Kategorie: 4 Mobile

Von Windows auf Apple Mac OS: Ein spannender Leidensweg Teil 1

Lange Zeit musste ich mit mir selbst ringen und wusste nicht so recht, ob ich bei Windows bleiben, oder auf Mac OS wechseln soll. Während auf der Windows-Seite das Asus UX303 und auch das Toshiba Kira 10D mit beachtlicher Leistung, einer erstklassigen Mobilität sowie einem starken Display überzeugten, war der Drang zum ersten Apple Gerät doch sehr groß. Also stand ich vor der Entscheidung: Entspanne ich weiter im Sessel und bleibe Windows treu oder probiere etwas Neues aus und wechsel das System? Während mein Blick über das normale MacBook und das Air wanderte und schließlich beim MacBook Pro Retina stehen blieb, funkelte mich weiterhin das Toshiba Kira 10D an. Das matte und sehr kontraststarke Display gegenüber der enormen Leistung des MacBook Pro. Viele Fanboys sagen nun sicher: „Das Retina ist doch eh Maß aller Dinge“ – aber das ist es in der heutigen Zeit eben nicht mehr! Aber egal!

MacBook Pro Retina 4

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Kolumne: Der Fluch der Beta – Teil 2

Halbfertige Spiele sind ein bisschen wie ein halbgarer Rinderbraten. Sieht schon ganz lecker aus, duftet auch gut, aber wenn man reinbeißt, bekommt nur einen Eindruck davon, wie der Geschmack hätte sein können. Oder nicht? Fefe hat euch am Montag in seinem Kolumenbeitrag schon an seiner Meinung zum Thema Beta-Versionen teilhaben lassen und da will ich mich natürlich auch gern einklinken. 

Zwischen Starthilfe und Betrug

Kickstarter, Steam Greenlight und co bieten auch für kleine Entwickler eine schöne Möglichkeit, ihrem Produkt ein bisschen Starthilfe zu geben und den Markt mit frischen Ideen zu versorgen. Allerdings ist für Interessierte ein nicht unerhebliches Risiko dabei, denn Early Access ist letztlich auch ein Kauf auf gut Glück. Aufpolierte Screenshots und hübsche Demo-Videos vermitteln nicht immer den originalen Eindruck vom Stand der Dinge und gaukeln mitunter dem Interessierten einiges vor. Fairerweise muss man aber zugeben, dass ähnliches natürlich auch bei den großen Nummern in der Branche genutzt wird. Man erinnere sich nur an die enttäuschten Stimmen zu Watch Dogs, nachdem auf E3 und Gamescom grafisch phänomenale Bilder präsentiert wurden, von denen den Entwicklern völlig klar war, dass sie es so niemals auf PC oder Konsole schaffen würden.

Evolve [PC]

Auch Evolve hatte eine lange „unfertige“ Phase.

In puncto Early Access wird dann gern davon gesprochen, dass das Spiel in Zusammenarbeit mit der Community entwickelt werden soll, aber bei mir stellt sich da manchmal auch der bittere Beigeschmack mit ein, dass man so natürlich auch unkompliziert Tester für sein Spiel ranholt, die noch dazu nicht einmal bezahlt werden müssen, sondern im Gegenteil Geld dafür ausgeben, dem nachzukommen. Zudem besteht natürlich für Käufer auch immer das Risiko, dass das Spiel niemals umgesetzt wird oder sich in eine völlig andere Richtung entwickelt. Wird das Projekt eingestampft – Pech gehabt! Geld zurück ist nicht vorgesehen.

Auf Steam selbst findet sich dazu die Warnung:

„Sie sollten sich bewusst sein, dass nicht jedes Team in der Lage ist, die Entwicklung seines Spiels „fertigzustellen“. Kaufen Sie ein Early Access-Spiel also nur, wenn Sie auch bereit sind, es im aktuellen Zustand zu spielen.“

Zudem findet sich der Rat, vorab zu schauen, wie aktiv der Entwickler bisher war und wie regelmäßig Updates für das Spiel gekommen sind.

Gerade die großen Entwickler nutzen die Betaphase eines Spiels natürlich auch gern als Werbemittel. Da wird mit „exklusivem Zugang zur Beta“ geworben, wenn man JETZT GANZ SCHNELL NOCH vorbestellt. Wer darüber hinaus noch in regelmäßigen Abständen für Updates sorgt, hat einen Grund, den besagten Titel regelmäßig in die Presse zu bringen und damit im Gespräch zu halten, teilweise über Jahre hinweg. Bei mir persönlich ist es gar nicht möglich, einen Hype so lange aufrecht zu halten. Im Gegenteil nervt es mich schon fast, wenn ein Spiel mehrere Jahre im Voraus angekündigt wird, denn bis es dann wirklich so weit ist, habe ich das schon wieder vergessen.

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Spiele verändern sich heutzutage stetig, selbst nach dem Release und ich muss zugeben, dass ich in dem Punkt zur „Früher war alles besser“-Fraktion gehöre. Was vermisse ich manchmal die gute, alte Zeit, in der ich einfach ein Spiel in die Konsole geschoben habe und direkt loszocken konnte. Das hatten Konsolen für mich dem PC gegenüber lange voraus. Heute wird ein Spiel installiert, Patches werden geladen, dann taucht, wenn man Pech hat, eine Sicherheitslücke auf oder ein fieser Bug, man muss auf einen Fix warten und zur Krönung möchte dann vermutlich auch die Konsole noch ein Firmware-Update.

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Bei The Crew konnten Spieler an der offenen und der geschlossenen Beta teilnehmen.

Ja, ich bin alt geworden und spießig. Ich würde gern, wenn ich ein Spiel bekomme, dieses anschalten und in absehbarer Zeit auch spielen können. Ich möchte mir meistens auch nicht die Zeit nehmen, um halbfertige Spiele zu zocken. Für die Enthusiasten freue mich aber trotzdem, wenn sie von Beginn an bei einem Spiel dabei sein können, an denen ihr Herz hängt. Wer darüber hinaus auch noch fleißig Fehler reportet und Feedback gibt, kann sich über das Gefühl freuen, selbst einen kleinen Beitrag zur Entstehung des Titels geleistet zu haben. Kundenbindung lässt grüßen, aber das ist ja nichts schlechtes.

Ich persönlich wünsche mir statt Early Access und „exklusivem“ Beta-Zugang viel lieber sinnvolle, spielbare Demos, um mir einen Eindruck vom Spiel zu verschaffen. Immerhin kosten Spiele gerade frisch zum Release gut und gern mal 70 Euro und mehr. Für derartige Summen kaufe ich nur ungern die Katze im Sack. Letztlich hängt die zukünftige Entwicklung aber vom Markt ab und der lässt ja zum Glück noch eine relativ freie Wahl. Ich für meinen Teil habe kein großes Interesse an Betas und finde Early Access zu riskant – entsprechend stecke ich nicht mein Geld rein.

Kolumne: Pixelgrafik – charmanter Retro-Stil oder überholt?

Insbesondere im Indie-Sektor begegnen Spielwütigen kleine Titel mit Pixelgrafik in rauen Mengen und erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Der Pixel erlebt ein wahnsinniges Revival und Titel wie Minecraft müssen sich längst nicht mehr schämen, dass sie grafisch nicht zur Oberklasse gehören. Aber wie viel Retro ist eigentlich noch schick? Und wird es nicht langsam mal Zeit, die Vergangenheit ruhen zu lassen?

Oh Held meiner Kindheit!

Doch woher kommt diese Vorliebe für die kantigen und schlichten Kästchen? Die Antwort hierzu ist vermutlich so vielschichtig wie die Zahl der Indie-Entwickler groß ist. Ein nicht zu unterschätzender Teil, vor dem ich selbst auch nicht gefeit bin, besteht darin, dass unsere Generation mit dieser Grafik groß geworden ist. NES, Super Nintendo, Dreamcast oder Amiga sind liebgewonnene Kindheitsbegleiter gewesen und natürlich denken viele von uns gern zurück an Titel wie Mario Bros, Lemminge, Simon the Sorcerer oder Sonic. Kein Wunder also, dass immer mehr Indie-Entwickler die Gelegenheit nutzen, ein eigenes Spiel quasi als Hommage an ihre Kindheitshelden zu entwickeln. Und die immer weiter schrumpfenden Hürden spielen dieser Tatsache ja nur in die Hände.

Monkey-Island

Monkey Island

Lemmings

Lemmings

Außerdem genießen viele von uns diesen Blick auf die Vergangenheit vor allem im Kontrast auf die Gegenwart. Wenn wir uns umschauen, was heute möglich ist mit Photorealismus und Engines wie Unreal 4 oder der hauseigenen Engine von Quantic Dream, dann scheint es kaum vorstellbar, dass Spiele wie Pong, Asteroids oder Pacman einmal der Höhepunkt der Technik waren. Dieser Rückblick hat schon beinahe etwas Ehrfurchtgebietendes und man fragt sich, wie wohl das Ende der Fahnenstange aussehen mag.

Nintendo hat sich diesen Pixel- und Retro-Trend schon zunutze gemacht, nicht nur, indem sie alte Titel mittels Virtual Console auf die neuen Konsolen gebracht haben, sondern auch in Form des Titels Mario Maker, der noch in diesem Jahr erscheinen soll. Mario Fans können sich mit diesem Spiel ihre eigenen Level basteln und dabei auf die Grafik aus verschiedenen Generationen des Mario-Franchise zurückgreifen. Ein Spiel, das praktisch reiner Fanservice ist und damit auch Nostalgikern die Gelegenheit gibt, Level ganz im Stil der alten Klassiker zu erstellen.

Technisch simpel und kostenlos zugänglich

Viele der beliebtesten Indie-Engines, die kostenlos nutzbar sind, bringen von Haus aus Pixelgrafik mit, wie beispielsweise der 001 Game Creator, der mit einer Creative Commons-Lizenz ausgestattet ist. Doch die Liste an Engines ist enorm und für jedes Genre ist etwas dabei, sei es First-Person-Shooter, 2D Jump’n’Run oder eben Top-Down RPG. Programme wie beispielsweise der RPGMaker, der in unregelmäßigen Abständen bei Steam im Angebot ist, machen es auch Einsteigern leicht, sich an ihr erstes Spieleprojekt zu wagen; entsprechend viele Titel sind in diesem Segment dann auch zu finden.

Der große Vorteil von Pixelgrafik hinsichtlich der Entwicklung ist der, dass Animationen oft nur eingeschränkt möglich sind. Figuren können beispielsweise keine aufwändige Mimik haben, entsprechend muss diese gar nicht erst gestaltet werden und auch Sprünge oder ähnliches müssen nur spärlich animiert werden, was der ambitionierte Spieler gern verzeiht und dem Entwickler zugutekommt. Der Nachteil ist allerdings, dass solche Spiele Stimmung und Atmosphäre anderweitig erzeugen müssen und auch wenn Spieler angesichts von Pixelgrafik meist etwas gedrosselte Ansprüche haben, so sollte die Spielumgebung trotzdem nicht vernachlässigt werden. Für ein stimmungsvolles Spiel ist eben mehr nötig als nur Grobkörnigkeit.

Ein weiterer großer Vorteil von Pixelgrafik sind auch die vielen verschiedenen Merchanide-Möglichkeiten. Stickereien, Bügelperlen oder fertige Produkte wie Pixelsonnenbrillen, Pixelfinger-Ofenhandschuhe und co lassen sich verhältnismäßig leicht herstellen und sofort wird damit die gute alte Anfangszeit des Gamings verknüpft.

Mario-Maker

Mario Maker

Finding Teddy

Finding Teddy

Es gibt noch mehr da draußen

Ich persönlich muss zugeben, dass mir diese Pixelromantik manchmal ein wenig Überhand nimmt. Klar ist es schön, wenn man weiß, wo die Wurzeln der Spiele sind und hin und wieder etwas Nostalgie ist eine schöne Sache. Nichtsdestotrotz ist Pixelgrafik allein noch lange kein Garant für ein gutes Spiel mit Retro-Feeling. Einige Titel springen einfach gern auf den Zug mit auf und unterschätzen diesen Faktor gern mal. Auch ich blicke liebevoll auf meine ersten Spiele zurück, obgleich ich damals erst mit Super Nintendo und Gameboy angefangen habe, aber ich genieße auch die Gegenwart mit ihren technischen Vorzügen (und verdammt, was würde ich geben, wenn mein Rechner Witcher 3 gut aussehen lassen könnte!!).

Zudem ist Pixelgrafik nicht gleich Pixelgrafik und eine schlechte Auflösung macht noch lange keinen Retrostil. Meiner Meinung nach muss die Pixelgrafik einfach keinen so prominenten Platz mehr beanspruchen, wie sie ihn aktuell noch inne habt. Viel lieber als die drölfzigste Retro-Hommage schaue ich mir ganz neue Konzepte an mit interessanten und mutigen Grafikstilen, wie beispielsweise Shelter. Irgendwann gehört auch der heißgeliebte Pixel mal in die Mottenkiste und es reicht, wenn man ihn abstaubt, wenn die Enkel zu Besuch kommen.

Kolumne: Gewalt und Brutalität in Videospielen – nötig oder überflüssig? Teil 2

Anfang der Woche hat sich Fefe schon mit dem Thema auseinandergesetzt und ist dabei vor allem auf das Mittel der exessiven Gewalt eingegangen, respektive auf das der übertriebenen Brutalität. Ich möchte heute ein wenig von Gewalt als visuellem Stilmittel weggehen und sie stattdessen als Mittel des Gameplays unter die Lupe nehmen. Gewalt kommt nicht nur in Shootern vor, sondern in einer unüberschaubaren Menge an Titeln aus jeder Ecke der Genrebandbreite.

Gewalt als Storyelement

Ein sehr, sehr beliebtes Storymotiv ist das der Rache und Vergeltung. Max Payne, God of War, Watch Dogs, Shadow of Mordor, Assassin’s Creed oder Blackguards 2 sind nur einige wenige Beispiele. Ebenfalls sehr häufig genutzt: die Rettung einer Figur oder gleich der ganzen Welt. Shadow of the Colossus, die Super Mario-Reihe, die Zelda-Reihe, Bioshock Infinite, Alan Wake; ich denke, ihr versteht, worauf ich hinaus will. Besonders häufig wird dabei das Trope der hilflosen Frau genutzt oder das der getöteten Frau; Kunststück, wo die meisten Protagonisten Hetero-Männer sind. Über die emotionale Verknüpfung und die Identifikation mit der Figur wird das Gefühl geweckt, dass jedes Mittel heilig ist, um dieses edle Ziel zu erreichen. Selbst in Spielen wie Murdererd: Soul Suspect, wo es im Kern weder um die Rettung einer Figur geht, noch um Gewalt gegen andere Figuren, wird eine tote Ehefrau als Hintergrund eingestreut, um dem Charakter noch einen dramatischen Hintergrund zu verpassen.

Watch Dogs (43)

Rette/beschütze/räche das Mädchen. Gähn.

Die Gewalt, die solchen Story-Nebenfiguren widerfährt, wird meist nicht einmal explizit grafisch dargestellt, doch da die betroffenen Figuren tot oder in Gefangenschaft sind, ist auch das als Gewalt innerhalb des Spiels zu werten. Zwischen der Figur, die gerettet werden soll und den Bösewichten wird gezielt eine Kluft geschaffen, denn häufig wirft euch das Spiel generische Gegnermassen entgegen, die so gesichtslos sind, dass ihr virtueller Tod keine Bedeutung hat. Das Töten einer solchen Figur erfordert also kein Nachdenken und löst kein Bedauern aus. Noch einfacher wird es, wenn die Gegner unmenschlich sind, wie beispielsweise Zombies oder Monster. Ihnen wird keine Persönlichkeit zugeschrieben und da sie keine Menschen sind, greift die sonst übliche Ethik nicht.

In einigen Titel wird ein solches Story-Element aber auch schlichtweg ad absurdum geführt, wie beispielsweise in Watch Dogs. Der Protagonist sieht sich als mehr oder weniger edlen Rächer, der den Tod seiner Nichte vergelten will (den er, so nebenbei, ja auch selbst irgendwo verschuldet, weil er die falschen Leute geärgert hat) und dabei hunderte von anderen Menschen niederschießt, knüppelt oder durch Explosionen in den Tod reißt; häufig trifft es dabei auch die virtuellen Passanten. Aiden Pierce betrachtet sich als Mann, der Ordnung in das korrupte Chaos bringt, damit das Leiden und Sterben Unschuldiger ein Ende hat. Nur dumm, dass er selbst genauso verfährt wie seine Gegner.

Gewalt als Spielmechanik

Letzten Endes ist Gewalt in vielen Genres auch schlichtweg verhältnismäßig einfach als Spielmechanik umzusetzen. Gegnern auf den Kopf springen und dadurch Punkte sammeln, Zombies zerschnetzeln oder böse Jungs erschießen – das Spielprinzip ist denkbar simpel und erfordert weniger Umsicht als beispielsweise ein Adventure, in dem Gegenstände gefunden und richtig kombiniert werden. Und obendrein macht es auch noch Spaß, denn die meisten Menschen mögen den Wettbewerb und letztlich ist der Kampf und das Überleben gegen einen NPC-Gegner im weitesten Sinne auch ein Wettbewerb. Wer schießt präziser, ist schneller oder stärker? Deutlicher wird das unter anderem bei Multiplayer-Spielen, in denen Spieler gegeneinander antreten. Das beschränkt sich natürlich nicht nur auf Videospiele, immerhin funktioniert auch Schiffe versenken irgendwo auf dem Prinzip der Gewalt oder Kartenspiele. Den anderen besiegen und vernichten ist ein Ziel, das einfach vermittelt werden kann und den Ehrgeiz weckt.

GTA-5-PC-Screenshot (3)

Machen wir uns nichts vor – spektakuläres Töten ist auch cool.

Gewalt als Schockelement

Ein extremes Beispiel für Gewalt als Schocker ist die berüchtigte Folterszene aus GTA V, die bereits vor Release des Games eine sehr hitzige Diskussion darüber aufgeworfen hat, wo die Grenzen des guten Geschmacks überschritten werden. Die eine Seite lobte den Entwickler für seinen Mut, denn die Folterszene kann auch nicht übersprungen oder umgangen werden. Menschenrechtler kritisierten die Verherrlichung von Folter. Rockstar selbst bezeichnet diese Szene als Beitrag zur Kritik an Folter. Die Szene solle keinen Spaß machen, hieß es. Ich persönlich finde, der Entwickler macht es sich damit zu leicht und entlarvt sich auch irgendwo selbst. Natürlich sorgt eine solche Szene und besonders die Kontroverse darum auch eine enorme Publicity und ich wage mal zu behaupten, dass diese dem Absatz des Spiels nicht gerade geschadet hat. Wer als Entwickler sagt „Das ist nur Satire“ oder „Damit üben wir Kritik“ macht es sich meiner Meinung nach schlichtweg zu einfach und stellt durch diese Aussage einen Schild auf, an dem Kritik abprallen soll, denn schließlich ist das ja „alles nicht ernst gemeint“ und darf daher auch nicht so verstanden werden. Angesichts der Tatsache, dass der folternde Charakter Trevor aber Spaß an der Geschichte hat, an mehr als einer Stelle eher als verrückte, coole Sau dargestellt wird und Gewalt in GTA ohnehin schon zum gutem Ton gehört, kann ich die Aussage von Rockstar schlichtweg nicht ernst nehmen.

Zusammengefasst und meine persönliche Meinung

Gewalt ist extrem weit verbreitet in Videospielen und ich persönlich könnte mir kaum vorstellen, wie es aussähe, wenn das von heute auf morgen nicht mehr so wäre. Ja, ich würde es vermissen, Zombies den Schädel wegzupusten, Schwertkämpfe auszutragen oder mir zu überlegen, wie ich einem riesigen, geiferndem Ungetüm beikommen kann. Allerdings würde es auch nicht schaden, wenn mehr Entwickler sich auch mal auf andere Elemente besinnen würden. Ich kann kaum zählen, wie viele meiner virtuellen Alter Egos schon Ehefrauen rächen oder retten, unbelehrbare Weltherrscher-Anwärter zerschmettern und Gegnerwelle um Gegnerwelle erschießen mussten. Es wird manchmal einfach langweilig.

Der Titel Hatred, den Fefe in seiner Kolumne ja schon angesprochen hat, will angeblich in eine ähnliche Kerbe schlagen wie GTA V mit seiner Folterszene und ein kritisches Licht auf Amokläufe werfen. Auch hier wird meiner Meinung nach wieder ein Anti-Kritik-Schild aufgestellt, indem die Entwickler einfach sagen „Das ist gesellschaftskritisch“. So einfach sollten wir es uns aber nicht machen, auch nicht bei der Diskussion um solche Spiele und ich bin der Meinung, dass alles irgendwo Grenzen hat; insbesondere dann, wenn Interaktivität ins Spiel kommt und obendrein die Grafikmöglichkeiten das Ganze sehr realistisch erscheinen lassen. Unlängst habe ich von einem Skyrim-Mod gelesen, in dem jemand mit sehr viel Mühe Vergewaltigungen möglich macht und das Ganze nicht nur grafisch inszenziert, sondern auch mit neuen Mechaniken untermauert und auch die passenden Texte dazu liefert (verlinken möchte ich das absichtlich nicht, aber wer Google bedienen kann, findet schon selbst hin). Zu Beginn der Beschreibung erklärt der Entwickler, dass er Vergewaltigung nicht gutheißt, es aber „manchmal interessant zu sehen wäre“. Ganz ehrlich – braucht das Medium unbedingt und notwendigerweise solche Spiele, beziehungsweise Spielzusätze? Ich bin der Meinung, gerade auf solche Mods wie der zuletzt genannte kann sehr gut verzichtet werden, ohne dass der Spaß darunter leidet und ich möchte mir eigentlich nicht vorstellen, wer daran überhaupt so viel Spaß hat, dass er unzählige Stunden in die Umsetzung eines solchen Mods investiert.

Kolumne: Gewalt und Brutalität in Videospielen – nötig oder überflüssig?

In der heutigen Kolumne beschäftigen wir uns mit der Frage, inwiefern das Medium „Videospiel“ tatsächlich auf Gewalt und Brutalität angewiesen ist – gerade im Hinblick auf jüngste Entwicklungen. Sind Blut und Leichenteile ein künstlerisches Mittel oder würden Spiele auch funktionieren, wenn man auf diese Elemente verzichten würde? All dies und vielleicht noch ein bisschen mehr wollen wir in den folgenden Zeilen klären.

Geschmacklosigkeit in neuer Form

Wer sich wie ich regelmäßig mit neuesten Videospielen auseinander setzt und versucht, einen möglichst großen Überblick über die Szene zu haben, dem wird auffallen, dass es tatsächlich sehr wenig Spiele gibt, die als Pendant zu den klassischen B-Movies in der Filmwelt angesehen werden können. Natürlich gibt es hier und da mal Indie-Entwickler, die etwas wagen wollen, aber letztendlich lohnt es sich im Moment einfach nicht, Geld für ein Videospiel auszugeben, das in schlechter Qualität Gedärme, Blut und Gewalt darstellt – eben das, was so manche B-Movies in den 80er und 90er Jahren gezeigt haben. Allerdings gab es erst vor kurzem ein Titel, der für Aufregung gesorgt hat: Hatred heißt der Titel, in dem ihr einen von Hass getriebenen Amokläufer spielt, der einfach jeden tötet, der ihm begegnet. Ganz egal ob es sich um Zivilisten oder Polizisten handelt, jeder soll umgebracht werden. Dieses Spielprinzip ist glücklicherweise durchweg auf Gegenwind gestoßen, was zunächst dazu führte, dass das Spiel sogar von Steam Greenlight entfernt wurde, dann jedoch zwei Wochen später zurück durfte.

Hatred - 01

In Hatred macht ihr keinen Unterschied zwischen Zivilisten und Polizei – ihr erschießt einfach alles und jeden.

In der Flughafen-Mission von Call of Duty: Modern Warfare 2 werdigt ihr dazu genötigt, unschuldige Passanten zu erschießen.

In der Flughafen-Mission von Call of Duty: Modern Warfare 2 werdigt ihr dazu genötigt, unschuldige Passanten zu erschießen.

Ob das Spiel nun geschmacklos ist oder nicht, sei einmal dahingestellt, doch wird eine Frage aufgeworfen, die man sich scheinbar in Filmen ständig, in der Videospielwelt aber zu selten stellt: Braucht es tatsächlich eine Plattform für diese Art Gewalt? Dabei hat Gewalt in Videospielen natürlich schon längst Tradition und kein Resident Evil Teil würde ohne Blut und Leichen auskommen. Das gesamte Horror-Genre baut natürlich darauf auf, doch leben wir in einer Welt, in der die technische Revolution unter anderem dazu geführt hat, dass explizite Gewalt eben auch explizit dargestellt werden kann. Erinnert ihr euch noch an GTA 1 und 2? Damals konnte man in schlechter Grafik die Passanten erschießen, wobei das Ganze dann fast noch witzig gewirkt hat. Mittlerweile wirkt GTA allerdings nicht mehr witzig und wird von vielen Seiten her oft auch zu recht als Gewalt verherrlichend und unnötig brutal dargestellt. Dabei nutzen die Entwickler jedoch ganz bewusst diese Gewalt dazu, um eine Debatte zu entfachen.

Erinnert ihr euch noch an Call of Duty: Modern Warfare 2, das vor einigen Jahren eine große Debatte entfacht hat? In der Singleplayer-Kampagne wurdet ihr dazu genötigt, als vermeintlicher Terrorist auf Zivilisten in einem Flughafen zu schießen. Damals wie heute unerhört! Doch tatsächlich scheint – wie Hatred beweist – der Trend in diese Richtung zu gehen.

Eine alternative Welt

Allzu schnell sind wir bereit, Gewalt und Blut zu akzeptieren – gerade, wenn wir Film oder Videospiele als Medium benutzen. Oftmals fällt gar nicht mehr auf, wenn Blut in einem Spiel vorkommt, einfach, weil wir das als gegeben ansehen. Das liegt nun einmal in unserer menschlichen Natur und Brutalität in Videospielen ist etwas anderes, als in der Realität. Die Debatte, ob „Killerspiele“ nun Amokläufe auslösen ist schon seit zehn Jahren überflüssig und geklärt, doch trotzdem stellt sich die Frage, ob man nicht in sehr vielen Situationen auf Gewalt verzichten kann – und ob sich dies negativ auswirken würde. Denn wenn man auf etwas verzichten kann, ohne das es eine Auswirkung hat, dann sollte man sich doch fragen, warum man es benutzt.

Zäumen wir das Pferd doch mal von hinten auf und überlegen uns, was es für unglaublich gute Titel es in der Vergangenheit gab, die die Wahl hatten, ob sie zum Beispiel zusätzliches Blut integrieren oder eben nicht. Nehmen wir doch den Klassiker Super Mario als Beispiel: Würde das Spiel besser funktionieren, wenn nach jedem Sprung auf einen Koopa eine zusätzliche Blutlache auf dem Boden zurückbleiben würde oder würde man den Unterschied überhaupt merken? Auch aktuelle Spiele, wie Hyrule Warriors für die Nintendo Wii, funktionieren, ohne dass überall Blut spritzt – und das, obwohl man sich mit hunderten Gegnern auf einmal auseinander setzt und diese mit Gewalt erledigt. Letztendlich ist also vielleicht nicht die Frage, ob Gewalt von Nöten ist, sondern, wie diese ausgedrückt wird.

Gewalt ja, Brutalität nein?

Vielleicht könnte man meine Einstellung zum Thema so am besten ausdrücken, denn natürlich basieren die meisten Videospiele auf die eine oder andere Art auf der Gewalt. Doch unnötige Brutalität hat mir auch in Filmen und selbst als Stilmittel noch nie gefallen und sollte meiner Meinung nach auch in Videospielen keinen Einzug halten. Doch auch hier muss man kulturelle Abstriche machen, denn was für mich als vollkommen normal durchgeht, ist anderswo ein großes Thema: So hat zum Beispiel erst vor kurzem ein türkisches Ministerium ein Verbot von Minecraft gefordert, denn das Spiel wäre zu brutal. Dadurch würde die Gefahr bestehen, dass Kinder nicht mehr zwischen Spiel und Realität unterscheiden können – was letztendlich wieder in die „Killerspiel“-Debatte hineinreicht. Doch wer kann nun wirklich behaupten, zu wissen, wann Gewalt schädigt und wann nicht. Vielleicht stumpfen wir tatsächlich immer mehr ab und brauchen immer mehr Brutalität, um überhaupt noch einen Kick bekommen zu können.

Gewalt ja, Blut und Därme nein: Hyrule Warriors kommt auch ohne krasse Gewaltdarstellung aus

Gewalt ja, Blut und Gedärme nein: Hyrule Warriors kommt auch ohne krasse Gewaltdarstellung aus

Ich verstehe die Notwendigkeit von Gewalt in Spielen, ich verstehe, warum Blut und Gedärme spritzen müssen, warum Leichenteile herumliegen und warum Zombies stark entstellt sind. Ich glaube, letzten Endes müssen wir eben nicht die Videospiele zur Rechenschaft zu ziehen, sondern die Gesellschaft selbst. Wir sollten unseren Kindern beibringen, gesund zu reflektieren, selbst nachzudenken und ihnen die Möglichkeit bieten, selbst zu wählen. Also rufe ich nicht für weniger Gewalt in Videospielen auf, sondern für mehr Reflektion im Alltag. Die Generation der jetzt heranwachsenden Kinder wird mit Videospielen aufwachsen und die Gewalt in den Spielen wird, dank der besseren technischen Möglichkeiten, eben immer realistischer werden. Also lieber Eltern, bitte fangt an, mit euren Kindern zu reden und macht nicht die Videospiele verantwortlich. Allerdings möchte ich auch die Entwickler mit in die Verantwortung ziehen, die sich selbst fragen müssen, wie viel Gewalt nötig ist – und an welchen Stellen man auf eben jene verzichten kann, ohne dem Spiel zu schaden.

Kolumne: Wann ist ein Spiel ein Spiel? – Teil 2

Im ersten Teil der Kolumne hat Janina euch ja bereits ein wenig in die Geschichte von interaktiven Filmen eingeführt und sich außerdem mit aktuellen Themen beschäftigt. Die Frage, wann ein Spiel tatsächlich ein Spiel ist, wurde näher beleuchtet. Ich möchte mich ebenfalls ein wenig mit der Frage beschäftigen, dabei jedoch auch einen Blick in die mögliche Zukunft wagen, die ihre Wurzeln ebenfalls in dem finden wird, was wir heutzutage gut finden.

Das neue Medium Videospiel

Betrachtet man gerade die letzten Jahre, so hat sich das Medium „interaktiver Film“ sehr weit entwickelt. Bereits 2011 wurde mit L.A. Noire ein Computerspiel auf einem Filmfestspiel gezeigt, 2013 schaffte auch Beyond: Two Souls diesen Sprung in die A-Liga. Doch sollten das lediglich die Anfänge des Genres sein, das derzeit wahrlich explodiert. Derzeitiger Vorreiter für Massenware (und hier ist der Begriff nicht negativ gemeint!) ist Telltale Games: Das US-amerikanische Unternehmen konnte bereits 2012 mit dem Video-Adventure zu The Walking Dead für Schlagzeilen sorgen und bot mit recht einfachen Mitteln und einer schönen Grafik die Möglichkeit, eine Geschichte zu erleben, in der man selbst direkte Entscheidungen treffen muss, die sich auch unmittelbar auf die Story auswirken. Das Prinzip an sich ist nicht neu, doch sorgte der Erfolg des Spiels dafür, dass Telltale Games sich nun vollkommen auf diese Art des Geschichtenerzählens konzentriert.

The Walking Dead Season 2 - Telltale Games

The Walking Dead Season 2 – Telltale Games

In The Wolf Among Us wirken sich eure Entscheidungen direkt auf die Geschichte aus

In The Wolf Among Us wirken sich eure Entscheidungen direkt auf die Geschichte aus

So folgte 2013 nicht nur eine zweite Season zu The Walking Dead, sondern auch eine erste Umsetzung zu The Wolf Among Us, das auf der Comic Fabel von Bill Willingham basiert und ein ebenfalls riesiger Erfolg wurde. Im Jahr 2014 wurde dann mit Tales from Borderlands eine Geschichte zu dem extrem beliebten Borderlands-Franchise geschaffen und außerdem konnte Ende des selben Jahres die erste Epsiode zu Game of Thrones veröffentlicht werden. Zwei weitere werden noch in diesem Jahr herauskommen, darüber hinaus ist eine dritte Season zu The Walking Dead geplant. Ach ja, und Telltale Games möchte mit Minecraft: Story Mode eine Geschichte zu einem der beliebtesten Videospiele aller Zeiten auf den Markt bringen. Natürlich ist Telltale Games nicht das einzige Unternehmen, das die Zeichen der Zeit erkannt hat und nun vermehrt auf die Erzählung und weniger auf das Spielen setzt. Selbst kleine Unternehmen bringen bereits jetzt ähnliche Ideen heraus und haben damit riesigen Erfolg. Als Beispiel sollte sich jeder einmal mit der Stanley Parable befassen! Die Frage ist also nicht, ob die Zukunft so aussehen wird, sondern was genau da noch kommen mag.

Das neue Medium unserer Zeit

Computer sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken: Sie revolutionieren gerade mit Streaming-Diensten das Fernseh-Verhalten, haben für viele das Radio ersetzt und Videospiele haben mittlerweile ein Budget, über das sich mancher Hollywood-Streifen freuen würde. Da ist der Schritt vom Videospiel hin zum erzählenden Medium also einfach nur ein logischer Gang in unserer Entwicklung: Filme und Bücher als interaktives Erlebnis ist genau das, was man sich wünscht. Allerdings glaube ich nicht, dass Videospiele als „interaktiver Film“ tatsächlich eine Art Überkategorie bilden wird und irgendwann den Film, das Buch oder Videospiele ablösen. Stattdessen wird es wohl darauf hinauslaufen, dass es einfach eine eigene, unabhängige Kategorie geben wird. Wer weiß, vielleicht werden schon bald die ersten Filme mit echten Menschen gedreht, in denen ihr dann selbst Entscheidungen treffen dürft. Vielleicht werden auch noch realistischere Grafikmöglichkeiten etabliert werden: Bereits letztes Jahr konnte The Vanishing of Ethan Carter auf sich aufmerksam machen, indem es die Photogrammetrie einsetzte und dadurch eine hyperrealistische Atmosphäre schaffen konnte. Die technischen Mittel der Zukunft sind also bereits jetzt möglich, es ist letztendlich nur noch eine Frage des Geldes – und natürlich der Nachfrage.

The Vanishing of Ethan Carter überzeugt mit einer hyperrealistischen Grafik

The Vanishing of Ethan Carter überzeugt mit einer hyperrealistischen Grafik

Wann wird das Tablet den TV als Film-Medium ablösen?

Wann wird das Tablet den TV als Film-Medium ablösen?

Doch auch hier wird sich einiges in Zukunft ändern, denn die Nachfrage wird mit Sicherheit steigen. Videospiele sind seit einem Jahrzehnt in ungeahnte Höhen geschossen, was natürlich auch mit der Revolution des Internets, sozialer Netzwerke und Smartphones und Tablets zusammenhängt. Damit blickt das Medium des erzählenden Spielens auf eine sehr junge Vergangenheit zurück und ein Großteil der Masse, die sich tatsächlich für das Genre interessieren könnte, weiß wahrscheinlich noch nicht einmal davon. Doch auch das Angebot ist derzeit noch recht überschaubar und richtet sich mit den Themengebieten meistens an eine Popkultur, die eher für 20- und 30-Jährige gedacht ist. Doch wie lange dauert es noch, bis der erste Liebesroman als interaktiver Film verarbeitet wird und den Hausfrauen auf ihrem Tablet zur Verfügung steht? Das Potential ist riesig und ich freue mich schon jetzt auf all die schönen und nervigen Geschichten, die so erzählt werden können.

Die technischen Möglichkeiten der Zukunft

Noch interessanter wird das Ganze, wenn man diese Gedankengänge mit den Möglichkeiten verknüpft, die sich derzeit in der Entwicklung empfinden und in fünf, vielleicht zehn Jahren der breiten Masse zur Verfügung stehen. Der letzte Schrei war 3D-Fernsehen, doch wenn man mal näher über Augmented-Reality und Virtual Reality nachdenkt, dann tun sich ganz andere Möglichkeiten auf: Warum sollte ich einen Film in 3D sehen, wenn ich direkt in ihn hineingehen kann? Wenn ich selbst die Perspektive wähle, in der ich den Helden beobachte, wenn ich selbst herumlaufen kann, selbst meine eigene Geschichte zusammensuche? Natürlich sind hier noch viele Jahre an Entwicklung nötig, doch wenn man die heutigen Möglichkeiten einer Oculus Rift betrachtet, dann darf man sich auf das freuen, was da noch kommen wird. Das betrifft sowohl Filme als auch Videospiele und schon sehr bald wird das alles miteinander kombiniert werden.

Ist die Oculus Rift die Zukunft für Filme und Videogames?

Ist die Oculus Rift die Zukunft für Filme und Videogames?

Die Frage, wann ein Spiel ein Spiel ist, ist bereits heutzutage nicht mehr klar zu beantworten, geschweige denn in der Zukunft. Denn Interaktion alleine macht ein Spiel wohl nicht mehr aus, selbst verschiedene Story-Stränge sind zwar schön, doch schon lange verbreitet. Ich glaube, die Grenzen verschwimmen allmählich und das ist auch ganz gut so. Wenn ich eine gute Story erleben will, greife ich eben zu einem Spiel von Telltale Games – oder einem der zahlreichen „normalen“ Videospiele, die ebenfalls eine tiefe Story besitzen. Möchte ich Action, dann wähle ich einen Shooter oder ein Beat’em Up, möchte ich möglichst lange Videosequenzen sehen, dann gucke ich mir Metal Gear Solid an oder gehe eben ins Kino. Durch die neuen Möglichkeiten erhöht sich eben nur die Qualität der Sachen, die wir erleben können und ergänzen diese.

Doch auch hier wird nur ein weiteres Subgenre enstehen, denn gemeinsam im Kino zu sitzen ist eben immer noch ein besonderes Erlebnis. Ich möchte auch nicht am Strand in der Sonne liegen und dann meine VR-Brille aufziehen, sondern eben mal ein ganz normales Buch lesen – sei es nun in der Papier-Version oder auf einem eReader. Auf jeden Fall freue ich mich schon jetzt auf das, was in naher Zukunft kommen mag.

Kolumne: Wann ist ein Spiel ein Spiel?

Sogenannte „interaktive Filme“ bewegen immer wieder die Gemüter. Nicht wenige Spieler fühlen sich um ihr Geld betrogen, wenn sie plötzlich einen Titel vor sich haben, der anstelle des erwarteten Gameplays vornehmlich Videosequenzen bietet, auf die sie Einfluss nehmen können. „Das ist doch kein Spiel!“ heißt es dann oft.

Zunächst einmal sollte ich klarstellen – ich persönlich mag diese Art von Spielen. Sind sie gut gemacht, gehen sie mir unter die Haut und reißen mich mit. Dadurch, dass ich phasenweise in die jeweiligen Figuren hineinschlüpfe, identifiziere ich mich mit ihnen stärker, als es mir bei einem Film möglich ist. Gedanklich wechsle ich zwischen der Identifikation mit der Figur und einer Art Erzähler-Instanz, die über das Schicksal des Protagonisten wacht. Für mich ist das ein sehr reizvoller Wechsel, aber ich kann auch verstehen, wenn das jemandem einfach zu wenig ist, das vom Spiel geboten wird.

Dragons-Lair

Dragon’s Lair

Fahrenheit

Fahrenheit

Die ersten Vertreter des Genres

Einer der ersten interaktiven Filme ist wohl Dragon’s Lair aus dem Jahre 1983, der allerdings heute eher als reiner Arcade-Titel gehandelt wird. Für diejenigen, die es nicht kennen – in Dragon’s Lair schlüpft ihr in die Rolle eines Ritters, der eine Prinzessin aus den Klauen eines bösen Drachen retten will. Im richtigen Moment muss die passende Taste gedrückt werden, damit der Held ausweicht, ein Monster erschlägt oder rechtzeitig von einer bröckelnden Plattform springt. Dabei laufen die Szenen ohne Pause ab und sind in liebevoller Comic-Zeichnung von Don Bluth gefertigt.

1990 erschien der erste Teil des Weltraum-Flugsimulators Wing Commander. Neben Flugeinlagen im Weltall habt ihr auch Gelegenheit zur Interaktion mit der Crew und insbesondere der dritte Teil war eine große Revolution in der Branche mit seinen echten Schauspielern vor einem Bluescreen.

Ein weiterer bekannter Vertreter des Genres ist Fahrenheit, das 2005 erschien. Obwohl zumeist ausschließlich als Adventure deklariert, stehen die Handlung und die Identifikation mit dem Charakter an erster Stelle. Während ihr versucht herauszufinden, ob und warum ihr in einem tranceähnlichen Zustand jemanden ermordet habt, müsst ihr außerdem auf eure angeschlagene Psyche achten. Ein Glas Wasser, ein kleiner Spaziergang und schon gewinnt ihr einige Punkte auf der Wohlfühl-Skala. Vernachlässigt ihr diese, kann der Charakter Lucas Kane auch Suizid begehen und das Spiel ist vorbei.

Heavy Rain

Heavy Rain

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Beyond: Two Souls

Emotions, Story und nochmal Emotions

Der Titel Heavy Rain von 2010 wird als geistiger Nachfolger von Fahrenheit gehandelt und das zu Recht. Insgesamt übernehmt ihr im Spielverlauf vier verschiedene Charaktere, deren Handlungsstränge alle miteinander verbunden sind. Da wäre zum einen Ethan Mars, dessen Sohn vom berüchtigten Origami-Killer entführt wird, die Journalistin Madison Page, FBI-Profiler Norman Jayden und Privatdetektiv Scott Shelby. Im Laufe des Spiels müsst ihr schwerwiegende Entscheidungen treffen, während ihr die Handlung voranbringt und versucht, den entführten Jungen lebend zu finden. Dazu kommt, dass jeder der Charaktere im Laufe des Spiels sterben kann, wenn ihr nicht aufpasst, was wiederum Auswirkung auf die Geschichte im Ganzen hat.

Zu seiner Zeit sah der Titel dazu auch noch grafisch unverschämt gut aus und beeindruckte durch Motion Capturing mit echten Schauspielern.

Wie auch Fahrenheit und Heavy Rain stammt auch Beyond: Two Souls (2013) aus der Feder von David Cage. Letzter ist in der Community immer wieder in der Kritik, weil er seinen Fokus auf „bedeutungsvolle“ Erzählweisen und Charakterdarstellungen spezialisieren will und die Mittel des Films auf Videospiele anwenden will.

„My opinion is that we have nothing in games that gets anywhere near to a good film in terms of narrative or characterization. Games focus on simple themes and target a teenage audience,“ Cage said. Quelle

Meiner Meinung nach hat Cage hier eine sehr limitierte Auffassung vom Medium Videospiele, aber hierzu weiter in die Tiefe zu gehen, würde wohl den Rahmen sprengen. Es sei nur gesagt – Videospiel ist kein Film, lieber Mr Cage, also sollte der Reiz nicht allein darin bestehen, die Medien einander anzugleichen, sondern mit dem zu arbeiten, was da ist. Über dem Punkt der „emotions“, den Cage so sehr in den Vordergrund stellt, vergisst er nämlich gern mal den der Interaktivität, was sich besonders im Vergleich von Heavy Rain zu Beyond: Two Souls zeigt. Die Spielmöglichkeiten wurden in Beyond nämlich stark verringert, was bei mir persönlich dazu führte, dass ich zu Jodie viel weniger persönlichen Bezug hatte als zu allen Charakteren von Heavy Rain. Und von den Plotholes wollen wir dabei gar nicht mal anfangen.

The Order 1886

The Order 1886

Life is Strange

Life is Strange

Der aktuellste Vertreter ist wohl The Order 1886, das erst in diesem Jahr erschien. Als Mitglied eines Geheimordens müsst ihr im viktorianischen Steampunk-London die Ursache der Ripper-Morde aufdecken, Werwölfe jagen und eine Verschwörung aufdecken. Grafisch ist der Titel einer der bestaussehenden Spiele auf der PlayStation 4. Abgesehen von Dragon’s Lair setzen alle genannten Titel auf möglichst viel Realismus, sei es durch Motion Capturing oder Schauspielern vor Bluescreens. Doch auch Life is Strange fällt streng genommen unter die interaktiven Filme. Die Charaktere, ihr alltägliches Leben und ihre Emotionen stehen absolut im Vordergrund und die Story geht auch weiter, wenn man nicht übermäßig nachforscht oder kaum von der Fähigkeit, die Zeit zu manipulieren, Gebrauch macht.

Aber wann ist ein Spiel denn eigentlich ein Spiel?

Meiner Meinung nach liegt allen Videospielen das Prinzip der Interaktivität zugrunde. Kann auf das Geschehen Einfluss genommen werden, handelt es sich im weiteren Sinne um ein Spiel.

Gerade einer der neuesten Vertreter des Genres, nämlich The Order 1886 stellt dieses Prinzip aber schon wieder in Frage. Abgesehen von einigen Passagen, in denen ihr euch frei bewegen und Gegner niederschießen könnt, gibt es keine Möglichkeit, die Story irgendwie zu beeinflussen. Ihr könnt nur im richtigen Moment die passende Taste drücken und alles läuft auf ein einziges, unvermeidliches Ende hinaus. Kann man hier noch von echter Interaktivität sprechen? Und wo ist eigentlich die Grenze vom interaktiven Film zu anderen Genres, die auf cineastische Szenen setzen wie unter anderem Remember Me oder ihre Story in den Vordergrund stellen, wie das etwa bei Valiant Hearts der Fall ist?

Ich jedenfalls denke, dass solche interaktiven Filme durchaus ihren Platz in der langen Reihe der Gaming-Genres verdient haben. Videospiele leben auch davon, dass Genres durchmischt und neu erfunden werden oder neue Elemente wie VR ihren Weg ins Spiel finden. In der Zukunft würde ich vor allem gern weitere Spiele des Genres sehen, die sich nicht zum großen Teil auf Fotorealismus stützen, wie das bei allen neueren Titel aus dem Hause Quantic Dream der Fall ist. Videospiele sind ein eigenes Medium und dürfen sich durchaus an den Techniken anderer Medien bedienen, doch sie sollten immer noch als das betrachtet werden, was sie sind und nicht als verformte Version eines anderen Mediums (ja, ich meine Sie, David Cage!).

Kolumne: Let’s Player und Let’s Play – Hype oder Kunst?

Sind Let’s Play Videos nur ein Hype oder doch eine neue Form der Kunst? Eine recht interessante Frage und so einfach sie scheint, so schwierig ist sie zu beantworten. Schließlich steckt der Teufel auch bei etwas so scheinbar Einfachem wie Let’s Play im Detail und so muss man erst einmal weit ausholen und einige andere Aspekte mit einbeziehen.

Wie überall gab es die Thematik früher schon einmal, fand aber wenig Anklang oder flachte gleich wieder ab. Später gab es dann ein paar Vorreiter, die Thematik traf den Nerv der Zeit etwas mehr und auf einmal sprießen sie überall wie Pilze aus dem Boden. Die Rede ist dieses Mal, wie es in der Überschrift schon geschrieben steht, von Let’s Play-Videos und ihren Schöpfern.

Der „Fluch“ der Zeit?

Doch wie kommt es zu diesem Trend und dem regelrechten Boom in den letzten Jahren? Ich muss ehrlich gestehen – und die Situation haben neben mir sicherlich auch schon verdammt viele im Laufe der Zeit durchgemacht – ich habe die Freunde früher nie so recht verstanden, die immer gesagt haben „Ach spiel ruhig du, ich schau lieber zu.“. Ich meine, wenn man zu Gast bei jemandem ist, finde ich es noch verständlich, dass man dem Hausherrn den Vorrang lässt. Schließlich ist es seine Konsole oder sein Computer. Der mit dem Hausrecht hat auch das Recht über den Controller sozusagen. Doch selbst da sagten viele recht schnell immer wieder den gleichen Satz „Ach spiel du ruhig, ich schau lieber zu“. Eine Tatsache, bei der man sich eigentlich schon damals denken konnte, dass man daraus doch etwas machen könnte. Darüber hinaus war natürlich der Gedanke präsent, dass das nicht ein Traum-Job wäre: Geld damit verdienen, dass andere einem beim Zocken zusehen. Doch die Zeit war noch nicht reif genug und das Publikum wohl auch noch nicht groß beziehungsweise erreichbar genug. Schließlich rannte damals nicht jedes dritte Schulkind mit einem iPhone 6 über den Schulhof und war gänzlich damit überfordert, ob man nun am iPhone oder dem Tablet etwas nachschauen oder den Freunden zeigen möchte. Kurzerhand ließ man eben im Eifer des Gefechts eines der beiden Geräte fallen, aber meine Güte, man kann es sich ja neu kaufen – was soll der Geiz?

Ein anderes „Problem“ der damaligen Zeit, nebst der Tatsache, dass noch nicht jeder an jedem Ort und vollkommen altersunabhängig vollen Zugriff auf das World Wide Web hatte, war wohl auch die Zahlungsmöglichkeit. Die Kreditkarte war fest in Papas Hand, ebenso die Bankkarte und so etwas wie PayPal oder Paysafe-Karten waren noch Zukunftsmusik. Hätte es also damals schon Let’s Play gegeben – mal abgesehen davon, dass sowohl Twitch wie auch YouTube im Vergleich zum Alter des PCs selbst wohl auch eher Kinder sind – hätten ihre Macher gar nicht die Unterstützung bekommen, wie sie heute möglich ist und der Boom hätte wohl gar nicht erst stattgefunden. Ich möchte nun nicht sagen, dass ausnahmslos alle Twitch-Abonnenten Kinder oder Jugendliche sind, aber es kann wohl keiner abstreiten, dass sie nicht auch einen sehr großes Stück vom Kuchen ausmachen, oder?

Doch nur wieder ein Hype, der bald verschwindet?

Ob man bei Let’s Play-Videos oder Live-Streaming nun von einem Hype redet? Ich denke nicht! Schließlich sind wir schon längst aus der Zeit raus, in der Gaming noch maßgeblich von Kindern und Jugendlichen des männlichen Geschlechts getragen wurde. Inzwischen spielen sie doch alle. Männlein wie Weiblein, jung wie alt. Wen das Gaming-Fieber gepackt hat, der ist wohl für sein Leben lang infiziert und wird es auch nicht mehr ablegen. Von daher wird es wohl so lange es Games und Gamer gibt auch diejenigen geben, die dieses schmackhafte Gericht von virtueller Kunst zubereiten, der Gamerschaft servieren und es mit ihrer Persönlichkeit stimmlich oder auch mit einer Kamera abschmecken. Darüber hinaus gesagt, was entwickelt sich in der heutigen Zeit schon nicht zu einem Hype, wenn es Anklang bei den Leuten findet? Dies führt ja auch unweigerlich dazu, dass sich damit auf vielerlei Art und Weisen Geld machen lässt oder – für die heutige Zeit und zur Thematik wohl passender – Klicks oder Abonnenten generieren lassen (auch wenn diese über kurz oder lang natürlich auch wieder zum Geld führen). Schließlich ist es aber auch ein Geschäftsmodell, das von der Masse lebt, wenn man wirklich im großen Stile etwas verdienen möchte. Man verdient am einzelnen Zuschauer, Abonnenten oder Klick nur einen eher geringen Betrag. Einerseits tragen dadurch natürlich nicht wenige Leute eine hohe Last, sondern viele Leute eine kleine. Im Falle von Twitch wäre das gerade mal ein Döner oder eine Schachtel Kippen weniger im Monat. Bei YouTube kostet uns das Ganze sogar nur ein paar Klicks. In beiden Fällen natürlich aber auch Zeit. Zeit, die wir darauf verwenden, uns die ganze Sache anzusehen. Aber mal ganz ehrlich, so ein Video oder Stream ist meist doch wesentlich lohnender als irgendwelchen Z-Promis zuzusehen, wie sie in irgendeinem Dschungel abgammeln, sich von Gewürm ernähren und weitere „ganz lustige und unterhaltsame“ Aufgaben erfüllen müssen, oder?

Wie sich das Ganze allerdings auch entwickeln kann, wenn noch Satire hinzukommt, könnt ihr hier nachlesen.

Kolumne Lets Play YouTube Logo
Kolumne Lets Play Twitch Logo

Let’s Play – moderne Kunst, die ewig bleibt?

Kann man bei Let’s Play-Videos oder Live-Streaming nun von Kunst reden? Ich würde an dieser Stelle eindeutig sagen: ja! Natürlich wird der Kunst-Stempel heutzutage auch so ziemlich allem aufgedrückt, aber man kann die Dinge ja auch etwas differenzierter sehen. Ob es ein ehrbarer Job ist und eine Arbeit, die man honorieren kann? Wenn es keine blutsaugerischen Machenschaften sind, natürlich! Die Leute vor der Kamera investieren auch jede Menge Zeit, Geld, Arbeit, Fleiß, Schweiß und Blut in das, was sie da machen. Schließlich ist es nicht damit getan, dass man den Computer oder die Konsole anwirft und drauflos spielt. Das richtige Equipment muss besorgt werden, um das audio-visuelle Zusammenspiel auf ein gehobenes Niveau zu bringen. Das Endprodukt muss zu begeistern und zu fesseln wissen. Nachbearbeitung, Videoschnitt, Grafik-Design für irgendwelche Einblendungen oder die Gestaltung des Channels, damit dieser nicht nur von „Word-Texten“ geziert wird, die Erstellung eines Sendeplans, die Gedanken darüber, was man zeigen möchte und vielleicht nicht schon von etlichen anderen gezeigt wurde.

Natürlich könnte man über das Thema noch viel mehr schreiben, aber das ist Teil einer anderen Geschichte (Kolumne) und soll ein andermal erzählt werden. Dies ist nur mal ein kleiner Abriss der Gedanken, die sich so unter dem Zylinder, der Teemo-Mütze oder sonstigen Kopfbedeckungen von mir verbergen. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, genießt weiter eure Shows und lasst euch nicht ärgern. Wenn es euch etwas bringt oder gibt, dann ist es auch das Geld wert. Just my 2 cents!

In diesem Sinne: Let’s play!

Euer MisterGentleman

Kolumne: Früher war alles besser – Teil 4 – „Battlefield“ der Jugend

Battlefield 2

Vielleicht nicht gerade aller Anfang, aber doch auch ein Meilenstein in der persönlichen Geschichte des Gamings: Battlefield 2!

Nachdem die werten Kollegen bereits schon etwas tiefer in die Kiste der „Oldies but Goldies“ gegriffen haben, schrammen wir nun eher an der Grenze des 10. Jubliäums vorbei. Natürlich ist damit kein geringerer Titel gemeint als der dritte Ableger der Battlefield-Reihe „Battlefield 2“gemeint.

Der perfekte „Feierabend“ eines Jugendlichen

Was gab es damals für einen Gamer schon großartig Schöneres als aus der Schule zu kommen und nach Mittagessen und den Hausaufgaben sich an den heimischen PC zu setzen, nur um sich Momente später mit den Freunden im Teamspeak direkt im Kampfgetümmel zu befinden. Manch einer mag wohl nun sowas sagen wie „Hey, wo ist Battlefield Vietnam?“ oder „Junge, Battlefield 1942 war viel besser, Alter!“. Einerseits muss ich ganz ehrlich gestehen, nein! Andererseits muss ich allerdings auch dazu sagen, dass Battlefield 2 im eigentlichen Sinne mein erster Kontakt mit der Battlefield-Reihe war. Zwar habe ich mir natürlich im Nachhinein noch die älteren Teile ebenfalls angesehen, wie sich das so für einen Gamer gehört. Ich muss allerdings gestehen, dass sie weder von der Atmosphäre, noch vom Gameplay mit Battlefield 2 mithalten konnten, möge der Rage n Flame beginnen! Die Vorgänger hatten allerdings natürlich auch einiges Gutes, denn einerseits ohne Vorgänger kein Battlefield 2 in seiner Qualität, andererseits auch ohne Vorgänger keine „Wake Island“ Map für BF2.

Nach Jahren des guten alten „Counter-Strike“ als Half-Life Mod (ohne Source, Global Offensive oder sonstigen Beiwerken) und dem Mod-Pendant bei Unreal Tournament „Tactical Ops“ war es einmal mehr Zeit für frischen Wind und etwas Neues. Was würde sich da Besseres anbieten, als einen Shooter zu probieren, bei dem es gleichsam Boden- wie Luftfahrzeuge gab?

Vom Bodenvolk über den Panzergeneral hin zum Herr der Lüfte

Pistolenkämpfe, das Spielchen „Wer hat das größere Gewehr?“, Sniper-Duelle und Messer-Keilereien kennt man so ziemlich aus jedem Shooter. So auch aus Counter-Strike und Tactical-Ops, es musste etwas Neues her. Zwar brachte Battlefield 2 mit dem größeren Arsenal den dem unterschiedlichen Klassen-System zunächst etwas Abwechslung in die ganze Sache, vor allem wenn man mit dem Defibrillator seinen Gegnern auflauerte (Vorsicht, nicht zu Hause nachmachen!), doch das Spiel bot schließlich noch so viel mehr.

So kletterte man erst in die SUVs mit Maschinengewehren, um sich an das Gefühl von Fahrzeugen zu gewönnen – zumal einem ohnehin meist irgendwer anders die Panzer vor der Nase wegschnappte. Doch man hatte auch schon mit den Kleinfahrzeugen einen riesen Spaß. Ergatterte man jedoch schließlich doch einen Panzer, multiplizierte sich der Spaß meist um ein Vielfaches, wenn es auch gleich ob der Abwehrmöglichkeiten durch Raketenwerfer und Panzerabwehr-Minen gleichsam auch anspruchsvoller wurde. So mauserte man sich langsam und Schritt für Schritt vom einfachen Fußsoldat zum Panzergeneral, bezwang andere Fahrzeuge mehr und mehr spielend, fuhr trotzdem noch fluchend über die ein oder andere Mine und holte schließlich sogar Hubschrauber und manchmal auch einen Jet aus der Luft. Das war dann spätestens der Zeitpunkt, bei dem die Ingame Musik Songs wie beispielsweise „P.O.D. – Boom“ weichen musste und man sich mit jedem „Boom!“ einmal mehr selbst mit seinem letzten Treffer feierte.

Battlefield 2
Battlefield 2

Das Spiel nun schon ausgelutscht? Weit gefehlt! Ab in den Heli, oder besser noch den Doppelsitz-Jet (vor allem mit so einem guten Spieler wie dem damaligen Piloten aus meinem Freundeskreis – mit mir als Gunner versteht sich) und aus „P.O.D. – Boom“ wurden kurzerhand „Shaggy – Oh Carolina“ oder „Mungo Jerry – In The Summertime“. Tja ja, die guten alten Jugendsünden…. wobei ich da Mungo Jerry natürlich nicht dazu zähle!

So schwebte oder zischte man dann gemütlich über das Schlachtfeld, hielt dem Team den Rücken frei oder spielte mit den Kill-Anzeigen Alleinunterhalter. Apropos Teamplay, ganz allgemein wurde das zu dieser Zeit noch viel größer geschrieben und so Dinge wie „rekt“, „trolled“ oder „reported“ hat man im Chat eigentlich nie gelesen.

Grafik ist zwar schön und gut, aber längst nicht alles

Neben dem Teamplay sind wir natürlich auch gleich bei einem anderen Thema, welches immer hitzig diskutiert wird: die Grafik. Ich persönliche finde ja, dass Grafik längst nicht alles ist. Gameplay, Teamplay, Sound, Atmosphäre, Steuerung und das Ineinandergreifen dieser Dinge zu einer wahren Komposition eines großen Ganzen. Das zählt doch viel mehr als Effekthascherei oder Grafik-Bomben, denen dann meist bei den anderen Punkten die Luft ausgeht oder dann für Tonnenweise Glitches sorgen. Wer kennt sie nicht von den Soldaten mit Giraffenhälsen, Bäume die am Stück durch die scheinbar geisterhafte Wand eines Hauses fallen und ihre Blätterpracht im Inneren entfalten, Helme und Waffen welche durch Wände schauen und auch noch einem Sniper in über einem Kilometer Entfernung die eigene genaue Position verraten.

Battlefied Glitch

Yin und Yang des Gamings

Natürlich gibt es immer zwei Seiten einer Medaille. Ich will beim besten Willen nicht sagen, dass heutige Spiele grundsätzlich schlecht sind oder jegliches Spiel von früher grundsätzlich besser ist. Man findet unzählige Beispiele dafür und dagegen, wenn man allein nur mal daran denkt, wie unglaublich viele Games es (zum Glück) inzwischen schon gibt. Im Endeffekt geht es doch, einmal mehr, um die Balance und vor allem um die Community, wie wir auch schon in unserer Kolumne zum Konsolenkrieg angeschnitten haben.

Darüber hinaus geht es hier lediglich um einen ganz persönlichen Meilenstein in der Geschichte des Gamings. Dabei wurde auch beispielsweise mit dem „neueren“ Spiel Battlefield: Bad Company 2 ein Weiterer gelegt. Doch das ist eine andere Gesichte und soll (vielleicht) ein andermal erzählt werden.

In diesem Sinne, make frags not war!

#LovePeaceAndGaming

Kolumne: Früher war alles besser – Teil 3 – Aufgewachsen mit der Fantasy-Welt

Erst Anfang dieser Woche hat euch der Bujaka in seiner Kolumne vorgestellt, wie in ihm das Feuer des Zockens entfacht wurde und nun möchte auch ich einmal meinen Senf dazugeben. Wie es sich vielleicht aus der Überschrift ableiten lässt, bin ich, was das Zocken angeht, größtenteils in der Welt der Rollenspiele, speziell der J-RPGs aufgewachsen. Essenziell dabei war für mich die Videospiel-Serie Final Fantasy. Aber auch andere Rollenspiele kamen dabei nicht zu kurz. Von Digital Devil Saga, über Star Ocean, bis hin zur Tales of-Reihe, bei mir lagen früher so einige RPGs in der Konsole.

Es war einmal…

…der kleine Christian. Der war, als er klein war, sehr oft bei seinem Onkel, denn der Onkel hatte unter seiner Flimmerkiste so einen großen, klobigen Klotz stehen, der sich PlayStation nannte. Auf der konnte man mit CDs diverse Videospiele zocken, für die sich der kleine Christian sofort begeisterte. Vor allem Final Fantasy hat es ihm angetan. Riesige Welten, die es zu erforschen gibt, Monster, die es zu besiegen gilt und Charaktere, die es aufzuleveln gibt. Von Story hatte der kleine Christian damals noch keine Ahnung und trotzdem hat er sich direkt in Final Fantasy, genauer gesagt in Final Fantasy VIII verguckt. Wieso es genau dieser Teil war, weiß ich bis heute nicht. Auf jeden Fall war damit meine Lust aufs Zocken geweckt. Allerdings hielt sich diese zunächst in Grenzen, denn zu dem Zeitpunkt konnte ich lediglich bei meinem Onkel ein wenig an seiner PlayStation spielen, ich selbst besaß mit 7 Jahren natürlich noch keine.

Circa ein Jahr später war es dann soweit und mir gelang der Durchbruch. Die PlayStation 2 war vor einiger Zeit erschienen und nachdem mein Onkel sich diese gönnte, benötigte er seine alte PlayStation nicht mehr. Und da ich auch zu der Zeit noch sehr oft bei ihm zu Besuch war, hat er sich dafür entschieden, sie mir zu überlassen. Was habe ich mich damals gefreut, es war einfach schier unglaublich. Und als wäre die erste eigene Spielekonsole nicht schon schön genug, bekam ich wenig später einen eigenen Fernseher. Die Glotze war unglaubliche 15 Zoll groß und das war damals einfach nur der Hammer. Zur Zeit, als man von Flachbild-Fernsehern nur träumen konnte. Ja – da war so eine kleine Röhre der Hammer!

Dieser graue Kasten war ein riesiger Teil meiner Kindheit.

Dieser graue Kasten war ein riesiger Teil meiner Kindheit.

Von solchen Geräten konnte man damals nur träumen.

Von solchen Geräten konnte man damals nur träumen.

Die ersten Schritte des kleinen Zockers

Von dort an schlug ich mich quer durch den Dschungel an Videospielen, bis ich mit den klassischen J-RPGs mein Genre gefunden hatte. Natürlich gab es da noch einige andere Genres, die mich faszinierten, beispielsweise Rennspiele, wie Gran Turismo oder Need for Speed. Aber wirklich gefesselt haben mich immer nur die Rollenspiele. Während ich so ganz nebenbei, langsam aber sicher, Fan von Pokémon wurde (wer hätte das nur gedacht…), beschäftigte ich mich also zumeist mit Final Fantasy VIII und Final Fantasy IX auf meiner PlayStation, auf die ich noch immer hochgradig stolz war.

Als hätte mein Onkel nicht schon genug für mich und mein Hobby getan, wartete 2004 eine ganz besondere Überraschung auf mich. Denn besagter Onkel konnte im An- und Verkauf eine günstige PlayStation 2 ergattern, die er mir schenkte. Damals dachte ich, der Erhalt meiner ersten eigenen PlayStation wäre nicht mehr zu toppen, doch mit der PlayStation 2 hat es mein Onkel geschafft. Denn das war die Konsole, auf der ich mit Abstand, seit ich Zocker bin, am meisten gezockt habe. Hierauf erschien auch das Spiel, was mein Hobby definitiv am meisten geprägt hat.

Mit der PlayStation 2 hat mir mein Onkel damals eine riesige Überraschung bereitet.

Mit der PlayStation 2 hat mir mein Onkel damals eine riesige Überraschung bereitet.

Neben den typischen RPGs habe ich in meiner Kindheit auch Pokémon für mich entdeckt.

Neben den typischen RPGs habe ich in meiner Kindheit auch Pokémon für mich entdeckt.

DAS Videospiel

Dabei handelt es sich um Final Fantasy X. Noch nie war ich so sehr geflasht von einem Spiel und gefesselt zugleich. Die Atmosphäre, die Story, die Grafik. Hier hat einfach alles gestimmt und mich seit der ersten Sekunde in den Bann gezogen. Allein der Umfang des Sphärobretts war schon genug, um mich etliche Stunden vor die Glotze zu ziehen. Dazu kamen noch das Blitzball, sowie diverse andere Nebenbeschäftigungen und schon war der Umfang perfekt für mich. Speziell mit Blitzball habe ich mich unzählige Stunden beschäftigt. Entgegen dem Fußball oder beispielsweise Basketball, was ich beides bis heute total öde finde, war Blitzball irgendwie abwechslungsreich und das Wichtigste: Es hat einfach Spaß gemacht!

Ich weiß gar nicht, wie oft ich Final Fantasy X nun schon durchgespielt habe. Gezählt habe ich es nie, Sinn würde das aber auch nicht machen. Denn nach wie vor spiele ich mein absolutes Lieblingsspiel immer mal wieder. Gerade die HD-Neuauflage für die PlayStation 3 und PlayStation Vita, welche 2014 erschien, hat meine Passion für dieses Spiel noch einmal neu geweckt. Und obwohl ich Final Fantasy X eben schon viele Male durchgespielt habe, ging die Motivation bisher nie verloren. Ganz genau erklären kann ich es mir auch nicht so richtig. Ich zocke das Game etliche Stunden, bis ich soweit durch bin. Danach liegt es, vielleicht aufgrund von Veröffentlichungen anderer Spiele, etwas in der Ecke. Aber spätestens nach ein oder zwei Monaten habe ich wieder so richtig Lust darauf.

Etliche Stunden habe ich mich mit dem virtuellen Unterwasser-Ballsport beschäftigt.

Etliche Stunden habe ich mich mit dem virtuellen Unterwasser-Ballsport beschäftigt.

Mit der HD-Neuauflage von Final Fantasy X hat Square Enix Fans der alten Klassiker einen riesigen Gefallen getan.

Mit der HD-Neuauflage von Final Fantasy X hat Square Enix Fans der alten Klassiker einen riesigen Gefallen getan.

Natürlich gibt es neben Final Fantasy X noch diverse andere Rollenspiele, die es mir auf der PlayStation und PlayStation 2 angetan haben. Alundra, Star Ocean: Till the End of Time, Shin Megami Tensei: Digital Devil Saga und Rogue Galaxy sind nur wenige von all den RPGs, die ich in meinem Leben bisher spielen durfte und jedes von ihnen war auf seine eigene Art und Weise einfach super. Seit meiner PS2-Zeit hat das Ganze jedoch ein klein wenig abgenommen. Nicht, weil ich mittlerweile weniger Fan von J-RPGs bin, sondern eher, weil meiner Meinung nach die Qualität besagter RPGs einfach mit der Zeit teils stark abgenommen hat. Die neuen Teile der Final Fantasy-Reihe konnten mich zum Beispiel kaum begeistern.

Insofern gibt es für mich auf die Frage: „War früher alles besser?“ nur eine Antwort. Diese Frage beziehe ich in dieser Kolumne nur auf die J-RPGs und was das betrifft, kann ich nur sagen: „Ja, früher war es besser!“ Auch heute gibt es definitiv noch RPGs, die mich begeistern. Beispielsweise Tales of Vesperia oder Eternal Sonata. Allerdings hat die Qualität, meiner Meinung nach, insgesamt über die letzten Jahre doch abgenommen. Aber wer weiß schon, was die Zukunft so bringt? Vielleicht wartet irgendwann in den nächsten Jahren mal ein RPG auf mich, das mich endlich wieder in seinen Bann ziehen kann. Denn genau darauf warte ich nun seit einiger Zeit…

Kolumne: Früher war alles besser – Teil 2 – Gothic 1 und Co

Nachdem bereits unser Felix aka „Fefestars“ seinen Senf zu unser aktuellen Kolumne gegeben hat und mit Wizardry 7 den Titel vorstellte, mit dem er damals sein Hobby entdeckte, so werde ich das Thema wie immer etwas großflächiger angehen. Wenn ich in meine Kindheit oder mein Jugendalter zurückblicke, sehe ich nicht nur ein Spiel, das mich markant beeinflusste, sondern gleich viele Spiele, die mich zu dem machten, der ich heute bin. Zumal es sogar Titel gab, die mein heutiges größtes Hobby weckten – doch dazu später mehr.

Wie alles begann

Wie viele aus meinem Jahrgang (1988), fing auch ich sehr zeitig mit dem Zocken an, da vor allem in den 90iger Jahren und Anfang 2000 die Gaming-Industrie die ersten umfangreicheren Gehversuche mit Spielen startete. Nachdem es vorher bereits einige typische Jump´n-Run-Games und Dungeon-Crawler gab, kamen in dieser Zeit immer mehr Spiele mit Tiefgang auf den Markt.

Mein erstes Spiel überhaupt waren Alex Kidd und Sonic the Headshot auf dem Sega Master System 2. Die beiden Jump´n-Run-Games hatten nicht viel Abwechslung, doch Spaß machten sie trotzdem. Auch auf dem alten grauen Gameboy ließ ich Mario durch die Welten springen oder schoss mich als Pit durch Engel Land in Kid Icarus. Das waren meine ersten Gehversuche mit Games und sie machten Lust auf mehr. Noch vor kurzem spielte ich, dank Virtual Console, Kid Icarus auf meinem Nintendo 2DS durch.

Mir fiel auf, dass die Games für mich heute kaum noch eine Herausforderung darstellen, obwohl sie mir damals bockschwer vorkamen. Für Kid Icarus benötigte ich früher als Mini-Ausführung von mir selbst zahlreiche Stunden und Tage, eh ich das Spiel schaffte. Als ich dann vor kurzem einen neuen Run wagte, meisterte ich das gesamte Game an einem Abend. Also bin ich einfach nur älter und weiser geworden?

Die glorreiche Zeit

Richtig los ging es bei mir, als ich 12 wurde und ganz langsam aber sicher in Richtung Pubertät rutschte. Damals besaß ich noch keinen eigenen PC, sodass wir uns immer bei einem Kumpel zum Zocken getroffen haben. Er schaffte es, sich heimlich Diablo 2 zu kaufen, obwohl das Spiel erst ab 16 war/ist. So begann meine Gaming-Odyssee auf der Jagd nach dem Teufel daselbst. Zahlreiche Stunden saßen wir nebeneinander am PC und zockten mit einer Spielfigur das ARPG – einer musste immer auf die Lebensenergie achten und über die Tasten 1-4 die Tränke nutzen und der andere kämpfte. Das machte natürlich enormen Spaß, zumal man ihn zusammen hatte, was heute wohl nicht mehr denkbar ist.

Mit 13 kaufte ich mir von meinem Jugendweihe-Geld (ne DDR-Sache) endlich den ersten eigenen PC und damit änderte sich mein Leben grundlegend. Nachdem man vorher einfach nur Kind war, entbrannte nun eine wilde Leidenschaft nach Gaming, Hardware und noch viel mehr. Im gleichen Jahr bekam ich zudem eine Playstation 1 zu Weihnachten, was natürlich meine Leidenschaft noch mehr anfachte und die grausame Zeit als Pubertierender etwas erträglicher machte. Nachdem ich Sim City bereits vom Nintendo kannte, startete ich nun meine Bürgermeister-Karriere in Sim City 4 mit 3D Grafik – wahnsinn, war das ein Erlebnis! Ich spielte zu der Zeit alles, was nicht bei drei von der Festplatte war.

Doch gibt es ein Spiel, das mich heute noch zeichnet – Gothic 1 und 2!

Ein neues Hobby war geboren

Und so ergab es sich Anno 2003, dass er spielte und spielte und spielte. Ich erinnere mich noch heute gerne, als die ersten Daten von Gothic meine Festplatte berührten und mich in einen tiefen Bann zogen. Gothic 1 war mein absolutes Highlight auf dem PC zu dieser Zeit und es veränderte mein Leben markant. Doch was ist Gothic?

Viele von euch werden heutzutage insbesondere Risen kennen, das es bereits in der dritten Ausführung gibt und weitestgehend im Zeitalter der Piraten spielt. Die Vorgänger-Reihe dazu ist Gothic, die damals von Piranha Bytes entwickelt und vom Publisher JoWood vertrieben wurde. In Gothic 1 seid ihr ein Unbekannter, ein namenloser Held, der in eine Kolonie geworfen wird, in der es nur wenige Gesetze gibt und die von drei Lagern beherrscht wird. Die Welt ist rau, unbarmherzig und gefährlich. Nachdem ihr euch Verbündete gesucht und euch einem Lager angeschlossen habt, erfahrt ihr nach und nach, wie ihr aus der Kolonie ausbrechen könnt. Doch es herrscht eine uralte, böse Kraft auf der Insel, die es zu besiegen gilt.

Gothic machte besonders der Witz und die Einzigartigkeit der Charaktere aus, die das raue Mittelalter im Spiel so gewaltig und echt wirken ließen. Vor allem Sprüche wie:

„Deine Mutter treibt´s mit Ziegen…“ – Antwort: „Das tut Sie vermutlich wirklich“ brachten einem immer mal wieder ein Lächeln auf die Lippen.

Nachdem mich die Spielwelt in ihren Bann zog, konnte eine Szene mich dazu bringen, der zu werden, der ich heute bin, bzw. ließ mich mein Hobby entdecken. Evtl. kennt der ein oder andere die Band „In Extremo“, die vor einigen Jahren noch eine bekannte Mittelalter-Band war, doch heute leider einen anderen Weg beschreitet. Damals hatte die Band einen Ingame-Auftritt im alten Lager mit dem Song „Herr Mannelig“. Das Zusammenspiel von rauem Mittelalter und der Musik weckte in mir den Drang, selbst in die Zeit der Ritter zu schlüpfen.

So kam es dazu, dass ich selbst heute noch ein wahnsinniger Mittelalter-Fan bin. Ich besuche häufiger Mittelalter-Festivals, höre die Musik, gehe gerne mittelalterlich essen und verkleide mich sogar auf Veranstaltungen, um einmal abzutauchen und abzuschalten. Neben dem ein oder anderen Horn Met und einem fetten Fleischspieß darf natürlich auch die Musik nicht fehlen.

War früher alles besser?

Wie ihr seht, hat mich das Hobby „Gaming“ noch viel weiter gebracht und weckte in mir neben dem Besuchen von Mittalalter-Festivals noch den Drang, eine Seite wie Hardbloxx ins Leben zu rufen. Doch stellt sich mir immer noch die Frage: War denn früher alles besser? Ich habe bereits einmal einen „Flame-Artikel“ veröffentlicht, in dem ich auf die böse Spiele-Industrie schimpfte, jedoch denke ich heute, dass ich mich einfach verändert habe und anspruchsvoller geworden bin. Das zeigen meine heutigen Speed-Runs durch Spiele, die ich damals schwer und spannend fand. Heute finde ich immer noch gute Spiele, aber es ist einfach seltener geworden, da ich einfach viel mehr voraussetze. Trotzdem erinnere ich mich immer wieder gerne an die Zeit von damals, an LAN-Parties, an gemeinsames Zocken vor einem PC und natürlich auch an durchzockte Nächte.

Hoch die Hörner und ein Schluck Met auf unser Hobby!

Spectaculum

HowTo: Vom Gamer zum Terroristen in wenigen Schritten?

Schon lange habe ich mich gefragt, was ich denn mit meinem Leben so anfangen soll. Da streife ich durch das Internet, Tag ein, Tag aus und suche nach geeigneten Möglichkeiten, meine Zukunft sinnvoll zu gestalten. Nachdem ich heute, nach so langer Zeit, endlich auf einen hochprofessionellen Artikel der FAZ gestoßen bin (keine Ursache für den Traffic liebe FAZ!), weiß ich nun endlich, was ich zukünftig werden möchte, denn dieser Artikel gibt endlich einmal einen Einblick, was Games aus uns machen!

Natürlich wurde das Thema schon oftmals diskutiert und da wir auch alle wissen, dass wir potentielle Amok-Läufer sind, so dürfen wir uns nun mit einer neuen Berufsbezeichnung bzw. mit neuen Zukunftsperspektiven vertraut machen. Denn laut dem intelligenten Redakteur der FAZ gebe es wohl einen Zusammenhang zwischen Computerspielen und dem Terrorismus! Das war mir bisher noch nicht klar und ich freue mich darüber, dass mir dieser Redakteur die Augen geöffnet hat! Doch ist nun die Frage, wie soll man das Ganze angehen? Wie schafft man es, dass man als psychisch angeknackster Gamer, der wir ja alle sind, auch noch in den heiligen Krieg ziehen kann?

Leider konnte der Redakteur der Tageszeitung dazu keinerlei sinnvolle Argumentation aufweisen, sodass ich mir hier selbst einmal Gedanken machen musste. Evtl. kann ich euch hierzu aber ein paar Tipps geben, die dem Redakteur bei näherem Nachdenken vllt. auch eingefallen wären!

1. Das Wichtigste ist, dass ihr einen mittelmäßigen PC oder ein Notebook besitzt, dessen Grafikleistung für Call of Duty oder Battlefield nicht ausreicht. Durch das ständige Ruckeln im Game wird Adrenalin und ein spezielles Hormon ausgeschüttet, das euch auf die schlimmen Dinge im Leben vorbereitet.

2. Während des Zockens benötigt ihr dringend Zucker, Koffein und Chips. Das Fett der Chips blockiert dank des Cholesterins eure Blutbahnen, sodass keinerlei Blut mehr zum Hirn kommen kann, was das Denkvermögen beeinträchtigt. Der Zucker und das Koffein pushen euch dazu noch und machen euch hyperaktiv, sodass ihr die beste Voraussetzung für einen Psychopathen habt. Empfehlenswert sind hier Energy-Drinks, die ihr euch am besten intravenös einflößen solltet, um die Wirkung zu beschleunigen!

3. Nachdem ihr bereits mächtig aufgeheizt seid, empfiehlt es sich, einige Runden Assassins Creed und dann Grand Theft Auto zu spielen. Nachdem ihr im Ego-Shooter euren Aim an der Waffe trainiert habt, lernt ihr in Assassins Creed grundlegende Meuchel-Fähigkeiten, die es euch als Terrorist erleichtern, eurem Job nachzugehen. Neben dem Überbrücken von 20 Meter Abgründen und dem Abstechen von harmlosen Passanten aus 100 Meter Höhe, lernt ihr noch den Taschendiebstahl sowie das korrekte Blocken von Schwertern und das Ausweichen vor Kanonenkugeln. Sollten einmal keine Häuser vorhanden sein, über die ihr euch bewegen könnt, trainiert ihr in GTA (Der Teil ist unwichtig) das korrekte Stehlen und Knacken von Autos und Autotüren. Mithilfe eures eigenen Bordells, das ihr ja in sämtlichen deutschen sowie internationalen Städten besitzt, habt ihr zur Not auch ausreichend Geld, um euch stets ein neues Auto zu kaufen. Empfehlenswert sind hier Panzer, Flugzeuge oder Jet-Skis. Durch häufiges Spielen von Simulatoren solltet ihr diese Vehikel problemlos beherrschen!

Normalerweise seid ihr mit diesen drei Schritten schon perfekt auf den Terrorismus vorbereitet, doch kann es sein, dass der ein oder andere Spieler nicht ausreichend Hass entwickelt hat. Darum folgt hier eher ein persönlicher Tipp, der mich selbst immer fast zum Amok laufen bringt!!!111drölf

Geheimtipp: Ich als friedlicher Rollenspieler gehe tagsüber normalerweise meinen normalen Pflichten nach. Nach dem Aufstehen gönne ich mir ein Horn Met in meiner Lieblinstaverne und farme dann meistens wichtige Ressourcen, die ich für den Tag brauche. Vom Erlegen von Rotwild für das Mittagessen, während mich Wargs und Omas in der Kaufhalle angreifen, bis hin zum Sammeln von Bier für die abendliche Zock-Session. Sollte ich an manchen Tagen nicht ausreichend Aggro gezogen haben, gönne ich mir eine runde League of Legends. Dank zahlreicher Mitspieler und ihrem verbalem Erbrechen in diesem Spiel, werdet ihr perfekt auf den Krieg vorbereitet. Schon in den ersten Minuten sollte eure Kampfausbildung in Battlefield 4 Wirkung zeigen, während euer Denkvermögen dank der Chips aussetzt und in euren Venen nur noch Red Bull fließt.

Persönlich muss ich zugeben, dass ich noch nicht weiß, ob mir die Laufbahn als Terrorist liegt. Vom Gamer zum Meuchelmörder in 10 Tagen hört sich für mich nach Dummfängerei an, die besagter Redakteur dort verspricht. Auf den ersten Blick erscheint es wie ein Teleshopping versprechen, bei dem man Poliermittel für das Auto bestellt und dafür einen Packen normale Butter erhält.

Vielleicht bleibe ich vorerst der Waldelf, der ich immer schon war. Vielleicht überdenke ich meine Lebenssituation noch einmal und skille um, bevor ich zur Waffe greife. Ich weiß es noch nicht! Doch für alle Perspektivlosen gibt es die Tipps oben!

*Sarkasmus aus*

Kolumne: Konsolenkriege – Xbox gegen Playstation – und alle hassen die WiiU Teil 1

Ich kann es nicht mehr lesen, geschweige denn hören: „Meine Playstation 4 ist so viel geiler als deine!“, „Meine Xbox hat den viel größeren Sch…ähm Controller als deine PS4!“, „Die WiiU ist nur Kinderscheiß!“. Doch mein Highlight ist immer noch: „Ein echter Gamer zockt auf XYZ!“. Jedes Mal wenn ich auf den Facebookseiten von großen Spielemagazinen bin, entbrennen dort Gespräche, die nichts mehr mit Zocken oder mit dem schönen Hobby Gaming etwas zu tun haben. Bob beschimpft Tim, Izmir hasst den Özkan und alle hassen sich gegenseitig, da sie auf anderen Plattformen spielen und dann sogar noch das gleiche Spiel! OMG! Ich verstehe einfach dieses ganze Konsolen-Gebashe nicht mehr!

Zwar bin ich kein alter Hase, was das Zocken angeht, doch bezeichne ich mich trotz meiner 26 Lenze doch als eingefleischter Gamer. Ich fing mit ca. 8 Jahren an zu spielen, damals noch auf dem Sega Master System 2 – man war das eine geile Konsole. Die Controller waren unhandlich, die Konsole hässlich und klobig und trotzdem machten alle Spiele und das Zocken selbst einen enormen Spaß. Weiter ging es dann mit dem Gameboy, ja dem ganz alten Gameboy! Kennt den noch jemand? Den Grauen? Also nicht Gandalf! Auch der Gameboy damals war vor allem für Kinder sehr unhandlich und klobig und vor allem schwer. War man vor dem Zocken ein pummeliger kleiner Junge, so war nach einer Zock-Session der Bizeps um 2 Zentimeter Umfang gewachsen!

Das Sega Master System 2 hatte mit Alex Kidd ein fest installiertes Spiel

Das Sega Master System 2 hatte mit Alex Kidd ein fest installiertes Spiel

Weiter ging es mit einem Super Nintendo, einem N64 und einer Playstation 1. Damals hatte ich Nintendo-Konsolen und Playstation parallel nebeneinander laufen und zockte grade das, auf was ich Lust hatte. In der Schule hieß es damals niemals: „Boah du Looser zockst Nintendo 64!“ oder „Scheiß PSone, ich zock lieber Snake auf meinem Nokia 3310!“ Sowas gab es nicht, sowas konnte sich auch nie jemand vorstellen. Auch als die erste Xbox von Microsoft den Markt betrat, änderte sich das Prozedere nicht! Dann hieß es eher: „Geil der hat ne Xbox!“ oder „Geil der hat ne Playstation!“ Lange Zeit ging das System gut und lange Zeit war es egal, welche Konsole man hatte und auf welcher Plattform man spielte, denn man machte stets das Gleiche – spielen!

Wenn ich heute durch das Internet streife, möchte ich gerne virtuelle Ohrfeigen verteilen und mancher Mutter gerne petzen, was Sohnemann oder Töchterchen da von sich gibt. Ob auf Amazon, auf Spieleseiten oder sonstwo, es gibt nur noch Hass und Spott unter vielen Spielern! Viele können oder wollen einfach eine andere Plattform nicht anerkennen, obwohl sie letztendlich ein und das selbe bietet, nämlich die Funktion, (manchmal verbugte) Kunst abzuspielen! Ob das nun in 17834018734P Auflösung oder in 3745245P Auflösung geschieht, ist so unglaublich egal, dass es kracht.

Natürlich hat jede Konsole ihre Vor- und Nachteile, das ist logisch. Ein Audi hat im Vergleich zu einem BMW auch Vor- und Nachteile. Doch warum müssen Gamer, die dem gleichen Hobby nachgehen, sich gegenseitig fertig machen? Ich persönlich habe eine Playstation 3, eine Xbox One und eine WiiU zu Hause. Nebenbei zocke ich noch auf dem PC diverse Spiele, die es auf den Konsolen nicht gibt. In meinen Augen sind alle Konsolen abtrünnig geil! Die Xbox One hat einen, für mich persönlich, geilen Controller und eine wahnsinnig nette Community. Die Playstation bietet mit dem Virtual Store alte Perlen, die viele auch heute noch neu entdecken können und mit der WiiU zocke ich nebenbei, wenn die Freundin fernsehen möchte, da alles über das Gamepad läuft.

Genauso haben alle Konsolen ihre Nachteile und das schließt wirklich alle Konsolen mit ein! Die Xbox One ist riesig und für manch einen passt der Controller nicht richtig in die Hand. Die Playstation 4 ist laut und auch hier passt für manche Hand der Controller nicht richtig und auf der WiiU gibt es einfach viel zu wenig Spiele, da sich sowieso alle gegen sie verschworen haben. Das Marketing der Firmen funktioniert einwandfrei, wenn man sieht, was es bewirkt! „Kein Core Gaming auf der Wii“ – bitte was ist denn Core Gaming? Sind „Core Gamer“ Leute, die 16 Stunden am Tag zocken? Oder die dem Assassinen in AC Unity, während er läuft die Schuhe wechseln können? Bin ich kein „Core Gamer“, wenn ich in Mario Kart alle online abziehe? Bin ich kein „Core Gamer“, wenn ich in Halo überall rumbashe? Bin ich ein Noob, nur weil ich für The Last of Us 1 Stunde länger brauche als manch anderer?

Wenn ich mir die ganzen Diskussionen und Hasstiraden einmal anschaue, geht es weitestgehend nur um die Grafik! Schaut mal, so sahen die Spiele aus, als ich angefangen habe zu zocken.

Sonic für das Sega Master System 2

Sonic für das Sega Master System 2

Alex Kidd für das Sega Master System 2

Alex Kidd für das Sega Master System 2

Und wisst ihr was? Es hat mich einen Scheiß interessiert. Klar gefielen mir die geilen Rendersequenzen eines Final Fantasy oder die tollen Landschaften eines Skyrim, doch macht mir auch heute noch Final Fantasy in 2D Spaß. Achtet neben der blenderischen Grafik einfach mal auf das, was wirklich zählt: Spaß, Entdeckerdrang, und gemeinsam Spaß mit anderen Spielern haben. Minecraft hat hier bestens bewiesen, dass Grafik nicht alles ist. Und wo geht der Konsolenkrieg denn los, wenn es um Minecraft geht? Da gibt es keinerlei Sprüche gegen die schlechtere Auflösung einer Konsole oder Ähnliches.

Und jetzt – und das mache ich ungerne – muss ich auch einmal die hiesige Spiele-Redaktions-Landschaft anprangern! Leute, ihr schürt das Feuer unter den Konsolen und den Konsolenkrieg immer mehr und immer weiter! Mit euren Postings „Ja bla – die Xbox hat nur 1079,1P und die PS4 hat 1080,2P“, ruft ihr diesen Konsolenkrieg hervor. Auf manchen Seiten lese ich auch Postings wie „Wer gewinnt den Konsolenkrieg?“. Ja wisst ihr, wer den gewinnt? Niemand, denn er würde ohne solche dämlichen Headlines und Texte gar nicht erst entstehen! Klar sind Werbesprüche wie „4thePlayers“ geil und kommen an, doch denkt einfach mal nicht an Marketing! Denkt daran, warum ihr zockt und Spiele testet! Ist es nicht, weil ihr Spaß dran habt? Weil es euer Hobby ist?

Fast jeden Tag öffne ich meinen Browser und lese schlimme Dinge. Hier Pegida (ich bin aus Dresden), dort Hass gegen Menschen, die anders denken, woanders Hass gegen Menschen, die anders aussehen. Dabei sind wir alle eine Masse aus Fleisch, Muskeln, Fett und Knochen. Uns unterscheidet nur unsere Persönlichkeit! Und wenn man sich dann zwischen diesen Schreckensmeldungen zurückziehen möchte und mit Freunden gemeinsam zocken mag, geht der Hass weiter!

Beendet den Konsolenkrieg! Ob nun AC Unity auf der PS4, der Xbox One oder der WiiU. Ob nun Mario, Master Chief oder Sackboy – zocken bleibt zocken, egal auf welcher Konsole. Genauso bleibt Autofahren Autofahren oder Essen halt Essen. Ob es nun ein BMW, Audi oder ein Steak oder Brokoli ist.

#LovePeaceAndGaming #StopConsoleWar

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Ausprobiert: Immowelt.de App

Egal ob man als angehender Student, Berufstätiger oder Rentner auf der Suche nach einer neuen Wohnung ist, in vielen Städten Deutschlands kann sich dies als ziemlich schwierig, langwierig und nervenaufreibend herausstellen. Ein wenig Abhilfe möchte das Portal Immowelt.de mit ihrer neuen App für mobile Geräte schaffen. Wir haben uns die App mal angeguckt und werden euch ein wenig über die Funktionsweise und Benutzerfreundlichkeit berichten.

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Die Wohnungssuche

Die Funktionsweise der App ist sehr intuitiv: Zunächst wählt ihr aus, ob ihr Mieten oder Kaufen möchtet. Als nächstes tragt ihr euren Standort ein, indem ihr entweder den Ort oder die Postleitzahl angebt – oder die Techniken des 21. Jahrhundert nutzt und euch per GPS finden lasst. Außerdem könnt ihr direkt angeben, in welchem Umkreis ihr um den von euch gewählten Ort nach Wohnungen und Häusern gesucht werden soll. Natürlich könnt ihr auch nach vielen anderen Immobilienarten, wie Grundstücken, Büro- und Praxisflächen,Gewerbegrundstücken, Renditeobjekten und vielen anderen Sachen suchen. Sogar Flächen für die Land- und Forstwirtschaft werden in der App behandelt.

Als Nächstes könnt ihr bequem die Anzahl der Zimmer, Wohnfläche, Angepeilter Mietpreis sowie zusätzliche Ausstattung und Merkmale in die Suchmaske eintragen. Wer also unbedingt eine Dusche im Bad haben möchte, einen Hund oder eine Katze mitbringen will oder einen Aufzug in die höheren Stockwerke braucht, kann so unkompliziert die passenden Angebote finden. Außerdem könnt ihr auch in die Deutschlandkarte gehen und so die Standorte der Anbieter direkt auf der Karte sehen. Das hilft sowohl beim Entscheiden, ob eine Wohnung geeignet ist, als auch später beim Finden der Wohnung für den Besichtigungstermin.

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Nutzt die Filter

Um möglichst effektive Treffer zu bekommen, ist es auf jeden Fall sinnvoll, die Filter möglichst so einzustellen, dass nur passende Ergebnisse angezeigt werden. Die Liste mit Angeboten selbst könnt ihr zudem auch noch vorsortieren lassen: Nach Datum, sodass die aktuellsten Angebote zuerst erscheinen, nach den Preisen, Fläche, Orte sowie der geringsten Entfernung zum derzeitigen beziehungsweise gewollten Standort. So bekommt ihr eine gute Übersicht über die Angebote, die euch auch wirklich interessieren und müsst euch nicht durch eine große Anzahl an unpassenden Wohnungsvorschlägen quälen. Zudem bietet die App eine gute Übersicht über all die Termine, die ihr vereinbart habt, ihr könnt Notizen speichern und zudem alles ordentlich überblicken. Eine ebenfalls sehr schöne Funktion: Mit einem integrierten Kompass, der sich „Sonnenbalkon“ nennt, könnt ihr sehen, von wo die Sonne zu den verschiedenen Tageszeiten scheinen wird. Brutzelt sie den Balkon zur Mittagszeit gnadenlos oder wird erst gegen Abend das Sonnenlicht auf euch fallen?

Bei allem Lob über die App wollen wir euch natürlich ihre kleinen Macken nicht verschweigen: Manchmal funktioniert das GPS einfach nicht, obwohl es aktiviert wurde. Außerdem haben sich einige Nutzer darüber beschwert, dass die App immer wieder mal einfach abstürzt. Liest man sich zudem die Nutzer-Beschwerden durch, findet man noch den einen oder anderen Bug, aber immerhin scheint der Support sehr daran interessiert, diese Fehler zu beheben.

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Persönliches Fazit

Wenn ihr im näheren Umkreis nach einer neuen Wohnung sucht, dann ist die App von Immowelt.de durchaus zu empfehlen: Eine gute Filterfunktion sorgt dafür, dass ihr nur das bekommt, was ihr auch möchtet. Außerdem könnt ihr bequem Kontakt zum Anbieter aufnehmen und euch eine gute Übersicht über eure Termine machen. Sie ist sehr einfach zu bedienen und jede Funktion ist selbsterklärend. Allerdings gibt es hier und da noch ein paar Bugs, die durchaus frustrierend sein können. Zudem läuft sie unbeendet im Hintergrund weiter und zieht unnötig Akku. Als kostenlose App kann man jedoch mit einem Versuch nichts falsch machen.

Positiv:
+ gute Filterfunktion
+ Deutschlandkarte
+ Sonnen-Kompass
+ intuitive Bedienung
+ kostenlos
Negativ:
– läuft im Hintergrund weiter
– einige nervende Bugs

Die App könnt ihr direkt hier finden.

Euer Hardbloxx-Team