Kategorie: 2.2.4 Sportspiele

Test/ Testbericht: Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall

Mit Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall (und Donnerknall) bringt Nintendo den direkten Nachfolger von Inazuma Eleven GO: Licht beziehungsweise Schatten heraus. Der neueste Ableger der Reihe aus dem Hause Level 5 hat nicht nur einen ganzen Haufen neuer Charaktere an Bord, sondern bringt auch wieder einige Neuerungen im Gameplay mit. Wie schon im Vorgänger steht der fußballbegeisterte Arion Sherwind im Zentrum des Geschehens und muss sich keiner geringeren Aufgabe stellen, als den Fußball vor dem endgültigen Aus zu bewahren. Ob der Titel seinem Franchise Ehre machen kann, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Der Fußball einfach ausradiert?!

Da staunt Fußball-Kapitän Arion Sherwind nicht schlecht, als er aus einem Trainingslager zurückkehrt. An der Raimon angekommen kann sich fast niemand an ihn erinnern und das schlimmste ist – es gibt keinen Fußballclub mehr. Völlig verwirrt davon, dass seine Freunde im Tischtennis-Club sind, sich nur noch der Musik widmen oder auf einmal Sumo viel besser finden als alles andere, beschließt er, der Sache auf den Grund zu gehen. Plötzlich taucht ein schräger Typ auf, der sich als Alpha vorstellt, seinerseits ein Mitglied von Protokoll Omega, die sich der Aufgabe verschrieben haben, den Fußball endgültig von der Welt zu tilgen. Als der rätselhafte Alpha mit Arion auf eine Zeitreise geht, muss der Mannschaftskapitän mit ansehen, wie dieser in der Vergangenheit das Ereignis manipuliert, das verantwortlich war für Arions Liebe zum Fußball. Doch Alpha hat nicht dem Einschreiten eines weiteren Zeitreisenden gerechnet.

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Gemeinsam für den Sport

In das Geschehen schaltet sich nun Fei Rune ein, der Arion mit seinen Duplikanten zur Seite steht, um sich gemeinsam Team Omega in einem Fußballspiel in den Weg zu stellen. An seiner Seite ist der blaue Bär Urs Wunderbär mit seinem Zeitreise-Bus. Im Laufe des Spiels müsst ihr also gemeinsam mit Arion und seiner Mannschaft quer durch die Zeit reisen, um das Herumgepfusche von Protokoll Omega wieder rückgängig zu  machen. Dabei trefft ihr alte Bekannte und gewinnt neue Freunde. In diesem Titel erwartet euch also auch eine satte Portion Sci-Fi, denn Zeitreisen und Paralleluniversen gehören hier zum guten Ton dazu. Wie gewohnt mischt Level 5 auch in diesem Ableger der Inazuma-Reihe gekonnt JRPG mit Sportspiel und so sammelt ihr mit gewonnenen Matches Erfahrungspunkte und steigt im Level auf. Die Stats verbessern sich dabei automatisch, allerdings könnt ihr euren Spielern an verschiedenen Punkten in der Welt ein Spezialtraining zukommen lassen, das einzelne Stats deutlich verbessern kann. Zudem könnt ihr über Schuhe, Handschuhe, Armbänder oder Halsketten noch weitere Boni auf Stats verleihen. Die Währung sind dabei Elanpunkte, die ihr nach jedem gewonnenen Match sammelt. Allerdings ist der Titel nicht übermäßig freigiebig damit, beziehungsweise Items sind ziemlich teuer. Einige davon könnt ihr aber auch nach einem gewonnenen Match bekommen.

Matches finden nicht nur storybasiert statt, sondern auch an unterschiedlichen Plätzen im Spiel. Spielwillige sind auf eurer Karte rot markiert; einige davon werden euch ähnlich wie bei Pokémon bei Sichtkontakt ansprechen und das Match automatisch starten. Wart ihr siegreich, könnt ihr später noch öfter gegen diese Mannschaft spielen, was insbesondere zum Leveln nützlich ist. Eure Spieler leveln übrigens alle mit, auch wenn ihr hauptsächlich 5-versus-5 – Matches bestreitet und dabei, wie der Name vermuten lässt, immer nur fünf Spieler auf dem Platz habt.

Über die Online-Verbindung könnt ihr natürlich auch wie gehabt mit eurer Wunschmannschaft gegen bis zu drei Freunde spielen.

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Neue Spielmechaniken

Inazuma Eleven ist bekannt für seine verrückten Spezialtechniken, von denen es auch diesmal wieder über 200 im Spiel zu sehen gibt. Zusätzlich könnt ihr eure Spieler aber auch anderweitig mit mehr Power ausstatten. So könnt ihr beispielsweise im Spiel die Kampfgeister der jeweiligen Spieler rufen. Diese manifestieren sich in Gestalt großer Geisterwesen und statten ihren Spieler für einen begrenzten Zeitraum mit erhöhten Werten aus oder machen besondere Spezialattacken möglich. Die Geister können aber auch wie eine Rüstung getragen werden. Währenddessen sind eure Werte sehr hoch und Spezialattacken kosten keine TP.  Zusätzlich könnt ihr aber auch die Miximorph-Funktion nutzen, um die Aura eurer Spieler mit einer anderen zu fusionieren. So könnt ihr euch beispielsweise die Kraft eines T-Rex zunutze machen oder ihr fusioniert die Aura zweier Spieler. Der große Vorteil besteht darin, dass dabei sämtliche Stats um 50 Prozent erhöht werden. Bei der Kombination zweier Spieler-Auren erhöhen sich zudem drei Stats um 75 Prozent.

Weiterhin müsst ihr bei einer Begegnung mit dem Gegner erst einmal abschätzen, ob er nach links oder rechts laufen wird. Entsprechend muss jedes Mal Links oder Rechts ausgewählt werden. Wollt ihr einen Gegner in Ballbesitz abwehren, hofft ihr auf die gleiche Richtung. Habt ihr selbst den Ball, hofft ihr natürlich auf die andere Richtung, um den Spieler einfach ohne Konfrontation zu umgehen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, euch für die Anwendung einer Spezialattacke zu entscheiden.

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Neu ist auch die Anzeige des Gesamtwerts der Spieler. Stehen sich zwei Spieler gegenüber, werden ihre jeweiligen Gesamtwerte in den oberen Ecken angezeigt und ihr könnt abschätzen, wie die Begegnung verlaufen wird. Ist der Gegner euch deutlich überlegen, lohnt es sich, auf eine Spezialattacke zurückzugreifen und euren Wert damit kurzzeitig zu steigern. Zudem bekommt der Torwart nun seine eigene Energieleiste. Jeder gehaltene Schuss füllt diese Leiste und wenn sie schließlich voll ist, ist der Torwart ausgelaugt und eigentlich nur noch der Vollständigkeit halber auf seine Position; ein Hindernis für den Ball ist er dann nämlich nicht mehr.

Die Grundmechanik des Spiels bleibt allerdings unangetastet. Zu Beginn eines Matches habt ihr Gelegenheit, eure Spielaufstellung festzulegen und eventuell Positionen auf dem Feld zu variieren. Nach dem Anpfiff zeichnet ihr mit dem Touchpen eine Linie auf dem Feld, der der jeweilige Spieler folgt. Ihr könnt so gleichzeitig mehreren Spielern Anweisungen geben. Ist ein Spieler im Ballbesitz, braucht ihr nur einen anderen Spieler antippen, schon wird ihm der Ball zugepasst. Hat der Gegner den Ball, könnt ihr ihn antippen und eure Spieler laufen auf ihn zu, um ihn unter Druck zu setzen. Jeder Spieler hat außerdem noch eines von vier Elementen, die sich gegenseitig überlegen sind oder schlagen; dies kann bei einer Begegnung den entscheidenden Ausschlag geben und sollte nicht unterschätzt werden. Jeder Spieler verfügt neben seinen Stats auch über eine gewisse Menge an KP und TP. Zusammenstöße mit Gegnern, in denen ihr unterliegt, kosten euch KP, während Spezialfertigkeiten TP kosten. Beides kann vor einem Match oder in der Halbzeit über Items aufgefrischt werden, allerdings könnt ihr nur drei Items pro Match einsetzen. Es gilt also, sorgfältig hauszuhalten mit den Punkten.

Außerhalb eines Matches könnt ihr die Punkte an Erholungspunkten auffrischen, das kostet allerdings Elanpunkte; umso mehr je höher ihr im Level aufsteigt.

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Mehr Taktik, mehr Tiefgang?

Fähigkeiten, Spezialattacken, Kampfgeister, Miximorph, die einzelnen Elemente der Spieler und Items – in Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall kommen so einige Faktoren zusammen, die das Spiel und eure Charaktere beeinflussen. Wer das Spiel beherrschen will, muss sich der Möglichkeiten durchgehend bewusst sein und alles im Blick haben. Entsprechend ist dieser Teil der Reihe wenig einsteigerfreundlich; erfahrene Anhänger dieser Reihe werden die taktische Vielfalt begrüßen, Einsteiger sollten aber besser zu einem der Vorgänger greifen. Insbesondere die Story-Matches haben an Schwierigkeit zugelegt, denn schließlich nutzen auch die Gegner Kampfgeister und Spezialtechniken. Wer hier unvorbereitet in ein Match kommt, wird ganz schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Hier solltet ihr vor großen Matches unbedingt an einem günstigen Punkt speichern, ansonsten könntet ihr in die Bredouille kommen, dass ihr an einem Point of no return steht, aber vom Level her noch hoffnungslos unterlegen seid. Mehrere Speicherstände gibt es nicht; habt ihr euch da also vertan und seid wirklich völlig chancenlos, habt ihr ein Problem.

Wie auch in den vorigen Teilen seht ihr euch einer schieren Masse von potentiellen Mitspielern gegenüber. Diese könnt ihr entweder via Kärtchen kaufen (wofür ihr teilweise Bedingungen erfüllen müsst) oder sie schließen sich euch nach einem gewonnenen Match an. Die beiden Versionen Flammenwall und Donnerknall unterscheiden sich nicht hinsichtlich der Grund-Story, bringen aber jeweils unterschiedliche Spieler mit unterschiedlichen Spezialfertigkeiten mit und verschiedene Handlungsstränge bei den Zeitreisen.

Liebevoll gestaltet wie immer

Typisch Level 5 bekommt ihr auch in diesem Teil der Inazuma-Reihe wieder wunderschöne Anime-Szenen spendiert, die zu einem großen Teil sogar synchronisiert sind. Die Sprecher machen ihren Job dabei auch fast alle sehr gut; man muss sich natürlich situationsbedingt und animetypisch auf etwas überdrehte Sprechweisen einstellen (ich sage nur „ZEEITSPRUUUUNG!!!“). Auch die Umgebung, die ihr relativ frei erkunden könnt, ist wie immer sehr liebevoll gestaltet und es machen sich auch nostalgische Gefühle breit, wenn ihr bei einem Ausflug in die Vergangenheit bekannte Stadtviertel aus den ersten Inazuma Eleven-Teilen durchstreift. Ein besonders schönes Detail, allerdings ohne tiefergehende Funktion, ist der InaLink. Über diesen schicken sich die Spieler gegenseitig Nachrichten, planen ihr Training oder quatschen einfach über das Essen in der Kantine. An sich nutzlos, aber nichtsdestotrotz sehr unterhaltsam.

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Inazuma Eleven GO Chrono Stones Flammenwall

Persönliches Fazit

Die Inazuma-Reihe bleibt sich weiterhin treu. Das grundlegende Spielprinzip hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht verändert, es sind lediglich weitere Funktionen hinzugekommen. Mir persönlich ist das langsam schon ein bisschen zu viel des Guten; auf weitere Mechaniken sollte Level 5 verzichten. Nichtsdestotrotz ist Inazuma Eleven Go Chrono Stones Flammenwall ein würdiger Nachfolger, der nach wie vor einfach Spaß macht und auch Fußballmuffel wie mich vor den 3DS lockt. Die vielen Figuren mit eigenem Charakter sind zum Großteil sehr gut vertont und die wie immer liebevoll gezeichneten Anime-Sequenzen sehen besonders in 3D wirklich gut aus. Überraschend viel Spaß hatte ich mit der an sich nutzlosen Funktion des InaLinks. Die Unterhaltungen zwischen den einzelnen Charakteren über schmutzige Trikots oder bunte Teddybären waren einfach witzig zu lesen und haben deutlich dazu beigetragen, das Profil der einzelnen Charaktere zu schärfen.

Inazuma Eleven

Inazuma Eleven
84.3
84.333333333333

Gameplay

81 / 100

Etwas überladen, aber mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten, neue Funktionen werden gut erklärt

    Story

    76 / 100

    Eine Mischung aus Sci-Fi und Dramatischem

      Grafik

      89 / 100

      Detailliert und liebevoll wie in den Vorgängern

        Sound

        85 / 100

        Musikalisch schön untermalt

          Umfang

          87 / 100

          Recht frei erkundbare Gegend, sehr viele Spieler und Gestaltungsmöglichkeiten fürs eigene Team

            Spielspaß

            88 / 100

            Unterhaltsam besonders für Fans der Reihe

              Positiv

              • - Schöne Anime-Szenen
              • - Gute Vertonung
              • - Interessante Neuerungen wie InaLink

              Negativ

              • - Etwas überfrachtet mit neuen Funktionen
              • - Nicht sehr einsteigerfreundlich

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              Euer Hardbloxx-Team

              Test/Testbericht: Mario Golf – World Tour

              Auch wenn Nintendo derzeit nicht so stark auf dem Markt präsent ist, wie es sich viele Fans erwünscht haben, gibt es doch immer wieder kleine Perlen, die den Spieler daran erinnern, warum Nintendo auch heutzutage noch zu den Besten der Besten gehört. So eine Perle ist Mario Golf – World Tour definitiv: Auch, wenn das Spielprinzip an sich schon oft verwertet und zum Beispiel auf der Nintendo Wii wesentlich aktiver umgesetzt wurde, macht es einfach enormen Spaß, einen solchen Titel mal wieder zu zocken – denn leider sind in den letzten Monaten nur sehr wenige reine Nintendo-Titel auf dem Markt erschienen. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir nun ein Spiel testen konnten, dass mal wieder auf das Mario-Franchise zurückgreift und das mit einer bereits erfolgreichen Videospielsportart kombiniert. Denn Golf ist mehr als nur ein Sport für alte Männer!

              Mario Golf - World Tour (4)
              Mario Golf - World Tour (3)

              Auf dem Weg zu Spitze

              Eine wirkliche Story gibt es in Mario Gold – World Tour nicht – wozu auch? Stattdessen wird alles Wichtige, das man brauchen kann, innerhalb des Golf-Schlosses dargestellt: Man bewegt sich durch verschiedene Räume und kann außerhalb, sozusagen im Hinterhof, die verschiedenen Golfplätze erreichen. Zunächst beginnt man dabei am besten mit den verschiedenen Trainingsmodulen, in denen man Putten, Abschlag und verschiedene andere Schlagtechniken proben kann. Fühlt man sich wohl, begibt man sich dann zum ersten der drei Rundkurse und legt dort sein erstes Handicap fest. Nur, wenn man eine bestimmte Anzahl an Schlägen nicht überschreitet, darf man in den Turnieren mitspielen. Wenn nicht, heißt es „zurück zum Trainingsplatz“ und ein wenig weiter üben, bis man die geforderte Schlagzahl erreicht. Das Handicap verändert sich übrigens mit jedem Turnier, das ihr bis zum Ende durchspielt – und kann sich somit verbessern, aber auch verschlechtern. Eure Aufgabe ist dabei ganz klar: Ihr müsst alle drei Turniere gewinnen und euch damit die Pokale sichern – und zum gekrönten Champion des Golfplatzes aufsteigen. Doch bis dahin ist es ein weiter, sehr weiter Weg. Denn während das erste Turnier noch einfach zu gewinnen ist und man mit etwas Training die ersten Birdies holen kann, muss man beim zweiten Turnier schon wesentlich mehr Erfahrung und Spielverständnis an den Tag lagen, um mit der Spitze mitzuhalten. Und das dritte Turnier ist defintiv eine Klasse für sich, denn die dortigen Löcher sind anspruchsvoll zu spielen.

              Mario Golf - World Tour (24)
              Mario Golf - World Tour (21)

              Einfach zu lernen, schwierig zu meistern

              Dieses Motto trifft sehr gut auf Mario Golf – World Tour zu. Wenn man die ersten paar Löcher gespielt hat, bekommt man schnell ein Gefühl für den Abschlag, die Annäherung an das Grün, sowie das richtige Putten – zumindest denkt man das. Denn schon bald stellt man fest, dass die Feinheiten doch sehr wichtig sind. Wer möchte, kann nämlich vom automatischen Schlag auf den manuellen wechseln und kann dann wesentlich mehr Einfluss auf seine Schläge nehmen: An welcher Stelle soll der Ball getroffen werden und soll damit Backspin, Frontspin oder eine nach rechts gedrehte Flugkurve erreicht werden? All das gibt – richtig eingesetzt – einen kleinen Vorteil gegenüber den Gegnern und kann darüber entscheiden, ob man für ein Par 4 eben drei oder fünf Schläge braucht. Da hilft nur Training – und nicht nur das Putten. Denn obwohl ein guter Put einen fähigen Spieler kennzeichnet, sorgen die besten Spieler dafür, dass man möglichst nahe am Loch landet und somit nicht auf einen weiten und komplizierten Put zurückgreifen muss. Dazu muss man nicht nur den Drall des Balles bestimmen, sondern auch auf Untergrund, Windrichtung und Abschlagzone achten. Das alles klingt kompliziert und verwirrend? Nun, das mag sein, doch wer möchte, kann auch einfach computergestützte Zielhilfen verwenden und einfach drauflos spielen – das bringt ebenfalls viel Spaß. Aber wer das volle Golf-Feeling genießen möchte, der nutzt die vielen Features und versucht, sein eigenes Spiel stetig zu verbessern.

              Mario Golf - World Tour (18)
              Mario Golf - World Tour (13)

              Die verschiedenen Spielmodi

              Neben den drei Hauptturnieren, in denen man mit seinem eigenen Mii gegen Computergegner antritt, gibt es noch einige weitere coole Ideen: So darf man auf dem Wolkenkurs zum Beispiel auf einer 9-Loch-Strecke lediglich zwei Schläge für die Par-3-Löcher brauchen – braucht man mehr, ist das Spiel sofort beendet. In Peaches Kurs gibt es viele verschiedene Items, sehr viele Münzen und einige freischaltbare Gegenstände zu gewinnen. Dazu kommen noch die vielen Online-Modi, in denen man zum Beispiel Speed-Golf spielen kann oder versuchen muss, mit dem ersten Schlag möglichst nahe am Loch zu landen. Aber natürlich gibt es auch ganz normale Turniere, bei denen jedoch wieder euer Handicap wichtig ist – je besser ihr seid, desto stärkere Gegner werdet ihr finden. Während die Spielmodi gegen den Computer sehr begrenzt sind (insgesamt fünf Bahnen, nur drei Turniere) ist der Online-Modus der Grund, warum man auch nach dem Spielen der „Kampagne“ noch weiterhin sehr viel Spielspaß haben wird. Denn so kann man sich mit allen Spielern in Europa und sogar weltweit messen und feststellen, wie gut man als Mario-Golfer wirklich ist.

              Nach jedem Turnier bekommt man außerdem einige Münzen – als Gewinner eines Online-Turniers sogar einen ganzen Haufen – und kann damit im Golf-Shop einkaufen. Durch das Freischalten und Kaufen neuer Kleidung verbessert ihr außerdem eure Fähigkeiten beim Golfen: Neue Schläger lassen euch weiter Schlagen, neue Handschuhe verbessern die Kontrolle beim Schlag und eine gute Sonnenkappe verleiht euch mehr Gefühl – na gut, es muss nicht alles Sinn machen, aber so könnt ihr nach und nach euren Golfer stärker machen und habt eine Motivation, alle Gegenstände freizuschalten. Spaß macht es allemal.

              Mario Golf - World Tour (5)
              Mario Golf - World Tour (11)

              Persönliches Fazit

              Mit Mario Golf – World Tour zeigt Nintendo mal wieder, warum die Sportspiele vollkommen zu Recht der absolute Renner sind: Man erwartet eine abgespeckte Version der großen Golftitel und bekommt eine Version, die mit unzähligen Möglichkeiten und vielen kleinen Tricks und Kniffen daher kommt: Windrichtung und das „Lesen“ des Grüns sind nur die Spitze des Eisberges und zeigen gut, was das Spiel alles kann. Der Online-Modus bietet die Möglichkeit, den eigenen Lauf hochzuladen und mit anderen Spielern zu vergleichen – was eine große Motivation bietet, um immer weiter zu spielen und sich zu verbessern. Das Kaufen von Golfklamotten, um die Fähigkeiten des Mii zu verbessern, ist zwar eine nette Idee, doch bietet das möglicherweise einen etwas unfairen Vorteil im Vergleich mit den menschlichen Mitspielern. Davon einmal abgesehen, gehört Mario Golf – World Tour tatsächlich zu den Top-Golftiteln überhaupt und kann sich auch grafisch absolut auf dem 3DS sehen lassen – obwohl man die 3D-Funktion mal wieder nicht wirklich braucht und schnell ausschalten wird. Mal wieder eine Topleistung, die wir jedem empfehlen können, der auch nur ansatzweise etwas mit Mario und/oder Golf anfangen kann.

              Positiv:
              + viele verschiedene Spielmodi
              + stetig angepasstes Handicap
              + Online-Modus!
              + viele verschiedene Gegenstände
              + realistische Physik
              + gute Grafikleistung
              + viele Tutorials und Trainingshilfen
              + Steuerung mit Touchpad oder Buttons

              Negativ:
              – nur drei Offline-Turniere
              – nur fünf verschiedene Kurse
              – insgesamt etwas wenig Inhalt

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars