Kategorie: 2.5 Playstation 3, 2, 1

Test/Testbericht: WWE 2K15 (PS3)

Die WWE-Serie ist bei 2K angekommen. So reiht sie sich neben der sehr erfolgreichen NBA2K-Reihe ein und die Ableger stehen jährlich in neuester Ausführung in den Regalen. Dabei schafft es NBA2K immer an Qualität zuzulegen. Gelingt dies auch WWE 2K? Es wäre den Titel nur zu wünschen, denn gerade in der Vergangenheit wurde immer offensichtlicher, dass WWE der richtige Partner fehlte. Dieser ist mit 2K gefunden und Fans können sich nun auf einen kontinuierlichen Aufschwung der Reihe freuen. Oder? Läuft der Umstieg auf die Next-Gen-Konsolen reibungslos? Was dürfen Besitzer der älteren Konsolengeneration erwarten? All das, und noch viel mehr, erfahrt ihr im Test.

Neu ist immer besser?

Nach der ewigen Hängepartie um den letzten Teil der WWE-Reihe im letzten Jahr und den damit verbundenen Problemen in der Entwicklung hatte 2K in diesem Jahr mehr Zeit, sich um die Wrestling-Simulation zu kümmern. Trotz der Unklarheiten über das Schicksal von WWE 2K14 lieferten die Macher von 2K ein durchaus überzeugendes Produkt ab. Da ist es nur gerechtfertigt, dass Fans in diesem Jahr mindestens gleiches Niveau erwarten. Nun ja… Spieler, die zu viel von WWE 2K15 erwarten, werden dieses Jahr enttäuscht sein. Wie man es schon zur Genüge kennt, fällt den Entwicklern der Umstieg auf Next-Gen schwer. Leidtragender ist der Besitzer der älteren Konsolengeneration, der für den Vollpreis letztlich nur einen aufgewärmten Next-Gen-Abklatsch bekommt. Jetzt nicht falsch verstehen oder gar resignieren. Es ist nicht alles schlecht!

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Timing ist Alles

Das komplette Kampfsystem ist auf dem Stand vom letzten Jahr. Mit all seinen durchaus vorhandenen Stärken, aber auch Fehlerchen. Es geht wieder um Timing und den richtigen Tastendruck zur richtigen Zeit, wenn man beispielsweise kontern möchte. Würfe und Griffe wirken flüssig und die KI ist ebenfalls passend. Auch die Combos sind nach wie vor sehr schick, allerdings beinahe unmöglich zu unterbrechen. Alles beim Alten also, denn das hat schon bei WWE 2K14 genervt und zu gehörig Frust geführt. Im Prinzip muss man genau wissen, was der Gegner als nächstes tut, um auch nur den Hauch einer Chance mit einem Kontor zu haben. Das nervt auf Dauer und lässt Frust aufkommen. Somit kann man auch zu dem Schluss kommen, dass die von den Entwicklern angekündigten Innovationen im Kampfsystem auf älteren Konsolen schlicht nicht existent sind. Man konnte ahnen, dass der Fokus auf Next-Gen liegen wird, trotzdem ist die Enttäuschung darüber allgegenwärtig.

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Kenne ich das nicht irgendwo her?

Ähnlich wie das Kampfsystem sieht man auch der Engine an, dass nicht allzu viel passiert ist. Die Kollisionen wirken nach wie vor teils unbeholfen und auch die Eigenschaften der Wrestler haben so gut wie keinen Einfluss auf den Kampf. Egal wie mächtig oder schmächtig der Protagonist ist, alles ähnelt einander sehr stark. Ähnlichkeiten sind auch in der Grafik auszumachen. Genauer gesagt, bewegt sich das grafische Niveau exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Natürlich überschattet auch hier der Next-Gen-Bruder die Technik auf PS3 oder Xbox 360. Auf den neuen Konsolen sind in diesen Punkten nämlich tatsächlich Innovationen erkennbar. Nichtsdestotrotz ist die Grafik in WWE 2K15 nicht schlecht. Auch den Vorgänger konnte man ja durchaus gutes Niveau bescheinigen, doch hier und da eine Nuance mehr und man könnte tatsächlich von einer sehr guten grafischen Umsetzung reden. So bleibt der fade Beigeschmack, dass in diesem Jahr einfach nicht an dieser Sache gearbeitet wurde, zumindest nicht an der Umsetzung für ältere Konsolen. Das wird besonders deutlich, wenn man den Protagonisten ins Gesicht schaut. Bei einigen Wrestlern muss man schon eine Menge Fantasy aufbringen, um den jeweiligen Pixelhaufen den richtigen Namen zuzuordnen. Besonders bei den eher unbekannten Kämpfern fällt das Problem mit den nicht vorhandenen Gesichtszügen stark ins Auge. Das allein ist schon ärgerlich genug, dass man aber teilweise in Ratespiele verfällt, wenn es um das Antlitz einiger Superstars geht, hört der Spaß doch auf. Sogar vor dem eigentlichen Aushängeschild, dem „2K Showcase“ hat dieses „Phänomen“ nicht halt gemacht. So muss man bei Shawn Michaels schon zweimal hinschauen, um gewisse Ähnlichkeiten zu unterstellen. Das ist ärgerlich und wirkt beinahe ungewollt komisch.

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2K Showcase

Wie auch im Vorgänger steht bei WWE 2K15 ein bestimmter Spielmodus im Vordergrund. In diesem Jahr handelt es sich um den 2K Showcase. Dieser Spielmodus ist mit den 30-Years-of-Wrestlemania-Modus selbstverständlich nicht zu vergleichen. Man hat sich hier ganz den Fehden zwischen Shawn Michaels und Triple H und John Cena und CM Punk gewidmet. Bei beiden Fehden werden die Matches gespielt, die tatsächlich so stattgefunden haben. Der Originalkommentar und die Einspieler lassen ein „Mittendrin-Gefühl“ aufkommen und fesseln auch durchaus. Abwechslung kommt durch bestimmte Aufgabenstellungen während der Kämpfe auf. Auch kann man mit anderen, an den Fehden beteiligten Wrestlern in das Geschehen eingreifen. Alles in allem ein sehr interessanter Spielmodus. Auch Fans, die eventuell mit den Protagonisten nicht so viel verbinden, werden durchaus gut unterhalten. Ähnlich wie im 30-Years-of-Wrestlemania-Modus stört hierbei die, sozusagen, vorgeschriebene Story nicht. Anlass zur Kritik gibt es trotzdem. So werden einige eingefleischte Fans nicht unbedingt verstehen, warum man gerade diese Fehden ins Spiel presst, wo es doch in der WWE Welt eine Vielzahl interessantere Geschichten gibt. Auch der Umfang der Storylines könnte auf Ablehnung stoßen, sind die Fehden mit je über 40 Matches doch recht ausführlich nachzuspielen. Wir stören uns allerdings nicht wirklich an der Wahl und der Art und Weise, wie die Fehden auf die Konsole gebracht wurden. Denn trotz allen Unmuts über Protagonisten im „2K Showcase“ hat uns die Story gut unterhalten. Und darauf kommt es doch an, oder nicht?

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Who-got-NXT

Anders als man es nun vielleicht erwartet, gibt es doch noch etwas, das den Konsolenbesitzern der älteren Generation als exklusiver Inhalt zu Verfügung steht. Es handelt sich um den Spielmodus „Who-got-NXT“. In diesem Modus geht es, wie man am Namen schon erkennen kann, um die Jugendliga NXT. Hier kann man mit fünf Nachwuchshoffnungen spielen und diese von Kampf zu Kampf bekannter machen. Am Ende der „Laufbahn“ steht der Finalkampf gegen John Cena. An spielerischen Umfang und Tiefe kommt der Spielmodus „Who-got-NXT“ nicht annähernd an den „2K Showcase“ heran. Alleine die Anzahl der Kämpfe lässt ihn zu einem kurzen Vergnügen verkommen. Auch Atmosphäre will bei den Kämpfen nicht so recht aufkommen. Die Einspieler vor den Matches, wie sie im 2K Showcase den Spieler auf die Begenung einschwören, fehlen gänzlich und auch der Funke vom Publikum will nicht auf den Ring überspringen. Unverständlich ist auch wie in ein und demselben Spiel zwei so komplett unterschiedliche Kommentare zustande kommen. Die Kommentatoren im „Who-got-NXT“-Modus sind schlicht unterirdisch. Da stellt man sich schon die Frage, wie so etwas möglich ist, denn im „2K Showcase“ glänzen Michael Cole und Jerry Lawler noch mit ihren passenden Statements. Der Gedanke, sich der Nachwuchsliga zu widmen, kann durchaus gefallen. Umso ärgerlicher, dass man den Modus letztlich so lieblos dahingeworfen hat. Natürlich bringt „Who-got-NXT“ trotzdem Spaß und Abwechslung ins Gefüge. Der Gedanke, die WWE NXT einzubauen, gefällt, wirkt jedoch leider unfertig und nicht ausgereift.

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Und sonst so?

Die anderen verfügbaren Spielmodi bzw. Matchtypen sind sozusagen identisch mit der Auswahl des Vorgängers. Mit dabei sind wieder die Einzelmatches mit verschiedenen Rahmenbedingungen wie Tag Team oder Royal Rumble. Wirkliche Überraschungen fehlen aber. Selbstverständlich ist auch der fesselnde WWE-Welt-Modus mit von der Partie. Mit dem WWE-Welt-Modus hatten wir bereits im Vorgänger eine Menge Spaß. Auch dieses Jahr übernehmen wir wieder die Leitung der gesamten gesamten Liga. Wir bauen Rivalitäten und neue Tag-Teams auf und spielen die Vielzahl an Matches selbst oder lassen sie simulieren. Der Clou an der Sache ist, dass sich neben der eigenen Storyline das Spiel sozusagen verselbstständigt und so weitere Rivalitäten und Tag-Teams entstehen. Das macht alles sehr spannend und unberechenbar und der Reiz des WWE-Welt-Modus geht eigentlich nie verloren. Trotz des großen Umfangs, den wir beispielsweise im WWE-Welt-Modus erleben, kann man davon sprechen, dass man WWE 2K15 ein wenig zusammengekürzt hat. Im Vergleich zum Vorgänger hat man die zur Auswahl stehenden Wrestler doch arg beschnitten. Der Spieler muss nun also mit roundabout 70 Charakteren auskommen. Zugegeben, das sind immer noch mehr als genug! Trotzdem mag man diese Maßnahme nicht so ganz verstehen. Auch der „Create-a-Finisher-“ oder „Create-a-Story-Modus“ im Editor fehlen gänzlich. Schade!

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Persönliches Fazit

Im Grunde genommen war es vorher klar. Man konnte ahnen, dass man bei WWE 2K15 den Fokus eher auf die Next-Gen-Versionen legen wollte. Warum man dann aber die PS3- bzw. Xbox 360-Versionen an besagten Stellen kürzen musste, bleibt unklar. Grafisch und vom Kampfsystem her ist man auf dem Stand des Vorgängers WWE 2K14. Natürlich ist deswegen nicht alles schlecht. Im Gegenteil. Das Spiel ist teilweise ganz nett anzusehen, die Kämpfe bereiten Spaß und die Atmosphäre zieht uns in ihren Bann. Jedoch bleibt das Gefühl zurück, dass man an den „älteren“ Konsolenversionen einfach nichts gemacht hat. Der exklusiv auf Past-Gen-Versionen eingeführte Who-got-NXT-Modus kann darüber nicht im Geringsten wegtäuschen. Fans, die WWE 2K14 bereits besitzen, sollten sich überlegen, ob sie für dieses kleine „Update“ den Vollpreis zahlen wollen. Alle anderen können selbstverständlich mit gutem Gewissen zugreifen, denn insgesamt ist WWE 2K15 für Xbox 360 oder PS3 ein gutes Spiel. Nur wurde es zugunsten der Entwicklung der Next-Gen-Versionen von den Verantwortlichen schlicht ignoriert.

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Testbericht von Hardbloxx.DannyDashboard
Euer Hardbloxx-Team

WWE 2K15

WWE 2K15
72.5
72.5

Gameplay

65 / 100

etwas veraltetes Kampfsystem mit den gleichen Mängeln, wie im letzten Jahr, etwa bei Combos

    Story

    75 / 100

    Vorzeigemodus "2K Showcase" weiß zu fesseln

      Grafik

      55 / 100

      Engine nicht erst seit diesem Jahr veraltet

        Sound

        75 / 100

        netter Sound, spürbare Atmosphäre im Ring

          Umfang

          80 / 100

          an einigen Stellen unverständlicherweise gekürzt, allerdings trotzdem noch reichlich zu entdecken

            Spielspaß

            85 / 100

            Kämpfe bereiten Spaß und verstehen es, den Spieler zu fesseln

              Positiv

              • - 2K Showcase mit guter Päsentation und fesselnden Kämpfen
              • - "Who-got-NXT" exklusiv auf Past-Gen-Systemen
              • - eine Vielzahl an Spielmodi
              • - gute Atmosphäre
              • - abwechslungsreiche Kämpfe und Aufgaben

              Negativ

              • - Engine veraltet
              • - Wrestler teilweise kaum zu erkennen
              • - Editor und Rosterauswahl gekürzt
              • - "Who-got-NXT" wirkt unfertig und lieblos
              • - Combos kaum zu unterbrechen
              • - angekündigte Verbesserungen nur auf Next-Gen

               

              Test/Testbericht: Sherlock Holmes: Crimes and Punishments (PS3)

              Der Meisterdetektiv ist wieder am Werk! Frogwares hat im Vorfeld des Titels Sherlock Holmes: Crimes and Punishments nette Features und vor allem Innovationen angekündigt. Ob es Neuerungen gab und ob diese fruchten, erfahrt ihr im Test.

              Viel zu sehen

              Zu Beginn des Abenteuers fallen direkt einige Dinge auf. Grafisch sieht Sherlock Holmes: Crimes and Punishments wunderbar aus. Die Spielewelt, in der wir uns bewegen, ist sehr detailreich und einfach stimmig. So fällt es eigentlich auch kaum groß ins Gewicht, dass die jeweiligen Abschnitte sehr linear gehalten sind und die Handlungsfähigkeit ein wenig eingeschränkt ist. Auch die Figuren sind gut gelungen, wobei die Gesichtszüge ab und an etwas steif wirken.

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              Sehr gutes Englisch

              Der Zyniker Sherlock Holmes, so wie ihn die Fans lieben, kommt auch öfters zum Vorschein, obwohl der Protagonist hier und da ein bisschen zu korrekt ist. Die Synchronisation ist trotzdem spitze! Gut ist hier auch, dass man auf die Synchronisation in die jeweilige Sprache verzichtet hat, da sonst sicher einiges verloren ginge. So kann man mit Originalsynchro und deutschen Untertiteln sehr gut leben.

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              An die Lupe, fertig, los!

              Auf der Handlung liegt, vielleicht anders als erwartet, nicht das Hauptaugenmerk. Man könnte auch sagen, eine Rahmenhandlung ist nicht existent. Vielmehr ist das Spiel in sechs kleinere Geschichten aufgeteilt, die, jede für sich, anders ist. Und das funktioniert sehr gut! So lässt sich jedes Kapitel auf unterschiedliche Art und Weise spielen. Einmal geht es um einen Mord an einem verbitterten Seemann, der mit einer Harpune aufgespießt wurde, ein anderes Mal muss man einen verschwundenen Zug aufspüren. Das sorgt immer wieder für Spannung und ist ungemein unterhaltsam. Gerade auch, weil man tatsächlich Detektivarbeit übernehmen muss. Denn in Sherlock Holmes: Crimes and Punishments gibt es keinen vorgeschriebenen Lösungsweg. Wir müssen uns selbst auf die Suche nach Hinweisen begeben und diese dann kombinieren. Natürlich haben wir dabei nicht DIE großen Freiheiten, da wir immer auf die nächsten nötigen Schritte hingewiesen werden. Den falschen Verdächtigen können wir durch Fehleinschätzungen aber trotzdem hinter Gittern bringen – auch wenn manchmal, trotz aller gesammelter Hinweise, die letzte Eindeutigkeit fehlt und man doch eher aus dem Bauch entscheidet. Auf unserer Suche nach der Wahrheit finden wir viele kleine Hinweise, die es richtig einzuordnen gilt und daraus dann die richtigen Schlüsse zu ziehen. Fehlt einmal ein wichtiges Detail, schauen wir einfach ins Zeitungsarchiv oder Blättern in Enzyklopädien. Ein sehr reizvoller, wenn auch vom Schwierigkeitsgrad nicht gerade fordernder Aspekt! Später können wir die gewonnenen Informationen in einem eigenen Menü zusammenfügen und daraus nach und nach Theorien zum Tathergang entwickeln. Haben wir schließlich den vermeintlichen Täter überführt, bleibt noch die Frage, ob wir ihn ausliefern oder, aus welchen Gründen auch immer, begnadigen. Egal welche Entscheidung man trifft, die getroffene Wahl hat keinen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf.

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              Die richtigen Schlüsse ziehen

              Wichtiger Punkt im Spiel sind die Dialoge. Nicht nur, dass mit deren Hilfe die Geschichte erzählt und vorangetrieben wird, auch der vorhandene Unterton kann äußerst interessant sein. Wir sind gut beraten, bei jedem Satz genau hinzuhören und das Gesagte richtig einzuordnen. Hat der Verdächtige gerade gelogen? Oder macht seine Geschichte doch irgendwie Sinn. Um genauer hinter die Fassade zu schauen, können wir Holmes Beobachtungsgabe nutzen,  mit Hilfe von Quicktime-Events das Gegenüber analysieren und mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen die eine oder andere Lüge entlarven. Beispielsweise lassen Wettscheine in der Tasche, dreckige und schlampige Kleidung und ein kürzlich abgelegter Ehering auf eine frische Trennung und einer Tendenz zu Geldproblemen schließen und daraus auf eine hohe Anfälligkeit für Bestechungsversuche. Sprechen wir den Verdächtigen darauf an, spüren wir, dass er nervös wird. Auch lohnt sich häufig ein Blick auf die Mimik des Gegenübers. So manche Gesichtsentgleisung räumt bei uns dann den letzten Zweifel aus. Sicherlich nimmt die Mimik nicht solche Ausmaße wie in L.A. Noire an, spürbar sind die Bemühungen hierbei aber schon.

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              Das Shining?!

              Nicht nur Holmes Beobachtungsgabe ist ein wichtiges Element im Spiel. Zwei weitere Fähigkeiten helfen uns bei der Bearbeitung der Kriminalfälle. So haben wir die Möglichkeit, per Tastendruck jedes noch so kleine Detail, welches uns unter normalen Umständen durch die Lappen gegangen wäre, aufzuspüren. Zum Beispiel finden wir eine kleine unscheinbare Münze im Sand oder wir werden auf Fußspuren aufmerksam. Die andere Fähigkeit ist sozusagen die Gabe der Vorstellung, mit der wir uns Dinge bildlich vor Augen führen können. Das hilft uns auch bei so manchem Minispiel. Solche Art Minispiele gibt es in Sherlock Holmes: Crimes and Punishments zuhauf. Das sorgt für Abwechslung. Auch wenn man das hundertste Schloss geknackt oder das zehnte Schriftstück wiederhergestellt hat, langweilt man sich doch recht selten. Sehr schön.

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              Fazit

              Sherlock Holmes: Crimes and Punishments hat mich sehr gut unterhalten. Den Bezug zum Point-and-Click-Adventures vergangener Tage kann man nicht leugnen und genau das macht den Titel sehr charmant. Man setzt in diesem Adventure auf klassische Inhalte und verpackt alles in eine neue Engine und ein modernes Gameplay. Auch deshalb dürften sich alte Hasen des Genres wie zuhause fühlen. Aber auch Einsteiger kommen bei Sherlock Holmes: Crimes and Punishments auf ihre Kosten. Die teilweise doch arg vereinfachte Spielweise und die eher weniger subtilen Hilfestellungen lassen Frust erst gar nicht aufkommen. Neulinge wird es freuen, Profis finden das sicher nicht ganz so gut. Nichtsdestotrotz wurde hier ein gutes Spiel abgeliefert, welches nicht nur für Fans der Serie zu den Pflichtkäufen des Jahres gehören sollte.

              Positiv:
              + gute Grafik
              + detaillierte Gesichtszüge
              + sehr gute Vertonung
              + offene Fälle
              + der Spieler hat die Wahl
              + leicht spielbar
              + schöne Minispiele
              + ordentlich Umfang
              + abwechslungsreiche Fälle
              + nette Rätsel
              Negativ:
              – Mimik manchmal zu steif
              – für Profis oft anspruchslos
              – wenig Leben in der Spielwelt
              – Entscheidungen ohne spürbare Konsequenz
              – manchmal nicht ganz nachvollziehbar

              Wenn ihr uns unterstützen möchtet, dann bestellt euch Sherlock Holmes: Crimes and Punishments bei Amazon. Den besten Preis findet ihr hier.

              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Test/Testbericht: FIFA 15 (PS3)

              Auch dieses Jahr gibt es wieder pünktlich wie eh und je ein neues FIFA. Und wie jedes Jahr erwartet der Fan Neuerungen und Innovation. Doch gibt es außer einen Kader-Update überhaupt spürbare Änderungen? Oder nähern wir uns Jahr für Jahr der „Legacy Edition“ zum Vollpreis? Diese Fragen beantwortet euch der nachfolgende Test.

              Facelift

              So viel sei vorweg gesagt. Ja es gibt durchaus detaillierte Veränderungen und ja, auch für Last-Gen-Zocker wird es Neuerungen geben. Dass diese natürlich nicht so üppig, wie auf den Next-Gen-Konsolen ausfallen, sollte klar sein. Vor allem grafisch bemerkt man den Unterschied sofort. Das ist nicht weiter verwunderlich und sicherlich auch kein Drama. Da gibt die PS4 bzw. die Xbox One einfach bedeutend mehr Power her. Aber auch Zocker der letzten Generation können sich über verbesserte Spielergesichter freuen. Diese wirken zwar noch etwas blass, besser sehen die Kicker aber trotzdem aus.

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              #1 Premier League

              Spieler, die schon auf die nächste Generation umgestiegen sind, sind die geballte Grafikpower ja schon von FIFA 14 gewohnt. In diesem Jahr wurde unter anderem bei der Spielpräsentation noch einmal nachgelegt. So sind die Einblendungen und Bildschirmanzeigen in der Premier League vollständig lizenziert, mitsamt der Torlinientechnik. Auch alle englischen Stadien tauchen komplett auf! Hier bemerkt man schnell, dass die englische Premier League die volle Ladung Innovation abbekommen hat. Auch die Spieler sehen in englischen Matches einen Hauch realer aus. Wir hoffen, dass spätestens nächstes Jahr die anderen wichtigen Ligen nachziehen. Gerade, wenn man Bundesliga spielt, ist es ärgerlich, dass zum Teil große Stadien fehlen oder dass sich das eine oder andere Gesicht gleicht. Ein weiteres neues Feature ist die Abnutzung des Rasens, was auch nur Next-Gen-Spielern vorbehalten sein wird. Je nach Wetter und „Grätschendichte“ in einem Spielabschnitt wird der Unterboden immer tiefer und matschiger. Das spiegelt sich auch auf der Spielerbekleidung wieder. Das sieht schon super aus.

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              Emotionen

              Insgesamt nähert sich die PS4– bzw. Xbox-One-Version immer mehr dem Fernseherlebnis an. Die komplette Lizenzierung der Premier League wurde ja schon erwähnt. Neu ist auch, dass Spieler nun situationsspezifisch auf dem Platz gewisse Reaktionen zeigen. Vergibt zum Beispiel Ronaldo freistehend vor dem Tor eine hundertprozentige Chance, so verzieht er wehleidig das Gesicht und sinkt in sich zusammen. Das ist eine von vielen Reaktionen, die auf bestimmte Aktionen folgen. Hält der Torhüter einen eigentlich unhaltbaren Ball, stürmen die Mitspieler auf ihn zu, um zu gratulieren und nach Fouls gehen die Spieler wütend aufeinander los. Hadern, lamentieren und protestieren, das alles wurde realistisch umgesetzt. Natürlich noch nicht perfekt. So kommt es vor, dass zwei Spieler, die sich Sekunden vorher bis aufs Blut gehasst haben, in der nächsten Szene brav Nettigkeiten austauschen. In diesen Situationen fehlt etwas die Dynamik, das Aufschaukeln. Nichtsdestotrotz ist dieses Feature aber gut gelungen, allerdings auch nur auf Next-Gen im Spiel integriert.

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              Torhüterproblematik

              Auch die überarbeiteten Torhüter-Aktionen finden den Weg ausschließlich auf Next-Gen-Konsolen. EA kündigte bereits im Vorfeld an, sich den Torhütern annehmen zu wollen. Dies wurde nun auf PS4 und Xbox One umgesetzt. Nicht nur eine Vielzahl neuer Paraden wurde eingebaut, auch Paraden im letzten Moment lassen den Gamer jetzt staunen. Die KI wurde genauso wie die Animationen der Torwächter auf ein höheres Level gehoben.

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              Angriff ist die beste Verteidigung

              FIFA 15 insgesamt hat ordentlich an Offensiv-Tempo gewonnen. Man kann jetzt wieder besser erkennen, welche Art von Spieler gerade den Ball führt. Besonders schnelle Spieler wie Aubameyang oder Welbeck haben es leicht, mit Tempo an der Verteidigung vorbeizuziehen. Dazu müssen diese nicht mal groß tricksen. Abwehrhünen wie ein Mertesacker sehen im Vergleich zu einen Messi unglaublich steif und träge aus und brauchen sehr lange, um sich beispielsweise mit dem Ball zu drehen. Sehr realistisch. Auch der Steilpass wird durch das schnelle Offensivspiel zur absoluten Waffe. Durch den Tempofußball können sich durch einen klugen Pass ungeahnte Räume öffnen, in die man wunderbar passen kann. Der Lupfer in den Lauf führt auch endlich nicht mehr zu unzähligen Toren, weil die Abwehr-KI ebenfalls zugelegt hat. Trotzdem fallen etwas mehr Tore als im Vorgänger. Pressing ist erfolgsversprechender und Spielverlagerungen sowie Tempowechsel sind viel effektiver als blindes Anrennen.

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              Altbewährtes

              Die Steuerung ist mit der des Vorgängers identisch. FIFA-Kenner werden also wenig Probleme haben und sich sofort wie zuhause fühlen. Andererseits hätte man hier und da sicherlich an ein paar Schrauben drehen können, um die durchaus gute Steuerung noch intuitiver zu machen. Für Einsteiger gibt es wieder eine Vielzahl an Skill-Spielen, die nahezu jede Situation simulieren. Auch an der Ballphysik wurde etwas gedreht, sodass diese jetzt insgesamt runder wirkt.

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              Ab in den Kraftraum!

              Die Zweikampfführung wurde ebenfalls merklich aufpoliert. Da herrscht ein Halten und ein Ziehen. Da kommen Spieler ins Straucheln, ehe sie dann, sehr realitätsnahe, fallen. Die Physis der Spieler wird somit immer wichtiger. Spieler mit hohen Physis-Werten lassen sich nicht so schnell aus dem Tritt bringen, wohingegen die eher schmächtigen Protagonisten an Abwehrtürmen abprallen. Sie sind dann allerdings meist wendiger.

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              Taktikmodus

              Taktisch gibt es auch Neuigkeiten. So kann man für Abwehrspieler, Mittelfeldspieler und Stürmer jeweils eigene taktische Anweisungen ausgeben. Stürmer können nun angewiesen werden, auf die Innenverteidiger zu pressen oder einen Mitspieler durch Zulaufen der Räume beim Pressing zu unterstützen. Den Außenverteidigern kann man sagen, dass sie hinten dicht machen oder in Philipp-Lahm-Manier die Linie rauf und runter sprinten sollen. So ist endlich auch ein Hinterlaufen der Außenstürmer möglich, welches man die letzten Jahre schmerzlich vermisst hatte. Bei Rückstand könnt ihr auch die Innenverteidiger in den Sturm beordern, wie es Jupp Heynckes gerne mit Daniel van Buyten handhabt. So ergeben sich zusammen mit der Match-Taktik sehr viele Kombinationen, welche man selbstverständlich auch Speichern kann, um dann später in diesem angelegten Archiv auf die passendsten Taktiken zurückgreifen zu können. Dieser Taktikmodus wurde in leicht veränderter Art auch auf PS3 und Xbox 360 realisiert.

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              Gewohnt großer Umfang

              Die Spielmodi sind im Großen und Ganzen mit denen aus dem Vorjahr identisch. Der Turniermodus ist wieder zurück und online zu spielen, bringt nach wie vor den größten Spaß. Ultimate Team ist besonders hervorzuheben, da man hier ebenfalls kleine Details wie die Teamchemie angepasst hat und es nun möglich ist, Spieler nur zu leihen. Einen Modus, den man nur auf Next-Gen-Konsolen findet, ist der Pro Club Modus. Hier spielen 22 Spieler in einem 11-gegen-11-Onlinespiel gegeneinander. Ausschließlich auf Last-Gen-Konsolen ist allerdings die Teilnahme an der virtuellen Bundesliga möglich. Diese Möglichkeit bleibt PS4- bzw. Xbox-One-Spielern verwehrt. Eine etwas ausführlichere Liste über die Inhalte der Last-Gen-Version findet ihr unten.

              FIFA 15 DEMO Kick Off (In Menus)
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              Features PS3/Xbox 360

               bei PS3/360 nicht enthalten:

              – Emotional Reactions
              – Dynamic Match Presentation
              – Next-Gen-Torhüter
              – Dynamic Pitch (Abnutzung des Rasens)
              – Correct Contacts

               bei PS3/360 enthalten:

              – total Ball Control
              – Man-to-Man-Battles
              – Real Ball Physics
              – Team Tactics
              – verbesserte Spielergesichter
              – lizenzierte Barclays Premier League
              – türkische Süper Lig

              Fazit

              Von Jahr zu Jahr wird es schwerer, wirkliche Neuerungen in die heiß ersehnte Fußballsimulation FIFA zu packen. EA bekommt das aber noch ziemlich gut hin. Auch dieses Jahr wurde wieder einiges gemacht. Natürlich handelt es sich dabei vorwiegend um kleine Details, aber gerade das ist wichtig. Immer weiter optimieren und so der realen Fußballsimulation immer einen Schritt näher kommen. Selbst Spieler die noch keine Next-Gen-Konsole ihr Eigen nennen, kommen auf ihre Kosten. Denn viele Neuerungen fanden auch den Weg auf PS3 und Xbox 360. Das ist keinesfalls selbstverständlich! Dass man mit älteren Konsolen grafisch etwas zurückstecken muss, ist klar. Nichtsdestotrotz lohnt sich hier der Kauf. Auch Next-Gen-Gamer werden mit FIFA 15 voll auf ihre Kosten kommen. Zugreifen!

              Positiv
              + großer Umfang
              + viele Änderungen auch auf Last-Gen
              + bessere KI
              + Spieler neu modelliert
              + authentische Fangesänge
              + sehr guter Soundtrack
              + Ultimate Team ausgebaut
              + Spielaufbau realistischer
              + gute Ballphysik
              Negativ
              – Hauptaugenmerk in Präsentation auf Premier League
              – Kommentatoren stagnieren
              – teilweise Animationsfehler und kleinere Bugs
              – neue Gesichtszüge zu blass

              Wenn ihr uns unterstützen möchtet, dann bestellt euch FIFA 15 bei Amazon. Den besten Preis findet ihr hier.

              Euer Hardbloxx-Team
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              Test/Testbericht: Madden NFL 15 (PS3)

              Spätestens die Fußball-WM 2014 in Brasilien hat den Football bzw. den „Soccer“ wohl endgültig salonfähig in der USA werden lassen. Eine verwandte Sportart, zumindest vom reinen Namen her, ist American Football. Diese ist allerdings noch nicht so recht in der europäischen Sportgemeinde angekommen. Dabei gehört dieser Sport zu den faszinierendsten Sportarten der Welt. Sofern man die Regeln kennt. Und sie versteht. Und ein Händchen für Taktik hat. Und, und, und… Im Test klären wir, ob die neue Football-Simulation von EA, das neue Madden NFL, bei Einsteigern und absoluten Football-Veteranen punkten kann.

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              Das Jahr danach…

              Im letzten Jahr gab es für die Madden-Reihe Grund zu feiern. Man beging nämlich das 25jährige Jubiläum und wollte aus diesem Anlass ein ganz besonderes Madden NFL in die Regale stellen. Zu feiern war den Fans allerdings nicht zumute, denn die Jubiläumsausgabe hinkte ihren Ansprüchen weit hinterher. Gerade das Defensivverhalten war mangelhaft. Dieses Problem wurde in Madden NFL 15 nun behoben. Nicht nur die KI hat mächtig aufgeholt, auch die eigenen Möglichkeiten sind gestiegen. Tackles gelingen immer besser, nicht zuletzt durch die angepasste Steuerung und den farbigen Kegel, der die Tackle-Reichweite anzeigt. Will man einen langen Pass abfangen, so kann man zur besseren Übersicht per Knopfdruck in die Draufsicht wechseln. Das ist spielerisch ein Schritt nach vorne, auch wenn man ein wenig Zeit braucht, um die Steuerung zu verinnerlichen. Neue Kameraeinstellungen fehlen allerdings auf PS3 und Xbox 360, wohingegen sie auf PS4 und Xbox One für Abwechslung und besseren Überblick sorgen.

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              Let’s go Greenhorn!

              Als kompletter Neueinsteiger beim American Football hat man es zu Beginn sicher etwas schwerer. Das Spiel selbst gibt aber ordentlich Hilfestellung. Nach dem obligatorischen Fragen bezüglich der Erfahrung mit American Football Games, folgt ein ausführliches Tutorial. Hier geht EA tief ins Detail und arbeitet die wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten ab. An diesem Tutorial kann sich der eine oder andere Titel von EA Sports eine Scheibe abschneiden!

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              Alt gegen Jung

              Trotz der doch spürbaren Änderungen auf PS3 und Xbox 360, lag der Fokus der Entwickler eindeutig auf den Next-Gen-Konsolen. Die Umgebung in Madden NFL 15 wurde auf Hochglanz poliert und die Physik kratzt an der Perfektion. Die Animationen runden alles wunderbar ab. Ein echter Hingucker! Spielern die noch nicht in den Genuss von Next-Gen-Gaming kommen, bleiben diese Eindrücke verwehrt. Die Präsentation und die Grafik ist auf den Stand des Vorgängers.

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              Madden-NFL-15-announcement

              Alles wie gehabt

              Die verfügbaren Spielmodi gleichen sich mit denen vom letzten Jahr. So hat man wieder die Auswahl zwischen Ultimate Team, Connected Franchise und anderen Online- und Offline-Spielmodi. Im Connected Franchise kann man nach wie vor einen Spieler wählen und diesen nach vorne bringen. Ist euch das zu langweilig, dann erstellt euer „Ich“ doch gleich selbst und arbeitet an eurer eigenen Karriere. Normaler Coach oder gar Klubbesitzer sind ebenfalls Möglichkeiten, die ihr wählen könnt. Für Fans wird es auch wieder die Möglichkeit geben, aktuelle Highlights aus der NFL nachzuspielen. Ein nettes Feauture!

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              Das Playbook

              Eine weitere Verbesserung betrifft das Playbook. Hier werden mögliche Spielzüge und Strategien angeboten, welche der Spieler vor seinem Angriff auswählen kann. Neu dabei ist, dass die Auswahl jetzt auch begründet wird. Und das nicht einmal schlecht! Die virtuellen Coaches bemühen Statistiken aus bereits absolvierten Matches oder sie basieren ganz einfach auf typischen Verhaltensweisen der Gegner. Eine super Neuerung, gerade auch im Bezug auf Einsteiger, die dadurch ein gewisses Spielverständnis entwickeln können. Profis können natürlich aus dem gesamten Katalog einen ihrer Meinung nach passenderen Spielzug auswählen oder gleich ein eigenes Playbook erstellen. Sehr schön, allerdings Next-Gen-Zockern vorbehalten.

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              Let’s get ready to rumble!

              Gerade bei den Next-Gen-Versionen konnte man die Atmosphäre und die Geräuschkulisse nochmals verbessern. Die Zuschauer gehen gut mit und feiern jede gute Aktion. Läuft es einmal nicht so gut, bekommt das der Spieler auch umgehend zu hören. Zocker der Last-Gen-Version erleben die Stimmung nicht so intensiv. Nichtsdestotrotz kommt auch hier eine gute Atmosphäre auf. Das Kommentatoren-Duo analysiert jeden Spielzug kompetent. Dopplungen oder unpassende Sprachsequenzen treten nicht übermäßig oft auf. Alles im Rahmen also. Auch beim Soundtrack passt wieder alles.

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              English for insiders, Englisch für Reingefallene…

              Verständlicherweise verzichtet man bei Madden seit jeher auf eine deutsche Sprachausgabe. Der Markt in Deutschland ist nun mal eher klein und somit lohnt sich eine komplette Synchronisation sicherlich nicht. Allerdings hätte Electronic Arts wenigstens die Menüs deutsch halten können. Vor allem für Neueinsteiger sind Fachbegriffe nur schwer zu verstehen. Sind die dann noch in englischer Sprache gehalten, kommt eventuell Verwirrung auf. Also, das Beherrschen der englischen Sprache ist sicher kein absolutes Muss, es kann allerdings nicht schaden.

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              Fazit

              Es ist offensichtlich, dass man die meiste Energie in die Next-Gen-Umsetzungen gesteckt hat. Das war nach dem verpatzten Start letztes Jahr auch bitter nötig. Enttäuschte Fans von damals sind mit Madden NFL 15 nun sicherlich versöhnt, denn die Umsetzung auf PS4 und Xbox One ist sehr gut gelungen. Bei Besitzern der letzten Konsolengeneration fallen die Neuerungen nicht so üppig aus. Grafisch ist der Titel auf dem Stand der Jubiläumsausgabe und spielerisch haben die Next-Gen-Versionen auch mehr Innovation abbekommen. Trotzdem kann man nicht davon sprechen, dass ein Kauf hier nicht lohnenswert wäre. Die Änderungen im Defensivverhalten schlagen trotzdem ordentlich zu Buche. Eine Änderung, die man bei Madden NFL 25 vermissen würde. Deshalb lohnt der Kauf auf PS3 und Xbox 360 durchaus. Ob das Spiel allerdings den Vollpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Next-Gen-Version ist definitiv jeden Cent wert. Madden NFL ist zurück!

              Positiv
              + Devensivverhalten deutlich verbessert
              + Tutorial und Skill-Games als super Einführung
              + verbesserte KI
              + immer noch großer Spielumfang
              + realistischere Stärke der Quarterbacks
              + Gameplay-Verbesserungen
              + großartige Optik (Next-Gen)
              + neue Kameraperspektiven (Next-Gen)
              + fernsehreife Spielübertragung (Next-Gen)
              + verbessertes Playcalling (Next-Gen)
              Negativ
              – bei Last-Gen-Version kaum Neues
              – grafisch auf Vorgängerniveau
              – teilweise noch technische Probleme
              – Spiel komplett in Englisch
              – Objekte am Spielfeldrand zu detailarm
              – lange Ladezeiten

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Test/Testbericht: NHL 15 (PS3)

              EA wagt dieses Jahr nun endlich auch mit der NHL-Reihe den Schritt auf die Next-Gen-Konsolen. Was lange währt, wird endlich gut? Gilt dieses Sprichwort hier? Oder lässt der Eishockey-Klassiker beim Sprung in die nächste Generation Federn? Ob sich der neue Teil der NHL-Reihe für euch lohnt, erfahrt ihr im Test.

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              Zurück in die Vergangenheit

              Auch bei NHL 15 bekommt man das, was der Titel verspricht. Fans der Serie finden sich sofort gut zurecht und brauchen wenig Eingewöhnungszeit. Außerdem werden ihnen auch einige Fehlerchen aus dem Vorgänger aufgefallen sein, die einfach in den neuen Teil übernommen wurden. Die KI verhält sich ähnlich wie im Vorgänger und das Schiedsrichterproblem kennt man ja bereits aus der FIFA-Reihe. Für unseren Geschmack hier und da einfach zu penibel. Das Gefühl der Veränderung und vor allem Verbesserung will nicht so recht aufkommen. Spaßig und voll Atmosphäre sind die Matches aber selbstverständlich trotzdem. Auch die Animationen und besonders die Checks sehen nach wie vor klasse aus!

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              NHL15-Stastny-STL

              Alte Suppe aus neuen Dosen

              Grafisch ist die PS3-Version so ziemlich auf dem Level des Vorgängers, angemessen für Playstation3-Verhältnisse. Hier wurde das Rad sicherlich nicht neu erfunden, das war für den PS3-Ableger allerdings auch nicht zu erwarten. Das Spiel sieht gut aus. Die Animationen auf dem Eis sind stimmig und die Atmosphäre in der Arena kann auch ihre Wirkung entfalten. Die neuen Kommentatoren Mike „Doc“ Emrick und Eddie Olczyk haben daran auch großen Anteil und begleiten das Geschehen auf dem Eis mit lässigen und passenden Statements. Gerade vor den jeweiligen Matches sorgen kurze Einspieler und kurze Kommentare für zusätzliche Spannung. Stimmig ist auch zum wiederholten Male der Soundtrack. Hier beweist EA Jahr für Jahr ein gutes Händchen.

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              Rotstift ansetzen!

              Schaut man sich im Menü ein wenig um und durchforstet man die Spielmodi, schleichen sich schnell Zweifel ein. Fehlt hier nicht etwas? Wo ist der Rest? Tatsächlich ist es so, dass EA hier mächtig gespart und geschnibbelt hat, zumindest auf den Next-Gen-Plattformen. Es scheint, als wären nur die wichtigsten Spielmodi übrig geblieben. Natürlich mit dabei: Be-A-GM, allerdings ohne Herausforderung, oder das Ultimate Team. Auch der Karrieremodus ist natürlich am Start. Auf der anderen Seite fehlen freie Turniere oder der Playoff-Modus. Auch im Online-Modus wurde der Rotstift ordentlich angesetzt. Um den Schaden nachträglich in Grenzen zu halten, wurden bereits zahlreiche Patches angekündigt. So wird nach und nach der Playoff-Modus und ein 5-gegen-5-Online-Modus dazukommen. Auch andere Features sollen folgen. Auf der älteren Konsolengeneration handelt es sich praktisch um eine Kopie von NHL 14. Immerhin.

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              Rookie

              Wie im Vorgänger dürfen auch absolute Eishockey-Anfänger ohne Bedenken zum Controller greifen. Der Schwierigkeitsgrad und die Erfahrung mit Eishockey-Games werden vor dem Start erfragt und man kann direkt danach ein relativ umfangreiches Tutorial spielen. Das ist definitiv hilfreich, wenn auch nicht der Weisheit letzter Schluss. EA könnte hier für absolute Einsteiger ruhig ein wenig mehr in die Materie gehen. Sprich Regeltraining und umfangreiches Steuerungstraining. Letztlich reicht das Tutorial aber, um auch als Einsteiger eine Menge Spaß am Titel zu haben.

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              Hopp oder Top

              Als Grund für den relativ abgespeckten Spielumfang kann man sicherlich den Gang auf die Next-Gen-Konsole anführen. Denn auf Xbox One und PS4 sieht NHL 15 atemberaubend gut aus! Das Spielgeschehen wirkt ungeheuer flüssig und kleine Details wie flatternde Trikots oder davonfliegende Helme bei Tacklings sorgen für Realismus. Gerade Besitzer des Vorgängers NHL 14 und den Vorgängerkonsolen wird dieser Umstand aber wenig interessieren. Für diese Spieler bleibt NHL 15 ein reines Kader-Update. Das ist ärgerlich, da EA natürlich trotzdem den vollen Preis für die PS3- und Xbox-360-Version verlangt. Andererseits war es von EA ähnlich zu erwarten. Wirklich an der Tiefe des Titels scheint man in den vergangenen 12 Monaten nicht gearbeitet zu haben. Schade.

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              Fazit

              Natürlich konnte man ahnen, dass der Gang auf die Next-Gen-Konsolen nicht reibungslos ablaufen wird. Leider muss man aber konstatieren, dass EA hier scheinbar ein unfertiges Spiel in die Regale gestellt hat. Das zügige „Nachpatchen“ verstärkt diesen Eindruck noch. Gerade für Besitzer einer PS3 oder Xbox 360 ist es einfach ärgerlich, für viel Geld das Gleiche wie im Vorjahr geboten zu bekommen. Die Verbesserungen hier sind minimal. Besitzer einer Next-Gen-Konsole haben schon mehr Argumente auf ihrer Seite. Grafisch hat sich im Vergleich zum Vorjahr sehr viel getan. Und geht man davon aus, dass man noch den einen oder anderen Spielmodus dazugepatcht bekommt, hat man ein durchaus gelungenes NHL im Laufwerk. Und eben auch nur dann. Aber eigentlich dann doch nicht so wirklich… Der Umstand, dass EA ein unfertiges Spiel auf den Markt wirft, ist Ärgernis genug. Spieler, die noch nicht auf den Next-Gen-Zug aufgesprungen sind, sind mit einem nun günstigeren NHL 14 eventuell besser beraten.

              Positiv:
              + dichte Atmosphäre
              + umfangreiche Lizenzen
              + guter Soundtrack
              + neue, stimmige Kommentatoren
              + Sprung auf Next-Gen grafisch gelungen
              + auch für Einsteiger spielbar
              Negativ:
              –  viele fehlende Spielmodi (Next-Gen)
              –  Fehler aus dem Vorjahr übernommen
              –  ohne Next-Gen-Konsole eher ein Rückschritt
              –  Spiel wirkt unfertig
              –  lange Ladezeiten
              –  grafisch auf Vorgängerniveau (Last-Gen)

              Wenn ihr uns unterstützen möchtet, dann holt euch NHL 15 auf Amazon. Ihr könnt hier alle Preise vergleichen.

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              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Test / Testbericht: Sacred 3 [Xbox 360]

              Im Jahre 2004 erschien ein Spiel, dass die Massen teilte und das Genre der Action-Rollenspiele revolutionieren wollte. Das dies mit Sacred nicht so klappte, wie sich Ascaron das vorgestellt hat, sei einmal dahingestellt. Dennoch war es ein solides und schön zu spielendes Action-Rollenspiel, das vor allem Diablo 2 als Vorbild hatte. Als 2008 letztendlich Sacred 2 erschien und einiges besser machte, als der Vorgänger, stieg die Fangemeinde um das ARPG stark an. Leider blieb der erhoffte Erfolg aus und Ascaron musste 2009 Insolvenz anmelden, was größtenteils daran lag, dass Sacred 2 starke Verzögerungen hatte. Mit Sacred 3 werden viele Fans aufschreien, sich freuen, dass Ancaria wieder auflebt und der Kampf weitergeht. Doch was uns der neue Publisher Deep Silver zusammen mit dem Entwickler Keen Games hier zeigt, ist kein Sacred mehr. Kann das Konzept trotzdem aufgehen?

              Der Bruch mit dem Alten

              Sacred 3 ist kein klassisches Action-Rollenspiel mehr, wie man es von den Vorgängern kennt. Viel mehr ist es ein Arcade Action-Spiel aus der Vogelperspektive. Ihr schleust eure Spielfigur durch Schlauchlevels und mäht in vorgegebenen Bereichen Gegnerhorden nieder. Während die Monster auf euch zustürmen, entstehen an den beiden Ausgängen des Areals künstliche Barrieren, die erst wieder verschwinden, sobald ihr den letzten Gegner geplättet habt. Genauso verhält es sich auch mit Boss-Gegnern, die am Ende jedes Levels auf euch warten. Erst nach dem Betreten eines der Boss-Symbole, erscheint eine kurze Zwischensequenz und der Boss-Kampf beginnt. Zudem habt ihr keine freie Welt mehr, auf der ihr herumlaufen könnt. Nach Abschließen eines Levels, wählt ihr auf einer Karte das nächste Level mit dem Cursor und startet das Spiel.

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              Sacred-3 (14)

              Charakterklassen und Rassen

              Das erste, was ihr machen müsst, ist das Auswählen eines Charakters. Anders als von den früheren Teilen bekannt, müsst ihr euch hier statt für eine Klasse nur für eine Rasse entscheiden. Zur Auswahl steht der kräftige Safiri, der als Hülle für den Krieger dient und mit Hämmern und Äxten zuschlägt. Die nächste im Bunde ist die bekannte Seraphim, ein engelhaftes Wesen, das die Welt von Ancaria schon seit Anbeginn durchstreift. Als Bogenschütze steht euch der Khukuri zur Verfügung und wer gerne mit dem Speer kämpft, der greift zur Ancarian.

              Euren Charakteren stehen von Beginn an keine Zusatzeigenschaften zur Verfügung. Diese müsst ihr im Laufe des Spiels durch das Freischalten von speziellen Geistern erlangen. Habt ihr den Geist des Kampfmagiers befreit, verzaubert er eure Waffe z.B. mit Elektro-Energie. Folgt euch die Elfe, gewähren euch Heilkugeln eine höhere Heilkraft. Alles in allem ist das System zwar nett aber leider auch nicht sehr interessant. Noch viel schlimmer sind die überaus dummen und sich dauernd wiederholenden Sprüche eurer Geister. Insbesondere die Elfe nervte uns mit ihrem sinnlosen Gesang so stark, dass wir den Ton nach wenigen Minuten komplett deaktiviert haben.

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              Diablo 3 lässt grüßen

              Dass Sacred 3 ein schnelles auf die Massen ausgelegtes Actionspiel sein soll, zeigt auch das Gameplay und die Heilfähigkeiten. Wie auch in Diablo 3 könnt ihr mittels einer Seitwärtsrolle gegnerischen Angriffen ausweichen und entgehen. Einige Boss-Kämpfe verhielten sich in etwa so: Schlagen, Rolle, Schlagen, Rollen und so weiter. Zudem gibt es für euch zwar Tränke, die euch heilen, doch sind diese selten und stark begrenzt. Viel mehr müsst ihr, wie beim teuflischen Konkurrenten, Heilkugeln einsammeln, die euch während eines Kampfes heilen. Auch eure Spezialfähigkeiten könnt ihr nur begrenzt ausführen. Ist die Energie dafür verbraucht, lädt sie sich nur langsam wieder auf oder ihr müsst auch hierfür spezielle Energiekugeln aufsammeln. Während des Spielens war es auffällig, dass auch in Sacred 3 die Ausweichtaste schnell zur „Imba-Taste“ wird, da ihr somit viele Gegner schnell ausschalten könnt.

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              Items? Fehlanzeige!

              Dass Sacred noch nie ein wahrer Taktikheld war, das werden Fans der Serie sicherlich wissen. Doch waren die Kämpfe immer typisch Hack & Slay und man hoffte dabei immer auf seltene und supertolle neue Gegenstände. Und grade hier konnten die Teile davor auch immer überzeugen, da es einfach Spaß machte, auf Item-Jagd zu gehen. Sacred 3 bricht komplett damit und liefert euch keinerlei Items mehr. Nachdem ihr die unzähligen Monster umgenietet habt, findet ihr maximal etwas Gold und Heilkugeln wieder. Items ergattert ihr erst am Ende eines Levels, aber freut euch nicht zu früh. Hier steht euch maximal eine komplett neue Waffe zur Verfügung, mehr nicht. Möchtet ihr eine Rüstung, dann müsst ihr diese als „Skill“ auf dem richtigen Level freischalten. Und wer denkt, dass seine Spielfigur dann durch die tolle Rüstung auch toll und stark aussieht, der wird enttäuscht. Euer Charakter verändert dadurch seinen Skin nicht und bleibt immer so langweilig wie zuvor.

              Das Skill-System ist auch anders als in den Vorgängern. So findet ihr keine Runen mehr, mit denen ihr eure Fähigkeiten freischalten könnt, sondern müsst diese nach einem abgeschlossenen Level kaufen. Jeder Skill kann dann, beim Erreichen der nötigen Erfahrungsstufe, freigekauft werden. Somit könnt ihr eure Skills entweder aufwerten oder aber gegen andere austauschen.

              Hirn aus und totschlagen

              Wie auch die Trailer schon gezeigt haben, ist Sacred 3 vor allem auf den Multiplayer-Modus ausgelegt. Eine Story ist eher Nebensache und wird auch nicht wirklich spannend verfolgt. Zwar bietet euch Sacred 3 zwischendrin ein paar Comic-Szenen, die aufgrund der äußerst dämlichen Komik ins Lächerliche gezogen werden, aber ansonsten geht es nur darum, Monster zu schnetzeln. Fairerweise muss man dazu aber sagen, dass es auch bei den Vorgängern um nicht mehr ging, doch dort war man stets auf der Suche nach besserem Loot. Erfreulicherweise funktioniert das Beitreten zu einem Spiel einfach und unkompliziert. Im Menü wählt ihr den passenden Schwierigkeitsgrad aus und tretet einem bestehenden Spiel bei. Möchtet ihr lieber selbst ein Spiel hosten, beginnt ihr eines mit der Option „Öffentlich“ und gebt anderen Spielern die Chance, eurem Spiel beizutreten. Wer lieber alleine Monster schnetzeln möchte, kann dies natürlich auch tun. Am Ende jeder Runde erhalten beide Spieler Punkte und derjenige, der mehr erreicht hat, hat die Runde „gewonnen“. Zwar gibt es dafür keine Belohnung, aber der Spieler kann sich wenigstens darüber freuen…

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              Grafik und Sound

              Wie haben wir es geliebt, durch die schöne und selbst gebaute Welt von Sacred 2 zu streifen. Es gab immer etwas zu entdecken und kein Gebiet glich dem anderen – da steckte Liebe im Detail. Und wer kann sich nicht an den epischen Spruch „Schlagt ihm den Kopf ab, ich brauch ’n neuen Aschenbecher!“ erinnern? Wer das auch im 3. Teil von Sacred sucht, wird enttäuscht. Hier gibt es, wie bereits erwähnt, nur plumpe und nervende Sprüche, unwitzige Witze und eine Story, die sich selbst nicht ernst nimmt. Auch grafisch kann das Spiel auf der Xbox nicht wirklich überzeugen. Zwar läuft man durch ansprechend modellierte Gegenden, die sich aber ähneln wie ein Ei dem anderen.

              Persönliches Fazit

              Wo soll ich anfangen? Ich bin mit Sacred am PC aufgewachsen und das Spiel gehörte tatsächlich immer zu meiner Lieblingsreihe. Es war niemals perfekt, ja! Tatsächlich war Sacred immer extrem weit von der Perfektion entfernt, doch hat es trotzdem Spaß gemacht. Mit Sacred 3 zerstört Deep Silver und Keen Games die gesamte Reihe und präsentiert ein auf die Massen ausgelegtes Arcade Geschnetzel. Nicht umsonst hat sich einer der früheren Hauptentwickler und Erfinder von Sacred abgewand und verfolgt nun seine eigenen Ziele. Würde Sacred 3 nicht Sacred heißen, sondern viel mehr sowas wie „Braindeadslasher 1“, dann wäre es durchaus ein annehmbares Actionspiel für zwischendurch, bei dem man mit Freunden mal das Hirn abschalten kann und sogar Spaß haben könnte. Da Sacred 3 aber Sacred heißt, muss es sich mit den Vorgängern messen und hier versagt der Titel auf ganzer Linie. Für mich ist Sacred 3 bereits Mitte des Jahres die Enttäuschung des Jahres. Ähnliche Spiele gibt es bereits auf Tablets und dort kosten sie einen Bruchteil von diesem Titel. Neulinge, denen schnelles Geschnetzel ohne Tiefgang und Sinn gefällt, die können zugreifen. Fans der Serie sollten Abstand nehmen, denn Sacred ist nicht mehr Sacred!

              Veränderungen sind schön und gut und ich hätte mir im Vergleich zu den Vorgängern zahlreiche Veränderungen gewünscht. Strategische Kämpfe, ein umfangreicher Skill-Baum und evtl. sogar Berufe hätten Sacred 3 als wahren Nachfolger ausgezeichnet. Doch leider erhaltet ihr nichts davon. Hier haben wir noch einen kleinen Nachtrag zur PC-Version und noch einige Screenshots für euch.

              Positiv:

              + schnelles Actionspiel im Koop-Modus

              Negativ:

              – stereotypische Schlauchlevel
              – keine offene Welt
              – nervige Sprachausgabe
              – Monster lassen keine Items fallen / Keine Item-Jagd
              – keine Veränderung der Spielfigur im Aussehen
              – langweiliges Button-Smashing
              – zu hoher Preis für das Gebotene
              – Keine Reittiere
              – Kein Sacred!

              Euer Hardbloxx-Team

              Test/Testbericht: Bound by Flame (PS3)

              Eine gefühlte Ewigkeit habe ich darauf gewartet, dass Bound by Flame in die Regale kommt. Ich habe mich geradezu danach gesehnt, das Spiel in die Konsole zu schieben. Ja, die Marketingabteilung hat scheinbar ganze Arbeit geleistet. Die Trailer waren vielversprechend, die Story klang zwar etwas altbacken, aber spannend und das Spiel, einschließlich der Monster, sah überragend aus. Zwar haben die Entwickler Spiders bisher nicht den großen Blockbuster liefern können, doch gerade deshalb waren sie, und auch ich, zuversichtlich, dass es nun mit Bound by Flame endlich klappen könnte. Die Vorzeichen standen immerhin gut. Oder doch nicht? Was der Titel wirklich taugt, erfahrt ihr im Test.

              Los geht’s

              Es soll ja gewisse Vorahnungen geben. Kleine Hinweise, mit denen man auf das große Ganze schließen kann. Ich hatte eine solche bereits, als ich das Menü von Bound by Flame sah. Ich kann es nicht erklären, aber irgendwie wirkte alles so platt, lieblos, ideenlos, herkömmlich… Nun ja, ich könnte mich irren. Also rein ins Abenteuer!

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              Reden ist silber…

              Wir starten damit, unseren Helden Vulcan zu gestalten. Wir können zwischen männlicher und weiblicher Gestalt wählen, verpassen ihn/ihr ’ne fette Friese und fummeln ein wenig an den Gesichtszügen. Und los geht’s. Klar, nicht so umfangreich wie bei anderen Titeln, aber ausreichend. Es folgt der Prolog und die ersten Gehversuche. Die ersten Meter sind zurückgelegt und auch die ersten Dialoge finden statt. Hier mussten wir bereits schlucken. Ich als jemand, der die großen Rollenspielreihen wie Gothic, The Elder Scrolls oder Fallout bis zur Erschöpfung gezockt und geliebt hat und gerade die geistreichen und witzigen Gespräche in diesen Spielen schätzt, kann mit den Dialogen in Bound by Flame wenig anfangen. Die Gespräche der Protagonisten sind miserabel synchronisiert und einfach schlecht geschrieben. Das wirkt platt und hölzern. Außerdem wird der Held von Wort zu Wort unsympathischer. Dazu kommt, dass kurze Ladepausen vor und nach den Dialogen für Frust sorgen. Da gerade die Dialoge so viel retten können und den Großteil der Atmosphäre eines Rollenspiels ausmachen, wurde hier sehr viel Potential liegen gelassen. Auch die üblichen 0815 Charaktere, die ohne Gesprächsoptionen in der Gegend herumstehen, können hier natürlich nicht punkten.

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              Dein Handeln hat Konsequenzen, oder nicht?

              Der Gesamtumfang des Spiels ist mit ca. 20 Stunden recht solide gehalten. Möchte man jedes Detail entdecken, kommen sicherlich noch etwas mehr Spielstunden dazu. Allerdings zieht sich der Plot ganz schön in die Länge. Wenig Neues, kaum Überraschungen, Quests, die sich gleichen und die eigentlich guten Ansätze im Keim ersticken. So wirkt sich der Feuerdämon im Inneren des Helden minimal auf das Spiel aus. Äußerlich kann man tatsächlich detailreiche Veränderungen erkennen. So ändert sich die Haut oder die Stimme des Helden wird dunkler, böser. Hörner auf dem Kopf verhindern zudem das Tragen eines Helms. Insgesamt sind die Folgen der Entscheidungen aber überschaubar. Es gibt weder neue Angriffe noch Auswirkungen auf die Umgebung oder die Charaktere, die in der sehr linearen Spielwelt leben. Verschenkt! Auch bestimmte Quest-Entscheidungen wirken sich kaum auf den Verlauf der Handlung aus. Der Wiederspielwert ist dadurch eher gering, auch weil die Story auf Dauer nicht fesseln kann.

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              Wenig los hier…

              Die Begleiter, die wir auf unserer Reise treffen und die wir zur Unterstützung mitnehmen können, lockern alles ein wenig auf. Zwar will auch hier nicht die große Stimmung aufkommen, aber Abwechslung bringen sie allemal mit. Allgemein wirkt die Spielwelt sehr leblos. Nicht nur die NPCs stehen stumm herum, auch andere Details fehlen. Schön ist der Tag-Nacht-Wechsel, der zumindest das Gefühl vermittelt, dass die Zeit voranschreitet und so ein wenig Dynamik in das Geschehen bringt. Komplette Tagesabläufe der NPCs, wie man es beispielsweise aus Gothic kennt, fehlen aber völlig. Dies macht auch den Tag-Nacht-Wechsel beinahe unnötig.
              Die Spielwelt wirkt zu Beginn noch ganz nett und schön gestaltet. Viel Abwechslung und gute Texturen. Leider geht die Abwechslung nach und nach verloren und man kann mit nichts Neuem punkten. Trotzdem sieht alles im Großen und Ganzen recht schön aus. Auch die Monster, die man trifft, wirken anfangs sehr innovativ und bringen Schwung in die Sache. Später gibt es auch hier nichts Neues und man neigt dazu, genervt von Kampf zu Kampf zu gehen. Zu entdecken gibt es in den ersten Spielstunden sehr viel. Doch auch die versteckten Schätze und Quests nehmen mit der Zeit ab. Das heißt also, dass der gesamte Spannungsbogen nach den ersten Stunden Spielen leider stark abfällt. Es ist einfach viel zu wenig Leben drin!

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              Draufhauen, Blocken! Draufhauen, Blocken!

              Apropos Kampf: Mit zunehmender Spieldauer werden die Kämpfe immer schwieriger und das Frustpotential steigt ins Unermessliche. Nicht weil man auf immer neue, stärkere Gegner trifft, sondern weil man die immer gleichen Gegnergruppen in hoher Frequenz vor die Nase gesetzt bekommt. Masse statt Klasse. Hier ist schon beim geringsten Schwierigkeitsgrad die Kacke mächtig am Dampfen. Es ist beinahe unmöglich, einzelne Passagen mit unzähligen Gegnerhorden zu überstehen, ohne mehrmals neu starten zu müssen. Ja selbst das Heruntersetzen des Schwierigkeitsgrades ist hier keine Schande. Im Kampf behilflich soll einerseits das Taktiksystem und natürlich unser treuer Begleiter sein, aber auch das klappt nicht so recht. Die Begleiter selbst agieren kopflos und richten allgemein wenig Schaden an, sind also im Prinzip keine Hilfe. Das Taktiksystem sorgt auch nicht unbedingt für innovative Handlungen oder gar für elementare Vorteile im Kampf. Einzig positiv: Wollen wir über das Taktiksystem etwa einen Heiltrank einnehmen, verlangsamt sich das Geschehen und wir haben etwas mehr Luft. Dagegen sind die Animationen der Kämpfe sehr gut gelungen. Die Attacken sind flüssig und sehen wuchtig aus. Wenn man nicht gerade gegen hunderte Gegner kämpfen muss, dann bringen die Kämpfe auch durchaus Spaß. Nervig ist hier tatsächlich nur, dass man sehr viel mit Blocken beschäftigt ist und somit der ganzen Sache der Pepp und die Geschwindigkeit genommen wird.

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              Level Up

              Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, erspielen wir uns natürlich Erfahrungspunkte, die uns ein Level aufsteigen lassen. Dadurch erhalten wir Upgrades, die wir auf bestimme Fähigkeiten des Helden verteilen können oder in sein Mana oder seine Lebensenergie stecken können. Die Verbesserungspunkte bescheren uns aber keine großen Talente. Weder Kombos noch neue Angriffe können freigespielt werden. Erst am Ende des jeweiligen Talentstranges wartet eine Spezialfähigkeit. Schade ist hier, dass unsere Begleiter nicht aufsteigen können und somit auch ihre Fähigkeiten oder Eigenschaften auf einem Level bleiben. Interessant sind die Feuerfähigkeiten, die wir durch den in uns schlummernden Feuerdämon erhalten. Diese, zugegeben nicht sonderlich ausgefallene Attacken, verleihen den Kämpfen ein wenig Pfiff.

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              Handwerker

              Die Auswahl an Ausrüstungsgegenständen ist üppig. Wir finden im Spielverlauf immer wieder kleine oder große Ausrüstungsgegenstände, die wir anlegen und sogar verbessern können. Das Waffenarsenal ist zwar nicht riesig, aber ausreichend. Schön ist die Möglichkeit, sich seine Ausrüstung aus herumliegenden Rohstoffen selber herstellen zu können. Wir sammeln also Metalle, Leder oder andere Dinge und basteln uns daraus zum Beispiel Munition oder Heiltränke. Gut gelungen!

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              Persönliches Fazit

              Bound by Flame ist sicher kein Totalausfall. Es bereitet Spaß, mit Vulcan durch die Lande zu ziehen und ab und an kommt auch so etwas wie Rollenspielstimmung auf. Allerdings schien man bei Spider auf das Sprichwort: „Besser gut geklaut, als schlecht selbst gemacht.“ vertraut zu haben. Viele Elemente kommen einfach bekannt vor. Das ist nicht verwerflich, wenn man die Dinge so einpflegt, dass sie Sinn machen und dem Spiel einen Mehrwert geben. Manchmal hatte man aber das Gefühl, dass die zusammengesetzten Bausteine einfach nicht passen. Die eigenen Ideen kommen dann im Titel zu kurz. Die Sache mit dem Feuerdämon hätte sich zum Alleinstellungsmerkmal entwickeln können, aber es wirkt nicht zu Ende gedacht. Hier wünscht man sich mehr Einfluss vom Dämon auf Protagonist und vor allem Spielwelt und Handlungsverlauf. So bleibt am Ende nur ein durchschnittliches Rollenspiel, das durchaus Spaß macht, aber nie richtig fesselt. Ein schöne Beschäftigung für zwischendurch, bis die großen Brüder wieder mit neuem „Futter“ in den Regalen stehen. Bound by Flame ist derzeit für 39,99€  bei Amazon erhältlich.

              • teilweise schöne Umgebung
              • skurile Monster
              • gut animierte Kämpfe
              • viele Stunden Spielspaß
              • Begleiter lockern auf
              • viel Ausrüstung die man auch selber herstellen kann
              • Feuerdämon als guter Ansatz…
              • ...der leider nicht zu Ende gedacht ist
              • Katastrophale Dialoge mit katastrophalen Sprechern
              • Kämpfe gegen Ende immer unfairer
              • sehr schlauchige und leblose Umgebung
              • platte Story die einfach nicht an Fahrt gewinnt
              • Spielentscheidungen wirken sich kaum oder gar nicht auf das Geschehen und die Story aus
              • Talentstränge ohne große Fähigkeitenupdates

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              Euer Hardbloxx-Team
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              Test/Testbericht: FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 (PS3)

              In wenigen Wochen startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Das Event wirft schon jetzt seinen Schatten bei Fans und Politik voraus. So auch auf der Konsole. Denn mit FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 liefert EA den gewohnten Ableger der FIFA-Fußball-Reihe vor einem großen Turnier. Was das Spin-off leistet, ob es sich lohnt und ob es vielleicht sogar an FIFA 14 vorbeiziehen kann, erfahrt ihr im Test.

              Kick and Rush

              Vorab sei gesagt, dass nur Besitzer einer Playstation3 und einer Xbox 360 in den Genuss des Spiels kommen. Eine Umsetzung für Next-Gen-Konsolen gibt es nicht und wird es wohl auch nicht geben. Scheinbar ist der Next-Gen-Markt noch zu klein, als dass es sich für EA lohnen würde. Ebenso abgespeckt wie die Verfügbarkeit wirkt auch das gesamte Spiel. Natürlich ist es verständlich, dass einige Spielmodi wegfallen, dies ist jedoch nicht das große Problem. Vielmehr hat man das Gameplay stark vereinfacht. Wo man bei FIFA 14 noch taktisch anspruchsvolle und technisch hochwertige Spielzüge geradezu zelebrierte, steht bei FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 eher das geradlinige Spiel im Mittelpunkt. Die Physik der Spieler wurde ebenfalls „geglättet“. Beim großen Bruder waren durchaus erhebliche Unterschiede in Geschwindigkeit und Wendigkeit einzelner Spieler zu spüren. Hier kann nun keine Rede mehr davon sein. Wirklich große Unterschiede zwischen den Protagonisten gibt es nicht mehr. Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, jedoch bedeutet dies für FIFA-14-Spieler eine kleine Umstellung und zu Beginn doch leichte Anpassungsschwierigkeiten.

              Da nun sehr viele Spieler sehr schnell und allgemein einfach flinker sind, wird im Spiel natürlich das Tempo hoch gehalten. Man hat dabei wohl vergessen, die KI an die Geschwindigkeit anzupassen, denn mit einem Haken und der Sprinttaste ist man ruck-zuck durch die Abwehr spaziert. Wenn man dann noch einigermaßen die richtige Taste erwischt, zappelt der Ball im Netz. Denn, anders als in FIFA 14, gehen Abschlüsse und Pässe leichter von der Hand. Timing ist nicht mehr allzu wichtig und auch die Pass- und Schusshilfe ist standardmäßig aktiviert. Das macht es um einiges leichter, zum Torerfolg zu kommen. Deshalb hier der Tipp für geübtere Spieler: Alle Hilfen ausstellen! So kann es auch nicht passieren, dass der angedachte Steilpass auf dem Fuß des Nebenmannes landet.

              EASPORTS2014FIFAWorldCupBrazil_Italy_Lineup_WM
              EASPORTS2014FIFAWorldCupBrazil_PS3_England_vs_Italy_WM

              Erst der Ball, dann der Gegner

              Besser gelungen als bei allen vorherigen Fußballsimulationen sind die Zweikämpfe und die damit verbundenen Foulspiele (oder das, was das Spiel als solche versteht). Mir persönlich trieb es unzählige Male die Zornesröte ins Gesicht, wenn ich mit einen Tackling klar den Ball spielte, aber der Schiri trotzdem auf den Punkt zeigte. Hart aber herzlich schien bei den Entwicklern auf wenig Gegenliebe zu stoßen. Aber in FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 ist das anders. Die Pfeife bleibt nun öfters stumm. Zwar noch immer nicht oft genug, um zur allgemeinen Zufriedenheit eines knallharten Abwehrrecken beizutragen, aber zumindest öfter als im Vorgänger. Immerhin!

              EASPORTS2014FIFAWorldCupBrazil_USA_Lineup
              FIFAWorldCup2014_Xbox360_PS3_Training_Pitch

              Way to the Pott

              Was am Spielerischen vielleicht fehlt, wurde am Komplettumfang oben drauf gepackt. Natürlich erreicht FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 nicht den Umfang eines FIFA 14, aber im Prinzip mangelt es an nichts. Da der Titel an die Nationalmannschaften und speziell an die WM 2014 angelehnt ist, bekommt der Fan alles, was das Fußballherz begehrt. Wir können aus sage und schreibe 203 lizensierten Nationalmannschaften wählen und mit ihnen die Qualifikation sowie, bei erfolgreicher Quali, das WM-Turnier bestreiten. Dies ist mit dem neu eingeführten Modus „Road to the FIFA World Cup“ möglich. Dabei werden die Spiele natürlich in allen 12 WM-Stadien ausgetragen, zu denen sich weitere 21 spielbare Stadien weltweit gesellen. Der Spieler kann in diesem Modus die original Qualifikationsgruppen spielen oder die Gruppen per Zufall zusammenstellen lassen. Das sorgt für Langzeitspaß und ermöglicht Fans anderer Nationen, ihre Mannschaft zum WM-Titel zu lotsen. Ein anderer interessanter Spielmodus ist der „Captain your Country“-Modus. Hier übernehmen wir die Kontrolle über einen einzelnen Spieler, den wir aus einem Tief heraus bis zum Spielführer der Nationalmannschaft führen können. Also ähnlich wie „Be a Pro“ in den FIFA-Vorgängern. Ansonsten treffen wir im neuen FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 auf die üblichen Verdächtigen. Freundschaftsspiel, Training oder das WM-Turnier selbst. Selbstverständlich sind auch einige Online-Modi mit an Bord. Besonders hervorzuheben ist hier der Modus „Road to Rio de Janeiro“. Bei dieser Online-Herausforderung spielt man sich durch die 12 brasilianischen Spielstätten, um immer, jeweils nach guten Leistungen, von Ziel zu Ziel zu gelangen. Schafft man ein Punkteziel nicht, muss man die Herausforderung wiederholen oder man wird gar zurückgestuft. Gewinnt man nach dem Durchlaufen aller 12 Stufen die Finalpartie, darf man den WM-Pott sein Eigen nennen. Eine durchaus gelungene Online-Herausforderung.

              FIFAWorldCup2014_Xbox360_PS3_Mexico_walkout
              EASPORTS2014FIFAWorldCupBrazil_Xbox360_PS3_England_vs_Italy_header

              Training macht den Meister

              Kenner der FIFA-Reihe wissen, dass EA vor den jeweiligen Spieltagen ein paar Trainingsspiele eingebaut hat, mit denen man sich die Zeit vor dem Anpfiff vertreiben konnte. Auch der neue Ableger FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 bietet dieses Feauture an. Was neu ist, sind die Trainingseinheiten vor dem Qualifikations- oder WM-Spielen. Der Trainingstag wird direkt im Kalender markiert und wir können eine Übung und den Spieler, mit dem wir sie absolvieren wollen, auswählen. Dabei stoßen wir auf alte Bekannte, aber auch auf eine Vielzahl neuer Trainingsübungen. Anders als bei den Vorgängern hat in FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 das Training direkte Auswirkungen auf den Spieler, mit dem man es absolviert. Machen wir beispielsweise eine Passübung besonders gut, bekommt der Spieler Punkte auf das Passspiel und spielt dann im folgenden Spiel die Pässe besonders präzise. Absolviert man das Training allerdings eher schlecht, so ist man am Spieltag meist auch nicht ganz auf der Höhe. Eine schöne Abwechslung, die die Motivation zwischen den Spieltagen hoch hält.

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              EASPORTS2014FIFAWorldCupBrazil_Xbox360_Germany_vs_USA_WM

              Tanze Samba mit mir

              Atmosphärisch hat EA bei FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 eine ordentliche Schippe draufgepackt. Das Stadion ist voll mit begeisterten Fans in den Landesfarben, die die Tore ihres Teams feiern oder der Verzweiflung nahe sind, wenn das eigene Team in Rückstand gerät. Auch die Einblendungen des jeweiligen Trainers, der entweder wild fuchtelnd Anweisungen gibt oder nach einem Torerfolg in frenetische Jubelorgien ausbricht, sind neu. Selbst Public-Viewing-Events werden zwischendurch eingeblendet. Nette Idee! Nationalhymnen, Sambaklänge im Menü bis zur farblichen Präsentation der Oberfläche, alles passt zusammen und stimmt wunderbar auf Brasilien als Gastgeberland ein. Grafisch ist man ungefähr auf dem Level von FIFA 14. Die Spieler sehen gut aus, die Stadien sind wunderbar gestaltet und die Zuschauer werden immer realistischer. Sehr schön! Die beiden Kommentatoren Manni und Buschi sind selbstverständlich auch wieder mit dabei und haben sogar den einen oder anderen neuen Spruch auf Lager. Ob das jetzt gut oder schlecht ist? Naja, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten…

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              FWC_Australia_vs_Netherlands_GoalieClearance

              Persönliches Fazit

              Mit FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 hat EA ein Spiel auf den Markt gebracht, dass durchaus Spaß macht. Die Möglichkeit, jedes Team von der Qualifikation bis zum Turniersieg zu führen, motiviert ungemein und fesselt an den Bildschirm. Beachtlich hierbei sind vor allem die voll lizensierten Nationalmannschaften. Spielerisch wurde FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 etwas vereinfacht und somit ist der Weg auch für Einsteiger frei gemacht worden. Für Vollblutprofis wirkt alles zwar etwas ungewohnt, mit Ausschalten der Hilfen kommen aber auch diese Spieler auf ihre Kosten. Atmosphärisch bringt der Titel alles mit, was dazu gehört. Die Zuschauer gehen sensationell mit, die Zwischensequenzen sorgen für Abwechslung und der Soundtrack rundet alles wunderbar ab. Die WM kann kommen! Zugreifen! FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 ist bei Amazon für derzeit 50,72€ zu haben.

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              TrophyScreenshot_WM
              • Steuerung einsteigerfreundlich modifiziert…     
              •  … und durch Ausstellen der Hilfen auch für Profis spielbar  
              • großer Umfang 
              • neue Trainingsspiele, die Konsequenzen fürs Spiel haben        
              • einige neue Möglichkeiten, etwa bei Standards
              • flüssigere Zweikämpfe
              • Umfangreiche Lizenzen, Originalstadien
              • motivierende Spielmodi
              • Präsentation des Spiels ist stimmig
              • nur für PS3 bzw Xbox 360 erhältlich…
              • …und demzufolge mit Next-Gen-Grafik nicht zu vergleichen
              • Unterschiede zu FIFA 14 sind eher gering
              • nach der WM verliert das Spiel an Reiz
              • sehr teuer

              Ihr kennt FIFA 14 nicht? Schaut euch hier unseren Test dazu an oder werft einen Blick auf unseren Vergleichstest mit PES 14.

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              Test/Testbericht: Atelier Escha & Logy – Alchemists of the Dusk Sky

              Bereits seit 1997 ist die Atelier-Reihe in der Videospielwelt fest verankert und mit Atelier Escha & Logy – Alchemists of the Dusk Sky erscheint nun auch schon der 15. Teil der Serie. Dabei sind die Atelier-Spiele grundsätzlich nur für das PlayStation-System erschienen und diese Tradition wird bis heute fortgesetzt. Dabei ist lediglich der enorme Erfolg der ersten Spiele in Japan dafür verantwortlich, dass wir Europäer überhaupt Teil haben dürfen an den wunderbaren JRPG-Spielen, denn die ersten fünf Titel wurden überhaupt nur in Japan veröffentlicht. Auch heutzutage dürfen europäische Fans der Serie immer noch fast ein ganzes Jahr warten, bis eine Portierung für die US-amerikanischen und europäischen Systeme erfolgt. Doch was macht eigentlich den Reiz der Serie aus und ist der neueste Teil auch so gut wie seine Vorgänger? Wir haben Atelier Escha & Logy – Alchemists of the Dusk Sky für euch getestet und uns mit den typischen Klischees der japanischen Welt beschäftigt.

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              Die Anime-Welt hat ihre eigenen Gesetze

              Manche stört es, manche lieben es, doch die Charakterisierung von Anime-Charakteren in der japanischen Welt ist auf im vorliegenden Titel sehr klischeehaft: Die männlichen Protagonisten sind sehr androgyn, heldenhaft und ein wenig arrogant, während die weiblichen Charaktere in zu knappen Outfits herumspringen, riesige Augen und riesige…andere Körperteile besitzen und allgemein ein wenig unnatürlich wirken. Doch das ist eben typisch für ein JRPG und wem dies nicht gefällt, der soll eben die Finger von dieser Art von Spielen lassen. Alle anderen haben sich mit dieser Art von Körper- und Charakterdesign schon längst arrangiert und sind vor allem auf die Story gespannt. Die handelt dieses Mal von Logix Ficsario, der nur „Logy“ genannt wird sowie von Escha Malier, die zusammen mit Logy als Alchemist durch die Lande zieht und Aufgaben für die örtlichen Behörden absolviert. Dabei hat der Spieler zunächst die Wahl zwischen zwei Handlungsstränge, wobei wir uns für unseren Test für die weibliche Seite entschieden haben, woraufhin Logy als eine Art Sidekick für Escha agiert.

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              Die kleine Escha ist bereits eine gestandene Alchemistin, die aus einem sehr einfachen Dorf kommt und sofort als „Mädchen vom Lande“ charakterisiert wird. Ihr Dorf ist nämlich für die besten Äpfel weit und breit bekannt und Escha mag eben deshalb Äpfel sehr gerne. Fans der Serie fallen hier bereits ein paar Änderungen im Vergleich zu den älteren Titel auf: Früher waren die femininen Protagonisten immer sehr naiv und hilflos und haben oft in panischer Angst herumgeschrien – Escha hingegen ist mutig, clever und eine Kämpferin. Zusammen mit Logy gibt sie außerdem ein perfektes Team ab, denn Escha hat sich in ihren alchemistischen Kenntnissen besonders auf das Kreieren von Bomben, Tränken und ähnlichen spezialisiert, während Logy für Rüstungen, Waffen und Equipment zuständig ist. Die Hauptstory spielt dabei rund vier Jahre nach den Ereignissen von Atelier Ayesha: The Alchemist of Dusk und die beiden Protagonisten müssen sich mit dem „Ende der Dämmerung“ auseinander setzen, wobei natürlich niemand genau weiß, was die alte Prophezeiung bedeutet. Allgemein können sehr viele Haupt- und Nebenquests angenommen und gelöst werden, die dann viele Entscheidungen mit sich ziehen und dadurch die Geschichte verändern. So gibt es weit über 100 Spielstunden und bis zu 20 verschiedene Enden zu bestaunen. Und das ist noch nicht alles: Hat man mit Escha das Spiel endlich durchgespielt, darf man mit alten Gegenständen und Erfahrungen die Geschichte erneut spielen – diesmal mit Logy als Hauptperson.

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              Mit Spaß in den Kampf

              Die Atelier-Reihe ist eine der wenigen Rollenspielserien, die sich auch über Jahrzehnte hinweg treu geblieben sind und das Gameplay zwar stetig verbessert, dabei niemals komplett verändert haben. Dies mag vielleicht auch einer der Gründe sein, warum es auch nach fast zwei Jahrzehnten noch immer so erfolgreich ist und weltweit Fans behalten kann. Das Kampfsystem ist zum Beispiel weiterhin rundenbasiert, was heutzutage gerade bei den großen RPG-Serien schon fast überhaupt nicht mehr der Fall ist (man denke nur an das Fiasko von Final Fantasy 13). Dabei wurde auch hier endlich ein Update eingeführt, dass vielen Fans gefallen dürfte. Nun können nämlich bis zu sechs Chars gleichzeitig auf dem Feld stehen und in einer festen Formation (drei in der vorderen Reihe, drei in der hinteren) gegen die unterschiedlichsten Feinde antreten. Jeder Charakter besitzt dabei einen eigenen Kampfstil und setzt eine besondere Waffe sowie unterschiedliche Skills ein. Dazu kommt, dass die Grafik kräftig aufpoliert wurde und die überzeugenden Animationen und die detaillierten Vordergründe einfach nur Spaß machen. Sogar die Outfits ändern sich durch das Anlegen verschiedener Gegenstände und die englische Synchronisation ist einfach überzeugend und fesselnd. Zwar gibt es auch diesmal keine deutsche Version, doch wer möchte, der darf jederzeit in die japanische Sprache wechseln. Das vielleicht einzige Manko sind die Hintergründe, die etwas farb- und lieblos wirken und zu einem Einheitsbrei verschmelzen.

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              Crafting und Items

              Wenn man Atelier Escha & Logy – Alchemists of the Dusk Sky in drei Bereiche einteilen müsste, dann wäre da zunächst der Story-Part. Der zweite Teil wäre ganz sicher das Kampfsystem, weshalb für den letzten Part nur noch das Crafting-System mit den verschiedenen Items bleibt und einen genauso großen Stellenwert wie die anderen beiden Bereiche einnimmt. In den verschiedenen Gebieten, die man zu Fuß bereist, können überall unterschiedliche Bonus-Items gefunden und gesammelt werden. Von Gebiet zu Gebiet reist man dabei in einem Luftschiff, was ein wenig an die früheren Final-Fantasy-Teile erinnert und eine Neuerung der Reihe darstellt. Die Items, die gefunden werden, haben dabei unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten: Manche boosten euren Angriff, eure Lebens- oder Manapunkte oder können sogar Bosskämpfe auslösen. Andere Items sind für das Crafting-System bestimmt, das im Vergleich zu den alten Teilen vereinfacht wurde und nun wesentlich übersichtlicher ist. So könnt ihr zum Beispiel Pflanzen, Früchte und verschiedene Steine einsammeln und mit ihnen mit Hilfe der Alchemie in die verschiedenen Artikel verwandeln. Natürlich müsst ihr dafür das Rezept kennen, das ihr entweder gegen Gold kaufen oder als Belohnung für Missionen erarbeiten müsst. Gold wiederum bekommt ihr ebenfalls für Missionen oder für das erfolgreiche Kämpfen gegen Monster. So könnt ihr über 180 verschiedene Zutaten finden, die ihr für die unterschiedlichen Rezepte braucht.

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              Persönliches Fazit

              Schauen wir uns die drei Einzelbereiche noch einmal genauer an: Die Hauptstory ist wirklich interessant und die beiden Protagonisten werden schnell zu euren besten Freunden, doch manchmal hat man das Gefühl, sich in den unendlich vielen Nebenquests zu verlaufen und die Hauptgeschichte ein wenig aus den Augen zu verlieren. Das Kampfsystem hingegen ist nahezu perfekt und jeder, der jemals zuvor ein typisches JRPG gespielt hat, wird sich sofort wohl fühlen. Selbst nach tausenden von Kämpfen kommt bei den unterschiedlichen Monstern nur selten Langeweile auf. Ähnliches gilt für das Crafting-System, das zwar viele Möglichkeiten bietet, doch durch die Überarbeitung im Vergleich zu den alten Teilen enorme Fortschritte gemacht hat und wesentlich übersichtlicher ist. Und die Jagd nach wichtigen Ressourcen zum Erstellen einer starken Waffe macht einen Großteil des Reizes aus. Es ist sehr schwer, wirkliche Schwächen in Atelier Escha & Logy – Alchemists of the Dusk Sky zu finden, denn das Spiel macht im Vergleich zu anderen großen Titeln seiner Zunft einfach alles richtig. Eine deutsche Übersetzung wäre cool und die Hintergründe sind grafisch gesehen nicht die beste Leistung, doch fällt das alles kaum ins Gewicht. Ich kann dem Titel wirklich nur Bestnoten geben und jedem raten, sich ihn zu holen. Denn er macht wirklich stundenlang Spaß!

              Positiv:
              + interessante Protagonisten
              + viele Haupt- und Nebenquests
              + über 100 Stunden Spielzeit
              + über 180 Zutaten zum Craften
              + verbessertes Crafting-System
              + bis zu 20 Enden
              + viele Gegnertypen
              + interessante Bosskämpfe

              Negativ:
              – keine deutsche Fassung
              – matschige Hintergründe

              Holt euch Atelier Escha & Logy – Alchemists of the Dusk Sky doch bei Amazon und unterstützt uns damit.

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

              Atelier Escha & Logy – Alchemist of the Dusk Sky

              Test/Testbericht: Yaiba: Ninja Gaiden Z (PS3)

              Im neuen Ableger der Ninja-Gaiden-Reihe metzeln wir uns als Ninja-Cyborg Yaiba durch Russland und versuchen zwischen Zombieseuche und coolen Sprüchen Rache an einem alten Bekannten zu nehmen. Ob der Rachefeldzug etwas taugt oder ob die Sache eher ein Rohrkrepierer ist, erfahrt ihr im Test.

              Aller Anfang ist schwer

              Alles beginnt damit, dass unser „Held“ Yaiba stirbt. „Das erste Mal“ wie er später selbst sagt. Er hat sich nämlich mit den Falschen angelegt und noch ehe er groß über die Konsequenzen seines Handelns nachdenken kann, wird er zweigeteilt. Der Kampf mit Ryu Hayabusa nahm für Yaiba also kein gutes Ende. Da hat der eher unkonventionelle Ninja seinen Gegner wohl unterschätzt. Doch er soll die Chance auf eine Revanche bekommen, denn er wird von einer Hightech-Firma wieder zusammengeflickt und ein klein wenig modifiziert. Yaiba, der nun als Cyborg-Ninja durch die Lande zieht, arbeitet fortan natürlich für seine „Retter“ und gleich sein erster Auftrag bringt ihn seinem Mörder Ryu Hayabusa und somit seiner Rache sehr nahe.

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              Lasst das Metzeln beginnen!

              Doch bevor die beiden aufeinandertreffen, warten Unmengen an Zombies darauf, in ihre Einzelteile zerhäckselt zu werden. Hier reicht die Palette von normalen Untoten über stärkere, mit Spezialfähigkeiten gesegnete Gegner bis hin zum Boss-Zombie, der recht schwer zu knacken ist. Insgesamt treten die Untoten in allen Variationen auf und sorgen so für Abwechslung, zumindest zu Beginn. Denn bei den ersten Aufeinandertreffen gibt es für jeden neuen Gegner eine Art Einspieler, was ein sehr nettes Feature ist.  Allerdings sind die Gegnerhorden, die praktisch immer in den Abschnitten zwischen den schwieriger zu bezwingenden Jungs umherwackeln, tatsächlich nur Kanonenfutter oder in diesem Fall „Schwertfutter“. So richtig gefährlich können uns diese Otto-Normal-Zombies also nicht werden. Immerhin geben sie uns die Möglichkeit, die neuesten Kombos oder den einen oder anderen Move zu testen.

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              Comic = Cool

              Die Optik von Yaiba: Ninja Gaiden Z ist unglaublich gut gelungen. Das Game ist im Comic-Stil gehalten und das macht verdammt viel her. Angefangen bei der Anfangssequenz, über die In-Game-Sequenzen bis zum Abspann wirkt alles aus einem Guss. Auch der eigentliche Spiel-Teil fügt sich hier wunderbar ein und sieht einfach Schick aus. Die überdreht dargestellten Figuren, die Umgebung – alles passt zusammen. In dieses Bild passt auch der ziemlich derbe Humor der Figuren, die tatsächlich immer einen netten Spruch auf den Lippen haben und man deshalb wunderbar über die Dialoge schmunzeln kann. Sehr schön. Man sollte aber auch bedenken, dass durch die Comic-Optik natürlich wunderbar gesplattert werden kann. Das Kunstblut spritzt, die Köpfe rollen, aber all das wirkt nicht wirklich brutal oder gar geschmacklos (wie beispielsweise bei Rambo The Video Game hier im Test). Wir haben es hier mit einer extra Portion Trash zu tun. Trash der coolen Sorte!

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              Fight!

              Das Kampfsystem ist sicherlich nicht komplett neu aber dennoch sinnig und ganz gut durchdacht. Wir haben die Möglichkeit, mit dem Schwert anzugreifen. Dieser Angriff ist wohl der effektivste, dicht gefolgt vom Angriff mit unserem Cyborg-Arm und den Flächenangriff, der am schwächsten einzustufen ist. Diese Angriffe können wir schnell hintereinander durchführen und natürlich variieren. So ergeben sich unzählige Kombo-Möglichkeiten, die für Abwechslung sorgen. Außerdem ist es möglich, gewisse Gegenstände, Spezialwaffen oder auch Körperteile der Gegner aufzunehmen und damit anzugreifen. Dieser Umstand vervielfacht nochmals die Varianten des Kampfsystems.

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              Déjà vu

              Je weiter man im Spiel voranschreitet und je weiter die Story erzählt wird, umso häufiger macht sich ein Deja-vu-Gefühl breit. Denn die Gegner, die Abläufe der Kämpfe und letztendlich auch der Frust häufen sich in großer Regelmäßigkeit. Man wird das Gefühl nicht los, dass die einzige Innovation im fortgeschrittenen Spielverlauf darin besteht, immer mehr Zombiehorden auf Yaiba loszulassen. So ist also erst der normale Zombie-Mob an der Reihe. Ist dieser erledigt, kommen, je nach Spieldauer, entweder 1 Zwischenboss oder 2 oder ab und zu auch mal 4. Dabei variieren die Bossarten natürlich, sehr abwechslungsreich ist das allerdings nicht. Die Schwierigkeit im Spiel besteht also häufig nicht aus kniffligen Rätseln oder einer speziellen Art, den Gegner zu bekämpfen, sondern einfach darin, Massenweise Zombies aus dem Weg zu räumen und das alles mit viel Glück zu überleben. Der Frustfaktor steigt in diesen Passagen natürlich ins Unermessliche, nicht zuletzt auch deshalb, weil die teilweise statische Kamera keinen guten Überblick über das Schlachtfeld ermöglicht und die Ladezeiten nach jedem Ableben sehr, sehr lang sind.

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              Fazit

              Trotz augenscheinlicher Schwächen macht Yaiba: Ninja Gaiden Z eine Menge Spaß. Ein Spiel, das sich selbst nicht so ernst nimmt und teilweise auch mit Humor unter der Gürtellinie punkten kann. Sicherlich fehlen nach mehreren Stunden Spieldauer die Überraschungen, aber das Prinzip des Spiels funktioniert trotzdem. Das Hauptaugenmerk liegt nämlich auf coolen Kämpfen, platten Sprüchen und jeder Menge umherfliegender Körperteile. Das alles in eine verdammt schicke Optik gehüllt und…Tada! Fertig ist ein Trash-Titel, der sicherlich nicht mit dem großen Bruder mithalten kann, aber in dem, was er tut, gut, nicht sehr gut ist. Yaiba: Ninja Gaiden Z ist auf Amazon für derzeit 60€ zu haben.

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              Positiv:

              –          fetter Comic-Look

              –          netter Soundtrack

              –          gutes Kampfsystem mit vielen Kombos

              –          nimmt sich selbst nicht so ernst

              –          umfangreich

              –          fordernd…

              Negativ:

              –          …an einigen Stellen allerdings unfair

              –          bei großen Gegnergruppen sehr unübersichtlich

              –          auf Dauer langweilig

              –          wenig Innovation im Spiel

              –          Kamera ist fixiert

              –          endlose Ladezeiten

              Unterstützt uns und kauft das Spiel auf Amazon oder findet hier den besten Preis.

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Test/Testbericht: Rambo The Video Game (PS3)

              John Rambo – Der Vietnam-Veteran kommt von der Leinwand auf die Konsole! Er metzelte sich nunmehr in mehreren Teilen durch Dschungel oder Kleinstadt und ist jetzt endlich auch in unser aller Wohnzimmer angekommen. Das Spiel „Rambo The Video Game“ befasst sich mit den ersten 3 Teilen der Filmreihe und ist dabei alles andere als zimperlich. Ob sich das Abenteuer lohnt oder ob das Spiel so nötig ist wie die neuste Fortsetzung der Actionfilmreihe, erfahrt ihr im Test.

              Rein ins Abenteuer

              Eins vorweg: Um den Titel zu spielen, sollte man schon mehr oder weniger schmerzfrei sein. Denn einen anspruchsvollen, gutaussehenden oder gar zeitgenössischen Ego-Shooter darf man nicht erwarten. Vor allem darf man keinen Ego-Sooter erwarten, denn was man bekommt, ist bestenfalls ein Moorhuhn-Verschnitt. Wir werden praktisch linear durch die langweilige Umgebung geleitet und das einzige, was wir steuern können, ist das Fadenkreuz. Während wir mehr und mehr Salven in täuschend ähnlich aussehende Gegner pumpen und von Abschnitt zu Abschnitt geschoben werden, spielen wir praktisch die Geschichte der ersten 3 Filme nach. Nun ja sagen wir mal, die Story geht im reißenden Strom aus Blut, den wir durch unser ‚Wirken‘ produzieren etwas unter. Und so ganz genau hält man sich doch nicht ans Drehbuch. Erwischt man nämlich bei den sehr simplen und teilweise endlosen Quick Time Events den falschen Zeitpunkt, schlitzt unser Held recht unbedarft auch den Freund und Helfer auf. So wird der Wald aus dem ersten Teil ruck zuck zum Massengrab und wir fragen uns, was das alles noch mit der Filmvorlage zu tun haben soll.

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              Nichts für schwache Nerven

              Dieser Umstand ist schon an sich ziemlich derbe. Doch auch die anderen Level sind nicht weniger blutrünstig. Man schreitet praktisch im Dauerfeuer durch die Gegend und das Blut spritzt einem nur so entgegen. Natürlich könnte man sagen, das Spiel ist eben hart und schonungslos, doch selbst die härtesten Gamer werden uns recht geben, wenn wir sagen, dass es ab und an in Perversion abdriftet. Die Gegner-KI ist eine Katastrophe, aber was soll man von Kanonenfutter auch erwarten?

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              Grafik von vorvorvorvorgestern

              Katastrophal ist auch die Grafik. Die Engine ist schlicht von gestern, die Gegner scheinen aus einem Klonlabor zu kommen und Rambo selbst sieht aus, als wäre er aus dem Mad Magazin. Also im Großen und Ganzen nicht mehr zeitgemäß. Dass den Spieler dann durch ein recht sinnfreies Skill-System ein Hauch von Langzeitmotivation untergeschoben wird, ist dann auch nicht weiter tragisch, aber im Prinzip überflüssig, da sowieso nach ca. 3 Stunden der Abspann läuft.

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              Umständliche Steuerung

              Die Steuerung ist zu Beginn sehr ungewohnt und wackelig und wird auch im Verlauf des Spiels nicht intuitiver. Das Lenken des Fadenkreuzes mit den Analog-Sticks ist ziemlich umständlich. Mit einer angeschlossenen Maus sieht das alles schon besser aus. Scheinbar können auch andere Steuerungselemente an die PlayStation angeschlossen werden. Mit einer Lightgun hat das Spiel unbestritten mehr Charme und man wird an die Neunziger und die Zeit in den Spielhallen erinnert.

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              HopeDestruction

              Trash, Trash und nochmals Trash

              Vielleicht liegt genau hier die Intention des Titels. Eventuell will sich Rambo The Video Game nicht allzu ernst nehmen und lieber bewusst minimalistisch sein. Der Trashfaktor ist unbestritten hoch und da das Hauptaugenmerk tatsächlich auf Schießen – Deckung – Nachladen liegt, ist ein bestimmter Spielhallen-Charme nicht abzustreiten. Das muss man allerdings wissen! Und da eben nun mal kein Schlitz zum Geldeinwerfen in der Konsole verbaut ist, darf man auch ein „normales“ Spiel erwarten. Vor allem für den aufgerufenen Preis.

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              FinalBattle

              Koop-Modus als guter Ansatz

              Auch die Möglichkeit, sich mit einem Freund durch die Botanik zu ballern, kann Rambo The Video Game nicht mehr retten. Klar, die Idee ist nett, allerdings sorgen 2 Fadenkreuze, die beide mit Analog-Stick gesteuert werden, nicht unbedingt für mehr Begeisterung auf dem Bildschirm. Im Gegenteil. Alles wird noch unübersichtlicher und der Spaß kann sich auch hier durch die schlechte Steuerung nicht entfalten. Schade.

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              Fazit

              Schlussendlich bleiben ca. 3 Stunden Spielzeit zum Vergessen und die schöne Erinnerung an die Filme. Zugegeben, man kann einen trashigen Charme nicht leugnen, allerdings darf man im Jahre 2014 einen höheren Standard erwarten, als ein zu kurzes, grafisch veraltetes und langweiliges Ballerspiel. Leute, die Spaß an Metzeleien und stumpfsinnigen Ballereien haben, werden sicherlich auf ihre Kosten kommen. Ich hingegen wusste nicht so recht, ob ich lachen oder weinen sollte. Rambo The Video Game ist bei Amazon derzeit für 42,48€ erhältlich.

              Positiv:

              – Bezug zum Film hat Charme

              – Retrocharakter

              – Trash

              Negativ:

              – wenig Anspruchsvoll

              – Grafik ist eine Katastrophe

              – KI der Gegner praktisch nicht vorhanden

              – ziemlich unappetitliche Dauermetzelei

              – keine Langzeitmotivation

              – sehr kurz

              – teilweise ungewollt komisch

              – Trash

              Wenn ihr uns unterstützen möchtet dann bestellt bei Amazon oder sucht hier den besten Preis.

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Test/Testbericht: Lightning Returns: Final Fantasy 13

              Wohl jeder Fan von Videospielen hat in seinem Leben schon einmal von der Final-Fantasy-Reihe gehört und hunderttausende Spieler weltweit haben sich mit mindestens einem Teil der Serie befasst. Dabei hat sich die Videospielreihe stetig weiterentwickelt und mit immer besserer Grafik und neuen Gameplay-Elementen nicht immer komplett überzeugt. Aber vor allem war immer die Geschichte des jeweiligen Titels im Vordergrund und auch wenn die Geschmäcker verschieden sind, waren die Erzählungen immer spannend, interessant und emotional. Bis zum neunten Teil der Serie hatten sie eines gemeinsam: Die Geschichte war genau auf einen Titel ausgerichtet und danach war Schluss. Eigentlich war dies auch beim zehnten Teil der Fall, doch durch den enormen Erfolg wurde hier ein Spin-Off produziert. Schon bald folgten für sehr viele Konsolen weitere Spin-Offs, die sich mehr oder weniger an die Hauptspiele hielten. Mit dem neuesten Ableger der Reihe – Final Fantasy 13 – wurde ein weiterer neuer Weg eingeschlagen, denn zum ersten Mal wurde eine Geschichte als Trilogie ausgelegt. Nun erscheint mit Lightning Returns: Final Fantasy 13 der Abschluss der Reihe, an den hohe Anforderungen gestellt werden: Die einzelnen Stränge der Geschichte müssen zusammen geführt und ein würdiger Abschluss gefunden werden. Wir haben für euch getestet, ob dies der Fall ist oder ob hier zu schlampig gearbeitet wurde.

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              Es war einmal…Final Fantasy 13

              Wer die ersten beiden Teile der Trilogie nicht gespielt hat, sollte das schleunigst nachholen, denn nur dann wird man wirklich die Geschichte von Lightning Returns verstehen. Für alle anderen gibt es hier noch einmal eine sehr grobe Zusammenfassung der wichtigen Ereignisse: Die Protagonistin des Spiels ist Claire Farron – besser bekannt als „Lightning“. Sie war einst Soldatin in der Schutzgarde und kämpfte für ihr Königreich und Cocoon, in dem sie geboren und aufgewachsen ist. Dann musste sie jedoch eine schwierige Entscheidung treffen und trat aus der Armee aus, um ihre Schwester Sarah zu retten, die vom Pulse-Fal’Cie Anima zu einem L’Cie gemacht wurde – oder um es mit einfachen Worten auszudrücken: Sie kann nun Esper beschwören und eines der mächtigen Wesen kontrollieren. Auch Lightning lässt sich zu einer Fal’Cie Anima ausbilden und kämpft nun mit ihrer Schwester gegen das Böse. Gemeinsam können sie am Ende des erstens Teils die Welt retten. Im zweiten Teil der Trilogie, „Final Fantasy 13 – 2“, ist Sarah jedoch zunächst allein unterwegs und um es kurz zu machen (Achtung: Spoiler): Sie stirbt am Ende des zweiten Spiels, was Lightning so sehr mitnimmt, dass sie sich in einen unzerstörbaren Kristall einschließt und von nun an erstarrt auf dem Etros Thron sitzt. Nun sind mittlerweile 500 Jahre vergangen und die Welt steht kurz vor dem Ende: In 13 Tagen wird die Welt untergehen und das ist auch nicht mehr zu verhindern, denn Chaos beherrscht die Welt.

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              Und zwar Chaos im biblischen Ausmaß: Die Bewohner der Welt altern nicht mehr und selbst die Gottheit Bhunivelze kann weder dies, noch das Ende der Welt aufhalten. Allerdings hat er einen anderen Plan und möchte nach dem Ablauf der 13 Tage eine neue Welt erschaffen, die er dann mit der aktuellen Bevölkerung auffüllt. Dafür braucht er jedoch jemanden, der die Seelen befreit – und erweckt prompt Lightning aus ihren Schlaf. Diese macht sich nun mit besonderen Kräften ausgestattet auf den Weg, die Bevölkerung zu retten – und das innerhalb der nächsten 13 Tage. Dabei trifft sie auf ihre alten Freunde aus den ersten beiden Teilen, denn auch diese haben dank des Chaos die letzten 500 Jahre überlebt – sind jedoch jetzt psychisch sehr instabil und tragen schweren emotionalen Ballast mit sich herum. So denkt zum Beispiel Noel – der einstige Begleiter von Lightnings Schwester – dass es seine Aufgabe ist, Lightning zu töten und so eine bessere Welt zu erschaffen. So wandert Lightning durch die Welt und arbeitet an ihrem Plan, die Seelen der gesamten Menschheit zu retten – und damit hoffentlich auch die Seele ihrer verstorbenen Schwester Sarah, die sie dann in der neuen Welt wiedertreffen wird. Dies ist nämlich auch der einzige Grund, warum Lightning sich überhaupt auf diese schwerer Aufgabe eingelassen hat.

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              13 Tage bis zum Ende der Welt

              Das Besondere an Lightning Returns: Final Fantasy 13 ist, dass das Spiel in Echtzeit abläuft. Ihr habt tatsächlich nur 13 Tage Zeit, um die Aufgabe zu lösen und die Menschheit vor ihrem endgültigen Aus zu bewahren. Na gut, nicht wirklich in Echtzeit, denn eine Stunde in der Spielwelt entsprechen zwei Minuten in der wirklichen Welt. Eine weitere Besonderheit im Vergleich zu den ersten beiden Spielen liegt außerdem in der freien Welt, die ihr bereits nach etwas über einer Stunde an Spielzeit komplett bereisen könnt: Vier Kontinente stehen euch dann zur Verfügung, jeder mit seiner eigenen Umgebung und verschiedenen Missionen. Wenn ihr auf wunderschöne Umgebungen und eine unglaubliche Atmosphäre steht, dann solltet ihr definitiv alle Hauptstädte besuchen. Dort gibt es manchmal, typisch für Final Fantasy, versteckte Perlen, die einfach den Charme des Franchise ausmachen. Und natürlich gibt es wieder Nebenmissionen. Viele Nebenmissionen. Einen ganzen Haufen an Nebenmissionen. Ja, beinahe viel zu viele Nebenmissionen. Dabei wird der Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand einer solchen Mission mit einem Drei-Sterne-System angezeigt, sodass ihr euch überlegen könnt, ob ihr diese Aufgabe tatsächlich übernehmen möchtet. Die Nebenmissionen machen sehr viel Spaß, sind sehr abwechslungsreich und bringen vor allem eins: Seelen und Verbesserungen.

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              Seelen bringen euch nämlich etwas Zeit: Jeden Morgen um 6 Uhr müsst ihr die gesammelten Seelen des Vortags bei der großen Blume Yggdrasil abliefern und könnt euch so mehr Zeit für die Welt kaufen. Sehr verwirrend ist nämlich, dass man überall zu hören bekommt, dass in 13 Tagen die Welt untergeht, aber tatsächlich beginnt ihr mit nur noch sechs Tagen auf der Uhr – die ihr dann durch das Sammeln von Seelen auf 13 Tage erweitern könnt. Dabei tickt die Uhr jedoch erbarmungslos runter, sodass ihr euch immer ganz leicht unter Druck gesetzt fühlt und euch fragt, ob ihr überhaupt Zeit für die Nebenmission habt oder lieber an der Hauptmission arbeiten solltet. Doch trotz des Zeit-Dilemmas sei euch versichert: Es ist möglich, alle Haupt- und Nebenmissionen in der vorhandenen Zeit durchzuspielen. Die Verbesserungen, die ihr nach dem erfolgreichen Lösen einer Aufgabe bekommt, könnt ihr dann in eure Heldin stecken und so zum Beispiel Angriff und Verteidigung verbessern. Denn Erfahrungspunkte, wie in den früheren Teilen, gibt es jetzt nicht mehr – es bringt also nichts, stundenlang Monster zu bekämpfen und so euren Charakter zu verbessern. Stattdessen sollte man lieber stundenlang Missionen erledigen und so die Protagonistin pushen.

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              Kleider machen Leute

              Das Kampfsystem von Lightning Returns: Final Fantasy 13 wurde im Vergleich zu den Vorgängern verbessert und spielt sich nun flotter und fühlt sich einfach runder an. Dabei könnt ihr nun eure eigenen Garnituren zusammenstellen, die aus einem Schild, einer Waffe sowie vier Defensiv- und Offensivfähigkeiten bestehen. Diese könnt ihr vollkommen frei miteinander kombinieren und so euren ganz individuellen Stil herbeiführen. Bis zu drei dieser verschiedenen Kleidungen kann Lightning dabei im Vorfeld zusammenstellen und mit auf das Schlachtfeld nehmen – per Schultertasten kann man dann ganz bequem seine Kleidung wechseln. Dieser Wechsel muss auch innerhalb der Kämpfe immer wieder stattfinden, denn irgendwann sind die ATB-Punkte verbraucht und ihr müsst warten, bis sich eure Garnitur wieder aufgeladen hat – und dabei immer wieder die selben Knöpfe möglichst schnell drücken, um eure Angriffe möglichst schnell und effektiv zu kombinieren. Das fühlt sich dann nicht mehr wie ein Rollenspiel an und schon gar nicht wie Final Fantasy, sondern eher wie ein Hack’n’Slay-Titel, bei dem Button-Mashing zum guten Ton gehört. Die Kämpfe sind auch leider ein wenig langweilig, denn selbst die schon sehr früh sehr starken Endgegner haben zwar viele Lebenspunkte und gewaltige Angriffe, doch irgendwie kommt nicht wirklich das typische Kampffeeling auf, das man aus den frühen Final-Fantasy-Teilen gewohnt ist.

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              Das Ende der Trilogie – als Mittelmaß

              Man muss den Machern von Lightning Returns: Final Fantasy 13 eines lassen: Die Zwischensequenzen sehen mal wieder atemberaubend schön aus und auch die Geschichte an sich hat wirklich sehr gute Ansätze. Aber das war es leider auch schon, denn grafisch gesehen reicht der neueste Teil der Reihe nicht einmal annähernd an seine Vorgänger heran. Es gibt einfach zu viele lieblose, eintönige Flächen, matschige Konturen und vor allem viel zu wenig Details. Für jeden charmanten Nebencharakter in der Stadt gibt es zehn, die absolut keine Funktion haben und nicht einmal zur Atmosphäre beitragen. Es gab viel Kritik an Final Fantasy 13 von den Seiten der alten Fans: Das Kampfsystem sei zu actionreich, die Story nicht überzeugend und mitreißend genug und alles in allem fühle sich Final Fantasy 13 eher wie das MMORPG an und nicht wie eines der klassischen Spiele. Daran hat sich auch absolut nichts geändert und Lightning Returns ist leider nur Mittelmaß – und nicht der würdige Abschluss der Trilogie, den sich alle gewünscht haben.

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              Persönliches Fazit

              Mittelmaß heißt nicht, dass Lightning Returns: Final Fantasy 13 schlecht ist. Es hat einige gute Ansätze, die Geschichte wird würdig zu einem verständlichen Ende geführt und abgesehen davon, dass die Kämpfe für Fans von Final Fantasy  zu actionreich sind, funktioniert das Gameplay sehr gut. Die Kämpfe hätten etwas abwechslungsreicher sein können und vor allem die Bossgegner enttäuschen etwas. Die ständig tickende Uhr im Hintergrund ist zwar eine innovative Idee, die aber leider nicht komplett aufgeht und oft eher störend wirkt und den Spieler unter Druck setzt. Dies ist für ein Rollenspiel, bei dem man möglichst viel erkunden möchte, eher unpraktisch. Auch grafisch kann man mehr erwarten, doch immerhin überzeugt der Sound auf ganzer Linie und kann mit wunderschönen Melodien und passenden Geräuschen einiges wieder gutmachen. Wer also die ersten beiden Teile der Trilogie mochte, der wird auch mit dem dritten und letzten Teil zufrieden sein. Holt euch doch gleich Lightning Returns: Final Fantasy 13 bei Amazon und unterstützt uns damit.

              Positiv:
              + sehr viele Nebenmissionen
              + wunderbare Soundkulisse
              + einige versteckte Perlen
              + innovatives Kampfsystem
              + schöne Zwischensequenzen

              Negativ:
              – ständig tickende Uhr im Hintergrund
              – teilweise matschige Konturen
              – zu wenig Abwechslung bei den Bosskämpfen
              – zu viel Button-Mashing in den Kämpfen

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

              Test/Testbericht: WWE 2K14 (PS3)

              Man nehme die größten Wrestling-Stars aller Zeiten, mische diese mit den  größten Kämpfen aller Zeiten und garniere das Ganze mit einer ordentlichen Portion Retro. Ob das Ergebnis wohlschmeckend ist oder ob es eher den Geschmack einer Dosensuppe ähnelt, erfahrt ihr im Test.

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              Eine neue Ära

              Was gab es für ein Hin und Her mit der beliebten WWE-Reihe? Nach der Pleite von THQ war lange ungewiss, was mit der Serie passieren soll. 2K nahm sich dieser letztendlich an und gab ihr ein neues Zuhause. Eine schöne Sache für alle WWE-Fans, die die Serie über Jahre mit Leidenschaft zocken. Aber leider spürt man hier, dass einige Prozentpunkte durch die ungewisse Zukunft über den Fortgang der Reihe und der damit verbundene Stillstand in der Entwicklung am Ende fehlen. Das klingt allerdings dramatischer als es tatsächlich ist, denn WWE 2K14 ist ein durchaus gelungenes Spiel, das den Spieler fesselt und das den Zauber des Wrestlings sehr schön transportiert. Aber der Reihe nach…

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              30 Years of Wrestlemania

              Ganz klar im Vordergrund steht der 30-Years-of-Wrestlemania-Modus, der es pünktlich zum 30 jährigen Jubiläum ermöglicht, die komplette Geschichte des wohl größten Wrestling-Events nachzuspielen. Wir können hier von Anfang an die Geschichte des Sports nachvollziehen und verstehen die Faszination für die geskripteten Events immer besser. Das ist für Einsteiger gleichermaßen großartig zu erleben wie für Fans. Man wird förmlich in die Kindheit zurückkatapultiert und erlebt den Hype um Hulk Hogan, die spektakulären Kämpfe des Undertaker oder den Aufstieg von The Rock noch einmal. Das ist atmosphärisch, das ist Entertainment, das macht einfach Spaß! Die Schauplätze wurden 1 zu 1 nachgestellt, die Arenen sehen großartig aus und durch die Zwischensequenzen und das Geplänkel um die Kämpfe bekommt das Spiel die nötige Authentizität. Selbstverständlich ist hier zu berücksichtigen, dass man einen vorgeschriebenen Weg geht. Denn man spielt Wrestling-Geschichte nach und nicht fiktive Kampagnen oder ähnliches. Aber das stört nun weiß Gott nicht. Der 30-Years-of-Wrestlemania-Modus ist unglaublich stimmig und macht Spaß!

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              Die Welt ist nicht genug

              Wer einen richtigen, unabhängigen Karrieremodus erleben möchte, geht in WWE 2K14 nicht leer aus. Der Modus ‚WWE-Welt‘ bietet umfangreiche Möglichkeiten, sich nach Lust und Laune auszutoben. Dieser Modus ermöglicht es uns, den kompletten WWE-Kalender nachzuspielen, inklusive aller Großevents und auch aller wöchentlich stattfindenen Kämpfe. Da überrascht es nicht, dass man in diesen Spielmodi massig Zeit investieren kann. Mit der Zeit entstehen Rivalitäten und es finden Titelkämpfe statt. Der Spieler selbst kann neue Großevents „erfinden“ und selbst spielen und ist sogar den Gesetzmäßigkeiten der Verletzungen im Sport ausgesetzt. Ein wichtiger Punkt ist allerdings, dass man keinen einzelnen Wrestler durch seine Karriere begleitet, sondern die gesamte Welt dynamisch steuert. Die ultimative Herausforderung mit dem großen Reiz, etwas zu erschaffen! Wer nicht jedes Match spielen möchte, kann hier natürlich auch das eine oder andere Aufeinandertreffen simulieren lassen.

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              WM26takerhbk

              Und der Rest…

              Abgerundet wird das Game durch die Spielmodi Einzelmatches mit der Möglichkeit, die Rahmenbedingungen wie Tag-Team, Royal Rumble, Steel Cage oder Fatal 4-Way einzustellen und den umfangreichen Editor. Dieser beinhaltet einen Editor für neue Charaktere, Arenen oder Kampfmoves. Keine Riesenmöglichkeiten, aber eine solide Auswahl, bei der man auch zu zweit vor der Konsole viel Spaß haben kann. Gänzlich neu ist der Modus ‚Streak‘. Hier spielt man mit den Undertaker solange, bis man von einem Gegner besiegt wird. Dabei nimmt man den Schaden aus vorherigen Matches mit und regeneriert sich eher langsam. So kann man versuchen, den eigens vom Undertaker aufgestellten Rekord zu überbieten und mehr Matches nacheinander zu gewinnen als die damalige Legende. Eine schöne Herausforderung, die einen netten Kontrast und eine willkommene Abwechslung darstellt. Super!

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              Technik von Gestern

              Im Grafischen liegt der große Minuspunkt bei WWE 2K14. Die Grafikengine ist nämlich schlicht von gestern. Seit etwa 3 Jahren benutzt man bei WWE nun diese Engine. Diese sieht zwar nicht so alt aus, aber man ist mittlerweile einfach Besseres gewohnt. Die Animationen hakeln hier und da, die Gesichter wirken hölzern und bei den Haaren beispielsweise erkennt man die in die Jahre gekommene Maschine. Gerade bei der Grafik wurde es versäumt nachzulegen, auch wenn durch den Wechsel des Publishers Zeit verloren gegangen ist. Hoffen wir einfach auf den nächsten Titel bzw. einen Next-Gen-Ableger. Gerade was das Publikum und die Stimmung in der Arena betrifft, hat 2K gerade mit NBA 2K14 bewiesen, dass sie es definitiv können. Warum also nicht auch bei WWE 2K14? Wir hoffen hier einfach auf Besserung. Trotz der staubigen Grafik kommt ganz gute Stimmung auf. Durch Zwischensequenzen vor den Kämpfen spürt man das Kribbeln, das durch verschiedene Kameraperspektiven und die spezielle Inszenierung von Finishern noch verstärkt wird. Man glaubt teilweise vor dem Fernsehgerät zu sitzen. Nichtsdestotrotz oder genau deswegen ist man enttäuscht über die versäumte Gelegenheit, bei der Grafik nachzubessern. Das hätte dem Spiel gut getan und es noch um einiges besser gemacht.

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              KI und andere Problemchen

              Die KI ist sicherlich über jeden Zweifel erhaben. Die Aktionen der Gegner sind nachvollziehbar und wirken gut koordiniert. Kleinere Aussetzer gibt es, diese fallen aber nicht groß ins Gewicht. Einzig das Kontern wirkt arg statisch und scheint unmöglich beherrschbar zu sein. Man muss im Prinzip jede Aktion des Gegners und deren genauen Ablauf kennen, um zu wissen, wann die Kontertaste eingeblendet wird und wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, diese zu betätigen. Geht man nämlich unvoreingenommen an die Sache und wartet ab, dann verpasst man den richtigen Zeitpunkt allzu oft. Allerdings ist das alles nichts, was wirklich schwer wiegt. Jammern auf hohem Niveau. Dem Spielspaß tut dies alles keinen Abbruch.

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              Fazit

              WWE 2K14 ist ein gutes Spiel, das Abwechslung, Entertainment und ordentlich Spielspaß verspricht. Allerdings ist es ein wenig alte Suppe aus neuen Dosen. Hier muss in der Zukunft von 2K die eine oder andere Verbesserung vorgenommen werden. Vor allem grafisch wirkt WWE 2K14 von gestern. Schade, denn mit aufpolierter Optik hätte man das Spiel auf eine höhere Ebene heben können und zugleich ein Zeichen für die Zukunft setzen können. Nichtsdestotrotz hat 2K das Potential der Marke WWE erkannt und wird zukünftig sicherlich alles tun, um den Titel Next-Gen-tauglich zu machen. Wir sind gespannt! WWE 2K14 ist bei Amazon für derzeit 23,97€ erhältlich.

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              Positiv

              –          30 Years of Wrestlemania-Modus weiß zu fesseln

              –          Umfangreicher WWE-Welt-Modus

              –          Ordentliche Spielmodiauswahl einschließlich eines umfangreichen Editors

              –          TV nahe Inszenierung der Matches

              –          Authentische Kämpfe einschließlich der Stadionatmosphäre und der Kommentatoren

              Negativ

              –          Teilweise ruckelnde Animationen

              –          Gesichter und Körper der Wrestler zu plastisch

              –          Steuerung einschließlich des Konterns zu kompliziert

              –          Technisch veraltet

              –          Kein Schritt nach vorne

              WWE 2K14 bei Amazon bestellen oder hier Preise vergleichen.

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              Euer Hardbloxx-Team
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              Test/Testbericht: Beyond: Two Souls (PS3)

              Ein Spiel mit Filmelementen oder ein Film mit Spielelementen? Eine grundsätzliche Einigkeit herrscht bei diesem Thema beim Blockbuster von Quantic Dreams Beyond: Two Souls, nicht. Selbst Kenner der Games ‚Fahrenheit‘ oder ‚Heavy Rain‘ erwartet hier eine komplett neue Erfahrung. Doch zu was taugt die neue Schöpfung von David Cage wirklich? Und was haben wir nun vor uns? Film oder Spiel? Oder beides? Der Test klärt euch auf.

              Augen zu und durch

              In Beyond: Two Souls schlüpfen wir in die Rolle von Jodi Holmes. Jodie ist seit ihrer Geburt mit einer Existenz verbunden. Dieses geisterhafte Wesen, das durch eine unsichtbare Schnur förmlich an sie gekettet ist, nennt sie liebevoll Aiden. Man kann sich vorstellen, dass dieser Umstand nicht nur für ein kleines Mädchen einige Probleme mit sich bringen kann. Und so merken wir schon nach den ersten Spielminuten, dass Jodi kein normales Leben führt oder viel mehr führen kann. Denn wir finden uns in einer Forschungsstation wieder, wo allerlei Tests mit der Protagonistin durchgeführt werden. Hier tauchen wir sofort in die Welt von Jodi und Aiden ein. Auf Tastendruck können wir nämlich den Geist steuern und mit ihm Gegenstände bewegen, Türen öffnen oder einfach durch seine Augen die Umgebung erkunden. Dabei kann sich Aiden immer nur wenige Meter von Jodi entfernen, ohne ihr Schmerzen zuzufügen. Das klingt erst einmal recht praktisch, einen Helfer an seiner Seite zu wissen, aber der Umstand, dass Aiden einen eigenen Willen besitzt und von Jodi nicht kontrolliert werden kann, verleiht der Sache eine gewisse Unberechenbarkeit. Natürlich können wir als Spieler die Aktionen von Aiden steuern. Hier liegt es an uns, ob wir aus Aiden eher einen gehorsamen Helfer oder aber einen unberechenbaren Poltergeist machen. Die Entscheidung liegt also beim Spieler, wie gewisse Spielsituationen gelöst werden. Unsere Handlungen können einen solchen Sog verursachen, dass am Ende der Tod eine überaus große Rolle spielt und als Konsequenz unseres Handels immer mit uns durch Jodis Leben zieht. Allgemein ist der Tod in Beyond: Two Souls immer gegenwärtig und nimmt im Spiel eine sehr große Rolle ein. Dieser Umstand verleiht dem Spiel viel dunkles Flair. Man neigt im Verlauf des Spiels tatsächlich dazu, in Melancholie zu verfallen. Das ist nicht im geringstem negativ gemeint. Die Stimmung zieht den Spieler einfach in den Bann und das ist eine große Stärke des Titels.

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              Mehr Film als Spiel

              Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Spielerisch darf man von Beyond: Two Souls nicht so viel erwarten. Die Herausforderung ist nämlich tatsächlich eher gering. Lediglich der Charakter von kleineren Minispielen flammt hier und da auf. Auch die Rätsel sind, anfangs erfrischend, mit der Zeit aber immer wieder das Gleiche. Mehr als Tastenkombinationen zu drücken oder mit dem rechten Stick gewisse Kampfbewegungen von Jodi zu beenden, wird nicht gefordert. Es häuft sich, gerade bei den Rätseln, oft das Schema: Fliege mit Aiden von A nach B und öffne Tür bzw. bewege ein Objekt/Mensch etc. Hier wäre mehr Abwechslung angebracht gewesen.

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              Selbst wenn man so ziemlich alles falsch macht, was man falsch machen kann, gibt es keine Konsequenzen. Denn Jodie kann nicht scheitern. Sie kann nicht sterben. Das Spiel nimmt seinen Lauf, egal wie oft man „daneben liegt“. Das kann natürlich demotivierend sein und der Nervenkitzel könnte verschwinden, aber wenn man ganz normal und unvoreingenommen an dieses “Experiment“ herangeht, merkt man dies im Grunde gar nicht. Man muss sich eben auf diese ungewöhnliche Art von Spiel einlassen und nicht zu viel Gameplay erwarten. Dann, und nur dann, kommt die Größe von Beyond: Two Souls zum Tragen.

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              Verwirrspiel

              Wo wir wieder bei der Geschichte wären, die erzählt wird. Wie bereits erwähnt, begleiten wir Jodi und Aiden durch große Teile ihres Lebens. Wir erleben Jodi als Kind und sehen, wie sie die meiste Zeit ihrer Kindheit in einer Forschungsstation verbringt. Wir erleben ihre rebellische Zeit als Teenager und auch, wie sie zur jungen Frau reift und dank ihrer Fähigkeiten bei der CIA anheuert. Wir verfolgen ihren Weg also ziemlich genau. Zwar ist die Charakterentwicklung nicht ganz so ausgeprägt und tief, wie beispielsweise bei „The Last of Us“, aber wir können definitiv eine Bindung zur Hauptperson aufbauen und Gefühle für sie entwickeln. Allerdings muss man beim Verfolgen von Jodies Geschichte immer hellwach sein, denn die Story wird nicht chronologisch erzählt. Wir erleben ein wildes Wirrwarr an Sequenzen, die in allen möglichen Abschnitten von Jodis Leben spielen und wahllos aneinander gereiht sind. Das mag auf den ersten Blick verwirren, zwingt den Spieler allerdings dazu, bei der Sache zu bleiben, zu rekonstruieren, zu hinterfragen. So bleibt die Spannung oben und je mehr Teile man vom Puzzle bereits kennt, umso mehr Teile möchte man erspielen. Auch dieser Umstand veranlasst uns, die Empfehlung auszusprechen, dass man das Spiel möglichst am Stück durchspielen sollte. Oder zumindest mit wenigen kurzen Unterbrechungen. So bleibt am Ende ein Großes, Ganzes zurück und man muss nicht ewig im Hinterstübchen kramen, was es nochmal mit diesem oder jenem auf sich hatte.

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              23 verschiedene Enden

              Ähnlich wie beim Titel „Heavy Rain“ beeinflussen die Entscheidungen des Spielers den weiteren Spielverlauf bzw. das Spielende. Es gibt eine schier unendliche Fülle an Wegen und Möglichkeiten, Beyond: Two Souls zu durchschreiten. Geht man bedächtig vor, nachsichtig und gutmütig? Oder ist man eher der dunklen Seite zugewandt und verkörpert eher Chaos und Gewalt? Oder sucht man eventuell den Mittelweg und entscheidet sich nur in Extremfällen für extreme Handlungen? Egal, welchen Weg man wählt, das Spiel vergisst nichts und baut dies in den weiteren Verlauf bis zum Ende ein. Inwiefern diese Entscheidungen den Verlauf der Geschichte verändern, ist schwer zu sagen. Was wir festgestellt haben ist, dass gewisse Entscheidungen nur Auswirkungen auf die jeweils gespielte Sequenz haben und auf das Spielende keinen Einfluss ausüben, in einigen Situationen aber die Handlungen keine direkten Auswirkung auf den weiteren Spielverlauf haben, sondern erst am Ende ihre Wirkung zeigen. So kann man gewisse Situationen auf unterschiedliche Weise lösen und die nächste Sequenz setzt ein, ohne sich auf vorher Geschehenes zu beziehen. Das wirkt dann ein klein wenig unglaubwürdig und ein bisschen zu plump gelöst. Was allerdings beeindruckend ist, sind die 23 verschiedenen möglichen Enden. Das motiviert definitiv, das Spiel nochmal zu spielen und sich auszuprobieren.

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              Staraufgebot

              Ein Punkt, der die Zeiger eher in Richtung Film ausschlagen lässt, ist der Fakt, dass die Hauptfiguren mit echten Schauspielern besetzt wurden. In die Rolle der Jodi Holmes schlüpfte Juno-Star Ellen Page und in der Rolle von Nathan Dawkins brilliert Willem Dafoe. Da wundert es nicht, dass die Dialoge und die Situationen echter und menschlicher wirken. Die Schauspieler hauchen dem Spiel und der Story Leben ein. Allerdings hätte man aus diesem großen Potential noch ein bisschen mehr herauskitzeln können.

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              The Stage is yours

              Grafisch ist Beyond: Two Souls auf einem hohen Niveau. Das Spielt sieht großartig aus. Die Figuren, die Umgebung, selbst kleinste Details sind super gelungen. Es wirkt wie aus einen Guss und trägt schön zur Atmosphäre bei. Was die Atmosphäre ebenfalls unterstreicht, ist der großartige Soundtrack, der eigens für das Spiel komponiert wurde. Also alles in allem sehr stimmig und sehr gut umgesetzt.

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              Ein Pluspunkt mehr auf der atmosphärischen Stimmungsskala ist der Ausdruck der handelnden Personen. Die Mimik der Personen im Spiel wirkt täuschend echt und transportiert somit die Emotionen ungefiltert an den Spieler vor den Bildschirm. Ähnlich wie bei ‚L.A. Noir‘ bewegt sich in den Gesprächen und anderen Interaktionen beinahe jeder Gesichtsmuskel. Es ist überflüssig zu erwähnen, dass genau das dem Spiel nochmal einen Schub Glaubwürdigkeit und Emotionalität liefert, genau wie die wunderbar gelungene deutsche Synchronisation.

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              Fazit

              Was ist Beyond: Two Souls nun wirklich? Ein Spiel? Ein Film? Beides? Wir finden diese Frage gar nicht mehr so wichtig. Was wichtig ist: Es funktioniert! Das Game fesselt von der ersten Minute und lässt den Spieler schwer wieder los. Die Parts sind zwar ab und zu verwirrend in der Reihenfolge, aber dafür mit viel Herz und Verstand gestaltet. Die Action kommt nicht zu kurz, genauso wenig die Charaktere. Man sollte hier nicht den Fehler machen und ein ‚normales‘ Spiel erwarten. Das ist Beyond: Two Souls nicht. Es ist vielmehr ein Erlebnis. Ein interaktives, emotionales Experiment, das es versteht zu fesseln und jeden in seinen Bann zu ziehen… Sofern man es zulässt. Und das solltet ihr tun! Lasst es zu! Es lohnt sich. Beyond: Two Souls ist bei Amazon für derzeit 44,01€ erhältlich.

              Positiv

              –          großartige Grafik

              –          realistische Mimik

              –          klasse Soundtrack

              –          gelungene Synchronisation

              –          tolle, spannend inszenierte Story, die den Spieler fesselt

              –          viele mögliche Enden und alternative Lösungsmöglichkeiten

              Negativ

              –          spielerisch eher mau

              –          Rätsel nutzen sich ab

              –          teilweise zu linear

              Beyond: Two Souls bei Amazon betsellen oder hier Preise vergleichen.

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Test/Testbericht: NBA 2K14

              Es gibt einige Titel in der Videospielwelt, die jedes Jahr aufs Neue erscheinen und deren jährliches Erscheinen sowohl große Vorfreude, als auch großes Unverständnis hervorbringt. Diverse Fußball-Sportspiele, Madden NFL und NHL sind wohl die großen Vertreter dieser Kategorie, genauso wie unser heutiges Testobjekt: NBA 2K14. Die Sportreihe von 2K Sports gehören schon seit 2005 zu einer festen Größe auf dem Videospielmarkt und konnte sogar erfolgreich die NBA Live – Serie von EA Sports verdrängen. Und obwohl das Konkurrenzprodukt von EA dieses Jahr einen weiteren Titel bekommt, so ist NBA 2K14 bereits jetzt bei Fans und Kritikern die unangefochtene Nummer Eins der Basketball-Sportsimulationen. Wir haben für euch getestet, ob es diese Position auch tatsächlich verdient oder ob es sich dabei, wie leider zu oft, um eine große Blase aus heißer Luft handelt, die bei genauerem Hinsehen einfach zerplatzt.

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              Werfen, passen, Körbe treffen

              Für alle, die bisher keinerlei Ahnung von Basketball haben gibt es eine kurze Zusammenfassung des Spielprinzips: Auf einem Feld spielen zwei Teams mit jeweils fünf Spielern gegeneinander und versuchen beim gegnerischen Team einen Korb zu erzielen, indem sie den Spielball (den Basketball) in den auf 3,05 Meter Höhe hängenden Ring mit Netz werfen. Klingt simpel, ist es jedoch nicht, denn einige – mehr oder weniger – komplizierte Regeln erschweren das ganze noch. Doch selbst als absoluter Neuling ohne jegliches Spielverständnis kann man bereits innerhalb von wenigen Minuten in NBA 2K14 einige Körbe erzielen und Punkte machen. Und selbst als Vollprofi kann man noch Probleme damit bekommen, die gegnerische Verteidigung zu durchdringen und den Sieg nach Hause zu holen. So viel sei nämlich gleich zu Beginn gesagt: Das Spielen im aktuellen Titel von 2K Games ist leicht zu erlernen, aber tatsächlich schwer zu meistern. Natürlich abhängig davon, welchen Schwierigkeitsgrad man selbst wählt, welche Regeln man aktiviert haben möchte und was die eigenen Ansprüche sind. Denn vielen Casual-Spielern geht es nicht unbedingt um das Gewinnen an sich, sie möchten lieber schöne Spielzüge sehen und aus unwahrscheinlichen Positionen heraus Würfe auf den Korb versuchen. Andere sehen das etwas ambitionierter und möchten die perfekte Angriffsstrategie entwickeln, die gegnerische Verteidigung auseinandernehmen und dabei so effektiv wie möglich spielen. Egal zu welcher Gruppe ihr selbst gehört, in NBA 2K14 wird tatsächlich für jeden etwas geboten.

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              Basketball ist hierzulande zwar als Sport nicht ganz so beliebt, wie es zum Beispiel in den Vereinigten Staaten von Amerika der Fall ist, doch trotzdem gibt es auch hierzulande Namen der National Basketball Association (NBA), die bei vielen (männlichen) Jugendlichen bekannt sind. In den 1990er Jahren, in denen ich selbst groß geworden bin, waren das zum Beispiel Dennis Rodman, Shaquille O’Neal oder der weltbekannte Superstar Michael Jordan. In den heutigen Tagen kennt (fast) jedes Kind Dirk Nowitzki, den deutschen Superstar aus Übersee, sowie den Ausnahmespieler LeBron James, wobei letzterer so beliebt in den USA ist, dass er sogar im 2K14-Titel gleich mehrfach geehrt wird: Er ziert das Frontcover des Titels und bekommt außerdem einen eigenen Karrieremodus spendiert, den der Spieler nachspielen kann und dadurch in die Fußstapfen des viermaligen MVP steigt. Viele Basketballfans der letzten 20 Jahre schreien jedoch in den letzten Jahren immer öfter auf und behaupten, die heutigen Top-Spieler hätten doch keinerlei Chance gegen die Helden der letzten (oder sogar vorletzten) Generation an Superstars. Seht ihr das auch so? Dann findet es doch ganz einfach heraus. Denn wie bereits in den letzten Teilen der Serie ist es auch diesmal problemlos möglich mit einer der älteren Mannschaften gegen aktuelle Kader zu spielen und herauszufinden, welche Zeit die stärkeren Spieler besitzt.

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              „Come on people, make some noise!“

              Kommen wir zu dem, was bereits auf den ersten Blick zeigt, warum 2K den Konkurrenzprodukten um einiges voraus ist: Die grafische Leistung ist einfach bombastisch beeindruckend: Bereits beim Einlauf der Spieler aufs Spielfeld ist Gänsehaut vorprogrammiert. Die Animationen der Basketballprofis muss sich vor keinem Fußball-, Football- oder sonstigem Sportspiel verstecken und sehen so flüssig und echt aus, dass man manchmal nicht mehr weiß, ob man gerade eine TV-Übertragung sieht oder lediglich die Wiederholung des letzten Korbes. Doch auch auf die Details wurde absolut geachtet: Wenn ein Spieler einen außergewöhnlichen Korb macht oder wichtige Punkte durch Freiwürfe erzielt, heizt er – wie oft im wahren Leben – der Menge ein und fordert seine Fans dazu auf, Krach zu machen und ihn zu feiern – was diese auch prompt machen. Dann stehen sie auf, kreischen herum und schwenken wie wild verschiedene Poster und Fahnen. Das ist Atmosphäre pur und bisher absolut konkurrenzlos – was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum sich seit dem Teil des letzten Jahres auf der grafischen Eben kaum etwas getan hat. Ja, eine neue Generation an Konsolen steht bereits vor der Tür und ja, die grafische Leistung der PlayStation 3 beziehungsweise Xbox 360 wurde schon bei NBA 2K13 fast vollkommen ausgereizt – doch trotzdem wäre es ganz schön gewesen, wenn einige Unstimmigkeiten von damals ausgemerzt worden wären. So gibt es hin und wieder Grafikbugs in den Videosequenzen oder einige übersteife Personen am Spielrand. Das stört zwar nur am Rande, kratzt aber dennoch am sonst makellosen grafischen Auftreten des Titels.

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              Während es also grafisch einen zumindest gefühlten Stillstand gibt, wurde am Gameplay ordentlich geschraubt, was sich daran erkennen lässt, dass sowohl Verteidigung als auch Angriff kaum noch Fehler verzeihen, während sie taktisches, reaktionsschnelles und intuitives Verhalten belohnen. Im Klartext bedeutet das, dass nun besonders gute Profi-Spieler im Angriff nicht einfach mehr durch die von den Werten her schwächeren Verteidiger durchrennen können, während Verteidiger, die sich bereits rechtzeitig positioniert haben, sehr gut den Block stellen können. Auch ist aktives Verteidigen nun so effektiv wie noch nie zu vor. Sprich: Wenn euer Mann am Angreifer steht, solltet ihr durch Tastendruck versuchen, nach dem Ball zu greifen und so das Angriffsspiel direkt zu unterbinden. Ähnliches gilt für den Angriff: Wenn ihr frühzeitig registriert, wie die Verteidigung zu Blocken gedenkt, dann könnt ihr dementsprechend euren Angriffszug überdenken, eure Leute ins Laufspiel schicken, einen Pass werfen und Punkte erzielen. Dabei ist jedoch Training enorm wichtig.

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              Einfach zu lernen, hart zu meistern

              Training ist deshalb enorm wichtig, weil ihr nur dann effektiv spielen werdet. Natürlich könnt ihr auch Körbe werfen, ohne jemals ein Trainingsprogramm angefangen zu haben, denn das Passen, Werfen und Versenken des Balles ist recht selbsterklärend. Doch wenn ihr zum Beispiel stolzer Besitzer von NBA 2K13 seid, dann werdet ihr euch sofort am Anfang erst einmal höllisch ärgern, denn die Steuerung wurde komplett verändert, beziehungsweise überarbeitet. Wenn das eure erste Basketball-Simulation seit Jahren ist, werdet ihr euch sicherlich recht schnell einfinden, doch als Fan, der jedes Jahr die neue Version verschlingt, habt ihr absolut Probleme. Ganz egal, wie lange ihr schon dabei seid, liefert das Training jedoch auch andere Vorteile. Ihr könnt taktisch viel raffinierter vorgehen und versteht, wann ihr wie die Analogsticks einsetzen müsst. Denn dadurch könnt ihr Spielzüge vortäuschen, euch um eure eigene Achse drehen und sowohl direkte, als auch indirekte Pässe (über den Boden) spielen. Außerdem könnt ihr taktische Anweisungen an eure computergesteuerten Mitspieler geben, die dann bestimmte Laufwege beginnen, die sogar auf dem Spielfeld angezeigt werden. Dadurch wisst ihr genau, wer wo wann stehen wird und könnt selbst entscheiden, wohin der Ball gespielt werden muss, um eine maximale Erfolgschance zu bekommen. Klingt zunächst kompliziert und das ist es auch tatsächlich für untrainierte Anfänger. Deshalb wurden hervorragende Trainingsszenarien entwickelt, die euch in die Steuerung einführen.

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              Apropos Mitspieler: Natürlich macht NBA 2K14 wesentlich mehr Spaß, wenn ihr es mit Freunden zusammen oder gegen Unbekannte via Internet spielt. Doch gehört auch das Offline-Spielen mit der KI einfach dazu und die stellt sich mitunter einfach nur doof an, kann aber dann im Gegenzug extrem verrückte und beeindruckende Angriffe – und Verteidigungen – an den Tag legen. Das ist sehr frustrierend, wenn eure Mitspieler zum Beispiel bei einem Einwurf sich hinter die Aus-Linie stellen oder bei einem hohen Ball in der Gegend herum starren und nicht so genau wisse, warum sie hier auf dem Feld stehen. Diese Probleme habt ihr natürlich bei menschlichen Mitspielern eher selten, weshalb der Crew-Modus, der bereits bei 2K12 sehr beliebt war, nun wieder zurück ist. Dort könnt ihr in 3er- oder 5er-Teams gegen andere Mannschaften antreten und euch in der Rangliste immer weiter nach oben arbeiten. Bei Freundschaftspielen könnt ihr sogar neuerdings auf die Topmannschaften aus der Europa League zurückgreifen und zum Beispiel Alba Berlin in den Kampf führen.

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              Persönliches Fazit

              Es gibt genau einen Grund, warum man sich für NBA 2K14 entscheiden sollte: Wenn man Basketball mag und eine passende Konsole besitzt. Denn das Spiel ist trotz einiger Fehler wirklich sehr gut und mit Abstand die unangefochtene Nummer Eins in diesem, zugegebener Maßen sehr überschaubaren, Segment der Sport-Simulationen. Doch auch grafisch muss es sich nicht vor den anderen Größen dieses Genres verstecken und macht einen sehr guten Eindruck. Warum 2K Games ständig die Steuerung ändert, mag wohl den einen oder anderen durchaus verwirren oder sogar ärgern, doch davon einmal abgesehen funktioniert das Steuern der eigenen Männer sehr gut und hat nur manchmal ein paar feine Probleme, die jedoch nur in sehr speziellen Situationen auffallen. Wenn ihr NBA-Fans seid oder es werden wollt, dann holt euch den Titel und genießt die vielen Stunden Spielspaß, die er euch bringen wird. Absolute Kaufempfehlung! Bei Amazon gibt es den Titel bereits ab 45 Euro.

              Positiv:
              – allgemein sehr gute Grafikleistung
              – informative Trainingsszenarien
              – taktische Tiefe
              – Topstars der NBA auch aus der Vergangenheit
              – Europa League
              – guter Mutliplayer

              Negativ:
              – einzelne Grafikbugs
              – unnötige Veränderung der Steuerung
              – KI-Probleme

              Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann holt euch NBA 2K14 doch über Amazon. Oder vergleicht die Preise hier.

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