Kategorie: 2.1.5 Sportspiele

Test/Testbericht: The Crew [PC]

Wer sich in letzter Zeit ein wenig mit den Titel-Launches von Ubisoft beschäftigt hat, weiß, dass es unter anderem bei Assassins Creed Unity und Watch Dogs Probleme mit Glitches, Bugs und Server-Ausfällen zum Release gab. Beim Racing-MMO The Crew hatte Ubisoft kurz vor dem Launch bekanntgegeben, dass beim Start des Spieles keine großen Probleme zu erwarten sind. Ob dies wirklich der Realität entspricht, und wie der neuste Titel von Ubisoft sonst abschneidet, erfahrt ihr in unserem Testbericht zur PC-Version von The Crew.

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Aus Fehlern gelernt?

Zuerst muss man Folgendes sagen: Ubisoft hat aus ihren Fehlern dazugelernt. Der Launch von The Crew verlief besser als erwartet. Zwar gab es an den ersten Tagen noch vereinzelnd Verbindungsabbrüche und einige Spieler beklagten sich über die zweifelhafte Launchpolitik von Ubisoft, bei der einige Käufer des Spieles bei Drittanbietern eher die Server betreten konnten, als Käufer, die direkt bei Steam oder U-Play vorbestellt haben, jedoch gab es sonst keine großen Probleme. Und so merkt man, dass die vorherigen Beta-Phasen wohl gute Arbeit geleistet haben, denn es gibt schon zum Release keine nennenswerten Bugs zu berichten.

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USA zum Mitnehmen

Nachdem man sich aus dem Prolog gespielt hat und die Karte ein erstes Mal öffnet, erstreckt sich vor einem die komplette Karte der USA. Und diese ist von Beginn an vollständig und ohne unsichtbare Mauern oder benötigten Fortschritt komplett befahrbar. Zwar wurden die Vereinigten Staaten selbstverständlich nicht 1:1 übernommen, jedoch fällt einem beim Besuchen der großen Städte und der Landschaften ein großer Detailgrad auf. So überragt der Gateway Arch St.Louis, die Freiheitsstatue ist in New York zu begutachten und an der Bucht von San Francisco fahren wir über die riesige Golden Gate Bridge. Im Prolog erfahren wir, dass der Bruder unseres Protagonisten ermordet wird und wir selber von einem korrupten FBI-Agenten verdächtigt werden. Nach einigen Jahren im Gefängnis bekommen wir von der FBI-Agentin Zoe das Angebot, mit ihr zu arbeiten, um für sie den korrupten Kollegen und für uns den Mörder unseres Bruders dingfest zu machen. Dazu müssen wir uns in die illegale Gang 5-10 einschleusen und dort in den Rängen steigen. So kämpfen wir uns in den Einzelspielermissionen von Ort zu Ort, erfüllen Aufgaben der 5-10 Köpfe, um uns einen Namen zu machen. Dabei fällt einem sofort eines ins Auge: Um eine Einzelspielermission abzuschließen, müssen wir in den Rennen ausnahmslos immer als erster durchs Ziel kommen. Dies sorgt schon des öfteren für Frust, wenn wir mal wieder knapp vor der Ziellinie in der letzten Kurve die Kontrolle verlieren, und eines der gegnerischen Rennwagen knapp an uns vorbeizieht. Somit müssen wir das Rennen erneut beginnen. Neben normalen Rennen auf Straßen, Schutt und Matsch sowie freiem Terrain müssen wir hin und wieder auch andere Autos verfolgen und beschädigen, Personen in einer bestimmten Zeit von A nach B geleiten oder ein Auto unbeschädigt ins Ziel bringen. Und das ist gar nicht mal so einfach, da der KI-gesteuerte Verkehr oft erst kurz vor dem Spieler erscheint und wir nur eine kurze Reaktionszeit haben, um auszuweichen.

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Looten und Leveln

Wie in einem MMO üblich, erhalten wir auch in The Crew durch Einzelspielermissionen Erfahrung und Autoteile. Durch Erfahrung leveln wir unseren Charakter und schalten nach und nach neue Punkte frei, die wir in Boni, wie günstigeres Kaufen von Autos und Autoteilen, bessere Bremsen oder mehr Erfahrung und Geld durch Missionen stecken. Die Autoteile leveln hingegen unsere Wagen, die wir zuvor gekauft oder freigespielt haben. Je besser die Werte der Autoteile, desto besser die Lenkung, die Bremsen, die Beschleunigung oder die Geschwindigkeit des Wagens. Mit höherem Spielerlevel können wir wiederum unser Auto mit verschiedenen Tuningkits ausbauen und somit für unterschiedliche Rennen vorbereiten. Das Straßen-Kit ist für Straßenrennen geeignet, das Jägerkit hält Unfälle besser aus und das Geländekit ist die perfekte Wahl für Rennen, bei der ihr die Umgebung nicht genau einschätzen könnt. Autoteile und Geld für Anpassungen erhalten wir aber nicht nur durch die Story-Missionen, sondern auch durch Herausforderungen, die in der ganzen USA zu finden sind. Hier gibt es Geschwindigkeitstests, Slalomparcours und Verfolgungsjagden, bei denen man je nach Abschluss Belohnungen erhält. Außerdem sind in der Welt Wrackteile zu finden, mit denen man neue Autos freischalten kann.

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Spieler gegen Spieler oder Coop

Nachdem man ein wenig Fortschritt in der Story freigeschaltet hat, hat man die Wahl zwischen verschiedenen Fraktionen, die sich in The Crew im PVP bekämpfen. Dazu gibt es in den großen Städten verteilte Lobbys, in denen man im Matchmaking gegen andere Spieler fahren kann und dabei Punkte für die eigene Fraktion sammelt. Somit erhält man die Kontrolle über die fünf Bereiche der USA für die eigene Fraktion, wodurch man ein Tagesgehalt an Geld erspielen kann. Wer keine große Lust hat, gegen andere Spieler zu spielen und trotzdem mit anderen Fahrern in Kontakt treten möchte, hat die Möglichkeit, die Story-Missionen zusammen zu bestreiten und eine eigene Crew zu gründen, um die Vereinigten Staaten zusammen zu erkunden. Aber auch ohne Gruppen sind wir immer von anderen Spielern auf dem Server umgeben, die mit uns durch die Straßen düsen, selber von der Polizei gejagt werden oder ihre Missionen erledigen.

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Demolieren und Büßen

Während man in der freien Welt umherfährt, kommt man immer wieder an Polizeiwagen vorbei, die die Straßen von The Crew patrouillieren. Wenn wir in deren Gegenwart zum Beispiel ein Auto rammen, nehmen sie die Verfolgung auf. Je mehr ihr auf eurem Fluchtweg und in der Nähe der Polizei dann noch mitnehmt, desto mehr Verstärkung wird gegen euch gerufen. Ihr habt dann die Möglichkeit, entweder die Flucht zu ergreifen und weit genug aus dem Radius der Polizei zu kommen, oder aber ihr nutzt das Schadenssystem von The Crew und rammt die Polizeiwagen, bis sie zerstört werden.
Selbstverständlich nehmt ihr dabei auch selber Schaden, den ihr entweder durch einfaches Warten oder durch einen der Tuninggaragen in den Städten wieder reparieren könnt. Neben der Reparatur bieten euch diese Plätze aber auch die Möglichkeit, euer Auto nach euren Wünschen optisch anzupassen. So könnt ihr zum Beispiel aus einer Vielzahl an verschiedenen Farben für euren Rennwagen wählen, könnt Felgen, Stoßstangen und Heckstangen anpassen und eure Karren mit Aufklebern versehen.

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Die Technik

Da The Crew als MMO aufgebaut ist, gibt es einen Onlinezwang. Das heißt, ohne Internetverbindung kann das Spiel nicht mal gestartet werden. Neben den wenigen Verbindungsabbrüchen beim Release, und seltene Rubberbanding-Probleme gibt es jedoch keine Probleme damit. Das Endgame scheint komplett auf das PVP-System gelegt zu sein, wodurch ein Onlinezwang allerdings auch passend ist. In eurem Auto könnt ihr zwischen verschiedenen Radiosendern wählen, die Musik aus verschiedenen Genres (darunter Hip Hop, Rock, Classic und Ambiente) spielen. Eine Möglichkeit, eigene Musik in das Spiel einzubinden, sucht man vergeblich, wurde es doch im Vorfeld so angedeutet. Die Grafik ist für die Größe der Welt sehr gut ausgefallen, es kann jedoch keine High-End-Grafik erwartet werden. Was noch angepasst werden könnte, ist, dass die KI-Wagen und auch einige Umgebungselemente erst sehr kurz vor einem erscheinen. Ansonsten läuft das Spiel auch auf hoher Grafikeinstellung ohne weitere Probleme.

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Persönliches Fazit

Obwohl ich persönlich nicht der große Fan von Rennspielen bin, hat mich das Testen von The Crew in der Beta schon etwas heiß auf den Release gemacht. Man kann zwar keine Rennsimulation erwarten, aber dies soll das Rennspiel-MMO auch nicht darstellen. Eher gleicht The Crew einem Arcaderacer, der mit einigen sehr guten Elementen aufbereitet wurde. Vor allem die Details in der Welt sorgen für viel Spaß und Faszination beim Entdecken der nachgestellten USA und oft erkennt man in den größeren Städten sofort die gut nachgebauten Sehenswürdigkeiten. Aber auch vom Handling her lassen sich die Autos gut steuern und wenn man seine Rennwagen ein wenig ausgebaut hat, merkt man, dass das Fahrverhalten doch sehr stark von den eingebauten Teilen und den Kits abhängt. Zwar findet man für die Story-Missionen kaum Leute, die mit einem spielen wollen, doch für PVP muss man sehr häufig nicht länger als einige Sekunden in der Lobby warten. Das Matchmaking-System ist zwar schnell, jedoch noch nicht perfekt ausbalanciert, da ich auch des Öfteren mit Spielern in ein Rennen gekommen bin, die ein viel höheres oder viel niedrigeres Wagenlevel hatten. Wer allerdings den Entdeckergeist in sich spürt und es leid ist, diesen in den vielen Actionspielen und Shootern auszubreiten, hat mit The Crew die Möglichkeit, ein gutes, solides Open-World-Rennspiel in den Händen zu halten.

The Crew [PC]

ab 37,99€
The Crew [PC]
84.8
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Gameplay

86 / 100

solides, sich steigerndes Handling der Rennwagen, kaum Fehler und ein guter Launch

    Story

    75 / 100

    zwar existiert eine erzählte Geschichte, die allerdings nur dafür dient, die Einzelspielermissionen zu schmücken - Innovation bietet sie nicht

      Grafik

      84 / 100

      für den Umfang gute Grafik, die sehr flüssig dargestellt wird, einzig einige Elemente wie der Verkehr und einige Umgebungselemente werden erst kurz vor dem Spieler angezeigt

        Sound

        85 / 100

        Auswahl aus verschiedenen Genres in Radiosendern, leider keine eigene Musik einbindbar

          Umfang

          90 / 100

          riesiges, nachgebautes USA, Open World, viele Missionen, Herausforderungen und PVP

            Spielspaß

            89 / 100

            vor allem für Entdecker und Arcade-Racing-Liebhaber bietet The Crew viele Stunden Spielspaß

              Positiv

              • - riesige, offene Welt
              • - solides Fortschrittssystem
              • - PVP- und PVE-Inhalte

              Negativ

              • - magere Storyline
              • - am Anfang schlechteres Handling
              • - Matchmaking-System ausbaufähig
              • - Coop-Multiplayer kommt nicht zur Geltung

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.Darren

              Vorschau: The Crew BETA

              Malerische Fahrzeuge, spannende Rennen auf der Straße wie abseits davon und eine komplett befahrbare USA mitsamt ihren geografischen Eigenheiten.
              Ubisoft startete vergangene Woche eine kurze, aber heiß erwartete Beta-Runde zu dem neuen MMO-Rennspiel The Crew. Natürlich nicht ohne uns. In unserer Vorschau erfahrt ihr nun alles, was es zu dem neuesten Werk zu wissen gibt und natürlich, ob ihr euch weiter auf das Spiel freuen dürft oder warum es Zeit wird, damit anzufangen. Vorab können wir verraten: The Crew macht weitaus mehr Spaß als wir erwartet hätten. Aber lest selbst.

              Wie immer bei Spielen, die wir in der Beta getestet haben gilt: Hier ist noch nichts final. Solche Testläufe dienen dazu, Fehler zu erkennen und zu beheben. 

              Guter Cop, böser Cop

              Hobby-Racer Alex hat schon ein mieses Gefühl, als er seinen Bruder Harry an diesem Abend zu einem Treffen unter einer düsteren Autobahnbrücke begleitet. Zunächst erscheint alles harmlos, doch plötzlich fällt ein Schuss und Harry sackt leblos in sich zusammen. Der Täter fährt mit quietschenden Reifen davon. Während der Bruder in den Armen von Alex stirbt, erscheint auch schon die Polizei in Gestalt des FBI-Special-Agent Coburn, der ihn spontan zum Täter dieses Mordes erklärt und ihn verhaften lässt.

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              Dies endet allerdings abrupt, als uns Zoe, eine hübsch anzuschauende Agentin einen Deal vorschlägt. Denn Coburn dreht angeblich seit langem eigene Dinge und hintergeht das FBI, zusammen mit dem tatsächlichen Mörder des Bruders namens Dennis Jefferson. Dieser ist zu allem Überfluss auch noch Anführer einer kriminellen Vereinigung, genannt 510 Crew. Zunächst als reiner Autoclub gegründet, hat sie sich in den vergangenen Jahren zu einer landesweit operierenden Organisation für illegale Aktivitäten entwickelt, unter der Leitung der beiden besagten Herren.
              Der Deal ist einfach: Wir sollen uns lediglich an die Spitze dieser Organisation vorarbeiten und die dunklen Machenschaften aufdecken. Mit diesem Auftrag und einem neuen Wagen entlässt uns Zoe in Detroit. Damit wir innerhalb der 510 Crew einen Ruf erlangen, müssen wir die Anführer der einzelnen Sektoren für uns gewinnen. Aber wie stellen wir das an? Nun, es ist Rennspiel, fahren wir also Rennen.

              Need for Speed in groß

              Auch wenn beide Publisher den Vergleich wohl nicht gerne sehen, einfacher lässt sich das gesamte Erscheinen von The Crew nicht beschreiben als Need for Speed mit riesiger Spielwelt. Und riesig heißt in diesem Fall auch genau das, denn die Jungs und Mädchen haben sich die Mühe macht und die gesamte USA nachgebaut, wobei sie allerdings mit einigen Tricks nachgeholfen haben.
              Doch zunächst startet unsere Reise in dem beschaulichen Städtchen Detroit. Im örtlichen Autohändler können wir aus einer zunächst überschaubaren Anzahl motorisierter Untersetzer einen passenden aussuchen. Sie unterscheiden sich, außer natürlich optisch, in ihren Werten wie beispielsweise Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit. Optisch können wir unsere Wahl im Tuning Show anpassen. Mit einer neuen Farbe und vorgefertigten Bauteilen wird der Wagen individualisiert. Viel wichtiger jedoch ist die Auswahl der Ausrichtung.

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              Neben einer Spezialisierung auf normale Straßenrennen können wir jeden Wagen auch noch als Geländewagen für Offroad- oder Driftrennen benutzen und so für jeden Anlass den passenden Untersatz zurecht basteln. Fürs erste reicht uns allerdings ein Straßenwagen, denn wir wollen schließlich so schnell wie möglich die ersten Meilen auf die Straße bringen. Doch bevor es richtig los geht, schickt uns Zoe, die stets übers Handy mit uns verbunden ist, zurück in unser Hauptquartier. Dieses entpuppt sich als stillgelegtes Parkhaus, dient uns aber trotzdem als Zuhause. Hier können wir unseren Spielfortschritt beobachten, aus unseren vorhanden Wagen wählen, diese reparieren oder Perks verteilen (dazu später mehr).

              Wir wollen aber endlich los, also raus auf die Straße. Auf der Übersichtskarte markieren wir uns unser erstes Ziel: Ein Straßenrennen, das durch ein Symbol auf der Karte dargestellt wird. Nebenbei können wir uns die gesamte befahrbare USA auf dieser Karte anschauen – zumindest grob, denn um landschaftliche Details erkennen zu können, müssen wir die Gegend vorher aufgedeckt haben. Nachdem wir einen Wegpunkt gesetzt haben, führt uns ein blauer Faden durch die Straßen Detroits. Dabei fahren wir neben computergesteuerten Zivilfahrzeugen auch an einigen Spielerwagen vorbei. Schließlich ist The Crew ein MMO-Rennspiel. Die Interaktionen beschränken sich jedoch zunächst auf gegenseitiges anrempeln.

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              Das erste, richtige Rennen wartet dann ein paar Ecken weiter auf uns und wird durch ein kleines Symbol in der Landschaft, ebenso wie durch einen Ring auf dem Boden, erkenntlich gemacht. Zum Starten reicht dann ein einfacher Tastendruck. Dabei besteht bei den allermeisten Rennen die Wahl, ob wir es alleine gegen KI-Gegner absolvieren oder gegen andere, in der Gegend befindliche Mitspieler fahren wollen. Blöderweise waren zum Testzeitpunkt nicht ausreichend Spieler in der Umgebung, um es auszuprobieren.

              Das einfache Straßenrennen verläuft dann genau so, wie wir es erwarten. Auf einer fest vorgegeben Strecke sind Checkpoints verteilt, die es als Erster zu durchqueren gilt. Der richtige Weg ist dabei an Kreuzungen und Gabelungen durch unübersehbare Pfeile markiert. Hier und da gibt es aber dennoch Abkürzungen, die uns einen kleinen Vorsprung verschaffen wollen. In bekannter Manier fahren wir also die einzelnen Checkpunkte ab, achten auf den Gegenverkehr und versuchen, unsere Gegner von der Straße zu drängen. Dabei hilft uns das Nitro, das sich nach Gebrauch recht zügig und ohne weiteres Zutun wieder auffüllt.
              Das Fahrverhalten ist dabei ganz das eines Arcade-Renners. Hier machen sich die Entwickler nicht einmal die Mühe, so zu tun, als wäre es eine anspruchsvolle Rennsimulation. Stattdessen gibt es schnelle und eingängige Rennen ganz im Stil der bekannten Rasern aus der Szene. Gelegentlich erscheint die Steuerung dann aber doch etwas zu schwammig, während besonders beim Überfahren von Bürgersteigen oder ähnlich kleinen Hindernissen unberechenbare Kollisionen erfolgen.
              Am Ende des Rennens wird unsere Leistung in eine von drei Bewertungsstufen beurteilt: Bronze, Silber und Gold. Diese Einstufung beeinflusst die Höhe unserer Belohnung und die der gewonnen Erfahrungspunkte.

              Man sieht die Straße vor lauter Aufgaben nicht

              Simples Im-Kreis-Fahren ist aber nur einer der zahlreichen Spielmodi, die uns The Crew bietet.
              In einem anderen Modus müssen wir beispielsweise so schnell wie möglich und ohne fest vorgegeben Weg von A nach B gelangen. Weiterhin gibt es kurze Viertel-Meile-Rennen und Verfolgungsjagden, bei denen wir vor der Polizei flüchten müssen. Auch abseits der Wege wird dabei gefahren. Hierfür verwenden wir dann entweder einen eigens zu diesem Zweck von uns gebauten Wagen oder wir nehmen einen vom Spiel bereitgestellten. Diese fahren sich dann, nicht zuletzt des zumeist schmutzigen und rutschigen Untergrunds, deutlich träger und anspruchsvoller als ihre Straßenbrüder. Ein weiterer Spielmodus schickt uns in den Kampf Eins-gegen-Eins, indem wir versuchen müssen, unseres Gegners Lebensbalken durch gezielte Zusammenstöße zu minimieren.

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              Doch auch außerhalb der Rennen, also in der frei befahrenen Spielwelt, gibt es einiges zu tun, was sich praktisch im Vorbeifahren erledigen lässt. Zunächst wären da einige Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten, die außer ein bisschen Erfahrungspunkte nichts weiter zu bieten haben. Interessanter sind die kleinen Events, die überall in der Spielwelt verstreut sind.

              Markiert werden sie durch ein kleines Tor mitten auf der Straße, das beim Hindurchfahren direkt das Spiel aktiviert. So werden beispielsweise kleine Slalom-Fahnen aufgestellt, die wir an der richtigen Seite umfahren müssen oder weitere, kleiner werdende Tore, die allesamt getroffen werden wollen. Darüber hinaus gibt es in der Nähe eine Sprungrampe, bei der wir so weit wie möglich springen müssen. Ein anderes Minispiel verlangt, dass wir so schnell wie möglich auf der Straße fahren ohne diese zu verlassen oder irgendwo anzuecken.
              Je nachdem, wie souverän wir die Aufgaben lösen, werden auch hier, genau wie bei den separaten Rennen, die Belohnungen und Erfahrungspunkte in drei Stufen vergeben.

              Kleinere, verstecke Suchaufgaben gibt es auch noch. Diese begegnen uns häufig unerwartet, wenn wir einfach ziellos durch die malerische Landschaft fahren, auf dem Weg zu unserem nächsten Auftrag. Gelegentlich fängt dabei die Minimap in der unteren Bildschirmecke an zu leuchten und weist uns die Richtung zu einer der Verstecke. Dies können entweder Sammelitems sein, die uns Items für die Wagen freischalten, oder es handelt sich dabei um Satellitenanlagen. Diese decken, ähnlich wie die Aussichtstürme in Assassins Creed oder Far Cry 4, die nähere Umgebung auf und bereichern unsere Übersichtskarte durch Markierungen für Events und Rennen. Auch das gibt wiederum Erfahrungspunkte.

              Rennspiel oder MMO?

              Wie üblich schalten wir mit diesen, wie auch den gewonnenen Erfahrungspunkten aus Rennen und Events, neue Level frei. Damit können wir dann neue Wagen freischalten.In der Hauptsache jedoch ermöglichen sie uns den Einbau besserer Tuningteile oder werten, bei besonderen Stufen wie 5 oder 10 einfach gleich unser ganzes Fahrzeug auf. Dabei helfen auch die Belohnungen, die wir zuvor durch Rennen und Events freigespielt haben. Dabei gilt: umso besser die Einstufung, desto besser die Belohnung. Auf der Karte und vor Rennbeginn sehen wir zusätzlich, welches Bauteil genau durch den Sieg bei dieser Aufgabe verbessert wird. Anders als in anderen Spielen können wir Tuningteile für Leistung nämlich nicht einfach im Shop kaufen und ausrüsten, sondern wir müssen sie uns verdienen. Die Gesamtleistung des Wagens wird mit einer einfachen Punktzahl angegeben, die die Qualität der verbauten Einzelteile zusammenfasst.
              Gewonnene Belohnungen in der Qualität Bronze, Silber oder Gold werten dann einzelne Bauteile wie Bremsen, Fahrwerk, Motor oder Reifen auf, wodurch sich einerseits der angesprochene Wert, als auch die Gesamtpunktzahl des Wagens verbessert. So können wir auf der Übersichtskarte die Umgebung nach Rennen und Events absuchen und dort gleich erkennen, welches Bauteil verbessert wurde und um wie viele Punkte.

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              Diese besondere Jagd nach besserer Ausrüstung sorgt für den größten Anreiz, die Aufgaben bestmöglich zu bestehen. Glücklicherweise können wir die Aufgaben mehrmals machen oder zunächst liegen lassen und später zurückkehren. Auch praktisch: Neu gewonnene Teile, die besser als die bisherigen sind, werden automatisch, praktisch im Fahren, eingebaut, ohne dass wir dafür extra unser Hauptquartier besuchen müssen.

              Besuchen müssen wir es jedoch, wenn wir die durch Levelaufstiege verdienten Perkpunkte investieren wollen. Ähnlich wie bei einem Talentbaum verbessern die Punkte unsere Bremskraft oder erhöhen unseren Erfahrungsgewinn pro Rennen. Zumindest sind dies die Möglichkeiten, die uns Zoe bietet. Andere Auftragsgeber später im Spiel gewähren andere Boni, sodass wir global unsere Fähigkeiten verbessern können. Da kommt dann schon das Gefühl eines MMO auf.

              Wie erwähnt, kann man das gesamte Spiel auch durchaus komplett alleine Spielen, deutlich mehr Spaß macht es jedoch, wenn wir es zusammen mit Freunden oder Fremden spielen. Mit denen schließen wir uns dann zu einer Crew von maximal vier Spielern zusammen. Unsere Kameraden werden dann fortan deutlich sichtbar auf der Karte markiert und sie erhalten zusätzlich kleine Anzeigen am linken Bildschirmrand, die uns Auskunft über Standort und Qualität ihrer Wagen geben.

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              Natürlich können wir mit dieser Crew nicht nur im Verbund die Straßen der USA unsicher machen, sondern sie auch bei unseren Aufgaben mitnehmen. Diese Gemeinschaft macht die Rennen und Aufträge deutlich einfacher. Hier muss dann nämlich nur einer der Mitglieder die Aufgabe erfüllen, während die anderen lediglich eine bestimmte Zeit danach ins Ziel kommen müssen. Gelegentlich gestaltet es sich so fast schon zu einfach. Dafür macht es aber umso mehr Spaß.

              Reise durch Amerika

              Wer immer schon einmal eine Autoreise durch Amerika machen wollte, ohne sich dabei Sorgen um Spritkosten zu machen, hat hier die beste Gelegenheit. Denn tatsächlich wurde die komplette USA mit all ihren besonderen Landschaften und Klimazonen nachgebaut. Ob dichtes New York, sonniges Miami oder die weiten Felder, Wüsten und Berge. Das alles ist allerdings nicht im Maßstab 1:1, sondern im Verhältnis stark verkleinert. Die Riesenmetropole New York umfasst beispielsweise deutlich weniger Straßenschluchten und Brücken als das Original. Ebenso sind die Distanzen und Wege stark verkürzt.
              Das bedeutet aber nicht, dass es dadurch klein wird. Sogar mit Spitzentempo und querfeldein brauchen wir von Detroit bis New York fast 15 Minuten. Das ist natürlich nichts im Vergleich zu den rund 10 Stunden, die wir dafür tatsächlich brauchen würden, aber dennoch sehr beachtlich. Wie lange ein Trip von der West- zur Ostküste dauert, haben wir hingegen nicht probiert. Wir könnten es aber, denn die komplette Spielwelt ist oder Ladepausen und vollkommen frei, also ohne Einschränkungen befahrbar – zumindest wenn man einen schnellen Rechner hat. Andernfalls kann es durchaus passieren, dass man plötzlich vor einer unsichtbaren Wand steht, weil das Spiel noch nicht schnell genug geladen hat.

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              Bei so viel Platz stellt sich natürlich die Frage, ob er auch anständig genutzt ist. Kurz gesagt: Jain.

              Auf der positiven Seite stehen die so entstandenen, abwechslungsreichen Landschaften. Da gibt es hübsche Wälder und Wiesen, malerische Berge und Täler sowie geschäftige Großstädte. Kombiniert mit der teils traumhaften Belichtung ergibt das schöne Bilder und es macht Spaß, einfach mal ziellos in der Gegend herumzufahren.
              Abgesehen davon gibt es aber nicht viel zu erleben. Besonders bevölkerungsarme Gegenden bieten minutenlang nichts zu sehen oder zu tun, abgesehen von gelegentlichen Aufgaben. Viel schlimmer allerdings: Bei genauem Hinschauen (was zugegebenermaßen beim schnellen Fahren etwas schwierig ist) wiederholen sich oft verschiedene Modelle. Und besonders bei kurzen Distanzen ist die Landschaft dann doch nicht mehr so abwechslungsreich.

              Wo wir schon beim genauen Blick sind: Durchweg alle Fahrzeugmodelle überzeugen durch scharfe Texturen und feine Details. Gleiches gilt auch für die generellen Modelle der Umgebung und Landschaft. Insgesamt macht The Crew für ein Rennspiel ziemlich viel her. Besonders hervorzuheben sind hier die wirklich guten Lichteffekte.

              Der Sound der Wagen hingegen ist teilweise etwas schwach. Im wahrsten Sinne. Klar, der Wagen klingt immer noch nach dem Modell, doch besonders bei hohen Drehzahlen kommt mehr der Gedanken an eine schnelle Nähmaschine als an einen PS-Boliden.

              Persönliches Fazit

              Sicher, The Crew ist noch in der Beta und daher auch nicht fertig. Das macht aber überhaupt nichts, denn so wie es ist, macht es schon einen Riesenspaß. Egal ob es die Jagd nach neuen und besseren Bauteilen ist, die spannenden und abwechslungsreichen Aufgaben oder einfach die hübsche Landschaft, das alles motiviert bereits jetzt und macht Lust auf mehr.
              Wenn man dann noch zusammen mit seinen Freunden und ihren Wagen die Straßen der Großstädte Amerikas unsicher macht, kennt die Freude keine Grenzen mehr. Überhaupt gibt es bis jetzt kaum etwas an The Crew auszusetzen, jedenfalls nichts Bahnbrechendes. Abzuwarten bleibt, wie das Renn-MMO auf die Dauer motivieren kann. Bis jetzt befindet es sich aber auf den bestem Wege. Wir sind gespannt.

              The Crew erscheint am 11. November 2014 für PC, Playstation 4 und Xbox One.

              Positiv:
              + offene, abwechslungsreiche Spielwelt

              + motivierende Jagt nach Verbesserungen
              + durchgängige Coopmöglichkeit
              + überzeugende Fahrzeuge
              Negativ:
              – Gelegentliche Ruckler und Nachladeprobleme

              – häufig wiederholende Elemente 

              Interessiert? Dann könnt ihr euch The Crew gleich hier bei Amazon vorbestellen.

              Vorschau von Hardbloxx.Demes
              Euer Hardbloxx-Team

              Test / Testbericht: Trials Fusion

              Mit Trials Fusion bringt Entwickler RedLynx rund 2 Jahre nach seinem Vorgänger wieder waghalsige Balance-Freaks um Kopf und Kragen. Dabei soll alles noch größer, noch besser, noch spannender und noch schöner sein. Ob das Spiel hält, was es verspricht und ob das Spielprinzip nach wie vor beeindrucken kann, klären wir in unserem Test. Eines schon einmal vorweg: Trotz einiger Ecken und Kanten kann das Motorspektakel überzeugen.

              Anmerkung:
              Wir testen Trial Fusion auf dem PC. Über Steuerung und Grafik der Konsolen-Versionen können wir daher nicht viel sagen.
              Zum Spielen am PC benötigt ihr zwingend Ubisofts Uplay-Plattform, selbst wenn ihr das Spiel über Steam gekauft habt.

              Hoch zu Rad

              Das Spielprinzip von Trials Fusion könnte man einfach und leicht in einem Satz abhandeln: Auf einem Motorrad befahren wir einen holprigen Parcours auf der Jagd nach dem Highscore, beziehungsweise der schnellsten Rundenzeit. Das würde dem Spiel aber in keinster Weise gerecht. Doch beginnen wir von vorne.
              Eine richtige Handlung gab es in der ganzen Trials-Serie noch nie und auch diesmal halten sich die Entwickler gar nicht erst mit einer erzwungenen Rahmengeschichte auf. Das heißt: keine Protagonisten, keine Zwischensequenzen oder sonstiger unnötiger Quatsch. Gebraucht wird so etwas in einem Spiel, bei dem es vor allem auf Geschick und der besten Zeit ankommt, sowieso nicht. Zwar gibt es einen Karrieremodus, der dient aber letzten Endes nur dazu, uns die Mechaniken des Spiels schrittweise nahezubringen. So starten wir zu Spielbeginn lediglich mit unserem alten Motorrad und einer Hand voll befahrbaren Strecken. Weitere Strecken, Motorräder und personalisierbare Outfits für Mensch und Maschine können wir fortan durch das Erringen von guten Leistungen freischalten.

              Trials Fusion (1)
              Trials Fusion (32)

              Aller Anfang ist leicht

              Statt uns zu Beginn mit unmöglichen Routen zu quälen, versteht es Trials Fusion vorzüglich, uns nach und nach immer weiter in seinen Bann zu ziehen. So starten wir unsere Karriere mit einem einfachen Tutorial, indem uns eine freundliche Stimme das Spielprinzip erklärt: Wir steuern einen Motorradfahrer auf seinem Gefährt durch eine 2D Strecke. Mit den Pfeiltasten „oben“ und „unten“ geben wir Gas beziehungsweise bremsen, mit den Seitentasten balancieren wir unsere Figur sowie das Gefährt. Mehr Steuerung gibt es nicht und braucht es auch nicht. Die Schwierigkeiten des Spiels zeigen sich jedoch schon nach den ersten Metern. Jede Steigung und jeder Sprung bringen unseren Fahrer aus dem Gleichgewicht. Halten wir nicht mit den entsprechenden Tasten dagegen, so kippt er schnell nach vorne oder hinten über und unser Lauf ist beendet. Denn sobald unser Fahrer den Boden oder andere Objekte berührt, ist der Versuch für ihn gelaufen. Es gilt also stets, trotz der immer schwieriger werdenden Kurse, den Fahrer aufrecht zu halten.
              Nun wäre eine einsame Dreckstrecke im Wald mit einfachen Hügelchen und umgestürzten Bäumen auf Dauer viel zu einseitig und langweilig. Daher bieten die acht verschiedenen Kampagnen-Abschnitte jeweils unterschiedliche Umgebungen. So ist von besagter Wildnis über Schnee verschneite Berge bis hin zu einer Großstadt fast alles an Landschaften vertreten. Auch ferne Planten und Raumstationen werden befahren.
              Jedes Gebiet bringt dabei eigene Level-Elemente mit sich. Wo im Wald nur kleinere Erdhaufen oder mal eine kleine Klippe überwunden werden wollen, sind es an anderer Stelle schon riesige Loopings aus Metall über einem dampfenden Lavasee. Spektakuläre Sprünge über tiefe Schluchten, während ein Damm bricht, gehören ebenfalls zum Angebot des Rennspiels.
              Um bei den immer schwierigeren Karten nicht die Nerven zu verlieren, sind recht viele und faire Checkpoints gesetzt. Diese erlauben uns nach einem Crash, also dem Berühren der Strecke mit unserer Spielfigur, an den letzten Punkt zurückzuspringen und die entsprechende Passage erneut zu versuchen. Die Zeit läuft indes jedoch weiter, sodass wir wertvolle Sekunden verlieren.

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              Zeit ist das, worum es bei Trial Fusion geht. Anders gesagt: Umso schneller wir es vom Start bis ins Ziel schaffen, desto besser ist unsere Belohnung. Zum einen gibt es drei Medaillen zu gewinnen: Bronze, Silber und Gold, je nachdem wie schnell wir waren. Haben wir auf den Kursen eine gewisse Anzahl solcher Belohnungen gesammelt, so schalten sich automatisch neue Abschnitte frei. Bereits befahrene Karten können wir immer wieder erneut fahren, um unsere bisherige Bestzeit zu schlagen und vielleicht weitere Medaillen zu bekommen.

              Zum anderen gibt es in jedem Lauf Ingame-Geld zu gewinnen. Dieses wird höher, wenn wir besondere Herausforderungen bezwingen, wie beispielsweise komplettes Vollgas auf dem ganzen Kurs. Dieses Geld lässt sich in erster Linie dazu verwenden, Rad und Fahrer optisch zu verändern. Das Motorrad lässt sich jedoch nur visuell verändern, einen Tuning-Shop gibt es nicht. Neue Motorräder schalten wir mit einem Levelaufstieg frei, den wir durch im Rennen gewonnene Erfahrungspunkte bezahlen.
              Neue Bikes haben tatsächlich spürbar andere Fahrverhalten. So haben die einen mehr Kraft in den Rädern, während andere besonders gut zu balancieren sind. Diese neuen Spielweisen führen tatsächlich zu einer unerwarteten Langzeitmotivation, denn so lohnt es sich, die entsprechenden Level freizuspielen und sogar bereits gefahrene Bahnen erneut zu probieren und die eigene Bestzeit zu schlagen.
              Dies bleibt jedoch auch fast die einzige Möglichkeit, sich mit anderen Spielern zu messen. Denn abgesehen von einer Bestenliste mit Uplay-Freunden gibt es kaum Vergleichsmöglichkeiten. Zwar gibt es extra Mehrspieler-Karten für bis zu vier Spieler, diese können aber nur lokal an einem PC gespielt werden. Einen richtigen Mehrspielermodus für Onlinekämpfe gibt es nicht. Schade, denn gerade das Duellieren mit anderen Spielern bietet sich in diesem Spiel an.

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              Selbst ist der Mann

              An neuen Strecken für die Langzeitmotivation soll es aber trotzdem keinen Mangel geben, denn die Entwickler liefern mit dem Spiel einen umfangreichen Leveleditor mit. So umfangreich, dass wir beim ersten Starten schlicht mit den Möglichkeiten überfordert waren. Den Entwicklern zufolge haben sie selbst diesen Editor beim Erstellen der Strecken verwendet. Das merkt man ihm auch an, denn wir können so ziemlich alles einstellen, was es einzustellen gibt. Von Umgebung über die eigentliche Route mit Hindernissen bis hin zu Events. Wer einen eingängigen Editor wie aus Trackmania erwartet, wird vermutlich ebenfalls überrascht werden. Wer sich jedoch ausgiebiger und intensiv damit beschäftigt, wird recht bald beeindruckende Ergebnisse bekommen.

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              Solides Handwerk

              Was sich über das Gameplay sagen lässt, trifft auch auf die Grafik zu: Sie ist alt. Doch wo sich das Spielprinzip bewährt hat, stört es in Sachen Optik doch etwas.
              Okay, wenn wir über einen großen Lavasee springen, im Hintergrund ein Berg einstürzt und zeitgleich eine gigantische Feuersäule hinter uns die Höhe schießt, ist das schon beeindruckend. Auch die Vielfalt und Abwechslung der Strecken fallen positiv auf.
              Doch nimmt man sich die Zeit und schaut die Objekte und Hintergründe auf dem Bildschirm genauer an, fallen schnell negative Punkte auf. Abgesehen von Fahrer und Gefährt sind die Hindernisse recht detailarm und schwach texturiert. Auch die Hintergründe sind, zwar dynamisch, meistens doch eher zweckmäßig als wirklich beeindruckend, vor allem im Bereich Details.
              Während der schnelle Fahrten durch die Levels fällt dies jedoch kaum auf. Denn das Geschwindigkeits- und Höhe-Gefühl kann Trials Fusion sehr gut vermitteln. Das liegt aber auch an der präzisen Steuerung, das entsprechende Rad vorausgesetzt.
              Der rockige Soundtrack trägt ebenfalls seinen Teil zum guten Spielgefühl bei. Gleiches gilt für die übrigen Umgebungs- sowie Motorengeräusche.

              Persönliches Fazit

              Trotz einiger Abstriche bei der Grafik ist Trial Fusion das Geschicklichkeitsspiel, das wir erwartet haben. Der sanfte Einstieg macht es auch Anfängern einfach, während Profis mit den schweren Strecken ihre Freude haben dürften. Die gute Steuerung und die ausgefallenen wie abwechslungsreichen Strecken machen das Übrige.
              Einzig einen richtigen Onlinemodus vermissen wir sehr, Entwickler RedLynx hat aber noch jede Menge Zeit nachzuliefern.

              Positiv:
              + ausgefallene und abwechslungsreiche Strecken
              + gute Lernkurve
              + anspruchsvoll auch für Erfahrene
              Negativ:
              – schwache Optik
              – kein Onlinemodus

               

              Interesse? Dann besorgt euch Trial Fusion gleich bei Amazon. Alternativ könnt ihr auch hier aktuelle Preise vergleichen.

              Euer Hardbloxx-Team

               

               

              Test/Testbericht: Next Car Game Early Access

              Next Car Game ist ein Arbeitstitel, der schon vor dem Release für Schlagzeilen sorgte. BugBear Entertainment suchte lange nach einem Publisher – ohne Erfolg. So starteten sie einen Versuch als Crowdfunding-Projekt, bei dem Vorbesteller eine Sneak-Peek-Version bekamen. Nachdem diese Phase bereits als Erfolg gewertet wurde, starteten die finnischen Entwickler eine Offensive und verkaufen seit dem 15. Januar 2014 auf ihrer Homepage und der Spieleplattform Steam den Early Access zum aktuellen Entwicklungsstadium des Spiels. Innerhalb einer Woche kamen so über eine Million US-Dollar zusammen. Wir wollten für euch sehen, was der Early Access bietet und inwiefern sich das Spiel am berühmten Vorgänger FlatOut orientiert.

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              Die kleine aber feine Auswahl

              Wie bei FlatOut sind die Fahrzeuge nicht lizensiert, also keine Nachbauten realer Klassiker. Speziell in dieser Version gibt es zwei Fahrzeuge: Einen Kleinwagen, wie etwa den Mini-Cooper, bloß mit Heckantrieb und ein Muscle-Car der 1960’er Jahre. Beide Autos lassen sich tunen. Es gibt drei verschiedene Reifen-Sets und je zwei verschiedene Motoren für beide Autos. Für Abwechslung sorgen die zwei jetzt schon vorhandenen Modi: Beim Derby treten 24 Wagen gegeneinander in einer Arena an und es gewinnt der, dessen Fahrzeug als letztes noch fahren kann. Beim Rennen kann man auswählen, ob man mit 24, 12, 2 Autos oder ganz alleine zum Üben teilnimmt. Außerdem hat man die Wahl zwischen Schotterpiste und asphaltierter Rennstrecke.

              Das Fahrverhalten ist nicht superrealistisch, aber auch keineswegs leicht. Erst eine Kombination aus den guten Reifen und dem schwachen Motor kann man als leicht zu steuern bezeichnen, denn der stärkere Motor bringt selbst die extra für Schotter bzw. Asphalt optimierten Reifen zum Durchdrehen. Das Tuning und die Fahrphysik bilden eine gute Basis, die auf mehr hoffen lässt. Nun hängt es davon ab, wieviele Nachrüstteile die Entwickler den einzelnen Wagen verpassen wollen. Wenn diese eine genau so starke Auswirkung auf das Fahrverhalten haben, wird das Tuning ein großer, zentraler Bestandteil des Spiels werden und eine Menge Freude bereiten.

              Die beiden bis jetzt vorhandenen Wagen haben ihre Stärken und Schwächen. Aber natürlich freut man sich auf weitere Fahrzeuge. Orientiert man sich an den vorangegangenen Titeln der Spieleschmiede, sind die bisher vorhandenen lediglich das untere Ende der Skala und diese geht hoch bis zu superschnittigen südeuropäischen Supersportlern, beziehungsweise deren Verschnitten. Wir hoffen auch auf die Pickups, da diese früher vor allem bei Derbys eine Menge Spaß bereitet haben. Allerdings muss man explizit erwähnen, dass dies Hoffnungen und Spekulationen der Redakteure sind, die lediglich auf bereits erschienenen Spielen beruhen.

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              Apropos Spaß

              Was macht Spielern Spaß? Dinge kaputtmachen. Diese einfache und nicht immer einleuchtende Regel ist das halbe Konzept dieses Spielgenres und geht immer wieder aufs Neue auf. Wir tun in Spielen gerne das, was wir im realen Leben besser nicht tun. Autos zu Schrott fahren, gehört definitiv dazu. Das Schadensmodell ist großartig. Alles an der Karosserie kann verbogen oder eingedellt werden oder gar abfallen. Der Fahrer hat eine Anzeige, wie kritisch es um die Seiten und Ecken des Autos steht. Der Schaden wirkt sich zwar auf das Fahrverhalten aus, dennoch ist nicht klar, wie manch ein Blechklumpen sich noch vorwärts bewegen kann. Erst sehr spät sind die Wagen absolut kaputt und gehen in Flammen auf.

              Sehr gut gefällt auch der Schaden, den man der Umgebung anrichten kann. Im Sneak Peek war schon abzusehen, dass die Engine viele sich bewegende, kaputte Kleinteile hinbekommt. Hier kommt diese Technik endlich zum Einsatz. Da die KI recht wild fährt, donnert sie ständig gegen Reifenstapel oder die KI-Fahrer bringen sich gegenseitig ins Schleudern und fahren gegen die Streckenabsperrung. In der letzten Runde sieht die Strecke wie ein Schlachtfeld aus: Überall liegen oder rollen lose Reifen, die Absperrungen sehen erschreckend mitgenommen aus, überall liegt Blech kaputter Mitstreiter und nicht zu vergessen die ausgeschiedenen Karossen am Streckenrand, oder was davon übrig ist. Generell scheint sich die Künstliche Intelligenz zu bemühen, viel Radau zu machen. Insbesondere bei den Rennen mit 24 Teilnehmern sind Plätze auf dem Siegertreppchen extrem schwer zu ergattern, weil die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass ein anderer Fahrer einem die Karre verbeult und man mit schiefer Achse und starkem Seitendrang nicht mehr wettbewerbfähig ins Ziel tuckert.

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              Nur eine Alpha-Version

              Was wir hier testen, ist natürlich immer noch nicht annähernd final. Tatsächlich ist das Spiel noch nicht einmal im Beta-Stadium. Die getestete Version ist die Pre-Alpha 0.167993. Ähnlich, wie bei der Sneak Peek (wir berichteten) darf man also nicht zu viel erwarten. Dennoch bietet diese Version bereits einen guten Einblick auf das kommende Gameplay. Die Grafik ist schön anzusehen, aber nicht weltbewegend. Einige Texturen sehen recht verwaschen aus, werden an anderer Stelle aber von sehr schönen Lichtreflexen auf den verschiedenen Metalloberflächen der Karosserien ausgebügelt. Rostige Chromleisten sehen genau nach dem aus, was sie darstellen sollen. Das gefällt uns.

              Einen Soundtrack bietet das Spiel noch nicht, es wäre aber auch zu früh. Ein Soundtrack sollte die Atmosphäre ergänzen – hier ist aber noch keine vorhanden. Im Menü sieht man das Auto in einer Werkstatt stehen, vor deren geöffneten Toren der Wind Staub aufwirbelt. Begleitet von einem rockigen Titel irgendeiner angesagten Band wäre das sicherlich cool, aber es gibt einfach noch keine weiteren passenden Menüs, Modi, Story, etc.

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              Fazit

              Und so müssen wir an dieser Stelle auch verbleiben. Das Spiel ist noch nicht fertig, der Alpha-Status verspricht aber geradezu an diesen Lücken zu arbeiten. Was bis jetzt da ist, macht Lust auf mehr. Die zwei Autos mit ihren Tuningteilen lassen erahnen, wie lustig es erst wird, wenn es zwanzig Autos mit mehr Optionen gibt. Die zwei vorhandenen Strecken machen schon jetzt kurzweiligen Spaß, aber gegen mehr hätten wir auch nichts. Eine Stimmung mag noch nicht aufkommen. Man merkt aber auch, dass das erst ein Feinschliff sein wird, den man dem Spiel verpasst, wenn es ohnehin schon mehr Atmosphäre versprüht. Nein, wer jetzt kauft, kauft kein fertiges Spiel mit 20 Stunden Singleplayer und Online-Modus. Wer jetzt kauft, tut dies, weil er den finnischen Entwicklern vertraut und sie unterstützen möchte, damit das Spiel all das werden kann. Zumal das Geld ja keine reine Spende ist, sondern Spieler in Zukunft Updates bis hin zum fertigen Spiel umsonst nachgeliefert bekommen.

              Positiv

              – Gute Vorschau

              – In Zukunft kostenlose Updates

              – Schöne Belichtung, vor allem bei den Fahrzeugen

              Negativ

              – Unfertiges Spiel

              – Sehr kurzweiliger Spaß

              – Man kauft die „Katze im Sack“

              Das Spiel kann seit dem 15. Januar 2014 bei Steam oder direkt auf der Website für 23,99 € vorbestellt werden.

              Was sagt ihr zu solchen Rennspielen? Habt ihr die Early Access-Version auch schon ausprobiert oder wollt ihr erst warten, bis es mehr zu sehen gibt? Sagt es uns und der Community in einem Kommentar!

              Euer Hardbloxx-Team
              Testbericht erstellt von Hardbloxx.ecth

              Test / Testbericht: Need for Speed – Rivals

              Und mal wieder erscheint ein neues Need for Speed. Mittlerweile sind wir es eigentlich gewohnt. In den letzten Jahren haben uns die Need-for-Speed-Teile zwar gefallen, aber wirklich überzeugen konnten sie uns nicht. Nachdem NfS: Undercover das optische Tuning einführte, wurde dies eine Zeit lang so fortgeführt, doch dann von jetzt auf gleich aus dem Spiel gänzlich entfernt. Es machte den Anschein, dass damit auch die Innovationsflut aufgehört hatte. Immerhin wurden zwei alte NfS-Teile neu aufgelegt. Mit der letzten Neuerung in NfS: The Run hat sich die Reihe keinen Gefallen getan. Die Quicktime-Events hätte man einfach weglassen können und einen Film daraus machen sollen (welcher sogar mittlerweile in Arbeit ist). Nun ist Need for Speed: Rivals erschienen. Ob das neu gegründete Ghost-Studio einen Treffer landen konnte oder ob es wieder „nur“ gefallen kann, lest ihr in unserem Test.

              Es ist Krieg auf den Straßen

              Ein Rennspiel braucht keine richtige Story. So sieht es aus. Demnach überrascht es auch nicht, dass der Storyteil von Need for Speed: Rivals eher gering ausfällt. Was euch wie immer antreibt, ist euer Ehrgeiz, besser zu sein als die anderen. Genau dies wird während des Spielens auch immer wieder unterstrichen.

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              Ihr beginnt als kleines Licht am Racing- oder Polizeihimmel und kämpft beziehungsweise fahrt euch nach oben. Das Spiel ist in Kapitel eingeteilt, in welchem jedes Mal etwas im Krieg zwischen Racern und Polizei passiert. Zum Beispiel stirbt ein Polizist bei einer Verfolgung. Die Racer sehen dies als Zeichen, dass sie die Übermacht seien und man sich demnach nicht mit ihnen anlegen sollte. Die Polizei sieht das Ganze als Anlass, sämtliche Maßnahmen zu verstärken und das Opfer zu rächen.

              Diese kleinen Storyschnipsel runden das Gesamtbild des Spieles zwar ab, spielen aber ansonsten nicht wirklich eine Rolle.

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              Was die Grafik angeht, macht die Frostbite 2-Engine einiges her. Bereits aus Battlefield 4 bekannt, sieht das Spiel einfach super aus. Gerade bei einem Rennspiel ist dies immens wichtig. Besonders die Wagen sind sehr gut gelungen. Die Sounduntermalung der Boliden passt sehr gut und ist authentisch. Der Soundtrack tut dann noch sein Nötiges, um das Paket abzurunden.

              Der Wind um die Nase

              Der Unterschied zwischen einem Rennspiel, welches gefällt und einem wirklich guten Rennspiel macht in der Regel das Gameplay. Beginnen wir also mit der Struktur und dem Aufbau, welches NfS: Rivals zu Grunde liegt.

              Ihr startet wie bereits erwähnt mit eurem ersten Wagen und spielt euch immer weiter nach oben. Ihr habt die Wahl zwischen Cop und Racer, könnt aber jederzeit zwischen den beiden wechseln. In NfS: Rivals bestreitet ihr Missionen. Diese bestehen wiederum aus Teilaufgaben. Ihr habt immer drei Missionen zur Auswahl. Als Polizist kann man Undercover-Einsätze fahren, Streife fahren oder auch die Enforcer-Mission bestreiten. Das Geniale bei den Cops ist, dass es jeden Wagen in drei Ausführungen gibt, die jeweils unterschiedliche Spezifikationen und Aussehen besitzen. Undercover-Wagen sind zum Beispiel grau und nicht schwarz, weiß lackiert, sodass man sie sofort erkennen könnte. Bei Racern könnt ihr euch entscheiden, ob ihr lieber euer Können unter Beweis stellt, indem ihr driftet oder springt, oder aber Rennen fahren wollt.

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              Es gibt auf alle Fälle jede Menge zu tun. Die Aufgaben unterscheiden sich zwar nur gering und nach erledigter Aufgabe folgt die nächste Mission mit ähnlichen Aufgaben, aber ihr könnt euch entscheiden, ob ihr wirklich gerade Lust auf ein Rennen habt oder einfach beim Cruisen eure Teilaufgaben erledigen wollt.

              Als Polizist erhaltet ihr eure Fahrzeuge natürlich kostenlos. Ihr spielt mit jeder Mission einen neuen Wagen frei. Um was für eine Ausführung es sich handelt, hängt davon ab, welche Mission ihr auswählt. Racer haben es da nicht so einfach. Als Racer müsst ihr eure hart erspielten SP für eure Wagen opfern. Dafür könnt ihr allerdings die Leistung eures Wagens verbessern. Dies können die Cops nicht. Zusätzlich zu dem Leistungstuning, welches nur den Racern  vorbehalten ist, gibt es noch verschiedene Möglichkeiten, eure Gegner auszuschalten. Diese Verfolgungstechnologien nutzen sowohl Racer, als auch Cops. Natürlich unterscheiden sich die Technologien der Racer von denen der Cops. Als Cop könnt ihr zum Beispiel Nagelbänder fallen lassen, was ihr als Racer nicht könnt. Diese kleinen Hilfen können fatale Folgen haben. Gerade als Cop sind sie sehr nützlich, um Racer festzuhalten und somit zu verhaften.

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              Mittendrin statt nur dabei

              Die Spielmodi von Need for Speed: Rivals setzen sich aus Altbekanntem zusammen. Es gibt normale Rennen, Verfolgungen, Zeitrennen und so weiter. Den Unterschied macht die neue „offene“ Welt. Ihr seid nie alleine unterwegs. Ihr befindet euch in der Regel mit acht Spielern auf der Karte und könnt diese herausfordern. Ebenso könnt ihr sie als Cop jederzeit versuchen zu stellen. Events, welche in Nähe von anderen Spielern gestartet werden, können von diesen mitgefahren werden. Insgesamt ergibt sich also ein echtes Gefühl, immer mittendrin zu sein. Das macht eine ganze Menge Spaß. Gerade wenn man als Cop unterwegs ist und sich die einzelnen Racer vornimmt, kommen sich Frustration und Spaß beiderseits sehr nah.

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              Wenn ihr als Racer erwischt werdet oder ihr als Cop oder Racer euren Wagen zerstört, kommt ihr zurück in die Garage und bekommt keine SP für eure Leistungen. Das kann unter Umständen wirklich bitter sein. Zum Glück gibt es aber die gut positionierten Tankstellen, an denen ihr bei Durchfahrt euren Wagen reparieren könnt.

              Um eure Punkte sicher zu bekommen oder eure Mission abzuschließen, fahrt ihr in ein Versteck oder an einen Kommandoposten. Hier könnt ihr dann eure hart verdienten SP für Verbesserungen, neue Wagen, neue Lackierungen oder neue Verfolgungstech ausgeben.

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              Wer auf Individualisierung steht, hat wieder jede Menge Möglichkeiten, mit Farben, Decals und so weiter zu experimentieren. Als Cop gibt es diese Möglichkeiten natürlich nicht, dafür bekommt ihr aber jeden Wagen umsonst und in dreifacher Ausführung.

              Gefühle, Bewegungen und Nervtöter

              Das Geschwindigkeitsgefühl kommt sehr gut an. Ab gewissen Geschwindigkeiten wird es natürlich immer schwerer, euren Boliden zu steuern, als erfahrener Pilot habt ihr allerdings keine Probleme. Es handelt sich also nicht um eine Simulation, aber auch nicht um ein gänzliches Arcadefeeling. Die Wagen unterscheiden sich stark in ihren Fahreigenschaften und wenn man nicht aufpasst, landet man regelmäßig in der Leitplanke. Wenn dies geschieht, sorgt ein halbwegs anständiges Schadensmodell für einen schönen Look der Zerstörung.

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              Die Steuerung ist gewohnt gewöhnungsbedürftig. Mit Tastatur kann man seinen Wagen gut steuern, ab und an gerät man allerdings an seine Grenzen. Auf dem Gamepad funktioniert es gut und es ist leichter, seinen Wagen in der Spur zu halten.

              Wirklich nervig wird es, wenn es um die Framerate geht. Es ist beschränkt auf 30 FPS. Dies ist grundsätzlich nichts Schlimmes, wenn man aber keinen High-End-Rechner besitzt, rutscht die Framerate in manchen Situation unter die 30 FPS, was sich dann schon merklich auf die Steuerung und das Spielvergnügen auswirkt. Da diese aber nicht allzu häufig auftreten, kann man es ganz gut wegstecken.

              Persönliches Fazit

              Was soll man zu einem Rennspiel sagen? Man fährt Rennen. Ein paar Besonderheiten, wie Polizei, Zeitrennen und die Onlinefeatures sorgen für eine Menge Spaß. Need for Speed: Rivals ist ein gelungenes Spiel, aber ist es auch ein gutes? In diesem Fall müssen wir ganz klar sagen: Ja es ist ein gutes Spiel! Endlich gibt es mal keine aufgewärmte Kost, sondern ein paar Neuerungen. Das durch die Onlinefeatures entstehende Gefühl, mittendrin zu sein verstärkt den Ehrgeiz. Die Motivation, immer dickere Wagen zu fahren, ist auch hier vorhanden. Als Cop den Racern gehörig auf die Nerven zu gehen, macht auch jede Menge Spaß. Natürlich hat das alles ein Ende, da es sich nach gewisser Zeit wiederholt. Besonders dann, wenn die Missionen soweit durchgespielt sind. Trotzdem könnt ihr immer noch die euch fehlenden Upgrades und Wagen freispielen. Ihr habt also mehr als genug zu tun. Wenn ihr dann wirklich alles habt, gibt es immer noch den Konkurrenzkampf zwischen den Fahrern.

              Insgesamt gefällt uns Need for Speed: Rivals wieder richtig gut. Es gibt leider immer noch kein optisches Tuning, aber wer weiß, vielleicht sehen wir dies ja im nächsten Need for Speed wieder.

              Positiv

              –          Grafik ist top

              –          Motivation und Ehrgeiz werden geweckt

              –          2 Karrieren: Cop und Racer

              –          Mittendrin mit realen Spielern

               

              Negativ

              –          Framerate-Drops machen sich bemerkbar

              –          Immer noch kein Tuning

               

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              Oder ihr vergleicht die Preise hier.

              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.Lunerock

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              Test/Testbericht: Fussball Manager 14

              Der Fußball Manager von EA. Ein jährlich erscheinender Genuss für alle Hobby-Manager und Wohnzimmertrainer. Seid ihr mit dem Spielsystem der Lieblingsmannschaft unzufrieden? Möchtet ihr den längst vergessenen Traditionsverein zurück in den Profifußball führen? Kein Problem! Einfach selbst das Steuer übernehmen und die Truppe nach eigenen Vorstellungen auf Kurs bringen. Ein Spiel, auf das ich mich persönlich jedes Jahr sehr freue. So auch dieses Jahr. Allerdings ist der Ausdruck „Spiel“ hierbei leider nicht gerechtfertigt.

              Alte Suppe aus neuen Dosen

              Gerne würden wir euch an dieser Stelle einen ausführlichen Test zum neuen Fußball Manager von EA bieten. Allerdings müsste es dazu erst einmal ein neues Spiel der Reihe geben. Und das ist das Problem. Es gibt keinen neuen Fußball Manager. Der Hinweis auf der Verpackung „Legacy Edition“ kündigt dies sehr dezent an. Mehr als einen recycelten FM 13 gibt es dieses Jahr nicht. Alle Funktionen sind die gleichen wie im letzten Jahr. Selbst die Oberfläche ist komplett identisch. EA hat dieses Jahr lediglich alle Kader aktualisiert und die Spielstärken angepasst. Recht wenig für knapp 40€! Die Lizenzen für die 3. Und 4. Liga fehlen dieses Jahr sogar ganz und die angekündigte Bereinigung von Bugs blieb ebenfalls aus. EA hat also hier WISSENTLICH das gleiche Spiel auf den Markt gebracht und verlangt für diese Dreistigkeit dann auch noch beinahe den Vollpreis. Eine Sache, die uns in der Form natürlich nicht gefällt. Denn für Fans der Reihe ist dieses „Spiel“ schlicht ein Schlag ins Gesicht. Es besteht keine Möglichkeit, den FM 13 für weniger Geld zu Upgraden, nein. Es muss der volle Preis gezahlt werden. Unfassbar…

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              Neu kaufen oder alt weiterspielen?

              Fans der Serie sei deshalb ans Herz gelegt, einfach beim Vorgänger FM 13 zu bleiben und eventuell die Teams im Editor selbst anzupassen. Da die aktuellen Teams nach 2-3 gespielten Jahren sowieso hinfällig sind, ist dies nicht mal nötig. Auch Einsteigern raten wir, zum FM 13 zu greifen, weil die ältere Version schlichtweg die günstigere von beiden ist. Auch hier gilt: Manuell nachbessern.

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              Fazit

              Wer dennoch zum „neuen“ FM 14 greift, erlebt durchaus eine packende Fußballsimulation mit allen Höhen und Tiefen, mit Spannung, Last-Minute-Transfers und Titelkämpfen. Allerdings ist daran nichts neu, sondern auf dem FM 13 genauso erlebbar.

              Somit muss jeder selbst entscheiden, wie viel er ausgeben möchte. Fakt ist, dass man die Frechheit, die EA hier released hat, nicht hinnehmen muss. EA hat dies erkannt und bietet über Origin ein Rückgaberecht mit Geld-zurück-Garantie. Immerhin…

              Was bleibt, ist ein fader Geschmack und das komische Gefühl, dass wir wohl in den nächsten Jahren keinen neuen FM erleben werden. Eine große Serie findet so also ihr unrühmliches Ende. Der Fußball Manager 14 ist bei Amazon für derzeit 39€ zu haben.

              Positiv

               – man erwirbt ein durchaus packendes Managerspiel…

              Negativ

               – …das allerdings komplett auf dem Niveau des Vorgängers ist

              Den FM 14 auf Amazon bestellen oder hier Preise vergleichen.

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Test / Testbericht: Auto Club Revolution (PC)

              Es gibt viele Rennspiele da draußen: Teurere und günstigere, aufwändig produzierte mit Blockbustereffekten und kurzweilige, die man in der Mittagspause schnell mal andaddelt. Jedoch sind nur wenige Rennspiele heutzutage auf das eigentliche fokussiert: Autorennen.

              Eutechnyx versucht mit dem Free 2 Play-Titel Auto Club Revolution ein Rennspiel mit realistischem Fahrverhalten und dennoch leichtem Einstieg auf die Beine zu stellen. Wir von Hardbloxx wollten testen, ob das geklappt hat.

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              Einsteigen und Gurt anlegen

              Wie bei vielen F2P-Titeln geht man auf die Website, meldet sich an, lädt den Client herunter, installiert und erwartet, dass sich das Spiel mit einem eigenen Fenster öffnet. Doch nichts da – der Browser öffnet sich und dem Rennfahrer in spe dämmert langsam, dass die Menüs im Browser bleiben werden. Praktischerweise fangen nun auch automatisch haufenweise Downloads an, um alle Autos und Rennstrecken herunterzuladen. So kann es passieren, dass man am Anfang nicht jedes Rennen fahren kann, weil die Karosse oder der Kurs noch nicht fertiggeladen sind. Je nach Internetleitung sollte das aber auch nach einer erträglichen Zeitspanne überwunden sein und man kann definitiv loslegen. Um Gefühl für die Welt von ACR zu bekommen, gibt es drei Rennmissionen, die einem zu Beginn auferlegt werden. Danach steht man mit seinem roten Opel Corsa OPC vor einer großen, weiten Welt.

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              Motor Läuft. Und nun?

              Es gibt verschiedene Rennmodi, die man in Angriff nehmen kann. Tuning und Customizing des Wagens machen zu Beginn ohnehin keinen Sinn, da man kein Geld hat.

              Ein guter Einstieg wäre es, die Wagenmeisterschaft seines ersten Wagens unter die Lupe zu nehmen. Die Wagenmeisterschaft ist eine Art To-Do-Liste mit 5 Punkten, die jedes Auto hat. Da können unterschiedliche Dinge stehen: Fahre mit diesem Fahrzeug auf einer bestimmten Strecke eine bessere Zeit als ein vorgegebener Wert, lackiere das Fahrzeug mit einer bestimmten Lackart, wie Matt oder Perlglanz, fahre eine gewisse Strecke, z.B. 200km, gewinne 10 Multiplayer-Rennen, etc. Da war man kreativ. Ein neuer Autokauf heißt automatisch eine neue Wagenmeisterschaft, also 5 neue kleine Aufgaben – das bringt Abwechslung. Jeder dieser Punkte und das Erfüllen aller bzw. das Gewinnen der Wagenmeisterschaft, bringt Geld in Form von Credits und Erfahrungspunkte, aber dazu später mehr.

              In fast jedem Online-Game gibt es Bestenlisten und die klingen im ersten Moment immer lahm, sind es aber nicht. Da das Spiel und die Community relativ jung ist, passiert es einem schon mal, dass man mit einem neuen Wagen auf einer Strecke als erster überhaupt eine gültige Zeit gefahren ist, sich nur knapp hinter dem weltbesten einreihen konnte oder direkt die Bestzeit fährt. Da einige Wagen und Strecken erst neulich hinzukamen und die Spieler hoffen können, dass auch weiterhin welche hinzukommen werden, bleiben so immer Nischen, in denen man der erste sein kann. Auch hier gibt es in Abhängigkeit von der gefahrenen Strecke Credits und Erfahrungspunkte.

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              Damit es an Abwechslungen nicht mangelt, gibt es zudem eine Tagesaufgabe und die (fast) tägliche Community Challenge. Die Tagesaufgabe ist ähnlich wie die einzelnen Punkte der Wagenmeisterschaft – einfach eine kleine Aufgabe, wie „Fahre ein Qualifizierungsrennen!“, für die man 500 Credits erhält.
              Die tägliche Community-Challenge ist eine Art hervorgehobene Bestenliste: Auto und Strecke sind festgelegt. Fehlt einem das Auto und ist es zu diesem Zeitpunkt definitiv nicht kaufbar, dann macht man an diesem Tag einfach nicht mit und das kann schon frustrierend sein. Hat man jedoch den passenden fahrbaren Untersatz, wird es spannend. Da jeder ACR-Spieler die Challenge vor Augen hat und dementsprechend viele Leute mitfahren, gibt es Unmengen von Bestzeiten. Da kann man in der 5. Runde mit seiner Rundenzeit den 10. Platz belegen und ist am Ende der 6. Runde schon auf Platz 20 geschoben worden, weil so viele andere Fahrer einige Hundertstelsekunden schneller waren. War man unter den besten 100, kriegt man am nächsten Tag einen entsprecheden Betrag an Credits ausgezahlt.

              Zusätzlich gibt es Premium-Weekends und weitere Herausforderungen, bei denen der Spieler im Prinzip auch nur Bestzeiten mit bestimmten Wagen auf bestimmten Strecken fährt. Diese Herausforderungen sind überall im Menü ausgeschildert, sodass wieder sehr viele Fahrer weltweit daran teilnehmen und man mit jeder Hundertstelsekunde einen oder gleich mehrere Plätze aufrutschen kann. Bei den Premium-Weekends sind es sogar Autos, die man nur für E-Coins kaufen kann, für dieses Rennen aber geliehen bekommt.

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              Neben all den wechselnden Herausforderungen und der üblichen Sammelwut, die hoffentlich durch künftige Updates noch weiter angefeuert wird, gibt es in ACR Achievements. Die Idee ist keinesfalls neu, aber sie kann den Ehrgeiz so manchen Fahrers wecken. Achievements für das Fahren ohne Assistenzsysteme, Siege bei Onlinerennen, regelmäßiges Einloggen, insgesamt gefahrene Strecke, erreichte Geschwindigkeiten etc. Im Profil jedes Spielers kann dieser 3 erreichte Achievements ausstellen, sodass andere Spieler sie immer neben dem Namen sehen, sogar in der Lobby vor einem Onlinerennen.

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              Money, Money, Money..

              Das System ist recht einfach und überschaubar: Es gibt 2 Währungen. E-Coins und Credits. E-Coins kann man für Echtgeld kaufen und bei Bedarf zu Credits umwandeln. Credits kann man ansonsten durch diverse Leistungen im Spiel verdienen.
              Die Haupteinnahmequelle ist das Fahren. Das gibt Credits und Exp in Relation zur gefahrenen Strecke. Ganz banal: Startet man das Spiel und schließt es, ohne zu fahren, kriegt man 0 Credits und 0 Exp. Fährt man allerdings kurz an, bremst und schaltet dann aus, kriegt man bereits einen kleinen Betrag. Wer also die Bestzeitenqualifikation auswählt und konsequent die 50 Runden durchfährt, kriegt am Ende einen ordentlichen Betrag an Credits und Exp ausgezahlt.
              Zusätzlich hat jedes Auto sozusagen einen Multiplikator. Der Opel Corsa mit dem man anfängt, gibt 0% Bonus, bereits der Renault Twingo und Volvo C30 geben 5%, VW Beetle und Mitsubishi Eclipse geben 10% und danach gibt jeder weitere Wagen 5% mehr. Das heißt, wenn man beim Hyundai Genesis Coupe 380 GT ankommt, der 100% Bonus gibt, kriegt man genau den doppelten Betrag an Credits und Exp. Es lohnt sich also, mehr mit den neueren Autos zu fahren.

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              Which seat should I take?

              Insgesamt sind im Spiel derzeit 59 verschiedene Fahrzeugmodelle vorhanden. Davon sind lediglich 7 für E-Coins kaufbar, was bedeutet, dass der nicht zahlungswillige F2P-Spieler satte 52 Karren zur Wahl hat. Das ist mehr als so mancher teure Titel bietet!
              Geboten wird dabei alles mögliche von Kleinwagen über Sportlimousine bis hin zu Supersportwagen. Um einige Beispiele zu nennen: Renault Twingo R.S. 133 Cup, VW Golf GTI und Golf R32, Jaguar XFR, Chevrolet Camaro SS, Acura NSX, Ford GT, Koenigsegg Agera. Nicht zu vergleichen mit der immensen Auswahl eines Gran Turismo aber eben mehr als bei Need For Speed.

              Die Wagen sind in Klassen aufgeteilt, die der Spieler leider nicht sieht. In Folge einer Umstrukturierung wurden in einem großen Update den Fahrzeugen im „Autosalon“ die Leistungsdaten, sowie die Zugehörigkeit zu einer Autoklasse genommen und durch ein Balkendiagramm ersetzt, das grob anzeigt, wie gut die Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Handling und Bremsen sind. Nur in den Foren und FAQs lassen sich Einträge aus alten Versionen des Spiels finden. Außer dem Matching für den Online-Multiplayer sind die Wagenklassen jedoch egal und man kann sich darauf verlassen, dass der nächste Wagen im Autosalon höchstwahrscheinlich ein wenig leistungsfähiger sein wird oder besser auf der Straße liegt, als der vorangehende.

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              Das nächste, was dem geschulten Auge des Rennfahrers auffällt, ist, dass jegliches Schadensmodell fehlt. Kollidiert das Auto mit einer Wand, sprühen Funken und es fliegen Scherben durch die Luft, das Auto ist danach jedoch nach wie vor schön. Das fehlende Schadensmodell kann kritisiert werden, man muss aber anmerken, dass Genregrößen, wie Gran Turismo oder Forza Motorsport auch lange Jahre ohne auskommen. Im Idealfall fährt man die Karre eben nicht kaputt und braucht das nicht. Es bleibt jedoch das Gefühl, dass die Entwickler da gespart haben.
              Die Karosse kann dennoch beschädigt werden, was man an der Grafik im rechten Bildabschnitt sieht. Wird ein Teil rot angezeigt, ist es beschädigt und beeinträchtigt die Gesamtfahrleistung. Nach dem Rennen wird der Rambofahrer auch zur Kasse gebeten, denn verbeulte Karren dürfen nicht an nachfolgenden Rennen teilnehmen und müssen repariert werden. Nur bei Bestzeitenqualifizierungen wurde davon abgesehen, da man in Ruhe seine Bestzeit fahren soll und die Runde nach einer Wandberührung sowieso für ungültig erklärt wird und dem Spieler wahrlich keinen Vorteil damit verschafft.

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              Hat man sich für ein Auto entschieden, kann man es tunen. Je nach Gesamt-Exp dürfen 3, 4 oder 5 Tuningteile eingebaut werden, die zusammen eine bestimmte Punktzahl nicht überschreiten dürfen. Wem das zu langsam ist, der kann für E-Coins direkt alle 5 Tuning-Slots freischalten, statt zu leveln. Die einzelnen Tuningteile kosten, wie auch die Autos im weiteren Spielverlauf immer mehr. Beim Tuning hat man sich um einen Arcade-Charakter bemüht und alles möglichst simpel gehalten. So ganz realistisch fühlt sich das nicht an. Das Auto wird einfach „besser“. Ebenso gibt es, zumindest momentan, keine Möglichkeiten, neue Reifen zu kaufen oder die Aerodynamik zu erhöhen. Neuere, teurere Autos haben automatisch besseren Grip und kleben mehr auf der Straße.

              Optisch kann man seinen Wagen in Originallacken dieses Modells, Hochglanz-, Matt-, Metallic- und Perlglanzlacke. Diese muss man erst kaufen. Einmal gekaufte Lacke können jedoch später für alle anderen Wagen auch verwendet werden. Manche besonderen Lacke sind wieder nur für E-Coins kaufbar. Schwarzer Mattlack oder Chrom-Lack auf der gesamten Karosse, das kann man nicht für Credits kaufen. Es gibt auch die Möglichkeit, Bremsbeläge und Felgen umzulackieren. Auch da sind einige Lacke nur für E-Coins zu haben.
              In einem speziellen Editor kann man sein Auto mit Aufklebern dekorieren. Manche Aufklebersets muss man erst für Credits kaufen. Danach stehen dem kreativen Spieler alle Möglichkeiten offen, die Aufkleber anzubringen, zu verzieren etc. Der Editor ist wirklich gut und man kann damit Stunden verbringen, wenn man nur genug Ideen hat.

              Neben Lacken und Aufklebern gibt es bis jetzt lediglich neue Felgen zu kaufen. Es sind jedoch schon Menüpunkte für Spoiler und weitere Karosserieteile angekündigt und man kann im Netz News zum Thema „Originalteile namhafter Hersteller“ finden. Kommt dieses Update, dürfte es den kreativen Tunern noch mehr Möglichkeiten geben, ihr Auto persönlich zu gestalten.

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              Eyecatcher oder Augenkrebs?

              Eutechnyx gab sich Mühe, das Spiel auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und das sieht man. Die Fahrzeuge sind sehr detailliert nachgebildet worden und auch die grafischen Effekte können sich sehen lassen:

              Werden alle Grafikeinstellungen auf Ultra gestellt, sind die Texturen der Rennstrecken und Umgebung gestochen scharf, die Effekte zahlreich und realistisch. Obwohl die Zuschauer keine 2D-Pappaufsteller mehr sind, wirken sie, als wären sie es. Insgesamt wirkt die Kulisse oft leblos.
              Beim Sound wurde das Augenmerk auch auf Effekte gelegt: der Motorsound hallt zurück, sobald man in einem Tunnel ist oder sehr nah an einer größeren Wand vorbeirast. Zuschauer jubeln, wenn man vorbeifährt, einen Unfall baut oder die Ziellinie passiert. Das alles klingt gut, bleibt aber dennoch etwas trist, da auf Hintergrundmusik bei den Rennen gänzlich verzichtet wurde und der Rest ja im Browser stattfindet. Die Motoren der verschiedenen Fahrzeuge klingen unterschiedlich, überzeugen aber nicht. Sie klingen einfach nicht so, wie man die Autos aus Filmen oder anderen Games kennt – man erkennt sein Lieblingsauto nicht am Sound. Für Fans ist das schade.

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              Das Miteinander

              Will man ein Online-Rennen fahren, wird man automatisch in eine von mehreren nach Sprachen sortierten Lobbys eingeloggt. Da können Spieler chatten und Rennen planen. Für Rennen gibt es viele Optionen: Neben der Wahl der Strecke und Anzahl der Mitfahrer kann eingestellt werden, ob Mitfahrer ein beliebiges Auto fahren dürfen, nur dasselbe oder ein beliebiges Auto aus der selben Klasse wie das eigene. Ebenso kann eingestellt werden, ob Gegner ein beliebiges Rating haben können oder nur jene das Rennen sehen, deren Rating sich nicht stark vom eigenen unterscheidet. Dieses Rating geht von 0 bis 5000 Punkten und beginnt bei neuen Fahrern bei 2500.
              Zusätzlich kann man einstellen, welche Stufe der Fahrassistenzsysteme die maximal erlaubte ist. So finden online öfters Rennen mit gänzlich deaktivierten Fahrhilfen bei Regenwetter statt, bei denen die Fahrer weltweit das Driften üben.

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              Ein Browsergame?

              Die Entscheidung, das Hauptmenü in den Browser zu verlegen ist mutig, hat jedoch auch Vorteile. Im Gegensatz zu den meisten heutzutage üblichen Games, laufen nicht alle Lüfter im Menü auf Hochtouren, weil die Grafikkarte alles in einem OpenGL/DirectX-Fenster versucht mit 60fps und MSAAx4 darzustellen. Das gilt auch für die Lobby vor einem Multiplayerrennen: Man tritt einfach bei, kann in anderen Tabs herumsurfen und sobald der Host das Spiel startet, öffnet sich ohnehin das übliche Fenster und der Spieler weiß, dass es gleich losgeht. Nach vier Wochen Dauertest findet man das nicht mehr schlimm, sondern wirklich angenehm, nicht zuletzt wegen der Laute-Lüfter-Problematik.

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              Kostenlos… und wo ist der Haken?

              Es gibt eigentlich keinen großen Haken, da die meisten Wagen nur durch Credits und ab einem bestimmten Level erstanden werden können. Es sind eher viele kleine Häkchen, da man durch E-Coins sein Auto früher vollständig tunen kann, Boni, wie doppelte Exp und Lohn kaufen kann und eben die exklusiven Wagen nur so bekommt, welche in ihrer Klasse mit Abstand den meisten Lohn von Haus aus erhalten. Zum Glück also kein Pay 2 Win-Titel – es gab schon so manche Unfälle mit nagelneuen Paganis, weil der Fahrer sich zwar einen kaufen konnte, der Leistung aber nicht Herr wurde.

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              Fazit:

              Was Eutechnyx mit Auto Club Revolution geschafft hat, ist eine ausgewogene Mischung aus Rennsimulation und Arcade-Game. Das Fahrverhalten der Wagen fühlt sich super an, jedes Fahrzeug verhält sich anders und die Unterschiede zwischen Front- und Heckantrieb sind enorm – das geht heutzutage leider bei vielen Rennspielen mit wehenden Fahnen unter. Man kann die Fahrhilfen in mehreren Stufen einstellen, sodass auch mit Tastatur gut gefahren werden kann, kann sie jedoch auch ganz ausstellen und sich mit Lenkrad und Pedalen der rohen Gewalt eines Sportwagenmotors aussetzen.
              Meistens geht in Rennspielen ein realistisches Fahrverhalten nur mit Sponsorenaufklebern einher – hier nicht. Das eigene Auto kann mit Perlglanzlack und Aufklebern völlig frei gestaltet werden und Wagen anderer Fahrer können begutachtet und bewertet werden. Der Fahrer wird auch nie mit Entscheidungen überfordert, wie viel Grad Radsturz er vorne und wie viel er hinten haben möchte. Der realistische Teil bleibt auf das Fahrverhalten beschränkt. Schon bei den Leistungen der einzelnen Fahrzeuge wird dem Spieler nie eine Zahl für Leistung oder Drehmoment angegeben. Man darf also ruhig anzweifeln, ob die Fahrzeuge im echten Leben genau so abgestuft werden können und ein Honda NSX wirklich langsamer ist, als ein Jaguar XK-RS.
              Dazu kommt die Langzeitmotivation durch die täglichen Events, die Wochenendaktionen, Premium-Weekends, Achievements, Wagenmeisterschaften bei jedem neuen Fahrzeug und die Vorfreude, das nächste Auto endlich freizuschalten und zu testen.
              Doch es gibt auch eine Kehrseite: Die Server sind vor allem in den Abendstunden maßlos überlastet. Online-Rennen bleiben manchmal in der Initialisierung hängen, manche Bestzeitenfahrten verlieren die Verbindung, sodass Bestzeiten nicht mehr gewertet werden und die ansonsten übliche Bezahlung pro gefahrenen Kilometer natürlich auch nichts bringt, weil der Server von den 50 gefahrenen Runden Bestzeitenjagd nichts mitbekommt.
              Der F2P-Ansatz funktioniert hier. Es gibt Anreize, Geld in das Spiel zu investieren, man kann aber auch wunderbar ohne leben, ohne sich beschnitten zu fühlen.

              Positiv
              – sehr gutes Fahrverhalten
              – Grafik auf dem aktuellsten Stand, schön anzusehen
              – guter, vielseitiger Aufkleber-Editor
              – abwechslungsreiche Events
              – Langzeitmotivation durch Achievements etc.
              – 59 gut nachgebildete Fahrzeuge
              – auch kostenlos gut spielbar, kein Pay2Win

              Negativ
              – Server manchmal überlastet, Verbindungsabbrüche
              – ab und zu Bugs
              – Umgebung wirkt stellenweise trist und leblos
              – teils unübersichtliche oder unauffindbare Menüs

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test geschrieben von Hardbloxx.ecth

              Test/Testbericht: NHL’14

              Pünktlich zum zwanzigjährigen Jubiläum des ersten NHL PC-Ablegers schickt EA ein rundes, gut durchdachtes Game an den Start. Wie sich NHL’14 schlägt, welche Spielmodi gespielt werden können und was es sonst noch so neues gibt erfahrt ihr im Test.

              Alles wie immer, bis auf…

              EA hält es auch bei NHL’14 so wie bei eigentlichen jeden Sporttitel aus ihrem Hause. Sie werfen nicht alles komplett über den Haufen sondern verbessern und bearbeiten die Details, die beispielsweise beim Vorgänger noch Potential nach oben oder kleinere Fehler beinhalteten. Dieses Konzept geht wunderbar auf, denn der Spieler braucht praktisch keine Eingewöhnungszeit um neue Steuerkniffe zu lernen oder auf dem Startbildschirm die Menüs nach seinen favorisierten Spielmodi zu durchforsten. Alles so weit, so gut. Alles beim Alten also? Nein! Wurde in der Vergangenheit der Fokus der Animation eher auf das Skaten gelegt, stand dieses Jahr ganz klar das Animieren von Zusammenstößen auf dem Plan. Diese Neuerung ist die wohl größte Errungenschaft in NHL’14 und revolutioniert das Spielerlebnis beinahe! Denn jetzt wird jede noch so kleine Berührung, jeder Kontakt mit dem Gegner und natürlich jedes Tackling unglaublich realistisch visualisiert. So geraten die Spieler ins Stolpern wenn sie den Gegner im Vorbeifahren berühren oder fallen hin, wenn ein Gegner den eigenen Weg kreuzt. Das sieht alles wunderbar aus und verleiht dem Spiel einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit und viel Dynamik. Auch die Checks sehen bei NHL’14 großartig aus. Wenn man im hohen Tempo den Gegenspieler tackelt, fliegt dieser im hohen Bogen durch die Halle und verliert dabei Helm und Handschuhe.

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              Fäuste hoch

              Ebenfalls überarbeitet wurden die Faustkämpfe. Jetzt kann man fröhlich drauf los prügeln ohne das eine Zwischensequenz oder ähnliches Vorgeplänkel die Auseinandersetzung unterbricht. Die Kamera zoomt einfach an die Streithähne heran und diese liegen sich kurze Zeit später schon „in den Armen“. Die Steuerung ist einfach gehalten und nach kurzer Zeit ist der Spuk dann auch vorbei. Ein Kurzweiliges und sehr Spaßiges Element. Als Ergebnis des Ganzen gibt es einen Energiegewinn für beide Teams.

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              Zufriedenstellendes Drumherum

              Grafisch bewirkt NHL’14 keine Wunder, muss es im neuen Ableger aber auch nicht unbedingt. Das Spiel sieht sehr gut aus und hat in etwa das Niveau des Vorgängers. Die Zuschauer gehen sehr gut mit. Bei Checks oder Fouls folgt ein Aufschrei den Nächsten. Die Kommentatoren sind stimmig und in den Breaks gibt es schöne Zusammenfassungen zum Spiel und Tipps wie es besser laufen könnte. Auch der gewohnt fette Soundtrack ist wieder ein Brett. Alles in Allen also stimmig ohne große Innovation. Solide.

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              Lebe das Leben

              Natürlich sind im neuen NHL alle bekannten Spielmodi enthalten. Besonders sticht hier allerdings der Be-A-Pro-Karrieremodus ins Auge. Diesen Modus gab es bereits im Vorgänger, jedoch wurde dieser im neuen NHL erweitert. Bereits im Vorfeld kündigte EA eine Verbesserung des Be-A-Pro-Karrieremodus an und die größte Änderung liegt hier ganz klar im sozialen Sektor des Spielers. Ihr spielt weiterhin einen Charakter durch seine Karriere und sammelt von Spiel zu Spiel fleißig Erfahrungspunkte. Neu ist hier aber, dass der Spieler jetzt Interviews geben kann und seine Antworten Einfluss auf sein Umfeld haben. Die Interviews wirken sich beispielsweise auf die Fans aus, ob sie den Spieler lautstark Supporten oder auspfeifen. Auch auf das Standing in der Mannschaft haben die Antworten Einfluss. Verhält man sich arrogant kann es passieren dass man nicht mehr so oft angespielt wird oder dass gar das Management missmutig  die Augenbrauen hebt. Allerdings wirkt der Be-A-Pro-Karrieremodus etwas unfertig und das Frage-Antwort-Spiel recht statisch. Den richtig großen Einfluss haben die Interviews nicht und der „normale“ Spieler wählt ohnehin meist die moralisch korrekten Antworten. Vielleicht erleben wir hier in den nächsten Jahren etwas mehr.

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              Spielmodi in Hülle und Fülle

              Ebenfalls spielbar ist der Ultimate Team Modus den man schon von FIFA kennt.  So erwirbt man sich hier online diverse Kartensets in denen verschiedene Spieler enthalten sind. Mit den so erworbenen Spielern kann man nun an den Start von Onlinemeisterschaften gehen. Hier zählen natürlich die Punkte die es in den jeweiligen Matches zu holen gilt. Sie entscheiden über das angesteuerte Ziel, etwa Aufstieg oder zumindest Klassenerhalt. Eine schöne Ergänzung!

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              Natürlich sind auch alle anderen Spielmodi wie z.B. Saison, Freundschaftsspiel, Training, NHL Moments, Winter Classic oder ausländische Ligen, das die deutsche DEL beinhaltet, vertreten. Es gibt also genug Inhalte zu bespielen und der Spieler hat viele viele Stunden Zocken vor der Brust.

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              Früher war alles besser?

              Besonders zu erwähnen ist der „NHL-94-Jubiläumsmodus“. Zu Feiern gibt’s es den zwanzigsten Jahrestag des ersten PC-NHLs seinerzeit.  Hier wird man nochmals in graue Vorzeit katapultiert und kann das Flair von damals bespielen. Und das macht sehr viel Spaß. Im Ladebildschirm ertönt 16-Bit Sound und die einfache 2-Knopf-Steuerung macht viel Laune, vor allem zu zweit! Schade, dass dieser Modus nicht online spielbar ist.

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              Hilfe ich bin Anfänger!

              Eishockey. Ein Sport der eigentlich nie so richtig den Weg in die breite Öffentlichkeit gefunden hat. Obwohl man einige Matches verfolgt, wird man nie so richtig warm mit den Herren auf dem Eis. Das liegt keinesfalls an fehlender Spannung, denn spannend ist das Spiel irgendwie schon. Vielmehr sind es verwirrende Regeln und Entscheidungen die den geneigten Zuschauer abschrecken. Ohne aufgeschlagenes Regelbuch, dick wie der Brockhaus, hat ein aufmerksames Verfolgen des Spielgeschehens eigentlich keinen Sinn. Jetzt nicht übertreiben! Denn, man mag es kaum glauben, so kompliziert ist das Spiel nicht. Ein kurzes Überfliegen der wichtigsten Regeln genügt und schon kann man sich ins Eishockeyabenteuer stürzen. Somit ist es entweder eine sehr gute Einstiegshilfe oder aber völlig bedeutungslos für das Spielen des neuen Ablegers der NHL-Serie. Denn NHL’14 kann man auch als absoluter Einsteiger problemlos in die Konsole werfen. Spielspaß ist definitiv garantiert. Gleich zu Beginn des Spiels wird der Schwierigkeitsgrad erfragt und man kann seine Erfahrungen im Eishockey auf die vorgegebenen Schwierigkeiten anpassen. Gleich danach folgt ein kleines Tutorial das die wichtigsten Abläufe und Steuerbefehle behandelt. Eine gute Hilfe. Allerdings fehlt, schon wie in den Vorgängern, ein detailliertes, allumfassendes „Steuerungstraining“ um gerade den Anfängern den Einstieg ins Spiel zu erleichtern.

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              Fazit

              EA hat mit NHL’14 wieder einmal ein sehr gutes Stück Eishockey abgeliefert. Zwar wurde das Spiel nicht neu erfunden, das war aber auch nicht nötig. Vielmehr hat man sich auf Punktuelle Verbesserungen konzentriert. Hauptaugenmerk liegt definitiv auf dem Einbinden der neuen Engine, die Kollisionen und Tacklings nun unglaublich realistisch darstellt. Das verleiht dem Spiel neue Dynamik und mehr Authentizität. Das Ergänzen der Onlinemeisterschaften im Ultimate Team Modus waren überfällig und sind demnach kein Bonus sondern eher notwendige Verbesserungen. Ebenfalls schön ist die Idee des Jubiläumsmodus der sehr viel Spaß macht. Im Karrieremodus  Be-A-Pro fruchten die angestrebten Innovationen allerdings noch nicht so recht. Zwar sind die Gedanken hinter dieser Sache durchaus gut, allerdings wirkt das alles noch nicht zu Ende gedacht und ist noch zu leicht zu durchschauen. Wird hier zukünftig weiter an den Stellschrauben gedreht ist der Be-A-Pro-Modus  sehr vielversprechend. Spielerisch hat sich NHL’14 also im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Abgesehen davon gibt es allerdings wenige erwähnenswerte Neuerungen. Nichtsdestotrotz macht das Spiel ungeheuren Spaß und ist deshalb absolut zu empfehlen. Egal ob Anfänger oder Profi. Bei Amazon gibt es NHL’14 aktuell für 65,99€.

              Positiv

              –          Neue Engine für mehr Realismus

              –          Neu animierte Kampfsituationen

              –          Detaillierter Karrieremodus

              –          Großartige Atmosphäre

              –          Ausgebauter Be-A-Pro-Modus

              –          Onlinesaison im Ultimate Team Modus

              –          Riesiger Spielumfang mit etlichen Spielmodi

              –          Spaßiger ’94 Spielmodus

              –          Viele Lizenzen

              –          Guter Soundtrack

              Negativ

              –          Be-A-Pro-Modus wirkt noch nicht zu Ende gedacht

              –          ’94 Modus nur offline

              –          Immer noch kein Tutorial um grundlegende Steuerung zu erlernen

              –          Grafik stagniert, allerdings auf guten Niveau

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Sneak Peek: NextCarGame

              Ich kann mich noch an die guten alten Zeiten der Crash-Racing-Games erinnern. Destruction Derby ist wohl mit der bekannteste Ableger dieser. Aber auch FlatOut hat sich über die Jahre einen Namen gemacht. Lange ist es recht ruhig geblieben in diesem Genre. Dirt Showdown ist released worden. Allerdings ist Showdown eher ein Crashgame als ein Racing-Game. Genau das wollen die Entwickler von FlatOut, Bugbear Entertainment, jetzt wieder ändern und kündigen NextCarGame an.

              Wir haben uns schon einmal alle Informationen angeschaut und wollen für euch die wichtigsten Fakten zusammentragen.

              Das Spiel wird vorerst ausschließlich für den PC erscheinen. Bugbear erwägt aber auch Releases auf anderen Plattformen, je nachdem, was die Spieler wünschen. Ziel ist es das Game über Steam und allen anderen gängigen Online-Distributoren zu verkaufen. Ihr habt zudem die Möglichkeit das Spiel schon vorzubestellen. Es kostet dann 30 US-Dollar. Der Vorteil einer Vorbestellung ist es, dass man Early Access bekommt. Wenn 10.000 Pre-Order-Games verkauft wurden, veröffentlicht Bugbear eine erste Version des Spieles für alle Vorbesteller. Abgesehen davon unterstützt ihr natürlich die Entwickler, die auf einen Publisher verzichten wollen. Eine Kickstarter-Kampagne war in Planung, da das Studio allerdings aus Finnland kommt, gab es diesbezüglich ein paar rechtliche Schwierigkeiten.

              Aktuelles Veröffentlichungsziel ist Frühjahr 2014. Das Konzept besteht aus dem, was man schon aus FlatOut kennt: Ihr fahrt normale Rennen mit alten Wracks und braucht so keine Angst vor Kontakt zum Gegner haben. Die hauseigene Engine ROMU ist in der Lage, eindrucksvolle Schadensmodelle zu zaubern. Die Entwickler haben Spaß daran, Dinge zu zerstören. Und genau das soll dem Spieler im Spiel auch Spaß bereiten. Dazu gehört unter anderem, dass man keine Scheu vor Kontakt hat. Auch Modifikationen für die Fahrzeuge sollen möglich sein.

              Dem Entwickler geht es in erster Linie darum, ein Gefühl zu vermitteln. Ihr sollt mittendrin sein und neben dem Gewinnen des Rennens, soll auch der Spaß an der Zerstörung der gegnerischen Fahrzeuge im Vordergrund stehen.

              Wenn das alles kein Grund ist ein wenig Geld zu investieren. Natürlich kann über die Qualität und das letztendliche Produkt keine Aussage getroffen werden, solange man es nicht gespielt hat. Trotzdem denke ich, haben wir hier ein potenziell gutes Spiel.

              Wer Interesse an der Unterstützung des Projektes hat, kann es hier vorbestellen. Dort sind auch weitere Informationen zu finden.

              Und wurde euer Interesse geweckt? Schreibt es und im Forum.

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              Euer Hardbloxx-Team
              Beitrag erstellt von Hardbloxx.Lunerock

              Test / Testbericht: Need for Speed – Most Wanted

              Man mag über EA und Need for Speed denken, was man will, die Zahlen sprechen immer für sich. Aber nur weil es eine breite Käuferschaft gibt, spricht das noch lange nicht für ein gutes Spiel. So wissen wir mittlerweile, dass Criterion Games laut EA nicht genug Zeit für ihre NfS-Spiele hatte und man mit dieser Aussage versuchte, die mittelmäßigen Testergebnisse zu rechtfertigen. Es stellt sich die Frage, ob Criterion bei der Neuauflage von Most Wanted nun genug Zeit hatte oder nicht.

              And again!

              So da wären wir mit dem nächsten NfS-Titel. Was soll man sagen? Wenn man sich zurückerinnert, war Most Wanted einer der Teile, die noch sehr stark von den „The Fast and the Furious“-Filmen profitierten. Tuning wurde groß geschrieben und es war eine für ein Rennspiel recht gute Story vorhanden.

              Das alles war einmal. Im „Remake“ gibt es keine Story, wie schon in den letzten Teilen. Euer Ziel ist es, die Most Wanted-Fahrer zu besiegen und euch so die schnellsten Wagen unter den Nagel zu reißen. Es warten zehn solcher Herausforderungen auf euch. Das war auch schon alles zum Thema Story und Ziele.

               

               

              Um gegen diese Fahrer antreten zu dürfen, benötigt ihr allerdings eine gewisse Anzahl an SpeedPoints. Diese verdient ihr durch das Fahren von Rennen. Nur durch das bloße Rennfahren könnt ihr bis zu 12000 solcher SP verdienen, weitere Bonuspunkte bekommt ihr durch das Zerstören eines Gegners oder eines Polizeiwagens(Takedown) während des Rennens. Ja, es gibt wieder Polizei und diese geht einem nach wie vor streckenweise gehörig auf die Nerven. Werdet ihr verfolgt, müsst ihr fliehen.

              Straßensperren und Nagelbänder sind auch wieder mit von der Partie. Entkommt ihr einer Verfolgung, wird dies mit SpeedPoints belohnt.

              Die Welt (Fairhaven) ist frei befahrbar und um ohne Rennen an SP zu kommen, könnt ihr Plakatwände zerstören, die mit Sprüngen verbunden sind oder durch Radarfallen fahren und einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen. Für jeden Wagen gibt es außerdem Meilensteine, darunter fallen gedriftete Strecken, ausgeschaltete Gegner und vieles mehr.

               

               

              Fahr schon mal den Wagen vor!

              Ihr verdient kein Geld mehr. Ihr braucht auch keines mehr. Euren Wagen besorgt ihr euch einfach. Zu diesem Zweck gibt es 126 Wechselstellen auf der Karte, die ihr finden müsst. An jeder Wechselstelle findet ihr zu Beginn ein neues Fahrzeug. So kommt ihr relativ schnell zu einem Porsche oder Lamborghini. Logischerweise sind aber die Wagen der Most Wanted-Fahrer nur über die entsprechenden Rennen zu erlangen.

               

              Wenn ihr also nun euren Camaro, 911, Focus oder SL gefunden habt, nutzt ihr diesen, um an einem Rennen teilzunehemn. Mit dem neuen EasyDrive könnt ihr ein Solches auswählen und euch den Weg dorthin anzeigen lassen. Für die verschiedenen Klassen der Fahrzeuge sind verschiedene Strecken vorgesehen. Der Weg zu den Strecken entfällt, sobald ihr diese einmal abgeschlossen habt, dann könnt ihr euch einfach zum Startpunkt teleportieren lassen.

              Pro Klasse sind jeweils fünf Rennen vorgesehen. Wenn ihr Dritter werdet, bekommt ihr eine kleine Anzahl an SP. Der erste und zweite Platz ist mit jeweils einer größeren Menge SP und jeweils einem Tuningteil belohnt. Wenn ihr also Erster werdet, bekommt ihr zwei Tuning-Teile und die Maximalanzahl an SP. Die Tuningteile sind nicht optisch, sondern Dinge wie Nitro, Getriebe und Reifen. Wenn ihr eine solche Modifikation ergattert habt, lässt sich ein Veränderung des Fahrverhaltens oder der Geschwindigkeit schnell erkennen. Wenn ihr zum Beispiel Rennreifen aufgezogen habt, seid ihr im Gelände verloren.

              Ihr beschleunigt extrem schlecht und das Fahren ähnelt mehr einem Schlittschuhlauf. Die Tuningteile schaltet ihr übrigens für jedes Fahrzeug einzeln frei. Heißt, ihr müsst euch jedes Mal in den mehr oder weniger gleichen Rennen beweisen, um jedes Auto voll auszustatten. Wenn ihr euren Wagen mit einem Teil ausgestattet habt, könnt ihr das Standardteil zu einem Pro-Teil aufwerten, indem ihr bestimmte Aufgaben erfüllt, wie zum Beispiel, um an Pro-Nitro zu kommen, den Standard-Nitro für eine gewisse Zeit benutzt.

              Was ich persönlich ziemlich schade finde, ist, dass ihr nicht einmal die Farbe eures Wagens bestimmen könnt. Klar ihr könnt zu Reparaturzwecken durch eine Tankstelle fahren, bei der auch gleich die Farbe geändert wird und das könnt ihr natürlich solange machen, bis ihr eure Wunschfarbe erhaltet, aber das bringt mir die Freiheit der Selbstbestimmung nicht wirklich zurück.

              Um alle Wagen freizuschalten und zumindest die meisten Werbetafeln und Radarfallen mitzunehmen, benötigt man etwa 11 Stunden.

              Was gibt’s sonst noch?

              Die Rennen laufen größtenteils nach bekannten Mustern ab. Es gibt die Standardvertreter, wie Rundkursrennen und Sprintrennen, aber auch Exoten wie Tempojagd und Hinterhalt. Die Tempojagd verlangt von euch, über eine gewisse Strecke eine bestimmte Durchschnittsgeschwindigkeit zu halten. Der Hinterhalt wurde euch von der Polizei gestellt und ihr müsst diese innerhalb eines gewissen Zeitrahmens loswerden.

              Die Grafik beruht auf der FrostBite 2 Engine. Diese sorgte schon in Medal of Honor: Warfighter für grandiose Effekt. Auch Most Wanted sieht super aus. Die Lichteffekte und die Texturen der Straße bei Nässe sehen klasse aus. Die Wagen sind alle lizensiert, demnach dem Original eins zu eins nachempfunden. Auch diese wirken echt, wozu auch Dinge wie von selbst ausfahrende Spoiler gehören. Das Geschwindigkeitsgefühl ist wirklich sehr gut und gerade bei einem Buggati Veyron merkt man, wie schwer es ist bei 350km/h und mehr zu manövrieren.

              Apropos Bugatti Veyron: dieser ist nicht der letzte Wagen den ihr freischaltet, aber meines Erachtens ein extrem übermächtiges Fahrzeug. Das nur am Rande.

              Der Sound der Boliden ist in Ordnung. Der Tesla Roadster sticht da etwas hinaus, da er fast gar keine Geräusche macht. Elektroautos sind halt leise.

              Die Performance des Games ist nach meiner Erfahrung nicht so überragend. Leichte Slowdowns stören den Spielfluss und bringen vor allem bei sehr hohen Geschwindigkeiten Probleme mit sich. So passiert es, dass man in einer Wand landet, obwohl man eigentlich rechtzeitig ausgewichen ist. Das nervt zwar, kam aber bei mir nicht so häufig vor, dass ich mich ernsthaft darüber beschweren müsste. Man gewöhnt sich ja leider an alles.

               

              Die Steuerung reagiert teilweise etwas zu Träge. Als ambitionierter Rennspieler muss ich sagen, habe ich immer meine Tastatur zum Fahren genutzt. Most Wanted ist das erste Game, bei dem ich meinen PlayStation 3-Controller anschließen musste, um sinnvoll steuern zu können. Dies ist aber natürlich nur mein Empfinden und muss von jedem selbst beurteilt werden.

              Erlebnisse in der Onlinewelt

              Widmen wir uns kurz dem Multiplayer, der alles in allem gut gelungen ist.

              Man sucht sich via EasyDrive ein Spiel und landet prompt mit bis zu 12 Spielern auf einem Server. Dort werden dann mehrere Rennen ausgetragen. Die Rennen beginnen an Treffpunkten, zu denen ihr hinfahren müsst oder nach einer gewissen Zeit teleportiert werdet. Besonders gut gefallen hat mir der Team-Renn-Modus. In diesem werden zwei Temas zufällig gebildet und man gewinnt durch Zeit und/oder Punkte über Takedowns.

               

              Im Multiplayer gibt es nicht alle Boliden. Was in Anbetracht dessen, dass der Bugatti Veyron viel zu übermächtig ist auch vollkommen in Ordnung ist. Tunen müsst ihr im Multiplayer von Neuem. Es gibt noch Spezial-Fähigkeiten zum freischalten, die euch zum Beispiel für gewisse Zeit keinen Schaden nehmen lassen. Für die Rennen bekommt ihr SP und steigt im Fahrerlevel. Hier könnt ihr auch Farben freischalten und selbst auswählen.

               

              Der Online-Modus verspricht auf jeden Fall lange Spaß und schafft besonders mit Freunden zusammen einen erheblichen Mehrwert.

              Persönliches Fazit

              Eventuell bin ich ein wenig voreingenommen, aber mir haben bisher alle Teile der NfS-Reihe Spaß gemacht. So auch Most Wanted. Es ist halt ein Rennspiel. Was tut man da? Rennen fahren! Alles was drum herum ist, zähle ich als Dreingabe.

              Ok, ganz so niedrig sind meine Ansprüche nicht. Ich erwarte, dass es flüssig läuft. Das ist bei Most Wanted zwar nicht immer der Fall, aber auch nicht so gravierend. Die Steuerung ist die gleiche, wie immer – also in Ordnung. Die Grafik gefällt mir, wichtig sind lizensierte Wagen und ein gutes Geschwindigkeitsgefühl, beides ist in NfS: Most Wanted vorhanden. Inwiefern in einem Rennspiel eine Geschichte erzählt werden muss, sollte jeder für sich entscheiden. Mir persönlich gefällt es, wenn ein bisschen was drumherum passiert und man nicht einfach nur des Fahrens wegen unterwegs ist.

              Das Schlimmste, was ich mich einmal mehr fragen muss, ist, wer den Entwicklern eigentlich gesagt hat, dass optisches Tuning Out ist. Es geht mir unsäglich auf die Nerven, dass NfS damit begonnen hat, dass man sein Fahrzeug so gestalten kann, wie man möchte und das zuletzt sogar von innen und außen. Den Wagen, den man dadurch erhielt, war das, was man Freunden und anderen Online präsentiert hat. Dieser Punkt fällt wieder komplett weg. Mag sein, dass ich mit dieser Meinung alleine dastehe, aber so sehe ich das nun einmal.

              Und NfS: World ist kein Ersatz, in Anbetracht von NfS: Underground, Most Wanted und Carbon.

              Ich kann auf jeden Fall eine Empfehlung für alle Rennspielbegeisterten unter euch aussprechen. Es lohnt sich und macht für die Zeit, die man im Spiel verbringt auch jede Menge Spaß. Auch wenn ich die in der Einleitung gestellte Frage mit einem klaren Nein beantworten muss.

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.Lunerock