Kategorie: 2.2 DS/3DS

Test/Testbericht: Xenoblade Chronicles 3D

In den ersten Jahren der Wii gab es für die Hardcore-Spieler unter uns kaum Gründe, sich die Konsole zuzulegen. Es fehlten einfach die passenden Spiele. Manche Zocker gingen sogar so weit zu sagen, dass die Wii eine Konsole, einzig für Familien und Kinder geschaffen, sei. Mit der Zeit wurden jedoch einige Videospiele veröffentlicht, die besagte Kritiker komplett vom Gegenteil überzeugen sollten. Eines davon war Xenoblade Chronicles. Das Rollenspiel bot astreine Kost für die JRPG-Fans der Community und konnte sogar so sehr überzeugen, dass Entwickler Monolith Soft Xenoblade Chronicles nun auch für den New Nintendo 3DS veröffentlichte. Ob Monolith Soft den Spielspaß gut auf die portable Plattform bringen konnte, zeigt unser Test zu Xenoblade Chronicles.

Das legendäre Monado

Einst gab es auf der Welt neben einer riesigen Menge Wasser lediglich die zwei Titanen Mechonis und Bionis. Die beiden Riesen befanden sich seit einer langen Zeit im Krieg und bekämpften sich Tag ein, Tag aus. Der Krieg zwischen den beiden Titanen schien ewig anzudauern, doch eines Tages gelang es Bionis, die linke Hand von Mechonis abzutrennen. Im Anschluss daran erstachen sich beide im selben Moment mit ihren Schwertern und der ewige Krieg der Titanen war beendet. Mechonis, sowie Bionis erstarrten daraufhin in ihrer Position und lange Zeit passierte nach diesem Ereignis nichts. Erstaunlicherweise entstand in den folgenden Jahren Leben auf den Körpern beider Götter. Auf Mechonis siedelten sich die Mechons an. Mechons sind mechanische, maschinenartige Wesen. Vollkommen anders sah es auf Bionis aus, denn dort entstanden die sogenannten Homs. Diese kann man grundlegend mit der Menschheit gleichstellen. Der Krieg zwischen Mechonis und Bionis war allerdings noch lang nicht vorbei, denn er wurde von beiden besagten Zivilisationen weitergeführt. Und so kämpfen die Mechons seither gegen die Homs, von denen sie sich unter anderem ernähren.

Viele Jahre später eskalierte der Krieg wieder einmal und die Homs kämpften um ihre letzte Stellung auf Mechonis. Leider wurden sie zurückgedrängt und mussten sich zur Kolonie 6 zurückziehen. Dort trat die Armee der Homs schließlich zum letzten Kampf an, um den Mechons ein für alle Mal die Stirn zu bieten. Ihr Anführer, Dunban, führte dabei die legendäre Waffe, das Monado. Das Monado war die einzige Waffe der Homs, die den Mechons wirklich etwas anhaben konnte und so waren die Homs auf Dunban und sein legendäres Schwert angewiesen. Ganz knapp geling es Dunban und seinen Kameraden, die Mechons noch ein letztes Mal zu verdrängen, doch der Preis dafür war größer, als zunächst erwartet. Bekanntlich entzieht das Monado seinem Träger bei der Benutzung immer wieder Lebensenergie und bei Dunban ging es in dem Kampf um Kolonie 6 sogar so weit, dass er durch das Monado in Lebensgefahr geriet. Es hatte ihn zu sehr geschwächt und sein kompletter rechter Arm wurde dadurch gelähmt. Seit dem Kampf hat sich das Geschehen zwischen Mechonis und Bionis ein wenig beruhigt. Ein Jahr später kommt Shulk, der eigentliche Hauptprotagonist von Xenoblade Chronicles ins Spiel. Der 18-jährige Forscher und Waffen-Entwickler lebt in der Kolonie 9, zusammen mit seinen Freunden und einigen anderen Homs. Nachdem niemand mehr mit den Mechons gerechnet hat und alle Homs in den Glauben verfallen waren, die Mechons wären für eine lange Zeit abgewehrt, greifen die mechanischen Wesen eines Tages überraschenderweise die Kolonie 9 an. Während des Kampfes um Kolonie 9 entdeckt Shulk, dass auch er ein auserwählter Träger des Monado zu sein scheint und erledigt die Mechons damit überwiegend. Leider blieben die Homs nicht ganz von dem Angriff verschont und Shulk verliert nicht nur viele Bekannte der Armee, sondern auch seine Freundin Fiora. Grund genug für den jungen Helden, sich aufzumachen, die Mechons ein für alle Mal auszulöschen und der Welt den Frieden zu bringen, den sich die Homs schon lang wünschen. Und damit startet ein großes Abenteuer auf den beiden Göttern Bionis, sowie Mechonis.

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Eine große, freie Welt

Gameplay-technisch erinnert Xenoblade Chronicles den einen oder anderen sicherlich etwas an ein MMO-Rollenspiel. Dazu trägt neben der umfangreichen Welt und den zig Nebenaufgaben wohl vor allem die Offenheit des Titels bei. Die Areale sind völlig frei begehbar, Übergänge vom Spielgeschehen in den Kampf suchen wir vergebens. Hier spielt sich quasi alles in Echtzeit ab und so stolzieren die meisten Gegner in den Arealen bereits frei auf der erkundbaren Karte herum. Nähern wir uns einer der Kreaturen, so können wir sie per Knopfdruck auf R oder L anvisieren und dann den Kampfmodus starten. Hier stehen uns schließlich die verschiedenen Techniken unseres Protagonisten zur Verfügung. Unsere Teammitglieder, von denen wir zu jeder Zeit bis zu zwei Stück bei uns führen dürfen, werden dabei von der KI gesteuert und handeln überwiegend schlau. Nur selten kommt es vor, dass die KI etwas nicht korrekt ausführt und wir selbst Hand anlegen müssen. Somit können wir uns voll und ganz auf die Abstimmung der eigenen Techniken im Kampf konzentrieren. Auf etwaige MP oder Ähnliches hat Monolith übrigens verzichtet. Die Techniken haben lediglich einen Cooldown, den es abzuwarten gilt, nachdem man die Fähigkeit eingesetzt hat. Ansonsten gibt es keinerlei Beschränkungen bei dem Einsatz jener.

Besagte Skills spielen in Xenoblade Chronicles eine große Rolle und auch hier fühlt man sich fast schon wie in einem MMO. Denn neben der Verbesserung von Techniken, die man mit Hilfe von erlangten Erfahrungspunkten vollziehen kann, gibt es zudem verschiedene Talentbäume. Zwar stehen davon für jeden Charakter lediglich nur drei Stück zur Verfügung, doch haben wir dadurch trotzdem eine ausreichende Möglichkeit zur Anpassung der eigenen Kämpfer. So bietet beispielsweise der Aufrichtigkeits-Pfad beim Helden Shulk eher Modifikationen in Richtung Heilkräfte, mit dem Pfad Intuition verstärken wir hingegen die Agilität von Shulk. Haben wir die Monster vor uns also endlich besiegt, so erhalten wir zumeist verschiedene Gegenstände. Mit etwas Glück lässt die besiegte Kreatur sogar einen Ausrüstungs-Gegenstand fallen. Auch hier hat sich Monolith Soft etwas Besonderes einfallen lassen. Jedes einzelne Stück Equipment verändert nämlich das Aussehen unserer Kämpfer. Zwar hält sich die optische Veränderung hier überwiegend in Grenzen, trotzdem ist dies ein weiteres, kleines Details in der großen Welt von Xenoblade Chronicles.

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Das altbekannte Schmieden und eine Menge Nebenmissionen

Haben wir besonders viel Glück, erbeuten wir ein Ausrüstungs-Teil, das einen offenen Juwelen-Sockel bietet. Juwelen können wir durch verschiedene Aktionen im Spiel als Belohnung erhalten oder in einem Ofen herstellen. Mit Hilfe von Materialen, die von Monstern sehr oft fallen gelassen werden, lassen sich hier verschiedene Juwelen herstellen. In unsere Ausrüstungs-Teile eingesetzt, erhöhen diese entweder die Grundattribute unserer Helden oder verstärken unseren Schutz gegen unerwünschte negative Statuseffekte. Ganz so einfach ist das Schmieden der Juwelen allerdings nicht. Insgesamt werden hierzu mindestens zwei Leute aus unserer Truppe benötigt: Ein Werfer und ein Techniker. Beide arbeiten während des Schmiede-Prozesses zusammen und erzeugen somit jeweils unterschiedliche Ergebnisse. Der Werfer bietet meist eine spezifische Fähigkeit, mit der sich das Endprodukt etwas verändern lässt, während der Techniker die verschiedenen Flammen, mit denen geschmiedet wird, kontrolliert. Es reicht also lediglich in den seltensten Fällen aus, einen ordentlichen Werfer zu haben, wenn der Techniker keine ausgewogene Leistung bei den unterschiedlichen Flammen zeigen kann. Wir müssen also zu jeder Zeit das passende Duo finden, um ein bestmögliches Ergebnis beim Schmieden zu erreichen. In der Praxis gestaltet sich das Ganze jedoch nicht ganz so kompliziert, wie der Eindruck zunächst vermuten lässt. Mit der Zeit hat man hier schnell den sogenannten Bogen heraus und kann sich auf gute Juwelen freuen.

Wer sich trotzdem nicht mit dem Vorgang des Schmiedens anfreunden kann, der muss nicht verzagen. Juwelen können wir, wie beschrieben, auch auf anderem Wege erhalten, zum Beispiel als Belohnung für eine der unzähligen Nebenmissionen in Xenoblade Chronicles. Davon gibt es schier unendlich viele in den vielen Arealen auf Bionis und Mechonis. Wir erhalten eine Nebenmissionen ganz einfach, indem wir mit einem „!“ markierte Homs in Städte oder Dörfern ansprechen. Anschließend erzählt uns die jeweilige Person von ihrem Leid, wie wir am besten helfen können und was wir als Belohnung erwarten können. Die Vielfalt der Nebenmissionen erstreckt sich hierbei von simplen Jagdmissionen, über Sammelmissionen, bis hin zu besonderen Herausforderungen, infolge dessen wir einzigartige, mächtige Monster erjagen müssen. Während sich die eigentliche Belohnung auf etwaige Gegenstände und Geld beschränkt, zieht das Abschließen von Nebenmissionen jedoch noch einen weiteren positiven Aspekt mit sich. Jedes Mal, wenn wir einer Person helfen, erhöht sich auch die Harmonie zwischen unseren Kämpfern. Mit dem Steigern der Harmonie zwischen zwei Kämpfern ermöglichen wir uns, dass der eine auf die Talente des anderen zugreifen kann. Neben dem kontinuierlichen Steigern der Harmonie in unserer Gruppe, können wir diese zwischen zwei Personen durch sogenannte Harmoniegespräche einen ordentlichen Schub verpassen. Diese sind in der Welt von Xenoblade Chronicles zuhauf verteilt.

Auch für Sammel-Enthusiasten hat der Titel einiges zu bieten. Bereits zu Anfang des Spiels sollten dem geschulten Auge die kleinen blauen Punkte auffallen, die in der Welt verteilt liegen. Bei der Aufnahme einer dieser Punkte erlangen wir eines der vielen Sammel-Items. Haben wir alle Sammel-Items einer Kategorie eingesammelt, erwartet uns eine entsprechende Belohnung in Form von Juwelen oder Ausrüstung. Bei der Vollendung eines gesamten Areals erhalten wir zudem eine besonders gütige Belohnung. Zusammen mit den integrierten Herausforderungen im Spiel, gibt es in Xenoblade Chronicles also für jedermann mehr als genug zu erledigen.

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Gut übernommen oder schlecht umgesetzt?

Technisch kann Xenoblade Chronicles größtenteils überzeugen. Verwunderlich ist das nicht, denn das Rollenspiel ist der erste Titel, welcher ausschließlich auf dem neuen New Nintendo 3DS läuft und nicht mehr kompatibel mit dem ehemaligen Nintendo 3DS ist. Natürlich mussten trotzdem einige Abstriche gemacht werden, denn auch der New Nintendo 3DS bietet nicht die Rechenleistung einer Wii, doch allgemein sieht Xenoblade Chronicles für einen portablen Titel überdurchschnittlich gut aus. Eine unglaublich riesige Spielwelt, die an etlichen Stellen mit liebevollen Details und grafischen Hinguckern winkt, lässt die eventuelle Trauer über etwas blassere Texturen und ein wenig Kantenflimmern fix verschwinden. Der gut umgesetzte Tag-Nacht-Wechsel tut dabei sein Übriges. Ebenso gut umgesetzt wurde der zuschaltbare 3D-Effekt. Während dieser in vielen Videospielen auf dem Nintendo 3DS eher unnötig erscheint, hat Monolith Soft hier gute Arbeit geleistet und bringt dem Spieler die ohnehin erstaunliche Welt von Xenoblade Chronicles noch ein Stück näher.

Für eine stimmungsvolle Reise, quer über Bionis und Mechonis sorgt nicht nur das solide Grafik-Gerüst, sondern auch der abwechslungsreiche Soundtrack: Nicht nur, dass die einzelnen Stücke, jedes für sich, ausgesprochen authentisch klingen, sie wechseln auch noch je nach Stand des Tag-Nacht-Rhythmus. Während uns am Tag ein fröhlicher Soundtrack stimmungsvoll begleitet, gesellen sich in der Nacht zumeist ruhige Töne dazu. Dadurch entwickelt sich in Xenoblade Chronicles eine ausgesprochen gute Atmosphäre. Die einzelnen Lieder lassen sich zudem im Hauptmenü anhören, nachdem man sie durch Münzen erworben hat, die man unter anderem durch die Streetpass-Funktion des Nintendo 3DS erhält.

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Persönliches Fazit

Ich muss zugeben, dass ich Xenoblade Chronicles damals auf der Wii leider nicht gespielt habe. Nun merke ich erst, was für ein episches Rollenspiel ich damals verpasst habe. Die Portierung auf eine mobile Plattform hat Monolith Soft nahezu ohne technische Einschränkungen vollbracht, obwohl das teils starke Kantenflimmern hier einige Minus-Punkte kassiert. Ansonsten hat mir das Spiel jedoch ausgesprochen gut gefallen und ich bin froh, dass ich das Abenteuer von Shulk und seinen Freunden auf meinem New Nintendo 3DS nachholen durfte. Ich erlebe es heutzutage nicht mehr oft, dass ich in einem Rollenspiel einfach durch die Welt laufe und die stimmige Atmosphäre genieße. Doch in Xenoblade Chronicles ist es mir nicht nur ein oder zwei Mal passiert. Der Tag-Nacht-Rhythmus und der dazu wechselnde Soundtrack haben mich von Anfang an komplett in ihren Bann gezogen. Inhaltlich konnte mich der Titel ebenso sehr zufriedenstellen. Eine solide Menge an Nebenmissionen, große Gebiete zum Erkunden und verschiedene sammelbare Gegenstände zaubern euch im Null-Komma-Nichts eine Spielzeit jenseits von 70 Stunden auf den Bildschirm.

Wer also das Abenteuer von Shulk auf der Wii verpasst hat oder das ganze einfach noch einmal durchleben möchte, der kann hier beherzt zugreifen. RPG-Fans sollte das Spiel sowieso bereits aufgefallen sein. Wenn nicht, dann seid an dieser Stelle darauf hingewiesen. Hier erwartet euch wieder einmal ein lohnenswertes Stück Software!

Xenoblade Chronicles

39,00€
Xenoblade Chronicles
89
89

Gameplay

91 / 100

Das MMO-ähnliche Gameplay ist abwechslungsreich gestaltet und die KI handelt in Kämpfen schlau.

    Story

    88 / 100

    Eine spannende, packende Story wird hier gut inszeniert und erzählt.

      Grafik

      83 / 100

      Herausragender Grafikstil, durch die Portierung von der Wii allerdings mit kleinen Knackpunkten.

        Sound

        89 / 100

        Angenehmer Soundtrack, der sich der Situation anpasst und eine gute Vertonung der einzelnen Charaktere.

          Umfang

          93 / 100

          Durch unzählige Nebenmissionen und Sammel-Items erwartet euch ein langes Abenteuer.

            Spielspaß

            90 / 100

            Fairer Schwierigkeitsgrad, zusammen mit dem gut durchdachten Gameplay, macht stetig Lust auf mehr.

              Positiv

              • - Schlaue KI in Kämpfen
              • - Gut erzählte Geschichte
              • - Durch viele Nebeninhalte großer Umfang
              • - Ordentliche englische Vertonung
              • - Abwechslungsreicher Soundtrack

              Negativ

              • - Grafisch leider mit kleinen Schwachstellen
              • - Japanische Sprachausgabe wurde entfernt

              Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

              Euer Hardbloxx-Team
              Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

              Test/ Testbericht: Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall

              Mit Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall (und Donnerknall) bringt Nintendo den direkten Nachfolger von Inazuma Eleven GO: Licht beziehungsweise Schatten heraus. Der neueste Ableger der Reihe aus dem Hause Level 5 hat nicht nur einen ganzen Haufen neuer Charaktere an Bord, sondern bringt auch wieder einige Neuerungen im Gameplay mit. Wie schon im Vorgänger steht der fußballbegeisterte Arion Sherwind im Zentrum des Geschehens und muss sich keiner geringeren Aufgabe stellen, als den Fußball vor dem endgültigen Aus zu bewahren. Ob der Titel seinem Franchise Ehre machen kann, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Der Fußball einfach ausradiert?!

              Da staunt Fußball-Kapitän Arion Sherwind nicht schlecht, als er aus einem Trainingslager zurückkehrt. An der Raimon angekommen kann sich fast niemand an ihn erinnern und das schlimmste ist – es gibt keinen Fußballclub mehr. Völlig verwirrt davon, dass seine Freunde im Tischtennis-Club sind, sich nur noch der Musik widmen oder auf einmal Sumo viel besser finden als alles andere, beschließt er, der Sache auf den Grund zu gehen. Plötzlich taucht ein schräger Typ auf, der sich als Alpha vorstellt, seinerseits ein Mitglied von Protokoll Omega, die sich der Aufgabe verschrieben haben, den Fußball endgültig von der Welt zu tilgen. Als der rätselhafte Alpha mit Arion auf eine Zeitreise geht, muss der Mannschaftskapitän mit ansehen, wie dieser in der Vergangenheit das Ereignis manipuliert, das verantwortlich war für Arions Liebe zum Fußball. Doch Alpha hat nicht dem Einschreiten eines weiteren Zeitreisenden gerechnet.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Gemeinsam für den Sport

              In das Geschehen schaltet sich nun Fei Rune ein, der Arion mit seinen Duplikanten zur Seite steht, um sich gemeinsam Team Omega in einem Fußballspiel in den Weg zu stellen. An seiner Seite ist der blaue Bär Urs Wunderbär mit seinem Zeitreise-Bus. Im Laufe des Spiels müsst ihr also gemeinsam mit Arion und seiner Mannschaft quer durch die Zeit reisen, um das Herumgepfusche von Protokoll Omega wieder rückgängig zu  machen. Dabei trefft ihr alte Bekannte und gewinnt neue Freunde. In diesem Titel erwartet euch also auch eine satte Portion Sci-Fi, denn Zeitreisen und Paralleluniversen gehören hier zum guten Ton dazu. Wie gewohnt mischt Level 5 auch in diesem Ableger der Inazuma-Reihe gekonnt JRPG mit Sportspiel und so sammelt ihr mit gewonnenen Matches Erfahrungspunkte und steigt im Level auf. Die Stats verbessern sich dabei automatisch, allerdings könnt ihr euren Spielern an verschiedenen Punkten in der Welt ein Spezialtraining zukommen lassen, das einzelne Stats deutlich verbessern kann. Zudem könnt ihr über Schuhe, Handschuhe, Armbänder oder Halsketten noch weitere Boni auf Stats verleihen. Die Währung sind dabei Elanpunkte, die ihr nach jedem gewonnenen Match sammelt. Allerdings ist der Titel nicht übermäßig freigiebig damit, beziehungsweise Items sind ziemlich teuer. Einige davon könnt ihr aber auch nach einem gewonnenen Match bekommen.

              Matches finden nicht nur storybasiert statt, sondern auch an unterschiedlichen Plätzen im Spiel. Spielwillige sind auf eurer Karte rot markiert; einige davon werden euch ähnlich wie bei Pokémon bei Sichtkontakt ansprechen und das Match automatisch starten. Wart ihr siegreich, könnt ihr später noch öfter gegen diese Mannschaft spielen, was insbesondere zum Leveln nützlich ist. Eure Spieler leveln übrigens alle mit, auch wenn ihr hauptsächlich 5-versus-5 – Matches bestreitet und dabei, wie der Name vermuten lässt, immer nur fünf Spieler auf dem Platz habt.

              Über die Online-Verbindung könnt ihr natürlich auch wie gehabt mit eurer Wunschmannschaft gegen bis zu drei Freunde spielen.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Neue Spielmechaniken

              Inazuma Eleven ist bekannt für seine verrückten Spezialtechniken, von denen es auch diesmal wieder über 200 im Spiel zu sehen gibt. Zusätzlich könnt ihr eure Spieler aber auch anderweitig mit mehr Power ausstatten. So könnt ihr beispielsweise im Spiel die Kampfgeister der jeweiligen Spieler rufen. Diese manifestieren sich in Gestalt großer Geisterwesen und statten ihren Spieler für einen begrenzten Zeitraum mit erhöhten Werten aus oder machen besondere Spezialattacken möglich. Die Geister können aber auch wie eine Rüstung getragen werden. Währenddessen sind eure Werte sehr hoch und Spezialattacken kosten keine TP.  Zusätzlich könnt ihr aber auch die Miximorph-Funktion nutzen, um die Aura eurer Spieler mit einer anderen zu fusionieren. So könnt ihr euch beispielsweise die Kraft eines T-Rex zunutze machen oder ihr fusioniert die Aura zweier Spieler. Der große Vorteil besteht darin, dass dabei sämtliche Stats um 50 Prozent erhöht werden. Bei der Kombination zweier Spieler-Auren erhöhen sich zudem drei Stats um 75 Prozent.

              Weiterhin müsst ihr bei einer Begegnung mit dem Gegner erst einmal abschätzen, ob er nach links oder rechts laufen wird. Entsprechend muss jedes Mal Links oder Rechts ausgewählt werden. Wollt ihr einen Gegner in Ballbesitz abwehren, hofft ihr auf die gleiche Richtung. Habt ihr selbst den Ball, hofft ihr natürlich auf die andere Richtung, um den Spieler einfach ohne Konfrontation zu umgehen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, euch für die Anwendung einer Spezialattacke zu entscheiden.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Neu ist auch die Anzeige des Gesamtwerts der Spieler. Stehen sich zwei Spieler gegenüber, werden ihre jeweiligen Gesamtwerte in den oberen Ecken angezeigt und ihr könnt abschätzen, wie die Begegnung verlaufen wird. Ist der Gegner euch deutlich überlegen, lohnt es sich, auf eine Spezialattacke zurückzugreifen und euren Wert damit kurzzeitig zu steigern. Zudem bekommt der Torwart nun seine eigene Energieleiste. Jeder gehaltene Schuss füllt diese Leiste und wenn sie schließlich voll ist, ist der Torwart ausgelaugt und eigentlich nur noch der Vollständigkeit halber auf seine Position; ein Hindernis für den Ball ist er dann nämlich nicht mehr.

              Die Grundmechanik des Spiels bleibt allerdings unangetastet. Zu Beginn eines Matches habt ihr Gelegenheit, eure Spielaufstellung festzulegen und eventuell Positionen auf dem Feld zu variieren. Nach dem Anpfiff zeichnet ihr mit dem Touchpen eine Linie auf dem Feld, der der jeweilige Spieler folgt. Ihr könnt so gleichzeitig mehreren Spielern Anweisungen geben. Ist ein Spieler im Ballbesitz, braucht ihr nur einen anderen Spieler antippen, schon wird ihm der Ball zugepasst. Hat der Gegner den Ball, könnt ihr ihn antippen und eure Spieler laufen auf ihn zu, um ihn unter Druck zu setzen. Jeder Spieler hat außerdem noch eines von vier Elementen, die sich gegenseitig überlegen sind oder schlagen; dies kann bei einer Begegnung den entscheidenden Ausschlag geben und sollte nicht unterschätzt werden. Jeder Spieler verfügt neben seinen Stats auch über eine gewisse Menge an KP und TP. Zusammenstöße mit Gegnern, in denen ihr unterliegt, kosten euch KP, während Spezialfertigkeiten TP kosten. Beides kann vor einem Match oder in der Halbzeit über Items aufgefrischt werden, allerdings könnt ihr nur drei Items pro Match einsetzen. Es gilt also, sorgfältig hauszuhalten mit den Punkten.

              Außerhalb eines Matches könnt ihr die Punkte an Erholungspunkten auffrischen, das kostet allerdings Elanpunkte; umso mehr je höher ihr im Level aufsteigt.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Mehr Taktik, mehr Tiefgang?

              Fähigkeiten, Spezialattacken, Kampfgeister, Miximorph, die einzelnen Elemente der Spieler und Items – in Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall kommen so einige Faktoren zusammen, die das Spiel und eure Charaktere beeinflussen. Wer das Spiel beherrschen will, muss sich der Möglichkeiten durchgehend bewusst sein und alles im Blick haben. Entsprechend ist dieser Teil der Reihe wenig einsteigerfreundlich; erfahrene Anhänger dieser Reihe werden die taktische Vielfalt begrüßen, Einsteiger sollten aber besser zu einem der Vorgänger greifen. Insbesondere die Story-Matches haben an Schwierigkeit zugelegt, denn schließlich nutzen auch die Gegner Kampfgeister und Spezialtechniken. Wer hier unvorbereitet in ein Match kommt, wird ganz schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Hier solltet ihr vor großen Matches unbedingt an einem günstigen Punkt speichern, ansonsten könntet ihr in die Bredouille kommen, dass ihr an einem Point of no return steht, aber vom Level her noch hoffnungslos unterlegen seid. Mehrere Speicherstände gibt es nicht; habt ihr euch da also vertan und seid wirklich völlig chancenlos, habt ihr ein Problem.

              Wie auch in den vorigen Teilen seht ihr euch einer schieren Masse von potentiellen Mitspielern gegenüber. Diese könnt ihr entweder via Kärtchen kaufen (wofür ihr teilweise Bedingungen erfüllen müsst) oder sie schließen sich euch nach einem gewonnenen Match an. Die beiden Versionen Flammenwall und Donnerknall unterscheiden sich nicht hinsichtlich der Grund-Story, bringen aber jeweils unterschiedliche Spieler mit unterschiedlichen Spezialfertigkeiten mit und verschiedene Handlungsstränge bei den Zeitreisen.

              Liebevoll gestaltet wie immer

              Typisch Level 5 bekommt ihr auch in diesem Teil der Inazuma-Reihe wieder wunderschöne Anime-Szenen spendiert, die zu einem großen Teil sogar synchronisiert sind. Die Sprecher machen ihren Job dabei auch fast alle sehr gut; man muss sich natürlich situationsbedingt und animetypisch auf etwas überdrehte Sprechweisen einstellen (ich sage nur „ZEEITSPRUUUUNG!!!“). Auch die Umgebung, die ihr relativ frei erkunden könnt, ist wie immer sehr liebevoll gestaltet und es machen sich auch nostalgische Gefühle breit, wenn ihr bei einem Ausflug in die Vergangenheit bekannte Stadtviertel aus den ersten Inazuma Eleven-Teilen durchstreift. Ein besonders schönes Detail, allerdings ohne tiefergehende Funktion, ist der InaLink. Über diesen schicken sich die Spieler gegenseitig Nachrichten, planen ihr Training oder quatschen einfach über das Essen in der Kantine. An sich nutzlos, aber nichtsdestotrotz sehr unterhaltsam.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Persönliches Fazit

              Die Inazuma-Reihe bleibt sich weiterhin treu. Das grundlegende Spielprinzip hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht verändert, es sind lediglich weitere Funktionen hinzugekommen. Mir persönlich ist das langsam schon ein bisschen zu viel des Guten; auf weitere Mechaniken sollte Level 5 verzichten. Nichtsdestotrotz ist Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall ein würdiger Nachfolger, der nach wie vor einfach Spaß macht und auch Fußballmuffel wie mich vor den 3DS lockt. Die vielen Figuren mit eigenem Charakter sind zum Großteil sehr gut vertont und die wie immer liebevoll gezeichneten Anime-Sequenzen sehen besonders in 3D wirklich gut aus. Überraschend viel Spaß hatte ich mit der an sich nutzlosen Funktion des InaLinks. Die Unterhaltungen zwischen den einzelnen Charakteren über schmutzige Trikots oder bunte Teddybären waren einfach witzig zu lesen und haben deutlich dazu beigetragen, das Profil der einzelnen Charaktere zu schärfen.

              Inazuma Eleven

              Inazuma Eleven
              84.3
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              Gameplay

              81 / 100

              Etwas überladen, aber mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten, neue Funktionen werden gut erklärt

                Story

                76 / 100

                Eine Mischung aus Sci-Fi und Dramatischem

                  Grafik

                  89 / 100

                  Detailliert und liebevoll wie in den Vorgängern

                    Sound

                    85 / 100

                    Musikalisch schön untermalt

                      Umfang

                      87 / 100

                      Recht frei erkundbare Gegend, sehr viele Spieler und Gestaltungsmöglichkeiten fürs eigene Team

                        Spielspaß

                        88 / 100

                        Unterhaltsam besonders für Fans der Reihe

                          Positiv

                          • - Schöne Anime-Szenen
                          • - Gute Vertonung
                          • - Interessante Neuerungen wie InaLink

                          Negativ

                          • - Etwas überfrachtet mit neuen Funktionen
                          • - Nicht sehr einsteigerfreundlich

                          Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

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                          Euer Hardbloxx-Team

                          Test/Testbericht: Monster Hunter 4 Ultimate

                          Mit Monster Hunter 4 Ultimate bringt Capcom einen weiteren Ableger der mittlerweile unglaublich beliebten Action-Rollenspiel-Reihe nach Europa. Dabei soll der exklusiv für den Nintendo 3DS entwickelte Titel den Umfang der bisher erschienenen Titel noch einmal übertrumpfen und mit neuen Funktionen punkten. Capcom hat allerdings auch den Umfang an Monstern um einige erweitert, die nur darauf warten, von euch erjagt zu werden. Auch wir haben uns in das Jagd-Abenteuer gewagt und für euch herausgefunden, ob Monster Hunter 4 Ultimate den essenziellen Eigenschaften der Reihe treu bleibt. Das Ergebnis könnt ihr im folgenden Testbericht nachlesen.

                          Ein ganz normaler Tag…oder?

                          Es ist ein ganz normaler Tag im Leben unseres Jägers. Zusammen mit dem Karawanenführer der Wüstenstadt, in der wir leben, sind wir nach einer erfolgreichen Jagd auf dem Weg nach Hause. Doch ein Rudel Remobras verbreitet ein schlechtes Gefühl, denn diese sind nur dann aufgescheucht, wenn sich ein Drachenältester in der Nähe befindet. Diese sind ganz besondere Wyvern. Wir können uns nicht einmal richtig über das Vorkommen der Remobras Gedanken machen, da taucht auch schon der Dah’ren Mohran auf. Simpel gesagt könnte man ihn wohl von der Größe her als eine Art Blauwal der Wüste bezeichnen. Mit der einzigen Ausnahme, dass der Dah’ren Mohran bei Weitem nicht so friedlich daherkommt wie ein Blauwal. Und so greift das schier riesige Ungetüm auch direkt unsere Karawane an. Wir verteidigen uns also mit allen an Bord befindlichen Mitteln gegen die riesige Bestie, doch sie rast quasi direkt auf die Stadt zu. Allein könnten wir den Dah’ren Mohran niemals aufhalten, doch glücklicherweise kommen noch weitere Karawanen mit Jägern dazu.

                          In fantastischer Zusammenarbeit gelingt es uns also, den Mohran abzuwehren und die Stadt zu retten. In dieser angekommen, bittet uns der Karawanenführer zunächst, einige Aufgaben zu erledigen. Auf diese Ereignisse baut zudem die weitere Story auf. Bereits hier lässt sich die erste große Änderung zu den vorherigen Teilen feststellen. Denn bei Monster Hunter 4 Ultimate hat Capcom das erste Mal versucht, eine standfeste Story erschaffen, die eine interessante Geschichte bietet. Bisher galten die Stories in den Monster Hunter-Spielen eher als Mittel zum Zweck und boten neben einer eher uninteressanten Geschichte auch sehr wenig Tiefgang. Hier hat Capcom gut zugelegt und dem ohnehin umfangreichen und qualitativ hochwertigen Paket rund um Monster Hunter 4 Ultimate eine geeignete Hintergrundgeschichte spendiert. Im Vergleich mit anderen Videospielen mag vielleicht auch diese Geschichte auf den ersten Blick nicht viel Tiefgang bieten, aber trotzdem hat Capcom hier definitiv einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

                          Monster Hunter 4 Ultimate (29)
                          Monster Hunter 4 Ultimate (30)

                          Trautes Heim, Glück allein

                          Gameplay-technisch bleibt Monster Hunter 4 Ultimate definitiv der Reihe treu. Wir beginnen ein neues Spiel, indem wir unseren eigenen Charakter erstellen. Dabei lassen sich neben dem Geschlecht zwar nicht unglaublich viele Details einstellen, aber mit der Kleidung, der Stimme und dem Gesicht sollten hier wohl für die meisten Zocker genug Anpassungs-Möglichkeiten gegeben sein. Neben dem eigenen Charakter haben wir in Monster Hunter 4 Ultimate außerdem das erste Mal die Möglichkeit, unseren Kameraden, welcher wie gewohnt eine Felyne (eine Katze) ist, anzupassen. Dabei können wir das Fell verändern, dem Fell eine eigene Farbe geben, die Kleidung unseres Kameraden bestimmen und dem Kleinen sogar eine besondere Stimme spendieren. Sind wir schließlich damit fertig die persönlichen Einstellungen vorzunehmen und unseren Jäger sowie Kameraden nach den eigenen Ideen zu erstellen, fragt uns das Spiel schließlich, ob wir noch ein Anfänger-Jäger sind. Dies hat keinerlei Einfluss auf den eigentlichen Schwierigkeitsgrad des Spiels, sondern soll Neueinsteigern der Monster Hunter-Reihe die Möglichkeit bieten, anfangs eine Hand voll Tipps zu bekommen. So soll der Einstieg in die Jagd deutlich einfacher gelingen, als es noch früher in den ersten Monster Hunter-Spielen der Fall war.

                          Sind wir dann nach dem Angriff des Dah’ren Mohran in der Stadt angekommen, so fällt einem hier zunächst der Aufbau derselben auf. Neben dem Karawanenführer haben es sich außerdem ein Ausrüstungs-Verkäufer, ein Schmied, eine Händlerin und einige Personen mehr in der Stadt gemütlich gemacht. Der Karawanenführer war des Weiteren so nett, euch ein eigenes Haus zu schenken, in welchem ihr unter anderem das Spiel speichern könnt. Nachdem euch der Karawanenführer schlussendlich noch etwas Ausrüstung geschenkt hat, könnt ihr euch also auf den Weg zur ersten Quest machen. Dafür gibt es in der Stadt einen eigenen Questschalter, an dem eine nette, junge Frau nur darauf wartet, euch die Quests vorzustellen, die von euch gemeistert werden möchten. Dabei sind die Quests in verschiedene Ränge eingeteilt. Zunächst beginnen wir im ersten Rang. Dort beschränken sich die Quests meist darauf, etwas zu sammeln oder einige kleine Monster zu erlegen. Also quasi ein perfekter Einstieg für jene, die vorher noch nie mit Monster Hunter zu tun hatten. Habt ihr eine passende Quest gefunden, so könnt ihr euch am Ausgang der Stadt auf den Weg zu jener machen.

                          Monster Hunter 4 Ultimate (51)
                          Monster Hunter 4 Ultimate (46)

                          Aller Anfang ist schwer

                          Während der Quests geben euch die Stadtbewohner immer mal wieder Tipps zu neuen Spiel-Elementen oder falls ihr etwas Neues entdeckt. Die dafür aufploppenden Nachrichten könnten für alteingesessene Monster Hunter-Veterane durchaus als sehr nervig gelten, doch der ohnehin recht holprige Einstieg in die Mechaniken von Monster Hunter geht für Anfänger so eventuell etwas einfacher von der Hand. So ganz ohne Hilfsmittel sind vor allem spätere Quests nicht sehr einfach zu bewältigen, sodass es in Monster Hunter 4 Ultimate wieder die obligatorische Vorratskiste am Anfang jeder Quest gibt. In dieser findet ihr alle möglichen Hilfsmittel wie eine Karte, Heiltränke oder Rationen, um eure Ausdauer aufzufrischen. Denn neben der Gesundheit eures Jäger gesellt zudem die Ausdauer dazu. Neben dem normalen Laufen gibt es in Monster Hunter 4 Ultimate nämlich noch diverse andere Aktionen, die eure Ausdauer aufbrauchen. So könnt ihr beispielsweise per rechter Schultertaste schneller Rennen, per Knopfdruck auf die B-Taste ausweichen oder, je nach Waffe, spezielle Angriffe ausführen. Dabei füllt sich die Ausdauer nach solchen Aktionen in kurzer Zeit wieder auf. Gesundheit und Ausdauer werden euch in Form einer Leiste angezeigt. Eine genaue Anzeige in Zahlen oder Prozent gibt es dabei nicht.

                          Neben den Grundattributen ist beim Jagen natürlich auch eure Ausrüstung wichtig. Dort gibt es neben einer Vielzahl von Waffen, die sich in Nah-, sowie Fernkampfwaffen unterteilen und ihre eigenen Vor- und Nachteile besitzen, außerdem seit Anbeginn der Reihe eine unglaublich große Auswahl an Rüstungen. Diese unterteilen sich in Helm, Brustpanzer, Armschienen, Hüfte und Beinschienen. Neben den typischen Verteidigungswerten bieten diese zudem meist einzigartige Fertigkeiten. So lassen sich durch eine Fähigkeit zum Beispiel die Hilfsmittel schneller vernaschen, wodurch ihr im Kampf nicht so viel Zeit verliert. Materialien, um Waffen und Rüstungen herzustellen, müsst ihr in den verschiedenen Quest-Gebieten von Monster Hunter 4 Ultimate sammeln. Dafür könnt ihr bei der Händlerin beispielsweise Spitzhacken oder Fanggeräte für Käfer kaufen. Im Großen und Ganzen mögen sich die Mechaniken von Monster Hunter 4 Ultimate auf den ersten Blick vielleicht extrem kompliziert lesen, aber sobald man in diese hinein gefunden hat und weiß, wie diese eigentlich funktionieren, gestaltet sich das Ganze als ziemlich simpel.

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                          Zusammen sind wir Quark!

                          Doch was wäre ein Spiel namens Monster Hunter ohne die namensgebenden Monster? Natürlich nicht viel und so gibt es von denen in Monster Hunter 4 Ultimate über 120 verschiedene Arten zu erjagen. Dabei findet ihr neben den typischen Wyvern auch diverse andere Monsterarten, wie beispielsweise affenähnliche Kreaturen oder riesige Käfer, auch Neopteron genannt. Jede einzelne Bestie hat ihr Moveset, welches es zu studieren gilt, um allen Attacken passend ausweichen zu können. Denn je weiter ihr in der Questreihe der Stadt kommt, desto schwerer und größer werden natürlich auch die Kreaturen, welche ihr erlegen müsst. Schafft ihr es schließlich, die Bestie zu erlegen, so könnt ihr diese schlussendlich noch, je nach Kreatur, zwei bis vier Male ausnehmen, wobei ihr jedesmal ein Material der besiegten Kreatur bekommt, um neue Waffen und Rüstungen zu schmieden. Neben einer Belohnung in Form von Geld, bekommt ihr außerdem nach Abschluss einer Quest noch weitere Gegenstände als Belohnung. Simpel dargestellt gestaltet sich das ganze in dem Schema: Neuer Jägerrang – neue Monster jagen – Materialien für stärkere Waffen und Rüstungen sammeln – zum nächsten Jägerrang voranschreiten. Das mag auf den ersten Blick für manch einen vielleicht etwas eintönig klingen, doch das Ganze bietet durchweg Suchtpotenzial, jede einzelne Waffe und Rüstung im Spiel zu erstellen. Die Vielfalt an Monstern tut hier ihr Übriges.

                          Ebenso essenziell wie die namensgebenden Monster ist in Monster Hunter zudem der Mehrspieler-Modus. Hier hat Capcom einen unglaublichen Fortschritt gemacht, denn bisher konntet ihr in den Monster Hunter-Spielen für portable Konsolen (3DS, PSP,…) nur lokal mit euren Freunden zusammen auf die Jagd gehen. Monster Hunter 4 Ultimate bietet nun als erster portabler Titel der Reihe die Möglichkeit, auch online mit anderen Jägern zusammenzuarbeiten. Denn neben den Quests in der Stadt gibt es noch weitere Quests in der Gildenhalle. Diese sind teilweise deutlich schwieriger als jene in der (Singleplayer-)Stadt und so lohnt sich hier insbesondere bei den späteren Quests jeder Mann, der helfen kann. Dabei solltet ihr jedoch aufpassen, was im Kampf alles geschieht. Denn in Monster Hunter gilt: Sobald ihr das dritte Mal sterbt, gilt die Quest als fehlgeschlagen. Dabei ist egal, ob ein einziger Jäger drei Mal stirbt oder vereinzelt drei verschiedene Jäger. Zudem beschränkt sich eure Truppe auf maximal vier Jäger, sodass ihr euch vor manchen Quests besonders viele Gedanken machen solltet, wen ihr alles mitnehmt. Das Ganze bietet neben einer Menge individueller Herausforderungen vor allem einen unglaublich großen Umfang, der im gesamten Videospiel-Universum teilweise seinesgleichen sucht.

                          Monster Hunter 4 Ultimate (34)
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                          Angenehme Technik

                          Ein weiterer, besonderer Pluspunkt von Monster Hunter 4 Ultimate ist definitiv die Grafik. Neben allgemein schön gestalteten Gebieten, Charakteren und Monstern sieht Monster Hunter 4 Ultimate vor allem in den vereinzelt im Spiel platzierten Cutscenes außerordentlich gut aus. Hier hat man das Gefühl, dass wirklich alles aus dem 3DS herausgeholt wurde. Zudem lief das Spiel im Test fast durchweg mit 60 Bildern die Sekunde, was heutzutage leider noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Hierbei sei angemerkt, dass wir Monster Hunter 4 Ultimate auf dem neuen New 3DS XL getestet haben, der mit mehr Performance punkten kann. Dadurch ergibt sich ein sehr angenehmes Spielgefühl. Natürlich bietet die Grafik auch einige Kritikpunkte. Manche Texturen sehen nach wie vor etwas matschig aus und an wenigen, kleinen Stellen erkennt man dennoch starkes Kantenflimmern. Doch insgesamt bietet Capcom hier ein rundum angenehmes Gesamtpaket, welches der Reihe definitiv gerecht wird.

                          Neben der liebevollen Grafik erwartet euch in Monster Hunter 4 Ultimate zudem eine authentische Soundkulisse. Während ihr in einigen Gegenden lediglich angenehme Hintergrundgeräusche vernehmen könnt, läuft während dem Kampf gegen die riesigen Kreaturen meist ein passendes, actionreiches Musikstück im Hintergrund. Dabei wurde vielen Bestien in Monster Hunter 4 Ultimate ein völlig eigenes Theme spendiert, das euch durch den Kampf hetzt. Dadurch kommt teilweise schon einmal erdrückende Atmosphäre auf, wenn es sowieso schon nicht gut um euren Jäger aussieht und dann noch das passende Stück im Hintergrund läuft.

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                          Persönliches Fazit

                          Was habe ich mich auf dieses Spiel gefreut… Seit dem ersten Teil auf der PlayStation 2 bin ich riesiger Fan der Monster Hunter-Reihe und so hat mich auch dieser Teil vollkommen in seinen Bann gezogen. Neue Kreaturen, neue Waffenarten, neue Jagdgebiete und noch dazu sogar endlich mal eine einigermaßen interessante Hintergrundgeschichte. Man könnte also sagen, Capcom hat die guten Aspekte der Vorgänger genommen und durch neue, aufregende Inhalte erweitert. Herausgekommen ist ein Monster Hunter, welches unglaublich viel Umfang bietet. Welche Verbesserung mir persönlich am besten gefallen hat, bezieht sich auf den Mehrspieler, der nunmal einen Großteil des Spielspaß von Monster Hunter 4 Ultimate ausmacht. Früher musste ich mich jedesmal mit meinen Freund irgendwo treffen, um mit ihnen zusammen auf die Jagd gehen zu können. Natürlich war es schön, die anderen immer mal wieder zu sehen, doch manchmal war es doch wirklich nervig, da das Ganze oft geplant werden musste. Nun spreche ich mich mit meinen Freunden ab, wann wir uns im TeamSpeak treffen und schon kann der Spaß losgehen. Zusammen mit der durchweg angenehmen Technik hat Capcom hier ein sehr überzeugendes Gesamtpaket geschaffen. Ihr besitzt einen 3DS und interessiert euch auch nur im Entferntesten für Action-Spiele? Dann werft ruhig einmal einen Blick auf Monster Hunter 4 Ultimate – es lohnt sich!

                          Monster Hunter 4 Ultimate

                          Ab 42,99€
                          Monster Hunter 4 Ultimate
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                          Gameplay

                          91 / 100

                          Abwechslungsreich und herausfordernd - zusammen mit dem großen Umfang ein rundum überzeugendes Paket.

                            Story

                            86 / 100

                            Nach langer Zeit hat es Capcom endlich geschafft, eine interessante Hintergrundgeschichte zu erschaffen.

                              Grafik

                              90 / 100

                              Sehr liebevoll gestaltete Charaktere, sowie Monster und fast durchweg 60 Bilder die Sekunde erschaffen ein ausgesprochen angenehmes Spielgefühl.

                                Sound

                                89 / 100

                                Authentischer Soundtrack, der euch gekonnt durch die Kämpfe hetzt.

                                  Umfang

                                  97 / 100

                                  Die Vielfalt an Monstern und Quests ergibt einen schier riesigen Umfang, der seinesgleichen sucht.

                                    Spielspaß

                                    93 / 100

                                    Der Einstieg mag für Anfänger etwas holprig verlaufen, doch hat man die Mechaniken von Monster Hunter erst einmal verstanden, zieht das Spiel einen sehr schnell in den Bann.

                                      Positiv

                                      • - Gewohnt riesiger Umfang
                                      • - Eine interessante Hintergrundgeschichte
                                      • - Durchweg überzeugende Grafik
                                      • - Gleichmäßiger und fairer Anstieg der Schwierigkeit
                                      • - Endlich ein Online-Mehrspieler

                                      Negativ

                                      • - Ständige Tutorial-Einblendungen mit der Zeit vielleicht etwas nervig
                                      • - Für Anfänger recht holpriger Einstieg

                                      Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

                                      Euer Hardbloxx-Team
                                      Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

                                      Test / Testbericht: Tristoy

                                      Auf der Gamescom 2014 hatte das kleine Indie-Studio seinen Koop-Plattformer Tristoy im Rahmen der Indie Mega Booth vorgestellt, nun ist der Titel unter den Fittichen von Headup Games auf Steam erschienen und bringt Zocker entweder auf der Couch oder online zusammen. Das Studio verspricht neben Koop-Action auch vielschichtige Charaktere und multiple Enden. Ob der kleine Titel ein spaßiges Unterfangen ist oder ein Kandidat für die Untiefen der Steam-Spielebibliothek ist, lest ihr in unserem Testbericht.

                                      Alle Jahre wieder – rettet die Prinzessin!

                                      Die Hintergrundgeschichte von Tristoy ist zunächst sehr eindimensional. Mieser Oberschurke (mit einer verblüffenden Ähnlichkeit zum Hexenkönig von Angmar) stürmt ein friedliches Königreich und verschleppt die Prinzessin, ebenso wie den feschen Freedan, der je nach eurem Belieben ihr Bruder, Verlobter oder Paladin ist.

                                      Freedan findet sich zwischen Gitterstäben auf der Gefängnisinsel Tristoy wieder, wo eine freizügige Hexe im Begriff ist, ihm das Fleisch von den Knochen zu schälen. Rettung kommt in letzter Sekunde in Gestalt des ziemlich durchsichtigen Magiers Stayn, der seine verbliebene Energie dazu benutzt, die Hexe anzugreifen. Player 2 has entered the game.

                                      Gemeinsam versuchen die beiden nun, sich durch die finsteren Gänge zu kämpfen und die lang ersehnte Freiheit zu erlangen, während ganz nebenbei natürlich noch die Prinzessin gerettet werden muss.

                                      Tristoy

                                      Tristoy

                                      In klassischer Metroidvania-Manier kämpft man sich nun zu zweit durch das düstere Gefängnis. Während der rothaarige Freedan als flinker Schwertkämpfer unterwegs ist, verschießt Stayn in seiner Astralform zunächst Energiekugeln, schwingt später aber einen beeindruckenden Mühlenstein, den er beim Angriff auf die Gegner schleudert. Außerdem kann Stayn mit seiner Magie Zahnräder manipulieren und damit Mechanismen bedienen, beispielsweise, um Plattformen zu bewegen. Freedan dagegen beherrscht einen Doppelsprung und kann sich auf Stayns Mühlenstein stellen, wenn dieser ihn über den Kopf hebt und ihn somit auf höher gelegene Plattformen hieven. Dort angekommen kann Freedan seinen Gefährten dann hochziehen. In regelmäßigen Abständen sind Checkpoints zu finden, an denen Gesundheit regeneriert werden kann. Wenn das Spiel beendet wird, kann beim nächsten Mal am zuletzt genutzten Checkpoint gestartet werden. Außerdem finden sich bei jeder Tür-Durchquerung kleinere Checkpoints, bei denen die Spieler wieder auftauchen, wenn einer von beiden das Zeitliche segnet. Richtig gelesen – erwischt es einen der Spieler, kann der andere ihn nicht wiederbeleben. Auch Tränke oder Heilzauber gibt es nicht, allerdings können im Laufe des Spiels relativ großzügig Leben eingesammelt werden, die sich beide Spieler teilen.

                                      Vom Gameplay her ist man von Anfang an auf Zusammenarbeit angewiesen, da Freedan beispielsweise stachelige Gegner erst verwunden kann, wenn Stayn sie kampfunfähig gemacht hat. Die meisten Türen öffnen sich zudem nur, wenn beide Charaktere darauf stehen. Dem agileren Freedan kommt es zu, seinen Gefährten auf höhere Vorsprünge zu ziehen oder höher gelegene Schalter umzulegen. Zwischendurch können sich die beiden immer mal wieder miteinander unterhalten, was ihre Beziehung zueinander beeinflusst. Durch den zuerst bierernst anmutenden Ton wird nicht gleich klar, dass hier nicht alles so wichtig genommen wird, wie es scheint. Wer möchte, kann unmittelbar mit seinem Kollegen zusammenhalten. Wer lieber ein bisschen stänkern möchte, wählt die entsprechenden Antworten aus. Die jeweiligen Auswahloptionen sind allerdings immer auch für das Gegenüber sichtbar, so viel sei vorab verraten. Sowohl eure Gegner, als auch der Gefährte werden sich bestimmte Äußerungen und Entscheidungen übrigens merken, was sich auf den Spielverlauf auswirkt.

                                      Grafisch haut einen der Titel nicht unbedingt aus den Socken. Jeder zweite Gang scheint gleich auszusehen und abgesehen von den üblichen Skeletten, grünem Hintergrundleuchten und den obligatorischen Käfigen und Ketten gibt es leider nicht allzu viel zu sehen. Klar, Tristoy legt sein Hauptaugenmerk aufs Gameplay, doch ein bisschen mehr Detailverliebtheit hätte sicher nicht geschadet.

                                      Tristoy

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                                      Die Steuerung – welches Schweinderl hätten’s denn gern?

                                      Tristoy schlägt in Sachen Steuerung nicht nur altbekannte, sondern auch zeitgemäße Wege ein. Ganz wie in den guten alten Zeiten von Koop-Spielen an einem Gerät können sich die Spieler im lokalen Modus die Tastatur teilen. Dabei spielt einer über WASD und nahegelegenen Buchstaben-Tasten, der andere Spieler über die Pfeiltasten und den nahegelegenen NUMPAD-Tasten. Wem dies jedoch zu eng sein sollte, kann auf ein Gamepad umsteigen. Für all diejenigen, die aber mit Consoleros nicht viel am Hut haben oder schlicht für den PC kein Gamepad besitzen, haben sich Headup Games aber etwas ganz Besonderes und Zeitgemäßes überlegt. Schließlich besitzt in der heutigen Zeit nahezu jeder schon ein Smartphone. Warum also nicht das Praktische mit dem Nützlichen verbinden und aus dem Smartphone einen Controller machen? Kein Problem! Die kostenlose App „Uniplay“ macht es möglich.

                                      Tastatur

                                      Die etwas Älteren unter den Gamern mögen mit dieser Variante wohl kaum ein Problem haben. Zwar reagiert die Steuerung prompt und es lässt sich auch gut damit spielen, wer allerdings die doch recht enge Haltung der Hände nicht gewohnt ist, wird hier wohl eher etwas an Eingewöhnungszeit investieren müssen.

                                      In der Beta-Version war es leider so, dass man sich nicht zwingend aussuchen konnte, ob man nun per WASD- oder Pfeiltasten-Variante spielen möchte. Das Spiel entschied ganz einfach, dass Spieler 1 immer mit WASD und Spieler 2 immer mit den Pfeiltasten zu spielen hat. Dabei wurde auch kein Unterschied gemacht, ob man im lokalen Koop oder über das Internet gespielt hat – etwas ärgerlich.

                                      Gamepad

                                      Je nach Gamepad wohl eine der bequemsten Arten zu spielen, zumal die Steuerung eigentlich fast schon dafür ausgelegt ist. Schließlich bedarf es nicht mehr als ein Steuerkreuz und vier Aktionsbuttons. Diese sind auch gleich nach dem typischen XBOX360- und XONE-Layout koloriert und beschriftet.

                                      Einziger Wermutstropfen: In der Beta-Version schien die Steuerung per Gamepad etwas hinterher zu hinken. Man fühlte einen kleinen Delay, dieser war zwar wirklich nur sehr geringfügig, aber dennoch für den ambitionierten Zocker auffallend.

                                      Tristoy

                                      Tristoy

                                      Smartphone

                                      Natürlich fragt man sich zu aller erst: Wie soll ich bei einem Touchpad wirklich wissen, wo die Tasten liegen, geschweige denn, ob ich sie auch wirklich getroffen hab? Uniplay got you covered! Das System ist eigentlich so simpel wie brillant. Da auf dem Smartphone ohnehin nicht viel mehr angezeigt wird, als eben ein D-Pad, die vier Aktions-Buttons und ein Menü-Button (im Falle von Tristoy aber auch noch die HP-Anzeige und die Anzahl der Leben), bietet die App viel Platz für das „virtuelle Gamepad“. Daneben gibt es auch im Falle der Buttons Force-Feedback, sprich bei erfolgreicher Betätigung eines Buttons vibriert das Smartphone kurz.

                                      Zwar lief in der Beta-Version von Tristoy die HP- und Lebensanzeige auf dem Smartphone nicht ganz synchron mit dem, was der Bildschirm uns sagte. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn allein die Idee, sein Mobile Device einfach per App in einen Controller zu verwandeln (und Uniplay unterstützt auch noch weitere Spiele) finden wir klasse! Mit ein bisschen Übung hat man sich schnell an den „tastenlosen“ Controller gewöhnt und es geht recht gut von der Hand. Es ist zwar ungewohnt, aber durchaus innovativ und man spart sich den Controller-Kauf.

                                      Es braucht dafür auch nicht etwa eine extra Bluetooth-Schnittstelle oder eine Kabelverbindung. Das Smartphone klinkt sich einfach über WLAN/Wi-Fi ein und schon kann es losgehen – perfekt!

                                      Für den Beta-Test wurde das lokale Spiel ausdrücklich empfohlen. Wir haben das Netzwerk-Spiel natürlich trotzdem ausprobiert und auch prompt den Grund für die Empfehlung gefunden. Einer der Spieler hatte durchgehend mit einer massiven Trägheit zu kämpfen, sodass man sich fühlte, als wäre Spieler Nummer zwei in Slow Motion unterwegs. Dies betraf allerdings stets nur eine der Figuren, nicht die Umgebung oder die Gegner. Einige Passagen wurden dadurch nahezu unspielbar, doch wir gehen mal davon aus, dass das nur ein Beta-Problem ist und in naher Zukunft gelöst sein wird.

                                      Hinzu kamen auch einige Bildfehler, wie ein unruhiges Zittern des Bildes oder die Tatsache, dass ein Spieler den anderen als getroffen wahrnahm, während dieser aber eigentlich völlig unbeschadet war. Im lokalen Spiel lief das Spiel dagegen flüssig und beide Figuren waren gleich zügig unterwegs.

                                      Tristoy

                                      Tristoy

                                      Persönliches Fazit

                                      Tristoy ist alles in allem ein unterhaltsamer Koop-Titel. Eine besonders vielschichtige Charakterentwicklung sucht man zwar vergebens, doch dass durch die teils recht spaßigen Dialoge die Story und das Verhältnis der beiden Charaktere beeinflusst werden kann, macht Laune. Insbesondere da Stayn darauf angewiesen ist, hin und wieder von Freedans Lebensenergie zu naschen, was dieser entweder bereitwillig ertragen oder abwehren kann. Das Gameplay verlangt echte Teamarbeit; zu keiner Zeit fühlt man sich, als würde einfach nur ein zweiter Spieler mitlaufen. Einfache Puzzle müssen gemeinsam gelöst werden und auch die Bosse können nur gemeinsam besiegt werden. Freedan und Stayn ergänzen sich hervorragend.

                                      Tristoy

                                      Tristoy
                                      79.2
                                      79.166666666667

                                      Gameplay

                                      90 / 100

                                      selbsterklärend und geht leicht von der Hand

                                        Story

                                        70 / 100

                                        klassisches Rette-die-Prinzessin, dafür mit Beeinflussungsmöglichkeiten und multiplen Enden

                                          Grafik

                                          75 / 100

                                          schlicht bis eintönig, dafür läuft alles flüssig; dynamischer Splitscreen

                                            Sound

                                            70 / 100

                                            unauffällig bis langweilig

                                              Umfang

                                              80 / 100

                                              lokaler und Online-Multiplayer mit Möglichkeit für Smartphone-Steuerung

                                                Spielspaß

                                                90 / 100

                                                ausbalanciertes Koop mit ausgewogenen Charakteren

                                                  Positiv

                                                  • - sauberes Gameplay
                                                  • - witzige Dialoge mit Auswirkungen
                                                  • - gut umgesetztes Koop
                                                  • - Uniplay-Unterstützung

                                                  Negativ

                                                  • - zumindest in der Beta noch einige Anzeigefehler im Online-Multiplayer
                                                  • - relativ dünne Story

                                                  Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                  Euer Hardbloxx-Team

                                                  Test / Testbericht: Pokémon Alpha Saphir

                                                  Pokémon gilt heutzutage als eine der ältesten und gleichzeitig besten Spielereihen überhaupt. Die Jagd nach dem Rang des Pokémon-Meisters und das Sammeln der mittlerweile ganzen 719 Pocket Monsters bereitet nach wie vor Groß und Klein immensen Spaß. Mit Pokémon Alpha Saphir und Omega Rubin bringt Game Freak zwar keinen rundum neuen Teil der Serie, jedoch sollen auch die Remakes der beiden Teile Saphir und Rubin von 2003 die Fans bei Laune halten. Wir durften uns in das Abenteuer in Pokémon Alpha Saphir werfen und haben für euch herausgefunden, ob es sich dabei nur um erneut aufgewärmte Suppe oder um schmackhafte Kost für Pokémon-Trainer handelt.

                                                  „Ich will der Allerbeste sein,…“

                                                  „…wie keiner vor mir war.“ Auch in Pokémon Alpha Saphir hat sich die prinzipielle Hintergrundgeschichte der bekannten Reihe kaum geändert. Wir starten, wahlweise als Junge oder als Mädchen, in der sogenannten Welt Hoenn und beschließen, uns auf die Reise zu begeben, um Pokémon-Trainer zu werden. Wie auch schon in allen vorherigen Teilen, hat auch hier die Mutter des schätzungsweise 13 Jahre alten Protagonisten nichts dagegen, dass ihr Kind durch die Weltgeschichte reist und diversen Gefahren trotzt. Und wie es der Zufall so will, wohnen wir in dem gleichen Dorf, wie ein berühmter Pokémon-Professor. So machen wir uns also auf, um jenen zu suchen, der uns den Einstieg in die Welt der Pokémon ermöglichen soll. Nachdem wir jedoch besagten Professor, Birk ist übrigens sein Name, weder in seinem Haus, noch in seinem Labor auffinden, machen wir uns auf den Weg aus dem Dorf.

                                                  Kaum sind wir auf der ersten Route angekommen, wartet auch schon unser erstes, kleines Abenteuer auf uns. Den Professor haben wir nämlich gefunden, allerdings befindet sich dieser in einer Bredouille. Er wurde von einem Pokémon angegriffen und hat dabei seine Tasche mit drei verschiedenen Pokémon fallen lassen. Glücklicherweise sind wir da und dürfen uns eins der drei kleinen Pokémon aussuchen, mit dem wir Professor Birk zu Hilfe eilen. Ist das angreifende Pokémon besiegt, gehen wir mit dem Professor in sein Labor und er schenkt uns als Dank den kleinen Racker, mit dem wir vor kurzem zusammengearbeitet haben. Dies ist der Beginn unserer langen Reise zum Pokémon-Meister, denn von nun an gilt es, Hoenn unsicher zu machen, Pokémon zu sammeln, Orden zu erlangen und irgendwann die Pokémon-Liga zu erreichen.

                                                  So simpel die Geschichte der Pokémon-Teile auch nach wie vor sein mag, so aufregend ist sie auch jedes Mal aufs Neue. Einige Zeit verstreicht, bis wir alle acht Orden in unseren Händen halten und dabei streut Game Freak gekonnt einige Nebengeschichten in das Spiel ein. Sei es die Suche nach den legendären Pokémon, die raufwütigen Schurken von Team Magma und Aqua, welche einmal mehr Böses im Schilde führen oder der Wettkampf mit dem Rivalen. Game Freak weiß einfach, wie man Spieler bei Stange hält und auch bei Pokémon Alpha Saphir weiß die Geschichte ein erneutes Mal zu gefallen.

                                                  Pokemon-ORAS (4)
                                                  Pokemon-ORAS (6)

                                                  Schnapp‘ sie dir alle!

                                                  Das grundlegende Spielprinzip in Pokémon Alpha Saphir hat sich seit den ersten Teilen von 1999 kaum verändert. Noch immer geht es darum, die kleinen Monster zu fangen und zu trainieren. Was zunächst recht simpel klingt, bedarf bei der Perfektion des eigenen Teams einer riesigen Menge an Können und Kenntnis über die Pokémon-Welt. Die insgesamt 719 Pokémon sind in der ganzen Welt verteilt und warten nur darauf, von uns entdeckt und gefangen zu werden. Nun ja, so ganz stimmt das allerdings nicht, denn auch in Pokémon Alpha Saphir gibt es wieder nur einen Teil der existierenden Pokémon. Es gilt also auch hier wieder: Wer alle sammeln möchte, muss entweder mit anderen Spielern tauschen oder die fehlenden Pokémon von anderen Editionen herüber tauschen. Ansonsten gilt das gleiche Prinzip, wie schon immer. Wir fangen uns diverse Pokémon, kämpfen uns mit diesen durch Hoenn und trainieren damit unser, aus höchstens sechs Pokémon bestehendes, Team. Haben unsere Pokémon ein gewisses Level erreicht oder erfüllen wir gewisse andere Bedingungen, entwickeln sich die meisten sogar zu einem neuen, stärkeren Wesen.

                                                  Die Kämpfe in Hoenn sind wieder einmal sehr ausgewogen. Alle Trainer sind gut zu besiegen und auch die verschiedenen Arenaleiter sind fair gestaltet. Selbst mit einem Team aus sechs Pokémon lässt sich das Abenteuer gut bestreiten, was nicht zuletzt am überarbeiteten EP-Teiler liegt. Bis zur sechsten Generation (alles vor Pokémon X und Y) konnte man diesen einem Pokémon zu tragen geben, welches dann auch im Falle, dass es nicht am Kampf teilnahm, Erfahrungspunkte sammelte. Seit Pokémon X und Y ist es nun so, dass der EP-Teiler für alle Pokémon im Team gilt und wir somit unser Team gleichmäßig und ausgewogen trainieren können. Das sorgt noch einmal für mehr Fairness und vereinfacht das Aufbauen eines großen Teams ein wenig.

                                                  Pokemon-ORAS (16)
                                                  Pokemon-ORAS (15)

                                                  Es gibt viel zu tun

                                                  Geht es dann an das Kämpfen an sich, kommt der strategische Teil von Pokémon ins Spiel. Jedes einzelne Pokémon besitzt neben seinen Attributen, welche die Grundstärke ausmachen, ein oder zwei Typen. Diese erstrecken sich von Feuer, über Wasser, Pflanze und Elektro, bis hin zu Fee, Stahl oder Unlicht. Insgesamt gibt es 18 dieser Typen. Neben seinen Attributen beherrscht jedes Pokémon auch bis zu vier Attacken, welche ebenfalls einen Typen besitzen. Greift man nun mit einer Elektro-Attacke ein Wasser-Pokémon an, so macht man deutlich mehr Schaden, als wenn man mit einer Wasser-Attacke ein Pflanzen-Pokémon angreifen würde. Dies bildet das Grundgerüst der Kämpfe in Pokémon und macht jeden Kampf für sich interessant und herausfordernd zugleich. Der Sinn dahinter sollte wohl jedem klar sein, der schon einmal in seinem Leben Pokémon gespielt hat. Neben den Attacken können wir unser Pokémon im Kampf allerdings noch mit einer Menge Gegenstände helfen, welche sie beispielsweise stärken oder eine Schwäche ausgleichen. So sind, vor allem im späteren Spielverlauf, nicht selten viele Kenntnisse gefragt, um sich im Kampf effizient einen Vorteil zu verschaffen.

                                                  Doch auch fernab der Kämpfe gibt es in Hoenn sehr viel zu tun. Das Fangen der verschiedenen Pokémon wird durch das neue Poké-Navi ein weiteres Mal etwas erleichtert. Dieses kann auf dem unteren Bildschirm des 3DS verwendet werden und bietet uns, sofern wir auf den verschiedenen Routen von Hoenn unterwegs sind, Informationen zu den Pokémon, die wir auf der momentanen Route fangen können. Darüber hinaus kann es in Pokémon Alpha Saphir passieren, dass ein besonderes Pokémon im Gras auftaucht. Zum einen werden wir dann vom Navi gewarnt, dass sich jenes in unserer Nähe befindet und zum anderen sehen wir dann im hohen Gras, wo normalerweise Zufallskämpfe stattfinden, eine Silhouette des Pokémons. Kommen wir dieser näher, müssen wir uns allerdings auf Zehenspitzen bewegen, um das Pokémon nicht aufzuschrecken. Das machen wir, indem wir das Schiebepad des 3DS nur ganz sachte in die jeweilige Richtung bewegen, in welche wir gehen wollen. Nähern wir uns also sorgsam der Silhouette, so gibt uns das Navi weitere Infos zum bevorstehenden Kampf. Dabei wird uns das Level und eine besondere Attacke, die das Pokémon beherrscht, angezeigt. Das Ganze erleichtert das Fangen von Pokémon ungemein und bietet die Möglichkeit, schon früh Pokémon mit sehr starken Attacken zu fangen, die normalerweise erst später erlernbar wären.

                                                  Pokemon-ORAS (9)
                                                  Pokemon-ORAS (7)

                                                  Auch andere wollen die Allerbesten sein

                                                  Übrigens bietet Pokémon Alpha Saphir, wie schon die alten Teile von 2003, wieder die sogenannten Wettbewerbe. Dabei vollführen unsere Pokémon verschiedene Attacken vor einer Jury, mit denen sie Punkte sammeln und Bänder sowie neue Gegenstände gewinnen können. Besagte Bänder werden im Status unseres Pokémon angezeigt und haben meist keine weiteren Auswirkungen auf unser Pokémon an sich. Natürlich gibt es neben den oben genannten Punkten noch sehr viel mehr zu tun. Man nehme hier beispielsweise die Spielehalle, in der wir Münzen gewinnen können, welche gegen Pokémon oder Gegenstände einzutauschen sind. Oder etwa das Sammeln der in Hoenn verstreuten Gegenstände. Hier auf jede Nebenbeschäftigung einzugehen, würde jedoch den Rahmen des Testberichtes sprengen und so versuchen wir euch, das Ganze so kompakt, wie möglich zu vermitteln. Im Großen und Ganzen zieht Pokémon Alpha Saphir den Spieler etliche Stunden vor den Bildschirm, bis wirklich alles in Hoenn erledigt ist.

                                                  Doch auch wenn wir in Hoenn soweit alles erledigt haben, bietet Pokémon Alpha Saphir, wie schon einige Vorgänger, ebenfalls einen Mehrspieler-Modus. So könnt ihr online beispielsweise Pokémon mit anderen Trainern tauschen oder euch mit diesen in einem Kampf messen. Auch der Wundertausch, welcher in Pokémon X und Y sein Debüt feiern durfte, ist auch in Pokémon Alpha Saphir wieder dabei. In diesem tauscht ihr eines eurer Pokémon gegen ein zufällig ausgewähltes eines anderen Trainers. Obwohl hier meist sehr schwache Pokémon herumgeschickt werden, bekommt man mit Glück auch einmal ein starkes Pokémon oder eines, welches es in der eigenen Edition nicht zu fangen gibt. Und auch die Kämpfe sind aufregend gestaltet. An sich laufen diese wie ganz normale Kämpfe gegen die KI ab, jedoch stellen sich diese durch den entscheidenden Faktor, dass ihr gegen echte Spieler kämpft, oft sehr herausfordernd heraus. Traut man sich und seinem Team sehr viel zu, kann man auch in der Rangliste kämpfen. Hier werden die Kämpfe bewertet und ihr könnt in der weltweiten Rangliste auf- bzw. absteigen. Vor allem hier ist extrem viel Spielverständnis gefragt, um in der Rangliste so weit, wie möglich aufzusteigen. Dies, kombiniert mit den etlichen Stunden in Hoenn, bietet unglaublich viel Umfang. Hier kann Pokémon Alpha Saphir auch auf lange Strecke in vollem Umfang überzeugen.

                                                  Pokemon-ORAS (14)
                                                  Pokemon-ORAS (21)

                                                  Hoenn ist gut gealtert

                                                  Zu Pokémon gehörte schon immer eine stimmige Welt, in der wir unser Abenteuer erleben und auch in Pokémon Alpha Saphir hat Game Freak wieder einmal alles richtig gemacht. Die überarbeitete Welt Hoenn sieht einfach extrem hübsch aus, hier hat Game Freak ganze Arbeit geleistet. In jeder Ecke gibt es eine Kleinigkeit zu entdecken. Im Wald wehen ein paar Blätter umher und am Strand fliegen ein paar Wingulls an uns vorbei. Das schafft eine unglaublich gute und dichte Atmosphäre, bei der man sich schnell pudelwohl fühlt. Auch die 3D-Modelle der Pokémon und ihrer Attacken können sich sehen lassen. Wie schon in Pokémon X und Y sind die Pocket Monster sehr detailliert und sehen einfach unglaublich gut aus. Auch im Kampf zeigt sich dies eindrucksvoll, da auch hier, neben den Animationen der Attacken,  diverse Spezialeffekte mit einspielen. Game Freak hat auch bei Pokémon Alpha Saphir wieder ein rundum abgestimmtes Grafikpaket zu bieten.

                                                  Neben der Grafik braucht sich auch der Soundtrack nicht zu verstecken. Dieser wurde ebenfalls überarbeitet und klingt besser denn je. Der Grundton hinter der Musik ist nach wie vor der gleiche geblieben und man hört die verschiedenen Lieder von damals manchmal aus den heutigen heraus. Jedoch hat Game Freak es geschafft, den alten Liedern eine gewisse neue Würze zu verleihen. Der Soundtrack hört sich etwas flotter, aber auch sehr stimmig an, sei es im Kampf oder in den Städten von Hoenn. Möchte man unbedingt noch einen Kritikpunkt an dem ausgewogenen Sound des Spiels suchen, so wäre dies wohl die seit dem ersten Teil fehlende Vertonung. Jene würde die Technik hinter Pokémon wahrscheinlich nahezu perfektionieren und vielleicht auch ein weiteres Mal frischen Wind in die Spiele-Serie bringen. Das ist allerdings Meckern auf höchstem Niveau. An der Technik hinter Pokémon Alpha Saphir ist ansonsten absolut gar nichts auszusetzen.

                                                  Pokemon-ORAS (1)
                                                  Pokemon-ORAS (17)

                                                  Persönliches Fazit

                                                  Als Pokémon Alpha Saphir und Omega Rubin angekündigt wurden, war ich zunächst zwiespältig. Schon wieder werden irgendwelchen alten Titeln Neuauflagen verpasst? Dieses Prinzip scheint sich mittlerweile durch die ganze Spieleindustrie zu ziehen und so baute sich bei mir persönlich anfangs kaum Vorfreude auf. Je mehr ich allerdings über die neuen Inhalte las, desto mehr Lust hatte ich mit der Zeit dann doch, eine der beiden Neuauflagen zu testen. Und ich muss sagen, Pokémon Alpha Saphir hat mich voll und ganz überzeugt. Ich habe mittlerweile einige Neuauflagen älterer Videospiele begutachten dürfen und kaum eines bot so viele neue Inhalte und Verbesserungen, wie Pokémon Alpha Saphir. Schon damals habe ich mit Pokémon Saphir, Rubin und Smaragd etliche Stunden in Hoenn verbracht und doch hat mir die erneute Reise in jene Welt wieder richtig Spaß gemacht.

                                                  Die Welt sieht schick aus, die 3D-Modelle sind erneut sehr gut gelungen und es gibt serientypisch wieder einmal unglaublich viel zu tun. Sei es das Vervollständigen des Pokédex, das Trainieren der Pokemon, das Teilnehmen an Wettkämpfen oder einfach nur das Kämpfen mit Spielern aus der ganzen Welt. Jedes einzelne Stück Inhalt in Pokémon macht nach wie vor sehr viel Spaß. So hat mich auch Pokémon Alpha Saphir, wie schon viele Teile davor, in seinen Bann gezogen. Ich kann diese Neuauflage nur jedem ans Herz legen, der noch in irgendeiner Weise etwas für Pokémon übrig hat. Hier gibt es definitiv viel Spielspaß für Groß und Klein!

                                                  Pokémon Alpha Saphir

                                                  Ab 42,99€
                                                  Pokémon Alpha Saphir
                                                  88.8
                                                  88.833333333333

                                                  Gameplay

                                                  88 / 100

                                                  Pokémon schafft erneut den Spagat zwischen einfachem Kämpfen und dem Drang zur Perfektion.

                                                    Story

                                                    84 / 100

                                                    Erneut simple und etwas fragwürdige Geschichte, die jedoch passend durch viele Nebenakteure erweitert wird.

                                                      Grafik

                                                      87 / 100

                                                      3D-Grafik erneut sehr gut umgesetzt und viele schöne Effekte schmücken Hoenn gekonnt aus.

                                                        Sound

                                                        84 / 100

                                                        Überarbeiteter Soundtrack, der durchweg authentisch wirkt.

                                                          Umfang

                                                          96 / 100

                                                          Pokémon sammeln, trainieren, tauschen, kämpfen,... Es gibt einfach immens viel zu tun.

                                                            Spielspaß

                                                            94 / 100

                                                            Das Pokémon-Prinzip stirbt nach wie vor nicht aus und macht auch nach zig Stunden noch sehr viel Spaß.

                                                              Positiv

                                                              • - Extrem umfangreicher Inhalt
                                                              • - Sehr hübsche 3D-Grafik
                                                              • - Stimmiger Soundtrack
                                                              • - Viele Nebenbeschäftigungen
                                                              • - Pokémon-Prinzip zieht den Spieler zig Stunden vor den 3DS

                                                              Negativ

                                                              • - Vertonung würde der Reihe gut tun
                                                              • - Nach wie vor etwas fragwürdige Geschichte

                                                              Ihr könnt hier die Preise vergleichen. Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

                                                              Euer Hardbloxx-Team
                                                              Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

                                                              Test/Testbericht: Super Smash Bros 3DS

                                                              Die Kultserie von Nintendo wird fortgeführt!  Diesmal verschlägt uns die heitere Klopperei mit vielen bekannten Videospielgrößen à la Mario, Link und vielen mehr erstmals mobil auf den Nintendo 3DS. Lange Zeit wurden Fans angezuckert mit immer neuen Stages und Charakteren. Die Vorfreude war entsprechend riesig. Was Super Smash Bros auf dem 3DS alles kann und ob unsere großen Erwartungen erfüllt werden konnten, zeigt unser Test.

                                                              Jeder gegen jeden!

                                                              Natürlich sind das Wichtigste in Super Smash Bros die intensiven Kämpfe gegen Freunde, den Computer oder fremde Mitspieler aus allen Teilen der Welt. In denen kämpfen wir, wie in den vorigen Teilen, mit bis zu vier Helden auf einer Stage, um uns gegenseitig fröhlich durch die Luft schlagen. Wir wählen uns zunächst einen aus den vorhandenen Helden aus, später sind das bis zu unglaublichen 51 spielbaren Figuren, die wir nach und nach freischalten können und dessen Hintergrund sich quer durch die Videospielgeschichte zieht. Ebenso treffen wir hier auf Figuren wie Pacman oder die Wii-Fit-Trainerin, die mithilfe ihrer Yoga-Künste ihren Gegnern das Leben schwer macht. Im Kampf selber benutzen wir natürlich nicht nur unsere virtuellen Fäuste, sondern, wie bereits bekannt und berüchtigt, die vielen verschiedenen Items, die vom Himmel auf die Stage fallen. Ob es nun Pokémon sind, die uns im Kampf unterstützen, Laserschwerter oder Zauberstäbe. Fakt ist, die Anzahl an solchen Items ist gewaltig, sodass man den Eindruck erhält, bei jedem Kampf etwas Neues vom Himmel fallen zu sehen. Die Multiplayer-Kämpfe sind selbstredend wie immer ein Hochgenuss an Spielspaß. Gerade die Kämpfe gegen Freunde, aber auch gegen fremde Mitspieler könnten uns stundenlang unterhalten. Die vielen verschiedenen Stages und Kämpfer sind natürlich Fanservice pur.

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                                                              Nur die Steuerung macht uns hier einen kleinen Strich durch die Rechnung, da man sich erst einmal an diese gewöhnen muss und sie trotz relativ weniger Attacken doch ein wenig überfordert. Das liegt vor allem am Analogstick, mit dem präzise Manöver fast unmöglich sind, da man hier schnell zum Übersteuern neigt. Großartige Kombo-Attacken darf man ohnehin nicht erwarten in Super Smash Bros, wichtiger ist hier das schnelle Reagieren auf einen Angriff des Gegners. Ein wenig unbefriedigt sind wir allerdings mit dem Solo-Modus „Smash Abenteuer“. In diesem müssen wir zuerst in einer Spielwelt kleinere Gegner besiegen, um Punkte in Angriff, Geschwindigkeit und Verteidigung zu sammeln. Danach kämpfen wir mit unseren erworbenen Punkten gegen drei computergesteuerte Gegner. Was jetzt in der Theorie nicht schlecht klingt, spielt sich in der Praxis relativ lustlos und verliert schnell seinen Reiz.

                                                              Haufenweise Modi

                                                              Super Smash Bros 3DS hat aber noch deutlich mehr im Gepäck als das Smash Abenteuer und den Smash Modus. Unter dem unscheinbaren Feld „Weitere Modi“ finden wir im Menü zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Im Bereich Solo gibt es zum Beispiel den Modus „Klassik“. Dieser hat einen gewissen Brettspielcharakter, bei dem wir über ein Spielfeld laufen, unterwegs Gold einsammeln und uns in regelmäßigen Abständen mit Gegnern anlegen, um noch mehr Gold zu verdienen. Im Vorfeld können wir Gold setzen, um die Schwierigkeit zu erhöhen. Auf höherer Stufe regnet das Gold natürlich üppiger.

                                                              Im All-Star-Modus prügelt ihr euch etappenweise durch die Ränge von Nintendos Alt-Stars und sammelt dabei Gold und Trophäen. Die Level sind nach Jahren aufgeteilt, sodass ihr  hinter dem Portal unter der Jahreszahl 1985 – 1986 beispielsweise auf Prinzessin Peach, Bowser, Link, Prinzessin Zelda und Samus trefft. Der Modus ist im Wesentlichen ein Arcade-Modus; heißt, ihr nehmt den erlittenen Schaden mit in die nächste Runde. Allerdings stehen euch insgesamt drei Heil-Items zur Verfügung, die ihr vor dem Match benutzen könnt. Habt ihr sie alle aufgebraucht, müsst ihr auch ohne zurechtkommen. Dieser Modus lässt sich auch im lokalen Multiplayer spielen. Mit dem Gold könnt ihr übrigens weitere Trophäen einkaufen, an denen ihr euch auf dem Trophäenschauplatz weiden dürft.

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                                                              Einen Trainingsmodus gibt es wie üblich ebenfalls. Hier könnt ihr nach Herzenslust neue Charaktere ausprobieren, Techniken einstudieren oder eurem unbeweglichen Lieblingsgegner ordentlich auf die Nase geben.

                                                              Der Stadion-Modus hält drei Minispiele bereit. Im Multi-Smash tretet ihr gegen eine ganze Gegnerhorde an und entscheidet euch vorab für eine Herausforderung, die ihr absolvieren wollt. Beim 10er-Smash müsst ihr beispielsweise schnellstmöglich zehn Gegner aus dem Spiel bringen, während im 3-Minuten-Smash so viele Gegner wie möglich innerhalb des Zeitlimits erledigt werden müssen.

                                                              Scheiben-Bomber funktioniert ein bisschen nach dem Angry-Birds-Prinzip. Im Grunde müsst ihr mit einer Bombe ein Gebilde aus Trägern und Ebenen zerstören und dabei möglichst viele Scheiben mitnehmen. Die Bombe könnt ihr vor dem Abwurf mit Schlägen traktieren, um ihre Explosion zu vergrößern. Danach gilt das richtige Timing. Werft ihr die Bombe zu spät, kommt sie eventuell gar nicht erst an und explodiert zu früh.

                                                              Beim Home-Run-Wettkampf müsst ihr einen Sandsack mit niedlichen Knopfaugen mit einem Baseballschläger so weit wie möglich davon schlagen. Vor dem eigentlichen Schlag könnt ihr den Sandsack allerdings noch ein paar Sekunden lang gründlich vermöbeln, denn je mehr Schaden ihr im Vorfeld anrichtet, desto weiter fliegt der Sack schließlich.

                                                              Im Charakterstudio könnt ihr euren eigenen Mii für den Kampf fit machen oder einen Charakter aus dem allgemeinen Repertoire für eure Zwecke anpassen. Mit bestimmter Ausrüstung legt ihr den Fokus fest. Bevorzugt ihr lieber einen schnellen Charakter mit viel Wumms? Oder seid ihr lieber langsamer und dafür ein gepanzerter Koloss? Mit Farben, Accessoires und Kleidung könnt ihr sowohl euren Mii, als auch die anderen Charaktere individualisieren, quasi als Sahnehäubchen.

                                                              Super Smash Bros 3DS steckt also voller Sammelmöglichkeiten und Spielmodi. So ist auch abseits der Kämpfe für viel Abwechslung gesorgt.

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                                                              Schick, aber unübersichtlich

                                                              Natürlich hat Nintendo viel Wert auf die liebevoll gestalteten Helden und Stages gelegt. Ob wir jetzt als Glurak Feuer spucken oder uns als Sonic in Supergeschwindigkeit über die Stage drehen, alles sieht sehr flüssig und gut animiert aus. Die vielen verschiedenen Stages ähneln sich in keinster Weise und verändern sich teilweise auch noch während der Runde, sodass wir gerne und leicht mal in den Tod stürzen. Gerade im 3D-Modus ist das Grafikerlebnis noch eine Spur besser. Natürlich darf man im Eifer des Gefechts im 3D-Modus den Kopf nicht zu viel bewegen, da sonst der 3D-Effekt dem „Oh Gott ich hab jetzt total die Übersicht verloren“-Modus weicht. Wenn wir schon beim Thema Übersicht sind: Diese leidet unheimlich unter dem „kleinen“ Nintendo 3DS-Bildschirm. Wenn sich alle in einem Kampf an die Gurgel springen, die Stage nicht mit ihren Effekten geizt und zeitgleich gefühlt zwei Millionen Items vom Himmel fallen, heißt es „Überblick Adé“. Das gilt übrigens nicht nur für den normalen 3DS, auch mit der XL-Variante erwischten wir uns immer wieder dabei, wie wir irritiert die Augen zusammengekniffen haben, weil der Titel schon verdammt viel auf dem kleinen Bildschirm unterbringen möchte.

                                                              Soundtechnisch bleibt sich Nintendo mit dem üblichen musikalischen Orchester treu und unterstreicht den schnellen Spielverlauf gewohnt perfekt. Je nach Stage erklingen bekannte Melodien aus den jeweiligen Spielen und auch die Soundeffekte sind passend gesetzt und nicht zu aufdringlich.

                                                              Persönliches Fazit von Sinan

                                                              Ich hatte mich auf Super Smash Bros sehr gefreut. Allein der Gedanke, die Kultserie von Nintendo jetzt überall auf meinem 3DS spielen zu können und nicht mehr an die Wii und meinen Fernseher gebunden zu sein, reichte, um mir ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern. Nach dem Spielen verschwand allerdings das Grinsen und wich einem eher unentschlossenen, nachdenklichen Blick, ob ich jetzt wirklich damit zufrieden sein soll. Natürlich ist der Umfang riesig, mit den 51 spielbaren Videospiel-Helden, den Stages und der gefühlten Millionen Items, die uns helfen, unsere Gegner im hohen Bogen aus der Stage zu boxen. Dennoch stören die mangelnde Übersicht, ausgelöst durch den kleinen Nintendo-Bildschirm, und die fummelige Steuerung, die besonders zum Anfang ziemlich frustrierend sein kann. Super Smash Bros ist ein gutes Kampfspiel, mit dem ich allerdings nicht warm geworden bin. Ich warte lieber auf den großen Bruder auf der Wii U und prügel mich freundschaftlich mit meinen Freunden auf einem großen Bildschirm in meinem Wohnzimmer.

                                                              Persönliches Fazit von Janina

                                                              Ich weiß nicht, woran es liegt; vielleicht werde ich auch einfach alt. Mir jedenfalls war Smash Bros auf dem 3DS einfach too much. Mehr Charaktere als ich je spielen will, mehr Items als ich je benutzen kann, mehr Einstellmöglichkeiten als ich jemals verwenden möchte. Smash Bros war für mich immer „einschalten und losprügeln“ ohne viel nachzudenken. Auch grafisch ist mir der Titel einfach zu anstrengend. Überall bewegt sich irgendwas auf dem winzigen Bildschirm (und das sage ich als Besitzerin eines 3DS XL…). Ich kann teilweise kaum einordnen, was mir nun Schaden zufügt oder wieso. Hinzu kommt die Steuerung, die mit dem Stick einfach nervig ist. Ich habe immer gern mit schnellen Charakteren gespielt, aber bei diesem Teil der Serie bin ich häufig am Übersteuern oder schieße über das Ziel hinaus. Ich kann absolut verstehen, was Fans der Reihe an dem Titel finden und ich denke auch, dass Super Smash Bros 3DS ein ziemlich geiles Spiel ist. Nur für mich persönlich ist es einfach leider nichts.

                                                              Positiv:
                                                              + sagenhaft viele spielbare Charaktere
                                                              + gefühlt 1000 verschiedene Items
                                                              + viele Modi
                                                              + Charaktereditor
                                                              + viele abwechslungsreiche Stages
                                                              Negativ:
                                                              – schwammige Steuerung
                                                              – zuviel Action auf kleinem Bildschirm

                                                              Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann bestellt Super Smash Bros 3DS doch bei Amazon! Übrigens könnt ihr hier die Preise vergleichen.

                                                              Euer Hardbloxx-Team

                                                              Test/Testbericht: Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call

                                                              Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call – so sperrig der Name auch ist, so einfach ist das Spielprinzip. Die beliebten Lieder aus den Soundtracks der Final Fantasy-Reihe, die zum Großteil aus der Feder von Nobuo Uematsu stammen, finden sich hier in kurzen Leveln wieder, in einem Mix aus Rhythmus-Spiel und RPG. Mit diesem Titel bringt Square Enix den Nachfolger zu Theatrhythm Final Fantasy. Curtain Call bringt mit über 200 Liedern einen deutlich praller gefüllten Rucksack an Musikstücken, aber auch an Charakteren und Spielmodi mit. Ob der Titel an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann?

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                                                              Bewährtes Prinzip

                                                              Es gibt eine rudimentäre Hintergrundgeschichte, die letztlich der aus dem Vorgänger-Titel entspricht. Die Göttin Cosmos, ihres Zeichens Sinnbild der Harmonie, wird durch Chaos, ihren Gegenspieler, bedroht. Um die Harmonie in der Welt zu erhalten, muss der Kristall des Rhythmus durch wohlklingende Melodien und Töne, in Form von Rythmia, gestärkt werden, von dem ihr mit jedem Level mehr sammelt.
                                                              Das Gameplay hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert. Es gibt drei verschiedene Level-Varianten; Field Music Stage (FMS), Battle Music Stage (BMS) und Event Music Stage (EMS). Die FMS spiegeln Reisepassagen wider, in denen die Charaktere eine Wegstrecke zurücklegen. Hier folgen wir quasi einer Spur aus Triggern. Bei roten Symbolen wird mit dem Stylus getippt, bei gelben wird der Stylus in die Richtung gezogen, die der Pfeil vorgibt und bei grünen Symbolen muss bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gedrückt gehalten werden. Manchmal muss am Ende einer grünen Spur auch der Stylus in eine bestimmte Richtung weggezogen werden. Natürlich lässt sich nicht nur mit Stylus, sondern auch mit Knöpfen und Stick spielen. Dabei kann jederzeit gewechselt werden, ohne dass die Steuermethode vorher irgendwo eingestellt werden muss. Die Erkennung des Stylus funktioniert wunderbar, einzig wenn schräge Bewegungen ausgeführt werden sollen, gibt sich das Spiel manchmal zickig.

                                                              In den BMS wird ein Kampf simuliert. Alle vier Charaktere der Party stehen untereinander und es gibt vier verschiedene Ebenen, auf denen die Trigger im Takt der Musik rechtzeitig erwischt werden müssen. Die Lebenspunkte der Charaktere werden dabei addiert und als Balken angezeigt. Landet ihr bei einem Ton ein „Miss“ oder ein „Bad“ erleidet ihr Schaden. Hier spielt nun der Rollenspiel-Charakter eine Rolle, denn eure Charaktere haben Stats wie Stärke, Magie, Agilität, Glück, Ausdauer und Spirit, die wie üblich Auswirkungen haben auf Angriffsstärke, HP und ähnliches. Diese Werte verbessern sich zum einen natürlich durch Aufleveln, denn nach jedem Song verdient eure Gruppe Erfahrungspunkte. Zum anderen können auch sogenannte CollectaCards verwendet werden, um die Werte zu verbessern. Diese CollectaCards droppen nach Songs und Kämpfen.
                                                              Der taktische Wert des Titels ist also schon gegeben, spielt aber eher in anderen Modi eine Rolle, zu denen wir später noch kommen. Generell bestimmt die Charakterauswahl über die verfügbaren Songs und hält die Möglichkeit für Boni parat. Spielt ihr also einen bestimmten Song mit Charakteren aus dem dazugehörigen Spiel, erhaltet ihr einen Bonus. Ebenso für beispielsweise rein weibliche oder rein männliche Gruppen.

                                                              Im EMS werden bekannte Zwischen- und Videosequenzen aus dem jeweiligen Spieltitel verarbeitet und die Töne schwirren in Mustern und Bahnen über den Bildschirm. Leider kann man sich so kaum auf die schönen Bilder konzentrieren, denn auch im leichtesten der drei verfügbaren Schwierigkeitsgrade werden diese Stages schnell fordernd (nicht zuletzt wegen der vielen schrägen Bewegungen, die hier oft erforderlich sind). Generell kann für jeden Song einzeln ein Schwierigkeitsgrad festgelegt werden.

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                                                              Mehr Modi, mehr Sammelwahn!

                                                              Zusätzlich zur bekannten Einzelauswahl der Songs bietet Curtain Call noch weitere Modi an. Taufrisch dabei ist das Quest Medley, bei dem ihr kurze, mittlere oder lange Questreihen absolvieren könnt. Auf einer kleinen Karte wandern wir von Song zu Song bis zu einem Boss-Level. Die Besonderheit ist, dass hier nicht wie üblich nach jedem Level die HPs wiederhergestellt werden, sondern dass wir in einem Rutsch durch’s Abenteuer kommen müssen. Hier lohnt es sich, einen kritischen Blick auf eure Gruppe zu werfen und Regenerations-Abilities zu nutzen, die eure HP mit der Zeit wiederherstellen. Das macht die Ausflüge in den Quest Medley bedeutend leichter, allerdings ist es auch ohne großen Blick auf die taktische Ebene durchaus möglich, gut zurecht zu kommen.
                                                              In diesem Modus können nicht nur wie sonst Sammelkarten und Items gesammelt werden, sondern auch Schlüssel zu besonderen Truhen und verschiedenfarbige Kristalle. Mit den Kristallen können neue Charaktere freigeschaltet werden, die ihr in eure Party aufnehmen könnt.

                                                              Der letzte verfügbare Modus ist der Versus-Mode, in dem ihr euch ausschließlich in BMS bewegt, die ihr wahlweise gegen die KI, Freunde oder zufällig ausgewählte Gegner online bestreiten könnt. Natürlich ist auch ein lokaler Modus vorhanden. Ob Online Battle, Local Battle oder AI Battle – in jedem der drei Bereiche des Versus-Modus‘ könnt ihr Ränge erwerben, wobei ihr bei Bronze beginnt und euch hocharbeitet. In den Versus-Leveln kommt eine zusätzliche Schwierigkeit ins Spiel. Wenn ihr die Trigger punktgenau trefft, füllt sich eure EX Burst-Leiste, bis ihr einen EX Burst benutzen könnt, beziehungsweise bis dieser ausgelöst wird. Dabei wird zufällig einer von insgesamt neun Stück gewählt, selbst aussuchen könnt ihr nicht – dazu hättet ihr aber auch ohnehin keine Zeit, wenn ihr euch auf die Trigger konzentrieren müsst. Diese EX Bursts können unterschiedliche Auswirkungen auf euren Gegner haben. Eine kleine Auswahl aus den fiesen Varianten: Der Super Speed beschleunigt die Trigger, Mystery Triggers enthüllt die Art des Triggers erst kurz vor dem Anschlagpunkt und bei Judgement, das automatisch aus jedem Treffer, der nicht perfekt, also „Critical“ war, ein „Bad“ macht und eure HP angreift. Natürlich kann auch euer Gegner diese EX Bursts auslösen und euch damit übel mitspielen.

                                                              Schade ist allerdings, dass der Titel mit seinen Texten komplett auf Englisch ist. Wer hier nicht firm ist, kann mit den vielen Tutorial-Texten schnell überfordert und ratlos dastehen.
                                                              In der Haupthandlung wurde ja bereits das Rythmia erwähnt, das ihr nach jedem Level sammelt. In unregelmäßigen Abständen schaltet die Menge des gesammelten Rythmias neue Dinge frei. Das können Charaktere sein, neue Modi, neue Lieder oder auch Kleinigkeiten wie neue Sounds in den Settings.

                                                              Zusätzlich hat der Titel noch haufenweise kleine Schmankerl parat. Im „Museum“ könnt ihr beispielsweise nicht nur eure gesammelten Karten oder aufgestellten Rekorde einsehen, sondern ihr könnt auch im Theatre die durchgespielten EMS-Level ganz ohne Trigger-Stress anschauen. Im Music Player könnt ihr dann freigeschaltete Titel frei anhören.
                                                              Es gibt also unheimlich viel zu sammeln und bei der sagenhaften Auswahl von über 200 Songs, die allein im freien Modus schon in jeweils drei Schwierigkeitsgraden gespielt werden können, hat man definitiv lange zu tun.

                                                              theatrythm-final-fantasy-curtain-call-11
                                                              theatrythm-final-fantasy-curtain-call-10

                                                              Persönliches Fazit

                                                              Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call ist reiner Fanservice. Mit Sounds vom ersten Final Fantasy bis zu brachialen Melodien aus den aktuelleren Teilen des Final Fantasy-Universums kommt hier Nostalgie ohne Ende auf. Die Stages haben eine angenehme Länge, beziehungsweise Kürze, sodass man auch zwischendurch immer wieder gern zum Nintendo 3DS greift. Die unzähligen freischaltbaren Dinge wie Töne, Charaktere, Level und das Aufleveln der Charaktere sorgen für Langzeitmotivation und ich habe mich mehr als einmal dabei erwischt, dass ich dachte „Ach komm, noch das eine Level“ und schwupps war wieder eine Stunde vergangen. Dieser Titel gehört jedenfalls in jedes Fan-Regal!

                                                              Positiv:
                                                              + Riesige Auswahl an Songs
                                                              + Viele neue Charaktere
                                                              + Zwei neue Modi
                                                              + Zig Sammelmöglichkeiten
                                                              Negativ:
                                                              – Keine Lokalisierung

                                                              Wenn ihr möchtet, unterstützt uns doch und kauft Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call bei Amazon. Außerdem könnt ihr hier die Preise vergleichen.

                                                              Euer Hardbloxx-Team

                                                              Test / Testbericht: Fantasy Life

                                                              Was kommt dabei heraus, wenn man Die Sims und ein Rollenspiel miteinander kombiniert? Nein, kein überteuertes Mittelalter-Objekte-DLC, sondern ein Spiel wie Fantasy Life. Entwickler Level 5 , von dem auch die erfolgreiche Adventure-Serie Professor Layton stammt, wagt mit Fantasy Life ein neues Spielekonzept in dem Berufsleben und Abenteuer eng miteinander verknüpft sind. Wie das im Endeffekt aussieht und was Fantasy Life für den 3DS noch kann, erfahrt ihr in unserem Test.

                                                              Die Entstehung eines Helden

                                                              Natürlich sind wir gespannt, was für unsere berufliche Zukunft alles zur Verfügung steht, doch bevor wir uns auf die Berufe stürzen dürfen, müssen wir erst einmal unsere Spielfigur erstellen. Wir dürfen hierbei, ähnlich wie bei der Mii-Erstellung auf der Wii, uns aussuchen, ob unsere Figur männlich oder weiblich ist, eher eine dicke oder eine dünne Figur besitzt und auch welche Haarpracht wir unser Eigen nennen können. Schon hier fällt uns auf, dass die grafische Gestaltung sehr kindlich ausfällt. Böse vernarbte Hünen, die ernst schauen, sind nicht möglich. Einen Unterschied machen die äußerlichen Eigenheiten von unserem Held nicht. Sie dienen nur dem optischen Gefallen. Die Auswahl an verschiedenen optischen Veränderungen ist natürlich nicht so umfassend wie in einem Sims 4 aber genügt uns, um einen feinen, kleinen Abenteurer mit Schnauzbart zu erstellen, mit dem wir nun ins Berufsleben starten wollen. Die Berufe oder auch Klassen bezeichnet man in Fantasy Life als „Leben“. Diese könnten unterschiedlicher nicht sein. So können wir, neben den Rollenspiel-klassischen Klassen wie Magier oder Paladin, auch ein Angler, Alchemist, Schneider und noch vieles mehr sein. Berufe an sich sind in Rollenspielen noch nicht einmal was besonderes, nur waren sie selten der Mittelpunkt eines Spielstils oder haben gar als eine eigene Klasse gedient. Wir entscheiden uns relativ klassisch erst einmal für das Leben eines Magiers. Natürlich stellt man zwangsläufig die Frage: „Was mache ich wenn mir ein Beruf nicht gefällt oder ich irgendwann keine Lust mehr als habe als Angler Fische zu fangen?

                                                              Hier bietet uns Fantasy Life, durch mehrere Speicherslots auf der einen Seite, die Möglichkeit, parallel mehrere Leben ausprobieren zu dürfen. Wir müssen unseren Magier also nicht löschen, nur weil wir mal mit einem neuen Startberuf anfangen wollen. Auf der anderen Seite können wir auch mit einer einzelnen Figur mehrere Leben gleichzeitig besitzen und ausüben. So haben wir die Option, später zu unserem Magierleben auch noch das Leben eines Schneiders ausüben zu können. Theoretisch könnten wir gleichzeitig jedes verfügbare Leben ausüben was es gibt, sind also nicht an unsere erste Wahl gebunden. Unabhängig von der Lebensauswahl spielen wir in allen Fällen dieselbe Story. Wir brauen also nicht den ganzen Tag irgendwelche Tränke und hocken in einem dunklen Kämmerchen. Nein, wir können ebenso Monster schnetzeln wie ein Paladin.

                                                              Fantasy_life_3ds (153)
                                                              Fantasy_life_3ds (84)

                                                              Papiere und Lebenslizenz bitte!

                                                              Wir beginnen unser Abenteuer im magischen und friedlichen Land Reveria. Genauer gesagt beginnt es in der Stadt Kastell, einer von drei großen Städten in der Spielwelt von Fantasy Life, in unserem eigenem kleinen Raum, wo wir nach einem schlechten Traum aus dem Bett fallen und als unsere selbst erstellte Spielfigur aufwachen. Dies bekommt unsere Vermieterin namens Meg mit und stürmt in unser Zimmer. Was im echten Leben ziemlich dreist wäre, geht hier in Ordnung, schließlich hat sich die gute Frau ja nur Sorgen um uns gemacht. Meg macht uns Tutorial-typisch erstmal auf ein paar Kleinigkeiten am Anfang des Spieles aufmerksam. So zum Beispiel auf den Briefkasten vor unserer Tür. Der Briefkasten enthält Briefe von Stadtbewohnern, Händlern und auch Briefe, die für die Story relevant sind. In ihm finden sich auch Tutorials zu Spielfunktionen, falls wir einmal doch nicht weiter kommen. Aber zunächst finden wir in unserem Briefkasten einen Brief von König Erik von Kastell. Dieser wünscht, dass wir umgehend zum königlichen Hof kommen, damit wir offiziell zum Magier ernannt werden können. Bevor wir das aber tun können, benötigen wir eine Lebenslizenz.

                                                              Diese brauchen wir für jedes Leben, das wir in Fantasy Life antreten möchten. So besteht unsere erste Aufgabe darin, die Lebensgilde aufzusuchen. Unsere nächsten Story-Aufgaben werden in dem Banner oben im Touchscreen angezeigt. Ein Pfeil auf der Minimap zeigt uns unser Ziel an. Nachdem unsere liebe und hilfsbereite Vermieterin Meg uns die Position der Lebensgilde auf unserer Karte markiert hat, bekommen wir noch ein leckeres Bonbon, damit wir nicht die Nerven vor dem König verlieren. Dieses tun wir in unseren Beutel. Mit diesem können wir über den Touchscreen schnell auf bis zu acht Items zugreifen. Diese können wir aus dem restlichen Inventar in den Beutel aufbewahren, damit wir schnell auf Items wie Heiltränke und Essen zugreifen können. Denn auch Essen und Wasser stellt unser Leben und unsere Ausdauer wieder her. Jedes Item natürlich unterschiedlich; so gibt uns eine Karotte natürlich weniger Lifepoints als ein ganzer Braten. Aber gerade die Ausdauer ist extrem wichtig, hauptsächlich im Kampf. Mehr dazu aber später.

                                                              Fantasy_life_3ds (62)
                                                              Fantasy_life_3ds (65)

                                                              Der erste Arbeitstag

                                                              So brechen wir auf zur Lebensgilde, die nicht sehr weit weg ist. Unterwegs fällt uns ein kleiner, blauer Kristall auf, der sich drehend auf einer Stelle bewegt. An diesen Punkten kann man in Fantasy Life seinen Spielstand speichern. Diese sind zwar gut in ganz Reveria verteilt, trotzdem hätten wir uns hier gewünscht, frei speichern zu dürfen. In der Lebensgilde angekommen, überreicht uns der Gildenmeister unsere Lebenslizenz als Magier. Wie schon erwähnt, nennt man seinen Beruf in Reveria Leben. Wenn wir ein neues Leben beginnen möchten, brauchen wir zunächst eine Lizenz dafür. Für jedes Leben gibt es einen Meister, der uns die essenziellen Fähigkeiten des entsprechenden Lebens lehrt. Doch natürlich sind wir dann nicht voll ausgebildet. Wir beginnen jedes Leben mit dem niedrigsten Level, hier Rang genannt. Durch Erfüllen von Quests und auch Dingen à la „besiege Monster XY“ oder „töte X Monster mit einer bestimmten Attacke“ steigen wir nach und nach im Rang auf.

                                                              Mit jedem neuen Rang bieten sich uns neue Fähigkeiten, die, je nach Leben, ganz individuell sind. Bereits erlernte Fähigkeiten können wir später aber auch in gänzlich anderen Leben einsetzen. So können wir zum Beispiel immer noch gut mit einem Zauberstab umgehen, obwohl wir uns später dazu entscheiden, das Leben eines Söldners zu führen. Nach unserem Gespräch mit dem Gildemeister hören wir plötzlich Schreie, die von draußen kommen. Wir wollen dem natürlich sofort nachgehen und laufen nach draußen auf den Marktplatz. Dort finden wir zwei Männer und einen sprechenden Schmetterling namens Flatterling wieder. Da sprechende Schmetterlinge selbst in der Welt von Fantasy Life etwas besonderes sind, wollen die beiden Fieslinge den armen Flatterling gefangen nehmen und verkaufen. Dies lassen wir natürlich nicht zu und helfen, wo wir können. Natürlich geraten wir jetzt in den Fokus der beiden Fieslinge, die uns daraufhin unsere Gulden, die Währung in Fantasy Life, abnehmen wollen.

                                                              Da wir allerdings noch nichts an Gulden besitzen, nehmen uns die beiden das Bonbon weg, was uns Meg gegeben hatte und geben uns noch, bevor sie gehen, den Tipp, in Zukunft doch mehr ans Verdienen von Gulden zu denken, da wir sonst nicht weit kommen. Nach einem kurzen Dialog mit Flatterling düst diese auch schon in Richtung Schloss weg und lässt uns stehen. Wir müssen allerdings auch zum Schloss, da wir ja zum König müssen. Dort angekommen will man uns nicht zum König durchlassen, weil wir keine Krawatte tragen. Zum Glück kommt Flatterling auch nicht zum König, da sie halt ein Schmetterling ist. Da wir beide alleine nicht weit kommen, kommt es zum guten alten Teamwork und wir tragen Flatterling kurzerhand als edle Fliege. Durch diese List kommen wir und Flatterling zum König hindurch, der uns zu unserem neuen Leben beglückwünscht und uns Gulden, eine Weltkarte und eine Laienausrüstung übergibt. Wie in anderen Rollenspielen beeinflussen angelegte Items unsere Statuswerte.

                                                              Fantasy_life_3ds (58)
                                                              Fantasy_life_3ds (21)

                                                              Nach dem Gespräch mit dem König ist der Prolog von Fantasy Life abgeschlossen. Nun können wir zu unserem jeweiligen Lebensmeister gehen und Riveria, soweit es möglich ist, erkunden und unsicher machen. Natürlich werden manche Bereiche erst zugänglich, wenn wir der Hauptstory weiter folgen. Diese hat, wie nicht anders zu erwarten, etwas mit dem Schmetterling Flatterling zu tun. Denn diese ist nicht das, was sie zu sein scheint, aber wir wollen ja an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Flatterling ist jetzt unsere Begleiterin in diesem Abenteuer, aber hält sich, anders als aktive Gruppenmitglieder in Fantasy Life, aus Kämpfen raus. Viel mehr erfüllen wir nach und nach Aufträge für sie und kommen so in der Hauptgeschichte weiter. Neben den Hauptmissionen ist Flatterling noch für etwas anderes da und zwar für die Wonne! Wonne erhält man, wenn man sein Leben lebt in Fantasy Life, Freundschaften knüpft oder ähnliches tut. Nach einem erfolgreichen Tag können wir zu Flatterling in unser Zimmer gehen und unseren Wonnewert überprüfen lassen. Haben wir einen gewissen Wonnewert erreicht, können wir uns einen Bonus aussuchen. Dieser kann zum Beispiel das Besitzen eines größeren Inventars, das Reiten eines Pferdes oder vieles mehr darstellen.

                                                              Fantasy_life_3ds (15)
                                                              Fantasy_life_3ds (9)

                                                              Arbeit ist das halbe Leben

                                                              Das große Highlight in Fantasy Life ist natürlich das Ausleben und Kombinieren der Leben. Neben den üblichen Rollenspiel-Klassen als Paladin, Magier, etc werkeln wir als Schmied in Werkstätten rum und schmieden Waffen und Rüstungen oder toben uns als Fischer an den Ufern aus. Die Handwerkstätigkeit selber läuft dann in unterschiedlichen Minispielen ab, die zu Beginn sehr unterhaltsam und zugegeben einfach sind, aber später etwas nervig werden, wenn wir einfach einen Gegenstand brauchen der eine hohe Qualität besitzt und es an einem vermasselten Minispiel dann hapert. Denn je nachdem wie geschickt wir uns anstellen, können die hergestellten Gegenstände eine bessere Qualität erreichen, was sich besonders auf den Preis auswirkt, den wir hierfür später im Laden erzielen können. Praktisch ist es natürlich auch, dass die Leben in mancher Hinsicht aufeinander aufbauen. So brauchen wir als Schmied in erster Linie zum Beispiel Erze. Diese beschaffen wir als Schürfer mithilfe unserer treuen Spitzhacke. Im Leben eines Jägers besorgen wir Materialien, die wir wiederum für Rüstungen brauchen oder zum Schneidern. So sind wir oftmals erst in dem einen Leben unterwegs, um Sachen zu besorgen, die wir für das andere benötigen. Dies macht eine Menge Spass, kann gerade zum Ende hin manchmal aber auch etwas langatmig werden, wenn wir bestimmte Dinge beschaffen müssen, die es nicht im nächsten Wald um die Ecke zu finden gibt. Wir könnten die Sachen im Notfall natürlich auch versuchen zu kaufen. Dies befriedigt einen jedoch nicht so, als wenn wir mit unseren virtuellen Händen virtuelle Rohstoffe selbst abbauen. Nebenher kostet eine solche Shopping-Tour auch noch eine Menge Geld, die man auch erst besitzen muss.

                                                              Fantasy_life_3ds (70)
                                                              Fantasy_life_3ds (6)

                                                              Drauf hauen!

                                                              Das Kampfsystem in Fantasy Life ist relativ simpel, aber nicht komplett anspruchslos. Zu Beginn lernen wir die ersten Fähigkeiten, die sich je nach Leben natürlich unterscheiden. So hat unser Magier vier Fähigkeiten zu Beginn, die sich in Wind, Wasser, Feuer und Erde unterteilen. Diese richten sich an verschiedene Gegnertypen, ähnlich nach dem Stein, Schere, Papier-Prinzip. So haben Feuerlebewesen naturgemäß etwas gegen Wassermagie, die gegen Monster, die aus dem Wasser kommen, allerdings relativ uneffektiv ist. Zu jedem klassischen Rollenspiel gehört auch das dazu passende Kampfsystem und die passenden Waffen. So ist die Auswahl der Waffen in Fantasy Life im Vergleich zu anderen Rollenspielen etwas dürftig. Es gibt im Nahkampf nur Schwerter, Dolche und Großschwerter, die sich nur in Qualität und Material unterscheiden. Verzauberungen, wie wir sie kennen, gibt es entfallen komplett. Hierzu kommen dann nur noch Bögen und Zauberstäbe, die sich ebenfalls nur in den genannten Dingen unterscheiden. Auch wenn wir es schade finden, dass die Auswahl an Waffentypen so sparsam ausfällt, erleben wir im Spielgeschehen selten das Gefühl, mit nur ein paar Sachen auskommen zu müssen. Zweifelsohne hat hier Level 5 dieses Konzept gewählt, um für die passende Übersicht zu sorgen und damit der Spieler selbst nicht in zigtausend Waffenkombinationen untergeht.

                                                              Werkzeuge wie Axt, Spitzhacke oder Hammer können nicht als Waffen zweckentfremdet werden. Im Kampf selbst visiert das Spiel, solange wir unsere Waffe gezogen haben, selbst den erstbesten Gegner in der Nähe an. Wir selbst können natürlich unser Ziel jederzeit ändern, doch dies ist meistens nicht nötig, da wir in die Kämpfen selbst nicht viel Taktik investieren müssen. Durch das Drücken von der A-Taste greifen wir mit einem normalen Angriff an, den wir zusätzlich noch aufladen können, damit er mehr Schaden verursacht. Mit der X-Taste funktioniert es im Prinzip genauso, nur dass sich dahinter ein deutlich stärkerer Angriff verbirgt, der uns auch mehr Ausdauer kostet. Ausdauer ist sowieso das Wichtigste in einem Kampf in Fantasy Life. Mit einem leeren Ausdauerbalken, was wirklich sehr schnell passieren kann, verpuffen unsere Angriffe im Nichts.

                                                              Fantasy_life_3ds (89)
                                                              Fantasy_life_3ds (10)

                                                              Es ist alles so bunt!

                                                              Die Welt, die uns in Fantasy Life vorgesetzt wird, ist liebevoll und kindlich gestaltet. Überall kräftige Farben, Lebewesen und Welt stark an dem asiatischen Anime-Stil orientiert. So sind die Städte schön in Szene gesetzt mit ihren kleinen, wuseligen Einwohnern, die uns fleißig mit Quests versorgen. Jede Region, jede Höhle und jeder Wald hat sein charakteristisches Aussehen und bietet viele unterschiedliche Monster. Gerade diese Art der Gestaltung gibt Fantasy Life viel eigenen Charakter, doch nerven manchmal schwammige Texturen, die wir aber verschmerzen können. Soundtechnisch gibt es auch nicht viel zu meckern. Synchronstimmen entfallen zwar komplett, doch unterhält uns ruhige Musik im Hintergrund, die an manchen Stellen etwas kindlich erscheint, aber nie für unser Ohr nervtötend wird. Interessant! Über’s Internet können wir mit bis zu zwei Freunden oder auch fremden Spielern  zusammen auf Abenteuerreise gehen. Diese begleiten uns dann so lange durch die Welt, wie sie es möchten.

                                                              Fantasy_life_3ds (17)
                                                              Fantasy_life_3ds (44)

                                                              Persönliches Fazit

                                                              Natürlich ist das Prinzip der Berufe in Rollenspielen nicht neu. Doch kombiniert Entwickler Level 5 in Fantasy Life dies so gut, dass ich das in anderen Spielen fast schon nicht mehr missen möchte. Die liebevolle, fast schon kindliche Spielwelt, mit ihren vielen verschiedenen kleinen Orten, die ich erkunden kann, hat mich sofort überzeugt. Gerade auch weil es kein dunkles, apokalyptisches Szenario als Grundlage hat, ist Fantasy Life ein schöne Abwechslung zu den großen Rollenspiel-Serien. Es ist natürlich nicht so umfassend wie ein Skyrim oder hat so viele Freiheiten wie ich es in Die Sims habe. Doch hat Fantasy Life diesen Anspruch auch gar nicht. Es bietet gute Unterhaltung und mindestens über 20 Stunden Spielspaß für junge und ältere Spieler und ist auch Gelegenheitsspielern sehr ans Herz zu legen. Für Spieler die eine Harcore-Rollenspiel-Erfahrung suchen, dürfte Fantasy Life aber zu Simpel sein.

                                                              Positiv
                                                              + Simples Spielkonzept
                                                              + Abwechslung durch Berufswahl
                                                              + Multiplayer Modus
                                                              + Liebevolle Spielwelt
                                                              + Kindgerechtes Szenario
                                                              Negativ
                                                              – Minispiele auf Dauer etwas langatmig
                                                              – Matschige Texturen an manchen Stellen
                                                              – Oft anspruchslose “ bringe mir X Gegenstände“ Quests

                                                              Unterstützt uns und fangt ein neues Leben an, indem ihr bei Amazon euch Fantasy Life kauft. Die Preise könnt ihr hier vergleichen.

                                                              Testbericht von Hardbloxx.Sinco
                                                              Euer Hardbloxx-Team

                                                              Test/Testbericht: Mario Golf – World Tour

                                                              Auch wenn Nintendo derzeit nicht so stark auf dem Markt präsent ist, wie es sich viele Fans erwünscht haben, gibt es doch immer wieder kleine Perlen, die den Spieler daran erinnern, warum Nintendo auch heutzutage noch zu den Besten der Besten gehört. So eine Perle ist Mario Golf – World Tour definitiv: Auch, wenn das Spielprinzip an sich schon oft verwertet und zum Beispiel auf der Nintendo Wii wesentlich aktiver umgesetzt wurde, macht es einfach enormen Spaß, einen solchen Titel mal wieder zu zocken – denn leider sind in den letzten Monaten nur sehr wenige reine Nintendo-Titel auf dem Markt erschienen. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir nun ein Spiel testen konnten, dass mal wieder auf das Mario-Franchise zurückgreift und das mit einer bereits erfolgreichen Videospielsportart kombiniert. Denn Golf ist mehr als nur ein Sport für alte Männer!

                                                              Mario Golf - World Tour (4)
                                                              Mario Golf - World Tour (3)

                                                              Auf dem Weg zu Spitze

                                                              Eine wirkliche Story gibt es in Mario Gold – World Tour nicht – wozu auch? Stattdessen wird alles Wichtige, das man brauchen kann, innerhalb des Golf-Schlosses dargestellt: Man bewegt sich durch verschiedene Räume und kann außerhalb, sozusagen im Hinterhof, die verschiedenen Golfplätze erreichen. Zunächst beginnt man dabei am besten mit den verschiedenen Trainingsmodulen, in denen man Putten, Abschlag und verschiedene andere Schlagtechniken proben kann. Fühlt man sich wohl, begibt man sich dann zum ersten der drei Rundkurse und legt dort sein erstes Handicap fest. Nur, wenn man eine bestimmte Anzahl an Schlägen nicht überschreitet, darf man in den Turnieren mitspielen. Wenn nicht, heißt es „zurück zum Trainingsplatz“ und ein wenig weiter üben, bis man die geforderte Schlagzahl erreicht. Das Handicap verändert sich übrigens mit jedem Turnier, das ihr bis zum Ende durchspielt – und kann sich somit verbessern, aber auch verschlechtern. Eure Aufgabe ist dabei ganz klar: Ihr müsst alle drei Turniere gewinnen und euch damit die Pokale sichern – und zum gekrönten Champion des Golfplatzes aufsteigen. Doch bis dahin ist es ein weiter, sehr weiter Weg. Denn während das erste Turnier noch einfach zu gewinnen ist und man mit etwas Training die ersten Birdies holen kann, muss man beim zweiten Turnier schon wesentlich mehr Erfahrung und Spielverständnis an den Tag lagen, um mit der Spitze mitzuhalten. Und das dritte Turnier ist defintiv eine Klasse für sich, denn die dortigen Löcher sind anspruchsvoll zu spielen.

                                                              Mario Golf - World Tour (24)
                                                              Mario Golf - World Tour (21)

                                                              Einfach zu lernen, schwierig zu meistern

                                                              Dieses Motto trifft sehr gut auf Mario Golf – World Tour zu. Wenn man die ersten paar Löcher gespielt hat, bekommt man schnell ein Gefühl für den Abschlag, die Annäherung an das Grün, sowie das richtige Putten – zumindest denkt man das. Denn schon bald stellt man fest, dass die Feinheiten doch sehr wichtig sind. Wer möchte, kann nämlich vom automatischen Schlag auf den manuellen wechseln und kann dann wesentlich mehr Einfluss auf seine Schläge nehmen: An welcher Stelle soll der Ball getroffen werden und soll damit Backspin, Frontspin oder eine nach rechts gedrehte Flugkurve erreicht werden? All das gibt – richtig eingesetzt – einen kleinen Vorteil gegenüber den Gegnern und kann darüber entscheiden, ob man für ein Par 4 eben drei oder fünf Schläge braucht. Da hilft nur Training – und nicht nur das Putten. Denn obwohl ein guter Put einen fähigen Spieler kennzeichnet, sorgen die besten Spieler dafür, dass man möglichst nahe am Loch landet und somit nicht auf einen weiten und komplizierten Put zurückgreifen muss. Dazu muss man nicht nur den Drall des Balles bestimmen, sondern auch auf Untergrund, Windrichtung und Abschlagzone achten. Das alles klingt kompliziert und verwirrend? Nun, das mag sein, doch wer möchte, kann auch einfach computergestützte Zielhilfen verwenden und einfach drauflos spielen – das bringt ebenfalls viel Spaß. Aber wer das volle Golf-Feeling genießen möchte, der nutzt die vielen Features und versucht, sein eigenes Spiel stetig zu verbessern.

                                                              Mario Golf - World Tour (18)
                                                              Mario Golf - World Tour (13)

                                                              Die verschiedenen Spielmodi

                                                              Neben den drei Hauptturnieren, in denen man mit seinem eigenen Mii gegen Computergegner antritt, gibt es noch einige weitere coole Ideen: So darf man auf dem Wolkenkurs zum Beispiel auf einer 9-Loch-Strecke lediglich zwei Schläge für die Par-3-Löcher brauchen – braucht man mehr, ist das Spiel sofort beendet. In Peaches Kurs gibt es viele verschiedene Items, sehr viele Münzen und einige freischaltbare Gegenstände zu gewinnen. Dazu kommen noch die vielen Online-Modi, in denen man zum Beispiel Speed-Golf spielen kann oder versuchen muss, mit dem ersten Schlag möglichst nahe am Loch zu landen. Aber natürlich gibt es auch ganz normale Turniere, bei denen jedoch wieder euer Handicap wichtig ist – je besser ihr seid, desto stärkere Gegner werdet ihr finden. Während die Spielmodi gegen den Computer sehr begrenzt sind (insgesamt fünf Bahnen, nur drei Turniere) ist der Online-Modus der Grund, warum man auch nach dem Spielen der „Kampagne“ noch weiterhin sehr viel Spielspaß haben wird. Denn so kann man sich mit allen Spielern in Europa und sogar weltweit messen und feststellen, wie gut man als Mario-Golfer wirklich ist.

                                                              Nach jedem Turnier bekommt man außerdem einige Münzen – als Gewinner eines Online-Turniers sogar einen ganzen Haufen – und kann damit im Golf-Shop einkaufen. Durch das Freischalten und Kaufen neuer Kleidung verbessert ihr außerdem eure Fähigkeiten beim Golfen: Neue Schläger lassen euch weiter Schlagen, neue Handschuhe verbessern die Kontrolle beim Schlag und eine gute Sonnenkappe verleiht euch mehr Gefühl – na gut, es muss nicht alles Sinn machen, aber so könnt ihr nach und nach euren Golfer stärker machen und habt eine Motivation, alle Gegenstände freizuschalten. Spaß macht es allemal.

                                                              Mario Golf - World Tour (5)
                                                              Mario Golf - World Tour (11)

                                                              Persönliches Fazit

                                                              Mit Mario Golf – World Tour zeigt Nintendo mal wieder, warum die Sportspiele vollkommen zu Recht der absolute Renner sind: Man erwartet eine abgespeckte Version der großen Golftitel und bekommt eine Version, die mit unzähligen Möglichkeiten und vielen kleinen Tricks und Kniffen daher kommt: Windrichtung und das „Lesen“ des Grüns sind nur die Spitze des Eisberges und zeigen gut, was das Spiel alles kann. Der Online-Modus bietet die Möglichkeit, den eigenen Lauf hochzuladen und mit anderen Spielern zu vergleichen – was eine große Motivation bietet, um immer weiter zu spielen und sich zu verbessern. Das Kaufen von Golfklamotten, um die Fähigkeiten des Mii zu verbessern, ist zwar eine nette Idee, doch bietet das möglicherweise einen etwas unfairen Vorteil im Vergleich mit den menschlichen Mitspielern. Davon einmal abgesehen, gehört Mario Golf – World Tour tatsächlich zu den Top-Golftiteln überhaupt und kann sich auch grafisch absolut auf dem 3DS sehen lassen – obwohl man die 3D-Funktion mal wieder nicht wirklich braucht und schnell ausschalten wird. Mal wieder eine Topleistung, die wir jedem empfehlen können, der auch nur ansatzweise etwas mit Mario und/oder Golf anfangen kann.

                                                              Positiv:
                                                              + viele verschiedene Spielmodi
                                                              + stetig angepasstes Handicap
                                                              + Online-Modus!
                                                              + viele verschiedene Gegenstände
                                                              + realistische Physik
                                                              + gute Grafikleistung
                                                              + viele Tutorials und Trainingshilfen
                                                              + Steuerung mit Touchpad oder Buttons

                                                              Negativ:
                                                              – nur drei Offline-Turniere
                                                              – nur fünf verschiedene Kurse
                                                              – insgesamt etwas wenig Inhalt

                                                              Unterstützt uns doch und holt euch Mario Golf – World Tour bei Amazon. Hier könnt ihr die Preise vergleichen.

                                                              Euer Hardbloxx-Team
                                                              Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

                                                              Test/Testbericht: Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney (3DS)

                                                              Es scheint in Mode zu kommen, zwei bekannte Dinge zu vermischen, um den Fans einer Zutat die jeweils andere schmackhaft zu machen. Ob Freddy vs. Jason, Marvel vs. Capcom oder nun eben Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney. Gerade Capcom experimentiert gerne mit solchen Kollaborationen und das Ergebnis wurde oft verblüffend gut angenommen. So überrascht es niemanden ernsthaft, dass Capcom seine Ace Attorney-Reihe mit Level-5s Professor Layton zu vermischen versucht. Wir haben das Ergebnis für euch ausgiebig getestet und erzählen, wie das Ergebnis funktioniert.

                                                              29_3DS_ProfLaytonvsPoenixWright_ScreenshotsGER_35
                                                              37_3DS_ProfLaytonvsPoenixWright_ScreenshotsGER_43

                                                              Was wurde da gemischt?

                                                              Professor Hershel Layton und sein Lehrling Luke Triton sind dafür bekannt, Rätsel zu lösen. Im Stil eines klassischen Adventures klickt man sich die meiste Zeit durch die Welt, findet Gegenstände und Hinweise, spricht mit Personen und stößt hin und wieder auf ein Rätsel, das es zu lösen gibt. Diese sind im Prinzip eine Art Minispiel, die von einer Person im Geschichtsverlauf des Spiels gestellt wird, ansonsten aber mit dem Handlungsstrang oft nichts zu tun haben, sondern lediglich der Herausforderung und Abwechslung dienen. Markant sind Laytons vorzügliche Manieren als Gentleman und nicht zuletzt seine feine Ausdrucksweise. Die Spielreihe hat in den letzten 5 Jahren 6 Titel hervorgebracht und erfreut sich hoher Beliebtheit bei Adventure-Fans.

                                                              Bei der Ace Attorney-Reihe handelt sich um Spiele, bei denen eine Gerichtsverhandlung geführt wird. Es gilt Beweisstücke auszuwerten, Zeugen zu verhören und letztlich die Teils skurrilen Fälle zu lösen. Der Hauptcharakter des jeweiligen Spiels der Reihe variiert jedoch manchmal. Phoenix Wright war der Hauptcharakter des ersten außerhalb von Japan erschienenen Spiels und wird von Maya Fey begleitet, die im ersten Titel noch selbst angeklagt wurde. Markant an Phoenix ist der Fingerzeig, wenn er einen begründeten Widerspruch aufdeckt oder gar den Täter entlarvt. Außerhalb Japans erschienen in den letzten 8 Jahren 5 Titel.

                                                              6_3DS_ProfLaytonvsPoenixWright_03
                                                              4_3DS_ProfLaytonvsPoenixWright_01

                                                              Wie alles begann…

                                                              Durch jeweils eigenartige Treffen mit Sophie de Narrateur geraten zuerst Professor Layton und Luke und später Phoenix Wright und Maya in die geheimnisvolle Stadt Labyrinthia. In dieser Stadt passieren einige seltsame Dinge und es gibt vieles aufzuklären, doch ehe sie sich versehen sind sie Teil eines Hexenprozesses..

                                                              Die Geschichte wird in Kapiteln erzählt. Wie in einem guten Buch heißt ein neues Kapitel oft einen Perspektivenwechsel und das gefällt wirklich gut. Zumal der Spieler, der die meisten Zeit über hätte im Menü speichern können, nach dem Ende eines Kapitels explizit nochmal gefragt wird, ob er speichern möchte. Das Gefühl eines abgeschlossenen Abschnitts wird gut vermittelt.

                                                              38_3DS_ProfLaytonvsPoenixWright_ScreenshotsGER_44
                                                              16_3DS_ProfLaytonvsPoenixWright_13

                                                              Technik und Atmosphäre

                                                              Neue Kapitel fangen oft mit einem Video an. Schon die Introvideos der Hersteller kommen als 3D-Videos daher und zeigen, wo es langgehen wird. Alle Schlüsselszenen werden als sehr aufwändig gestalteter Anime in 3D gezeigt und sehen fabelhaft aus. Nach dem Ende eines Videos wird man in eine ebenso 3 dimensionale Welt entlassen. Die Grafik mit ihren 3D-Hintergründen und kleinen Animationen an jeder Ecke vermittelt einen guten Eindruck, zuerst von London und dann von Labyrinthia. Hier wird also die Technik des 3DS voll ausgeschöpft und das fühlt sich gut an, nachdem Titel, wie etwa Pokémon für einen Teil der Szenen 3D ausschalten und beim Rest die Gefahr besteht, dass das Spiel im 3D-Modus ruckelt. Bei Layton vs. Wright ruckelt nichts. Der Soundtrack wird, wie bei allen Spielen dieser Art, erst eintönig, wenn man lange an derselben Stelle ist. Insgesamt sind die Musikstücke weder aufdringlich noch unauffällig und auch garantiert nicht zu kurz. Die Charaktere sehen richtig gut aus und ihre Reaktionen passen zum eben erlebten und vermitteln dem Spieler die akutelle Gefühlslage, wobei der Soundtrack da mit ruhigeren oder aufgeregteren Melodien seinen Teil dazu beiträgt.

                                                              Das eigentliche Spielgeschehen funktioniert sehr gut. Man hat keine Probleme beim Tippen auf den Bildschirm genau den Gegenstand oder Charakter anzutippen, den man wollte. Hinzu kommt, dass zum Beispiel lange Texte mit A, R/L und Tippen weitergeklickt werden können. Gerade bei einem Spiel, bei dem man ständig mit Stylus oder Finger navigieren muss, hat man nicht immer einen Finger für eine bestimmte Taste frei. Die Entwickler haben daran scheinbar gedacht und bieten deshalb Alternativen an. Auch Erklärungen der Rätsel oder Gerichtsakten können jederzeit wieder aufgerufen werden. Der Spieler wird mit Netz und doppeltem Boden gesichert, damit der Spielspaß nicht an Grundlegendem scheitern muss. So etwas sollte heutzutage selbstverständlich sein, aber man findet ständig Spiele, die dabei noch patzen.

                                                              28_3DS_ProfLaytonvsPoenixWright_ScreenshotsGER_34
                                                              20_3DS_ProfLaytonvsPoenixWright_26

                                                              Passt das zusammen?

                                                              Die grafischen Stile der beiden Spielreihen sind von Haus aus etwas unterschiedlich. Während die Charaktere des Layton-Universums gerne Cartoonhafter, gröber, ja karrikaturistischer wirken, sind die Charaktere rund um Phoenix Wright allesamt filigraner ausgearbeitet und kommen in einem schöneren Manga-Stil daher. Am meisten fällt diese Gegenüberstellung auf, wenn etwa Layton mit seinen Knopfaugen und Maya mit ihren riesigen Kulleraugen nebeneinander stehen. Interessanterweise passt es insgesamt dennoch gut zusammen, weil die Charaktere so mehr Unterschiede, mehr Profil bekommen und auch die Nebencharaktere ein breiteres Spektrum bieten können, ohne besonders aus der Reihe zu tanzen. Ein weiteres Highlight sind die Dialoge. Diese variieren von Laytons perfekten Manieren und trockenen Schlussfolgerungen zu Wrights sarkastischen Bemerkungen und Wortspielen im Gerichtssaal. Es entsteht ein sehr breiter Wortschatz, der einem zum Großteil auf Dialogen beruhenden Spiel natürlich gut tut.

                                                              Die beiden Spielreihen ergänzen sich tatsächlich gut. Wird man nach mehreren Spielstunden müde, immer Hinweise zu suchen, Rätsel zu lösen (die können ganz schön knifflig sein!) und mit allen Personen zu reden, ist eine Gerichtsverhandlung einfach eine angenehme Abwechslung. Auch dort gibt es ein bestimmtes Vorgehensschema, das ständig wiederkehrt und nur die Eigenheiten des Falls bieten wirkliche Neuerungen. Aber gerade durch diese Wechsel zwischen den Spielweisen von Layton und Wright wird es nie langweilig.

                                                              12_3DS_Professor Layton vs Phoenix Wright Ace Attorney_Artworks_12
                                                              14_3DS_Professor Layton vs Phoenix Wright Ace Attorney_Artworks_14

                                                              Fazit:

                                                              Capcom und Level-5 fügten zusammen, was noch nicht zusammengehörte und das Ergebnis funktioniert gut. Unter uns: die Zielgruppen der Spiele waren ja auch nicht so weit voneinander entfernt, denn beide Spiele haben mit kniffligen Denkaufgaben zu tun. Dafür bekommt das neue Gesamtprodukt eine breitere Spanne an üblichen Spielprinzipien, Charakterdesigns und Wortgewandtheit. Hinzu kommt, dass die Geschichte rund um die Stadt Labyrinthia und Hexen interessant und voller unerwarteter Wendungen ist. Die Atmosphäre stimmt, die Technik funktioniert einwandfrei und Dinge, wie etwa das Steuerungskonzept, wurden gut durchdacht. Insgesamt kann man sagen, dass jeder, der gerne Rätsel löst und keine Angst vor der Comic- bzw. Anime-Optik hat, hier bedenkenlos zugreifen kann.

                                                              Positiv:

                                                              – Gute Story und Atmosphäre

                                                              – Technik des 3DS wird genutzt

                                                              – Ausgewogener Schwierigkeitsgrad

                                                              Negativ:

                                                              – Mit Optik und Humor freundet sich nicht jeder an

                                                              Wenn euch Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney interessiert, könnt ihr es hier bestellen oder hier Preise vergleichen.

                                                              Sagen euch solche Spiele zu? Wir freuen uns über alle Kommentare zum Genre und zum Spiel!

                                                              Euer Hardbloxx-Team
                                                              Testbericht erstellt von Hardbloxx.ecth

                                                              Test / Testbericht: Bravely Default [Nintendo 3DS]

                                                              Vier Kristalle, vier Helden und ein umfangreiches Jobsystem. Das kommt euch bekannt vor? Uns auch, denn irgendwie erinnert Bravely Default, der neuste Rollenspiel-Ableger von Square Enix, etwas an das altbekannte und von vielen geliebte Rollenspiel Final Fantasy der ersten Generationen. Doch muss das nicht zwangsläufig heißen, dass wir hier eine recycelte Version eines beliebten FF-Teils vor uns haben, denn auch eine frisch aufgebackene Version kann Spaß machen. Es stellt sich vielmehr die Frage, ob Bravely Default die Fußstapfen eines Final Fantasy zu groß sind oder die vier Helden sie sogar noch erweitern?

                                                              Dunkelheit, Elementarkristalle und ganz viel Herz

                                                              Kristalle scheinen den Entwicklern bei Square sehr gut zu gefallen, denn bereits in den ersten Final-Fantasy-Teilen und auch den Remakes für den Nintendo DS kamen bereits Elementarkristalle zum Einsatz, die von bösen Mächten befallen wurden, gefunden werden wollten oder einfach nur existierten. Auch in Bravely Default sind die Kristalle Hauptaugenmerk der Story. Doch dieses Mal sind sie in Gefahr, da sie von einer dunklen Macht befallen wurden. Erstes Opfer dieser bösen Mächte ist der Windkristall, der von der Vestalin Agnes Oblige bewacht, gehegt und gepflegt wird. Sie wird Augenzeuge, wie der Windkristall von einer schwarzen Macht umgeben wird und durch eine riesige Implosion ein großer Krater entsteht. Doch geschieht dies nicht mitten im Meer oder einer verlassenen Bergkette, nein, die dunkle Macht reißt zusammen mit dem Kristall das gesamt Dorf Norende mit in den Abgrund. Vor den Augen von Tiz, einer der vier Hauptpersonen, stürzt das Heimatdorf in den Abgrund und reißt Freunde und Bekannte mit sich. In letzter Sekunde versucht er, seinen Bruder vor dem riesigen Abgrund zu bewahren, der aber kurze Zeit später vom dunklen Krater verschlungen wird.

                                                              Bereits in der ersten Spielstunde lernt ihr neben Tiz und Agnes noch Ringabel und Edea kennen, die beide zu den Hauptpersonen gehören. Ringabel ist ein Frauenschwarm, der keine Gelegenheit auslässt, sich bei den beiden Mit-Heldinnen „einzuschleimen“ und sie mit gekonnten Wortphrasen zu umschmeicheln. Er schließt sich der Gruppe vor allem aufgrund seiner vorherrschenden Amnesie an, die ihn zum Handeln antreibt. Zusätzlich besitzt er ein geheimnisvolles Tagebuch, das zahlreiche Informationen zu ihm und seinen Begleitern bereithält. Dieses Tagebuch wird euch im Laufe der Geschichte weiter verfolgen und unterstützen. Auf magische Art und Weise füllt es sich während eurer Reise mit zusätzlichen Informationen zu Charakteren, Orten und Ereignissen. Edea ist eine ungestüme, heißblütige Kämpfernatur mit einem Sinn für Sarkasmus und Selbstironie. Anfangs ist sie Teil des verfeindeten Eternia-Reiches, das euer Zuhause, das Caldisla-Reich aufgrund der Zuflucht suchenden Wind-Vestalin angreift.

                                                              Während eurer Reise lernt ihr, wie von guten Rollenspielen erwartet, zahlreiche Personen kennen, die euch im Gedächtnis bleiben werden. Es wird gelacht, geflucht und getrauert. Vorangetrieben wird die Geschichte zusätzlich durch so genannte „Party-Gespräche“, die während eurer Reise immer mal erscheinen und denen ihr wahlweise lauschen oder sie ignorieren könnt.

                                                              Rundenbasiertes Kämpfen, doch taktisch

                                                              Viele Spieler, die die alte Schule von zahlreichen Rollenspielen nicht kennen, werden vor dem Wort „rundenbasiert“ erschaudern und weglaufen wollen. Doch ist es einfach ein gutes, altes und entspanntes Kampfsystem, das immer noch zahlreiche Spieler an die Konsolen fesselt und bei heutigen Rollenspielen oft vermisst wird. Gekämpft wird RPG-typisch in gegenüberstehenden Teams. Euer Team steht dabei den Gegnern gegenüber und muss in jeder Runde angreifen, sich verteidigen oder heilen. Der Gegner tut es euch gleich und so endet die Runde, sobald eines der Teams K.o. ist.
                                                              Doch wurde das Kampfsystem vom Entwickler Silicon Studio noch einmal etwas aufgepeppt und wartet mit zahlreichen Neuerungen für den taktischen Kampf auf. So verfügt jeder Charakter über so genannte „BP“, die eure Anzahl an Zügen pro Runde anzeigen. Startet der Kampf, beginnt jeder Charakter mit 0 BP. Wird eine Aktion ausgeführt, verringert sich die Anzahl um genau eins. Pro Runde erhält der Charakter allerdings einen neuen BP-Punkt und kann erneut eine Aktion ausführen. Aber wo ist das taktisch, denkt ihr euch? In jeder Runde habt ihr die Möglichkeit, euch zu verteidigen. Diese Option nennt sich „Default“. Wählt ihr diese Möglichkeit aus, setzt der Charakter für eine Runde aus, verteidigt sich und startet in die nächste Runde mit einem zusätzlichen BP-Punkt. Ihr könnt bis zu drei positive BP ansammeln und diese in der 4. Runde voll ausnutzen, indem ihr den Befehl „Brave“ verwendet. Mit Brave könnt ihr eure „TP“ innerhalb einer Runde verbrauchen und fügt eurem Charakter weitere Aktionen hinzu. So habt ihr die Möglichkeit, einen Charakter bis zu 6 Mal angreifen zu lassen, wodurch seine BP auf -3 sinken, er jedoch einen verheerenden, multiplen Angriff ausführen kann. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass ihr bei einem vollständigen Verbrauch eurer „TP“, drei Runden aussetzen müsst, bis ihr erneut eine Handlung durchführen könnt. Möchtet ihr einen Gegner so verheerend und schnell wie möglich ausschalten, lohnt es sich, bis zu 3 „TP“ anzusammeln und den Gegner mit einem Gewitter aus 24 Attacken anzugreifen. Doch beachtet: Ist der Gegner dann nicht K.o. seid ihr ihm für 3 Runden schutzlos ausgeliefert.

                                                              Eine weitere taktische Kampfeigenschaft besteht darin, eure „SP“ zu nutzen. Diese ermöglichen es, die Zeit um euch herum einzufrieren und somit euren Gegner für einige Zeit bewegungsunfähig zu machen. Ist ein Gegner doch einmal viel zu schwer für euch, könnt ihr über die Option „Freunde rufen“ eine außenstehende Person einen Angriff ausführen lassen, der dem Gegner einen hohen Schaden zufügt. Weiterhin gibt es noch die Möglichkeit der Spezialattacke, die wie die Limit- oder Trance-Zustände aus Final Fantasy 7 oder 9 wirken. Hierüber könnt ihr besonders starke Angriffe ausführen, die euch und den Gegner mit positiven bzw. negativen Eigenschaften belegen. Nach der Attacke ändert sich die Kampfmusik und ihr habt eine erhöhte Schadensausübung auf den Gegner. Wie oft ihr eure Spezialattacke ausführen könnt, hängt davon ab, welchen Job ihr ausübt und wie oft ihr Kampfaktionen durchführt. Wichtig für alle, die Zufallskämpfe verabscheuen, ist die Tatsache, dass es eben diese in Bravely Default gibt. Ihr habt somit keine Möglichkeit, einem sichtbaren Gegner auf der Karte auszuweichen, sondern wechselt bei einem Feindkontakt auf ein virtuelles, dem Gebiet angepasstes Schlachtfeld.

                                                              Doch ist die „Default“–„Brave“-Funktion nicht die einzige Möglichkeit, eure Kämpfe schneller, taktischer und spannender zu gestalten. Das umfangreiche Jobsystem übernimmt hier eine große Rolle im Kampfgeschehen und hat nicht nur Auswirkungen auf eure Charaktere und deren Fähigkeiten, sondern auch auf ihr Aussehen. Zum Anfang des Spiels startet ihr als Freiberufler und habt normale, ausgewogene Attribute und könnt jede Waffe nutzen, die ihr in die Finger bekommt. Bereits zum Anfang des Spiels erhaltet ihr jedoch weitere „Jobangebote“ wie den Mönch, die Weißmagierin, den Schwarzmagier und den Ritter. Dabei ist der Mönch ein starker und wendiger Kämpfer, der sich auf den Faustkampf spezialisiert. Weißmagie ist, wie von vielen anderen RPGs bekannt, die heilende Kraft im Team und der Schwarzmagier mit seinem mächtigen Feuer-, Eis- und Blitzzauber, das genaue Gegenteil. Mit dem Eintritt von Edea in eure Gruppe erhaltet ihr zudem noch den Job des Ritters, der einen starken Angriff sowie eine gute Verteidigung hat. Neben diesen vier Startberufen könnt ihr im Laufe des Spiels jedoch weitere hinzugewinnen. Neben dem bekannten Dieb gibt es noch dunkle Geheimnisse, Schwertmeister und edle Gentlemen zum kennen lernen, zu viel möchten wir euch hier aber nicht verraten. Eure neuen Berufe erhaltet ihr vor allem durch das Besiegen von Gegnern, die diesen Beruf bereits ausüben. Dabei müsst ihr oftmals auf die blauen Markierungen auf eurer Karte achten, die euch den Weg zu verschiedenen Subquests zeigen.

                                                              Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Schwierigkeitsgrad von Bravely Default. Bevor ihr das Spiel startet, könnt ihr zwischen „Leicht“, „Normal“ und „Schwer“ wählen und somit die Angriffs- und Abwehrkraft eurer Feinde bestimmen. Mit diesen Optionen kommen nicht nur Profis, sondern auch RPG-Anfänger voll auf ihre Kosten. Wir starteten das Spiel standardisiert auf „Normal“, um diesen Schwierigkeitsgrad zu testen. Und bereits hier ist zu sagen, dass auch geübte Rollenspieler an verschiedenen Stellen sehr gefordert werden. Angriffe fügen vor allem untrainierten Charakteren sehr viel Schaden zu. Zustände wie Schlaf und Stille stehen an der Tagesordnung und auch das eine oder andere K.o. eures Charakters ist hinzunehmen, doch macht das nicht ein gutes Rollenspiel aus? Leider mussten wir auf unserer Reise auch einen kleinen „Bug“ bei einem Gegner entdecken, der uns Nerven und reichlich, reichlich. Zeit gekostet hat. So mussten wir einen Kampf gegen einen Gegner nach über einer Stunde mit einem Neustart des Spiels beenden, da wir nicht ausreichend Schaden verursachten und sich besagter Gegner dauernd mit Tränken heilen konnte, wodurch wir in einer schier endlosen Kampfschleife gefangen gehalten wurden.

                                                              Eine fantastische Reise durch eine zauberhafte Welt

                                                              Der Nintendo 3DS/2DS ist wahrlich nicht die absolute, mobile Rechenmaschine, doch das wissen auch alle Spieler dieses kleinen, mobilen Wunders. Dennoch ist die Grafik auf dem Handheld wunderschön anzusehen und kann euch, egal ob auf der Landkarte oder in den Städten, voll in ihren Bann ziehen. Wer schon ein Final Fantasy 3 oder 4 auf dem Nintendo-System gespielt hat, wird sich in der 3D-Welt von Bravely Default schnell heimisch fühlen, da Charaktere und Dungeons sich sehr ähneln. Der größte und auch schönste Unterschied zu seinen Branchenkollegen ist, dass Bravely Default zauberhafte Städte und Orte beherbergt. So wurden Städte und wichtige Orte von Hand gezeichnet. Ihr bewegt euch mit eurer 3D-Figur aus Polygonen somit durch eine fantastische, grafisch aufwendige Städtelandschaft, die euch erstaunen lassen. Bevor ihr euren Charakter durch die Ortschaft bewegt, zeigt die Kamera den gesamten Ort in voller Pracht. Wir ertappten uns während des Spielens oftmals dabei, dass wir vor dem Loslaufen mit unserer Hauptfigur die Handzeichnung bewunderten.

                                                              Doch kann jede Welt noch so schön und bezaubernd sein, wenn die passende Musik und eine gute Sprachausgabe fehlt, fehlt es an Tiefgang. Was früher Nobuo Uematsu schaffte, schafft heute die japanische Fantasy-Band Revo. Denn der Soundtrack von Bravely Default erinnert mit teils sanften und teils aufrührenden Klängen an die gute alte RPG-Zeit, in der man sich auch abseits eines Spiels noch die Soundtracks angehört hat. Die Kampfmusik geht ins Ohr und wird auch nach zahlreichen Kämpfen für einen RPG-Fan nicht nervig. Was noch viel mehr begeistert und wovon sich zahlreiche Branchenkollegen eine Scheibe abschneiden könnten, ist die hervorragende Sprachausgabe. Auch wenn die Charaktere wie Kinder wirken und wie Erwachsene sprechen, ist die englische Sprachausgabe sehr gut umgesetzt. Noch angenehmer und für Fans auch wichtiger, ist, dass ihr jederzeit die Sprache in Japanisch umstellen könnt. Die Untertitel bleiben fortlaufend auf Deutsch, doch taucht ihr aufgrund der japanischen Sprachausgabe noch tiefer in dieses fantastische Epos ein.

                                                              Langeweile? Wann? Wo? Was ist das?

                                                              Bravely Default bietet neben einem rundenbasierten Kampfsystem, den unterschiedlichen Berufen und einer wunderschönen, gezeichneten Grafik noch zahlreiche weitere Eigenschaften, die Rollenspielfans bei Laune halten werden. Zum einen gibt es zahlreiche Nebenszenarios, die euch neue Gegenstände und Jobsysteme entdecken lassen. Dafür bietet die nahezu riesige Weltkarte reichlich Erkundungsmaterial. Was aber auch eine Herausforderung für den jungen Tiz darstellt, ist der Wiederaufbau seines Heimatdorfes. Bereits zum Anfang des Spiels schwört er dem König und sich selbst, Norende wieder aufzubauen und somit eine neue alte Heimat wiederherzustellen. Dieser Aufbau wird euch im Laufe des Spiels nicht nur Spaß machen, sondern auch strategisch weiterbringen. So könnt ihr mithilfe des 2. Bildschirms durch eine Karte des Gebietes navigieren, neue Gebiete erschließen und Norende mithilfe eurer Freunde wieder aufbauen. Dabei erbaut ihr Item- und Waffenläden, um deren Angebot nutzen zu können. Sobald ein Geschäft erbaut wurde, schaltet ihr Waffen, Rüstungen oder Items frei, die der „wandernde Händler“ für euch bereit hält. Diesen findet ihr in jeder Stadt und am Ende jedes Dungeons. Bei ihm speichert ihr das Spiel außerhalb der Weltkarte und könnt darüber hinaus die freigeschalteten Waren bei ihm erwerben.

                                                              Auch die Optionen halten einige Überraschungen für euch bereit. Wer Zufallskämpfe verabscheut, gerade wenn er auf dem Weg zu einem wichtigen Ereignis ist, wird bei Bravely Default aufatmen können. Musste z.B. bei Final Fantasy 8 eine Zusatzfähigkeit (Gegner 0%) erworben werden, um den Zufallskämpfen aus dem Weg zu gehen, so habt ihr in Bravely Default die Möglichkeit, dies einfach im Menü einzustellen. Hier könnt ihr die Gegner um 50% reduzieren oder den Feindkontakt gänzlich ausschalten. Zu Trainingszwecken wurde hingegen auch die Option hinzugefügt, dass ihr die Zufallskontakte um 100% und somit um das doppelte der normalen Feinbegegnungen erhöhen könnt.

                                                              Persönliches Fazit:

                                                              Ich möchte weinen, fluchen, schreien und mich zeitgleich freuen. Warum, fragt ihr? Rollenspieler, Final Fantasy, Grandia und Breath of Fire Fans werden sofort wissen, warum. Neulinge in diesem Bereich werden sich denken, was ist mit dem denn falsch? Ich kann es euch sagen. Ich habe jahrelang darauf gewartet, dass endlich ein Rollenspiel erscheint, dass ich lieben, hassen und fürchten kann, bei dem ich mitfiebere, bei dem ich gespannt bin, was als nächstes passiert und bei dem ich neue Bereiche und Schätze entdecken möchte. Zugegeben, es ist kein Final Fantasy 6/7/8, bei dessen Love-Story zwischen Squal und Rinoa jeder in seinen Bann gerissen wird oder bei dem man vor dem Fernseher zusammenbricht, weil ein Hauptcharakter stirbt, aber es ist Bravely Default, ein Rollenspiel, das in der heutigen Zeit die Gemüter aller Rollenspielfans aufheitern, erfreuen und aufjubeln lassen wird. Ihr habt eine fantastisch erzählte Story, rundenbasierte Kämpfe mit zahlreichen taktischen Möglichkeiten, bezaubernde und spaßige Charaktere und zudem noch Nebenaufgaben, die euch während des Auflevelns bei Laune halten werden.

                                                              Ich dachte bereits, „mein“ Genre sei tot. Ich dachte, ich werde niemals mehr in Genuss eines japanischen, rundenbasierten Rollenspiels kommen, dass mich wie ein FF oder Breath of Fire fesselt. Das Silicon Studio lässt mich als Rollenspiel-Fan endlich wieder hoffen, dass wir Fans dieses Genres doch keinem Zombie hinterher jagen.

                                                              Meiner Meinung nach ist Bravely Default eines der besten Rollenspiele auf dem Nintendo DS. Jeder, der nicht dem „Pseudo-Final-Fantasy-Wahn“ der Neuzeit verfallen ist, sondern die alte Schule liebt, muss hier zugreifen. Alle, denen jedoch die neuen actiongeladenen Rollenspiele besser gefallen, sollten sich vorher einmal die Demo anschauen, die es aktuell kostenlos im Nintendo eShop zum Download gibt.

                                                              Positiv:

                                                              – wunderschön erzählte Story
                                                              – vier Charaktere mit eigener Persönlichkeit
                                                              – frisches, rundenbasiertes Kampfsystem
                                                              – 24 Berufe zum ausprobieren
                                                              – mitreißende Soundkulisse
                                                              – von Hand gezeichnete Orte und Städte
                                                              – knackiger oder butterweicher Schwierigkeitsgrad
                                                              – Sidequests
                                                              – japanische Sprachausgabe

                                                              Negativ

                                                              – Recycelte Elemente (Vier Kristalle, Jobsystem)

                                                              (Hier Kommentare abgeben!)

                                                              Euer Hardbloxx-Team

                                                              Bestellt Bravely Default gleich bei Amazon oder vergleicht hier die Preise.

                                                              Test/Testbericht: Pokémon X/Y

                                                              Vor gut 14 Jahren kam die Welt der Pokémon zu uns nach Europa und die Sammelwut konnte beginnen. Auch in den folgenden Jahren brach der Erfolg der Serie nicht ab. Im Gegenteil, es kamen Pokémonkarten, eine Animeserie und natürlich noch einige Ableger des Urspieles. Dieses Jahr wurde die Serie das erste Mal auf den 3DS portiert. Die Editionen Pokémon X und Pokémon Y sind am 12. Oktober 2013 erschienen. Es stellt sich natürlich die Frage, wie der Serie das 3D-Update gelungen ist und auf welche Neuerungen man sich ansonsten noch freuen kann. All dies erfahrt ihr in unserem Test.

                                                              Story? – Nein, danke!

                                                              Als wir noch jung waren, vor langer Zeit, kam das Phänomen Pokémon in Umlauf. Natürlich wollte man immer mit vorn dabei sein und hat sich das Spiel gekauft, wenn nicht sogar beide, die Serie geschaut und die Karten gesammelt. Nun ist diese Zeit schon lange vorbei und als wir das Spiel starteten, ist uns als erstes aufgefallen, wie alt wir sind.
                                                              Aber lassen wir das Geschwafel und begeben uns hinein in die Welt der Pokémon.

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                                                              53_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_29

                                                              Damals wie heute hat sich an der „Story“ nicht viel verändert. Ihr seid ein Junge oder ein Mädchen, welches neu in der Gegend ist und sofort von einem Professor (in diesem Fall Professor Platan) ein Pokémon geschenkt bekommt. Ziel ist es wie immer, den PokéDex zu füllen. Zu diesem Zweck erhaltet ihr kurze Zeit später ein zweites bekanntes Pokémon. Ihr habt die Wahl: Bisasam, Glumanda oder Schiggy. Wer es nicht weiß: Das sind die Startpokémon der Blauen/Roten Edition.
                                                              Das einzige, was uns in Pokémon X/Y noch antreibt ist die Mega-Entwicklung. Diese erlaubt es, ausgesuchten Pokémon, welche voll entwickelt sind, sich noch eine Stufe weiter zu entwickeln. Dies ist allerdings auf die Zeit eines Kampfes befristet und nur mit einem entsprechenden Stein für das Pokémon möglich.

                                                              Ihr lernt eure Nachbarn kennen und freundet euch im Laufe des Spieles mit ihnen und einigen anderen Pokemontrainern an. Ebenso habt ihr wieder mit einem gegnerischen Team zu tun. Zu meiner Zeit war dies Team Rocket, im neuesten Ableger ist es Team Flare.

                                                              18_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_13
                                                              58_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_34

                                                              Die Kalos-Region ist das neue Gebiet, welches es zu entdecken gilt. Hier findet ihr neben den altbekannten Pokémon auch jede Menge neue, insgesamt über 700 Stück.
                                                              Weiterhin müsst ihr die Arenaorden sammeln, damit euch auch Pokémon höherer Stufe gehorchen. Soweit nichts Neues von der Pokémon-Front.

                                                              Portierung gelungen?

                                                              Wenn man wieder zurückgeht in die Zeit, in der das Pokémonfieber begonnen hat, erinnert man sich dunkel an schwarz-weiße Pixelgrafik, damals noch auf dem Gameboy. Diese Zeiten sind natürlich schon lange vorbei. Bunte Pokémon in Pixelgrafik, aber auch in halbwegs annehmbarer Grafik kenne wir auch schon aus früheren Versionen. Auf dem 3DS wird noch weiter aufgefahren.
                                                              Neben den 3D-Effekten, welche zwar nicht immer zugegen sind, sind ganz neue Bewegungsmöglichkeiten geschaffen worden. Es gibt nicht mehr nur oben, unten, rechts und links, sondern auch schräg-oben, schräg-unten und so weiter.

                                                              8_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_08_Kein finales Gameplay
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                                                              Neben den Neuerungen der Steuerung ist im Gesamten die Grafik deutlich besser. Die Umwelt ist wesentlich detaillierter. Wettereffekte werden dargestellt und Wind weht durch das Gras. Die neuen Möglichkeiten ermöglichen außerdem eine Art Schulterperspektive in manchen Gegenden, in welchen diese sinnvoll ist. So macht das Erkunden und Entdecken wieder Spaß.

                                                              Ebenso wurden die Kämpfe völlig neu gestaltet. Die „Arena“ ist nun viel dynamischer als bisher. Die Pokémon bekamen Kampfanimationen spendiert und so ist ein Feuerball im Spiel wirklich ein Feuerball.

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                                                              Natürlich gibt es, damit keine Langeweile aufkommt, jede Menge verschiedener Gegenden zu erforschen. Unter anderem findet ihr euch, wie schon so oft, in Höhlen wieder oder lauft am Strand entlang. Die Pokémon-Arenen stellen mal wieder eine Herausforderung dar. Neben den Gegnern, welche es zu bezwingen gilt, gibt es neuerdings auch andere Hürden zu meistern. Labyrinthe kennen wir schon aus den anderen Teilen. Dieses Mal begebt ihr euch unter anderem an Kletterwände und an eine Skating-Arena. Ja, ihr habt richtig gehört. Neben dem bekannten Fahrrad habt ihr nun auch die Möglichkeit, euch mit Inline-Skates fortzubewegen. In besagter Arena gilt es zum Beispiel Gegner zu besiegen, um Teile einer Grindstange freizuschalten. Habt ihr alle besiegt, könnt ihr per Grind auf der Stange zum Arenameister gelangen.

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                                                              Das Einzige, was uns negativ aufgefallen ist, sind die leichten Framerateeinbrüche an manchen Stellen im Spiel. Diese fallen besonders bei angeschaltetem 3D-Modus auf, schmälern den Spielspaß aber nur in sehr geringem Maße.

                                                              Neben den grafischen Änderungen erwartet uns auch ein neuer Pokémon-Typ. Das Element Fee ist besonders stark gegen Drachenpokémon. Wie schon zuvor ist es wichtig, verschiedene Pokémon bei sich zu tragen, um gegen jede Pokémonart gefeit zu sein. Wasser ist stark gegen Feuer und so weiter.

                                                              Nebensächlichkeiten

                                                              Die größten Änderungen sind bedingt durch die Anpassung an den 3DS und die damit verbundenen grafischen Möglichkeiten. Trotzdem findet man noch zwei neue Arten, seinem Pokémon näher zu kommen. Zum einen gibt es das neue Supertraining. Dieses besteht in der Regel aus einem Minispiel, bei welchem es darum geht, einen Ball gegen einen Pokémonballon zu feuern. Gelingt euch dies unter gewissen Umständen, schaltet ihr Boxsäcke frei. Diese können dann von eurem Pokémon genutzt werden, um bestimmte Werte zu verbessern. Der Vorteil des Ganzen ist, dass ihr, während euer Pokémon trainiert, weiterhin die Gegend durchstreifen könnt. Wirklich nützlich ist dies allerdings nur, wenn ihr es konstant beibehaltet, was auf Dauer etwas schwierig und vor allem langweilig ist.

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                                                              Zum anderen ist das PokéMonAmi eine Art Spiel im Spiel. Das Minigame erinnert stark an Tamagotchis. Ihr könnt euer Pokémon streicheln und füttern und somit dessen Zuneigung euch gegenüber verbessern. Dies ist vor allem bei der Entwicklung von Pokémon sehr hilfreich und teilweise unabdingbar. Faszinierend daran ist auch die Gesichtserkennung. Bei dieser reagiert euer Pokémon auf euer Lachen oder auch eure Kopfbewegung. Leider ist auch dieses Feature recht langweilig und nutzt im Spiel eher wenig.

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                                                              Der Schwierigkeitsgrad ist nach wie vor eher gering. Dadurch steigen die Zugänglichkeit des Spielprinzips und die Motivation, weiter zu machen. Die Arenakämpfe hingegen stellen auch keine besondere Herausforderung dar, weil man von Anfang an weiß, mit welcher Art Pokémon man es zu tun bekommt. Darauf stellt man sein Team ein und kann so ohne Komplikationen beim ersten Versuch die Kämpfe gewinnen.
                                                              Der Multiplayer ist ansprechend und funktioniert tadellos. Hier findet ihr den missenden Anspruch des Einzelspielers. Ohne entsprechendes Team und eine gute Taktik kommt ihr nicht weit. Auch habt ihr die Möglichkeit, mit anderen Pokémon online zu tauschen, sodass ihr, egal welche der Versionen ihr besitzt, die Möglichkeit habt, an alle Pokémon heranzukommen.

                                                              Persönliches Fazit

                                                              Da stehen wir nun. Wir haben uns in einigen Stunden mit Pokémon, Team Flare und anderen Dingen herumgeschlagen und müssen uns überlegen, wie gut unsere Reise nun war. Man kann sich nun fragen: „Was ist aus dem guten, alten Pokémon bloß geworden?“. Wir haben die passende Antwort dazu: Ein modernes Spiel.
                                                              Pokémon ist mit den Versionen X und Y endlich in der Neuzeit angekommen und bedient sich einer ansprechenden Grafik und einer Menge neuer Möglichkeiten auf Basis des 3DS. Der Ausflug in die neue Region macht Spaß und ist abwechslungsreich. Die Auffrischung des Spieles hat dem Sammeltrieb keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. Bei einer solch riesigen Anzahl an Pokémon will man immer mehr entdecken und vor allem fangen. Die Kehrseite der Medaille ist die Überflutung mit unterschiedlichen Pokémon. Als wir nur 151 Pokémon zur Wahl hatten, war schnell geklärt, wer euer Liebling ist und wen ihr dauernd mit euch führen wollt. Heute sieht das Ganze anders aus. Das treibt die Spielzeit zwar nach oben, da ihr immer wieder neue Pokémon findet und entwickeln wollt, hindert euch aber auf der anderen Seite daran, euch wirklich für ein Team zu entscheiden.
                                                              Die kleineren Patzer bei den Framerates kann man zwar negativ auslegen, fallen aber wie schon gesagt nicht ins Gewicht.
                                                              Abschließend bleibt zu sagen, dass die Sammelwut uns wieder gepackt hat und wir auch weiterhin losziehen, bis man auch das allerletzte Pokémon gefangen und auch den allerletzten Angriff gelernt hat. Für alle, die gerne sammeln, viel Zeit haben und Pokémonkämpfen etwas abgewinnen können, kauft euch das neue Pokémon X/Y.

                                                              Positiv:

                                                              – riesige Anzahl an Pokémon
                                                              – schöne neue Spielwelt
                                                              – sehr gelungene grafische Überarbeitung
                                                              – spannende Kämpfe mit schönen Animationen
                                                              – riesiger Umfang
                                                              – Multiplayer ansprechend

                                                              Negativ:

                                                              – riesige Anzahl an Pokémon
                                                              – leichte FPS-Einbrüche
                                                              – neue Features nicht wirklich nützlich
                                                              – zu leicht

                                                              Spielt ihr Pokémon? Oder denkt ihr, ihr seid zu alt dafür? Sagt es uns im Forum!

                                                              Hier bekommt ihr das Spiel bei Amazon.

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                                                              (Hier Kommentare abgeben!)

                                                              Euer Hardbloxx-Team
                                                              Test erstellt von Hardbloxx.Lunerock

                                                              Test / Testbericht: Fire Emblem: Awakening

                                                              XCOM: Enemy Unknown war trotz meiner Abneigung gegen Rundenstrategie durchaus ein Spiel, mit dem ich mir die Zeit vertreiben konnte. Nun steht die nächste Runde an. Der neue Teil einer Serie von bisher insgesamt 13 Spielen aus dem Hause Intelligent Systems ist am 19. April veröffentlicht worden: Fire Emblem: Awakening ist wieder ein Rundenstrategie-Spiel und forderte in letzter Zeit all meine Aufmerksamkeit. Also rein ins Strategievergnügen, diesmal auf dem Nintendo 3DS und Strategien erdacht, an Taktiken gefeilt und Helden verbessert. Ich kenne zwar keinen der Vorgänger und teste das erste 3DS-Spiel, aber die PS Vita hat mir gezeigt, dass ein moderner Handheld an sich gut mithalten kann.

                                                              Was haben wir denn?

                                                              Beginnen wir mit der Story. Ihr wacht mitten in der Pampa auf und werdet von mehreren Leuten mehr oder weniger nett begrüßt. Man will euch helfen. Nur leider habt ihr gar keine Ahnung, wer ihr seid oder was ihr hier tut. Geschweige denn wie ihr hierhergekommen seid. Ihr erstellt also erst einmal euren Charakter, wo ihr ein paar wenige aber völlig ausreichende Modifikationen tätigen könnt und schon geht es weiter.

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                                                              Eure „Retter“ sind Chrom, Lissa und Frederick. Chrom ist Prinz des Königreiches Ylisse und Lissa seine Schwester. Frederick ist deren Leibwächter und alle gehören zu der Soldatenvereinigung der „Hirten“.

                                                              Das Königreich Ylisse wird vom Nachbarreich Plegia bedroht und natürlich müsst ihr zusammen mit den Hirten eben diesen Krieg ausfechten.

                                                              Im Großen und Ganzen ist das der Einstieg in Fire Emblem. Logischerweise ist es damit lange nicht genug und so springt ihr ein wenig in der Zeit und müsst euch neuen Gegnern sowie Herausforderungen stellen. Auf dem langen Weg eure Erinnerung zurückzugewinnen, trefft ihr außerdem eine ganze Menge an verschiedensten Leuten und Kriegern, die sich euch anschließen können.

                                                              29_N3DS_Fire Emblem Awakening_Screenshots152_N3DS_Fire Emblem Awakening_Screenshots_02

                                                              Dann wäre das mit der Story schnellstmöglich erklärt, ohne auch nur einen Bruchteil von dem zu erfassen, was alles vor euch liegt. Da wir hier aber natürlich nicht spoilern wollen, werde ich es dabei belassen. Den Rest müsst ihr selbst herausfinden.

                                                              Stil, oder eben auch nicht!

                                                              Die Präsentation des Games ist an sich gelungen. Das man bei einem 3DS jetzt keine Vita- oder PC-Grafik erwarten kann, sollte klar sein. Die Kampfanimationen sind wirklich gelungen, ebenso die Cutscenes, die sich zum größten Teil als Anime-Videos entpuppen.

                                                              Die Grafik während der rundenbasierten Kämpfe ist meines Erachtens schon eine Zumutung. Zumindest auf dem „Schachbrett“ hätte ich eigentlich mehr erwartet. Wenn es dann direkt in den Kampf 1 gegen 1 geht, sieht es allerdings um Längen besser aus und genau hier kommen auch die schon erwähnten Kampfanimationen zum Tragen.

                                                              39_N3DS_Fire Emblem Awakening_Screenshots337_N3DS_Fire Emblem Awakening_Screenshots_07

                                                              Sound und Musik sind klasse. Sämtliche Geräusche, Töne und Lieder sind perfekt auf die jeweilige Situation abgestimmt und fügen sich nahtlos in die recht drückende und ernste Atmosphäre ein.

                                                              Worum es eigentlich geht!

                                                              So nun mal zum wesentlichen Teil: dem Gameplay.

                                                              Wie schon mehrfach erwähnt, handelt es sich hier um ein Rundenstrategiespiel. Ergo bewegt ihr eure Kämpfer über ein Schachbrett und wenn ihr mit allen euren Charakteren durch seid, ist der Gegner am Zug. Das ganze wird solange wiederholt, bis ihr euer Ziel erreicht habt oder einer der „wichtigen“ Charaktere, wie Chrom oder euer Hauptcharakter, stirbt. Natürlich können auch alle anderen Kämpfer sterben, was aber nicht zum automatischen Verlieren des Kampfes führt. Hier habt ihr übrigens die Möglichkeit, zu Beginn des Spieles festzulegen, ob diese Kämpfer für immer das zeitliche segnen oder ihr sie im nächsten Kampf wieder einsetzen könnt.

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                                                              Die Ziele variieren hierbei minimal. Es gibt zwei Hauptarten des Sieges: Ihr müsst entweder alle Gegner töten oder den Boss.

                                                              Neben der ziemlich langen und spannenden Hauptstory gibt es auch eine durchgängige Nebenquestreihe. Außerdem erscheinen an Schauplätzen, die ihr bereits erobert habt immer wieder neue Ganoven/Untote, die es in die Flucht zu schlagen gilt.

                                                              Ebenso habt ihr an diesen Schauplätzen die Möglichkeit, einen Händler aufzusuchen. Hier bekommt ihr Waffen, Tränke und vieles mehr. Zudem könnt ihr eure nicht benötigten Gegenstände verkaufen und eure Waffen über das Schmieden verbessern.

                                                              40_N3DS_Fire Emblem Awakening_Screenshots3419_N3DS_Fire Emblem Awakening_Screenshots48

                                                              Neue Items, wie Waffen oder Zauber werden von Gegnern ganz normal fallengelassen und eingesammelt.

                                                              Ein wesentlicher Bestandteil der Charakterentwicklung ist das Stufensystem. Ihr bekommt für jeden bekämpften Gegner Erfahrung und könnt bis zur Maximalstufe zwanzig aufsteigen – das natürlich mit jedem Charakter. Wenn ihr Stufe zehn erreicht habt, könnt ihr zudem ein Meistersiegel nutzen, um eure Klasse zu spezialisieren und beginnt ab da wieder bei Level 1. Des Weiteren habt ihr die Möglichkeit, die aktuelle Klasse der Charaktere mit Hilfe eines Zweitsiegels zu ändern.

                                                              Neben diesen eher standardmäßigen Dingen gibt es noch zahlreiche Items, um eure Werte zu steigern.

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                                                              Ein anderes, sehr wichtiges Element stellt das Beziehungssystem dar. Kämpft ihr an der Seite eines Verbündeten, steigt deren Sympathie zueinander. Kämpfer, die nebeneinander auf dem Schlachtfeld stehen, wenn sie kämpfen, bestreiten den Kampf gemeinsam. Außerdem könnt ihr die Charaktere kombinieren, sodass sie immer zu zweit umherlaufen. Natürlich könnt ihr solch eine Verbindung jederzeit wieder trennen. Je besser die Beziehung zweier Charaktere ist, umso stärker können diese sich unterstützen. Neben Dingen wie gemeinsamen Blocken oder der Option, dass beide Schaden verursachen, werden auch die Werte bei einer Kombi verbessert und das Duo so im Kampf verstärkt.

                                                              Auch abseits des Schlachtfeldes könnt ihr eure Beziehungen verbessern. Dies tut ihr in der Kaserne. Hier sprechen die Charaktere miteinander und verbessern so ihre Beziehung. Kleine Nebengeschichten werden in sprachlichen Auseinandersetzungen erzählt. Auch diese verbessern die Verbindungen zwischen einzelnen Charakteren.

                                                              Welche Waffen ihr tragen könnt, entscheidet eure Waffenfähigkeit mit der jeweiligen Waffenart. Diese steigt logischerweise bei Benutzung der entsprechenden Waffenart.

                                                              36_N3DS_Fire Emblem Awakening_Screenshots3031_N3DS_Fire Emblem Awakening_Screenshots18

                                                              Das Ganze ist ein Überblick über die Hauptaktivitäten und die Hauptelemente des Spieles. Es gibt noch viele weitere Aspekte, wie zum Beispiel Charakterfähigkeiten, die man meines Erachtens selbst entdecken muss, da sonst jeglicher Spaß daran genommen werden würde.

                                                              Persönliches Fazit:

                                                              Ich freue mich schon auf alle Hater, die meinen Testbericht lesen werden. „Viel zu kurz“, „Du hast das und das vergessen“, „Das stimmt so alles nicht“ und so weiter. Ich muss dazu sagen, dass ich das Spiel mit Sicherheit nicht schlecht finde, es mir persönlich aber nicht wirklich zugesagt hat. Es wiederholt sich alles und zwar ständig. Charaktere werden eingeführt und spielen kurz danach keine wirkliche Rolle mehr. Die Geschichte ist meines Erachtens viel zu durcheinander. Mag sein, dass man mit Vorkenntnis der anderen Teile besser durchblickt. Es gibt keine wechselbaren Rüstungen, ist vielleicht nicht so wichtig, aber mich stört es trotzdem.
                                                              So, genug Negativ-Kritik. Das Spiel ansonsten ist wirklich geil. Wenn man über die Storyschnitzer hinwegsieht, dann ist es ziemlich spannend, herauszufinden, wer man eigentlich ist und was man mit den Geschicken der Welt am Hut hat. Auch die Kämpfe machen trotz ständiger Wiederholung durch wachsende Herausforderungen immer wieder Spaß. Das Stufensystem ist eigentlich ganz gut, aber maximal Stufe zwanzig werden zu können, stört bei den Ausmaßen des Spieles schon extrem.
                                                              Rundentstrategiefreunde kommen definitiv voll und ganz auf ihre Kosten. Umfangreich, durchdacht, viele Kleinigkeiten und eine liebevolle Umsetzung lassen Fire Emblem: Awakening zu einem wirklich lohnenswerten Titel werden, wenn man über erwähnte Kritik hinwegsehen kann.

                                                              Positiv:

                                                              – lange Spielzeit (~50 Stunden)
                                                              – viele Charaktere
                                                              – immer schwierigere Herausforderungen
                                                              – Liebe zum Detail
                                                              – ausgeklügeltes Beziehungssystem
                                                              – spannende Geschichte

                                                              Negativ:

                                                              – keine Rüstungen
                                                              – keine Abwechslung im Kampfsystem
                                                              – teils etwas konfuse Story
                                                              – Grafik auf dem Schachbrett

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                                                              Euer Hardbloxx-Team
                                                              Test erstellt von Hardbloxx.Lunerock

                                                              Test / Testbericht: Luigi’s Mansion 2

                                                              Lang, lang ist es her, dass Marios Bruderherz Luigi ganz alleine im Rampenlicht stand. Um genau zu sein, war das 2001 mit Lugis Mansion auf dem GameCube. Damals durften wir zum ersten Mal in die Haut des ängstlichen Mannes mit dem Grünen Overall schlüpfen, um eine Grusel-Villa von allerlei Spuk-Geschöpfen zu befreien. Ob das auch heute noch Spaß macht, lest ihr in unserem Test.

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                                                              Test / Testbericht: Freakyforms Deluxe!

                                                              Gegen Ende letzten Jahres erschien für den Nintendo 3DS Freaky Forms als Eshop-Titel. Trotz gemischter Kritiker-Meinungen hatte das Spiel genügend Erfolg, um jetzt in einer erweiterten Version erneut zu erscheinen. Diesmal nicht als Eshop-Titel, sondern als reguläres Modul. Ob diese Version den fast vierfachen Preis wert ist, verraten wir euch im folgenden Test.

                                                              Gameplay
                                                              Gleich zu Beginn von Freaky Forms Delux werdet ihr erst einmal dazu aufgefordert, euren eigenen Planeten zu benennen. Solltet ihr euch hier vertippen, so lässt sich der Name später nicht mehr ändern. Auch eine einfache Funktion, um einen bereits begonnen Spielstand zu löschen, gibt es leider nicht. Hierzu ist eine spezielle Tastenkombination notwendig, die uns erst das Handbuch verrät. Etwas umständlich.

                                                              Habt ihr es geschafft, euren Planeten zu benennen, geht es auch gleich weiter. Nun könnt ihr euren ersten Formy erstellen. Formys sind sozusagen die Spielfiguren, die später euren Planten bevölkern. Zu Beginn des Spiels stehen euch hier nur sehr wenige Formen zur Verfügung und das Spiel zwingt jeden Spieler durch ein sehr langes Tutorium, das aber zumindest witzig erzählt ist. Erblickt euer erster Formy nach ein paar Pinselstrichen das Licht der Welt, findet ihr euch auch sofort auf der Oberfläche eures Planeten wieder. Nun beginnt der Jump and Run Part des Spiels.

                                                              Die Steuerung ist gut gemeint und das ist leider auch schon alles Positive, was es über sie zu sagen gibt. Haltet ihr eure Touchpen auf der rechten Seite des Bildschirms, bewegt sich der Formy nach rechts, auf der linken Seite nach links. Zieht ihr den Touchpen von der Mitte des Bildschirms in eine Richtung, macht sich der Formy katapultartig zum Sprung bereit. So schwer und kompliziert diese Steuerung zu beschreiben ist, umso katastrophaler ist sie, wenn man sie benutzen soll. Wir schaffen es nur unter größten Anstrengungen, unseren Formy auf verschiedene Plattformen springen zu lassen. Bei jedem noch so kleinen Hindernis müssen wir stehenbleiben, weil ein Sprung aus der Bewegung heraus unmöglich ist, und erst einmal zielen.

                                                              Aber eine präzise Steuerung ist auch überhaupt nicht notwendig. Denn die Level bieten kaum Herausforderung. Ihr lauft über euren Planeten und haltet gelegentlich an, um ein paar Früchte zu fressen. Daraufhin legt euer Formy ein Ei, das ihr einsammelt. Von Zeit zu Zeit verrichtet euer Formy nach den Früchten auch sein Geschäft, das sammelt ihr dann ebenfalls ein. Fallt ihr einen Abgrund herunter, passiert nichts. Auch Gegner, die sich euch in den Weg stellen, gibt es nicht. Zumindest am Anfang. Später dürft ihr neben der Oberfläche der Welt auch noch Dungeons erkunden. Durch die zufällige Natur dieser Kämpfe und vor allen dadurch, dass der Spieler nicht dazu in der Lage ist, darauf Einfluss zu nehmen, wann ein Formy seine Spezial-Attacke einsetzt, fühlt sich der Kampf automatisiert an und bringt nur wenig Freude. Ab und zu trefft ihr auf einen eurer anderen Formys, der euch dann eine Aufgabe gibt. Diese Aufgaben reichen meistens nicht weiter als „Bring mir dieses Items“ oder „Gehe zu diesem Ort“. Habt ihr das erste Level abgeschlossen, dann habt ihr ein paar weiter Formen für die Erschaffung eines Formys freigeschaltet.

                                                              Die ersten fünf Formys, die ihr erschafft, müssen immer eine jeweilige Besonderheit aufweisen, beispielsweise Flügel. Und so lange begleitet euch auch das Tutorial und ihr könnt nicht frei basteln.

                                                              Persönliches Fazit
                                                              Spontan hätte ich gesagt, dass Freaky Forms ein geeignetes Spiel für Kinder im Vorschulalter ist. Die witzigen Figuren, die lustigen Sound Effekte und die herausforderungsarmen Level sprechen dafür. Dann ist mir jedoch die Steuerung aufgefallen. Es ist teilweise so frustrierend, von a nach b zu kommen, dass ich die Level vorzeitig beendet habe, um noch einen Formy basteln zu können. Ein Kind in Vorschulalter ist auf keinen Fall dazu in der Lage, derartige Frustrationslevel zu ertragen.

                                                              Aber der schlimmste Fehler, den Freaky Forms Delux macht, ist in meinen Augen nicht das öde Leveldesign, auch nicht die haklige Steuerung oder die langweiligen Nebenaufgaben, sondern dass es dem Spieler effektiv verbietet, weiter zu spielen, wenn man fünf Formy erstellt hat. Ja richtig, es gibt ein Limit, wie viele Formy am Tag man erstellen darf. Und gerade dann, wenn man endlich alle Erstellungs-Tutorials hinter sich hat und zum ersten Mal einen Formy einfach drauf los bauen könnte, wenn es gerade anfängt Spaß zu machen, gerade dann soll man sich bis zum nächsten Tag gedulden.

                                                              Jeder, der den Vorgänger mochte, sollte bei diesem bleiben. Die zusätzlichen Features sind den vierfachen Preis auf keinen Fall wert. Wer seinen 3DS gerne auf eine Kreative Art nutzen möchte, ist mit Nintendos New Art Academy besser beraten. Und wer nach einem guten Jump and Run sucht, der sollte sich New Super Mario Bros. 2 oder Rayman Origins anschaffen, aber nicht Freaky Forms Delux.

                                                              Freakyforms jetzt günstig kaufen bei geizhals.at

                                                              (Hier Kommentare abgeben!)

                                                              Euer Hardbloxx-Team
                                                              Test erstellt von Hardbloxx.Nishi