Kategorie: 2.6 Playstation 4

Need For Speed [PS4] im Test

Manche Spielereihen gehören einfach zum (fast) jährlichen Aufgebot der Branche dazu und so haben wir auch dieses Jahr wieder ein Titel aus der Reihe Need For Speed erwartet – und wurden nicht enttäuscht. Also letztendlich wurden wir schon enttäuscht, doch dazu später mehr. Mit Need For Speed erscheint dieses Jahr ein Ableger, der zumindest im Vorfeld sehr gehyped wurde, denn eine wunderbare Grafik, schnelle Drift-Szenen und eine große Anzahl an modifizierbaren Autoteilen sollten der Serie neuen Schwung verleihen und wieder einmal alle Autofans vor dem Bildschirm vereinen. Leider hat das nicht geklappt und so sei bereits hier verraten: Wir hatten uns wesentlich mehr von dem Spiel erhofft. Weiteres erfahrt ihr nun in unserem Test.

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FIFA 16 im Test [PS4]

Ein neues Jahr, ein neues FIFA – Electronic Arts veröffentlicht schon seit 20 Jahren jedes Jahr einen neuen Ableger und jedes Jahr hat sich im Vergleich zum Vorgänger etwas geändert. Allerdings fallen in den letzten Jahren die wirklichen Veränderungen eher auf kleiner, technischer Ebene aus und wirklich große Updates vermissen viele Fans der Serie. Auch dieses Jahr sollte man nicht mit einem komplett neuem Titel rechnen, sondern lieber die kleineren Neuerungen ins Auge fassen. Wir haben uns FIFA 16 mal genauer angesehen und verraten euch unseren Eindruck im Test.

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One Piece: Pirate Warriors 3 im Test [PS4]

Mit One Piece: Pirate Warriors 3 erscheint bereits der dritte Ableger der Hack’n’Slay Reihe, die stark an Dynasty Warriors erinnert. Dabei trefft ihr im typischen One Piece Universum auf eine Vielzahl von bekannten Gesichtern, könnt die Crew von Ruffy übernehmen und gegen die klassischen Bösewichte der Story antreten. Neben euren normalen Angriffen könnt ihr dann natürlich auch auf die aus Manga und Anime bekannten Sonderangriffe zurückgreifen und direkt ganze Armeen mit einem Schlag vernichten. Dazu gibt es noch Sammelgegenstände, Zwischensequenzen und eine bunte Grafik. Ob das jedoch alles ausreicht um für langanhaltenden Spielspaß zu sorgen, erfahrt ihr in unserem Test.

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Test/Testbericht: The Witcher 3: Wild Hunt [PS4]

Der dritte Teil der Witcher-Reihe ist endlich da und The Witcher 3: Wild Hunt wurde nicht nur im Vorfeld enorm gehypt, sondern war bereits vor dem Release für viele Fans der Serie das Spiel des Jahres. Dabei führt es nicht nur die Geschichte der ersten beiden Teile fort, sondern soll außerdem durch viele Neuerungen und eine enorm schöne Grafik punkten können. Wir haben uns selbstverständlich auch gefragt, ob die Entwickler halten, was sie versprechen und verraten euch in den folgenden Zeilen unsere Meinung zum Titel. Weiterlesen

Preview: Final Fantasy XV Episode Duscae [PS4]

Der nächste Teil der wohl niemals enden wollenden Reihe Final Fantasy erwartet uns. Vorbesteller der ersten Edition von Final Fantasy Type-0 HD (Den Test zu Type-0 HD findet ihr übrigens hier) erhalten Zugriff auf die Demo des neuesten Titels der Final Fantasy-Reihe: Final Fantasy XV. Episode Duscae ermöglicht uns einen ersten, ca. fünfstündigen Einblick in den neuen Titel. Wir haben die Demo für euch gespielt und geben euch einen ersten Eindruck zum Action-Rollenspiel aus dem Hause Square Enix.

FFXV_Episode_Duscae

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Noctis‘ Straßentrip

Ohne viel Vorwissen werden wir mit einigen Sätzen im Ladebildschirm in die Demo geworfen. Wir übernehmen die Kontrolle über den Prinzen Noctis und drei seiner Freunde. Aus einem unbekannten Grund brechen sie aus ihrer Stadt auf in die Wildnis, doch ihr Auto streikt und sie landen im Nirgendwo. Um das Auto reparieren zu können, benötigen sie allerdings eine Menge Gil. Glücklicherweise finden sie kurz darauf eine Ausschreibung für ein Kopfgeld auf den Behemoth, der in der Wildnis sein Unwesen treibt. Wir machen uns also auf den Weg…oder besser gesagt…kämpfen uns auf den Weg. Denn bevor wir überhaupt aufbrechen, macht Gladiolus den Vorschlag, den Kampf zu trainieren. Das Kampfsystem ist sehr actionreich aufgebaut und erinnert an Type-0 und Kingdom Hearts, ist jedoch ein wenig komplexer. Mit einer Taste können wir den Defensivmodus aktiveren, wodurch wir automatisch Angriffen ausweichen oder uns hinter Gegenständen verstecken. Das Ausweichen kostet uns allerdings MP, genauso wie das Benutzen von Fähigkeiten, die wir durch Auswahl der Pfeiltasten wechseln und dann über eine Taste auslösen. Wenn wir nach dem Benutzen einer Fähigkeit oder einem Ausweichen keine MP mehr haben, stolpert unser Charakter kurz und ist anfällig für Angriffe. Ohne MP können wir uns einzig nur noch auf die Standardangriffe verlassen, allerdings gibt es noch die Möglichkeit, unsere Magiepunkte und unser Leben sowohl durch Ducken als auch durch „Warps“, bei denen wir uns an einen Ort teleportieren (zum Beispiel an die Seite eines Turmes), zu regenerieren. Die Warps sind allerdings nur an bestimmten, vorgegebenen Stellen benutzbar. Haben wir unsere Magiepunkte regeneriert, können wir uns mit der gleichen Taste direkt an den Gegner teleportieren und weiterkämpfen. Sinken unsere Lebenspunkte auf Null, fallen wir in einen kritischen Zustand, in dem wir Heiltränke benutzen können, um wieder herauszukommen. Außerdem können unsere Begleiter uns wieder auf die Beine helfen. Erhalten wir im kritischen Zustand jedoch Schaden, verringert sich unsere maximale Lebensenergie, wenn wir uns wieder aufrappeln. Diese können wir erst wieder erhöhen, indem wir an einem Lager rasten. Außerhalb und auch während des Kampfes können wir unseren Angriffen verschiedene Waffen zuweisen, die unterschiedliche Effekte wie MP-Generierung mit sich bringen.

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Lebendige Welt

Das Gebiet von Final Fantasy XV Episode Duscae ist frei begehbar und lebendig gestaltet. Überall erwarten uns Gegner, einige greifen uns direkt an, wenn wir uns ihnen nähern, andere verhalten sich friedlich, bis wir sie angreifen. Die Kämpfe finden in der offenen Welt statt und je länger ein Kampf dauert, desto höher ist die Chance, dass weitere Gegner dem Kampf beiwohnen. Neben der Hauptquest finden wir verteilt auf der Karte Nebenquests, die automatisch triggern, wenn wir den richtigen Bereich betreten. Diese sind zwar nicht besonders einfallsreich (besiege Gegner, finde X und Y), bringen uns jedoch zusätzliche Erfahrungspunkte. Die XP werden uns jedoch nicht direkt angerechnet. Das Spiel basiert auf einem Tag-Nacht System und nach einiger Zeit im Hellen erhalten wir durch unsere Begleiter die Meldung, wir sollen uns doch lieber in eins der Lager zurückziehen, um uns zu erholen. Tun wir dies, erhalten wir einen zufälligen Buff durch Essen, der derzeit noch einen sehr großen Einfluss auf unsere Stärke im Kampf hat. Ebenfalls werden unsere Erfahrungspunkte angerechnet, was jedoch in der Episode Duscae keinen Fortschritt mit sich bringt, da wir keine weiteren Fähigkeiten erhalten können. Schlafen wir, werden jedoch jegliche aktive Nebenquests abgebrochen und deren Fortschritt wird nicht gespeichert. Wir können uns zwar auch entscheiden, nicht zu rasten, verlieren dadurch aber nach einiger Zeit den Bonus durchs Rasten und Gegner tauchen in höherer Zahl auf. Erschwerend dazu kommt noch, dass es in der Nacht sehr dunkel wird, sodass wir teilweise nicht erkennen können, welche Gegner uns angreifen oder dem Kampf beitreten.

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Die Technik

Der Sountrack von Final Fantasy XV Episode Duscae und dem Hauptspiel wurde vom Komponisten des Kingdom Hearts Soundtracks erschaffen und sehr passend. Die Grafik ist sehr schön anzusehen, vor allem die bis jetzt spielbare Welt ist sehr detailreich gestaltet. Die Zwischensequenzen und Charaktere sind sehr hochauflösend und Emotionen sind gut erkennbar. Das Spiel läuft fast immer ruckelfrei, nur an einigen Stellen (wenn viel passiert auf dem Bildschirm) kann es zu kurzen Rucklern kommen. Die Steuerung im Kampf ist gewöhnungsbedürftig, vor allem das Finden und Benutzen von Stellen für den „Warp“ ist teilweise etwas kompliziert. Nach einiger Zeit im Spiel gewöhnt man sich allerdings an die Steuerung und kommt gut damit klar.

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Persönliches Fazit

Von der Story von Final Fantasy XV kann zwar noch nicht viel gesagt werden, Square Enix möchte scheinbar noch nicht zu viel verraten, aber was bisher spielbar ist, macht Lust auf mehr. Das Kampfsystem geht nach einiger Zeit leicht von der Hand und macht Spaß. Etwas frustierend ist die Tatsache, dass der erste Speicherpunkt erst beim ersten Ziel der Hauptstory existiert, sodass wir, wenn wir einer Nebenmission folgen und sterben, die Demo von vorne beginnen müssen. Ebenfalls schade ist, dass man teilweise nicht genau abschätzen kann, wie lange der Tag noch dauert und ob ein Anfangen der Nebenmission noch Sinn ergibt. Denn in der Nacht sind die Kämpfe teils unschaffbar, dies liegt nicht nur an der Menge der Gegner, die dem Kampf beiwohnen, sondern auch an der wirklich sehr dunklen Nacht. Ebenfalls teils nervig ist, dass unsere Magiepunkte sich sehr schnell leeren und wir somit oft hinter einem Stein oder auf einem Turm verweilen müssen, bis unsere MP wieder gefüllt sind. Zwar können wir durch normale Angriffe auch MP generieren, dies geht jedoch sehr langsam vonstatten und nützt uns nichts, wenn wir gegen viele Gegner kämpfen und nicht ausweichen können, da so unsere Lebenspunkte viel zu schnell sinken. Durch die Demo kann man trotzdem einen guten ersten Eindruck vom Spiel erhalten und ich werde mir den Titel auf jeden Fall vormerken, um ihn mir in der Endfassung noch einmal vorzunehmen.

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Die Demo von Final Fantasy XV erhaltet ihr beim Kauf der Erstauflage von Final Fantasy Type-0 HD, die zum Beispiel bei Amazon erhältlich ist.

Wollt ihr Final Fantasy XV vorbestellen, so könnt ihr dies ebenfalls auf Amazon tun. Ein Release-Termin steht allerdings noch nicht fest.

Euer Hardbloxx-Team

Test / Testbericht: Final Fantasy Type-0 HD [PS4]

Die Marke Final Fantasy wächst von Jahr zu Jahr immer weiter. Auf etlichen Plattformen, mit Filmen und Büchern ist Final Fantasy eines der größten Franchises auf dem Spielemarkt. Auch vor den Next-Gen Konsolen macht Square Enix nicht Halt und bringt mit Final Fantasy Type-0 HD eine Neuauflage des ursprünglichen PSP-Titels, der nur in Japan erhältlich war, auf PS4 und XBOX One. Ob die Umsetzung erfolgreich war und ob Type-0 außerhalb von Japan Erfolg haben kann, lest ihr in unserem Testbericht zu Final Fantasy Type-0 HD, getestet auf der Playstation 4.

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Krieg in Orience

Die Welt von Orience, in der Final Fantasy Type-0 HD spielt, ist aufgeteilt in vier Nationen. Jede Nation ist Besitzer eines Kristalls, der ihnen einzigartige Kräfte verleiht. Rubrum benutzt die Kraft der Magie, Milites greift auf die Kraft der Waffen zurück, Concordia hält die Kontrolle über Drachen und Lorican schützt sich mit der Kraft des Schildes. Die vier Nationen lebten im Frieden, bis der Marschall des Milites-Imperiums diesen Frieden brach und eine Invasion gegen Rubrum startete. Der Kristall, der der Nation Rubrum die magischen Kräfte verlieh, wurde deaktivert. Doch einer Gruppe von zwölf Schülern gelingt es, die Belagerung gegen die Stadt, in der der Kristall beherbergt wird, aufzulösen. Die Klasse 0, welche eine Waffe von Rubrum darstellt, beinhaltet zwölf Schüler mit verschiedenen, mächtigen Waffen und Kräften.

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Klasse 0 in Bereitschaft

In Final Fantasy Type-0 HD erhalten wir die Kontrolle über diese zwölf Schüler, genauso wie über zwei weitere Jugendliche, die sich dieser Gruppierung anschließen, um Rubrum aus der Besetzung Milites zu befreien. Dabei besitzen wir immer drei aktive Schüler, die wir in den Kämpfen benutzen können. Dabei können wir jederzeit den aktiven Charakter, den wir gerade steuern, wechseln. Stirbt ein Charakter, können wir ihn durch einen anderen inaktiven Charakter austauschen. Das Kampfsystem ist actionreich gehalten, jeder Charakter besitzt verschiedene Fähigkeiten und Angriffe, mit denen wir Schaden verursachen, unsere Charaktere verstärken, Gegner schwächen und uns heilen können. Gegnerischen Angriffen können wir ausweichen oder sie blocken und dies ist auch notwendig, um nicht zu viel Schaden einzustecken. Mit einem Tastendruck können wir die Kamera auf einen Gegner fokussieren und sehen so auch an einem optischen Signal, wann wir angreifen müssen, um verheerenden Schaden am Feind zu verursachen. So gelingt es uns auch, Gegner mit nur einem Angriff zu besiegen. Die Gegner erscheinen oft in Gruppen und einige bringen Anführer mit sich. Werden diese Anführer besiegt, gewinnen wir sofort den Kampf und die berühmte Siegesmelodie von Final Fantasy ertönt. Wenn wir uns nicht gerade im Kampf befinden, können wir uns durch die Akademie bewegen, die einige Missionen und Räume zum Erkunden für uns bereithält. Hier können wir auch unsere aktiven Mitstreiter ändern, das Skillsystem benutzen und Ausrüstung kaufen, verkaufen und ausrüsten.

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Langsamen Schrittes voran

Jeder der spielbaren 14 Charaktere bringt seine eigene Waffe und seine eigenen Skills zum Erlernen mit sich. Im Kampf erhalten wir Erfahrungspunkte für jeden aktiven Charakter, mit denen wir neue Fähigkeiten und Angriffe freischalten und bestehende ausbauen und verbessern können. Neben einfachen Angriffen über Knopfdruck bringen einige Charaktere auch Spezialangriffe wie Combos, veränderbare Fähigkeiten (je nach Richtung, in die der linke Stick während dem Wirken zeigt) und Haltungen, die unsere anderen Fähigkeiten verändern. Ausrüstungen passen unsere Werte an und erhöhen unseren Schaden, unser Leben oder unsere Energiepunkte, die wir zum Wirken von Zaubern benötigen. Magische Fähigkeiten können durch eingesammelte Energie aus getöteten Gegnern angepasst und ausgebaut werden. Durch diese regenerieren wir auch einen Teil unserer Energie zum Wirken dieser.

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Mission für Mission

In der Akademie erhalten wir auch unsere Aufträge, die das Spiel voranbringen. Erhalten wir einen Auftrag, haben wir nur noch eine bestimmte Ingame-Zeit, um uns in der Akademie aufzuhalten. Läuft die Zeit ab oder begeben wir uns manuell zum Strategieraum, um den Auftrag zu starten, erhalten wir Zugang zur Weltkarte. Dort angekommen, laufen wir in Third-Person-Sicht durch die Karte. Auf dem Weg zur Zielstadt treffen wir beim Laufen auf Gegner, die Kämpfe triggern. Am Ziel angekommen, warten meist eine Menge Gegner darauf, getötet zu werden. Oft lautet das Ziel der Mission, ein bestimmtes Ziel auszuschalten, welches wir am Ende der Stadt finden. Wenn wir in der Stadt das sogenannte S.O.-System aktivert haben, erhalten wir neben der Hauptmission häufige kleinere Nebenmissionen, die wir abschließen, in denen wir schnell genug eine Anzahl Gegner töten, eine bestimmte Fähigkeit verwenden oder Angriffen ausweichen. Nehmen wir eine dieser Aufgaben an und scheitern, erscheinen Portale, die uns umbringen, wenn wir diesen nicht schnell genug ausweichen. Erfüllte Aufgaben bescheren uns am Ende der Mission zusätzliche Erfahrungspunkte und Gegenstände. Auf der Weltkarte erhalten wir auch Zugriff auf zwei Minispiele. In den Gefechten erhalten wir in RTS-Manier die Kontrolle über Truppen und in den Luftschlachten steuern wir Luftschiffe und Drachen, um die Gegner zu besiegen. Neben der Auswahl, einen anderen der spielbaren Charaktere beim Tod auszuwechseln, können wir auch noch Unterstützung von der Akademie erhalten. Der tote Charakter wird dann durch einen zufälligen Kämpfer ausgetauscht, der den Kampf übernimmt. Wir können allerdings nicht die Kontrolle über ihn übernehmen. Benutzen wir die Verstärkung der Akademie, erhalten wir am Missionsende Punkte, die wir in Gegenstände investieren können. Im späteren Spielverlauf erhalten unsere Charaktere die Fähigkeit, Kreaturen zu beschwören, die unabhängig von den Beschwörern leveln und geskillt werden können. Um verheerenden Schaden zu verursachen, ohne auf einen von unseren Charakteren zu verzichten, erhalten wir irgendwann Zugriff auf Gruppenmanöver, die unsere derzeitige Energie komplett leert und eine sehr starke Attacke auslöst.

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Die Tücken der Portierung

Dass es sich bei Final Fantasy Type-o HD um eine Portierung eines PSP-Spiels handelt, ist leider sehr deutlich sichtbar. Die Grafik ist nicht wirklich angepasst und die Texturen sehen dadurch sehr schwammig und verschwommen aus. Die englische Synchronisation ist ebenfalls eher mittelmäßig. Die Steuerung ist zwar gut umgesetzt worden, allerdings ist die Kameraführung schrecklich. Die Kamera bewegt sich viel zu sensibel und zu schnell um den eigenen Charakter. Die Zwischensequenzen sind zwar nicht gerade in Next-Gen-Grafik gehalten, sind aber trotzdem schön anzusehen und storytreibend. Der Sound hat Wiedererkennungswert und es werden sehr viele Songs aus anderen Teilen benutzt.

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Final Fantasy Type-0 HD

Persönliches Fazit

Bei Final Fantasy Type-0 HD handelt es sich um ein zweischneidiges Schwert. Zum einen überzeugen das Kampfsystem und die Spielmechanik sehr. Das actionreiche Kampfsystem freut zwar nicht jeden, viele Final Fantasy-Fans wollen ja eher zu den Wurzeln zurückkehren und hoffen, dass irgendwann ein Titel mit dem altbekannten rundenbasierten Kampfsystem der ersten Teile erscheint, doch das aktive Kampfsystem von Type-0 macht dennoch Spaß. Traurig ist, dass Square Enix es nicht geschafft hat, die Grafik an die heutige Technik anzupassen. Das Spiel ist leider wirklich teilweise sehr verschwommen und die Grafik ingame nicht wirklich schön anzuschauen. Bei der Steuerung fällt sofort die verdammt schnelle Kameraführung auf, die teilweise in Kämpfen unberechenbar zuschlägt, wenn man einen Überblick über das Kampfgeschehen haben möchte. Wenn man jedoch mit diesen negativen Punkten klarkommt, erhält man mit Type-0 HD einen langen, sehr guten Titel, der mit viel Content, sehr gut anpassbaren Charakteren und einer fesselnden Story daherkommt. Für mich ist Type-0 ein Titel, den mach auch nach einmaligem Durchspielen noch einmal herausholen kann, um einen anderen Schwierigkeitsgrad zu versuchen. Auch positiv zu sehen ist, dass jede Mission erneut gespielt werden kann. Dadurch können wir unsere Charaktere weiter skillen und anpassen. Immerhin haben wir 14 verschiedene Charaktere zur Auswahl, die alle mit einem individuellen Skillpaket auf uns warten und sich alle auch sehr unterschiedlich spielen. Final Fantasy Type-0 HD reiht sich damit in die Final Fantasy-Teile ein, die zwar nicht für jedermann ein Favorit, aber einen Blick wert ist. Und wenn Square Enix jetzt noch etwas an der Grafik schrauben und die Steuerung anpassen würde, könnte man das Spiel auch spielen, ohne ständig durch schwammige Texturen und der katastrophalen Kameraführung aus dem Spielfluss gezogen zu werden.

Final Fantasy Type-0 HD [PS4]

Final Fantasy Type-0 HD [PS4]
81.8
81.833333333333

GAMEPLAY

80 / 100

Gutes Kampfsystem, Missionssystem, allerdings katastrophale Kameraführung

    STORY

    90 / 100

    Final Fantasy-typische, fesselnde Story

      GRAFIK

      69 / 100

      Teilweise sehr schwammige Grafik, die nicht an die Konsolengeneration angepasst wurde

        SOUND

        80 / 100

        Bekannte Songs und Klänge aus den vorherigen Final Fantasy-Teilen

          UMFANG

          87 / 100

          Große Weltkarte, Minispiele, Missionen, Nebenmissionen

            SPIELSPASS

            85 / 100

            Sehr schöne Spielwelt und gutes Kampf- und Skillsystem sorgen für lange Spielabende

              Positiv

              • - umfangreiches Skillsystem
              • - 14 verschiedene spielbare Charaktere
              • - fesselnde Story

              Negativ

              • - Matschige, schwammige Texturen und Grafik
              • - katastrophale Kameraführung

              Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

              Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

              Euer Hardbloxx-Team

               

               

               

              Test/ Testbericht: The Order 1886

              Ein Steampunk-Setting im guten alten London, blutrünstige Werwölfe, schneidige Ritter und eine Menge beeindruckende Schnauzbärte: The Order 1886 möchte auf der PlayStation 4 neue Maßstäbe vor allem in Sachen Grafik und Erzählkunst setzen. Der Titel aus der Feder von Ready at DawnSCE  und dem Santa Monica Studio verspricht Action und ein interessantes Setting. Aber kann er diese Versprechen auch halten? Wir haben uns ins Abenteuer gestürzt und verraten euch in unserem Testbericht, ob der Titel uns überzeugen konnte.

              The Order 1886

              The Order 1886

              The Order 1886

              The Order 1886

              Die Ritter der Tafelrunde – mit Flinte?

              Die Story setzt im viktorianischen London im Jahre – wer hätte es gedacht? – 1886 ein. Wir finden uns wieder in Gestalt eines geschundenen Gefangenen, der nur knapp dem Tod durch Wasserfolter entgeht, bevor er zurück in seine Zelle geworfen wird. Wer sind wir? Und wieso sitzen wir im Gefängnis? Diese Fragen beantwortet Stück für Stück der Rückblick, der uns in einer ausladenden Schleife durch die Geschichte führt, bis sie schließlich an der Szene im  Gefängnis fortgesetzt wird.

              In London kann im Jahre 1886 von Langeweile nicht die Rede sein. Jack the Ripper treibt sein Unwesen, Rebellen begehren gegen das Königreich auf und obendrein machen Werwölfe die Straßen unsicher. Viel zu tun also für den Ritterorden ihrer Majestät. Wir selbst  schlüpfen in die Rolle von Sir Galahad, mit bürgerlichem Namen Grayson, seines Zeichens ein wichtiges Mitglied des Ritterordens. Der Orden setzt sich zusammen aus vielen Männern und einer Frau, die die Namen der Artusritter als Titel tragen und wird geführt vom Lordkanzler und seinem Sohn, dem Ritterkommandanten.

              Wie erwähnt haben die Ritter alle Hände voll zu tun, die Werwölfe zurückzudrängen und gleichzeitig die Rebellion in Schach zu halten. Letzteres wird nicht eben leichter dadurch, dass der Lordkanzler weitere Untersuchungen im Viertel Whitechapel untersagt – was unseren Sir Galahad und seine engsten Vertrauten natürlich misstrauisch werden lässt. Und so begeben sich Sir Galahad, Sir Parzival und Lady Igraine tiefer in den Sumpf des Verbrechens.

              The Order 1886

              The Order 1886

              The Order 1886

              The Order 1886

              Verdammt ansehnlich

              Optisch ist The Order 1886 bombastisch. Der Detailgrad ist immens, alles sieht gestochen scharf aus und lädt zum Verweilen und Betrachten ein. Ob gemusterte Wandteppiche oder Gaslaternen, die sich in Pfützen auf dem Kopfsteinpflaster spiegeln – der Titel wirkt extrem echt und macht einen großen Schritt in Richtung Fotorealismus. Dabei halten sich die Charaktere dankenswerterweise vom Uncanny Valley fern und überzeugen mit glaubwürdiger Mimik. Stellenweise ist gar nicht sofort klar, ob wir uns gerade in einer Cutscene oder uns bewegen können, denn grafisch gibt es hier keinen Unterschied.

              Das Gameplay verdient eigentlich kaum einen eigenen Absatz – es gibt nämlich fast keins. Der Titel versteht sich als Actionfilm mit überschaubaren Interaktionsmöglichkeiten und ist entsprechend linear aufgebaut. Wir sind mehr Zuschauer als Spieler und so werden wir von Cutscene zu Cutscene gezogen, müssen hin und wieder ein paar Quicktime Events überstehen und dürfen uns zwischendurch Deckungsschießereien mit den Gegnern liefern. Hier sind wir in klassischer Shooter-Manier unterwegs und können aus jeweils zwei Waffentypen (Gewehr und Pistole) und zwei Granatentypen (Rauch oder Sprengstoff) wählen. Natürlich können wir auch gefallenen Gegnern ihre Flinten abnehmen.

              The Order 1886

              The Order 1886

              The Order 1886

              The Order 1886

              Mit einigen Gewehren könnt ihr auch anstelle von scharfer Munition mit einem starken Luftstoß schießen, um so beispielsweise Gegner mit einer Geisel umzuwerfen, ohne letztere zu verletzen. Die meisten Gegner sind tatsächlich nur Kanonenfutter und auch für Ungeübte relativ leicht zu erledigen. Spannend wird es mit gepanzerten Kontrahenten, die unbeirrbar mit ihrer Schrotflinte auf euch zukommen und eine ganze Menge vertragen, bevor sie endlich zu Boden gehen. Gehen wir selbst zu Boden, haben wir unter Umständen noch ein Ass im Ärmel. Unter unserer Munitionsanzeige befindet sich eine Schwarzwasser-Leiste – ist diese gefüllt, können wir einmal einen Schluck aus unserer Phiole nehmen und uns damit vor dem Tod bewahren. Allerdings kriechen wir während dieser kurzen Zeit im Schneckentempo auf dem Boden, was uns zur leichten Beute für alle umstehenden Gegner macht. Das Zielen funktioniert ordentlich, allerdings tut sich unser guter Sir Galahad häufiger mal schwer damit, in Deckung zu gehen und dort auch zu bleiben, was teilweise im Eifer des Gefechts mehr als nervig ist.

              The Order 1886

              The Order 1886

              The Order 1886

              The Order 1886

              Schlauchig-atmosphärisch

              Ab und zu laufen wir auch von A nach B und können uns gelegentlich Zeitungsartikel oder Flugblätter anschauen, die uns ein bisschen über die aktuelle politische Lage auf dem Laufenden halten. Ein wenig mehr Adventure hätte sich durchaus angeboten, doch auch hier bleiben die interagierbaren Objekte einfach nur nice-to-see und sind sonst nicht weiter von Belang. Generell sind die Level der Inbegriff von schlauchig. Es gibt genau einen Weg, der genommen werden muss und nur einen Ausgang für jede Situation – sofern ihr’s nicht versemmelt und wiederholen müsst, versteht sich. Die Quicktime Events sind gnadenlos; einmal falsch gedrückt, folgt unmittelbar der Bildschirmtod. Auch sonst haben wir keinerlei Einfluss auf das Geschehen; es gibt keine Infos, die gesammelt werden müssen, keine Fragen, die gestellt werden können und keine Entscheidungen, um das Spiel zu lenken. Einzig das Schlösserknacken und Kurzschließen von Schaltkreisen sind noch als nette Minigames zu erwähnen und neben den Feuergefechten die einzigen Elemente, bei denen wir sonst noch tätig werden können.

              Tatsächlich ist man, selbst wenn man sich in Ruhe die Umgebung anschaut und ein paar Mal stirbt, in weniger als acht Stunden durch.

              Was absolut mehr Präsenz verdient hätte, ist der Soundtrack. Treffend untermalt er das Geschehen und die Steampunk-Atmosphäre, doch er bleibt fast durchweg im Hintergrund, wenn die Szenerie nicht gerade mehr Action vorgibt. Schade eigentlich!

              The Order 1886

              The Order 1886

              The Order 1886

              The Order 1886

              Persönliches Fazit

              Der Titel verlässt sich voll und ganz auf seine Atmosphäre und die Grafik und ich muss zugeben, dass ich auf der PS4 noch nichts gesehen habe, was besser aussah. Er versteht den Spieler als Zuschauer und gibt ihm nur wenig Spielraum für Handlungen. Hatte Beyond – Two Souls schon einen geringen Aktionsradius, so verkürzt The Order 1886 diesen noch einmal deutlich, sodass es lange Passagen gibt, in denen man einfach nur den Controller in der Hand hält. Kann man mögen, muss man aber nicht. Bei diesem Titel sollte man sich sehr im Klaren darüber sein, was einen hier erwartet, andernfalls droht die bittere Enttäuschung. Wer mit solchen „spielbaren Filmen“ nichts anfangen kann, sollte am besten die Finger davon lassen, auch wenn die Grafik noch so verlockend ist.
              Ich persönlich mag solche spielbaren Filme gern und habe begeistert Fahrenheit, Heavy Rain und Beyond – Two Souls gespielt, aber es ist völlig klar, dass sich an diesem Genre die Geister scheiden werden. The Order 1886 hat mich definitiv mitreißen können, auch wenn der Titel für mich persönlich am Ende den Eindruck gemacht hat, als hätten die Entwickler gesagt „Ach was soll’s, ich geh heim..“.

              The Order 1886

              59,95 €
              The Order 1886
              81
              81

              Gameplay

              70 / 100

              Wenig zu tun, aber alles funktioniert sauber

                Story

                80 / 100

                Interessanter Krimi, der aber erst kurz vor dem Ende richtig in Fahrt kommt

                  Grafik

                  95 / 100

                  Hochauflösende Texturen, Detailverliebtheit und viel zu sehen

                    Umfang

                    75 / 100

                    Relativ kurz

                      Spielspaß

                      85 / 100

                      Spannende Story und hitzige Gefechte

                        Positiv

                        • - Extrem gute Grafik
                        • - Gute deutsche Synchronisation
                        • - Hervorragend in Szene gesetzt

                        Negativ

                        • - Relativ kurz
                        • - Sehr wenig Gameplay

                        Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                        Und hier könnt ihr Preise vergleichen!

                        Euer Hardbloxx-Team

                        Test/Testbericht: DMC: Devil May Cry Definitive Edition [PS4]

                        Seitdem die neuste Konsolengeneration erschienen ist, wurden einige Spiele der letzten Generation aufgepeppt und als Neuauflagen für die PS4 und XBOX One veröffentlicht. Diese bieten neben dem kompletten Content-Paket mit DLCs auch bessere Grafik und Balancinganpassungen, teilweise sogar neue Spielmodi und Anpassungen der Spielmechanik. Nach Titeln wie Diablo 3, Tomb Raider und The Last of Us wurde nun auch DMC: Devil May Cry für PS4 und XBOX One von Ninja Theory neu aufgelegt und zusammen mit allen bislang veröffentlichten Download-Inhalten, neuen Modi und angepasster Performance von Capcom released. Wie sich der Hack and Slash-Titel auf den Next-Gen-Konsolen macht, erfahrt ihr in unserem Testbericht zu DMC: Devil May Cry Definitive Edition, getestet auf der Playstation 4.

                        DMC

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                        DMC

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                        Engel oder Dämon

                        In DMC: Devil May Cry übernehmen wir die Rolle des jungen Mannes Dante, welcher die Kräfte von Engeln und Dämonen benutzen kann, um seine Gegner zu besiegen. Nach einer wilden Nacht wird Dante von dem Mädchen Kat aufgeweckt, welche ihn darauf aufmerksam macht, dass er in die Dämonenwelt Limbus gezogen wurde. Von dort kommt er erst weg, wenn er sich des Hunters entledigt, ein Dämon, der Dante in der Dämonenversion eines Rummelplatzes jagt. Nachdem der Dämon besiegt wurde und Kat ihm zurück in die richtige Welt verhilft, wird er zum Anführer der Organisation “ The Order“ geführt, der sich als Dantes Zwillingsbruder Vergil herausstellt. Von ihm erfährt er, dass er der Sohn des Engels Eva und des Dämons Sparda ist. Er schließt sich der Organisation an, um mehr über seine Vergangenheit zu erfahren. Limbo City, die Stadt, in der die Mitglieder der Organisation leben, wurde vom Dämon Mundus korrumpiert, welcher Eva das Herz herausriss und Sparda auf ewig in der Hölle gefangenhält. Mundus manipuliert die Menschen in der Stadt durch das Nachrichtenprogramm Raptor News und den Energiedrink Virility, wodurch die Organisationsmitglieder als Terroristen abgestempelt werden. „The Order“ hat sich der Sache verschrieben, die Dämonen zu stürzen und die Stadt vor der Korruption zu befreien. In typischer Hack and Slash-Manier kämpfen wir uns durch Horden von unterschiedlichen Gegnern, die alle verschiedene Mechaniken mit sich bringen. An jedem Levelende wartet ein Boss auf uns, den wir mit unseren Fähigkeiten und Waffen besiegen müssen, um weiterzukommen. Haben wir ein Level abgeschlossen, wartet eine Punkteübersicht auf uns, in der unsere Performance zusammengefasst wird. So erhalten wir bei lang anhaltenen Combos und nicht benutzten Heiltränken mehr Punkte, für die wir Erfahrungspunkte für neue Moves und Spielwährung erhalten.

                        DMC

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                        Stylisches Schlachten

                        Dante kann auf eine Auswahl an verschiedenen Waffen zugreifen, um seine Gegner stilvoll umzubringen. Neben seinem Schwert Rebellion und seinen beiden Pistolen Ebony and Ivory erhält er während des Spieles auch Zugriff auf den Engel- und Dämonenmodus, mit denen er seine Waffe verändern kann. Im Engelmodus wechselt Rebellion zu Osiris, einer Sense mit schnellen Flächenangriffen. Später erhalten wir noch Zugriff auf die Aquila, welche Shuriken darstellen, die Dante werfen kann, um Energiewellen auszulösen. Im Dämonenmodus können wir die Waffe Arbiter benutzen, eine Axt, um schwere, verteidigungsbrechende Angriffe auszuführen. Im Verlauf des Spieles werden hier noch die Eryx freigeschaltet, ein Paar dämonischer Panzerhandschuhe, die für starken Einzelzielschaden sorgen. Neben Ebony und Ivory werden im weiteren Spielverlauf noch zwei weitere Fernkampfwaffen freigeschaltet. Dazu gehören die Shotgun Revenant und die Kablooey, eine Waffe, die explodierende Nadeln verschießt. Neben den Waffen erhalten wir in den Modi Zugriff auf Movement-Fähigkeiten. Die Ophion-Kette bietet uns je nach Modus die Möglichkeit, uns an den Gegner heranzuziehen (Engelmodus) oder Gegner an uns ranzuziehen (Dämonenmodus). Die Kette müssen wir ebenfalls verwenden, um in den Leveln weiterzukommen, indem wir Trümmer beseitigen oder uns durch die Luft schwingen. Später im Spiel erhalten wir zusätzlich Zugriff auf den Devil Trigger, eine Fähigkeit, die durch Kämpfe aufgeladen werden muss, und bei Benutzung alle Dämonen in der Nähe hilflos in die Luft wirft, während wir unser Leben regenerieren und schweren Schaden verursachen. Während der Kämpfe wird ein Style-Counter angezeigt. Je mehr wir Combos benutzen oder je öfter wir in der Luft kämpfen und verschiedene Waffenangriffe aneinanderreihen, desto mehr Style-Punkte erhalten wir, die dann am Ende des Levels Boni freischalten. So können wir zum Beispiel neue Moves und Fähigkeiten für unsere Waffen freischalten und Orbs kaufen, mit denen wir unser Leben regenerieren oder sogar nach dem Tod wiederauferstehen können.

                        DMC

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                        Hier spielt die Musik

                        Für die neue Konsolengeneration unterstützt DMC: Devil May Cry Definitive Edition 1080p und 60FPS. Die Performance und Grafik der Zwischen- und Spielsequenzen wurde verbessert und fügt sich immer noch sehr stimmig ins Gesamtbild. Vor allem die Zwischensequenzen sind sehr schön anzusehen und die Mimik der Figuren wurde sehr gut animiert. Begleitend zum Spielgeschehen wird ein eigens für DMC erstellter Soundtrack von Noisia und Combichrist benutzt. Damit wechseln sich Dubsteb-Rythmen und aggressiver Electro mit Stimmenverzerrer ab. Die Performance macht keine Probleme, es gibt keine Ruckler oder Grafikfehler zu bemängeln. Die Steuerung ist wie in der Originalversion gehalten, damit ist das Spiel sehr handlich spielbar und macht keine Probleme bei der Auswahl von Waffen und Benutzung von Combo-Fähigkeiten.

                        DMC

                        DMC

                        DMC

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                        Aus Alt mach Neu: Definitive Edition

                        Neben der verbesserten Performance und Grafik bringt DMC: Devil May Cry Definitive Edition alle bereits erschienenden DLCs mit. Damit sind mehrere Skins für Dante und Vergil verfügbar sowie einige Waffenskins. Das DLC „Vergil’s Downfall“ bietet weitere Spielstunden und erzählt die Geschichte nach DMC, in der man Dantes Zwillingsbruder Vergil spielt. Ein neuer Spielmodus wird mit dem „Bloody Palace“ geboten, in dem man mit Vergil Wellen von Gegnerhorden überleben muss. Einige neue Optionen bieten im Spiel weitere Feinheiten: Mit dem Tempomodus kann das Spiel um 20% beschleunigt werden. Ein alternativer Zielmodus bietet manuelles Zielen, wie es in den früheren Devil May Cry-Teilen benutzt wurde. Auch eine komplett neue Zwischensequenz bringt das Spiel mit, die im Hauptspiel nicht vorhanden war. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Schwierigkeitsmodi bietet die Definitive Edition noch den „Gods must Die“-Modus, in dem alle Gegner sofort mit „Devil Trigger“ spawnen, also unverwundbar sind und schweren Schaden verursachen. Außerdem können keine Items und Orbs verwendet werden, um sich zu heilen oder wiederzubeleben. Im „Must Style“-Modus muss Dante erst den Stylerang S erreichen, bevor er Gegnern Schaden zufügen kann. Außerdem wurde der Hardcore Modus erschwert, indem der Devil Trigger von Dante Gegner nicht mehr in die Luft wirft, Style-Ränge schwieriger zu erreichen sind und schneller wieder ablaufen, Gegner mehr Schaden zufügen und Parieren mehr Können erfordert. Mit Hilfe der Community konnte das Balancing des Spieles ebenfalls angepasst werden.

                        DMC

                        DMC

                        DMC

                        DMC

                        Persönliches Fazit

                        Als Fan der DMC-Reihe freut es mich selbstverständlich, das mit DMC: Devil May Cry Definitive Edition nun der erste DMC Titel für die neuen Konsolen verfügbar ist. Das Spiel bietet Hack and Slash-Fans das bekannte Spielprinzip von DMC, welches durch einige neue Gameplay-Elemente neu aufgelegt und verbessert wurde. Da ich das Hauptspiel bereits vorher gespielt habe, fallen mir die Änderungen und Anpassungen auf und sehe diese positiv. Das Hauptspiel und der DLC bieten zusammen einige Stunden Spielspaß und bieten durch verschiedene Schwierigkeitsgrade und optionale Modi auch einen Anreiz, das Spiel mehrmals durchzuspielen. Als Fan der beiden involvierten Bands fügt sich der Soundtrack für mich sehr gut in das Gesamtbild ein. DMC: Devil May Cry Definitive Edition ist meiner Meinung nach einer der besten Titel der neuen Konsolengeneration und ich kann ihn ohne Zögern jedem DMC-Fan und jedem Hack and Slash-Fan weiterempfehlen.

                        DMC: Devil May Cry Definitive Edition [PS4]

                        DMC: Devil May Cry Definitive Edition [PS4]
                        91.3
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                        GAMEPLAY

                        92 / 100

                        Schnelles, einfach zu bedienendes Kampfsystem, Gegner mit verschiedenen Fähigkeiten und Mechaniken

                          STORY

                          90 / 100

                          Innovative Story, die über Zwischensequenzen und Ingame erzählt wird

                            GRAFIK

                            88 / 100

                            Für die neue Konsolengeneration aufbereitete Grafik, gute Performance

                              SOUND

                              93 / 100

                              Passende Soundtracks von den namenhaften Bands Combichrist und Noisia

                                UMFANG

                                90 / 100

                                Hauptspiel mit mittelmäßiger Spieldauer, jedoch viele Sammelobjekte sowie massig Spielmodi und Schwierigkeitsgrade

                                  SPIELSPASS

                                  95 / 100

                                  Zusammenspiel zwischen der Story, dem Kampfsystem, der Grafik und dem Soundtrack bietet ein einzigartiges Spielerlebnis

                                    Positiv

                                    • - Unterhaltsames, einfach zu erlernendes Kampfsystem
                                    • - Professioneller Soundtrack
                                    • - Sehr großer Umfang mit Spielmodi und Schwierigkeitsgraden

                                    Negativ

                                    • - Hauptspiel nicht sehr lange
                                    • - Level müssen wiederholt gespielt werden, um 100% zu erreichen

                                    Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                    Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

                                    Euer Hardbloxx-Team

                                     

                                    Test/Testbericht: Dead or Alive 5 : Last Round [PS4]

                                    Neben Ninja Gaiden sind die Entwickler von Tecmo vor allem für die Beat-Em-Up-Reihe Dead or Alive bekannt. Wie auch in anderen Vertretern des Genres wie Tekken und Street Fighter vermöbelt man alleine oder im Tag Team einen oder zwei Gegner. Dead or Alive 5: Last Round ist der zuletzt erschienene Vertreter der Reihe und eine Neuaufsetzung mit Updates des 2012 erschienenen Dead or Alive 5. Ob sich der neuste Teil des Beat-Em-Ups von den vorherigen Teilen abheben und noch immer neben den anderen beliebten Vertretern des Genres bestehen kann, erfahrt ihr in unserem Testbericht zu Dead or Alive 5: Last Round.

                                    DeadOrAlive5_1
                                    DeadOrAlive5_2

                                    Fingerakrobatik

                                    In Dead or Alive 5 treten wir in verschiedenen Spielmodi wahlweise gegen einen oder zwei Gegner an. Das Ziel ist es, die Lebenspunkte des oder der Gegner auf Null zu bringen und eine vorher bestimmte Anzahl an Runden zu gewinnen. Hierzu haben wir ein sehr großes Repertoire an Moves, die wir einsetzen können. Aufgrund der Vielzahl an Angriffen, Verteidigungsbewegungen und Spezialattacken müssen wir für viele Moves nicht nur einen einzigen Button, sondern eine Combo drücken. Und selbst wenn wir diese Buttonreihenfolge auswendig gelernt haben, ist es dennoch schwierig, diese im Kampf auch richtig anzuwenden. Meist müssen hier mehrere Tasten gleichzeitig gedrückt werden und wenn auch nur eine Taste Millisekunden zu spät gedrückt wird, geht die Combo in die Hose. Timing ist allerdings nicht nur beim Angriff gefragt; wir können auch gegnerische Angriffe greifen und den Gegner zu Boden werfen. Vorausgesetzt, wir schalten schnell genug, um die richtige Tastenkombination für den richtigen Angriffsgriff rechtzeitig auszulösen. Jeder der Charaktere bringt dabei noch unterschiedliche Moves mit sich, die wir jedes Mal von Neuem lernen müssen. 34 verschiedene Charaktere können in Dead or Alive 5: Last Round gespielt werden. Viele davon wurden aus den Vorgängern übernommen, einige mit Updates dem fünfen Teils hinzugefügt. Jeder Kämpfer bietet dazu noch unterschiedliche Skins an, die wir im Kampf benutzen können. Hier wartet auch das „Markenzeichen“ von Dead or Alive auf uns. Jeder weibliche Kämpfer besitzt nämlich neben Kampfanzügen in verschiedenen Stylen auch noch Skins, in denen etwas mehr Haut gezeigt wird. Und so kämpfen wir im nächsten Kampf mit unserem nur in Unterwäsche bekleideten Mädchen gegen Feinde.

                                    DeadOrAlive5_3
                                    DeadOrAlive5_4

                                    Willkommen im Film

                                    Mehrere Spielmodi warten in Dead or Alive 5: Last Round auf uns. Im Kampagnenmodus kämpfen wir uns durch die Story. Diese schließt direkt an den Vorgänger an und erzählt weiterhin die Geschichte über die Dead or Alive-Turniere und die Forschungen um Project Alpha. Dabei springen wir von Charakter zu Charakter, um die Geschichte durch ihre Augen zu sehen. Begleitend zu den Kämpfen werden hier ansehnliche Zwischensequenzen gezeigt. Allerdings könnte man eher sagen: Begleitend zu den Zwischensequenzen können wir hier auch zwischendurch kämpfen. Die Story nimmt nämlich sehr viel Zeit in Anspruch. Neben der Kampagne können wir in Einzelkämpfen gegen die KI oder andere Spieler lokal oder online spielen. Im Onlinemodus sorgt ein Matchmaking-System dafür, dass wir mit ungefähr gleichstarken Gegnern zusammengeworfen werden. Beim Sieg bekommen wir Punkte, die unser Rating sowohl insgesamt, als auch mit dem gewählten Charakter erhöhen. Somit haben wir nicht nur ein Gesamtrating, sondern auch ein Einzelranking für jeden Kämpfer, welches jedoch nicht weiter zum Matchmaking beiträgt, da der Charakter erst nach der Spielersuche gewählt wird. Neben der Spielersuche gibt es außerdem noch Lobby-Spiele, in denen unter anderem Onlinetraining und Turniere gespielt werden können. Wer ganz neu im Beat-Em-Up-Genre ist, der kann im Trainingsmodus entweder die Moves der einzelnen Charaktere trainieren oder ein Tutorial für das Spiel durchspielen. Doch Vorsicht, in einigen Versionen des Spieles (unter anderem der deutschen) sorgt das Spielen der Tutorialmissionen 40.8 und 40.9 auf allen Plattformen zum Verlust der Spieldaten. Tecmo bemüht sich derzeit, diesen Fehler aus dem Spiel zu entfernen. Im Arcade-Modus kämpfen wir in mehreren Kämpfen gegen eine Auswahl an Gegnern, im Time Attack-Modus spielen wir gegen die Zeit und im Survival-Modus werden unsere Lebenspunkte durch die Kämpfe mitgenommen. Das Spiel bietet für Kämpfe eine Vielzahl an Karten an, die sich vom Aussehen her sehr unterscheiden. Einige Karten besitzen auch mehrere Ebenen, zu denen wir durch Angriffe am Rand wechseln können.

                                    DeadOrAlive5_5
                                    DeadOrAlive5_6

                                    Extras

                                    Neben den Spielmodi in Dead or Alive 5: Last Round gibt es noch einige Features, in denen wir selber nicht kämpfen. Im Zuschauermodus können wir wahlweise gespeicherte Kämpfe noch einmal sehen oder uns Kämpfe zwischen KI-Spielern anschauen. Weiterhin können wir uns die Filme aus der Kampagne noch einmal ansehen, Statistiken der verschiedenen Charaktere und unserem Umgang mit diesen nachlesen und verschiedene Titel freischalten. Eine Rangliste zeigt die Onlinerankings an, in denen jedoch auch nach langem Scrollen in den oberen Rängen nur japanische Spieler zu sehen sind. Außerdem können wir die Hintergrundmusik der Kämpfe ändern, indem wir anpassen, ob die Musik von der Map oder dem Charakter abhängt, und unterschiedliche Musikstücke auswählen. Im Playstation-Store können wir weitere Skins und Frisuren für unsere Kämpfer erwerben.

                                    DeadOrAlive5_7
                                    DeadOrAlive5_8

                                    Persönliches Fazit

                                    Ich sehe mich selbst als einen der schlechtesten Beat-Em-Up-Spieler aller Zeiten. Dennoch hinterlässt Dead or Alive 5: Last Round einen sehr guten Eindruck, auch wenn die Kämpfe eher in sinnloses Button-Smashing ausarten, als in geplante Angriffe und Verteidigung. Dies erschwert auch den Erfolg im Onlinemodus, da die Gegner dann doch meilenweit besser sind. Auch die Story zieht nach wenigen Kämpfen stark mit der Schwierigkeit an, ist jedoch nach einigen Versuchen immer noch machbar. Und die Verluste lassen sich verkraften, wenn man dafür den weiblichen Charakteren Skins geben kann. Alles in allem ist Dead or Alive 5 ein solides Beat-Em-Up, welches sich auch nach vielen Kamprunden noch immer mit Spaß spielen lässt. Vor allem die Trainingsmissionen sind sehr gut angelegt und wenn der Spielstandlösch-Bug nicht vorhanden wäre, könnte man hier auch noch mehr lernen. Die Grafik passt sehr gut zum Spiel. Es handelt sich zwar nicht um Next-Gen Grafik, ist aber auch nicht unansehnlich.

                                    Dead or Alive 5: Last Round [PS4]

                                    ab 31,97€
                                    Dead or Alive 5: Last Round [PS4]
                                    82.5
                                    82.5

                                    GAMEPLAY

                                    86 / 100

                                    Sehr gutes Kampfsystem, welches bei guten Fingerfertigkeiten sehr viele Möglichkeiten bietet

                                      STORY

                                      76 / 100

                                      Schwerer Einstieg als Neuling, sehr lange Zwischensequenzen im Kampagnenmodus

                                        GRAFIK

                                        80 / 100

                                        Solide, passende Grafik, jedoch kein Next-Gen

                                          SOUND

                                          85 / 100

                                          Passende, auch anpassbare Musik und Soundeffekte

                                            UMFANG

                                            80 / 100

                                            Viele Spielmodi, auch abseits vom Spielen viele Extras

                                              SPIELSPASS

                                              88 / 100

                                              Langzeitmotivation durch Ranglisten und Storymodus, Perfektionieren von Charakteren...

                                                Positiv

                                                • - Sehr gutes Kampfsystem
                                                • - Schöne Stages
                                                • - Anpassbare Musik

                                                Negativ

                                                • - Sehr lange Zwischensequenzen
                                                • - Schwerer Einstieg ins Spielgeschehen
                                                • - Nur eine Kampfart

                                                Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                Ihr könnt hier die Preise vergleichen.

                                                Euer Hardbloxx-Team

                                                Test/Testbericht: How to Survive [PS4]

                                                Survival-Games mit Zombie-Geschnetzel sind derzeit absolut angesagt und sprießen wie Pilze aus dem Boden. DayZ hat es vorgemacht und mit dem Erfolg der einstigen ArmA II – Mod haben sich immer mehr Entwickler auf das Genre gestürzt. Mit How to Survive ist bereits 2013 für den PC ein Indie-Survival-Spiel erschienen, das jedoch nicht auf riesige Areale oder das militärisch geprägte Überleben setzt, sondern das Ganze etwas einfacher und dennoch unterhaltsam in Szene gesetzt hat. Nun hat der Titel auch den Sprung auf die PlayStation 4 geschafft, was für uns Grund genug ist, um uns das Spiel etwas näher anzuschauen. Wie die Version abgeschnitten hat, erfahrt ihr in unserem Test.

                                                How-To-Survive - 10
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                                                Eine gemütliche Insel – oder?

                                                Ihr übernehmt die Rolle eines Überlebenden, der noch vor kurzem auf einem Schiff unterwegs war, das jedoch gekentert ist und alle seine Passagiere dabei mit unter die Oberfläche gezogen hat. Überlebt habt nur ihr und könnt auch nur durch Glück an der nahe gelegenen Insel den Strand erreichen. Doch Inseln scheinen niemals einfach nur Inseln zu sein. Das ging schon in Lost nicht gut, in Legend of Grimrock 2 ebenfalls nicht und auch in How To Survive habt ihr einfach Pech mit der Insel, die unter dem Namen Los Riscos bekannt ist. Denn auf ihr haben sich, genauso wie auf den Nachbarinseln, Zombies eingenistet, die nur ein Ziel haben: Sie wollen euer Gehirn futtern. Glücklicherweise gibt es auch noch einige wenige normale Menschen, die euch gleich am Anfang helfen. Einige davon haben einen Flugzeugabsturz überlebt und andere waren in einer nahegelegenen Forschungseinrichtung stationiert. Nun kämpft jedoch jeder ums Überleben und um eine Möglichkeit, die Inselgruppe zu verlassen. Außerdem trefft ihr auch auf einen russischen Überlebenden, der schon länger auf den Zombie-Inseln verweilt und euch mit wertvollen Tipps und Tricks versorgt. Diese Hilfestellung fungiert als Tutorial und bringt euch so nach und nach die Spielmechaniken bei. Nur wenn ihr wirklich alle Funktionen nutzt, könnt ihr auch in der unwirklichen Welt von How To Survive überleben und werdet nicht sofort von Zombies und mutierten Tieren aufgefressen.

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                                                Das Handbuch des Überlebens

                                                So erlernt ihr zunächst, wie ihr euch gegen die untoten Gegner zur Wehr setzen könnt. Dazu nehmt ihr zunächst Stücke auf, mit denen ihr den Zombies so lange auf den Kopf haut, bis sie umkippen. Später könnt ihr auch eine Machete finden, Pfeil und Bogen selbst herstellen und sogar Nagelpistolen und Ähnliches zusammenbauen. Es gibt also sowohl Nah- als auch Fernkampfwaffen, die sich unterschiedlich spielen: Mit einer Machete haut ihr den Angreifern auf den Körper, könnt darüber hinaus auch besonders starke Angriffe auslösen, die vorher zwei – drei Sekunden aufladen müssen. Ähnliches gilt für Fernkampfwaffen, mit denen ihr entweder die ganze Zeit herumschießen könnt oder länger zielt und dann direkt den Kopf trefft. Denn ein Kopftreffer ist wesentlich effektiver und spart zudem Munition. Das ist besonders effektiv, wenn ihr direkt gegen mehrere Feinde auf einmal antreten müsst. In solchen Fällen bewegt ihr euch rückwärts, während ihr gleichzeitig nach vorne zielt und Schüsse abgebt. Das funktioniert über die Gamepad-Steuerung einwandfrei, indem ihr den linken Stick zum Bewegen nehmt und mit dem rechten auf die verschiedenen Feinde zielt. Mit dieser Hit-and-Run-Taktik kommt ihr am besten zurecht und schont außerdem euren Gesundheitsbalken. Dieser schrumpft nämlich durch jeden Angriff und kann nur durch Heil-Items, Essen oder Schlafen aufgefüllt werden.

                                                Neben dem Gesundheitsbalken gibt es außerdem noch andere Anzeigen, die ihr im Auge behalten solltet. Ein Mensch überlebt nämlich nicht nur durch gutes Kämpfen und etwas Hoffnung, sondern braucht darüber hinaus auch noch Nahrung, etwas zu Trinken und den bereits erwähnten Schlaf. Nahrung findet ihr entweder in der Natur, indem ihr Tiere jagt, Beeren aufsammelt oder in Verstecken findet. Wenn ihr Durst habt, müsst ihr einen Brunnen aufsuchen und könnt euch dort satt trinken. Clevere Überlebenskünstler haben außerdem immer ein paar leere Flaschen dabei, in denen Wasser eingefüllt und transportiert werden kann. Schlafen könnt ihr allerdings nicht überall, denn schon am Tage sind ständig Zombie-Horden unterwegs, in der Nacht hingegen kommen noch fieserer Gegner, die euch regelrecht jagen. Also sucht ihr einen sicheren Schlafplatz, bei dem es sich meistens um ein Gebäude mit dicken Stahltoren handelt, tötet alle Zombies in diesem Gebäude, verschließt die Tür und legt euch dann schlafen. Solltet ihr jedoch einmal gezwungen sein, Nachts umherwandern zu müssen, so solltet ihr eure Taschenlampe anlassen, denn die Kreaturen der Nacht haben große Angst vor Licht. Sind die Batterien leer, solltet ihr mit Feuersteinen, die ihr immer mal wieder finden könnt, ein Feuer machen und aus Stöcken Fackeln herstellen. Sollte auch dies gerade nicht möglich sein – nun, so solltet ihr rennen. So schnell es geht. Zu einer Feuerstelle oder eben zu einem Schlafplatz, denn sonst seht ihr euch schnell einer Armee an Untoten gegenüber, die zur Jagd auf euch aufgerufen haben.

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                                                Überleben hat seine Vorteile

                                                Es ist höchst unwahrscheinlich, dass ihr How To Survive komplett durchspielen werdet, ohne jemals zu sterben. In so einem Fall werdet ihr an eurem letzten Speicherpunkt wiederbelebt. Diese sind großzügig verteilt, sodass ihr selten wirklich viel Spielfortschritt durch einen unbedachten Tod verliert. Je länger ihr überlebt und je mehr Zombies ihr erledigt, desto mehr Erfahrung sammelt ihr übrigens. Dafür gibt es immer wieder Level-Ups und neue Skillpunkte, die ihr dann in einem Fertigkeitenbaum in verschiedene Skills investieren könnt. So lernt ihr zum Beispiel neue Dinge herzustellen, hungert langsamer oder müsst seltener schlafen. Wie genau ihr euren Charakter formt, bleibt euch überlassen, allerdings sind die Möglichkeiten recht übersichtlich, sodass ihr nicht allzu viel erwarten solltet. Zwar werden die Gegner mit jeder neuen Insel immer stärker, doch irgendwann seid ihr so gut ausgerüstet, dass sie eigentlich keine Gefahr mehr für euch darstellen – selbst in großen Gruppen. Sobald ihr ein effektives Gewehr zusammengebaut habt, lauft ihr einfach weg, schießt, lauft weg, schießt und nutzt diese Taktik, bis jeder Zombie auch wirklich für immer tot ist. Denn die KI ist eben nicht besonders helle und kann sehr einfach ausgetrickst werden. Dafür ist sie zahlreich und komischerweise auch sehr hartnäckig. Denn wenn ihr eine Insel komplett von Monstern befreit habt und euch nach der harten Arbeit schlafen legt, trefft ihr auf genau die gleichen Zombies wieder, sobald ihr am nächsten Morgen das sichere Versteck verlasst. Das ist ziemlich nervig, zieht aber immerhin die Spielzeit in die Länge. Apropos Spielzeit, diese ist recht kurz und selbst mit den vielen Nebenquests, die ihr auf eurem Weg durch die Inseln findet, seit ihr nach ungefähr sechs Stunden durch.

                                                Grafisch gesehen wird Hot To Survive wohl auch keine Preise gewinnen, denn gerade dort fällt auf, dass das Budget der Entwickler nicht so groß war, wie bei den großen Titeln. Trotzdem sieht der Titel gut aus, auch wenn die Zombies und Gebiete recht generisch sind und immer wieder kleinere Grafik-Glitches auftauchen. Gleiches gilt für die Vertonung: Die NPCs sind richtig gut gelungen und hören sich echt passend an. Dafür sind jedoch die Geräusche der immer gleichen Zombies eben auch immer gleich.

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                                                Persönliches Fazit

                                                „Ein Indie-Titel mit Zombies und Survival? Nicht schon wieder!“, war mein erster Gedanke, als ich mich an How To Survive gesetzt habe. Doch der Titel hebt sich allein vom Gameplay stark von den üblichen Titeln des Genres ab und sorgt so für frischen Wind. Er macht Spaß, ist gut durchdacht und besitzt eine ordentliche, wenn auch nicht besonders originelle Story. Auch sind die sechs Stunden Spielzeit sehr schnell vorbei. Da helfen auch die Nebenquests nicht besonders, die oftmals nach dem Schema „Suche X und bringe mir Y!“ aufgebaut sind. Spaß macht es trotzdem und der Titel ist absolut für gemütliche Stunden für zwischendurch geeignet. Vor allem der geringe Preis sorgt dafür, dass man mit dem Kauf wirklich nicht viel falsch machen kann. Dafür bekommt man ordentliche Zombie-Schnetzelei mit einigen witzigen Szenen und ein wenig Survival.

                                                How To Survive

                                                How To Survive
                                                72.5
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                                                Gameplay

                                                79 / 100

                                                Schießen, Sammeln, Laufen - funktioniert alles gut, aber ist nicht besonders innovativ.

                                                  Story

                                                  71 / 100

                                                  Zombie-Story, die nicht besonders kreativ ist, aber immerhin unterhält.

                                                    Grafik

                                                    75 / 100

                                                    Generische Umgebungen und Gegner, aber immerhin sieht alles gut aus.

                                                      Sound

                                                      80 / 100

                                                      Gute Vertonung der NPCs, dafür immer die gleiche Geräuschkulisse.

                                                        Umfang

                                                        60 / 100

                                                        Sechs Stunden Spielzeit, mit insgesammt 100 Items. Da wäre deutlich mehr drin gewesen.

                                                          Spielspaß

                                                          70 / 100

                                                          Zombie-Töten wird recht schnell langweilig und die Gegnertypen ändern sich zu selten. Auch Survival ist nicht besonders anspruchsvoll.

                                                            Positiv

                                                            • - gute NPC-Vertonung
                                                            • - witzige Dialoge
                                                            • - einige Nebenquests

                                                            Negativ

                                                            • - nur sechs Stunden Spielzeit
                                                            • - Essen, Trinken und Schlafen nervt recht schnell
                                                            • - generische Gegner

                                                            Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                            Euer Hardbloxx-Team

                                                            Test/Testbericht: Little Big Planet 3 [PS4]

                                                            Es ist mal wieder so weit: Erneut dürft ihr in die Rolle von Sackboy schlüpfen, einem enorm niedlichen Protagonisten, der in Litte Big Planet 3 wieder einmal gegen das Böse kämpfen muss. Diesmal hat er sich jedoch Hilfe gesucht und begibt sich mit ihnen auf ein Abenteuer, das so witzig wie unterhaltsam ist. Wir waren im Vorfeld sehr gespannt auf den Titel und sagen euch in unserem Test, ob unsere Erwartungen erfüllt worden sind oder ob wir – positiv oder negativ – überrascht wurden.

                                                            Little-Big-Planet-3 - 01
                                                            Little-Big-Planet-3 - 03

                                                            Die alten Helden wecken

                                                            Sackboy ist dafür bekannt, dass er nicht lange überlegt, wenn das Böse mal wieder auftaucht und sich sofort in ein Abenteuer stürzt. Dann setzt er sich mit all den Gefahren auseinander, die ihm auf dem Weg zum finalen Boss in die Quere kommen – und zögert nicht ein einziges Mal. Diesmal ist die Sachlage jedoch etwas anders, denn ein neuer Superbösewicht ist aufgetaucht, den der knuffige Protagonist nicht selbst erledigen kann: Newton ist ein wirklich fieser und gemeiner Typ. Er sieht aus wie eine Glühbirne mit einer Eieruhr als Hut und muss unbedingt aufgehalten werden. Dazu begibt sich Sackboy auf die Suche nach drei uralten Helden, die schon einmal dem Bösen trotzten und nun erneut in die Schlacht ziehen sollen. Die drei neuen Freunde hören auf die Namen Swoop, Oddsack und Toggle und besitzen einzigartige Fähigkeiten, die dafür sorgen sollen, dass das Team durch alle Gefahren kommt, die auf ihrem langen Weg zum Oberbösewicht warten. Dabei beginnt Sackboy seine Reise zunächst aber alleine und muss nach und nach die drei neuen Helden finden, freischalten und rekrutieren. Dafür springt, klettert und rennt er durch die verschiedenen Level und sammelt möglichst viele Murmeln ein, mit denen er dann die neuen Charaktere freischalten kann. Die Kampagne ist allerdings sehr kurz gehalten, sodass man bereits nach ungefähr fünf Stunden durch ist und der böse Newton erledigt wurde. Doch keine Angst, damit ist Little Big Planet 3 noch lange nicht durchgespielt.

                                                            Little-Big-Planet-3 - 04
                                                            Little-Big-Planet-3 - 05

                                                            Die Fähigkeiten optimieren

                                                            Der mutige Sackboy selbst besitzt keine besonderen Fähigkeiten, kann dafür jedoch überall in den Leveln verschiedene Gegenstände einsammeln und diese dann bei Bedarf einsetzen. Für die größeren Probleme hingegen werden die drei neuen Charaktere eingesetzt, die eine spezielle Fähigkeit besitzen, welche sich in den diversen Situationen als sehr nützlich erweist. Snoop ist zum Beispiel ein Vogel, der als solcher die Flugfähigkeit besitzt und damit Stellen erreichen kann, die sonst jedem anderen verwehrt wären. Außerdem kann der kleine Vogel mit seinen Krallen verschiedene Gegenstände aufnehmen und fallen lassen. Oddsack hingegen ist ein besonders niedlicher Hund, der darüber hinaus auch besonders schnell ist. Dies ermöglicht es ihm, bestimmte Wände hochzurennen und von diesen abzuspringen, um so ebenfalls Stellen zu erreichen, die kein anderer Charakter erreichen könnte. Toggle ist ein rundliches Etwas, dessen besondere Fähigkeit in der Verwandlungskunst liegt: Er kann zwischen einem kleinen und leichten sowie einem großen und schweren Sack hin und her wechseln. Das bringt zum Beispiel die Möglichkeit mit sich, in der schweren Version eine Sprungfeder zu spannen und sich dann in der leichten Version von eben jener Feder in die Luft katapultieren zu lassen. Die vier verschiedenen Charaktere spielen sich sehr unterschiedlich und machen auch wirklich sehr viel Spaß, doch leider gibt es einen faden Beigeschmack:

                                                            Man kann lediglich Sackboy in jedem Level nutzen. Ansonsten gibt es drei verschiedene Gebiete, in denen der Protagonist jeweils einen Helden freischalten kann. Besagter neuer Held kann dann jedoch nur in seinem Gebiet eingesetzt werden und ist für die anderen Gebiete nicht nutzbar. Lediglich in ganz wenigen Leveln kann man auf alle vier Charaktere zurückgreifen, was sehr schade ist. In den Hub-Leveln selbst findet ihr die verschiedenen Eingänge zu den Kampagnen-Leveln. In diesen könnt ihr dann die bereits erwähnten Murmeln aufsammeln, Zwischengegner besiegen und viele unterschiedliche Rätsel lösen. Die Rätsel sind zwar relativ simpel gehalten, darüber hinaus strotzen sie jedoch vor Innovation und Ideenreichtum und machen wirklich Spaß. Das gilt auch für die Mini-Games, die ebenfalls über die Hub-Level erreichbar sind und einfach lustig sind. So könnt ihr zum Beispiel die berühmten Lemminge nachspielen – nur, dass die Lemminge durch viele Sackboys ersetzt werden.

                                                            Little-Big-Planet-3 - 07
                                                            Little-Big-Planet-3 - 08

                                                            Baue deine eigene Welt

                                                            Nachdem ihr mit der Single-Player-Kampagne fertig seid, gibt es jedoch noch einiges mehr zu entdecken. Das beginnt mit dem Multiplayer, der leider nicht in der Kampagne selbst integriert wurde, dafür jedoch in vielen anderen Karten ein wichtiger Teil ist. Denn neben der Kampagne gibt es noch einen Map-Editor, der enorm viele Möglichkeiten bietet: Ihr könnt selbst Karten herstellen und mit der Community teilen. Natürlich könnt ihr auch bereits erstellte Karten herunterladen und diese dann mit bis zu drei Freunden bespielen. Dabei seid ihr entweder dazu angewiesen, gemeinsam mit euren Freunden die Rätsel zu lösen und euch aufeinander zu verlassen, oder ihr spielt gegeneinander auf Zeit und versucht, als erster das Ende eines Levels zu erreichen. Dabei könnt ihr alle vier Charaktere wählen und deren Vor- und Nachteile sinnvoll einsetzen, um euch selbst einen Vorsprung zu verschaffen. Wenn ihr selbst Bastler seid, dann bietet euch der Editor die Möglichkeit, ganze Karten komplett selbst zu designen und wahrhaftig selbst zum kreativen Kopf zu werden. Ein Spieler hat sogar Final Fantasy VII komplett nachgebaut. Möchtet ihr jedoch nicht die enorm vielen Features des Editors nutzen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit, um Spielspaß zu haben: Es wurden einige Puzzle-Spiele eingebaut. In diesen müsst ihr mit Hilfe des Editors die Spielwelt so verändern, dass man sie durchspielen kann. Dazu müsst ihr zum Beispiel Brücken bauen oder Wände entfernen. Das macht wirklich viel Spaß und sorgt dafür, dass ihr in der Theorie auch hunderte Stunden mit dem Map-Editor verbringen könnt. Dazu kommen noch die unzähligen downloadbaren Karten von anderen Mitspielern.

                                                            Little-Big-Planet-3 - 09
                                                            Little-Big-Planet-3 - 14

                                                            Schön, schöner, LBP 3

                                                            Wenn man Little Big Planet 3 ein Kompliment machen muss, dann definitiv über die Grafik. Denn das Spiel sieht einfach richtig gut aus. Das liegt an den vielen Details, die auf den Strukturen im Vorder- und Hintergrund zu finden sind, aber auch an den Charakteren und den Objekten. Die Game-Physik selbst ist wirklich nicht realistisch, doch passt sie perfekt zum Spielgefühl und die Animationen sind erste Klasse. Auch die Farbgebung braucht sich vor keinem anderen Spiel zu verstecken und ist sowohl bunt, als auch abwechslungsreich. Jeder auftauchende, spielbare Charakter und jeder NPC sieht einfach so gut aus, dass man sich einen Little-Big-Planet-Film wünscht. Diese hervorragende Qualität wird auch auf den Sound übertragen, denn zum ersten Mal in der LBP-Serie wurde jeder NPC auch vertont. Dazu kommen wunderbare Soundtracks für die Hintergrundmusik, die stark das Spielgefühl beeinflussen und mal ruhig und seicht, mal bedrohlich und gefährlich wirken. Natürlich ist auch die Geräuschkulisse absolut authentisch und passt zu jedem Hüpfer.

                                                            Bei all dieser Schönheit gibt es jedoch auch einige unschöne Situationen, die wir euch nicht verschweigen wollen. Denn ständig hat man mit Bugs zu kämpfen, bei denen man zum Beispiel überhaupt nicht respawnt, nachdem man gestorben ist. In einigen Situationen fällt man auch einfach durch Wände in das Nichts, woraufhin das Spiel jedoch nicht stoppt, sondern man scheinbar noch weiterspielen kann und soll – was jedoch eben nicht möglich ist. So findet man einige Grafik-Glitches, die wirklich enorm nervend sind und im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass man die Konsole neu starten muss. So vergeht immer wieder mal Spielprozess verloren, was absolut unnötig und frustrierend ist.

                                                            Little-Big-Planet-3 - 13
                                                            Little-Big-Planet-3 - 12

                                                            Persönliches Fazit

                                                            Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Little Big Planet 3 macht einfach enorm viel Spaß. Das Level-Design ist knuffig und schön, der Multiplayer ist extrem witzig und die ganze Story ist zwar einfach und klassisch, doch sehr unterhaltend. Schade, dass sie nur fünf Stunden dauert, hier hätten ein paar Stunden mehr nicht geschadet. Dafür entschädigt der umfangreiche Map-Editor, der, selbst wenn man ihn niemals benutzt, dafür sorgt, dass man viele Karten einfach herunterladen kann, die von der Community erstellt worden sind. Sehr schade ist jedoch, dass das sehr schöne Konzept durch einige Bugs und Glitches entstellt wird. Diese werden hoffentlich bald nachgepatcht. Auch hätte ich mir gewünscht, dass man öfter mit allen vier Charakteren in der Kampagne spielen kann, um die verschiedenen Fähigkeiten miteinander zu kombinieren. Immerhin ist die Grafik unglaublich berauschend und wird vom Sound perfekt unterstützt. Wer also eine PlayStation 4 besitzt und auf der Suche nach einem sehr guten Jump’n’Run ist, der sollte definitiv einen Blick auf Little Big Planet 3 werfen, denn das Spiel ist einfach extrem unterhaltsam geworden.

                                                            Little Big Planet 3

                                                            Ab 55,81 Euro
                                                            Little Big Planet 3
                                                            86.7
                                                            86.666666666667

                                                            Gameplay

                                                            85 / 100

                                                            Wunderbares Leveldesign und innovative Rätsel - leider einige Bugs, die für Frustration sorgen.

                                                              Story

                                                              81 / 100

                                                              Einfache und klassische Story, die trotzdem zu unterhalten weiß.

                                                                Grafik

                                                                87 / 100

                                                                Unglaublich detailliert und bunt, nur ein paar Grafik-Glitches nerven.

                                                                  Sound

                                                                  92 / 100

                                                                  Wunderbare Musik, vertonte NPCs und eine authentische Geräuschkulisse.

                                                                    Umfang

                                                                    87 / 100

                                                                    Leider nur fünf Stunden Kampagne, dafür extrem umfangreicher Map-Editor.

                                                                      Spielspaß

                                                                      88 / 100

                                                                      Gerade im Multiplayer macht LBP enorm viel Spaß, aber auch sonst ist es sehr unterhaltsam.

                                                                        Positiv

                                                                        • - unterhaltsame Story
                                                                        • - witzige NPCs
                                                                        • - schöne Grafik
                                                                        • - atmosphärischer Sound
                                                                        • - umfangreicher Map-Editor
                                                                        • - viele Zusatzmaps zum Download
                                                                        • - spannender Multiplayer

                                                                        Negativ

                                                                        • - einige Grafik-Glitches
                                                                        • - nur fünf Stunden Kampagne
                                                                        • - nervende Gameplay-Bugs

                                                                        Ihr könnt hier die Preise vergleichen. Wenn ihr wissen möchtet, wie Hardbloxx Spiele bewertet, findet ihr unser Bewertungssystem hier.

                                                                        Euer Hardbloxx-Team
                                                                        Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars

                                                                        Test/Testbericht: Driveclub

                                                                        Es kommt nur noch selten vor, dass große Titel nur für eine einzige Plattform entwickelt werden, denn normalerweise versuchen Hersteller und Publisher eine möglichst große Anzahl der Spieler zu erreichen. Eine Ausnahme bietet also in diesem Fall der Exklusivtitel DriveClub, der lediglich für Sonys PlayStation 4 entwickelt wurde und sogar in zwei verschiedenen Bundles enthalten ist. Die Aufgabe des Rennspiels ist ganz klar, die PS4 zu bewerben und für weitere Verkäufe der Konsole zu sorgen. Wir haben uns den Titel mal etwas genauer angesehen und verraten euch in unserem Test, ob das Spiel tatsächlich für diese Aufgabe geeignet ist oder ob man lieber auf andere Bundles warten sollte.

                                                                        DriveClub - 19
                                                                        DriveClub - 22

                                                                        Das Rennen deines Lebens

                                                                        Wohl die wenigsten Rennspiele besitzen eine Story. Stattdessen versucht man mit Hilfe eines Karriere-Modus etwas Tiefgang in das Gameplay zu bringen und so auch über längere Zeit einen Wiederspielfaktor zu kreieren. DriveClub hingegen verzichtet vollkommen auf die Möglichkeit einer Karriere, es gibt keine Story und von eurem Fahrer seht ihr maximal die Hände am Lenkrad oder mal eine kurze Seitenansicht. In diesem Feld präsentiert sich das Spiel ganz klar als Arcade-Racing-Game, das auf solch einen Firlefanz verzichten kann und sich vollkommen auf das Wichtige konzentriert: Das Fahren von Rennen. Dazu habt ihr gleich zu Beginn drei Auswahlmöglichkeiten und könnt zwischen der Tour, verschiedenen Einzelrennen und dem Mehrspielermodus wählen. Beginnen wir mit der Tour, denn die wird euch zumindest am Anfang am meisten beschäftigen. In diesem Spielmodus sind verschiedene Rennen aufgereiht, die ihr mehr oder weniger frei wählen könnt. Die Tour-Teile sind in die verschiedenen Schwierigkeitsgrade aufgeteilt und am Ende eines Parts steht immer eine kleine Meisterschaft, die aus zwei oder drei Rennen besteht und bei der ihr eine gewisse Anzahl an Aufgaben erledigen müsst, um die nächste Schwierigkeitsstufe freizuschalten.

                                                                        Die Aufgaben sind dabei recht repetitiv, machen aber trotzdem Spaß und sorgen für einigen Ansporn. Jedes Rennen hat zwischen zwei und drei Aufgaben, die sich zwischen „Erreiche einen Platz in der Top 3“, „Gewinne die Meisterschaft“, „Erreiche eine Mindestgeschwindigkeit von X“, „Erreiche Zeit Y“ oder „Hole mindestens Z Drift-Punkte“ und ähnlichem abwechseln. Manche Aufgaben sind dabei recht einfach und die erledigt ihr mehr oder weniger nebenbei, andere bedürfen mehr Aufmerksamkeit. Manchmal habt ihr zudem das Gefühl, dass mit eurem ausgewähltem Modell eine gewisse Zeit gar nichts erreicht werden kann und ihr warten müsst, bis ihr weitere Modelle freigeschaltet habt, die bessere Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit haben. Neben diesen beiden Eigenschaften unterscheiden sich die vielen verschiedenen Automobile zudem im Driftpotential und dem Handling. Die Rennwagen sind in verschiedenen Klassen eingeteilt, die ihr nach und nach freischaltet, indem ihr in eurem Spielerlevel aufsteigt. Das ist derzeit bei Level 40 zu Ende, aber wird eventuell in der Zukunft mit neuen DLCs angehoben. Punkte für euren Level bekommt ihr durch einfaches Fahren, indem ihr hohe Platzierungen erhaltet, Gegner überholt, Teilabschnitte auf einer Strecke fehlerfrei absolviert oder die Aufgaben abschließt.

                                                                        DriveClub - 32
                                                                        DriveClub - 37

                                                                        Eine Insel mit zwei Bergen

                                                                        Es gibt prinzipiell drei verschiedene Arten von Rennstrecken: Bei einigen müsst ihr möglichst schnell von A nach B fahren, andere benutzen richtige Rennstrecken und die dritte Kategorie führt euch auf ihren Rundkursen durch Dörfer und über Landstraßen. Manchmal müsst ihr diese verschiedenen Strecken alleine auf Zeit schaffen, manchmal müsst ihr mit der KI um den ersten Platz kämpfen und manchmal in der Drift-Challange möglichst viele Punkte sammeln. Was auch immer eure Aufgaben sind, über die grafische Leistung kann man sich niemals beschweren: In den Bergetappen gibt es wunderbare Berge und Täler zu sehen, die Rennstrecken sehen absolut authentisch aus und sobald ihr das erste Mal von der Sonne geblendet werdet, die über einer Hügelkuppe auftaucht, wisst ihr, warum man immer eine Sonnenbrille dabei haben sollte – die jedoch leider nicht im Spiel integriert wurde. Insgesamt könnt ihr derzeit so fünf verschiedene Länder erkunden und euch in Kanada, Chile, Indien, Norwegen und Schottland austoben. Während auf der Tour die Rennstrecken fix sind, könnt ihr im Einzelrennen nicht nur zwischen Zeit-, Drift- und Gegnerrennen wählen, sondern auch frei das Land und die jeweilige Rennstrecke bestimmen. Es sei euch geraten, ruhig einfach mal die Zeit zu ignorieren und einfach langsam durch die Gegend zu cruisen, denn dann könnt ihr tatsächlich einen echt schönen Blick auf die Gegend erhaschen.

                                                                        DriveClub - 40
                                                                        DRIVECLUB™_20141012080753

                                                                        Das Rangeln mit der Künstlichen Intelligenz

                                                                        Wenn ihr Singleplayer-Modus spielt, seid ihr darauf angewiesen, gegen die KI zu fahren. In der Tour ist das so eine Sache, denn bis zu den späteren Schwierigkeitsgraden könnt ihr eigentlich so viel falsch machen, wie ihr wollt und gewinnt am Ende trotzdem. So hat man das Gefühl, dass die KI gesteuerten Gegner kurz vor der Ziellinie auf euch warten, damit ihr gerade noch so eine gute Position erfahren könnt. Im späteren Spielverlauf ändert sich dieses Verhalten jedoch schlagartig und dann habt ihr das Gefühl, dass die Gegner nur im Sinn haben, euch von der Straße zu drängen. Da ihr das natürlich auch selber ausprobiert, ist das okay – bis zu dem Zeitpunkt, an dem ihr kurz vor dem Ziel bei einer Geschwindigkeit von 350 km/h und mehr einen kleinen Schubs am Heck spürt, euch überschlagt und auf einmal als Letzter abschließt, obwohl ihr doch eben noch Erster gewesen seid. Dass der Gegner, der euch gerammt hat, ebenfalls die Kontrolle über sein Auto verloren hat, scheint ihn nicht zu stören. Das nervt gewaltig und sorgt für ordentlich Frust. Man muss jedoch sagen, dass der Schwierigkeitsgrad fair gewählt wurde und niemals in unmöglichen Aufgaben ausufert. Stattdessen wünscht man sich, dass man den Schwierigkeitsgrad frei wählen kann, um auch in den ersten Rennen mehr gefordert zu werden.

                                                                        DriveClub - 03
                                                                        DriveClub - 39

                                                                        Gemeinsam einsam

                                                                        Nach gut sechs bis acht Stunden habt ihr alle Aufgaben in der Tour gemeistert und wollt euch unbedingt im Multiplayer versuchen. Vielleicht habt ihr sogar einen Club gefunden, dem ihr beigetreten seid und mit dem ihr weitere Modelle freischalten und euch einfach mit Fremden anfreunden könnt. Dann betretet ihr also die Mehrspieler-Lobby, begebt euch zu eurem ersten Mehrspieler-Game, das ungefähr alle 30 Sekunden startet…und seid extrem frustriert, weil ihr ständig aus der Lobby geworfen werdet. Wenn ihr es denn überhaupt bis dahin schafft, denn viele Spieler können sich überhaupt nicht zu den Servern verbinden. Zwar arbeiten die Entwickler fieberhaft an der Verbesserung ihrer Server, doch derzeit ist es der absolute Horror. Rund 15 Minuten braucht man, bis man ein Spiel gefunden hat, das auch wirklich startet, um dann letztendlich nur drei bis fünf Minuten zu fahren. Das Fahren gegen Freunde und Unbekannt selbst macht durchaus Spaß, auch wenn es eher an das weltbekannte Demolition Derby erinnert und nicht an ein richtiges Rennspiel. Doch das Problem mit den Servern ist absolut frustrierend und derzeit der größte Kritikpunkt, denn sobald man mit der Tour durch ist, hat man eigentlich nichts mehr zu tun – außer eben Multiplayer zu spielen. Wenn hier nicht möglichst schnell nachgebessert wird, verliert DriveClub sehr viele Spieler und noch mehr werden vom Kauf – zu recht – abgeschreckt.

                                                                        DriveClub - 31
                                                                        DriveClub - 07

                                                                        Die Versprechungen der Entwickler

                                                                        Tatsächlich macht DriveClub jedoch sehr viel richtig: Es gibt sehr viele verschiedene Modelle, die nicht nur unterschiedlich aussehen, sondern sich tatsächlich auch komplett unterschiedlich fahren und zudem authentische Motorengeräusche von sich geben. Neben dem Sound und der Optik wird außerdem die Rumble-Funktion des Controllers clever eingesetzt, um zusätzliche Atmosphäre zu schaffen und das Spielgefühl zu perfektionieren. Wer möchte, kann in der Garage die Muster und Farben seiner Modelle anpassen und verändern und sich zudem ein wenig im Clubsystem umsehen, das später weitere Herausforderungen bereithalten soll. Sowieso haben die Entwickler richtig viel vor, das Hoffnung und Lust macht: Derzeit gibt es schon einen Tag- und Nachtwechsel, bei dem ihr euch auf einmal in der Dunkelheit wiederfindet, nachdem ihr noch vor dem Sonnenuntergang gestartet seid. Umgekehrt dürft ihr jedoch auch einen Sonnenaufgang bei einem Nachtrennen erleben. Ähnliches haben die Jungs und Mädels von den Evolution Studios auch mit dem Wetter vor, denn so soll Schneefall und Regen einsetzen, der dann sogar die Straßenverhältnisse ändern wird. Zudem kommen per DLC weitere Auto-Pakete und sobald die Server laufen, kann man sogar selbst Herausforderungen erstellen. Hier liegt jedoch die Betonung derzeit noch auf dem „sobald“. Schön wäre außerdem noch, wenn man einfach mit ein paar Freunden zusammen spielen kann, ohne dass man direkt ein Multiplayer-Spiel mit 12 Plätzen joinen muss.

                                                                        DriveClub - 12
                                                                        DriveClub - 14

                                                                        Persönliches Fazit

                                                                        Am besten beschreibt man DriveClub als eine Mischung aus Arcade-Racer und realistischem Rennspiel, das vor allem durch Atmosphäre punkten kann. Die Fahrphysik der Wagen ist überzeugend, die vielen Modelle fahren sich sehr unterschiedlich und es macht einfach Spaß, ganz egal, ob man mit einem aufgemotzten Golf oder einem Hyper-Car fährt. Das größte Problem ist ganz klar der nicht wirklich funktionierende Mehrspielermodus, was extrem frustrierend ist. Möchte man weiter meckern, dann kann man zudem über zu wenige Strecken und den Schwierigkeitsgrad sowie die KI allgemein reden. Sollten jedoch irgendwann die Server problemlos laufen, kann ich DriveClub jedem Fan von Rennspielen wärmstens empfehlen, denn es macht richtig Spaß, sieht super aus und unterhält hervorragend. Bis dahin sollte man sich jedoch im Klaren sein, dass nach circa sechs bis acht Stunden nicht mehr viel zu tun ist und man wartet, dass die Entwickler endlich nachrüsten und neue Herausforderungen, mehr Autos und Strecken bereit stellen.

                                                                        Positiv:
                                                                        + viele unterschiedliche Modelle
                                                                        + Wechsel von Tag und Nacht
                                                                        + clevere Nutzung der Vibrationsfunktion
                                                                        + ansprechende Grafik
                                                                        + passende Sounds
                                                                        + überzeugende Fahrphysik
                                                                        + Clubsystem
                                                                        Negativ:
                                                                        – Fahrverhalten der KI
                                                                        – Schwierigkeitsgrad
                                                                        – Serverprobleme!
                                                                        – nur wenige Strecken

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                                                                        Test erstellt von Hardbloxx.Fefestars