Kategorie: 2.2.5 Jump´n Run

Test / Testbericht: Freakyforms Deluxe!

Gegen Ende letzten Jahres erschien für den Nintendo 3DS Freaky Forms als Eshop-Titel. Trotz gemischter Kritiker-Meinungen hatte das Spiel genügend Erfolg, um jetzt in einer erweiterten Version erneut zu erscheinen. Diesmal nicht als Eshop-Titel, sondern als reguläres Modul. Ob diese Version den fast vierfachen Preis wert ist, verraten wir euch im folgenden Test.

Gameplay
Gleich zu Beginn von Freaky Forms Delux werdet ihr erst einmal dazu aufgefordert, euren eigenen Planeten zu benennen. Solltet ihr euch hier vertippen, so lässt sich der Name später nicht mehr ändern. Auch eine einfache Funktion, um einen bereits begonnen Spielstand zu löschen, gibt es leider nicht. Hierzu ist eine spezielle Tastenkombination notwendig, die uns erst das Handbuch verrät. Etwas umständlich.

Habt ihr es geschafft, euren Planeten zu benennen, geht es auch gleich weiter. Nun könnt ihr euren ersten Formy erstellen. Formys sind sozusagen die Spielfiguren, die später euren Planten bevölkern. Zu Beginn des Spiels stehen euch hier nur sehr wenige Formen zur Verfügung und das Spiel zwingt jeden Spieler durch ein sehr langes Tutorium, das aber zumindest witzig erzählt ist. Erblickt euer erster Formy nach ein paar Pinselstrichen das Licht der Welt, findet ihr euch auch sofort auf der Oberfläche eures Planeten wieder. Nun beginnt der Jump and Run Part des Spiels.

Die Steuerung ist gut gemeint und das ist leider auch schon alles Positive, was es über sie zu sagen gibt. Haltet ihr eure Touchpen auf der rechten Seite des Bildschirms, bewegt sich der Formy nach rechts, auf der linken Seite nach links. Zieht ihr den Touchpen von der Mitte des Bildschirms in eine Richtung, macht sich der Formy katapultartig zum Sprung bereit. So schwer und kompliziert diese Steuerung zu beschreiben ist, umso katastrophaler ist sie, wenn man sie benutzen soll. Wir schaffen es nur unter größten Anstrengungen, unseren Formy auf verschiedene Plattformen springen zu lassen. Bei jedem noch so kleinen Hindernis müssen wir stehenbleiben, weil ein Sprung aus der Bewegung heraus unmöglich ist, und erst einmal zielen.

Aber eine präzise Steuerung ist auch überhaupt nicht notwendig. Denn die Level bieten kaum Herausforderung. Ihr lauft über euren Planeten und haltet gelegentlich an, um ein paar Früchte zu fressen. Daraufhin legt euer Formy ein Ei, das ihr einsammelt. Von Zeit zu Zeit verrichtet euer Formy nach den Früchten auch sein Geschäft, das sammelt ihr dann ebenfalls ein. Fallt ihr einen Abgrund herunter, passiert nichts. Auch Gegner, die sich euch in den Weg stellen, gibt es nicht. Zumindest am Anfang. Später dürft ihr neben der Oberfläche der Welt auch noch Dungeons erkunden. Durch die zufällige Natur dieser Kämpfe und vor allen dadurch, dass der Spieler nicht dazu in der Lage ist, darauf Einfluss zu nehmen, wann ein Formy seine Spezial-Attacke einsetzt, fühlt sich der Kampf automatisiert an und bringt nur wenig Freude. Ab und zu trefft ihr auf einen eurer anderen Formys, der euch dann eine Aufgabe gibt. Diese Aufgaben reichen meistens nicht weiter als „Bring mir dieses Items“ oder „Gehe zu diesem Ort“. Habt ihr das erste Level abgeschlossen, dann habt ihr ein paar weiter Formen für die Erschaffung eines Formys freigeschaltet.

Die ersten fünf Formys, die ihr erschafft, müssen immer eine jeweilige Besonderheit aufweisen, beispielsweise Flügel. Und so lange begleitet euch auch das Tutorial und ihr könnt nicht frei basteln.

Persönliches Fazit
Spontan hätte ich gesagt, dass Freaky Forms ein geeignetes Spiel für Kinder im Vorschulalter ist. Die witzigen Figuren, die lustigen Sound Effekte und die herausforderungsarmen Level sprechen dafür. Dann ist mir jedoch die Steuerung aufgefallen. Es ist teilweise so frustrierend, von a nach b zu kommen, dass ich die Level vorzeitig beendet habe, um noch einen Formy basteln zu können. Ein Kind in Vorschulalter ist auf keinen Fall dazu in der Lage, derartige Frustrationslevel zu ertragen.

Aber der schlimmste Fehler, den Freaky Forms Delux macht, ist in meinen Augen nicht das öde Leveldesign, auch nicht die haklige Steuerung oder die langweiligen Nebenaufgaben, sondern dass es dem Spieler effektiv verbietet, weiter zu spielen, wenn man fünf Formy erstellt hat. Ja richtig, es gibt ein Limit, wie viele Formy am Tag man erstellen darf. Und gerade dann, wenn man endlich alle Erstellungs-Tutorials hinter sich hat und zum ersten Mal einen Formy einfach drauf los bauen könnte, wenn es gerade anfängt Spaß zu machen, gerade dann soll man sich bis zum nächsten Tag gedulden.

Jeder, der den Vorgänger mochte, sollte bei diesem bleiben. Die zusätzlichen Features sind den vierfachen Preis auf keinen Fall wert. Wer seinen 3DS gerne auf eine Kreative Art nutzen möchte, ist mit Nintendos New Art Academy besser beraten. Und wer nach einem guten Jump and Run sucht, der sollte sich New Super Mario Bros. 2 oder Rayman Origins anschaffen, aber nicht Freaky Forms Delux.

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Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Nishi

Test / Testbericht: New Super Mario Bros. 2

Wer heute als Gamer Mario nicht kennt, an dem sind solide 20 Jahre Videospielgeschichte einfach so vorbei gezogen. Mit New Super Mario Bros. 2 erscheint für Nintendos 3DS nun auch endlich ein brandneues Mario-Abenteuer im klassischen Gewand. Wir verraten euch, ob der Zahn der Zeit Marios Röhren hat rosten lassen oder ob der Klempner immer noch lästige Verstopfungen zu beseitigen weiß!

Ein Nintendo Test ist immer eine schwierige Angelegenheit. Ein Super Mario Test eine noch viel schwierigere. Wieso? Weil viele Videospielredakteure mit Super Mario und Co aufgewachsen sind. Da bilde auch ich keine Ausnahme. Ich war ein Nintendo-Kind. Seit dem Super Nintendo Entertainment System hat jede einzelne Nintendo Konsole meinen Fernsehschrank geziert. Jetzt ein Nintendospiel testen zu müssen, ist fast so, als wäre man Personalchef einer multinationalen Firma und der beste Freund kommt als Bewerber zur Tür hineinspaziert. Wie soll man sich in so einem Fall verhalten? Kann man wirklich die eigene Neutralität gewährleisten? Nein, wahrscheinlich nicht.

Aber zum Glück ist Nintendo ein echt guter Freund. Nintendo ist die Art Kumpel, die sich nicht auf solche Beziehungen verlässt. Nintendo sagt dir vorher nicht Bescheid, dass er auftauchen wird und bereitet sich so gut er kann auf das Gespräch vor, so dass es gar nicht notwendig ist, zu mogeln.

Und am Ende kommt man sich dumm vor, dass man auch nur einen Moment an Nintendo gezweifelt hat.

Goldene Blumen und Blaue Pilze

Nach diesem doch etwas abschweifenden Einstieg nun direkt ins Spielgeschehen. Wer bereits irgendein Mariospiel gespielt hat, wird sich sofort zu Hause fühlen. Hierbei ist es egal, ob 3D- oder 2D- Titel. Alles, was ein Mario aus macht, ist vorhanden.

Die Steuerung von New Super Mario Bros. 2 ist solide. Der Klempner steuert sich weich wie Butter. Die Genauigkeit und das Gefühl, mit dem man Mario springen und rennen lässt, sucht in der Spiele-Industrie seinesgleichen. In der Tat kenne ich kein Jump and Run, dessen Steuerung präziser ist als die von Super Mario. Und was noch besser ist: Mario hat auf seine alten Tage noch ein paar neue Tricks gelernt. So kann Mario jetzt von Wand zu Wand springen und an selbigen herunterrutschen. Aber Vorsicht! Wieder hochspringen können immer noch nur gewisse blaue Roboter.

Neben neuen grundlegenden Moves hat Nintendo ihren „Powerklempner“ auch eine ganze Reihe neuer Power Ups spendiert.


Die Goldene Feuerblume:
Schon immer der Meinung gewesen, dass Marios Feuerbälle größer sein sollten und etwas mehr Wums vertragen könnten? Nun im neuen New Super Mario Bros. 2 geht dieser Wunsch nun endlich in Erfüllung. Mit der goldenen Feuerblume verwandelt ihr euch in einen goldenen Kampftitan, der mit Miniatursonnen um sich wirft. Dabei gehen nicht nur Gegner in Massen drauf. Ihr könnt auch ansonsten unpassierbare Passagen quasi freisprengen. Und als Sahnehäubchen oben drauf verwandelt sich alles Getroffene in Goldmünzen.


Der Blaue Pilz:
Wir alle kennen den roten Pilz, der Mario wachsen lässt. Nun gibt es endlich auch einen Pilz, der Mario schrumpft. In seiner geschrumpften Form kann Mario dann beispielsweise über Wasser laufen oder Miniaturröhren benutzen, in die er seinen Hintern sonst nicht reinbekommen würde.

 

Das Goldene Blatt:
Wir alle kennen das braune Blatt, das Mario in einen Waschbären verwandelt. Solltet ihr zu oft in einem Level scheitern, erhaltet ihr nun am Start des Levels ein goldenes Blatt. Aber was ist der Unterschied? Naja mit dem goldenen Blatt könnt ihr schneller fliegen und seid unverwundbar. Aber Vorsicht! Wenn ihr euch auf das goldene Blatt einlasst, kommt ihr zwar weiter, aber das Level gilt nicht als geschafft.

 

Der Mega Mushroom:
So high war Mario noch nie. Denn er wird für kurze Zeit geradezu gigantisch. In dieser Form walzt er seine Gegner einfach platt. Und kann durch solide Plattformen laufen, als wären sie Kekse.

 

Gold Block:
Könnt ihr euch noch an die Blöcke erinnern, die eine riesen Menge Münzen spucken? Die dürfen natürlich auch bei New Super Mario Bros. 2 nicht fehlen. Nur haben sie dieses Mal den kleinen Zusatz, dass sie an Marios Kopf hängen bleiben und je schneller sich der Klempner bewegt desto mehr Münzen spucken sie.

Von goldenen Duschen und warum Mario nicht frustriert

Spielten die goldenen Münzen in anderen Super Mario Titeln noch eine wichtige Nebenrolle, so nehmen sie bei New Super Mario Bros. 2 geradezu die Hauptrolle ein. Es gibt nun Power-Ups, die nur dafür da sind, Extra-Münzen zu produzieren. Überall sind die goldenen Taler versteckt. Und meistens ist es schwerer, alle einzusammeln, als das Level abzuschließen.
Die goldenen Münzen sind in der Tat so wichtig, dass das Spiel penibel genau zählt, wie viele ihr bereits eingesammelt habt. Und nicht nur das. Habt ihr mit euren 3DS Zugang zum Internet, fließen eure gesammelten Münzen in den Gesamtwert aller gesammelter Münzen der Welt mit ein. Es ist schon mächtig interessant zu sehen, wie viele Münzen alle Super Mario Spieler gemeinsam zusammentragen.
Das führt natürlich neben bei auch zu einer abnormen Menge Leben. So haben wir nach Welt Nummer eins schon fast 40 Stück.
Und das ist eines der schöneren Aspekte von Mario. Es geht gar nicht mehr so sehr darum, das Spiel durchzuschaffen. Das kann mit einer so großen Menge Leben nämlich eigentlich jeder. Und sollte man doch mal Probleme haben, ein Level zu schaffen, kommt das goldene Blatt und hilft einem weiter. So wird Super Mario Bros. 2 nie frustrierend. Es ist der perfekte Titel, um schnell eine Runde zu spielen und sich zu entspannen. Wer jetzt Angst hat, dass es keine Herausforderung ist, dem soll gesagt sein, dass die Herausforderung bei New Super Mario Bros. 2 eine Arcade Herausforderung ist. Es geht nicht darum, das Spiel zu Ende zu schaffen und den Endboss zu besiegen. Es geht darum, so viele Münzen und Punkte zu sammeln, wie möglich. Wer eine Herausforderung sucht, findet sie bei Super Mario Bros. 2 auf jeden Fall.

Nicht nur in der Art der Herausforderung hält sich New Super Mario Bros. 2 klassisch. Auch sonst hat Super Mario Bros. 2 viele bekannte Elemente. Beispielsweise die Weltkarte, auf der man sich das nächste Level aussucht. Besonders interessant ist, dass es nicht einen festen Pfad gibt, sondern gleich mehrere Möglichkeiten, ein Level zu lösen. Je nachdem, wie ihr das bewerkstelligt, stehen euch andere Pfade auf der Weltkarte offen. Zusätzlich gibt es noch eine Hand voll geheimer Welten, die ihr entdecken könnt.
Super Mario Bros. 2 ist also auch etwas für Kompletionisten und Entdecker.

Etwas schade ist, dass man nicht jederzeit auf der Weltkarte speichern kann. Das Spiel speichert nur bei Toadhäusern, Geisterhäusern und Endboss-Schlössern. Das kann gerade bei einem Handheld-Game unter Umständen unpraktisch werden.
Die Geisterhäuser sind übrigens ein besonderer Leckerbissen. Hier hat sich Nintendo ordentlich ins Zeug gelegt, um den Spieler zum Gruseln zu bringen.

Fazit
Super Mario Bros. 2 ist wie gewohnt ein Spaß für die ganze Familie. Jeder und wirklich jeder kann mit Mario irgendetwas anfangen. Die Jagd nach den Münzen macht unerhört viel Spaß und dabei ist es so lange her, dass ich ein Spiel gespielt habe, um den nächsten Highscore zu knacken und nicht, um es zu Ende zu schaffen.
Nintendo hat hier wieder ganze Arbeit geleistet. Auch wenn es im Vergleich zu seinem direkten Vorgänger etwas wenig Neuerungen aufweist, sollte jeder Mario-Fan zugreifen. Für alle, die noch mit dem Vorgänger zufrieden sind, lohnt es sich eventuell, auf die WiiU Version zu warten.

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Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Nishi