Kategorie: 2.8 Nintendo Wii / Wii U

Yoshi’s Woolly World im Test

Neben dem Klempner und Hobby-Retter Mario ist durch die Reihe um ihn noch eine andere, wichtige Figur bekannt und beliebt geworden. Die Rede ist dabei von dem kleinen, aber süßen Dinosaurier Yoshi, der sogar bereits einige eigene Videospiele spendiert bekommen hat. Das letzte Mal, dass ein Spieler mit Yoshi auf einer stationären Konsole die Welt unsicher machen durfte, ist nun allerdings schon 18 Jahre her. Mit Yoshi’s Woolly World beendete Nintendo die lange Wartezeit letzten Monat endlich und brachte das neue Abenteuer rundum den grünen Dino auf die hauseigene Wii U. Wie sich das Jump’n’Run auf der Wii U schlägt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

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Test/ Testbericht: Mario Party 10

Bei Nintendo steigt wieder die Party! Mario Party 10 geht an den Start und damit der erste Teil der Reihe für die Wii U. Nachdem Nintendo in Teil 9 neue Wege gegangen ist, sind wir natürlich gespannt, ob im aktuellen Teil mehr Experimentierfreude zu finden ist oder ob man sich eher auf seine Wurzeln besinnt. Und natürlich freuen wir uns auf neue Minispiele und eine hoffentlich gelungene Einbindung des Gamepads. Alles weitere erfahrt ihr in unserem Testbericht!

Auf zur Party!

Mario Party 10 kommt mit drei verschiedenen Spielmodi daher; dem Mario Party-Modus, dem Bowser Party-Modus und dem amiibo-Modus. Wie gewohnt können die Minispiele natürlich auch separat angewählt werden und zusätzlich bietet der Titel auch noch einen Herausforderungen-Modus für einen oder mehrere Spieler.

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Bevor das Match beginnt, könnt ihr aus zehn verschiedenen Charakteren wählen. Bis zu vier Spieler können an der klassischen Brettspieljagd teilnehmen, im Bowser-Modus kann zusätzlich noch ein fünfter Spieler Bowser übernehmen. Bei der Charakterauswahl sind alle derzeitigen Größen aus dem Mario-Universum vertreten, von der Standardbesetzung wie Mario, Luigi und Yoshi bis über Waluigi und Rosalina. Sind Modus und Charaktere gewählt, können noch ein paar Feineinstellungen vorgenommen werden. So können die einzelnen Spieler beispielsweise zu Beginn noch bis zu 20 Sterne Vorschuss bekommen. Außerdem kann zwischen den Vehikeln gewählt und das Minispielpaket ausgewählt werden. Hier gibt es die Optionen „alle“, „leicht“ und „ohne Glück“. Zum Schluss geht es an die Auswahl des Spielfeldes. Hier stehen fünf verschiedene Welten zur Auswahl, die allesamt sehr hübsch anzusehen sind. Wie im Vorgänger bewegen sich alle Spieler gemeinsam in einem Fahrzeug über die Spielbretter, die jeweils einen Start- und einen Zielpunkt haben. Münzen gibt es nicht mehr und auch die Supersterne haben ausgedient. Stattdessen werden in den Minispielen und an einigen Feldern auf dem Spielbrett Ministerne gesammelt. Um zu gewinnen, müsst ihr also am Ende des Spiels die meisten Ministerne auf eurem Konto haben. Der größte Taktik-Faktor entsteht aus den Würfel-Würfen. Während eurer Züge habt ihr häufig Gelegenheit, Spezialwürfel einzusammeln, die beispielsweise nur Augenzahlen von 1 bis 3 aufweisen oder so langsam fallen, dass ihr die Zahl bestimmen könnt. Einige Felder auf den Spielbrettern müssen nicht punktgenau getroffen werden, sondern werden bereits beim Passieren aktiviert. Das gilt insbesondere für Felder, auf denen Sterne zu holen sind oder wo Sterne abgezogen werden. Wer seine Mitspieler also reinreißen möchte, beendet seinen Zug möglichst dicht vor einem fiesen Feld. Bevor nach der Partie der endgültige Sieger gekürt wird, werden wie in den Vorgängern noch Bonus-Sterne vergeben, etwa für denjenigen, der die meisten Felder zurückgelegt oder die meisten Ministerne verloren hat.

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Auf jedem Feld tummeln sich wie gehabt verschiedene Aktionsfelder, auf denen je nach Brett euch mal ein Buu-Huu verfolgt, ihr von einem Feuerwurm getroffen werden, ihr einen Schatz bergen oder ein Minispiel bestreiten könnt. Die Minispiele teilen sich wie gehabt auf in 1 vs 3, 2 vs 2 oder jeder gegen jeden. Auffällig ist, dass ihr zum Spielen ausschließlich die Wiimote benötigt. Der Nunchuck ist völlig überflüssig und auch das Gamepad kann im klassischen Modus nicht benutzt werden, sondern dient hier nur dazu, Bowser zu beobachten, der zu Beginn des Spiels hinter Gittern sitzt. Gesichert wird er von sechs Schlössern mit den Zahlen von eins bis sechs. Fällt eine dieser Zahlen, gibt das Schloss nach. Sind alle Schlösser offen, tritt Bowser auf den Plan, platziert Bowser-Felder und mopst dem Spieler, der aktuell am Zug ist, meist auch noch ein paar Sterne. Die Bowser-Felder aktivieren ein fieses Roulette, bei dem es natürlich nur darum geht, euch Sterne zu klauen.

Auf jedem Spielbrett warten ein Miniboss und ein Endboss auf euch. Diese besitzen eine größere Lebensleiste und müssen in mehreren Runden im Team besiegt werden. Auch wenn hier alle gegen den Boss kämpfen, gibt es doch verschiedene Möglichkeiten, ihm zu schaden, die dem Verursacher unterschiedliche Punkte bringen. So könnt ihr bei einem Boss beispielsweise mit Kanonen schießen. Die größte bringt bei einem Schuss vier Punkte, die zweitgrößte drei und so weiter. Wer zuerst am Kanonenpunkt ankommt, kann sich die dicke Berta schnappen und so mehr Punkte abstauben als die Konkurrenz.

Insgesamt gibt es eine große Auswahl von Minispielen in jeder Variante; etwa 70 Stück sind es insgesamt. Wenn ihr die Spiele im Freien Spiel einzeln anwählt, informiert euch ein kleines, grünes Häkchen darüber, ob ihr das Spiel bereits gesehen habt oder nicht. Zudem könnt ihr in beiden Modi noch kleinere Herausforderungen abschließen, etwa indem ihr mit Bowser einen Wurf von über 20 schafft oder indem ihr mehrere Charaktere auf einmal K.O. schlagt.

Natürlich ist der Titel auch kompatibel mit einigen amiibos.

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Jetzt ist Bowser am Drücker!

Eine schöne Idee ist die Bowser Party. Hier können gleich fünf Spieler gleichzeitig mitspielen, wobei ein Spieler Bowser übernimmt und Team Mario über das Spielbrett hetzt. Da hier einer gegen vier spielt, hat Bowser bei seinen Zügen einige Vorteile. So hat er beispielsweise gleich vier Würfel, mit denen er sich bewegen kann. Zusätzlich muss Bowser das Wurfergebnis nicht einfach so hinnehmen, sondern hat einmal pro Zug die Gelegenheit, neu zu würfeln. Der zweite Wurf ist dann allerdings auch verbindlich. Gewürfelt wird übrigens, indem das Gamepad kurz geschüttelt wird. Hat Bowser Team Mario eingeholt, wird ein Minispiel ausgetragen, in dem Bowser versucht, den Konkurrenten ordentlich auf die Mütze zu geben. Die Mitspieler haben zu Beginn jeweils sechs Herzen als Lebenspunkte. Das Ziel von Bowser ist natürlich, den anderen sämtliche Herzen abzunehmen. Gelingt ihm das, gewinnt er die Partie. Gehen einem Spieler im Laufe des Spiels die Herzen aus, so scheidet er vorerst aus. Er kann jedoch wiederbelebt werden, wenn die Gruppe auf Aktionsfeldern oder beim Besiegen eines Mini-Bosses Herzen für jeden Charakter dazugewinnt.

Je nach Spielbrett, hat Bowser aber auch noch andere Möglichkeiten, um Team Mario ein Schnippchen zu schlagen. Allerdings sind diese Eingriffsmöglichkeiten nicht immer sinnvoll. So kann er auf dem Brett „Bizarro-Riff“ beispielsweise den Inhalt der Schatzkisten des Drachenaals sehen, aus denen die anderen Spieler wählen können. Anschließend kann er mit einem Stift und Stempeln, die Gegenspieler „verwirren“, indem er beispielsweise die Kisten alle vollkritzelt. Wen das allerdings verwirren soll, ist fraglich. Ähnlich verläuft es bei einer Wegkreuzung, bei der beide Pfade für Team Mario in Nebel gehüllt sind. Bevor sie sich für einen der Wege entscheiden können, kann Bowser sehen, auf welchem Pfad fiese Felder warten und auf welchem die Belohnungen. Wieder hat er die Möglichkeit, durch Gekritzel die anderen „auszutricksen“. Da aber Team Mario ohnehin nichts sehen kann und es nur zwei Möglichkeiten gibt, bleibt die Chance bei 50:50. Interessanter wird es da beispielsweise auf dem Brett „Chaosschloss“. Hier kann Bowser in einer Passage willkürlich Fallen für die Gegenspieler platzieren, was erheblich effektiver ist, als bloßes Gekrakel bei einer Wegkreuzung mit zwei Pfaden.

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Bunt und zuckersüß

Grafisch gibt es an dem Titel nichts auszusetzen. Die Spielbretter sind liebevoll und detailliert gestaltet, alles sieht gestochen scharf und flüssig animiert aus. Die Themenwelten der Spielbretter sind sehr abwechslungsreich gestaltet. So düst ihr mal mit einem kleinen Flugzeug über den „Luftschiffhafen“ oder bewegt euch im „Chaosschloss“ mit einem kleinen Mecha mit Saugnapf-Füßen, mit denen auch vertikale Wände erklommen werden können. Jedes Brett bietet auch inhaltlich viele Eigenheiten. So könnt ihr auf dem „Spukpfad“ von einem Buu Huu verfolgt werden, im „Bizarro-Riff“ beim Drachenaal Schätze abstauben oder müsst beim „Luftschiffhafen“ darauf achten, dass die Luftschiffe auf dem Spielbrett bei jedem Zug ihre Position verändern. Auch die Musik ist gewohnt unterhaltsam, ohne aufdringlich zu werden. Die Animationen vor und nach Ereignissen halten sich angenehm in Grenzen, sodass die Wartezeit zwischen zwei Zügen nie zu lang wird, selbst wenn mit mehreren Computer-Gegnern gespielt wird.

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Lauter kleine Spielchen

Zusätzlich zu den beiden Party-Modi hat Mario Party 10 auch noch ein paar kleinere Spielereien auf Lager. Unter „Bonusspiele“ findet ihr zum Beispiel Badminton, das ihr im Einzel oder im Doppel spielen könnt. Eine Partie ist hier mit etwa fünf Minuten veranschlagt. Ihr könnt euch auch zwei Bowser-Jr.-Herausforderungen stellen oder gleich zu Bowsers Herausforderungen übergehen. Eine launige Idee ist auch das Minispiel-Turnier, das ihr mit bis zu acht Spielern spielen könnt. Das Prinzip des Turniers ist simpel. Die acht Spieler werden zunächst in zwei Vierergruppen aufgeteilt und treten in einem 4er-Minispiel gegeneinander an. Die beiden Besten kommen eine Runde weiter, in der erneut in einem 4er-Spiel gekämpft wird. Abschließend entscheiden wiederum die beiden Besten in einem Duell, wer der Minispiel-Sieger wird.

Mit jedem Spiel sammelt ihr Mario-Party-Punkte, die ihr unter dem Menüpunkt „Toads Zimmer“ im Laden gegen Goodies eintauschen könnt. Allerdings gibt es hierbei kaum etwas, was es sich so wirklich zu sammeln lohnt. Ihr könnt zwei versteckte Charaktere freischalten und den COM-Schwierigkeitsgrad „Meisterlich“; damit hören die interessanten Dinge auch schon auf. Zusätzlich könnt ihr noch diverse Fahrzeuge erstehen, Musikstücke und Models sowie Posen für die Fotowerkstatt. Hier wäre es viel spannender gewesen, wenn mit den Punkten weitere Minispiele oder neue Spielbretter freischaltbar wären. Wer einen amiibo besitzt, kann zusätzlich einmal am Tag ein Rubbelspiel spielen und so zusätzliche Punkte abstauben.

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Mario Party 10

Die Fotowerkstatt ist eine hübsch gedachte Spielerei, allerdings ohne tieferen Sinn. Ihr könnt Charaktere vor eine Leinwand stellen, sie posieren lassen, ein bisschen mit Zoom und Fokus spielen und anschließend den Charakter oder die Gruppe via Gamepad ablichten. Das fertige Foto wird dann im Album gespeichert und kann im Miiverse gepostet werden.

Letztlich bleibt sich Nintendo auch mit Mario Party 10 treu, erfindet das Rad allerdings auch nicht neu. Große Überraschungen im Gameplay oder bei den Minispielen bleiben hier aus. Die Minispiele selbst bieten eine recht gute Balance zwischen Geschick und Glück, reißen aber auch nicht so wirklich vom Hocker.

Persönliches Fazit

Schon Mario Party 9 erfreute sich das Konzept mit der gemeinsamen Bewegung auf dem Spielfeld nicht allzu großer Beliebtheit und das nicht zu Unrecht. Die Spielbretter sind deutlich eindimensionaler geworden mit dem festen Start- und Zielpunkt. Auf vielen Brettern kann entsprechend kaum taktiert werden, von gezielten Würfelwürfen einmal abgesehen. Auch die Minispiele haben deutlich an Biss verloren. Wenn ich da zurückdenke an die Brandblasen, die wir uns auf der N64 geholt haben, beim Versuch, den Stick nur etwas schneller zu drehen als die anderen… Zwar sind die Minispiele nach wie vor unterhaltsam, aber doch sehr einfach und auch etwas eintönig, da hier ausschließlich die Wiimote benutzt wird. Das die Spielzeit auf überschaubare 30 Minuten reduziert wurde, ist zwar nett gedacht (nicht immer hat man schließlich Zeit für Spielrunden in Monopoly-Dimensionen…), aber dass man hier keine Auswahlmöglichkeiten hat, ist schon schade. So kann eine Spieleinheit auch gut und gern mal in 15 Minuten beendet sein. Zusammengenommen plätschert der Titel meiner Meinung nach ein wenig zu gemächlich vor sich; wirklich Spannung kommt hier kaum auf.

Mario Party 10

Mario Party 10
83.3
83.333333333333

Gameplay

80 / 100

Sehr leicht zu erlernen und stimmig

    Story

    90 / 100

    Fügt sich gewohnt stimmig ins Nintendo-Universum ein

      Grafik

      90 / 100

      Gestochen scharf und flüssig animiert

        Sound

        90 / 100

        Klanglich rund und passend

          Umfang

          75 / 100

          Viele Minispiele, zwei Spielmodi

            Spielspaß

            75 / 100

            Minispiele ohne viel Biss

              Positiv

              • - Schöne, detailreiche Grafik
              • - Witzige Minispiele
              • - Bowser-Spielmodus
              • - Diverse Extra-Spielereien

              Negativ

              • - Sehr einfache Minispiele
              • - Sinnloses Münzensammeln

              Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

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              Euer Hardbloxx-Team

               

              Test / Testbericht: Captain Toad: Treasure Tracker

              Mario gehört zu den fiktiven Charakteren, mit denen Nintendo richtig berühmt wurde. Dabei hat Mario seinen Erfolg eigentlich nicht nur sich selbst, sondern auch all den Nebenakteuren in seinen Abenteuern zu verdanken. Das sieht wohl auch Nintendo so und hat ihnen deshalb schon diverse eigene Videospiele spendiert. Doch neben Mario, Peach und Luigi gibt es da noch einen kleinen Racker, der oft kaum Beachtung findet, eigentlich aber tief in der Mario-Geschichte verankert ist. Die Rede ist hierbei vom kleinen Pilzkopf Toad. Das möchte man nun mit dem neuesten Werk Captain Toad: Treasure Tracker ändern und Toad, zusammen mit seinem weiblichen Part Toadette, einmal in den Vordergrund schieben. Ob Nintendo dies gut gelungen ist oder ob es sich hierbei um einen billigen Mario-Abklatsch handelt, erfahrt ihr in unserem Test zum Jump’n’Run Captain Toad: Treasure Tracker.

              Schatzsucher Toad meldet sich zur Stelle!

              Einmal frei vom Alltagsstress sein. Keine Prinzessin, die ständig entführt wird und kein Klempner im roten Gewand, der sie jedes Mal im Alleingang rettet. Danach sehnt sich wohl auch Toad und hat sich mit dem Suchen von Schätzen anscheinend nebenbei ein Hobby gemacht. Und dabei hat er mit Toadette sogar einen weiblichen Part zur Unterstützung. Aber es läuft natürlich nicht alles so, wie geplant. Vorweg sollte man darauf hinweisen, dass Captain Toad: Treasure Tracker in mehrere Episoden eingeteilt ist, die jeweils nochmal in mehrere Kapitel unterteilt sind. Jede einzelne Episode hat quasi ihren eigenen Handlungsstrang. Dabei hat man gekonnt den Einbau verschiedener Akteure mit Geschichtenvielfalt kombiniert. Das Schema ist dabei jedoch immer das gleiche.

              Episode 1 startet beispielsweise damit, dass Toad zusammen mit Toadette einen tollen Schatz in Form eines im Mario-Universum allseits bekannten Sterns gefunden hat. Bei der Freude über den neuen Fund bleibt es allerdings nicht lang, denn auch der böse Riesenvogel Wingo hat es auf den Stern abgesehen. Leider verschleppt er dabei versehentlich Toadette gleich mit und so macht sich Toad auf, den Stern und vor allem seine Begleiterin wieder zu bekommen. Dabei muss er vielen Gefahren trotzen. Hat man das ganze Abenteuer überstanden, so ist Toadette in der zweiten Episode an der Reihe. Der Anfang ist dabei haargenau der gleiche. Der tolle Schatz wird gefunden, Wingo kommt angeflogen, schnappt sich den Stern und nimmt dieses Mal eben Toad mit sich. Hier ist der Übergang von Toad zu Toadette recht simpel gehalten. Da hätte man sicherlich etwas Besseres draus machen können. Allgemein ist die Hintergrundgeschichte an sich recht simpel und flach gehalten. Schaut man sich die primäre Zielgruppe von Captain Toad: Treasure Tracker an, so darf man hier nicht zu viel Tiefgang erwarten.

              Captain Toad Treasure Tracker (15)
              Captain Toad Treasure Tracker (19)

              Der Indiana Jones des Mario-Universums

              Das Ziel der einzelnen Level in Captain Toad: Treasure Tracker ist denkbar einfach. In jedem Level wartet am Ende ein Stern darauf, von uns eingesammelt zu werden. Schaffen wir dies, so haben wir das Level abgeschlossen. Nun ja, grundlegend zumindest. Denn ginge es nur um das Sammeln der Sterne, so würde Captain Toad: Treasure Tracker bei weitem nicht so viel Spaß machen, wie dies der Fall ist. Denn neben dem Sammeln besagter Sterne gibt es in jedem der insgesamt über 70 Level noch diverse andere Dinge zu erledigen. Zwar ist nicht alles Gold, was glänzt, jedoch lohnt es sich trotzdem, die teils gut versteckten Edelsteine einzusammeln. Davon gibt es pro Level drei Stück an der Zahl und ganz sinnlos ist das Sammeln nicht. Denn neben dem Ziel, alle Sterne zu erlangen, benötigt ihr die Edelsteine gezwungenermaßen, um besagtes Ziel überhaupt erreichen zu können. Bevor man manch ein Level überhaupt starten kann, muss man nämlich einige dieser Edelsteine besitzen. Doch auch neben den Edelsteinen gibt es noch andere sammelbare Gegenstände. Zählt man sich zu den Perfektionisten und möchte alles zu 100% abschließen, so hat Nintendo auch hier etwas parat. Gilt das Sammeln des Sterns als Hauptziel, gibt es pro Level immer noch ein weiteres Nebenziel, welches zu erfüllen ist, wenn man dieses komplett abschließen möchte.

              Nintendo hat dabei nicht an Vielfalt gespart. Sei es die Bedingung, dass man ein Level komplett anders abschließen muss, als man es zunächst dachte, oder das Einsammeln eines besonders versteckten Gegenstandes. Hier hat Nintendo noch einmal gut etwas draufgesetzt. Bis man alle Level zu 100% abgeschlossen hat, dauert es schon ein wenig. Und ganz ohne Hilfe schafft man das auch nicht. So sind in vielen Abschnitten verschiedene Gegenstände versteckt, wie beispielsweise die Spitzhacke. Diese funktioniert ähnlich, wie der Stern von Super Mario. Sie hält einen kurzen Zeitraum lang an und macht euch unbesiegbar. Berührt ihr, ausgerüstet mit dieser, einen Gegner, so verschwindet er und belästigt euch nicht weiter auf der Suche nach dem Stern. Doch neben der Unbesiegbarkeit hat die Spitzhacke noch einen ganz wichtigen Vorteil. Damit könnt ihr nämlich Steinblockaden zerstören, die zuhauf in Captain Toad: Treasure Tracker platziert sind. Oft sind dahinter wichtige Gegenstände oder Münzen versteckt, manchmal blockieren sie aber auch einfach nur den Weg zum Ziel.

              Captain Toad Treasure Tracker (46)
              Captain Toad Treasure Tracker (42)

              Kinderspiel oder knallhartes Jump’n’Run?

              Nun fragen sich sicherlich einige Leser, warum man die Gegner in Captain Toad: Treasure Tracker nicht einfach durch das altbekannte Hüpfen auf deren Kopf aus dem Weg räumt. Die Erklärung ist recht simpel: Nintendo scheint dem kleinen Pilzkopf einfach zu viel Equipment verpasst zu haben, denn Toad kann nicht mal einen Millimeter hoch springen. Das macht das Gameplay allerdings noch ein Stück interessanter. Zumindest an Leitern kann der Schatzsucher hochklettern und sich von oben auf die Feinde fallen lassen. Ansonsten gibt es aber wenig Einschränkungen im Gameplay und auch der Schwierigkeitsgrad hält sich in Grenzen. Natürlich erwarten euch mit dem Fortschritt immer anspruchsvollere Abschnitte, allerdings wird es nie wirklich unfair. In jeder Situation erahnt man schnell, was zu tun ist und selten steht man in der Bedrängnis, schnell handeln zu müssen. Ein treuer Helfer ist dabei die astreine Kamera. Diese lässt sich je nach Belieben vollständig durch das komplette Level drehen, sodass man nie den Überblick über das Geschehen verliert. Hier hat man ganze Arbeit geleistet und zum Glück auf eine feste Kamera verzichtet. Diese hätte einem hier sicherlich das eine oder andere Mal in die Suppe gespuckt.

              Die Kamera spielt allerdings in einigen Levels eine überaus wichtige Rolle. Denn neben den normalen Abschnitten, gibt es noch jene, in denen das Spiel in eine First-Person-Perspektive wechselt. In einer Mine beispielsweise befinden wir uns in einer Lore und müssen aus der Ego-Perspektive, mithilfe von Wurfgegenständen Gegenstände, Edelsteine oder ganz einfach Feinde bewerfen. Hier wird das Gamepad der Wii U perfekt mit eingebunden. Denn neben der Möglichkeit, das Ganze mit den Sticks des Gamepads zu steuern, bietet auch das Benutzen des ganzen Gamepads eine schöne Möglichkeit, zu zielen. Durch den integrierten Sensor erkennt das Gamepad, wohin ihr mit diesem zielt und übergibt dies dem Spiel. Natürlich geht das Zielen mit den Sticks deutlich schneller und einfacher von der Hand, dennoch bietet das Zielen mit dem Bewegen des Gamepads eine lustige Alternative. Neben den First-Person-Abschnitten kommt das Gamepad, oder besser gesagt der Touchscreen, auch des Öfteren zur Geltung. So müssen wir zum Beispiel in manchen Levels per Druck auf das Display verschiedene Teile hin und her schieben, um den Stern zu erreichen, der darauf wartet, eingesammelt zu werden.

              Captain Toad Treasure Tracker (34)
              Captain Toad Treasure Tracker (44)

              Quadratisch, praktisch, gut?

              Den Stil der einzelnen Level kann man wohl am Besten mit Super Mario Galaxy vergleichen. Spazierte man dort noch auf runden Planeten herum, sind die Welten in Captain Toad: Treasure Tracker quasi quadratisch aufgebaut. Dabei sieht jede Welt für sich einfach fantastisch aus und zeigt wieder einmal, was man alles aus der vermeintlich schwachen Wii U herausholen kann. Die Welten sind detailreich und werden durch schöne und flüssige Animationen verschönert. Auch die Texturen sind gut aufgelöst, hier lässt sich kein grober Fehler finden. Man findet den hauseigenen Grafik-Stil von Nintendo wieder, der mit seinem charmanten Look einfach zu gefallen weiß. Natürlich kann es noch immer nicht mit der realistischen Grafik und Welt eines Skyrim mithalten, aber der süße, knuffige Stil passt einfach immer wieder zu den Spielen aus dem Hause Nintendo. Da braucht man schlichtweg kein exorbitant hohes Anti-Aliasing oder ähnliche grafische Verbesserungen.

              Ebenso gut schlägt sich der Soundtrack. Man hört einfach, wie schon bei den Kollegen Donkey Kong, Mario, etc. die Liebe, die in den Soundtrack gesteckt wurde. Sei es in den verschiedenen Levels, im Menü oder im Abspann. Überall läuft im Hintergrund ein stimmiges Musikstück. Jedoch kommen einem diese teilweise schon etwas aus den Mario-Spielen bekannt vor. Da allerdings alles zum selben Universum zählt, halten wir das nicht unbedingt für einen harten Kritikpunkt. Außerdem läuft in jeder Situation im Spiel verschiedene Musik, die meist sehr gut zu besagter Situation passt. In den Anfangslevels weht uns noch eine frische Brise an angenehmen Lauten entgegen. Im Bosskampf werden wir allerdings von einem etwas hetzigen, schnellen Stück geradezu unter Spannung gesetzt.

              Captain Toad Treasure Tracker (28)
              Captain Toad Treasure Tracker (22)

              Persönliches Fazit

              Was hat mir das Abenteuer von Toad und Toadette für Spaß bereitet. Hier erwartet den Spieler zwar keine riesige Story mit etlichen Höhe- und Tiefpunkten, aber wieso sollte man das bei diesem Genre und der Zielgruppe von Captain Toad: Treasure Tracker auch erwarten? Natürlich hätte man zumindest ein wenig mehr Spannung in die Geschichte einbauen können und schmücken kann man sich mit dieser Story sicherlich nicht, aber als katastrophal kann man die Hintergrundgeschichte nun nicht bezeichnen. Ansonsten hat mich Captain Toad: Treasure Tracker jedoch komplett zufrieden gestellt. Die Level sind interessant gestaltet, die Gegner sind nicht allzu schwer gehalten und trotz steigendem Schwierigkeitsgrad, bleibt es immer fair und der Spielspaß bleibt lang erhalten. Der Umfang hätte ein kleines Stück größer sein können, doch auch hier kann sich Captain Toad: Treasure Tracker gegen die Konkurrenz beweisen. Ebenso passt auch die Technik hinter dem Spiel einfach wieder einmal.
              Insgesamt bleibt nur zu sagen, dass man hier die gewohnte Qualität von Nintendo geboten bekommt. Es macht einfach Spaß. Was will man da mehr? Ihr seid Jump’n’Run-Fan oder einfach nur Besitzer einer Wii U? Dann kann ich euch Captain Toad: Treasure Tracker nur empfehlen. Hier gibt es mal eine schöne Abwechslung zum Klempner im roten Gewand!

              Captain Toad: Treasure Tracker

              Ab 39,99€
              Captain Toad: Treasure Tracker
              82.2
              82.166666666667

              Gameplay

              85 / 100

              Abwechslungsreich, fair und abgestimmt kommt das Gameplay daher und kann vollends überzeugen.

                Story

                70 / 100

                sehr flache Geschichte, die wohl mehr als Mittel zum Zweck zu bezeichnen ist.

                  Grafik

                  84 / 100

                  Hier beeindruckt zwar keine Top-Grafik, jedoch kann man diese trotzdem schlichtweg als passend bezeichnen. Der typische Nintendo-Charme tut hier sein Übriges.

                    Sound

                    85 / 100

                    Gewohnt schöner und authentischer Soundtrack rundet die Technik gut ab.

                      Umfang

                      83 / 100

                      Insgesamt über 70 Abschnitte fesseln den Spieler zwar einige Zeit, danach ist jedoch Pustekuchen. Allerdings gibt es genug Nebenziele zu erledigen.

                        Spielspaß

                        86 / 100

                        Es passt einfach alles. Durch das abwechslungsreiche Gameplay bleibt der Spielspaß lang erhalten.

                          Positiv

                          • - Abwechslungsreiches Gameplay
                          • - Stimmiger Soundtrack
                          • - Spielspaß nimmt beim Spielen kaum ab
                          • - gute Abwechslung zu Mario

                          Negativ

                          • - Flache Geschichte mit fehlendem Tiefgang
                          • - Ein wenig dürftiger Umfang

                          Ihr könnt hier die Preise vergleichen. Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

                          Euer Hardbloxx-Team
                          Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

                          Test / Testbericht: Bayonetta 2

                          Als Bayonetta 2 als Exklusivtitel für die Wii U aus dem Hause Nintendo angekündigt wurde, spaltete dies die Fans extrem. Die einen sahen diesen Schritt als sehr interessant an und freuten sich über die solidarische Unterstützung der bisher wenig erfolgreichen Heimkonsole. Viele traten diesem waghalsigen Schritt von Entwickler Platinum Games jedoch mit Kritik entgegen. Unabhängig von der Exklusivität durften wir das neue Hexenepos testen und uns durch die Gegnermassen metzeln. Dabei bleibt Bayonetta 2 seinem Vorgänger durch und durch treu. Wie uns das neue Abenteuer rund um die namensgebende Umbra-Hexe gefallen hat und ob sich die Exklusivität bewährt hat, erfahrt ihr in unserem Test zum Hack’n’Slay Bayonetta 2.

                          Ach, fahr‘ doch zur Hölle

                          Eigentlich geht der Tag von Bayonetta relativ normal los. Es ist Weihnachtszeit und da geht eine Frau natürlich auch einmal so richtig shoppen. Dabei wird sie von ihrer Umbra-Schwester Jeanne und ihrem kleinen, italienischen Kumpel Enzo begleitet. Schaut man die ersten Minuten dieser ersten Zwischensequenz des Spiels, könnte es glatt in Vergessenheit geraten, dass Bayonetta eigentlich eine Hexe ist. Doch als Umbra-Hexe hat man nun mal Hände voll zu tun und so tauchen auch schnurstracks die aus dem ersten Teil bekannten Engelsgeschöpfe auf, um der Protagonistin ein wenig Ärger zu bereiten. Den, wie sie es nennt, „Tanz“ lässt sich Bayonetta natürlich nicht entgehen und so räumt sie zusammen mit Jeanne ordentlich auf.

                          Wie seit dem ersten Teil bekannt sein sollte, können Umbra-Hexen riesige Höllendämonen beschwören, mit welchen sie sich beispielsweise gegen große Kreaturen zur Wehr setzen. Diesmal will jedoch eines der Haustiere nicht ganz so, wie das Frauchen und nimmt die Seele der Umbra-Schwester Jeanne glatt mit in die Hölle. Nachdem sich Bayonetta des ungezogenen Monsters entledigt hat, macht sie sich natürlich auf, Jeanne zu retten. Ihr bleibt nämlich kaum mehr als ein Tag, bis die Seele ihrer Schwester für immer von der Hölle verschlungen bleibt. Bayonetta, mit eigentlichem Namen übrigens Cereza, macht sich also auf, ihre Schwester aus den Händen der Hölle zu entreißen. Doch bleibt es nicht bei diesem einzelnen Vorhaben. Im Laufe des Spiels treten noch diverse andere Personen in den Lauf der Geschichte ein und so erfährt Bayonetta zusätzlich noch einiges über ihre Vergangenheit. Der obligatorische Twist in der ganzen Story darf natürlich auch nicht fehlen.

                          Dies sollte aber definitiv nicht falsch verstanden werden. Die Story rund um die Umbra-Hexe ist, verglichen mit einigen Genre-Kollegen, sehr gut erzählt. Man wird verständlich in die Geschichte eingeführt und auch Leute, die den ersten Teil kaum oder gar nicht gespielt haben, werden relativ schnell verstehen, worum es geht. Und selbst wenn das Spiel des öfteren das Bösartige mit dem Lustigen verbindet, so gibt es auch einige dramatische, sogar traurige Momente in der Geschichte.

                          Bayonetta-2 (18)
                          Bayonetta-2 (13)

                          Die gewohnte Klopperei

                          Beim Gameplay hält sich Bayonetta 2 gänzlich an den Vorgänger und macht wieder alles richtig. Die einzelnen Kapitel sind in verschiedene Verse unterteil, welche quasi einen Teilabschnitt des Kapitels darstellen. Meistens bestehen diese aus einem Kampf gegen diverse Gegner. Haben wir einen dieser Verse absolviert, bekommen wir auf diesen eine Bewertung, welche von Bronze bis Rein-Platin reichen und sich aus Kriterien, wie ausgeteiltem Schaden, Kampfzeit und eingestecktem Schaden zusammensetzen. Je nach dem, wie wir hier abschneiden, winken als Belohnung eine Menge Heiligenscheine auf uns. Heiligenscheine stellen in Bayonetta das Zahlungsmittel dar und werden neben der Belohnung nach Versen auch von Gegner fallen gelassen oder sind in zerstörbaren Objekten versteckt.

                          Geld ist natürlich unnütz, wenn man damit nicht auch etwas kaufen kann und so können wir in der Kapitelauswahl oder per Portal in verschiedenen Kapiteln durch das sogenannte Tor zur Hölle reisen. Dahinter versteckt sich, wie sich bei dem Namen vermuten lässt, jedoch kein Bossgegner oder Ähnliches, sondern der Shop, welcher wie schon im ersten Teil von Rodin geführt wird. Hier reicht die Auswahl von Waffen, über Zubehör und Items bis hin zu neuen Kampftechniken und besonderen Gegenständen. Neben den Heiligenscheinen gibt es außerdem noch andere sammelbare Objekte, die LPs. Das sind Schallplatten mit den verschiedenen Liedern, welche in Bayonetta 2 laufen und lassen sich bei Rodin abgeben. Dafür winken beispielsweise neue Waffen als Belohnung. Da man als Hexe natürlich zu jeder Waffe auch das passende Outfit benötigt, bietet Rodin zu einigen Waffen passende Kostüme an. Diese werden in Form von Parfüm verkauft und können zusammen mit der Waffe angelegt werden. Bei den fern-östlich angehauchten Schwertern Rakshasa verleiht uns das dazugehörige Parfüm zum Beispiel eine etwas schleierhafte Erscheinung. Zusammen mit der relativ großen Sammlung an Waffen sind der Individualität hier kaum Grenzen gesetzt.

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                          Im Kampf gegen die Engels- und Dämonenhorden können wir dann mit unseren Waffen so richtig die Sau rauslassen. Aus den vier Aktionstasten des Wii U Gamepads lassen sich viele verschiedene Kampftechniken individuell kombinieren. Je höher wir unsere Kombo-Punkte treiben, indem wir Gegner vermöbeln, desto schneller generieren wir die Magiepunkte unserer Leiste oben links. Haben wir davon eine ganze Leiste voll, können wir die sogenannte Umbra-Klimax aktivieren. Dann kommt Bayonetta’s kraftvolles Haar zum Einsatz und wir können die Gegner mit noch stärkeren Attacken verdreschen. Fans der altbekannten Folterangriffe kommen in Bayonetta 2 jedoch auch nicht zu kurz. Diese lassen sich bei den meisten Gegnern immer noch anwenden, sofern wir sie genug geschwächt haben. Per Knopfdruck lassen wir diese dann auf die verschiedenste Art und Weise ihr spektakuläres Ableben genießen und bekommen auch noch extra Kombo-Punkte dafür. Wer mit dem Genre noch nicht so bewandert sein sollte oder sich das Spiel einfach relativ simpel gestalten möchte, bekommt von Platinum Games große Hilfe. In Form eines einzigartigen Gegenstandes, welchen man im Spiel anlegen kann, brauchen wir dann nur noch die beiden Tasten zum Zuschlagen und Zutreten drücken und die Hexe haut die Kombos im wahrsten Sinne des Wortes von allein heraus. Dadurch wandelt sich das Kampfsystem allerdings schnell in unüberlegtes Button-Smashing und kann mit der Zeit recht eintönig werden.

                          Ein weiteres Feature, welches sinnvollerweise aus dem Vorgänger übernommen wurde, ist die Hexenzeit. Per Knopfdruck lassen sich die Angriffe der Gegner nämlich auch ausweichen. Tun wir dies im richtigen Moment, aktiviert sich die Hexenzeit, in der die Gegner in Zeitlupe voranschreiten, wir jedoch ganz normal weiter um uns schlagen können. Gerade bei starken Gegnern ist diese Technik Gold, oder auf die Bewertung bezogen, eben auch mal Platin wert. Die Bosskämpfe in Bayonetta 2 sind so spektakulär wie eh und je in Szene gesetzt. Jeder einzelne Bosskampf stellt hier eine individuelle Herausforderung dar, kann jedoch recht schnell gemeistert werden. Die Bewegungsabläufe der meisten Bosse sind recht durchschaubar. Macht man doch einmal einen Fehler, nutzen viele dies jedoch aus und verpassen euch direkt ein paar Schläge. Wer hier nicht aufpasst, kann auch schnell mal ins Gras beißen. Die Hexenzeit hilft vor allem bei Bossen extrem gut und ist auf höheren Schwierigkeitsgraden fast schon unabdingbar. Haben wir es dann geschafft, dem jeweiligen Boss den Großteil seines Lebens auszuhauchen, kommt der altbekannte Klimax zum Einsatz. Dieser gestaltet sich allerdings etwas eindrucksvoller, als der oben genannte Umbra-Klimax. Bei Bossen lässt Bayonetta nämlich per Aktionstaste gern einmal einen ihrer Höllendämonen los. Diese sorgen dann auf unterschiedliche Weise dafür, dass vom Gegner wirklich nichts mehr übrig bleibt.

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                          Sollte uns im Kampf trotz der zahlreichen Kampftechniken einmal die Lebensenergie ausgehen, stehen uns noch diverse Items zur Verfügung. Die sogenannten Lutscher gibt es in verschiedenen Ausführungen und frischen beispielsweise unsere Lebensenergie ein wenig auf, geben uns Magiepunkte oder lassen uns kurzzeitig unbesiegbar werden. Lutscher sind in den verschiedenen Kapiteln in zerstörbaren Objekten verteilt, können bei Rodin erstanden oder von uns selbst hergestellt werden. Die Materialien hierzu finden wir ebenso in besagten zerstörbaren Objekten. Im Menü wählen wir dann den herzustellenden Lutscher aus, das Spiel legt automatisch die benötigten Materialien in den Hexenpott und wir müssen die Hexenbrauerei nur noch mit dem Drehen des linken Analog-Sticks vollenden.

                          Die Exklusivität des Titels auf der Wii U bietet außerdem noch ein entscheidendes, sehr gutes Feature. Bayonetta 2 läuft neben der regulären Darstellung auf unserem Fernseher nämlich auch zeitgleich auf dem Gamepad der Heimkonsole. Belegt also der Lebenspartner oder Mitbewohner einmal den Fernseher, können wir trotzdem auf dem Gamepad weiter zocken. Das sieht nicht nur gut aus, sondern spielt sich auch noch sehr gut und man fühlt sich fast, als hätte man die neueste Generation der portablen Konsolen in der Hand. Teilweise lässt sich das Spiel auch per Touchscreen bedienen, allerdings war diese an manchen Stellen etwas ungenau, sodass die Steuerung per Analog-Sticks und Tasten empfehlenswerter ist.

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                          Prachtvolle Technik mit kleinen Schwächen

                          Grafisch hat Platinum Games alles aus der Wii U herausgeholt und das sieht man auch. Es ist im ganzen Spiel recht wenig Kantenflimmern zu sehen und die Texturen sind größtenteils schön aufgelöst. Immer lässt sich irgendwo ein neuer Spezialeffekt entdecken und man sieht einfach, dass sich die Entwickler hier große Mühe gegeben haben. Die Gegner sehen durchweg innovativ aus, kaum einer gleicht dem anderen und auch die Spielwelt sieht fantastisch aus. Die verschiedenen Kapitel erstrecken sich von Stadt, über Paradiso der Engel bis hin zur Hölle und alles sieht einfach passend aus. Allerdings gibt es grafisch auch einen kleinen Manko. Teils sind die Zwischensequenzen zwar interaktiv gestaltet, wie in jedem anderen Genre-Kollegen auch, einige Zwischensequenzen bestehen allerdings nur aus Standbildern, zu denen die Sprecher ihr Bestes geben. Hier liegt Bayonetta 2 teilweise etwas zurück, richtige Sequenzen wären dort sicherlich möglich gewesen.

                          Der Soundtrack in Bayonetta 2 gestaltet sich durchgehend abwechslungsreich und authentisch. Im Hintergrund läuft immer eine passende Musik, welche sich immer den Gegebenheiten anpasst. In Kämpfen rockt ein temporeiches Lied nebenher, teils mit Gesang, teils ohne. Außerhalb der Kämpfe, beispielsweise in Städten säuselt dann auch mal ein liebliches, aber diskretes Stück. Der leitende Komponist Masami Ueda hat hier ganze Arbeit geleistet. Gewohnt beständig ist auch die englische Sprachausgabe. Die Sprecher passen zu jedem der einzelnen Charaktere, grobe Patzer fielen uns nicht auf. Allerdings leistet der deutsche Untertitel mal wieder nicht immer beste Arbeit. Auch, wenn solche Probleme bei vielen Spielen auftreten, so fällt auch hier wieder auf, dass einige Phrasen teils wirklich komisch übersetzt wurden.

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                          Persönliches Fazit

                          Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor Jahren zum ersten Mal Bayonetta gespielt habe. Damals kam direkt dieses „Was-zur-Hölle“-Gefühl auf, aber das ganze Spiel hat einfach einen Riesenspaß gemacht. Bei Bayonetta 2 war das recht ähnlich. Mal abgesehen davon, dass Cereza sich einen neuen Haarschnitt verpassen ließ, ist der Spielspaß komplett erhalten geblieben. Ja, diese Hexe kann auch mit kurzen Haaren gut aussehen und mit den neuen Features macht das Ganze sogar noch mehr Spaß. Bayonetta 2 macht als Hack’n’Slay einfach fast alles richtig. Die Story ist zwar anfangs noch relativ schwach auf der Brust, nimmt aber ab der Mitte des Spiels unglaublich an Fahrt auf. Auch grafisch hat mich das Spiel begeistert. Natürlich kommt eine Wii U nicht hinter einer Xbox One oder PlayStation 4 hinterher, aber verglichen mit anderen Wii U Titeln, hat Platinum Games hier einiges aus der Konsole herausgeholt. Allerdings halte ich die Zwischensequenzen aus Standbildern für ziemlich unnötig. Das passte einfach nicht in das Tempo des Spiels hinein und störte so ein wenig den Spielfluss. Mich persönlich hat es allerdings gefreut, dass Platinum Games die Wii U mit Bayonetta 2 als Exklusivtitel ordentlich unterstützt.

                          Alles in allem ist Bayonetta 2 ein grundsolider WiiU-Titel, der einfach Spaß macht. Fans von Devil May Cry und ähnlichen Games würde ich das Spiel definitiv ans Herz legen, aber auch Genre-Neulinge werden hier schnell ihren Spaß haben. Diese sexy Hexe ist auf jeden Fall mehr als nur einen Blick wert.

                          Positiv:
                          + spannende Bosskämpfe
                          + Bayonetta hat kein bisschen Sexappeal verloren
                          + auch ausschließlich auf Gamepad spielbar
                          + große Itemvielfalt
                          + prachtvolle Technik
                          + zum Ende authentische, teils dramatische Geschichte
                          Negativ:
                          – Touchscreen-Steuerung nicht optimal umgesetzt
                          – Zwischensequenzen teilweise in Standbildern
                          – anfangs schwache Geschichte

                          Möchtet ihr auch einmal in das Hexenepos eintauchen? Dann könnt ihr euch Bayonetta 2 auf Amazon kaufen und uns damit ein wenig unterstützen. Alternativ könnt ihr hier die Preise vergleichen.

                          Euer Hardbloxx-Team
                          Testbericht von Hardbloxx.MrChrischan

                          Test / Testbericht: Hyrule Warriors

                          Hyrule Warriors hat seit der E3 eine steile Kurve hingelegt. Erntete der Titel zunächst Stirnrunzeln und vielfach empörtes Unken von treuen Fans des Franchises, hat der Hype-Train inzwischen volle Fahrt aufgenommen und mit jedem Trailer und jeder weiteren Charaktervorstellung mehr Spielerinnen und Spieler von sich überzeugt. Ob auch uns der Zug mitreißen konnte und was wir von der Kombination eines Warriors-Titels mit dem Zelda-Franchise halten, das klären wir in unserem Test!

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                          Eine Legende neu erzählt

                          Erschrocken fährt Prinzessin Zelda aus dem Schlaf. In ihren Träumen strömt eine dunkle Macht in das friedliche Land Hyrule und verschlingt das Licht. Impa, ihre treue Beraterin und Leibwächterin ahnt Böses und lässt die Hylianischen Truppen einberufen. Unter den Kämpfern ist auch ein junger Rekrut, der der Prinzessin sogleich ins Auge fällt; Link. Unser Held bekommt auch schneller als ihm lieb ist die Chance, sich als Held aus der Legende zu erweisen und Zelda in ihrem Kampf gegen die dunklen Kräfte zur Seite zu stehen. Doch als Zelda verschwindet und die feindlichen Truppen Stellungen in ganz Hyrule besetzen, sind guter Rat teuer und treue Verbündete gern gesehen. Die vielen Trailer und Vorschau-Berichte um den Titel haben bereits viele spielbare Charaktere aus allen möglichen Teilen des Franchise in Aussicht gestellt, doch wie passen all diese Figuren zusammen?

                          Die Story beginnt letztlich wie so ziemlich in jedem Ableger der Legend of Zelda-Reihe, nimmt aber überraschend an Fahrt auf und kann – soviel darf verraten werden – gekonnt alle Teile des Franchise sinnvoll miteinander verknüpfen. Mehr noch, die Geschichte um Hyrule Warriors ergänzt die Reihe um ein paar interessante Aspekte, die sich nahtlos einfügen.

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                          Tempo und Strategie

                          Hyrule Warriors aus dem Hause Tecmo Koei ist kein Zelda-Titel, wie Fans es kennen. Das will es aber auch gar nicht sein; der „Warriors“-Teil des Titels verrät bereits, woran wir mit dem Spiel sind, denn vom Gameplay her orientiert sich Hyrule Warriors an den Spielen der Dynasty-Warriors-Reihe.

                          Das heißt für den Spielablauf vom Grundprinzip her, dass das Spiel in einzelne Schlachten aufgeteilt ist, die ihr gewinnen müsst. Vor jeder Schlacht kann oftmals zwischen einzelnen Kämpferinnen und Kämpfern gewählt werden; die anderen, die zur Auswahl standen, begleiten uns als verbündete NPCs. Zu Beginn könnt ihr einen Blick auf die Karte werfen, die im Wesentlichen aufgeteilt ist in verschiedene Bezirke, die entweder von euren Truppen (blau markiert) oder denen des Feindes (rot markiert) besetzt sind. Das Gebiet umfasst dabei zum einen Festungen und zum anderen Vorposten. Fällt ein solcher Posten oder eine Festung in eure Hand, werden hier Truppen von euch stationiert und produziert. Im Laufe der Schlacht erhaltet ihr bestimmte Missionen, die ihr befolgen müsst, um die Schlacht zu gewinnen. Das kann beispielsweise das Eskortieren eines Verbündeten sein, das Erobern festgelegter Gebiete oder das Besiegen bestimmter Einheiten. Natürlich können diese Ziele auch wechseln, weil sich ein Angriff etwa als Ablenkungsmanöver entpuppt oder Ähnliches. Oft spielt hierbei der Zeitfaktor eine Rolle, ihr werdet an mehreren Orten gebraucht oder müsst feindliche Truppen abfangen, bevor sie einen bestimmten Platz erreichen.

                          Entsprechend herrscht hier ein ziemlich hohes Spieltempo und gerade, wer noch nie mit einem Warriors-Titel zu tun hatte, ist zu Anfang vermutlich etwas überfordert und verfällt in Hektik. An jeder Stelle gibt es etwas zu tun, ihr seid von schier endlosen Gegner-Horden umzingelt, eure Verbündeten schreien um Hilfe, eine wichtige Festung wird gerade vom Gegner überrannt und… aaaaah! Dann gilt es noch, stets den Status eures Hauptquartiers im Auge behalten, denn wenn ihr eure Basis verliert, verliert ihr auch unweigerlich die Schlacht. Für die komplette Schlacht gibt es in der Regel ein Zeitfenster von 60 Minuten, die werdet ihr aber vermutlich in den seltensten Fällen brauchen und in der Hitze des Gefechts merkt ihr gar nicht, dass ihr schon wieder 30 Minuten in der Schlacht wart. Ich muss zugeben, dass ich zuerst skeptisch war und gar nicht verstehen wollte, was so toll daran sein soll, eine immense Menge von immer gleich aussehenden Gegnern zu schnetzeln, aber der Titel reißt durch das hohe Tempo und die gerade richtige Menge an nötiger Strategie direkt ins Geschehen und man kann sich schnell gar nicht mehr daran satt sehen, wie man immer weitere Gegnerwellen spektakulär ins Jenseits befördert.

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                          Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man kein Veteran der Warriors-Reihe sein muss, um ins Spiel zu finden. Der Titel führt mit einer angenehmen Lernkurve ins Spielprinzip ein und zieht dann angemessen an. Eine Mini-Map in der rechten oberen Ecke des Bildschirms sorgt außerdem dafür, dass ihr jederzeit den Überblick behaltet über das Gebiet und die Verteilung der Truppen. Einziger Wermutstropfen – wenn jemand eurer Hauptleute in Gefahr gerät, ist die Anzeige oft nur kurzzeitig zu sehen; am Rande der Karte blitzt ein „Gefahr!“ oder „In Bedrängnis“ auf und eine unverschämt dünne Linie führt dann an den Ort des Geschehens. Die will aber in dem Gewusel von roten und blauen Punkten, den grün markierten und pulsierenden Zielgebieten erstmal gesehen werden, bevor sie dann auch schon wieder verschwunden ist. Ebenfalls ärgerlich, während ihr fleißig Button-Smashing betreibt, ploppen hin und wieder auch Hinweise und Tutorial-Fensterchen auf, die ihr versehentlich schneller wieder weggedrückt habt, als sie überhaupt erschienen sind.

                          Ebenfalls lästig ist die manchmal zickige Kamera, die dafür sorgt, dass ihr Kanten überseht und erstmal gar nicht begreift, warum ihr nicht von der Stelle kommt. Gerade in den dunkleren Leveln sorgt das stellenweise für Frust, wenn ihr eigentlich gerade schnell weiter müsst.

                          In den Schlachten sammelt ihr Waffen, Rubine und Material von den gefallenen Gegnern. Mit diesen könnt ihr dann zwischen den Schlachten den Basar besuchen, der euch verschiedene Möglichkeiten gibt, euren Charakteren zu mehr Power zu verhelfen.

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                          Es gibt viel zu tun!

                          In der Medaillenschmiede könnt ihr Medaillen mit bestimmten Effekten für Angriff, Verteidigung und Hilfe herstellen. So schaltet ihr neue Kombo-Angriffe frei oder bewirkt schnelleres Erobern von feindlichen Stützpunkten. Der Trainingsraum ermöglicht Stufenaufstiege gegen Bares, allerdings könnt ihr die Charaktere nur auf das Level bringen, das der am höchsten gelevelte Charakter inne hat. Einfaches Aufleveln gegen Geld ist also nur bis zu einem bestimmten Grad drin. Der Trankladen bietet – Überraschung! – Tränke an, mit denen ihr euch im Kampf heilen oder dem Glück beim Droppen neuer Waffen etwas auf die Sprünge helfen könnt und in der Waffenschmiede könnt ihr erbeutete Waffen mit neuen Eigenschaften versehen, indem ihr sie miteinander kombiniert.

                          Hyrule Warriors bringt insgesamt vier verschiedene Modi mit, in denen ihr euch austoben könnt. Der Legenden-Modus birgt die Story, schaltet neue Charaktere und Level frei, die ihr später im freien Modus erneut spielen könnt. Der Herausforderungen-Modus wird seinem Namen mehr als gerecht. Innerhalb einer engen Zeitgrenze müsst ihr bestimmte Vorgaben erfüllen, wie beispielsweise 500 Gegner in drei Minuten erledigen. Der Abenteuer-Modus ist ein besonderes Schmankerl, das Nostalgie aufkommen lässt. Auf einer Karte, die in kleinere Abschnitte unterteilt ist, bewegt ihr euch mit euren Gefähren in 8-Bit Optik, deckt neue Felder auf, ergattert Schätze oder müsst Missionen bewältigen. Die jeweiligen Missionen finden allerdings wieder in der üblichen Spielgrafik statt.

                          In den jeweiligen Modi könnt ihr eure Charaktere weiter aufleveln und fleißig für Medaillen sammeln. Außerdem gibt es Skultullas zu jagen, die zufällig für eine begrenzte Zeit auf dem Schlachtfeld auftauchen. Erlegt man eine Skultulla, erhält man ein Bildstück für die Galerie. Wenn ihr mehrere Bildstücke habt, schaltet ihr auch weitere Optionen im Basar frei, wie etwa weitere Tranksorten.

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                          Mei, was bist du scheen!

                          Optisch und musikalisch ist Hyrule Warriors von oben bis unten eine einzige große Liebeserklärung an das Zelda-Franchise. In den Menüs und auf den Schlachtfeldern begegnen euch vertraute Töne und Melodien, die teilweise behutsam neu interpretiert wurden. Vom unscheinbaren Geräusch beim Bewegen des Cursors im Menü zu der musikalischen Untermalung der Schlacht hört man die jeweils passende Melodie aus einem Legend of Zelda-Teil. Schönes Gimmick – vor der Schlacht können wir auch durch die Musikstücke blättern und eines auswählen, das wir während des Kampfes hören möchten.

                          Grafisch siedelt der Titel am ehesten in der Richtung von Skyward Sword an, allerdings sind die Texturen auf den Schlachtfeldern eher schlicht gehalten und ziemlich eckig. Die Charaktere allerdings wurden gründlich und liebevoll designt und bringen in der Schlacht ein wahres Effektgewitter an Attacken mit. Ich persönlich konnte mich kaum satt sehen und habe begeistert alle möglichen Attacken und Spezialangriffe ausprobiert, weil eine großartiger aussieht als die andere. Seien es die hylianischen Schriftzüge im Hintergrund, sei es der kleine 8-Bit Link, der während des Ladens auf dem Bild herumläuft, die bekannten Symbole aus allen Spielteilen – an jeder Ecke finden sich subtile und weniger subtile Referenzen. Das Who is Who an Charakteren vornehmlich aus Ocarina of Time, Twilight Princess und Skyward Sword gibt sich hier die Klinke in die Hand, sowohl unter den Helden als auch unter den Bösewichten.

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                          Persönliches Fazit

                          Hyrule Warriors hat mich ehrlich gesagt erst total überrascht und dann ziemlich umgehauen. Die vielen spielbaren Charaktere wie Darunia, Midna und auch Ganondorf machen einfach so viel Spaß, dass mich teilweise nur die begrenzte Akku-Kapazität des Gamepads davon abhalten konnten, einfach weiter zu zocken. Für einen Titel, der an sich auf reines Gegnergeschnetzel ausgelegt ist, ist die Story überraschend gut und auch die Dialoge sind passend und schön geschrieben. Ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass Tecmo Koei sich hier die Mühe macht, das alles auch noch in ein schönes Story-Gewand zu kleiden, ganz zu schweigen von der liebevollen Überarbeitung der Musik. Die ganzen Anspielungen an die verschiedenen Teile des Franchise an allen Ecken und Enden bringen zum Schmunzeln und ich habe mich mehrmals bei einem begeisterten „Oh, wow!“ ertappt. Die kleineren Mängel des Titels bin ich gern bereit zu verzeihen angesichts der überwiegenden Menge an Punkten, die mir Spaß gemacht haben. Hyrule Warriors ist alles in einem eine wunderbare Hommage an das Zelda-Franchise und wer bereit ist zu akzeptieren, dass dies kein Teil der Zelda-Reihe ist, wird garantiert viel Freude mit dem Titel haben.

                          Überzeugt? Dann unterstützt uns doch und bestellt Hyrule Warriors bei Amazon. Außerdem könnt ihr hier die Preise vergleichen.

                          Positiv:
                          + zahlreiche spielbare Charaktere
                          + Tolle Neukomposition bekannter Melodien
                          + Schön designte und animierte Charaktere
                          + Abwechslungsreiche Modi
                          Negativ:
                          – Teilweise zickige Kamera
                          – Kantige Texturen im Level

                          Euer Hardbloxx-Team

                          Test/Testbericht: Donkey Kong Country – Tropical Freeze (WiiU)

                          Donkey Kong ist genaugenommen so alt wie der weltberühmte Klempner Mario. Doch die ganz große Berühmtheit erlangte er nicht etwa als Marios Feind, sondern als Held, der zusammen mit seinen Freunden in der Donkey-Kong-Country-Reihe auf dem SNES King K. Rool und seinen Schergen ordentlich einheizte. Seit Rareware die Zusammenarbeit mit Nintendo beendete und viele Patente und somit auch Charaktere mit sich nahm, wurde es stiller um die Reihe. Erst als die Retro Studios, die durch die Metroid-Prime-Reihe Bekanntheit erlangten, sich an Donkey Kong Country Returns auf der Wii versuchten, wurde Donkey Kong wieder zum Verkaufsschlager. Der Nachfolger Donkey Kong Country – Tropical Freeze für die WiiU, ebenfalls aus den Retro Studios, soll an diesen noch jungen Erfolg anknüpfen und ihn festigen. Wir wollten prüfen, ob das klappt.

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                          2D? 3D?

                          Dieses Spiel versucht sich auf jeden Fall am alten Charme von 2D Jump’n’Runs. War es zu Beginn der 3D-Ära quasi verpöhnt, noch zweidimensionale Sidescroller zu produzieren, hat Nintendo darin inzwischen ein eigenes Genre erkannt und bedient alte, wie junge Spieler mit dem vertrauten Konzept. Natürlich ist das Spiel dreidimensional und lediglich die Spielfiguren bewegen sich auf einer flachen „Ebene“. Zusätzlich löst Donky Kong Country – Tropical Freeze mit satten 1920 x 1080 Pixeln auf. Das ist mehr als viele AAA-Titel bei den Konkurrenzkonsolen tatsächlich liefern.

                          Zum Spielbeginn sieht man ein schönes Introvideo, in dem die Viehkinger an Donkey Kongs Geburtstag eisigen Winter über die Insel bringen. Das lässt die Affenbande nicht auf sich sitzen und macht sich auf, die Eindringlinge zu vertreiben. Mehr Story gibt es nicht, braucht es aber auch nicht. Dafür hat gibt es weitere Videos und Cutscenes zu Beginn jeder Welt, vor und nach Endgegnern und manchmal auch mitten in einem Level. Gerade die längeren Introvideos lassen sich abbrechen, sodass man diese bei vielen Versuchen nicht immer wieder gucken muss. Häufig gibt es auch Pulverfass-Reisen mit rasanten Kamerafahrten. Diese durchbrechen die sonst zweidimensional anmutende Ebene und führen nicht selten in einen Teil des Levels, den man lange als weit entfernten Hintergrund gesehen hatte.

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                          Alles Retro?

                          Auch hier wird ein Balanceakt zwischen altbekannten, vertrauten und neuen Elementen vollführt. Die Charaktere um den Helden Donky Kong sind bekannt: Diddy Kong begleitete ihn im ersten Teil von Donkey Kong Country und kam in etlichen anderen Titeln vor. Dixie Kong spielte man immerhin im 2. und 3. Teil der Reihe. Cranky Kong war noch nie spielbar, war jedoch als Nebencharakter immer dabei. Auch andere Charaktere, wie Funky Kong sind wieder dabei. Neu hingegen ist, dass man diesmal als Einzelspieler immer Donkey Kong spielt und die Begleiter auf seinem Rücken sitzen hat. Sie bescheren DK ihre jeweilige Sprungfähigkeit: Diddy kann mit seinem Jetpack kurz fliegen, Dixie wirbelt ihre Haare propellerartig umher und kann damit höher springen und Cranky erinnert an Dagobert Duck in DuckTales bzw. DuckTales Remastered und stößt sich mit sienem Gehstock ab, um höher zu springen. Die Gegner sind neu, wie schon bei Donkey Kong Country Returns auf der Wii. Da die Patente für die altbekannten Kremlings, Zinger, etc. nicht bei Nintendo sind, hatte man es nicht leicht und musste komplett neue erfinden. Wer jedoch auf der Wii mit den trommelartigen Gegnern des Tiki-Tak-Stammes nicht warm wurde, kann sich hier auf sehr stimmig gestaltete tierische Gegner im üblichen Donkey-Kong-Stil freuen.

                          Der Soundtrack erinnert auch an vielen Stellen nicht unabsichtlich an alte Titel, wurde aber jeweils an das Thema der aktuellen Welt angepasst. Dennoch hört man im Introvideo die DKC-Intromusik und im ersten Level wird nach dem Sprung ins Wasser das DKC-Unterwasser-Thema gespielt. Das Leveldesign hingegen ist erfrischend neu und erinnert bis auf Donkey Kongs Haus im ersten Level nicht unbedint an ältere Titel. Man bewegt sich zu Fuß, über schwingende Lianen, im und unter Wasser, mit schießenden Fässern, in Loren, in Raketenfässern, auf Holzrutschen und in anderen hinzugekommenen „Fahrzeugen“. Dadurch sind die Level nie langweilig und im Schnitt auch recht fordernd. Der Spieler wird geleitet: vor neuen Aktionen werden kurz die jeweils nötigen Tasten eingeblendet. Dennoch braucht man beim ersten Durchlauf oft einige Versuche für ein Level. Zusätzlich gibt es versteckte Münzen, K-O-N-G-Buchstaben, Puzzleteile etc. Beim ersten Durchgang lassen sich nur selten alle finden. Wer möchte, kann in Funky Kongs Laden den Papagei Squawks kaufen, der auf der Puzzle-Suche hilft. Bei Funky kann man außerdem Fässer mit den Mitstreitern Diddy, Dixie oder Cranky oder andere hilfreiche Items kaufen. Das Itemmenü ist im Prinzip ein Element aus Super Mario Bros. 3, passt hier aber sehr gut ins Konzept.

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                          Und zu zweit?

                          Erst wenn ein zweiter Spieler sich dazuschaltet, kann er wählen, welchen Begleiter er spielen möchte und ob er dann auf Donkey Kongs Rücken sitzt oder eigenständig durch die Level hüpft. Tatsächlich ist es manchmal von Vorteil, sich aufzuteilen, um zum Beispiel in Bonus-Leveln die Bananen parallel einzusammeln. Beim Vorgänger Donkey Kong Country Returns kam es öfter vor, dass man auf Plattformen nur einmal treten konnte und der zweite Spieler entweder synchron springen musste oder in die Röhre guckte. Dessen hat man sich scheinbar angenommen und deshalb kann der Mitspieler gerade in solchen Fällen auf Donkey Kongs Rücken klettern, der dann, wie im Einzelspielermodus den Sprungbonus des Mitspielers nutzen kann. Außerdem können erster und zweiter Spieler nach Herunterfallen, wie bei New Super Mario Bros., durch Drücken von A ein Leben opfern und wieder ins Spiel kommen. Solange ein Spieler am Leben ist, ist das möglich. So hat man wirklich mehr Leben und muss nicht erst herunterfallen und das Level neu beginnen, um Sprungfähigkeiten der Mitstreiter oder einfach mehr Energie-Herzen zu bekommen. Fallen beide Spieler runter, kostet das hingegen sofort 2 Luftballons, die bei Donky Kong klassischerweise die Lebensanzeige darstellen, und startet gemeinsam beim letzten Checkpoint.

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                          Problemchen

                          Ganz ohne Kritikpunkte kommt uns natürlich kein Titel davon. Da bleibt auch der neueste Donkey-Kong-Teil nicht verschont. Beim Multiplayer verwirrte es uns, dass beim Reiten des Rhinozeros Rambi beide Spieler steuern können. Man kann sich absprechen und hat dadurch eine viel stärkere gemeinsame Spielerfahrung. Da ja auch beide Spielcharaktere auf dem selben Rhino sitzen, ist dieser Schritt vielleicht sogar nachvollziehbar. Dennoch können so auch Probleme auftreten. Zusätzlich kann man im Multiplayer nur in dasselbe Kanonenfass steigen. Das mag im normalen Levelverlauf sinnvoll sein. Der Spieler, der noch nicht im Fass sitzt, kriegt einen Countdown eingeblendet, nach dessen Ablauf er ins Fass teleportiert wird. In Bonusleveln, in denen man in Kanonenfässer springen soll, um Bananen über den Köpfen zu sammeln, würde man sich jedoch gerne aufteilen. Tut man das, muss man erst den Countdown abwarten, bis es weitergeht und in dieser Zeit läuft die gegebene Zeit für die Aufgabe ab. Ärgerlich, dass an dieses Szenario nicht gedacht wurde, denn beim Testen passierte es uns bei der ersten sich bietenden Gelegenheit. An einer anderen Stelle wurde uns eine Aktion auf einer Seilrutsche ausnahmsweise nicht angezeigt, worauf wir etliche Versuche gebraucht haben, um die Steuerung zu verstehen. Gerade weil es ansonsten reibungslos lief und jede Aktion durch Einblendungen genau erklärt wurde, wurden wir an dieser kalt erwischt. Es ist Meckern auf ganz hohem Niveau. Problemchen, die eigentlich nur auftreten, solange man es nicht besser weiß und dann nie wieder auffallen. Es wäre dennoch nicht ganz verkehrt, wenn die Entwickler da einen kleinen Patch liefern könnten. Das machte Nintendo bei anderen Titeln bereits sehr routiniert.

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                          Fazit

                          Die Retro Studios scheinen ein goldenes Händchen dafür zu haben, Klassikern neues Leben einzuhauchen. Donkey Kong Country – Tropical Freeze fühlt sich nicht an, wie ein Spiel, das nur für hartgesottene, alte Fans gemacht wurde. Es ist ein modernes Spiel, mit schönem Charakterdesign, wunderschönen, dynamischen Leveln, einem fordernden Schwierigkeitsgrad und dieser Extraprise Retro für die alten Spieler unter uns. Alles, was Spielern an den Titeln auf der Super Nintendo gefiel, gibt es auch hier: bekannte Charaktere, knuffige Gegner, Lorenlevel (jeder liebt Lorenlevel!) und einige alte Melodien im Soundtrack. Hinzu kommen neue Herausforderungen, hin und wieder schöne Videosequenzen, rasante Kanonenfassreisen und sehr dynamische Leveldesigns, wie etwa im Rhytmus schwingende Bäume in der Savanne. Die angesprochenen Mängel sind ärgerlich, aber fallen nicht stark ins Gewicht. Den ansonsten guten Eindruck können sie nicht trüben.

                          Positiv

                          – schöne Grafik

                          – stimmiges Level- und Charakterdesign

                          – fordernder Schwierigkeitsgrad

                          Negativ

                          – kleinere Probleme, siehe Abschnitt „Problemchen“

                          Den neuesten Spross der Donkey Kong-Reihe für die WiiU könnt ihr hier kaufen oder hier Preise vergleichen.

                          Schon angezockt? Erzählt uns eure Meinung in einem Kommentar!

                          Euer Hardbloxx-Team
                          Testbericht erstellt von Hardbloxx.ecth

                          Test/Testbericht: Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen Sotschi 2014

                          Der weltberühmte Klempner mit der roten Mütze, dem blauen Overall und dem markanten Schnurrbart treibt mal wieder Sport. Mario scheint mit Kartfahren, Tennis, Fußball, Golf und dem Besiegen von Erzrivale Bowser nicht genug ausgelastet zu sein, denn er und sein größter Konkurrent der 1990er, Sonic, haben alle ihre Freunde und Feinde mitgenommen und fahren schon jetzt nach Sotschi, um die Olympischen Winterspiele 2014 auszutragen. Wir wollten wissen, ob das Endergebnis einer so vielversprechend klingenden Sportveranstaltung wirklich etwas taugt und haben Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen Sotschi 2014 auf der WiiU für euch getestet.

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                          Anmachen… und nun?

                          Das Spiel, in unserem Fall eine Download-Version aus dem Nintendo eShop, also ohne Anleitung und ohne Vorahnung, was einen gleich erwartet, startet mit einem kurzen schicken Video und fragt den Spieler, für welches Land der Welt er oder sie an der Olympiade teilnehmen will. Sucht man sich eines aus, landet man im Hauptmenü, dessen Auwahlmöglichkeiten höchstens erahnen lassen, was sich dahinter verbirgt: Mega-Medley, Legendärer Showdown, Einzelmatch, Geschick & Grips und Weltweiter Versus. Dass das Einzelmatch wohl eine einzelne Partie einer Sportart ist und der Weltweite Versus wohl mit einem Internetanschluss zu tun hat, ist plausibel. Der Rest nicht.

                          Spielneulinge, die nicht sofort alle Freunde mitgebracht haben, sondern zuerst alleine zocken möchten, sollten den Legendären Showdown nehmen – den Story-Mode sozusagen. Rund um eine fantasievolle Version der eigentlich in Moskau stehenden Basiliscus-Kathedrale gibt es 5 Areale, die man nach und nach freischaltet. In jedem Areal kämpft der Spieler mit einem zusammengewürfelten Viererteam aus den 20 wählbaren Charakteren in 4 Sportarten gegen die eigenen Schattenversionen, also z.B. Mario, Yoshi, Sonic und Shadow gegen Schatten-Mario, Schatten-Yoshi, Schatten-Sonic und ja… Schatten-Shadow. Danach schließt man das Areal mit einem Bosskampf gegen übliche Gegner der Spielreihen ab, wie etwa König Buu Huu oder Jet. So lernt man nach und nach alle Disziplinen und Charaktere kennen und ist für den Rest des Spiels gewappnet. Aber welche Disziplinen gibt es in diesem Titel?

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                          Die Disziplinen

                          In Zahlen gesprochen sind es 25 Disziplinen. 16 davon sind echte olympische Disziplinen, die in Sotschi kommendes Jahr auch wirklich ausgetragen werden: Ski-Alpin Abfahrt, Biathlon, Curling, etc. Die Sportarten spielen sich zum Teil sehr unterschiedlich. Es gibt zwar einige Parallelen bei der Steuerung der Ski-, Snowboard-, Bobsport- und Eisschnellauf-Disziplinen und manche sind sogar unter einem Menüpunkt zusammengefasst. So sind der Viererbob und Skeleton zusammen unter Bobsport zu finden. Curling, Eiskunstlauf, Biathlon etc. fühlen sich jedoch sehr eigenständig an und bieten beim Zocken sehr viel Abwechslung.

                          9 weitere sind Fantasiedisziplinen, die sich an den olympischen Disziplinen anlehnen, aber mit anderen Sportarten oder Videospielen gemischt wurden. Ein Beispiel wäre das Volltreffer-Curling, das eine Mischung aus Curling und Minigolf ist oder das Kugelwilli-Schlittenrennen, das an die Podrennen von StarWars Episode I erinnert – nur eben mit Kugelwillis statt Triebwerken und einer Strecke voller Sonic-artigen Turbos. Generell fühlen sich einige Spielelemente von diversen Mario-Party- und Wii-Sports-Titeln abgekupfert. Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch. Es fühlt sich nicht geklaut an – das Rad muss einfach nicht neu erfunden werden.

                          Was schon eher stört, ist, dass all diese unterschiedlichen Sportarten einem selbst beim ersten Anzocken nicht erklärt werden. Unsere Nintendo eShop-Version gab nun mal keine Anleitung her. Man kann sich helfen, indem man Start bzw. + drückt und unten Links die Steuerung auswählt. Aber auch danach wird einem nicht alles klar. Manche Disziplinen wurden von uns eher nach dem Trial-and-Error-Prinzip gelernt, weil auch die Regeln der Sportart nicht immer zur Allgemeinbildung gehören. Oder wisst ihr, wie genau die Punkte beim Curling zustande kommen? Nur näher am Zentrum sein, heißt nicht gewinnen!

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                          Die Steuerung

                          Damit springen wir auch direkt zum nächsten Punkt: die Steuerung. Die Entwickler gaben sich Mühe, alle Funktionen der WiiU einzusetzen. Zum Teil mit Erfolg: Das Eiskunstlaufen ist so ein Reaktionsspiel geworden, bei dem man kurz vorher angezeigt bekommt, welche Bewegung die nächste ist und diese im Takt ausführen soll. Springen bzw. die Wii-Mote nach oben schütteln, so neigen, dass man die richtige Linie trifft, mit der Wii-Mote aus in eine bestimmte Richtung schwingen und zum Schluß die richtige Pose einnehmen. Das alles ist super geworden und macht vor allem mit Freunden Spaß. Jedoch kommt es auch vor, dass der erste Spieler das WiiU GamePad nehmen muss und die anderen mit der Wii-Mote spielen. Oder man spielt abwechselnd mit dem GamePad. Das verwirrt und stört den Spielfluss, wenn man etwa auf dem falschen Joypad A drückt, das aktuelle Fenster aber nicht weggehen will. Außerdem kommt die Kalibrierung der Wii-Motion Plus manchmal, wenn es grade nicht gebraucht wird beim Herumliegen wohl durcheinander. Dann kann es vorkommen, dass bei einer Ski-Alpin-Abfahrt kaum eine Bewegung richtig erkannt wird, weil der Controller nicht mehr richtig kalibriert ist. Das lässt sich mit kurzem Drücken auf den Start- bzw. +-Knopf schnell beheben, aber ist ärgerlich, weil man seine Idealzeit schon nicht mehr erreicht hat.

                          Auch andere Funktionen der WiiU, wie etwa das MiiVerse werden unterstützt. Nach beinahe jedem Rekord wird der Spieler gefragt, ob er seine Bestzeit hochladen will. Befreundete Spieler erhalten dann in ihrem Spiel oben eine Sondermeldung-Anzeige, wie in den Nachrichten, bei der steht, wer welchen Rekord aufgestellt hat. Das Ganze ist eigentlich gut durchdacht, doch leider hakt die Musik, wenn man nach dem Hochladen des Rekordes gefragt wird und zustimmt. Das hat bei anderen WiiU-Titeln wahrlich schon besser geklappt. Nett hingegen ist, dass das GamePad, solange es nicht von einem Spieler benutzt werden muss, immer den Punktestand anzeigt. Sind also alle Spieler gerade mit der WiiMote beschäftigt, kann man das GamePad für alle gut sichtbar auf den Couchtisch legen und sieht, wo man dran ist. Bei anderen Spielen, wie etwa Curling, sieht der Spieler, der gerade dran ist die Eisfläche aus einem anderen Blickwinkel und kann mit Hilfe des GamePad-Bildschirms besser zielen.

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                          Geübt? Dann kanns losgehen!

                          Hat man im legendären Showdown alle 25 Disziplinen kennengelernt und die Steuerung halbwegs verinnerlicht, kann man sich die anderen Modi anschauen. Das Mega-Medley bietet vorkonfigurierte Auswahlen von je 3-4 Spielen. Die Idee ist gut, da zum einen ein kleiner Wettbewerb stattfindet, welcher Spieler im Medley besser abschneidet und zum anderen muss man nicht nach jedem Spiel im Menü rumgurken und überlegen, was man als nächstes starten will – die Entscheidung wird einem abgenommen.

                          Kennen alle Mitspieler das Spiel schon ausreichend und fühlen sich in den Disziplinen wohl, kann man Geschick & Grips auswählen. Sind Schwierigkeitsgrad der Com-Gegner und Rundenanzahl festgelegt, geht es mit dem 1. Spiel los. Die Regeln sind diesmal jedoch anders. Ein paar Beispiele: Eis-Hockey, bei dem 4 Tore stehen und der gewinnt, der als erster ins Tor des Spielers mit den meisten Punkten schießt. Oder Viererbob, bei dem man die Ideallinie halten muss, damit eine Begleitung zur Hintergrundmusik eingespielt wird und am Ende gefragt wird, welches der vier zur Auswahl stehenden Instrumente diese Begleitung gespielt hat. Diese Rätselrunden machen auf jeden Fall Spaß und drehen die eigentliche Sportdisziplin oft total um. Ironischerweise klappt es hier mit dem Erklären der Spielregeln. In alter Mario-Party-Manier sehen die Spieler ein Fenster mit den Spielregeln und können einen Übungslauf oder ein Tutorial starten, ehe sie sich an das eigentliche Spiel heranwagen.

                          Da Einzelmatch nun wirklich selbsterklärend ist, springen wir zum Weltweiten Versus. Die Aufmachung ist toll: Es werden 4 Sportarten angezeigt mit der aktuellen Gesamtplatzierung des gewählten Landes. Wählt man eine davon, wird ein Globus angezeigt, auf dem die Platzierungen der besten Länder mit Pfeil zum Land angezeigt werden. Diesen Globus kann der Spieler mit + und – drehen und so sehen, wie z.B. in Ski-Alpin-Abfahrt Deutschland, Frankreich, UK, etc. stehen. Doch, wie immer bei Nintendo, ist der Online-Multiplayer ein heikles Thema. So auch hier: Entscheidet sich der Spieler für eine Sportart, wird ein Mitspieler gesucht. Zu schlechten Uhrzeiten wird leider oft keiner gefunden. Wird ein Mitspieler gefunden, spielt man eine Partie mit diesem und 2 Com-Gegnern und wird zum Schluss gefragt, ob die Runde wiederholt werden soll. Stimmen nicht beide Spieler zu, werden sie ins Hauptmenü geworfen, was sich, wie „Genug online gespielt!“ anfühlt. Nur dank der WiiU-Freundeslisten-Funktion kann man alle solche unbekannten Mitspieler danach fragen, ob diese mit einem befreundet sein wollen.

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                          Die richtige Stimmung

                          Im Gaming-Olymp ist Nintendo in der Disziplin des nostalgischen Charmes natürlich Meister. Insgesamt 20 Spieler aus den Mario- und Sonic-Spieleuniversen treten gegeneinander an, von denen viele die Spieler an bereits durchgestandene Abenteuer erinnernn. Manch ein Nebencharakter, wie Koopa, der noch im letzten Mario Party spielbar war, wird auf den ersten Blick in der Spielerauswahl vermisst, findet sich aber neben anderen Nebencharakteren, wie den Chao, jubelnd und Fahnen schwenkend auf den Tribünen der verschiedenen Stadien und Arenen wieder oder ist sogar Teil des Spiels, wie z.B. ShyGuy, der beim Eishockey Torwart ist. Ein weiterer, 21. Mitspieler ist natürlich der Mii des Spielers. Neben einem Haufen Achievements kann der Spieler für seinen Mii diverse Klamotten und Sportgeräte mit Aufdrucken freispielen. Damit die Sammelwut so richtig losgeht, kann man auch Soundtracks aus diversen Mario- und Sonic-Games freispielen, etwa als Hintergrundmusik für eine bestimmte Sportart oder in Form eines tanzbaren Remixes für die Choreographie beim Eiskunstlauf.

                          Das ganze wird in eine teils moderne, teils märchenhafte Welt gepackt. In der Kartenübersicht sieht man die hochmodernen Arenen und das olympische Dorf, das wohl jetzt noch in Sotschi gebaut wird. Auch während der Sportarten sehen die Arenen und anderen Sportstätten einfach gut aus. Die Tribünen sind nicht mit Pappaufstellern, sondern wirklich lebendig wirkenden, dynamischen Nebencharakteren gefüllt. Die Fantasiedisziplinen werden zudem in den Welten von Sonic und Mario ausgetragen und lassen auch Elemente aus den alten Spielen erahnen.

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                          Fazit

                          Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen Sotschi 2014 ist ein gutes Party-Game. Die Charakterauswahl ist nicht riesig, aber gut. Der euphorische Orchestersoundtrack wird von diversen spielebezogenen Soundtracks ergänzt. Die Sportarten lassen nichts vermissen, was bei olympischen Winterspielen dazugehört und die Fantasiesportarten machen einfach nur Spaß und geben dem Spiel ein bisschen mehr Fülle. Doch die vielen kleinen Makel, wie ständiges Wechseln des Controllers, Verlust der Wii-Motion-Plus-Kalibrierung (war schon in anderen Titeln problematisch), die Hänger beim Hochladen der Rekorde und der fehlende Übungs-Modus vor den Sportarten, wie es bei Geschick & Grips dann doch vorkommt, drücken den Spielspaß insgesamt ein wenig. Schon beim 2. oder 3. Anzocken hat man sich damit angefreundet und kann die sportliche Gaudi genießen, aber im Jahr 2013 wirkt so etwas insgesamt leider unausgereift. Freispielbare Charaktere und Disziplinen hätten wir uns noch gewünscht. Stattdessen erhält man eine riesige Achievement-Liste und Zubehör für den eigenen Mii als Charakter.

                          Trotz der Abstriche kann Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen Sotschi 2014 für lustige Spieleabende mit Freunden empfohlen werden. Nintendo hat hier ganze Arbeit geleistet, alle Funktionen der Konsole in ein Spiel zu pressen und das ist zumindest zum Großteil recht gut gelungen.

                          Positiv

                          – macht vor allem zu viert Spaß
                          – alle relevanten olympischen Winterdisziplinen und noch mehr in ein Partygame gepackt
                          – schöne Grafik

                          Negativ

                          – manchmal unklare Steuerung und Regeln
                          – hakelige Umsetzung der Online-Funktionen
                          – keine freischaltbaren Charaktere und Level

                          Ihr könnt Hardbloxx unterstützen und das Spiel jetzt hier kaufen. Ihr dürft aber natürlich auch hier Preise vergleichen oder unten einen Kommentar zum Spiel oder Test dalassen.

                          (Hier Kommentare abgeben!)

                          Euer Hardbloxx-Team
                          Testbericht erstellt von Hardbloxx.ecth

                          Test/Testbericht: The Legend of Zelda – The Wind Waker HD

                          Kaum zu glauben, dass es schon 10 Jahre her sein soll, seit die Zockergemeinde sich darüber empörte, dass statt eines realistisch anmutenden, epischen Abenteuers, wie die E3 2002 es noch akündigte, der neue Zelda-Titel für Nintendo’s Game Cube im kindlichen Cel Shading-Look daherkam. Doch die meisten freundeten sich damit früher oder später an und verliebten sich in die verspielte Spielmechanik, die fein ausgearbeiteten Charaktere und die Vielfalt der kleinen Inseln und Sidequests auf dem schier unendlichen Ozean. Deshalb hat man sich bei Nintendo gedacht, den Spielern würde es große Freude bereiten, das Abenteuer nach 10 Jahren erneut durchzuspielen oder gar erst jetzt zum ersten Mal kennenzulernen und veröffentlichte die aufgehübschte Version am 04. Oktober als The Legend of Zelda – The Wind Waker HD. Wir wollten wissen, ob das Remake so gut ist, wie es sich Macher und Spieler erhoffen und schauten mal rein.

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                          Der Neustart

                          Nach einem kurzen Ladescreen kommt… dasselbe, wie auch vor 10 Jahren: Ein wunderschönder Kameraflug über die Startinsel Präludien, der rote Leuenkönig, der das Wind Waker-Logo ziert wird eingeblendet und lediglich das HD in einem blauen abgerundeten Viereck, das so gar nicht zum Rest des Logos passen will, weist darauf hin, dass man wirklich etwas einigermaßen Neues in den Händen hält.

                          Vor dem Spielstart hat man noch die Wahl, ob man im Heldenmodus spielen möchte, in dem Schaden von Monstern größer ausfällt und Herzen weitaus rarer sind, oder nicht. Das ist bei jedem Start des Spielstandes umstellbar. Überschätzt sich ein Game-Cube-Veteran und schafft partout einen Tempel nicht im Heldenmodus, weil er zu wenig Herzen hat oder zu viele verliert, kann er beim nächsten Spielstart auf „normal“ stellen und den Tempel wenigstens so noch meistern.

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                          Alles neu!

                          Die erste Änderung, die einem förmlich ins Gesicht springt, ist der ausgeprägte Bloom-Effekt auf allen hellen Objekten und Flächen. Das wirkt stellenweise übertrieben, aber man kann sich mit der Zeit gut damit anfreunden. Ebenfalls neu sind die Schatten – alles wirft korrekte Schatten, die sich mitbewegen, wenn das Objekt sich bewegt. Das verleiht der Welt wirklich eine neue Tiefe, macht lebendige Charaktere noch einen Tick lebendiger und passt letztlich auch gut zum Bloom-Effekt. Passend zum „HD“ im Titel hat Nintendo an den Texturen geschraubt. Ob sie nun wirklich in besserer Qualität auf der Disc vorliegen oder nur besser gefiltert werden, wird uns wohl niemand verraten, aber sie sind auf jeden Fall scharf genug, dass man nie das Gefühl bekommt, verwaschene Texturen um sich herum zu haben – in Verbindung mit der FullHD-fähigen WiiU auf jeden Fall ein würdiges und zeitgemäßes Update.

                          Konsolenbedingt kamen noch weitere Funktionen dazu: Spieler, die mit dem GamePad spielen, haben einen zweiten Bildschirm. So kann das Spielgeschehen mit einem Druck auf Select vom Fernseher auf das GamePad gestreamt werden. Der Fernseher ist also fortan frei und kann anderweitig benutzt werden, während man mit dem Gamepad, wie mit einem übergroßen DS oder einem sehr gut in der Hand liegendem, leichten Tablet mit Tasten und Joysticks weiterzocken kann. Will man jedoch auf dem Fernseher zocken, und sei es nur, weil der Klang einer guten HiFi-Anlage besser ist als die im GamePad eingebauten Lautsprecher, hat man eine weitere neue Funktion: Das eigentliche Startmenü ist immer auf dem GamePad-Bildschirm zu sehen. Das Spielgeschehen muss also nicht zwangsweise angehalten werden, um auf Inventar, Seekarten oder MiiVerse-Nachrichten zuzugreifen. So können Spieler beim Segeln die Schatzkarten in voller Größe sehen und Items im Laufen oder bei voller Fahrt auf See auf die Aktionstasten X, Y und R1 platzieren.

                          Es gab früher viel Kritik, dass man den Großteil der Spielzeit auf dem Ozean verbrachte. Das Entwicklerteam setzte sich mit dem Problem auseinander und bietet im HD-Remake gleich mehrere kleine Fixes: Durch Drücken der A-Taste wechelt man auf See zwischen der (beinahe) doppelten und der normalen Geschwindigkeit hin und her. Außerdem ist das Segel nun kein Item mehr, das einen Aktionstasten-Slot verbraucht. Da das Segel sowieso nie eine weitere Funktion hatte, bleibt es nun beim Schiff gebunden. Die beiden Fixes sind klein, sparen Spielern aber viel Zeit und Frust. Solche Änderungen sind immer gern willkommen!

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                          Tingle, Tingle, Meer und Sand..

                          Den Tingle-Tuner, für den man früher einen GameBoy Advance angeschlossen hat, gibt es nun nicht mehr. Fans hatten spekuliert, dass die WiiU sich an dieser Stelle mit dem Nintendo 3DS verbinden wird und die Handheld-Mitspieler Link in einer abgespeckten, aber stereoskopischen Umgebung mit Herzen oder Bomben bewerfen würden. Bei Nintendo hat man sich gegen diese Funktion entschieden und den Tingle-Tuner gestrichen.

                          Stattdessen wird das MiiVerse der WiiU in Form von Flaschenpost eingesetzt. Die Idee ist auf den ersten Blick zwar charmant, aber recht nutzlos. Mit der Zeit freut man sich jedoch immer, wenn man am Strand eine Flasche liegen sieht, zumal man Flaschenpost, die Spoiler enthält, abstellen kann. User-Inhalte erweitern das Original nun immer in unerwarteter Weise. Manche verschicken eben nur Tipps und Spoiler, andere zeichnen einfach schöne Bilder der Charaktere oder Gegenden, wieder andere versenden Scherze oder einfach nur Grüße. Nintendo filtert diese Inhalte zusätzlich, sodass nur jugendfreie Inhalte auf dem Bildschirm landen.

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                          Fazit:

                          Wieso dieses Remake? Zum einen eignet sich The Legend of Zelda – The Wind Waker sehr gut für solch ein Remake, weil dieses Spiel schon damals so viele kleine Effekte hatte, wie sich im Wind bewegendes Gras und Bäume, wegknickendes Gras, wenn Link durchläuft, Windlinien, kleine Tiere, wie Krebse an Stränden, Motten um Fackeln, flackerndes Licht um offenes Feuer und so weiter. Durch höhere Auflösung, erneuerte Belichtung und präzise Schatten kommen all diese kleinen Effekte viel besser zur Geltung und bringen damit einen 10 Jahre alten Titel in Punkto Grafikeffekte quasi auf den aktuellen Stand. Erleichtert wird das dadurch, dass die Cel Shading-Grafik in sich sehr stimmig ist und nicht nach mehr Polygonen ruft. Viele andere Titel würden neubelichtet und in FullHD in erster Linie kantig aussehen – The Wind Waker HD nicht.
                          Nachdem das Thema Grafik abgehakt ist, kommen wir zum Gameplay und hier trumpft das Spiel nach wie vor. Nicht umsonst lässt sich Nintendo immer Zeit mit neuen Zelda-Titeln und feilt lange an Feinheiten. Die Chraraktere sind allesamt unterschiedlich, gewitzt und voller Leben, die Spielzeit beträgt ca. 40 Stunden und selbst erfahrene Spieler kommen bei einigen Sidequests ins Schwitzen. Als Spiel funktioniert The Wind Waker HD also auch im Jahr 2013.

                          Zum anderen braucht Nintendo momentan dringend Software für die WiiU, die sich gut verkauft. In vielen Reviews wurde die Konsole gut bewertet, mit einem dicken „Aber“ bei der Frage nach Spielen. Ohne die Not, die Lücke zwischen Release der Konsole und den großen Titeln, die zum Großteil für 2014 angekündigt sind, zu füllen, gäbe es The Wind Waker HD also wahrscheinlich gar nicht. Es war das Kalkül, dass treue Zelda-Fans, die das Spiel kannten, es gerne wiederzocken würden und jene, die es gerne nachgeholt hätten, es nun nachzocken werden. Ob der volle Preis von rund 70€ gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt und muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden. Wie so oft stellt sich die Frage, ob hier die Fans bedient werden oder die sprichwörtliche Kuh gemolken wird.

                          Positiv

                          – stimmige Grafik, schön und dezent aufgearbeitet

                          – langer Spielspaß, neben teils einfachen Tempeln auch schwierige Sidequests

                          – Neuauflage des Klassikers für alte Fans und Nachholer

                          Negativ

                          – voller Preis für ein Remake

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                          Wer sich selbst ein Bild machen oder in Nostalgie schwelgen möchte, kann The Wind Waker HD hier bestellen oder hier Preise vergleichen!
                          Neben dem normalen Spiel sind im Handel limitiert aber noch auffindbar versionen mit Ganondorf-Figur in Umlauf!

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                          Euer Hardbloxx-Team
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                          Test / Testbericht: Monster Hunter 3 Ultimate

                          Es ist kein Geheimnis, dass die WiiU seit ihrem Release im Dezember des letzten Jahres an chronischer Software-Armut leidet. Da kommt Monster Hunter 3 Ultimate gerade rechtzeitig. Ob es sich bei Monster Hunter 3 Ultimate nur um einen lahmen Port der Wii Version handelt oder ob es einen echten Kaufgrund für die WiiU darstellt, verraten wir euch im folgenden Test.

                          Aller Anfang ist schwer

                          Da bildet auch die neuste Monster-Jagd von Capcom leider keine Ausnahme. Direkt nach dem Intro, das noch einmal verdeutlicht, was die WiiU leisten kann, finden wir uns auf dem Dorfplatz wieder. Das WiiU Gamepad zeigt uns eine wahre Masse an Gesprächs-Optionen, die auf unserer Minimap markiert sind und gleich das erste Gespräch, das wir führen, weist uns darauf hin, dass wir alle nach der Reihe abklappern sollten.

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                          Gesagt getan. Wir klicken uns mühsam durch die langweiligen Start-Dialoge, die, trotz ihrer enormen Länge, nur minimale Einsichten in Gameplay und Geschichte der Spielwelt von Monster Hunter geben. Leider sind die Textboxen viel zu klein geraten, was es vor allem für Menschen, die sich gerne etwas weiter weg von ihrem Fernseher hinsetzen anstrengend macht, diese zu lesen. Hat man es etwa eine halbe Stunde später geschafft, sich durch den Text zu mühen, und endlich das Dorf verlassen, um genau das zu tun, was der Titel des Spiels verspricht, geht das Martyrium auch schon weiter. Der Dorfälteste schafft es irgendwie mit einem zu sprechen, ohne dabei Körperlich anwesend zu sein. Das Tutorial scheint kein Ende zu nehmen. Und dabei ist das meiste, was erklärt wird zu grundlegend, dass jeder der schon einmal ein Gamepad in der Hand gehalten hat, es ohnehin instinktiv meistern würde. Im Gegensatz dazu werden kompliziertere Konzepte dann überhaupt nicht oder nur unzureichend erklärt. Zum Glück gibt es das Internet. Sonst würden wir wahrscheinlich immer noch nicht wissen, wie man ein Stück Fleisch grillt.

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                          Hat man dann das fast zwei Stunden lange Toturial hinter sich gebracht, bei dem der Dorfälteste es schafft, dank seiner andauernden Unterbrechungen das Aufkommen von Spielspaß zu unterdrücken, wird Monster Hunter 3 Ultimate aber zunehmenden besser. Das Konzept von Erkunden, Jagen und Ausrüstung Schmieden geht auf

                          So ist das heute, so war das damals

                          Wer Monster Hunter Tri kennt, den erwartet erst einmal nichts grundlegend Neues. Die Grafik ist im Vergleich zu der Wii Version minimal aufgemöbelt. Leider aber nicht genug, um spontane Begeisterungsstürme auszulösen. Ein Großteil der neuen Monster lassen sich erst sehr spät im Spiel jagen und obwohl die Versionen quasi identisch sind, fehlt leider die Möglichkeit, ein Savegame zu importieren, um sich beispielsweise das schmerzlich langweilige Tutorial zu ersparen. Dabei hätte man an so eine Option denken können. Besonders wenn man bedenkt, dass Monster Hunter ein nicht gerade kleines Spiel ist, sodass selbst zwei Jahre nach dem Original-Release viele Spieler noch nicht alles gesehen haben dürften. Und somit wahrscheinlich lieber ihren bereits angefangen Spielstand fortführen möchten, statt von vorne zu beginnen.

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                          Eine interessante Neuerung ist die Möglichkeit, seinen Speicherstand von der WiiU Version zu der 3DS Version, und umgekehrt, zu verschieben. Leider gibt es keine Rabatt-Aktion, die den Kauf von zwei Vollpreis-Titeln begünstigt, oder gar eines von beiden umsonst dazu legt. Was im Endeffekt wohl bedeutet, dass die meisten Spieler sich auf eine Version beschränken oder erst sehr spät, nämlich wenn die Spiele günstiger zu haben sind, die zweite Version erwerben, um so immer auf die Jagd gehen zu können. Schade, dabei wäre das im Zeitalter des digitalen Verkaufs ohne größere Kosten möglich gewesen.

                          Wie zielt man mit dem Ding ? Oder warum Jäger lieber in den Nahkampf gehen sollten

                          Wer schon einmal selber auf der Jagd war oder sich zumindest ein bissen mit der Geschichte der Menschheit auskennt, der sollte wissen, dass der Mensch bevorzugt mit Fernkampfwaffen, wie dem Bogen oder dem Speer, auf die Jagd ging.
                          Das hat einen einfachen Grund: Warum sich selber in Gefahr bringen, wenn man das Vieh aus der Entfernung erlegen kann?

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                          So läuft das bei Monster Hunter 3 Ultimat aber leider nicht. Unsere ersten Experimente mit dem Bogen gehen phänomenal in die Hose. Das Zielen gestaltet sich mehr als umständlich. Während man bei entsprechend großen Gegner einfach geradeaus feuern kann und so meistens trifft, steht man bei kleineneren Gegnern, besonders wenn der Boden auch nur ein bisschen uneben ist, schnell vor einer unlösbaren Aufgabe.

                          Dabei zeigt einem das Spiel im Zielmodus sogar die genaue Flugbahn der Pfeile an, die man verschießt. Leider muss man für diesen Zielmodus jedoch zwei Tasten gedrückt halten, nämlich eine, die dafür sorgt, dass sich euer Bogen spannt und die Rechte-Schulter-Taste, die euch in den Zielmodus bringt.
                          Und genau da liegt das Problem. Um nun die Flugbahn des Pfeils zu bestimmen, nutzt ihr nun nicht etwa den linken Stick, sondern den rechten. Das heißt im Klartext, dass Zeigefinger und Daumen der rechten Hand damit beschäftig sind, zwei Tasten gedrückt zu halten. Die einzige Wahl, die euch nun noch bleibt, um den rechten Stick zu betätigen, ist natürlich die linke Hand. Das ist super umständlich. Nun halten die Monster aber auch nicht still und so endet das ganze sehr schnell in Frust.
                          Angehende Monster-Jäger sollten also lieber einen großen Bogen um Bögen und andere Fernkampfwaffen machen.

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                          Nahkampfwaffen sehen sowieso viel epischer aus. Und mit denen steuert sich das Spiel auch deutlich flüssiger und angenehmer. In bester Action-Adventure-Manier könnt ihr euch mit eurem Schwert durch Horden von Monstern schnetzeln und so immer höhere Level erreichen.
                          Moment, Level? Nein ganz so einfach ist das bei Monster Hunter nämlich nicht. Anstatt über Erfahrungspunkte Level zu machen, werdet ihr nämlich ausschließlich durch das Ausweiden von Monstern stärker. Besonders die großen Gegner lassen sich hierbei zu immer besseren Waffen und Rüstungen verarbeiten, die euren Charakter immer stärker und cooler machen.
                          So geht ihr nach jedem erledigten Monster auf die Jagd nach dem nächst stärkeren, während ihr die Haut eurer vorherigen Beute als Rüstung tragt.

                          Online auf Monster-Jagd

                          Wie auch schon in Monster Hunter Tri für die Wii kann man wieder zu viert auf Monster-Jagd gehen. Der Multiplayer ist besonders für erfahren Jäger eine willkommene Abwechslung. Da man hier oft größere und stärkere Versionen bereits bekannter Monster vorfindet und einige spezielle Quests, die im Singelplayer nicht enthalten sind.
                          Während der Multiplayer Monster Hunter 3 Ultimate ergänzt und abrundet, ist er aber alles andere als notwendig, um Spaß am Spiel zu haben und so kommen auch Singelplayer-Fanatiker mit Monster Hunter voll auf ihre Kosten.

                          Persönliches Fazit

                          Monster Hunter 3 Ultimate ist ein gelungener Open World Titel, der dank seiner Vielzahl an Gegnern und Quests mehrere hundert Stunden an Spielspaß und Beschäftigung bietet. Auf Grund seines hohen Schwierigkeitsgrads und seines enormen Umfangs eignet sich Monster Hunter 3 Ultimate besonders gut für erfahrene Spieler, die gerne auch noch Jahre nach Release-Zeit mit einem Spiel verbringen, um dieses vollständig zu meistern. Spieler die eine fesselnde Geschichte oder eine schnelle halbe Stunde Entspannung suchen, kommen jedoch wahrscheinlich nicht auf ihre Kosten.

                          Positiv:

                          – Riesige Spielwelt
                          – Neuer Content
                          – Fesselndes Konzept

                          Negativ:

                          -Veraltete Grafik
                          -Langweiliges Tutorial
                          -Teils haklige Steuerung

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                          Euer Hardbloxx-Team
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                          Test / Testbericht: Nintendo Land

                          Disney hat einen, auch Warner Brothers hat einen und nun hat auch Nintendo einen. Zumindest virtuell. Die Rede ist natürlich von einem eigenen Freizeitpark. Nintendo Land ist vollgestopft mit kleinen Minispielen, von denen die meisten eine lose Verbindung zu anderen Nintendo-Marken haben.

                          Seit dem riesigen Erfolg von Wii Sports, welches 2006 zusammen mit der Wii verkauft wurde, war klar, dass auch der Nachfolger der Wii ein ähnliches Spiel haben würde, das die Stärken der neuen Konsole präsentieren und unterstreichen würde.
                          Dieses Spiel ist für die WiiU Nintendo Land. Anders als Wii Sports erhält aber nicht jeder Käufer der WiiU eins. Dieses Recht ist Käufern der schwarzen Delux Edition vorbehalten und gleichzeitig auch der Hauptgrund, weswegen man zu so einer Delux Edition greifen sollte.
                          Ob Nintendo Land den Erfolg von Wii Sports duplizieren kann, verraten wir euch im nachfolgenden Test.

                          Präsentation

                          Nintendo Land ist genauso wie Wii Sports seiner Zeit Mii zentrisch aufgebaut. Für alle, die mit den Miis nicht vertraut sind, hier eine kurze Erklärung: Miis sind sozusagen virtuelle Abbilder eurer selbst. Sie dienen euch, ähnlich wie die Sims, als Avatar in verschiedenen Spielen.
                          Gleich zu Beginn erkundet ihr als euer Mii den Plaza. Das ist sozusagen das Herz von Nintendo Land. Von hier aus gelangt ihr zu den Minispielen, genannt „Attraktionen“. Dabei steht euch Muni, der Roboter zur Seite. Muni erklärt euch alle Funktionen und Minispiele, die in Nintendo Land enthalten sind und liest die wichtigsten Texte sogar vor, so dass auch jüngere Kinder auf ihre Kosten kommen.

                          Der Plaza selbst ist zu Beginn leer und sieht aus, als wären die Glücksbärchies im Spielzeugladen explodiert. Je länger ihr spielt, desto mehr füllt sich der Plaza jedoch mit kleinen Goodis, die keinen spielerischen Bonus bieten, aber einem doch ein Gefühl geben, etwas erreicht zu haben.

                          Der Plaza ist aber nicht nur quietschebunt, von hier aus erreicht ihr auch die insgesamt 12 Minispiele, die in Nintendo Land enthalten sind.
                          Diese unterteilen sich in drei Team-Attraktionen: The Legend of Zelda: Battle Quest, Metroid Blast und Pikmin Adventure,
                          drei Competative Attraktionen: Mario Chase, Luigis Ghost Mansion und Animal Crossing: Sweet Day
                          und sechs Solo Attraktionen: Takamaru’s Ninja Castle, Donkey Kong’s Crash Course, Captain Falcon’s Twister Race, Ballon Trip Breeze, Yosshi’s Fruit Cart und Octopus Dance.

                          Jede dieser Attraktionen hat einen leicht eigenen Look, der immer vor Charme sprüht. Auch der Soundtrack ist durchweg gewohnte Nintendo-Qualität. Einziger Wermutstropfen ist die leichte Beschränktheit der enthaltenen Stücke. Leider bemerkt man schon nach einigen Stunden Spielzeit Wiederholungen.

                          Gameplay

                          Jede Attraktion spielt sich anders und konzentriert sich auf einen Teilaspekt der technischen Möglichkeiten der WiiU.  Im folgenden Abschnitt stellen wir euch jede Attraktion kurz vor und sagen euch, welche uns am besten gefallen haben.

                          Singleplayer

                          Takamaru’s Ninja Castle: In dieser Attraktion schlüpft ihr in die Rolle eines Ninja-Meisters. Per Streichbewegung auf dem Tablet-Controller schmeißt ihr Ninja-Sterne auf Pappkameraden, die in bester Schießbuden-Manier auf dem Bildschirm erscheinen. Außerdem stehen euch noch drei lustige Ninja-Kräfte zur verfügung.
                          Besonders bemerkenswert ist, dass die WiiU ganz ohne teures Zusatzequipment ein sich gut anfühlenden Lightgun-Shooter bietet.

                          Donkey Kong’s Crash Course demonstriert die gyroskopischen Fähigkeiten der WiiU. Durch Kippen des Tablets bewegt sich ein kleines Auto auf dem Bildschirm. Aber Vorsicht! Geht ihr dabei zu rabiat vor, zerberstet euer Wagen und ihr müsst von vorne anfangen.

                          Captain Falcon’s Twister Race: Ähnlich wie Donkey Kong’s Crash Course nur in 3D. Auf einer verwinkelten Rennstrecke versucht ihr den nächsten Checkpoint zu erreichen, ohne dass euch die Zeit ausgeht. Hierzu müsst ihr, je nachdem, ob ihr durch einen Tunnel fahrt oder auf freier Strecke seit, euren Blick vom Tablet zum Fernseher richten und umgekehrt.

                          Ballon Trip Breeze: Durch Streichbewegungen auf dem Tablet erzeugt ihr Windstöße, die euren Mii in die Luft befördern. Auf eurem Weg zur nächsten Insel müsst ihr auf diese Weise Hindernissen ausweichen und Ballons einsammeln.

                          Yosshi’s Fruit Cart wird euer räumliches Gefühl sicherlich auf die Probe stellen. Auf dem Tablet müsst ihr für Yoshi einen Weg zeichnen. Doch der Clou ist, dass die Früchte, die ihr einsammeln müsst und die Hindernisse, denen ihr ausweichen solltet, nur auf dem Fernseher angezeigt werden.

                          Octopus Dance: Ein einfaches Spiel, das mit Abstand das innovationsloseste aus der Zwölfer-Sammlung ist. Mit Hilfe der Controllsticks auf dem Tablet tanzt ihr nach, was ein Vortänzer euch vormacht.

                          Teamplay

                          The Legend of Zelda: Battle Quest: Hier schlüpft ihr in die Rolle von Link. Um genau zu sein in die Rolle von bis zu fünf Links. Die Spieler an den Wii-Motes schwingen hierbei das Master-Sword und derjenige am Tablet hat die Kontrolle über den Bogen. Gemeinsam kämpft ihr euch dann durch immer schwerer werdende Level.

                          Metroid Blast: Verkleidet als Samus fliegt ihr entweder mit einem Raumschiff oder seid zu Fuß unterwegs. Gemeinsam müsst ihr in diesem Coop-Shooter immer schwerer werdende Wellen Metroids erledigen und andere Aufgaben lösen wie Chips einsammeln, bevor die Zeit abläuft.

                          Pikmin Adventure reduziert die Pikminreihe auf das Wesentliche. Gemeinsam vernichtet ihr serietypische Gegner und sammelt Tautropfen, um aufzuleveln.

                          Gegeneinander

                          Mario Chase: Der Spieler mit dem Tablet schlüpft in die Rolle von Mario und hat das ganze Labyrinth im Blick, während die anderen Spieler, die immer nur den Teilabschnitt des Labyrinths sehen, sich untereinander koordinieren müssen, um Mario zu fangen.

                          Luigis Ghost Mansion: Der Spieler mit dem Tablet kontrolliert einen Geist, der auf dem Hauptbildschirm nicht zu sehen ist. Nährt sich dieser Geist einem der anderen Mitspieler, fängt dessen Wii-Mote an zu vibrieren. Das Ziel des Geistes ist es, alle anderen Mitspieler zu erschrecken. Während diese probieren, die HP des Geistes mit ihren Taschenlampen auf null zu bringen.

                          Animal Crossing: Sweet Day: Die Spieler mit den Wii-Motes kontrollieren Elephanten, die versuchen, Süßigkeiten in Schüsseln zu werfen. Der Spieler mit dem Tablet muss sie daran hindern. Hierzu kontrolliert er zwei Spielfiguren gleichzeitig. Ein interessantes Erlebnis.

                          Persönliches Fazit

                          Vor allem die Singleplayer-Attraktionen sind Stoff für Highscore-Jäger. Nintendo schafft es mit diesen, den Charme und den Stil alter Gameboy- und NES-Klassiker wieder aufleben zu lassen und bringt Zeiten zurück, in denen man Spiele zum Spaß gespielt hat und nicht, um diese zu Ende zu schaffen.
                          Aus allen Singelplayer-Attraktionen haben uns Takamaru’s Ninja Castle und Ballon Trip Breeze am besten gefallen.
                          Allerdings entfaltet Nintendo Land sein wahres Potential erst mit den Multiplayer-Attraktionen und ist deshalb ein Muss für jeden Partyspieler. Hierzu muss aber gesagt sein, dass ein komplettes Set Wii-Motes mit Motion Plus und Nunchucks sehr teuer ist und eine Anschaffung, die man wahrscheinlich nicht im selben Monat tätigen will, wie die einer neuen Konsole.
                          Deswegen kann jeder, der bereits vorher eine Wii besaß und bereits Kontroller hat, hier bedenkenlos zugreifen. Jeder, der erst mit der WiiU auf den Nintendo Zug aufspringt, sollte sich jedoch überlegen, ob er sich Nintendo Land erst dann anschafft, wen er bereits ein paar Wii-Motes hat oder diesen Titel auslässt, denn nur für Single-Player lohnt sich Nintendo Land nicht.

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                          Euer Hardbloxx-Team
                          Test erstellt von Hardbloxx.Nishi

                          Test / Testbericht: New Super Mario Bros. U

                          Mit der Veröffentlichung von New Super Mario Bros. U dürfte nun auch den allerletzten aufgefallen sein, dass, obgleich die Reihe ein „New“ im Namen trägt, die Spiele alles andere als neuartig sind. Eher das Gegenteil ist der Fall – in einen sehr positiven Sinne.

                          2006 erschien für den Nintendo DS der erste Teil der Reihe. Zu dieser Zeit nahm der 2D Action Sidescroler höchstens eine Nebenrolle in der Industrie ein. Doch mit der Veröffentlichung von New Super Mario Bros. gelang Nintendo eine Reetablierung ihrer Traditionsmarke Mario als 2D Jump and Run.
                          2009 folgte die erste Fortsetzung von New Super Mario Bros. mit dem Wii Ableger New Super Mario Bros. Wii. Die Wii Version brachte einmal mehr Yoshi an die Seite des Powerklempners und etablierte neue und interessante Powerups wie die Eisblume und den Minipilz ins Spiel.
                          Bereits im April diesen Jahres erschien mit New Super Mario Bros. 2 auch ein Ableger von Mario für die neuste Handheld von Nintendo den 3DS. Zum ersten Mal in der Geschichte von Super Mario überhaupt steht die goldene Münze ganz im Mittelpunkt des Geschehens. Nintendo unterstrich dies mit besonderen Powerups, die die Spielumgebung und Gegner in nie zuvor gesehene Mengen Gold verwandelten. Und vor kurzem erhielten die wohlhabendsten Münzmillionäre sogar echte Goldmünzen von Nintendo. Der Traum eines jeden Mario Fans.

                          Nun am 30. November erschien so kurz in Folge auf Super Mario Bros. 2 nun auch der Jüngste Ableger der Reihe für die WiiU. Ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr im Test.

                          Story

                          Die Story ist prinzipiell die selbe, wie in jedem Super Mario-Spiel, seit der Erfindung des NES. Bowser, der Erzbösewicht des Pilzkönigreichs, hat mal wieder einen Plan ausgeheckt, um Prinzessin Peach zu entführen.
                          Hierzu landet er gleich mit einer ganzen Flotte seiner gefürchteten Luftschiffe im Schloss der Prinzessin und schmeißt Mario und Luigi, die gerade dort Kaffee und Kuchen mit Peach genießen, kurzerhand raus.
                          Nun müssen sich die tapferen Klempner ihren Weg zurück zum Schloss erkämpfen. Leider ist das nicht ganz so einfach. Denn Bowsers Schergen haben den ganzen Weg dorthin besetzt und leisten heftigen Widerstand.  Auf euer Reise müsst ihr auch mit ansehen, wie das Schloss der Prinzessin langsam von schwarzen Nebeln verhüllt wird, bis ihr bei eurer Ankunft feststellt, dass es sich in eine Hölle auf Erden verwandelt hat.

                          Präsentation

                          New Super Mario Bros. U basiert auf der selben Engin, wie alle seine Vorgänger, ist ohne Zweifel aber das best aussehende Mario bis zum heutigen Tag. Und dies wird wahrscheinlich auch bis zum Erscheinen des nächsten 3D Mario-Teils so bleiben.
                          Während die Grafik trotzdem nicht die volle Kapazität der WiiU ausnutzt, präsentiert sich Super Mario Bros. U auf zahlreiche andere Arten großartig, die trotz der fehlenden Grafik-Innovation zu einem großartigen Spielerlebnis beitragen.
                          Die Liebe zum Detail, mit der jedes Level im Spiel designt wurde, ist phänomenal und in heutigen Tagen, in denen Spieleentwickler von engen Terminplänen geplagt werden, nur noch selten aufzufinden. Die Spukhäuser sind, was das angeht, ein besonderer Leckerbissen und dürften so manchen Gamer einen angenehmen Schauer über den Rücken jagen.
                          Aber nicht nur die einzelnen Level sind großartig gestaltet. New Super Mario Bros. U weiß auch mit andere kleinen Details zu begeistern, die einem erst beim zweiten Hingucken oder Hinhören auffallen. So halten Koopas beispielsweise kurz inne, um im Takt der Musik einen kleinen Tanz aufzuführen oder Baby Yoshi singt mit quakender Stimme kurzerhand mit. Auf diese Weise verschmilzt der geniale Soundtrack, der sowohl altbekannte Tracks enthält, die auf keinen Fall fehlen dürfen, so wie neue, die sich perfekt in die großartige Soundlandschaft von New Super Mario Bros. U einfügen, auf einzigartige Weise mit dem süchtig machenden Gameplay. Ein Geniestreich.

                          Gameplay

                          Die Steuerung von Mario und seinen Mitstreitern ist sehr sauber und gelungen. Zusätzlich zu altbekannten Fähigkeiten bietet New Super Mario Bros. einige Extras, die den Klempner noch beweglicher machen. So ist der dritte Sprung in kurzer Folge nun ein etwas effektiverer Sprung, der vor allem beim Erklimmen des Fahnenmasts gemeistert sein will. Außerdem ist Mario dazu in der Lage, an Wänden herabzugleiten und mit Hilfe eines Wandsprungs diese auch wieder hinaufzukommen. Dies rettet einem in so manch kniffliger Situation die virtuelle Haut.
                          Spielt man alleine, so hat man das pure Mario Erlebnis. Man jagt das nächste Powerup, sammelt Münzen, um diese in extra Leben zu tauschen und erkundet die riesige Weltkarte, die auch alternative Routen erlaubt. Zu zweit ist das Spiel bedeutend einfacher. So kann der Spieler mit dem Tablet-Controller Plattformen erscheinen lassen, um drohendes Unheil abzuwenden oder ansonsten nur schwer erreichbare Stellen zugänglich zu machen. Zu fünft jedoch ist das Chaos perfekt. Hier verwandelt sich New Super Mario Bros. U von einem 2D Platformer in ein perfektes Party-Spiel. Man springt sich gegenseitig auf den Kopf, stößt sich ungewollt in Abgründe oder schmeißt seinen Verbündeten versehentlich Koopapanzer an den Kopf. Ein riesen Spaß für alle, bei denen der erfolgreiche Abschluss eines Levels nicht im Vordergrund steht.

                          Wie in jedem New Super Mario Bros. Titel gibt es auch in der WiiU Version wieder ein neues Powerup. Mit Hilfe der Eichel verwandelt sich Mario in ein Flughörnchen. In dieser Form kann er sich an Wänden festhalten und in der Luft gleiten.

                          Wem ein Powerup zu wenig ist, der darf sich außerdem über ein Wiedersehen mit Yoshi und Baby-Yoshi freuen. Hierbei gibt es wie gewohnt verschiedene Farben, die jeweils eine Spezialfähigkeit hat. So glüht der goldene Baby-Yoshi im dunkeln und verscheucht Gegner oder der rosa Yoshi bläst sich auf und erlaubt einen einen kurzen Flug.
                          Zusätzlich kann jeder Baby-Yoshi eine Unmenge an Gegner, die direkt vor einem sind, verspeisen. Der Erwachsene Yoshi kann wie üblich kurze Strecken mit dem Flatterflug überwinden und rote Früchte fressen. Hat er genug dieser Früchte verspeist, legt er ein Ei, aus dem ein Powerup für den Spieler schlüpft.

                          Dank hilfreicher Features wie den Super Assistenten und dem Überschuss an Leben kommt bei New Super Mario Bros. U selbst in schwierigen Levels kein Frust auf. Mit solchen Hilfestellungen sollte es selbst den unerfahrensten Jump-and-Run-Spielern gelingen, das Spiel zumindest durch zu schaffen.

                          Das heißt aber nicht, dass New Super Mario Bros. U nicht für Gamer geeignet ist, die eine Herausforderung suchen. Ganz im Gegenteil! Wer Herausforderungen sucht, findet diese auch. Dies fängt an mit den Sternentalern, von denen in jedem Level des Hauptspiels jeweils drei versteckt sind. Wer alle findet, den erwartet am Ende des Spiels eine kleine nostalgische Überraschung.
                          Außerdem gibt es im Hauptmenü noch Modi wie Coin Rush und Time Attack. Für genügend Herausforderungen ist also gesorgt.

                          Persönliches Fazit

                          Super Mario Bros. U für die WiiU schöpft weder die vollen spielerischen Möglichkeiten des Tablet-Controllers noch die grafische Leistungsfähigkeit der WiiU voll aus. Dennoch ist New Super Mario Bros. U das schönste und spaßigste Mario, das bis zum heutigen Tag erschienen ist. Nintendo beweist ein gutes Gespür für das, was notwendig ist, um den maximalen Spielspaß zu liefern. Obwohl Super Mario Bros. U nicht die Innovation ist, die Super Mario 64 seiner Zeit war, bin ich in keinster Weise von diesem Spiel enttäuscht. Es ist genau der solide Launch-Titel denn Nintendo braucht, um eine neue Konsole zu etablieren. Jeder der Mario-Spiele allgemein mag oder den Vorgänger mochte, kann hier bedenkenlos zugreifen.

                          Super Mario Bros. U jetzt günstig kaufen!

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                          Euer Hardbloxx-Team
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                          Test / Testbericht: Mario Party 9

                          Wenn’s draußen regnet, stürmt und schneit
                          ist es Mario Party Zeit
                          Wer kennt es nicht? Regen küsst die Fensterscheibe und schiebt sich schwerkraftgebeutelt nach unten. Orkanartige Böen umschlingen die Bäume und tanzen ein intimes, wildes Duett. Ein Schelm, wer da ans Rausgehen denkt. Klarer Fall von Zockabend. Weiterlesen

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                          Könnt ihr euch an die Action RPGs erinnern? Das Genre, das auf dem SNES groß geworden ist? Und das den SNES zu einer der erfolgreichsten und erinnerungswürdigsten Konsolen aller Zeiten gemacht hat? Jeder, der damals schon alt genug war um zu spielen, kann sich an Klassiker wie Secret of Mana erinnern. The Last Story für die Nintendo Wii ist, als würde sich Nintendo zu dir in die Bar setzen, dir einen Drink ausgeben und sagen: „Ich kann mich auch daran erinnern und ich vermisse die Zeit!“
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                          Testbericht: Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: London 2012

                          Hast du mit Sport nicht viel am Hut
                          deine Beweglichkeit entfernt von gut
                          sieh´s einfach ein greif all dein Mut
                          Nintendos Sportkonsole macht es möglich
                          Muskelkater unentbehrlich
                          Mario und Sonic zwei Ikonen ohnegleich
                          vereint in einem Streich
                          Hammer, Diskus, Speer
                          also Wurfgeschoss auch gar nicht schwer
                          doch willst du selber durch die Lüfte fliegen
                          musst Du es mal mit Weitsprung probieren
                          Sprint und Hürdenlauf fehlen nicht
                          auch die Staffel ist hier Pflicht
                          Stufenbarren, Trampolin und Sportgymnastik
                          zwischendurch auch mal ganz lustig
                          lohnt sich der Kauf, oder doch eher nicht
                          Gamebloxx sagt’s Euch ins Gesicht

                          Was haben ein Klempner und ein Igel gemeinsam? Gut, für das allgemein als Antizocker bezeichnete Individuum mag diese Frage etwas paradox erscheinen, doch so manch einer kennt die Antwort.
                          Weiterlesen