Kategorie: 2.8.1 Action & Adventures

Test / Testbericht: Bayonetta 2

Als Bayonetta 2 als Exklusivtitel für die Wii U aus dem Hause Nintendo angekündigt wurde, spaltete dies die Fans extrem. Die einen sahen diesen Schritt als sehr interessant an und freuten sich über die solidarische Unterstützung der bisher wenig erfolgreichen Heimkonsole. Viele traten diesem waghalsigen Schritt von Entwickler Platinum Games jedoch mit Kritik entgegen. Unabhängig von der Exklusivität durften wir das neue Hexenepos testen und uns durch die Gegnermassen metzeln. Dabei bleibt Bayonetta 2 seinem Vorgänger durch und durch treu. Wie uns das neue Abenteuer rund um die namensgebende Umbra-Hexe gefallen hat und ob sich die Exklusivität bewährt hat, erfahrt ihr in unserem Test zum Hack’n’Slay Bayonetta 2.

Ach, fahr‘ doch zur Hölle

Eigentlich geht der Tag von Bayonetta relativ normal los. Es ist Weihnachtszeit und da geht eine Frau natürlich auch einmal so richtig shoppen. Dabei wird sie von ihrer Umbra-Schwester Jeanne und ihrem kleinen, italienischen Kumpel Enzo begleitet. Schaut man die ersten Minuten dieser ersten Zwischensequenz des Spiels, könnte es glatt in Vergessenheit geraten, dass Bayonetta eigentlich eine Hexe ist. Doch als Umbra-Hexe hat man nun mal Hände voll zu tun und so tauchen auch schnurstracks die aus dem ersten Teil bekannten Engelsgeschöpfe auf, um der Protagonistin ein wenig Ärger zu bereiten. Den, wie sie es nennt, „Tanz“ lässt sich Bayonetta natürlich nicht entgehen und so räumt sie zusammen mit Jeanne ordentlich auf.

Wie seit dem ersten Teil bekannt sein sollte, können Umbra-Hexen riesige Höllendämonen beschwören, mit welchen sie sich beispielsweise gegen große Kreaturen zur Wehr setzen. Diesmal will jedoch eines der Haustiere nicht ganz so, wie das Frauchen und nimmt die Seele der Umbra-Schwester Jeanne glatt mit in die Hölle. Nachdem sich Bayonetta des ungezogenen Monsters entledigt hat, macht sie sich natürlich auf, Jeanne zu retten. Ihr bleibt nämlich kaum mehr als ein Tag, bis die Seele ihrer Schwester für immer von der Hölle verschlungen bleibt. Bayonetta, mit eigentlichem Namen übrigens Cereza, macht sich also auf, ihre Schwester aus den Händen der Hölle zu entreißen. Doch bleibt es nicht bei diesem einzelnen Vorhaben. Im Laufe des Spiels treten noch diverse andere Personen in den Lauf der Geschichte ein und so erfährt Bayonetta zusätzlich noch einiges über ihre Vergangenheit. Der obligatorische Twist in der ganzen Story darf natürlich auch nicht fehlen.

Dies sollte aber definitiv nicht falsch verstanden werden. Die Story rund um die Umbra-Hexe ist, verglichen mit einigen Genre-Kollegen, sehr gut erzählt. Man wird verständlich in die Geschichte eingeführt und auch Leute, die den ersten Teil kaum oder gar nicht gespielt haben, werden relativ schnell verstehen, worum es geht. Und selbst wenn das Spiel des öfteren das Bösartige mit dem Lustigen verbindet, so gibt es auch einige dramatische, sogar traurige Momente in der Geschichte.

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Die gewohnte Klopperei

Beim Gameplay hält sich Bayonetta 2 gänzlich an den Vorgänger und macht wieder alles richtig. Die einzelnen Kapitel sind in verschiedene Verse unterteil, welche quasi einen Teilabschnitt des Kapitels darstellen. Meistens bestehen diese aus einem Kampf gegen diverse Gegner. Haben wir einen dieser Verse absolviert, bekommen wir auf diesen eine Bewertung, welche von Bronze bis Rein-Platin reichen und sich aus Kriterien, wie ausgeteiltem Schaden, Kampfzeit und eingestecktem Schaden zusammensetzen. Je nach dem, wie wir hier abschneiden, winken als Belohnung eine Menge Heiligenscheine auf uns. Heiligenscheine stellen in Bayonetta das Zahlungsmittel dar und werden neben der Belohnung nach Versen auch von Gegner fallen gelassen oder sind in zerstörbaren Objekten versteckt.

Geld ist natürlich unnütz, wenn man damit nicht auch etwas kaufen kann und so können wir in der Kapitelauswahl oder per Portal in verschiedenen Kapiteln durch das sogenannte Tor zur Hölle reisen. Dahinter versteckt sich, wie sich bei dem Namen vermuten lässt, jedoch kein Bossgegner oder Ähnliches, sondern der Shop, welcher wie schon im ersten Teil von Rodin geführt wird. Hier reicht die Auswahl von Waffen, über Zubehör und Items bis hin zu neuen Kampftechniken und besonderen Gegenständen. Neben den Heiligenscheinen gibt es außerdem noch andere sammelbare Objekte, die LPs. Das sind Schallplatten mit den verschiedenen Liedern, welche in Bayonetta 2 laufen und lassen sich bei Rodin abgeben. Dafür winken beispielsweise neue Waffen als Belohnung. Da man als Hexe natürlich zu jeder Waffe auch das passende Outfit benötigt, bietet Rodin zu einigen Waffen passende Kostüme an. Diese werden in Form von Parfüm verkauft und können zusammen mit der Waffe angelegt werden. Bei den fern-östlich angehauchten Schwertern Rakshasa verleiht uns das dazugehörige Parfüm zum Beispiel eine etwas schleierhafte Erscheinung. Zusammen mit der relativ großen Sammlung an Waffen sind der Individualität hier kaum Grenzen gesetzt.

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Im Kampf gegen die Engels- und Dämonenhorden können wir dann mit unseren Waffen so richtig die Sau rauslassen. Aus den vier Aktionstasten des Wii U Gamepads lassen sich viele verschiedene Kampftechniken individuell kombinieren. Je höher wir unsere Kombo-Punkte treiben, indem wir Gegner vermöbeln, desto schneller generieren wir die Magiepunkte unserer Leiste oben links. Haben wir davon eine ganze Leiste voll, können wir die sogenannte Umbra-Klimax aktivieren. Dann kommt Bayonetta’s kraftvolles Haar zum Einsatz und wir können die Gegner mit noch stärkeren Attacken verdreschen. Fans der altbekannten Folterangriffe kommen in Bayonetta 2 jedoch auch nicht zu kurz. Diese lassen sich bei den meisten Gegnern immer noch anwenden, sofern wir sie genug geschwächt haben. Per Knopfdruck lassen wir diese dann auf die verschiedenste Art und Weise ihr spektakuläres Ableben genießen und bekommen auch noch extra Kombo-Punkte dafür. Wer mit dem Genre noch nicht so bewandert sein sollte oder sich das Spiel einfach relativ simpel gestalten möchte, bekommt von Platinum Games große Hilfe. In Form eines einzigartigen Gegenstandes, welchen man im Spiel anlegen kann, brauchen wir dann nur noch die beiden Tasten zum Zuschlagen und Zutreten drücken und die Hexe haut die Kombos im wahrsten Sinne des Wortes von allein heraus. Dadurch wandelt sich das Kampfsystem allerdings schnell in unüberlegtes Button-Smashing und kann mit der Zeit recht eintönig werden.

Ein weiteres Feature, welches sinnvollerweise aus dem Vorgänger übernommen wurde, ist die Hexenzeit. Per Knopfdruck lassen sich die Angriffe der Gegner nämlich auch ausweichen. Tun wir dies im richtigen Moment, aktiviert sich die Hexenzeit, in der die Gegner in Zeitlupe voranschreiten, wir jedoch ganz normal weiter um uns schlagen können. Gerade bei starken Gegnern ist diese Technik Gold, oder auf die Bewertung bezogen, eben auch mal Platin wert. Die Bosskämpfe in Bayonetta 2 sind so spektakulär wie eh und je in Szene gesetzt. Jeder einzelne Bosskampf stellt hier eine individuelle Herausforderung dar, kann jedoch recht schnell gemeistert werden. Die Bewegungsabläufe der meisten Bosse sind recht durchschaubar. Macht man doch einmal einen Fehler, nutzen viele dies jedoch aus und verpassen euch direkt ein paar Schläge. Wer hier nicht aufpasst, kann auch schnell mal ins Gras beißen. Die Hexenzeit hilft vor allem bei Bossen extrem gut und ist auf höheren Schwierigkeitsgraden fast schon unabdingbar. Haben wir es dann geschafft, dem jeweiligen Boss den Großteil seines Lebens auszuhauchen, kommt der altbekannte Klimax zum Einsatz. Dieser gestaltet sich allerdings etwas eindrucksvoller, als der oben genannte Umbra-Klimax. Bei Bossen lässt Bayonetta nämlich per Aktionstaste gern einmal einen ihrer Höllendämonen los. Diese sorgen dann auf unterschiedliche Weise dafür, dass vom Gegner wirklich nichts mehr übrig bleibt.

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Sollte uns im Kampf trotz der zahlreichen Kampftechniken einmal die Lebensenergie ausgehen, stehen uns noch diverse Items zur Verfügung. Die sogenannten Lutscher gibt es in verschiedenen Ausführungen und frischen beispielsweise unsere Lebensenergie ein wenig auf, geben uns Magiepunkte oder lassen uns kurzzeitig unbesiegbar werden. Lutscher sind in den verschiedenen Kapiteln in zerstörbaren Objekten verteilt, können bei Rodin erstanden oder von uns selbst hergestellt werden. Die Materialien hierzu finden wir ebenso in besagten zerstörbaren Objekten. Im Menü wählen wir dann den herzustellenden Lutscher aus, das Spiel legt automatisch die benötigten Materialien in den Hexenpott und wir müssen die Hexenbrauerei nur noch mit dem Drehen des linken Analog-Sticks vollenden.

Die Exklusivität des Titels auf der Wii U bietet außerdem noch ein entscheidendes, sehr gutes Feature. Bayonetta 2 läuft neben der regulären Darstellung auf unserem Fernseher nämlich auch zeitgleich auf dem Gamepad der Heimkonsole. Belegt also der Lebenspartner oder Mitbewohner einmal den Fernseher, können wir trotzdem auf dem Gamepad weiter zocken. Das sieht nicht nur gut aus, sondern spielt sich auch noch sehr gut und man fühlt sich fast, als hätte man die neueste Generation der portablen Konsolen in der Hand. Teilweise lässt sich das Spiel auch per Touchscreen bedienen, allerdings war diese an manchen Stellen etwas ungenau, sodass die Steuerung per Analog-Sticks und Tasten empfehlenswerter ist.

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Prachtvolle Technik mit kleinen Schwächen

Grafisch hat Platinum Games alles aus der Wii U herausgeholt und das sieht man auch. Es ist im ganzen Spiel recht wenig Kantenflimmern zu sehen und die Texturen sind größtenteils schön aufgelöst. Immer lässt sich irgendwo ein neuer Spezialeffekt entdecken und man sieht einfach, dass sich die Entwickler hier große Mühe gegeben haben. Die Gegner sehen durchweg innovativ aus, kaum einer gleicht dem anderen und auch die Spielwelt sieht fantastisch aus. Die verschiedenen Kapitel erstrecken sich von Stadt, über Paradiso der Engel bis hin zur Hölle und alles sieht einfach passend aus. Allerdings gibt es grafisch auch einen kleinen Manko. Teils sind die Zwischensequenzen zwar interaktiv gestaltet, wie in jedem anderen Genre-Kollegen auch, einige Zwischensequenzen bestehen allerdings nur aus Standbildern, zu denen die Sprecher ihr Bestes geben. Hier liegt Bayonetta 2 teilweise etwas zurück, richtige Sequenzen wären dort sicherlich möglich gewesen.

Der Soundtrack in Bayonetta 2 gestaltet sich durchgehend abwechslungsreich und authentisch. Im Hintergrund läuft immer eine passende Musik, welche sich immer den Gegebenheiten anpasst. In Kämpfen rockt ein temporeiches Lied nebenher, teils mit Gesang, teils ohne. Außerhalb der Kämpfe, beispielsweise in Städten säuselt dann auch mal ein liebliches, aber diskretes Stück. Der leitende Komponist Masami Ueda hat hier ganze Arbeit geleistet. Gewohnt beständig ist auch die englische Sprachausgabe. Die Sprecher passen zu jedem der einzelnen Charaktere, grobe Patzer fielen uns nicht auf. Allerdings leistet der deutsche Untertitel mal wieder nicht immer beste Arbeit. Auch, wenn solche Probleme bei vielen Spielen auftreten, so fällt auch hier wieder auf, dass einige Phrasen teils wirklich komisch übersetzt wurden.

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Persönliches Fazit

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor Jahren zum ersten Mal Bayonetta gespielt habe. Damals kam direkt dieses „Was-zur-Hölle“-Gefühl auf, aber das ganze Spiel hat einfach einen Riesenspaß gemacht. Bei Bayonetta 2 war das recht ähnlich. Mal abgesehen davon, dass Cereza sich einen neuen Haarschnitt verpassen ließ, ist der Spielspaß komplett erhalten geblieben. Ja, diese Hexe kann auch mit kurzen Haaren gut aussehen und mit den neuen Features macht das Ganze sogar noch mehr Spaß. Bayonetta 2 macht als Hack’n’Slay einfach fast alles richtig. Die Story ist zwar anfangs noch relativ schwach auf der Brust, nimmt aber ab der Mitte des Spiels unglaublich an Fahrt auf. Auch grafisch hat mich das Spiel begeistert. Natürlich kommt eine Wii U nicht hinter einer Xbox One oder PlayStation 4 hinterher, aber verglichen mit anderen Wii U Titeln, hat Platinum Games hier einiges aus der Konsole herausgeholt. Allerdings halte ich die Zwischensequenzen aus Standbildern für ziemlich unnötig. Das passte einfach nicht in das Tempo des Spiels hinein und störte so ein wenig den Spielfluss. Mich persönlich hat es allerdings gefreut, dass Platinum Games die Wii U mit Bayonetta 2 als Exklusivtitel ordentlich unterstützt.

Alles in allem ist Bayonetta 2 ein grundsolider WiiU-Titel, der einfach Spaß macht. Fans von Devil May Cry und ähnlichen Games würde ich das Spiel definitiv ans Herz legen, aber auch Genre-Neulinge werden hier schnell ihren Spaß haben. Diese sexy Hexe ist auf jeden Fall mehr als nur einen Blick wert.

Positiv:
+ spannende Bosskämpfe
+ Bayonetta hat kein bisschen Sexappeal verloren
+ auch ausschließlich auf Gamepad spielbar
+ große Itemvielfalt
+ prachtvolle Technik
+ zum Ende authentische, teils dramatische Geschichte
Negativ:
– Touchscreen-Steuerung nicht optimal umgesetzt
– Zwischensequenzen teilweise in Standbildern
– anfangs schwache Geschichte

Möchtet ihr auch einmal in das Hexenepos eintauchen? Dann könnt ihr euch Bayonetta 2 auf Amazon kaufen und uns damit ein wenig unterstützen. Alternativ könnt ihr hier die Preise vergleichen.

Euer Hardbloxx-Team
Testbericht von Hardbloxx.MrChrischan

Test / Testbericht: Hyrule Warriors

Hyrule Warriors hat seit der E3 eine steile Kurve hingelegt. Erntete der Titel zunächst Stirnrunzeln und vielfach empörtes Unken von treuen Fans des Franchises, hat der Hype-Train inzwischen volle Fahrt aufgenommen und mit jedem Trailer und jeder weiteren Charaktervorstellung mehr Spielerinnen und Spieler von sich überzeugt. Ob auch uns der Zug mitreißen konnte und was wir von der Kombination eines Warriors-Titels mit dem Zelda-Franchise halten, das klären wir in unserem Test!

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Eine Legende neu erzählt

Erschrocken fährt Prinzessin Zelda aus dem Schlaf. In ihren Träumen strömt eine dunkle Macht in das friedliche Land Hyrule und verschlingt das Licht. Impa, ihre treue Beraterin und Leibwächterin ahnt Böses und lässt die Hylianischen Truppen einberufen. Unter den Kämpfern ist auch ein junger Rekrut, der der Prinzessin sogleich ins Auge fällt; Link. Unser Held bekommt auch schneller als ihm lieb ist die Chance, sich als Held aus der Legende zu erweisen und Zelda in ihrem Kampf gegen die dunklen Kräfte zur Seite zu stehen. Doch als Zelda verschwindet und die feindlichen Truppen Stellungen in ganz Hyrule besetzen, sind guter Rat teuer und treue Verbündete gern gesehen. Die vielen Trailer und Vorschau-Berichte um den Titel haben bereits viele spielbare Charaktere aus allen möglichen Teilen des Franchise in Aussicht gestellt, doch wie passen all diese Figuren zusammen?

Die Story beginnt letztlich wie so ziemlich in jedem Ableger der Legend of Zelda-Reihe, nimmt aber überraschend an Fahrt auf und kann – soviel darf verraten werden – gekonnt alle Teile des Franchise sinnvoll miteinander verknüpfen. Mehr noch, die Geschichte um Hyrule Warriors ergänzt die Reihe um ein paar interessante Aspekte, die sich nahtlos einfügen.

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Tempo und Strategie

Hyrule Warriors aus dem Hause Tecmo Koei ist kein Zelda-Titel, wie Fans es kennen. Das will es aber auch gar nicht sein; der „Warriors“-Teil des Titels verrät bereits, woran wir mit dem Spiel sind, denn vom Gameplay her orientiert sich Hyrule Warriors an den Spielen der Dynasty-Warriors-Reihe.

Das heißt für den Spielablauf vom Grundprinzip her, dass das Spiel in einzelne Schlachten aufgeteilt ist, die ihr gewinnen müsst. Vor jeder Schlacht kann oftmals zwischen einzelnen Kämpferinnen und Kämpfern gewählt werden; die anderen, die zur Auswahl standen, begleiten uns als verbündete NPCs. Zu Beginn könnt ihr einen Blick auf die Karte werfen, die im Wesentlichen aufgeteilt ist in verschiedene Bezirke, die entweder von euren Truppen (blau markiert) oder denen des Feindes (rot markiert) besetzt sind. Das Gebiet umfasst dabei zum einen Festungen und zum anderen Vorposten. Fällt ein solcher Posten oder eine Festung in eure Hand, werden hier Truppen von euch stationiert und produziert. Im Laufe der Schlacht erhaltet ihr bestimmte Missionen, die ihr befolgen müsst, um die Schlacht zu gewinnen. Das kann beispielsweise das Eskortieren eines Verbündeten sein, das Erobern festgelegter Gebiete oder das Besiegen bestimmter Einheiten. Natürlich können diese Ziele auch wechseln, weil sich ein Angriff etwa als Ablenkungsmanöver entpuppt oder Ähnliches. Oft spielt hierbei der Zeitfaktor eine Rolle, ihr werdet an mehreren Orten gebraucht oder müsst feindliche Truppen abfangen, bevor sie einen bestimmten Platz erreichen.

Entsprechend herrscht hier ein ziemlich hohes Spieltempo und gerade, wer noch nie mit einem Warriors-Titel zu tun hatte, ist zu Anfang vermutlich etwas überfordert und verfällt in Hektik. An jeder Stelle gibt es etwas zu tun, ihr seid von schier endlosen Gegner-Horden umzingelt, eure Verbündeten schreien um Hilfe, eine wichtige Festung wird gerade vom Gegner überrannt und… aaaaah! Dann gilt es noch, stets den Status eures Hauptquartiers im Auge behalten, denn wenn ihr eure Basis verliert, verliert ihr auch unweigerlich die Schlacht. Für die komplette Schlacht gibt es in der Regel ein Zeitfenster von 60 Minuten, die werdet ihr aber vermutlich in den seltensten Fällen brauchen und in der Hitze des Gefechts merkt ihr gar nicht, dass ihr schon wieder 30 Minuten in der Schlacht wart. Ich muss zugeben, dass ich zuerst skeptisch war und gar nicht verstehen wollte, was so toll daran sein soll, eine immense Menge von immer gleich aussehenden Gegnern zu schnetzeln, aber der Titel reißt durch das hohe Tempo und die gerade richtige Menge an nötiger Strategie direkt ins Geschehen und man kann sich schnell gar nicht mehr daran satt sehen, wie man immer weitere Gegnerwellen spektakulär ins Jenseits befördert.

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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man kein Veteran der Warriors-Reihe sein muss, um ins Spiel zu finden. Der Titel führt mit einer angenehmen Lernkurve ins Spielprinzip ein und zieht dann angemessen an. Eine Mini-Map in der rechten oberen Ecke des Bildschirms sorgt außerdem dafür, dass ihr jederzeit den Überblick behaltet über das Gebiet und die Verteilung der Truppen. Einziger Wermutstropfen – wenn jemand eurer Hauptleute in Gefahr gerät, ist die Anzeige oft nur kurzzeitig zu sehen; am Rande der Karte blitzt ein „Gefahr!“ oder „In Bedrängnis“ auf und eine unverschämt dünne Linie führt dann an den Ort des Geschehens. Die will aber in dem Gewusel von roten und blauen Punkten, den grün markierten und pulsierenden Zielgebieten erstmal gesehen werden, bevor sie dann auch schon wieder verschwunden ist. Ebenfalls ärgerlich, während ihr fleißig Button-Smashing betreibt, ploppen hin und wieder auch Hinweise und Tutorial-Fensterchen auf, die ihr versehentlich schneller wieder weggedrückt habt, als sie überhaupt erschienen sind.

Ebenfalls lästig ist die manchmal zickige Kamera, die dafür sorgt, dass ihr Kanten überseht und erstmal gar nicht begreift, warum ihr nicht von der Stelle kommt. Gerade in den dunkleren Leveln sorgt das stellenweise für Frust, wenn ihr eigentlich gerade schnell weiter müsst.

In den Schlachten sammelt ihr Waffen, Rubine und Material von den gefallenen Gegnern. Mit diesen könnt ihr dann zwischen den Schlachten den Basar besuchen, der euch verschiedene Möglichkeiten gibt, euren Charakteren zu mehr Power zu verhelfen.

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Es gibt viel zu tun!

In der Medaillenschmiede könnt ihr Medaillen mit bestimmten Effekten für Angriff, Verteidigung und Hilfe herstellen. So schaltet ihr neue Kombo-Angriffe frei oder bewirkt schnelleres Erobern von feindlichen Stützpunkten. Der Trainingsraum ermöglicht Stufenaufstiege gegen Bares, allerdings könnt ihr die Charaktere nur auf das Level bringen, das der am höchsten gelevelte Charakter inne hat. Einfaches Aufleveln gegen Geld ist also nur bis zu einem bestimmten Grad drin. Der Trankladen bietet – Überraschung! – Tränke an, mit denen ihr euch im Kampf heilen oder dem Glück beim Droppen neuer Waffen etwas auf die Sprünge helfen könnt und in der Waffenschmiede könnt ihr erbeutete Waffen mit neuen Eigenschaften versehen, indem ihr sie miteinander kombiniert.

Hyrule Warriors bringt insgesamt vier verschiedene Modi mit, in denen ihr euch austoben könnt. Der Legenden-Modus birgt die Story, schaltet neue Charaktere und Level frei, die ihr später im freien Modus erneut spielen könnt. Der Herausforderungen-Modus wird seinem Namen mehr als gerecht. Innerhalb einer engen Zeitgrenze müsst ihr bestimmte Vorgaben erfüllen, wie beispielsweise 500 Gegner in drei Minuten erledigen. Der Abenteuer-Modus ist ein besonderes Schmankerl, das Nostalgie aufkommen lässt. Auf einer Karte, die in kleinere Abschnitte unterteilt ist, bewegt ihr euch mit euren Gefähren in 8-Bit Optik, deckt neue Felder auf, ergattert Schätze oder müsst Missionen bewältigen. Die jeweiligen Missionen finden allerdings wieder in der üblichen Spielgrafik statt.

In den jeweiligen Modi könnt ihr eure Charaktere weiter aufleveln und fleißig für Medaillen sammeln. Außerdem gibt es Skultullas zu jagen, die zufällig für eine begrenzte Zeit auf dem Schlachtfeld auftauchen. Erlegt man eine Skultulla, erhält man ein Bildstück für die Galerie. Wenn ihr mehrere Bildstücke habt, schaltet ihr auch weitere Optionen im Basar frei, wie etwa weitere Tranksorten.

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Mei, was bist du scheen!

Optisch und musikalisch ist Hyrule Warriors von oben bis unten eine einzige große Liebeserklärung an das Zelda-Franchise. In den Menüs und auf den Schlachtfeldern begegnen euch vertraute Töne und Melodien, die teilweise behutsam neu interpretiert wurden. Vom unscheinbaren Geräusch beim Bewegen des Cursors im Menü zu der musikalischen Untermalung der Schlacht hört man die jeweils passende Melodie aus einem Legend of Zelda-Teil. Schönes Gimmick – vor der Schlacht können wir auch durch die Musikstücke blättern und eines auswählen, das wir während des Kampfes hören möchten.

Grafisch siedelt der Titel am ehesten in der Richtung von Skyward Sword an, allerdings sind die Texturen auf den Schlachtfeldern eher schlicht gehalten und ziemlich eckig. Die Charaktere allerdings wurden gründlich und liebevoll designt und bringen in der Schlacht ein wahres Effektgewitter an Attacken mit. Ich persönlich konnte mich kaum satt sehen und habe begeistert alle möglichen Attacken und Spezialangriffe ausprobiert, weil eine großartiger aussieht als die andere. Seien es die hylianischen Schriftzüge im Hintergrund, sei es der kleine 8-Bit Link, der während des Ladens auf dem Bild herumläuft, die bekannten Symbole aus allen Spielteilen – an jeder Ecke finden sich subtile und weniger subtile Referenzen. Das Who is Who an Charakteren vornehmlich aus Ocarina of Time, Twilight Princess und Skyward Sword gibt sich hier die Klinke in die Hand, sowohl unter den Helden als auch unter den Bösewichten.

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Persönliches Fazit

Hyrule Warriors hat mich ehrlich gesagt erst total überrascht und dann ziemlich umgehauen. Die vielen spielbaren Charaktere wie Darunia, Midna und auch Ganondorf machen einfach so viel Spaß, dass mich teilweise nur die begrenzte Akku-Kapazität des Gamepads davon abhalten konnten, einfach weiter zu zocken. Für einen Titel, der an sich auf reines Gegnergeschnetzel ausgelegt ist, ist die Story überraschend gut und auch die Dialoge sind passend und schön geschrieben. Ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass Tecmo Koei sich hier die Mühe macht, das alles auch noch in ein schönes Story-Gewand zu kleiden, ganz zu schweigen von der liebevollen Überarbeitung der Musik. Die ganzen Anspielungen an die verschiedenen Teile des Franchise an allen Ecken und Enden bringen zum Schmunzeln und ich habe mich mehrmals bei einem begeisterten „Oh, wow!“ ertappt. Die kleineren Mängel des Titels bin ich gern bereit zu verzeihen angesichts der überwiegenden Menge an Punkten, die mir Spaß gemacht haben. Hyrule Warriors ist alles in einem eine wunderbare Hommage an das Zelda-Franchise und wer bereit ist zu akzeptieren, dass dies kein Teil der Zelda-Reihe ist, wird garantiert viel Freude mit dem Titel haben.

Überzeugt? Dann unterstützt uns doch und bestellt Hyrule Warriors bei Amazon. Außerdem könnt ihr hier die Preise vergleichen.

Positiv:
+ zahlreiche spielbare Charaktere
+ Tolle Neukomposition bekannter Melodien
+ Schön designte und animierte Charaktere
+ Abwechslungsreiche Modi
Negativ:
– Teilweise zickige Kamera
– Kantige Texturen im Level

Euer Hardbloxx-Team

Test/Testbericht: The Legend of Zelda – The Wind Waker HD

Kaum zu glauben, dass es schon 10 Jahre her sein soll, seit die Zockergemeinde sich darüber empörte, dass statt eines realistisch anmutenden, epischen Abenteuers, wie die E3 2002 es noch akündigte, der neue Zelda-Titel für Nintendo’s Game Cube im kindlichen Cel Shading-Look daherkam. Doch die meisten freundeten sich damit früher oder später an und verliebten sich in die verspielte Spielmechanik, die fein ausgearbeiteten Charaktere und die Vielfalt der kleinen Inseln und Sidequests auf dem schier unendlichen Ozean. Deshalb hat man sich bei Nintendo gedacht, den Spielern würde es große Freude bereiten, das Abenteuer nach 10 Jahren erneut durchzuspielen oder gar erst jetzt zum ersten Mal kennenzulernen und veröffentlichte die aufgehübschte Version am 04. Oktober als The Legend of Zelda – The Wind Waker HD. Wir wollten wissen, ob das Remake so gut ist, wie es sich Macher und Spieler erhoffen und schauten mal rein.

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Der Neustart

Nach einem kurzen Ladescreen kommt… dasselbe, wie auch vor 10 Jahren: Ein wunderschönder Kameraflug über die Startinsel Präludien, der rote Leuenkönig, der das Wind Waker-Logo ziert wird eingeblendet und lediglich das HD in einem blauen abgerundeten Viereck, das so gar nicht zum Rest des Logos passen will, weist darauf hin, dass man wirklich etwas einigermaßen Neues in den Händen hält.

Vor dem Spielstart hat man noch die Wahl, ob man im Heldenmodus spielen möchte, in dem Schaden von Monstern größer ausfällt und Herzen weitaus rarer sind, oder nicht. Das ist bei jedem Start des Spielstandes umstellbar. Überschätzt sich ein Game-Cube-Veteran und schafft partout einen Tempel nicht im Heldenmodus, weil er zu wenig Herzen hat oder zu viele verliert, kann er beim nächsten Spielstart auf „normal“ stellen und den Tempel wenigstens so noch meistern.

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Alles neu!

Die erste Änderung, die einem förmlich ins Gesicht springt, ist der ausgeprägte Bloom-Effekt auf allen hellen Objekten und Flächen. Das wirkt stellenweise übertrieben, aber man kann sich mit der Zeit gut damit anfreunden. Ebenfalls neu sind die Schatten – alles wirft korrekte Schatten, die sich mitbewegen, wenn das Objekt sich bewegt. Das verleiht der Welt wirklich eine neue Tiefe, macht lebendige Charaktere noch einen Tick lebendiger und passt letztlich auch gut zum Bloom-Effekt. Passend zum „HD“ im Titel hat Nintendo an den Texturen geschraubt. Ob sie nun wirklich in besserer Qualität auf der Disc vorliegen oder nur besser gefiltert werden, wird uns wohl niemand verraten, aber sie sind auf jeden Fall scharf genug, dass man nie das Gefühl bekommt, verwaschene Texturen um sich herum zu haben – in Verbindung mit der FullHD-fähigen WiiU auf jeden Fall ein würdiges und zeitgemäßes Update.

Konsolenbedingt kamen noch weitere Funktionen dazu: Spieler, die mit dem GamePad spielen, haben einen zweiten Bildschirm. So kann das Spielgeschehen mit einem Druck auf Select vom Fernseher auf das GamePad gestreamt werden. Der Fernseher ist also fortan frei und kann anderweitig benutzt werden, während man mit dem Gamepad, wie mit einem übergroßen DS oder einem sehr gut in der Hand liegendem, leichten Tablet mit Tasten und Joysticks weiterzocken kann. Will man jedoch auf dem Fernseher zocken, und sei es nur, weil der Klang einer guten HiFi-Anlage besser ist als die im GamePad eingebauten Lautsprecher, hat man eine weitere neue Funktion: Das eigentliche Startmenü ist immer auf dem GamePad-Bildschirm zu sehen. Das Spielgeschehen muss also nicht zwangsweise angehalten werden, um auf Inventar, Seekarten oder MiiVerse-Nachrichten zuzugreifen. So können Spieler beim Segeln die Schatzkarten in voller Größe sehen und Items im Laufen oder bei voller Fahrt auf See auf die Aktionstasten X, Y und R1 platzieren.

Es gab früher viel Kritik, dass man den Großteil der Spielzeit auf dem Ozean verbrachte. Das Entwicklerteam setzte sich mit dem Problem auseinander und bietet im HD-Remake gleich mehrere kleine Fixes: Durch Drücken der A-Taste wechelt man auf See zwischen der (beinahe) doppelten und der normalen Geschwindigkeit hin und her. Außerdem ist das Segel nun kein Item mehr, das einen Aktionstasten-Slot verbraucht. Da das Segel sowieso nie eine weitere Funktion hatte, bleibt es nun beim Schiff gebunden. Die beiden Fixes sind klein, sparen Spielern aber viel Zeit und Frust. Solche Änderungen sind immer gern willkommen!

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Tingle, Tingle, Meer und Sand..

Den Tingle-Tuner, für den man früher einen GameBoy Advance angeschlossen hat, gibt es nun nicht mehr. Fans hatten spekuliert, dass die WiiU sich an dieser Stelle mit dem Nintendo 3DS verbinden wird und die Handheld-Mitspieler Link in einer abgespeckten, aber stereoskopischen Umgebung mit Herzen oder Bomben bewerfen würden. Bei Nintendo hat man sich gegen diese Funktion entschieden und den Tingle-Tuner gestrichen.

Stattdessen wird das MiiVerse der WiiU in Form von Flaschenpost eingesetzt. Die Idee ist auf den ersten Blick zwar charmant, aber recht nutzlos. Mit der Zeit freut man sich jedoch immer, wenn man am Strand eine Flasche liegen sieht, zumal man Flaschenpost, die Spoiler enthält, abstellen kann. User-Inhalte erweitern das Original nun immer in unerwarteter Weise. Manche verschicken eben nur Tipps und Spoiler, andere zeichnen einfach schöne Bilder der Charaktere oder Gegenden, wieder andere versenden Scherze oder einfach nur Grüße. Nintendo filtert diese Inhalte zusätzlich, sodass nur jugendfreie Inhalte auf dem Bildschirm landen.

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Fazit:

Wieso dieses Remake? Zum einen eignet sich The Legend of Zelda – The Wind Waker sehr gut für solch ein Remake, weil dieses Spiel schon damals so viele kleine Effekte hatte, wie sich im Wind bewegendes Gras und Bäume, wegknickendes Gras, wenn Link durchläuft, Windlinien, kleine Tiere, wie Krebse an Stränden, Motten um Fackeln, flackerndes Licht um offenes Feuer und so weiter. Durch höhere Auflösung, erneuerte Belichtung und präzise Schatten kommen all diese kleinen Effekte viel besser zur Geltung und bringen damit einen 10 Jahre alten Titel in Punkto Grafikeffekte quasi auf den aktuellen Stand. Erleichtert wird das dadurch, dass die Cel Shading-Grafik in sich sehr stimmig ist und nicht nach mehr Polygonen ruft. Viele andere Titel würden neubelichtet und in FullHD in erster Linie kantig aussehen – The Wind Waker HD nicht.
Nachdem das Thema Grafik abgehakt ist, kommen wir zum Gameplay und hier trumpft das Spiel nach wie vor. Nicht umsonst lässt sich Nintendo immer Zeit mit neuen Zelda-Titeln und feilt lange an Feinheiten. Die Chraraktere sind allesamt unterschiedlich, gewitzt und voller Leben, die Spielzeit beträgt ca. 40 Stunden und selbst erfahrene Spieler kommen bei einigen Sidequests ins Schwitzen. Als Spiel funktioniert The Wind Waker HD also auch im Jahr 2013.

Zum anderen braucht Nintendo momentan dringend Software für die WiiU, die sich gut verkauft. In vielen Reviews wurde die Konsole gut bewertet, mit einem dicken „Aber“ bei der Frage nach Spielen. Ohne die Not, die Lücke zwischen Release der Konsole und den großen Titeln, die zum Großteil für 2014 angekündigt sind, zu füllen, gäbe es The Wind Waker HD also wahrscheinlich gar nicht. Es war das Kalkül, dass treue Zelda-Fans, die das Spiel kannten, es gerne wiederzocken würden und jene, die es gerne nachgeholt hätten, es nun nachzocken werden. Ob der volle Preis von rund 70€ gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt und muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden. Wie so oft stellt sich die Frage, ob hier die Fans bedient werden oder die sprichwörtliche Kuh gemolken wird.

Positiv

– stimmige Grafik, schön und dezent aufgearbeitet

– langer Spielspaß, neben teils einfachen Tempeln auch schwierige Sidequests

– Neuauflage des Klassikers für alte Fans und Nachholer

Negativ

– voller Preis für ein Remake

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Wer sich selbst ein Bild machen oder in Nostalgie schwelgen möchte, kann The Wind Waker HD hier bestellen oder hier Preise vergleichen!
Neben dem normalen Spiel sind im Handel limitiert aber noch auffindbar versionen mit Ganondorf-Figur in Umlauf!

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Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.ecth

Test / Testbericht: Monster Hunter 3 Ultimate

Es ist kein Geheimnis, dass die WiiU seit ihrem Release im Dezember des letzten Jahres an chronischer Software-Armut leidet. Da kommt Monster Hunter 3 Ultimate gerade rechtzeitig. Ob es sich bei Monster Hunter 3 Ultimate nur um einen lahmen Port der Wii Version handelt oder ob es einen echten Kaufgrund für die WiiU darstellt, verraten wir euch im folgenden Test.

Aller Anfang ist schwer

Da bildet auch die neuste Monster-Jagd von Capcom leider keine Ausnahme. Direkt nach dem Intro, das noch einmal verdeutlicht, was die WiiU leisten kann, finden wir uns auf dem Dorfplatz wieder. Das WiiU Gamepad zeigt uns eine wahre Masse an Gesprächs-Optionen, die auf unserer Minimap markiert sind und gleich das erste Gespräch, das wir führen, weist uns darauf hin, dass wir alle nach der Reihe abklappern sollten.

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Gesagt getan. Wir klicken uns mühsam durch die langweiligen Start-Dialoge, die, trotz ihrer enormen Länge, nur minimale Einsichten in Gameplay und Geschichte der Spielwelt von Monster Hunter geben. Leider sind die Textboxen viel zu klein geraten, was es vor allem für Menschen, die sich gerne etwas weiter weg von ihrem Fernseher hinsetzen anstrengend macht, diese zu lesen. Hat man es etwa eine halbe Stunde später geschafft, sich durch den Text zu mühen, und endlich das Dorf verlassen, um genau das zu tun, was der Titel des Spiels verspricht, geht das Martyrium auch schon weiter. Der Dorfälteste schafft es irgendwie mit einem zu sprechen, ohne dabei Körperlich anwesend zu sein. Das Tutorial scheint kein Ende zu nehmen. Und dabei ist das meiste, was erklärt wird zu grundlegend, dass jeder der schon einmal ein Gamepad in der Hand gehalten hat, es ohnehin instinktiv meistern würde. Im Gegensatz dazu werden kompliziertere Konzepte dann überhaupt nicht oder nur unzureichend erklärt. Zum Glück gibt es das Internet. Sonst würden wir wahrscheinlich immer noch nicht wissen, wie man ein Stück Fleisch grillt.

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Hat man dann das fast zwei Stunden lange Toturial hinter sich gebracht, bei dem der Dorfälteste es schafft, dank seiner andauernden Unterbrechungen das Aufkommen von Spielspaß zu unterdrücken, wird Monster Hunter 3 Ultimate aber zunehmenden besser. Das Konzept von Erkunden, Jagen und Ausrüstung Schmieden geht auf

So ist das heute, so war das damals

Wer Monster Hunter Tri kennt, den erwartet erst einmal nichts grundlegend Neues. Die Grafik ist im Vergleich zu der Wii Version minimal aufgemöbelt. Leider aber nicht genug, um spontane Begeisterungsstürme auszulösen. Ein Großteil der neuen Monster lassen sich erst sehr spät im Spiel jagen und obwohl die Versionen quasi identisch sind, fehlt leider die Möglichkeit, ein Savegame zu importieren, um sich beispielsweise das schmerzlich langweilige Tutorial zu ersparen. Dabei hätte man an so eine Option denken können. Besonders wenn man bedenkt, dass Monster Hunter ein nicht gerade kleines Spiel ist, sodass selbst zwei Jahre nach dem Original-Release viele Spieler noch nicht alles gesehen haben dürften. Und somit wahrscheinlich lieber ihren bereits angefangen Spielstand fortführen möchten, statt von vorne zu beginnen.

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Eine interessante Neuerung ist die Möglichkeit, seinen Speicherstand von der WiiU Version zu der 3DS Version, und umgekehrt, zu verschieben. Leider gibt es keine Rabatt-Aktion, die den Kauf von zwei Vollpreis-Titeln begünstigt, oder gar eines von beiden umsonst dazu legt. Was im Endeffekt wohl bedeutet, dass die meisten Spieler sich auf eine Version beschränken oder erst sehr spät, nämlich wenn die Spiele günstiger zu haben sind, die zweite Version erwerben, um so immer auf die Jagd gehen zu können. Schade, dabei wäre das im Zeitalter des digitalen Verkaufs ohne größere Kosten möglich gewesen.

Wie zielt man mit dem Ding ? Oder warum Jäger lieber in den Nahkampf gehen sollten

Wer schon einmal selber auf der Jagd war oder sich zumindest ein bissen mit der Geschichte der Menschheit auskennt, der sollte wissen, dass der Mensch bevorzugt mit Fernkampfwaffen, wie dem Bogen oder dem Speer, auf die Jagd ging.
Das hat einen einfachen Grund: Warum sich selber in Gefahr bringen, wenn man das Vieh aus der Entfernung erlegen kann?

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So läuft das bei Monster Hunter 3 Ultimat aber leider nicht. Unsere ersten Experimente mit dem Bogen gehen phänomenal in die Hose. Das Zielen gestaltet sich mehr als umständlich. Während man bei entsprechend großen Gegner einfach geradeaus feuern kann und so meistens trifft, steht man bei kleineneren Gegnern, besonders wenn der Boden auch nur ein bisschen uneben ist, schnell vor einer unlösbaren Aufgabe.

Dabei zeigt einem das Spiel im Zielmodus sogar die genaue Flugbahn der Pfeile an, die man verschießt. Leider muss man für diesen Zielmodus jedoch zwei Tasten gedrückt halten, nämlich eine, die dafür sorgt, dass sich euer Bogen spannt und die Rechte-Schulter-Taste, die euch in den Zielmodus bringt.
Und genau da liegt das Problem. Um nun die Flugbahn des Pfeils zu bestimmen, nutzt ihr nun nicht etwa den linken Stick, sondern den rechten. Das heißt im Klartext, dass Zeigefinger und Daumen der rechten Hand damit beschäftig sind, zwei Tasten gedrückt zu halten. Die einzige Wahl, die euch nun noch bleibt, um den rechten Stick zu betätigen, ist natürlich die linke Hand. Das ist super umständlich. Nun halten die Monster aber auch nicht still und so endet das ganze sehr schnell in Frust.
Angehende Monster-Jäger sollten also lieber einen großen Bogen um Bögen und andere Fernkampfwaffen machen.

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Nahkampfwaffen sehen sowieso viel epischer aus. Und mit denen steuert sich das Spiel auch deutlich flüssiger und angenehmer. In bester Action-Adventure-Manier könnt ihr euch mit eurem Schwert durch Horden von Monstern schnetzeln und so immer höhere Level erreichen.
Moment, Level? Nein ganz so einfach ist das bei Monster Hunter nämlich nicht. Anstatt über Erfahrungspunkte Level zu machen, werdet ihr nämlich ausschließlich durch das Ausweiden von Monstern stärker. Besonders die großen Gegner lassen sich hierbei zu immer besseren Waffen und Rüstungen verarbeiten, die euren Charakter immer stärker und cooler machen.
So geht ihr nach jedem erledigten Monster auf die Jagd nach dem nächst stärkeren, während ihr die Haut eurer vorherigen Beute als Rüstung tragt.

Online auf Monster-Jagd

Wie auch schon in Monster Hunter Tri für die Wii kann man wieder zu viert auf Monster-Jagd gehen. Der Multiplayer ist besonders für erfahren Jäger eine willkommene Abwechslung. Da man hier oft größere und stärkere Versionen bereits bekannter Monster vorfindet und einige spezielle Quests, die im Singelplayer nicht enthalten sind.
Während der Multiplayer Monster Hunter 3 Ultimate ergänzt und abrundet, ist er aber alles andere als notwendig, um Spaß am Spiel zu haben und so kommen auch Singelplayer-Fanatiker mit Monster Hunter voll auf ihre Kosten.

Persönliches Fazit

Monster Hunter 3 Ultimate ist ein gelungener Open World Titel, der dank seiner Vielzahl an Gegnern und Quests mehrere hundert Stunden an Spielspaß und Beschäftigung bietet. Auf Grund seines hohen Schwierigkeitsgrads und seines enormen Umfangs eignet sich Monster Hunter 3 Ultimate besonders gut für erfahrene Spieler, die gerne auch noch Jahre nach Release-Zeit mit einem Spiel verbringen, um dieses vollständig zu meistern. Spieler die eine fesselnde Geschichte oder eine schnelle halbe Stunde Entspannung suchen, kommen jedoch wahrscheinlich nicht auf ihre Kosten.

Positiv:

– Riesige Spielwelt
– Neuer Content
– Fesselndes Konzept

Negativ:

-Veraltete Grafik
-Langweiliges Tutorial
-Teils haklige Steuerung

Die besten Preise findet ihr wie immer hier

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Euer Hardbloxx-Team
Test erstellt von Hardbloxx.Nishi

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