Kategorie: 3.7 Bücher & Comics

Bücher // Die Suche nach dem Diamantenschwert – Ein Minecraft Roman

Minecraft ist schon seit Jahren eines der beliebtesten Videospiele unserer Zeit und kann weltweit Millionen von Spielern begeistern. Mittlerweile arbeitet Telltale Games (The Walking Dead, The Wolf Among Us) an einem Story-Adventure zu dem Franchise und es ist auch nicht wirklich eine große Überraschung, dass nun ein Buch zu Minecraft erschienen ist. „Die Suche nach dem Diamantenschwert“ nennt sich der Titel und erzählt die Geschichte von Steve, dessen Dorf von einer Zombie-Horde überfallen wird und der nun das mächtigste Schwert aller Zeiten erstellen will. Wir haben uns die Geschichte durchgelesen und verraten euch ein wenig mehr in den kommenden Zeilen.

Von Griefern und neuen Freunden

Steve ist eigentlich ein ganz normaler Farmer, der in einem kleinen, netten Dorf wohnt. Die Dorfbewohner sind zwar etwas dämlich, doch fühlt sich Steve einfach sehr wohl in seinem Zuhause. Zumindest, bis eines Tages eine Horde von Zombies angreift und die Dorfbewohner ebenfalls in Untote verwandelt. Zwar kann Steve mit seinen Schwertern und seiner Rüstung zunächst ein wenig kämpfen, doch schon bald sind seine Schwerter zerstört und seine Rüstung wird von einem Zombie geklaut, der sie dann selbst anzieht und so zu einem sehr starken Gegner wird. Steve hat also keine andere Möglichkeit als mit Hilfe eines Portals in den Nether zu fliehen und dort auf Hilfe zu hoffen. Doch trifft er dort als Erstes auf einen Griefer, der nur die Items von Steve klauen möchte. Auf seiner Flucht muss sich unser Protagonist außerdem ständig mit den Monstern auseinandersetzen, die ständig lauern und darauf hoffen, Steve vorzeitig das Leben zu entziehen.

Nachdem Steve den Nether verlassen hat, findet er sich allerdings in einer unbekannten Umgebung wieder und trifft dort sehr schnell auf drei neue Freunde: Max, Henry und Lucy sind Schatzsucher, die nach den verschiedenen Tempeln suchen und dort die Schatzkisten ausräumen wollen. Sie laden Steve ein, sich ihnen anzuschließen, damit Steve sein Ziel erreichen kann: Insgesamt 40 Diamanten möchte er finden, um aus diesen das mächtigste Schwert aller Zeiten zu kreieren. Damit möchte er dann zurück in sein Dorf gehen und die Zombie-Horde erledigen und vielleicht sogar den einen oder anderen Dorfbewohner retten. Allerdings müssen die vier erst einige Abenteuer erleben, bevor sie überhaupt wieder zurück in Steves Heimat kommen.

Minecraft

Minecraft

Minecraft

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Für Kinder geeignet…

Etwas, was direkt nach den ersten Seiten klar wird, ist, dass „Die Suche nach dem Diamantenschwert“ für Kinder geschrieben wurde. Die Satzstruktur ist wirklich sehr einfach und ein Satz besteht selten aus mehr als ein paar Wörtern. Das macht es natürlich für Kinder recht einfach, die Sätze zu lesen und zu verstehen, aber für Jugendliche und Erwachsene dürfte diese Erzählweise zu einfach und damit zu schnell langweilig sein. Hinzu kommt, dass die Story selbst nicht sonderlich logisch aufgebaut ist: Ständig gibt es Inhaltsfehler zu finden, bei denen man sich wirklich fragt, ob der Autor überhaupt Ahnung von Minecraft hat oder einfach nur das Franchise nutzen möchte, um Geld zu verdienen. Ein Beispiel: Während der Zombie-Attacke auf das Heimatdorf von Steve kann Steve nicht kämpfen, weil er keine Schwerter mehr hat und sein allerletztes Eisen-Schwert nun kurz vor dem Zerfall steht. Kurz darauf holt er jedoch sein Gold-Schwert heraus, um sich ein wenig Luft im Kampf zu verschaffen. Später agiert er mit einem neuen Eisen-Schwert, obwohl er ja keine Materialien mehr hat. Nachdem er dann in den Nether geflüchtet ist, kann er gerade so mit seinen allerletzten Goldreserven einen Trank herstellen und später nutzt er seine wirklich allerletzten Ressourcen für andere Dinge.

Davon einmal abgesehen versucht Winter Morgan, der Autor des Buches, jedoch wirklich jedes Item, jeden Gegner und jeden Insider-Witz einzubauen. So ziemlich alles, was man in Minecraft sehen, finden und erleben kann, wird auch irgendwie in die Geschichte eingebaut. Das wird oftmals jedoch ziemlich gezwungen und oftmals passieren die Ereignisse auch von einer Sekunde auf die andere. Eben noch war alles friedlich, dann gibt es einen riesigen Kampf und ein paar Zeilen später ist wieder alles normal. Auch die Charakterentwicklung ist recht simpel: Steve hat Angst vor Griefern und traut niemanden und einen halben Satz später sieht er die neuen Personen als seine Freunde an.

Minecraft

Minecraft

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Persönliches Fazit

Ich wills kurz machen: Die Suche nach dem Diamantenschwert – Ein Minecraft Roman hat mich nicht überzeugt. Während man die simple Sprache vielleicht noch als Kinderbuch durchgehen lassen kann, sind die inhaltlichen Schwächen nicht zu übersehen. Trotzdem ist das Buch natürlich für die jungen Spieler geeignet, die große Minecraft-Fans sind und einfach ein wenig mehr in das Franchise eintauchen möchten. Jugendliche werden jedoch bereits unterfordert sein und dürften sich ebenfalls über die inhaltlichen Fehler ärgern. Sehr schade, denn die Geschichte von Minecraft hat selbstverständlich ein großes Potential für eine schöne, epische Geschichte. In den 18 Kapiteln mit insgesamt 141 Seiten werden allerdings zu viele Informationen zusammengepresst.

Möchtet ihr trotzdem das Buch kaufen, dann schaut doch mal in den offiziellen Panini-Shop oder holt es euch bei Amazon.

Comic // Rocket Raccoon 1 – Der letzte seiner Art

Erinnert ihr euch noch an den pelzigen, frechen und waffenschwingenden Waschbären aus dem Kinohit „Guardians of the Galaxy“? Der ständig mit dem Baum-Wesen Groot unterwegs ist und sich mit einer Gruppe gegen das Böse des Universums zusammenschließt? Rocket Raccoon heißt der gute und bekommt nun von Marvel eine eigene Serie, in der er nicht nur in seiner typisch-frechen Art und Weise Abenteuer erlebt, sondern auch seine eigene Vergangenheit erfahren möchte. Wir haben uns den ersten Band mal angeguckt und verraten euch einige Details in den folgenden Zeilen.

Ich bin Groot!

Die Geschichte des ersten Bandes zu Rocket Raccoon spielt zeitlich gesehen nach den Ereignissen von Guardians of the Galaxy. Rocket verdient sein Geld immer noch in recht zwielichtiger Art und Weise, rettet aber auch ab und zu Prinzessinnen, um so das Geld für ihre Rettung einzustreichen. Außerdem lässt er sich auf eine kurze Affaire mit ihnen ein, klaut aber dann die Reichtümer ihrer Familie. Mit dieser Masche kann er sich ganz gut über Wasser halten, doch nun haben sich all seine Ex-Freundinnen zu einer Armee zusammengeschlossen und habe nur ein einziges Ziel: Den mutierten Waschbären zu töten. Dazu ziehen sie durch die Galaxie und suchen nach ihm. Allerdings hat Rocket auch noch ein ganz anderes Problem: Zwar erzählt Rocket immer, dass er der Einzige und damit auch der Letzte seiner Art ist, doch nun ist ein weiterer Vertreter aufgetaucht.

Rocket Raccoon

Rocket Raccoon

Dieser hat allerdings einige Morde ausgeübt und dabei Rockets Namen verwendet. Nun sind nicht nur intergalaktische Polizei-Einheiten hinter ihm her, sondern Rocket hat auch die Chance, etwas über sich selbst und seine Vergangenheit herauszufinden. Dafür lässt er sich sogar extra in das sicherste Gefängnis der Galaxy einsperren, nur um dann jedoch seinen Ausbruch zu planen. Während er also mit den angeblichen Morden und all seinen Ex-Freundinnen zu kämpfen hat, kann er sich immer auf seinen treuen Gefährten Groot verlassen – selbst, als die Hasen angreifen. Außerdem – und sie viel darf verraten werden – endet das 100-Seiten lange Comic-Buch mit einen Cliff-Hanger, der auf jeden Fall eine Geschichte anteasert, die Potential für viele weitere Kapitel mit sich bringt.

Mit Witz, Charme und Freunden

Rocket Raccoon hatte niemals eine Familie. Er ist der einzige seiner Art und sah lediglich Groot als seinen Bruder an. Nach der Geschichte des Marvel-Films und der Ernennung zum Guardian of the Galaxy hat er jedoch auch Star-Lord und die anderen ins Herz geschlossen und sieht diese als seine Familie an. Nun scheint es jedoch so, als ob er nicht ganz alleine im Universum ist und jemand aus seiner Rasse aufgetaucht wäre. Nach außen gibt er sich deshalb eher ärgerlich und wütend, denn schließlich verübt dieser jemand in seinem Namen Morde. Allerdings hat er, wenn er ganz alleine ist, die Hoffnung, doch nicht alleine in diesem großen, weiten Weltall zu sein. Mit dem ersten Band zur Reihe schafft Skottie Young einen Einstieg, der wirklich viel Potential für eine großartige Story besitzt. Darüber hinaus kann er allerdings auch mit viel Witz und Charme überzeugen, denn genau wie im Film ist Rocket auch im Comic ein vorlauter, etwas zwielichtiger Typ, der jedoch das Herz am rechten Fleck hat. Die vielen Szenen, flotten Sprüche und actionlastigen Fights überzeugen und machen Lust auf mehr.

Rocket Raccoon

Rocket Raccoon

Rocket Raccoon

Rocket Raccoon

Skottie Young (Der Zauberer von Oz) fungiert sowohl als Autor und als Zeichner und bringt seinen ganz eigenen Comic-Stil mit. Wer die klassischen Serien von Marvel kennt, wird einen ganz klaren Unterschied feststellen, was man jedoch absolut nicht als Minuspunkt ansehen darf. Stattdessen schafft es Young, dass die Zeichnungen perfekt zur Atmosphäre passen und die Story unterstützen. Natürlich sind auch die Unterhaltungen zwischen Rocket und Groot ähnlich wie im Film sehr einseitig, doch immer wieder lustig. Der größte Pluspunkt ist allerdings ganz klar, wenn die emotionale Seite des Protagonisten gezeigt wird. Denn obwohl Rocket immer einen auf hart macht, möchte er letztendlich doch nichts anderes, als etwas über sich und seine Vergangenheit herausfinden.

Persönliches Fazit

Das Erste, was an Rocket Raccoon 1 – Der letzte seiner Art auffällt, ist der Zeichenstil, der etwas eigenwillig ist, mir jedoch sehr gefallen hat. Bunte Bilder, viel Action und eine gute Story machen den ersten Band zur eigenständigen Serie aus. Es gibt sehr viel Witz und natürlich das etwas zwielichtige Verhalten des Protagonisten, dessen bester Freund Groot – ein baumartiges Wesen, das nur einen Satz spricht – ist. Ganz große Klasse sind allerdings die emotionalen Aspekte des Wäschbären, die zeigen, dass hinter der harten Schale eben doch ein weicher Kern steckt. Wenn euch der Film „Guardians of the Galaxy“ gefallen hat, dann werdet ihr auch den Comic mögen, denn er setzt den Witz nahtlos fort. Ein Comic-Buch, das man empfehlen kann!

Wenn ihr wollt, dann holt euch doch Rocket Raccoon 1 – Der letzte seiner Art direkt bei Panini oder kauft den Comic via Amazon.

Euer Hardbloxx-Team

Comic // V-Wars – Die blutrote Königin

Vampire sind ja nicht erst seit gestern in der westlichen Popkultur tief verankert, doch Jonathan Maberry hat nun einen Ansatz gewählt, der bisher noch nicht in diese Art und Weise genutzt wurde. Mit V-Wars – Die blutrote Königin ist nun der erste Band einer Geschichte erschienen, die voller Intrigen, rassistischen Menschen und Vampiren sowie einem großen Krieg ist. Wir haben das Comic-Buch uns genau angeguckt und verraten euch im Folgenden, warum auch ihr einen Blick darauf werfen solltet.

Ein Virus, der die Welt verändert

Die Story von V-Wars beginnt in einer Welt, die vom I1V1 Virus verändert wurde. Dank der globalen Erderwärmung schmelzen die Polkappen und ein Virus wurde dort freigesetzt, der für Mutationen in der menschlichen DNA sorgt. Dadurch sind überall auf der Welt Vampire aufgetaucht, die einst Menschen waren und sich nun unter anderem von menschlichem Blut ernähren. Die Gesellschaft hat sich komplett verändert und Doctor Luther Swann wurde schnell zum Berater der US-amerikanischen Regierung ernannt, denn er arbeitete einst als Professor an dem Mysterium Vampirismus, das er jedoch selbst nicht als realistisch angesehen hatte – bis sich die Welt änderte. Nun herrscht ein Krieg zwischen den Menschen und den Vampiren, denn Menschen haben Angst vor allem, dass sie nicht kennen und verstehen, während die Vampire einen Platz auf der Welt suchen und sich selbst nicht sich sind, was nun eigentlich passieren soll. Wie immer gibt es einige fundamentalistische Gruppen auf beiden Seiten, während andere – unter anderem Dr. Luther Swann – versuchen, eine friedliche Lösung zu finden.

Denn tatsächlich ist nicht jeder Vampir eine Bedrohung, viele möchten einfach nur ihr normales Leben von früher weiterführen. Einige verwandeln sich sehr stark, während andere auch weiterhin wie Menschen aussehen. „Früher haben wir Steak gegessen, jetzt trinken wir Kuh-Blut“ ist eine Aussage, die am besten erfasst, wie die meisten Vampire drauf sind. Doch die wenigsten Menschen erkennen dies und so geht der Krieg weiter. Während dieser Situation Kämpft Luther mit einer militärischen Sondereinheit, die für ihre skrupellose Vorgehensweise gegen Vampire bekannt ist und versucht Leben zu retten. Dabei wird er immer tiefer in Probleme und Intrigen hineingezogen und kommt einer Verschwörung auf die Spur, die sowohl von den Menschen als auch von Vampiren ausgeht. Spätestens, nachdem seine Frau und sein kleiner Sohn von der eigenen kleinen Tochter nach der Mutation umgebracht werden, verliert er sich selbst immer mehr. Außerdem trifft er auf den Kult der blutroten Königin, der ebenfalls recht vernünftige Ansichten nach außen zeigt, allerdings weiß niemand, was die tatsächlichen Ziele der vampirischen Vereinigung sind.

V-Wars: Die blutrote Königin

V-Wars: Die blutrote Königin

V-Wars: Die blutrote Königin

V-Wars: Die blutrote Königin

Rassismus, Vorurteile und menschliches Versagen

Menschen sehen Vampire als die Vorboten der Hölle und selbst das Militär schießt lieber, als Fragen zu stellen. Vampire, die Verständnis gegenüber Menschen zeigen, werden von Hardlinern aus den eigenen Reihen angegriffen und so schaukelt sich der gesamte Konflikt immer weiter hoch. Dabei wäre eine Welt möglich, in der Menschen und Vampire Seite an Seite miteinander leben, wenn sie sich doch einfach nur mal kennen lernen würden.

Das Erschreckende an V-Wars sind nicht die Vampire an sich. Es sind auch nicht die sehr dunklen, oftmals enorm blutigen Szenen, die von Alan Robinson illustriert werden und richtig gut aussehen. Das wirklich Beklemmende an dem Comic ist die enorm realistische Darstellung von menschlichem Verhalten, das voller Angst, Wut und Hass ist. Denn die Geschehnisse in dem Buch kann man ohne Probleme auf andere Situationen in der Welt übertragen: Minderheiten werden unterdrückt und andere Religionen sorgen für Angst bei Menschen, die nicht informiert sind. Eine kleine Gruppe fanatischer Menschen, die eine hunderte Millionen ganz normaler Menschen schlecht aussehen lassen, ist auch auf unsere heutige Zeit zu übertragen. Diesen Spagat zwischen fantastischer Story und realistischem Verhalten schafft Autor Jonathan Maberry sehr gut und kann mit V-Varrs – Die blutrote Königin einen hervorragenden Einstieg für seine Geschichte wählen. Wenn man den Unterhaltungswert der Geschichte ignoriert, so liest man einen moralischen Aufruf an alle, nicht sinnlos Angst vor dem Unbekannten zu haben. Und das gefällt.

V-Wars: Die blutrote Königin

V-Wars: Die blutrote Königin

V-Wars: Die blutrote Königin

V-Wars: Die blutrote Königin

Persönliches Fazit

Ich bin eigentlich kein Fan von recht blutigen Comic-Büchern, doch in V-Wars sehen die einzelnen Szenen nicht nur richtig gut aus, sondern passen einfach perfekt zum Gesamtbild der Geschichte. Das „empfohlene Lesealter“ liegt bei 16+ und gerade auf Grund der starken artistischen Arbeit kann ich das nur unterschreiben. Aber auch die Geschichte selbst hat so viele kleine Nuancen, die jüngere Leser wahrscheinlich gar nicht erst verstehen würde. V-Wars – Die blutrote Königin ist ein furioser Auftakt einer richtig guten Story über Vampire, Menschen und die Möglichkeit für ein friedliches Miteinader. Dabei geht Maberry neue Wege und nutzt nicht die typischen Vorurteile, die man gegenüber den fiktiven Vampiren hat. Wer auf Comic-Bücher mit guter Story und moralischen Dilemmas steht, der sollte hier definitiv zuschlagen.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr V-Wars – die blutrote Königin direkt bei Cross-Cult kaufen oder es bei Amazon bestellen.

Euer Hardbloxx-Team

Bücher // Clone Rebellion – Republik (Steven L. Kent)

Nicht nur das Imperium in Star Wars kann sich einer riesigen Klon-Armee bedienen, um die Galaxy zu erforschen, zu erobern und die Macht auch zu behalten. Auch in Steven L. Kents Sci-Fi Roman „Clone Rebellion – Republik“ trifft unser Protagonist auf eine Klon-Armee und kämpft mit Menschen und Klonen Seite an Seite. Was sich zunächst nach einem durchschnittlichen Militär-Roman anhört, entpuppt sich jedoch schnell als höchst interessante Geschichte voller moralischer Fragen und vielen, unerwarteten Enthüllungen. Das ganze wird mit einer ordentlichen Portion Intrigen gemixt und schon erhält man einen echt spannenden Auftakt zu einer Serie. Ihr wollt mehr lesen? Dann seid ihr hier richtig.

Die Menschheit ist alleine im Universum

Wir befinden uns im Jahr 2508, also in einer recht weit entfernten Zukunft. Es hat sich viel getan in unserer Galaxis, denn die Menschheit hat nicht nur den Weltraum, sondern vor allem hunderte von Planeten erobert. Allerdings ist das Wort „erobert“ etwas fehl am Platz, denn während der Expansion durch die Milchstraße traf die Menschheit auf keine andere intelligente Spezies. Außerdem lernte sie, wie man Planeten mit Hilfe von Terraforming so umgestaltet, dass dort Menschen leben und überleben können. Wir haben also unseren Teil des Universums ganz für uns alleine – und sind dadurch selbst unser größter Feind. Nachdem die ersten Planeten besiedelt wurden, musste sich auch die Regierungsform der Menschen ändern, woraufhin die Vereinigte Obrigkeit (VO) entstanden ist, die aus den Regierungsvertretern der Erde und den anderen Planeten besteht. Außerdem gibt es einen riesigen Militär-Komplex, denn die Erde möchte nicht die Kontrolle über die anderen Planeten verlieren. Wer sich lossagen will, muss mit einem massiven Militärschlag bis hin zur kompletten Vernichtung rechnen. Um die gesamte Galaxie beherrschen zu können, wurde eine riesige Klon-Armee erschaffen.

Clone-Rebellion

Die Klone werden auf der Erde im Labor erstellt und leben dann in einem Waisenhaus. Denn bei dem Aufbau der menschlichen Zivilisation orientierte man sich an Platon und übernahm einige Ideen – unter anderem Platons Lüge. In der modernen Welt bedeutet das, dass jeder Klon im Waisenhaus mit 2.000 anderen Klonen aufwächst, sich jedoch selbst nicht für einen Klon hält und denkt, dass er der einzige Mensch in seiner Einheit ist. Dazu wurde die Psyche programmiert und sobald ein Klon herausfindet, dass er kein richtiger Mensch ist, wird ein Hormon ausgeschüttet und er stirbt. Dadurch möchte die Regierung die Kontrolle über die Millionen Soldaten behalten. Genau in diese Welt wird Private First Class Wayson Harris geboren, der jedoch anders ist, als die Klone im Waisenhaus: Er ist in der Lage, sich Befehlen zu widersetzen und trifft eigene Entscheidungen. Er ist als einziges Kind unter 2.000 Klonen aufgewachsen und beginnt seine Laufbahn als Soldat auf einem einsamen Planeten, mitten im Nichts. Wie es das Schicksal so will, trifft er dort allerdings auf einen abtrünnigen General, der gegen die VO kämpft und die Eigenständigkeit der anderen Planeten anstrebt. Gemeinsam mit dem Atkins‘ Kult, einer aufstrebenden Religion in der Milchstraße, führt er Krieg. Während sich Wayson Harris also mit diesen Problemen herumschlagen darf, muss er außerdem mit Intrigen und antisynthetischen Menschen zurechtkommen und seine eigene Rolle in diesem großen Spiel verstehen.

Philosophie und Psychologie

Die Geschichte selbst ist wirklich unterhaltsam geworden und über 531 Seiten wird ein guter Einstieg in die Serie gewählt, der dann natürlich mit einem Cliff-Hanger endet. Allerdings sind vor allem die moralischen Dillemas der Grund, warum das Buch so extrem interessant ist. Das beginnt bereits mit der Wahl von Platons Staat: Die Gesellschaft im Buch wurde grob nach der Politeia aufgebaut und so gibt es grundsätzlich drei verschiedene Gesellschaftsschichten: Soldaten, Bürger und Regierende und es ist eigentlich nicht möglich, aus seiner eigenen Schicht auszubrechen. Um das zu verhindern, hatte Platon bereits vor über 2.000 Jahre eine Lüge erdacht. Sollte nämlich jemand aus seiner Schicht ausbrechen wollen, so erzählte man ihm, dass alles, was er bisher erlebt habe, lediglich ein Traum gewesen sei. Platon nannte die Euthanasie eine „noble Lüge“ und letztendlich funktioniert so auch die Sicherung der Klone: Sie können auf Grund ihrer Herkunft in der Gesellschaft niemals aufsteigen und wenn sie erfahren, wieso, sterben sie. Außerdem sind alle Offiziere im Militär Menschen und viele sehen Klone lediglich als Ausrüstung an. Ob eine Kugel abgefeuert, eine Schutzweste eingesetzt oder ein Klon erschossen wird, macht für viele Menschen keinen Unterschied, denn schließlich wurden Klone genau zu diesem Zweck erschaffen. Allerdings sind sie fast genau wie Menschen, haben eigene Erfahrungen, Gefühle, ein Bewusstsein und Überlebensinstinkt.

Clone-Rebellion-Republik - Logo

Genau an diesem Punkt werden einige moralische Fragen in der Geschichte angeschnitten, die man nicht einfach beantworten kann. Waysons bester und vielleicht einziger Freund Vincent Lee ist ebenfalls ein Klon, weiß dies allerdings nicht – und trägt selbst nach außen eine antisynthetische Einstellung herum. Er betont immer wieder, wie sehr er Klone hasst, zweifelt aber mit großer Wahrscheinlichkeit selbst an seiner Menschlichkeit. Immer wieder kommt die Frage auf, ob das Militär denn synthetische Soldaten einsetzen darf und für die eigenen Zwecke in die Hölle werfen kann. Doch was zunächst anti-militärisch klingt, richtet sich in Wirklichkeit gegen die gesamte Menschheit. Das Ganze wird dann mit dem Wunsch der Kolonien nach Selbstbestimmtheit und Freiheit kombiniert und schon hat man eine wunderbare Geschichte voller Fragen und ohne Antworten.

Persönliches Fazit

Mir hat Clone Rebellion – Republik richtig gut gefallen. Steven L. Kent schafft es, eine spannende Story zu erzählen und gibt tiefe Einblicke in das Leben im Militär. Auch die philosophische Seite weiß gut zu unterhalten, ist dabei jedoch niemals penetrant und nervt mit einem moralischen Finger. Stattdessen bleibt es jedem Leser selbst überlassen, Schlüsse zu ziehen und eigene Antworten zu finden, während die Geschichte fortgesetzt wird. Das Erschreckende ist vielleicht, dass die gezeigte Zukunft gar nicht so unrealistisch ist und damit ein klarer Fingerzeig sein sollte. Wer gute Science Fiction Unterhaltung mit einigen moralischen Ansätzen sucht, ist mit dem Buch richtig gut bedient.

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Euer Hardbloxx-Team

Comic // Hulk vs. Iron Man

Immer wieder kommt es im Marvel-Universum zu einem Aufeinandertreffen von Superhelden, die einen Disput austragen müssen. In Hulk vs. Iron Man treffen – und wer hätte sich das denken können – Iron Man und Hulk aufeinander und legen dabei fast eine komplette Großstadt in Schutt und Asche. Wir haben den Comic gelesen und verraten euch im Folgenden, warum auch ihr unbedingt hineingucken müsst.

Hulk sauer auf Tony

Bruce Banner alias Hulk und Tony Stark alias Iron Man verbindet bereits seit vielen Jahren eine Freundschaft, die auf der einen Seite auf Wissen und genialen Ideen beruht, auf der anderen Seite jedoch auch ständiger Rivalität ausgesetzt ist. Bereits auf der Universität lernten sich die beiden Hitzköpfe kennen und schätzen, lange bevor Banner zum Hulk und Stark zum Iron Man wurde. Nachdem Tony allerdings zum größten Waffenentwickler der Welt aufstieg, hatte Bruce immer größere Probleme mit seinem Freund, da sich dieser in seiner unnachahmlichen Art und Weise immer in den Mittelpunkt drängte und versuchte, seinem Freund die Show zu stehlen. Allerdings haben sich die beiden auch noch Jahre, nachdem sie als Avengers unterwegs sind, nicht aus den Augen verloren und kämpfen Seite an Seite zum Schutze der Erde und der Menschheit gegen das Böse. Bei einem dieser Einsätze trafen sie allerdings auf eine Wahrheitsbombe, die unter anderem Gammerstrahlung verwendet und dadurch einige Gedächtnisfetzen zwischen dem Hulk und Iron Man austauscht. Diese waren zwar unvollständig, führen allerdings in eine Zeit zurück, die den Hulk sehr stark auf die Palme bringt.

Bruce Banner verwandelte sich in den Hulk, nachdem ein Experiment schief ging: Er entwickelte für das Militär eine Gammerstrahlen-Bombe, die sich jedoch nicht so verhielt, wie der geniale Wissenschaftler es erwartet hatte – woraufhin er zum Hulk mutierte. Was er allerdings bisher nicht wusste, war, dass Tony Stark im Auftrag der Regierung am Abend vor dem Experiment an dem Prototypen herumbastelte, um die von Banner eingebauten Schwächungen zu umgehen. Durch die Wechselwirkung mit der Wahrheitsbombe erfährt nun Bruce Banner, dass anscheinend Tony Stark für sein Unglück verantwortlich ist, woraufhin er richtig wütend wird. Er begibt sich zu Arno Stark, Tonys Bruder, und lässt sich von diesem dabei helfen, die Kontrolle auch als Hulk zu behalten. Dadurch wird die Stärke und Brutalität vom Hulk mit dem genialen Gehirn des großen grünen Monsters kombiniert und von da an beginnt die Jagd auf Iron Man, die nicht nur in einem finalen Kampf, sondern in einer weiteren Überraschung gipfelt.

Hulk vs. Iron Man [Comic]

Hulk vs. Iron Man [Comic]

Zwei geniale Köpfe treffen aufeinander

Diese Überschrift betrifft nicht nur den Kampf, den Hulk und Iron Man im Comic ausfechten, sondern auch die beiden Autoren: Mark Waid ist ein US-amerikanischer Autor, der in den letzten Jahren vor allem mit seiner Miniserie Infinite Crisis für Aufsehen sorgen konnte. Allerdings ist er schon seit den 1980er Jahren im Geschäft und hat unter anderem für diverse Superman-Umsetzungen und Captain America als Autor fungiert. Der britische Kieron Gillen hingegen schrieb schon über Thor und die X-Men und konnte bereits vor einigen Jahren über die Young Avengers und Iron Man selbst berichten. Mit Mark Bagley (Batman, The Amazing Spider-Man) und Luke Ross (Green Lantern, Captain America) haben sich die beiden außerdem zwei sehr erfahrene Comic-Zeichner ins Boot geholt, die eine wirklich gute Arbeit abgeliefert haben. Im typischen Marvel-Stil gehalten, schafft es Hulk vs. Iron Man die Abgründe aufzuzeigen, die die beiden Protagonisten in sich getragen haben und noch immer in sich tragen: Stolz, Vorurteile und Rivalität haben die beiden in ihre jetzige Lage gebracht. Tonys Vergangenheit ist voller Alkohol, Frauen und Überheblichkeit und zumindest das letztere kann man auch Bruce Banner nicht abstreiten.

Die beiden Autoren schaffen es perfekt, die Vergangenheit mit aktuellen Gefühlen zu vermischen und so die Konflikte der Helden darzulegen. Doch auch der Bund, die Freundschaft, mit der die beiden miteinander verbunden sind, wird klar dargestellt und zeigt, was all die Jahre unausgesprochen zwischen ihnen gestanden hat.

Hulk vs. Iron Man [Comic]

Hulk vs. Iron Man [Comic]

Persönliches Fazit

Das Crossover Hulk vs. Iron Man verspricht, was es bereits auf dem schönen Frontcover zeigt: Einen actionreichen Kampf zwischen den beiden Superhelden. Doch darüber hinaus gibt es eine Geschichte von Freundschaft, Neid und Stolz, die sehr unterhaltsam ist und eigentlich sogar eine Fortsetzung fordert. Der Original Sin Sonderband #1 überzeugt mit einer starken Geschichte, die von sehr schönen Bildern begleitet wird. Letztere sorgen in den richtigen Momenten für ein Gefühl von Wut, Angst, Enttäuschung und helfen perfekt dabei, die Story zu erzählen. Wir können euch Hulk vs. Iron Man nur empfehlen und hoffen, dass auch ihr von der Geschichte mitgerissen werdet. Als kleiner Bonus gibt es übrigens nach der Geschichte selbst noch ein Kapitel zu Deathlok, der schon bald seine eigene Comic-Umsetzung bekommen wird.

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Euer Hardbloxx-Team

Comic // Sinestro – Band 1: Die Macht der Furcht

Bereits im Jahr 2011 erschien ein Film, der auf den DC Comics zu Green Lantern basiert und mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle die gesamte Comic-Welt begeistern sollte. Allerdings konnte der Film weder Kritiker noch Fans überzeugen. Die Comics hingegen gehören weiterhin zu den beliebtesten Serien ihrer Zunft und selbst der Antagonist Sinestro kann auf eine breite Fangemeinde blicken. Es ist also kein Wunder, dass sich DC dazu entschlossen hat, ihm eine eigene Serie zu widmen. Mittlerweile ist auch der erste Band zur Serie erschienen, die ganz einfach auf den Namen „Sinestro“ getauft wurde. Wir haben uns das Comic-Buch näher angeschaut und verraten euch in unserem Test, ob es sich lohnt, Zeit und Geld zu investieren.

Sinestro - Band 1

Sinestro – Band 1

Die Vorgeschichte

Zeitlich gesehen setzt die Handlung von „Sinestro“ nach dem Crossover-Event Forever Evil – Herrschaft des Bösen ein. Der Hauptcharakter und einstige Mentor von Hal Jordan, dem menschlichen Green Lantern, hat sich nach den Ereignissen der Vergangenheit freiwillig ins Exil gegeben. Erst kurz zuvor hatte er sich mit Parallax verbunden, dem Wesen, das die kosmische Verkörperung der Furcht darstellt und damit die Kraftquelle für alle Yellow Lanterns darstellt, deren Anführer Sinestro ist. Gemeinsam stellten sich die beiden dem Kampf gegen die Green Lanterns – und verloren. Daraufhin entsagte Sinestro der Macht von Parallax und gab auch seine Position als führer der Yellow Lanterns auf, um ohne Hoffnung im Exil zu verweilen. Genau an diesem Punkt beginnt die Geschichte des ersten Bandes, die es durchaus in sich hat.

Zunächst lebt Sinestro ganz alleine in einem alten Tempel, der einst von weisen Mönchen bewohnt wurde, um dort irgendwann sein Ende zu finden. Er hat alles verloren: Hoffnung, Parallax und sein Heimatplaneten, der auf Grund seiner Entscheidungen zerstört wurde – und mit ihm sein gesamtes Volk, die Koruganer. Doch schon bald wird er von Lyssa Dark gefunden – eine der ersten Rekrutinnen seines eigenen, bösen Lantern-Corps und außerdem Bewahrerin des Wissens. Sie berichtet ihm nicht nur davon, dass es im gesamten Universum einzelne Gruppen seines Volkes gibt, sondern auch eine neue Bedrohung auftauchte, eine Kirche der Anti-Emotionen, die sich „Der Fahle Kult“ nennt und jeden von ihrer Religion überzeugen will. Da die Yellow Lanterns jedoch ihre Kraft aus der Furcht ziehen, ist dieser Kult nicht nur eine Bedrohung, sondern könnte auch ihren Untergang einleuten. Grund genug für Sinestro erneut Furcht um sein Volk zu verspüren und zu alter Kraft zu gelangen.

Sinestro - Band 1

Sinestro – Band 1

Sinestro - Band 1

Sinestro – Band 1

Das Leben als Bösewicht

Die Story rund um Sinestro stammt aus der Feder von US-Autor Cullen Bunn, der bereits auf eine turbulente Vergangenheit zurückblicken kann und bereits zu Batman, Superman, Venom, Wolverine, Captain America oder Deadpool verschiedene Storys beitragen durfte. Nun übernimmt er mit „Sinestro“ seine erste eigene Serie von einem absolut nicht glanzvollen Helden und erledigt diese Arbeit mit Bravour. Bereits im ersten Band wird der Konflikt zwischen Sinestro und seiner Tochter Soranik angesprochen, die als Green Lantern ihren Vater hasst, jedoch nun zum Wohle ihres Volkes mit den Yellow Lanterns umherzieht. Als wäre das nicht schon emotionaler Ballast genug, muss sich Sinestro auch noch mit seinem Volk auseinander setzen, das fast ausgestorben ist und dessen restliche Überlebende alle einen tiefen Groll gegen den Protagonisten hegen. Außerdem ist da natürlich noch der Kult, der die Furcht verbannen möchte und den Sinestro nur besiegen kann, wenn er stärker wird als jemals zuvor. Es geht also schon richtig hoch her im ersten Band und die ersten Konflikte sind bereits im vollen Gange.

Es hilft natürlich auch, dass dank der Green Lantern Comics bereits eine Vorgeschichte vorhanden ist, auf der Cullen Bunn aufbauen kann. So war Sinestro eben einst ein wichtiges Mitglied der Green Lanterns und als Hal Jordans Mentor unterwegs, bevor er das Corps verriet. Hal Jordan sieht er heute als seinen besten Freund und schlimmsten Feind an und darf auch bereits im ersten Band eine Auseinandersetzung mit ihm absolvieren – aus der er recht siegreich hervor geht. Außerdem hat er sich mit Dale Eaglesham (Silver Surfer, Guardians of the Galaxy) und Rags Morales (Hawkman, Turok) zwei sehr erfahrene Zeichner ins Team geholt, die wirklich eine wunderbare Arbeit abliefern. Die Bilder sind recht farbenfroh, haben allerdings immer einen düsteren Touch, wodurch immer eine gewisse Bedrohnug im Comic zu finden ist.

Sinestro - Band 1

Sinestro – Band 1

Persönliches Fazit

Mit „Sinestro – Band 1: Die Macht der Furcht“ ist DC Comics ein wirklich furioser Auftakt gelungen. Die Geschichte rund um den Bösewicht hat alles, was eine gute Story braucht: Ein Ziel, einen in vielen Konflikten verwickelter Hauptcharakter, eine Bedrohung, die die Existenz der verschiedenen wichtigen Figuren bedroht und natürlich einiges an Action. Das ganze wird dann mit wunderbaren Bildern gepaart, die eine ständige Düsterheit ausstrahlen und darüber hinaus einfach nur schön gezeichnet sind. Auf insgesamt 116 Seiten wird so eine wunderbare Geschichte erzählt, die die ersten fünf Bände der Original-Story beinhaltet. Wenn ihr also an einer düsteren Story mit einem absolut nicht glanzvollen Protagonisten interessiert seid, dann empfehlen wir euch Sinestro – Band 1, denn es macht wirklich viel Spaß, den Comic zu erleben.

Comic // Assassin’s Creed 3 – Accipiter

Wenn man die erfolgreichsten Serien der Videospielwelt im letzten Jahrzehnt betrachtet, kommt man nicht umhin, unter anderem eben an Asassin’s Creed zu denken. Über zehn Titel der Serie wurden auf den verschiedenen Plattformen mittlerweile herausgebracht und versetzen den Spieler dabei immer wieder in eine grundsätzliche Umgebung: Man schlüpft in die Rolle eines Mannes, der für den Geheimbund der Asssassinen tätig ist, Morde ausführt und dabei gegen die Machenschaften der Templer agiert – die der Erzfeind der Assassinen ist. Dabei werden immer wieder neue Storystränge gewoben und alte zusammengeführt, unter anderem eben auch mit Hilfe der Comic-Bücher. So erscheint nun mit Assassin’s Creed 3 – Accipiter der nun dritte Teil der Comic-Reihe und erzählt die Geschichte rund um Desmond weiter, der erneut in die Vergangenheit seiner Ahnen eintaucht und dort die Geschichte von Aqulus weiter erlebt.

Accipiter - 01
Accipiter - 02

Die Macht der Artefakte

Doch bevor man mit Desmond in seine DNS eintaucht und mit Hilfe derer die Vergangenheit erkundet, lernt man Jonathan Hawk kennen, der ebenfalls berühmte Vorfahren besaß und dessen DNS ihn ebenfalls dazu befähigt, in der Vergangenheit nach Antworten zu bestimmten Fragen zu suchen. So war sein Vorfahre nämlich der Namensgeber des Comics Assassin’s Creed 3 – Accipiter. Der große und erfolgreiche Accipiter war jedoch nicht nur ein unvergleichlicher Krieger, sondern auch ein enger Freund von Aquilus und weiß deshalb auch um die Existenz des Geheimbundes. Während der alemannische Krieger mit seiner Armee eine Schlacht nach der anderen gegen das römische Imperium gewinnt, kommt er der Hauptstadt des Reiches immer näher, wo er dann auch auf seinen alten Freund trifft. Aquilus hingegen möchte auf der einen Seite seinen Vater rächen, der feige von einem Senator verraten wurde, ist aber auf der anderen Seite auch auf der Suche nach einem legendären Artefakt, dass sein Vater einst besaß und das nun im Besitz des verräterischen Römers ist: Das Ankh soll angeblich magische Kräfte besitzen und gilt als eines der größten Geheimnisse der Welt. Und genau dieses Ankh suchen nicht nur die Assassinen der Vergangenheit, sondern auch der Geheimbund der Gegenwart ist auf der Suche danach – und trifft dabei erneut auf den Templerorden, der sich unbedingt in den Weg stellen möchte. So begeben sich Desmond, Jonathan Hawk und die aus den Spielen bekannte Lucy immer weiter auf einen gefährlichen Weg, der schon in der Vergangenheit kein gutes Ende genommen hat.

Accipiter - 03
Accipiter - 04

Das harte Leben eines Assassinen

Auch in Assassin’s Creed 3 – Accipiter wird schnell klar, dass es sich um die typische Geschichte handelt, die man aus den Teilen der Videospielserie kennt: Geheimbünde, die sich bekriegen. Uralte Artefakte, die vielleicht das Schicksal der Welt ändern können. Und natürlich Mord, Totschlag und Verrat an jeder Ecke. Dazu kommen die beiden verschiedenen Zeitebenen, die mehrere hundert Jahre auseinander liegen und trotzdem irgendwie miteinander verknüpft sind. Das alles funktioniert im Comic genauso gut wie in den Spielen, wobei hier natürlich die Geschichte im Vordergrund steht. Natürlich gibt es auch einige Kampfszenen, doch will sich hier auf Grund des Mediums einfach nicht die typische Assassin’s-Creed-Action einstellen. Davon mal abgesehen ist die Story trotzdem spannend erzählt und führt die Geschehnisse der vorherigen Teile fort. Auch die Bilder passen wunderbar ins Assassin’s-Creed-Universum und sind auf der einen Seite sehr realistisch und blutig, aber schaffen es trotzdem noch, ein gewisses Videospiel-Flair zu übertragen. So wird auf den 48 Seiten eine wirklich interessante Geschichte rund um eine Liebesbeziehung begonnen, die mit einem Cliffhänger endet. Fans der Serie werden sich sowohl heimisch fühlen und die Geschichte genießen, während jedoch Neulinge einige Schwierigkeiten haben dürften. Denn wer sich nicht mit der Serie auskennt, wird kaum alle Zusammenhänge und Anspielungen verstehen.

Accipiter - 05
Accipiter - 06

Persönliches Fazit

Assassin’s Creed ist nun mal eine Reihe, die man kennen muss, um die Zusammenhänge aller Teile zu verstehen. Oder zumindest, um einen Überblick auf die Grundgeschichte zu haben. Man sollte also nicht wirklich zu Assassin’s Creed 3 – Accipiter greifen, wenn man nicht weiß, was der Animus ist oder was überhaupt der Orden der Assassinen sein soll. Doch wer Fan der Serie ist, jeden Titel mit Begeisterung spielt und einfach auf der Suche nach neuem Futter ist, der wird auch mit dem Comic-Buch einen Volltreffer landen. Denn obwohl es leider nur 48 Seiten sind, wird dort eine spannende Geschichte mit schönen Bildern erzählt. Uns gefällt es und wir empfehlen es jedem Fan der Serie! Holt es euch doch gleich bei Amazon und unterstützt uns damit.

Euer Hardbloxx-Team
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Comic // Pflanzen vs. Zombies

Schon seit einigen Jahrzehnten ist es vollkommen normal, dass Videospiele zu einem sehr erfolgreichen Comic-Franchise entwickelt werden – bestes Beispiel hierfür sind wohl die sehr beliebten Batman-Titel. Aber auch immer öfter erscheinen Comics, die auf einem wohlbekannten und erfolgreichen Videospiel basieren und oftmals sogar ganze Geschichtslücken zwischen zwei Teilen schließen. Manchmal jedoch basieren sie nur ganz lose auf einem Titel und erfinden eine Geschichte mehr oder weniger neu. Genau in diese Rubrik gehört auch der Comic zu Pflanzen vs. Zombies, denn eine wirkliche Geschichte gibt es in den Spielen ja nicht: Es gibt Zombies, die wollen Gehirne fressen, ihr habt Pflanzen, die die Zombies aufhalten. Fertig. Dass dieses Konzept absolut aufgeht, zeigt der Erfolg des Spieles und auch der Comic hat zumindest das Potential, an diesem Rezept anzuknüpfen.

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Sie wollen dein Gehirn!

Die Geschichte in Plants vs. Zombies – Der Comic handelt von dem Teenager Nate Timely, der in seinem Baumhaus auf die selbsternannte Baumhausforscherin Patrice trifft, die gerade mal das Baumhaus begutachten wollte. Nachdem sich die beiden miteinander bekannt gemacht haben, geht die Action allerdings auch schon direkt los, denn auf einmal tauchen in der gesamten Nachbarschaft von Nachbarshausen Zombies auf, die nur eins wollen: Gehirne fressen! Dabei machen sie sich in der ganzen Stadt breit und die Situation scheint sehr auswegslos – doch glücklicherweise ist die kleine Abenteurerin Patrice die Nichte des aus den Spielen wohlbekannten Deppie Dave und dieser steht auch jetzt mit Rat und Tat zur Seite steht und hilft den Kindern, seine Pflanzen mobil zu machen. Allerdings drückt sich Deppie Dave nicht immer verständlich aus, sodass es für Nate sehr praktisch ist, dass zumindest seine neue Freundin ihren Onkel verstehen kann.

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So sammeln Nate und Patrice die Pflanzen ein, stapeln sie auf ihre Fahrräder und fahren damit durch die Stadt, um den Zombies ordentlich einzuheizen. Allerdings brauchen die Pflanzen die Energie der Sonnenblumen, die die Sonnenenergie umwandeln und so den anderen Pflanzen Kraft geben. Natürlich arbeiten auch die Sonnenblumen auf Hochtouren, um den anderen Pflanzen zu helfen, doch auf einmal erscheint eine große und bedrohlich graue Wolke am Himmel und verdeckt diesen – der verrückte Professor, der die Zombies in die Stadt gebracht hat, hatte wohl noch ein Ass im Ärmel. Nun hilft nur noch eine Sache: Auf der Villa von Deppie Dave steht eine riesige Windmühle, die womöglich in der Lage wäre, die Wolke vom Himmel zu pusten. Allerdings steht diese Villa am anderen Ende der Stadt und bis dahin ist es ein weiter Weg.

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Der typische Humor von PopCap

Obwohl sich Paul Tobin (Autor, unter anderem für Marvel und DC tätig) und Ron Chan (Zeichner, unter anderem Amazon, Konami, Microsoft und Sega tätig) für das Werk verantwortlich zeigen, lässt sich doch sofort der typische Humor feststellen, den PopCap auch in ihrem Computerspiel verwenden. Ein Beispiel gefällig? Als die Zombies durch die Stadt irren, treffen sie unter anderem auf einen Obdachlosen, der auf seine Frage „’nen Dollar?“ die Gegenfrage „Gehirn?“ erhält. Und als Patrice zu einem Plan von Nate sagt „Das hört sich nicht gerade schlau an“, antwortet er mit einem „Kein Problem, ich bin eh nicht der Allerschlauste!“ Hinzu kommen typische Slapstickeinlagen sowie viel Situationskomik. Und wer Pflanzen vs. Zombies gespielt hat, der wird so ziemlich jeden Zombie und jede Pflanze auch im Comic wiederfinden – mehr oder weniger sinnvoll in der Geschichte verankert. Sogar der Yeti hat einen Auftritt! Die Geschichte wird also auf genau die Art und Weise erzählt, wie auch die Dialoge in dem Computerspiel ablaufen: Locker, flockig, etwas verrückt und nicht ganz ernst zu nehmen. Dazu kommen knallig-bunte Bilder und wirklich liebevoll gezeichnete Details, die den Comic zu einem lustigen Erlebnis für Fans machen.

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Persönliches Fazit

Die Geschichte von Pflanzen vs. Zombies ist verrückt, durchgeknallt und alles andere als logisch aufgebaut. Doch genau das macht den Reiz und vor allem den Witz aus. Man darf nicht alles für bare Münze nehmen, sondern soll sich einfach fallen lassen. Wer das schafft, der wird mit einer unterhaltsamen Geschichte für Groß und Klein belohnt, die mit schnellen Dialogen und wunderschönen Bildern punktet. Hinzu kommen die beiden Protagonisten, die trotz ihrer Jugend scheinbar gar keine Angst vor den Zombies haben und zusammen mit Deppie Dave die gesamte Stadt Nachbarshausen retten. Ein wirklich gelungener Comic, der vor Witz und Charme nur so sprudelt und für Fans ein absoluter Muss ist. Holt euch das Comic-Buch doch gleich bei Amazon.

Euer Hardbloxx-Team
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Comic // Castle – Deadly Storm

Die meisten werden wohl die Kabel-1–Krimiserie „Castle“ kennen: Ein gefeierter Autor von Kriminalromanen darf Polizist spielen und arbeitet eng mit einer sehr attraktiven jungen Polizistin zusammen. Dabei verfolgen die beiden Verbrecher und durch sein kreatives Denken schafft Richard Castle immer wieder, der Polizei zu helfen und die Verbrecher zu schnappen. Immer wieder werden in der Serie außerdem die fiktiven Bücher des Protagonisten genannt, von denen vor allem sein erstes Buch „Deadly Storm“ in den ersten Folgen der Serie eine wichtige Rolle spielt. Nun wurde genau dieses fiktive Buch als Comic umgesetzt – und bekommt mit „Castle – Deadly Storm“ eine Umwandlung zu einer wirklich realen Geschichte. Wir haben uns den Titel mal angeschaut und sagen euch, ob der Comic wirklich unterhaltsam ist und sich nur für Fans eignet oder auch darüber hinaus gelesen werden kann und sollte.

Castle (5)
Castle (4)

Vom Privatdetektiv zum CIA-Agenten

Die Geschichte handelt vom fiktiven Helden Derrick Storm, der am Anfang der Story alles andere als heldenhaft wirkt: Ein heruntergekommener und myrrischer Privatdetektiv, dessen neuester Fall darin besteht, einen Mann ausfindig zu machen, der ganz offenkundig seine Frau betrügt. Der Fall scheint klar. Storm macht ein paar Bilder vom fremdgehenden Mann und dessen Geliebte und möchte diese seiner Auftraggeberin vorbeibringen. Doch die scheint nicht zu hause zu sein, obwohl jedoch ihr Handy im Haus läutet, sodass er dann hinten herumgeht, um über die Terrasse einen Blick zu riskieren. Dort steht jedoch die Tür offen und alles wurde durchsucht. Schon bald steht die Polizei vor der Tür und verhaftet ihn wegen Mordes an seiner Klientin – die überhaupt nicht die war, die sie angab zu sein. Denn der fremdgehende Ehemann ist in Wirklichkeit ein abtrünniger CIA-Agent und steht im Zusammenhang mit einer riesigen weltweiten Verschwörung von ehemaligen Geheimagenten, die über Millionen Dollar an Drogengeld gestohlen haben. Auf einmal geht alles ganz schnell und Derrick Storm arbeitet für die CIA als freier Mitarbeiter. Von nun an jettet er an der Seite einer echten CIA-Agentin um die Welt und legt sich mit Drogenkartellen und speziell ausgebildeten Agenten an. Nur um festzustellen, dass sein Vater, der einst FBI-Agent war, ihm mehr geholfen hat, als er es auch nur ahnen konnte.

NATHAN FILLION, STANA KATIC
Castle (3)

Die typische Kriminalgeschichte

Castle – Deadly Storm ist ein schön gezeichneter Comic, der sich stilistisch und thematisch gut an die Serie „Castle“ anpasst: Es geht ein wenig um einen charmanten Darsteller, der genau weiß, dass er auch charmant sein kann und bei der Frauenwelt ganz gut ankommt. Irgendwie ist er aber auch ein kleines bisschen ein Versager mit einem guten Herz. Doch trotzdem schafft er es, die richtigen Entscheidungen zu treffen und steht am Ende als Held da – zumindest ein wenig. Ein bisschen ist der Comic eben mit den typischen Klischees behaftet: Ein ungestümer Privatdetektiv mit dem Fall seines Lebens, ein paar attraktive junge und vor allem energische Frauen und dazu ehemalige Agenten, die abtrünnig geworden sind und über Leichen gehen, um das Drogengeld zu bekommen, mit dem sie ihren Ruhestand sichern möchten. Auch das Ende ist nicht wirklich überraschend und letztendlich hat man schon immer irgendwie gewusst, dass es so ausgehen wird. Wer also Fan der Serie ist, der wird auch hier nicht enttäuscht werden, doch man muss die Serie nicht kennen, um einen unterhaltsamen und interessanten Krimi in Comic-Form zu lesen. Denn auch, wenn sie sehr klischee-mäßig ist, fühlt man sich doch gut unterhalten.

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Castle (1)

Persönliches Fazit

Man darf bei Castle – Deadly Storm kein besonders ausgefallenen oder innovativen Comic erwarten. Denn er liefert genau das, was Fans der Castle-Serie möchten: Witzige Dialoge, eine spannende Geschichte und einen charmanten Protagonisten. Die bunten Comic-Bilder wirken zwar realistisch, doch strahlen sie trotzdem ihren eigenen Charme aus. Wie bereits erwähnt, sollte man jedoch nur eine unterhaltsame Geschichte erwarten und keine Geschichte, die sich durch überraschende Twists auszeichnet. Trotzdem fühlt man sich gut unterhalten und wer auf spannende Kriminalgeschichten steht, der sollte definitiv einen Blick in das Comic-Buch werfen. Holt es euch doch gleich bei Amazon.

Euer Hardbloxx-Team
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Comic // Key of Z

Sie sind einfach überall und gehören heutzutage einfach zur Pop-Kultur: Zombies. Sie sind schon seit einigen Jahre einfach nicht mehr aus unserer medialen Welt wegzudenken und führen mittlerweile nicht nur ein Schattendasein als Kanonenfutter in B-Movies. Stattdessen füllen sie den Kinosaal oder sind Themenschwerpunkt von sehr erfolgreichen Serien („The Walking Dead“ ist wohl das bekannteste Beispiel). Und natürlich bevölkern die Untoten auch in großen Scharen die Comic-Landschaft. „Key of Z“ ist nun nur der nächste Clou im Siegeszug der wandelnden Armee von Zombies und versetzt den Leser erneut in eine apokalyptische Geschichte mit weltumfassenden Ausmaßen. Wir haben die Geschichte auf Herz und Nieren geprüft und sagen euch nun, warum ihr die Geschichte lesen solltet.

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Der Zombiefänger von Hameln?

Diese Überschrift mag zunächst etwas verwirrend wirken, spielt die Story des Comics doch in einem beinahe menschenleeren New York der (möglicherweise nicht allzu entfernten) Zukunft. Der Protagonist der herzergreifenden Geschichte ist Ewing. Vor der Epidemie verdiente er sein Geld als Bodyguard und war liebender Ehemann und Vater, doch änderte sich alles, als die ersten Zombies aufgetaucht sind. Denn wie das bei einer solchen Apokalypse nun einmal ist, machen die Zombies genau das, was sie immer tun und verwandeln die menschliche Bevölkerung ebenfalls in stupide und sehr gefräßige Mitglieder der untoten Rasse. Glücklicherweise konnte Ewing schnell reagieren und erkannte die Zeichen der Zeit. Er brachte Frau und Sohn in Sicherheit, womit sie zu den wenigen Überlebenden in New York gehörten. Nun hat sich die Bevölkerung von New York in drei Teile gespalten. In den großen Stadien in Queens, Manhatten und in der Bronx haben sich Gangs niedergelassen und herrschen dort über eine Gruppe von Überlebenden mit eiserner Hand. Denn das Leben nach der Zombieapokalypse ist weder fair noch gemütlich. Tagtägliches Überleben steht auf der Tagesordnung und jeder muss seinen Beitrag zur Community leisten. Manche Gangs verlangen dabei alles Hab und Gut und monatliche Zahlungen in Form von Versorgungsgüter, die sich die Schutzsuchenden in den zombieverseuchten Gebieten holen müssen.

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Glücklicherweise gehörte Ewing zu der Gruppe, die auf Menschlichkeit und Vernunft setzte und allen Überlebenden Schutz und Unterschlupf gewährte – zumindest bis zu dem Tag, an dem die beiden rivalisierenden Gangs einen Hinterhalt legten und dabei unter anderem auch Ewings Frau und Sohn in die Luft sprengten. Nun ist der einstige Bodyguard auf einem Rachefeldzug und hat nur noch ein Ziel: Den Tod der anderen Gangbosse. Dabei trifft er auf Eddie, der einfach versucht zu überleben und sich nicht mit seinen Bossen anlegen möchte – zumindest, bis er auf Ewing trifft, der ihm klar macht, dass das Leben nicht nur aus Angst bestehen darf. Gemeinsam fassen die beiden einen riskanten Plan, der entweder das Aus für beide bedeutet, oder das Ende der führenden Köpfe der letzten Gangs. Dabei verlässt sich Ewing auf die Mundharmonika, die ihm sein Sohn einst geschenkt hat und die bei Benutzung dafür sorgt, dass ihm alle Zombies im Umkreis hinterher laufen – wie die Ratten des Fängers von Hameln. So führt er eine riesige Armee von Zombies in das Herz von New York und riskiert dabei alles.

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Kein Zombie-Comic wie andere

Bereits nach den ersten Seiten wird klar, dass es sich bei Key of Z nicht um das „typische“ Comic-Buch mit Zombie-Thema handelt. Zwar wird kurz gezeigt, wie der Protagonist das erste Mal Kontakt zu den Zombies hatte, doch es wird keine Erklärung gegeben, woher die Zombies kommen, geschweige denn, wer dafür verantwortlich ist. Und das gefällt mir sehr gut, denn eine 08/15-Geschichte, die von einem Virus handelt oder einem Pilz, der dann die Menschheit in willenlose Untote verwandelt, gibt es bereits in vielen anderen Geschichten und muss mittlerweile wohl wirklich mehr nicht sein. Auch der Rest der Welt ist für die Geschichte nicht wichtig und lediglich in einem kleinen Nebensatz wird erwähnt, dass außerhalb von New York „wohl nichts mehr ist“. Ob das der Wahrheit entspricht oder ob da lediglich ein uninformierter und ignoranter Schuft spricht, es ist nicht wichtig. Wichtig ist nur die Rache, die Edwing immer weiter antreibt und ihn auch vor den „Schlufwandlern“ keine Angst haben lässt. Aber auch die Geschichte seines angehenden Side-Kicks Eddie, der immer mehr versteht, dass er nicht so weiter leben kann, ist sehr spannend erzählt. Natürlich ist das Ende etwas vorhersehbar und auch die gesamte Erzählung an sich erfindet das Genre nicht neu, doch sie unterhält – und genau das erwarte ich von einem Comic-Buch.

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Persönliches Fazit

Viele Geschichten aus dem Zombie-Genre versuchen entweder besonders kreativ oder besonders schaurig zu sein. Key of Z hingegen fokussiert sich auf die wichtigsten Punkte eines guten Comic-Buches: Ein unterhaltsame Geschichte und stimmungsvolle Bilder sind doch im Grunde genau das, was man sich wünscht. Und die Geschichte ist wirklich unterhaltsam. Unterstützt wird sie zusätzlich von den verschiedenen Bildern. Die Idee mit der Mundharmonika, die als Lockmittel für Zombies fungiert, bringt die benötigte Frische in das Zombie-Gemetzel, auf das auch Key of Z nicht verzichten kann. Denn letztendlich hat jeder Held die Aufgabe, sich gegen Zombies zu wehren, um dann jedoch irgendwann festzustellen, dass die wahre Bedrohung immer noch von den Menschen ausgeht. So betrachtet ist der Comic schon beinahe recht klassisch und macht auf jeden Fall Spaß. Holt ihn euch doch gleich bei Amazon, wenn ihr möchtet.

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Comic // Venom 5 – Savage Six

Venom hat die Welt gerettet. Natürlich nicht alleine (siehe Band 4), aber er hat sein Leben riskiert, die Hölle auf Erden beendet und zusammen mit seinen neuen Freunden die Apokalypse aufgehalten. Doch seine Probleme haben nicht einfach aufgehört zu existieren. Er hatte sich von seiner Freundin getrennt, um sie nicht in Gefahr zu bringen (siehe Band 3) und muss sich außerdem noch mit Crime Master und anderen Bösewichten herumschlagen. Außerdem hat er sich dazu entschlossen, für die Secret Avengers zu arbeiten, da dies für ihn der einzige Weg ist, den Venom-Symbionten zu behalten. Aber da bahnt sich schon das nächste Problem an, denn Crime Master hat die Savage Six versammelt und bläst zur Jagd auf Flash Thompson und dessen Familie.

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Ein Spiel, das man nicht gewinnen kann

Der fünfte Band der Venom-Reihe beginnt damit, dass Eddie Brock seine Jagd auf die Venom-Sprösslinge beginnt. Venom hat bereits einige Ableger in der Welt hinterlassen – teilweise von verrückten Wissenschaftlern von ihm extrahiert, teilweise auf andere Weise. Eddie Brock, der einst selbst der Wirt von Venom war, jagt und tötet nun all diese Symbionten und nimmt keinerlei Rücksicht auf die Wirte. Scott Washington, der den Symbionten „Hybrid“ dazu nutzt, in seiner Gegend die Verbrecher zu bekämpfen, ist sein neuestes Opfer, das er erbarmungslos niedermetzelt. Kurz darauf folgt Donna Diego, die den Symbionten „Scream“ beherbergt. Sein letztes Ziel hat Eddie ebenfalls vor Augen: Sein ehemaliger Verbündeter Venom muss sterben, denn nur dann kann er seiner Meinung nach die Welt von allem Übel befreien. Währenddessen muss sich Flash Thompson jedoch mit anderen Problemen beschäftitgen. Seine Freunde und Familie machen sich Sorgen um ihn, denn er erzählt ihnen immer wieder, dass er erneut einen Rückfall zum Alkoholismus hatte – um seine wahre Identität als Venom zu verschleiern.

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Außerdem darf er seinen ersten Fall als Agent für die Avengers übernehmen und soll lediglich Human Fly (siehe Band 1) bei einer Überführung begleiten. Doch der Hobgoblin greift an und Human Fly kann entkommen. Danach trifft Flash eine Entscheidung. Er will den Crime Master töten, doch wird in letzter Sekunde von Eddie Brock überrascht. Der Crime Master überlebt und Venom muss abhauen, woraufhin die Savage Six eine Jagd auf Thompson und seine Familie beginnen. Crime Master, Human Fly, Jack O’Lantern, Megatank Death Adder und Eddie Brock, der vom Crime Master mit Toxin infiziert wurde, haben nun nur noch ein Ziel: Das Leben von Venom zerstören. Dieser muss nun seiner Ex-Freundin seine wahre Identität enthüllen und versucht, sie, seine Mutter und seine Schwester vor den Savage Six zu beschützen – was zugegebener Maßen mehr als nur schwer ist. Jetzt beginnt nämlich der Kampf seines Lebens. Wenn er verliert, dann verliert er alles.

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Das Ende naht – oder doch nicht?

Der fünfte Teil der Venom-Serie endet mitten im Kampf zwischen Venom und den Savage Six. Doch die Verzweiflung, die Flash Thompson alias Venom spürt, ist allgegenwärtig. Er belügt die Avengers, obwohl ihm klar ist, was das bedeutet. Doch er hat eine Entscheidung getroffen, die nicht mehr rückgängig zu machen ist. Es ist klar, dass der Crime Minister niemals aufhören wird, ihn zu erpressen, seine Familie zu bedrohen und ihn für seine dunklen Machenschaften zu missbrauchen. Also bleibt ihm eigentlich keine andere Wahl, als ihn zu töten. Dass das schief läuft, ist so ziemlich das schlimmste, was passieren konnte, denn nun sind Freunde und Familie vogelfrei. Er muss nun einen Kampf kämpfen, den er eigentlich nicht gewinnen kann: Sechs skrupellose Mörder und Psychopathen gegen Venom. Als er die Avengers um Hilfe bitten möchte, wird auch noch sein Handy zerstört. Wenn es etwas gibt, was die Venom-Reihe gut hinbekommt, dann ist es die Verzweiflung, die immer mehr vom Protagonisten Besitz ergreift. Zwar versucht er, die richtigen Entscheidungen zu treffen, doch hat er eigentlich niemals wirklich die Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen. Denn wenn die Entscheidung zwischen „Familie beschützen“ oder „Familie sterben lassen“ besteht, dann ist das keine wirkliche Wahlmöglichkeit.

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Persönliches Fazit

„Venom 5 – Savage Six“ lässt nun endlich den Knoten platzen, der sich über die ersten Bände aufgebaut hat: Venom möchte nun den Crime Master töten, scheitert aber dabei. Nun beginnt der Kampf, der sich schon seit dem ersten Band angebahnt hat – und es sieht nicht gut für Venom aus. Die ersten Toten sind zu beklagen, er wird seine Familie wohl kaum retten können. Außerdem steht er ganz alleine da, was seine Situation noch wesentlich verschlimmert. Die Frage, die sich nun stellt, ist: „Wie schafft er es dort wieder raus?“ Der Cliffhanger am Ende stört ein wenig, doch natürlich muss ich jetzt den sechsten Band auch noch lesen. Alles in allem fügt sich der fünte Band gut in das Gesamtkonzept ein und erzählt die Story passend weiter. Holt ihn euch doch direkt bei Amazon.

Euer Hardbloxx-Team
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Comic // Wo ist der Zombie?

Wimmelbilder gehören bereits für Kleinkinder zum Alltag: Auf einem Bauernhof muss die Kuh, das Schwein oder der Bauer Horst gefunden werden, auf der Baustelle der Baggerfahrer, der Kran oder der betrunkene Vorarbeiter gesucht werden. Und natürlich kennt wohl jeder das bekannteste Wimmelbild-Buch „Wo ist Walter?“ (im englischen Original „Where’s Wally?“). Allerdings hat sich in den letzten Jahren eine neue Richtung der Pop-Kultur ergeben und nun sind derzeit die Zombies enorm „in“. Da ist es nicht verwunderlich, dass nun ein Comic erschienen ist, der sowohl das alte Prinzip der Wimmelbilder mit dem neuen Strom der Zombieliebhaber eint: Mit „Wo ist der Zombie?“ bekommt der Leser nicht nur eine mundgerechte Zombieapokalypse geliefert, sondern darf gleich auch noch über einige Wochen hinweg die Familie Peters beobachten. Doch eins nach dem anderen.

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Das Ende der Menschheit naht

Alles beginnt am 11. Februar: Familie Peters steht in New York unter Quarantäne, denn der Vater der Familie wurde in einem Labor einer hochkonzentrierten Dosis eines neuen Virus ausgesetzt. Er war selbst Forscher am ZX-5, einem hochexperimentellen Virus, der nun den armen Wissenschaftler dank eines Unfalls infiziert hat. Von seinen Kollegen wird er als hart arbeitender Forscher eingestuft und sie können sich absolut nicht erklären, wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte. Nur neun Tage später, am 20. Februar, schaffte Joel Peters, der Vater der Familie, es irgendwie, aus dem Hochsicherheitstrakt, in dem er unter Quarantäne stand und festgehalten wurde, zu entkommen. Anscheinend betrat er darauf hin das Haus seiner Familie und steckte so seine Frau, Kinder, Eltern und sogar den Hund und die Katze mit dem „zombifizierenden“ Virus an. Nun sind die Zombies auf der Flucht und es wird jedem geraten, sich möglichst weit weg von ihnen aufzuhalten, denn sie sind hungrig nach menschlichem Fleisch, wodurch sie genretypisch neue Zombies akquirieren können. Vom 3. März bis zum 15. Mai begleitet das Buch nun die Familie Peters auf ihrem Weg durch die verschiedenen Stationen der panischen Menschheit. Dabei stecken sie nach und nach immer mehr der menschlichen Bevölkerung mit dem tödlichen ZX-5 Virus an und vernichten so die Menschheit.

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Wo ist Familie Peters?

Das Comic-Buch bietet insgesamt 18 verschiedene Wimmelbilder, die sich mit den unterschiedlichsten Szenen auseinander setzen: Das erste Wimmelbild zeigt zum Beispiel eine Quarantänestation, in der es von Menschen wimmelt, die möglicherweise oder auch ganz sicher bereits infiziert worden sind. Eine andere Szene zeigt ein riesiges Volksfest mit vielen Luftballons, Kutschen, einer großen Kapelle und hunderten Menschen auf der Straße. Aber auch eine U-Bahn-Station, die von Zombies überrannt wird und deshalb überall blutverschmierte Leichen zu sehen sind. Auch sehr kreativ ist der Bauernhof, der ebenfalls von Zombies angegriffen wurde. Nun muss der Bauer seine gesamte Kuhherde töten, denn auch sie verwandeln sich in Zombies – und beißen dann Farmer und andere Menschen. Spätere Bilder zeigen dann eine wesentlich düstere Gegenwart, als es noch vor einigen Wochen der Fall war: Die Reste der überlebenden Menschheit haben sich in sogenannten Festungen zusammen gerottet und kämpfen von dort aus mit Waffengewalt gegen die anstürmenden Zombiehorden. Doch es sieht nicht gut aus, denn während es immer mehr Zombies auf der Welt gibt, tendiert die Geburtenrate gegen Null und die Chancen sehen sehr schlecht aus. Und das alles nur wegen dem doofen Unfall der Familie Peters.

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Nichts für schwache Nerven

Die Zielgruppe des Buches „Wo ist der Zombie?“ ist ganz klar definiert: Jeder, der Zombies mag und gerne auf Wimmelbildern nach ihnen suchen möchte, wird definitiv viel Spaß mit den Bildern haben: Über jeweils eine Doppelseite streckt sich ein Wimmelbild und beherbergt dabei einige Hundertschaften an Menschen und Zombies. Und während die ersten Bilder noch hell und beinahe unbekümmert wirken, ändert sich die Farbgestaltung immer mehr ins Bedrohliche und Dunkle. Ein gutes Wimmelbild lebt natürlich von den wahnsinnig genauen Details und diese findet man hier im Übermaß: Hunderte unterschiedliche Lebewesen auf jedem Bild, Abfall, Chaos und kleine Geschichten von um ihr Leben kämpfende Menschen. Explodierende Zombies, Ziegelsteine, die Köpfe zerschmettern und Gliedmaßen, die überall herumfliegen. Und genau aus diesem Grund richtet sich „Wo ist der Zombie?“ auch definitiv an ein erwachsenes und seelisch gefestigtes Publikum. Denn ständig gibt es Blut und Körperteile zu sehen. Die Apokalypse ist schmutzig und brutal und dieses Bild transportiert das Buch definitiv. Natürlich gibt es auch Aufgaben, die der Leser machen darf: Zunächst sollten alle zehn Mitglieder der Familie Peters gefunden werden: Vater und Mutter, die Zwillingstöchter, Großvater und Großmutter, der Sohn und die große Schwester sowie der Hund und die Katze. Außerdem sind auf jedem Wimmelbild zehn Arzttaschen versteckt, die für die Familie Peters gedacht sind. Und wer einen Blick in die Lösungen riskiert, der wird pro Bild fünf weitere und noch kniffligere Herausforderungen finden.

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Persönliches Fazit

Ich bin selbst eigentlich kein großer Fan von Wimmelbild-Büchern, doch ich erkenne, wenn ich eine gute Arbeit vor mir sehe: Die Bilder sind sehr kreativ und enorm detailreich. Die Hintergrundgeschichte ist zwar sehr klassisch und eben genretypisch, doch steht sie ja auch nicht im Vordergrund und ist lediglich „nice to have“. Spaß macht das Suchen nach der Familie auf jeden Fall und das Entdecken von zusätzlichen kleinen Geschichten ist einfach sehr amüsant und zeugt von der Liebe zum Detail von Paulk Moran, dem Autor des Buches. Wer also auf Zombies steht und sich ein paar Stunden an den Wimmelbildern erfreuen möchte, der sollte getrost zugreifen. Denn Spaß bringt „Wo ist der Zombie?“ auf jeden Fall. Holt euch das Buch doch gleich bei Amazon.

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Comic // Star Trek – After Darkness

Nichts hat die Star-Trek–Community in den letzten Jahren so gespalten, wie die neuen Franchise-Filme. Einige finden, dass der neue Captain Kirk an die ursprüngliche Version – damals von William Shatner gespielt – nicht heran kommt und dass die neuen Filme den Fokus verloren haben. Andere wiederum begrüßen die neue actionlastigere Seite des Star-Trek–Universums und mögen die schnellen Dialoge und die neue Umsetzung der bekannten Charaktere. Sogar neue Fans wurden durch die Änderung des Stils angelockt, wodurch an den Kinokassen ein größerer Erfolg zu verbuchen ist. Und natürlich haben alle Star-Trek–Serien und -Filme immer eins gemein: Es gibt enorm viel Merchandise-Produkte und Zusatzmaterial zu den verschiedenen Geschichten zu finden. So wurde mit „Star Trek – After Darkness“ eine Comic-Umsetzung geschaffen, die direkt an die Ereignisse des zweiten Films des neuen Paralleluniversums anschließt: Nachdem Captain Kirk die Erde erneut vor dem Untergang gerettet hat, bekommt er nun nicht nur das Kommando über die neue Enterprise, sondern darf auch sofort auf eine fünfjährige Mission in unbekannte Gefilde aufbrechen. Genau zu diesem Zeitpunkt übernimmt der Comic die Geschichte und erzählt die ersten Ereignisse.

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Die Laster der Vulkanier

Manche Figuren wachsen weit über ihre Ursprungsform hinaus. Ein gutes Beispiel dafür ist Spock, der zur Hälfte Mensch, zur Hälfte Vulkanier ist. Selbst Menschen, die noch niemals einen Star-Trek–Film oder eine Folge der Serien gesehen haben, wissen etwas mit dem vulkanischen Gruß anzufangen. Auch seine bestechende Logik ist weit über das Star-Trek–Universum hinaus bekannt. Und genau um Spock geht es auch zunächst im Comic-Buch, denn dieser befindet sich derzeit im Pon Farr: Vulkanier müssen alle sieben Jahre einem Paarungsritual beiwohnen, denn sonst vernebelt ihr Geist, sie werden aggressiv gegenüber ihren Freunden und Familie und können sogar komplett durchdrehen und sich von der Gesellschaft verabschieden. Genau in diesem Zustand befindet sich Spock derzeit, weshalb die Enterprise einen kurzen Abstecher zu Neu-Vulkan macht, nachdem die Urheimat des vulkanischen Volkes im ersten der neuen Filme zerstört worden ist. Allerdings scheint es nicht so, als ob Spock dort Besserung findet – stattdessen wird es so schlimm, dass er sogar aus seinem Elternhaus abhaut und von nun an geistig umnachtet in der Wildnis leben möchte. Selbst seine ihm versprochene vulkanische Verlobte – von der er seiner Freundin nichts erzählt hatte – kann ihm nicht mehr helfen. Nun ist es an Captain Kirk und seiner Crew, eine Möglichkeit zu finden, den Ersten Offizier zu retten.

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Außerdem werden erste Hinweise gestreut, die auf die Geschichte des dritten Films hinweisen: Sektion 31 – eine geheime und selbstständig arbeitende Organisation der Sternenflotte – hat Kontakt zu den Romulanern aufgenommen, um eine geheime Allianz gegen die bald angreifenden Klingonen zu gründen. Dabei wird schnell klar, dass sich die Parteien gegenseitig nicht trauen und auch erste Vorbereitungen für einen möglichen Verrat treffen. Nachdem die Ereignisse auf Vulkan einen Abschluss gefunden haben, macht sich die Enterprise auf zu einem Hilferuf, der sie von einem Planeten ereilt, der zur Rohstoffgewinnung genutzt werden soll. Dort treffen sie auf einen alten und wohlbekannten Feind, der bereits vor einigen Jahrzehnten einen mehr als zweifelhaften Auftritt hinlegen durfte: Wer die „Worst Fighting Scene Ever“ kennt, der kennt auch die Gorn. Und genau diese außerirdische Rasse bekommt nun einen neuen Auftritt, der jedoch anders verläuft, als erwartet. Denn nicht alle Gorn haben schlechte Absichten und nicht alle Gorn sind brutal und dumm. Lauert dort vielleicht sogar ein möglicher Verbündeter?

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Eine Geschichte für zwischendurch

Bereits der erste Eindruck von „Star Trek – After Darkness“ zeigt, dass es sich bei der Comic-Umsetzung um einen Lückenfüller handelt: Der zweite Film ist beendet, ein dritter wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben, denn derzeit sucht das Studio wohl noch nach einem neuen Regisseur – der alte beginnt nämlich nun mit dem Dreh der neuen Star-Wars–Filme. Doch die Geschichte rund um den neuen Captain Kirk und seine Crew verlangt einfach nach weiteren Erzählungen und so häufen sich die Gerüchte, dass das Drehbuch zum dritten Film bereits in Arbeit ist. Das, was zwischen dem zweiten und dritten Film passiert, wird dabei durch die Comic-Bücher erzählt. Das bringt den Fans etwas Unterhaltung, bis der dritte Film erscheint (2016 feiert Star Trek 50-jähriges Jubiläum) und bietet außerdem eine gute Möglichkeit, um die Geschichten miteinander zu verknüpfen. Dabei ist die Story im Comic etwas schwach, was aber daran liegt, dass eben mögliche Ereignisse nur angerissen werden. Obwohl sich die Hauptstory um Spock und seine emotionalen Probleme dreht, bekommt man einen guten Ausblick auf die kommenden Geschehnisse. Das ist interessant, kurzweilig und unterhaltsam – und mehr sollte man auch nicht von „Star Trek – After Darkness“ verlangen.

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Persönliches Fazit

Ich bin eigentlich kein großer Fan von Lückenbüßern, denn oftmals hat man dann viel zu hohe Erwartungen an einen Comic, der eine Geschichte weitererzählt. Ich mochte den zweiten Film „Star Trek – Into Darkness“ und finde, dass das Comic-Buch sich tapfer hält. Die Geschichte rund um Spock ist gut erzählt und bringt einige Informationen mit, die ich so noch nicht kannte. Die Beziehung zwischen Spock und Nyota Uhura wird vertieft und näher beleuchtet. Es gibt Schießereien, viele bekannte Völker bekommen einen Gastauftritt und der bald auftretende Krieg zwischen den großen Mächten der Galaxie wird immer klarer: Die Klingonen möchten sich nach den Ereignissen des zweiten Films rächen, die Romulaner hassen die Klingonen sowieso und die Menschen versuchen einfach, ein möglichst großes Stück vom Kuchen abzubekommen. Alles in allem ist „Star Trek – After Darkness“ durchaus für zwischendurch geeignet und führt die Ereignisse des Films „Into Darkness“ auf würdige Art fort. Wenn ihr wollt, holt euch den Comic gleich bei Amazon.

Gefallen euch die neuen Star-Trek–Filme oder seid ihr Fans der alten Umsetzungen? Hinterlasst uns doch einen Kommentar!

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Comic // Pacific Rim – Geschichten aus dem Jahr Null

Wer den Film „Pacific Rim“ nicht gesehen hat, hat definitiv etwas verpasst, denn er gehört zu den actionreichsten Filmen des Jahres 2013. Guillermo del Toro, seines Zeichens für Filme wie Hellboy, Blade II und Pans Labyrinth bekannt, führte nicht nur Regie, sondern arbeitete auch mit Travis Beaecham zusammen am Drehbuch des Filmes. Die Geschichte des Films ist dabei relativ schnell umrissen: Mitte 2013 tut sich der sogenannte Breach auf, bei dem es sich um ein interdimensionales Portal handelt, das sich in einer Erdspalte im pazifischen Ozean aufgetan hat. Aus dieser Spalte erscheinen nun bösartige Monster, deren einziges Ziel es scheinbar ist, die gesamte Menschheit zu vernichten. Nur ein unglaubliches Verteidigungsprogramm scheint eine Lösung gegen die Auslöschung der Menschheit zu bieten: Das „Jaeger-Programm“ baut riesige Roboter, die jeweils von zwei Menschen gesteuert werden, die eine geistige Verbindung miteinander eingehen müssen. Allerdings soll dieses vielversprechende Programm nach fünf Jahren nicht weiter finanziert werden. Stattdessen will die Menschheit eine riesige Mauer bauen und damit die Monster aussperren.

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Die Geschichte vor der Geschichte

Der Comic „Pacific Rim – Geschichten aus dem Jahre Null“ fungiert als Prolog zum Film und beleuchtet nicht nur die Geschichte der einzelnen Protagonisten etwas näher, sondern bietet auch wertvolle Informationen, mit denen man das Pacific-Rim–Universum besser verstehen kann: Am 10. August 2013 – der von nun an als „K-Tag“ bekannt sein wird – erscheint das erste Kaiju auf der Erde und vernichtet San Francisco. Millionen Menschen sterben. Mit konventionellen Waffen ist das Monster nicht zu besiegen und bei dem Versuch, die amerikanische Bevölkerung vor dem ersten Kaiju zu retten, sterben viele Soldaten, bevor ein selbstloses Opfer den außerdimensionalen Angreifer niederstrecken kann. Doch damit wurde lediglich etwas Zeit gewonnen, denn wie die klügsten Wissenschaftler der Welt bald feststellen werden, kann der Breach nicht geschlossen werden. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass schon bald neue Kaiju auftauchen, die erneut versuchen, die Menschheit auszurotten. Also beginnt die Forschung nach möglichen Waffen, um den riesigen Monstern Einhalt gebieten zu können. Nur etwa ein Jahr nach dem Angriff wird bereits das Jaeger-Programm ins Leben gerufen und von Dr. Schönfeld und seiner einstigen Studentin Dr. Caitlin Lightcap geleitet.

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Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Perspektive von Naomi Sokolov, Journalistin und einstiger Groupie von Jaeger-Piloten: Sie interviewt wichtige Persönlichkeiten des Programms und entlockt ihnen die Geschichten, die vor einem Jahrzehnt passiert sind. So erfährt man, wie die Beziehung zwischen dem Protagonisten des Films, Raleigh Becket, und seinem Bruder ausgesehen hat. Man erfährt, wie Stacker Pentecost erst selbst zum Jaeger-Piloten wurde und warum er aufhören musste – und letztendlich zum Chef der Abteilung aufgestiegen ist. Außerdem bekommt man einen Blick hinter die Kulissen geboten, Man erfährt, was für persönliche Beziehungen entstanden sind, was für Schicksalsschläge jeder erfahren musste und wie viele tragische Rückschläge die Entwicklung der Jaeger hinnehmen musste, bevor klar wurde, dass man die riesigen Roboter nicht alleine steuern kann, sondern ein zweiter Partner benötigt wird.

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Das Ende der Welt naht – mal wieder

Wirklich neu ist das Universum von Pacific Rim natürlich nicht, denn Kaijus gibt es schon seit über 60 Jahren: Bereits 1954 erschien der erste Film mit dem wohl bekanntesten Kaiju: Godzilla. Seitdem gab es nicht nur etliche Verfilmungen des riesigen Monsters, sondern auch andere zumeist japanische Kaijus, die sich gegen die Menschheit erhoben haben. Die bekanntesten Riesenmonster sind wohl neben Godzilla das schildkrötenartige Geschöpf Gamera und Mothra, die überdimensional große Motte. Auch die Idee mit riesigen Robotern, die gegen riesige Monster kämpfen, ist alles andere als neu: Jeder, der einmal Power Rangers geguckt hat, dürfte einen solchen Kampf schon einmal bestaunt haben. Doch trotzdem schafft es Pacific Rim, zu unterhalten: Der Film überzeugt durch gute Action-Szenen und einer passenden Story und der Comic setzt genau da an, wo der Film einige Schwächen zeigte. Viele Kritiker sagen nämlich, dass der Verfilmung der Tiefgang fehlt und die Charaktere etwas schwach gezeichnet werden. Der Comic holt genau das nach und zieht den Leser noch weiter in das Universum hinein. Dabei werden nicht nur die Protagonisten des Films noch näher charakterisiert, sondern es kommen auch zusätzliche Informationen ans Licht, die dem Leser ermöglichen, die Geschichte noch besser zu verstehen.

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Persönliches Fazit

Ich mochte den Film „Pacific Rim“, denn er versuchte nicht durch aufgesetzte Szenen etwas zu sein, was er nicht ist. Stattdessen hat er genau das getan, was ich erwartet habe: Die Action-Szenen waren gut in Szene gesetzt, die Effekte und Kaijus sehen wirklich bombastisch aus. Die Story ist jetzt nicht die innovativste ihrer Zeit, doch sie unterhält. Und genau darauf kommt es doch an, denn letztendlich erwarte ich von einem Action-Film keinen großen Tiefgang oder übermäßige bis ins kleinste Detail verständliche Logik. Ich möchte lediglich unterhalten werden. Diesen Trend setzt das Comic-Buch „ Pacific Rim – Geschichten aus dem Jahre Null“ jedoch nicht auf der selben Ebene fort, sondern unterhält nun mit tieferen Analysen der Charaktere und Hintergrundwissen zum Film. Wahrscheinlich macht der Comic auch Spaß, wenn man den Film nicht gesehen hat, doch wenn man den Film mochte, dann sollte man definitiv einen Blick in das Comic-Buch werfen, denn Travis Beacham, der auch der führende Kopf hinter dem Drehbuch war, hat das Buch sinnvoll angepasst und wirklich eine gute Geschichte geschaffen. Holt euch doch den Comic gleich bei Amazon.

Habt ihr den Film gesehen und fandet ihn gut? Oder eher langweilig? Habt ihr das Comic-Buch schon gelesen oder wollt es euch noch holen? Hinterlasst uns doch einen Kommentar mit euren Gedanken!

Euer Hardbloxx-Team
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Comic // Rest in Peace Department

Gerade im letzten Jahrzehnt treffen Comic-Verfilmungen auf eine breite Community und können viele Fans überzeugen. Oft bekommen bekannte Superhelden eine oder mehrere Verfilmungen, die sehr lose auf den Comics basiert. Manchmal werden jedoch auch eher unbekanntere Comic-Bücher mit einer Verfilmung geehrt und schaffen es auf die große Leinwand in den Kinos weltweit. Der Comic „Rest in Peace Department“ von Peter M. Lenkov gehört genau in diese Kategorie und wurde mit „R.I.P.D.“ unter der Regie von Robert Schwentke gedreht. Dabei sind in den Hauptrollen Jeff Bridges als Roy Pulsipher und Ryan Reynolds als Nick Walker zu sehen. Wir haben für euch den Comic gelesen und sagen euch, wie groß die Zusammenhänge sind und ob man den Film gesehen haben muss, um den Comic zu verstehen – oder anderes herum.

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Willkommen zurück im Leben

Direkt beim Lesen der ersten Seiten fällt auf, dass es sich bei dem Comic-Buch lediglich um eine sehr grobe Vorlage für den Film handelt, denn der Protagonist im Film heißt „Nick Walker“, während er im Comic als „Nick Cruz“ lebte, starb und zum Rest-in-Peace-Department kam. Der filmische Roy Pulsipher heißt im Comic „Roy Powell“. Doch eins nach dem anderen: Nick Cruz war ein Cop, ein guter sogar, der jedoch bei einer Razzia getötet wurde und sich nun in einer Art Zwischenwelt befindet: Weder Himmel noch Hölle, aber dennoch real, muss er sich nun entscheiden, ob er zurück auf die Erde möchte und seinen eigenen Mörder zur Strecke bringen will. Im Gegenzug muss er lediglich einen Vertrag für das R.I.P.D. unterschreiben und einhundert weitere Jahre für das Department arbeiten, bevor er vielleicht in den Himmel darf. Natürlich unterschreibt er sofort den Vertrag, ignoriert das Kleingedruckte und möchte sich auf die Suche nach seinen Mörder begeben. Doch so schnell läuft das nicht, denn zunächst bekommt er mit Roy Powell seinen neuen Partner, der drei Wochen vor seinem Weg hoch in den Himmel steht. Er soll dem Frischling die Regeln erklären, einige Kniffe zeigen und dafür sorgen, dass Nick seinen Mörder findet. Außerdem erklärt er ihm, was genau das R.I.P.D. eigentlich macht: Es kontrolliert Dämonen, gefallene Engel und allerlei Untote, die auf der Erde wandeln und ihren alltäglichen Geschäften nachgehen.

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Schon bald wird dem neuen Agenten klar, dass er besser mal das Kleingedruckte gelesen hätte: Er darf sich weder bei seiner Frau, noch bei seinem Kind melden. Auch kann er sich nicht betrinken, denn die Agenten sind immer im Dienst und reagieren nicht auf Alkohol. Außerdem findet er schnell heraus, dass das, was er im Leben vor seinem Tod gemacht hat, mit dem zusammenhängt, was gerade auf der Erde und bald schon in der Hölle abläuft. Denn vor einer sehr langen Zeit wurde dem Erzengel Michael ein Schwert gegeben, mit dem er seinen Bruder Lucifer in der Hölle töten sollte. Doch er scheiterte und ließ das Schwert gut versteckt auf der Erde zurück. Nun befindet es sich in den falschen Händen und ist auf den Weg zurück in die Hölle, um dort den Teufel zu erledigen – was jedoch der Boss des R.I.P.D. nicht gut findet. Und sobald der große Boss einen Wunsch äußert, springen alle Agenten auf und machen sich an die Arbeit.

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Witzig und unterhaltsam

Wenn man mit lediglich zwei Adjektiven versuchen sollte, den Comic zu umschreiben, dann wären es wohl „witzig“ und „unterhaltsam“. Vielleicht auch „actiongeladen“ oder einfach nur „gut“. Die Story an sich ist möglicherweise etwas unlogisch und auch die Charaktere werden auf emotionaler Ebene lediglich angerissen, doch geht es in der Geschichte ja auch eigentlich nicht darum. Stattdessen geht es um ein faszinierendes Setting, eine unterhaltsame Geschichte und die Möglichkeit eines ganz neuen Universums. Die Idee hinter der Story ist wirklich innovativ umgesetzt. Da fallen kleinere Ungereimtheiten nicht auf: Was passiert denn eigentlich mit dem letzten Partner von Roy Powell, nachdem er in Ausübung seiner Pflicht getötet wurde – also noch einmal getötet wurde? Hört seine Seele auf zu existieren oder kommt er in den Himmel? Eine neue Chance beim R.I.P.D. gibt es nicht, so viel steht fest. Doch wenn man sich nicht um die Lücken in der Geschichte kümmert, sondern einfach versucht, das Gesamtkonzept zu genießen, dann kann man sich auf viel Spaß, freche Dialoge und eine ordentliche Portion Action freuen. Dazu gibt es wirklich schöne Bilder von Lucas Marangon und Randy Emberlin, die das Geschehen in passende Bilder packen und dadurch die gesamte Atmosphäre des Comics unterstützen.

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Persönliches Fazit

Das Duo an sich und auch die Geschichte des Comics erinnert in den Grundzügen ein wenig an den Kino-Hit „Men in Black“: Ein alter Agent kurz vor seinem Ruhestand, ein Frischling mit vorlautem Mundwerk und die Mission, die Welt vor fantastischen Monstern zu retten. Das ist absolut nichts Schlechtes, denn Rest in Peace Department macht sehr vieles richtig und unterhält von der ersten bis zur letzten Seite. Wenn man den Film kennt, dann weiß man, dass es zwar einige Parallelen in der Grundgeschichte gibt, doch man muss weder den Film gesehen noch den Comic gelesen haben, um das jeweils andere zu verstehen. Es gibt nicht einmal zusätzliche Informationen, denn der Film basiert nur sehr lose auf dem Comic. Trotzdem: Wer den Film mochte, der wird sich auch über das Comic-Buch freuen – und umgekehrt. Eine wirklich unterhaltsame Geschichte, die hoffentlich schon bald einen Nachfolger spendiert bekommt.

Holt euch doch direkt den Comic bei Amazon und unterstützt uns dadurch.

Euer Hardbloxx-Team
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