Kategorie: 2.2.1 Action & Adventures

Test/Testbericht: Monster Hunter 4 Ultimate

Mit Monster Hunter 4 Ultimate bringt Capcom einen weiteren Ableger der mittlerweile unglaublich beliebten Action-Rollenspiel-Reihe nach Europa. Dabei soll der exklusiv für den Nintendo 3DS entwickelte Titel den Umfang der bisher erschienenen Titel noch einmal übertrumpfen und mit neuen Funktionen punkten. Capcom hat allerdings auch den Umfang an Monstern um einige erweitert, die nur darauf warten, von euch erjagt zu werden. Auch wir haben uns in das Jagd-Abenteuer gewagt und für euch herausgefunden, ob Monster Hunter 4 Ultimate den essenziellen Eigenschaften der Reihe treu bleibt. Das Ergebnis könnt ihr im folgenden Testbericht nachlesen.

Ein ganz normaler Tag…oder?

Es ist ein ganz normaler Tag im Leben unseres Jägers. Zusammen mit dem Karawanenführer der Wüstenstadt, in der wir leben, sind wir nach einer erfolgreichen Jagd auf dem Weg nach Hause. Doch ein Rudel Remobras verbreitet ein schlechtes Gefühl, denn diese sind nur dann aufgescheucht, wenn sich ein Drachenältester in der Nähe befindet. Diese sind ganz besondere Wyvern. Wir können uns nicht einmal richtig über das Vorkommen der Remobras Gedanken machen, da taucht auch schon der Dah’ren Mohran auf. Simpel gesagt könnte man ihn wohl von der Größe her als eine Art Blauwal der Wüste bezeichnen. Mit der einzigen Ausnahme, dass der Dah’ren Mohran bei Weitem nicht so friedlich daherkommt wie ein Blauwal. Und so greift das schier riesige Ungetüm auch direkt unsere Karawane an. Wir verteidigen uns also mit allen an Bord befindlichen Mitteln gegen die riesige Bestie, doch sie rast quasi direkt auf die Stadt zu. Allein könnten wir den Dah’ren Mohran niemals aufhalten, doch glücklicherweise kommen noch weitere Karawanen mit Jägern dazu.

In fantastischer Zusammenarbeit gelingt es uns also, den Mohran abzuwehren und die Stadt zu retten. In dieser angekommen, bittet uns der Karawanenführer zunächst, einige Aufgaben zu erledigen. Auf diese Ereignisse baut zudem die weitere Story auf. Bereits hier lässt sich die erste große Änderung zu den vorherigen Teilen feststellen. Denn bei Monster Hunter 4 Ultimate hat Capcom das erste Mal versucht, eine standfeste Story erschaffen, die eine interessante Geschichte bietet. Bisher galten die Stories in den Monster Hunter-Spielen eher als Mittel zum Zweck und boten neben einer eher uninteressanten Geschichte auch sehr wenig Tiefgang. Hier hat Capcom gut zugelegt und dem ohnehin umfangreichen und qualitativ hochwertigen Paket rund um Monster Hunter 4 Ultimate eine geeignete Hintergrundgeschichte spendiert. Im Vergleich mit anderen Videospielen mag vielleicht auch diese Geschichte auf den ersten Blick nicht viel Tiefgang bieten, aber trotzdem hat Capcom hier definitiv einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

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Trautes Heim, Glück allein

Gameplay-technisch bleibt Monster Hunter 4 Ultimate definitiv der Reihe treu. Wir beginnen ein neues Spiel, indem wir unseren eigenen Charakter erstellen. Dabei lassen sich neben dem Geschlecht zwar nicht unglaublich viele Details einstellen, aber mit der Kleidung, der Stimme und dem Gesicht sollten hier wohl für die meisten Zocker genug Anpassungs-Möglichkeiten gegeben sein. Neben dem eigenen Charakter haben wir in Monster Hunter 4 Ultimate außerdem das erste Mal die Möglichkeit, unseren Kameraden, welcher wie gewohnt eine Felyne (eine Katze) ist, anzupassen. Dabei können wir das Fell verändern, dem Fell eine eigene Farbe geben, die Kleidung unseres Kameraden bestimmen und dem Kleinen sogar eine besondere Stimme spendieren. Sind wir schließlich damit fertig die persönlichen Einstellungen vorzunehmen und unseren Jäger sowie Kameraden nach den eigenen Ideen zu erstellen, fragt uns das Spiel schließlich, ob wir noch ein Anfänger-Jäger sind. Dies hat keinerlei Einfluss auf den eigentlichen Schwierigkeitsgrad des Spiels, sondern soll Neueinsteigern der Monster Hunter-Reihe die Möglichkeit bieten, anfangs eine Hand voll Tipps zu bekommen. So soll der Einstieg in die Jagd deutlich einfacher gelingen, als es noch früher in den ersten Monster Hunter-Spielen der Fall war.

Sind wir dann nach dem Angriff des Dah’ren Mohran in der Stadt angekommen, so fällt einem hier zunächst der Aufbau derselben auf. Neben dem Karawanenführer haben es sich außerdem ein Ausrüstungs-Verkäufer, ein Schmied, eine Händlerin und einige Personen mehr in der Stadt gemütlich gemacht. Der Karawanenführer war des Weiteren so nett, euch ein eigenes Haus zu schenken, in welchem ihr unter anderem das Spiel speichern könnt. Nachdem euch der Karawanenführer schlussendlich noch etwas Ausrüstung geschenkt hat, könnt ihr euch also auf den Weg zur ersten Quest machen. Dafür gibt es in der Stadt einen eigenen Questschalter, an dem eine nette, junge Frau nur darauf wartet, euch die Quests vorzustellen, die von euch gemeistert werden möchten. Dabei sind die Quests in verschiedene Ränge eingeteilt. Zunächst beginnen wir im ersten Rang. Dort beschränken sich die Quests meist darauf, etwas zu sammeln oder einige kleine Monster zu erlegen. Also quasi ein perfekter Einstieg für jene, die vorher noch nie mit Monster Hunter zu tun hatten. Habt ihr eine passende Quest gefunden, so könnt ihr euch am Ausgang der Stadt auf den Weg zu jener machen.

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Aller Anfang ist schwer

Während der Quests geben euch die Stadtbewohner immer mal wieder Tipps zu neuen Spiel-Elementen oder falls ihr etwas Neues entdeckt. Die dafür aufploppenden Nachrichten könnten für alteingesessene Monster Hunter-Veterane durchaus als sehr nervig gelten, doch der ohnehin recht holprige Einstieg in die Mechaniken von Monster Hunter geht für Anfänger so eventuell etwas einfacher von der Hand. So ganz ohne Hilfsmittel sind vor allem spätere Quests nicht sehr einfach zu bewältigen, sodass es in Monster Hunter 4 Ultimate wieder die obligatorische Vorratskiste am Anfang jeder Quest gibt. In dieser findet ihr alle möglichen Hilfsmittel wie eine Karte, Heiltränke oder Rationen, um eure Ausdauer aufzufrischen. Denn neben der Gesundheit eures Jäger gesellt zudem die Ausdauer dazu. Neben dem normalen Laufen gibt es in Monster Hunter 4 Ultimate nämlich noch diverse andere Aktionen, die eure Ausdauer aufbrauchen. So könnt ihr beispielsweise per rechter Schultertaste schneller Rennen, per Knopfdruck auf die B-Taste ausweichen oder, je nach Waffe, spezielle Angriffe ausführen. Dabei füllt sich die Ausdauer nach solchen Aktionen in kurzer Zeit wieder auf. Gesundheit und Ausdauer werden euch in Form einer Leiste angezeigt. Eine genaue Anzeige in Zahlen oder Prozent gibt es dabei nicht.

Neben den Grundattributen ist beim Jagen natürlich auch eure Ausrüstung wichtig. Dort gibt es neben einer Vielzahl von Waffen, die sich in Nah-, sowie Fernkampfwaffen unterteilen und ihre eigenen Vor- und Nachteile besitzen, außerdem seit Anbeginn der Reihe eine unglaublich große Auswahl an Rüstungen. Diese unterteilen sich in Helm, Brustpanzer, Armschienen, Hüfte und Beinschienen. Neben den typischen Verteidigungswerten bieten diese zudem meist einzigartige Fertigkeiten. So lassen sich durch eine Fähigkeit zum Beispiel die Hilfsmittel schneller vernaschen, wodurch ihr im Kampf nicht so viel Zeit verliert. Materialien, um Waffen und Rüstungen herzustellen, müsst ihr in den verschiedenen Quest-Gebieten von Monster Hunter 4 Ultimate sammeln. Dafür könnt ihr bei der Händlerin beispielsweise Spitzhacken oder Fanggeräte für Käfer kaufen. Im Großen und Ganzen mögen sich die Mechaniken von Monster Hunter 4 Ultimate auf den ersten Blick vielleicht extrem kompliziert lesen, aber sobald man in diese hinein gefunden hat und weiß, wie diese eigentlich funktionieren, gestaltet sich das Ganze als ziemlich simpel.

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Zusammen sind wir Quark!

Doch was wäre ein Spiel namens Monster Hunter ohne die namensgebenden Monster? Natürlich nicht viel und so gibt es von denen in Monster Hunter 4 Ultimate über 120 verschiedene Arten zu erjagen. Dabei findet ihr neben den typischen Wyvern auch diverse andere Monsterarten, wie beispielsweise affenähnliche Kreaturen oder riesige Käfer, auch Neopteron genannt. Jede einzelne Bestie hat ihr Moveset, welches es zu studieren gilt, um allen Attacken passend ausweichen zu können. Denn je weiter ihr in der Questreihe der Stadt kommt, desto schwerer und größer werden natürlich auch die Kreaturen, welche ihr erlegen müsst. Schafft ihr es schließlich, die Bestie zu erlegen, so könnt ihr diese schlussendlich noch, je nach Kreatur, zwei bis vier Male ausnehmen, wobei ihr jedesmal ein Material der besiegten Kreatur bekommt, um neue Waffen und Rüstungen zu schmieden. Neben einer Belohnung in Form von Geld, bekommt ihr außerdem nach Abschluss einer Quest noch weitere Gegenstände als Belohnung. Simpel dargestellt gestaltet sich das ganze in dem Schema: Neuer Jägerrang – neue Monster jagen – Materialien für stärkere Waffen und Rüstungen sammeln – zum nächsten Jägerrang voranschreiten. Das mag auf den ersten Blick für manch einen vielleicht etwas eintönig klingen, doch das Ganze bietet durchweg Suchtpotenzial, jede einzelne Waffe und Rüstung im Spiel zu erstellen. Die Vielfalt an Monstern tut hier ihr Übriges.

Ebenso essenziell wie die namensgebenden Monster ist in Monster Hunter zudem der Mehrspieler-Modus. Hier hat Capcom einen unglaublichen Fortschritt gemacht, denn bisher konntet ihr in den Monster Hunter-Spielen für portable Konsolen (3DS, PSP,…) nur lokal mit euren Freunden zusammen auf die Jagd gehen. Monster Hunter 4 Ultimate bietet nun als erster portabler Titel der Reihe die Möglichkeit, auch online mit anderen Jägern zusammenzuarbeiten. Denn neben den Quests in der Stadt gibt es noch weitere Quests in der Gildenhalle. Diese sind teilweise deutlich schwieriger als jene in der (Singleplayer-)Stadt und so lohnt sich hier insbesondere bei den späteren Quests jeder Mann, der helfen kann. Dabei solltet ihr jedoch aufpassen, was im Kampf alles geschieht. Denn in Monster Hunter gilt: Sobald ihr das dritte Mal sterbt, gilt die Quest als fehlgeschlagen. Dabei ist egal, ob ein einziger Jäger drei Mal stirbt oder vereinzelt drei verschiedene Jäger. Zudem beschränkt sich eure Truppe auf maximal vier Jäger, sodass ihr euch vor manchen Quests besonders viele Gedanken machen solltet, wen ihr alles mitnehmt. Das Ganze bietet neben einer Menge individueller Herausforderungen vor allem einen unglaublich großen Umfang, der im gesamten Videospiel-Universum teilweise seinesgleichen sucht.

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Angenehme Technik

Ein weiterer, besonderer Pluspunkt von Monster Hunter 4 Ultimate ist definitiv die Grafik. Neben allgemein schön gestalteten Gebieten, Charakteren und Monstern sieht Monster Hunter 4 Ultimate vor allem in den vereinzelt im Spiel platzierten Cutscenes außerordentlich gut aus. Hier hat man das Gefühl, dass wirklich alles aus dem 3DS herausgeholt wurde. Zudem lief das Spiel im Test fast durchweg mit 60 Bildern die Sekunde, was heutzutage leider noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Hierbei sei angemerkt, dass wir Monster Hunter 4 Ultimate auf dem neuen New 3DS XL getestet haben, der mit mehr Performance punkten kann. Dadurch ergibt sich ein sehr angenehmes Spielgefühl. Natürlich bietet die Grafik auch einige Kritikpunkte. Manche Texturen sehen nach wie vor etwas matschig aus und an wenigen, kleinen Stellen erkennt man dennoch starkes Kantenflimmern. Doch insgesamt bietet Capcom hier ein rundum angenehmes Gesamtpaket, welches der Reihe definitiv gerecht wird.

Neben der liebevollen Grafik erwartet euch in Monster Hunter 4 Ultimate zudem eine authentische Soundkulisse. Während ihr in einigen Gegenden lediglich angenehme Hintergrundgeräusche vernehmen könnt, läuft während dem Kampf gegen die riesigen Kreaturen meist ein passendes, actionreiches Musikstück im Hintergrund. Dabei wurde vielen Bestien in Monster Hunter 4 Ultimate ein völlig eigenes Theme spendiert, das euch durch den Kampf hetzt. Dadurch kommt teilweise schon einmal erdrückende Atmosphäre auf, wenn es sowieso schon nicht gut um euren Jäger aussieht und dann noch das passende Stück im Hintergrund läuft.

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Persönliches Fazit

Was habe ich mich auf dieses Spiel gefreut… Seit dem ersten Teil auf der PlayStation 2 bin ich riesiger Fan der Monster Hunter-Reihe und so hat mich auch dieser Teil vollkommen in seinen Bann gezogen. Neue Kreaturen, neue Waffenarten, neue Jagdgebiete und noch dazu sogar endlich mal eine einigermaßen interessante Hintergrundgeschichte. Man könnte also sagen, Capcom hat die guten Aspekte der Vorgänger genommen und durch neue, aufregende Inhalte erweitert. Herausgekommen ist ein Monster Hunter, welches unglaublich viel Umfang bietet. Welche Verbesserung mir persönlich am besten gefallen hat, bezieht sich auf den Mehrspieler, der nunmal einen Großteil des Spielspaß von Monster Hunter 4 Ultimate ausmacht. Früher musste ich mich jedesmal mit meinen Freund irgendwo treffen, um mit ihnen zusammen auf die Jagd gehen zu können. Natürlich war es schön, die anderen immer mal wieder zu sehen, doch manchmal war es doch wirklich nervig, da das Ganze oft geplant werden musste. Nun spreche ich mich mit meinen Freunden ab, wann wir uns im TeamSpeak treffen und schon kann der Spaß losgehen. Zusammen mit der durchweg angenehmen Technik hat Capcom hier ein sehr überzeugendes Gesamtpaket geschaffen. Ihr besitzt einen 3DS und interessiert euch auch nur im Entferntesten für Action-Spiele? Dann werft ruhig einmal einen Blick auf Monster Hunter 4 Ultimate – es lohnt sich!

Monster Hunter 4 Ultimate

Ab 42,99€
Monster Hunter 4 Ultimate
91
91

Gameplay

91 / 100

Abwechslungsreich und herausfordernd - zusammen mit dem großen Umfang ein rundum überzeugendes Paket.

    Story

    86 / 100

    Nach langer Zeit hat es Capcom endlich geschafft, eine interessante Hintergrundgeschichte zu erschaffen.

      Grafik

      90 / 100

      Sehr liebevoll gestaltete Charaktere, sowie Monster und fast durchweg 60 Bilder die Sekunde erschaffen ein ausgesprochen angenehmes Spielgefühl.

        Sound

        89 / 100

        Authentischer Soundtrack, der euch gekonnt durch die Kämpfe hetzt.

          Umfang

          97 / 100

          Die Vielfalt an Monstern und Quests ergibt einen schier riesigen Umfang, der seinesgleichen sucht.

            Spielspaß

            93 / 100

            Der Einstieg mag für Anfänger etwas holprig verlaufen, doch hat man die Mechaniken von Monster Hunter erst einmal verstanden, zieht das Spiel einen sehr schnell in den Bann.

              Positiv

              • - Gewohnt riesiger Umfang
              • - Eine interessante Hintergrundgeschichte
              • - Durchweg überzeugende Grafik
              • - Gleichmäßiger und fairer Anstieg der Schwierigkeit
              • - Endlich ein Online-Mehrspieler

              Negativ

              • - Ständige Tutorial-Einblendungen mit der Zeit vielleicht etwas nervig
              • - Für Anfänger recht holpriger Einstieg

              Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

              Euer Hardbloxx-Team
              Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

              Test / Testbericht: Tristoy

              Auf der Gamescom 2014 hatte das kleine Indie-Studio seinen Koop-Plattformer Tristoy im Rahmen der Indie Mega Booth vorgestellt, nun ist der Titel unter den Fittichen von Headup Games auf Steam erschienen und bringt Zocker entweder auf der Couch oder online zusammen. Das Studio verspricht neben Koop-Action auch vielschichtige Charaktere und multiple Enden. Ob der kleine Titel ein spaßiges Unterfangen ist oder ein Kandidat für die Untiefen der Steam-Spielebibliothek ist, lest ihr in unserem Testbericht.

              Alle Jahre wieder – rettet die Prinzessin!

              Die Hintergrundgeschichte von Tristoy ist zunächst sehr eindimensional. Mieser Oberschurke (mit einer verblüffenden Ähnlichkeit zum Hexenkönig von Angmar) stürmt ein friedliches Königreich und verschleppt die Prinzessin, ebenso wie den feschen Freedan, der je nach eurem Belieben ihr Bruder, Verlobter oder Paladin ist.

              Freedan findet sich zwischen Gitterstäben auf der Gefängnisinsel Tristoy wieder, wo eine freizügige Hexe im Begriff ist, ihm das Fleisch von den Knochen zu schälen. Rettung kommt in letzter Sekunde in Gestalt des ziemlich durchsichtigen Magiers Stayn, der seine verbliebene Energie dazu benutzt, die Hexe anzugreifen. Player 2 has entered the game.

              Gemeinsam versuchen die beiden nun, sich durch die finsteren Gänge zu kämpfen und die lang ersehnte Freiheit zu erlangen, während ganz nebenbei natürlich noch die Prinzessin gerettet werden muss.

              Tristoy

              Tristoy

              In klassischer Metroidvania-Manier kämpft man sich nun zu zweit durch das düstere Gefängnis. Während der rothaarige Freedan als flinker Schwertkämpfer unterwegs ist, verschießt Stayn in seiner Astralform zunächst Energiekugeln, schwingt später aber einen beeindruckenden Mühlenstein, den er beim Angriff auf die Gegner schleudert. Außerdem kann Stayn mit seiner Magie Zahnräder manipulieren und damit Mechanismen bedienen, beispielsweise, um Plattformen zu bewegen. Freedan dagegen beherrscht einen Doppelsprung und kann sich auf Stayns Mühlenstein stellen, wenn dieser ihn über den Kopf hebt und ihn somit auf höher gelegene Plattformen hieven. Dort angekommen kann Freedan seinen Gefährten dann hochziehen. In regelmäßigen Abständen sind Checkpoints zu finden, an denen Gesundheit regeneriert werden kann. Wenn das Spiel beendet wird, kann beim nächsten Mal am zuletzt genutzten Checkpoint gestartet werden. Außerdem finden sich bei jeder Tür-Durchquerung kleinere Checkpoints, bei denen die Spieler wieder auftauchen, wenn einer von beiden das Zeitliche segnet. Richtig gelesen – erwischt es einen der Spieler, kann der andere ihn nicht wiederbeleben. Auch Tränke oder Heilzauber gibt es nicht, allerdings können im Laufe des Spiels relativ großzügig Leben eingesammelt werden, die sich beide Spieler teilen.

              Vom Gameplay her ist man von Anfang an auf Zusammenarbeit angewiesen, da Freedan beispielsweise stachelige Gegner erst verwunden kann, wenn Stayn sie kampfunfähig gemacht hat. Die meisten Türen öffnen sich zudem nur, wenn beide Charaktere darauf stehen. Dem agileren Freedan kommt es zu, seinen Gefährten auf höhere Vorsprünge zu ziehen oder höher gelegene Schalter umzulegen. Zwischendurch können sich die beiden immer mal wieder miteinander unterhalten, was ihre Beziehung zueinander beeinflusst. Durch den zuerst bierernst anmutenden Ton wird nicht gleich klar, dass hier nicht alles so wichtig genommen wird, wie es scheint. Wer möchte, kann unmittelbar mit seinem Kollegen zusammenhalten. Wer lieber ein bisschen stänkern möchte, wählt die entsprechenden Antworten aus. Die jeweiligen Auswahloptionen sind allerdings immer auch für das Gegenüber sichtbar, so viel sei vorab verraten. Sowohl eure Gegner, als auch der Gefährte werden sich bestimmte Äußerungen und Entscheidungen übrigens merken, was sich auf den Spielverlauf auswirkt.

              Grafisch haut einen der Titel nicht unbedingt aus den Socken. Jeder zweite Gang scheint gleich auszusehen und abgesehen von den üblichen Skeletten, grünem Hintergrundleuchten und den obligatorischen Käfigen und Ketten gibt es leider nicht allzu viel zu sehen. Klar, Tristoy legt sein Hauptaugenmerk aufs Gameplay, doch ein bisschen mehr Detailverliebtheit hätte sicher nicht geschadet.

              Tristoy

              Tristoy

              Die Steuerung – welches Schweinderl hätten’s denn gern?

              Tristoy schlägt in Sachen Steuerung nicht nur altbekannte, sondern auch zeitgemäße Wege ein. Ganz wie in den guten alten Zeiten von Koop-Spielen an einem Gerät können sich die Spieler im lokalen Modus die Tastatur teilen. Dabei spielt einer über WASD und nahegelegenen Buchstaben-Tasten, der andere Spieler über die Pfeiltasten und den nahegelegenen NUMPAD-Tasten. Wem dies jedoch zu eng sein sollte, kann auf ein Gamepad umsteigen. Für all diejenigen, die aber mit Consoleros nicht viel am Hut haben oder schlicht für den PC kein Gamepad besitzen, haben sich Headup Games aber etwas ganz Besonderes und Zeitgemäßes überlegt. Schließlich besitzt in der heutigen Zeit nahezu jeder schon ein Smartphone. Warum also nicht das Praktische mit dem Nützlichen verbinden und aus dem Smartphone einen Controller machen? Kein Problem! Die kostenlose App „Uniplay“ macht es möglich.

              Tastatur

              Die etwas Älteren unter den Gamern mögen mit dieser Variante wohl kaum ein Problem haben. Zwar reagiert die Steuerung prompt und es lässt sich auch gut damit spielen, wer allerdings die doch recht enge Haltung der Hände nicht gewohnt ist, wird hier wohl eher etwas an Eingewöhnungszeit investieren müssen.

              In der Beta-Version war es leider so, dass man sich nicht zwingend aussuchen konnte, ob man nun per WASD- oder Pfeiltasten-Variante spielen möchte. Das Spiel entschied ganz einfach, dass Spieler 1 immer mit WASD und Spieler 2 immer mit den Pfeiltasten zu spielen hat. Dabei wurde auch kein Unterschied gemacht, ob man im lokalen Koop oder über das Internet gespielt hat – etwas ärgerlich.

              Gamepad

              Je nach Gamepad wohl eine der bequemsten Arten zu spielen, zumal die Steuerung eigentlich fast schon dafür ausgelegt ist. Schließlich bedarf es nicht mehr als ein Steuerkreuz und vier Aktionsbuttons. Diese sind auch gleich nach dem typischen XBOX360- und XONE-Layout koloriert und beschriftet.

              Einziger Wermutstropfen: In der Beta-Version schien die Steuerung per Gamepad etwas hinterher zu hinken. Man fühlte einen kleinen Delay, dieser war zwar wirklich nur sehr geringfügig, aber dennoch für den ambitionierten Zocker auffallend.

              Tristoy

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              Smartphone

              Natürlich fragt man sich zu aller erst: Wie soll ich bei einem Touchpad wirklich wissen, wo die Tasten liegen, geschweige denn, ob ich sie auch wirklich getroffen hab? Uniplay got you covered! Das System ist eigentlich so simpel wie brillant. Da auf dem Smartphone ohnehin nicht viel mehr angezeigt wird, als eben ein D-Pad, die vier Aktions-Buttons und ein Menü-Button (im Falle von Tristoy aber auch noch die HP-Anzeige und die Anzahl der Leben), bietet die App viel Platz für das „virtuelle Gamepad“. Daneben gibt es auch im Falle der Buttons Force-Feedback, sprich bei erfolgreicher Betätigung eines Buttons vibriert das Smartphone kurz.

              Zwar lief in der Beta-Version von Tristoy die HP- und Lebensanzeige auf dem Smartphone nicht ganz synchron mit dem, was der Bildschirm uns sagte. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn allein die Idee, sein Mobile Device einfach per App in einen Controller zu verwandeln (und Uniplay unterstützt auch noch weitere Spiele) finden wir klasse! Mit ein bisschen Übung hat man sich schnell an den „tastenlosen“ Controller gewöhnt und es geht recht gut von der Hand. Es ist zwar ungewohnt, aber durchaus innovativ und man spart sich den Controller-Kauf.

              Es braucht dafür auch nicht etwa eine extra Bluetooth-Schnittstelle oder eine Kabelverbindung. Das Smartphone klinkt sich einfach über WLAN/Wi-Fi ein und schon kann es losgehen – perfekt!

              Für den Beta-Test wurde das lokale Spiel ausdrücklich empfohlen. Wir haben das Netzwerk-Spiel natürlich trotzdem ausprobiert und auch prompt den Grund für die Empfehlung gefunden. Einer der Spieler hatte durchgehend mit einer massiven Trägheit zu kämpfen, sodass man sich fühlte, als wäre Spieler Nummer zwei in Slow Motion unterwegs. Dies betraf allerdings stets nur eine der Figuren, nicht die Umgebung oder die Gegner. Einige Passagen wurden dadurch nahezu unspielbar, doch wir gehen mal davon aus, dass das nur ein Beta-Problem ist und in naher Zukunft gelöst sein wird.

              Hinzu kamen auch einige Bildfehler, wie ein unruhiges Zittern des Bildes oder die Tatsache, dass ein Spieler den anderen als getroffen wahrnahm, während dieser aber eigentlich völlig unbeschadet war. Im lokalen Spiel lief das Spiel dagegen flüssig und beide Figuren waren gleich zügig unterwegs.

              Tristoy

              Tristoy

              Persönliches Fazit

              Tristoy ist alles in allem ein unterhaltsamer Koop-Titel. Eine besonders vielschichtige Charakterentwicklung sucht man zwar vergebens, doch dass durch die teils recht spaßigen Dialoge die Story und das Verhältnis der beiden Charaktere beeinflusst werden kann, macht Laune. Insbesondere da Stayn darauf angewiesen ist, hin und wieder von Freedans Lebensenergie zu naschen, was dieser entweder bereitwillig ertragen oder abwehren kann. Das Gameplay verlangt echte Teamarbeit; zu keiner Zeit fühlt man sich, als würde einfach nur ein zweiter Spieler mitlaufen. Einfache Puzzle müssen gemeinsam gelöst werden und auch die Bosse können nur gemeinsam besiegt werden. Freedan und Stayn ergänzen sich hervorragend.

              Tristoy

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              79.2
              79.166666666667

              Gameplay

              90 / 100

              selbsterklärend und geht leicht von der Hand

                Story

                70 / 100

                klassisches Rette-die-Prinzessin, dafür mit Beeinflussungsmöglichkeiten und multiplen Enden

                  Grafik

                  75 / 100

                  schlicht bis eintönig, dafür läuft alles flüssig; dynamischer Splitscreen

                    Sound

                    70 / 100

                    unauffällig bis langweilig

                      Umfang

                      80 / 100

                      lokaler und Online-Multiplayer mit Möglichkeit für Smartphone-Steuerung

                        Spielspaß

                        90 / 100

                        ausbalanciertes Koop mit ausgewogenen Charakteren

                          Positiv

                          • - sauberes Gameplay
                          • - witzige Dialoge mit Auswirkungen
                          • - gut umgesetztes Koop
                          • - Uniplay-Unterstützung

                          Negativ

                          • - zumindest in der Beta noch einige Anzeigefehler im Online-Multiplayer
                          • - relativ dünne Story

                          Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                          Euer Hardbloxx-Team

                          Test / Testbericht: Pokémon Alpha Saphir

                          Pokémon gilt heutzutage als eine der ältesten und gleichzeitig besten Spielereihen überhaupt. Die Jagd nach dem Rang des Pokémon-Meisters und das Sammeln der mittlerweile ganzen 719 Pocket Monsters bereitet nach wie vor Groß und Klein immensen Spaß. Mit Pokémon Alpha Saphir und Omega Rubin bringt Game Freak zwar keinen rundum neuen Teil der Serie, jedoch sollen auch die Remakes der beiden Teile Saphir und Rubin von 2003 die Fans bei Laune halten. Wir durften uns in das Abenteuer in Pokémon Alpha Saphir werfen und haben für euch herausgefunden, ob es sich dabei nur um erneut aufgewärmte Suppe oder um schmackhafte Kost für Pokémon-Trainer handelt.

                          „Ich will der Allerbeste sein,…“

                          „…wie keiner vor mir war.“ Auch in Pokémon Alpha Saphir hat sich die prinzipielle Hintergrundgeschichte der bekannten Reihe kaum geändert. Wir starten, wahlweise als Junge oder als Mädchen, in der sogenannten Welt Hoenn und beschließen, uns auf die Reise zu begeben, um Pokémon-Trainer zu werden. Wie auch schon in allen vorherigen Teilen, hat auch hier die Mutter des schätzungsweise 13 Jahre alten Protagonisten nichts dagegen, dass ihr Kind durch die Weltgeschichte reist und diversen Gefahren trotzt. Und wie es der Zufall so will, wohnen wir in dem gleichen Dorf, wie ein berühmter Pokémon-Professor. So machen wir uns also auf, um jenen zu suchen, der uns den Einstieg in die Welt der Pokémon ermöglichen soll. Nachdem wir jedoch besagten Professor, Birk ist übrigens sein Name, weder in seinem Haus, noch in seinem Labor auffinden, machen wir uns auf den Weg aus dem Dorf.

                          Kaum sind wir auf der ersten Route angekommen, wartet auch schon unser erstes, kleines Abenteuer auf uns. Den Professor haben wir nämlich gefunden, allerdings befindet sich dieser in einer Bredouille. Er wurde von einem Pokémon angegriffen und hat dabei seine Tasche mit drei verschiedenen Pokémon fallen lassen. Glücklicherweise sind wir da und dürfen uns eins der drei kleinen Pokémon aussuchen, mit dem wir Professor Birk zu Hilfe eilen. Ist das angreifende Pokémon besiegt, gehen wir mit dem Professor in sein Labor und er schenkt uns als Dank den kleinen Racker, mit dem wir vor kurzem zusammengearbeitet haben. Dies ist der Beginn unserer langen Reise zum Pokémon-Meister, denn von nun an gilt es, Hoenn unsicher zu machen, Pokémon zu sammeln, Orden zu erlangen und irgendwann die Pokémon-Liga zu erreichen.

                          So simpel die Geschichte der Pokémon-Teile auch nach wie vor sein mag, so aufregend ist sie auch jedes Mal aufs Neue. Einige Zeit verstreicht, bis wir alle acht Orden in unseren Händen halten und dabei streut Game Freak gekonnt einige Nebengeschichten in das Spiel ein. Sei es die Suche nach den legendären Pokémon, die raufwütigen Schurken von Team Magma und Aqua, welche einmal mehr Böses im Schilde führen oder der Wettkampf mit dem Rivalen. Game Freak weiß einfach, wie man Spieler bei Stange hält und auch bei Pokémon Alpha Saphir weiß die Geschichte ein erneutes Mal zu gefallen.

                          Pokemon-ORAS (4)
                          Pokemon-ORAS (6)

                          Schnapp‘ sie dir alle!

                          Das grundlegende Spielprinzip in Pokémon Alpha Saphir hat sich seit den ersten Teilen von 1999 kaum verändert. Noch immer geht es darum, die kleinen Monster zu fangen und zu trainieren. Was zunächst recht simpel klingt, bedarf bei der Perfektion des eigenen Teams einer riesigen Menge an Können und Kenntnis über die Pokémon-Welt. Die insgesamt 719 Pokémon sind in der ganzen Welt verteilt und warten nur darauf, von uns entdeckt und gefangen zu werden. Nun ja, so ganz stimmt das allerdings nicht, denn auch in Pokémon Alpha Saphir gibt es wieder nur einen Teil der existierenden Pokémon. Es gilt also auch hier wieder: Wer alle sammeln möchte, muss entweder mit anderen Spielern tauschen oder die fehlenden Pokémon von anderen Editionen herüber tauschen. Ansonsten gilt das gleiche Prinzip, wie schon immer. Wir fangen uns diverse Pokémon, kämpfen uns mit diesen durch Hoenn und trainieren damit unser, aus höchstens sechs Pokémon bestehendes, Team. Haben unsere Pokémon ein gewisses Level erreicht oder erfüllen wir gewisse andere Bedingungen, entwickeln sich die meisten sogar zu einem neuen, stärkeren Wesen.

                          Die Kämpfe in Hoenn sind wieder einmal sehr ausgewogen. Alle Trainer sind gut zu besiegen und auch die verschiedenen Arenaleiter sind fair gestaltet. Selbst mit einem Team aus sechs Pokémon lässt sich das Abenteuer gut bestreiten, was nicht zuletzt am überarbeiteten EP-Teiler liegt. Bis zur sechsten Generation (alles vor Pokémon X und Y) konnte man diesen einem Pokémon zu tragen geben, welches dann auch im Falle, dass es nicht am Kampf teilnahm, Erfahrungspunkte sammelte. Seit Pokémon X und Y ist es nun so, dass der EP-Teiler für alle Pokémon im Team gilt und wir somit unser Team gleichmäßig und ausgewogen trainieren können. Das sorgt noch einmal für mehr Fairness und vereinfacht das Aufbauen eines großen Teams ein wenig.

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                          Es gibt viel zu tun

                          Geht es dann an das Kämpfen an sich, kommt der strategische Teil von Pokémon ins Spiel. Jedes einzelne Pokémon besitzt neben seinen Attributen, welche die Grundstärke ausmachen, ein oder zwei Typen. Diese erstrecken sich von Feuer, über Wasser, Pflanze und Elektro, bis hin zu Fee, Stahl oder Unlicht. Insgesamt gibt es 18 dieser Typen. Neben seinen Attributen beherrscht jedes Pokémon auch bis zu vier Attacken, welche ebenfalls einen Typen besitzen. Greift man nun mit einer Elektro-Attacke ein Wasser-Pokémon an, so macht man deutlich mehr Schaden, als wenn man mit einer Wasser-Attacke ein Pflanzen-Pokémon angreifen würde. Dies bildet das Grundgerüst der Kämpfe in Pokémon und macht jeden Kampf für sich interessant und herausfordernd zugleich. Der Sinn dahinter sollte wohl jedem klar sein, der schon einmal in seinem Leben Pokémon gespielt hat. Neben den Attacken können wir unser Pokémon im Kampf allerdings noch mit einer Menge Gegenstände helfen, welche sie beispielsweise stärken oder eine Schwäche ausgleichen. So sind, vor allem im späteren Spielverlauf, nicht selten viele Kenntnisse gefragt, um sich im Kampf effizient einen Vorteil zu verschaffen.

                          Doch auch fernab der Kämpfe gibt es in Hoenn sehr viel zu tun. Das Fangen der verschiedenen Pokémon wird durch das neue Poké-Navi ein weiteres Mal etwas erleichtert. Dieses kann auf dem unteren Bildschirm des 3DS verwendet werden und bietet uns, sofern wir auf den verschiedenen Routen von Hoenn unterwegs sind, Informationen zu den Pokémon, die wir auf der momentanen Route fangen können. Darüber hinaus kann es in Pokémon Alpha Saphir passieren, dass ein besonderes Pokémon im Gras auftaucht. Zum einen werden wir dann vom Navi gewarnt, dass sich jenes in unserer Nähe befindet und zum anderen sehen wir dann im hohen Gras, wo normalerweise Zufallskämpfe stattfinden, eine Silhouette des Pokémons. Kommen wir dieser näher, müssen wir uns allerdings auf Zehenspitzen bewegen, um das Pokémon nicht aufzuschrecken. Das machen wir, indem wir das Schiebepad des 3DS nur ganz sachte in die jeweilige Richtung bewegen, in welche wir gehen wollen. Nähern wir uns also sorgsam der Silhouette, so gibt uns das Navi weitere Infos zum bevorstehenden Kampf. Dabei wird uns das Level und eine besondere Attacke, die das Pokémon beherrscht, angezeigt. Das Ganze erleichtert das Fangen von Pokémon ungemein und bietet die Möglichkeit, schon früh Pokémon mit sehr starken Attacken zu fangen, die normalerweise erst später erlernbar wären.

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                          Auch andere wollen die Allerbesten sein

                          Übrigens bietet Pokémon Alpha Saphir, wie schon die alten Teile von 2003, wieder die sogenannten Wettbewerbe. Dabei vollführen unsere Pokémon verschiedene Attacken vor einer Jury, mit denen sie Punkte sammeln und Bänder sowie neue Gegenstände gewinnen können. Besagte Bänder werden im Status unseres Pokémon angezeigt und haben meist keine weiteren Auswirkungen auf unser Pokémon an sich. Natürlich gibt es neben den oben genannten Punkten noch sehr viel mehr zu tun. Man nehme hier beispielsweise die Spielehalle, in der wir Münzen gewinnen können, welche gegen Pokémon oder Gegenstände einzutauschen sind. Oder etwa das Sammeln der in Hoenn verstreuten Gegenstände. Hier auf jede Nebenbeschäftigung einzugehen, würde jedoch den Rahmen des Testberichtes sprengen und so versuchen wir euch, das Ganze so kompakt, wie möglich zu vermitteln. Im Großen und Ganzen zieht Pokémon Alpha Saphir den Spieler etliche Stunden vor den Bildschirm, bis wirklich alles in Hoenn erledigt ist.

                          Doch auch wenn wir in Hoenn soweit alles erledigt haben, bietet Pokémon Alpha Saphir, wie schon einige Vorgänger, ebenfalls einen Mehrspieler-Modus. So könnt ihr online beispielsweise Pokémon mit anderen Trainern tauschen oder euch mit diesen in einem Kampf messen. Auch der Wundertausch, welcher in Pokémon X und Y sein Debüt feiern durfte, ist auch in Pokémon Alpha Saphir wieder dabei. In diesem tauscht ihr eines eurer Pokémon gegen ein zufällig ausgewähltes eines anderen Trainers. Obwohl hier meist sehr schwache Pokémon herumgeschickt werden, bekommt man mit Glück auch einmal ein starkes Pokémon oder eines, welches es in der eigenen Edition nicht zu fangen gibt. Und auch die Kämpfe sind aufregend gestaltet. An sich laufen diese wie ganz normale Kämpfe gegen die KI ab, jedoch stellen sich diese durch den entscheidenden Faktor, dass ihr gegen echte Spieler kämpft, oft sehr herausfordernd heraus. Traut man sich und seinem Team sehr viel zu, kann man auch in der Rangliste kämpfen. Hier werden die Kämpfe bewertet und ihr könnt in der weltweiten Rangliste auf- bzw. absteigen. Vor allem hier ist extrem viel Spielverständnis gefragt, um in der Rangliste so weit, wie möglich aufzusteigen. Dies, kombiniert mit den etlichen Stunden in Hoenn, bietet unglaublich viel Umfang. Hier kann Pokémon Alpha Saphir auch auf lange Strecke in vollem Umfang überzeugen.

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                          Hoenn ist gut gealtert

                          Zu Pokémon gehörte schon immer eine stimmige Welt, in der wir unser Abenteuer erleben und auch in Pokémon Alpha Saphir hat Game Freak wieder einmal alles richtig gemacht. Die überarbeitete Welt Hoenn sieht einfach extrem hübsch aus, hier hat Game Freak ganze Arbeit geleistet. In jeder Ecke gibt es eine Kleinigkeit zu entdecken. Im Wald wehen ein paar Blätter umher und am Strand fliegen ein paar Wingulls an uns vorbei. Das schafft eine unglaublich gute und dichte Atmosphäre, bei der man sich schnell pudelwohl fühlt. Auch die 3D-Modelle der Pokémon und ihrer Attacken können sich sehen lassen. Wie schon in Pokémon X und Y sind die Pocket Monster sehr detailliert und sehen einfach unglaublich gut aus. Auch im Kampf zeigt sich dies eindrucksvoll, da auch hier, neben den Animationen der Attacken,  diverse Spezialeffekte mit einspielen. Game Freak hat auch bei Pokémon Alpha Saphir wieder ein rundum abgestimmtes Grafikpaket zu bieten.

                          Neben der Grafik braucht sich auch der Soundtrack nicht zu verstecken. Dieser wurde ebenfalls überarbeitet und klingt besser denn je. Der Grundton hinter der Musik ist nach wie vor der gleiche geblieben und man hört die verschiedenen Lieder von damals manchmal aus den heutigen heraus. Jedoch hat Game Freak es geschafft, den alten Liedern eine gewisse neue Würze zu verleihen. Der Soundtrack hört sich etwas flotter, aber auch sehr stimmig an, sei es im Kampf oder in den Städten von Hoenn. Möchte man unbedingt noch einen Kritikpunkt an dem ausgewogenen Sound des Spiels suchen, so wäre dies wohl die seit dem ersten Teil fehlende Vertonung. Jene würde die Technik hinter Pokémon wahrscheinlich nahezu perfektionieren und vielleicht auch ein weiteres Mal frischen Wind in die Spiele-Serie bringen. Das ist allerdings Meckern auf höchstem Niveau. An der Technik hinter Pokémon Alpha Saphir ist ansonsten absolut gar nichts auszusetzen.

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                          Persönliches Fazit

                          Als Pokémon Alpha Saphir und Omega Rubin angekündigt wurden, war ich zunächst zwiespältig. Schon wieder werden irgendwelchen alten Titeln Neuauflagen verpasst? Dieses Prinzip scheint sich mittlerweile durch die ganze Spieleindustrie zu ziehen und so baute sich bei mir persönlich anfangs kaum Vorfreude auf. Je mehr ich allerdings über die neuen Inhalte las, desto mehr Lust hatte ich mit der Zeit dann doch, eine der beiden Neuauflagen zu testen. Und ich muss sagen, Pokémon Alpha Saphir hat mich voll und ganz überzeugt. Ich habe mittlerweile einige Neuauflagen älterer Videospiele begutachten dürfen und kaum eines bot so viele neue Inhalte und Verbesserungen, wie Pokémon Alpha Saphir. Schon damals habe ich mit Pokémon Saphir, Rubin und Smaragd etliche Stunden in Hoenn verbracht und doch hat mir die erneute Reise in jene Welt wieder richtig Spaß gemacht.

                          Die Welt sieht schick aus, die 3D-Modelle sind erneut sehr gut gelungen und es gibt serientypisch wieder einmal unglaublich viel zu tun. Sei es das Vervollständigen des Pokédex, das Trainieren der Pokemon, das Teilnehmen an Wettkämpfen oder einfach nur das Kämpfen mit Spielern aus der ganzen Welt. Jedes einzelne Stück Inhalt in Pokémon macht nach wie vor sehr viel Spaß. So hat mich auch Pokémon Alpha Saphir, wie schon viele Teile davor, in seinen Bann gezogen. Ich kann diese Neuauflage nur jedem ans Herz legen, der noch in irgendeiner Weise etwas für Pokémon übrig hat. Hier gibt es definitiv viel Spielspaß für Groß und Klein!

                          Pokémon Alpha Saphir

                          Ab 42,99€
                          Pokémon Alpha Saphir
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                          Gameplay

                          88 / 100

                          Pokémon schafft erneut den Spagat zwischen einfachem Kämpfen und dem Drang zur Perfektion.

                            Story

                            84 / 100

                            Erneut simple und etwas fragwürdige Geschichte, die jedoch passend durch viele Nebenakteure erweitert wird.

                              Grafik

                              87 / 100

                              3D-Grafik erneut sehr gut umgesetzt und viele schöne Effekte schmücken Hoenn gekonnt aus.

                                Sound

                                84 / 100

                                Überarbeiteter Soundtrack, der durchweg authentisch wirkt.

                                  Umfang

                                  96 / 100

                                  Pokémon sammeln, trainieren, tauschen, kämpfen,... Es gibt einfach immens viel zu tun.

                                    Spielspaß

                                    94 / 100

                                    Das Pokémon-Prinzip stirbt nach wie vor nicht aus und macht auch nach zig Stunden noch sehr viel Spaß.

                                      Positiv

                                      • - Extrem umfangreicher Inhalt
                                      • - Sehr hübsche 3D-Grafik
                                      • - Stimmiger Soundtrack
                                      • - Viele Nebenbeschäftigungen
                                      • - Pokémon-Prinzip zieht den Spieler zig Stunden vor den 3DS

                                      Negativ

                                      • - Vertonung würde der Reihe gut tun
                                      • - Nach wie vor etwas fragwürdige Geschichte

                                      Ihr könnt hier die Preise vergleichen. Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

                                      Euer Hardbloxx-Team
                                      Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

                                      Test/Testbericht: Super Smash Bros 3DS

                                      Die Kultserie von Nintendo wird fortgeführt!  Diesmal verschlägt uns die heitere Klopperei mit vielen bekannten Videospielgrößen à la Mario, Link und vielen mehr erstmals mobil auf den Nintendo 3DS. Lange Zeit wurden Fans angezuckert mit immer neuen Stages und Charakteren. Die Vorfreude war entsprechend riesig. Was Super Smash Bros auf dem 3DS alles kann und ob unsere großen Erwartungen erfüllt werden konnten, zeigt unser Test.

                                      Jeder gegen jeden!

                                      Natürlich sind das Wichtigste in Super Smash Bros die intensiven Kämpfe gegen Freunde, den Computer oder fremde Mitspieler aus allen Teilen der Welt. In denen kämpfen wir, wie in den vorigen Teilen, mit bis zu vier Helden auf einer Stage, um uns gegenseitig fröhlich durch die Luft schlagen. Wir wählen uns zunächst einen aus den vorhandenen Helden aus, später sind das bis zu unglaublichen 51 spielbaren Figuren, die wir nach und nach freischalten können und dessen Hintergrund sich quer durch die Videospielgeschichte zieht. Ebenso treffen wir hier auf Figuren wie Pacman oder die Wii-Fit-Trainerin, die mithilfe ihrer Yoga-Künste ihren Gegnern das Leben schwer macht. Im Kampf selber benutzen wir natürlich nicht nur unsere virtuellen Fäuste, sondern, wie bereits bekannt und berüchtigt, die vielen verschiedenen Items, die vom Himmel auf die Stage fallen. Ob es nun Pokémon sind, die uns im Kampf unterstützen, Laserschwerter oder Zauberstäbe. Fakt ist, die Anzahl an solchen Items ist gewaltig, sodass man den Eindruck erhält, bei jedem Kampf etwas Neues vom Himmel fallen zu sehen. Die Multiplayer-Kämpfe sind selbstredend wie immer ein Hochgenuss an Spielspaß. Gerade die Kämpfe gegen Freunde, aber auch gegen fremde Mitspieler könnten uns stundenlang unterhalten. Die vielen verschiedenen Stages und Kämpfer sind natürlich Fanservice pur.

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                                      Nur die Steuerung macht uns hier einen kleinen Strich durch die Rechnung, da man sich erst einmal an diese gewöhnen muss und sie trotz relativ weniger Attacken doch ein wenig überfordert. Das liegt vor allem am Analogstick, mit dem präzise Manöver fast unmöglich sind, da man hier schnell zum Übersteuern neigt. Großartige Kombo-Attacken darf man ohnehin nicht erwarten in Super Smash Bros, wichtiger ist hier das schnelle Reagieren auf einen Angriff des Gegners. Ein wenig unbefriedigt sind wir allerdings mit dem Solo-Modus „Smash Abenteuer“. In diesem müssen wir zuerst in einer Spielwelt kleinere Gegner besiegen, um Punkte in Angriff, Geschwindigkeit und Verteidigung zu sammeln. Danach kämpfen wir mit unseren erworbenen Punkten gegen drei computergesteuerte Gegner. Was jetzt in der Theorie nicht schlecht klingt, spielt sich in der Praxis relativ lustlos und verliert schnell seinen Reiz.

                                      Haufenweise Modi

                                      Super Smash Bros 3DS hat aber noch deutlich mehr im Gepäck als das Smash Abenteuer und den Smash Modus. Unter dem unscheinbaren Feld „Weitere Modi“ finden wir im Menü zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Im Bereich Solo gibt es zum Beispiel den Modus „Klassik“. Dieser hat einen gewissen Brettspielcharakter, bei dem wir über ein Spielfeld laufen, unterwegs Gold einsammeln und uns in regelmäßigen Abständen mit Gegnern anlegen, um noch mehr Gold zu verdienen. Im Vorfeld können wir Gold setzen, um die Schwierigkeit zu erhöhen. Auf höherer Stufe regnet das Gold natürlich üppiger.

                                      Im All-Star-Modus prügelt ihr euch etappenweise durch die Ränge von Nintendos Alt-Stars und sammelt dabei Gold und Trophäen. Die Level sind nach Jahren aufgeteilt, sodass ihr  hinter dem Portal unter der Jahreszahl 1985 – 1986 beispielsweise auf Prinzessin Peach, Bowser, Link, Prinzessin Zelda und Samus trefft. Der Modus ist im Wesentlichen ein Arcade-Modus; heißt, ihr nehmt den erlittenen Schaden mit in die nächste Runde. Allerdings stehen euch insgesamt drei Heil-Items zur Verfügung, die ihr vor dem Match benutzen könnt. Habt ihr sie alle aufgebraucht, müsst ihr auch ohne zurechtkommen. Dieser Modus lässt sich auch im lokalen Multiplayer spielen. Mit dem Gold könnt ihr übrigens weitere Trophäen einkaufen, an denen ihr euch auf dem Trophäenschauplatz weiden dürft.

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                                      Einen Trainingsmodus gibt es wie üblich ebenfalls. Hier könnt ihr nach Herzenslust neue Charaktere ausprobieren, Techniken einstudieren oder eurem unbeweglichen Lieblingsgegner ordentlich auf die Nase geben.

                                      Der Stadion-Modus hält drei Minispiele bereit. Im Multi-Smash tretet ihr gegen eine ganze Gegnerhorde an und entscheidet euch vorab für eine Herausforderung, die ihr absolvieren wollt. Beim 10er-Smash müsst ihr beispielsweise schnellstmöglich zehn Gegner aus dem Spiel bringen, während im 3-Minuten-Smash so viele Gegner wie möglich innerhalb des Zeitlimits erledigt werden müssen.

                                      Scheiben-Bomber funktioniert ein bisschen nach dem Angry-Birds-Prinzip. Im Grunde müsst ihr mit einer Bombe ein Gebilde aus Trägern und Ebenen zerstören und dabei möglichst viele Scheiben mitnehmen. Die Bombe könnt ihr vor dem Abwurf mit Schlägen traktieren, um ihre Explosion zu vergrößern. Danach gilt das richtige Timing. Werft ihr die Bombe zu spät, kommt sie eventuell gar nicht erst an und explodiert zu früh.

                                      Beim Home-Run-Wettkampf müsst ihr einen Sandsack mit niedlichen Knopfaugen mit einem Baseballschläger so weit wie möglich davon schlagen. Vor dem eigentlichen Schlag könnt ihr den Sandsack allerdings noch ein paar Sekunden lang gründlich vermöbeln, denn je mehr Schaden ihr im Vorfeld anrichtet, desto weiter fliegt der Sack schließlich.

                                      Im Charakterstudio könnt ihr euren eigenen Mii für den Kampf fit machen oder einen Charakter aus dem allgemeinen Repertoire für eure Zwecke anpassen. Mit bestimmter Ausrüstung legt ihr den Fokus fest. Bevorzugt ihr lieber einen schnellen Charakter mit viel Wumms? Oder seid ihr lieber langsamer und dafür ein gepanzerter Koloss? Mit Farben, Accessoires und Kleidung könnt ihr sowohl euren Mii, als auch die anderen Charaktere individualisieren, quasi als Sahnehäubchen.

                                      Super Smash Bros 3DS steckt also voller Sammelmöglichkeiten und Spielmodi. So ist auch abseits der Kämpfe für viel Abwechslung gesorgt.

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                                      Schick, aber unübersichtlich

                                      Natürlich hat Nintendo viel Wert auf die liebevoll gestalteten Helden und Stages gelegt. Ob wir jetzt als Glurak Feuer spucken oder uns als Sonic in Supergeschwindigkeit über die Stage drehen, alles sieht sehr flüssig und gut animiert aus. Die vielen verschiedenen Stages ähneln sich in keinster Weise und verändern sich teilweise auch noch während der Runde, sodass wir gerne und leicht mal in den Tod stürzen. Gerade im 3D-Modus ist das Grafikerlebnis noch eine Spur besser. Natürlich darf man im Eifer des Gefechts im 3D-Modus den Kopf nicht zu viel bewegen, da sonst der 3D-Effekt dem „Oh Gott ich hab jetzt total die Übersicht verloren“-Modus weicht. Wenn wir schon beim Thema Übersicht sind: Diese leidet unheimlich unter dem „kleinen“ Nintendo 3DS-Bildschirm. Wenn sich alle in einem Kampf an die Gurgel springen, die Stage nicht mit ihren Effekten geizt und zeitgleich gefühlt zwei Millionen Items vom Himmel fallen, heißt es „Überblick Adé“. Das gilt übrigens nicht nur für den normalen 3DS, auch mit der XL-Variante erwischten wir uns immer wieder dabei, wie wir irritiert die Augen zusammengekniffen haben, weil der Titel schon verdammt viel auf dem kleinen Bildschirm unterbringen möchte.

                                      Soundtechnisch bleibt sich Nintendo mit dem üblichen musikalischen Orchester treu und unterstreicht den schnellen Spielverlauf gewohnt perfekt. Je nach Stage erklingen bekannte Melodien aus den jeweiligen Spielen und auch die Soundeffekte sind passend gesetzt und nicht zu aufdringlich.

                                      Persönliches Fazit von Sinan

                                      Ich hatte mich auf Super Smash Bros sehr gefreut. Allein der Gedanke, die Kultserie von Nintendo jetzt überall auf meinem 3DS spielen zu können und nicht mehr an die Wii und meinen Fernseher gebunden zu sein, reichte, um mir ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern. Nach dem Spielen verschwand allerdings das Grinsen und wich einem eher unentschlossenen, nachdenklichen Blick, ob ich jetzt wirklich damit zufrieden sein soll. Natürlich ist der Umfang riesig, mit den 51 spielbaren Videospiel-Helden, den Stages und der gefühlten Millionen Items, die uns helfen, unsere Gegner im hohen Bogen aus der Stage zu boxen. Dennoch stören die mangelnde Übersicht, ausgelöst durch den kleinen Nintendo-Bildschirm, und die fummelige Steuerung, die besonders zum Anfang ziemlich frustrierend sein kann. Super Smash Bros ist ein gutes Kampfspiel, mit dem ich allerdings nicht warm geworden bin. Ich warte lieber auf den großen Bruder auf der Wii U und prügel mich freundschaftlich mit meinen Freunden auf einem großen Bildschirm in meinem Wohnzimmer.

                                      Persönliches Fazit von Janina

                                      Ich weiß nicht, woran es liegt; vielleicht werde ich auch einfach alt. Mir jedenfalls war Smash Bros auf dem 3DS einfach too much. Mehr Charaktere als ich je spielen will, mehr Items als ich je benutzen kann, mehr Einstellmöglichkeiten als ich jemals verwenden möchte. Smash Bros war für mich immer „einschalten und losprügeln“ ohne viel nachzudenken. Auch grafisch ist mir der Titel einfach zu anstrengend. Überall bewegt sich irgendwas auf dem winzigen Bildschirm (und das sage ich als Besitzerin eines 3DS XL…). Ich kann teilweise kaum einordnen, was mir nun Schaden zufügt oder wieso. Hinzu kommt die Steuerung, die mit dem Stick einfach nervig ist. Ich habe immer gern mit schnellen Charakteren gespielt, aber bei diesem Teil der Serie bin ich häufig am Übersteuern oder schieße über das Ziel hinaus. Ich kann absolut verstehen, was Fans der Reihe an dem Titel finden und ich denke auch, dass Super Smash Bros 3DS ein ziemlich geiles Spiel ist. Nur für mich persönlich ist es einfach leider nichts.

                                      Positiv:
                                      + sagenhaft viele spielbare Charaktere
                                      + gefühlt 1000 verschiedene Items
                                      + viele Modi
                                      + Charaktereditor
                                      + viele abwechslungsreiche Stages
                                      Negativ:
                                      – schwammige Steuerung
                                      – zuviel Action auf kleinem Bildschirm

                                      Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann bestellt Super Smash Bros 3DS doch bei Amazon! Übrigens könnt ihr hier die Preise vergleichen.

                                      Euer Hardbloxx-Team

                                      Test/Testbericht: Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call

                                      Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call – so sperrig der Name auch ist, so einfach ist das Spielprinzip. Die beliebten Lieder aus den Soundtracks der Final Fantasy-Reihe, die zum Großteil aus der Feder von Nobuo Uematsu stammen, finden sich hier in kurzen Leveln wieder, in einem Mix aus Rhythmus-Spiel und RPG. Mit diesem Titel bringt Square Enix den Nachfolger zu Theatrhythm Final Fantasy. Curtain Call bringt mit über 200 Liedern einen deutlich praller gefüllten Rucksack an Musikstücken, aber auch an Charakteren und Spielmodi mit. Ob der Titel an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann?

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                                      Bewährtes Prinzip

                                      Es gibt eine rudimentäre Hintergrundgeschichte, die letztlich der aus dem Vorgänger-Titel entspricht. Die Göttin Cosmos, ihres Zeichens Sinnbild der Harmonie, wird durch Chaos, ihren Gegenspieler, bedroht. Um die Harmonie in der Welt zu erhalten, muss der Kristall des Rhythmus durch wohlklingende Melodien und Töne, in Form von Rythmia, gestärkt werden, von dem ihr mit jedem Level mehr sammelt.
                                      Das Gameplay hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert. Es gibt drei verschiedene Level-Varianten; Field Music Stage (FMS), Battle Music Stage (BMS) und Event Music Stage (EMS). Die FMS spiegeln Reisepassagen wider, in denen die Charaktere eine Wegstrecke zurücklegen. Hier folgen wir quasi einer Spur aus Triggern. Bei roten Symbolen wird mit dem Stylus getippt, bei gelben wird der Stylus in die Richtung gezogen, die der Pfeil vorgibt und bei grünen Symbolen muss bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gedrückt gehalten werden. Manchmal muss am Ende einer grünen Spur auch der Stylus in eine bestimmte Richtung weggezogen werden. Natürlich lässt sich nicht nur mit Stylus, sondern auch mit Knöpfen und Stick spielen. Dabei kann jederzeit gewechselt werden, ohne dass die Steuermethode vorher irgendwo eingestellt werden muss. Die Erkennung des Stylus funktioniert wunderbar, einzig wenn schräge Bewegungen ausgeführt werden sollen, gibt sich das Spiel manchmal zickig.

                                      In den BMS wird ein Kampf simuliert. Alle vier Charaktere der Party stehen untereinander und es gibt vier verschiedene Ebenen, auf denen die Trigger im Takt der Musik rechtzeitig erwischt werden müssen. Die Lebenspunkte der Charaktere werden dabei addiert und als Balken angezeigt. Landet ihr bei einem Ton ein „Miss“ oder ein „Bad“ erleidet ihr Schaden. Hier spielt nun der Rollenspiel-Charakter eine Rolle, denn eure Charaktere haben Stats wie Stärke, Magie, Agilität, Glück, Ausdauer und Spirit, die wie üblich Auswirkungen haben auf Angriffsstärke, HP und ähnliches. Diese Werte verbessern sich zum einen natürlich durch Aufleveln, denn nach jedem Song verdient eure Gruppe Erfahrungspunkte. Zum anderen können auch sogenannte CollectaCards verwendet werden, um die Werte zu verbessern. Diese CollectaCards droppen nach Songs und Kämpfen.
                                      Der taktische Wert des Titels ist also schon gegeben, spielt aber eher in anderen Modi eine Rolle, zu denen wir später noch kommen. Generell bestimmt die Charakterauswahl über die verfügbaren Songs und hält die Möglichkeit für Boni parat. Spielt ihr also einen bestimmten Song mit Charakteren aus dem dazugehörigen Spiel, erhaltet ihr einen Bonus. Ebenso für beispielsweise rein weibliche oder rein männliche Gruppen.

                                      Im EMS werden bekannte Zwischen- und Videosequenzen aus dem jeweiligen Spieltitel verarbeitet und die Töne schwirren in Mustern und Bahnen über den Bildschirm. Leider kann man sich so kaum auf die schönen Bilder konzentrieren, denn auch im leichtesten der drei verfügbaren Schwierigkeitsgrade werden diese Stages schnell fordernd (nicht zuletzt wegen der vielen schrägen Bewegungen, die hier oft erforderlich sind). Generell kann für jeden Song einzeln ein Schwierigkeitsgrad festgelegt werden.

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                                      Mehr Modi, mehr Sammelwahn!

                                      Zusätzlich zur bekannten Einzelauswahl der Songs bietet Curtain Call noch weitere Modi an. Taufrisch dabei ist das Quest Medley, bei dem ihr kurze, mittlere oder lange Questreihen absolvieren könnt. Auf einer kleinen Karte wandern wir von Song zu Song bis zu einem Boss-Level. Die Besonderheit ist, dass hier nicht wie üblich nach jedem Level die HPs wiederhergestellt werden, sondern dass wir in einem Rutsch durch’s Abenteuer kommen müssen. Hier lohnt es sich, einen kritischen Blick auf eure Gruppe zu werfen und Regenerations-Abilities zu nutzen, die eure HP mit der Zeit wiederherstellen. Das macht die Ausflüge in den Quest Medley bedeutend leichter, allerdings ist es auch ohne großen Blick auf die taktische Ebene durchaus möglich, gut zurecht zu kommen.
                                      In diesem Modus können nicht nur wie sonst Sammelkarten und Items gesammelt werden, sondern auch Schlüssel zu besonderen Truhen und verschiedenfarbige Kristalle. Mit den Kristallen können neue Charaktere freigeschaltet werden, die ihr in eure Party aufnehmen könnt.

                                      Der letzte verfügbare Modus ist der Versus-Mode, in dem ihr euch ausschließlich in BMS bewegt, die ihr wahlweise gegen die KI, Freunde oder zufällig ausgewählte Gegner online bestreiten könnt. Natürlich ist auch ein lokaler Modus vorhanden. Ob Online Battle, Local Battle oder AI Battle – in jedem der drei Bereiche des Versus-Modus‘ könnt ihr Ränge erwerben, wobei ihr bei Bronze beginnt und euch hocharbeitet. In den Versus-Leveln kommt eine zusätzliche Schwierigkeit ins Spiel. Wenn ihr die Trigger punktgenau trefft, füllt sich eure EX Burst-Leiste, bis ihr einen EX Burst benutzen könnt, beziehungsweise bis dieser ausgelöst wird. Dabei wird zufällig einer von insgesamt neun Stück gewählt, selbst aussuchen könnt ihr nicht – dazu hättet ihr aber auch ohnehin keine Zeit, wenn ihr euch auf die Trigger konzentrieren müsst. Diese EX Bursts können unterschiedliche Auswirkungen auf euren Gegner haben. Eine kleine Auswahl aus den fiesen Varianten: Der Super Speed beschleunigt die Trigger, Mystery Triggers enthüllt die Art des Triggers erst kurz vor dem Anschlagpunkt und bei Judgement, das automatisch aus jedem Treffer, der nicht perfekt, also „Critical“ war, ein „Bad“ macht und eure HP angreift. Natürlich kann auch euer Gegner diese EX Bursts auslösen und euch damit übel mitspielen.

                                      Schade ist allerdings, dass der Titel mit seinen Texten komplett auf Englisch ist. Wer hier nicht firm ist, kann mit den vielen Tutorial-Texten schnell überfordert und ratlos dastehen.
                                      In der Haupthandlung wurde ja bereits das Rythmia erwähnt, das ihr nach jedem Level sammelt. In unregelmäßigen Abständen schaltet die Menge des gesammelten Rythmias neue Dinge frei. Das können Charaktere sein, neue Modi, neue Lieder oder auch Kleinigkeiten wie neue Sounds in den Settings.

                                      Zusätzlich hat der Titel noch haufenweise kleine Schmankerl parat. Im „Museum“ könnt ihr beispielsweise nicht nur eure gesammelten Karten oder aufgestellten Rekorde einsehen, sondern ihr könnt auch im Theatre die durchgespielten EMS-Level ganz ohne Trigger-Stress anschauen. Im Music Player könnt ihr dann freigeschaltete Titel frei anhören.
                                      Es gibt also unheimlich viel zu sammeln und bei der sagenhaften Auswahl von über 200 Songs, die allein im freien Modus schon in jeweils drei Schwierigkeitsgraden gespielt werden können, hat man definitiv lange zu tun.

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                                      Persönliches Fazit

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                                      Positiv:
                                      + Riesige Auswahl an Songs
                                      + Viele neue Charaktere
                                      + Zwei neue Modi
                                      + Zig Sammelmöglichkeiten
                                      Negativ:
                                      – Keine Lokalisierung

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                                      Euer Hardbloxx-Team

                                      Test/Testbericht: Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney (3DS)

                                      Es scheint in Mode zu kommen, zwei bekannte Dinge zu vermischen, um den Fans einer Zutat die jeweils andere schmackhaft zu machen. Ob Freddy vs. Jason, Marvel vs. Capcom oder nun eben Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney. Gerade Capcom experimentiert gerne mit solchen Kollaborationen und das Ergebnis wurde oft verblüffend gut angenommen. So überrascht es niemanden ernsthaft, dass Capcom seine Ace Attorney-Reihe mit Level-5s Professor Layton zu vermischen versucht. Wir haben das Ergebnis für euch ausgiebig getestet und erzählen, wie das Ergebnis funktioniert.

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                                      Was wurde da gemischt?

                                      Professor Hershel Layton und sein Lehrling Luke Triton sind dafür bekannt, Rätsel zu lösen. Im Stil eines klassischen Adventures klickt man sich die meiste Zeit durch die Welt, findet Gegenstände und Hinweise, spricht mit Personen und stößt hin und wieder auf ein Rätsel, das es zu lösen gibt. Diese sind im Prinzip eine Art Minispiel, die von einer Person im Geschichtsverlauf des Spiels gestellt wird, ansonsten aber mit dem Handlungsstrang oft nichts zu tun haben, sondern lediglich der Herausforderung und Abwechslung dienen. Markant sind Laytons vorzügliche Manieren als Gentleman und nicht zuletzt seine feine Ausdrucksweise. Die Spielreihe hat in den letzten 5 Jahren 6 Titel hervorgebracht und erfreut sich hoher Beliebtheit bei Adventure-Fans.

                                      Bei der Ace Attorney-Reihe handelt sich um Spiele, bei denen eine Gerichtsverhandlung geführt wird. Es gilt Beweisstücke auszuwerten, Zeugen zu verhören und letztlich die Teils skurrilen Fälle zu lösen. Der Hauptcharakter des jeweiligen Spiels der Reihe variiert jedoch manchmal. Phoenix Wright war der Hauptcharakter des ersten außerhalb von Japan erschienenen Spiels und wird von Maya Fey begleitet, die im ersten Titel noch selbst angeklagt wurde. Markant an Phoenix ist der Fingerzeig, wenn er einen begründeten Widerspruch aufdeckt oder gar den Täter entlarvt. Außerhalb Japans erschienen in den letzten 8 Jahren 5 Titel.

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                                      Wie alles begann…

                                      Durch jeweils eigenartige Treffen mit Sophie de Narrateur geraten zuerst Professor Layton und Luke und später Phoenix Wright und Maya in die geheimnisvolle Stadt Labyrinthia. In dieser Stadt passieren einige seltsame Dinge und es gibt vieles aufzuklären, doch ehe sie sich versehen sind sie Teil eines Hexenprozesses..

                                      Die Geschichte wird in Kapiteln erzählt. Wie in einem guten Buch heißt ein neues Kapitel oft einen Perspektivenwechsel und das gefällt wirklich gut. Zumal der Spieler, der die meisten Zeit über hätte im Menü speichern können, nach dem Ende eines Kapitels explizit nochmal gefragt wird, ob er speichern möchte. Das Gefühl eines abgeschlossenen Abschnitts wird gut vermittelt.

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                                      Technik und Atmosphäre

                                      Neue Kapitel fangen oft mit einem Video an. Schon die Introvideos der Hersteller kommen als 3D-Videos daher und zeigen, wo es langgehen wird. Alle Schlüsselszenen werden als sehr aufwändig gestalteter Anime in 3D gezeigt und sehen fabelhaft aus. Nach dem Ende eines Videos wird man in eine ebenso 3 dimensionale Welt entlassen. Die Grafik mit ihren 3D-Hintergründen und kleinen Animationen an jeder Ecke vermittelt einen guten Eindruck, zuerst von London und dann von Labyrinthia. Hier wird also die Technik des 3DS voll ausgeschöpft und das fühlt sich gut an, nachdem Titel, wie etwa Pokémon für einen Teil der Szenen 3D ausschalten und beim Rest die Gefahr besteht, dass das Spiel im 3D-Modus ruckelt. Bei Layton vs. Wright ruckelt nichts. Der Soundtrack wird, wie bei allen Spielen dieser Art, erst eintönig, wenn man lange an derselben Stelle ist. Insgesamt sind die Musikstücke weder aufdringlich noch unauffällig und auch garantiert nicht zu kurz. Die Charaktere sehen richtig gut aus und ihre Reaktionen passen zum eben erlebten und vermitteln dem Spieler die akutelle Gefühlslage, wobei der Soundtrack da mit ruhigeren oder aufgeregteren Melodien seinen Teil dazu beiträgt.

                                      Das eigentliche Spielgeschehen funktioniert sehr gut. Man hat keine Probleme beim Tippen auf den Bildschirm genau den Gegenstand oder Charakter anzutippen, den man wollte. Hinzu kommt, dass zum Beispiel lange Texte mit A, R/L und Tippen weitergeklickt werden können. Gerade bei einem Spiel, bei dem man ständig mit Stylus oder Finger navigieren muss, hat man nicht immer einen Finger für eine bestimmte Taste frei. Die Entwickler haben daran scheinbar gedacht und bieten deshalb Alternativen an. Auch Erklärungen der Rätsel oder Gerichtsakten können jederzeit wieder aufgerufen werden. Der Spieler wird mit Netz und doppeltem Boden gesichert, damit der Spielspaß nicht an Grundlegendem scheitern muss. So etwas sollte heutzutage selbstverständlich sein, aber man findet ständig Spiele, die dabei noch patzen.

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                                      Passt das zusammen?

                                      Die grafischen Stile der beiden Spielreihen sind von Haus aus etwas unterschiedlich. Während die Charaktere des Layton-Universums gerne Cartoonhafter, gröber, ja karrikaturistischer wirken, sind die Charaktere rund um Phoenix Wright allesamt filigraner ausgearbeitet und kommen in einem schöneren Manga-Stil daher. Am meisten fällt diese Gegenüberstellung auf, wenn etwa Layton mit seinen Knopfaugen und Maya mit ihren riesigen Kulleraugen nebeneinander stehen. Interessanterweise passt es insgesamt dennoch gut zusammen, weil die Charaktere so mehr Unterschiede, mehr Profil bekommen und auch die Nebencharaktere ein breiteres Spektrum bieten können, ohne besonders aus der Reihe zu tanzen. Ein weiteres Highlight sind die Dialoge. Diese variieren von Laytons perfekten Manieren und trockenen Schlussfolgerungen zu Wrights sarkastischen Bemerkungen und Wortspielen im Gerichtssaal. Es entsteht ein sehr breiter Wortschatz, der einem zum Großteil auf Dialogen beruhenden Spiel natürlich gut tut.

                                      Die beiden Spielreihen ergänzen sich tatsächlich gut. Wird man nach mehreren Spielstunden müde, immer Hinweise zu suchen, Rätsel zu lösen (die können ganz schön knifflig sein!) und mit allen Personen zu reden, ist eine Gerichtsverhandlung einfach eine angenehme Abwechslung. Auch dort gibt es ein bestimmtes Vorgehensschema, das ständig wiederkehrt und nur die Eigenheiten des Falls bieten wirkliche Neuerungen. Aber gerade durch diese Wechsel zwischen den Spielweisen von Layton und Wright wird es nie langweilig.

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                                      Fazit:

                                      Capcom und Level-5 fügten zusammen, was noch nicht zusammengehörte und das Ergebnis funktioniert gut. Unter uns: die Zielgruppen der Spiele waren ja auch nicht so weit voneinander entfernt, denn beide Spiele haben mit kniffligen Denkaufgaben zu tun. Dafür bekommt das neue Gesamtprodukt eine breitere Spanne an üblichen Spielprinzipien, Charakterdesigns und Wortgewandtheit. Hinzu kommt, dass die Geschichte rund um die Stadt Labyrinthia und Hexen interessant und voller unerwarteter Wendungen ist. Die Atmosphäre stimmt, die Technik funktioniert einwandfrei und Dinge, wie etwa das Steuerungskonzept, wurden gut durchdacht. Insgesamt kann man sagen, dass jeder, der gerne Rätsel löst und keine Angst vor der Comic- bzw. Anime-Optik hat, hier bedenkenlos zugreifen kann.

                                      Positiv:

                                      – Gute Story und Atmosphäre

                                      – Technik des 3DS wird genutzt

                                      – Ausgewogener Schwierigkeitsgrad

                                      Negativ:

                                      – Mit Optik und Humor freundet sich nicht jeder an

                                      Wenn euch Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney interessiert, könnt ihr es hier bestellen oder hier Preise vergleichen.

                                      Sagen euch solche Spiele zu? Wir freuen uns über alle Kommentare zum Genre und zum Spiel!

                                      Euer Hardbloxx-Team
                                      Testbericht erstellt von Hardbloxx.ecth

                                      Test / Testbericht: Luigi’s Mansion 2

                                      Lang, lang ist es her, dass Marios Bruderherz Luigi ganz alleine im Rampenlicht stand. Um genau zu sein, war das 2001 mit Lugis Mansion auf dem GameCube. Damals durften wir zum ersten Mal in die Haut des ängstlichen Mannes mit dem Grünen Overall schlüpfen, um eine Grusel-Villa von allerlei Spuk-Geschöpfen zu befreien. Ob das auch heute noch Spaß macht, lest ihr in unserem Test.

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                                      Test / Testbericht: Professor Layton und der Ruf des Phantoms [NDS]

                                      Professor Layton ist eines der wenigen Spiele, die man eigentlich ungetestet empfehlen kann. Nach Beendigung eines jeden Professor Layton-Abenteuers ist das erste, was man tut, sich zu erkundigen, wann denn endlich der nächste Teil erscheint und man wieder knobeln kann. Das Erfolgsprodukt Professor Layton ist in der Tat so beliebt, dass die Fans neben Spieletiteln sogar bereits mit Büchern und einem Film beglückt worden sind. Das Spiel scheint also einiges richtig zu machen und da die Entwickler von Level 5 schon mit den Vorgängern zu überzeugen wussten, sollten sie sich bei der Umsetzung des neuesten Streiches eigentlich bewusst sein, was die Spieler wollen. Die Jungs haben bewiesen, dass sie wissen, wie man es richtig macht, also ist da ein kleiner Vertrauensbonus durchaus berechtigt. Bereits die ersten drei Episoden der bekannten Denkspielreihe konnten mit ihrer Spielweise, der richtigen Mischung aus Story und Knobelei und dem liebevollen Charakterdesign vollstens überzeugen. Da sich an dem bewährten Konzept auch im neuen Teil nichts geändert hat, liegen unsere Erwartungen an das Spiel, und ebenso die aller Rätselfreunde, hoch.

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                                      Test: Aliens – Infestation [NDS]

                                      Fans der Alien-Reihe frohlocken, denn mit Aliens – Infestation gibt es einen neuen Eintrag im Science Fiction-Universum und die Alien-Anhänger werden bei diesem Spiel eindeutig ihren Spaß haben. Aber was ist mit denen, die mit dem Alien-Franchise bisher keine großartigen Berührungspunkte hatten? Da es zumindest uns so geht, wollen wir herausfinden, was das Spiel denen zu bieten hat, die weder die Filmgeschichte kennen noch Alien-Experte sind. Haben wir überhaupt eine Überlebenschance in diesen fremden Welten? Oder sind wir den Dingern ohne Vorkenntnisse hoffnungslos ausgeliefert und aussichtslos unterlegen? Weiterlesen

                                      Test / Testbericht: Captain America: Super Soldier [Nintendo DS]

                                      Oh Captain, my Captain: Neben Captain Planet, Captain Jack und Captain Morgan gibt es noch einen anderen berühmten Captain: Captain America. Wem das zu viele Captains in einem Satz sind, der darf beruhigt aufatmen, heute beschäftigen wir uns ausschließlich mit dem Mann aus dem Hause MARVEL. Wie es mit Lizenzspielen so ist, erscheint das Spiel zum Kinofilm Captain America: The First Avenger für mehrere Plattformen. Wir haben uns die DS-Version genauer für euch angesehen. Das Spiel wird von SEGA gepublisht und stammt vom Developer Griptonite Games. Dieser kreierte für die DS schon namenhafte Titel wie Assassins Creed II: Discovery oder auch Spider Man: Shattered Dimensions, konnte also sein Können schon bei bekannten Franchises unter Beweis stellen. Wir sind gespannt, was die Entwickler sich hier haben einfallen lassen.

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