Kategorie: 2.4 Xbox One

WWE 2K16 im Test [Xbox One]

Alle Jahre wieder schlagen sich die Wrestler in den WWE-Games gegenseitig das virtuelle Gesicht ein und auch dieses Jahr versorgt uns 2K Games mit einem entsprechenden Ableger des WWE-Universums. Von Bret „The Hitman“ Hart über Stone Cold Steve Austin bis hin zum legendären Undertaker. In WWE 2K16 erwartet uns wieder einmal ein riesiges Roster an Schaukämpfern. Auch auf technischer Seite soll das offiziell lizensierte Videospiel ein wenig zugelegt haben, um das bestmögliche WWE-Erlebnis zu bieten. Wie gut die Entwickler von Visual Concepts dies geschafft und am Spielprinzip gefeilt haben, erfahrt ihr in unserem Test zu WWE 2K16.

Weiterlesen

Devil May Cry 4: Special Edition im Test [Xbox One]

Es ist noch nicht allzu lang her, da spendierte Publisher Capcom DmC: Devil May Cry, dem fünften Teil rundum Dämonenjäger Dante, eine Remaster-Fassung für die Current-Gen Konsolen. Besagte Fassung kam sowohl bei uns als auch bei der Community sehr gut an, sodass mit Devil May Cry 4: Special Edition eine weitere Remaster-Fassung eines Devil May Cry veröffentlicht wurde. Erhältlich auf den beiden Current-Gen Konsolen und dem PC, erweitert Devil May Cry 4: Special Edition das Abenteuer aus der Original-Fassung um eine überarbeitete Grafik und mehr Inhalt. Ob das altbekannte Flair der Dämonenhatz erhalten blieb oder ob es sich bei dem Titel nur um aufgewärmte Suppe handelt, klärt unser Testbericht. Weiterlesen

Test/Testbericht: Resident Evil: Revelations 2 [Xbox One]

Nachdem die Horror-Reihe mit den letzten Teilen der Hauptreihe eher in Richtung Action ging, hatten in der Vergangenheit bereits viele Fans der alten Resident Evil-Spiele der Reihe abgeschworen. Mit Resident Evil: Revelations kam 2012 dann endlich wieder ein Titel, der zu den Wurzeln der Reihe zurückkehrte. Zunächst nur für den Nintendo 3DS erschienen, konnte Resident Evil: Revelations so sehr überzeugen, dass Mitte 2013 schließlich noch eine Version für den PC und die damaligen Current-Gen Konsolen erschien. Der Erfolg des Sequels ist wohl auch an Capcom nicht vorbeigeflogen und so bringt man mit Resident Evil: Revelations 2 nun einen Nachfolger, der wieder mit den typischen Horror-Momenten und Survival-Aspekten punkten soll. Ob das Ganze gut geglückt ist, soll unser Test zu Resident Evil: Revelations 2 zeigen. 

Ich bin ein Star – holt mich hier raus!

Wie man es von Resident Evil gewohnt ist, wird man zunächst ohne viel Vorwissen in das Geschehen geworfen. Nachdem uns ein stilvoller Werbefilm des Unternehmens TerraSave, das gegen den Bio-Terrorismus auf der Welt kämpft, gezeigt wird, erblicken wir auch schon zwei der vier Hauptprotagonisten. Claire Redfield befindet sich auf einer Feier jenes Unternehmens, zusammen mit Moira Burton. Es wird sich nett unterhalten, wie man es eben auf einer Feier tut. Doch plötzlich fällt der Strom aus und die Feier wird von Soldaten gestürmt. Voll bewaffnet, machen diese kurzen Prozess und verschleppen Claire und Moira. Als Claire aufwacht, befindet sie sich eingesperrt in einer Zelle. Zudem hat ihr irgendjemand ein Armband am Handgelenk befestigt. Wie sich herausstellt, handelt es sich um besondere Armbänder, denn ihres öffnet die Zellentür. Nachdem sie schließlich auch Moira findet, suchen sie gemeinsam einen Ausweg aus dem Gefängnis und versuchen, Hilfe anzufordern.

Der Ruf bleibt nicht ungehört und so macht sich niemand anderes als der Vater von Moira, Barry Burton, auf den Weg. Es stellt sich heraus, dass die beiden auf einer Insel festsitzen, auf der sich das Gefängnis befindet. Barry trifft auf der Insel außerdem auf ein kleines Mädchen namens Natalia. Dieses begleitet ihn auf der Suche nach seiner Tochter und Claire. So spielen sich parallel zwei Handlungs-Stränge ab, die beide sehr gut erzählt werden. Allgemein ist die Geschichte in Resident Evil: Revelations 2 sehr spannend inszeniert und wartet mit einigen Plot-Twists auf euch. Immer wieder werfen sich Fragen zu jeweiligen Situation der Protagonisten auf und ein obligatorischer Bösewicht fehlt natürlich auch nicht. Hier werdet ihr sicherlich einige Bekannte wiedersehen, mehr verraten wir an dieser Stelle jedoch nicht.

Resident Evil Revelations 2 040
Resident Evil Revelations 2 028

Im Team klappt es immer noch am besten

Spielerisch ähnelt Resident Evil: Revelations 2 seinem Vorgänger in vielerlei Hinsicht. Bewaffnet mit Schusswaffen allerlei Arten müsst ihr durch die verschiedenen Areale in Resident Evil: Revelations 2 gelangen. Je nach Situation müsst ihr dabei auch einmal auf die Möglichkeit des Schleichens zurückgreifen, denn die Gegner sind nicht allzu schwach auf der Brust. Die Tatsache, dass Munition in Resident Evil: Revelations 2 recht rar gesäht ist, tut ihr Übriges. Dadurch fordert das Spiel ein ums andere Mal euer Ressourcen-Management heraus. Erschießt ihr nun die beiden Gegner im Raum vor euch oder schleicht ihr euch heran und spart dadurch Munition, die ihr vielleicht später noch gebrauchen werdet? Je nach Schwierigkeitsgrad stellt euch Resident Evil: Revelations 2 hier immer wieder vor wichtige Entscheidungen. Während ihr auf „Leicht“ noch recht offen durch die Areale rennen und die Gegner über den Haufen schießen und schlagen könnt, verlangt euch der Titel auf „Schwer“ schon einiges ab.

Ein wichtiges Bestandteil des Gameplays stellt das Partner-System dar. Denn auch in Resident Evil: Revelations 2 steht euch ein Partner zur Verfügung, der sich an eurer Seite bewegt. Je nach Story-Strang ist dies Moira bei Claire und die kleine Natalia bei Barry. Anders als in vielen anderen Titeln, schleicht euch euer Partner nämlich nicht einfach nur hinterher, sondern nimmt des Öfteren eine wichtige Rolle im Gameplay ein. So besitzt Moira im Story-Strang von Claire beispielsweise eine Taschenlampe. Mit dieser hat sie die Möglichkeit, Gegner zu blenden oder versteckte Gegenstände zu entdecken. Dies wirkt der eigenen Munitionsknappheit größtenteils effektiv entgegen. Während das bereits eine sehr hilfreiche Fähigkeit ist, hilft die kleine Natalia Barry noch mehr. Natalia kann zum einen Gegner durch Wände orten und zudem, genauso wie Moira, versteckte Gegenstände entdecken. Außerdem gibt es in Resident Evil: Revelations 2 immer wieder kleine Löcher, durch die nur Natalia passt. Das Ganze bietet eine gute Abwechslung zum typischen Horror-Gameplay. Übrigens müsst ihr die Arbeit nicht ausschließlich der KI übergeben. Per Knopfdruck auf Y wechselt ihr augenblicklich den Charakter.

Resident Evil Revelations 2 001
Resident Evil Revelations 2 019

Weitere Herausforderungen

Capcom hat bei Resident Evil: Revelations 2 auf eine typische Gesundheitsanzeige in Form von Balken oder ähnlichem, verzichtet. Sollte euch ein Gegner treffen, färbt sich der Bildschirmrand rot. Je nachdem, wie viele Schläge ihr von eurem Gegner abbekommt, verfärbt sich der Rand stärker, bis ihr schließlich tot umfallt. Dem virtuellen Leben könnt ihr mit den grünen Kräutern entgegenwirken, die in Resident Evil: Revelations 2 zu finden sind. Zudem gibt es noch rote Kräuter. Kombiniert ihr diese mit den grünen Kräutern, so werden aus einem grünen Kraut gleich ganze drei Stück. Neben all den hilfreichen Gegenständen, die im Spiel zu finden sind, warten außerdem verschiedene Dokumente darauf, von euch gefunden zu werden. Diese werden wohl vor allem für Story-Interessierte wichtig sein, denn sie bieten meist einen Einblick in die Geschichte hinter der ganzen Entführung oder geben euch Tipps, wie ihr an bestimmten Stellen im Spiel am besten verfahren solltet.

Ohne passende Ausrüstung lassen sich natürlich keine Horden an mit Viren verseuchten, Zombie-artigen Monstern beseitigen und so findet ihr bei entsprechendem Spiel-Fortschritt diverse neue Waffen. Eure Bewaffnung könnt ihr sogar aufrüsten. An vielen Orten in Resident Evil: Revelations 2 sind sogenannte Werkbänke vorzufinden, wo ihr Verbesserungen in eure Bewaffnung einbauen könnt. Ähnlich wie alle anderen Gegenstände, liegen die Verbesserungen an unterschiedlichen Stellen herum, nur sind sie oft ein wenig versteckt oder nur schwer zu erreichen. Für Freunde von besonderen Herausforderungen bietet Resident Evil: Revelations zu jeder der vier Episoden nach dem Beenden jeweils zwei Extra-Modi – den Zeitlimit-Modus und Unsichtbar-Modus. Im Zeitlimit-Modus startet ihr mit begrenzter Zeit in die jeweilige Episode und müsst euch dementsprechend beeilen, um sie schnell durchzuspielen. Wie der Name bereits vermuten lässt, müsst ihr euch im Unsichtbar-Modus unsichtbaren Gegnern stellen.

Resident Evil Revelations 2 010
Resident Evil Revelations 2 033

Eine gelungene Abwechslung

Wer genug von der Kampagne hat, der muss das Spiel noch lange nicht beenden. Denn neben der packenden Hauptgeschichte bietet Resident Evil: Revelations 2 einen interessante Neben-Modus, den Raid-Modus. In diesem übernehmt ihr die Rolle eines Charakters aus Resident Evil: Revelations 2 und müsst mit ihm Missionen erledigen. Die Missionen im Raid-Modus unterteilen sich grundlegend in die drei Schwierigkeitsgrade „Normal“, „Schwer“ und „Sehr Schwer“. Jeder einzelne Schwierigkeitsgrad teilt sich dann nochmal in sogenannte Reihen auf. Jede Reihe besteht aus einer Hand voll Missionen, die es zu erledigen gilt. Doch vorher solltet ihr euren Charakter entsprechend ausrüsten. Ähnlich dem Prinzip aus dem Vorgänger stehen jedem Charakter mehrere Waffen- und Fertigkeits-Slots zur Verfügung. Mit dem Aufstieg des Levels eures Charakters schaltet ihr hier nach und nach neue Slots frei. Erfahrungspunkte, um besagte Level-Aufstiege zu erreichen, sammelt ihr durch das Beenden von Missionen.

Die Missionen an sich sind meist recht einfach gehalten. Ihr startet in einem Areal und müsst euch bis zum Ende durchschießen. Dabei gibt es je nach Areal verschiedene Levelgrenzen, die ihr erst durchschreiten könnt, wenn ihr genügend Gegner besiegt habt. In manchen Missionen plagen euch zusätzliche Einschränkungen, so müsst ihr zum Beispiel die eine oder andere Mission innerhalb einer bestimmten Zeit oder ohne Wiederbelebungen abschließen. Neben kleinen Hilfsmitteln, die in den Arealen zumeist in Holzkisten versteckt sind, warten in goldenen Kisten wertvolle Schallplatten darauf, von euch gefunden und eingesammelt zu werden. Hinter den Schallplatten verstecken sich allerdings keine Musikstücke, sondern entweder neue Waffen oder Teile, um jene zu verbessern. Durch all diese Faktoren hat man aus dem Raid-Modus einen gelungenen Neben-Inhalt gemacht, der das Hauptspiel um viele Stunden Spielspaß erweitert.

Resident Evil Revelations 2 004
Resident Evil Revelations 2 006

Der blanke Horror

Nicht nur das Gameplay, sondern auch die Technik hinter Resident Evil: Revelations 2 hält einiges für euch bereit. Die Atmosphäre kann man nur mit simpel, aber erstklassig bezeichnen. In so ziemlich jedem Gebiet begleitet euch eine dunkle, bedrückende Atmosphäre und man muss immer auf der Hut sein, was hinter der nächsten Ecke auf einen wartet. Besonders ist uns dies in der Story von Claire aufgefallen. In Barry’s Strang nimmt leider der „Wallhack“ von Natalia etwas die Horror-Momente aus dem Spiel, da man quasi weiß, wo der nächste Gegner auf einen lauert. Trotzdem reiht sich besagte Atmosphäre nahezu perfekt in das Gameplay ein und erschafft so an vielen Stellen den wortwörtlichen blanken Horror. Der grafische Stil tut dabei sein Übriges. Die Welt ist überwiegend recht dunkel gehalten, was manchmal schon in einem recht beklemmenden Gefühl resultiert. Hier hat Capcom alles richtig gemacht, Resident Evil: Revelations 2 kommt einfach extrem authentisch herüber. Leider trüben matschige Texturen, die wir nicht selten in einigen Ecken vorfanden, das ansonsten gute Bild.

Als ebenso authentisch kann man wohl auch den Soundtrack hinter Resident Evil: Revelations 2 bezeichnen. Sofern unser Handeln musikalisch begleitet wird, unterstützen die verschiedenen Musikstücke die ohnehin gute Atmosphäre noch ein Stück mehr. Während wir im Wald von komischen Kreaturen verfolgt werden, hetzt uns ein schneller, lauter Soundtrack durch die Verfolgung, während uns in Arealen, in denen wir überwiegend schleichen, eine leise, aber nicht zu vernachlässigende Musik im Hintergrund begleitet. Hier passt einfach nahezu alles. Neben der Hintergrundmusik ist Capcom auch die Vertonung sehr gut gelungen. Hierbei sei allerdings angemerkt, dass wir Resident Evil: Revelations 2 mit englischer Sprachausgabe getestet haben. Über die deutsche Vertonung können wir demnach nicht berichten.

Resident Evil Revelations 2 041
Resident Evil Revelations 2 034

Persönliches Fazit

Ich war 2012 von Resident Evil: Revelations begeistert. Auch wenn es zunächst nur auf dem Nintendo 3DS erschien, so konnte es mir doch etwas bieten, was ich in den zuvor veröffentlichten Spielen vermisste: das typische Horror-Feeling der alten Teile. Doch kann Resident Evil: Revelations 2 nun in die großen Fußstapfen des Vorgängers treten? Ja, definitiv. Die Story ist wieder einmal sehr gut in Szene gesetzt und wartet mit einigen Plot-Twists auf. Und es spielt sich, wie schon beim Vorgänger, sehr interessant, die Geschichte aus mehr als nur einer Perspektive aus zu erleben. Besonders überzeugen konnte mich die Atmosphäre in Resident Evil: Revelations 2. Hier stimmt einfach nahezu alles und ergibt ein unglaubliches Horror-Erlebnis. Als ein wenig schade empfand ich die Tatsache, dass ich des Öfteren von matschigen Texturen überrascht wurde. Aber das schuldet Capcom wohl der Tatsache, dass das Spiel unter anderem auch für die Last-Gen-Konsolen entwickelt wurde.
Insgesamt bleibt mir nur zu sagen, dass ich über Resident Evil: Revelations 2 kaum Negatives berichten kann. Nimmt man das Mitte Januar erschienene Remake des ersten Resident Evil einmal außen vor, gab es lange keinen Teil der Reihe mehr, der mich so sehr gefesselt hat. Ihr seid ein Fan von guten Horror-Spielen oder allgemein Fan der Resident Evil-Reihe? Dann schlagt zu, mit Resident Evil: Revelations 2 wartet endlich wieder ein aufregendes Horror-Erlebnis auf euch!

Resident Evil: Revelations 2

34,99€
Resident Evil: Revelations 2
88.5
88.5

Gameplay

88 / 100

Im Ko-Op macht das abwechslungsreiche Gameplay gleich noch mehr Spaß. Auch die KI agiert zumeist recht schlau.

    Story

    87 / 100

    Spannende und packende Inszenierung der Geschichte, die sich Resident Evil-typisch über die Zeit aufbaut.

      Grafik

      84 / 100

      An sich solider Grafikstil, matschige Texturen trüben das gute Bild jedoch teilweise.

        Sound

        89 / 100

        Authentischer Soundtrack, der nicht selten viel zur bedrückenden Atmosphäre beiträgt.

          Umfang

          91 / 100

          Je nach Schwierigkeitsgrad bietet die Story bereits viele Stunden Spielspaß. Der Raid-Modus erweitert diese gekonnt.

            Spielspaß

            92 / 100

            Fordernd, aber nicht unfair bietet Resident Evil: Revelations genau das, was man von einem Horror-Titel erwartet.

              Positiv

              • - Spannende Inszenierung der Story
              • - Zwei Story-Stränge, die parallel laufen
              • - Guter Umfang, dank zusätzlichem Raid-Modus
              • - Unglaublich gute, bedrückende Atmosphäre
              • - Authentischer Soundtrack tut viel zur Atmosphäre bei
              • - Auch im Ko-Op spielbar

              Negativ

              • - Teilweise matschige Texturen
              • - Ganz selten kommen immer noch kleine Aussetzer der KI vor

              Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

              Euer Hardbloxx-Team

              Test / Testbericht: Resident Evil HD Remake [Xbox One]

              Resident Evil gilt heute als ein großer Meilenstein in der Geschichte von Horror-Videospielen. Kaum ein anderes Videospiel hat ein Genre so sehr geprägt, wie das erfolgreiche Horror-Spiel von 1996. Seitdem gab es sogar schon einige Neuauflagen des Horror-Spieles, unter anderem für Gamecube und Wii. Schon damals bot Resident Evil, trotz der noch recht pixeligen Grafik, eine unglaublich dichte Atmosphäre und konnte vollends überzeugen. Mittlerweile gibt es bereits fünf offizielle Nachfolger und etliche andere Serienableger. Dass auch Entwickler Capcom große Stücke auf seine älteren Resident Evil-Spiele hält, zeigen sie mit der Neuauflage von Resident Evil für die Next- und Last-Gen-Konsolen. Dabei soll eine verbesserte Grafik, gepaart mit besagter dichter Atmosphäre, den Spieler vor dem Fernseher wieder einmal fesseln. Ob Resident Evil langsam, aber sicher seinen Charme verliert oder ob das Horror-Abenteuer wieder zu überzeugen weiß, klären wir in unserem Test.

              S.T.A.R.S. – allein zu Haus

              Resident Evil spielt in dem Haus, in dem alles angefangen hat, im Herrenhaus, welches mitten im Raccoon Forest liegt. Dieser befindet sich in der Nähe der, aus den Nachfolgern bekannten, Stadt Raccoon City. In dem Herrenhaus hat sich der Pharmakonzern Umbrella unter anderem mit Biowaffenforschung und Genmanipulation beschäftigt. Herausgekommen ist der T-Virus, welcher Menschen in die Kreaturen verwandelt, welche wir heute als die klassischen Zombies kennen. Nachdem der Virus im Haus freigelassen wurde, fehlten nur noch einige Versuchskaninchen, welche sich dem T-Virus stellen sollten. Und genau da kommt das S.T.A.R.S-Team zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein speziell ausgebildetes Aufklärungs-Team, welches den Fall untersuchen soll. Nachdem das Bravo-Team verschwunden ist, kümmert sich das Alpha-Team, in welchem sich die zwei Hauptprotagonisten befinden, um die Aufklärung und muss dabei in das besagte Herrenhaus flüchten. Dort fängt das Ganze allerdings erst richtig an.

              Die Geschichte hinter Resident Evil ist spannend erzählt. Natürlich gibt es hier und da ein paar kleine Schwächen, doch für ein Horror-Spiel kann man bei Resident Evil von einer interessanten und gut inszenierten Story sprechen. Jedes der vier eingeschlossenen Mitglieder hat seine eigene Geschichte. Obwohl man nur zwei der vier Mitglieder spielen kann, erfährt man trotzdem eine Menge über die zwei anderen. Zwar baut sich die Geschichte anfangs recht langsam auf, im späteren Verlauf des Spiels erfährt man jedoch immer mehr. Es warten sogar einige Plot Twists auf den Spieler. Meist sind diese aber sehr offensichtlich. Möchte man noch mehr über die Geschichte des Herrenhauses erfahren, so gibt es in jenem einige Details zu entdecken. Für dieses Genre findet man hier also eine gute Story mit ausreichendem Tiefgang.

              Resident Evil HD Remake 005
              Resident Evil HD Remake 003

              Die Qual der Wahl

              Schon beim Gameplay fallen die ersten Änderungen auf. Wer an den alten Klassiker von der Gamecube oder der PlayStation gewöhnt ist, wird wahrscheinlich beim ersten Anzocken erst einmal einen Schreck bekommen. Neuerdings stehen dem Spieler nämlich zwei verschiedene Steuerungsoptionen zu Verfügung. Zum einen „Klassisch“, wobei es sich quasi um die altbekannte Panzersteuerung all der alten Resident Evil-Spiele handelt. Diese dürfte den meisten Resident-Evil-Spielern wohl noch bekannt sein. Möchte man doch etwas anderes ausprobieren, so steht noch die Option „Modern“ zur Verfügung. Ist diese aktiviert, so kann man sich vollkommen frei mit dem Analog-Stick bewegen, wie beispielsweise in The Legend of Zelda. Diese freie Steuerungsmöglichkeit wird für alte Resident-Evil-Spieler sicherlich erst einmal gewöhnungsbedürftig sein und auch wir hatten im Test zunächst Probleme, uns an die „Moderne“ Steuerung zu gewöhnen. Hat man sich damit jedoch erst einmal eingespielt, so gehen einige Moves doch ein wenig einfacher von der Hand.

              Nachdem wir uns für die richtige Steuerung entschieden haben, warten vor dem Start eines neuen Spiels noch ein paar andere Einstellungsmöglichkeiten auf uns. So müssen wir uns anfangs für einen von drei Schwierigkeitsgraden entscheiden, der starken Einfluss auf die Stärke der Gegner hat. Auf Rätsel hat es jedoch keinen Einfluss, diese bleiben auf allen drei Niveaus gleich fordernd. Wurde der passende Schwierigkeitsgrad ausgewählt, so geht es an die Wahl des Charakters. Hier stehen dem Spieler Jill Valentine und Chris Redfield zur Verfügung. Wer schon einmal einen Teil der Resident-Evil-Reihe gespielt hat, dem sollte zumindest einer von beiden ein Begriff sein. Beide unterscheiden zwei essenziell unterschiedliche Geschichtsstränge, die Location, also das Herrenhaus, bleibt jedoch vollkommen die gleiche. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Chris ist etwas robuster unterwegs und stirbt nicht so schnell, wie Jill. Dafür besitzt er zwei Itemslots weniger.

              Resident Evil HD Remake 001
              Resident Evil HD Remake 004

              Das Haus voller Gefahren

              In Resident Evil gibt es, im Vergleich zu heutigen Spielen des Genres, ein recht beschränktes Inventar. Dieses besteht bei Chris aus sechs Plätzen und bei Jill aus acht Plätzen. Jeder Gegenstand, den ihr in Resident Evil aufsammelt, nimmt genau einen Platz weg und so ist das Inventar, speziell bei Chris, schneller voll, als einem lieb ist. Aufräumen kann man zum Beispiel, indem man eine der in Resident Evil platzierten Lagerkisten findet und dort Gegenstände ablegt. Davon gibt es einige im Spiel. Außerdem kann man diverse Kräuter, welche zur Heilung da sind, kombinieren, um stärkere Kräuter zu erhalten. Unlogisch, aber sehr spielerfreundlich ist auch, dass eine Schrotflinte genauso viel Platz wegnimmt, wie eine kleine Pistole. Beide muss man im Herrenhaus des Öfteren benutzen, denn die S.T.A.R.S.-Mitglieder sind dort selbstverständlich nicht allein unterwegs. Neben den klassischen Zombies, die im Haus umherschleichen, gibt es noch diverse andere Gefahren, die auf den Spieler warten. Unter anderem große, käferartige Tiere oder die Hunter, welche ein wenig Fröschen auf zwei Beinen ähneln. Mit dem Unterschied, dass Hunter sehr lange Krallen an beiden Armen besitzen und euch schneller umbringen, als ihr gucken könnt. Sogar einige Bosskämpfe sind in das Survival-Abenteuer eingestreut. Die Waffen, welche ihr findet, liegen also nicht nur langweilig im Inventar, sondern warten nur darauf, benutzt zu werden.

              Dadurch kommt eine ungeheuer beengende Atmosphäre auf. Ihr wisst nie, was euch im nächsten Raum oder Gang erwartet. Neben all den Kreaturen, die sich im Haus tummeln, gibt es allerdings noch einige Rätsel zu absolvieren. Diese sind interessant gestaltet und werden mit der Zeit fordernder, bleiben jedoch immer fair. Kommt man wirklich einmal nicht weiter, so gibt es immer irgendwo im Haus einen Hinweis, wie man das Rätsel am besten lösen könnte. Natürlich kann man auch erst einmal das Spiel speichern und eine Pause einlegen, wenn man nicht mehr weiter kommt. Dafür benötigt man jedoch Farbband. Dies ist im ganzen Haus zu finden.
              Das Ganze ergibt ein unglaublich stimmiges Gameplay, welches einen gar nicht wieder loslassen möchte. Hier passt einfach alles. Und mit den drei Schwierigkeitsgraden gibt es für jede Art von Spieler die gelungene Herausforderung. Auch hier ist Resident Evil sehr gut gealtert.

              Resident Evil HD Remake 014
              Resident Evil HD Remake 009

              Rundum neu oder nur zum x-ten Mal aufgewärmt?

              Doch wie schaut es denn nun in Bezug auf die Technik aus? Es handelt sich bei der Grundlage des Spiels immerhin um die Gamecube-Fassung von 2002. Diese sah, für damalige Verhältnisse, bereits sehr gut aus und so fragt sich, inwiefern Capcom dem Ganzen noch einmal einen neuen, besseren Look verpassen konnte. Also grundlegend kann man hierzu sagen, dass das Vorhaben, den Klassiker von 1996 noch einmal spektakulär in Szene zu setzen, größtenteils gelungen ist. Bereits beim Starten eines neuen Spiels fällt auf, dass die Zwischensequenzen noch ein Stückchen besser aussehen, als auf dem Gamecube. Der große „AHA!“-Effekt wartet allerdings erst im Inneren des Herrenhauses. Das Gesamtbild jenes Hauses ist komplett überarbeitet und sieht einfach noch besser aus als damals. Vor allem fallen dabei die einzelnen Charakter- und Gegner-Modelle auf. Hier sieht man einen umfangreichen Sprung von 2002 zu heute. Ganz so perfekt, wie es zunächst den Anschein hat, ist der überarbeitete Stil jedoch nicht. An einigen Ecken verstecken sich immer noch ein paar matschige Texturen, die einfach überhaupt nicht zum Gesamtbild passen und schlichtweg hässlich sind. Diese halten sich aber in Grenzen.

              Audiophile Spieler sollten bei Resident Evil nicht unbedingt ein Feuerwerk der musikalischen Kunst erwarten. Nicht selten lässt die Musik uns quasi mit unserer Lage allein und setzt einfach aus. Dies sollte man allerdings nicht falsch verstehen. Wir reden hier nicht etwa von einem Soundbug oder ähnlichem, sondern von einem Faktor, der unglaublich viel in die beengende Horror-Atmosphäre mit einspielt. In einigen besonderen Situationen kommt dann aber doch der Soundtrack von Resident Evil zum Einsatz und dieser kann sich definitiv hören lassen. Es gab keine Situation, in der das Musikstück, wenn dann eines im Hintergrund zu hören war, vollkommen fehl am Platz war.

              Resident Evil HD Remake 008
              Resident Evil HD Remake 012

              Persönliches Fazit

              Nun bleibt die abschließende Frage: Hat Resident Evil denn nun, nach all diesen Neuauflagen, an seinem Charme verloren? Definitiv nicht. Noch immer habe ich in jedem einzelnen Raum des Herrenhauses dieses beklemmende Gefühl und noch immer erschrecke ich mich, wenn aus der Ecke auf einmal ein Zombie oder sogar ein Crimsonhead auftaucht. Und noch immer geht es mir extrem auf die Nerven, dass ständig mein Inventar voll ist. Aber ist das schlimm? Nein. Es macht einfach genauso viel Spaß, wie die Gamecube-Version von damals. Ob mit Chris oder Jill, jedes Szenario hat seine Vor- und Nachteile und bietet Abwechslung. Natürlich gibt es hier und da ein paar kleine Schwächen. Ist man erst einmal fertig mit beiden Szenarien, gibt es nicht mehr viel zu tun. Und auch die teils noch etwas matschigen Texturen sind nicht schön. Aber diese Schwächen halten sich wirklich in Grenzen.
              Im Großen und Ganzen kann man trotzdem sagen, dass Capcom hier ein wirklich ordentliches Werk abgeliefert hat. Nachdem die letzten Teile von Resident Evil eher in Richtung Action gingen, war es schön, als Fan der alten Teile, mal wieder den ersten Teil spielen zu dürfen. Ich kann also Resident Evil in seinem HD-Remake jedem empfehlen, der noch einmal den Anfang des Ganzen im Herrenhaus in schöner HD-Optik erleben möchte. Aber auch Horror-Fans allgemein kommen hier nicht zu kurz.

              Resident Evil HD Remake

              Resident Evil HD Remake
              84.2
              84.166666666667

              Gameplay

              89 / 100

              Einige Rätsel, gepaart mit dem Horror-Szenario, einer anfängerfreundlichen Steuerung und einer unglaublich dichten Atmosphäre ergeben ein außergewöhnliches Gameplay.

                Story

                82 / 100

                Solide Geschichte mit einigen Lücken, die aber im Endeffekt überzeugen kann.

                  Grafik

                  83 / 100

                  Überarbeitete Full-HD-Grafik, der man ihr Alter jedoch an einigen Stellen ansieht.

                    Sound

                    83 / 100

                    Zwar werden nur wenige Passagen von einem Soundtrack begleitet, doch spielt dann mal ein Stück im Hintergrund, so ist dies durchweg authentisch.

                      Umfang

                      82 / 100

                      Neben den beiden Szenarien gibt es zwar noch einige Dokumente einzusammeln, danach wird der Umfang allerdings schon etwas dürftig.

                        Spielspaß

                        86 / 100

                        Durch das abwechslungsreiche Gameplay und die Auswahl zwischen drei Schwierigkeitsgraden nimmt der Spielspaß nicht allzu schnell ab.

                          Positiv

                          • - unglaublich dichte Atmosphäre
                          • - aufgepeppte Grafik
                          • - fordernde, aber faire Rätsel
                          • - stimmiger Soundtrack
                          • - Das alte Resident Evil-Feeling ist kein bisschen verloren gegangen.

                          Negativ

                          • - Technische Schwächen des Originals wurden teilweise übernommen.
                          • - trotz verbesserter Grafik immer noch teils matschige Texturen

                          Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

                          Euer Hardbloxx-Team
                          Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

                          Test / Testbericht: Halo: The Master Chief Collection

                          Mit Halo: The Master Chief Collection bringen Entwickler 343 Studios und Publisher Microsoft zwar nicht, wie zunächst erhofft, den fünften Haupttitel rund um den Master Chief, aber immerhin eine Sammlung, welche alle vier Hauptspiele auf der Next-Gen-Konsole Xbox One vereint. Dabei wurde jedes einzelne überarbeitet, um dem Spieler ein frisches Spielerlebnis zu ermöglichen. Auch wir haben uns erneut an die Abenteuer des Master Chiefs gesetzt und Halo: The Master Chief Collection für euch getestet. Ob der Kampf gegen die Allianz, die Flood und die Prometheaner auch auf der Xbox One immer noch aufregend ist, erfahrt ihr in unserem Test zu Halo: The Master Chief Collection.

                          Im All lauert das Böse

                          343 Studios lässt uns in Halo: The Master Chief Collection komplett die Wahl, welche Geschichte des Master Chiefs wir zuerst durchlaufen möchten. Wir können von Anfang an zwischen den vier Titeln wählen und sogar einzelne Kapitel spielen. Wer also beispielsweise bei Halo 2 schon die ersten drei Kapitel kennt und beim vierten beginnen möchte, der kann dies tun. Die Kapitelauswahl ist von Beginn an vollständig freigeschaltet. Möchte man die überarbeiteten Titel richtig genießen, fängt man aber natürlich bei 0 an. 343 Studios gibt eine Spielzeit von 20 bis 40 Stunden an, um alle Abenteuer des Master Chiefs zu erleben.

                          Den Anfang der ganzen Geschichte macht dabei Halo: Combat Evolved Anniversary, wo sich noch alles darum dreht, die Allianz davon abzuhalten, die Erde zu übernehmen. Dabei stranden wir auf dem riesigen Ringplaneten, welcher sich als namensgebendes Kernelement der gesamten Serie herausstellt und von höchster Wichtigkeit ist. Die Allianz nennt den Planeten Halo und schnell steht fest, dass hinter dem Planeten mehr steckt, als zunächst vermutet. Halo ist nämlich eine unglaublich machtvolle Waffe, die ganze Universen zerstören kann. Schnell entscheidet sich die Allianz dafür, von dieser Kraft Gebrauch zu machen, doch da haben sie die Rechnung ohne den Master Chief gemacht. In den zehn umfangreichen Missionen arbeiten wir uns immer weiter auf Halo vor, retten nebenbei einige Überlebende und versuchen, die Allianz davon abzuhalten, Halo zu missbrauchen.

                          Haben wir den Kampf gegen die Allianz auf Halo überstanden, werden wir in Halo 2: Anniversary nach der Ankunft auf der Erde als Held gefeiert. Die Feierlichkeiten halten allerdings nicht lang an, denn die Allianz hat schon ihren nächsten Schritt geplant und greift erneut die Erde an. Der Angriff kann abgewandt werden und so setzt sich die menschliche Armee das Ziel, die Oberhäupter der Allianz zu töten, um diese innerlich zu schwächen. Dabei handelt es sich um drei Propheten, welche mittlerweile auch die Elite und dessen Anführer, den Gebieter, aus der Allianz verbannt haben. Diese war nämlich für den Einsatz auf Halo und die damit verbundene Niederlage gegen den Master Chief verantwortlich. Während der Jagd auf die Propheten stellt sich heraus, dass es noch einen zweiten Halo-Ring gibt und wir landen nach der Ermordung des Propheten des Bedauerns bei dem Gravemind. Dieser stellt eine zentrale Intelligenz der Flood dar und beauftragt uns und den Gebieter, die Aktivierung des zweiten Halo-Rings zu verhindern. So machen wir uns also auf, einmal mehr das Unheil abzuwenden.

                          Halo - The Master Chief Collection (7)
                          Halo - The Master Chief Collection (9)

                          Nachdem die Mission des Master Chiefs erneut erfolgreich verlief, greift die Allianz in Halo 3 einmal mehr die Erde an, um ein für sie heiliges Objekt zu erlangen. Wir haben es gerade noch auf die Erde geschafft und werden wenig später von Sergeant Johnson gefunden. Wir wehren den Angriff erfolgreich ab, doch leider wird der Sergeant gefangen genommen und so gilt es nun, ihn zu retten. Dabei hilft uns auch der Gebieter, der mittlerweile zur Seite der Menschen übergelaufen ist. Auf dieser Rettungsmission gelingt es der Allianz, ein Portal zur Arche zu öffnen. Diese ist eine Art Reparatur-Zentrum für zerstörte Halo-Ringe und so wird dort im Moment der Halo-Ring, welchen wir im ersten Teil zerstörten, neu aufgebaut. Die Flood, eine außerirdische Lebensform, helfen uns dabei, die Allianz auf der Arche zu vernichten, kehren uns danach allerdings selbst den Rücken zu. Das Oberhaupt der Flood, der Gravemind, greift uns nun an und so gilt es, Cortana zu retten und den Halo-Ring zu aktivieren, um die Flood vollständig zu vernichten.

                          Dies ist uns gelungen, doch leider ist unser Rettungsschiff durch die Explosion von Halo in zwei Hälften zerteilt worden. Die Hälfte mit dem Gebieter fliegt zur Erde, wir schweben jedoch orientierungslos durch das All. Vier Jahre später erwachen wir in Halo 4 durch einen Notruf von Cortana. Diese berichtet, dass es auf dem Schiff unnatürliche Aktivitäten gäbe, welche nun zu untersuchen sind. Dabei merken wir, dass wir von unzähligen Allianz-Schiffen umzingelt sind und versuchen, diese zu zerstören. Unerwartet werden wir jedoch von einem fremden Planeten angezogen. Beim Versuch, in eine Rettungskapsel zu gelangen, werden wir durch die Gravitation verletzt und verlieren das Bewusstsein. Auf dem Planeten namens Requiem bemerken wir schließlich, dass Cortana beginnt, zu degenerieren, da sie mit einem Alter von acht Jahren die übliche Betriebszeit von KIs überschritten hat. Deshalb müssen wir mit einem Schiff zur Erde zurückkehren, um Cortanas Schöpferin ausfindig zu machen. Allerdings gibt es auf Requiem noch einiges zu erledigen und die Allianz ist nicht der einzige Gegner, der sich uns in den Weg stellt.

                          Hier sei einmal angemerkt, dass wir in diesem Test die einzelnen Geschichten der insgesamt vier Teile lediglich anschneiden. Diese ausführlich zu erzählen, würde den Rahmen dieses Testberichtes sprengen und so versuchen wir, so kompakt wie möglich, einen kleinen Einblick in die Geschichte hinter dem ganzen Halo-Universum zu gewähren. Wir bitten vor allem Serien-Fans, dies zu beachten.

                          Halo - The Master Chief Collection (11)
                          Halo - The Master Chief Collection (1)

                          Gewohnte Ballerei

                          Bevor es auf in den Kampf geht, befinden wir uns im Hauptmenü. Dieses stellt an sich schon eine besondere Funktion dar, denn anders als bei vielen anderen Spielesammlungen, hat 343 Studios ein zusammenfassendes Menü für alle Halo-Spiele entwickelt. In diesem können wir zwischen den Titeln, welche wir spielen wollen wählen und sogar die genauen Kapitel auswählen. Das erspart uns einige Ladezeiten, da wir nicht jedes Spiel extra starten müssen. In den jeweiligen Kapiteln geht es dann jedoch gewohnt weiter. Oft müssen wir uns durch diverse Gegnerhorden kämpfen, um am Ende dann das Ziel des jeweiligen Kapitels zu erreichen. Dabei erstrecken sich die Kapitel meist über 15 bis 25 Minuten. Ohne Waffen können wir uns natürlich nicht gegen die außerirdischen Lebensformen wehren und so stehen uns, je nach Spiel, einige Waffen parat.

                          Von Raketenwerfer, über Sturmgewehre, bis hin zu Alien-Waffen. Hier steht uns einiges zur Verfügung. Gerüstet mit genug Munition machen wir uns also auf, unsere Mission zu erfüllen, doch unsere Gegner, meist die Allianz, wollen uns natürlich davon abhalten. Dabei stellen sich uns viele verschiedene Gegnertypen in den Weg. Meist müssen wir gegen kleine Grunts oder die sogenannten Elite kämpfen, welche keine große Bedrohung darstellen. Jedoch passiert es schnell, dass die Gegner in Massen erscheinen und dann suchen wir schneller die Deckung, als wir schauen können. Vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden sind wir sehr schnell tot. Dies stellt jedoch immer eine Herausforderung dar und wird nie richtig unfair. Das liegt wohl unter anderem auch an der KI der Gegner. Diese reagiert nämlich teilweise etwas komisch. So übersehen uns Gegner, obwohl wir vor ihnen stehen oder unsere Kameraden schießen einfach in die Luft.

                          Halo - The Master Chief Collection (27)
                          Halo - The Master Chief Collection (14)

                          Wer die Schlacht gegen die Außerirdischen nicht alleine bestreiten möchte, kann sich auch einen guten Freund suchen, der einem dabei hilft. Alle Halo-Titel können nämlich, wie gewohnt, im lokalen Split-Screen kooperativ gespielt werden. Dadurch gestalten sich speziell die höheren Schwierigkeitsgrade deutlich einfacher und zudem macht das auch noch mehr Spaß. Allerdings ist dies in Halo 1 und 2 auf zwei Spieler begrenzt. Halo 3 und 4 können online mit bis zu 4 Spielern zusammen gespielt werden.

                          Für „Erfolge-Jäger“ bietet Halo: The Master Chief Collection einen ganz besonderen Leckerbissen. Die Sammlung umfasst nämlich sage und schreibe 450 Erfolge, die insgesamt 7500 Gamerscore beinhalten. Hier haben wir also mehr als genug zu tun. Der Mehrspieler in Halo: The Master Chief Collection wurde von 343 Studios ein wenig aufgeräumt und kompakt gestaltet. Per Auswahl im Hauptmenü können wir zwischen verschiedenen Spielmodi auswählen, unter anderem klassische Modi, wie „Kampf um die Flagge“ oder „Hügelkönig“. Sogar all die alten Waffenverstecke und strategische Punkte hat 343 Studios auf den Karten übernommen, sodass sich alteingesessene Halo-Spieler direkt einfinden werden. Neben dem klassischen Mehrspieler-Modus hat 343 Studios in der Master Chief Collection übrigens auch einen exklusiven Zugang zur Mehrspieler-Beta von Halo 5: Guardians beigelegt. Diese ist allerdings noch nicht freigeschaltet, was aber in naher Zukunft passieren soll.

                          Halo - The Master Chief Collection (17)
                          Halo - The Master Chief Collection (19)

                          Alles neu?

                          Die Grafik in den vier Halo-Titeln ist durchweg gelungen. Vor allem die aufgebesserte Grafik in den ersten beiden Teilen sieht, verglichen mit früher, richtig frisch aus. Texturen wurden verbessert, Lichteffekte eingearbeitet und auch Kantenflimmern ist kaum zu erblicken. Halo 3 und Halo 4 wurden technisch kaum überarbeitet. Dies war aber auch kaum nötig, denn schon auf der Xbox 360 sahen die beiden Spiele außergewöhnlich schön aus. Und auch auf der Xbox One sehen sie wieder unglaublich gut aus. Schon bei Halo: Combat Evolved Anniversary auf der Xbox 360 konnte man per Knopfdruck zwischen alter und frischer Grafik umschalten. Damals benötigte die Konsole noch knapp 3 Sekunden, um zwischen beiden Stilen zu wechseln. Passend zur Next-Gen-Version funktioniert der Übergang mittlerweile ohne Unterbrechung und das neben dem ersten Teil auch noch im zweiten Halo. Dadurch kommt teilweise pures Nostalgie-Gefühl auf, wenn man Halo noch einmal in alter Grafikpracht durchquert.

                          Ebenso spektakulär fällt auch der Soundtrack wieder einmal aus. Dieser wurde komplett aus den einzelnen Spielen übernommen und klingt immer noch außergewöhnlich gut. Schon damals wurde Composer Martin O’Donnell zusammen mit Michael Salvatori für den unglaublichen Soundtrack der Halo-Trilogie bekannt und hat mit dem Hauptstück „Halo“ den Grundstein für den Soundtrack geschaffen. Auf diesem aufgebaut, entstand eine Fülle von musikalischen Meisterwerken, die uns beim Spielen der Halo-Spiele begleitet. Dabei reichen diese von dramatischen, teils traurigen Stücken, bis hin zu rockiger Kampfmusik. 343 Studios hat hier alles richtig gemacht und auf den originalen Soundtrack gesetzt. Fans kommen hier definitiv auf ihren Geschmack und auch für Soundtrack-Fetischisten wird es ein gefundenes Fressen sein.

                          Halo - The Master Chief Collection (25)
                          Halo - The Master Chief Collection (26)

                          Persönliches Fazit

                          Hier werden alte Gefühle wach! Nicht nur einmal habe ich beim Zocken von Halo 1 – 4 Gänsehaut bekommen. Die vier Meisterwerke alle zusammen auf einer Blu-Ray Disc und Halo 2 auch noch remastered – besser kann es für einen Halo-Fan, wie ich einer bin, kaum kommen – von Halo 5 mal abgesehen. Doch jetzt mal Spaß beiseite, Halo macht, trotz seines Alters immer noch immens Spaß, ob Solo oder mit einem Kumpel in der Kampagne. Die Grafik ist aufgehübscht, der Soundtrack ist so meisterlich, wie eh und je und nicht selten habe ich mich dabei erwischt, wie ich einfach minutenlang der Menü-Musik gelauscht habe. Mit seinem flinken, aber authentischen Spielstil braucht sich Halo auch nicht vor Genre-Kollegen verstecken und gerade die diversen Schwierigkeitsgrade bieten einen hohen Wiederspielwert. Wer die ganze Geschichte hinter Halo verstehen möchte, wird um mehrere Spieldurchläufe auch nicht herum kommen.

                          Mit der Halo: The Master Chief Collection hat 343 Studios einfach eine großartige Sammlung geschaffen, welche die epische Geschichte von Halo gekonnt zusammen fasst und definitiv Lust auf mehr bereitet. Wer mit Halo noch nicht vertraut ist, sollte hier defintiv zuschlagen, bevor er einen Zenit der Videospielgeschichte verpasst. Eingefleischte Halo-Fans sollten sich die Sammlung sowieso zulegen. Nun bleibt uns nur noch das Warten auf Halo 5 und den damit verbundenen, hoffentlich wieder einmal grandiosen, neuen Abenteuern des Master Chiefs.

                          Positiv:
                          + Grafik in allen Teilen aufgebessert
                          + per Knopfdruck zwischen neuer und alter Grafik wechselbar
                          + dadurch kommt oft Nostalgie-Gefühl auf
                          + gewohnte, epische Geschichte
                          + noch mehr Hintergrundgeschichte
                          + hoher Wiederspielwert, da viele Schwierigkeitsgrade
                          + durch Sammlung von vier Spielen lange Spielzeit
                          Negativ:
                          – grafische Verbesserungen im Mehrspieler nicht vorhanden
                          – teils leider immer noch dumme KI

                          Möchtet ihr die epische Geschichte des Master Chiefs auch einmal erleben? Dann kauft euch die Halo: The Master Chief Collection doch bei Amazon und unterstützt uns damit ein wenig. Alternativ könnt ihr hier die Preise vergleichen.

                          Euer Hardbloxx-Team
                          Testbericht von Hardbloxx.MrChrischan

                          Test / Testbericht: Sunset Overdrive

                          Mit Sunset Overdrive bringt Insomniac Games ein Open-World-Action-Spiel, das wieder vollkommen mit dem bekannten schrägen Humor der Entwickler geschmückt ist. Dabei hält sich Sunset Overdrive ähnlich wie das Pendant aus dem Hause Sony Infamous: Second Son und hat als Exklusivtitel für die Xbox One einiges zu bieten. Was das Ganze mit schlecht getesteten Energy-Drinks zu tun hat und wie sich Sunset Overdrive allgemein schlägt, erfahrt ihr in unserem Test zu dem Open-World-Action-Spiel. Vorweg sei jedoch schon einmal gesagt: Wer auf schrägen Humor und etwas Action steht, hat hier einen echten Favoriten gefunden.

                          In Sunset City geht die Seuche um

                          Der gigantische Konzern Fizzco bereichert Sunset City einmal mehr um ein neues, cooles Produkt. Dabei handelt es sich um einen der schmackhaftesten Energy-Drinks überhaupt, genannt Overcharge. Das will der Konzern den Leuten in Sunset City zumindest so verkaufen. Doch hinter der orangenen Brühe lauert mehr, als die Leute zunächst denken. Das Unternehmen hat besagtes Gesöff nämlich völlig ungetestet auf den Markt geworfen und dabei natürlich gewisse Nebenwirkungen „übersehen“. So gut das Overcharge auch schmecken mag, es verwandelt jede Person, die auch nur einen kleinen Schluck davon nimmt, in sogenannte ODs. Das sind zombie-ähnliche, hässliche Kreaturen, welche andere Menschen angreifen und somit die Seuche des Overcharge weitergeben.

                          Wie es der Zufall so will, arbeitet unser Held als Reinigungskraft auf einem Festival, auf welchem in der Nacht des Ausbruchs Unmengen von Overcharge verschlungen werden. Da sind wir dann auch quasi beim Ausbruch der Seuche live dabei. Leider wird Sunset City wenig später durch den Konzern Fizzco abgesperrt und die wenigen Leute, welche sich noch in der Stadt befinden, sind auf sich allein gestellt. Ganze vier Monate vergehen, bis wir uns aufmachen wollen, um aus der abgeriegelten Stadt zu entkommen. Allein schaffen wir das allerdings nicht. Wir benötigen Hilfe von diversen Personen, die noch in ganz Sunset City verstreut sind.

                          sunset-overdrive (15)
                          sunset-overdrive (16)

                          Wie du mir, so ich dir

                          Menschen helfen, vor allem in einer Apokalypse, ja nicht einfach so einander und deshalb müssen wir in Sunset Overdrive diverse Aufträge meistern, um das Vertrauen der Auftraggeber zu erlangen. So helfen wir einem alten Kerl dabei, Fernsehspots aufzunehmen, in denen wir Gegner auseinandernehmen. Das sollte natürlich so stylish und cool, wie nur möglich, passieren, damit der Spot richtig gut wird. Oder wir helfen einer Gruppe Teenies, die extrem süchtig nach ihren Smartphones sind. Erledigen wir ein paar Aufgaben für sie, so kommen sie ausnahmsweise einmal von ihren kleinen Flimmerkästchen weg und benutzen ihre übergroßen Gehirne für sinnvolle Dinge.

                          Neben der Hauptgeschichte, welche uns schon viele Stunden an die Xbox One fesselt, stehen uns in Sunset City jedoch noch diverse Nebenaufgaben zur Verfügung. Durch andere Nebenaufgaben lernen wir unter anderem neue Leute kennen, die uns wiederum auch eine große Hilfe bei dem Widerstand gegen die Feinde in Sunset City sein können. Mitstreiter findet ihr übrigens auch im World Wide Web, denn Sunset Overdrive bietet euch neben dem umfangreichen Einzelspieler-Modus auch Mehrspieler-Partien. Diese teilen sich in verschiedene Modi auf. So müsst ihr, zusammen mit anderen Spielern, beispielsweise verschiedene Rettungspakete einsammeln und sichern oder etwa eine große Anlage komplett von Gegnern befreien. Der Mehrspieler-Modus bietet eine gute Abwechslung zum Einzelspieler-Modus und weiß durchaus zu gefallen.

                          sunset-overdrive (10)
                          sunset-overdrive (6)

                          Viele starke Gegner und ein großes Arsenal

                          Individualität tut heutzutage jedem Spiel gut und deswegen gibt es in Sunset Overdrive viele verschiedene Gegnerarten. Schon die ODs sind in diverse Untergruppen eingeteilt. Da gibt es zum einen die Standard-ODs, welche von der Körperform her, aussehen wie Menschen, wenn man einmal vom schleimigen, mit Pusteln übersäten Körper absieht. Das Leben richtig schwer machen uns jedoch unter anderem die Herker. Das sind riesige, dicke Mutanten, welche sogar mit andere ODs nach uns werfen und nebenbei natürlich übermäßig stark sind. Nervig können auch die Blower sein, welche an ihrem rechten Arm eine Kanone haben, mit der sie Gift nach uns schießen. Doch ODs sind nicht die einzigen Wesen, die uns in Sunset City das Leben schwer machen. Neben den ODs gibt es außerdem die Scabs. Diese sind ebenfalls Überlebende, welche sich jedoch auf das Plündern und Töten von anderen Menschen und ODs konzentrieren. Abschließend bekämpfen uns noch die von Fizzco bereitgestellten Roboter, welche uns mit Gewehren beschießen oder direkt verhauen wollen.

                          Gegen so eine Menge von Gegnern benötigt man natürlich auch ein entsprechendes Arsenal und so bietet euch Sunset Overdrive eine riesige Auswahl an Waffen. Dabei hat jede Waffe ihre eigene Stärke und ist gegen jeden Gegnertypen unterschiedlich effektiv. Beim Design der Waffen sieht man wieder, dass dahinter Insomniac Games steckt. Die verschiedenen Waffen sehen, jede für sich, einfach verrückt und cool aus und erinnern schon ein wenig an frühere Ratchet&Clank-Spiele, welche ebenfalls von Insomniac Games entwickelt wurden. Eine Kanone, welche Bowlingkugeln verschießt oder ein Gewehr, welches explodierende Teddybären wirft, sind da nur die Spitze des Eisberges der Waffenvielfalt. Desweiteren werden besagte Waffen immer stärker und steigen Stufen auf, je öfter wir diese benutzen und Gegner damit töten.

                          sunset-overdrive (11)
                          sunset-overdrive (29)

                          Der Verrücktheit sind keine Grenzen gesetzt

                          Auch für Sammelwütige gibt es in Sunset Overdrive wieder viele Sachen zu erledigen. Insomniac Games hat in Sunset Overdrive einfach Unmengen an sammelbaren Gegenständen eingebaut. Neben Fizzco-Ballons, alten Smartphones, Toilettenpapier oder Überwachungskameras können wir sogar stinkende, gebrauchte Schuhe sammeln. Sunset Overdrive nimmt sich im Spiel einfach ein ums andere Mal selbst auf’s Korn und genau das ist auch eine der Stärken des Open-World-Action-Spiels. In jeder Ecke des Spiels ist irgendetwas Verrücktes versteckt und selbst die Respawn-Animation des Helden zaubert immer wieder ein Schmunzeln auf die Lippen. Sterben wir, kommen wir beispielsweise in einem Sarkophag, wie eine Mumie, wieder ins Spiel zurück oder werden etwa von ODs in einem Transporter zurück in den Kampf geschmissen. Wer sich alle Animationen einmal anschauen möchte, kann das auch sorgenlos tun, denn das Sterben im Kampf zieht kaum Nachteile nach sich. Besiegte, starke Gegner bleiben besiegt und wir werden einfach so wieder mitten in den Kampf geschickt. Das ist zwar anfängerfreundlich gestaltet, nimmt aber nicht selten die Schwierigkeit aus den Kämpfen.

                          Allgemein ist das Gameplay in Sunset Overdrive alles andere als anspruchsvoll. Im Grunde genommen kommt es nur darauf an, dass wir, während wir uns durch Sunset City bewegen und unseren Aufgaben nachgehen, dies so stylish und cool, wie nur möglich tun. In Sunset City kann man an fast jedem Gebäude und jeder Rehling entlang grinden. Außerdem gibt es diverse Plattformen, die uns ein wenig höher springen lassen, was sich in Sunset Overdrive bouncen nennt. Der Sinn hinter diesen Aktionen ist das Verbinden dieser mit dem Töten von Gegnern. Je stylisher wir unseren Gegnern das Ableben gestaltet, desto mehr namensgebenden Style sammeln wir. Haben wir genug Style gesammelt, steigert sich immer mehr unsere Style-Stufe, wodurch sich die sogenannten Amps aktivieren. Diese sind passive Fähigkeiten unseres Helden, welche unsere Aktionen teils sehr verstärken. So verschießen wir auf Style Stufe 1 Flammen mit unseren Nahkampfangriffen oder teilen auf Stufe 2 mit unseren Ausweichrollen sogar Schaden aus.

                          Unser Arsenal können wir in Sunset City bei Floyd und Two Hat Jack aufstocken lassen. Floyd bietet uns die Möglichkeit, sofern wir genug sammelbare Gegenstände gefunden haben, neue Amps herzustellen. Einzige Herausforderung ist, dass diese Amps in einem Overcharge-Fass gebraut werden müssen, welches die ODs nur so anzieht. Also müssen wir das Fass für eine gewisse Zeit vor den hässlichen Kreaturen verteidigen, um unsere neuen Fähigkeiten zu erlangen. Dabei stehen uns neben unserem Waffenarsenal allerdings noch Fallen zur Verfügung, die wir vor unserer Basis platzieren können. Die Fallen halten die ODs meist sehr gut von der Basis fern oder töten diese sogar. Two Hat Jack ist hier etwas einfacher gestrickt. Dieser lässt sich an vielen verschiedenen Orten in Sunset City blicken und verkauft uns für Overcharge, welches Gegner fallen lassen, neue Waffen. So gestaltet sich das schnelle Gameplay in Sunset Overdrive sehr interessant und macht einfach durch und durch Spaß.

                          sunset-overdrive (7)
                          sunset-overdrive (9)

                          Stylishe Grafik und rockige Mucke

                          Grafisch bietet Sunset Overdrive wenig Potenzial zur Kritik. Der comicartige Stil weiß durchaus zu gefallen und grobe Schnitzer fielen uns nicht auf. Kantenflimmern gab es wenig zu bestaunen und selbst, wenn die Straßen überfüllt von Monstern sind, läuft Sunset Overdrive durchweg flüssig. Sunset City ist bunt und verrückt gestaltet und man könnte fast meinen, dass hier gar keine Apokalypse voranging, denn danach sieht es ganz und gar nicht aus. Vor allem die Spezialeffekte sind sehr gut in Szene gesetzt. Ein kleines Manko stellen allerdings nachladende Texturen dar. Nicht etwa im chaotischen Spielgeschehen selbst, sondern im Charakter-Editor, wenn man sich beispielsweise neue Kleidung kaufen möchte. Das ist zwar technisch nicht sehr stark, stört allerdings auch nicht großartig. Im Großen und Ganzen bietet Sunset Overdrive einen tollen grafischen Stil, der einfach zum Spiel passt.

                          Der Sound in Sunset Overdrive gestaltet sich durchweg abwechslungsreich und authentisch. Während der teils unübersichtlichen Kämpfen hämmert im Hintergrund ein rockiges Musikstück. Allerdings läuft dies meist auch nur, wenn wir auch wirklich kämpfen. Laufen wir einfach ein wenig in Sunset City herum, so vermisst man das eine oder andere Mal eine idyllische Hintergrundmusik. Läuft allerdings einmal ein Stück, so passt dies einfach immer zum Geschehen.

                          sunset-overdrive (20)
                          sunset-overdrive (26)

                          Persönliches Fazit

                          Meine Meinung zu Sunset Overdrive ist ein wenig gespalten. Zum einen macht mir, als alten Ratchet&Clank-Fan, das chaotische Gameplay und die Waffenvielfalt einfach Spaß und allein schon das Aufleveln der Waffen bietet für mich beinahe Suchtpotenzial. Kommen dann noch die unzähligen sammelbaren Objekte dazu, zieht mich das Spiel fast schon stundenlang vor die Flimmerkiste. Wäre da nicht diese eine Sache, die mich davon abhält. Natürlich basiert das Gameplay auf dem Grinden und Bouncen und dem damit verbundenen Style, den man sammelt, aber während des Spielens wurde mir das Ganze ein ums andere Mal einfach zu viel. Immer muss ich hin und her grinden oder bouncen, weil mich die Gegner am Boden einfach zu schnell töten und dadurch wird das Spiel schnell total unübersichtlich.

                          Trotzdem hat mir Sunset Overdrive sehr viel Spaß gemacht und mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht. Die Spezialeffekte sind einfach so gut an die heutige Zeit und den damit verbundenen Sprachjargon angepasst. Jedes Mal, wenn wieder einmal irgendwo ein „LOL“ oder „ROFL“ aufploppte, hat es mir ein Lächeln ins Gesicht geschlagen. Dieses Spiel nimmt sich einfach so sehr selbst aufs Korn und genau das macht auch den Charme von Sunset Overdrive aus. Sogar Reddit wird in dem Spiel erwähnt! Wer auch nur ansatzweise auf etwas übertriebenen Humor und viel Action steht, der wird mit Sunset Overdrive als soliden Exklusivtitel sicherlich viele Stunden Spaß haben.

                          Positiv:
                          + große Waffenvielfalt
                          + viele Aufgaben zu erledigen
                          + passender Comic-Stil
                          + rockiger Soundtrack
                          + verrückter, aber cooler Stil
                          Negativ:
                          – ziemlich kleiner Multiplayer
                          – Gameplay wird mit der Zeit recht eintönig
                          – Grinden und Bouncen wird schnell unübersichtlich

                          Habt ihr auch Lust bekommen, den ODs in Sunset City einmal den Hintern zu versohlen? Dann kauft Sunset Overdrive doch hier auf Amazon und unterstützt uns damit ein wenig. Alternativ könnt ihr hier die Preise vergleichen.

                          Euer Hardbloxx-Team
                          Testbericht von Hardbloxx.MrChrischan

                          Test / Testbericht: Warriors Orochi 3 Ultimate [Xbox One]

                          In vielen Videospielen trifft man heutzutage auf mythische Kreaturen. Seien es Chimären, Ghule, Gorgonen oder Drachen, gerade in mittelalterlichen Rollenspielen sind diese oft vertreten. Noch dazu sind die Monster meist alles andere als gut gesinnt. Auch Hydren zählen zu den genannten Fabelwesen. Die vielköpfigen Schlangengeschöpfe gehören zu den furchteinflössendsten ihrer Art und können massig Zerstörung anrichten. Was so eine Hydra alles in der Geschichte auslösen kann und was das Ganze mit dem alten China zu tun hat, erfahrt ihr in unserem Test zum Beat’em Up Warriors Orochi 3 Ultimate.

                          Immer diese bösen Dämonen

                          Im alten China ist der Teufel, oder besser gesagt, die Hydra los. Das riesige Reich wird nämlich von einer Dämonenarmee heimgesucht. Als wäre dies nicht genug, wird die riesige Armee auch noch durch eine gefährliche Hydra angeführt. Das alte China gilt schon fast verloren, als sich 3 mutige Kämpfer dem riesigen Geschöpf stellen. Die drei geben ihr Bestes, doch haben leider trotzdem keine Chance gegen die dämonische Übermacht.
                          Selbst für ein Beat’em Up-Spiel wäre das zu wenig Story und deswegen (oder eben um die Welt zu retten…) kommt den Kämpfern eine Magierin namens Kaguya zur Hilfe. Diese lässt die Truppe durch die Zeit reisen und gibt ihnen damit die Möglichkeit, das Resultat längst vergangener Schlachten umzuschreiben. Die drei machen sich also auf den Weg durch die Zeit, um so viele Verbündete wie nur möglich zu sammeln. Dabei müssen sie sich großen Herausforderungen, harten Schlachten und natürlich besagter Dämonenarmee stellen. Quasi das typische mal eben die Welt retten.
                          Auf ihrer Zeitreise werden einige Geheimnisse aufgedeckt und die Kämpfer erfahren, dass hinter dem Dämonenanführer mehr als nur ein vielköpfiges Schlangengetüm steckt. Erzählt wird das Ganze allerdings schleppend und eher trist, ohne große Tiefe.

                          warriors-orochi-3-ultimate (17)
                          warriors-orochi-3-ultimate (33)

                          Ganz der Papa

                          Beim Gameplay hält sich Warriors Orochi 3 Ultimate ganz an den Genre-Ältesten Dynasty Warriors. Euch stehen insgesamt fünf Spielmodi zur Verfügung, die sich individuell unterscheiden. Der Story Mode ist das Herzstück von Warriors Orochi. Hier kämpft ihr euch durch diverse Schlachten, um Verbündete zu retten und in eure Gruppe zu rekrutieren. Kontrollieren könnt ihr eure strategischen Schritte von einem Lager aus. Dort habt ihr die Möglichkeit, euer Team zu bearbeiten, Waffen zu schmieden oder zu kaufen, einen kleinen Plausch mit euren Verbündeten zu halten und euch zu besagten Schlachten aufzumachen.
                          Euer Team ist hier essenzieller Bestandteil des Gameplays und besteht aus drei Kämpfern. In den verschiedenen Schlachten könnt ihr dann zwischen diesen wechseln und jeder entwickelt sich selbstständig und unabhängig von den anderen. Kämpft ihr immer nur mit einem Mitglied, so bleiben die anderen unterentwickelt. Nur dieses eine Mitglied sammelt Erfahrung. Besagter Plausch mit den Verbündeten ist unter anderem nicht nur zur Unterhaltung da. Je nachdem, welche Person gerade Zeit für euch findet und wie das Verhältnis zu dieser ist, eröffnen die Gespräche auch mal den Zugang zu einer neuen Schlacht. In dieser könnt ihr dann wieder neue Alliierte retten und in eure Gruppe aufnehmen. Ein kleiner Smalltalk mit den Freunden lohnt sich also auch im Spiel durchaus.

                          Entscheidet ihr euch dann, in eine Schlacht zu ziehen, so könnt ihr diese aus einer Art Zeitleiste auswählen. Jene ist in verschiedene Kapitel unterteilt, welche den Zeitpunkt in der Geschichte von Warriors Orochi 3 Ultimate darstellen. Habt ihr euch für ein Level entschieden, so kann es schon fast losgehen. Vorher müsst ihr jedoch noch einen der Schwierigkeitsgrade auswählen und diverse Kampfvorbereitungen vornehmen. Im Vorbereitungsmenü könnt ihr nochmal die Ausrüstung eurer Offiziere überblicken und kleine Nebenmissionen für die jeweilige Schlacht annehmen. Meist sind die Aufgaben recht einfach. So müsst ihr beispielsweise für eure Kameraden 500 Gegner erledigen oder drei Offiziere besiegen. Das Erfüllen der Aufgaben zieht meist eine positive Reaktion des Auftraggebers mit sich und stärkt noch einmal das Band zwischen euch und jenem.

                          warriors-orochi-3-ultimate (42)
                          warriors-orochi-3-ultimate (29)

                          Im Kampf geht es dann, wie in Genre-Kollegen Dynasty Warriors oder Samurai Warriors, recht simpel voran. Ihr nehmt gegnerische Lager ein und infiltriert dadurch quasi immer mehr das Gebiet. Nach unzähligen Gegnern seid ihr dann beim Missionsziel angelangt. Dieses ist meist ein gegnerischer Offizier, dem ihr das Ableben erleichtern müsst. Habt ihr dies geschafft, so ist die Schlacht gewonnen. Danach erwarten euch dann Belohnungen, unter anderem in Form von Erfahrung für eure Kämpfer, neue Offiziere für eure Gruppe oder sogenannten Gems. Besagte Gems sind das Bezahlmittel, mit welchem ihr neue Waffen kaufen oder eure eigenen noch verstärken könnt. Solltet ihr allerdings doch mal im Kampf fallen oder das Missionsziel verfehlen, so heißt es für euch Game Over und ihr dürft die Schlacht neu starten.

                          Im Free Mode könnt ihr euch auf den Schlachtfeldern ein wenig austoben. Dort gibt es keine Hintergrundgeschichte und ihr könnt jede einzelne Schlacht nachspielen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass ihr diese im Story Mode schon freigeschaltet habt. Ansonsten gibt es hier kaum Einschränkungen und die Kämpfe gestalten sich wie in der Kampagne. Erfahrungspunkte bekommt ihr im Free Mode ebenso, nur neue Verbündete werdet ihr dort nicht finden. Auch hier könnt ihr vor der Schlacht noch aus einem der Schwierigkeitsgrade auswählen.

                          Das Musou Battlefield bietet ein interessantes Feature. Hier könnt ihr euch eure eigene Schlacht erstellen. Angefangen mit dem Editieren der beiden Seiten, die sich gegenüberstehen, habt ihr die Möglichkeit, so gut wie alles nach euren Wünschen zu gestalten. Ihr könnt auswählen, welches Musikstück in welchem Moment gespielt wird oder beispielsweise ein Zeitlimit für die Schlacht festlegen. Sogar die Phrasen, welche die Offiziere von sich geben, könnt ihr bearbeiten. Da kann ein Lu Bu dann auch mal ganz wirres Zeug reden.

                          warriors-orochi-3-ultimate (12)
                          warriors-orochi-3-ultimate (23)

                          Auch Online-Spieler kommen in Warriors Orochi 3 Ultimate auf ihre Kosten. So könnt ihr im Duel Mode online, in 3er-Teams, gegeneinander antreten und ausfechten, wer der bessere Offizier unter euch ist. Möchtet ihr die etwas leichtere Tour, so könnt ihr hier auch gegen die CPU antreten. In der Regel ist das ein wenig einfacher, als euch gegen echte Kämpfer zu verteidigen.

                          Der Gauntlet Mode steht ein wenig im Kontrast zum Story Mode und bietet eine alternative Geschichte. Ihr wählt am Anfang ein Team aus fünf Offizieren aus und bestreitet damit eure Kämpfe. Zwischen diesen müsst ihr nicht einmal wechseln, im Gauntlet Mode kämpft das ganze Team gleichzeitig. Außerdem seid ihr in einer komplett anderen Zeitlinie gelandet und müsst verschiedene Ebenen erkunden. Kontrollieren könnt ihr hier aber auch alles aus dem Lager heraus. Beim Durchstreifen der Levels findet ihr dann neben den unzähligen Gegnerhorden unter anderem Schatztruhen mit Gems oder sogenannte Keystones. Diese benötigt ihr, um neue Gebiete auf der Zeitlinie zu öffnen. Natürlich werden auch im Gauntlet Mode die Ebenen immer schwerer. In diesem Modus ist jedoch deutlich mehr Bedacht und Nachdenken gefragt als im Story Mode.

                          warriors-orochi-3-ultimate (41)
                          warriors-orochi-3-ultimate (31)

                          Je mehr, desto besser

                          Warriors Orochi 3 Ultimate bietet einen gewaltigen Umfang und macht seinem Namen damit alle Ehre. Insgesamt warten ganze 145 Offiziere darauf, von euch freigeschaltet zu werden. Auch wenn ihr nie Dynasty Warriors oder Samurai Warriors gespielt haben solltet, könnte euch trotzdem das eine oder andere bekannte Gesicht auffallen. In Warriors Orochi 3 Ultimate sind nämlich unter anderem diverse Charaktere aus Dead or Alive, Soul Calibur, Ninja Gaiden oder beispielsweise Onimusha vertreten. Da staunt man als Neuling schnell mal, wenn man in einer Schlacht Nobunaga Oda gegenüber tritt.
                          Zusammen mit der riesigen, individuellen Charakterentwicklung und den vielen Spielmodi bietet das Beat’em Up mehr Spielzeit, als manch ein Rollenspiel.

                          Grafisch wurde Warriors Orochi 3 Ultimate nochmals ein wenig aufpoliert. Im Gegensatz zum Last-Gen Ableger wurden unter anderem die Texturen verbessert. Noch dazu hat Koei Tecmo dem Spiel neue Grafikeffekte spendiert. So sieht man nicht selten in hellen Ebenen richtige Sonnenstrahlen, welche ebenfalls hoch aufgelöst wurden. Auch beim Kämpfen bietet das Action-Beat’em Up grafische Neuerungen. Schlägt man mit der eigenen Waffe zu, so hinterlässt dies meist eine Art Spur in der Luft. Das sieht nicht nur richtig schön aus, sondern passt auch noch perfekt zur jeweiligen Waffe.
                          Allerdings hat Warriors Orochi 3 Ultimate auch technische Schwächen des Originaltitels geerbt. Die Bodentexturen in vielen Gebieten sehen beispielsweise immer noch aus, als hätten sie schon einige Jahre auf dem Buckel. Da wären Xbox One und PlayStation 4 sicherlich zu etwas mehr fähig gewesen.

                          Soundtechnisch steht Warriors Orochi 3 Ultimate seinen Genre-Kollegen in nichts nach. Man hat das Gefühl, als wären die Musikstücke aus Dynasty Warriors, Samurai Warriors und anderen Koei-Titeln zusammengeschmissen und teilweise ein wenig überarbeitet worden. Allerdings wirkt sich das in keinster Weise negativ aus. Die rockige musikalische Untermalung während der großen Schlachten passt einfach immer noch wie die Faust auf das Auge.

                          warriors-orochi-3-ultimate (38)
                          warriors-orochi-3-ultimate (26)

                          Persönliches Fazit

                          Es rufen die Schlachten im alten China – mal wieder. Auch wenn das Prinzip solcher sogenannten Musou-Titel im Grunde genommen seit über 10 Jahren das Gleiche ist, macht es mir einfach einen Heidenspaß. Die schwache Story stört bei solchen Spielen meist nicht einmal, weil ich sowieso mehr mit dem Grinden neuer Gegenstände und sonstigen Verstärkungen beschäftigt bin. Das Leerfegen der Schlachtfelder macht Genre-Fans schnell süchtig, kann für Gelegenheitsspieler allerdings auch schnell recht eintönig werden.
                          Die technische Aufpolierung des Titels ist okay, es hätte aber noch ein wenig mehr aus den Next-Gen Konsolen herausgeholt werden können. Aber hey, das ist immerhin schon die insgesamt dritte Neuauflage des Originaltitels und dafür bietet es definitiv eine Menge Spielspaß.
                          Alles in allem ist wohl entscheidend, ob man auf solche Art von Spielen steht. Kritiker werden auch mit diesem Titel nicht wirklich in das Genre finden, Fans erhalten jedoch ein riesiges Paket, mit dem sie lange glücklich sein werden.
                          Ich persönlich kann es auch Neulingen an’s Herz legen, dem Spiel eine Chance zu geben, der Umfang wird euch umhauen.

                          Positiv:
                          + Riesiger Umfang
                          + Grafische Aufpolierung
                          + Hoher Wiederspielwert
                          Negativ:
                          – Technisch immer noch mittelmäßig
                          – Spielprinzip wird schnell eintönig
                          – Story sehr oberflächlich

                          Ihr möchtet auch mal im alten China gegen Dämonen kämpfen? Dann bestellt euch doch Warriors Orochi 3 Ultimate auf Amazon und unterstützt uns ein wenig. Außerdem könnt ihr hier die Preise vergleichen.

                          Euer Hardbloxx-Team
                          Testbericht von Hardbloxx.MrChrischan

                          Update: Diablo 3 Ultimate Evil Edition [Xbox One]

                          Im August war es endlich soweit: Blizzard entließ auf den Next-Gen-Konsolen den Teufel. So tobt das Böse nun auch auf der Xbox One und der Playstation 4 und hinterlässt Angst und Schrecken. Doch nicht nur der Teufel selbst bildet eine Gefahr für die Welt, nein auch eine neue böse Macht wandelt auf Erden, die Hass und Verderben bringt. Wir begaben uns zu zweit in die finstere und bösartige Welt, um dem Schrecken ein Ende zu bereiten. Da wir Reaper of Souls bereits auf dem PC getestet haben, möchten wir hier auf Story und Neuerungen auch gar nicht weiter eingehen.

                          Tausche Maus gegen Controller

                          Wer Diablo 1 und Diablo 2 noch kennt und geliebt hat, der wird beim Gedanken an ein Diablo 3 auf der Konsole sicherlich die Nase rümpfen und sich fragen, wie man ein Action-RPG mit einem Controller spielen kann! Doch tatsächlich leistete Blizzard hier eine gute Arbeit und portierte den Titel vom PC hervorragend auf die Konsole. Mit dem linken Analog-Stick bewegt ihr euren Charakter, mit dem rechten führt ihr eine Rolle durch, mithilfe derer ihr feindlichen Attacken ausweichen könnt. In PC-Kreisen heißt diese Funktion auch gerne „Imba-Taste“. Tatsächlich erleichtert die Möglichkeit des Ausweichens dem Konsolenspieler so einiges, denn feindlichen Angriffen kann man somit oftmals entgehen, was besonders in höheren Schwierigkeitsgraden über Leben und Tod entscheiden kann. PC-Spieler haben hier dann klar das Nachsehen. Doch Diablo 3 spielt sich dadurch auch wesentlich taktischer als am PC, vor allem, da man die eigene Spielfigur direkt steuern kann.

                          console-ps4-04-full
                          console-ps4-03-full

                          Aus eckig mach rund

                          Das Inventar und auch das Fertigkeiten-Menü auf dem PC sind an die Steuerung mit Maus und Tastatur angepasst. Ihr habt auf eurem Computer das typische Interface, das bereits aus früheren Teilen bekannt ist. Auf der Konsole musste sich Blizzard etwas anderes überlegen, da der Cursor zum Bewegen fehlt. Demnach ist euer Inventar kreisrund. Ausrüsten könnt ihr euren Charakter mit dem rechten Analogstick, indem ihr von Ausrüstungsgegenstand zu Ausrüstungsgegenstand springt. Für Anfänger kann dies am Anfang etwas schwierig und hakelig wirken, aber man gewöhnt sich sehr schnell an das neue Menü. Ähnlich sieht auch der Fertigkeiten-Bereich aus. Hier legt ihr eure einzelnen Fertigkeiten auf die Aktions- sowie Schultertasten ab. Die Fertigkeiten-Übersicht und auch die Runen gleichen der Version auf dem PC. Da sich auf der Konsole auch nicht so viele Fenster gleichzeitig öffnen lassen, wie auf dem Rechner, springt ihr mit RB einfach immer einen Reiter weiter. So erreicht ihr zusätzlich euren Paragon-Status, könnt euren Begleiter ausrüsten oder im Multiplayerbereich sogar eure Mitstreiter betrachten. Insgesamt wirkt das Menü aufgeräumt und übersichtlich. Bei kleinen Fernsehern solltet ihr jedoch darauf achten, dass ihr nicht zu weit weg sitzt, da ihr die einzelnen Fähigkeiten einer Waffe nicht mehr lesen könnt.

                          console-ps4-01-full
                          console-ps4-05-full

                          Das gemeinsame Schnetzeln beginnt

                          Spiele wie Diablo machten schon von Anfang an im Singleplayer Spaß, im Multiplayer jedoch blühten sie erst richtig auf. Umso schöner ist die Tatsache, dass ihr auf der Konsole gleichzeitig mit bis zu vier Mitspielern spielen könnt. Logt euch mit euren Controllern ein und wählt ein Party-Spiel aus. Jeder einzelne Spieler kann nun nacheinander einen Charakter wählen, mit dem er in die Schlacht zieht. Die Übersichtlichkeit auf dem Schlachtfeld ist gewohnt gut und gleicht dem normalen Online-Spiel. Etwas nervtötend ist hingegen das Ausrüsten der einzelnen Spielfiguren. Während ein Mitspieler sein Inventar und seine Fertigkeiten checkt, muss der Rest warten. Bei insgesamt vier neugierigen Spielern, kann dies durchaus sehr lange dauern. Wenn ihr die Ruhe schätzt und eure Freunde aus der Entfernung viel lieber habt, dann nutzt ihr den Online-Modus. Dieser gleicht dem des PCs und macht genauso viel Spaß.

                          console-ps4-02-full

                          Persönliches Fazit

                          Nachdem Sacred 3 ein großer Reinfall für die Action-RPG-Gemeinde war, trumpft Diablo 3 auf der Konsole so richtig auf. Die Steuerung ist intuitiv und lässt sich schnell lernen. Vor allem als Nahkämpfer spielt sich Diablo 3 auf der Konsole sehr taktisch und schnell, was den Schnetzel-Wahn im Laufe des Spiels immer höher treibt. Ich persönlich platziere mich nun abends viel lieber auf der Couch und schleuse meinen Kreuzritter gemütlich durch die Dungeons, um dann auf dem PC zu meiner Zauberin zurückzukehren. Selbst wenn ihr die PC-Version bereits habt, Diablo 3 kann man ruhig auch noch für die Konsole besitzen. Einziger Wermutstropfen: Die Ultimate Evil Edition ist etwas teuer ausgefallen. Spieler, die schon das Hauptspiel besitzen, haben nur die Möglichkeit, die gesamte Edition zu kaufen. Hier wäre es schön, wenn Blizzard Reaper of Souls als einzelnstehendes Spiel nachliefern würde. Das wäre zwar nicht mehr so gewinnbringend, würde aber die Community sehr freuen. Zumal die Versionen für die Next Gen aktuell rund 20 Euro mehr kosten als die identischen Spiele auf den Vorgänger-Modellen.

                          Kauft die Diablo 3 Ultimate Edition bei Amazon und unterstützt uns.

                          Euer Hardbloxx-Team

                          Test/Testbericht: Metal Gear Solid V – Ground Zeroes

                          Metal Gear Solid, ein Urgestein der Videospielgeschichte geht mit Ground Zeroes in eine neue Runde. Hideo Kojima, der Erfinder der Reihe ist auch bei Ground Zeroes wieder Autor, Regisseur, Produzent und Designer zugleich. Als Vizepräsident des Publishers Konami und Leiter des verantwortlichen Entwicklerstudios Kojima Productions hat er die Möglichkeit, Spiele nach seinen und den Vorstellungen der Fans zu entwickeln. Eine dieser Vorstellungen war ein offeneres, weniger lineares Spielerlebnis, das euch mit Metal Gear Solid V erstmals in der Reihe geboten werden soll.

                          MGSV_GZ (17)
                          MGSV_GZ (1)

                          Ground Zeroes

                          Losgelöst vom großartigen Vorgänger Guns of the Patriots führt Metal Gear Solid V Ground Zeroes die Geschichte um Paz und Chico aus dem PSP und PS Vita-Ableger Metal Gear Solid: Peace Walker weiter. Beide wurden gefangen genommen und sollen von euch, dem Big Boss aka Snake, aus einem Gefängniskomplex auf Kuba gerettet werden. Wer von euch Peace Walker nicht selbst gespielt hat, braucht dennoch nicht auf Ground Zeroes zu verzichten, denn das nötige Hintergrundwissen der Story könnt ihr bei Bedarf im Spiel selbst nachlesen. So seid auch ihr nach wenigen Minuten bereit für das erste Open World Metal Gear Solid.

                          Bei der Rettungsmission in Ground Zeroes handelt es sich um den Prolog zum bereits angekündigten Metal Gear Solid V: Phantom Pain und es soll euch auf das, was euch im nächsten großen Titel erwartet, vorbereiten. Hauptsächlich geschieht dies durch großartig inszenierte Zwischen- und Endsequenzen in Spielgrafik und Funkübertragungen während des Spielens. Die cineastischen Sequenzen sind durch Dramatik und atmosphärische Musik sehr gut gelungen.

                          MGSV_GZ (14)
                          MGSV_GZ (13)

                          Kurz und bündig?

                          Ground Zeroes ist vieles: Es ist ein guter Stealth Shooter, es erzählt eine interessante Story, es macht heiß auf Phantom Pain und es ist vor allen Dingen eines – leider viel zu kurz. Denn die Hauptmission ist je nach Spielweise bereits nach knapp 90 Minuten Spielzeit zu Ende. Wer weniger auf ein leises Vorgehen Wert legt, ist einige Zeit früher bei der Endsequenz angelangt und kann bereits nach einer knappen Stunde erahnen, woher der Name des Nachfolgers Phantom Pain rührt.

                          MGSV_GZ (2)
                          MGSV_GZ (10)

                          Wenn ihr jedoch Abseits der Story auf Punktejagd gehen, eure Vorgehensweise verbessern und eure Gamerscore in die Höhe treiben möchtet, dann bietet euch Ground Zeroes einen hohen Wiederspielwert. Durch den offen begehbaren Gefängniskomplex habt ihr viele, wenn auch begrenzte, Möglichkeiten, wie ihr euer Ziel erreicht. Nicht nur bei der Hauptmission, sondern auch bei den Nebenmissionen könnt ihr mit roher Gewalt, heimlich still und leise oder auch unentdeckt vorgehen. Der Weg entlang der äußeren Absperrung war euch zu einfach? Geht das nächste Mal einfach mitten durch das Lager hindurch! Oder doch in den vorbeifahrenden LKW springen? Wer den Titel so angeht, kommt dann schnell auf einige Stunden Spielspaß.
                          Schade ist jedoch, dass eure Ziele in den Missionen immer am gleichen Ort liegen, die zu rettenden Gefangen also immer in der gleichen Zelle sitzen und die Wachen an den selben Punkten ihre Schicht beginnen. Hier hätte etwas Dynamik dem Spielspaß und der Abwechslung sicherlich nicht geschadet.

                          Leider wirken dadurch die Nebenmissionen stark aufgesetzt, um die Spielzeit künstlich zu verlängern. Sie bieten euch bei der Zielvorgabe zwar etwas Abwechslung, dennoch kommt schnell das Gefühl auf, bereits alles zu kennen. Was auch zutrifft, denn es ist der gleiche Gefängniskomplex, nur zu einer anderen Tageszeit.

                          MGSV_GZ (12)
                          MGSV_GZ (9)

                          Sehr gut und zuverlässig wurde das Interaktionssystem umgesetzt. Um Wachen aus dem Weg zu räumen, könnt ihr sie wie gewohnt betäuben, erschießen, zur Aufgabe überreden oder auch im Nahkampf überwältigen, um Informationen aus ihnen herauszuquetschen, nur um sie im Anschluss dann doch schlafen zu legen. Auf ein Anlocken durch Pfeifen, wie in früheren Metal Gear Solid Teilen, haben die Entwickler auch dieses Mal wieder verzichtet. Einzig durch Wachen, die sich gerade bei euch im Schwitzkasten befinden, könnt ihr deren Kameraden durch Rufen herbeilocken. Eine Herausforderung ist auf jeden Fall, die Missionen ohne tödliche Gewalt zu absolvieren.

                          Verbesserungswürdige Technik

                          Eine Kulisse wie aus einem guten Agententhriller zaubert die neue Fox Engine, die in Pro Evolution Soccer 2014 zum ersten Mal eingesetzt wurde, bei Nacht und schlechtem Wetter auf euren Bildschirm. Regen prasselt auf den Boden, Zeltplanen wedeln im Wind und Scheinwerferlicht erhellt die Nacht. Gleichzeitig wird alles von atmosphärischem Sound und einer sehr guten Sprachausgabe ergänzt. Hier kommt wirklich Stimmung auf.

                          MGSV_GZ (8)
                          MGSV_GZ (5)

                          An manchen Stellen stößt die Fox Engine leider doch an ihre Grenzen, denn wo auf der einen Seite bei Granaten- und Panzerbeschuss Wachtürme zusammenbrechen, bleiben Zäune, Zelte und Kisten stehen wie ein Fels in der Brandung.

                          Auch die Kameraführung war in unserem Test nicht immer perfekt, manchmal kam es vor, dass unser Blick durch ein kleines Grasbüschel verdeckt wurde. Zwar wurde dieser dann transparent abgebildet, aber der komplette Hintergrund inklusive Spielfigur, Wachen und Deckung wurde mit einer Tiefenunschärfe versehen. Dadurch ist außer des transparenten Grasbüschels leider nicht mehr viel vom Spielgeschehen zu erkennen, bis die Kamera wieder in einer optimalen Position ist.

                          MGSV_GZ (4)
                          MGSV_GZ (11)

                          Auf unserer Xbox One sah Ground Zeroes in 720p und in der Hauptmission, welche nachts spielt, dennoch recht gut aus, dass aber auch am Tage mehr drin ist, zeigt die Playstation-4-Version, die mit höher aufgelösten 1080p und schärferen Texturen auf eurem Fernseher auftritt. Auf der Xbox One hingegen verliert sich die Grafik bei Tag schnell in einem pixeligen und unscharfen Bild. Das sieht leider ganz und gar nicht nach Next-Gen aus.
                          Schade ist vor allem, dass auf der One gegenüber der Version für Xbox 360 kaum grafische Verbesserungen zu sehen sind. Sonys Konsole lässt hier um einiges mehr die Muskeln spielen und bietet nicht nur die höhere Auflösung, sondern auch bessere Effekte, die das Spiel sehr viel ästhetischer wirken lassen. Hier sollten Konami und Kojima Productions für das finale Phantom Pain noch etwas mehr Arbeit investieren, um Serien-Fans auf der Xbox nicht zu enttäuschen. Denn dass auf der Xbox One mehr möglich ist, als das, was Ground Zeroes derzeit ist, zeigen andere Titel – wenn auch mit einer niedrigeren Bildrate als bei der Konkurrenz.

                          Persönliches Fazit

                          Metal Gear Solid Fans haben eigentlich keine Wahl und greifen trotz des sehr gering ausfallenden Umfangs auch direkt zu Ground Zeroes. Enttäuscht werden sie nur von der Spielzeit und vom Umfang, denn alles andere fühlt sich an, wie ein echtes Metal Gear Solid und nicht nur nach einem Prolog.

                          Aber auch Perfektionisten, die den letzten Erfahrungspunkt aus einem Spiel quetschen möchten und Stealth-Freunde, die einfach wieder ein Schleichspiel ihr Eigen nennen wollen, können mit Ground Zeroes sehr viel Spaß haben. Aufgrund des sehr geringen Umfangs empfehlen wir euch hier aber noch die eine oder andere Reduzierung abzuwarten.

                          Wer darauf nicht warten kann, der kann Metal Gear Solid 5 Ground Zeroes ab etwa 30 Euro unter anderem bei Amazon bestellen.

                          Positiv

                          –   Stealth Feeling

                          –   sehr gutes Storytelling

                          –   verschiedene Vorgehensweisen

                          –   macht heiß auf Phantom Pain

                          Negativ

                          –   Xbox One nur minimal hübscher als Xbox 360

                          –   teils ungünstige Kameraführung

                          –   zu wenig Umfang

                          –   Bonusmissionen wirken aufgesetzt

                          –   kein freies Speichern

                          Bei Amazon kaufen oder Preise vergleichen.

                          Hier Kommentare abgeben!

                          Euer Hardbloxx-Team

                           

                          Test / Testbericht: Plants vs. Zombies Garden Warfare [Xbox One]

                          Es ist soweit, ihr werdet eingezogen und müsst an die Front! Mit eurem Fluggefährt landet ihr in der Gefahrenzone, einem kleinen verschlafenen Vorort, bei dem es heißt – Stellung halten! Ihr kämpft euch durch Vorgärten, sucht hinter Häusern Deckung und kämpft um das nackte Überleben, währen ihr die Schreie eurer Kameraden hört. Neben euch explodieren Maiskolben und Kartoffeln…WTF? Kartoffeln und Maiskolben? Richtig gelesen, denn im neuen Plants vs. Zombies Garden Warfare geht es nicht darum, mit virtuellen Menschen auf andere virtuelle Menschen zu feuern, sondern Unkraut im wahrsten Sinne des Wortes umzunieten. Wir haben uns die XBOX One Version angeschaut und den Multiplayer getestet.

                          Ego-Shooter-Tower-Defense Deluxe

                          Das Spielprinzip von Plants vs. Zombies Garden Warfare ist einfach und schnell erklärt. Zum einen habt ihr die Möglichkeit, alleine, mit Freunden oder mit anderen Online-Gamern eine Art „Tower-Defense“ zu spielen. Ihr landet in einer Gefahrenzone und müsst als Kaktus, Sonnenblume, fleischfressende Pflanze oder Erbsenkanone mehrere Wellen an Zombies ausschalten, die euren gepflanzten Garten angreifen. Um euch die Arbeit zu erleichtern, könnt ihr rund um euren Garten in vorgegebenen Blumentöpfen „Tower“ errichten, die euch dabei unterstützen. Diese „Tower“ sind, genau wir ihr selbst, Blümchen oder Gemüsepflanzen, die die angreifenden Zombiewellen in Schach halten. Jeder dieser Pflanzentower hat verschiedene Eigenschaften und kann euch im Kampf unterschiedlich weiterhelfen. Pflanzt ihr eine Sonnenblume, könnt ihr euch bei dieser heilen. Die MG-Erbse feuert Geschosse aus vollen Rohren und kann auch weit entfernte Ziele schnell ausschalten. Der Eispilz friert herannahende Zombies ein, wodurch er sie verlangsamt. Nach 10 verrückt-fantastischen Zombie-Wellen ist der Spuk vorbei und ihr habt gewonnen. Doch ist das nicht so leicht, wie ihr euch vielleicht denkt, denn nach einigen Runden erscheinen besonders hartnäckige Boss-Zombies, die euch das Pflanzenleben zum Albtraum machen wollen. Wie schwer die jeweilige Boss-Runde wird, entscheidet kurz davor eine Art „Einarmiger-Bandit“. Eins ist definitiv sicher, eure Bauchmuskeln müssen sich auf etwas gefasst machen! Denn anstatt normaler, wankender Zombies, die eure nicht vorhandenen Unkraut-Gehirne verspeisen wollen, kommen wandelnde Plumps-Klos, Disko-Zombies mit fetter Frisur oder Zeitung lesende Gehirnfresser auf euch zu.

                          Plants-vs-zombies-garden-warfare (2)
                          Plants-vs-zombies-garden-warfare (13)

                          Stirb Sonnenblume, stirb!

                          Für ein schnelles Match zwischendurch sorgen die Online-Modi wie Teamdeathmatch oder „Garten erobern“. Ihr landet, wie von anderen Shootern bekannt, in eurer „Spawn-Zone“ und müsst versuchen, so viele Gegner wie möglich zu erledigen. Anstatt nur mit Unkraut die Gegner umzunieten, könnt ihr in den Onlinespielen auch die Zombies spielen. Statt kleiner süßer Pflanzenmännchen vernichtet ihr das feindliche Unkraut mit einem dicken Bauarbeiter-Zombie, einem Football-Zombie oder einem dumpfen Fußsoldaten. In bekannter Ego-Manier schnetzelt ihr euch dann auf beiden Seiten durch die Gegnerhorden. Damit ihr allerdings nicht ausschließlich dumpf drauf los ballern müsst, hat jeder einzelne Charakter drei Spezialattacken, die es zu meistern gilt. So kann der Kaktus eine Knoblauchdrohne heraufbeschwören und macht mit ihr das Schlachtfeld aus der Luft unsicher. Die Erbsenkanone buddelt sich ein und feuert dicke MG-Salven auf die Zombies ab. Auf der Hirnfresserseite spielt ihr mit dem Football-Zombie sein Lieblingspiel und trampelt das Unkraut kurzerhand platt oder ihr nebelt die Umgebung mit Stinkbomben ein, eurer strategischen Unkrautvernichtung steht nichts im Wege. Um diese Spezialattacken zu erlernen, müsst ihr spezielle Ziele im Spiel erreichen, wie drei Erbsenkanonen erledigen oder eine Attacke besonders oft ausführen. Mit jeder abgeschlossenen Aufgabe erreicht eure Spielfigur eine neue Stufe und erlernt stärkere und nützlichere Attacken. Das Team, das als erstes 50 gegnerische Spieler umgenietet hat, gewinnt und erhält Ruhm, Ehre und natürlich Münzen zur weiteren Verwendung. Anfängern bietet Plants vs. Zombies einen eigenen Online-Modus, der sich als „Türmatte“ bezeichnet. Je schlechter ihr spielt, desto mehr Lebenspunkte erhaltet ihr bei einem neuen „Spawn“. Warum das so ist? Weil es verrückt ist! Das sagt jedenfalls das Spiel. Auffällig war, dass beim Teamdeathmatch besonders am Anfang die Pflanzen sehr stark waren. Als Anfänger-Zombie unterlag man den flinken grünen Biestern haushoch, vor allem wen das Pflanzenteam noch hochgelevelte Spieler im Team hatte. Sind auf der Untoten-Seite jedoch ausreichend gute Spieler vorhanden, die bereits höhere Level erklommen haben, ist dieser Umstand kaum noch wahrnehmbar.

                          Plants-vs-zombies-garden-warfare (11)
                          Plants-vs-zombies-garden-warfare (3)

                          Bäumchen wechsel dich

                          Nach jedem Abschuss oder Erfolg, erbeutet ihr nicht ausschließlich Punkte, um euren Gegner zu zeigen, wer der Boss ist, sondern auch Ingame-Währung in Form von Münzen. Nach jedem Spiel könnt ihr auf Shopping-Tour gehen und im Stickershop neue coole Karten freischalten. Das bringt euch nicht nur den Spaß am Sammeln, sondern auch unglaubliche Verbesserungen, neue Spielcharaktere und coole Gimmicks. Von 1000 Münzen, über 5000 bis hin zu 40.000 Münzen habt ihr die Möglichkeit im Stickershop besondere Booster-Packs zu kaufen. Die kleineren Packungen enthalten vor allem Verbesserungen für den „Tower-Defense“-Modus. Von frischen Blümchen für die Blumentöpfe bis zu einer Belebungskarte, wenn ihr das Zeitliche segnet, sind nützliche Sticker enthalten. Die teureren Pakete enthalten mehr Karten und können weitere coole Spielcharaktere mit neuen Eigenschaften enthalten. Doch steht nicht nur der spielerische Vorteil im Mittelpunkt, sondern auch das Modding eurer eigenen Spielfiguren. Die Booster-Packs enthalten neben den nützlichen Karten zusätzliche kosmetische Gegenstände für eure Blümchen und Zombies. Habt ihr schon einmal eine grinsende Sonnenblume mit Kokosnussbrille gesehen? Oder einen Kaktus, der einen Briefkasten als Hut trägt und mit einer 3D-Brille seine Gegner niederstreckt? Nein? Tja, wir bis dato auch nicht!

                          Plants-vs-zombies-garden-warfare (21)
                          Plants-vs-zombies-garden-warfare (9)

                          Persönliches Fazit

                          Plants vs. Zombies ist kein Spiel mit tiefgreifender Story, umwerfender bombastischer Grafik oder einem herzerweichenden Soundtrack! Aber verdammt, es ist einfach Geil! Wir haben uns Nächte um die Ohren geschlagen, nur um noch mehr Münzen zu sammeln, neue Sticker freizuschalten, unsere Pflanzen mächtig zu verunstalten oder einfach, um es den Zombies mal dick zu geben! Das Beste am ganzen Spiel ist aber, dass es sich einfach nicht ernst nimmt und sich an zahlreichen Stellen mit Selbstironie und Sarkasmus selbst verarscht. Im Chat waren wir dauerhaft am Lachen, Fluchen, Lachen, Fluchen, einfach weil uns der Yeti-Zombie wieder gekillt hat. Beim erneuten Losmarschieren hörten wir jedoch von rechts ein verachtendes und halb erstickendes Schnaufen des Schnappers, dass einem Mops mit Asthma gleich kommt. Wenn ihr einfach Spaß haben möchtet, ist Plants vs. Zombies der Party-Blockbuster für jeden Zock-Abend mit Freunden. Etwas schade ist, dass die Xbox 360 Version um den Split-Screen-Modus beschnitten wurde und die Xbox-One-Version gleich einmal 10 Euro teurer ist. Aber das ist einfach die „vollkommene“ Preispolitik von EA-Games, die wir alle kennen und lieben… Doch ist Plants vs. Zombies Garden Warfare jetzt schon eines meiner High-Lights dieses Jahr – alles andere ist Salat mit Sauce! Bei Amazon ist der Titel auf der Xbox 360 und der Xbox One erhältlich.

                          Positiv:

                          + bunte und witzige Grafik
                          + schnelles Gameplay
                          + viele Spielecharaktere
                          + umfassende Personalisierung der Spielecharaktere
                          + Karten-Sammeldrang
                          + witzige Sounds

                          Negativ:

                          – Xbox One Version 10€ teurer
                          – Xbox 360 Version ohne Split-Screen-Koop
                          – kein Story-Modus

                          Euer Hardbloxx-Team

                          Hier Preise vergleichen.

                          Test/Testbericht: Ryse – Son of Rome

                          Die neue Konsolengeneration ist da und mit ihr auch eine Reihe neuer Games, die das Zockerherz höher schlagen lassen sollen. Eines dieser Spiele ist Ryse – Son of Rome, ein Exklusivtitel für eure Xbox One. Entstanden ist das Epos, das zur Zeit des Römischen Reichs angesiedelt ist, beim deutschen Entwickler Crytek aus Frankfurt. Crytek bewies schon mit der Crysis-Reihe und dem ersten Far Cry, dass sie eine Grafikpracht auf eure Mattscheibe zaubern können, welche die Hardware eurer Rechenknechte das Fürchten lernen. Rein optisch sollte mit Ryse der Schritt zur nächsten Generation also gemacht sein, doch kann Ryse – Son of Rome auch spielerisch überzeugen? Oder bleibt es eine Grafikdemo zur neuen Xbox One?

                          Durch die Wahl des Genres und des Zeitalters stehen die Zeichen schon einmal gut. Denn das Römische Reich und auch die Mischung aus Third-Person-Action-Adventure mit Hack & Slay ist derzeit noch recht unverbraucht und bietet viel Potenzial.

                          Ryse (12)
                          Ryse (26)

                           Kampf um Rom

                          Obwohl sich Ryse – Son of Rome an der Geschichte des Römischen Reichs orientiert, hat sich Crytek hier eine eigene Story ausgedacht, die nur entfernt wahren Begebenheiten entspricht. So ist beispielsweise das Kolosseum, welches in Rom erstrahlt, zu der Zeit von Ryse und des Kaisers Nero fehl am Platz. Dieses wurde erst einige Jahre nach seinem Tod im damaligen Mittelpunkt Europas erbaut. Auch andere Charaktere wie der Barbarenkönig Oswald und Commodus wurden aus knapp 600 Jahren Geschichte in Ryse wild zusammengewürfelt. Künstlerische Freiheit hört sich hier sehr viel besser an als fehlende geschichtliche Korrektheit. Doch was hat Crytek aus dieser Freiheit gemacht? Nicht viel, denn weite Teile der Story sind ohne Tiefgang und sehr vorhersehbar. Aber dies kennen wir bereits aus vielen derzeit erhältlichen Titeln, dennoch hätten wir uns gefreut, wenn Crytek hier mehr aus dem herausgeholt hätte, was das Setting bietet. Gerne hätten sie sich hier auch an mehr wahren Begebenheiten orientieren können, denn gelebte Geschichte sorgte schon oftmals für ein besseres Spiel.

                          Ryse (6)
                          Ryse (11)

                          In Ryse – Son of Rome geht es hauptsächlich um den Rachefeldzug des römischen Generals Marius Titus, in dessen Verlauf ihr ihn ausgehend von Rom in tiefe Wälder Britanniens, zur Stadt York, und wieder zurück nach Rom führt. Die erzählte Geschichte wird dabei von mehr oder auch weniger erwarteten Wendungen begleitet und durch ansprechend umgesetzte Zwischensequenzen fortgesetzt. Den einen oder anderen unlogischen Sprung hat Crytek leider ebenfalls eingebaut. So ist unser Marius am Ende eines Kapitels als letzter Hinterbliebener im Feindgebiet, nur um eine Ladesequenz später wieder an einem ganz anderen Ort aufzutauchen, mit glänzender Rüstung, Schild und Waffe. Wie kam er dort hin?

                          Vivere militare est!

                          „Leben heißt zu kämpfen“ und genau das macht unser Protagonist, und zwar richtig. Als Ein-Mann-Armee jagt ihr einem Combo-Kill nach dem anderen hinterher, um immer mehr Punkte zu kassieren und euren Multiplikator weiter zu erhöhen, nur um dann noch mehr Punkte einzufahren. Denn durch erhaltene Punkte könnt ihr unter anderem mehr „Finish-Moves“ kaufen, welche ihr zum finalen Schlag gegen eure Widersacher einsetzen könnt. Das ist auch notwendig, denn neben den überaus brutalen Hinrichtungen bietet Ryse leider nur wenig Abwechslung in Sachen Gameplay. Vereinzelt gibt es zwar frischen Wind, wenn ihr in Formation mit euren Legionären Feindstellungen angreift, doch auch diese Szenen werden leider schnell zur öden Routine.

                          Ryse (9)
                          Ryse (16)

                          Durch das Töten von Gegnern bekommt ihr nicht nur Erfahrung, sondern könnt noch wählen, ob ihr lieber mehr Stärke erhalten, eure Lebensenergie wieder auffüllen, mehr Erfahrungspunkte sammeln, oder aber eure Fokusenergie aufladen möchtet. Mit dieser könnt ihr per Knopfdruck die Zeit verlangsamen und so in einer Art Bullet-Time eure wehrlosen Gegner attackieren, bis der Balken aufgebraucht ist.
                          Die meiste Zeit verbringt ihr in Ryse also damit, die immer gleichen Gegnertypen mit eurem einzigen Schwert niederzustrecken und deren Schläge abzuwehren. Richtig, als Waffe gibt es nur euer Schwert und bedingt auch euer Schild. Speere gibt es nur selten und andere Waffen fehlen im Spiel völlig. Auch die Spielmechanik ist schnell durchschaut und bietet wenig Variationen, wodurch ihr das Gegnerverhalten schnell verstanden habt und vorhersehen könnt um euren Angriff besser zu timen. Auch schwierigere Gegner sowie die Bosse stellen dadurch und durch die Fokus-Energie nur eine geringe Gefahr dar.
                          Wenn euch das fröhliche Geschnetzel und Blutvergießen Spaß macht, werdet ihr auch euren Spaß haben, Ryse mehrmals durchzuspielen. Denn dann könnt ihr euren Marius mit noch mehr Fähigkeiten ausstatten, um den finalen Schwerthieb doch noch ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten.

                          Ryse (14)
                          Ryse (19)

                          Antike Technik?

                          Ganz und gar nicht! Die wahre Perle des Spiels ist die grafische Umsetzung mit seinen sehr detailreichen Levelumgebungen, Texturen und Zwischensequenzen. In letzteren erwarten euch lebhafte Charaktere mit emotionalen und extrem realistisch wirkenden Gesichtsanimationen. Doch auch die Ingame-Grafik steht den Zwischensequenzen in nichts nach. Sie hat eine ebenso hohe Qualität und lässt sogar viele AAA-Titel auf dem PC weit hinter sich. Wenn Ryse den Anfang der neuen Konsolengeneration in Sachen Grafik darstellt, können wir uns auf das freuen, was uns in den kommenden Jahren noch erwarten wird.
                          Auch die Soundumsetzung gefällt uns sehr, wobei die Sprecher sich oft weniger emotional anhören, als es der Gesichtsausdruck der Figur zeigt. Aber spätestens wenn sich die Schwertklingen kreuzen oder Katapultgeschosse eure Armee dezimieren, ist das vergessen.

                          Ryse (15)
                          Ryse (14)

                          Einzig die geklonten Gegner und Legionäre in den eigenen Reihen können hier nicht überzeugen. Einfallslose Gestaltung und sich sehr schnell wiederholende Bewegungsanimationen hinterließen bei uns leider einen bitteren Beigeschmack.
                          Bei der Technik macht Crytek also vieles, aber leider nicht alles, richtig und zaubert prachtvolle und atemberaubend gut aussehende Kämpfe und Kulissen auf euren Fernseher.

                          Schnetzeln mit Freude?

                          Gänzlich fehlerfrei ist die Technik von Ryse hingegen auch nicht, denn gelegentliche hässliche Clippingfehler trüben das insgesamt sehr beeindruckende Auftreten der CryEngine. Zu sehen sind diese Fehler häufig, wenn ihr mit eurem Schild knapp an Hindernissen oder Gegnern vorbeirennt. Diese bohren sich dann wie durch Geisterhand durch euren Schild hindurch. Durch diesen rein optischen Fehler habt ihr hier spielerisch natürlich keinen Nachteil. Weiter tritt bei Kameraschwenks die eine oder andere Denkpause auf – nicht wirklich störend, aber wahrnehmbar ist es des öfteren in weitläufigen Arealen.
                          Ein weiterer Aspekt, der nicht zufriedenstellend umgesetzt wurde, ist die Kameraführung. Oft seht ihr in Kämpfen alles, nur nicht das, was ihr möchtet. Beispielsweise sind herannahende Gegner oft nicht im Bild, obwohl euer Marius Titus genau in deren Richtung schaut.

                          Ryse (23)
                          Ryse (24)

                          Doch auch andere Dinge stören an Ryse. Verschiedene Speicherpunkte sind so ungünstig gesetzt, dass ihr euch Zwischensequenzen mehrmals anschauen müsst, nachdem ihr ins virtuelle Gras Roms gebissen habt. Ein Speicherpunkt nach der entsprechenden Zwischensequenz wäre wohl kein unlösbares Problem gewesen. Auch das eine oder andere Symbol, welches uns während der Kämpfe eingeblendet wurde, blieb so lange, bis wir kurz ins Pausenmenü wechselten oder das Spiel beendeten. Nicht schön, aber auch nicht so störend wie die schlechten Speicherpunkte.

                          Schnetzeln mit Freunden?

                          Fast jeder moderne Titel bekommt einen Multiplayer-Modus spendiert, um auch nach dem erfolgreichen Absolvieren der Singleplayer-Kampagne noch einige Stunden zu fesseln. So auch in Ryse, wo ihr euch neben etwa 8 Stunden im Singleplayer auch als Gladiatoren mit anderen Mitspielern durch Gegnerhorden im Kolosseum schlagen könnt. Eine kooperative Kampagne oder abwechslungsreichere Spielmodi hätten uns hier jedoch besser gefallen. So bleibt es bei Koop-Arena-Kämpfen mit Fallen und Katapulten sowie den bereits aus dem Singleplayer bekannten Gegnern.

                          Ryse (7)
                          Ryse (20)

                          Persönliches Fazit

                          Vieles in unserem Test zu Ryse mag sich negativ anhören, doch eigentlich ist es nichts anderes als in anderen derzeit hochgelobten Spielen. Nur mit Schwert anstatt Gewehr und Schild statt Panzer, aber in einem frischen, ungemolkenen Szenario. Es ist ein Unterschied, ob wir uns zum hundertsten Male durch das virtuelle Afghanistan, China, oder Amerika ballern oder aber uns mit Schild und Schwert im antiken Rom Kämpfe Mann gegen Mann liefern. Und dass dies auch genauso Spaß machen kann, zeigt uns Ryse – Son of Rome – wenn auch ohne viel Abwechslung und mit kleinen Fehlern. Wenn ihr leichte Kost für Zwischendurch sucht und wissen möchtet was eure Xbox One grafisch drauf hat, kaufen! Beispielsweise bei Amazon für etwa 55€.

                           

                          Positiv

                          – unverbrauchtes Szenario

                          – sehr gute technische Umsetzung

                          – viele kleine Details

                          – sehr unterschiedliche Spielumgebungen …

                          Negativ

                          – … aber kaum Abwechslung im Gameplay

                          – jede Menge Klongegner

                          – keine freie Waffenwahl

                          – kurzweiliger Multiplayer

                          Stürzt euch in die Schlachten Roms und kauft Ryse – Son of Rome bei Amazon, oder vergleicht hier aktuelle Preise!

                          Euer Hardbloxx-Team

                           

                          Test/Testbericht: Need for Speed Rivals (Xbox One)

                          Rivalen gibt es überall wo man hinschaut, sei es an der Uni, in der Arbeitswelt oder manchmal auch an der Kasse am Supermarkt. Diese Rivalität endet im Normalfall jedoch nicht mit zerstörten Umgebungen und einer Verhaftung. In Filmen und Videospielen sieht man letzteres jedoch umso öfter. So auch in Need for Speed Rivals, wo ihr als Raser oder Polizisten, Rivalen auf dem Asphalt seid und diesen durch heiße Verfolgungsjagden und Rennen ordentlich brennen lasst.
                          Rivals ist der neueste Ableger der nunmehr jährlich erscheinenden Need-for-Speed-Reihe aus dem Hause Electronic Arts und das Erstlingswerk des neu gegründeten Entwicklerstudios Ghost. Auf dem PC machte Rivals uns schon Spaß, doch wie wurde Need for Speed für die Xbox One umgesetzt?

                          NFS Rivals (1)
                          NFS Rivals (13)

                          Inhaltsrivalen

                          Inhaltlich gibt es auf PC und Konsole nahezu keinen Unterschied, ihr seid als Cop oder als Raser unterwegs und absolviert in der frei befahrbaren Welt, in einer euch überlassenen Reihenfolge, ein Event nach dem anderen. Zwischenzeitlich werden dann noch eure Nebenziele fällig in denen ihr neben dem Ausschalten von Kontrahenten beispielsweise auch eine bestimme Driftlänge, Sprungdauer oder Punktezahl erreichen müsst, um Speed-Points zu erhalten. Durch diese Speed-Points habt ihr dann die Möglichkeit, euren Boliden zu tunen, umzulackieren oder euch auch einfach einen noch schnelleren Untersatz zu besorgen. Auch eure Gegenmaßnahmen und Angriffs-Addons könnt ihr mit diesen Punkten kaufen. Optisches Tuning nach dem Beispiel von Need for Speed Underground wurde von vielen Gamern wieder gewünscht, doch dieser Wunsch blieb leider erneut unerfüllt.
                          Begleitet wird das Spielgeschehen von einer relativ dünnen Story, die in Zwischensequenzen vorangetrieben wird. Wenn ihr Genaueres zu den Möglichkeiten und deren Umsetzung von Need for Speed Rivals wissen möchtet, schaut euch unseren Test zur PC-Version an.

                          NFS Rivals (15)
                          NFS Rivals (7)

                          Plattformrivalen

                          Die Xbox One Version zu Need for Speed Rivals, welche ebenfalls von der Frostbite 3 Engine befeuert wird, kann sich durchaus sehen lassen und zaubert prächtige Bilder auf euren heimischen Fernseher. Die FullHD-Auflösung von 1080p wird auf der One genau wie die PC-Version auf 30 Bilder pro Sekunde begrenzt, eine Limitierung, die seitens EA und der verantwortlichen Ghost Studios festgelegt wurde. Diese Grenze ist vor allem bei einem Rennspiel, welches auf Geschwindigkeitswahrnehmung setzt fragwürdig, denn ein geschultes Auge erkennt gleich die niedrigen Bildraten. Auch scheint die Bildrate zum Teil unter die besagte 30fps-Grenze abzufallen, wodurch kurze Hänger bemerkbar sind. Oft zu beobachten ist dies beim Fahren von Serpentinen, wo nach einer engen Kurve viel Bildinhalt nachgeladen werden muss. Doch auch wenn viele Fahrzeuge im Bild aufeinandertreffen, kommen gefühlt weniger Bilder auf eurem Fernseher an. Kreuzen sich also zwei Rennen, oder ihr werdet von vielen Polizeiwagen attackiert, ist ein kurzes nervendes Stocken wahrnehmbar. Dennoch, Need for Speed Rivals sorgt mit seinen zahlreichen Partikeleffekten und Hochglanzboliden, welche die detailreiche Spielwelt im Lack spiegeln, und mit seinen satten Motorensounds für viele Stunden Spaß und Abwechselung an eurer Xbox One.

                          NFS Rivals (5)
                          NFS Rivals (9)

                          Ähnlich wie auch am PC seid ihr auf der One normalerweise nie alleine unterwegs, sondern teilt euch die Spielwelt mit bis zu fünf weiteren Spielern, die mit oder gegen euch Rennen fahren können, oder euch als Cop an selbigem hindern möchten. Das Lobbysystem ist jedoch oft frustrierender, als dass es Spaß macht, denn zum einen muss zu Spielbeginn erst eine passende Session gesucht werden, was bei uns zum Teil 6-10 Minuten dauerte, und zum anderen führt das Verlassen des Session Hosts ab und an auch zum Beenden des Spiels. Meistens wird jedoch fix ein neuer passender Host gefunden und das Spiel nur kurz unterbrochen. Falls dies jedoch mitten in einer Verfolgung passiert, könnt ihr euch darauf einstellen, dass ihr nur wenige Augenblicke vor einer Verhaftung wieder im Spiel landet. Denn dieses geht im Hintergrund bereits weiter, kurz bevor ihr mit dem Bild wieder zurück auf der Strecke seid. Frust und gelegentlicher Punkteverlust vorprogrammiert! Verhindern lässt sich dies, wenn ihr eure One beim Spielstart nicht mit dem Internet verbunden habt, der Mehrspielermodus bleibt dann natürlich auf der Strecke und ihr könnt euch einzig mit KI-Gegnern messen. Eine Option für reines Offlinespiel während des Startens gibt es nicht. So habt ihr bis zum eigentlichen Spielbeginn 3 lange Wartezeiten, Spielstart und Match-Suche, das Laden der Garage und erst dann das Laden der eigentlichen Strecke.

                          NFS Rivals (17)
                          NFS Rivals (16)

                          Doch seid ihr online unterwegs und sucht nicht gezielt nach den anderen Mitspielern, werdet ihr diese auf der weitläufigen Karte nur selten zu Gesicht bekommen und seid meistens alleine oder nur mit KI-Gegnern unterwegs. Eine Erhöhung der Spielerzahl hätte hier für mehr Action auf der Strecke sorgen können.

                          Kinect Rivalen?

                          Einzigartige Features der Xbox One kommen bei Rivals leider nicht zum Einsatz. Weder Headtracking noch die vibrierenden Trigger wurden in das Spiel integriert. Einzig die Chatfunktion über das Kinect-Mikrofon ist enthalten. Beachtet jedoch, dass hier Dauersenden aktiviert ist und jedes Geräusch an Mitspieler der Session übertragen wird. Über die Einstellungen lässt sich dies jedoch deaktivieren.

                          Headtracking mag für viele von euch vielleicht ungewohnt sein. Doch wer es kennt und auch schon in anderen Titeln nutzt, findet es sicherlich schade, dass nicht auch hier umgesetzt wurde. Damit hätte man beispielsweise den Einsatz von Gegen- oder Angriffsmaßnahmen besser timen können, um dann beim Blick zur Seite oder nach hinten das fabrizierte Chaos zu betrachten. Vielleicht kommt dies in einem nächsten Need-for-Speed-Teil.

                          Die Steuerung mit dem Xbox One Gamepad wurde sehr gut umgesetzt. Eingaben landen ohne Verzögerung auf eurem Fernseher. Bei höheren Geschwindigkeiten und engen Kurven wird die Steuerung leicht anspruchsvoller und euer Wagen lässt sich etwas schwieriger kontrollieren. Auch das Fahrverhalten einzelner Fahrzeuge ist nicht identisch, sodass ihr euch an die Perfektionierung eines jeden Boliden zuerst einmal herantasten müsst. Das sorgt in Verbindung mit der Punktejagd für eine längere Motivation. Einfach zu spielen, schwierig zu meistern!

                          NFS Rivals (14)
                          NFS Rivals (6)

                          Persönliches Fazit

                          Need for Speed Rivals ist ein spaßiges Need for Speed, es vereint das bewährte Need-for-Speed-Prinzip mit lizenzierten Edelkarossen und Verfolgungsjagden mit einer guten technischen Umsetzung. Es bietet euch abwechslungsreiche, zum Teil stark fordernde Arcade-Rennen in einer großen Spielwelt. Schade, dass gelegentliche Hänger und Hostprobleme den Spielfluss stören. Wer aber auf Arcade-Action-Racer steht und eine Xbox One sein Eigen nennt, hat derzeit keine Alternative und macht mit Need for Speed Rivals nichts falsch – vor allem nicht für den derzeitigen Preis von etwa 52€ bei Amazon.

                          Positiv

                          –          Gute grafische Umsetzung

                          –          Satte Sounds

                          –          Multiplayerintegration

                          –          Abwechslungsreiche Aufgaben und Rennen

                          –          Lizenzierte Fahrzeuge

                          Negativ

                          –          Gelegentliche Framedrops

                          –          Keine Integration von Xbox One Features

                          –          Nur 6 Spieler im Onlinemodus

                          –          Lange Ladezeiten

                          –          Kein optisches Tuning

                          Kauft bei Amazon und unterstützt uns!
                          Hier Preise vergleichen!

                          (Hier Kommentare abgeben!)
                          Euer Hardbloxx-Team

                          Test/Testbericht: Battlefield 4 (Xbox One)

                          Für den PC haben wir uns Battlefield 4 gleich zum Release angeschaut, unser Eindruck war durchwachsen. Einerseits kam im Vergleich zum Vorgänger wieder etwas mehr Battlefield-Gefühl auf wie, wir es von Teil 2 kennen und lieben, doch andererseits wurden wir von Beginn an von vielen Fehlern geplagt, die auch auf anderen Plattformen auftraten. Dice und EA versprachen Besserung durch Patches auf Server- und Clientseite. Die PC-Version hat inzwischen nur noch wenige Fehler und liegt auf einem gut spielbaren Niveau.

                          Doch wie wurde Battlefield 4 für die neuen Konsolen, speziell für die Xbox One, umgesetzt? Wurden die anfänglichen Problemchen auch dort behoben? Und von welchen Features der Xbox One profitiert Battlefield 4?

                          Battlefield 4 (8)
                          Battlefield 4 (2)

                          Alles wie gewohnt?

                          Die Singleplayer-Kampagne bietet im Vergleich zur PC-Version keine Unterschiede. Für die kurze Ballerei zwischendurch eignet sie sich allemal, aber wer erzählerischen Tiefgang erwartet wird maßlos enttäuscht. Denn im Herzen ist Battlefield 4 ein reiner Multiplayer-Titel.
                          Falls ihr dennoch nur offline euer Können beweisen möchtet, bietet euch Battlefield 4 mit seinem Punktesystem im Singleplayer einen Anreiz für mehrmaliges Durchspielen. Denn für jede erfolgreiche Aktion bekommt ihr mehr oder weniger Punkte und könnt euch hier mit Freunden messen.
                          Für weitere Informationen zum Single- und Multiplayer und welche Neuerungen Battlefield 4 im Vergleich zum Vorgänger zu bieten hat, legen wir euch unseren Test zur inhaltsgleichen PC-Version nahe.

                          Technische Unterschiede?

                          Erwähnenswert ist vor allen Dingen, dass Battlefield 4 nun auf den neuen Konsolen wie auch auf dem PC bis zu 64 Spieler pro Karte unterstützt. Auf Xbox 360 und Playstation 3 musstet ihr euch, wie auch in Teil 3, mit maximal 24 Spielern auf kleineren Karten zufrieden geben. Eine Neuerung, die Spaß macht, denn dadurch werden die Karten größer und an jeder Ecke erwartet euch reichlich Action. „Eroberung groß“ mit mehr Fahrzeugen und mehr Action hat es nun endlich auch auf die Konsolen geschafft.

                          Battlefield 4 (6)
                          Battlefield 4 (13)

                          Negativ fällt die doch recht geringe Auflösung von nur 720p auf, denn sollte die neue Konsolengeneration nicht mit dem PC gleichziehen? Dort ist die FullHD-Auflösung 1080p derzeit Standard und Battlefield 4 hinkt auf der Xbox One hier stark hinterher. Die Konsole muss von 720p auf 1080p hochskalieren, was der Darstellungsqualität ganz und gar nicht zu Gute kommt.
                          Wenn Zäune, Seile oder andere schmale Gegenstände im Bild sichtbar sind, tritt sofort ein hässlicher Treppcheneffekt auf und auch andere feine Details gehen durch die niedrigere Auflösung leider verloren. Ein störendes Kantenflimmern, welches dadurch bereits bei mittleren Entfernungen auftritt, trübt das Gesamtbild weiter. Selbst technisch schwächere PC-Systeme bieten hier eine bessere Darstellungsqualität und das bei vollen 1080p. Vorteil der Xbox One mit 720p sind hier die 60fps, die dauerhaft gehalten werden können, was man von den angesprochenen PC-Systemen hingegen nicht behaupten kann. So wird für ein flüssiges Spielerlebnis gesorgt, wenn auch nicht mit höchster Grafikpracht.

                          Battlefield 4 (10)
                          Battlefield 4 (4)

                          Partikeleffekte und Explosionen werden hingegen auch von der Xbox One erstklassig dargestellt und sorgen für reichlich Atmosphäre auf eurem Battlefield. In Sachen Sound steht die Version der Xbox One dem PC in nichts nach und lässt es bei entsprechendem Soundsystem ordentlich krachen.

                          Mehr drin?

                          Einer der Vorzüge der Xbox One ist die mitgelieferte Kinect-Kamera, durch die Battlefield 4 euch bei Verwendung einige praktische Zusatzfeatures bietet. Unter anderem könnt ihr euch, beziehungsweise euren Kopf, nach rechts oder links neigen und eure Spielfigur setzt die Bewegung ingame um. So könnt ihr besser um Ecken oder Hindernisse schauen und gebt dabei ein kleineres Ziel ab. Am PC kommt diese Bewegung nur an passenden Stellen automatisiert zum Einsatz, hier auf eurer Xbox One könnt ihr sie erzwingen. Ein weiteres Highlight ist das Headtracking. Dabei wird die Bewegung eures Kopfes verfolgt und dann, wenn ihr im Cockpit eines Hubschraubers oder Jets sitzt, entsprechend an eure Spielfigur übertragen. So könnt ihr im Gefecht euren Gegner besser im Auge behalten.
                          Auch Sprachbefehle bei benötigter Munition oder eines Sanitäters könnt ihr hier ohne Umwege über die „Commo-Rose“ geben, indem ihr einfach den entsprechenden Befehl sagt oder im Eifer des Gefechts schreit. Im Test funktionierte dies meistens problemlos, oft wurde aber der Befehl eines Mitspielers, der aus unseren Lautsprechern kam von Kinect wieder als ein Sprachbefehl unsererseits erkannt und erneut wiedergegeben.

                          Falls der Kinect-Chat nicht in den Einstellungen der Xbox ausgestellt wurde, dürft ihr euch auf das eine oder andere lustige Gespräch eurer Squadmitglieder freuen. Denn Sprache wird dadurch auch ingame übertragen. Falls ihr das bei euch vermeiden möchtet, einfach deaktivieren.

                          Die Controller-Steuerung der Xbox One ist präzise und für geübte Konsoleros kein Problem. Von den neuen Features des Controllers macht Battlefield 4 hingegen leider keinen Gebrauch. Die Vibrationsmotoren in den Schultertasten gaben uns im Spiel leider keinerlei Feedback.

                          Battlefield 4 (17)
                          Battlefield 4 (16)

                          Fehler nicht gänzlich ausgemerzt

                          Derzeit gibt es noch Probleme beim schnellen Einsteigen in ein neues Multiplayer-Spiel, da kein passender Server gefunden wird. Über den Serverbrowser ist der Einstieg meist problemlos möglich. Spielmodi, die nur durch DLC oder Premium verfügbar sind, werden beim schnellen Spiel zur Auswahl angeboten, obwohl diese nicht hinzugekauft wurden. So kommt schnell Frust auf und ihr werdet praktisch dauerhaft aufgefordert, nochmal einige Euros für die Erweiterungen auszugeben oder eben damit zu leben immer zu sehen was ihr nicht spielen könnt.
                          Einen störenden Soundbug, bei dem zu Beginn von Matches lange keine Motorengeräusche und Schußgeräusche der Fahrzeuge zu hören sind, gibt es leider noch immer. Nach einer gewissen Zeit sind alle Sounds jedoch wieder vorhanden und dem Spaß steht nichts mehr im Wege, denn auch die allgemeine Stabilität der Server und des Spiels hat sich seit Release stark gebessert. Die meisten Abstürze und Servercrashes sollten also der Vergangenheit angehören.

                          Fazit

                          Sieht man von den technischen Nachteilen, wie der geringen 720p-Auflösung, die für Kantenflimmern und unscharfe Texturen sorgt, ab, ist Battlefield 4 eine Wucht auf eurer Xbox One und verspricht viele Stunden Spaß auf den großen Schlachtfeldern rund um und in China. Auch Kinect wurde brauchbar integriert und bietet euch schnellere Befehlseingaben und praktisches Headtracking, was vor allem für Piloten von Vorteil ist.
                          In Verbindung mit bis zu 64 Spielern, der hervorragenden Soundkulisse und vielen schönen Effekten ist Battlefield 4 das bisher beste Battlefield, das ihr auf einer Spielekonsole zocken könnt. An die Klasse der PC-Version kommt sie hingegen noch immer nicht heran. Zu kaufen gibt es Battlefield 4 derzeit für etwa 60€ bei Amazon.

                          Positiv

                          –          Battlefield-Feeling

                          –          endlich bis zu 64 Spieler

                          –          bombastischer Sound

                          –          schöne Grafikeffekte

                          Negativ

                          –          lahmer Singleplayer

                          –          Nachteile durch 720p Auflösung auf Xbox One

                          –          noch nicht alle Fehler behoben

                          –         dauernd Hinweise zu Battlefield 4 Premium

                          Hier Preise vergleichen.

                          Bei Amazon kaufen und uns unterstützen.

                          Euer Hardbloxx-Team