Kategorie: 2.1.4 MMO & Browsergames

Test/Testbericht: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn

Manchmal hat man einfach das Gefühl, dass Entwickler und Publisher aus dem Bereich der Videospielwelt nicht dazulernen wollen. Ohne mit dem Finger auf jemanden Bestimmtes zu zeigen oder irgendwelche Namen zu nennen, es gibt einfach – sowohl kleine, als auch große – Unternehmen, die immer wieder die selben Fehler begehen und Jahr für Jahr ihre potentiellen Kunden verärgern. Und leider hat man immer wieder das Gefühl, dass die Anzahl dieser Firmen stetig weiter wächst. Doch manchmal gibt es einen Lichtblick in diesem Wirrwarr der Videospielwelt: Manchmal macht jemand alles richtig und man möchte einfach nur „Danke!“ sagen. Und genau in diese Kategorie fällt irgendwie auch Final Fantasy XIV: A Realm Reborn. Warum? Nun, lest unseren Test und erfahrt mehr.

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Wie der Phönix aus der Asche

Manch einer erinnert sich vielleicht noch an das Jahr 2010: Im September des Jahres wurde nämlich mit Final Fantasy XIV das bereits zweite Massively Multiplayer Online Role Playing Game (MMORPG) der Final-Fantasy-Geschichte veröffentlicht – nachdem Final Fantasy 11 einige Jahre zuvor erschienen ist. Doch dieser neue Teil kam in der Videospielwelt überhaupt nicht gut an, ganz im Gegenteil sogar: So ziemlich jeder Aspekt wurde niedergeredet, selbst Hardcorefans und MMORPG-Spezialisten konnten nur schlechte Reviews für den Titel verfassen. Nun hatte Sqaure Enix als Entwickler und Publisher drei Möglichkeiten: 1. Das Spiel komplett von den Servern zu löschen, sich zu entschuldigen und einfach so zu tun, als ob diese Epoche niemals stattgefunden hätte. 2. Das Spiel zu behalten und zwar ab und zu etwas zu verbessern, aber es größtenteils so laufen zu lassen und darauf zu hoffen, dass es genug Spieler gibt, die sich mit der minderen Qualität zufrieden geben – was im Hinblick auf andere Vertreter des Genres gar nicht so unwahrscheinlich gewesen wäre. 3. Mit Hilfe eines neuen Entwickler-Teams, viel Zeit und viel Geld immer weiteren verbesserten Content zu liefern sowie gleichzeitig an einem komplett neuen Spiel mit verbesserter Engine, einer neuen Story, noch mehr Inhalten und einem verbesserten Gameplay an sich zu punkten. Und es spricht meiner Meinung nach sehr für Square Enix, dass man sich all die Kritik zu Herzen genommen und es tatsächlich mit der 3. Lösung versucht hat. Denn genau so entstand am Ende Final Fantasy XIV: A Realm Reborn.

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Die Mächte des Lichts – wieder vereint

Doch bevor wir uns der verbesserten Grafik, dem starken Gameplay inklusiver neuer Engine, den wesentlich stabileren Servern und dem überarbeitetem Interface beschäftigen, geht es zuerst um die neue Story: Diese spielt auch weiterhin in der fiktiven Welt „Hydaelyn“, die sich in drei große Kontinente untergliedert. Auf dem Kontinent Eorzea findet die Haupthandlung statt und erzählt dabei die Geschichte einer sagenumwobenen Begebenheit. Einst war Eorzea angeblich die Heimat von „Den Zwölf“, göttliche Wesen, die einst vom Mutterkristall selbst zur Zeit von Hydaelyns Geburt geschaffen worden waren. Heutzutage hingegen spielen vor allem die großen Städte des Kontinents eine tragende Rolle, drei davon als Startplatz für die Hauptperson der Geschichte, dessen Rolle ihr übernehmt. Dabei könnt ihr entweder in der Nation von Gridania, im Sultanat von Ul’dah oder in der Thalassokratie von Limsa Lominsa starten und von dort aus euer großes Abenteuer beginnen. Doch kein Final-Fantasy-Titel kommt ohne einen bösen Staat aus, der die Weltherrschaft erobern möchte. In diesem Fall übernimmt diese Rolle das Garlean Empire, der sich im Norden des Kontinents angesiedelt hat und mit allen Mitteln die anderen Völker beherrschen möchte. So wurde am Ende von Final Fantasy XIV in einem großen Krieg von einem garleanischen Kriegsherren der zweite Mond von Hydaelyn gerufen, der die Erde von seinen Feinden tilgen sollte – der daraufhin seinen alten Diener Bahamut ruft, dem scheinbar nichts Einhalt gebieten kann.

Um überhaupt noch eine Chance zu haben, werden wichtige Charaktere in die Zukunft geschickt, unter anderem der Charakter des Spielers, der sich nun fünf Jahre in der Zukunft wiederfindet. Allerdings hat er während dieser Reise jede Erinnerung an früher verloren. Von nun an muss sich der Spieler erneut vielen Herausforderungen in der Welt eines zerstörten Eorzea stellen, das sich langsam zu erholen scheint. Doch der Friede trügt und so gibt es verschiedene Orden, Vereinigungen und Staaten, die alle unterschiedliche Ziele verfolgen. Während ihr immer mehr die Welt erkundet, Erfahrungspunkte sammelt und euch zu erinnern versucht, wer ihr seid und weshalb ihr anscheinend besondere Kräfte und Fähigkeiten beherrscht, trefft ihr auf alte und neue Freunde, aber auch auf alte und neue Feinde und müsst letztendlich wieder einmal die Welt retten.

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Wähle dein Schicksal weise!

Bevor ihr euch jedoch in die Schlacht werft und die Welt rettet, müsst ihr zunächst einmal – ganz MMORPG-typisch – eure Klasse wählen. Dabei habt ihr zunächst die Auswahl zwischen Kriegern und Magiern, die sich jedoch wieder in Unterklassen gliedern. So könnt ihr als Krieger aus fünf Klassen wählen und zum Beispiel als Gladiator euer Abenteuer beginnen. Solltet ihr diese Wahl treffen, übernehmt ihr die Rolle eines Schwertexperten, der sich gnadenlos in jeden Gegner wirft und dafür sorgt, dass seine Mitstreiter unbekümmert ihrem Job nachgehen können – besser bekannt ist diese Rolle MMORPG-Kennern als „Tank“, der Schaden einsteckt und die Monster eben auf sich lenkt. Der Faustkämpfer hingegen greift auf kurze und schnell einsetzbare Faustwaffen zurück und überzeugt vor allem durch seine Geschicklichkeit und Beweglichkeit. Er übernimmt die Rolle eines klassischen Schadensausteilers und teilt zwar viel Schaden aus, kann jedoch im Gegenzug nur wenig einstecken. Der Marodeuer greift nach riesigen Äxten, die mit beiden Händen geführt werden und zwar langsam, aber enorm wirkungsvoll sind. Außerdem gibt es noch den sogenannten Pikenier, der – wie sein Name schon sagt – vor allem mit den langen Stabwaffen hantiert und so ordentlich Schaden austeilen kann. Die letzte Kriegerklasse ist der Waldläufer, der sich im Gegensatz zu seinen Kollegen lieber aus der Ferne das Kampfgeschehen anguckt – und mit seinem Bogen und etlichen Pfeilen mit tödlicher Präzision zuschlägt.

Die magischen Klassen sind zwar nur zu dritt, aber keinesfalls zu vernachlässigen, übernehmen sie doch ebenfalls essentielle Rollen in den Kämpfen. Druiden zum Beispiel nutzen den alles umgebenden Äther, um ihre Macht zu kanalisieren und vor allem ihre Mitstreiter zu heilen und zu verstärken. Sie übernehmen also ganz klar die Rolle des klassischen Heilers, der sich so gut wie überhaupt nicht um die angreifenden Monster kümmert, sondern das Augenmerk stets auf seine Gruppe richtet. Die Hermetiker hingegen gehen einen vollkommen anderen Weg und nutzen den Äther, um verschiedene Wesen herbeizurufen und sich Untertan zu machen – worauf diese für sie in den Kampf ziehen. Und zu guter Letzt gibt es noch den Traumaturg, der sich vor allem auf die destruktive Kraft der arkanen Magie verlässt und damit schon vielen Gegnern das Fürchten gelehrt hat. Es heißt, dass seine Magie schlimmere Wunden verursacht als das schärfste Schwert. Außerdem wählt ihr eine der fünf Rassen aus, die ein wenig Einfluss auf eure Startgeschichte haben, aber sich sonst vor allem im Aussehen unterscheiden. Es gibt die Hyuran, die den normalen Menschen ähneln, die Miq O’Te, die ein wenig an Katzenmenschen erinnern, die Elezen, die eine elfenähnliche Gestalt haben, die Roegadyn, die groß und wild sind, sowie die Lalafell, die klein und niedlich erscheinen, aber es faustdick hinter den Ohren haben.

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Kämpfen, questen und gemeinsam siegen

Nachdem ihr euch für eine Klasse entschieden habt und euer Aussehen nach euren Wünschen anpassen konntet, begebt ihr euch also auf die Reise – zuvor wählt ihr natürlich noch eine der drei bereits genannten Startstädte aus. Das Leveln und Questen an sich läuft dabei sehr klassisch ab: In den Städten und Außenposten findet ihr verschiedene Questgeber, die euch mit den typischen Aufgaben zu mehr Gil (die Währung des Spiels) und Erfahrungspunkten verhelfen: Sucht Charakter X auf, tötet eine bestimmte Anzahl an Monster Y und sucht Gegestand Z. Das Ganze wird immer sinnvoll in einer schönen Story verpackt, aber letztendlich ist der Grund, warum ihr auf die Jagd geht, eher egal. Besonders die Nebenquests, von denen es sehr viele gibt, liest man sich irgendwann nur noch sehr sporadisch durch. Die Hauptstory hingegen ist sehr unterhaltsam gestaltet und es macht wirklich Spaß, ihr zu folgen.

Außerdem werdet ihr mit ihr ein wenig an die Hand genommen und trefft so zum Beispiel auf euer erstes Full Active Time Event (FATE). Dabei handelt es sich um mehr oder weniger zufällig erscheinende Aufgaben auf der Karte, die an einen bestimmten Ort gebunden sind und an denen ihr entweder teilnehmen könnt oder die ihr einfach ignoriert und weiter eurem eigentlichen Ziel folgt. Wenn ihr euch entscheidet, teilzunehmen, müsst ihr einfach in das Gebiet laufen und dort die Aufgabe erfüllen. Oftmals müsst ihr ein dort auftauchendes Bossmonster erledigen oder viele kleine Monster zurückschlagen – dafür habt ihr jedoch nur eine gewisse Zeit zur Verfügung und oftmals müsst ihr darauf hoffen, dass noch andere Spieler des Weges kommen und am FATE teilnehmen, denn alleine ist es fast niemals zu bewältigen. Doch keine Angst, Mitspieler gibt es genug und abhängig davon, wie viel Schaden ihr austeilt beziehungsweise wie viel Monster ihr erledigt, bekommt ihr Erfahrungspunkte zugeteilt. Ebenfalls sehr cool. Wenn ihr sechs oder mehr Level über dem FATE-Level seid, könnt ihr euch anpassen lassen. Dann wird euer aktuelles Level heruntergestuft und Lebenspunkte sowie Schaden und Fähigkeiten angepasst. So könnt ihr auch als Level 40 Charakter an einem Level 5 – FATE teilnehmen – aber natürlich auch nur vergleichsweise wenige Erfahrungspunkte bekommen.

Kämpfe an sich funktionieren ebenfalls sehr klassisch für ein MMORPG: Ihr wählt per Maustatste oder Tab einen Gegner aus und setzt dann mit den zugewiesenen Tasten (im Normalfall die Tasten 1 – 0) eure Fähigkeiten ein. Manche davon „buffen“ euch oder euer gesamtes Team und sorgen für mehr Schaden, mehr Lebenspunkte oder zum Beispiel Laufgeschwindigkeit. Andere hingegen heilen oder verursachen Schaden. Einige eurer Fähigkeiten sind Area-of-Effect-Angriffe (AoE) und verursachen damit Bereichsschaden. Dieser wird dabei meistens direkt vor euch in einem bestimmten Bereich verursacht, sodass ihr euch beim Auslösen dieser Fähigkeit dementsprechend platzieren müsst. Apropos richtiges Platzieren: Auch eure Gegner haben verschiedene Angriffe, vor allem die Zwischen- und Bossgegner. Diese Angriffe werden oftmals am Boden angezeigt, sodass ihr als Nicht-Tank am besten aus diesem Bereich herauslauft – manchen Angriffen sollte jedoch auch der Tank ausweichen.

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Dungeons, Gildenaufträge und Freibriefe

Neben den normalen Quests und den großen Schlachten, die ihr während des Hauptqueststranges schlagen müsst, könnt ihr jedoch auch abseits noch Gil und Erfahrungspunkte sammeln. So gibt es zum Beispiel die klassischen Dungeons (derzeit sechs Stück an der Zahl), die gerne mal 45 Minuten und länger dauern, sehr viel Erfahrungspunkte und Items bringen und außerdem niemals alleine erledigt werden können. Stattdessen nutzt ihr den spieleigenen Dungeonfinder, mit dem ihr nach einer Gruppe sucht. Dann werft ihr euch zu viert (ein Tank, ein Healer, zwei Schadensausteiler) in den Kampf gegen die starken Gegner und müsst eure Fähigkeiten perfekt aufeinander abstimmen. Am Ende wartet immer ein besonders schwerer Bossgegner, aber auch viele Zwischengegner verlangen eure Aufmerksamkeit. Zwar gibt es nur zwölf Dungeons bis Level 50, doch man merkt, dass sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht haben, denn vor allem die Bosskämpfe erfordern oft mehr als banales Draufkloppen. Stattdessen müsst ihr die verschiedenen Taktiken des Gegners durchschauen und euch darauf einstellen. Ein Beispiel gefällig? Nun, zum Beispiel trefft ihr in der Kupferglocken-Mine auf einen blobartigen Feind, der keinerlei Schaden von euren Angriffen nimmt. Stattdessen müsst ihr die aus früheren Final-Fantasy-Teilen nur zu gut bekannten Bomber zum Boss ziehen, warten, dass diese explodieren und dabei möglichst selbst keinen Schaden nehmen. Außerdem müsst ihr natürlich noch die normalen Gegner erledigen, die währenddessen auf euch zu rennen.

Ebenfalls nur in einer Gruppe aus vier Leuten können die sogenannten Gildengeheisse ausgeführt werden. Dabei handelt es sich um kleine Schlachten, denen ihr ebenfalls über den Finder zugeteilt werden könnt. Im Gegensatz zu den Dungeons müsst ihr hier nicht großartig ein Areal erkundschaften, sondern befindet euch auf einem Platz, auf dem nach und nach Monster erscheinen – und euch sofort angreifen. Das bedeutet eine Menge Action sowie eine gute Orientierung. Denn schnell wird alles etwas unübersichtlich und jeder muss genau wissen, was zu tun ist. Während der Tank versucht, alle Monster einzusammeln und auf sich zu konzentrieren, muss der Heiler die Übersicht behalten und für stetige Heilung sorgen. Die DPS-Charaktere sollten erst einmal die einfachen Monster erledigen, bevor sie sich dem großen Boss widmen. Das dauert normalerweise 10 bis 15 Minuten und gibt ebenfalls viele Erfahrungspunkte. Außerdem gibt es noch die sogenannten Freibriefe, die euch in ein bestimmtes Gebiet schicken und dort nur für euch (und falls ihr in einer Gruppe unterwegs seid, auch für die) bestimmte Monster verteilen. Dann müsst ihr innerhalb von 20 Minuten eine bestimmte Anzahl dieser Monster erledigen und zurück zum Ursprungsort kommen, um eure Belohnung abzuholen.

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Ein spektakuläres Ereignis

Reden wir über Sound und Grafik von Final Fantasy XIV: A Realm Reborn. Der Sound ist – wie in jedem Final Fantasy Titel bisher – absolute Oberklasse. Nicht nur die Angriffs- und Zaubergeräusche passen zu den Fähigkeiten, sondern auch die Synchronisation ist absolut überzeugend und die Stimmen passen einfach zu den Charakteren. Leider werden jedoch nur die wichtigen Szenen in den Hauptquests so vertont, während man sich doch wünscht, ständig die Stimmen der verschiedenen Freunde und Feinde zu hören. Und natürlich ist die Musikkulisse mal wieder unvergleichbar gut. Alte Stücke, neu interpretiert, sowie einige neue Ideen und Kompositionen sorgen dafür, dass der Soundtrack früher wie heute zu der Spitze gehört. Grafisch gesehen kann sich der Titel ebenfalls sehen lassen, denn im Vergleich zum 2010 erschienenen Vorgänger hat sich echt viel getan: Die neue Engine sieht sehr realistisch aus, die Charaktere bewegen sich flüssig und in guten Animationen und die Farbgebung ist sehr gut gelungen. Ach ja, die wenigen Videosequenzen sind im typischen Animestil gehalten und wenn sie laufen, lehnt man sich zurück und genießt einfach. Einzig und allein die Kristallsequenzen wirken etwas grobschlächtig und aufgesetzt.

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Persönliches Fazit

Man könnte noch so viele Sachen über Final Fantasy XIV: A Realm Reborn erzählen, noch auf so viele Details hinweisen – zum Beispiel auf das Transportsystem (Laufen, Chocobos, Teleportation, Luftschiffe), die vielen zusätzlichen Jagdaufträge, die Möglichkeiten von Clans und dem gemeinsamen Spielen sowie die riesige Anzahl an unterschiedlichen Monstern, auf die man so treffen kann. Doch irgendwann muss man auch zum Schluss kommen, weshalb nur gesagt sei: Das neueste MMORPG-Erlebnis von Square Enix macht der Final-Fantasy-Reihe alle Ehre. Es gibt sinnvolle Quests, die Dungeons und Gildengeheisse machen wirklich Laune, Sound und Grafik stimmen und auch die Story ist sehr unterhaltsam. Das einzige, was wirklich etwas schade ist, ist der derzeitige Content. Repetative Dungeons ab Level 50 und ein damit etwas langweiliges Endgame sowie einen Max-Level bei 50 sorgen dafür, dass man am Ende seiner Reise etwas enttäuscht ist, denn man würde gerne noch mehr erleben. Wer möchte, kann sich den Sammel- und Herstellungsberufen hingeben und eine neue Profession erlernen – doch was man wirklich möchte, sind neue Raids und neue Dungeons im Endgame. Aber bis man alles gesehen und ausprobiert hat, vergehen sehr viele Stunden, sodass man locker hundert Stunden braucht, um überhaupt das Max-Level zu erreichen. Wir können nur jedem empfehlen, es einfach mal selbst auszuprobieren und einen Blick in Final Fantasy XIV: A Realm Reborn zu werfen. Denn es macht wirklich viel Spaß und braucht sich überhaupt nicht vor Genre-Kollegen verstecken – ganz im Gegenteil!

Positiv:
+ acht verschiedene Klassen
+ sehr viele Nebenquests
+ riesige Gebiete
+ erstklassiger Soundtrack
+ realistische Game-Engine
+ Chocobos!
+ überzeugendes Final-Fantasy-Setting
+ Sammel- und Herstellungsberufe
+ super Hauptstory
+ FATEs

Negativ:
– etwas schwaches Endgame
– wenige Grafik-Glitches

Wenn ihr möchtet, dann unterstützt uns doch und kauft euch bei Amazon das Hauptspiel oder 60 Tage Spielzeit. Hier könnt ihr die Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

Test/Testbericht: Aion

Bereits seit fünf Jahren ist Aion auf dem Markt zu finden und konnte sich durchaus einen Namen in der MMORPG-Welt machen. Natürlich hat sich in dieser Zeit viel verändert und alte Klassen wurden verbessert, während neue Gebiete und spielbare Charaktere hinzu gekommen sind. Der aktuelle Patch 4.5 brachte uns dazu, das Online-Spiel genauer unter die Lupe zu nehmen und selbst in die neue alte Welt von Aion einzutauchen. Dabei haben wir uns in die apokalyptische Geschichte der Welt Atreia gestürzt und uns durch die Wirren der ständig tobenden Schlachten gewühlt. Lest in unseren Test, ob der Free-To-Play-Titel auch heute noch zu den Größten auf dem MMORPG-Markt gehört, oder ob es seine besten Tage schon überstanden hat.

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Eine Geschichte von Hass, Neid, Missgunst und ewigem Krieg

Es ist eine sehr traurige Story, die die Rahmenhandlung in Aion bildet: Auf der erdähnlichen Welt Atreia herrscht der Schöpfer allen Lebens, der sich selbst „Aion“ nennt. Er schuf die Menschheit des Planeten, Tiere und Pflanzen. Und um sein Werk zu schützen und zu überwachen, erschuf er außerdem die Balaur, bei denen es sich um Echsenwesen handelt, die ein wenig an Drachen erinnern – denn manche laufen in humanoider Form auf zwei Beinen, während andere Flügel besitzen und sich auf vier Beinen bewegen. Allerdings gefiel den Balaur diese Rolle nach einiger Zeit nicht mehr und so begannen sie sich gegen ihren Schöpfer aufzulehnen und zu rebellieren. Sie töteten ihre Schutzbefohlenen und versklavten die Überlebenden, woraufhin Aion selbst eine Schutzbarriere um seinen Turm errichtete und dorthin alle noch freien Völker einlud, um sie dort zu schützen. Außerdem schuf er zwölf Ätherwesen, die von nun an den Kampf gegen die Balaur führen sollten. Jeder dieser zwölf Ätherwesen war außerdem dazu in der Lage, aus einfachen Menschen sogenannte Daevas zu formen, die mit besonderen Kräften ausgestattet ebenfalls gegen die Feinde zu Feld ziehen sollten. Und so begann der Ewige Krieg, der heutzutage als Milleniumskrieg bekannt ist.

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Doch nachdem eine Ewigkeit vergangen war und es unzählige Opfer auf beiden Seiten gab, setzte die Gebieterin Ariel ein Friedensgespräch mit ihren Feinden an, was in den eigenen Reihen nicht nur auf Zustimmung stieß. Doch die Führer der Balaur kamen tatsächlich und zunächst sah alles so aus, als ob die Verhandlungen Früchte tragen würden – bis jedoch ein Tumult ausbrach, Kämpfe begannen und letztendlich ein Gebieter der Balaur getötet wurde, woraufhin im Turm des Gottes Aion ein Inferno ausbrach und die Welt kurz vor ihrem Ende stand. Zwei der Ätherwesen opferten sich, doch die Welt brach in zwei Teile, die nur noch eine kleine und nicht zu überquerende Verbindung in der Mitte der beiden Welten besitzen. Die noch zehn übrig gebliebenen Äthergebieter wurden gleichmäßig auf die beiden Welten verteilt und auf der fruchtbaren und voller Licht erstrahlenden Seite entstand so Elysea mit einem freundlichen und hellen Volk. Auf der dunklen Seite hingegen bildete sich eine höllenartige Welt, in der ebenfalls ein Großteil der restlichen Menschheit gefangen war – dort bildetete sich die Welt Asmodae, auf der es nur Dunkelheit, Monster und karge Einöde gibt. Und genau in diesen Welten spielt auch unser Abenteuer, das uns vom einfachen Menschen zu einem der wichtigsten Figuren auf dem Schachbrett der Welt werden lässt.

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Wähle dein Schicksal weise

Nachdem ihr euren neuen Account erstellt habt, steht ihr vor den zwei wichtigsten Wahlmöglichkeiten des Spiels: Werdet ihr Asmodier oder Elyos? Und welche Klasse solltet ihr wählen? Die Frage nach eurer Rasse wird sich insofern auf das Spielgeschehen auswirken, dass ihr auf der einen Seite vollkommen andere Questgebiete habt und damit eine ganz neue Umgebung erkundet, auf der anderen Seite natürlich abhängig vom Server der möglicherweise stärkeren Fraktion angehört. Obwohl der Publisher Gameforge daran arbeitet, die Server möglichst anzugleichen. Die Frage nach der Klasse hingegen ist wesentlich wichtiger, denn sie bestimmt euer komplettes Spielerlebnis. Ihr dürft euch dabei auf sechs Hauptklassen stürzen, die ab Level Neun noch einmal in zwei Unterklassen aufgeteilt werden. So gibt es ganz klassisch eine Kriegerkaste, die vor allem mit dem Schwert und anderen Nahkampfwaffen agiert und außerdem ein Schild tragen kann. Später wird man entweder zum Gladiator, der wohl der größte Schwertkämpfer im Spiel ist, an vorderster Front kämpft und außerdem seine Feinde mit Spott von seinen Verbündeten weglockt. Oder man entscheidet sich für den Templer, der seine Verbündeten mit Schild und Schwert beschützt und außerdem Heilsprüche besitzt, um verlorene Lebenspunkte zu ersetzen.

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Ebenfalls in keinem MMORPG fehlen, darf ein Magier. Mit mächtigen Sprüchen werden Feuerbälle und Eissprüche genutzt und später wird man zum Beispiel zum Zauberer, der sich mit den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft auskennt und den Äther dazu nutzt, um einen enormen Schaden in den Reihen der Feinde anzurichten. Oder man wählt den Weg des Beschwörers und nutzt die unterschiedlichsten Elementargeister im Kampf, die dank ihrer verschiedenen Eigenschaften eine taktische Komponente bei der Auswahl mitsichbringen. Wer hingegen lieber als Priester beginnt, wird später entweder als Kleriker seine Verbündeten heilen, sie wiederbeleben und natürlich mit einem Streitkolben und einem Schild in der Schlacht ordentlich austeilen. Oder man begibt sich auf die Reise als Kantor und stürzt sich mit einem Kampfstab ins Getümmel, während man außerdem Heilsprüche wirkt und vor allem mit den unterschiedlichen Mantras die eigene Gruppe verstärkt. Hinzu kommen die Späher, die sich perfekt der Natur anpassen und alles im Blickfeld haben. Ab Level Neun können sie sich entweder zum Jäger weiterentwickeln und als solcher mit Bogen und Dolchen mit tödlicher Präzision agieren, oder als Assassine den Kampf als Daeva fortführen und dann aus dem Schatten heraus agieren.

Der Ingenieur hingegen entwickelt sich zum Schützen weiter und verlässt sich vor allem auf Schusswaffen, wie verschiedene Revolver, um aus der Distanz tödliche Schüsse abzugeben. Wer lieber etwas mehr „Rumms“ möchte, kann außerdem auf Kanonen zurüc greifen, die mit beiden Händen getragen werden müssen. Die wohl musikalischste Klasse in Aion ist hingegen der Künstler, der dann zum Barden mutiert und mit einer Klampfe ausgerüstet die Musik dafür nutzt, um seine Gegner zu betören und mit den richtigen Noten ordentlich Schaden auszuteilen.

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Spieler gegen Spieler gegen Monster

Das Spielprinzip von Aion basiert dabei auf dem sogenannten PvPvE (Player-vs-Player-vs-Environment), bei dem die drei Fraktionen (Balaur, Asmodier, Elyos) in den freien Gebieten aufeinandertreffen können und sich dann jeder Zeit bekämpfen – oder in extra PvP-Gebieten mit der eigenen Fraktion gegen die Feinde antreten. Die Balaur werden dabei lediglich vom Computer gesteuert und bilden den Ausgleich im Machtgefüge der Elyos und Asmodier.  Außerdem gibt es die ebenfalls vom Computer gesteuerte Rasse der Reian. Das Gameplay an sich ist dabei sehr klassisch: Man sammelt zunächst in einem Dorf, einer Stadt oder einem Außenposten Quests ein und begibt sich dann in die umliegenden Gebiete, um diese Quests zu beenden. Die Aufgaben sind dabei ebenfalls typisch für das Genre: Eine bestimmte Anzahl von Monstern müssen getötet, eine bestimmte Anzahl von Gegenständen gesammelt oder Anführer einer feindlichen Gruppierung erledigt werden. Ab und zu darf man einen NPC (Non-Player-Character) als Bodyguard begleiten oder muss Questgegenstände am richtigen Ort einsetzen. Dabei bewegt sich das Niveau der Hintergrundgeschichten und der Abwechslung der Quests auf einer sehr ordentlichen Ebene, sodass eigentlich niemals wirklich Langeweile aufkommt. Irgendwann kann man außerdem die Instanzen freischalten. Dort sucht man sich eine Gruppe von sechs Personen zusammen und zieht mit diesen durch einen großen Dungeon, in dem man auf besonders starke Gegner und Bosse trifft, die dafür auch besonders viel Erfahrungspunkte und besonders starke Gegenstände hinterlassen. Außerdem kann man bis zu sieben verschiedene Herstellungs- und zwei Sammelberufe erlenen. Wobei sich zum Beispiel „Schneidern“ nicht für Krieger eignet und nicht jede Klasse etwas mit Plattenrüstungen anfangen kann.

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Free to Play oder Pay to Win?

Eines der Hauptprobleme, mit dem sich MMORPGs aus der Sparte Free-to-Play immer herumschlagen müssen, ist die Frage, ob man sich nicht unfaire Vorteile erkaufen kann. Denn obwohl man in Aion alle Spielinhalte nutzen kann, ohne einen einzigen Cent zu investieren, kann man natürlich mit sogenannten Micropayments, also kleinen Einzahlungen von Echtgeld, verschiedene Sachen kaufen. Einige davon beeinflussen dabei das Spiel an sich überhaupt nicht, wie zum Beispiel das Freischalten aller acht Charakterslots oder besondere Gegenstände, um das eigene Aussehen zu verändern. Andere hingegen greifen durchaus in das Spielgeschehen ein und so kann man sich eine verkürzte Wartezeit für die Instanzen kaufen oder auf Rollen zugreifen, die die Wahrscheinlichkeit für das Finden von starken Items verbessern. Nun muss sich jeder selbst fragen, ob das bereits ein so großer Vorteil ist, dass man von „pay-to-win“ sprechen kann. Denn natürlich habe ich einen Vorteil, wenn ich öfter starke Items finde oder meine Verzauberungssteine öfter nicht fehlschlagen. Doch geht es hier vor allem um Zeitersparnis und nicht um Waffen oder Rüstungen, die anderen Waffen und Rüstungen überlegen sind. Wir denken, dass dies ein vernünftiges Geschäftsmodell ist.

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Persönliches Fazit

Der MMORPG-Markt scheint sehr groß, doch tatsächlich ist er klein, eng und wird von World of Warcraft dominiert. Dahinter folgt nämlich erst mal sehr lange nichts, zumindest, wenn es um die Spieleranzahl geht. Betrachtet man jedoch nur das Free-to-Play-Genre, dann gehört Aion definitiv an die Spitze. Die Grafik ist wunderschön, die Soundelemente passen und auch die Videos überzeugen. Die Quests sind eben typisch für das Genre, aber dabei abwechslungsreich und mit viel Liebe zum Detail entwickelt. Bis man das maximale Level von 65 erreicht hat, vergehen sehr viele Spielstunden und die verschiedenen Klassen spielen sich sehr unterschiedlich und bieten für jeden Spielertypen etwas. Das einzige, was wirklich schade ist, ist die Tatsache, dass es gerade im unteren Levelbereich viel zu wenig Instanzen gibt, denn das Zusammenspielen macht ein MMORPG eben aus, doch questen alleine kann diesen Spielspaß nicht ganz abdecken. Positiv ist zu erwähnen, dass immer neue Patches erscheinen, die mit neuen Spielinhalten aufwarten können. Insgesamt eines der  besten MMORPGs aus dem Free-To-Play-Bereich.

Positiv:
+ sechs Klassen mit Unterklassen
+ viele unterschiedliche Quests
+ sehr viele Gebiete
+ eine interessante Hintergrundgeschichte
+ sieben Herstellungsberufe, zwei Sammelberufe
+ sehr viel Spielzeit bis Max-Level

Negativ:
– zu wenig Instanzen im niedrigen Levelbereich
– Mounts können erst ab Level 30 genutzt werden
– zu schwacher Endgame-Content

Schaut euch das Spiel doch einfach mal auf der offiziellen Webseite an und ladet es euch kostenlos herunter.

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Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

Preview: Strife Beta

Der Markt der Multiplayer Online Battle Arena (kurz: MOBA) ist groß, unübersichtlich und hart umkämpft. Ganz oben auf der Liste der MOBA-Spiele, die man kennen sollte, steht natürlich mit League of Legends der Klassenprimus. Direkt darunter ist dann der Nachfolger des ursprünglichen MOBA-Spiels, DotA 2, zu finden. Doch dann beginnt das Feld bereits sich aufzuteilen. Smite dürfte Fans des Genres bekannt sein. Außerdem gibt es natürlich noch den Erfolgshit des US-amerikanischen Entwicklers S2, der unter dem Namen Heroes of Newerth (HoN) bekannt ist. Genau diese Entwickler haben sich nun gedacht, dass der Markt unbedingt ein weiteres MOBA braucht – und arbeiten deshalb derzeit an Strife, das sich noch in der Closed Beta befindet. Wir haben uns einen Beta-Key besorgen können und sagen euch nun im folgenden Test, ob die Welt tatsächlich noch ein MOBA-Game braucht, oder ob man getrost auf Strife hätte verzichten können.

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Am Anfang war das Tutorial

Nun, nicht jeder hat schon mal ein MOBA-Spiel bestritten und kennt sich mit den Spielmechaniken und -abläufen aus. Deshalb ist es immer ganz gut, wenn ein optionales Tutorial vorhanden ist. Dabei liegt das Augenmerk auf dem Wort „optional“, denn in Strife muss man leider das Tutorial durchziehen – ob man möchte oder nicht. Das ist gerade für bereits erfahrene Genre-Spieler sehr nervend, denn es gibt nicht nur ein Tutorial, sondern gleich drei: Zunächst erlernt man die einfachsten Steuerungen, indem man ein paar Kämpfe bestreitet. Danach lernt man das Shoppen und Pushen, beziehungsweise das Vernichten von gegnerischen Türmen. Im dritten Tutorial darf man dann endlich ein richtiges Game absolvieren – allerdings mit Bots gegen Bots. So geht gut eine Dreiviertelstunde verloren, bevor man das erste wirkliche Spiel machen darf. Das mag für Neueinsteiger eine gute Sache sein, aber für Fortgeschrittene ist das einfach nur nervend. Immerhin gibt es eine kleine Einführung zu den Pets, sowie zum Crafting und Enchanting – doch dazu später mehr.

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Zunächst einmal fällt auf, dass es wohl noch nicht allzu viele Stife-Beta-Keys da draußen gibt, denn derzeit sind meistens noch nicht einmal einhundert Spieler auf den Servern online. Auch Rating oder gar Matchmaking gibt es noch nicht, allerdings füllen sich die Spiele trotzdem relativ schnell und man muss oft nur ein paar Minuten warten. Hier merkt man sehr deutlich, dass das Spiel noch sehr früh in der Beta ist, denn ohne Ranking beziehungsweise Matchmaking können die Spiele sehr unausgeglichen sein. Auch fehlen Komfort-Funktionen, wie zum Beispiel Banlist oder Anti-Leaver-Protection, weshalb man nicht selten einen Spieler im Game hat, der innerhalb von drei Minuten zweimal stirbt und daraufhin das Spiel verlässt. Natürlich kann man von einer recht frühen Beta solche Dinge nicht erwarten, aber sie fallen zumindest auf. Ebenfalls auffallend ist die Anzahl der spielbaren Helden. 14 verschiedene Helden sind derzeit nur vorhanden, von denen jeder Held pro Team nur einmal gepickt werden darf. Dafür gibt es immerhin schon sieben verschiedene Pets, zu denen wir jetzt kommen.

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Haustiere, Crafting und sinnvolle Verbesserungen

Haustiere sind im Prinzip das, was in League of Legends als „Summoner Spells“ bekannt ist: Euer Haustier ist euer ständiger Begleiter und bringt zusätzliche, kleine Fähigkeiten mit in den Kampf. So heilt es euch zum Beispiel, gibt euch etwas Mana oder lässt euch in eine bestimmte Richtung verschwinden. Diese Haustiere müssen für „Food“ gekauft werden, das ihr aus Kisten bekommt, wenn ihr ein Spiel beendet habt. Außerdem kann Food dazu genutzt werden, um eure Haustiere zu verbessern. Neben einem aktivierbaren Skill gibt es nämlich noch drei passive Skills, die euch zum Beispiel vor einer geringen Menge an Schaden alle 20 Sekunden beschützen, eure Regeneration erhöhen oder euch mehr Lebenspunkte verschaffen. Hier merkt man auch sehr stark, dass es kein Ranking beziehungsweise Matchmaking-System gibt, denn wenn euer Gegner ein Haustier besitzt, das bereits alle Fähigkeiten auf maximalem Level hat, dann ist das definitiv ein Vorteil gegenüber eurem Haustier, das noch immer auf Level Eins steht. Auch Crafitng und Enchanting werden durch die Kisten, die ihr am Ende eines Spieles bekommt, vorangetrieben. Beim Crafting könnt ihr nämlich bereits vorhandene Items verbessern, indem ihr das Rezept nehmt und dessen Zusammensetzung ändert. So gibt es euch zum Beispiel statt 100 Lebenspunkte auf einmal 500 Lebenspunkte – kostet aber dementsprechend auch mehr. Das Enchanting verzaubert dann dieses verbesserte Rezept noch einmal und gibt zum Beispiel 10% mehr Schaden.

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Man merkt sehr schnell, dass S2 viele Ideen von anderen MOBA-Spielen geklaut und gut zusammengestellt hat: Es gibt Büsche wie bei League of Legends, viele Helden haben Fähigkeiten, die so oder sehr ähnlich bereits in DotA beziehungsweise HoN vorhanden sind und selbst die Items sind teilweise eins-zu-eins von anderen Spielen geklaut. Es gibt sogar eine Art „Drache“, wie er von LoL bekannt ist und für viel Bonusgold vom Team erledigt werden kann – nur, dass er hier Baldir heißt und ein großer Krieger ist. Außerdem kann Cindara getötet werden, die in etwa die Rolle von Kongor oder Baron Nashor übernimmt und einen großen Vorteil für das Team bietet, das Cindara erledigt. In Strife erscheint dann nämlich „Krytos“, ein riesiger und sehr starke Affe, der dann für euch in einer der drei Lanes auftaucht und dort die Tower, Barracken und das Hauptgebäude angreift und dabei ordentlich Schaden austeilt, der oftmals spielentscheidend ist. Glücklicherweise besitzt der Affenkönig auch Lebenspunkte und kann theoretisch ganz einfach vom gegnerischen Team erledigt werden – allerdings entwickelt sich das eben sehr oft zu einem Kampf 6-gegen-5, sodass ein Team eben im Nachteil ist.

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Außerdem hat S2 einige sehr sinnvolle Gameplayelemente und Ideen in Strife eingebaut, die in anderen Vertretern des Genres zu viel Ärger in der Community geführt haben: Zunächst einmal gibt es während des Spiels keinen All-Chat, was ganz klar den Vorteil hat, dass man seinen Gegner nicht beleidigen, auslachen oder sonst wie beeinflussen kann. Auch gibt es keine Wards, mit denen man Gebiete kurzzeitig auf der Karte beobachten kann. Wer schon mal DotA oder ähnliches gespielt hat, weiß, wie oft innerhalb des Teams ein Streit über das Nichtvorhandensein dieser Wards entbrennt. Ebenfalls positiv ist die Tatsache, dass jeder einen individuellen, unzerstörbaren Kurier hat, der die in der Base gekauften Items zu den Spielern transportiert. Theoretisch muss man auch niemals zurück in die Base, denn wenn man sich einige Sekunden außerhalb des Kampfes befindet (sprich: Keinen Schaden bekommt, Schaden austeilt oder Fähigkeiten nutzt), dann regenerieren sich Lebenspunkte und Mana von alleine. Außerdem ist das Gold, das man durch das Töten von den Creeps erhält, auf der Lane gestaffelt und wird an alle Mitglieder des Teams in dieser Lane geteilt. Ist man alleine, bekommt man 36 Gold, zu zweit 30 Gold, zu dritt 15 Gold und so weiter, sodass Spieler, die sich auf Unterstützung spezialisieren, trotzdem genauso viel Gold bekommen, wie Teamkameraden, die später ordentlich Schaden austeilen werden und als „Carry“ bekannt sind. Außerdem kann man – genau wie in DotA 2 – nicht aufgeben und es gibt auch kein „Deny“ von Türmen und eigenen Creeps, genau wie in LoL.

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Persönliches Fazit

Man merkt, dass Strife noch in der Beta ist. An allen Ecken und Enden fehlen Komfort-Funktionen, es treten ab und zu Abstürze des Strife-Clients auf und das Balancing ist zwar für den Anfang schon ganz okay, aber noch lange nicht ausgereift. Es gibt sehr wenig Helden, aber trotzdem macht das Spiel schon jetzt ordentlich Spaß. Es sind einige sehr sinnvolle Änderungen vorhanden im Vergleich zu den MOBA-Kollegen und man merkt, dass sich S2 tatsächlich Gedanken gemacht hat. Wenn ich das Spiel von der Engine her einschätzen sollte, dann würde ich es als eine Mischung aus LoL und HoN einordnen. Es gibt schöne und bunte Grafiken, die etwas an Anime erinnern, aber das Spielgeschehen ist etwas schneller als in LoL und etwas langsamer als in HoN. Wer sich für das Genre begeistern kann, der sollte definitiv mal einen Blick in Strife werfen, denn Spaß macht es auf jeden Fall.

Schaut euch das Game doch auf der offiziellen Seite von Strife an.

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Euer Hardbloxx-Team
Preview erstellt von Hardbloxx.Fefestars

Test/Testbericht: NosTale

Jeder, der bereits in jungen Jahren mit dem Spielen von Massively Multiplayer Online Role Playing Games (MMORPGs) angefangen hat, wird sich noch gut an seinen ersten Titel erinnern: Nur die Wenigsten beginnen mit den High-End-Produkten wie dem Klassenprimus World of Warcraft oder wagen sich sofort in die Welt des bald erscheinenden The Elders Scrolls Online. Stattdessen beginnen die meisten Spieler zunächst mit kleineren und nicht ganz so komplexeren MMORPGs, bei denen man sich langsam in das Genre einarbeiten kann und nicht schon möglichst viel Erfahrung braucht. NosTale gehört genau in diese Sparte und bietet als Free-To-Play-Titel seinen Spielern nicht nur die Chance, vollkommen ohne monatliche Gebühren oder dem Kaufen neuer Add-Ons den kompletten Spielspaß zu erleben, sondern führt neue Spieler Schritt für Schritt an das Genre heran. Das ganze wird mit einer knuffigen und farbenfrohen Grafik vermischt und bietet so ein absolut passendes Paket für Neulinge des Genres. Wir haben den Titel für euch getestet und erklären euch nun im Folgenden, wann ihr den Titel unbedingt mal ausprobieren solltet – und wann lieber nicht.

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Das Mädchen für Alles

Ihr beginnt das Spiel genretypisch damit, dass ihr euch einen Charakter erstellt, bevor ihr eure ersten Schritte in der Welt von NosTale wagt. Name, Geschlecht und Aussehen könnt ihr dabei zunächst beeinflussen. Sobald ihr euch dann einen Server ausgesucht habt, kann das Abenteuer beginnen. Zunächst trefft ihr auf Mimi Mentor, die – wie der Name schon sagt – euer Mentor sein wird und euch nach und nach in die Bewegungsabläufe des Spiels einführt: Ein Links-Klick mit der Maus bewegt euren Helden, ein Doppelklick auf einen Gegner lässt euch automatisch angreifen. Eure Skills setzt ihr – ebenfalls genretypisch – mit den Zahlentasten 1 bis 9 ein und habt so einen schnellen Zugriff auf eure Fähigkeiten. Außerdem schickt euch Mimi ein wenig durch NosVille, bei dem es sich um das Dorf handelt, indem ihr euer Abenteuer beginnt. So lernt ihr zunächst den Waffen- und Rüstungungsverkäufer kennen, dessen Beruf wohl selbsterklärend sein sollte. Dann trefft ihr auf den Alchemisten, der Heiltränke und ähnliches herstellen kann und euch diese auch noch recht günstig verkauft. Oder ihr trefft auf die Markt-Verkäuferin, die euch mit Essen versorgen wird – natürlich auch gegen Gold und den Skillmeister, der euch langsam und verständlich erklärt, wie das mit euren aktiven und passiven Fähigkeiten funktioniert, was das Berufslevel ist und auf was ihr achten solltet. Natürlich erzählen euch die Bewohner von NosVille das nicht einfach nur, sondern bombardieren euch auch gleich noch mit Quests. Der eine möchte, dass ihr eine Spitzhacke aus der nahe gelegenen Mine besorgt, während ein anderer besondere alchemistische Zutaten für seinen Trank braucht, die nur von einer besonderen Art von Monstern zu bekommen sind.

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Und so begebt ihr euch ständig auf die Jagd nach den verschiedenen Monstern des Umlandes, haut ihnen mit Schwertern, Magie und Steinschleudern beziehungsweise Pfeil und Bogen die Rübe vom Kopf und sammelt fleißig den sogenannten Loot auf – also die Beute, die von den besiegten Monstern fallen gelassen wird. Dafür erhaltet ihr Erfahrungspunkte, mit denen ihr langsam im Level aufsteigt, immer stärker werdet und neue Fähigkeiten beim Skillmeister erlernen könnt – wenn euer Berufslevel denn auch ausreicht. Denn was in anderen Spielen als „Klassen“ bezeichnet wird, heißt in NosTale „Berufe“. Zunächst seid ihr ein einfacher Abenteurer, der etwas Magie beherrscht, aber grundsätzlich eher mit primitiven Waffen, wie einer Steinschleuder oder einem großen Hammer agiert. Sobald ihr jedoch Level 15 erreicht habt und euer Berufslevel mindestens 20 ist, könnt ihr euch verändern und eine Spezialisierung wählen: Es gibt Magier, Schwertkämpfer und Bogenschützen, die sich nicht nur vom Skillset, sondern allgemein sehr stark voneinander unterscheiden: Der Magier agiert nämlich fast ausschließlich mit seinem Mana und schießt wirklich mächtige Feuerbälle oder ähnliches auf seine Gegner, ist dafür jedoch sehr schwach, wenn es um Nahkämpfe geht und besitzt nicht allzu viele Lebenspunkte. Der Schwertkämpfer hingegen besitzt zwar auch Manapunkte, doch verlässt er sich in erster Linie auf sein übergroßes Schwert und die Fähigkeit, es richtig im Kampf einzusetzen. Er hält auch wesentlich mehr aus, als der Magier und rennt ohne Bedenken auf den Gegner zu. Der Bogenschütze hingegen braucht nur seinen Bogen und ein paar Pfeile, um aus sicherer Entfernung den Gegner anzugreifen.

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Reise durch den Timespace und suche nach der Bedrohung

Die Haupthandlung von NosTales hat mit dem sogenannten Timespace zu tun – und damit, dass ganz offensichtlich irgendetwas nicht stimmt. Der Timespace ist eine Art Parallelwelt, in der dunkle und fiese Monster wohnen und die man über verschiedene im Land verteilte Kristalle erreichen kann. Letztendlich handelt es sich dabei also um von der normalen Welt abgeschnittene Instanzen, die man alleine oder mit seiner Gruppe besuchen kann, um dort verschiedene Aufgaben zu erledigen. Dabei ist ein Timespace in verschiedene Räume gegliedert, die ihr meistens von allen Monstern säubern müsst, um in den nächsten Raum zu gelangen. Manchmal müssen auch Hebel gefunden und umgelegt werden oder ein Endboss stellt sich euch in den Weg, woraufhin ihr euch dessen fiesen Attacken stellen müsst. Um das ganze jedoch etwas hektischer zu gestalten, habt ihr nur begrenzte Zeit, um im Timespace eure Aufgaben zu erledigen. Wird ein Raum rechtzeitig gesäubert, bekommt ihr etwas Extrazeit gutgeschrieben, ist jedoch die Zeit vorbei oder werdet ihr zu oft getötet, dann gilt der Timespace als verloren und ihr müsst noch einmal von vorne beginnen. Sterben ist allgemein eine recht komplizierte Sache in NosTale, denn sterbt ihr in einem Timespace, so könnt ihr euch an Ort und Stelle nur x-mal wiederbeleben lassen – dabei ist die Anzahl abhängig von der Instanz. Sterbt ihr in der normalen Welt, könnt ihr euch an Ort und Stelle wiederbeleben lassen – bis Level 20 sogar ohne Verluste. Und manchmal werdet ihr sterben – vor allem, wenn ihr alleine unterwegs seid und lediglich euer Haustier als Kampfverstärkung dabei habt.

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Apropos Haustier: Einige Tiere in der normalen Welt könnt ihr einfangen und domestizieren. Wenn ein Tier im Level unter euch ist, könnt ihr mit ihm kämpfen und sobald es geschwächt ist, versuchen, es einzufangen. Ist dies von Erfolg gekrönt, wird es zu eurem Miniland übertragen und kann dort abgeholt werden. Dann kämpft das sogenannte Mate an eurer Seite, bekommt ebenfalls Erfahrungspunkte, levelt auf und macht so immer mehr Schaden. Ihr solltet außerdem immer wieder mal in euer Miniland hinein schauen und es pflegen. Beim Miniland handelt es sich um euren eigenen, kleinen und vor allem privaten Bereich im Spiel, in dem ihr eure Mates haltet und zum Beispiel ein Lagerhaus besitzt, in dem ihr verschiedene Sachen aus dem Inventar auslagern könnt. Außerdem könnt ihr im Miniland vier verschiedene Minigames finden, die als witziger Zeitvertreib durchaus Laune machen und euch sogar mit unterschiedlich starken Items belohnen. Und ihr könnt euch verschiedene Einrichtungsgegenstände kaufen, um so euren Garten oder eure Terasse ganz individuell zu gestalten und eure persönlichen Vorlieben mit in das Spiel bringen. So kann das Miniland zum Beispiel ein Ort von Ruhe und Zen werden, in dem ihr euch nach actionreicher Jagd und stressigen Abenteuern etwas erholen könnt.

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Grafische Schönheit und spielerische Mängel

Wie bereits erwähnt, ist NosTale ein Free-To-Play-Titel und setzt absolut nicht auf eine detaillierte Grafik im High-End-Bereich. Stattdessen findet man sich als Spieler in einer schönen Anime-Welt wieder, die zwar recht schlicht gehalten ist, aber trotzdem gerade in den Kämpfen schöne Effekte zeigt und allgemein zu dem putzigen Thema des Spiels passt. Das ganze wird mit einer passenden Soundkulisse untermalt und die Songs im Hintergrund sind ebenso gut wie die Kampfgeräusche. Allerdings hat das Spiel auch einige spielerische Mängel, die wir euch nicht vorenthalten wollen: Allen voran das Finden von Questzielen. Manche Aufgaben bringen einen roten Pfeil mit sich, der über eurem Helden angezeigt wird und euch so die Richtung weist, in die ihr gehen müsst. Manchmal ist dieser Pfeil jedoch nicht da und oftmals steht ihr dann verwirrt in der Gegend herum und fragt euch, wo genau jetzt der NPC (Non-Player-Character) ist, den ihr aufsuchen sollt. Manchmal habt ihr Glück und er steht im Dorf, woraufhin ihr dann oben rechts auf der Minimap lediglich alle NPCs anklicken müsst, bis der richtige Name auftaucht. Manchmal steht der NPC aber auch außerhalb und dann beginnt das Raten. Das Ganze könnte wesentlich besser funktionieren, wenn in den Questbeschreibungen statt „Hole Gegenstand X“ stehen würde: „Hole Gegenstand X bei Charakter Y im Gebiet Z“. Oder wenn auf der Karte angezeigt werden würde, in welches Gebiet ihr müsst.

Außerdem gibt es manchmal Probleme beim Kampf: Ihr könnt zum Beispiel buchstäblich neben einem Gegner stehen, der euch angreift, ohne selbst zu kämpfen, denn nur, wenn ihr einen Gegner doppelt anklickt, beginnt euer Kampf. Und manchmal hört euer Charakter auch einfach auf zu kämpfen, zum Beispiel, wenn ihr einen Flächenangriff nutzt, der kein bestimmtes Ziel hat. Dann denkt euer Kämpfer nämlich scheinbar, dass er nun nicht weiter sein ursprüngliches Ziel angreifen muss. Das ist ziemlich nervend und überflüssig. Ganz allgemein ist zu sagen, dass das Gameplay von NosTale etwas träge wirkt, was kein Nachteil sein muss, denn gerade, wenn man ein Neuling im Bereich MMORPG ist, wird man dankbar sein, dass alles nicht so hektisch vonstatten geht.

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Persönliches Fazit

NosTale ist witzig, besitzt eine putzige Grafik, eine unterhaltsame Geschichte und einige gute Ideen. Aber es richtet sich ganz klar an Fans von Animes und ist dabei eher für ein unerfahrenes Klientel geeignet. Das Gameplay ist langsam und etwas träge, die Monster sind nicht allzu schwer zu besiegen und auch die Timespaces sind zwar knackiger als die Quests in der normalen Welt, doch gerade in einer Gruppe mit Freunden keine allzu große Herausforderung. Allerdings punktet NosTale hier auch am meisten. Gerade, wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist und mit seinen Freunden zusammen die verschiedenen Gebiete des Titels erkundet, macht es wirklich viel Spaß. Spieler, die bereits hunderte Stunden in dem Genre verbracht haben, werden sich wahrscheinlich schnell langweilen, doch Neulinge und Spieler, die auf der Suche nach einem ruhigen, nichtsdestotrotz interessanten Titel sind, werden hier definitiv fündig. Denn NosTale ist ein spannender, wenn auch nicht allzu schwieriger Titel.

Positiv:
+ viele Tutorials
+ guter Einstieg für Anfänger
+ putzige Grafik
+ schöne Soundkulisse
+ Minispiele im Miniland
+ viele „Mates“ als potentielle Begleiter

Negativ:
– keine gute Questverfolgung
– Probleme beim Kampf

Wenn ihr Lust auf NosTale bekommen habt, dann schaut doch mal in das Spiel rein und ladet es euch hier kostenlos herunter.

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Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

Vorschau: MechWarrior:Online

Da am gestrigen Tage die NDA zum kommenden Mech-MMO MechWarrior: Online gelüftet wurde, wollten wir uns die Gelegenheit nicht nehmen lassen und euch unsere Beta-Erfahrungen mitteilen.

Das gute alte Mech-Geschnetzel

Für alle denen der Name so gar nichts sagt, hier mal ein kurzer Einblick.

MechWarrior spielt im BattleTech Universum. Dies ist eine fiktive Welt in der Zukunft, in der Kriege durch sogenannte Mechs gefochten werden. Mechs sind sozusagen zwei-beinige Roboter, in denen ein Mensch sitzt. Dieser Mensch, auch Pilot genannt, nutzt dann die Kräfte des Mechs um möglichst viele Gegner auszuschalten.

Das erste MechWarrior erschien übrigens 1989. Zu diesem Zeitpunkt haben wohl die wenigsten von uns schon aktiv gespielt. Neben MechWarrior 1 gab es noch 3 weitere Ableger der Serie und etliche Erweiterungen.

Während die ersten beiden Teile noch unter Activision Flagge erschienen, hat sich dies ab dem dritten Teil geändert. Für den dritten Teil zeichnet sich MicroProse zusammen mit Zipper Interactive verantwortlich und für den vierten Teil Microsoft und FASA Interactive. MechWarrior: Online (im folgenden MW:O) wird von Piranha Games entwickelt und von Infinite Game Publishing veröffentlicht.

Man kann also jetzt schon erahnen, das ein Spiel, welches in ferner Vergangenheit noch unter Dos und als Floppy gespielt wurde, welches 3 Ableger hatte und sich allseits großer Beliebtheit erfreute, unter relativ großem Druck steht, eben dieses Feeling in die Moderne zu tragen und die Massen zu begeistern.

Was macht MW:O zum MMO?

MechWarrior war demnach nie ein MMO, geschweige denn ein MMO-Anwärter. Warum wird also jetzt ein MMO entwickelt und warum das Ganze noch als Free2Play?

Die Antwort liegt auf der Hand: Kämpfe mit Mechs machen nur gegen reale Gegner wirklich Spaß. Dazu kommt, dass sich nun mal der Markt Richtung Free2Play und MMO entwickelt. Aber genug von dem Standardgewäsch und hin zu den Vorzügen des MW:O MMO.

Ihr habt, wie in einem MMO üblich die Möglichkeit zu leveln und besondere Fähigkeiten freizuschalten. Zu diesen gehören unter anderem ein Skill zum schnellen abbremsen des Mechs oder ein Skill um die Überhitzung zu umgehen.

Des Weiteren verdient ihr in den Gefechten Geld. Mit diesem Geld könnt ihr neue Mechs kaufen oder eure Mechs mit neuen Waffen bestücken oder den Mech an sich zu verbessern. Ihr bekommt alles für die InGame-Währung oder für mit Echtgeld erworbene Währung. Wenn ihr nur InGame-Währung nutzen wollt, kostet euch ein Mech jedoch wesentlich mehr als für die Echtgeldwährung.

Damit ihr von Anfang an Spaß haben könnt, stehen euch zu Beginn vier Mechs zur Auswahl. Mit diesen könnt ihr das Schlachtfeld so lange unsicher machen, bis ihr euch euren eigenen leisten könnt. Diese vorgefertigten Mechs bieten nicht die Option zur Modifikation. Ihr dürft also nur den Mech wie er ist spielen und nicht anpassen. Ihr könnt ohne den Einsatz von Echtgeld bis zu vier Mechs gleichzeitig besitzen. Für die Option mehr als vier Mechs in der Garage zu haben, benötigt ihr ein Echtgeld-Upgrade.

Rein ins Schlachtengewühl

Wir nehmen also einen Mech und starten ein Spiel. Wir spielen acht gegen acht. Die Schlachtfelder variieren sehr stark. Es gibt welche im Schnee, in der Stadt oder auch in der Tundra. Diese Abwechslung verändert auch die jeweilige Spielweise geringfügig. Während ihr im Gebirge im Schnee nicht so weit sehen könnt, habt ihr in den Städten die Möglichkeit euch hinter Häusern zu verstecken.

 

Da sich MW:O als Mech-Simulation versteht, ist es ganz klar, dass ein Feeling für den Mech gefordert wird. Es ist kein bloßes Rumgerenne und Gezerge. Es ist eher ein taktisches Spiel, in dem man überlegen muss, wie und wo man seinen Gegner am besten angreift. Das Wo ist in zweierlei Hinsicht entscheidend. Erstens müsst ihr euch Gedanken darüber machen, von welcher Seite, also von welchem Ort aus ihr angreifen wollt. Zweitens ist die Frage auf welche Teile des gegnerischen Mechs ihr schießt. Da es die möglich ist die Arme des Mechs so schwer zu beschädigen, dass er diesen und die dazugehörigen Waffen nicht mehr nutzen kann, ist es also an euch, wie ihr Vorgehen wollt.

In den Kämpfen selber ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass euer Mech nicht überhitzt. Sollte dies nämlich der Fall sein, fährt dieser erst einmal herunter und es dauert eine kurze Zeit, bis ihr euch wieder bewegen könnt.

Die Mechs die ihr antrefft unterscheiden sich unter anderem auch in der Geschwindigkeit, in der sie sich fortbewegen. Dies ermöglicht euch, eine freie Wahl zwischen zum Beispiel Geschwindigkeit, Wendigkeit und leichter Feuerkraft oder Trägheit, Stabilität und starker Feuerkraft.

Im Großen und Ganzen ist es also euch überlassen, wie und was ihr Spielen möchtet. Möglichkeiten gibt es mehr als genug.

Lights and Sounds

CryEngine 3. Diese wird hier genutzt. Dem entsprechend, kann sich die Grafik sehen lassen. Es sieht einfach super aus. Die Effekte sind sehr detailliert und schön anzusehen. Die Landschaft mit den unterschiedlichen Witterungsbedingungen trägt ihr nötiges zur Atmosphäre bei. Es macht einfach Spaß in dieser kaputten Welt im Schnee oder im Regen oder auch im Sonnenschein andere Mechs zu jagen.

 

Die Geräuschkulisse ist etwas und eintönig. Die Sounds des Mechs fangen nach einer Zeit an etwas zu nerven, tragen aber trotzdem zur Atmosphäre bei. Explosionen, Laser und so weiter machen bombastische Geräusche, so wie es sein soll.

Erinnerung: Bitte liebe Leute vergesst nicht, dass sich dieses Spiel noch in der Closed-Beta-Phase befindet. Jegliche Pro und Contras, sind demnach nicht zwingend im endgültigen Release enthalten.

 

Fazit

Soweit man das Spiel jetzt testen konnte, ist es sehr gelungen. Egal ob für Veteranen oder Neuanfänger es macht einfach Spaß. Auch wenn es sehr schwer zu meistern ist seinen Mech vollends zu beherrschen. Aber genau das macht den Reiz aus, da man seinem Gegner nicht nur durch Waffen, sondern auch durch bessere Kenntnis seines Mechs besiegen kann. Die Grafik ist zeitgemäß und sieht super aus, die Mechs sind in Vielfalt vorhanden, das Level-System und die Modifikationen für die Mechs sind auch da. Warten wir nur noch mit Hochspannung auf den endgültigen Release.

Für den Beta-Test anmelden könnt ihr euch hier: https://mwomercs.com/signup

Auf dieser Seite findet ihr auch alle weiteren Informationen zum Spiel.

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Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Lunerock

Test / Testbericht: Guild Wars 2

Guild Wars sollte jedem Gamer heutzutage ein Begriff sein. Seiner Zeit erschien es nämlich fast gleichzeitig mit den heutigen Genre Primus World of Warcraft und ist bis dato der einzige Konkurrent, der einen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Nun ist endlich der lang erwartete Nachfolger erschienen. Ob Guild Wars 2  die gerade zu gigantischen Erwartungen der Community erfüllen kann, wollen wir jetzt genauer unter die Lupe nehmen.

Guild Wars 2 bricht bei seinem Versuch, die Erwartungen von so vielen Gamern zu erfüllen mit vielen Gegebenheiten seines Vorgängers. Eine der wichtigsten Änderungen wollen wir gleich vorneweg erwähnen, sie verändern nämlich das Spielgefühl grundlegend und so mancher Guild Wars Fan muss hier sicherlich umdenken.
Denn wer ähnlich wie in Guild Wars eine vollkommen instanziierte Welt erwartet, die er zusammen mit seinen Freunden erkunden kann, ohne dabei auf Fremde zu stoßen, wird enttäuscht. Guild Wars 2 bietet seinen Spielern eine völlig offene, erkundbare und zusammenhängende Welt, in der man jederzeit anderen Helden begegnen kann. Das alleine Spielen des Vorgängers gehört sogar so sehr der Vergangenheit an, dass viele der Aufgaben gar nicht alleine gelöst werden können. Ob man eine Karawane von A nach B bringen soll, eine Imkerei vor hungrigen Bären schützt oder den Angriff einer Horde Zentauren auf eine Stadt abwehrt, jederzeit können andere Spieler sich spontan zu euch gesellen und euch helfen. Jeder leistet dann seinen Beitrag zu dieser speziellen Aufgabe. So könnte einer Banditen töten und ein anderer Feuer löschen, welche von besagten Banditen gelegt werden. Zu dynamischen Events und anderem erzählen wir euch später noch mehr.

Eine weitere wichtige Änderung ist die Verfügbarkeit von mehr als einem spielbarem Volk. Jedem Spieler stehen nämlich jetzt neben den Menschen vier weitere spielbare Völker zur Verfügung.

Da wären die putzigen Asura, kleine, handwerklich begabte Hutzelmänner und Frauen, die um keinen sarkastischen Kommentar verlegen sind.
Die bestialischen Charr sind alten Guild Wars Spielern natürlich ein Begriff. Die intelligenten Tiermenschen sind nämlich die Erzfeinde der Menschen und haben diese in Guild Wars kurz vor den Ruin geführt.

Die hünenhaften Norn tauchten damals das erste Mal in der Guild Wars Erweiterung Eye of the North auf und sind nun auch ein spielbares Volk. Diese wikingerartigen Gesellen lieben es, sich zu betrinken und zu raufen, weswegen auch ihre Charakter-Geschichte eng mit vergangenen Alkohol-Peinlichkeiten verwoben ist.
Und dann gibt es da noch die Sylvari, ein Volk bestehend aus empfindsamen Pflanzenwesen, die alle aus einem großen Baum geboren werden und durch einen gemeinsamen Traum miteinander verbunden sind.

 

Fähigkeiten


Nicht alle bekannten Klassen aus Guild Wars haben es auch nach Guild Wars 2 geschafft. Aber einige davon. Diese sind jedoch nicht unbedingt dieselben,wie sie bei Guild Wars mal waren. Verwirrend, oder man stelle sich vor, dass in einem World of Warcraft Nachfolger der Priester als Tank auftritt, während ihn der Krieger heilt! Aber ganz so haarsträubend ist das bei Guild Wars 2 nun doch nicht gelaufen. Hinter den Klassen steht bei Guild Wars 2 nämlich eine genauso sinnvolle wie einfache designte Philosophie. Es soll keine Klassen geben, die auf ihre Rolle festgenagelt sind. Jeder soll auch alleine zurechtkommen und dabei genauso viel Spaß haben wie jede andere Klasse auch. Wer schon einmal in einem klassischen MMO versucht hat, alleine einen Heiler hochzuspielen, weiß, wie anstrengend und langwierig das werden kann. Da wirft man schon einmal neidische Blicke rüber zum Demage Dealer. Genau das soll bei Guild Wars 2 nicht passieren. Jeder ist in erster Linie für sich selbst verantwortlich, denn jeder Klasse steht gleich zu Beginn ein potenter Selbstheilungszauber zur Verfügung. Das soll jetzt nicht heißen, dass es gar keine Klasse gibt, die andere heilen können. Die Natur solcher Unterstützung besagt ,dass man sich in der Nähe des Heilers aufhalten sollte, wenn man diesen braucht. Vorbei sind die Zeiten, in der Heiler wie gebannt auf die HP Balken der Gruppe fixiert waren und somit quasi blind für den Rest des Spiels wurden. Dennoch wird  Teamwork bei Guild Wars 2 sogar besonders großgeschrieben. Nur auf eine andere Weise. So kann der Elementalist beispielsweise Feuerwände beschwören, die Geschoße andere Klassen in Brand stecken, wenn sie durch die Wand fliegen. Das erhöht den Schaden der Gruppe bei richtiger Anwendung gewaltig und zwingt jeden dazu, mitzudenken, wenn er das meiste aus seinem Charakter herausholen will. Guild Wars 2 steckt voller solcher unerwarteten Überraschungen.

Und dabei ist das Charakter-System alles andere als kompliziert. Es gibt fünf Waffen-Fertigkeiten. Diese erschließen sich, wie der Name schon sagt, aus der Waffe, die ihr gerade angelegt habt. Ab Level 10 ist es euch dann möglich, im Kampf die Waffen zu wechseln. Daraus ergeben sich dann schon 10 verschiedene Fertigkeiten. Wie passend. Zusätzlich schaltet ihr mit der Zeit sogenannte Slot-Fähigkeiten frei. Davon gibt es pro Klasse eine unterschiedliche Anzahl. Insgesamt könnt ihr von diesen Slot-Fertigkeiten immer 5 gleichzeitig aktivieren. Diese Fertigkeiten dürft ihr übrigens ohne zusätzliche Kosten jederzeit wechseln. Daraus ergibt sich, dass ein Charakter zu jeder Zeit immer nur 10 aktive Fertigkeiten ausgerüstet haben kann. Natürlich plus der 5, die er durch einen Waffenwechsel im Kampf erhält. Das ist auch genau die richtige Menge, denn anders als bei World of Warcraft verlieren wir so in späteren Levels nicht den Überblick über unsere Fertigkeiten und machen fragwürdige Fingerspagate auf unserer Tastatur, um diese auszulösen. Sehr angenehm!
Auch komplizierte Fertigkeiten-Bäume gehören in Guild Wars 2 der Vergangenheit an. Die sogenannten Eigenschaften bei Guild Wars 2 sind nämlich balkenförmig. Im Grunde machen die erst einmal fast das selbe wie eure Hauptattribute. Ab einem gewissen Wert erhaltet ihr jedoch noch einen voreingestellten Bonus auf Fertigkeiten. So kann der Schurke beispielsweise lernen, seinen Gegner beim Taschendiebstahl gleichzeitig zu vergiften.


Klassen

Wo wir über Fähigkeiten sprechen, ist es natürlich auch Interessant zu erfahren, was für Klassen es denn überhaupt gibt und durch was sie sich auszeichnen.

Der Elementarmagier: Wer es genießt, Feuerbälle zu schleudern und seine Gegner mit Blitzen zu traktieren, muss nicht weiter suchen. Er ist beim Elementarmagier genau richtig. Wie der Name es bereis vermuten lässt, spezialisiert sich dieser Magier auf den Umgang mit allen Elementen. Zu Beginn trefft ihr zwar die Entscheidung einer Spezialisierung, dies hat aber bis zu dem Punkt, an dem ihr in der Story angelangt seid keine spürbaren Auswirkungen. Als Klasse bietet der Elementalist eine Vielfalt wie keine andere Klasse. Er darf zwar im Kampf seine Waffe nicht wechseln, dafür aber sein Element – was ihm sage und schreibe 20 verschieden Waffen-Fertigkeiten einbringt. Viele der Slot-Fähigkeiten geben auch verschiedene Vorteile beim Einsatz mit verschiedenen Elementen. So regeneriert sich Ausdauer schneller beim Einsatz von Feuer oder man erhält etwas mehr Heilung beim Einsatz von Wasser. Außerdem erweist sich der Elementalist als wahres AoE (Aera of Effect; so nennt man flächendeckende Fähigkeiten bei Videospielen) Monstrum das es gleich mit mehreren Gegnern auf einmal aufnehmen kann.
Der Wächter: Er erweist sich als wahrer Alleskönner. Die verschiedenen Waffen verleihen ihm eine riesen Vielfalt. Ob er nun mitten im Getümmel stehen will oder lieber seine Verbündeten aus der Entfernung unterstützt.

Wer sich alle möglichen Wege offenhalten will, kann neben den Elementarmagier auch den Wächter im Auge behalten!
Der Krieger: Er ist ein Meister „fast“ aller Waffen. Da er auch besonders viele Waffen in der Nebenhand führen kann, hat er die größte mögliche Variation bei den Waffen-Skills von allen Klassen. Im Kampf baut er zusätzlich Adrenalin auf, das er dann für besonders mächtige Fähigkeiten ausgeben kann.
Der Dieb:  Dieser hat keine permanente Tarnung, ist dafür aber besonders geschickt darin, seine Gegner zu täuschen. So wird er immer wieder im Kampf für kurze Momente unsichtbar, lässt seine Gegner erblinden oder vergiftet sie einfach kurzer Hand. Besonders lustig ist hierbei der Taschendiebstahl. Ihr taucht hinter euren Gegner auf, um ihm eine zufällige Fähigkeit zu stehlen, die ihr dann selber einmalig benutzen könnt. Beispielsweise enteisen wir einem Magier seinen Stab um ihn dann selber eine Ladung Blitze schmecken zu lassen. Rache ist süß!

Der Waldläufer: Er hat immer einen treuen Tiergefährten dabei und spezialisiert sich auf Fernkampfangriffe. So ist beispielsweise die Axt, mit der der Waldläufer das Spiel beginnt für ihn eine Fernkampfwaffe. Im Laufe des Spiels hat jeder Waldläufer die Möglichkeit, weitere Tiere zu zähmen, die verschiedene Rollen ausfüllen. So gibt es beispielsweise auch ein Pet das Fernkampfangriffe liebt. Dadurch, dass viele der Tiere dem Waldläufer als Tank dienen können, ist er eine ideale Klasse für Einzelgänger.

Der Ingenieur: Er ist ein echter Exot und nicht nur in der Welt von Guild Wars 2 echtes Neuland. Besonders versiert ist er mit mechanischen Waffen wie Pistolen und Gewehren und er ist die einzige Klasse, die in der Lage ist, den todbringenden Flammenwerfer einzusetzen. Eine besonders spaßige Mechanik ist das Elixier, welches einen zufälligen Buff bringt.

Der Nekromant: Musste der Nekromant damals noch Leichen produzieren, um diese zu erwecken, so kann er sie zu Zeiten von Guild Wars 2 einfach aus dem Boden rufen. Und von diesen Untoten Begleitern hat er auch nicht gerade wenige. Schon auf Level fünf laufen euch drei untote Monster hinterher. Aber das Töten von Gegner ist nicht völlig nebensächlich geworden. Stirbt ein Widersacher in eurer unmittelbaren Nähe, saugt ihr ihm etwas Lebenskraft ab und könnt diese wiederum für mächtige Zauber benutzen.

Der Mesmer: Im alten Guild Wars war der Mesmer noch hauptsächlich zum Debuffen da und ohne Gruppe fast aufgeschmissen. Dank der neuen Klassenphilosophie von ArenaNet kann der Mesmer jedoch nun auch ganz gut auf sich selber aufpassen. Er beschwört unzählige Illusionen, um seinen Gegner zu verwirren und von sich selber abzulenken. Besonders lustig beim Mesmer ist der Zweihänder, eine Fernkampfwaffe. Leider scheint uns der Mesmer im Vergleich zu den anderen Klassen noch etwas schwach. Muss vieleicht noch jemand kommen und herausfinden, wie ein Mesmer gespielt werden sollte?

Dynamische Events
ArenaNET wird schnell böse, wenn man in Guild Wars 2 von Quests redet. Die Entwickler bevorzugen den Begriff „dynamische Events“ aber sind diese Events wirklich so bahnbrechend, wie alle erwarten? Revolutionieren sie das Spielgefühl eines MMOs grundlegend? Die Antwort lautet: Nein! Bitte versteht uns nicht falsch. Die Events sind spaßig. Sicherlich spaßiger als die klassischen Quests, wie wir es beispielsweise aus World of Warcraft kennen. Das liegt vor allem an drei Faktoren. Erstens werden diese Events automatisch beim Eintreten in ein Gebiet angenommen und abgegeben. Das lästige Suchen nach Quest NPCs, das stundenlange Pendeln zwischen Quest Orten und das lästige manuelle Verwalten eines Questlogs fallen somit weg. Ein genialer Einfall. Somit wird die quest nämlich aufs Wesentliche reduziert – den Spielspaß. Zweitens, wie oben schon erwähnt, lassen sich diese Events auf verschiedene Weisen lösen. Es ist nicht mehr zwingend notwendig, immer und immer wieder das gleiche Monster zu töten. Ganz im Gegenteil: die Aufgaben strotzen nur so vor Kreativität. So müssen wir beispielsweise Äpfel einsammeln und einem NPC bringen, während unsere Kameraden die Bäume schütteln und andere uns vor Horden von Spinnen verteidigen. Und drittens lassen sich diese Events beliebig oft wiederholen. Die Events starten nämlich in regelmäßigen Abständen neu und besitzen sogar eine gewisse Interaktivität. Scheitern wir bei der Verteidigung eines Dorfes, so wird dieses eingenommen und das nächste Event, das stattfindet ist nicht mehr die Verteidigung, sondern die Rückeroberung. Das ist abwegslungsreich und lässt uns die Möglichkeit offen, unsere Lieblingsevents so oft zu spielen, wie wir wollen. Ganz ehrlich, wer hat sich bei Word of Warcraft noch nicht gewünscht, eine spannende quest noch einmal wiederholen zu können? Für die unter euch, die Rift kennen, sind diese Events übrigens nichts Neues, denn sie finden dort schon mit den namengebenden Rift-Events seit einem Jahr statt.

Aber wieso ist das nicht die Revolution? Ganz einfach. Ob ich nun die Quest selber annehme oder ob das Spiel das automatisch für mich macht, ist prinzipiell egal. Eine Quest bleibt eine Quest. Was ArenaNet mit ihren dynamischen Events getan hat, ist, Quests in ein neues Zeitalter zu heben. Das Rad völlig neu haben sie jedoch nicht erfunden.

PvP


Kenner von Guild Wars werden sich bisher wundern, wo das PvP in der neuen Formel enthalten ist. Denn grade dafür stand Guild Wars. Actionreiche und gut ausbalanciertes PvP, wie der Name vermuten lässt, Gilde gegen Gilde! Leider ist das gewohnte PvP, wie es in Guild Wars enthalten war Geschichte. Aber keine Sorge, auch im Guild Wars 2 habt ihr genügend Möglichkeiten, anderen Spielern zu zeigen, wo der Hammer hängt.
Momentan sind zwei verschiedene PvP-Arten in Guild Wars 2 enthalten. Wir haben uns in heroischen Selbstversuchen, die meistens damit endeten, dass andere Spieler uns mal so richtig ordentlich die Rüstung poliert haben, beide PvP-Modelle angesehen.

Fans von Warhammer Online und Dark Age of Cammelot werden sich freuen. Denn das Welt-PvP ähnelt diesen beiden Spielen enorm. Und das ist auch verdammt gut so! Denn in Sachen PvP gibt es bis heute kein MMO, das mit Dark Age of Cammelot gleichziehen kann. Dabei ist das Dark Age of Cammelot Prinzip doch recht einfach. Es gibt drei miteinander konkurrierende Fraktionen. Wird eine Fraktion zu stark, konzentrieren sich die übrigen beiden automatisch auf diese eine übermächtige Fraktion, was das Spiel quasi ohne einen Eingriff von außen ausbalanciert. Ein geniales System, wenn man bedenkt, dass bei MMORPGs mit nur zwei spielbaren Fraktionen das Schlachten-Glück, in der Regel, immer vollkommen bei einer Fraktionen liegt. Die andere kann nur frustriert jede Niederlage hinnehmen, sich auf Grund ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit aber nicht mehr aufrappeln. Neben den genialen drei Fraktionen im Prinzip von Dark Age of Cammelot finden sich im World vs World PvP auch noch die unglaublich spaßigen Burgenbelagerungen von Warhammer Online. Jede Gilde in Guild Wars 2 hat die Möglichkeit, wichtige Orte auf der Karte, die sich das ewige Schlachtfeld nennt, einzunehmen. Schafft es die Gilde, diese Orte, die nicht zwingend Festungen sein müssen, zu halten, winkt ihr eine kleine Belohnung in Form von Einfluss-, und Vorräte-Punkten. Einflusspunkte lassen sich dann dafür ausgeben allen Gildenmitgliedern kleinere Vorteile zu erkaufen. Ähnlich wie das Gilden-Levelsystem im World of Warcraft erhalten wir dann mehr Gold und XP für getötete Monster oder eine verbesserte Chance auf das Herstellen von Gegenständen. Die Vorräte wiederum werden direkt für die laufende Schlacht ausgegeben. So kann man sich von diesen Punkte-Upgrades für die eigene Verteidigung oder Belagerungswaffen für den Angriff erkaufen. Damit Burgen besagte Vorräte abwerfen, müssen sie jedoch von Minen und Städten versorgt werden. Das geschieht über Karawanen, die, sobald besagte Orte eingenommen sind, regelmäßig zwischen den beiden Orten pendeln. Man kann solche Burgen also nicht nur über direkte Angriffe unter Druck setzen. Sollte man nicht dazu in der Lage sein, solch ein Bollwerk einzunehmen, kann man schlicht dazu übergehen, die Karawanen abzufangen und somit den Gegner quasi auszuhungern. Ein wunderbares und abwechslungsreiches System.

Eine weiter Besonderheit des World vs World ist die Länge einer Schlacht. So ein ewiges Schlachtfeld steht nämlich immer zwei Wochen lang zur Verfügung. Dabei werden regelmäßig Belohnungen an alle Spieler, die an der Schlacht teilgenommen haben, ausgeschüttet. Anders als bei anderen modernen MMORPGs, deren PvP-Schlachten fast schon Arcade lastig sind, kommt bei Guild Wars 2 so etwas wie Realität auf. Viele dürften sich jetzt etwas wundern, denn bei Guild Wars 2 gibt es doch eigentlich keine Fraktionen. Wie kann es dann ein World vs World PvP geben? Ganz einfach! In Guild Wars 2 treten statt Fraktionen kurzerhand ganze Server gegeneinander an. Das ist einfach genial! Auf diese Weise steht die gesamte Population des eigenen Servers nämlich für das pure PvE Spielen zur Verfügung. Anders als bei World of Warcraft, wo es nicht selten vorgekommen ist, dass die Population einer Fraktion gesund war, während die Städte der anderen Fraktion geradezu ausgestorben waren. Da die PvP-Schlachten auch nicht an den eigenen Server gebunden sind, ist es auch möglich, für jeden Server den passenden Gegner zu finden. So kann ArenaNet beispielsweise Server, die im PvP stark sind gegen andere starke Server antreten lassen. Euer Server verliert andauernd, aber ein Charaktertransfer ist euch zu teuer? Kein Problem, in zwei Wochen habt ihr einen neuen Gegner und die Welt sieht ganz anders aus. Das ist auch nötig. Denn grade in den ersten beiden Wochen hat ArenaNet, um herauszufinden welche Server gegeneinander spielen sollten, täglich die PvP-Partner gewechselt. So staunten wir nicht schlecht, als unser kleiner Server plötzlich gegen einen wahren Giganten antreten musste und schon nach kurzer Zeit nicht eine Burg mehr auf der Karte uns gehörte. Sollte ArenaNet, solche Balanceprobleme in Zukunft unter Kontrolle kriegen, hat Guild Wars 2 echtes Potenzial, Dark Age of Cammelot in PvP nicht nur gleich zu kommen, sondern es vielleicht sogar zu übertreffen!

Wem die Massenschlachten im World vs World nicht kopflastig genug sind, der kann immer noch zum Arena-PvP greifen. Hier tretet ihr zusammen mit 10 bis 16 Freunden gegen ein anderes Team an. Genauso, wie im World vs World werdet ihr hierfür auf die Maximalstufe hochgeschraubt. Zusätzlich bekommt ihr aber auch alle Fähigkeiten freigeschaltet und einheitliche PvP-Klamotten. Niemand soll wegen Items- oder Levelunterschieden gewinnen. Allein das spielerische Können entscheidet hier. Für gewonnene Schlachten erhaltet ihr dann Ruhmpunkte, mit denen sich eure Ausrüstung weiter individualisieren lässt.

Das Crafting

Bei Guild Wars 2 wird der Spieler quasi zum Erfinder gemacht. Zu Beginn lernt ihr einige grundlegende Rezepte von euren Lehrmeistern. Dort hört die meisterliche Fürsorge aber auch schon auf. Während in anderen MMORPGs regelmäßige Besuche beim Lehrer fällig werden, macht euch Guild Wars 2 kurzer Hand selbst zum Erfinder eurer Rezepte. Wie das geht? Hier ein Beispiel: Wir erlernen den Beruf des Juweliers, unser Meister bringt uns zwar bei, wie man Fassungen herstellt, aber lässt kein Wort über Schmuck fallen. Verwundert beginnen wir also mit der Arbeit, bis uns das Entdeckungsfenster auffällt. Hier können wir unsere Metallringe und Fassungen mit Juwelen, die wir vorher beim Bergbau gefunden haben, vereinen, um daraus verschiedenen Schmuck herzustellen. Wir wissen also, bevor wir den Schmuck tatsächlich erfunden haben gar nicht, was eigentlich möglich ist. So ist die Freude natürlich jedes Mal riesig wenn, wir ein bisher unbekanntes Juwel entdecken und verarbeiten, um zu sehen, welche Vorteile er uns bringt. So spricht Guild Wars 2 geschickt und subtil immer wieder unseren Forschertrieb an und macht das bei vielen Spielen zur Pflicht verkommene Crafting wieder zum spaßigen Spielelement.

Von Anlaufschwierigkeiten und mehr

 

Der Guild Wars 2 Start war alles andere als ein Bilderbuchstart. Als gestandener Spieleredekteur fragt man sich jedes Mal, wenn ein neues MMO solche Probleme hat: WARUM? Immerhin haben wir doch alle die letzten Jahre hinweg gespannt jedes neue MMO verfolgt, es begutachtet und aberwitzig mit World of Warcraft verglichen. So gut wie jeder kann ein ganzes Buch mit Serverproblemen füllen. Und Langsam aber sicher müsste die Industrie doch dazu lernen. Es ist ja auch nicht so, dass es keine erfolgreichen Modelle gibt. Der gestaffelte Einlass von Star Wars the Old Republic war beispielsweise so ein erfolgreicher Start, von den Server-Warteschlangen wollen wir nicht reden. Die Startprobleme von Guild Wars 2 waren geradezu katastrophal. Am ersten Tag war das Einloggen quasi unmöglich. Satte neun Stunden ging gar nichts und selbst die Glückspilze, die es auf den Server geschafft haben, hatten nicht viel Spaß, denn er war so instabil, das jede Sekunde ein anderer Spieler wieder vom Server geflogen ist, nur um den nächsten hartnäckigen Zocker seine wohl verdienten 2 Sekunden in Guild Wars 2 zu ermöglichen.

Als normaler Spieler ist das halb so schlimm. Man kann seinen PC ausmachen und den Tag irgendwie anders rumkriegen. Aber als Redakteur, der am Ende des Monats einen Test abzugeben hat, tut so ein Tag weh. Hätte es wenigstens eine Warteschlange gegeben, damit hätten wir arbeiten können. Aber offensichtlich hat ArenaNet den Ansturm auf ihr neues MMORPG vollkommen unterschätzt. Obwohl sie genaue Vorbestellerzahlen hatten und obwohl sie genau wussten, was auf sie zukommt. Immerhin haben sie den Headstart ja auf einen Samstag gelegt und fast täglich in der Woche vor diesem Termin Stresstests abgehalten. Aber es hat alles nicht geholfen. Die Server gingen trotzdem in die Knie. Hätten die Probleme dort aufgehört, wäre es ein gewöhnlicher MMO-Start geworden. Aber wer es auf die Server schaffte, der hatte mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Probleme, die teilweise bis zum heutigen Tag bestehen bleiben. Wer nämlich in einer Gruppe spielen wollte, schaute buchstäblich in die Röhre. Durch das einzigartige Server-System landete man nämlich in verschiedenen Instanzen ein und desselben Ortes. Dies, gepaart mit der Tatsache, dass das Spiel in keinster Weise auf den Instanzenwechselbefehl reagierte, machte es schlicht unmöglich, zusammen zu spielen. Was für eine Enttäuschung. Dieses Problem blieb fast die gesamte erste Woche bestehen. Gleichzeitig war es zeitweise immer wieder unmöglich, Charaktere zu erstellen. Stellt euch unser Gesicht vor, als wir es nach geschlagenen neun Stunden endlich geschafft habe, uns einzuloggen. Fast eine Stunde arbeiteten wir an unserem Charakter, nutzten jede Option aus. Er soll schließlich perfekt werden, wir wollen eine Menge Zeit mit ihm verbringen. Endlich geben wir den Namen ein, bereit in Guild Wars 2 abzutauchen. Und nichts passiert. Also noch einmal von vorne. Vielleicht hatten wir zu lange gebraucht? Das selbe Ergebnis. Eine Katastrophe. Nachdem der Bildschirm ersetzt ist, versuchten wir es erneut. Und endlich klappte es. Aber da hört die Leidensgeschichte immer noch nicht auf. Nur zweit Tage später traf nämlich endlich unsere Box Version ein. Leider mit etwas Verspätung. Ist ja nicht schlimm, denken wir. Wir hätten ja eh nicht zusammen spielen können. Und das Unheil nahm seinen Lauf. Wir staunten nicht schlecht, als uns das Spiel mitteilte, dass der Server voll sei, auf den der Rest der Gilde spielt. Wir könnten dort keinen Charakter mehr erstellen. Unglaublich ärgerlich, besonders für Spieler, die Guild Wars 2 nur gekauft haben, um mit ihren Freunden zusammen spielen zu können. Da wir auf das gemeinsame Miteinander nicht verzichten wollen, blieb uns also nichts anderes übrig, als abzuwarten. Fast eine Woche verging, bevor das Spiel plötzlich der Meinung ist, dass der Server doch nicht voll ist und wir dort wieder einen Charakter erstellen können. Alles in allem ist der Start von Guild Wars 2 der schrecklichste MMO-Start gewesen, den wir jemals mitbekommen haben. Und wir haben schon so einige gesehen. Natürlich, World of Warcrafts war eine Katastrophe in der ersten Woche. The Old Republic hatte Warteschlangen, die fast fünf Stunden lang waren. Tera hatte mit starken lag’s zu kämpfen. Aber alle diese Spiele hatten eins gemein. Sie kamen vor Guild Wars 2. ArenaNet hätte von den Fehlern seiner Vorgänger lernen können. Es wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben, wieso die Hersteller von MMORPGs anscheinend dagegen resistent sind, aus Fehlern ihrer Vorgänger zu lernen, wenn sie doch sonst immer so versessen darauf sind, sich gegenseitig die guten Spielelemente wegzuschauen. Oder liegt es vielleicht doch daran, dass man World of Warcraft bis ins kleinste Detail kopieren will bis hin zum katastrophalen Start?

Grafik & Sound


Bei MMORPGs und überhaupt bei Spielen kommt es nicht allein auf die Grafik an. Sie macht einfach kein besseres Spiel. Aber sie kann ein bereits gutes Spiel unterstützen, auch dann, wenn sie nicht auf dem höchsten Stand der Technik ist. Genauso verhält es sich bei Guild Wars 2. Die Grafik passt einfach. Sie ist kein absoluter Blickfang wie Tera. Im Gegenzug dafür bringt sie aber auch weder eure CPU noch die Grafikkarte zum Schmelzen. Ein guter Tausch, wie wir finden.
Aber zurück zum Wesentlichen: Die Grafik von Guild Wars 2, so perfekt, wie sie für dieses Spiel hätte sein können, die Entwickler von ArenaNet nutzen die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel geschickt, um mit Hilfe von Szenerie Landschaften und Orte zu kreieren, die immer wieder begeisterte „ahhs“ und „ohhs“ auf unsere Lippen zaubert. Und trotzdem sind die Anforderungen von Guild Wars 2 so gering, dass es mit einigen Abstrichen auch auf geringeren Systemen einwandfrei läuft.


Ähnlich verhält es sich mit der Musik. Der Soundtrack fügt sich wunderbar in das Spiel ein. Er sticht nicht unangenehm heraus. Auch nach geraumer Zeit geht er uns nicht auf die Nerven. Allerdings bleibt uns auch kein Stück besonders im Gedächtnis.
Die Synchronsprecher leisten in jeder von uns getesteten Sprache eine gute Arbeit. Wie üblich sind die englischen Sprecher aber etwas stärker und die deutsche Übersetzung hört sich stellenweise etwas geschwollen und klischeehaft an. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte hier auf jeden Fall auf diese zurückgreifen.

Fazit Nishi


Kein World of Warcraft-Killer! So darauf hat sicher jeder gewartet. Aber ein besseres Spiel als das heutige World of Warcraft und zwar in allen Belangen.

Aber trotzdem erweckt es bei mir nicht das alte MMO-Gefühl, das ich bei Ragnarôk Online und World of Warcraft hatte. Dabei wünsche ich es mir so sehr. Noch einmal vollkommen in so einer virtuellen Welt verschwinden zu können, mit meinen Freunden auf ein episches Abenteuer gehen und eine fremde Welt erkunden. So kann es wohl nie wieder sein. Aber das liegt an mir und nicht an Guild Wars 2.
Wer auf MMOs steht, den kann ich ohne ein schlechtes Gewissen eine Kaufempfehlung aussprechen. Es ist das beste MMO, das momentan auf dem Markt ist und dank der fehlenden Abogebühren kann man mit Guild Wars 2  auch seinen Spaß haben, wenn man nur ab und zu spielt. Gute Arbeit ArenaNet!

Fazit Lunerock

Nach etlichen Stunden in Tyria muss ich sagen es ist gut geworden. Das jahrelange Warten hat ein Ende. Hat es sich gelohnt? Ja!

GuildWars 2 ist ein super Spiel geworden. Es ist grafisch wirklich der Hammer, das Spielprinzip ist sehr durchdacht und alles passt gut zusammen. Das Crafting ist interessant gestaltet und es gibt extrem viel zu entdecken. Darauf baut das Spiel nunmal auf. Auf den Entdeckungen, die sich allerdings immer wieder wiederholen. Und da beginnt der Teufelskreis. Es macht Spass sich die Skills nach und nach freizuschalten, aber man hat halt pro Waffe nur fünf Skills. Die Herzen sind eine schöne Idee, aber es wiederholt sich trotzdem. Die Instanzen sind schwer, das was man bei World of Warcraft kritisiert hat, ist demnach bei GuildWars 2 anders. Aber das nicht vorhandene Tank/Heiler-System hat nicht nur Vorteile und genau das stört wiederum an den Dungeons. Raids sind nicht vorhanden, was einen Hardcore-Raider wie mich, stark an der Langzeitmotivation zweifelt lässt.

Alles in allem ist GuildWars 2 wirklich genial. Es macht Spass, es ist frisch, aber für Hardcore-Raider ist es meiner Meinung nach nichts (soll es auch nicht sein, soweit ich weiß).

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Euer Hardbloxx-Team

Test erstellt von Hardbloxx.Nishi

Angespielt: Drakensang Online – Open Beta

Hack´n´Slay als Browsergame? Ob das funktioniert zeigt Drakensang Online. Das Spiel wird komplett über den Browser gespielt. Dank seiner Vollbildfunktion wirkt es jedoch wie jedes andere Spiel auch. In typischer Diablo-Manier schnetzelt man sich nun fröhlich durch die Spielwelt und tötet entweder Solo oder in einer Gruppe was einem ins Sichtfeld kommt.

Nachdem wir uns für einen Server entschieden haben ( Sechs Stück an der Zahl, 4 in Europa und 2 in den USA) kommt der wichtigste Punkt: der Charakter.

Die Charaktererstellung

Den müssen wir uns natürlich selber basteln. Viel Auswahl gibt es leider nicht: Drachenkrieger (Nahkämpfer), Zirkelmagier (Magier) sowie Waldläufer (Fernkämpfer). Auch die Individualität zwischen den einzelnen Charakteren ist nicht allzu groß: Männlein und Weiblein, 3 Körpergrößen und 5 Frisuren. Zwischen einzelnen Charakteren wechseln ist derzeit leider noch nicht möglich, da bisher nur ein Charakter pro Account möglich ist.

Die Steuerung

Mit Ausnahme weniger Dinge wie Inventar, Questmenü etc. wird das Spiel komplett mit der Maus gespielt. Zwar lassen sich die Skills auch auf die Tastatur verlagern, da jedoch jeder Angriff per Attacke getätigt werden und auch das Zielen per Maus getätigt werden muss, kann dies gerade am Anfang bei einer größeren Monsterherde ziemlich unübersichtlich werden.

Ingamewährung

Ohne Geld funktioniert nichts und daher gibt es auch in Drakensang Online Geld. Hier jedoch in klassischer Form: Bronze, Silber, Gold und weil Bigpoint auch etwas verdienen möchte: Andermant. Damit könnt ihr euer Inventar vergrößern, Tränke kaufen, spezielle Farben für eure Items wählen und noch eine Menge anderer Dinge. In geringen Mengen bekommt ihr jedoch auch etwas bei Quests und mit Glück auch beim töten von Monstern.

Und da wir schon beim Thema sind: Farmen & Questen

Wer wird wohl gewinnen?

Einfach vor sich hinfarmen ist langweilig und aufgrund weiter Laufwege gibt es viele Quests. Gut, das Schema ist zwar alt bekannt – Geh in den Norden und töte 30 Belebenten Flussschlamm – aber da ihr selten einen einzelnen Mob antrefft doch ein wenig spannender. So questet man sich gemütlich auf Lvl 40 (derzeit das Höchstlevel) um sich dann um sein Equipment kümmern zu können. Wie in jedem Rollenspiel, gibt es natürlich auch hier Dungeons. Diese können teilweise frei begangen werden. Dank der wählbaren Schwierigkeitsstufe dürfte dort Niemandem langweilig werden. Ein weiteres nettes Extra des Spiels sind die Sphären der Heilung. Diese werden ab und zu von den Monstern fallen gelassen und geben Euch nach Bedarf eine bestimmte Menge eurer HP wieder. Zwar ist es auch möglich in der Gruppe agieren zu können, jedoch sollte man dabei stehts auf die Level seiner Leute achten, denn wenn der Levelunterschied zu groß ist, gibt es Exp-Verlust.

3 gegen 3 oder doch lieber 5 gegen 5?

Zu jedem Rollenspiel gehört natürlich auch PvP. Dafür gibt es entsprechende NPC´s in jeder Stadt. Sobald man einen von Ihnen anspricht bekommt man die Möglichkeit sich für einen Modus anzumelden. Nach einer kurzen Wartezeit (Je nach dem wie viele Leute sich in diesem Moment mit Euch messen möchten) werden dann die Teams automatisch zusammen gesetzt.

Gruppe vs. Gruppe. Sieben Minuten versuchen sich zwei Teams, á 3 Mann, selber gegenseitig umzuhauen. Aufgrund der nicht vorhandenen Möglichkeit die Maus zu drehen und der kleinen Sichtweite wird das ganze vor allem für Neulinge schnell unübersichtlich. Nach diesen Sieben Minuten werden dann anhand der Kills und des gesamten Schadens, die Ruhmpunkte für die Gruppe und den jeweiligen Spieler errechnet.

Eroberung der Flagge.

Dürfte jedem bekannt sein als „Capture the Flag“. Innerhalb von 15 Minuten müssen 2 Gruppen, mit jeweils 5 Spielern versuchen die Flagge der gegnerischen Mannschaft zu ergattern. Hierbei vergibt das System 3.000 Ruhmpunkte insgesamt. Je besser man sich also schlägt, desto mehr Punkte gibt es.

Wer sich jedoch einfach nur kloppen möchte, kann dies auch ohne Anmeldung in der Arena machen, um sich ein wenig im PvP zu erproben.

Die Community:

Sofern man in einer Gruppe agieren möchte oder einfach nur mit jemanden reden möchte, sollte man der englischen Sprache mächtig sein. Da es keinen eigenen deutschen Server gibt und das Spiel in 21 Sprachen betrieben wird, bleibt einem meist nur Englisch zur Kommunikation übrig. Doch wie sieht es mit Fragen und Anregungen an das Spiel aus? Dafür gibt es das Forum. Dies ist auf der Seite implantiert und bedarf keiner extra Anmeldung. Die Foren sind in der jeweiligen Landessprache gehalten und die Community beantwortet etwaige Fragen gerne und mit Geduld. Wünsche und Anregungen seitens der Spieler werden durchaus berücksichtigt und so wurden einige Ideen von der Community bereits ins Spiel implantiert. Bugfixes und die Implantierung neuer Spielinhalte findet in der Regel einmal ein der Woche statt.

Derzeit scheint es „in“ zu sein für Browsergames CD´s rauszubringen. So auch Drakensang Online. Hier gibt es gleich 2 verschiedene Versionen. Auf den CD´s ist jeweils das Spiel enthalten, sowie Items im Wert von 20€ bzw. 40€. So enthält die kleine Box außer dem Spiel noch einige Rüstungsteile sowie Andermant (8.000). Die „Boxed“ Edition kostet zwar mehr, enthält dafür aber einen kleinen Drachen – welcher die Erfahrungspunkte um 20% erhöht. Zusätzlich gibt es andere Ausrüstungsgegenstände und eine etwas größere Menge Andermant (12.000) auf.

Ganz wichtig, ohne geht es logischerweise nicht, die Systemvoraussetzung:

Minimale Systemanforderungen:

  • Betriebssystem: Windows XP SP3, Windows Vista SP2, Windows 7 SP1, 32Bit und 64Bit Systeme werden unterstützt.
  • CPU: Pentium 4 2,8 GHz oder vergleichbare CPUArbeitsspeicher: 1 GB RAM (Windows XP), 2GB RAM (Windows Vista / Windows 7),
  • Grafikkarte: Nvidia 6800GT mit 256 MB Speicher. Grafikkarte und Soundkarte müssen DirectX 9c kompatibel sein. Die Grafikkarte muss Pixelshader 2.0 unterstützen.
  • Internetverbindung

Empfohlene Systemanforderungen:

  • Betriebssystem: Windows XP SP3, Windows Vista SP2, Windows 7 SP1, 32 Bit und 64 Bit Systeme werden unterstützt.
  • CPU: Mehrkern-CPU
  • Arbeitsspeicher: 1 GB RAM (Windows XP), 2GB RAM (Windows Vista / Windows 7)
  • Grafikkarte: Nvidia 6800GT mit 256 MB Speicher oder eine vergleichbare Grafikkarte. Grafikkarte und Soundkarte müssen DirectX 9c kompatibel sein. Die Grafikkarte muss Pixelshader 2.0 unterstützen.
  • Internetverbindung

persönliches Fazit:

Trotz der geringen Auflösung und das es „nur“ ein Browsergame ist, macht Drakensang Online Spaß und ist durchaus mal ein Blick wert. Zwar befindet es sich derzeit noch in der Open Beta, jedoch sollen die Accounts nicht verändert werden sobald das Spiel als fertiges Produkt erscheint. Es fehlen noch ein paar Dinge die man von anderen Spielen gewöhnt ist, wie Gilden oder ein Auktionshaus sowie der Möglichkeit Items von anderen Spieler zu erwerben oder selber zu verkaufen. Wir gehen jedoch stark davon aus, dass diese Dinge noch eingefügt werden.

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Euer Hardbloxx-Team

Preview erstellt von GamebloxX.Alienpunk

 


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