Kategorie: 2.4.2 Rollenspiele

Update: Diablo 3 Ultimate Evil Edition [Xbox One]

Im August war es endlich soweit: Blizzard entließ auf den Next-Gen-Konsolen den Teufel. So tobt das Böse nun auch auf der Xbox One und der Playstation 4 und hinterlässt Angst und Schrecken. Doch nicht nur der Teufel selbst bildet eine Gefahr für die Welt, nein auch eine neue böse Macht wandelt auf Erden, die Hass und Verderben bringt. Wir begaben uns zu zweit in die finstere und bösartige Welt, um dem Schrecken ein Ende zu bereiten. Da wir Reaper of Souls bereits auf dem PC getestet haben, möchten wir hier auf Story und Neuerungen auch gar nicht weiter eingehen.

Tausche Maus gegen Controller

Wer Diablo 1 und Diablo 2 noch kennt und geliebt hat, der wird beim Gedanken an ein Diablo 3 auf der Konsole sicherlich die Nase rümpfen und sich fragen, wie man ein Action-RPG mit einem Controller spielen kann! Doch tatsächlich leistete Blizzard hier eine gute Arbeit und portierte den Titel vom PC hervorragend auf die Konsole. Mit dem linken Analog-Stick bewegt ihr euren Charakter, mit dem rechten führt ihr eine Rolle durch, mithilfe derer ihr feindlichen Attacken ausweichen könnt. In PC-Kreisen heißt diese Funktion auch gerne „Imba-Taste“. Tatsächlich erleichtert die Möglichkeit des Ausweichens dem Konsolenspieler so einiges, denn feindlichen Angriffen kann man somit oftmals entgehen, was besonders in höheren Schwierigkeitsgraden über Leben und Tod entscheiden kann. PC-Spieler haben hier dann klar das Nachsehen. Doch Diablo 3 spielt sich dadurch auch wesentlich taktischer als am PC, vor allem, da man die eigene Spielfigur direkt steuern kann.

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Aus eckig mach rund

Das Inventar und auch das Fertigkeiten-Menü auf dem PC sind an die Steuerung mit Maus und Tastatur angepasst. Ihr habt auf eurem Computer das typische Interface, das bereits aus früheren Teilen bekannt ist. Auf der Konsole musste sich Blizzard etwas anderes überlegen, da der Cursor zum Bewegen fehlt. Demnach ist euer Inventar kreisrund. Ausrüsten könnt ihr euren Charakter mit dem rechten Analogstick, indem ihr von Ausrüstungsgegenstand zu Ausrüstungsgegenstand springt. Für Anfänger kann dies am Anfang etwas schwierig und hakelig wirken, aber man gewöhnt sich sehr schnell an das neue Menü. Ähnlich sieht auch der Fertigkeiten-Bereich aus. Hier legt ihr eure einzelnen Fertigkeiten auf die Aktions- sowie Schultertasten ab. Die Fertigkeiten-Übersicht und auch die Runen gleichen der Version auf dem PC. Da sich auf der Konsole auch nicht so viele Fenster gleichzeitig öffnen lassen, wie auf dem Rechner, springt ihr mit RB einfach immer einen Reiter weiter. So erreicht ihr zusätzlich euren Paragon-Status, könnt euren Begleiter ausrüsten oder im Multiplayerbereich sogar eure Mitstreiter betrachten. Insgesamt wirkt das Menü aufgeräumt und übersichtlich. Bei kleinen Fernsehern solltet ihr jedoch darauf achten, dass ihr nicht zu weit weg sitzt, da ihr die einzelnen Fähigkeiten einer Waffe nicht mehr lesen könnt.

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Das gemeinsame Schnetzeln beginnt

Spiele wie Diablo machten schon von Anfang an im Singleplayer Spaß, im Multiplayer jedoch blühten sie erst richtig auf. Umso schöner ist die Tatsache, dass ihr auf der Konsole gleichzeitig mit bis zu vier Mitspielern spielen könnt. Logt euch mit euren Controllern ein und wählt ein Party-Spiel aus. Jeder einzelne Spieler kann nun nacheinander einen Charakter wählen, mit dem er in die Schlacht zieht. Die Übersichtlichkeit auf dem Schlachtfeld ist gewohnt gut und gleicht dem normalen Online-Spiel. Etwas nervtötend ist hingegen das Ausrüsten der einzelnen Spielfiguren. Während ein Mitspieler sein Inventar und seine Fertigkeiten checkt, muss der Rest warten. Bei insgesamt vier neugierigen Spielern, kann dies durchaus sehr lange dauern. Wenn ihr die Ruhe schätzt und eure Freunde aus der Entfernung viel lieber habt, dann nutzt ihr den Online-Modus. Dieser gleicht dem des PCs und macht genauso viel Spaß.

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Persönliches Fazit

Nachdem Sacred 3 ein großer Reinfall für die Action-RPG-Gemeinde war, trumpft Diablo 3 auf der Konsole so richtig auf. Die Steuerung ist intuitiv und lässt sich schnell lernen. Vor allem als Nahkämpfer spielt sich Diablo 3 auf der Konsole sehr taktisch und schnell, was den Schnetzel-Wahn im Laufe des Spiels immer höher treibt. Ich persönlich platziere mich nun abends viel lieber auf der Couch und schleuse meinen Kreuzritter gemütlich durch die Dungeons, um dann auf dem PC zu meiner Zauberin zurückzukehren. Selbst wenn ihr die PC-Version bereits habt, Diablo 3 kann man ruhig auch noch für die Konsole besitzen. Einziger Wermutstropfen: Die Ultimate Evil Edition ist etwas teuer ausgefallen. Spieler, die schon das Hauptspiel besitzen, haben nur die Möglichkeit, die gesamte Edition zu kaufen. Hier wäre es schön, wenn Blizzard Reaper of Souls als einzelnstehendes Spiel nachliefern würde. Das wäre zwar nicht mehr so gewinnbringend, würde aber die Community sehr freuen. Zumal die Versionen für die Next Gen aktuell rund 20 Euro mehr kosten als die identischen Spiele auf den Vorgänger-Modellen.

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Euer Hardbloxx-Team