Kategorie: 2.1.7 Geschicklichkeit

In Between im Test

Plattformer gehören heutzutage zu den beliebtesten Games im Indie-Genre. Sei es Super Meat Boy oder ähnliche Titel, in der Vergangenheit konnten bereits einige Unternehmen große Erfolge mit ihren Titeln feiern. Umso schwieriger wird es für Newcomer, etwas Neues und Aufregendes auf den Markt zu bringen. Das Studio gentlymad versucht dies mit ihrem Titel In Between auf eine ganz besondere Weise. Inwiefern In Between bei uns punkten konnte, erfahrt Ihr im Test.

Weiterlesen

Test / Testbericht: Flockers

Die Leute von Team 17 Digital Limited scheinen Tiere nicht so recht zu mögen. Zuerst schicken sie mit der Worms-Reihe die Würmer haufenweise in den Tod und nun versuchen sie das gleiche mit niedlichen Schafen. Anders als die beinlosen Kriecher ist Flockers jedoch kein Multiplayer-Kriegsspiel, sondern ein klassisches Knobelspiel. Was das Puzzle-Spiel alles kann und nicht kann und ob das Spiel mit dem Tod auch Spaß am Spiel bietet, haben wir uns angeschaut.

Anmerkung:
Wir haben Flockers in der Early-Acces-Version gespielt, daher können sich noch einige Mechaniken verändern. Zudem werden dann vermutlich auch einige Fehler behoben.

Schäfchen zählen für Erwachsene

Freunde von großen Worten waren die Entwickler noch nie. Und wie auch in vielen anderen Rätselspielen, in denen es lediglich ums Puzzeln und die Highscore-Jagd geht, gibt es auch bei Flockers keine Handlung. Das kurze, aber amüsante Intro ist das einzige Videomaterial im gesamten Spiel. Störend ist das nicht, schließlich kommt es hier nicht auf besonders hübsche Erzählungen oder fantastische Charakter an. Stattdessen brauchen wir nur eins: Jede Menge Ausdauer und Mut zum Probieren. Denn schon in den ersten Level zeigt sich eindeutig, dass Flockers ebenso wenig auf Tiere wie auf uns Spieler Rücksicht nimmt.

k-Flockers (3)
k-Flockers (2)

Der grundlegende Spielablauf ist dabei stets gleich. In einem übersichtlichen 2D-Level schicken wir eine Horde Schafe von links nach rechts, von oben nach unten oder wild durcheinander ins Ziel. Die (bisher) 25 spielbaren Level steigen in ihrer Schwierigkeit dabei sehr rasch an und schon nach den ersten paar Karten müssen wir die Runde regelmäßig neu starten, da uns unsere wolligen Vierbeiner schneller wegsterben, als wir zählen können.

Denn um den Lauf ins Ziel nicht zu einfach zu gestalten, gibt es auf dem Weg unzählige tödliche Fallen. Ein einleitendes Tutorial-Level erklärt uns die wichtigsten Kniffe und Tricks, um unsere Herde vor Schaden zu bewahren.

Auf die Schafe, fertig, los!

Einmal losgelassen, laufen die Schäfchen stur geradeaus. Tiefe Abgründe mit Dornen oder rotierende Kreissägen stören sie nicht. Stoßen sie auf ein Hindernis, dass sie nicht mit einem kleinen Sprung überwinden können, laufen sie wieder zurück. Auf ihrem Weg befinden sich gelegentlich kleine Kisten, dem Spieler verschiedene Werkzeuge an die Hand geben.

k-Flockers (16)
k-Flockers (42)

Zum einen wären da verschiedene Fähigkeiten, mit denen wir unsere Schafe ausrüsten können. Dafür wählen wir den Bonus aus, nachdem wir ihn freigeschaltet haben und klicken auf eines der Schafe. Dieses eine hat fortan diese Eigenschaft. Wollen wir, dass alle unsere Schutzbefohlenen so ausgestattet sind, müssen wir also jedes Schaf einzeln anklicken. Das kann im Eifer des Gefechts schon mal knifflig werden, vor allem ist es jedoch reichlich umständlich. Nötig ist es dennoch, da manche Situationen den gezielten Einsatz der Kräfte verlangen.

Die „Sprung“-Fähigkeit verleiht den Fellhäufchen die Macht, größere Abgründe zu überspringen. Das kann zwar gegen gefährliche Stachelgruben helfen, in manch anderen Momenten kann es jedoch auch den Plan vermiesen, da die Schafe ausnahmsweise in ein Loch rein statt drüber springen sollen.
Eine andere Fähigkeit gibt ihnen die Chance, an steilen Wänden senkrecht hoch zu laufen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn so können die Tiere auch die von uns absichtlich platzierten Barrieren überwinden. Später im Spiel kommen noch weitere Fähigkeiten hinzu.
Der Einsatz dieser Superkräfte muss demnach stets mit Bedacht erfolgen. Denn einmal verliehen, machen die Tiere bei jeder sich bietenden Gelegenheit Gebrauch davon, ohne dass wir in das Geschehen eingreifen können. Zudem lassen sie sich im Nachhinein nicht wieder entfernen. Besonders knifflig wird der Einsatz zusätzlich dadurch, dass wir nur eine begrenzte Anzahl dieser Superkräfte zur Verfügung haben.
Als letztes können wir einem Schaf in einen Attentäter verwandeln. Dieser bekommt dann eine kleine Countdown-Anzeige und explodiert, sobald diese abgelaufen ist. Das zerstört dann bestimmte Objekte, schadet unseren übrigen Schafen aber nicht.

k-Flockers (44)
k-Flockers (9)

Zum anderen gibt das Spiel uns selber die Möglichkeit, in den Weg unserer Schützlinge einzugreifen. Dies geschieht durch Kisten, die wir auf dem Spielfeld platzieren können. Wie bei den Superkräften gilt jedoch auch hier, dass wir das entsprechende Objekt erst benutzen dürfen, wenn eines der Schafe eine Kiste mit diesem Objekt eingesammelt hat. Und auch davon steht uns dann eine begrenzte Menge zur Verfügung.

Statt wie bei herkömmlichen Kisten funktioniert das in Flockers allerdings etwas anders. Die Tiere selbst bilden das Hindernis. Wir können lediglich die Position bestimmen. Das erstbeste Schaf, das auf die Markierung trifft, nimmt dann dessen Position ein und dient den Artgenossen als Hilfe oder Hindernis. Einen einfachen kleinen Kasten beziehungsweise ein einzelnes kleines Schaf können die anderen nämlich problemlos überspringen oder gegebenenfalls sogar als Stufe benutzen, um auf ein erhöhtes Podest zu kommen.
Zwei Schafe übereinander jedoch sind eine unüberwindbare Barriere. Diese platzieren wir ebenso, indem zunächst eine Kiste mit einem solchen Symbol eingesammelt wurde und diesmal zwei Schafe die Markierungen belegt haben.
Von dieser Art gibt es verschiedene Formen, die jeweils für bestimmte Aufgaben geeignet sind. Treppen helfen Schafen auf Vorsprünge oder blockieren sogar Schafe, die steile Wände empor laufen können. Mit doppelgeschossigen Kisten können wir die Schafe auf einem bestimmten Teilstück vorerst einsperren, um an anderer Stelle zu arbeiten.
Schafe, die in einem solchen Gebilde gefangen sind, können jedoch auch wieder befreit werden. Hier müssen wir jedoch beachten, dass sie danach in die Richtung weiter laufen, in die sie ursprünglich wollten.

Immer wieder grüßt das Schaf

Aus der Kombination dieser Werkzeuge lassen sich auch die schwierigsten Hindernisläufe überwinden. Zumindest wenn man genug Zeit und Lust investiert. Denn wie schon erwähnt, zieht das Spiel nach den ersten paar Karten die Lernkurve stark an.
Hilfreich beim Ausspähen der besten Routen ist auch der „Pause“-Button, der auf Knopfdruck das gesamte Geschehen einfriert. So können wir ungestört und ohne Hektik die Karte genau erkunden und uns den besten Weg überlegen. Das ist auch bitter nötig, denn der beste Weg ist nicht immer sofort erkennbar, zumal es in der Regel nicht mehr als einen richtigen Lösungsweg gibt. Vor allem für den Wiederspielwert ist das nicht gerade hilfreich. Einen kleinen Ansporn, bereits gespielte Maps erneut zu versuchen, gibt es dennoch.

k-Flockers (34)
k-Flockers (19)

Aus der genötigten Zeit, die wir für die Mission brauchen, und der Anzahl der Schafe, die sicher ihren Weg ins Ziel finden, wird ein Punktestand berechnet und in bis zu drei Sterne umgerechnet. Diese Sterne wiederum schalten weitere Level oder besondere Errungenschaften frei.

Wir sind also immer motiviert, das Level so gut wie möglich abzuschließen. Dazu kommt, dass in fast jedem Abschnitt kleine, goldene Schafe versteckt sind, die meistens recht schwer zu bekommen sind.
Für den Vergleich mit anderen Spielern ist auch gesorgt, denn durch die Integration mit Steam haben wir immer Zugriff auf eine globale Bestenliste oder vergleichen uns nur mit unseren Freuden. Mit dem umfangreichen Leveleditor können wir zudem eigene Karten erstellen oder die Werke anderer Spieler austesten. Auch das schafft zusätzliche Motivation.

Was weniger motivieren kann, ist die Tatsache, dass es keine Möglichkeit gibt, innerhalb eines Levels den Fortschritt zu sichern. Sollten wir also scheitern, müssen wir alles noch einmal von vorne machen. Da hilft auch nicht, dass sich Zeit, ebenso wie pausieren, auch beschleunigen lässt. Immerhin verkürzt das die Zeit für bekannte Passagen. Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack, wenn wir uns nach mehreren kniffligen Minuten in eine Sackgasse manövriert haben und keinen Ausweg sehen, als komplett neu zu starten. Noch ärgerlicher sind dann die gelegentlichen Abstürze, wenn sich die Fortschritte nicht speichern lassen. Da sich das Spiel allerdings in einem frühen Stadium befindet, wird hier hoffentlich noch einige Arbeit investiert.

k-Flockers (26)
k-Flockers (37)

Scha(r)fe Sache

Sowohl bei der Optik als auch akustisch gibt es an Flockers wenig auszusetzen, jedenfalls wenn die Erwartungen nicht allzu hoch sind. Sowohl die Umgebung, als auch die einzelnen Level-Elemente sind hübsch und detailreich. Dazu kommen die niedlich anzuschauenden und putzig animierten Schafe sowie die Effekte, wenn eines der Schafe ins Gras beißt. Die Soundeffekte der Fallen unterstreichen diesen absurden Moment. Auch die Hintergrundmusik ist gut gewählt. Sie ist nicht aufdringlich oder störend, sondern untermalt recht harmonisch das Geschehen. Insgesamt macht Flockers einen runden Eindruck und fällt an keinem Punkt besonders negativ auf. Unter dem Aspekt, dass sich das Spiel noch in der Entwicklung befindet, ist also noch etwas Platz nach oben.

Persönliches Fazit

Tierfreunde und Fans von putzigen Schafen sollten dieses Spiel nicht probieren. Das gleiche gilt auch für Ungeduldige, die keine Lust auf Puzzeln, Knobeln und Versagen haben. Für alle, die davon gar nicht genug bekommen können, ist Flockers ein Blick wert, zumal die Entwickler bereits weitere Inhalte angekündigt haben. Auch durch den mitgelieferten Editor ist für Langzeitspaß garantiert. Sofern die Entwickler die gelegentlichen Abstürze in den Griff bekommen und möglicherweise einen Checkpoint oder wenigstens „Zurückspulen“ einbauen, steht dem Puzzle-Spaß nichts mehr im Weg.

Positiv:
+ knackige Rätsel
+ hübscher Eindruck
+ Motivation durch Erfolge und Bestenliste
+ umfangreicher Editor
Negativ:
– Frust bei kleinen Fehlern (kein Checkpoint)
– wenig abwechslungsreiches Design
– gelegentliche Abstürze

Flockers ist ausschließlich über Steam erhältlich und momentan im Early-Access-Programm.

Testbericht von Hardbloxx.Demes
Euer Hardbloxx-Team

 

 

 

Test / Testbericht: Trials Fusion

Mit Trials Fusion bringt Entwickler RedLynx rund 2 Jahre nach seinem Vorgänger wieder waghalsige Balance-Freaks um Kopf und Kragen. Dabei soll alles noch größer, noch besser, noch spannender und noch schöner sein. Ob das Spiel hält, was es verspricht und ob das Spielprinzip nach wie vor beeindrucken kann, klären wir in unserem Test. Eines schon einmal vorweg: Trotz einiger Ecken und Kanten kann das Motorspektakel überzeugen.

Anmerkung:
Wir testen Trial Fusion auf dem PC. Über Steuerung und Grafik der Konsolen-Versionen können wir daher nicht viel sagen.
Zum Spielen am PC benötigt ihr zwingend Ubisofts Uplay-Plattform, selbst wenn ihr das Spiel über Steam gekauft habt.

Hoch zu Rad

Das Spielprinzip von Trials Fusion könnte man einfach und leicht in einem Satz abhandeln: Auf einem Motorrad befahren wir einen holprigen Parcours auf der Jagd nach dem Highscore, beziehungsweise der schnellsten Rundenzeit. Das würde dem Spiel aber in keinster Weise gerecht. Doch beginnen wir von vorne.
Eine richtige Handlung gab es in der ganzen Trials-Serie noch nie und auch diesmal halten sich die Entwickler gar nicht erst mit einer erzwungenen Rahmengeschichte auf. Das heißt: keine Protagonisten, keine Zwischensequenzen oder sonstiger unnötiger Quatsch. Gebraucht wird so etwas in einem Spiel, bei dem es vor allem auf Geschick und der besten Zeit ankommt, sowieso nicht. Zwar gibt es einen Karrieremodus, der dient aber letzten Endes nur dazu, uns die Mechaniken des Spiels schrittweise nahezubringen. So starten wir zu Spielbeginn lediglich mit unserem alten Motorrad und einer Hand voll befahrbaren Strecken. Weitere Strecken, Motorräder und personalisierbare Outfits für Mensch und Maschine können wir fortan durch das Erringen von guten Leistungen freischalten.

Trials Fusion (1)
Trials Fusion (32)

Aller Anfang ist leicht

Statt uns zu Beginn mit unmöglichen Routen zu quälen, versteht es Trials Fusion vorzüglich, uns nach und nach immer weiter in seinen Bann zu ziehen. So starten wir unsere Karriere mit einem einfachen Tutorial, indem uns eine freundliche Stimme das Spielprinzip erklärt: Wir steuern einen Motorradfahrer auf seinem Gefährt durch eine 2D Strecke. Mit den Pfeiltasten „oben“ und „unten“ geben wir Gas beziehungsweise bremsen, mit den Seitentasten balancieren wir unsere Figur sowie das Gefährt. Mehr Steuerung gibt es nicht und braucht es auch nicht. Die Schwierigkeiten des Spiels zeigen sich jedoch schon nach den ersten Metern. Jede Steigung und jeder Sprung bringen unseren Fahrer aus dem Gleichgewicht. Halten wir nicht mit den entsprechenden Tasten dagegen, so kippt er schnell nach vorne oder hinten über und unser Lauf ist beendet. Denn sobald unser Fahrer den Boden oder andere Objekte berührt, ist der Versuch für ihn gelaufen. Es gilt also stets, trotz der immer schwieriger werdenden Kurse, den Fahrer aufrecht zu halten.
Nun wäre eine einsame Dreckstrecke im Wald mit einfachen Hügelchen und umgestürzten Bäumen auf Dauer viel zu einseitig und langweilig. Daher bieten die acht verschiedenen Kampagnen-Abschnitte jeweils unterschiedliche Umgebungen. So ist von besagter Wildnis über Schnee verschneite Berge bis hin zu einer Großstadt fast alles an Landschaften vertreten. Auch ferne Planten und Raumstationen werden befahren.
Jedes Gebiet bringt dabei eigene Level-Elemente mit sich. Wo im Wald nur kleinere Erdhaufen oder mal eine kleine Klippe überwunden werden wollen, sind es an anderer Stelle schon riesige Loopings aus Metall über einem dampfenden Lavasee. Spektakuläre Sprünge über tiefe Schluchten, während ein Damm bricht, gehören ebenfalls zum Angebot des Rennspiels.
Um bei den immer schwierigeren Karten nicht die Nerven zu verlieren, sind recht viele und faire Checkpoints gesetzt. Diese erlauben uns nach einem Crash, also dem Berühren der Strecke mit unserer Spielfigur, an den letzten Punkt zurückzuspringen und die entsprechende Passage erneut zu versuchen. Die Zeit läuft indes jedoch weiter, sodass wir wertvolle Sekunden verlieren.

Trials Fusion (11)
Trials Fusion (20)

Zeit ist das, worum es bei Trial Fusion geht. Anders gesagt: Umso schneller wir es vom Start bis ins Ziel schaffen, desto besser ist unsere Belohnung. Zum einen gibt es drei Medaillen zu gewinnen: Bronze, Silber und Gold, je nachdem wie schnell wir waren. Haben wir auf den Kursen eine gewisse Anzahl solcher Belohnungen gesammelt, so schalten sich automatisch neue Abschnitte frei. Bereits befahrene Karten können wir immer wieder erneut fahren, um unsere bisherige Bestzeit zu schlagen und vielleicht weitere Medaillen zu bekommen.

Zum anderen gibt es in jedem Lauf Ingame-Geld zu gewinnen. Dieses wird höher, wenn wir besondere Herausforderungen bezwingen, wie beispielsweise komplettes Vollgas auf dem ganzen Kurs. Dieses Geld lässt sich in erster Linie dazu verwenden, Rad und Fahrer optisch zu verändern. Das Motorrad lässt sich jedoch nur visuell verändern, einen Tuning-Shop gibt es nicht. Neue Motorräder schalten wir mit einem Levelaufstieg frei, den wir durch im Rennen gewonnene Erfahrungspunkte bezahlen.
Neue Bikes haben tatsächlich spürbar andere Fahrverhalten. So haben die einen mehr Kraft in den Rädern, während andere besonders gut zu balancieren sind. Diese neuen Spielweisen führen tatsächlich zu einer unerwarteten Langzeitmotivation, denn so lohnt es sich, die entsprechenden Level freizuspielen und sogar bereits gefahrene Bahnen erneut zu probieren und die eigene Bestzeit zu schlagen.
Dies bleibt jedoch auch fast die einzige Möglichkeit, sich mit anderen Spielern zu messen. Denn abgesehen von einer Bestenliste mit Uplay-Freunden gibt es kaum Vergleichsmöglichkeiten. Zwar gibt es extra Mehrspieler-Karten für bis zu vier Spieler, diese können aber nur lokal an einem PC gespielt werden. Einen richtigen Mehrspielermodus für Onlinekämpfe gibt es nicht. Schade, denn gerade das Duellieren mit anderen Spielern bietet sich in diesem Spiel an.

Trials Fusion (3)
Trials Fusion (25)

Selbst ist der Mann

An neuen Strecken für die Langzeitmotivation soll es aber trotzdem keinen Mangel geben, denn die Entwickler liefern mit dem Spiel einen umfangreichen Leveleditor mit. So umfangreich, dass wir beim ersten Starten schlicht mit den Möglichkeiten überfordert waren. Den Entwicklern zufolge haben sie selbst diesen Editor beim Erstellen der Strecken verwendet. Das merkt man ihm auch an, denn wir können so ziemlich alles einstellen, was es einzustellen gibt. Von Umgebung über die eigentliche Route mit Hindernissen bis hin zu Events. Wer einen eingängigen Editor wie aus Trackmania erwartet, wird vermutlich ebenfalls überrascht werden. Wer sich jedoch ausgiebiger und intensiv damit beschäftigt, wird recht bald beeindruckende Ergebnisse bekommen.

Trials Fusion (2)
Trials Fusion (15)

Solides Handwerk

Was sich über das Gameplay sagen lässt, trifft auch auf die Grafik zu: Sie ist alt. Doch wo sich das Spielprinzip bewährt hat, stört es in Sachen Optik doch etwas.
Okay, wenn wir über einen großen Lavasee springen, im Hintergrund ein Berg einstürzt und zeitgleich eine gigantische Feuersäule hinter uns die Höhe schießt, ist das schon beeindruckend. Auch die Vielfalt und Abwechslung der Strecken fallen positiv auf.
Doch nimmt man sich die Zeit und schaut die Objekte und Hintergründe auf dem Bildschirm genauer an, fallen schnell negative Punkte auf. Abgesehen von Fahrer und Gefährt sind die Hindernisse recht detailarm und schwach texturiert. Auch die Hintergründe sind, zwar dynamisch, meistens doch eher zweckmäßig als wirklich beeindruckend, vor allem im Bereich Details.
Während der schnelle Fahrten durch die Levels fällt dies jedoch kaum auf. Denn das Geschwindigkeits- und Höhe-Gefühl kann Trials Fusion sehr gut vermitteln. Das liegt aber auch an der präzisen Steuerung, das entsprechende Rad vorausgesetzt.
Der rockige Soundtrack trägt ebenfalls seinen Teil zum guten Spielgefühl bei. Gleiches gilt für die übrigen Umgebungs- sowie Motorengeräusche.

Persönliches Fazit

Trotz einiger Abstriche bei der Grafik ist Trial Fusion das Geschicklichkeitsspiel, das wir erwartet haben. Der sanfte Einstieg macht es auch Anfängern einfach, während Profis mit den schweren Strecken ihre Freude haben dürften. Die gute Steuerung und die ausgefallenen wie abwechslungsreichen Strecken machen das Übrige.
Einzig einen richtigen Onlinemodus vermissen wir sehr, Entwickler RedLynx hat aber noch jede Menge Zeit nachzuliefern.

Positiv:
+ ausgefallene und abwechslungsreiche Strecken
+ gute Lernkurve
+ anspruchsvoll auch für Erfahrene
Negativ:
– schwache Optik
– kein Onlinemodus

 

Interesse? Dann besorgt euch Trial Fusion gleich bei Amazon. Alternativ könnt ihr auch hier aktuelle Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team

 

 

Test/Testbericht: Puddle

Ihr steht auf Geschicklichkeitsspiele und sucht derzeit einen neuen Titel, der euch herausfordern kann? Ihr seid außerdem ein wenig in Physik bewandert und versteht, wie sich Flüssigkeiten und Behältnisse im wahren Leben verhalten, bewegen und fließen? Dann schaut euch doch mal den Titel Puddle aus dem Hause Headup Games an. Dort bekommt ihr nämlich ordentlich Rätsel-Power und knifflige Level, die einiges an Geschicklichkeit von euch fordern werden. Dabei ist das Spielprinzip eigentlich so einfach und banal, dass dort schon wieder die Genialität in der Einfachheit steckt. Doch lest dazu mehr in unserem Testbericht!

Puddle (10)
Puddle (21)

Unfälle im Labor und Garten

Manche Spiele sind verrückt, genial oder schlecht, andere sind langweilig und wiederum andere sind außerhalb jeder Kategorie und einfach nicht in die typischen Schubladen einzuordnen. In letzteres muss man wohl auch Puddle stecken, denn ihr übernehmt die Steuerung von Flüssigkeiten und manchmal deren Behältnissen und müsst diese sicher zum Ziel manövrieren. Das funktioniert eigentlich ganz einfach: Mit Maus oder Tastatur könnt ihr das Bild nach links oder rechts neigen und so eine vorher gerade Fläche schief werden lassen – die Schwerkraft macht dann den Rest und lässt die Flüssigkeit nach unten fließen. So durchschreitet – oder viel mehr durchfließt – ihr ein Rohrsystem, den Garten oder andere schön gestaltete Gebiete und müsst dabei immer nach unten. Das mag jetzt zunächst nicht schwierig klingen, denn wie ein altes Sprichwort schon sagt: „Nach unten kommt man immer irgendwie.“ Allerdings gibt es da durchaus ein paar Schwierigkeiten und Kniffe, auf die ihr auf eurem Weg zum Ziel achten müsst: Landet eure Flüssigkeit zum Beispiel in einer Art Becken, müsst ihr zunächst den Bildschirm „schaukeln“ und so Schwung holen, um eure Flüssigkeit dort wieder herauszubekommen. Mag zunächst unspektakulär klingen, doch wenn ihr so zum Beispiel Schalter erreichen müsst, die ein Hindernis beseitigen oder ein Feuer ausstellen, dann macht das tatsächlich Spaß.

Puddle (34)
Puddle (22)

Apropos Feuer: Die Hindernisse im Spiel machen den größten Reiz aus, denn sonst wäre es tatsächlich langweilig. Dabei passen sich die verschiedenen Problemgebiete eurer Flüssigkeit an. Wenn ihr zum Beispiel einfach nur ganz stinknormales Wasser steuert, dann ist nämlich des Wasser größter Feind das Feuer, das eure Flüssigkeit verdampft. Wenn ihr in einem Garten unterwegs seid und Unkrautvernichter steuert, dann reagiert dieser sehr empfindlich auf den Morgentau an manchen Pflanzen, denn dieser lässt ihn ebenfalls verdunsten. So müsst ihr ganz schön aufpassen, dass ihr auf eurem Weg nach unten nicht eure gesamte Flüssigkeit verliert – denn dann heißt es nämlich „Game Over“ und ihr müsst das Level von vorne beginnen. Doch nicht nur die Hindernisse sorgen dafür, dass man nach und nach Flüssigkeit verliert, auch die eigene Spielweise sowie die sehr realistische Physik der Schwerkraft tragen ihren Teil dazu bei, dass ein paar Tropfen in einer Mulde zurückbleiben und sich niemals wieder mit der Hauptpfütze verbinden. Man muss also darauf achten, dass man zwar möglichst flott spielt, damit die Flüssigkeit sich nicht zu weit auseinander zieht, sondern eng zusammen bleibt. Aber auch nicht zu flott, damit man in eine Falle fällt und erneut das Level von vorne starten muss. Diese Balance zu finden, ist die große Schwierigkeit in Puddle und wird auch erfahrene Spieler des Genres gut fordern.

Puddle (38)
Puddle (31)

Achtung, fertig – fließen!

Ingesamt 48 verschiedene Level auf acht verschiedene Gebiete aufgeteilt bietet Puddle, wobei der Schwierigkeitsgrad merklich anzieht und man immer geschickter vorgehen muss. Dazu kommen noch einige Bonuslevel, die man freischalten kann, indem man möglichst viele hohe Medaillen sammelt. Denn abhängig davon, mit wie viel Flüssigkeit man ein Level beendet, bekommt man eine bronzene, silberne oder goldene Medaille für die Sammlung. Außerdem kann man nicht nur besondere Level freischalten, sondern auch Erfolge sammeln, Punkte auf der Rangliste mit der gesamten Welt vergleichen und neue Gegenstände für das Labor freischalten, in dem man selbst ein Level konstruieren darf. So kann man die Fließeigenschaften nachvollziehen und außerdem seiner Kreativität freien Lauf lassen. Die grafische Leistung ist dabei für ein Geschicklichkeitsspiel vollkommen in Ordnung, allerdings sollte man auch keine übermäßige Leistung erwarten. Aber grafische Elemente sind auch wirklich nur zweit- oder gar drittrangig, ebenso wie die sehr schönen Soundeffekte und Melodien. Stattdessen geht es natürlich um das Handling des Spiels und die damit verbundene Schwierigkeit der einzelnen Level – und das bekommt Puddle tatsächlich sehr gut hin. Und wenn euch mal ein Level zu schwierig ist, dürft ihr sogar „jammern“ und bis zu vier Level im ganzen Spiel überspringen.

Puddle (13)
Puddle (32)

Persönliches Fazit

Etwas, das ein wenig fehlt, ist die Story – denn es gibt sie tatsächlich nicht. Natürlich braucht man auch keine wirkliche Story für ein Geschicklichkeitsspiel, aber so eine umfassende Rahmenhandlung wäre schon ganz cool gewesen. Stattdessen bekommt man eben unterschiedliche Flüssigkeiten in unterschiedlichen Gebieten, die sich jedoch alle ähnlich steuern lassen. Manchmal ist eine Flüssigkeit etwas dickflüssiger und bewegt sich dann träger, was eine sehr gute Abwechslung ist und das Spielprinzip frisch hält. Auch gibt es immer wieder mal Level, die komplett vom Spielprinzip abweichen und euch dann ein mit Flüssigkeit gefülltes Behältnis steuern lassen, dass nicht umkippen darf. Das alles macht wirklich Spaß und sorgt für einige Stunden Spielzeit. Wer also auf Geschicklichkeitsspiele steht, der sollte einen Blick auf Puddle werfen – denn Spaß macht das Spiel auf jeden Fall! Holt euch Puddle doch gleich bei Amazon und unterstützt uns damit.

Positiv:
+ 48 verschiedene Level
+ viel Bonus-Material
+ weltweite Rangliste
+ unterschiedliches Leveldesign
+ „jammern“!

Negativ:
– keine Rahmenhandlung
– manche Level zu ähnlich
– manchmal unfairer Schwierigkeitsgrad

(Hier Kommentare abgeben!)

Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

Hier die Preise vergleichen.

Test/Testbericht: Don’t Starve – Die DVD-Box

Als im April 2013 das Survival-Spiel Don’t Starve auf dem Markt erschienen ist, galt es sehr schnell als Geheimtipp: Es vereint das sehr erfolgreiche Spielprinzip von Minecraft und Co mit dem unvergleichlichen Look eines Tim-Burton–Movies und nutzt viele Features, die so noch nie dagewesen sind. Nun erscheint jedoch eine analoge Version des ganzen, mit DVD-Box, Handbuch und allerlei Goodies, was für uns Grund genug ist, das Spiel – und natürlich die Box – mal genau unter die Lupe nehmen. Lehnt euch also zurück, lest unseren Test und lasst euch von dem Titel und der Box überzeugen. Denn so viel sei vorab schon einmal verraten: Sie macht wirklich Laune.

Don't Starve - 01
Don't Starve - 09

Die Geschichte der Neugierde

Der Protagonist von Don’t Starve ist Wilson Percival Higgsbury, seines Zeichens Wissenschaftler und Entdecker, der in einer kleinen Holzhütte irgendwo in irgendeinem Wald lebt und dort Tag aus Tag ein verrückte Experimente macht. Bis er eines Tages auf etwas stößt, dass sein Leben verändern wird: Eine unbekannte Stimme spricht zu ihm – aus seinem Radio. Und zwar genau in dem Moment, als Wilson sehr verzweifelt ist und im Prinzip alle seine Forschungen hinwerfen möchte. Diese Stimme hilft ihm von nun an dabei, seine angeblich größte Erfindung zu kreieren und bietet ihm dazu einen Deal an: Er bekommt eine große Menge an geheimen und verbotenen Wissen, wenn er dafür eine mysteriöse Maschine baut. Da Wilson gerade nach Wissen und Informationen dürstet, lässt er sich auf diesen Deal ein und bekommt das Wissen per Expresstransfusion in seinen Schädel eingeflößt. So baut Wilson also diese Maschine und hält ganz kurz, nachdem er fertig ist inne, um sich zu überlegen, ob er sie wirklich einschalten sollte. Doch die Stimme aus dem Radio drängt ihn weiterhin dazu und so begeht er den vielleicht größten Fehler seines Lebens – und schaltet die Maschine ein. Kurz darauf wird ihm klar, dass die Stimme aus dem Radio ihn reingelegt hat, denn bei der Konstruktion handelt es sich um ein Portal in eine fremde und unbekannte Welt. Sofort erscheinen schwarze und geisterhafte Hände aus dem Boden und ziehen ihn in diese unbekannten Gefilde.

Don't Starve - 23
Don't Starve - 17

Das Leben in der Wildnis

Kurz bevor ihr in den fremden Landen zu euch kommt, erscheint noch einmal der Bösewicht Maxwell, der hinter der Stimme im Radio steckt, und macht sich kurz über euch lustig, bevor er euch eurem Schicksal überlässt. Viele würden nun verzweifeln, weinen, schreien und möglicherweise sogar aufgeben – doch nicht Wilson Percival Higgsbury! Nein, der kleine Mann mit der verrückten Frisur erinnert sich an alle Tipps und Tricks, die er jemals über das Überleben in der Wildnis gelesen hat. Von hier an übernehmt ihr die Rolle des Protagonisten und könnt, nein müsst euch mit dem gesamten Leben des jungen Wilson von nun an auseinander setzen: Zunächst sammelt ihr Karotten und Beeren, damit ihr die ersten Tage nicht verhungert. Außerdem sammelt ihr Stöcke und Zweige, etwas Gras und findet mit nach kurzer Suche Feuersteine. Aus diesen Utensilien könnt ihr eine erste Axt zusammenbauen und damit Bäume fällen, die euch wiederum mit Holz versorgen. Damit könnt ihr dann ein Lagerfeuer machen und so die ersten Nächte überstehen – denn sobald es Nacht wird, seht ihr die Hand vor Augen nicht mehr. Und das ist nicht gut, denn gerade Nachts in der Dunkelheit lauern Gefahren, die nur darauf warten, dass ihr euch ungeschützt und ohne Licht bewegt. Also habt ihr zwei Möglichkeiten: Ihr errichtet ein Lagerfeuer und arbeitet entweder im Schein des Lichtes oder aber ihr baut eine Fackel, mit der ihr euch auch bei absoluter Dunkelheit relativ gefahrlos durch die Gegend bewegen könnt. Aber Achtung: Lagerfeuer und Fackel gehen irgendwann von alleine aus und müssen entweder ersetzt oder mit mehr Holz am Leben gehalten werden.

Don't Starve - 14
Don't Starve - 18

Allgemein seid ihr gezwungen, eure Vorräte immer wieder aufzufüllen: Der Name des Spiels lautet nicht umsonst „Don’t Starve“ – Verhungere nicht! So kostet nämlich jede Aktion, die ihr im Spiel durchführt – sei es Holz hacken, Gegenstände herstellen oder herumlaufen – eine bestimmte Anzahl an Energie. Habt ihr keine Energie mehr, verhungert ihr. Natürlich nicht gleich, denn zunächst geht eure Gesundheitsanzeige nach unten, doch schon bald habt ihr auch keine Lebenspunkte mehr und seid tot. Für immer. Denn wenn ihr in Don’t Starve sterbt, dann gibt es kein Respawn, keine Save-Points und auch ganz bestimmt keine magischen Vodoo-Portale mit Schweineköpfen, an denen ihr euch wiederbeleben könnt. Nun, zumindest bis auf das Letzte stimmt das alles: Wenn ihr jedoch einen Altar findet, der von auf Speeren gespießten Schweinköpfen umgeben ist, dann solltet ihr ihn anklicken – denn dort werdet ihr, wenn ihr mal sterben solltet, wiedergeboren. Es gibt allgemein sehr viel zu entdecken: Wurmlöcher bringen euch an einen komplett anderen Ort auf der Karte, die riesig groß ist. Oder ihr trefft auf Bisons, die ihre Haufen überall hinterlassen und mit denen ihr dann eure Nahrungsfarmen errichten könnt. Oder auf zweibeinige, einäugige straußenähnliche Vögel, die ihre Eier bewachen und euch ans Leder wollen, sobald ihr auch nur in die Nähe ihres Nestes kommt. Oder es gibt Hunde, die euch zu jagen beginnen, sobald ihr länger als ein paar Tage überlebt habt. Oder lebende Bäume. Oder Spinnennester mit Viechern, bei denen jeder Arachnophobiker einen Herzinfarkt bekommt. Oder, oder, oder.

Don't Starve - 13
Don't Starve - 10

Baue, was dir gefällt

Sobald ihr das erste mal auf Gestein stoßt, das Goldnuggets beherrscht, könnt ihr mit euren ersten Goldklumpen eine Wissenschaftsmaschine bauen. Dort könnt ihr dann Prototypen von neuen Gerätschaften und Gebäuden erstellen und so nach und nach eure „Basis“ weiter ausbauen. So pflanzt ihr bald Karotten, Melonen und Kürbisse an, habt einen eigenen Vogelkäfig und natürlich eine Maschine für Alchemie. Und ein Haus für die Schweinemänner, die scheinbar das Land bewohnen. Gebt ihr einem Schweinemann gebratenes Fleisch, dann hilft er euch sogar beim Holzhacken und stürzt sich todesmutig für euch in den Kampf. Ihr gebt ihnen sogar richtige Namen und liebt sie, wie ihr einen Hund lieben würdet. Einen hässlichen und sehr dummen Hund. Aber natürlich könnt ihr auch sinnvolle Dinge erfinden: Eine Schaufel, um Gräber und ähnliches auszuheben, Kisten und Rucksäcke, damit euer Inventar etwas größer wird und nicht so überfüllt erscheint, sowie Rüstungen und Waffen, damit ihr im Kampf ums Überleben eine größere Chance habt. Die Kämpfe sind jedoch der Grund, warum ihr am meisten sterben werdet. Schon sehr schenll habt ihr verstanden, wie ihr Nahrung findet und Gemüse und Obst kultivieren könnt. Und was macht man, wenn man satt ist und genug Vorräte für die nächsten Tage hat? Richtig, man legt sich mit den fiesen und gemeinen Viechern an, die so herumlaufen. Doch die machen richtig Schaden und ihr könnt nicht viele Treffer einstecken. So müsst ihr ausweichen und im richtigen Moment zuschlagen – oder einen Bumerang erfinden, mit dem ihr über die Distanz kämpfen könnt. Doch Achtung: Wenn ihr ihn nicht wieder auffangt, sobald er zurückkommt, nehmt ihr selbst Schaden. Allerdings wird euch NICHTS von dem, was ihr hier lest, erklärt. Es gibt kein Tutorial, es gibt keine Tipps und Tricks und schon gar nicht einen Leitfaden zu dem, was ihr machen müsst.

Don't Starve - 08
Don't Starve - 19

Die DVD-Box

Man könnte noch so viel zu dem Spiel selbst sagen, doch sollt ihr erstens das meiste selbst herausfinden (oder das Wiki dazu benutzen) und zweitens möchten wir euch natürlich nicht die wunderbare DVD-Box vorenthalten. Da ist zunächst das Outlet, mit wunderschönen Screenshots, aufklappbar und vielen bunten Bildern. Öffnet man dann die DVD-Box, finden sich zunächst einmal zwei DVDs, die eine mit dem Spiel, die andere mit dem offiziellen Soundtrack der – wie ich an dieser Stelle verraten möchte – süchtig macht, wenn ihr erst mal ein paar Stunden in das Spiel investiert habt. Außerdem seht ihr ein Handbuch, dass wirklich sehr gut ist: Nach der obligatorischen Steuerung und dem „Wie installiere ich ein Spiel auf meinem PC“ kommen einige Seiten eines fiktiven Tagebuchs, bei dem schöne und witzige Geschichten erzählt werden. Man merkt, dass sich hier wirklich Mühe gegeben wurde und nicht einfach ein paar Zeilen hingeklatscht worden sind. Dann fällt ein Poster auf: Beidseitig bedruckt zeigt es zwei verschiedene Motive und macht sich einfach perfekt an jeder Wand. Außerdem gibt es acht Aufkleber mit Motiven aus dem Spiel – allen voran der Protagonist und die fiesen Monster, auf die man so treffen kann. Aber auch das ist noch nicht alles, denn das Gesamtpaket wird mit zwei sehr liebevoll gestalteten Postkarten komplettiert, die beinahe zu schön zum Verschicken sind. Oder zumindest nur an ganz besondere Empfänger verschickt werden sollten. Natürlich gibt es auch einen Steam-Code, mit dem ihr optionaler Weise das Spiel noch bei Steam aktivieren könnt – aber nicht müsst. Ihr seht also, die DVD-Box bietet wirklich alles, was das Sammlerherz begehren kann.

Don't Starve - 15
Don't Starve - 12

Persönliches Fazit

Ich denke, es sollte jedem Leser klar sein, dass ich Don’t Starve einfach liebe. Es hat so viele witzige Einfälle und strotzt einfach vor Innovation. Und dabei ist es einfach verdammt schwer, vor allem wenn man sich nicht im Internet Tipps holt und auf den Wiki-Seiten stöbert. Es ist schon nicht einfach, nicht zu verhungern. Doch neben dem normalen Sandbox-Modus gibt es noch einen Abenteuer-Modus, bei dem man die Maschine von Maxwell erneut aktiviert und sich dann durch fünf weitere Welten schlagen muss. Dort sammelt man Einzelteile der Maschine, überlebt die verschiedenen Witterungsverhältnisse und stellt sich irgendwann seinem neuen Erzfeind. Oder man versucht einfach, länger als einen Monat zu überleben, was in den ersten zehn Versuchen ohne Zuhilfenahme von Internet wohl vollkommen unmöglich ist – zumindest für mich. Obwohl es so rotzschwer ist und jeder Tod enorm frustrierend ist, macht es doch einfach unglaublich viel Spaß. Denn für jeden überlebten Tag gibt es Erfahrungspunkte, mit denen ihr wiederum nach eurem Tod acht weitere Charaktere freischalten könnt. Ich kann nur jedem, der auch nur im Entferntesten etwas mit dem Spielprinzip anfangen kann, dazu raten, Don’t Starve auszuprobieren. Und wenn es gefällt, dann holt euch doch die DVD-Box, denn die darin enthaltenen Goodies sind einfach ein super dickes Plus! Schaut euch doch das aktuelle Amazon-Angebot an und unterstützt uns durch den Kauf.

Positiv:
+ sehr viel zu entdecken
+ schöne Tim-Burton-Grafik
+ wunderbarer Soundtrack
+ viele Goodies in der DVD-Box
+ keine Tipps und Tricks, man muss alles selbst herausfinden
+ Sandbox- UND Abenteuer-Modus
+ innovative Spielweise
+ viele unterschiedliche Gebiete

Negativ:
– Monster machen zu viel Schaden
– Inventar selbst mit Rucksack zu klein
– manchmal überlappen sich Hitboxen im Spiel

Wenn euch Don’t Starve gefällt, dann holt euch doch die DVD-Box gleich bei Amazon. Oder vergleicht hier die Preise.

(Hier Kommentare abgeben!)

Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

Vorschau: Farm for your Life

Wir hatten die Gelegenheit, ein kommendes Indie-Game im Betastadium zu testen. Dieses nennt sich Farm for your Life. Wir wollen euch das Spiel kurz vorstellen und einen ersten Überblick verschaffen, was auf euch zukommt.

Farmen, Zombies und vieles mehr

Im Endlosspiel-Modus von Farm for your Life geht es darum, Felder zu bestellen, um Gemüse ernten zu können, welches ihr dann zu Nahrung umwandelt. Zu Beginn baut ihr eine kleine Gaststätte auf. Diese könnt ihr immer wieder erweitern. Saftpressen, Kisten und Sitzplätze sind nur einige der Möglichkeiten, die euch zur Verbesserung geboten werden.

Bevor ihr aber anfangen könnt, eure Felder zu errichten, müsst ihr erst einmal Felsen und Unkraut aus dem Weg räumen. Dies tut ihr mit den mitgelieferten Werkzeugen. Wenn ihr Felsen zerstört, könnt ihr Brocken dieser aufsammeln und als Währung nutzen. In Farm for your life kauft ihr nämlich nichts für Geld, sondern ihr tauscht es.

Ein weiterer Rohstoff ist Holz. Diesen sammelt ihr, indem ihr Baumstümpfe zerstört. Mit dem Holz lassen sich dann Zäune errichten oder eben Geschäfte machen. Die Erweiterungen, die ihr für eure Gaststätte kaufen wollt, bezahlt ihr auch mit Rohstoffen.

 

Neben dem Rohstoffsammeln benötigt das Anbauen von Mais, Kartoffeln, Tomaten und vielen anderen Gemüsearten einiges an Aufmerksamkeit. Damit die Pflänzchen überleben können, brauchen sie logischerweise Wasser und Dünger. Zum Glück bekommt man eine Gießkanne gestellt, welche man am Brunnen mit Wasser füllt und daraufhin seine Gemüsetriebe gießen kann. Den Dünger erhaltet ihr wie immer über das Tauschen.

Sämtliche Dinge die ihr sammelt landen in eurer Lagerkiste. Zu dieser habt ihr auch jederzeit Zugriff und kommt so immer an all eure Sachen heran.

Die Überschrift umfasst allerdings auch Zombies. Tja und die gibt es in Farm of your Life. Der Tag-/Nachtwechsel des Spieles hat neben dem hell und dunkel Machen der Umgebung noch einen anderen Zweck: Nachts kommen die Zombies aus den Wäldern. Diese finsteren Gesellen wollen euch ans Leder. Wenn ihr ihnen zu nahe kommt, geratet ihr in einen Kampf und werdet betäubt. Habt somit also keine Chance, etwas gegen die Bedrohung zu unternehmen.

 

Die einfachste Methode, die Zombies wieder loszuwerden, ist, sie mit Gemüse zu bewerfen. Wenn ihr dies zweimal getan habt, verschwinden die Zombies wieder zurück in den Wald. Apropos Wald, diesen könnt ihr auch besuchen. Aber wie es nun einmal so ist, ist es dort dunkel und dort lungern Zombies herum. Ab einem gewissen Zeitpunkt im Spiel müsst ihr allerdings in den Wald, um Holz und/oder Steine zu beschaffen. Wenn ihr diese Dinge gesammelt habt und ihr werdet dann von einem Zombie attackiert, verliert ihr einen Teil der gesammelten Rohstoffe.

Was den Schutz eurer Gaststätte angeht, gibt es auch die Möglichkeit, eine Steinschleuder zu bauen. Diese unterstützt euch sehr im Kampf gegen die Zombies.

Mini-Spiel und euer Charakter

Um an die unterschiedlichen Rezepte zu kommen, müsst ihr Rohstoffe tauschen. Damit ist es aber noch nicht getan. Ihr müsst, wenn ihr ein Rezept habt, dieses erlernen, indem ihr eine Art Fruit-Ninja spielt. Für alle, die Fruit-Ninja nicht kennen: Früchte fliegen von links und rechts über den Bildschirm und ihr müsst sie zerschneiden. Bei Farm for your Life sind es nur keine Früchte, sondern Gemüse und ihr müsst nicht wahllos drauf los schneiden, sondern immer nur die Zutaten, die für das Rezept benötigt werden. Schafft ihr dies in einer gewissen Zeit, bekommt ihr unterschiedlich viele Sterne und seid damit besser im Herstellen dieses Gerichtes.

Ihr müsst zu Beginn einen Charakter erstellen. Ihr könnt verschiedene Haarstile, Farben, Hosen, Oberteile, Brillen, Hüte und so weiter nutzen, um eurem Charakter ein individuelles Aussehen zu geben.

Ersteindruck

Es ist ein Beta. Aber außer einem Absturz war davon nicht sehr viel zu merken. Klar fehlt noch der Storymodus, aber vom Prinzip ist soweit schon sehr vieles drin gewesen.

Das mag jetzt alles vielleicht etwas langweilig erschienen, ist es aber nicht. Gerade durch die Vereinigung der Zombies, der Gaststätte, dem Bestellen von Feldern und so weiter wird es nie wirklich langweilig. Und gerade das ist es auch, was Farm for your life vom Rest der Farmer-Spiele abhebt.

Die Zeit, die wir im Spiel bisher verbrachten, macht definitiv Lust auf mehr. Das Setting ist schön, die Ideen sind super und an der Ausführung ist bisher nichts zu meckern. Auch das Prinzip des Spiels bietet jede Menge Potenzial für spätere Updates, DLC’s und so weiter.

Ein ausführlicher Test erscheint nach Release des Spieles.

Wir sind gespannt und bitten euch, bei Gefallen das Spiel bei Steam-Greenlight zu unterstützen:

(Hier Kommentare abgeben!)

Euer Hardbloxx-Team
News erstellt von Hardbloxx.Lunerock