                                                                                                          Far Cry 4 (24)

                                                                                                                          Auch wenn wir gerade mal keine Lust auf das stressige Leben eines Rebellen haben, können wir uns in Kyrat gut die Zeit vertreiben. So gibt es zahlreiche Dinge, die gesammelt werden können, von Propagandaplakaten bis hin zu verlorenen Tagebüchern.

                                                                                                                          Die Schönheit der Berge

                                                                                                                          Bei der Gelegenheit haben wir auch die Chance, die Schönheit des Gebirges zu genießen. Und das weiß zu beeindrucken. Malerische Landschaften mit grünen Wiesen, kleinen Bächen und einem schönen Wald, das Ganze vor dem Hintergrund der riesigen Berge des Himalayas. Auch die Stimmung der kleinen Bergdörfer sind stellenweise gut eingefangen. Man merk förmlich die Magie des Landes. Dann wieder gibt es aber auch Stellen, die offensichtlich mit weniger Liebe als Lückenfüller gebaut wurden. Insgesamt haben sich die Macher dennoch bemüht, ihre Welt mit Leben zu füllen. Leider sinkt die Notwendigkeit, jede Kleinigkeit aufzusammeln im Verlauf des Spiels, sodass wir gar nicht mehr auch jeden noch so abgelegenen Ort erreichen wollen.

                                                                                                                          Far Cry 4 (5)
                                                                                                                          Far Cry 4 (47)

                                                                                                                          Wenn, dann können wir das aber praktisch im Flug machen. Mit einem kleinen Helikopter kommen wir überall hin, was manche Missionen gelegentlich etwas zu einfach macht. Mag das Land zudem aus der Nähe durchaus hübsch sein mit seinen kleinen Details, aus der Luft verschwinden diese und es bleibt ein recht einheitlicher Brei aus Bäumen und Wegen.
                                                                                                                          Insgesamt präsentiert sich das Land trotzdem durchaus stimmig, was nicht zuletzt durch die passende Musik im Hintergrund unterstützt wird.

                                                                                                                          Ein Freund für keine Fälle

                                                                                                                          Nun seien wir mal ehrlich: Wer hat sich nicht gefreut, zusammen mit seinen Freunden die Wälder und Wiesen von Kyrat zu durchstreifen und die Missionen und Außenposten zusammen zu erledigen? Ich jedenfalls schon. Leider wird daraus nichts. Zwar wird an jeder sich bietenden Gelegenheit die Möglichkeit zur Kooperation angepriesen, im Testen haben wir es aber auch nach intensiven Bemühungen nicht hinbekommen, zusammen zu spielen. Es kam lediglich eine Meldung von Uplay, dass Probleme mit dem Server bestehen. Da nervt es umso mehr, dass manche Missionen offen nach einem Freund fragen, um das Spiel leichter zu gestalten.
                                                                                                                          Hinzu kommen Gegenstände, die nicht alleine durch das Spiel erhältlich sind, sondern erst über die Spieleplattform oder durch bestimmte Verfahren freigeschaltet werden müssen. Die Gegenstände sind zwar nicht spielentscheidend, aber wenn ich schon ein Vollpreistitel kaufe, erwarte ich, auch den gesamten Umfang dieses Titels zu erhalten. Oder bin ich da naiv?

                                                                                                                          Far Cry 4 (26)
                                                                                                                          Far Cry 4 (44)

                                                                                                                          Naja, wenigstens gibt es einen Onlinemodus. Hierbei kämpfen die Rebellen gegen Einheiten des Königs auf unterschiedlichen Karten um verschiedene Objekte. Die Rebellen benutzen dabei herkömmliche Waffen und Ausrüstung, während die royalen Truppen in Form von sogenannten Jägern besondere Einschränkungen haben. So haben sie statt verschiedener Schießeisen lediglich einen Bogen als Waffe, dafür aber weitere Fähigkeiten, wie etwa sich kurz unsichtbar zu machen. Alles in allem kommt dabei aber nicht so recht Freude auf, zumal die Steuerung allgemein etwas schwammig ist und kaum präzise und gut kontrollierte Manöver zulässt. Die Entscheidung über Sieg oder Niederlage fühlt sich so etwas willkürlich an.

                                                                                                                          Persönliches Fazit

                                                                                                                          Far Cry verbessert sich stetig mit der Präsentation einer offenen und glaubhaften Spielwelt und kann sich auch mit dem vierten Teil nochmal steigern. Zwar ist der Bösewicht dieses mal nicht ganz so herausragend wie sein Vorgänger, dennoch schafft es die Geschichte, das Spiel gut voranzutreiben. Dafür sind auch die guten Charaktere verantwortlich, deren Grundsätze deutlich ihre Persönlichkeit wiederspiegeln und uns regelmäßig vor moralische Fragen stellen. Wie weit wollen wir gehen, um das Land zu befreien?
                                                                                                                          Doch auch darüber hinaus weiß das Spiel durch die zahlreichen Aufgaben und Missionen zu motivieren, auch wenn sie sich von der Struktur her schnell wiederholen. Dafür gibt es hinreichend viele Möglichkeiten, eine Aufgabe anzugehen, sodass es nie Langweilig wird.

                                                                                                                          Richtig enttäuscht hingegen war ich von den Mehrspielerkomponenten, allen voran der zweifelhafte Coop-Modus. An jeder Ecke wird angepriesen, wie toll es ist, zusammen zu spielen und dann geht das nicht mal? Nein danke! Auch der recht dünne Mehrspielermodus hat mich wenig überzeugt, zum einen wegen der Startbedingungen mit den unterschiedlichen Teams, zum anderen in Bezug auf das generelle Spielgefühl.

                                                                                                                          Trotz all der negativen Kritik bleibt Far Cry 4 ein gutes Erlebnis für Open World- und Shooterfreunde, die ihren Charakter weiterbilden und durch Rollenspielelemente oder bessere Ausrüstung zur echten Ein-Mann-Armee werden wollen. Vielleicht ist also auch für euch eine Reise mit Kyrats Erlebnisurlaub genau das Richtige?

                                                                                                                          Vergleichet hier die Preise für Far Cry 4.

                                                                                                                          Testbericht von Hardbloxx.Demes
                                                                                                                          Euer Hardbloxx-Team

                                                                                                                          Far Cry 4

                                                                                                                          Far Cry 4
                                                                                                                          80
                                                                                                                          80

                                                                                                                          Gameplay

                                                                                                                          80 / 100

                                                                                                                          Viele Aufgaben, verschiedene Vorgehensweisen, einige Rollenspieleinflüsse

                                                                                                                            Story

                                                                                                                            75 / 100

                                                                                                                            Gute Charaktere, teilweise etwas "gestellt"

                                                                                                                              Grafik

                                                                                                                              80 / 100

                                                                                                                              Insgesamt gut und atmosphärisch, gelegentliche lieblose Orte

                                                                                                                                Sound

                                                                                                                                80 / 100

                                                                                                                                Stimmungsvoller Soundtrack, satte Geräusche

                                                                                                                                  Umfang

                                                                                                                                  80 / 100

                                                                                                                                  Riesige Spielwelt, zahllose Aufgaben, viel zu tun, leider kein Coop und schwacher Mehrspieler

                                                                                                                                    Spielspass

                                                                                                                                    85 / 100

                                                                                                                                    Trotz einiger Ecken druchweg unterhaltsame Action

                                                                                                                                      Positiv

                                                                                                                                      • - Offene und gut bestückte Spielwelt
                                                                                                                                      • - Interessante Charaktere und Entscheidungen
                                                                                                                                      • - Unterschiedliche Spielstile möglich
                                                                                                                                      • - Gute Atmosphäre
                                                                                                                                      • - Viel zu Tun

                                                                                                                                      Negativ

                                                                                                                                      • - Kaum verschiedene Aufgabentypen
                                                                                                                                      • - Schwacher Mehrspieler
                                                                                                                                      • - Kein Coop möglich
                                                                                                                                      • - Gelegentliche Bugs

                                                                                                                                      Test / Testbericht: Call of Duty – Advanced Warfare

                                                                                                                                      Wir schießen uns durch schlauchartige Level und unzähligen feindliche Horden, während im Hintergrund das größte Wahrzeichen der Stadt in Flammen aufgeht und in einem gigantischen Feuerball explodiert. Klar, das muss Call of Duty sein. Nur damit lässt sich der neueste Serienteil kaum beschreiben, schließlich gab es ähnlich Szenen in nahezu jedem Teil. Lohnt es sich also überhaupt noch die Serie zu spielen? Und was macht Call of Duty – Advanced Warfare anders als seine Vorgänger? Kurzgefasst: Kaum etwas, aber das, was anders ist, ist gut.

                                                                                                                                      Nur noch kurz die Welt retten

                                                                                                                                      Wir schreiben die Zukunft. Dinge haben sich verändert. Und doch bleibt vieles beim Alten, zum Beispiel das Konflikte nach wie vor mit Waffengewalt gelöst werden wollen. Hier kommt der Army-Soldat Mitchel in Spiel, der zusammen mit seinem Kumpel und einer kleinen Einheit die Nord-Koreaner zurückschlagen soll. Das geht jedoch schief: Bei einer Explosion verliert Mitchel nicht nur seinen linken Arm, sondern auch noch besagten Kumpel, ehe wir überhaupt wussten, wer das eigentlich ist. Mit dem fehlenden Körperteil scheint die Karriere des aufstrebenden Soldaten jedenfalls genau so schnell beendet, wie sie begonnen hat.

                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (16)
                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (102)

                                                                                                                                      Auf der Beerdigung seines Kameraden lernt er allerdings dessen Vater, Jonathan Ions kennen. Dieser ist stark betroffen angesichts des Verlustes. Er ist Vorstand von Atlas, dem weltweit größten Unternehmen der Welt mit Schwerpunkten auf Technik, Militär und Medizin. Er erkennt die Chance und gibt Mitchel eine zweite Chance: Er soll weiter kämpfen, allerdings nicht für das Militär, sondern für Atlas‘ Privatarmee. Dafür bekommt er einen Roboterarm, der seinen alten ersetzt und ihn wieder kampffähig macht. Darüber hinaus bekommt er noch jede Menge anderes cooles Spielzeug im Kampf gegen die Bösen, allem voran einen neuen Exo-Anzug, der ihm fast unmenschliche Fähigkeiten verleiht.

                                                                                                                                      Mit neuer Kraft geht es also weiter im Kampf gegen das Böse dieser Welt. Namentlich geht es dabei um eine spezielle Terroristengruppe: Die KVA ist schon seit langem immer wieder für kleinere Anschläge verantwortlich und plant nun das ganz große Ding. Doch obwohl wir früh genug von den Plänen erfahren, ist es zu spät: In mehreren großen Städten der Welt explodieren Bomben mit tödlichem Gas, wodurch eine weltweite Katastrophe entsteht. Verantwortlich für diese Tragödie zeigt sich der mysteriöse Anführer der Terrortruppe, genannt Hades. Atlas und damit auch unsere Truppe kennt nur ein Ziel: Den Anführer aufspüren und für sein Handeln zur Rechenschaft ziehen. Oder steckt da vielleicht etwas ganz anderes hinter?

                                                                                                                                      Zumindest was die Geschichte und ihre Erzählweise angeht, setzt Advanced Warfare das Erbe seiner Vorgänger fort. Die Geschichte ist so einfach und ersichtlich wie eh und je, mitsamt einigen markanten Punkten. Was der Geschichte aber an Inhalt fehlt, versucht sie durch bekannte Bildgewalt wieder wett zu machen. Große Explosionen, dramatische Kämpfe um Leben und Tod, all das trägt zur Spannung bei. Dabei wird die Geschichte hauptsächlich durch stimmungsvolle und optisch ansprechende Zwischensequenzen erzählt. Leider bleiben jedoch auch hier wieder die Figuren weitestgehend im Dunkeln und bekommen kaum einen eigenen Charakter. Ausgenommen davon ist der Atlas-Vorsitzende Ions. Dieser wird von Kevin Spacey verkörpert und gespielt. Dank aufwändiger Motion-Capture-Verfahren erkennt man ihn sofort wieder – nicht nur dank des täuschend echten Gesichts, sondern auch anhand der Bewegungen und Mimik. Hinzu kommt dessen ausgezeichnete Vertonung durch Spacey selbst oder seiner deutschen Synchronstimme. Momente mit ihm sind daher mit die Höhepunkte in der Geschichte.

                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (101)
                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (88)

                                                                                                                                      Wo die Zwischensequenzen zwar in der Theorie mit zu den Stärken des Spiels gehören, hatten wir beim Spielen damit unsere Probleme. Diese finden nämlich in den Ladepausen zwischen den Missionen statt. Trotz potentem System waren sie aber so leider gänzlich unbrauchbar: Video und Ton waren mit starken Rucklern und Aussetzern versetzt – jedenfalls solange der eigentliche Ladevorgang abgeschlossen war. Dann lief der Rest des Videos zwar durchweg flüssig, leider waren aber Video- und Tonspur um fast eine Sekunde versetzt. Allerdings ist nicht sicher, ob dies ein generelles Problem oder nur systemabhängig ist. Die asynchrone Tonspur fällt aber auch immer wieder in Gesprächen während der Missionen auf. Doch hier reduziert sich dessen Auftreten glücklicherweise auf ein Minimum.

                                                                                                                                      Auch wenn die Handlung der rund 5-stündigen Kampagne auf dem Papier nichts Außergewöhnliches ist, so hält sie doch gut bei der Stange und macht Lust auf mehr. Dabei sollte man sich allerdings immer vor Augen halten, dass es sich nach wie vor um ein Call of Duty handelt. Wer also ausgefeilte Charaktere und innovative Handlungen erwartet, wird sicher enttäuscht. Im Rahmen der Serie ist dieser Teil, nicht zuletzt Dank der Besetzung durch Kevin Spacey, hervorzuheben.

                                                                                                                                      Einmal Wallhack bitte

                                                                                                                                      Wenn die Story den Serienteil nicht außergewöhnlich macht, tut es dann vielleicht das Gameplay? Wie spielen sich die Missionen? Kurz gesagt: Fast wie immer. Wer einen der vorherigen Teile gespielt hat, fühlt sich sofort zu Hause, denn der Missionsverlauf ist fast immer identisch: Zu Beginn wird in einer kurzen Sequenz die Situation erklärt. Anschließend durchstreifen wir die streng linearen Gebiete und schießen auf alles, was sich bewegt. Aufgelockert wird dieser Ablauf durch gelegentliche, höchst dramatische Scriptsequenzen. So weit ist alles beim Alten geblieben. Es hört sich allerdings weitaus weniger spannend an, als es ist. Grund dafür sind unter anderem die neuen Gadgets.

                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (85)
                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (6)

                                                                                                                                      Wie erwähnt, spielt Call of Duty in der Zukunft. Dementsprechend gibt es jede Menge technischen Kram. Ganz und gar unfuturistisch sind zunächst die Waffen. Klassisch gibt es hier normale Sturmgewehre, Maschinenpistolen oder Präzisionsgewehre. Viel interessanter ist da schon das neue Exo-Skelett. Dieses trägt jeder Soldat bei Atlas. Dabei handelt es sich um eine verstärkte Rüstung, die dank ausgeklügelter Technik seinem Träger übermenschliche Kräfte verleiht. Durch diese einfache Zugabe kommt ein ganz neues Spielgefühl auf. Ein Merkmal dieser neuen Kräfte sind nämlich zum Beispiel kleine Triebwerke. Sie lassen den Träger, also uns, kurz durch die Luft fliegen. Ein doppelter Druck der Leertaste katapultiert uns einige Meter in die Luft, während doppeltes Drücken in eine Richtung einen kurzen „boost“ in diese oder jene Richtung gibt. Die Kämpfe werden so deutlich dynamischer. Nicht nur, dass mit den Seitwärtsbewegungen das Ausweichen oder Deckung-Suchen angenehm einfach funktioniert, dank des verbesserten Sprungs lassen sich auch höher gelegene Kanten erreichen. In engen Straßenschluchten ist es demnach kein Problem, mal eben in den zweiten Stock eines Hauses zu springen und den Kampf von dort aus weiterzuführen. Überhaupt erhalten Gefechte durch dieses kleine Feature wesentlich mehr Dynamik. Außerdem wird, je nach Gebiet, mehr mit den verschiedenen Höhenstufen gespielt.

                                                                                                                                      Als wäre diese Fähigkeit nicht schon stark genug, gibt es ja auch noch das angesprochene Spielzeug. Da wäre zum Beispiel eine Granate, die sich in der Luft steuern lässt oder alternativ selbstständig das nächst beste Ziel sucht. Oder Zielvorrichtungen für diverse Schießeisen, die Gegner klar erkennbar markieren, sobald man sie im Sucher hat. Ähnlich funktioniert auch die taktische Granate, die nach der „Explosion“ alle Feinde im Wirkungsradius markiert. Besser hätte es ein Wallhack auch nicht hinbekommen. Zwar verschwindet die Markierung nach einigen Sekunden wieder, aber zusammen mit den größtenteils durchlässigen Hindernissen macht es dieses Feature fast übertrieben einfach.

                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (9)
                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (45)

                                                                                                                                      Neben den frei einsetzbaren Werkzeugen gibt es auch noch einige, die nur an bestimmten Orten eingesetzt werden können. Im Rahmen einer Scriptsequenz ist das gerne ein akustischer Sprengsatz, der, bei Zündung, jeglichen Schall im Umkreis absorbiert – sozusagen Schalldämpfer für Alle. Auch die Magnethandschuhe werden gerne benutzt, leider aber nur an fest vorgeschriebenen Stellen. Mit denen lassen sich auch senkrechte Wände mühelos erklimmen.

                                                                                                                                      Spielzeug für Männer

                                                                                                                                      Generell warten auf den geneigten Hobbysoldaten zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten abseits der gewohnten Schießmassagen. Mit von der Partie sind etwa wieder die beliebten Schleich-Missionen, bei denen wir ein Gebiet gänzlich unbewaffnet und ohne Aufsehen zu erregen durchqueren müssen. Klar gibt es dafür auch wieder ein Tool: Manche Anzüge haben einen eingebauten Tarnmodus, der uns selbst für kaum einen Meter entfernte Wachen unsichtbar werden lässt. Die Wahl des Anzugs und der damit verbundenen Fähigkeiten dürfen wir übrigens nicht selbst wählen – das wird vor dem Start vom Spiel übernommen. Natürlich steht auch ein großer Fuhrpark bereit, um benutzt zu werden – nur leider selten in dem Umfang, den wir uns wünschen. Da gibt es neuzeitliche Panzer mit Energiegeschossen, kleine Wasser- und Unterwasserboote, große Roboter und sogar einen Kampfflieger. Logisch, dass auch diese Hilfen stets nur in der strikt vorgegebenen Art und Weise genutzt werden dürfen und das auch nur für kurze Zeit.
                                                                                                                                      Apropos „kurze Zeit“: Serientypisch gibt es auch wieder Quicktime-Events. Türen aufbrechen, Mauern erklimmen, Gegner abwehren oder aus einer aussichtslosen Situation entkommen – nichts klappt, ohne dass wir dabei die eingeblendeten Tasten im richtigen Moment drücken. Das stört allerdings selten. Zum einen sind diese Passagen sehr kurz, zum anderen lockern diese den Spielfluss etwas auf. Und hübsch inszeniert sind sie meistens auch noch.

                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (26)
                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (31)

                                                                                                                                      Alles in allem bleibt Call of Duty seiner Serie treu, sowohl was die Gestaltung der Level angeht, als auch den Ablauf der Missionen. Die neuen Features, wie die etwas zu starken Werkzeuge und der Exo-Anzug, bringen aber doch einige neue Elemente in das Spiel, was das bisherige Konzept super erweitert. Besonders die bessere und dynamischere Bewegungen des Anzugs machen das Spiel nochmal etwas flotter. Durch die „Wallhack-Granate“ oder durch andere übermächtige Tools wird das Spiel allerdings stellenweise zu leicht. Da hilft es auch wenig, dass sich die KI durchaus geschickt anstellt, gescheit Deckung sucht und ihrerseits Granaten und einiges andere einsetzt. Letzten Endes entsteht Gefahr erst durch die schiere Masse der Gegner, die teilweise zu mehreren Dutzend auf uns stürmt.

                                                                                                                                      Alle meine Feinde

                                                                                                                                      Ein solider Solospaß mag ja mal ganz nett sein, nach knapp 5 Stunden ist der allerdings auch vorbei. Für viele geht der Spaß dann aber erst richtig los, nämlich mit dem Multiplayer von Call of Duty. Und wie zu erwarten bleibt auch hier das Spiel sich selber und seinen Fans treu.

                                                                                                                                      Zum Standardspiel gehören dabei ganze 11 verschiedene Spielmodi. Allen voran die Klassiker „Team-Deathmatch“, „Capture the Flag“, „Suchen & Zerstören“ und viele mehr.  Suchen & Zerstören“ bietet dabei einen Modus, den man wohl am ehesten aus Counter-Strike kennt: Abwechselnd muss ein Team eine Bombe platzieren, während das andere Verteidiger ist. Wer dabei stirbt, muss bis zum Ende der Runde warten. Ganz anders funktioniert „Stellung“. Hier gilt es, wie es der Name schon sagt, Stellungen zu halten und dadurch Punkte zu erhalten. Ähnlich offensichtlich funktioniert „Capture the Flag“. Wesentlich funktionieren da „Team-Deathmatch“ und „Abschuss bestätigen“. Während bei Ersterem die bloße Tötungen zum Sieg führen, müssen diese beim Zweiten bestätigt werden, indem Dogtags der gefallenen Soldaten eingesammelt werden müssen. Erst das gibt Punkte.
                                                                                                                                      Die große Auswahl sorgt für langen Spielspaß und dafür, dass für jeden Spieler das Passende dabei ist.

                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (94)
                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (99)

                                                                                                                                      Egal welchen der Modi man wählt, auch hier machen sich im Kampf die neuartigen Ausrüstungen bemerkbar. Allen voran natürlich der verbesserte Anzug. Wie auch schon im Einzelspiel sorgt er hier dafür, dass Spieler leicht durch die Luft fliegen oder schnell zur Seite ziehen. Dadurch wird der ohnehin schon sehr schnelle Kampf nochmals schneller. Zusätzlich machen sich auch hier die größere Anzahl Höhenstufen bemerkbar. Nun können Gegner nicht nur von hinten kommen, sondern auch noch von oben. Aufgrund der veränderten Bewegungsmöglichkeiten haben sich auch die Karten angepasst. Diese bieten deutlich mehr Spielraum nach oben, etwa in Form von Dächern oder Vorsprüngen. Tatsächlich kann man in vielen Leveln die gesamte Karte erreichen, ohne einmal den Boden zu berühren.

                                                                                                                                      Ansonsten gibt es, wie gewohnt, Erfahrungspunkte für den eigenen Soldaten und dessen Waffen. Mit diesen schalten sich automatisch Verbesserungen für die Waffe frei, etwa eine schnellere Zielvorrichtungen. Die Hauptwaffen können standardmäßig mit zwei solcher Zusätze ausgestattet und so auf die Vorzüge des Spielers zugeschnitten werden. Gleichzeitig schaltet man mit neuen Stufen auch andere Waffen, Peaks (also Verbesserungen für die Spieler, wie schnelleres Zielen oder schnelleres Nachladen) und Gadgets frei. Die neuartigen Waffen, die im Eingeplanter-Modus noch deutlich zu stark waren, fallen hier nicht ganz so hart ins Gewicht. Wichtiger sind da schon die bekannten Abschussserien. Für eine Anzahl an Tötungen schalten sich verschiedene Helfer frei. So gibt es für relativ wenige Punkte etwa eine automatische Drohne, die Feinde aufspürt und zeichnet. Für mehr Abschüsse stehen dann Drohnen zur Selbststeuerung zur Verfügung.

                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (93)
                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (95)

                                                                                                                                      Insgesamt ändert der Multipolarer-Teil wenig. Die schnelle und unkomplizierte Jagd auf Gegner und den nächsten frei schaltbaren Objekten reizt, wie bekannt. Durch die zahlreichen Upgrades lässt sich der Soldat ganz nach den Vorlieben des Spielers anpassen, sowohl hinsichtlich seiner Werkzeuge, als auch bei der Bewaffnung und deren Handhabung.  Erfrischend ist hingegen auch hier der neue Anzug, der dem Spiel nochmal deutlich mehr Tempo gibt. Zudem funktioniert das Ausweichen nun etwas besser. Besonders der stärkere Sprung sorgt für größeren Spielspaß. Dieses neue Element wird auch von den Karten gut aufgenommen und umgesetzt. Auch wenn es nicht immer gut funktioniert, bieten sie dennoch genug Spielraum und Möglichkeiten für rasante Verfolgungsjagden und Sprünge über die Karte.

                                                                                                                                      Einmal mit Profis

                                                                                                                                      Sagen wir, wie es ist: Call of Duty kann teilweise echt nerven. Das hat wenig mit schwierigen Situationen oder unlösbaren Aufgaben zu tun, sondern schlicht mit streikender Technik.
                                                                                                                                      Wie schon erwähn, nerven im Einzelspiel vor allem die Zwischenfilme. Optisch sind diese zwar solide bis echt schön anzuschauen, zumal stets auf gute Inszenierung geachtet wurde, praktisch lassen sie sich jedoch selten bis gar nicht ungestört genießen. Da sind zum einen starken Ruckler während des Ladevorgangs, zum anderen die Probleme mit asynchroner Ton- und Videospur nach dem Laden. Diese treten gelegentlich auch während es Spiels auf, hier aber zum Glück nur recht selten. Dazu kommt, dass die Ladepausen selbst auf guten Geräten mitunter eine Minute und mehr laufen können. Immerhin verläuft die gesamte Mission dann ladefrei.
                                                                                                                                      Abgesehen von diesen Problemen ist das Spiel echt hübsch anzusehen. Da überzeugen scharfe Texturen und detaillierte Modelle. Einen großen Teil machen auch die stimmungsvollen Landschaften aus. Und natürlich sind die Scriptsequenzen mitsamt gewaltigen Explosionen dramatisch anzuschauen. Nur bei genauerem Hinsehen fallen gelegentlich fehlerhafte Texturen oder andere Unstimmigkeiten auf. Insgesamt liefert das Spiel eine runde Präsentation ab.

                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (79)
                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare (71)

                                                                                                                                      Dann wäre da noch der Multiplayer. Dabei wollen wir jetzt gar nicht von den Serverproblemen anfangen, die es bei Release gegeben hat und die mehrere Tage für fehlerhafte Verbindungen beim Spielaufbau oder für plötzliche Abstürze während einer Partie gesorgt haben. Doch auch jetzt gibt es vereinzelt noch Probleme, etwa mit extrem langen Verbindungsversuchen, um überhaupt in die Lobby zu kommen. Gelegentlich stürzt das Spiel auch kommentarlos ab, ganz gleich, ob im Menü oder während eines Spiels. Da diesmal auf offizielle Server verzichtet und stattdessen auf Direktverbindungen gesetzt wurde, können auch im Match starke Verbindungsschwankungen mit teilweise hohem Pin entstehen. So kommen gerne Situationen auf, in denen man selber noch getroffen wird, obwohl wir längst außer Sicht waren. Glücklicherweise kamen solche Situationen eher selten vor.

                                                                                                                                      Persönliches Fazit

                                                                                                                                      Call of Duty – Advanced Warfare erfindet das Gewehr nicht neu. Eher liefert es genau das, was Fans der Serie erwarten: Der Einzelspieler-Teil ist dabei gewohnt effektgewaltig, auch wenn die Stimmung durch technische Probleme gelegentlich verloren ging. Natürlich darf man aber auch keine atemberaubende, spannende Handlung mit völlig überraschenden Wendungen und tiefgreifenden Charakteren erwarten. Stattdessen gibt es eine solide Mischung aus interessanter Geschichte, abwechslungsreichen Missionen und soliden Schusswechseln. Die neuen Ausrüstungen, allem voran der neue Anzug, bringen zwar einerseits neuen Wind, etwa durch dynamischere Bewegungen, machen das Spiel andererseits zu leicht.
                                                                                                                                      Gleiches gilt für den Multiplayer. Auch hier sorgt der Anzug für ein schnelleres Spiel, während die anderen „neuen“ Tools sich gut in den Bestand einfügen. Freunde von schnellen Infanteriegefechten und den vorherigen Spielen werden hier ihre Freude haben – vielleicht sogar ein bisschen mehr als erwartet.
                                                                                                                                      Sieht man von den technischen Problemen ab (was leider nicht immer gelingt), präsentiert sich Call of Duty grundsolide mit viel gewohntem, aber auch etwas frischem Wind. Die große Revolution bleibt hingegen aus, trotz Kevin Spacey.

                                                                                                                                      Interesse? Dann holt euch Call of Duty direkt bei Amazon mit dem Knopf da unten oder vergleicht die Preise alternativ.

                                                                                                                                      Euer Hardbloxx-Team

                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare

                                                                                                                                      Call of Duty - Advanced Warfare
                                                                                                                                      71.7
                                                                                                                                      71.666666666667

                                                                                                                                      Gameplay

                                                                                                                                      80 / 100

                                                                                                                                      Präzise Steuerung, interessante neue Features, gelegentlich aber etwas hackelig

                                                                                                                                        Story

                                                                                                                                        65 / 100

                                                                                                                                        Nette Geschichte, leider ohne Tiefe und mit vorhersehbarem Ende

                                                                                                                                          Grafik

                                                                                                                                          75 / 100

                                                                                                                                          Größtenteils ordentliche Optik, gelegentlich schwache Momente, hübsche und stimmungsvolle Zwischensequenzen

                                                                                                                                            Sound

                                                                                                                                            50 / 100

                                                                                                                                            Im Spiel gut (satter Klang, stimmungsvolle Geräusche), aber asynchrone Gespräche und Cutscenes

                                                                                                                                              Umfang

                                                                                                                                              80 / 100

                                                                                                                                              Etwa 5 Stunden Solokampagne, dafür umfangreicher Mehrspieler mit vielen Leveln und Modi sowie freischaltbaren Objekten

                                                                                                                                                Spielspaß

                                                                                                                                                80 / 100

                                                                                                                                                Alles in allem ein gutes Paket, sofern man Lust auf Multiplayer hat

                                                                                                                                                  Positiv

                                                                                                                                                  • - Unterhaltsame Handlung
                                                                                                                                                  • - Verlässliche Spielmechaniken
                                                                                                                                                  • - Sinvolle Ergänzungen durch neue Features
                                                                                                                                                  • - Dramatische Inszinierungen

                                                                                                                                                  Negativ

                                                                                                                                                  • - Geschichte vorhersehbar
                                                                                                                                                  • - Starke Ruckler beim Laden
                                                                                                                                                  • - Gelgentlich asynchroner Ton
                                                                                                                                                  • - Abstürze und Verbindungsprobleme beim Mehrspieler