Kategorie: 2.8.5 Jump´n Run

Yoshi’s Woolly World im Test

Neben dem Klempner und Hobby-Retter Mario ist durch die Reihe um ihn noch eine andere, wichtige Figur bekannt und beliebt geworden. Die Rede ist dabei von dem kleinen, aber süßen Dinosaurier Yoshi, der sogar bereits einige eigene Videospiele spendiert bekommen hat. Das letzte Mal, dass ein Spieler mit Yoshi auf einer stationären Konsole die Welt unsicher machen durfte, ist nun allerdings schon 18 Jahre her. Mit Yoshi’s Woolly World beendete Nintendo die lange Wartezeit letzten Monat endlich und brachte das neue Abenteuer rundum den grünen Dino auf die hauseigene Wii U. Wie sich das Jump’n’Run auf der Wii U schlägt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

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Test / Testbericht: Captain Toad: Treasure Tracker

Mario gehört zu den fiktiven Charakteren, mit denen Nintendo richtig berühmt wurde. Dabei hat Mario seinen Erfolg eigentlich nicht nur sich selbst, sondern auch all den Nebenakteuren in seinen Abenteuern zu verdanken. Das sieht wohl auch Nintendo so und hat ihnen deshalb schon diverse eigene Videospiele spendiert. Doch neben Mario, Peach und Luigi gibt es da noch einen kleinen Racker, der oft kaum Beachtung findet, eigentlich aber tief in der Mario-Geschichte verankert ist. Die Rede ist hierbei vom kleinen Pilzkopf Toad. Das möchte man nun mit dem neuesten Werk Captain Toad: Treasure Tracker ändern und Toad, zusammen mit seinem weiblichen Part Toadette, einmal in den Vordergrund schieben. Ob Nintendo dies gut gelungen ist oder ob es sich hierbei um einen billigen Mario-Abklatsch handelt, erfahrt ihr in unserem Test zum Jump’n’Run Captain Toad: Treasure Tracker.

Schatzsucher Toad meldet sich zur Stelle!

Einmal frei vom Alltagsstress sein. Keine Prinzessin, die ständig entführt wird und kein Klempner im roten Gewand, der sie jedes Mal im Alleingang rettet. Danach sehnt sich wohl auch Toad und hat sich mit dem Suchen von Schätzen anscheinend nebenbei ein Hobby gemacht. Und dabei hat er mit Toadette sogar einen weiblichen Part zur Unterstützung. Aber es läuft natürlich nicht alles so, wie geplant. Vorweg sollte man darauf hinweisen, dass Captain Toad: Treasure Tracker in mehrere Episoden eingeteilt ist, die jeweils nochmal in mehrere Kapitel unterteilt sind. Jede einzelne Episode hat quasi ihren eigenen Handlungsstrang. Dabei hat man gekonnt den Einbau verschiedener Akteure mit Geschichtenvielfalt kombiniert. Das Schema ist dabei jedoch immer das gleiche.

Episode 1 startet beispielsweise damit, dass Toad zusammen mit Toadette einen tollen Schatz in Form eines im Mario-Universum allseits bekannten Sterns gefunden hat. Bei der Freude über den neuen Fund bleibt es allerdings nicht lang, denn auch der böse Riesenvogel Wingo hat es auf den Stern abgesehen. Leider verschleppt er dabei versehentlich Toadette gleich mit und so macht sich Toad auf, den Stern und vor allem seine Begleiterin wieder zu bekommen. Dabei muss er vielen Gefahren trotzen. Hat man das ganze Abenteuer überstanden, so ist Toadette in der zweiten Episode an der Reihe. Der Anfang ist dabei haargenau der gleiche. Der tolle Schatz wird gefunden, Wingo kommt angeflogen, schnappt sich den Stern und nimmt dieses Mal eben Toad mit sich. Hier ist der Übergang von Toad zu Toadette recht simpel gehalten. Da hätte man sicherlich etwas Besseres draus machen können. Allgemein ist die Hintergrundgeschichte an sich recht simpel und flach gehalten. Schaut man sich die primäre Zielgruppe von Captain Toad: Treasure Tracker an, so darf man hier nicht zu viel Tiefgang erwarten.

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Der Indiana Jones des Mario-Universums

Das Ziel der einzelnen Level in Captain Toad: Treasure Tracker ist denkbar einfach. In jedem Level wartet am Ende ein Stern darauf, von uns eingesammelt zu werden. Schaffen wir dies, so haben wir das Level abgeschlossen. Nun ja, grundlegend zumindest. Denn ginge es nur um das Sammeln der Sterne, so würde Captain Toad: Treasure Tracker bei weitem nicht so viel Spaß machen, wie dies der Fall ist. Denn neben dem Sammeln besagter Sterne gibt es in jedem der insgesamt über 70 Level noch diverse andere Dinge zu erledigen. Zwar ist nicht alles Gold, was glänzt, jedoch lohnt es sich trotzdem, die teils gut versteckten Edelsteine einzusammeln. Davon gibt es pro Level drei Stück an der Zahl und ganz sinnlos ist das Sammeln nicht. Denn neben dem Ziel, alle Sterne zu erlangen, benötigt ihr die Edelsteine gezwungenermaßen, um besagtes Ziel überhaupt erreichen zu können. Bevor man manch ein Level überhaupt starten kann, muss man nämlich einige dieser Edelsteine besitzen. Doch auch neben den Edelsteinen gibt es noch andere sammelbare Gegenstände. Zählt man sich zu den Perfektionisten und möchte alles zu 100% abschließen, so hat Nintendo auch hier etwas parat. Gilt das Sammeln des Sterns als Hauptziel, gibt es pro Level immer noch ein weiteres Nebenziel, welches zu erfüllen ist, wenn man dieses komplett abschließen möchte.

Nintendo hat dabei nicht an Vielfalt gespart. Sei es die Bedingung, dass man ein Level komplett anders abschließen muss, als man es zunächst dachte, oder das Einsammeln eines besonders versteckten Gegenstandes. Hier hat Nintendo noch einmal gut etwas draufgesetzt. Bis man alle Level zu 100% abgeschlossen hat, dauert es schon ein wenig. Und ganz ohne Hilfe schafft man das auch nicht. So sind in vielen Abschnitten verschiedene Gegenstände versteckt, wie beispielsweise die Spitzhacke. Diese funktioniert ähnlich, wie der Stern von Super Mario. Sie hält einen kurzen Zeitraum lang an und macht euch unbesiegbar. Berührt ihr, ausgerüstet mit dieser, einen Gegner, so verschwindet er und belästigt euch nicht weiter auf der Suche nach dem Stern. Doch neben der Unbesiegbarkeit hat die Spitzhacke noch einen ganz wichtigen Vorteil. Damit könnt ihr nämlich Steinblockaden zerstören, die zuhauf in Captain Toad: Treasure Tracker platziert sind. Oft sind dahinter wichtige Gegenstände oder Münzen versteckt, manchmal blockieren sie aber auch einfach nur den Weg zum Ziel.

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Kinderspiel oder knallhartes Jump’n’Run?

Nun fragen sich sicherlich einige Leser, warum man die Gegner in Captain Toad: Treasure Tracker nicht einfach durch das altbekannte Hüpfen auf deren Kopf aus dem Weg räumt. Die Erklärung ist recht simpel: Nintendo scheint dem kleinen Pilzkopf einfach zu viel Equipment verpasst zu haben, denn Toad kann nicht mal einen Millimeter hoch springen. Das macht das Gameplay allerdings noch ein Stück interessanter. Zumindest an Leitern kann der Schatzsucher hochklettern und sich von oben auf die Feinde fallen lassen. Ansonsten gibt es aber wenig Einschränkungen im Gameplay und auch der Schwierigkeitsgrad hält sich in Grenzen. Natürlich erwarten euch mit dem Fortschritt immer anspruchsvollere Abschnitte, allerdings wird es nie wirklich unfair. In jeder Situation erahnt man schnell, was zu tun ist und selten steht man in der Bedrängnis, schnell handeln zu müssen. Ein treuer Helfer ist dabei die astreine Kamera. Diese lässt sich je nach Belieben vollständig durch das komplette Level drehen, sodass man nie den Überblick über das Geschehen verliert. Hier hat man ganze Arbeit geleistet und zum Glück auf eine feste Kamera verzichtet. Diese hätte einem hier sicherlich das eine oder andere Mal in die Suppe gespuckt.

Die Kamera spielt allerdings in einigen Levels eine überaus wichtige Rolle. Denn neben den normalen Abschnitten, gibt es noch jene, in denen das Spiel in eine First-Person-Perspektive wechselt. In einer Mine beispielsweise befinden wir uns in einer Lore und müssen aus der Ego-Perspektive, mithilfe von Wurfgegenständen Gegenstände, Edelsteine oder ganz einfach Feinde bewerfen. Hier wird das Gamepad der Wii U perfekt mit eingebunden. Denn neben der Möglichkeit, das Ganze mit den Sticks des Gamepads zu steuern, bietet auch das Benutzen des ganzen Gamepads eine schöne Möglichkeit, zu zielen. Durch den integrierten Sensor erkennt das Gamepad, wohin ihr mit diesem zielt und übergibt dies dem Spiel. Natürlich geht das Zielen mit den Sticks deutlich schneller und einfacher von der Hand, dennoch bietet das Zielen mit dem Bewegen des Gamepads eine lustige Alternative. Neben den First-Person-Abschnitten kommt das Gamepad, oder besser gesagt der Touchscreen, auch des Öfteren zur Geltung. So müssen wir zum Beispiel in manchen Levels per Druck auf das Display verschiedene Teile hin und her schieben, um den Stern zu erreichen, der darauf wartet, eingesammelt zu werden.

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Quadratisch, praktisch, gut?

Den Stil der einzelnen Level kann man wohl am Besten mit Super Mario Galaxy vergleichen. Spazierte man dort noch auf runden Planeten herum, sind die Welten in Captain Toad: Treasure Tracker quasi quadratisch aufgebaut. Dabei sieht jede Welt für sich einfach fantastisch aus und zeigt wieder einmal, was man alles aus der vermeintlich schwachen Wii U herausholen kann. Die Welten sind detailreich und werden durch schöne und flüssige Animationen verschönert. Auch die Texturen sind gut aufgelöst, hier lässt sich kein grober Fehler finden. Man findet den hauseigenen Grafik-Stil von Nintendo wieder, der mit seinem charmanten Look einfach zu gefallen weiß. Natürlich kann es noch immer nicht mit der realistischen Grafik und Welt eines Skyrim mithalten, aber der süße, knuffige Stil passt einfach immer wieder zu den Spielen aus dem Hause Nintendo. Da braucht man schlichtweg kein exorbitant hohes Anti-Aliasing oder ähnliche grafische Verbesserungen.

Ebenso gut schlägt sich der Soundtrack. Man hört einfach, wie schon bei den Kollegen Donkey Kong, Mario, etc. die Liebe, die in den Soundtrack gesteckt wurde. Sei es in den verschiedenen Levels, im Menü oder im Abspann. Überall läuft im Hintergrund ein stimmiges Musikstück. Jedoch kommen einem diese teilweise schon etwas aus den Mario-Spielen bekannt vor. Da allerdings alles zum selben Universum zählt, halten wir das nicht unbedingt für einen harten Kritikpunkt. Außerdem läuft in jeder Situation im Spiel verschiedene Musik, die meist sehr gut zu besagter Situation passt. In den Anfangslevels weht uns noch eine frische Brise an angenehmen Lauten entgegen. Im Bosskampf werden wir allerdings von einem etwas hetzigen, schnellen Stück geradezu unter Spannung gesetzt.

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Persönliches Fazit

Was hat mir das Abenteuer von Toad und Toadette für Spaß bereitet. Hier erwartet den Spieler zwar keine riesige Story mit etlichen Höhe- und Tiefpunkten, aber wieso sollte man das bei diesem Genre und der Zielgruppe von Captain Toad: Treasure Tracker auch erwarten? Natürlich hätte man zumindest ein wenig mehr Spannung in die Geschichte einbauen können und schmücken kann man sich mit dieser Story sicherlich nicht, aber als katastrophal kann man die Hintergrundgeschichte nun nicht bezeichnen. Ansonsten hat mich Captain Toad: Treasure Tracker jedoch komplett zufrieden gestellt. Die Level sind interessant gestaltet, die Gegner sind nicht allzu schwer gehalten und trotz steigendem Schwierigkeitsgrad, bleibt es immer fair und der Spielspaß bleibt lang erhalten. Der Umfang hätte ein kleines Stück größer sein können, doch auch hier kann sich Captain Toad: Treasure Tracker gegen die Konkurrenz beweisen. Ebenso passt auch die Technik hinter dem Spiel einfach wieder einmal.
Insgesamt bleibt nur zu sagen, dass man hier die gewohnte Qualität von Nintendo geboten bekommt. Es macht einfach Spaß. Was will man da mehr? Ihr seid Jump’n’Run-Fan oder einfach nur Besitzer einer Wii U? Dann kann ich euch Captain Toad: Treasure Tracker nur empfehlen. Hier gibt es mal eine schöne Abwechslung zum Klempner im roten Gewand!

Captain Toad: Treasure Tracker

Ab 39,99€
Captain Toad: Treasure Tracker
82.2
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Gameplay

85 / 100

Abwechslungsreich, fair und abgestimmt kommt das Gameplay daher und kann vollends überzeugen.

    Story

    70 / 100

    sehr flache Geschichte, die wohl mehr als Mittel zum Zweck zu bezeichnen ist.

      Grafik

      84 / 100

      Hier beeindruckt zwar keine Top-Grafik, jedoch kann man diese trotzdem schlichtweg als passend bezeichnen. Der typische Nintendo-Charme tut hier sein Übriges.

        Sound

        85 / 100

        Gewohnt schöner und authentischer Soundtrack rundet die Technik gut ab.

          Umfang

          83 / 100

          Insgesamt über 70 Abschnitte fesseln den Spieler zwar einige Zeit, danach ist jedoch Pustekuchen. Allerdings gibt es genug Nebenziele zu erledigen.

            Spielspaß

            86 / 100

            Es passt einfach alles. Durch das abwechslungsreiche Gameplay bleibt der Spielspaß lang erhalten.

              Positiv

              • - Abwechslungsreiches Gameplay
              • - Stimmiger Soundtrack
              • - Spielspaß nimmt beim Spielen kaum ab
              • - gute Abwechslung zu Mario

              Negativ

              • - Flache Geschichte mit fehlendem Tiefgang
              • - Ein wenig dürftiger Umfang

              Ihr könnt hier die Preise vergleichen. Wenn ihr wissen wollt, wie Hardbloxx.de Spiele bewertet, dann seht euch diese Seite an.

              Euer Hardbloxx-Team
              Testbericht erstellt von Hardbloxx.MrChrischan

              Test/Testbericht: Donkey Kong Country – Tropical Freeze (WiiU)

              Donkey Kong ist genaugenommen so alt wie der weltberühmte Klempner Mario. Doch die ganz große Berühmtheit erlangte er nicht etwa als Marios Feind, sondern als Held, der zusammen mit seinen Freunden in der Donkey-Kong-Country-Reihe auf dem SNES King K. Rool und seinen Schergen ordentlich einheizte. Seit Rareware die Zusammenarbeit mit Nintendo beendete und viele Patente und somit auch Charaktere mit sich nahm, wurde es stiller um die Reihe. Erst als die Retro Studios, die durch die Metroid-Prime-Reihe Bekanntheit erlangten, sich an Donkey Kong Country Returns auf der Wii versuchten, wurde Donkey Kong wieder zum Verkaufsschlager. Der Nachfolger Donkey Kong Country – Tropical Freeze für die WiiU, ebenfalls aus den Retro Studios, soll an diesen noch jungen Erfolg anknüpfen und ihn festigen. Wir wollten prüfen, ob das klappt.

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              2D? 3D?

              Dieses Spiel versucht sich auf jeden Fall am alten Charme von 2D Jump’n’Runs. War es zu Beginn der 3D-Ära quasi verpöhnt, noch zweidimensionale Sidescroller zu produzieren, hat Nintendo darin inzwischen ein eigenes Genre erkannt und bedient alte, wie junge Spieler mit dem vertrauten Konzept. Natürlich ist das Spiel dreidimensional und lediglich die Spielfiguren bewegen sich auf einer flachen „Ebene“. Zusätzlich löst Donky Kong Country – Tropical Freeze mit satten 1920 x 1080 Pixeln auf. Das ist mehr als viele AAA-Titel bei den Konkurrenzkonsolen tatsächlich liefern.

              Zum Spielbeginn sieht man ein schönes Introvideo, in dem die Viehkinger an Donkey Kongs Geburtstag eisigen Winter über die Insel bringen. Das lässt die Affenbande nicht auf sich sitzen und macht sich auf, die Eindringlinge zu vertreiben. Mehr Story gibt es nicht, braucht es aber auch nicht. Dafür hat gibt es weitere Videos und Cutscenes zu Beginn jeder Welt, vor und nach Endgegnern und manchmal auch mitten in einem Level. Gerade die längeren Introvideos lassen sich abbrechen, sodass man diese bei vielen Versuchen nicht immer wieder gucken muss. Häufig gibt es auch Pulverfass-Reisen mit rasanten Kamerafahrten. Diese durchbrechen die sonst zweidimensional anmutende Ebene und führen nicht selten in einen Teil des Levels, den man lange als weit entfernten Hintergrund gesehen hatte.

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              Alles Retro?

              Auch hier wird ein Balanceakt zwischen altbekannten, vertrauten und neuen Elementen vollführt. Die Charaktere um den Helden Donky Kong sind bekannt: Diddy Kong begleitete ihn im ersten Teil von Donkey Kong Country und kam in etlichen anderen Titeln vor. Dixie Kong spielte man immerhin im 2. und 3. Teil der Reihe. Cranky Kong war noch nie spielbar, war jedoch als Nebencharakter immer dabei. Auch andere Charaktere, wie Funky Kong sind wieder dabei. Neu hingegen ist, dass man diesmal als Einzelspieler immer Donkey Kong spielt und die Begleiter auf seinem Rücken sitzen hat. Sie bescheren DK ihre jeweilige Sprungfähigkeit: Diddy kann mit seinem Jetpack kurz fliegen, Dixie wirbelt ihre Haare propellerartig umher und kann damit höher springen und Cranky erinnert an Dagobert Duck in DuckTales bzw. DuckTales Remastered und stößt sich mit sienem Gehstock ab, um höher zu springen. Die Gegner sind neu, wie schon bei Donkey Kong Country Returns auf der Wii. Da die Patente für die altbekannten Kremlings, Zinger, etc. nicht bei Nintendo sind, hatte man es nicht leicht und musste komplett neue erfinden. Wer jedoch auf der Wii mit den trommelartigen Gegnern des Tiki-Tak-Stammes nicht warm wurde, kann sich hier auf sehr stimmig gestaltete tierische Gegner im üblichen Donkey-Kong-Stil freuen.

              Der Soundtrack erinnert auch an vielen Stellen nicht unabsichtlich an alte Titel, wurde aber jeweils an das Thema der aktuellen Welt angepasst. Dennoch hört man im Introvideo die DKC-Intromusik und im ersten Level wird nach dem Sprung ins Wasser das DKC-Unterwasser-Thema gespielt. Das Leveldesign hingegen ist erfrischend neu und erinnert bis auf Donkey Kongs Haus im ersten Level nicht unbedint an ältere Titel. Man bewegt sich zu Fuß, über schwingende Lianen, im und unter Wasser, mit schießenden Fässern, in Loren, in Raketenfässern, auf Holzrutschen und in anderen hinzugekommenen „Fahrzeugen“. Dadurch sind die Level nie langweilig und im Schnitt auch recht fordernd. Der Spieler wird geleitet: vor neuen Aktionen werden kurz die jeweils nötigen Tasten eingeblendet. Dennoch braucht man beim ersten Durchlauf oft einige Versuche für ein Level. Zusätzlich gibt es versteckte Münzen, K-O-N-G-Buchstaben, Puzzleteile etc. Beim ersten Durchgang lassen sich nur selten alle finden. Wer möchte, kann in Funky Kongs Laden den Papagei Squawks kaufen, der auf der Puzzle-Suche hilft. Bei Funky kann man außerdem Fässer mit den Mitstreitern Diddy, Dixie oder Cranky oder andere hilfreiche Items kaufen. Das Itemmenü ist im Prinzip ein Element aus Super Mario Bros. 3, passt hier aber sehr gut ins Konzept.

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              Und zu zweit?

              Erst wenn ein zweiter Spieler sich dazuschaltet, kann er wählen, welchen Begleiter er spielen möchte und ob er dann auf Donkey Kongs Rücken sitzt oder eigenständig durch die Level hüpft. Tatsächlich ist es manchmal von Vorteil, sich aufzuteilen, um zum Beispiel in Bonus-Leveln die Bananen parallel einzusammeln. Beim Vorgänger Donkey Kong Country Returns kam es öfter vor, dass man auf Plattformen nur einmal treten konnte und der zweite Spieler entweder synchron springen musste oder in die Röhre guckte. Dessen hat man sich scheinbar angenommen und deshalb kann der Mitspieler gerade in solchen Fällen auf Donkey Kongs Rücken klettern, der dann, wie im Einzelspielermodus den Sprungbonus des Mitspielers nutzen kann. Außerdem können erster und zweiter Spieler nach Herunterfallen, wie bei New Super Mario Bros., durch Drücken von A ein Leben opfern und wieder ins Spiel kommen. Solange ein Spieler am Leben ist, ist das möglich. So hat man wirklich mehr Leben und muss nicht erst herunterfallen und das Level neu beginnen, um Sprungfähigkeiten der Mitstreiter oder einfach mehr Energie-Herzen zu bekommen. Fallen beide Spieler runter, kostet das hingegen sofort 2 Luftballons, die bei Donky Kong klassischerweise die Lebensanzeige darstellen, und startet gemeinsam beim letzten Checkpoint.

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              Problemchen

              Ganz ohne Kritikpunkte kommt uns natürlich kein Titel davon. Da bleibt auch der neueste Donkey-Kong-Teil nicht verschont. Beim Multiplayer verwirrte es uns, dass beim Reiten des Rhinozeros Rambi beide Spieler steuern können. Man kann sich absprechen und hat dadurch eine viel stärkere gemeinsame Spielerfahrung. Da ja auch beide Spielcharaktere auf dem selben Rhino sitzen, ist dieser Schritt vielleicht sogar nachvollziehbar. Dennoch können so auch Probleme auftreten. Zusätzlich kann man im Multiplayer nur in dasselbe Kanonenfass steigen. Das mag im normalen Levelverlauf sinnvoll sein. Der Spieler, der noch nicht im Fass sitzt, kriegt einen Countdown eingeblendet, nach dessen Ablauf er ins Fass teleportiert wird. In Bonusleveln, in denen man in Kanonenfässer springen soll, um Bananen über den Köpfen zu sammeln, würde man sich jedoch gerne aufteilen. Tut man das, muss man erst den Countdown abwarten, bis es weitergeht und in dieser Zeit läuft die gegebene Zeit für die Aufgabe ab. Ärgerlich, dass an dieses Szenario nicht gedacht wurde, denn beim Testen passierte es uns bei der ersten sich bietenden Gelegenheit. An einer anderen Stelle wurde uns eine Aktion auf einer Seilrutsche ausnahmsweise nicht angezeigt, worauf wir etliche Versuche gebraucht haben, um die Steuerung zu verstehen. Gerade weil es ansonsten reibungslos lief und jede Aktion durch Einblendungen genau erklärt wurde, wurden wir an dieser kalt erwischt. Es ist Meckern auf ganz hohem Niveau. Problemchen, die eigentlich nur auftreten, solange man es nicht besser weiß und dann nie wieder auffallen. Es wäre dennoch nicht ganz verkehrt, wenn die Entwickler da einen kleinen Patch liefern könnten. Das machte Nintendo bei anderen Titeln bereits sehr routiniert.

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              Fazit

              Die Retro Studios scheinen ein goldenes Händchen dafür zu haben, Klassikern neues Leben einzuhauchen. Donkey Kong Country – Tropical Freeze fühlt sich nicht an, wie ein Spiel, das nur für hartgesottene, alte Fans gemacht wurde. Es ist ein modernes Spiel, mit schönem Charakterdesign, wunderschönen, dynamischen Leveln, einem fordernden Schwierigkeitsgrad und dieser Extraprise Retro für die alten Spieler unter uns. Alles, was Spielern an den Titeln auf der Super Nintendo gefiel, gibt es auch hier: bekannte Charaktere, knuffige Gegner, Lorenlevel (jeder liebt Lorenlevel!) und einige alte Melodien im Soundtrack. Hinzu kommen neue Herausforderungen, hin und wieder schöne Videosequenzen, rasante Kanonenfassreisen und sehr dynamische Leveldesigns, wie etwa im Rhytmus schwingende Bäume in der Savanne. Die angesprochenen Mängel sind ärgerlich, aber fallen nicht stark ins Gewicht. Den ansonsten guten Eindruck können sie nicht trüben.

              Positiv

              – schöne Grafik

              – stimmiges Level- und Charakterdesign

              – fordernder Schwierigkeitsgrad

              Negativ

              – kleinere Probleme, siehe Abschnitt „Problemchen“

              Den neuesten Spross der Donkey Kong-Reihe für die WiiU könnt ihr hier kaufen oder hier Preise vergleichen.

              Schon angezockt? Erzählt uns eure Meinung in einem Kommentar!

              Euer Hardbloxx-Team
              Testbericht erstellt von Hardbloxx.ecth

              Test / Testbericht: New Super Mario Bros. U

              Mit der Veröffentlichung von New Super Mario Bros. U dürfte nun auch den allerletzten aufgefallen sein, dass, obgleich die Reihe ein „New“ im Namen trägt, die Spiele alles andere als neuartig sind. Eher das Gegenteil ist der Fall – in einen sehr positiven Sinne.

              2006 erschien für den Nintendo DS der erste Teil der Reihe. Zu dieser Zeit nahm der 2D Action Sidescroler höchstens eine Nebenrolle in der Industrie ein. Doch mit der Veröffentlichung von New Super Mario Bros. gelang Nintendo eine Reetablierung ihrer Traditionsmarke Mario als 2D Jump and Run.
              2009 folgte die erste Fortsetzung von New Super Mario Bros. mit dem Wii Ableger New Super Mario Bros. Wii. Die Wii Version brachte einmal mehr Yoshi an die Seite des Powerklempners und etablierte neue und interessante Powerups wie die Eisblume und den Minipilz ins Spiel.
              Bereits im April diesen Jahres erschien mit New Super Mario Bros. 2 auch ein Ableger von Mario für die neuste Handheld von Nintendo den 3DS. Zum ersten Mal in der Geschichte von Super Mario überhaupt steht die goldene Münze ganz im Mittelpunkt des Geschehens. Nintendo unterstrich dies mit besonderen Powerups, die die Spielumgebung und Gegner in nie zuvor gesehene Mengen Gold verwandelten. Und vor kurzem erhielten die wohlhabendsten Münzmillionäre sogar echte Goldmünzen von Nintendo. Der Traum eines jeden Mario Fans.

              Nun am 30. November erschien so kurz in Folge auf Super Mario Bros. 2 nun auch der Jüngste Ableger der Reihe für die WiiU. Ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr im Test.

              Story

              Die Story ist prinzipiell die selbe, wie in jedem Super Mario-Spiel, seit der Erfindung des NES. Bowser, der Erzbösewicht des Pilzkönigreichs, hat mal wieder einen Plan ausgeheckt, um Prinzessin Peach zu entführen.
              Hierzu landet er gleich mit einer ganzen Flotte seiner gefürchteten Luftschiffe im Schloss der Prinzessin und schmeißt Mario und Luigi, die gerade dort Kaffee und Kuchen mit Peach genießen, kurzerhand raus.
              Nun müssen sich die tapferen Klempner ihren Weg zurück zum Schloss erkämpfen. Leider ist das nicht ganz so einfach. Denn Bowsers Schergen haben den ganzen Weg dorthin besetzt und leisten heftigen Widerstand.  Auf euer Reise müsst ihr auch mit ansehen, wie das Schloss der Prinzessin langsam von schwarzen Nebeln verhüllt wird, bis ihr bei eurer Ankunft feststellt, dass es sich in eine Hölle auf Erden verwandelt hat.

              Präsentation

              New Super Mario Bros. U basiert auf der selben Engin, wie alle seine Vorgänger, ist ohne Zweifel aber das best aussehende Mario bis zum heutigen Tag. Und dies wird wahrscheinlich auch bis zum Erscheinen des nächsten 3D Mario-Teils so bleiben.
              Während die Grafik trotzdem nicht die volle Kapazität der WiiU ausnutzt, präsentiert sich Super Mario Bros. U auf zahlreiche andere Arten großartig, die trotz der fehlenden Grafik-Innovation zu einem großartigen Spielerlebnis beitragen.
              Die Liebe zum Detail, mit der jedes Level im Spiel designt wurde, ist phänomenal und in heutigen Tagen, in denen Spieleentwickler von engen Terminplänen geplagt werden, nur noch selten aufzufinden. Die Spukhäuser sind, was das angeht, ein besonderer Leckerbissen und dürften so manchen Gamer einen angenehmen Schauer über den Rücken jagen.
              Aber nicht nur die einzelnen Level sind großartig gestaltet. New Super Mario Bros. U weiß auch mit andere kleinen Details zu begeistern, die einem erst beim zweiten Hingucken oder Hinhören auffallen. So halten Koopas beispielsweise kurz inne, um im Takt der Musik einen kleinen Tanz aufzuführen oder Baby Yoshi singt mit quakender Stimme kurzerhand mit. Auf diese Weise verschmilzt der geniale Soundtrack, der sowohl altbekannte Tracks enthält, die auf keinen Fall fehlen dürfen, so wie neue, die sich perfekt in die großartige Soundlandschaft von New Super Mario Bros. U einfügen, auf einzigartige Weise mit dem süchtig machenden Gameplay. Ein Geniestreich.

              Gameplay

              Die Steuerung von Mario und seinen Mitstreitern ist sehr sauber und gelungen. Zusätzlich zu altbekannten Fähigkeiten bietet New Super Mario Bros. einige Extras, die den Klempner noch beweglicher machen. So ist der dritte Sprung in kurzer Folge nun ein etwas effektiverer Sprung, der vor allem beim Erklimmen des Fahnenmasts gemeistert sein will. Außerdem ist Mario dazu in der Lage, an Wänden herabzugleiten und mit Hilfe eines Wandsprungs diese auch wieder hinaufzukommen. Dies rettet einem in so manch kniffliger Situation die virtuelle Haut.
              Spielt man alleine, so hat man das pure Mario Erlebnis. Man jagt das nächste Powerup, sammelt Münzen, um diese in extra Leben zu tauschen und erkundet die riesige Weltkarte, die auch alternative Routen erlaubt. Zu zweit ist das Spiel bedeutend einfacher. So kann der Spieler mit dem Tablet-Controller Plattformen erscheinen lassen, um drohendes Unheil abzuwenden oder ansonsten nur schwer erreichbare Stellen zugänglich zu machen. Zu fünft jedoch ist das Chaos perfekt. Hier verwandelt sich New Super Mario Bros. U von einem 2D Platformer in ein perfektes Party-Spiel. Man springt sich gegenseitig auf den Kopf, stößt sich ungewollt in Abgründe oder schmeißt seinen Verbündeten versehentlich Koopapanzer an den Kopf. Ein riesen Spaß für alle, bei denen der erfolgreiche Abschluss eines Levels nicht im Vordergrund steht.

              Wie in jedem New Super Mario Bros. Titel gibt es auch in der WiiU Version wieder ein neues Powerup. Mit Hilfe der Eichel verwandelt sich Mario in ein Flughörnchen. In dieser Form kann er sich an Wänden festhalten und in der Luft gleiten.

              Wem ein Powerup zu wenig ist, der darf sich außerdem über ein Wiedersehen mit Yoshi und Baby-Yoshi freuen. Hierbei gibt es wie gewohnt verschiedene Farben, die jeweils eine Spezialfähigkeit hat. So glüht der goldene Baby-Yoshi im dunkeln und verscheucht Gegner oder der rosa Yoshi bläst sich auf und erlaubt einen einen kurzen Flug.
              Zusätzlich kann jeder Baby-Yoshi eine Unmenge an Gegner, die direkt vor einem sind, verspeisen. Der Erwachsene Yoshi kann wie üblich kurze Strecken mit dem Flatterflug überwinden und rote Früchte fressen. Hat er genug dieser Früchte verspeist, legt er ein Ei, aus dem ein Powerup für den Spieler schlüpft.

              Dank hilfreicher Features wie den Super Assistenten und dem Überschuss an Leben kommt bei New Super Mario Bros. U selbst in schwierigen Levels kein Frust auf. Mit solchen Hilfestellungen sollte es selbst den unerfahrensten Jump-and-Run-Spielern gelingen, das Spiel zumindest durch zu schaffen.

              Das heißt aber nicht, dass New Super Mario Bros. U nicht für Gamer geeignet ist, die eine Herausforderung suchen. Ganz im Gegenteil! Wer Herausforderungen sucht, findet diese auch. Dies fängt an mit den Sternentalern, von denen in jedem Level des Hauptspiels jeweils drei versteckt sind. Wer alle findet, den erwartet am Ende des Spiels eine kleine nostalgische Überraschung.
              Außerdem gibt es im Hauptmenü noch Modi wie Coin Rush und Time Attack. Für genügend Herausforderungen ist also gesorgt.

              Persönliches Fazit

              Super Mario Bros. U für die WiiU schöpft weder die vollen spielerischen Möglichkeiten des Tablet-Controllers noch die grafische Leistungsfähigkeit der WiiU voll aus. Dennoch ist New Super Mario Bros. U das schönste und spaßigste Mario, das bis zum heutigen Tag erschienen ist. Nintendo beweist ein gutes Gespür für das, was notwendig ist, um den maximalen Spielspaß zu liefern. Obwohl Super Mario Bros. U nicht die Innovation ist, die Super Mario 64 seiner Zeit war, bin ich in keinster Weise von diesem Spiel enttäuscht. Es ist genau der solide Launch-Titel denn Nintendo braucht, um eine neue Konsole zu etablieren. Jeder der Mario-Spiele allgemein mag oder den Vorgänger mochte, kann hier bedenkenlos zugreifen.

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