Kategorie: 2.2.2 Rollenspiele

Test/Testbericht: Xenoblade Chronicles 3D

In den ersten Jahren der Wii gab es für die Hardcore-Spieler unter uns kaum Gründe, sich die Konsole zuzulegen. Es fehlten einfach die passenden Spiele. Manche Zocker gingen sogar so weit zu sagen, dass die Wii eine Konsole, einzig für Familien und Kinder geschaffen, sei. Mit der Zeit wurden jedoch einige Videospiele veröffentlicht, die besagte Kritiker komplett vom Gegenteil überzeugen sollten. Eines davon war Xenoblade Chronicles. Das Rollenspiel bot astreine Kost für die JRPG-Fans der Community und konnte sogar so sehr überzeugen, dass Entwickler Monolith Soft Xenoblade Chronicles nun auch für den New Nintendo 3DS veröffentlichte. Ob Monolith Soft den Spielspaß gut auf die portable Plattform bringen konnte, zeigt unser Test zu Xenoblade Chronicles.

Das legendäre Monado

Einst gab es auf der Welt neben einer riesigen Menge Wasser lediglich die zwei Titanen Mechonis und Bionis. Die beiden Riesen befanden sich seit einer langen Zeit im Krieg und bekämpften sich Tag ein, Tag aus. Der Krieg zwischen den beiden Titanen schien ewig anzudauern, doch eines Tages gelang es Bionis, die linke Hand von Mechonis abzutrennen. Im Anschluss daran erstachen sich beide im selben Moment mit ihren Schwertern und der ewige Krieg der Titanen war beendet. Mechonis, sowie Bionis erstarrten daraufhin in ihrer Position und lange Zeit passierte nach diesem Ereignis nichts. Erstaunlicherweise entstand in den folgenden Jahren Leben auf den Körpern beider Götter. Auf Mechonis siedelten sich die Mechons an. Mechons sind mechanische, maschinenartige Wesen. Vollkommen anders sah es auf Bionis aus, denn dort entstanden die sogenannten Homs. Diese kann man grundlegend mit der Menschheit gleichstellen. Der Krieg zwischen Mechonis und Bionis war allerdings noch lang nicht vorbei, denn er wurde von beiden besagten Zivilisationen weitergeführt. Und so kämpfen die Mechons seither gegen die Homs, von denen sie sich unter anderem ernähren.

Viele Jahre später eskalierte der Krieg wieder einmal und die Homs kämpften um ihre letzte Stellung auf Mechonis. Leider wurden sie zurückgedrängt und mussten sich zur Kolonie 6 zurückziehen. Dort trat die Armee der Homs schließlich zum letzten Kampf an, um den Mechons ein für alle Mal die Stirn zu bieten. Ihr Anführer, Dunban, führte dabei die legendäre Waffe, das Monado. Das Monado war die einzige Waffe der Homs, die den Mechons wirklich etwas anhaben konnte und so waren die Homs auf Dunban und sein legendäres Schwert angewiesen. Ganz knapp geling es Dunban und seinen Kameraden, die Mechons noch ein letztes Mal zu verdrängen, doch der Preis dafür war größer, als zunächst erwartet. Bekanntlich entzieht das Monado seinem Träger bei der Benutzung immer wieder Lebensenergie und bei Dunban ging es in dem Kampf um Kolonie 6 sogar so weit, dass er durch das Monado in Lebensgefahr geriet. Es hatte ihn zu sehr geschwächt und sein kompletter rechter Arm wurde dadurch gelähmt. Seit dem Kampf hat sich das Geschehen zwischen Mechonis und Bionis ein wenig beruhigt. Ein Jahr später kommt Shulk, der eigentliche Hauptprotagonist von Xenoblade Chronicles ins Spiel. Der 18-jährige Forscher und Waffen-Entwickler lebt in der Kolonie 9, zusammen mit seinen Freunden und einigen anderen Homs. Nachdem niemand mehr mit den Mechons gerechnet hat und alle Homs in den Glauben verfallen waren, die Mechons wären für eine lange Zeit abgewehrt, greifen die mechanischen Wesen eines Tages überraschenderweise die Kolonie 9 an. Während des Kampfes um Kolonie 9 entdeckt Shulk, dass auch er ein auserwählter Träger des Monado zu sein scheint und erledigt die Mechons damit überwiegend. Leider blieben die Homs nicht ganz von dem Angriff verschont und Shulk verliert nicht nur viele Bekannte der Armee, sondern auch seine Freundin Fiora. Grund genug für den jungen Helden, sich aufzumachen, die Mechons ein für alle Mal auszulöschen und der Welt den Frieden zu bringen, den sich die Homs schon lang wünschen. Und damit startet ein großes Abenteuer auf den beiden Göttern Bionis, sowie Mechonis.

Xenoblade Chronicles 3D 043
Xenoblade Chronicles 3D 045

Eine große, freie Welt

Gameplay-technisch erinnert Xenoblade Chronicles den einen oder anderen sicherlich etwas an ein MMO-Rollenspiel. Dazu trägt neben der umfangreichen Welt und den zig Nebenaufgaben wohl vor allem die Offenheit des Titels bei. Die Areale sind völlig frei begehbar, Übergänge vom Spielgeschehen in den Kampf suchen wir vergebens. Hier spielt sich quasi alles in Echtzeit ab und so stolzieren die meisten Gegner in den Arealen bereits frei auf der erkundbaren Karte herum. Nähern wir uns einer der Kreaturen, so können wir sie per Knopfdruck auf R oder L anvisieren und dann den Kampfmodus starten. Hier stehen uns schließlich die verschiedenen Techniken unseres Protagonisten zur Verfügung. Unsere Teammitglieder, von denen wir zu jeder Zeit bis zu zwei Stück bei uns führen dürfen, werden dabei von der KI gesteuert und handeln überwiegend schlau. Nur selten kommt es vor, dass die KI etwas nicht korrekt ausführt und wir selbst Hand anlegen müssen. Somit können wir uns voll und ganz auf die Abstimmung der eigenen Techniken im Kampf konzentrieren. Auf etwaige MP oder Ähnliches hat Monolith übrigens verzichtet. Die Techniken haben lediglich einen Cooldown, den es abzuwarten gilt, nachdem man die Fähigkeit eingesetzt hat. Ansonsten gibt es keinerlei Beschränkungen bei dem Einsatz jener.

Besagte Skills spielen in Xenoblade Chronicles eine große Rolle und auch hier fühlt man sich fast schon wie in einem MMO. Denn neben der Verbesserung von Techniken, die man mit Hilfe von erlangten Erfahrungspunkten vollziehen kann, gibt es zudem verschiedene Talentbäume. Zwar stehen davon für jeden Charakter lediglich nur drei Stück zur Verfügung, doch haben wir dadurch trotzdem eine ausreichende Möglichkeit zur Anpassung der eigenen Kämpfer. So bietet beispielsweise der Aufrichtigkeits-Pfad beim Helden Shulk eher Modifikationen in Richtung Heilkräfte, mit dem Pfad Intuition verstärken wir hingegen die Agilität von Shulk. Haben wir die Monster vor uns also endlich besiegt, so erhalten wir zumeist verschiedene Gegenstände. Mit etwas Glück lässt die besiegte Kreatur sogar einen Ausrüstungs-Gegenstand fallen. Auch hier hat sich Monolith Soft etwas Besonderes einfallen lassen. Jedes einzelne Stück Equipment verändert nämlich das Aussehen unserer Kämpfer. Zwar hält sich die optische Veränderung hier überwiegend in Grenzen, trotzdem ist dies ein weiteres, kleines Details in der großen Welt von Xenoblade Chronicles.

Xenoblade Chronicles 3D 018
Xenoblade Chronicles 3D 016

Das altbekannte Schmieden und eine Menge Nebenmissionen

Haben wir besonders viel Glück, erbeuten wir ein Ausrüstungs-Teil, das einen offenen Juwelen-Sockel bietet. Juwelen können wir durch verschiedene Aktionen im Spiel als Belohnung erhalten oder in einem Ofen herstellen. Mit Hilfe von Materialen, die von Monstern sehr oft fallen gelassen werden, lassen sich hier verschiedene Juwelen herstellen. In unsere Ausrüstungs-Teile eingesetzt, erhöhen diese entweder die Grundattribute unserer Helden oder verstärken unseren Schutz gegen unerwünschte negative Statuseffekte. Ganz so einfach ist das Schmieden der Juwelen allerdings nicht. Insgesamt werden hierzu mindestens zwei Leute aus unserer Truppe benötigt: Ein Werfer und ein Techniker. Beide arbeiten während des Schmiede-Prozesses zusammen und erzeugen somit jeweils unterschiedliche Ergebnisse. Der Werfer bietet meist eine spezifische Fähigkeit, mit der sich das Endprodukt etwas verändern lässt, während der Techniker die verschiedenen Flammen, mit denen geschmiedet wird, kontrolliert. Es reicht also lediglich in den seltensten Fällen aus, einen ordentlichen Werfer zu haben, wenn der Techniker keine ausgewogene Leistung bei den unterschiedlichen Flammen zeigen kann. Wir müssen also zu jeder Zeit das passende Duo finden, um ein bestmögliches Ergebnis beim Schmieden zu erreichen. In der Praxis gestaltet sich das Ganze jedoch nicht ganz so kompliziert, wie der Eindruck zunächst vermuten lässt. Mit der Zeit hat man hier schnell den sogenannten Bogen heraus und kann sich auf gute Juwelen freuen.

Wer sich trotzdem nicht mit dem Vorgang des Schmiedens anfreunden kann, der muss nicht verzagen. Juwelen können wir, wie beschrieben, auch auf anderem Wege erhalten, zum Beispiel als Belohnung für eine der unzähligen Nebenmissionen in Xenoblade Chronicles. Davon gibt es schier unendlich viele in den vielen Arealen auf Bionis und Mechonis. Wir erhalten eine Nebenmissionen ganz einfach, indem wir mit einem „!“ markierte Homs in Städte oder Dörfern ansprechen. Anschließend erzählt uns die jeweilige Person von ihrem Leid, wie wir am besten helfen können und was wir als Belohnung erwarten können. Die Vielfalt der Nebenmissionen erstreckt sich hierbei von simplen Jagdmissionen, über Sammelmissionen, bis hin zu besonderen Herausforderungen, infolge dessen wir einzigartige, mächtige Monster erjagen müssen. Während sich die eigentliche Belohnung auf etwaige Gegenstände und Geld beschränkt, zieht das Abschließen von Nebenmissionen jedoch noch einen weiteren positiven Aspekt mit sich. Jedes Mal, wenn wir einer Person helfen, erhöht sich auch die Harmonie zwischen unseren Kämpfern. Mit dem Steigern der Harmonie zwischen zwei Kämpfern ermöglichen wir uns, dass der eine auf die Talente des anderen zugreifen kann. Neben dem kontinuierlichen Steigern der Harmonie in unserer Gruppe, können wir diese zwischen zwei Personen durch sogenannte Harmoniegespräche einen ordentlichen Schub verpassen. Diese sind in der Welt von Xenoblade Chronicles zuhauf verteilt.

Auch für Sammel-Enthusiasten hat der Titel einiges zu bieten. Bereits zu Anfang des Spiels sollten dem geschulten Auge die kleinen blauen Punkte auffallen, die in der Welt verteilt liegen. Bei der Aufnahme einer dieser Punkte erlangen wir eines der vielen Sammel-Items. Haben wir alle Sammel-Items einer Kategorie eingesammelt, erwartet uns eine entsprechende Belohnung in Form von Juwelen oder Ausrüstung. Bei der Vollendung eines gesamten Areals erhalten wir zudem eine besonders gütige Belohnung. Zusammen mit den integrierten Herausforderungen im Spiel, gibt es in Xenoblade Chronicles also für jedermann mehr als genug zu erledigen.

Xenoblade Chronicles 3D 057
Xenoblade Chronicles 3D 056

Gut übernommen oder schlecht umgesetzt?

Technisch kann Xenoblade Chronicles größtenteils überzeugen. Verwunderlich ist das nicht, denn das Rollenspiel ist der erste Titel, welcher ausschließlich auf dem neuen New Nintendo 3DS läuft und nicht mehr kompatibel mit dem ehemaligen Nintendo 3DS ist. Natürlich mussten trotzdem einige Abstriche gemacht werden, denn auch der New Nintendo 3DS bietet nicht die Rechenleistung einer Wii, doch allgemein sieht Xenoblade Chronicles für einen portablen Titel überdurchschnittlich gut aus. Eine unglaublich riesige Spielwelt, die an etlichen Stellen mit liebevollen Details und grafischen Hinguckern winkt, lässt die eventuelle Trauer über etwas blassere Texturen und ein wenig Kantenflimmern fix verschwinden. Der gut umgesetzte Tag-Nacht-Wechsel tut dabei sein Übriges. Ebenso gut umgesetzt wurde der zuschaltbare 3D-Effekt. Während dieser in vielen Videospielen auf dem Nintendo 3DS eher unnötig erscheint, hat Monolith Soft hier gute Arbeit geleistet und bringt dem Spieler die ohnehin erstaunliche Welt von Xenoblade Chronicles noch ein Stück näher.

Für eine stimmungsvolle Reise, quer über Bionis und Mechonis sorgt nicht nur das solide Grafik-Gerüst, sondern auch der abwechslungsreiche Soundtrack: Nicht nur, dass die einzelnen Stücke, jedes für sich, ausgesprochen authentisch klingen, sie wechseln auch noch je nach Stand des Tag-Nacht-Rhythmus. Während uns am Tag ein fröhlicher Soundtrack stimmungsvoll begleitet, gesellen sich in der Nacht zumeist ruhige Töne dazu. Dadurch entwickelt sich in Xenoblade Chronicles eine ausgesprochen gute Atmosphäre. Die einzelnen Lieder lassen sich zudem im Hauptmenü anhören, nachdem man sie durch Münzen erworben hat, die man unter anderem durch die Streetpass-Funktion des Nintendo 3DS erhält.

Xenoblade Chronicles 3D 011
Xenoblade Chronicles 3D 042

Persönliches Fazit

Ich muss zugeben, dass ich Xenoblade Chronicles damals auf der Wii leider nicht gespielt habe. Nun merke ich erst, was für ein episches Rollenspiel ich damals verpasst habe. Die Portierung auf eine mobile Plattform hat Monolith Soft nahezu ohne technische Einschränkungen vollbracht, obwohl das teils starke Kantenflimmern hier einige Minus-Punkte kassiert. Ansonsten hat mir das Spiel jedoch ausgesprochen gut gefallen und ich bin froh, dass ich das Abenteuer von Shulk und seinen Freunden auf meinem New Nintendo 3DS nachholen durfte. Ich erlebe es heutzutage nicht mehr oft, dass ich in einem Rollenspiel einfach durch die Welt laufe und die stimmige Atmosphäre genieße. Doch in Xenoblade Chronicles ist es mir nicht nur ein oder zwei Mal passiert. Der Tag-Nacht-Rhythmus und der dazu wechselnde Soundtrack haben mich von Anfang an komplett in ihren Bann gezogen. Inhaltlich konnte mich der Titel ebenso sehr zufriedenstellen. Eine solide Menge an Nebenmissionen, große Gebiete zum Erkunden und verschiedene sammelbare Gegenstände zaubern euch im Null-Komma-Nichts eine Spielzeit jenseits von 70 Stunden auf den Bildschirm.

Wer also das Abenteuer von Shulk auf der Wii verpasst hat oder das ganze einfach noch einmal durchleben möchte, der kann hier beherzt zugreifen. RPG-Fans sollte das Spiel sowieso bereits aufgefallen sein. Wenn nicht, dann seid an dieser Stelle darauf hingewiesen. Hier erwartet euch wieder einmal ein lohnenswertes Stück Software!

Xenoblade Chronicles

39,00€
Xenoblade Chronicles
89
89

Gameplay

91 / 100

Das MMO-ähnliche Gameplay ist abwechslungsreich gestaltet und die KI handelt in Kämpfen schlau.

    Story

    88 / 100

    Eine spannende, packende Story wird hier gut inszeniert und erzählt.

      Grafik

      83 / 100

      Herausragender Grafikstil, durch die Portierung von der Wii allerdings mit kleinen Knackpunkten.

        Sound

        89 / 100

        Angenehmer Soundtrack, der sich der Situation anpasst und eine gute Vertonung der einzelnen Charaktere.

          Umfang

          93 / 100

          Durch unzählige Nebenmissionen und Sammel-Items erwartet euch ein langes Abenteuer.

            Spielspaß

            90 / 100

            Fairer Schwierigkeitsgrad, zusammen mit dem gut durchdachten Gameplay, macht stetig Lust auf mehr.

              Positiv

              • - Schlaue KI in Kämpfen
              • - Gut erzählte Geschichte
              • - Durch viele Nebeninhalte großer Umfang
              • - Ordentliche englische Vertonung
              • - Abwechslungsreicher Soundtrack

              Negativ

              • - Grafisch leider mit kleinen Schwachstellen
              • - Japanische Sprachausgabe wurde entfernt

              Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

              Euer Hardbloxx-Team
              Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

              Test/ Testbericht: Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall

              Mit Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall (und Donnerknall) bringt Nintendo den direkten Nachfolger von Inazuma Eleven GO: Licht beziehungsweise Schatten heraus. Der neueste Ableger der Reihe aus dem Hause Level 5 hat nicht nur einen ganzen Haufen neuer Charaktere an Bord, sondern bringt auch wieder einige Neuerungen im Gameplay mit. Wie schon im Vorgänger steht der fußballbegeisterte Arion Sherwind im Zentrum des Geschehens und muss sich keiner geringeren Aufgabe stellen, als den Fußball vor dem endgültigen Aus zu bewahren. Ob der Titel seinem Franchise Ehre machen kann, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Der Fußball einfach ausradiert?!

              Da staunt Fußball-Kapitän Arion Sherwind nicht schlecht, als er aus einem Trainingslager zurückkehrt. An der Raimon angekommen kann sich fast niemand an ihn erinnern und das schlimmste ist – es gibt keinen Fußballclub mehr. Völlig verwirrt davon, dass seine Freunde im Tischtennis-Club sind, sich nur noch der Musik widmen oder auf einmal Sumo viel besser finden als alles andere, beschließt er, der Sache auf den Grund zu gehen. Plötzlich taucht ein schräger Typ auf, der sich als Alpha vorstellt, seinerseits ein Mitglied von Protokoll Omega, die sich der Aufgabe verschrieben haben, den Fußball endgültig von der Welt zu tilgen. Als der rätselhafte Alpha mit Arion auf eine Zeitreise geht, muss der Mannschaftskapitän mit ansehen, wie dieser in der Vergangenheit das Ereignis manipuliert, das verantwortlich war für Arions Liebe zum Fußball. Doch Alpha hat nicht dem Einschreiten eines weiteren Zeitreisenden gerechnet.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Gemeinsam für den Sport

              In das Geschehen schaltet sich nun Fei Rune ein, der Arion mit seinen Duplikanten zur Seite steht, um sich gemeinsam Team Omega in einem Fußballspiel in den Weg zu stellen. An seiner Seite ist der blaue Bär Urs Wunderbär mit seinem Zeitreise-Bus. Im Laufe des Spiels müsst ihr also gemeinsam mit Arion und seiner Mannschaft quer durch die Zeit reisen, um das Herumgepfusche von Protokoll Omega wieder rückgängig zu  machen. Dabei trefft ihr alte Bekannte und gewinnt neue Freunde. In diesem Titel erwartet euch also auch eine satte Portion Sci-Fi, denn Zeitreisen und Paralleluniversen gehören hier zum guten Ton dazu. Wie gewohnt mischt Level 5 auch in diesem Ableger der Inazuma-Reihe gekonnt JRPG mit Sportspiel und so sammelt ihr mit gewonnenen Matches Erfahrungspunkte und steigt im Level auf. Die Stats verbessern sich dabei automatisch, allerdings könnt ihr euren Spielern an verschiedenen Punkten in der Welt ein Spezialtraining zukommen lassen, das einzelne Stats deutlich verbessern kann. Zudem könnt ihr über Schuhe, Handschuhe, Armbänder oder Halsketten noch weitere Boni auf Stats verleihen. Die Währung sind dabei Elanpunkte, die ihr nach jedem gewonnenen Match sammelt. Allerdings ist der Titel nicht übermäßig freigiebig damit, beziehungsweise Items sind ziemlich teuer. Einige davon könnt ihr aber auch nach einem gewonnenen Match bekommen.

              Matches finden nicht nur storybasiert statt, sondern auch an unterschiedlichen Plätzen im Spiel. Spielwillige sind auf eurer Karte rot markiert; einige davon werden euch ähnlich wie bei Pokémon bei Sichtkontakt ansprechen und das Match automatisch starten. Wart ihr siegreich, könnt ihr später noch öfter gegen diese Mannschaft spielen, was insbesondere zum Leveln nützlich ist. Eure Spieler leveln übrigens alle mit, auch wenn ihr hauptsächlich 5-versus-5 – Matches bestreitet und dabei, wie der Name vermuten lässt, immer nur fünf Spieler auf dem Platz habt.

              Über die Online-Verbindung könnt ihr natürlich auch wie gehabt mit eurer Wunschmannschaft gegen bis zu drei Freunde spielen.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Neue Spielmechaniken

              Inazuma Eleven ist bekannt für seine verrückten Spezialtechniken, von denen es auch diesmal wieder über 200 im Spiel zu sehen gibt. Zusätzlich könnt ihr eure Spieler aber auch anderweitig mit mehr Power ausstatten. So könnt ihr beispielsweise im Spiel die Kampfgeister der jeweiligen Spieler rufen. Diese manifestieren sich in Gestalt großer Geisterwesen und statten ihren Spieler für einen begrenzten Zeitraum mit erhöhten Werten aus oder machen besondere Spezialattacken möglich. Die Geister können aber auch wie eine Rüstung getragen werden. Währenddessen sind eure Werte sehr hoch und Spezialattacken kosten keine TP.  Zusätzlich könnt ihr aber auch die Miximorph-Funktion nutzen, um die Aura eurer Spieler mit einer anderen zu fusionieren. So könnt ihr euch beispielsweise die Kraft eines T-Rex zunutze machen oder ihr fusioniert die Aura zweier Spieler. Der große Vorteil besteht darin, dass dabei sämtliche Stats um 50 Prozent erhöht werden. Bei der Kombination zweier Spieler-Auren erhöhen sich zudem drei Stats um 75 Prozent.

              Weiterhin müsst ihr bei einer Begegnung mit dem Gegner erst einmal abschätzen, ob er nach links oder rechts laufen wird. Entsprechend muss jedes Mal Links oder Rechts ausgewählt werden. Wollt ihr einen Gegner in Ballbesitz abwehren, hofft ihr auf die gleiche Richtung. Habt ihr selbst den Ball, hofft ihr natürlich auf die andere Richtung, um den Spieler einfach ohne Konfrontation zu umgehen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, euch für die Anwendung einer Spezialattacke zu entscheiden.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Neu ist auch die Anzeige des Gesamtwerts der Spieler. Stehen sich zwei Spieler gegenüber, werden ihre jeweiligen Gesamtwerte in den oberen Ecken angezeigt und ihr könnt abschätzen, wie die Begegnung verlaufen wird. Ist der Gegner euch deutlich überlegen, lohnt es sich, auf eine Spezialattacke zurückzugreifen und euren Wert damit kurzzeitig zu steigern. Zudem bekommt der Torwart nun seine eigene Energieleiste. Jeder gehaltene Schuss füllt diese Leiste und wenn sie schließlich voll ist, ist der Torwart ausgelaugt und eigentlich nur noch der Vollständigkeit halber auf seine Position; ein Hindernis für den Ball ist er dann nämlich nicht mehr.

              Die Grundmechanik des Spiels bleibt allerdings unangetastet. Zu Beginn eines Matches habt ihr Gelegenheit, eure Spielaufstellung festzulegen und eventuell Positionen auf dem Feld zu variieren. Nach dem Anpfiff zeichnet ihr mit dem Touchpen eine Linie auf dem Feld, der der jeweilige Spieler folgt. Ihr könnt so gleichzeitig mehreren Spielern Anweisungen geben. Ist ein Spieler im Ballbesitz, braucht ihr nur einen anderen Spieler antippen, schon wird ihm der Ball zugepasst. Hat der Gegner den Ball, könnt ihr ihn antippen und eure Spieler laufen auf ihn zu, um ihn unter Druck zu setzen. Jeder Spieler hat außerdem noch eines von vier Elementen, die sich gegenseitig überlegen sind oder schlagen; dies kann bei einer Begegnung den entscheidenden Ausschlag geben und sollte nicht unterschätzt werden. Jeder Spieler verfügt neben seinen Stats auch über eine gewisse Menge an KP und TP. Zusammenstöße mit Gegnern, in denen ihr unterliegt, kosten euch KP, während Spezialfertigkeiten TP kosten. Beides kann vor einem Match oder in der Halbzeit über Items aufgefrischt werden, allerdings könnt ihr nur drei Items pro Match einsetzen. Es gilt also, sorgfältig hauszuhalten mit den Punkten.

              Außerhalb eines Matches könnt ihr die Punkte an Erholungspunkten auffrischen, das kostet allerdings Elanpunkte; umso mehr je höher ihr im Level aufsteigt.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Mehr Taktik, mehr Tiefgang?

              Fähigkeiten, Spezialattacken, Kampfgeister, Miximorph, die einzelnen Elemente der Spieler und Items – in Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall kommen so einige Faktoren zusammen, die das Spiel und eure Charaktere beeinflussen. Wer das Spiel beherrschen will, muss sich der Möglichkeiten durchgehend bewusst sein und alles im Blick haben. Entsprechend ist dieser Teil der Reihe wenig einsteigerfreundlich; erfahrene Anhänger dieser Reihe werden die taktische Vielfalt begrüßen, Einsteiger sollten aber besser zu einem der Vorgänger greifen. Insbesondere die Story-Matches haben an Schwierigkeit zugelegt, denn schließlich nutzen auch die Gegner Kampfgeister und Spezialtechniken. Wer hier unvorbereitet in ein Match kommt, wird ganz schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Hier solltet ihr vor großen Matches unbedingt an einem günstigen Punkt speichern, ansonsten könntet ihr in die Bredouille kommen, dass ihr an einem Point of no return steht, aber vom Level her noch hoffnungslos unterlegen seid. Mehrere Speicherstände gibt es nicht; habt ihr euch da also vertan und seid wirklich völlig chancenlos, habt ihr ein Problem.

              Wie auch in den vorigen Teilen seht ihr euch einer schieren Masse von potentiellen Mitspielern gegenüber. Diese könnt ihr entweder via Kärtchen kaufen (wofür ihr teilweise Bedingungen erfüllen müsst) oder sie schließen sich euch nach einem gewonnenen Match an. Die beiden Versionen Flammenwall und Donnerknall unterscheiden sich nicht hinsichtlich der Grund-Story, bringen aber jeweils unterschiedliche Spieler mit unterschiedlichen Spezialfertigkeiten mit und verschiedene Handlungsstränge bei den Zeitreisen.

              Liebevoll gestaltet wie immer

              Typisch Level 5 bekommt ihr auch in diesem Teil der Inazuma-Reihe wieder wunderschöne Anime-Szenen spendiert, die zu einem großen Teil sogar synchronisiert sind. Die Sprecher machen ihren Job dabei auch fast alle sehr gut; man muss sich natürlich situationsbedingt und animetypisch auf etwas überdrehte Sprechweisen einstellen (ich sage nur „ZEEITSPRUUUUNG!!!“). Auch die Umgebung, die ihr relativ frei erkunden könnt, ist wie immer sehr liebevoll gestaltet und es machen sich auch nostalgische Gefühle breit, wenn ihr bei einem Ausflug in die Vergangenheit bekannte Stadtviertel aus den ersten Inazuma Eleven-Teilen durchstreift. Ein besonders schönes Detail, allerdings ohne tiefergehende Funktion, ist der InaLink. Über diesen schicken sich die Spieler gegenseitig Nachrichten, planen ihr Training oder quatschen einfach über das Essen in der Kantine. An sich nutzlos, aber nichtsdestotrotz sehr unterhaltsam.

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

              Persönliches Fazit

              Die Inazuma-Reihe bleibt sich weiterhin treu. Das grundlegende Spielprinzip hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht verändert, es sind lediglich weitere Funktionen hinzugekommen. Mir persönlich ist das langsam schon ein bisschen zu viel des Guten; auf weitere Mechaniken sollte Level 5 verzichten. Nichtsdestotrotz ist Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall ein würdiger Nachfolger, der nach wie vor einfach Spaß macht und auch Fußballmuffel wie mich vor den 3DS lockt. Die vielen Figuren mit eigenem Charakter sind zum Großteil sehr gut vertont und die wie immer liebevoll gezeichneten Anime-Sequenzen sehen besonders in 3D wirklich gut aus. Überraschend viel Spaß hatte ich mit der an sich nutzlosen Funktion des InaLinks. Die Unterhaltungen zwischen den einzelnen Charakteren über schmutzige Trikots oder bunte Teddybären waren einfach witzig zu lesen und haben deutlich dazu beigetragen, das Profil der einzelnen Charaktere zu schärfen.

              Inazuma Eleven

              Inazuma Eleven
              84.3
              84.333333333333

              Gameplay

              81 / 100

              Etwas überladen, aber mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten, neue Funktionen werden gut erklärt

                Story

                76 / 100

                Eine Mischung aus Sci-Fi und Dramatischem

                  Grafik

                  89 / 100

                  Detailliert und liebevoll wie in den Vorgängern

                    Sound

                    85 / 100

                    Musikalisch schön untermalt

                      Umfang

                      87 / 100

                      Recht frei erkundbare Gegend, sehr viele Spieler und Gestaltungsmöglichkeiten fürs eigene Team

                        Spielspaß

                        88 / 100

                        Unterhaltsam besonders für Fans der Reihe

                          Positiv

                          • - Schöne Anime-Szenen
                          • - Gute Vertonung
                          • - Interessante Neuerungen wie InaLink

                          Negativ

                          • - Etwas überfrachtet mit neuen Funktionen
                          • - Nicht sehr einsteigerfreundlich

                          Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                          Hier könnt ihr die Preise vergleichen.

                          Euer Hardbloxx-Team

                          Test/Testbericht: Monster Hunter 4 Ultimate

                          Mit Monster Hunter 4 Ultimate bringt Capcom einen weiteren Ableger der mittlerweile unglaublich beliebten Action-Rollenspiel-Reihe nach Europa. Dabei soll der exklusiv für den Nintendo 3DS entwickelte Titel den Umfang der bisher erschienenen Titel noch einmal übertrumpfen und mit neuen Funktionen punkten. Capcom hat allerdings auch den Umfang an Monstern um einige erweitert, die nur darauf warten, von euch erjagt zu werden. Auch wir haben uns in das Jagd-Abenteuer gewagt und für euch herausgefunden, ob Monster Hunter 4 Ultimate den essenziellen Eigenschaften der Reihe treu bleibt. Das Ergebnis könnt ihr im folgenden Testbericht nachlesen.

                          Ein ganz normaler Tag…oder?

                          Es ist ein ganz normaler Tag im Leben unseres Jägers. Zusammen mit dem Karawanenführer der Wüstenstadt, in der wir leben, sind wir nach einer erfolgreichen Jagd auf dem Weg nach Hause. Doch ein Rudel Remobras verbreitet ein schlechtes Gefühl, denn diese sind nur dann aufgescheucht, wenn sich ein Drachenältester in der Nähe befindet. Diese sind ganz besondere Wyvern. Wir können uns nicht einmal richtig über das Vorkommen der Remobras Gedanken machen, da taucht auch schon der Dah’ren Mohran auf. Simpel gesagt könnte man ihn wohl von der Größe her als eine Art Blauwal der Wüste bezeichnen. Mit der einzigen Ausnahme, dass der Dah’ren Mohran bei Weitem nicht so friedlich daherkommt wie ein Blauwal. Und so greift das schier riesige Ungetüm auch direkt unsere Karawane an. Wir verteidigen uns also mit allen an Bord befindlichen Mitteln gegen die riesige Bestie, doch sie rast quasi direkt auf die Stadt zu. Allein könnten wir den Dah’ren Mohran niemals aufhalten, doch glücklicherweise kommen noch weitere Karawanen mit Jägern dazu.

                          In fantastischer Zusammenarbeit gelingt es uns also, den Mohran abzuwehren und die Stadt zu retten. In dieser angekommen, bittet uns der Karawanenführer zunächst, einige Aufgaben zu erledigen. Auf diese Ereignisse baut zudem die weitere Story auf. Bereits hier lässt sich die erste große Änderung zu den vorherigen Teilen feststellen. Denn bei Monster Hunter 4 Ultimate hat Capcom das erste Mal versucht, eine standfeste Story erschaffen, die eine interessante Geschichte bietet. Bisher galten die Stories in den Monster Hunter-Spielen eher als Mittel zum Zweck und boten neben einer eher uninteressanten Geschichte auch sehr wenig Tiefgang. Hier hat Capcom gut zugelegt und dem ohnehin umfangreichen und qualitativ hochwertigen Paket rund um Monster Hunter 4 Ultimate eine geeignete Hintergrundgeschichte spendiert. Im Vergleich mit anderen Videospielen mag vielleicht auch diese Geschichte auf den ersten Blick nicht viel Tiefgang bieten, aber trotzdem hat Capcom hier definitiv einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

                          Monster Hunter 4 Ultimate (29)
                          Monster Hunter 4 Ultimate (30)

                          Trautes Heim, Glück allein

                          Gameplay-technisch bleibt Monster Hunter 4 Ultimate definitiv der Reihe treu. Wir beginnen ein neues Spiel, indem wir unseren eigenen Charakter erstellen. Dabei lassen sich neben dem Geschlecht zwar nicht unglaublich viele Details einstellen, aber mit der Kleidung, der Stimme und dem Gesicht sollten hier wohl für die meisten Zocker genug Anpassungs-Möglichkeiten gegeben sein. Neben dem eigenen Charakter haben wir in Monster Hunter 4 Ultimate außerdem das erste Mal die Möglichkeit, unseren Kameraden, welcher wie gewohnt eine Felyne (eine Katze) ist, anzupassen. Dabei können wir das Fell verändern, dem Fell eine eigene Farbe geben, die Kleidung unseres Kameraden bestimmen und dem Kleinen sogar eine besondere Stimme spendieren. Sind wir schließlich damit fertig die persönlichen Einstellungen vorzunehmen und unseren Jäger sowie Kameraden nach den eigenen Ideen zu erstellen, fragt uns das Spiel schließlich, ob wir noch ein Anfänger-Jäger sind. Dies hat keinerlei Einfluss auf den eigentlichen Schwierigkeitsgrad des Spiels, sondern soll Neueinsteigern der Monster Hunter-Reihe die Möglichkeit bieten, anfangs eine Hand voll Tipps zu bekommen. So soll der Einstieg in die Jagd deutlich einfacher gelingen, als es noch früher in den ersten Monster Hunter-Spielen der Fall war.

                          Sind wir dann nach dem Angriff des Dah’ren Mohran in der Stadt angekommen, so fällt einem hier zunächst der Aufbau derselben auf. Neben dem Karawanenführer haben es sich außerdem ein Ausrüstungs-Verkäufer, ein Schmied, eine Händlerin und einige Personen mehr in der Stadt gemütlich gemacht. Der Karawanenführer war des Weiteren so nett, euch ein eigenes Haus zu schenken, in welchem ihr unter anderem das Spiel speichern könnt. Nachdem euch der Karawanenführer schlussendlich noch etwas Ausrüstung geschenkt hat, könnt ihr euch also auf den Weg zur ersten Quest machen. Dafür gibt es in der Stadt einen eigenen Questschalter, an dem eine nette, junge Frau nur darauf wartet, euch die Quests vorzustellen, die von euch gemeistert werden möchten. Dabei sind die Quests in verschiedene Ränge eingeteilt. Zunächst beginnen wir im ersten Rang. Dort beschränken sich die Quests meist darauf, etwas zu sammeln oder einige kleine Monster zu erlegen. Also quasi ein perfekter Einstieg für jene, die vorher noch nie mit Monster Hunter zu tun hatten. Habt ihr eine passende Quest gefunden, so könnt ihr euch am Ausgang der Stadt auf den Weg zu jener machen.

                          Monster Hunter 4 Ultimate (51)
                          Monster Hunter 4 Ultimate (46)

                          Aller Anfang ist schwer

                          Während der Quests geben euch die Stadtbewohner immer mal wieder Tipps zu neuen Spiel-Elementen oder falls ihr etwas Neues entdeckt. Die dafür aufploppenden Nachrichten könnten für alteingesessene Monster Hunter-Veterane durchaus als sehr nervig gelten, doch der ohnehin recht holprige Einstieg in die Mechaniken von Monster Hunter geht für Anfänger so eventuell etwas einfacher von der Hand. So ganz ohne Hilfsmittel sind vor allem spätere Quests nicht sehr einfach zu bewältigen, sodass es in Monster Hunter 4 Ultimate wieder die obligatorische Vorratskiste am Anfang jeder Quest gibt. In dieser findet ihr alle möglichen Hilfsmittel wie eine Karte, Heiltränke oder Rationen, um eure Ausdauer aufzufrischen. Denn neben der Gesundheit eures Jäger gesellt zudem die Ausdauer dazu. Neben dem normalen Laufen gibt es in Monster Hunter 4 Ultimate nämlich noch diverse andere Aktionen, die eure Ausdauer aufbrauchen. So könnt ihr beispielsweise per rechter Schultertaste schneller Rennen, per Knopfdruck auf die B-Taste ausweichen oder, je nach Waffe, spezielle Angriffe ausführen. Dabei füllt sich die Ausdauer nach solchen Aktionen in kurzer Zeit wieder auf. Gesundheit und Ausdauer werden euch in Form einer Leiste angezeigt. Eine genaue Anzeige in Zahlen oder Prozent gibt es dabei nicht.

                          Neben den Grundattributen ist beim Jagen natürlich auch eure Ausrüstung wichtig. Dort gibt es neben einer Vielzahl von Waffen, die sich in Nah-, sowie Fernkampfwaffen unterteilen und ihre eigenen Vor- und Nachteile besitzen, außerdem seit Anbeginn der Reihe eine unglaublich große Auswahl an Rüstungen. Diese unterteilen sich in Helm, Brustpanzer, Armschienen, Hüfte und Beinschienen. Neben den typischen Verteidigungswerten bieten diese zudem meist einzigartige Fertigkeiten. So lassen sich durch eine Fähigkeit zum Beispiel die Hilfsmittel schneller vernaschen, wodurch ihr im Kampf nicht so viel Zeit verliert. Materialien, um Waffen und Rüstungen herzustellen, müsst ihr in den verschiedenen Quest-Gebieten von Monster Hunter 4 Ultimate sammeln. Dafür könnt ihr bei der Händlerin beispielsweise Spitzhacken oder Fanggeräte für Käfer kaufen. Im Großen und Ganzen mögen sich die Mechaniken von Monster Hunter 4 Ultimate auf den ersten Blick vielleicht extrem kompliziert lesen, aber sobald man in diese hinein gefunden hat und weiß, wie diese eigentlich funktionieren, gestaltet sich das Ganze als ziemlich simpel.

                          Monster Hunter 4 Ultimate (50)
                          Monster Hunter 4 Ultimate (7)

                          Zusammen sind wir Quark!

                          Doch was wäre ein Spiel namens Monster Hunter ohne die namensgebenden Monster? Natürlich nicht viel und so gibt es von denen in Monster Hunter 4 Ultimate über 120 verschiedene Arten zu erjagen. Dabei findet ihr neben den typischen Wyvern auch diverse andere Monsterarten, wie beispielsweise affenähnliche Kreaturen oder riesige Käfer, auch Neopteron genannt. Jede einzelne Bestie hat ihr Moveset, welches es zu studieren gilt, um allen Attacken passend ausweichen zu können. Denn je weiter ihr in der Questreihe der Stadt kommt, desto schwerer und größer werden natürlich auch die Kreaturen, welche ihr erlegen müsst. Schafft ihr es schließlich, die Bestie zu erlegen, so könnt ihr diese schlussendlich noch, je nach Kreatur, zwei bis vier Male ausnehmen, wobei ihr jedesmal ein Material der besiegten Kreatur bekommt, um neue Waffen und Rüstungen zu schmieden. Neben einer Belohnung in Form von Geld, bekommt ihr außerdem nach Abschluss einer Quest noch weitere Gegenstände als Belohnung. Simpel dargestellt gestaltet sich das ganze in dem Schema: Neuer Jägerrang – neue Monster jagen – Materialien für stärkere Waffen und Rüstungen sammeln – zum nächsten Jägerrang voranschreiten. Das mag auf den ersten Blick für manch einen vielleicht etwas eintönig klingen, doch das Ganze bietet durchweg Suchtpotenzial, jede einzelne Waffe und Rüstung im Spiel zu erstellen. Die Vielfalt an Monstern tut hier ihr Übriges.

                          Ebenso essenziell wie die namensgebenden Monster ist in Monster Hunter zudem der Mehrspieler-Modus. Hier hat Capcom einen unglaublichen Fortschritt gemacht, denn bisher konntet ihr in den Monster Hunter-Spielen für portable Konsolen (3DS, PSP,…) nur lokal mit euren Freunden zusammen auf die Jagd gehen. Monster Hunter 4 Ultimate bietet nun als erster portabler Titel der Reihe die Möglichkeit, auch online mit anderen Jägern zusammenzuarbeiten. Denn neben den Quests in der Stadt gibt es noch weitere Quests in der Gildenhalle. Diese sind teilweise deutlich schwieriger als jene in der (Singleplayer-)Stadt und so lohnt sich hier insbesondere bei den späteren Quests jeder Mann, der helfen kann. Dabei solltet ihr jedoch aufpassen, was im Kampf alles geschieht. Denn in Monster Hunter gilt: Sobald ihr das dritte Mal sterbt, gilt die Quest als fehlgeschlagen. Dabei ist egal, ob ein einziger Jäger drei Mal stirbt oder vereinzelt drei verschiedene Jäger. Zudem beschränkt sich eure Truppe auf maximal vier Jäger, sodass ihr euch vor manchen Quests besonders viele Gedanken machen solltet, wen ihr alles mitnehmt. Das Ganze bietet neben einer Menge individueller Herausforderungen vor allem einen unglaublich großen Umfang, der im gesamten Videospiel-Universum teilweise seinesgleichen sucht.

                          Monster Hunter 4 Ultimate (34)
                          Monster Hunter 4 Ultimate (48)

                          Angenehme Technik

                          Ein weiterer, besonderer Pluspunkt von Monster Hunter 4 Ultimate ist definitiv die Grafik. Neben allgemein schön gestalteten Gebieten, Charakteren und Monstern sieht Monster Hunter 4 Ultimate vor allem in den vereinzelt im Spiel platzierten Cutscenes außerordentlich gut aus. Hier hat man das Gefühl, dass wirklich alles aus dem 3DS herausgeholt wurde. Zudem lief das Spiel im Test fast durchweg mit 60 Bildern die Sekunde, was heutzutage leider noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Hierbei sei angemerkt, dass wir Monster Hunter 4 Ultimate auf dem neuen New 3DS XL getestet haben, der mit mehr Performance punkten kann. Dadurch ergibt sich ein sehr angenehmes Spielgefühl. Natürlich bietet die Grafik auch einige Kritikpunkte. Manche Texturen sehen nach wie vor etwas matschig aus und an wenigen, kleinen Stellen erkennt man dennoch starkes Kantenflimmern. Doch insgesamt bietet Capcom hier ein rundum angenehmes Gesamtpaket, welches der Reihe definitiv gerecht wird.

                          Neben der liebevollen Grafik erwartet euch in Monster Hunter 4 Ultimate zudem eine authentische Soundkulisse. Während ihr in einigen Gegenden lediglich angenehme Hintergrundgeräusche vernehmen könnt, läuft während dem Kampf gegen die riesigen Kreaturen meist ein passendes, actionreiches Musikstück im Hintergrund. Dabei wurde vielen Bestien in Monster Hunter 4 Ultimate ein völlig eigenes Theme spendiert, das euch durch den Kampf hetzt. Dadurch kommt teilweise schon einmal erdrückende Atmosphäre auf, wenn es sowieso schon nicht gut um euren Jäger aussieht und dann noch das passende Stück im Hintergrund läuft.

                          Monster Hunter 4 Ultimate (43)
                          Monster Hunter 4 Ultimate (9)

                          Persönliches Fazit

                          Was habe ich mich auf dieses Spiel gefreut… Seit dem ersten Teil auf der PlayStation 2 bin ich riesiger Fan der Monster Hunter-Reihe und so hat mich auch dieser Teil vollkommen in seinen Bann gezogen. Neue Kreaturen, neue Waffenarten, neue Jagdgebiete und noch dazu sogar endlich mal eine einigermaßen interessante Hintergrundgeschichte. Man könnte also sagen, Capcom hat die guten Aspekte der Vorgänger genommen und durch neue, aufregende Inhalte erweitert. Herausgekommen ist ein Monster Hunter, welches unglaublich viel Umfang bietet. Welche Verbesserung mir persönlich am besten gefallen hat, bezieht sich auf den Mehrspieler, der nunmal einen Großteil des Spielspaß von Monster Hunter 4 Ultimate ausmacht. Früher musste ich mich jedesmal mit meinen Freund irgendwo treffen, um mit ihnen zusammen auf die Jagd gehen zu können. Natürlich war es schön, die anderen immer mal wieder zu sehen, doch manchmal war es doch wirklich nervig, da das Ganze oft geplant werden musste. Nun spreche ich mich mit meinen Freunden ab, wann wir uns im TeamSpeak treffen und schon kann der Spaß losgehen. Zusammen mit der durchweg angenehmen Technik hat Capcom hier ein sehr überzeugendes Gesamtpaket geschaffen. Ihr besitzt einen 3DS und interessiert euch auch nur im Entferntesten für Action-Spiele? Dann werft ruhig einmal einen Blick auf Monster Hunter 4 Ultimate – es lohnt sich!

                          Monster Hunter 4 Ultimate

                          Ab 42,99€
                          Monster Hunter 4 Ultimate
                          91
                          91

                          Gameplay

                          91 / 100

                          Abwechslungsreich und herausfordernd - zusammen mit dem großen Umfang ein rundum überzeugendes Paket.

                            Story

                            86 / 100

                            Nach langer Zeit hat es Capcom endlich geschafft, eine interessante Hintergrundgeschichte zu erschaffen.

                              Grafik

                              90 / 100

                              Sehr liebevoll gestaltete Charaktere, sowie Monster und fast durchweg 60 Bilder die Sekunde erschaffen ein ausgesprochen angenehmes Spielgefühl.

                                Sound

                                89 / 100

                                Authentischer Soundtrack, der euch gekonnt durch die Kämpfe hetzt.

                                  Umfang

                                  97 / 100

                                  Die Vielfalt an Monstern und Quests ergibt einen schier riesigen Umfang, der seinesgleichen sucht.

                                    Spielspaß

                                    93 / 100

                                    Der Einstieg mag für Anfänger etwas holprig verlaufen, doch hat man die Mechaniken von Monster Hunter erst einmal verstanden, zieht das Spiel einen sehr schnell in den Bann.

                                      Positiv

                                      • - Gewohnt riesiger Umfang
                                      • - Eine interessante Hintergrundgeschichte
                                      • - Durchweg überzeugende Grafik
                                      • - Gleichmäßiger und fairer Anstieg der Schwierigkeit
                                      • - Endlich ein Online-Mehrspieler

                                      Negativ

                                      • - Ständige Tutorial-Einblendungen mit der Zeit vielleicht etwas nervig
                                      • - Für Anfänger recht holpriger Einstieg

                                      Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

                                      Euer Hardbloxx-Team
                                      Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

                                      Test / Testbericht: Pokémon Alpha Saphir

                                      Pokémon gilt heutzutage als eine der ältesten und gleichzeitig besten Spielereihen überhaupt. Die Jagd nach dem Rang des Pokémon-Meisters und das Sammeln der mittlerweile ganzen 719 Pocket Monsters bereitet nach wie vor Groß und Klein immensen Spaß. Mit Pokémon Alpha Saphir und Omega Rubin bringt Game Freak zwar keinen rundum neuen Teil der Serie, jedoch sollen auch die Remakes der beiden Teile Saphir und Rubin von 2003 die Fans bei Laune halten. Wir durften uns in das Abenteuer in Pokémon Alpha Saphir werfen und haben für euch herausgefunden, ob es sich dabei nur um erneut aufgewärmte Suppe oder um schmackhafte Kost für Pokémon-Trainer handelt.

                                      „Ich will der Allerbeste sein,…“

                                      „…wie keiner vor mir war.“ Auch in Pokémon Alpha Saphir hat sich die prinzipielle Hintergrundgeschichte der bekannten Reihe kaum geändert. Wir starten, wahlweise als Junge oder als Mädchen, in der sogenannten Welt Hoenn und beschließen, uns auf die Reise zu begeben, um Pokémon-Trainer zu werden. Wie auch schon in allen vorherigen Teilen, hat auch hier die Mutter des schätzungsweise 13 Jahre alten Protagonisten nichts dagegen, dass ihr Kind durch die Weltgeschichte reist und diversen Gefahren trotzt. Und wie es der Zufall so will, wohnen wir in dem gleichen Dorf, wie ein berühmter Pokémon-Professor. So machen wir uns also auf, um jenen zu suchen, der uns den Einstieg in die Welt der Pokémon ermöglichen soll. Nachdem wir jedoch besagten Professor, Birk ist übrigens sein Name, weder in seinem Haus, noch in seinem Labor auffinden, machen wir uns auf den Weg aus dem Dorf.

                                      Kaum sind wir auf der ersten Route angekommen, wartet auch schon unser erstes, kleines Abenteuer auf uns. Den Professor haben wir nämlich gefunden, allerdings befindet sich dieser in einer Bredouille. Er wurde von einem Pokémon angegriffen und hat dabei seine Tasche mit drei verschiedenen Pokémon fallen lassen. Glücklicherweise sind wir da und dürfen uns eins der drei kleinen Pokémon aussuchen, mit dem wir Professor Birk zu Hilfe eilen. Ist das angreifende Pokémon besiegt, gehen wir mit dem Professor in sein Labor und er schenkt uns als Dank den kleinen Racker, mit dem wir vor kurzem zusammengearbeitet haben. Dies ist der Beginn unserer langen Reise zum Pokémon-Meister, denn von nun an gilt es, Hoenn unsicher zu machen, Pokémon zu sammeln, Orden zu erlangen und irgendwann die Pokémon-Liga zu erreichen.

                                      So simpel die Geschichte der Pokémon-Teile auch nach wie vor sein mag, so aufregend ist sie auch jedes Mal aufs Neue. Einige Zeit verstreicht, bis wir alle acht Orden in unseren Händen halten und dabei streut Game Freak gekonnt einige Nebengeschichten in das Spiel ein. Sei es die Suche nach den legendären Pokémon, die raufwütigen Schurken von Team Magma und Aqua, welche einmal mehr Böses im Schilde führen oder der Wettkampf mit dem Rivalen. Game Freak weiß einfach, wie man Spieler bei Stange hält und auch bei Pokémon Alpha Saphir weiß die Geschichte ein erneutes Mal zu gefallen.

                                      Pokemon-ORAS (4)
                                      Pokemon-ORAS (6)

                                      Schnapp‘ sie dir alle!

                                      Das grundlegende Spielprinzip in Pokémon Alpha Saphir hat sich seit den ersten Teilen von 1999 kaum verändert. Noch immer geht es darum, die kleinen Monster zu fangen und zu trainieren. Was zunächst recht simpel klingt, bedarf bei der Perfektion des eigenen Teams einer riesigen Menge an Können und Kenntnis über die Pokémon-Welt. Die insgesamt 719 Pokémon sind in der ganzen Welt verteilt und warten nur darauf, von uns entdeckt und gefangen zu werden. Nun ja, so ganz stimmt das allerdings nicht, denn auch in Pokémon Alpha Saphir gibt es wieder nur einen Teil der existierenden Pokémon. Es gilt also auch hier wieder: Wer alle sammeln möchte, muss entweder mit anderen Spielern tauschen oder die fehlenden Pokémon von anderen Editionen herüber tauschen. Ansonsten gilt das gleiche Prinzip, wie schon immer. Wir fangen uns diverse Pokémon, kämpfen uns mit diesen durch Hoenn und trainieren damit unser, aus höchstens sechs Pokémon bestehendes, Team. Haben unsere Pokémon ein gewisses Level erreicht oder erfüllen wir gewisse andere Bedingungen, entwickeln sich die meisten sogar zu einem neuen, stärkeren Wesen.

                                      Die Kämpfe in Hoenn sind wieder einmal sehr ausgewogen. Alle Trainer sind gut zu besiegen und auch die verschiedenen Arenaleiter sind fair gestaltet. Selbst mit einem Team aus sechs Pokémon lässt sich das Abenteuer gut bestreiten, was nicht zuletzt am überarbeiteten EP-Teiler liegt. Bis zur sechsten Generation (alles vor Pokémon X und Y) konnte man diesen einem Pokémon zu tragen geben, welches dann auch im Falle, dass es nicht am Kampf teilnahm, Erfahrungspunkte sammelte. Seit Pokémon X und Y ist es nun so, dass der EP-Teiler für alle Pokémon im Team gilt und wir somit unser Team gleichmäßig und ausgewogen trainieren können. Das sorgt noch einmal für mehr Fairness und vereinfacht das Aufbauen eines großen Teams ein wenig.

                                      Pokemon-ORAS (16)
                                      Pokemon-ORAS (15)

                                      Es gibt viel zu tun

                                      Geht es dann an das Kämpfen an sich, kommt der strategische Teil von Pokémon ins Spiel. Jedes einzelne Pokémon besitzt neben seinen Attributen, welche die Grundstärke ausmachen, ein oder zwei Typen. Diese erstrecken sich von Feuer, über Wasser, Pflanze und Elektro, bis hin zu Fee, Stahl oder Unlicht. Insgesamt gibt es 18 dieser Typen. Neben seinen Attributen beherrscht jedes Pokémon auch bis zu vier Attacken, welche ebenfalls einen Typen besitzen. Greift man nun mit einer Elektro-Attacke ein Wasser-Pokémon an, so macht man deutlich mehr Schaden, als wenn man mit einer Wasser-Attacke ein Pflanzen-Pokémon angreifen würde. Dies bildet das Grundgerüst der Kämpfe in Pokémon und macht jeden Kampf für sich interessant und herausfordernd zugleich. Der Sinn dahinter sollte wohl jedem klar sein, der schon einmal in seinem Leben Pokémon gespielt hat. Neben den Attacken können wir unser Pokémon im Kampf allerdings noch mit einer Menge Gegenstände helfen, welche sie beispielsweise stärken oder eine Schwäche ausgleichen. So sind, vor allem im späteren Spielverlauf, nicht selten viele Kenntnisse gefragt, um sich im Kampf effizient einen Vorteil zu verschaffen.

                                      Doch auch fernab der Kämpfe gibt es in Hoenn sehr viel zu tun. Das Fangen der verschiedenen Pokémon wird durch das neue Poké-Navi ein weiteres Mal etwas erleichtert. Dieses kann auf dem unteren Bildschirm des 3DS verwendet werden und bietet uns, sofern wir auf den verschiedenen Routen von Hoenn unterwegs sind, Informationen zu den Pokémon, die wir auf der momentanen Route fangen können. Darüber hinaus kann es in Pokémon Alpha Saphir passieren, dass ein besonderes Pokémon im Gras auftaucht. Zum einen werden wir dann vom Navi gewarnt, dass sich jenes in unserer Nähe befindet und zum anderen sehen wir dann im hohen Gras, wo normalerweise Zufallskämpfe stattfinden, eine Silhouette des Pokémons. Kommen wir dieser näher, müssen wir uns allerdings auf Zehenspitzen bewegen, um das Pokémon nicht aufzuschrecken. Das machen wir, indem wir das Schiebepad des 3DS nur ganz sachte in die jeweilige Richtung bewegen, in welche wir gehen wollen. Nähern wir uns also sorgsam der Silhouette, so gibt uns das Navi weitere Infos zum bevorstehenden Kampf. Dabei wird uns das Level und eine besondere Attacke, die das Pokémon beherrscht, angezeigt. Das Ganze erleichtert das Fangen von Pokémon ungemein und bietet die Möglichkeit, schon früh Pokémon mit sehr starken Attacken zu fangen, die normalerweise erst später erlernbar wären.

                                      Pokemon-ORAS (9)
                                      Pokemon-ORAS (7)

                                      Auch andere wollen die Allerbesten sein

                                      Übrigens bietet Pokémon Alpha Saphir, wie schon die alten Teile von 2003, wieder die sogenannten Wettbewerbe. Dabei vollführen unsere Pokémon verschiedene Attacken vor einer Jury, mit denen sie Punkte sammeln und Bänder sowie neue Gegenstände gewinnen können. Besagte Bänder werden im Status unseres Pokémon angezeigt und haben meist keine weiteren Auswirkungen auf unser Pokémon an sich. Natürlich gibt es neben den oben genannten Punkten noch sehr viel mehr zu tun. Man nehme hier beispielsweise die Spielehalle, in der wir Münzen gewinnen können, welche gegen Pokémon oder Gegenstände einzutauschen sind. Oder etwa das Sammeln der in Hoenn verstreuten Gegenstände. Hier auf jede Nebenbeschäftigung einzugehen, würde jedoch den Rahmen des Testberichtes sprengen und so versuchen wir euch, das Ganze so kompakt, wie möglich zu vermitteln. Im Großen und Ganzen zieht Pokémon Alpha Saphir den Spieler etliche Stunden vor den Bildschirm, bis wirklich alles in Hoenn erledigt ist.

                                      Doch auch wenn wir in Hoenn soweit alles erledigt haben, bietet Pokémon Alpha Saphir, wie schon einige Vorgänger, ebenfalls einen Mehrspieler-Modus. So könnt ihr online beispielsweise Pokémon mit anderen Trainern tauschen oder euch mit diesen in einem Kampf messen. Auch der Wundertausch, welcher in Pokémon X und Y sein Debüt feiern durfte, ist auch in Pokémon Alpha Saphir wieder dabei. In diesem tauscht ihr eines eurer Pokémon gegen ein zufällig ausgewähltes eines anderen Trainers. Obwohl hier meist sehr schwache Pokémon herumgeschickt werden, bekommt man mit Glück auch einmal ein starkes Pokémon oder eines, welches es in der eigenen Edition nicht zu fangen gibt. Und auch die Kämpfe sind aufregend gestaltet. An sich laufen diese wie ganz normale Kämpfe gegen die KI ab, jedoch stellen sich diese durch den entscheidenden Faktor, dass ihr gegen echte Spieler kämpft, oft sehr herausfordernd heraus. Traut man sich und seinem Team sehr viel zu, kann man auch in der Rangliste kämpfen. Hier werden die Kämpfe bewertet und ihr könnt in der weltweiten Rangliste auf- bzw. absteigen. Vor allem hier ist extrem viel Spielverständnis gefragt, um in der Rangliste so weit, wie möglich aufzusteigen. Dies, kombiniert mit den etlichen Stunden in Hoenn, bietet unglaublich viel Umfang. Hier kann Pokémon Alpha Saphir auch auf lange Strecke in vollem Umfang überzeugen.

                                      Pokemon-ORAS (14)
                                      Pokemon-ORAS (21)

                                      Hoenn ist gut gealtert

                                      Zu Pokémon gehörte schon immer eine stimmige Welt, in der wir unser Abenteuer erleben und auch in Pokémon Alpha Saphir hat Game Freak wieder einmal alles richtig gemacht. Die überarbeitete Welt Hoenn sieht einfach extrem hübsch aus, hier hat Game Freak ganze Arbeit geleistet. In jeder Ecke gibt es eine Kleinigkeit zu entdecken. Im Wald wehen ein paar Blätter umher und am Strand fliegen ein paar Wingulls an uns vorbei. Das schafft eine unglaublich gute und dichte Atmosphäre, bei der man sich schnell pudelwohl fühlt. Auch die 3D-Modelle der Pokémon und ihrer Attacken können sich sehen lassen. Wie schon in Pokémon X und Y sind die Pocket Monster sehr detailliert und sehen einfach unglaublich gut aus. Auch im Kampf zeigt sich dies eindrucksvoll, da auch hier, neben den Animationen der Attacken,  diverse Spezialeffekte mit einspielen. Game Freak hat auch bei Pokémon Alpha Saphir wieder ein rundum abgestimmtes Grafikpaket zu bieten.

                                      Neben der Grafik braucht sich auch der Soundtrack nicht zu verstecken. Dieser wurde ebenfalls überarbeitet und klingt besser denn je. Der Grundton hinter der Musik ist nach wie vor der gleiche geblieben und man hört die verschiedenen Lieder von damals manchmal aus den heutigen heraus. Jedoch hat Game Freak es geschafft, den alten Liedern eine gewisse neue Würze zu verleihen. Der Soundtrack hört sich etwas flotter, aber auch sehr stimmig an, sei es im Kampf oder in den Städten von Hoenn. Möchte man unbedingt noch einen Kritikpunkt an dem ausgewogenen Sound des Spiels suchen, so wäre dies wohl die seit dem ersten Teil fehlende Vertonung. Jene würde die Technik hinter Pokémon wahrscheinlich nahezu perfektionieren und vielleicht auch ein weiteres Mal frischen Wind in die Spiele-Serie bringen. Das ist allerdings Meckern auf höchstem Niveau. An der Technik hinter Pokémon Alpha Saphir ist ansonsten absolut gar nichts auszusetzen.

                                      Pokemon-ORAS (1)
                                      Pokemon-ORAS (17)

                                      Persönliches Fazit

                                      Als Pokémon Alpha Saphir und Omega Rubin angekündigt wurden, war ich zunächst zwiespältig. Schon wieder werden irgendwelchen alten Titeln Neuauflagen verpasst? Dieses Prinzip scheint sich mittlerweile durch die ganze Spieleindustrie zu ziehen und so baute sich bei mir persönlich anfangs kaum Vorfreude auf. Je mehr ich allerdings über die neuen Inhalte las, desto mehr Lust hatte ich mit der Zeit dann doch, eine der beiden Neuauflagen zu testen. Und ich muss sagen, Pokémon Alpha Saphir hat mich voll und ganz überzeugt. Ich habe mittlerweile einige Neuauflagen älterer Videospiele begutachten dürfen und kaum eines bot so viele neue Inhalte und Verbesserungen, wie Pokémon Alpha Saphir. Schon damals habe ich mit Pokémon Saphir, Rubin und Smaragd etliche Stunden in Hoenn verbracht und doch hat mir die erneute Reise in jene Welt wieder richtig Spaß gemacht.

                                      Die Welt sieht schick aus, die 3D-Modelle sind erneut sehr gut gelungen und es gibt serientypisch wieder einmal unglaublich viel zu tun. Sei es das Vervollständigen des Pokédex, das Trainieren der Pokemon, das Teilnehmen an Wettkämpfen oder einfach nur das Kämpfen mit Spielern aus der ganzen Welt. Jedes einzelne Stück Inhalt in Pokémon macht nach wie vor sehr viel Spaß. So hat mich auch Pokémon Alpha Saphir, wie schon viele Teile davor, in seinen Bann gezogen. Ich kann diese Neuauflage nur jedem ans Herz legen, der noch in irgendeiner Weise etwas für Pokémon übrig hat. Hier gibt es definitiv viel Spielspaß für Groß und Klein!

                                      Pokémon Alpha Saphir

                                      Ab 42,99€
                                      Pokémon Alpha Saphir
                                      88.8
                                      88.833333333333

                                      Gameplay

                                      88 / 100

                                      Pokémon schafft erneut den Spagat zwischen einfachem Kämpfen und dem Drang zur Perfektion.

                                        Story

                                        84 / 100

                                        Erneut simple und etwas fragwürdige Geschichte, die jedoch passend durch viele Nebenakteure erweitert wird.

                                          Grafik

                                          87 / 100

                                          3D-Grafik erneut sehr gut umgesetzt und viele schöne Effekte schmücken Hoenn gekonnt aus.

                                            Sound

                                            84 / 100

                                            Überarbeiteter Soundtrack, der durchweg authentisch wirkt.

                                              Umfang

                                              96 / 100

                                              Pokémon sammeln, trainieren, tauschen, kämpfen,... Es gibt einfach immens viel zu tun.

                                                Spielspaß

                                                94 / 100

                                                Das Pokémon-Prinzip stirbt nach wie vor nicht aus und macht auch nach zig Stunden noch sehr viel Spaß.

                                                  Positiv

                                                  • - Extrem umfangreicher Inhalt
                                                  • - Sehr hübsche 3D-Grafik
                                                  • - Stimmiger Soundtrack
                                                  • - Viele Nebenbeschäftigungen
                                                  • - Pokémon-Prinzip zieht den Spieler zig Stunden vor den 3DS

                                                  Negativ

                                                  • - Vertonung würde der Reihe gut tun
                                                  • - Nach wie vor etwas fragwürdige Geschichte

                                                  Ihr könnt hier die Preise vergleichen. Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

                                                  Euer Hardbloxx-Team
                                                  Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

                                                  Test/Testbericht: Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call

                                                  Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call – so sperrig der Name auch ist, so einfach ist das Spielprinzip. Die beliebten Lieder aus den Soundtracks der Final Fantasy-Reihe, die zum Großteil aus der Feder von Nobuo Uematsu stammen, finden sich hier in kurzen Leveln wieder, in einem Mix aus Rhythmus-Spiel und RPG. Mit diesem Titel bringt Square Enix den Nachfolger zu Theatrhythm Final Fantasy. Curtain Call bringt mit über 200 Liedern einen deutlich praller gefüllten Rucksack an Musikstücken, aber auch an Charakteren und Spielmodi mit. Ob der Titel an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann?

                                                  theatrythm-final-fantasy-curtain-call-4
                                                  theatrythm-final-fantasy-curtain-call-2

                                                  Bewährtes Prinzip

                                                  Es gibt eine rudimentäre Hintergrundgeschichte, die letztlich der aus dem Vorgänger-Titel entspricht. Die Göttin Cosmos, ihres Zeichens Sinnbild der Harmonie, wird durch Chaos, ihren Gegenspieler, bedroht. Um die Harmonie in der Welt zu erhalten, muss der Kristall des Rhythmus durch wohlklingende Melodien und Töne, in Form von Rythmia, gestärkt werden, von dem ihr mit jedem Level mehr sammelt.
                                                  Das Gameplay hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert. Es gibt drei verschiedene Level-Varianten; Field Music Stage (FMS), Battle Music Stage (BMS) und Event Music Stage (EMS). Die FMS spiegeln Reisepassagen wider, in denen die Charaktere eine Wegstrecke zurücklegen. Hier folgen wir quasi einer Spur aus Triggern. Bei roten Symbolen wird mit dem Stylus getippt, bei gelben wird der Stylus in die Richtung gezogen, die der Pfeil vorgibt und bei grünen Symbolen muss bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gedrückt gehalten werden. Manchmal muss am Ende einer grünen Spur auch der Stylus in eine bestimmte Richtung weggezogen werden. Natürlich lässt sich nicht nur mit Stylus, sondern auch mit Knöpfen und Stick spielen. Dabei kann jederzeit gewechselt werden, ohne dass die Steuermethode vorher irgendwo eingestellt werden muss. Die Erkennung des Stylus funktioniert wunderbar, einzig wenn schräge Bewegungen ausgeführt werden sollen, gibt sich das Spiel manchmal zickig.

                                                  In den BMS wird ein Kampf simuliert. Alle vier Charaktere der Party stehen untereinander und es gibt vier verschiedene Ebenen, auf denen die Trigger im Takt der Musik rechtzeitig erwischt werden müssen. Die Lebenspunkte der Charaktere werden dabei addiert und als Balken angezeigt. Landet ihr bei einem Ton ein „Miss“ oder ein „Bad“ erleidet ihr Schaden. Hier spielt nun der Rollenspiel-Charakter eine Rolle, denn eure Charaktere haben Stats wie Stärke, Magie, Agilität, Glück, Ausdauer und Spirit, die wie üblich Auswirkungen haben auf Angriffsstärke, HP und ähnliches. Diese Werte verbessern sich zum einen natürlich durch Aufleveln, denn nach jedem Song verdient eure Gruppe Erfahrungspunkte. Zum anderen können auch sogenannte CollectaCards verwendet werden, um die Werte zu verbessern. Diese CollectaCards droppen nach Songs und Kämpfen.
                                                  Der taktische Wert des Titels ist also schon gegeben, spielt aber eher in anderen Modi eine Rolle, zu denen wir später noch kommen. Generell bestimmt die Charakterauswahl über die verfügbaren Songs und hält die Möglichkeit für Boni parat. Spielt ihr also einen bestimmten Song mit Charakteren aus dem dazugehörigen Spiel, erhaltet ihr einen Bonus. Ebenso für beispielsweise rein weibliche oder rein männliche Gruppen.

                                                  Im EMS werden bekannte Zwischen- und Videosequenzen aus dem jeweiligen Spieltitel verarbeitet und die Töne schwirren in Mustern und Bahnen über den Bildschirm. Leider kann man sich so kaum auf die schönen Bilder konzentrieren, denn auch im leichtesten der drei verfügbaren Schwierigkeitsgrade werden diese Stages schnell fordernd (nicht zuletzt wegen der vielen schrägen Bewegungen, die hier oft erforderlich sind). Generell kann für jeden Song einzeln ein Schwierigkeitsgrad festgelegt werden.

                                                  theatrythm-final-fantasy-curtain-call-5
                                                  theatrythm-final-fantasy-curtain-call-3

                                                  Mehr Modi, mehr Sammelwahn!

                                                  Zusätzlich zur bekannten Einzelauswahl der Songs bietet Curtain Call noch weitere Modi an. Taufrisch dabei ist das Quest Medley, bei dem ihr kurze, mittlere oder lange Questreihen absolvieren könnt. Auf einer kleinen Karte wandern wir von Song zu Song bis zu einem Boss-Level. Die Besonderheit ist, dass hier nicht wie üblich nach jedem Level die HPs wiederhergestellt werden, sondern dass wir in einem Rutsch durch’s Abenteuer kommen müssen. Hier lohnt es sich, einen kritischen Blick auf eure Gruppe zu werfen und Regenerations-Abilities zu nutzen, die eure HP mit der Zeit wiederherstellen. Das macht die Ausflüge in den Quest Medley bedeutend leichter, allerdings ist es auch ohne großen Blick auf die taktische Ebene durchaus möglich, gut zurecht zu kommen.
                                                  In diesem Modus können nicht nur wie sonst Sammelkarten und Items gesammelt werden, sondern auch Schlüssel zu besonderen Truhen und verschiedenfarbige Kristalle. Mit den Kristallen können neue Charaktere freigeschaltet werden, die ihr in eure Party aufnehmen könnt.

                                                  Der letzte verfügbare Modus ist der Versus-Mode, in dem ihr euch ausschließlich in BMS bewegt, die ihr wahlweise gegen die KI, Freunde oder zufällig ausgewählte Gegner online bestreiten könnt. Natürlich ist auch ein lokaler Modus vorhanden. Ob Online Battle, Local Battle oder AI Battle – in jedem der drei Bereiche des Versus-Modus‘ könnt ihr Ränge erwerben, wobei ihr bei Bronze beginnt und euch hocharbeitet. In den Versus-Leveln kommt eine zusätzliche Schwierigkeit ins Spiel. Wenn ihr die Trigger punktgenau trefft, füllt sich eure EX Burst-Leiste, bis ihr einen EX Burst benutzen könnt, beziehungsweise bis dieser ausgelöst wird. Dabei wird zufällig einer von insgesamt neun Stück gewählt, selbst aussuchen könnt ihr nicht – dazu hättet ihr aber auch ohnehin keine Zeit, wenn ihr euch auf die Trigger konzentrieren müsst. Diese EX Bursts können unterschiedliche Auswirkungen auf euren Gegner haben. Eine kleine Auswahl aus den fiesen Varianten: Der Super Speed beschleunigt die Trigger, Mystery Triggers enthüllt die Art des Triggers erst kurz vor dem Anschlagpunkt und bei Judgement, das automatisch aus jedem Treffer, der nicht perfekt, also „Critical“ war, ein „Bad“ macht und eure HP angreift. Natürlich kann auch euer Gegner diese EX Bursts auslösen und euch damit übel mitspielen.

                                                  Schade ist allerdings, dass der Titel mit seinen Texten komplett auf Englisch ist. Wer hier nicht firm ist, kann mit den vielen Tutorial-Texten schnell überfordert und ratlos dastehen.
                                                  In der Haupthandlung wurde ja bereits das Rythmia erwähnt, das ihr nach jedem Level sammelt. In unregelmäßigen Abständen schaltet die Menge des gesammelten Rythmias neue Dinge frei. Das können Charaktere sein, neue Modi, neue Lieder oder auch Kleinigkeiten wie neue Sounds in den Settings.

                                                  Zusätzlich hat der Titel noch haufenweise kleine Schmankerl parat. Im „Museum“ könnt ihr beispielsweise nicht nur eure gesammelten Karten oder aufgestellten Rekorde einsehen, sondern ihr könnt auch im Theatre die durchgespielten EMS-Level ganz ohne Trigger-Stress anschauen. Im Music Player könnt ihr dann freigeschaltete Titel frei anhören.
                                                  Es gibt also unheimlich viel zu sammeln und bei der sagenhaften Auswahl von über 200 Songs, die allein im freien Modus schon in jeweils drei Schwierigkeitsgraden gespielt werden können, hat man definitiv lange zu tun.

                                                  theatrythm-final-fantasy-curtain-call-11
                                                  theatrythm-final-fantasy-curtain-call-10

                                                  Persönliches Fazit

                                                  Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call ist reiner Fanservice. Mit Sounds vom ersten Final Fantasy bis zu brachialen Melodien aus den aktuelleren Teilen des Final Fantasy-Universums kommt hier Nostalgie ohne Ende auf. Die Stages haben eine angenehme Länge, beziehungsweise Kürze, sodass man auch zwischendurch immer wieder gern zum Nintendo 3DS greift. Die unzähligen freischaltbaren Dinge wie Töne, Charaktere, Level und das Aufleveln der Charaktere sorgen für Langzeitmotivation und ich habe mich mehr als einmal dabei erwischt, dass ich dachte „Ach komm, noch das eine Level“ und schwupps war wieder eine Stunde vergangen. Dieser Titel gehört jedenfalls in jedes Fan-Regal!

                                                  Positiv:
                                                  + Riesige Auswahl an Songs
                                                  + Viele neue Charaktere
                                                  + Zwei neue Modi
                                                  + Zig Sammelmöglichkeiten
                                                  Negativ:
                                                  – Keine Lokalisierung

                                                  Wenn ihr möchtet, unterstützt uns doch und kauft Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call bei Amazon. Außerdem könnt ihr hier die Preise vergleichen.

                                                  Euer Hardbloxx-Team

                                                  Test / Testbericht: Fantasy Life

                                                  Was kommt dabei heraus, wenn man Die Sims und ein Rollenspiel miteinander kombiniert? Nein, kein überteuertes Mittelalter-Objekte-DLC, sondern ein Spiel wie Fantasy Life. Entwickler Level 5 , von dem auch die erfolgreiche Adventure-Serie Professor Layton stammt, wagt mit Fantasy Life ein neues Spielekonzept in dem Berufsleben und Abenteuer eng miteinander verknüpft sind. Wie das im Endeffekt aussieht und was Fantasy Life für den 3DS noch kann, erfahrt ihr in unserem Test.

                                                  Die Entstehung eines Helden

                                                  Natürlich sind wir gespannt, was für unsere berufliche Zukunft alles zur Verfügung steht, doch bevor wir uns auf die Berufe stürzen dürfen, müssen wir erst einmal unsere Spielfigur erstellen. Wir dürfen hierbei, ähnlich wie bei der Mii-Erstellung auf der Wii, uns aussuchen, ob unsere Figur männlich oder weiblich ist, eher eine dicke oder eine dünne Figur besitzt und auch welche Haarpracht wir unser Eigen nennen können. Schon hier fällt uns auf, dass die grafische Gestaltung sehr kindlich ausfällt. Böse vernarbte Hünen, die ernst schauen, sind nicht möglich. Einen Unterschied machen die äußerlichen Eigenheiten von unserem Held nicht. Sie dienen nur dem optischen Gefallen. Die Auswahl an verschiedenen optischen Veränderungen ist natürlich nicht so umfassend wie in einem Sims 4 aber genügt uns, um einen feinen, kleinen Abenteurer mit Schnauzbart zu erstellen, mit dem wir nun ins Berufsleben starten wollen. Die Berufe oder auch Klassen bezeichnet man in Fantasy Life als „Leben“. Diese könnten unterschiedlicher nicht sein. So können wir, neben den Rollenspiel-klassischen Klassen wie Magier oder Paladin, auch ein Angler, Alchemist, Schneider und noch vieles mehr sein. Berufe an sich sind in Rollenspielen noch nicht einmal was besonderes, nur waren sie selten der Mittelpunkt eines Spielstils oder haben gar als eine eigene Klasse gedient. Wir entscheiden uns relativ klassisch erst einmal für das Leben eines Magiers. Natürlich stellt man zwangsläufig die Frage: „Was mache ich wenn mir ein Beruf nicht gefällt oder ich irgendwann keine Lust mehr als habe als Angler Fische zu fangen?

                                                  Hier bietet uns Fantasy Life, durch mehrere Speicherslots auf der einen Seite, die Möglichkeit, parallel mehrere Leben ausprobieren zu dürfen. Wir müssen unseren Magier also nicht löschen, nur weil wir mal mit einem neuen Startberuf anfangen wollen. Auf der anderen Seite können wir auch mit einer einzelnen Figur mehrere Leben gleichzeitig besitzen und ausüben. So haben wir die Option, später zu unserem Magierleben auch noch das Leben eines Schneiders ausüben zu können. Theoretisch könnten wir gleichzeitig jedes verfügbare Leben ausüben was es gibt, sind also nicht an unsere erste Wahl gebunden. Unabhängig von der Lebensauswahl spielen wir in allen Fällen dieselbe Story. Wir brauen also nicht den ganzen Tag irgendwelche Tränke und hocken in einem dunklen Kämmerchen. Nein, wir können ebenso Monster schnetzeln wie ein Paladin.

                                                  Fantasy_life_3ds (153)
                                                  Fantasy_life_3ds (84)

                                                  Papiere und Lebenslizenz bitte!

                                                  Wir beginnen unser Abenteuer im magischen und friedlichen Land Reveria. Genauer gesagt beginnt es in der Stadt Kastell, einer von drei großen Städten in der Spielwelt von Fantasy Life, in unserem eigenem kleinen Raum, wo wir nach einem schlechten Traum aus dem Bett fallen und als unsere selbst erstellte Spielfigur aufwachen. Dies bekommt unsere Vermieterin namens Meg mit und stürmt in unser Zimmer. Was im echten Leben ziemlich dreist wäre, geht hier in Ordnung, schließlich hat sich die gute Frau ja nur Sorgen um uns gemacht. Meg macht uns Tutorial-typisch erstmal auf ein paar Kleinigkeiten am Anfang des Spieles aufmerksam. So zum Beispiel auf den Briefkasten vor unserer Tür. Der Briefkasten enthält Briefe von Stadtbewohnern, Händlern und auch Briefe, die für die Story relevant sind. In ihm finden sich auch Tutorials zu Spielfunktionen, falls wir einmal doch nicht weiter kommen. Aber zunächst finden wir in unserem Briefkasten einen Brief von König Erik von Kastell. Dieser wünscht, dass wir umgehend zum königlichen Hof kommen, damit wir offiziell zum Magier ernannt werden können. Bevor wir das aber tun können, benötigen wir eine Lebenslizenz.

                                                  Diese brauchen wir für jedes Leben, das wir in Fantasy Life antreten möchten. So besteht unsere erste Aufgabe darin, die Lebensgilde aufzusuchen. Unsere nächsten Story-Aufgaben werden in dem Banner oben im Touchscreen angezeigt. Ein Pfeil auf der Minimap zeigt uns unser Ziel an. Nachdem unsere liebe und hilfsbereite Vermieterin Meg uns die Position der Lebensgilde auf unserer Karte markiert hat, bekommen wir noch ein leckeres Bonbon, damit wir nicht die Nerven vor dem König verlieren. Dieses tun wir in unseren Beutel. Mit diesem können wir über den Touchscreen schnell auf bis zu acht Items zugreifen. Diese können wir aus dem restlichen Inventar in den Beutel aufbewahren, damit wir schnell auf Items wie Heiltränke und Essen zugreifen können. Denn auch Essen und Wasser stellt unser Leben und unsere Ausdauer wieder her. Jedes Item natürlich unterschiedlich; so gibt uns eine Karotte natürlich weniger Lifepoints als ein ganzer Braten. Aber gerade die Ausdauer ist extrem wichtig, hauptsächlich im Kampf. Mehr dazu aber später.

                                                  Fantasy_life_3ds (62)
                                                  Fantasy_life_3ds (65)

                                                  Der erste Arbeitstag

                                                  So brechen wir auf zur Lebensgilde, die nicht sehr weit weg ist. Unterwegs fällt uns ein kleiner, blauer Kristall auf, der sich drehend auf einer Stelle bewegt. An diesen Punkten kann man in Fantasy Life seinen Spielstand speichern. Diese sind zwar gut in ganz Reveria verteilt, trotzdem hätten wir uns hier gewünscht, frei speichern zu dürfen. In der Lebensgilde angekommen, überreicht uns der Gildenmeister unsere Lebenslizenz als Magier. Wie schon erwähnt, nennt man seinen Beruf in Reveria Leben. Wenn wir ein neues Leben beginnen möchten, brauchen wir zunächst eine Lizenz dafür. Für jedes Leben gibt es einen Meister, der uns die essenziellen Fähigkeiten des entsprechenden Lebens lehrt. Doch natürlich sind wir dann nicht voll ausgebildet. Wir beginnen jedes Leben mit dem niedrigsten Level, hier Rang genannt. Durch Erfüllen von Quests und auch Dingen à la „besiege Monster XY“ oder „töte X Monster mit einer bestimmten Attacke“ steigen wir nach und nach im Rang auf.

                                                  Mit jedem neuen Rang bieten sich uns neue Fähigkeiten, die, je nach Leben, ganz individuell sind. Bereits erlernte Fähigkeiten können wir später aber auch in gänzlich anderen Leben einsetzen. So können wir zum Beispiel immer noch gut mit einem Zauberstab umgehen, obwohl wir uns später dazu entscheiden, das Leben eines Söldners zu führen. Nach unserem Gespräch mit dem Gildemeister hören wir plötzlich Schreie, die von draußen kommen. Wir wollen dem natürlich sofort nachgehen und laufen nach draußen auf den Marktplatz. Dort finden wir zwei Männer und einen sprechenden Schmetterling namens Flatterling wieder. Da sprechende Schmetterlinge selbst in der Welt von Fantasy Life etwas besonderes sind, wollen die beiden Fieslinge den armen Flatterling gefangen nehmen und verkaufen. Dies lassen wir natürlich nicht zu und helfen, wo wir können. Natürlich geraten wir jetzt in den Fokus der beiden Fieslinge, die uns daraufhin unsere Gulden, die Währung in Fantasy Life, abnehmen wollen.

                                                  Da wir allerdings noch nichts an Gulden besitzen, nehmen uns die beiden das Bonbon weg, was uns Meg gegeben hatte und geben uns noch, bevor sie gehen, den Tipp, in Zukunft doch mehr ans Verdienen von Gulden zu denken, da wir sonst nicht weit kommen. Nach einem kurzen Dialog mit Flatterling düst diese auch schon in Richtung Schloss weg und lässt uns stehen. Wir müssen allerdings auch zum Schloss, da wir ja zum König müssen. Dort angekommen will man uns nicht zum König durchlassen, weil wir keine Krawatte tragen. Zum Glück kommt Flatterling auch nicht zum König, da sie halt ein Schmetterling ist. Da wir beide alleine nicht weit kommen, kommt es zum guten alten Teamwork und wir tragen Flatterling kurzerhand als edle Fliege. Durch diese List kommen wir und Flatterling zum König hindurch, der uns zu unserem neuen Leben beglückwünscht und uns Gulden, eine Weltkarte und eine Laienausrüstung übergibt. Wie in anderen Rollenspielen beeinflussen angelegte Items unsere Statuswerte.

                                                  Fantasy_life_3ds (58)
                                                  Fantasy_life_3ds (21)

                                                  Nach dem Gespräch mit dem König ist der Prolog von Fantasy Life abgeschlossen. Nun können wir zu unserem jeweiligen Lebensmeister gehen und Riveria, soweit es möglich ist, erkunden und unsicher machen. Natürlich werden manche Bereiche erst zugänglich, wenn wir der Hauptstory weiter folgen. Diese hat, wie nicht anders zu erwarten, etwas mit dem Schmetterling Flatterling zu tun. Denn diese ist nicht das, was sie zu sein scheint, aber wir wollen ja an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Flatterling ist jetzt unsere Begleiterin in diesem Abenteuer, aber hält sich, anders als aktive Gruppenmitglieder in Fantasy Life, aus Kämpfen raus. Viel mehr erfüllen wir nach und nach Aufträge für sie und kommen so in der Hauptgeschichte weiter. Neben den Hauptmissionen ist Flatterling noch für etwas anderes da und zwar für die Wonne! Wonne erhält man, wenn man sein Leben lebt in Fantasy Life, Freundschaften knüpft oder ähnliches tut. Nach einem erfolgreichen Tag können wir zu Flatterling in unser Zimmer gehen und unseren Wonnewert überprüfen lassen. Haben wir einen gewissen Wonnewert erreicht, können wir uns einen Bonus aussuchen. Dieser kann zum Beispiel das Besitzen eines größeren Inventars, das Reiten eines Pferdes oder vieles mehr darstellen.

                                                  Fantasy_life_3ds (15)
                                                  Fantasy_life_3ds (9)

                                                  Arbeit ist das halbe Leben

                                                  Das große Highlight in Fantasy Life ist natürlich das Ausleben und Kombinieren der Leben. Neben den üblichen Rollenspiel-Klassen als Paladin, Magier, etc werkeln wir als Schmied in Werkstätten rum und schmieden Waffen und Rüstungen oder toben uns als Fischer an den Ufern aus. Die Handwerkstätigkeit selber läuft dann in unterschiedlichen Minispielen ab, die zu Beginn sehr unterhaltsam und zugegeben einfach sind, aber später etwas nervig werden, wenn wir einfach einen Gegenstand brauchen der eine hohe Qualität besitzt und es an einem vermasselten Minispiel dann hapert. Denn je nachdem wie geschickt wir uns anstellen, können die hergestellten Gegenstände eine bessere Qualität erreichen, was sich besonders auf den Preis auswirkt, den wir hierfür später im Laden erzielen können. Praktisch ist es natürlich auch, dass die Leben in mancher Hinsicht aufeinander aufbauen. So brauchen wir als Schmied in erster Linie zum Beispiel Erze. Diese beschaffen wir als Schürfer mithilfe unserer treuen Spitzhacke. Im Leben eines Jägers besorgen wir Materialien, die wir wiederum für Rüstungen brauchen oder zum Schneidern. So sind wir oftmals erst in dem einen Leben unterwegs, um Sachen zu besorgen, die wir für das andere benötigen. Dies macht eine Menge Spass, kann gerade zum Ende hin manchmal aber auch etwas langatmig werden, wenn wir bestimmte Dinge beschaffen müssen, die es nicht im nächsten Wald um die Ecke zu finden gibt. Wir könnten die Sachen im Notfall natürlich auch versuchen zu kaufen. Dies befriedigt einen jedoch nicht so, als wenn wir mit unseren virtuellen Händen virtuelle Rohstoffe selbst abbauen. Nebenher kostet eine solche Shopping-Tour auch noch eine Menge Geld, die man auch erst besitzen muss.

                                                  Fantasy_life_3ds (70)
                                                  Fantasy_life_3ds (6)

                                                  Drauf hauen!

                                                  Das Kampfsystem in Fantasy Life ist relativ simpel, aber nicht komplett anspruchslos. Zu Beginn lernen wir die ersten Fähigkeiten, die sich je nach Leben natürlich unterscheiden. So hat unser Magier vier Fähigkeiten zu Beginn, die sich in Wind, Wasser, Feuer und Erde unterteilen. Diese richten sich an verschiedene Gegnertypen, ähnlich nach dem Stein, Schere, Papier-Prinzip. So haben Feuerlebewesen naturgemäß etwas gegen Wassermagie, die gegen Monster, die aus dem Wasser kommen, allerdings relativ uneffektiv ist. Zu jedem klassischen Rollenspiel gehört auch das dazu passende Kampfsystem und die passenden Waffen. So ist die Auswahl der Waffen in Fantasy Life im Vergleich zu anderen Rollenspielen etwas dürftig. Es gibt im Nahkampf nur Schwerter, Dolche und Großschwerter, die sich nur in Qualität und Material unterscheiden. Verzauberungen, wie wir sie kennen, gibt es entfallen komplett. Hierzu kommen dann nur noch Bögen und Zauberstäbe, die sich ebenfalls nur in den genannten Dingen unterscheiden. Auch wenn wir es schade finden, dass die Auswahl an Waffentypen so sparsam ausfällt, erleben wir im Spielgeschehen selten das Gefühl, mit nur ein paar Sachen auskommen zu müssen. Zweifelsohne hat hier Level 5 dieses Konzept gewählt, um für die passende Übersicht zu sorgen und damit der Spieler selbst nicht in zigtausend Waffenkombinationen untergeht.

                                                  Werkzeuge wie Axt, Spitzhacke oder Hammer können nicht als Waffen zweckentfremdet werden. Im Kampf selbst visiert das Spiel, solange wir unsere Waffe gezogen haben, selbst den erstbesten Gegner in der Nähe an. Wir selbst können natürlich unser Ziel jederzeit ändern, doch dies ist meistens nicht nötig, da wir in die Kämpfen selbst nicht viel Taktik investieren müssen. Durch das Drücken von der A-Taste greifen wir mit einem normalen Angriff an, den wir zusätzlich noch aufladen können, damit er mehr Schaden verursacht. Mit der X-Taste funktioniert es im Prinzip genauso, nur dass sich dahinter ein deutlich stärkerer Angriff verbirgt, der uns auch mehr Ausdauer kostet. Ausdauer ist sowieso das Wichtigste in einem Kampf in Fantasy Life. Mit einem leeren Ausdauerbalken, was wirklich sehr schnell passieren kann, verpuffen unsere Angriffe im Nichts.

                                                  Fantasy_life_3ds (89)
                                                  Fantasy_life_3ds (10)

                                                  Es ist alles so bunt!

                                                  Die Welt, die uns in Fantasy Life vorgesetzt wird, ist liebevoll und kindlich gestaltet. Überall kräftige Farben, Lebewesen und Welt stark an dem asiatischen Anime-Stil orientiert. So sind die Städte schön in Szene gesetzt mit ihren kleinen, wuseligen Einwohnern, die uns fleißig mit Quests versorgen. Jede Region, jede Höhle und jeder Wald hat sein charakteristisches Aussehen und bietet viele unterschiedliche Monster. Gerade diese Art der Gestaltung gibt Fantasy Life viel eigenen Charakter, doch nerven manchmal schwammige Texturen, die wir aber verschmerzen können. Soundtechnisch gibt es auch nicht viel zu meckern. Synchronstimmen entfallen zwar komplett, doch unterhält uns ruhige Musik im Hintergrund, die an manchen Stellen etwas kindlich erscheint, aber nie für unser Ohr nervtötend wird. Interessant! Über’s Internet können wir mit bis zu zwei Freunden oder auch fremden Spielern  zusammen auf Abenteuerreise gehen. Diese begleiten uns dann so lange durch die Welt, wie sie es möchten.

                                                  Fantasy_life_3ds (17)
                                                  Fantasy_life_3ds (44)

                                                  Persönliches Fazit

                                                  Natürlich ist das Prinzip der Berufe in Rollenspielen nicht neu. Doch kombiniert Entwickler Level 5 in Fantasy Life dies so gut, dass ich das in anderen Spielen fast schon nicht mehr missen möchte. Die liebevolle, fast schon kindliche Spielwelt, mit ihren vielen verschiedenen kleinen Orten, die ich erkunden kann, hat mich sofort überzeugt. Gerade auch weil es kein dunkles, apokalyptisches Szenario als Grundlage hat, ist Fantasy Life ein schöne Abwechslung zu den großen Rollenspiel-Serien. Es ist natürlich nicht so umfassend wie ein Skyrim oder hat so viele Freiheiten wie ich es in Die Sims habe. Doch hat Fantasy Life diesen Anspruch auch gar nicht. Es bietet gute Unterhaltung und mindestens über 20 Stunden Spielspaß für junge und ältere Spieler und ist auch Gelegenheitsspielern sehr ans Herz zu legen. Für Spieler die eine Harcore-Rollenspiel-Erfahrung suchen, dürfte Fantasy Life aber zu Simpel sein.

                                                  Positiv
                                                  + Simples Spielkonzept
                                                  + Abwechslung durch Berufswahl
                                                  + Multiplayer Modus
                                                  + Liebevolle Spielwelt
                                                  + Kindgerechtes Szenario
                                                  Negativ
                                                  – Minispiele auf Dauer etwas langatmig
                                                  – Matschige Texturen an manchen Stellen
                                                  – Oft anspruchslose “ bringe mir X Gegenstände“ Quests

                                                  Unterstützt uns und fangt ein neues Leben an, indem ihr bei Amazon euch Fantasy Life kauft. Die Preise könnt ihr hier vergleichen.

                                                  Testbericht von Hardbloxx.Sinco
                                                  Euer Hardbloxx-Team

                                                  Test / Testbericht: Bravely Default [Nintendo 3DS]

                                                  Vier Kristalle, vier Helden und ein umfangreiches Jobsystem. Das kommt euch bekannt vor? Uns auch, denn irgendwie erinnert Bravely Default, der neuste Rollenspiel-Ableger von Square Enix, etwas an das altbekannte und von vielen geliebte Rollenspiel Final Fantasy der ersten Generationen. Doch muss das nicht zwangsläufig heißen, dass wir hier eine recycelte Version eines beliebten FF-Teils vor uns haben, denn auch eine frisch aufgebackene Version kann Spaß machen. Es stellt sich vielmehr die Frage, ob Bravely Default die Fußstapfen eines Final Fantasy zu groß sind oder die vier Helden sie sogar noch erweitern?

                                                  Dunkelheit, Elementarkristalle und ganz viel Herz

                                                  Kristalle scheinen den Entwicklern bei Square sehr gut zu gefallen, denn bereits in den ersten Final-Fantasy-Teilen und auch den Remakes für den Nintendo DS kamen bereits Elementarkristalle zum Einsatz, die von bösen Mächten befallen wurden, gefunden werden wollten oder einfach nur existierten. Auch in Bravely Default sind die Kristalle Hauptaugenmerk der Story. Doch dieses Mal sind sie in Gefahr, da sie von einer dunklen Macht befallen wurden. Erstes Opfer dieser bösen Mächte ist der Windkristall, der von der Vestalin Agnes Oblige bewacht, gehegt und gepflegt wird. Sie wird Augenzeuge, wie der Windkristall von einer schwarzen Macht umgeben wird und durch eine riesige Implosion ein großer Krater entsteht. Doch geschieht dies nicht mitten im Meer oder einer verlassenen Bergkette, nein, die dunkle Macht reißt zusammen mit dem Kristall das gesamt Dorf Norende mit in den Abgrund. Vor den Augen von Tiz, einer der vier Hauptpersonen, stürzt das Heimatdorf in den Abgrund und reißt Freunde und Bekannte mit sich. In letzter Sekunde versucht er, seinen Bruder vor dem riesigen Abgrund zu bewahren, der aber kurze Zeit später vom dunklen Krater verschlungen wird.

                                                  Bereits in der ersten Spielstunde lernt ihr neben Tiz und Agnes noch Ringabel und Edea kennen, die beide zu den Hauptpersonen gehören. Ringabel ist ein Frauenschwarm, der keine Gelegenheit auslässt, sich bei den beiden Mit-Heldinnen „einzuschleimen“ und sie mit gekonnten Wortphrasen zu umschmeicheln. Er schließt sich der Gruppe vor allem aufgrund seiner vorherrschenden Amnesie an, die ihn zum Handeln antreibt. Zusätzlich besitzt er ein geheimnisvolles Tagebuch, das zahlreiche Informationen zu ihm und seinen Begleitern bereithält. Dieses Tagebuch wird euch im Laufe der Geschichte weiter verfolgen und unterstützen. Auf magische Art und Weise füllt es sich während eurer Reise mit zusätzlichen Informationen zu Charakteren, Orten und Ereignissen. Edea ist eine ungestüme, heißblütige Kämpfernatur mit einem Sinn für Sarkasmus und Selbstironie. Anfangs ist sie Teil des verfeindeten Eternia-Reiches, das euer Zuhause, das Caldisla-Reich aufgrund der Zuflucht suchenden Wind-Vestalin angreift.

                                                  Während eurer Reise lernt ihr, wie von guten Rollenspielen erwartet, zahlreiche Personen kennen, die euch im Gedächtnis bleiben werden. Es wird gelacht, geflucht und getrauert. Vorangetrieben wird die Geschichte zusätzlich durch so genannte „Party-Gespräche“, die während eurer Reise immer mal erscheinen und denen ihr wahlweise lauschen oder sie ignorieren könnt.

                                                  Rundenbasiertes Kämpfen, doch taktisch

                                                  Viele Spieler, die die alte Schule von zahlreichen Rollenspielen nicht kennen, werden vor dem Wort „rundenbasiert“ erschaudern und weglaufen wollen. Doch ist es einfach ein gutes, altes und entspanntes Kampfsystem, das immer noch zahlreiche Spieler an die Konsolen fesselt und bei heutigen Rollenspielen oft vermisst wird. Gekämpft wird RPG-typisch in gegenüberstehenden Teams. Euer Team steht dabei den Gegnern gegenüber und muss in jeder Runde angreifen, sich verteidigen oder heilen. Der Gegner tut es euch gleich und so endet die Runde, sobald eines der Teams K.o. ist.
                                                  Doch wurde das Kampfsystem vom Entwickler Silicon Studio noch einmal etwas aufgepeppt und wartet mit zahlreichen Neuerungen für den taktischen Kampf auf. So verfügt jeder Charakter über so genannte „BP“, die eure Anzahl an Zügen pro Runde anzeigen. Startet der Kampf, beginnt jeder Charakter mit 0 BP. Wird eine Aktion ausgeführt, verringert sich die Anzahl um genau eins. Pro Runde erhält der Charakter allerdings einen neuen BP-Punkt und kann erneut eine Aktion ausführen. Aber wo ist das taktisch, denkt ihr euch? In jeder Runde habt ihr die Möglichkeit, euch zu verteidigen. Diese Option nennt sich „Default“. Wählt ihr diese Möglichkeit aus, setzt der Charakter für eine Runde aus, verteidigt sich und startet in die nächste Runde mit einem zusätzlichen BP-Punkt. Ihr könnt bis zu drei positive BP ansammeln und diese in der 4. Runde voll ausnutzen, indem ihr den Befehl „Brave“ verwendet. Mit Brave könnt ihr eure „TP“ innerhalb einer Runde verbrauchen und fügt eurem Charakter weitere Aktionen hinzu. So habt ihr die Möglichkeit, einen Charakter bis zu 6 Mal angreifen zu lassen, wodurch seine BP auf -3 sinken, er jedoch einen verheerenden, multiplen Angriff ausführen kann. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass ihr bei einem vollständigen Verbrauch eurer „TP“, drei Runden aussetzen müsst, bis ihr erneut eine Handlung durchführen könnt. Möchtet ihr einen Gegner so verheerend und schnell wie möglich ausschalten, lohnt es sich, bis zu 3 „TP“ anzusammeln und den Gegner mit einem Gewitter aus 24 Attacken anzugreifen. Doch beachtet: Ist der Gegner dann nicht K.o. seid ihr ihm für 3 Runden schutzlos ausgeliefert.

                                                  Eine weitere taktische Kampfeigenschaft besteht darin, eure „SP“ zu nutzen. Diese ermöglichen es, die Zeit um euch herum einzufrieren und somit euren Gegner für einige Zeit bewegungsunfähig zu machen. Ist ein Gegner doch einmal viel zu schwer für euch, könnt ihr über die Option „Freunde rufen“ eine außenstehende Person einen Angriff ausführen lassen, der dem Gegner einen hohen Schaden zufügt. Weiterhin gibt es noch die Möglichkeit der Spezialattacke, die wie die Limit- oder Trance-Zustände aus Final Fantasy 7 oder 9 wirken. Hierüber könnt ihr besonders starke Angriffe ausführen, die euch und den Gegner mit positiven bzw. negativen Eigenschaften belegen. Nach der Attacke ändert sich die Kampfmusik und ihr habt eine erhöhte Schadensausübung auf den Gegner. Wie oft ihr eure Spezialattacke ausführen könnt, hängt davon ab, welchen Job ihr ausübt und wie oft ihr Kampfaktionen durchführt. Wichtig für alle, die Zufallskämpfe verabscheuen, ist die Tatsache, dass es eben diese in Bravely Default gibt. Ihr habt somit keine Möglichkeit, einem sichtbaren Gegner auf der Karte auszuweichen, sondern wechselt bei einem Feindkontakt auf ein virtuelles, dem Gebiet angepasstes Schlachtfeld.

                                                  Doch ist die „Default“–„Brave“-Funktion nicht die einzige Möglichkeit, eure Kämpfe schneller, taktischer und spannender zu gestalten. Das umfangreiche Jobsystem übernimmt hier eine große Rolle im Kampfgeschehen und hat nicht nur Auswirkungen auf eure Charaktere und deren Fähigkeiten, sondern auch auf ihr Aussehen. Zum Anfang des Spiels startet ihr als Freiberufler und habt normale, ausgewogene Attribute und könnt jede Waffe nutzen, die ihr in die Finger bekommt. Bereits zum Anfang des Spiels erhaltet ihr jedoch weitere „Jobangebote“ wie den Mönch, die Weißmagierin, den Schwarzmagier und den Ritter. Dabei ist der Mönch ein starker und wendiger Kämpfer, der sich auf den Faustkampf spezialisiert. Weißmagie ist, wie von vielen anderen RPGs bekannt, die heilende Kraft im Team und der Schwarzmagier mit seinem mächtigen Feuer-, Eis- und Blitzzauber, das genaue Gegenteil. Mit dem Eintritt von Edea in eure Gruppe erhaltet ihr zudem noch den Job des Ritters, der einen starken Angriff sowie eine gute Verteidigung hat. Neben diesen vier Startberufen könnt ihr im Laufe des Spiels jedoch weitere hinzugewinnen. Neben dem bekannten Dieb gibt es noch dunkle Geheimnisse, Schwertmeister und edle Gentlemen zum kennen lernen, zu viel möchten wir euch hier aber nicht verraten. Eure neuen Berufe erhaltet ihr vor allem durch das Besiegen von Gegnern, die diesen Beruf bereits ausüben. Dabei müsst ihr oftmals auf die blauen Markierungen auf eurer Karte achten, die euch den Weg zu verschiedenen Subquests zeigen.

                                                  Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Schwierigkeitsgrad von Bravely Default. Bevor ihr das Spiel startet, könnt ihr zwischen „Leicht“, „Normal“ und „Schwer“ wählen und somit die Angriffs- und Abwehrkraft eurer Feinde bestimmen. Mit diesen Optionen kommen nicht nur Profis, sondern auch RPG-Anfänger voll auf ihre Kosten. Wir starteten das Spiel standardisiert auf „Normal“, um diesen Schwierigkeitsgrad zu testen. Und bereits hier ist zu sagen, dass auch geübte Rollenspieler an verschiedenen Stellen sehr gefordert werden. Angriffe fügen vor allem untrainierten Charakteren sehr viel Schaden zu. Zustände wie Schlaf und Stille stehen an der Tagesordnung und auch das eine oder andere K.o. eures Charakters ist hinzunehmen, doch macht das nicht ein gutes Rollenspiel aus? Leider mussten wir auf unserer Reise auch einen kleinen „Bug“ bei einem Gegner entdecken, der uns Nerven und reichlich, reichlich. Zeit gekostet hat. So mussten wir einen Kampf gegen einen Gegner nach über einer Stunde mit einem Neustart des Spiels beenden, da wir nicht ausreichend Schaden verursachten und sich besagter Gegner dauernd mit Tränken heilen konnte, wodurch wir in einer schier endlosen Kampfschleife gefangen gehalten wurden.

                                                  Eine fantastische Reise durch eine zauberhafte Welt

                                                  Der Nintendo 3DS/2DS ist wahrlich nicht die absolute, mobile Rechenmaschine, doch das wissen auch alle Spieler dieses kleinen, mobilen Wunders. Dennoch ist die Grafik auf dem Handheld wunderschön anzusehen und kann euch, egal ob auf der Landkarte oder in den Städten, voll in ihren Bann ziehen. Wer schon ein Final Fantasy 3 oder 4 auf dem Nintendo-System gespielt hat, wird sich in der 3D-Welt von Bravely Default schnell heimisch fühlen, da Charaktere und Dungeons sich sehr ähneln. Der größte und auch schönste Unterschied zu seinen Branchenkollegen ist, dass Bravely Default zauberhafte Städte und Orte beherbergt. So wurden Städte und wichtige Orte von Hand gezeichnet. Ihr bewegt euch mit eurer 3D-Figur aus Polygonen somit durch eine fantastische, grafisch aufwendige Städtelandschaft, die euch erstaunen lassen. Bevor ihr euren Charakter durch die Ortschaft bewegt, zeigt die Kamera den gesamten Ort in voller Pracht. Wir ertappten uns während des Spielens oftmals dabei, dass wir vor dem Loslaufen mit unserer Hauptfigur die Handzeichnung bewunderten.

                                                  Doch kann jede Welt noch so schön und bezaubernd sein, wenn die passende Musik und eine gute Sprachausgabe fehlt, fehlt es an Tiefgang. Was früher Nobuo Uematsu schaffte, schafft heute die japanische Fantasy-Band Revo. Denn der Soundtrack von Bravely Default erinnert mit teils sanften und teils aufrührenden Klängen an die gute alte RPG-Zeit, in der man sich auch abseits eines Spiels noch die Soundtracks angehört hat. Die Kampfmusik geht ins Ohr und wird auch nach zahlreichen Kämpfen für einen RPG-Fan nicht nervig. Was noch viel mehr begeistert und wovon sich zahlreiche Branchenkollegen eine Scheibe abschneiden könnten, ist die hervorragende Sprachausgabe. Auch wenn die Charaktere wie Kinder wirken und wie Erwachsene sprechen, ist die englische Sprachausgabe sehr gut umgesetzt. Noch angenehmer und für Fans auch wichtiger, ist, dass ihr jederzeit die Sprache in Japanisch umstellen könnt. Die Untertitel bleiben fortlaufend auf Deutsch, doch taucht ihr aufgrund der japanischen Sprachausgabe noch tiefer in dieses fantastische Epos ein.

                                                  Langeweile? Wann? Wo? Was ist das?

                                                  Bravely Default bietet neben einem rundenbasierten Kampfsystem, den unterschiedlichen Berufen und einer wunderschönen, gezeichneten Grafik noch zahlreiche weitere Eigenschaften, die Rollenspielfans bei Laune halten werden. Zum einen gibt es zahlreiche Nebenszenarios, die euch neue Gegenstände und Jobsysteme entdecken lassen. Dafür bietet die nahezu riesige Weltkarte reichlich Erkundungsmaterial. Was aber auch eine Herausforderung für den jungen Tiz darstellt, ist der Wiederaufbau seines Heimatdorfes. Bereits zum Anfang des Spiels schwört er dem König und sich selbst, Norende wieder aufzubauen und somit eine neue alte Heimat wiederherzustellen. Dieser Aufbau wird euch im Laufe des Spiels nicht nur Spaß machen, sondern auch strategisch weiterbringen. So könnt ihr mithilfe des 2. Bildschirms durch eine Karte des Gebietes navigieren, neue Gebiete erschließen und Norende mithilfe eurer Freunde wieder aufbauen. Dabei erbaut ihr Item- und Waffenläden, um deren Angebot nutzen zu können. Sobald ein Geschäft erbaut wurde, schaltet ihr Waffen, Rüstungen oder Items frei, die der „wandernde Händler“ für euch bereit hält. Diesen findet ihr in jeder Stadt und am Ende jedes Dungeons. Bei ihm speichert ihr das Spiel außerhalb der Weltkarte und könnt darüber hinaus die freigeschalteten Waren bei ihm erwerben.

                                                  Auch die Optionen halten einige Überraschungen für euch bereit. Wer Zufallskämpfe verabscheut, gerade wenn er auf dem Weg zu einem wichtigen Ereignis ist, wird bei Bravely Default aufatmen können. Musste z.B. bei Final Fantasy 8 eine Zusatzfähigkeit (Gegner 0%) erworben werden, um den Zufallskämpfen aus dem Weg zu gehen, so habt ihr in Bravely Default die Möglichkeit, dies einfach im Menü einzustellen. Hier könnt ihr die Gegner um 50% reduzieren oder den Feindkontakt gänzlich ausschalten. Zu Trainingszwecken wurde hingegen auch die Option hinzugefügt, dass ihr die Zufallskontakte um 100% und somit um das doppelte der normalen Feinbegegnungen erhöhen könnt.

                                                  Persönliches Fazit:

                                                  Ich möchte weinen, fluchen, schreien und mich zeitgleich freuen. Warum, fragt ihr? Rollenspieler, Final Fantasy, Grandia und Breath of Fire Fans werden sofort wissen, warum. Neulinge in diesem Bereich werden sich denken, was ist mit dem denn falsch? Ich kann es euch sagen. Ich habe jahrelang darauf gewartet, dass endlich ein Rollenspiel erscheint, dass ich lieben, hassen und fürchten kann, bei dem ich mitfiebere, bei dem ich gespannt bin, was als nächstes passiert und bei dem ich neue Bereiche und Schätze entdecken möchte. Zugegeben, es ist kein Final Fantasy 6/7/8, bei dessen Love-Story zwischen Squal und Rinoa jeder in seinen Bann gerissen wird oder bei dem man vor dem Fernseher zusammenbricht, weil ein Hauptcharakter stirbt, aber es ist Bravely Default, ein Rollenspiel, das in der heutigen Zeit die Gemüter aller Rollenspielfans aufheitern, erfreuen und aufjubeln lassen wird. Ihr habt eine fantastisch erzählte Story, rundenbasierte Kämpfe mit zahlreichen taktischen Möglichkeiten, bezaubernde und spaßige Charaktere und zudem noch Nebenaufgaben, die euch während des Auflevelns bei Laune halten werden.

                                                  Ich dachte bereits, „mein“ Genre sei tot. Ich dachte, ich werde niemals mehr in Genuss eines japanischen, rundenbasierten Rollenspiels kommen, dass mich wie ein FF oder Breath of Fire fesselt. Das Silicon Studio lässt mich als Rollenspiel-Fan endlich wieder hoffen, dass wir Fans dieses Genres doch keinem Zombie hinterher jagen.

                                                  Meiner Meinung nach ist Bravely Default eines der besten Rollenspiele auf dem Nintendo DS. Jeder, der nicht dem „Pseudo-Final-Fantasy-Wahn“ der Neuzeit verfallen ist, sondern die alte Schule liebt, muss hier zugreifen. Alle, denen jedoch die neuen actiongeladenen Rollenspiele besser gefallen, sollten sich vorher einmal die Demo anschauen, die es aktuell kostenlos im Nintendo eShop zum Download gibt.

                                                  Positiv:

                                                  – wunderschön erzählte Story
                                                  – vier Charaktere mit eigener Persönlichkeit
                                                  – frisches, rundenbasiertes Kampfsystem
                                                  – 24 Berufe zum ausprobieren
                                                  – mitreißende Soundkulisse
                                                  – von Hand gezeichnete Orte und Städte
                                                  – knackiger oder butterweicher Schwierigkeitsgrad
                                                  – Sidequests
                                                  – japanische Sprachausgabe

                                                  Negativ

                                                  – Recycelte Elemente (Vier Kristalle, Jobsystem)

                                                  (Hier Kommentare abgeben!)

                                                  Euer Hardbloxx-Team

                                                  Bestellt Bravely Default gleich bei Amazon oder vergleicht hier die Preise.

                                                  Test/Testbericht: Pokémon X/Y

                                                  Vor gut 14 Jahren kam die Welt der Pokémon zu uns nach Europa und die Sammelwut konnte beginnen. Auch in den folgenden Jahren brach der Erfolg der Serie nicht ab. Im Gegenteil, es kamen Pokémonkarten, eine Animeserie und natürlich noch einige Ableger des Urspieles. Dieses Jahr wurde die Serie das erste Mal auf den 3DS portiert. Die Editionen Pokémon X und Pokémon Y sind am 12. Oktober 2013 erschienen. Es stellt sich natürlich die Frage, wie der Serie das 3D-Update gelungen ist und auf welche Neuerungen man sich ansonsten noch freuen kann. All dies erfahrt ihr in unserem Test.

                                                  Story? – Nein, danke!

                                                  Als wir noch jung waren, vor langer Zeit, kam das Phänomen Pokémon in Umlauf. Natürlich wollte man immer mit vorn dabei sein und hat sich das Spiel gekauft, wenn nicht sogar beide, die Serie geschaut und die Karten gesammelt. Nun ist diese Zeit schon lange vorbei und als wir das Spiel starteten, ist uns als erstes aufgefallen, wie alt wir sind.
                                                  Aber lassen wir das Geschwafel und begeben uns hinein in die Welt der Pokémon.

                                                  21_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_16
                                                  53_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_29

                                                  Damals wie heute hat sich an der „Story“ nicht viel verändert. Ihr seid ein Junge oder ein Mädchen, welches neu in der Gegend ist und sofort von einem Professor (in diesem Fall Professor Platan) ein Pokémon geschenkt bekommt. Ziel ist es wie immer, den PokéDex zu füllen. Zu diesem Zweck erhaltet ihr kurze Zeit später ein zweites bekanntes Pokémon. Ihr habt die Wahl: Bisasam, Glumanda oder Schiggy. Wer es nicht weiß: Das sind die Startpokémon der Blauen/Roten Edition.
                                                  Das einzige, was uns in Pokémon X/Y noch antreibt ist die Mega-Entwicklung. Diese erlaubt es, ausgesuchten Pokémon, welche voll entwickelt sind, sich noch eine Stufe weiter zu entwickeln. Dies ist allerdings auf die Zeit eines Kampfes befristet und nur mit einem entsprechenden Stein für das Pokémon möglich.

                                                  Ihr lernt eure Nachbarn kennen und freundet euch im Laufe des Spieles mit ihnen und einigen anderen Pokemontrainern an. Ebenso habt ihr wieder mit einem gegnerischen Team zu tun. Zu meiner Zeit war dies Team Rocket, im neuesten Ableger ist es Team Flare.

                                                  18_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_13
                                                  58_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_34

                                                  Die Kalos-Region ist das neue Gebiet, welches es zu entdecken gilt. Hier findet ihr neben den altbekannten Pokémon auch jede Menge neue, insgesamt über 700 Stück.
                                                  Weiterhin müsst ihr die Arenaorden sammeln, damit euch auch Pokémon höherer Stufe gehorchen. Soweit nichts Neues von der Pokémon-Front.

                                                  Portierung gelungen?

                                                  Wenn man wieder zurückgeht in die Zeit, in der das Pokémonfieber begonnen hat, erinnert man sich dunkel an schwarz-weiße Pixelgrafik, damals noch auf dem Gameboy. Diese Zeiten sind natürlich schon lange vorbei. Bunte Pokémon in Pixelgrafik, aber auch in halbwegs annehmbarer Grafik kenne wir auch schon aus früheren Versionen. Auf dem 3DS wird noch weiter aufgefahren.
                                                  Neben den 3D-Effekten, welche zwar nicht immer zugegen sind, sind ganz neue Bewegungsmöglichkeiten geschaffen worden. Es gibt nicht mehr nur oben, unten, rechts und links, sondern auch schräg-oben, schräg-unten und so weiter.

                                                  8_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_08_Kein finales Gameplay
                                                  49_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_25

                                                  Neben den Neuerungen der Steuerung ist im Gesamten die Grafik deutlich besser. Die Umwelt ist wesentlich detaillierter. Wettereffekte werden dargestellt und Wind weht durch das Gras. Die neuen Möglichkeiten ermöglichen außerdem eine Art Schulterperspektive in manchen Gegenden, in welchen diese sinnvoll ist. So macht das Erkunden und Entdecken wieder Spaß.

                                                  Ebenso wurden die Kämpfe völlig neu gestaltet. Die „Arena“ ist nun viel dynamischer als bisher. Die Pokémon bekamen Kampfanimationen spendiert und so ist ein Feuerball im Spiel wirklich ein Feuerball.

                                                  54_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_30
                                                  72_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_47

                                                  Natürlich gibt es, damit keine Langeweile aufkommt, jede Menge verschiedener Gegenden zu erforschen. Unter anderem findet ihr euch, wie schon so oft, in Höhlen wieder oder lauft am Strand entlang. Die Pokémon-Arenen stellen mal wieder eine Herausforderung dar. Neben den Gegnern, welche es zu bezwingen gilt, gibt es neuerdings auch andere Hürden zu meistern. Labyrinthe kennen wir schon aus den anderen Teilen. Dieses Mal begebt ihr euch unter anderem an Kletterwände und an eine Skating-Arena. Ja, ihr habt richtig gehört. Neben dem bekannten Fahrrad habt ihr nun auch die Möglichkeit, euch mit Inline-Skates fortzubewegen. In besagter Arena gilt es zum Beispiel Gegner zu besiegen, um Teile einer Grindstange freizuschalten. Habt ihr alle besiegt, könnt ihr per Grind auf der Stange zum Arenameister gelangen.

                                                  4_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_04
                                                  68_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_44

                                                  Das Einzige, was uns negativ aufgefallen ist, sind die leichten Framerateeinbrüche an manchen Stellen im Spiel. Diese fallen besonders bei angeschaltetem 3D-Modus auf, schmälern den Spielspaß aber nur in sehr geringem Maße.

                                                  Neben den grafischen Änderungen erwartet uns auch ein neuer Pokémon-Typ. Das Element Fee ist besonders stark gegen Drachenpokémon. Wie schon zuvor ist es wichtig, verschiedene Pokémon bei sich zu tragen, um gegen jede Pokémonart gefeit zu sein. Wasser ist stark gegen Feuer und so weiter.

                                                  Nebensächlichkeiten

                                                  Die größten Änderungen sind bedingt durch die Anpassung an den 3DS und die damit verbundenen grafischen Möglichkeiten. Trotzdem findet man noch zwei neue Arten, seinem Pokémon näher zu kommen. Zum einen gibt es das neue Supertraining. Dieses besteht in der Regel aus einem Minispiel, bei welchem es darum geht, einen Ball gegen einen Pokémonballon zu feuern. Gelingt euch dies unter gewissen Umständen, schaltet ihr Boxsäcke frei. Diese können dann von eurem Pokémon genutzt werden, um bestimmte Werte zu verbessern. Der Vorteil des Ganzen ist, dass ihr, während euer Pokémon trainiert, weiterhin die Gegend durchstreifen könnt. Wirklich nützlich ist dies allerdings nur, wenn ihr es konstant beibehaltet, was auf Dauer etwas schwierig und vor allem langweilig ist.

                                                  60_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_36
                                                  50_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_26

                                                  Zum anderen ist das PokéMonAmi eine Art Spiel im Spiel. Das Minigame erinnert stark an Tamagotchis. Ihr könnt euer Pokémon streicheln und füttern und somit dessen Zuneigung euch gegenüber verbessern. Dies ist vor allem bei der Entwicklung von Pokémon sehr hilfreich und teilweise unabdingbar. Faszinierend daran ist auch die Gesichtserkennung. Bei dieser reagiert euer Pokémon auf euer Lachen oder auch eure Kopfbewegung. Leider ist auch dieses Feature recht langweilig und nutzt im Spiel eher wenig.

                                                  50_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_26
                                                  52_N3DS_Pokemon XY_Screenshots_28

                                                  Der Schwierigkeitsgrad ist nach wie vor eher gering. Dadurch steigen die Zugänglichkeit des Spielprinzips und die Motivation, weiter zu machen. Die Arenakämpfe hingegen stellen auch keine besondere Herausforderung dar, weil man von Anfang an weiß, mit welcher Art Pokémon man es zu tun bekommt. Darauf stellt man sein Team ein und kann so ohne Komplikationen beim ersten Versuch die Kämpfe gewinnen.
                                                  Der Multiplayer ist ansprechend und funktioniert tadellos. Hier findet ihr den missenden Anspruch des Einzelspielers. Ohne entsprechendes Team und eine gute Taktik kommt ihr nicht weit. Auch habt ihr die Möglichkeit, mit anderen Pokémon online zu tauschen, sodass ihr, egal welche der Versionen ihr besitzt, die Möglichkeit habt, an alle Pokémon heranzukommen.

                                                  Persönliches Fazit

                                                  Da stehen wir nun. Wir haben uns in einigen Stunden mit Pokémon, Team Flare und anderen Dingen herumgeschlagen und müssen uns überlegen, wie gut unsere Reise nun war. Man kann sich nun fragen: „Was ist aus dem guten, alten Pokémon bloß geworden?“. Wir haben die passende Antwort dazu: Ein modernes Spiel.
                                                  Pokémon ist mit den Versionen X und Y endlich in der Neuzeit angekommen und bedient sich einer ansprechenden Grafik und einer Menge neuer Möglichkeiten auf Basis des 3DS. Der Ausflug in die neue Region macht Spaß und ist abwechslungsreich. Die Auffrischung des Spieles hat dem Sammeltrieb keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. Bei einer solch riesigen Anzahl an Pokémon will man immer mehr entdecken und vor allem fangen. Die Kehrseite der Medaille ist die Überflutung mit unterschiedlichen Pokémon. Als wir nur 151 Pokémon zur Wahl hatten, war schnell geklärt, wer euer Liebling ist und wen ihr dauernd mit euch führen wollt. Heute sieht das Ganze anders aus. Das treibt die Spielzeit zwar nach oben, da ihr immer wieder neue Pokémon findet und entwickeln wollt, hindert euch aber auf der anderen Seite daran, euch wirklich für ein Team zu entscheiden.
                                                  Die kleineren Patzer bei den Framerates kann man zwar negativ auslegen, fallen aber wie schon gesagt nicht ins Gewicht.
                                                  Abschließend bleibt zu sagen, dass die Sammelwut uns wieder gepackt hat und wir auch weiterhin losziehen, bis man auch das allerletzte Pokémon gefangen und auch den allerletzten Angriff gelernt hat. Für alle, die gerne sammeln, viel Zeit haben und Pokémonkämpfen etwas abgewinnen können, kauft euch das neue Pokémon X/Y.

                                                  Positiv:

                                                  – riesige Anzahl an Pokémon
                                                  – schöne neue Spielwelt
                                                  – sehr gelungene grafische Überarbeitung
                                                  – spannende Kämpfe mit schönen Animationen
                                                  – riesiger Umfang
                                                  – Multiplayer ansprechend

                                                  Negativ:

                                                  – riesige Anzahl an Pokémon
                                                  – leichte FPS-Einbrüche
                                                  – neue Features nicht wirklich nützlich
                                                  – zu leicht

                                                  Spielt ihr Pokémon? Oder denkt ihr, ihr seid zu alt dafür? Sagt es uns im Forum!

                                                  Hier bekommt ihr das Spiel bei Amazon.

                                                  Hier könnt ihr Preise vergleichen.

                                                  (Hier Kommentare abgeben!)

                                                  Euer Hardbloxx-Team
                                                  Test erstellt von Hardbloxx.Lunerock

                                                  Test/Testbericht: Pokémon Editionen Schwarz 2 und Weiß 2

                                                  1999 erschienen die ersten Pokémon Editionen Rot und Blau auf dem Deutschem Markt und eroberten die Herzen der Zocker im Sturm. Damals gab es kein vergleichbares Spiel. Der Gameboy war auch etwas begrenzt. Er konnte nur schwarz/weiß darstellen. Der speicher in den Modulen war aus heutiger Sicht ein Witz und mit vier Richtungen und zwei Knöpfen waren auch die Kontrollmöglichkeiten mehr als eingeschränkt. Trotzdem schaffte es GameFreak und Nintendo, ein bisschen Spiel auf dieses System zu bringen, das selbst aus heutiger Sicht mehr als komplex ist. Heute, 13 Jahre Später, erscheint mit Pokémon Schwarz 2 und Weiß 2 bereits die fünfte Generation. Wir haben uns beide Editionen gründlich angeschaut und verraten euch, ob sich Pokémon auch heute noch lohnt.

                                                  Pokémon Schwarz 2 und Weiß 2 brechen gleich mit einer ganzen Reihe alt hergebrachter Traditionen. Es ist nämlich das erste Spiel aus der Hauptreihe, welches eine Zahl im Namen trägt. Außerdem handelt es sich bei S&W2 auch um die ersten Zusatzeditionen einer Generation, die im Paar kommt. Sonst wurden die Grund-Editionen immer um eine Farbe ergänzt.
                                                  Und zu guter letzt erzählt Pokémon S&W2 die Geschichte von Schwarz und Weiß nicht von Neuem, sondern setzt diese zwei Jahre später fort.

                                                  Die Geschichte

                                                  Wie für Pokémon-Spiele üblich, startet ihr in einem kleinen Dorf am Rande der Region. Gleich zu Beginn dürfen wir uns unser erstes Pokémon von Professor Esche auswählen. Wir haben die Wahl zwischen Serpifeu, Floink und Ottaro, welches jeweils für ein anderes Element steht. Danach kann die Reise auch schon los gehen. Wir sind nämlich auf der Jagd nach allen Orden der Region, um schlussendlich in der Pokémonliga den Champion herauszufordern.

                                                  Wer Schwarz und Weiß gespielt hat, wird auf dieser Reise so manch ein bekanntes Gesicht wieder treffen. Wir wollen an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten, aber so manch einer hat sich ordentlich nach oben gearbeitet.
                                                  Auch mit den Bösewichten von Team Ro.. ich meine natürlich Team Plasma gibt es ein Wiedersehen. Die wollen nämlich die Einall-Region einmal mehr unterwerfen, was nur ihr verhindern könnt.

                                                  Bis auf einige kleine Überraschungen verläuft die Geschichte weitgehend gradlinig und gewinnt sicherlich keine Preise.

                                                  Gameplay

                                                  Auch hier setzt Nintendo auf Tradition. Verlassen wir die sichere Stadt, fällt uns sofort das saftige grüne Gras auf. Hier verstecken sich wilde Pokémon, die es zu fangen gilt. Insgesamt sechs Pokémon hat ein vollständiges Team. Jedes Pokémon gehört einem bestimmten Typ an und die Kämpfe verlaufen rundenbasierend. Jedes Pokémon kann bis zu vier Attacken erlernen, entweder durch Level aufstieg oder durch sogenannte TM/VM.

                                                  Gesteuert wird Pokémon übrigens traditionell mit Steuerkreuz und Tasten. Wahlweise dürfen wir den Großteil unserer Menüs aber auch mit dem Touchpen durchwühlen oder unseren Pokémon per Bildschirmberührung die nächste Attacke befehlen.
                                                  Die Typen schlagen sich hierbei nach einem Schere-Stein-Papier-Prinzip. So schlägt Wasser beispielsweise Feuer, ist aber anfällig gegenüber Pflanzen- und Elektro-Pokémon. So richtig Kompliziert wird das, wenn Pokémon zwei Typen hat und sich die Nachteile und Vorteile ausgleichen oder sogar addieren. Da verliert man schon mal leicht den Überblick und staunt nicht schlecht, wenn eine Attacke nicht den erwünschten Effekt erzielt oder ein besonders liebgewonnenes und starkes Pokémon plötzlich mit einem Schlag besiegt wird. Aber selbst wenn man ein Pokémon zu kennen glaubt, weiß man noch lange nicht, welche Attacken es auch beherrscht und erlebt auch hier von Zeit zu Zeit ein böses Erwachen, nämlich dann, wenn das scheinbare Boden-Pokémon plötzlich Feuer speit und euer Pflanzen-Pokémon zu einem Häufchen Elend reduziert. Man lernt nie aus.
                                                  Pokémonkämpfe sind wirklich ein großartiges Beispiel für das Konzept „Einfach zu lernen und schwer zu meistern“.

                                                  Wer das nicht glaubt, der darf sich gerne bei uns melden und Beweise anfordern. Diese würde jedoch den RaHmen dieses Artikels sprengen und ihn in ein Lehrbuch für höhere Stochastik verwandeln.

                                                  Es ist wirklich großartig, dass es heutzutage ein Spiel gibt, das an seinem komplizierten Kampfsystem mit Elemtarschwächen festhält, wenn man bedenkt, dass in Spielen, wie World of Warcraft und Diablo 3 Elementar-Effekte nur noch dazu dienen, dass die Waffe in einer anderen Farbe leuchtet.

                                                  Etwas unzeitgemäß gibt sich Pokémon leider beim Verwalten von Pokémon im PC. Für alle Unwissenden: Der PC ist nicht etwa euer PC, sondern die Lagerstätte für Pokémon innerhalb des Spiels. Leider gibt es hier immer noch für alles, was man machen will einen extra Menüpunkt. So muss man, wenn man ein Pokémon ablegen will, beispielsweise „Pokémon ablegen“ im Menü auswählen. Wir können dann leider nicht im selben Zug eins mitnehmen. Dafür müssen wir das gesamte Menü schließen und „Pokémon mitnehmen“ auswählen. Das ist echt umständlich und hier könnte man vor allem mit dem Touchscreen mehr rausholen.

                                                  Pokémon Schwarz 2 und Weiß 2 auf dem 3DS

                                                  Trotz des neuen Handhelds von Nintendo erschien Pokémon S&W2 trotzdem auf dem alten DS. Wieso Nintendo diese Entscheidung getroffen hat, weiß wahrscheinlich nur Mario selber. Wir können nur vermuten, dass Nintendo ihre größte Handheld Marke so vielen Leuten wie möglich zugänglich machen wollte. Besonders unter dem Aspekt des fröhlichen miteinander Spielens, für das Pokémon schon immer stand.
                                                  Aber 3DS-Besitzer müssen sich nicht ärgern. Denn Nintendo hat ein paar Kleinigkeiten heraus gebracht, um Pokémon auch für sie interessant zu machen. So lässt sich beispielsweise auf den DSi und dem 3DS mit Hilfe der eingebauten Innenkamera die Visocaster-Funktion nutzen, mit der man mit anderen Spielern Video-Telefonie betreiben kann.

                                                  Aber der entscheidene Unterschied kommt mit einem extra Spiel. 3DS Besitzer können nämlich für 2,99€ aus dem Nintendo eShop das Pokémon Traumradar herunterladen und damit ihre Pokémon Erfahrung um die Traumebene erweitern.
                                                  Beim Pokémon Traumradar handelt es sich um ein Augmented Reality Game. In dem man auf Wolkenfang geht. Ziel des Spiels ist es, mit einem Laser möglichst viele rosa Wolken abzuschießen, um so an die daran gefangene Traumenergie zu kommen. Gelegentlich begegnen euch dort auch Pokémon, die ihr fangen könnt. Einige von diesen Pokémon lassen sich nur im Traumradar finden. Besonders fleißigen Sammlern winken sogar einige legendäre Pokémon. Die ihr benötigt, um den Pokedex zu vervollständigen.

                                                  Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

                                                  Haben sich die Editionen Rot und Blau noch allein auf den Pokedex verlassen, um Spieler bis zur nächsten Edition beschäftigt zu halten, so haben die Editionen Schwarz 2 und Weiß 2 einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Wem die knapp 40 Stunden lange Hauptstory nicht ausreicht, der hat bei Schwarz 2 und Weiß 2 noch jede Menge andere Angebote, um seine Freizeit in Einall zu verbringen.
                                                  So sind beispielsweise 19 legendäre Pokémon im ganzen Spiel versteckt, von denen man nur drei während der Haupthandlung findet.
                                                  Nach Ende der Haupthandlung werden außerdem zahlreiche neue Gebiete freigeschaltet, in denen ihr neben stärkeren Trainern auch eine Pokémonzucht findet, in der ihr beispielsweise euer Starter-Pokémon vervielfältigen könnt.
                                                  Für die, die eine besondere Herausforderung suchen, gibt es dann noch das Schlüsselsystem, das es euch erlaubt, den Schwierigkeitsgrad eures Spiels anzupassen.
                                                  Und die alten Hasen unter uns, die schon seit Anfang an dabei sind, haben die Möglichkeit, bei der großen Weltmeisterschaft gegen alle Arenaleiter der früheren Editionen anzutreten.

                                                  Außerdem gibt es noch einen umfangreichen Multiplayer-Modus, bei dessen Pflege sich Nintendo besonders viel Mühe gibt. Im Pokémon Center könnt ihr jederzeit Zufallskämpfe bestreiten oder eure Pokémon weltweit zum Tausch anbieten.
                                                  Hinzu kommt, dass Nintendo regelmäßig Tourniere veranstaltet, bei denen Pokémontrainer auf der ganzen Welt gegeneinander antreten. Hierzu braucht ihr keine Level-100-Pokémon. Alle Pokémon über Level 50 werden auf eben dieses Level herunter skaliert.

                                                  Grafik

                                                  Grafisch ist Pokémon wirklich einen weiten Weg gegangen. Statt strikter Top-down-Grafik verwendet Pokémon nun immer eine leicht angewinkelte Perspektive. Dies verleiht dem Spiel ein optisch interessantes Erscheinungsbild, das auch nach vielen Stunden nicht langweilig wird.
                                                  Glücklicherweise bedeutet das jedoch nicht, dass Pokémon 3D-Modelle benutzt. Auch im neusten Teil der Pokémonreihe kommen liebevoll gepixelte 2D Sprites zum Einsatz, die dem Spiel einen ganz eigenen Charme verleihen, an den 3D-Modelle einfach nicht rankommen können.
                                                  So lebendig, wie in Pokémon S&W2 waren Pokémon und ihre Trainer noch nie. Zu Beginn eines Kampfes bewegt der Trainer sich kurz. Er schmeißt beispielsweise seinen Pokeball oder bedroht euch kurz. Die Pokémon stehen niemals still und die Attacken haben wunderschöne Animation. Etwas schade ist nur, dass die Pokémon, wie alt hergebracht, immer noch keine speziellen Animationen für die Attacken haben.

                                                  Persönliches Fazit
                                                  Pokémon geht einen anderen Weg als die meisten der anderen Nintendo-Marken. Während sich Mario und Co immer wieder neu erfinden, wählt Pokémon quasi den Weg der konstanten Weiterentwicklung. Alte und bewährte Spielprinzipien werden beibehalten und stätig mit neuen Inhalten aufgefrischt. Leider sind bei dieser Vorgehensweise einige Relikte, wie das überholte Pokémon-Lagerungs-System zurückgeblieben. Kleiner Fehler, den man einem Spiel von diesem Kaliber durchaus verzeihen kann. Mir macht Pokémon heute noch mehr Spaß als damals.
                                                  Pokémon Schwarz 2 und Weiß 2 ist sowohl für alte Fans, die mal wieder in die Serie reinschauen wollen, als auch für Neueinsteiger, die Pokémon noch überhaupt nicht kennen geeignet. Die Geschichte basiert nur sehr lose auf der des Vorgängers.
                                                  Ich kann hier ganz klar eine Kaufempfehlung aussprechen.

                                                  (Hier Kommentare abgeben!)

                                                  Euer Hardbloxx-Team
                                                  Test erstellt von Hardbloxx.Nishi