Kategorie: 2.1.3 Strategie & Simulation

StarCraft 2: Legacy of the Void im Test

Der Bereich der Echtzeitstategiespiele (Real Time Strategy = RTS) ist tatsächlich sehr übersichtlich und an der Spitze steht unangefochten das StarCraft-Franchise – danach kommt erst einmal sehr lange gar nichts. Mit StarCraft 2: Legacy of the Void ist nun das bereits zweite Add-On erschienen, das die Grundgeschichte der Hauptversion um einige neue Einheiten, Spielmodi und natürlich eine weitere Kampagne erweitert und darüber hinaus auch vermehrt auf Casual-Spieler setzen möchte, die zusammen mit einem Freund das Spielerlebnis erleben wollen. Vorab sei schon einmal verraten, dass uns das Add-On gefällt, wir haben allerdings auch einige Kleinigkeiten zu beklagen.

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Galactic Inheritors im Test

Vielleicht habt ihr mal von Master of Orion gehört: Der Großvater aller rundenbasierten Strategiespiele; 1993 auf Diskette herausgekommen und spielbar auf DOS und MacOS. Galactic Inheritors ist ganz klar daran angelehnt und so als 4X Strategiespiel zu klassifizieren: explore, expand, exploit, exterminate. Auf Deutsch also in etwa auskundschaften, ausbreiten, ausbeuten, ausrotten. Vom Aussehen her würde es jedenfalls in die 90er passen. Galactic Inheritors, von dem kleinen schwedischen Studio Crispon, ist frisch aus der Early-Access-Phase und bietet das typische Erobere-eine-Galaxie-Szenario mit Menschen und noch ein paar Aliens als Fraktionen. Es gibt eine gute, wenn auch lückenhafte deutsche Übersetzung mit Humor. Eine kleine Besonderheit: Diplomatie ist eng mit Medienkontrolle verknüpft. Krieg und Frieden wird über Werbespots entschieden. Weiterlesen

Test/Testbericht: Dungeons 2

Wenn man heutzutage an Kult-Spiele denkt, dann kommt man nicht daran vorbei, unter anderem das 1997 erschienene Echtzeit-Strategiespiel Dungeon Keeper zu nennen. Die originellen Schauplätze und das parodistische Umfeld sorgten dafür, dass das Spiel schnell zu einem großen Erfolg wurde und einen zweiten Teil bekam. Sogar ein dritter Teil war in Planung, wurde jedoch niemals fertig gestellt. Im Jahr 2011 erschien dann Dungeons, das als spiritueller Nachfolger von Dungeon Keeper gefeiert wurde und nun mit Dungeons 2 einen zweiten Teil erhält, der jedoch weit über die früheren Gameplay-Elemente hinaus geht. Während der erste Teil nämlich nicht jeden überzeugen konnte, soll der zweite Teil sich auf alte Stärken besinnen und neue Innovationen mit diesen vereinen. Ob dies gelingt könnt ihr im folgenden Test erfahren.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Das Böse wurde besiegt – vorerst

Die Geschichte von Dungeons 2 beginnt an einem Punkt, an dem „Das absolut Böse“, wie eure Rollenbeschreibung lautet, das Gute fast gänzlich besiegt hat. Doch in einer allerletzten Schlacht gelang es einigen guten Helden, den Protagonisten zu bannen und in einen Dungeon einzuschließen. Nun seid ihr nur noch ein Schatten eurer selbst und müsst Aufgaben durch eure sklavischen Diener erledigen lassen. Dafür könnt ihr auf Orks, Goblins und Trolle zurückgreifen und mit diesen Gold und Mana sammeln und eure Kriege führen. Dabei ist euer Ziel eigentlich ganz klar: Ihr wollt Rache nehmen an all den guten Helden, die euch von eurem fiesen und gemeinen Sieg abgehalten und euch gebannt haben. Doch natürlich reicht das nicht aus, um euren Hass auf alles Gute zu stillen. Stattdessen möchtet ihr jede Umgebung in ein Höllenloch verwandeln, Einhörner und Feen niedermetzeln sowie alle Menschen und Zauberer aus dem Land vertreiben. Wenn ihr die Kampagne spielt, dann werdet ihr Level per Level immer mächtiger, lernt neue Einheiten zu unterwerfen und Zauber einzusetzen.

Während die Rahmenhandlung jetzt nicht besonders spannend klingt und auch in den unterschiedlichen Abschnitten immer nur ein wenig vorangetrieben wird, so gibt es doch einen Grund, warum die Story so unglaublich unterhaltsam ist: Der Erzähler leitet euch nicht nur durch eure Kampagne und hilft mit Rat und Tat, sondern besitzt einen unglaublich guten Humor und wirbt zum Beispiel zwischendurch ganz unverschämt für Kalypso Media, die das Spiel publishen, macht sich ganz demütig über euch lustig oder weist mit witzigem Nachdruck auf eure aktuellen Ziele hin. Das ist nicht nur sehr amüsant und unterhaltsam, sondern sorgt auch dafür, dass man sich tatsächlich auf die Erzählungen und Zwischenrufe freut. Jede Formulierung ist dabei perfekt ausgeführt und eine Mischung aus Kindererzählung und Comedy für Erwachsene.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeon Keeper Redux?

Grundsätzlich kann man Dungeons 2 in zwei Teilgebiete einteilen. Beginnen wir mit dem ersten Gameplay-Teil, der sich mit dem Dungeon-Management beschäftigt: In eurem Dungeon selbst könnt ihr mit Hilfe einer riesigen Hand verschiedene Aktionen ausführen, allerdings eure untertänigen Diener nicht direkt steuern. So heuert ihr zwar Goblins, Nagas und andere Viecher an, doch könnt ihr ihnen lediglich grobe Befehle erteilen. Schnodderlinge sind zum Beispiel eure Arbeiter und wenn ihr Wände einreißen möchtet, so wählt ihr eine Wand aus und dann wird sich ein Schnodderling dorthin begeben und die Wand einreißen. Habt ihr eine Brauerei errichtet, wird dort ein Schnodderling ständig Bier herstellen und habt ihr eine Goldader markiert, so bauen eure Schnodderlinge dort Gold ab, wenn ihr keine anderen Aufgaben verteilt habt. Ähnlich funktioniert es mit den anderen vier Einheiten: Goblins arbeiten in der Tüftlerhöhle und produzieren dort Werkzeugkisten, die ihr für Forschung und dem Bau von Fallen braucht. Besitzt ihr jedoch nur eine Bau-O-Mat und mehrere Goblins, kann auch nur ein Goblin arbeiten, während der Rest entweder kleinere Einheiten ärgert oder nur herumsteht. Nagas bauen Mana ab, mit dem ihr Zaubersprüche erforscht, Zauber sprechen könnt und das ihr als Ressource braucht, um eine höhere Anzahl von Einheiten rekrutieren zu können.

Orks hingegen sind als Soldaten geboren…gezüchtet…berufen worden. Wenn ihr sie nicht zum Wachschutz einteilt, werden sie vor allem Bier trinken oder Goblins, Nagas und Schnodderlinge ärgern, wodurch diese langsamer arbeiten. Trolle hingegen sind die größten Einheiten im Spiel und arbeiten an der Schmiede, wo sie dann später im Spiel die Verbesserungen für eure Einheiten entdecken können. Allerdings wählt ihr dann lediglich das Upgrade aus, woraufhin sich eine untätige Einheit in Bewegung setzt und zum Arbeitsplatz läuft. In der Theorie könnt ihr auch die Einheit immer hochheben und dort absetzen, um ein paar Sekunden Zeit zu sparen. Habt ihr genug Boshaftigkeit gesammelt, so könnt ihr euren Dungeon einige Male upgraden, wodurch weitere Gebäude und Verbesserungen freigeschaltet werden. Um Boshaftigkeit zu sammeln, müsst ihr jedoch an der Oberfläche gegen die netten und guten Einheiten antreten, womit wir dann zum zweiten Teilgebiet des Gameplay kommen.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Echtzeit-Strategie vom Feinsten

Wenn ihr eine Einheit hochnehmt und direkt am Eingang eures Dungeons absetzt, so wird sie an die Oberfläche gehen. An der Oberfläche spielt sich Dungeons 2 dann jedoch genau wie ein RTS und erinnert ein wenig an Warcraft 3, denn dort könnt ihr direkt eure Einheiten steuern und sobald sie ihr zweites Upgrade erhalten haben, können sie zudem auch Spezialfähigkeiten einsetzen. Einheiten-Upgrades müssen jedoch erst antrainiert werden, wofür ihr in eurem Dungeon eine Arena errichten müsst. Dafür lernen eure Nagas zum Beispiel das Heilen von Einheiten, Trolle schmeißen mit Steinen und Orks werden zu Ork-Häuptlingen und sind immun gegen das Verzaubern von Feen und Einhörnern. Außerdem besitzen sie einen Kriegsschrei, der andere Einheiten aus der Verzauberung holt. Dieser Aspekt des Spiels ist absolut gut gelungen und selbst gegen den Computer braucht ihr ein wenig Geschick, um das höchstmögliche Potential eurer Einheiten auszureizen. So kämpft ihr euch durch die Gebiete und jedes Mal, wenn ihr ein paar Einheiten vom Gegner erledigt habt, wechselt das Terrain vom grünen und gutem Fantasy-Leben zur Hölle auf Erden. Genau, wie ihr, das ultimative Böse, es haben möchtet.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Gemeinsam oder gegeneinander kämpfen

Es gibt tatsächlich auch einen Multiplayer, der jedoch recht einfach gestaltet ist. So könnt ihr zum Beispiel selbst ein Spiel hosten oder einem Spiel eurer Freunde beitreten und habt dann die Auswahl zwischen ein paar wenigen Karten sowie ein paar verschiedenen Spielmodi: 1vs1, FFA und 2vs2 sind möglich, doch mehr als vier Spieler auf einmal können nicht teilnehmen. Außerdem könnt ihr nur einstellen, ob ihr Death Match, King of the Hill oder einen anderen Modi möchtet, wenn ihr selbst der Host seid. In so einem Fall müssen eure Mitspieler direkt joinen, indem ihr ihnen die Spiel-ID zuschickt. Möchtet ihr jedoch mit fremden Spielern spielen, so könnt ihr lediglich „Schnelles Spiel“ wählen und dürft zumindest im Moment noch warten. Und warten. Und noch mehr warten, denn niemand scheint sich derzeit großartig für den Multiplayer zu interessieren. Sollte die Community jedoch mehr daran interessiert sein, könnte man bestimmt eine ordentliche Ladder-Funktion oder ähnliches nachreichen, denn genug Potential dafür hat der RTS-Aspekt auf jeden Fall.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Witzig und voller Liebe

Es ist schwer, den Witz und das Herzblut zu beschreiben, die die Entwickler in Dungeons 2 haben fließen lassen. Der bereits erwähnte Erzähler ist nur die Spitze des Eisberges und so ist die Atmosphäre selbst einfach nur richtig gut. Dazu passt auch die Grafik, die sehr bunt ist und mit vielen kleinen Details überzeugen kann. Die Animationen sind ebenfalls gut gelungen und wenn man wirklich etwas kritisieren möchte, dann das es zu wenig verschiedene Einheiten-Modelle gibt. Fünf böse Einheiten, noch einmal so viele Gute und ab und zu trefft ihr auf Spinnen und Ratten, die in eurem Dungeon hausen und eigentlich nur kostenlose Erfahrungspunkte für eure Truppen darstellen. So gut der RTS-Teil auch ist, so langwierig ist doch der Dungeon-Part, in dem ihr eure Truppen aufbaut, Gold sammelt und euch vor den Wellen der guten Angreifer schützt. Zumindest manchmal. So ein Spiel kann durchaus mal 45 Minuten und länger dauern, denn bis ihr genug Upgrades habt, um den Endboss einer Mission zu erledigen, vergeht eben sehr viel Zeit. Vor allem, wenn ihr zunächst nicht einschätzen könnt, wie stark eure Einheiten sein müssen, um andere Einheiten zu erledigen. Später geht zwar alles etwas schneller, doch trotzdem fühlt sich Dungeons 2 eher wie ein Casual-Game an und nicht wie ein reines RTS.

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

Dungeons 2

 

Persönliches Fazit

Die Singeplayer-Spiele machen richtig viel Spaß: Ihr könnt herumprobieren, die schöne Story der Kampagne erleben oder in den Szenarien zeigen, aus welchem Holz ihr geschnitzt seid. Vor allem der Erzähler, aber auch der gesamte Sound an sich sorgen für eine gute Atmosphäre und die Grafik passt sich dieser perfekt an. Das Einheiten-System ist recht einfach und verständlich und wenn ihr an der Oberfläche kämpft, könnt ihr mit ein wenig RTS-Skill durchaus den einen oder anderen Vorteil herausholen. Die Fallen sind zwar ganz witzig und sorgen für ein bisschen Tower-Defense-Feeling, doch werdet ihr sie in den seltensten Fällen tatsächlich großflächig einsetzen. Alles in allem ist Dungeons 2 ein einfach richtig gutes Spiel, das sich jedoch eher an casual-orientierte Spieler richtet und den Strategie-Part nur ein wenig anreißt. Wenn man wirklich etwas bemängeln möchte, ist es die Anzahl der spielbaren Einheiten und Völker, doch ist das schon wirklich Meckern auf hohem Niveau. Wenn ihr also Dungeon Keeper mochtet und nun nach einem würdigen Nachfolger sucht, der darüber hinaus einige innovative Ideen mitbringt, dann schlagt hier getrost zu. Ihr werdet nicht enttäuscht werden.

Dungeons 2

Dungeons 2
85.2
85.166666666667

Gameplay

85 / 100

Das casual-orientierte Gameplay macht richtig viel Spaß.

    Story

    84 / 100

    Vor allem der Erzähler sorgt für perfekte Atmosphäre während der Geschichte.

      Grafik

      80 / 100

      Alles sieht super aus, lediglich manchmal ist die Kamera-Einstellung etwas doof.

        Sound

        87 / 100

        Der Sound unterstützt das Spiel perfekt und ist sehr variantenreich.

          Umfang

          86 / 100

          Eine stundenlange Kampagne, Multiplayer und ein paar Solo-Szenarien sorgen für einige Stunden Spielspaß.

            Spielspaß

            89 / 100

            Manchmal gibt es Passagen, in denen man zu lange auf Gold warten muss, doch sonst macht es richtig viel Spaß.

              Positiv

              • - sehr putzige Grafik
              • - RTS- und Aufbau-Spiel in einem
              • - viele Zaubersprüche
              • - cooler Erzähler
              • - mit sehr viel Witz konzipiert

              Negativ

              • - manchmal schlechte Kamera-Einstellungen
              • - lediglich fünf Einheiten

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              Euer Hardbloxx-Team

              Test/Testberich: Shelter 2

              Das Leben als Luchs ist ein hartes. Die Jungen aufziehen, ständig auf der Jagd sein und sich entscheiden, ob die Beute den Jungen gebracht oder selbst verspeist werden soll. Raubtiere können dem Nachwuchs ebenso gefährlich werden wie der nagende Hunger, wenn die Jagd erfolgreich war. Wind und Wetter fordern ebenfalls ihren Tribut und jede Entscheidung hat Folgen. In Shelter 2 schlüpft ihr in die Rolle einer Luchsmutter und erlebt all das, was das Leben als solche ausmacht. Was das so simpel klingende Spielkonzept alles mit sich bringt, erfahrt in unserem Testbericht.

              Shelter 2

              Shelter 2

              Shelter 2

              Shelter 2

              Der Kreislauf des Lebens

              Shelter 2 folgt dem Leben eines jungen Luchsweibchens undbeginnt dabei sehr dramatisch. Trächtig und schwerfällig muss sie in der Dunkelheit vor einem Rudel Wölfe fliehen und im Schutz einer Höhle ihre Jungen zur Welt bringen. Fortan gilt es, vier hungrige Mäuler zu stopfen und auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten. Der Titel tritt damit im Wesentlichen in die Fußstapfen seines Vorgängers, in dem ihr als Dachsmutter euren Nachwuchs beschützen und sicher durch den Wald geleiten musstet. Jedes der Jungen hat ein Namen, den ihr aber nach Belieben ändern könnt.

              Sobald der Nachwuchs geboren ist, besteht eure Aufgabe darin, auf die Jagd zu gehen und eure Kleinen mit Beute zu versorgen. Zu Beginn sind die Jungen natürlich noch zu klein, um euch zu begleiten. Entsprechend müsst ihr nach der erfolgreichen Jagd immer wieder zur Höhle zurückkehren. Am Anfang hab ihr ein weitläufiges Areal mit Wiese und ein paar Sträuchern um euch herum. Kaninchen und ab und an mal eine Maus sind die Hauptnahrungsquelle für euch und eure Jungen. Als Luchs seid ihr natürlich deutlich schneller und wendiger als ein Dachs und als Raubtier habt ihr abgesehen von Wölfen nichts weiter zu befürchten. Eine Ausdauerleiste gibt vor, wie lange ihr einem Beutetier hinterherhetzen könnt. Ist sie schließlich leer, muss die Luchsin erschöpft einhalten und Kraft tanken. Wenn euch ein Beutetier zwischen die Zähne gerät, habt ihr zudem immer die Wahl – verfüttert ihr es an eure Jungen oder fresst ihr selbst, um eure Ausdauerleiste zu füllen. Ein wirkliches Dilemma ergibt sich daraus allerdings nicht, denn die Ausdauerleiste füllt sich immer wieder auf die Hälfte, wenn ihr bloß ein wenig ausruht.

              Shelter 2

              Shelter 2

              Shelter 2

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              Einfache Mechanik

              Die Jagd selbst ist nur am Anfang wirklich fordernd. Wenn ihr die Bewegungsmuster der einzelnen Beutetiere erst einmal kennengelernt habt, fällt die ganze Sache deutlich einfacher aus. Mit einem Druck auf die Shift-Taste wird gesprintet, mit der Leertaste könnt ihr springen. Mit der rechten Maustaste könnt ihr Witterung aufnehmen. Dabei wird die Umgebung kurzzeitig verdunkelt und Beutetiere rot hervorgehoben. Gerade im dichten Wald ist das durchaus praktisch, denn hier versperren Büsche und Bäume natürlich oft die Sicht. Zudem werden dann einige Symbole zur Orientierung sichtbar. Ein einzelner Baum markiert euren Unterschlupf, mehrere Bäume den Wald. Mit der linken Maustaste lasst ihr ein erlegtes Tier fallen. Außerdem könnt ihr mit der linken Mauste (vorausgesetzt, ihr tragt nichts im Maul) auch eure Jungen heranrufen.

              Die Jagd läuft allerdings technisch nicht ganz einwandfrei; hin und wieder bleibt ihr dusselig an Felsen hängen oder ihr erwischt das Beutetier einfach nicht, obwohl Maul und Karnickel sich mehrfach gekreuzt haben. Auch die Kamerasteuerung ist etwas fummelig; ihr könnt sie ein wenig heben oder senken, indem ihr mit die Maus nach vorn oder zurück bewegt. Gerade aber während der Jagd, wenn schnelle Richtungswechsel erforderlich sind, passiert es häufig, dass ihr die Einstellung unbeabsichtigt verändert.

              Shelter 2

              Shelter 2

              Shelter 2

              Shelter 2

              Leben und Überleben

              Die große Welt von Shelter 2 lädt zum Entdecken ein. Sobald ihr eure Jungen genug gepäppelt habt, sind sie groß und stark genug, um euch maunzend und quiekend auf der Jagd zu begleiten. Dabei ist es ein wenig störend, dass die Umgebung die Kleinen komplett ignoriert. Läuft einmal eines beispielsweise in die Nähe eines Kaninchens, so hat das absolut keine Auswirkung.

              Abgesehen von der Jagd gibt es auch wenig zu befürchten, vom Hungertod der kleinen Luchse einmal abgesehen. Dies ist nicht nur das Kernelement, sondern letztlich auch das einzige Spielelement überhaupt. Bringt ihr nicht genügend Beute heran, werden die Jungen schwächer, bis sie schließlich nicht mehr Schritt halten können. Solange sie klein genug sind, könnt ihr sie dann nötigenfalls noch ein Stück weit im Maul tragen. Stehen die Knirpse gut im Futter, sind ihre Fellfarben kräftig und das Maunzen laut. Mit zunehmendem Mangel wird das Miauen allerdings leiser und verzweifelter, bis es schließlich verstummt.

              Die verschiedenen Gebiete geben dabei unterschiedlich viel Wild her. Im Wald könnt ihr beispielsweise häufiger auf Rehe treffen oder auch mal einen Vogel aus dem Baum schütteln. Abgesehen davon gibt es aber keine weiteren Beute- oder Raubtiere, denen ihr begegnen könnt. Dafür könnt ihr im Spiel verschiedene Sammelobjekte finden. Zweige, Blumen oder Blätter sind überall in der Welt verstreut und werden per Nasenstupser eingesammelt. Allerdings habt ihr davon keinen Vorteil, wenn ihr nicht gerade auf das Sammeln an sich steht.

              Habt ihr eine Episode durchgespielt und euren Wurf durchgebracht, bis er schließlich auf eigenen Pfoten und selbstständig unterwegs ist, könnt ihr mit einem neuen Zweig des Stammbaums weitermachen. Auf magische Weise sind dann scheinbar alle Jungen weiblich, sodass ihr die freie Wahl habt, mit wem ihr als nächstes einen Wurf aufziehen möchtet. Was ihr von der Karte aufgedeckt habt, bleibt euch dabei erhalten, sodass Folgedurchgänge wesentlich leichter zu bestreiten sind, da ihr nun wisst, wo ihr reiche Beute findet und wo das Gelände zu unwegsam ist.

              Shelter 2

              Shelter 2

              Shelter 2

              Shelter 2

              Interessanter Grafikstil

              Der große Pluspunkt des Spiels ist seine eigenwillige Grafik, die mit den gemusterten Texturen schon sehr künstlerisch anmutet. Die Entwickler haben hier bewusst nicht auf eine Vielzahl von Polygonen zurückgegriffen, sondern halten den Stil minimalistisch und kantig. Das muss nicht jedem gefallen, eine optische Abwechslung bietet Shelter 2 allemal. Auch das dynamische Wettersystem und der Wechsel der Jahreszeiten ist sehr schön anzusehen und beeinflusst das Spiel. So verringert sich bei starkem Regen die Sicht oder weiße Kaninchen sind auf dem frostigen Boden nur schlecht zu sehen. Musikalisch ist der Titel tatsächlich schon fast meditativ. In die Klänge der Natur mischen sich sanfte Klaviertöne oder ruhige Trommeln und sorgen so dafür, dass gedanklich ein bisschen die Zeit stehenbleibt.

              Shelter 2

              Shelter 2

              Shelter 2

              Shelter 2

              Persönliches Fazit

              Als Katzenhalterin ist mir der Titel stellenweise schon näher gegangen, als ich eigentlich zugeben möchte. Im ersten Durchgang habe ich zweimal ein Junges nur knapp vor dem Verhungern bewahren können, beim dritten Mal war es dann zu groß, um noch getragen zu werden. Weit und breit keine Beute zu finden und als ich endlich mit einem Kaninchen zurückkehrte, war es zu spät. Beim zweiten Durchgang hatte ich allerdings die Jagdtechnik schon gut genug drauf und das Ernähren machte keine großen Schwierigkeiten mehr. Damit ist dem Spiel dann allerdings auch die letzte Herausforderung abhanden gekommen, denn nach dem gefühlt hundertsten Kaninchen wird es irgendwann einfach langweilig. Als Luchs steht man zu weit oben im der Nahrungskette, um Fressfeinde fürchten zu müssen. Letztendlich hat das Spiel einen mutigen Ansatz und bietet ein Konzept außerhalb der Norm, verliert allerdings ob der fehlenden Schwierigkeiten und Herausforderungen schnell seinen Reiz. Den ersten Durchgang hat man innerhalb von zwei bis drei Stunden erledigt; der zweite bietet nichts Neues, sofern man nicht schrittweise das Gebiet genauer erkunden möchte. Die Collectibles sind ziemlich nutzlos und zumindest ich hatte keine Motivation, die Dinger ernsthaft zu suchen. Für 14,99 Euro wird da insgesamt leider etwas wenig geboten. Schade eigentlich, denn der Ansatz ist sehr interessant und hätte mit etwas mehr Ausbau etwa durch getriggerte Events oder mehr Fressfeinde auch sehr spannend werden können.

              Meine Katzen bekamen nach der ersten Spielsession übrigens eine Extraportion Leckerchen…

              Shelter 2

              Shelter 2
              67.5
              67.5

              Gameplay

              69 / 100

              Einfaches Spielprinzip, das allerdings an einigen Stellen hakt

                Story

                52 / 100

                Außer der Aufzucht der Jungen gibt es keine Story

                  Grafik

                  90 / 100

                  Sehr schöner und außergewöhnlicher Grafikstil

                    Sound

                    89 / 100

                    Naturklänge mischen sich mit sanften Tönen

                      Umfang

                      47 / 100

                      Letztlich kann man die Hauptstory beliebig oft wiederholen mit einem der aufgezogenen Jungen

                        Spielspaß

                        58 / 100

                        Das Konzept begeistert zunächst, verliert aber ob der Monotonie schnell an Reiz

                          Positiv

                          • - Interessantes Konzept
                          • - Außergewöhnlicher Grafikstil
                          • - Spielumgebung macht Lust auf Erkundung

                          Negativ

                          • - Zu wenig Herausforderung
                          • - Technisch nicht ganz sauber
                          • - Praktisch keine Story

                          Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                          Shelter 2 könnt ihr für 14,99 Euro auf Steam kaufen.

                          Euer Hardbloxx-Team

                          Test/Testbericht: Etherium

                          Der Kosmos. Unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Trotzdem scheint sich immer irgendwie alles in der Nähe der Erde abzuspielen. Auch in Etherium hat die Menschheit bereits ihren Platz im Weltraum gefunden und sich in Form des „Konsortiums“ zusammengeschlossen. Dabei handelt es sich um eine böse Firma, der Menschenleben grundsätzlich nichts wert sind. Natürlich gibt es auch einen interstellaren Krieg und überall Außerirdische. Klingt also nach einer guten Basis für ein Echtzeit-Strategie-Spiel, weshalb wir uns auch dazu entschlossen haben, Etherium näher zu betrachten. Was dabei herausgekommen ist, erfahrt ihr in unserem Test.

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Alle 1.000 Jahre…

                          Die Geschichte von Etherium mag etwas wirr klingen, doch das muss ja erst einmal grundsätzlich nichts schlechtes sein: Alle 1.000 Jahre erscheint im Universum ein außerdimensionales Wesen, das sich lediglich ganz kurz manifestiert, um dann auf sechs Planeten im Kosmos seine Eier abzulegen. Diese Eier sind jedoch für die Menschheit sowie für zwei weitere Rassen sehr wertvoll, schließlich enthalten nur sie das wertvolle Erz Etherium. Da jedoch niemand teilen möchte, beginnt ein Krieg, in dem um die Vorherrschaft und die Schürfrechte gekämpft wird. Denn Etherium ist die wichtigste Energiequelle im Universum, sodass niemand darauf verzichten möchte. Also dürft ihr im Eroberungsmodus, der auch als Kampagne bezeichnet werden kann, eine der drei Fraktionen wählen: Zunächst ist da das Konsortium, das in einer wohl nicht zu weit entfernten Zukunft die Menschheit beherrscht und mit militärischen Truppen einst große Macht und Einfluss gewinnen konnte. Außerdem nutzte es das Schattennetzwerk, bei dem es sich um eine Gruppe von Spionen, Attentätern und Söldnern handelt, um die eigenen Machenschaften durchsetzen zu können.

                          Die zweite große Rasse im Universum sind die Intari, die sich selbst als „Die Erwachten“ bezeichnen und zu den ältesten Rassen überhaupt zählen. Sie kämpfen schon seit vielen Zyklen mit um das Etherium und beten außerdem das ominöse, außerdimensionale Wesen an. In seinem Namen führen sie außerdem höchst brutale Kreuzzüge durch und sind außerdem durch das sogenannte Ritual des Erwachens in der Lage, die Zukunft vorhersehen zu können. Die dritte Partei im derzeitigen Krieg um das Erz ist das Vektiden-Reich: Auch diese haben bereits einige Zyklen der Etherium-Kriege hinter sich und sind dann schließlich zu dem Schluss gekommen, dass sie sich verändern müssen, wenn sie nicht verlieren wollen. Also haben sie kurzerhand ihr Bewusstsein in von Etherium gespeiste Lebenszellen transferiert und diese dann in mächtige Exoskellete verpflanzt. Dadurch wurden sie zwar enorm stark, leben nun jedoch in einer ständigen Abhängigkeit von Etherium, wodurch jede Niederlage umso verheerender für sie ist. Die Geschichte selbst wird dabei vor allem über eine Erzählerstimme sowie passende Bilder vorangetrieben, Zwischensequenzen in Form von Videos gibt es nur ganz selten.

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Viel zu lernen du noch hast

                          Bevor ihr mit dem Real-Time-Strategy (RTS) Spiel voll durchstartet, ist es durchaus sinnvoll, das Tutorial zu starten und so die Grundkenntnisse, wie Steuerung, Einheitenbau oder Forschung zu verstehen. Das ist alles nicht sonderlich komplex, sodass ihr auch sehr schnell beginnen könnt, die Kampagne zu spielen. Dort wählt ihr zunächst eine der drei Hauptfraktionen aus und könnt dann im Namen der gewählten Rasse in den Krieg ziehen. Allerdings solltet ihr gerade zu Beginn der Kampagne die Tutorial-Funktion weiter nutzen, denn diese gibt euch dann immer wieder zwischendurch nützliche Hinweise und Tipps. Das Spielprinzip ist dabei recht einfach: Zunächst erstellt ihr auf eurem Hauptplaneten ein Raumschiff, fliegt dann damit zu einem der sechs Planeten, könnt dort gegebenenfalls erste Raumschlachten gegen fremde Raumschiffe führen und euch somit einen kleinen Vorteil verschaffen und schickt dann eure Landungseinheit auf den Planeten. Dort wählt ihr ein noch nicht erobertes Gebiet aus und schon beginnt die Schlacht.

                          Zu Beginn jeder Schlacht habt ihr lediglich eure Basis-Station. Dort bildet ihr dann eure ersten „Siedler“ aus, also eine Einheit, die in der Lage ist, die verschiedenen Gebiete auf der Karte einzunehmen. Die Karte selbst ist in verschiedene Gebiete unterteilt, die sich zwar in der Größe unterscheiden, allerdings vor allem aufgrund eines Etherium-Vorkommens wichtig sind, das eben nicht in jedem Gebiet vorhanden ist. Ihr schickt also eure Siedler-Einheit zu einem sogenannten Monolithen, auf dem dann eine Zwischenbasis errichtet werden kann, woraufhin ihr im Falle eines Etherium-Vorkommens dort eine Mine errichten könnt. Etherium ist die Währung im Spiel, die ihr auch benötigt, um Einheiten anzufordern und Verbesserungen in euren Basen einzubauen. Letzteres ist recht wichtig, um später im Mid- und Lategame eine Chance zu haben. Mit den Verbesserungen könnt ihr zum Beispiel schneller Etherium abbauen, eure Technologie auf die nächste Stufe bringen, einen Raumhafen installieren oder eine Sternenkanone installieren, die die Schilde eurer Gegner angreift. Allerdings hat jede eurer Basen nur eine bestimmte Anzahl an Erweiterungsplätzen frei: Eure Hauptbasis besitzt davon fünf, die anderen können entweder drei oder einen Platz haben. Es ist also wichtig, genau zu entscheiden, wo ihr welche Erweiterung einbaut und euch somit taktische Vorteile schafft.

                          NEW_Etherium-05

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Technologie und Logistik

                          Insgesamt könnt ihr fünf Technologiestufen erreichen, wobei jede Stufe euch neue Vorteile bringt. So könnt ihr zum Beispiel Befehle freischalten, die dann gegen Befehlspunkte, die über Zeit generiert werden, aktiviert werden können. Diese Befehle rufen zum Beispiel einen Beschuss vom Himmel auf ein bestimmtes Gebiet ab, erhöhen kurzzeitig die Geschwindigkeit von Einheiten oder bringen euch per Klick etwas Etherium ein. Je höher eure Stufe in Technologie ist, desto besser sind eure Einheiten auch ausgerüstet und können zum Beispiel einen Schild aktivieren, der sie dann vor viel Schaden bewahrt. Natürlich müsst ihr für jede Stufe auch eine Erweiterung in einer eurer Basen bauen, was nicht nur teuer ist, sondern auch Zeit kostet und euch einen Platz für andere Erweiterungen versperrt. So müsst ihr also immer entscheiden, was gerade aus taktischer Sicht für euch am sinnvollsten ist und ob ihr lieber noch warten sollt, bis ihr die nächste Stufe erreicht.

                          Ebenfalls sehr wichtig ist zudem die Logistik-Stufe, denn je höher diese ist, desto mehr Einheiten könnt ihr gleichzeitig einsetzen. Eure Grundstufe erlaubt euch nämlich nur vier Einheiten gleichzeitig zu kontrollieren, während mit jeder Erweiterung drei weitere Plätze freigeschaltet werden. Aber auch hier ist natürlich immer die Frage, ob das investierte Etherium in einer weiteren Stufe richtig aufgehoben ist und ob ihr wirklich noch mehr Plätze braucht. Gerade in den Spielen gegen die KI solltet ihr hier nicht zu hoch ansetzen, denn der Computer spielt sehr aggressiv und tauscht gerne seine Einheiten mit den euren ab. So bleibt euch nur selten Zeit eine große Armee aufzubauen und anzugreifen. Immerhin kommen eure Einheiten so schnell an Erfahrungspunkte und steigen im Rang auf, wodurch sie selbst besser treffen und selbst schlechter getroffen werden können. Noch ein Wort zur KI: Diese agiert zwar sehr aggressiv, ist aber nicht besonders clever. Allerdings könnt ihr hier den Schwierigkeitsgrad ändern, wodurch sich der Computer zwar nicht intelligenter verhält, euch dafür jedoch noch mehr Einheiten um die Ohren haut.

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Der Aufbau der Armee

                          Natürlich sind die Einheiten selbst für ein RTS enorm wichtig und hierbei setzt Etherium auf eine sehr übersichtliche Auswahl: Ein paar Infanterieeinheiten, ein paar Panzer, ein paar fliegende Geräte und dazu Verteidigungstürme machen die gesamte taktische Kraft aus, die euch zur Verfügung steht. Je nach gewählter Fraktion habt ihr natürlich verschiedene Einheiten zur Auswahl, die von euch auch ein anderes taktisches Verständnis verlangen: Das Vektiden-Reich kann zum Beispiel Mörsertruppen einsetzen und damit ordentlich Schaden über eine große Distanz verursachen, während die Intari zum Beispiel den Leichten Läufer einsetzen können, der extrem wirkungsvoll und schnell gegen Infanterie agiert. Auch die Befehle sind natürlich von Rasse zu Rasse unterschiedlich und bieten euch ebenfalls verschiedene strategische Herangehensweisen. Wie ihr eure Armee aufbaut, bleibt natürlich grundsätzlich euch überlassen, doch ist oftmals ein Mix aus verschiedenen Einheiten zu empfehlen. Natürlich müsst ihr auch hier und da mal eure Einheiten aus der Schusslinie ziehen, doch da die Kämpfe recht langsam sind, sollte das selbst für Anfänger kaum ein Problem sein. Einen kleinen Vorteil könnt ihr außerdem durch die richtige Nutzung des Geländes erlangen: Schwieriges Gelände, wie Ruinen und Wälder, verlangsamen euch zwar, sind dafür jedoch auch perfekt zur Tarnung vor Flugzeugen und bieten außerdem Schutz bei Feuergefechten. Setzt der Gegner jedoch Aufklärungsfahrzeuge ein, kann er euch trotzdem finden.

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Real Time Strategy in Echtzeit

                          Ein RTS-Spiel lebt natürlich davon, dass ihr innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen müsst: Greife ich an oder ziehe ich mich zurück? Welche Befehle helfen mir jetzt, um eine bestimmte Situation für mich zu entscheiden? Welche Erweiterung ist derzeit sinnvoll und welche brauche ich später? Für all diese Fragen habt ihr oftmals nur Sekunden Zeit und braucht natürlich, um eure Entscheidung effektiv umsetzen zu können, eine entsprechende Steuerung. In Etherium nutzt ihr Genre-mäßig einen Mix aus Maus und Tastatur, wobei letztere vor allem auf Grund der Hotkeys wichtig ist. Außerdem habt ihr Zugriff auf typische Gameplay-Elemente wie Waypoints, Angriffsformationen oder das Binden von Truppen an die Zahlen-Tasten. Schade ist, dass ihr im Einheiten- und Erweiterungsmenü nicht ebenfalls Hotkeys nutzen könnt und euch stattdessen mit der Maus durcklicken müsst.

                          Grafisch ist Etherium im Mittelfeld einzugliedern: Alle Animationen laufen flüssig und wenn man in einen Kampf zoomt, so kann man tatsächlich schöne Bewegungen und Effekte sehen. Allerdings ist das Zoomen recht sinnfrei, da man dann keinerlei Übersicht mehr hat. Eine Einheit ist eine Division, die aus mehreren Soldaten oder Fahrzeugen besteht und dadurch recht klein wirkt. Ansonsten sind viele Objekte zwar farblich schön, doch recht grob und nicht besonders detailliert erstellt worden. Man merkt, dass Zeit – und wohl auch Geld – bei der Entwicklung gespart wurde. Dabei sieht nichts wirklich schlecht aus, sondern man hat immer das Gefühl, dass eben zweckmäßig gearbeitet wurde. Gleiches gilt für den Sound, der immer passend ist und die Effekte geräuschvoll untermalt, jedoch niemals wirklich heraussticht. Lediglich die Erzählerstimme ist wirklich als Pluspunkt zu sehen.

                          Natürlich gibt es auch einen Multiplayer, den ihr nutzen könnt, um in 1vs1 oder 2vs2 Schlachten gegen menschliche Spieler anzutreten. Das macht zwar durchaus mal für zwischendurch Spaß, allerdings fehlt hier leider die Action, die man zum Beispiel in StarCraft 2 bekommt. Das liegt vor allem daran, dass Fehler in der Positionierung von Truppen schnell verziehen werden, denn letztendlich habt ihr wirklich viel Zeit, um zu reagieren. Also kommt es eher auf die richtige Wahl von Einheiten sowie ein gutes Ressourcen-Management an und weniger darauf, wann ihr wie und wo angreift.

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Etherium

                          Persönliches Fazit

                          Am besten sieht man Etherium wohl als unterhaltsames Echtzeit-Strategie-Spiel für zwischendurch. Der Eroberungsmodus macht durchaus Spaß und wird euch bestimmt für einige Stunden beschäftigen. Auch der Multiplayer ist mal ganz witzig, vor allem, wenn man mit einem Freund zusammen in die Schlacht zieht. Doch wirklich Potential für Langzeitspaß ist nicht vorhanden, was größtenteils an der Geschwindigkeit des Spiels liegt, aber auch an den Möglichkeiten für Strategien: Wirklich Raum für schnelle Taktiken oder verrückte Ideen ist nicht vorhanden. Spaß macht es trotzdem, sodass man durchaus mal in den Titel hineingucken sollte. Wenn ihr allerdings auf Tiefgang hofft und eine Alternative zu StarCraft oder WarCraft möchtet, dann solltet ihr lieber die Finger davon lassen.

                          Etherium

                          Etherium
                          73.7
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                          Gameplay

                          74 / 100

                          Unterschiedliche Einheiten und ein verständliches Erweiterungssystem, aber langsame Kämpfe.

                            Story

                            70 / 100

                            Passende Story, etwas langweilig erzählt.

                              Grafik

                              75 / 100

                              Flüssige Animationen und gute Objekte, die vor allem sehr zweckmäßig aussehen.

                                Sound

                                79 / 100

                                Gute Erzählerstimme, allerdings sonst kaum auffällig.

                                  Umfang

                                  73 / 100

                                  Viele Stunden Kampagne und dazu noch Mutliplayer für 1vs1 und 2vs2 Gefechte.

                                    Spielspaß

                                    71 / 100

                                    Witzig und unterhaltsam für zwischendurch, hat allerdings kein Langzeitspaß-Potential.

                                      Positiv

                                      • - drei verschiedene Fraktionen
                                      • - schneller Einstieg ins Spiel
                                      • - verständliches Tutorial
                                      • - aggressive KI
                                      • - gute Steuerung per Maus und Tastatur

                                      Negativ

                                      • - KI agiert nicht sehr clever
                                      • - kaum Möglichkeiten für verschiedene Taktiken
                                      • - keine Langzeitmotivation vorhanden

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                                      Test/Testbericht: Nightbanes

                                      Spätestens seit dem enormen Erfolg von Hearthstone: Heroes of Warcraft erlebt das Genre der Trading Card Games (TCG) einen zweiten Frühling. Was früher unter den Namen Magic: The Gathering, Yu-Gi-Oh! und Pokémon TCG auf dem Schulhof gespielt wurde, ist nun salonfähig geworden und hat den Sprung in die digitale Welt geschafft. Auf denselben Zug möchte auch Nightbanes aufspringen, das als Free To Play-Spiel mit Sicherheit einen schweren Stand in dem großen Ozean der Online-TCGs hat. Nachdem es bereits in einer Browser-Version releast wurde, wagt es nun den Sprung auf Valves Gaming-Plattform Steam und möchte sich dort mit anderen Konkurrenten messen. Grund genug für uns, damit wir uns den Titel auch etwas genauer angucken. Wie er in unseren Augen abschneidet, könnt ihr im folgenden Test erfahren.

                                      Nightbanes (6)
                                      Nightbanes (3)

                                      Von Zombies, Vampiren und anderen Untoten

                                      Das vielleicht Wichtigste an einem TCG sind nicht die Regeln oder die Komplexität, sondern vor allem das Setting, in dem es spielt. Flavour ist für Fans des Genres unglaublich wichtig. Nightbanes hat sich dafür eine Welt voller Fabelwesen ausgesucht, die rund um Vampire und andere Untote abläuft. Eure Helden sind aus diesem Grund auch Vampirlords, die sich mit allerlei mystischem Volk umgeben, um so ihre Kämpfe zu schlagen. Insgesamt könnt ihr acht Kartentypen im Spiel selbst ergattern: Neben den bereits erwähnten Vampirlords gibt es Kreaturen, die für euch in die Schlacht ziehen. Ihr könnt auch Artefakte einsetzen, die eure Kreaturen heilen, selbst Schaden austeilen oder andere (De)Buffs mit sich bringen. Vampirkräfte sind Zauberkarten, die einen einmaligen Effekt haben. Waffen und Rüstungen hingegen sind für immer im Spiel, können allerdings nur von Kreaturen mit entsprechenden Fähigkeiten getragen werden. Außerdem gibt es noch Reittiere, die eure Lebenspunkte mit ihrem Leben schützen und nicht selten ebenfalls Fähigkeiten mit sich bringen. Die letzte Kategorie sind die sogenannten Orte, die für spezielle Kreaturen wichtig sind. Spielt ihr zum Beispiel den Friedhof aus, so erhalten alle eure untoten Kreaturen einen zusätzlichen Gesundheitspunkt und jede Runde besteht die Möglichkeit, dass ein Skelett für euch beschworen wird. Andere Orte hingegen bringen positive Effekte für andere Monstertypen, wie korrupte oder vampirische Monster, mit sich. Insgesamt zwölf verschiedene Kreaturen-Typen können so in eurem 30 Karten starken Deck eingesetzt werden.

                                      Nightbanes (8)
                                      Nightbanes (24)

                                      Einfach zu lernen, schwer zu meistern

                                      Die wichtigsten Karten im Spiel sind eure Kreaturen, denn sie greifen nicht nur für euch an, sondern verteidigen auch eure Lebenspunkte. Sinken letztere auf Null, habt ihr verloren, weshalb euer Ziel natürlich sein sollte, die Lebenspunkte eures Gegners auf Null zu reduzieren, bevor er dies bei euch machen kann. Eine Kreatur besitzt einige wichtige Eigenschaften, wie zum Beispiel „Wut“: Dabei handelt es sich um die Angriffspunkte, die jedoch ebenfalls abhängig von dem Kreaturen-Typus sein können. Ein Ghoul verursacht zum Beispiel untoten Schaden, was gegen manche Kreaturen schlecht ist, denn diese haben die Eigenschaft, dass sie weniger Schaden von Untoten nehmen. Dadurch kommt ein recht komplexes Schere-Stein-Papier-System zum Einsatz, das nahezu unendlich viele Ausnahmen besitzt. Natürlich besitzen Kreaturen auch Lebenspunkte, die sich nach genommenen Schaden nicht von alleine regenerieren – sinken diese auf Null, so ist die Kreatur ebenfalls zerstört und verlässt das Spielfeld. Ebenfalls sehr wichtig ist die Blutlust-Anzeige, denn diese bestimmt, ab wann eure Kreatur einsatzbereit ist und angreift. Am Ende jeder Runde wird ein Blutstropfen zu jeder inaktiven Kreatur hinzugefügt. Eine Kreatur mit zwei Blutlust kann also erst in der dritten Runde angreifen, da sie die ersten beiden Runden noch inaktiv ist – allerdings kann sie während dieser Zeit von Gegnern angegriffen werden, also sollte man sich gut überlegen, wann man welche Kreatur ausspielt.

                                      Das Spielprinzip selbst ist ebenfalls recht einfach zu verstehen, auch wenn es zunächst ein wenig verwirrend klingen mag: Ihr beginnt mit fünf Karten in der Hand und könnt pro Runde eine Karte ausspielen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es eine Kreatur, eine Waffe oder eine Vampirkraft ist. Sobald ihr die Karte ausgespielt habt, ist eure Aufgabe für diese Runde vorbei und der Kampf startet. Dabei greift jede Kreatur die Kreatur an, die ihr gegenüber liegt und verursacht abhängig von Wut, Fähigkeiten, Waffen und Ähnlichem eine bestimmte Anzahl an Schaden. Sollte keine Kreatur auf dem Platz gegenüber liegen, so wird direkt der gegnerische Vampirlord angegriffen – es sei denn, dieser besitzt ein Reittier. Dann muss zunächst das Reittier zerstört werden. Wird eine Kreatur zerstört, so rücken alle anderen Kreaturen einen Platz nach links. Ihr habt also keinen direkten Einfluss darauf, welche Kreatur ihr mit welcher eurer Karten angreift, könnt jedoch natürlich etwas vorausplanen und so taktische Entscheidungen treffen. Klingt etwas unverständlich und kompliziert? Wir haben ein kleines, unkommentiertes Gameplay-Video für euch aufgenommen, das einen PvE-Kampf zeigt und etwas Licht in das Kauderwelsch bringt:

                                      Spieler gegen Spieler gegen Umgebung

                                      Im Englischen als Player versus Environment (PvE) bekannt, drückt dieser Modi einfach nur aus, dass ihr gegen eine computergesteuerte Intelligenz antretet. Auch diesen Modi gibt es in Nightbane und er ist tatsächlich essenziell, wenn ihr eure Kartensammlung ausbauen möchtet. Insgesamt vier verschiedene Questgebiete könnt ihr so durcharbeiten und bekommt immer bessere Karten-Belohnungen, wenn ihr die verschiedenen und immer stärker werdenden Gegner erledigt habt. Außerdem bekommt ihr nach jedem gewonnen Kampf Erfahrung, Ruf und Blutperlen: Während die ersten beiden neue Karten freischalten, sind Blutperlen die Währung des Spiels, mit der ihr neue Karten und Booster kaufen könnt. Natürlich gibt es auch in Nightbanes verschiedene Raritäten-Stufen der Karten und legendäre Kreaturen sind um ein Vielfaches besser als ganz normale Karten – aber auch um ein Vielfaches teurer in der Anschaffung. Hier gibt es allerdings gleich den ersten großen Kritikpunkt, denn die PvE-Kämpfe werden recht schnell so schwer, dass ihr sie nicht mehr gewinnen könnt. Ihr könnt bei eurer ersten Anmeldung ein kostenloses Starter-Deck wählen, mit dem ihr euch in die Kämpfe stürzt. Zunächst ist alles noch fair und ihr gewinnt schnell gegen die ersten Gegner. Jeder Gegner hat dabei drei Level und mit jedem Level bekommt er neue Fähigkeiten, wodurch die Kämpfe immer unfairer werden. Besitzt ein KI-Gegner zum Beispiel zu Beginn keinerlei Fähigkeiten, so kann er im zweiten Level schon pro Runde einen seiner Minions für zwei Lebenspunkte heilen und dann im dritten Level zusätzlich noch Schaden auf eure Kreaturen verursachen. Kombiniert man diese Fähigkeiten mit Kreaturen, die viele Lebenspunkte haben und dadurch länger überleben, so seht ihr euch schnell einer Wand von Feinden gegenüber, die ihr niemals besiegen werdet.

                                      Wesentlich fairer geht es da im Player versus Player (PvP) Modus zu, in dem ihr die Wahl zwischen Aktivem-PvP, Passivem-PvP und Freundes-PvP habt. Letzteres ermöglicht es euch, einfach ein ungewertetes Spiel gegen eure Freunde zu spielen. Im Passivem-PvP-Modus spielt ihr gegen ein Deck eines menschlichen Gegners, das jedoch von der KI gesteuert wird und im Aktiven-PvP tretet ihr gegen menschliche Gegner an. Letzteres konnten wir allerdings nicht testen, da während der Beta-Phase leider niemand auf dem Server war. Dafür macht das Passive-PvP tatsächlich Spaß und ist nicht so frustrierend, wie die späteren PvE-Kämpfe. Natürlich sammelt ihr auch PvP-Punkte, die in neue Karten umgemünzt werden können und könnt außerdem eure ELO-Wertung steigern und dadurch noch mächtigere Karten freischalten.

                                      Nightbanes (12)
                                      Nightbanes (18)

                                      RNG und andere Probleme

                                      Viele TCGs setzen heutzutage auf den Random Number Generator (RNG) oder auf den Zufall, wie man in deutschsprachigen Ländern sagt. Auch wenn ich persönlich kein großer Fan davon bin, kann ich mich mit Karten anfreunden, deren RNG man berechnen kann: Besitzt eine Karte die Fähigkeit „Schießt einen Eis-Schaden auf eine zufällige gegnerische Kreatur“ und der Gegner besitzt vier Kreaturen, so weiß ich, dass die Chance bei 25 Prozent liegt, dass die Karte getroffen wird, die ich treffen möchte. Solche Karten gibt es tatsächlich in Nightbanes und das sorgt eben manchmal für Frust, manchmal auch für Glücksgefühle. Das ist ein Teil des Spiels und damit kann man natürlich arbeiten, indem man zum Beispiel vorher mit Zauberkarten andere Kreaturen tötet oder ähnliches. Doch dann gibt es auch Karten, deren RNG einfach komplett zufällig ist und das ist auch der Part des Spiels, der extrem frustriert: Besitzt eine Karte zum Beispiel die Flugfähigkeit, so besteht die Möglichkeit, dass sie Angriffen von Boden-Kreaturen komplett ausweicht. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist, ist absolut nicht zu erkennen. Manchmal weichen Flugkreaturen gleich fünf Mal hintereinander aus, manchmal auch gar nicht. Gleiches gilt für Kreaturen, die bis zu drei Mal dem Tod widerstehen können oder anderen Karten-Designs, die ähnlich funktionieren. Ein Spiel, das auf Logik und taktisches Verständnis setzt, leidet stark unter solchen Kartenfunktionen.

                                      Ein weiterer Punkt, der nicht vergessen werden sollte, ist, dass Nightbanes als Free To Play TCG konzipiert wurde. Doch natürlich möchten die Entwickler auch Geld einnehmen und haben dafür die sogenannten Blutdiamanten geschaffen: Mit dieser Premium-Währung kann man Karten, Booster und Decks kaufen. Es ist eine sehr gute Idee, dass manche Karten verbessert werden können und dann mit steigendem Level mehr Lebenspunkte oder zusätzliche Fähigkeiten erhalten. Ebenfalls sehr schön ist, dass diese Verbesserungen nur mit Blutperlen gekauft werden können und damit erspielt werden müssen. Doch viele Karten, die man mit der Premium-Währung kaufen kann, sind wesentlich besser als Karten, die man sonst erspielen kann. Zwar verspricht der Entwickler, dass man jede Karte erspielen kann, ohne dass man einen einzigen Euro investiert, doch stellt sich die Frage, wie genau das funktionieren soll, denn Blutdiamanten erhält man lediglich, indem man Echtgeld investiert oder sich jeden Tag einloggt – und dafür dann eine sehr geringe Menge der Diamanten bekommt. Glücklicherweise kann man extrem starke Decks bauen, ohne Geld zu investieren, doch ist der bittere Beigeschmack von Pay-To-Win immer vorhanden.

                                      Nightbanes (9)
                                      Nightbanes (19)

                                      Persönliches Fazit

                                      Unangefochten an der Spitze der Online-TCGs steht derzeit Hearthstone und ganz ehrlich, Nightbanes wird den König nicht stürzen können. Es ist ein durchaus gutes Kartenspiel, das schnell süchtig macht. Das Spielprinzip ist einfach, die Spiele dauern nur wenige Minuten und es gibt hunderte unterschiedliche Karten, die per Evolution und Verbesserung noch geändert werden können. Es gibt also einen Haufen an Möglichkeiten, das perfekte Deck zusammenzustellen, ohne jemals einen einzigen Euro zu investieren. Trotzdem hat man das Gefühl, dass Premium-Karten einfach viel zu stark sind. PvE ist eine schöne Idee, doch wird es sehr schnell frustrierend, wenn die KI unfaire Fähigkeiten einsetzt, um so für zusätzliche Schwierigkeiten zu sorgen. Eine bessere KI oder stärkere Decks wären hier wesentlich sinnvoller. Trotzdem möchte ich jedem Freund von TCGs Nightbanes ans Herz legen, denn dadurch dass es kostenlos ist, kann man problemlos antesten. Obwohl es einige Schwächen hat, macht es nämlich enorm viel Spaß und besitzt einige echt interessante Ansätze, die sonst kein TCG bisher nutzte.

                                      Nightbanes

                                      Nightbanes
                                      77.3
                                      77.333333333333

                                      Gameplay

                                      76 / 100

                                      Einfach zu lernen, schwer zu meistern, aber nicht sonderlich komplex.

                                        Story

                                        50 / 100

                                        Ein paar Vampire, etwas Storytelling in den PvE-Kämpfen - mehr ist nicht vorhanden.

                                          Grafik

                                          78 / 100

                                          Vollkommen in Ordnung für ein F2P-TCG

                                            Sound

                                            86 / 100

                                            Schöne Geräusche und nette Melodien.

                                              Umfang

                                              95 / 100

                                              Hunderte Karten, Evolutionen, Verbesserungen, viele PvE-Kämpfe und mehr - wirklich gut gemacht.

                                                Spielspaß

                                                79 / 100

                                                PvE wird schnell frustrierend und RNG wurde im Kartendesign manchmal schlecht umgesetzt.

                                                  Positiv

                                                  • - hunderte Karten
                                                  • - viele PvE-Kämpfe
                                                  • - unkompliziertes PvP
                                                  • - Karten können per Evolution und Verbesserungen verstärkt werden

                                                  Negativ

                                                  • - Zu viele Premium-Karten
                                                  • - mitunter unfaire PvE-Kämpfe
                                                  • - einige schlecht designte Karten
                                                  • - einige Spielabstürze während der Beta

                                                  Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                  Schaut doch mal bei Steam vorbei und in Nightbanes rein.

                                                  Euer Hardbloxx-Team

                                                  Preview: Besiege

                                                  Immer mehr Titel, vor allem Indie-Games, werden über Steam als Early Access-Titel zur Verfügung gestellt. Meist kosten die Spiele zur Early Access-Phase weniger als zum anschließenden Release, allerdings lässt der Content meist auch zu wünschen übrig. Ein Titel, der trotz wenig Content möglicherweise sehr interessant werden kann, ist Besiege von Spiderling Studios. In diesem Physik-basierten Aufbauspiel müssen wir eine Belagerungswaffe bauen, mit der wir die Level abschließen können. Ob der Titel in der Early Access Phase bereits Potenzial zeigt, erfahrt ihr in unserem Preview-Test.

                                                  Besiege

                                                  Besiege

                                                  Besiege

                                                  Besiege

                                                  Besiegen in Besiege

                                                  Das Spielprinzip ist schnell erklärt. Levelweise erhalten wir die Aufgabe, Gebäude zu zerstören, eine gewisse Anzahl an Gegnern zu besiegen, Gegenstände in einen Bereich zu bringen oder eine Zone zu erreichen. Dazu haben wir die Möglichkeit, im Baukastenprinzip eine Belagerungsmaschine zu bauen. Wo zu Beginn des Spieles noch ein einfaches Konstrukt mit Rädern ausreicht, müssen wir später diese Maschine schnell mit weiteren Bauteilen ergänzen, um unser Ziel zu erreichen. Dabei stehen uns jederzeit alle Bauteile zur Verfügung, die Besiege zu bieten hat. Unser Repertoire reicht von einfachen Holzelementen, mit denen wir das Grundgerüst der Waffe bilden, über Seile zur Stabilisierung unseres Konstruktes, Flammenwerfer und Kanonen zur Bekämpfung von Truppen und Zerstörung von Gebäuden, bis hin zu Rüstungselementen und sogar Flügel und Ballons, um unsere Belagerungswaffe durch die Luft zu tragen. So ist jedes Level nach unserer Vorstellung meisterbar. Ob wir mit einem fahrbaren Panzer das Gebäude einreißen, mit einem Flugzeug brennende Steine herunterfallen lassen oder mit einem Katapult das Ziel erreichen, bleibt uns überlassen. Jedes Level ist in zwei Phasen aufgeteilt. In der Bauphase setzen wir unser Belagerungsfahrzeug zusammen oder können gespeicherte Gebilde laden. Dabei haben wir nur einen bestimmten Bereich zur Verfügung, der in der Breite, in der Länge und in der Höhe begrenzt ist. Mit einem Klick auf den Play Button können wir unsere Maschine dann in Aktion erleben. Einige Bauteile können durch bestimmte Tasten aktiviert werden. Die Tastenbelegung für die einzelnen Teile können wir frei umstellen und somit auch einzelne Kanonen nacheinander durch verschiedene Knöpfe zünden. Schaffen wir das Level nicht, können wir jederzeit wieder in den Baumodus zurückkehren und an unserer Maschine feilen.

                                                  Besiege

                                                  Besiege

                                                  Besiege

                                                  Besiege

                                                  Gegen die Physik

                                                  Die Spielphysik ist ein elementarer Bestandteil des Spieles. Wenn wir zum Beispiel unseren Tragarm nicht genug stützen, fällt er bei zu viel Gewicht in sich zusammen. Wird ein Holzteil von einem brennenden Pfeil getroffen und besitzt keine Rüstung, springt das Feuer schnell auf die anderen Holzelemente unseres Konstruktes über und es bricht zusammen. Stößt ein bewegliches Element unserer Belagerungswaffe mit einem anderen Stück zu stark aneinander, beschädigt dies unsere Konstruktion. Somit ist jedes Level immer wieder ein Try and Error-Spiel, bei dem wir unser Konstrukt aufbauen und es mit der Play-Taste testen. Der Content hält sich noch in Grenzen, da es sich, wie bereits erwähnt, um einen Early Access-Titel handelt. Spielbar ist die erste Welt mit 15 verschiedenen Leveln, Bauelemente sind allerdings alle freigeschaltet und das Spiel bietet auch einen Sandbox-Modus, der allerdings noch „Work in Progress“ ist. Hier bietet euch das Spiel eine Karte mit vielen verschiedenen Hindernissen, beweglichen und zerstörbaren Objekten, wo der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Obwohl sich Besiege noch früh in der Entwicklungsphase befindet, sind keine nennenswerten Spielfehler bekannt. Der bisher verfügbare Content lässt sich ohne Probleme durchspielen. Die Grafik passt sehr gut zum Spiel. Sie ist simpel umgesetzt und frisst nicht viele Ressourcen, sieht aber dennoch sehr gut und stimmig aus. Einzig bei zu vielen Blöcken (ca. 300 und aufwärts) beginnt das Spiel in der Aktionsphase stark zu ruckeln. Ingame-Musik und Soundeffekte sind ebenfalls stimmig ins Gesamtbild eingepflegt.

                                                  Besiege

                                                  Besiege

                                                  Besiege

                                                  Besiege

                                                  Persönliches Fazit

                                                  Nach 15 Leveln und einiger Zeit im Sandbox-Modus kann ich nur sagen: Das Spiel hat Potenzial, ein Spielehit zu werden. Das Spielsystem ist simpel und dennoch sehr umfangreich. Es gibt gefühlt unendliche Möglichkeiten, seine eigenen Maschinen zu bauen. Der Einstieg ist durch ein kurzes Ingame-Tutorial sehr einfach gestaltet und lässt den Spieler selbst sehr schnell alle Freiheiten genießen, die das Spiel zu bieten hat. Vor allem das Try and Error-Prinzip sorgt für viele Stunden Spielspaß, wenn man doch noch versucht, seine Idee umzusetzen und dies dann eher dafür sorgt, dass die eigene Maschine eher in einem Flammenmeer untergeht als die Zielgebäude. Faszinierend ist es zu sehen, wie ein Katapult, welches eigentlich eine Feuerkugel schleudern soll, sich bei falscher Bauweise schnell selbst schleudert und nur die Feuerkugel auf seinem Platz bleibt. Doch selbst bei großen Patzern kann man sein Ziel erreichen, was für viel Spaß sorgt. Die Entwickler von Spiderling Studios versorgen über Updates den Titel mit immer weiterem Content. Man kann nur hoffen, dass schnell Wünsche der Community umgesetzt werden, die unter anderem einen Multiplayer-Modus haben will. Ebenfalls interessant wären weitere Spielmodi wie das Spiel gegen die Zeit oder ein Level mit begrenzten Blöcken absolvieren zu müssen.

                                                  Besiege (Early Access)

                                                  Besiege (Early Access)
                                                  83.2
                                                  83.166666666667

                                                  GAMEPLAY

                                                  93 / 100

                                                  Sehr einfach zu lernendes, spaßiges Bausystem und Try and Error Prinzip

                                                    STORY

                                                    80 / 100

                                                    Keine Story vorhanden, ist aber auch nicht weiter störend

                                                      GRAFIK

                                                      83 / 100

                                                      Einfache, performante Grafik, nur bei zu vielen Bauteilen heftige Einbrüche

                                                        SOUND

                                                        78 / 100

                                                        Nicht weiter auffällige Hintergrundmusik, gute Soundeffekte

                                                          UMFANG

                                                          70 / 100

                                                          15 Level und ein Sandbox-Modus, Early Access Phase verhofft auf mehr Content in Zukunft

                                                            SPIELSPASS

                                                            95 / 100

                                                            Trotz dem wenigen Content macht es irre Spaß, immer neue Kreationen zu erschaffen um die Ziele zu erreichen

                                                              Positiv

                                                              • - -Sehr schönes Baukastenprinzip
                                                              • - Gutes Spiel mit Physik

                                                              Negativ

                                                              • - Zu wenig Content
                                                              • - Starke Ruckler bei zu vielen Bauteilen

                                                              Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                              Den Early Access Zugang zu Besiege erhaltet ihr auf Steam.

                                                              Euer Hardbloxx-Team

                                                              Test/ Testbericht: Blackguards 2

                                                              Daedalic öffnet erneut die Tore nach Aventurien, der Welt des Schwarzen Auges. Der Vorgänger gilt als harte Nuss, selbst für Taktik-Fans und nicht zuletzt sorgte vor allem das hohe Zufallselement stellenweise für großen Frust. Der Versuch, das hochkomplexe und umfangreiche Pen-and-Paper-System von DSA in einem PC-Spiel zu verpacken ist nicht überall geglückt. Hier will Daedalic deutlich an den Stellschrauben gedreht haben. Ob das gelungen ist? Lest es in unserem Testbericht.

                                                              So werden Schurken geschmiedet

                                                              Anders als im Vorgänger könnt ihr diesmal nicht selbst einen Charakter erstellen, sondern bekommt eine Figur vorgegeben. Die hat es allerdings in sich!

                                                              Als die Herrscherin Cassia sich eines Tages unversehens nicht in ihrem weichen Bett, sondern einem modrigen Verließ wiederfindet, wird sie nur von einem einzigen Gedanken beherrscht – warum? Warum ließ ihr Gemahl Marwan sie in dieses Labyrinth voller Spinnen und Dunkelheit werfen? Und vor allem: Wie kann sie von hier entkommen, bevor das Spinnengift sie dahinrafft oder sie ihren Verstand kostet?

                                                              Unermüdlich streift Cassia durch die alten Gewölbe, auf der Suche nach einem Ausgang. Eines Tages stolpert sie über das Buch „Der gute Herrscher“, ihre fortan einzige Beschäftigung. Vier Jahre später haben Spinnengift, Buch und Isolationshaft ihre Spuren an ihr zurückgelassen und als Cassia schließlich aus dem Labyrinth entkommen kann, will sie nur noch Rache. Rache und die Herrschaft über das ganze Land. Doch ohne Armee kann sie den Haifischthron nicht zurückerobern und so macht sie sich auf die Suche nach den verbliebenen Bezwingern der Neun Horden.

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Bekannte Gesichter

                                                              Alsbald gesellen sich zu der leicht verrückten Cassia noch drei bekannte Charaktere aus dem Vorgänger. Zwerg Naurim, der inzwischen faul in Gold badet, Magier Zurbaran, den Cassia für einen lausigen Heller auf dem Sklavenmarkt kauft, sowie Waldmensch Takate, der in seinem Stamm ein gottähnliches Dasein führt, das ihn allerdings tödlich langweilt, machen die Heldengruppe schließlich komplett. Der Feldzug gegen Thronräuber Marwan kann beginnen.

                                                              Auch Blackguards 2 ist ein waschechtes Taktik-Rollenspiel. Zu Beginn vermittelt ein Tutorial schrittweise die notwendigen Kniffe, allerdings kann das für Neueinsteiger ziemlich erschlagend sein. Über einen Charakterbogen können die jeweiligen Fertigkeiten mit im Kampf verdienten AP freigeschaltet und gesteigert werden. Anders als beim Vorgänger können die Punkte nun allerdings nicht mehr in die Grundwerte des Charakters wie Stärke, Gewandtheit, Charisma und co. investiert werden. Stattdessen gibt es zusätzlich zu „Waffentalente“, „Talente“, „Zauber“ und „Sonderfertigkeiten“ noch die Registerkarte „Spezialmanöver“. Unter den Waffentalenten kann die Fertigkeitenstufe für die einzelnen Waffen wie Dolch, Zweihandwaffe, Schwert, Bogen oder Armbrust eingestellt werden. Dabei können die Punkte auch nach Offensive und Defensive gewichtet werden. Unter den Talenten finden sich Eigenschaften wie Körperbeherrschung oder Sinnenschärfe, was passive Fähigkeiten steigert, sodass der Charakter beispielsweise weniger leicht umgeworfen werden kann oder Fallen innerhalb eines gewissen Radius entdecken kann. Spezialmanöver bezeichnet besondere Angriffe wie einen Wuchtschlag oder den Fernschuss, während unter Sonderfertigkeiten Talente aufgelistet sind, die Grundwerte beeinflussen wie Ausdauer, Initiative oder Lebensenergie. Mit der neu hinzugekommenen Ausdauer können Spezialattacken ausgeführt werden.

                                                              Während Takate, Naurim und Zurbaran in ihrer Laufbahn schon festgelegt sind, können die Spieler Cassia so ausbauen, wie sie ihnen am besten gefällt. Taffe Kriegerin, gewiefte Schurkin oder beeindruckende Zauberin – alle Möglichkeiten stehen offen. Einmal vergeben können Punkte nicht mehr zurückgenommen werden. Wer sich verskillt, hat also Pech gehabt.

                                                              Im späteren Spielverlauf bekommt ihr diverse Einheiten und besondere Charaktere dazu, die ihr entsprechend ausrüsten könnt.

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Flexible Kampagne

                                                              Der Verlauf der Geschichte ist an sich zwar ähnlich geradlinig wie im Vorgänger, allerdings stehen euch bei der Planung des Feldzuges mehr Möglichkeiten offen, wie ihr die Sache angehen wollt. Von Stützpunkt zu Stützpunkt könnt ihr euch in einer relativen freien Bahn vorarbeiten. Dabei ist es sinnvoll, sich vorher genau umzuhören, um wertvolle Tipps für die nächste Schlacht zu sammeln. So kann euch euer Spitzel Ritz beispielsweise über einen unscheinbaren Hintereingang zu einer gut bewachten Festung informieren oder eine Geisel verrät euch, welche Gegnertypen im kommenden Gefecht auf euch lauern. Eroberte Stützpunkte bringen neue Ausrüstung oder andere Boni für Cassias Stumme Legion.

                                                              Immer wieder stehen Cassia auch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die den Verlauf des Spiels beeinflussen können. So könnt ihr beispielsweise eine Geisel nach der Befragung freilassen oder sie umbringen. Einige Freigelassene können sich dankbar zeigen. Andere stehen euch anschließend vielleicht wieder in einer Schlacht gegenüber.

                                                              Die Schlachten selbst finden in großen Arealen statt, die in Hexfelder unterteilt sind. Unterschiedliche Terrainhöhen, zerstörbare Kisten und interagierbare Dinge wie Kronleuchter oder Trittschalter verleihen dem Level taktische Tiefe. Pro Zug können die Charaktere sich eine gewisse Anzahl Felder weit bewegen und eine Aktion ausführen. Alternativ können sie auch größere Strecken zurücklegen, verzichten dafür dann aber auf eine Aktion. Figuren können hinter Kisten in Deckung gehen, morsche Balken zerschlagen und damit Teile der Decke zum Einsturz bringen oder Öllachen entzünden. Es gilt also, stets die Umgebung im Auge zu behalten.

                                                              Die Spielfelder sind sehr unterschiedlich und selbst im gleichen Setting hat man nie das Gefühl, die gleiche Karte vor sich zu haben. Durch Fallen und gut platzierte Kisten oder Fässer muss stets aufs Neue eine Taktik zurechtgelegt werden. Die KI legt ein eher wechselhaftes Verhalten an den Tag. Nutzt sie manchmal geschickt Fallen oder benutzbare Umgebung, so wechselt sie ein anderes Mal plötzlich das aktuelle Ziel und gewährt einem so auf einmal Vorteile. Allerdings hat es nach wie vor keinen Einfluss, ob der Gegner mit dem Rücken oder dem Gesicht zu euren Figuren steht – beim betreffenden Zug dreht er sich automatisch um.

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Abwechslungsreiche Missionen

                                                              Zu Beginn laufen die Kämpfe recht geradlinig ab und sind reiner, berechenbarer Schlagabtausch, der sehr zäh werden kann, insbesondere wenn ihr einer Übermacht gegenübersteht. Erst später mit den Spezialattacken wie Niederwerfen oder Parade bekommt der Rundenablauf mehr Tiefe und lässt sich besser gestalten.

                                                              Häufig besteht das Primärziel einer Mission nicht darin, alle Feinde vom Feld zu fegen, sondern Gefangene zu befreien oder Türen für nachrückende Truppen zu öffnen. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Zufallselement deutlich verringert worden, was die Kämpfe deutlich planbarer macht. Außerdem können auf Wunsch Sichtkegel, Trefferchance und Reichweite von Fernangriffen eingeblendet werden, was das Kampfgeschehen übersichtlicher gestaltet. Dennoch müssen Partien teilweise mehrfach gespielt werden, da sich erst in der Runde offenbart, dass trotz Information die falschen Truppen mitgenommen wurden oder Ähnliches. Auch gespeichert werden kann nicht innerhalb der Kämpfe, was gerade bei längeren Episoden etwas ermüdend ist. Innerhalb der Kämpfe können zusätzliche Ziele aufkommen oder es gilt, im Lauf der Partie Schatztruhen einzusammeln. Beides bringt nach Abschluss der Mission zusätzliches Gold oder Ausrüstungsgegenstände ein.

                                                              Die Gegnertypen sind abwechslungsreich: Von Bogenschützen zu Goblins, Magiern oder übergroßen Kreaturen ist die Bandbreite recht groß und verlangt beim Taktieren einiges ab.  Hinzu kommen ab und zu auch fordernde Bosskämpfe.

                                                              Neben der Hauptstory bieten sich auch immer wieder Gelegenheiten für kleine Streifzüge außerhalb der Kampagne, in denen Beute eingesackt und weitere Erfahrungspunkte gesammelt werden können. Wer Wert auf passende Rüstungssets legt, wird hier fündig. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es hier auch keine Gewichtsbegrenzung mehr im Inventar, sodass massig Platz für Loot ist. Die Hauptstory sollte Spieler vom Umfang her etwa 20 Stunden lang beschäftigen. Wer alles erkundet und jede Nebenmission mitnimmt, kann noch einmal bis zu zehn Stunden mehr aufschlagen.

                                                              Abseits von den Schlachtfeldern können auch das Lager und diverse Städte aufgesucht werden. Hier finden sich Händler, Lehrmeister und manch aufschlussreiche Gelegenheit für einen Dialog. Über eine übersichtliche Karte könnt ihr die Stützpunkte einzeln ansteuern und überlegen, welche Route ihr als nächstes einschlagt. Das große Ziel des Feldzuges ist natürlich die Hauptstadt des Emirats, in der Cassias nicht ganz so liebevoller Gatte wartet.

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Atmosphärisches Brettspiel

                                                              Optisch ist Blackguards 2 natürlich keine Wucht. Der Schwerpunkt liegt hier auf den Spielfeldern und ihrer Umsetzung. Auch wenn die Charaktere grafisch etwas plump wirken, so sind beispielsweise die Lichteffekte doch sehr hübsch umgesetzt. Abgesehen von den Schlachtfeldern gibt es allerdings nicht viel zu entdecken. Die besuchbaren Städte bestehen aus einer, eventuell zwei Standbildchen mit wenig Bewegung. Bei den Dialogen bewegen sich die Charaktere nur geringfügig, während ihr Text ein unbewegliches Charakterportrait ziert. Die Sprecher sind allerdings ziemlich hochkarätig und insbesondere der durchgeknallten Cassia hört man einfach gerne zu. Die Dialoge selbst sind für einen Genre-Mix, der „Rollenspiel“ im Namen trägt, zwar relativ flach, erfüllen aber ihren Zweck und vermitteln gut die düstere Stimmung der Geschichte.

                                                              Die Nebenfiguren bleiben verhältnismäßig farblos und zusätzlich zu ihnen könnt ihr noch eine ganze Horde an austauschbaren Söldnern in die Schlacht werfen. Ihr Verlust wirkt sich in den Runden nicht negativ aus. Entsprechend können sie ruhig als Kanonenfutter verwendet werden. Vor jeder Runde könnt ihr die Einheiten auswählen, die ihr mit in den Kampf nehmen möchtet, seien es Bogenschützen, Speerträger, Schwertkämpfer Hexen oder Assassinen.

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Blackguards 2

                                                              Persönliches Fazit

                                                              Mit dem Einstieg in Blackguards 2 habe ich mich etwas schwer getan. Viele Textboxen und der umfangreiche Charakterbogen waren zu Beginn mehr Hindernis als Hilfe, doch nach ein, zwei Kämpfen hat man den Bogen meist raus, auch wenn man den Vorgänger nicht gespielt hat. Auch in die Geschichte kommt man gut rein, nicht zuletzt auch wegen der gut gewählten Sprecher, die einen guten Job machen, auch wenn die Nebenfiguren nicht gerade durch Facettenreichtum glänzen. Besonders gut gefallen hat mir allerdings die Hauptfigur. Cassia mag vielleicht kein strahlender Paladin sein, doch gerade ihre verrückte, teils grausame, teils intrigante Art macht einfach unheimlich Spaß und ist weit überzeugender als manch weißer Ritter in goldener Rüstung.

                                                              Blackguards 2

                                                              81.5
                                                              81.5

                                                              Gameplay

                                                              80 / 100

                                                              textlastiger Einstieg, ansonsten aber recht übersichtlich

                                                                Story

                                                                87 / 100

                                                                glaubwürdige Protagonistin, gutes Erzähltempo

                                                                  Grafik

                                                                  75 / 100

                                                                  abwechslungsreiche Spielfelder, ansonsten eher Papp-Kulissen

                                                                    Sound

                                                                    80 / 100

                                                                    stimmige Musik, sehr gut vertonte Dialoge

                                                                      Umfang

                                                                      85 / 100

                                                                      Hauptkampagne mit 20 Stunden Umfang plus Nebenmissionen

                                                                        Spielspaß

                                                                        82 / 100

                                                                        gerade genügend Freiraum, eine wunderbar wahnsinnige Heldin und sinnvolles Gameplay

                                                                          Positiv

                                                                          • - guter Umfang für den Preis
                                                                          • - tolle Protagonistin
                                                                          • - weniger Zufall, dafür mehr Kontrolle

                                                                          Negativ

                                                                          • - für Einsteiger etwas überfordernd
                                                                          • - wenig Animation

                                                                          Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.
                                                                          Euer Hardbloxx-Team

                                                                          Test/Testbericht: Grey Goo

                                                                          Das 2003 von ehemaligen Command-and-Conquer-Entwicklern gegründete Studio Petroglyph hatte bisher keine nennenswerte Erfolge mit ihren Spielen. Titel wie Star Wars: Empire at War, Versuche, in den MOBA Erfolg mit Battle for Graxia einzusteigen, und dann das im Nichts verschwundene Projekt End of Nations sorgten auf dem Spielemarkt nicht gerade für viel Ansehen. Mit ihrem neusten Titel Grey Goo wollen die ehemaligen Entwickler des erfolgreichen Echtzeitstrategietitels C&C zu ihren Wurzeln zurückkehren. Ob sie damit Erfolg haben und ob der Titel neben dem Strategie-Titan Starcraft 2 überhaupt überleben könnte, erfahrt ihr in unserem Testbericht zu Grey Goo.

                                                                          GreyGoo

                                                                          GreyGoo

                                                                          Basis bauen leichtgemacht

                                                                          Was bei Grey Goo sofort auffällt, ist, dass es darauf ausgelegt ist, einen einfachen Spieleinstieg zu bieten. Zu Beginn der 15 Missionen langen Kampagne gibt es deswegen ein Tutorial, welches die ersten Schritte des Echtzeitstrategiespiels spielerisch erklärt. Hier bauen wir unsere Basis auf, kümmern uns um den Ressourcenabbau, rekrutieren Einheiten und stürmen die Basis des Feindes. Dabei werden die Spielmechaniken der ersten von drei Rassen vorgestellt: Den Beta. Wir bauen Verteiler auf der Map, an denen wir dann unsere Gebäude bauen können. Kleine Verteiler bieten Platz für zwei Gebäude, mittlere Verteiler können vier Gebäude beherbergen und große Verteiler haben sechs Gebäudeplätze. Mit Raffinerien können wir Gas abbauen, mit denen wir unsere Gebäude und Einheiten bauen. Gasvorkommen sind auf der Karte verteilt, und kleine, nicht steuerbare Einheiten pendeln dann zwischen unseren Raffinerien und den Vorkommen. In der Fabrik können wir unsere Einheiten ausbilden. Zwei verschiedene Standardeinheiten stehen zu Beginn zur Auswahl. Das Angebot können wir vergrößern, indem wir  Technologiegebäude an denselben Verteilern wie die jeweilige Fabrik bauen. Hier haben wir die Wahl zwischen der Panzer -, der Artillerie-, der Luft- und der Tarnungserweiterung. Je nach Technologie-Erweiterung können wir dann unterschiedliche Einheiten in unserer Fabrik bauen. Die kleine Fabrik bietet fünf Warteschlangenplätze, von denen ein Platz produziert wird. In der großen hingegen sind sechs Plätze verfügbar, von denen drei gleichzeitig in Produktion stehen. Das gleiche Spielchen ist dann noch mit dem Hangar möglich, in denen Flugeinheiten ausgebildet werden können. Neben den Gebäuden, die an die Verteiler gebaut werden müssen, können wir unsere Basis noch mit Mauern schützen. In ein Mauerstück können wir kostenlos ein Tor einfügen, durch das unsere Truppen dann ohne Probleme rein- und rauskommen. Einige Einheiten können auch auf den Mauertürmen Platz nehmen, um die Basis zu verteidigen. Neben den neu verfügbaren Units können wir durch Tech-Erweiterungen auch noch Technologien für unsere Truppen freischalten, sodass einige Einheiten zum Beispiel nun auch fliegende Truppen angreifen können oder Angriffe einen Schaden über Zeit erhalten.

                                                                          GreyGoo

                                                                          GreyGoo

                                                                          Einfach zu lernen – schwer zu meistern

                                                                          Deutlich ist zu erkennen, dass Grey Goo den Fokus eher auf Basenbau und Steuerung von Massenangriffen legt, als auf „Micromanagement“, welches z.B. bei Starcraft 2 sehr wichtig ist. Die Einheiten besitzen dazu keine eigenen Fähigkeiten, die aktiviert werden müssen. Auch spielt sich das komplette Spiel etwas langsamer, was die Spieler allerdings nicht daran hindert, auch mit einer Rush-Taktik zu gewinnen (so schnell wie möglich Einheiten produzieren und die gegnerische Basis attackieren, bevor er eine sehenswerte Verteidigung vorzeigen kann). Besonders stark muss man auf die Ressourcenproduktion achten. Da die Gasminen irgendwann leergefarmt sind, müssen neue Außenposten an Gasvorkommen errichtet werden, um die Ressourcenproduktion aufrecht zu erhalten. Da jegliche Bauaktionen (sowohl Gebäude, als auch Truppen) Gas kosten, muss man planen, ob man die Basis erweitert oder Truppen zur Verteidigung bzw. zum Angriff produziert, da man sonst schnell in Ressourcenknappheit gerät. Dies führt dazu, dass unsere Bauvorhaben und Truppenproduktionen ständig stoppen, wenn nicht mehr genügend Gas vorhanden ist. Während es also einfach ist, in das Spielprinzip einzusteigen, braucht man einige Zeit, bis man seine Strategie perfektioniert hat. Dies wird dann auch noch dadurch erschwert, dass die drei Rassen sich sehr unterschiedlich spielen. Während die Beta ihre Gebäude an frei platzierbaren Verteilern setzt, müssen die Menschen mit einem Hauptgebäude auskommen. Hier können jedoch Leitungen angelegt werden, die Energie für daran angebaute Gebäude liefern. Anders als die Beta besitzen die Menschen auch keine Truppen, die auf den Mauern platziert werden können, sondern eigene Geschütztürme. Ebenso kann ein Teleporter gebaut werden, der produzierte Einheiten über die Karte teleportieren kann. Die dritte Rasse, die Goo, besitzt komplett andere Spielmechaniken. Hier beginnen wir mit einem Muttergoo, welcher sich bewegen kann. Diesen können wir aufladen, indem wir mit ihm zu Gasvorkommen laufen. Genug aufgeladen, können wir durch ihn Amöben kreieren, die sich wiederum in eine kleine Gruppe von Einheiten transformieren können. Auch können wir mit dem Muttergoo einen weiteren Muttergoo kreieren, wodurch wir mehr Möglichkeiten bekommen. Stationäre Gebäude besitzen die Goo keine, die Taktiken müssen also für diese Rasse komplett angepasst werden.

                                                                          GreyGoo

                                                                          GreyGoo

                                                                          Die Reise durch Galaxien

                                                                          Die Kampagne von Grey Goo bietet 15 Missionen, je fünf pro Rasse. Hier warten bekannte Aufgaben wie „Zerstöre die gegnerische Basis!“, „Überlebe 30 Minuten lang!“ oder „Sammle Gegenstände, während zu bestimmten Zeitpunkten Eruptionen deine Gebäude beschädigen und du gleichzeitig von einer Vielzahl Einheiten ständig unter Druck gesetzt wirst!“. Hier ist es vor allem wichtig, auf die Verteidigung zu achten, da in jeder einzelnen Mission Hauptgebäude und Außenposten unter Angriff stehen. Unterstützt werden die einzelnen Missionen durch eine gut erzählte Geschichte, die die Reise der Rassen durch die Galaxie erzählt. Untermalt werden die Tonaufnahmen durch sehr ansehnliche Zwischensequenzen zwischen den Missionen. Die Musik fügt sich sehr stimmig ins Gesamtbild ein und auch die Grafik passt zum Titel. Einzig das Hauptmenü ist teilweise etwas ruckelig und die Ladezeiten vor den Spielen könnten kürzer sein. Neben der Kampagne gibt es noch die Möglichkeit, gegen die KI und andere Spieler in einzelnen Gefechten anzutreten. Das Spielziel in diesem Modus ist aus vielen anderen Echtzeitstrategiespielen bekannt: Zerstöre alle Gebäude des Spielers. Grey Goo bietet zwar auch einen Ranglistenmodus an, den wir allerdings aufgrund von fehlenden Spielern in der Testphase noch nicht näher begutachten konnten.

                                                                          GreyGoo

                                                                          GreyGoo

                                                                          Persönliches Fazit

                                                                          Wer auf der Suche nach einem guten, scheinbar gut gebalancten und einfach zu bedienenden Echtzeitstrategiespiel ist, sollte sich Grey Goo einmal genauer anschauen. Zwar bietet es nicht so viel Micro-Management wie Starcraft 2, ist dadurch aber auch leichter für Anfänger des Genres. Dennoch streben die Entwickler von Petroglyph an, dem Titel auch einen Platz im E-Sport-Bereich vorzuwärmen. Meiner Meinung nach hat Petroglyph mit Grey Goo gute Arbeit geleistet. Das gut ausgearbeitete Spielsystem, die gut gewählte Musik und die detailreichen Zwischensequenzen zeugen davon, wie viel Ehrgeiz die ehemaligen Entwickler von Command and Conquer hineingesteckt haben, um zu ihren Wurzeln zurückzukehren. Ob Grey Goo sich allerdings einen Platz neben beliebten E-Sport-Titeln wie Starcraft 2, League of Legends und Counter Strike behaupten kann, bleibt abzuwarten. Dazu kann bis jetzt noch nicht genug zum Balancing gesagt werden. Dies wird sich frühstens zum ersten Turnier am Release-Wochenende zeigen.

                                                                          Grey Goo

                                                                          ab 30,99€
                                                                          Grey Goo
                                                                          81.8
                                                                          81.833333333333

                                                                          Gameplay

                                                                          87 / 100

                                                                          einfach zu erlernende Spielmechaniken, 3 Rassen mit verschiedenem Gameplay, viel Freiraum für verschiedene Taktiken

                                                                            Story

                                                                            80 / 100

                                                                            gut leitende Story im Kampagnenmodus, sehr gute Erzählung durch Gespräche und Zwischensequenzen

                                                                              Grafik

                                                                              82 / 100

                                                                              stimmige Grafik, flüssige Wiedergabe, einzig das Hauptmenü ist etwas ruckelig

                                                                                Sound

                                                                                87 / 100

                                                                                sehr gut ausgewählte, stimmige Musik und Soundeffekte

                                                                                  Umfang

                                                                                  75 / 100

                                                                                  Kampagnenmodus mit 15 Missionen, verteilt auf drei Rassen, sowie Gefechte mit KI und Spielern

                                                                                    Spielspaß

                                                                                    80 / 100

                                                                                    Durch die drei verschiedenen Rassen, die Kampagne und das Wertungssystem kann man von vielen Stunden Spielspaß ausgehen.

                                                                                      Positiv

                                                                                      • - leicht erlernbare Mechaniken
                                                                                      • - sehr gute Zwischensequenzen
                                                                                      • - stimmige Musik

                                                                                      Negativ

                                                                                      • - längere Ladezeiten
                                                                                      • - ruckeliges Menü
                                                                                      • - teils frustrierende Missionen in der Kampagne

                                                                                      Ihr könnt hier die Preise vergleichen. Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.
                                                                                      Euer Hardbloxx-Team

                                                                                      Testbericht erstellt von Hardbloxx.Darren

                                                                                      Test/Testbericht: Company of Heroes 2 Ardennes Assault

                                                                                      Echtzeitstrategie spielt sich in den meisten Fällen in mehr oder weniger fiktionalen Welten ab. Egal ob man Untote, Aliens oder antike Zivilisationen bekämpft, haben die Spieleschmieden alle Freiheit, Einheiten und Story ihren Bedürfnissen anzupassen. Company of Heros ist anders. Ein Spiel in einem fixen historischen Szenario zu entwickeln, führt oft zur Qual der Wahl zwischen historischer Wahrheit, Balancing und Spielspaß. In diesem Testbericht erfahrt ihr, ob Ardennes Assault der Spagat gelungen ist.

                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-2
                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-3

                                                                                      Ein unsanfter Start

                                                                                      Wenn man sich zum ersten Mal an Company of Heros setzt und mit dem Glauben an das Gute im Gamedesigner seine Kariere als Offizier beginnen will, wird man schnell von der Realität eingeholt. Es gibt zwar ein kurzes Tutorial, aber dass sich das Spiel nicht von selbst spielt, zeigt bereits, dass einem die Entwickler einige erklärende Videos mit auf die Reise geben. Ein seichter Start mit wenigen Einheiten und lächerlichen Gegnern, wie man ihn aus Command and Conquer oder Warcraft kennt, wird einem nicht gegönnt. Kaum beginnt das Spiel, rollt einem die Ardennenoffensive, der letzte Befreiungsschlag der Wehrmacht an der Westfront entgegen. Das Spiel verzeiht auch im Schwierigkeitsgrad Mittel keine Fehler und erfordert ein bedachtes Vorgehen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Missionen nicht voneinander losgelöst sind. Wird man besiegt oder tritt den Rückzug an, kann man sein Glück nicht mit alter Stärke erneut versuchen, sondern muss mit einer geschwächten Kompanie antreten. Im Gegenzug gewinnt die gesamte Kompanie Erfahrung und wird stärker.

                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-1
                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-7

                                                                                      Strategie

                                                                                      Man spielt mit drei Kompanien, mit denen man die Ardennen zurückerobern soll. Sie verfügen über dieselben Grundeinheiten, haben aber jeweils Sondereinheiten und Fähigkeiten. Auf der Strategischen Karte kann man den Kompanien Anweisungen geben und sie mit Erfahrungspunkten verbessern. Im Gefecht muss man mit der Lage zurechtkommen, die man sich strategisch erarbeitet hat. Anders als in vielen Echtzeitstrategiespielen wird man nicht vor ein unveränderliches Problem gestellt, das man lösen muss, sondern kann versuchen, sie zu umgehen. Tut man das nicht, ist das Spiel auch schnell vorbei. Wenn man eine Kompanie an schwachen Gegnern aufgebaut hat, kann man sich auch an harte Brocken wagen. Rennt man sofort gegen schwere Befestigungen an bleibt nur noch der Rückzug.

                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-13
                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-24

                                                                                      Taktik

                                                                                      Im Gefecht zählt vor allem ein gutes Stellungsspiel. Das Deckungssystem ist im Spiel sehr weit entwickelt. Geschütze, MGs und ähnliche Einheiten benötigen Zeit, um sich zu drehen und sollten gut ausgerichtet werden. Mit Etappentrupps und Pionieren kann man schwere Befestigungen aufbauen und Fahrzeuge reparieren. Hat man sich gut eingegraben, ist man den meisten Gegnern gewachsen. Zugang zu höheren Tech-Stufen erreicht man nicht etwa durch das Errichten oder Ausbauen von Gebäuden, sondern durch das Ausbilden von Offizieren. Leutnant oder Hauptmann schalten verbesserte Infanterie und leichte Fahrzeuge frei. Einen von beiden muss man haben, um einen Major und mit ihm Panzer mobilisieren zu können. Die Offiziere kann man auch mit an die Front schicken, wo sie allen Einheiten Boni bringen aber auch schnell fallen und einem so den Zugang zum Nachschub abschneiden. Upgrades müssen für jede Einheit einzeln gekauft werden, können aber auch im Feld gekauft werden. Erforschte Waffen können sich Infanteristen an Waffenständen in der Basis abholen. Um Rohstoffe für bessere Einheiten zu bekommen, müssen Kontrollpunkte eingenommen und gehalten werden. Oft ist das auch das Ziel der Mission. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass man dem Gegner so auch den Zugang zu Rohstoffen nimmt. Wenn die Lage schlecht ist, lohnt sich ein Blick auf die Bataillonsfähigkeiten. Es stellt Sonderaktionen, wie Fallschirmspringer oder Artillerie zur Verfügung, mit deren Hilfe man oft das Blatt wenden kann.

                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-27
                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-4

                                                                                      Story und Missionen

                                                                                      Die Story schafft über Einspielsequenzen und strategische Ziele einen eher losen Zusammenhang zwischen den Missionen. Vor den meisten Missionen gibt es ein Briefing-Video und am Ende einen Brief des Kommandeurs der Kompanie nach Hause oder an das Oberkommando. Die Cut-Szenen und Briefe geben dem Spiel eine passende Stimmung zwischen Siegesgewissheit und Verzweiflung. So bekommt man einen Einblick in die Kommandeure der drei Kompanien. Trotz der Freiheit, die dem Spieler in der Reihenfolge der Missionen gewährt wird, hält sich das Spiel alles in allem an die historische Vorlage. Die Missionen bieten durchaus Vielfalt, die sich aber im für das Genre üblichen Rahmen hält. Der Schwierigkeitsgrad der Missionen schwankt stark. Ist eine Mission für den Moment zu schwer, lohnt es sich, sie zurück zu stellen und später oder mit einer anderen Kompanie erneut zu versuchen. Neben der Kontrolle über Gebiete, die ohnehin für Ressourcen benötigt wird, gibt es eine breite Palette an Missionsziele. Das Durchbrechen einer Blockade, das Sichern eines Konvois, das Übernehmen feindlicher Panzer und vieles mehr darf man erledigen. Missionsziele beeinflussen sich auch teilweise gegenseitig, sodass eine schlechte Erfüllung des ersten Zieles, die Erfüllung des zweiten erschwert.

                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-6
                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-8

                                                                                      Technik

                                                                                      Die Grafik ist weder sensationell, noch zurückgeblieben. Es wird gesundes Mittelmaß geliefert, das den Spielspaß nicht stört, aber auch nicht besonders positiv auffällt. Auch auf meiner etwas betagten Grafikkarte (HD5850) wird das Spielgeschehen bei höchsten Details flüssig dargestellt. Aus der Nähe fallen die etwas matschigen Texturen und die suboptimale Beleuchtung auf. Grundsätzlich stören diese Schönheitsfehler aber nicht stark, da sie aus der üblichen Entfernung zu den Einheiten nicht auffallen. In den Zwischensequenzen darf man aber achteckige Fässer bewundern. Verdeckte Einheiten werden staffiert in der Spielerfarbe angezeigt. Über die Schönheit der Lösung kann man streiten. Das Spiel lässt sich problemlos minimieren. Weitere Bildschirme macht die Engine leider während unbrauchbar. Schwierigkeiten bereitet teilweise die Wegfindung der Einheiten. So trennen sich Verbände manchmal ungewollt oder Einheiten wählen einen Umweg durch den Feuerbereich einer MG-Stellung. Im Allgemeinen bekommt man aber den Eindruck, dass das Spiel ordentlich zu Ende entwickelt wurde. Die Vertonung kann eine passende Stimmung erzeugen. Die Sprüche der Einheiten sind aber stellenweise unfreiwillig komisch. Wenn sich eine Infanteriegruppe immer wieder mit „Ich rieche Befehle“ meldet, kommt im Laufe der Zeit doch die Frage auf, wonach die eigentlich riechen. Die Steuerung entspricht weitestgehend dem Genrestandard. Einheiten können Gruppen zugeordnet werden, die über Zahlentasten aufgerufen werden. Hierbei kann jede Einheit nur einer Gruppe zugeordnet werden. Wenn ein Bewegungsbefehl erteilt wird, wird die geplante Route auch auf der Minikarte angezeigt, was durchaus nützlich ist.

                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-10
                                                                                      Company-Of-Heros-Ardennes-Assault-12

                                                                                      Persönliches Fazit

                                                                                      Letztendlich bekommt man bei Ardennes Assault geliefert, was zu erwarten war. Das Spiel ist vielschichtig und fordernd. Wer gerne Echtzeitstrategiespiele spielt, dem würde ich das Spiel guten Gewissens empfehlen. Für Neulinge im Genre kann es aber auch ein sehr frustrierendes Erlebnis werden. Man merkt dem Spiel an, dass die Entwickler im Sinne eines guten Balancierens versucht haben, jeder Einheit ein Pendant der Gegenseite gegenüber zustellen. Das gibt die historische Vorlage aber schlicht nicht her. Das MG42 und das Browning .50 cal. sind beide für ihre Zeit herausstechende Waffen, sie haben aber keineswegs dieselben Eigenschaften. Das Problem setzt sich bei der Panzerwaffe fort. Für einen Sherman sind viele Treffer gar nicht zu überstehen, die er im Spiel noch gut wegstecken kann. Auch MG-Schützen zielen bemerkenswert schlecht. Letztendlich kann ich aber nachvollziehen, dass hier die Prioritäten bei Spielspaß und Balancing lagen. An einigen Stellen wären bessere Lösungen allerdings machbar gewesen. Beispielsweise hätte man MG-Schützen durchaus vernünftig zielen lassen können. Zum Ausgleich hätte man kurze Feuerpausen für das Auswechseln eines heißgeschossenen MG-Laufes und längere Pausen zum Magazinwechsel einbauen können. An dieser Ecke hätte man ohne großen Aufwand die Authentizität des Spiels deutlich steigern können. Positiv ist mir die sehr flexible Story aufgefallen. Der Spieler hat jederzeit das Heft des Handelns in der Hand und kann entscheiden, wie er das übergeordnete Ziel angehen möchte. Wer eine vielschichtige Echtzeitstrategie-Kampagne sucht, der ist hier richtig.

                                                                                      Company of Heroes 2: Ardennes Assault

                                                                                      39,99€
                                                                                      Company of Heroes 2: Ardennes Assault
                                                                                      87.3
                                                                                      87.333333333333

                                                                                      Gameplay

                                                                                      88 / 100

                                                                                      Steuerung und Technologiesystem bieten viele Möglichkeiten, sind aber auch kompliziert. Ausführliches interaktives Tutorial wäre besser gewesen. Leider verhalten sich die Einheiten auch oft nicht, wie gedacht. Wenn man den Dreh raus hat, spielt es sich aber gut.

                                                                                        Story

                                                                                        91 / 100

                                                                                        Historisch stimmige, nicht lineare Story. Leicht stereotype aber gelungene Charaktere. Für ein Echtzeitstrategiespiel auf jeden Fall am oberen Ende.

                                                                                          Grafik

                                                                                          75 / 100

                                                                                          Solider Durchschnitt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Grafik ist zweckmäßig, aber nicht überragend.

                                                                                            Sound

                                                                                            87 / 100

                                                                                            Vertonung der Zwischensequenzen und Musik können überzeugen. Die Sprüche der Einheiten sind aber manchmal unfreiwillig komisch.

                                                                                              Umfang

                                                                                              90 / 100

                                                                                              Die Kampagne bietet viele Stunden Spielspaß. Der Multiplayer muss gesondert gekauft werden.

                                                                                                Spielspass

                                                                                                93 / 100

                                                                                                Ausgeklügelte Befestigungen bauen, den Gegner flankieren oder mit Artillerie überraschen. Auch wenn einem manchmal die Wegfindung in die Parade fährt, bietet Ardennes Assault ein tolles Echtzeitstrategie Erlebnis.

                                                                                                  Positiv

                                                                                                  • - anspruchsvolle Kampagne
                                                                                                  • - historisch stimmige Story
                                                                                                  • - entscheidungsabhängiger Story-Verlauf
                                                                                                  • - gutes Technologiesystem
                                                                                                  • - passende Atmosphäre

                                                                                                  Negativ

                                                                                                  • - Deutlich zu schwache MGs
                                                                                                  • - Schlechte Wegfindung der Einheiten
                                                                                                  • - Multiplayer nicht enthalten

                                                                                                  Ihr könnt hier die Preise vergleichen. Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                                                                  Euer Hardbloxx-Team
                                                                                                  News/Testbericht/Bericht erstellt von Hardbloxx.Henrik

                                                                                                  Test/Testbericht: This War of Mine

                                                                                                  Es gibt viele Spiele mit dem Thema Krieg im Vordergrund, doch fast alle erzählen die Geschichte der Kämpfer, der Soldaten im Krieg. This War of Mine soll die andere Seite des Krieges zeigen. In der Survival-Simulation von 11 bit studios schlüpft ihr in die Rolle von Zivilisten, die in ihrem Unterschlupf versuchen, während des Krieges zu überleben. Ob es gelungen ist, die bisher oft verschwiegene Seite des Krieges aufzudecken, und ob 11 bit studios es geschafft hat, dieses Thema in einem Computerspiel gut umzusetzen, erfahrt ihr in unserem Testbericht zu This War of Mine.

                                                                                                  This War of Mine-1
                                                                                                  This War of Mine-2

                                                                                                  Die Schattenseite des Krieges

                                                                                                  Zu Beginn des Spieles erhaltet ihr die Kontrolle über drei Zivilisten, die in einem zerbombten Haus Unterschlupf gefunden haben. Jeder der Überlebenden hat seine eigenen Stärken und Schwächen, und eine eigene Hintergrundgeschichte, die sich im Laufe des Spieles immer weiter offenbart. So gibt es zum Beispiel eine Person, die besonders schnell laufen kann, einen Handwerker, der beim Craften weniger Materialien braucht, aber auch Raucher, deren Laune sich ohne Zigarette schnell verschlechtert. Das Spiel ist in zwei Phasen aufgeteilt. Am Tag könnt ihr eure Zivilisten aktiv steuern, um so für ihr Überleben zu sorgen. Scharfschützen hindern sie allerdings am Tag daran, das Haus zu verlassen. In der Nacht könnt ihr auswählen, mit welchen Personen ihr welche Aufgaben übernehmen wollt, oder wer sich ausruhen darf. Mit einer Person könnt ihr dann eure Sicherheit verlassen, um auf Plünderjagd zu gehen. In der Nachbarschaft könnt ihr euch verschiedene Ziele auswählen, in denen ihr auf die Suche nach Materialien, Alkohol, Zigaretten und Medikamente geht. Dabei müsst ihr allerdings immer im Hinterkopf behalten, dass sich möglicherweise immer noch Personen in den Häusern befinden, die entweder wehrlos sind, oder für ihre Sicherheit auch auf Gewalt zurückgreifen. Jede Entscheidung (ob ihr zum Beispiel ein wehrloses Rentnerpaar ausraubt oder Leute umbringt) wirkt sich dabei auf das Wohlergehen eurer Zivilisten aus – und solche Taten werden sie nicht so leicht vergessen.

                                                                                                  This War of Mine-3
                                                                                                  This War of Mine-4

                                                                                                  Nacktes Überleben

                                                                                                  In This War of Mine habt ihr zu Beginn nur eine einfache Werkbank zur Verfügung, bei der ihr verschiedene Möbelstücke wie Stühle und Betten sowie weitere Handwerksstätten bauen könnt. So unscheinbar die Möbelstücke für das Überleben auf den ersten Blick auch scheinen, haben sie alle eine große Wirkung auf die Überlebenden. So wird sich eine Person, die auf dem Boden anstatt im dem Bett schläft, schnell nach einem richtigen Bett sehnen und den nächsten Tag um einiges unausgeruhter starten. Ohne einen Kamin wird es im Haus auch schnell kalt und eure Menschen werden leichter krank, was sich ebenfalls auf ihre Laune und natürlich auf ihre Überlebenschance auswirkt. Denn so leicht es heutzutage ist, an Medikamente zu kommen, muss man sich diese im Spiel entweder hart erarbeiten, um sie selbst herzustellen, oder Glück haben und welche beim Plündern finden. Ohne Medikamente werden die Krankheiten nämlich schnell sehr gefährlich und ohne Bekämpfung können eure Zivilisten auch daran sterben. Ebenso müssen Verletzungen bandagiert werden, der Hunger muss selbstverständlich gestillt werden und es gibt auch weitere negative Eigenschaften wie Depressionen, Einsamkeit und Trauer, die durch verschiedene Aktionen verbessert werden müssen. Eine einfache Gitarre kann da schon Wunder wirken, um das Leben im Krieg zumindest ein wenig zu vereinfachen.

                                                                                                  This War of Mine-5
                                                                                                  This War of Mine-6

                                                                                                  Der perfekte Plan

                                                                                                  Der Schwierigkeitsgrad fällt in This War of Mine verhältnismäßig hoch aus. Es gibt keine Einleitung, man wird also direkt ins Geschehen geworfen, ohne genau zu wissen, was man zu tun hat. Das Haus, indem man beginnt, beinhaltet zwar schon einige Materialien, mit denen man etwas anfangen kann, aber um wirklich etwas Sinnvolles herzustellen, bedarf es sehr viel Material aus den nächtlichen Plünderaktionen. Mehrmals musste das Spiel neu gestartet werden, da man bei falscher Wahl der hergestellten Gegenstände schnell in einer Sackgasse landet. Während man kaum noch Ressourcen zur Herstellung hat und somit auch schlecht rohes Essen verarbeiten und Bandagen und Medizin herstellen kann, um zu überleben, kommt man in der Nacht auch nicht weiter, da die ersten Bereiche bereits ausgeplündert sind und die fortgeschrittenen Gebiete um einiges gefährlicher sind (unter anderem warten Scharfschützen darauf, euren Figuren das Leben zu nehmen oder Banditen greifen euch an). So werden die Personen immer kranker, hungriger und müder. Dazu kommt, dass in der Nacht Räuber kommen können, die eure ausruhenden oder Wache stehenden Zivilisten in eurem Unterschlupf angreifen und euch Waren klauen. Haben eure Überlebenden mehrere Tage ohne Schlaf, Essen oder ohne Hilfe gegen die Verletzungen und Krankheiten ausgehalten, sterben sie schnell in den nächsten Nächten. Dazu zieht das Wegsterben einer Person eure anderen Mitglieder ebenfalls herunter, was auch dazu führen kann, dass einer von ihnen Selbstmord begeht. Die Grafik der Survival-Simulation ist in einem einfachen 2D-Umfeld gehalten. Es wird ein „Bleistift-Zeichnungs“-Effekt benutzt, der in den Optionen weich oder skizzenhaft eingestellt werden kann. Das komplette Szenario ist sehr dunkel und kalt gehalten. Häufige Schussgeräusche und Bombeneinschläge sowie ein bedrückender Soundtrack runden die sehr mitreißende, düstere Atmosphäre ab. Das Spiel selbst läuft sehr flüssig und ist sehr ressourcensparend aufgebaut.

                                                                                                  This War of Mine-7
                                                                                                  This War of Mine-8

                                                                                                  Persönliches Fazit

                                                                                                  Sobald man sich im Spiel befindet, zieht einen die bedrückende Atmosphäre sofort in ihren Bann. 11 bit studios hat es mit This War of Mine auf jeden Fall geschafft, ein Spiel zu kreieren, welches die Schattenseiten des Krieges zeigt. Auch spielerisch macht die Survival-Simulationen einiges her. Etwas schade ist zwar, dass es keine Einleitung in das Spielprinzip gibt und man sofort ins kalte Wasser geworfen wird (in meiner ersten Spielrunde war einer meiner Figuren schon von Anfang an krank und so einfach kommt man nicht an Medikamente), dennoch ist es relativ einfach, in das Spiel hineinzufinden. Probieren geht eben über Studieren. Zudem lernt man während des Spieles immer mehr über die Personen kennen, in die man sich dort hineinversetzt, sodass es einen etwas mitnimmt, wenn es den Personen schlecht geht. Aber genau dies soll ja auch der Zweck des Spieles sein, eine bedrückende, düstere Atmosphäre zu erschaffen, die mal nicht die immer wieder gezeigte Seite des Krieges in Angriff nimmt, sondern einmal einen anderen Blickwinkel aufzeigt. Und das macht This War of Mine meiner Meinung nach zu einer sehr gelungenen Simulation.

                                                                                                  This War of Mine

                                                                                                  ab 17,90€
                                                                                                  This War of Mine
                                                                                                  82.5
                                                                                                  82.5

                                                                                                  Gameplay

                                                                                                  79 / 100

                                                                                                  Eintöniges Zwei-Phasen-System mit Tag und Nacht, welches sich nicht sonderlich während des Spieles verändert / erweitert

                                                                                                    Story

                                                                                                    82 / 100

                                                                                                    Bedrückende, gut erzählte Geschichten der Zivilisten, Eindrücke und Gedanken während des Verlauf des Spieles werden in einer Art Biographie wiedergegeben

                                                                                                      Grafik

                                                                                                      84 / 100

                                                                                                      Düstere, bedrückende Atmospähre, Bleistift-Zeichenstil, passende, einfache Grafik

                                                                                                        Sound

                                                                                                        86 / 100

                                                                                                        Stimmiger Soundtrack und Schuss-Geräusche, Bombeneinschläge im Hintergrund

                                                                                                          Umfang

                                                                                                          80 / 100

                                                                                                          Zufallsgenerierte Personen und Gebäude sorgen für Wiederspielwert, allerdings beinhaltet das Spiel selbst nur diesen einen Spielmodus

                                                                                                            Spielspaß

                                                                                                            84 / 100

                                                                                                            Ersichtlicher Fortschritt, gut erzählte Charaktergeschichten und mitreißende Atmosphäre sorgt für einige spaßige Spielstunden

                                                                                                              Positiv

                                                                                                              • - mitreißende Atmosphäre
                                                                                                              • - Charakterstorys
                                                                                                              • - zufallsgenerierte Personen, Gebäude, Ereignisse

                                                                                                              Negativ

                                                                                                              • - eintöniges Zwei-Phasen-Spielprinzip
                                                                                                              • - Schwierigkeitsgrad

                                                                                                              Ihr könnt hier die Preise vergleichen. Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                                                                              Euer Hardbloxx-Team
                                                                                                              Test erstellt von Hardbloxx.Darren

                                                                                                              Test / Testbericht: Meridian – New World

                                                                                                              Wenn einem kein Spiel gefällt, bastelt man es sich eben selber. Das dachte sich Ede Tarsoly und entwickelte ganz alleine die Idee eines Echtzeit-Strategiespiels im Stil der klassischen Vertreter dieser Art. Statt also an kostspieligen Zwischensequenzen, einer ausufernden Story und Unmengen verschiedenster Spielmechaniken orientiert sich Meridian – New World an den Kernelementen. Ob das mal gut geht?

                                                                                                              Land in Sicht

                                                                                                              Weit in der Zukunft steht die Welt am Rande einer Katastrophe. Doch statt großer Naturgewalten stört sich die Erde selbst durch schlichte Überbevölkerung. 50 Milliarden Menschen auf einer kleinen Erde? Das kann nicht gut gehen. Aus diesem Grund macht sich ein kleines Team auf die Expedition nach neuen Lebensräumen in den Weiten des Weltraums und stößt bald auf den durchaus bewohnbaren Planeten Meridian. Doch ganz so friedlich, wie er zunächst scheint, ist der potenzielle Erdersatz wohl doch nicht. So erhält Kommandeur und Hauptfigur Daniel Hanson ein Notsignal einer anderen Expeditionsgruppe, die augenscheinlich auch auf dem Planeten gelandet ist. Schnell stellt sich dann heraus, das unsere Gruppe nicht die ersten Menschen sind. Stattdessen haben sich schon welche breit gemacht und sind alles andere als erfreut über die Ankunft der Fremden. Guter Rohstoff für handfeste Auseinandersetzungen.

                                                                                                              Meridian - New World (2)
                                                                                                              Meridian - New World (7)

                                                                                                              Die Geschichte ist genretypisch in Abschnitte unterteilt, die jeweils einen Ausflug auf den Planeten entsprechen. Zwischen den Missionen können wir in Person von Hanson unser Raumschiff erkunden. Wobei erkunden viel gesagt ist, tatsächlich besteht es nur aus einem kleinen Flur und einigen Räumen. Hier können wir uns aber immerhin frei bewegen und Gespräche mit den Teammitgliedern führen. Statt tatenlos den Dialogen zu lauschen, gibt uns das Spiel gelegentlich Antwortmöglichkeiten, aus denen wir wählen können. Diese haben zwar kaum tatsächliche Auswirkungen, aber durch sie erfahren wir mehr Informationen über die Menschen oder den Planeten.

                                                                                                              Die Geschichte rund um besagten Kommandeur und dem mysteriösen neuen Planten hilft durchaus, die Missionen miteinander zu verbinden, reicht aber nicht, um tatsächliche Spannung aufzubauen. Dafür bleiben die Charaktere zu durchsichtig und so richtig spannend ist ihr Schicksal auch nicht.

                                                                                                              Geballte Feuerkraft

                                                                                                              Besagte Dialoge mit der Crew führen früher oder später zu neuen Aufträgen auf Meridian. Diese können wir im Kartenraum an einer Ansicht des Planeten auswählen. In der Regel sind die Missionen nach einem fest vorgegebenen Muster anzugehen, nur gelegentlich können wir aus zwei wählen. Danach muss aber zwingend die jeweils andere erledigt werden.

                                                                                                              Meridian - New World (4)
                                                                                                              Meridian - New World (27)

                                                                                                              Die ersten Missionen bilden dabei ein klassisches Tutorial und führen uns nach und nach an die unterschiedlichen Einheiten und Gebäude heran. Meridian – New World ist dabei ein Strategiespiel, wie es klassischer nicht sein kann. Aus der bekannten ISO-Ansicht steuern wir eine oder mehrere Einheiten durch die übersichtliche Karte.

                                                                                                              Zunächst beschränkt sich das auf einige wenige und gewöhnliche Mechs, also übermannshohen Robotern. Außer stumpf laufen und schießen, können diese nicht viel, doch das reicht, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Schnell kommen dann weitere Einheiten hinzu, unter anderem auch solche, die neue Gebäude bauen können. Ab da fühlt es sich erst wie ein richtiges Strategiespiel an. Neben der Verwaltung unserer Basis und der Einheiten kommt nun auch noch Rohstoffmangel hinzu.

                                                                                                              Meridian - New World (23)
                                                                                                              Meridian - New World (34)

                                                                                                              Wer nun eine komplexe Wirtschaftssimulation im Stil von Anno oder auch nur Age of Empire erwartet, wird stark enttäuscht. Als tatsächliche Ressourcen stehen uns lediglich Kristalle und Energie zur Verfügung. Letzteres lässt sich einfach durch neue Häuser erweitern und bildet gleichzeitig ein Limit für die verfügbaren Einheiten. Kristalle lassen sich an kleinen Vorkommen nahe der Hauptbasis abbauen. Und nur da. Wer erwartet, durch Erkunden der Umgebung weitere Vorkommen zu finden, wird enttäuscht. Mehr Kristalle lassen sich nur durch ein weiteres Haupthaus abbauen, ebenso können diese nur in direkter Nähe solcher Vorkommen auf fest vorgegebenen Stellen errichten. Wenn die ersten Vorräte in die Lager kommen, können wir beginnen, die Basis auszubauen. Dabei haben wir, auch mit vollständigem Umfang, bloß eine Hand voll Gebäude zur Auswahl. Überhaupt ist die Auswahl an Gebäuden, und daraus resultierend auch den Einheiten, sehr begrenzt. Das zählt sowohl für die Kampagne, bei der zu Beginn nach und nach weitere Teile freigeschaltet werden, aber auch für das Endlosspiel gegen Bots. Die Vielfältigkeit ist dann nach wenigen Einheiten schon erschöpft.

                                                                                                              Augen zu und durch

                                                                                                              Ähnlich vielfältig ist das Missionsdesign. Ganz selten nur kommen kreative Missionen. So müssen wir recht bald eine einzelne Einheit durch eine gegnerische Basis steuern und dabei den Wachen und ihrem Aufmerksamskreis ausweichen, ohne gesehen zu werden. Diese Art Aufträge ist aber eine absolute Ausnahme. Meistens reicht es, eine Basis zu errichten, möglichst viele und starke Einheiten zu rekrutieren und dann wahlweise die eigene Zentrale vor Gegnerwellen zu verteidigen oder die des Gegners zu zerstören.
                                                                                                              Dabei ist selten besondere Taktik erforderlich, eben weil es auch nicht viel Spielraum für Taktik lässt. Zwar können wir im Labor verschiedene Waffentypen und Panzerungen für die Einheiten entwickeln, dies macht jedoch kaum einen spürbaren Unterschied. Es ist außerdem nicht sehr hilfreich, dass unsere Truppen sich kaum individuell steuern lassen. Wenn mehrere unterschiedliche Einheiten zusammen markiert und auf Reisen geschickt werden, so bewegen sie sich unterschiedlich schnell mit ihrem maximalen Tempo, statt in einem geschlossenen Verbund. So können beispielsweise schnelle Flugeinheiten schon längst am Zielort sein, während langsamere Panzer nicht einmal die Hälfte der Strecke geschafft haben. Das erschwert ein gezieltes Vorgehen noch zusätzlich. Wir müssen nämlich jede Gruppe an Einheiten einzeln steuern, da ein großer Trupp ungeahnte Probleme entwickeln kann. Durch die übersichtliche Auswahl fallen auch Gefechte entsprechend eintönig aus. Hinlaufen, schießen, weiterlaufen. In den meisten Fällen reicht es aus, einfach mehr Einheiten zu bauen als unser Gegenüber und so durch schiere Masse zu gewinnen. Nichtsdestotrotz kann cleveres Positionieren oder ein Rückzug von verwundeten Einheiten einen entscheidenden Vorteil geben.

                                                                                                              Meridian - New World (18)
                                                                                                              Meridian - New World (30)

                                                                                                              Etwas Abwechslung hingegen kommt durch den Einsatz von Fähigkeiten auf. Über die Missionen und Gefechte hinweg erhalten wir Erfahrungspunkte, die unseren Kommandeur im Rang aufsteigen lassen und damit Talentpunkte freischalten. In einem kleinen, aber nützlichen Talentbaum lassen sich diese dann in Fähigkeiten investieren, die wir fortan im Kampf benutzen dürften. Dabei reicht die Auswahl über kurzzeitige Booster für Einheiten oder Gebäude über verschiedenste Heilungen bis zu direkten Angriffen, mit denen wir ins Kampfgeschehen eingreifen können. Durch diese Raffinesse bekommt das Spiel doch einige taktische Einflüsse. Durch Abklingzeiten und die Tatsache, dass der Computergegner auch Fähigkeiten sinnvoll einsetzt, wird es außerdem nicht allzu einfach.

                                                                                                              Meridian - New World (13)
                                                                                                              Meridian - New World (14)

                                                                                                              Meridian ist ein reines Solospiel. Das gilt nicht nur für die Einzelspielerkampagne, wo es der Titel schon erahnen lässt. Auch die Szenarien finden ausschließlich gegen den Computer statt. Einen Mehrspielermodus gibt es nicht. Diese Kämpfe auf kleinen Karten laufen ähnlich ab wie die in den Solomissionen. Auf einfachster Schwierigkeitsstufe schickt der Gegner sinnlos einzelne Einheiten auf uns zu, die wir leicht abwehren, während wir am Ende mit unserer angesammelten Streitmacht kurzen Prozess machen. Bei stärkeren Einstellungen wird das dann schwieriger, im Endeffekt gewinnt aber meistens die Seite mit der größeren Streitmacht. Große Probleme bereitet auch hier die mangelnde Vielfalt. So gibt es etwa nur eine „Fraktion“, beide Seiten haben also stets die gleichen Einheiten. Das sorgt einerseits zwar für ausgeglichene Grundvoraussetzungen, trägt aber andererseits wieder zur mangelnden Vielfalt bei.

                                                                                                              „Schöne“ neue Welt

                                                                                                              Gleiche Probleme in der Vielfalt gibt es auch optisch auf Meridian. Dabei sind Texturen sowie auch die Effekte allgemein nicht von schlechter Qualität. Gleiches gilt auch für die durchaus detailverliebten Modelle der Einheiten und Einrichtungen. Besonders wenn man bedenkt, dass das Spiel von einem Spieler alleine programmiert wurde, wirkt es noch einmal etwas hübscher. Allerdings wiederholen sich auch hier recht schnell einzelne Elemente. Auch die akustische Untermalung fällt eher flach aus. Immerhin sind die Dialoge in der Solokampagne durchweg vertont, was etwas zur Stimmung beiträgt.

                                                                                                              Persönliches Fazit

                                                                                                              Meridian – New World ist ein Ein-Mann-Projekt. Dies sollte man im Hinterkopf behalten, sind doch technische und spielerische Aspekte durchaus komplexe Angelegenheiten. Nichtsdestotrotz muss ein Spiel Spaß machen. Zeitweilig hat es das auch tatsächlich getan, doch zu schnell kommt die Eintönigkeit und der Spielspaß bleibt auf der Strecke. Es einfach zu wenig Abwechslung, sowohl bei den Missionen, als auch beim eigentlichen Spiel. Dass ein Multiplayermodus sich bei so einem Spiel praktisch aufzwingt, bleibt dabei erst mal außen vor. Dennoch kann bei Oldschool-Strategen durchaus Freude aufkommen. Schließlich ist der Entwickler mit spürbarer Freude bei der Sache und ergänzt sein Werk fortlaufend. Wer also mal wieder ein Strategiespiel der alten Schule mit trotzdem führender Story und interessanten Ansätzen spielen will, kann sorglos zugreifen.

                                                                                                              Positiv:
                                                                                                              + nette Geschichte
                                                                                                              + simples und eingängiges Gameplay
                                                                                                              + durchaus spannende und abwechslungsreiche Missionen
                                                                                                              + technisch Solide
                                                                                                              Negativ:
                                                                                                              – wenig Umfang und Vielfalt
                                                                                                              – kein Multiplayer
                                                                                                              – wiederholt sich schnell

                                                                                                              Klingt interessant? Dann holt euch das Spiel doch direkt bei Amazon und unterstützt uns damit , alternativ könnt ihr euch hier die Preise vergleichen.

                                                                                                              Testbericht von Hardbloxx.Demes
                                                                                                              Euer Hardbloxx-Team

                                                                                                              Test/Testbericht : Door Kickers

                                                                                                              Mit Door Kickers präsentiert KillHouse Games ihr erstes Spieleprojekt. Dabei versuchen sie, in die Fußstapfen von Mode 7 Games zu treten, und bieten eine Mischung aus Frozen Synapse und Sierras SWAT-Reihe. Ob das Spiel seinem Namen alle Ehre macht und wie viele Türen bei dem Testen des Spiels dran glauben mussten, lest ihr in unserem Testbericht zum Echtzeitstrategiespiel Door Kickers.

                                                                                                              DoorKickers-1
                                                                                                              DoorKickers-2

                                                                                                              Planen oder Stürmen?

                                                                                                              Das Spielprinzip von Door Kickers lässt sich schnell erklären. Mit einem SWAT-Team habt ihr die Aufgabe, ein Gebäudekomplex zu stürmen, welches auf jeder Karte anders aufgebaut ist. Mal habt ihr nur einen Raum zu öffnen und ein anderes Mal erstreckt sich vor euch ein Labyrinth aus Gängen und Räumen. Ein Nebel des Krieges bedeckt dabei die komplette Karte und wird erst im Sichtkegel eurer Einheiten aufgedeckt. Im Pausiermodus könnt ihr die Bewegungen eurer SWAT-Mitglieder haargenau planen, um sie dann im Echtzeitmodus umsetzen zu lassen. Mit einem Linksklick zieht ihr die Bewegungsroute eures ausgewählten SWAT-Schützen, und mit Rechtsklick öffnet sich ein Kontextmenü, in dem ihr die Auswahl aus unterschiedlichen Aktionen wie Granaten werfen, Türen auftreten oder auf ein Kommando warten habt. Ihr könnt sowohl die komplette Mission vorausplanen, als auch jeden Schritt einzeln setzen, um diesen dann auszuführen und die Reaktion der Terroristen zu beobachten, die auf der Karte verstreut sind. Es ist allerdings ebenso möglich, die Mission komplett im Echtzeitmodus zu spielen, um genau auf die Reaktionen der Gegner antworten zu können. Bei Sichtkontakt mit einem Gegner fangen die Teammitglieder automatisch an, anzugreifen. Das Ziel ist dabei von der jeweiligen Missionsart abhängig. So müsst ihr im Spielmodus Clear Hostiles alle Gegner besiegen, in Hostage Rescue müsst ihr die Geiseln retten und in Bomb Defusal spielt ihr gegen die tickende Bombe, die entschärft werden muss.

                                                                                                              DoorKickers-3
                                                                                                              DoorKickers-4

                                                                                                              Einmal ein eigenes SWAT-Team leiten

                                                                                                              Sobald ihr Door Kickers startet, fällt euch oben rechts im Hauptmenü das SWAT-Menü ins Auge. Dort seht ihr euer derzeitiges Teamlevel, sowie eure zehn Teammitglieder. Mit einem Klick auf Roster öffnet ihr die Charakterverwaltung. Hier könnt ihr mit Hilfe von Sternen, die ihr in den Missionen verdient, neue Waffen und Ausrüstungen für die einzelnen SWAT-Mitglieder freischalten. Einmal gekauft, ist die jeweilige Waffe, das Schild oder die Rüstung für alle Mitglieder verfügbar. Eingeschränkt wird die Waffenwahl der Mitglieder durch ihre Klassen. Diese werden durch das Steigern des Teamlevels mithilfe von Erfahrungspunkten, die ihr ebenfalls in Missionen erhaltet, verfügbar. Fünf verschiedene Klassen schaltet ihr im Laufe des Spieles frei: Zu Beginn ist bereits der Pointman wählbar, der nur mit einer Pistole sowie Granaten und einer Schutzausrüstung ausgerüstet werden kann. Der Assaulter bewaffnet sich mit Karabinern und Submachine-Guns, der Breacher bahnt sich seinen Weg mit einer Schrotflinte, die Stealth Troopers können ungesehen und ungehört Feinde mit präzisen Schüssen ausschalten, und der Shield Trooper stellt sich schützend mit seinem Schild zwischen die Feinde und das eigene Team. Neben neuen Klassen erhaltet ihr beim Levelaufstieg auch jeweils einen Talentpunkt, den ihr für einen von drei Talentbäumen der Waffen ausgeben könnt. So könnt ihr unter anderem die Genauigkeit der Pistolen anpassen, die Schussgeschwindigkeit von Long Guns erhöhen oder die Nachladegeschwindigkeit von Shotguns verbessern.

                                                                                                              DoorKickers-5
                                                                                                              DoorKickers-6

                                                                                                              Viele Wege führen…zum Sieg

                                                                                                              Durch die vielen Anpassungsmöglichkeiten bietet das Spiel euch viele Wege, um die Missionen abzuschließen. Neben der Auswahl, ob ihr komplett auf die Pausenfunktion verzichten wollt, und lieber in Echtzeit die Gebäude stürmt, könnt ihr euer Team auch nach eurer Spielweise ausrüsten. So wirkt sich vor allem das Öffnen der Türen auf die Reaktionen der Terroristen aus. Wenn ihr die Tür eintretet, hören sie es nämlich, und kommen ziemlich schnell zu eurem Aufenthaltsort. Auch kann es passieren, dass eine der Geiseln nach dem lautstarken Auftreten der Türe einfach mal erschossen wird. Ebenso könnt ihr die Türen auch aufsprengen oder leise mit einem Seitenschneider aufbrechen. Jeder dieser Wege hat Vor- und Nachteile. Aber auch die Vorgehensweise des Kampfes selber unterscheidet sich durch die Ausrüstung der Einheiten. So könnt ihr Blendgranaten mitnehmen, die die getroffenen Feinde kurz erblinden lassen. Oder ihr nehmt eine Stingergranate mit, die Feinde zum Flüchten bringen. Mit einer Spy Camera könnt ihr durch Türen schauen und euch ein Bild der Lage dahinter verschaffen, ohne diese gleich zu öffnen.

                                                                                                              DoorKickers-7
                                                                                                              DoorKickers-8

                                                                                                              Ohne Fleiß, kein Preis

                                                                                                              Um an Sterne und Erfahrung für euer Team zu kommen, habt ihr zwei Möglichkeiten: Bis Level sechs stehen euch nur die Einzelmissionen zur Auswahl, die nach Schwierigkeit sortiert sind. In jeder Mission können bis zu drei Sterne erreicht werden. Dabei bestimmen verschiedene Faktoren die Menge der erhaltenen Sterne. So spielt unter anderem die Zeit, in der die Mission erledigt wurde, eine Rolle, wie auch die Anzahl der überlebenden SWAT-Mitglieder die Anzahl der Sterne bestimmt. Zusätzlich bieten die einzelnen Missionen auch noch Challenges an, die bei Erfüllung zusätzliche Erfahrung mit sich bringen. Die Challenges wechseln dabei zwischen: „Erledige diese Mission mit nur einem SWAT-Mitglied!“, „Schließe die Mission mit nur einem Plan ab!“, oder „Nutze die Pausenfunktion für diese Mission nicht!“. Allerdings sind die Missionen auch ohne die Challenges teilweise schon sehr schwer. Mehr als einmal startet man die Mission erneut, weil wieder die Geisel erschossen wurde oder man einen Terroristen im hintersten Raum übersehen hat, der dann ohne Gegenwehr einen nach dem anderen unserer Teammitglieder ausschaltet.

                                                                                                              DoorKickers-9
                                                                                                              DoorKickers-10

                                                                                                              Nachdem ihr mit eurem Team Level Sechs erreicht habt, schaltet ihr die drei derzeitig in Door Kickers enthaltenen Kampagnen frei. Dies sind aneinandergereihte Missionen, die sich im allgemeinen Aufbau nicht von den Einzelmissionen unterscheiden. Allerdings wird der Kampagnen-Modus durch ein Merkmal interessant: Stirbt ein SWAT-Mitglied in einer Mission, gilt er für die nächsten Missionen der Kampagne als Killed In Action und kann nicht mehr eingesetzt werden. Somit ist die Kampagne verloren, wenn ihr alle Teammitglieder verliert. Im normalen Modus wird die nächste Mission allerdings auch freigeschaltet, wenn ihr die vorherige Mission nicht erfolgreich abschließt. Somit könnt ihr auch mit einer verlorenen Mission die Kampagne abschließen, ihr erhaltet nur weniger Sterne und Erfahrung. Dies lässt sich allerdings durch den sogenannten Iron Man Mode deaktivieren. Ihr erhaltet zwar doppelte Erfahrung und bessere Belohnungen beim Abschluss, allerdings sind gescheiterte Missionen nicht wiederholbar. Durch die Kampagnen sind ebenfalls mehr Sterne mit weniger Missionen erreichbar als durch die Einzelmissionen.

                                                                                                              DoorKickers-11
                                                                                                              DoorKickers-12

                                                                                                              Abseits vom Spielgeschehen

                                                                                                              Wer seine Erfolge in den Missionen mit anderen teilen möchte, braucht dabei nicht auf ein Aufnahmeprogramm auszuweichen. Door Kickers bietet ein internes Replay-System an, mit dem man sich eigene, gespeicherte Runden noch einmal ansehen und sie ebenso in Videoformat exportieren kann. Diese Videodateien landen dann im MPEG-Format im Dokumentenordner. Derzeitig hat sich allerdings noch ein Bug ins System geschlichen, bei dem viele gängige Videoabspielprogramme das Replay nicht starten können oder das Replay ohne Ton wiedergegeben wird. Und wer mit den offiziellen Karten des Spieles nicht zufrieden ist oder Abwechslung sucht, kann sich im Steam-Workshop von Spielern erstellte Karten herunterladen oder mit dem im Spiel integrierten Mapeditor eigene Karten erstellen. Der Mapeditor erklärt sich allerdings nicht von selber. Wer ansehnliche Karten damit erschaffen möchte, sollte sich ein Tutorial dazu im Internet anschauen. Oder aber man lässt sich durch den Missionsgenerator mit ein paar Klicks eine zufällig erstellte Karte generieren, auf der man dann ebenso Sterne und Erfahrung sammeln kann. Dabei ist sowohl die Kartengröße, als auch die Stärke und Anzahl der Gegner auswählbar, und es wird zufällig eine Missionsart gewählt. Leider hinken auch die Einstellungen ein wenig. So ist es zum Beispiel manchmal nicht möglich, den Fenstermodus auszuwählen. Ebenso wechselt das Spiel beim Raustappen immer wieder in den Fokus, was auch für einige Frustmomente sorgt, wenn man mal kurz etwas anderes nebenbei machen möchte. Grafiktechnisch sollte jedoch klar sein, dass hier keine Grafikpracht erwartet werden kann, dennoch sieht das Spiel sehr ansprechend aus und auch die Sounds sind angemessen und stimmig in das Spielgeschehen eingebunden.

                                                                                                              DoorKickers-13
                                                                                                              DoorKickers-14

                                                                                                              Persönliches Fazit

                                                                                                              Ich habe irgendwann nicht mehr mitgezählt, wie viele Türen ich zertreten habe. Door Kickers macht seinem Namen alle Ehre. Aber auch abseits vom Türen Auftreten bietet das Spiel viele Stunden Spielspaß. Vor allem der ersichtliche Fortschritt reizt zum Weiterspielen, auch wenn die Missionen und Kampagnen nicht gerade von Abwechslung strotzen. Dennoch wurde ich oft selbst Zeuge vom „Eine-Mission-geht-noch“-Effekt und selbst nach dem zehnten Versuch, diese verdammte Mission zu erledigen, hatte ich immer noch Lust, weiterzuspielen. Immerhin war ich ja kurz davor, eine neue Waffe freizuschalten, mit der ich vielleicht dann doch noch etwas einfacher durch die Missionen komme. Auch der Perfektionstrieb kommt bei Door Kickers nicht zu kurz, denn der Erfolg aller Missionen ist gut ersichtlich unter diesen angebracht. Somit hat man auch eine Chance, noch ein fehlendes Ausrüstungsteil freizuschalten, indem man eine noch nicht perfektionierte Mission versucht, mit drei Sternen abzuschließen, um somit die derzeit nicht schaffbare Mission dann doch noch abzuschließen. Trotzdem wird das Spiel nach vielen Stunden dann doch ein wenig eintönig. Die verschiedenen Möglichkeiten des Workshops und der zufälligen Karten ändern nichts daran.

                                                                                                              Positiv:
                                                                                                              + große Auswahl an Ausrüstung
                                                                                                              + sinnvolles und einflussreiches Skillsystem
                                                                                                              + verschiedene Vorgehensweisen
                                                                                                              + einfach zu lernende Steuerung
                                                                                                              + Community-Einbindung durch Editor
                                                                                                               
                                                                                                              Negativ:
                                                                                                              – eintöniges Spielprinzip
                                                                                                              – Schwierigkeitsgrad
                                                                                                              – einige Bugs (Replays, Einstellungen)
                                                                                                              – Editor schwierig zu bedienen

                                                                                                              Wenn ihr selber gerne einmal Türen zertreten wollt, erhaltet ihr Door Kickers bei Steam.

                                                                                                              Euer Hardbloxx-Team
                                                                                                              Test erstellt von Hardbloxx.Darren

                                                                                                              Test/Testbericht: Bridge Constructor Mittelalter

                                                                                                              Nachdem bereits Bridge Constructor für iOS-Geräte ein großer Erfolg war, hat man sich nun dazu entschlossen, einen Nachfolger des Casual-Games auf den Markt zu bringen – und ihn zudem auch noch PC-Spielern zugänglich zu machen. Dabei hat man ein im Mittelalter angesiedeltes Setting gewählt, um so ein wenig Abwechslung in das bereits bekannte Spielprinzip zu bringen. Wir haben uns für euch den Titel ein wenig näher angeschaut und verraten euch in unserem Test, wie viel Spaß das Spiel tatsächlich mit sich bringt.

                                                                                                              Bridge-Constructor-Mittelalter (6)
                                                                                                              Bridge-Constructor-Mittelalter (14)

                                                                                                              Die Probleme eines Regenten

                                                                                                              Die Hintergrundgeschichte handelt von einem fiktiven König, der sich von seinem Berater helfen lassen muss, denn irgendwie gibt es zunächst im Königreich nicht genügend Rohstoffe für die Bevölkerung. Um dies zu ändern, muss natürlich einfach eine Brücke gebaut werden, denn dadurch können die Ressourcen wieder ins Landesinnere kommen. Gesagt, getan. Schnell lernt ihr, wie man die verschiedenen Spielelemente innerhalb von Bridge Constructor Mittelalter bedient, wo ihre Stärken und Schwächen liegen und könnt schon bald eure ersten Brücken fertig stellen. Nachdem ihr jedoch euer Königreich aufgebessert habt, bekommen auch eure Feinde davon Wind und greifen eure Versorgungszüge an. Um euch vor ihren Angriffen zu schützen, müsst ihr nun zusätzliche Dächer über euren Brücken installieren, um so die fliegenden Gesteinsbrocken abzuhalten. Außerdem sollt ihr euren Verbündeten helfen, indem ihr auch für sie ordentliche Brücken baut – und euch so ihre Gunst für einen kommenden Krieg versichert. Für den Fall, dass die feindliche Armee auf dem Vormarsch ist, müsst ihr eure Brücken so konstruieren, dass sie genau in dem Moment zusammenbrechen, wenn die Feinde auf der Brücke sind. Dadurch fallen sie in den Abgrund und sterben, was gut für euch ist, aber eher schlecht für die anderen Truppen.

                                                                                                              Bridge-Constructor-Mittelalter (8)
                                                                                                              Bridge-Constructor-Mittelalter (11)

                                                                                                              Brückenbauen ist doch keine Kunst

                                                                                                              Das Spielprinzip ist wirklich sehr simpel gehalten: Ihr habt nur sehr wenige Materialien, mit denen ihr überhaupt die Brücke bauen könnt und müsst diese sinnvoll miteinander kombinieren. So habt ihr die Wahl zwischen einfachen Holzbalken, die auch die Marschierfläche für eure Truppen bilden, stärkeren Holzbalken als Untergrundkonstruktion, Steinpfeiler als sehr starke Sicherung sowie Seile, die ihr von überall her spannen könnt, um so zusätzlichen Halt zu bekommen. Insgesamt könnt ihr so 40 Level spielen, die sich in den vorhandenen Materialien, Möglichkeiten der Stützpfeiler, Schwere der Truppen und anderen Variablen unterscheiden. Allerdings ist Bridge Constructor Mittelalter wirklich sehr simpel gehalten, sodass ihr keine großen Unterschiede in den einzelnen Level erwarten dürft. Ja, es macht Spaß, Brücken so zu konstruieren, dass die Feinde alle in die Schlucht fallen, aber im Prinzip ändert das nicht wesentlich viel am Spielgeschehen.

                                                                                                              Bridge-Constructor-Mittelalter (13)
                                                                                                              Bridge-Constructor-Mittelalter (3)

                                                                                                              Persönliches Fazit

                                                                                                              Es ist sehr offensichtlich, dass Bridge Constructor Mittelalter genau da ansetzen möchte, wo der Vorgänger aufgehört hat: Ein sehr schnell zu verstehendes Prinzip in Kombination mit sich wiederholenden Leveln ist genau das, was die Fans der Serie erwarten. Der Titel ist mit voller Absicht auf Casual getrimmt und erfüllt diesbezüglich auch genau seinen Zweck. Wer mehr erwartet, der wird enttäuscht werden – allein die Spielzeit ist mit circa zwei Stunden nämlich sehr knapp bemessen. Ein wenig mehr Anreiz schaffen zwar die zusätzlichen Achievements, doch selbst dann kommt man nur auf knappe vier Stunden. Ein wenig störend ist, dass man viele Level nur durch Ausprobieren erledigen kann und sich oftmals minutenlang fragt, was genau gerade nicht richtig läuft, nur um dann ein Teil auszuwechseln und das Level perfekt zu lösen. Für Fans der Serie und Casual-Begeisterte dürfte das Spiel genau richtig sein, alle anderen sollten sich jedoch nach etwas anderem umschauen.

                                                                                                              Positiv:
                                                                                                              + 40 Level
                                                                                                              + schöne Grafik
                                                                                                              + witzige Charaktere
                                                                                                              + intuitives Spielprinzip
                                                                                                              Negativ:
                                                                                                              – nur fünf Materialien
                                                                                                              – sehr ähnliches Leveldesign

                                                                                                              Wenn ihr möchtet, könnt ihr uns unterstützen und euch Bridge Constructor Mittelalter bei Amazon bestellen. Außerdem könnt ihr hier die Preise vergleichen.

                                                                                                              Euer Hardbloxx-Team
                                                                                                              Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

                                                                                                              Preview: Jagged Alliance Flashback

                                                                                                              Mit Jagged Alliance Flashback möchte Entwicklerstudio Full Control die beliebte, alte Strategie-Shooter-Reihe wieder neu aufleben lassen. Bestückt mit Leuten, die unter anderem schon an Crysis, Star Wars: The Old Republic und Spec Ops: The Line mitgearbeitet haben, möchte das in Dänemark ansässige Studio das bestmögliche Ergebnis abgeben und sowohl Neulinge, als auch Genre-Experten zufrieden stellen. Die Kickstarter-Kampagne war zumindest erfolgreich. Ob das Wiederaufleben des Strategie-Shooters ein Erfolg war, erfahrt ihr in unserer Preview zum Early-Access Titel Jagged Alliance Flashback.

                                                                                                              Der Kampf gegen das Böse

                                                                                                              Im Jahre 1988 hat ein korrupter Anführer die Inselgruppe San Hermanos fest im Griff. Nichts läuft mehr richtig, die Inselgruppe wird terrorisiert und kaum niemand kann etwas dagegen unternehmen. Bis eine Gruppe von Söldnern sich aufmacht, San Hermanos zu befreien und den Anführer zu stürzen. Damit möchten sie den Leuten die Demokratie und die verdiente Freiheit wiedergeben. Trotz langer, ausdauernder Vorbereitung wird jedoch das Oberhaupt der Söldnergruppe festgenommen und die Mission läuft Gefahr zu scheitern.

                                                                                                              Wird der Kommandant nicht gerettet, so wird es mit der Schreckensherrschaft vermutlich weiter gehen und so tun sich diverse Söldner zusammen, um diesen zu befreien. Dabei müssen sie diverse Bedrohungen und harte Kämpfe überstehen. Nur dann gibt es noch eine Chance für San Hermanos.

                                                                                                              Jagged Alliance Flashback (1)
                                                                                                              Jagged Alliance Flashback (20)

                                                                                                              Im Team geht es immer noch am besten

                                                                                                              Bevor es in die strategischen Gefechte geht, können wir uns in Jagged Alliance Flashback auf einer virtuellen Karte von San Hermanos zwischen verschiedenen Gebieten bewegen. In diesem Bildschirm haben wir ebenso die Möglichkeit, unsere Crew zu verwalten. So können wir beispielsweise neue Söldner anheuern oder die Zeit vorspulen. Söldner möchten natürlich auch bezahlt werden und deshalb benötigen wir für jeden einzelnen Söldner eine gewisse Menge an Geld, welches wir verdienen, wenn wir neue Gebiete durchkämmen. Allein kommen wir nämlich nicht weit, da nicht selten mehr als nur ein Feind auf uns wartet. Erscheinen wir da ohne ordentliches Team, sind wir schneller tot, als wir schauen können.

                                                                                                              Sind wir fertig mit den Vorbereitungen, so kann es in das nächste Gebiet gehen. Dort teilt sich das Gameplay in zwei verschiedene Modi auf. Sind momentan keine Feinde zu sehen, so können wir unsere Söldner völlig frei durch das Gebiet bewegen, mit Personen sprechen oder Gegenstände untersuchen. Die strategische Phase beginnt, sobald wir eine feindliche Einheit erblicken. Dann geht das Spiel nämlich in eine Art rundenbasierten Strategie-Shooter über. Wie auf einem Schachfeld können wir die einzelnen Söldner umherbewegen, sichtbare Gegner attackieren, Gegenstände benutzen oder einfach unsere Haltung zwischen Stehen, Ducken und Kriechen wechseln. Jedoch ist hier Vorsicht geboten! Jede einzelne Aktion verbraucht sogenannte Action Points (kurz AP). Haben wir für diesen Zug die AP von jedem Söldner aufgebraucht oder sind allgemein fertig mit unserem Zug, so können wir diesen durch einen Klick beenden. Die möglichen Aktionen können die feindlichen Einheiten natürlich auch vollführen und so bildet sich das typische, herausfordernde Strategie-Gameplay.

                                                                                                              Jagged Alliance Flashback (15)
                                                                                                              Jagged Alliance Flashback (10)

                                                                                                              Zickige Technik

                                                                                                              Die Grafik hinter Jagged Alliance Flashback ist vollkommen in Ordnung. Leider gibt es kaum Einstellungsmöglichkeiten. So können wir vor dem Starten des Spiels nur die Auflösung auswählen und zwischen 4 grafischen Stufen wählen. Zwischen diesen sieht man schon den einen oder anderen Unterschied, aber im Allgemeinen ist die Grafik von Jagged Alliance Flashback anschaulich und gut gestaltet. Bäume werfen Schatten und vor allem, wenn es mal ein Unwetter auf San Hermanos gibt, sieht es ironischerweise richtig schön aus. Jedoch sind einige Gebiete auch ein wenig lieblos designt und sehen aus, als wären sie eher das Mittel zum Zweck.
                                                                                                              Was ebenfalls noch negativ aufgefallen ist, waren regelmäßige Ruckler. Normalerweise benötigt man für Jagged Alliance Flashback keinen potenten Heimrechner, doch trotzdem gibt es in regelmäßigen Abständen immer mal wieder mehr oder weniger große Ruckler. Dies ging bei uns sogar des öfteren so weit, dass das ganze Spiel abstürzte. Jedoch sollte hier nochmals erwähnt werden, dass von uns die Early-Access-Version getestet wurde. Diese bildet eine Alpha und so ist es völlig normal, dass sich noch einige Fehler im Spiel herumtreiben.

                                                                                                              Der Sound in Jagged Alliance Flashback ist sehr stimmig. Außerhalb des Kampfes hört man Vögel zwitschern und Blätter rauschen und geht es dann mal ins Gefecht, so wird dieses von actiongeladenen Stücken untermalt. Jedoch gab es auch hier einige kleine Aussetzer. So hörte beispielsweise der Soundtrack manchmal mittendrin auf. Im Großen und Ganzen ist Entwickler Full Control hier aber ein guter Soundtrack gelungen.

                                                                                                              Jagged Alliance Flashback (23)
                                                                                                              Jagged Alliance Flashback (13)

                                                                                                              Persönliches Fazit

                                                                                                              Ich bin ehrlich, ich hatte Schwierigkeiten, so richtig ins Spiel zu finden. Vielleicht liegt es daran, dass ich kein eingefleischter Jagged-Alliance-Fan bin. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das ganze Spiel insgesamt einfach noch zu unfertig ist. Ständige Abstürze und regelmäßige Framedrops sind nur ein paar von den Probleme, die mir ein ums andere Mal auf die Nerven gingen. Aber auch wenn ich mit Jagged Alliance Flashback nicht so richtig warm wurde, so macht es seine Sache trotzdem gut. Man muss sich einfach klar machen, dass die momentane Early-Access-Version noch eine Mischung aus Alpha und Beta bietet und es somit normal ist, dass sich einige Fehler einschleichen. Wenn man dies bedenkt, kann man mit dem Strategie-Shooter sicherlich jetzt schon viel Spaß haben. Alt eingesessenen Jagged-Alliance-Fans kann ich das Spiel sowieso ans Herz legen, hier bekommt der Spieler wieder die gute, alte rundenbasierte Strategie geboten.

                                                                                                              Positiv:
                                                                                                              – typisches Strategie-Feeling
                                                                                                              – ordentliche Grafik und Sound
                                                                                                              Negativ:
                                                                                                              – teils noch schwerwiegende Fehler
                                                                                                              – Story geht etwas schleppend voran

                                                                                                              Ihr möchtet euch auch einmal dem Strategie-Shooter stellen? Jagged Alliance Flashback gibt es momentan als Early-Access Spiel auf Steam zu kaufen. Am 21. Oktober erscheint es offiziell.

                                                                                                              Euer Hardbloxx-Team
                                                                                                              Preview von Hardbloxx.MrChrischan