Kategorie: 2.5.4 Sportspiele

Test/Testbericht: WWE 2K15 (PS3)

Die WWE-Serie ist bei 2K angekommen. So reiht sie sich neben der sehr erfolgreichen NBA2K-Reihe ein und die Ableger stehen jährlich in neuester Ausführung in den Regalen. Dabei schafft es NBA2K immer an Qualität zuzulegen. Gelingt dies auch WWE 2K? Es wäre den Titel nur zu wünschen, denn gerade in der Vergangenheit wurde immer offensichtlicher, dass WWE der richtige Partner fehlte. Dieser ist mit 2K gefunden und Fans können sich nun auf einen kontinuierlichen Aufschwung der Reihe freuen. Oder? Läuft der Umstieg auf die Next-Gen-Konsolen reibungslos? Was dürfen Besitzer der älteren Konsolengeneration erwarten? All das, und noch viel mehr, erfahrt ihr im Test.

Neu ist immer besser?

Nach der ewigen Hängepartie um den letzten Teil der WWE-Reihe im letzten Jahr und den damit verbundenen Problemen in der Entwicklung hatte 2K in diesem Jahr mehr Zeit, sich um die Wrestling-Simulation zu kümmern. Trotz der Unklarheiten über das Schicksal von WWE 2K14 lieferten die Macher von 2K ein durchaus überzeugendes Produkt ab. Da ist es nur gerechtfertigt, dass Fans in diesem Jahr mindestens gleiches Niveau erwarten. Nun ja… Spieler, die zu viel von WWE 2K15 erwarten, werden dieses Jahr enttäuscht sein. Wie man es schon zur Genüge kennt, fällt den Entwicklern der Umstieg auf Next-Gen schwer. Leidtragender ist der Besitzer der älteren Konsolengeneration, der für den Vollpreis letztlich nur einen aufgewärmten Next-Gen-Abklatsch bekommt. Jetzt nicht falsch verstehen oder gar resignieren. Es ist nicht alles schlecht!

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Timing ist Alles

Das komplette Kampfsystem ist auf dem Stand vom letzten Jahr. Mit all seinen durchaus vorhandenen Stärken, aber auch Fehlerchen. Es geht wieder um Timing und den richtigen Tastendruck zur richtigen Zeit, wenn man beispielsweise kontern möchte. Würfe und Griffe wirken flüssig und die KI ist ebenfalls passend. Auch die Combos sind nach wie vor sehr schick, allerdings beinahe unmöglich zu unterbrechen. Alles beim Alten also, denn das hat schon bei WWE 2K14 genervt und zu gehörig Frust geführt. Im Prinzip muss man genau wissen, was der Gegner als nächstes tut, um auch nur den Hauch einer Chance mit einem Kontor zu haben. Das nervt auf Dauer und lässt Frust aufkommen. Somit kann man auch zu dem Schluss kommen, dass die von den Entwicklern angekündigten Innovationen im Kampfsystem auf älteren Konsolen schlicht nicht existent sind. Man konnte ahnen, dass der Fokus auf Next-Gen liegen wird, trotzdem ist die Enttäuschung darüber allgegenwärtig.

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Kenne ich das nicht irgendwo her?

Ähnlich wie das Kampfsystem sieht man auch der Engine an, dass nicht allzu viel passiert ist. Die Kollisionen wirken nach wie vor teils unbeholfen und auch die Eigenschaften der Wrestler haben so gut wie keinen Einfluss auf den Kampf. Egal wie mächtig oder schmächtig der Protagonist ist, alles ähnelt einander sehr stark. Ähnlichkeiten sind auch in der Grafik auszumachen. Genauer gesagt, bewegt sich das grafische Niveau exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Natürlich überschattet auch hier der Next-Gen-Bruder die Technik auf PS3 oder Xbox 360. Auf den neuen Konsolen sind in diesen Punkten nämlich tatsächlich Innovationen erkennbar. Nichtsdestotrotz ist die Grafik in WWE 2K15 nicht schlecht. Auch den Vorgänger konnte man ja durchaus gutes Niveau bescheinigen, doch hier und da eine Nuance mehr und man könnte tatsächlich von einer sehr guten grafischen Umsetzung reden. So bleibt der fade Beigeschmack, dass in diesem Jahr einfach nicht an dieser Sache gearbeitet wurde, zumindest nicht an der Umsetzung für ältere Konsolen. Das wird besonders deutlich, wenn man den Protagonisten ins Gesicht schaut. Bei einigen Wrestlern muss man schon eine Menge Fantasy aufbringen, um den jeweiligen Pixelhaufen den richtigen Namen zuzuordnen. Besonders bei den eher unbekannten Kämpfern fällt das Problem mit den nicht vorhandenen Gesichtszügen stark ins Auge. Das allein ist schon ärgerlich genug, dass man aber teilweise in Ratespiele verfällt, wenn es um das Antlitz einiger Superstars geht, hört der Spaß doch auf. Sogar vor dem eigentlichen Aushängeschild, dem „2K Showcase“ hat dieses „Phänomen“ nicht halt gemacht. So muss man bei Shawn Michaels schon zweimal hinschauen, um gewisse Ähnlichkeiten zu unterstellen. Das ist ärgerlich und wirkt beinahe ungewollt komisch.

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2K Showcase

Wie auch im Vorgänger steht bei WWE 2K15 ein bestimmter Spielmodus im Vordergrund. In diesem Jahr handelt es sich um den 2K Showcase. Dieser Spielmodus ist mit den 30-Years-of-Wrestlemania-Modus selbstverständlich nicht zu vergleichen. Man hat sich hier ganz den Fehden zwischen Shawn Michaels und Triple H und John Cena und CM Punk gewidmet. Bei beiden Fehden werden die Matches gespielt, die tatsächlich so stattgefunden haben. Der Originalkommentar und die Einspieler lassen ein „Mittendrin-Gefühl“ aufkommen und fesseln auch durchaus. Abwechslung kommt durch bestimmte Aufgabenstellungen während der Kämpfe auf. Auch kann man mit anderen, an den Fehden beteiligten Wrestlern in das Geschehen eingreifen. Alles in allem ein sehr interessanter Spielmodus. Auch Fans, die eventuell mit den Protagonisten nicht so viel verbinden, werden durchaus gut unterhalten. Ähnlich wie im 30-Years-of-Wrestlemania-Modus stört hierbei die, sozusagen, vorgeschriebene Story nicht. Anlass zur Kritik gibt es trotzdem. So werden einige eingefleischte Fans nicht unbedingt verstehen, warum man gerade diese Fehden ins Spiel presst, wo es doch in der WWE Welt eine Vielzahl interessantere Geschichten gibt. Auch der Umfang der Storylines könnte auf Ablehnung stoßen, sind die Fehden mit je über 40 Matches doch recht ausführlich nachzuspielen. Wir stören uns allerdings nicht wirklich an der Wahl und der Art und Weise, wie die Fehden auf die Konsole gebracht wurden. Denn trotz allen Unmuts über Protagonisten im „2K Showcase“ hat uns die Story gut unterhalten. Und darauf kommt es doch an, oder nicht?

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Who-got-NXT

Anders als man es nun vielleicht erwartet, gibt es doch noch etwas, das den Konsolenbesitzern der älteren Generation als exklusiver Inhalt zu Verfügung steht. Es handelt sich um den Spielmodus „Who-got-NXT“. In diesem Modus geht es, wie man am Namen schon erkennen kann, um die Jugendliga NXT. Hier kann man mit fünf Nachwuchshoffnungen spielen und diese von Kampf zu Kampf bekannter machen. Am Ende der „Laufbahn“ steht der Finalkampf gegen John Cena. An spielerischen Umfang und Tiefe kommt der Spielmodus „Who-got-NXT“ nicht annähernd an den „2K Showcase“ heran. Alleine die Anzahl der Kämpfe lässt ihn zu einem kurzen Vergnügen verkommen. Auch Atmosphäre will bei den Kämpfen nicht so recht aufkommen. Die Einspieler vor den Matches, wie sie im 2K Showcase den Spieler auf die Begenung einschwören, fehlen gänzlich und auch der Funke vom Publikum will nicht auf den Ring überspringen. Unverständlich ist auch wie in ein und demselben Spiel zwei so komplett unterschiedliche Kommentare zustande kommen. Die Kommentatoren im „Who-got-NXT“-Modus sind schlicht unterirdisch. Da stellt man sich schon die Frage, wie so etwas möglich ist, denn im „2K Showcase“ glänzen Michael Cole und Jerry Lawler noch mit ihren passenden Statements. Der Gedanke, sich der Nachwuchsliga zu widmen, kann durchaus gefallen. Umso ärgerlicher, dass man den Modus letztlich so lieblos dahingeworfen hat. Natürlich bringt „Who-got-NXT“ trotzdem Spaß und Abwechslung ins Gefüge. Der Gedanke, die WWE NXT einzubauen, gefällt, wirkt jedoch leider unfertig und nicht ausgereift.

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Und sonst so?

Die anderen verfügbaren Spielmodi bzw. Matchtypen sind sozusagen identisch mit der Auswahl des Vorgängers. Mit dabei sind wieder die Einzelmatches mit verschiedenen Rahmenbedingungen wie Tag Team oder Royal Rumble. Wirkliche Überraschungen fehlen aber. Selbstverständlich ist auch der fesselnde WWE-Welt-Modus mit von der Partie. Mit dem WWE-Welt-Modus hatten wir bereits im Vorgänger eine Menge Spaß. Auch dieses Jahr übernehmen wir wieder die Leitung der gesamten gesamten Liga. Wir bauen Rivalitäten und neue Tag-Teams auf und spielen die Vielzahl an Matches selbst oder lassen sie simulieren. Der Clou an der Sache ist, dass sich neben der eigenen Storyline das Spiel sozusagen verselbstständigt und so weitere Rivalitäten und Tag-Teams entstehen. Das macht alles sehr spannend und unberechenbar und der Reiz des WWE-Welt-Modus geht eigentlich nie verloren. Trotz des großen Umfangs, den wir beispielsweise im WWE-Welt-Modus erleben, kann man davon sprechen, dass man WWE 2K15 ein wenig zusammengekürzt hat. Im Vergleich zum Vorgänger hat man die zur Auswahl stehenden Wrestler doch arg beschnitten. Der Spieler muss nun also mit roundabout 70 Charakteren auskommen. Zugegeben, das sind immer noch mehr als genug! Trotzdem mag man diese Maßnahme nicht so ganz verstehen. Auch der „Create-a-Finisher-“ oder „Create-a-Story-Modus“ im Editor fehlen gänzlich. Schade!

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Persönliches Fazit

Im Grunde genommen war es vorher klar. Man konnte ahnen, dass man bei WWE 2K15 den Fokus eher auf die Next-Gen-Versionen legen wollte. Warum man dann aber die PS3- bzw. Xbox 360-Versionen an besagten Stellen kürzen musste, bleibt unklar. Grafisch und vom Kampfsystem her ist man auf dem Stand des Vorgängers WWE 2K14. Natürlich ist deswegen nicht alles schlecht. Im Gegenteil. Das Spiel ist teilweise ganz nett anzusehen, die Kämpfe bereiten Spaß und die Atmosphäre zieht uns in ihren Bann. Jedoch bleibt das Gefühl zurück, dass man an den „älteren“ Konsolenversionen einfach nichts gemacht hat. Der exklusiv auf Past-Gen-Versionen eingeführte Who-got-NXT-Modus kann darüber nicht im Geringsten wegtäuschen. Fans, die WWE 2K14 bereits besitzen, sollten sich überlegen, ob sie für dieses kleine „Update“ den Vollpreis zahlen wollen. Alle anderen können selbstverständlich mit gutem Gewissen zugreifen, denn insgesamt ist WWE 2K15 für Xbox 360 oder PS3 ein gutes Spiel. Nur wurde es zugunsten der Entwicklung der Next-Gen-Versionen von den Verantwortlichen schlicht ignoriert.

John_Cena
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Testbericht von Hardbloxx.DannyDashboard
Euer Hardbloxx-Team

WWE 2K15

WWE 2K15
72.5
72.5

Gameplay

65 / 100

etwas veraltetes Kampfsystem mit den gleichen Mängeln, wie im letzten Jahr, etwa bei Combos

    Story

    75 / 100

    Vorzeigemodus "2K Showcase" weiß zu fesseln

      Grafik

      55 / 100

      Engine nicht erst seit diesem Jahr veraltet

        Sound

        75 / 100

        netter Sound, spürbare Atmosphäre im Ring

          Umfang

          80 / 100

          an einigen Stellen unverständlicherweise gekürzt, allerdings trotzdem noch reichlich zu entdecken

            Spielspaß

            85 / 100

            Kämpfe bereiten Spaß und verstehen es, den Spieler zu fesseln

              Positiv

              • - 2K Showcase mit guter Päsentation und fesselnden Kämpfen
              • - "Who-got-NXT" exklusiv auf Past-Gen-Systemen
              • - eine Vielzahl an Spielmodi
              • - gute Atmosphäre
              • - abwechslungsreiche Kämpfe und Aufgaben

              Negativ

              • - Engine veraltet
              • - Wrestler teilweise kaum zu erkennen
              • - Editor und Rosterauswahl gekürzt
              • - "Who-got-NXT" wirkt unfertig und lieblos
              • - Combos kaum zu unterbrechen
              • - angekündigte Verbesserungen nur auf Next-Gen

               

              Test/Testbericht: FIFA 15 (PS3)

              Auch dieses Jahr gibt es wieder pünktlich wie eh und je ein neues FIFA. Und wie jedes Jahr erwartet der Fan Neuerungen und Innovation. Doch gibt es außer einen Kader-Update überhaupt spürbare Änderungen? Oder nähern wir uns Jahr für Jahr der „Legacy Edition“ zum Vollpreis? Diese Fragen beantwortet euch der nachfolgende Test.

              Facelift

              So viel sei vorweg gesagt. Ja es gibt durchaus detaillierte Veränderungen und ja, auch für Last-Gen-Zocker wird es Neuerungen geben. Dass diese natürlich nicht so üppig, wie auf den Next-Gen-Konsolen ausfallen, sollte klar sein. Vor allem grafisch bemerkt man den Unterschied sofort. Das ist nicht weiter verwunderlich und sicherlich auch kein Drama. Da gibt die PS4 bzw. die Xbox One einfach bedeutend mehr Power her. Aber auch Zocker der letzten Generation können sich über verbesserte Spielergesichter freuen. Diese wirken zwar noch etwas blass, besser sehen die Kicker aber trotzdem aus.

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              #1 Premier League

              Spieler, die schon auf die nächste Generation umgestiegen sind, sind die geballte Grafikpower ja schon von FIFA 14 gewohnt. In diesem Jahr wurde unter anderem bei der Spielpräsentation noch einmal nachgelegt. So sind die Einblendungen und Bildschirmanzeigen in der Premier League vollständig lizenziert, mitsamt der Torlinientechnik. Auch alle englischen Stadien tauchen komplett auf! Hier bemerkt man schnell, dass die englische Premier League die volle Ladung Innovation abbekommen hat. Auch die Spieler sehen in englischen Matches einen Hauch realer aus. Wir hoffen, dass spätestens nächstes Jahr die anderen wichtigen Ligen nachziehen. Gerade, wenn man Bundesliga spielt, ist es ärgerlich, dass zum Teil große Stadien fehlen oder dass sich das eine oder andere Gesicht gleicht. Ein weiteres neues Feature ist die Abnutzung des Rasens, was auch nur Next-Gen-Spielern vorbehalten sein wird. Je nach Wetter und „Grätschendichte“ in einem Spielabschnitt wird der Unterboden immer tiefer und matschiger. Das spiegelt sich auch auf der Spielerbekleidung wieder. Das sieht schon super aus.

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              Emotionen

              Insgesamt nähert sich die PS4– bzw. Xbox-One-Version immer mehr dem Fernseherlebnis an. Die komplette Lizenzierung der Premier League wurde ja schon erwähnt. Neu ist auch, dass Spieler nun situationsspezifisch auf dem Platz gewisse Reaktionen zeigen. Vergibt zum Beispiel Ronaldo freistehend vor dem Tor eine hundertprozentige Chance, so verzieht er wehleidig das Gesicht und sinkt in sich zusammen. Das ist eine von vielen Reaktionen, die auf bestimmte Aktionen folgen. Hält der Torhüter einen eigentlich unhaltbaren Ball, stürmen die Mitspieler auf ihn zu, um zu gratulieren und nach Fouls gehen die Spieler wütend aufeinander los. Hadern, lamentieren und protestieren, das alles wurde realistisch umgesetzt. Natürlich noch nicht perfekt. So kommt es vor, dass zwei Spieler, die sich Sekunden vorher bis aufs Blut gehasst haben, in der nächsten Szene brav Nettigkeiten austauschen. In diesen Situationen fehlt etwas die Dynamik, das Aufschaukeln. Nichtsdestotrotz ist dieses Feature aber gut gelungen, allerdings auch nur auf Next-Gen im Spiel integriert.

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              Torhüterproblematik

              Auch die überarbeiteten Torhüter-Aktionen finden den Weg ausschließlich auf Next-Gen-Konsolen. EA kündigte bereits im Vorfeld an, sich den Torhütern annehmen zu wollen. Dies wurde nun auf PS4 und Xbox One umgesetzt. Nicht nur eine Vielzahl neuer Paraden wurde eingebaut, auch Paraden im letzten Moment lassen den Gamer jetzt staunen. Die KI wurde genauso wie die Animationen der Torwächter auf ein höheres Level gehoben.

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              Angriff ist die beste Verteidigung

              FIFA 15 insgesamt hat ordentlich an Offensiv-Tempo gewonnen. Man kann jetzt wieder besser erkennen, welche Art von Spieler gerade den Ball führt. Besonders schnelle Spieler wie Aubameyang oder Welbeck haben es leicht, mit Tempo an der Verteidigung vorbeizuziehen. Dazu müssen diese nicht mal groß tricksen. Abwehrhünen wie ein Mertesacker sehen im Vergleich zu einen Messi unglaublich steif und träge aus und brauchen sehr lange, um sich beispielsweise mit dem Ball zu drehen. Sehr realistisch. Auch der Steilpass wird durch das schnelle Offensivspiel zur absoluten Waffe. Durch den Tempofußball können sich durch einen klugen Pass ungeahnte Räume öffnen, in die man wunderbar passen kann. Der Lupfer in den Lauf führt auch endlich nicht mehr zu unzähligen Toren, weil die Abwehr-KI ebenfalls zugelegt hat. Trotzdem fallen etwas mehr Tore als im Vorgänger. Pressing ist erfolgsversprechender und Spielverlagerungen sowie Tempowechsel sind viel effektiver als blindes Anrennen.

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              Altbewährtes

              Die Steuerung ist mit der des Vorgängers identisch. FIFA-Kenner werden also wenig Probleme haben und sich sofort wie zuhause fühlen. Andererseits hätte man hier und da sicherlich an ein paar Schrauben drehen können, um die durchaus gute Steuerung noch intuitiver zu machen. Für Einsteiger gibt es wieder eine Vielzahl an Skill-Spielen, die nahezu jede Situation simulieren. Auch an der Ballphysik wurde etwas gedreht, sodass diese jetzt insgesamt runder wirkt.

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              Ab in den Kraftraum!

              Die Zweikampfführung wurde ebenfalls merklich aufpoliert. Da herrscht ein Halten und ein Ziehen. Da kommen Spieler ins Straucheln, ehe sie dann, sehr realitätsnahe, fallen. Die Physis der Spieler wird somit immer wichtiger. Spieler mit hohen Physis-Werten lassen sich nicht so schnell aus dem Tritt bringen, wohingegen die eher schmächtigen Protagonisten an Abwehrtürmen abprallen. Sie sind dann allerdings meist wendiger.

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              Taktikmodus

              Taktisch gibt es auch Neuigkeiten. So kann man für Abwehrspieler, Mittelfeldspieler und Stürmer jeweils eigene taktische Anweisungen ausgeben. Stürmer können nun angewiesen werden, auf die Innenverteidiger zu pressen oder einen Mitspieler durch Zulaufen der Räume beim Pressing zu unterstützen. Den Außenverteidigern kann man sagen, dass sie hinten dicht machen oder in Philipp-Lahm-Manier die Linie rauf und runter sprinten sollen. So ist endlich auch ein Hinterlaufen der Außenstürmer möglich, welches man die letzten Jahre schmerzlich vermisst hatte. Bei Rückstand könnt ihr auch die Innenverteidiger in den Sturm beordern, wie es Jupp Heynckes gerne mit Daniel van Buyten handhabt. So ergeben sich zusammen mit der Match-Taktik sehr viele Kombinationen, welche man selbstverständlich auch Speichern kann, um dann später in diesem angelegten Archiv auf die passendsten Taktiken zurückgreifen zu können. Dieser Taktikmodus wurde in leicht veränderter Art auch auf PS3 und Xbox 360 realisiert.

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              Gewohnt großer Umfang

              Die Spielmodi sind im Großen und Ganzen mit denen aus dem Vorjahr identisch. Der Turniermodus ist wieder zurück und online zu spielen, bringt nach wie vor den größten Spaß. Ultimate Team ist besonders hervorzuheben, da man hier ebenfalls kleine Details wie die Teamchemie angepasst hat und es nun möglich ist, Spieler nur zu leihen. Einen Modus, den man nur auf Next-Gen-Konsolen findet, ist der Pro Club Modus. Hier spielen 22 Spieler in einem 11-gegen-11-Onlinespiel gegeneinander. Ausschließlich auf Last-Gen-Konsolen ist allerdings die Teilnahme an der virtuellen Bundesliga möglich. Diese Möglichkeit bleibt PS4- bzw. Xbox-One-Spielern verwehrt. Eine etwas ausführlichere Liste über die Inhalte der Last-Gen-Version findet ihr unten.

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              Features PS3/Xbox 360

               bei PS3/360 nicht enthalten:

              – Emotional Reactions
              – Dynamic Match Presentation
              – Next-Gen-Torhüter
              – Dynamic Pitch (Abnutzung des Rasens)
              – Correct Contacts

               bei PS3/360 enthalten:

              – total Ball Control
              – Man-to-Man-Battles
              – Real Ball Physics
              – Team Tactics
              – verbesserte Spielergesichter
              – lizenzierte Barclays Premier League
              – türkische Süper Lig

              Fazit

              Von Jahr zu Jahr wird es schwerer, wirkliche Neuerungen in die heiß ersehnte Fußballsimulation FIFA zu packen. EA bekommt das aber noch ziemlich gut hin. Auch dieses Jahr wurde wieder einiges gemacht. Natürlich handelt es sich dabei vorwiegend um kleine Details, aber gerade das ist wichtig. Immer weiter optimieren und so der realen Fußballsimulation immer einen Schritt näher kommen. Selbst Spieler die noch keine Next-Gen-Konsole ihr Eigen nennen, kommen auf ihre Kosten. Denn viele Neuerungen fanden auch den Weg auf PS3 und Xbox 360. Das ist keinesfalls selbstverständlich! Dass man mit älteren Konsolen grafisch etwas zurückstecken muss, ist klar. Nichtsdestotrotz lohnt sich hier der Kauf. Auch Next-Gen-Gamer werden mit FIFA 15 voll auf ihre Kosten kommen. Zugreifen!

              Positiv
              + großer Umfang
              + viele Änderungen auch auf Last-Gen
              + bessere KI
              + Spieler neu modelliert
              + authentische Fangesänge
              + sehr guter Soundtrack
              + Ultimate Team ausgebaut
              + Spielaufbau realistischer
              + gute Ballphysik
              Negativ
              – Hauptaugenmerk in Präsentation auf Premier League
              – Kommentatoren stagnieren
              – teilweise Animationsfehler und kleinere Bugs
              – neue Gesichtszüge zu blass

              Wenn ihr uns unterstützen möchtet, dann bestellt euch FIFA 15 bei Amazon. Den besten Preis findet ihr hier.

              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Test/Testbericht: Madden NFL 15 (PS3)

              Spätestens die Fußball-WM 2014 in Brasilien hat den Football bzw. den „Soccer“ wohl endgültig salonfähig in der USA werden lassen. Eine verwandte Sportart, zumindest vom reinen Namen her, ist American Football. Diese ist allerdings noch nicht so recht in der europäischen Sportgemeinde angekommen. Dabei gehört dieser Sport zu den faszinierendsten Sportarten der Welt. Sofern man die Regeln kennt. Und sie versteht. Und ein Händchen für Taktik hat. Und, und, und… Im Test klären wir, ob die neue Football-Simulation von EA, das neue Madden NFL, bei Einsteigern und absoluten Football-Veteranen punkten kann.

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              Das Jahr danach…

              Im letzten Jahr gab es für die Madden-Reihe Grund zu feiern. Man beging nämlich das 25jährige Jubiläum und wollte aus diesem Anlass ein ganz besonderes Madden NFL in die Regale stellen. Zu feiern war den Fans allerdings nicht zumute, denn die Jubiläumsausgabe hinkte ihren Ansprüchen weit hinterher. Gerade das Defensivverhalten war mangelhaft. Dieses Problem wurde in Madden NFL 15 nun behoben. Nicht nur die KI hat mächtig aufgeholt, auch die eigenen Möglichkeiten sind gestiegen. Tackles gelingen immer besser, nicht zuletzt durch die angepasste Steuerung und den farbigen Kegel, der die Tackle-Reichweite anzeigt. Will man einen langen Pass abfangen, so kann man zur besseren Übersicht per Knopfdruck in die Draufsicht wechseln. Das ist spielerisch ein Schritt nach vorne, auch wenn man ein wenig Zeit braucht, um die Steuerung zu verinnerlichen. Neue Kameraeinstellungen fehlen allerdings auf PS3 und Xbox 360, wohingegen sie auf PS4 und Xbox One für Abwechslung und besseren Überblick sorgen.

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              Let’s go Greenhorn!

              Als kompletter Neueinsteiger beim American Football hat man es zu Beginn sicher etwas schwerer. Das Spiel selbst gibt aber ordentlich Hilfestellung. Nach dem obligatorischen Fragen bezüglich der Erfahrung mit American Football Games, folgt ein ausführliches Tutorial. Hier geht EA tief ins Detail und arbeitet die wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten ab. An diesem Tutorial kann sich der eine oder andere Titel von EA Sports eine Scheibe abschneiden!

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              Alt gegen Jung

              Trotz der doch spürbaren Änderungen auf PS3 und Xbox 360, lag der Fokus der Entwickler eindeutig auf den Next-Gen-Konsolen. Die Umgebung in Madden NFL 15 wurde auf Hochglanz poliert und die Physik kratzt an der Perfektion. Die Animationen runden alles wunderbar ab. Ein echter Hingucker! Spielern die noch nicht in den Genuss von Next-Gen-Gaming kommen, bleiben diese Eindrücke verwehrt. Die Präsentation und die Grafik ist auf den Stand des Vorgängers.

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              Alles wie gehabt

              Die verfügbaren Spielmodi gleichen sich mit denen vom letzten Jahr. So hat man wieder die Auswahl zwischen Ultimate Team, Connected Franchise und anderen Online- und Offline-Spielmodi. Im Connected Franchise kann man nach wie vor einen Spieler wählen und diesen nach vorne bringen. Ist euch das zu langweilig, dann erstellt euer „Ich“ doch gleich selbst und arbeitet an eurer eigenen Karriere. Normaler Coach oder gar Klubbesitzer sind ebenfalls Möglichkeiten, die ihr wählen könnt. Für Fans wird es auch wieder die Möglichkeit geben, aktuelle Highlights aus der NFL nachzuspielen. Ein nettes Feauture!

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              Das Playbook

              Eine weitere Verbesserung betrifft das Playbook. Hier werden mögliche Spielzüge und Strategien angeboten, welche der Spieler vor seinem Angriff auswählen kann. Neu dabei ist, dass die Auswahl jetzt auch begründet wird. Und das nicht einmal schlecht! Die virtuellen Coaches bemühen Statistiken aus bereits absolvierten Matches oder sie basieren ganz einfach auf typischen Verhaltensweisen der Gegner. Eine super Neuerung, gerade auch im Bezug auf Einsteiger, die dadurch ein gewisses Spielverständnis entwickeln können. Profis können natürlich aus dem gesamten Katalog einen ihrer Meinung nach passenderen Spielzug auswählen oder gleich ein eigenes Playbook erstellen. Sehr schön, allerdings Next-Gen-Zockern vorbehalten.

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              Let’s get ready to rumble!

              Gerade bei den Next-Gen-Versionen konnte man die Atmosphäre und die Geräuschkulisse nochmals verbessern. Die Zuschauer gehen gut mit und feiern jede gute Aktion. Läuft es einmal nicht so gut, bekommt das der Spieler auch umgehend zu hören. Zocker der Last-Gen-Version erleben die Stimmung nicht so intensiv. Nichtsdestotrotz kommt auch hier eine gute Atmosphäre auf. Das Kommentatoren-Duo analysiert jeden Spielzug kompetent. Dopplungen oder unpassende Sprachsequenzen treten nicht übermäßig oft auf. Alles im Rahmen also. Auch beim Soundtrack passt wieder alles.

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              English for insiders, Englisch für Reingefallene…

              Verständlicherweise verzichtet man bei Madden seit jeher auf eine deutsche Sprachausgabe. Der Markt in Deutschland ist nun mal eher klein und somit lohnt sich eine komplette Synchronisation sicherlich nicht. Allerdings hätte Electronic Arts wenigstens die Menüs deutsch halten können. Vor allem für Neueinsteiger sind Fachbegriffe nur schwer zu verstehen. Sind die dann noch in englischer Sprache gehalten, kommt eventuell Verwirrung auf. Also, das Beherrschen der englischen Sprache ist sicher kein absolutes Muss, es kann allerdings nicht schaden.

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              Fazit

              Es ist offensichtlich, dass man die meiste Energie in die Next-Gen-Umsetzungen gesteckt hat. Das war nach dem verpatzten Start letztes Jahr auch bitter nötig. Enttäuschte Fans von damals sind mit Madden NFL 15 nun sicherlich versöhnt, denn die Umsetzung auf PS4 und Xbox One ist sehr gut gelungen. Bei Besitzern der letzten Konsolengeneration fallen die Neuerungen nicht so üppig aus. Grafisch ist der Titel auf dem Stand der Jubiläumsausgabe und spielerisch haben die Next-Gen-Versionen auch mehr Innovation abbekommen. Trotzdem kann man nicht davon sprechen, dass ein Kauf hier nicht lohnenswert wäre. Die Änderungen im Defensivverhalten schlagen trotzdem ordentlich zu Buche. Eine Änderung, die man bei Madden NFL 25 vermissen würde. Deshalb lohnt der Kauf auf PS3 und Xbox 360 durchaus. Ob das Spiel allerdings den Vollpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Next-Gen-Version ist definitiv jeden Cent wert. Madden NFL ist zurück!

              Positiv
              + Devensivverhalten deutlich verbessert
              + Tutorial und Skill-Games als super Einführung
              + verbesserte KI
              + immer noch großer Spielumfang
              + realistischere Stärke der Quarterbacks
              + Gameplay-Verbesserungen
              + großartige Optik (Next-Gen)
              + neue Kameraperspektiven (Next-Gen)
              + fernsehreife Spielübertragung (Next-Gen)
              + verbessertes Playcalling (Next-Gen)
              Negativ
              – bei Last-Gen-Version kaum Neues
              – grafisch auf Vorgängerniveau
              – teilweise noch technische Probleme
              – Spiel komplett in Englisch
              – Objekte am Spielfeldrand zu detailarm
              – lange Ladezeiten

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Test/Testbericht: NHL 15 (PS3)

              EA wagt dieses Jahr nun endlich auch mit der NHL-Reihe den Schritt auf die Next-Gen-Konsolen. Was lange währt, wird endlich gut? Gilt dieses Sprichwort hier? Oder lässt der Eishockey-Klassiker beim Sprung in die nächste Generation Federn? Ob sich der neue Teil der NHL-Reihe für euch lohnt, erfahrt ihr im Test.

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              Zurück in die Vergangenheit

              Auch bei NHL 15 bekommt man das, was der Titel verspricht. Fans der Serie finden sich sofort gut zurecht und brauchen wenig Eingewöhnungszeit. Außerdem werden ihnen auch einige Fehlerchen aus dem Vorgänger aufgefallen sein, die einfach in den neuen Teil übernommen wurden. Die KI verhält sich ähnlich wie im Vorgänger und das Schiedsrichterproblem kennt man ja bereits aus der FIFA-Reihe. Für unseren Geschmack hier und da einfach zu penibel. Das Gefühl der Veränderung und vor allem Verbesserung will nicht so recht aufkommen. Spaßig und voll Atmosphäre sind die Matches aber selbstverständlich trotzdem. Auch die Animationen und besonders die Checks sehen nach wie vor klasse aus!

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              Alte Suppe aus neuen Dosen

              Grafisch ist die PS3-Version so ziemlich auf dem Level des Vorgängers, angemessen für Playstation3-Verhältnisse. Hier wurde das Rad sicherlich nicht neu erfunden, das war für den PS3-Ableger allerdings auch nicht zu erwarten. Das Spiel sieht gut aus. Die Animationen auf dem Eis sind stimmig und die Atmosphäre in der Arena kann auch ihre Wirkung entfalten. Die neuen Kommentatoren Mike „Doc“ Emrick und Eddie Olczyk haben daran auch großen Anteil und begleiten das Geschehen auf dem Eis mit lässigen und passenden Statements. Gerade vor den jeweiligen Matches sorgen kurze Einspieler und kurze Kommentare für zusätzliche Spannung. Stimmig ist auch zum wiederholten Male der Soundtrack. Hier beweist EA Jahr für Jahr ein gutes Händchen.

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              Rotstift ansetzen!

              Schaut man sich im Menü ein wenig um und durchforstet man die Spielmodi, schleichen sich schnell Zweifel ein. Fehlt hier nicht etwas? Wo ist der Rest? Tatsächlich ist es so, dass EA hier mächtig gespart und geschnibbelt hat, zumindest auf den Next-Gen-Plattformen. Es scheint, als wären nur die wichtigsten Spielmodi übrig geblieben. Natürlich mit dabei: Be-A-GM, allerdings ohne Herausforderung, oder das Ultimate Team. Auch der Karrieremodus ist natürlich am Start. Auf der anderen Seite fehlen freie Turniere oder der Playoff-Modus. Auch im Online-Modus wurde der Rotstift ordentlich angesetzt. Um den Schaden nachträglich in Grenzen zu halten, wurden bereits zahlreiche Patches angekündigt. So wird nach und nach der Playoff-Modus und ein 5-gegen-5-Online-Modus dazukommen. Auch andere Features sollen folgen. Auf der älteren Konsolengeneration handelt es sich praktisch um eine Kopie von NHL 14. Immerhin.

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              Rookie

              Wie im Vorgänger dürfen auch absolute Eishockey-Anfänger ohne Bedenken zum Controller greifen. Der Schwierigkeitsgrad und die Erfahrung mit Eishockey-Games werden vor dem Start erfragt und man kann direkt danach ein relativ umfangreiches Tutorial spielen. Das ist definitiv hilfreich, wenn auch nicht der Weisheit letzter Schluss. EA könnte hier für absolute Einsteiger ruhig ein wenig mehr in die Materie gehen. Sprich Regeltraining und umfangreiches Steuerungstraining. Letztlich reicht das Tutorial aber, um auch als Einsteiger eine Menge Spaß am Titel zu haben.

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              Hopp oder Top

              Als Grund für den relativ abgespeckten Spielumfang kann man sicherlich den Gang auf die Next-Gen-Konsole anführen. Denn auf Xbox One und PS4 sieht NHL 15 atemberaubend gut aus! Das Spielgeschehen wirkt ungeheuer flüssig und kleine Details wie flatternde Trikots oder davonfliegende Helme bei Tacklings sorgen für Realismus. Gerade Besitzer des Vorgängers NHL 14 und den Vorgängerkonsolen wird dieser Umstand aber wenig interessieren. Für diese Spieler bleibt NHL 15 ein reines Kader-Update. Das ist ärgerlich, da EA natürlich trotzdem den vollen Preis für die PS3- und Xbox-360-Version verlangt. Andererseits war es von EA ähnlich zu erwarten. Wirklich an der Tiefe des Titels scheint man in den vergangenen 12 Monaten nicht gearbeitet zu haben. Schade.

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              Fazit

              Natürlich konnte man ahnen, dass der Gang auf die Next-Gen-Konsolen nicht reibungslos ablaufen wird. Leider muss man aber konstatieren, dass EA hier scheinbar ein unfertiges Spiel in die Regale gestellt hat. Das zügige „Nachpatchen“ verstärkt diesen Eindruck noch. Gerade für Besitzer einer PS3 oder Xbox 360 ist es einfach ärgerlich, für viel Geld das Gleiche wie im Vorjahr geboten zu bekommen. Die Verbesserungen hier sind minimal. Besitzer einer Next-Gen-Konsole haben schon mehr Argumente auf ihrer Seite. Grafisch hat sich im Vergleich zum Vorjahr sehr viel getan. Und geht man davon aus, dass man noch den einen oder anderen Spielmodus dazugepatcht bekommt, hat man ein durchaus gelungenes NHL im Laufwerk. Und eben auch nur dann. Aber eigentlich dann doch nicht so wirklich… Der Umstand, dass EA ein unfertiges Spiel auf den Markt wirft, ist Ärgernis genug. Spieler, die noch nicht auf den Next-Gen-Zug aufgesprungen sind, sind mit einem nun günstigeren NHL 14 eventuell besser beraten.

              Positiv:
              + dichte Atmosphäre
              + umfangreiche Lizenzen
              + guter Soundtrack
              + neue, stimmige Kommentatoren
              + Sprung auf Next-Gen grafisch gelungen
              + auch für Einsteiger spielbar
              Negativ:
              –  viele fehlende Spielmodi (Next-Gen)
              –  Fehler aus dem Vorjahr übernommen
              –  ohne Next-Gen-Konsole eher ein Rückschritt
              –  Spiel wirkt unfertig
              –  lange Ladezeiten
              –  grafisch auf Vorgängerniveau (Last-Gen)

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              Test/Testbericht: FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 (PS3)

              In wenigen Wochen startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Das Event wirft schon jetzt seinen Schatten bei Fans und Politik voraus. So auch auf der Konsole. Denn mit FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 liefert EA den gewohnten Ableger der FIFA-Fußball-Reihe vor einem großen Turnier. Was das Spin-off leistet, ob es sich lohnt und ob es vielleicht sogar an FIFA 14 vorbeiziehen kann, erfahrt ihr im Test.

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              Vorab sei gesagt, dass nur Besitzer einer Playstation3 und einer Xbox 360 in den Genuss des Spiels kommen. Eine Umsetzung für Next-Gen-Konsolen gibt es nicht und wird es wohl auch nicht geben. Scheinbar ist der Next-Gen-Markt noch zu klein, als dass es sich für EA lohnen würde. Ebenso abgespeckt wie die Verfügbarkeit wirkt auch das gesamte Spiel. Natürlich ist es verständlich, dass einige Spielmodi wegfallen, dies ist jedoch nicht das große Problem. Vielmehr hat man das Gameplay stark vereinfacht. Wo man bei FIFA 14 noch taktisch anspruchsvolle und technisch hochwertige Spielzüge geradezu zelebrierte, steht bei FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 eher das geradlinige Spiel im Mittelpunkt. Die Physik der Spieler wurde ebenfalls „geglättet“. Beim großen Bruder waren durchaus erhebliche Unterschiede in Geschwindigkeit und Wendigkeit einzelner Spieler zu spüren. Hier kann nun keine Rede mehr davon sein. Wirklich große Unterschiede zwischen den Protagonisten gibt es nicht mehr. Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, jedoch bedeutet dies für FIFA-14-Spieler eine kleine Umstellung und zu Beginn doch leichte Anpassungsschwierigkeiten.

              Da nun sehr viele Spieler sehr schnell und allgemein einfach flinker sind, wird im Spiel natürlich das Tempo hoch gehalten. Man hat dabei wohl vergessen, die KI an die Geschwindigkeit anzupassen, denn mit einem Haken und der Sprinttaste ist man ruck-zuck durch die Abwehr spaziert. Wenn man dann noch einigermaßen die richtige Taste erwischt, zappelt der Ball im Netz. Denn, anders als in FIFA 14, gehen Abschlüsse und Pässe leichter von der Hand. Timing ist nicht mehr allzu wichtig und auch die Pass- und Schusshilfe ist standardmäßig aktiviert. Das macht es um einiges leichter, zum Torerfolg zu kommen. Deshalb hier der Tipp für geübtere Spieler: Alle Hilfen ausstellen! So kann es auch nicht passieren, dass der angedachte Steilpass auf dem Fuß des Nebenmannes landet.

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              EASPORTS2014FIFAWorldCupBrazil_PS3_England_vs_Italy_WM

              Erst der Ball, dann der Gegner

              Besser gelungen als bei allen vorherigen Fußballsimulationen sind die Zweikämpfe und die damit verbundenen Foulspiele (oder das, was das Spiel als solche versteht). Mir persönlich trieb es unzählige Male die Zornesröte ins Gesicht, wenn ich mit einen Tackling klar den Ball spielte, aber der Schiri trotzdem auf den Punkt zeigte. Hart aber herzlich schien bei den Entwicklern auf wenig Gegenliebe zu stoßen. Aber in FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 ist das anders. Die Pfeife bleibt nun öfters stumm. Zwar noch immer nicht oft genug, um zur allgemeinen Zufriedenheit eines knallharten Abwehrrecken beizutragen, aber zumindest öfter als im Vorgänger. Immerhin!

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              Way to the Pott

              Was am Spielerischen vielleicht fehlt, wurde am Komplettumfang oben drauf gepackt. Natürlich erreicht FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 nicht den Umfang eines FIFA 14, aber im Prinzip mangelt es an nichts. Da der Titel an die Nationalmannschaften und speziell an die WM 2014 angelehnt ist, bekommt der Fan alles, was das Fußballherz begehrt. Wir können aus sage und schreibe 203 lizensierten Nationalmannschaften wählen und mit ihnen die Qualifikation sowie, bei erfolgreicher Quali, das WM-Turnier bestreiten. Dies ist mit dem neu eingeführten Modus „Road to the FIFA World Cup“ möglich. Dabei werden die Spiele natürlich in allen 12 WM-Stadien ausgetragen, zu denen sich weitere 21 spielbare Stadien weltweit gesellen. Der Spieler kann in diesem Modus die original Qualifikationsgruppen spielen oder die Gruppen per Zufall zusammenstellen lassen. Das sorgt für Langzeitspaß und ermöglicht Fans anderer Nationen, ihre Mannschaft zum WM-Titel zu lotsen. Ein anderer interessanter Spielmodus ist der „Captain your Country“-Modus. Hier übernehmen wir die Kontrolle über einen einzelnen Spieler, den wir aus einem Tief heraus bis zum Spielführer der Nationalmannschaft führen können. Also ähnlich wie „Be a Pro“ in den FIFA-Vorgängern. Ansonsten treffen wir im neuen FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 auf die üblichen Verdächtigen. Freundschaftsspiel, Training oder das WM-Turnier selbst. Selbstverständlich sind auch einige Online-Modi mit an Bord. Besonders hervorzuheben ist hier der Modus „Road to Rio de Janeiro“. Bei dieser Online-Herausforderung spielt man sich durch die 12 brasilianischen Spielstätten, um immer, jeweils nach guten Leistungen, von Ziel zu Ziel zu gelangen. Schafft man ein Punkteziel nicht, muss man die Herausforderung wiederholen oder man wird gar zurückgestuft. Gewinnt man nach dem Durchlaufen aller 12 Stufen die Finalpartie, darf man den WM-Pott sein Eigen nennen. Eine durchaus gelungene Online-Herausforderung.

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              Training macht den Meister

              Kenner der FIFA-Reihe wissen, dass EA vor den jeweiligen Spieltagen ein paar Trainingsspiele eingebaut hat, mit denen man sich die Zeit vor dem Anpfiff vertreiben konnte. Auch der neue Ableger FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 bietet dieses Feauture an. Was neu ist, sind die Trainingseinheiten vor dem Qualifikations- oder WM-Spielen. Der Trainingstag wird direkt im Kalender markiert und wir können eine Übung und den Spieler, mit dem wir sie absolvieren wollen, auswählen. Dabei stoßen wir auf alte Bekannte, aber auch auf eine Vielzahl neuer Trainingsübungen. Anders als bei den Vorgängern hat in FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 das Training direkte Auswirkungen auf den Spieler, mit dem man es absolviert. Machen wir beispielsweise eine Passübung besonders gut, bekommt der Spieler Punkte auf das Passspiel und spielt dann im folgenden Spiel die Pässe besonders präzise. Absolviert man das Training allerdings eher schlecht, so ist man am Spieltag meist auch nicht ganz auf der Höhe. Eine schöne Abwechslung, die die Motivation zwischen den Spieltagen hoch hält.

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              Tanze Samba mit mir

              Atmosphärisch hat EA bei FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 eine ordentliche Schippe draufgepackt. Das Stadion ist voll mit begeisterten Fans in den Landesfarben, die die Tore ihres Teams feiern oder der Verzweiflung nahe sind, wenn das eigene Team in Rückstand gerät. Auch die Einblendungen des jeweiligen Trainers, der entweder wild fuchtelnd Anweisungen gibt oder nach einem Torerfolg in frenetische Jubelorgien ausbricht, sind neu. Selbst Public-Viewing-Events werden zwischendurch eingeblendet. Nette Idee! Nationalhymnen, Sambaklänge im Menü bis zur farblichen Präsentation der Oberfläche, alles passt zusammen und stimmt wunderbar auf Brasilien als Gastgeberland ein. Grafisch ist man ungefähr auf dem Level von FIFA 14. Die Spieler sehen gut aus, die Stadien sind wunderbar gestaltet und die Zuschauer werden immer realistischer. Sehr schön! Die beiden Kommentatoren Manni und Buschi sind selbstverständlich auch wieder mit dabei und haben sogar den einen oder anderen neuen Spruch auf Lager. Ob das jetzt gut oder schlecht ist? Naja, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten…

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              Persönliches Fazit

              Mit FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 hat EA ein Spiel auf den Markt gebracht, dass durchaus Spaß macht. Die Möglichkeit, jedes Team von der Qualifikation bis zum Turniersieg zu führen, motiviert ungemein und fesselt an den Bildschirm. Beachtlich hierbei sind vor allem die voll lizensierten Nationalmannschaften. Spielerisch wurde FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 etwas vereinfacht und somit ist der Weg auch für Einsteiger frei gemacht worden. Für Vollblutprofis wirkt alles zwar etwas ungewohnt, mit Ausschalten der Hilfen kommen aber auch diese Spieler auf ihre Kosten. Atmosphärisch bringt der Titel alles mit, was dazu gehört. Die Zuschauer gehen sensationell mit, die Zwischensequenzen sorgen für Abwechslung und der Soundtrack rundet alles wunderbar ab. Die WM kann kommen! Zugreifen! FIFA Fußball-WM Brasilien 2014 ist bei Amazon für derzeit 50,72€ zu haben.

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              • Steuerung einsteigerfreundlich modifiziert…     
              •  … und durch Ausstellen der Hilfen auch für Profis spielbar  
              • großer Umfang 
              • neue Trainingsspiele, die Konsequenzen fürs Spiel haben        
              • einige neue Möglichkeiten, etwa bei Standards
              • flüssigere Zweikämpfe
              • Umfangreiche Lizenzen, Originalstadien
              • motivierende Spielmodi
              • Präsentation des Spiels ist stimmig
              • nur für PS3 bzw Xbox 360 erhältlich…
              • …und demzufolge mit Next-Gen-Grafik nicht zu vergleichen
              • Unterschiede zu FIFA 14 sind eher gering
              • nach der WM verliert das Spiel an Reiz
              • sehr teuer

              Ihr kennt FIFA 14 nicht? Schaut euch hier unseren Test dazu an oder werft einen Blick auf unseren Vergleichstest mit PES 14.

              Unterstützt uns und kauft das Spiel bei Amazon oder sucht hier den besten Preis.

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              Test/Testbericht: WWE 2K14 (PS3)

              Man nehme die größten Wrestling-Stars aller Zeiten, mische diese mit den  größten Kämpfen aller Zeiten und garniere das Ganze mit einer ordentlichen Portion Retro. Ob das Ergebnis wohlschmeckend ist oder ob es eher den Geschmack einer Dosensuppe ähnelt, erfahrt ihr im Test.

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              Eine neue Ära

              Was gab es für ein Hin und Her mit der beliebten WWE-Reihe? Nach der Pleite von THQ war lange ungewiss, was mit der Serie passieren soll. 2K nahm sich dieser letztendlich an und gab ihr ein neues Zuhause. Eine schöne Sache für alle WWE-Fans, die die Serie über Jahre mit Leidenschaft zocken. Aber leider spürt man hier, dass einige Prozentpunkte durch die ungewisse Zukunft über den Fortgang der Reihe und der damit verbundene Stillstand in der Entwicklung am Ende fehlen. Das klingt allerdings dramatischer als es tatsächlich ist, denn WWE 2K14 ist ein durchaus gelungenes Spiel, das den Spieler fesselt und das den Zauber des Wrestlings sehr schön transportiert. Aber der Reihe nach…

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              30 Years of Wrestlemania

              Ganz klar im Vordergrund steht der 30-Years-of-Wrestlemania-Modus, der es pünktlich zum 30 jährigen Jubiläum ermöglicht, die komplette Geschichte des wohl größten Wrestling-Events nachzuspielen. Wir können hier von Anfang an die Geschichte des Sports nachvollziehen und verstehen die Faszination für die geskripteten Events immer besser. Das ist für Einsteiger gleichermaßen großartig zu erleben wie für Fans. Man wird förmlich in die Kindheit zurückkatapultiert und erlebt den Hype um Hulk Hogan, die spektakulären Kämpfe des Undertaker oder den Aufstieg von The Rock noch einmal. Das ist atmosphärisch, das ist Entertainment, das macht einfach Spaß! Die Schauplätze wurden 1 zu 1 nachgestellt, die Arenen sehen großartig aus und durch die Zwischensequenzen und das Geplänkel um die Kämpfe bekommt das Spiel die nötige Authentizität. Selbstverständlich ist hier zu berücksichtigen, dass man einen vorgeschriebenen Weg geht. Denn man spielt Wrestling-Geschichte nach und nicht fiktive Kampagnen oder ähnliches. Aber das stört nun weiß Gott nicht. Der 30-Years-of-Wrestlemania-Modus ist unglaublich stimmig und macht Spaß!

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              Die Welt ist nicht genug

              Wer einen richtigen, unabhängigen Karrieremodus erleben möchte, geht in WWE 2K14 nicht leer aus. Der Modus ‚WWE-Welt‘ bietet umfangreiche Möglichkeiten, sich nach Lust und Laune auszutoben. Dieser Modus ermöglicht es uns, den kompletten WWE-Kalender nachzuspielen, inklusive aller Großevents und auch aller wöchentlich stattfindenen Kämpfe. Da überrascht es nicht, dass man in diesen Spielmodi massig Zeit investieren kann. Mit der Zeit entstehen Rivalitäten und es finden Titelkämpfe statt. Der Spieler selbst kann neue Großevents „erfinden“ und selbst spielen und ist sogar den Gesetzmäßigkeiten der Verletzungen im Sport ausgesetzt. Ein wichtiger Punkt ist allerdings, dass man keinen einzelnen Wrestler durch seine Karriere begleitet, sondern die gesamte Welt dynamisch steuert. Die ultimative Herausforderung mit dem großen Reiz, etwas zu erschaffen! Wer nicht jedes Match spielen möchte, kann hier natürlich auch das eine oder andere Aufeinandertreffen simulieren lassen.

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              Und der Rest…

              Abgerundet wird das Game durch die Spielmodi Einzelmatches mit der Möglichkeit, die Rahmenbedingungen wie Tag-Team, Royal Rumble, Steel Cage oder Fatal 4-Way einzustellen und den umfangreichen Editor. Dieser beinhaltet einen Editor für neue Charaktere, Arenen oder Kampfmoves. Keine Riesenmöglichkeiten, aber eine solide Auswahl, bei der man auch zu zweit vor der Konsole viel Spaß haben kann. Gänzlich neu ist der Modus ‚Streak‘. Hier spielt man mit den Undertaker solange, bis man von einem Gegner besiegt wird. Dabei nimmt man den Schaden aus vorherigen Matches mit und regeneriert sich eher langsam. So kann man versuchen, den eigens vom Undertaker aufgestellten Rekord zu überbieten und mehr Matches nacheinander zu gewinnen als die damalige Legende. Eine schöne Herausforderung, die einen netten Kontrast und eine willkommene Abwechslung darstellt. Super!

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              Technik von Gestern

              Im Grafischen liegt der große Minuspunkt bei WWE 2K14. Die Grafikengine ist nämlich schlicht von gestern. Seit etwa 3 Jahren benutzt man bei WWE nun diese Engine. Diese sieht zwar nicht so alt aus, aber man ist mittlerweile einfach Besseres gewohnt. Die Animationen hakeln hier und da, die Gesichter wirken hölzern und bei den Haaren beispielsweise erkennt man die in die Jahre gekommene Maschine. Gerade bei der Grafik wurde es versäumt nachzulegen, auch wenn durch den Wechsel des Publishers Zeit verloren gegangen ist. Hoffen wir einfach auf den nächsten Titel bzw. einen Next-Gen-Ableger. Gerade was das Publikum und die Stimmung in der Arena betrifft, hat 2K gerade mit NBA 2K14 bewiesen, dass sie es definitiv können. Warum also nicht auch bei WWE 2K14? Wir hoffen hier einfach auf Besserung. Trotz der staubigen Grafik kommt ganz gute Stimmung auf. Durch Zwischensequenzen vor den Kämpfen spürt man das Kribbeln, das durch verschiedene Kameraperspektiven und die spezielle Inszenierung von Finishern noch verstärkt wird. Man glaubt teilweise vor dem Fernsehgerät zu sitzen. Nichtsdestotrotz oder genau deswegen ist man enttäuscht über die versäumte Gelegenheit, bei der Grafik nachzubessern. Das hätte dem Spiel gut getan und es noch um einiges besser gemacht.

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              KI und andere Problemchen

              Die KI ist sicherlich über jeden Zweifel erhaben. Die Aktionen der Gegner sind nachvollziehbar und wirken gut koordiniert. Kleinere Aussetzer gibt es, diese fallen aber nicht groß ins Gewicht. Einzig das Kontern wirkt arg statisch und scheint unmöglich beherrschbar zu sein. Man muss im Prinzip jede Aktion des Gegners und deren genauen Ablauf kennen, um zu wissen, wann die Kontertaste eingeblendet wird und wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, diese zu betätigen. Geht man nämlich unvoreingenommen an die Sache und wartet ab, dann verpasst man den richtigen Zeitpunkt allzu oft. Allerdings ist das alles nichts, was wirklich schwer wiegt. Jammern auf hohem Niveau. Dem Spielspaß tut dies alles keinen Abbruch.

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              Fazit

              WWE 2K14 ist ein gutes Spiel, das Abwechslung, Entertainment und ordentlich Spielspaß verspricht. Allerdings ist es ein wenig alte Suppe aus neuen Dosen. Hier muss in der Zukunft von 2K die eine oder andere Verbesserung vorgenommen werden. Vor allem grafisch wirkt WWE 2K14 von gestern. Schade, denn mit aufpolierter Optik hätte man das Spiel auf eine höhere Ebene heben können und zugleich ein Zeichen für die Zukunft setzen können. Nichtsdestotrotz hat 2K das Potential der Marke WWE erkannt und wird zukünftig sicherlich alles tun, um den Titel Next-Gen-tauglich zu machen. Wir sind gespannt! WWE 2K14 ist bei Amazon für derzeit 23,97€ erhältlich.

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              Positiv

              –          30 Years of Wrestlemania-Modus weiß zu fesseln

              –          Umfangreicher WWE-Welt-Modus

              –          Ordentliche Spielmodiauswahl einschließlich eines umfangreichen Editors

              –          TV nahe Inszenierung der Matches

              –          Authentische Kämpfe einschließlich der Stadionatmosphäre und der Kommentatoren

              Negativ

              –          Teilweise ruckelnde Animationen

              –          Gesichter und Körper der Wrestler zu plastisch

              –          Steuerung einschließlich des Konterns zu kompliziert

              –          Technisch veraltet

              –          Kein Schritt nach vorne

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              Test/Testbericht: NBA 2K14

              Es gibt einige Titel in der Videospielwelt, die jedes Jahr aufs Neue erscheinen und deren jährliches Erscheinen sowohl große Vorfreude, als auch großes Unverständnis hervorbringt. Diverse Fußball-Sportspiele, Madden NFL und NHL sind wohl die großen Vertreter dieser Kategorie, genauso wie unser heutiges Testobjekt: NBA 2K14. Die Sportreihe von 2K Sports gehören schon seit 2005 zu einer festen Größe auf dem Videospielmarkt und konnte sogar erfolgreich die NBA Live – Serie von EA Sports verdrängen. Und obwohl das Konkurrenzprodukt von EA dieses Jahr einen weiteren Titel bekommt, so ist NBA 2K14 bereits jetzt bei Fans und Kritikern die unangefochtene Nummer Eins der Basketball-Sportsimulationen. Wir haben für euch getestet, ob es diese Position auch tatsächlich verdient oder ob es sich dabei, wie leider zu oft, um eine große Blase aus heißer Luft handelt, die bei genauerem Hinsehen einfach zerplatzt.

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              Werfen, passen, Körbe treffen

              Für alle, die bisher keinerlei Ahnung von Basketball haben gibt es eine kurze Zusammenfassung des Spielprinzips: Auf einem Feld spielen zwei Teams mit jeweils fünf Spielern gegeneinander und versuchen beim gegnerischen Team einen Korb zu erzielen, indem sie den Spielball (den Basketball) in den auf 3,05 Meter Höhe hängenden Ring mit Netz werfen. Klingt simpel, ist es jedoch nicht, denn einige – mehr oder weniger – komplizierte Regeln erschweren das ganze noch. Doch selbst als absoluter Neuling ohne jegliches Spielverständnis kann man bereits innerhalb von wenigen Minuten in NBA 2K14 einige Körbe erzielen und Punkte machen. Und selbst als Vollprofi kann man noch Probleme damit bekommen, die gegnerische Verteidigung zu durchdringen und den Sieg nach Hause zu holen. So viel sei nämlich gleich zu Beginn gesagt: Das Spielen im aktuellen Titel von 2K Games ist leicht zu erlernen, aber tatsächlich schwer zu meistern. Natürlich abhängig davon, welchen Schwierigkeitsgrad man selbst wählt, welche Regeln man aktiviert haben möchte und was die eigenen Ansprüche sind. Denn vielen Casual-Spielern geht es nicht unbedingt um das Gewinnen an sich, sie möchten lieber schöne Spielzüge sehen und aus unwahrscheinlichen Positionen heraus Würfe auf den Korb versuchen. Andere sehen das etwas ambitionierter und möchten die perfekte Angriffsstrategie entwickeln, die gegnerische Verteidigung auseinandernehmen und dabei so effektiv wie möglich spielen. Egal zu welcher Gruppe ihr selbst gehört, in NBA 2K14 wird tatsächlich für jeden etwas geboten.

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              Basketball ist hierzulande zwar als Sport nicht ganz so beliebt, wie es zum Beispiel in den Vereinigten Staaten von Amerika der Fall ist, doch trotzdem gibt es auch hierzulande Namen der National Basketball Association (NBA), die bei vielen (männlichen) Jugendlichen bekannt sind. In den 1990er Jahren, in denen ich selbst groß geworden bin, waren das zum Beispiel Dennis Rodman, Shaquille O’Neal oder der weltbekannte Superstar Michael Jordan. In den heutigen Tagen kennt (fast) jedes Kind Dirk Nowitzki, den deutschen Superstar aus Übersee, sowie den Ausnahmespieler LeBron James, wobei letzterer so beliebt in den USA ist, dass er sogar im 2K14-Titel gleich mehrfach geehrt wird: Er ziert das Frontcover des Titels und bekommt außerdem einen eigenen Karrieremodus spendiert, den der Spieler nachspielen kann und dadurch in die Fußstapfen des viermaligen MVP steigt. Viele Basketballfans der letzten 20 Jahre schreien jedoch in den letzten Jahren immer öfter auf und behaupten, die heutigen Top-Spieler hätten doch keinerlei Chance gegen die Helden der letzten (oder sogar vorletzten) Generation an Superstars. Seht ihr das auch so? Dann findet es doch ganz einfach heraus. Denn wie bereits in den letzten Teilen der Serie ist es auch diesmal problemlos möglich mit einer der älteren Mannschaften gegen aktuelle Kader zu spielen und herauszufinden, welche Zeit die stärkeren Spieler besitzt.

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              „Come on people, make some noise!“

              Kommen wir zu dem, was bereits auf den ersten Blick zeigt, warum 2K den Konkurrenzprodukten um einiges voraus ist: Die grafische Leistung ist einfach bombastisch beeindruckend: Bereits beim Einlauf der Spieler aufs Spielfeld ist Gänsehaut vorprogrammiert. Die Animationen der Basketballprofis muss sich vor keinem Fußball-, Football- oder sonstigem Sportspiel verstecken und sehen so flüssig und echt aus, dass man manchmal nicht mehr weiß, ob man gerade eine TV-Übertragung sieht oder lediglich die Wiederholung des letzten Korbes. Doch auch auf die Details wurde absolut geachtet: Wenn ein Spieler einen außergewöhnlichen Korb macht oder wichtige Punkte durch Freiwürfe erzielt, heizt er – wie oft im wahren Leben – der Menge ein und fordert seine Fans dazu auf, Krach zu machen und ihn zu feiern – was diese auch prompt machen. Dann stehen sie auf, kreischen herum und schwenken wie wild verschiedene Poster und Fahnen. Das ist Atmosphäre pur und bisher absolut konkurrenzlos – was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum sich seit dem Teil des letzten Jahres auf der grafischen Eben kaum etwas getan hat. Ja, eine neue Generation an Konsolen steht bereits vor der Tür und ja, die grafische Leistung der PlayStation 3 beziehungsweise Xbox 360 wurde schon bei NBA 2K13 fast vollkommen ausgereizt – doch trotzdem wäre es ganz schön gewesen, wenn einige Unstimmigkeiten von damals ausgemerzt worden wären. So gibt es hin und wieder Grafikbugs in den Videosequenzen oder einige übersteife Personen am Spielrand. Das stört zwar nur am Rande, kratzt aber dennoch am sonst makellosen grafischen Auftreten des Titels.

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              Während es also grafisch einen zumindest gefühlten Stillstand gibt, wurde am Gameplay ordentlich geschraubt, was sich daran erkennen lässt, dass sowohl Verteidigung als auch Angriff kaum noch Fehler verzeihen, während sie taktisches, reaktionsschnelles und intuitives Verhalten belohnen. Im Klartext bedeutet das, dass nun besonders gute Profi-Spieler im Angriff nicht einfach mehr durch die von den Werten her schwächeren Verteidiger durchrennen können, während Verteidiger, die sich bereits rechtzeitig positioniert haben, sehr gut den Block stellen können. Auch ist aktives Verteidigen nun so effektiv wie noch nie zu vor. Sprich: Wenn euer Mann am Angreifer steht, solltet ihr durch Tastendruck versuchen, nach dem Ball zu greifen und so das Angriffsspiel direkt zu unterbinden. Ähnliches gilt für den Angriff: Wenn ihr frühzeitig registriert, wie die Verteidigung zu Blocken gedenkt, dann könnt ihr dementsprechend euren Angriffszug überdenken, eure Leute ins Laufspiel schicken, einen Pass werfen und Punkte erzielen. Dabei ist jedoch Training enorm wichtig.

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              Einfach zu lernen, hart zu meistern

              Training ist deshalb enorm wichtig, weil ihr nur dann effektiv spielen werdet. Natürlich könnt ihr auch Körbe werfen, ohne jemals ein Trainingsprogramm angefangen zu haben, denn das Passen, Werfen und Versenken des Balles ist recht selbsterklärend. Doch wenn ihr zum Beispiel stolzer Besitzer von NBA 2K13 seid, dann werdet ihr euch sofort am Anfang erst einmal höllisch ärgern, denn die Steuerung wurde komplett verändert, beziehungsweise überarbeitet. Wenn das eure erste Basketball-Simulation seit Jahren ist, werdet ihr euch sicherlich recht schnell einfinden, doch als Fan, der jedes Jahr die neue Version verschlingt, habt ihr absolut Probleme. Ganz egal, wie lange ihr schon dabei seid, liefert das Training jedoch auch andere Vorteile. Ihr könnt taktisch viel raffinierter vorgehen und versteht, wann ihr wie die Analogsticks einsetzen müsst. Denn dadurch könnt ihr Spielzüge vortäuschen, euch um eure eigene Achse drehen und sowohl direkte, als auch indirekte Pässe (über den Boden) spielen. Außerdem könnt ihr taktische Anweisungen an eure computergesteuerten Mitspieler geben, die dann bestimmte Laufwege beginnen, die sogar auf dem Spielfeld angezeigt werden. Dadurch wisst ihr genau, wer wo wann stehen wird und könnt selbst entscheiden, wohin der Ball gespielt werden muss, um eine maximale Erfolgschance zu bekommen. Klingt zunächst kompliziert und das ist es auch tatsächlich für untrainierte Anfänger. Deshalb wurden hervorragende Trainingsszenarien entwickelt, die euch in die Steuerung einführen.

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              Apropos Mitspieler: Natürlich macht NBA 2K14 wesentlich mehr Spaß, wenn ihr es mit Freunden zusammen oder gegen Unbekannte via Internet spielt. Doch gehört auch das Offline-Spielen mit der KI einfach dazu und die stellt sich mitunter einfach nur doof an, kann aber dann im Gegenzug extrem verrückte und beeindruckende Angriffe – und Verteidigungen – an den Tag legen. Das ist sehr frustrierend, wenn eure Mitspieler zum Beispiel bei einem Einwurf sich hinter die Aus-Linie stellen oder bei einem hohen Ball in der Gegend herum starren und nicht so genau wisse, warum sie hier auf dem Feld stehen. Diese Probleme habt ihr natürlich bei menschlichen Mitspielern eher selten, weshalb der Crew-Modus, der bereits bei 2K12 sehr beliebt war, nun wieder zurück ist. Dort könnt ihr in 3er- oder 5er-Teams gegen andere Mannschaften antreten und euch in der Rangliste immer weiter nach oben arbeiten. Bei Freundschaftspielen könnt ihr sogar neuerdings auf die Topmannschaften aus der Europa League zurückgreifen und zum Beispiel Alba Berlin in den Kampf führen.

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              Persönliches Fazit

              Es gibt genau einen Grund, warum man sich für NBA 2K14 entscheiden sollte: Wenn man Basketball mag und eine passende Konsole besitzt. Denn das Spiel ist trotz einiger Fehler wirklich sehr gut und mit Abstand die unangefochtene Nummer Eins in diesem, zugegebener Maßen sehr überschaubaren, Segment der Sport-Simulationen. Doch auch grafisch muss es sich nicht vor den anderen Größen dieses Genres verstecken und macht einen sehr guten Eindruck. Warum 2K Games ständig die Steuerung ändert, mag wohl den einen oder anderen durchaus verwirren oder sogar ärgern, doch davon einmal abgesehen funktioniert das Steuern der eigenen Männer sehr gut und hat nur manchmal ein paar feine Probleme, die jedoch nur in sehr speziellen Situationen auffallen. Wenn ihr NBA-Fans seid oder es werden wollt, dann holt euch den Titel und genießt die vielen Stunden Spielspaß, die er euch bringen wird. Absolute Kaufempfehlung! Bei Amazon gibt es den Titel bereits ab 45 Euro.

              Positiv:
              – allgemein sehr gute Grafikleistung
              – informative Trainingsszenarien
              – taktische Tiefe
              – Topstars der NBA auch aus der Vergangenheit
              – Europa League
              – guter Mutliplayer

              Negativ:
              – einzelne Grafikbugs
              – unnötige Veränderung der Steuerung
              – KI-Probleme

              Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann holt euch NBA 2K14 doch über Amazon. Oder vergleicht die Preise hier.

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              Euer Hardbloxx-Team
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              Test/Testbericht: FIFA 14 vs. PES 14 (PS3)

              Wenn die Tage wieder kürzer und die Nächte immer kälter werden, ist es jedes Jahr Tradition unter den fußballbegeisterten Zockern in die Läden zu gehen und sich bei den neuesten Ablegern des Genres, beispielsweise aus dem Hause Konami oder EA, zu bedienen. Unter allen Fußballsimulationen auf dem Markt haben sich zwei Serien besonders etablieren und mittlerweile eine große Fanbase erreichen können. Die Rede ist natürlich von den Reihen Pro Evolution Soccer und FIFA, die jedes Jahr im Spätsommer released werden. Welche Reihe nun die bessere ist, wo es mehr Realismus und Spielspaß gibt, das ist unter den Spielern äußerst umstritten. Nichtsdestotrotz versuchen wir, die beiden Simulationen PES14 und FIFA14 zu vergleichen und einzelne Kriterien gegenüberzustellen. Was beim Test herauskam, erfahrt ihr im Folgenden.

              Oberfläche, Design

              Fangen wir ganz allgemein mit den Looks der beiden Spielehits an. Wo PES auf schlichtes Aussehen setzt, hat man bei FIFA die Oberfläche komplett überarbeitet. Ob sie dadurch besonders übersichtlich geworden ist oder ähnliches, darüber lässt sich sicherlich streiten. Sie sieht einfach nur sehr schön aus. Das rechnen wir PES allerdings nicht als Minuspunkt an. Vielmehr kann man die Menüs und die Bedienung bei PES 14 als zeitlos und schlicht bezeichnen.

              FIFA14-homeScreen
              847PES2014_Italy_01
              FIFA 14
              /
              PES 14
              /

              Spielmodi

              Die Möglichkeiten, die beide Titel bieten, waren schon immer enorm. Dies ändert sich auch dieses Jahr nicht. Egal, nach was den Spielern der Sinn steht, in beiden Titeln kann fast jeder Wunsch erfüllt werden. Allerdings tritt Konami dieses Jahr ein wenig auf der Stelle, während EA, wenn auch kleine, Verbesserungen in die Spielmodi einbaut. Hier ist beispielsweise der spaßige Trainingsmodus bei FIFA zu nennen. PES-Liebhaber freuen sich dieses Jahr über den vorhandenen Liga-Modus. Insgesamt bietet aber wohl FIFA 14 das breiteste Angebot. Sei es offline mit den detaillierten Karrieremodi oder online mit den fast eigenständigen Spiel ‚Ultimate Team‘.

              FIFA14-newCrossingSkillGame
              PES2014_BM_UCL
              FIFA 14
              +
              PES 14
              /

              Gameplay

              In beiden Ablegern wurde dieses Jahr ein wenig das Tempo aus dem Spiel genommen. Man wollte damit erreichen, dass der Spieler mehr Zeit hat, um den nächsten Schritt zu überdenken. Die Taktik rückt also in den Mittelpunkt. Bei beiden Spielen ist dies offensichtlich und mitunter auch gut gelungen. Allerdings ist bei PES 14 ein bisschen viel Tempo verloren gegangen. Das Spiel wirkt hier eher zu langsam, sodass sogar Spielfluss verloren geht. Diese Umstellung hat EA eleganter gelöst.

              Die Spielanimationen sind bei PES 14 und FIFA 14 gleich gut gelungen. Man muss Konami hier allerdings hoch anrechnen, dass sie den Mut hatten, eine Komplett neue Engine einzuführen. Mithilfe der Fox-Engine soll das Fußballerlebnis noch realistischer werden. Dies gelingt auch ganz gut – mit Abstrichen. Das gedrosselte Tempo wurde bereits erwähnt. Was sehr schön geworden ist, sind beispielsweise die animierten Zweikämpfe oder die Bewegungsabläufe auf den Platz. Man erkennt zwar, dass hier noch nicht alles aus einem Guss ist, aber es sieht trotzdem schon sehr schick aus. Unsere Hoffnungen liegen hier auf den Next-Gen-Konsolen. Gerade auch weil PES 14 tatsächlich ab und an ins Ruckeln kommt. EA lehnte sich bei FIFA14 nicht ganz so weit aus dem Fenster. Trotzdem wurden die Animationen auf den Platz verbessert. Das sieht bei beiden schon sehr stark nach richtigen Fußball aus!

              fifa14
              849PES2014_Italy_03
              FIFA 14
              /
              PES 14
              /

               

              KI

              Besonders auffällig ist die fortschrittliche KI in FIFA 14. Wenn der Computer verteidigt, dann tut er das verdammt gut. Die Innenverteidigung läuft die Räume zu und die defensiven Mittelfeldspieler attackieren den Ballführenden. Hier wird es knifflig, die Lücke zu finden. Auch die KI im Konkurrenten funktioniert ganz gut. Allerdings nicht ganz so gut, wie in der Simulation von EA, aber die Aussetzer häufen sich nicht unangenehm oft. Am auffälligsten hier sind die Torhüteraussetzer. Hier wird gerne mal ins Leere gesprungen.

              FIFA14_NG_DE_protect_the_ball_WM
              850PES2014_Italy_04
              FIFA 14
              +
              PES 14
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              Taktik

              PES war schon eh und je der Taktikspielplatz schlechthin. Die Möglichkeiten hier sind einfach riesig. Zwar bekommen Einsteiger sicherlich Probleme mit der Komplexität, dennoch ist die Tiefe hier bemerkenswert. FIFA versucht in dieser Hinsicht ebenfalls etwas aufzuholen, kommt allerdings nicht annähernd an den Detailreichtum von PES heran.

              FIFA14-formationMenu-atlMad-Val-451
              PES2014_DPS_S_o Paulo_Crici_ma
              FIFA 14
              /
              PES 14
              +

               

              Grafik

              Beide Spiele sehen sehr gut aus. Die Gesichter der Spieler sind in FIFA 14 wie in PES 14 sehr gut gelungen. In beiden Ablegern erkennt man, mit wem man über das Feld läuft. Allerdings muss man Konami attestieren, dass sie sich etwas mehr Mühe in der Gestaltung des Umfeldes gemacht haben. So sind bei PES 14 die Zuschauer schön modelliert und sehen besser aus als die verpixelten Massen bei FIFA 14. Auch wurde in PES alle,s was rund um den Platz passiert, sehr schön dargestellt. Presse, Reservespieler, Balljungen, Fotografen. Jeder findet seinen Platz am Spielfeldrand. Bei FIFA wurde dies in Ansätzen versucht, jedoch hat Konami hier die Nase vorn.

              FIFA14_NG_DE_protect_the_ball_prt2_WM
              PES2014_S_o Paulo
              FIFA 14
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              PES 14
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              Atmosphäre und Soundtrack

              PES hat sich, was Stadionatmosphäre betrifft, klar verbessert. Nicht nur weil auch vielerlei Nebendarsteller rund um das Spielfeld zu bewundern sind, ist das Spielerlebnis auf hohem Niveau. Schöne Fangesänge und Choreografien, gut modelliertes Publikum und sehr unterhaltsame Kommentatoren tragen zu einer runden Atmosphäre bei. Doch in diesem Punkten steht FIFA in nichts nach. Gerade die vielen originalgetreuen Fangesänge können hier punkten. Auch wenn das Drumherum nicht so schön aussieht wie bei der Konkurrenz, kommt trotzdem ordentlich Stimmung auf. Der Soundtrack ist bei FIFA wie gewohnt umfangreich und erstklassig. PES punktet hier allerdings mit vielen zeitlosen Klassikern, sodass hier keiner hervorsticht.

              FIFA14_NG_SP_pure_shot_WM
              PES2014_BM_Allianz
              FIFA 13
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              PES 14
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              Lizenzen

              Ein altes Problem von Pro Evo sind die zugeteilten Spielstärkepunkte einzelner Spieler und Mannschaften. Das ist schon ein ganz schönes Durcheinander und wirkt sehr wahllos. Die italieneische Liga ist absurd hoch bewertet, wohingegen die Spieler des Championsleague-Siegers Bayern München wie A-Jugendliche anmuten. Bei FIFA ist dies viel besser gelungen. Im Punkt Lizenzen scheiden sich die Geister. Es ist allseits bekannt, dass man bei PES 14 auf eine Vielzahl an Lizenzen verzichten muss. Auch wenn dieses Jahr z.B. mit der asiatischen Championsleague nachgebessert wurde. FIFA ist und bleibt hier einfach eine Klasse für sich. Natürlich werden einige sagen, Pro Evo punktet mit anderen Dingen und die PES-Fans stören sich nicht an fehlenden Lizenzen. Alles richtig, ja. Allerdings ist dies nun mal ein direkter Vergleich und hier zählen nur die Fakten. Und diese belegen, dass EA die Nase deutlich vor Konami hat. Da man aber dieses Jahr ein wenig mehr zu bieten hat als in den Jahren zuvor, gibt es für PES 14 keine Minuspunkte.

              FIFA14-kickOff
              PES2014_Stadium_01
              FIFA 14
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              PES 14
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              Fazit

              Vergleicht man beide Spiele 1 zu 1 miteinander, geht der Sieg knapp an FIFA 14. Das liegt vor allem an dem riesigen Lizenzpaket. In allen anderen Punkten sind beide auf Augenhöhe mit den einen oder anderen Ausreißer nach oben oder unten. Natürlich ist dieser Vergleich nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern lediglich ein Anhaltspunkt. Fans der PES Serie stören sich ohnehin nicht an fehlenden Lizenzen, sondern genießen lieber die taktischen Möglichkeiten. So kann man zusammenfassen, dass die Fans beider Reihen letztendlich sowieso schwer umzustimmen sind. Für Neulinge bietet FIFA sicherlich einen leichteren Zugang als PES. Wenn Jemand allerdings seine Idee von Fußball umsetzen will und äußerst detailverliebt ist, könnte er mit PES glücklicher werden. Wie man es auch nimmt, beide Reihen sind für sich genommen großartig. FIFA 14 kostet bei Amazon derzeit 56,90€. PES 14 bekommt man bei Amazon für 47,27€.

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              Euer Hardbloxx-Team
              Test erstellt von Hardbloxx.DannyDashboard

              FIFA 14 bei Amazon bestellen oder hier Preise vergleichen.

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              Test/Testbericht: FIFA 14 (PS3)

              Mit FIFA hat EA einen wahrhaften Topseller im Repertoire. Auch dieses Jahr stürzten sich die Fans wieder auf den Ableger. Zu Recht? Gilt nicht zu befürchten, dass durch den Umschwung auf den Konsolenmarkt solche Games auf der Strecke bleiben? Wieso sollte EA ein sich ohnehin  gut verkaufendes Spiel auf PS3 oder Xbox360 nochmals besser machen, wenn in wenigen Wochen die Next-Gen-Konsolen an den Start gehen, wo es definitiv einen ganzen Haufen an Innovationen geben wird? Ob EA tatsächlich zwei verschiedene Games entwickelt hat und ob es sich lohnt, bei FIFA 14 schon jetzt zuzuschlagen, erfahrt ihr im Test.

              Erst denken, dann handeln!

              Skepsis war tatsächlich angebracht, da man sich in der Branche mittlerweile durchaus auf die Ausrichtung auf PS4 oder Xbox One konzentriert. Doch vorweg: die Skepsis war unangebracht. EA hat mit FIFA 14 nochmal einen ordentliche Schritt nach vorne gemacht und der Serie einen würdigen Generationswechsel beschert. Was sofort auffällt: Das Spiel ist langsamer geworden. Zwar nicht so langsam, wie in PES14, aber schon gedrosselter. Vorbei die Zeiten, wo ein langer Ball aus der Abwehr den Gegner komplett überrumpelt und man so fast garantiert zum Torabschluss kommen konnte. Jetzt bleibt mehr Zeit, um die Angriffe überlegter und präziser zu planen und auszuspielen. In aller Ruhe und Übersicht mit Kurzpassspiel aus der Abwehr heraus, ein Raum schaffendes Dribbling und anschließend der tödliche Pass. Das klappt wunderbar und schafft viel mehr Realismus. Negativ anzumerken ist hier jedoch, dass sehr viele Bälle von außen zum Torerfolg führen – zu viele. Das Problem kennt man ja bereits aus früheren Teilen und es besteht noch immer. Zwar wurden die erzielten Tore nach Flanken deutlich verringert, dafür fallen aber nach Ecken viel zu viele Kopfballtore. Das stört ein wenig.

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              FIFA14-formationMenu-PSGMarseille-433

              … die Defensive gewinnt Titel

              Durch das verlangsamte Spiel hat man nun besser als je zuvor die Möglichkeit, die eigene Abwehr bei gegnerischen Angriffen in Stellung zu bringen. Das funktioniert mit etwas Übung auch sehr gut. Hat man den Dreh raus, ist die eigene Viererkette mehr und mehr ein Bollwerk und jeder Passversuch des Gegner bleibt hängen. Dieses Phänomen tritt aber nicht nur auf, wenn man die Abwehr selber steuert. Die KI hat ebenfalls nochmals ordentlich zugelegt. Die KI-Abwehr stellt nun nämlich genauso gut die Räume zu, deckt die Angreifer und geht deutlich aggressiver auf den ballführenden Spieler zu. Hier wird es mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad immer kniffliger, die Lücke zu finden und damit wird es immer wichtiger, das Spiel in Ruhe aufzubauen und auf die richtige Gelegenheit zu warten. Ein riesen Schritt in Richtung Realismus!

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              fifa14

              Skills sind alles

              Wen man sich doch einmal entscheidet, mit dem Ball am Fuß durchzustarten, dann könnte man dennoch große Erfolge feiern. Zumindest, wenn der eigene Spieler hohe Skill-Werte auf Schnelligkeit und Laufstärke besitzt. Denn die Unterschiede in den Skills der einzelnen Spieler fallen nun noch viel deutlicher aus. Wenn ein Spieler hohe Geschwindigkeitswerte hat, merkt man dies auch. Auf der einen Seite finden wir das gut, auf der anderen Seite kann es frustrieren, wenn ein Schweinsteiger oder ein Kroos ständig Laufduelle gegen Spieler verlieren, die um Klassen schlechter sind als sie. Besonders zwischen den Ligen fallen solche Unterschiede sehr stark auf. Man könnte meinen, der Bundesligist spielt gegen einen Kreisligisten, so stark sind die Unterschiede. Grundsätzlich ist es aber gut, dass die Fähigkeiten und Werte der Spieler nun eine höhere Berücksichtigung finden. Nun kann man nämlich auch mit den Fähigkeiten der Spieler taktieren und schon bei der Aufstellung überlegen, wo der Spieler mehr Vorteile für das Team bringt. Ein Sprinter auf außen, ein Ballverteiler in der Mitte und ein Zweikämpfer vor der Abwehr. Was ebenfalls gut ist, sind die geführten Zweikämpfe. In der Vergangenheit war es oft so, dass bei einem Aufeinandertreffen zweier Spieler meist der die Oberhand hatte, der die höhere Spielerbewertung hatte. Vorbei! Jetzt entscheidet im Zweikampf tatsächlich ab und an der Zufall mit. Wenn der Verteidiger besser zum Ball steht, dann bleibt er auch der Sieger. Egal, ob Christiano Ronaldo oder Mitchell Weiser auf die Abwehr stürmen. Auch schön ist, dass der Ball nach diversen Aufeinandertreffen herrenlos durchs Mittelfeld trudelt, bis sich seiner ein anderer Spieler annimmt. Auch das schafft mehr Realismus.

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              Neue Physik, neues Gefühl

              Wo wir auch schon beim Thema Physik angekommen sind. Denn diese ist in FIFA 14 durchaus anders. Nämlich besser! Zum einen gibt es nun eine realistischere Ballphysik, die, wie bereits erwähnt, teilweise auch zu Unberechenbarkeiten führt. Damit einher geht auch ein unberechenbarer Torabschluss. Nicht jeder Ball wird zur Fackel und es kommt immer darauf an, wie die Haltung vor dem Torabschluss aussieht. Gut gelungen! Auch die Abstöße oder Freistöße sehen nun besser aus. Was auch besser aussieht, sind die Animationen. Die Bewegungen der Kicker sind flüssiger und schicker. Dazu trägt sicher auch die neue Physik bei, die das Hauptaugenmerk auf die Schwerkraft legt. Es ist jetzt viel schwerer, von einer Bewegung abprubt in eine andere überzugehen. Für solche Bewegungen muss man nun mehr Zeit einplanen. Etwa im Vollsprint die Richtung um 180° zu drehen, ist nun nicht mehr ganz ohne Probleme möglich. Apropos Schwerkraft: bullige Stürmertypen oder allgemein robuste Spieler wandeln endlich authentisch auf dem digitalen Rasen umher. Man kann ihre Wucht, mit der sie die Zweikämpfe bestreiten, beinahe spüren. Die Optik der Sprints wurde in FIFA 14 ebenfalls poliert. Zieht man das Tempo an, ist der Ball schwerer zu kontrollieren und häufig verzettelt man sich. Je nachdem wie hoch die Skill-Werte sind, dribbelt man sicher durch die Abwehr oder ins Aus. Auch bei Ballannahme oder Ballmitnahme wurde eine Schippe draufgelegt. Denn je nach Bewertung der Spieler klebt entweder der Ball am Fuß oder er springt Meterweit weg.

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              Nicht so kompliziert!

              Die Steuerung ist in etwa identisch mit der des Vorgängers. Es wurde hier lediglich an kleinen Stellschrauben gedreht, um die Sache runder zu gestalten. Beispielsweise sind die Spezialbewegungen noch immer mit dem rechten Stick zu steuern, allerdings muss man hierfür nicht mehr die L2-Taste gedrückt halten. Das vereinfacht alles ein wenig und man verhindert Fingerverrenkungen. Damit wird nicht nur Neulingen der Einstieg erleichtert, auch Profis tricksen nun komfortabler.

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              Wer die Wahl hat…

              Selbstverständlich kann man auch dieses Jahr aus einer Vielzahl von Spielmodi auswählen. Hier hat sich nicht viel getan. Es ist auch nicht zwingend nötig, da man schon jetzt die Qual der Wahl hat. Dennoch gibt es hier und da kleine Veränderungen. So wurde im Manager-Modus das globale Scouting-Netzwerk eingeführt. Hier kann man dem Scout seine favorisierten Attribute nennen, auf die besonders Wert gelegt werden soll und dieser sucht dann in einem festgelegten Gebiet nach interessanten Spielern. Eine sehr schöne Idee, die dem Transfergeplänkel neues Leben einhaucht. Auch online gibt es etwas Neues zu bespielen. Im Saison-Modus kann man nämlich mit einem Freund zusammen gegen zwei andere Spieler antreten. Eine nette Idee – nicht mehr, nicht weniger. Ansonsten bleibt alles beim Alten – auf hohem Niveau natürlich. Im Ultimate Team Modus gilt es neuerdings Chemistry Styles zu verteilen. So haben die jeweiligen Styles immer gewisse Attribute, die dann bestimmte Werte der Spieler verbessern. Eine nette Neuerung ohne großen Tiefgang.

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              Technisch sauber

              Der Stand der Technik ist in FIFA 14 noch einmal gestiegen. Die Menüs wurden überarbeitet und sehen jetzt einfach schicker aus. Die Animationen der Spieler sind wieder ein Stück näher an die Perfektion gerückt. Selbst die Zuschauer wurden aufpoliert. Zwar sind sie nicht so schön geworden wie in PES14, allerdings ist das neu animierte Publikum ein Schritt in die richtige Richtung. Die Grafik allgemein ist ungefähr die gleiche wie im Vorjahr. Also auf hohem Niveau. Hier sind wir sehr auf die Next-Gen-Optik gespannt. Der Soundtrack ist wie jedes Jahr phänomenal und die Kommentatoren gewohnt stimmig, zwar mit kleinen Aussetzern, aber solide. An der Atmosphäre im Stadion wurde dieses Jahr etwas mehr Hand angelegt. Die Stimmung im Stadion mit original Fangesängen und ekstatischen Torjubel ist sehr authentisch und lässt ein gutes Gefühl beim Zocken aufkommen. Aufdrehen und Genießen!

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              Lizenzen soweit das Auge reicht

              FIFA war schon immer der Krösus in Sachen Lizenzen. Und so wundert es auch nicht, dass hier dieses Jahr wieder einmal kein Auge trocken bleibt. Man kann so ziemlich jede Liga mit Original-Mannschaft und -Kader spielen. In England beispielsweise geht es gewohnt bis nach unten in Liga vier. In Deutschland reicht es immerhin bis in die 2. Bundesliga. Die 3. Liga ist sicherlich frommer Wunsch der Fangemeinde. Ebenso die türkische Liga sollte endlich integriert werden. Ansonsten sind jedoch nahezu alle Wünsche erfüllt.

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              Fazit

              Alle Jahre wieder stürmen Genre-Fans in die Läden und räumen den Anbietern die Regale leer. Und alle Jahre wieder tun sie dies völlig zu recht. EA hat es wieder geschafft, viele kleine Dinge an FIFA zu ändern, sodass man ein besseres Gesamtpaket erhält. FIFA 14 ist taktischer, schöner und spannender als je zuvor. Nach kurzer Eingewöhnungsphase rollt der Ball besser als vorher. Egal ob Einsteiger oder FIFA-Veteran, hier darf jeder ohne zu zögern zugreifen! Wenn die „alten“ Versionen schon so dermaßen rocken, wie schaut das alles erst auf den Next-Gen Systemen aus? Wir sind gespannt und haben auch ein wenig Angst (um unser Berufs- und Familienleben). FIFA 14 ist bei Amazon für derzeit 56,90€ zu haben.

              Positiv

              –          verbesserter Optik

              –          schönere, flüssigere Animationen

              –          grandioser Soundtrack

              –          phänomenale Stadionatmosphäre

              –          neue Physik schafft mehr Realismus

              –          Steuerung vereinfacht

              –          Skill-Werte mehr im Vordergrund

              –          Viele Lizenzen

              –          neues Scouting-System

              Negativ

              –          Skill-Werte sorgen manchmal für zu hohe Unterschiede zwischen Spielern

              –          besonders die Geschwindigkeit der Spieler wirkt sich zu stark aus

              FIFA 14 jetzt direkt auf Amazon kaufen oder hier Preise vergleichen.

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              Test/Testbericht: Pro Evolution Soccer 2014 (PS3)

              Konami wollte mit der Einführung einer neuen Engine das digitale Fußballerlebnis revolutionieren und schon die Weichen Richtung Zukunft und Next-Gen-Konsole stellen. Inwiefern ihnen dies mit Einführung der Fox-Engine gelang, wie sich die neue Fußballsimulation spielt und was wirklich neu ist, erfahrt ihr im Test.

              Fox-Engine und alles wird besser?

              Schon im Vorfeld wollte sich Konami in eine gute Ausgangssituation bringen und releaste vor EA. Man kann darüber streiten, ob dies ein genialer Schachzug war, denn Pro Evolution Soccer ist ohnehin mit einer breiten Fangemeinde ausgestattet, die auf den Ableger von Konami schwört. Jedoch sollte die Einführung der Fox-Engine die Tore ein wenig öffnen und der gemeine FIFA-Zocker durch noch mehr Realismus und Spielgefühl auf die PES-Seite gezogen werden. Ob dies gelang, können und wollen wir nicht beurteilen. Vielmehr legen wir unser Augenmerk darauf, ob und wie Angekündigtes umgesetzt wurde. Und genau hier kommt man schon das erste Mal ins Stottern. Die von Hideo Kojima mitentwickelte Engine lahmt nämlich an der einen oder anderen Stelle. Der gesamte Spielfluss wirkt so arg verlangsamt, dass man zwar mehr Zeit für Tastenkombinationen hat, jedoch diese gemächlichen Abläufe einfach nerven können. Natürlich kann man dadurch viel mehr Wert auf taktische Abläufe legen, doch irgendwann wirkt das auch für den verbissensten Taktiker störend. Die Trägheit äußert sich vor allem darin, dass es eine gefühlte Ewigkeit dauert, bis die Tastenbefehle tatsächlich auf dem Bildschirm kommen. Wer hier nicht genau das richtige Timing mitbringt, verliert den Ball oder verstolpert den Torabschluss. Außerdem sind die Übergangsphasen in den Animationen unflüssig. Beispielsweise die Abläufe von Dribbling zum Schuss oder von der Ballannahme zum Zweikampf ruckeln störend. Die Animationen an sich sind hingegen gut gelungen und laufen auch flüssig. Nicht nur die Performance von Aktion und Wirkung, Stichwort Tastenbefehle, hinkt nach, auch  die restliche Visualisierung läuft keinesfalls problemlos. So kommt es in den Zwischensequenzen immer wieder zu Rucklern. Auch im Spiel selbst gibt es manchmal Aussetzer. Das ist auf Dauer nervig und mindert den Spielspaß. Auf Spiele mit Regen oder Schnee wurde aus diesem Grund gänzlich verzichtet. Das mag einige nicht groß stören, hinterlässt aber einen faden Beigeschmack. Die Fox-Engine scheint zu sehr auf die Next-Gen-Konsolen abzuzielen, denn die Hardware der aktuellen Konsolen reicht schlichtweg nicht aus. Dieser Umstand ist äußerst, nennen wir es einmal unglücklich.

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              Schöne Präsentation mit Schwächen

              Natürlich ist nicht alles schlecht. Im Gegenteil, die neue Engine ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, der allerdings ausbaufähig ist. Besonders das Design der Spieler ist gut gelungen. Man kann beinahe ausnahmslos jeden Spieler an den Gesichtszügen erkennen. Übrigens nicht nur an den Gesichtszügen, denn einige Kicker erkennt man auch wunderbar an ihrer Spielweise, ihren Dribblings oder der Art, wie sie sich bewegen. Auch die Animationen der Spieler sehen sehr gut aus. Positiv zu erwähnen ist ebenfalls das Publikum. Wer kennt sie nicht, die aufgestellten Pappfiguren, die nebeneinander auf den Rängen stehen. Ein Ärgernis, das sich durch die Geschichte der Fußballsimulationen zieht. In PES14 gehören sie der Vergangenheit an. Das Publikum ist endlich detaillierter und plastischer animiert worden und sieht jetzt angemessen gut aus. Auch die Stimmung im Stadion ist gut gelungen. Bei Fouls wird lauthals gepfiffen und bei Torchancen geht ein Raunen durch die Runde – sehr schön. Das Kommentatoren-Duo Hansi Küpper und Wolf Fuss gefällt mir persönlich sehr gut. Natürlich kommt es hin und wieder zu sinnfreiem Aneinanderreihen von Floskeln und zu unpassenden Aussagen, allerdings gefällt mir einfach die Art, wie Wolf Fuss ein Spiel kommentiert. Dieser Charme ist auch in PES14 spürbar. Stichwort Charme: Es macht einfach Spaß, die vielen Details bei PES14 zu bestaunen. Auswechselspieler, Kameraleute oder grandiose Fanchoreographien wurden mit viel Detailverliebtheit umgesetzt. Fast schon schwierig, sich hier alleine auf den Ball und das Fußballspielen zu konzentrieren.

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              KI eher dürftig

              Die KI kommt auch dieses Jahr mit einigen Schwächen daher. Ruft man beispielsweise den Torwart heraus, kommt es nicht selten vor, dass er grandios am Ball vorbeispringt. Das wäre ja noch ok, wenn ab und an eine Flanke durchrutscht. Allerdings wird aus den einfachsten Situationen ein Problem. Kommt etwa ein hoher Ball von der Seite und man ruft den Torhüter, stellt sich dieser völlig blödsinnig zum Ball und springt slapstickmäßig ins Leere. Ganz zu schweigen von der eigenen Abwehr, die desinteressiert abdreht, wenn der Torwart herausstürmt. Das ist alles andere als realistisch. Auch die Laufwege der eigenen Offensivabteilung wirken hin und wieder blödsinnig, sodass der geneigte Fußballfan die Augenbrauen nach oben zieht. Allerdings kann man zumindest die Laufwege durch einen sehr guten Taktikmodus mit Standardkombinationen regulieren und den „Schaden“ somit in Grenzen halten. Diese sind während des Spiels ganz einfach zu aktivieren.

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              Sind sie zu stark, bist du zu schwach?

              Extrem verwirrend und kurios sind die Stärkepunkte einiger Spieler. Geht man die Top-Mannschaften in Europa durch, fallen einem jede Menge Ungereimtheiten auf. Beispielsweise ist ein Daniel Van Buyten stärker als ein Thomas Müller oder sogar ein Philipp Lahm. Allgemein sind die Bankdrücker fast aller Mannschaften viel zu hoch bewertet worden. Die italienische Liga, ja genau die Liga, die seit Jahren auf dem absteigenden Ast ist, ist so stark bewertet worden, dass schon durchschnittliche Truppen den Champions-League-Sieger Bayern München überflügeln. Das kann nicht sein und lässt einfach den Eindruck von Schlamperei zurück – sehr ärgerlich! Auch ärgerlich ist, dass die immer bessere Bundesliga in PES14 überhaupt keine Rolle spielt. Einzig 3 Klubs: Bayern München, Schalke 04 und Bayer 04 Leverkusen sind zu finden. Champions-League-Finalist Borussia Dortmund mit Top-Spielern wie Gündogan, Reus, Lewandowski? Fehlanzeige! Das ist sehr schade denn so gehen dem Spiel auch ein wenig die Reizpunkte verloren. Man spürt einfach sehr deutlich, dass sich PES immer mehr vom deutschen Raum und dessen Interessenkreis entfernt. Die anderen Top-Ligen Europas sind, mit Abstrichen, vorhanden. In England sind allerdings die Vereinsnamen unkenntlich gemacht worden. Was ebenfalls auffällt, sind die teils unvollständigen Kader. Bei den vorhandenen Mannschaften mit Originalnamen fehlen wichtige Transfers. Ein Thiago fehlt bei Bayern München und das fällt schon auf (von den „Fehlern“ anderer Mannschaften wie Chelsea ganz zu schweigen).

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              Wenige Lizenzen

              Und hier liegt der für mich störendste Punkt. Es geht einfach eine Menge Spaß verloren, wenn man mit ausgedachten Mannschaften eine Saison bestreitet. Wo ist hier der Reiz, sich mit seinen Vorbildern durch die Liga zu kämpfen und die Konkurrenz auszustechen? Natürlich gibt es wie jedes Jahr den Editor, der es erlaubt, die Teams manuell auf Stand zu bringen, allerdings ist das mühsam und schreckt eventuell ab. An diesem Punkt sagen die Fans zu recht, dass man PES nicht wegen der Lizenzen kauft, sondern wegen des speziellen Fußballerlebnisses. Doch das Fußballerlebnis wird in PES14 durch die neue Engine auf wackelige Beine gestellt und vielleicht hätte PES mit besseren Lizenzen eine noch größere Lobby. Das alles heißt aber nicht, dass sich nichts getan hat. Speziell im asiatischen und südamerikanischen Raum wurde Investiert. Neu dabei ist dieses Jahr die AFC Champions League. Ebenfalls integriert wurden die brasilianischen, argentinischen und chilenischen Nationalligen mit nahezu allen Originalteams und beinahe allen Nationalteams. Also gibt es durchaus Trost für enttäuschte Anhänger des europäischen Topfußballs. Es macht schon sehr viel Spaß, die „exotischen“ Ligen und Wettbewerbe zu spielen und diese zu entdecken.

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              PES2014_S_o Paulo

              Die Qual der Wahl

              Bei den Spielmodi hat sich nicht wirklich viel getan. Es gibt nach wie vor eine sehr große Auswahl an Möglichkeiten, wie man PES14 spielt. Deshalb ist das nicht unbedingt ein Rückschritt oder negativ. Das sehr gute Niveau wurde gehalten und leicht angepasst. Mit Be A Legend steuert ihr einen einzelnen Fußballer durch seine Karriere (diesmal auch als Torwart möglich). Die Meister-Liga durchschreitet ihr als Trainer oder auch die Champions League oder die Copa Liberatores kann einzeln gespielt werden. Neu ist, dass dies nun auch für die Europa League gilt. Selbstverständlich ist es auch wieder möglich, selbst ein Turnier oder eine Liga zu erstellen und diese zu spielen. Auch die diversen Online-Möglichkeiten sind sehr gut integriert und machen Spaß.

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              Emotionslos?

              Das vorher groß angekündigte Emotionssystem hingegen geht in PES14 völlig unter. Es wirkt eher unreif und überflüssig. So wurde im Vorfeld angekündigt, dass es Auswirkungen auf die Mannschaft hat, ob man auswärts oder zu Hause spielt oder ob man eine Aufholjagd startet. Davon war wenig zu spüren und der Modus war schnell ausgeschaltet.

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              Fazit

              Vorneweg: PES14 macht wirklich sehr viel Spaß und das PES-Gefühl kommt durchaus auf. Schön sind auch die neuen Lizenzen und der neue Schwung der, von der Fox-Engine ausgeht. Allerdings ist dieser Schwung unausgereift. Es holpert und poltert an sehr vielen Stellen und das Spiel an sich ist arg langsam geworden. Berücksichtigt man die großen Ankündigungen von Konami, so kann man ein wenig enttäuscht sein. Das Gameplay ist nicht so innovativ, wie erwartet und die fehlenden Wetterverhältnisse und das überflüssige Emotionssystem hinterlassen den Eindruck eines unfertigen Spiels. Nichtsdestotrotz ist PES14 für Fußballbegeisterte ein gutes, jedoch kein sehr gutes Spiel. Der Umfang ist beachtlich, der Online-Modus unterhaltsam und die asiatischen und südamerikanischen Ligen sehr interessant. Also kann man hier getrost über die kleineren Schwächen hinwegsehen und zugreifen. Hoffen wir, dass Konami nach dem einjährigen „Testlauf“ ihrer Fox-Engine einen größeren Schritt auf den Next-Gen-Konsolen nach vorne machen kann. Pro Evolution Soccer 2014(PS3) ist auf Amazon für derzeit 44,46€ erhältlich.

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              Positiv

              –          gewohnt großer Umfang mit neuen Lizenzen

              –          schöne Animationen

              –          Zuschauer sehen erstmals in einem Fußballspiel gut aus

              –          charmante Kommentatoren

              –          viele taktische Möglichkeiten

              Negativ

              –          Fox-Engine läuft nicht flüssig

              –          schlechte Animationsübergänge und zu langsames Umsetzen der Tastenbefehle

              –          wenig Lizenzen ohne Bundesliga

              –          dürftige Stärkepunktvergabe und unvollständige Kader

              –          Emotionssystem wirkt fehl am Platz

              –          Wettereffekte fehlen

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              Test/Testbericht: NHL’14

              Pünktlich zum zwanzigjährigen Jubiläum des ersten NHL PC-Ablegers schickt EA ein rundes, gut durchdachtes Game an den Start. Wie sich NHL’14 schlägt, welche Spielmodi gespielt werden können und was es sonst noch so neues gibt erfahrt ihr im Test.

              Alles wie immer, bis auf…

              EA hält es auch bei NHL’14 so wie bei eigentlichen jeden Sporttitel aus ihrem Hause. Sie werfen nicht alles komplett über den Haufen sondern verbessern und bearbeiten die Details, die beispielsweise beim Vorgänger noch Potential nach oben oder kleinere Fehler beinhalteten. Dieses Konzept geht wunderbar auf, denn der Spieler braucht praktisch keine Eingewöhnungszeit um neue Steuerkniffe zu lernen oder auf dem Startbildschirm die Menüs nach seinen favorisierten Spielmodi zu durchforsten. Alles so weit, so gut. Alles beim Alten also? Nein! Wurde in der Vergangenheit der Fokus der Animation eher auf das Skaten gelegt, stand dieses Jahr ganz klar das Animieren von Zusammenstößen auf dem Plan. Diese Neuerung ist die wohl größte Errungenschaft in NHL’14 und revolutioniert das Spielerlebnis beinahe! Denn jetzt wird jede noch so kleine Berührung, jeder Kontakt mit dem Gegner und natürlich jedes Tackling unglaublich realistisch visualisiert. So geraten die Spieler ins Stolpern wenn sie den Gegner im Vorbeifahren berühren oder fallen hin, wenn ein Gegner den eigenen Weg kreuzt. Das sieht alles wunderbar aus und verleiht dem Spiel einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit und viel Dynamik. Auch die Checks sehen bei NHL’14 großartig aus. Wenn man im hohen Tempo den Gegenspieler tackelt, fliegt dieser im hohen Bogen durch die Halle und verliert dabei Helm und Handschuhe.

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              Fäuste hoch

              Ebenfalls überarbeitet wurden die Faustkämpfe. Jetzt kann man fröhlich drauf los prügeln ohne das eine Zwischensequenz oder ähnliches Vorgeplänkel die Auseinandersetzung unterbricht. Die Kamera zoomt einfach an die Streithähne heran und diese liegen sich kurze Zeit später schon „in den Armen“. Die Steuerung ist einfach gehalten und nach kurzer Zeit ist der Spuk dann auch vorbei. Ein Kurzweiliges und sehr Spaßiges Element. Als Ergebnis des Ganzen gibt es einen Energiegewinn für beide Teams.

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              Zufriedenstellendes Drumherum

              Grafisch bewirkt NHL’14 keine Wunder, muss es im neuen Ableger aber auch nicht unbedingt. Das Spiel sieht sehr gut aus und hat in etwa das Niveau des Vorgängers. Die Zuschauer gehen sehr gut mit. Bei Checks oder Fouls folgt ein Aufschrei den Nächsten. Die Kommentatoren sind stimmig und in den Breaks gibt es schöne Zusammenfassungen zum Spiel und Tipps wie es besser laufen könnte. Auch der gewohnt fette Soundtrack ist wieder ein Brett. Alles in Allen also stimmig ohne große Innovation. Solide.

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              Lebe das Leben

              Natürlich sind im neuen NHL alle bekannten Spielmodi enthalten. Besonders sticht hier allerdings der Be-A-Pro-Karrieremodus ins Auge. Diesen Modus gab es bereits im Vorgänger, jedoch wurde dieser im neuen NHL erweitert. Bereits im Vorfeld kündigte EA eine Verbesserung des Be-A-Pro-Karrieremodus an und die größte Änderung liegt hier ganz klar im sozialen Sektor des Spielers. Ihr spielt weiterhin einen Charakter durch seine Karriere und sammelt von Spiel zu Spiel fleißig Erfahrungspunkte. Neu ist hier aber, dass der Spieler jetzt Interviews geben kann und seine Antworten Einfluss auf sein Umfeld haben. Die Interviews wirken sich beispielsweise auf die Fans aus, ob sie den Spieler lautstark Supporten oder auspfeifen. Auch auf das Standing in der Mannschaft haben die Antworten Einfluss. Verhält man sich arrogant kann es passieren dass man nicht mehr so oft angespielt wird oder dass gar das Management missmutig  die Augenbrauen hebt. Allerdings wirkt der Be-A-Pro-Karrieremodus etwas unfertig und das Frage-Antwort-Spiel recht statisch. Den richtig großen Einfluss haben die Interviews nicht und der „normale“ Spieler wählt ohnehin meist die moralisch korrekten Antworten. Vielleicht erleben wir hier in den nächsten Jahren etwas mehr.

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              Spielmodi in Hülle und Fülle

              Ebenfalls spielbar ist der Ultimate Team Modus den man schon von FIFA kennt.  So erwirbt man sich hier online diverse Kartensets in denen verschiedene Spieler enthalten sind. Mit den so erworbenen Spielern kann man nun an den Start von Onlinemeisterschaften gehen. Hier zählen natürlich die Punkte die es in den jeweiligen Matches zu holen gilt. Sie entscheiden über das angesteuerte Ziel, etwa Aufstieg oder zumindest Klassenerhalt. Eine schöne Ergänzung!

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              Natürlich sind auch alle anderen Spielmodi wie z.B. Saison, Freundschaftsspiel, Training, NHL Moments, Winter Classic oder ausländische Ligen, das die deutsche DEL beinhaltet, vertreten. Es gibt also genug Inhalte zu bespielen und der Spieler hat viele viele Stunden Zocken vor der Brust.

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              Früher war alles besser?

              Besonders zu erwähnen ist der „NHL-94-Jubiläumsmodus“. Zu Feiern gibt’s es den zwanzigsten Jahrestag des ersten PC-NHLs seinerzeit.  Hier wird man nochmals in graue Vorzeit katapultiert und kann das Flair von damals bespielen. Und das macht sehr viel Spaß. Im Ladebildschirm ertönt 16-Bit Sound und die einfache 2-Knopf-Steuerung macht viel Laune, vor allem zu zweit! Schade, dass dieser Modus nicht online spielbar ist.

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              Hilfe ich bin Anfänger!

              Eishockey. Ein Sport der eigentlich nie so richtig den Weg in die breite Öffentlichkeit gefunden hat. Obwohl man einige Matches verfolgt, wird man nie so richtig warm mit den Herren auf dem Eis. Das liegt keinesfalls an fehlender Spannung, denn spannend ist das Spiel irgendwie schon. Vielmehr sind es verwirrende Regeln und Entscheidungen die den geneigten Zuschauer abschrecken. Ohne aufgeschlagenes Regelbuch, dick wie der Brockhaus, hat ein aufmerksames Verfolgen des Spielgeschehens eigentlich keinen Sinn. Jetzt nicht übertreiben! Denn, man mag es kaum glauben, so kompliziert ist das Spiel nicht. Ein kurzes Überfliegen der wichtigsten Regeln genügt und schon kann man sich ins Eishockeyabenteuer stürzen. Somit ist es entweder eine sehr gute Einstiegshilfe oder aber völlig bedeutungslos für das Spielen des neuen Ablegers der NHL-Serie. Denn NHL’14 kann man auch als absoluter Einsteiger problemlos in die Konsole werfen. Spielspaß ist definitiv garantiert. Gleich zu Beginn des Spiels wird der Schwierigkeitsgrad erfragt und man kann seine Erfahrungen im Eishockey auf die vorgegebenen Schwierigkeiten anpassen. Gleich danach folgt ein kleines Tutorial das die wichtigsten Abläufe und Steuerbefehle behandelt. Eine gute Hilfe. Allerdings fehlt, schon wie in den Vorgängern, ein detailliertes, allumfassendes „Steuerungstraining“ um gerade den Anfängern den Einstieg ins Spiel zu erleichtern.

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              Fazit

              EA hat mit NHL’14 wieder einmal ein sehr gutes Stück Eishockey abgeliefert. Zwar wurde das Spiel nicht neu erfunden, das war aber auch nicht nötig. Vielmehr hat man sich auf Punktuelle Verbesserungen konzentriert. Hauptaugenmerk liegt definitiv auf dem Einbinden der neuen Engine, die Kollisionen und Tacklings nun unglaublich realistisch darstellt. Das verleiht dem Spiel neue Dynamik und mehr Authentizität. Das Ergänzen der Onlinemeisterschaften im Ultimate Team Modus waren überfällig und sind demnach kein Bonus sondern eher notwendige Verbesserungen. Ebenfalls schön ist die Idee des Jubiläumsmodus der sehr viel Spaß macht. Im Karrieremodus  Be-A-Pro fruchten die angestrebten Innovationen allerdings noch nicht so recht. Zwar sind die Gedanken hinter dieser Sache durchaus gut, allerdings wirkt das alles noch nicht zu Ende gedacht und ist noch zu leicht zu durchschauen. Wird hier zukünftig weiter an den Stellschrauben gedreht ist der Be-A-Pro-Modus  sehr vielversprechend. Spielerisch hat sich NHL’14 also im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Abgesehen davon gibt es allerdings wenige erwähnenswerte Neuerungen. Nichtsdestotrotz macht das Spiel ungeheuren Spaß und ist deshalb absolut zu empfehlen. Egal ob Anfänger oder Profi. Bei Amazon gibt es NHL’14 aktuell für 65,99€.

              Positiv

              –          Neue Engine für mehr Realismus

              –          Neu animierte Kampfsituationen

              –          Detaillierter Karrieremodus

              –          Großartige Atmosphäre

              –          Ausgebauter Be-A-Pro-Modus

              –          Onlinesaison im Ultimate Team Modus

              –          Riesiger Spielumfang mit etlichen Spielmodi

              –          Spaßiger ’94 Spielmodus

              –          Viele Lizenzen

              –          Guter Soundtrack

              Negativ

              –          Be-A-Pro-Modus wirkt noch nicht zu Ende gedacht

              –          ’94 Modus nur offline

              –          Immer noch kein Tutorial um grundlegende Steuerung zu erlernen

              –          Grafik stagniert, allerdings auf guten Niveau

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